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08 Wohnen als Lebenswerk Kleinod in Bad Ragaz 16 Sternstunden im 2013 Elisabeth Keel mit Jahreshoroskop 46 Glanz und Glimmer Weihnachtsshopping in Z端rich 64 Feines zum Fest Vegetarisch all'italiana

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Ein St端ck vom Gl端ck RheintalerInnen und ihre Gl端cksmomente

VOL. 7/2012

Gratis zum Mitnehmen


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An der Verlosung teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren, ausgenommen Mitarbeitende von L...Leben.Liebe.Laster. sowie im gleichen Haushalt lebende Angehörige. Pro Person ist eine Teilnahme gültig. Teilnahmeschluss ist der 04. Januar 2013. Die Teilnehmerdaten werden vertraulich behandelt. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt und können veröffentlicht werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. www.l-magazin.com


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INHALT

Leben

Liebe

16 06 KOLUMNE Claudia über Tattoos 08 WOHNEN Wohnraum als Lebenswerk 16 INTERVIEW Astrologin Elisabeth Keel 18 HOROSKOP Was sagen die Sterne für 2013 20 BUSINESS Eigenmarketing durch Selfprofiling 22 CARPE DIEM Glücksyoga Lu Jong 24 CARPE DIEM Serotonin macht glücklich

08

46 28 KOLUMNE Tamaras Mamablog 30 REPORTAGE Glück 38 GLÜCK Buddhismus 43 KULTUR-HIGHLIGHTS 44 KULTUR LESEN Buchtipps 45 KULTUR SEHEN Gasometer Triesen 46 REISE Weihnachtsshopping in Zürich

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Laster

56 50 KOLUMNE Ralf Bruggmanns Männerwelt 52 MODE Weihnachtszauber 56 DESIGN Modistin Verena Philipp 58 MODE Mützenparade 62 KLEIDERSCHRANK Patricia Rimle 64 GOURMET Weihnachten all'italiana 66 IMPRESSUM/WETTBEWERB

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EDITORIAL L...INSIDE.

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe ist dem Thema Glück gewidmet. L…Magazin-Redaktorinnen verraten ihre Glücksmomente: «Für mich ist Glück das Gefühl, wenn einem plötzlich klar wird, dass wenn sich das, was man sich immer am meisten gewünscht hat, wirklich erfüllt.»

Miriam Dey, Autorin von «Yoga-Glücksbringer Lu Jong», Seiten 22 und 23 «Glück ist für mich, zu träumen und Luftschlösser zu bauen, aber auch wieder aufzuwachen, um die Träume wahr werden zu lassen.»

Sylvia Mathis, Autorin von «Grüezi in Zürich», Seiten 44 und 47 «Glück ist für mich der kleine Bruder von Zufriedenheit. Es ist ein Moment, in dem ich mich wohlfühle.»

Amra Durakovic, interviewte Astrologin Elisabeth Keel, Seite 16

Cover Manuela Halbeisen, «Glücksmomente» auf Seite 35, fotografiert von Maurice Shourot

Liebe L...LeserInnen. Je höher wir unsere Ansprüche an das Glück schrauben, desto grösser ist die Enttäuschung, wenn sich das begehrte Glück nicht einstellen will. Ist Glücklichsein also reine Glückssache? Natürlich können wir es dem Zufall überlassen, Glücksgefühle zu erleben. Wir können aber auch dem Glück auf die Sprünge helfen. Machen wir uns bewusst auf die Suche nach dem persönlichen Glück, steigern wir die Chance, vermehrt Glücksmomente zu erleben. Die Astrologin Elisabeth Keel blickt für uns ins Jahr 2013. Lassen wir uns überraschen, ob das Glück im neuen Jahr auf uns bereits wartet. Ansonsten können wir mit GlücksYoga die kleinen Stolpersteine entspannt und gelassen überwinden. Oder greifen dann doch zur gesunden Schokolade und geniessen ein aussergewöhliches Weihnachtsmenü all’italiana. Ob dies alles zum Glück verhilft? Darauf hat jeder seine persönliche Antwort. Denn seit Tausenden Jahren wird darüber nachgedacht, wie dieses «Glücklichsein», für jeden Menschen erkennund lebbar werden kann. Bekannt ist, dass ein unbeschwertes und leichtes Leben nicht glücklich macht. Bedeutender ist, dass wir mit unerfreulichen und herausfordernden Lebenssituationen umgehen können. Ralf Bruggmann hat sich auf die Suche nach dem Glück begeben. In seinem Leitartikel «Die Jagd nach dem Glück» lässt er Menschen von ihren Glücksmomenten erzählen und gewährt uns einen Einblick in die Glücksforschung mit den neuesten Erkenntnissen. Vielleicht werden Sie in der aktuellen Ausgabe einige Tipps für Ihr persönliches Glücksrezept finden, damit Sie auch bei kleineren Pannen vermehrt an das Happy End glauben. Das L...Team wünscht Ihnen viel Lesespass und ein glückliches Händchen beim Wettbewerb. Kosta Athanasopoulos, Herausgeber

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06  LEBEN | KOLUMNE

Überleben TATTOO Claudia Schanza

Immer mehr Frauen schmücken sich mit einem Tattoo. Ist ihnen bewusst, dass sich Modetrends ändern, der Körperschmuck aber ewig auf der Haut klebt?

Unter der Dusche im Fitnesscenter gibt es kein Geheimnis. Kleine Rosen ranken sich um den Nabel. Ein Delfin springt über das Schulterblatt. Und das zehn Jahre alte Arschgeweih soll wohl brunftige Herren zum Halali einladen.   Wenn ein pubertierendes Mädchen auf die trotzige Idee kommt, ihre Haut mit blauer Farbe stechen zu lassen, leuchtet mir ein: Das macht sie, um ihre Eltern zu ärgern. Die Lehrer. Das Establishment. Mit 17 fehlte auch uns noch die Fantasie, dass wir irgendwann einmal unfassbare 37 oder gar 47 Jahre alt werden könnten. Langfristige Entscheidungen betreffen bestenfalls die nächsten Sommerferien, weiter reicht der Horizont nicht.   Von Frauen jenseits der 30 oder 40 Lebensjahre erwarte ich mehr Weitsicht. Wollen Sie jetzt entscheiden, welche Frisur Sie bis zum Tod tragen werden? Suchen Sie einen Nagellack aus, der Sie fortan täglich schmücken soll? – Warum tunen sich dermassen viele Ladys mit Stacheldraht am speckigen Oberarm, Schlangen am glattrasier­ten Venushügel oder unleserlichen indischen Schriftzeichen im Genick?

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Okay, Angelina Jolie, David Beckham und Robbie Williams präsentieren sich körperbemalt. Sie wirken dadurch weder intelligenter noch charmanter oder erotischer als ohne die blassblaue Markierung. Die meisten Tattoos im Alltag haften allerdings an Körpern, die keineswegs so perfekte Masse haben wie jene der erwähnten Stars.   Glauben Sie, dass Ikonen der Eleganz wie Catherine Deneuve oder Gracia Patricia je so einen Modetrend mitgemacht hätten? Dass deren Tochter, Stéphanie von Monaco, von mehreren Tätowierungen geziert ist, passt zur Persönlichkeit dieser Prinzessin. Ebenso das Oberarm-Tattoo der deutschen Ex-Präsidentengattin Bettina Wulff. Schöne Vorbilder! ▪

* Von Frauen jenseits der 30 oder 40

erwarte ich mehr Weitsicht.

Vol. 7/2012 eben.Liebe.Laster.


Leben.

07 06 KOLUMNE ÜBERLEBEN Tattoos 08 WOHNEN in Bad Ragaz 16 PORTRÄT Astrologin Elisabeth Keel 20 BUSINESS Sich selbst besser vermarkten 22 CARPE DIEM Yoga Lu Jong 24 CARPE DIEM Serotonin macht glücklich

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Schürzennäherinnen, von Jolanda Spirig eprägt durch Kinderarbeit, im November den ersten g Marienlieder, Armut und Au- Rheintaler Kulturpreis «Goltoritätsgläubigkeit. Für ihre diga Törgga». Arbeit erhielt Jolanda Spirig

Jolanda Spirig war Übersetzerin und Redaktorin. Heute führt sie eine Kommunikationsagentur in Marbach SG. Als freie Autorin greift sie jene Themen auf, die sie persönlich bewegen. Die Alltagsgeschichte ist ihr Schwerpunkt. Bisher erschienen: «Fani. Ein Dienstmädchenleben», 1995; «Kaffee mit Muttermilch. Erinnerungen der Krankenschwester Rosa Leuppi», 1998; «Von Bubenhosen und Bildungsgutscheinen. Die Frauenzentrale Appenzell Ausserrhoden 1929-2004», 2004; «Widerspenstig. Zur Sterilisation gedrängt. Die Geschichte eines Pflegekindes», 2006.

Jolanda Spirig

Jolanda Spirig Das renommierte Schweizer Prêt-à-porter-Unternehmen Akris wurde 1922 in St. Gallen als Schürzenfabrik gegründet – von Alice KriemlerSchoch (1896–1972). Vierzehn Tagebücher zeugen vom Alltag der engagierten Fabrikantin, die mitten in der Stadt Hühner hielt und kurz vor ihrem 63. Geburtstag die Fahrprüfung ablegte. Sie erweiterte das Unternehmen zur Kleiderfabrik, lotste es durch die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg – und verteidigte ihre Schürzenproduktion, bis das Schürzentragen aus der Mode kam. Zwischen 1946 und 1966 betrieb Akris eine kleine Schürzennäherei in Kriessern. Wie lebten diese Näherinnen? Wie wuchsen sie auf in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, als das Stadt-LandGefälle riesig und die Bildungschancen für Mädchen gering waren? Die Porträts der neun Rheintalerinnen geben Einblick in eine längst vergangene Welt, geprägt durch Kinderarbeit, Marienlieder, Armut und Autoritätsgläubigkeit. Die Mädchen hüteten Kühe und Kinder, stachen Äcker um und ernteten Erbsen. Als junge Frauen nähten sie Schürzen. Den Verdienst gaben sie zu Hause ab, eine Lehre lag nicht drin. Das gemeinsame Nähen im «Büdeli» hat die Kriessnerinnen verbunden. Sie nannten sich «Kriemlera» – nach ihrer Chefin Alice Kriemler-Schoch, die ihrerseits von den Kriessner «Mädchen» sprach. Auch sie war auf einem kinderreichen Bauernhof aufgewachsen und hatte als Schürzennäherin begonnen.

Schürzennäherinnen Die Fabrikantin und die Kriessner «Mädchen»

Rösli Lutz-Weder (* 1927) «Das Paspelieren war besonders heikel. Wenn man das Schrägband auf der Rückseite nicht überall ganz erfasst hatte, kam die Ware zurück. Und wenn die Achselnaht auf einer Seite drei Millimeter breiter war als auf der anderen ebenso. Vor allem dann, wenn der Absatz etwas flau war. In solchen Zeiten kam viel retour, dabei kann man auch etwas ziehen beim Bügeln, damit es passt. Aber sie zogen nicht.» Alice Kriemler-Schoch (1896-1972) Vergilbte Zeitungsbilder der englischen Königsfamilie kleben mürbe auf den linierten Tagebuchseiten, Soraya ist dort präsent und, am 18. März 1958, die monegassische Fürstin Grace im Kindbett mit Thronfolger Albert von Monaco. Als Alice Kriemler-Schoch die Meldung von Prinz Alberts Geburt ausschnitt und mit Klebestreifen einklebte, dachte sie wohl kaum daran, dass sich die künftige Ehefrau des monegassischen Säuglings ein halbes Jahrhundert später in Akris-Modelle hüllen würde. Zu sehr war sie damals mit ihrer Schürzenfabrikation beschäftigt und schliesslich sollte es noch zwei weitere Jahre dauern, bis ihr Enkel, Akris-Designer Albert Kriemler, geboren wurde.

Schürzennäherinnen

Die Bücher der Marbacher Journalistin Jolanda Spirig beruhen auf Fakten. Sie erzählen Geschichten, beleuchten Zwischenräume und zeigen das Alltagsleben in seinen unterschiedlichsten Facetten. So auch das neue Werk, «Schürzennäherinnen». Das renommierte Schweizer Prêt-à-porter-Unternehmen Akris wurde 1922 in St. Gallen als Schürzenmanufaktur von Alice Kriemler-Schoch (1896 – 1972) gegründet. Akris ist heute weltweit tätig und wird von der Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard oder Charlène, Fürstin von Monaco, getragen. Zwischen 1946 und 1966 betrieb Akris eine kleine Schürzennäherei in Kriessern SG. Wie lebten die Näherinnen? Ein Einblick in eine vergangene Welt,

Melitha Dietsche-Baumgartner (* 1931) «Da ich erst vierzehneinhalb war, durfte ich vom Arbeitsamt aus noch gar nicht arbeiten. Wenn die Kontrolleure aus Oberriet kamen, versteckte ich mich oben in der Wohnung, damit sie mich nicht sahen. Doch einmal konnte ich ihnen nicht entwischen. Da hiessen sie mich, die Arbeit niederzulegen, und schickten mich nach Hause. Mutter meinte: ‹Janu, dann ist es auch recht, dann gehen wir grad Mist zetteln.› Am nächsten Tag sass ich wieder im Büdeli an der Nähmaschine.»

ISBN 978-3-0340-1143-3

9 783034 011433

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Schürzennäherinnen. Die Fabrikantin und die Kriessner «Mädchen» von Jolanda Spirig, 184 Seiten, CHF 32.00, Chronos-Verlag.

26.09.12 17:25

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Kurz und gut AGGIORNAMENTO

… heisst auf Deutsch: «Annäherung an heute» und hatte bei der Eröffnung des Konzils 1962 durch Papst Johannes XXIII. das Ziel, die katholische Kirche der modernen Welt zu öffnen. Unter dem Leitmotiv «Aggiornamento» organisiert der Verein für eine offene Kirche (www.offenekirche.li) jeweils am ersten und dritten Sonntag des Monats im Kloster St. Elisabeth in Schaan/FL einen Gottesdienst.

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Drei von vier Frauen leiden in den Wechseljahren unter Hitzewallungen, übermässigem Schwitzen und nächtlichen Schweissausbrüchen. Gelindert werden können diese mit Salvia-Tabletten und damit mit einem pflanzlichen Arzneimittel aus frisch geernteten, biologisch angebauten Salbeiblättern. Bereits eine Tablette am Tag hilft.

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In der Vorweihnachtszeit geht es oft hektisch zu. Ein Tee aus selbst getrockneten Kräutern wirkt dann oft Wunder. Nervenstärkend sind Tees aus Lindenblüten oder Zitronenmelisse ebenso wie aus Zitronenverbene.

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Der Kinderarzt Herbert RenzPolster weiss, was Kinder brauchen, nämlich eine artgerechte Umwelt. Wie die aussieht, erklärt er in seinem Buch «Menschenkinder», blickt zurück auf die evolutionäre Geschichte des Menschen und zerfetzt gängige Erziehungstheorien in der Luft. www.kinderverstehen.de


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LEBEN | WOHNEN

ohnraum als Lebenswerk

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LEBEN

In Bad Ragaz haben Hansjürg Riederer und seine Partnerin Sabina Mannhart in Eigenregie aus einer alten Wohnung und dem Lager der darunterliegenden Schreinerei ein Kleinod für zwei erschaffen. Text Tamara Beck Fotos Paul Trummer

Auf den ersten Blick ahnt man nicht, dass sich in diesem alten Gebäude, das die Möbelwerkstätte von Hansjürg Riederer beherbergt, eine moderne Wohnoase befindet. Doch geht man die Stufen aus der Schreinerei hoch in die obere Etage, betritt man eine ganz andere Welt: Die private Insel von Riederer und seiner Lebensgefährtin, die sie in den letzten gut zehn Jahren gemeinsam geschaffen haben. Wie viel Hand Hansjürg Riederer an seinem Wohnprojekt angelegt hat, sieht man schnell. Man tritt ein und steht sogleich vor dem grossen Küchenkorpus, ein Solitär, geschaffen aus dem Nussbaum, der im Garten seiner Grossmutter stand. Gleich daneben der Esstisch, der ebenfalls aus einheimischem Nussbaum angefertigt wurde. Auch sonst achtet Riederer darauf, heimisches Material zu verarbeiten.

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Küche als Zentrum Die Küche ist das offensichtliche, gewollte Zentrum der Wohnung. Hier sitzt das Paar mit seinen Gästen auf den bequemen Sitzbänken an der langen Tafel noch lange, nachdem gegessen wurde. Gut «versteckt» in einer Nische befinden sich die Küchenschränke und -geräte, durch dunkles Holz heben sie sich optisch von der Kochinsel ab. Sie sollen diese nicht konkurrenzieren. In einem Nebenraum befand sich die alte Küche aus den 60er-Jahren, die nun als Wirtschaftsraum benutzt wird. In einem weiteren Raum befindet sich das Gästezimmer mit Bad/WC. Eine Schiebetür trennt diese beiden Räume von der Küche und sorgt so für Privatsphäre bei Übernachtungsgästen. ►

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LEBEN | WOHNEN

Der grosszügige Innenhof kann komplett beschattet werden (Spannseile) und dient im Sommer als Ergänzung zum bestehenden Wohnraum.

Spannende Farbreflexionen Tageslicht gibt es zuhauf im Kochund Essbereich. Einerseits durch Fenster und Schiebetür, die auf den Innenhof führt, andererseits durch ein Fenster auf der Südseite. Um das Fenster herum hat der Schreiner ein Regal mit Sitzbank gebaut. Das Innere des tiefen Fensterrahmens ist pink gestrichen. Die frische Farbe sorgt in Kombination mit den Sonnenstrahlen für spannende, intensive Reflexionen. Überhaupt spielen Farben eine wichtige Rolle im Wohnkonzept, da sie nach Ansicht der Bewohner einen grossen Einfluss auf die Atmosphäre eines Raumes und somit auf das Wohlbefinden haben. Deshalb wurde in beiden Wohntrakten je eine Wand ► Kleine Farbtherapie: Fensterrahmen in Pink.

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LEBEN | WOHNEN

Zwei Räume für Geselligkeit: Küche (links) und kleine Lounge mit Cheminée.

Feuer auch hier: Der Lehmofen im Wohnraum.

mit einer speziellen Pigmentfarbe angestrichen, welche für eine intensive, lebendige Farbe sorgt, die je nach Licht ganz unterschiedlich wirkt. Beschatteter Innenhof Im Sommer verwandelt sich der Innenhof in eine grosse, luftige Lounge. Die selbst konstruierte, horizontale Beschattung in Form eines elektrischen Stoffsegels kann quer über den ganzen Innenhof gespannt werden. Gartenmöbel hat das Paar keine. «Wir halbieren den aus zwei Teilen bestehenden Esstisch und stellen ihn zusammen mit den Sitzbänken auf die

Terrasse. Auch die Loungestühle und Beistelltischchen nutzen wir für innen und aussen», so Riederer. Verbunden werden die beiden Wohntrakte durch einen Raum mit Cheminée und Garderobe. Vorher befand sich hier eine Pergola, die nur über die Terrasse zugänglich war. Heute dient dieser Raum als Durchgang und weil man das alte Cheminée nicht herausreissen wollte, dient es nun ganzjährig zum Grillieren oder wie aktuell zum Marronibraten. Schiebetüren als Raumteiler Das ehemalige Holzlager, das fenster-

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los war, hat Hansjürg Riederer komplett «umgestaltet». Hier befinden sich der Wohn- und Schlafbereich, ein Badezimmer und das Büro. Grosse Schiebetüren, gestrichen in einem Rotton aus der berühmten CorbusierFarbpalette, erlauben es, die Räume beliebig zu öffnen und zu schliessen, je nachdem, wer wo Privatsphäre braucht. So kann man Schlaf- und Badezimmer diskret halten oder offen lassen, um z. B. von der Badewanne aus auf einer Leinwand vor dem Nordfenster fernzusehen oder nach draussen zu schauen, die Witterung zu erleben und die Berge zu betrachten. ►


WOHNEN | LEBEN

Das selbstentworfene Lichtkonzept im Badezimmer.

Die kleine Bibliothek im Hause. Die meisten Möbel, wie hier die Stühle, sind selbst entworfen und hergestellt worden.

3,5 Tonnen Lehm Ein Lehmofen, für den rund 3,5 Tonnen Lehm verarbeitet wurden, wärmt den grossen Raum in der Übergangszeit oder sorgt für wohlige Atmosphäre, wenn er als offene Feuerstelle genutzt wird. Durch die rahmenlosen Dachfenster gelangt viel Tageslicht ins Schlaf- und Badezimmer und nachts kann man vom Bett aus die Sterne sehen. Schränke aus rohem, unbehandeltem Holz trennen den loftartigen Raum in seine verschiedenen Nutzungsbereiche. Ein geölter Lärchenboden zieht sich durch die Loft und sogar das Lavabo ist aus Holz. Die Lichtplanung, die Riederer auch selbst vorgenommen hat, ist ebenfalls bemerkenswert.

Die roten Schiebetüren verstecken die Privaträumlichkeiten.

Die Bodenbeleuchtung unter den Möbeln und der Badewanne trägt mit ihrem indirekten Licht das Ihrige zur einmaligen Stimmung bei. Als ein «halbes Lebenswerk» bezeichnet Riederer seine Wohnung. Vor 10 Jahren haben sie mit dem Umbau der alten 3,5-Zimmer-Wohnung begonnen und ein Ende ist noch nicht in Sicht, denn gewisse Details wollen noch fertiggestellt werden. Aber alles in allem findet sich hier auf einer einzigen Etage ein kleiner, grosser Lebens(t)raum. ▪

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BAUDATEN Baujahr Gebäude: 1958 Ursprüngliche Wohnfläche: 80 m² Neue Wohnfläche: 260 m² (inkl. Terrasse) Beginn Planung Umbau: 2002

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LEBEN | WOHNEN

Die Firma Thöny ist nicht einfach nur ein Einrichtungshaus. Sie ist ein Ort des Designs und der Projekte, ein Ort für Kunst, Kreativität und Inspiration. Das Magazin L...Leben.Liebe.Laster. sprach mit Inhaber Günther Thöny.

Leidenschaft für die perfekte Lösung Text Tamara Beck Fotos ZVG

Herr Thöny, was bieten Sie Ihren Kunden? Günther Thöny: Wenn der Kunde sagt: «Genau so habe ich mir das vorgestellt!», erst dann, sind wir zufrieden. Sie möchten, dass Ihr Zuhause exakt Ihren Wünschen entspricht, zu Ihrer Persönlichkeit passt und Ihr Leben jeden Tag aufs Neue bereichert. Genau das ist auch unser Ziel.

Frauen die Gewissheit, dass alles so umgesetzt wird, wie sie es sich vorstellen. Wir haben den Blick für das Ganze, wie fürs Detail und denken stets in die Zukunft. «Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit.» In diesem Sinne richten wir gemeinsam mit unseren Kunden ihre Lebenswelt ein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ins Einrichtungshaus Thöny zu kommen? So früh wie irgend möglich. Wenn die Raumplanung bereits stattgefunden hat, ist es oft zu spät. Innenarchitektur, wie wir sie anbieten, beginnt noch vor der Konzeptphase. Denn wir sind Ansprechpartner für den gesamten Einrichtungsbereich, von der Beleuchtung über Textilien, Bodenbeläge, Farbkonzepte bis hin zu Kunst und der perfekten Dekoration.

Was möchten Sie abschliessend mit auf den Weg geben? Wir beraten in allen Einrichtungsfragen und bieten aussergewöhnliche Designlösungen aus einer Hand. Unsere Stärke ist es, auf den Stil der Kunden einzugehen und ein Gefühl für ihre Wünsche zu entwickeln. Denn wenn das Gefühl stimmt, stimmt auch die Einrichtung! ▪

Was liegt bei Frauen im Moment besonders im Trend? Die Möblierung wird durch organische Elemente ergänzt. Es finden sich zum Beispiel opulente Zierkissen auf den Sitzgelegenheiten und verhelfen diesen zu mehr Ausdruck. Es wird mit hochwertigen Stoffen und Teppichen eingerichtet, um ein wohnliches Ambiente zu erhalten. Ein helles, feines Blau zu dunklen Holztönen sieht besonders edel aus und spielt mit der Winteratmosphäre. Knapp die Hälfte Ihrer Kunden ist weiblich. Woran liegt dies? Das Thema Inneneinrichtung ist für Männer genauso spannend wie für Frauen. Dennoch möchten vor allem

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GÜNTHER THÖNY

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DAS SPIEL DER BELEUCHTUNG

WOHNATMOSPHÄRE DURCH SCHÖNE LEUCHTEN Beleuchtungen und Lichtkörper können eine Wohnung gestalten, verwandeln oder verzaubern. Die Entwicklung der Beleuchtungen hat in den letzten Jahren neue, wunderschöne Möglichkeiten hervorgebracht, welche die Wohnatmosphäre noch effektvoller gestalten. Sei es der klassische, kunstvolle MuranoglasLeuchter oder moderne Künstler-Unikate, Beleuchtungen haben in unserem Haus einen grossen Stellenwert.

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LEBEN | INTERVIEW

Wenn die Sterne (mal nicht so) günstig stehen Elisabeth Keel

Elisabeth Keel blickt nicht nur in die Sterne. Als Coach und Kommunikationstrainerin weiss sie, wie sie den Menschen Lösugen und Chancen aufzeigen kann, auch wenn die Sterne mal nicht so günstig stehen. Text Amra Durakovic Fotos Belinda Thanei

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Dafür braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten, sondern ein feines Gespür und viel Lebens- und Berufserfahrung. «Eine Astrologin ist eben nie nur eine Astrologin», sagt Elisabeth Keel. Im Gespräch zeigt sie nicht nur die moderne Sichtweise der Sternenkunde auf, sondern verrät auch, was die einzelnen Sternzeichen für 2013 erwarten können. Frau Keel, die Astrologie wird oftmals verschmäht. Warum ist das so? Elisabeth Keel: Die Astrologie ist eine Jahrtausend alte Lehre, die auf Beobachtungen beruht. Im Gegensatz zur Astronomie, die aus der Astrologie heraus entstanden ist, hat sie sich nicht als Wissenschaft etabliert. Das ist ein Grund, warum es vielen Menschen schwer fällt, sich an der Astrologie zu orientieren. Daher kommt auch der «negative Touch». Nur was wissenschaftlich belegt werden kann, hat in unserer Gesellschaft Wert.

Ist das auch ein Grund dafür, dass viele Menschen aus Angst vor negativen Prognosen vor astrologischen Angeboten zurückschrecken?

«Ich arbeite chancen- und lösungsorientiert und zeige in meinen Gesprächen Möglichkeiten auf.» Angst ist eine normale menschliche Reaktion. Eine kompetente Astrologin oder ein Astrologe kann alle Gegebenheiten konstruktiv darstellen. Ich arbeite chancen- und lösungsorientiert und zeige in meinen Gesprächen Möglichkeiten auf. Da kommen mir meine Berufe als systemischer Coach, Ausbilderin und Kommunikationstrainerin natürlich sehr entgegen. Es braucht einerseits die Erfahrung und das nötige Know-how der Fachperson und andererseits das Vertrauen des Ratsuchenden. Bei Menschen, die zu Leichtgläubigkeit neigen, können gewisse Ereignisse

«Ausgebildete Astrologen können Horoskope wie einen Text lesen und Aussagen treffen, die Trends darstellen.» Lassen sich anhand von astrologischen Instrumenten zukünftige Ereignisse voraussagen? Ausgebildete Astrologen können Horoskope wie einen Text lesen. Dabei lassen sich Aussagen treffen, die viel mehr als nur Trends darstellen. So wie sich das Wetter nicht genau vorhersagen lässt, kann ich zwar auch nicht auf die Sekunde bestimmen, was an einem bestimmten Tag eintreffen wird. Aber ich kann sehr wohl aufzeigen, welche Lebensbereiche in welcher Form wie lange tangiert sind und in welche Richtung es geht.

ist ja bekannt. Der Konkurrenzkampf ist eben hoch. Aber ich persönlich kenne niemanden, der Menschen «über den Tisch zieht», und das will

tatsächlich eintreffen, weil sie sich nur noch darauf fokussieren. Positiv oder negativ. Deshalb ist vor allem die Orientierung an der Gegenwart so wichtig und nicht so sehr der «Blick in die Zukunft». Das Vertrauen seitens der betroffenen Person spielt eine wichtige Rolle. Woher weiss man, wem man vertrauen kann? Heutzutage sind die astrologischen Instrumente sehr sicher. Daher sind die astrologischen Aussagen auch sehr genau. Dass einige Angebote im Internet oder Telefon überteuert sind,

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etwas heissen. Und es ist nun mal so, dass alle Menschen grundsätzlich nur Gutes hören wollen, sodass der Unterhaltungswert von astrologischen Aussagen beispielsweise in Tageszeitungen dementsprechend hoch ist. Wichtig ist die Philosophie des Astrologen. Ich recherchiere exakt und achte sehr genau darauf, was ich sage und schreibe. Die Wortwahl ist das A und O und macht auch negative Aussagen oft zu einem Schlüsselerlebnis. Schlussendlich sind wir aber immer noch unseres eigenen Glückes Schmied? Das stimmt so nicht ganz. Meine astrologische Kompetenz liegt in meiner Begabung, abwägen zu können, was ich der betroffenen Person wie übermittle, was wichtig ist und was nicht. Bei einem bevorstehenden Berufswechsel z.B. zeige ich die Chancen auf und erkläre, was diese Herausforderung bedeutet. Im Allgemeinen finde ich, dass wir alle sehr viele verschiedene Aufgaben erfüllen. Solche, die uns gefallen und andere, die wir zum Wohle der Menschheit erledigen. Und das macht den feinen Unterschied. Unseres eigenen Glückes Schmied sind wir in den Belangen, in dem wir alles, was wir machen, gern machen. Den Rest können wir nicht bestimmen, weil die Grenzen oft verwischt sind. Wir können zwischen gut und schlecht nicht immer unterscheiden. ►


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2013

LEBEN | INTERVIEW

Das sagen die Sterne

Widder

Wenn man weiss, dass wir auf die Erde gekommen sind, um so viele Erfahrungen wie möglich zu machen, bekommt unser Leben einen anderen Sinn. Dann sind gut oder schlecht unwichtig. Die Menschen richten sich normalerweise ihr Leben so ein, dass es ihrem Horoskop entspricht. Und sind dann erstaunt, dass ich ihnen aufzeigen kann, wie sie es optimieren können. Für mich ist wichtig, dass das Leben ein Gewinn ist und Freude macht. Dazu gehören Eigenverantwortung und die Fähigkeit, Ziele zu visualisieren. 2013 steht vor der Tür. Sie meinten, dass sich keine genauen Prognosen treffen lassen. Aber was können sich die 12 Sternzeichen vom kommenden Jahr in etwa erwarten? In Bezug auf die Sternzeichen muss ich zunächst einmal sagen, dass z.B. ein Löwe nie allein nur Löwe ist oder ein Fisch nie nur Fisch. Alle Menschen tragen immer alle Sternzeichen in sich. Die jeweiligen Merkmale sind dann in den einzelnen Lebensbereichen je nach Planetenaspekten mehr oder weniger stark ausgeprägt. 2013 wird auf jeden Fall im individuellen Bereich emotionell und turbulent werden. 2012 ist das Jahr, in dem die Paradigmenwechsel auf der grossen Welten-Plattform sichtbar wurden. 2013 betrifft es jeden Menschen ganz persönlich. ▪

Elisabeth Keel hat ein Studium zur diplomierten Astrologin absolviert. Seitdem bietet sie neben ihrer Coachingund Kommunikationstätigkeit astrologische Beratungen an und leitet Seminare in ihrem Unternehmen ASTROAKTUELL (www.astroaktuell.ch). In ihrer Rolle als Astrologin versorgt sie viele Printmedien mit astrologischen Impulsen oder moderiert den täglichen Astrotalk in der Morgensendung von Radio FM1 (www.radiofm1.ch).

21. März bis 20. April

Widder lieben Abenteuer und haben Pioniergeist im Blut. 2013 haben sie den Sturmwind in ihren Segeln – Kompass richten und Schiff ahoi. 2013 wird für die Widder ein herausforderndes Jahr mit vielen Turbulenzen. Sie brausen temperamentvoll durch die Meere. Starke Aufbruchskräfte, ausgelöst durch die radikalen Uranus-Pluto-Spannungen, veranlassen sie, neue Wege zu gehen. Beruflich, partnerschaftlich und auch vitalitätsmässig. Spontanentscheidungen stellen bei den Pionieren unter den Sternzeichen praktisch das ganze Leben auf den Kopf. Widder der ersten und zweiten Dekade kommen sich das ganze Jahr hindurch und vor allem im Mai und November – wegen einer provokativen Uranus-Pluto-Figur am Himmel – vor wie auf einer modernen Achterbahn. Im August bekommen sie eine erotische Frischzellenkur verpasst, weil Jupiter dem Uranus zu einem Facelifting verhilft. Bei den übrigen Widdern läuft das Jahr in einigermassen organisierten Bahnen, soweit man das bei diesen Tornados überhaupt sagen kann.

Stier

21. April bis 21. Mai

Stiere zapfen die schöpferische Quelle ihres inneren Reichtums an. Sie besinnen sich auf ihre Stärken und tun das, was sie am besten können, mit viel Elan. Der Erfolg stellt sich schnell ein. Stiere, die ihre heissen Eisen zügig schmieden und konzentriert ans Werk gehen, können sich 2013 in der Fülle sonnen. Bis zur Jahresmitte sind Stiere der ersten und zweiten Dekade unbelastet. Darum sollten sie die Gunst der Sterne gleich zu Jahresbeginn nutzen. Stiere der dritten Dekade tun sich in der ersten Jahreshälfte etwas schwerer. Nachher kehrt der Spiess um, was auf beneidenswerte Fortschritte und Erfolge schliessen lässt. Fast alle Stiere strotzen vor Kraft und Selbstbewusstsein und wachsen regelrecht über sich hinaus. Alles geben und mehr als normalerweise vom Leben verlangen, gibt ein attraktives Lebensgefühl.

Zwilling

22. Mai bis 21. Juni

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Bis im Sommer 2013 tanzen die Zwillinge einen variantenreichen Tanz auf dem Weg an die Spitze, weil Glücksgott Jupiter seine Glückspilze laufend euphorisch unterstützt. Das erste Halbjahr 2013 fällt für die Zwillinge höchst erfreulich aus. Interessante Angebote, inspirierende Begegnungen und ein ausgesprochen hoher Flirtfaktor verheissen Schwung und Dynamik. Die fröhlichen Zwillinge wickeln Menschen mit ihrem unübertrefflichen Charme leicht um ihren Finger und zeigen sich das ganze Jahr über von ihrer brillantesten Seite. Motto ab Sommer 2013: Qualität kommt vor Quantität.

Krebs

22. Juni bis 23. Juli

Die feinen Antennen der Krebsmenschen sind bis im Sommer immer noch sehr sensibel eingestellt. Im Juli dreht der Wind. Sie können aufatmen und sich dank Glücksgott Jupiter ein ganzes Jahr lang auf ihren Lorbeeren ausruhen. Herausforderungen und Turbulenzen machen die Krebsmenschen zu wahren ÜberlebenskünstlerInnen. Die Berg- und Talfahrt endet aber im Sommer. Die Durststrecke des ersten Halbjahres hat die Krebse reifen lassen, sodass sie sich mit grosser Konzentration und ihrer Fähigkeit, sofort Energien zu mobilisieren, ans Werk machen. Von Juli bis August sind sie in Höchstform und erleben attraktive Hypes in Partnerschaft, Beruf und Gesundheit.

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INTERVIEW | LEBEN

Schütze

Löwe

24. Juli bis 23. August

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Selbstsicherheit und Winnerinstinkt lassen Löwen in gewohnt majestätischer Manier durch das Jahr 2013 schreiten. Turbulenzen können ihnen wenig anhaben. Sie sind topfit. Die Kraftreserven der Löwen sind legendär und auch im Jahr 2013 ist ihr Depot randvoll. Wenn es rundherum tobt, sind Löwemenschen ruhig und besonnen. Diese Eigenschaft kommt ihnen auch 2013 zugute. Da sie – wie immer – grosse Pläne und hohe Zielsetzungen haben und auch gern Risiken eingehen, wird 2013 ein interessantes Jahr. Die Löwen werden sich auf der Timeline in der Mitte einpendeln und das gesunde Mittelmass finden, um ihre Visionen zu erreichen. In den Sommermonaten bekommen sie vitale Energiepeitschen von Venus/Liebe, Sonne/Erfolg, Merkur/Kontakte und Mars/Kraft.

Jungfrau

24. August bis 23. September

Tagträumen, visualisieren, sich auf ihre Inspiration verlassen und Entscheidungen überschlafen, bringt die kühlen Jungfrauen dazu, sich so leicht und beschwingt wie Zugvögel zu fühlen. Die Beschwingtheit und pralle Lebensenergie, die die Jungfrauen im Rucksack tragen, beflügelt sie 2013, ihre Vitalkräfte und ihre ausgeprägte Beobachtungsgabe zu ihrem Vorteil einzusetzen. Wie schon 2012 zeigen sie sich – entgegen ihrer sonst vorsichtigen und zurückhaltenden Art – motiviert, engagiert und kampfbereit. Im August lacht ihnen das Liebesglück und im November das grosse Geld.

Waage

24. September bis 23. Oktober

Waagemenschen fühlen sich wie neugeboren und brausen voller Ideenreichtum durch das 2013. Sie haben Ballast abgeworfen, deshalb reisen sie mit leichtem Gepäck und sind manchmal fast nicht wiederzuerkennen. Charmant, liebenswürdig und vital. Die grösste Ressource der Waagen ist ihr Takt. Sie haben aber noch einige andere Superlativen, wie Diplomatie, Cleverness und Anmut, mit denen sie übermütig und voller Lebensfreude um sich schmeissen. Die gebührende Portion Arroganz, die auch zu ihnen gehört, können sie aber auch im Jahr 2013 nicht einfach wegradieren. Das wird ihnen manchmal zum Verhängnis. Mit ihrem Scharfblick und ihrem grossen Feingefühl gelingt es ihnen aber auch immer wieder, ihre Waagschalen auszubalancieren.

Skorpion

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24. Oktober bis 22. November

2013 ist ein sehr ungestümes Jahr für die Skorpione. In ihrem Leben wird hinter jede Kulisse geschaut, jedes Stäubchen aufgewirbelt und alle Leidenschaften werden aufgedeckt. Die radikalen Skorpioneigenschaften, die 2013 von Saturn und Mondknoten noch verstärkt werden, machen Skorpionmenschen zu EinzelgängerInnen. Vor allem Skorpione der ersten Dekade werden schon ab Jahresanfang wahnsinnig umhergewirbelt. Bei der zweiten Dekade folgt im Herbst der Tag X und die dritte Dekade muss sich für 2014 schon mal vorsehen. Skorpione haben ein starkes Kontrollbedürfnis, einen ausgeprägten Anerkennungsdrang und Ordnungssinn, die ihnen immer wieder Struktur geben. Wenn sie diese Herausforderungen als Chancen erkennen, können sie unglaubliche Durchbrüche schaffen.

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23. November bis 21. Dezember

Die Schützen können sich auf ein inspirierendes und erfolgreiches 2013 einstellen. Sie profitieren von den Umwälzungen und ihr philosophischer Charakter und ihr Weitblick zahlen sich aus. Ja, die Schützen sind wieder einmal auf der Überholspur und haben das Glück gepachtet. Ihr Zeichen wird von den kräftigen Hypes, die die grossen Planetenfiguren im Mai, im August und im November am Himmel bilden, vitalisiert. Sie sind das ganze Jahr über an der Schaltzentrale am Drücker und können sich ihrer Lieblingsbeschäftigung – dem Wettbewerb – widmen. Ab Oktober werden sie auch im erotischen Bereich mit Energieperlen versorgt. Und im Dezember, wenn sie Besuch vom Planetenbotschafter Merkur und der Lichtquelle Sonne haben, können sie ihre Erfolge bequem abhäkeln.

Steinbock

22. Dezember bis 20. Januar

Legendär sind die Konzentrationsfähigkeit, die Ausdauer und das Verantwortungsbewusstsein der Steinbockmenschen. Im 2013 werden sie sich wie ein Phönix vorkommen, der sich aufschwingt. Und sie werden dankbar aufamten. Die Steinbockmenschen sind noch immer im Auge des Hurrikans. Pluto, der Transformationsplanet, steht in ihrem Tierkreiszeichen und verändert ihr Leben komplett. Gerade zweimal müssen sich Steinböcke im Jahr 2013 auf radikale Veränderungen einstellen – im Mai und im November. Da kommen ihnen einmal mehr ihre eiserne Disziplin, ihre unerschütterliche Ausdauer und ihre konzentrierte Denkfähigkeit zugute. Wenn sie ihren Prinzipien treu bleiben, aber flexibel sind im Handling, können sie sagenhafte Ergebnisse verzeichnen.

Wassermann

21. Januar bis 19. Februar

Die Wassermanngeborenen bewegen sich in der richtigen Zeitqualität – nun werden ihre Visionen und ihre fortschrittlichen Einstellungen ernstgenommen und sogar gefeiert. Durchbrüche in kommunikativen und medialen Szenerien, höchst interessante Forschungsergebnisse, neuheitliche Techniken, konstruktive Umgangsformen verdanken wir meistens den sehr unabhängigen Wassermanngeborenen. Ihr Freiheitsdrang, ihre geistigen Höhenflüge, ihre fantastische Vorstellungskraft beschert uns auch 2013 unerwartete und geniale Entdeckungen. Die Wassermannmenschen haben 2013 ein sehr kreatives und erfolgreiches Jahr, denn ihr Herrscher, der eigensinnige Uranus, setzt sich gleich zweimal erfolgreich gegen die Kräfte des Unterweltgottes Pluto durch. Höhenflüge und grosse Gefühle begleiten die Wassermannmenschen durch ein attraktives 2013.

Fische

20. Februar bis 20. März

Aussergewöhnliche Begegnungen, mystische Botschaften von überallher, prickelnde Erfahrungen im mentalen und kommunikativen Bereich und reicher Geldsegen begleiten die smarten Fische durch 2013. Fische lieben Höhenflüge, Erfolg und Rampenlicht und bekommen dies alles auf dem Silbertablett serviert. Sie sind im Zentrum der kommunikativen Energiedichte und manövrieren sich souverän durch unbekannte Weltenmeere. Fischemenschen beherrschen die gesamte Klaviatur der mannigfachen visionären Fähigkeiten und spielen 2013 die erste Geige. Ihr unglaubliches Talent, sich in Sekundenschnelle auf neue Situationen einzustellen, beschert ihnen aussergewöhnliche Glücksgefühle. Diese feinfühligen und dennoch sehr cleveren Menschen bewegen sich so grazil in den Tumulten der grossen Umbrüche, dass vor allem sie selbst immer wieder total über ihre Erfolge erstaunt sind. ▪

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LEBEN | BUSINESS

Gutes Eigenmarketing durch gelungenes Selfprofiling Text Tatjana Lackner Foto ZVG, Photocase

Eigenmarketing teilt sich grundsätzlich in drei Wirkungsbereiche auf: Was stellen wir «persönlich», also ohne unsere Familien und Partnerschaften, in diesem Leben dar? Dahinter verbirgt sich die Frage: «Wenn man Ihnen heute alles nehmen würde: Kinder, Frau, Haus, Arbeitsplatz …, was bleibt dann übrig?» Die Antwort sollte differenzierter ausfallen als ein schlichtes «Ich». Das nächste Feld, über das wir Imagefaktoren transportieren können, sind unsere «beruflichen» Leistungen und Ambitionen. Interessanterweise fällt es den meisten Menschen leichter, über Zahlen, Daten und Fakten des eigenen Karrierewegs zu reden, als über ihre persönlichen Haltungen. Ganz anders im Meeting und der freundlichen Absage ans gereichte SchinkenCanapé: «Nein danke, ich bin Vegetarier.» Sofort ist so jemand interessant, erntet Zuspruch oder Kopfschütteln. Vielleicht erntet er auch Neid der Aufmerksamkeit wegen oder wenigstens die Interessensfrage: «Und was esst ihr dann zu Weihnachten?» Irgendeine Regung kommt von anderen Menschen bei privaten Themen dieser Art immer. Niemand übergeht diese Selbstauskunft unkommentiert. Zumindest auf die nervösen Witzler in der Runde wird Verlass

sein, die jetzt ihre Chance wittern, die eigene Sponti-Spruch-Bühne zu eröffnen: «Das ist aber schade, dass du meinem Essen das Essen wegisst!» oder «weisst du, wie man dicke Vegetarier nennt? Biotonnen!» Im «privaten» EigenmarketingFeld finden sich unsere Freunde, Familienentwürfe und Freizeitgestaltungen. Alles, was uns privat ausmacht und näher beschreibt: Bauen wir gerade ein Haus? Ist man frisch geschieden? Wie gut leben wir das Patchwork? Die Spanne des privaten Einzugsgebietes ist gross und umfasst unsere Lieblingssportarten, Sammelleidenschaften, Ehrenämter oder Zweitberufe – alles, was Auskunft darüber gibt, welchen Stellenwert wir im sozialen Leben haben. Manche zählen zwar in der Arbeit viel, dafür ist ihre Meinung im Privatleben nicht gefragt. Andere haben das Lebensdesignklischee korrekt an die Ehefrau abgegeben. Sprachliche Präzision erforderlich Sprache ist die Kleidung unserer Gedanken. Sie schafft Wirklichkeit. Wer der Struktur des eigenen Lebens auf den Zahn fühlen möchte, sollte sich um klare Worte und akkurate Definitionen bemühen. Es reicht nicht, ein halb leeres Glas in ein halb volles

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umzulügen, damit sich das Selbstkonzept bestätigt fühlt. Gutes Eigenmarketing setzt voraus, dass man über das eigene Selbstkonzept Bescheid weiss. Selbstdefinition ist jedoch harte Präzisionsarbeit am eigenen Ich. Häufig ist diese Sezierleistung gar nicht allein zu bewältigen. Die Gefahr, sich selbst ins betrügerische Netz zu gehen, ist gross. Externe Unterstützung tut hier wohl, solange sie unbestechlich und kompromisslos ehrlich ist. Profis helfen dabei, tote Winkel auszuleuchten und blinde Flecken sichtbar zu machen. Die Gefahr: Moderne Menschen neigen dazu, sich selbst gern zu quälen. Ein professioneller Sparring-Partner ist nicht nur dann gut, wenn es in unserer Psyche kracht und spürbar weh tut – obwohl Selbsterkenntnis auch manchmal zum Heulen sein darf. ▪

Tatjana Lackner ist Kommunikations-Strategin, Autorin und Gründerin der Schule des Sprechens in Wien. www.sprechen.com


BUSINESS | LEBEN

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REFRESH IN ENGLISH Dolores Hoop

A Business Woman’s Diary – Information overload? 1) Apples from 10 different countries to chose from, gradually more rules imposed2) in private and business life, manuals of 30 pages3) on how to use the new kitchen help, learning English in 1st grade, Iphone 5 with even more features to profit from and so on. How I see it, the word «information» has changed its meaning. It does not mean anymore «easy-going4), explanatory5), coherent6) pieces of stories to make your life simple». Nowadays7), words that used to be easy for us to digest become an avalanche to our brains8). I might even tend to say that due to this avalanche of information, there is something being re-structured inside of us. Since the load of information has become so intense, we are not capable of storing9) the entire information properly anymore. Therefore, we either restructure our brains or we become gradually more forgetful as less important information might absorb the storage places where important information should be. What do I mean by that? Well, information is important, I am aware. However, do we really need to know everything about Iphone 5 and its features, being even that important as to be presented in the news? Do we really need to hear on the radio on a Monday morning which actor separated from his wife and

why? Do we really need all this information or do we just THINK we need it in order to be upto-date when others speak about it in their coffee break at work? In my opinion, much of the information that we consider vital10) and so important for us is absolutely useless11) for our daily life. It sometimes seems to me that the more we seem to know and the better we seem to be informed, the more we forget what really matters12). I am speaking about myself when I say that I have stored much information on several businessrelated issues, but have forgotten birthdays of loved ones13) just because I was not paying enough attention14) to what really matters. A couple of weeks ago, there was a point in my life when I said: «Enough. I am giving myself a break from the information overload» and decided to quit15) watching TV and listening to the radio, especially to the news for an entire week. Conclusion: the only thing I really missed was the weather forecast16), since I was wearing light clothing when the temperatures fell and was wearing my thick jacket when temperatures increased to 23 ° Celsius. I do not know if you agree with my description of the so-called «information overload». If you do, I can advise17) you to escape the news for a couple of days. It worked for me. ▪

*YOU NEED HELP?

Haben Sie den Text verstanden? Sind die Zusammenhänge klar? Wenn nicht, dann hilft Ihnen die Sprachlehrerin Dolores Hoop auf die Sprünge. Infos unter doloreshoop@gmx.net

1) Informationsüberfluss 2) Regeln auferlegen 3) 30-seitige Bedienungs anleitungen 4) unkompliziert 5) erklärend/aufklärend 6) zusammenhängend 7) heutzutage 8) Lawine für unser Hirn 9) fähig sein zu lagern, abzulegen 10) […] die wir für wichtig 11) nutzlos 12) worauf es wirklich ankommt 13) Geburtstage von nahe stehenden Menschen 14) Acht geben 15) aufhören 16) Wetterbericht 17) [Ihnen] raten (tbe)


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LEBEN | CARPE DIEM

Übung 3. GEMO GEPA – Schönheit zeigen

Glücksbringer Lu Jong

Dass Yoga entspannt und ausgeglichen macht, ist nichts Neues. Es führt zu innerer Ruhe und Gelassenheit, denn nur ein ausgeglichener Mensch ist ein glücklicher Mensch. Dies wussten bereits die Mönche in den Klöstern, welche das tibetische Lu Jong praktizierten. Yoga- und Lu-JongLehrerin Inge Büchel aus Triesen zeigt fünf Lu-Jong-Übungen, die entspannen und glücklicher machen. Interview Miriam Dey Foto Ingrid Delacher

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Lu Jong bedeutet «Schulung des Körpers». Lange Zeit wurde das tibetische Yoga Lu Jong nur von ausgewählten Mönchen in den Klöstern von Tibet zur Gesundheitsvorsorge praktiziert. Über 8000 Jahre konnte diese Lehre bewahrt werden, indem sie mündlich von Meister zu Schüler weitergegeben wurde. Vor einigen Jahren brachte der buddhistische Meister und tibetische Arzt Tulku Lobsang die Bewegungslehre in den Westen. Gesund und glücklich durch Lu Jong Das tibetische Yoga Lu Jong besteht aus vielen einfachen aber effektiven Übungen, die unser Wohlbefinden steigern und zu uns selbst finden lassen. Leichte und fliessende Bewegungen ermöglichen es Menschen aller Alters- und Fitnessklassen, Lu Jong zu praktizieren. Trotz der Einfachheit der Übungen kommt der richtigen und regelmässigen Ausführung allerdings grösste Bedeutung zu. Lu Jong arbeitet sanft mit der Wirbelsäule, um unser Wohlbefinden, unsere Körperwahrnehmung und innere Sensibilität sowie die geistige Konzentration zu stärken. Körper und Geist im Gleichgewicht Laut der tibetischen Medizin basiert alles – auch unser Körper – auf den fünf Elementen Raum, Erde, Wasser, Feuer und Wind. Die drei Körpersäfte Wind, Galle und Schleim (Lebenssäfte) sind die lebenswichtigen Substanzen. Lu Jong bringt diese Elemente und Säfte ins Gleichgewicht und bewirkt so, dass wir gesund und glücklich sind. Körper und Geist sind im Einklang und negative Gedanken können uns immer weniger ablenken. ▪

*ZUR PERSON

Nach ihrer Ausbildung zur Ayurvedatherapeutin an einem traditionellen Spital in Kerala/Indien absolvierte Inge Büchel an einer führenden Schule in Kanada die Ausbildung zur Thai Yoga Therapeutin. In Colorado beendete sie erfolgreich die Ausbildung zur Hatha Yoga Lehrerin. 2011 Ausbildung zur Lu Jong Lehrerin.

1. Atemübung LUNG RO SEL … Nach jeder Übung durchzuführen, um alles Gelöste auszuatmen. Füsse leicht auseinanderstellen. Hände in Höhe der Hüften halten, Handflächen zeigen nach oben. … Einatmend Hände bis zur Höhe des Mundes nach oben ziehen; die Ellbogen bleiben parallel zur Hand. Handflächen nach unten drehen. Ausatmend mit dem Mantra «Ha» die Hände wieder nach unten führen. … Übung 3 Mal durchführen. 2. NGANGMO CHU TUNG – Wie die Wildgans Wasser trinkt … Aktiviert das Element Raum und streckt die Wirbelsäule. Füsse weit auseinanderstellen; Füsse stehen nicht parallel, Zehen zeigen nach aussen. Hände in die Hüften. Finger zeigen nach hinten. Ausatmen und nach vorn beugen. Rücken und Kopf bleiben gerade und die Beine durchgestreckt. Zurück in die Grundstellung, einatmend, nach hinten beugen und Atem halten. Wieder nach vorn und dabei ausatmen. … Übung 7 Mal durchführen. 3. GEMO GEPA – Schönheit zeigen … Gut für die Nieren, reinigende Wirkung auf den Körper, öffnend im Brustbereich. … Aufrecht hinstellen. Beine sind durchgestreckt und Füsse stehen zusammen. … Arme nach hinten ausstrecken, sodass eine angenehme Spannung in Armen und Schultern entsteht. Einatmen. … Ausatmen und dabei den Oberkörper nach vorn beugen. Einatmen und mit dem Oberkörper schwungvoll nach oben in eine nach hinten geneigte Position gehen. Handflächen zeigen nach oben. Arme bleiben dabei immer in einer angenehmen Spannung hinten. … Übung 7 Mal durchführen. 4. JÖNGSHING NUPA – Ineinander verschlungene Bäume … Macht glücklich. Aufrecht hinsetzen. … Rechten Fuss über linken Fuss und beide Füsse nah an den Körper ziehen. Die Arme umklammern die Beine, indem die linke Hand auf dem rechten Ellbogen liegt und die rechte Hand auf dem linken. Einatmend Kopf zwischen Beine legen und den Körper klein machen. Diese Position sieben Sekunden lang halten. … Position lösen, ausatmen und dabei aufrichten. Übung 7 Mal durchführen. 5. NORBU LEMPA – Das Wunsch erfüllende Juwel halten … Gegen Depressionen, Wut und Traurigkeit. … Im Lotussitz hinsetzen. Hände vor der Brust falten bis auf die Zeigefinger, die nach oben gestreckt aneinanderliegen. Linker Daumen liegt über rechtem Daumen. Ellbogen parallel zum Boden. Hände schlagen leicht gegen das Brustchakra. Hände nach links schieben, zurück zur Mitte, nach rechts und wieder zur Mitte. Ellbogen bleiben parallel zum Boden. … Arme zuerst nach vorn, dann nach unten ausstrecken. Hände zurück in Brusthöhe heben und drehen, sodass die Zeigefinger Richtung Herz zeigen. Hände 7 Mal vom Körper wegdrücken, Finger bleiben zusammen, Handflächen öffnen sich leicht. Hände öffnen und unterhalb des Bauchnabels ineinanderlegen; rechte Hand liegt in der linken, wobei sich die Daumen berühren. … Auf Atmung und Herzschlag achten.

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CARPE DIEM | LEBEN

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LEBEN | CARPE DIEM

Als Seelentröster, zur Selbstbelohnung oder aus purem Genuss: Schokolade macht uns glücklich – aber auch Angst vor überflüssigen Pfunden. Doch die Nascherei ist gesünder, als wir denken. Gedanken über die süsse Versuchung.

Schokolade: Je bitterer, desto gesünder Text Nina Oberbucher Foto Ulla Mayer-Raichle

Jeder erlebt so seine eigenen Glücksmomente mit Schokolade. Schon die Maya und Azteken verehrten

zum Seelentröster Schokolade greifen. Ebenfalls in der kakaohaltigen Masse enthalten sind aufputschendes

«In Massen genossen hat die süsse Versuchung aber auch gesundheitsfördernde Eigenschaften.» die Kakaobohne als Geschenk der Götter. «Ein klein wenig Süsses kann viel Bitteres verschwinden machen», wusste schon der italienische Dichter Francesco Petrarca. Dass Schokolade und Glück zusammengehören wird auch im Film «Chocolat – ein kleiner Biss genügt» deutlich. Die schöne Vianne – gespielt von Juliette Binoche – eröffnet in einem kleinen französischen Städtchen eine Chocolaterie – und das genau zur Fastenzeit. Den konservativen Sittenwächtern ist sie zunächst ein Dorn im Auge, doch schliesslich schafft sie es, die Menschen mit ihrer köstlichen Schokolade zu verzaubern. Frauen essen häufiger Schokolade Tatsächlich enthält die verbotene Köstlichkeit Stoffe, die unsere Laune heben können. Phenylethylamin etwa steigert die Pulsfrequenz und macht wach. Dieselbe Substanz produziert unser Körper, wenn wir verliebt sind – das könnte mit ein Grund sein, warum wir bei Liebeskummer

Koffein und Ananamid – die Substanz ist dem Rauschstoff THC in Hanfpflanzen ähnlich. Allerdings kommt sie in der herrlichen Nascherei nur in homöopathischen Dosen vor: Man müsste schon 20 bis 30 Kilogramm Schokolade verzehren, um eine Wirkung hervorzurufen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil von Schokolade ist die Aminosäure Tryptophan: Diese wird im Gehirn zum Glücks-Botenstoff Serotonin umgewandelt. Zucker in der Schokolade stimuliert die Aufnahme zusätzlich. Der Tryptophan-Gehalt

men, fehlt uns Serotonin. In der kalten Jahreszeit haben wir daher vermehrt Appetit auf Schokolade. Nordeuropäer essen übrigens auch mehr Schokolade als Südeuropäer. Spitzenreiter im Konsum sind mit mehr als 12 Gramm pro Kopf und Jahr aber die Schweizer und Liechtensteiner. Genuss ohne Reue Schokolade macht aber auch glücklich, weil wir uns damit selbst belohnen. Schon als Kind haben wir für erbrachte Leistungen, etwa für ein gutes Zeugnis, Schokolade bekommen – dieses Erfolgsgefühl möchten wir auch als Erwachsene erleben. Langfristig glücklich macht der Schokoladengenuss leider nicht. Was aber bleibt, ist der bittere Nachgeschmack der sündigen Nascherei:

«Jeder erlebt so seine eigenen Glücksmomente mit Schokolade.» erklärt auch, warum Frauen häufiger zu Schokolade greifen und Männer lieber herzhaft naschen: Nach dem Eisprung und vor der Menstruation sinkt der Serotoninspiegel. Auch im Winter, wenn wir uns weniger im Freien aufhalten und nicht genügend Sonnenlicht bekom-

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Schokolade ist ungesund, macht dick und verursacht Akne, so die vorherrschende Meinung. In Massen genossen hat die süsse Versuchung aber auch gesundheitsfördernde Eigenschaften: Kakao enthält – wie Rotwein oder Tee – Flavonoide, die freie Radikale binden. Das senkt das Risiko für


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Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Der positive Effekt tritt allerdings nur bei Bitterschokolade ein – Milch verhindert, dass die Schutzstoffe ins Blut gelangen. Die dunkle Variante sättigt ausserdem besser. Zu viel Schokolade führt allerdings zu Übergewicht und das erhöht eben jenes Risiko für HerzKreislauf-Erkrankungen wieder. 100 Gramm Vollmilchschokolade enthalten bereits etwa 500 Kilokalorien, was einem normalen Mittagessen entspricht und einem Viertel des Energiebedarfs einer erwachsenen Frau. Übergewicht entsteht aber nicht allein durch Schokoladengenuss. Meist sind allgemein schlechte Ernährungsgewohnheiten, zu viel Fett, Zucker und Alkohol sowie ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen daran schuld, wenn wir zunehmen. Dasselbe gilt für unreine Haut. Übergewichtige verbieten sich oft, Schokolade zu essen. Gerade das macht aber den Reiz aus und erhöht das Verlangen nach der kakaohaltigen Masse. Wer auf eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung achtet, kann sich ohne schlechtes Gewissen ein Stück vom Glück gönnen. Sei es als Belohnung für eine erledigte Arbeit oder aus purem Genuss. ▪

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HIV-Prävention Sexualpädagogik Familienplanung Sexualberatung

25 Jahre Aids-Hilfe in Liechtenstein

Im Malarsch 4, Postfach 13, FL-9494 Schaan Tel. 00423 232 05 20, welcome@fa6.li, www.fa6.li


TerraPro® Kinderstudie – Seit 13 Jahren der erfolgreiche Weg im Einklang mit dem Bewusstsein von Mutter Natur. Schöpfungskonforme Therapien zur Gesundwerdung allen Lebens. Text Bernd Fuchs Diagramme ZVG Was als reine Schlafstudie geplant war, liess sich aufgrund der vielfältigen Probleme der Kinder nicht realisieren. Allergien, Infektanfälligkeit, psychische Störungen und Energieverlust waren die Herausforderungen, denen sich TerraPro® öffentlich stellte.

Zwei neue Probleme gilt es zu erkennen: 1. Technische elektromagnetische Felder dominieren die essenziellen Felder der Natur. Diese verursachen die krankheitsauslösenden magnetischen Unregelmässigkeiten, die Halberg zitiert.

Das Ziel der Studie ist, interessierten Menschen nahezubringen, dass sehr viele gesundheitliche Probleme eine simple physikalische Ursache haben und deshalb für die Medizin nicht greifbar sind. Die rasante technische Entwicklung gab nicht die Zeit zu erkennen, welche Innovationen evtl. lebensfeindlich sind. Der Mensch ist ein Teil der Natur und nur in Harmonie mit den Naturgesetzen überlebensfähig. Der Körper funktioniert nicht als abgeschirmtes System, alle Zellen benötigen natürliche elektromagnetische Energie und Bewusstsein der Urquelle. Diese wurden von Sonne und Mutter Erde seit ewigen Zeiten zur Gesunderhaltung allen Lebens bis vor wenigen Jahren still gegeben.

2. Die dramatische Zunahme von Umweltgiften, ganz voran das Nervengift Quecksilber, wird für die Kleinsten der Gesellschaft zunehmend problematisch. Das TerraPro®-Konzept konzentriert sich seit 1999 auf die störungsfreie Rückverbindung zur Urquelle, Steigerung der Regulation und Entgiftung. Dies ist das natürlichste Konzept dieses Jahrtausends und will als die unverzichtbare Basis von Gesundheit und Young-Aging® verstanden werden. Für die Allgemeinmedizin und Energiemedizin bedeutet dies, dass TerraPro® die Essenz der Natur wieder mit der Therapie verbindet. ▪

«Die elektromagnetische Energie der Erde ist die elementare Energieform, von der jedes Leben eines Organismus abhängt.» Nobelpreisträger Heisenberg

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*INFO I KONTAKT

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«Zivilisationskrankheiten entstehen durch Unregelmässigkeiten der natürlichen Magnetfelder.»

www.terrapro.eu www.lebenskraft-der-erde.eu info@terrapro.eu

Professor Franz Halberg, NASA

TERRAPRO® KINDERSTUDIE SCHLAFQUALITÄT

Schlafqualität nach 10 Monaten mit TerraPro®

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Bewertung erfolgte ausschliesslich durch die Eltern. Originaldokumente sind beim Studienleiter einzusehen.

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CARPE DIEM | LEBEN

*ZUR PERSON Dr. med. Fabiola Kind ist Fachärztin FMH für Dermatologie und Venero logie, Medizinisches Center Maienfeld.

Leben und Liebe sind ansteckend Text Dr. med. Fabiola Kind Foto ZVG

Das Leben ist nur sexuell übertragbar (Ausnahme: künstliche Befruchtung). Beim Sex besteht immer auch die Gefahr, eine Infektion weiterzugeben bzw. sich eine Infektion zu holen. Die sexuell übertragbaren Infektionen (STIs = sexually transmitted infections) kommen umso häufiger ins (Liebes-)Spiel je risikofreudiger unser Sexualleben ist bzw. je häufiger wir den Sexualpartner wechseln. Sexuell übertragbare Infektionen auf dem Vormarsch Dank wirksamer Medikamente und Therapien kann man heute mit dem HI-Virus leben. Als Folge haben viele Leute die Angst vor dieser Krankheit verloren und schützen sich wieder zu wenig. Dadurch kam es in den letzten Jahren zu einer starken Zunahme anderer STIs. Zu den STIs gehören neben HIV, Hepatitis A, B und C, Syphilis, Tripper, Chlamydien-Infektionen, Feigwarzen, Herpes genitalis, Krätze, Filzläuse und viele andere. Symptome Brennen und Schmerzen beim Wasserlösen sowie ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide als auch Juckreiz oder Hautveränderungen können Hinweise auf eine Geschlechtskrankheit sein. Eine neu aufgetretene unregelmässige Menstruation oder Zwischenblutungen können auf eine Geschlechtskrankheit hinweisen. Manchmal treten auch Lymphknotenschwellungen und Schmerzen im Unterbauch oder Genitalbereich auf. (Diese Symptome können natürlich auch andere Ursachen haben, der Arzt oder die Ärztin muss die Ursache abklären.) Nicht nur die Geschlechtsorgane können betroffen sein, auch bei einer Bindehautentzündung oder Veränderungen im Mund und Rachen soll der Arzt aufgesucht werden, wenn einem solchen Symptom risikoreicher, d. h., ungeschützter Sex ausserhalb einer festen Beziehung vorausgegangen ist.

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Feigwarzen Feigwarzen werden durch Humane Papilloma-Viren (HPV) hervorgerufen. Manche HPV-Typen können bei Frauen Gebärmutterhalskrebs verursachen. Bei Männern und Frauen wurden diese Viren auch schon in Verbindung mit Krebserkrankungen im Rachen nachgewiesen. Seit einigen Jahren besteht in der Schweiz und in Liechtenstein die Möglichkeit, sich gegen die HP-Viren impfen zu lassen. Eine Impfung wird allen Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren – vor dem ersten Geschlechtsverkehr – empfohlen. Besondere Gefahren für Frauen Bei Frauen verlaufen einige STIs – häufiger als bei den Männern – ohne Beschwerden. Nach einer Risikosituation empfiehlt es sich deshalb, sich auch ohne Symptome untersuchen zu lassen, denn unbehandelt können gewisse sexuell übertragbare Infektionen zu Unfruchtbarkeit und anderen schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen. Auch besteht bei einigen Geschlechtskrankheiten die Gefahr, während der Schwangerschaft das Kind anzustecken. STIs sollten kein Tabuthema mehr sein. Ganz wichtig ist es, den Partner zu informieren, damit auch dieser sich, falls nötig, behandeln lässt. Nur so kann verhindert werden, dass man vom unbehandelten Partner erneut angesteckt wird. Schützen kann man sich vor einigen Geschlechtskrankheiten mit Präservativen, Femidoms oder sogenannten Dental Dams – hauchdünne Latextücher, die für den Oralverkehr benutzt werden können. Wichtig zu wissen: man kann sich damit aber nicht vor allen STIs schützen! Am sichersten bewahren wir unsere sexuelle und reproduktive Gesundheit, wenn wir Liebe, Lust und Laster mit einem Partner − nicht allzu vielen – ausleben. ▪

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SIND SIE ERHOLT?

Tamara Beck

Das fragte doch allen Ernstes die offensichtlich kinderlose Rezeptionistin bei der Abreise im Hotel. Nein, wer Ferien mit Kindern macht, ist alles andere als erholt.

Wenn Justus und Anna-Sophie am Nebentisch adrett gebürstet und überaus brav ihre Suppe löffeln und sich die geschniegelten und ausgeruhten Eltern verliebt mit Rotwein zuprosten, während unsere Kinder ein Spektakel sondergleichen veranstalten und fast den ganzen Speisesaal in Aufruhr bringen, dann bricht bei uns der Schweiss gleich literweise aus und wir haben alle Hände voll zu tun, um den Sohnemann zu bändigen und das Töchterchen bei Laune zu halten. Eine Hand versucht, den Jungen auf die Sitzbank zu drücken, die andere fängt noch rechtzeitig Gläser und spitze Messer ab, eine andere Hand ist damit beschäftigt, alles, was die neun Monate alte Tochter im Sekundentakt vom Tisch fegt, wieder aufzulesen. Gleichzeitig schiebt ihr jemand Brei rein und ein anderer versucht, mit dem Bein den Sohn daran zu hindern, sein Essen in der Coca-Cola des Vaters zu versenken, mit Stiften aufs Tischtuch zu malen, sich die Spielzeugautos des Nachbarkindes zu krallen, unter den Tisch zu kriechen, aus dem Speisesaal zu rennen … muss ich noch mehr sagen? Derweil fliegt uns Suppe, Vorspeise und Dessert um die Ohren, was wir noch schnell zwischendurch wegputzen, als wären wir beim Burger-Wett­ essen. Alles nur, um nach spätestens 30 viel zu langen Minuten mit dem mittlerweile vor Müdigkeit höchst ungehaltenen Baby und dem wild entfesselten Sohnemann das Weite zu suchen.

Das war jetzt aber nur das Essen, das wir gezwungenermassen zweimal täglich im Hotel einnahmen. Noch nicht erwähnt habe ich, dass unser Sohn schon am ersten Abend nach Hause wollte und drum im grossen Bett mit Papa schlief, während ich mich mit dem Baby ins Kinderzimmer-Kajütenbett zurückzog. Verschwiegen habe ich auch, dass wir uns den höchst einladenden Wellnessbereich mit Saunalandschaft, Whirlpool und Ruheraum (der heisst so, weil Kinder da nicht rein dürfen) sonst wohin schmieren konnten, weil die Kinderbetreuung mich schon nach 15 Minuten per Anruf aus dem Paradies holte. Nicht, dass wir nach drei Urlauben mit Kind nicht genügend Erfahrung hätten, um zu wissen, dass es eigentlich zu Hause besser wäre. Aber man hat ja noch Hoffnung und will mal einen Tapetenwechsel. Das tut doch allen gut. Ich für meinen Teil fühle mich schon etwas erholt. Ich musste weder kochen noch putzen und hatte die ganze Woche über meinen Mann als Unterstützung, kann also durchaus von einem lohnenswerten Aufenthalt sprechen. Und: Nächstes Jahr sind die Kinder grösser und es wird bestimmt alles einfacher! ▪

* Mütter treffen sich im

Facebook bei Mama Base, meine Plattform

http://loregilmore.blogspot.com

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Liebe.

29 30 REPORTAGE Auf der Suche nach dem Glück 43 KULTUR Veranstaltungen im Rheintal 44 KULTUR Buchtipps von Delia Koch 45 KULTUR Gasometer Triesen 46 REISEN Grüezi in Zürich

Glücksgefühl der Sinne

Kerzen gehören zu einem romantischen Abend – vor allem im Advent. Das L… Magazin wollte von Melitta Steurer von lichtpunkt.li wissen, worauf beim Kerzenkauf zu achten ist. «Es ist wichtig,

dass die Kerzen und damit Wachs, Docht, Duft und Farben aus hochwertigen Materialien hergestellt werden», so Steurer. Sie selbst verarbeite für ihre Naturprodukte nur reine Wachse wie Palm- und

Kurz und gut Sojawachs sowie Düfte aus der Parfümindustrie. Bei synthetischen Düften sei das Risiko von Kopfschmerzen hingegen hoch, ebenso wie das Russen der Dochte. Am besten ist es, bereits frühzeitig Kerzen für die Festtage zu besorgen oder immer welche auf Vorrat zu Hause zu haben. Eine gelagerte Kerze brennt länger und gleichmässiger. Kerzen sollen kühl und trocken gelagert werden.

Skitouren schenken und entdecken – etwas für Einsteiger! Warum nicht einmal etwas ganz anderes schenken? Seinen Lieben oder sich selbst? Etwas, das in der Nähe und inmitten einer unberührten Winterlandschaft liegt? Genau! Das ist das Frümseltäli im Obertoggenburg – der ideale Flecken Erde für eine Einsteiger-Tagesskitour. Drei Stunden gemütlichen Aufstiegs, die sich lohnen: Zuerst mit der Sellamattbahn zum Ausgangspunkt, dann weiter auf den Skiern zum Zingen, immer stetig voran durchs Frümseltäli. Bruno Bösch, eidg. dipl. Bergführer, zeigt Einsteigern den Umgang mit Steigfellen, Harscheisen und LVS. So lässt man das Jahr wun-

derbar ausklingen. Denn: Spitzkehren, Pausen und Geniessen runden dieses unvergessliche Erlebnis ab. Exklusiv für L…Leserinnen: CHF 95.00 pro Tag/Person

(anstatt CHF 125.00); 27. oder 28. Dezember; Ausrüstung kann gemietet werden: www.steinmannli.ch eidg. dipl. Bergführer Bruno Bösch, Tel. 079 276 73 14.

ELTERNTREFF

Im ElternTreff tauschen sich Eltern mit Kindern ab Geburt bis 1 Jahr aus, bilden ein Netzwerk und unterstützen sich gegenseitig unter Anleitung einer Hebamme. Die Treffen finden an zehn aufeinanderfolgenden Terminen in den Räumlichkeiten des ElternKind-Forums Liechtenstein statt. Kursleitung: Anouk Joliat, freischaffende Hebamme. Infos unter elternkindforum.li

GEBORGENE BABYS

Freie Geburt, Bonding, Stillen und Tragen, Familienbett, windelfrei und ein Recht auf Weinen – das sind die Themen, die Julia Dibbern in ihrem undogmatischen, erfrischend ehrlichen Buch vertritt. Ein Muss für jede Schwangere, welche die Nähe zu ihrem Kind in all ihren Facetten leben möchte. www.juliadibbern.de

IDYLLISCH DINIEREN

Liebe geht durch den Magen. Wie wäre es wieder einmal mit einem gemeinsamen Nachtessen? Zum Beispiel bei Martin Real in der Villa Boja in Eschen – idyllisch zwischen Reben und Wiesen auf dem Rofenberg gelegen.

ARBEITSTEILUNG ERHÄLT BEZIEHUNG

«Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Paare, die sich bestimmte Themen wie Beruf, Kinder oder Hausarbeit teilen, prinzipiell eine längere Beziehung aufzeigen», sagt der Wiener Paartherapeut und Autor Roland Bösel.

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Stephan Sigg (29), St. Gallen/CH Berufung: Journalist und Theologe

«Glück… ist, die Freiheit zu haben, meine Träume zu verwirklichen! Ich muss die Welt nicht so akzeptieren wie sie ist. So viele Möglichkeiten sind uns gegeben, kreativ Einfluss zu nehmen und jeden Tag neue Ideen in die Tat umzusetzen.»

ie Jagd nach dem Glück

Was ist Glück? Eine einfache Frage, auf die es keine allgemeine Antwort gibt. Denn jeder Einzelne definiert das Glück auf individuelle Weise. Entsprechend scheint es wenig sinnvoll, sich diesem Thema aus objektiver Sicht zu nähern. Doch es gibt viel zu erzählen über das Glück – und darüber, dass es nicht das Wichtigste ist. Text Ralf Bruggmann Fotos Maurice Shourot Wie kann man das Glück auf einen Nenner bringen? Die Lyrikerin Brigitte Fuchs versucht, dieser Frage in ihren Texten auf den Grund zu gehen. Gleichzeitig verzagt die gebürtige Widnauerin aber häufig an der Vielzahl an Antworten. «Glück ist Selbstgenügsamkeit, sagte Aristoteles. Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt, meinte Albert Schweitzer. Glück ist das Fehlen von Unglück, glaubte Arthur Schopenhauer. Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis, schrieb Ernest Hemingway. Ja, was denn nun? Bestelltes Glück kommt nie an, behaupte ich, und: Glück ist noch immer Glückssache.»

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Die Geschichte des Glücks Schon aus linguistischer Sicht ist Glück – zumindest in der deutschen Sprache – ein enorm vielschichtiger Begriff. Seinen Ursprung findet das Wort im mittelhochdeutschen «gelücke». Damit wurde im Mittelalter gemeinhin ein gutes Ende eines Ereignisses umschrieben. Dieses Gelingen hing dabei nicht vom eigenen Zutun oder von einer speziellen Begabung des Glücklichen ab. Vielmehr war das «gelücke» eine kurzfristige, ziemlich launenhafte und von Gott gegebene Erscheinung des Schicksals. Überhaupt wurde das Glück lange Zeit vor allem im religiösen Kontext thematisiert und auf das Jenseits gerichtet. ►

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REPORTAGE | LIEBE

Zwar hatte bereits Aristoteles vor über zwei Jahrtausenden in seiner Natur- und Seelenlehre vom Recht des Menschen auf Glücklichsein im Hier und Jetzt gesprochen, doch erst im 13. Jahrhundert etablierte sich diese Deutung des Glücks in der Theologie, etwa durch die Glückslehre von Thomas von Aquin, und fand schliesslich den Weg ins Volk. Das Glück im Sinne von Zufriedenheit und Lebenssinn prägte schon die Gründungsschrift der ersten Demokratie der Neuzeit. Die Unabhängigkeitserklärung der USA nannte das Streben nach Glück – «the pursuit of happiness» – als unveräusserliches Grundrecht. Dieses ist auch in den aktuellen Verfassungen von Japan und

und endlich das Lachen in das wir ausbrechen Sonne und Regen zwischen den Zähnen Die Suche nach dem Glück Heutzutage ist das Streben nach Glück eines der zentralen Elemente im Leben jedes Einzelnen. Die entscheidende Frage lautet, was man tun kann, um diesem Lebensziel näherzukommen. Philosophen, Psychologen, Buchautoren, Lebensberater und unzählige andere versuchen sich an Antworten – nicht immer nachvollziehbar, aber in der Regel mit einem grossen Anspruch auf Wahrheit. Doch wie wichtig ist Glück tatsächlich? Und ist es wirklich erreichbar?

Riccarda Trepp (36), Maienfeld/GR Berufung: Radiojournalistin

«Glück ist ein treuer Begleiter durch mein Leben. Als Kind Skifahren lernen, einen Autounfall unversehrt überleben, einen Beruf finden, der erfüllt. Die Familie, eigene Kinder und ein Mann, der weiss, wie er mich glücklich macht. Das Glück erkennen, ist die Kunst.» Südkorea verankert, ebenso in Bhutan, wo überdies nicht Wirtschaftswachstum als wichtigstes Entwicklungsziel des Landes gilt, sondern das «Bruttonationalglück». Der Stein von Brigitte Fuchs Unablässig versuchen wir das Glück zu lernen wie das Harren am Rande des Gartens während der Stein in der Faust flügge wird und sich aufmacht ein Raubvogel schneller und entschlossener als irgendein Wunsch

Der US-amerikanische Philosoph Robert Nozick wagte in seinem Buch Anarchy, State and Utopia ein simples Gedankenexperiment. Man solle sich vorstellen, an eine Maschine angeschlossen zu werden, die einen andauernden Zustand des Glücks sicherstellt. Über eine direkte Schnittstelle zum Gehirn würde durch eine gezielte Stimulierung der Nerven eine permanente Glückseligkeit ausgelöst. Eigentlich ein verlockender Gedanke, doch die meisten Menschen, die sich mit dieser Idee ausei-

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nandersetzten, sprachen sich gegen eine Anschliessung an eine derartige Maschine aus. Die Ursache liegt nicht darin, dass wir nicht glücklich sein wollen. Vielmehr geht es darum, dass Glückseligkeit allein keinen Wert zu besitzen scheint. Wir brauchen einen Grund, um glücklich zu sein, ein Bewusstsein dafür, dass unser Glück gerechtfertigt ist und mit einer tieferen Wirklichkeit in Verbindung steht. Das künstliche Glück mit der Erlebnismaschine aus Nozicks Experiment wäre jedoch lediglich die Folge einer Selbsttäuschung – und somit nicht erstrebenswert. Glück von Brigitte Fuchs Etwas geschieht nimmt Gestalt an ich strecke die Hand aus und es singt Das Glück will nicht geschenkt, sondern erreicht werden. Die Möglichkeiten, dies zu tun, sind vielfältig, und wer will, kann sich auf diesem Weg unterstützen lassen. Ein Weg, der offensichtlich gar nicht so beschwerlich sein muss, wie man annehmen sollte. «Wir verhelfen Ihnen zu wirklich erfüllten Beziehungen und wahrer Liebe, zu Lebensglück und Berufserfolg. Unsere Lebensberater verwandeln Ihre Probleme in gelebtes Glück und in ein als sinnvoll empfundenes Leben!» Die Suche nach dem Glück findet in diesem Fall ganz bequem zu Hause auf dem Sofa statt, mit dem Telefonhörer in der Hand und einer netten Dame einer AstrologieHotline am anderen Ende der Leitung. Was verheissungsvoll klingt, lohnt sich vor allem für die Anbieter dieser Dienstleistung. Denn sie ►

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berechnen für ihre sogenannte Lebensberatung CHF 3.13 pro Minute. Andere selbst ernannte Helfer lassen sich ihre Unterstützung sogar mit CHF 4.23 pro Minute vergelten – CHF 253.80 pro Stunde. Ganz unabhängig davon, wie seriös derartige Angebote sind – im Vergleich dazu kostet eine Psychotherapie- oder PsychologieStunde bei einer anerkannten Fachperson zwischen CHF 100.00 und CHF 200.00. Und wer sich mit fachlich geschulten Beraterinnen und Beratern austauschen will, kann dies auch bei der Dargebotenen Hand tun – für 20 Rappen pro Anruf. Das Geschäft mit dem Glück Die Sehnsucht nach persönlicher Erfüllung und die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten sind riesig, das Glück ist längst zu einem Millionengeschäft geworden. Dies belegen nicht nur die Anpreisungen von mitunter zwielichtigen Heilsbringern im Internet und im Annoncenteil von Zeitschriften, sondern auch die Bestsellerlisten bei Sachbüchern. Ob das «Handbuch zum Glück» oder die «Glücksformel», die «Wege zum Glück» oder die «Regeln des Glücks», die Feststellungen wie «Glück kommt selten allein» oder «Auch Du kannst mehr aus Deinem Leben machen» – sie alle enthalten vermeintlich ein praktikables Rezept, mit welchem jeder zu Hause seinen persönlichen Glückskeks backen kann. Die Wirkung dieser Bücher bleibt offensichtlich nicht aus, und zumindest in den Kommentarspalten von Online-Shops sind Hunderte begeisterte Kundenmeinungen zu lesen. Auch wenn es ein wenig stutzig macht, wenn derselbe Leser in

regelmässigen Abständen bei sieben verschiedenen Buchtiteln davon erzählt, dass gerade der besprochene Ratgeber ihm wie kein anderer zum persönlichen Glück verholfen habe. Es scheint ein kurzes Vergnügen gewesen zu sein. Der Autor und Wissenschaftler Eckhart von Hirschhausen, dessen Glückratgeber sich rund drei Millionen Mal verkauft haben, macht das Scheitern vieler Glücksuchender an den überhöhten Ansprüchen

am schwierigsten die Augen zu schliessen im Fahrtwind so lange bis die Kufen den Boden nicht mehr berührten Die Wissenschaft vom Glück Ein denkbar schlechter Autor von Glückratgebern wäre Albert Camus gewesen. Der französische Schriftsteller und Philosoph hielt beispielsweise fest: «Du wirst nie glücklich werden, wenn du weiter danach forschst, woraus das Glück besteht. Du wirst niemals leben, wenn du nach dem Sinn

Manuela Halbeisen, (42) Vaduz/FL Berufung: Bedingungslose Liebe den Menschen zu vermitteln.

«Glück heisst für mich, mit der bedingungslosen Liebe aus dem Herzen zu leben, in ein und in allem, im Hier und im Jetzt. Lebe das Leben mit den Augen der Liebe.»

fest. «Es ist einfach, glücklich zu sein. Schwer ist nur, einfach zu sein», meinte er in einem Interview mit der Zeitschrift «Spiegel». «Nachhaltiges Glück, das über den glücklichen Augenblick hinausreicht, hat durchaus etwas mit Einfachheit und Einsicht zu tun.» Vor allem sehe er Glück nicht als etwas Passives, sondern viel eher im aktiven Handeln. «Glück ist Übungssache. Wir machen oft nur die falschen Übungen.» Übung von Brigitte Fuchs Es war denn auch ganz leicht die Schlittschuhe anzuziehen schwieriger wars die Bögen der Kindheit aufs Eis zu ziehen rückwärts mit ausgebreiteten Armen

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des Lebens suchst.» Nichtsdestotrotz hat sich die sogenannte Glücksforschung mittlerweile als seriöses Fach der Wissenschaft etablieren können und wird in der Medizin, der Psychologie, der Philosophie und der Ökonomie betrieben. In seiner Psychologie des Glücks erklärt Diplom-Psychologe Dr. Rolf Merkle vier wichtige, wenn auch wenig überraschende Erkenntnisse der Glücksforschung. So bedeute Glück für jeden etwas anderes, wie die Schönheit existiere es nur in den Augen des Betrachters. Die individuellen Lebensbedingungen wie Wohlstand, Geschlecht, Intelligenz oder Alter seien für das Glücklichsein nicht massgeblich. Viel entscheidender sei, wie gut man sich an sich ändernde ►


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REPORTAGE | LIEBE

Lebensbedingungen und Probleme anzupassen wisse. Und nicht zuletzt sei Glück eine Frage der Einstellung – wer sich darauf fixiere, das Positive zu sehen, könne die erfreulichen Dinge viel besser wahrnehmen. Das Recht auf Unglücklichsein Zu den Autoren, die beim Suchen nach Glückratgebern in den Resulta-

dass häufig das genaue Gegenteil geschieht. Menschen, die vorher mit ihrer Lebenssituation einigermassen zufrieden waren, machen sich nun Vorwürfe: Warum bin ich nicht glücklich? Alle anderen sind es doch auch!» Damit spricht Schmid ein bekanntes Phänomen an, das sich auch im Kontext der Lebensqualität zeigt, gemeinhin ein Faktor für Glück.

Hedwig Beck (102), Triesenberg/FL Berufung: Pensionistin

«Mein grösstes Glück war, dass ich einen guten Mann geheiratet habe, mit dem ich Freud und Leid teilen konnte. Ein Glücksmoment in meinem Leben war auch das Wiedersehen mit meinem Bruder in den USA. Ich dachte, ich würde ihn nie wiedersehen, doch das Glück war auf meiner Seite, als ich ihn nach vierzig Jahren wieder umarmen konnte.» ten auftauchen, zählt auch Wilhelm Schmid. Bereits seinen Bestseller «Glück» aus dem Jahre 2007 versah er mit dem Untertitel «Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist». Sein neuestes Buch ist nun eine Ermutigung zum Unglücklichsein. Denn über das Glücklichsein, so der Autor, scheint alles gesagt zu sein. «Die Menschen werden des Glücks müde», resümiert er. An jeder Strassenecke werde man vom Glück überfallen. «Je mehr dieser Trend überzeichnet wird, umso schneller ist er auch wieder zu Ende. Es wäre ja schön, wenn die Auseinandersetzung mit dem Glück dazu führen würde, dass die Menschen glücklicher würden. Meine Erfahrung ist jedoch,

Denn ausgerechnet Länder mit dem grössten Wohlstand und politischer Freiheit wie die Staaten Skandinaviens, Island, Kanada oder die Schweiz weisen überdurchschnittlich hohe Suizidquoten auf. Wenn die äusseren Umstände optimal sind, um glücklich zu sein, ist es offensichtlich umso frustrierender, wenn man es selbst doch nicht schafft. Schmid möchte dem Glück keinesfalls eine Absage erteilen, plädiert jedoch dafür, sich davon zu befreien, immer glücklich sein zu müssen. «Viele Menschen erleben sich als unglücklich und sind oft erleichtert, wenn sie erfahren, dass dieses Glück, das sie anzustreben versuchen, in dieser Form gar nicht existiert.»

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Glück im Arbeitsleben «Selbstbestimmung ist wichtig» Kurz befragt: Prof. Dr. oec. publ. Antoinette Weibel, die sich im Zuge ihrer Forschung unter anderem mit dem Glück am Arbeitsplatz beschäftigt. Frau Weibel, unter welchen Bedingungen kann man am Arbeitsplatz glücklich sein? Wichtige Faktoren sind zweifellos ein hohes Mass an Selbstbestimmung, Autonomie und Partizipation. Wenn Mitarbeitende Kompetenzen und Vertrauen erhalten, um eigene Entscheidungen zu fällen und Aufgaben zu delegieren, steigert dies die individuelle Zufriedenheit und nicht zuletzt auch die Leistung. Kontraproduktiv für das Glück am Arbeitsplatz sind derweil die bekannten Stressfaktoren wie übermässige Arbeitsbelastung, aber auch eine Überreglementierung und von Misstrauen geprägte Kontrollsysteme. Wie kann der Arbeitgeber das Glück der Arbeitnehmer beeinflussen? Natürlich vor allem, indem er den Mitarbeitenden die erwähnten Möglichkeiten wie Selbstbestimmung und Partizipation bietet. Wichtig ist auch, den Arbeitnehmern einen tieferen Sinn ihrer Tätigkeit aufzuzeigen. Nicht zuletzt sollte der Arbeitgeber selbst Glück ausstrahlen, motiviert sein und motivierend wirken.

*WEITERLESEN

Brigitte Fuchs: «Handbuch des Fliegens» / «Solange ihr Knie wippt» / beide erschienen bei Edition 8 Eckhard von Hirschhausen: «Glück kommt selten allein» / erschienen im RowohltVerlag Wilhelm Schmid: «Glück: Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist» / «Unglücklich sein. Eine Ermutigung» / beide erschienen im Insel Verlag

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Trotz seiner 2500 Jahre alten Tradition hat der Buddhismus nicht an Aktualität verloren. Das heutige Angebot an Meditationskursen ist kaum überschaubar. Text Amra Durakovic

Was ist Glück? In ruhiger Gangart nähert sich der Mönch dem Tisch im Speisesaal des buddhistischen Klosters. In der Mitte stellt er einen Krug Wasser und zwei Gläser hin. Auf die erste Frage antwortet er zunächst mit einem starren, ausdruckslosen Blick. Dann folgt ein Lächeln. Es ist eine Frage, die sich jeder zumindest einmal im Leben gestellt hat: «Was ist Glück?» Dass der Mönch zunächst nur lächelt, verwundert nicht, denn auf diese Frage gibt es auch keine einfache Antwort. Es ist eine philosophische Frage und jeder wird beim Thema Glück seine eigenen Antworten haben. Diese Frage richtet sich aber an einen buddhistischen Mönch. «Glück hat etwas mit Leid zu tun», gibt er in einem ersten Anlauf zu verstehen. «Das heisst aber nicht, dass wir dem Leid nicht entkommen könnten.»

den kann unter anderem ebenso mit Krankheit, als auch mit alltäglichen Dingen oder Situationen verbunden sein. Warum wir leiden oder welche Ursachen dahinterstecken, erklärt die zweite Wahrheit. Die Wurzel jeglichen Leidens liegt im Streben und Begehren unterschiedlicher Dinge oder Personen. Auch das Streben nach Glück kann daher als Leidensquelle gesehen werden. Wer aufhört, schöner, besser,

Glauben ohne Gott Der Buddhismus ist keine Religion im üblichen Sinne. Buddhisten kennen keinen Gott. Obwohl viele Anhänger dieser fernöstlichen Glaubensrichtung Buddha (den Erleuchteten) als Gottheit verehren, hat er sich als ihr Begründer nicht als solche betrachtet. Ihm war es in erster Linie ein Anliegen, seine Erkenntnisse mit seinen Mitmenschen zu teilen – aus Nächstenliebe, versteht sich. Nachdem er selbst die vollkommene Erleuchtung erlangt hatte, trug er «Die vier edlen Wahrheiten» an seine Anhänger heran. Sie sind das Kernstück seiner Lehre. Die erste Wahrheit ist, dass Leid das Leben beherrscht. Lei-

reicher oder allgemein glücklicher sein zu wollen, hört auf zu leiden. In dieser Erkenntnis liegen die dritte und die vierte Wahrheit verborgen.

ran, glücklich zu sein. Das Ziel ist es, diejenigen Situationen zu erkennen, in denen unser Geist unkontrolliert negativ auf unsere Mitmenschen reagiert und einwirkt. Wenn wir uns dieser Situationen bewusst werden, dann können wir es durch gezielte Übung schaffen, dass die Person, die wir nicht mögen, vielleicht eines Tages sogar zum Freund wird.» Zufrieden sein mit dem, was man hat

Sarah Koba (28), Buchs/SG Berufung: Spitzensportlerin

«Glück ist für mich, am Morgen mit der inneren Ruhe und voller Energie aufzuwachen und mich an den kleinen Dingen des Tages zu erfreuen. Und zu wissen, dass ich die Kraft und das Umfeld habe, um gemeinsam die Hürden des Lebens zu meistern.»

Selbstbeobachtung als Glücksquelle «Die Meditation bietet einen Ausweg aus dem Kreislauf des Leidens», sagt der Mönch. Dadurch soll sich der Geist in Konzentration und Selbstkontrolle üben, um zu mehr Zufriedenheit zu gelangen. Für diejenigen, die sich nicht gleich für einen Meditationskurs anmelden möchten, hat der Mönch auch einen anderen Lösungsvorschlag. «Beobachte dich selbst», rät er. «Hass, Eifersucht, Geiz und andere negative Emotionen hindern uns da-

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«Es reicht auch, wenn man versucht, sich mit dem zufriedenzugeben, was man hat», antwortet der Mönch lächelnd. Damit hat er vermutlich nicht ganz unrecht. Aber bei der Frage nach dem Glück hat entweder jeder bereits seine eigene Antwort gefunden oder ist noch auf der Suche danach. So entscheidet auch letztendlich jeder für sich, ob er beispielsweise das neueste und modernste Telefon unbedingt besitzen muss oder nicht. Die Buddhisten würden sagen, dass man mit dem «alten» ja auch noch in der Lage wäre, zu telefonieren. ▪


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Umarmungen auf der B端hne

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Nach ausverkauften Konzerten in Paris, London, Berlin und Zürich kommt die beste Schweizer Stimme im Januar 2013 auf ihrer grossen Europatournee auch nach Schaan. Text Alexa Seger Fotos ZVG Ihre Musik ist gewaltig. Sie berührt mit gefühlvollen, ruhigen Stücken und kann gleichzeitig rockig und kraftvoll sein. Ihre Musik löst Emotionen aus. Sophie Hunger ist eine der wenigen Musikerinnen, die die Grenzen der Schweiz überwunden und sich international einen Namen gemacht haben. Mit ihrem aktuellen Album «The Danger of Light» schaffte sie es an die Spitze der Schweizer Albumcharts. Eine starke Mischung aus Indie-Pop, Klavier-Chansons, Schweizer DialektLied, schräger Rock, Folk und Jazz. Ihr erstes Konzert in Liechtenstein gibt die Singer/Songwriterin am Samstag, den 19. Januar 2013, um 20 Uhr im SAL in Schaan.

L…Magazin: Sophie Hunger, was inspiriert Sie zu Ihrer Musik? Alles. Die Dinge, die ich sehe, höre, der Strassenverkehr, Bilder, Gegenstände. Das ganze Leben. Was ist Ihr Ausgleich zu Ihrem stressigen Tourneeleben? Das Tourneeleben ist für mich eine grosse Entspannung, weil ich sehr glücklich bin, wenn ich spielen kann, ich muss mich eher mit dem Tourneeleben vom Alltag zu Hause erholen. Was bedeutet für Sie Glück? Ideen zu haben! Gibt es ein spezielles Ritual, dass Sie vor einem Konzert pflegen? Wir singen zusammen ein letztes Lied, dann umarmen wir uns hinter der Bühne und wünschen uns ein gutes Konzert. Kennen Sie Liechtenstein bzw. waren Sie schon mal hier? Ja, ich war mal

in Vaduz. Damals hatte ich ein Praktikum bei einer Agentur, die klassische Orchester betreute. Ich habe das Russische Nationalorchester nach Vaduz begleitet und den Dirigenten am Schluss nach Zürich gefahren. Ich kann mich erinnern, dass in der Innenstadt die Häuser alle einen ganz anderen Stil hatten. Ein Haus war im Stil eines italienischen Steinhäuschens, das nächste mehr so Corbusier Style, das dritte irgendwie wieder anders. Ich fand das sehr auffallend und lustig. Und zum Schluss noch die Frage, was fasziniert Sie so sehr an Roger Federer? Sie sind ja ein grosser Fan des Schweizer Tennisstars. Sein blosses Genie. Ich bin sehr dankbar, dass ich zur selben Zeit wie er lebe und ihn sehen kann während seiner aktiven Karriere. ▪

TicketVerlosung www.facebook.com/ lmagazin

Karten für das Konzert mit Sophie Hunger am Samstag, 19. Januar 2013, um 20 Uhr im SAL in Schaan sind unter www.tak.li erhältlich.

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TAK_music: Konstantin Wecker DI 04.12.12, 20 Uhr, SAL Sophie Hunger SA 19.01.13, 20 Uhr, SAL Dobet Gnahoré Manou Gallo feat. Acoustic Africa SO 10.03.13, 20 Uhr SAL Stephan Eicher MI 13.03.13, 20 Uhr, SAL Igudesman & Joo DI 14.05.13, 20 Uhr, SAL

TAK Theater Liechtenstein, T + 423 237 59 69, vorverkauf@ tak.li

www.tak.li


KULTUR-HIGHLIGHTS

Soho Supperclub 9494 Schaan/FL Tel. +423 233 43 33 www.soho.li

SO 23. Dez. 2012, ab 22 Uhr XMAS WARMUP PARTY DJ Emma und Captain K

SA 29. Dez. 2012, ab 22 Uhr MO 31. Dez. 2012, ab 22 Uhr URBAN & HOUSE SESSION GROSSE SILVESTERPARTY DJ Pro-Zeika (3fach Weltmeister) DJ Madkid, Icon & DJ RocA

Schlösslekeller 9490 Vaduz/FL Tel. +423 230 10 40 www.schloesslekeller.li

FR 30. Nov. 2012, 20 Uhr ANGELA BUDDECKE Ausgekoppelt

FR 7. Dezember 2012, 20 Uhr MANUEL STAHLBERGER Innerorts

DO 13. Dezember 2012, 20 Uhr SCHLÖSSLE TV Ospelt/Schädler

3 Frauen, 3 Männer, 6 Positionen des Mediums Zeichnung. 9495 Triesen/FL Tel. +423 392 50 80 www.gasometer.li

SA 1. Dez. bis SO 3. Feb. 2013 ZEIT ZART ZEICHNUNG Zeichnungen

Vernissage SA 1. Dezember 2012, 17 Uhr Zur Eröffnung spielt Edgar Höscheler Klarinettenmusik

FR 22. Februar 2013, 20 Uhr V. HOLLYWOOD N. UGANDA Comedy nach Jane Bussmann

9485 Nendeln/FL Tel. +423 375 05 05 www.kunstschule.li

Freude am Gestalten schenken: GUTSCHEINE für Kurse erhältlich

Ab Februar 2013: Beginn SOMMERSEMESTER 2013 Infos auf www.kunstschule.li

MO 28. Januar 2013, 18 Uhr Infoabend: VORKURS MEDIEN UND MATERIALIEN 2013/14

EVENT TIPP von Beat Frick DO 6. bis SO 16. Dezember 2012 AROSA HUMOR FESTIVAL Das Festival bringt einen bunten Strauss an fast 30 Künstlern, die in Arosa auftreten. Die Zuschauer dürfen auf hochklassige Comedy und Kabarett sowie zwei neue Vorstellungsorte gespannt sein. www.arosa.ch

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LESEN | LIEBE

44 «DER WIND DER ERINNERUNG» Roman von Kimberley Wilkins, 493 Seiten, CHF 28.90 Emma und Beattie. Zwei Frauen, die ihren eigenen Weg suchen und trotz Schicksalsschlägen auch finden. 2009, Emma, eine berühmte Primaballerina in London, deren Karriere abrupt durch einen Sturz beendet wird, entdeckt in Australien, im Haus ihrer verstorbenen Grossmutter Beattie, deren geheimnisvolle Vergangenheit. Beattie entwickelte sich in den 30er-Jahren von einem unsicheren Mädchen zu einer selbstbewussten und unabhängigen Frau. Im Landgut Wildflower Hill inTasmanien treffen Vergangenheit und Gegenwart zweier starken Frauen aufeinander. Ein wunderbarer Roman, in dem man sich verlieren kann. Fesselnd und unglaublich romantisch. «Es gibt zwei Arten von Frauen, Beattie. Die einen tun Dinge, und den anderen tut man Dinge an. Du solltest versuchen, zur ersten Gruppe zu gehören.»

BUCHTIPPS

von Delia Koch, Bibliothekarin SAB

«DIE DUNKLE MUSE» Historischer Roman von Armin Öhri Gmeiner-Verlag, Messkirch 2012, 276 Seiten, CHF 16.40 Berlin, 1865. Eine Gelegenheitshure wurde bestialisch ermordet. Alles weist auf den angesehenen Gelehrten Professor Botho Goltz hin. Vor Gericht führt der vermeintliche Mörder die Justiz an der Nase herum und lässt die Verhandlung zu einem Schauspiel werden, das perfider nicht sein könnte. Julius Bentheim, ein junger Student der Rechte und Gerichtszeichner, verfolgt den Fall. Er erkennt die Strategie des genialen Professors, an deren Ende die Kapitulation des preussischen Rechtsapparats stehen könnte … Ein Roman voller Ironie über die preussische Gesellschaft und deren Moral, in einer Sprache geschrieben, die einem Fontane gerecht wird. Genial recherchiert, spannend und bis zum Schluss voller Überraschungen. Ich musste 49 Jahre alt werden, um zu entdecken, dass ein Kriminalroman faszinierend und unterhaltsam sein kann. Bis dahin war ich der Ansicht, dass Krimis nicht mein Ding sind. Dass sie mich beunruhigen, mir einfach nicht guttun. Glücklicherweise wurde mir in meiner Tätigkeit als Buchredaktorin bereits der Kriminalroman «Sinfonie des Todes» von Armin Öhri und Vanessa Tschirky in die Hände gespielt, der mir eine neue, von mir bislang abgelehnte Lesewelt eröffnete. Seitdem weiss ich, dass für mich nicht das Genre ausschlaggebend ist, ob ein Buch mir gefällt. Es ist auch nicht wichtig, ob die Geschichte brutal oder liebevoll ist oder ob es ein Happy End gibt. Was zählt, ist die Art und Weise, wie die Brutalitäten oder liebevollen Handlungen beschrieben sind. Wie Oscar Wilde einmal sagte: «So etwas wie moralische oder unmoralische Bücher gibt es nicht. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben. Weiter nichts.» «Unter seinem schwarzen Laken glich er einer Gespenstererscheinung und sein Hantieren und die klackenden Geräusche erinnerten an die Seufzer gepeinigter Seelen.»

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«SORRY, HIER SITZT SCHON MEINE TASCHE» Geschichten von Lisa Seelig und Elena Senft, 189 Seiten, CHF 14.90 Was im Alltag nicht alles nervt! Alltagssituationen und Personen, die uns mit ihren Macken und Marotten auf die Nerven gehen, sind oft Herausforderungen, die wir meinen nicht aushalten zu können. Eine ironische Sammlung von Geschichten, die uns amüsieren und unterhalten können und uns ganz beiläufig einen Spiegel vorhalten. Mit etwas Glück finden wir uns selbst in den Geschichten wieder und können über uns und unser eigenes Verhalten lachen. «Schau dich jetzt mal auf keinen Fall um …» Noch bevor die Freundin den Satz vervollständigt hat, kneift die andere fixierend die Augen zusammen, bekommt einen meterlangen Hals, einen verkrampften Mund und blickt aufgescheucht wie ein Erdmännchen durchs Lokal, um zu erkennen, wer gemeint sein könnte.

«ZWEI UND ZWEI» Roman von Mark Gartside, 446 Seiten, CHF 28.90

Vol. 7/2012 eben.Liebe.Laster.

Alles begann mit einem Lächeln. 1985: Graham ist 15 und trifft seine grosse Liebe Charlotte. Zehn Jahre später bleibt er mit seinem Sohn Michael allein zurück. 2009: Graham, 40, lebt mit Michael in einer alten Scheune, die er einst mit Charlotte renoviert hat. Er schafft es nicht, loszulassen. Die Trauer hält ihn immer noch gefangen und behindert den Blick auf die Probleme seines Sohnes. Als es schon fast zu spät ist, erkennt er, worauf es im Leben wirklich ankommt: weitermachen, weiterlachen. Eine wunderbare Geschichte über Liebe, wechselseitiges Lernen zwischen Jung und Alt und den Mut, immer wieder von Neuem zu beginnen. «Das ist, soweit ich weiss, das erste Mal, dass jemand eine echte Ente zu einem Entenrennen mitbringt. Ich muss schon sagen, ich bin ziemlich beeindruckt, dass ihr das geschafft habt. Ist bestimmt nicht leicht, eine Ente zu fangen.»


SEHEN | LIEBE

KUNST. KULTUR. Gasometer Triesen Text Tamara Beck Fotos ZVG

Der Gasometer in Triesen/FL

Der Gasometer ist als Kulturzentrum der Gemeinde Triesen im März 2006 eröffnet worden. Auf Initiative der damaligen Kulturkommission wurde im Vorfeld ein Konzept erarbeitet. Das Ziel war und ist ein lebendiges Kulturhaus für die Gemeinde, für Liechtenstein und für die Region zu bieten. Der Gasometer hat sich in den vergangenen sechs Jahren einen eigenständigen Platz in der Kulturszene Liechtensteins erarbeitet. Mit einem vielseitigen Programm, das der bildenden Kunst, der Musik, der Literatur und dem Theater und darüber hinaus interdisziplinären Themenausstellungen Platz bietet, wird ein breites Publikum angesprochen. Vor allem kulturinteressierte Leute aus der Region besuchen die Veranstaltungen des Gasometers.

Die Vielseitigkeit der Projekte, die gezeigt werden, kommt gut an. «Wir versuchen, in unseren Projekten immer Verknüpfungen zu schaffen. Sei dies zwischen kulturellen Disziplinen wie Musik und Literatur oder auch zwischen zeitgenössischer Kunst und der Dorfgeschichte Triesens», so Petra Büchel, Leiterin des Gasometers. Spannend für die einheimische Bevölkerung sind laut Büchel auch die internationalen Kunstprojekte, die die weite Welt nach Liechtenstein holen. Fast 50 Ausstellungen und an die 200 Veranstaltungen erlebte der Gasometer seit seiner Gründung. Das alle 2 Jahre im September stattfindende Fest der Kulturen, bei dem neben feinsten Speisen auch ein internationales Bühnenprogramm geboten wird, gehört zu den Programmhighlights. Die Kunstausstellungen mit Künstlern aus dem Ausland wie Kirgistan 2006, Japan 2009, Tibet 2010 und China 2010 waren ebenfalls Publikumsrenner. Aber auch die regionalen Ausstellungen wie z. B. die Jubiläumsausstellung «150 Jahre Harmoniemusik Triesen» im Mai 2012 oder die Jubilä-

Die Vielseitigkeit der Projekte spricht ein breites Publikum an.

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Vol. 7/2012 eben.Liebe.Laster.

umsausstellung mit jungen liechtensteinischen Kulturschaffenden im März 2011 sind nicht zu vergessen. Am 1. Dezember wird die Ausstellung «Zeit Zart Zeichnung» eröffnet. Sechs international bekannte Künstler aus Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zeigen völlig unterschiedliche Positionen der Zeichnung. Im Februar 2013 steht wieder einmal ein Theaterleckerbissen auf dem Programm: Aus dem Hause «dieheroldfliri.at» kommt das neue Stück der beiden Vorarlberger Theaterschaffenden «Von Hollywood nach Uganda». Petra Büchel wünscht sich für die Zukunft, dass sich die Aufbauarbeit, die bis jetzt geleistet wurde, gelohnt hat, dass sich der Gasometer weiterentwickeln kann und auch in Zukunft ein interessiertes Publikum die Veranstaltungen besucht. ▪

*KONTAKT

Gasometer Kulturzentrum Dorfstrasse 24 FL-9495 Triesen gasometer@gasometer.li www.gasometer.li

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LIEBE | REISE

rüezi in Zürich

In zauberhaftes Licht getaucht und von der Limmat umgeben zeigt sich das Grossmünster von seiner besten Seite.

Zürich hat viel mehr zu bieten als nur «Züri-Geschnetzeltes» – vor allem zur Weihnachtszeit. Am Wasser gelegen, mit Sicht auf die schneebedeckten Alpen und den vielen Lichterketten in den Strassen, ist es hier schon fast kitschig schön. Lassen Sie sich verzaubern, die Limmatstadt wartet auf Sie. Text Sylvia Mathis Fotos Sylvia Mathis, Zürich Tourismus, ZVG

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REISE | LIEBE

Alles im Überblick: Nach einem feinen Essen im Clouds den Blick über Zürich genießen.

was andere sagen. Für ihn steht fest, «Züri» ist keineswegs arrogant, wenn, dann eher extravagant. Man muss zugegebenermassen bei allem etwas tiefer in die Tasche greifen, aber dafür zählt Zürich noch vor Tokio nicht von ungefähr zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität. Wir starten unsere Zürich-Erkundungstour einmal anders, fernab der bekannten Bahnhofstrasse mit ihren teuren Designergeschäften und Einkaufsketten, um Zürich auch von anderen sehr individuellen Seiten kennenzulernen.

R. Bösch

Der Garten Eden ist hinter dem Hauptbahnhof

Zürich ist die grösste Stadt der Schweiz und meiner Meinung nach auch die schönste. Aber genau hier scheiden sich sogar unter den Schweizern die Geister. Fragt man einen Basler, ist an Zürich der Schnellzug in die Heimat das Beste, fragt man einen Aargauer, betitelt er die Limmatstadt als «Arroganti Cheibä», doch was Zürich am besten beschreibt: Dem Zürcher selbst ist es nämlich egal,

Wenn man gemütlich mit dem Zug ankommt, braucht man sich nur umzudrehen und den Ausgang Hafnerstrasse zu wählen, direkt hinter dem Hauptbahnhof. Dort würde man den «Garten Eden» wohl am allerwenigsten erwarten, aber genau da ist das zauberhafte Geschäft von Beatrice Häusler. Man könnte meinen, diese Schatzkiste hat sich mit Absicht hinter dem Hauptbahnhof versteckt, damit nur wenige die liebevoll ausgewählten Accessoires und Möbel finden. Vom ausgestopften Wildschweinkopf über filigrane Blumenvasen bis hin zu wunderschönen alten Kronleuch-

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Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Im hippen Kreis 3 mit seinen liebevollen Quartiergeschäften wie dem «Duplikat».

tern und liebevoll ausgewählten Tischen und Stühlen gibt es alles, was das extravagante Herz begehrt. Die Möbelstücke werden in der eigenen Werkstatt umgemalt, um dem neuen Zeitgeist zu entsprechen. Ich bin mir sicher, der «Garten Eden» ist auch ein Geheimtipp des Christkinds, um jedem Engel etwas ganz Besonders unter den Baum legen zu können.

Künstlertrend im angesagten Kreis 3

Steigt man direkt vor den Toren des Bahnhofs in die Tram 3 Richtung Idaplatz, kriegt man von der Reisehektik nichts mehr mit. Im hippen Kreis 3 angekommen, wähnt man sich schon fast im trendigen Shabby-Chic der Grossstadtmetropole Berlin. Mein Favorit hier ist das «Duplikat». Schon allein wenn man das Geschäft betritt, wird die Laune gleich besser, da man sich mit den vielen Kärtchen, Stiften und Bastelsachen ein bisschen in die eigene Kindheit zurückversetzt fühlt. Man muss unbedingt Zeit mitbringen, um das Angebot mit den Augen überhaupt wahrnehmen zu können. Sie sind einfach zu verlockend, all die bunten Kleinigkeiten, Papierfigürchen für Kinder, Bastelbögen und Bücher. Wenn man sich schliesslich für z. B. Origamipapier aus Japan ►


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LIEBE | REISE

Im Café Schober fühlt sich jede Naschkatze wie im Paradies!

Die Bahnhofstrasse wird durch die Lichterkette «Lucy» festlich geschmückt.

entschieden hat, das ebenfalls im Laden verkauft wird, fehlt nur noch die Geschenkverpackung. Kein Problem, denn Geschenkpapier und bunte Bänder gibt es im Duplikat auch in Hülle und Fülle, um die Präsente unter dem Weihnachtsbaum im besten Licht erscheinen zu lassen.

man den Kolonialwarenladen Schwarzenbach betritt. In Tausenden Schublädchen und Regalen gibt es duftende Gewürzmischungen, getrocknete Früchte, exquisite Teigwaren, exotische Teesorten und den selbst gerösteten Kaffee. Direkt nebenan kann man sich auch gleich im Café-Lokal davon überzeugen, wie ausgezeichnet dieser mundet. Einen Platz zu ergattern ist Glücksache, aber sonst gibt es genau vis-à-vis, im sogenannten süssen Winkel, das Traditionsunternehmen Conditorei Schober. Auch hier scheint im stilvollen Ambiente die Zeit stillzustehen. Im originalen Süsswarenladen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts werden selbst gemachte Schokolade und Patisserien verkauft. Da wähnt sich so manche Naschkatze im Paradies. Ich schlendere von da aus gern weiter die Münstergasse entlang und geniesse den Charme des «Dörflis». Wer schon genug geshoppt hat, bekommt hier nämlich sogar noch etwas gratis, den tollen Blick auf das Grossmünster.

Vegetarisch für Kenner

Ein sehr leckerer und vor allem auch noch gesunder Zwischenstopp in der Altstadt ist das «Hiltl». Das seit 114 Jahren vegetarische Restaurant hat deshalb nicht nur einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde, sondern auch einen exquisiten Ruf für kreative Speisen, die auch vegetarisch vorzüglich schmecken. Vielleicht ja eine gute Idee, sich hier einmal für ein pflanzliches Weihnachtsmenü inspirieren zu lassen? Keine zehn Gehminuten entfernt, in der Altstadt, findet man ein absolutes Modemuss, das «En Soie» in der Strehlgasse. Hier passt einfach alles zusammen, die wunderschöne alte Hausfassade mit den grünen Fensterläden und die Angebote der kleinen Boutique sind etwas für Kenner. Hier werden Kleidung, Schuhe, Schmuck und sogar Keramik selbst kreiert und in Werkstätten gefertigt. Die wunderschönen farbenfrohen Kreationen der Schweizer Designerin Monique Meier, der Ehefrau des Ex-Yello-Frontmann Dieter Meier, leuchten einem schon vom Schaufenster aus entgegen.

Süsse Genüsse im Niederdorf

Über die Rathausbrücke mit dem fabelhaften Blick auf den Zürichsee gelangt man ins Zürcher Niederdorf. Schon Goethe wohnte hier und wusste diese Idylle zu schätzen. An jeder Ecke ein Postkartensujet – wenn nicht gerade Ströme von Touristen daran vorbeiziehen. Man fühlt sich fast ins Entstehungsjahr 1864 zurückversetzt, wenn

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Weihnachts-Highlights

Wieder in Richtung Limmat flanierend überquert man am besten die Quaibrücke und geniesst das Panorama auf den Zürichsee oder auf das Fraumünster. Ebenso sehenswert der Winterzirkus Conelly, der noch bis am 6. Januar 2013 auf der Insel Bauschänzli gastiert. Während des ganzen Jahres pulsiert die Limmatstadt, doch um die Weihnachtszeit herum scheint Zürich mit seinen zahlreichen Events und Weihnachtsmärkten alles geben zu wollen. Im Hauptbahnhof befindet sich einer der grössten überdachten Weihnachtsmärkte Europas und inmitten der monumentalen Bahnhofshalle glitzern über 7000 Kristallornamente an einem grossartigen Weihnachtsbaum, der Jung und Alt verzaubert. Wer lieber Action haben will, der kann im Innenhof des Landes-

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museums Schlittschuh laufen. Am Werdmühleplatz bei den Kinderkonzerten des «Singing Christmas Tree», ein echtes Highlight, findet man den neusten und kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt.

Zu guter Letzt: Über den Wolken

Zürich hat seinen Zauber auch von oben betrachtet. Auf Wolken schweben und dabei den Überblick behalten, das kann man im Restaurant «Clouds», im mit 126 Meter höchsten Gebäude der Schweiz. Dort versteckt sich im 35. Stock des Prime Tower ein echtes kulinarisches Highlight. In der Lounge kann man danach mit einem Cocktail in der Hand den Traumblick über Zürich geniessen. Zu guter Letzt fehlt nur noch ein angenehmer Schlafplatz, der noch dazu erschwinglich ist. Das Zürcher «Zum guten Glück» im trendigen Kreis 3 ist Pension und Gasthaus in einem und zum Abschluss etwas für echte Abenteurer und Vintagefans. Im ersten Stock gibt es zehn Gästezimmer, die alle sehr modern im 70er-Stil eingerichtet sind, allerdings befinden sich Dusche und WC auf dem Gang. Aber wer schon viel für Geschenke ausgegeben hat und nur gut und sauber schlafen will, für den ist es eine gute Alternative zur Hotelübernachtung, die in Zürich schon mal teurer sein kann. ▪

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SYLVIAS ZÜRICH-TIPPS Zürichs ältester Weihnachtsmarkt in der Altstadt auf dem Hirschenplatz. 6. bis 23. Dezember 2012. Zürcher Christkindlimarkt in der Bahnhofshalle mit legendärem Swarovski-Weihnachtsbaum. Bis 24. Dezember 2012. «Singing Christmas Tree» am Werdmühleplatz mit täglichen Gesanghighlights am 1. Dezember 2012. Mein Tipp Öffentliche Führung: «Weihnachtsgeschichten – Glühwein, Tirggel und Zimtduft.» Bei dieser Stadtführung lernen Sie die Schauplätze der Zürcher Adventszeit kennen. Vom 29. November bis 22. Dezember 2012. Donnerstag und Freitag: 16.30 Uhr, Samstag: 15.30 Uhr. Dauer: 2 Stunden. Start: Tourist Service im Hauptbahnhof Zürich. Mein Spar-Tipp Städtekarte ZürichCARD: Viel erleben für wenig Geld. Das Prinzip ist einfach: Sie lösen eine ZürichCARD, die während 24 oder 72 Stunden gültig ist und profitieren von freier Fahrt mit Tram, Bus, Bahn, Schiff und Seilbahn in Zürich, freiem Eintritt in alle Zürcher Museen, 10 Prozent Rabatt in auserwählten Zürcher Shops, einer kulinarischen Überraschung zu jeder Hauptmahlzeit und weiteren Ermässigungen. Preise: ZürichCARD für 24 Stunden kostet CHF 20.00, für 72 Stunden kostet sie CHF 40.00.

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Adams-Apfel EMANZIPATION? Ralf Bruggmann

Woran liegt es, dass selbst emanzipierte Frauen sich bei gewissen Themen lieber an Männer wenden?

Eine Frau, ausgestattet mit einem zeitgemässen Quantum an weiblichem Selbstvertrauen, betritt ein Autohaus. Sie will einen neuen Wagen kaufen und hat sich bereits für eine Marke entschieden, beim Modell und der Motorisierung ist sie jedoch noch unschlüssig. Darum ist sie hier, sie möchte sich kompetent beraten lassen. Im Verkaufsraum befinden sich keine anderen Kunden, aber zwei Angestellte des Autohauses. Da ist ein älterer Herr, die Schläfen ein wenig grau, mit üppigem Bauchumfang und aufgesetztem Lächeln. Und da ist eine junge Frau, vielleicht 30 Jahre alt, die Haare lang und dunkel, mit schlanken Hüften und aufgesetztem Lächeln. An wen wird sich die potenzielle Kundin wenden?   Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit wird fünf Minuten später eine junge Autoverkäuferin mangels Kundschaft eine Kaffeepause einlegen, während ihr Kollege versucht, einer Interessentin einen Wagen zu verkaufen. Er arbeitet schon lange im Autohaus, seine Motivationskurve zeigt einen stetigen Abwärtstrend und seinen beruflichen Ehrgeiz hat er längst gegen unverhohlene Gleichgültigkeit eingetauscht. Derweil hat die junge Frau mehrere Verkaufsschulungen besucht, ist fachlich besser ausgebildet und getrieben von ambitioniertem Tatendrang. Trotzdem entscheidet sich unsere Kundin dafür, sich vom Mann beraten zu lassen. Im jahrhundertelangen Kampf um Gleichberechtigung haben Frauen zwar einiges erreicht, vor allem in der jüngeren Vergangenheit, doch ins Auto-

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haus haben sie es offensichtlich noch nicht geschafft, ebenso wenig ins Elektrofachgeschäft oder ins Baugewerbe. Dabei spielen Frauen beim Verkaufen von Autos durchaus eine Rolle, dies zeigt bereits der Besuch eines Automobilsalons, wo die Fahrzeugindustrie allzu gern auf weibliche Rundungen als absatzfördernde Instrumente zurückzugreifen scheint.   Woran liegt es, dass selbst emanzipierte Frauen sich bei gewissen Themen lieber an Männer wenden? Ist es eine bewusste Entscheidung oder ein Überbleibsel aus glücklicherweise vergangenen Tagen, in welchen die weibliche Rolle in der Gesellschaft noch nach Manneskräften unterdrückt wurde? Ist das Autogewerbe einfach eine bisher noch nicht eingenommene Männerbastion, in der Frauen einerseits sexualisiert werden, ihnen andererseits aber die subjektive Entfaltung verwehrt bleibt? Ich weiss es nicht. Doch ich weiss, dass ich bei männlichen Krankenpflegern, Kindergärtnern und Floristen nicht selten verdutzt bin. Offensichtlich ist der Kopf zu sehr ein Gewohnheitstier, um der Gleichberechtigung vorbehaltlos Eintritt zu gewähren. ▪

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* Ralf Bruggmann gibt’s auch im Netz unter disputnik.wordpress.com.


Laster.

51 50 KOLUMNE Ralf wundert sich über emanzipierte Frauen 52 MODE Wie uns der Winterzauber umhüllt 56 REGIONALE DESIGNER Modistin Verena Philipp 58 MODE Mützenparade 62 KLEIDERSCHRANK von Lehrerin Patricia Rimle 64 GOURMET Weihnachten einmal vegetarisch

Schönes für Weihnachten Weihnachten naht in Riesenschritten und unter dem Baum sollen auch heuer wieder hübsche Sachen landen, welche die Mode-Herzen höher schlagen lassen, z. B. hochwertige Strümpfe von Falke, die noch jeder Frau Luxusbeine geschenkt haben. Diese und andere Entdeckungen finden Sie bei unseren Must-Haves. Lassen Sie sich inspirieren auf den Seiten 60 und 61.

40 Prozent Flexitarier

Neuste Studienergebnisse von Coop Délicorn belegen, dass die vegetarische Ernährung in der Schweiz im Trend ist. Zwar sind lediglich zwei Prozent der Bevölkerung Vegetarier, jedoch gibt es einen grossen Anteil an Flexitariern – also Menschen, die an gewissen Tagen bewusst kein Fleisch essen. Vegetarier sind laut der Studie von Coop eher jung, weiblich, wohnen vorwiegend in der Deutschschweiz und haben eine höhere Ausbildung. Sie leben häufig als Single oder in einer Paarbeziehung. Immer mehr Menschen gehören in der Schweiz zu den Flexitariern – den TeilzeitVegetariern, die bei rund einem Drittel der Hauptmahlzeiten kein Fleisch essen. Gemäss der Studie ist

der Anteil an der Bevölkerung bereits bei 40 Prozent. Vegetarier konsumieren in erster Linie wegen des Tierwohls und aus Respekt vor der Umwelt kein Fleisch. Bei den Flexitariern steht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund.

Kurz und gut

Männer um den Verstand bringen Wie soll eine Frau riechen? • 29 % der Männer steht auf SÜSS wie Vanille • 18 % mag es FRUCHTIG wie Maracuja • 17 % möchte, dass Frau wie eine Rose duftet, also BLUMIG • 9 % steht auf FRISCH wie Zitrone • 6 % mag Frauen HERB wie Sandelholz Übrigens: 65 Prozent der Männer finden Frauen, die ein Parfüm tragen, einfach verführerisch. Den verführerischsten Duft am besten kühl und dunkel aufbewahren, dann hält er mindestens drei Jahre. Quelle: MensHealth.de

EIN LEBEN MIT LEICHTEM GEPÄCK

Eine Generation befindet sich im Aufbruch, um abseits von Burnout und Dauerstress mit den stetig steigenden Herausforderungen besser umgehen zu können. Nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer brechen um die Mitte ihres Lebens herum auf, um frei von Ängsten und überholten Mustern neue Wege zu gehen. Mit Rucksackgeschichten durch eine persönliche Lebenswandlung: www. rucksackgeschichten.at

FAULE ELTERN

Im «Leitfaden für faule Eltern» plädiert Tom Hodgkinson dafür, die Kinder in Ruhe zu lassen, die Natur dem Konsumismus vorzuziehen, Feste zu feiern, auszuschlafen und so wenig wie möglich zu arbeiten. Dabei zitiert er immer wieder Rousseau und Locke. Erfrischend anders.

FITNESS FÜR DIE FÜSSE

Die meisten Babys werden mit gesunden Füssen geboren. Damit das so bleibt, sollen Kinder möglichst viel barfuss gehen. Ideal ist ein möglichst abwechslungsreicher Untergrund, damit die Fussmuskulatur trainiert wird. Auch Klettern, Laufen, Springen, Toben und gezielte Fussgymnastik stärken ganz allgemein die Bein- und Fussmuskulatur.

DER GRIPPE DAVONLAUFEN

Regelmässiger Sport trainiert die Muskeln und vor allem das Immunsystem. Im Winter besonders zu empfehlen sind zügige Spaziergänge oberhalb der Nebelgrenze, Schwimmen oder Aquafit im Hallenbad.

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LASTER | MODE

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interzauber

Nadine, Stephanie und Caroline freuen sich im alten Bauernhaus am Grabserberg auf einen Winter mit viel Schnee und GemĂźtlichkeit. Moderedaktion Jnes Rampone-Wanger Fotos Sandra Maier EsteĂŠ Lauder


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LASTER | MODE

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LASTER | REGIONALE DESIGNER

Mut zum Hut

Eigentlich war Verena Philipp im Gesundheitswesen tätig, als sie in Zürich glücklicherweise ein Hutgeschäft entdeckte und blitzartig die Kreativität, die in ihr schlummerte, erwachte. Es dauerte zwar noch zwei Jahre, bis sie eine Lehrstelle bei «Chapeau Maria Hiepler» in Basel beginnen konnte. Ihre Geduld hat Verena Philipp nicht nur Rosen, sondern auch ihren Traumberuf gebracht. Text Isabella Maria Wohlwend Fotos Carl Gustav Stahl-Winthereik

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REGIONALE DESIGNER | LASTER

Nicht die Unentschlossenheit, sondern die Rarität der Ausbildungsplätze war es, die Verenas grossen Traum hinauszögerte. In der ganzen Schweiz findet man momentan nur zwei bis drei Lehrstellen pro Jahr. In unserer Region ist sie die einzige, aktive Modistin, wie man eine Hutmacherin korrekterweise nennt. Doch Verena Philipp macht nicht nur Hüte und Mützen, sondern trägt sie auch leidenschaftlich gern. In diesem Winter setzt sie auf eines ihrer Lieblingsmodelle, das Bérèt. Generell kann und soll jeder Hut tragen, meint Verena Philipp: «Frauen und Männer jeden Alters, die den individuellen Ausdruck eines tollen Hutes mögen oder einfach dessen praktischen Wert erkannt haben, sollten zur modischen Kopfbedeckung greifen.» Gute Beratung – Viel Freude Der Alltag der Modistin beinhaltet natürlich auch etwas weniger kreative Aufgaben wie Büroarbeit, meist aber konzentriert sie sich auf die Kunst des Hutmachens. Verena Philipp fertigt jährlich eine Sommer- und eine Winterkollektion an, mit welchen sie dann Kunsthandwerks- und Designausstellungen besucht. Die junge Frau ist eine Kunsthandwerkerin, die tragbare Werke schafft und schwärmt: «Das Modellieren eines Filzhutes von Hand ist für mich wie Bildhauen. Ein Hut ist aber nicht nur Accessoire für jeden Tag, sondern auch Sonnen-, Kälte- und Regenschutz für draussen und ein toller Schmuck für den Abend drinnen.» In einer Zusatzkollektion stellt Verena Philipp auch eine spezielle Kollektion für Menschen mit Haarverlust her. Wer sich einen ganz besonderen Hut wünscht, geht am besten bei ihrem Atelier «KOPFFORM» in Chur vorbei, denn eine professionelle Beratung ist speziell für Hutneulinge ein Muss. Grundsätzlich ist alles möglich, Verena Philipp modelliert Hüte für Bräute, Jäger oder Golferinnen je nach Wunsch in etwas zwei Wochen.

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«Ein Hut sagt viel über den Charakter und den Stil des Trägers aus und der ist natürlich sehr individuell. Ausgeflippt ist immer relativ, für die einen reicht ein roter Hut, für die anderen kann es eine riesige Masche auf dem Kopf sein», sagt die Modistin. Was die Herbst-Winter-Trends angeht, setzt die Bündnerin auf ihren eigenen Lieblingshut: «Ich finde das mit den Trends immer etwas schwierig. Ich versuche lieber, mit jeder Kundin und jedem Kunden den perfekt passenden Hut für seine Persönlichkeit und den jeweiligen Anlass zu finden. Ein Dauertrendmodell ist aber sicher das Bérèt. Der Trilby, ein weicher Filzhut, der längs der Krone nach unten geknickt und an der Vorderseite an beiden Seiten eingekniffen ist, ist bei den jüngeren Hutträgern sehr in Mode. Er steht aber leider nicht allen Frauen. Trendfarben sind dieselben wie sonst in der Mode auch, Rottöne, dunkle Braun-, Blau- sowie Violetttöne und natürlich die Dauerbrennerfarbe.» ▪

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New Yorker CHF 9.90


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Gossau · St.Gallerstr. 108 · Tel. 071 385 63 60 Pizolpark · Mels-Sargans · Tel. 081 723 42 33 Widnau · Rhydorf-Center · Tel. 071 722 16 72

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Für einmal nicht an die Weihnachtswünsche unserer Lieben denken, sondern den eigenen Wunschzettel schreiben. Das macht Spass und von Luxus träumen ist ja nicht verboten.

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LASTER | KLEIDERSCHRANK

PATRICIA RIMLE

AUS MUOLEN/SG

Jahrgang: 1990 Titel: «Miss Ostschweiz 2011» Studium: PHSG Rorschach (Primarlehrerin) Hobbys: Samariter/Help (Jung-Samariter), Jogging, Inline-Skating Mein Modestil ist … in erster Linie bequem, sportlich-elegant und immer der Situation angepasst. Schuhe … hab ich einige Paare, davon trage ich aber vorwiegend nur meine zwei bis drei Paar Lieblingsschuhe. Momentan sind es meine schwarzen Overknee-Stiefel. Gekauft und nie getragen … Das gibt’s bei mir nicht. Ich hab schon alles getragen, was ich geshoppt habe und wenn es an einer Bad-TasteParty war. Mein liebstes Accessoire … ein Lächeln auf den Lippen. In der Freizeit … bin ich momentan als Statistin im Stück «La Wally» am Theater St. Gallen mit Proben beschäftigt. Wenn ich mich von meiner besten Seite zeigen will, ziehe ich ... meine Trainingsklamotten an und jogge mit unserem Familienhund durch die Gegend – das ist für mich Lebensqualität und ich fühle mich sehr wohl. Im Bett trage ich? … Unterwäsche, im Winter mit einem lockeren Shirt und warmen Wollsocken. An der Miss-Ostschweiz-Wahl habe ich teilgenommen, weil … ich neugierig und abenteuerlustig war – mit der richtigen Einstellung kann man nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Dass jetzt auch Frauen aus Liechtenstein an der Wahl zur Miss Ostschweiz mitmachen können, finde ich … eine grosse Chance, denn es gibt viele schöne und kluge Frauen aus dieser Region. Mein Lieblingsduft ... ist jener von frischgemahlenen Kaffeebohnen oder der Geruch von einem ausgeblasenen Streichholz. Ich mag auch Parfums, jedoch nur ganz wenig und nichts Aufdringliches. ▪ Text Jnes Rampone-Wanger Fotos Maurice Shourot www.miss-ostschweiz.ch


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LASTER | GOURMET

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uona festa

Vielfach wiederholen sich Jahr für Jahr dieselben Weihnachts- oder Silvestermenüs. Warum nicht mal die Tradition brechen und der Familie etwas Neues aus der Pfanne zaubern? Wir hätten eine Idee. Wie wär es mit fein cremigen Zitronen-Gnocchi oder Polenta mit Trüffelkäse auf Pilzragout? Fotos Michael Holz, AT Verlag

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Vol. 7/2012 eben.Liebe.Laster.


Polenta mit Trüffelkäse auf Pilzragout 500 g Polenta 300 g Trüffelkäse etwas Trüffelöl Für das Pilzragout: 300 g gemischte Pilze (Champignons, Shiitake, Pfifferlinge, Austernpilze) 1 Knoblauchzehe 1 Rosmarinzweig Olivenöl zum Braten 125 ml trockener Weisswein 125 ml Gemüsebrühe 125 g Rahm 100 ml Tomatensauce (gleiche Sauce wie bei Tomatenspaghetti) Salz frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Gnocchi mit Zitrone und Kreuzkümmel 400 g Gnocchi (siehe Rezept) 1 Zitrone, unbehandelt 200 g Rahm Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer ½ TL gemahlener Kreuzkümmel Die Gnocchi nach dem Grundrezept herstellen. Die Zitrone auspressen, von der Zitrone die Schale in Zesten abschälen. Den Zitronensaft mit Rahm, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel in einem Topf aufkochen. Die Gnocchi dazugeben und darin erwärmen. Mit Zitronenzesten garnieren. Gnocchi Grundrezept 500 g mehlig kochende Kartoffeln 1 Ei, Salz 125 bis 250 g Mehl und Mehl für die Arbeitsfläche

So wird’s gemacht 1. Zwei Liter Salzwasser zum Kochen bringen. Die Polenta einrühren, kurz aufkochen und bei schwacher Hitze zehn Minuten quellen lassen. Dann die Polenta in eine flache Form oder eine Fettpfanne giessen und glatt streichen. Etwa 1 ½ cm dick ausrollen und abkühlen lassen. 2. In der Zwischenzeit für das Ragout die Pilze putzen und grob hacken. Die Knoblauchzehe schälen und mit dem Rosmarinzweig in etwas Olivenöl anbraten. Dann die gemischten Pilze dazugeben, kurz anbraten. Wein und Gemüsebrühe dazugiessen und etwas einkochen lassen. Dann Rahm und Tomatensauce dazugeben und 30 Minuten einkochen lassen, salzen und pfeffern. Die Knoblauchzehe und den Rosmarinzweig herausnehmen. So werden Gnocchi gemacht 1. Die Kartoffeln gründlich waschen und mit der Schale gar kochen. Das Wasser abgiessen, die Kartoffeln etwas abkühlen lassen und dann pellen. Anschliessend durch die Kartoffelpresse oder ein Sieb drücken. 2. Den Kartoffelbrei mit dem Ei, dem Mehl und etwas Salz zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Zuerst nur so viel Mehl dazugeben, dass der Teig nicht klebt. Bei Bedarf nach und nach mehr Mehl einkneten. Die Mehlmenge ist abhängig von der Konsistenz der Kartoffeln. Den Teig zugedeckt mindestens 20 Minuten ruhen lassen. 3. Den Teig in sechs gleich grosse Stücke teilen, auf der bemehlten Arbeitsfläche daraus Rollen mit 1,5 cm Durchmesser formen. In 2 cm dicke kissenförmige Stücke schneiden.

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3. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Aus der Polenta mit einem runden Ausstecher oder einem Glas zwölf Kreisformen von etwa acht Zentimeter Durchmesser ausstechen. Den Trüffelkäse in dünne Scheiben schneiden und jeweils eine Scheibe auf einen Polentataler legen. Im vorgeheizten Ofen 10 bis 15 Minuten überbacken. Dann herausnehmen und jeweils drei Stück aufeinanderstapeln. Einige Tropfen Trüffelöl darüberträufeln und mit dem Pilzragout servieren.

4. Portionsweise in Salzwasser sanft köcheln lassen. Wenn die Gnocchi an die Oberfläche steigen, noch zwei bis drei Minuten ziehen lassen, mit dem Sieblöffel herausnehmen und warm halten. Unser Tipp: Zu den würzig-frischen Gnocchi passt der grüne Spargelsalat mit Cherrytomaten und frischem Oregano oder ein Rucolasalat.

*BUCHTIPP

Die Rezepte stammen aus «Vegetarisch all'italiana» von Carmelo Callea und Katia Veronio. Das Buch ist im AT Verlag Aarau und München erschienen und kostet CHF 32.90.


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GEWINNSPIEL

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IMPRESSUM

Unsere Gewinnerin Wir gratulieren! Verlag und Redaktion Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan, FL Tel. + 423 239 80 00 verlag@l-magazin.com www.l-magazin.com

GEWINNERIN KITCHEN-AID

Herausgeber/Marketing Kosta Athanasopoulos kosta@l-magazin.com Verlagsleiter Beat Frick beat@l-magazin.com Art-Direktorin/Layout/Design Manuela Bischofberger manuela@l-magazin.com Chefredaktion Mario Heeb mario@l-magazin.com

Von links: Gewinnerin Nadine Sieber-Ammann, Normann Kaiser, Bereichsleiter Elektrofachhandel und Jennifer Buchsteiner, Magazin L…Leben.Liebe.Laster.

AutorInnen dieser Ausgabe Amra Durakovic Andrea Kobler Claudia Schanza Delia Koch Dolores Hoop Jnes Rampone-Wanger Miriam Dey Ralf Bruggmann Sylvia Mathis Tatjana Lackner Ulrich Strunz Tamara Beck

Mit der L…Lounge. erhalten Sie gratis L...Leben. Liebe. Laster. zugestellt und nehmen an attraktiven Wettbewerben teil. Nadine Sieber ist die glückliche Gewinnerin unserer KitchenAid®-Verlosung. Sie gewinnt die neue Küchenhilfe im Wert von CHF 899.00 von den LKW in Schaan/FL. Herzliche Gratulation.

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Fotos Belinda Thanei Ingrid Delacher Maurice Shourot Paul Trummer Sandra Maier www.photocase.de

www.facebook.com/lmagazin

Korrektorat Barbara Vogelsang

COMMUNITY

Stand 14.11.2012

www.l-magazin.com www.facebook.com/lmagazin

Umsetzung/Produktion Leitung Manuela Bischofberger Denise Römer, Kovikom

Pink Ribbon Liechtenstein wurde von Betroffenen ins Leben gerufen, um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen und die Krebshilfe zu unterstützen, z. B. konnte man bei einer T-Shirt-Aktion ein Shirt mit der Aufschrift «Denksch pink?» kaufen, es gab einen Fotowettbewerb auf der Facebook-Seite und eine «Pink Ribbon Night».

Projektkoordination Jennifer Buchsteiner jennifer@l-magazin.com Anzeigen/Vertrieb Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan, FL Beat Frick (Leitung) Angela Nüesch Jennifer Buchsteiner werbung@l-magazin.com Natascha Gstöhl vertrieb@l-magazin.com Druck AVD Goldach AG, 9403 Goldach/SG

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Vol. 7/2012 eben.Liebe.Laster.

Das Magazin «L…Leben. Liebe.Laster.» erreicht an die 30 000 Frauen von Bad Ragaz bis zum Bodensee inkl. Fürstentum Liechtenstein. Gratis-Bestellung ohne Abo-Verplichtung: lounge@l-magazin.com www.l-magazin.com Tel. +423 239 80 00 Erscheinung 4-mal jährlich. Gratis erhältlich. Die nächste Ausgabe erscheint im März 2013.


Für schöne Festtage Samichlaus zu Besuch 05.12. ab 14.00 Uhr Engel zu Besuch mit Überraschung 15.12. ab 11.00 Uhr Auftritt Musikgesellschaft Sennwald 16.12. ab 13.30 Uhr Päckliservice 22.12. 12.00 – 18.00 Uhr 23.12. 12.00 – 17.00 Uhr 24.12. 09.00 – 16.00 Uhr

rkauf e v s g r a Sonnt 0 – 17.00 Uh 0 Uhr . 12.0 0 2 . 1 . 7 1 6 1 2.00 – 1 . 2 1 23. Haag Center, Im Rüti, 9469 Haag

Mo bis Do: 09.00 – 19.00 Uhr, Fr: 09.00 – 21.00 Uhr, Sa: 08.00 – 17.00 Uhr So Restaurant: 08.00 – 18.00 Uhr, Mo bis Fr Restaurant jeweils 1 Stunde früher

Für alles unter einem Dach

Autobahnausfahrt Haag

Buslinie 300 Hastestelle Haag Center

1000 Parkplätze gratis


Einfach mehr Zukunft Bauen Sie auf uns Als älteste Bank Liechtensteins sind wir nicht nur unserer über 150-jährigen Tradition verpflichtet, sondern auch der Zukunft. Daher sind wir seit 1861 bestrebt, Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Unternehmen das Beste zu bieten. Persönliche Beratung, massgeschneiderte Lösungen sowie innovative Produkte sind dabei unser Fundament für Ihre finanziellen Ziele und für eine Beziehung mit Zukunft. Wir freuen uns auf Sie: Liechtensteinische Landesbank +800 880 110 00

www.llb.li

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L...Leben.Liebe.Laster. VOL.7  

Vol. 7 L Magazin, das regionale Frauenmagazin im Rheintal und Liechtenstein, Ausgabe November 2012

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