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L Leben.Liebe.Laster.

08 Back to the Fifties Wohnen im Stil der Fünfzigerjahre 30 Shades of Grey im Fokus BdSM, ein hocherotisches Miteinander 42 Kafka lässt grüssen Prag, Stadt der hundert türme 60 Flachgelegt Sind Ballerinas die neuen High Heels?

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Meine Magie High Heels, die Waffen der Frau

VOL. 9/2013

Gratis zum Mitnehmen


Für Spiel und Spass für die ganze Familie Jeden ersten Mittwoch im Monat: Februar bis November 2013 jeweils von 13.30 – 18.00 Uhr Besuchen Sie unsere Spielnachmittage im Haag Center. Ein abwechslungsreiches Programm bietet Spiel und Spass für alle von 1 – 95 und älter.

Haag Center, Im Rüti, 9469 Haag Mo – Do: 09.00 – 19.00 Uhr, Fr: 09.00 – 21.00 Uhr, Sa: 08.00 – 17.00 Uhr Für alles unter einem Dach

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1000 Parkplätze gratis


Editorial 03

Liebe L...LeserInnen Seien wir doch mal ehrlich, eine Frau auf Stilettos sieht einfach klasse aus. Wenn wir den gesundheitlichen Aspekt aussen vor lassen, würden wohl fast alle Frauen dieser Welt High Heels tragen. Der neueste Trend heisst «Stiletto-Coaching». Sylvia Stocker sorgt für den richtigen Absatz von Zürich bis Barcelona (Seite 36). Hohe Schuhe sorgen ausserdem für den richtigen Überblick im Leben. Doch nur wer wirklich zu sich steht, egal mit High Heels oder Sneakers, kann sich selbst lieben und heiraten. «Ich steh zu mir» – nachzulesen auf den Seiten 16 bis 17. Und wer auf sich schaut, mag es auch, wenn andere zumindest ein bisschen auf einen schauen. Auf Seite 40 finden wir heraus, warum die Männer eigentlich nicht mehr ganz so oft auf schöne Beine schauen wie auch schon. Und weil das Leben ja auch nicht nur aus High Heels und Männern besteht, haben wir uns für die Kulturseiten gedacht: Wir wollen nicht nur über Kultur schreiben, sondern einfach selbst Kultur machen. Autor Manuel Beck hatte die totale Freiheit, was seinen Text angeht. Sein Ergebnis ist nachzulesen auf den Seiten 46 und 47. Das wahrscheinlich grösste Laster der Frauen: schicke Schuhe. Ob hohe Absätze oder flache Ballerinas, wir lieben und können nicht ohne sie. So wie vielen geht es auch Mia Egger. Sie lebt mit ihrem Freund Tom in einer Loft und wollte uns eigentlich ihren 50er-Jahre-Wohnstil zeigen, wir blieben aber an der Tür bei ihrer Schuhsammlung hängen. Der Rheintalerin Jasmin Stöckli hätte es da bestimmt auch gefallen. Sie steht – wie ihr Name schon verrät – auf Stöckelschuhe. Zu lesen ab Seite 56. Wir L…Redaktorinnen wünschen Ihnen beim Lesen viel Spass und einen schönen Sommer. Cover Aida Wiedemann, «High Heels, meine Magie», ­Seite 33, fotografiert von Maurice Shourot

Gabriella Hummel, Anja Broger und Marion Kranz


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Impressum

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Inhalt 05

Verlag und Redaktion Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Tel. + 423 239 80 00 verlag@l-magazin.com www.l-magazin.com Herausgeber/Marketing Kosta Athanasopoulos kosta@l-magazin.com

06 KOLUMNE Claudia auf Pilgerschaft 08 WOHNEN im Stil der Fünfzigerjahre 16 MOTIVATION Steh zu dir 18 BUSINESS Gehör verschaffen 22 LEBEN Fleissige Frauenhände 26 LEBEN Die Liebe und die Akzeptanz

Verlagsleiter Beat Frick beat@l-magazin.com Art-Direktorin/Layout/Design Manuela Bischofberger manuela@l-magazin.com Chefredaktion Mario Heeb mario@l-magazin.com Projektkoordination Jennifer Buchsteiner jennifer@l-magazin.com L…Redaktorinnen Anja Broger Gabriella Hummel Marion Kranz

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Weitere AutorInnen dieser Ausgabe Claudia Schanza Delia Koch Dirk Reuter Dolores Hoop Elfi Gerdenits Georg Pfau Manuel Beck Ralf Bruggmann Sylvia Mathis Umberto Saxer

30 KOLUMNE Shades of Grey in aller Munde 32 LIEBE High Heels, erotisches Highlight 40 LIEBE Männer und Frauenbeine 42 REISEN Prag, die Goldene Stadt 46 KULTUR Tiefgründiger Jungautor 48 LESEN Sommer- und Ferienlektüren

Fotos Maurice Shourot Paul Trummer Vanessa Thöny Shutterstock Korrektorat Barbara Vogelsang Umsetzung/Produktion Denise Römer, Kovikom Daniel Eugster, Kovikom

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Anzeigen/Vertrieb Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Beat Frick (Leitung) Nicole Rhiner Vanessa Thöny Jennifer Buchsteiner werbung@l-magazin.com Natascha Gstöhl vertrieb@l-magazin.com

50 KOLUMNE Mann mit Gefühl 52 MODE Hingucker am und im Wasser 56 SCHUHE Jasmin steht auf «Stöcklischuhe» 60 MODE Must-Haves 62 SCHUHE Hoch oder flach? 66 WETTBEWERB Gewinnerin reist nach Ascona

Druck AVD Goldach AG, 9403 Goldach/SG

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Vol. 9/2013 eben.Liebe.Laster.

Das Magazin L…Leben.Liebe. Laster. erreicht an die 30 000 Frauen von Bad Ragaz bis zum Bodensee inkl. Fürstentum Liechtenstein. Einzelausgabe: CHF 8.50 Jahresabo: CHF 34.00 (4 Ausgaben) Kennenlernabo: CHF 20.00 (3 Ausgaben) Bestellungen: lounge@l-magazin.com www.l-magazin.com Erscheinung 4-mal jährlich. Gratis erhältlich. Die nächste Ausgabe erscheint im September 2013


06  leben Liebe | Kolumne

Überleben Pilgern Claudia Schanza

Beim Pilgern ist der Weg das Ziel. Bei der Wallfahrt ist der Endpunkt das Ziel. Die Tour mit meiner Freundin Linda war also eindeutig ein Pilgermarsch.

Seit vielen Jahren sprachen Edda und ich darüber: Wir wollen pilgern gehen. Damals hatte Hape Kerkeling noch nicht seinen Bestseller «Ich bin dann mal weg» in den Charts, er war noch nicht einmal auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen. Ausserdem wollten wir es bescheidener geben und «nur» vier Tage lang 100 Kilometer weit über Berge, Wiesen und Felder zur steirischen Basilika Mariazell wandern.   Aber leider kamen wir terminmässig auf keinen grünen Zweig. Wenn die eine von der Redaktion weg konnte, dann war die andere gerade fix verpflichtet. Und dann wieder umgekehrt. So ging es Jahr für Jahr. Und heuer war es dann so weit: Im Januar beschloss ich, notfalls auch allein, aufzubrechen. Und als ich diesen Plan meiner Grundschulfreundin Linda erzählte, meldete sie sich sofort als Begleiterin an. Ich buchte die drei Übernachtungsgelegenheiten (von Hotels zu reden wäre eine glatte Übertreibung) und organisierte gutes Kartenmaterial, damit die Strecke nicht länger als nötig wurde.   Am Abend vor dem Aufbruch packte es mich: Wir machen uns schliesslich nicht aus religiösen Motiven auf den Weg, wollen aber sehr wohl das Hirn durchlüften und über unser Leben nachdenken. Darum verfasste ich Fragenkomplexe, auf die ich Antworten finden wollte. Ich druckte sie zweimal aus, schnitt sie in Streifen und überraschte Linda bei der ersten Mittagsrast mit der Fragenlotterie: Sie sollte ziehen, welches Thema den ersten Tag begleiten sollte. Und sie liess sich zu meiner Freude darauf ein.   Als wir wieder daheim waren, waren meine Fragenstreifchen verschollen. Für diese Kolumne rief ich Linda an – und siehe da, sie hatte alle gehütet, weil diese Papierfetzchen sie an die Antworten erinnern. Vielleicht haben auch Sie Lust, für sich diese Fragen zu beantworten?

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Wenn mir ein Baum auf den Kopf fiele – was würde ich am meisten bedauern? Was hätte ich verpasst, das ich nicht mehr umsetzen kann? Wem schulde ich etwas, mit wem habe ich eine offene Rechnung?   Was waren meine Träume als kleines Mädchen? Welche davon haben mein Leben erfüllt? Was hat mein Leben gebracht, das diese Träume übertrifft? Und welche Träume möchte ich mir noch irgendwann erfüllen? – Wie? Wann? Mit wem? Welche Lasten trage ich, weil ich es so möchte? Welche Lasten trage ich, weil es andere von mir erwarten? Gibt es Wege, jeden dazu zu bewegen, seine eigenen Lasten zu tragen?   Als wir Pilgerinnen schliesslich im Wallfahrtsort Mariazell ankamen, hatten wir alle Antworten gefunden. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: Wir haben zwar Lust, noch lange zu leben, sehen aber dem Ende ohne Sorgen entgegen. Keine offenen Rechnungen oder unerfüllten Träume, keine verschwendeten Lebensjahre, keine Kämpfe gegen Windmühlen. Ganz im Gegenteil, das Leben hat uns reich beschenkt, viel üppiger, als wir es uns im Kindesalter erträumt hatten. Die eine oder andere Verpflichtung nervt uns ein wenig, aber wir betrachten sie als freiwillig gewählt – und nicht als schwere Last.   Als wir nach vier Tagen, fast 100 Kilometer und mehr als 2500 Höhenmeter, am geografischen Ziel angelangt waren, da hatten wir auch ein inneres Ziel erreicht: die Erkenntnis, dass es uns trotz etlicher überstandener Lebensprüfungen so gut wie nie zuvor geht.   Ich zündete die Kerze an und sandte dabei keinen flehenden Wunsch ans Universum, sondern einfach nur ein riesiges Dankeschön. ▪

* Welche Lasten trage ich, weil ich es so möchte?

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Leben.

  07 06 KOLUMNE Claudia auf Pilgerschaft 08 WOHNEN im Stil der Fünfzigerjahre 16 MOTIVATION Steh zu dir 18 BUSINESS Gehör verschaffen 22 LEBEN Fleissige Frauenhände 26 LEBEN Die Liebe und die Akzeptanz

Gustav lädt zur Premiere ein

Kurz und gut

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Der neuste Beauty trend Einmal Füsse aufspritzen, bitte! Zuerst Lippen und ­Falten, dann sind die Füsse dran. Ein Beautytrend aus Amerika schwappt gerade über den grossen Teich und lässt die Herzen der High-Heels-Trägerinnen höher schlagen. Denn wer Jahrelang auf hohen Absätzen läuft, zerstört die ­ natürlichen Fettpolster an der Balle und das kann richtig unangenehm werden. Da helfen auch keine Geelpads mehr. Abhilfe schafft jetzt aber die Hyaluronsäure welche in die Fusssohle gespritzt wird und dabei wie ein GelKissen wirkt. Etwa 400 bis 600 Franken kostet die Behandlung und hält knappe sechs Monate.

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Sie erreichen an die 30‘000 Frauen. Allmedia AG, Zollstrasse 16, 9494 Schaan werbung@l-magazin.com I +423 239 80 00 Vol. 9/2013 eben.Liebe.Laster.

Ehrlich währt im wahrsten Sinne am längsten. Dies haben US-Forscher herausgefunden. Wer kleine Lügen im Alltag reduziert, lebt zufriedener und leidet seltener an körperlichen Beschwerden. Lügen verursacht dagegen Stress und verkürzt die Lebenszeit.

Schleuder-Fotos

Der neuste Trend beim Fotografieren ist Camera Tossing und heisst übersetzt: Kamera werfen. Dabei stellt man die Kamera auf Selbstauslöser und schleudert sie in die Luft. Je nach Wurf kommen dabei völlig verrückte Fotos zum Vorschein.

The Princely Liechtenstein Tattoo

Dieses Event bietet vom 13. bis 15. September 2013 eine einmalige Atmosphäre auf der Burgruine Schellenberg, mit eindrücklichen Klängen und Choreografien von rund 250 Teilnehmern aus sieben Nationen. Vorverkauf ab sofort unter www.princely-tattoo.li

Neuer Film zu Burn-­out – ­Depression

Leben.Li

08 Bac k to

­ Ungesunde Lügen

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Psychische Krankheiten sind in der Gesellschaft nach wie vor tabu – am Arbeitsplatz erst recht. Der neue Film vom Liechtensteiner Regisseur Tino Wohlwend mischt spannende Facetten: Betroffene und Fachpersonen erzählen ungeschminkt von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Film bestellen unter: www.burnout-depression.li


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lEBEn | WoHnEn

ack to the Fifties


WoHnEn | lEBEn

Rockabilly ist ein Lebensstil, den Mia Egger und Thomas Fuchs richtig ausleben. Die beiden lieben alles, was aus den 50er­Jahren stammt – so auch ihre Loft, welche sie mit Fifties­Möbeln und ­Dekoartikeln eingerichtet haben. Bei einem Wohnungsbesuch ist die Zeitreise inklusive. Text anja Broger Fotos Maurice Shourot

Von Bern ins Aargau, nach London und Kent, zurück in die Schweiz, um sich dann in Berlin und in der Toscana niederzulassen – so sieht die «Hier hab ich mal gewohnt»-Landkarte von Mia Egger aus. Die 33-Jährige ist um die 25 Mal umgezogen. «Die genaue Zahl kenne ich gar nicht, aber meine Mutter führt Buch darüber», schmunzelt die dunkelhaarige Mia.

an der Ziegelsteinwand jede Menge Emailschilder mit Coca-Cola- und weiteren Fifties-Aufdrucken befinden. Komfort geht über original Im unteren Stock der Loft befinden sich ein Badezimmer und zwei Schlafzimmer. Davon hat eines Zugang zu einer Terrasse mit Blick auf den Rotbach, welcher neben der Fabrik fliesst und dem Anwesen so seinen Namen

«Wir leben und lieben die Fifties.» Momentan wohnt sie zusammen mit ihrem Freund Thomas Fuchs in einer alten Bleicherei-Fabrik im appenzellischen Bühler, welche in Lofts umgebaut wurde. Von den zahlreichen Wohnungen und Ateliers, die entstanden sind, ist die von Mia und Tom wohl eine der aussergewöhnlichsten. Die beiden haben ihre 220 m2 Loft in eine 50er-Jahre-Welt verwandelt. «Wir leben und lieben die Fifties», so Mia. Und wie: Tom trägt Converse Chucks, hat Pomade im Haar und einen Kamm in der Hosentasche. An Mias Schuhsammlung erkennt man ihr Faible für 50erJahre-Peep-Toes mit Wedge-Absatz, während auf ihren Lippen ein sattes Rot schimmert und der Lidstrich ihre wachen Augen zur Geltung bringt. Die Wohnung ist ihrem Stil angepasst. Gleich am Eingang befindet sich eine alte Zapfsäule, während sich

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gab: Fabrik am Rotbach. Das Bett im Schlafzimmer stammt übrigens nicht wie beinahe alle anderen Möbelstücke original aus den 50er-Jahren, sondern von IKEA. «Komfort ist mir wichtig, da ist ein neues Bett besser», so Mia. Gemütlich ist das Zimmer allerdings, es hat sogar einen eigenen Kamin. Die Loft ist mit vielen hohen Fenstern ausgestattet und dadurch

«Komfort ist mir wichtig.» sehr hell. Bei den Böden gibt es Naturstein, Parkett und einen PVCBelag. «Den PVC-Boden mit Schachbrettmuster in der Küche habe ich am Abend unseres Einzuges selbst gelegt», erzählt Tom stolz. Weiter meint der 39-Jährige, er sei sonst nicht der handwerkliche Typ, doch an diesem Abend sei alles wie von allein gegangen. ►

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Der Stil der 50er-Jahre ist im ganzen Haus präsent.

Der untere und obere Wohnbereich auf einen Blick.

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Bar und Jukebox fehlen noch Die Küche mit stilechtem rotem Kühlschrank und dem Diner-Esstisch befindet sich eine Treppe höher im oberen Stock. Da trifft man auf Mias Lieblingsecke – ihre Tiki-Bar. Na gut, die Bar fehlt noch, wurde aber vor einiger Zeit bestellt und wird nun bereits sehnsüchtig erwartet. Die Getränke, die ananasförmigen Behälter, Strohhalme und farbigen Schirmchen für ihre exotischen Drinks bewahrt sie in einem Wandregal auf. «Das hat mir Tom für nur einen Franken auf eBay ersteigert. Unglaublich, nicht?», schwärmt die gelernte Maskenbildnerin von ihrem Freund. ­Ausser der Bar fehlt noch eine Jukebox. ►


Wohnen | Leben  11

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12  leben | Wohnen

Mia und Tom mit ihrem 1964er Plymouth Valiant vor der alten Fabrik.

Ein Grossteil der Möbel ist mehr oder weniger sechzig Jahre alt.

Mukis trainieren ist kein Relikt aus den 50er Jahren.

«Wir haben schon eine gesichtet und sparen jetzt darauf, sie zu kaufen. Ich hoffe, es schnappt sie uns niemand vor der Nase weg», so Tom. Brocki-Tour mit Geschichtskunde Einrichtungsgegenstände zu kaufen und die Loft damit zu verschönern ist das gemeinsame Hobby der beiden Verliebten. «Mich fasziniert, dass jeder Gegenstand seine eigene Geschichte hat.» Oft mieten Mia und Thomas sich einen Lieferwagen und fahren in eine grosse Schweizer Stadt, um dort eine Brockenhaus-Tour zu machen. «In Brockis findet man öfter, als man denkt, gute, intakte und doch preis-

werte Möbel aus den 50er-Jahren. Natürlich kaufen wir manchmal auch Retro-Möbel ein, also Möbel, die nicht original sind, sondern im Design der Fifties hergestellt wurden. Trotzdem ist das aber nicht das Gleiche. Mich fasziniert vor allem, dass jeder einzelne Gegenstand schon mehr oder weniger über 60 Jahre alt ist und seine eigene Geschichte hat. Das macht unser Heim noch lebendiger», erklärt Mia. Raum für Kreativität Die ehemalige Bleicherei in der unteren Au in Bühler wurde im Jahr 1989 saniert und gleichzeitig entstand Platz

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zum Wohnen und Arbeiten. Die Fabrik am Rotbach erhielt Fördermittel von ProPatria und steht unter Denkmalschutz. Oft werden an diesem Ort auch kulturelle Anlässe für und von den Mietern durchgeführt. Zudem hat das Gebäude einen Gemeinschaftshof mit Grill, wo sich die Bewohner gern treffen. Tom erzählt: «Das Leben hier ist angenehm. Es ist ruhig und die Nachbarn sind etwa in unserem Alter und freundlich. Hier verstehen sich alle gut miteinander. Auch der Vermieter ist ein toller Typ, was nach meiner Meinung für uns Mieter sehr wichtig und von Vorteil ist.» ►


Terrassendach Und der Urlaub beginnt schon zu Hause.

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14 leben 14  leben | Wohnen

Mia Egger und Thomas Fuchs sind durch und durch vom 50er-Jahr-Virus infiziert.

Ob diese Gartenmöbel auch aus den 50er-Jahren stammen?

Baudaten Standort: Fabrik am Rotbach, Bühler/CH (Appenzell Ausserhoden) Baujahr: 1800 Wohnfläche Loft: 220 m2 und 40 m2 Sitzplatz Grundstück: 7000 m2 Heizung: Zentralheizung und Kamin Wände: Massiv Architekt 1989 Umbau von Ruedi Zwissler, Gestalter SWB

Mias Reich: Hier geniesst sie nach der Arbeit ihren Drink.

Das waren die 50er-Jahre · 1950 zählte Liechtenstein 13757 Ein­ wohner, Altstätten 8603 und Bad Ragaz 2584 Einwohner. · Die Crackermarke Tuc wurde ge­­ gen Ende der 50er-Jahre nach dem Dachverband der britischen Ge werkschaften benannt, dem «Trade Union Congress». · 1951 sorgte Hildegard Knefs nack ter Rücken im Film «Die Sünderin» für den ersten Filmskandal. · Im Juli 1954 geschah im Berner Wankdorfstadion das Wunder von Bern. Die deutsche Nationalelf besiegte Ungarn mit 3:2 und wurde Fussballweltmeister.

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· 1955 lief bei VW in Wolfsburg der millionste Käfer vom Band. · 1959 hatte Marylin Monroe mit dem Film «Manche mögens heiss» ihren grössten Erfolg. · James Dean stirbt im September 1955 bei einem Autounfall. Seine erfolgreichsten Filme sind «Denn sie wissen nicht, was sie tun» und «Jenseits von Eden». · März 1958, Elvis Presley wird zur Armee eingezogen. Der GI ver bringt einen Teil seines Einsatzes in Deutschland. ▪


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lEBEn | MotiVation

ch steh' zu mir!

«Menschen können erst dann richtig anfangen zu wirken und sich ein­ zubringen, wenn sie wissen, wer sie selbst sind. Sich selbst zu kennen, hat sehr viel mit Selbstachtung und Selbstliebe zu tun», sagt Teacher und Speaker Veit Lindau. Text Marion Kranz Fotos Shutterstock und zVG

Vielen von uns ist bestimmt schon aufgefallen, dass wir nicht mehr bekommen als wir wirklich sind. Also ist es an der Zeit, uns so anzunehmen und dies voll und ganz mit allen Ecken und Kanten. Vielfach wird uns von aussen eingeredet, dass wir uns weiterentwickeln sollten. Ein ständiges Höher, Schneller, Weiter umkreist uns und vor lauter

Bäumen sehen wir oft den Wald nicht mehr. «Selbstliebe bringt Frieden – nicht zu verwechseln mit einem kindlichen durstigen Egoismus, der niemals satt macht», erklärt Veit Lindau. Man soll seine Weiterentwicklung lässig gestalten und wenn man es dann geschafft hat, bei sich selbst anzukommen und zwar in der komplexen

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Menschlichkeit mit all ihren Schattenseiten, dann kann man sich selbst auch so annehmen. Wer sich aber im Kern selbst ablehnt, bei dem kann die Methode zur Weiterentwicklung noch so toll sein, er wird immer einen Weg finden, die Methode zu missbrauchen. Erst wenn man richtig bei sich selbst angekommen ist, kann man lernen,


Motivation | Leben  17

sich in richtiger Weise weiterzuentwickeln und seine Stärken auszubauen. Was man auch lernen muss ist, dass der Ausgangspunkt, also man selbst, niemals perfekt ist. Dieses nicht Perfektsein hat auch irgendwo mit Neid zu tun.

bekommt man diese Energie? Aber wir Menschen verkriechen uns lieber, machen die Schotten dicht und reden den anderen schlecht. Versuchen wir doch mal, den Spiess umzudrehen und uns genau durch solche Personen weiterzuentwickeln.

Neid ist ein grosser Feind Missgunst bringt uns so weit, die beneidete Person ganz und gar aus dem Leben zu streichen. Wir schauen weg, wir verdrängen. Neid ist jedoch etwas ganz Besonderes. Denn Missgunst zeigt uns das, was wir im Grunde auch können, jedoch noch nicht so weit sind,

Man darf auch mal negative ­Gedanken haben Jetzt denken vielleicht viele: Was ist denn das für eine Hirnwäsche. Sich selbst bedingungslos lieben, von dem lernen, den wir innerlich hassen. Soll ich zu einem Prophet werden? Nein, das soll man nicht. «Man soll auch mal

der Norm entsprechen und einfach tun, was man selbst möchte. Zum Thema Festhalten und Loslassen rät Veit Lindau Folgendes: «Manchmal müssen wir festhalten, selbst wenn es extrem weh tut. Wer weiss schon, was wir dabei lernen werden. Im Endeffekt macht Festhalten jedoch keinen Sinn, denn es erzeugt Leid. Alles kommt und alles geht. Wenn wir festhalten, stellen wir uns dem Leben in den Weg. Wir stehen im Fluss und versuchen, ihn anzuhalten. Anstatt mitzuschwimmen und so das Meer kennenzulernen!» ▪

«Der zentrale Schlüssel für Erfolg und Erfüllung ­heisst ­radikale Selbstliebe!» es auszuführen. Also stellt sich die Frage: Warum schauen wir weg? Warum schauen wir nicht bewusst hin und lernen dabei? Denn der Mensch, den wir beneiden, kann uns sehr viel beibringen. Nur müssen wir unseren inneren Schweinehund überwinden, auch was lernen zu wollen. Klar, es ist nicht einfach, sich selbst einzugestehen, dass man genau von dieser Person lernen kann, aber es ist so. Wenn wir damit umgehen können, dass wir neidisch sind, eben weil diese Person etwas kann, was wir auch gern können würden, dann ist es uns möglich, diese Person als Lehrer oder Vorbild zu sehen. Was gibt es Schöneres als dort hinzukommen, wo der andere schon ist. Also, wichtig ist, diese besagte Person nicht zu kopieren, sondern sich das anzueignen, was einem selbst noch fehlt. Vielleicht ist es die ausserordent­ liche Kreativität, der Hang zum Sport oder einfach die tollen Kochkünste. Wäre es nicht genial, genau von diesem Menschen zu lernen? Die Grösse zu haben, auf sie oder ihn zuzugehen und zu ­ fragen: Wie machst du das? Wo

am Morgen aufstehen und denken dürfen: das ist jetzt aber wirklich zum Kotzen. Ich finde und fühle mich heute einfach miserabel. Es geht nicht darum, zwanghaft positiv zu denken. Dies wäre nämlich wieder ein Trugschluss. Es ist uns Menschen nämlich gar nicht möglich, immer positiv zu denken. Aber wir können es versuchen und dürfen einfach ganz entspannt auch mal einen Tag zum Kotzen finden», meint Veit Lindau. Festhalten und loslassen Wenn man jedoch mal ein grösseres Problem hat, hört man oft den externen Rat: Lass los! Man sollte nicht alles zu eng sehen. Im ersten Buch von Veit Lindau schreibt er: «Tu das, was dir gut tut, du kommst hier eh nicht lebend raus!» Da hat er recht. Wir meinen immer, es allen recht machen zu müssen. Schauen zuerst auf andere als auf uns selbst. Legen extrem viel Wert darauf, antrainierte Meinungen oder Verhaltensweisen beizubehalten und auch durchzusetzen. Aber manchmal möchte man doch einfach ausbrechen, nicht

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*zur person

Veit Lindau versteht sich als liebevollen Cultural Provocateur, achtsamen Businesspunk und modernen Mystiker. Er gilt im deutschsprachigen Raum als Experte für eine integrale Selbstverwirklichung des Menschen.


18 leben 18  leben | Business

Anna verschafft sich Gehör In der schnelllebigen Geschäftswelt macht die Art und Weise, wie man sich mitteilt, den feinen und entscheidenden Unterschied. Trotz vorhandenem Wissen werden Ideen und Ansätze oftmals nur beschwerlich oder gar nicht durchgesetzt. Anna Huber* erging es gleich. Sie wurde sogar von ihrem Umfeld häufig nur belächelt, bis sie eine funktionierende Lösung entdeckte: die Kommunikation in Richtung Ziel. Eine Erfolgsgeschichte. Text Dirk Reuter und Umberto Saxer Fotos Fotolia, Jerry Gross und Doris Lauber A.R.T. AG

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Wie jedes «Handwerk» folgt auch die Kommunikation Gesetzmässigkeiten und gerade in der Geschäftswelt gehört eben die Kommunikation zum Handwerk. Wer die richtigen Techniken beherrscht, kommt leichter ans Ziel und hat es im beruflichen Alltag, auch in einer Männerdomäne, deutlich einfacher.   Anna musste auf ihrem Weg so manche Hürde überwinden. Nach ihrem Marketingstudium begann ­ Anna bei einem kleinen Verlag als Verlagsassistentin. Sechs Jahre später, sie hatte inzwischen zwei Mal die Firma gewechselt, ergriff sie die Chance, bei einem neu gegründeten Verlag die Verlagsleitung zu übernehmen. Sie hatte zwei Mitarbeitende im ­Verlag, die anderen zwölf Mitarbeitenden gehörten zur Redaktion und zum L ­ ayout und waren direkt dem Chefredakteur unterstellt, welcher auch die Geschäftsführung innehatte. Anna war damals 29 Jahre alt und viele trauten ihr diese Kompetenz nicht zu. Oft spürte sie, dass ihr Wort wenig Gewicht hatte, selbst dann, wenn ihr Chef klargemacht hatte, dass Anna die Ansprechpartnerin sei. Eine Lösung für dieses Problem fand Anna in der Kommunikation. Wer ziel­ gerichtet kommuniziert, überzeugt seine Gesprächspartner mit Kompetenz und Zielstrebigkeit. So machte sich Anna einige Techniken von ­Menschen zunutze, deren Beruf es ist,  zielgerichtet zu kommuni­ zieren: ­ Verkäufer. Gute Verkäufer haben z­ufriedene Kunden und erreichen mit gezielter Kommunikation überdurchschnittliche Ergebnisse.   Folgende Gesprächsstruktur aus dem Verkauf hat sich Anna für ihre Gespräche angeeignet, unabhängig davon, ob es Lohngespräche, Vorstellungsgespräche oder Meetings im Geschäftsalltag sind. Diese Struktur ist überall anwendbar. ►

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20 leben 20  leben | Business

Gesprächsstruktur 1. Fragen Sie gezielt Das gezielte Gespräch beginnt mit der Beschaffung aller Informationen, die eine Entscheidung fördern. Dabei geht es um Ziele und Wünsche des Gesprächspartners. Starten Sie mit einer Frage wie: «Was müsste erfüllt sein, damit meine Idee umgesetzt werden kann?» 2. Hören Sie hin Einer der häufigsten Fehler im Gespräch ist, dass keine Fähigkeit entwickelt wurde, genau hinzuhören und im richtigen Moment zu schweigen. Nach dieser Frage haben Sie Sendepause! Schauen Sie den Gesprächspartner interessiert an, notieren im Idealfall seine Antworten und fördern die Kommunikation nach einer Aussage mit einem einfachen «Hm – und was auch noch?». 3. Bringen Sie Ideen ein Wenn Ihr Gesprächspartner keine eigenen Vorstellungen mehr hat, was ihm zum Beispiel die Umsetzung einer Idee von Ihnen bringen kann, helfen Sie ihm. Erklären Sie ihm zusätzlichen Nutzen und testen Sie, ob dieser überhaupt gewünscht ist. «Andere Abteilungen konnten mit dieser Änderung die Krankheitstage sig­ nifikant reduzieren. Wäre das auch wichtig für unser Team?» Sollte der Gesprächspartner diese Frage verneinen, können Sie weiter fragen: «Was wäre dann wichtig?» 4. Hinterfragen Sie Unklarheiten Hinterfragen Sie Aussagen des Gesprächspartners, zu denen Sie noch genauere Informationen benötigen.

«Sie sagten – eine schnelle Reaktion ist Ihnen wichtig. Was genau verstehen Sie unter einer schnellen Reaktion?» 5. Fassen Sie die Punkte zusammen Jetzt geht es darum, Ihrem Gesprächspartner zu signalisieren, dass Sie ihn und seine Bedürfnisse auch richtig verstanden haben. Sie beginnen mit: «Um sicher zu sein, dass ich Sie richtig verstehe, fasse ich kurz zusammen.», und jetzt zählen Sie nochmals kurz die Punkte auf, die ihm wichtig sind. 6. Ihr Schlüssel zur Entscheidung Stellen Sie anschliessend eine der wichtigsten Fragen im Gespräch: «Welcher der genannten Punkte ist der wichtigste für Sie?» Danach schweigen Sie wieder! Diese Antwort ist Ihre stärkste Hilfe für eine entsprechende Entscheidung. 7. Testen Sie die Entscheidungsbereitschaft Testen Sie, ob Ihr Gesprächspartner bereit ist, eine Entscheidung zu treffen. Hier ist folgende Frage Gold wert: «Angenommen, ich kann Ihnen zeigen, dass. (wichtigsten Punkt nennen) erfüllt ist, ab wann möchten Sie dann von dieser Idee profitieren?» Gehen Sie nicht weiter, bevor Sie eine klare Aussage haben. 8. Schliessen Sie ab oder behandeln Sie die Einwände Ist die Antwort positiv, gehen Sie in den Abschluss: «Gut, dann schauen wir doch mal, wie das für Sie möglich wird.» Ansonsten behandeln Sie den

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Einwand oder Vorwand: «Ich habe das Gefühl, dass wir über irgendeinen Punkt noch nicht gesprochen haben. Was lässt Sie noch zögern?», und schon sind Sie wieder in der Ergründung und haben erneut die Chance, zu einer positiven Entscheidung zu kommen.   Die Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Heute kann Anna in allen Gesprächssituationen selbstbewusst ihre Anliegen vorbringen und erzielt oftmals auch die richtige Entscheidung. Falls sie im Gespräch mit anderen ist, die ihr im ersten Moment ähnlich wenig zutrauen oder ihr wenig Beachtung schenken, merken diese recht schnell, dass sie Anna falsch eingeschätzt haben. ▪

*zur person

Dirk Reuter, Umberto Saxer T­raining AG, Öffentlichkeitsarbeit

*zur person

Umberto Saxer, Umberto Saxer Training AG, Verkaufstrainer und Buchautor


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Refresh in english Dolores Hoop

A Business Woman’s Diary – How personal is our society? How personal are your relationships, dear reader? How important are friendships1) for you? Does the postman2) of your community3) know your name? Do you live in a house or apartment house where you know your neighbours’ names? If so, do you talk to them about their sorrows or problems or do you just pass by, smile and say «hello»?   I have asked myself these questions in the past few weeks as I live in an apartment surrounded by4) other apartments and houses, but I hardly5) know my neighbours, let alone6) speak to them about personal stuff. And I am not even living in a big city such as Zurich! Why is that? What is the utmost7) friendliness, closeness and personal contact that we can share with people who are not our close friends or family before it gets awkward8)? I tried to dig deeper9) into this subject and found the following in my life:   Most of my friends and family live around where I currently10) am. However, I have close friends that live overseas11) or simply further away in Europe. So, I chat with them over the internet, but I hardly get the chance to hug them or get in close physical contact with them although I would love to. But distance does not

allow that. The utmost closeness is via Skype or telephone.   So, due to these facts I have got used to12) talking to my beloved ones14) via a computer screen. I love to spend time with friends and family over coffee, talking, chatting15), exchanging ideas, developing plans, hugging them rather than just seeing them over the web, but I am okay with the current situation for now.   And yet16)… let me speak out loud what I am thinking: Is there a way for us to go back to those «old days» when we at least intended17) to know each other and wanted to learn more18) about the neighbour next door or the elderly lady19) we saw at the bus stop every day? I know I cannot turn back time20) but I can start a new time in which I become more interested in others again. The more that happens, the more personal and the more interesting my life will be, I am certain.   This is not only working for our private lives, but also and especially in our business lives it is highly important to21) be personal and interested in each other. It might even be that we will be able to help someone feel safe22) and secure again at work and, therefore, do a better job. Who knows? ▪

*You need help?

Haben Sie den Text verstanden? Sind die Zusammenhänge klar? Wenn nicht, dann hilft Ihnen die Sprachlehrerin Dolores Hoop auf die Sprünge. Infos unter doloreshoop@gmx.net

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1) Freundschaften 2) Postbote 3) Gemeinde 4) umringt von 5) kaum 6) geschweige denn 7) äusserste/­ weitreichendste 8) unangenehm/komisch 9) tiefer wühlen; hier: der Angelegenheit nachgehen 10) momentan 11) in Übersee wohnen 12) sich daran gewöhnt haben 13) Wetterkapriolen 14) hier: meinen engen Freunden 15) quatschen 16) und doch 17) als wir zumindest ­ versuchten 18) mehr erfahren über 19) ältere Dame 20) die Uhr zurückdrehen 21) äusserst wichtig 22) jemanden unterstützen, damit er/sie sich wohl fühlt


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tein für Stein in eine bessere Zukunft Zwei verschiedene Frauen mit unterschiedlichen Geschichten. Doch beide verbindet etwas: Die Berufung, anderen Menschen zu helfen. Und zwar dort, wo die Hilfe in Form von Gütern, Geld oder einfach zur Selbsthilfe am nötigsten ist. Claudia Doron­Zahner hat Hilfsprojekte im Kongo und Ute Wild unterstützt Menschen im Senegal. Beide Frauen arbeiten uneigennützig nach dem Motto: «Miteinander – Füreinander». Viele Hände können viel erreichen. Einfach bewundernswert. Text Sylvia Mathis Fotos Claudia doron-zahner und Ute Wild

Teranga, das bedeutet «Gastfreundschaft» in der Landessprache. Für Ute Wild aus Mauren hat es aber noch eine andere Bedeutung, denn es ist der Name ihrer Hilfsprojekte im Senegal. Ihr erster Besuch vor acht Jahren bewegte sie derart, dass sie sofort helfen wollte. Sie sammelte im Bekanntenkreis in Liechtenstein für Patenschaf-

ten, die mit achtzig Franken im Jahr Kindern helfen und ihnen einen Schulbesuch inklusive Schulmaterial und Uniform ermöglichen. Die Liechtensteiner zeigten sich sehr hilfsbereit und im Moment hat Ute Wild circa dreissig Kindern zu einer Patenschaft verholfen. Alle Projekte werden finanziert mit privaten Spenden, Aktionen von Schulen

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und Gemeinden, dem Verein «peopletogether» und bis 2010 vom Liechtensteiner Entwicklungsdienst. Hilfe, die wirklich ankommt Ute Wild will allen beweisen, dass mit den Spendengeldern wirklich den Ärmsten der Armen geholfen wird. Deswegen reist sie zweimal im Jahr in


Begegnung | Leben  23

Ute Wild übergibt die dringend benötigten Moskitonetze an die Patenkinder.

Glück ist am schönsten, wenn man es teilt.

den Senegal und besucht mindestens einmal im Jahr die Patenkinder in den Familien. Im Gepäck sind Wurmkuren, Moskitonetze und Vitamine. Ihr ist es wichtig, dass das Geld nicht direkt die Familien erhalten, sondern für die Kinder verwaltet werden. Auf meine Frage warum, schaut mich Ute Wild ganz verdutzt an, denn für sie ist klar: Die Eltern besitzen kaum Mittel, um alle hungrigen Mäuler zu stopfen. Doch den Kindern soll geholfen werden, um schliesslich allen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Im Senegal gibt es eine Analphabetenrate von sechzig Prozent. Für ihre Kinder wünschen sich die Eltern eine bessere Zukunft. Das Geld für die Patenschaften verwalten drei Singalesen, denen Ute Wild vertraut.

ein Symbolgeld, damit man überhaupt einen Kredit bekommt. Dann kann die Frau eine bestimmte Summe aufnehmen, um z. B. Gemüse zu kaufen und es am Markt wieder zu verkaufen. Dafür muss sie nur auf die Leihsumme zehn Prozent draufzahlen, der Gewinn ist ihrer.

«Wenn du kommst, dann ist es, wie wenn ein Fluss ­Hoffnung bringt …» Das System funktioniert tadellos Ute Wild weiss, was sie für ein Glück hat, immer wieder Menschen zu finden, die ihre Projekte unterstützen und sieht das als eine Art Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein. Ihr ist es wichtig, dass vor allem die Singalesen verste-

«Endlich gibt es einen Platz zum Gebären, drei Betten, Impfstoffe sowie eine kleine Medikamentenauswahl.» Sparkasse für Frauen Über die Vermittlung von Patenschaften haben sich weitere Hilfsprojekte aufgetan. Ute Wild gibt beispielsweise Frauen mit sogenannten Frauensparkassen eine neue Perspektive, indem sie ihnen eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung stellt, die die Frauen wieder selbst verwalten. Der Kredit muss nach einem Jahr zurückbezahlt werden. Die Frauengruppe verlangt von jeder potenziellen Kreditnehmerin

reichen ist, dafür von Malaria geplagt wird. Der Krankenpfleger informiert auch in Sachen Prävention und spricht mit den Frauen recht ungezwungen über Infektionen, Ansteckung und Familienplanung. Ute Wild hat für die Zukunft ein wichtiges Ziel vor Augen. Sie will die Realschule in Ndioum wei-

hen, dass nicht die reiche weisse Frau das Geld gibt, sondern das dahinter ganz viele andere Menschen stecken. So gelang es auch, vor fünf Jahren eine kleine Krankenstation zu errichten. Endlich gibt es einen Platz zum Gebären, drei Betten, Impfstoffe sowie eine kleine Medikamentenauswahl und einen ausgebildeten Krankenpfleger. Ein Krankenpfleger ist wichtig für ein Dorf, welches zwischen zwei Flüssen liegt und während der Regenzeit nicht zu er-

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ter ausbauen, damit sich die Schüler nicht eine Schule mit drei Zimmern teilen müssen. Es konnten bereits in den Dörfern Alwar, Mbettite und Ndioum neue Klassenräume errichtet werden, damit die Kinder nicht mehr in der glühenden Hitze im Freien unterrichtet werden mussten. Auch für dieses Projekt benötigt Ute Wild unsere Hilfe, für sie ist klar: «Jeder Franken steht für einen weiteren Baustein. Stein auf ­ Stein schaffen wir damit eine bessere Zukunft.» Helfen wir ihr dabei. ►

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Ute Wild aus Mauren/FL ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern und ­Enkelkindern. Mit der Übernahme von Patenschaften oder jede Art von Spende können Sie Gutes tun. Weitere Informationen unter www.teranga.li.


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jeder leisten kann. Die Kinder lernen Toleranz, Respekt und dass sie auch Ziele haben dürfen. «Ciperfoot» ist die erste registrierte Fussballschule für Waisen-, Strassen- und vernachlässigte Kinder.

Ciperfoot heisst die Fussballschule, welche Claudia Doron-Zahner lanciert hat.

«Schau weiter nach vorn» Claudia Doron-Zahner, wie kamen Sie dazu, ein Hilfsprojekt im Kongo zu gründen? Ich habe früher bei der Swiss als Flugbegleiterin gearbeitet und dort wurde bereits ein Projekt in Kenia unterstützt. Schon damals wusste ich, eines Tages baue ich eine Schule in Afrika. Dann begann ich später eine Coaching-Ausbildung und plötzlich wurde mir klar, ich muss und möchte ein Hilfsprojekt im Kongo aufbauen. So ist «River of Hope» entstanden. Warum haben Sie sich für diesen ­Namen entschieden? Mein Schwiegervater war Diplomat und hat selbst schon Entwicklungshilfe geleistet. Die Menschen haben ihn mit diesen Worten empfangen: «Wenn Du kommst, dann ist es, wie wenn ein Fluss Hoffnung bringt und uns zeigt, wir sind nicht vergessen.» Das ist ja auch mein Ziel. Wie ging die Entwicklung voran? Anfangs wurde ich belächelt, weil ich ja nichts hatte, ausser meinem Willen. Dann kam das Schicksal mit ins Spiel, und über einen Hilfsflohmarkt in Buchs lernte ich meine Freundin Veronique aus dem Kongo kennen. Wir waren uns

einig, wir wollten beide in ihrem Land helfen, doch wir hatten nur den Mut und Ideen, aber noch kein Geld. Doch mit einer guten Idee lässt sich viel bewirken. Wie haben Sie Geld für dieses Projekt gesammelt? Ich sprach mit dem Fussballtrainer meines Sohnes. Dabei kam es sofort zu einer Sammelaktion des FC Buchs. Es war im Jahr 2010, zur Zeit der Fussball-WM. Veroniques Bruder hatte die Idee, mit Fussball den Strassenkindern im Kongo zu helfen, um den Kindern eine Perspektive zu bieten. Erst dachten wir, vielleicht schaffen wir es, zwei Taschen zu schicken, aber die Resonanz war so gross, dass wir über zehn Kubikmeter an Bällen, Fussballschuhen, Kleidung, Spielzeug etc. sammelten. Wie hat sich das Fussballprojekt ­entwickelt? In diesem Land, wo viele Kinder keine Chance auf einen Schulbesuch haben, ist die Fussballschule eine tolle Chance. Sie können eine Zeit lang ihr Elend vergessen, Freunde finden und ihr Talent entdecken. Ausserdem gibt es in unserer Schule auch Essen, dass sich nicht

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Welche weiteren Projekte realisierten Sie ebenfalls? Wir haben mit Spendengeldern ein viertausend Quadratmeter grosses Land gekauft, um ein Zentrum mit einer Schule und einer Art Internat aufzubauen. Wir realisierten auch ein Agrarprojekt, pflanzten Bäume und wollen somit eine Selbstversorgung und Nachhal­ tigkeit erreichen. Zur Regenzeit pflanzen wir dann auch Moringabäume. Drei Bäume können den Jahresbedarf einer Durchschnittsfamilie decken und ihr Überleben sichern. Machen Sie auch Programme für ­Frauen? Ja, wir haben ein Nähatelier aufgebaut und im September starten wir besonders für Frauen ein Analphabetenprogramm, denn das ist ein sehr grosses Problem, dass an der Wurzel bekämpft werden muss. Mit 250 Franken pro Person kommen wir drei Jahre durch das Programm. Wie sammeln Sie Geld für die ­Realisierung? Kein Geld macht erfinderisch. Die Klasse meines Sohnes hat zum Beispiel im Deutschunterricht Kurzgeschichten geschrieben, die ich dann mithilfe einer befreundeten Druckerei zu einem Büchlein habe binden lassen. Das neueste Projekt ist ein Kinderflohmarkt am 30. November im bzb in Buchs.

*zur person

Claudia Doron-Zahner aus Buchs/SG ist Projektleitern, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Weitere Informationen über ihre Projekte und Möglichkeiten, wie sie unterstützt werden können, sind hier abrufbar: www.ariverofhope.org.


Neue Wege gehen Tanja Tiama aus Liechtenstein nimmt das wörtlich und reist für ein Jahr nach Afrika. Die Stimme von Tanja Tiama ist vielen LiechtensteinerInnen und RheintalerInnen ein Begriff, denn die sympathische Radiomoderatorin war elf Jahre bei Radio Liechtenstein tätig. «War», denn Tanja wagt einen Schritt, den sich viele nicht trauen würden. Sie reist im Juni mit ihrer sechsjährigen afrikanischen Adoptivtochter für ein Jahr als Praktikantin in das Waisenhaus Les Saints Innocents in Burkina Faso. Ihr Mann Siaka, ein Ivorer, ist schon vor Ort und wird ebenfalls tatkräftig mithelfen. Tanja hat von vielen LiechtensteinerInnen schon viel Hilfsbereitschaft erfahren, denn sie kümmert sich mit dem Verein für humanitäre Hilfe Liechtenstein um Patenschaften in diesem Waisendorf. Weitere Informationen finden Sie unter www.vfhh.li oder direkt bei tanja.tiama@gmail.com United World Der Verein «Enj’Aid – Hälfa­ mit Spass» wurde kürzlich in Vaduz/FL von Michèle Gantner und Justine Solèr gegründet. Der Name «Enj’Aid» steht für «Enjoy Aid», was übersetzt «Hab Spass beim Helfen» beJustin Solèr und Michele deutet. Die beiden Frauen Gantner organisieren wollen mit ihrem Verein gemeinnützige Veranstalhauptsächlich gemeinnüttungen für junge Leute. zige Veranstaltungen für junge Leute im Rheintal, Sarganserland und Liechtenstein organisieren. Der erste Event unter dem Motto «United World» vereint die verschiedenen Projekte, welche in den nächsten Jahren Hilfe erfahren sollen.

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lEBEn | CarPE diEM

*zUr PErSon

Dr. Georg Pfau ist Sexualmediziner.

Männer ticken anders, Frauen sowieso

Liebe ist bedingungslos Jeder von uns ist auf der Suche nach Beziehungen, denn der Mensch ist ein soziales Wesen. nicht jede Beziehung ist gleich bedeutungsvoll, die eine ist oberflächlich, die andere von grosser tiefe. das Motiv entscheidet schliesslich, in welchem ausmass eine Beziehung uns glücklich machen kann. Deshalb sucht der Mensch die eine Beziehung, die allerwichtigste, die über all den anderen steht und die das grosse Glück verheisst, auf das wir alle warten. Sie muss frei sein von Zwängen und die, die sie eingehen, müssen gleich stark sein, denn nur zwei gleich starke Menschen sind frei in ihren Entscheidungen. Nur wenn alle diese Bedingungen erfüllt sind, darf eine Beziehung

«Akzeptiert zu sein heisst, so sein zu dürfen, wie man ist, und dennoch – trotz allem − geliebt zu sein.» in Anspruch nehmen, der Liebe wegen geschlossen worden zu sein, und nur dann hat sie auch die besten Chancen zu bestehen. Liebe ist bedingungslos, ist sie es nicht, ist es keine Liebe. Die Liebesbeziehung muss getragen sein von Akzeptanz, jenem allerwichtigsten der psychosozialen Grundbedürfnisse der Menschen, das in seiner Vollendung eben nur in einer Liebesbeziehung erfahren werden kann. Akzeptiert zu sein heisst, so sein zu dürfen, wie man ist, − und dennoch – trotz allem − geliebt zu sein. Männer und Frauen suchen Liebesbeziehungen. Da sind sich die beiden Geschlechter also einig. Beide Geschlechter bestätigen, innerhalb von Beziehungen die grössten Chancen zu sehen glücklich zu werden.

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Doch: Männer und Frauen gehen mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen an die Sache heran. Bei den Männern ergibt sich die Beziehung aus der Sexualität, bei den Frauen ergibt sich die Sexualität aus der Beziehung. Dies ist bereits der erste Stolperstein, an dem schon viele junge Beziehungen zu scheitern drohen. Dem

«Bei den Männern ergibt sich die Beziehung aus der Sexualität, bei den Frauen ergibt sich die Sexualität aus der Beziehung.» Mann mit seiner lustbetonten Sexualität kann es nicht rasch genug ins Bett gehen, der Frau ist das alles viel zu schnell: Ganz tief verborgen zwischen den Gehirnwindungen suchen Frauen noch vor der Lust den Vater ihrer Kinder, denn weibliche Sexualität ist reproduktionsbezogen. Leider werden in Mitteleuropa 51 Prozent der Ehen geschieden, meist aus sexueller Unzufriedenheit, die zuerst eine Beziehung destabilisiert und dann scheitern lässt. «Gegensätze ziehen sich an», sagt man. Leider stimmt dieses Sprichwort nicht für alle Bereiche unseres Lebens. Es stimmt zwar für die Sexualität, aber leider nicht für  den  Beziehungsalltag von Männern und Frauen. Da stimmt es eher, dass «gleich und gleich sich gern gesellt». Dieser Diskrepanz wegen ist der Beziehungsalltag geprägt von harter Arbeit, vom ewigen Bemühen, Verständnis aufzubringen für die Schwächen des anderen, eben von Akzeptanz. Denn Liebe ist eben bedingungslos. Das sollte man sich merken. ▪

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Sprich 체ber Geschlechtskrankheiten. Egal wie. Tipps f체r das Gespr채ch mit deinem Partner: check-your-lovelife.ch


Das kahle Genital Sich die Schamhaare zu entfernen, ist im Trend. In wenigen Jahren ver­ breitete sich die Ansicht, dass behaarte Genitalien nicht nur unhygienisch, sondern auch unästhetisch seien. Text fa6 Foto ZVG, Shutterstock

Wie stark verbreitet gesellschaftliche Trends und Moden sind, kann man nicht zuletzt im Unterricht mit Jugendlichen feststellen. Die Sexualpädagogen der Fachstelle für Sex­u­ alfragen und HIV-Prävention, kurz fa6, werden im Aufklärungsunterricht häufig nach der Intimrasur gefragt: «Muss ich mich untenrum auch rasieren?» Gerade unter Pubertierenden ist der Druck hoch, sich auch im Intimbereich zu rasieren. Nach dem Sport unter der Dusche kontrollieren sie sich gegenseitig: «Was? du lässt dir einen Pelz wachsen?» Die ­Intimrasur ist ein gesellschaftliches Phänomen, nicht nur eine persönliche Präferenz. Körperbehaarung wird als animalisch empfunden. Wer

sich die Haare an den Beinen oder auf Rücken und Brust entfernt, distanziert sich von den tierischen Verwandten. Dabei wird übersehen, dass bei Tieren gerade die Ge­ schlechtsteile unbehaart sind. Der Mensch mag der «nackte Affe» sein, doch ebenso charakteristisch ist für ihn die Schambehaarung. Kritik an Pädaphilenästhetik Feministinnen wie die streitbare Schweizer Politologin Regula Stämpf­li kritisieren die Vorliebe unserer Gesellschaft für «entblösste Kindermösen». Sie stören sich daran, dass es der Pornoindustrie gelungen ist, den Kahlschlag im Schritt als Schönheitsideal zu etablieren. Mit dem Wort «Kindermöse» traf Stämpfli einen andern wunden Punkt: Die Vorliebe für enthaarte Ge­­schlechts­

teile hat auch etwas Pä­dophiles an sich. Schamhaare sind unbestreitbar ein Zeichen der Geschlechtsreife, des Erwachsenseins. Schamhaare wurden schon vor Jahrhunderten aus hygienischen Gründen entfernt. In manchen Kulturen, z. B. im Islam, werden auch heute noch hygienische Argumente angeführt, obwohl auch mit einem dichten Bewuchs ums Geschlechtsteil die Hygiene heutzutage kein Problem mehr ist. Im Gegenteil: Ein Zuviel an Hygiene erhöht das Risiko für Hautirritationen und Pilzinfek­ tionen bei Frauen. Gynäkologinnen bestätigten, dass manche Frauen ihre Vagina zu oft mit Seife waschen und dadurch die natürliche Schutzhülle zerstören.


Die fa6 ist seit mehr als 25 Jahren in der Prävention von HIV und anderer sexuell übertragbarer Infektionen tätig. Die fa6 ist mit ihrem Angebot in Sexualpädagogik und Sexualberatung auch Ansprechpartner für sämtliche Fragen zur Sexualität.

«Die fa6 ist bemüht, jungen Menschen zu helfen, ein positives Körperbild zu entwickeln.»

Was spricht für die Natur? Was für Gründe sprechen dafür, sich die Schambehaarung nicht zu entfernen, sondern allenfalls nur zu frisieren? Schamhaare tragen und ver­breiten z.  B. die Pheromone, die Lockstoffe, die uns für den Partner attraktiv machen. Haare sind auch ein natürliches Gleitmittel: Sie schützen davor, dass feuchte Hautpartien aneinanderreiben. Männer wissen, dass dem Hodensack beim Sport eigentlich wohler ist, wenn er (haarlos) nicht an den unbehaarten, verschwitzt-klebrigen ­Oberschenkeln gerieben wird. Ähnlich schont Scham­ behaarung den Genitalbereich, «wenn's heiss wird» beim Sex. Die meisten Menschen vertragen eine Intimrasur wohl gut. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen,

dass es nach der Rasur zu unangenehmen Hautreizungen, zu Pickeln und Pusteln kommen kann. Im schlimmsten Fall entstehen Abszesse, eingewachsene Härchen können in Blutvergiftungen enden. Die «angeschabte» Haut ist auch empfänglicher für Geschlechtskrankheiten. Auf keinen Fall rasieren sollte sich, wer Genitalwarzen hat. Diese werden beim Rasieren verschleppt und breiten sich weiter aus. Die Intimrasur hat das Körperbild junger Frauen (und in geringerem Masse auch der Männer) verändert. Lange Jahre galt das weibliche Geschlecht auch den Frauen selbst als unbekannte und – leider oft – unreine Tabuzone. Während Männer ihren Penis naturgemäss mehrmals täglich in der Hand halten, haben

«Die Intimrasur ist ein gesellschaftliches Phänomen.»

Frauen eine weniger nahe Beziehung zu ihrem Geschlechtsteil. Das hat sich mit der Intimrasur zwar etwas geändert, aber nicht nur zum Positiven: Frauen finden oft nicht schön, was sie sehen, wenn sie die Schamhaare loswerden. Mit der Intimrasur haben deshalb auch Schön­ heits­ operationen an der Vulva zugenommen (Schamlippenreduktion). Körpergefühl und Sexualität Ob unten kahl oder strubbelig: Die fa6 ist bemüht, jungen Menschen zu helfen, ein positives Körperbild zu entwickeln. Dazu gehört, gesellschaftliche Normen und Schön­ heitsideale kritisch zu hinterfragen. Ein positives Körperbild, die Akzeptanz des Körpers, wie er ist, wirkt sich positiv auf die Sexualität und das Wohlbefinden aus.

*Weitere Infos

Fachstelle für Sexualfragen und HIV-Prävention Im Malarsch 4 9494 Schaan/FL www.fa6.li


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Scharf nachgedacht VANILLA-SEX VERSUS BDSM Elfriede Gerdenits

Stellen Sie sich vor: Sie knien vornübergebeugt auf dem Boden, Ihre Handgelenke sind mit dünnen Lederbändern gefesselt, die Arme durchgedrückt, die Handflächen zeigen nach oben. Sie sind nackt, haben verbundene Augen und wissen, dass ein Mann vor Ihnen steht, dem Sie völlig ausgeliefert sind. Und jetzt stellen Sie sich vor, dass Sie diese Situation geniessen. Ist das denkbar? Es ist nicht nur denkbar, es ist eine Grenz­ erfahrung, deren faszinierenden Lustgewinn Sie durchaus in Betracht ziehen sollten. Wie etwa 70 Millionen andere, die dafür sorgten, dass die literarisch völlig unergiebige Trilogie Shades of Grey eine Neugierde für BDSM-Praktiken auslöste, die weltweit für Überraschung sorgte.   BDSM ist ein Sammelbegriff verwandter sexueller  ­ Vorlieben und steht für Bondage&Discipline, Dominance&Submission, Sadism&Masochism, umfasst also alles, was landläufig nicht unter Vanilla-Sex fällt. Wobei der Plot von Christian Grey, einem erfolgreichen, jungen Manager und Ana, einer durchschnittlichen, sexuell unerfahrenen Studentin mit der wahren BDSM-Szene nicht sehr viel zu tun hat. Die beiden agieren als Dom und Sub, als dominanter Mann und sich unterordnende Frau. Es wird in diesem Zusammenhang gern von Unterwerfung gesprochen. Der Begriff ist mir persönlich zu negativ besetzt, um ihn in Zusammenhang mit einem lustvollen, sexuellen Erlebnis zu verwenden. Es ist Hingabe und Ergebenheit, die die Sub einbringt, der Dom reagiert darauf mit Respekt und wahrt die Würde seiner Partnerin. Nur so können sich zwei Menschen, die einander völlig vertrauen, auch verantwortungsvoll darauf einlassen.   Besonders starke, erfolgreiche Frauen, die alles im Griff haben, entwickeln oft eine heimliche Sehnsucht nach Hingabe, die ein Spiel à la mode de Shades of Grey garantiert erfüllt. Die Rollen in einem Dom&Sub-Spiel sind klar definiert. Der Dom übernimmt die Verantwortung dafür, dass nur geschieht, was der Sub gut tut. Die Sub ist

aus meiner Sicht aber in der stärkeren Position: Sie setzt die Grenzen und hat dadurch die Situation letztendlich in der Hand. Zwischen beiden wird ein sogenanntes Safeword ausgemacht. Wenn die Sub dieses nennt, unterbricht der Dom sofort seine Handlungen. Das ist ein uneingeschränktes Gesetz und gibt der Sub die Sicherheit, die sie braucht, um sich völlig fallen zu lassen, Ratio auszublenden, über ihre Grenzen zu gehen und auszukosten, was dieses Rollenspiel an Erfahrungen ermöglicht.   Das Grundprinzip bei allen BDSM-Praktiken ist immer «safe, sane and consensual», also sicher, mit klarem Verstand und einvernehmlich. Angst, Gewalt, Zwang oder gar Perversität hat keinen Platz in diesem Spiel. Es ist vielmehr ein hocherotisches, würde- und rücksichtsvolles Miteinander, das Menschen einander sehr sehr nahe bringt und sexuelle Empfindungen auf eine gänzlich neue Ebene hievt.   Mein Tipp: Ein BDSM-Spiel eignet sich nicht als Geburtstagsüberraschung. Besprechen Sie mit Ihrem Partner vorher, ob auch er bereit ist, sich auf dieses Abenteuer einzulassen und finden Sie gemeinsam eine Dramaturgie für dieses aussergewöhnliche Erlebnis. ▪

* Besonders starke, erfolgreiche Frauen,­ die alles im Griff haben,­entwickeln oft eine heimliche ­Sehnsucht nach Hingabe.


Liebe.

  31 30 KOLUMNE Shades of Grey in aller Munde 32 LIEBE High Heels, erotisches Highlight 40 LIEBE Männer und Frauenbeine 42 REISEN Prag, die Goldene Stadt 46 KULTUR Tiefgründiger Jungautor 48 LESEN Sommer- und Ferienlektüren

Sex macht (un)glücklich

Kurz und gut Keine Ausrede

Oft wollen Männer kein Kondom benutzen, weil sie dann angeblich weniger «fühlen». Diese Ausrede gilt ab sofort nicht mehr. Denn eine Untersuchung hat ergeben: Männer und Frauen empfinden Sex mit und ohne Kondom als gleichermassen ­befriedigend.

Dass Sex glücklich macht, muss niemandem mehr erzählt werden. Professor Tim Wadsworth von der Universität Colorade Boudler hat aber Erstaunliches herausgefunden. Menschen fühlen

sich zwar generell glücklicher, je mehr Sex sie haben – aber Menschen, die denken, sie hätten mehr Sex als andere, sind noch glücklicher. Es ist also ganz und gar unwichtig, wie oft wir es tun. Wenn

die beste Freundin es öfter tut, fühlen wir uns nicht so glücklich, wie wenn sie weniger Sex hat. Wir lernen: Den Kopf bitte auch ausserhalb des Bettes einfach mal ausschalten.

Ein Leben lang lieben Diese Frage haben wir uns alle bestimmt schon mehr als einmal gestellt: Gibt es die Liebe, die ein Leben lang hält? Und wie sieht sie aus? Eine Studie aus den USA hat sich dieser Frage angenommen und befragte Paare, die schon über 30 Jahre verheiratet sind. Die häufigste Antwort auf die Frage, wie sehr sie ihren Partner lieben, war 7 (auf einer 7-Punkte-Skala). Also sehr intensiv verliebt. Dabei kommt es laut der Studie gar nicht so sehr darauf an, wie häufig der körperliche Kontakt ist oder wie gross familiäre Probleme sind. Die glücklicheren Paare sind schlichtweg die, die auch sonst zufrieden mit ihrem Leben und sich selbst sind.

Hatten Sie …

... schon einmal ein Date mit sich selbst? Es klingt zwar abgedroschen, aber nur wer sich selbst liebt, kann andere wirklich lieben. Also nehmen Sie doch einfach mal wieder ein Bad und massieren sich selbst die Füsse. Da haben nicht nur Sie etwas davon, versprochen.

Gut lesen

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Sommersoundtrack

Passende Musik macht viel aus. Ob im Bett, auf der Terrasse oder beim Date. Das neue Album von Daft Punk «Random Access Memories» ist perfekt für alles, was sich irgendwie sommerlich anfühlt. Einschalten und loslegen, egal womit.

Leben.Li

ebe.Last er.

08 Bac k to the Fifties Wohnen im Stil der Fünfzigerja 30 Sha hre des of BDSM, ein Grey im Fok us hochero tisches 42 Kafka Miteinan lässt grü der sse Prag, Stad t der hun n dert Türme 60 Flac

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liEBE | HiGH HEElS

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igh Heels – meine Magie


High Heels | Liebe  33 «High Heels sind meine persönliche Note. ­ Ich besitze einen ganzen Schrank davon», unterstreicht Aida Wiedemann.

«Entweder ist man eine High-Heels-Trägerin oder nicht. Das ist E ­ instellungssache!» Text Marion Kranz Foto Maurice Shourot Meine persönliche Note Ein erotisches «Klackklack» ertönt im Gang der Uni Vaduz. Die Ohren spitzen sich, die Köpfe der Männer drehen sich nach allen Richtungen und da ist sie: Aida Wiedemann, Karrierefrau und bekennende High-Heels-Trägerin. «High Heels sind meine persönliche Note. Ich besitze einen ganzen Schrank davon, wobei ich die genaue Zahl nicht weiss, da es laufend wechselt, weil wieder einmal ein neues Paar dazukommt oder auch mehrere, wenn ich gerade in einer tollen Stadt war und mir wieder neue Lieblingsschuhe gekauft habe. Ältere, ausgelaufene Paare müssen dann schon mal Platz machen, vor allem wenn meine Tochter sie mal ausgeliehen hat und bei Pflastersteinen nicht so gut Acht gibt wie ihre Mama.» Einmal High Heels, immer High Heels In einem passenden Outfit und luxuriösen High Heels fühlt sich Aida einfach attraktiv. Das geht vielen Frauen so. Die

meisten Stiletto-Liebhaberinnen haben diesen Fabel auch vom Teenageralter an, so wie Aida. «Luxuriöse High Heels sind für mich das Tüpfelchen auf dem ‹i›. Sie gehören für mich zur Abendgarderobe ebenso wie zum Business Outfit. High Heels fangen für mich ab einer Höhe von 10 cm an. Persönlich trage ich am liebsten 12 cm.»

ändert und High Heels den Frauenkörper viel sinnlicher erscheinen lassen.

High Heels sind Einstellungssache Grundsätzlich kann jede Frau Stilettos tragen, wenn sie sich darin wohlfühlt. Sonst heisst die Devise: tragen, was gefällt. Zur Frage, kann jede Frau High Heels tragen, antwortet Aida: «EntweBusiness und High Heels der ist man eine High-Heels-Trägerin «Die Reaktionen auf meine High Heels oder nicht. Das ist Einstellungssache. sind im Business sehr unterschiedlich.­ Ich denke, die Frau muss nicht, sollte Von positiver Kenntnisnahme bis schrä­ dann aber akzeptieren können, wenn gen Bemerkungen ist alles schon da andere Frauen High Heels tragen. gewesen. Am erfreulichsten finde ich Gerade im Business ist das wichtig.» es, wenn Kolleginnen meine High Und den abschliessenden Gratis-Tipp Heels bewundern und mich nach dem gibt es von Aida noch oben drauf: Designer oder dem Geschäft fragen, in «Ich bin High Heels seit Jahrzehnten welchem ich sie gekauft habe. Weni- gewohnt, aber dennoch freue ich mich ger gut finde ich, wenn man als Frau hin und wieder auf meine chinesische auf seine High Heels reduziert wird.» Fussmassage. Eine solche gönne ich Das kommt aber nicht oft vor, denn die mir alle paar Wochen.» ▪ meisten Männer finden Stilettos einfach sexy. Dies, weil sich die Haltung


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*zur person

Sylvia Stocker − Stiletto Coach, ­Choreografin, Regisseurin

Stilettos – eine Wunderwaffe Text Marion Kranz Foto Maurice Shourot und ZVG

«Ich finde High Heels supertoll, sexy und feminin! Vor allem Stilettos mit dem dünnen Absatz gefallen mir sehr gut. Sie sind wie eine Wunderwaffe, weil, richtig getragen und richtig gestylt, verstärken sie positiv die Aussage einer jeden Frau», dies ist die Meinung keiner geringeren als Stiletto Coach Sylvia Stocker und sie ergänzt: «Bei den High Heels ist es wie bei allen anderen Schuhen, wichtig ist die Qualität, d. h., Leder und ein gutes Fussbett, das auf den individuellen Fuss passt. Und eine ca. 1 cm dicke Plateau-Sohle

Von hohen zu eleganten, zu sportlichen und dann mal zu flachen Schuhen, so macht es richtig Spass und die Füsse fühlen sich wohl. Alles ist erlaubt. Das Wichtigste ist, die Frau fühlt sich richtig gut, hat Freude und das Styling passt!» Mit dem Stiletto Coaching gewappnet Sylvia Stocker ist Choreografin, Regisseurin und Stiletto Coach in Zürich und Barcelona. Auf die Frage, was man von einem Stiletto Coaching mit nach Hause nimmt, antwortet sie ganz spon-

«Ein Lächeln im Gesicht hilft immer!» macht das Gehen wirklich einfacher.» Die Stilettos sollten also gut passen und nicht am Fuss drücken. Das ist wohl einfacher gesagt als gefunden, aber durchaus machbar. Das A und O eines High Heels ist es, dass die Frau sich wohl und attraktiv fühlt. «Das gibt ihr sofort ein strahlendes Erscheinungsbild. Ganz wichtig ist eine richtige und gesunde Haltung. Das heisst, kein Hohlkreuz, offene Schulterhaltung und ganz ehrlich, ein Lächeln im Gesicht hilft immer», rät die Expertin und erläutert weiter, dass auch unsere Füsse mal eine Pause brauchen. «Das Beste für die Füsse ist, wie eigentlich mit allem im Leben, die Abwechslung.

Von der Hausfrau bis zur Unternehmerin Auch nach über 700 gecoachten Frauen macht ihr das Coachen nach wie vor sehr viel Freude: «Mir gefällt der Austausch mit den verschiedenen Frauen, von Jung bis Alt. Von der Hausfrau bis zur Unternehmerin. Jeder Mensch, der lehrt, empfängt auch, es ist ein Geben und Nehmen und das macht sehr viel Spass, auch wenn das die Teilnehmerinnen so bewusst jetzt oft gar nicht wahrnehmen.» ▪ High Heel Coach

tan und mit einem Lächeln im Gesicht: «Ein Erlebnis», und fügt gleich an: «Die Frau ist nach dem Stiletto Coaching gewappnet mit dem eleganten Gehen in High Heels/Stilettos, der individuellen gesunden Körperhaltung und wie sie das jederzeit wieder hinkriegt, das Gehen auf der Treppe, drei klassische Sitzhaltungen, die offene Kommunikation beim Stehen und beim Sitzen, das Gehen mit verschiedenen Handtaschen und die gewinnende Begrüssung für Business und privat. Zusätzlich werden allfällige Fehlhaltungen des Körpers angesprochen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie geändert werden können.»

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Selbstbewusste Frauen Viele Frauen gehen selbstbewusster in Stilettos als in flachen Schuhen. Denn sie geben sich Mühe, eine schöne Haltung einzunehmen. Schöne Beine, schöner Po Stets und ganz nebenbei werden Bein- und Po-Muskulatur trainiert. Ein wirklich toller Nebeneffekt. Charme und Augenzwinkern Spielerisch bleiben und nicht immer alles allzu ernst nehmen. Die richtigen Schuhe Investieren Sie in Stilettos, die gute Qualität aufweisen und auf IHREN Fuss passen. Tricksen Sie! Silikonpolster, Pfefferminzspray, Fussmassagen und Co. erleichtern Ihren Füssen das Leben.


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36  Liebe | High Heels


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Auf hohen Absätzen ­unterwegs Für Elvira Freuis und Mike Wieland sind Trends ein grosser Begriff. Sie ist Imageberaterin in Feldkirch und er Schuhmacher aus Bern: Sie beide ­kennen die Highlights der Saison. Text Marion Kranz Foto Maurice Shourot und ZVG

Mike Wieland, was rät der Meister des Fachs schuhtechnisch zu einem Anlass? Bitte vermeiden sie alles, was nach Turnschuh aussieht, auch Sneakers sind nicht angebracht. Stecken Sie stilgerechte Ballerinas in Ihre Handtasche, damit Sie nach dem Anlass unbequeme High Heels ausziehen können. Elvira Freuis, werden auch Brautschuhe mittlerweile immer individueller, obwohl man unter den langen Brautkleidern die Schuhe nicht wirklich zu sehen bekommt? Genau, wir finden Brautschuhe mit und ohne

licher Sicht nichts Schlimmeres, als einem Herrn hinterherrennen zu müssen. Elvira Freuis, was finden denn die Männer an High Heels? In Männeraugen sind diese Art von Schuhen der Inbegriff von Weiblichkeit und Sinnlichkeit. Einfach umwerfend diese langen, erotischen Beine! Deshalb werden High Heels immer in Mode bleiben. Ausserdem: Erotik-Filme leben von solchem Schuhwerk. Oder haben Sie schon einmal Sexdarstellerinnen in Birkenstock gesehen?

«In Männeraugen sind diese Art von Schuhen der ­Inbegriff von Weiblichkeit und Sinnlichkeit.» Absatz. Wählt die Braut High Heels, sollte sie eine geübte Trägerin sein oder ein Stiletto Coaching absolviert haben, denn der Hochzeitstag ist lang. Je kleiner der Fuss, desto steiler steht die Braut in High Heels. Tatsächlich wählen ca. 50 % der Bräute Schuhe unter 5-cmAbsatz, um auch wirklich bequem laufen zu können. Mike Wieland, wie lautet Ihr Appell an die Männerwelt? Wenn Ihre weibliche Begleitung auf hohen Absätzen unterwegs ist, dann gehen Sie langsamer als gewohnt. Hohe Absätze verkürzen die Schrittlänge und die Geschwindigkeit reduziert sich folglich. Es gibt aus weib-

Mike Wieland, natürlich stellt sich hier noch die Frage, was trägt Frau im Geschäftsleben? Im Business werden gepflegte Schuhe getragen, deren Schuhspitzen und Absätze intakt sind. Wichtig bei Stilettos: nicht auf dem Nagel herumlaufen und keine Schrammen am Absatzblock – die Männer schauen da hin! Wenn laut klappernde Absätze stören, dann gehen Sie damit zum Schuhmacher Ihres Vertrauens. High-Heels-Business-Knigge ·Der Absatz sollte nicht zu hoch sein, da dies im Business für die meisten zu aufreizend wirkt. Eine genaue Richt­linie gibt es hier jedoch nicht, da

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die Toleranzgrenze in den verschiede­ nen Branchen unterschiedlich ist. ·Peep-Toes: Schuhe, die vorn offen sind, sollten Sie im Büro besser ver meiden. Das wirkt viel zu sexy und eignet sich eher für einen Partyabend. ·Bei günstigeren Modellen geht der Absatz sehr schnell kaputt. Tun Sie sich und Ihren Schuhen hier einen Gefallen und lassen Sie die Absatz- kappe vor dem ersten Tragen von einem Schuhmacher austauschen. Das verhindert, dass Sie nicht schon nach wenigen Tagen auf dem Eisen gehen. ·Gepflegte Schuhe sind ein Muss. Ein kaputter Absatz, schmutziges Leder oder Schuhe, die ihre Form verloren haben, sind ein No-Go ▪

*zur person

Elvira Freuis ist diplomierte Imageberaterin, Visagistin und NLP Masterin.

*zur person

Mike Wieland ist ­qualifizierter Schuhmacher.


38  Liebe | High Heels

Einer, der es wissen muss! Es fing schon als Kind an. Pierre Morales verkleidete sich unheimlich gern und da dies als Mädchen einfach viel besser ging, entschied er sich kurzer­ hand immer für eine Prinzessin. So konnte er sich schön kleiden, schminken und der Fantasie freien Lauf lassen. Sich als Junge zu verkleiden, war ihm einfach zu langweilig. Später am Karneval von Rio hat Pierre dann gemerkt, dass es toll war, sich zu schminken, unter eine Perücke zu schlüpfen, High Heels zu tragen und damit ganz schön sexy zu wirken. Als Mann ging das nicht. Und so entstand Claudia. Text Marion Kranz Foto ZVG

Wie fühlt sich ein Mann in High Heels und Frauenkleidern? Ich fühle mich sehr toll und attraktiv. Als Powerfrau kann man alles erleben, was man als Mann nicht kann und das, ohne über Sex zu reden. Wenn ich als Claudia unterwegs bin, fühle ich mich sehr feminin. Für mich findet dann auch ein Umdenken im Kopf statt. Ich bin nicht mehr der Jäger, sondern die Gejagte. Wie eine Antilope vor einem Leoparden. Okay, in High Heels kann man nicht so schnell rennen, aber was soll’s. Wie waren die ersten Schritte in Stilettos? Schwierig, aber ich hatte schon immer so viel Spass daran, High Heels zu tragen, dass es sich mit der Zeit so anfühlte, als ob ich Turnschuhe tragen würde. Als Erstes muss man die Technik verstehen. Wenn man den gewissen Dreh raus hat, merkt man sehr schnell, wie elegant und sexy man sich bewegen kann. Man sollte wie ein Flamingo auf einem Bein stehen können und ausserdem setzen High Heels die Beine super spektakulär in Szene und man wirkt extrem stylish. Ich sag immer:

Egal wie alt und gross man ist, High Heels rücken jede Person ins rechte Licht! Wie ist es, so was Gewagtes zu machen. Wie waren die ersten Reaktionen? Oh, als ich noch ein Kind war und die ­Finger wieder nicht vom Lippenstift

eigentlich finde ich es schade, wir sind nur eine falsche Kopie von dem, was wir gern sein würden. Tolle Frauen, gut gekleidet, sexy, stark und mit viel Humor. Ich mag Frauen sehr, nur leider finde ich, dass viele die feminine Rolle verloren haben und damit verliert man auch die Attrak-

«Ich bin nicht mehr der Jäger, sondern die Gejagte.» lassen konnte, sagte mein Vater immer: «Pierre, sag, dass das von den Erdbeeren oder der Tomatensauce kommt.» Es war nicht immer einfach, aber den grössten Schutz bekam ich immer von meiner Grossmutter. Als ich dann nach Miami und später nach Zürich kam, wurde ich so akzeptiert wie ich bin. Mann und Frau. Was mir relativ schnell auffiel war, dass die Hetero-Welt mein Sein mehr akzeptiert als die Homo-Scene. Unglaublich, aber wahr. Du läufst besser auf High Heels als manche Frau − wie geht das? Ich liebe es einfach, Stilettos zu tragen und ich habe viel geübt. Jede Frau kann lernen, auf High Heels zu laufen. Aber

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tivität auf Männer. Frauen sollten wieder mehr Glamour ausstrahlen, das wäre toll. Tipps und Tricks für den Stiletto-Walk für «jede Frau»? Das A und O ist, Spass zu haben. Wenn man keinen Spass daran hat, läuft man wie ein Roboter! Einfach mal den Kopf abschalten und geniessen, eine Frau zu sein. Und wie sagte man immer schon: Bauch rein – Brust raus. Das stärkt den Rücken und gibt einen tollen Gang. Wenn Du zurückschaust – würdest Du alles nochmals gleich machen? Aber sicher! Für mich ist dieses Leben wie im Paradies. Ich kann


High Heels | Liebe  39

Mann und Frau zugleich sein. Vor allem wenn man so respektiert wird wie man ist, dann ist das Leben doch perfekt. Unsere Welt ist noch viel schöner als wir denken! Sie ist einfach atemberaubend!

Wenn wir vorwärtsblicken − was kommt noch? Träume, Wünsche, Ziele ... Für mich wäre das Schönste, eine Person zu finden, die mich so akzeptiert, wie ich bin. Jemand, der eine Rolle in meinem Leben spielen möchte mit allem, was dazugehört.

Und mein Ziel ist es, gesund und glücklich zu sein. Ich möchte nicht transsexuell sein oder mir Silikonbrüste operieren lassen. Ich möchte immer zurück in meinen Männerkörper. So liegt die Wahl nämlich immer bei mir! ▪

«Als Powerfrau kann man alles erleben, was man als Mann nicht kann und das, ohne über Sex zu reden», unterstreicht Pierre Morales alias Claudia Morales.

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40  Liebe | HINGUCKER

Von Männern und Frauenbeinen Marlene Dietrich sagte einmal: «Wenn man schöne Beine haben will, muss man sie von den Blicken der Männer massieren lassen.» Was aber, wenn die Männer von heute gar nicht mehr auf die Beine einer Frau schauen? Ein Recherchebericht. Text Gabriella Hummel Foto Shutterstock Als die Dietrich 1930 als Lola Lola im Film «Der blaue Engel» weltberühmt wurde, hatte sie das zu gewissen Teilen ihren attraktiven Beinen zu verdanken. Damals brauchte es gar nicht viel mehr: Ein hübsches Gesicht und schöne Beine. Heute kann einen als Frau allerdings durchaus das Gefühl beschleichen, dass sich die Männerwelt in Po- und Busentypen geteilt hat. Entweder er steht auf schöne Brüste oder auf einen wohlgeformten Hintern. Mehr scheint da gar nicht wirklich zu sein. Natürlich, ein ansprechendes Gesicht ist immer noch am wichtigsten, aber wo sind die Beinliebhaber hin? Sind sie seit Dietrichs Zeiten ausgestorben? Oder wird einfach nicht darüber geredet, weil freie Beine im Sommer im Gegensatz zu früher zur Normalität geworden sind? Ein Extrablick für’s Bein Diese Fragen wurden sowohl befreundeten Frauen- wie auch Männerkreisen gestellt. Und die Antworten brachten Überraschendes ans Licht. Beginnen wir mit den Frauen. Alle, die in einer Beziehung sind, können

ihren Freund klar in Po- oder Brusttyp einteilen. Dabei ist es gar nicht wirklich ausschlaggebend, wie (wenig) ausgeprägt die genannten Körperteile sind. Auf die Frage, ob die Männer (ob Freund oder auf der Strasse) denn auch ab und zu ihre Beine eines Extrablickes würdigen oder vielleicht auch bewusst in die Hand nehmen, wissen die meisten keine Antwort. Sie können sich nicht wirklich vorstellen, dass Frauenbeine einen Mann ernsthaft anmachen können. These bestätigt. Alle Klischees ausgelassen Spannend wird es allerdings in der Männerrunde. Jeder Einzelne nannte schöne Beine als eines der attraktivsten Körperteile an einer Frau. Weil sie schlichtweg auffallen. Weil man einfach nicht wegschauen kann, wenn sie an einem vorbeilaufen. Dabei sei es nicht wirklich wichtig, dass sie klischeehaft lang sind. Solange sie gepflegt sind und zum restlichen Körper passen, machen sie an. Und dabei müssen sie nicht einmal entblösst werden. Man glaubt es kaum, aber alle Männer waren sich einig:

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Schöne Beine sehen am besten aus in gutsitzenden Jeans. Keiner sprach von High Heels und nur wenige von Röcken. Schöne Beine sind also wirklich anziehend, ganz ohne die ganzen Klischees. Überraschend und erfreulich. Einer der Befragten meinte auf die ungläubige Nachfrage «Ich hätte wirklich gedacht, dass Beine für die Männerwelt nicht mehr so wichtig sind» mit: «Ja, aber nur für die, die keine Ahnung von Frauen haben.» Ein Kompliment Es ist also gewissermassen ein Missverständnis: Frauen sehen ihre ­Beine als nichts Besonderes an, aber die Männer empfinden schöne B ­eine durchaus als attraktiv. Welche Erkenntnis wir jetzt daraus gewinnen? Dass Frauen für die Männerwelt nicht nur aus Po und Brüsten bestehen. Denn es gibt sie noch, die Beinliebhaber. Und wir lernen auch, dass Männer ihren Frauen auch gern mal ein Kompliment für die schönen Stelzchen machen dürfen. Denn das haben sie verdient, auch noch 83 Jahre nach Lola Lola. ▪


Gesunde Füsse | Liebe  41

Auf Zehenspitzen High Heels machen lange Beine, sind sexy und können einer Frau in ­gewisser Hinsicht Selbstvertrauen geben. High Heels können aber durchaus schädlich sein, wenn frau nicht achtgibt. Text Gabriella Hummel Foto Shutterstock Was tut man nicht alles, um gut auszusehen? Und wie oft hat man sich als Frau nicht schon verflucht, wenn die Füsse nach einer durchtanzten Nacht nur noch schmerzen, weil die schicken (aber etwas unbequemeren) Absätze einfach so gut zum Kleid passten? Nur zu gern steigt man am nächsten Tag in die guten alten Sneakers. Aber dann gibt es die Frauen, die man nie ohne High Heels auf der Strasse sieht. Die, die hochhackig einkaufen gehen, zur Arbeit, zur Post. Die, die behaupten, dass sie super-­ bequem laufen können in ihren Stöckelschuhen und dass sie dadurch gar nicht beeinträchtigt werden. Waden- und ­Sehnenverkürzungen Genau diese Frauen aber haben keine Gabe oder ein Talent, sie haben ihren Fuss einfach schon so gut trainiert und auf die hohen Absätze eingestellt, sodass dieser diesen Zustand für normal hält. Dies kann aber unangenehme Folgen haben. Mehrere Studien am menschlichen Bewegungsapparat haben mittlerweile festgestellt,

dass ständiges High-Heels-Tragen die Achillesferse versteift sowie die Sehnen und Muskulatur der Wade verkürzt. Einfach ausgedrückt heisst das: Diese Frauen können nach mehreren hochhackigen Jahren unter Umstän-

läuft, muss sich des Risikos bewusst sein. Und entsprechend muss dem Fuss auch bewusst eine Pause gegönnt werden. Indem man daheim nur barfuss läuft zum Beispiel oder dass man die Waden etwas leiden-

«Aber dann gibt es die Frauen, die man nie ohne High Heels auf der Strasse sieht.» den nicht einmal mehr barfuss laufen, ohne dass sie auf Zehenspitzen gehen müssen. Selbst leichte Verkürzungen können bereits das Verletzungsrisiko steigern. Diese Veränderungen wieder rückgängig zu machen bedarf eines jahrelangen Dehnprozesses, der sehr schmerzhaft sein kann.

schaftlicher dehnt, als man es bisher immer tat. Es ist eigentlich ganz einfach, gut auszusehen und seinem Körper nichts Schlechtes zu tun. ▪

Ganz einfach Was kann also getan werden, um diesem Risiko entgegenzuwirken? Selbst wenn man nun einmal oft High Heels trägt oder beispielsweise von Berufs wegen tragen muss? Das wichtigste Stichwort heisst: Bewusststein. Wer nämlich hochhackig durchs Leben

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liEBE | rEiSEn

in bisschen wie Kafka

Die tschechische Hauptstadt Prag ist für viele eine der schönsten Städte Europas. Die genauen Gründe können die wenigsten nennen. Ein Erklärungsversuch. Text Gabriella Hummel Fotos Gabriella Hummel und Shutterstock Mir geht es ein bisschen wie Franz Kafka. Das sind jetzt natürlich sehr grosse Worte, aber ich will sie erklären. Kafka schrieb nämlich einmal in einem Brief: «Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat

Krallen.» Auch in mich hat die tschechische Hauptstadt ihre Krallen versenkt. Denn sie hat es nun schon zum dritten Mal geschafft, dass ich wiederkomme. Das mag daran liegen, dass mein Cousin dort

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wohnt, aber wahrscheinlich nicht. Ich würde ihn ja auch nicht drei Mal in Hintertuttlingen besuchen. Also muss es etwas anderes sein.


Reisen | Liebe  43

Der Nachgeschmack des Kommunismus in Form eines hängenden Marx ist noch leicht zu spüren.

Nicht umsonst wird Prag die «Stadt der hundert ­Türme» genannt.

Barock und Gotik stammen, erstaunen dank ihrer detailverliebten Fassaden ständig aufs Neue. Trotzdem gibt es immer mal wieder heruntergekommene Ecken, von Efeu überwachsen oder mit Graffitis bemalt. Diese Kombination macht Prag für

Die Liebe zum Bier Mein Cousin meinte eines Abends: «Komm, ich zeige dir eine authen­ tische tschechische Bar und du wirst sehen, es ist kein Klischee, dass die Tschechen nur Bier trinken.» Tatsächlich, ausser Pilsner Urquell (das

«Ich kann mich an Prag einfach nicht sattsehen.»

Verlaufen, um zu sehen Vielleicht ist es ganz einfach die Schönheit von Prag. Wenn man einen schönen Menschen sieht, will man ja auch nicht nur einmal hinschauen. Mehr sogar, am liebsten würde man diesen Menschen auch noch riechen und anfassen, um das Gesamtbild beurteilen zu können. Ich kann mich an Prag einfach nicht satt­ sehen. Die Gebäude, die – zumindest in der Innenstadt – vornehmlich aus

mich so spannend. Da macht es auch gar nichts aus, wenn man sich mal verläuft, denn es gibt genug zu sehen. Laufen ist das nächste Stichwort, weswegen ich gern in Prag bin. In der ganzen Stadt leben 1,2 Millionen Menschen – in der historischen Innenstadt lediglich 40’000. Das heisst, Prag ist völlig überschaubar und man bewegt sich zu Fuss überallhin ohne Probleme. Die vielen­Türme geben dabei immer Orientierung. Vorausgesetzt man weiss, zu welchem Turm man muss. Denn nicht umsonst wird Prag die «Stadt der hundert Türme» genannt. Dieser­Übername besteht anscheinend seit mehreren Jahrhunderten und sie sind es wohl auch, die den speziellen Charme des Prager Stadtbilds ausmachen.

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lokale Bier) und Aschenbecher gab es auf den rund 50 Tischen nichts. Übrigens: Wenn man bei uns ein Bier bestellt, erhält man eine Stange, wenn man in Tschechien ein Bier bestellt, bekommt man automatisch einen halben Liter. Jaroslav Kucera, einer der erfolgreichsten tschechischen Fotografen, von dem wir eine Ausstellung besuchten, beschrieb seine Landsleute und ihre Trinkgewohnheiten so: «Wenn wir wirklich die Chance hätten, in etwas die Weltbesten zu sein, dann wäre es das Biertrinken und das Beisammensein in der Bar. Dort lösen die Tschechen alle Probleme der Welt, vergessen ihre motzenden Frauen und geniessen­ trotzdem.» Es ist nicht nur die Liebe zum Bier, die ich mit den Menschen­►


44  Liebe | Reisen

Ein echtes tschechisches Gulasch, wie es sein soll.

Gabriella Hummel stilgerecht mit Bier in der Hand.

in Prag teile, es ist ihr Lebensstil in Zusammenhang mit Bier. Man kommt ohne Probleme mit ihnen ins Gespräch (vorausgesetzt sie sprechen Englisch natürlich), sie sind gelassen und unaufgeregt, lassen die Dinge

eins in Prag: Pražský Hrad, seit dem 9. Jahrhundert Sitz des Staatsoberhauptes. Das weltgrösste geschlossene Burgareal ist leicht zu Fuss erreichbar und wird wohl zu Recht von Menschen aus der ganzen Welt

«Wenn wir wirklich die Chance hätten, in etwas die ­Weltbesten zu sein, dann wäre es das Biertrinken und das Beisammensein in der Bar.» aber trotzdem nicht schleifen. Mein Cousin sagt gern: «Wenn man sich mit einem Tschechen nicht versteht, dann ist das meistens selbst verschuldet.» Entsprechend der Offen­heit sind sämtliche Bars und Restaurants nicht nur mit Liebe zum Drink, sondern auch mit viel Liebe zur Atmosphäre eingerichtet. Die Innenausstattungen sind durchdacht und detailverliebt, ohne aufgesetzt zu wirken. So fühlt man sich so gut wie in jedem Lokal wohl. Die Drinks sind zudem weltklasse und – schön für uns Mittel­ europäer – sehr erschwinglich, selbst in den schickeren Bars. Spuren alter Epochen Erst bei meinem dritten Besuch wagte ich mich auf Touristenziel Nummer

besucht. Hinter den Mauern der Burg befinden sich ein Dom, mehrere Häuser, Türme und andere Gebäude. Alle scheinen aus verschiedenen Epochen zu stammen, was historisch gesehen auch so ist. Jedes Zeit­alter hat auf Pražský Hrad seine Spuren hinterlassen. So hat auch jedes seine eigene Geschichte. Wie das goldene Gässchen beispielsweise: Eine kleine Gasse innerhalb der Burg mit grotesk kleinen Häuschen, in denen früher die Alchemisten im Auftrag des Königs auf der Suche nach Gold gewohnt haben sollen. In einem dieser Häuschen hat auch Kafka Anfang des 20. Jahrhunderts gewohnt und gearbeitet. Überhaupt läuft einem der Schriftsteller in Prag ständig über den Weg. Ob in Form eines s­einer

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Wohnsitze (die meisten bis heute erhalten), als Graffiti an Hauswänden oder als Poster im Souvenirshop. Die Prager sind stolz auf ihren weltliterarischen Export. Ganz im Gegensatz zum Kommunismus, der in Form einer Marxfigur mit den Fingern an einem der Dächer hängt und endgültig herunterzufallen droht. Was ist es denn nun, was Prag ausmacht? Ich weiss es immer noch nicht. Aber wenn selbst Kafka kein besseres Bild als das eines Mütterchens gefunden hat, dann lass ich es lieber an dieser Stelle und gehe einfach noch mal hin. ▪

Destination Prag Nach Prag kommt man übrigens ­un­komplizierter und schneller als man meint! Auto: Zug: Flug:

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liEBE | KUltUr

arum?

Das ist jetzt natürlich einfach. Zu sagen, ich sei kompliziert. Ich sag dir was. Du bist kompliziert. Jawohl. Weil du mich ja unbedingt so was Kompliziertes fragen musstest. Text Manuel Beck Grafik roman Beck Es war ein blöder, unnötiger Streit. Ehrlich gesagt, mein erster Streit in einer Beziehung. Ehrlich gesagt, mein erster Streit in meiner ersten Beziehung. Später hast du dich wortlos ins Bett gelegt, mit dem Rücken

Schatten gesprungen. Männlichkeit hin oder her. Auf den Nackenkuss hast du nicht reagiert. Auch nicht auf das verzweifelte Knabbern an deinem Ohrläppchen, das Streicheln deiner Schultern oder das sanfte Kneifen in

«Das klingt jetzt alles so dumm, ihr Leser müsst mich wirklich für dumm halten.» zu mir. Ich hab mich ins Bett gelegt, mit meinem Bauch zu dir. Spannungen in der Luft, da reagiere ich allergisch drauf. Das hält mein Herz nicht aus. Drum bin ich über meinen

deine Pobacke. Still hast du da gelegen. Drum sage ich ja, alles deine Schuld. Provoziert hast du's. Hättest es wissen müssen. Da blieb mir ja nix mehr übrig. Da musste ich es sagen.

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Vol. 9/2013 eben.Liebe.Laster.

Die drei unsterblichen Wörter: «Ich liebe dich.» Und dann. Vielleicht war es gar nicht so gemeint, vielleicht war das lediglich eine weibliche trotzige Affektreaktion. Aber wenn schon, wie hätte ich das ahnen können. Auf jeden Fall musstest du dich ja urplötzlich umdrehen, mir eiskalt in die Augen blicken, diese dämliche Frage stellen. Diese unreflektierte idiotische Frage: «Warum?» Hätten wir es doch wortlos, fraglos belassen, in einer sprachlosen Welt. Am nächsten Tag hätte ich dir fünfzig Kilogramm Rosen gekauft und


Kultur | Liebe  47 den alltäglichen Abwasch vertraglich zugesichert. Du hättest gelächelt. Ich hätte mir einen unschuldigen Hundeblick aufgesetzt, ein wenig gewinselt, notfalls sogar mit dem Schwanz gewedelt. Doch naiv dahinfragen

genommen. Aber dann. Ich mein. Diese Frage stellen. Das ist ja das Letzte. Du bist eingeschlafen, während mich jäh die Abgründigkeit der Frage befallen hat. Und laut, ja wie eine Autobahn hat es in mir gebrummt.

«Und du, du bist einfach eingeschlafen. Während sich mein Leben verändert hat.» wie du, in diesen Raum mit tonnenschwerer Spannungsluft. Das hält doch keiner aus. Hättest dich wahrscheinlich mit einer kurzen Antwort zufrieden gegeben. Aber, ich sag dir ja, wie es ist. Und es ist eben scheisse, dass du wohl gedacht hast, da sei nix dabei. Und noch verschissener ist, dass ich mir während der ersten halben Minute auch noch nix Gross­ artiges gedacht hab. Aber das kam ja dann schnell, wie ein Wirbel sog es mich hinein. Und das Problem ist nicht das, sondern dass. Dass ich gedacht hab. Herrgott, du hättest dir doch ausrechnen können, dass man sich hierzu auf natürliche Weise Gedanken macht. Da hab ich mich nach einigem Sinnieren auch nicht mehr zufrieden gegeben, mit meinem flau-

«Warum?» hat es gebrummt. (Das klingt jetzt alles so dumm, ihr Leser müsst mich wirklich für dumm halten. Aber ich sag euch, die Luft war brutal, und zum Schneiden dick. Da gibt man sich nicht mit Lockerleichtigkeit ab, da will man doch Männlichkeit zeigen. Etwas Handfestes, Durchdachtes bieten. Aber die Tiefe der Dinge, sie kann einem schon eine Reihe von Beinen stellen. Bis man orientierungslos direkt in ein Sackgassenschild taumelt.) Gut, wir haben gestritten. Aber das ist kein Grund, Herrgott, mir so eine Frage, so ein glühendes Messer in den Magen zu rammen. Die Magensäure schoss mir Minuten später bis zum Gaumenzäpfchen hoch. Ich habe kein Wort herausgekriegt. Und du,

«Da hab ich mich nach einigem Sinnieren auch nicht mehr zufrieden gegeben, mit meinem flauen ‹Ich liebe dich›.» en «Ich liebe dich». Ich mein, ich versteh dich ja. So ein Notfalls-­­sagich-halt-diesen-Satz, so eine Roman­ tiker-Hinschmetter-Phrase, damit ist man oftmals schnell mal aus der Patsche. Das hast du nicht einfach so hin-

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du bist einfach eingeschlafen. Während sich mein Leben verändert hat. Das war einfach saudumm. Aber ich auch ­saudumm, ich hab mich nämlich auf so eine Saudummität eingelassen. Das gebe ich schon auch

zu. Am nächsten Morgen hab ich mit blutunterlaufenen Augen gesagt: «Ich weiss nicht», hab ich gesagt, «ich brauch Zeit für mich.» Du hast mich verwirrt angeguckt. Aber dann war ich auch schon durch deine Haustür verschwunden.   Du stehst jetzt da. Es sind zwei Wochen vergangen. Du erinnerst dich wahrscheinlich nicht mal mehr. Aber ich weiss es haargenau. Haargenau, wie trocken und rau deine Stimme war, wie kühl dein Blick, wie diese Strähne in dein Gesicht fiel, wie sich diese bedrohliche Runzel auf deiner Stirn bildete. Ich hab mir das alles hier genau durch den Kopf gehen lassen. So, und jetzt lese ich dir hier diese oberen Worte vor. Damit du es auch verstehst. Und dann sag noch einmal, ich sei hier kompliziert. ▪

*zur person

Manuel Beck, 1989 im FL geboren. Nach einem Sozialjahr in Südamerika begab er sich 2009 für ein Germa­nistik-Studium nach Wien, wechselte dort später jedoch zum Studium «Sprachkunst». Er schreibt eher wenig, und mit dem Wenigen ist er selten zufrieden. Aber es gefällt ihm halt doch hin und wieder, das Schreiben. Die Grafik zum Text hat Manuels Bruder Roman Beck ­gestaltet. L...Leben.Liebe.Laster. will nicht bloss über Kultur schreiben, sondern Kultur machen! Ab dieser Ausgabe lässt eine Künstlerin oder ein Künstler auf 2 Seiten der Kreativität freien Lauf. Für die nächste Ausgabe empfiehlt ­jeweils der Vorangegangene eine Künstlerin oder einen Künstler.

L Leben.Liebe.L

aster.

08 Back to the Fifties

Wohnen im Stil der Fünfzig erjahre 30 Shades of Grey im Fokus BDSM, ein hocherotische s Miteinander 42 Kafka lässt grüssen Prag, Stadt der hundert Türme 60 Flachg elegt Sind Ballerin as die neuen High Heels?

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VOL. 9/2013

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48 «SINGLE IN 365 TAGEN» Leitfaden für Golfer, von Frank Baumann, Wörterseh Verlag, 224 Seiten, CHF 24.90 Ein Buch für Frauen, um es ihren Golf spielenden Partnern zu schenken. Es beschäftigt sich lebendig und humorvoll mit der Golf spielenden Männerwelt. Augenzwinkernd erklärt Frank Baumann in Wort und Bild, wie Mann schlechter Golf spielen und dadurch seine Beziehung retten kann. Selbst passionierte Golfspieler, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ein Single-Handicap zu haben, können hier über sich selbst lachen. «Wenn ihnen ihre Beziehung am Herzen liegt, wenn Sie nicht schon bald als Single auf der Strasse stehen möchten, weil Sie nur noch ans Golfen denken, dann hören Sie nicht auf esoterischen Schwachsinn wie ‹slow down your backswing, slow down your life›. das leben ist zu kurz, um langsam zu schwingen.»

BUCHTIPPS

von delia Koch, Bibliothekarin SaB

«DIE LIEBHABER MEINER TÖCHTER» Roman von Kati Naumann, Knaur Taschenbuch, 270 Seiten, CHF 14.90 Nina ist Mutter mit Leib und Seele. Sie räumt den Freunden ihrer drei Töchter einen festen Platz in ihrem Herz und ihrem Haus ein. Sie hegt und pflegt sie alle. Als ihre Töchter sich von ihren Liebhabern trennen, kann sie diese Veränderung nicht akzeptieren und manövriert sich in eine missliche Lage, aus der sie nicht mehr herauskommt, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Eine amüsante Geschichte über eine engagierte Mutter, die lernt, ihre Töchter loszulassen, um sie als erwachsene junge Frauen wieder anzunehmen. Ein verrückter, humorvoller Roman für Mütter und Töchter. «Selbst zwei erwachsene Kinder, fühlte ich mich bei der Lektüre des Buchs mehrmals ertappt. Loslassen ist definitiv nicht meine Stärke. Seine Kinder ziehen zu lassen und als Erwachsene wieder anzunehmen, ist eine Herausforderung an uns Mütter. Schafft man diesen Schritt nicht, muss man sich nicht wundern, wenn sich das Hotel Mama in einen All-inclusive-Zoobetrieb verwandelt, der einem über kurz oder lang über den Kopf wächst. Für mich ist die Botschaft des Buches: »Loslassen, Veränderungen akzeptieren und seinen Kindern zutrauen, eigene, gut überlegte Entscheidungen treffen zu können.» (Delia Koch) «leider habe ich mich in eine lage manövriert, aus der ich nicht mehr herauskomme, ohne mein Gesicht zu verlieren. Mir drängt sich der Gedanke auf, dass die Entscheidungen meiner töchter vielleicht nicht ganz so oberflächlich getroffen worden sind, wie es mir schien.»

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«DAS BILD» Roman von Christine Fivian, Yanthippe Verlag, 154 Seiten, CHF 29.80 Alma, Lisa und Mona kennen sich seit ihrer Jugendzeit. Kurz vor ihrer Pensionierung blicken sie auf ihr Leben, in dem der Maler Paul Béguelin eine grosse Rolle spielte und auf mysteriöse Weise zu Tode kommt. Das Bild «Die Göttin» zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Ein Buch über die Ambivalenz des Lebens und der Liebe, über die Beziehung zwischen Paul und den drei Frauen, so verschieden und doch für immer verbunden. Ein spannendes Meisterwerk, das mich gänzlich in seinen Bann gezogen hat. «alma wäre gern eine andere. Eine begnadete Sängerin, zum Beispiel. oder schön wie Mona. noch lieber gescheit wie lisa. aber sie sei bloss eine Buchhändlerin mit Brille, dachte sie immer, auch jetzt, in der Hand den Brief, worin Paul ihr schreibt, er wolle das Bild zurück.»

«BRETONISCHE BRANDUNG» Krimi von Jean-Luc Bannalec, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 351 Seiten, CHF 24.50

Vol. 9/2013 eben.Liebe.Laster.

Ein Ausflug in die Bretagne, malerisch und sagenumwoben. Auf den Glénan-Inseln werden drei Leichen an Land gespült. Zehn Seemeilen vor Concarneau beginnt eine spannende Suche nach dem Mörder, begleitet von malerischen Bildern und liebevollen Beschreibungen der Bretagne und deren Bewohner. Der zweite Krimi mit dem kauzigen Kommissar, leicht und humorvoll mit viel regionalem Flair. Ideal für Bretagne-Urlauber. «dupin fiel etwas ein, was man an der Küste über die Glénan sagte: die zeit dehnte sich auf den inseln aus. Sobald man dort war, im Bann dieser Welt. Hier konnte mehr geschehen als überall sonst; in einer Minute, einer Stunde, an einem tag. So fantastisch es auch klang, er empfand es genauso.»


lESEn | liEBE «AN EINEM TAG IM JANUAR» Roman von Christopher Coake, Goldmann Verlag, 478 Seiten, CHF 31.50 Endlich fühlt sich Mark Fife wieder bereit, ein neues Leben zu beginnen. An dem Tag, als er seine Freundin bitten möchte, ihn zu heiraten, bringt eine sonderbare Frau seine Welt durcheinander. Sie wohnt in seinem alten Haus und behauptet, sein Sohn wandle als Geist umher. Er lässt sich von Ex-Frau Chloe überreden, in das Haus zurückzukehren, um ihren toten Sohn zu erlösen. Er erkennt, dass eine Zukunft nur möglich ist, wenn er die Vergangenheit loslässt. Sehr fesselnd und unterhaltsam geschrieben. «Er war nicht so naiv zu glauben, dass man das Glück einfach nur wollen musste ...aber man konnte seinen Weg so wählen, dass das Glück eine Chance hatte. Man konnte das Glück da suchen, wo es sich finden liess.»

«HERR KLEE UND HERR FELD» Roman von Michel Bergmann, Arche Literatur Verlag, 378 Seiten, CHF 26.90 Die jüdischen Brüder Moritz (77) und Alfred (75) leben zusammen in einer Frankfurter Gründerzeitvilla. Obwohl sie oft aneinandergeraten, spürt man doch eine tiefe Zuneigung. Als die langjährige Haushälterin das Handtuch wirft, kommt mit Zamira eine junge und bildhübsche Palästinenserin ins Haus. Der Konflikt Israel und Palästina wird auf eine charmante und sensible Art aufgearbeitet und man versteht, dass auf beiden Seiten Menschen sind. «aber du erwartest bei ihr eine neutralität, die sie aufgrund ihrer Sozialisation nicht haben kann. Wir informieren uns auch in unserem Sinne, damit unsere Weltsicht bestätigt wird. Und blenden aus, was uns nicht passt. Wie soll sie differenzieren, wenn sie nicht persönlich andere Erfahrungen macht?»

«UNGEKÜSST» Roman von Karin B. Holmqvist, Piper Verlag, 219 Seiten, CHF 13.90 Erna, Mitte dreissig, ist nicht wie die anderen. Ihr Kopf ist durch eine Zangengeburt seltsam verformt und ihr schütterer Haarschopf gleicht einem ausgefransten Rasierpinsel. Sie lebt noch bei ihren Eltern und wurde noch nie geküsst. Bei einer Versteigerung findet sie in einem alten Buch Briefe, deren pikanter Inhalt ihr Leben grundlegend verändert. Sie lernt den Künstler Börje kennen, der sich durch ihr merkwürdiges Aussehen nicht beirren lässt und in ihr Gefühle weckt, die sie schwerelos und glücklich machen. Alltagsleben in Südschweden als Schauplatz eines liebevollen und warmherzigen Märchens für Erwachsene. «liebt man sich bei Vollmond in der Grabkammer, dann heben sich die Steine und bilden eine art steinernes Gewölbe, den sogenannten Steinhimmel. dann bleibt man sein leben lang zusammen.»

«MEIN HERZ SUCHT DEINEN NAMEN» Roman von Susanna Tamaro, Piper Verlag, 224 Seiten, CHF 25.90

«DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND» Roman von Jonas Jonasson, carl’s books, 412 Seiten, CHF 21.90 Allan Karlsson hat genug vom Altersheim und steigt an seinem hundertsten Geburtstag in Pantoffeln und ohne Hut aus dem Fenster und verschwindet. Mit einem gestohlenen Koffer beginnt eine abenteuerliche Reise, an der ganz Schweden Anteil nimmt. Der Alte ist kein unbeschriebenes Blatt. Er war in seinem langen Leben mehrfach in historische Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt. Ein gelungener Schelmenroman, in dem Geschichte und Gegenwart immer wieder auf amüsante Weise verknüpft werden. «Johnson war drauf und dran, allan Karlsson zu bitten, den Vietnamkrieg für ihn zu gewinnen, aber dann kehrte er in die realität zurück und sah vor sich einfach nur den Mann, der Stalin die Bombe geschenkt hatte.»

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Durch einen Autounfall verlor Matteo seine Ehefrau und seinen kleinen Sohn. Auf der Suche nach Antworten zieht er sich in die Berge zurück und lebt in einer Hütte im Einklang mit der Natur. Dort lebt er anfangs in absoluter Einsamkeit und findet allmählich zurück zu sich selbst, zu seinem Leben und zu den Menschen. Susanna Tamaro erzählt eine Geschichte über die Macht der Liebe, Verzweiflung und unschuldigen Schmerz. Eine Liebeserklärung an das Leben selbst, berührend und voller Poesie, mit wunderschönen Bildern. «oft habe ich mich gefragt, ob die Einsamkeit die Sensibilität erhöht oder ob man die Einsamkeit wählt, weil man zu sensibel ist. Bisher habe ich keine antwort gefunden.»

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50  LASTER | Kolumne

Adams Apfel WIE MANN SICH FÜHLT Ralf Bruggmann

Männer sind durchaus in der Lage, ihre Gefühle zu zeigen. Sie tun es nur mitunter auf seltsame Art und Weise.

Die Hypothese, dass Männer ihre Gefühle nicht zeigen können, hält sich so hartnäckig wie das Gerücht, dass Frauen das Einparken nicht beherrschen. Die Realität sieht in der Regel anders aus. Da werden von Damenhänden gelenkte Fahrzeuge schadlos in Parkfelder manövriert, während vermeintlich harte Kerle ihren Emotionen freien Lauf lassen. Allerdings ist es gerade dieser freie Lauf, der das Klischee noch bestärkt. Denn Männer sind zwar durchaus in der Lage, ihre Gefühle zu zeigen. Sie tun es nur mitunter auf seltsame Art und Weise.   Wenn etwa ein Mann im Kreise seiner Freunde die Ansicht vertritt, das andere Geschlecht sei die Wurzel allen Übels und Männer wären ohne Frauen ohnehin viel besser bedient, so ist dies nicht zwingend eine felsenfeste Meinung.   Wahrscheinlicher ist, dass er sich mit seiner Lebensgefährtin in einen heftigen Kleinkrieg verstrickt hatte, mit seelischen Verlusten auf beiden Seiten. Oder aber die Dame seines Herzens fügte eben diesem Herzen mit einer unbedachten Bemerkung eine Schramme zu. Natürlich hätte er weinen können. Natürlich hätte er seine Verletzung in aufrichtigen Worten und ohne falsche Scham darlegen können. Doch er bevorzugt die misogyne Unmutsbekundung, um seine Gefühle auszudrücken. So macht man das, so hat er’s gelernt. Dass dabei nur Scheisse rauskommt, liegt aber nicht zuletzt auch daran, dass er sich scheisse fühlt.

Auch beim emsigen Streben nach möglichst langfristiger Zweisamkeit trägt mancher Mann sein Herz nicht auf der Zunge. Ist er auf der Suche nach einer potenziellen Weggefährtin auf eine Frau gestossen, welche den freien Platz an seiner Seite mit Leben füllen könnte, wäre es denkbar, dies ehrlich zu kommunizieren. Vielleicht sollte von Visionen eines gemeinsamen Lebens mit Haus, Kinderschar und Golden Retriever zumindest vorläufig abgesehen werden. Doch ein Hauch von Gefühl und Offenheit könnte sein Ansinnen unter Umständen begünstigen. Stattdessen raubt er seinem Gesicht durch ein dümmliches Grinsen jeglichen Charme und lässt seinem Mund eher zweifelhafte Komplimente entweichen. Es entspricht zweifellos der Wahrheit, dass ihre Brüste ihm gefallen. Aber diese Wahrheit hat noch viele weitere Facetten. Er würde sie – die Frau, nicht nur ihre Brüste – gern näher kennenlernen, fühlt sich wohl in ihrer Gesellschaft, erkennt in ihr einen Menschen, der in der Lage ist, sein Leben zu bereichern. All das spielt sich in ihm ab. Aus ihm heraus kommt derweil nur die räudige Preisung ihrer Brüste. Die begreifliche Antwort der Umworbenen steht ihr ins Gesicht geschrieben.   Wer also einem Mann begegnen sollte, der vor Wut schäumt, flucht und zetert, sollte vielleicht bedenken, dass er gerade seine Gefühle zeigt. Womöglich braucht er einfach eine Umarmung. Obwohl, die Sache mit den Umarmungen ist wieder eine andere Geschichte. ▪

*Es entspricht zweifellos der ­Wahrheit, dass ihre Brüste ihm gefallen. L

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Laster.

  51 50 KOLUMNE Mann mit Gefühl 52 MODE Hingucker am und im Wasser 56 SCHUHE Jasmin steht auf «Stöcklischuhe» 60 MODE Must-Haves 62 SCHUHE Hoch oder flach? 66 WETTBEWERB Gewinnerin reist nach Ascona

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MODE | LASTER  53

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54 LASTER | Mode

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Der Bikini: Am richtigen Körper schafft er es, Männern den Kopf zu verdrehen und Frauen neidisch werden zu lassen. Ähnliche Zweiteiler gab es schon vor Jahrtausenden. Dies belegen antike Wandmalereien aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. In der Gegenwart sind unterschiedliche Modeerscheinungen zu beobachten. Der Microkini ist ein knapp geschnittener Bikini, welcher in den USA und Lateinamerika immer beliebter wird. Das krasse Gegenteil des Microkinis ist der Burkini. Ein Ganzkörper-Badeanzug, der islamischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen soll. Der teuerste Bikini ist übrigens jener, den Ursula Andress im Film «James Bond jagt Dr. No» getragen hat. Er wurde 2001 auf einer Auktion für 60'000 $ verkauft.

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56  LASTER | Mode

Sie strahlt wie ein Marienkäfer: Jasmin Stöckli, umgeben von ihren Schuhen.

Frau Stöckli steht auf Schuhe Bei ihr ist der Name Programm. Jasmin Stöckli steht auf «Stöcklischuhe» – im wahrsten Sinne des Wortes. Die 40-jährige Rheintalerin hat mehr als drei Dutzend Paar High Heels. Manche sind über 20 Jahre alt. Text Anja Broger Foto Paul Trummer

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Tritt man in das moderne, helle Haus von Jasmin Stöckli, fällt einem zuerst die grosse Schuhsammlung auf. Kein Wunder. Die gelernte Schuhverkäuferin besitzt eine Menge davon. «Ich weiss gar nicht, wie viele es sind. Einige habe ich noch in meinem Elternhaus, weil hier nicht alle Platz hatten. Auf jeden Fall sind es so viele, dass ich oft eine Schuhschachtel aus dem Schrank krame und High Heels darin finde, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie besitze», schmunzelt die Rheintalerin. ►

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58  LASTER | Mode

Tricks im Ärmel An einem rustikalen Holztisch, mit einem Mineralwasser vor sich, sitzt Jasmin Stöckli und erzählt, wie sie zu der geworden ist, die sie heute ist. «Mit der Lehre zur Schuhverkäuferin kam auch die Leidenschaft für Stöckelschuhe. Vor der Ausbildung habe ich mich nicht sonderlich für hohe Schuhe interessiert, jedoch war im Geschäft Vorschrift, dass wir jeden Tag ein anderes Paar anhatten, und so kam das mit der Zeit automatisch», erzählt Jasmin. Mit hohen Absätzen laufen konnte sie anfangs gar nicht. «Das lernt man mit der Zeit. Wie heisst es so schön: Übung macht den Meister.» Jedoch hat auch sie einige Tipps und Tricks. Rutschige Schuhsohlen raut sie mit einem Schleifpapier auf, so hat man besseren Halt auf dem Boden. Frauen, die nicht geübt sind, mit 12 cm hohen Absätzen zu laufen oder allgemein nicht gern steil stehen, empfiehlt sie Plateau Heels. Die Schuhe sind zwar hoch, dank des Plateaus steht man aber etwas flacher. Eine optische Täuschung sozusagen. Ausserdem massiert sie das Leder von neuen Schuhen, damit es weich wird. «Vor allem bei den Nähten, da diese sonst drücken. Will man den Schuh etwas dehnen, kann man ihn auch mit feuchtem Papier ausstopfen. Ich empfehle aber kein Zeitungspapier, da dieses abfärben kann.» Viel Wissenswertes hat Jasmin Stöckli aus der Lehre mitgenommen, aber auch die Schuhe dieser Zeit hat sie noch – beeindruckend, da dies doch schon 24 Jahre her ist.

An diesen Sohlen haften Erinnerungen Obwohl Jasmin so viele Schuhe besitzt, gibt es für sie nur ein Lieblingspaar: «Meine roten Leder-Stöckelschuhe von Paul Green liebe ich über alles», sagt sie und flitzt sogleich zum Schuhgestell, um das Paar an den Tisch zu holen. Während sie es verliebt begutachtet, meint sie: «Mit diesen beiden habe ich schon einiges erlebt. Sie sind bequem wie Hausschuhe, passen zu allen Kleidungsstücken und kommen einfach nicht aus der Mode. Sie sind perfekt.» Es gibt aber noch ein anderes Paar, das Jasmin mit besonderen Erinnerungen verbindet. «Vor einigen Jahren begleitete ich eine Freundin zu einer Operation nach Lausanne. Bevor die OP stattfand, gingen wir shoppen und ich kaufte mir schwarze Lederstiefel. Die rochen so lecker nach Leder, dass ich sie später im Hotelzimmer sogar mit ins Bett nahm und mit ihnen kuschelte. Meine Freundin meinte nur, ich hätte einen Knall und krümmte sich vor Lachen», erinnert sich Jasmin und fügt grinsend hinzu: «Aber alle, die mich kennen, wissen, dass ich eben schuhsüchtig bin. So bekam ich auch schon eine Stöckelschuh-Kuchenform geschenkt. Und High-Heels-Ohrringe, ein Buch über Schuhe, Schoko-High-Heels …» Ihr Freund nimmt den Schuhtick übrigens gelassen. «Er wusste von Anfang an, worauf er sich einlässt, ausserdem macht mich das doch zu der Person, die ich bin», so die Blondine, die an ihrem Mineralwasser nippt und lächelnd ihr Paar Lieblingsschuhe streichelt.

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High Heels: Unnützes Wissen · High Heels ist englisch und heisst übersetzt hohe Fersen. · Erst ab einem Absatz von 10 cm ist ein Stöckelschuh ein High Heel. · Ab einer Absatzhöhe von 14 cm spricht man nicht mehr von klassischen High Heels. Je nach Merkmalen können es Fetish Heels oder Skyscraper-Heels, also Wolkenkratzerschuhe­ sein. · Weil dem Schuhdesigner Chris­ tian Louboutin die schwar­ ze Sohle seines Prototyps nicht ge fiel, griff er zum Nagellack und malte sie rot an. Heute ist die rote Sohle das Marken zeichen von Louboutin. · Mit durchschnittlich 8.4  cm hohen Absätzen tragen die Englän­ derinnen im europä ischen Ver­ gleich die höchs ten Stöckelschuhe. Dies ergab die Umfrage eines Blasenpflas terherstellers. ▪


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62  LASTER | Mode

High Heels´ kleine Schwester In unserer High-Heels-Spezialausgabe wollen wir auch die Gegenspieler der hohen Schuhe zu Wort kommen lassen – die Ballerinas. Die Geschwister­ Barbara Syz-Kühne und Alexander Kühne stecken hinter der Schweizer ­Ballerina-Marke pink inside, den Ballerinas mit der pinken Innensohle, und kennen sich mit hohen sowie flachen Schuhen bestens aus. Text Anja Broger Fotos Anja Broger und pink inside

Barbara und Alex, wie seid ihr auf die Idee gekommen, Ballerinas zu designen? Alex: Wir kommen aus einer St. Galler Textilfamilie und wollten das Handwerk weiterführen. Die Wahl fiel auf Ballerinas, weil es mir ökonomisch attraktiv schien, Ballerinas in vielen verschiedenen Farben anzubieten. Vor uns hat das noch keiner gemacht. Ausserdem sind diese flachen Schuhe zeitlos. Barbara: Seit ich gehen kann, liebe ich Ballerinas – sie sind vielfältig, bequem, in vielen verschiedenen Materialien erhältlich und einfach wunderbar zu tragen.

Barbara, wie oft trägst du Ballerinas und wie oft High Heels? Und welches Paar zu welchem Anlass? Barbara: Ich trage im Sommer zu 80 Prozent Ballerinas. Sie passen perfekt für den Spielplatz mit den Kids oder in die Stadt zum Einkaufen passen sie perfekt. Gehe ich an einen schicken Anlass, ziehe ich Ballerinas mit Pailletten, metallisch schimmernder Lizard-Prägung an oder welche, die glitzern. High Heels trage ich nur noch sehr selten, beispielsweise zu einem Abendkleid oder wenn ich Lust habe, alle andern um mich herum zu überragen.

Was sind eurer Meinung nach Vorteile von Ballerinas gegenüber High Heels? Alex: Ballerinas und High Heels sind nicht vergleichbar, das sind zwei ganz verschiedene Konzepte. Es sind in der Regel ja auch ganz unterschiedliche Anlässe, bei denen Frau High Heels oder Ballerinas trägt.

Sind Ballerinas und High Heels für euch Konkurrenten, oder können sie auch Hand in Hand beziehungsweise Fuss an Fuss gehen? Alex: Es gibt Frauen, die sagen, dass sie ­ausschliesslich Stöckelschuhe anziehen, die Realität zeigt aber, dass bei den meisten Frauen beide Paare im Schrank stehen. Barbara: Ich denke, dass sich die beiden nicht wirklich ernsthaft konkurrenzieren. Wenn die Trägerin gut damit gehen kann, machen High Heels nach wie vor sehr schöne Beine. Der Ballerina ist die kleine, unbeschwerte Schwester des High Heels und sich ihres Potenzials bewusst, ohne viel sagen zu müssen – bequem, schön und immer mit einer Leichtigkeit unterwegs. ▪

Stossen die flachen Schuhe die hohen bald vom Thron? Barbara und Alex: Das ist reine Polemik. Es wird immer Ballerinas und Stöckelschuhe geben, und das ist auch gut so. Dennoch arbeiten wir daran, die Vorteile der Ballerinas zu präsentieren. Alex, du als Mann wirst doch sexy High Heels an Frauen eher bevorzugen als flache Schuhe, nicht wahr? Alex: Ich finde High Heels wie auch Ballerinas sexy, aber ob etwas sexy ist oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters und entscheidet sich schlussendlich, wie sich ein Kleidungsstück, ein Lippenstift oder eben ein Schuh an einer Person präsentiert. Nur weil eine Frau einen roten Lippenstift trägt, heisst das noch lange nicht, dass es auch sexy aussieht. Sexappeal, Stil und Eleganz kommen mit einem geschickten Zusammenspiel verschiedener Elemente. Ein Ballerina kann an einer Frau unbedingt sexy aussehen. Der Fuss wird auf jeden Fall sehr geschickt inszeniert, aber natürlich sage ich zu meiner Frau auch: «Zu dem, was du trägst, würden Stöckelschuhe besser passen.»

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Vol. 9/2013 eben.Liebe.Laster.

Barbara Syz-Kuhne und Alexander Kuhne, das Markenzeichen ihrer handgefertigten Ballerinas ist die pinke Innensohle.


Farbe ist wieder da

Wenn der Sommer kommt, ist die Brille bunt

Auch wenn die dunklen, grossen ­Brillen noch da sind und das Sortiment bestimmen, trägt die Avantgarde die klassischen Formen der Sonnenbrillen in dieser Saison ganz neonfarben bunt und meist dazu noch verspiegelte Brillengläser. Was letzten Sommer in Italien schon ganz hip war, kommt nun über die Alpen. Sonnenbrillen mit besonderen Oberflächen sind der Hingucker und Fühler schlechthin.

Rebien Augenoptik Aeulestrasse 30 (vis-a-vis Kunstmuseum) 9490 Vaduz/FL Tel. +423 390 10 20 www.rebien.li

facebook.com/rebienAugenoptik

JONES SAGT DANKE

MODE FÜR GEBALLTE FRAUENPOWER Das JONES-Team bedankt sich bei ihren Kundinnen, die trotz der Umstände durch den Neubau nebenan, dem Modefachgeschäft die Treue halten. Wie gewohnt erwartet die Kundin hohe Qualität und professionelle Beratung. Bereits Ende Juni treffen die ersten Herbstkollektionen ein, die auch von der neuen Edellinie Homewear ergänzt werden. JONES kleidet modebewusste Frauen perfekt ein und dies für den ganzen Tag.

Jones –Store Vaduz Beatrice Frei-Kaiser Städtle 36 9490 Vaduz/FL Tel. +423 233 20 30


Lifestyle pur mit dem neuen ­Yaris «Trend» Das raffinierte Sondermodell mit viel Leistung und wenig Verbrauch

Dem erfolgreichen Toyota Yaris wird ein trendiges Styling verpasst und setzt somit dem Sondermodell noch einiges obendrauf – innen wie aussen. Das limitierte Sondermodell Yaris «Trend» ist ab sofort bei der Schlossgarage Lampert in Vaduz/FL erhältlich. Text Jennifer Buchsteiner Fotos ZVG


Der Innenraum überrascht durch seine angenehme Frische. Die exklusive Mittelkonsole mit assortierten Ledereinlagen und den weissen Oberflächen sorgen für eine besonders verführerische Ausstattung. Die Sitzbezüge in elegantem Weiss und kontrastierendem Schwarz ergänzen dieses Wohlfühlklima. Serienmässig integriert sind die Klimaanlage, ein fortschrittliches Navigationssystem sowie eine Rückfahrkamera. Äusserlich verzaubert der Yaris «Trend» mit blitzendem Chrom, dunkel getönten Scheiben hinten und am Heck, 16“-Leichtmetallfelgen, speziellen LED-Heckleuchten, dezentem Dachspoiler, und viele weitere Detailakzente runden den urbanen Chic des neuen Yaris ab.

neun aussenfarben erhältlich Passend zum inneren Weiss, ist das Sondermodell auch aussen in Weiss erhältlich. Doch für die individuelle Gestaltung kann von neun trendigen Aussenfarben gewählt werden. Der Yaris «Trend» zeigt, was auch in der kleinen Klasse möglich ist – an wegweisender Technologie, Nutzwert, Ausstattung und Sicherheit. So zum Beispiel sein spritziger 1,33-LiterDual-VVT-i-Motor, der beweist, wie sich Fahrspass und Effizienz genial miteinander verbinden lassen. Abgesichert durch die Qualität, die von jedem Toyota erwartet werden darf – und alles zu einem verblüffend günstigen Preis. ▪

dEr «trEnd» VErzaUBErt (niCHt nUr FraUEn) Was zeichnet den yaris «trend» aus? Die Optik des Yaris «Trend» fällt auf, nicht nur aussen, auch im Innenbereich. Speziell ist sicherlich die Kombination vom weissen Interieur und der weis- Thomas Lampert, Geschäftsführer sen Aussenfarbe. Man(n) könnte meinen, ein auto für die Frau. Ja, das Sondermodell ist ein trendiges und kompaktes Fahrzeug, bei dem Preis und Leistung absolut stimmen. Zudem bietet der Yaris ein komplettes Paket, bei dem auf keine Annehmlichkeit verzichtet werden muss. Wie lange ist das limitierte Sondermodell  erhältlich? In der Schweiz bzw. Liechtenstein sind 800 Yaris «Trend» für den Verkauf auf dem Markt. Der grossen Nachfrage wegen mussten wir bereits weitere Fahrzeuge nachbestellen. Weshalb sind unsere leserinnen bei der Schlossgarage lampert gut bedient? Wir sind seit 23 Jahren Toyota-ExklusivHändler. Die Schlossgarage zeichnet sich aus durch kundenorientieren Service und Beratung. Es ist unser Ziel, das passende Auto der Kundin bzw. dem Kunden zu bieten.

*WEitErE inFoS Das Sondermodell Yaris «Trend» ist bereits für CHF 20 400.00 erhältlich (inkl. des Stylepakets von CHF 500.00). Sofort Probefahren bei der Schlossgarage Lampert in Vaduz/FL.

Schlossgarage lampert aG zollstrasse 1 9490 Vaduz/Fl www.schlossgarage.li


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Gewinnspiel

L Gewinnspiel Unsere Gewinnerin Wir gratulieren!

E-Mails an die Redaktion Begeistert Einfach einmalig: sehen, lesen und begeistert sein … was will man noch mehr. Marlis Tännler

Gaby Kerhart gewinnt ein Wochenende in Ascona

Gaby Kerhart aus Mauren gewinnt ein Wochenende im Erstklasshotel Casa Berno in Ascona/CH. Chefredaktor Mario Heeb überreicht der Gewinnerin­ den Gutschein. Das ­L… Team wünscht «buon viaggio». Was spricht Sie an am Magazin? Welche Kritik möchten Sie loswerden? Wie viele Ausgaben von L…Leben.Liebe.Laster. haben Sie gelesen? Würden Sie das Magazin auch am Kiosk kaufen? Diese und weitere Fragen beantworteten an die 370 LeserInnen bei unserer Onlineumfrage. Viele interessante Meinungen, aber auch kritische Äusserungen erreichten die Redaktion auch per E-Mail. Herzlichen Dank.

Kalter Abend … ungemütlich Mit Bettflasche und L…Leben.Liebe.Laster. ver­kroch ich mich unter die Bettdecke. Nun ist’s gerade 00.15 Uhr. 1 1/2 Std. habe ich mich vertieft in L…Leben.Liebe.Laster. d.h. minuziös durch­ gelesen und ich möchte euch schreiben, dass mich das Magazin durchs Band sehr angesprochen hat. Spannende Querbeetthemen. Als kritische Person allgemein kann ich aber trotzdem nichts Negatives loswerden und ich erwarte mit Ungeduld die nächste Ausgabe. Bin mir sicher, dass sie wieder viele brisante, spannende und facettenreiche Berichte bereit halten werden. Rahel Allenspach Magazin für Mutter und Tochter Ich freue mich immer wieder, wenn ich die neue Ausgabe vom L…Leben.Liebe.Laster. erhalte, auch meine Tochter ist begeistert von den interessanten Themen. Macht weiter so. Brigitte Gunsch T...Top.Toll.Thanks. Achte Ausgabe von L...Leben.Liebe.Laster. Herzlichen Dank für dieses «andere» Lifestyle Magazine. Zum achten Mal in den Händen, zum achten Mal begeistert, dass wirklich alle Themen zum Lesen anregen, habt Ihr dank der Optik, der Gestaltung, der Themenwahl, des Schreibstils und dem ansprechenden Cover geschafft und das Ganze noch regional: T...Top.Toll.Thanks. ... weiter so. Claudia Schnider

Unter den vielen E-Mails und TeilnehmerInnen der Onlineumfrage verlosten wir ein Wochenende für zwei Personen inklusive Frühstück im Wert von 1172 Franken im Erstklasshotel Casa Berno in ­Ascona.

«Buchstaben» verschlungen L… Leben.Liebe.Laster in der knall-grünen Aufmachung, den schlichten, nicht überladenen und doch sehr wirkungsvollen Farbbildern spricht mich sehr an (eine Augenweide). Die gewählten Themen sind einfach, verständlich und interessant geschrieben. Ich habe ihr Magazin b ­ uchstäblich verschlungen. Welche Themen ich erwarte? Alles über Leben, Liebe und Laster! Danke für den guten Lesestoff. Heidi Copis Community

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Stand 10.06.2013

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Vol. 9/2013 eben.Liebe.Laster.

Wohnen und Reisen ….. ein interessantes Heft, das ich jeweils von A bis Z lese. Besonders das Wohnen, die verschiedenen Häuser haben es mir angetan. Auch die Reisebericht sind immer toll geschrieben. Überhaupt hat es viele lesenswerte Artikel. Ich schenke das Magazin jeweils nach dem Lesen weiter an eine Kollegin in Diepoldsau. Idy Miguez-Schmid


wenn wohnen zum erlebnis wird

Moebel4me GmbH Einkaufszentrum Neufeld Rheinstrasse 2 9469 Haag

Ă–FFNUNGSZEITEN Montag bis Freitag von 9.00 - 12.00 Uhr und von 13.30 - 19.00 Uhr Samstag von 9.00 - 17.00 Uhr durchgehend


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L...Leben.Liebe.Laster. VOL.9  

Das regionale Frauenmagazin VOL.9

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