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L 08 Nachhaltiges Bauen Eine Herausforderung 16 Der Arbeitsmarkt wird grüner...

26 Plötzlich vegan! Ein Erfahrungsbericht 48 Reisen Mit gutem Gewissen 54 Mode aus der Region Edle Materialien fair produziert

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Nachhaltigkeit

Das neue Bewusstsein für kultivierten Konsum

VOL.14/September 2014

Gratis zum Mitnehmen


02  RUBRIK

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03 L...EDITORIAL.

Marion Kranz

Manuela Bischofberger

Über Nachhaltigkeit, Konzepte und guten Geschmack Manuela Was kann ein Print-Magazin zu einem nach­ haltigen Lebensstil beitragen? Wie kann ein Magazin nachhaltig sein? Während sich immer mehr Unter­ nehmen damit rühmen, nachhaltig zu produzieren und Nachhaltigkeit in der Unternehmenskommunikation thematisiert wird, frage ich mich einmal mehr als ­Gestalterin, wie ich Nachhaltigkeit im Design umsetzen kann. Ich meine, es gehört doch mehr dazu, als nur ein Magazin auf FSC-zertifiziertes Papier zu drucken und über nachhaltige Themen zu schreiben.

Manuela Bei der Gestaltung der Themen habe ich gemerkt, wie schwierig es ist, ansprechendes B ­ ildmaterial zu finden. Du findest eine Vielzahl von irgendwelchen Symbolbildern. Das Problem von Symbolbildern ist, dass diese eine Distanz zum Thema schaffen – im Sinne von «geht mich nichts an». Deshalb habe ich schliesslich die Hauptreportage auf Seite 36 typografisch umgesetzt und mit Begrifflichkeiten gearbeitet. Nachhaltigkeit ist etwas sehr Individuelles. Etwas, das uns alle angeht, aber für jeden eigene Werte darstellt. Wenn du das Wort «Familie» liest, hast du ein anderes Bild im Kopf als ich. Erst dann holt es dich auf deiner ganz persönlichen ­Ebene ab.

Marion Stimmt genau. Da stellen sich bei diesem Thema auch gleich die Fragen: Wo setzt man an – wo hört man auf ? ALLES kann doch nachhaltig sein. Wenn wir zum Beispiel an ein Gespräch denken. Jede Unterhaltung kann intensiv und tiefgreifend – also nachhaltig sein. Und genau so waren auch unsere spannenden Interview­ partner sowie die Gespräche zu diesem Thema in der L...Redaktion.

Marion Daher wünschen wir uns, mit den tollen und individuellen Beiträgen in dieser Ausgabe viele Men­ schen abholen zu können und dadurch einen Einblick in die Nachhaltigkeit zu geben. Wenn man sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzt, spürt man schnell, wie vielfältig und weitläufig es ist. Dann gilt es, Priori­ täten zu setzen. Sich auf Themen zu einigen und alles optimal umzusetzen. Wenn wir gerade bei der optima­ len Umsetzung sind, Manuela …

Manuela Ja, deshalb wollte ich unbedingt diesem Thema eine Ausgabe widmen und damit selbst einen Beitrag leisten. Irgendwie scheint das Thema Nachhaltigkeit jeden anzusprechen, aber trotzdem wird noch viel zu wenig dafür getan. Jeder Einzelne kann mit seinem Handeln Werte vermitteln. Mit einem Magazin kann ich das darüber hinaus schriftlich einem grösseren Kreis zukommenlassen und Denkanstösse geben.

Manuela Genau – als wir das Konzept für unser Magazin erarbeitet haben, war einer unserer Werte, eine Platt­ form für Community und Austausch zu schaffen. Vor allem soll es kein «Wegwerf-Magazin» sein, dass nach einmal durchblättern im Müll landet. Sondern eben nachhaltig sein!

Marion Das ist genau das, was wir mit dieser Ausgabe aussagen und in den Umlauf bringen möchten. Es sind die persönlichen Meinungen auf Seite 40, nachhaltige Arbeitsmöglichkeiten (Seite 16), Reisen, welche die Welt schonen – wie man auf Seite 48 lesen kann und vieles mehr.

Vol. 14

Marion In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern anhaltende, tiefgründige und intensive Stunden mit der 14. Ausgabe von unserem Magazin L...Leben.Liebe.Laster.

L

Manuela Bischofberger, Art-Direktorin, Mitherausgeberin Marion Kranz, Chefredakteurin

.Dialog.


04  INHALT

Leben  08

06 KOLUMNE Verinnerlichte Nachhaltigkeit 08 WOHNEN Nachhaltiges Bauen 16 BUSINESS Grüner Arbeitsmarkt 22 AUF EIN WORT mit Sacha Schlegel 26 CARPE DIEM Plötzlich vegan!

Vielfalt

Soziales Schönheit Beziehungen Ökonomie Leben Familie Geld Ökologie Tiere Wert Leistung Natur

22

Mode

Liebe  36

Laster

48 34 KOLUMNE Auf immer und ewig 36 REPORTAGE Nachhaltigkeit 42 KULTUR Kunst statt Bananen – im Supermarkt 46 KULTUR Märkte in der Region 48 REISEN Mit gutem Gewissen

64 52 KOLUMNE Nicht mit Selbstverständlichkeit 54 GRÜNE MODE Regional & ökologisch 60 SCHMUCK Natürliche Rohstoffgewinnung 62 WILL-HABEN 64 GOURMET Wilde Smoothies

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walder, werber

PREIS-LEISTUNGSSIEGER Top-Performance mit +37% * retrofreie Fonds mehrfach ausgezeichnet

Dafür arbeiten wir. Bei uns profitieren Sie von einer hervorragenden Performance, die wir mit besten Ratings und Auszeichnungen seit Jahren immer wieder unter Beweis stellen. Denn Erfolg kann man messen: Unser Strategiefonds «LLB Strategie Ausgewogen (CHF)» erzielte 3 7 %* Rendite im 5-JahresVergleich. Alle unsere Fonds sind retrofrei und gehören damit zu den günstigsten aktiv gemanagten Fonds in Europa. Aber die wichtigste Auszeichnung bleibt für uns Ihr glückliches Lachen. Mehr unter: www.llb.li/auszeichnungen

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06 KOLUMNE

Friedas Welt «VERINNERLICHTE NACHHALTIGKEIT» Nicole Hagleitner

Vor einiger Zeit und viel zu früh verabschiedete sich mein wertvollstes, täglich genutztes und unabdingbares Elektrogerät – mein Geschirrspüler – aus meinem Alltagsleben.

Tief getroffen musste ich dann noch die Nachricht des eintreffenden Mechanikers ertragen, dass er für meinen Spüler zwar einige lebensverlängernde Massnahmen treffen könne, es jedoch besser und kostengünstiger wäre, mich nach einem neuen Gerät umzusehen.     Somit blieb mir vorerst nichts anderes übrig, als mich in den Elektrogeräte-Dschungel vorzuwagen, um mich über die neusten Modelle und deren unnötige Vielseitig­ keit zu informieren. Ich traf sogleich auf einen jungen motivierten Verkäufer, der mir die einzelnen Modelle ausführlich erklärte und immer wieder deren Nachhal­ tigkeit betonte.   Auf meine Frage hin, was denn Nachhaltigkeit über­ haupt bedeute, erntete ich zuerst mal einen erschro­ ckenen Blick. Dann hörte ich Worte wie ökologisch, spar­sam und nachhaltig. Der Verkäufer merkte, dass ich anspruchsvoll war und er mich mit seinem Vortrag nicht befrie­digen konnte, entschuldigte sich höflich und ver­ schwand hinter dem nächsten Regal.

  Später zu Hause liess mich der Gedanke nicht los, dass wir oft unbemerkt Wörter verwenden, deren eigentliche Bedeutung wir gar nicht kennen. Wörter, die uns täglich begleiten und ein Leben beschreiben, welches wir leben sollten, aber nicht tun. Und auch wenn wir deren Bedeu­ tung kennen, diese jedoch nicht verinnerlicht haben. So kann ich zwar ein ökologisch nachhaltiges Gerät ­kaufen, werde aber dadurch kein ökologischeres oder nachhalti­ geres Leben führen.   Ich habe versucht, der stetig wachsenden und unvor­ bildhaft vorgelebten Wegwerfgesellschaft den Rücken zu kehren, und mich entschieden, meinen alten Geschirr­ spüler wiederzubeleben. Auf dass er mir nachhaltige, über längere Zeit andauernde und bleibende gute Dienste leisten wird. ▪

* So kann ich zwar ein ökologisch nach­

haltiges Gerät kaufen, werde aber dadurch kein ökologischeres oder nachhaltigeres Leben führen.

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Leben.

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«Frauen sind schön. Frauen sind selbstbewusst und intelligent. Das Leben ist Veränderung. Veränderung ist gut.»

Frühstück schützt vor Herzinfarkt

Lesen macht schlank!

Morgens frühstücken wie ein Kaiser, mittags speisen wie ein König und abends wie ein Bettler – an ­dieser Volksweisheit ist wohl doch eine Menge dran. Eine ­US-Studie ergab jetzt, dass Frühstücksmuffel ihr Risiko für Herzinfarkt um 27 Pro­ zent erhöhen. Besonders gefährlich ist das ­Auslassen der ersten Mahlzeit des

­ ages übrigens zwischen 45 T und 60 Jahren: Hier erhöht sich das Risiko sogar um 50 Prozent.

Sorgen einfach wegspülen

Nachhaltig glücklich

Vorm Essen und nach der Toilette Hände waschen, das lernen schon die Kleinsten. Und das ist auch gut so, denn schmutzige Finger sind un­ ter anderem für die Hälfte aller Lebensmittelinfektio­ nen verantwortlich. Jetzt hat die Uni Köln herausgefun­ den, dass beim Händewa­ schen auch negative Erleb­ nisse weggespült werden. Wer sich im Experiment nach einem Misserfolg die Hände reinigte, ging da­ nach viel optimis­tischer an neue Aufgaben.

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Glück ist kein Luxus! Glück ist ein menschliches Grund­ bedürfnis. Dies wussten schon die alten Griechen und der Buddhismus erkann­te bereits vor mehr als 3000 Jahren, dass wir unser

Wer auf Lebensmittelverpa­ ckungen im Einkaufsladen die Etiketten genau studiert, wiegt durchschnittlich vier Kilo weniger als jemand, der das nicht tut. Die Wissen­ schaftler der Uni Santiago de Compostela erklären das Ergebnis der Studie folgen­ dermassen: Wer den Fettund Zuckergehalt von Pro­ dukten kennt, isst bewusst.

Schicksal selbst formen ­können. Heute wird Glück als seriöses Forschungsthe­ ma angesehen. Kurz: Glück und O ­ ptimismus kann man lernen. Der wichtigste Schritt hierbei ist, einfach zulangen.

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würde ein Shirt im Laden mehr kosten, um sicher­ zustellen, dass Anbieter fair bezahlt werden.

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Wasser verschlingt die ­weltweite Produktion von Baumwolle jedes Jahr – genü­ gend, um jeden Menschen der Erde pro Tag mit 120 Litern Frischwasser zu versorgen.

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der Frauen in unseren ­Breitengraden – wünschen sich laut einer Studie, dass Mode ­stärker auf ökologische ­Belange Rücksicht nimmt.

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lang schalten Millionen von Menschen am gleichen Abend ihr Licht aus. – als globales Zeichen zum gemeinsamen Handeln. Die WWF Earth Hour ist eine einfache Idee, die rasend schnell zu einem jährlichen weltweiten Ereignis wurde. Nächster Termin: 28. März 2015, 8:30 pm. www.earthhour.com


08  WOHNEN LEBEN

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achhaltiges Bauen – Eine Herausforderung ... L

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WOHNEN 09

Nachhaltiges Bauen ist unumgänglich, um die bestehenden gesellschaftlichen und öko­ logischen Probleme nicht weiter zu verschärfen. Die gebaute Lösung hängt stets vom Kontext ab und muss bei jedem Projekt neu bestimmt ­werden. Hierfür bildet Prof. Schwarz an der Universität Liechtenstein Architekten und ­Architektinnen aus und betreibt Spitzen­ forschung. Text Dr. Volker Ritter Fotos ZVG Universität Liechtenstein

Nachhaltigkeitsmodelle Grundsätzlich ist der Begriff Nach­ haltigkeit nicht eindeutig definiert, und er wird heute je nach Zusammen­ hang anders verwendet. Als Synonym für Dauerhaftigkeit lassen sich sowohl positive wie auch negative Handlun­ gen beschreiben. Man kann etwas «nachhaltig verbessern», aber auch «nachhaltig zerstören». Nachhaltig­ keit beim Bauen beurteilt nur die positiven Qualitäten eines Hauses, die ein ökologisch, ökonomisch und sozio-kulturell nachhaltiges Leben ermöglichen. Denn das Haus bietet nur einen Rahmen und die Nachhal­ tigkeit hängt deutlich vom Verhalten der Bewohner ab. Ein nachhaltiges Haus nutzt wenig, wenn die Bewoh­ ner mit ihren Handlungen den effizi­ enten Betrieb des Hauses stören oder mit ihren übrigen Handlungen (Kon­ sum, Mobilität, Ernährung etc.) alle gewonnenen Vorteile kompensieren.

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Vol. 10/2013 14/2014 eben.Liebe.Laster.

Der Zusammenhang zwischen den drei Nachhaltigkeitskriterien (ökolo­ gisch, ökonomisch und sozio-kultu­ rell) wurde bereits im 18. Jahrhundert von Hans Carl von Carlowitz erkannt, der die massive Waldrodung im Erz­ gebirge durch die Montanindustrie in Zusammenhang mit negativen Folgen auf die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Verhältnisse brachte. Wieder aufgegriffen wurde dieser Aspekt erst während der Ölkri­ sen im letzten Jahrhundert, als Gren­ zen des Wachstums erkannt wurden. Im Auftrag des Clubs of Rome stellte Meadows u. a. 1972 ein Modell vor, das mögliche Prognosen zur Entwick­ lung der gesamten Erde aufzeigte. Die zentrale Schlussfolgerung war: «Wenn die gegenwärtige Zunahme der Welt­ bevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nah­ rungsmittelproduktion und der Aus­ beutung von natürlichen Rohstoffen ►


10  WOHNEN

«Nachhaltiges Bauen ist stets ein Kompromiss aus ökonomischen, ökologischen und gesell­ schaftlichen Aspekten.»

An der Universität Liechtenstein sind Spitzenforschung wie das Fluidglass-Projekt und die praktische Vermittlung von Nachhaltigkeitskonzepten zu Hause.

unverändert anhält, werden die abso­ luten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten Hundert Jahre erreicht.» [1]

«Nachhaltige Häuser ­dürfen Kulturflächen und Naturreservate nicht ­weiter ­reduzieren.» Um aus dieser Erkenntnis politische Handlungen abzuleiten, wurde 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der UN eine Kom­ mission berufen. Oft wird aus dem Abschlussbericht mit dem Titel «Unse­ re gemeinsame Zukunft» die aller­ dings unverfängliche Definition für nachhaltige Entwicklung zitiert: «Dauerhafte Entwicklung ist Ent­ wicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskie­ ren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedi­ ­ gen können.» [2]

Vom Modell zur Realität Im weiteren Verlauf entstand das DreiSäulen-Modell, bei dem die men­sch­ lichen Handlungen entsprechend ihrer ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Qualität beurteilt werden. Allerdings zeigt sich, dass die Umsetzung des Modells beim Bauen auf gewisse Schwierigkeiten stösst.   Hierfür müssen alle Prozesse wäh­ rend der gesamten Lebensdauer des Hauses betrachtet werden. Diese um­ fassen die Planung, die Errichtung, den Betrieb, zwischenzeitliche War­ tungs- und Sanierungsphasen und schliesslich den Rückbau/Abriss eines Hauses. Da eine Reihe an zukünftigen Rahmenbedingungen un­ gewiss sind, müssen gewisse Annahmen zur Her­ stellung und zum Recycling der Bau­ stoffe und der Lebensdauer der Kom­ ponenten getroffen werden.   Allerdings kann die tatsächliche Lebensdauer von Komponenten im Haus deutlich anders ausfallen, was

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aber einen enormen Einfluss auf die Ökobilanzierung (alias Lebenszyklus­ analyse LCA) hat. Ob z. B. Fenster tatsächlich exakt in 30 Jahren ausge­ tauscht werden, bleibt ungewiss. Auch die sogenannten Umweltbelas­ tungspunkte der Baustoffe (Kennzahl zur Umweltbelastung durch Herstel­ lung, Nutzung und späteres Recyc­ ling) sind nur Durchschnittswerte. Grosse Schwierigkeiten bestehen auch bei der Beurteilung der ökonomi­

«Nachhaltigkeitsberechnungen basieren auf Annahmen und Durchschnittswerten.» schen Nachhaltigkeit von Gebäuden (alias Lebenskostenanalyse LCC), da die zukünftigen Energiekosten und Zinssätze für Baukredite ungewiss sind. Daher sollte man Berechnungs­ ergebnissen zur Nachhaltigkeit mit gewisser Skepsis gegenüberstehen, wenn sehr exakte Werte angegeben werden, denn eigentlich gibt es ►


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12  WOHNEN

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«Ein nachhaltiges Haus ermöglicht ein nachhaltiges Leben. Der Erfolg hängt aber vom Verhalten der Bewohner ab.» i­mmer eine Bandbreite. Zusätzlich besteht die Schwierigkeit einer fairen Gewichtung der ökologischen, öko­ nomischen und gesellschaftlichen ­Aspekte, wenn man eine Gesamtaus­ sage zur Nachhaltigkeit treffen möch­ te. Die dabei verwendeten Gewich­ tungsfaktoren haben grossen Einfluss auf die Bilanzierung. So ist es eigent­ lich unmöglich, Aspekte wie Nutzer­ freundlichkeit oder Erscheinungsbild eines Gebäudes mit ökonomischen oder ökologischen Gesichtspunkten zu ge­ wichten. In den Teilbereichen Energie und Materialbedarf hat sich in der Schweiz das Label Minergie-A (fordert eine LCA) und Minergie-ECO etabliert, das mit seinem Material­ katalog stark umweltbelastende Ma­ terialien ausschliesst. Für grössere Überbauungen eignen sich die Be­ wertungsmethoden der 2000-WattGesellschaft, die auch Aspekte der Mobi­li­tät und der Materialressourcen einschliesst.

Planungsaspekte beim nachhaltigen Bauen Trotz der Schwierigkeiten, objektiv Nachhaltigkeit zu bewerten, ist ein ökologisch verträgliches und res­ sourceneffizientes wirtschaft­liches Bauen unumgänglich, um die beste­ henden gesellschaftlichen und öko­ logischen Probleme nicht weiter zu verschärfen. Dies erfordert, schon während der Planung den Standort

«Der Nutzung von erneuerbaren Energien ist entscheidend für den nachhaltigen Betrieb eines Hauses.» geschickt zu wählen. Das Bauen auf der grünen Wiese fernab von jeder Infrastruktur und jedem Anschluss an öffentlichen Personennahverkehr muss vermieden werden, um Kultur­ flächen und Naturreservate nicht wei­ ter zu verringern. Eine weitere wichti­ ge Stellschraube ist der Flächenbedarf

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pro Person. Architekten sind gefor­ dert, bewusst mit weniger Raumfläche und Gebäudevolumen einen hohen Komfort für die Bewohner zu erzeu­ gen, denn die Wohnfläche bestimmt nicht nur den Materialaufwand beim Bauen, sondern auch das Volumen, das später beheizt/gekühlt und beleuchtet werden muss. Schliesslich hat das Volumen auch indirekt Ein­ fluss auf unseren Konsum, da die Bewohner diese Räume mit Möbeln und Gegenständen füllen.   Oft muss bei der Planung zwischen den drei Hauptkriterien abgewogen werden und es gibt keine allgemein­ gültigen Lösungen. So sollte z. B. aus ökologischen Gründen eigentlich auf ein Kellergeschoss verzichtet werden (hoher Material- und Energieaufwand), aber im städtischen Umfeld ist dies aus ökonomischer Sicht nicht nachhaltig. Auch die Orientierung und Kompakt­ heit eines Gebäudes sind oft ein Kom­ promiss. Dabei sind auch die techni- ►


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14  WOHNEN

Die Aussenraumgestaltung ist in Bezug auf die gesellschaftliche Nachhaltigkeit für einen zeitgemässen Holzbau entscheidend.

schen Fortschritte zu berücksichti­ gen. Während eine hohe Kompaktheit immer noch ein wichtiges K ­ riterium der Nachhaltigkeit ist (weniger teure und materialaufwendige Details, geringerer Heizwärmebedarf ), ändert sich die Bedeutung der Orientierung. Neue Gläser mit hohem thermischem Widerstand und regulierbarem Son­ nenschutz beeinflusst die Optimie­ rung der Fensterflächen. Der Vorteil

«Der energetische Kontext ist stets anders und sollte von Fachleuten beurteilt werden.» von grossen Flächen nach Süden, um im Winter Wärmegewinne zu erzeu­ gen, muss mit dem Nachteil von Überhitzung im Sommer (z. T. auch Frühjahr und Herbst) abgewogen werden, gerade wenn der Heiz­ wärmebedarf der neuen Gebäude­ standards ohnehin gering ist.

Weiterhin existieren unterschiedliche Ansichten über die Nachhaltigkeit von Leicht- und Massivbauten. Mas­ sivbauten werden in der Regel für Gebäude mit hoher Lebensdauer geplant, die mit ihrer hohen thermi­ schen Speicherkapazität die Wechsel zwischen Tag und Nacht und zwischen den Jahreszeiten ausgleichen können. Leichtbauten bieten hingegen den Vorteil eines deutlich geringeren Materialaufwands beim Bau und spä­ teren Rückbau. Allerdings müssen Leichtbauten oft mit leistungsstärke­ ren Heiz- und Kühlgeräten ausgerüs­ tet werden, da Innenraumtemperatu­ ren stärker schwanken können. So beeinflussen die Aspekte Materialität, Kompaktheit und Orientierung nicht nur die Ökobilanz beim Bau, sondern auch deutlich die Dimensionierung und den Energiebedarf der Heiz-/ Kühlsysteme, der elektrischen Beleuch­ tung und des Belüftungssystems. Idea­ lerweise werden diese Aspekte nicht

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nachgängig, sondern mit den Fach­ planern von Anfang an diskutiert. Ent­ scheidend sind dabei die Opportuni­ täten auf dem Grundstück. So gibt es nicht nur einen gestalterischen, son­ dern auch einen energetischen Kon­ text. Die Nutzung von erneuerbaren Energieressourcen wie Erdwärme und solarer Einstrahlung sind häufig auf dem Grundstück möglich. Andere erneuerbare Kräfte wie Wind und Wasser können oft erst ökonomisch sinnvoll im Verbund mit mehreren Gebäuden mit grösseren Anlagen genutzt werden. Hierzu gehört auch die Nutzung von Nah- und ­Fernwärme, deren Wärme auch über erneuerbare Ressourcen erzeugt werden kann. Wissenstransfer: Die Arbeit am ­Lehrstuhl für nachhaltiges Bauen Der Lehrstuhl von Prof. Dietrich Schwarz an der Universität Liechten­ stein bildet nicht nur Architekt/-innen im Bereich des nachhaltigen Bauens


WOHNEN  15

«Die Planung von nachhaltigen Häusern ist komplex und sollte von Experten begleitet werden.»

aus, sondern forscht intensiv an einer multifunktionalen Verglasung. Dabei wird das Fenster zu einem aktiven Element, das nach aussen einen regel­ baren Sonnenschutz plus solarther­ mische Kollektoren und nach innen eine Heiz- und Kühlfläche zum Tem­ perieren besitzt. Dieses von der euro­ päischen Union geförderte Projekt wird mit elf namhaften europäischen Partnern aus Wissenschaft und Indus­ trie bearbeitet. Diese Zusammenar­ beit mit den führenden Universitäten

in Europa und Unternehmen der Region, wie z. B. in Liechtenstein die Hoval Aktiengesellschaft und in Feld­ kirch Mayer Glastechnik, steigert nicht nur den Stellenwert der Uni­ versität Liechtenstein in der inter­ nationalen Forschungsgemeinschaft, sondern fördert auch ganz konkret regionale Firmen, die dank innovati­ ver Forschung neue Geschäftsfelder im Bereich des nachhaltigen Bauens erschliessen. ▪

*ZUR PERSON

Dr. Volker Ritter Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoktorand Lehrstuhl Prof. Dietrich Schwarz Universität Liechtenstein, Institut für Architektur und Raumentwicklung

[1] Meadows et al.: Die Grenzen des Wachstums 1972, Übersetzung von Hans-Dieter Heck, 14. Aufl., Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1987, ISBN 3-421-02633-5: S. 17; [2] Brundtland-Bericht, S. 51; Absatz 49 und S. 54 Absatz 1

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D 16  BUSINESS

er Arbeitsmarkt wird grüner ...

Anfangs als Modeerscheinung abgetan, haben sich nachhaltige Berufe etabliert. Die Gründe dafür sind nicht immer sozial und ökologisch «grün», wie es ethisch gesehen sein sollte. Aber immerhin wird verantwortungsvoller gehandelt. Die einen tun es, weil sie es wollen, die ­anderen, weil sie es müssen. Und nochmals andere, weil sie den damit verbundenen Profit erkennen. Für diejenigen, die handeln möchten, ­eröffnen sich neue Berufschancen; und es ist erst der Anfang. Text Laetitia Szlijan Foto deathtothestockphoto.com

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BUSINESS  17 Die nukleare Katastrophe in Fukushi­ ma, diverse Ölverschmutzungs-Skan­ dale oder die weltweite Finanzkrise − das Resultat von verantwortungslo­ sem Handeln und bewussten Verstös­ sen von Unternehmen gegen die Gesetze. Die Folgen sind fatal und ­gefährden nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Umwelt und schluss­ endlich die Wirtschaft. Damit schaden sich Unternehmen selbst. Image- und Reputationsverluste sind unumgäng­ lich und Erfolgseinbussen die Folge. Damit wäre der wunde Punkt der Wirtschaft getroffen. Mittlerweile ist nachhaltiges Handeln in einem Unter­ nehmen ein Must. Wer nicht mitmacht, bleibt auf der Strecke − reputations­ technisch wie auch finanziell. Nachhaltigkeitsmanager gefragter denn je Ein Berufsbild, das in den letzten Jah­ ren aufgekommen ist, ist der Nach­ haltigkeitsmanager oder «Corporate Social Responsibility Manager». Als eine der wichtigsten Person im Un­ ternehmen rapportiert sie an die ­Geschäftsleitung und wird in wichti­ ge strategische Entscheidungen mit einbezogen. Im Fokus immer die un­ ternehmerische Gesellschaftsverant­ wortung, die sich nicht immer mit den angestrebten Unternehmenszie­ len vereinbaren lässt. Der CSR-Mana­ ger braucht Durchsetzungsvermögen und viel Geduld. Und er muss seinen Job mit Herzblut machen.   CSR-Manager sind gefragter denn je, fallen aber (noch) nicht vom Him­ mel. Die Nachfrage ist grösser als das Angebot. Aus diesem Grund mutieren oft Mitarbeiter aus der Marketingoder Kommunikationsabteilung zum CSR-Manager. Grundsätzlich ist nichts daran auszusetzen, denn auch die Kommunikation nach aussen ist ein wichtiger Bestandteil der Aufgaben. Das Know-how für die Kernaufgabe ist dennoch wichtiger und das kann man

sich mittlerweile auf viele verschiede­ ne Wege aneignen.   Eine Grundausbildung und Praxis­ erfahrung sind gute Voraussetzungen. Für Quereinsteiger in Kleinunterneh­ men, die die Basis der CSR in ihre Or­ ganisation integrieren wollen, bietet sich das 5-tägige CSR Kompakt-Inten­ sivseminar der Universität St. Gallen an. Wer in die Tiefe der Thematik ge­ hen will, entscheidet sich für das Pro­ gramm «Certificate of Advanced Studies in Corporate Social Responsi­ bility» der Hochschule Luzern, das be­ rufsbegleitend besucht werden kann.

«Für diejenigen, die handeln möchten, eröffnen sich neue Berufschancen.» Die Umwelt im Fokus Wen der Ursprung der nachhaltigen Jobs interessiert, kann sich zum eid­ genössisch diplomierten Umweltbe­ rater ausbilden lassen. Im einjährigen, berufsbegleitenden Lehrgang des WWF Bildungszentrums in Bern geht es unter anderem um Ressourcenma­ nagement, Umweltpolitik und -kom­ munikation sowie Sozialmanagement und Öko-Marketing. Ziel ist es, zum Kommunikations-, Koordinationsund Ansprechpartner in Fragen des aktiven Umweltschutzes für Unter­ nehmen, Verwaltungen, Organisatio­ nen und Privatpersonen ausgebildet zu werden. Die vielfältigen Berufsper­ spektiven reichen von Kampagnenlei­ tungen in Non-Profit-Organisationen und Verbänden, über Fachberatungen in Unternehmen, bis hin zur Leitung von Sensibilisierungs- und Bildungs­ projekten. Auch rare Umweltjourna­ listen haben sich ihr Wissen beim WWF Bildungszentrum angeeignet. Future Learning «Sanu future learning» ist ein in der Schweiz sehr engagiertes Unterneh­

men, wenn es um Entwicklungen in Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft geht. Es bietet über 180 Bildungspro­ jekte an, in drei Sprachen, in der gan­ zen Schweiz. Das Angebot an Kursen ist so breit wie überraschend interes­ sant. Sie haben die Qual der Wahl: Ob Sie sich grundsätzlich mit der Ökolo­ gie auseinandersetzen möchten, an vertieftem Wissen in Bezug auf Um­ weltressourcen interessiert sind oder einfach Ihren Garten ökologischer ge­ stalten möchten, das Kursangebot lässt keine Wünsche offen.   Das Bedürfnis der Menschen nach authentischen Erlebnissen und Ge­ nuss, nach Ruhe und Entschleunigung in der Natur sowie nach intakten Landschaften wächst. Das Potenzial für nachhaltige und kulturelle Touris­ mus-Angebote ist riesig und noch längst nicht ausgeschöpft. Diesem Trend folgt sanu und bietet den Kurs «Tourismus ganz natürlich» an. Inter­ essant für Agenten in Tourismus­ büros, Anbietern von Freizeitaktivi­täten, Agrotourismusanbietern oder ­Menschen aus der Gastronomie, das ­Potenzial des natur- und kulturnahen Tourismus ist gross und kann heute noch als eine Marktlücke bezeichnet werden.

«Wer auf diesen Zug aufsteigt, dem stehen viele Türen offen.» In Zukunft ist jeder zweite Job grün Wie viele weltweite Studien bestätigen, ist der Boom der grünen Jobs noch lan­ ge nicht vorbei. Entsprechend wächst das Aus- und Weiter­bildungsangebot stetig an. Wer auf diesen Zug aufsteigt, dem stehen viele Türen offen. Mit ­gutem Gewissen a­rbeiten und dabei ­Karriere machen − das sind doch nach­ haltige Aussichten! ▪


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BUSINESS  19

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20  BUSINESS

Schonende biologische Bewirtschaftung der Böden.

Biologische Bewirtschaftung brachliegender ­Agrarflächen in Rumänien Text Vogt Holding Foto ZVG

Die Verfügbarkeit von Agrarflächen nimmt stetig ab. Die Vogt Holding nimmt in Rumänien brachliegende Flächen in Bewirtschaftung. Wasser und Agrarland bilden die zent­ ralste Lebensgrundlage der Menschheit. Die Zahl der Erdenbürger wächst stän­ dig, während die Flächen für die Produk­ tion von Nahrungsmitteln aufgrund der steten Ausdehnung der Siedlungs­ gebiete schrumpfen. Der Klimawandel stellt eine neue Herausforderung dar, weil klimatische Än­ der­ ungen zu einer weiteren Verknappung der ­ globalen Anbauflächen führen. Inves­ titionen in Agrarland sind deshalb Investitionen in die Zukunft. Solche Investitionen finden in den letzten Jahren zunehmend Platz in der Anlagestrategie vermögender, auf

Nach­haltigkeit bedachter Personen. Bei den Überlegungen, Vermögen in reale Wer­te anzulegen, erscheint für viele eine Investition in Landwirtschafts­boden eine sinnvolle Diversifikation zu Edelmetallen oder Immobilien. Investitionen in rumänisches Agrarland Die Vogt Holding hat für nachhaltige Investitionen in Agrarland Rumänien ausgesucht, welches als frühere Korn­ kammer Europas über geeignete Boden­ flächen für Ackerbau und Viehzucht verfügt. Zu den Vorteilen Rumäniens im Agrarbereich gehören auch die EU-Mit­

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gliedschaft des Landes und die damit verbundene Anpassung an das west­ europäische Niveau. Die Zugehörigkeit zur Europäischen Union bietet eine hohe Rechtssicherheit und ermöglicht ausser­ dem die Inanspruchnahme der europäi­ schen Agrarförderungen. Im Vergleich zu den Preisen hochwertiger Ackerböden in westlichen EU-Ländern sind die Bodenpreise in Rumänien vergleichs­ weise noch sehr tief, sodass sich Investi­ tionen in Agrarland aufgrund der zu erwartenden Preissteigerungen heute lohnen.


Klassische Weidehaltung auf grosszügigen Flächen.

Kauf, Arrondierung und ­Bewirtschaftung In Rumänien wurden nach dem ­Niedergang der Diktatur im Jahre 1989 viele fruchtbare Landwirtschaftsböden nicht mehr bewirtschaftet und verwilder­ ten. So stehen nun grosse Flächen für die Wiederbewirtschaftung zur ­Verfügung. Die von der Vogt Holding k­ ontrollierten Investitionsvehikel der AGRARINVESTGruppe kaufen brachliegende Felder, säubern die Flächen, richten die Äcker und Wiesen auf Biolandwirtschaft aus und führen Arrondierungen zu grösse­ ren Bewirtschaftungseinheiten durch. Der Fokus der Agrarland-Investitionen liegt auf biologischer Nachhaltigkeit, weil bei den Konsumenten eine stei­ gende Nachfrage nach Bioprodukten vorhanden ist, die Bioproduktion einen reduzierten Maschinenpark erfordert und Kosteneinsparungen dank Verzicht auf Kunstdünger gemacht werden kön­ nen. Der auf Nachhaltigkeit angelegte Aufbau von fruchtbaren Böden führt auf längere Sicht zu einer zusätzlichen ­Wertzunahme von Ackerflächen. Die AGRARINVEST-Gruppe investiert in ver­ schiedenen Regionen Rumäniens sowie Ungarns. Ausgehend von der Bodenbe­ schaffenheit werden die Landwirtschafts­ flächen für Ackerbau oder für die Zucht von Angus-Rindern, ­ welche PremiumRindfleisch liefern, aufbereitet. Ebenso wie beim Ackerbau werden auch die Wei­ deflächen nach den schweizerischen Biorichtlinien bewirtschaftet.

Langfristige Anlagestrategie in Bioproduktion Heute schon ist Europa ein Netto-Fleisch­ importeur, sodass es für die Zukunft wichtig erscheint, das Angebot an hoch­ wertigem Fleisch aus EU-Ländern zu stei­ gern. Zu den wichtigsten Zielen der AGRARINVEST-Gruppe gehört, einen bedeutenden, vertikal voll integrierten Bioagrarbetrieb aufzubauen, um in einem langfristigen und nachhaltigen Invest­ ment die Märkte mit hoch­ wertigen Ackerbau- und Viehzucht-Pro­dukten zu versorgen. Das langfristig angelegte Engagement in Agrarland kommt den Anlegern zugute. Infos unter www.agrarinvest.com Vogt Holding – Innovation trifft auf Tradition Mut zu Innovation, aber dabei tradi­ tionelle Werte nicht vergessen, sind klassische Merkmale eines Familien­ unternehmens. Das scheinbar unglei­ che Paar Innovation und Tradition in die richtige Balance zu bringen, sind für die Vogt Holding seit ihrer Gründung im Jahr 1991 zugleich Herausforde­ rung   und Erfolgsfaktor. Der familiäre Umgang im Firmenalltag, die persön­ liche Note in der Kundenbetreuung sowie Kompetenz und Effizienz zählen heute noch zu den Eckpfeilern der Unternehmensphilo­sophie. ▪

* DIE UNTERNEHMEN DER

VOGT HOLDING IN EINEM SATZ

David Vogt & Partner: Erfahrung und Know-how im liechtensteinischen und internationalen Gesellschafts­ wesen sowie Beratungen in den Bereichen Nachfolgeplanung und ­ Vermögensschutz. DJD Partners: Spezialisten für innova­ tives, verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Fondsmanagement. Vogt Asset Management: Vermögens­ verwaltung mit individueller Betreu­ ung, bedürfnisgerechter Beratung sowie persönlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden. Vogt Family Office: Beratung und Unterstützung in generationsüber­ greifenden Finanzangelegenheiten: persönlich, kompetent und effizient. Hand in Hand Anstalt: Koordiniert Aktivitäten diverser gemeinnütziger Stiftungen, u. a. der Stiftung «Liacht­ bleck» und der «Donum Vogt Stif­ tung» und unterstützt seit Jahren das Engagement von Special Olym­ pics Liechtenstein sowie Partner-­ Projekte in Rumänien, Indien und Peru. Infos unter www.vogt.li

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22  INTERVIEW

Auf ein Wort mit

Sacha Schlegel

43 Jahre, Balzers

Enkeltauglichkeit: Das ist das primäre Ziel von Sacha Schlegel. Er ­möchte mit seinen verschiedenen sozialen Projekten die Menschen zum Nach­denken anregen, damit auch unsere Enkel und Urenkel eine einigermassen «heile» Welt vorfinden. Um dieses Ziel zu ­erreichen, gibt es in Liechtenstein, im Rheintal und, Vorarlberg zahlreiche ­Vereine und ­Organisationen. Deren Grundgedanke ist es, nicht nur ­darüber zu ­reden, sondern auch zu handeln. Text Tanja Guidolin Fotos Maurice Shorout

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INTERVIEW  23

Sacha, herzlichen Dank für die Einladung, unser Interview bei dir zu Hause zu machen. Wie lebst du so? Ich versuche, bewusst zu leben, und gehe meinen inneren Interessen nach. Ich benutze, wenn immer möglich, den öffentlichen Verkehr, verzichte auf Flugreisen, kaufe Gegenstände gezielt und nur wenn nötig ein und ernähre mich vegan, also rein pflanzlich. Frü­ her war ich jedoch auch mal Fleisch­ esser und danach Vegetarier. Du versuchst also, nachhaltig zu leben? Oder wie kann ich das verstehen? Mein Leitgedanke ist es, nachhaltig zu denken, zu handeln und zu leben. Ich möchte mit meinen Handlungen meine Enkel und Urenkel nicht nega­ tiv beeinträchtigen, sondern versu­ chen, dass auch spätere Generationen noch von unseren Ressourcen leben können. Ich habe gehört, dass die In­ dianer ihre Handlungen mit Rück­ sicht auf die nächsten 7 Generationen bedachten. Dank meinem persönli­ chen Umfeld, meiner Starrköpfigkeit und sicher auch einer Portion Mut versuche ich, mein Leben so zu ge­ stalten, dass es meiner inneren Über­ zeugung entspricht. Dies bedeutet soziale und ökologische Überlegun­ gen, um die ökonomischen und hier­ zulande sehr individuellen, egoisti­ schen und kommerziellen Aspekten höher zu berücksichtigen. Finde ich eine sehr interessante Denkweise. Doch wo fängt man da am besten an mit dem Bewusster-Leben? Was jeder und jede Einzelne von uns machen kann, ist, bei sich persönlich zu beginnen. Für sehr viele persönli­

che Veränderungen muss man nie­ manden um Erlaubnis fragen, son­ dern kann sie direkt umsetzen. Grössere Veränderungen können in Gruppen, im Familien- oder Freun­ deskreis angestossen und realisiert werden.   Von einzelnen «sinnlosen» Zeitfres­ sern habe ich mich auch gelöst. Wir ha­ ben keinen Fernseher zu Hause. Wenn wir all unsere Projekte realisieren möchten, dann haben wir Arbeit ohne Ende. Auch ist die Zeit mit Familie, Freunden und Gleichgesinnten wich­ tig, um sich auszutauschen, zu vernet­ zen, Pläne zu schmieden, aber auch mal eine gute Zeit zu haben.   Natürlich ist das Fehlen eines Fern­ sehers oder unsere Abmachung, dass unsere Kinder (noch) keine Smartpho­

ne Projekte. Hauptsächlich bin ich aber Nutzer und kann IT für unsere vielen Projekte nützlich einsetzen. Wie kommt man vom Informatiker zur ehrenamtlichen Arbeit? Ich hatte das Privileg, mit meinen El­ tern öfter auf Reisen zu gehen und habe deshalb auch schon so einiges von der Welt gesehen. Nach der Inge­ nieurschule in Biel reiste ich mit meiner Frau Ursula für 3 Jahre nach Australien und machte dort den Masters in Informatik. Anschlies­ send arbeitete ich als Informatiker in Bonn und in den USA als Soft­ ware-Entwickler. Zurück in Liechten­ stein suchte ich wieder den Kontakt zu alten und neuen Freunden.

«Ich versuche, mein Leben so zu gestalten, dass es meiner inneren Überzeugung entspricht.» nes besitzen, aus deren Sicht ein grös­ seres Problem. Als Vater ist es aber doch schön zu sehen und ermutigend zugleich, dass unsere Kinder dafür viel und kreativ mit ihren Nachbarskin­ dern, Freunden und Freundinnen drinnen und draussen spielen, den Scooter talentiert in der Halfpipe be­ nutzen, Einradfahren können etc. Auch ist es natürlich okay, wenn sie gelegent­ lich bei der «Ahna» das Medium Fern­ sehen kennenlernen. Zugegebener­ massen sitze ich auch zu viel vor dem Computer. Du bist ausgebildeter Informatiker. Arbeitest du noch in diesem Bereich? Ja, ich betreue als selbstständiger In­ formatiker noch verschiedenste klei­

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Ich schloss mich deshalb der «Linux User Group Vorarlberg» (www.lugv.at) an. Diese Art von Software faszinierte und begleitete mich seit der Ingeni­ eurschule in Biel. Bei Freier und Open Source Software entwickeln auf der ganzen Welt verteilt Programmie­ rer Software-Lösungen. Die Motivati­ on besteht darin, Lösungen zu kreie­ ren und diese allen Menschen zur Verfügung zu stellen, kostenlos und inklusive des Quellcodes der Soft­ ware. Du bist Mitglied verschiedener Gemeinschaften. Was sind d ­ eren ­Ziele? In der Zwischenzeit gibt es viele klei­ nere und grössere aktive Gruppen in unserer Region. Beispielsweise bin ►


24  INTERVIEW

Für das gemeinsame vegane und mobile Kochen investiert Sacha viel Zeit und Energie.

ich auch Mitglied im Gemeinschafts­ garten Balzers. Da wollen wir ge­ meinsam unser Gemüse selbst an­ bauen und ernten. Das Projekt, wo ich zurzeit am meisten Zeit und Ener­ gie investiere, ist das Kochkollektiv (www.essenziell.li/kochkollektiv). Wir kochen mobil, vegan, biologisch, möglichst regional, saisonal und fair in der Region und darüber hinaus. Dies gegen eine freie Spende.   Wir kochen regelmässige vegane Mittagstische, aber auch bei Veran­ staltungen von kulturellen oder sons­ tigen sinnvollen Projekten, aber sehr gern auch bei politischen Veranstal­ tungen wie beispielsweise einem An­ archistentreffen, Energiewendefesti­ val, March Against Monsanto (gegen genmanipulierte Lebensmittel), für

Bauernhöfe statt Agrarindustrie und einige andere. Auch haben wir mit dem Verein Benefactum und anderen ein Kochbuch «Kochkunst – Nach­ haltiges, veganes Kochen im Rhein­ tal mit einer Prise Italien» in Zusam­ menarbeit mit der Kunstschule Liechtenstein veröffentlicht. Gab es auch schon negative Kommentare auf ein Engagement in Bezug auf die Nachhaltigkeit? Ja, die gibt es leider auch. Einige sa­ gen, ich sei ein fauler, asozialer, egois­ tischer Mensch, der doch lieber für die Familie arbeiten gehen soll, an­ statt sich so viel ehrenamtlich zu be­ tätigen. Bei solchen Kommentaren empfinde ich mich als Katalisator der Frustrationen und des Stresses unse­

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rer Gesellschaft, denn ich persönlich weiss, was für Werte mir und meiner Familie wichtig sind. Und zum Schluss... Möchtest du uns noch etwas sagen... Ich persönlich finde es befreiender, nicht immer alles und das Neuste zu besitzen. Stell dir vor, das Stichwort «weniger ist mehr» stimmt wirklich! Mir ist es viel wichtiger, Freundschaf­ ten zu pflegen, Veränderungen anzu­ treiben und seelische Gesundheit zu erlangen. Und wenn jeder Mensch ein wenig nachhaltiger lebt, dann wird unsere Welt auch in ein paar Jahren noch enkeltauglich sein. ▪


INTERVIEW  25

«Durch die vegane Kost verspüre ich mehr Energie, fühle mich gesund, zufrieden, kräftig und es ist gut für die Umwelt.»

Am Poolbar-Festival kochte das Kochkollektiv vom Verein Essenziell ein veganes, biologisches Menü. Vorspeise: Grüner Salat mit Äpfeln Hauptspeise: Kartoffelstock, Rotkraut, Karotten mit Sauce und S ­ eitan. Zum Schluss: Fruchtsalat.

Mehr als 150 hung­ rige Gäste liessen sich – gegen eine freie Spende – von dem veganen Menü verzaubern.

*ZUR PERSON

Sacha Schlegel lebt zusammen mit seiner Frau Ursula und den zwei Kindern Tawha und Johannes in Balzers. Sacha betreut ehrenamt­ lich verschiedenste Projekte in Liechtenstein, ist zwei Tage als Hausmann tätig und arbeitet, wenn zeitlich noch möglich, als selbstständi­ ger Informatiker. Der 43-Jährige ernährt sich ausschliesslich aus rein pflanzlichen Lebens­ mitteln. Nähere Informationen zu ökologischen und sozialen Projekten findet man unter: www.zukunftswerkstatt.li


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lötzlich vegan!

Ein Weihnachtsgeschenk führte den Autor zu neuer Kreativität am Herd, zum Nachdenken, Umdenken und zu intensiver Auseinandersetzung mit Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ein Erfahrungsbericht. Text Andreas Maier Fotos Maurice Shorout, ZVG

Lebensmittel einkaufen zu gehen, kann für einen Menschen die nor­ malste Sache der Welt bedeuten. Solange es zweitrangig ist, welche Ausgangs- und Inhaltsstoffe densel­ ben zugrunde liegen und was später einmal daraus werden soll.

Bei Veganern kann dieser Gang e­ twas komplizierter und ausgedehnter wer­ den – vorausgesetzt, sie nehmen ihre Sache wirklich ernst. Für mich jeden­ falls, hat sich der Einstieg in die ­vegane Lebensweise zu Beginn als nicht ge­ rade einfach offenbart.

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Begonnen hat alles damit, dass sich meine Liebste an Weihnachten für ein ungewöhnliches Geschenk ent­ schlossen hatte.   Ich war, wie soll ich sagen, im ers­ ten Moment nicht sehr begeistert, als ich plötzlich ein Buch voll veganer


CARPE DIEM  27

«Verwenden Sie nur Bioprodukte!»

Gerichte in Händen hielt, wo doch eben noch 300 Gramm feinsten Rin­ derfilets meinen Gaumen verzaubert hatten und sich gerade in meiner Körpermitte «breit machten».   Mit dem Ende der Feiertage und ­einer intensiven Internet- und Litera­ turrecherche veganer Lebensweisen, wissenschaftlich fundierter Studien über gesunde Ernährung und die ver­ heerenden Methoden und Auswirkun­ gen der unfassbaren Machenschaften der Tier- und Nahrungsmittelindust­ rie sowie einem Blick auf meine Kör­ perfettwaage sah das aber vollkommen anders aus.

viel reinem Wasser, fünfzehnminüti­ ger morgendlicher Medidation, leich­ ter körperlicher Aktivität in frischer Luft, Saunabesuchen, Lesen und aus­ reichend Schlaf. Nicht gerade einfach, aber sehr effektiv, da sowohl Körper als auch Geist den Neuanfang finden.

→ Schritt eins: Den Kühlschrank leeren, die Schubladen nach Packungen mit animalischen Ingredienzien durch­ forsten, alles tierischen Ursprungs aus den Regalen werfen! Der Grossteil wurde verschenkt, ein kleiner Teil ent­ sorgt.

→ Schritt drei: Schaffen Sie sich einen Grundstock veganer Lebensmittel und Zutaten an, welche in weiterer Folge einer ausgewogenen Ernährung und ­einer kreativen Küche als Basis dienen. Produkte und entsprechende Beratung erhalten Sie in gut sortierten Biomärk­ ten, Bioläden und im Internet.   Auf den ersten Blick mag vielen echte Lebens- und Nahrungsmittel teuer erscheinen, die Zeit hat uns aber gelehrt, dass in Wahrheit das Gegen­ teil der Fall ist. Die Reinheit und die hohe Qualität von Naturerzeugnissen sorgt für kleine Dosiermengen, spar­ same Verwendung und somit für viel geringeren Verbrauch als bei industri­ ell erzeugten Produkten.

→ Schritt zwei: Die Wahl eines Reini­ gungsrituals für Geist und Körper. In unserem Fall der harte Weg − die Null­ diät. Unter ärztlicher Aufsicht, nach vorangegangener Feststellung aller medi­zinisch relevanten Werte, zehn­ tägiges Heilfasten. Begleitet, nebst normaler beruflicher Tätigkeit, von

→ Schritt vier: Seien Sie kritisch, ehrlich und informieren Sie sich! Geben Sie sich veganen Kochbüchern hin, wid­ men Sie Ihre Zeit veganen Foren im Web, tauschen Sie sich mit Gleichge­ sinnten aus − und vor allem − begin­ nen Sie zu kochen und zu geniessen. Sie werden staunen!

Nun − wie aber einen Einstieg schaffen?

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Selbstverständlich möchte ich Ihnen die Motivation und die Ergebnisse der Recherchen im Vorfeld meiner Ent­ scheidung genauso wenig vorenthalten wie Erfahrungen und Veränderungen, die sich bei uns daraus ergeben haben. Der Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten verursacht, wissenschaftlich belegt, Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Alzheimer, Demenz, Bluthochdruck usw. Daneben werden täglich Milliarden fühlender Lebewe­ sen durch grauenvolle Tierhaltung, Tiertransporte, industrielle Mast und grausamste Schlachtmethoden (oft gänzlich ohne Betäubung oder Fehl­ betäubung) gequält, missbraucht und förmlich zu Tode gefoltert. Wir wen­ den 50% der Weltgetreide- und 90% der Weltsojaernte zum Mästen die­ ser Tiere auf, wodurch 1.000.000.000 Menschen hungern und täglich bis zu 40.000 Kinder sterben. Die Nutz­ tierhaltung erweist sich mit 51% als grösster Treibhausgaserzeuger, be­ lastet durch Unmengen von Gülle unser Wasser und vernichtet syste­ matisch unsere Umwelt. Die Produk­ tion von nur 1 kg Fleisch verschlingt bis zu 16 kg Pflanzennahrungsmit­ tel und 10.000 − 20.000 Liter Wasser. ­Fakten, die uns als Mittäter entlarven und jeden verantwortungsvollen Kon­ sumenten zum Handeln zwingen. ►


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«Verzichten Sie auf Fertigprodukte – kochen Sie immer mit Frischware!»

*ZUR PERSON

Ing. Andreas J. Maier ist Immobilien­ treu­händer, Makler, Autor und Referent. Gesundheits­bewusstsein und die generelle Ablehnung des Tierleids führten Andreas J. Maier im ­Januar 2014 zum Veganismus. Diese Umstellung ­er­ziel­te, nebst mini­malen Anfangsschwierig­keiten, ausschliesslich ­positive und kreative Auswir­kungen auf sein Leben.

Streiche ich, was seit der Schlachtung der Tiere bereits in die Verwesung übergegangen ist, vom Speiseplan, verzichte ich auf deren leidvoll separierte Muttermilch und die daraus resultierenden Produkte und auf Eier – Ja, was bleibt dann noch?   Eine unerschöpfliche Palette an pflanzlichen Lebens(pendenden)- Mit­ teln, die nachweislich meiner Gesund­ heit dienen. Obst und Gemüse liefern mir Vitamine, Balast- und Mineral­ stoffe sowie ganz besondere pflanzen eigene Wirkstoffe, die mein Wohlbefinden fördern.   Volles Korn, in seiner Ursprüng­ lichkeit als Amaranth, Emmer, Qui­ noa, Kamut usw. erhalten, liefert mir pure Energie. Nüsse, Pilze und Hül­ senfrüchte dienen als hochwertige Eiweiss­quellen, kaltgepresste Öle ver­ sorgen den Körper mit lebenswichti­ gen essenztiellen Fettsäuren. Gewürze aus der ganzen Welt sorgen für un­ glaubliche Vielfalt im Geschmack. Fehlt mir dann doch einmal das

­ienerschnitzel, das Zürcher Ge­ W schnetzelte oder der Burger, so greife ich zu proteinreichen ­Ersatzprodukten wie Soja, Seitan oder Tempeh, die rich­ tig gewürzt, die ­Originale ganz schön blass aussehen lassen.   Auch werden Knödel, Kuchen, ja selbst die geliebten Palatschinken, mit Hafer- statt mit Kuhmilch und ohne Verwendung von Eiern zwar koles­ terin- aber nicht geschmacksärmer. Eine Tatsache, die sich so manch einer einfach nicht vorstellen kann, ehe er es selbst probiert hat.   Laut einer Studie verfügt der Durch­ schnittsbürger über ein Reportoir von ca. 25 verschiedenen Gerichten. Trau­ rig! Bei uns wiederholt sich eine Speise maximal alle paar Wochen, und das nur, weil wir sie so gerne e­ ssen, und nicht aus Mangel an Alternativen. Das Resümee nach 8 Monaten? Neben massgeblicher Verbesserung aller medizinischen Werte, einer seeli­ schen und moralischen Befreiung von

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der oben genannten Mittäterschaft und körperlicher Erleichterung (von 88 kg auf 76 kg) erleben wir heute täg­ lich puren Genussreichtum in Form biologisch hochwertiger Lebensmit­ tel auf unseren Tellern. Die selbst frisch zubereiteten Speisen verzau­ bern unsere Gerichte in farbenpräch­ tige ­ Gemälde voller Reichhaltigkeit − genau wie die Sinne unserer Gäste: «Wenn vegan so schmeckt, brauchen auch wir nichts anderes mehr!», bestä­ tigt unsere Entscheidung. ▪

*INFOS

Bücher Prof. Dr. T. Collin Campbell «The China Study» Dr. Rüdiger Dahlke «Peace Food» www.ProVegan.info www.vegan.ch www.youtube.com (search=vegan)


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HEILUNG UND PRÄVENTION FÜR JEDES ALTER

Aufgabe der naturheilkundlichen bio­ logischen Medizin ist es, die Selbst­ heilungskräfte unseres Körpers wieder­ herzustellen und ihm die Möglichkei­ ten zurückzugeben, sein Krankheitsgeschehen selbstständig zu beheben. Hierfür verwendet Dr. med. Ruff, zusätzlich zu den bekannten Methoden der Allgemeinmedizin, die Verfahren der naturheilkundlichen Diagnostik und Therapie, die auf der Website wei­ ter im Detail beschrieben sind. Behandlungsschwerpunkte: · Abklärung und Behandlung chroni­ scher oder ungeklärter Krankheits­ bilder – Schmerzzustände, Migräne, ­Allergien, Magen-Darm-Erkrankun­ gen, Erschöpfungszustände, ­Burn-out · Autoimmunerkrankungen, Rheuma, Schilddrüsenentzündung, MS, ­chronische Infekte · Hormonstörungen, Behandlung mit naturidentischen Hormonen · Farblichttherapie mit ColorVision64 Nichts ist schöner, als drohende ­Krankheiten zu erkennen und zu ver­ hindern. Informieren Sie sich über eine per­sönliche Risikoabklärung.

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Grand Resort Bad Ragaz SOMMERSÜNDEN NACHHALTIG AUSBÜGELN Nadine Huber

Sommer, Sonne, Meer – doch zu welchem Preis? Ein Blick in den Spiegel genügt und wir bereuen die Urlaubsstunden. Unsere Seele ist zwar erholt und frisch in den Herbst gestar­ tet, doch unsere Haut lässt uns ganz schön alt ­aussehen. Was tun also, um ihr die Frische ­zurückzugeben und sie nachhaltig zu pflegen? Die Wäsche von den wohl verdienten Ferien ist längst weit hinten im Kasten versorgt – das Sommerkleid konnte bei den Temperaturen im Juli und August ohnehin nur in südlicheren Ländern getragen werden. Wie einfach war es doch, die Falten im Sommerkleid wegzubügeln, bevor wir es bis zum nächsten Sommer im Kasten versorgt haben? Wenn das Faltenglätten im Gesicht und auf unserem Kör­ per nur auch so einfach wäre. Obwohl die Sonnenstunden spärlich waren, darf man nicht unterschätzen, wie sehr die Sonne unser grösstes Organ – nämlich die Haut – in Mit­ leidenschaft gezogen hat. Wenn Sie zudem am Meer oder im Pool waren, haben Salz und Chlor Ihre Haut zusätzlich angegriffen. Sehen Sie nicht auch die kleinen Fältchen und Risse, die mehr an schrumpelige Äpfel als an sanfte Pfirsichhaut erinnern?   Sonnenstrahlen (UV-A und UV-B), Meersalz und heisse, trockene Luft sind nicht die einzigen Sünden des Som­ mers, denen wir uns ausgesetzt haben, und die unserer Haut ihre Elastizität und Spannkraft geraubt haben. Zu­ sätzlich haben wir von innen mit der einen oder anderen kulinarischen Sünde nachgeholfen. Richtig, meine Da­ men: Süssgetränke, Eis, Cocktails und spätes Abendessen sind einer schönen Haut nicht dienlich. Giftstoffe lassen Ihre Haut ganz schön alt aussehen.   Da kommen feuchtigkeitsstiftende Pflegeprodukte und Entgiftungskuren gerade rechtzeitig, um die Haut w ­ ieder

nachhaltig zu stärken, schliesslich steht die nächste Heraus­forderung praktisch schon vor der Tür: ein kal­ ter, trockener Winter. Fangen Sie also besser schon ges­ tern als heute mit der Pflege Ihrer Haut an – sie wird es Ihnen durch strahlenden Ausdruck danken. Im Beauty & Care des Grand Resort Bad Ragaz haben wir speziell dafür beispielsweise die neuen Thalasso-Behandlungen einge­ führt. Eine Mineralstoff-Peelingkur entfernt abgestorbene Hautzellen, verfeinert das Hautbild, regt die Mikro­ zirkulation an und erhöht die Aufnahmefähigkeit der Haut für nachfolgende Wirkstoffe. Eine MeerschlammKörperpackung mit angewärmtem, reinem Meeres­ schlamm aus den Tiefen des Toten Meeres wirkt nicht nur entspannend, sondern remineralisierend, hautstraffend und durch­blutungsfördernd. Eine Detox-Anwendung ent­ schlackt mit einem Algengel aus Braun- und Rotalge und wirkt festigend. Die Pflege- und Duftbehandlung Aroma­ cèane nutzt ebenfalls die Eigenschaften der Meeresalgen und schenkt Vitalität und Entspannung.   Sie sehen also: Auch wenn der Sommer vorbei ist und ich Ihnen das Meer ganz schön schlechtgeredet habe, Sie können von den Ozeanen auch profitieren. Nachhaltige natürliche Produkte schenken Ihrer Haut neue Elastizi­ tät und Vitalität. Probieren Sie es doch aus – Carpe diem! Bügeln Sie Ihre Haut auf Vordermann – mit Ihrem Kleid ­haben Sie es schliesslich auch gemacht! ▪


32  LEBEN

TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN

Ein Medizinsystem, welches nicht nur die Symptome bekämpft, sondern die Gesundheit nachhaltig fördert. Text Anja Signer Fotos ZVG

Eine wichtige Grundlage der Traditionel­ len Chinesischen Medizin ist der Begriff der Gesundheit. In China war es früher die vornehmste Aufgabe eines guten Arz­ tes, die Menschen gesund zu erhalten. Ein Sprichwort lautete, nur ein guter Arzt hat keine Patienten; Patienten die krank waren und mit TCM behandelt wurden, blieben auch in der Zukunft gesund. Eine ganzheitliche Behandlung mit TCM ist auch heute noch eine empfehlenswerte Gesundheitsvorsorge. Denn in diesem Medizinsystem wird nicht etwa eine Fehlfunktion oder ein krankhaftes Verhalten von Magen, Herz oder Leber allein als Ursache der Krank­ heit diagnostiziert und behandelt, son­ dern eine Störung des inneren Gleich­ gewichts erkannt und diese langfristig behoben.

Auch in meinem Fachgebiet der Gynäko­ logie und Infertilität (Kinderwunsch) ist es wichtig, nachhaltig und langfristig zu denken und zu behandeln. Dies braucht häufig sehr viel Fingerspitzengefühl und Überzeugungskraft, denn das Einzige, was die Patientinnen nicht möchten, ist nochmals warten. Oft haben sie schon einen längeren Leidens- und Wartens­ weg hinter sich und wollen nun endlich schwanger werden.

­ adurch stärker und kräftiger. Das kann d zu einem schöneren Eisprung und so­ mit auch zu einer höheren Chance einer Einnistung der Eizelle in die Gebärmut­ terschleimhaut und einer daraus resul­ tierenden Schwangerschaft führen.   Ich ziehe da häufig den Vergleich mit Sportlern, diese bereiten sich auch ­optimal über mehrere Monate auf einen Wettkampf vor, und nur der Beste wird Olympiasieger. Diese Olympiasieger-

«In meinem Fachgebiet der Gynäkologie und Infertilität (Kinderwunsch) ist es wichtig, ­nachhaltig zu denken und zu behandeln.»   Hier gilt es jedoch einer genauen Auf­ klärung, welche auch auf Studien mit der Reproduktionsmedizin basieren. Für eine gesunde und starke Eizelle braucht es hundert bis hundertzwanzig Tage, sprich drei Monate Unterstützung durch Akupunktur und chinesische Kräuter. Es kann kein Genmaterial in der Eizel­ le verändert werden, jedoch wird die Ei­ zelle mit mehr Nährstoffen versorgt und

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Eizelle möchten wir erreichen, um hof­ fentlich eine gesunde Schwangerschaft zu erzielen.   Dieses Argument hilft dann jeweils den Patientinnen klarzumachen, dass diese Zeit von drei Monaten nicht eine vergeudete Zeitspanne ist, sondern im Gegenteil dazu genutzt werden kann, den ­ Körper optimal aufzubauen und nachhaltig zu stärken.


Wirkt die Akupunktur nur, solange ich auch bei Ihnen in der Therapie bin? Nein, dadurch, dass mit diesen Behand­ lungen ein Gleichgewicht im Körper ­erzielt wird und die Ursache an der Wur­ zel behandelt wird, können die Sympto­ me für längere Zeit gemildert werden. Man kann sagen, dass die Behandlungen mit Akupunktur und chinesischen Kräu­ tern eine anhaltende Wirkung ­haben.   Es gibt auch Fälle, bei denen die Be­ schwerden nicht mehr zurückkommen. Andere vereinbaren in grösseren zeitli­ chen Abständen einen Termin, um die Wirkung der Akupunktur wieder zu ­aktivieren.

Wie viele Sitzungen brauche ich? Dies ist sehr unterschiedlich und häu­ fig schwierig vorauszusagen. Es kommt sehr auf die jeweiligen Beschwerden an und ist von Patient zu Patient verschie­ den. Bei Schmerzen zum Beispiel ist es sinnvoll, die nächste Behandlung so zu legen, dass man behandelt, bevor die Schmerzen wieder stark zurückkommen. Dadurch kann die Heilungskurve ausge­ glichen und die Schmerzreduktion voll­ zogen werden. Bei dem Thema Kinder­ wunsch ist es wichtig, wöchentlich zu behandeln, um den Zyklus optimal zu unterstützen. So wie das Behandlungs­ schema, wird auch die Intensität dem ­jeweiligen Patienten angepasst.

Sanfte Hilfe mittels Akupunktur und chinesischen Kräutern.

*WEITERE INFOS

Auf der Website www.akupunktur-sg.ch finden Sie viele weitere ­ausführliche Informationen zu diesem Thema.

*KONTAKT

Praxis für Traditionelle ­Chinesische Medizin Anja Koller (Signer) Vadianstrasse 33 9000 St. Gallen/CH Telefon +41 71 220 31 39 praxis@akupunktur-sg.ch

Natürliche Unterstützung auf dem Weg zu Ihrem ­Wunschkind.

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34  KOLUMNE

Scharf nachgedacht «BEZIEHUNGEN – NACHHALTIG, ABER NICHT IMMER DAUERHAFT» ELFRIEDE GERDENITS

Beziehungen sind immer nachhaltig. In Ableitung des schlichten lateinischen «perpe-tuitas», das für Wirksamkeit und Nachhaltigkeit steht.

Aber von dauerhaft kann keine Rede sein. Die Scheidungs­ rate liegt in Liechtenstein etwas über 50 %. In Vorarlberg wurden im letzten Jahr 44,7 % der Ehen geschieden. Be­ ständiger scheinen die Schweizer mit einer Scheidungszif­ fer von 41,3  %. Die Abbruchquoten bei offiziell nicht legitimierten Partnerschaften werden nicht erhoben, lie­ gen aber garantiert weit über diesen Werten.   Im Alltag verstehen wir unter Nachhaltigkeit, dass etwas noch lange Zeit nachwirkt. Und das tut eine Beziehung. Besonders, wenn Menschen sich als Ergebnis überborden­ der Emotionen vermeintlich auf ewig aneinander binden. Ewigkeit in Beziehung ist aber oft endlich. Jede zu Bruch gegangene Partnerschaft beeinflusst die Beteiligten weit über das Ende aller Gemeinsamkeiten hinaus. Ganz be­ sonders dann, wenn es nicht nur um Mann und Frau geht, sondern auch Kinder mitbedacht werden müssen.   Generationen hindurch stand zu Beginn einer Ehe die Idee der Familiengründung. Für Frauen ging es in frühe­ ren Jahren auch um eine Absicherung ihrer Existenz. Heute wird, sogar in Königshäusern, aus Liebe geheiratet. Früher hoffte man, in der Beziehung langsam Liebe fürei­ nander zu entwickeln. Heutzutage ist sie die Basis dafür, dass zwei Menschen sich zueinander bekennen. Doch Liebe ist flüchtig. Oft fehlt die verfestigende Basis wirt­ schaftlicher Notwendigkeit und die Bedeutung der Auf­ zucht des Nachwuchses. Und wenn die Liebe als Fehlinterpretation körperlicher Anziehungskraft vergeht, wird bilanziert.

Und es wird sich getrennt. Die Erwartung, in der nächsten Beziehung das zu finden, was sich in der aktuellen nicht finden liess, macht das Adieu leicht. Leichter jedenfalls als Durchhalten. Wobei dies nicht als Plädoyer für die künst­ liche Beatmung völlig sinnloser Paarbeziehungen gedeu­ tet werden soll. Doch ein wenig mehr Durchhaltevermögen wäre schon angebracht. Mehr kämpfen um, als kämpfen gegen könnte Sinn machen. Mit der Intensität, mit der wir Neues anfangen, liesse sich aus Altem vielleicht noch ­Gutes entwickeln.   Der offizielle Schwur «Auf immer und ewig» geht leicht von den Lippen, verfestigt sich aber oft nur vorüberge­ hend im Herzen. Die Aussage «Das war's dann» ist der infer­nale Bruch zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie erleichtert maximal den Partner, der ihn dem anderen an den Kopf wirft. Grosses Lamento über die Vergänglichkeit von Beziehungen anzustimmen, wäre lässlich, es ist eben so. Doch jeder, der einmal «Ja, ich will» gesagt hat, sollte bedenken, was dessen Widerruf auslöst. Nachhaltig und, ja, doch auch dauerhaft. Mehr Bemühung, mehr Konsens­ bereitschaft würde Sinn machen. Und wo es tatsächlich nicht mehr geht, wäre eine Kultur des Gehens wünschens­ wert. Ob wir das jemals lernen werden? Ich weiss es nicht. Aber vielleicht gewinnt für kommende Generationen ja das wieder an Bedeutung, was uns verloren ging. Ad per­ petuitatem (auf ewig)! ▪

*Der offizielle Schwur ‹Auf immer und ewig› geht leicht von den Lippen, verfestigt sich aber oft nur vorübergehend im Herzen.

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Liebe.

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«Frauen sind erotisch und sinnlich. Das Leben läuft nicht immer in geregelten Bahnen. Manchmal passiert etwas Unerwartetes. Aber nicht immer.»

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Kurz und gut WIE LANGE DAUERT ES EIGENTLICH …

… BIS MAN SO RICHTIG VERLIEBT IST?

Der Volksmund spricht von der Liebe auf den ersten Blick – und liegt damit gar nicht so falsch. In einer Studie mit 10.000 Speed-Dating-Teil­ nehmern fanden US-Psycho­ logen heraus, dass es genau drei Sekunden braucht, um sich in sein Gegenüber zu ver­ lieben. In dieser kurzen Zeit fangen die ersten Schmetter­ linge im Bauch schon an zu kribbeln.

… BIS EIN STÜCK TORTE AUF DER HÜFTE LANDET?

Wer sich nachmittags zum Kaffee ein Stückchen Sahnetorte gönnt, kann im schlimmsten Fall schon am nächsten Morgen, also rund 15 Stunden später, das dar­ aus gewachsene Fettpölster­ chen auf der Hüfte begut­ achten. Es kommt allerdings auch auf den persönlichen Stoffwechsel, die Bewegung und die sonstige Ernäh­ rung an, ob Fett tatsächlich so schnell angesetzt wird.

… SICH GANZ LEIDENSCHAFTLICH ZU KÜSSEN?

Nachhaltig Reisen auf Seite 48

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Glauben Sie, die Dauer Ihrer Küsse sei ganz unterschiedlich je nach Tagesform? ­Irrtum! Im Schnitt dauert heutzutage ein intensiver Kuss bei den meisten Menschen zwölf Se­ k­unden. Das ist immerhin dop­pelt so lang wie vor 30 Jah­ren. Forscher behaupten, dass regelmässiges Küssen die Lebensdauer um bis zu fünf Jahren verlängert.


36  REPORTAGE

Lachen Liebe Vielfalt

Soziales Schönheit Beziehungen Ökonomie Leben Familie Geld Ökologie Tiere Wert Leistung Natur

Mode

N

Gesundheit Handwerk Kinder

achhaltigkeit ?!

Wachstum L Verantwortung Vol. 14/2014 eben.Liebe.Laster.


Freude

REPORTAGE  37

Leben  Reichtum

Nahrung Essen

Liebe  Genuss

Achtsamkeit Klima

Laster Natur

Reisen

Vertrauen

Der Begriff Nachhaltigkeit erscheint verwirrend und abgedroschen. Doch es steckt eine Menge dahinter und dies so richtig N A C H H A L T I G ! Text Marion Kranz Fotos ZVG

Obwohl das Wort uns ständig umgibt, ist es schwammig und wenig konkret. Und in der Tat, wenn man bewusst nachfragt, was denn andere darunter verstehen, kommen die unterschiedlichsten Antworten heraus.   Nachhaltigkeit, das heisst doch: Zukunftsfähigkeit, Gleichgewichtserhaltung oder verantwortungsbewusstes Handeln. Andere verstehen darunter Demut, Achtsamkeit oder Enkeltauglichkeit. Oder einfach «das Richtige tun». Und wenn etwas nachhaltig ist, ist es dauerhaft, vernünftig und umweltverträglich. Aber auch wirksam, langlebig oder womöglich gar schwerwiegend und tief greifend. Das Rad der Zeit Auch in der Forschung gibt es viele Definitionen. Die For­ scherin Claudia Vickers meint, dass es aus ihrer Sicht in erster Linie um Gerechtigkeit, Partizipation und die pla­ netaren Grenzen geht. Das hört sich schlüssig an. Aber worum ging es eigentlich ganz am Anfang? Der ­Begriff Nachhaltigkeit kommt aus der deutschen Forstwirtschaft: 1713 machte sich der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz in Freiberg Gedanken ­darüber, wie es dauerhaft genügend Holz geben könnte. ►


38  REPORTAGE

Generationen

Toleranz Vielfalt Gleichgewicht Fair

Freiraum Tradition Pflege Bio

Bildung

Wertschätzung

Es war für den Bau von Silberminen nötig. Seine Idee: Nicht mehr Bäume schlagen, als nachwachsen können. Er sprach von «nachhaltender Nutzung». Dieser Begriff gelangte in forstwirt­ schaftliche Schriften und wurde mit «sustainable» ins Englische übersetzt.   Aus diesem ökonomischen Ver­ ständnis heraus entwickelte sich ein eigener Diskurs in der Forschung. Er begann mit dem Schlüsselwerk für eine «nachhaltige Entwicklung», der Studie zu den «Grenzen des Wachs­ tums». Diese schrieb Dennis Mea­ dows 1972 für den «Club of Rome». Das Buch sorgte weltweit für Aufse­ hen und schaffte eine ganz neue ­Öffentlichkeit für Umwelt- und Ent­ wicklungsthemen.   Der Begriff der Nachhaltigkeit prägt sich aber erst 1987 ein: Da legte die frühere norwegische Ministerpräsi­ dentin Gro Harlem Brundtland für die Vereinten Nationen den nach ihr benannten Brundtland-Report vor. Darin steht eine Definition von Nach­ haltigkeit, die heute für viele Politiker und Wissenschaftler immer noch stimmig ist. Demnach ist die Entwick­ lung nachhaltig, wenn sie «die Bedürf­ nisse der Gegenwart befriedigt, ohne

zu riskieren, dass künftige Genera­ tionen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können». Von der Wissenschaft in die Politik Seit Mitte der 1990er-Jahre wird das Thema Nachhaltigkeit auch ausser­ halb der Wissenschaft diskutiert – die Politik und eine breite Gesellschafts­ schicht entdeckten den Begriff für sich. Der wichtigste Antrieb dafür war der Weltgipfel der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro. Er formulierte die Agenda 21 als ein globales Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung. Noch heute sind Tausende von Agen­ da- 21-Gruppen weltweit auf kommu­ naler Ebene aktiv. Der Rio-Gipfel hatte also ganz konkrete Folgen: Viele Insti­ tute, Lehrstühle und andere Gremien wurden in den Folgejahren gegründet. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit So wird schnell klar, dass es mehrere Dimensionen des Begriffs Nachhaltig­ keit gibt. Um genau zu sein: Drei – ­sagen Forscher. Sie vertreten daher ein Drei-Säulen-Modell und setzen dabei Ökologie, Ökonomie und Soziales als Elemente gleich. Allen drei Bereichen muss eine nachhaltige Entwicklung

Zukunft

gerecht werden. Manche nennen das auch «schwache Nachhaltigkeit». Aus diesem Verständnis heraus entstehen die meisten wirtschaftlich geprägten Assoziationen zu diesem Begriff. Nachhaltige Zukunft: Zitronen im Tank Natürlich wird auf der ganzen Welt nachhaltig getüftelt. Die Wissenschaft­ lerin Claudia Vickers forscht derzeit an einem sauberen und erneuerbaren Flugzeugkraftstoff auf Basis der Che­ mikalie Limonen, die in Zitrusfrüch­ ten enthalten ist. «Es hört sich viel­ leicht unwahrscheinlich an, aber eines Tages könnte Limonen eine erneuer­ bare, saubere Quelle von Flugbenzin sein», sagt die Wissenschaftlerin.   Wann es endlich so weit ist, dass der Zitronen-Kraftstoff auf den Markt kommt, steht noch in den Sternen: «Die Wissenschaft ist unvorherseh­ bar», sagt sie. «Optimistisch geschätzt würde ich jedoch sagen, ist es inner­ halb der nächsten fünf bis zehn Jahre so weit.» Dass die duftende Geheim­ zutat durchaus vielversprechend ist, steht bereits fest: «Erste erfolgreiche Testflüge haben gezeigt, dass Limonen als Bestandteil von Flugzeugkraftstoff eingesetzt werden kann.»


REPORTAGE  39

Ökonomie

Nachhaltigkeit Soziales

«Nachhaltigkeit = Die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.»

Ökologie

Nachhaltigkeit eines der grössten Themen überhaupt Von Kleidung über Wasser bis hin zu Energie. Nachhaltigkeit ist das Thema des Jahrhunderts. Viele Menschen ma­ chen sich zum Glück Gedanken darü­ ber. Oder haben Sie sich schon mal das Wort Enkeltauglichkeit zu Gemüte geführt. Darüber gibt es 260 Seiten ­

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«Nachdenkstoff» im Buch: Marktwirt­ schaft für die Zukunft. Auch zwischen­ menschlich sollte oder könnte man nachhhaltig sein. Das Handy mal Han­ dy sein lassen und sich einfach dem Gegenüber widmen. Nachhaltige Ge­ spräche führen und sich Zeit nehmen. Zeit für eine bessere Welt. ▪

Die Ereignisse

Claudia Vickers, Forscherin des Aus­ tralischen Instituts für Bioingenieurwesen und Nanotechnologie (AIBN)

Martin Grubinger

Nadja Räss

DO 16.10.14 im TAK | Comedy

FR 05.12.14 im TAK | Comedy

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SA 06.12.14 im TAK | Weltmusik

Timo Wopp

Sissi Perlinger

*ZUR PERSON

Schauspielhaus Wien: Die Ereignisse

Sissi Perlinger

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40  NACHGEFRAGT

Petra J. Matt, Journalistin bei Radio L

«Mal ehrlich: Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie mit dem Thema ‹Nachhaltigkeit› konfrontiert werden? Scheint Ihnen der Begriff auf den ersten Blick nicht auch irgendwie verwirrend oder vielleicht langsam sogar ein wenig abgedroschen? ‹Nachhaltigkeit› ist ja ein Wort, das uns zwar ständig begegnet, jedoch eher schwammig und in vielen verschiedenen Definitionen daherkommt. Mir persönlich gefällt zum Beispiel jene, die beinahe schon poetisch besagt, Nachhaltigkeit bedeute ‹das Richtige zu tun› im Streben nach dem Gleichgewicht der ‹Dinge›. Unter ‹Dinge› fallen meiner ­Meinung nach aber nicht nur ökologische und wirtschaftliche Aspekte, sondern es geht bei der Nachhaltigkeit schluss­ endlich doch auch um zwischenmenschliche Belange und ich denke, wir sollten, gerade in unserer schnelllebigen und hoch technologisierten Welt, auch diesem Aspekt der Nachhaltig­ keit ein wenig mehr Beachtung schenken.»

Helga Hofinger, Geschäftsführerin Chicobello

«Der Umgang mit Ressourcen beschäftigt mich seit vielen Jahren. Speziell das Thema Wasser und unser leichtfertiger Umgang ­damit. Nachhaltigkeit scheint für mich ein modern gewordener Begriff ­geworden zu sein. Das Konzept des ‹Chicobello› Second-Hand-Ladens, basiert auf dem Gedanken der Nachhal­ tigkeit. Einerseits die ‹Wiederverwendung› der Kleider und Accessoires. Andererseits durch die eigentliche Zielsetzung. ‹Chicobello› ist ein Arbeitsprojekt mit dem Auftrag, stellensuchende Frauen in den Arbeitsmarkt zu (re)integrieren. Es ist ein Projekt des VBW. Auch bei der Ein­ richtung kann man erkennen, dass gebrauchte Möbel und Maschinen zum Einsatz kamen. Zukünftig möchten wir verstärkt recyclebare Materialien kreativ umarbeiten. Persönlich muss ich mich mit zunehmenden Alter auch mit meiner eigenen Regenerationsfähigkeit auseinan­ dersetzen (lacht). Ich bin ein begeisterungsfähiges Energiebündel, die Arbeit mit Menschen macht mir richtig Spass und gibt mir viel Sinn!»

Brigitte Kühne, Betreiberin Lisilis Biohof Meiningen

«Seit über 25 Jahren bewirtschafte ich zusammen mit meinem Mann Karl unseren Hof in Meiningen biologisch. Mit der Über­ nahme setzten wir uns das Ziel, die Kreisläufe des Betriebs zu schliessen und nachhaltig zu wirtschaften. Dies bedeutet beispielsweise, die Tiere nur mit hofeigenem Futter zu versorgen, den Mist zu kompostieren und letztendlich als Dünger für unser Biogemüse wieder auf die Felder auszu­ bringen. Zudem bedeutet Nachhaltigkeit, die Artenvielfalt zu schützen und zu fördern. So setzen wir keinerlei chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel oder leicht löslichen Mineral­ dünger ein. Auch bei anfallenden Renovierungsarbeiten am Hof setzen wir auf Naturmateria­ lien. Verputzt wird beispielsweise mit Lehm, isoliert mit Schafwolle und Strohmatten.»

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Christoph Beck, Landtagsabgeordneter und Elektrotechniker

NACHGEFRAGT  41

«Nachhaltigkeit bedeutet für mich weiterzudenken. Mit dem Prinzip, dass nicht mehr verbraucht werden darf, als was jeweils nachwachsen, regenerieren und künftig wieder bereitgestellt ­werden kann. Folgen heutiger Entscheidungen sollten uns später nicht einholen oder Tatsachen schaffen, die wir so nicht wollten. Dies gilt für alle Lebensbereiche. Ressourcen, die wir verbrauchen, sollten möglichst sparsam eingesetzt werden, denn alles, was wir nicht benötigen, steht uns künftig noch zur Verfügung. Dazu müssen wir bestehende Technologien nutzen und uns Neuem gegenüber nicht ver­ schliessen. Nicht alles, was bis jetzt gut war, ist plötzlich schlecht und muss ausgetauscht werden. Denn auch neue Geräte brauchen viel Energie bei der Herstellung und kompensie­ ren die Einsparung nicht immer. Politik ist nachhaltig, wenn eine Entscheidung etwas verbes­ sert, ohne etwas schlechter zu stellen. Nicht nachhaltig wäre, den Staatshaushalt nicht ins Lot zu bringen. Wir würden dies auf Kosten unserer Zukunft und der nächsten Generation tun.» Philipp Lüchinger, Kunststofftechnologe

«Nachhaltiges Handeln finde ich sehr wichtig. Schliesslich steht uns nur eine Erde zur Verfügung und deren Erträge sind endlich. Leider wird nachhaltiges Handeln oft mit einem Verlust der Lebensqualität gleichgesetzt. Ich bin der Meinung, dass dies nicht zwingend erforderlich sein muss. Falls es uns als Ge­ sellschaft gelingt, konsequent auf erneuerbare Energien umzusteigen, und wir auch in der ­Mobilität sowie beim Essen (regional und bio) Kompromisse eingehen können, werden wir den nachkommenden Generationen einen gesunden oder wieder genesenen Planeten über­ geben können – versuchen wir es!» Patrick Insinna, Forstmann beim Amt für Umwelt

«Als ich klein war, habe ich jede freie Minute in der freien Natur ver­bracht – egal ob mit meinem Neni bei Spaziergängen am Rhein, mit Kollegen auf Abenteuersuche in den Rüfen oder mit der Familie in der einzigartigen Berglandschaft in und um Malbun. Dass ­unsere Natur ein verletzliches Ökosystem ist, war mir damals natürlich nicht bewusst. Erst im Zuge des Erwachsenwerdens ist dieses Bewusstsein dann gewachsen. Ich habe gelernt, dass der Mensch mit seinem Tun nicht nur positiv auf seine Umwelt einwirkt. In den 80er- und 90er-Jahren waren die Nachrichten voll mit Themen über sauren Regen, Waldsterben, Klima­ wandel usw. Mit all diesen Dingen bin ich gross geworden und sie haben mich geprägt und auch beeinflusst – bis hin zur Berufswahl. Als Forstmann begegnet mir das Thema Nachhaltig­ keit praktisch täglich. Saubere Luft, sauberes Wasser, Schutz vor Lawinen, Steinschlag und ­Murenabgängen gehören zu den wichtigsten Funktionen unserer Wälder, die es langfristig und für unsere nachfolgenden Generationen zu erhalten gibt. Eine tolle Aufgabe, die mir viel Freude bereitet. Privat versuche ich, meinen Kindern in Sachen Nachhaltigkeit – so gut wie möglich – ein gutes Vorbild zu sein – wenngleich das nicht immer so einfach ist. Die Annehmlichkeiten des täglichen Lebens sind oft nicht nachhaltig. Trotzdem versuche ich, meinen Beitrag zu leisten: mit dem Fahrrad zur Arbeit, in der Übergangszeit mit Holz heizen oder auf dem Wochenmarkt ­frische Sachen ohne Verpackung einkaufen. Eigentlich kleine Dinge, mit denen man, ohne viel Mehraufwand, sein Leben nachhaltiger gestalten kann.»

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42  KULTUR

Kunst statt Bananen – im Supermarkt 15. Schweizer Kunst-Supermarkt. 82 Künstlerinnen und Künstler aus 15 Nationen. Text Peter-Lukas Meier Fotos zvg

Soraya Hamzavi Luyeh (Baden/Iran) malt im öffentlichen Atelier des Kunst-Supermarktes.

Kunst für alle: In grossen Kisten wie anno dazumal im Schallplattenladen werden über 6000 ­Kunstwerke attraktiv präsentiert.

Weisse Museumswände, Cüpli und Nerz sind out, der Kunst-Supermarkt ist in. Wie eine kleine Solothurner Galerie die Kunstwelt auf den Kopf stellt. Die freche, aber qualitativ hochstehende ­ ­Alternative zum phantasielosen Kunsttreiben der etablierten Kunst­szene lockt jährlich an die 30 000 Menschen in der Vorweihnachtszeit nach Solothurn. Die Besucher pilgern aus unter­ schiedlichen Gründen an den KunstEvent: Schnäppchenjäger lauern auf ein schönes Objekt zu guten Preisen, Junge freuen sich auf ihr erstes Ori­ ginal-Kunstwerk und Designfreaks

liebäugeln mit einem farblich abge­ stimmten Bild zu ihrem Sofa.   Der Kunst-Supermarkt macht Kunst für alle zugänglich und ist seit 15 Jah­ ren eine der erfolgreichsten Ausstel­ lungen in der Schweiz. Sie findet in der Solothurner Vorstadt in der Rothus­Halle statt. Letztere wurde vor 120 Jahren als Viehstall erbaut, dann zur Maschinenhalle umfunktioniert und dient heute als Eventhalle.   Der Kunst-Supermarkt setzt nicht nur auf Popularität, sondern auch auf Qualität. Präsentiert werden Origi­ nale moderner und zeitgenössischer

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Kunst von bekannten und weniger bekannten Künstlerinnen und Künst­ lern aus dem In- und Ausland. Wem ein Bild gefällt, der kann dieses dank der klaren Preispolitik in den Kate­ gorien zu CHF 99.00, CHF 199.00, CHF 399.00 und CHF 599.00 kaufen und mitnehmen. So wechseln jedes Jahr über 3000 Werke ihre Besitzer. Zu sehen und zu kaufen sind am 15. Schweizer Kunst-Supermarkt in Solo­ thurn über 6000 Bilder. 82 Künstle­ rinnen und Künstler aus der Schweiz und vierzehn weiteren Nationen prä­


KULTUR  43

Suchen, blättern, hingucken, diskutieren, auswählen und mitnehmen.

Das Kunst-Supermarkt-Team in Solothurn: Frauenpower.

sentieren und verkaufen am 15. Schweizer Kunst-Supermarkt ihre Werke. Gezeigt werden ausschliess­ lich Originale.

dern mit Kunst, die sonst nur in Ga­ lerien und Museen zu finden ist und deshalb von einer breiten Be­ völkerungsschicht gar nicht wahr­ genommen wird.

Kunst und Kommerz Gute und echte Kunst für alle zu erschwinglichen Preisen erhältlich ­ machen, das will der 15. Schweizer ­ Kunst-Supermarkt. Dazu nutzen wir die Verkaufsstrategien eines Super­ marktes: ∧ gute Erreichbarkeit ∧ klare Preispolitik ∧ Tiefpreisangebote ∧ riesige Auswahl Das Konzept Alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler präsentieren mindes­ tens 40 Originalwerke. Es werden aus­ schliesslich Unikate verkauft. Bedin­ gung ist ein hohes Qualitätsniveau. Kunstförderung Natürlich kommen im Kunst-Super­ markt Schnäppchenjäger auf ihre Kosten. Besonders aber auch jene Leute, die normalerweise nie eine Galerie betreten oder sich nur selten mit Kunst befassen. Sie begegnen auf diesem Weg echter Kunst. Nicht mit tausendfach reproduzierten Bildchen oder kitschiger Dutzendware, son­

Das will der Kunst-Supermarkt ∧ Wir treten gegen die billige Massen­ ware aus den «Kunstabteilungen» der Kaufhäuser an. ∧ Wir bringen künstlerisches Schaf­ fen zu einem neuen und breiten ­Publikum. ∧ Wir wecken Interesse an der Kunst und zeigen, dass der Kauf von e­ chter Kunst für jede und jeden möglich ist. ∧ Wir fördern den Kauf von Unikaten und Originalen als Alternative zum Kauf von Kunstdrucken. ∧ Wir bereichern die Kunstlandschaft der Schweiz. ∧ Und wir bieten einer grossen Zahl von Künstlerinnen und Künstlern eine ungewöhnliche und attraktive nationale und internationale Prä­ sentationsmöglichkeit. ▪

*INFORMATIONEN 15. Schweizer Kunst-Supermarkt an der Schöngrünstrasse 2 in Solothurn 7. November 2014 bis 4. Januar 2015 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 14–20 Uhr Samstag/Sonntag: 11–17 Uhr 25.12. und 1.1. geschlossen 24./26./31.12. und 2./6.1.: 11−16 Uhr Eröffnung und Vernissage: Donnerstag, 6. November, 18 Uhr Eintritt frei www.kunstsupermarkt.ch

*TEILNEHMENDE RHEINTALER ­KÜNSTLERIN

Karin Schelling, Widnau/CH Geboren 1967 in Thal SG, lebt in Widnau und arbeitet in Au SG. Ausbildung zur Schneiderin. Seit 1989 inten­sive Auseinander­ setzung in der Acryl­ malerei an diversen Kursen und Seminaren bei nam­haften Künst­ lern. Seit 2008 freischaffend und mit eigenen Kursen im Atelier. Autodidaktische Entwick­ lung der eigenen Technik in Acryl in Kombi­ nation mit diversen Strukturmaterialien. www.schellingart.ch

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44  KULTUR

BUCHTIPPS

vom OMNI-Team, Eschen

«DIE CHANCE» Stewart O’Nan, Rowohlt Verlag, 2014, 224 Seiten, CHF 29.50 Das Ehepaar verkörpert den typischen amerikani­ schen Mittelstand. Die Wirtschaftskrise 2008 hat sie voll erwischt. Mit ihrem letzten Geld reisen sie illegal über die kanadische Grenze. Art weiss an­ geblich einen Trick, wie man im Roulette wirklich viel Geld gewinnen kann. So mieten sie sich eine tolle Suite, lassen sich mit Champagner und gu­ tem Essen verwöhnen – auch wenn sie das alles wahrscheinlich gar nicht mehr bezahlen können. Art reist mit einem Ring sowie mit dem Vor­ satz im Gepäck, Marion nochmals einen An­ trag zu machen und Marion will eigentlich die Scheidung. Auf der Reise merken sie, dass ihre Freundschaft grösser ist als ihr Konflikt. Ein feiner, menschlicher Roman mit lebendigen Dialogen. Aber auch die Besorgtheit umeinander und die Verletzungen der beiden Hauptfiguren werden sensibel aufgezeigt. Eine Geschichte, in der die Hoffnung wächst. «Die Chance» ist eigentlich die letzte Chance von Art und Marion Fowler, die seit dreissig Jahren verheiratet sind. Beide arbeitslos und hoch verschuldet. Sie haben sich betrogen und auseinandergelebt. Nun planen sie ihre zweite Hochzeitsreise an die Niagarafälle und setzen alles auf eine Karte.»

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«EIN FEST IM GRÜNEN» Vegetarische Köstlichkeiten bunt & gesund Erin Gleeson, Knesebeck Verlag, 2014, 240 Seiten, CHF 40.90 Erin Gleeson ist als Vegetarierin gross geworden und setzt bei ihren Gerichten auf den puren, ehrlichen Geschmack von natürlich belassenen Produkten. Das Kochbuch kommt farbenfroh daher und erfreut mit einfachen und trotzdem spannenden Rezepten. Mit wenigen Zutaten ent­ wirft die Autorin wunderbare Geschmacksvarian­ ten. Es entstehen Kombinationen von Gemüsen, Nüssen, Früchten und Gewürzen – ein ZitrusRanden-Stapel, Zimtblumenkohl oder karameli­ sierte Zwiebeltarte. «Schon das Blättern im bunten Kochbuch hebt die Stimmung. Die Rezepte sind einfach, gelingen sehr gut, schmecken köstlich und dürfen gern unter der Rubrik ‹nachhaltiges Kochen› aufgeführt werden.»

«SOUVERÄN & SELBSTBEWUSST – DER GELASSENE ­U MGANG MIT SELBSTZWEIFELN» Bärbel Wardetzki, Kösel Verlag, 2014, 138 Seiten, CHF 22.90

Vol. 14/2014 eben.Liebe.Laster.

Wer kennt sie nicht? Selbstzweifel, die uns ver­ unsichern: Kann ich das? Bin ich gut genug? Ist das richtig? Diese Selbstzweifel schwächen unser Selbstwertgefühl und untergraben sowohl das Vertrauen in uns selbst als auch in andere Men­ schen. Es gibt wohl keinen Menschen mit einer gesunden Psyche, der nicht einmal Selbstzwei­ fel hat. Es gehört zum Menschsein dazu, sich in bestimmten Situationen unsicher zu füh­ len. Manchmal führen Selbstzweifel auch zu einer Anregung, die unser Leben positiv verän­ dern kann. Mitunter werden sie aber zu stark und beeinflussen unser Verhalten negativ und verhin­ dern auf diese Weise unsere Weiterentwicklung. Das Buch von Bärbel Wardetzki ist eine wirksame Selbsthilfe, die praktisch, kompakt und übersicht­ lich daherkommt. «Die Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Bärbel Wardetzki zeigt in ihrem Buch auf, wie wir einen gelassenen Umgang mit Selbstzweifeln lernen können.»


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46  KULTUR

Märkte in der Region An wundervollen und sonnigen Tagen im Herbst macht es Spass, über verlockende Herbstmärkte zu schlendern. Hier ein Überblick über die schönsten Märkte in der Region. SCHAAN SA 25. Okt. Ski-/Winterbörse SA/SO 8./9. Nov. Kunsthandwerk SA/SO 22./23. Nov. Waldorfbasar DI Vormittags Wochenmarkt

ALTSTÄTTEN SA 27. Sep. Herbstflohmarkt SA Vormittags Bauernmarkt DO Vormittags Wochenmarkt

VADUZ SA 27. Sep. SA/SO 4./5. Okt. SA 25. Okt.

Bauernmarkt Jahrmarkt Bauernmarkt

MAUREN SA 11. Okt.

Unterländer Jahrmarkt

BALZERS DO ab 8:30 Uhr

Wochenmarkt

BUCHS SA 13. Sep. SA 11. Okt. SA 27. Sep. MI 29. Okt. SO 2. Nov. SO 16. Nov. MI 26. Nov.

Floh-/Antiquitätenmarkt Floh-/Antiquitätenmarkt Kinderspielzeugbörse Kinder Kreativ Werkstatt 1. Koffermarkt in Buchs 22. Spielzeugbörse Kinder Kreativ Werkstatt

Gestaltung

Umgestaltung

Bepflanzung

Unterhalt

WEITERE IM RHEINTAL FR Vormittags Wochenmarkt Flums FR/SA 26./27. Sep. Weinfest Fläsch SA 27. Sep. 1. Koffermarkt Sevelen SA 27. Sep. Herbstmarktfest Walenstadt SA Vormittags Dorfmarkt Mels SO 28. Sep. Winzerfest Trübliweg Sax-Frümsen SA 27. Sep. Handwerk/Bauernmarkt Landquart FR–SO 3.–5. Okt. Herbstmesse Flums SA/SO 4./5. Okt. Kilbi Oberriet DI 7.10./4. Nov. Monatsmarkt Au FR 17. Okt. Sport- und Kinderflohmarkt Rebstein DO Vormittags Wochenmarkt Bad Ragaz SA 8. Nov. Koffermarkt Salez SA 22. Nov. Weihnachtsmarkt Sevelen SA/SO 25./26. Nov. Floh-/Antiquitätenmarkt Sargans

Naturseinabreiten

Ferienpflege

Gartenausstattung

Baumklettern


KULTUR & EVENTS

schloesslekeller.li Tel. +423 230 10 40 9490 Vaduz/FL

www.gasometer.li Tel. +423 392 50 80 9495 Triesen/FL

www.tak.li Tel. +423 237 59 69 9494 Schaan/FL

www.diegustav.com Tel. +43 5572 305-0 6854 Dornbirn/AT

happiness-messe.com Vaduzer Saal 9490 Vaduz/FL

DO, 23.10.14 20 Uhr

DO, 9.10.14 20 Uhr SO SACHEN Gunkl

ODYSSEE Nagelritz

COSMOS Ferruccio Cainero ÖFFNUNGSZEITEN FR 16 – 20 Uhr SA/SO 14 – 18 Uhr

Ausstellung bis SO, 19.10.14 TUCH Kunst und Stoff

DI, 30.9.14 20.09Uhr TAK

FR, 31.10.14 20 Uhr

Dialogführung: Greyer/Büchel DI, 30.9. um 18 Uhr

Führung mit Künstlern: SO, 19.10. um 16 Uhr

DO, 16.10.14 20.09 Uhr TAK

BARBARA BALLDINI TIMO WOPP «Liebe, Sex & andere Irrtümer» Ein Jonglier-Kabarett

MI, 22.10.14 20 Uhr Vaduzer Saal DRESDNER SINFONIKER «Dede Korkut» »»

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DIE GUSTAV Int. Salon für Konsumkultur

Die Gustav führt Design, Genuss und Nachhaltigkeit zusammen. Der Salon für Konsumkultur bringt an­ spruchsvolle Produkte und anspruchsvolle Konsumen­

HAPPINESS MESSE Gesundheit und Heilung

Die Messe bietet ein viel­ fältiges und breit gefä­ chertes Angebot rund um das Thema Gesundheit, Spiritualität und Heilung. Erweckung der Lebenskraft

und Nutzung des eigenen Potenzials stehen im Mit­ telpunkt dieser Messe. FR, 26. Sept. 14, 13 – 19 Uhr SA, 27. Sept. 14, 10 – 19 Uhr SO, 28. Sept. 14, 10 – 17.30 Uhr

SA, 25. Okt. 14, 10 – 20 Uhr SO, 26. Okt. 14, 10 – 18 Uhr


48  REISEN

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eisen mit gutem Gewissen

Vor der Abfahrt gilt es abzuwägen, ob ein Flug sinnvoll ist, denn Reisen über den Wolken verbraucht am meisten CO2.

Ökologisch reisen ist nur was für Hippies? Weit gefehlt. Sei es bei der Hinfahrt, im Feriendomizil oder in der Natur: Es gibt viele Möglich­ keiten, Urlaub zu machen und dabei die Ökobilanz nicht zu vergessen. Text Sara Bagladi Fotos ZVG

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REISEN  49

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Die grünste Ferienaktivität: Wandern in den heimischen Bergen.

In der Hängematte schaukeln, das Rauschen des Meeres im Ohr, von der Sonne geküsst werden und das Ganze mit gutem Gewissen? Ja, das geht! Es gibt nicht nur bei Kaffee und Schokolade ein Fair-Trade-Label, auch bei Ferien kann auf Fairness geachtet werden. Dazu gehört ein nachhaltiger Umgang mit der Um­ welt sowie die Gewissheit, dass die Gastgeber auch unter fairen Bedin­ gungen arbeiten können.

Fliegen und kompensieren Vor der Abfahrt gilt es abzuwägen, ob ein Flug sinnvoll ist, denn Rei­ sen über den Wolken verbraucht am meisten CO2. So hat der WWF ausge­ rechnet, dass eine Reise nach Hurg­ hada, Ägypten, so viele Emissionen verursacht, wie eine durchschnittli­ che Liechtensteinerin oder Schweize­ rin in zweieinhalb Monaten ausstösst. Es liegt auf der Hand, dass Zug oder Bus die nachhaltigere Alternative ist. Für Menschen, die ihre Seelen aber nur an weissen Sandstränden bau­ meln lassen können, hat die Touris­ musfachfrau Annina Sele einen Tipp: «Wer eine lange Strecke fliegt, kann das ausgestossene CO2 auf Seiten wie www.myclimate.org kompensieren.» Je nach CO2-Ausstoss bezahlt man einen Betrag, der in Klimaschutz­ projekte gesteckt wird. Auf was gilt es sonst zu achten? Der WWF empfiehlt, in umweltfreundlich geführten Ho­ tels, Pensionen oder Ferienwohnun­ gen zu herbergen. In lokal geführten Gaststätten bekommt man heimische Spezialitäten und man trägt dazu bei, dass das Geld in der Region bleibt.

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Frisches Quellwasser und ­Kräuter-Schwitzstuben Am Urlaubsziel angekommen, soll­ te man bedachtsam mit Wasser und Strom umgehen. Die Geschäftsfüh­ rerin Christine Plüss von fairunter­ wegs.org empfiehlt: «Begegnen Sie Ihren GastgeberInnen mit Respekt, achten Sie ihre Kultur, ihren Lebens­ raum, ihre Selbstbestimmung und Würde, zum Beispiel beim Fotogra­ fieren oder auch beim Besuch von religiösen Stätten.» Weiter wählen ökologisch Reisende Freizeitaktivitä­ ten, die wenig Energie verbrauchen. Dazu zählen eine Velo-Tour, Segeln oder Schneeschuhlaufen. Quad-Tou­ ren, Jetski-Fahren oder Heli-Skiing hingegen schaden der Natur. Wer ei­ nen möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck hinterlassen möchte und sparsame Ferien bevorzugt, soll­ te am besten campen gehen: Mitten in der Natur Kraft tanken, von Vo­ gelgezwitscher geweckt werden, und dabei der Umwelt keinen Schaden zufügen. Doch nicht jeder möch­ te im Urlaub Pfadfinder spielen. ►


50  REISEN

Auf der Chumbe-Insel werden Unterwassertiere geschützt.

Für solche, die hoch hinaus wollen: Baumhausferien in Schweden.

Für diese gibt es Naturhotels wie die «Waldklause» in Ti­ rol. Das Hotel besteht vor allem aus Holz und ist nach den Niedrigenergiehaus-Standards gebaut. Dort kann man sich mit einer Klangschalen-Massage oder in der Kräu­ ter-Schwitzstube entspannen. In jedem Zimmer sprudelt frisches Quellwasser aus dem Wasserhahn und das Essen wird ausschliesslich mit regionalen Naturprodukten zu­ bereitet.

Schutz der Korallenriffe besonders am Herzen. Deshalb werden dort regelmässig Bildungsausflüge organisiert, um Fischer und andere Bewohner Sansibars für einen nachhaltigen Umgang mit der Unterwasserwelt zu sensi­ bilisieren. Damit diese einzigartigen Naturschätze nicht gestört werden, sind alle Bauwerke auf dem kleinen Para­ dies nach den neusten Standards der Öko-Architektur ge­ baut. Die Bungalows mit Dächern aus Palmblättern liegen direkt am Meer. Als ob sich das nicht schon paradiesisch genug anhören würde: Es gibt ein Maximum an Personen, die sich auf der Insel aufhalten dürfen. Mehr als dreizehn andere Besucher werden dort nicht anzutreffen sein, die Insel ist also nie überlaufen. Dafür ist die Natur der ein­ zige Luxus, auf eine Klimaanlage und eine Klospülung muss verzichtet werden.

Nächte im Baumhaus Sie möchten lieber hoch hinaus? Dann ist das Baumho­ tel «treehotel» in Harads, Schweden, einen Besuch wert. Wer als Kind davon geträumt hat, in einem Baumhaus zu leben, kann dort das Abenteuer ausprobieren. Das Ho­ telzimmer thront mitten in den Baumkronen, umgeben von unberührter Natur. Ein Blick aus dem Fenster zeigt meilenweiten Wald und den Fluss Lule. Auch für ein aus­ geglichenes Ökosystem haben sie gesorgt: Beim Bau der Zimmer wurde darauf geachtet, dass die Bäume nicht be­ schädigt werden. Jetzt erleuchten energiesparsame LEDBirnen die Räume. Die Elektrizität wird von einem grü­ nen Wasserkraftwerk bereitgestellt und das Wasser, das bei der Benutzung verloren geht, wird in einem Container gesammelt. Eine ganze Öko-Insel Ein Hotel ist nicht genug, am liebsten eine komplette Öko-Insel? Im Indischen Ozean liegt die Chumbe-Insel: ein Naturreservat von A bis Z. Dazu gehört ein Unterwas­ serpark mit dem ersten Korallenriff-Schutzgebiet in Tan­ sania und ein Waldreservat. Da die 25 Hektar grosse Insel ein militärisches Sperrgebiet war, konnte die ursprüng­ liche Pflanzen- und Tierwelt überleben. Der deutschen Gründerin des Reservats, Sibylle Riedmiller, liegt der

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Öko ist nicht gleich Öko Etwas weiter südlich von Tansania liegt das Land, wo erst­ mals ganze Fair-Trade-Reisen angeboten wurden: Süd­ afrika. Die Labelorganisation «Fair Trade Tourism» hat Dutzende von Hotels, Restaurants und Ausflüge überprüft und zertifiziert. Es gibt über 100 Gütesiegel im Touris­ mus: Doch nur wenn ein Hotel die Wörter Bio, Öko oder Natur benutzt, heisst das nicht, dass die Umweltaspekte erfüllt werden. Überall kleben Sonnen, grüne Bäume oder Tiere auf Reisebroschüren, Hotelbeschreibungen oder Campingplätzen. Auf der Seite www.fairunterwegs.org sind deshalb die 20 führenden touristischen Nachhaltig­ keitslabel aufgelistet, denen vertraut werden kann. In Eu­ ropa zählt dazu zum Beispiel «Viabono» oder «Die blaue Schwalbe». Zum Schluss bleibt die Frage: Wie weit muss man fahren, um Urlaub zu machen? Die grünste Antwort wäre immer noch: Zu Hause auf Balkonien. ▪

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REISEN  51

Pure Erholung in Ihren Winterferien

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52 KOLUMNE

Adams Apfel BORKENKÄFER Ralf Bruggmann

Nachhaltigkeit ist keine Selbstverständ­ lichkeit, sondern ein Handlungsprinzip. Auch in einer Beziehung.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat seine Wurzeln in der Forstwirtschaft. Dabei wird dem Wald stets nur so viel Holz entnommen, wie nachwachsen kann. Somit kann er sich immer wieder erholen und wird nie vollkommen abgeholzt. Heute wird der Begriff in vielfältiger Weise verwendet, die Definition ist schwammig geworden, hat sich jedoch nicht grundlegend geändert. Nachhaltig­ keit meint in der Regel die Nutzung von Ressourcen bei gleichzeitiger Bewahrung von wesentlichen Eigenschaf­ ten, Stabilität und Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems.   Ein junges Paar ging im Wald spazieren. Die Sonne warf helle Strahlen durch das Geäst, das wilde Zwitschern von Vögeln und ein erdiger Duft erfüllten die Luft. Vor einem mächtigen Nadelbaum blieben die Frau und der Mann stehen und blickten sich an. Dann schnitten sie mit einem Taschenmesser ihre Initialen und ein Datum in die Rinde, zeichneten ein Herz um die Buchstaben und Zahlen. Sie setzten sich auf den weichen Waldboden, küssten sich, streichelten sich, zogen sich mit drängen­ den Fingern die Kleider aus und liebten sich leiden­ schaftlich, während über ihren Köpfen ein Eichhörnchen von Ast zu Ast hüpfte.   Ihre Liebe, ihre Gefühle, die gemeinsam erlebte Zeit und die geteilten Träume, der Rhythmus ihrer Körper, ihre gewechselten Blicke und Worte, das alles waren die Ressourcen des jungen Paares. Einige Jahre später sind

diese Ressourcen aufgebraucht. Wer die beiden sieht, glaubt kaum, dass sie gemeinsame Wege gehen, so gross ist die Lücke zwischen ihnen. Mit schweren Schritten stolpern sie durch das Dickicht, treten unabsichtlich, aber folgenschwer auf zarte Pflänzchen und Schmetter­ linge. Überall liegt der Müll, der sich angesammelt hat, leere Worthülsen türmen sich auf, die Luft ist durchzo­ gen von Schall und Rauch ohne Substanz. Eichhörnchen sind keine zu sehen, jedoch hört man in den Bäumen Borkenkäfer husten, kleine fiese Schädlinge. Einer allein richtet nicht viel Unheil an, aber wenn sie sich ansam­ meln und sich in den tiefen Schichten einnisten, höh­ len sie das Holz aus. Zahlreiche Bäume ragen bereits grau und leblos in den wolkigen Himmel, ohne Blätter, ohne Kraft. Bei einem dieser Bäume sind Buchstaben und Zah­ len in die Rinde geschnitten, umgeben von einer herzför­ migen Kontur und kaum noch lesbar. Die Frau bleibt vor der Inschrift stehen, der Mann tritt hinzu. Sie betrach­ ten die graue Rinde, dann schauen sie sich an, nur kurz. Schliesslich senken sie ihre Blicke. Und wissen, dass sie dieses Waldsterben nicht mehr abwenden können.   Ob in ökologischer, ökonomischer oder sozialer Hin­ sicht, im Wald oder in Beziehungen: Nachhaltigkeit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Handlungs­ prinzip. Sie muss laufend erarbeitet werden, will gelebt werden, jeden Tag. Ansonsten haben die Liebe und wir gegen die Borkenkäfer keine Chance. ▪

*  Dann schnitten sie mit einem Taschen­

messer ihre Initialen und ein Datum in die Rinde und zeichneten ein Herz darum.

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Laster.

«Lass dich vom Leben verführen, süss wie Schokolade, fruchtig wie Wein. Geniesse die Vielfalt der Formen und Farben. Mode begegnet dir jeden Morgen im Spiegel. Lass dich inspirieren ... vom Leben und von dir selbst!»

Zeit für mich* Tagträume sind herrlich ­entspannend. Lassen Sie Ihre Gedanken einfach mal ­treiben. *Kopfkino schafft Ordnung Tagträume sind Zeitver­ schwendung? Von wegen! Sie sind ein exzellentes Mittel zur strategischen Lebens­

Kurz und gut

planung, denn sie helfen, Ge­ fühle und Gedanken zu ord­ nen. So erträumen wir uns beispielsweise unsere Zukunft, sehen uns am Ziel unserer Wünsche. Das schafft Orien­ tierung! *Kraftquelle für die Seele Fantasiereisen kann und

sollte man überall machen: beim Zahnarzt, im Bus, ­währen der Mittagspause. Stress auf der Arbeit? Ziehen Sie sich kurz zurück auf was Schönes. Das setzt Glücks­ hormone frei und hilft, in der grössten Hektik l­ockerer zu bleiben.

Vegane Kunst und Catering

Kokoswasser

Lauren Wildbolz eröffnete 2010 das erste vegane Restaurant der Schweiz. Heute ist es ein ­Catering und Event-Service. ­Ursprünglich wollte sie Künst­ lerin werden. Jetzt ist vegane Küche ihr künstlerisches Medi­ um. Rezepte zum Nachkochen gibt es in ihrem neuen vega­ nen Kochbuch. Infos unter: vegankitchenandfriends.ch

So fit macht uns das Trendgetränk! Momentan greifen immer mehr Gesundheitsbewusste zur ­Kokosnuss – oder in unseren Breitengraden zu ihrem Saft im Tetrapak – und trinken Kokoswasser. Denn das süsssäuerliche Getränk schmeckt nicht nur herrlich erfrischend. Es gilt mit nur 19 Kalorien pro 100 ml auch als kalorienarm, enthält Eiweiss, aber kaum Fett. Nicht zu vergessen versorgt es uns Schluck für Schluck mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium. Und diesen Mix können wir jederzeit gut gebrau­ chen. Vor allem nach dem Sport.

Zungenimplantate Es gibt wieder was Neues gegen das Schnarchen: ­Dabei werden vier Zungen­ implantate unter Vollnar­ kose in den Zungengrund eingesetzt. Sie verhindern, dass die Zunge im Schlaf nach hinten fällt und die Atemwege blockiert. Die Patienten merken nichts von den Implantaten, können normal sprechen und essen.

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KÜSS MICH!

Laut einer Umfrage finden 70,9 Prozent aller Männer geschminkte Lippen sehr attraktiv. Also Ladys, ran an die Stifte! Natürliche Farben überzeugen die Herren dabei am meisten.

ALLE MAL HERHÖREN!

Ohren wachsen ein Leben lang. Eine italienische Studie bewies jetzt, dass die Grösse der Ohrmuschel während des Erwachsenenlebens um gut einen Zentimeter zulegt. Der Grund für das endlose Wachs­ tum: Mit zunehmendem Alter erhöht sich der Knorpelanteil, die Ohrläppchen werden durch die Schwerkraft nach unten gezogen.

PLANLOS ANS ZIEL

«Schere, Stein, Papier» kommt nie aus der Mode: Kids kno­ beln um Bonbons, Erwachsene ums TV-Programm – jeder kennt das schnelle Spiel. Doch wie gewinnt man? Chinesi­ sche Forscher fanden heraus, dass derjenige die grössten Gewinnchancen hat, der ein Symbol willkürlich auswählt. Taktiker haben das Nachsehen.

GUT FÜR DEN NACKEN

Die tägliche Arbeit am PC kann zu schlimmen Na­ ckenverspannungen führen. Deshalb den Bildschirm so niedrig wie möglich aufstellen. Dass die oberste Zeile sich in Augenhöhe befinden soll, stammt aus der Zeit, als der Bildschirm noch gespiegelt hat, ist heutzutage aber völlig veraltet.

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54 MODE

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rüne Mode

vor der Haustür HERSTMODE ► von Grüne Erde, online unter grueneerde.ch


MODE  55

Internationale Mode­ labels setzen immer mehr auf die grüne Linie. Auch in unserer Region gibt es Modemacher, die Wert auf nachhaltige Produk­ tion legen. Moderedaktion Manuela Bischofberger Fotos ZVG

Ökologisch produzierte Mode hat ihr «MüsliImage» längst abgelegt. Regionale Modelabels zeigen, dass mit hochwertigen Materialien aus ressourcenschonender Produktion zeitlos schöne Kleidungsstücke entstehen. Nachhal­ tigkeit beim Kleiderkauf gewinnt immer mehr an Bedeutung und setzt neue Standards in der Modebranche. Qualität statt Quantität heisst die neue Devise beim Kleiderkonsum. Seit immer wieder Fälle bekannt werden, unter welchen ausbeuterischen Bedingungen grosse Modelabels in Entwicklungsländern produ­ zieren, werden Herkunft und Produktion der Materialien immer kritischer hinterfragt. Und das ist auch gut so – denn modische Kleidung gibt es auch in nächster Nähe. ►


56 MODE

► LANSCAPE VON C. BROWN gesehen bei KLEIDERgrün in Feldkirch/AT

◄ DRAPÈKLEID VON LANIUS (119.90€) in Schwarz und Rot gesehen bei KLEIDERgrün in Feldkirch/A. KLEIDERgrün ist ein kleiner, feiner Laden in der mittelalterlichen Altstadt von Feldkirch in Vorarlberg/A. Gegründet wurde er von Franziska Diek­ mann aus dem tiefen Bedürfniss heraus, eine Einkaufsmöglich­ keit zu schaffen für Mode, die chic und individuell sowie nachhaltig ist. www.kleidergruen.at

► FARBENFROH DURCH GRAUE TAGE ...Herbstmo­ de von Enna, eine von «Waschbär» selbst entwickelte Basic-Linie, die nach strengen ökologischen Standards hergestellt wird. Erhältlich unter www.waschbaer.ch

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► KLEIDER ZUM FESTEFEIERN UND FAHRRADFAHREN von Susanne Bell, Modemacherin aus Vorarlberg/A. In der Firmenphilosophie «Kleidheit» steckt auch das Wort «Wahrheit», das für faire und regi­ onale Produkte steht. Die Kleider passen sich dem jeweiligen Anlass an: Aus einem «Business-Kleid» kann schnell ein «Feier­ abendkleid» werden: einfach umdrehen, Jeans durch Leggings austauschen – fertig! www.kleidheit.com

◄ EDLE EINZELSTÜCKE von Maria Münzer in Rorscha­ cherberg/CH. Alle Stücke werden selbst entworfen und genäht. Die Stoffe bezieht sie aus der Schweiz und Österreich. www.mareum.ch

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◄ ELEGANTE KOMBINATIONEN aus der Kollektion von MAGDALENA ERNST, mittlerweile eine der bedeutendsten Schwei­ zer Designerinnen. Die Kreationen der gebürtigen Thurgaue­ rin entstehen im Atelier in Küsnacht/ZH und werden in der Schweiz gefertigt. Sie zeichnen sich durch klare Formen, hochwertige Materialien und femi­ nine Schnitte aus. www.magdalenaernst.ch

► CAPES UND EDLE SPTZE gibt es bei JOSEFINE, von Daniela Hofer in Lustenau/AT Stickereien aus dem Rheintal verarbeitet sie mit Cashmere, Loden, Seide und feinstem Leder. www.hoferdanielajosefine.at


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MODE-BLOG Text Francesca Di Benedetto Modeexpertin «Grün» ist nicht immer grün Highfashion, Luxus und Design in Ver­ bindung mit Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend. Denn «Grün» ist nicht immer grün!   Auch Slowfashion genannt ist be­ wusste Mode. Nicht immer bestehend aus recycelten Materialien oder Bio­ stoffen, sondern auch lokal produzierte Stücke und in kleiner Menge. Im Ge­ gensatz zu Fastfashion, wo die Mode nach den Modeschauen in Milano, P ­ aris, New York in den grossen Schaufens­ tern erscheint, um kurze Zeit danach zu Schrankhütern zu werden. Sehr viele junge Labels setzen darauf, bewusste, nachhaltige, «entschleunigte» Mode zu kreieren. Dabei entstehen Teile – die zu Lieblingsstücken werden, und zeit- so­ wie kompromisslos getragen werden. Sich am Körper gut fühlen und die See­ le baumeln lassen. Viele solche Labels haben es geschafft. sich zu etablieren, einige darunter kommen aus unserer Region und aus benachbarten Ländern.

TIPPS WEG VON DAUNEN, HIN ZUM MANTEL

Der Mantel kommt wieder und mein italienisches Herz schlägt höher. Mit passendem Lederhandschuh ist keine tiefe Temperatur ein Frust!

Reversible Tote «Infinity Chic» CHF 535.00 und Doubleface Gürtel «GLEE», CHF 98.00 aus der FranCa-Kollektion, erhältlich unter www.franca.li oder im Atelier fatale in Vaduz. Franca C stammt aus FL und lebt in Winterthur. Geometrischer Mantel von Claudia Nabholz CHF 320.00. erhältlich in ihrer Boutique «Frau Meise» in Baden oder unter www.claudianabholz.ch.

NACHHALTIG, TRENDIG, EINZIGARTIG

Overall aus der Kollektion-«Zeitspur» von Somy So. Preis auf Anfrage, erhältlich unter www.somyso.ch. Die Designerin Somy Jud ist aus Schaffhausen.

Mag’s Frau in der Anlege eher klassisch, kann sie mit tollen Accessoires punk­ ten. Exklusive Designerstücke verlei­ hen dem klassischen Anzug Glanz und Glamour. Auch hierzu habe ich einige Slow-Fashion-Tipps: Das Label Franca C legt Wert darauf, dass die gesamte Kolektion in Italien mit italienischen Rohmaterialien produziert wird. Gute Arbeitsbedingungen und faire Arbeits­ konditionen stehen somit in ihrem Visier. Das deutsche Label Theo&Mo produziert Schuhe aus Lachsleder made in Germany und garantiert 100% chromfreie Gerbung. Seine Schuhe in limitierter Auflage garantieren Green Glamour in Shape.

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Lederhandtschuhe mit Touch­ screen-Funktion «TouchMe» aus der FranCa-Kollektion, CHF 268.00, erhältlich unter franca.li oder im Atelier fatale in Vaduz.

«Ira» High Heel aus Fischleder von Theo&Mo. Preis auf Anfrage, erhältlich über theoandmo.com. Designer D. Duked ist aus Augsburg.


60 SCHMUCK

Nachhaltiger Schmuck für pure Lebensfreude Für die passionierte Schmuckdesignerin Sabine Hellmann ist der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt und der Respekt gegenüber den Menschen bei der Fertigung ihrer Trauring- und Schmuckkollektion besonders wichtig. Aus diesem Grund hat sie zu ihrer bereits seit 14 Jahren bestehenden Goldschmiede neu die Firma Signum Fair Jewels gegründet, die Schmuck aus ökologisch produziertem und fair gehandeltem Gold herstellt. Text Tanja Guidolin Fotos ZVG

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SCHMUCK  61

Sabine Hellmann

Ende Juni besuchte Sabine Hellmann, Goldschmiedin und Geschäftsführe­ rin von Signum Fair Jewels, die Gold­ abbaugebiete im finnischen Lappland. Vor Ort machte sie sich ein genaues Bild über die ökologische Produktion und die dortigen Bedingungen, denn die Buchser Schmuckmanufaktur bezieht ihr Gold direkt von den finni­ schen Goldschürfern. Das Gesehene überzeugt nachhaltig positiv Die Goldwäscher arbeiten oft in famili­ ären Kleinbetrieben und fördern von Mai bis Ende Oktober mit geringem maschinellem Einsatz das Rohmaterial. Dies geschieht alles ohne grosse belas­ tende Eingriffe in die Natur und ohne den Einsatz umweltschädigender Che­ mikalien wie Quecksilber und Zyan­ dide. Ca. 1 m³ Erde muss bewegt werden, um 1−2 Gramm Feingold zu erhalten. Nach dem Vorsortieren in Rüttelma­ schinen wird der Restschlamm zeitin­ tensiv mehrmalig in der Waschpfanne ausgewaschen, bis das Feingold in Form von kleinen Flittern oder Granu­ lat zurückbleibt. Alle genutzten Geld­ fördergebiete müssen anschliessend auch von den Schürfern verpflichtend wieder renaturiert werden.

Ökologie und soziale Verantwortung Für das auf diese Weise geförderte Waschgold erhalten die Schürfer faire Preise. «Dadurch wird das Ökogold teurer als konventionell gewonnenes Edelmetall, doch die Preise der Schmuckstücke bleiben trotzdem marktgerecht», so Sabine Hellmann. Mit dem Kauf und der Verwendung von ökologischem Waschgold unter­ stützt das Unternehmen auch die sozi­ alen Strukturen und Lebensgrundlagen der dort arbeitenden Menschen.   Es geht jedoch nicht nur um den ökologischen Goldabbau, sondern vielmehr auch um eine ganzheitliche Denkweise, welche Signum auch von ihren Schweizer Partnerfirmen erwar­ tet. «Gemeinsam werden die Pro­ zessabläufe bewertet und ständig optimiert. Von der Auswahl der nach den Richtlinien der Nachhaltigkeit und des fairen Handels gewonnenen Edelmetalle und Steine, über mög­ lichst geschlossene und übersichtliche Prozessketten bis hin zu sinnvollen Verpackungen und Abfallrecycling», erklärt die Geschäftsführerin. Transparente Prozessketten Signum Fair Jewels lässt den Kunden an der Entstehung seines «sauberen»

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Schmuckstücks und an seiner ganzen Geschichte teilhaben. So erhält jeder Kunde ein Zertifikat mit einer indivi­ duellen Seriennummer, die identisch mit der im Schmuckstück eingravier­ ten ist. In ihm sind unter anderem die Region und der Zeitpunkt der Förde­ rung des verwendeten Goldes, seine Chargennummer und die Herkunft der Steine vermerkt. «Damit sind Ehr­ lichkeit und Offenheit nicht nur eine Lebenseinstellung, sondern auch die Grundlage unseres Geschäfts», betont Sabine Hellmann.   Zum einen sind es die inneren Werte, die Signum Schmuck ihren besonderen Ausdruck geben, zum anderen verleiht ihnen die Verwen­ dung edelster Materialien in zeit­losem elegantem Design ihre ein­ malige ­Ausstrahlung. Ein Gefühl von Zufrie­ denheit und purer Lebensfreude inklusive! ▪

*KONTAKT

Signum Fair Jewels Schmuckmanufaktur www.signumfairjewels.ch


62  WILL-HABEN Armbanduhr aus Holz Der Designer Alessandro Rossano aus Florenz orientiert sich beim Design der WeWood-Uhren an der Schönheit der Natur. Er verbindet Umweltschutz und Style, indem er aus Holzabfällen trendige Damen- und Herren­ uhren zaubert. Erhältlich bei avocadostore.de EUR 94.95 + Versandkosten

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Laptoptasche Eigenentwicklung aus dem ZERO-WASTE-Projekt von hessnatur.com CHF 249.00

Stirnband Ivy von armedangels. Erhältlich bei avocadostore.de EUR 19.90 + Versandkosten

Das Glück ...

... liegt in den kleinen Dingen ... und wenn diese ­umweltverträglich, ressourcenschonend und sozial ­gerecht produziert wurden, freut das doppelt und macht nicht nur beim Kaufen glücklich! Silver Camouflage Hose von Raffaello Rossi. Erhältlich bei Boutique Axon, Buchs/SG & Rorschach/CH um CHF 249.00

Tasche Gesehen bei Kleidergrün in Feldkirch/AT

Nachhaltig geniessen Sensual Touch Massage-Öl aus der offiziellen Shades of Grey-Collection. Liebe & Zärtlichkeit. 100 ml um CHF 34.00. Erhältlich bei mysecret.ch

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Handyhülle aus edlem Vollholz Jedes Exemplar ist ein Einzelstück mit seiner natürlichen Maserung und Farbe. Das Holz stammt aus nachhaltig bewirt­ schafteten Wäldern des Alpenraums. Die Herstellung erfolgt ausschliesslich in Österreich und der Schweiz. Zu finden bei www.armedangels.de EUR 79.90 + Versandkosten

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B 64  GOURMET

LUE

FOR YOU

Wilde Smoothies

Grüne Mixgetränke mit Zutaten aus dem Reich der Natur finden neuerdings Einzug in unsere Ernährung. Die unscheinbarsten Wildpflanzen folgen den Menschen auf Schritt und Tritt quasi bis zur Haustür, da sie auch unter schwierigsten ökologischen Gegebenheiten überleben. Lassen Sie sich doch auf ein wildes Experiment ein: Vielleicht verleiht der chillige Brennnessel-Blaubeer-Smoothie Ihrem Leben neue Würze? Oder laden Sie Ihre Batterien mit dem Frauenpower-Smoothie auf. Text DI Monika Voithofer Fotos zvg

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GOURMET  65

Brennnessel-Blaubeer-Smoothie mit Chili Raffiniert, der Bogen im Aromenspiel: fruchtig-beerig, dann eine leichte Schärfe, gefolgt vom erdigen Nesselgeschmack. Dunkel, samtig, sättigend. Die Luxus-Variante eines Brennnessel-Smoothies, der alle Sinne verwöhnt. Die Brennnessel ist unsere wichtigste heimische Vitalpflanze … für Haut, Haar und, wie man sagt, auch für die Potenz. Zutaten:

So wird’s gemacht

2 Handvoll Brennnesseln 2 Handvoll Blaubeeren (ca. 200 Gramm) 1 Chili ohne Kerne (ca. 5 Zentimeter lang) 0,1 Liter Wasser 1 Handvoll Crushed Ice

1. Brennnesseln waschen, die Blätter abzupfen.

Ergibt etwa 0,25 Liter.

2. Blaubeeren gut waschen. 3. Chili längs aufschneiden, Kerne entfernen.

MIXER-INFO: · Hochleistungsmixer ca. 35 Sekunden, · Küchenmixer ca. 3 Min. (Stängel vorher ­entfernen).

4. Wasser und Eis in den Mixer füllen. 5. Obst, Chili und Brennnessel dazugeben. Mixen.

*TIPP: Die Heidelbeeren enthalten Anthocyane (tiefblauen Farbstoff ), die als Radikalfänger gelten.

Das macht sie wirksam bei der Krebsvorbeugung und gegen vorzeitige Alterung von Haut und Gefässen interessant. Denn: je dunkler die Beere, desto wirksamer. Im Frühjahr und Winter gefrorene Blaubeeren verwenden.

Frauenpower

3-Frauenkräuter-Smoothie Frauenmantel, Gänsefingerkraut und Schafgarbe sind das Dreigestirn der Frauenkräuter. Das weibliche Wohlbefinden ist zyklisch geprägt, und die ­Kräuter werden traditionell genutzt, um hormonelle Übergangsphasen und monatliche Unstimmigkeiten auszubalancieren. Diese Power schmeckt ­wunderbar süss, seidig-glatt und macht zufrieden. Zutaten:

So wird’s gemacht

1 Handvoll Frauenkräuter: ca. je 5 Blättchen Frauenmantel, Gänsefingerkraut und ­Schafgarbe 1 Banane ¼ Salatgurke 4 bis 5 Salatblätter (nach Saison) 0,1 Liter Wasser 1 Handvoll Crushed Ice

1. Kräuter und Salat waschen.

Ergibt etwa 0,4 Liter.

2. Gurke waschen, mit Schale grob in Stücke schneiden. 3. Banane schälen und grob zerteilen. 4. Wasser und Crushed Ice in den Mixer füllen. 5. Banane, Gurke, Salatblätter und Kräuter dazugeben. Mixen. MIXER-INFO: · Hochleistungsmixer ca. 30 Sekunden · Küchenmixer ca. 2 Minuten (Kräuter von den Stängeln abzupfen, alle anderen Zutaten grob schneiden).

*TIPP: Für die rohköstliche Ernährung im Winter je 1 Prise getrocknete Schafgarbe, Frauenmantel

und Gänsefingerkraut in Wasser einweichen, über Nacht ziehen lassen und mitmixen. Wilde grü­ ne Smoothies versorgen den Körper mit einer Fülle an Vitalstoffen und hochwertigem organischem Zellwasser. Darüber hinaus harmonisieren sie Körper, Geist und Seele mittels Lichtinformationen, den sogenannten Biophotonen.

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*BUCHTIPP

Ein «Must-have» für Liebhaber veganer und rohköstlicher Gerichte. ISBN: 978-3-86264-252-6 Hans-Nietsch-Verlag Gabriele Leonie Bräutigam infor­ miert anhand von 50 Pflanzenpor­ träts über heimische Superfoods für Anti-Aging und innere Balance, für Haut, Haar und ein gut funkti­ onierendes Immunsystem. Völlig neuartige und sorgfältig zusam­ mengestellte Geschmackskom­ positionen erwarten den Leser in Form von 50 Rezepten und regen zum Selbermixen an. Nun sollte einem intensiven Genuss von Wald und Wiese nichts mehr im Wege stehen.


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Verlag und Redaktion Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Tel. + 423 239 80 00 verlag@l-magazin.com www.l-magazin.com Anzeigen/Vertrieb Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Beat Frick (Leitung) Jennifer Buchsteiner Natalie Wohlwend Vanessa Thöny werbung@l-magazin.com Natascha Gstöhl vertrieb@l-magazin.com Redaktionsleiterin Marion Kranz marion@l-magazin.com

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Mitarbeitende RedaktorInnen dieser Ausgabe Andreas Maier Anja Signer Bernadette Kubik-Risch Elfi Gerdenits Francesca Di Benedetto Laetitia Szlijan Nicole Hagleitner Monika Voithofer Ralf Bruggmann Sara Bagladi Tanja Guidolin Volker Ritter Herausgeber/Marketing Kosta Athanasopoulos kosta@l-magazin.com Art-Direktorin/Layout/Design Mag.fh Manuela Bischofberger manuela@l-magazin.com Verlagsleiter Beat Frick beat@l-magazin.com Leiterin Kommunikation und Projekt Management Jennifer Buchsteiner jennifer@l-magazin.com Fotos Maurice Shourot Photocase Shutterstock deathtothestockphoto.com

COVER Foto aus der Kollektion von der schweizer Modedesignerin Magdalena Ernst. Mehr auf Seite 58

Korrektorat Barbara Vogelsang Umsetzung/Produktion Mag.fh Manuela Bischofberger (Leitung)

Infos unter www.magdalena-ernst.ch

L

Vol. 14/2014 eben.Liebe.Laster.

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Das Magazin L…Leben.Liebe. Laster. erreicht an die 30 000 Frauen von Bad Ragaz bis zum Bodensee inkl. ­Fürstentum Liechtenstein. Einzelausgabe: CHF 8.50 Jahresabo: CHF 34.– (4 Ausgaben) Bestellungen lounge@l-magazin.com www.l-magazin.com Erscheinung 4-mal jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint im November 2014

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L...Leben.Liebe.Laster. VOL14  

Das regionale Frauenmagazin - Ausgabe September 2014.

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