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Ausgabe: März 2014 · Preis: 4,25 g

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Training

Erfolgsregel: Visionär leben „Der Schlüssel der persönlichen Entwicklung liegt in der Selbsterkenntnis!“ „Alles, von dem sich der Mensch eine Vorstellung machen kann, ist machbar“, sagte der „Erfinder“ der Mondrakete Wernher von Braun. Deshalb ist für mich ein Leben ohne Visionen nicht vorstellbar. So einfach in den Tag leben und schauen, was sich ergibt, ist nicht meine Auffassung vom Leben. Leben ist für mich Gestaltung. Damit mir das gelingt, habe ich natürlich Visionen. Nicht nur eine, sondern mehrere, wobei ich sie Stück für Stück ansteuere und nicht alle auf einmal. Beat Ambord zeigt, wie belebend die Arbeit als Visionär sein kann.

V

isionen sind mehr als nur Träume und Wunschdenken. Visionen sind Wegweiser, die uns zeigen, wohin wir unser Lebensschiff steuern können, wenn wir wollen. Zudem sind Visionen Zeitschenker, weil wir eben keine Zeit durch Orientierungslosigkeit verlieren. Menschen mit Visionen haben Ziele, Menschen mit Vorsätzen nur Wünsche. Letztere haben keine Chance auf Erfüllung. Die aber, die an ihren Visionen festhalten, machen weiter, auch wenn sie auf dem Weg dorthin buchstäblich öfter auf die Nase fallen sollten, was passieren wird. Es gibt keine Zielerreichung „First Class“. Ziele zu erreichen ist harte Arbeit. Natürlich gibt es auf dem Weg zum Ziel Stolpersteine – davon müssen Sie immer ausgehen. Es gibt sogar eine Faustregel: Je näher Sie Ihrem Ziel kommen, desto mehr Hürden stellen

 Zur Person

Beat Ambord erzielte als Verkaufsdirektor eines amerikanischen Informatik-Dienstleisters ein Jahresvolumen von über 250 Millionen US-Dollar. Zudem gründete er einige Firmen, darunter die Opusx.tv AG, F1RST GmbH, Leovadis AG und Helix Business Software AG. Beat Ambord ist Mitglied von mehreren Stiftungen, ein aktiver Wachstumsberater diverse Gemeinden, Autor von drei Büchern und ein Pionier im Web-TV-Bereich. Unternehmensvorstände aus dem Vertrieb mit Jahresumsätzen von über 11 Milliarden Euro lassen sich von Beat Ambord coachen. Darüber hinaus engagiert sich Beat Ambord im Franchise, Network-Marketing und klassischen Verkauf.

sich Ihnen in den Weg. Sinngemäß schrieb Goethe: „Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziele kommt.“ Mit anderen Worten: Der erfolgreiche Visionär erreicht sein Ziel, weil er einmal mehr aufgestanden ist als hingefallen. Die, die sich von den Stolpersteinen abhalten lassen, ihr Ziel zu erreichen, werden nie erfolgreich. Visionen erhöhen zudem Ihre Aufmerksamkeit. Ihr Unterbewusstsein ist aktiv an der Umsetzung Ihrer Visionen beteiligt, deshalb achtet es verstärkt und automatisch auf Chancen, die Sie Ihren Zielen entgegenbringen. Ohne Vision würden Sie solche Chancen gar nicht erkennen. Welche Visionen haben Sie? Vom Leben, vom Beruf, von der Familie, von der Karriere, vom Erfolg, vom Partner? Bevor Sie darüber nachdenken, wie Sie in Zukunft Ihre Visionen umsetzen können, sollten Sie beginnen, ab sofort drei Wörter aus Ihrem Wortschatz zu streichen: „Ich kann nicht!“ Auch wenn Sie es schon tausendmal gelesen haben, doch komme auch ich nicht umhin, sie zu erwähnen, die Geschichte von der Hummel. Das Insekt verfügt über eine Flügelfläche von 0,7 cm2 bei 1,2 g Gewicht. Nach den

Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das aber nicht und fliegt trotzdem! Stellen Sie sich vor, die Hummel würde sich sagen: „Ich kann nicht.“ Sie würde, vergleichbar einer Raupe, nur auf dem Boden kriechen und nie die Schönheit der Welt von oben entdecken. Sie können, wenn Sie wollen. Die Geschichte ist voller Menschen, die weitaus schlechtere Ausgangspositionen hatten als Sie. Doch hatten diese Menschen eine klare Vorstellung (eine Vision, einen Traum, einen Glauben) von ihrem Leben. Ohne das Wollen und Können dieser Menschen wäre die Welt heute eine andere. Wenn auch nur einer von ihnen gesagt hätte: „Ich würde ja gern wollen, aber ich kann nicht“, wäre die Welt um viele interessante Menschen und Erfindungen ärmer. Der Mann, der mit seinem „Wollen und Können“ Geschichte geschrieben hat, ist Barack Obama. Sein Wahlkampf basierte auf nur drei Worten: „Yes, we can.“ Damit zog der Sohn einer weißen US-Amerikanerin und eines Kenianers als erster Afro-Amerikaner ins Weiße Haus von Washington. Am 20. Januar 2009 wurde er als der 44. Präsident der Vereinigten

Staaten von Amerika vereidigt und 2013 für eine zweite Amtsperiode bestätigt. Visionen sind es, die diese Erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Menschen unterscheidet. Der junge Henry Ford, der Sohn eines Farmers, war nicht der Erste, der ein Automobil baute. Aber der Erste, der eine Vision mit Erfolg umsetzte. Anders als seine elf Geldgeber, die sein Unternehmen vorfinanzierten, und die Konkurrenz wollte Henry Ford keine Fahrzeuge für die betuchte Kundschaft, er wollte den Wagen für den kleinen Mann bauen. Mit dem Model „Tin Lizzie“, auch TModell genannt, gelang ihm der Durchbruch. Not macht bekanntlich erfinderisch. Und so stand Henry Ford vor dem Problem, die Kosten zu senken, damit er das Auto für 260 US-Dollar anbieten konnte und es sich jedermann leisten konnte. Die ersten FordModelle kosteten rund 800 USDollar. Durch den Einsatz des Fließbandes kam für den Visionär der Mega-Erfolg. Durch den konkurrenzlos günstigen Preis verkaufte er vom Modell T in rund 20 Jahren mehr als 15 Millionen Stück. Erst der VW-Käfer durchbrach diesen Rekord Jahrzehnte später.

Fazit: Ihre Erwartungen bestimmen, was Sie bekommen werden. Ganz im Sinne von Henry Ford: „Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.“ Diese und viele abertausende andere Erfolge sind aus meiner Sicht das Ergebnis klarer Visionen und damit kein Zufall. Nicht viel besser erging es Walt Disney. Er wurde wegen Mangels an Ideen von einem Zeitungsherausgeber gefeuert und ging auch mehrere Male bankrott, bevor er den Grundstein zur weltweit größten Jugendzeitung legte und sogar den ersten millionenteuren Fantasiepark Disneyland erbaute. Einer der fähigsten Erfinder und Unternehmer, Thomas Edison, musste in jungen Jahren Häme und Spott ertragen. Seine Lehrer sagten, er wäre zu dumm, um irgendetwas zu lernen. Auch bei Albert Einstein sah es nicht danach aus, dass er einmal etwas Weltbewegendes erreichen würde. So sprach er erst, als er vier Jahre alt war. Seine Lehrer beschrieben ihn als „geistig langsam, ungesellig und immer in seine törichten Träume abschweifend“. Er wurde von der Schule verwiesen und der Zugang zur Technischen Hochschule Zürich wurde ihm verweigert.

Henry Ford, wie zuvor erwähnt, löste durch den Einsatz eines Fließbandes (dessen Erfinder er nicht war) eine Revolution aus. – Zuvor scheiterte er und ging fünfmal pleite, bevor er schließlich erfolgreich wurde. Nur durch seine Beharrlichkeit verbesserte er die Automobilproduktion, die dadurch das Auto zum Massenprodukt machte, weil es für jedermann bezahlbar wurde. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen ein 500-teiliges Puzzle geschenkt. Ohne Anleitung und in einem unschönen grauen Pappkarton. Was glauben Sie, wie viele Stunden brauchen Sie, bis Sie aus diesen Teilen das gesamte Puzzle erstellt haben? In jedem Fall länger als mit einem Bild als Vorlage. Wenn Sie wissen, wie das Ergebnis aussieht, können Sie das Puzzle mit seinen 500 Teilen sehr viel schneller fertigstellen. Mit unserem Leben verhält es sich ähnlich. Ohne eine Vision, eine klare Vorstellung von Ihrem Leben, wird es schwierig, ein erfüllendes Leben zu leben. Daher eine der wichtigsten Fragen an Sie: Was können Sie nun tun, um Ihre Vision zu leben? Wenn Sie alle Zeit der Welt hätten, über unbegrenzte Mittel verfügen würden und frei wählen


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könnten – was würden Sie dann tun wollen, um eine Spur auf der Welt zu hinterlassen? Wenn es das Risiko des Fehlschlags nicht geben würde, welche Art von Leben würden Sie führen wollen? Was werden Sie in den nächsten 72 Stunden ändern? Meine keinesfalls ketzerische Frage: Warum tun Sie es dann nicht? Was hält Sie davon ab, das zu tun, was Sie wirklich wollen? Denken Sie daran, Ihr Leben ist endlich, es währt nicht ewig. Wenn Sie es heute nicht tun werden, dann doch wohl nie, oder? Planen Sie jetzt Ihre Zukunft. Leben Sie endlich so, wie Sie es wollen. Folgen Sie Ihren Gefühlen. Fragen Sie sich immer wieder, was Sie wirklich wollen. Fragen Sie sich auch, was Ihnen wichtig und wertvoll ist. Die Antworten auf diese Fragen bestimmen nachhaltig Ihr Leben. Wenn Sie lieber ein guter Familienvater sein wollen, der sehr viel Zeit mit seinen Kindern verbringt, brauchen Sie einen geregelten Job mit festen Arbeitszeiten. Wenn es darum geht, dass Sie beruflich sehr erfolgreich sein möchten, also Karriere machen wollen, so benötigen Sie mehr Zeit hierfür und haben dann weniger Zeit für die Familie. Es hat also keinen Sinn, sich beruflich stärker zu engagieren, wenn Sie lieber mehr Zeit mit Ihrer Familie verbringen möchten. Im weitesten Sinne würden Sie zum Sklaven Ihres Berufes verkommen. Darunter leidet Ihr Selbst-

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wertgefühl und im besonderen Maße die Familie, da sie es mit einem weniger ausgeglichenen Menschen zu tun haben wird. Dieser Punkt wird sehr häufig von jungen Menschen, die sich mit einem Unternehmen selbstständig machen wollen, unterschätzt. Sicher brauchen Sie Geld, wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen gründen wollen. Doch daneben ist im besonderen Maße die Unterstützung des Ehepartners von größter Bedeutung. Wenn Ihr Partner sich nicht voll und ganz hinter Ihre Selbstständigkeit stellt und Sie nicht voll und ganz unterstützt, sollten Sie sich nicht als Unternehmer betätigen. Das hält Ihre Ehe nicht aus! Die meisten Managerehen gehen nicht aus Geldmangel in die Brüche, sondern aus Zeitmangel für den Partner. Der Partner zieht dann eher ein Leben in einer bequemen Zweizimmerwohnung vor, dann aber mit einem festen Partner mit geregelten Arbeitszeiten. Fragen Sie mich jetzt nicht, was besser ist. Das muss ein jeder für sich entscheiden. Doch wenn Sie vermögend werden wollen, dann schaffen Sie das sicherlich nicht unbedingt in einem festen Angestelltendasein (Vorsicht: Ausnahmen bestätigen die Regel). Hier kann Franchising Sie unterstützen. Dadurch, dass Sie ein „fertiges Konzept“ erhalten, sparen Sie extrem viel Zeit. Zeit, die Sie dann mit der Familie verbringen können und

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dabei sogar noch mehr Geld verdienen. Wenn Sie heute 3.000 EUR verdienen, dann ist es durchaus realistisch, wenn Sie Ihr Einkommen in den nächsten zwei Jahren ver-

das Doppelte des jetzigen Einkommens verdienen und nicht das Zehnfache? Die Frage ist alles andere als zynisch. Sie ist ernst gemeint, denn durch Ihre Geisteshaltung bestimmen Sie die Ergeb-

doppeln wollen. Mit einem Franchise-System dürfte das kein Problem sein. Wie aber fühlt es sich für Sie an, wenn ich Ihnen ein enormes Wachstum verspreche, das Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten selbst erzielen können? Warum, so frage ich Sie, wollen Sie nur

nisse: „kleine Ziele = kleine Ergebnisse“, „große Ziele = große Ergebnisse“. In dem Moment, wo Sie ein größeres Ziel vor Augen haben und es realisieren, werden Sie über sich selbst hinauswachsen. Davon können Sie sicher ausgehen, denn mit einem größeren, realis-

tischen Ziel fangen Sie automatisch an, anders zu denken. So denken Sie zielorientierter und stellen keine negativen Fragen, warum ausgerechnet Sie das Zehnfache mehr verdienen können als bisher. Solche und andere Fragen ergeben sich nicht, weil Ihr Gehirn mit Festlegung des Ziels schon an der Umsetzung arbeitet – keine abstruse Behauptung, sondern inzwischen mehrfach empirisch bewiesen. So sagt z. B. der Pionier der Bewegungsneurologie, Prof. Dr. Wildor Hollmann: „Unser Gehirn ist wie Knetgummi. In jeder Sekunde verändern sich nämlich seine Strukturen, weil das menschliche Hirn eine ungeheure Plastizität aufweist.“ In einem Interview mit der Zeitung „Die Zeit“ sagt sein Kollege, Prof. Dr. Zieglgänsberger: „Heute wissen wir, dass sich auch ein erwachsenes Gehirn ständig umformt. Für uns Hirnforscher ist dies eine wahnsinnig aufregende Zeit, als wären wir gerade dabei zu begreifen, dass die Erde keine Scheibe ist.“ Deshalb bin ich davon überzeugt, dass das „größer Denken“ funktioniert. Es katapultiert Sie in eine völlig neue Dimension, die Sie strategischer denken lässt. Dadurch vermeiden Sie Zeitfresser. Zudem werden Sie sich nicht mehr mit unwichtigen Dingen herumplagen, weil Sie Wichtiges vom Unwichtigen trennen können. Wichtig dabei ist, dass Sie nicht die Geduld verlieren. Rom wurde bekanntlich

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auch nicht an einem Tag erbaut. Alles im Leben hat seine Zeit. So auch der Erfolg. Wie ist es um Ihre Ziele bestellt? Haben Sie hier eine klare Vorstellung oder ertappen Sie sich dabei, wie Sie sich sagen hören: „Ich möchte etwas. Ich möchte irgendwohin. Ich möchte mehr.“ – Aber was? Wenn Sie ein Ziel erreichen wollen, müssen Sie ein Ziel haben. So einfach und doch so schwer zu verstehen. Wenn Sie eine Reise antreten und nicht wissen, wohin Sie fahren wollen, wird jeder Ort falsch sein. Haben Sie ein Ziel, ein echtes Ziel, das Sie buchstäblich mit Herz und Verstand erreichen wollen, dann werden Sie eine bemerkenswerte Entdeckung machen. Sie werden entdecken, dass sich die Umstände, die Sie auf Ihrem Weg begleiten, so ausrichten, dass Sie Ihr Ziel quasi durch einen Autopiloten erreichen – einfach und fast automatisch. Das bedeutet nicht, dass Sie diesen Autopiloten nun die gesamte Arbeit machen lassen dürfen. Auf diese Idee käme auch kein Pilot. Obwohl alles wie von Geisterhand gesteuert wird, bleibt er während des Fluges aufmerksam hinter seinem Steuerknüppel, um nie die Übersicht zu verlieren. Denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser! Nur zu. Definieren Sie Ihre Ziele, denn: „Den Willigen führt das Geschick, den Störrischen schleift es mit“, schrieb der römische Dichter Seneca vor rund 2.000 Jahren.

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