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Kinder haben ein Recht auf Freizeit, Ruhe und Erholung.

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Alle Kinder sind gleichwertig.

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„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 2

Inhalt

Impressum Herausgeber: Bund der Sankt Sebastianus Schützenjugend Diözesanverband Köln e.V. (BdSJ Köln) Kontakt: BdSJ Köln Steinfelder Gasse 20-22 50670 Köln Telefon: 0221 16426562 Fax: 0221 16426565 Mail: dasheft@bdsj-koeln.de

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http://www.bdsj-koeln.de

Seite Thema

Seite Thema

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Andreas Diering,Florian Wagner

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Impressum/Inhalt

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DJT 2017

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Editorial

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Termine

Gestaltung/Design: Christian Klein (Layout) Mail: design@vektorpixel.de

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Kinderrechte

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BJT 2017

Vito Spalluto (Satz) Mail: vito.spalluto@bdsj-koeln.de

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Interview

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#gutmensch

Bilder: siehe Seite 14

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KjG-Kinderstadt

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Hausgemachtes

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Biographie

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Buchtipp

Druck: www.flyeralarm.com Auflage: 2.500 Stück Erscheinungszyklus: halbjährlich Redaktionsschluss Ausgabe 18: 31.08.2017

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BJT 2016

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BJT-Kollekte

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Kritischer (Textil-)Konsum

JLS 3/2016


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 3

Grußwort

Kinderrechte und BdSJ... ... wie passt das zusammen?

„Auch Kinder haben Rechte“, dieser Satz und die damit verbundene Tatsache sind wohl jedem bekannt. Doch was bedeutet das konkret in unserem Alltag in den Bruderschaften und Bezirken? Es gibt viele verschiedene Kinderrechte in Deutschland (z.B. im Grundgesetz). Diese Rechte sind eng verbunden mit der UN-Kinderrechtskonvention. Es ist klar geregelt, dass Kinder und Jugendliche beispielsweise ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben, ein Recht auf Bildung, ein Recht auf Schutz, ein Recht auf freie Meinung, usw. Aber wieso ist das ein Thema in dieser Ausgabe? Was haben wir mit Kinderrechten zu tun? Was tun wir um die Kinderrechte umzusetzen?

Nun ja, zunächst einmal sind wir als Mitgliedsverband im BDKJ ein „anerkannter Träger der Jugendhilfe“ und ein Anbieter von Bildungsarbeit. Unsere Angebote sind also teilweise Bildungsangebote, z.B. unsere Schulungen, Aktionen, Ferien- und Freizeitangebote, uvm. Wir tragen somit einen Teil dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihr Recht auf Bildung und Freizeit wahrnehmen können. Mit unserer Arbeit unterstützen wir die Heranwachsenden in ihrer Entwicklung und Entfaltung und fördern ihre eigenständige Persönlichkeit. Wir fördern die Fähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen und tragen damit dazu bei, dass sie eine eigene Identität entwickeln können. Auch für den Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendliche setzen wir uns aktiv ein. Unter anderem sind alle Jugendleiter dazu verpflichtet, eine Präventionsschulung zu besuchen, einen Verhaltenskodex zu unterzeichnen und ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Wir möchten, dass alle unsere Bambini-, Schüler- und Jungschützen sicher, stark und selbstbewusst werden. Darüber hinaus gibt es für alle Jung- und Alt-Schützen die Möglichkeit sich einzubringen und sich zu melden wenn es Probleme jedweder Art gibt. Der Schutz

unserer Kinder und Jugendlichen liegt uns sehr am Herzen. Nicht zuletzt sind wir ein demokratischer Jugendverband. Kinder und Jugendliche können sich im BdSJ aktiv beteiligen und verbandspolitisch einbringen. Jeder hat die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Ebenen und Gremien einzubringen oder sogar, ab einem bestimmten Alter, in den Vorstand wählen zu lassen. Hier hat man auch als junger Mensch viele Gestaltungsmöglichkeiten und kann Demokratie aktiv leben. In vielen Ländern dieser Welt ist es nicht selbstverständlich, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen geachtet werden. Viele Kinder und Jugendliche wachsen gänzlich ohne Rechte auf, ohne Bildung und ohne Zukunft. In diesem HEFT wollen wir ein wenig darauf aufmerksam machen und deswegen ist das Thema dieser Ausgabe: KINDERRECHTE.

Euer Florian

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 4

Kinder stärken heißt Armut bekämpfen „Schützen, fördern, beteiligen! Darum geht es.“ Rechte zu haben ist etwas sehr Wichtiges für die Menschen in einem Land. Nur dort, wo jemand seine Rechte kennt, sie einklagen kann und ein unabhängiges Gericht über Recht und Unrecht entscheidet, herrscht nicht allein das „Recht des Stärkeren“. Vor 60 Jahren wurden die Menschenrechte verabschiedet und von vielen Staaten der Welt unterzeichnet. Das war ein großer und wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit auf der Welt.

„Wir sind keine kleinen Erwachsenen! Wir brauchen eigene Rechte, die wir auch einfordern können“. Die Menschenrechte gelten natürlich auch für junge Menschen. Trotzdem wurde immer wieder darüber diskutiert, ob es nicht eigene Rechte für Kinder und Jugendliche geben müsste. Kinder sind besonders

Kinder

Am 20. November 1989 haben die Vereinten Nationen 54 Rechte festgelegt – die Kinderrechte. Sie gelten für zwei Milliarden Jungen und Mädchen auf der ganzen Welt. Die Staaten sind verpflichtet, ihre Gesetze so zu gestalten, dass diese Kinderrechte erfüllt werden.

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ich

Jedes Kind hat das Recht zu wissen, welche Staatsangehörigkeit es hat und wer seine Eltern sind. Ohne Dokumente, die Alter, Herkunft oder die bloße Existenz vor dem Gesetz belegen, werden Kinder oft benachteiligt.

verletzlich und brauchen eine andere Unterstützung für eine gute Entwicklung als Erwachsene. Sie haben eine andere Lebenswirklichkeit und eigene Bedürfnisse. Sie müssen mehr Raum und Mitsprache in der Gesellschaft bekommen. Ob es ihnen gut geht darf nicht allein die Aufgabe der Familie sein. Kinder und Jugendliche müssen ein Recht darauf haben gesund aufwachsen zu können. Der Staat und die Gesellschaft sind dafür mit verantwortlich. Vor 28 Jahren (1989) war es dann endlich soweit: die UN-Kinderrechtskonvention wurde verabschiedet und alle Staaten außer den USA haben sie unterzeichnet. Seitdem haben Kinder von 0-18 Jahren weltweit die gleichen Rechte. Die Staaten haben sich verpflichtet diese umzusetzen und alle fünf Jahre einen Bericht an die Vereinten Nationen zu schicken, in dem über Fortschritte berichtet werden muss.

natur

Alle Kinder haben das Recht auf gesundes Essen, ein gesundes Wohnumfeld, saubere Umwelt und eine grüne Natur. Denn sie sind die Erwachsenen von morgen, die gesund auf der Erde leben wollen.

demoKratie

„Anna (9J.) arbeitet 10 Stunden am Tag im Haushalt einer fremden Familie. Pablo (11J.) schleppt täglich große Steine auf einer Baustelle.“ Ob Kinder und Jugendliche wissen, dass sie eigene Rechte haben ist sehr unterschiedlich. Eigentlich soll jedes Kind so früh wie möglich wissen dass es Kinderrechte gibt. Manche erfahren das im Kindergarten andere in der Schule. Aber auch Eltern erklären ihren Kindern was die Kinderrechte wollen und was sie bedeuten. Es gibt aber auch Kinder und Jugendliche, die noch nie etwas von ihren Rechten gehört haben. Manche leben hier in Deutschland, die meisten aber in anderen Ländern auf der Erde. Dort wo es große Armut und wenig Schulbildung gibt, erfahren die Mädchen und Jungen meist wenig über ihre

Die Trennung der Eltern oder die Gestaltung des Schulhofes – Kinder sollen zu allen Dingen, die sie betreffen, ihre Meinung frei äußern dürfen. Sie sollen sagen können, was sie denken, was sie fühlen und was sie möchten.

ernährung

Jedes Kind hat ein Recht auf gesundes Essen und sauberes Trinkwasser. Das Recht wird jedoch täglich millionenfach verletzt. So haben 425 Millionen Kinder in armen Ländern kein sauberes Trinkwasser.

respeKt

Alle Kinder sind gleich. Die Kinderrechte gelten für alle Kinder, egal woher ein Kind kommt, welche Hautfarbe oder Religion es hat, ob es ein Mädchen oder Junge ist, ob es reich oder arm, gesund oder behindert ist.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 5

gibt, die nicht mit den Kinderrechten vereinbar sind. Um diese zu verändern braucht es besondere Aktivitäten, die die Menschen vor Ort verstehen und Schritt für Schritt zu einer Verbesserung führen. Rechte, die auf einem Papier stehen, führen nicht automatisch zu einer Umsetzung. Zusätzlich sind die sozialen Ungerechtigkeiten von Land zu Land verschieden. Es braucht also auch Geld und staatliche Unterstützung, damit es Kindern in armen und benachteiligten Familien besser geht. Es sind drei Bereiche, in die sich die Kinderrechte aufteilen lassen. Alle drei sind wichtig, damit sich ein Kind gesund und gut entwickeln kann. Schützen -- Fördern-- Beteiligen So hat ein Kind das Recht vor Ausbeutung und Gewalt geschützt zu werden. Das Recht auf Schulbildung und Gesundheit fördert das Kind in seiner Entwicklung.

Bei wichtigen Entscheidungen, die ein Kind betreffen, müssen sie beteiligt werden. Bei uns in Deutschland setzen sich im Moment viele Gruppen dafür ein, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden. Dadurch soll deutlich werden, wie wichtig uns diese Rechte sind. Kinder sollen vom Staat und der Gesellschaft als eigenständige Persönlichkeiten anerkannt werden mit eigenen Rechten, die sie auch einfordern können. Weltweit ist es noch ein weiter Weg bis allen Kindern und Jugendlichen ihre Rechte zugestanden werden. Doch seit 1989 ist schon viel Gutes passiert und es lohnt sich weiter dafür zu kämpfen. Hier bei uns und auch weltweit.

Petra Schürmann Kindermissionswerk „Die Sternsinger“

Illustration: Rolf Bunse

www.sternsinger.de

Rechte. Dies ist besonders schlimm, weil es dort auch die meisten Kinderrechtsverletzungen gibt. Kinder haben kein sauberes Trinkwasser, müssen hart arbeiten und ihre Gesundheit ist ständig bedroht, weil sie kein gesundes Essen haben und auch eine gute ärztliche Versorgung fehlt oder viel zu teuer ist. Jedes Land hat eine eigene Kultur und demnach gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen von Kindheit. In Bolivien ist es normal als junger Mensch (ab 10 Jahren) zu arbeiten. Arbeiten macht stolz und stärkt das Verantwortungsbewusstsein. Kinder lernen dadurch viel dazu und erweitern ihre Fähigkeiten. In Indien ist es weit verbreitet Mädchen schon mit 14 Jahren zu verheiraten. Das entlastet die Familie finanziell und die Mädchen lernen früh sich in die Rolle der Hausfrau und Mutter einzufinden. Diese beiden Beispiele zeigen, dass es Traditionen

Aktuell

rechte

Tut ein Mensch einem Kind etwas an, hat es Recht auf Schutz. In den Gesetzen der einzelnen Länder steht, welche Strafe für die begangene Tat ausgesprochen werden kann. Mit Hilfe eines Rechtsanwalts kann auch ein Kind ein Gerichtsverfahren anstreben und seine Rechte einklagen.

entwicKlung

Kinder müssen vor körperlicher oder seelischer Gewalt, vor Misshandlung, Verwahrlosung und Ausbeutung geschützt werden. Die Kinderrechte sollen Kinder vor Entführung und Kinderhandel bewahren und ihnen auch im Krieg oder bei Katastrophen besonderen Schutz garantieren.

chance

Kinder haben das Recht zu lernen. Der Schulbesuch muss kostenlos sein und alle Kinder haben das Recht, den Unterricht innerhalb von neun Schuljahren regelmäßig zu besuchen. Dieses Recht wird jedoch vielfach verletzt, etwa weil Kinder arbeiten müssen, um zum Familieneinkommen beizutragen.

heimat

Jedes Kind braucht ein „Dach über dem Kopf“, ein gutes Zuhause, wo es unterstützt, gefördert und geliebt wird. Immer wieder müssen Kinder ihr Zuhause verlassen, leben auf der Straße oder fliehen vor Krieg, Hunger und Not.

thermometer

Jedes Kind soll gesund aufwachsen. Deshalb sollen die Regierungen ermöglichen, dass sie von einem Arzt behandelt werden, wenn sie krank sind, dass Mütter vor und nach der Geburt gut betreut werden, damit ihre Kinder gesund zur Welt kommen, dass Kinder gesund essen und sauberes Wasser haben.

eine welt

Alle Kinder sollen in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden leben können. Überall auf der Welt gelten die Kinderrechte gleichermaßen. Jedes Land muss dazu beitragen, dass es den Kindern gut geht und ihre Rechte umgesetzt werden.

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Interview

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17• April 2017 • Seite 6

Gleiche Rechte für jedes Kind

Interview mit Petra Schürmann vom Kindermissionswerk Petra Schürmann ist Bildungsreferentin für den Schulbereich beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Das Kindermissionswerk setzt sich für die Einhaltung von Kinderrechten weltweit ein. Das HEFT: 28 Jahre Kinderrechte – was hat sich konkret für die Kinder verbessert? Petra Schürnmann: Heute sterben nur noch halb so viele Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten als vor 28 Jahren. Es gehen wesentlich mehr Kinder in die Schule. Und heute wissen Kinder, dass sie eigene Rechte haben. Das war vor 28 Jahren nicht der Fall. Das sind die guten Nachrichten und sicher auch ein Grund zu feiern. Aber diese Fakten und Zahlen täuschen manchmal über konkrete Probleme und Lebenswirklichkeiten hinweg. Das HEFT: Inwiefern gibt es noch Aufholbedarf in Sachen Kinderrechte? Petra Schürmann: Einige Länder haben viel in der Umsetzung der Kinderrechte erreicht. In anderen Ländern jedoch werden Kinderrechte Tag für Tag durch Gewalt, Ausbeutung, Benachteiligung und Vernachlässigung erheblich verletzt. Besonders in schwachen Staaten, in Kriegs- und Krisenregionen werden Kinderrechte „mit Füßen getreten“. Dort, wo keine Menschenrechte gelten, haben auch

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Kinderrechte keine Chance auf Umsetzung. Wer Kinderrechte stärken will, muss mehr in die Armutsbekämpfung investieren, ein unabhängiges Rechtswesen fördern, die soziale Gesetzgebung stärken sowie das Bewusstsein dafür schärfen, dass Kinder einen besonderen Schutz und eine besondere Förderung benötigen. Das HEFT: Was können wir als einzelne konkret tun, um Kinderrechte zu stärken? Petra Schürmann: Kinderrechte stärken heißt immer: Kinder stärken. Zentral ist es, das Kindeswohl ins Zentrum unseres Denkens und Handelns zu rücken. Kinder sind Gesprächspartner, Entscheidungsträger, aber auch Schutzbefohlene. Sie brauchen Erwachsene, die Zeit haben, die sie fördern und herausfordern. Sie brauchen zudem offene Augen und Ohren, die wahrnehmen, wenn sie misshandelt oder missbraucht werden. Denn unter dem „Mantel des Schweigens“, dem Wegsehen im Alltag und der Scheu vor Parteinahme entstehen täglich, auch bei uns in Deutschland, Unrecht und Kinderrechtsverletzungen. Das HEFT: Was macht das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ um Kinderrechte zu stärken und umzusetzen?

Petra Schürmann: Fördern – schützen – beteiligen: das sind die Kernbereiche der Kinderrechte. Nach diesem Grundsatz unterstützen wir weltweit Kinder- und Jugendprojekte. Dies geschieht beispielsweise durch unsere vielfältigen Bildungs- und Gesundheitsprogramme und durch unsere Präventionsmaßnahmen im Kontext von Gewalt und Missbrauch. Weiterhin fördern wir Projekte, die die Eigeninitiative, das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit von jungen Menschen fördern. Netzwerkaktivitäten, die das Ziel haben, Kräfte zu bündeln und Kindern eine starke Stimme zu verleihen, zählen ebenfalls zu unseren Aufgaben.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 7

Aktuell

Bastian erklärt... ...Kinderrechte

Diesmal habt Ihr Euch aber was besonderes gewünscht, nun gut packen wir es an… Wie jeder andere Mensch auf unserer Erde haben auch wir Kinder besondere Grundrechte. Diese ähneln denen der Erwachsenen sehr sehr Stark, warum auch nicht, wir wollen ja alle mal erwachsen sein, warum dann auch nicht die gleichen Rechte. Im Allgemeinen beziehen sich diese Kinderrechte auf alle Kinder & Jugendliche die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, das sind bei uns BdSJ´lern alle Bambiniund Schülerschützen, sowie ein Teil der Jungschützen. Man kann unsere Kinderrechte erst einmal in vier Gruppen einteilen, die ich Euch hier etwas verständlicher machen möchte. Nr. 1 Nichtdiskriminierung -> Hier geht es um die Gleichbehandlung aller Menschen (also auch von uns Kindern) von Geburt an. Nr. 2 Kindeswohl -> Bei allen Gesetzen, Vorschriften und sonstigen Maßnahmen von öffentlichen oder privaten Einrichtungen ist unser Wohl als Kinder vordringlich zu beachten. Nr. 3 Entwicklung -> Hierbei geht es um unser Heranreifen zum Erwachsenen, jeder von uns Kindern soll sicher Leben und sich entwickeln können.

Nr. 4 Meinung des Kindes -> Wir Kinder haben das Recht bei allem was uns betrifft mitzureden! Ob nun direkt oder über jemand anderen (Vertreter). Zu diesen vier Gruppen, gibt es noch viele weitere Rechte die wir

haben. Diese lassen sich noch einmal grob in drei Kategorien einordnen. Schutzrechte -> Hier werden wichtige Punkte für uns geregelt! Schutz der Privatsphäre, vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Missbrauch oder Entführung. Hier gibt

man auf uns acht und versucht uns vor schlimmen Dingen zu beschützen. Förderrechte -> Entfaltung ist hier oberstes Gebot! Bei diesem Recht geht es um Förderung bei Behinderung, Gesundheitsvorsorge, Bildung, Freizeit und Integration. Förderung der Entfaltung von uns Kindern, damit jeder so sein kann wie er will. Beteiligungsrechte -> Unser Recht auf freie Meinungsäußerung, sowie die Nutzung und Beschaffung von Informationen, dank kindgerechter Medien ist hier verankert. Diese Kinderrechte geben uns also jede Möglichkeit eine glückliche und zufriedene Kindheit zu haben. Hierbei hat sich unser Staat, die Bundesrepublik Deutschland schon wirklich viele Gedanken gemacht. Uns geht es gut, dank Chancengerechtigkeit durch Bildung, ein Aufwachsen ohne Gewalt, Förderung eines gesunden Lebens und der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Doch was ist mit anderen Kindern auf der ganzen Welt? Ich bin dankbar für meine Kindheit und hoffe das dieses in Zukunft auch überall auf der Welt so sein wird! Ich werde alles dafür tun und ich hoffe Ihr auch… ... Euer Bastian Besserwisser

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 8

Kindermitbestimmung

Die KjG-Kinderstadt 2016 - ein Praxisbeispiel für Demokratieförderung Sechs Tage lang gestalteten und verwalteten die Kinderstadt-Bürger*innen ihre eigene Stadt mit allem, was dazu gehörte. Einen Beruf aussuchen, Geld verdienen, Steuern zahlen, Freizeitaktivitäten wählen und natürlich über Gesetze abstimmen. Vom 9.- 14.10.16 lag alles in der Hand der 8 - 12-Jährigen. Doch bis die Stadttore geöffnet werden konnten, hieß es: fleißig mit anpacken! Denn bis aus einer normalen Sporthalle eine richtige Stadt mit Straßen, Betrieben und Marktplatz wird, braucht es viel Material. Bereits zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn verlegten die Helfenden über 600 Bodenmatten und trugen vier Bus- sowie zwei LKW-Ladungen Material in die Halle. Als dann auch noch die 170 Meter Messewände standen, sah es richtig nach Stadt aus. Am ersten richtigen Kinderstadt-Tag war der Ansturm auf die Agentur für Arbeit groß – jede*r wollte seinen*ihren Lieblingsjob ergattern! In Windeseile füllten sich die Betriebe. Die Kinder ließen sich die Aufgaben erklären, kalkulierten Preise und kauften in der Metro Material ein. Nach einer Stunde gab es den ersten Lohn - zehn Tacken pro Stunde für jeden Job, egal ob Bäckerin oder Krankenhausmitarbeiter.

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So schnupperten die Kinder Luft aus der Arbeitswelt, lernten verschiedene Berufe kennen und erfuhren, was eigentlich Inflation bedeutet. Darüber hinaus waren politisches Geschehen, Demokratie und Visionen entwickeln ebenfalls wichtige Bestandteile des Kinderstadt-Alltags. So gab es einen Stadtrat, der über wichtige Themen diskutierte, den Rat aller Kinder, in dem sie über Gesetze abstimmen konnten und natürlich eine Bürgermeister*innenwahl. Tipps zum politischen Geschehen holten sich die jungen Politiker*innen beim Staatsempfang. Hier verbrachten knapp 20 Erwachsene aus Kirche sowie Lokal-, Landes-, und Bundespolitik einen Abend in der Kinderstadt. Bei servierten Häppchen (natürlich aus der Kinderstadt-Bäckerei und -Obstbar) diskutierten die Kinder und Erwachsenen zu Themen, wie Wahlalter, Steuern und Klimaerwärmung. Die Gäste waren sichtlich angetan – vom Projekt und

von den Kindern. „Die Kinderstadt ist ein tolles Projekt, um Kinder an Demokratie heranzuführen und dadurch auch ihre Verantwortung für die Umgebung und sich selbst zu stärken“, schwärmte Sylvia Löhrmann, NRW-Schulministerin. Neben dem Arbeits- und Politikalltag gab es noch viele andere spannende Dinge. Zum Beispiel gab es einen Leseabend, bei dem die Kinderbuchautorin Susanne Püschel aus ihrem Buch „Geheimoperation Quirinus“ vorlas. Beim Rummel am letzten Abend ging es ums reine Vergnügen. Hier konnten die Kinder den Abend auf der Hüpfburg oder beim Kinder-Schminken genießen. Und ratzfatz war auch schon das Ende der Kinderstadt. Ein wenig sentimental und traurig erklang ein letztes Mal der Kinderstadt-Song, bevor die Eltern ihre Kinder abholten. Für viele stand fest: hier möchte ich nochmal mitmachen.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 9

Aktuell

/ METHODEN

SPIEL PRINZIPIEN DER KJG-KINDERSTADT Das Konzept der Kinderstadt basiert im Wesentlichen auf sieben Spielprinzipien.

Layout: Verena Dreikauß / Inhalt: KjG Diözesanverband Köln

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 10

Kinder wollen eine heile Welt Astrid Lindgren - Eine Anwältin gegen Gewalt an Kindern Astrid Lindgren ist bekannt für ihre Kinderbücher, in denen sie von frohen, freien, starken und selbstbewussten Kindern erzählt. Sie zeigt in Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Kalle Blomquist, Ronja Räubertochter, Wir Kinder aus Bullerbü, Karlsson vom Dach und vielen mehr, den Kindern wie eine heile Welt aussieht. Sie hat sich Zeit ihres Lebens in ihren Büchern, Interviews und Reden für die Rechte von Kindern eingesetzt. Sie hat Kinder immer ernst genommen, war sich sicher, dass man mit Kindern über alles sprechen kann und hat von sich selbst gesagt, dass sie ihre Bücher für das Kind in sich selbst geschrieben hat. Doch was steckt dahinter und was können wir von Astrid Lindgren und ihren Geschichten lernen? Astrid Anna Emilia Ericsson wurde am 14. November 1907 auf dem Hof Näs bei der kleinen Stadt Vimmerby im schwedischen Småland geboren, als zweites Kind von Samuel August Ericsson und Hanna Ericsson. Sie hatte drei Geschwister: den älteren Bruder Gunnar und die jüngeren Schwestern Stina und Ingegerd. In Näs und seiner Umgebung verlebte Astrid eine behütete und sehr glückliche Kindheit, die später zum

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Ausgangspunkt der Kinderparadiese wurde.

„Wir haben gespielt gespielt und gespielt. Komisch, dass wir uns nicht zu Tode gespielt haben.“ „Meine Kindheit erlebte ich in einem Land, das es nicht mehr gibt.“ (Schilderungen Astrid Lindgrens über ihre Kindheit) Astrid Lindgren nahm viele ihrer Jugenderlebnisse, Freunde und Bekannte als Vorbild für ihre Figuren und deren Geschichten, z.B. ist „Madita“ Astrids Schulfreundin Anne-Marie Ingeström nachempfunden, „Michel“ Astrids Vater, „Lasse“ aus Bullerbü Astrids Bruder Gunnar und „Pippi“ einer Schulkameradin.

Rund um diese Figuren hielt sie in den Büchern die behütete und heile Welt ihrer Kindheit für alle Kinder fest. Ihre Bekanntheit nutzte sie, um sich für Kinder einzusetzen. Als sie 1978 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, hielt sie zum Beispiel eine Rede gegen Gewalt gegen Kinder… „Niemals Gewalt! Jenen aber, die jetzt so vernehmlich nach härterer Zucht und strafferen Zügeln rufen, möchte ich das erzählen, was mir einmal eine alte Dame berichtet hat. Eines Tages hatte ihr kleiner Sohn etwas getan, wofür er ihrer Meinung nach eine Tracht Prügel verdient hatte, die erste in seinem Leben. Sie trug ihm auf, in den Garten zu gehen und selber nach einem Stock zu suchen, den er ihr dann bringen sollte. Der kleine Junge ging und blieb lange fort. Schließlich kam er weinend zurück und sagte: »Ich habe keinen Stock finden können, aber hier hast du einen Stein, den kannst du ja nach mir werfen.« Da aber fing auch die Mutter an zu weinen, denn plötzlich sah sie alles mit den Augen des Kindes. Das Kind muss gedacht haben, »meine Mutter will mir wirklich wehtun, und das kann sie ja auch mit einem Stein«. Sie nahm ihren kleinen


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Sohn in die Arme, und beide weinten eine Weile gemeinsam. Dann legte sie den Stein auf ein Bord in der Küche, und dort blieb er liegen als ständige Mahnung an das Versprechen, das sie sich in dieser Stunde selber gegeben hatte: »NIEMALS GEWALT!«“

Und Astrid Lindgren fügte dieser Geschichte hinzu:

„Vielleicht wäre es gut, wenn wir alle einen kleinen Stein auf das Küchenbord legten als Mahnung für uns und für die Kinder: NIEMALS GEWALT! Es könnte trotz allem mit der Zeit ein winziger Beitrag sein zum Frieden in der Welt.“ (Ausschnitt aus der Rede von Astrid Lindgren anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1978.)

Aktuell

…Ein Jahr später wurde in Schweden ein Gesetz verabschiedet, das körperliche Strafen gegen Kinder verbietet. Vielleicht sollten wir uns öfter ein Beispiel an Astrid Lindgren nehmen und auch wieder an das Kind in uns selbst denken.

„Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen.“

Malala - Meine Geschichte Unser Buchtipp zum Titelthema

Malala war fünfzehn, als ihr Terroristen auf dem Schulweg in den Kopf schossen. Sie überlebte den Anschlag schwer verletzt, doch aufgegeben hat sie nicht. Sie setzt ihren Kampf für Bildung unermüdlich fort und ist damit zum Vorbild vieler Jugendlicher auf der ganzen Welt geworden. In einer einzigartigen Zusammenarbeit mit Bestsellerautorin Patricia McCormick gelingt es Malala auf höchst bewegende Weise und anhand vieler persönlicher Fotos und Dokumente, ihren jungen Lesern ein authentisches Bild von ihrem Leben und den Ereignissen in Pakistan zu vermitteln.

Sie erzählt von ihrer Schulzeit und ihren Freundinnen, davon, wie die Anfeindungen der Extremisten täglich zunahmen, wie sie Widerstand leistete und ihr Leben dadurch eine tragische Wendung nahm. Malalas Geschichte von ihr selbst für junge Leser erzählt – mit vielen Fotos, Karten, Glossar und einer Zeittafel. 272 Seiten Verlag; Fischer Kjb ISBN 978-3-596-85660-2 12,99 Euro

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Info

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 12

Kritischer Textilkonsum

Zum Schutz gegen Ausbeutung und Kinderarbeit Auf der BDKJ-Diözesanversammlung 2016 haben wir uns als Dachverband verpflichtet, dass bei der Beschaffung von Textilien aller Art die Kriterien der nachhaltigen und fairen Produktion eingehalten sein müssen. Aber was bedeuten diese Kriterien für Kinder und Jugendliche? Am Beispiel der Richtlinien des FairtradeTextilstandards bedeutet das, dass in den verschiedenen Produktionsschritten niemand unter 15 Jahren arbeitet oder unter dem gesetzlichen Mindestalter des jeweiligen Landes, je nachdem, welches Alter höher ist. Ist jemand unter 18 Jahre alt, darf niemand ihm*ihr Aufgaben erteilen, die die Gesundheit, Sicherheit, moralische Unversehrtheit oder die Anwesenheit am Schulunterricht gefährden. Außerdem bieten die Unternehmen dort, wo es möglich ist, Ausbildungs- und Traineeprogramme für jugendliche Beschäftigte an. Am Ende eines solchen Programms erhalten die Jugendlichen ein Zeugnis hierüber. Die Zertifizierung des Fairtrade-Textilstandards hat den „Existenzsichernden Lohn“ als Ziel. Dies „ist die Entlohnung einer Arbeitskraft für eine durchschnittliche Arbeitswoche an einem bestimmten Ort, die die Kosten eines angemessenen Lebensstandards der Arbeitskraft und ihrer Familie

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deckt. Bestandteile eines angemessenen Lebensstandards sind u. a. der freie Zugang zu Lebensmitteln, Wasser, Unterkunft, Bildung, medizinischer Versorgung, Verkehrsmitteln, Kleidung sowie die Befriedigung weiterer Grundbedürfnisse, wie die Vorsorge für unvorhersehbare Ereignisse.“

Wenn Arbeitnehmende einen existenzsichernden Lohn erhalten, wachsen Kinderund Jugendliche in besseren Verhältnissen auf. Sie können eine Schulausbildung erhalten und als Kinder und Jugendliche aufwachsen. Neben den fairen Bedingungen mit Blick auf die Arbeiter*innen spielt auch der Nachhaltigkeitsgedanke eine wichtige Rolle: Bei Bio-Zertifizierten Textilien ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Chemikalien im Produktionsprozess kontrolliert. Somit sind die Nebenwirkungen auf die Bevölkerung und auch auf die Kinder- und

Jugendlichen geringer. Nicht zuletzt geht es ja auch darum, die Umwelt zu schonen und ein lebenswertes Umfeld zu erhalten. Der Preis eines Kleidungsstückes lässt keine Rückschlüsse auf die Arbeitsverhältnisse vor Ort zu. Die Lohnkosten vor Ort sind nur ein sehr geringer Teil des Gesamtpreises und die Aussage „Fair gehandelte Kleidung ist automatisch teurer“ ist nicht zutreffend. Nimmt man zusätzlich auch die Qualität des Stoffes und die positiven Auswirkungen auf dem gesamten Produktionsweg in den Blick, erscheint es sehr sinnvoll, beim Kauf von Textilien genau zu schauen, auf welches Produkt die Wahl fällt. Sowohl ökologische als auch soziale Aspekte spielen hier eine Rolle. Die vielen verschiedenen Labels bieten hier eine Orientierung, auch wenn es viele verschiedene gibt. Der Bundesverband von Die Verbraucher Initiative e.V. bietet in der Datenbank www.label-online.de eine Übersicht über die vielen Labels, die auf dem Markt sind. Der BDKJ-Bundesverband hat viele Materialen rund um den kritischen Konsum zusammengetragen und stellt das Wissen auf www.kritischerkonsum.de und www. jugendhandeltfair.de zur Verfügung. Tom Frings


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 13

Info

Unser erster BJT

Erfahrungsbericht der 12-jährigen Nadine aus Lützenkirchen Bereits bei der Autofahrt hatten wir eine Menge Spaß. Es wurde viel herumgealbert und gelacht. Bei der Ankunft wurde zunächst das ganze Gepäck sortiert. Wir wurden zusammen in Klassenzimmern einer Schule untergebracht. Die Zimmer haben wir uns mit einer anderen Gruppe geteilt, mit der wir uns gut verstanden haben. Es war zwar nicht immer leicht, aber man gewöhnte sich relativ sehr schnell an alles.Das Waschen und Umziehen konnte man in den Toiletten, welche sich draußen vor den Eingängen befanden. Alle Schützen und Mitglieder bekamen eine Karte umgehängt, die zeigte welcher Altersgruppe man angehört, und zu wem man gehört. Außerdem standen auf der Karte Notfallnummern. Auf der Karte wurde auch abgestempelt wenn man essen war. Morgens gab es immer frische Brötchen mit Auswahl an Belag und Heißgetränken. Mittags gab es warme Küche und abends wieder Brötchen mit Auswahl an Belag und Getränken.

Nach dem Abendessen bereiteten sich die meisten auf einen geselligen Abend vor. Die Festhalle war nur 10min entfernt und alle fuhren mit dem Bus hin. Am Eingang bekam jeder ein sogenanntes Altersbändchen um das Handgelenk. Rot stand für die unter 12 jährigen, grün für die 14 jährigen, gelb für die 16-18 jährigen und blau für die über 18 jährigen. Schon jetzt war viel los. Es spielten Live Bands und alle hatten gute Laune. Die Nächte waren recht lang und immer gab es was zum lachen. Wir haben z.B. Getränkebecher zu einem Turm gestapelt, der später höher als ich war. Ich bin so etwa 1,50 Meter groß. Darauf waren wir stolz. Es war einfach toll. Geschlafen haben wir meist so bis 9 oder 10 Uhr. Nach dem Aufstehen haben wir gemeinsam gefrühstückt. Am zweiten Tag gab es so eine Art Staffel. Wir bekamen ein Zettel, Auf diesem stand wie wir eine bestimmte Aufgabe meistern sollten. Zur Verfügung stand uns alles mögliche an Materialien. Es gab Minigolf, Heißer Draht, Bogenschießen und sogar Klettern in 30 Metern Höhe.

Das anspruchsvollste waren die Scooter Hover Boards. ÜBUNG MACHT DEN MEISTER! Abends war Zapfenstreich! Danach wurde wieder bis spät abends gefeiert. Der letzte Tag brach an. Schon morgens ging es früh los. Die Sachen wurden gepackt und die Tracht angezogen. Mit einem Bus sind dann alle zum Aufstellungsort hingefahren. Das Wetter spielte zum Glück gut mit. Es war warm und die Sonne schien. Dann ging es mit den Umzug los und wir schwenkten. Nach dem Umzug machten sich alle für die Abreise bereit. Wir verabschiedeten uns und fuhren nach einem langen und schönen Wochenende in Richtung Heimat. Es war einfach ein unvergessliches Wochenende. Jedem Nachwuchs würde ich eine solche Erfahrung nur empfehlen.

Nadine Herkenrath

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„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 14

Ausrichter unterstützt Kinderhospiz Übergabe der BJT-Kollekte an die Balthasar Kinder- und Jugendhospiz Nachdem die Bundesjungschützentage erlangen und daher fiel die Entscheidung im Oktober 2016 grandios in Wissen/Sieg schnell: Das gespendete Geld einer Jugefeiert wurden, bedeutete das noch lan- gendveranstaltung ist hier am besten aufge nicht das endgültige Aus, wie man es gehoben. Frau Nicole Binnewitt (Referentin von vielen Veranstaltungen üblicherwei- für Öffentlichkeitsarbeit beim Kinderhosse kennt. Abgesehen von dem Helferfest piz Balthasar) führte das BJT-Team durch wurde ein gemeinsamer Dankgottesdienst die Therapieräume und stellte die alltägliam 11.12.2016 chen Arbeiten in der Pfarrdurch verkirche in Nieschiedene derfischbach Medien dar. gehalten. Die BemerkensSammlung wert ist, dass der Spenden jährlich 1,2 der KollekMillionen Euro te und auch an Spenden des Gottesbenötigt werdienstes am Jürgen Otterbach. Karin Löcherbach, Sarah Löcherbach, Nicole Binnewitz, Joachim Löcherbach, den, damit Sonntag der Jörg Gehrmann (v.l.n.r.) die EinrichBundestung erhalten jungschützentage, wurde vor kurzem dem werden kann. Trotzdem ist auch ein „kleiKinderhospiz Balthasar in Olpe übergeben. ner“ Betrag sehr groß. Denn neben vielen Dank diversen Einzelspendern konnte der prominenten Spendern, ist die Masse der stolze Betrag von 1.000€ zustande gebracht Beträge von Privatleuten, Vereinen und werden. Ein Teil der Schützen des Bezirks- Veranstaltungen. Obgleich man viel darverbands Marienstatt hatte als Gruppenpro- über in den Zeitungen liest, dies bedeutet jekt die Planung des Gottesdienstes inne. keinesfalls, dass das Hospiz mehr als genug Durch ihre Ausbildungszeit im Hospiz konn- Gelder zur Verfügung gestellt bekommt. Die te Schützenschwester Sarah Löcherbach Jugendhospizstiftung Balthasar ist offiziell (Schützenbruderschaft Niederfischbach) als seriöse Spendenorganisation ausgeeinen guten Einblick in die Arbeit vor Ort zeichnet, bestätigt durch das Prüfsiegel des

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Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen. Die Schützengemeinschaft hofft, dass sich weiterhin viele Vereine und Verbände solch einer Aktion anschließen werden oder hiermit dazu angeregt worden sind.

Florian Jung

Bilder dieser Ausgabe: Titel/4/5/6: Seite 8: Seite 9: Seite 13: Seite 14: Seite 16: Seite 19: Seite 20: Seite 21: Seite 22: Seite 23 Rest:

© Kindermissionswerk © Uwe Voelkner / Fotoagentur FOX © KjG DV Köln © BdSJ Lützenkirchen © BJT 2016 Wissen © BdSJ Kun. Gymnich © BdSJ Richrath © BdSJ BV Bergisch-Land © BdSJ Lützenkirchen/ BdSJ Mudersbach © BdSJ Liblar © BdSJ BV Nettesheim © BdSJ DV Köln


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 15

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Apfelbaum

Bericht der Jugendleiterschulung 3/2016

Nach einer Vorstellrunde und den üblichen organisatorischen Hinweisen, folgte die erste Einheit mit anschließender Gruppenarbeit: Bastle den perfekten Jugendleiter! Anhand einigen individuell bemessenen wichtigen Eigenschaften und diversen Materialen, entstanden zum Schluss fünf lustige Darstellungen eines Jugendleiters. Spätestens jetzt war das Eis gebrochen und wir konnten den restlichen Abend mit unterhaltsamen Kennenlern-Spielen ausklingen lassen. Samstagmorgen trafen wir uns mehr oder weniger gut ausgeschlafen am Frühstückstisch wieder. Zur Mittagszeit bekamen wir Besuch von unserem Diözesanjungschützenpräses, der uns Rede und Antwort stand. Anschließend feierte er mit uns einen Gottesdienst, mit dem Thema „Barmherzigkeit“. In der hauseigenen Bar spielten wir anschließend Bibel-Jeopardy, ein Spiel in dem wir in vier verschiedene Gruppen eingeteilt

wurden und zeichnend, erklärend, wissend oder pantomimisch Begriffe rund um die Kirche und den Glauben erraten mussten. Dies sorgte zu späterer Stunde für eine ausgelassene Stimmung und einen geselligen Abend. Der nächste Morgen gestaltete sich für die Nachtschwärmer unter uns etwas mühselig, dennoch erschienen alle pünktlich zum Frühstück und zur nächsten Einheit. Schwerpunkt des Vormittages war das Thema „Rhetorik“. Hierbei bekamen wir eine Aufgabe und sollten diese vorführen, präsentieren oder moderieren. Nach dem Mittagessen fanden wir uns erneut zusammen, um den Apfelbaum, den wir zu Beginn dieser Schulung mit Erwartungen an uns, an die Gruppe oder den Inhalt gestellt haben, zu pflücken. Beim zweiten Wochenende starteten wir mit dem Thema „Kommunikation und Konfliktmanagement“. Der Samstag war geprägt von dem von uns selbstgestalteten Gottesdienst, der sich inhaltlich mit dem Hl. Sebastian auseinandersetzte. In unterschiedlichen Gruppen trug jeder zu einem reibungslosen und harmonischen Ablauf bei. Das Highlight dieses Wochenendes hat sich allerdings die Gruppe „Musik“ einfallen lassen und engagierte kurzerhand einen

Chor, der zur selben Zeit ein Wochenende in der Jugendakademie verbrachte. Durch ihre Zusage und dem unbeschreiblich schönen Auftritt zu Beginn unseres Gottesdienstes entstand für uns alle eine besinnliche Atmosphäre. Nachdem uns dann der KJP vorgestellt wurde und wir in Kleingruppen eine Jungschützentour geplant haben, ließen wir den letzten gemeinsamen Abend mit einem Wettbewerb mit dem Lasergewehr in gemütlicher Runde ausklingen. Am Sonntagmorgen, nach einer weiteren Einheit und einem kleinen Test, den alle erfolgreich bestanden haben, hielten wir endlich unseren Jugendleiterschein in den Händen. Somit neigten wir uns dem Ende der Schulung zu und ließen abschließend die beiden Wochenende Revue passieren. Auch der Apfelbaum konnte vollständig gepflückt werden und somit blieb keine Erwartung unerfüllt… ;-) Rückblickend lässt sich sagen: es waren zwei abwechslungsreiche, aufregende und unterhaltsame Wochenenden, eine tolle Gruppe und ein großartiges Schulungsteam. Vielen Dank an Christoph, Eva, Christian, Giuseppe, Martin und Florian für die tolle Zeit!

Pia Schäfer

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„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 16

Da schlägt mein Herz!

Diözesanjungschützentag in Gymnich Liebe Jungschützen! Am 27. August 2017 findet der Diözesanjungschützentag auf unserem Vereinsgelände der St. Kunibertus Schützengesellschaft Gymnich statt.

Wir sind uns sicher, dass auch euer Herz für die Schützen, die Tradition und den Zusammenhalt schlägt, weshalb unser Motto sicherlich die meisten von Euch anspricht.

Wir freuen uns sehr darauf, diesen tollen Tag zusammen mit Euch verbringen zu dürfen! Vielleicht besucht ihr uns auf unserer Webseite www.ilovegreen. info . Hier findet ihr verschiedenste Informationen rund um den Diözesanjungschützentag 2017 sowie einige Einblicke in die einmalige Gemeinschaft unserer Schützengesellschaft, die wir euch gerne näherbringen möchten. Als wir damit begonnen haben, uns ein Motto für unseren Diözesanjungschützentag 2017 auszudenken, hat es nicht lange gedauert, bis sich alle Beteiligten einig waren. Abgeleitet von unserem Mottolied, welches gleichzeitig unsere „Vereinshymne“ ist, lautet unser Motto: „Da schlägt mein Herz, da geh‘ ich hin“

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Diesem Motto entsprechend ist der Diözesanjungschützentag 2017 ausgerichtet und wir hoffen, dass Ihr einen unvergesslichen Tag erleben werdet. Wir jedenfalls sind stolz, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein!

Die Jugendabteilung

Programmablauf: 8.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer und Frühstück 10.00 Uhr Festgottesdienst 11.30 Uhr Großer Festzug 12.30 Uhr Offizielle Eröffnung und Begrüßung 13.00 Uhr Beginn des Rahmenprogramms und der Wettbewerbe - Schieß- und Fahnenschwenkwettbewerbe - Bühnenprogramm und Spielangebote ca. 17.30 Uhr Siegerehrung


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 17

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BdSJ-Medial Fahnenhochwerfen Kleiner Sebastian

Ein neuer Wettbewerb beim DJT

Fast jeder fünfte Internetnutzer holt sich seine tägliche Dosis Nachrichten und Informationen aus den Social Networks. Deswegen ist es für viele Jugendverbände wie dem BDKJ und dem BdSJ unverzichtbar auf Facebook, Twitter und Co. zurückzugreifen. Sie verbreiten darüber die neuesten Meldungen und Informationen aus allen Ebenen. Sie teilen dort Nachrichten, Bilder, Videos und Texte der Aktionen und lassen alle Interessenten an ihrem Geschehen teilhaben.

Auf dem diesjährigen DJT starten wir Fahnenschwenker ein neues Projekt. Wir erfinden einen neuen Wettkampf der Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen fesseln und begeistern soll.

Wie präsentiert Ihr Euch oder Eure Bruderschaft, im World-Wide-Web? Habt Ihr eine coole Facebook- oder Twitter-Seite, oder sogar einen eigenen YouTube-Kanal?

Von einer Startposition aus soll die Schwenkfahne, die auch den Richtlinien des Fahnenschwenkens entsprechen soll über eine horizontale Höhenmarkierung (eine Stange oder ähnliches) geworfen und auf der anderen Seite wieder gefangen werden.

Dann zeigt es uns! Schickt uns eine Bewerbung zum Förderpreis „Kleiner Sebastian“ und sichert euch Fördergeld von bis zu 750 Euro, um Eure Öffentlichkeitsarbeit weiter voran zu treiben. Wir freuen uns auf Eure Einsendungen, eure Ideen und auf tolle Bilder und Videos! Es ist noch nicht zu spät! Die Frist endet am 15. Mai 2017!

Wir werden die Fahnen hochwerfen! Hinter dem erst einmal ziemlich banal und einfach klingenden Vorschlag steckt eine ziemliche Tüfftelei. Wir versuchen es hier einmal in wenigen Sätzen zu beschreiben:

Die Ausschreibung könnt ihr auf der Homepage des BdSJ Köln einsehen und den Anmeldebogen dort herunterladen. Wir freuen uns Euch diesen spannenden Wettkampf, den es so im BdSJ noch nie gegeben hat anbieten zu können und freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme.

Andreas Förster Michael Ludwig

Fehler sind, wenn die Fahne nicht gefangen wird, sie also fällt oder der Fahnenstock die Höhenmarkierung berührt. Wie bei anderen Sportarten bekommt jeder Starter drei Versuche die jeweilige Höhe zu meistern, schafft er dies nicht scheidet er aus. Nach jeder Ausscheidungsrunde wird die Höhenmarkierung um 25 Zentimeter weiter nach oben verschoben. Gestartet wird in der Pagen- sowie in der offenen Klasse.

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Termine

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 18

Termine 2017/18 schnell notiert...

BdSJ Köln:

08.04.2017 Erste Hilfe Kurs (Köln/Verbändehaus) 21.-23.04.2017 Jugendleiterschulung Teil 1 (Walberberg) 29.04.2017 Diözesanjungschützenwallfahrt (Berrenrath) 05.-07.05.2017 Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg) 13.05.2017 Bastian on Tour Teil 3 14.05.2017 Auffrischungsseminar 1 (Köln/Verbändehaus) 27.08.2017 Diözesanjungschützentag (Gymnich) 23./24.09.2017 Auffrischungsseminar 2+3 (Köln/Verbändehaus) 20.10.2017 Diözesanjungschützenrat 03.-05.11.2017 Jugendleiterschulung Teil 1 (Walberberg) 17.-19.11.2017 Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg) 23.-25.02.2018 Jugendleiterschulung Teil 1 (Walberberg) 09.-11.03.2018 Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg) e BdSJ Bund: 07.10.2017 Bundesjungschützentag (Langenfeld-Richrath) 28.-29.10.2017 Bundesjungschützenrat BHDS Bund: 27.-28.05.2017 Bundesköniginnentag (Düren) 08.-10.09 2017 Bundesfest (Heinsberg)

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Diözesanmeisterschaft 2017

Samstag 06.05.2017 Luftgewehr Schüler freistehend Luftgewehr Schüler aufgelegt Luftgewehr Senioren II aufgelegt Kleinkaliber Senioren II aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Damenklasse III aufgelegt Luftgewehr Altersklasse freistehend Kleinkaliber Damenklasse III aufgelegt Kleinkaliber 3 Stlg. Altersklasse OM Jugend Ort: Kunib. Gymnich Sonntag, 07.05.2017 Luftgewehr Senoirenklasse I aufgelegt Kleinkaliber Seniorenklasse I aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Jugendklasse freistehend Luftgewehr Schützenklasse freistehend Kleinkaliber 3 Stlg. Jugendklasse Kleinkaliber 3 Stlg. Schützenklasse Ort: Kunib. Gymnich Samstag 13.05.2017 Luftgewehr Altersklasse aufgelegt Luftpistole alle Altersklassen Damenklasse I u. II freistehend OM Schützenklasse OM Altersklasse Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Senioren I u. II angestrichen Kleinkaliber Senioren I u. II angestrichen Ort: Kunib. Gymnich Sonntag 14.05.2017 Luftgewehr Altersklasse aufgelegt Kleinkaliber Altersklasse aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Damenklasse II aufgelegt Kleinkaliber Damenklasse II aufgelegt Ort: Kunb. Gymnich Sonntag 30.04.2017 Zimmerstutzen freistehend / aufgelegt Ort: Köln-Ehrenfeld


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 19

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Aus alter Wurzel - Junge Kraft Bundesjungschützentag 2017 in Richrath

Nachdem Sinzig die Organisation und Durchführung der Bundesjungschützentage 2017 an den Bund zurück geben musste, wurde mit Hochdruck nach einem Ersatz bzw. einer Alternative gesucht. Verständlicherweise konnte wegen der stark reduzierten Vorbereitungszeit kein Ausrichter gefunden werden, der die Bundesjungschützentage in der gewohnten Art und Weise durchführen würde. Daher sind wir froh, dass eine Kooperation von BdSJ Bund, BdSJ DV Köln und der St. Seb. Schützenbruderschaft Richrath 1870 e.V. erreicht werden konnte, um zumindest einen

Bundesjungschützentag in diesem Jahr zu veranstalten, bei dem die neuen Bundesjugendmajestäten ermittelt werden können und der Spaß nicht zu kurz kommt. Uns war es wichtig einen Begegnungstag der Jugend durchzuführen, wenn auch mit Abstrichen. Es besteht in diesem Jahr daher auch nicht die Möglichkeit der Übernachtungen, aber ansonsten ist an alles gedacht um Euch und uns das BJT-Feeling zu geben. Willkommen zu dem Bundesjungschützentag 2017 in Richrath am 07.10.2017!

„ Aus alter Wurzel – Junge Kraft“ nicht nur das Motto des BJT 2017, sondern etwas was uns alle zusammen auszeichnet. Lasst uns gemeinsam feiern wie wir es in den letzten Jahren bereits getan haben.

Programmablauf am 07.10.2017: 8.00 Uhr Eintreffen der Teilnehmer / Frühstück 09:00 Uhr Beginn der Wettkämpfe 10:30 Uhr Start des Rahmenprogramms 15:30 Uhr Jugendgottesdienst 17:00 Uhr Festumzug 18:00 Uhr Siegerehrung & Bekanntgabe der neuen Majestäten 19:30 Uhr Beginn des Abendprogramms mit Miljö und Jim Button´s

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Hausgemachtes

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17• April 2017 • Seite 20

#gutmensch Berichte und Bilder über die Aktionen der BdSJ-Gruppen BdSJ BV Bergisch-Land

Einige Jugendliche des Bezirks BergischLand waren zur Auftaktveranstaltung Anfang Dezember in ganz Solingen unterwegs und haben darauf aufmerksam gemacht, was der Begriff GUTMENSCH eigentlich bedeutet. Da der Sinn des Wortes, seit der anhaltenden Flüchtlingswelle, von der Öffentlichkeit und der Presse oft ins Gegenteil verkehrt wurde und viele Mitmenschen von Engagement und Einsatz zum Wohl anderer eher abgeschreckt wurden und sich zurückziehen, versuchten wir mit Passanten, Bahnreisenden, Besuchern und Bürgern unserer Stadt ins Gespräch zu kommen und den positiven Aspekt des Wortes wieder ins rechte Licht zu rücken.

Anfangs noch zögerlich beim Besprühen und mit einem komischen Gefühl im Bauch - man besprüht ja nicht alle Tage mal den Asphalt - wollten nach und nach alle Kids, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einmal ran und auch mal Sprühen! Die Schriftzüge fand man noch Tage später, wo wir entlang gekommen sind: am Hauptbahnhof Solingen, bei den Ständen an den Weihnachtsmärkten, in der kompletten Innenstadt, an Kirchen, bei der Polizei, am Hofgarten Solingen, am Rathaus und, und, und…. Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich, oft zögernd und zurückhaltend; nach kleinen Gesprächen und Erklärungen gab es aber überwiegend positive Reaktionen, zum Beispiel von einer Frau die sich für Flüchtlinge engagiert. Dazu haben wir viele Fotos unserer Gruppe an allen möglichen Plätzen mit unseren selbst gestalteten T-Shirts zur Aktion und unserem „Spruch-Banner im Kopfkissen-Format zum Überziehen“ gemacht und versucht auch engagierte Bürger aufs Bild zu bekommen, wie die Verkehrskadetten vom Ohligser Weihnachtsmarkt. Passende Plakatwerbung wurde direkt in die Bilder

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mit integriert und zum Schluss alles schön bearbeitet und auf Instagramm verlinkt. Wir hoffen, dass wir mit der Aktion ein paar Menschen erreichen konnten. Wir machen weiter und werden mit Hilfe des mitgelieferten Materials, was wir noch übrig haben weiter auf die Aktion aufmerksam machen. Leider konnten wir den ausgelobten Preis nicht gewinnen, hatten aber total viel Spaß und das Motto wird uns auch im Jahr 2017 weiter begleiten. Seid Gutmenschen und Vorbilder und engagiert Euch für Eure Mitmenschen!

Saskia Brüser und Anja Wiesner


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 21

BdSJ Lützenkirchen

BdSJ Mudersbach

Gemäß dem Motto „Schau in den Spiegel - Gutmensch“, haben wir mit unserer Jugendabteilung an der Sprühaktion Gutmensch teilgenommen. Während des Jugendtrainings haben wir mit den Kids und den Eltern über das Thema Gutmensch gesprochen. Alle waren interessiert und neugierig. Die Kinder sollten sich ein Motto ausdenken und Vorschläge machen, wie man dieses umsetzten könnte. Von „lasst uns den ganzen Ort besprühen“ bis „keine Ahnung“ war alles dabei. Entschieden haben wir uns für „Schau in den Spiegel gutmensch“. In jedem von uns steckt ein „gutmensch“. Man muss ihn nur erkennen. Also wurde ein Standspiegel mit dem Schriftzug, sowie mit einen Gesicht und Armen versehen. Die Idee fanden alle super.

Hausgemachtes

nachdem es den Leuten erklärt und die Flyer verteilt wurden, fand die Mehrheit es „eine super Idee“. Wir fanden es auch ganz toll, dass wir die Rückendeckung von unserem Bürgermeister bekommen haben. Anfangs waren die Kids noch etwas gehemmt. Man sprüht ja nicht einfach so auf den Gehweg. Aber nachdem die ersten Hemmungen gefallen sind, waren die zwei Dosen relativ schnell verbraucht. Teilweise haben die Kinder den Schriftzug freihändig mit der Sprühdose nachgeahmt, das uns Betreuer sehr erstaunt hat. Uns Betreuer hat erstaunt wie kreativ und interessiert die Kids sein können und wie gut sie zusammen gearbeitet haben. Evelyn Schmidt

Am 4. Dezember 2016 haben wir uns dann mit den Kindern und den Eltern bei sonnigem Wetter am Dorfplatz getroffen, um auch die Bevölkerung zu erreichen. Anfangs waren die Passanten etwas skeptisch und hatten uns bereits des Vandalismus in Verdacht. Tja, so ist das auf dem Land. Aber

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Hausgemachtes

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17• April 2017 • Seite 22

Weihnachtszeit in Liblar Aktionen des BdSJ Liblar in der Adventszeit

Waldweihnachtsmarkt: Bereits zum fünften Mal in Folge richtete die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Liblar v. 1736 e.V. einen Waldweihnachtsmarkt unter den Eichen auf dem Schützenplatz und im Schützenheim aus. Alle Erftstädter Bürger waren eingeladen, den Markt am 1. Adventswochenende zu besuchen. Zwei Stände betreute die Schützenjugend. Mara Dölle und ihre Freundin, Nele Schmitz, verkauften Süßigkeiten, während Philipp Prevoo, Selin Budak, Lisa Steinbach und Guiseppe Scolaro selbstgemachte Waffeln und Crêpes in verschiedenen Variationen anboten. Für Nachschub beim Teig sorgten Artjom Djatschenko und Willi Zismann. Weihnachtsfeier: Alljährlich organisiert die Schützenjugend die Weihnachtsfeier am 4. Advent. Das Vereinsheim war weihnachtlich geschmückt, Tische waren schön gedeckt

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und dekoriert. Es gab Kekse, Kakao, Kaffee, Kuchen, Mandarinen und Nüsse und andere Getränke. Die Theke übernahmen die älteren Jungschützen und Heike Bürvenich. Jannina Frings und Guiseppe Scolaro sangen mit E-Gitarrenbegleitung von Jonas Zimmermann „Halleluja“. Da ließ es sich der Heilige St. Nikolaus nicht nehmen, vorbei zu schauen und aus dem goldenen Buch vorzulesen. Dass der Nikolaus doch sehr an den Bezirksbundesmeister für Erftstadt Jakob Schmitz erinnerte und sein Begleiter Knecht Ruprecht, einen irgendwie an den Vereinspräsidenten Ralf Jung erinnerte, sei hier nur am Rande vermerkt. Bei der Verteilung der Geschenke an die anwesenden Kinder und Jugendlichen assistierte ihm Angelika Altenkirch. Wir gedachten der verstorbenen Schützen. Wir sangen Weihnachtslieder und lauschten einer Weihnachtsgeschichte, die sich um die unauffälligen Helfer drehte. Es war ein gelungener Nachmittag. Theaterstück: Den Höhepunkt bildete das eigens einstudierte Theaterstück mit einer Bühne direkt neben der Theke mit aufwendiger Beleuchtung, Wänden und sogar einer extra eingebauten Tür. Es war an Mikrofo-

ne und Lautsprechern gedacht worden, so dass man bis in die hinteren Reihen des gutgefüllten Schützenheims dem Theaterstück unter Teamleitung von Michaela Prevoo und Manuela Frings folgen konnte. Im Stück thematisierte die Schützenjugend Weihnachten – damals und heute –. Die einen wollten form- und zwanglos feiern, wie an jedem anderem Tag auch, die anderen lieber festlich-traditionell, mit Haltung, Manieren und festlicher Kleidung und natürlich der Weihnachtsgeschichte. Ausgelotet wurden auch die alternativen Möglichkeiten zum Heiligen Abend wie Plastiktanne und gesundes, fleischloses Essen. Nachdem sich die drei Generationen tatsächlich auf eine gemeinsame Feier am Heiligen Abend einigen konnten, waren alle erheitert und erfreut.

Simone De Pollak


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 17 • April 2017 • Seite 23

Hausgemachtes

Prävention Präventionsschulung in Hackenbroich

Im April 2016 und Januar 2017 fanden in der Frixheimer Schützenhalle und im Hackenbroicher Pfarrzentrum Präventionsschulung statt, für die sich Gemeindereferent Martin Brendler als Referent für die beiden Veranstaltungen zur Verfügung stellte.

Vom Brudermeister, Schießleiter, Jugendbetreuer, Musikern aus TC´s bis hin zu Mitglieder aus Karnevalsgesellschaften, Kirchenchören und ehrenamtlichen Mittgliedern der Pfarrgemeinden nahmen rund 50 Teilnehmer an beiden Veranstaltungen teil. Wurde vor Jahren noch gesagt: „Ok ich gehe mal hin“, waren jetzt viele dabei die sagten: „Das tue ich auch für mich.“ Mit kurzweiligen Vorträgen und vielen praktischen Beispielen wurden die Teilnehmer an jeweils einem Seminartag geschult. Der Kurs bot den Teilnehmern viel Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und bot zahl-

reiche Handlungsanweisungen im Umgang mit dem brisanten Thema. Am Ende der Veranstaltung hatte jeder Teilnehmer die Gelegenheit eine Selbstverpflichtungserklärung zu unterschreiben und jeder erhielt ein Zertifikat. „Ja, wir unterschreiben gerne die Selbstverpflichtungserklärung, weil wir Verstanden haben worum es geht“, kommentierten einige Teilnehmer ihre Unterschrift. „Wir wollen dazu beitragen, dass junge Menschen sich in unseren Bruderschaften, Gemeinschaften und Gemeinden gut aufgehoben, sicher und gut betreut wissen.“

Institutionelles Schutzkonzept So geht´s weiter

Die Hackenbroicher gehen mit gutem Beispiel voran und absolvierten mit 50 Verantwortlichen eine Präventionsschulung (s.o.). Wie in dem Artikel beschrieben, ist die Beschäftigung mit dem Thema Prävention sinnvoll und gibt Handlungssicherheit für viele Situationen, nicht nur in der Jugendarbeit. Der Besuch einer solchen Schulung sowie die Vorlage eines Erweiterten Füh-

rungszeugnisses sind seit einigen Jahren in der katholischen Jugendarbeit verpflichtend. Weitere Handlungssicherheit soll uns in Zukunft auch das Institutionelle Schutzkonzept geben. Alle katholischen Träger sind dazu verpflichtet ein solches Konzept zu erarbeiten. Hierzu gibt es eine Frist bis Ende

2018. Die Arbeitshilfe „Sicher, Stark, Selbstbewusst“ vom BdSJ gibt gute Hilfestellungen für die Bruderschaften und Bezirke. Weitere Arbeitshilfen und Vorlagen gibt es auf der Homepage vom Erzbistum Köln und natürlich auch in der Geschäftsstelle des BdSJ DV Köln. Gerne stehen wir euch mit Rat und Tat zur Seite.

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Diözesanjungschützentag 27. August 2017 in Erftstadt-Gymnich

www.ilovegreen.info

Das HEFT 17  

Verbandszeitschrift des BdSJ DV Köln

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