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Rind im Bild

MITTEILUNGSORGAN DER RINDERZUCHT SCHLESWIG-HOLSTEIN EG UND DES LANDESKONTROLLVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

1. VIERTELJAHR

1/2014

// RSH eG // TOP-THEMA // INTERVIEW

Weihnachtsspende, S. 5 Neumünster am Abend S. 7 Homöopathie S. 44

// FLEISCHRINDER // TIERGESUNDHEIT // ZUCHT

3. Polled Sale S. 47 RSH-Hypred Boluskonzept S. 72 ZWS Dezember S. 77 // Rind im Bild 1/2014

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Landesjungzüchterschau Am 27. April 2014 ist es wieder soweit. Dann findet der Jahreshöhepunkt des Landesjungzüchterverbandes, die Landesjungzüchterschau, in der Reithalle Viertshöhe in Aukrug (bei NMS) statt. Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl ist gesorgt.


// Vorwort

Liebe Mitglieder, im neuen Jahr startete die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG mit der traditionellen Schau „Neumünster am Abend“. Einzelkühe der Rassen Schwarzbunt, Rotbunt RH, Rotbunt DN und Angler von überragender Qualität sowie Jungzüchter, die Zuchtrinder auf höchstem Niveau präsentierten und eindrucksvolle Nachzuchtgruppen in bester Qualität, bildeten die Grundlage für einen erlebnisreichen Abend. Beeindruckende Siegerkühe in allen Rassen, der Champion der Nachzuchtkühe, - die Magna P RF-Tochter „St.-Nr. 371“, vom Lehr- und Versuchsgut Futterkamp, Blekendorf - und die beeindruckende Grand Champion Kuh „AG Pretty“, von Heiko und Christine Wendell-Andresen, Beringstedt - überzeugten. Die diesjährige Grand Champion Kuh ist nicht nur ein beeindruckender „Show Winner“, sondern auch die Mutter des top genomischen RSH-Vererbers Sunrock (gRZG 141). Die 19. Auflage der Schau beeindruckte die rund 4.000 Besucher und unterstrich nachhaltig die Qualität unserer Zuchtprodukte und zeigt die große Bedeutung dieser Veranstaltung für unsere Mitglieder und Aussteller. Stabile Besamungszahlen und eine nach wie vor gute Nachfrage nach Zuchtrindern kennzeichnen aktuell die Arbeitsfelder der RSH eG. Die Besamungszahlen der wachsenden Betriebe liegen nach wie vor um 2 % über dem Vorjahrsniveau. Dabei spielen die genomischen Jungbullen beim Einsatz eine weiter zunehmende Rolle. Ihr Besamungsanteil liegt bei ca. 50 % bei Rotbunten und über 40 % bei Schwarzbunten. Die Intensität der Zuchtprogramme nimmt ebenfalls deutlich zu. Die Zuchtwerte der jüngsten töchtergeprüften Vererber zeigen deutlich, dass die vorherigen Zuchtwerte auf genomischer Basis sehr aussagefähig sind. Daher ist davon auszugehen, dass der Einsatz genomischer Bullen noch weiter zunehmen wird und den Zuchtfortschritt, insbesondere in den funktionalen Merkmalen, beschleunigt. Die Nachfrage nach Zuchtvieh im In- und Ausland beurteilen wir als stabil. Wir erwarten, dass wir das Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich verbessern können. Ziel ist es, die Absatzmenge, insbesondere durch den Export, zu steigern. Die zwischenzeitlich angekündigte Forcierung der BHV1-Sanierung – auch in SchleswigHolstein – dient dazu, dass unsere Zuchtvieherzeuger, hinsichtlich BHV1 im Vergleich zu ihren Berufskollegen in den anderen Bundesländern, den Anschluss nicht zu verlieren und Absatzmärkte für Zucht- und Nutztiere zu erhalten. Aktuell bemühen wir uns, das Serviceangebot der RSH eG weiter zu optimieren. So werden im laufenden Geschäftsjahr die Durchführung der Trächtigkeitsuntersuchung mit Ultraschall und eine intensivere Beratung in Fragen des Herdenmanagement in das Dienstleistungsangebot der RSH eG integriert.

Inhalt Termine

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RSH eG Weihnachtsspende Exterieurbewertung

5 5 6

Top Thema Neumünster am Abend

7 7

LKV 16

Aus den Rasseabteilungen Interview Angler Fleischrinder

44 44 45 46

Kreisvereine

58

Jungzüchter Für Sie gelesen

63

Personalien

70

67

Tiergesundheit Vortragsabende

72 72

Zucht Zuchtwertschätzung Schauen Nachzuchten für Sie gesehen Testbullen

77 77 83 84 86

Die Zuchtverbände und die Dienstleistungsorganisation in der Milchviehhaltung sind gut beraten, sich gemeinsam mit den Tierhaltern mit den Forderungen um das Wohlbefinden der Tiere auseinander zu setzen und durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und mehr Transparenz, einen umfassenden Einblick in Produktions- und Haltungssysteme zu vermitteln, um so ein besseres Verständnis für die Landwirtschaft zu erreichen. Die RSH eG ist bemüht, diese Diskussion aktiv zu begleiten. Neben den Herausforderungen in der Zuchtviehvermarktung gilt es, die Zuchtprogramme im Zeitalter der genomischen Selektion mit unseren Partnern weiter zu entwickeln, um den steigenden Anforderungen unserer Mitglieder gerecht zu werden. Vorstand, Aufsichtsrat und die Mitarbeiter der RSH eG nehmen diese Aufgaben an und werden bemüht sein, dieses in Ihrem Interesse umzusetzen. Nur so ist eine langfristige Sicherung des Betriebserfolges für unsere Mitglieder möglich. Matthias Leisen

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// Termine

Termine

Impressum

Auktionstermine 2014

„Rind im Bild“, 23. Jahrgang, Nr. 1/2014 Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schles-wig-Holstein eG u. des Landeskontrollver-bandes Schleswig-Holstein e.V.

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler 20. März 2014 Neumünster 10. April 2014 Neumünster 15. Mai 2014 Neumünster 21. Aug. 2014 Neumünster

25. Sep. 2014 09. Okt. 2014 06. Nov. 2014 11. Dez. 2014

Neumünster Neumünster Neumünster Neumünster

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes-VO BVD/MD: Alle Auktionstiere Antigen-negativ

Terminkalender 24.03.2014

Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im April Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder 15. März 2014

Frühlingsball der Angler Rinderzüchter, Satrup

18. März 2014

Sunrise Sale, Karow

19. März 2014

Rind aktuell, Karow (RMV)

30. März 2014

Kreisjungzüchterschau LAU-SE-STO, Rausdorf

05. April 2014

Kreisjungzüchterschau SL-FL, Süderbrarup

13. April 2014

Kreisjungzüchterschau RD-ECK, Gnutz

15. April 2014

Best of Färsenchamionat, Groß Kreutz

6. Deutsches Färsen-Championat, Groß Kreutz (RBB)

27. April 2014

Landesjungzüchterschau, Aukrug

03. Mai 2014

Aubrac-Stammtisch für alle Mutterkuhhalter und Interessierte auf dem

Betrieb von Volker Betz, Dorfstr. 3 in 21514 Fitzau/Büchen, Beginn: 13.00 Uhr

07. Mai 2014

Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn:

Züchterabend bei Familie Höppner in Rümpel

05. Juni 2014

Kellinghusen bei Nacht, Kreisrinderschau STEI/PI

11. Juni 2014

Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn: Tagesfahrt

13. Juni 2014

Kreisrinderschau Segeberg

11.-14. Juli 2014

Tarmstedter Ausstellung

14.-18. Juli 2014

Landesjungzüchterfahrt (Ostfriesland und Weser-Ems-Gebiet)

04.-07. Sept. 2014

Norla, Messegelände, Rendsburg

16. Okt. 2014

Blickpunkt Rind, Paaren (RBB)

11.-14. Nov. 2014

EuroTier, Hannover

Titelbild: Zum Grand Champion Neumünster am Abend 2014 wurde „AG Pretty“ von Heiko & Christine Wendell-Andresen ernannt. Sie war an diesem Abend die kompletteste Kuh, so die Preisrichter, exzellent im Körper und in der Ausstrahlung, mit perfekten Fundamenten und tadellosem Euter ging an ihr kein Weg vorbei. Wir gratulieren Familie Wendell-Andresen zu diesem grandiosen Erfolg. Foto: RSH eG

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„Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in Zucht, Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung informieren. Verlag und Herausgeber: „Rind im Bild“ Rendsburger Str. 178 D-24537 Neumünster E-mail: s.derner@rsheg.de Telefon 04321/905300 Fax 04321/905396 Internet: www.rsheg.de www.angler-rind.de Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig BLZ 216.617.19, Kto.-Nr. 417 220 BIC GENODEF1RSL, IBAN DE14 2166 1719 0000 4172 20 „Rind im Bild“ wird herausgegeben von: Der RSH eG mit folgenden Abteilungen: Matthias Leisen Abt. Zucht Telefon 04321/905351 Dr. Heiner Kahle Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner Telefon 04321/905301 Günter Koch Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner Telefon 04321/905303 Claus-Peter Tordsen Abt. Angler Telefon 04641/933221 Claus Henningsen Abt. Fleischrinder Telefon 04321/905305 Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V., Hergen Rowehl Steenbeker Weg 151 D-24106 Kiel Telefon: 0431/339870 Fax: 0431/3398713 E-Mail: info@lkv-sh.de Redakt. Schriftleitung: Susanne Derner Rendsburger Str. 178 D-24537 Neumünster Erscheinungsweise: Viermal im Jahr Auflage 8.000 Exemplare Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild“ Rendsburger Str. 178 D-24537 Neumünster Telefon 04321/905331 Fax 04321/905396 Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001 Anzeigenschluss Nr. 1 am 20. Januar, Nr. 2 am 20. März, Nr. 3 am 20. August, Nr. 4 am 20. November Satz und Layout: bdrops GmbH Werbeagentur Werftbahnstr. 8 · D-24143 Kiel Telefon 0431/70 28 170 · Fax 0431/70 28 171 E-mail: info@bdrops.de Druck: Neue Nieswand Druck GmbH Am Kiel-Kanal 2 · D-24106 Kiel Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages gestattet.


// RSH eG

Spende anstatt Weihnachtsgrüße und Geschenke

Vor dem Kinderhaus "Blauer Elefant" überreichten Matthias Leisen und Jürgen Ahlert für die RSH eG die Weihnachtsspende an Sabine Wende vom DKSB NMS e.V.

In guter Tradition der Vorjahre hat die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG auch 2013 auf die Versendung zahlreicher Weihnachtsgrußkarten verzichtet. Stattdessen haben wir erneut eine sozial engagierte Einrichtung auserkoren, die nun eine vorweihnachtliche Spende erhalten hat. Viele Kinder in Neumünster leiden unter Armut, Krankheit, Vernachlässigung, psychischer, körperlicher oder sexueller Gewalt. Zahlreiche Familien sind nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen und haben keinen Zugang zu Bildung oder leben ein Leben im dauerhaften Streit. Es wird nie möglich sein, allen Kindern dieser Stadt zu helfen, doch der Kinderschutzbund in Neumünster trägt seinen Teil

dazu bei, dass vielen Kindern ein besseres Leben und eine chancenreichere Perspektive geboten werden kann. Mit der Kindertagesstätte „Blauer Elefant“, der Waldgruppe der Kita, dem pädagogischen Mittagstisch und der Familiengruppe aber auch als Fachberatungsstelle für Familien, Kinder und Jugendliche wirkt der Kinderschutzbund gegen Vernachlässigung und familiäre Konflikte. Bei Verdacht auf Misshandlungen und sexuellen Missbrauch ist er ebenso Kooperationspartner der Behörden. Somit bearbeitet der Kinderschutzbund ein breites und extrem wichtiges Themenspektrum, das Kindern und ihren Familien wieder Halt und Sicherheit bei

Foto: DKSB Neumünster

der Bewältigung der alltäglichen Probleme bietet. Dies geschieht tagtäglich mit viel Herz und Einsatz. Doch um die vielfältigen Projekte durchführen zu können, ist der Kinderschutzbund auf Spenden angewiesen. Anstatt Weihnachtsgrüße auf teuren Karten zu versenden haben wir daher dem Kinderschutzbund Neumünster 1000,-- EURO gespendet und sind uns sicher, dass diese zur Projektförderung gut verwendet werden und somit vielen Kindern geholfen werden kann.



M. Leisen // Rind im Bild 1/2014

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// RSH eG

Technischer Fortschritt bei der Exterieurbeurteilung

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In Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Universität Kiel setzt die Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. auf technischen Fortschritt und interdisziplinäre Forschung zur Entwicklung ergänzender Methoden bei der Auswahl gesunder und starker Zuchttiere. Angestrebt wird ein System zur objektiven und automatischen Exterieur- und Bewegungsbeurteilung anhand von 3D Information. Zum Test der mit sechs Microsoft Kinect Tiefenkameras ausgestatteten Aufnahmeeinheit wurden bei der Januar-Auktion

der Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. und bei „Neumünster am Abend“ die vorgestellten Tiere im Durchlauf aufgezeichnet. Mit diesem Material wird nachfolgend Bildverarbeitungssoftware entwickelt, die die herkömmliche Exterieurbeurteilung um digitale Informationen ergänzen wird.

Abbildung 1: Die Tiere wurden im Durchlauf durch ein Holztor seitlich und von schräg oben mittels Kinect Kameras aufgezeichnet

Abbildung 2: Tiefenbild einer durch die Aufzeichnungsgasse schreitenden Kuh, aufgenommen von einer der seitlichen Kinect Kameras. Als Grenze für den Hintergrund wurde hier die Breite der Aufzeichnungsgasse gewählt; Strohballen und gegenüberliegende Seite des Holztores sind zu erkennen. Die Tiefenwerte sind in dieser Darstellung anhand einer Farbskala kodiert

Abbildung 3: Hier wurde ein Euter-Ausschnitt aus dem Tiefenbild (Abbildung 2) gewählt. Verschiedene Farbwerte korrespondieren zu unterschiedlichen Abständen von der Kinect Kamera

Abbildung 4: Die 3D Information für das Euter (Abbildung 3) werden hier nicht mehr mit Farben kodiert, sondern als Oberfläche dargestellt. Die gleichmäßige Wölbung des Euters sowie Ausrichtung, Lage und Länge der Zitzen sind gut zu erkennen Fotos: UNI Kiel

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J. Salau, UNI Kiel


// Top-Thema

RSH-Verbandsschau „Neumünster am Abend 2014“

Die glücklichen Gewinner der Verlosungskälber: Hendrik Holm (Angler), Jens-Uwe Asmussen (Schwarzbunt), Sandra Chrzanowski (Rotbunt)

Gratulationen zum Siegertyptier der schwarzbunten Jungtiere „IHC Ruby“ aus der Zucht von Ute und Hans-Jürgen Wendt

Am 23. Januar veranstaltete die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG ihre, im zweijährigen Rhythmus stattfindende, Verbandsschau „Neumünster am Abend“ und hatte nunmehr zum 19. Mal in die Neumünsteraner Holstenhallen geladen. Karl-Heinz Boyens eröffnete die Schau und begrüßte zahlreiche nationale und internationale Gäste, insbesondere Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft deutscher Tierzüchter, MdeP Reimer Böge, unterstrich in seinem Grußwort die nachhaltige Bedeutung der Rinderzucht für das Land Schleswig-Holstein. Mittlerweile hat sich diese Schau zu einem echten Publikumsmagnet aus Nah und Fern etabliert und die Gründe dafür liegen klar auf der Hand. Die Rassenvielfalt und die damit verbundene große Stückzahl an Schautieren, machen diesen Event einzigartig. Doch die schleswig-holsteinische Rinderzucht hat nicht nur Quantität zu bieten, da von vielen Gästen und Besuchern immer wieder die gute Qualität der Schautiere gelobt wird. Aber noch etwas lockt die Zuschauer nach Neumünster – die Präsentation der Nachzuchtgruppen. Seitens RSH wird diesem informativen Schauteil ein ganz besonderer Stellenwert beigemessen, der wieder einmal die Erwartungen mehr als nur zufrieden gestellt hat.

Spannender Jungzüchterwettbewerb

Die Hexer-Tochter „Lamour“ gewann den Angler Jungrinderwettbewerb (Z&B Heiner Staggen, Schipphorst)

Schwarzbunt Der Auftakt des Richtgeschehens erfolgte, wie bei jeder Schau, durch den Jungrinderwettbewerb, der als reiner Typwettbewerb ausgetragen wurde. Es stellten sich insgesamt 20 schwarzbunte, 7 rotbunte und 9 Angler Jungrinder dem Urteil der Preisrichter.

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// Top-Thema

Als erstes traten die drei sehr homogenen schwarzbunt Klassen in die Ringe und konnten die Richter nicht nur in Punkto Entwicklung von ihrer hohen Qualität überzeugen. In der ersten Klasse konnte sich die spätere Reservesiegerin „IHC Ohio“, eine Windbrook-Tochter (M: „Ottawa EX-90“, Klassensieg NMS am Abend 2012) aus der Zucht von Ute und Hans–Jürgen Wendt, durch ihre perfekten Übergänge und durch die Länge in der Mittelhand einen 1a-Platz sichern. Zweitplatzierte wurde die mit dem besten Fundament ausgestattete LarsonTochter „Orina“ (M: „Hyde Park“; Grand Champion Kreistierschau NF 2010) aus dem Stall der Familie Gonnsen in Struckum. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich in der zweiten Klasse „Tabita“, eine Bradnick-Tochter von Dirk Huhne, Kasseedorf, und die WindbrookTochter „Palma“ von Christian Fischer, Brunsbek. Durch ihren perfekten Schautyp behielt „Tabita“ die Nase leicht vorn, was nicht verwunderlich ist. Sie wurde von Dirk Huhne auf dem Luxembourg Summer Classic Sale 2013 zugekauft und geht auf

die „Ernest-Anthony Stardust Tobi“ EX-96 zurück – dem Reserve Grand Champion der Royal Winterfair 2001. Somit musste sich „Palma“ knapp geschlagen geben, die besonders durch ihre Festigkeit in der Mittelhand überzeugte. Aber auch ihre Schauqualität kommt nicht von ungefähr. Denn sie hat mit „Glora“ (v. Tonic) die gleiche Großmutter vorzuweisen, wie die spätere Siegerfärse der Schwarzbunten. Mit der dritten Klasse schloss sich das hochkarätige Teilnehmerfeld des schwarzbunten Jungrinderwettbewerbs. Hier war der Sieg der überaus harmonischen, mit feiner Knochenqualität ausgestattete Radical-Tochter „IHC Ruby“ nicht zu nehmen. Dieses Jungrind geht auf die EX-96 bewertete „Skychief Rosalyn“ zurück, die einst die DHV-Schau in Oldenburg gewonnen hatte. Auf den zweiten Platz kam „Paola“ (v. Braxton) aus der Zucht von Dirk Huhne. „Paola“ ist eine Tochter aus „Lustige“ (v. Calypso), welche im Verlauf des Abends mit dem Reservesiegertitel der mittleren Klassen ausgezeichnet wurde.

Eine schwere Aufgabe hatten nun die Richter bei der Siegerauswahl zu bewältigen. Letztendlich konnte die Familie Wendt einen Doppelsieg verbuchen. Als Siegerjungrind der Abteilung Schwarzbunt bestimmten Nicolai Niermann und Marco Radke gemeinsam „IHC Ruby“. Die Reservesiegerschärpe bekam „IHC Ohio“ umgelegt. Rotbunt Mit leider nur einer Klasse gingen die rotbunten Jungrinder an den Start, was zu recht großen Unterschieden im Alter und der Entwicklung der einzelnen Tiere führte. Richter Matthias Zens lobte das kleine aber feine Kontingent. Er erklärte „IHC Peila“ aus der Zuchtstätte von Ute und Hans-Jürgen Wendt aus Riepsdorf zur Siegerin des Typwettbewerbes. „IHC Peila“ stammt aus der bekannten Faromir- Tochter „IHC Neila“. Die schliffige und sehr elegante Accolade-Tochter ließ die AlchemyTochter „Josy“ aus der Zucht der Levshöh GbR, Stoltebüll knapp hinter sich. „Josy“ punktete vor allem durch ihre sehr korrekte Hinterbeinstellung und den harmonischen Körperbau. Angler Mit 9 Rindern war die Gruppe der Anglerjungrinder so stark vertreten wie nie zuvor. Als Gewinnerin des Abends konnte die Hexer-Tochter „Lamour“ aus der Zucht von Heiner Staggen, Schipphorst gefeiert werden. „Lamour“ überzeugte durch perfekte Übergänge und eine sehr gute Entwicklung. Der 1b Preis sicherte sich die harmonische Haithabu-Tochter „Pamina“ von Wiebke und Vinzenz Andersen aus Rosgaard.

„IHC Peila“ wurde Siegertyptier der rotbunten Jungrinder (Z. & B. Ute und Hans-Jürgen Wendt)

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Verlosungskälber Auch in diesem Jahr verloste der Jungzüchterverband wieder drei wertvolle Zuchtkälber unter den Zuschauern. Diese stammen von den RSH Vererbern Meido, Dizzy-Red und Impalu ab. Nachdem die Kälber mehrmals am Abend von den kleinsten Jungzüchtern präsentiert wurden, fand die Verlosung am Ende des Abends statt. Wie jedes Jahr fanden sich schnell die glücklichen Gewinner der Kälber. Über das schwarzbunte Kalb konnte sich Jens-Uwe Asmussen aus West-Bargum freuen. Das rotbunte Kalb wird demnächst im Stall von Karsten und Sandra Chrzanowski aus Scheggerott einziehen und das Anglerkalb geht in den Besitz von Henrik Holm, Bendorf. Wir bedanken uns auf diesem Wege noch einmal bei der Familie Kaack aus Ratzbek, Familie Knudsen aus Stedesand und Familie Schmidt aus Norgaardholz, die uns die Verlosungskälber zur Verfügung gestellt und so hervorragend vorbereitet haben. Unser Dank gilt außerdem allen, die Lose verkauft und den Jungzüchterstand betreut haben sowie den Vorführern der Verlosungskälber.


// Top-Thema

Sechs Nachtzuchten von RSH Vererbern überzeugten die Besucher Mit dem heterozygot hornlosen Vererber Leuron P wurde ein Lawn Boy-Sohn aus der bekannten Classic Tochter „Eura“ von Günter Wassmuth, Wohratal ausgestellt. Neben guter Milchmenge ist die Nutzungsdauer und Fitness die Stärke im Vererbungsprofil. Die Nachzuchtgruppe bestand aus 7 mittelrahmigen Kühen, mit durchschnittlicher Körpertiefe und Stärke, die eher etwas spätreif waren. Sie konnte durch eine korrekte Oberlinie und die breiten gut gelagerten Becken, die zum Teil eher abfallend waren, überzeugen. In den Fundamenten präsentierten sie sich trocken und klar mit guten Sprunggelenken bei etwas mehr Winkel. Glanzpunkt der Nachzucht waren die drüsigen, fest aufgehangenen Euter, die mit guter Strichstellung und Strichlänge gefielen. Leuron P zeigte sich als Bulle, der das hornlos Gen liefert und leistungsbereite, gesunde Laufstallkühe mit bester Funktionalität und guter Nutzungsdauer bringen wird. An die Spitze der Leuron P Gruppe setzte der Preisrichter die sehr harmonische, leistungsstarke „Oke“ von Johannes Clausen, Viöl. Mit Carie, einem Carmano-Sohn, betrat eine sehr typstarke Töchtergruppe den Ring. Carie stammt aus der bekannten Stammkuh „Goldmarie“ VG-89, die selbst erfolgreiche Schaukuh war u. a. Sieger bei der Schau „Neumünster am Abend“ und aus der Zucht von Ingwer Martin Carstensen, Lütjenholm kommt. Die rahmigen Kühe waren sehr einheitlich im Typ und bestachen mit Substanz und Körpertiefe. Sie waren sehr einheitliche Milchtypen, mit guter Oberlinie und breiten eher eben gelagerten Becken. Glanzpunkt der Nachzucht waren die guten, trockenen Fundamenten, mit korrektem Winkel, sehr guten Klauen und besten Sprunggelenken. Die Euter waren drüsig, fest aufgehangen, bei solider Hintereuterhöhe und guter Voreuterlänge mit guter Strichstellung und Strichlänge. 1a Kuh der Carie-Töchter und spätere Siegerkuh der Rotbunten Nachzuchtkühe wurde die mittelrahmige, mit bestem Euter ausgestattete „Olga“ aus der Zucht von Walter Fechter, Hamdorf. Auf dem 2. Platz rangierte die Reservesiegerkuh der rotbunten Nachzuchten „Orla“ von Bernd Döpner, Mühlen, die durch ihren guten Typ überzeugte. Die Zeidler-Töchtergruppe (Zar x Goldwin x Jurmel) eröffnete den Reigen der schwarzbunten Nachzuchten. Er stammt von Monika Lau aus Lüngerau und ist aus der gleichen Familie wie NOG Salem. Zeidler kombiniert gute Milchmenge mit sicheren Eiweißprozenten. Die Töchtergruppe zeigte sich sehr einheitlich. Es sind Töchter im knapp

Glanzpunkt der Leuron P Nachzucht waren die drüsigen, fest aufgehangenen Euter, die mit guter Strichstellung und Strichlänge gefielen

Mit Carie betrat eine sehr typstarke Töchtergruppe den Ring

Die ruhigen Zeidler-Töchter wussten auch durch ihre Umgänglichkeit zu gefallen

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// Top-Thema

mittleren Rahmen, die etwas derber sind und über viel Körperlänge und gute Becken verfügen. Die Fundamente sind trocken und klar, mit guten Gelenken. Die Zeidler Gruppe unterstrich, dass er ein hervorragender Bulle zur Verbesserung der Euter und aller funktionellen Merkmale ist. 1a Kuh wurde „Nederland“ von Volker Wehde, Steinrade, eine mittelrahmige Kuh mit top Fundament und überragendem Euter. Den 1b Platz belegte „Nofretete“ von der Tonnenberger Milch KG in Felm. Magna P ist ein Bolton-Sohn aus September aus Steven und kommt aus der Zucht von West Port Holsteins in Kanada, der ebenfalls ein heterozygot hornloser Vererber ist. Neben einer soliden Leistungsvererbung überzeugte die von der RMV und RSH gemeinsam präsentierte Töchtergruppe durch sehr einheitliche milchtypische Kühe, mit guter Oberlinie und Übergängen, die durch breite, gut gelagerte Becken gefielen. Die soliden Fundamente waren korrekt gewinkelt und mit guten Gelenken ausgestattet. Als überragend kann die Eutervererbung des Bullen bezeichnet werden. Hohe, breite Hintereuter, lange Voreuter und gute Strichstellung zeigten die überragende Euterqualität dieser beeindruckenden, sehr einheitlichen Töchtergruppe. Der Preisrichter entschied sich für die „Stall-Nr. 371“ des Lehr- und Versuchsguts Futterkamp, einer rahmigen, sehr milchtypischen Kuh mit bester Körperbalance und überragendem, drüsigem Euter, gefolgt von der „Stall-Nr. 9325“ eine ebenfalls überragende Euterkuh aus der Zucht von MFM Agrargenossenschaft, Kaliß. Mit Spannung erwarteten die Besucher die Nachzuchtgruppe des Bullen Schamura. Schamura geht über Shottle, Titanic und Durham auf die bekannte „Whittier-Farm Lead Mae“ EX-95 zurück. Diese Kuhfamilie gehört zu den bedeutendsten der Welt. Epic ist sicherlich der aktuell bekannteste aus dieser Familie. Die Nachzuchtgruppe präsentierte sich ausgeglichen. Es waren rahmige, solide Milchtypen, die mit genügend Substanz und Körpertiefe und sehr guter Beckenlagerung zu gefallen wussten. Sie haben gute Fundamente mit korrektem Winkel, sehr guten Klauen und besten Sprunggelenken. Die Gruppe hatte drüsige, festaufgehangene Euter mit guter Strichstellung und Strichlänge. Diese zeigte, dass Schamura bei mittlerer Leistung ein Spezialist für gesunde, vitale Kühe ist, der nachhaltig Fundament und Euter verbessern kann. Der 1a Preis ging an „Odela“ von der Halske KG, Rethwisch, eine sehr solide mittelrahmige Kuh mit guter Körperbalance, die durch ihr tadelloses Euter überzeugte. An zweiter Stelle war die kapitale, sehr rahmige „Onnassis“ von Carsten Rohwer, Schülp platziert, sicherlich die stärkste Typkuh dieser Gruppe.

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Töchtergruppe von „Magna P RF“, die eindrucksvoll die Euterqualität des Vaters bestätigt

Mit Terbium wurde eine Töchtergruppe aus dem Wiedereinsatz präsentiert. Terbium stammt aus einem Embryoimport von der ComestarFarm und wurde von Heiko & Christine WendellAndresen aufgezogen. Seine Wurzeln gehen auf die bekannte „Comestar Laurie Sheik“ zurück. Die Zuchtwerte von Terbium überzeugen durch Stabilität. So konnte er sich kontinuierlich in den Leistungs- und Funktionalitätszuchtwerten verbessern. Seine Töchtergruppe präsentierte sich als rahmige, etwas spätreifere Typen, die durch ihren einheitlichen Milchtyp, die hervorragende Oberlinie und viel Körperlänge überzeugen. Die guten, trockenen Fundamente gefielen in der guten Sprunggelenksqualität. Die ausgeglichene Gruppe zeigte drüsige, fest aufgehangene Euter mit sehr guter Hintereuterhöhe, einer soliden Voreuterlänge und guter Strichstellung bei überdurchschnittlicher Strichlänge. Die Nachzucht demonstrierte Terbiums Stärken, denn er liefert leistungsbereite, gesunde Laufstallkühe. 1a Kuh der Gruppe wurde die Kuh mit dem besten Euter der Gruppe, die „SH 377“ von Heiko & Christine Wendell-Andresen gefolgt von der sehr leistungsstarken „Otto“ von Volker Wehde, Steinrade.

Grand Champion der Nachzuchten Zum Höhepunkt der Nachzuchtdemonstration konkurrierten die 1a und 1b Tiere der Töchtergruppen um den Siegertitel. In einem spannenden Kopf an Kopf Rennen entscheiden sich die Preisrichter letztlich als Sieger für die Magna P RF-Tochter „St.-Nr. 371“ vom Lehr – und Versuchsgut Futterkamp, eine beeindruckende, rahmige, sehr milchtypische Färse mit viel Eleganz, die im Körper glänzte, aber vor allem durch ihr sagenhaft festangesetztes, sehr drüsiges Euter überzeugte. Der Reservesieg ging an die Schamura - Tochter „Odela“ von Halske KG, Rethwisch, die sehr typstark, mit bestem Fundament überzeugte. Bei der abschließenden Auswahl zum „Grand Champion der Nachzuchten“ gab es keine Zweifel. Der Sieg war auch hier der „St.-Nr. 271“ vom Versuchsgut Futterkamp nicht streitig zu machen. Wir gratulieren der Landwirtschaftskammer zu diesem züchterischen Erfolg, aber auch allen Siegern und Platzierten. Es ist ein beeindruckendes Bild diese Nachzuchtqualitäten im Ring zu sehen, um sich einen Überblick über die Vererbungsqualitäten des einzelnen Bullen zu machen. Daher gilt den Besitzern der Nachzuchtkühe unser besonderer Dank, dass wir Ihre Kühe präsentieren durften.


// Top-Thema

Schamura kann Spitzentiere machen, wie hier zu sehen ist

Die ausgeglichene Terbium Gruppe zeigte drüsige, fest aufgehangene Euter mit sehr guter Hintereuterhöhe

Schwarzbuntes Schaukontingent Preisrichter zeigten sich beeindruckt von den Färsenklassen Mehrfach betonten die beiden Preisrichter Marco Radke aus Eppendorf und Nicolai Niermann aus Schiplage, wie sehr sie von der Qualität der schwarzbunten Färsenklassen beeindruckt waren. Von daher waren sie oftmals nicht um ihr Amt zu beneiden, wenn es an die Entscheidungen ging und nur Nuancen für die Rangierung ausschlaggebend waren. Gleich in den ersten Färsenklassen hatte Nicolai Niermann einen „dicken Brocken“ vorgesetzt bekommen. „IR Sid Wyanet“, eine von Iwer Rossen, Nordhackstedt, gezogene Sid-Tochter, die in den Besitz von Heiko & Christine Wendell-Andresen aus Beringstedt übergegangen war, sowie zwei Färsen aus der Zucht von Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel „HaH Odessa“ (v. Windbrook) und „HaH Ohara“ (v. Sid) - hatten es ihm angetan. Letztendlich entschied er sich für „IR Sid Wyanet“, eine extrem tiefrippe Färse, die der Zweitplatzierten, „HaH Odessa“, in der Ausprägung von Hintereuter und Zentralband überlegen war. Die sehr milchtypische „HaH Odessa“ bekam aufgrund der besseren Eutertextur den Vortritt gegenüber ihrer Stallgefährtin.

Sieger der SBT-Nachzuchten und auch Nachzucht Champion – die Magna P-Tochter vom Lehr- und Versuchsgut Futterkamp, Blekendorf

Reserversieger der Nachzuchten – Schamura-Tochter „Odela“ von der Halske KG, Retwisch

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// Top-Thema

So viel Zeit muss sein – J.T. Heesch gratuliert Christian Fischer zur Siegerfärse

In der zweiten Färsenklasse zeigt dann der RSHVererber Schamura, was er im Stande zu leisten ist. Hier belegte seine Tochter „Odela“ von der Halske KG aus Schönwalde den 1a-Platz, die kurz zuvor schon den Reservesieg der Nachzuchten gewinnen konnte. Hinter ihr reihte sich die überaus korrekte Bakombre-Tochter „Osram“ von Christian Gonnsen, Struckum, ein, bei der vor allem die gute Bewegung gelobt wurde. In der nächsten Klasse spielte ebenfalls ein RSH-Vererber eine entscheidende Rolle, wie sich später noch herausstellen sollte. Die Rede ist von Tonikum, der Exterieurspezialist bei den Rot-

bunten, der auch oft in Schwarzbuntbetrieben zum Einsatz kam. Seine Tochter „Ora“ von Christian Fischer, Brunsbek, zeigte sich als großrahmige Färse mit Vorzügen in der Rippenausprägung und in der Fesselung gegenüber der Zweitplatzierten. Dies war die Shottle-Tochter „THH Orchidee“ von Frank Thomsen, Kleinwiehe, die durch ein extrem hohes und breites Hintereuter zu gefallen wusste. Dann hatte „HaH Odina“ (v. Sea) von Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel, ihren Auftritt. Sie war Klassenspitze und ließ Marco Radke schwärmen,

Siegerkuh Mittel – die Shottle-Tochter „Karina“ von Christian Fischer, Brunsbek

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„Wow“ – die Erstplatzierten der ersten Färsenklasse

der besonders die Feinheit in der Kopf- und Halspartie sowie die sehr gute Knochenqualität bei dieser Färse herausstellte. Nur knapp dahinter ging die Shottle-Tochter „Ola“ aus der Zucht von Dirk Huhne, Kasseedorf. „Eine kalibrige Färse mit fehlerlosem Körperbau“, beschrieb Radke diese bunte Kuh. In der vorletzten Färsenklasse konnte die Zuchtstätte Andreas Bewersdorff noch einen weiteren Klassensieg mit „HaH Nachtigall“ (v. Lauthority) erringen, die durch ihre Weiblichkeit und durch ihr feinzelliges Skelett vorne gehen musste. Dahinter lief die großrahmige Man-O-Man-Tochter „Narvik“ von Ingwer-Martin Carstensen, Lütjenholm, die nicht nur die beste Euterkuh dieser Klasse war, sondern auch gleichzeitig die Mutter eines MogulSohnes (gRZG 145) bei der RSH ist, der im Frühjahr in den Einsatz kommt. Die letzte Richtklasse entschied die Pagewire-Tochter „SH PW Lizz“ von Heiko & Christine Wendell-Andresen für sich. Eine sehr harmonische Färse mit perfekten Übergängen und einem super Hintereuter. Ihr folgte auf 1b die kraftvolle und euterstarke Tee Off-Tochter „My Lady“ von Heiner Staggen aus Schipphorst. Dann war es endlich soweit, denn die Auswahl der Siegerfärsen stand bevor. Marco Radke verkündete die Richtentscheidung der beiden Juroren und die Wahl zur Siegerfärse fiel auf die typstarke TonikumTochter „Ora“ von Christian Fischer aus Brunsbek. Den Reservesieg sicherte sich die schicke PagewireTochter „SH PW Lizz“ von Heiko & Christine Wendell-Andresen aus Beringstedt.


// Top-Thema

Hier noch 1a in ihrer Klasse – Siegerkuh-Jung und Grand Champion „AG Pretty“ (links) von H.&C. Wendell-Andresen, Beringstedt

Bullenmutter mit Schauappeal Die erste Klasse der Zweitkalbskühe wurde dominiert von der Shottle-Tochter „AG Pretty“ von Heiko & Christine Wendell- Andresen. Auf Grund ihres überragenden Typs, der Ausstrahlung und des TOP Euters gab es keinen Zweifel, dass diese Ausnahmekuh, die auch die Mutter des aktuellen RSH Bullen Sunrock (gRZG 141) ist, der erste Platz nicht streitig zu machen war. In der zweiten Klasse, die in der Spitze sehr ausgeglichen war, ging der 1a Platz letztlich verdient auf Grund des besseren Fundamentes und der überragenden Körperbalance an die Gibson-Tochter „Melissa“ von Christian Fischer, Brunsbek.

Hier stehen über 400.000 kg Milch Lebensleistung im Ring und auf 1a der Grand Champion von 2012 – „HaH Darina“ von Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

Preisrichtern nicht leicht. Dabei lieferten sich die Shottle-Tochter „AG Pretty“ und die Gibson-Tochter „Melissa“ ein Kopf an Kopf Rennen. Schließlich entschied sich der Preisrichter für „AG Pretty“. Auf Grund der überragenden Körperbalance, des tadellosen Euters und der TOP Fundamente wurde diese RSH Bullenmutter verdient Siegerkuh der jungen Kühe. „Melissa“, die durch viel Tiefe, besten Typ beeindruckte wurde zur Reservesiegerin erklärt. Starke mittlere Kuhklassen beeindruckten die Besucher

Ausgeglichene Kuhklassen mit hervorragenden Eutern kämpften um die besten Plätze bei den Drittkalbskühen. Gleich in der ersten Klasse setzte sich die Ross-Tochter „Lametta“ von Andreas Bewersdorff dank ihres überragenden Typs und besten Fundamentes an die Spitze. Ihr folgte auf dem 1b Platz die Shottle-Tochter „Doris“ von Dirk Huhne Kassedorf, eine milchtypische Top Kuh mit bestem Euter. Als absolute Spitze in der nächsten Klasse erwies sich „Liana“ von Pagewire, ebenfalls von Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel, die mit makellosem Typ und ihrem TOP Euter die unumstrittene

In der 3. Gruppe der Zweitkalbskühe siegte die aus Dänemark importierte Goldwin-Tochter „HG Sandra“ von Karim Ben Fredj, Ruhwinkel. Auf Grund ihres überragenden Milchtyps und der überlegenen Euteraufhängung klar vor der sehr körperstarken Zabing-Tochter „Zuckerschnute“ von Heiner Staggen, Rendswühren. Überzeugend präsentierte sich die Alexander-Tochter „HaH Marianne“ von Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel, die durch überragende Übergänge und bestem Becken, klaren Fundamenten und einem fabelhaft drüsigen Euter den Vorzug vor „SH Laurie Light“ von Heiko & Christine Wendell-Andresen erhielt. Bei der Siegerauswahl der jungen Kühe betraten beeindruckende Kühe den Ring. Die Ausgeglichenheit der Gruppe im Typ und Euter machte es den

Stolze Besitzer und ihre Kuh mit der höchsten Lebensleistung der Schau (126.181 kg M) – „EBH Domino“ (v. Basar) von der Engelbrecht GbR, Bokholt-Hanredder

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Die Siegerkuh Alt war ein ernstzunehmender Gegner auf den Grand Champion Titel – „Java“ (v. Roy) von Volker Gülk, Henstedt-Ulzburg

Nr. 1 dieser Klasse war. In der letzten Gruppe der 3 Kalbskühe siegte die rahmige, sehr milchtypische Vachim-Tochter „La Fayette“ von Bernd Ellerbrock, Westerau, vor der kapitalen Minister-Tochter „Limit“ von Hans Carsten Clausen, Ohrstedt. Bei den Kühen mit 4 Kälbern siegte in der ersten Klasse die sehr milchtypische Ice Pack-Tochter „Lydia“, von Christian Gonnsen aus Struckum, vor der eleganten, euterstarken Dolman-Tochter „Lina“, von Dirk Huhne, Kasseedorf. Die zweite Gruppe der 4. Kalbskühe beeindruckte nicht nur die Besucher. Sehr ausgeglichen, von der ersten bis zur letzten Kuh zeigte sich schnell, dass hier absolute Spitzenkühe um den Klassensieg kämpften. So war es nicht verwunderlich, dass der Preisrichter die typstarke „Karina“ von Shottle, von Christian Fischer, Brunsbek an die Spitze stellte. Überragend im Körper, mit tollen Übergängen, bestem Fundament und super Euter ausgestattet wurde sie nicht nur Klassensieger, sondern gleichzeitig auch Siegerkuh der mittleren Klassen. Hinter „Karina“ auf 1b platziert und später mit dem Reservesiegerpreis ausgezeichnet, wurde die Calypso-Tochter „Lustige“ von Dirk Huhne, Kasseedorf, die durch ihre Eleganz und den Milchtyp beeindrucken konnte.

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Imposante alte Kühe Vier Klassen in denen Kühe mit 5 – 11 Kalbungen den Ring betraten, faszinierten die Besucher. In der ersten Gruppe der Kühe mit 5 Kälbern ging der 1a Preis an die typstarke Douglas-Tochter „Jerusalem“ von Thore Nissen, Ockholm, gefolgt von der TrotzkiTochter „Jona“ von der Steffens GbR, Hamburg. In der zweiten Gruppe der Kühe mit 5 und 6 Kälbern kämpften zwei erfahrene Schaukühe um die besten Plätze. Durch ihre Überlegenheit im Typ, dem tadellosen Fundament wurde schließlich die Roy-Tochter „Java“ von Volker Gülck, Henstedt-Ulzburg der 1a Preis zuerkannt. hauchdünn auf 1b folgte die Stormatic-Tochter „THH Indien“, von Frank Thomsen, Kleinwiehe. Bei den Kühen mit 7 und 8 Kalbungen ging der 1a Preis an die Juote-Tochter „Forsythie“ von Thorsten Ahrens, Grömitz, gefolgt von der Cumba-Tochter „Harmonie“ von der Boll GbR, Nortorf. Der Auftritt der 4 Kühe mit 9 und mehr Kalbungen, die mittlerweile alle Lebensleistungen um 100.000 kg Milch aufzuweisen haben, faszinierte die Besucher. Tadellose Kühe mit bester Fitness, super Eutern und tadellosen Fundamenten beeindruckten alle. An die Spitze setzte der Preisrichter die Pedant-Tochter

„HaH Darina“ von Andreas Bewersdorff, die bereits 2012 Grand Champion in Neumünster war und in Punkto Fitness und Frische, aber auch in der gesamten Körperkondition überzeugte. Platz 2 ging an die Preval-Tochter „Dani“, von Dietmar Pump, Seth. Als Ausstellungskuh mit der höchsten Lebensleistung in Fett und Eiweiß wurde die Basar-Tochter „Domino“ von der Engelbrecht GbR, Bokholt-Harnredder mit dem Ehrenpreis der Firma Schaumann, Pinneberg und dem ALL-Ehrenpreis für die höchste Leistung in 3-Generationen-Abstammung ausgezeichnet. Die Siegerauswahl der älteren Kühe beeindruckte neben den Besuchern auch die Preisrichter. 8 überragende Kühe, die bewiesen haben, dass sie überragende Leistungskühe und gleichzeitig hervorragende Ausstellungskühe sind präsentierten sich in Top Zustand. Schließlich ging der Siegerpreis an die Roy-Tochter „Java“, von Volker Gülck, die an diesem Abend sicherlich im Typ kaum zu überbieten war und sich mit einem tadellosen Euter präsentierte. Reservesieger wurde die Douglas -Tochter „Jerusalem“ von Thore Nissen, eine kapitale Kuh mit Länge und Substanz, die im Euter nicht ganz an die Siegerin heranreichen konnte.


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Starkes Kontingent bei Rotbunt-Doppelnutzung Nach den Nachzuchten betraten zunächst Kühe der Zuchtrichtung Rotbunt-DN in den Ring und es wechselte auch der Preisrichter. Marco Hartmann stammt aus Herzberg und dies liegt im Gebiet der Rinderzucht Berlin-Brandenburg, und er betreut hier eine Herde von 800 Kühen der Zuchtrichtung Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind (DSN). Er richtete sehr gekonnt und mit klarer Linie und die ausgestellten DN-Kühe machten einen enormen Eindruck und viel Werbung für ihre Rasse. Gleich in der ersten Färsenklasse trafen zwei extreme aufeinander. Auf der einen Seite die mittelrahmige, sehr jugendliche DN-Kuh, die mit einem sehr festen Euter ausgestattet ist und auf der anderen Seite die schon sehr stark entwickelte und enorm bemuskelte Typkuh war ebenfalls hier vertreten. Der Preisrichter entschied sich für die jugendliche Rudolf-Tochter „Ora“ von Dirk Blohm vor der stark entwickelten, mit viel Substanz ausgestatteten Rebroff-Tochter „Nadine“ von Carsten Holtmeier aus Volsemenhusen. „Ora“ war nicht die größte Kuh in diesem Ring, hatte aber das beste Euter der Klasse und entschied so die Klasse für sich. Die Zweitplatzierte „Nadine“ stammt aus dem bekannten Christine-Stamm von Heinz Hamester aus Barlt. Aus diesem Kuhstamm stammen mehrere Besamungsbullen bei der Rinderzucht SchleswigHolstein eG. In der zweiten Färsenklasse bei Rotbunt –DN konnte eine weitere Rebroff-Tochter überzeugen. Katalog-Nr. 282, „Nette“, von Andreas Junghans, Bokholt–Hanredder zeigte sich am kompaktesten und sehr korrekt. Die typstarke DN-Kuh siegte vor der Damian-Tochter „Narzisse“ von Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland.

gegeben und begeisterte den Preisrichter mit ihrer Euterqualität. Ein Dos DN-Sohn von „Mongolin“ ist in der Aufzucht bei der RSH eG. Neben der Euterqualität hat „Mongolin“ herrliche Übergänge, ist sehr fest in der Schulter und war eindeutig die Spitze dieser Klasse. Mit einem guten zweiten Platz musste sich die Hollmann GbR aus Oesterdeichstrich mit ihrer Bas-Tochter „Lilli“, Katalog-Nr. 296, zufrieden geben. Ein Höhepunkt im Rotbuntring war die letzte Klasse der DN-Kühe. Kühe mit vier bis sechs Abkalbungen traten in den Ring und boten den Zuschauern und dem Preisrichter ein beeindruckendes Bild. Viel DNTyp, klare Fundamente und sehr gute Euter zeichneten diese Klasse aus und demonstrierten eindrucksvoll, welche Qualitäten rotbunte DN-Kühe in der Spitze haben. Der Preisrichter betonte mehrmals, wie eng die Entscheidung um die ersten Plätze war. Schließlich entschied er sich als 1a – platzierte die Katalog-Nr. 304, „Jerita“, herauszustellen. Die Dorus-Tochter hat sechs Kälber zur Welt gebracht und überzeugte alle am Ring mit einem phantastischen Euter. Neben den Exterieurqualitäten kann sie auch leistungsmäßig überzeugen. „Jerita“ hat im Durchschnitt von 5 abgeschlossenen Laktationen über 8.000 kg Milch produziert, und dies mit beeindruckenden Fett- und Eiweißgehalten. Die Fettprozente liegen bei dieser hohen Leistung bei 4,90% und im Eiweiß kann sie auf Werte von über vier Prozent verweisen. Diese Qualitäten im Exterieur und in der Leistung machen sie natürlich zu einer Bullenmutter im DN-Zuchtprogramm der RSH eG. Ein Oskur-Sohn geht demnächst in die Aufzucht bei der RSH eG. Knapp geschlagen und mit den zweiten Platz Vorlieb nehmen musste ihre Stallgefährtin, Katalog-Nr. 302, „Königin“. „Königin“ ist eine Robel-Enkelin

und stammt ebenfalls aus dem Züchterstall von Dirk Blohm aus Klein-Nordende. „Königin“ ist Mutter von „Mongolin“, Siegerin der Klasse mit drei Abkalbungen. Wie stark diese DN-Klasse besetzt war, verdeutlicht die Tatsache, dass die Mark-Tochter „Ille“ von Andreas Junghans aus Bokholt-Hanredder mit dem dritten Platz sich zufrieden geben musste. „Ille“ war Siegerkuh in der Abteilung Rotbunt-DN bei der letzten Verbandsschau Neumünster am Abend und hatte auf der Norla 2013 in Rendsburg viel Eindruck und Werbung für die Rasse Rotbunt-DN gemacht. Spannende Siegerauswahl bei Rotbunt-DN Als die zehn DN-Kühe, von der Färse bis zur sechsmal gekalbten Kuh im Ring zur Siegerauswahl anstanden, bot sich ein beeindruckendes Bild. Typstarke und sehr gut bemuskelte Kühe mit hervorragenden Eutern präsentierten sich im Ring und der Preisrichter legte auch in seinem Kommentar aus, wie schwierig die Entscheidung war. Zur Siegerin kürte er schließlich eine der ältesten DN-Kühe und zur Reservesiegerin eine der jüngsten DN-Kühe der Schau. Beide stammen aus der Zuchtstätte von Dirk Blohm aus Klein Nordende. Zur Siegerin erklärt er die sechsmal abgekalbte Dorus-Tochter „Jerita“, die neben der Frische und super Fundamenten auch mit einem hervorragenden Euter überzeugen konnte. Reservesiegerin wurde ihre Stallgefährtin, die Rudolf-Tochter „Ora“. „Ora“ hat mit zwei Jahren abgekalbt und konnte mit super korrektem Körperbau und einem sehr festen Euter überzeugen. Ein Doppelsieg für die Zuchtstätte Dirk Blohm, Klein Nordende der stolz die Schärpen und Siegerschecks in Empfang nehmen konnte.

In der Klasse 3 traten nun die DN-Kühe mit zwei Abkalbungen in den Ring und ein neuer Züchter konnte sich ganz vorne platzieren. Die Hollmann GbR aus Oesterdeichstrich hatte mit der MarathonTochter „Nota“, Katalog-Nr. 290, die typstärkste DN-Kuh im Ring. „Nota“ überzeugte mit viel Rumpf und Stärke in der Vorhand, gepaart mit einer hervorragenden Bemuskelung den Preisrichter, und er stellte sie klar vor der Baltimore-Tochter „Nura“, Katalog-Nr. 292, von Dirk Blohm aus Klein Nordende. „Nura“ hatte ihre Vorzüge im Euter, was für den zweiten Platz sprach. In der DN-Klasse mit 3 Abkalbungen wurde eine Bullenmutter aus dem DN-Zuchtprogramm der RSH eG an die Spitze gestellt. Die Dorus-Tochter „Mongolin“ hat in der Höchstleitung 10.600 kg Milch

Die sechsmal gekalbte Dorus-Tochter „Jerita“ aus der Zuchtstätte von Dirk Blohm, Klein Nordende, wurde Siegerkuh RotbuntDoppelnutzung. „Jerita“ ist Bullenmutter bei Rotbunt-DN

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Rotbunte Holsteinkühe überzeugten im Ring Im Rotbuntring ging es nahtlos mit den Red Holsteins weiter, und gleich bei den Färsenklassen war es nicht leicht für den Preisrichter Matthias Zens, aufgrund der Qualitäten eine Rangierung vorzunehmen.

Die Siegerkuh jung im Rotbuntring „WIT Gahna“ (Vater Tocar) von Ute und Hans-Jürgen Wendt aus Riepsdorf, konnte mit einem fantastischen Euter überzeugen

Leider mussten die ersten beiden Färsenklassen zusammengelegt werden, da zahlreiche Abmeldungen in Kauf genommen werden mussten. Insgesamt ergab sich hier eine sehr euterstarke Färsenklasse, die von dem Preisrichter in puncto Qualität sehr überzeugte. Auf den ersten Platz stellte er die Carie-Tochter „Orla“ von Bernd Doepner aus Köhn, die bereits bei der Demonstration der Nachzuchtgruppen glänzen konnte. „Orla“ begeisterte den Preisrichter als absolut fehlerfreie Färse, die mit sehr guten Übergängen und einem festen Euter ausgestattet ist. Die Vorzüge im Fundament gaben den Ausschlag, sie vor der Fame-Tochter „Palma“ von Ute und Hans-Jürgen Wendt zu platzieren. Palma´s Stärken liegen eindeutig in der Euterqualität. In der zweiten Färsenklasse war sehr schnell die Spitze gefunden. Die sehr scharfe und schliffige Tocar-Tochter „WIT Gahna“ konnte mit einem phantastischen Euter aufwarten und setzte sich souverän an die Spitze. „WIT Gahna“ ist ein gelungener Zukauf aus dem Zuchtgebiet der Rinder Union West und Züchter von „WIT Gahna“ ist Thomas Wiethege aus Halver. Mit dem zweiten Platz musste sich „HaH Nordlicht“ von Andreas Bewersdorff zufrieden geben. Die Jerudo-Tochter überzeugt mit viel Eleganz und einem drüsigen Euter.

Die Lexto -Tochter „Nagasaki“ siegte souverän bei den mittleren rotbunten Klassen. Züchter und Besitzer ist Hauke Jaacks aus Hamburg-Rissen. „Nagasaki“ war bereits Teilnehmerin der DHV-Schau Oldenburg 2013

Siegerkuh der alten rotbunten Klassen wurde die Mr. Burns-Tochter „Lichtblick“ von Klaus Lohmann aus Groß Rheide. Vorzüge im Euter waren ausschlaggebend

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In der letzten Färsenklasse wurde eine „alte Bekannte“ auf den ersten Platz gesetzt. Die VincenteTochter „Norwegen“ war Mitglied der Nachzuchtgruppe von Vincente bei der letzten DHV-Schau in Oldenburg 2013. „Norwegen“ zeigte sich noch sehr frisch und überzeugte mit viel Ausstrahlung im Ring. Die Besitzerin Stefanie Fischer aus Brunsbek konnte sich über diesen gelungenen Zukauf freuen. Neben „Norwegen“ waren noch zwei weitere Teilnehmerinnen der letzten DHV-Schau in Oldenburg in dieser Klasse. Auf den zweiten Platz kam die noch die sehr jugendliche Destry-Tochter „Destiny“ von Andreas Bewersdorff aus Ruhwinkel. „Destiny“ hat sehr viel Schliff und ist erfolgreiche Bullenmutter. Knapp auf den dritten Platz wurde die hornlose Curtis-Tochter „Neptun P“ von Ingwer Martin Carstensen aus Lütjenholm verwiesen.


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Euterstarke Färsen bei der Siegerauswahl Bei der anschließenden Siegerauswahl traten sechs viel versprechende junge Kühe in den Ring, die den Preisrichter Matthias Zens begeisterten. Er entschied sich schließlich für die Tocar-Tochter „WIT Gahna“ aus dem Stall von Ute und Hans- Jürgen Wendt aus Riepsdorf. Familie Wendt erzielte somit den zweiten Siegertitel an diesem Abend. „WIT Gahna“ ist ein Zukauf aus dem Zuchtgebiet der Rinder Union West und überzeugte mit viel Eleganz und Schliff und kombiniert dies mit einem phantastischen Euter. Das Euter war auch ausschlaggebend für den Siegertitel vor der Vincente-Tochter „Norwegen“ von Stefanie Fischer, Brunsbek. Züchter von Norwegen ist Volker Hardt in Bahrenfleth und „Norwegen“ hat bereits Schauererfahrung. „Norwegen“ war Mitglied der Töchtergruppe von Vincente auf der Nationalschau des Deutschen Holstein Verbandes (DHV) in Oldenburg 2013. Hohes Niveau bei den mittleren Rotbuntklassen Nach der spannenden Siegerauswahl ging es im Rotbuntring mit den mittleren Klassen weiter. Gleich zu Beginn in der Klasse 5 wurde ein starkes Duo auf die ersten Plätze gestellt. Eindeutige Spitze war in dieser Klasse die Lexto-Tochter „Nagasaki“ von Hauke Jaacks aus Hamburg-Rissen. „Nagasaki“ besitzt bereits Schauerfahrung, sie war Teilnehmerin als Färse bei der letzten DHV-Schau in Oldenburg 2013. Inzwischen wieder gekalbt begeisterte sie den Preisrichter mit einem exzellenten Euter und viel Schauappeal. Mit dem zweiten Platz musste sich Klaus Jürgen Wichmann mit seiner Jerudo-Tochter „Nauti“ zufriedengeben. „Nauti“ zeigte sich sehr jugendlich und lässt noch einiges für die Zukunft erwarten. In Klasse 6 konnte sich ein weiterer Züchter über einen Klassensieg freuen. Frank Sievers aus Beidenfleth hatte mit der dunkelroten Curtis-Tochter „Mate“ genau den Geschmack des Preisrichters getroffen. Die sehr stark entwickelte Färse ist mit einem sehr drüsigen und festen Euter ausgestattet. Ihre Vorzüge im Becken ließen sie vor der Landslide–Tochter „Merle“ von der Reimers GbR aus Westerhorn laufen. „Merle“ besitzt ebenfalls ein phantastisches Euter und stammt aus dem Embryonenimportprogramm der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG. In der letzten Klasse der zweimal abgekalbten Kühe betraten sehr typstarke Kühe den Ring und die Euterqualität ließ auch keine Wünsche offen. Der Preisrichter nahm gegen Ende noch eine Umstellung vor, so dass die Classic PS-Enkelin „Mary“, die lange auf dem ersten Platz stand, noch auf den zweiten Platz gestellt wurde. Der Preisrichter bedauerte diese

Entscheidung für den Züchter Walter Georg Fechter aus Hamdorf, begründete dies aber den Vorführer persönlich. Auf den ersten Platz stellt er die kapitale Rampage-Tochter „HBK Mala“ von Matthias Biehl aus Kisdorf. „HKB Mala“ konnte sich vor „Mary“ platzieren, da neben den Vorteilen im Körper auch geringe Unterschiede im Fundament für sie sprachen. Lexto Tochter Nagasaki siegte souverän Bei den mittleren Klassen im Rotbuntring stellte bei der Siegerauswahl der Preisrichter eine „alte Bekannte“ an die Spitze. Die Lexto-Tochter „Nagasaki“, inzwischen zweimal gekalbt, war Mitglied der Rotbuntkollektion anlässlich der DHV-Schau in Oldenburg in den Färsenklassen. „Nagasaki“ ist von Hauke Jaacks in Hamburg-Rissen gezüchtet und vor allem die Vorzüge im Euter gaben den Ausschlag, sie an die Spitze und als Siegerin der mittleren rotbunten Klassen herauszustellen. Sie siegte nach Aussage des Preisrichters sehr souverän vor der extrem typstarken und mit viel Kaliber ausgestatteten Rampage-Tochter „HBK Mala“ von Matthias Biehl aus Kisdorf. Beeindruckende Rotbuntkühe bei den Ältesten Bei den älteren Rotbunten traten viele verdiente Kühe in den Ring und der Preisrichter lobte des Öfteren die Qualität und Frische der Kühe. In Klasse 8 Kühe mit 3 Abkalbungen, war wiederum ein starkes Duo an der Spitze. Die Ralstorm-Tochter „SH Rosa Red“ von Heiko und Christine WendellAndresen aus Beringstedt wurde auf Platz 1 gestellt. Ihre Vorzüge im Euter, speziell im Vordereuter und der Strichstellung, gaben den Ausschlag, sie vor der Zabing-Tochter „Mandy“ von Jörg Göttsche aus St. Margarethen zustellen. „Mandy“ hatte bereits ihren zweiten Auftritt in Neumünster, bereits als Färse hat sie schon erfolgreich an der Verbandsschau NMS am Abend teilgenommen. In der folgenden Klasse der Drittkalbskühe trat eine neue Schaukuh ins Rampenlicht. Die Mr. BurnsTochter „Lichtblick“ von Klaus Lohmann aus Groß Rheide war das erste Mal auf einer größeren Schau und konnte sich gleich einen Spitzenplatz erobern. Ihr Stil und die Qualität im Euter, vor allem Drüsigkeit und Hintereuter, ließen sie eindeutig vor „HBK Kaja“ in dieser Klasse laufen. Wie stark diese Klasse besetzt war, verdeutlicht die Tatsache, dass „HBK Kaja“ hier mit den 2 Platz zufrieden geben musste. „HKB Kaja“ war Siegerkuh auf der letzten Verbandsschau in Neumünster und Teilnehmerin der letzten DHV-Schau in Oldenburg 2013. Relativ extreme Kühe fanden sich in der Klasse der Viertkalbskühe wieder. Eine nicht ganz einfache Klasse für den Preisrichter, da doch sehr unter-

schiedliche Kühe hier im Ring antraten. Bei ihrem insgesamt dritten Auftritt bei einer Verbandsschau konnte sich die Joyboy-Tochter „Insel“ schließlich den 1. Platz sichern. „Insel“ ist sehr groß und besitzt viel Kaliber und hat ein sehr drüsiges Euter. Ihre Vorzüge im Körper waren ausschlaggebend, sie vor der Stabilo-Tochter „Lolli“ von Klaus-Jürgen Wichmann, Haby zu platzieren. „Lolli“ hat ihre Vorzüge in den Übergängen und ist auch mit einem sehr guten Euter ausgestattet. In der letzten Klasse im Rotbuntring wurde es noch mal richtig spannend. Die Rotbuntenkühe hatten fünf bis sechs Mal gekalbt und begeisterten alle am Ring. Die Joyboy-Tochter „Juwel“ machte ihrem Namen alle Ehre und setzte sich an die Spitze dieser Klasse. „Juwel“ war das zweite Mal bei der Verbandsschau NMS am Abend und konnte neben dem sehr guten Euter mit einem sehr guten Becken den Preisrichter überzeugen. Knapp geschlagen wurde die Achtung-Tochter „Hainbuche“, die das beste Euter dieser Klasse hatte und dies mit sechs Abkalbungen. Siegerermittlung bei den ältesten Rotbuntkühen war ein Höhepunkt Ein Kompliment sprach der Preisrichter bei der Siegerermittlung der ältesten rotbunten Kühe den Beschickern und Züchtern aus. Hervorragende Qualität zeichnete die Kühe aus, vor allem in puncto Frische und Euterqualität war er voll des Lobes. So entschied sich Matthias Zens letztendlich für die Mr. Burns-Tochter „Lichtblick“ von Klaus Lohmann aus Groß Rheide, der gleich bei seinem ersten Auftritt in Neumünster einen Siegertitel erringen konnte. „Lichtblick“ ist mit einem phantastischen Euter ausgestattet, welches in Drüsigkeit, Hintereuterhöhe und Strichplatzierung nicht zu übertreffen ist. Diese Euterqualität war auch entscheidend sie vor der Joyboy-Tochter „Juwel“ von Hans-Hinrich Schmidt aus Buchholzer Moor zu platzieren. Die Stärken von „Juwel“ liegen neben den sehr guten Euter in der Körperbalance und dem top ausgelegten Becken. Damit waren die Entscheidungen im Rotbuntring gefallen, und alle Besucher waren der Meinung, die Qualität der ausgestellten Rotbuntkühe war hervorragend und an dieser Stelle soll dieses Lob an die Beschicker weitergegeben werden, die für die Vorbereitung der Schaukühe die meiste Arbeit hatten und große Mühen auf sich genommen haben. Beschicker und Zuschauer waren sich aber einig, einen tollen Abend mit sehr schönen Kühen in Neumünster erlebt zu haben.

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Einen Scheck gab es für Ralf Nissen, Dollerupholz, für den Reservesieg der jungen Hexer-Tochter

Die Erstplatzierten der Klasse 4 zeigten enorm viel Kaliber

Angler Rinderzüchter präsentierten Topgenetik Hoffnungsvolle Jungkühe In Klasse 1 trafen die jüngsten Schaukühe aufeinander. „Orchidee“ (v. Hexer) von Ralf Nissen, Dollerupholz konnte hier aufgrund ihrer Harmonie und dem drüsigen Euter den 1a Preis holen. Die Haithabu-Tochter „Olivia“ von Friedrich Fuschera-Petersen aus Fahrdorf wusste durch Rahmen und Hintereuterbreite zu überzeugen und erhielt den 1b Preis, ihre Stallgefährtin „Orange“ von Ristourn überzeugte in der Bewegung und bekam den 1c Preis.

Nach neun Abkalbungen wirkte „Edeltraut“ (Vater Rubin) von Claus-Heinrich Jacobsen erstaunlich jugendlich

Die Färsen in Klasse 2 hatten ebenfalls erst 1 Kalb und waren etwa 100 Tage in Milch. Der 1a Preis ging an „Nike“ von Fuschera-Petersen, die R David Enkelin hat enorm viel Kaliber. Die elegante Reality-Tochter „Nina“ aus der Zucht von Andersen, Wees lief auf dem zweiten Platz. „Nancy“ von Jacobsen aus Hohenlieth hat einen R David Sohn aus Edeltraud zum Vater und diese Genetik verhalf ihn zum 1c Preis. Die Lagor-Tochter „Oregon“ von der Milch GbR in Sorgenfrei überzeugte als feinzellige, elegante Schaukuh auf Rang 1d. Klasse 3 war für die 2 kalbigen Kühe reserviert. Die Centini-Tochter „EG Nussbaum“ von Lorenz Engelbrecht aus Grundhof war nahezu perfekt. Ihre straffe Voreuteraufhängung und die glasklaren Fundamente wurden von dem jederzeit souveränen Preisrichter als Begründung für den 1a Preis erwähnt. Die Peterslund Enkelin „Meise“ von Wiebke und Vinzenz Andersen aus Rosgaard wusste durch Euterqualität zu überzeugen und erreichte den 1b Preis. Mit Impalu-Tochter „Mala“ hatte Hans Jürgen Tiemer aus Austerlitz eine Kuh mit enormer Vorhandstärke am Halfter. Der gelungene Auftritt brachte den 1c Preis. Karsten Chrzanowski aus Scheggerott hatte die Karlslund-Tochter „Nerz“ ins Rennen geschickt. Das hohe Hintereuter war das herausragende Merkmal bei der Viertplatzierten.

Die Centin -Tochter „EG Nussbaum“ konnte den Siegertitel der jungen Kühe holen

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Siergerauswahl der jungen Kühe Die 1a und 1b Preisträger der ersten 3 Klassen kamen zur Siegerauswahl jung in den Richtring. Die Entscheidung war zwar sehr knapp, aber die Centini-Tochter


// Top-Thema

Stolz und voller Freunde über den Titel des „Grand Champion" war Heiko Wendell- Andresen aus Beringstedt mit „AG Pretty"

„EG Nussbaum“ behielt durch ihr Gesamtbild und der Ausstrahlung die Nase vorn und wurde zur Siegerkuh der jungen Kuhklassen gekürt. Der Reservesieg ging an Ralf Nissen, Dollerupholz für die Hexer-Tochter „Olivia“, die viel Entwicklungspotenzial aufweist. Die Kühe mit 3 Abkalbungen wurden in der Klasse 4 gezeigt, hier konnten 5 von 6 Kühen bereits Schauerfahrung nachweisen. Die gewaltige Fundus-Tochter „Madonna“ von der Zuchtstätte Fuschera-Petersen in Fahrdorf konnte sich nach hartem Wettkampf gegen „Mops“ (v. Impalu) von Matthiesen aus Sorgenfrei durchsetzen, die durch ein sehr breites Becken und Hintereuter zu gefallen wusste. Für die sieggewohnte Didolum-Tochter „London“ von Familie Andersen, Rosgaard reichte für den 1c Preis, was die Qualität dieser Klasse verdeutlicht. Denn auch die Kuh auf Rang 4 – R David-Tochter „Lisa“ von Cord Jensen Südensee war ohne Schwächen. In Klasse 5 hatten die Kühe bereits alle 4 Kälber aufzuweisen. Hier gab es eine eindeutige Doppelspitze. Zwei Topfavoriten ohne Fehler standen nebeneinander im Ring. Der 1a Preis ging an die Eukal-Tochter „Lady“ von Familie Jacobsen, Hohenlieth. Im Mai konnte sie bereits den Titel „Sieger-mittel“ erringen. Ende Dezember hatte „Lady“ erneut gekalbt und war auf dem Punkt in Schaukondition. Die 1b Preisträgerin „Laila“ von Cord Jensen hatte vor zwei Jahren die Haithabu Nachzucht als Siegerkuh angeführt und prahlte nach 4 Abkalbungen mit einem sensationellen Euter. Die Hexer-Tochter „Klarissa“ von Familie Andersen aus Rosgaard zeigte sich mit viel Kaliber und erreichte schließlich den 1c Preis.

Die Klasse der ältesten Kühe (5-9 Kälber) hatte ebenfalls absolute Ausnahmekühe zu bieten. Wieder wurde der Kampf um den Sieg zwischen den Zuchtstätten Jensen und Jacobsen ausgemacht. Nach etlichen Runden stand jedoch die älteste Kuh ganz vorn. Die Rubin-Tochter „Edeltraud“ von Familie Jacobsen, Hohenlieth zeigte sich nach 9 Abkalbungen so frisch und perfekt, dass ihr der Klassensieg nicht zu nehmen war. Der 1b Preis ging an die Baldo-Tochter „Jutta“ von Cord Jensen, Südensee die starke Kuh hatte durch die gute Eutertextur die Zamba-Tochter „Himbeere“ von Jacobsen auf den 1c Preis verweisen können. Familie Jacobsen gewinnt alte Kuhklassen Die 1a und 1b Preisträger der Klassen 4 bis 6 traten an um die letzten Titel unter sich aus zu machen. Der Sieg war hier Familie Jacobsen aus Hohenlieth nicht zu nehmen. Die Ausnahmekuh „Edeltraud“ gewann als älteste Kuh der Angler Kollektion verdient den Titel Siegerkuh „alt“ vor ihrer Stallgefährtin „Lady“ für die trotz Topform nur der Reservesieg blieb. Die Angler Rinderzüchter erlebten einen spannenden Schauabend mit tollen Kühen, und einem professionellen Preisrichter. Die Werbung für die rote Rasse hätte nicht besser sein können.

Die Grand Champion Auswahl bildete den Höhepunkt der Veranstaltung Der Einmarsch aller Siegertiere der einzelnen Rassen begeisterte die Zuschauer, die diese Stars des Abends mit rhythmischem Beifall bei der Auswahl zum Grand Champion begleiteten. Die Entschei-

dung viel sehr schnell. Zum Grand Champion Neumünster am Abend 2014 wurde „AG Pretty“ von Heiko & Christine Wendell-Andresen ernannt. Sie war an diesem Abend die kompletteste Kuh, so die Preisrichter, exzellent im Körper und in der Ausstrahlung, mit perfekten Fundamenten und tadellosem Euter ging an ihr kein Weg vorbei. Wir gratulieren Familie Wendell-Andresen zu diesem grandiosen Erfolg. Unser Dank gilt den Züchtern, die durch ihr Engagement eine Superschau ermöglicht haben, die eine Spitzenwerbung für Zuchtprodukte aus Schleswig Holstein war. Erwähnt werden muss bei der hervorragenden Präsentation auch, dass sich alle Austeller an die vorgegeben Schauregeln gehalten haben und keine Kühe mit übervollen Eutern im Ring präsentiert wurden. Besonders erwähnen möchte wir alle Sponsoren, an ihrer Spitze die VR Bank Flensburg Schleswig und die Team AG, die durch hohe Sach- und Ehrenpreise für die Sieger und Platzierten zum Gelingen der Schau beigetragen haben. Die vollbesetzte Halle, das begeisterte Publikum, aber auch die politische, die nationale und internationale Resonanz haben Neumünster am Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung gemacht, die als Schaufenster der Rinderzucht unseres Landes nicht mehr wegzudenken ist.

M. Leisen, I. Schnoor, M. Reimers, G. Koch, C.-P. Tordsen Fotos: Krabbenhöft, Böhnke, Danger, Tordsen

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// Top-Thema

Prämierungslisten Neumünster am Abend 2014 Schwarzbunt Jungrinderwettbewerb Gruppe 1, Kat.-Nr. 1 - 9 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

3

1a

IHC Ohio

DE 01 205 95530

Windbrook

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

6

1b

Orina

DE 01 204 87295

Larson

Christian Gonnsen, Struckum

4

1c

Galante

DE 01 207 79802

Aftershock

Heiner Staggen, Rendswühren

1

1d

HaH Oriette

DE 01 206 09240

Sid

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

2

1e

Omega

DE 01 206 25488

Terbium

Paul Hameister, Timmaspe

7

1f

Voß Medina II

DE 01 207 51654

Mackswell

Stefan Voß, Nehms

9

1g

Sunny Eight

DE 01 205 45245

Eight

Halske KG, Schönwalde

Jungrinderwettbewerb Gruppe 2, Kat.-Nr. 10 - 19 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

16

1a

Tabita

DE 05 375 02245

Bradnick

Dirk Huhne, Kasseedorf

10

1b

Palma

DE 01 207 15122

Windbrook

Christian Fischer, Brunsbek

14

1c

THH Pat

DE 01 207 09836

Alexander

Frank Thomsen, Lindewitt

15

1d

HaH Pussy Riot

DE 01 206 09290

Sid

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

18

1e

THH Peggy

DE 01 207 09854

Alert II

Frank Thomsen, Lindewitt

13

1f

Heidezofin

DE 01 169 69488

Atwood

Uwe Thies, Bornhöved

19

1g

Paris

DE 01 207 97156

NOG Josef

Johann-Wilhelm Ehlers, Holsteinniendorf

Jungrinderwettbewerb Gruppe 3, Kat.-Nr. 20 - 29 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

25

1a

IHC Ruby

DE 01 209 35625

Radical

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

21

1b

Paola

DE 01 206 43780

Braxton

Dirk Huhne, Kasseedorf

27

1c

Ma Petite

DE 01 207 79854

Outside

Heiner Staggen, Rendswühren

26

1d

IHC Patty

DE 01 209 35628

Explode

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

29

1e

Pria

DE 01 170 12805

Epic

Bettina Finnern, Oering

20

1f

Palme

DE 01 208 06071

AltaExacte

Martin Becker, Bredenbek

Auswahl Schwarzbunt-Sieger Jungrinder

20

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

25

Sieger

IHC Ruby

DE 01 209 35625

Radical

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

3

Res.-S.

IHC Ohio

DE 01 205 95530

Windbrook

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

// Rind im Bild 1/2014


// Top-Thema

Einzelkuhwettbewerb Schwarzbunt Färsen Gruppe 1, Kat.-Nr. 54 - 66 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

61

1a

IR Sid Wyanet

DE 01 204 72656

Sid

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

56

1b

HaH Odessa

DE 01 204 32142

Windbrook

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

59

1c

HaH Ohara

DE 01 204 32180

Sid

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

65

1d

Olympia

DE 01 203 80674

Shottle

Dirk Huhne, Kasseedorf

62

1e

SH Windbrook Jamila

DE 01 201 27250

Windbrook

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

54

1f

Mercy RF

DE 01 169 69484

Destry

Uwe Thies, Bornhöved

Schwarzbunt Färsen Gruppe 2, Kat.-Nr. 67 - 77 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

68

1a

Odela

DE 01 204 36112

Schamura

Halske KG, Schönwalde

67

1b

Osram

DE 01 201 28521

Bakombre

Christian Gonnsen, Struckum

74

1c

Orchidee

DE 01 204 73515

Lauthority

Hans Sach, Süsel

71

1d

Orchidee

DE 01 201 28529

Samburu

Christian Gonnsen, Struckum

76

1e

Orlanda

DE 01 201 28504

Micah

Christian Gonnsen, Struckum

77

1f

Otje

DE 01 201 94634

Caliber

Detlef Horstmann, Jerrishoe

69

1g

Onja

DE 01 202 13172

Goldday

Levshöh GbR, Stoltebüll

70

1h

Omassia

DE 01 204 84004

Snowman

Beecken-Wischmann GbR, Henstedt-Ulzburg

Schwarzbunt Färsen Gruppe 3, Kat.-Nr. 78 - 90 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

80

1a

Ora

DE 01 203 29043

Tonikum

Christian Fischer, Brunsbek

89

1b

THH Orchidee

DE 01 203 65425

Shottle

Frank Thomsen, Lindewitt

84

1c

THH Odessa

DE 01 203 65440

Mr. Burns

Frank Thomsen, Lindewitt

85

1d

OFH Nordpol

DE 01 202 26092

Radon

Hans Andresen, Böklund

87

1e

Oroma

DE 01 201 62865

Jabez

Johann-Detlef Enninga, Bosau

82

1f

Odessa

DE 01 201 41246

Magna P RF

Andreas Thiesen, Ellingstedt

90

1g

OHs Cora

DE 01 202 39233

Jordan

Klaus Heldt, Groß Schlamin

81

1h

Osmara

DE 01 173 62724

Zabing

Boe GbR, Windbergen

83

1i

Malheur

DE 01 204 14744

Destry

Heiner Staggen, Rendswühren

86

1j

Heidemaid

DE 01 173 39912

Alexander

Uwe Thies, Bornhöved

Schwarzbunt Färsen Gruppe 4, Kat.-Nr. 91 - 100 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

92

1a

HaH Oper

DE 01 202 32089

Sea

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

99

1b

Ola

DE 01 203 80637

Shottle

Dirk Huhne, Kasseedorf

93

1c

IHC Odina

DE 01 202 69444

Toystory

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

97

1d

HaH Napoli

DE 01 202 32075

Lauthority

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

100

1e

BS Ostsee

DE 01 201 12434

M d Drogba

Heinrich Weilandt, Presen/Fehmarn

98

1f

Orchidee

DE 01 200 89520

Lonar

Thorsen Ahrens, Grömitz

94

1g

Oase

DE 01 200 44187

Barnaby

Hans Carsten Clausen, Oster-Ohrstedt

Foto: Die Ränge füllten sich Rasch zu Beginn der Schau, auf der auch in diesem Jahr bei allen Rassen exzellente Qualitäten zu sehen waren

// Rind im Bild 1/2014

21


// Top-Thema

Schwarzbunt Färsen Gruppe 5, Kat.-Nr. 104 - 112 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

105

1a

HaH Nachtigall

DE 01 202 32058

Lauthority

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

108

1b

Narvik

DE 01 201 27994

Man-O-Man

Ingwer-Martin Carstensen, Lütjenholm

110

1c

IHC Havanna

DE 01 202 69433

Durable

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

109

1d

Natalie

DE 01 201 89424

Zabing

Sönke Behnk, Rethwisch

112

1e

Nougat

DE 01 170 30895

Calysto

Klaus Tensfeldt, Bordesholm

104

1f

Nele

DE 01 173 62722

Eleve

Boe GbR, Windbergen

106

1g

Nuss

DE 01 201 89435

Calysto

Sönke Behnk, Rethwisch

107

1h

Noble

DE 01 171 10149

NOG Pate

Johann-Detlef Enninga, Bosau

111

1i

Nantes

DE 01 200 85337

Alert II

Thore Nissen, Ockholm

Schwarzbunt Färsen Gruppe 6, Kat.-Nr. 115 - 125 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

122

1a

SH Pagewire Lizz

DE 01 201 26872

Pagewire

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

121

1b

My Lady

DE 01 201 99714

Tee Off

Heiner Staggen, Rendswühren

115

1c

Norma

DE 01 200 32953

Man-O-Man

Hans Andresen, Böklund

123

1d

THH Nikita

DE 01 172 89816

Xacobeo

Frank Thomsen, Lindewitt

118

1e

Nanina

DE 01 201 28462

Altalota

Christian Gonnsen, Struckum

125

1f

Nolte

DE 01 201 09996

Knowledge

Halske KG, Schönwalde

Schwarzbunt-Sieger-Färse Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

80

Sieger

Ora

DE 01 203 29043

Tonikum

Christian Fischer, Brunsbek

122

Res.-S.

SH Pagewire Lizz

DE 01 201 26872

Pagewire

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

Schwarzbunt jung Gruppe 7 + 8a, Kat.-Nr. 126 - 141

22

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

133

1a

AG Pretty

DE 01 166 90784

Shottle

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

136

1b

BS Rikja

DE 01 200 38992

Laudan

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

130

1c

Meisterin

DE 01 170 87395

Zabing

Marco Voss, Arpsdorf

129

1d

Madeira

DE 01 170 78009

Shottle

Johann-Wilhelm Ehlers, Holsteinniendorf

141

1e

Novelle

DE 01 201 94494

Gibor

Detlef Horstmann, Jerrishoe

134

1f

Madeira

DE 01 169 77225

Mergim

Eric Rohr, Grube

132

1g

Marina

DE 01 172 03128

Gibson

Christian Fischer, Brunsbek

140

1h

Noble

DE 01 170 30885

Cassano

Klaus Tensfeldt, Bordesholm

135

1i

Muenze

DE 01 200 16069

Bennwood

Tonnenberger Milch KG, Felm

// Rind im Bild 1/2014


// Top-Thema

Schwarzbunt jung Gruppe 8b + 9, Kat.-Nr. 143 - 156 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

148

1a

Melissa

DE 01 172 03117

Gibson

Christian Fischer, Brunsbek

147

1b

Nina

DE 01 200 93519

Ashlar

Dirk Huhne, Kasseedorf

143

1c

Nadine

DE 01 172 12734

Talent2

Volker Wehde, Bünsdorf

152

1d

Monaco

DE 01 168 88540

Zabing

Hermann Hoeppner Jun., Rümpel

151

1e

Morelle

DE 01 168 83936

Zabing

Jens Gerken, Pölitz

155

1f

OHs Nena

DE 01 170 52147

Xacobeo

Klaus Heldt, Groß Schlamin

144

1g

THH Madrid

DE 01 169 12792

Mr. Sam

Frank Thomsen, Lindewitt

156

1h

Jani

DE 03 533 39750

Braveheart

Andreas Petersen, Olderup

150

1i

Mailand

DE 01 168 10438

Calysto

Hansen GbR, Löwenstedt

Schwarzbunt jung Gruppe 10, Kat.-Nr. 159 - 169 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

159

1a

Hg Sandra

DK 04209702809

Goldwin

Karim Ben Fredj, Ruhwinkel

163

1b

Zuckerschnute

DE 01 165 91511

Zabing

Heiner Staggen, Rendswühren

166

1c

Bridget

DE 01 169 81877

Goldwin

Matthias Biel, Kisdorf

162

1d

Maxi

DE 01 170 00114

Jango

Thorsen Ahrens, Grömitz

169

1e

Lady Di

DE 01 163 67100

Jackpot

Tonnenberger Milch KG, Felm

167

1f

Minnesota

DE 01 170 12337

Zabing

Sönke Behnk, Rethwisch

165

1g

Lexi

DE 01 167 63752

Dolman

Paul Hameister, Timmaspe

168

1h

Alexandra

DE 01 170 56422

Million

Stefan Voß, Nehms

Er kam, sah und siegte (fast) – Thore Nissen aus Ockholm mit der Reseversiegerin Alt „Jerusalem“ (v. Douglas)

// Rind im Bild 1/2014

23


// Top-Thema

Schwarzbunt jung Gruppe 11, Kat.-Nr. 171 - 180 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

174

1a

HaH Marianne

DE 01 170 29812

Alexander

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

180

1b

SH Laurie Light

DE 01 165 93340

Lightning

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

173

1c

THH Liesette

DE 01 165 03625

Final Cut

Frank Thomsen, Lindewitt

177

1d

THH Missouri

DE 01 165 03643

September

Frank Thomsen, Lindewitt

Auswahl Schwarzbunt-Sieger jung Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

133

Sieger

AG Pretty

DE 01 166 90784

Shottle

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

148

Res.-S.

Melissa

DE 01 172 03117

Gibson

Christian Fischer, Brunsbek

Schwarzbunt mittel Gruppe 12 - 13, Kat.-Nr. 183 - 202

24

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

188

1a

HaH Lametta

DE 01 164 41650

Ross

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

201

1b

Doris

DE 15 001 29447

Shottle

Dirk Huhne, Kasseedorf

196

1c

THH Magdalena

DE 01 169 12719

Laurin

Frank Thomsen, Lindewitt

197

1d

Honeymoon

DE 01 165 91444

Hulan

Heiner Staggen, Rendswühren

199

1e

Lina

DE 01 164 86828

Laurin

Hermann Hoeppner Jun., Rümpel

185

1f

Libelle

DE 01 167 63765

Braveheart

Paul Hameister, Timmaspe

202

1g

EBH Mesa

DE 01 168 68257

Stol Joc

Engelbrecht GbR, Bokholt-Hanredder

186

1h

Marie

DE 01 168 10412

Zabing

Hansen GbR, Löwenstedt

183

1i

Maas

DE 01 167 77313

Korwin

Hans Sach, Süsel

// Rind im Bild 1/2014

Strahlende Gesichter mit dem Reservesieger Mittel – „Lustige“ (v. Calypso) von Dirk Huhne, Kasseedorf


// Top-Thema

Schwarzbunt mittel Gruppe 14, Kat.-Nr. 204 - 214 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

211

1a

Liana

DE 01 164 41684

Pagewire

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

205

1b

Markant

DE 01 167 77336

Korwin

Hans Sach, Süsel

208

1c

Lorbeere

DE 01 166 93181

Shottle

Junker Krause, Süsel

214

1d

HaH Lindy

DE 01 167 80730

Jasper 2

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

213

1e

BS Mosel

DE 01 169 53259

M d Drogba

Heinrich Weilandt, Presen/Fehmarn

207

1f

Magarete

DE 01 200 01806

Zabing

Halske KG, Schönwalde

204

1g

Malta

DE 01 167 74025

Blauer

Hans Carsten Clausen, Oster-Ohrstedt

Schwarzbunt mittel Gruppe 15, Kat.-Nr. 215 - 224 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

215

1a

La Fayette

DE 01 164 72428

Vachim

Bernd Ellerbrock, Westerau

223

1b

Limit

DE 01 162 47933

Minister

Hans Carsten Clausen, Oster-Ohrstedt

219

1c

Laban

DE 01 162 47941

Talent2

Hans Carsten Clausen, Oster-Ohrstedt

217

1d

EHB Mars

DE 01 168 68212

Stol Joc

Engelbrecht GbR, Bokholt-Hanredder

221

1e

Lena

DE 01 161 78472

Donato

Boll GbR, Nortorf

224

1f

Voß Landsqueen

DE 01 166 50314

Support

Stefan Voß, Nehms

Schwarzbunt mittel Gruppe 16, Kat.-Nr. 226 - 234 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

226

1a

Lydia

DE 01 163 19786

Ice Pack

Christian Gonnsen, Struckum

233

1b

Lina

DE 01 165 82231

Dolman

Dirk Huhne, Kasseedorf

234

1c

Kecke

DE 01 163 28974

Final Cut

Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf

232

1d

Lisa

DE 01 162 74388

Goldwin

Detlev Baehnke, Schashagen

231

1e

Karoline

DE 01 163 56062

Jannsen

Dietmar Pump, Seth

Schwarzbunt mittel Gruppe 17, Kat.-Nr. 235 - 244 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

244

1a

Karina

DE 01 158 75064

Shottle

Christian Fischer, Brunsbek

236

1b

Lustige

DE 01 165 82226

Calypso

Dirk Huhne, Kasseedorf

238

1c

Rose

DE 06 631 25517

Laudan

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

243

1d

Kerra

DE 01 160 75102

Minister

Dirk Huhne, Kasseedorf

242

1e

Insulin

DE 01 157 53171

Talent2

Marco Voss, Arpsdorf

237

1f

Kamille

DE 01 158 35775

Jardin

Detlev Baehnke, Schashagen

235

1g

Ivana

DE 01 156 70542

Jackpot

Detlef Horstmann, Jerrishoe

// Rind im Bild 1/2014

25


// Top-Thema

Auswahl Schwarzbunt-Sieger mittel Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

244

Sieger

Karina

DE 01 158 75064

Shottle

Christian Fischer, Brunsbek

236

Res.-S.

Lustige

DE 01 165 82226

Calypso

Dirk Huhne, Kasseedorf

Schwarzbunt alt Gruppe 18, Kat.-Nr. 245 - 252 + 227 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

252

1a

Jerusalem

DE 01 157 15946

Douglas

Thore Nissen, Ockholm

248

1b

Jona

DE 02 000 37308

Trotzki

Milchhof Steffens GbR, Hamburg

245

1c

Korea

DE 01 159 97563

Ramos

Detlef Horstmann, Jerrishoe

249

1d

Joana

DE 01 158 31448

Goldwin

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

251

1e

Joyce

DE 01 158 01484

Jefferson

Paul Hameister, Timmaspe

227

1f

Korona

DE 01 161 38283

Goldwin

Ingwer-Martin Carstensen, Lütjenholm

247

1g

Karla

DE 01 160 30665

Ticket

Jens Gerken, Pölitz

Schwarzbunt alt Gruppe 19, Kat.-Nr. 253 - 260 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

255

1a

Java

DE 01 155 69305

Roy

Volker Gülk, Henstedt-Ulzburg

254

1b

THH Indien

DE 01 155 12293

Stormatic

Frank Thomsen, Lindewitt

253

1c

Indine

DE 01 158 21720

Janos

Bernd Westphal, Eutin

258

1d

Harmona

DE 01 148 05260

Juote

Johann-Detlef Enninga, Bosau

257

1e

Invasion

DE 01 154 33695

Boss Iron

Hans Sach, Süsel

256

1f

BS Hertha

DE 01 154 35856

Laudan

Heinrich Weilandt, Presen/Fehmarn

259

1g

Heide

DE 01 147 96677

Laudan

Carsten Hagemann, Henstedt-Ulzburg

Schwarzbunt alt Gruppe 20, Kat.-Nr. 261 - 266 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

261

1a

Forsythie

DE 01 147 04711

Juote

Thorsen Ahrens, Grömitz

262

1b

Harmonie

DE 01 150 95207

Cumba

Boll GbR, Nortorf

266

1c

Finnland

DE 01 137 84277

Zecher

Volker Wehde, Bünsdorf

Schwarzbunt alt Gruppe 21, Kat.-Nr. 267 - 270

26

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

267

1a

HaH Darina

DE 01 133 08880

Pedant

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

268

1b

Dani

DE 01 135 49986

Preval

Dietmar Pump, Seth

269

1c

EHB Domino

DE 01 134 44308

Basar

Engelbrecht GbR, Bokholt-Hanredder

270

1d

Christa

DE 01 127 91422

Patrick

Junker Krause, Süsel

// Rind im Bild 1/2014


// Top-Thema

Auswahl Schwarzbunt-Sieger alt Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

255

Sieger

Java

DE 01 155 69305

Roy

Volker Gülk, Henstedt-Ulzburg

252

Res.-S.

Jerusalem

DE 01 157 15946

Douglas

Thore Nissen, Ockholm

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

Nachzuchten Schwarzbunt Kat.- Nr.

Platz

"ZEIDLER" 568565 474

1a

Nederland

DE 01 172 12826

Volker Wehde, Bünsdorf

465

1b

Nofretete

DE 01 200 16116

Tonnenberger Milch KG, Felm

"MAGNA P" 506286 488

1a

St-Nr. 371

DE 01 202 01371

Lehr- und Versuchsgut Futterkamp, Blekendorf

492

1b

St-Nr. 9325

DE 13 041 69325

MFM Agrargenossenschaft, Kaliß

"TERBIUM" 566635 522

1a

SH 377

DE 01 201 26880

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Behringstedt

531

1b

Otto

DE 01 172 12870

Volker Wehde, Bünsdorf

"SCHAMURA" 567464 521

1a

Odela

DE 01 204 36112

Halske KG, Rethwisch

515

1b

Obella

DE 01 172 11797

Carsten Rohwer, Schülp

Auswahl Nachzuchten Schwarzbunt Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

488

Sieger

St-Nr. 371

DE 01 202 01371

Vater

Besitzer Lehr- und Versuchsgut Futterkamp, Blekendorf

521

Res.-S.

Odela

DE 01 204 36112

Halske KG, Rethwisch

Rotbunt Jungrinderwettbewerb, Kat.-Nr. 31 - 37 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

37

1a

IHC Peila

DE 01 209 35632

Accolade

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

36

1b

Josy

DE 01 205 60416

Alchemy

Levshöh GbR, Stoltebüll

31

1c

IHC Majesty

DE 01 205 95517

Larson

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

34

1d

Oktober

DE 01 205 13624

Lombok

Reimers GbR, Westerhorn

32

1e

Orange

DE 01 204 59601

Mirno

Corinna Borstel, Wewelsfleth

35

1f

Pueppchen

DE 01 209 14655

Dertour

Reimers GbR, Westerhorn

33

1g

Ortrud

DE 01 204 59600

Mirno

Corinna Borstel, Wewelsfleth

// Rind im Bild 1/2014

27


// Top-Thema

Einzelkuhwettbewerb Rotbunt DN Klasse 1, Kat.-Nr. 275 - 281 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

281

1a

Ora

DE 01 203 72109

Rudolf DN

Dirk Blohm, Klein Nordende

277

1b

Nadine

DE 01 200 85209

Rebroff

Carsten Holtmeier, Volsemenhusen

275

1c

Ole

DE 01 203 82440

Rebroff

Andreas Junghans, Bokholt-Hanredder

278

1d

Nuernberg

DE 01 172 15413

Donald

Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland

279

1e

Oeversee

DE 01 203 32161

Owen

Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland

Rotbunt DN Klasse 3, Kat.-Nr. 289 - 293 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

290

1a

Nota

DE 01 200 34111

MarathonDN

Hollmann GbR, Oesterdeichstrich

292

1b

Nura

DE 01 172 38944

Baltimore

Dirk Blohm, Klein Nordende

289

1c

Minze

DE 01 170 50959

Malborix

Peter v. Drathen, Seesterm端he

293

1d

Marina

DE 01 169 48442

Rudolf DN

Thomas Hell, Seester

291

1e

Narzisse

DE 01 172 15388

MarathonDN

Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland

Rotbunt DN Klasse 4, Kat.-Nr. 294 - 398

28

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

298

1a

Mongolin

DE 01 168 85044

Dorus

Dirk Blohm, Klein Nordende

296

1b

Lilli

DE 01 164 63936

Bas

Hollmann GbR, Oesterdeichstrich

297

1c

Lena

DE 01 165 87467

Swingfox

Jens Kahlke, Raa-Besenbek

294

1d

Lachmoewe

DE 01 164 99359

Swingfox

Thomas Hell, Seester

// Rind im Bild 1/2014

Das Preisrichterteam mit seinen Helferinnen und Helfern


// Top-Thema

Rotbunt DN Klasse 4, Kat.-Nr. 294 - 398 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

298

1a

Mongolin

DE 01 168 85044

Dorus

Dirk Blohm, Klein Nordende

296

1b

Lilli

DE 01 164 63936

Bas

Hollmann GbR, Oesterdeichstrich

297

1c

Lena

DE 01 165 87467

Swingfox

Jens Kahlke, Raa-Besenbek

294

1d

Lachmoewe

DE 01 164 99359

Swingfox

Thomas Hell, Seester

Rotbunt DN Klasse 5, Kat.-Nr. 300 - 304 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

304

1a

Jerita

DE 01 156 18770

Dorus

Dirk Blohm, Klein Nordende

302

1b

Koenigin

DE 01 160 11643

Enzinger

Dirk Blohm, Klein Nordende

303

1c

Ille

DE 01 154 10244

Mark

Andreas Junghans, Bokholt-Hanredder

300

1d

Karlsberg

DE 01 158 50263

Matthijs

Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland

Auswahl Rotbunt DN-Sieger Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

304

Sieger

Jerita

DE 01 156 18770

Dorus

Dirk Blohm, Klein Nordende

281

Res.-

Ora

DE 01 203 72109

Rudolf DN

Dirk Blohm, Klein Nordende

Rotbunt jung Klasse 1 - 2, Kat.-Nr. 310 - 326 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

325

1a

Orla

DE 01 203 69604

Carie

Bernd Doepner, Köhn

326

1b

Palma

DE 05 370 14294

Fame

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

320

1c

Oboe

DE 01 201 71588

Zubelino

Reimers GbR, Westerhorn

312

1d

Oase

DE 01 204 04204

Lausero

Hans-Hinrich Schmidt, Buchholz

317

1e

Odina

DE 01 201 71595

Tonikum

Reimers GbR, Westerhorn

313

1f

Odessa

DE 01 204 05404

Harmony

Jörg Goettsche, Sankt Margarethen

310

1g

Ovation

DE 01 203 21821

Rujock

Claus Solterbeck, Beringstedt

321

1h

Orion

DE 01 201 40148

Kairo

Andreas Petersen, Olderup

Rotbunt jung Klasse 3, Kat.-Nr. 327 - 334 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

331

1a

WIT Gahna

DE 05 369 12299

Tocar

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

328

1b

HaH Nordlicht

DE 01 200 55967

Jerudo

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

329

1c

Nordpol

DE 01 170 78025

Jerudo

Johann-Wilhelm Ehlers, Holsteinniendorf

327

1d

Merry Rose

DE 01 173 39914

Dusk

Uwe Thies, Bornhöved

330

1e

Nesquik

DE 01 200 50116

Zabing

Klaus Christian Koep, Bargstedt

334

1f

Nougat

DE 03 545 34615

Jotan

Carsten Holtmeier, Volsemenhusen

333

1g

Nicki

DE 01 172 04176

Savard-ET

Lars Frohbös, Goosefeld

// Rind im Bild 1/2014

29


// Top-Thema

Rotbunt jung Klasse 4, Kat.-Nr. 335 - 343 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

341

1a

Norwegen

DE 01 170 12805

Vincente

Stephanie Fischer, Brunsbek

343

1b

Destiny

DE 01 171 34882

Destry

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

342

1c

Neptun P

DE 01 201 27993

Curtis

Ingwer-Martin Carstensen, Lütjenholm

335

1d

HBK Nandel

DE 01 169 81945

Picolo

Matthias Biel, Kisdorf

338

1e

CCC Debora

DE 03 542 04799

Picolo

Canadian Cattle Club, Struxdorf

340

1f

Gina

DE 01 201 99716

Picolo

Heiner Staggen, Rendswühren

339

1g

Nicola

DE 01 166 05358

Aval

Jörg Goettsche, Sankt Margarethen

336

1h

Nele

DE 01 170 86109

Lawento

Hans Boege, Huje

337

1i

Mara

DE 02 000 42202

Ruacana

Hauke Jaacks, Hamburg

Auswahl Rotbunt-Sieger jung Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

331

Sieger

WIT Gahna

DE 05 369 12299

Tocar

Ute & Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf

341

Res.-S.

Norwegen

DE 01 170 12805

Vincente

Stephanie Fischer, Brunsbek

Rotbunt mittel Klasse 5, Kat.-Nr. 345 - 353 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

347

1a

Nagasaki

DE 02 200 00222

Lexto

Hauke Jaacks, Hamburg

349

1b

Nauti

DE 01 172 82190

Jerudo

Klaus-Jürgen Wichmann, Haby

346

1c

Nette

DE 01 171 18794

Aval

Frank Sievers, Beidenfleth

350

1d

Neapel

DE 02 200 00225

Fidelity

Hauke Jaacks, Hamburg

352

1e

Navy

DE 01 200 54825

Curtis

Ingwer-Martin Carstensen, Lütjenholm

345

1f

Nobel

DE 01 171 10143

Jerudo

Johann-Detlef Enninga, Bosau

348

1g

Nuance

DE 01 200 34113

Aval

Hollmann GbR, Oesterdeichstrich

Rotbunt mittel Klasse 6, Kat.-Nr. 356 - 363

30

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

362

1a

Mate

DE 01 171 18780

Curtis

Frank Sievers, Beidenfleth

360

1b

Merle

DE 01 170 48510

Landslide

Reimers GbR, Westerhorn

363

1c

HaH Morgen

DE 01 170 29857

Jerudo

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

359

1d

Monalisa

DE 01 171 64663

Carvoy

Claus Solterbeck, Beringstedt

361

1e

Red Rose

DE 01 166 90777

Advent-Red

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

356

1f

Nelke

DE 01 171 09420

Karat

Jürgen Timm, Brande- Hörnerkirchen

357

1g

Nessel

DE 01 200 50065

Aval

Klaus Christian Koep, Bargstedt

358

1h

Marylin

DE 01 171 16206

Runaway

Claus-Detlef Reimers, Fitzbek

// Rind im Bild 1/2014


// Top-Thema

Rotbunt mittel Klasse 7, Kat.-Nr. 364 - 372 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

364

1a

HBK Mala

DE 01 169 81879

Rampage-R

Matthias Biel, Kisdorf

369

1b

Mary

DE 01 166 01242

Juniuso

Walter-Georg Fechter, Hamdorf

372

1c

Milky Way

DE 01 167 05480

Spencer 2

Reimers GbR, Westerhorn

368

1d

Myrthe

DE 01 168 88018

Malvoy

Hollmann GbR, Oesterdeichstrich

371

1e

Marie

DE 01 167 40405

James

Stefan Heuer, Bargenstedt

370

1f

Madison

DE 02 000 41111

Classic PS

Hauke Jaacks, Hamburg

Auswahl Rotbunt-Sieger mittel Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

347

Sieger

Nagasaki

DE 02 200 00222

Lexto

Hauke Jaacks, Hamburg

364

Res.-S.

HBK Mala

DE 01 169 81879

Rampage-R

Matthias Biel, Kisdorf

Rotbunt alt Klasse 8, Kat.-Nr. 373 - 379 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

373

1a

SH Rosa Red

DE 01 165 93192

Ralstorm

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

378

1b

Mandy

DE 01 166 05319

Zabing

JĂśrg Goettsche, Sankt Margarethen

376

1c

Musik

DE 01 164 63946

Carmano

Hollmann GbR, Oesterdeichstrich

379

1d

Magitta

DE 01 166 00393

Faromir

Joachim Postel, Rastorf

377

1e

Macht

DE 01 166 40836

Ruacana

Carsten Holtmeier, Volsemenhusen

Die stolzen ZĂźchter der gezeigten Nachzuchtbullen v.l.: Scott Wilson (Magna P), Heiko Wendell-Andresen (Terbium), Monika Lau (Zeidler) und Ingwer Martin Carstensen (Carie)

// Rind im Bild 1/2014

31


// Top-Thema

Rotbunt alt Klasse 9, Kat.-Nr. 380 - 386 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

384

1a

Lichtblick

DE 01 164 64337

Mr. Burns

Klaus Lohmann, Groß Rheide

386

1b

HBK Kaja

DE 01 158 67943

Talent2

Matthias Biel, Kisdorf

380

1c

Marissa

DE 01 163 43035

Classic PS

Andreas Petersen, Olderup

381

1d

Main

DE 01 166 05314

Rachtus

Jörg Goettsche, Sankt Margarethen

382

1e

Libyen

DE 02 000 39401

Spencer 2

Hauke Jaacks, Hamburg

Rotbunt alt Klasse 10, Kat.-Nr. 387 - 394 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

387

1a

Insel

DE 01 156 47578

Joyboy

Klaus-Jürgen Tank, Fockbek

392

1b

Lolli

DE 01 165 98764

Stabilo

Klaus-Jürgen Wichmann, Haby

388

1c

Kalkutta

DE 01 163 28950

Rembrandt

Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf

390

1d

Kira

DE 01 162 05264

Joyboy

Stefan Heuer, Bargenstedt

389

1e

Lamara

DE 01 164 28660

Redford

Detlev Baehnke, Schashagen

393

1f

Lava

DE 01 162 49058

Spencer 2

Claus-Detlef Reimers, Fitzbek

394

1g

Kia

DE 01 159 79874

Castory

Carsten Hagemann, Henstedt-Ulzburg

Rotbunt alt Klasse 11, Kat.-Nr. 398 - 405 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

398

1a

Juwel

DE 01 156 25764

Joyboy

Hans-Hinrich Schmidt, Buchholz

402

1b

Hainbuche

DE 01 150 51761

Achtung

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

403

1c

Ikea

DE 01 154 98313

Jordarin

Reimers GbR, Westerhorn

404

1d

Hyde Park

DE 01 150 70556

Ludox

Christian Gonnsen, Struckum

400

1e

Ilana

DE 01 157 58106

Avanti

Klaus Lohmann, Groß Rheide

401

1f

Herten

DE 02 000 34602

Rustler

Hauke Jaacks, Hamburg

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

Nachzuchten Rotbunt Kat.- Nr.

Platz

"LEURON P" 599458 484

1a

Oke

DE 01 204 01015

Johannes Clausen, Viöl

482

1b

Ohio P

DE 01 203 21782

Claus Solterbeck, Beringstedt

503

1a

Olga

DE 01 201 53238

Walter-Georg Fechter, Hamdorf

505

1b

Orla

DE 01 203 69604

Bernd Doepner, Köhn

"CARIE" 599452

Auswahl Nachzuchten Rotbunt

32

Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

503

Sieger

Olga

DE 01 201 53238

Walter-Georg Fechter, Hamdorf

505

Res.-S.

Orla

DE 01 203 69604

Bernd Doepner, Köhn

// Rind im Bild 1/2014

Vater

Besitzer


// Top-Thema

Angler Jungrinderwettbewerb Gruppe 1, Kat.-Nr. 38 - 48 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

39

1a

Lamour

DE 01 204 14789

Hexer

Heiner Staggen, Rendswühren

46

1b

Pamina

DE 01 206 77180

Haithabu

Wiebke & Vinzenz Andersen, Wees

40

1c

Oleika

DE 01 204 13657

Mikado

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

47

1d

Perle

DE 01 207 79681

R Fastrup

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

45

1e

Perle

DE 01 206 77176

Haithabu

Wiebke & Vinzenz Andersen, Wees

38

1f

Olady

DE 01 204 13645

R David

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

42

1g

Okade

DE 01 206 77153

R Fastrup

Wiebke & Vinzenz Andersen, Wees

48

1h

Puki

DE 01 206 77055

Hexer

Jörg Marten, Holtsee

43

1i

Obstbluete

DE 01 204 13668

Eukal

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

Einzelkuhwettbewerb Angler jung Klasse 1, Kat.-Nr. 410 - 417 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

417

1a

Orchidee

DE 01 202 51837

Hexer

Ralf Nissen, Westerholz

410

1b

Olivia

DE 01 204 53531

Haithabu

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

411

1c

Orange

DE 01 204 53528

Ristourn

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

414

1d

Olive

DE 01 204 53513

Hexer

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

416

1e

Oska

DE 01 204 13603

Didolum

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

Angler jung Klasse 2, Kat.-Nr. 418 - 424 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

419

1a

Nike

DE 01 201 23477

Lohringer

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

424

1b

Nina

DE 01 172 01921

Reality

Wiebke u. Vinzenz Andersen, Wees

421

1c

Nancy

DE 01 200 79588

Kasimir

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

418

1d

Oregon

DE 01 173 37663

Largor

Milch GbR Sorgenfrei, Satrup

422

1e

Noble

DK 04569801607

R Gazelle

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

420

1f

Natascha

DE 01 202 51832

Eritrea

Ralf Nissen, Westerholz

Angler jung Klasse 3, Kat.-Nr. 425 - 433 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

430

1a

EG Nussbaum

DE 01 170 05372

Centini

Lorenz Engelbrecht, Grundhof

432

1b

Meise

DE 01 167 48812

Kido

Wiebke u. Vinzenz Andersen, Wees

425

1c

Mala

DE 01 167 72563

Impalu

Hans-Jürgen Tiemer, Osdorf

427

1d

Nerz

DE 01 170 78800

Karlslund

Karsten Chrzanowski, Scheggerott

429

1e

Nachtigall

DE 01 200 83573

Ristourn

Henning Henningsen, Sterup

426

1f

Nuss

DE 01 201 23422

Kandy

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

433

1g

Merle

DE 01 169 47215

Dragomir

Michael Petersen, Taarstedt

// Rind im Bild 1/2014

33


// Top-Thema

Auswahl Angler-Sieger jung Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

430

Sieger

EG Nussbaum

DE 01 170 05372

Centini

Lorenz Engelbrecht, Grundhof

417

Res.-S.

Orchidee

DE 01 202 51837

Hexer

Ralf Nissen, Westerholz

Angler alt Klasse 4, Kat.-Nr. 436 - 442 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

438

1a

Madonna

DE 01 166 28263

Fundus

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

436

1b

Mops

DE 01 167 94443

Impalu

Milch GbR Sorgenfrei, Satrup

441

1c

London

DE 01 162 89722

Didolum

Wiebke u. Vinzenz Andersen, Wees

439

1d

Liesa

DE 01 164 20633

R David

Cord Jensen, Südensee

440

1e

Lula

DE 01 162 43242

Zober

Autal-Milch GbR, Twedt

442

1f

Leica

DE 01 162 73395

Haithabu

Hans-Jürgen Tiemer, Osdorf

Angler alt Klasse 5, Kat.-Nr. 443 - 449 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

443

1a

Lady

DE 01 162 71398

Eukal

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

444

1b

Laila

DE 01 164 20615

Haithabu

Cord Jensen, Südensee

449

1c

Klarissa

DE 01 158 97636

Hexer

Wiebke u. Vinzenz Andersen, Wees

447

1d

Killa

DE 01 163 82045

Halma

Michael Petersen, Taarstedt

445

1e

Liebe

DE 01 162 33187

Orraryd

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

man nnte au ko h hen c e S s h an n der ic a l r e h d a reu r w Die F nd Tie ch u s n e M

34

// Rind im Bild 1/2014

Die jüng ste Teil nehmeri präsentie n Rike-M re unerm ayleen M üdlich d eifort, ie Verlo sungskä Jungzüc lber/ hterfah ne

te C“von Cars „Narvik RD er tt u m en ll u und RSH-B


// Top-Thema

Angler alt Klasse 6, Kat.-Nr. 451 - 460 Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

460

1a

Edeltraud

DE 01 138 18536

Rubin

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

453

1b

Jutta

DE 01 155 09435

Baldo

Cord Jensen, Südensee

455

1c

Himbeere

DE 01 153 65074

Zamba

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

459

1d

Francka

DE 01 143 71778

Walter

Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf

458

1e

Formosa

DE 01 144 40889

Stadel

Milch GbR Sorgenfrei, Satrup

451

1f

Kasta

DE 01 161 33287

Peterslund

Jens Callsen, Süderbrarup

457

1g

Gardena

DE 01 149 85629

Valedo

Hartwig Juergensen, Sörup

Auswahl Angler-Sieger alt Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

460

Sieger

Edeltraud

DE 01 138 18536

Rubin

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

443

Res.-S.

Lady

DE 01 162 71398

Eukal

Claus-Heinrich Jacobsen, Holtsee

Auswahl Nachzucht-Champion Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

488

Sieger

St-Nr. 371

DE 01 202 01371

Magna P RF

Lehr- und Versuchsgut Futterkamp, Blekendorf

Auswahl Grand Champion Kat.- Nr.

Platz

Name

Herdbuch-Nr.

Vater

Besitzer

133

Sieger

AG Pretty

DE 01 166 90784

Shottle

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

enholm – 1b nsen, Lütj nd SBT! für RBT u

r hinte Arbeit

sen

ulis den K

Die stolz e Gewin nerin de Oslo Re r ise Birc a Schno or aus Kais borstel

Fotos: Krabbenhöft/Böhnke/Tordsen/Danger

// Rind im Bild 1/2014

35


// LKV

Erleichterte und beschleunigte Milchleistungsprüfung durch elektronische Tiererkennung Seit einiger Zeit setzt der LKV sich verstärkt mit der Frage auseinander, wie insbesondere in den ständig wachsenden Kuhbeständen eine Vereinfachung mit hoher Sicherheit bei der Durchführung der MLP zu erzielen ist. Größer werdende Melkstände und der vermehrte Einsatz von Fremdarbeitskräften zur Bewältigung der Melkarbeit fordern inzwischen ein Umdenken zur Bewältigung der Arbeiten am Prüftag. Dies gilt sowohl für die LKV-Mitarbeiter bei der Durchführung der Arbeiten im Rahmen der A-Prüfung, wie für das Betriebspersonal bei den BPrüfverfahren. So sind große Melkstände, in denen verhältnismäßig schnell gemolken wird und ein großer Durchsatz erreicht wird für das Melkpersonal sicher von Vorteil, für das MLP-Personal ergeben sich hier allerdings zunehmend Schwierigkeiten. Die Erfassung aller relevanten Daten wie die korrekte Erkennung der Kuh, die Erfassung und Registrierung der festgestellten Milchmenge sowie die korrekte Entnahme einer Probe erfordert von dem Personal höchste Konzentration. Unter hohem zeitlichen Druck durch eine hohe Melkgeschwindigkeit kann diese notwendige Konzentration allerdings nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden und es entstehen unweigerlich Fehler. Zur Abhilfe dieser Probleme war bisher von den meisten Betrieben kaum Unterstützung zu erwarten, weder in technischer Hinsicht, z.B. durch die Installation einer exakt funktionierenden Kuherkennung, noch durch die Bereitstellung zusätzlichen

Lesen von elektronischen Ohrmarken im Melkstand mit Frontaustrieb

36

// Rind im Bild 1/2014

Personals während der Durchführung der MLP. Der LKV bietet hier nun Abhilfe an. Im vergangenen Jahr wurden dafür zwei neue Systeme getestet, die eine deutliche Vereinfachung bei der MLP erwarten lassen. Der Mitgliedsbetrieb muss dazu allerdings Bereitschaft zeigen, ein wenig mehr als heute in die Tierkennzeichnung zu investieren. So bietet sich einerseits die in Schleswig-Holstein auch zur amtlichen Kennzeichnung zugelassene elektronische Ohrmarke zur Erkennung der Tiere bei der MLP an, andererseits besteht die Möglichkeit, über Fesselbänder mit eingebauten Elektronikchips die Identifizierung der Tiere bei der MLP zu erleichtern. Wird der LactoCorder als Messgerät eingesetzt, können zukünftig mit einem kleinen zusätzlichen Handgerät, dem so genannten Commander, die elektronischen Ohrmarken oder die Chips in den Fesselbändern gelesen und per Funk an das Messgerät am entsprechenden Melkplatz gesendet werden. Da im Messgerät bereits alle für den Betrieb und das Melken erforderlichen Daten vorhanden sind, erfolgt während der Funkübertragung die richtige Zuordnung, so dass ohne weitere Eingaben sofort mit dem Melken begonnen werden kann. Neben dem scannen (ablesen) der elektronischen Ohrmarke oder des Fesselbandes besteht die Arbeit nur darin, die Probenflasche ans Gerät zu bringen und zu starten. Als nächster Schritt in der Weiterentwicklung der MLP mit dem LactoCorder könnte auch eine Proben-

flasche mit integriertem Chip zum Einsatz kommen. In diesem Fall wäre dann mit dem Commander auch die Probenflasche zu scannen, das heute manchmal problematische und von manchen auch lästig angesehene Drehen der Probenflasche am Drehteller des LactoCorders würde dann entfallen. Als weiteres System wurde in den vergangenen Monaten der Einsatz eines Stablesegerätes in Kombination mit dem Datahandler und EZI-Scanner erprobt. Bei diesem System werden ebenfalls entweder die elektronischen Ohrmarken oder die mit einem Chip versehenen Fesselbänder mit einem mobilen Lesegerät gescannt und per Bluetooth-Schnittstelle an den Datahandler im Melkstand gesendet. Das System ist so aufgebaut, dass immer auf dem ersten Platz in der Reihe und dann fortlaufend die Elektronikchips gescannt werden, um sie in dieser Reihenfolge auf den Datahandler zu übertragen. Die Eingabe der Milchmenge und das Registrieren der Probenflasche erfolgt dann der Reihe nach vom ersten zum letzten Melkplatz. Es besteht aber auch die Möglichkeit, am Datahandler Melkplätze in der Mitte der Reihe aufzurufen, um Daten einzugeben. Mit Einführung dieser Technik wird eine schnellere und vor allem sichere MLP-Arbeit zu erzielen sein. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die gewählte Tierkennzeichnung sorgfältig und immer vollständig gepflegt und Änderungen dem Leistungsprüfer mitgeteilt werden. Der Gebrauch der elektronischen Ohrmarke bietet sich in den Betrieben an, in denen

Beispiele für elektronische Ohrmarke, Stablesegerät, Fußfessel mit Chip und LactoCorder-Lesegerät


// LKV

die Möglichkeit besteht, im Melkstand vor den Tieren die Marken zu scannen, also Melkstände mit Frontaustrieb oder Melkstände anderer Bauarten mit einem Laufgang vor den Kühen. In allen übrigen Melkständen sowie am Melkkarussell könnten Fesselbänder mit Elektronikchip zum Einsatz kommen. Das Stablesegerät in Verbindung mit dem Datahandler eignet sich darüber hinaus auch sehr gut zur Registrierung der Proben in den Betrieben, in denen die Milchmenge mittels elektronischer Milchmengenmessung festgestellt und per Upload-Verfahren an den LKV geschickt werden. Hier wäre nach der Probenahme am Datahandler nur der Melkplatz aufzurufen und die entsprechende Probenflasche zu scannen.

Zusätzliche Kosten entstehen bei der elektronischen Ohrmarke in Höhe von ca. 1,50 € pro Stück, die Kosten für die Fesselbänder sind nach ersten Erkenntnissen mit 4,- bis 5,- € pro Stück zu veranschlagen. Hier gilt es allerdings auch zu bedenken, dass sie nach Abgang einer Kuh für eine andere (neue) Kuh zu verwenden sind. Bei der Überlegung, welches System für den Betrieb in der Zukunft vielleicht das sinnvollste sein könnte, sollte bei den elektronischen Ohrmarken auch bedacht werden, dass diese für andere Zwecke ebenso sinnvoll genutzt werden können. So z.B. für die Steuerung der automatischen Kälbertränke oder für automatische Selektionen, sofern über Selektionsmöglichkeiten gerade in größeren Herden nachgedacht wird. Außerdem zur Registrierung von Behandlungen z.B. beim Jungvieh, indem

nach dem Scannen mit dem Lesegerät die Art der Behandlung direkt am Gerät eingegeben und später auf den Hof-PC übertragen wird. Dies sind alles Bausteine, die in der Zukunft sicher für den einen oder anderen Landwirt von Bedeutung sind. Der LKV wird in diesem Jahr jeweils vier Mitarbeiter mit der oben beschriebenen Technik ausrüsten, um Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Sollten Sie als Mitglied des LKV Interesse an einem der Systeme für Ihren Betrieb haben, wenden Sie sich bitte unter 0431-33987 16 an Herrn Röstel, oder an die Außendienstleitung unter 0431-33987 35. Informationen zur elektronischen Ohrmarke erteilt Ihnen darüber hinaus Herr Geier von der LKD unter 0431-33987 40. 

M. Röstel, LKV

Es gibt sie - Betriebe mit dauerhaft herausragender Leistung in der Milcherzeugung Betriebe mit herausragender Leistung - das hört sich bedeutend an, nach „Überfliegern“ mit „Superkühen“. Das klingt nach einem schwer erreichbaren Niveau, erst recht, wenn die herausragende Leistung dauerhaft sein soll. Doch was ist hier eigentlich gemeint? Was ist eine herausragende Leistung? Diese Frage wird je nach Blickrichtung jeder anders beantworten. Der eine legt den Schwerpunkt auf die Milchmenge, ein anderer auf die Inhaltsstoffe oder auf hohe Lebenstagsleistung. Recht haben sie alle. Daneben gibt es diverse weitere Merkmale, in denen Leistungen erbracht werden. In vielen Bereichen, gerade auch wenn Leistungen von Lebewesen beurteilt werden, ist es nicht sinnvoll, nur ein einzelnes Kriterium zu betrachten. So wird zum Beispiel keiner Freude an einer Kuh haben, die in nur einer Laktation enorm viel Milch bringt, aber nicht wieder tragend wird. Einigkeit besteht darin, dass ein Betrieb, der dauerhaft bestehen will, nachhaltig produzieren und dabei einen ausreichend hohen Gewinn erwirtschaften muss. Wem das gelingt, der darf sich sicher zu den Betrieben mit herausragender Leistung zählen. Seit nunmehr neun Jahren erhalten LKV-Mitgliedsbetriebe eine Auszeichnung, denen es gelingt, in vielen Parametern die Voraussetzung für eine nachhaltige Produktion auf hohem Niveau zu erfüllen. Die Kriterien sind in unterschiedlicher Gewichtung die Milchmenge in Form der Lebensleistung, die Zellzahl als Maßstab für die Eutergesundheit, der Harnstoffgehalt als Parameter für eine leistungs- und umweltgerechte Fütterung, die Remontierungsrate, das Erstkalbealter und die Vollständigkeit der Abstammungen aller Kühe. Alle

diese Kriterien sind wie ineinander greifende Zahnräder eines Getriebes, sie beeinflussen sich gegenseitig. Eine ausgewogene Fütterung bei Kühen, die aus zielgerichteten Anpaarungen gezogen wurden, hilft, dass sie hohe Milchleistungen mit guten Inhaltsstoffen erreichen können, ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen. Die genaue Kenntnis der Eutergesundheit und schnelles Eingreifen bei Problemen reduziert die Zahl der Abgänge durch Eutererkrankungen. So können Kühe länger produktiv bleiben und damit zu hohen Lebensleistungen kommen. Bei einem frühen Erstkalbealter durch gute Kondition schon als Färse wird sowohl die Leistung je Lebenstag als auch die im gesamten Leben erzielte Leistung positiv beeinflusst. Es wird deutlich, dass nicht der Überflieger mit den Superkühen gemeint ist, wenn von Betrieben mit dauerhaft herausragender Leistung gesprochen wird. Vielmehr handelt es sich um Betriebe, die mit viel Augenmaß und einem Blick für die Zusammenhänge so gemanagt werden, dass nicht in einem einzelnen Leistungsmerkmal Höchstleistungen erzielt werden, sondern wo das Gesamtgefüge stimmig ist. Seit 2006 zeichnet der LKV jährlich etwa 80 - 90 Betriebe aus, dies ist mit 2 – 2,4 % eine scharfe Selek-

tion. Insgesamt wurden 816 Auszeichnungen an 370 Betriebe verliehen. Daran ist zu sehen, dass zahlreiche Betriebe bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. (Tabelle 1). Rund die Hälfte der ausgezeichneten Betriebe sind mehr als einmal geehrt worden, 40 Betriebe haben sogar mindestens fünf mal die Stallplakette und Urkunde erhalten. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass es möglich ist, dauerhaft ein hohes Leistungsniveau zu halten. Wenn auf den Kreiskontrollvereinsversammlungen die Auszeichnungen überreicht werden, wird für jeden Betrieb erläutert, durch welche Leistungen im Einzelnen die Auszeichnung begründet wird. Die Begründung ist bei jedem Betrieb unterschiedlich. Daran ist erkennbar, dass es nicht das eine allgemein gültige Erfolgskonzept gibt. Vielmehr wird deutlich, dass Betriebserfolg und dauerhaft herausragende Leistungen auf vielen einzelnen, sorgfältig aufeinander abgestimmten Säulen aufbaut. Die Tatsache, dass unter den ausgezeichneten Betrieben so viele sind, die in mehreren Jahren geehrt wurden, zeigt, dass ein stimmiges Betriebskonzept dauerhaft ein herausragendes Leistungsniveau ermöglicht.

Tabelle 1



Häufigkeit der Auszeichnung

1x

2x

3x

4x

5x

6x

7x

8x

9x

Anzahl der Betriebe

187

75

50

18

10

11

12

7

0

S. Springmann, LKV

// Rind im Bild 1/2014

37


// LKV

Verbesserung der Tiergesundheit in schleswigholsteinischen Milchviehbetrieben durch ein integriertes Gesundheitsmonitoring Die Anforderungen von Politik und Verbrauchern an die Tierhalter und Tierärzte insbesondere hinsichtlich Tiergesundheit und Tierwohl in der landwirtschaftlichen Produktion werden immer umfangreicher. Damit verbunden sind immer umfangreichere Dokumentationspflichten im landwirtschaftlichen Betrieb. Gleichzeitig sind gesunde und leistungsstarke Milchkühe die Grundlage einer tier- und umweltgerechten, aber auch betriebswirtschaftlich effizienten Milchproduktion. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass neben einer optimalen Vorsorge im Rahmen der integrierten tierärztlichen Bestandsbetreuung auch eine züchterische Verbesserung bestimmter tierischer Eigenschaften dazu beitragen kann, den Gesundheitsstatus zu verbessern. Doch nicht alle Anforderungen an die Tierhalter sind neu. So definiert die Nutztierhaltungsverordnung bereits seit 2001 den Umgang mit landwirtschaftlichen Nutztieren. In der aktuellen Fassung von 2009 ist z. B. vorgeschrieben, dass „für die Fütterung und Pflege der Tiere ausreichend viele Personen mit den dafür erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten“ vorhanden sein müssen. Außerdem müssen alle Tiere mindestens einmal am Tag persönlich – nicht am Computer – angesehen werden. Über diese tägliche Prüfung sind Aufzeichnungen anzufertigen, die drei Jahre aufbewahrt werden müssen. Neu bzw. überarbeitet wurden das Tiergesundheitsgesetz sowie das Arzneimittelgesetz. In beiden Gesetzen stehen die Prophylaxe und die Minimierung des Arzneimitteleinsatzes im Vordergrund, was durch erweiterte Kompetenzen der Überwachungsbehörden und erhöhte Informationspflichten des Tierhalters erreicht werden soll. Das novellierte Arzneimittelgesetz sieht darüber hinaus als neues Instrument die Einrichtung einer behördlichen Datenbank zur Erfassung der Einsatzmengen von Antibiotika sowie von Zwangsmaßnahmen bei einzelbetrieblichen Anwendungsmengen, die oberhalb von errechneten Mittelwerten liegen. Um die steigenden Anforderungen möglichst effektiv erfüllen zu können, jedoch gleichzeitig davon möglichst umfangreich für das Herdenmanagement profitieren zu können, benötigen die Landwirte Un-

38

// Rind im Bild 1/2014

terstützung von ihren vor- und nachgelagerten Organisationen und Dienstleistern. Das internationale Komitee für Leistungsprüfungen in der Tierproduktion (ICAR) hat deshalb im letzten Sommer in Århus (DK) eine Konferenz zur Nutzung von Gesundheitsdaten mit großer internationaler Resonanz veranstaltet. In Skandinavien werden bereits seit Jahrzehnten Gesundheitsdaten erhoben und daraus Zuchtwerte geschätzt. Mittlerweile ist dort eine Verbesserung der Tiergesundheit in der Praxis erkennbar. In Österreich werden ebenfalls bereits seit einigen Jahren durch ein gezieltes Rindergesundheitsmonitoring mit Unterstützung von Tierärzten Diagnosedaten erhoben und in einer Zuchtwertschätzung für Gesundheitszuchtwerte verwendet. Auch in Deutschland gibt es vergleichbare Systeme. In Anlehnung an das österreichische System wurden in Baden-Württemberg und Bayern die Systeme „GMon“ und „ProGesund“ ins Leben gerufen. Die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (vit w.V.) in Verden konnten in dem niedersächsischen Programm „GKuh“ nachweisen, dass die Sammlung von Diagnose- und Beobachtungsdaten beim Einzeltier zur züchterischen Verbesserung von Gesundheitsmerkmalen beitragen kann.

tierbezogenen Daten des LKV und der RSH sowie möglichst vielen weiteren Tierdaten ergänzt wird. Durch die bisher noch nirgends vorhandene Zusammenführung, Verknüpfung und gemeinsame Auswertung von Tier- und Betriebsdaten aus verschiedenen Bereichen ergibt sich ein umfassender Überblick über die gesundheitlichen Problembereiche eines Betriebes. Durch die Zusammenführung der Gesundheits- und Leistungsdaten können der Landwirt und der Tierarzt gemeinsam die Basis für eine prophylaktisch ausgerichtete tierärztliche Bestandsbetreuung legen und umsetzen. Das Ziel diese Gesundheitsmonitorings ist die nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit in schleswig-holsteinischen Milchviehbeständen. Krankheiten sollen möglichst frühzeitig erkannt oder sogar – durch rechtzeitige Vorbeuge - ganz vermieden werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Nutzung der Diagnosen für die Schätzung von „Gesundheitszuchtwerten“. Hierdurch soll die Rindergesundheit langfristig züchterisch verbessert und somit Krankheiten durch robustere Tiergenetik von vornherein vermieden werden.

In Schleswig-Holstein sind die Milchviehbetriebe in den letzten Jahren überproportional gewachsen. Größere Tierbestände erfordern ein intensives, geregeltes und regelmäßiges Management, das durch eine integrierte tierärztliche Bestandsbetreuung unterstützt werden kann. Doch gerade in stark wachsenden Beständen kann oft das Tiermanagement aufgrund der hohen Arbeitsbelastung erst verzögert optimiert werden, so dass teilweise Gesundheitsprobleme und Leistungsdepressionen in der Herde auftreten. Gesundheitsmonitoring In Schleswig-Holstein haben sich der Bauernverband, die RSH eG und der LKV e.V. in einer gemeinsamen Initiative dazu entschlossen, die Anstrengungen des Milchviehhalters und des den jeweiligen Betrieb betreuenden Tierarztes zu unterstützen. Dazu wird ein Internet-gestütztes System zur Erfassung und Auswertung von tierärztlichen Diagnosedaten und Beobachtungen des Landwirts angeboten, das mit den umfangreichen einzel-

Gesunde Kühe sind Grundlage für gesunde Lebensmittel und eine hohe Wirtschaftlichkeit  Foto: Tordsen


// LKV

Beteiligte Tierärzte erhalten mit Hilfe einer Internetanwendung eine deutliche Unterstützung in der tierärztlichen Bestandsbetreuung. Es werden Auswertungen sowohl auf Betriebsebene als auch auf Praxisebene angeboten. Bei jeder Behandlung codiert der Tierarzt die gestellte Diagnose, die im Anschluss an die Monitoring-Datenbank übermittelt wird. Die Diagnosedaten werden aufbereitet, mit weiteren Daten z.B. aus der Milchleistungsprüfung ergänzt, ausgewertet und sowohl dem Tierarzt als auch dem Landwirt zur Verfügung gestellt. Dabei können Landwirte eine Übersicht über Ihren Betriebsstatus hinsichtlich auftretender Erkrankungen in Kombination mit Leistungsdaten erhalten. Der behandelnde Tierarzt kann einen Überblick über alle seine teilnehmenden Betriebe, aber auch über jeden Einzelbetrieb mit den entsprechenden Einzeltieren erhalten.

setzlicher MwSt.) sowie die Zustimmung zur Einbindung des jeweiligen Tierarztes.

Einzige Voraussetzungen für den Landwirt sich am Gesundheitsmonitoring zu beteiligen sind, die Anmeldung für das LKV-eigene Internetprogramm „MLP-Online“ (Jahreskosten von 30,- € zzgl. ge-

Wer hat Zugang zu den gesammelten Daten Eine Teilnahme am schleswig-holsteinischen System zum Gesundheitsmonitoring ist für den Landwirt und den Tierarzt grundsätzlich freiwillig. Die

Nur durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Landwirt und Tierarzt und mit dem Wissen um die Schwachstellen im Bestand kann eine nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit erreicht werden. Landwirt und Tierarzt analysieren gemeinsam die vorherrschenden Schwachstellen. Dabei steht eindeutig die Prävention von Erkrankungen im Vordergrund. Nebeneffekt einer verbesserten Tiergesundheit soll einerseits eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion und andererseits eine Imageverbesserung der landwirtschaftlichen Produktion, so dass das Vertrauen der Verbraucher in die heimische Landwirtschaft gestärkt wird.

drei Initiatoren für das Gesundheitsmonitoring in schleswig-holsteinischen Milchviehbetrieben legen besonderen Wert auf den Datenschutz und die strikte Einschränkung der Verwendung von erhobenen Daten. Es wird sichergestellt, dass auf die vom beteiligten Landwirt oder vom behandelnden Tierarzt erhobenen Daten und Diagnosen ausschließlich diese Beteiligten Zugriff haben. Für andere Zwecke, z. B. CC-Kontrollen, gibt es keinen Zugang zur Gesundheitsdatenbank. Der Zugang zu der Internetanwendung ist nur für speziell berechtigte Personen (teilnehmende Tierärzte und Landwirte) unter Verwendung eines geschützten Passwords möglich. Dazu füllen Landwirt und Tierarzt jeweils eine Teilnahmeerklärung aus, in denen Angaben zum Datenschutz, zur Datenverwendung und Widerrufsmöglichkeiten geregelt sind. Die Verwaltung der Zugangsberechtigungen erfolgt durch den LKV Schleswig-Holstein. Ohne ausdrückliche Zustimmung des Landwirts und des Tierarztes erfolgt keine Weitergabe von betriebsoder praxisinternen Daten an Dritte. Betriebsvergleiche und Praxisvergleiche erfolgen ausschließlich in anonymisierter Form. Tierärzte erhielten bereits im November letzten Jahres in einer Infoveranstaltung einen Einblick in ein Gesundheitsmonitoringsystem. Sehr fachkundig konnte der praktische Tierarzt Dr. Moder aus Bayern die Vorteile und die sehr einfache Einbindung in den Praxisalltag vorstellen. Aktuell läuft in Schleswig-Holstein mit einer kleinen Gruppe Tierarztpraxen und einigen Landwirten eine Einführungs- und Probephase. Über erste Erkenntnisse und Ergebnisse werden wir kurzfristig berichten. Bei Interesse am Gesundheitsmonitoring können beim LKV (Tel.: 0431-33987 0 oder www.lkv-sh.de) genauere Informationen abgerufen werden. 

H. Rowehl, LKV

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Beispiel einer Zusammenfassung erstellter Diagnosen

// Rind im Bild 1/2014

39


// LKV

QM-Milch unter akkreditierten Bedingungen – was bedeutet dies für den Landwirt Bereits vor gut einem Jahr gab es einige Veränderungen beim System QM-Milch. Zur bundesweiten Umsetzung dieses Qualitätsmanagementsystems wurde der Verein QM-Milch e.V. mit Sitz in Berlin gegründet, der zukünftig den QM-Milch Standard festlegt. Das Managementsystem QM-Milch wurde von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) als akkreditierungsfähiger Standard anerkannt. Der Begriff Akkreditierung kommt von dem lateinischen Wort „accredere = Glauben schenken“ und bedeutet, dass eine allgemein anerkannte Instanz (DAkkS) einer anderen Instanz (Kontrollstelle, LKV) die Erfüllung einer besonderen Eigenschaft (Eignung zur Durchführung der Zertifizierung von QM-Milch) bescheinigt. Zukünftig wird das Verfahren QM-Milch, und damit auch die Durchführung der Audits, von einer Zertifizierungsstelle, die für diesen Standard von der DAkkS akkreditiert ist, umgesetzt. Der Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V. hat zu diesem Zweck die Zusammenarbeit mit einer schon bestehenden Zertifizierungsstelle – der Agrar- Beratungs- und Controll-Gesellschaft (ABCG) in Hessen – aufgenommen. Mit der ABCG, die als Tochtergesellschaft des hessischen Landeskontrollverbandes seit vielen Jahren Kontrollen auf allen Stufen der Lebensmittelkette durchführt, konnte ein kompetenter Partner im Bereich der Zertifizierung gewonnen werden. Somit sind die erforderlichen Anpassungen zum Start von QM-Milch im akkreditierten Verfahren nunmehr abgeschlossen. Die Meiereien starten derzeit nach und nach mit der Umsetzung. Für Sie als Landwirt wird sich kaum etwas ändern. Die Durchführung der Audits wird weiterhin von den Zuchtwarten des LKV wahrgenommen. Auch die Auditanmeldung und die Ergebniserfassung erfolgt wie bisher durch den LKV.

Die neue Checkliste ist schon seit über einem Jahr im Einsatz und den meisten bereits bekannt. Die Umstellung verlief problemlos und die Ergebnisse der bisher nach der neuen Checkliste durchgeführten Audits sind vergleichbar mit den früheren Ergebnissen. Zukünftig gilt der Betrieb nach erfolgreich bestandenem Audit als QM-zertifiziert. Positiver Nebeneffekt für die Milcherzeuger: Das QM-Milch-Audit ist dem QS-System im Fleischbereich absolut gleichgestellt, so dass zur Schlachtung vorgesehene Altkühe als QS-Ware anzuerkennen ist. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Schlachtunternehmen oder Viehhändler darüber. Mit dem Beginn des akkreditierten Verfahrens müssen gewisse formale Kriterien erfüllt werden. Dafür waren meiereiseitig teilweise Änderungen in der Lieferordnung notwendig. Um die Umsetzung der Zertifizierungen möglichst einfach und praktikabel für den Landwirt und die Meierei zu handhaben, ist es zudem zukünftig erforderlich, dass der Landwirt eine Einverständniserklärung/Vollmacht für folgende drei Punkte abgibt: 1. Beauftragung einer Zertifizierungsstelle (in Schleswig-Holstein der LKV) durch die Meierei für die Durchführung der Audits und Erlaubnis der Ergebnismitteilung von der Zertifizierungs stelle an die Meierei 2. Einverständnis, dass die Zertifizierungsstelle Ein sicht in die aktuellen Milchgütedaten nehmen darf und die Meierei die Zertifizierungsstelle über amtliche Liefersperren aufgrund von Grenzwert überschreitungen bei Keim- oder Zellzahl, Hemmstoffen sowie Schadstoffen informiert. Diese Angaben sind notwendig, da im Gültigkeitszeitraum des QM-Zertifikats eine Überwa-

chung der Überschreitung gewisser Parameter vorgesehen ist. 3. Einverständnis zur Weitergabe der Kontaktdaten der Landwirte von der Behörde an die Meierei im Falle des Verdachts auf Kontaminanten oder Rückstände in der Anlieferungsmilch oder im Tierseuchenfall. Dies dient der Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und damit auch dem Schutz der landwirtschaftlichen Betriebe. Zur einfachen Umsetzung dieser Vorgaben haben sich die meisten Meiereien dahingehend verständigt, dass diese Unterschrift vor dem nächsten Audit erfolgen kann. Das entsprechende Formular wird mit der Auditanmeldung an den Betrieb gesendet und dann beim Audit dem Auditor mitgegeben. Neu ist mit Beginn im akkreditierten Verfahren die Anwendung der Sonder-Audit Regelungen. Bei bestimmten Ereignissen wird die Durchführung eines Sonder-Audits für bestimmte Teile der Checkliste notwendig. Sonder-Audits verlängern nicht den dreijährigen Turnus zur Durchführung der Routineaudits. Die Gründe für diese Sonderaudits sind in der Übersicht dargestellt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigt, dass Sonder-Audits nur selten notwendig werden und der überwiegende Anteil der Milcherzeuger nicht davon betroffen sein wird. Zukünftig gilt der Betrieb nach erfolgreich bestandenem Audit als QMzertifiziert. Diese Zertifizierung kann beispielsweise bei einer Milchliefersperre ruhen und ist erst nach dem bestandenen Sonder-Audit wieder gültig.



Dr. M. Brandt, LKV

Gründe für Sonder-Audits

40

Routineaudit bestanden, aber unter Punkt 1 der Checkliste (Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere) weniger als 13 Punkte (ohne Berücksichtigung der Bonuspunkte)

• Innerhalb von 12 Monaten Sonder-Audit der Punkte 1.1 bis 1.19 der Checkliste • Mindestens 13 Punkte (ohne Bonuspunkte) und die K.O.-Kriterien müssen erfüllt sein

Aussetzen der Milchanlieferung wegen Überschreiten der Anforderungen für Keimzahl und/oder Zellzahl

• QM-Zertifikat ruht • Vor der Wiederzulassung Sonder-Audit der Punkte 1 und 3 der Checkliste • Mindestens 26 Punkte (ohne Bonuspunkte) und die K.O.-Kriterien müssen erfüllt sein

Aussetzen der Milchanlieferung wegen Hemmstoffen in der Anlieferungsmilch

• QM-Zertifikat ruht • Sonder-Audit der Punkte 5.1 bis 5.4 der Checkliste • Alle Punkte müssen erfüllt sein

Aussetzen der Milchanlieferung wegen Überschreiten der Höchstwerte im Rahmen der Schadstoff- und Rückstandsuntersuchung

• QM-Zertifikat ruht • Sonder-Audit der Punkte 3.2, 4.1 bis 4.3 und 4.6 der Checkliste • Alle Punkte müssen erfüllt sein

// Rind im Bild 1/2014


// LKV

Milchqualität 2013 Im vergangenen Jahr wurden im Zentralen Milchlabor (ZML) beim Landeskontrollverband (LKV) fast 5 Millionen Proben untersucht. Wie aus der Tabelle 1 ersichtlich, stammt der größte Anteil dieser Proben aus der Milchleistungsprüfung. Die monatliche Beprobung der Milch jeder Kuh unserer Mitgliedsbetriebe führt zu einem täglichen Probenaufkommen im Labor von etwa 15 bis 20 Tausend Proben. Dieses Probenaufkommen ist nur mit modernster Untersuchungstechnik an Hochdurchsatzgeräten zu bewältigen. Neben den Proben aus der Milchleistungsprüfung werden an diesen Geräten auch die Proben aus der Anlieferungsmilch im Rahmen der Milchgüteprüfung untersucht. Das sind zwar mit etwa 580.000 Proben jährlich deutlich weniger Proben, dennoch stellt die Milchgüteuntersuchung einen entscheidenden Arbeitsbereich im ZML dar. Neben der Untersuchung der Proben wird auch die Bewertung der monatlich an die Meierei gelieferten Milch durch die Mitarbeiter des ZML durchgeführt. Dazu gehört unter anderem die Mittelwertberechnung, auf deren Basis die Bezahlung der Milch nach den Qualitätsparametern Fett, Eiweiß, Zell- und Keimzahl, sowie Gefrierpunkt und Hemmstofffreiheit erfolgt. Im ZML wird die Anlieferungsmilch der Lieferanten, die zu einer Meierei mit Sitz in Schleswig-Holstein liefern, untersucht. In 2013 betraf das etwa 2600 Lieferanten, von denen jeden Monat mindestens viermal

Tabelle 1: Anzahl im ZML untersuchter Proben Parameter

Proben

Ergebnisse

± Vj. (%)

Fett, Eiweiß, Trockenmasse, Zellzahl, Harnstoff, Gefrierpunkt, pH-Wert

4.499.436

26.467.034

1,8

davon Milchgüte

139.450

976.150

-0,9

Keimzahl

213.327

213.327

0,4

Hemmstoffe

230.329

230.329

1,2

4.943.092

26.910.690

1,8

2013

2012

2011

4,29

4,31

4,31

Gesamt

Tabelle 2: Milchqualitätsparameter im Zeitraum 2011 bis 2013 Parameter Fett (%) Eiweiß (%)

3,41

3,41

3,39

207.000

208.000

216.000

Keimzahl Keime/ml

17.000

17.000

17.000

Gefrierpunkt

-0,524

-0,524

-0,523

0,04

0,03

0,03

Zellzahl (Z/ml)

Hemmstoffe (% positive Proben) Milchinhaltsstoffe, mindestens dreimal Keimzahl und mindestens zweimal Hemmstoffe bestimmt wurden. Die durchschnittlichen Ergebnisse all dieser Untersuchungen erlauben einen Blick auf die Milchqualität in Schleswig-Holstein. Grob zusammengefasst bedeutet das für die Anlieferungsmilch des Jahres 2013 einen Fettgehalt von durchschnittlich 4,29 %

und einen Eiweißgehalt von durchschnittlich 3,41 %. Die Zellzahl lag bei 207.000 Zellen/ml, die Keimzahl bei 17.000 KbE/ml und der Gefrierpunkt bei -0,524 °C (Tabelle 2). Zu den Vorjahren zeigen sich kaum Veränderungen, wodurch eine gleichbleibend hohe Milchqualität bestätigt wird.

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// Rind im Bild 1/2014

41


// LKV

Eutergesundheit Das einfachste Mittel, die Eutergesundheit im Blick zu behalten, ist die Zellzahl. Der Parameter ist relativ einfach im Labor zu bestimmen und wird routinemäßig sowohl bei der Milchleistungsprüfung als auch bei der Milchgüteprüfung untersucht. Insbesondere für Hinweise auf subklinische Euterentzündungen stellt er einen guten Parameter dar, da hierbei keine äußerlichen Veränderungen am Tier und an der Milch auftreten. In der Anlieferungsmilch spiegelt der Zellgehalt den Eutergesundheitsstatus der Herde wieder. Jedoch ist damit nur eine vorsichtige Einschätzung möglich. Durch Verdünnungseffekte mit der Milch von gesunden Tieren, die häufig eine höhere Leistung aufweisen, ist die Tankmilchzellzahl lediglich als eine grobe Kenngröße einzuordnen. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass die Milch hochzelliger Tiere evtl. verworfen wird und nicht mit in den Tank gelangt. Genauer ist hier die tatsächliche Herdenzellzahl aus der Milchleistungsprüfung (mit der jeweiligen Milchmenge gewichteter Durchschnitt aller Einzelgemelke). Der Zellgehalt der Tankmilch ist ein wichtiger Parameter für die Bezahlung der Milch. Ab einem monatlichen Mittelwert von 400.000 Zellen/ml in der Anlieferungsmilch (geometrischer Mittelwert über drei Monate) erfolgt gesetzlich vorgeschrieben ein Milchgeldabzug von mindestens 1 Cent/kg für Milch des gesamten Monats. Davon waren im vergangenen Jahr durchschnittlich 40 Betriebe (1,6 %) im Monat betroffen, was übers Jahr einen Verlust von rd. 240.000 € ausmacht. Bleibt der Zellgehalt über einen längeren Zeitraum in diesem hohen Bereich, besteht die Gefahr, dass der Betrieb zeitweilig von der Milchlieferung ausgeschlossen wird, was erhebliche Folgekosten nach sich zieht. Betrachtet man die Entwicklung der Zellzahl der Anlieferungsmilch in den vergangenen zehn Jahren, stieg die Zellzahl zunächst kontinuierlich an von 200.000 Zellen/ml in 2004 bis auf 221.000 Zellen/ ml in 2010 (Abb. 1). Seitdem ist ein leichter Rückgang zu erkennen. Jedoch weist etwa ein Drittel der Betriebe regelmäßig eine Tankzellzahl von mehr als 250.000 Zellen/ml auf. In diesem Bereich kann mit hoher Sicherheit von deutlichen Eutergesundheitsproblemen in der Herde ausgegangen werden und es tritt bereits eine deutliche Minderung der Milchleistung auf. Das bedeutet aber auch, dass viele Betriebe eine sehr gute Eutergesundheit mit einer Tankzellzahl von weniger als 125.000 Zellen/ ml erreichen (durchschnittlich 10 %). Betrachtet man die Zellzahl der Anlieferungsmilch im Jahresverlauf (Abbildung 2), erkennt man einen deutlichen Anstieg in den Sommermonaten. Wäh-

42

// Rind im Bild 1/2014

Abbildung 1: Durchschnittlicher Zellgehalt der Anlieferungsmilch der letzten Jahre (2004-2013)

Abbildung 2: durchschnittliche Zellgehalte der Anlieferungsmilch im Jahresverlauf 2013

rend die Werte in den Wintermonaten oft unter 200.000 Zellen/ml lagen, stiegen sie ab Mai kontinuierlich an auf bis zu 236.000 Zellen/ml im August 2013. Dies ist vor allem auf die klimatischen Bedingungen und damit verbundenem Hitzestress bei den Kühen zurückzuführen. Aber auch andere Faktoren, wie beispielsweise ungenügende Futterqualität, können eine Rolle spielen. Bakteriologische Beschaffenheit Die Untersuchung der Keimzahl der Anlieferungsmilch dient der Überwachung der bakteriologischen Beschaffenheit der Milch. Da Milch aus einem ge-

sunden Euter quasi steril ist, stellt die Keimzahl ein Maß für die „Verschmutzung“ der Milch nach Verlassen des Euters dar. Sowohl in den letzten Jahren als auch im Jahresverlauf 2013 liegt der durchschnittliche Keimgehalt der Anlieferungsmilch in Schleswig-Holstein konstant bei 17.000 bis 18.000 Keimen/ml. Viele Betriebe liegen mit ihren Ergebnissen sogar regelmäßig unter diesem Wert. Der überwiegende Anteil der Betriebe (93 %) lag in 2013 mit einem Keimgehalt von weniger als 50.000 Keimen/ml in dem Bereich, in dem eine Meierei die Milch sogar


// LKV

mit einem S-Klassen-Zuschlag für besonders gute Qualität honorieren kann. Ab dem Grenzwert von 100.000 Keimen/ml (geometrischer Mittelwert über 2 Monate) erfolgt ein Milchgeldabzug von mindestens 2 Cent/kg. Durchschnittlich etwa 1 % der Betriebe weisen Probleme mit der Keimzahl auf und überschreiten damit diesen Grenzwert. Meist kann hier mit einer gründlichen Analyse der Melkanlagenreinigung und der Milchkühlung die Ursache entdeckt und beseitigt werden. Hemmstoffe Ein positiver Hemmstoffbefund – für jeden Betrieb ein Schreckensszenario, dass jedoch glücklicherweise selten auftritt. Nur 0,04 % der im Rahmen der Milchgüteprüfung untersuchten Proben weisen einen positiven Befund auf. Das entspricht jährlich etwa 60 bis 70 Betrieben, die Hemmstoffe in der Anlieferungsmilch aufweisen. Hemmstoffe sind alle Substanzen, die das Wachstum von Keimen in der Milch hemmen. Dies sind in erster Linie Tierarzneimittel zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten (Antibiotika). Das Freisein der Milch von Hemmstoffen sichert die gesundheitliche Unbedenklichkeit für den Verbraucher und die technologische Unbedenklichkeit für die Weiterverarbeitung der Milch. Damit die Milch frei von Hemmstoffen bleibt, hat der Gesetzgeber eine Untersuchungspflicht und im Falle eines positiven Befundes einen empfindlichen Abzug vom Milchgeld vorgeschrieben (5 Cent/kg Milch für den entsprechenden Monat). Die Anzahl positiver Hemmstoffbefunde zeigt in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Rückgang (Tabelle 3) mit Ausnahme des vergangenen Jahres, in dem mit 71 positiven Proben wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. Gefrierpunkt Der Gefrierpunkt der Anlieferungsmilch ist in der Regel ein Hinweis auf Fremdwasser in der Milch. Er unterliegt kaum Schwankungen und lag im vergangenen Jahr durchschnittlich bei –0,524°C. Jedoch lassen sich auch bei diesem Parameter Grenzwertü-

Tabelle 3: Anzahl positiver Hemmstoffbefunde in der Anlieferungsmilch Positive Befunde

In % der untersuchten Proben

77

0,04

2010 2011

67

0,03

2012

65

0,03

2013

71

0,04

Tabelle 4: Anträge auf Wiederzulassung nach Liefersperre Grenzwertüberschreitung bei

Summe

Keimzahl

Zellzahl

Anträge

Landwirte

2009

15

116

131

100

2010

16

88

104

83

2011

8

80

88

72

2012

10

39

49

47

2013

18

57

75

70

berschreitungen feststellen. So wurde in 2013 bei 3,1 % der Proben ein erhöhter Gefrierpunkt von mehr als –0,515°C festgestellt. Solche Grenzwertüberschreitungen werden in Abhängigkeit von der Lieferverordnung der Meierei mit Milchgeldabzügen geahndet. Liefersperren Werden die Grenzwerte für Keim- oder Zellzahl über einen längeren Zeitraum nicht eingehalten, kommt es nach dem EU-Hygienerecht zu einer Milchliefersperre. Nach der ersten Überschreitung des Grenzwertes von 100.000 Keime/ml bei der Keimzahl und 400.000 Zellen/ml bei der Zellzahl, hat der Betrieb drei Monate lang Zeit, diese Werte wieder in Ordnung zu bringen, die sogenannte Besserungszeit. Gelingt dies nicht wird durch das Kreisveterinäramt die Abgabe von Milch per Ordnungsverfügung verboten. Um die Lieferung wieder aufnehmen zu können, muss der Milcherzeuger durch die Entnahme und Untersuchung von zwei repräsentativen Proben der Anlieferungsmilch nachweisen, dass

die Milchqualität wieder den Vorgaben entspricht. Solche Liefersperren kommen zwar relativ selten vor, sie bedeuten aber für die betroffenen Betriebe erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Nahezu jeden Monat müssen solche Liefersperren durch die Kreisveterinärämter ausgesprochen werden, insgesamt 75mal im vergangenen Jahr. Damit stieg die Anzahl zum ersten Mal nach einigen rückläufigen Jahren wieder an (Tabelle 4). Die Liefersperren wurden 18mal aufgrund von Keimzahlüberschreitungen und in 57mal wegen Zellzahlüberschreitungen ausgesprochen. Einige Betriebe waren auch mehrfach im Jahr von einer Liefersperre betroffen. Diese Betriebe haben nicht nur über mehrere Monate eine Kürzung des Milchgeldes hingenommen, sondern zusätzlich aufgrund der Liefersperre einen mehrtägigen totalen Milchverlust sowie Kosten für das Wiederaufnahmeverfahren erlitten. Diese unnötigen Kosten machen die Milchproduktion schnell unrentabel. 

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// Rind im Bild 1/2014

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// Interview

Homöopathie bei Rindern – jeder kann klein anfangen Wir hören es immer wieder – einzelne Betriebe arbeiten viel und erfolgreich mit den „Kügelchen“. Wer einmal den ersten Schritt gemacht hat und den Erfolg eingefahren hat, der macht weiter. Es ist dann ja auch nicht schwierig – sind die Fläschchen mit der Vielzahl an Kügelchen ohne Probleme in jeder Apotheke erhältlich oder über den Versandhandel zu bekommen. So war es auch bei Frauke und Jörn Schröder in Rathjensdorf, die ihren Betrieb mit 80 Kühen unweit von Plön bewirtschaften.

Einzelne Betriebe arbeiten erfolgreich mit den Kügelchen

Frauke Schröder setzt seit 2011 auf Homöopathie

Fotos: Arp/Derner

Interview Arp: Frau Schröder, Sie waren bestimmt die treibende Kraft als es vor einigen Jahren losging – wann war der Startschuss und wie sind Sie auf die Thematik Homöopathie gestoßen? Schröder: Es war im Jahre 2011. Beim Lesen einer „Fachzeitschrift-Elite“ gab es den entscheidenden Impuls. Der dort beschriebene einfache Umgang und die leichte Verabreichung der Kügelchen machten mich neugierig. Der Erfolg war auch sofort da, denn der „Patient“ bei uns war ein Deckbulle. Diese haben häufig, nachdem wir sie gekauft und in unseren Stall gebracht haben, Heimweh. Das Brüllen geht oft über mehrere Tage und ist nicht schön. Ignatia C 200 war die Lösung!Zehn Kügelchen ins Futter – 2 bis 3 Tage – das Tier ist ruhig und ausgeglichen. Eine ähnliche Situation kann sich ergeben, wenn das frischgeborene Kalb von der Mutter entfernt worden ist. Auch hier kann Ignatia für einen ruhigen Ablauf sorgen. Arp: Ist die Verabreichung der Kügelchen über das Futter die einzige Möglichkeit oder haben Sie auch andere Erfahrungen gemacht?

44

// Rind im Bild 1/2014

Schröder: Es ist nicht die einzige – aber die einfachste. Wenn es sich z.B. um eine stumpfe Verletzung handelt, muss dem Tier schnell geholfen werden und ich muss ganz sicher sein, dass die Aufnahme der Kügelchen auch erfolgt ist. Somit werden diese - jeweils 10 Stück – 2 bis 3-mal über das Maul oder über das das Einlegen in die Scheide verabreicht. In diesen Fällen wird Arnika in der Potenz C200 als Schmerzstiller und Unterstützer der Abschwellung verabreicht. Arp: Frau Schröder – Sie haben zwei Beispiele genannt, die Ihnen persönlich den Einstieg in die Homöopathie leicht gemacht haben. Gibt es noch ein weiteres Problemfeld bei unseren Rindern, wo Sie jeder Landwirtsfamilie den Einsatz der Kügelchen empfehlen können? Schröder: Ja – da ist unbedingt die Kälberflechte zu nennen. Sie ist jedem bekannt und das schnelle Eindämmen hat höchste Bedeutung. So wie die ersten Anzeichen einer Flechte dem Tierhalter auffallen, kommt Psornium C 30 zur Anwendung. Sollten die Tiere schon großflächig befallen sein, können wir kaum sichtbare Erfolge

verbuchen – stehen wir jedoch am Anfang, so ist Psornium ein sehr gutes Mittel. Grundsätzlich ist bei der Anwendung von Kügelchen zu bedenken, dass sich das Krankheitsbild während der ersten Tage nach Verabreichung noch verschlechtern kann. Dann aber tritt Besserung ein. Manchmal ist ein langer Atem wichtig. Arp: Erst einmal vielen Dank Frau Schröder. Vielleicht kann es uns mit Ihren Hinweisen gelingen, dass wir häufiger über die Homöopathie sprechen und unsere Erfahrungen austauschen. Sollten von Ihnen oder unseren Lesern weitere Empfehlungen angesprochen werden, so können wir diese in folgenden Ausgaben der Rind im Bild veröffentlichen. Noch ein Hinweis von Frau Schröder: Im Online Forum der Zeitschrift „dlz“ gibt es sehr gute Anleitungen für die Arbeit mit den Kügelchen.  

K.-H. Arp


// Angler

Alle Guten Dinge sind drei

Bei Familie Matthiesen in Sorgenfrei/Satrup hat die Kuh „Denver“ die magische Grenze von 100.000 l Lebensleistung übertroffen. Im April hatten es bereits zwei Kühe des Betriebes am selben Kontrolltag geschafft. Die aktuelle Jubilarin ist inzwischen 12 Jahre alt. Bei der ersten Kalbung war die Stadel-Tochter „Denver“ 25 Monate alt und startete mit 8.600 kg Erstlaktation. Denver hatte eine Zwillingsschwester, die es bis zur Schaukuh schaffte, während sie die bessere Produktionskuh war. Mit 10 Kalbungen brachte „Denver“ es auch auf 11 lebend geborene Kälber. Leider war die Mehrzahl der Nachkommen männlich. Mit „Illinoris“ ist lediglich eine 5 kalbige Peterslund-Tochter noch im Betrieb in Sorgenfrei. Die Höchstleistung erbrachte „Denver“ in der 6. Laktation, da waren es in 305 Tagen 13.153 kg Milch, 4,82 % Fett, 3,27 % Eiweiß -> 1.064 kg Fett und Eiweiß. Der Stammbaum lässt sich über 7 Generation in der EDV bis 1978 zurückverfolgen. Alle Vorfahren hatten namenhafte Angler-Vererber zum Vater und sind ausnahmslos auf dem Hof in Sorgenfrei geboren.

Der Angler Zuchtausschuss ehrt die 38. Rekordkuh

Foto: Tordsen

Karlslund

Der Angler Zuchtausschuss gratulierte zu dieser Ausnahmeleistung und hofft auf weitere Dauerleistungskühe, die das Ziel bereits fest im Visier haben.  C.-P. Tordsen

599966 CVF BLF BYF

Euter · Fundamente · Zellzahl „Nizza“,L. Engelbrecht, Grundhof

Karlslund vererbt etwas derbere Kühe mit besten Zahlen für Zellzahl, Nutzungsdauer und Kalbeverlauf. Im Exterieur glänzt er durch sehr gute Euter und laufstallgerechte Fundamente. Karlslund ist für Färsenbesamungen geeignet.

RZG 119 | RZM 100 | RZE 122 | RZS 121 | RZN 119 | RZR 103 | RZKd 109

Alle Daten ZWS 12/2013

Peterslund x VG88 D v. Stadel x VG86 Wurmli v. Torpane

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG Rendsburger Straße 178 · D-24537 Neumünster Tel.: 0 43 21-905 300 · Fax: 0 43 21-905 395 & -396 Internet: www.rsheg.de · E-Mail: rsheg@rsheg.de

// Rind im Bild 1/2014

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// Fleischrinder

Impressionen Polled Sale 1

2

3

1. Top-Qualitäten präsentierten sich am 11. Januar in Neumünster und erzielten Spitzenpreise 2. Hervorragend bemuskelte Sympa-Söhne aus der Zucht von Frank Rahn, Tielen. Zwei harmonische Bullen mit viel Ausstrahlung und korrektem Skelett ließen keine Wünsche offen 3. Eine volle Versteigerungshalle, internationale Gäste und reges Kaufinteresse sorgten für Spitzenpreise Fotos: Tordsen

46

// Rind im Bild 1/2014


// Fleischrinder

Sensationelle Preise für Spitzengenetik beim 3. Polled Limousin Elite Sale Eine volle Versteigerungshalle, internationale Gäste und reges Kaufinteresse sorgten für Spitzenpreise und zeigten das große Interesse an hervorragender Genetik. Traditionell stellte Greg Pénière, Novaselek, die Verkaufstiere und deren Vorzüge vor. Aufgetrieben wurden 22 Bullen, vier Rinder und zwei Kühe, eine davon mit Kalb bei Fuß. Außerdem waren zwei Embryonenpakete im Angebot. Vor voll besetzten Rängen konnte der Auktionator Claus-Peter Tordsen, RSH eG, in einer lebhaften Auktion mit flotten Geboten nahezu alle Verkaufstiere versteigern. Damit hat die dritte Veranstaltung des Polled Limousin Elite Sale die Erwartungen voll übertroffen. Gäste aus Luxemburg, Frankreich, der Schweiz, Dänemark und dem Bundesgebiet sorgten zusätzlich für eine sehr gut besuchte Halle und reges Kaufinteresse. Die 21 Bullen wurden für einen sagenhaften Durchschnittspreis von 4.190 Euro verkauft. Ausschlag gebend hierfür war der hochinteressant gezogene Hidalgo-Sohn „Hector vom Eiderland“ aus der Zucht von Dr. Jan Bielfeldt, Bargen. Dieser rahmige, lange und typstarke Bulle stammt aus der Spitzenkuh „Allegra vom Eiderland“ und erzielte sensationelle 15.000 Euro. „Allegra“ führt die deutsche Top Liste mit einem RZF von 120 an zweiter Stelle an. In einem flotten Bieterduell hatte ein luxemburgischer Züchter den längeren Atem. Zweitteuerster Bulle wurde der Siegerbulle der älteren Bullen: „Silas“, ein hervorragender SympaSohn aus der Zucht von Frank Rahn, Tielen. Dieser tadellose Bulle – mit beeindruckender Bemuskelung und bestem Skelett ausgestattet – wechselte für 7.600 Euro den Besitzer. Mit über 1.450 g hatte dieser Ausnahmebulle die höchsten Tageszunahmen der Auktionstiere aufzuweisen. Sein Halbbruder aus derselben Zuchtstätte wurde für 7.200 Euro zugeschlagen. Dieser hornlos gezogene Bulle hatte einen hervorragend bemuskelten Rücken und einen feinen Knochenbau. Die Halbrüder der Zuchtstätte Rahn stehen jetzt in einen Zuchtbetrieb in Rheinland-Pfalz. Der älteste Bulle der Auktion, der homozygot hornlose CN Mateo-Sohn „Manitu ET vom Schauedamm“ von Thomas Henningsen, Weseby, geht für 4.000 Euro in die Schweiz. Ebenfalls in die Schweiz

tritt die Reise der typstarke und lange Ulys MNSohn „Utca vom Blutbuchenhof“ aus der Zucht von Dr. Karen Volkers, Scheppern, an. Die beiden stark bemuskelten Tristan-Söhne, gezogen von Peter Böttger, Ascheberg, waren bestens vorbereitet und erzielten 2.600 Euro und 4.400 Euro.

Das teuerste Jungrind, eine Cesar-Tochter aus der Zucht von Thomas Henningsen, erwarb für 3.600 Euro ein niedersächsischer Züchter. Insgesamt konnten die vier Rinder für einen Durchschnittspreis von 2.450 Euro verkauft werden. Die Käufer der Rinder kamen aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Besonderes Interesse verzeichneten die homozygoten Bullen, wie der CN Spion-Sohn „Samson vom Schauedamm“ aus der Zucht von Thomas Henningsen. Dieser interessant gezogene Bulle vereint hervorragende rassetypische Merkmale mit einer guten Bemuskelung. 5.000 Euro war einem Züchter aus Rheinland-Pfalz dieser harmonische Bulle wert. Aus derselben Mutter wie „Samson“ stammt übrigens der RSH-Besamungsbulle „Mephisto“, welcher teuerste Bulle der vorjährigen Auktion war.

3.800 Euro erzielte Frank Rahn für seine tragende homozygot hornlose Kuh „Jette“, welche dänische sowie französische Genetik führt. Beide aufgetriebenen Kühe wurden von einem rheinland-pfälzischen Zuchtbetrieb ersteigert.

Der homozygot hornlos gezogene Cowboy-Sohn „Carlos“ aus der Zucht von Ute Lucanus, FargauPratjau, führt langlebige, fruchtbare Linien im Pedigree und erzielte 4.200 Euro.

Wir wünschen allen Käufern viel Glück und Erfolg mit ihren ersteigerten Tieren.  C. Henningsen

Das teuerste Embryonenpaket wurde für 2000 Euro an einen Zuchtbetrieb in Baden-Württemberg verkauft. Alle Embryonen verfügen über hoch interessante hornlose Abstammungen.

Der teuerste Bulle „Hector vom Eiderland“, ein Hidalgo-Sohn, brachte 15.000 Euro, Züchter: Dr. Jan C. Bielfeldt, Erfde/Bargen  Foto: Böhnke

Auftrieb

verkauft

Ø-Preis

min. Preis

max. Preis

Bullen

22

Kühe

2

21

4.190,00 €

2.000,00 €

15.000,00 €

2

3.100,00 €

2.400,00 €

3.800,00 €

Färsen Embryonen

4

4

2.450,00 €

1.800,00 €

3.600,00 €

2

2

1.700,00 €

1.400,00 €

2.000,00 €

gesamt

28

27

// Rind im Bild 1/2014

47


// Fleischrinder

Aubrac Tag mit Western Treffen Am Samstag, den 3. Mai 2014 findet ab 13:00 Uhr der Aubrac-Stammtisch für alle Mutterkuhhalter und Interessierte auf dem Betrieb von Volker Betz, Dorfstr. 3 in 21514 Fitzau/Büchen, statt. Auf dem umfangreichen Programm stehen neben der Besichtigung der Aubrac-Zuchtherde, auch Kreuzungstiere aus der Anpaarung mit Aubrac. Daneben findet ein großes Westerntreffen mit Live-Countrymusik, Line Dance, Postkutschen- und Planwagenfahrten usw. statt.  C. Henningsen

Ein umfangreiches Programm erwartet Sie auf dem Aubrac-Stammtisch

Foto: Henningsen

„Best of “ – 6. Deutsches Färsen-Championat Am Mittwoch, den 15. April 2014 findet in 14550 Groß Kreutz, das sechste „Best of“ Färsen-Championat für die intensiven Fleischrinder statt. In der Brandenburger Vermarktungshalle werden rund 90 Spitzenfärsen der Rassen Angus, Blonde d‘ Aquitaine, Charolais, Fleckvieh Fleisch, Hereford, Limousin und Uckermärker aus nahezu allen Bundesländern den interessierten Käufern angeboten. Gemeldet sind Färsen vom Jährling bis zur tragenden Färse. Die Auktion beginnt um 13.00 Uhr, vorher werden die besten Färsen im Ring präsentiert und die Champions gekürt. Der Veranstaltungskatalog ist ab Ende März unter www.rsheg.de abrufbar bzw. kann in der Abteilung Fleischrinder 04321-905 305 angefordert werden.  C. Henningsen

Die Rassechampions 2013

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// Rind im Bild 1/2014

Foto: D. Kinter


// Fleischrinder

Best of 6. Deutsches Färsen-Championat Termin Ort

Rassen

15. April 2014 RBB Vermarktungszentrum 14550 Groß Kreutz (Havel) Lehniner Straße 9 Tel. +49 (0)33207 533-025 Angus

Blonde d' Aquitaine

Charolais

Fleckvieh

Hereford

Limousin

Uckermärker Tiere

ca. 100 Rinder vom Jährling bis zur tragenden Färse

Schau

Einlass ab 9.00 Uhr Präsentation der Verkaufstiere ab 10.00 Uhr Wahl der Rasse-Champions

Auktion

13.00 Uhr // Rind im Bild 1/2014

Weiterführende Informationen und Beratung erhalten Sie über Ihre Zuchtorganisation.

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// Fleischrinder

Callier vom Bebensee und Cremoso vom Bebensee Zwei Galloway-Ausnahmebullen des seltenen Farbschlages „white“ führen die TOP-Liste im Zuchtgebiet der RSH eG auf Platz eins und zwei an. Doch damit nicht genug, auch in der TOP-Liste des Bundesverband Deutscher Fleischrinderzüchter und –halter e.V. (BDF) wird „Callier“ auf Platz zwei geführt und „Cremoso“ auf Platz fünf. Die TOP-Listen wurden 2006, im Anschluss an eine neue Herdbucheinteilung, erstmals veröffentlicht und es werden Bullen aufgeführt, von denen mindestens 3 Nachkommen in der Herdbuchabteilung A eingetragen wurden und selbstverständlich muss

die Bewertung überdurchschnittlich (in Typ und Skelett in der Summe mindestens 15) sein. Was nun haben diese beiden Bullen gemeinsam? Ganz eindeutig große Lust, Laune und auch die biologische Befähigung, ihre guten Eigenschaften weiterzugeben. Auch ihr Spaß am Leben scheint groß zu sein, haben beide doch ihr 10. Lebensjahr überschritten und sind stolz auf ihre Kondition und ihre guten Gelenke. Beide Bullen blicken väterlicher- bzw. großväterlicherseits auf den gleichen Vererber zurück, nämlich „Rollo vom Bebensee“, der auf der Bundes Galloway Schau 2000 als erster

Hans-Heinrich Mahnke mit seinem Herdenbullen Cremoso vom Bebensee, der bei der Norla 2009 ein zweites Mal Landessieger wurde Foto: Tordsen

// Rind im Bild 1/2014

Und was unterscheidet diese Bullen? Callier vom Bebensee, geboren am 7. Juni 2003 hat in sehr jungen Jahren beim Toben auf einer Naturschutzfläche eine Verletzung davongetragen. Ein Ohr war am Kopfansatz tief eingerissen und hing in der Folge traurig herunter. Nach gut einem

MarilynMonroe vom Bebensee stellt in schönster Manier unter Beweis, welch außergewöhnliche Köpfe bei diesen gezielten Anpaarungen das Züchterherz höher schlagen lassen  Foto: M. Bening

Cremoso vom Bebensee wurde anlässlich der Norla 2005 stolzer Galloway-Landessiegerbulle und Landesreservesieger über alle Rassen Foto: Henningsen

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White Galloway-Bulle in die Phalanx der schwarzen Übermacht eingedrungen und den Ring als BundesReservesieger verlassen hat. Und nicht zuletzt, beide Bullen wurden jeweils als zweites Kalb geboren.

Callier vom Bebensee auch im Alter von zehn Jahren noch immer eine sehr stattliche Erscheinung mit sehr guter Bemuskelung Foto: M. Bening


// Fleischrinder

Jahr passte sich das andere Ohr dieser Stellung an und Bulle und Züchterin Mechthild Bening aus Bebensee mussten einsehen, dass eine Karriere in der Öffentlichkeit so nicht in Frage kam. Das hat „Callier“ lange zu schaffen gemacht und erst spät entwickelte er eine Leidenschaft dafür, unter den Herdendamen diejenigen auszuwählen, mit denen eine Chance auf Nachwuchs mit wunderhübschen Köpfen bestand. Hier stand ihm das Glück zur Seite, so dass er sich als Spätzünder 2012 mit 11 in A eingetragenen Nachkommen von einem Nobody auf Platz drei der deutschlandweiten TOP-Liste katapultierte. Und im Jahr 2013 machte er dann noch den weiteren Sprung auf Platz 2 mit inzwischen 12 eingetragenen Nachkommen. Ein Ende ist erfreulicherweise noch nicht abzusehen - warten wir ab, wann seine jüngste Tochter, „MarilynMonroe vom Bebensee“ aus „Toffifee vom Bebensee“, in das körfähige Alter kommt. Cremoso vom Bebensee, geboren am 27. Oktober 2002 An einem Sonntagmorgen, völlig außerhalb des notierten Kalbedatums, fiel bei der täglichen Herdenkontrolle seine Mutter, „Tiramisu vom Bebensee“, mit außergewöhnlichem Verhalten auf. Schnell führte sie zur Quelle ihrer Unruhe, im Knick lag ein wunderschönes Bullkalb und schlief seelenruhig. Mit Fürsorge und Bedacht von seiner Mutter großgezogen, entwickelte er eine frühe Leidenschaft für das gute Leben. Gut auszusehen, gut zu wirken und die richtige Lifebalance zu halten, hat er immer im Blick. Noch im Besitz seiner Züchterin Mechthild Bening wurde er 2005 in jungen Jahren, nicht einmal dreijährig, Rassesieger und gleichzeitig Reservesieger aller Fleischrinder auf der NORLA. Nichts Besseres konnte ihm geschehen, als der Verkauf in den Zuchtbetrieb von Hans-Heinrich Mahnke in Harmsdorf. Dort wird er über alle Maßen verwöhnt, hoch geschätzt und bestens herausgebracht. Seine Neigung zum Auftritt in der Öffentlichkeit bringt ihm einen großen Bekanntheitsgrad, sei es mit seinem zweiten Landessieg auf der NORLA 2009, inzwischen siebenjährig, sei es mit seinen Fernsehauftritten beim „Knochenbrecher“ Tamme Hanken oder bei der Feier zu seinem 10. Geburtstag. In der TOP-Liste des BDF wird er erstmals 2010 mit vier Nachkommen auf Platz 15 geführt und hat sich inzwischen mit 10 Nachkommen auf Platz 5 hoch verdient. Auch von ihm gibt es weiterhin laufend Nachwuchs und es sind noch viele körfähige Galloways zu erwarten.

1. Ergebnispräsentation und Begutachtung des „Forschungs-Nachwuchs“ Die Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Halle, die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG und die teilnehmenden Züchter laden ein!

Wann:

ab 08. September 2014

Programm:

- Symposium mit den Professoren - Vorstellung des Nachwuchses mit allen Informationen zu den Vorfahren auf Wunsch weitere Herdenbesichtigungen - weitere Details und Nachfragen über www.whitegallowaystars.com

Ein herzlicher Glückwunsch geht an den Zuchtbetrieb Galloways vom Bebensee, Mechthild Bening für diesen Zuchterfolg.  C. Henningsen

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// Fleischrinder

3. Bundesschau Schwarz Rot Gold ROBUST-Welsh Black Bundessieger kommt aus Süsel

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treppchen. „Chrisse“ stach mit ihrer harmonischen Ausstrahlung mit besonders guten rassetypischen Merkmalen heraus. Reservesiegerkuh wurde „Bieberer-Spessartwald Lesa“ von der Mützel-Geiger GbR aus Biebergemünd. Ein besonderes Highlight ist immer die Präsentation der Bullen, die in Berlin einen besonderen Blickfang waren. Siegerbulle der Rasse Galloway wurde „Nordlicht aus dem Suletal“ aus der Zucht von Friedrich Wiegmann und im Besitz von Carsten Haase aus Dinklage. Sehr harmonisch, tief und lang in der Mittelhand stach dieser besonders rassetypische Bulle hervor. Er stand vor dem „Uberto“Sohn „Ubertus vom Heidgrund“ vom Zuchtbetrieb Galloway vom Heidegrund aus Lindow. Dieser noch junge Bulle wurde für seinen hervorragenden Typ mit tadellosem Skelett als Reservesieger gekürt.

Starker Auftrieb bei den Galloways Der stärkste Rasseblock stellte mit 122 Bullen, Kühen und Rindern die Rasse Galloway. Die österreichische Preisrichterin, Daniela Wintereder, hatte damit die schwierigste Aufgabe der beiden Richttage. Die Qualität der aufgetriebenen Galloways war hervorragend. Aus Schleswig-Holstein war Karl-Ludwig Freiherr von Hollen aus Giekau mit der Kuh „Schönweider Hope III“ und dem Rind „Schönweider Wendy III“ nach Berlin gereist. Beide stellten in ihren Klassen

den 1b Platz. Besonders das Rind „Wendy III“ stach in seiner Klasse hervor. Mit enormer Länge und besonders guten Fundamenten überzeugte die „Solomon“-Tochter die Richterin. Für diese Leistung wurde „Wendy III“ mit einem silbernen Tablett vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Mechthild Bening aus Bebensee zeigte die wunderschön gezeichnete „Callier“-Tochter „Kapriole vom Bebensee“. Siegerfärse bei den Galloways wurde die typstarke und harmonische „Cinderella aus dem Suletal“ aus der Zucht von Friedrich Wiegmann aus Sullingen. Sie stand vor der Reservesiegerin „Caitlyn von Buchenau“, eine dun-farbene Färse mit enormer Rippentiefe und breiten Becken. Bei den Galloway Kühen hatte wieder der Betrieb Friedrich Wiegmann die Nase vorn. Mit „Chrisse aus dem Suletal“ erreichte der Betrieb das Sieger-

// Rind im Bild 1/2014

Foto: Die Rasse Salers war ein optisches Highlight auf der Bundesschau. Der Herdenbulle „Doon“ (Mitte) von Hartmut Callsen aus Weesby beeindruckte durch seinen ruhigen Charakter, mit bester Bemuskelung und seiner imponierenden Erscheinung

Die dritte Bundesschau Schwarz Rot Gold ROBUST fand während der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt. Aufgetrieben wurden 277 Tiere (zzgl. Kälber) der Rassen Galloway, Dexter, Hereford, Highland Cattle, Salers, Welsh Black und Zwergzebu. Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg und lässt positiv auf zukünftige Veranstaltungen hoffen.


// Fleischrinder

Welsh Black Siegerbullen stammen aus Süsel Im Nachbarring wurden zur gleichen Zeit die Welsh Black Bullen gerichtet. Hier hatte der Welsh Black Zuchtbetrieb Olaf Eckert aus Süsel die Nase vorn. Er stellte mit dem harmonischen und gut bemuskelten „Eduard“-Sohn „Ernesto“ den Siegerbullen der Rasse. Sein Halbruder „Elton“, ebenfalls aus der Zucht von Olaf Eckert und im Besitz von Susanne Maack, Gödenstorf, erreichte den Reservesiegertitel. Für den Siegerbullen wurde Olaf Eckert mit der Ehrenplakette der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet. Die Rasse Salers wurde durch Hartmut Callsen aus Weesby präsentiert. An alle Messetagen stand der typvolle und gut bemuskelte „Doon“ dem interessierten Publikum zu Demonstrationszwecken zur Verfügung. Insgesamt war die dritte Bundesschau Schwarz Rot Gold ROBUST ein voller Erfolg. Hervorragend beschickte Richtklassen aller aufgetriebenen Rassen waren Garant für einen spannenden Wettbewerb. Die Qualität der ausgestellten Tiere war von bester Qualität. Allen Austellern sei an dieser Stelle gedankt für ihre Mühen und Arbeit, die Sie auf sich genommen haben, um ihre Tiere in Berlin präsentieren zu können.  C. Henningsen

Johannes Fritzen, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Fleischrinderzüchter und -halter e.V., ehrte Karl-Ludwig Freiherr von Hollen, Giekau, für die typstarke „Solomon“-Tochter „Schönweider Wendy III“ mit einem silbernen Tablett des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Fotos: Heinrich Schulte

Bundessieger 2014 der Rasse Welsh Black: „Ernesto“. Aus der Zucht Olaf Eckert, Süsel, stammt sowohl der Bundessieger wie auch der Reservesieger

// Rind im Bild 1/2014

53


// Fleischrinder

Schwarz-Rot-Gold Robust Berlin 2014 - Siegerauswahl Rasse

Kategorie

Name

Besitzer / Zuchtverband

Sieger-Bulle

Nordlicht

Carsten Haase, Dinklage - MAR V

RS-Bulle

Ubertus

Galloway vom Heidegrund, Lindow - RBB

Sieger-Kuh

Chrissi

Friedrich Wiegmann, Sulingen - MAR V

RS-Kuh

Lesa

Muetzel-Geiger GbR, Biebergemünd - ZBH

Sieger-Färse

Cinderella

Friedrich Wiegmann, Sulingen - MAR V

RS-Färse

Caitlyn

Judith Bock, Eiterfeld - ZBH

Sieger-Bulle

Peter

Marco Projahn, Arendsee - RSA

RS-Bulle

Pauli

Wilfried Gäbel, Lehsen - RMV

Sieger-Kuh

Lola

Anja von Marées, Bleckede - MAR V

RS-Kuh

Ina

Karen Grot, Sanitz - RMV

Sieger-Färse

Laura

Manfred Kunas, Dassow - RMV

RS-Färse

Dora

Rainer Wünnemann, Bergkamen - FHB

Sieger-Bulle

Cäsar

Agrar GmbH Biesen, Wittstock - RBB

RS-Bulle

RZW Standley

Rinderzuchtbetr. Elbaue Wiegand, Beilrode - MAR M

Sieger-Färse

Brilliante

Ernst-Heinrich Fricke, Hambühren - MAR V

RS-Färse

Stella

Dr. Sebastian Hoppe, Borgentreich - FHB

Sieger-Bulle

Philip

Stefan Wreczycki, Voltlage - MAR V

RS-Bulle

Wallace 16

Dr. Ellen Schüler, Könnern - RSA

Sieger-Färse

Floraidh

Dr. Ellen Schüler, Könnern - RSA

RS-Färse

Bernise

Ferdinand Marschalk, Elmlohe - MAR V

Sieger-Kuh

Tatienne

Karin Zimmermann, Gäufelden - RBW

RS-Kuh

Engel

Bernd Nolte, Rosdorf - MAR V

Sieger-Bulle

Ernesto

Olaf Eckert, Süsel - RSH

RS-Bulle

Elton

Susanne Maack, Gödenstorf - MAR V

Sieger-Kuh

Agnes

Susanne Maack, Gödenstorf - MAR V

RS-Kuh

Juli

Jörg Hacke, Uelzen - MAR V

Sieger-Färse

Branda

Frank Mahnken, Ahausen - MAR V

RS-Färse

Hinka

Torsten Rondthaler, Langwedel - MAR V

Sieger-Bulle

Manfred

Friedrich u. Martin Wunderlich GbR, Dörzbach - RBW

RS-Bulle

Ingo

Erwin Mayer, Ballendorf - RBW

Sieger-Kuh

Halina

Henning Oldenhage, Bad Bergen - MAR V

RS-Kuh

Ottilie

Uwe Härtwig, Milower Land - RBB

Sieger-Färse

Indira

Erwin Mayer, Ballendorf - RBW

RS-Färse

Karina

Henning Oldenhage, Badbergen - MAR V

Galloway

Dexter

Hereford

Highland

Salers

Welsh Black

Zwergzebu

54

// Rind im Bild 1/2014


// Fleischrinder

Zuchtwertschätzung Fleischrinder Bullen Die Zuchtwertschätzung für Fleischrinder wird jährlich im Dezember für die Rassen Angus, Blonde d’Aquiatiane, Charolais, Hereford, Fleckvieh Fleisch, Limousin und Uckermärker durchgeführt und den Betrieben Anfang Januar auf den Bestandslisten mitgeteilt. Die aktuellen Zuchtwerte Name

HB-NR.

Horn

GJ

für Fleischleistung (RZF) sind unter www.vit.de für Bullen und Kühe einzusehen. Viele schleswig-holsteinische Spitzentiere findet man bundesweit auf den vordersten Plätzen wieder. Bei der Rasse Limousin sind auf der bundesweiten Top 10 Liste allein zwei aus Schleswig-Holstein. RZF

Auch bei der Rasse Fleckvieh-Fleisch ist ein schleswig-holsteinischer Bulle unter den Top 10 vertreten. Wie gratulieren den Züchtern der aufgeführten Tiere zu den hohen Leistungen. 

C. Henningsen

Si%

ZWmat

ZW_TZ

ZW_B

Zuechter

Besitzer

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Charolais-Zucht Salomon

DE 0937485756

Jet

AT 0589780509

Ultimo

DE 0120010862

H

Silvian

DE 1270530224

PS

Gazouilli

FR 6770841242

2005

119

69

110

105

117

Schneiderbauer

Jaspers

2005

113

67

95

116

110

Eberhard

Jaspers

2010

111

51

100

108

110

Jaspers

Jaspers

2009

109

54

100

107

109

Ohly

Klinker

2010

107

31

98

108

107

Hoeffel

Jaspers

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Limousin-Zucht Bastian

DE 0665190651

C.N.Spion

DE 0536698597

Klint

10.204.384

Hidalgo

10.204.384

PS PP

2009

118

64

106

109

115

Kohlmann

Böttger

2010

111

57

101

110

107

Niemeier

Henningsen

2006

109

54

106

105

102

Bielfeldt

RSH eG

2010

108

54

102

103

109

Köckenitzsch

Bielfeldt

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins Lugano

DE 0115854421

2007

125

61

97

127

116

Bielfeldt

Flegel

Leonardo

DE 0116683991

Pp

2010

120

53

101

120

110

Bielfeldt

Heyn

Lotus

DE 0120013032

Pp

2011

120

52

101

116

116

Bielfeldt

Stallmann GbR

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Blonde d' Aquitaine-Zucht Fritz

DE 0116798322

2009

117

45

106

108

114

Röschmann

Meetz

Bolero

DE 0116247358

2009

113

53

102

111

107

Ackermann

Butenschön

Orlando

DE 0120027173

2010

109

44

100

108

109

Ackermann

Harms

66

98

106

105

Gaec Duval

Callsen

47

101

100

107

Callsen

Nolte

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Salers-Zucht Baladin

FR 1526076991

2005

105

Nachkommensprüfung außerhalb Schleswig-Holsteins Bogart

DE 0120154330

2011

103

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Angus-Zucht Sunnyboy

DE 0536382302

2010

114

61

100

114

107

Weidegemeinschaft

Ehlers

Theo

DE 0116750526

2009

113

77

105

108

106

Heinz

Frädrich

Horch

DE 0580204150

2005

107

63

106

103

99

Meyer

Ehlers

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Hereford-Zucht Smh Bandi

DK 2110400335

P

2006

111

36

94

118

103

Jensen

Marquardt

New Man

DE 1268380595

P

2007

105

68

102

99

110

Agrar GmbH Biesen

Scholmann

Top-Bullen der schleswig-holsteinischen Fleckvieh-Fleisch-Zucht Unox

DE 0115900620

Pp

2007

128

67

107

122

114

Laß GbR

Schacht

Heribert

DE 1267238397

P

2008

121

67

99

121

113

Fleckvieh-Hof Hansel

Schacht

Bayuware

DE 0943404561

PP

2008

113

67

102

109

110

Obermayr

Schacht

Urius

10.603.059

P

2006

109

78

96

112

108

Laß GbR

RSH eG

Bernhard

DE 0939252541

PP

2005

109

73

97

109

111

Schultes

Schacht

Schorsch

DE 0945441463

PP

2010

108

55

92

114

108

Bleisteiner

Schacht

Hector

DE 1500861694

PP

2006

106

73

101

107

99

Feißel GbR

Schacht

Soldo

DE 0116829984

2010

103

50

99

105

99

Schacht

Christiansen

// Rind im Bild 1/2014

55


// Fleischrinder

Zuchtwertschätzung Fleischrinder Kühe Die Zuchtwertschätzung für die Fleischrinder wird jährlich im Dezember für die Rassen Angus, Blonde d‘ Aquitaine, Charolais, Hereford, Fleckvieh Fleisch, Limousin, Salers und Uckermärker durchgeführt. Aufgeführt in den nachfolgenden Tabellen die schleswig-holsteinischen Spitzenkühe rangiert nach RZF. Bedingungen für die Aufnahme in diese Top-Liste sind neben einem hohen Zuchtwert auf Fleischleistung, die Herdbuchkuhbewertung, die Herdbuchabteilung A. Nicht nur mit hohen Zuchtwerten für Zuwachsleistung und Bemuskelung überzeugen einige Kühe, sondern besonders mit überdurchschnittlichen maternalen Werten. Außerdem finden Sie in der Liste Spitzenkühe die auf Schauen schon erfolgreich gekürt wurden. Mehrere Kühe findet man außerdem in der bundesweiten Top Liste wieder. 

C. Henningsen

Name

HB-NR.

Horn

GJ

„Allegra vom Eiderland“ aus der Zucht von Dr. Jan C. Bielfeldt, Bargen hat mit einem RZF von 120 bei 53 % Sicherheit, den zweihöchsten Zuchtwert Deutschlands Foto: Dr. Jan C. Bielfeldt

RZF

Si%

ZWmat

ZW_TZ

ZW_B

Zuechter

Besitzer

Top 10 der schleswig-holsteinischen Charolais-Kühe Andante

DE 0113837014

2002

116

53

128

88

110

8-7-7-g

Jaspers

Anmuth

DE 0116140712

2008

115

50

105

106

115

8-7-7-m

Jaspers

Anette

DE 0114651939

2006

107

56

111

94

108

8-8-8-g

Jaspers

Astra

DE 0115529200

2008

107

50

106

100

107

8-8-7-m

Jaspers

Gudrun

DE 0115090863

2005

106

51

120

84

108

7-6-7-g

Lützen

Active

DE 0113837053

2004

105

60

102

100

108

8-8-7-g

Jaspers

Etikette

DE 0115529188

2007

105

49

109

94

106

8-7-7-m

Jaspers

Doreen

DE 0351161971

2007

105

49

100

100

112

7-8-7-m

Schacht

Antoinett

DE 0116140737

2009

103

52

104

97

105

7-7-7-m

Jaspers

Gesa

DE 0115090870

2006

103

51

103

99

103

7-7-7-g

Lützen

H

Top 10 der schleswig-holsteinischen Limousin-Kühe

56

Allegra

DE 0116683976

Pp*

2009

120

53

99

119

114

8-8-8-g

Bielfeldt

Friedhild

DE 0535309840

Pp

2008

118

60

101

115

115

8-8-8-g

Henningsen

Nanette

DE 0115854427

PP*

2007

117

57

104

112

111

8-8-7-g

Henningsen

Nada

DE 0114663194

P

2005

115

59

103

109

115

8-7-8-g

Bielfeldt

Silva

DE 0115854419

Pp

2007

114

55

103

112

105

8-8-8-g

Bielfeldt

Naranja

DE 0116280852

P

2008

114

55

111

104

106

8-7-7-g

Bielfeldt

Sonka

DE 0120013001

H

2010

114

51

94

118

112

8-7-7-g

Rahn

Fiona

DE 0115942505

P

2007

114

48

98

114

111

7-7-7-g

Bielfeldt

Belle

DK 8889000142

H

2006

114

46

94

115

117

8-7-8-g

Rahn

Sontra

DE 0115854417

H

2007

113

53

98

113

111

8-8-8-g

Henningsen

// Rind im Bild 1/2014


// Fleischrinder

Name

HB-NR.

Horn

GJ

RZF

Si%

ZWmat

ZW_TZ

ZW_B

Zuechter

Besitzer

Top 10 der schleswig-holsteinischen Blonde d' Aquitaine-Kühe FELLA

DE 0112966024

2000

118

56

111

106

112

7-7-7-g

Röschmann

Baronesse

DE 0116247356

2009

118

43

96

123

108

8-6-8-g

Harms

Usambra

DE 0116247354

2008

114

41

94

120

108

8-7-7-g

Ackermann

Sally

DE 0115087557

2006

113

52

96

113

115

7-7-6-g

Röschmann

Urania

DE 0115700080

2007

109

47

91

114

112

8-7-8-g

Ackermann

Flora

DE 0115240309

2007

108

53

106

102

103

7-7-7-g

Röschmann

Lisa

DE 0114662256

2005

107

50

102

102

109

7-7-7-g

Röschmann

Ophelia

DE 0115700078

2007

107

48

103

101

109

8-8-8-g

Ackermann

Oliveranc

DE 0116053045

2008

107

48

109

97

104

7-7-6-m

Harms

Jenny

DE 0115087552

2005

105

53

92

111

109

8-7-7-g

Röschmann

Top 10 der schleswig-holsteinischen Salers-Kühe Grit

DE 0116360400

2009

113

49

102

109

112

8-8-7-m

Callsen

Naomi

DE 0115531784

2007

111

53

98

109

113

8-8-7-g

Callsen

Griet

DE 0115928368

2007

111

50

105

104

110

8-8-7-g

Callsen

Gura

DE 0116360398

2009

111

47

104

107

105

7-7-6-m

Callsen

Golin

DE 0116360365

2008

110

51

105

104

108

8-8-6-m

Callsen

Cill

DE 0115531740

2006

108

53

101

104

110

7-7-7-m

Callsen

Nomande

DE 0116785497

2010

108

47

106

98

111

7-7-6-g

Callsen

Graline

DE 0115531772

2006

107

50

103

103

105

8-8-7-g

Callsen

Grace

DE 0116360391

2009

107

44

101

103

108

7-8-7-m

Callsen

Tosca

DE 1301839773

2004

105

55

101

100

108

7-7-7-m

Callsen

Top 10 der schleswig-holsteinischen Angus-Kühe Birke 05

DE 0114619280

2005

114

52

107

106

108

7-7-7-m

Göttsche

Buche 10

DE 0116874382

2010

113

46

101

111

109

8-7-7-g

Göttsche

Vitala

DE 0116874394

2011

112

51

113

100

103

7-6-7-m

Göttsche

Letizia

DE 1505925009

2009

110

54

110

103

101

8-7-7-m

Westphal

Belli

DE 0115544109

2007

110

52

95

111

114

7-6-7-m

Göttsche

Linde

DE 0113401267

2002

108

33

113

99

98

6-7-6-m

Göttsche

Erle 05

DE 0115140816

2005

107

50

95

110

109

7-7-7-m

Göttsche

Doro

DE 0115827462

2007

106

54

98

109

102

6-6-6-m

Ludwig

Ute

DE 0116874377

2010

106

42

108

100

100

7-7-7-g

Göttsche

Belle

DE 0116344361

2009

105

49

95

107

109

6-7-7-g

Göttsche

Top 2 der schleswig-holsteinischen Hereford-Kühe Emma

DE 0116832119

P

2011

115

44

98

117

108

8-8-7-g

Reimers

Kiera

DE 0116832115

P

2010

105

44

101

105

101

8-7-7-g

Reimers Schacht

Top 10 der schleswig-holsteinischen Fleckvieh-Fleisch-Kühe DE 0120044293

2011

124

46

104

122

110

7-6-7-m

Anemone

DK 6374700536

2005

120

43

108

113

110

8-7-8-g

Schacht

Feeke

DE 0944273284

PP*

2010

117

52

100

117

109

7-7-7-m

Schacht

Stetige

DE 0116383932

PP*

2009

114

51

103

113

102

7-6-6-g

Schacht

Pira

DE 0115882885

PP*

2007

113

54

101

112

107

7-7-7-g

Schacht

DE 0120044282

PP*

2010

112

47

94

114

113

7-6-6-g

Schacht

DE 0115900614

P

2007

111

48

99

113

101

8-8-8-g

Peckelhoff

DE 0116471365

P

2009

108

42

94

115

102

7-6-7-g

Peckelhoff

Benni

DE 0944273282

Pp*

2010

107

50

99

108

103

6-6-6-m

Schacht

Steffanie

DE 0114842819

PP*

2006

106

57

101

109

97

6-5-7-m

Schacht

// Rind im Bild 1/2014

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// Kreisvereine

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// Rind im Bild 1/2014


// Kreisvereine

Verein der Rotbuntzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde ehrte 100.000 l Kühe Dem Vorstand des Rotbuntvereins Rendsburg-Eckernförde wurden in diesem Jahr neun 100.000 l Kühe vom LKV gemeldet, von denen sich nur drei dem alljährlichen Fotoshooting stellen konnten. Die Savoy Red-Tochter „Cabaletta", Besitzer C. Hinrich Pöhls, Bargstedt, erreichte die 100.000 l Grenze in der zehnten Laktation, wobei ihre Höchstleistung von 13.450 l hervorstechen. Diese mittelrahmige, dunkelrote Kuh präsentierte sich in einer tollen Verfassung und unterstreicht einmal mehr, dass Savoy Red ein Spezialist für Langlebigkeit war. Unauffällig, gesund und keine großen Macken, diese Attribute zeichnen „Cabaletta" aus. Eigenschaften, die jeder Besitzer an seinen Kühen schätzt.

Die Savoy Red-Tochter „Cabaletta" von C. Hinrich Pöhls erreichte die 100.000 l Grenze in der zehnten Laktation

Als H.-Heinrich Matthiessen, Nortorf, seine Kuh „Akona" als Färse von Jürgen Gosch kaufte, konnte er noch nicht erahnen, dass sie ihn so lange begleiten würde und die 100.000 l Marke in der zwölften Laktation überschreiten würde. Eine durchschnittliche Zwischenkalbezeit von 372 Tagen beeindrucken genauso, wie die sehr guten Inhaltsstoffe, zumal das Futter im Sommer fast ausschließlich aus Weidegras besteht. Auch die winterliche Anbindehaltung hat keinen negativen Einfluß auf die Vitalität dieser TomsTochter, die mit stoischer Ruhe die Fotosession über sich ergehen ließ. Die Stollen-Tochter „Dorle", Besitzer W. Fechter, Hamdorf, machte das Erreichen der 100.000 l noch einmal spannend, zog sie sich doch im letztem Jahr eine schwerwiegende Schulterverletzung zu, die jedoch vollkommen ausgeheilt ist. So konnte sie die magische Schallmauer von 100.000 l in der neunten Laktation bei etwas schwächeren Inhaltsstoffen und einer Höchstleistung von 13.200 l überwinden. Neben ihrer hohen Leistung überzeugt „Dorle" auch als gute Bullenmutter. Ihre gekörten Söhne wurden stets zu guten Preisen auf den Auktionen verkauft.

 

W. Fechter Fotos: Fechter

Überschritt die 100.000 l Marke in der zwölften Laktation: „Akona“ von H.-Heinrich Matthiessen

„Dorle“ von W. Fechter konnte die magische Grenze von 100.000 l in der neunten Laktation überwinden

// Rind im Bild 1/2014

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// Kreisvereine

Comedy beim Verein der Rotbuntzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde In unregelmäßigen Abständen veranstaltet der Rotbuntverein Rendsburg-Eckernförde einen Comedy-Abend, um ein wenig Abwechslung in den Alltagstrott zu bringen. In diesem Jahr konnte der regional sehr bekannte Jens Wagner die Rotbuntgemeinde zum Lachen bringen, zumal auch zwei Personen aus dem Publikum auf die Bühne gebeten wurden, die dort zur allgemeinen Erheiterung ihr Können unter Beweis stellten. Während des Showabends wurde um eine Spende für ein wohltätiges Projekt gebeten. Die gesammelten 200 € überreichte der Vorsitzende dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Rendsburg. Die ehrenamtlichen Helfer dieser Einrichtung betreuen Kinder und Jugendliche, in deren Familien Angehörige schwer erkrankt sind oder im Sterben liegen. Außerdem werden in den Schulen Gespräche mit Kindern und Eltern über das Sterben geführt. Da sich diese Institution zum größten Teil durch Spendengelder finanziert, wurde der Geldbetrag gerne in Empfang genommen.  W. Fechter

Paul Hameister überreicht die Spende an den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Rendsburg 

Fotos: Fechter

Mitgliederversammlung des Kreisvereins der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und Pinneberg Am 14.1.2014 fand die Mitgliederversammlung des Kreisvereins der Rot- und Schwarzbuntzüchter aus den Kreisen Steinburg und Pinneberg in Heiligenstedten im Gasthof “Zur Erholung“ statt. Björn Wiencken, der Vorsitzende des Kreisvereins begrüßte rund 100 Teilnehmer, sowie die Ehrengäste und hieß besonders den Referenten des Abends, Ludger Wiewer, herzlich willkommen. Im Anschluss an die Begrüßung folgte ein Bericht von Günther Koch über Aktuelles aus der RSH eG sowie eine Vorstellung der neuen genomischen und töchtergeprüften Vererber. Neben den aktuellen Besamungs- und Vermarktungszahlen weist Herr Koch auf Neumünster am Abend am 23.1.2014 hin.

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// Rind im Bild 1/2014

Die aktuellen Besamungs- und Herdbuchkuhzahlen stellen sich sehr erfreulich dar. Die Gesamtzahl der Herdbuchkühe betrug 17.326, (3190 mehr als im Jahr davor) was einem Anteil von 15,2 % am Kuhbestand innerhalb der RSH eG entspricht. Die Anteile der Rassen gestalteten sich wie folgt: 47 % Rotbunt RH, 44 % HF und 9 % Rotbunt DN. Mit 36.876 Erstbesamungen im Vereinsgebiet liegt die Anzahl 1100 Besamungen über den vom letzten Jahr. Lediglich die Anzahl der Herdbuchkuhbetriebe ist um 44 auf 800 Herdbuchkuhbetriebe gesunken. Als nächstes folgte mit der Auszeichnung der 100 000-Liter-Kühe der erste Höhepunkt der Versammlung. Insgesamt 11 Kühe aus dem Kreisgebiet hatten im abgelaufenen Jahr diese magische Grenze

erreicht, die Preval Tochter „Borneo“ von Stefan Kruse, Rellingen, sogar die Grenze von 125.000 kg, und waren jeweils von einer Delegation des Kreisvorstandes besucht und ausgezeichnet worden. Im vergangenen Jahr wurden zwei Kühe im Kreisgebiet Exzellent bewertet. Auch auf Tierschauen wie der DHV Schau in Oldenburg und der Rind Aktuell in Mecklenburg Vorpommern, waren Kühe und Landwirte aus dem Kreisvereinsgebiet sowohl im Bereich Nachzuchten oder auch als Schau Teilnehmer vertreten. Des Weiteren veranstaltete der Kreisverein für seine Mitglieder wieder einige Fahrten. Den Auftakt im Jahresprogramm gab die „Fahrt zwischen den Melkzeiten“ am 03.04. 2013 bei der sich 51


// Kreisvereine

Interessierte Kreisvereinsmitglieder zunächst den Betrieb von Familie Fuschera Petersen anschauten, um dann eine Fahrt auf der Schlei zu genießen. Die „Junglandwirte-Tour“ am 09.07.2013, führte die Gruppe in diesem Jahr zu einer Wattwanderung mit anschließendem Spanferkelessen nach Friedrichskoog. Im Oktober folgte dann mit der Herbstfahrt das Highlight des Ausflugsprogramms. Vom 22. bis 24 Oktober 2013 ging es mit Zug und Bus in die Region um die Tschechische Hauptstadt Prag. Auch diese 3-Tages-Tour war wieder ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer, bei der der Kreisverein in der Organisation von Herrn Skrobak von der Hana Genetik, in der die RSHeG Gesellschaftsanteile besitzt, unterstützt wurde. Neben zwei großen Holsteinzuchtbetrieben stand vor allem die kulturell interessante Stadt Prag auf dem Programm. Die 3-Tages-Tour wird es auch in diesem Jahr wieder geben, vermutlich in der letzten Ferienwoche, mit dem Ziel Niederlande. Am 5.6.2014 wird die Tierschau Kellinghusen bei Nacht stattfinden. Die Siegerehrung wird dann am Mittwoch den 11.6. 2014 im Lindenkrug in Westerhorn abgehalten. In einer Gedenkminute gedachte der Kreisverein seinem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Otto Graf zu Rantzau. Für die Vorstandsarbeit wurden Claus-Detlef Reimers und Stefan Kruse in ihren Ämtern bestätigt. Als zweiter Kassenprüfer, für Andreas Schmidt, der turnusmäßig ausschied wurde Timm Gloyer gewählt. Der Referent des Abends, Ludger Wiewer, übernahm im Anschluss das Wort und berichtete von dem Er-

Kellinghusen bei Nacht lockte im Jahr 2010 zahlreiche Besucher

Die stolzen Züchter erhielten vom Vorstand kleine Modellkühe als Erinnerung an die Leistung ihrer 100.000 Liter Kühe

folgskonzept der Wiewer/ Rellmann GbR. Die GbR bewirtschaftet in Drensteinfurt im Landkreis Warendorf einen züchterisch sehr aktiven 110 Kuhbetrieb. 35 Jungrinder und 40 Bullen werden pro Jahr über die Auktion im Hamm vermarktet. Herr Wiewer erläutert, welche Punkte ihnen wichtig für ein erfolgreiches Konzept sind. So legt der Betrieb ein besonderes Augenmerk auf die Hygiene, insbesondere in der Kälberaufzucht. So wird u.a. der Kälberstall in einem Rein-Raus Prinzip gefahren. In der Herde stehen 60% Rotbunte und 40% Schwarzbunte Kühe. Der Bulleneinsatz liegt bei den Rotbunten bei 100 % genomischen Vererbern, bei den Schwarzbunten Kühen liegt der Anteil bei 50%. Ein Zuchtziel ist die Steigerung der Nutzungsdauer einer großrahmigen Kuh.

Ludger Wiewer stellt seinen Betrieb vor Fotos: Krabbenhöft

Nach diesem sehr interessanten Vortrag wünschte Björn Wiencken allen Besuchern ein erfolgreiches Jahr 2014 und hofft alle auf der Kreistierschau am 5.6.2014 begrüßen zu dürfen  W. Krabbenhöft

Foto: Böhnke

// Rind im Bild 1/2014

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// Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und Pinneberg ehrt neue 100.000-Liter-Kühe Auch in den letzten Monaten haben es im Kreisvereinsgebiet der Rot und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und Pinneberg wieder einige Kühe geschafft die magische 100.000 kg Marke zu überschreiten. Bei Familie Holst in Westermoor schaffte es die Stoll-Tochter „Cadina“ in ihrer 11 Laktation die Grenze von 100.000 kg Milch zu überschreiten. Die im Jahr 2000 geborene „Cadina“ brachte der Familie Holst ab ihrer ersten Kalbung im Jahr 2002 jedes Jahr ein Kalb und schaffte es in ihrer 6 Laktation auf beachtliche 11.848 kg Milch bei 4,32% Fett und 3,51% Eiweiß. Nur einige Häuser weiter erreichte die „St. Nr 58“ von Familie Behn in Westermoor die 100.000 kg Milchleistung. „St. Nr. 58, eine Patrick-Tochter, schaffte es in ihrer 3 Laktation auf 10.822 kg. Inzwischen befindet sie sich in ihrer 10. Laktation und ist wieder von Beasley tragend. Am Sonntag den 1.Dezember ehrte der Kreisverein der Rot- und Schwarzbuntzüchter mit 15 Züchterkollegen die Preval-Tochter „CanCan“ von Familie Krohn in Kummerfeld. Die Ehrung war gleichzeitig eine Überraschung für Heinz-Werner Krohn, der an diesem Tag seinen 62. Geburtstag feierte. „CanCan“ erreichte in ihrer 9. Laktation die magische Grenze von 100.000 kg Milch. Der Kreisverein gratuliert den Züchtern und ihren Familien zu diesem Erfolg und freut sich auf zukünftige Titelträgerinnen.



// Rind im Bild 1/2014

Foto: V. Hardt

W. Krabbenhöft

„Cadina“ von Familie Holst überschritt die Grenze von 100.000 kg Milch Foto: L. Reimers

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„Stall Nummer 58“ von Familie Behn im Kreis der Gratulanten des Kreisvereins

“CanCan” präsentiert sich in Top Form mit Familie Krohn den Gratulanten des Kreisvereine 

Foto: D. Wendorff-Rusch


// Jungzüchter

Jahreshauptversammlung

Der Landesvorstand der Jungzüchter Foto: Tordsen

Wie üblich fand am ersten Mittwoch des Dezembers die alljährliche Jahreshauptversammlung des Landesjungzüchterverbandes statt.

Unsere Kassenwartin Christina Klose berichtete über die Kassenentwicklung und konnte eine positive Bilanz verbuchen.

Christian Jacobsen begrüßte die angereisten Jungzüchter, Ehrengäste und Gäste in Vertretung für unsere beiden Vorsitzenden. Es folgte ein kleiner Jahresrückblick, in welchem über die Aktivitäten des letzten Jahres berichtet wurde. Hierzu gehörten die Auktion am Abend, all unsere Schauen, die Fittingseminare, die DHV-Schau, die NORLA, die Richterschulungen und natürlich unsere Jungzüchterfahrt nach Sachsen.

Im Anschluss erfolgten die Wahlen der Vorstandsmitglieder. Christina Klose, Wencke Reimers, Christian Jacobsen und Nicole Harder wurden in ihrem Amt bestätigt. Lea Holtmeier ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Für sie ist jetzt Christopher Wagner als neuer Beisitzer mit im Landesjungzüchtervorstand dabei. Wir wollen Lea sehr für die gute Zusammenarbeit danken und freuen uns, Christopher im Vorstand begrüßen zu dürfen.

Im weiteren Verlauf berichtete Matthias Leisen über Aktuelles aus der RSH eG. Er wies besonders auf die neuen BHV1-Bestimmungen in Schleswig-Holstein hin. Des Weiteren stellte er einige brandneue genomische Bullen vor und berichtete von der positiven Entwicklung der genomischen Jungbullen. Zum Abschluss hat Matthias Stührwoldt einige seiner „Geschichten vom Land“ erzählt. Bei Stücken wie „Der LAN-Killer“ oder „die Putenschlächterin“ wurde viel gelacht. Und als er die vielen Möglichkeiten von blauem Strohband hervorbrachte, dachten viele von uns an eigene Geschichten, die sie schon mit Sachsband erlebt haben.  M. Kuhrt

// Rind im Bild 1/2014

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// Jungzüchter

Preisrichterschulung wurde fortgesetzt Ende November 2013 fand eine weitere Preisrichterschulung der Jungzüchter statt, die auf zwei Schulungsabende aufgeteilt wurde. Ziel dabei war es, beim Rangieren und besonders beim Kommentieren, noch mehr ins Detail zu gehen. Wir waren zu Besuch auf den Betrieben von Hans Andresen in Böklund und bei der Rinderzucht Kaack GbR in Mözen, die uns beide erstklassige Schulungsmöglichkeiten boten. Die „Neuzugänge“ bei dieser Richterschulung bekamen zunächst eine Einweisung in die lineare Exterieurbeschreibung, während sich die anderen Teilnehmer bereits mit den Jungkuhklassen vertraut machen

konnten. Anschließend hatte jeder Teilnehmer die Aufgabe, die Kühe zu rangieren und sein Ergebnis per Zettel vor der Kommentierung abzugeben. Abschreiben war natürlich nicht erlaubt! Dann ging´s los. Alle Teilnehmer durften ihr Können unter Beweis stellen. Anfangs fiel es allen ganz leicht, aber bei den hinteren Platzierungen wurde es dann doch langsam schwierig, die richtigen Worte zu finden. Maßgebend für den Vergleich und die späteren Auswertungen war die Rangierung von Ingo Schnoor, welcher die Schulung leitete und immer wieder mit wichtigen Tipps Hilfestellung gab, aber auch mit Kritik nicht hinterm Berg hielt.

Zum Abschluss gab es für alle noch einen Imbiss und die letzten Fragen konnten in gemütlicher Runde geklärt werden. Zudem erhielten alle Teilnehmer einen kleinen „Spickzettel“ mit Kommentierungshilfen, die hoffentlich bei einer der nächsten Schulungsabende zur Anwendung kommen. Wir möchten uns sehr bei den Familien Andresen und Kaack für die Mühe bedanken und können schon heute sagen, dass wir bestimmt mal wieder anrufen werden.



Die Preisrichter der nächsten Generation bei der Arbeit

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// Rind im Bild 1/2014

M. Kuhrt

Foto: Reimers/Kuhrt


// Jungzüchter

Auf zur Jungzüchterschau nach Rausdorf

Am 30. März 2014 geht es wieder los. Der Jungzüchterclub der Kreise Stormarn, Segeberg und Herzogtum Lauenburg lädt zur Jungzüchterschau nach Rausdorf ein. Die Schau wird wieder in der Reithalle der Familie Burmeister stattfinden. Ab 11.00 Uhr werden Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 25 Jahren sich gegeneinander Messen. Die Jungzüchter freuen sich auf alle Verwandte, Bekannte und Zuchtinteressierte, die Lust haben, in den Wettbewerben mit den Teilnehmern mitzufiebern. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. 

Teilnehmer der Jungzüchterschau in Rausdorf 2013 Foto: Kuhrt

M. Kuhrt

Auf zur Jungzüchterschau nach Süderbrarup Bis zum 5. April werden alle Jungzüchter Ihre Tiere bestmöglich vorbereitet haben, um Richter und Publikum ihre Tiere bestmöglich zu präsentieren, denn jeder will der oder die beste Vorführerin bzw. Vorführer werden. Wie üblich findet die Schau in der Angeln-Halle in Süderbrarup statt. Gäste sind natürlich herzlich willkommen um unsere Teilnehmer anzufeuern und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. 

M. Kuhrt

Einige Vorführer mit ihren sehr gut vorbereiteten Tieren

Foto: Reimers

// Rind im Bild 1/2014

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// Jungzüchter

Einladung zur Jungzüchterschau Rendsburg-Eckernförde In diesem Jahr veranstalten die Kreisvereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis RendsburgEckernförde eine gemeinsame Jungzüchterschau in Gnutz. Die Jungzüchterschau findet am 13.April 2014 um 10.00 Uhr in der Halle der Familie Honermeier, Heinkenborsteler Weg 23 in Gnutz, statt. Auch in diesem Jahr werden 50 bis 60 engagierte Jungzüchter ihre Kälber und Rinder gekonnt vorbereiten und am Schautag dem Richter und dem Publikum vorstellen. Der Eintritt zur Schau ist frei und für das leibliche Wohl gesorgt. Alle Verwandte, Bekannte und an der Rinderzucht Interessierte sind herzlich eingeladen, unsere Schau zu besuchen. Alle Kinder und Jugendlichen, die sich zur Schau anmelden möchten, bitte bei Nicole Harder 04331 92321, Klaus-Jürgen Wichmann 04356 207 oder Paul Hameister 04392 5203 anmelden.  S. Bethke

Die Teilnehmer der Schau 2013

Foto: Krabbenhöft

Jungzüchterfahrt!

Teilnehmer der Jungzüchterfahrt 2013 nach Sachsen

Foto: M. Reimers

Dieses Jahr wird es nach Ostfriesland und ins Weser-Ems-Gebiet gehen. Start ist am 14.7.2014 und am 18.7.2014 sind wir wieder zu Hause.

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// Rind im Bild 1/2014


// Für Sie gelesen

Für Sie gelesen Bund und Länder ebnen den Weg für die nationale Umsetzung der GAP Bei einer Sondersitzung der Agrarministerkonferenz am 04.11.2013 in München haben sich die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern auf einen Kompromiss zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform verständigt. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser, begrüßte die Einigung: „Nach unserem hart erkämpften Durchbruch in Brüssel und intensiven Bund-Länder-Gesprächen haben die Agrarminister der Länder mit ihrem Beschluss am Montag den

Deutsche Rinderzüchter mit neuer Geschäftsführerin Zum 1. Dezember 2013 übernimmt Dr. Bianca Lind die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V. (ADR) mit Sitz in Bonn. Die 33-jährige Tierzüchterin arbeitet seit dem Jahr 2007 für die deutschen Zucht- und Besamungsorganisationen für Rinder und Schweine als Geschäftsführerin des Fördervereins Biotechnolo-

Weg für die nationale Umsetzung geebnet. Damit steht einer Zusatzförderung der kleinen und mittleren Betriebe und einem Plus an Umwelt und Nachhaltigkeit nichts mehr im Weg. Die deutschen Bauern erhalten Planungssicherheit bis zum Jahr 2020 und können Entscheidungen für ihre Zukunft treffen.“ Der Beschluss der Agrarminister basiert auf dem Konzept für die nationale Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP), das die damalige Bundesministerin Ilse Aigner Anfang Juli 2013 vorgelegt hatte. Im Mittelpunkt stehen dabei eine regional ausgewogene Verteilung der Finanzmittel sowie eine gezielte und stärkere Förderung der bäuerlichen unternehme-

rischen Landwirtschaft. Außerdem setzt der Bund bei der nationalen Umsetzung auf ein wirksames Greening ohne pauschale Flächenstilllegungen, die gezielte Unterstützung junger Landwirte sowie eine schrittweise Angleichung der Direktzahlungen in ganz Deutschland. Hinsichtlich der Förderung des ländlichen Raums begrüßt der Bund den Durchbruch bei der Verteilung der zur Verfügung stehenden Gelder. Mit dem einstimmigen Beschluss der Länderagrarminister besteht jetzt die Chance auf eine lückenlose Fortführung der Maßnahmen.

gieforschung e. V. (FBF), Bonn. In ihrer bisherigen Funktion war Frau Lind für die Gestaltung und Durchführung von Forschungsprojekten in Zucht und Besamung zuständig. Europaweite Anerkennung hat sie in den letzten Jahren durch ihre Fachkenntnisse im Bereich der Patente in der Tierzucht erhalten. Frau Lind, die auf einem Milchviehbetrieb in Nordhessen aufgewachsen ist, beschäftigte sich bereits zum Ende ihres Studiums der Agrarwissenschaften in Göttingen mit der Zucht und dem

Management in Spitzenbetrieben der Rinderproduktion. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit arbeitete sie mit den Zucht- und Besamungsorganisationen der Rassen Holstein, Fleckvieh und Braunvieh zusammen, um die Gewichtung der Gesamtzuchtwerte zu überprüfen. Im Anschluss an ihre wissenschaftliche Tätigkeit führte ihr Weg nach Bonn, wo sie ihre berufliche Tätigkeit beim FBF begann. ADR  ADR-Info 46/13 vom 19.11.2013

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// Für Sie gelesen

Bei Zabing RF (RZM 96, RZE 125) verändern sich bei 99 % Sicherheit nur noch die Töchterzahlen, nicht aber die Zuchtwerte. Die Qualität dieses Vererbers in der Uniformität der Funktionalität und des Exterieurs sind außergewöhnlich.

Klonen soll verboten werden Die Europäische Kommission will das Klonen in der Nutztierhaltung sowie die Vermarktung von Nahrungsmitteln, die aus Klonen erzeugt wurden, vorläufig verbieten. Das geht aus bislang internen Entwürfen hervor, die am 18.12.2013 veröffentlicht wurden. Die Behörde schlägt dazu zwei Richtlinien vor, mit denen die Mitgliedstaaten aufgerufen werden, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Die Regierungen sollen das Klonen für einen gewissen Zeitraum - voraussichtlich fünf Jahre - ebenso untersagen wie das Inverkehrbringen von geklonten Tieren beziehungsweise Embryonen. Gleichzeitig sollen sie sicherstellen, dass aus Klonen erzeugte Nahrungsmittel – also theoretisch vor allem Fleischund Milchprodukte – nicht auf den Binnenmarkt Maria v. Zabing RF, Besitzer: Tonnenberger Milch KG, Felm

gelangen, weder aus EU-Produktion noch aus Drittstaaten. Nach Ablauf der Frist sollen die Mitgliedstaaten der Kommission über ihre Erfahrungen mit dem Verbot berichten. Die Behörde will im Gegenzug evaluieren, wie sich die Klontechnik in der Zwischenzeit weiterentwickelt hat und welche Bewegung es auf internationaler Ebene gab – insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass ein Klonverbot derzeit vor allem aus Tierschutzgründen wünschenswert scheint. Untersuchungen zufolge haben Klone bislang öfter

Foto: Arkink

Missbildungen und sterben früher als vergleichbare konventionell gezüchtete Tiere. Eine Kennzeichnungspflicht für Produkte von natürlichen Nachkommen der ersten Generation sieht die Kommission dagegen zunächst nicht vor. EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg ist zwar nicht grundsätzlich gegen eine solche Maßnahme. Im Rahmen einer Aussprache mit seinen Amtskollegen gab es dem Vernehmen nach jedoch Widerstand, so dass EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso einen solchen Vorstoß der-

Mehr Rinder in Deutschland Die Tierhalter in Deutschland haben im Vergleich zum Vorjahr ihre Rinderherden aufgestockt; der Schweinebestand war hingegen rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, gab es zum Stichtag am 3. November 2013 im Bundesgebiet 12,69 Millionen Rinder; das waren fast 180.000 Tiere oder 1,4 % mehr als bei der Erhebung ein Jahr zuvor. Die positive Entwicklung am Milchmarkt führte dazu, dass der Milchkuhbestand binnen Jahresfrist um gut 77.000 Stück oder 1,8 % auf 4,27 Millionen Tiere wuchs. Mit Abstand die meisten Milchkühe hielten mit etwas mehr als 1,2 Millionen Stück die bayerischen Erzeuger, gefolgt von den Milchbauern in Niedersachsen mit rund 838.500 Tieren. Zusammen verfügten beide Bundesländer über fast die Hälfte des gesamtdeutschen Bestandes. Die Zahl der männlichen Rinder älter als ein Jahr, die in den nächsten Monaten als Bullen und Ochsen zur Schlachtung gelangen, nahm im Vorjahresvergleich sogar um 5,3 % auf 1,11 Millionen Tiere zu. Dies deutet auf einen recht gut versorgten Markt für männliche Schlachttiere in den ersten zwei Quartalen 2014 hin. Erneut verringert hat sich trotz Bestandszuwächsen 2013 die Zahl der Rinderhalter in Deutschland. Den Wiesbadener Statistikern zufolge gab es Anfang November noch rund 157.800 Betriebe mit Rindern auf dem Hof; das waren fast 3.700 Halter oder 2,3 % weniger als im November 2012. Überdurchschnittlich stark hat dabei die Zahl der Milchkuhhalter mit einem Minus von 4,0 % auf 79.500 Betriebe abgenommen. Im Schnitt wurden im Bundesgebiet 54 Milchkühe gehalten, wobei es eine große Spanne zwischen Bayern mit 33 Tieren und Brandenburg mit 219 Kühen gab. AgE  ADR-Info 01/14 vom 07.01.2014

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// Rind im Bild 1/2014

zeit noch für verfrüht hält. Das Vermarktungsverbot von Nahrungsmitteln von Klonen ist als reine Ratsrichtlinie vorgesehen. Das Europaparlament könnte gegen eine spätere Beschlussfassung zwar ein Veto einlegen, den Vorschlag aber nicht zum Zweck der Einführung einer Kennzeichnung umstricken.  AgE  ADR-Info 50/13 vom 17.12.2013

Genetische Ursache für Unfruchtbarkeit entdeckt Eine höhere Befruchtungsrate in der Rinderzüchtung verspricht ein aktueller Forschungserfolg, den Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) erzielt haben. Wie diese berichteten, haben sie im Gen TMEM95 auf dem Rinderchromosom 19 einen Defekt entdeckt, der Bullen unfruchtbar macht. Nun sei es durch einfache Gentests möglich, Träger des Defekts zu identifizieren. Sie könnten dann von der Züchtung ausgeschlossen werden. Das sei allerdings nur dann nötig, wenn der Bulle die Mutation sowohl vom Vater als auch Muttertier geerbt habe. Nur dann sei nämlich der Defekt phänotypisch ausgeprägt. Das Gen TMEM95 kodiert Hochschulangaben zufolge auf der Oberfläche der Spermienköpfe ein Protein, das die Bindung zwischen Samen


// Für Sie gelesen

Für Sie gesehen

Praktisch-RückenschonendTiergerecht Halterung zum Fixieren des Kopfes bei der Eingabe von Bolis, beim Drenchen oder sonstigen Behandlungen. Kein Kampf mehr mit der Kuh und schonend für den Rinderhalter!!

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// Personalien

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S. Bethke

Jubiläen bei der RSH eG 5 Jahre

und Eizelle vermittelt. Fehle das Protein infolge des Gendefekts, komme es fast nie zur Befruchtung. Ansonsten seien die Tiere völlig gesund und unauffällig. Für ihre Forschungsarbeiten verglichen die Wissenschaftler eigenen Angaben zufolge die Genome von insgesamt 40 wenig fruchtbaren Bullen mit den Erbinformationen von 8.000 normal fruchtbaren Tieren. Die Studie ist im Rahmen des Synbreed-Forschungsverbundes entstanden. Ihre Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal „Plos Genetics“ veröffentlicht.  AgE  ADR-Info 02/14 vom 14.01.2014

Pia Thies Jürgen Bahlmann

10 Jahre Angelika Kurschus

15 Jahre Heino Andresen

20 Jahre Sylvia Berndt Esther Kracht Axel Oldenbürger

30 Jahre Klaus-Jürgen Tramm

// Rind im Bild 1/2014

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// Personalien

Jubiläen beim LKV Neu bei der RSH eG / SVN Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG wird über ihr Tochterunternehmen SVN ihr Dienstleistungsangebot im Frühsommer dieses Jahres ausweiten, und zwar für den Bereich von Beratung und Betreuung von Großbetrieben in Fragen des Herdenmanagements. Hierzu hat die SVN zwei neue Mitarbeiterinnen eingestellt, es sind dies Frau Birgit Rosenberger und Frau Regina von Leesen. Birgit Rosenberger hat 2005 ihre Approbation als Tierärztin an der Universität in Leipzig erworben. In den ersten Jahren ihrer beruflichen Praxis hat Frau Rosenberger schwerpunktmäßig Rinderbestände betreut. Nach einer zweijährigen BabyPause hat sie auf verschiedenen Milchviehbetrieben weitere praktische Erfahrungen sammeln können. Frau Rosenberger unterstützt unser Team in der SVN. Regina von Leesen kommt von einem milchviehhaltenden Betrieb in Schleswig-Holstein und hat ihre Passion zu Rindern schon seit frühester Jugend aufgebaut. 2009 hat Frau von Leesen ihr Studium der Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität abgeschlossen. Es ist nicht verwunderlich, dass die Schwerpunkte ihrer Bachelorarbeit und ihrer Masterarbeit sich auch thematisch um die Kuh rankten. Nach kurzer Tätigkeit als Rinderspezialberaterin ist Frau von Leesen zum Ende des vergangenen Jahres bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG eingetreten. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Frau Rosenberger unterstützt sie das Team der SVN. Beide neue Kolleginnen bereiten sich zurzeit akribisch auf ihre neuen Aufgaben vor. Hierzu gehören unter anderem auch die Entwicklung von EDV-gestützten Beratungsprogrammen, die die RSH / SVN Mitte des Jahres als neues Dienstleistungsangebot präsentieren wird.  J. Ahlert, Dr. H. Kahle

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// Rind im Bild 1/2014

25 Jahre

beim Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V. Leistungsprüferin Hildegard Schmelow Am 1. Februar2014 blickte unsere Milchleistungsprüferin Frau Hildegard Schmelow aus Ellerau auf 25 Jahre Tätigkeit beim LKV zurück. Als sie am 1. Februar 1989 in den Dienst des Landeskontrollverbandes trat, geschah dies zunächst, um ihren Ehemann Wolfgang Schmelow, der zu dem Zeitpunkt bereits fast 20 Jahre als Milchleistungsprüfer beschäftigt war, zu unterstützen. Der Bezirk umfasste 30 Betriebe, 29 davon in der A-Kontrolle. Da zusätzlich der eigene kleine Milchviehbetrieb versorgt werden musste, war diese Lösung sinnvoll. In den folgenden Jahren kam es jedoch kontinuierlich zu Veränderungen. Der Anteil an B-Betrieben stieg, durch Bezirksneuschneidungen kamen weitere Betriebe in den gemeinsamen Bezirk. Nach der Aufgabe des eigenen Milchviehbetriebes Ende der 90er Jahre war Arbeitskapazität für die Aufstockung des MLPBezirks vorhanden. Im Jahr 2008 wurden schließlich 108 Betriebe betreut. Unerwartet und viel zu früh verstarb Herr Schmelow im Februar 2009. Den bis dahin gemeinsamen sehr großen Bezirk konnte Frau Schmelow nicht alleine weiter betreuen. Nach weitreichenden Neuschneidungen der Bezirke in der Region betreute Frau Schmelow 70 Betriebe. Die Zahl blieb seither annähernd gleich. In den 25 Jahren ihrer Tätigkeit für den LKV hat Frau Schmelow viele Veränderungen erlebt. Wenn es anfangs mit der hölzernen Probenkiste und der Balkenwaage per Fahrrad zu den Betrieben im Dorf ging, so geht es heute mit dem Dienstwagen, voll geladen mit Messgeräten und Ezi-Scannern, zu Betrieben im weiten Umland. Die Datenverarbeitung am PC ist heute genauso selbstverständlich wie früher die Datenmeldung per Strichelkarte. Frau Schmelow hat alle Veränderungen und Neuerungen souverän gemeistert und stets große Anpassungsfähigkeit bewiesen. Für ihre immer akkurate und absolut zuverlässige Arbeitserledigung verdient Frau Schmelow der Dank von Mitgliedern und Geschäftsführung. Wir wün-

schen Frau Schmelow für die kommenden Jahre alles Gute und weiterhin viel Freude an der Arbeit für die Mitglieder des Landeskontrollverbandes.   S. Springmann, LKV

25 Jahre

beim Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V. EDV-Sachbearbeiter Maik Holst Am 3. Januar 2014 wurde das 25-jährige Dienstjubiläum von Herrn Maik Holst in einer kleinen Feierstunde mit aktiven und ehemaligen Wegbegleitern in der Geschäftsstelle in Kiel begangen. Exakt am gleichen Tag vor 25 Jahren begann Herr Holst seine Laufbahn als Zuchtwart-Anwärter beim Landeskontrollverband. Zuvor hatte Herr Holst nach einer Ausbildung zum „staatlich geprüften Landwirt“ einige Zeit als Betriebshelfer gearbeitet. Durch ein Stellengesuch im Bauernblatt wurde der LKV auf ihn aufmerksam und nach einem kurzen Vorstellungsgespräch wurde man sich sehr schnell einig. Nach einer Einweisung in Kiel durchlief Herr Holst ein umfassendes, zweijähriges Ausbildungsprogramm, um später eigenverantwortlich die Aufgaben eines Zuchtwartes in einem Bezirk übernehmen zu können. Herr Holst war als Zuchtwart-Anwärter im Rahmen seiner Ausbildung in allen der damaligen drei Außendienststellen Wahlstedt, Hohenwestedt und Viöl tätig. Dadurch lernte er „Land und Leute“ und ihre Eigenheiten und Mentalitätsunterschiede - insbesondere unter dem Aspekt der Durchführung der Milchleistungsprüfung - in ganz Schleswig-Holstein sehr gut kennen. Dies sollte ihm für seine späteren Laufbahn von einigem Nutzen sein. Im Februar 1991 übernahm Herr Holst dann für mehr als sechs Jahre als eigenverantwortlicher Zuchtwart den Betreuungsbereich Südtondern. In diesem Bezirk war er damit u. a. zuständig für die Organisation der Milchleistungsprüfung einschließlich der Fehlerund Sachbearbeitung sowie die Führung und Anweisung der Leistungsprüfer.


// Personalien

In 1997 wurden infolge von Umstrukturierungen im Außendienst und der damit verbundenen Zentralisierung von Aufgaben geeignete Mitarbeiter für die Sach- und Fehlerbearbeitung in Kiel benötigt. Da Maik Holst ein ausgewiesener MLP-Fachmann und als ungemein „zahlenfest“ bekannt war, fiel die Wahl für den neuen Posten in Kiel auf ihn. Obwohl ihm die Entscheidung sicherlich nicht leicht fiel, immerhin ist damit auch eine tägliche Anreise von seinem Heimatort Rantrum nach Kiel verbunden, nahm Herr Holst dieses Angebot an und wurde im August 1997 nach Kiel versetzt. Herr Holst hat sich seither in der MLP-Sachbearbeitung durch seine sorgfältige und gründliche Arbeitserledigung nahezu unverzichtbar gemacht. Sein Gedächtnis für Zahlen ist legendär und erleichtert ihm die tägliche Arbeit und den Umgang mit Betriebsund Lebensnummern. Die in das Kieler Rechenzentrum eingehenden MLP-Daten werden zwar weitgehend automatisch überprüft und plausibilisiert, aber zur Lösung komplizierterer Fälle muss weiterhin manuell eingegriffen werden. Auch die Korrektur von Leistungen oder Abstammungen ist oft nur durch eine kompetente Sacharbeit zu erledigen. Häufig ist hierfür aber auch eine direkte Anfrage bei dem betroffenen Mitgliedsbetrieb erforderlich. Mit seiner ruhigen, kompetenten und praxisnahen Art gelingt es Herrn Holst dann, seinem jeweiligen Gesprächspartner meistens in Plattdeutsch, aber notfalls auch in Hochdeutsch, auch verzwickte Zusammenhänge zu erläutern und eine Klärung herbeizuführen. Über die Routinearbeiten hinaus hat sich Herr Holst auch durch fachliche Vorgaben an der Weiterentwicklung und Optimierung der MLP-Datenverarbeitung beteiligt. Über diese fachlichen Dinge hinaus hat sich Herr Holst stets als ein sehr angenehmer und zuverlässiger Mitarbeiter und Kollege erwiesen, der wegen seinem ruhigen, unaufgeregten und freundlichen Wesen sehr geschätzt wird. Ich bedanke mich auch im Namen der Mitglieder, des Vorstands und der Geschäftsführung sowie aller Kolleginnen und Kollegen bei Herrn Holst für die ausgezeichnet und zuverlässig geleistete Arbeit und das große Engagement. Für die Zukunft wünsche ich Herrn Holst weiterhin Gesundheit und viel Erfolg und Freude bei der Arbeit.



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GEA Farm Technologies // Rind im Bild 1/2014

71


// Tiergesundheit

Vortragsabende mit Dr. Katrin Mahlkow-Nerge und Christian Fischer mit den Themen: Vom Trockenstellen bis zur Besamung und Praxiserfahrungen mit dem RSH-Hypred Boluskonzept zogen mehr als 420 Zuhörer in den Bann

Am 06.01.2014 durften wir im Holstenhallenrestaurant in Neumünster mehr als 250 sehr interessierte Teilnehmer zu dem Vortragsabend begrüßen. Zu der inhaltlich gleichen Veranstaltung am 13.01.2014 im Bahnhofshotel Tarp erschienen 170 motivierte Vertreter aus den Mitgliedsbetrieben, die aufmerksam den Vorträgen von Dr. Katrin Mahlkow-Nerge und Christian Fischer folgten. Ziel der Veranstaltung war es, die Bedeutung des Fütterungsmanagements im Zeitraum Trockenstehphase bis zur erneuten Besamung praxisnah aufzuarbeiten und in dem Zusammenhang Praxiserfahrungen mit dem HyDiet RSH-Hypred Boluskonzept vorzustellen. Die große Teilnehmerzahl an den Veranstaltungen gleich zu Beginn des Jahres macht deutlich, dass sowohl die Wahl der Themen als auch der beiden Referenten auf großen Zuspruch und riesiges Interesse unserer Praxisbetriebe gestoßen sind. Dr. Mahlkow-Nerge, die Fütterungsexpertin der Landwirtwirtschaftskammer, stellte in ihrem Vortrag

72

// Rind im Bild 1/2014

sehr verständlich und praxisnah Stellschrauben im Fütterungsmanagement dar. Die negative Energiebilanz (NEB) in den ersten 80 Laktationstagen ist die zentrale Herausforderung für unsere Kühe, wobei die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Abfalls der NEB einen wesentlichen Einfluss auf die Körperabwehr des Tieres und damit auf die Anfälligkeit gegenüber Infektionen und somit deutlichen Einfluss auf die erbrachte Leistung haben. Ferner stellte sie in diesem Zusammenhang heraus, dass letztlich das Fruchtbarkeitsgeschehen der sensibelste Indikator für eine eventuelle energetische Überforderung der Kühe ist. Die größte Verantwortung trage in diesem Zusammenhang der Mensch als Begleiter der Kuh in dreierlei Hinsicht: Der Mensch gestalte - das Management von Trockenstehern und hochtragenden Färsen - die Hygiene bei und nach der Abkalbung - das Brunst- und Besamungsmanagement


// Tiergesundheit

Studien haben deutlich gemacht, dass mehr als 75 % aller Erkrankungen in der Frühlaktation ihren Ursprung in der Trockenstehperiode haben, wobei die absolut kritische Phase für die Tiergesundheit 10 Tage vor der Abkalbung beginnt. Das Ausmaß des Verzehrrückgangs in der letzten Woche vor der Kalbung bestimmt maßgeblich die Futteraufnahme in der ersten entscheidenden Woche nach der Kalbung. Für die Trockenstehphase besteht der Fütterungsgrundsatz - keine wesentliche Konditionszunahme - auf keinen Fall eine Konditionsabnahme. Aus diesem Grundsatz leitet Dr. Mahlkow-Nerge die Empfehlung einer zweiphasigen Trockensteherfütterung ab. Bei einer empfohlenen Gesamttrockenstehdauer von 7 – 8 Wochen wäre die Trockenstehphase I auf eine Energiedichte von 5,5 MJ NEL/kg TM einzustellen und die Transitphase II bei einer Dauer von 2 – 3 Wochen für Kühe und 1 – 2 Wochen für Färsen idealerweise auf 6,5 – 6,7 MJ NEL/kg TM zu justieren. Im Weiteren zeigte die Referentin sehr praxisnah die Schwierigkeiten in der Umsetzung des zweiphasigen Konzeptes in kleineren bis mittleren Bestandsgrößen auf und zeigte vergleichende praxistaugliche Lösungsansätze für einphasige Trockensteherfütterung mit „verdünnten“ Rationen laktierender Kühe, die auf 13,3 % Rohprotein (nXP) und 5,95 MJ NEL/kg TM eingestellt waren. Im Vergleich zur zweiphasigen Trockensteherfütterung konnte sie anhand von Versuchsergebnissen folgendes Fazit ziehen: Die einphasige Trockensteherfütterung bewirkte im Vergleich zur zweiphasigen: - höhere TM, NS und Energieaufnahme in der gesamten Trockenperiode, aber! geringe TM Aufnahmen in den letzten 14 Tagen vor der Kalbung - höhere Lebendmassezunahme der Kühe und Geburtsgewichte der Kälber! - höhere Ketosegefahr (höhere freie Fettsäuren und ß-Hydroxy Buttersäure) - höherer Futterverbrauch und Futterkosten (ca. 20 Euro/Kuh, Stand Herbst 2013) - wenn einphasige TS-Fütterung, dann nicht mehr als 6 Wochen Wenn aus arbeitswirtschaftlicher Sicht oder aufgrund der Fütterungstechnik keine Alternative zur einphasigen Fütterung besteht, sah die Referentin zwei praxistaugliche Lösungen in entweder: einer energiearmen (< 6 MJ NEL/kg TM) und Karmen TS-Ration, die nach der Kalbung eine langsamere Kraftfuttersteigerung erforderlich macht. oder

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73


// Tiergesundheit

einer energie- und kaliumarmen Ration für alle Trockensteher + 2 – 3 kg Kraftfutter mit MiFi Prophylaxe gezielt für die Transitkühe am Fangfressgitter, das allerdings vorhanden sein müsste. Schließlich gab Frau Dr. Mahlkow-Nerge wertvolle Hinweise zur Milchfieberprophylaxemaßnahme in der Fütterung, sowie zu Managementfaktoren rund um die Abkalbung. Den Zusammenhang zwischen negativer Energiebilanz und stiller Brunst, Brunstlosigkeit bis hin zu erhöhten Resorptionsraten stellte sie klar und brachte es mit dem Zitat „Tiere die abnehmen, nehmen nicht auf!“ auf den Punkt. Sie warnte vor zu frühem Besamungsbeginn nach der Abkalbung und machte deutlich, dass ein stabiler Zyklus die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Besamung ist. Im zweiten Vortrag stelle Christian Fischer aus Brunsbek seine Erfahrungen mit dem Einsatz von Boli aus dem RSH/Hypred HyDiet Konzept vor. Christian Fischer, der mit seiner Frau Steffi den bekannten Zuchtbetrieb mit 85 Kühen bei einer durchschnittlichen Lebensleistung von über 40.000 kg Milch mit eigener Nachzucht und 125 ha Acker- und Futterbau bewirtschaftet, stellte einleitend heraus, dass die Steuerung der Periode um die Abkalbung für ihn eine der wesentlichen Herausforderungen in der Begleitung seiner Herde sei. Die Kühe lägen ihm am Herzen und das vorhandene genetische Leistungspotential könnte insbesondere über eine möglichst lange Nutzungsdauer auch wirtschaftlich voll zur Geltung gebracht werden. Der Start in die jeweils nächste Laktation entscheidet meist darüber, wie lange das Tier in der Herde bleibt. Aus diesem Grund haben neben intensiver Tierbeob-

74

// Rind im Bild 1/2014

achtung im Hinblick auf maximale Futteraufnahme als Indikator für die Fitness Vorbeugemaßnahmen bei Hinweisen auf Ketose oder Acidose seit Jahren für ihn einen hohen Stellenwert. Die Stoffwechselbelastung der frisch laktierenden Kuh setzt schon vor der Abkalbung ein, deshalb ist das vorbeugende, vorausschauende Handeln für ihn ein entscheidendes Instrument im Herdenmanagement. Als Prophylaxemaßnahmen hat Christian Fischer bisher Glucose-Infusionen, Boli verschiedener Hersteller oder Prophylenglycol im Drenchverfahren eingesetzt. Der meist eher kurzfristige Effekt dieser Maßnahmen sei es, der ihn auch angetrieben hat, nach nachhaltigeren Lösungen in der Vorbeuge zu suchen. So ist er anlässlich der Abendauktion der RSH im Januar 2013, bei der auch das RSH-Hypred HyDiet Bolusprogramm eingeführt wurde, auf dieses Konzept aufmerksam geworden. In den nächsten Monaten setzte er die Boli probeweise bei Einzelkühen zum Vergleich mit den sonstigen betriebsüblichen Vorbeugemaßnahmen ein. Diese Erfahrungen waren ihm so auffällig, dass er nunmehr für sich abklären wollte, ob die positiven Beobachtungen an seinen Kühen vielleicht zufällig seien. Von Ende Juli bis Mitte Oktober standen über 20 Abkalbungen konzentriert an, auch von älteren Kühen, sodass ein Feldversuch zur Objektivierung durchgeführt werden konnte. Insgesamt wurden 16 Kühe mit dem HyDiet Bolusprogramm versorgt und 5 Kühe als Kontrollgruppe mit dem betriebsüblichen Konzept. Die HyDiet Bolusgruppe erhielt das Starter Programm bestehend aus: 2 Boli PHYSIO (= P) 1 Woche vor der Kalbung 2 Boli RUMEN (=R) zur Abkalbung 1 Bolus VITAMINS (=V) nach 7 – 10 Tagen

In nachfolgender Tabelle sind die Anwendungen mit P – R – V gekennzeichnet. Drei Tiere, die bereits starke Ketosehinweise hatten, wurden erst Wochen nach der Abkalbung mit in die Boligruppe einbezogen und erhielten neben dem oben genannten Starterprogramm zusätzlich 2 Boli PHYSIO. Diese Tiere sind in der Tabelle mit P-P-R-V gelistet. Zur Verlaufskontrolle wurden von allen Tieren jeweils zwei Blutproben im Abstand von vier bis sechs Wochen zur Bestimmung der Beta-HydroxyButtersäure und der freien Fettsäuren als Indikator für die Ketosebelastung der Tiere gezogen. In der nachfolgenden Übersicht sind die Maßnahmen und Befunde des Feldtests zusammengefasst.


// Tiergesundheit

Herr Fischer stellte in diesem Zusammenhang den großen Wert des Blutketosetests heraus, den er bei Verdacht bei Einzelkühen ohnehin durchführen lassen würde, aber er doch überrascht gewesen sei,

wie hoch die ketogene Belastung von Kühen, die er bei intensiver Tierbeobachtung für „voll fit“ gehalten habe, im Bluttest als deutlich belastet und gefährdet schon vor der Abkalbung herausgestellt

Tabelle 1

HydroxyBlutbuttersäure probe 1 (µmol/l) -1

haben. Seine erste Empfehlung lautete vor diesem Hintergrund in der betrieblichen Alltagsroutine eines guten Herdenmanagements mehr mit dem Ketosetest, auch vor der Abkalbung, zu arbeiten,

Laktationsnr.

gekalbt am

HY Diet

Eingabe ab

Katja

4

20.07.

P-R-V

10.07.

10.07.

657,31

0,48

17.09.

688,32

0,49

Media

2

21.07.

P-R-V

15.07.

14.08.

965,76

0,40

17.09.

779,52

0,15

Marie

2

07.08.

P-R-V

01.08.

14.08.

949,44

0,31

17.09.

652,23

0,22

Kandia

4

11.08.

P-R-V

01.08.

14.08.

601,92

0,37

17.09.

598,34

0,28

Madlene

2

07.09.

P-R-V

02.09.

14.08.

815,04

0,10

17.09.

829,44

0,52

New York

1

14.09.

P-R-V

01.09.

14.08.

656,64

0,66

27.09.

720,25

0,36

Kanja

4

16.09.

P-P-V

02.09.

14.08.

645,32

0,28

17.09.

668,71

0,38

Glora

7

22.09.

P-R-V

12.09.

17.09.

812,16

0,56

05.11.

459,84

<0,01

Vera

3

03.10.

P-R-V

25.09.

17.09.

742,36

0,51

05.11.

815,04

0,38

Kelli

4

15.10.

P-R-V

01.10.

17.09.

963,30

0,58

05.11.

679,68

0,39

Liesa

4

15.10.

P-R-V

01.10.

27.09.

788,21

0,42

05.11.

533,76

0,20

Nashville

2

18.10.

P-P-V

03.10.

27.09.

634,40

0,38

05.11.

670,08

0,06

Marita

3

22.10.

P-P-V

12.10.

27.09.

998,00

0,36

05.11.

491,84

0,29

Nanina

2

20.07.

P-P-R-V

15.08.

14.08.

1660,80

0,18

17.09.

785,28

0,19

Georgia

5

20.07.

P-P-R-V

15.08.

14.08.

5119,68

1,23

10.09.

617,28

0,23

Lulu

3

25.07.

P-P-R-V

15.08.

14.08.

2290,56

0,41

17.09.

969,60

0,44

Kuh

Laktationsnr.

gekalbt am

HY Diet

Eingabe ab

Nanja

1

14.08.

14.08.

720,36

0,39

17.09.

753,31

0,41

Milena

2

23.08.

14.08.

1221,03

0,51

17.09.

1421,73

0,48

Hedda

6

01.09.

14.08.

882,76

0,51

05.11.

609,60

0,01

Melissa

2

09.09.

14.08.

992,82

0,34

17.09.

1442,32

0,68

Gina

6

22.09.

17.09.

474,24

0,26

05.11.

1221,12

0,83

Kontrollgruppe

HydroxyBlutbuttersäure probe 1 (µmol/l) -1

Freie Fettsäuren (mmol/l) -1

Freie Fettsäuren (mmol/l) -1

Blutprobe 2

HydroxyFreie Fettsäuren buttersäure (mmol/l) -2 (mmol/l) -2

Kuh

Blutprobe 2

HydroxyFreie Fettsäuren buttersäure (mmol/l) -2 (mmol/l) -2

// Rind im Bild 1/2014

75


// Tiergesundheit

denn die Kosten seien im Hinblick auf den Nutzen und den Informationswert zu vernachlässigen. Anhand von Einzelkühen zeigte Christian Fischer seine sehr positiven Erfahrungen mit dem HyDiet Bolusgprogramm auf und berichtete auch über das beeindruckende Ergebnis von drei Kühen, die eine hohe ketogene Belastung hatten und erst nach der Abkalbung ins Bolusprogramm einbezogen wurden. Diese Kühe erhielten drei Wochen nach der Kalbung mit dem Programm (P-P-R-V) PHYSIO, PHYSIO, RUMEN, VITAMINS eine entscheidende Unterstützung. Die Eingabe der Boli erfolgte 2 Boli PHYSIO 3 – 4 Wochen nach der Kalbung, nach weiteren 5 Tagen nochmals 2 Boli PHYSIO, 10 – 12 Tage später 2 Boli RUMEN und schließlich weitere 10 – 14 Tage später 1 Bolus VITAMINS. Als Empfehlung aus seinen Erfahrungen leitete Herr Fischer für die Vorbeuge in der Praxis ab: - Normalkonditionierte Kühe PHYSIO (1 – 2 Wochen vor Kalbung) – RUMEN – (Kalbung) – VITAMINS – (ca. 10 Tage nach Kalbung) - Überkonditionierte Kühe PHYSIO (1 – 2 Wochen vor Kalbung) – PHYSIO (Kalbung) – VITAMINS (ca. 10 Tage nach Kalbung)

Insgesamt zog der Referent aus dem Feldtest mit dem RSH Hypred Bolus Programm folgende Schlussfolgerungen: - deutliche Stabilisierung des Stoffwechsels in der Frühlaktation - höhere Milchleistung um ca. 5 % im bisherigen Beobachtungszeitraum - deutlich verbesserte Fruchtbarkeitsergebnisse (siehe Übersicht) - positives Erscheinungsbild im bisherigen Laktationsverlauf Überraschend sei für ihn auch der Blick auf die Besamungskarte bei der Routineträchtigkeitsuntersuchung gewesen, dort zeigte sich folgendes beeindruckendes Bild (siehe Tabelle 2): Christian Fischer zog aus dem Feldtest in seiner Herde folgendes Fazit: - unkomplizierte Anwendung des HyDiet Bolus Programms - Kosten pro Kuh für das Laktationsstartprogramm 45 Euro - Milchleistung (gerechnet in den ersten 100 Tagen) + 30 Euro - kürzere Zwischenkalbezeit + 60 Euro - besseres Allgemeinbefinden + ?? Euro

und empfahl unter dem Hinweis, dass vorbeugendes Handeln im Herdenmanagement die entscheidende Größe für die Nutzungsdauer unserer Kühe ist, die Anwendung des RSH-Hypred Boluskonzeptes. „Jeder könne es ja mal mit Einzeltieren ausprobieren und eigene Erfahrungen machen.“ In den anschließenden lebhaften Diskussionen stellten sich beide Referenten Fragen der sehr interessierten Zuhörer. Im Anschluss wurde bei einem Imbiss noch intensiv weiterer reger Gedankenaustausch betrieben und Frau Dr. Katrin Mahlkow-Nerge sowie Christian Fischer mehrfach ein großes Lob für die praxisnahen, gut verständlichen Vorträge mit klaren, anwendungstauglichen Empfehlungen für die tägliche Routine von den Veranstaltungsteilnehmern ausgesprochen. Ein besonderer Dank gilt auch Frau vom Endt, der Verantwortlichen für den Bereich Landwirtschaft der Firma Hypred sowie Frau Telse Meggers, der Gebietsleiterin der Firma Hypred, die vorbehaltlos und ergebnisoffen den Feldversuch und die Ausgestaltung der Vortragsabende unterstützt haben. Wir bedanken uns für die guten Vorträge bei den Referenten sowie bei allen Teilnehmern für ihren Beitrag zu den gelungenen Veranstaltungen.  Dr. E. Hasenpusch

Tabelle 2 Kuh

Laktation

gekalbt am

Anzahl Besamung bisher

letzte Besamung am

TU Ergebnis

am

Katja

4

20.07.

2

18.11.

+

03.01.

Media

2

21.07.

1

08.12.

?

Marie

2

07.08.

1

09.10.

+

Kandia

4

11.08.

1

02.12.

?

Madlene

2

07.09.

1

02.11.

+

New York

1

14.09.

1

12.12.

?

Kanja

4

16.09.

1

08.12.

?

Glora

7

22.09.

1

20.11.

+

Vera

3

03.10.

z.Zt. 50 kg Milch

Kelli

4

15.10.

z.Zt. 48 kg Milch

Liesa

4

15.10.

z.Zt. 52 kg Milch

Nashville

2

18.10.

Zwillingsgeburt, ca. 40 kg Milch

Marita

3

22.10.

1 (Zwillingsgeburt)

22.12.

?

Nanina

2

20.07.

2

13.10.

+

25.11.

Georgia

5

20.07.

z.Zt. 45 kg Milch

Lulu

3

25.07.

2

05.11.

+

03.11.

Kuh

Laktation

gekalbt am

Anzahl Besamung bisher

letzte Besamung am

TU Ergebnis

am

Nanja

1

14.08.

3

24.12.

?

Milena

2

23.08.

3

23.12.

?

Hedda

6

01.09.

z. Zt. Bei 2 PK-Terminen Zysten

Melissa

2

09.09.

3

21.12.

?

Gina

6

22.09.

1

25.11.

?

25.11. 03.01.

03.01.

Kontrollgruppe

76

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// Zucht

Dezember-Zuchtwerte 2013 für töchtergeprüfte Bullen mit wenigen Überraschungen Schwarzbunt Dank einer leichten Steigerung in Nutzungsdauer (RZN 124) und Töchterfruchtbarkeit (RZR 118) kann Guarini die Listenspitze verteidigen (RZM 132, RZE 125). Dieser NOG Austauschvererber zeigt immer deutlicher, dass er der wohl einer der besten Goldwin-Söhne ist und zu recht im RSH-Gebiet sehr stark eingesetzt wird. Auf dem zweiten Platz bleibt Magorian. Einer der höchsten Aufsteiger ist Elburn RF jetzt auf #3 (RZG 142, +5). Er kann den sehr positiven Eindruck der ersten abgekalbten Töchter jetzt auch deutlich gegenüber dem Debut im August gestiegenen Zahlen umsetzen (RZE 121, +10). Seine Zuchtwerte (RZM 136, +3) beruhen bereits auf 116 Töchtern. Elburn wurde als genomischer Jungbulle bereits als Bullenvater stark eingesetzt. Mavid zeigt sich ganz konstant. An #5 steht der höchste Neueinsteiger: Jukebox. Ihm folgt Bakombre. Billard (#7, RZM 133) gewinnt auch diesmal mit zusätzlichen Töchtern 3 Punkte im RZE. Seit April hat er insgesamt 8 Punkte auf jetzt 118 (Euter 113) zugelegt. Mit fehlerfreiem Linear, neutralem Eiweiß bei viel Milch und hoher Nutzungsdauer (RZN 124) sowie keinerlei Schwächen in den funktionalen Merkmalen bietet sich dieser Billion-Sohn aus O-Man x Durham inzwischen für den breiten Einsatz an. Jardin-Sohn Jugador (#8) bleibt einer der höchsten Leistungsvererber in der Topliste (RZM 145, +2.285 kg Milch, +0,06 % Eiweiß) und hat mit RZE 118 ein gutes Exterieur-Niveau. Mit etwas Verzögerung kommen jetzt die Töchter von Goldday aus dem Einsatz als genomischer Vererber. Seine Töchterzahl verdreifacht sich auf 355. Dies hat positive Auswirkungen auf seine Zuchtwerte (RZM 118, +2; RZE 134, +3) und er kann in die Top-10 aufsteigen. RSH Vererber bestätigen ihre Qualität Die beiden stärksten Vererber der RSH nach RZG sind NOG Barkee (RZG 132) und Tunderbold (RZG 133) NOG Barkee RF, +2.131 kg Milch, RZM 132), der ebenfalls den Rotfaktor hat, gehört zu den besten Mr. Burns-Söhnen. Seine Mutter ist nicht irgendeine Jefferson-Tochter, sondern die Halbschwester zu NOG Mato, dem gefragten Mascol-Sohn. NOG Barkee RF zeigt ein solides Linearbild (RZE 113) mit Stärken im Milchtyp und Fundament. Wie viele Mr. Burns-Söhne sollte auch er nicht auf Rinder angepaart werden (RZKd 88). Die Nach-

Nette v. NOG Barkee RF, Besitzer: Oliver Störtenbecker, Bad Oldesloe - NOG Barkee RF zeigt ein solides Linearbild (RZE 113) mit Stärken im Milchtyp und Fundament Foto: KeLeKi

Neuzeit v. Zeidler, Besitzer: Tonnenberger Milch KG, Felm - die Stärken des ersten töchtergeprüften Zar Sohnes Zeidler sind die Sekundärmerkmale Foto: Geverink

zuchtgruppe der RSH eG auf der DHV-Schau von NOG Barkee RF überzeugte insbesondere in allen Exterieurmerkmalen und wird nachhaltig Leistung bei seinen Nachkommen steigern. Tunderbold ist aktuell der höchste Titanic Sohn, der nachhal-

tig seinen Zuchtwert (RZG 133) bestätigen konnte. Der erste töchtergeprüfte Zar-Sohn Zeidler aus Goldwin von der RSH eG steigt weiter. Mit klar verbesserten RZM 117 und RZE 115 gegenüber seinen genomischen Werten. Seine Stärken sind die

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Nuja v. Juman, Besitzer: Maik Bornholdt, Borstel-Hohenraden – Juman bestätigt seine enorme Leistungsvererbung mit soliden Inhaltsstoffen Foto: KeLeKi

Sekundärmerkmale. Bei diesem aus der gleichen Kuhfamilie wie NOG Salem und Meido stammenden Vererber erwarten wir funktionelle Laufstallkühe mit etwas unterdurchschnittlicher Melkbarkeit. Juwel entpuppt sich nach RZG immer mehr als erfolgreicher Bullenvater. Allerdings sind viele JuwelSöhne nur durchschnittlich im Exterieur, wenn auch meist ohne echte Fehler. So der RSH-Vererber Juman (MV: O-Man); RZG 127;, RZM 122, RZE 101. Juman, der schon auf Basis genomischer Zuchtwerte stärker eingesetzt wurde, bestätigt die enorme Leistungsvererbung mit soliden Inhaltsstoffen und wird bei günstigen Kalbungen funktionelle Laufstallkühe ( RZN 119) bringen. Der genomisch bereits stark gefragte Hornlosbulle und Rotfaktorträger Magna P RF kann nicht nur

seine Töchterzahl auf 443 mehr als verdoppeln, sondern steigert sich in Leistung und Exterieur auch deutlich. Dieser hornlose Vererber überzeugt bei solider Leistung mit guter Milchmenge, bester Eutergesundheit und sehr guter Eutervererbung. Als einer der wenigen Hornlosbullen, die über einen sicheren Zuchtwert verfügen, ist er eine hervorragende Anpaarungsalternative. Bei Zabing RF (RZM 96, RZE 125) verändern sich bei 99 % Sicherheit nur noch die Töchterzahlen, nicht aber die Zuchtwerte. Die Qualität dieses Vererbers in der Uniformität der Funktionalität und des Exterieurs sind außergewöhnlich. Die ersten Töchter von Terbium (Titanic x Rudolph) und Brigade (Best x Durham) aus dem Wiedereinsatz sind neu in den Zuchtwertschätzungen

Carie Töchter von Ingwer Martin Carstensen, Lütjenholm - Carie besticht mit seinem RZG von 130 und einem TOP Exterieur (RZE 125)

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dazu gekommen. Sie bestätigen das hohe, stabile Niveau dieser beiden TOP-Vererber. Während Terbium nachhaltig die Milchmenge und Fitness der Nachkommen verbessert, sollte Brigade seine Stärken eher in den Inhaltsstoffen und der tadellosen Exterieurvererbung haben. Lemmna (Laudan x Jocko Besn) ist der Bulle für Eutergesundheit und Funktionalität, der Laufstallkühe bringen wird, die jeder in seinem Stall haben sollte. Seinen Ruf als überragender Leistungsvererber unterstreichen die Zuchtwerte von Elenus (Encino x Manager ET). Bei hoher Milchmenge mit gutem Eiweiß bringt er Kühe mit etwas weniger Substanz, die über gute Fundamente und solide Euter verfügen. Als Gewinner in der ZWS erweisen sich die ShottleSöhne Schamura und Sameo. Mittlerweile sind sie auf dem gleichen Niveau wie Schaffner und Samburu und werden nachhaltig Verbesserungen im Körper und Euter bringen, was sich positiv auf die Nutzungsdauer auswirkt. Bei der Anpaarung sollten wir die Melkbarkeit beachten. Die Goldwin-Söhne Gouda und Glabot, beides komplette Exterieurvererber mit mittlerer Leistung, runden das RSH-Angebot der töchtergeprüften Vererber ab. Darüber hinaus stehen aus dem Vererberaustausch mit der NOG, DTG und CRI zahlreiche TOP Vererber zur Verfügung die nachhaltig die Zucht in unserem Lande verbessern können. Das Vererberangebot wird ergänzt durch Bullen des DTG und NOG- Vererberaustausches, so dass für alle Anpaarungen die richtigen Vererber in bester Qualität verfügbar sein werden. Rotbunt Bei Rotbunt mischen diesmal die Malvoy-Söhne die Topliste kräftig auf und stellen sowohl die brandneue #1 als auch #3. Der neue Listenanführer heißt Malden und ist ein Malvoy aus Mascol x Stadel. Seine sehr hohe

Foto: Geverink


// Zucht

Leistungsveranlagung (+2.153 kg Milch, +0,0 % Eiweiß, RZM 136) dürfte er dabei nicht nur von Vater Malvoy, sondern auch von seiner VG 87-Mutter haben, Innerhalb des Exterieurs (RZE 115) stechen die sehr guten Fundamente (133) mit insbesondere sehr guter Bewegung hervor. An #3 befindet sich ebenfalls ein sehr hoher neuer Malvoy-Sohn: Maico. Auch er ist leistungsstark (RZM 125) mit guten Fundamentwerten (117, RZE 112) auf Grundlage von 71 Töchtern. Zwischen den beiden Neulingen steht Elwood. Trotz Verdoppelung der Töchterzahl auf 1.764 zeigt sich Tableau an #4 ganz konstant mit RZM 119, RZE 119, RZS 109, RZN 123 und RZR 101. Laron P (#7) bleibt mit jetzt 129 Töchtern der höchste Hornlosvererber in der Topliste. Nach seinem hervorragenden Debut und der guten Töchtergruppe kann er seine hohen Zahlen voll bestätigen. RSH Vererber Carie und Edway sind TOP Allroundvererber Der aktuell höchste Rotbuntvererber der RSH eG ist Carie, ein Carmano-Sohn aus der Zucht von Ingwer Martin Carstensen, Lütjenholm. Mit seinem RZG von 130 besticht er mit TOP Exterieur (RZE 125) Vor allem die Fundamente sind mit 132 überragend. Sein ausgeglichenes lineares Profil, die TOP Zuchtwerte in allen funktionellen Merkmalen (RZN 117; RZS 115; RZR 116) zeichnen ihn als sicheren Leistungsvererber mit überragenden Funktionalitätszuchtwerten aus. Carie stammt aus einer bereits in der zweiten Laktation mit VG 89 bewerteten September-Tochter. Er kann als Allroundvererber für alle Merkmale breit eingesetzt werden. Carie ist für Färsenbesamungen nicht geeignet. Leuron P hat die ersten Töchter in der Zuchtwertschätzung. Er konnte die positiven Erwartungen auf Basis der genomischen Zuchtwerte voll bestätigen. Dieser Lawn Boy Sohn aus Classic ist ein Hornlosvererber, dessen Markenzeichen sichere Milchmenge, gute Nutzungsdauer und beste Eutervererbung sein sollte. Die Edway-Töchter sind jetzt in der zweiten Laktation und lassen seine Zuchtwerte unverändert (RZM 106, +0,11 % Eiweiß, RZE 126;). Er dürfte aktuell einer der komplettesten Vererber der Rotbuntzucht sein und überzeugt besonders nachhaltig durch die uniforme Exterieurvererbung und überragende Fitness-Werte. Von ihm steht bei der RSH eG auch gesextes Sperma zur Verfügung. Er ist sicherlich der kompletteste Elayo-Sohn der Rotbuntzucht. Emdaru bleibt konstant bei RZM 124 und RZE 115. Lamus ist ein Lawn Boy-Söhne der RSH eG, allerdings ohne das Hornlosgen. Die Stärken von Lamus (MMV: Clifhanger) liegen mit RZM 108 und RZE 113 vor allem im Euter (114). Außerdem ist er für Rinderbesamungen geeignet.

Mistral v. Jelbrix, Besitzer: Claus Solterbeck, Beringstedt - Jelbrix bringt eine stabile Leistung und funktionelle Kühe Foto: Geverink

Seinen Zuchtwert bestätigt hat Jimke (Joyboy x Reno 2). Er zeigt mit RZM 106/RZE 119 ausgeglichene Zuchtwerte, und ist ein Allroundvererber in allen Merkmalen. Sein Halbbruder Jelbrix bringt bei etwas weniger Substanz eine stabile Leistung und funktionelle Kühe. Tonikum bekommt erstmals größeren Töchterzuwachs, die seine Zuchtwerte stabil gehalten haben. Bei RZG 119 überragen die Exterieurzuchtwerte (RZE 132). Insbesondere die Euterqualität mit 134 ist für einen Wiedereinsatzbullen außergewöhnlich. Mit bester Nutzungsdauer und Zellzahl ist er im Bereich der Fitness überzeugend. Abgerundet wird das RSH-Angebot durch die Bullen Vincente und Aval. Beide haben bereits viele Töchter aus dem Wiedereinsatz, die in den Betrieben überzeugen. Insbesondere Vincente konnte nachhaltig den guten Eindruck durch eine überragende Nachzuchtgruppe auf der DHV-Schau bestätigen. Rotbunt DN In der Abteilung Rotbunt DN steht eine breite Palette solider Leistungs- und Exterieurvererber an der Spitze, die sich kaum im Zuchtwert verändert hat. Die ersten Plätze belegen mit Oskur DN (Orinat x Tajax) und Berus DN (Bas x Dorus), die über ausgeglichene Vererbungsprofile verfügen. Die Stärken von Oskur DN sind seine sehr hohe Milchmengenvererbung, die hervorragenden Funktionalitätszuchtwerte und die starke DN Typ und Körpervererbung bei durchschnittlicher Euteraufhängung. Berus DN gehört zu den Vererbern mit sehr guter Mast- und Schlachtleistung, der bei solider Milch-

menge ein in allen Merkmalen ausgeglichenes Vererbungsbild zeigt und breit eingesetzt werden kann. Mit Malborix DN (Matthijs x Buster) folgt ein durchschnittlicher Milchmengenvererber mit höchsten Eiweißprozenten, dessen Stärke in der Eutervererbung und Melkbarkeit zu finden ist. Maxime DN, ein Marnuel-Sohn aus Silo, ist sicherlich der stärkste Exterieurvererber. Er bringt Nachkommen mit viel DN Typ, guter Bemuskelung und Substanz, die korrekte Fundamente haben und in den Eutern zu gefallen wissen. Mit RZG 116 stieg Damian DN, ein DuisenbergSohn neu in die Zuchtwertschätzung ein. Bei leicht negativer Milchmenge überzeugt er mit +0,30 % Fett und +0,34 % Eiweiß. Er ist ein solider Exterieurvererber mit guter Eutergesundheit, der auch in den Geburten normal sein sollte. In der Fleischleistung überragen die beiden Vererber Dadius DN und Matoma DN. Mit ihrem RZFL von 128 bzw. 129 sind sie die Spitzenreiter in diesen Merkmalen. Dabei glänzt Dadius bei etwas knapperem Eiweiß mit hoher Milchmenge und guten Eutern, sollte aber an Kühe mit besten Fundamenten angepaart werden. Matoma DN (Mark x Silo) überzeugt bei mittlerer Milchmenge durch solide Exterieurzuchtwerte. Abgerundet wird das Angebot mit dem Exterieurvererber Biom DN (Bas x Parole) und dem Dorus-Sohn Daylight DN, einem soliden Allrounder. Insgesamt steht ein breites Angebot unterschiedlicher Abstammungen zum Einsatz, die in den ökonomisch wichtigen Merkmalen nachhaltige Verbesserungen bringen werden und auf Grund der Blutführung ein breites Anpaarungsspektrum bieten.

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// Zucht

Damian DN steigt mit RZG 116 neu in die Zuchtwertschätzung ein

Foto: Arkink

sind im positiven Bereich. Karlslund kann als der neue Fitnessbulle im Angler Bereich bezeichnet werden. Hardy – der Orraryd-Sohn aus einer Zamba Vollschwester von Familie Jensen aus Südensee - erreicht RZG 125. Hardy ist ein Milchmengenvererber. Die Töchter aus dem Testeinsatz melken nun in der 3. Laktation und entwickeln sich im Körper enorm weiter. Bei der Anpaarung sollte die Zellzahl berücksichtigt werden. Elegier bekommt nun Töchter aus dem Wiedereinsatz hinzu, diese untermauern seine Leistungszahlen. Die Nutzungsdauer liegt trotz unterdurchschnittlicher Fruchtbarkeit bei 115. Der Valedo-Sohn hat einen Zellzahlzuchtwert von 135! und sollte in diesem Bereich angepaart werden. Faxe stammt auch aus der Mutter von Elegier. Er vererbt sehr hohe Inhaltsstoffe bei knapper Milchmenge. Die Sekundärmerkmale sind durchweg hoch positiv. Aufgrund der Blutführung eignet Faxe sich für die Kreuzungszucht. Elkor, Impalu und Haithabu bestätigen ihre Zuchtwerte und runden das Angebot ab und sind bekannt für ihre solide Leistungs- und Exterieurvererbung. Nähere Information zu den weiteren angebotenen Bullen erhalten Sie im Internet und in den aktuellen Bullenkarten sowie Mitteilungsblättern der RSH eG.

Genomische Vererber

Nancy v. Loyd, Besitzer: Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf – Loyd bleibt mit RZG 128 an der Spitze

Angler Der Orraryd Sohn Loyd aus der Zober Tochter Gibsy, von der Henningsen GbR in Bockholm, bleibt mit RZG 128 an der Spitze. Die Töchterzahl hat sich inzwischen fast verdreifacht, dadurch steigt die Sicherheit des Zuchtwertes. Die Milchmenge ist auf +1.090 kg gefallen, jedoch bei neutralen Eiweißprozenten. Die Sekundärmerkmale, wie Zellzahl, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und Kalbeverlauf sind positiv. Die Loyd-Töchter sind jedoch etwas kleiner und schmaler, daher passt er nur auf große starke Kühe. Der R Bahama-Sohn Kandy aus der bekannten Ferdi Tochter Dandy (Mutter von Halma und Groß-

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Foto: Geverink

mutter Owe) konnte die Milchmenge bei + 1.622 kg halten. Die Fettprozente mit - 0,39 % sollten beachtet werden. Bei der Anpaarung sollten die gröberen Sprunggelenke und die kurzen Striche beachtet werden. Kandy ist mit RZG 128 weiter sehr interessant, sollte jedoch nicht an Färsen angepaart werden. Karlslund ist einer der ausgeglichenen AnglerVererber. Bei durchschnittlicher Leistung liegen seine Stärken in der Exterieur- und Funktionalitätsvererbung. Die Fundamente sind trocken und parallel gestellt. Die Euter sind in allen Merkmalen deutlich überdurchschnittlich und dazu mit etwas längeren Strichen ausgestattet. Die Zahlen für Kalbeverlauf

Schwarzbunt Die neue #1 heißt Lexington. Er ist der höchste von bisher 8 Lexor-Söhnen. Über eine in der ersten Laktation mit VG 89 eingestuften dänischen TimeTochter und Stol Joc stammt er aus O-Man Neblina, und wird sicherlich als Bullenvater zum Einsatz kommen. Der bisherige Listenführer Boss muss sich jetzt mit dem zweiten Platz begnügen. An #3 ist ein weiterer Neueinsteiger: Genestar. Es folgt mit RZG 158 der nach wie vor höchste Sudan-Sohn Sundance (RZM 142, RZE 115) aus Planet und dann die Vollschwester von Guarini vor dem ehemaligen Listenführer Borussia sowie Big Point (#6, RZM 138, RZE 134) und NOG Gerino. RSH Bullen gehören zur Spitze Unter den neuen Bookem-Söhnen dürfte der RSH Bulle Bolt RF als hoher Rotfaktorträger (#23, MV: Spencer, RZM 136, +0,17 % Eiweiß, RZE 125) ein absolutes Highlight sein. Er kombiniert TOP Leistung mit bestem Exterieur und überzeugt in allen Funktionalitätszuchtwerten. Sein Einsatz als Bullenvater ist sicher, Baroso, gRZG 149, ein weiterer Bookem Sohn (MV: Man-O-Man) der RSH eG wird aufgrund der Exterieurzahlen (RZE 135), RZM 128, +0,17 % Eiweiß,) auf größeres Interesse stoßen. Er bringt


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sichere Inhaltsstoffe und beste Nutzungsdauer und Zellzahl bei günstigem Kalbeverlauf. Von Numero Uno gibt es 8 neue Söhne, darunter den in der Top-100 platzierten Neptune der RSH eG, der aus einer Planet-Mutter stammt. Bei höchster Milchmenge, guter Eutergesundheit und hoher Nutzungsdauer vererbt er viel Substanz und tadellose Fundamente. Die gute Eutervererbung macht ihn zu einem sehr gefragten Allrounder und Bullenvater. Epic stellt inzwischen 18 Söhne in der Topliste, davon 7 neue. Exterieurstark sticht Elody heraus. Elody gRZG 148, wurde aus einer niederländischen Xacobeo-Mutter gezogen und kombiniert Fundament und Euter auf höchstem Niveau. Mit gRZE 143 ist er aktuell der stärkste Epic–Sohn im Exterieur der im Fundament und Euter überragt. Seine Zuchtwerte in der Leistung, Nutzungsdauer und Zellzahl und der günstige Kalbeverlauf machen ihn zu einem gefragten Allroundvererber, von dem ab Februar Sperma verfügbar sein dürfte. Mit Epitom (MV Bogart) und Eusebios (MV ManO-Man) sowie Cipe (MV Planet) hat die RSH eG weitere drei Epic-Söhne, die in der Spitze mithalten können. Während Epitoms besondere Stärken die nachhaltige Verbesserung des Körpers, der Nutzungsdauer, der Zellzahl und der Milchmenge ist, überzeugt Eusebios, bei ebenso guter Milchleistung, durch gute Funktionalität und überragende Euterqualität (gRZE 135). Cipe ist ein Allround-Vererber mit höchster Nutzungsdauer und Zellzahl, der mit +1.895 kg Milch ein top Leistungsvererber mit sicherem Exterieur ist. Als interessante Neueinsteiger sind Sunrock (Shamrock x Shottle), Gold (Goldchip x Man-OMan) und Afrikus RF (Alchemy x Manifold) zu sehen, da sie über außergewöhnliche, nicht alltägliche Abstammung verfügen. Während Sunrocks Stärken die hohe Milchmenge, die top Nutzungsdauer (gRZN 136) und die ausgeglichene Exterieurvererbung ist, überzeugt Gold in allen Funktionalitätsmerkmalen, insbesondere in der Nutzungsdauer, Zellzahl und weiblichen Fruchtbarkeit und seine überragende Exterieurvererbung (gRZE 138), insbesondere im Euter. Gold sollte für Färsenbesamungen geeignet sein. Der RotfaktorTräger Afrikus RF ist ein solider Allround-Vererber mit guter Nutzungsdauer und solider Fruchtbarkeit, der rahmige, exterieurstarke Produktionskühe erwarten lässt. Die anderen RSH Bullen, wie Robo, Beasley, Beaconator und Snowplan, konnten ihre Zuchtwerte halten und ergänzen das vielfältige Top-Angebot. Rotbunt Der Anteil der Hornlosbullen in der Topliste steigt stetig an. Aktuell sind bereits 16 der Top-75-Bullen mischerbig hornlos. Die Sensation ist aber, dass mit

Bolt RF kombiniert TOP Leistung mit bestem Exterieur und überzeugt in allen Funktionalitätszuchtwerten

Foto: KeLeKi

Eragon konnte sich gegenüber August auf Basis der aktualisierten Lernstichprobe um zwei Punkte auf RZG 150 steigern  Foto: Geverink

dem neuen Label P erstmals ein Hornlosbulle ganz oben steht (RZG 153). Label P ist ein Ladd P-Sohn aus einer niederländischen Sunrise und davor Spencer, Talent und Stadel. Er bietet mit RZM 137, RZE 127, RZS 125, RZN 127, RZR 110 und RZKm 106 insgesamt ausgeglichen hohe Zuchtwerte. RSH mit TOP genomischen Vererbern in der Spitze vertreten Obwohl sich Eragon gegenüber August auf Basis der aktualisierten Lernstichprobe um zwei Punkte auf RZG 150 gesteigert hat, reicht es „nur“ zu Platz

2. Wie individuell und unabhängig vom Pedigree die Schätzung der direkten genomischen Zuchtwerte erfolgt, verdeutlicht die Entwicklung der beiden Vollbrüder von Eragon, Red Mist und Elspe. Während Eragon steigt, bleibt Red Mist konstant und Elspe fällt um einen Punkt. Die #4 Fageno von der RSH eG ist der höchste Fidji-Sohn (Fiction RF x Canvas) aus der Zucht von Thormählen, Holtsee, der sowohl die ALL-Anerkennung hat sowie DTG-Bulle geworden ist. Er ist nach wie vor ein top Milchmengenvererber, der Inhaltsstoffe bringt und mit gRZM 136 zur absoluten

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// Zucht

Oxana v. Magna P, Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn

Spitze zählt. Das Linearprofil ist innerhalb von gRZE 122 ausgeglichen gut ohne Schwachpunkte. Neben positiven Werten in allen funktionalen Merkmalen (gRZN 126) inklusive Melkbarkeit und Temperament ist besonders auch die Kombination aus guter Rindereignung (gRZKd 113) und Töchter-Kalbeeigenschaften (gRZKm 116) erwähnenswert. Er wird in der Rotbuntzucht als Bullenvater eingesetzt. Von ihm gibt es gesextes Sperma. Destry macht seinen zunehmenden Einfluss auch über seinen RSH-Sohn Dertour (Destry x Malvoy) geltend. Unter den vier neuen Dertour-Söhnen rangiert Dacaro (MV Fidelity) an #26 mit RZM 128 und RZE 123 als Inhaltsstoffvererber am höchsten. Bei solider Typvererbung wird er mittelrahmige Kühe mit sehr guten Fundamenten und Eutern bringen. Tourmette (MV Fidelity) ist ein Vollbruder zu Der-

Stall-Nr. 371 v. Magna P, Besitzer: Lehr- und Versuchsgut, Futterkamp Foto: Arkink

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Foto: Arkink

Stall Nr. 371 v. Magna P, Besitzer: Lehr- und Versuchsgut, Futterkamp

wisch und der höchste Dertour-Sohn für RZE 129. Neben hervorragenden Eutern besticht die gute Fundamentvererbung und das überzeugende FettEiweiß Verhältnis. Derivat (MV Curtis) ist der dritte Dertour-Sohn der RSH eG. Er ist ein absoluter Exterieurspezialist mit gRZE 138 und durch seine überzeugenden Funktionalitätszuchtwerte ist er ein sicherer AllroundVererber. Der Detox-Sohn Deturis geht auf die SplendorFamilie zurück. Sein exklusives Rotbunt-Pedigree verspricht großrahmige, elegante Kühe mit Substanz, mit guten Fundamenten und gut melkbaren Eutern. Für die Exterieurliebhaber bieten sich ebenfalls die beiden top Bullen der RSH eG nach gRZE an: Moses-Red und Kuyt Red. Moses-Red (Destry x 88VG Mr. Burns x EX 90 BW Marshall) ist etwas höher platziert mit gRZM 122 (+ 0,09 % Eiweiß) und positiven Zahlen für alle funktionalen Merkmale. Kuyt Red zeigt sich sehr ähnlich mit gRZM 125 (+ 0,07 % Eiweiß) und ebenfalls ohne Fehler. Auch das überragende Linearbild bei gRZE 136 bzw. 138 ist bei beiden fast deckungsgleich mit insbesondere super Eutern (Moses 136, Kuyt 133). Bei beiden sollte man auch die etwas ansteigenden Becken beachten. Noch mehr top Hornlos-Bullen bei der RSH eG Außer der neuen #1 ist Glamour P an #24 der höchstrangierte von weiteren 4 neuen HornlosVererbern in der Topliste. Glamour P ist ein Glorious-Sohn und hat damit das Hornlos-Gen von der Lawn Boy-Mutter. Er ist bei RZM 134 leistungs- und eiweißstark bei RZE 115. Citation P ist ein weiterer Ladd P-Sohn der RSH eG. Er bietet – außer der Hornlosigkeit – RZM 121 mit

Foto: Arkink

+0,16 % Fett und +0,10 % Eiweiß sowie RZE 131. Er stammt aus der Debutante Rae-Familie und gehört aufgrund seines top linearen Profils und der sehr guten Typ- und Eutervererbung, der hohen Nutzungsdauer und guter Zellzahl zu den komplettesten Hornlosvererbern im internationalen Angebot. Einer der besten Colt-P-Söhnen ist Airy-P-Red von der RSH eG. Airy-P stammt mütterlicherseits aus einer Pembroke-Tochter, die eine Schwester des hohen US-Genomvererbers Armitage ist. Bei gRZM 123 und schönem Aufbau der Leistungszahlen (+ 1.675 kg Milch, - 0,12 % Eiweiß) ist Airy-P vor allem stark im Euter (121, gRZE 115) und der Nutzungsdauer (gRZN 120) sowie für Rinder geeignet (gRZKd 114). Ein weiterer Colt P Sohn ist Glock P, ein hoher Milchmengenvererber mit TOP-Eutern und guter Nutzungsdauer, der aus der bekannten Goldwin-Tochter Perky VG 85 stammt und auf die EX 90 eingestufte Perk RAE zurückgeht. Neben Leistung sollte er günstige Kalbeeigenschaften bringen. Komplettiert wird das Bild der Hornlosbullen durch Tesk P (Desk x Mitey P x Lawn Boy). Er ist ein sicherer Leistungsvererber mit sicherem Eiweiß (+ 0,17 %), der mit guten Funktionalitäts- und Kalbeeigenschaften aufwartet und Vorzüge in der Fundament- und Eutervererbung hat. Das breite Spektrum dieser jungen Bullen mit genomischen Zuchtwerten auf höchstem Niveau sollte die Rotbuntzüchter ermutigen, noch mehr Zuchtfortschritt mit dem verstärkten Besamungseinsatz in den nächsten Jahren zu generieren, um die Rasse konkurrenzfähig zu halten. 

M. Leisen


// Schauen

XXX

XXX Für Schwarzbunt, Rotbunt und Rotbunt DN gehen die Zuchtwerte für F-kg und E-kg in den RZM im Verhältnis von 1:4 ein. Zusätzlich wird für diese Rassen der Zuchtwert E-% im RZM berücksichtigt. Im RZM für die Rasse Angler Rotvieh wird nur der Zuchtwert E-kg berücksichtigt. Das angewendete Verfahren der Exterieurzuchtwertschätzung ist ein BLUP-Tiermodell, das alle verfügbaren Verwandtschaftsbeziehungen zur Schätzung des Zuchtwertes nutzt. Die Relativzuchtwerte sind auf ein Mittel von Der Katalog zum Sale erscheint im Februar 2014. 100 und eine Standartabweichung von 12 standardisiert. Die Einzelzuchtwerte für die Linearmerkmale fließen in die Indizes für die Merkmalskomplexe Milchtyp, Körper, Fundament und Euter ein.

18. März 2014 SUNRISE SALE 19 und Züchterabend Beginn: 19.00 Uhr

Basisdifferenz Rotbunt

Rotbunt

zu

Verfahren der Exterieurzuchtwertschätzung ist ein Holstein Forum BLUP-Tiermodell, das alle verfügbaren Verwandtschaftsbeziehungen zur Schätzung des Zuchtwertes nutzt. Die Relativzuchtwerte sind auf ein Mittel von 100 und eine Standartabweichung von 12 standardisiert. Die Einzelzuchtwerte für die Linearmerkmale fließen in die Indizes für die Merkmalskomplexe Milchtyp, Körper, Fundament und Euter ein. Aus den 4 Indizes unterschiedlich zusammengefasst. Die Relativzuchtwerte sind auf ein Mittel von 100 und eine Standartabweichung von 12 standardisiert. Die Einzelzuchtwerte für die Linearmerkmale fließen in die Indizes für die Merkmalskomplexe Milchtyp, Körper, Fundament und Euter ein. Aus den 4 Indizes unterschiedlich zusammengefasst.

Schau Rind Aktuell 16. Verbands- und Nachzuchtschau Motto: „Kühe & Kunst“ 19. März 2014 · Beginn: 10.00 Uhr Karow · Zarchliner Straße 7 · 19395 Plau am SeeKarow

www.rinderzucht-mv.de

Vermarktungszentrum Karow // Rind im Bild 1/2014

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// Nachzuchten

Nachzuchten für Sie gesehen Nachzuchten auf der RSA-Nikolausschau am 06.12.2013 Baldosi 822382 (Bobas x Goldwyn x Jesther) Es wurden fünf Töchter des Bullen Baldosi aus dem Testeinsatz gezeigt, die ein einheitliches Vererbungsmuster des Bullen demonstrierten. Milchtyp: Die Nachzucht stand im mittleren Milchtyp mit guten Übergängen. Körper: Die jugendlichen Baldosi-Töchter präsentierten sich harmonisch. Sie zeigten genügend Rahmen mit guter Stärke und guter Körpertiefe, anders als im Linearprofil beschrieben, sowie einer festen Oberlinie. Die Becken waren passend breit, mit der gewünschten, leicht abfallenden Beckenlage.

Stall-Nr. 903 v. Magantic, Besitzer: Claus-Jürgen Sieh, Treia

Foto: Arkink

Fundament: Die trockenen und klaren, mit etwas mehr Substanz ausgestatteten Fundamente waren überwiegend Parallel gestellt und endeten auf guten, geschlossenen Klauen. Auch in der Bewegung wussten die Baldosi-Töchter, mit einem wie gewünscht leicht gewinkeltem Bein, zu gefallen. Euter: Die Euter konnten mit einer sehr guten Strichlänge überzeugen. Die Hintereuter sind mittelhoch aufgehängt, passend breit und zeigten eine optimale hintere Strichplatzierung. Die Gruppe zeigte sich mit mittellangen aber fest angehängten Vordereuten bei einer etwas weiteren vorderen Strichplatzierung. Die Euter wurden von einem starken Zentralband gehalten. Baldosi ist ein Bulle, der zur Verbesserung der Körpermerkmale und Strichlänge eingesetzt werden kann. Gesehen von: J. Oldag (RMV), T. Dalle (RBB), F. Rottmann (GGI)

Paston 822383 (Planet x Goldwyn x Lancelot) Es wurden acht jugendliche Töchter des Bullen Paston aus dem Testeinsatz gezeigt.

Marina VG 85 1. La v. Runaway, Besitzer: Klaus Lohmann, Groß Rheide

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Foto: Geverink

Milchtyp: Die Paston-Töchter präsentierten sich mit sehr viel Milchtyp.


// Nachzuchten

Körper: Die mittelrahmigen Färsen wussten mit guten Übergängen und mittlerer Stärke bei durchschnittlicher Körpertiefe zu überzeugen. Die eher abfallend gelagerten Becken waren knapp mittelbreit. Fundament: Glanzpunkt der Vererbung sind die guten, trockenen und sehr klaren Sprunggelenke. Die Paston-Töchter zeigten eine gute Bewegung auf korrekt gestellten und gewinkelten Beinen mit guten Klauen und mittelhohen Trachten sowie einer guten Fesselung. Euter: Die sehr hoch angesetzten Euter gefielen vor allem durch ihre sehr gute Textur und Festigkeit mit passend langen Vordereutern. Die Hintereuter sind passend hoch, breit und mit einem guten Zentralband ausgestattet. Die Gruppe zeigte eine eher knappere Strichlänge, konnte aber mit einer sehr guten Strichplatzierung überzeugen. Paston ist ein Bulle, der die Sprunggelenksqualität und Euter verbessern kann. Gesehen von: J. Oldag (RMV), T. Dalle (RBB), F. Rottmann (GGI)

Nachzuchten auf der ZBH-Schau am 01.02.2014

hand sehr deutlich wurde im Vergleich zu den früheren Gruppen in Laasdorf und Hamm.

korrekt gelagerte, leicht abfallende, mittelbreite Becken mit einer guten Umdreherposition.

Körper: Die Elburn-Töchter präsentierten sich mit einer langen Mittelhand, gutem Rahmen und einer guten offenen Rippenstruktur. Die breiten Becken waren, wie gewünscht, abfallend.

Fundament: Die Gruppe bewegte sich auf parallel gestellten Fundamenten mit guter Knochenqualität bei gewünscht guter Hinterbeinwinkelung. Die Lasse P-Töchter zeigten einen guten Bewegungsablauf auf geschlossenen Klauen.

Fundament: Die Gruppe bewegte sich auf passend gewinkelten und parallel gestellten Fundamenten mit trockenen und klaren Sprunggelenken. Die Elburn-Töchter hatten straffe Fesseln mit guten, geschlossenen Klauen.

Euter: Die Hintereuter sind mittelhoch aufgehängt, passend breit und zeigten ein gutes Zentralband. Die Vordereuter sind mittellang und etwas runder, die Strichstellung und -platzierung variierten etwas. Die Euter zeigten eine durchschnittlich gute Textur.

Euter: Die breiten, mittelhoch aufgehängten Hintereuter hatten eine gute Zentralbandausprägung mit einer knapp mittleren Strichlänge. Die durchschnittlich langen Vordereuter waren fest aufgehängt. Die hintere Strichplatzierung war als gut zu bewerten bei einer etwas weiteren vorderen Strichplatzierung. Die Eutertextur war gut. Elburn ist ein Bulle, der zur Verbesserung des Rahmens, der Becken, Fundamente und Leistung eingesetzt werden sollte.  Gesehen von: I. Schnoor (RSH), F. Rottmann (GGI)

Lasse P 923156 (Lawn Boy x Classic x Origin) Elburn RDC 636446 (Mr. Burns x O-Man x BW Marshall)

Es wurden vier Töchter des Bullen Lasse P aus dem Testeinsatz ausgestellt.

Zum dritten Mal in der laufenden Schausaison gelang es der ZBH, eine überzeugende Nachzucht des Bullen Elburn RDC zu präsentieren. Es wurden neun jugendliche Töchter in der 1. Laktation gezeigt.

Milchtyp: Die gezeigte Gruppe präsentierte sich durchschnittlich gut im Milchtyp.

Milchtyp: Die gezeigte Gruppe präsentierte sich im mittleren bis guten Milchtyp mit viel Entwicklungspotenzial, was nun durch mehr Kraft und Stärke in der Vor-

Körper: Die mittelrahmigen Lasse P-Töchter zeigten eine gute Stärke in der Vorhand bei durchschnittlicher Körpertiefe mit einer straffen Oberlinie. Sie hatten

Name

HB-Nr.

M-kg

F-%

F-kg

E-% E-kg

RZG RZM RZE

RZS

RZN RZR

Schwarzbunt Baldosi

822382

+1.113

-0,21

+24

0,02 +39

122

117

95

106

119

102

Paston

822383

+1.390

-0,17

+39

+0,06 +54

139

127

109

116

123

108

Elburn

636446

+1.943

-0,35

+42

0,03 +69

142

136

121

103

117

102

Lasse P

923156

+1.123

-0,05

+43

+0,06 +44

129

119

108

110

118

111

Lennox

841000

+1.068

0,09

+53

0,07 +44

130

124

118

112

115

97

Lasse P ist ein Bulle der das Hornlosgen vererbt und zur Verbesserung der Fundamente eingesetzt werden kann. Gesehen von: I. Schnoor (RSH), F. Rottmann (GGI)

Lennox 841000 (Lightning x Bolton x Stormatic) Es wurden sechs Töchter des Bullen Lennox aus dem Testeinsatz präsentiert. Milchtyp: Die Lennox-Töchter zeigten sich im gut mittleren Milchtyp. Körper: Die eher mittelrahmigen Lennox-Töchter zeigten eine gute Körperstärke bei einer etwas runderen Rippenstruktur. Die langen und breiten Becken waren tendenziell eben gelagert. Fundament: Die Gruppe bewegte sich gut auf trockenen und klaren, tendenziell etwas gewinkelteren, Fundamenten, die in hohen und sehr gut geschlossenen Klauen endeten. Euter: Die Euter variierten etwas im Volumen, zeigten sich im Vordereuter teils etwas kürzer, und waren im Hintereuter durchschnittlich hoch sowie passend breit angesetzt. Strichlänge und -platzierung können vorne wie hinten als gut beschrieben werden. Die Euter wurden von guten Zentralbändern gehalten. Lennox ist ein Bulle, der zur Verbesserung der Inhaltsstoffe eingesetzt werden kann. 

Gesehen von: I. Schnoor (RSH), F. Rottmann (GGI)

// Rind im Bild 1/2014

85


// Testbullen

Rotbunt DN Don DN 10.588022 TV TL TY 11.10.12 Pl RZG: 112 Pl RZM: 111 PI RZS: 101 PI RZE: 102 Zü: Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland V: Donald v.Marathon DN M: Narzisse 01/85-85-84-85/85 1/1 La. 7988 4,44 355 3,48 278 v.Dorus MM: Feldblume 03/85-86-88-85/86 5/4 La. 7986 5,06 404 3,98 318

Deberon DN 10.588021 TV TL TY Pl RZG: 114 Pl RZM: 108 PI RZS: 105 Zü: Steffen Hamester, Barlt V: Dadius M: Kathrine 03/90-90-86-86/88 3/2 La. 8584 4,30 369 3,53 303 HL 2 8661 4,26 369 3,60 312 MM: Christin 03/88-88-88-86/87 6/5 La. 9352 4,19 392 3,49 326

18.10.12 PI RZE: 112

Piet 10.588881 TV TL TY Pl RZG: 127 Pl RZM: 121 PI RZS: 108 Zü: Karsten Andersen, Loit V: R David M: Hanita 05/89-87-86-86/86 5/5 La. 10787 5,06 546 3,46 373 HL 3 11745 5,20 611 3,34 392 MM: Fatima 68 01/81-80-82-84/82 6/5 La. 9304 4,97 462 3,55 330

14.08.12 PI RZE: 103

v.Matthijs

v.Silo

Angler Orkan 10.588882 TV TL TY Pl RZG: 128 Pl RZM: 127 PI RZS: 106 Zü: Friedrich Fuschera-Petersen, Fahrdorf V: R Gazelle M: Modell 02/84-84-84-82/83 1/1 La. 9719 4,25 413 3,52 342 MM: Gala 66 03/88-87-84-86/86 5/4 La. 10354 4,47 463 3,80 393

09.06.12 PI RZE: 109

v.Ristourn

v.Wanki

Bolt RF

570432

CVF BLF BYF

v.Fenno

v.Zober

R DC

Rotfaktor · Eiweiß · Funktionalität Bookem x VG85 Grietje 50 v. Spencer 2 x VG89 Molenkamp Grietje 28 v. Jocko Besne Bolt RF ist einer der höchsten Rotfaktorbullen nach RZG und führt kein Goldwin, Shottle oder O-Man in seinem Pedigree. Er ist ein mittlerer Milchmengenvererber mit hoch positiven Eiweißprozenten und einem sehr funktionellen Exterieur. Herausragende Zahlen erzielt er für alle funktionalen Merkmale.

gRZG 153 | gRZM 136 | gRZE 125 | gRZS 129 | gRZN 124 | gRZR 114 | gRZKd 103

Elody

570437

CVF BLF BYF

v. Epic x VG85 Melody v. Xacobeo x VG85 Caps Mary 4 v. Goldwin Der leistungsstarke Elody ist mit herausragender Fundament- und Eutervererbung einer der höchsten Exterieurbullen in Deutschland. Gute Werte für Eutergesundheit und Melkbarkeit, aber auch für Nutzungsdauer und Kalbeeigenschaften sprechen für einen deutlichen Zuchtfortschritt in diesen Merkmalen.

gRZG 148 | gRZM 128 | gRZE 143 | gRZS 117 | gRZN 126 | gRZR 106 | gRZKd 109

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG Rendsburger Straße 178 · D-24537 Neumünster Tel.: 0 43 21-905 300 · Fax: 0 43 21-905 395 & -396 Internet: www.rsheg.de · E-Mail: rsheg@rsheg.de

86

// Rind im Bild 1/2014

Alle Daten ZWS 12/2013; Foto: KeLeKi

Exterieur · Milchmenge · Nutzungsdauer


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Anwendungsempfehlung: PHYSIO: 1 - 2 Wochen vor Abkalbung RUMEN: Zur Kalbung bis ca. 1 Tag danach VITAMINS: 10 - 12 Tage nach Abkalbung

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2 BOLI RUMEN/

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