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Mehr Möglichkeiten.

April 2015

Info aktuell Editorial Liebe Kundinnen und Kunden «Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.» Diese Zeile aus Herman Hesses Gedicht «Stufen» ging mir durch den Kopf, als ich am ersten Werktag im Februar zum ersten Mal als neuer Direktor die Räumlichkeiten unseres Bankhauses am Münsterplatz betrat. Ich freute mich auf spannende unternehmerische Herausforderungen, auf die Zusammenarbeit mit kompetenten und motivierten Mitarbeitenden und natürlich auf unzählige wertvolle Begegnungen mit Kundinnen und Kunden. Letztlich sind es die drei Elemente – Unternehmertum, Führung und Kundenkontakte – welche den Beruf des Bankers für mich zu einem der schönsten machen. Damit wird gleichzeitig ein weiterer Aspekt unserer Tätigkeit deutlich: Im Beruf des Bankers geht es nicht in erster Linie um Zahlen, sondern um Menschen. Natürlich stellen sich uns banktechnische, das heisst anspruchsvolle ökonomische und juristische Fragen. Aber die Basis unserer Geschäftstätigkeit bildet in erster Linie das Vertrauen, das gegenseitige Vertrauen zwischen einer Bank und ihren Kunden. Die Beziehung zwischen einer Bank und ihren Kunden ist deshalb auf Langfristigkeit ausgelegt, sie ist sehr persönlich und hochindividuell. Das sollten sich alle Banker täglich vor Augen halten.

Erlauben Sie mir, an dieser Stelle meinem Vorgänger Dieter Sommer meinen Respekt auszudrücken. Er hat sein ganzes berufliches Leben der Ersparniskasse gewidmet, er hat diese Bank nun fast auf den Tag genau während 47 Jahren begleitet und während seiner beeindru­ ckenden Laufbahn auch massgeblich geprägt. Er war ein Glücksfall für die Ersparniskasse. Sein beherzter Einsatz, seine Loyalität und seine Menschlichkeit waren vorbildlich. Gleichzeitig war die Ersparniskasse auch ein Glücksfall für ihn. Die Natur des Bankgeschäfts kam ihm entgegen, hier konnte er seine Fähigkeiten optimal ent­ falten. Wir freuen uns mit ihm über seine neuen Freiheiten und wünschen ihm auf seinem weiteren Weg von Herzen alles Gute. Das Jahr 2015 hat mit einem Paukenschlag begonnen. Am 15. Januar verkündete die Schweizerische Nationalbank das Ende der EuroUntergrenze. Einen Tag später durften wir an unserem Finanzapéro im Stadttheater über 600 Gäste und mit Prof. Dr. Klaus Wellershoff einen herausragenden Referenten begrüssen. Hierzu lesen Sie im vorliegenden Info aktuell neben einem Kurzbericht über diesen denkwürdigen Abend auch eine aktuelle Einschätzung der Situation. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre sowie eine schöne und sonnige Frühlingszeit. Herzlich,

Dr. Beat Stöckli


Ersparniskasse-Finanzapéro am Tag nach dem SNB-Entscheid Urs Werz, Finanzchef und Vizedirektor der Ersparniskasse Schaffhausen konnte zur grossen Freude aller Beteiligten, rund 630 Kunden und Gäste im «ausverkauften» Stadttheater zum Finanzapéro begrüssen. Mit den Worten: «Am Tag eins nach dem historischen Fall der Euro-Untergrenze sind Sie am absolut richtigen Ort» eröffnete er den Anlass und hiess den renommierten Ökonomen, Prof. Dr. Klaus Wellershoff, herzlich willkommen. «Die Verunsicherung und der Informationsbedarf sind nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten riesig und das Timing für ein fundiertes Referat aus berufenem Munde optimal». Dies vorweg – die Zuhörerinnen und Zuhörer kamen denn auch in den Genuss eines hervorragenden und aufschlussreichen Referates.

SNB-Entscheid mutig und richtig Mit dem Hinweis, dass er eine Einladung zur Aufzeichnung der Diskussionssendung «Arena» im SRF zugunsten des Schaffhauser Publikums abgesagt hat, leitete Prof. Dr. Klaus Wellershoff in der Folge seinen Vortrag ein. Dafür wurde er mit einem herzlichen Applaus willkommen geheissen. Angesichts des am Vortag bekanntgegebenen SNB-Entscheids widmete er seine Ausführungen eingangs vor allem der Aufhebung des Euro Mindestkurses und beleuchtete die zu erwartenden Auswirkungen für die Schweiz. Die wichtigsten Aussagen von Prof. Dr. Klaus J. Wellershoff seien hier nochmals kurz zusammengefasst: ò Der Entscheid der SNB war richtig. Die Aufhebung des EuroMindestkurses tue zwar weh, ist jedoch gegenüber einer weiterführenden Währungsanbindung das kleinere Übel. ò Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat bei den SNB grosse Besorgnis ausgelöst. Der Preis für die Wahrung der Untergrenze wurde nach dreijähriger Verteidigungsstrategie zu hoch. Mit der Aufhebung der Mindestgrenze des Euro-Wechselkurses ist ein Weg gewählt worden, der geringere Inflationsraten bringt. ò Die mit dem Entscheid ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten, die enorme Erstarkung des Franken und der massive Kurseinbruch an der Börse in Zürich wurde vom SNB-Direktorium in diesem Ausmass wahrscheinlich nicht erwartet. Es sei jedoch damit zu rechnen, dass sich die Situation bald wieder beruhigen wird und eine Gegenbewegung einsetzt. Die realistische Kaufkraftparität EUR/CHF sieht der Referent mittelfristig bei ca. 1:1,10.

Der Ausblick ins Anlagejahr 2015 fiel eher verhalten aus, da die Renditen auf den Schweizer Aktienmärkten im Vorjahr zu einem grossen Teil auf fallende Zinsen und einen steigenden Dollar zurückzuführen waren. Diese unterstützenden Symptome werden im laufenden Jahr wegfallen.


Prof. Dr. Klaus W. Wellershoff zur aktuellen Situation:

Grosse Herausforderungen für die Real- und Finanzwirtschaft Die konjunkturellen Aussichten der Schweiz erscheinen für das Jahr 2015 weniger trüb, als es die meisten Auguren unmittelbar nach Aufhebung der Untergrenze des Wechselkurses zum Euro wahr haben wollten. Das liegt zum einen an der weiter aufwärts gerichteten Konjunkturentwicklung in den USA und in Europa. Im Gegensatz zum Jahr 2011, als die Schweiz das letzte Mal einen zu starken Franken konjunkturell verdauen musste, dürfen wir in den kommenden Quartalen erwarten, dass der Welthandel an Fahrt gewinnen wird. Damit dürften unsere Exporteure zumindest von der Mengenkonjunktur Rückenwind erhalten. Zum anderen erscheint ein Verharren des Frankens auf seinem historisch starken Niveau von Mitte Januar als unwahrscheinlich. Tatsächlich ist in den Wochen nach der Aufhebung der Untergrenze auch schon eine deutliche Abschwächung gegenüber dem Euro und auch dem US-Dollar zu beobachten gewesen. Damit stellt der stärkere Wechselkurs zwar immer noch eine veritable Herausforderung für die Schweizer Konjunktur dar. Die von einigen Beobachtern aber prognostizierte

Rezession scheint auch aufgrund der positiven Effekte des starken Frankens beim privaten Konsum vermeidbar. Sorge bereitet also weniger die Realwirtschaft als die Finanzwirtschaft. Vor dem Hintergrund der weiterhin sehr expansiven Gangart der Europäischen Zentralbank sind in der Schweiz die Zinsen auf breiter Front in den negativen Bereich gerutscht. Die damit nochmals tieferen Zinsen sorgen für steigende Kurse bei Aktien, Obligationen und Immobilien. Die Gefahr einer spekulativen Überhitzung bei Immobilien und Aktien ist damit deutlich gewachsen und die Anlagerisiken haben zugenommen. Gleichzeitig machen Negativzinsen den Banken die Finanzierung von Krediten nicht leichter. Eine Weitergabe dieser ­Marktzinsen an die Einleger würde sogar darüber hinaus einen deutlichen Anstieg der Bargeldnachfrage implizieren, was das Bankensystem destabilisieren könnte. Dank volatilen Finanz­­märkten und Negativzinsen verspricht das Jahr 2015 für den Finanzsektor herausfordernd zu werden.

Generationenwechsel Hannes Germann würdigte die 47-jährige, erfolgreiche berufliche Laufbahn von Dieter Sommer bei der Ersparniskasse Schaffhausen und dankte ihm für seinen grossen Einsatz und sein beeindruckendes Engagement zugunsten der Schaffhauser Traditionsbank. Dieter Sommer bedankte sich herzlich für das Vertrauen und die grosse Unterstützung, die er während seiner Tätigkeit bei der Bank am Münsterplatz seitens der Kundschaft, aber auch seitens des Verwaltungsrates und der Mitarbeitenden erfahren durfte.

Angesichts der im April 2015 bevorstehenden Pensionierung des amtierenden Direktors Dieter Sommer ergriff VR-Präsident Hannes Germann im Anschluss an die Veranstaltung die ­Gelegenheit, ihn vor dem zahlreich erschienenen Publikum zu verabschieden und gleichzeitig den designierten Direktor, Dr. Beat Stöckli vorzustellen.

Dr. Beat Stöckli gab seinerseits der Freude Ausdruck, als neuer Direktor der Ersparniskasse die Bank mit einer bald 200-jährigen Geschichte in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Ein Gespräch mit Hannes Germann, Dieter Sommer und Dr. Beat Stöckli finden Sie auf unserer Website www.ersparniskasse.ch. Die Fragen stellt der bekannte Schaffhauser Journalist Peter Hartmeier.


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Gratis Wir laden Sie ein zum Derby FC Schaffhausen gegen den FC Winterthur am Montag, 20. April 2015, Stadion Breite Schaffhausen. Der Anpfiff ist um 19.45 Uhr. Holen Sie sich ab sofort Ihr Gratisticket am Schalter unserer Bank am Münsterplatz in Schaffhausen oder in unserer Filiale Weinland in Kleinandelfingen. Es hätt, solangs hätt.

Einfach und sicher Die Mobile Banking App kommt ohne komplizierte Zugangsmechanismen aus. Damit Sie alle Funktionen verwenden können, benötigen Sie einen gültigen E-Banking Zugang. In Ihrem E-Banking können Sie Ihr mobiles Passwort definieren und Ihre Mobilgeräte für den Zugang zur App freischalten. Es ist möglich, mehrere Mobilgeräte zu registrieren. Systemvoraussetzungen: iPhone mit iOS ab Version 6.1 oder Smartphone mit Android OS ab Version 2.3.6. Sicherheitstipps Mobile Banking App Auch im mobilen ­Banking lauern Gefahren. Hier gilt es, die­selben Sicherheitsmassnahmen zu beachten wie beim e-Banking. Tipps dazu finden Sie auf unserer Homepage unter www.ersparniskasse.ch Haben Sie Fragen? Unser Mitarbeiter, Adrian Marthaler, hilft Ihnen gerne weiter.

Ersparniskasse Schaf∑ausen AG Münsterplatz 34 8200 Schaffhausen Telefon 052 632 15 15

Filiale Weinland Schaffhauserstrasse 26 8451 Kleinandelfingen Telefon 052 304 33 33 info@eksh.ch www.ersparniskasse.ch

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