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Geschäftsbericht 2012.

Mehr Möglichkeiten.


Ersparniskasse Schaffhausen – Mehr Möglichkeiten. Vor gut vier Jahren lancierte die Ersparniskasse Schaffhausen mit dem Slogan «Mehr Möglich­ keiten» einen neuen Marktauftritt. Seit dieser Zeit präsentiert sich die älteste Schaffhauser Bank eigenständig und unverwechselbar im Markt. Unsere Werbebilder erzählen Geschich­ ten von unseren Kunden in ihrem Alltag, im beruflichen Leben oder in ihrer Freizeit mit individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Träumen.

Dieses Jahr wurde die Bilderwelt um sechs zusätzliche Sujets erweitert. Die neuen Fotos illustrieren unseren diesjährigen Geschäfts­ bericht (Seiten 5, 8, 11, 14, 17, 31,). Im Zentrum stehen nach wie vor «Mehr ­Möglichkeiten» für unsere Kundinnen und ­Kunden. Auch die Kernbotschaft bleibt gleich: Die Ersparniskasse Schaffhausen macht die ­Menschen in der Region stark.


Inhalt Vorwort

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Das Geschäftsjahr im Überblick

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Geschäftstätigkeit

9

Corporate Governance

19

Organe

22

Bilanz

26

Erfolgsrechnung

27

Mittelflussrechnung

28

Anhang

29

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung

47

Kennzahlen

48

196. Geschäftsbericht 1. Janaur bis 31. Dezember 2012


Sehr geehrte Damen und Herren Nachhaltiges Denken und Handeln ist seit jeher die Grundlage des unternehmerischen Erfolgs unserer 1817 gegründeten Bank. Um unser Credo der Nachhaltigkeit ganzheitlich zu leben, haben wir ein weiteres Zeichen gesetzt: Als erstes Unternehmen in Schaffhausen deckt die Ersparniskasse ihren Wärmebedarf vollständig mit dem neuen Biogasprodukt der Städtischen Werke. Weil unsere elektrische Energie aus Clean-Solution-Ökostrom stammt, decken wir somit unseren Energiebedarf zu hundert ­Prozent aus erneuerbaren und erst noch regio­ nalen Quellen. Darauf sind wir stolz. Wir betrachten unser Umfeld in erster Linie aus der Sicht unserer Kundinnen und Kunden. Ihre Anliegen und Interessen integral wahr­ zunehmen, ist ein wesentlicher Teil unserer unternehmerischen Verantwortung. Als Bank der Region für die Region berücksichtigen wir – wenn immer möglich – lokale und regionale Anbieter von Waren und Dienstleistungen. Damit unterstützen wir unser Gewerbe und vermeiden ökologisch und ökonomisch unsin­ nige Transportwege. Auch im Anlagebereich haben nachhaltige und ethische Anlagen eine steigende Bedeutung er­ langt, wenn auch nicht in dem Ausmass, wie es Experten vor geraumer Zeit prophezeit hatten. Kunden beobachten die Leistungen ihrer Bank heute kritischer und hinterfragen zunehmend Preis und Qualität der Dienstleistungen. Die zuvor nicht erkannte Komplexität von Anlage­ produkten im derivativen Bereich hat dazu geführt, dass das Bedürfnis nach einfachen und transparenten Produkten wieder zuge­ nommen hat. Solchen Anforderungen trägt die Ersparniskasse Rechnung, und wir dürfen erfreut feststellen, dass unsere geschätzte Kundschaft von der Finanzkrise nur marginal betroffen war. Die Ersparniskasse Schaffhau­ sen sieht es auch in Zukunft als ihre Pflicht, das Prinzip der Nachhaltigkeit in ihren geschäfts­ politischen Konzepten zu verankern.

Im Vorjahr durften wir Ihnen von einer erfolg­ reich durchgeführten Kundenumfrage mit einem sehr erfreulichen Ergebnis hinsichtlich der Kundenzufriedenheit berichten. In diesem Frühjahr haben wir den Schwerpunkt auf eine Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage gelegt. Das Ergebnis ist ebenso erfreulich ausgefallen. Alle Bereiche haben sich positiv entwickelt, was auf viele im Jahr 2011 eingeleitete Massnahmen zurückzuführen ist. So sind sämtliche Stellen­ profile überarbeitet und die Verantwortungs­ bereiche einer Feinabstimmung unterzogen worden. Auch in Zukunft wollen wir weitere Verbesserungen anstreben und vorhandenes Potential optimal nutzen. Die Bereitschaft unserer Mitarbeitenden für positive Verän­ derungen ist ungebrochen. Davon sollen vor allem auch unsere Kunden in hohem Masse profitieren. Das Electronic Banking kann und wird die persönliche Beratung vor Ort nicht vollständig ersetzen. Aber die rasanten Neuerungen in diesem Bereich und die zunehmende InternetAffinität haben das Kundenbedürfnis erhöht, Finanzdienstleistungen auch über dieses Me­ dium zu nutzen. Wir werden uns im laufenden Jahr intensiv mit diesem Thema auseinander­ setzen. Das Potential dieser Technologie ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Unsere moderne IT-Plattform FINNOVA eignet sich bestens dafür. Wir werden den Schritt in eine Zukunft vollziehen, in welcher ein Teil unserer Dienstleistungen jederzeit und überall für unsere Kunden verfügbar gemacht wird. 2012 war das erste Betriebsjahr mit der markt­ führenden Bankensoftware FINNOVA. Hier dürfen wir feststellen, dass sich die aufwändi­ ge Umstellung gelohnt hat und die moderne und flexible Informatikplattform dem immer dichter werdenden Netz von Regulierungen und Vorgaben problemlos standhält.


Die Bilanzsumme hat sich um 5.1% erhöht, der Bruttogewinn liegt leicht über dem bereits ausgezeichneten Vorjahreswert. Die Kredit­ nachfrage einerseits und der Zufluss an Kundengeldern anderseits sind ungebrochen. Dies werten wir als grossen Vertrauensbeweis unserer Kunden. Wichtigste Kennzahl im Kern­ bereich ist der Zinserfolg, der mit 5.5 % erneut ausgeweitet werden konnte. Dank vorsichtiger Kreditpolitik mit konsequent angewende­ ten Tragbarkeits- und Belehnungskriterien bewegen sich die Ausfallrisiken deutlich unter 1%, was sehr bemerkenswert ist. Ein weiterer wichtiger Geschäftszweig hat unsere ambiti­ onierten Ziele übertroffen: Das Kommissionsund Dienstleistungsgeschäft und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft liegen mit 7.8% resp. 42.4% markant über dem Vorjahresergebnis und stellen ein solides zweites Standbein dar. Das Geschäftsjahr 2012 weist einen von 2.26 Mio. auf 2.28 Mio. erhöhten Jahresgewinn aus, was eine weitere Stärkung der Kapitalbasis erlaubt. Somit dürfen wir feststellen, dass die Ersparniskasse weiter solide gewachsen ist

Der Kanton Schaffhausen und das Zürcher Wein­­ land sind dank günstigen Rahmenbedingungen ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Insgesamt ist der regionale Immobilienmarkt gesund, auch wenn sich der Eingang zum Klettgau boomend präsentiert. Der langersehnte und im Dezember gestartete Halbstundentakt der SBB zwischen Schaffhausen und Zürich wirkt zusätzlich bele­ bend und ist zukunftsorientiert. Langfristige Strategien mit klaren Grundprin­ zipien und hohen ethischen Werten bilden ein festes Fundament unserer Geschäftstätigkeit. Sie sind die Basis unserer nachhaltigen und auf Langfristigkeit ausgerichteten Geschäftsmo­ delle. Und sind im schnelllebigen Umfeld rasche Entscheide gefragt, stellen diese Werte klare und verlässliche Leitplanken dar, an denen sich unsere engagierten Mitarbeitenden orientieren. Auf dieser Verlässlichkeit und gegenseitigem Vertrauen basieren unsere langjährigen Kundenbeziehungen, auf die wir stolz sind. Wir setzen darum weiterhin auf unsere traditio­ nellen Werte wie Kundennähe, Partnerschaft, Transparenz, Fairness, Sicherheit und Nachhal­ tigkeit. In erster Linie zählen wir aber auf Sie, unsere treue Kundschaft, der wir an dieser Stel­ le für ihre Verbundenheit mit unserem Institut und ihr Vertrauen aufrichtig danken. Schaffhausen, 23. Januar 2013

Hannes Germann VR-Präsident

Dieter Sommer Direktor

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und sich im hart umkämpften Markt wichtige Anteile sichern konnte.

Geschäftsbericht 2012 

In unserer Kundenzeitschrift «info aktuell» vom August 2012 haben wir uns optimistisch gezeigt, das hohe Vorjahresergebnis erreichen oder gar übertreffen zu können. Wir freuen uns sehr, dass diese Einschätzung eingetroffen ist. Verwal­ tungsrat und Geschäftsleitung der Ersparniskas­ se Schaffhausen dürfen erneut ein sehr gutes Jahresergebnis vorlegen. Das älteste Schaffhau­ ser Bankinstitut hat sich auch im 2012 beachtlich entwickelt und ist um über 5% gewachsen. Dazu hat auch unsere Filiale in Klein­andelfingen ZH einen wichtigen Beitrag geleistet. Seit 2009 ist sie im Zürcher Weinland unsere ebenso wichtige wie erfolgreiche Vertretung.


Das Geschäftsjahr im Überblick Wirtschaftliche Entwicklung Das Geschäftsjahr 2012 wurde umrahmt von mehr oder weniger erfreulichen Wirtschafts­ nachrichten, welche die Ersparniskasse laufend beobachtet und in die Entscheidungsfindungs­ prozesse einfliessen lässt. Einige Schlagzeilen lesen sich wie folgt:  Philipp Hildebrand tritt als Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zurück. Der Vorwurf: Er soll sich durch ­US-Dollar-Geschäfte rund um den Euro-KursUntergrenzen-Entscheid der SNB bereichert haben. Ein griffiges Mitarbeiterhandbuch scheint bei dieser wichtigen Institution gefehlt zu haben.  Die Zweitwohnungsinitiative wird ange­ nommen – und zieht erneut einen Graben durch die politische und geografische Schweiz. Die Wogen haben sich bis heute nicht geglättet, insbesondere deshalb, weil deren Umsetzung nicht in allen Punkten restlos geklärt ist.  Die Grossbank UBS macht nicht nur einmal Schlagzeilen. CEO Sergio Ermotti verkündet u.a. in Zürich den Abbau von 10'000 Arbeits­ plätzen – das Investment Banking soll mass­ geblich zurückgefahren werden.  Die Bank Wegelin verschwindet. Das NichtUS-Geschäft der ältesten Schweizer Bank geht an die Notenstein Privatbank, die von Raiffeisen Schweiz übernommen wird.  Das Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland scheitert – zunächst im Bundesrat, wenig später auch im Vermitt­ lungsausschuss. Die Schweiz zeigt sich ungewohnt hart und schliesst Nachverhand­ lungen (vorerst) kategorisch aus.  Die neuen Eigenkapitalvorschriften Basel III werden in der Schweiz eingeführt, damit verbunden die Pflicht zur mittelfristigen Ka­ pitalplanung und neuer Liquiditätsvorschrif­ ten. Die Grossbanken sind auf der Suche nach neuem Kapital, währenddem solid kapitali­ sierte Regionalbanken die Umsetzung ohne Probleme bewältigen können.

Der Verwaltungsrat hat an seiner jährlichen Stra­ tegieklausur diese und nachfolgende Faktoren analysiert und die auf Nachhaltigkeit basierende Mehrjahresplanung verabschiedet. Weltwirtschaft: Die Leistungsfähigkeit der Staaten driftet auseinander Der Zustand der globalen Wirtschaft hat sich ge­ genüber dem Vorjahr leicht stabilisiert, ist jedoch nach wie vor sehr labil. Das Wahljahr in Amerika liess die Ängste in Europa teilweise weichen und China machte mit diffusen Schlagzeilen Politik. Die Tendenz, dass sich die bisher führenden Wirt­ schaftsmächte des Westens in ihrer Führungsrolle durch China, Brasilien oder Indien bedroht sehen, hat sich fortgesetzt. Die Eurozone hat im letzten Jahr zwar einige klei­ ne Fortschritte bei der Sanierung der Staatshaus­ halte und bei der Verringerung der Diskrepanzen zwischen den einzelnen Staaten gemacht. Vor allem dank Interventionen der Europäischen Zen­ tralbank (EZB) hat sich die Lage im Berichtsjahr entspannt. Die europäische Wirtschaft befindet sich aber trotzdem seit Mitte 2012 in einer milden Rezession. Selbst die Wachstumslokomotive Deutschland ist im 4. Quartal 2012 zum Stillstand gekommen. Wachstumsimpulse sind im wich­ tigsten Schweizer Absatzmarkt momentan somit keine auszumachen. In einem Report des World Economic Forums WEF, der die Wettbewerbsfähigkeit von weltweit 144 Staaten untersuchte, landeten die USA nur noch auf Rang sieben. Hinter der Schweiz, den Nie­ derlanden und Deutschland. Ein Grund hierfür war die marode Infrastruktur. Seit Jahrzehnten investiert Amerika zu wenig in moderne Stromund Telekommunikationsnetze. Betrachtet man nur die Qualität der Energieversorgung, schaffen es die USA sogar nur auf Rang 32 der Welt. Aus diesem Kontext lässt sich ablesen, dass die Ener­ giedebatte in der Schweiz entscheidende Auswir­ kungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hat. Die US-amerikanische Wirtschaft entwickelt


Geschäftsbericht 2012 

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Aktienfonds Polo Club Sabbatical

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sich nur schleppend. Der Budgetstreit trägt nicht zur positiven Stimmung bei. Effektiv geraten die USA damit aber in nur noch grössere Schuldenprobleme. Die Wachstumsaussichten sind jedoch nach der Bestätigungswahl des Präsidenten erstaunlich positiv. Japans Wirtschaft hat Probleme an allen Fron­ ten, das bestätigen zahlreiche Analysen aus öffentlichen und privaten Forschungsinstitu­ ten. Japan ist stärker verschuldet als Griechen­ land. Das könnte das Land schon bald in weitere Schwierigkeiten bringen. Die japanischen Exporte sind heute etwa ein Fünftel niedriger als 2007. Angesichts der jahrelangen Deflation – einem Gemisch aus sinkenden Preisen und Löhnen bei wirtschaftlicher Stagnation – halten Konsumenten und Unternehmen ihr Geld lieber zusammen, statt es auszugeben. Das lähmt die Wirtschaft zusätzlich. Ende 2012 wird Japan voraussichtlich mit rund 235 Prozent seiner Wirtschaftsleistung verschuldet sein. Schweizer Wirtschaft: Nachhaltige Trendwende noch nicht in Sicht Trotz eines für die Wirtschaft äusserst an­ spruchsvollen internationalen Marktumfeldes und hohen Frankenkurses vermochte sich die Schweizer Wirtschaft im internationalen Ver­ gleich über einen grossen Teil des Jahres erfreu­ lich gut zu halten. Das reale Bruttoinland­produkt der Schweiz ist im Berichtsjahr um etwas mehr als 1% gestiegen. Dabei trugen die Konsum­ ausgaben der privaten Haushalte und des öffentlichen Sektors sowie die Handels­bilanz mit Waren zum BIP-Wachstum bei. Demgegenüber gingen von den Dienstleistungsexporten und den Anlageinvestitionen negative Impulse aus. Produktionsseitig verzeichneten die meisten Wirtschaftsbereiche eine leicht steigende Wert­ schöpfung, wobei die Zunahme in der Industrie relativ ausgeprägt war. Mit dem Anstieg der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenzahl über den Stand des Vorjahres hat sich die Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt nun aber doch konkretisiert. Nach einem raschen

und starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen über die Jahreswende 2011/2012 auf 134'317 Personen im Januar 2012 baute sich die Arbeitslosigkeit bis Ende Juni wieder auf 114'868 Personen ab. Dies entspricht einem Rückgang um annähernd 19'500 Personen; allerdings fiel diese Abnahme nur noch halb so hoch aus wie in derselben Periode des Vorjahres. Dem Rückgang im ersten Halbjahr steht eine Zunahme um rund 27'400 Personen in der zweiten Jahreshälfte gegenüber. Die Arbeits­ losenzahlen, die bereits seit Juli ununterbrochen wieder im Steigen begriffen sind, erhöhten sich insbesondere zwischen Oktober und Dezember, verstärkt durch saisonale Faktoren, rasch und in grossen Schritten. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Schweiz per Ende Dezember 2012 wieder hö­ her als im Vorjahr. Mit einem Bestand von 125'594 Personen liegt die durchschnittliche Arbeitslosen­ zahl im Berichtsjahr leicht höher (+2'702 Personen) als im Vorjahr. Daraus resultiert für das Jahr 2012 im Jahresmittel eine Arbeits­losenquote von 2.9%, dies ist ein leichter Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert von 2.8%. Trotz des Anstiegs gehört der Wert des Jahres 2012 immer noch zu den drei besten Resultaten der letzten 10 Jahre. Geld- und Kapitalmarkt Wegen der europäischen Schuldenkrise war die Lage an den internationalen Finanzmärkten wei­ terhin sehr angespannt. Schweizer Staatstitel dagegen zogen internatio­ nale Investoren an wie selten zuvor. Die Rendite zehnjähriger eidgenössischer Anleihen ist deut­ lich zurückgegangen und verzeichnete bei rund 0.4% einen Rekord-Tiefststand. Das Zinsniveau am Kapitalmarkt ist nochmals leicht gesunken. Aktienmarkt Es war ein anständiges Jahr für die Aktienmärkte. Weltweit gewannen die Aktienmärkte im Jahres­ vergleich an Kraft, vor allem weil die Ankündigung der Europäischen Zentralbank zur Stützung ihrer Mitglieder mit schier unbegrenzten Mitteln in der zweiten Jahreshälfte die Kurse anfeuerte.


Region Ostschweiz Die Ostschweizer Industrie war von den verhaltenen weltwirtschaftlichen Tenden­ zen überdurchschnittlich betroffen und hat entsprechend gelitten. Zu schaffen machte den Unternehmen der starke Franken sowie die schwache Konjunktur. Praktisch alle Indikatoren – so zum Beispiel Auftragsbestand, Bestellungs­ eingang und Geschäftsgang – lagen zum Teil deutlich unter den Vorjahreswerten. Aufgrund der stark auf Investitionsgüter ausgerichteten Branchenstruktur bekommt die Ostschweizer Industrie die Flaute auf den ausländischen Märkten besonders stark zu spüren. Einige Betriebe mit hohem Exportanteil haben sich auf eine weitere Durststrecke eingerichtet, da vorderhand die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch den robusten Binnenmarkt und den privaten Konsum getragen wird. Bis Ende November 2012 gingen die Exporte um vier Prozent zurück. Die Nachfrage aus dem euro­ päischen Ausland ist gesunken, die Industrie leidet weiterhin unter erschwerten Wettbe­ werbsbedingungen durch den starken Franken und dem Finanzbereich machen strengere Regulierungen, die sinkende Risikobereitschaft der Anleger und der Druck aus dem Ausland zu schaffen.

Ausblick 2013 Angesichts der aktuellen Lage muss sich die Schweizer Wirtschaft darauf einstellen, dass das konjunkturelle Umfeld in den kommenden ­Monaten schwierig bleiben wird und positive Impulse aus dem Ausland dünn gesät bleiben. Auch ohne zusätzliche Verwerfungen in der EU und in den USA ist eine langsame Belebung der Weltwirtschaft erst in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Industriebetrieben bereitet denn auch vor allem die ungenügende Nachfrage aus dem Ausland grosse Probleme. Vorausgesetzt, dass die Schuldenkrise im Euroraum unter Kontrolle bleibt und die Welt­ wirtschaft allmählich festeren Tritt fasst, dürfte der schweizerische Konjunkturmotor in den nächsten beiden Jahren zusehends wieder an Fahrt gewinnen. Die Expertengruppe des Bundes behält ihre bisherige Einschätzung bei, dass für 2013 mit einem moderaten BIP-Wachstum (+1.3%) zu rechnen ist, welches sich 2014 festigen dürfte (+2%). Die Ersparniskasse stellt sich darauf ein, die verhalten positiven wirtschaftlichen Trends im Kanton Schaffhausen und im Zürcher Weinland zu ihren Gunsten zu nutzen und die Kreditnach­ frage zu einem grossen Teil mit zusätzlichen Kundengeldern zu decken.

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Devisenmarkt Die Fluchtbewegung in den Schweizer Franken hat auch im Berichtsjahr angehalten. Die von der Nationalbank getroffenen Massnahmen zur Stabilisierung des Euro entfalteten eine gute Wirkung. Der Euro notierte im Jahresmittel mit 1.206 leicht über der von der SNB definierten Un­ tergrenze und schloss am Jahresende mit 1.208. Der US Dollar wurde im Jahresmittel für 0.937 gehandelt, mit einem Schlusskurs von 0.915.

Bereits jetzt sind Anpassungsprozesse der Unter­ nehmen auf dem Arbeitsmarkt spürbar, welche sich vermehrt in steigenden Arbeitslosenzahlen und einem Anstieg bei den von Massenentlassun­ gen betroffenen Personen wiederspiegeln. Denn vor allem der starke Binnenmarkt stützt die Ostschweizer Volkswirtschaft weiterhin. So weisen denn auch beide Branchen des Immobi­ liensektors, das Baugewerbe und der Projektie­ rungssektor (Architektur- und Ingenieurbüros) sowie die Verschiedenen Dienstleistungen eine weiterhin gute Geschäftslage auf. Demgegen­ über zeigen sich beim Grosshandel rasche und deutliche Verlangsamungstendenzen und in der Industrie eine weiterhin Besorgnis erregende Situation. Erholungstendenzen sind hingegen im Detailhandel festzustellen.

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Die Schweizer Börse hat sich am Ende des Be­ richts­­jahres weit besser entwickelt als von Finanz­­ experten vor Jahresfrist erwartet worden war. Nach zwei Jahren mit Kursverlusten hat der Leit­ index SMI im Jahr 2012 knapp 16 Prozent zugelegt.


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Geschäftstätigkeit

Bilanzielle Entwicklung Dank dem Zufluss von CHF 31 Mio. an Kunden­ geldern konnte der Ausleihungszuwachs von CHF 39 Mio. weitgehend selbst refinanziert werden. Die verbleibende Lücke wurde einer­ seits durch die weitere Aufnahme von Pfand­ briefdarlehen und aus den Liquiditätsbestän­ den gedeckt. Nachdem für Geldanlagen bei Banken keine Zinsen mehr vergütet werden und die Pfandbriefbank schweizerischer Hypo­ thekarinstitute AG in Zürich für Kapital-Verga­ ben marktbedingt nur noch eine geringfügige Verzinsung verlangt, resultierte damit eine bessere Rendite. Im Hinblick auf die tendenziell anziehende Börsenlage haben wir das Porte­ feuille an eigenen Wertschriften ebenfalls aus Rendite-Überlegungen verstärkt. Liquiditätsanforderungen Die mit CHF 58 Mio. gehaltene Liquidität ver­mag derzeit alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Zur Absicherung von hohen Stress­ szenarien sind Bestrebungen in Diskussion, die Liquiditätsanforderungen nach EU-Norm markant zu erweitern. Es wird sich voraussicht­

Substanz-Stärkung Dank vorsichtiger Risiko-Einschätzung, aber auch als Folge des tiefen Zins-Niveaus, dürfen die Ausfallrisiken im Ausleihungsgeschäft als unbedeutend bezeichnet werden. Vorsorgli­ cherweise bestehen in diesem Zusammenhang Wertberichtigungen im Ausmass von geringen 0.5 % der Kunden-Ausleihungen. Eine Bildung von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken war somit nicht notwendig. Deshalb konnten freie Mittel den übrigen Rückstellungen zugeführt werden, was die Eigenkapitalbasis der Bank weiter verstärkt. Ebenso sind die Reserven für allgemeine Bankrisiken wiederum mit CHF 800'000 dotiert worden. Diese Stärkung der eigenen Mittel ist ein notwendiges Erfordernis, da pro selbstbewohnte Liegenschaft mit einer ersten Hypothek von CHF 500'000 von der Bank rund CHF 14'000 an Eigenmitteln eingesetzt werden müssen. Ohne diese EigenmittelBildung könnte das Kerngeschäft im Bankwe­ sen, die Gewährung von Krediten, nicht mehr betrieben werden. Als Folge der kürzlichen Bankenkrise werden nun die Regulatorien zur Äufnung der eigenen Mittel etappenweise ver­ schärft und zum Teil der EU-Norm angepasst. Die Ersparniskasse verfügt derzeit über CHF 58 Mio. an anrechenbaren eigenen Mitteln, so dass einerseits die Gewährung weiterer Kredite gewährleistet ist und andererseits ein genü­ gend hoher Überschuss besteht, um die regu­ latorischen Anforderungen auch in Zukunft erfüllen zu können. Zinsmargen-Ausweitung Entgegen dem allgemeinen Trend konnte die Zinsmarge im vergangenen Geschäftsjahr

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lich als notwendig erweisen, den Liquiditätsbe­ stand mindestens in diesem Ausmass zu halten. Dadurch dürfte sich eine Verschlechterung der Rentabilität ergeben, da solche Gelder zu einer geringeren Verzinsung als zum Beispiel Auslei­ hungsfinanzierungen führen.

Geschäftsbericht 2012 

Erwartungen übertroffen Das vergangene Geschäftsjahr darf trotz schwierigem Umfeld und Turbulenzen an den internationalen Märkten mit Auswirkun­ gen auf die Schweiz als wiederum erfreulich bezeichnet werden. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 35 Mio. oder 5.1 % auf CHF 717 Mio. Der operative Brutto­erfolg konnte um 5.9 % auf CHF 12.9 Mio. gesteigert werden, obwohl sich der Aktiv-Zins­ satz für Ausleihungen weiter verringert hat. Als Folge der massiv höheren Aufwendun­ gen für die IT-Verarbeitung ergibt sich beim Bruttogewinn nur ein moderater Zuwachs. Der schlussendlich resultierende Jahreserfolg fällt leicht über dem Vorjahresergebnis aus, obwohl bedeutende Abschreibungen des hohen Auf­ wands für den IT-Plattform-Wechsel vor einem Jahr getätigt werden mussten.


leicht ausgeweitet werden, dies trotz An­ wendung von marktüblichen Konditionen im Passiv- wie auch Aktivgeschäft. Dank der Steigerung des Ausleihungsvolumens bei sich weiterhin abschwächenden Zinssätzen erziel­ ten wir einen höheren Ertrag, welcher dann auch zum besseren Zinserfolg geführt hat. Auf der Passivseite ist der Zinsaufwand bei weit­ gehend gehaltenen Konditionen zudem gerin­ ger ausgefallen. Der Grund dafür liegt bei den mittel- und langfristigen Refinanzierungskapi­ talien. Vor allem konnten die fällig gewordenen Pfandbriefdarlehen mit einer Ersparnis von rund 2 % p.a. erneuert werden. Nachdem wir eine höchstmögliche Verzinsung von Guthaben unserer Kundschaft anstreben, bieten wir weiterhin über dem Markt liegende Konditionen für Anlagen in Kassenobligatio­ nen und beim Sparkonto Top an. Höherer operativer Bruttoertrag Die entsprechenden Anstrengungen beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erbrachten in dieser Sparte ebenfalls einen höheren Erfolg. Besondere Bestrebungen lagen während des letzten Jahres insbesondere darin,

Klarheit bei der ausländischen Kundschaft wie auch bei den Fonds-Anlegern zu schaffen. Dies dürfte uns gelungen sein. Die Einschätzung der Börsenmärkte zu Beginn des Geschäftsjahres und die daraus getrof­ fenen Massnahmen haben im Weiteren zu einem besseren Ergebnis geführt. So konnten wiederum erfreuliche Erträge aus dem Han­ delsgeschäft mit Aktien, Devisen, Sorten und Edelmetallen erzielt werden. Moderater Personalkosten-Zuwachs – begründete Sachkosten-Steigerung Der Personalaufwand stieg unter Berücksichti­ gung einer Zunahme um 0,9 Personaleinheiten nur gering an. Der Zuwachs ist weitgehend mit einem erhöhten Sozialkosten- und Ausbil­ dungs-Aufwand begründet. Das Personal ist motiviert und bildet sich mit Unterstützung der Bank laufend weiter. Die Fluktuationsrate fällt äusserst gering aus; die mehrheitlich jün­ geren Mitarbeitenden weisen eine überdurch­ schnittlich langjährige Anstellungsdauer auf. Hinsichtlich der Bezüge des Verwaltungsrates wird auf den Abschnitt «Corporate Gover­ nance» verwiesen.

Offenlegung Eigenmittel in CHF 1'000 Erforderliche Eigenmittel für Kreditrisiken für nicht gegenparteibezogene Risiken für Marktrisiken für operationelle Risiken unter den Passiven bilanzierte Wertberichtigung für Kreditrisiken Total erforderliche Eigenmittel per 31. Dezember 2012

27'411 1'682 66 1'806 –182 30'783 in CHF 1'000

Vorhandene Eigenmittel Total anrechenbare Eigenmittel per 31. Dezember 2012 Verhältnis anrechenbare/erforderliche Eigenmittel nach CH-Recht

58'335 190 %


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Die doch markante Steigerung der Sachkosten führte zu einem etwas schlechteren cost-/in­ come-ratio von 61 %. Als besondere Kosten-Trei­ ber sind einerseits ausserordentliche IT-Kosten und andererseits verstärkte Aufwendungen im Marketing-Bereich zu nennen. Nachdem ab 2013 ein neues Pricing-Modell für den Bezug der IT-Dienstleistungen zur Anwendung ge­ langt, dürften sich nun die Aufwendungen auf relativ hohem Niveau stabilisieren.

massgeblich erhöhten Investitionsabschrei­ bungen problemlos vorgenommen werden. Als besonders erfreulich darf die Entwicklung hinsichtlich Ausfallrisiken bezeichnet werden, mussten doch keine zusätzlichen Wertberich­ tigungen für das Kreditgeschäft gebildet wer­ den. Dadurch haben sich die inneren Reserven der Bank über die Dotierung der Reserven für allgemeine Bankrisiken sowie die Bildung freier Rückstellungen erneut erhöht.

Bruttogewinn über budgetiertem Zielwert Als Folge vorerwähnter Mehrerträge fällt der Bruttogewinn markant über dem angestrebten Budgetwert aus. Nachdem vor einem Jahr ein geringerer Bruttogewinn als im Geschäftsjahr 2011 prognostiziert worden ist, darf nun festge­ halten werden, dass das Vorjahresergebnis so­­gar um CHF 60'000 oder 1.2 % übertroffen wurde.

Unveränderte Dividenden-Ausschüttung Der Generalversammlung wird beantragt, eine unveränderte Dividende von 22 % auf dem Aktienkapital auszurichten. Zudem soll analog den Vorjahren wiederum eine Vergabung über CHF 100'000 an die Hülfsgesellschaft Schaff­ hausen erfolgen. Der verbleibende Gewinn von CHF 1.48 Mio. wird den offenen Reserven der Bank gutgeschrieben, womit die EigenkapitalBasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung erneut verstärkt wird.

Dank dieser Ausgangslage konnten die im Zusammenhang mit der ersten Abschrei­ bungstranche für den IT-Plattform-Wechsel

Bilanzsumme in CHF 1'000

Eigenkapital (ohne Jahresgewinn) in CHF 1'000 2008

44'536

2009

2008

45'830

2010 2011

50'106

2012

52'361

2009

603'652

2011

681'645

2012

716'677

2008

7'413

2009

7'400

2010

477'117

2008

496'432

2009 2010

2011

2011

585'971 625'388

2012

8'124

2011

9'048

2012

9'550

Erfolg aus dem Kommissionsund Dienstleistungsgeschäft in CHF 1'000

Kundengelder in CHF 1'000

2010 536'909

2012

556'924

2010

Kundenausleihungen in CHF 1'000 2008

519'202

2009

47'960

Erfolg aus dem Zinsengeschäft in CHF 1'000

378'450

2008

411'120

2009

444'126 503'180 533'704

2'231 2'590

2010

2'277

2011

2'230

2012

2'405


Veranstaltungen/Aktionen Der persönliche Kundenkontakt ist uns sehr wichtig und findet nicht nur am Geschäftssitz in Schaffhausen und Kleinandelfingen statt, sondern wird auch anlässlich von Kundenver­ anstaltungen gepflegt. Im 2012 lud die Erspar­ niskasse Schaffhausen ihre Kundinnen und Kunden sowie Interessierte aus der Region zu diversen Anlässen ein. Informationsveranstaltung Gebäude­sanierung Zum Thema «Gebäudesanierung» informierte Erwin Knecht, Architekt ETH/SIA anlässlich einer Veranstaltung im Juni 2012 im Hotel Rüden. Erwin Knecht ist Geschäftsleiter der Knecht AG in Oberwil-Dägerlen und ausgewie­ sener Experte für energetisches Bauen und

Fussball EM 2012 – Ersparniskasse-EM-Arena Wie bereits in den letzten Jahren war die Ersparniskasse Hauptsponsor des Public Viewing in der Schaffhauser Altstadt. Pünkt­ lich zum Auftaktspiel Polen gegen Griechen­ land öffnete die Ersparniskasse-EM-Arena im Moser­­garten ihre Tore. Während 22 Spielen war unser VIP- und Festbanktisch mit Kundinnen und Kunden der Ersparniskasse gut besetzt. Auch die über Facebook angebotenen GratisTickets für Stehplätze fanden regen Zuspruch. Auch wenn das grosse europäische FussballStelldichein in der Ukraine und in Polen ohne die Schweizer «Nati» stattfinden musste, erlebten die Besucher ein Fussballspektakel mit viel Leidenschaft und Emotionen. «Bergluft statt Börsenklima» Unter diesem Titel fand Ende August eine Veranstaltung im Kinepolis Schaffhausen statt. Diese drehte sich für einmal nicht um Bankgeschäfte, sondern entführte das Publi­­kum in die faszinierende Welt der Berge. Über 300 Personen fanden den Weg ins Kino, wo der bekannte Extrembergsteiger und Mediziner, Prof. Dr. Oswald Oelz, von seinen Expeditionen in die Berge und seiner Arbeit als Arzt berichtete. Höchst spannend und lebendig erzählte der passionierte Höhenklet­ terer und ehemalige Chefarzt des Triemlispi­ tals Zürich von seinen Erfahrungen mit «Eispickel und Stethoskop» und zog die Zuhörerinnen und Zuhörer von der ersten Minute an in seinen Bann. Nach einem Apéro wurde der Film «Nanga Parbat» vorgeführt, der bild­gewaltig die tragische Geschichte der Brüder Messner bei der Besteigung des Achttausenders ohne Sauerstoffgerät erzählt.

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Sanieren. Unsere Kundinnen und Kunden erfuhren viel Wissenswertes und Interessantes über die energietechnischen Sanierungsmög­ lichkeiten.

Geschäftsbericht 2012 

Erfolgsausblick Trotz weiterhin schwierigem Umfeld prog­ nostizieren wir ein einträgliches Geschäfts­ jahr 2013. Die Zinsen-Stabilisierung erbringt einerseits solide Erträge und andererseits kann nochmals von der Vergünstigung fälliger Langfrist-Kapitalien profitiert werden. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wie auch die Handelssparte dürften ebenfalls im Ausmass des Vorjahres ertragswirksam sein. Im Kostenbereich müsste sich nun eine Verflachung der Verteuerung einstellen, so dass schlussendlich ein nochmals erhöhter Bruttogewinn resultieren sollte. Somit kön­ nen neben den üblichen Aufwendungen im Rahmen der Abschreibungspolitik sowie der steuerlichen Leistungen dann wiederum die inneren Reserven der Bank dotiert werden, um den regulatorischen Anforderungen jederzeit Genüge leisten zu können.


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Mehr MĂśglichkeiten.


Finanzapéro in Schaffhausen und im Zürcher Weinland Traditionsgemäss konnte sich unsere Kund­ schaft im vergangenen November anlässlich unserer beiden Finanzapéros in Schaffhausen und im Zürcher Weinland über die aktuelle Situation und die möglichen Entwicklungen der Wirtschaft sowie der Börsen- und Finanz­ märkte informieren. Im historischen Zunftsaal des Hotel Rüden in Schaffhausen riet der renommierte Anlageexperte Dr. Urs Ernst den Anlegern zu viel Geduld und empfahl eine brei­ te Diversifizierung im Portfolio. Der anerkannte Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Klaus Wellershoff zeigte sich anlässlich seines Referats im Schloss Laufen vorsichtig optimistisch, machte aber gleichzeitig auf lauernde Gefahren aufmerk­ sam. Einig waren sich beide Referenten darin, dass das Anlagejahr 2012 bis dato positiver ausgefallen war als erwartet. Marroni Weihnachts-Aktion Unter dem Motto: «Wärme für die Hände und den Magen» überraschte die Ersparnis­ kasse Schaffhausen ihre Kundschaft kurz vor Weihnachten mit heissen Marroni. Der einladende Marronistand vor unserer Bank am Münsterplatz stiess auf reges Interesse und die frisch gebratenen, köstlichen Marroni fanden zahlreiche Abnehmer.

Verwaltungsrat Nach äusserst erfolgreichem Wirken ist unser VR-Präsident, Dr. Jürg P. Spahn, anlässlich der Generalversammlung vom 29. März 2012 altershalber aus dem Verwaltungsrat zurück­ getreten. Er war seit 30 Jahren Mitglied des Verwaltungsrates, davon fünf Jahre als Präsi­ dent. Ebenfalls zurückgetreten ist VR-Mitglied Susanne Günter nach 19 Jahren Zugehörigkeit und wertvoller Mitarbeit. An Stelle des abtre­ tenden Präsidenten Dr. Jürg P. Spahn wurde Hannes Germann, bisher Vizepräsident, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Das Amt des Vizepräsidenten wird neu von Dr. Peter Müller ausgeübt. Als neue Mitglieder in den Verwaltungsrat der Ersparniskasse Schaffhausen wurden einstimmig gewählt: Dr. Urs Krebser, Direktor der Cilag AG, Schaff­ hausen, und Andreas Stamm, CEO der Stamm AG, Hallau. Mit Trauer mussten wir im Juni 2012 vom Tod unseres ehemaligen VR-Mitgliedes, Dr. Ernst Steiner, Kenntnis nehmen. Alt Ständerat Dr. Ernst Steiner war eine weit über die Kan­ tonsgrenzen hinweg bekannte und angesehe­ ne Persönlichkeit. Für unsere Bank war er ein ausserordentlich wertvoller und umsichtiger Berater und Freund. Wir werden Dr. Ernst ­Steiner in ehrender Erinnerung behalten. Bankpersonal Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte auch im Berichtsjahr auf den Einsatz von moti­ vierten und qualifizierten Mitarbeitenden zählen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Teams basiert auf der Grundlage einer offenen Kommunikation, eines verantwortungsvollen Umgangs sowie in gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Die persönliche Initiative und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden unterstützen wir gezielt. Der gegenüber dem Vorjahr unveränderte Personalbestand beträgt

15

Personelles

Geschäftsbericht 2012 

Informationsveranstaltung Pensionsplanung Die Thematik Pensionsplanung wurde anläss­ lich einer Informationsveranstaltung Ende September im Güterhof näher beleuchtet. Die Referenten und Vorsorgeberater unserer Bank, Roberto Calligaro und Thomas Gysel, zeigten auf, welche Schlüsselthemen bei einer Pensi­ onsplanung besonders zu beachten sind. Unsere Kundinnen und Kunden erfuhren viel Wissenswertes über eine seriöse Pensions­ planung und stellten fest: Frühzeitig planen lohnt sich, damit man die dritte Lebensphase möglichst frei von materiellen Engpässen geniessen kann.


per 31. Dezember 2012 32 Mitarbeitende, davon 16 mit einem Teilzeitpensum. Zusätzlich wer­ den wiederum drei Lehrlinge ausgebildet. Arbeitsjubiläen 2012 konnten erneut mehrere Mitarbeitende ihre Arbeitsjubiläen begehen: Seit 30 Jahren arbeitet Urs Werz bei der Erspar­ niskasse Schaffhausen. Am 15. Mai 1982 trat er als Buchhaltungschef in unsere Bank ein. Drei Jahre später wechselte er in die Anlagebera­ tung und übernahm 1989 als Finanzchef deren Leitung. Per 1. Januar 1993 wurde Urs Werz in die Geschäftsleitung berufen unter gleichzei­ tiger Beförderung zum Vizedirektor. Urs Werz war und ist bis heute massgeblich beteiligt am erfolgreichen Geschäftsgang der Ersparnis­ kasse Schaffhausen. Stefan Leu feierte im August 2012 sein zwanzig­ jähriges Arbeitsjubiläum. Er absolvierte bereits seine Banklehre bei der Ersparniskasse. Per 2001 wurde Stefan Leu zum Handlungsbevollmäch­ tigten und Stv. Finanzchef befördert. 2006 erfolgte die Beförderung zum Prokuristen. Im September 2009 übernahm Stefan Leu die Leitung unserer neuen Bankfiliale in Kleinan­ delfingen und damit die Verantwortung für den Ausbau unserer Marktpräsenz im Zürcher Weinland. Im April 2002 fand das zehnjährige Arbeits­ jubiläum von Fabienne Schuler statt. Fabienne Schuler ist diplomierte Betriebswirtschafterin HF sowie eidgenössisch diplomierte Immobi­ lienbewerterin und kam als Kundenberaterin im Kreditbereich zur Ersparniskasse. Im Januar 2007 übernahm sie die Stellvertretung des Kreditchefs, gleichzeitig wurde ihr die Prokura erteilt. Neben ihrer Tätigkeit als Kreditberaterin betreut Fabienne Schuler seit 2011 den Bereich Human Resources.

Ebenfalls seit zehn Jahren arbeitet Jasmin Braun bei der Ersparniskasse. Jasmin Braun kam im Februar 2002 nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung als Kundenbera­ terin zur Verstärkung unseres Schalterteams zu unserer Bank. Jasmin Braun hat während ihrer Tätigkeit alle relevanten Weiterbildungs­ kurse für die zunehmend anspruchsvollen Beratungsaufgaben am Schalter absolviert. Auch Daniela Ranaldo feierte ihr zehnjähriges Arbeitsjubiläum. Sie kam im August 2002 als Auszubildende in unsere Bank und arbeite­ te nach der Lehre im Kommerzbereich. 2011 schloss Daniela Ranaldo ihre Ausbildung zur Dipl. Betriebswirtschafterin HF ab. Per Januar 2012 wurde sie zur Handlungsbevollmächtigten befördert. Neben ihrer Tätigkeit als Kreditkun­ denberaterin ist Daniela Ranaldo im Bereich Human Resources tätig. Wir gratulieren allen Jubilarinnen und Jubi­ laren herzlich und danken für ihre wertvolle Mitarbeit und ihre Treue zu unserer Bank. Aus- und Weiterbildung Im Berichtsjahr besuchten die Mitarbeitenden der Ersparniskasse diverse fachspezifische Weiterbildungskurse. Ein Teil dieser Kurse wurde durch das Angebot von Entris Banking abgedeckt. Darüber hinaus steht ein breit gefächertes Angebot von anderen Anbietern offen, insbesondere des Bankberatungs­ zentrums St. Gallen. Wer einen eidgenössi­ schen Fachausweis oder ein eidgenössisches Diplom absolvieren will, erhält von der Ersparniskasse Schaffhausen Unterstützung in Form von finanziellen Beiträgen und – je nach Ausbildung – von Zeitgutschriften. Von dieser Möglichkeit machen mehrere Mitar­ beitende Gebrauch.


Geschäftsbericht 2011 

17

Bastelraum Sternenteleskop Madagaskar

Es gibt Zeiten, da geht alles wie von selbst. Und es gibt Zeiten, da braucht man Unterstützung. Diese holt man sich am besten bei einem Partner, der die Region ebenso gut kennt, wie die Menschen, die dort leben. www.ersparniskasse.ch

Mehr Möglichkeiten.


Verabschiedung im Verwal­tungs­rat der Ersparniskasse VR-Präsident Dr. Jürg P. Spahn und VR-Mitglied Susanne Günter sind nach 30 resp. 19 Jahren Zuge­hörigkeit altershalber aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten. Sie wurden im Rah­men des geselligen Teils der General­versammlung vom 29. März 2012 gebührend verabschiedet. Der neue VR-Präsident Hannes Germann und Direktor Dieter Sommer dankten den beiden lang­jährigen und verdienstvollen Persönlich­keiten herzlich für die geleistete wertvolle Arbeit im Interesse der ältesten Schaffhauser Bank.


Der Verwaltungsrat behandelte die Geschäfte an insgesamt neun ordentlichen Sitzungen. Zusätzlich führte er eine Klausur- sowie eine Strategietagung durch. Im Weiteren besuchten die Mitglieder des Verwaltungsrates diverse Weiterbildungsveranstaltungen.

Verwaltungsrat Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch die Generalversammlung gewählt. ­Gemäss den Statuten besteht das Gremium aus mindestens fünf Mitgliedern. Die Mit­ glieder des Verwaltungsrates werden auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wer das 70. Altersjahr vollendet hat, scheidet an der nachfolgenden ordentlichen Generalversamm­ lung aus. Die Amtsperiode beginnt mit dem Tag der Wahl und endet am Tag der ordent­ lichen Generalversammlung des letzten Geschäftsjahres der Amtszeit, vorbehältlich vorzeitigen Ausscheidens, Rücktritts oder Abberufung. Der Verwaltungsrat setzt sich zurzeit aus sieben Personen zusammen.

Ausschüsse Verwaltungsratsausschuss Der Verwaltungsratsausschuss besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten sowie einem weiteren Mitglied des Verwaltungs­ rates. Er unterstützt den Präsidenten des Ver­waltungsrates bei der Erfüllung seiner Aufgaben und unterbreitet Vorschläge (Nominationsfunktion und Entschädigungs­ funktion). Im Berichtsjahr hat sich der Aus­ schuss des Verwaltungsrates zu vier ordent­ lichen Sitzungen getroffen.

Alle Verwaltungsräte haben ihr Domizil in der Region und sind Schweizer Bürger. Der Verwaltungsrat amtet als Kollektivorgan. Die Aufgaben sind detailliert im Geschäfts- und Organisationsreglement festgehalten.

Kein Mitglied des Verwaltungsrates war in operativen Organen der Ersparniskasse Schaffhau­sen tätig. Auch steht kein Mitglied des Verwal­tungsrates mit der Ersparniskasse in wesentlicher geschäftlicher Beziehung mit auftragsrechtlichem Charakter. Zu Ausbildung und beruflichem Hintergrund sowie weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen der Ver­ waltungsratsmitglieder verweisen wir auf die Übersicht auf Seiten 22/23.

Audit Ressort Das Audit Ressort überwacht und beurteilt die Integrität der Finanzabschlüsse, die interne Kontrolle im Bereich der finanziellen Bericht­ erstattung und die Wirksamkeit der Prüfgesell­ schaft sowie deren Zusammenwirken mit der internen Revision. Die Sitzungen der Ver­ antwortlichen des Audit Ressorts werden nach Bedarf abgehalten.

Geschäftsbericht 2012 

Die Führungsorganisation der Ersparniskasse Schaffhausen beruht auf den beiden Gremien Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Diese leitenden Bankorgane haben unterschied­liche Funktionen und Verpflichtungen. Der Ver­ waltungsrat trägt die oberste Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Geschäfts­ tätigkeit sowie für die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsleitung nach Massgabe der ge­ setzlichen und statutarischen Vorschriften. Die Geschäftsleitung wiederum ist das geschäfts­ führende Organ und trägt die Gesamtverant­ wortung für die Umsetzung der strategischen Ausrichtung sowie für das Geschäftsergebnis. Die in den Statuten und im Geschäfts- und Organisationsreglement vorgesehene Tren­ nung der Tätigkeiten von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ist klar gewährleistet.

19

Corporate Governance


Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung ist das dem Verwaltungs­ rat untergeordnete, geschäftsführende Organ. Sie besteht aus einem Vorsitzenden sowie ­einem oder mehreren Mitgliedern. Die Auf­ gaben der Geschäftsleitung als Kollektivorgan sowie der einzelnen Geschäftsleitungsmit­ glieder sind detailliert in den entsprechenden Stellenbeschreibungen und im Geschäfts- ­und Organisationsreglement festgehalten. Alle Mit­ glieder der Geschäftsleitung haben ihr Domizil in der Region. Die Geschäftsleitung führt in der Regel wöchentlich eine GL-Sitzung durch. Weitere Tätigkeiten und Interessen­bindungen Die Mitglieder der Geschäftsleitung üben keine Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichts­ gremien bedeutender Unternehmen aus. Ebenso bestehen keine dauernden Leitungsund Beratungsfunktionen in wichtigen Interessengruppen. Entschädigungen Die Mitglieder des Verwaltungsrates beziehen für ihre Arbeit eine Entschädigung, deren Höhe auf Antrag des Präsidenten vom Gesamt­ verwaltungsrat beschlossen wird. Die Ver­ gütung besteht aus einer Grundentschädi­ gung, Zulagen für besondere Funktionen und Sitzungsgeldern. Die Gesamtbezüge (Honorare und Sitzungsgelder) der Mitglieder des Verwal­tungsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 229'000 (Vorjahr CHF 221'000). Es wurden keine Aktien und Optionen zugeteilt.

Die Entschädigung an die Mitglieder der Geschäftsleitung besteht aus einer Basis­ komponente und einer leistungsorientierten Entschädigung. Die Höhe dieser leistungs­ abhängigen Entschädigung basiert auf dem Bruttogewinn sowie auf dem RABIT-Rating und macht üblicherweise keinen wesentlichen Teil der Gesamtvergütung aus. Für die Leistungs­bewertung werden einheitliche, standardisierte Beurteilungskriterien angewendet. Revisionshonorar Die Bankrevisions- und Treuhand AG, Zürich, stellte der Ersparniskasse Schaffhausen als bankengesetzliche Revisionsstelle im Geschäftsjahr 2012 insgesamt CHF 132'300 in Rechnung. Die Entris Audit AG, Gümligen, in ihrer Funktion als interne Revisionsstelle, belastete der Ersparniskasse Schaffhausen für Dienstleistungen für die Prüfperiode 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 CHF 52'942. Informations- und Kontrollinstrumente ­gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat wird auf mehreren Wegen über die Aktivitäten der Geschäftsleitung der Bank informiert. Der Direktor nimmt jeweils an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil. Er informiert an diesen Sitzungen über die aktuellen Entwicklungen im Umfeld der Bank. Der Verwaltungsratspräsident wird überdies laufend über die Tätigkeiten und Entschei­ dungen mittels Geschäftsleitungs-Protokoll informiert.


21 Geschäftsbericht 2012  Verwaltungsrat und Direktor der Ersparniskasse Schaffhausen (von links nach rechts): Andreas Stamm, Urs Heierle, Carlo Klaiber, Hannes Germann, Dr. Urs Krebser, Dieter Sommer, Dr. Peter Müller, Herbert E. Bolli


Organe

Verwaltungsrat Name Wohnort, Nationalität

Funktion

Aktuelle berufliche Haupttätigkeit

Titel / Ausbildung / Beruflicher Hintergrund

Hannes Germann* Opfertshofen, CH

Präsident Mitglied VR-Ausschuss

Ständerat

Betriebsökonom dipl. oek. Erstberuf: Lehrer Wirtschafts­redaktor

Dr. Peter Müller* Stein am Rhein, CH

Vizepräsident Mitglied VR-Ausschuss

Selbständiger Unternehmer Inhaber und VR-Präsident der Knecht & Müller AG, Stein am Rhein

Dr. phil.II Erstberuf: Lehrer Studium der Naturwissenschaften an der Universität Zürich Seit 1978 Firma Knecht & Müller AG

Urs Heierle* Trasadingen, CH

Mitglied Audit Ressort

Partner bei Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen

Dipl. Wirtschaftsprüfer Betriebsökonom HWV

Herbert E. Bolli* Schaffhausen, CH

Mitglied

Direktor Städt. Werke Schaffhausen

Dipl. Ing. ETH Studium Elektrotechnik an der ETH Zürich CMC Carl Maier & Cie AG (Mitglied der Geschäftsleitung) Seit 1991 Städt. Werke Schaffhausen

Carlo Klaiber* Schaffhausen, CH

Mitglied

Selbständiger Unternehmer Inhaber der Karl Klaiber + Co. Hoch- und Tiefbau, Schaffhausen

Architekt HTL Studium der Architektur an der Fachhochschule Winterthur

Dr. Urs Krebser* Stetten, CH

Mitglied

Direktor Cilag AG, Schaffhausen

Dr. sc. natw. ETHZ Laborant Dipl. Chemiker HTL

Andreas Stamm* Neuhausen, CH

Mitglied

Stamm AG Hallau, Präsident Inhaber der Stamm AG, Spritzgiesstechnik und Formenbau, Hallau

MA, Boston University Erstberuf: Lehrer

* unabhängig im Sinne vom Rundschreiben 2008/24 der FINMA


Ver­bleibende Amtsdauer

Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Weidmüller Schweiz AG, Neuhausen am Rheinfall (Verwaltungsrat) Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Präsident Stiftungsrat) HEV, Schweiz. Hauseigentümerverband, Zürich (Vorstandsmitglied) Schweizerischer ­Gemeindeverband, Schönbühl (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaff­hausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (­ Präsident Stiftungsrat)

2003

2015

Knecht & Müller AG, Stein am Rhein (Präsident) Sonnenhof AG Schaffhausen (Präsident) Schweizerische ­Mobiliar Genossenschaft, Bern (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

1993

2015

Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen am Rheinfall (Präsident) Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen (Präsident Stiftungsrat) Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Stiftungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2008

2015

Sasag Kabelkommunikation, Schaffhausen (Vizepräsident) Radio Kaiser Kabel-TV, Schaffhausen ­( Präsident)  Etawatt Schaffhausen AG (Präsident) Gemeinschaftsantenne Diessenhofen (Verwaltungsrat) Erdgas Ostschweiz AG, Zürich (Verwaltungsrat) Powerfarm Holding AG, Schaffhausen (Präsident) InstaControl AG, Winterthur ­(Vizepräsident) Kraftwerk Schaffhausen AG (Direktor) Verein für umweltgerechte Energie VUE (Vorstand) Stiftung altra Schaff­hausen (Präsident Stiftungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2000

2015

Etawatt Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Klaiber Immobilien AG, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Klaiber Bau AG, Schaffhausen (Präsident) Kornhaus Liegenschaften Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Powerfarm Holding AG, Schaffhausen (Verwaltungsrat)  Bolli & Böcherer AG, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2007

2015

pmb bau ag, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2015

Personalfürsorgestiftung der Firma Stamm AG, Hallau (Präsident Stiftungsrat) Genossenschaft IG Kammgarn (Mitglied) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2015

23

Erstmalige Wahl

Jahresbericht 2012 

Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen


Geschäftsleitung Name, Wohnort, Nationalität

Funktion

Nationalität

Beruflicher Hintergrund

Eintritt

Dieter Sommer, Beringen

Direktor

CH

Kaufm. Ausbildung

1968

Urs Werz, Diessenhofen

Vizedirektor/Finanzchef

CH

Kaufm. Ausbildung

1982

Kader Name

Funktion

Eintritt

Roberto Calligaro

Prokurist/Anlageberater

1998

Thomas Gysel

Prokurist/Anlageberater

2009

Gordon Klein

Prokurist/Leiter Kreditmanagement

2000

Stefan Leu

Prokurist/Filialleiter Filiale Weinland

1992

Fabienne Schuler-Althaus

Prokuristin/Stv. Kreditchefin/HRM

2002

Michael Ebner

Handlungsbevollmächtigter/Stv. Filialleiter Filiale Weinland

2012

Dominik Häberli

Handlungsbevollmächtigter/Sachbearbeiter Geldmarkt

2003

Matthias Kuster

Handlungsbevollmächtigter/Anlageberater

1998

Paolo Pesci

Handlungsbevollmächtigter/Chefkassier Hauptsitz

1980

Daniela Ranaldo

Handlungsbevollmächtigte/Kreditkundenberaterin/HRM

2002

Nicole Rindlisbacher

Handlungsbevollmächtigte/Chefkassierin Filiale Weinland

2009

Luca Salvel

Handlungsbevollmächtigter/Kreditkundenberater

2001

Waltraud Studer

Handlungsbevollmächtigte/Direktionsassistentin/Marketing

1993

Aktienrechtliche und bankengesetzliche Prüfgesellschaft Bankrevisions- und Treuhand AG, Zürich

Interne Revision Entris Audit AG, Gümligen/Uster


Jahresrechnung


Bilanz per 31. Dezember 2012

in CHF 1'000 Aktiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Flüssige Mittel

24'621

17'676

Forderungen gegenüber Banken

33'334

46'423

Forderungen gegenüber Kunden

62'719

54'327

562'669

531'644

Hypothekarforderungen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven Total Aktiven

1'556

747

19'946

20'097

940

633

4'548

4'391

614

962

5'730

4'745

716'677

681'645

Total nachrangige Forderungen

0

0

Total Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften und qualifiziert Beteiligten

0

0

Passiven 0

3'468

Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform

Verpflichtungen gegenüber Banken

304'620

275'382

Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

122'681

123'592

Kassenobligationen

106'403

104'206

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

111'000

106'700

Rechnungsabgrenzungen

2'830

2'703

Sonstige Passiven

6'479

4'986

Wertberichtigungen und Rückstellungen

8'019

8'243

18'425

17'625

Gesellschaftskapital

3'200

3'200

Allgemeine gesetzliche Reserve

1'869

1'869

28'862

27'412

Reserven für allgemeine Bankrisiken

Andere Reserven Gewinnvortrag Jahresgewinn Total Passiven Total nachrangige Verpflichtungen Total Verpflichtungen gegenüber Konzerngesellschaften und qualifiziert Beteiligten

5

0

2'284

2'259

716'677

681'645

0

0

1'352

951

Ausserbilanzgeschäfte

in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Eventualverpflichtungen

4'250

4'107

Unwiderrufliche Zusagen

12'692

8'002

1'044

653

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen Derivative Finanzinstrumente – Positive Wiederbeschaffungswerte

3'560

3'167

– Negative Wiederbeschaffungswerte

5'422

3'821

– Kontraktvolumen

80'000

70'000

Treuhandgeschäfte

4'844

6'399


Erfolgsrechnung 2012

in CHF 1'000 16'952

Zins- und Dividendenertrag aus Handelsbeständen Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen Zinsaufwand Subtotal Erfolg Zinsengeschäft Kommissionsertrag Kreditgeschäft

31

334

367

–7'823

–7'570

9'550

9'048

2'493

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft

16'220

87

20

Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft

Vorjahr

14

2'328

602

545

–710

–657

2'405

2'230

856

601

Erfolg aus Veräusserung von Finanzanlagen

21

224

Beteiligungsertrag

85

84

Liegenschaftenerfolg

40

40

Kommissionsaufwand Subtotal Erfolg Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Erfolg aus dem Handelsgeschäft

Anderer ordentlicher Ertrag Anderer ordentlicher Aufwand Subtotal übriger ordentlicher Erfolg

1

15

–54

–53

93

310 –3'541

Personalaufwand

–3'642

Sachaufwand

–4'186

–3'632

Subtotal Geschäftsaufwand

–7'828

–7'173

5'076

5'016

5'076

5'016

Bruttogewinn Jahresgewinn Bruttogewinn

Abschreibungen auf dem Anlagevermögen Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Zwischenergebnis

Ausserordentlicher Ertrag

Ausserordentlicher Aufwand Steuern Jahresgewinn

–1'035

–433

–515

–1'241

3'526

3'342

222

217

–991

–800

–473 2'284

–500 2'259

Gewinnverwendung

in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

2'284

2'259

Jahresgewinn Gewinnvortrag

5

0

Bilanzgewinn

2'289

2'259

–1'480

–1'450

Gewinnverwendung

– Zuweisung an andere Reserven – Ausschüttungen auf dem Gesellschaftskapital

–704

–704

– Andere Gewinnverwendung

–100

–100

5

5

Gewinnvortrag Da die allgemeine gesetzliche Reserve 50 % des Aktienkapitals erreicht hat, wird auf eine weitere Zuweisung verzichtet.

27

Zins- und Diskontertrag

Berichtsjahr

Jahresbericht 2012 

Ertrag und Aufwand aus dem ordentlichen Bankgeschäft


Mittelflussrechnung 2012

in CHF 1'000 Berichtsjahr Mittel­ herkunft

Mittelverwendung

Saldo

Vorjahr Mittel­ herkunft

Mittelverwendung

Saldo

Mittelfluss aus operativem Ergebnis Jahresergebnis

2'284

0

2'259

0

Abschreibungen auf Anlagevermögen

1'035

0

433

0

Wertberichtigungen und Rückstellungen

399

0

1'576

0

Veränderung Reserven für allgemeine Bankrisiken

800

0

800

0

Aktive Rechnungsabgrenzungen

348

0

182

0

Passive Rechnungsabgrenzungen

127

0

0

39

0

804

0

804

4'993

804

5'250

843

Ausschüttung Vorjahr Mittelfluss aus operativem Ergebnis (Innenfinanzierung)

4'189

4'407

Mittelfluss aus Vorgängen im Anlagevermögen Beteiligungen

0

307

0

23

Sachanlagen

0

1'191

0

1'473

Mittelfluss aus Vorgängen im Anlagevermögen

0

1'498

0

1'496

–1'498

–1'496

Mittelfluss aus dem Bankgeschäft Verpflichtungen gegenüber Banken (über 90 Tage)

0

0

0

0

Forderungen gegenüber Banken (über 90 Tage)

0

7'265

0

1'807

Interbankgeschäft

0

7'265

0

1'807

29'238

0

12'514

0

2'197

0

7'087

0

Spar- und Anlagegelder Kassenobligationen

–7'265

Übrige Kundenverpflichtungen

0

911

39'452

0

Hypothekarforderungen

0

31'025

0

44'758

Forderungen gegenüber Kunden

0

8'392

0

4'305

Zweckkonforme Verwendung von Einzelwertberichtigungen Kundengeschäft Anleihen und Pfandbriefdarlehen

Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Kapitalmarktgeschäft

0

623

31'435

40'951

–9'516

0

277

59'053

49'340

4'300

0

10'200

0

0

809

578

0

151

0

2'425

0

4'451

809

13'203

0 2'071

3'642

–1'807

9'713

13'203

0

985

0

Sonstige Passiven

1'493

0

2'271

0

Übrige Bilanzpositionen

1'493

985

508

2'271

2'071

200

37'379

50'010

–12'631

74'527

53'218

21'309

0

6'945

0

8'682

20'353

0

0

18'491

Sonstige Aktiven

Mittelfluss aus dem Bankgeschäft Veränderung Fonds Liquidität Flüssige Mittel Forderungen gegenüber Banken (bis 90 Tage)

0

3'468

Veränderung Fonds Liquidität

Verpflichtungen gegenüber Banken (bis 90 Tage)

20'353

10'413

9'940

Total Mittelherkunft

62'725 62'725

0

Total Mittelverwendung

2'953

0

2'953

27'173

–24'220

82'730

0

82'730


Anhang

Mitglied der RBA-Bankengruppe Unsere Bank ist Mitglied des RBA-Aktionärs­ pools und bezieht Teile von Dienstleistungen und Produkten gegen entsprechende Entschä­ digungen von den Tochtergesellschaften der RBA-Holding. Für das Erbringen dieser Dienst­ leistungen haben die RBA-Holding und deren Tochtergesellschaften wesentliche Investi­ tionen in die Infrastruktur (insbesondere in den IT-Bereich) getätigt und vorfinanziert. Unsere Bank hat sich verpflichtet, bei einem allfälligen Austritt aus dem RBA-Aktionärspool eine Austrittsentschädigung von 0.25 % der Bilanzsumme zu leisten. Wir sind ausserdem die Verpflichtung eingegangen, eine Investiti­ onsschutz-Abgeltung zu leisten, sofern der Bezug der Informatikleistungen vor dem 31. Dezember 2017 beendet oder das Bezugs­ volumen auf Jahresbasis betragsmässig um mehr als 25 % reduziert wird. Zudem hat unsere Bank in den Jahren 2011 und 2012 im Zusam­ menhang mit der IT-Migration Auszahlungen der RBA-Futura im Betrag von CHF 183'786 erhalten. Für den Fall eines Austritts aus dem RBA-Aktionärspool vor dem 31. Dezember 2017 hat sich unsere Bank zur Rückzahlung dieser beiden Beträge verpflichtet.

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultieren in erster Linie aus Wertschriften-Positionen. Des Weiteren werden in dieser Ertragssparte auch Kommissionen aus dem Treuhand­ geschäft und Tresormieten, Kartenge­bühren sowie Bancomat- und Zahlungsverkehr-Ein­ künfte vereinnahmt. Als überdurchschnittlich stark im Anlageberatungs- und Vermögens­ verwaltungsgeschäft tätige Bank spielt hier die Entwicklung der Finanzmärkte eine wesent­ liche Rolle. Handel Die Ersparniskasse Schaffhausen AG bietet ihrer Kundschaft die Ausführung und Abwick­­lung sämtlicher banküblicher Handels­ geschäfte an. Im Weiteren halten wir eigene Handelsbe­stände in Form von Aktien und aktien­ähnlichen ­Instrumenten resp. struktu­ rierten Produkten. Übrige Geschäftsfelder Die Bank hält für Liquiditätszwecke ein Porte­feuille mit grösstenteils festverzinslichen Wertpapieren. Beteiligungen werden nur in geringem Ausmass gehalten. Unsere ­Ge­schäftstätigkeit üben wir in der bank­eigenen Liegen­ schaft in Schaffhausen und ­in unserer Filiale in Kleinandelfingen ZH aus.

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Bilanzgeschäft Das bilanzielle Zinsdifferenzen­geschäft bildet die Hauptertragsquelle. Im Vordergrund steht dabei das Kundengeschäft. Die Ausleihungen erfolgen vorwiegend auf hypothekarisch gedeckter Basis; hauptsächlich finanzieren wir selbstbewohnte Liegenschaften. Das Gewerbe beansprucht kommerzielle Kredite in der Regel gegen Deckung. In geringem Ausmass gewäh­ ren wir Lombardkredite.

Geschäftsbericht 2012 

1 Erläuterungen zu Geschäftstätigkeit und Personalbestand Allgemeines Die Ersparniskasse Schaffhausen AG ist vornehmlich im Hypothekar- und Sparbereich sowie im Private Banking tätig. Sie betreibt neben dem Hauptsitz in Schaffhausen eine Filiale in Klein­andelfingen ZH. Der Geschäfts­ bereich erstreckt sich vorwiegend auf die Region Schaffhausen und das Zürcher Wein­ land. In begründeten Fällen können Geschäfte gegen bankübliche Sicherheiten auch in der übrigen Schweiz getätigt werden. Auslandgeschäfte sind in sehr beschränktem Mass zulässig.


Risikomanagement Das Risikomanagement ist eine der Kernauf­ gaben jeder Bank. Es umfasst die Erkennung, Messung, Überwachung und Bewirtschaftung aller aus dem Geschäft erwachsenden Risiken. Als vorrangige Risiken gelten die Kredit-, die Markt- und die operationellen Risiken. Die Kredit- und Marktrisikopolitik wird von der Geschäftsleitung alljährlich, unter Beizug eines externen Beraters, auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Für die einzelnen Risiken werden klare Limiten gesetzt, deren Einhaltung von unserem Risk-Controlling laufend überwacht wird. Für die Risikopolitik der Gesamtbank ist der Verwaltungsrat verantwortlich. IKS (Internes Kontroll System) Ausgehend von einer periodisch durchge­ führten, systematischen Risikoidentifikation werden die für die Gesellschaft wesentlichen Risiken auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und deren finanzielle Auswirkungen bewertet. Mit entsprechenden, vom Verwaltungsrat beschlossenen, Massnahmen werden diese Risiken vermieden, vermindert oder überwälzt. Die selbst getragenen Risiken werden konse­ quent überwacht. Die letzte Risikobeurteilung und Bewilligung von Limiten durch den Verwal­ tungsrat wurde am 18. Dezember 2012 vorge­ nommen. Aufgrund dieser Risikobeur­teilung sind keine besonderen Rückstellungen und Wertberichtigungen erforderlich. Kreditrisiken Die Kreditrisiken werden durch interne Quali­ tätsanforderungskriterien, ein stufengerechtes Bewilligungsverfahren und durch umfassende Kreditanalysen überwacht. Zudem wurden in den internen Richtlinien konservative Belehnungsgrenzen festgesetzt. Die einzelnen Gegenparteien werden ausserdem mit dem durch Entris Audit AG entwickelten Kunden-

Ratingsystem «RASY» bewertet und laufend aktualisiert. Mit diesem System, das zehn Stufen umfasst, können die Risiken bei der Kreditver­gabe besser eingeschätzt und die in der Zukunft durchschnittlich zu erwartenden Verluste bei der Konditionsgestaltung mitberücksichtigt werden. Die Ausfallrisiken werden mittels Risikover­teilung, Qualitätsanforderungen und Deckungsmargen begrenzt. Die Geschäftsleitung in­formiert den Verwaltungsrat jährlich über Veränderungen im Kreditportfolio und über wesentliche Marktveränderungen. Marktrisiken Das durch Veränderung von Marktrisiken (Zinssätze, Wechselkurse, Aktien, etc.) beste­ hende Risiko wird durch die festgesetzten Limiten und durch laufende Reportings erfasst und begrenzt. Da die Bank stark im Bilanzge­ schäft engagiert ist, können Zinsänderungen einen beträchtlichen Einfluss auf die Erträge der Bank haben. Die Zinsänderungsrisiken werden mittels Zinsschichtenbilanz (DurationGAP) ermittelt und analysiert und vom ALM-Ausschuss der Bank gesteuert. Zudem stehen bei Bedarf auch externe Fachkräfte zur Verfügung. Operationelle Risiken Abwicklungs- und Informationsrisiken werden bezüglich der wichtigsten Risikofaktoren, insbesondere der Betriebsabläufe und der darin vorgesehenen internen Kontrollen, mittels interner Reglemente und Weisungen zur Organisation und Kontrolle beschränkt und regelmässig durch die interne und externe Revision geprüft. Zur Begrenzung und Bewirtschaftung der Rechtsrisiken werden fallweise externe Rechtsberater beigezogen.


Geschäftsbericht 2012 

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Auslagerung von Geschäftsbereichen (Outsourcing) Die Bank kann einzelne Geschäftsbereiche an andere Unternehmungen auslagern (Out­sourcing). Sie hat ihre Tätigkeiten in den Bereichen elektronische Datenverarbeitung, NetBanking Plus und Rechnungswesen an die Entris Banking AG, Gümligen, ausgela­ gert. Im Weiteren hat sie ihre Tätigkeiten in den Bereichen Wertschriftenadministration sowie In- und Ausland-Zahlungsverkehr an die Entris Operations AG, Gümligen, sowie ihre Tätig­ keiten im Bereich Interne Revision an die Entris Audit AG, Gümligen, vergeben. Der Bereich Compliance wurde an die Inte­gritas Compliance AG, Bern, ausgelagert. Ein Teil-Outsourcing besteht im Bereich Human Resources Manage­ ment. Mitarbeitende Der Personalbestand beträgt 32 Mitarbeiterin­ nen und Mitarbeiter (Vorjahr 28). Zusätzlich stehen drei Lernende in der Ausbildung. Per 31. Dezember 2012 ergibt dies umgerechnet 26.2 Vollzeitstellen (Vorjahr 25.3).

2

Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Grundsätze Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Bewer­­tungsgrundsätze richten sich nach dem Obligationenrecht, dem Bankengesetz und dessen Verordnung, den statutarischen Bestimmungen sowie den Richtlinien der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Der Jahresabschluss vermittelt ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank in Übereinstimmung mit den für Banken und Effektenhändler anzuwendenden Rechnungs­ legungsvorschriften. Erfassung und Bilanzierung Sämtliche Geschäftsvorfälle werden am Abschlusstag in den Büchern der Bank erfasst und ab diesem Zeitpunkt für die Erfolgs­er­mittlung bewertet. Umrechnung von Fremdwährungen Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Monetäre Vermögenswerte werden am Bilanzstichtag zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet und erfolgswirksam verbucht. Wechselkursdifferenzen zwischen dem Abschluss des Geschäfts und seiner Erfüllung werden über die Erfolgsrechnung verbucht.

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Kurse verwendet:

USD EUR GBP

2012 Bilanzstichtagskurs 0.9149 1.2075 1.4804

2012 Jahresdurch­schnittskurs 0.9379 1.2053 1.4862

Vorjahr Bilanzstichtagskurs 0.9389 1.2158 1.4566

Vorjahr Jahresdurchschnittskurs 0.8873 1.2336 1.4212


Ausleihungen (Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen) Gefährdete Forderungen, d.h. Forderungen, bei welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann, werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderung durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Aus­ leihungen werden spätestens dann als ge­ fährdet eingestuft, wenn die vertraglich vereinbarten Zahlungen für Kapital und/oder Zinsen mehr als 90 Tage ausstehend sind. Zinsen, die mehr als 90 Tage ausstehend sind, gelten als überfällig. Überfällige Zinsen und Zinsen, deren Eingang gefährdet ist, werden nicht mehr vereinnahmt, sondern direkt den Wertberichtigungen und Rückstellungen zugewiesen. Ausleihungen werden zinslos gestellt, wenn die Einbringlichkeit der Zinsen derart zweifelhaft ist, dass die Abgrenzung nicht mehr als sinnvoll erachtet wird. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungs­ verzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen bildet die Bank Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung von am Bewertungsstichtag

Gefährdete Forderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft, wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen und weiteren Bonitätskriterien erfüllt werden. Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Die Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen werden grundsätzlich zum Fair Value bewertet und bilanziert. Als Fair Value wird der auf einem preiseffizienten und liquiden Markt gestellte Preis oder ein aufgrund eines Bewertungsmodells ermittelter Preis eingesetzt. Ist ausnahmsweise kein Fair Value verfügbar, erfolgt die Bewertung und Bilan­ zierung zum Niederstwertprinzip. Die aus der Bewertung resultierenden Kursgewinne und -verluste werden im Erfolg aus dem Handels­ geschäft verbucht. Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen in Wertschriften werden dem Zins- und Dividendenertrag aus Handels­ beständen gutgeschrieben. Dem Handelserfolg werden keine Kapitalrefinanzierungskosten belastet.

33

Im Zusammenhang mit der Bewertung von Umlaufvermögen gemäss dem Niederstwert­ prinzip werden die Anschaffungswerte zu gewichteten Durchschnittswerten ermittelt.

vorhandenen latenten Risiken. Pauschalwert­ berichtigungen werden nach einem systemati­ schen und willkürfreien Ansatz aufgrund des Ausfallrisikofaktors des Gesamtkreditporte­ feuilles gebildet. Deren Sätze richten sich nach historischen Erfahrungswerten. Die Bank klassiert alle Forderungen in einer der 10 RatingKlassen. Bei den Forderungen der Klassen 1 bis 6 wird der Schuldendienst geleistet, die Belehnung der Sicherheiten ist angemessen und die Rück­zahlung des Kredites erscheint nicht gefährdet. Die Forderungen der Klassen 7 bis 8 werden als gefährdet eingestuft, diejenigen der Klassen 9 bis 10 sind stark gefährdet. In den gefährdeten Klassen werden Einzel- und Pauschalwertberich­ tigungen gebildet.

Geschäftsbericht 2012 

Allgemeine Bewertungsgrundsätze Die in einer Bilanzposition ausgewiesenen einzelnen Detailpositionen werden grund­ sätzlich einzeln bewertet (Einzelbewertung).


Finanzanlagen Festverzinsliche Schuldtitel sowie Wandel- und Optionsanleihen ausserhalb des Handelsbe­ stands werden nach dem Niederstwertprinzip bewertet, sofern keine Absicht zum Halten bis zur Endfälligkeit besteht. Wertanpassungen erfolgen pro Saldo über «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag». Eine Zuschreibung bis höchstens zu den Anschaffungskosten erfolgt, sofern der unter den Anschaffungskosten gefallene Marktwert in der Folge wieder steigt. Diese Wertanpassung wird wie vorstehend beschrieben ausgewiesen. Die mit der Absicht des Haltens bis zur End­ fälligkeit erworbenen Schuldtitel werden nach der Accrual-Methode bewertet. Dabei wird das Agio bzw. Disagio über die Laufzeit bis zum Endverfall abgegrenzt. Zinsenbezogene realisierte Gewinne oder Verluste aus vorzei­ tiger Veräusserung oder Rückzahlung werden über die Restlaufzeit, d.h. bis zur ursprüng­ lichen Endfälligkeit, abgegrenzt. Bonitätsbedingte Wertminderungen bzw. nachfolgende Wertaufholungen werden in der Erfolgsrechnung wie unter «Halten bis Endverfall» behandelt. Positionen in Beteiligungstiteln und Edel­ metallen werden nach dem Niederstwert­ prinzip bewertet. Liegenschaften und aus dem Kreditgeschäft übernommene Beteiligungen, welche zur Veräusserung vorgesehen sind, werden in den Finanzanlagen bilanziert und nach dem Niederstwertprinzip bewertet, d.h. nach dem tieferen Wert von Anschaffungswert und Liquidationswert.

Beteiligungen Die Bewertung erfolgt nach dem Anschaf­ fungskostenprinzip, abzüglich betriebswirt­ schaftlich notwendiger Abschreibungen. Sachanlagen Investitionen in neue Sachanlagen werden aktiviert und gemäss Anschaffungswert­ prinzip bewertet, wenn sie während mehr als einer Rechnungsperiode genutzt werden und die Aktivierungsuntergrenze übersteigen. Investitionen in bestehende Sachanlagen werden aktiviert, wenn dadurch der Marktoder Nutzwert nachhaltig erhöht oder die Lebensdauer wesentlich verlängert wird. Bei der Folgebewertung werden die Sach­ anlagen zum Anschaffungswert, abzüglich der kumulierten Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmässig über die geschätzte Nutzungsdauer der Anlage. Die Werthaltigkeit wird jährlich überprüft. Ergibt sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit eine veränderte Nutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwert planmässig über die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben oder eine ausserplanmässige Abschreibung getätigt. Planmässige und allfällige zusätzliche ausserplanmässige Abschreibungen werden über die Erfolgsrech­ nung in der Position «Abschreibungen auf dem Anlagevermögen» verbucht. Fällt der Grund für die ausserplanmässige Ab­schreibung weg, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.


Vorsorgeverpflichtungen Die Mitarbeiter unserer Bank sind bei der autonomen Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen versichert. Es gelten die jeweiligen Statuten sowie das Reglement. Der Vorsorgeplan ist beitragsorientiert. Die Arbeitgeberbeiträge werden im Personalaufwand erfasst. Es wird jährlich beurteilt, ob aus der Vorsorge­ einrichtung wirtschaftliche Nutzen oder Verpflichtungen für die Bank bestehen. Allfällige Arbeitgeber­beitragsreserven sowie wirtschaftliche Nutzen werden von der Bank nicht aktiviert. Wirtschaftliche Verpflich­ tungen werden passiviert, wenn die Voraus­ setzungen für die Bildung von Rückstellungen erfüllt sind. Steuern Laufende Steuern Die Ertragssteuern werden aufgrund be­triebswirtschaftlicher Überlegungen dem Verur­sachungsjahr belastet. Der Steuer­ aufwand weist die gemäss Gegenwarts­ besteuerung geschuldeten Steuern sowie allfällige Steuernachforderungen bzw. -gutschriften auf.

Eventualverpflichtungen, unwiderrufliche Zusagen, Einzahlungs- und Nach­schussver­pflichtungen Der Ausweis in der Ausserbilanz erfolgt zum Nominalwert. Für absehbare Risiken werden in den Passiven der Bilanz Rückstellungen gebildet. Wertberichtigungen und Rückstellungen Für alle erkennbaren Verlustrisiken werden nach dem Vorsichtsprinzip Einzelwertberich­ tigungen und -rückstellungen gebildet. Die in einer Rechnungslegungsperiode be­triebswirtschaftlich nicht mehr benötigten Wertberich­tigungen und Rückstellungen werden erfolgswirksam aufgelöst. Derivative Finanzinstrumente Bezüglich der Geschäftspolitik und des Risikomanagements wird auf die Erläute­rungen zur Geschäftstätigkeit verwiesen. Handelsgeschäfte Die Bewertung aller derivativen Finanz­ instrumente der Bank erfolgt zum Fair Value (mit Ausnahme der Derivate, die im Zusam­ menhang mit Absicherungstransaktionen verwendet werden). Sie werden als positive oder negative Wiederbeschaffungswerte unter den «Sonstigen Aktiven» bzw. «Sonstigen Passi­ ven» bilanziert. Bei Transaktionen mit derivati­ ven Finanzinstrumenten, welche zu Handels­ zwecken eingegangen werden, wird der realisierte und unrealisierte Erfolg über die Rubrik «Erfolg aus dem Handelsgeschäft» verbucht.

35

Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden über den «Ausser­ ordent­lichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand».

Aus dem laufenden Gewinn geschuldete direkte Steuern werden als passive Rechnungs­ abgrenzungen verbucht.

Geschäftsbericht 2012 

Die geschätzte Nutzungsdauer für einzelne Sachanlagenkategorien ist wie folgt:  Bankgebäude und andere Liegenschaften, ohne Land: max. 50 Jahre  Technische Installationen: max. 10 Jahre  Sonstige Sachanlagen: max. 5 Jahre  Bankensoftware Finnova: max. 5 Jahre  übrige Software, Informatik- und ­Kommunikationsanlagen: max. 3 Jahre


Absicherungsgeschäfte Die Bank kann ausserdem derivative Finanz­ instrumente im Rahmen des Asset- und Liability-Managements zur Steuerung von Zinsänderungs-, Währungs- und Ausfall­risiken einsetzen. Die Absicherungsgeschäfte werden analog dem abgesicherten Grund­ geschäft bewertet. Der Erfolg aus der Ab­ sicherung wird der gleichen Erfolgsposition zugewiesen wie der entsprechende Erfolg aus dem abgesicherten Geschäft. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Durch die Migration auf eine neue Kernban­ kensoftware sind im Vergleich zur Darstellung im Vorjahr Verschiebungen zwischen den Forderungen gegenüber Kunden und den

Hypothekarforderungen entstanden. Dies ist auf die unterschiedliche Codierung von Zusatzdeckungen bei hypothekarisch gedeck­ ten Krediten im neuen IT-System zurückzu­ führen. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Verschiebungen innerhalb der Gesamtposition Kundenausleihungen aufheben, verzichten wir auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen. Im Weiteren bestehen auch Verschiebungen zwischen den Verpflichtungen gegenüber Kun­ den in Spar- und Anlageform und den Übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden. Dies ist mit der Neuzuteilung von Kontoarten (Pro­ dukten) zu begründen. Gesamtheitlich ist die Vergleichbarkeit aussagekräftig, weshalb auf eine Anpassung der Vorjahreswerte ebenfalls verzichtet wird.


3  Informationen zur Bilanz

3.1  Übersicht der Deckungen von Ausleihungen und Ausserbilanzgeschäften 3.1.1 Übersicht nach Deckungen in CHF 1'000 Deckungsart Hypothekarische Deckung

Andere Deckung

Ohne Deckung

Total

13'129

12'476

37'114

62'719 457'823

Ausleihungen Forderungen gegenüber Kunden

457'426

0

397

– Büro- und Geschäftshäuser

30'016

0

0

30'016

37

– Gewerbe und Industrie

67'042

0

0

67'042

7'788

0

0

7'788

Berichtsjahr

575'401

12'476

37'511

625'388

Vorjahr

541'628

9'796

34'547

585'971

Eventualverpflichtungen

0

2'065

2'185

4'250

Jahresbericht 2012 

Hypothekarforderungen

Unwiderrufliche Zusagen

4'378

4'125

4'189

12'692

– Wohnliegenschaften

– Übrige Total Ausleihungen

Ausserbilanz

Einzahlungs- und Nachschuss­verpflichtungen Total Ausserbilanz

0

0

1'044

1'044

Berichtsjahr

4'378

6'190

7'418

17'986

Vorjahr

3'670

2'103

6'989

12'762

Bruttoschuldbetrag

Geschätzte Verwertungserlöse der ­Sicherheiten

Nettoschuldbetrag

Einzelwertberichtigungen

Berichtsjahr

3'314

1'161

2'153

2'153

Vorjahr

3'811

1'318

2'493

2'493

3.1.2 Angaben zu gefährdeten Forderungen

Gefährdete Forderungen

in CHF 1'000

3.2  Aufgliederung der Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen, der Finanzanlagen und Beteiligungen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

0

0

1'556

747

0

0

1'556

747

Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Schuldtitel Beteiligungstitel Edelmetalle Total Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen


3  Informationen zur Bilanz

in CHF 1'000 Buchwert

Fair Value

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

Schuldtitel

18'938

19'450

19'171

19'809

– davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit

18'938

19'450

19'171

19'809

938

539

1'099

713

70

108

79

119

19'946

20'097

20'349

20'641

4'297

5'550

0

0

Finanzanlagen

Beteiligungstitel Edelmetalle Total Finanzanlagen ­–  davon repofähige Wertschriften   gemäss Liquiditätsvorschriften

in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Beteiligungen ohne Kurswert

940

633

Total Beteiligungen

940

633

3.3  Angaben zu wesentlichen Beteiligungen Unsere Bank hält Beteiligungspapiere der RBA-Holding sowie an Gesellschaften mit Infrastrukturcharakter.

Die jeweiligen Kapital- und Stimmquoten betragen nur einen geringen Anteil der entsprechenden Grundkapitalien. Deren Einfluss auf die Vermögensund Ertragslage der Bank ist unwesentlich.

3.4  Anlagespiegel in CHF 1'000 Berichtsjahr Anschaffungswert

Bisher aufgelaufene Abschreibungen

Buchwert Ende Vorjahr

Umglie­ derungen

Investi­ tionen

Desinvestitionen

Abschreibungen

Buchwert Ende Berichtsjahr

Beteiligungen – Minderheitsbeteiligungen

988

–355

633

0

307

0

0

940

Total Beteiligungen

988

–355

633

0

307

0

0

940

1'975

Sachanlagen Liegenschaften – Bankgebäude

2'524

–693

1'831

0

188

0

–44

Übrige Sachanlagen

3'335

–2'760

575

0

306

–3

–445

433

Übriges: Wechsel IT-Plattform

1'985

0

1'985

0

701

0

–546

2'140

Total Sachanlagen

7'844

–3'453

4'391

0

1'195

–3

–1'035

4'548

Brandversicherungswert der Liegenschaften

5'116

Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen

2'060


3.5  Sonstige Aktiven und Sonstige Passiven in CHF 1'000 Sonstige Aktiven

Sonstige Passiven

– Bilanzstrukturmanagement

3'560

5'422

3'167

3'821

Total derivative Finanzinstrumente

3'560

5'422

3'167

3'821

Ausgleichskonto

1'745

0

1'214

0

66

1'023

53

1'145

359

23

0

3

39

Vorjahr

Sonstige Passiven

Jahresbericht 2012 

Berichtsjahr Sonstige Aktiven Wiederbeschaffungswert aus derivativen Finanzinstrumenten – Kontrakte als Eigenhändler

Indirekte Steuern Abrechnungskonten Nicht eingelöste Coupons, Kassenobli­gationen und Obligationenanleihen

0

0

205

6

Übrige Aktiven und Passiven

0

11

106

11

5'730

6'479

4'745

4'986

Total Sonstige Aktiven und Sonstige Passiven

3.6  Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder abgetretene Aktiven sowie Aktiven unter Eigentumsvorbehalt in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Forderungsbetrag resp. Buchwert

Verpflichtungen resp. davon beansprucht

Forderungsbetrag resp. Buchwert

Verpflichtungen resp. davon beansprucht 115'236

Verpfändete Aktiven Hypothekarforderungen

139'156

119'880

137'927

Beteiligungen

232

0

232

0

Sachanlagen

800

0

800

0

140'188

119'880

138'959

115'236

0

0

0

0

Total verpfändete Aktiven Aktiven unter Eigentumsvorbehalt

3.7  Verpflichtungen gegenüber eigener Vorsorgeeinrichtung in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

544

335

Total Verpflichtungen gegenüber eigener Vorsorgeeinrichtung

544

335

Die Mitarbeitenden der Ersparniskasse Schaffhausen AG sind bei der autonomen Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen versichert. Die Leistungen der Pensionskasse werden aufgrund der geleisteten Beiträge berechnet (Beitragsorientierung). Sämtliche Mitarbeitende ab dem gesetzlich festgelegten BVG-Mindestjahreslohn sind versichert und damit anspruchsberechtigt. Der Koordinationsabzug ist an den Beschäftigungsgrad angepasst. Die Prämien der beruflichen Vorsorge werden im Schnitt zu 40 % vom Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin und zu 60 % von der Ersparniskasse Schaff­ hausen AG getragen. Es bestehen – wie im Vorjahr – keine Arbeitgeberbeitragsreserven. Die Ermittlung der tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen aus Vorsorgeverpflichtungen basiert auf den nach Swiss GAAP FER 26 erstellten Jahres­ rechnungen der Personalvorsorgeeinrichtungen. Es wird beurteilt, ob aus Sicht der Bank aus der allfälligen Unter- oder Überdeckung der Vorsorgeeinrich­ tung wirtschaftliche Risiken oder ein wirtschaftlicher Nutzen erwachsen könnte. Ein allfälliger wirtschaftlicher Nutzen oder bestehende Arbeitgeberbeitragsreserven werden nicht aktiviert, für wirtschaftliche Risiken werden hingegen Rückstellungen in der Bilanz gebildet. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse an den Finanzmärkten bestand bei der Vorsorgeeinrichtung per 31. Dezember 2011 eine Deckung von 99%. Per 31. Dezember 2012 wird ein Deckungsgrad von voraussichtlich 112% erwartet. Der Vorsorgeaufwand ist unter Ziffer 5.3 ersichtlich.


3  Informationen zur Bilanz

3.8  Ausstehende Obligationenanleihen und Pfandbriefdarlehen

in CHF 1'000

Emittent

Gewichteter Durchschnittszins

Fälligkeiten

1.86 %

2013–2031

Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

Betrag 111'000

Total

111'000

Vorjahr

106'700 Fällig 2013

2014

2015

2016

2017

Total

nach 2017

Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank ­ schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

14'500

8'000

11'100

18'000

9'900

49'500

111'000

Total

14'500

8'000

11'100

18'000

9'900

49'500

111'000

Wiedereingänge, überf. Zinsen, Währungsdifferenzen

Neubildung z. L. Erfolgsrechnung

Auflösung z. G. Erfolgsrechnung

3.9  Wertberichtigungen und Rückstellungen und Reserven für allgemeine Bankrisiken

in CHF 1'000

Stand Ende Vorjahr

Zweckkonforme Verwendung

Änderung Zweckbestimmung (Umbuchungen)

– Wertberichtigungen und Rückstellungen für Ausfallrisiken (Delkredere- und Länderrisiko)

3'698

–623

0

0

1

–37

3'039

– Übrige Rückstellungen

4'545

0

0

0

435

0

4'980

Total Wertberichtigungen und Rückstellungen

8'243

–623

0

0

436

–37

8'019

Stand Ende Berichtsjahr

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Ausfall- und andere Risiken

abzüglich mit den Aktiven direkt verrechnete Wertberichtigungen

Total Wertberichtigungen und Rückstellungen gemäss Bilanz Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert)

0

0

8'243

8'019

17'625

0

0

0

800

0

18'425


3.10  Gesellschaftskapital und Aktionäre mit Beteiligungen über 5 % aller Stimmrechte

in CHF 1'000

Berichtsjahr Gesamtnominalwert

Stückzahl

Dividen­denberechtigtes Kapital

Vorjahr Gesamtnominalwert

Stückzahl

Dividen­denberechtigtes Kapital

Aktienkapital Namenaktien

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

Total Gesellschaftskapital

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200 in CHF 1'000

Anteil in %

Nominal

Anteil in %

41

Vorjahr

Nominal

3'200

100

3'200

100

Jahresbericht 2012 

Berichtsjahr Bedeutende Kapitaleigner und stimm­rechts­ gebundene Gruppen von Kapitaleignern mit Stimmrecht – Stiftung EK Schaffhausen

3.11  Nachweis des Eigenkapitals in CHF 1'000 Eigenkapital am Anfang des Berichtsjahres Einbezahltes Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve

3'200 1'869

Andere Reserven

27'412

Reserven für allgemeine Bankrisiken

17'625

Bilanzgewinn Total Eigenkapital am Anfang des Berichtsjahres (vor Gewinnverwendung) + Andere Zuweisungen – Dividende und andere Ausschüttungen aus dem Jahresgewinn des Vorjahres + Jahresgewinn des Berichtsjahres Total Eigenkapital am Ende des Berichtsjahres (vor Gewinnverwendung)

2'259 52'365 800 –804 2'284 54'645

davon: Einbezahltes Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve

3'200 1'869

Andere Reserven

28'862

Reserven für allgemeine Bankrisiken

18'425

Bilanzgewinn

2'289


3  Informationen zur Bilanz

3.12  Fälligkeitsstruktur des Umlaufvermögens und des Fremdkapitals in CHF 1'000 Auf Sicht

Kündbar

Fällig Innert 3 Monaten

Nach 3 Monaten bis zu 12 Monaten

Nach 12 Monaten bis zu 5 Jahren

Nach 5 Jahren

Immo­ bilisiert

Total

Umlaufvermögen Flüssige Mittel

24'621

0

0

0

0

0

0

24'621

Forderungen gegenüber Banken

18'204

0

5'433

9'697

0

0

0

33'334

Forderungen gegenüber Kunden

3

34'586

454

2'345

18'420

6'911

0

62'719

37'197

58'455

269'954

143'660

0

562'669

Hypothekarforderungen

103

53'300

Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen

1'556

0

0

0

0

0

0

1'556

Finanzanlagen

1'008

0

501

5'929

10'702

1'806

0

19'946

Total Umlaufvermögen

Berichtsjahr

45'495

87'886

43'585

76'426

299'076

152'377

0

704'845

Vorjahr

59'018

100'714

23'349

63'205

302'281

122'347

0

670'914

0

0

0

0

0

0

0

0

Fremdkapital Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform

47'740

256'880

0

0

0

0

304'620

102'695

0

111

11'132

8'743

0

0

122'681

Kassenobligationen

0

0

11'761

10'858

57'516

26'268

0

106'403

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

0

0

5'000

9'500

47'000

49'500

0

111'000

Berichtsjahr

150'435

256'880

16'872

31'490

113'259

75'768

0

644'704

Vorjahr

145'055

164'232

86'402

34'775

119'437

63'447

0

613'348

Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

Total Fremdkapital

3.13  Forderungen und Verpflichtungen gegenüber verbundenen Gesellschaften sowie Organkredite in CHF 1'000 Forderungen gegenüber verbundenen Gesellschaften Verpflichtungen gegenüber verbundenen Gesellschaften Organkredite

Berichtsjahr

Vorjahr

5'545

5'664

124

166

6'112

6'824

Transaktionen mit nahestehenden Personen: Mit nahestehenden Personen werden, mit Ausnahme von banküblichen Vorzugskonditionen für das Personal, Transaktionen (wie Wertschriftengeschäfte, Zahlungsverkehr, Kreditgeschäfte und Geldmarktanlagen) zu Konditionen durchgeführt, wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.


3.14  Aktiven und Passiven aufgegliedert nach In- und Ausland in CHF 1'000 Berichtsjahr Inland

Ausland

Vorjahr Inland

Ausland

24'354

267

16'433

1'243

Forderungen gegenüber Banken

19'931

13'403

39'775

6'648

Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen

59'782

2'937

52'660

1'667

554'158

8'511

530'935

709

841

715

747

0

12'359

7'587

14'319

5'778

Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen Finanzanlagen Beteiligungen

940

0

633

0

4'548

0

4'391

0

513

101

962

0

5'730

0

4'745

0

683'156

33'521

665'600

16'045

Verpflichtungen gegenüber Banken

0

0

3'468

0

Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform

286'260

18'360

258'290

17'092

Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

101'902

20'779

85'819

37'773

Kassenobligationen

106'403

0

104'206

0

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

111'000

0

106'700

0

Rechnungsabgrenzungen

2'830

0

2'703

0

Sonstige Passiven

6'479

0

4'986

0 0

Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven Total Aktiven Passiven

Wertberichtigungen und Rückstellungen Reserven für allgemeine Bankrisiken Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve Andere Reserven

8'019

0

8'243

18'425

0

17'625

0

3'200

0

3'200

0

1'869

0

1'869

0

28'862

0

27'412

0

5

0

0

0

2'284

0

2'259

0

677'538

39'139

626'780

54'865

Gewinnvortrag Jahresgewinn Total Passiven

3.15  Total der Aktiven aufgegliedert nach Ländern bzw. Ländergruppen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

CHF

Anteil in %

CHF

Anteil in %

683'156

96

665'600

98

27'677

4

12'957

2

3'401

0

2'380

0

151

0

151

0

2'292

0

557

0

716'677

100

681'645

100

Aktiven Schweiz Westeuropa Vereinigte Staaten Asien Übrige Total Aktiven

Jahresbericht 2012 

Flüssige Mittel

43

Aktiven


3  Informationen zur Bilanz

3.16  Bilanz nach Währungen in CHF 1'000 CHF 

EUR

USD

Übrige

Aktiven Flüssige Mittel

23'866

729

6

20

Forderungen gegenüber Banken

10'796

13'811

7'272

1'455

Forderungen gegenüber Kunden

61'975

153

586

5

562'669

0

0

0

889

667

0

0

Finanzanlagen

19'279

174

0

493

Beteiligungen

940

0

0

0

4'548

0

0

0

585

25

0

4

5'527

38

165

0

691'074

15'597

8'029

1'977

0

0

0

0

691'074

15'597

8'029

1'977

Verpflichtungen gegenüber Banken

0

0

0

0

Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform

304'620

0

0

0

97'759

15'100

8'015

1'807

Kassenobligationen

106'403

0

0

0

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

Hypothekarforderungen Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen

Sachanlagen Rechnungsabgrenzungen Sonstige Aktiven Total bilanzwirksame Aktiven Lieferansprüche aus Devisenkassa-, Devisenterminund Devisenoptionsgeschäften Total Aktiven Passiven

Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden

111'000

0

0

0

Rechnungsabgrenzungen

2'830

0

0

0

Sonstige Passiven

6'479

0

0

0

Wertberichtigungen und Rückstellungen

8'019

0

0

0

18'425

0

0

0

3'200

0

0

0

Reserven für allgemeine Bankrisiken Gesellschaftskapital Allgemeine gesetzliche Reserve Andere Reserven Gewinnvortrag Jahresgewinn Total bilanzwirksame Passiven Lieferverpflichtung aus Devisenkassa-, Devisenterminund Devisenoptionsgeschäften Total Passiven Netto-Position pro Währung

1'869

0

0

0

28'862

0

0

0

5

0

0

0

2'284

0

0

0

691'755

15'100

8'015

1'807

0

0

0

0

691'755

15'100

8'015

1'807

–681

497

14

170


4  Informationen zu den Ausserbilanzgeschäften

4.1  Eventualverpflichtungen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Kreditsicherungsgarantien

490

215

Gewährleistungsgarantien

30

36

Übrige Eventualverpflichtungen

3'730

3'856

Total Eventualverpflichtungen

4'250

4'107

4.2  Offene derivative Finanzinstrumente in CHF 1'000 Handelsinstrumente

«Hedging» Instrumente

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Swaps

0

0

0

3'560

5'422

80'000

Total Zinsinstrumente

0

0

0

3'560

5'422

80'000

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Zinsinstrumente

Total vor Berücksichtigung der Netting-Verträge

Berichtsjahr

0

0

0

3'560

5'422

80'000

Vorjahr

0

0

0

3'167

3'821

70'000 in CHF 1'000

Total nach Berücksi­chti­g ung der Netting-Verträge

Positive Wiederbeschaffungswerte (kumuliert)

Negative Wiederbeschaffungswerte (kumuliert)

Berichtsjahr

3'560

5'422

Vorjahr

3'167

3'821

4.3  Treuhandgeschäfte in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Treuhandanlagen bei Drittbanken

4'844

6'399

Total Treuhandgeschäfte

4'844

6'399

Jahresbericht 2012 

45

Die Ersparniskasse Schaffhausen AG gehört der Mehrwertsteuergruppe der RBA-Holding AG an und haftet somit solidarisch für deren Mehrwertsteuer­ verbindlichkeiten gegenüber der Steuerbehörde.


5  Informationen zur Erfolgsrechnung

5.1  Refinanzierungsertrag im Zins- und Diskontertrag Dem Zins- und Diskontertrag werden keine Refinanzierungskosten für das Handelsgeschäft gutgeschrieben. 5.2  Erfolg aus dem Handelsgeschäft in CHF 1'000 Devisen- und Sortenhandel Edelmetallhandel

Berichtsjahr

Vorjahr

619

860

11

16

Wertschriftenhandel

226

–275

Total Erfolg aus dem Handelsgeschäft

856

601

5.3  Personalaufwand in CHF 1'000 Berichtsjahr Bankbehörden, Sitzungsgelder und feste Entschädigungen Gehälter und Zulagen

Vorjahr

–229

–221

–2'692

–2'672

AHV, IV, ALV und andere gesetzliche Zulagen

–259

–269

Beiträge an Personal- und Wohlfahrtseinrichtungen, Kaderkasse

–212

–199

Personalnebenkosten Total Personalaufwand

–250

–180

–3'642

–3'541

5.4  Sachaufwand in CHF 1'000 Berichtsjahr Raumkosten und Energie

Vorjahr

–310

–270

Aufwand für Informatik, Maschinen, Mobiliar, Fahrzeuge und übrige Einrichtungen

–2'088

–1'689

Übriger Geschäftsaufwand

–1'788

–1'673

Total Sachaufwand

–4'186

–3'632

5.5  Erläuterungen zu ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden, zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven, Reserven für allgemeine Bankrisiken und von frei werdenden Wertberichtigungen und Rückstellungen Zugunsten des ausserordentlichen Ertrages wurde ein Zufluss der RBA-Holding AG über CHF 184'000 sowie nicht mehr benötigte Zinsrückstellungen im Ausmass von CHF 38'000 verbucht. Zulasten des ausserordentlichen Aufwandes sind die Dotierung der Reserven für allgemeine Bankrisiken mit CHF 800'000 sowie eine zusätzliche ­Ablieferung von Mehrwertsteuern über CHF 88'000 verbucht worden. Zudem sind eine Vergütung an die eigene Pensionskasse mit CHF 80'000 und ­verschiedene Vorjahres-Korrekturen im Gesamtbetrag von CHF 23'000 enthalten.


Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung be­in­haltet die Ausgestaltung, Implemen­tierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwal­ tungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzun­ gen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schwei­ zer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hin­reichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beur­ teilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die

Aufstellung der Jahresrechnung von Be­deu­ tung ist, um die den Umständen entsprechen­ den Prüfungshandlungen fest­zulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksam­ keit des internen Kontroll­systems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahres­­­rechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grund­ lage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizeri­ schen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anfor­ derungen an die Zulassung gemäss Revisions­ aufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanz­gewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

8. Februar 2013 BANKREVISIONS- UND TREUHAND AG Gerardo Moscariello Revisionsexperte (Leitender Prüfer)

Jörg Fischer dipl. BankfachExperte

Geschäftsbericht 2012 

An die Generalversammlung der Ersparniskasse Schaffhausen AG, Schaffhausen Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der Ersparniskasse Schaff­ hausen AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgs­ rechnung, Mittelflussrechnung und Anhang für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

47

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung


Die wichtigsten Kennzahlen im 5-Jahresrückblick

in CHF 1'000 2008

2009

2010

2011

2012

Erfolg aus dem Zinsengeschäft

7'413

7'400

8'124

9'048

9'550

Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

2'231

2'590

2'277

2'230

2'405

Handelserfolg

–398

757

699

601

856

58

83

349

310

93

Erfolgsrechnung

Übriger ordentlicher Erfolg Personalaufwand

–2'765

–2'962

–3'365

–3'541

–3'642

Sachaufwand

–3'880

–3'566

–3'629

–3'632

–4'186

Bruttogewinn

2'659

4'302

4'455

5'016

5'076

–1'150

–1'353

–1'576

–1'674

–1'550

1'809

2'070

2'150

2'259

2'284

519'202

556'924

603'652

681'645

716'677

44'536

45'830

47'960

50'106

52'361

Kundenausleihungen

477'117

496'432

536'909

585'971

625'388

– davon Hypothekarforderungen

432'870

455'113

486'887

531'644

562'669

Kundengelder

378'450

411'120

444'126

503'180

533'704

– davon in Spar- und Anlageform

178'623

226'292

262'868

275'382

304'620

6'942

7'177

6'944

8'243

8'019

367'911

391'563

379'844

358'607

365'985

21.5

24.1

25.8

25.3

26.2

Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Jahresgewinn Bilanz Bilanzsumme Eigenkapital (ohne Jahresgewinn)

Wertberichtigungen und Rückstellungen

Depotvolumen MitarbeiterInnen per Jahresende Verhältniszahlen Geschäftsaufwand/Geschäftsertrag (cost/income ratio) Kundendeckungsgrad (Kundengelder/Ausleihungen)

0.71

0.60

0.61

0.59

0.61

79.32

82.81

82.72

85.87

85.34

Eigenkapital zu Bilanzsumme

8.58

8.23

7.94

7.35

7.31

Bruttogewinn pro MitarbeiterIn

124

179

173

198

194

Jahresgewinn pro MitarbeiterIn

84

86

83

87

87


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Ersparniskasse Schaffhausen | Geschäftsbericht 2012  

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