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Geschäftsbericht 2019

Mehr Möglichkeiten.


Gemeinsam vorwärts. Wodurch zeichnet sich eine gute Bank aus? Welche Kraft verbirgt sich hinter der Institution, die – vordergründig betrachtet – Geldund Kredit­geschäfte betreibt und den Zahlungsverkehr regelt? Es sind Menschen – Mitarbeitende, die die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden kennen und sich voller Energie dafür einsetzen, ihren Kunden optimale Lösungen anzubieten. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden erleben wir immer wieder schöne Geschichten. Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen ein paar davon vor.


Mehr Mรถglichkeiten.


Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren Geschätzte Kundinnen und Kunden Für den diesjährigen Geschäftsbericht haben wir das Motto «Gemeinsam» gewählt. Um eine qualitativ hochstehende Dienstleistung erbringen zu können, sind gute Leistungen aller Mitarbeitenden, ob an der Front oder im Hintergrund, nötig. Analog einem Uhrwerk kann dieses Ziel nur erreicht werden, wenn alle Arbeitsschritte wie Zahnräder optimal aufeinander abgestimmt sind. Als Institut mit einer überschaubaren Grösse verfügen wir im Vergleich über weniger Schnittstellen und sind in der Lage, diese perfekt aneinander anzupassen. Dabei helfen uns auch die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Kundinnen und Kunden. Im vorliegenden G­eschäftsbericht stellen wir Ihnen vier konkrete Geschichten vor, die wir gemeinsam mit den Kunden erlebt haben. Im Geschäftsjahr 2019 sind die Zahnräder wie geschmiert gelaufen, so dass die Ersparniskasse Schaffhausen auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblickt. In einem anspruchsvollen Umfeld mit Negativzinsen und immer strengeren regulatorischen Vorschriften ist es der Bank gelungen, die Erfolge zu steigern, die Geschäftsaufwendungen zu senken und das Eigenkapital weiter zu stärken. Der Ersparniskasse ist es im Berichtsjahr gelungen, nachhaltig und rentabel zu wachsen. Neben dem Anlage- entwickelte sich auch das Kreditgeschäft positiv. Zudem konnten viele Herau­sforderungen erfolgreich bewältigt und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Um Mitarbeitende und ausgewählte Ankerinvestoren am Erfolg der Bank zu beteiligen und die Eigenkapitalbasis weiter zu stärken, gab die Ersparniskasse Schaffhausen im April 2019 erneut Partizipationsscheine im Umfang von rund CHF 1 Mio. heraus. Die Wertpapiere stiessen auf reges Interesse, so dass die Emission vollständig platziert werden konnte. Alleinige Aktionärin bleibt unverändert die Stiftung EK Schaffhausen. Bei Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, bedanken wir uns herzlich für Ihre Treue zu unserer Bank. Auch im kommenden Geschäftsjahr werden wir alles daransetzen, Ihr Vertrauen in unsere Bank weiter zu stärken. Wir stehen Ihnen weiterhin gerne mit unserer starken regionalen Verankerung, dem umfassenden Blick auf die globalen Finanzmärkte und einer auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen, flexiblen und zugleich kompetenten Beratung zur Seite.

Hannes Germann Präsident des Verwaltungsrates

Dr. Beat Stöckli Vorsitzender der Geschäftsleitung


Hannes Germann, Präsident des Verwaltungsrates und Dr. Beat Stöckli, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Mehr Möglichkeiten.


Gemeinsam Träume wahr werden lassen. Die Familie wächst, die Kinder brauchen mehr Platz, und kaum ist der Wunsch nach einem Eigenheim da, entdecken Sie plötzlich Ihre Traumliegenschaft. Jetzt braucht es einen flexiblen, zuverlässigen Partner, der unbürokratisch und schnell die finanziellen Angelegen­heiten für die Kundinnen und Kunden regelt. Unsere Mitarbeitenden sind gerne bereit, zusammen mit den Kunden das Abenteuer Immobilie anzupacken und gemeinsam mit ihnen eine passende und langfristig tragbare Lösung zu finden.


Mittwoch, 17 Uhr

Anruf Traumliegenschaft gefunden Donnerstag, 8 Uhr

erforderliche Unter­ lagen erhalten Donnerstag, 12 Uhr

Finanzierungs­be­stätigung an Kundin geschickt Donnerstag, 14 Uhr

Kundin gibt Angebot ab Donnerstag, 16 Uhr

Kundin erhält Zusage für das Haus

«Nur 23 Stunden nach dem Anruf der Kundin, dass sie ihre Traum­ liegenschaft gefunden habe, erhielt sie die Zusage für den Kauf. In den Stunden dazwischen haben wir alles Nötige geregelt und die Zu­sage für die Hypothek gegeben.» Daniel Burlon. Leiter Bereich Kredite und Finanzierungen

Über Nacht zur Traumliegenschaft

agil dynamisch zuverlässig


Lagebericht Wirtschaftliche Entwicklung Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2019 um 2.5 % ­­gewachsen (2018: 3.2 %). In den USA fiel das Wirtschaftswachstum 2019 mit 2.3 % schwächer aus als 2018, als es +2.9 % betrug. Die ­US-Industrie bekommt zunehmend den Zollkonflikt mit China zu spüren, was die Stimmung der Unternehmen getrübt und die Investitionsbereitschaft gehemmt hat. Eine Wachstumsstütze blieb der private Konsum. Die Wirtschaft im Euro-Raum ist 2019 nur um 1.2 % gewachsen und hat somit weiter an Dynamik eingebüsst (2018: 1.9 %). Vor allem der Industriesektor erlebte in den letzten Monaten eine ausgeprägte Schwächephase. Trotz des Handels­konflikts mit den USA verlangsamte sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft im Jahresverlauf 2019 nur moderat: Die wieder expansivere Fiskal- und Geldpolitik trug dazu bei, dass es bei 6.1 % (2018: 6.6 %) lag. Diese Politik lässt aber auch die Verschuldung weiter ansteigen, was mittelfristig negative Auswirkungen auf das Wachstum haben könnte. Schweizer Wirtschaft Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft schwächte sich 2019 auf 0.8 % ab (2018: 2.8 %). Das schwierige internationale Umfeld bremste die Investitionstätigkeit der ­heimischen Unter­ nehmen deutlich. Zudem kam das Wachs­tum der Bauinvestitionen zu einem ­Stillstand, da vor allem der Wohnungsbau wegen zunehmender Leerstände an Schwung verloren hat. Der private Konsum blieb dagegen eine Wachstumsstütze. Die robuste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und der gesunkene Inflationsdruck trugen hierzu bei. Die globalen Handels-

konflikte werden auch 2020 bremsend auf die Konjunktur wirken, besonders auf exportabhängige Industriebranchen. Geld- und Kapitalmarkt Die Renditen von Staatsanleihen blieben auch 2019 tief. In der Schweiz und in Europa werfen mittlerweile zahlreiche Staatsanleihen negative Renditen ab. Eine geldpolitische Normalisierung ist in weite Ferne gerückt: In den USA ist der Zinserhöhungszyklus bereits wieder zu Ende; im zweiten Halbjahr kam es zu mehreren Leitzinssenkungen. Die expansive Geldpolitik führte zu deutlich sinkenden Anleihezinsen und steigenden Kursen, auch wenn es zuletzt eine gewisse Gegenbewegung gab. In der Schweiz lagen die Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen 2019 mehrheitlich im Bereich zwischen -0.2 % und -1 %. Devisenmarkt Die steigende Unsicherheit wegen der globalen Handelskonflikte führte 2019 dazu, dass der Franken wieder seine Rolle als sicherer Hafen einnahm und spürbar aufwertete. Der Schweizer Franken bewegte sich gegenüber dem Euro im Jahresverlauf um einen Wechselkurs zwischen 1.14 und 1.08 EUR/CHF. Ende 2019 notierte der Kurs bei rund 1.09 EUR/CHF. Aktien- und Rohstoffmärkte Die wichtigsten globalen Indizes konnten die Kursverluste vom Dezember 2018 schnell aufholen. Trotz regelmässiger Kursschwan­ kungen aufgrund der Handelskonflikte lagen die grossen Indizes auf Jahressicht klar im Plus. Schweizer Anleger konnten sich über eine Performance des breiten Swiss Performance Index (SPI) von 26 % freuen. Beim amerikanischen Dow Jones betrug der Zuwachs 21 %.


Regulatorisches Umfeld

Geldwäschereigesetz Die Financial Action Task Force (FATF) versteht sich als international führendes Gremium zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Die FATF hat am 7. Dezember 2016 den vierten Länderbericht zur Schweiz veröffentlicht, welcher Anpassungen im Geldwäschereigesetz nach sich zieht. Der Bundesrat hat am 26. Juni 2019 den Gesetzesentwurf sowie die dazugehörige Botschaft publiziert. Die wichtigsten Anpassungen werden voraussichtlich bei der Verifizierung der Angaben zur wirtschaftlichen Berechtigung und der regelmässigen Aktualisierung der Kundendaten liegen. Die Neuerungen sollen frühestens am ​ 1. Januar 2021 in Kraft treten. Damit schreitet die Regulierung im Bereich der Geldwäschereibekämpfung weiter voran.

FIDLEG Das Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten und wird das Anlageberatungsgeschäft und die Anforderungen an dieses in Zukunft stark prägen. Die Aufklärungs- und Informationspflichten für Finanzdienstleister werden im Gesetz umfassend geregelt. Neu werden Verhaltensregeln und -pflichten nach Kundenkategorie und Auftragsverhältnis abgestuft. Ablösung LIBOR Der London Interbank Offered Rate (LIBOR) bildet den Durchschnittszinssatz ab, zu dem Banken bereit sind, sich im Interbankengeschäft unbesicherte Geldmittel zu leihen. Der LIBOR ist der meistverwendete Referenzzinssatz und dient als Basis zur Bepreisung für verschiedene Finanzinstrumente, wie Kredite, Anleihen und Derivate. Seit der globalen Finanzkrise hat sich die Aktivität vom unbesicherten auf den besicherten Geldmarkt verlagert. Entsprechend beruht die Berechnung des CHF LIBOR seither fast ausschliesslich auf Experteneinschätzungen anstelle von tatsächlichen Markttransaktionen. Die britische Finanzmarktaufsicht hat angekündigt, den Referenzzinssatz nur bis Ende 2021 durchzuset-

Kleinbankenregime der FINMA Die Regulierungskosten werden insbesondere für kleinere Banken stets grösser. 2018 entstand seitens der FINMA die Möglichkeit, dass kleinere Banken (u. a. Regionalbanken wie die Ersparniskasse Schaffhausen) im Rahmen des sogenannten Kleinbankenregimes von regulatorischen Erleichterungen profitieren können. Die Ersparniskasse partizipierte 2019 am Pilotprojekt der FINMA. Die Teilnahme ist an strenge Bedingungen bezüglich Kapitaldecke und

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zen. Als Alternative dient der Swiss Average Rate Overnight (SARON). Er bildet die Bedingungen für Tagesgeldgeschäfte im besicherten Schweizer Franken Geldmarkt ab und wird von der SIX administriert. In den letzten Jahren hat der SARON in der Schweiz als Referenzzinssatz für Finanzprodukte an Bedeutung gewonnen und ist heute der aussagekräftigste Zins unter den kurzfristigen Geldmarktsätzen.

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Die Rohstoffpreise sind 2019 leicht gestiegen. Vor allem der Goldpreis hat kräftig angezogen, da die hohe Unsicherheit und die Sorgen über die globale Konjunktur zu einem Anstieg von sicheren Anlagen geführt haben. Der Ölpreis entwickelte sich im Jahresverlauf volatil zwischen USD 50 und USD 75 pro Barrel und lag zum Jahresende bei knapp UDS 67 pro Barrel.


flüssige Mittel geknüpft, so dass lediglich gut kapitalisierte Institute zur Teilnahme zugelassen wurden. Die definitive Umsetzung des Kleinbankenregimes, respektive die permanenten Erleichterungen werden ab 2020 durch den Regulator eingeführt.

Geschäftsverlauf Die Schweizer Wirtschaft konnte wie erwartet die starken Wachstumszahlen des Vorjahres nicht erreichen. Der Schweizer Franken blieb hingegen die gewohnt starke Währung. Die Schweizerische Nationalbank und die Europäische Zentralbank beliessen die Leitzinsen im Berichtsjahr auf gleichem Niveau. Die Zentralbank der Vereinigten Staaten senkte die Leitzinsen hingegen. Die Schweizer Börse zeigte sich im Jahr 2019 sehr freundlich. Die Ende 2018 erzielten Verluste konnten bereits Anfang 2019 wettgemacht werden. Im weiteren Verlauf des Jahres stiegen die Börsenindizes nochmals deutlich an. Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte im Handelserfolg ebenfalls von den steigenden Aktienkursen profitieren. Die Bilanzsumme der Ersparniskasse Schaffhausen ist im Jahr 2019 gewachsen. Sie konnte auf rund CHF 896 Mio. gesteigert werden, was einem Anstieg von CHF 22 Mio. entsprach. Die flüssigen Mittel sind im Berichtsjahr ebenfalls angestiegen. Dadurch konnten die Liquiditätsanforderungen nach wie vor problemlos eingehalten werden. Die Hypothekarforderungen wurden im Berichtsjahr erneut deutlich gesteigert. Bei den Passiven sind die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen markant angestiegen, während die Kassenobligationen aufgrund der

anhaltenden Tiefzinssituation weiter zurückgegangen sind. Zur Refinanzierung konnte die Bilanzposition Anleihen und Pfandbriefdarlehen weiter erhöht werden. Die Bank profitierte dabei vom aktuellen Niedrigzinsumfeld und konnte Pfandbriefdarlehen zu attraktiven Konditionen beziehen. Die Bank konnte die Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut bedeutend äufnen. Um Mitarbeitende und ausgewählte Ankerinvestoren an der Ersparnis­ kasse Schaffhausen zu beteiligen, wurde im Berichtsjahr eine weitere Kapitalerhöhung mittels Partizipationsscheinen durchgeführt. Die Ersparniskasse Schaffhausen kann auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft konnte trotz fälligen hochverzinsten Fest­ hypotheken im Vorjahresvergleich gesteigert werden. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsen­ geschäft blieb unter Vorjahr. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte die bereits im Vorjahr sehr erfreuliche Zahl nochmals deutlich übertreffen und lag Ende Jahr bei CHF 4.3 Mio. Der Handelserfolg sowie der übrige ordentliche Erfolg konnten die Vorjahreswerte ebenfalls deutlich übertreffen. Der Personalaufwand konnte im Vorjahresvergleich reduziert werden, während die Sachaufwendungen minim anstiegen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen im Berichtsjahr an. Der Geschäftserfolg konnte auf rund CHF 4.8 Mio. gesteigert werden. Nach Stärkung der Reserven für allgemeine Bankrisiken und Abzug der Steuern kann die Ersparniskasse Schaffhausen einen sehr erfreulichen Jahresgewinn von CHF 2.36 Mio. ausweisen. Auch in diesem Jahr beantragt der Verwaltungsrat, der gemein­ nützigen Gründerin, der Hülfsgesellschaft in Schaffhausen, einen Betrag von CHF 100'000 auszurichten. CHF 2.27 Mio. können der freiwil-


Personelles Verwaltungsrat Die personelle Zusammensetzung des Verwaltungsrates blieb im Berichtsjahr unverändert. Geschäftsleitung Die personelle Zusammensetzung der Geschäftsleitung blieb im Berichtsjahr unverändert. Bankpersonal Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte im Berichtsjahr auf den Einsatz von motivierten und qualifizierten Mitarbeitenden zählen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Teams basiert auf einer offenen Kommunikation und gegenseitigem Respekt sowie Vertrauen. Die persön-

Per Jahresende 2019 waren 35 Mitarbeitende sowie 3 Lernende beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr mit 39 Personen ergibt dies eine Abnahme von 4 Mitarbeitenden. Per 31. Dezember 2019 waren 30.3 Vollzeitstellen besetzt (Ende 2018: 32.8 Vollzeitstellen). Aus- und Weiterbildung Auf eine konstante Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden wird grossen Wert gelegt. Im Berichtsjahr besuchten mehrere Mitarbei­tende der Ersparniskasse fachspezifische Weiter­ bildungskurse. Mitarbeitende, die den Erwerb eines eidgenössischen Fachausweises oder eines eidgenössischen Diploms anstreben, unter­stützen wir mit finanziellen Beiträgen und Zeitgutschriften. Jubiläen 30 Jahre: Am 1. August 1989 trat Magdalena Guida in die Dienste der Ersparniskasse ein. Zunächst arbeitete sie als Sachbearbeiterin im Zahlungsverkehr, später leitete sie den Bereich Logistik. Per 1. Januar 1995 wurde ihr die Handlungsvollmacht erteilt. Im Jahr 2004 reduzierte Magdalena Guida ihr Berufspensum nach der Geburt ihres Kindes. Seither war sie unter anderem im Bereich Risk Controlling und als Geschäftsführerin der Personalvorsorgestiftung tätig. Heute ist Magdalena Guida Assistentin der Geschäftsleitung. Ihr freundliches und sympathisches Auftreten wird von den Kundinnen und Kunden sowie den Mitarbeitenden sehr geschätzt. 20 Jahre: Natalia Llorente startete am 1. September 1999 ihre Banklehre bei der Ersparniskasse Schaffhausen. Danach betreute sie bis 2006 die Privatkundschaft als Anlageberaterin. Mit der Geburt ihres zweiten Kindes schied

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Die Ersparniskasse Schaffhausen hat erneut ein anspruchsvolles Jahr erfolgreich gemeistert. Zudem konnte sie das Eigenkapital bedeutend stärken. Dadurch fühlt sich die Bank in ihrer Strategiewahl bestätigt. Sie ist überzeugt, die anspruchsvollen Bedingungen an den Finanzmärkten sowie die Herausforderungen im regulatorischen Bereich gut bewältigen zu können. Die Strategie basiert auf den Kern­ stärken der Ersparniskasse: ihrer regionalen Verankerung, ihrer hohen Kompetenz im Anlageund im Finanzierungsgeschäft. Die 202-jährige Regionalbank wird auch in Zukunft eine verlässliche Partnerin für sämtliche Finanzgeschäfte bleiben. Mit einem moderaten Wachstum, einer klaren Zuteilung der Verantwort­lichkeiten sowie einer gezielten Stärkung der Kapitalbasis werden wir die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Ersparniskasse Schaffhausen nachhaltig sicherstellen.

liche Initiative und die Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden werden gefördert.

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ligen Gewinnreserve zugewiesen werden. Die Ausschüttung von CHF 630'000 erfolgt aus den steuerbefreiten Reserven aus Kapitaleinlagen.


Natalia Llorente vorübergehend aus dem aktiven Berufsleben aus. Im September 2012 nahm sie ihre Tätigkeit bei der Ersparniskasse wieder auf. Aufgrund ihrer guten Leistung wurde ihr 2015 die Handlungsvollmacht erteilt. Heute ist sie als Leiterin KundendatenOffice für die Führung und Organisation unserer Kundendokumentation zuständig. Zudem leitet sie auch das Contact­- Center. Natalia Llorente wird als wertvolle Mitarbeiterin mit umfassendem Know-how angesehen und wird von unseren Kundinnen und Kunden sowie den Mitarbeitenden sehr geschätzt. 10 Jahre: Thomas Gysel arbeitet seit dem 13. Juli 2009 als Anlageberater bei der Ersparniskasse Schaffhausen. Aufgrund seiner guten Leistung wurde ihm 2010 die Handlungsvollmacht und 2012 die Prokura erteilt. Während seiner lang­ jährigen Tätigkeit hat er sich mit fachspezifischen Weiterbildungen ein umfassendes Fachwissen im Bereich Private Banking aufgebaut. Von 2014 bis 2016 war er neben der Anlageberatung auch als Leiter der Bereiche Dienste, Logistik und Sicherheit tätig. Zudem vertritt er seit 2013 die Interessen der Arbeitnehmer in der Personalvorsorgestiftung. 2019 bestand er die Zertifikatsprüfung im Zusammenhang mit dem neuen Finanz- und Dienstleistungsgesetz. Thomas Gysels freundliches und sympathisches Auftreten wird von den Kundinnen und Kunden sowie den Mitarbeitenden sehr geschätzt. 10 Jahre: Adrian Marthaler feierte am 10. August 2019 sein 10-jähriges Arbeitsjubiläum bei der Ersparniskasse Schaffhausen. Er absolvierte bereits seine Banklehre mit Berufsmatur bei der Bank und wurde anschliessend als Sachbearbeiter Backoffice in der Abteilung Zahlungsverkehr und Wertschriftenadministration sowie IT eingestellt. Seit Mai 2016 bildet er die Lernenden in dieser Abteilung als Praxisaus-

bildner aus. Im Februar 2017 erlangte er das Diplom zum ICT Power-User SIZ. Seit Mai 2019 leitet Adrian Marthaler die Abteilungen Zahlungsverkehr und Wertschriftenadministration sowie IT. Adrian Marthaler wird dank seiner positiven und freundlichen Art sowie seinem umfassenden Know-how von den Kundinnen und Kunden sowie den Mitarbeitenden sehr geschätzt. 10 Jahre: Monika Tektas feierte am 1. September 2019 ihr 10-jähriges Arbeitsjubiläum. 2009 wurde sie im Teilzeit-Arbeitsverhältnis als Telefonistin und Sachbearbeiterin im Service Center eingestellt. Bis 2014 betreute sie zudem das Reinigungspersonal. Ihre freundliche Stimme kennen und schätzen die Anrufenden der Ersparniskasse. Neben der Bedienung der Telefonzentrale ist Monika Tektas auch für die Erstellung von Serienbriefen und das Scanning zuständig. Ihr freundliches und hilfsbereites Auftreten wird von der Kundschaft und den Mitarbeitenden sehr geschätzt.

Veranstaltungen Der persönliche Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden ist uns sehr wichtig und wird nicht nur an unseren Geschäftssitzen in Schaffhausen und Kleinandelfingen gepflegt, sondern auch bei Begegnungen ausserhalb der Bank, wie zum Beispiel bei Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr lud die Ersparniskasse Schaffhausen ihre Kundinnen und Kunden zusammen mit weiteren Gästen aus der Region zu diversen Anlässen ein. Am 11. Januar 2019 startete die Ersparniskasse mit dem Finanzapéro ins neue Jahr. Vor vollen Rängen beleuchtete der renommierte Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Klaus Wellershoff im Stadttheater die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten.


Am 19. September 2019 feierte unsere Filiale in Kleinandelfingen ihr 10-jähriges Jubiläum. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und stiessen gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Filiale auf das Jubiläum an. Für die kleinen Besucher wurde eine Hüpfburg aufgebaut, welche rege genutzt wurde. Die Erwachsenen genossen eine Grillwurst, Getränke und das gemütliche Beisammensein. Unter dem Motto «Kein schöner Land» begeisterte die Aufführung des Vorstadt Variétés im November die von unserer Bank eingeladenen Kundinnen und Kunden. Das Programm nahm die Anwesenden mit auf eine kurzweilige Reise durch Deutschland und bot ein humorvolles Potpourri mit artistischen, magischen und musikalischen Leckerbissen. Aufgrund unserer vielfältigen Engagements im Kultur- und Sportbereich konnten wir unseren Kundinnen und Kunden auch im Berichtsjahr die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise der Besuch eines hochklassigen Jazz-Konzerts des Jazz Treffs Schaffhausen, einer Aufführung im Stadttheater Schaffhausen, eines Handballoder Fussballspiels.

Im Berichtsjahr wurde unsere Produkte- und Dienstleistungspalette um verschiedene Ange­bote erweitert: Mit Apple Pay bezahlen unsere Kundinnen und Kunden seit diesem Jahr bequem und sicher mit ihrem Smartphone. Das Bezahlen im e-Banking wird mit eBill weiter vereinfacht. Die Unternehmen senden die Rechnungen direkt ins e-Banking. Dort werden sie von den Kundinnen und Kunden geprüft und mit wenigen Mausklicks bezahlt. Damit gehört das mühsame und zeitraubende Abgleichen und Abtippen von Konto- und Rechnungsnummern endgültig der Vergangenheit an. Im Bereich Anlageberatung wurden verschiedene strukturierte Produkte kreiert, die speziell auf die Bedürfnisse von unseren Kundinnen und Kunden abgestimmt sind. Auch im Jahr 2020 werden wir unseren Kundinnen und Kunden ein zeitgemässes und attraktives Dienstleistungsangebot zur Verfügung stellen.

Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit steht für Verantwortung, sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher Faktoren, als auch sozialer und ökologischer Aspekte. Die Ersparniskasse Schaffhausen engagiert sich seit jeher in allen drei Bereichen und hat dies auch in den Leitsätzen zur Unternehmenskultur festgehalten. Wir verstehen unser Wirken nicht nur als eine unternehmerische Herausforderung, sondern leisten damit auch einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt.

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Die Weltklasse Zürich begeisterte am 29. August 2019 auch die Gäste der Ersparniskasse. Sie konnten die Wettkämpfe in verschiedenen Leichtathletik-Disziplinen in einer einmaligen Atmosphäre beobachten.

Produkte-Entwicklung

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Auch im Jahr 2019 begrüsste die Ersparniskasse ausgewählte Gäste am Stars in Town. An fünf Abenden boten Künstler wie zum Beispiel Amy Mcdonald, Rea Garvey und die Scorpions eine mitreissende Show auf der «Piazza Grande» der Deutschschweiz.


Soziale Nachhaltigkeit Die Ersparniskasse bietet 35 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz mit zeitgemässer Entlöhnung, guten Sozialleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ausserdem bildet sie jährlich einen Lernenden aus und erleichtert Lehrabgängern in der Regel durch ein internes Stellenangebot den Einstieg ins Berufsleben. Die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden fördert sie mit einem grosszügigen Beitrag an die Fitnesskosten und indem sie Früchte als Pausenverpflegung zur Verfügung stellt. Zudem können die Arbeitnehmer vergünstigt REKAChecks einkaufen. Die Ersparniskasse bietet beiden Geschlechtern zeitgemässe Arbeitsmodelle an und fördert so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Rahmen von mitschaffe.ch integriert die Ersparniskasse seit 2015 Menschen mit Handicap im ersten Arbeitsmarkt. Jedes Jahr, so auch 2019, überweist die Ersparniskasse Schaffhausen einen beträchtlichen Anteil ihres Gewinnes an ihre gemeinnützige Gründerin, die Hülfsgesellschaft in Schaffhausen. Damit ermöglicht sie die Unterstützung von gemeinnützigen Projekten, wie zum Beispiel der Gassenküche. Ökologische Nachhaltigkeit Der Ersparniskasse ist es wichtig, dass ihr Ressourcenverbrauch und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering sind. So motiviert sie beispielsweise ihre Mitarbeitenden, den Arbeitsweg zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Zu diesem Zweck überreicht die Bank allen Mitarbeitenden jährlich entsprechende Gutscheine. Abfälle werden fach- und umweltgerecht entsorgt und geeignete Wertstoffe rezykliert. Den Mitarbeitenden stehen ein Wasserspender und wiederverwendbare Glasflaschen zur Verfügung. Die Ersparniskasse verwendet fast

ausschliesslich Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft (FSC-Label). Unser Angebot an E-Dokumenten spart nicht nur Zeit, sondern auch viel Papier. Dank e-Banking können sowohl Rechnungen als auch Kontoauszüge bequem elektronisch empfangen werden. Im Jahr 2019 wurden rund 51'300 Dokumente elektronisch verschickt. Dies entspricht einer Steigerung von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Dank eBill können unsere Kundinnen und Kunden elektronische Rechnungen sicher im e-Banking empfangen. Zudem können mit dem elektronischen Versand von Sitzungsdokumenten über eine Applikation weitere Ressourcen eingespart werden. Bei Um- und Neubauten setzen wir gezielt auf energieeffiziente Lösungen. Ökonomische Nachhaltigkeit Die Ersparniskasse pflegt die Nähe zu ihren Kundinnen und Kunden und legt Wert auf persönliche und langjährige Beziehungen auf Augenhöhe. Dabei steht nicht der schnelle Profit, sondern der langfristige Nutzen für den Kunden im Vordergrund. So überprüfen wir beispielsweise zum langanhaltenden Wohl der Kundschaft die Tragbarkeitsregeln bei Ausleihungen konsequent. In der Anlageberatung erstellen wir für unsere Kundinnen und Kunden gerne auf Nachhaltigkeit fokussierte Anlagevorschläge. Dafür wurde speziell zu diesem Thema eine Broschüre verfasst. Für die Region Schaffhausen und das Zürcher Weinland ist die Bank auch als Steuerzahlerin eine verlässliche Partnerin und hilft so mit, das Gemeinwesen zu finanzieren.

Ausblick Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Die erwartete Abwärtstendenz der Schweizer Wirtschaft bestätigte sich im Jahr 2019. Das


Erwartete Entwicklung bei der Ersparniskasse Schaffhausen Nach einem sehr erfreulichen Geschäftsjahr 2019 rechnet die Ersparniskasse Schaffhausen auch in den zukünftigen Jahren mit einer soliden Entwicklung. Die Bank hat die Grundlagen für eine erfreuliche Zukunft gelegt. Da sie hauptsächlich im Zinsdifferenzgeschäft tätig ist, stellt das Niedrigzinsumfeld auch in den nächsten Jahren eine Herausforderung dar. So werden auch im Jahr 2020 hochverzinste Festhypotheken fällig, welche aufgrund der aktuellen Marktlage zu tieferen Konditionen verlängert werden dürften. Der erwartet tiefere Zinsertrag dürfte aber durch fällige Kassenobligationen und Pfandbriefdarlehen, welche ebenfalls bedeutend tiefer verlängert werden sollten, kompensiert werden. Dadurch rechnet die Bank mit einem Zins- und Diskonterfolg im Bereich des Berichtsjahres. Nach

Für das Jahr 2020 wird mit gering steigenden Aufwendungen gerechnet. Trotz schwieriger Marktbedingungen dürfte die Bank auch im Jahr 2020 einen erfreulichen Abschluss präsentieren können, wobei weiterhin das Ziel verfolgt wird, nachhaltig und rentabel zu wachsen. Die Ersparniskasse Schaffhausen wird den Menschen in der Region mit ihrer starken regionalen Verankerung auch in Zukunft als unabhängige und leistungsfähige Regionalbank zur Seite stehen. Die älteste Bank in Schaffhausen steht für kompetente, unkomplizierte Beratung. Dabei steht nicht der schnelle Profit im Vordergrund, sondern der langfristige Nutzen für die Kundinnen und Kunden. Wir freuen uns auf die Zukunft in einem spannenden Umfeld.

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Im Jahr 2020 dürfte der Schweizer Franken die stabile Währung bleiben. Je nach Entwicklung oben erwähnter Aspekte könnte er sich auch weiter aufwerten. Erheblichen Einfluss auf den Schweizer Franken dürften erneut die Entscheide der Notenbanken haben. Die Schweizerische Nationalbank, aber auch die Europäische Zentralbank werden 2020 vor schwierige Aufgaben gestellt. Eine generelle Aufhebung der Negativzinsen wird nicht erwartet.

einem erneut sehr erfreulichen Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im Jahr 2019 bleibt die Bank für das Jahr 2020 vorsichtig optimistisch. Es wird jedoch schwierig, den Erfolg aus dem Jahr 2019 zu übertreffen. Relevant für das zukünftige Jahr dürfte für die Ersparniskasse Schaffhausen auch die Entwicklung an den Börsen werden. Nach einem sehr guten Börsenjahr 2019 bleibt abzuwarten, ob die Aktienwerte den Höhenflug fortsetzen oder korrigieren werden.

Geschäftsbericht 2019 

Bruttoinlandprodukt korrigierte nach unten. Die Arbeitslosenquote zeigte sich hingegen weiterhin erfreulich. Für das Jahr 2020 wird erneut mit einem moderaten Wirtschaftswachstum gerechnet. Entscheidend für die Weltwirtschaft dürfte erneut die Entwicklung von geopolitischen Konflikten werden. Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China steht weiterhin im Brennpunkt. Für die Schweiz relevant bleibt die Lage im EU-Raum und deren Staaten sowie der Brexit.


Gemeinsam die Zukunft formen. Es gibt im Leben für alles eine Zeit: In der Ausbildung, während der beruflichen Karriere, in den Jahren der Familiengründung und in der Pension – immer wieder werden neue Kapitel aufgeschlagen. Während der ganzen Zeit stehen wir beratend an Ihrer Seite, unterstützen und planen gemeinsam mit Ihnen den nächsten Schritt. Vom Kleinen zum Grossen und, wenn die Zeit gekommen ist, auch wieder zurück.

Februar 2019

Kunden äussern Wunsch nach Alterswohnung

März 2019

Gespräch mit Kunden und deren Tochter


«Während eines Anlagegesprächs mit lang­ jährigen Kunden äusserten sie den Wunsch nach einer Alterswohnung, da ihnen das Haus zu gross wurde. Doch ihre Liegenschaft hatten sie bereits ihrer Tochter geschenkt, so dass wenig Eigenkapital vorhanden war. Gemeinsam mit der Tochter des Paares konnten wir eine Finanzierungslösung finden, die schliesslich den Kauf einer Alterswohnung ermöglichte.» Matthias Kuster. Prokurist, Finanzberater

empathisch vertraut kundennah

Entspannt zur eigenen Alterswohnung

März 2019

Mögliche Finanzierungslösung erarbeitet

Mai 2019

Kunden finden passende Alterswohnung

Mai 2019

Kaufvertrag unterzeichnet


Corporate Governance Die Führungsorganisation der Ersparniskasse Schaffhausen beruht auf den beiden Gremien Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Diese Bankorgane haben unterschiedliche Funktionen, Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen. Der Verwaltungsrat trägt die oberste Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Geschäftstätigkeit sowie für die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsleitung nach Massgabe der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften. Die Geschäftsleitung wiederum ist das geschäftsführende Organ und trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung der strategischen Ausrichtung sowie für das Geschäftsergebnis. Die in den Statuten und im Geschäfts- und Organisationsreglement definierte Trennung der Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ist dadurch gewährleistet. Verwaltungsrat Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch die Generalversammlung gewählt. Gemäss den Statuten besteht das Gremium aus mindestens fünf Mitgliedern. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden für die Dauer von vier Jahren gewählt. Wer das 70. Altersjahr vollendet hat, scheidet an der nachfolgenden ordentlichen Generalversammlung aus. Der Verwaltungsrat setzt sich Ende 2019 aus sechs Personen zusammen. Alle Verwaltungsräte haben ihr Domizil in der Region und sind Schweizer Bürger. Der Verwaltungsrat amtet als Kollektivorgan. Die Pflichten und Verantwortlichkeiten sind detailliert im Geschäfts- und Organisationsreglement festgehalten.

Der Verwaltungsrat behandelte die Geschäfte an insgesamt sieben ordentlichen Sitzungen. Zusätzlich führte er eine Klausur- sowie eine Strategietagung durch. Die Mitglieder des Verwaltungsrates besuchten im Berichtsjahr diverse Weiterbildungsveranstaltungen. Kein Mitglied des Verwaltungsrates war in operativen Organen der Ersparniskasse Schaffhausen tätig. Auch steht kein Mitglied des Verwaltungsrates mit der Ersparniskasse in wesentlicher geschäftlicher Beziehung mit auftragsrechtlichem Charakter. Zu Ausbildung und beruflichem Hintergrund sowie weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen der Verwaltungsratsmitglieder verweisen wir auf die Übersicht auf den Seiten 24/25. Die Verwaltungsräte der Ersparniskasse gehören auch dem Stiftungsrat der Stiftung EK Schaffhausen an, welche alleinige Aktionärin der Ersparniskasse ist. Die FINMA bewilligte diese Struktur mit Schreiben vom 1. November 2017. Ansonsten sind die Verwaltungsräte unabhängig gemäss Rundschreiben 2017/1 «Corporate Governance – Banken» der FINMA. Ausschuss Nominations- und Entschädigungsausschuss Der Nominations- und Entschädigungsausschuss besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten sowie einem weiteren Mitglied des Verwaltungsrates. Er unterstützt den Präsidenten des Verwaltungsrates bei der Erfüllung seiner Aufgaben und unterbreitet Vorschläge (Nominations- und Entschädigungsfunktion). Zudem entscheidet er über die Vergütung der Geschäftsleitung sowie pauschal über diejenige der Mitarbeitenden. Im Berichtsjahr hat sich der Ausschuss des Verwaltungsrates zu vier Sitzungen getroffen.


Informations- und Kontrollinstrumente ­gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat wird regelmässig über die Aktivitäten der Geschäftsleitung der Bank informiert. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung nimmt jeweils an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil. Er informiert an diesen Sitzungen über Aktualitäten und Entwicklungen im operativen Bereich der Bank. Der Verwaltungsratspräsident wird überdies laufend

Entschädigungen Die Mitglieder des Verwaltungsrates beziehen für ihre Arbeit eine Entschädigung, deren Höhe auf Antrag des Präsidenten vom Gesamtverwaltungsrat beschlossen wird. Die Vergütung besteht aus einer Grundentschädigung, Zulagen für besondere Funktionen und Sitzungsgeldern. Die Gesamtbezüge, bestehend aus Honoraren und Sitzungsgeldern, der Mitglieder des Verwaltungsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 255'000 (2018: CHF 255'000). Darüber hinaus wurden keine Aktien und Optionen zugeteilt. Die Entschädigung an die Mitglieder der Geschäftsleitung besteht aus einer Basis­ komponente und einer leistungsorientierten Entschädigung. Die Höhe dieser variablen Entschädigung basiert einerseits auf dem Geschäftsergebnis der Bank und andererseits auf der individuellen Leistung. Sie macht üblicherweise keinen wesentlichen Teil der Gesamtvergütung aus. Für die Leistungsbewertung werden einheitliche, standardisierte Beurteilungskriterien angewendet. Risikokontrollfunktion Der Risikokontrolle obliegen die Identifikation und Überwachung der für die Bank relevanten Risiken, die Überwachung der risikopolitischen Vorgaben sowie die Risikoberichterstattung an die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat. Die Risikokontrolle verantwortet die Vorgabe der Risikomessmethoden, Teile des Abnahmeverfahrens für neue Produkte und Bewertungs-

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Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung ist das dem Verwaltungsrat untergeordnete, geschäftsführende Organ. Sie besteht aus einem Vorsitzenden sowie mindestens zwei Mitgliedern. Die Aufgaben der Geschäftsleitung als Kollektivorgan sowie der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder sind detailliert in den entsprechenden Stellenbeschreibungen und im Geschäfts- und Organisationsreglement festgehalten. Alle Mitglieder der Geschäftsleitung haben ihr Domizil in der Region. Die Geschäftsleitung führt in der Regel wöchentlich eine Sitzung durch.   Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen Die Mitglieder der Geschäftsleitung üben keine Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutender Unternehmen aus. Ebenso bestehen keine dauernden Leitungs- und Beratungsfunktionen in wichtigen Interessengruppen.

über die Tätigkeiten und Entscheidungen mittels Protokoll der Geschäftsleitungssitzung informiert.

Geschäftsbericht 2019 

Delegierter für Prüffragen Für den Bereich Prüfungen wurde ein Mitglied des Verwaltungsrates bestimmt, welches jeweils an den Besprechungen mit der externen und der internen Revision teilnimmt. Die Gesamt­verantwortung für das Prüfwesen trägt der Verwaltungsrat.


methoden, die Modellvalidierung sowie die Durchführung und die Qualitätssicherung der implementierten Risikomessung. Die Risikokontrolle berichtet der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat vierteljährlich über die Risiken im Bereich der Markt-, Zins- und Liquiditätsrisiken respektive der Entwicklung des Risikoprofils der Bank. Kreditrisiken werden monatlich in der Geschäftsleitung besprochen und mindestens vierteljährlich dem Verwaltungsrat rapportiert. Die operationellen Risiken werden durch ein betrieblich implementiertes internes Kontrollsystem (IKS) überwacht. Eine konsolidierte Berichterstattung über die Gesamtrisiken der Bank (inkl. Rechts-, Compliance- und Reputationsrisiken) erfolgt durch den Compliance Officer halbjährlich an die Geschäftsleitung und jährlich an den Verwaltungsrat. Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Geschäftstätigkeit. Ein Risikomanagement, das die Identifikation, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung und Überwachung wesentlicher Risiken im Unternehmensumfeld ermöglicht, ist von besonderer Wichtigkeit. Darüber hinaus kann ein geschäftsorientiertes Risikomanagement auch Chancen für das Unternehmen erkennen. Im Risikobeurteilungsprozess werden potenzielle Risiken identifiziert. Bei den identifizierten Risiken werden sowohl die Eintretenswahrscheinlichkeit als auch das Schadensausmass des jeweiligen Risikos beurteilt und bewertet. Jedes Risiko muss durch eine angemessene Massnahme abgedeckt werden. Als Kontroll-

massnahmen, welche die vorhandenen Risiken reduzieren sollen, kommen insbesondere organisatorische Massnahmen, wie beispielsweise die funktionale und personelle Trennung in Back- und Front-Office, das Vier-Augen-Prinzip oder eine unabhängige Schlusskontrolle infrage. Als Massnahme kann aber auch eine Versicherung in Anspruch genommen werden. Um sicherzustellen, dass die Risiken entsprechend berücksichtigt werden, sind angemessene Risikosteuerungs- und Überwachungsprozesse eingerichtet. Diese gewährleisten die Identifizierung, die Analyse und Beurteilung, die Steuerung sowie die Überwachung und die Kommunikation der wesentlichen Risiken und der damit verbundenen Risikokonzentrationen. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risiken zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Die Gesamtverantwortung für das zur Risikoabsicherung erforderliche interne Kontrollsystem liegt bei der Geschäftsleitung, welche den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme anhand spezifischer Anforderungen konzipiert. In den vergangenen Jahren hat die Ersparniskasse Schaffhausen das Kontrollumfeld sowie die externen und internen Kontrollmechanismen verstärkt und optimiert. Ein spezieller Fokus liegt weiterhin auf den Risiken im IT-Bereich (inkl. Cyberrisiken) mit umfassendem Abwehrdispositiv. Bestehende und antizipierte Risiken sowie aktuelle Vorfälle werden analysiert, und es werden laufend zusätzliche Massnahmen geprüft und betrieblich implementiert.


21

Compliance-Funktion Der Compliance-Funktion obliegen die Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen, regulatorischen und internen Bestimmungen sowie die zeitnahe Berichterstattung über Verletzungen dieser Bestimmungen. Compliance führt definierte Überwachungs- und Kontrollaufgaben auf Einzelgeschäftsebene durch, wie zum Beispiel die Redaktion von Weisungen im Rah­men der Umsetzung neuer Erlasse oder die Durchführung von Ausbildungsveranstaltungen. Ferner überprüft Compliance mindestens jährlich die regulatorische Landkarte, das Compliance-Risikoinventar und arbeitet den jähr­lichen risikoorientierten Tätigkeitsplan aus, welcher durch den Verwaltungsrat genehmigt wird. Im Weiteren obliegt Compliance die vorausschauende Beratung mit dem Ziel, erkannte Risiken und Gefahren, die sich aus bestehenden oder neuen regulatorischen Vorgaben ergeben, zu vermeiden oder zu minimieren. Compliance informiert die Geschäftsleitung vierteljährlich über Tätigkeiten, Vorfälle, Pendenzen und regulatorische Entwicklungen. Dem Verwaltungsrat wird jährlich Bericht erstattet.

Revisionshonorar Für die Aufwendungen der aktienrechtlichen und bankengesetzlichen Revisionsstelle Grant Thornton AG, Zürich, sind für das Geschäftsjahr 2019 insgesamt CHF 121'000 verbucht worden. Dem Geschäftsjahr 2019 sind Aufwendungen der Mazars Switzerland, Bern/Zürich, in ihrer Funktion als interne Revisionsstelle von total CHF 57'000 belastet worden.

Geschäftsbericht 2019 

Die Risikokontrolle sowie die ComplianceFunktion sind unabhängige Kontrollinstanzen gemäss FINMA-RS 2017/1 und werden durch den Compliance Officer wahrgenommen. Dieser verfügt über einen direkten Zugang zum Verwaltungsrat.


Gemeinsam Horizonte erweitern. Ich bin dann mal weg! Wer träumt nicht davon, einmal monatelang die Welt zu bereisen, fremde Länder zu entdecken oder mit dem Boot die Ozeane zu überqueren? Sobald es an die Umsetzung des Traums geht, beraten wir Sie gerne zu den geeigneten Zahlungsmitteln und stellen Ihnen Lösungen vor, mit denen Sie jederzeit den Überblick über Ihre Finanzen behalten. Auch während der Reise sind wir gerne für Sie da und unterstützen Sie, wenn Probleme mit den Zahlungsmitteln auftauchen. Unkompliziert und schnell.

Gelassen auf Weltreise


Mai 2019

Geeignete Zahlungsmittel im Beratungsgespräch vorgestellt Mai 2019

Kreditkarte, Travel-Cash-Karte und Fremdwährungen bestellt Juni 2019

Unterstützung beim Installieren der Karten-Applikationen Juli 2019

Anruf aus Übersee: Limite der Kreditkarte erhöht

unkompliziert persönlich überzeugend

«Beim Kundengespräch mit einem Paar, das zum ersten Mal eine grössere Überseereise plante, stellten wir fest, dass grosse Unsicherheit in Be­zug auf die Zahlungsmittel im Ausland bestand. Wir erklärten die Vorund Nachteile der verschiedenen Zahlungsmittel und nahmen die Bestellung vor. Anschliessend unter­ stützten wir die Kunden beim Installieren der Mobile-Applikationen, damit sie unterwegs jederzeit die Übersicht behalten. Auch während der Reise stehen wir den Kunden beiseite. In diesem Fall, indem wir die Limite der Karte erhöhten, sodass die beiden ihre Reise unbeschwert fortführen konnten.» Jasmin Braun. Handlungsbevollmächtigte, Leiterin Kasse


Organe

Hannes Germann

Urs Heierle

Dr. Urs Krebser

Verwaltungsrat Name Wohnort, Nationalität

Funktion

Aktuelle berufliche Haupttätigkeit

Titel / Ausbildung / Beruflicher Hintergrund

Hannes Germann Opfertshofen, CH

Präsident, Mitglied Nominationsund Entschädigungs­ ausschuss

Ständerat

Betriebsökonom dipl. oek. VR-CAS HSG Wirtschafts­redaktor Erstberuf: Lehrer

Urs Heierle Trasadingen, CH

Vizepräsident, Mitglied Nominationsund Entschädigungsausschuss

Partner bei Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen

Dipl. Wirtschaftsprüfer Betriebsökonom HWV

Dr. Urs Krebser Stetten, CH

Mitglied, Mitglied Nominationsund Entschädigungsausschuss

Direktor Cilag AG, Schaffhausen

Dr. sc. natw. ETHZ Laborant Dipl. Chemiker HTL

Carlo Klaiber Schaffhausen, CH

Mitglied

Selbstständiger Unternehmer Inhaber der Karl Klaiber + Co. Hoch- und Tiefbau, Schaffhausen

Architekt HTL Studium der Architektur an der Fachhochschule Winterthur

Andreas Stamm Neuhausen, CH

Mitglied

Claudio Steffenoni Schaffhausen, CH

Mitglied, Delegierter für Prüffragen

MA, Boston University Erstberuf: Lehrer Director bei Zetra International AG

lic. iur. Universität Zürich eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter


Carlo Klaiber

Andreas Stamm

Claudio Steffenoni

Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen

Erstmalige Wahl

Gewählt bis GV

Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (Vizepräsident) Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Präsident Stiftungsrat) HEV, Schweiz. Hauseigentümerverband, Zürich (Vorstandsmitglied) Schweizerischer ­Gemeindeverband, Bern (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaff­hausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (­ Präsident Stiftungsrat)

2003

2020

Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen am Rheinfall (Präsident) Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen, in Liquidation (Präsident Stiftungsrat)  Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Stiftungsrat) Dubler Treuhand AG, Volketswil (Präsident) SB Steuerberatungs AG, Frauenfeld (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2008

2020

pmb bau ag, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Kadetten Schaffhausen (Vereinspräsident) Hülfsgesellschaft in Schaffhausen (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2020

Etawatt Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Klaiber Immobilien AG, Schaffhausen (Präsident) Klaiber Bau AG, Schaffhausen (Präsident) Kornhaus Liegenschaften Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Powerfarm Holding AG, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Bolli & Böcherer AG, Schaffhausen (Präsident) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2007

2020

Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2020

Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2018

2020


Geschäftsleitung Name, Wohnort

Funktion

Nationalität

Beruflicher Hintergrund

Eintritt

Dr. Beat Stöckli, Schaffhausen

Vorsitzender der Geschäftsleitung

CH

Dr. iur. HSG

2015

Urs Werz, Diessenhofen

Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung, Leiter Bereich Anlegen

CH

Kaufm. Ausbildung

1982

Daniel Burlon, Steinmaur

Leiter Bereich Finanzieren

CH

Executive Master of Finance ZHW

2016

Stand 31.12.2019

Kader Name

Funktion

Eintritt

Roberto Calligaro

Prokurist, Anlageberater

1998

Michael Ebner

Prokurist, Stv. Filialleiter Filiale Weinland

2012

Thomas Gysel

Prokurist, Anlageberater

2009

Dominik Häberli

Prokurist, Leiter Operations, Rechnungswesen/Controlling

2003

Matthias Kuster

Prokurist, Anlageberater

1998

Stefan Leu

Prokurist, Filialleiter Filiale Weinland

1992

Marco Schlatter

Prokurist, Berater Kreditmanagement

2014

Franziska Schweizer

Prokuristin, Stv. Leiterin Bereich Finanzieren

2015

Jasmin Braun

Handlungsbevollmächtigte, Leiterin Kasse

2002

Roman Frei

Handlungsbevollmächtigter, Kundenberater Privat- und Firmenkunden

2016

Natalia Llorente

Handlungsbevollmächtigte, Leiterin Kundendaten-Office

1993/2012

Daniela Romano

Handlungsbevollmächtigte, HRM-Verantwortliche

2002

Corinne Wüthrich

Handlungsbevollmächtigte, GL-Assistenz/Marketing

2011

Aktienrechtliche und bankengesetzliche Prüfgesellschaft Grant Thornton AG, Zürich

Interne Revision Mazars Switzerland, Bern/Zürich


Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit den Eigenmitteln und der Liquidität

Grundlegende regulatorische Kennzahlen (KM1)

Berichtsjahr

Anrechenbare Eigenmittel

in CHF 1'000

Vorjahr

Hartes Kernkapital (CET1)

73'133

68'692

Gesamtkapital total

78'133

73'692

Mindesteigenmittel

30'704

31'170

921'228

887'760

8.48 %

8.30 %

Kernkapital (T1)

78'133

73'692

Vereinfachte Leverage Ratio

Die Ersparniskasse Schaffhausen AG nimmt am aktuellen Pilot «Kleinbankenregime» der FINMA teil. Die Bank profitiert dadurch von verschiedenen Erleichterungen für kleinere Banken, u. a. im Bereich der Offenlegung. Anstelle der ordentlich berechneten Leverage Ratio kommt für die Offenlegung die vereinfachte Leverage Ratio (Aktiven und Ausserbilanz ohne Goodwill und Beteiligungen in % vom Kernkapital T1) zur Anwendung.

Liquiditätsquote (LCR) Zähler der LCR: Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven Nenner der LCR: Total des Nettomittelabflusses Liquiditätsquote, LCR (in %)

Ø 4. Quartal 2019

99'589

Ø 3. Quartal 2019

92'431

Ø 2. Quartal 2019

86'035

Ø 1. Quartal 2019

89'757

Ø 4. Quartal 2018

89'282

68'876

69'434

60'748

62'539

72'733

144.59 %

133.12 %

141.63 %

143.52 %

122.75 %

Geschäftsbericht 2019 

Gesamtengagement

27

Vereinfachte Leverage Ratio


Jahresrechnung


Bilanz per 31. Dezember 2019

Vorjahr

104'709

96'048

Forderungen gegenüber Banken

20'107

28'930

Forderungen gegenüber Kunden

32'302

36'895

727'865

693'488

Flüssige Mittel

Hypothekarforderungen Handelsgeschäft Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Finanzanlagen Aktive Rechnungsabgrenzungen

707

753

0

710

4'368

10'731

175

247

Beteiligungen

1'426

1'426

Sachanlagen

2'926

2'788

Sonstige Aktiven

1'821

2'472

896'406

874'488

0

0

Total Aktiven Total nachrangige Forderungen Passiven Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente

2'410

4'000

600'818

579'489

1'827

3'283

56'958

65'151

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

150'800

141'800

Passive Rechnungsabgrenzungen

3'998

3'660

Sonstige Passiven

210

2'552

Rückstellungen

507

509

25'075

23'175

Kassenobligationen

Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert) Gesellschaftskapital

3'500

3'425

Gesetzliche Kapitalreserve

4'616

4'021

davon Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen

3'816

3'221

Gesetzliche Gewinnreserve

1'070

1'070

Freiwillige Gewinnreserve

42'245

40'015

Eigene Kapitalanteile

0

0

Gewinnvortrag

8

4

2'364

2'334

Gewinn Total Passiven

896'406

874'488

Total nachrangige Verpflichtungen

5'045

5'000

davon mit Forderungsverzicht

5'045

5'000

Ausserbilanzgeschäfte

in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Eventualverpflichtungen

3'154

3'279

Unwiderrufliche Zusagen

21'974

10'299

1'120

1'120

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen

Geschäftsbericht 2019 

Berichtsjahr

29

in CHF 1'000 Aktiven


Erfolgsrechnung 2019

in CHF 1'000 Erfolg aus dem Zinsengeschäft Zins- und Diskontertrag

Berichtsjahr 11'390

Vorjahr

11'520

Zins- und Dividendenertrag aus Handelsgeschäft

22

26

Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen

83

158

-2'317

-2'754

9'178

8'950

Zinsaufwand Brutto-Erfolg Zinsengeschäft Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft Subtotal Netto-Erfolg Zinsengeschäft Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft Kommissionsertrag Kreditgeschäft

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft

-330

361

8'848

9'311

3'702

2'980

948

943

38

36

Kommissionsaufwand

-387

-352

Subtotal Erfolg Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

4'301

3'607

Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option

783

555

Übriger ordentlicher Erfolg

Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen

123

0

Beteiligungsertrag

307

153

Liegenschaftenerfolg

26

20

Anderer ordentlicher Ertrag

18

8

Anderer ordentlicher Aufwand

-18

-6

Subtotal übriger ordentlicher Erfolg

456

175

Geschäftsaufwand Personalaufwand

-5'094

-5'279

Sachaufwand

-3'899

-3'874

Subtotal Geschäftsaufwand

-8'993

-9'153

Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

-580

-402

Geschäftserfolg

4'814

3'584

Ausserordentlicher Ertrag

0

3'600

Ausserordentlicher Aufwand

0

0

-1'900

-4'300

Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste

Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken Steuern Jahresgewinn

-1

-550

2'364

-509

-550

2'334


in CHF 1'000 Gewinnverwendung Jahresgewinn

Berichtsjahr 2'364

Vorjahr 2'334

Gewinnvortrag

8

4

Bilanzgewinn

2'372

2'338

Entnahme aus Reserven aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen Total zur Verfügung der Generalversammlung

630

616

3'002

2'954

– Zuweisung an freiwillige Gewinnreserven – Ausschüttungen aus dem Bilanzgewinn – Ausschüttung aus Reserven aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen – Andere Gewinnverwendungen Vortrag neu

0

0

-2'270

-2'230

0

0

-630

-616

-100

-100

2

8

Da die gesetzlichen Reserven bereits mehr als die Hälfte des Aktienkapitals erreicht haben, wird auf eine weitere Zuweisung verzichtet.

Geschäftsbericht 2019 

– Zuweisung an gesetzliche Gewinnreserve

31

Gewinnverwendung


Darstellung des Eigenkapitalnachweises

Eigenkapital am Anfang der Berichtsperiode

Gesellschaftskapital

Gesetzliche Kapital-­ reserve

Gesetzliche Gewinn­ reserve

3'425

4'021

1'070

23'175

in CHF 1'000

Reserven für Freiwillige allgemeine Gewinn­reserBankrisiken ven und Gewinnvortrag

Eigene Kapitalanteile

Periodenerfolg

Total

40'019

0

2'334

74'044

Ausschüttungen an die Hülfs­gesellschaft Schaffhausen

0

0

0

0

0

0

-100

-100

Dividendenausschüttung

0

-617

0

0

0

0

0

-617

Zuweisung an freiwillige ­Gewinnreserven

0

0

0

0

2'230

0

-2'230

0

Veränderung Gewinnvortrag

0

0

0

0

4

0

-4

0

Zuweisungen an die Reserven für all­gemeine Bankrisiken

0

0

0

1'900

0

0

0

1'900

Erwerb eigener Kapitalanteile

0

0

0

0

0

-1'302

0

-1'302

Veräusserung eigener Kapitalanteile

0

0

0

0

0

1'302

0

1'302

Auswirkung der Folgebewertung von eigenen Kapitalanteilen

0

0

0

0

0

0

0

0

Gewinn / Verlust aus Veräusserung eigener Kapitalanteile Kapitalerhöhung Gewinn Eigenkapital am Ende der Berichtsperiode

0

0

0

0

0

0

0

0

75

1'212

0

0

0

0

0

1'287

0

0

0

0

0

0

2'364

2'364

3'500

4'616

1'070

25'075

42'253

0

2'364

78'878


Die Ersparniskasse Schaffhausen AG ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts. Die Dienstleistungen werden am Hauptsitz der Bank in Schaffhausen und in der Filiale in Kleinandelfingen erbracht. Als Bank des Entris-Aktionärspools werden über die Entris-Holding und deren Tochter­ gesellschaften sowie von der Swisscom und Inventx verschiedene IT-Dienstleistungen bezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungs­ grundsätze Allgemeine Grundsätze Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze richten sich nach dem Obligationenrecht, dem Bankengesetz und dessen Verordnung sowie den Rechnungslegungsvorschriften für Banken, Effektenhändler, Finanzgruppen und -konglomerate ge­mäss Rundschreiben 15/1 der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Der vorliegende statutarische Einzelabschluss mit zuverlässiger Darstellung stellt die wirtschaftliche Lage der Bank so dar, dass sich Dritte ein zuverlässiges Urteil bilden können. Der Abschluss kann stille Reserven enthalten. Allgemeine Bewertungsgrundsätze Die Jahresrechnung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Die Bilanzierung erfolgt zu Fortführungswerten. Die in einer Bilanzposition aus­gewiesenen Positionen werden einzeln bewertet.

Die Verrechnung von Aktiven und Passiven sowie von Aufwand und Ertrag wird grundsätzlich nicht vorgenommen. Die Verrechnung von Forderungen und Verpflichtungen erfolgt nur in den folgenden Fällen: n Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet, sofern sie aus gleichartigen Geschäften mit der gleichen Gegenpartei, in derselben Währung, mit gleicher oder frühe­rer Fälligkeit der Forderung bestehen und zu keinen Gegenparteirisiken führen können. n Bestände an Anleihen und Kassenobliga­ tionen werden mit der entsprechenden Passivposition verrechnet. n Abzug der Wertberichtigungen von der entsprechenden Aktivposition. n Verrechnung von in der Berichtsperiode nicht erfolgswirksamen positiven und neg­ativen Wertanpassungen im Ausgleichskonto. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert erfasst. Forderungen gegenüber Banken, Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen Forderungen gegenüber Banken und Kunden sowie Hypothekarforderungen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen erfasst. Edelmetallguthaben auf Metallkonti werden zum Fair Value bewertet. Gefährdete Forderungen, d. h. Kundeneng­a­ gements, bei welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann, werden

Geschäftsbericht 2019 

Firma, Rechtsform und Sitz der Bank

33

Anhang


auf Einzelbasis bewertet und die Wertmi­nderung durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Als Berechnungsbasis dient der Liquidationswert (geschätzter realisierbarer Veräusserungswert abzüglich Halte- und Liquidationskosten). Zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen bildet die Bank Wertberichtigungen für latente Ausfallrisiken zur Abdeckung von am Bewertungsstichtag vorhandenen latenten Risiken. Latent sind Au­sfallrisiken, die am Bilanzstichtag im scheinbar einwandfreien Kreditportefeuille erfahrungsgemäss vorhanden sind, aber erst später ersich­tlich werden. Die Ermittlung der latenten Ausfallrisiken basiert auf Erfahrungswerten pro Kredit-Rating-Klasse.

Gefährdete Forderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft, wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen und weiteren Bonitätskriterien erfüllt werden. Die Auflösung der Wertberichtigung wird erfolgswirksam über die Position «Verände­rungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» vorgenommen.

Zur Messung und Bewirtschaftung des Ausfallrisikos stuft die Bank die Kreditengagements mittels Rating- System in insgesamt 12 RisikoKlassen ein, wobei für Privat- und Firmenkunden unterschiedliche Bewertungskriterien gelten.

Sofern Wiedereingänge aus bereits in früheren Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht gleichzeitig für andere Wertkorrekturen verwendet werden können, werden sie über die Position «Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» der Erfolgsrechnung gutgeschrieben.

Bei den Forderungen der Rating-Klassen 1 bis 7 (Privatkunden) und 1 bis 8 (Firmenkunden) wird der Schuldendienst geleistet, die Belehnung der Sicherheiten ist angemessen, und die Rückzahlung des Kredites erscheint nicht gefährdet. Für diese Forderungen werden keine Wertberichtigungen für Ausfallrisiken gebildet. Bei Forderungen der Rating-Klassen 8, 9 und 10 (Privatkunden) sowie 9 und 10 (Firmenkunden) ist von einer erhöhten Risikoexposition auszugehen, da ein gewisses Risiko besteht, dass es zu einem Verlust kommen könnte. Für Ausleihungen dieser Klassen werden zur Abdeckung latenter Ausfallrisiken Wertberichtigungen gebildet. Die Kredite ab der Klasse 11 sind stark ausfallgefährdet und werden einzeln wertberichtigt. Die Einzelwertberichtigungen und die Wertberichtigungen für latente Ausfallrisiken werden von den entsprechenden Aktivpositionen der Bilanz in Abzug gebracht.

Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung.

Verpflichtungen gegenüber Banken und Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Diese Positionen werden zu Nominalwerten erfasst. Edelmetallverpflichtungen auf Metallkonti werden zum Fair Value bewertet. Handelsgeschäft und Verpflichtungen aus Handelsgeschäft Als Handelsgeschäft werden Positionen klassiert, die aktiv bewirtschaftet werden, um von Marktpreisschwankungen zu profitieren. Die Handelsbestände und Verpflichtungen aus dem Handelsgeschäft werden grundsätzlich zum Fair Value bewertet und bilanziert. Als Fair Value wird der auf einem preiseffizienten und liquiden Markt gestellte Preis eingesetzt.


Positive und negative Wiederbeschaffungs­ werte derivativer Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente können zu Han­dels- und zu Absicherungszwecken eingesetzt werden. Handelsgeschäfte Die Bewertung aller derivativen Finanzins­tru­mente des Handelsgeschäfts erfolgt zum Fair Value und deren positive resp. negative Wiederbeschaffungswerte werden unter den entsprechenden Positionen bilanziert. Der Fair Value basiert auf Marktkursen, Preisnotierungen von Händlern, Discounted-Cashflow- und Optionspreis-Modellen. Der realisierte Handelserfolg und der unre­ alisierte Bewertungserfolg von Handelsgeschäften wird in der Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» erfasst. Absicherungsgeschäfte Die Bank setzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset and Liability Managements zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und Ausfallrisiken ein. Die Absiche­ rungsgeschäfte werden analog zum abge­ sicherten Grundgeschäft bewertet. Der Erfolg aus der Absicherung wird der gleichen Erfolgsposition zugewiesen wie der entsprechende Erfolg aus dem abgesicherten Geschäft. Der Bewertungserfolg von Absicherungsinstrumen-

Sicherungsbeziehungen, Ziele und Strategien des Absicherungsgeschäfts werden beim Ab­schluss des derivativen Absicherungsgeschäfts dokumentiert. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird periodisch überprüft. Absicherungsgeschäfte, bei denen die Absicherungs­ beziehung ganz oder teilweise nicht mehr wirksam ist, werden im Umfang ­des nicht wirksamen Teils wie Handelsgeschäfte behandelt. Finanzanlagen Finanzanlagen umfassen Schuldtitel, Beteili­ gungstitel, physische Edelmetallbestände sowie aus dem Kreditgeschäft übernommene und zur Veräusserung bestimmte Liegenschaften. Bei Finanzanlagen, die zum Niederstwertprinzip bewertet werden, wird eine Zuschreibung bis höchstens zu den historischen Anschaffungskosten verbucht, sofern der unter den Anschaffungswert gefallene Fair Value in der Folge wieder steigt. Der Saldo der Wertanpassungen wird über die Position «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag» verbucht. Bei den mit der Absicht zur Haltung bis Endfälligkeit erworbenen Schuldtitel erfolgt die B­ewertung nach dem Anschaffungswertprinzip mit Abgrenzung von Agio bzw. Disagio über die Restlaufzeit (Accrual-Methode). Dabei wird das Agio bzw. Disagio über die Laufzeit bis zum Endverfall über die Rechnungsabgrenzungen verbucht. Werden Finanzanlagen mit der Absicht des Haltens bis zur Endfälligkeit vorzeitig veräussert oder zurückbezahlt, werden die realisierten Gewinne und Verluste, welche der Zinskomponente entsprechen, über die Restlaufzeit

35

Die aus der Bewertung resultierenden Kurs­ gewinne und -verluste werden im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht. Zins- und Dividendenerträge aus dem Handelsgeschäft werden der Position «Zins- und Dividendenertrag aus Handelsgeschäft» in der Erfolgsrechnung gutgeschrieben.

ten wird im Ausgleichskonto verbucht, sofern für das Grundgeschäft keine Wertanpassung verbucht wird. Der Nettosaldo des Ausgleichskontos wird in der Position «Sonstige Aktiven» respektive «Sonstige Passiven» ausgewiesen.

Geschäftsbericht 2019 

Ist ausnahmsweise kein Fair Value verfügbar, erfolgt die Bewertung und Bilanzierung zum Niederstwertprinzip.


bis zur Endfälligkeit des Geschäfts über die «Sonstigen Aktiven» bzw. «Sonstigen Passiven» abgegrenzt. Edelmetallbestände werden analog den Fremdwährungspositionen zum Stichtages-Schlusskurs bewertet. Die Bewertung von Beteiligungstiteln und den zur Veräusserung bestimmten Liegenschaften erfolgt nach dem Niederstwertprinzip. Bei aus dem Kreditgeschäft übernommenen und zur Veräusserung bestimmten Liegenschaften wird der niedrigere Wert aus Anschaffungspreis oder Liquidationswert eingestellt. Wertanpassungen werden pro Saldo über die Positionen «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag» verbucht. Beteiligungen Als Beteiligungen gelten im Eigentum der Bank befindliche Beteiligungstitel von Unternehmungen, die mit der Absicht der dauernden Anlage gehalten werden, unabhängig des stimmberechtigten Anteils. Beteiligungen werden einzeln zum Anschaffungswert bewertet, abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen. Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Beteiligungen werden über den «Ausserordentlichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand». Sachanlagen Investitionen in Sachanlagen werden aktiviert, wenn sie länger als während einer Rechnungsperiode genutzt werden und die Aktivierungsuntergrenze von CHF 10'000 übersteigen. Die

zu Anschaffungskosten bilanzierten Sachanlagen werden über eine vorsichtig geschätzte Nutzungsdauer der Anlagen linear über die Position «Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten» abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer für einzelne Kategorien von Sachanlagen beträgt: Anlagekategorie Nutzungsdauer Bankgebäude, andere Liegenschaften (ohne Land) 50 Jahre Einbauten Mietobjekte 15 Jahre Betriebseinrichtungen, Büromaschinen, Mobiliar 5 Jahre Telekommunikation, übrige Informatik 5 Jahre Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden über den «Ausserordentlichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand». Rückstellungen Rechtliche und faktische Verpflichtungen werden regelmässig bewertet. Wenn ein Mittelabfluss wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist, wird eine entsprechende Rückstellung ­gebildet. Rückstellungen werden wie folgt über die einzelnen Positionen der Erfolgsrechnung erfasst: n Vorsorgerückstellungen: Position «Personalaufwand» n Andere Rückstellungen: Position «Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste» mit Ausnahme allfälliger Restrukturierungs rückstellungen


Die Bildung und Auflösung der Reserven wird über die Position «Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken» in der Erfolgsrechnung verbucht. Die Reserven für allgemeine Bankrisiken sind unversteuert. Eigene Kapitalanteile Positionen in eigenen Kapitalanteilen werden als Minuspositionen im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Der Kauf eigener Kapitalanteile wird im Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungswerten erfasst. Dividendenzahlungen auf eigenen Kapitalanteilen sowie ein allfälliger Gewinn oder Verlust bei der Veräusserung von eigenen Aktien werden in den «Gesetzlichen Gewinnreserven» verbucht. Steuern Laufende Steuern sind wiederkehrende, in der Regel jährliche Gewinn- und Kapitalsteuern. Transaktionsbezogene Steuern sind nicht Bestandteil der laufenden Steuern. Verpflichtun-

Ausserbilanzgeschäfte Der Ausweis in der Ausserbilanz erfolgt zum Nominalwert. Für absehbare Risiken werden in den Passiven der Bilanz Rückstellungen gebildet. Eigene Schuldtitel Der Bestand an Kassenobligationen wird mit der entsprechenden Passivposition verrechnet. Vorsorgeverpflichtungen Die Mitarbeitenden der Bank sind seit 1.1.2019 bei der Swisscanto Flex Sammelstiftung ver­ sichert. Das Vorsorgekapital, die Vorsorgeverpflichtungen sowie das zur Deckung dienende Vermögen sind per 1.1.2019 an die Swisscanto Flex Sammelstiftung übertragen worden. Die bisherige selbstständige Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen befindet sich in Liquidation. Organisation, Geschäftsführung und Finanzierung der Vorsorgepläne richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften, den jeweiligen Reglementen sowie der Anschlussvereinbarung zwischen der Arbeitgeberin und der Sammelstiftung. Der Vorsorgeplan der Bank ist beitragsorientiert. Die Bank trägt die Kosten der beruflichen Vorsorge der Mitarbeitenden sowie deren Hi­n­terbliebenen zu 60 % und die Mitarbeitenden zu 40 %. Die Arbeitgeberbeiträge aus diesen Vorsorgeplänen sind periodengerecht im «Personalaufwand» enthalten.

37

Reserven für allgemeine Bankrisiken Bei den Reserven für allgemeine Bankrisiken handelt es sich um vorsorglich gebildete Reserven zur Absicherung gegen Risiken im Geschäftsgang der Bank.

gen aus laufenden Ertrags- und Kapitalsteuern werden unter der Position «Passive Rechnungsabgrenzungen» ausgewiesen. Der laufende Ertrags- und Kapitalsteueraufwand ist in der Erfolgsrechnung in der Position «Steuern» ausgewiesen.

Geschäftsbericht 2019 

Rückstellungen werden erfolgswirksam aufgelöst, falls sie neu betriebswirtschaftlich nicht mehr erforderlich sind und nicht gleichzeitig für andere gleichartige Bedürfnisse verwendet werden können.


Die Bank beurteilt auf den Bilanzstichtag, ob aus der Vorsorgeeinrichtung ein wirtschaft­ licher Nutzen oder eine wirtschaftliche Verpflichtung besteht. Als Basis dienen Verträge und Jahresrechnungen, welche die Swisscanto Flex für die Bank nach Swiss GAAP FER 26 erstellt, und andere Berechnungen, welche die finan­ zielle Situation sowie die bestehende Über- und Unterdeckung entsprechend den tatsäch­lichen Verhältnissen darstellt. Für die Beurteilung, ob ein solcher Nutzen oder eine Verpflichtung besteht, zieht die Bank einen Experten der Swisscanto Flex bei. Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden im Berichtsjahr nicht geändert. Erfassung der Geschäftsvorfälle Alle bis zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Geschäfte werden am Abschlusstag (Trade Date Accounting) in den Büchern der Bank erfasst und gemäss den vorstehend aufgeführten Grundsätzen bewertet. Die abgeschlossenen, aber noch nicht erfüllten Devisenkassengeschäfte und Devisentermingeschäfte werden gemäss dem Erfüllungstagsprinzip erfasst. Diese Geschäfte werden zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag zu Wiederbeschaffungswerten unter den Positionen «Positive» resp. «Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente» ausgewiesen. Behandlung von überfälligen Zinsen Überfällige Zinsen und entsprechende Kommissionen werden nicht als Zinsertrag vereinnahmt. Als solche gelten Zinsen und Kommis­ sionen, die seit über 90 Tagen fällig, aber nicht bezahlt sind. Im Fall von Kontokorrentlimiten gelten Zinsen und Kommissionen als überfällig, wenn die erteilte Kreditlimite seit über 90 Tagen

überschritten ist. Ab diesem Zeitpunkt werden die aufgelaufenen Zinsen und Kommissionen so lange nicht mehr der Erfolgsposition «Zinsund Diskontertrag» gutgeschrieben, bis keine verfallenen Zinsen länger als 90 Tage ausstehend sind. Fremdwährungsumrechnungen Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven zu Stichtageskursen (Schlusskurs des Bilanzstichtags) umgerechnet. Der aus der Fremdwährungsumrechnung resultierende Kurserfolg wird unter der Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht. Für die Währungsumrechnung wurden die folgenden Kurse verwendet: 31.12.2019 Vorjahr USD 0.9671 0.9858 EUR 1.0857 1.1275 GBP 1.2785 1.2625

Risikomanagement Die Bank ist, wie andere Finanzinstitute, verschiedenen bankspezifischen Risiken ausgesetzt: Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen und rechtlichen Risiken. Die Überwachung, das Erkennen, Messen und Steuern dieser Risiken hat bei der Bank einen hohen Stellenwert. Oberstes Ziel der Bank ist die Erhaltung der erst­klassigen Bonität und des guten Rufs. Die Risikotragfähigkeit wird so festgelegt, dass selbst beim Eintreten diverser negativer Ereignisse die gesetzlich erforderlichen Eigenmittel jederzeit erhalten bleiben.


Der Verwaltungsrat ist das oberste Organ der Risikomanagement-Organisation. Er legt die Risikopolitik fest und definiert darin Risikophilosophie, Risikomessung und Risikosteuerung. Der Verwaltungsrat genehmigt die strategischen Risikolimiten basierend auf der Risikotragfähigkeit und überwacht deren Einhaltung sowie die Umsetzung der Risikopolitik. Die Geschäftsleitung ist für die Ausführung der Weisungen des Verwaltungsrates zuständig. Sie sorgt für den Aufbau einer angemessenen Risikomanagement-Organisation sowie den Einsatz adäquater Systeme für die Risikoüberwachung. Eine angemessene Berichterstattung wird mit dem internen Berichtswesen sichergestellt. Zinsänderungsrisiko Da die Bank stark im Bilanzgeschäft engagiert ist, können Zinsänderungsrisiken einen beträchtlichen Einfluss auf die Zinsmarge haben. Das Zinsrisiko entsteht vor allem durch das Ungleichgewicht zwischen den Fristen der Aktiven und Passiven. Die Messung und Steuerung der daraus resultierenden Risiken ist von grosser Bedeutung. Diese erfolgt im Rahmen des Asset and Liability Managements (ALM).

Daneben werden mittels Stressszenarien die Auswirkungen nicht paralleler Veränderungen der Zinskurve beurteilt. Auch für das standardmässig verwendete Stressszenario existiert eine Limite, deren Einhaltung überwacht wird. Währungsrisiken Mit dem Management der Währungsrisiken beabsichtigt die Bank, einen negativen Einfluss von Währungsveränderungen auf ihre Ertragslage zu minimieren. Grundsätzlich wird angestrebt, Aktiven in Fremdwährung mit Passiven in Fremdwährung auszugleichen. Handelsgeschäft Über die vom Verwaltungsrat bewilligten Limiten für die Handelsbücher wird periodisch rapportiert.

39

Mit einem entsprechenden ALM-Tool werden monatlich Messungen durchgeführt, welche umfassend rapportiert werden. Dabei werden mit den Value-at-Risk-, Gap- und DurationBerechnungen die potenziellen Auswirkungen der Marktrisiken auf die Ertragslage und das Eigenkapital der Bank gemessen. Die Abbildung variabel verzinslicher Positionen erfolgt nach einem einheitlichen Replizierungsmodell. Die Analyse des wirtschaftlichen Umfelds und die Erstellung daraus abgeleiteter Zinsprognosen beinhaltet auch eine regelmässige Analyse der Einkommens- und Werteffekte. Je nach Einschätzung der Zinsentwicklung kann das Asset and Liability Committee (ALCO) entsprechende Absicherungsmassnahmen innerhalb definierter Risikolimiten und innerhalb definierter Ab­sicherungsstrategien vornehmen. Zu diesem Zweck können deriva­tive Finanzinstrumente eingesetzt werden.

Geschäftsbericht 2019 

Die Kernelemente des Risikomanagements sind: n eine umfassende Risikopolitik; n die Verwendung anerkannter Grundsätze zur Risikomessung und -steuerung; n die Definition verschiedener Risikolimiten mit entsprechender Überwachung und Berichterstattung; n die Sicherstellung einer zeitgerechten und umfassenden Berichterstattung über sämtliche Risiken; n die Allokation ausreichender finanzieller und personeller Mittel für den Risiko­ management-Prozess; n die Förderung des Risikobewusstseins auf allen Stufen.


Liquidität Die Liquiditätsstrategie der Bank wird von der Geschäftsleitung definiert und vom Verwaltungsrat sanktioniert. Durch die Liquiditätsbewirtschaftung wird eine solide Liquiditätsposition angestrebt, damit die Bank ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit rechtzeitig erfüllen kann. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge von externen Ereignissen eintreten. Bei der Beurteilung der operationellen Risiken und Compliance-Risiken werden die direkten finanziellen Verluste bewertet und die Folgen von Verlust von Kundenvertrauen sowie Reputation mitberücksichtigt. Oberstes Ziel des operationellen Risikomanagements ist es, das Vertrauen der Kunden, der Aktionäre und des Regulators sicherzustellen. Kreditrisiko Die Überwachung der Kreditrisiken beruht auf drei Stufen: n Gewährleistung etablierter Prozesse und Instrumente für eine vertiefte Beurteilung des Kreditrisikos und damit für qualitativ hochstehende Kreditentscheide; n die Risikopositionen werden durch die Geschäftsleitung eng überwacht und durch Limiten begrenzt; n periodische Beurteilung der Entwicklung des Kreditportfolios. Die Kreditpolitik der Bank bildet die Grundlage der Kreditrisikobewirtschaftung und -kontrolle. Sie äussert sich insbesondere zu den Kreditvoraussetzungen und zur Kreditüberwachung.

Wesentliche Aspekte sind dabei Kenntnis des Kreditzwecks, Integrität des Kunden und Transparenz, Plausibilität, Tragbarkeit und Verhältnismässigkeit des Geschäfts. Bei der Bonitätsbeurteilung, mit welcher die Kreditwürdigkeit und die Kreditfähigkeit nach einheitlichen Kriterien beurteilt werden, steht das Rating im Mittelpunkt. Das Rating stellt die Risikoeinschätzung dar und misst die Ausfallwahrscheinlichkeit der einzelnen Kundenposi­ tionen. Angewendet wird das Rating grundsätzlich auf alle Kreditkunden. Das Rating dient auch zur Festsetzung risiko­ gerechter Konditionen. Bei der Beurteilung der finanziellen Faktoren stehen die Ertragskraft, die Angemessenheit der Verschuldung und die Liquidität im Vordergrund. In die Beurteilung fliessen neben quantitativen Faktoren auch qualitative Merkmale des Kreditnehmers ein.

Angewandte Methoden zur Identifi­ kation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs Bei vom Eigentümer selbst genutzten Wohnimmobilien stützt sich die Bank auf regionenspezifische Immobilienpreisinformationen. Bei Renditeliegenschaften wird der Immobilienwert anhand eines Kapitalisierungsmodells bestimmt, bei dem die geschätzten nachhaltigen Einnahmen einbezogen werden. In diesem Modell werden zusätzlich Marktdaten, Standortdaten und Leerstandsquoten einbezogen. Kredite mit Wertschriftendeckung werden laufend überwacht. Fällt der Belehnungswert der Wertschriftendeckung unter den Betrag


Im Grundpfandkreditgeschäft muss bei jeder Kreditvergabe eine aktuelle Bewertung der Sicherheiten vorliegen. Die Bewertungen erfolgen in Abhängigkeit von der Nutzung der Objekte. Als Basis für die Kreditgewährung wendet die Bank den niedrigsten Wert an, der sich aus der internen Bewertung, dem Kaufpreis und einer allfälligen externen Schätzung ergibt. Für Kredite mit Wertschriftendeckung werden vor allem übertragbare Finanzinstrumente (wie Anleihen und Aktien) entgegengenommen, die liquide sind und aktiv gehandelt wer­den. Ebenfalls akzeptiert werden übertragbare strukturierte Produkte, für die regelmässig Kursinformationen und ein Market-Maker zur Verfügung stehen. Die Bank wendet Abschläge auf die Marktwerte an, um das bei marktgängigen und liquiden Wertschriften verbundene Marktrisiko abzudecken und den Belehnungswert zu ermitteln. Bei Lebensversicherungspolicen oder Garantien werden die Abschläge auf Produktebasis oder kundenspezifisch festgelegt.

Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zu Absicherungszwecken eingesetzt. Die Bank übt keine Market-Maker-Tätigkeit aus. Es wird sowohl mit standardisierten als auch mit OTC-Instrumenten für eigene und für Kunden­ rechnung gehandelt, dies vor allem in Instrumenten für Zinsen, Währungen, Beteiligungstitel/Indizes und in geringem Umfang mit Edelmetallen. Mit Kreditderivaten wird kein Handel betrieben. Derivative Finanzinstrumente werden von der Bank im Rahmen des Risikomanagements hauptsächlich zur Absicherung von Zins- und Fremdwährungsrisiken sowie unter gewis­sen Voraussetzungen für die Minderung von Kredi­trisiken eingesetzt, inklusive Risiken aus zukünftigen Transaktionen. Absicherungsgeschäfte werden ausschliesslich mit externen Gegenparteien abgeschlossen. Anwendung von Hedge Accounting Die Bank kann Hedge Accounting vor allem im Zusammenhang mit den folgenden Geschäftsarten einsetzen: Grundgeschäft Zinsänderungsrisiken aus zinssensitiven Forderungen und Verpflichtungen im Bankenbuch Kursveränderungen auf der Nettoposition von Währungen

Absicherung mittels Zinssatzswaps

Devisentermin­kontrakte

41

Bewertung der Deckungen

Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting

Geschäftsbericht 2019 

des Kreditengagements, wird eine Amortisa­ tionsleistung oder die Einlieferung zusätzlicher Sicherheiten verlangt, ansonsten werden die Sicherheiten verwertet und der Kredit glattgestellt. Bei ungedeckten Kreditgewährungen werden jährlich, oder bei Bedarf auch in kürzeren Abständen, Informationen vom Kunden eingefordert, welche Rückschlüsse auf die finanzielle Entwicklung des Kreditnehmers zulassen.


Ein Teil der zinssensitiven Positionen im Bankenbuch (v. a. Forderungen und Verpflichtungen gegenüber Kunden sowie Hypothekarforderungen) wird in verschiedenen Zinsbindungsbändern je Währung gruppiert und entsprechend mittels Makro-Hedges abgesichert. Zum Zeitpunkt, zu dem ein Finanzinstrument als Absicherungsbeziehung eingestuft wird, dokumentiert die Bank die Beziehung zwischen Absicherungsinstrument und gesichertem Grundgeschäft. Sie dokumentiert unter anderem die Risikomanagementziele und -strategie für die Absicherungstransaktion und die Methoden zur Beurteilung der Wirksamkeit (Effektivität) der Sicherungsbeziehung. Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grund- und Absicherungsgeschäft wird im Rahmen der Effektivitätstests periodisch prospektiv beurteilt, indem u. a. die gegenläufige Wertentwicklung und deren Korrelation beobachtet werden. Im Rahmen der Messung der Effektivität gilt eine Absicherung als in hohem Masse wirksam, wenn im Wesentlichen folgende Kriterien erfüllt sind: n Die Absicherung wird sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch während der Laufzeit als in hohem Masse wirksam eingeschätzt; n Zwischen Grund- und Absicherungsgeschäft besteht ein enger wirtschaftlicher Zusammenhang; n Die Wertänderungen von Grundgeschäft und Absicherungstransaktion sind im Hinblick auf das abgesicherte Risiko gegenläufig; n Die tatsächlichen Ergebnisse der Absicherung liegen in einer Bandbreite von 80–125 %.

Sobald eine Absicherungstransaktion die Kriterien der Effektivität nicht mehr erfüllt (Ineffektivität), wird sie einem Handelsgeschäft gleichgestellt und der Effekt aus dem unwirksamen Teil über die Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht. Es besteht derzeit keine Ineffektivität.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die einen massgeb­ lichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank per 31. Dezember 2019 haben.


Informationen zur Bilanz

1.  Darstellung der Deckungen von Forderungen und Aussenbilanzgeschäften sowie der gefährdeten Forderungen 1.1  Darstellung der Deckungen von Forderungen und Ausserbilanzgeschäften in CHF 1'000 Hypothekarische Deckung

Andere Deckung

Ohne Deckung

Total

7'098

13'414

11'924

32'436

592'647

0

21

592'668

43

9'773

0

0

9'773

121'866

0

479

122'345

3'611

0

0

3'611

Geschäftsbericht 2019 

Deckungsart

Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen) Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen – Wohnliegenschaften – Büro- und Geschäftshäuser – Gewerbe und Industrie – Übrige Total Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen)                Total Ausleihungen (nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen)               

Berichtsjahr

734'995

13'414

12'424

760'833

Vorjahr

702'540

15'418

12'778

730'736

Berichtsjahr

734'995

13'414

11'758

760'167

Vorjahr

702'486

15'418

12'479

730'383

Ausserbilanz Eventualverpflichtungen

152

881

2'121

3'154

Unwiderrufliche Zusagen

16'421

1'606

3'947

21'974

Einzahlungs- und Nachschuss­verpflichtungen Total Ausserbilanz

Berichtsjahr Vorjahr

0

0

1'120

1'120

16'573

2'487

7'188

26'248

6'048

1'671

6'979

14'698

Bruttoschuldbetrag

Geschätzte Verwertungserlöse der ­Sicherheiten

Nettoschuldbetrag

Einzelwertberichtigungen

1'998

1'429

569

569

142

15

127

127

1.2  Angaben zu gefährdeten Forderungen in CHF 1'000

Gefährdete Forderungen

Berichtsjahr Vorjahr


2.  Aufgliederung des Handelsgeschäftes und der übrigen Finanzinstrumente mit Fair-Value-Bewertung in CHF 1'000 Aktiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Handelsgeschäfte

707

753

Beteiligungstitel

545

606

162

147

707

753

0

0

Weitere Handelsaktiven Total Aktiven – davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

3.  Darstellung der derivativen Finanzistrumente (Aktiven und Passiven) in CHF 1'000 Handelsinstrumente

Absicherungsinstrumente

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Zinsinstrumente

0

0

0

0

1'827

50'000

– Swaps

0

0

0

0

1'827

50'000

1'827

50'000

0

0

-

0

0

-

0

0

0

710

3'283

100'000

0

0

-

0

0

-

Total vor Berücksichtigung Berichtsjahr der Nettingverträge: – d  avon mit einem Be­wertungsmodell ermittelt Vorjahr

– d  avon mit einem Bewertungsmodell ermittelt

Positive Wieder­beschaff­u ngswerte (kumuliert) Total nach Berücksichtigung Berichtsjahr der Nettingverträge: Vorjahr Aufgliederung nach Gegenparteien: Positive Wiederbeschaffungswerte ­ (nach Berücksichtigung der Nettingverträge)

Berichtsjahr

Negative Wieder­beschaff­u ngswerte (kumuliert)

0

1'827

710

3'283

Zentrale Clearingstellen

Banken und Effektenhändler

Übrige Kunden

0

0

0


4.  Aufgliederung der Finanzanlagen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

Schuldtitel

3'809

9'815

3'854

9'900

– davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit

3'809

9'815

3'854

9'900

Beteiligungstitel

451

355

587

485

Edelmetalle

108

107

127

110

0

454

0

454

4'368

10'731

4'568

10'949

0

170

Liegenschaften Total – davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

Aufgliederung der Gegenparteien nach Rating

Schuldtitel: Buchwerte

Höchste Bonität

Sichere Anlage

Durchschnittlich gute Anlage

Spekulative Anlage

Hochspekulative Anlage

Ohne Rating

355

1'000

0

0

0

2'454

Berichtsjahr

Die Bank stützt sich auf die Ratings einer von der FINMA anerkannten Ratingagentur ab.

5.  Darstellung der Beteiligungen in CHF 1'000 Anschaffungswert

Bisher aufgelaufene Wertberichtigungen bzw. Wert­ anpassungen (Equity-­ Bewertung)

Buchwert Ende Vorjahr

Investi­ tionen

Desinvesti­ tionen

Wertberichti­ gungen

Buchwert Ende Berichtsjahr

Berichtsjahr Marktwert

Überige Beteiligungen – ohne Kurswert

1'729

-303

1'426

0

0

0

1'426

Total Beteiligungen

1'729

-303

1'426

0

0

0

1'426

Die Bank hält vor allem Beteiligungspapiere der Entris-Holding AG wie auch Aktien von Gesellschaften mit Infrastrukturcharakter. Die jeweiligen Kapitalund Stimmquoten betragen nur einen geringen Anteil an den entsprechenden Grundkapitalien. Deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ist unwesentlich.

45

Fair Value

Geschäftsbericht 2019 

Buchwert


6.  Darstellung der Sachanlagen in CHF 1'000 Berichtsjahr Anschaffungswert

Bisher aufgelaufene Abschrei­ bungen

Buchwert Ende Vorjahr

Investi­tionen

Desinvestitionen

Abschrei­ bungen

Buchwert Ende Berichtsjahr 1'910

Bankgebäude

2'634

-1'002

1'632

317

0

-39

Übrige Sachanlagen

7'576

-6'420

1'156

401

0

-541

1'016

Total Sachanlagen

10'210

-7'422

2'788

718

0

-580

2'926

7.  Aufgliederung der Sonstigen Aktiven und Sonstigen Passiven in CHF 1'000 Sonstige Aktiven Ausgleichskonto Abrechnungskonten Indirekte Steuern Übrige Aktiven und Passiven Total

Sonstige Passiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

1'682

2'317

0

0

9

77

19

2'284

130

78

132

256

59

12

1'821

2'472

210

2'552

8.  Angaben der zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändeten oder abgetretenen Aktiven und der Aktiven unter Eigentumsvorbehalt in CHF 1'000 Verpfändete / abgetretene Aktiven Forderungen gegenüber Banken Hypothekarforderungen (Verpfändete oder abgetretene Hypothekarforderungen für Pfandbriefdarlehen) Beteiligungen

Buchwerte

Effektive Verpflichtungen

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

2'556

3'060

1'827

3'291

180'273

170'213

145'800

136'800

259

259

9. Angaben der Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen sowie Anzahl und Art von Eigenkapitalinstrumenten der Bank, die von eigenen Vorsorgeeinrichtungen gehalten werden in CHF 1'000 Verpflichtungen aus Kundeneinlagen

Berichtsjahr

Vorjahr

12'679

Passive Rechnungsabgrenzungen

46

70

Total

46

12'749

Die Mitarbeitenden der Bank sind seit dem 1. Januar 2019 bei der Swisscanto Flex Sammelstiftung versichert. Die bisherige selbstständige Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen AG befindet sich in Liquidation.


10.  Angaben zur wirtschaftlichen Lage der eigenen Vorsorgeeinrichtungen a) Arbeitgeberbeitragsreserven (AGBR) Es bestehen – wie im Vorjahr – keine Arbeitgeberbeitragsreserven. b) Darstellung des wirtschaftlichen Nutzens /der wirtschaftlichen Verpflichtung und des Vorsorgeaufwandes

Berichtsjahr

Vorjahr

0

0

0

Veränderung zum Vorjahr des wirtschaftlichen Anteils

in CHF

Bezahlte Beiträge für die Berichtsperiode

0

Vorsorgeaufwand im Personalaufwand

Berichtsjahr

Vorjahr

428

407

428

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank sind seit 1.1.2019 der Swisscanto Flex Sammelstiftung angeschlossen. Das Vorsorgekapital, die Vorsorgeverpflichtungen sowie das zur Deckung dienende Vermögen sind per 1.1.2019 an die Swisscanto Flex Sammelstiftung übertragen worden. Die bisherige selbstständige Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen AG befindet sich in Liquidation. Es gelten die jeweiligen Reglemente sowie die Anschlussvereinbarung zwischen der Arbeitgeberin und der Sammelstiftung. Die Leistungen der Pensionskasse werden aufgrund der geleisteten Beiträge berechnet (Beitragsorientierung). Sämtliche Mitarbeitende ab dem gesetzlich festgelegten BVG-Mindestjahreslohn sind versichert und damit anspruchsberechtigt. Der Koordinationsabzug ist an den Beschäftigungsgrad angepasst. Die Prämien der beruflichen Vorsorge werden im Schnitt zu 40 % vom Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin und zu 60 % von der Bank getragen. Für die Ermittlung der tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen aus Vorsorgeverpflichtungen erstellt die Swisscanto Flex für die Bank eine auf den Swiss GAAP FER 26 basierende Jahresrechnung mit separater Bilanzierung. Es wird beurteilt, ob der Bank bei einer Unter- oder Überdeckung der Sammelstiftung entsprechend wirtschaftliche Risiken oder ein wirtschaftlicher Nutzen erwachsen könnte. Ein allfälliger wirtschaftlicher Nutzen oder Arbeitgeberbeitragsreserven werden nicht aktiviert, für wirtschaftliche Risiken werden hingegen Rückstellungen in der Bilanz gebildet. Per 31. Dezember 2019 wird ein Deckungsgrad von rund 143 % erwartet.

11.  Darstellung der ausstehenden Obligationenanleihen und Pflichtwandelanleihen in CHF 1'000 Emittent

Gewichteter Durch­ schnittszinssatz

Fälligkeiten

Betrag

Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

0.91 %

2020 - 2036

145'800

efiag Emissions und Finanz AG

0.56 %

2021 - 2022

5'000

Total

150'800

Übersicht der Fälligkeiten der ausstehenden Obligationenanleihen: Emittent Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

≤ 1 Jahr > 1 – ≤ 2 Jahre > 2 – ≤ 3 Jahre > 3 – ≤ 4 Jahre > 4 – ≤ 5 Jahre 8'000

efiag Emissions und Finanz AG Total

in CHF 1'000

8'000

28'500

22'700

3'000

2'000

31'500

24'700

> 5 Jahre

Total

14'600

14'000

58'000

145'800

14'600

14'000

58'000

150'800

5'000

47

Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen

Wirtschaftlicher Anteil der Bank bzw. der Finanzgruppe

Geschäftsbericht 2019 

Über-/Unter­ deckung am Ende des Berichts­ jahres


12. Darstellung der Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie der Reserven für allgemeine Bankrisiken und ihrer Veränderungen im Laufe des Berichtsjahres in CHF 1'000

Rückstellungen für Ausfallrisiken Übrige Rückstellungen Total Rückstellungen

Stand Ende Vorjahr

Zweckkonforme Verwendungen

Umbu­ chungen

Über­ fällige Zinsen, Wieder­ eingänge

Neubildungen zu Lasten Erfolgsrechnung

Auflösungen zugunsten Erfolgsrechnung

Stand Ende Berichtsjahr

9

0

0

0

0

-2

7

500

0

0

0

0

0

500

509

0

0

0

0

-2

507

23'175

0

1'900

0

25'075

Wertberichtigungen für Ausfallrisiken und Länderrisiken

354

-12

0

8

445

-129

666

– davon Wertberichtigungen für Ausfall­r isiken aus gefährdeten Forderungen

127

-12

0

9

445

0

569

– davon Wertberichtigungen für latente Risiken

227

0

0

-1

0

-129

97

Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert)

13.  Darstellung des Gesellschaftskapitals in CHF 1'000 Berichtsjahr Gesellschaftskapital

Vorjahr

Gesamtnominalwert

Stückzahl

Dividen­denberechtigtes Kapital

Gesamtnominalwert

Stückzahl

Aktienkapital

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

– davon liberiert

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

Partizipationskapital

300

60'000

300

225

45'000

225

– davon liberiert

300

60'000

300

225

45'000

225

3'500

66'400

3'500

3'425

51'400

3'425

Genehmigtes Kapital (Partizipationskapital)

0

0

0

75

15'000

0

– davon durchgeführte Kapitalerhöhungen

0

0

0

0

0

0

Total Gesellschaftskapital

Dividen­denberechtigtes Kapital


14.  Beteiligungen und Optionen der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sowie der Mitarbeitenden Angaben über Beteiligungsrechte

in CHF 1'000 Anzahl

Wert

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Mitglieder des Verwaltungsrates

21'025

16'217

1'825

Mitglieder der Geschäftsleitung

7'300

4'625

634

369

Mitarbeitende

4'055

2'485

352

198

32'380

23'327

2'811

1'861

1'294

49

Mitarbeitende der Ersparniskasse haben seit Juni 2017 die Möglichkeit, sich mittels Partizipationsscheinen an der Ersparniskasse Schaffhausen AG zu beteiligen. Dem Mitarbeiterbeteiligungsplan unterstellt sind die seit 2017 emittierten 60'000 Partizipationsscheine (je nominal CHF 5). Bezugsberechtigt sind grundsätzlich alle Mitarbeitenden der Bank. Die Bezugsberechtigten können die Mitarbeitenden-Partizipationsscheine innerhalb des Kauffensters an die Ersparniskasse Schaffhausen AG zum Unternehmenswert gemäss Jahresrechnung des Vorjahres abzüglich eines Abschlages von 20 % verkaufen oder von dieser kaufen. Der Handel erfolgt jeweils vom 1. – 31. Mai jeden Jahres. Die Beteiligungsmöglichkeit richtet sich nach den einzelnen Hierarchiestufen (Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, Direktion, Kader und Mitarbeitende) sowie dem Arbeitspensum. Für die 15'000 Partizipationsscheine, emittiert im Jahr 2019, wurde der Emissionspreis von CHF 86.8 festgelegt.

15. Angaben der Forderungen und Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Personen in CHF 1'000 Forderungen

Verpflichtungen

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

Qualifiziert Beteiligte

0

0

7'612

6'940

Gruppengesellschaften

0

0

0

0

Verbundene Gesellschaften

5'413

5'295

0

0

Organgeschäfte

5'641

5'641

2'277

1'319

0

0

0

0

Weitere nahestehende Personen Erläuterungen zu den Ausserbilanzgeschäften: Es sind keine wesentlichen Ausserbilanzgeschäfte mit nahestehenden Personen vorhanden.

Erläuterungen zu den Bedingungen: Bei allen vorerwähnten Beziehungen, mit Ausnahme von banküblichen Vorzugskonditionen für das Personal, sind sämtliche Transaktionen (wie Wertschriftengeschäfte, Zahlungsverkehr, Kreditgeschäfte und Geldmarktanlagen) zu Konditionen abgewickelt worden, wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.

16.  Angabe der wesentlichen Beteiligten in CHF 1'000 Berichtsjahr Wesentliche Beteiligte und stimmrechts­gebundene Gruppen von Beteiligten mit Stimmrecht

Stiftung EK Schaffhausen, Schaffhausen

Vorjahr

Nominal

Anteil in %

Nominal

Anteil in %

3'200

100 %

3'200

100 %

Geschäftsbericht 2019 

Total

Vorjahr


17.  Eigene Kapitalanteile Angaben über eigene Kapitalanteile Valor 37'071'022

Bezeichnung PS EK Schaffhausen

in CHF Anzahl

Anfangsbestand

ø-Transaktionspreis

0

Käufe

15'000

86.8

Verkäufe

15'000

86.8

Endbestand

0

Mit den Inhabern der Partizipationsscheine wurden Vereinbarungen getroffen. Darin wurden unter anderem die Kauf- und Rückverkaufsmodalitäten geregelt. Die Inhaber können die Partizipationsscheine innerhalb des Kauffensters an die Ersparniskasse Schaffhausen AG zum Unternehmenswert gemäss Jahresrechnung des Vorjahres abzüglich eines Abschlages von 20 % verkaufen oder von dieser kaufen. Der Handel erfolgt jeweils vom 1. – 31. Mai jeden Jahres.

18.  Darstellung der Fälligkeitsstruktur der Finanzinstrumente in CHF 1'000 Auf Sicht

Kündbar

Fällig Innert 3 Monaten

Nach Nach 3 Monaten 12 Monaten bis zu bis zu 12 Monaten 5 Jahren

Nach 5 Jahren

Immo­ bilisiert

Total

Aktivum / Finanzinstrumente Flüssige Mittel

104'709

104'709

Forderungen gegenüber Banken

16'913

2'784

410

0

0

0

20'107

Forderungen gegenüber Kunden

116

10'797

4'231

3'341

7'246

6'571

32'302

15

12'238

44'684

81'642

413'429

175'857

727'865

707

707

Hypothekarforderungen Handelsgeschäft Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente

0

0

560

0

0

2'166

1'642

0

0

4'368

Berichtsjahr

123'020

25'819

49'325

87'149

422'317

182'428

0

890'058

Vorjahr

123'646

31'203

36'888

92'206

429'601

153'557

454

867'555

Finanzanlagen Total

Fremdkapital / Finanzinstrumente Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Kassenobligationen Anleihen und Pfandbriefdarlehen Total

0

0

2'410

0

0

0

2'410

283'078

274'510

23'000

15'230

5'000

600'818

1'827

1'827

3'739

3'761

44'362

5'096

56'958

2'000

6'000

84'800

58'000

150'800

Berichtsjahr

284'905

274'510

31'149

24'991

134'162

63'096

0

812'813

Vorjahr

139'483

401'204

39'997

30'867

112'672

69'500

0

793'723


Informationen zum Ausserbilanzgeschäft

1. Aufgliederung der Eventualverpflichtungen sowie der Eventualforderungen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Kreditsicherungsgarantien und Ähnliches

599

570

Gewährleistungsgarantien und Ähnliches

707

923

Übrige Eventualverpflichtungen

1'848

1'786

Total Eventualverpflichtungen

3'154

3'279

2.  Aufgliederung der Treuhandgeschäfte in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Treuhandanlagen bei Drittgesellschaften

0

0

Total Treuhandgeschäfte

0

0

Geschäftsbericht 2019 

51

Die Ersparniskasse Schaffhausen AG gehört der Mehrwertsteuergruppe der Entris-Holding AG an und haftet somit solidarisch für deren Mehrwertsteuerverbindlichkeiten gegenüber der Steuerbehörde.


Informationen zur Erfolgsrechnung

1.  Angabe eines wesentlichen Refinanzierungsertrags in der Position Zins- und Diskontertrag sowie von wesentlichen Negativzinsen Dem Zins- und Diskontertrag werden keine Refinanzierungskosten für das Handelsgeschäft gutgeschrieben. Kommentar zu wesentlichen Negativzinsen: Im Jahre 2019 wurden phasenweise Gelder, hauptsächlich bei der Entris Banking AG, negativ verzinst. Daraus sind dem Zins- und Diskontertrag CHF 164'213 in der Berichtsperiode belastet worden.

2.  Aufgliederung des Personalaufwands in CHF 1'000 Gehälter (Sitzungsgelder und feste Entschädigungen an Bankbehörden, Gehälter und Zulagen)

Berichtsjahr

Vorjahr

-4'048

-4'137

Sozialleistungen

-758

-783

Übriger Personalaufwand

-288

-359

Total Personalaufwand

-5'094

-5'279

3.  Aufgliederung des Sachaufwands in CHF 1'000 Berichtsjahr Raumaufwand Aufwand für Informations- und Kommunikationstechnik Aufwand für Fahrzeuge, Maschinen, Mobiliar und übrige Einrichtungen sowie Operational Leasing

Vorjahr

-339

-351

-2'011

-1'925

-70

-81

Honorare der Prüfgesellschaft (Art. 961 a Ziff. 2 OR)

-121

-151

– davon für Rechnungs- und Aufsichtsprüfung

-121

-151

– davon für andere Dienstleistungen

0

0

Übriger Geschäftsaufwand

-1'358

-1'366

Total Sachaufwand

-3'899

-3'874

Die Honorare der Prüfgesellschaft(en) sind inklusive Mehrwertsteuer und Spesen.


4. Erläuterungen zu wesentlichen Verlusten, ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden sowie zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven, Reserven für allgemeine Bankrisiken und von freiwerdenden Wertberichtigungen und Rückstellungen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Versicherungsentschädigung

0

3'600

Sonstiger ausserordentlicher Ertrag

0

0

Total ausserordentlicher Ertrag

0

3'600

0

0

Zuweisung an Reserven für allgemeine Bankrisiken

1'900

4'300

Total Veränderung von Reserven für allgemeine Bankrisiken

1'900

4'300

5.  Darstellung von laufenden Steuern, der latenten Steuern und Angabe des Steuersatzes in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Aufwand für laufende Steuern

-550

-550

Total Steuern

-550

-550

Durchschnittlicher Steuersatz auf Basis des steuerbaren Reingewinnes

24 %

25 %

Die Berechnung des Steuersatzes erfolgte auf Basis des Jahresgewinns (abzüglich «Andere Gewinnverwendung»), da die Berechnung auf der Basis des Geschäftserfolges gemäss Rz A5-144 FINMA-RS 2015/1 keine realistische Kennzahl ergibt.

Geschäftsbericht 2019 

53

Umbuchung aus freiwerdenden ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen


Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung An die Generalversammlung der Ersparnis­ kasse Schaffhausen AG, Schaffhausen Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der Ersparniskasse Schaff­ hausen AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgs­ rechnung, Eigenkapitalnachweis und Anhang für das am 31. Dezember 2019 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung be­­­in­haltet die Ausgestaltung, Implemen­tierung und Aufrechterhaltung eines internen Kon­trollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Ver­waltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungs­legungs­me­ thoden sowie die Vornahme angemessener Schätz­ungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrech­ nung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hin­reichende Sicherheit gewinnen,

ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prü­fungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beur­teilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beur­teilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Be­deu­tung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen fest­zulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontroll­systems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahres­­­rechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grund­lage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahres­rechnung für das am 31. Dezember 2019 abge­schlossene Geschäftsjahr dem schweize­rischen Gesetz und den Statuten der Gesellschaft.


14. Februar 2020 Grant Thornton AG Thomas Wirth Revisionsexperte (Leitender Revisor)

Jörg Fischer dipl. BankfachExperte

55 Geschäftsbericht 2019 

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanz­gewinns dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.


Gemeinsam ins goldene Zeitalter eintauchen. Viele Menschen pflegen heute auch nach der Pensierung einen aktiven Lebensstil. Die goldenen Jahre nach der Pensionierung möchten wir so sorglos wie möglich verbringen. Alles, was es dazu braucht, ist neben einer guten Gesundheit eine vorausschauende Vorsorge. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden erstellen wir individuelle Pensionspläne und schliessen mögliche Vor­ sorgelücken. Damit sie ihren Ruhestand so unbeschwert geniessen können, wie sie es verdient haben.

Unbekümmert in der Pension


«Einer meiner Kunden, ein wohlhabender selbstständig Erwerbender, hatte der Altersvorsorge im Laufe der Jahre zu wenig Beachtung geschenkt. Anhand seiner Unterl­agen erarbeiteten wir einen Finanzplan, der seine Vor­ sorgelücken schloss. Heute geniesst der Kunde gemeinsam mit seiner Frau eine finanziell sorgenfreie Pension.» Thomas Gysel. Prokurist, Finanzberater

September 2011

Beratungsgespräch mit Kunden Oktober 2011

Erforderliche Unterlagen für Pensionsplanung erhalten Oktober 2011

Pensionsplanung erarbeitet und besprochen ab November 2011

Empfehlungen gemeinsam mit Kunden umgesetzt November 2019

Kunde geht finanziell sorglos in Rente

kompetent massgeschneidert vorausschauend


Michael Ebner, Stefan Leu und Raffaela Wertli, Mitarbeitende der Filale in Kleinandelfingen.

Gemeinsam mehr Möglichkeiten. Auch inskünftig setzen wir auf unkomplizierte, individuelle und partnerschaftliche Lösungen, um für unsere Kundinnen und Kunden das jeweils beste Resultat erzielen zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft mehr Möglichkeiten realisieren.


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Hauptsitz Ersparniskasse Schaffhausen AG Münsterplatz 34 8200 Schaffhausen Telefon 052 632 15 15 info@eksh.ch www.ersparniskasse.ch Clearing-Nr. 6835 Postcheck-Nr. 82-1-7 UID-Nr. CHE-101.492.103

Filiale Weinland Schaffhauserstrasse 26 8451 Kleinandelfingen Telefon 052 304 33 33

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Ersparniskasse Schaffhausen Geschäftsbericht 2019  

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