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Geschäftsbericht 2016

Mehr Möglichkeiten.


Beeindruckende Erfolgsgeschichte Vor 200 Jahren begann eine Erfolgs­geschichte, die noch immer andauert und einzigartig ist. Mit Engagement und Professionalität auf allen Stufen, gepaart mit Augenmass und Boden­haftung, hat sich die Ersparniskasse Schaff­hausen ein solides und glaub­ würdiges, auf Sicherheit bedachtes Fundament geschaffen.


Mehr MĂśglichkeiten.

200. Geschäftsbericht 1. Januar bis 31. Dezember 2016


Sehr geehrte Damen und Herren Das Jahr 2016 war für die Ersparniskasse in verschiedener Hinsicht ein ereignisreiches Jahr. Trotz einschneidender Herausforderungen, welche die Ersparniskasse im Berichtsjahr zu bewältigen hatte, konnte sie sich in einem schwierigen Marktumfeld erfreulich positiv entwickeln und erzielte in vielen Bereichen ­ ein moderates Wachstum und insgesamt ein solides Ergebnis. In der Bilanz liessen sich nam­hafte qualitative Verbesserungen realisieren, was ganz im Sinne unserer auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Geschäftspolitik ist. Ein belastender Rechtsfall ist im Berichtsjahr 2016 mit einem Urteil des Kantonsgerichts Schaffhausen abgeschlossen worden. Zwar ist der zu Grunde liegende Kreditfall bereits im Geschäftsjahr 2014 zu Lasten der Erfolgsrech­ nung ausgebucht worden. Im Laufe der von ­ der Bank eingeleiteten internen und externen Untersuchungen ergaben sich Hinweise auf Urkundenfälschung resp. ungetreue Geschäfts­ besorgung durch den ehemaligen Mitarbeiter (Kreditchef, Direktor). Aus diesem Grund reichte der Verwaltungsrat Strafanzeige ein und leitete die Akten umgehend an die Staatsanwaltschaft weiter. Mit dem Gerichtsurteil vom 3. Novem­ber 2016 konnte das für alle Beteiligten belas­ tende Ver­fahren endlich ad acta gelegt werden. Entscheidend ist aus der Sicht der Bank, dass weder Kundengelder betroffen, noch Kunden z­u Schaden gekommen sind. Das Jahr 2016 war auch das Jubiläumsjahr der Hülfsgesellschaft, der Gründerin der Ersparnis­ kasse. Die gemeinnützige Hülfsgesellschaft unterstützt unter dem Motto «Hilfe hier und heute» Menschen in der Region Schaffhausen, indem sie rund 30 soziale Institutionen, Bera­tungsstellen und Vereine mit Zuwen­dungen fördert. Auch mit der Gründung ­der Ersparnis­ kasse verfolgte die Hülfsgesellschaft ein gemeinnütziges Ziel: Sie wollte auch der weniger begüterten Bevölkerung das Sparen

ermöglichen und mit der Erteilung von Finan­zierungen wirtschaftliche Tätigkeiten erleich­ tern. Diese Weitsicht beeindruckt auch aus heutiger Sicht, sind doch Themen wie «Start­ ups» und Mikrokredite nach wie vor aktuell. Die Ersparniskasse wurde in einer bewegten Zeit gegründet. So brach ein Jahr vor ihrem Entstehen der indonesische Vulkan Tambora aus, was für eine markante Abkühlung des Weltklimas während drei Jahren sorgte und auch in Europa zu Hungersnöten führte. Älter als der Schweizer Franken und unser moderner Bundesstaat (1848) steht die Ersparniskasse seither der Schaffhauser Bevölkerung in allen Finanzangelegenheiten zur Seite. Das Bankgeschäft hat sich seit der Gründung von 1817 enorm verändert und die verschiede­ nen Geschäftsbereiche der Ersparniskasse haben sich stetig weiterentwickelt. Beispiels­ weise wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch Bezüge ins Sparbüchlein eingetragen ­ und die Bücher von Hand geführt. Heute haben die rasanten technologischen Fortschritte und die fortschreitende Digitalisierung zu neuen Produkt- und Prozessentwicklungen und zu einer effizienteren Ausführung der Bankgeschäfte geführt. Auf diese Entwick­ lungen, Fortschritte und Veränderungen wird der diesjährige Geschäftsbericht beispielhaft eingehen. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit standen sowohl zur Zeit der Gründung als auch heute unsere Kunden. Der langjährige Erfolg der Ersparniskasse zeigt sich insbesondere im gemeinschaftlichen Miteinander mit ihren Kunden und dem damit verbundenen Bedürf­ nis der Ersparniskasse, ihre Kunden mit erst­klassigen Dienstleistungen zu bedienen. Seit jeher unterstützt die Ersparniskasse sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen in ihren privaten und geschäftlichen Finanzangelegen­


Hannes Germann, Präsident des Verwaltungsrates und Dr. Beat Stöckli, Vorsitzender der Geschäftsleitung

heiten und verhilft ihnen so zum Fortschritt. Neben erfreulichen operativen Ergebnissen haben wir im Berichtsjahr unsere Produkteund Dienstleistungspalette um diverse Ange­bote erweitert. Unseren Kunden stehen seit 2016 an den Standorten Beringen-Enge und im Lipo Park neue Bancomaten zur Verfügung. Mit der Einführung des Hochzeitskontos, das eine perfekte Übersicht über die Finanzen und eine optimale Planungssicherheit für die Hoch­zeit bietet, können wir Brautpaare optimal und stilvoll begleiten. Personell verstärkt seit Januar 2016 Herr Daniel Burlon als Leiter des Bereichs Kredite und Finanzierungen die Geschäftsleitung. Auch das Jahr 2017 wird für die Ersparniskasse vielschichtige Herausforderungen bereithalten. So erholte sich die Schweizer Wirtschaft im Verlauf des vergangenen Jahres zwar vom «Frankenschock», die Tiefzinsphase hält jedoch bis heute an. Im internationalen Umfeld werden uns der Überraschungssieg von Donald Trump in der US-Präsidentschaftswahl sowie der Brexit-Entscheid im Vereinigten Königreich weiterhin beschäftigen. Daneben werden im kommenden Jahr die Jubiläumsfeierlichkeiten einen wichtigen Meilenstein setzen. Gegründet am 19. Mai 1817

ist die Ersparniskasse Schaffhausen die älteste Bank der Region und eine der ältesten der Schweiz überhaupt. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen dieses Jubiläumsjahr feiern zu können und Ihnen weiterhin mit unserer starken regionalen Verankerung und einem umfassenden Blick auf die globalen Finanzmärkte eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene, flexible und zugleich kompetente Beratung anzubieten. Es ist uns insbesondere im Hinblick auf unser 200-jähriges Bestehen ein grosses Anliegen, uns bei Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, herzlich für Ihre Treue zu unserer Bank zu bedanken. Wir werden uns auch im kommen­ den Geschäftsjahr tatkräftig dafür einsetzen, Ihr Vertrauen in unsere Bank weiter zu stärken. In diesem Sinne freuen wir uns auf die Jubi­ läumsfeierlichkeiten mit Ihnen.

Hannes Germann Präsident des Verwaltungsrates

Dr. Beat Stöckli Vorsitzender der Geschäftsleitung


1817

1848 Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen­ schaft wird angenommen.

1816 Die Hülfsgesellschaft in Schaffhausen wird gegründet.

1839 Der Munotverein wird ins Leben gerufen.

Seit 200 Jahren für Sie da. Im Frühjahr 1817 wurde unter dem Namen «Allgemeine, zinstragende Ersparnis-Cassa» die Ersparniskasse als Tochter der gemeinnützigen Hülfsgesellschaft gegründet mit dem Ziel, auch der weniger begüterten Bevölkerung das Sparen zu ermögli­ chen. Bereits 1834 konnte von einem «blühenden Zustand der Bank» ges­prochen werden. Das Bankinstitut wurde in dieser Zeit direkt vom Vor­stand der Hülfsgesellschaft geleitet. Erst 1937 wurde mit der Umwandlung in eine Stiftung die Beziehung zwischen Gründerin und Tochter ge­lockert. 1992 wurde die Bank in eine Aktiengesellschaft überführt.

Heute präsentiert sich die Ersparnis­ kasse Schaffhausen als innovatives und fortschrittliches Institut, das alle Segmente des Bankenwesens abdeckt. In den letzten Jahren wurde der Aufbau von FinTech-Diensten intensiviert und das Dienstleistungs­ angebot erweitert. Die Bindung zur Gründerin blieb indes bis heute bestehen. So fliesst jedes Jahr ein beträchtlicher Teil des Reingewinns an die Hülfsgesellschaft in Schaffhausen. Erfolgsgeschichten Seit 1817. Im Bild Um 1870: Das Sparkassen-Büchlein anno dazumal 2016: Online-Banking


1850 Der Franken wird als einheitliche Schweizer Währung eingeführt.

1907 Die Schweizerische Nationalbank nimmt ihre Geschäftstätigkeit auf.

1908 Erstmals werden ErsparniskasseKassenobligationen ausgegeben.

1971 Der Dachverband Schweizer Regionalbanken wird gegründet.

1992 Die Ersparniskasse wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

2002 Die neue europäische Währung, der Euro, wird eingeführt.

2012 Die Bilanzsumme der Ersparniskasse übersteigt erstmals CHF 700 Mio.

Wohltätig Erfolgreich Fortschrittlich


1959 1910 An Samstagen sind die Bankschalter bis 20 Uhr geöffnet.

1917 Die Bank feiert ihr 100-jähriges Jubiläum im Casino Schaffhausen.

1857 Der Bahnhof Schaffhausen wird in Betrieb genommen.

1882 Die Ersparniskasse findet ihr Domizil im Haus «Zum Hintern Glas» am Münsterplatz.

Inspirierende Begegnungen. Die ersten Kontakte zwischen der Ersparniskasse und ihren Kunden fanden in der Wohnung des Kassiers statt und zwar jeweils an Samstagen zwischen 2 und 5 Uhr. 1881/1882 übersiedelte die Ersparniskasse an ihr heutiges Domizil am Münster­ platz. Zunächst empfing man dort – wie damals üblich – die Kunden hinter einem mit Gitter und Glas abgetrennten Schalterfenster. Ab 1988 präsentierte sich die Erspar­ niskasse nach einem kompletten Um­bau als erste Bank in Schaffhau­sen mit offenem Bankschalter –

k­ un­den­f reundlich und trotzdem optimal gesichert. Heutzutage können viele Bankge­ schäfte via Laptop oder Smart­phone online erledigt werden. Für Bargeld­ bezüge und Einzahlungen stehen rund um die Uhr Bancomaten zur Verfügung. Trotzdem sind wir gerne auch weiterhin persönlich für Sie­ da und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Erfolgsgeschichten Seit 1817.

Im Bild Um 1959: Bankschalter der Ersparniskasse am Münsterplatz 2016: 24-Stundenservice zur Erledigung der Bankgeschäfte


«Comptoir» und Warteraum Offene Bankschalter 24h-Banking 1960 Das neue Bankgebäude am Münsterplatz wird eingeweiht.

1922 Der Personalbestand wird von vier auf fünf Angestellte erhöht.

2003 Die Ersparniskasse führt zum ersten Mal einen Finanzapéro durch.

2009 Die Filiale der Ersparniskasse für das Zürcher Weinland wird in Klein­andelfingen eröffnet.


Lagebericht Wirtschaftliche Entwicklung Weltwirtschaft Die Dynamik der Weltwirtschaft blieb 2016 ­verhalten. In den USA bremsten sinkende Investitionen und eine schwache Exportent­ wicklung das Wachstum vor allem im ersten Quartal. Verantwortlich hierfür waren der ­starke US-Dollar und Probleme im Energie­ sektor aufgrund des eingebrochenen Ölpreises zu Jahresbeginn. Im zweiten Halbjahr war jedoch eine spürbare Beschleunigung der ­US-Konjunktur zu verzeichnen. In der Euro-Zone setzte sich die moderate Erholung dank des robusten privaten Konsums­ fort, auch wenn Belastungsfaktoren wie die Brexit-Abstimmung die Investitionstätigkeit der Unternehmen dämpften. In den grossen­ Schwellenländern stabilisierte sich die ­w irt­schaftliche Entwicklung im Jahresverlauf. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft 2016 um 2.3% gewachsen sein (2015: 2.6%). Schweizer Wirtschaft Die Schweizer Wirtschaft erholte sich im Jah­ resverlauf vom «Frankenschock». Insbesondere die realen Güterausfuhren stiegen dank der stark wachsenden Pharma-Exporte an. Der Grossteil der Schweizer Unternehmen scheint mittlerweile mit einem Euro-Franken-Kurs von unter 1.10 CHF/Euro zurechtzukommen. Die Stimmung bei den Betrieben ist gut, wie der Einkaufsmanagerindex zeigt. Jener für die Industrie erreichte Ende 2016 den höchsten Stand seit Februar 2014. Der private Konsum verlor dagegen 2016 an Schwung, unter anderem, weil sich die Nettozuwanderung gegenüber den Vorjahren

spürbar abschwächte und die Konsumenten­ stimmung bis zuletzt verhalten blieb. Alles in allem dürfte das Schweizer Bruttoinland­ produkt (BIP) 2016 um 1.5% zugelegt haben (2015: 0.8%). Geld- und Kapitalmarkt Die langfristigen Zinsen verharrten im Jahres­ verlauf 2016 in den meisten Industrieländern und auch in der Schweiz auf sehr tiefem Niveau. Ein wichtiger Grund dafür war die nach wie vor sehr expansive Geldpolitik der Notenbanken. Allerdings kam es nach dem überraschenden Sieg von Donald Trump in der US-Präsident­ schaftswahl in vielen Ländern zu einem leichten Anstieg der langfristigen Zinsen. Grund sind ­ die Inflationserwartungen, die aufgrund der in den USA künftig zu erwartenden Fiskalpolitik leicht anzogen. Devisenmarkt Während sich der Dollar im ersten Halbjahr 2016 wegen der enttäuschenden Konjunktur­ entwicklung gegenüber dem Euro leicht abwertete, war im zweiten Halbjahr und ­insbesondere ab November wieder eine Aufwertung zu verzeichnen. Eine starke Abwertung verzeichnete im Jahresverlauf das britische Pfund, bedingt durch die gestiegene Unsicherheit nach dem Brexit-Entscheid. Der Schweizer Franken blieb weiterhin hoch bewertet. Im Jahresverlauf schwankte er um einen Wechselkurs von 1.10 CHF/EUR. Ende 2016 notierte der Kurs bei rund 1.07 CHF/EUR. Aktien- und Rohstoffmärkte Für Aktieninvestoren war 2016 ein volatiles Jahr. Vor allem zu Jahresbeginn kam es zu kräftigen Kursrückgängen wegen des Ölpreis-Einbruchs


Der Abwärtstrend bei den Rohstoffen fand seinen Tiefpunkt im Januar 2016, als der ­Ölpreis bis unter 30 USD pro Barrel fiel und auch zahl­reiche weitere Rohstoffpreise Tiefstände erreichten. In der Folge setzte eine Trendwende ein. Besonders Energierohstoffe und Industrie­ metalle erholten sich im Jahresverlauf deutlich. Regionale Wirtschaft Das BIP der Region Zürich-Schaffhausen er­ höhte sich 2016 um 1.1% (2015: -0.1%) und somit schwächer als in der Gesamtschweiz (+1.5%). Für Aufwind sorgte vor allem der in der Region dominierende Dienstleistungssektor. Der sekundäre Sektor der Region spürte auch 2016 die Auswirkungen des starken Frankens. Dieser liess vor allem die wichtige export­ orientierte Branche der Investitionsgüter stagnieren. Besonders die bedeutenden Expor­ te der Warengruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» sanken um 14.5%. Auch die Waren­ gruppe der «Industriemaschinen» erlitt einen Exportrückgang um 10.5%. Zusammen machen diese beiden Warengruppen etwas mehr als 70% der Exporte der Region aus. Für das

Der Dienstleistungssektor der Region, der mehr als 80% der regionalen Gesamtwirtschaft aus­ macht, erreichte 2016 ein Wachstum von 1.4%. Dies ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (2015: +0.2%). Die konjunkturelle Gangart wird hier besonders durch die Schwer­ gewichte Finanzsektor, öffentlicher Sektor und Handel bestimmt. Starke Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem aus dem öffentlichen Sektor, allen voran aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, das 2016 um 3.4% zulegte. Der Finanzsektor, der fast einen Fünftel der regio­ nalen Wirtschaftsleistung ausmacht sowie der Handel, bei dem vor allem der Grosshandel für Impulse sorgte, erzielten beide einen Zuwachs von 0.7%. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Region Zürich-Schaffhausen stieg Ende 2016 auf 3.8% an. Sie liegt damit über dem Schweizer Durchschnitt von 3.5%. Die Zahl der Beschäftig­ ten in Vollzeitstellen in der Region ­stagnierte (-0.1%).

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In der Schweiz konnten die Verluste jedoch nicht aufgeholt werden. Der SMI lag zum Jahresende um knapp 7% tiefer als zu Jahres­ beginn. Wesentlich besser verlief das Börsen­ jahr in den USA, wo der Dow-Jones-Index neue Rekordstände erreichte. Auch in vielen ­rohstoffexportierenden Ländern gab es zum Teil deutliche Kursgewinne.

Baugewerbe als zweitwichtigste Branche des sekundären Sektors deuten die Indikatoren­wie Bau­bewilligungen und Bauvorhaben auf eine schwache Entwicklung hin (+0.4%). Insgesamt verzeichnet der sekundäre Sektor wegen der ausbleibenden positiven Impulse eine Stagna­ tion.

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sowie der Sorgen um eine mögliche «harte Landung» in China. Im weiteren Jahresverlauf erholten sich die Aktienkurse in vielen Ländern wieder.


Regulatorisches Umfeld

Geschäftsverlauf

GwG / GwV-FINMA / VSB Anfangs Jahr trat die neue Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der ­Banken (VSB 16) in Kraft. Aufgrund der Revision des Geldwäschereigesetzes (GwG, GwV-FINMA) wurde eine Anpassung der Standesregeln der Banken nötig. Mit der neuen VSB wurden ­verschiedene neue Sorgfaltspflichten für die Banken eingeführt. Als wichtigste Neu­ erung ist die Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten­bei operativ tätigen juristischen Personen und Personengesellschaften zu nennen. Das neue Konzept des «Kontrollinha­ bers» verlangt, dass die Stimm- und Kapital­ beteiligungen der betroffenen Gesellschaften dokumentiert werden.

Die Finanzbranche hat ein anspruchsvolles Jahr 2016 hinter sich. Die Wirtschaft kam nur schleppend in Schwung, die Tiefzinssituation hielt an und der Schweizer Franken blieb auch im Berichtsjahr gewohnt stark. Aufgrund dessen Stärke mussten Banken weiterhin Negativzinsen auf ihre Liquiditätsbestände bei der Nationalbank bezahlen. Auch die Exportund die Tourismusindustrie leidet nach wie vor unter dem starken Franken. Erst gegen Ende Jahr hat sich die Lage durch Ankündigungen von kontinuierlichen Leitzinserhöhungen der US-Notenbank etwas aufgehellt. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich im Berichtsjahr erneut verschärft. So wurden diverse neue Regulatorien angekündigt bzw. mussten bereits umgesetzt werden.

Vorbereitung Automatischer Informationsaustausch (AIA) Die Einführung des Automatischen Informa­ tionsaustauschs (AIA) per 1.1.2017 musste in verschiedener Hinsicht vorbereitet werden. Es wurden wichtige geschäftspolitische ­Ent­scheide im Sinne der Weiterentwicklung der Weissgeldstrategie der Bank getroffen. Seit März 2016 müssen alle Kunden bei Eröffnung eine Steuerkonformitätserklärung unter­ zeichnen. Im internen Projekt AIA wurde die organisatorische und fachliche Umsetzung der neuen AIA-Sorgfaltspflichten definiert. Ab 1.1.2017 müssen alle Kunden ihre steuerliche Ansässigkeit (Steuerdomizilland) bei Eröffnung angeben. Die im Jahre 2017 erhobenen Daten werden erstmals 2018 zwischen der Schweiz und den teilnehmenden Staaten ausgetauscht.

Die Ersparniskasse Schaffhausen verfolgte auch im Jahr 2016 das Ziel qualitativ zu wachsen. So konnte ein moderates Bilanzsummenwachs­ tum von CHF 4.1 Mio. verzeichnet werden. Dabei­sind vor allem die flüssigen Mittel um CHF 10.3  Mio. auf neu fast CHF 81.6 Mio. ange­ wachsen. Durch diese positive Entwicklung wurden auch die Liquiditätsanforderungen im Berichtsjahr erneut deutlich übertroffen. Auch für die zukünftig leicht höheren Liquiditätsan­ forderungen ist die Ersparniskasse Schaffhau­ sen bestens aufgestellt. Das Ausleihungswachs­ tum betrug CHF 2.1 Mio. Auf der Passivseite haben die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen um CHF 9.8 Mio. zugenommen. Die Kassen­ obligationen wurden aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus in kurzfristige Anlagen um­ geschichtet und haben darum abgenommen. Zur Refinanzierung nahm die Bank neue Pfand­ briefdarlehen in der Höhe von CHF 5.6 Mio. ­­ auf. Zudem refinanzierte sich die Bank mit CHF 3 Mio. zum ersten Mal über Anleihen der


Der Geschäftserfolg liegt bei CHF 2.43 Mio. und somit deutlich über dem Vorjahr. Nach Abzug der Steuern konnte ein Gewinn von CHF 2.02 Mio. erzielt werden. Dieses Ergebnis kann als sehr erfreulich bezeichnet werden. Wie im Vorjahr beantragt der Verwaltungsrat, unserer gemeinnützigen Gründerin, der Hülfs­ gesellschaft in Schaffhausen, einen Betrag von CHF 100’000 auszurichten. Die verbleibenden CHF 1.93 Mio. werden vollumfänglich den frei­ willigen Gewinnreserven zugewiesen. Die Ersparniskasse Schaffhausen fühlt sich durch das gute Ergebnis im Jahr 2016 in ihrer Strategiewahl bestätigt und ist für die ­Be­wältigung der Herausforderungen im

Personelles Verwaltungsrat Die personelle Zusammensetzung des Bank­ organs blieb im Berichtsjahr unverändert. Geschäftsleitung Daniel Burlon wurde per Januar 2016 als Leiter des Geschäftsfeldes Finanzieren und Mit­ glied der Geschäftsleitung eingestellt. Dank seiner langjährigen Führungserfahrung und seiner hohen Fachkompetenz im Finanzie­ rungsgeschäft, sowohl für Privat- als auch für ­Geschäftskunden, verfügt er über beste ­Voraussetzungen um das Kerngeschäft der Ersparniskasse Schaffhausen weiter ausbauen zu können.

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Trotz des sich weiter verschärfenden Wettbe­ werbs erreichte der Brutto-Zinserfolg beinahe das erfreuliche Niveau des Vorjahres. Der Netto-Erfolg Zinsgeschäft lag im laufenden Berichtsjahr aufgrund der Wertberichtigungen im Jahr 2015 deutlich über Vorjahr. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungs­ geschäft blieb wegen den schwierigen Bedin­ gungen an den Finanzmärkten leicht hinter den Vorjahres­resultaten zurück. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft lag auf Höhe des letzten Jah­ res. Die Aufwendungen fielen gegenüber 2015 höher aus, was hauptsächlich auf Investitionen in die Zukunft zurückzuführen ist. So ist es der ­Ersparniskasse gelungen, qualifizierte neue Mitarbeitende zu engagieren, die ihren Beitrag zu einer positiven zukünftigen Geschäftsent­ wicklung leisten werden.

r­ egulatorischen Bereich und die anspruchs­ vollen Bedingungen an den Finanzmärkten bestens gerüstet. Die Strategie basiert auf den Kernstärken der Ersparniskasse: ihrer regio­ nalen Verankerung, ihrer hohen Kompetenz im Anlage- und Finanzierungsgeschäft sowie auf ihrer 200-jährigen Geschichte. Mit einem weiteren moderaten Wachstum, einer klaren Zuteilung der Verantwortlichkeiten sowie einer gezielten Verstärkung der Kapitalbasis wird die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Ersparniskasse Schaffhausen nachhaltig sichergestellt.

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Emissions und Finanz AG, in welcher sie selbst eine der 14 Trägerbanken ist. Somit ist die Bilanz­ position Anleihen und Pfandbriefdarlehen im laufenden Geschäftsjahr um CHF 8.6 Mio. auf neu CHF 134.4 Mio. angestiegen.


1974 1866 Die erste Personenseilbahn der Schweiz in Neuhausen verbindet das Rheinufer mit der Turbinenstation im Fluss.

1868 Die International Watch Company (IWC) wird durch Florentine Ariosto Jones gegründet.

1866 Das damals grösste Wasserkraftwerk der Schweiz wird durch Heinrich Moser errichtet (Moserdamm).

1847 Die erste Schweizer Eisenbahnstrecke zwischen Zürich und Baden wird eröffnet.

Partnerschaftliches Miteinander. Erfolgreiche Geschäftsentwicklungen stärken unseren Standort und festigen das Vertrauen in die Region. Aus unserer langen Tradition heraus sind wir mit Gewerbe, Detailhandel und selbständig Erwerbenden be­sonders verbunden. Wir unter­ stützen Unternehmer persönlich und kompetent und decken ihre geschäftlichen und privaten Finanzbedürfnisse ab.

Investitionskredite. Auch bieten wir Lösungen an, wenn es um die opti­male Bewirtschaftung des Geschäfts­ kontos, um die Finanzierung von Betriebsgebäuden oder um die Über­brückung saisonaler Liquiditäts­ engpässe geht. Wir unterstützen Unternehmer mit kompetenter Beratung und zielführenden Lösun­ gen, auch bei Fragen zur Nachfol­ge­planung und Existenzsicherung.

Kunden aus der regionalen Wirt­ schaft gewähren wir Betriebs- und

Erfolgsgeschichten Seit 1817.

Im Bild Um 1974: Metzgerei Niedermann in Uhwiesen 2016: Im neuen Betriebsgebäude


Gegründet Weiterentwickelt Ausgebaut 1963 Der Güterbahnhof Schaffhausen wird ausgebaut.

1995 Die Rheinbrücke N4 wird fertig gestellt.

1936 Dr. Joos gründet nach der Entwicklung neuartiger Heilmittel die Cilag.

2008 Im Bahnverkehr zwischen Schaffhausen und Zürich wird der Halbstundentakt eingeführt.

2010 Zwischen Flurlingen und Kleinandelfingen wird die vierspurige Miniautobahn eröffnet.


1960 3. Jahrhundert v. Chr. In Babylon wird die heute älteste bekannte Spardose aus Ton geformt.

1819 In Österreich werden die ersten 100 Sparbücher unter dem Patronat von Kaiser Franz ausgegeben.

1848 Die Zahl der Einleger seit der Gründung der Bank ist von 102 auf 1’020 gestiegen.

1885 Die Ersparniskasse führt Sparmarken ein.

Auch für kommende Generationen. Sparen zur Vermögensbildung war bis ins 18. Jahrhundert noch weitge­ hend unbekannt. Allenfalls gab es in wohlhabenden Haushalten kostbar gestaltete Spardosen, worin Münzen gesammelt wurden. Im Zuge der Sparkassenbewegung im frühen 19. Jahrhundert wurde das gezielte Sparen auch mit kleineren Beträgen möglich. Mit dem Sparkonto des Lehr­lings bei der GF vor 60 Jahren wurde oft der Grundstein für den Wohl­stand der vierten Generation gelegt.

Heutzutage gibt es verschiedene attraktive Möglichkeiten, um Geld anzulegen. Das Spektrum reicht von der Kassenobligation bis zur Vermögensverwaltung. Wir beraten Sie umfassend und professionell in sämtlichen vermögensrelevanten Bereichen – abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Erwartungen. Erfolgsgeschichten Seit 1817.

Im Bild Um 1960: Arbeiten und Sparen in der GF Stahlgiesserei 2016: Wohlstand für die nachfolgenden Generationen


1992 Der Zinssatz auf dem Sparkonto liegt bei 5 %.

2008 Die Ersparniskasse bietet die Finanz­ dienstleistung Vermögensverwaltung an.

1988 Der Swiss Market Index (SMI) wird erstmals veröffentlicht. 1985 Das Bundesgesetz über die Berufliche Vorsorge (BVG) wird eingeführt.

1972 Das «Drei Säulen Konzept» wird in der Bundesverfassung verankert. 1934 Der Sicherheitszylinder Kaba, bis heute das Standardsystem bei Bankschliessfächern, wird erfunden.

Einleger Laufschein (1830) Sparheft Vermögensverwaltung


Bankpersonal Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte auch im Berichtsjahr auf den Einsatz von motivier­ ten und qualifizierten Mitarbeitenden zählen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Teams basiert auf einer offenen Kommunikation und gegenseitigem Respekt sowie Vertrauen. Wir fördern gezielt die persönliche Initiative und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden. Per Jahresende 2016 waren 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 3 Lernende beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr mit 34 Personen er­ gibt dies einen Zuwachs von 3 Mitarbeitenden. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 29.6 Vollzeit­ stellen besetzt (Jahresende 2016: 30.5  Vollzeit­ stellen). Beförderungen Per 1. Juli 2016 hat der Verwaltungsrat Franziska Schweizer zum Mitglied des Kaders mit Prokura ernannt. Franziska Schweizer arbeitet seit August 2015 als Kundenberaterin für Finanzie­ rungen bei der Ersparniskasse Schaffhausen. Sie betreut sowohl Privatkunden als auch KMU. In ihrer Funktion als stellvertretende Leiterin Kreditmanagement ist die diplomierte Be­ triebsökonomin FH mitverantwortlich für die Weiterentwicklung des zentralen Geschäfts­feldes unserer Bank. Ebenfalls per 1. Juli 2016 wurde Marco ­Schlatter die Prokura erteilt. Marco Schlatter war nach seiner Banklehre während sieben Jahren in der Bankfachpraxis tätig. Seit Februar 2014 arbeitet Marco Schlatter als Kundenberater für ­Finanzierungen bei der ­Ersparniskasse Schaffhausen. Marco Schlatter verfügt auf­ grund seiner langjährigen Tätigkeit sowie durch gezielte fachspezifische Weiter­bildungen über ein ­umfassendes Fachwissen im Bereich Banking & Finance.

Per 1. Juli 2016 hat der Verwaltungsrat Corinne Wüthrich die Handlungsvollmacht erteilt. Corinne Wüthrich arbeitet seit April 2011 als Kundenberaterin Kasse bei der ­Ersparniskasse Schaffhausen. Daneben ist sie als Leiterin der Abteilung Services für die reibungslose Organisation unserer Telefonzentrale sowie der Bereiche Logistik und Post zuständig. Corinne Wüthrich hat ab September 2016 Aufgaben im Bereich der GL-Assistenz und des Marketings übernommen, weshalb sie im Mai 2016 eine Ausbildung als Sachbearbeiterin ­Marketing & Verkauf abgeschlossen hat. Per 1. September 2016 erteilte der Verwaltungs­ rat Christoph Greiner die Prokura. Er nahm im Juni 2016 seine Tätigkeit als Chief Operating Officer (COO) auf. Christoph Greiner hatte bereits seit 2012 die Compliance Funktion der Ersparnis­kasse im Rahmen eines Outsour­ cings inne und kennt die internen Abläufe und ­Gegebenheiten der Bank somit bestens. Er verfügt über einen Abschluss als lic.rer. pol. der Universität Bern sowie das Diploma of ­Advanced Studies in Compliance Management.­ In seiner Funktion als COO steht er unter ­anderem der Abteilung Kundendaten Office vor und übernimmt zentrale Aufgaben der Risikokontrolle. Aus- und Weiterbildung Grossen Wert legen wir auf eine konstante Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Diesbezüglich steht ein breit gefächertes Angebot offen. Die meisten Mitarbeitenden der Ersparniskasse besuchten im Berichtsjahr fachspezifische Weiterbildungskurse. Mitar­ beitende, die den Erwerb eines eidgenössischen Fachausweises oder eines eidgenössischen ­Diploms anstreben, unterstützen wir mit finanziellen Beiträgen und Zeitgutschriften.


Der Finanzapéro 2016 im Januar bescherte der Ersparniskasse erneut ein fast volles Schaff­ hauser Stadttheater. Der renommierte Wirt­ schaftsökonom Prof. Dr. Klaus W. Wellershoff beleuchtete in seinen Ausführungen die ­möglichen Entwicklungen an den Märkten. Im Mai besichtigten Gäste der Filiale Weinland eine regionale Baumschule. Der Geschäfts­ leiter führte die Teilnehmenden durch den Schaugarten und ermöglichte einen Einblick in die Vielfalt der Pflanzen und Bäume. Zudem konnten sich die Gäste Tipps zur Gartenpflege geben lassen. Anlässlich der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich engagierte sich die Ersparniskasse Schaffhausen als Hauptsponsorin des Public Viewings im Mosergarten. Während 51 Spielen waren reservierte Plätze in der ­Ersparniskasse EM Arena für unsere Kundschaft besetzt. Obwohl die Schweizer Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen Polen nach dem Elfmeter­ schiessen ausschied, erlebten unsere Besucher bis zum Schluss ein grossartiges Fussballspek­ takel mit Leidenschaft und Emotionen. Bei hochsommerlichen Temperaturen lud die Ersparniskasse am 9. Juli 2016 zur Premiere des

Auch im 2016 begrüsste die Ersparniskasse Gäste am Stars in Town. Diese konnten an fünf Abenden mitreissende Shows von Künstlern wie zum Beispiel Status Quo, James Morrison, Faithless und Patent Ochsner auf der «Piazza Grande der Deutschschweiz» geniessen. Die Weltklasse Zürich erfreute am 1. September 2016 sportbegeisterte Gäste der Ersparniskasse. Sie konnten hautnah mitverfolgen, wie sich die Elite in den verschiedenen LeichtathletikDisziplinen mass. Ebenfalls anfangs September 2016 fand der traditionelle Familienanlass der Filiale Wein­ land statt. Die Gäste durften sich ihre Grilladen am «Spiessligrill» der Metzgerei Niedermann selber zubereiten. Für die Kinder stand die sehr beliebte Hüpfburg bereit. Das wunder­ schöne Wetter lud zum langen, gemütlichen ­Beisammensein ein. Als Sponsorin engagierte sich die Ersparnis­ kasse beim zweiten Power-Kids-Triathlon am 11. September 2016 in der KSS auf der Breite. Der von SH Power ins Leben gerufene Anlass fand unter der Schirmherrschaft der Olympia ­Gold- und Silber-Medaillengewinnerin Nicola Spirig statt. Die sympathische ­Sportlerin kümmerte sich vor Ort persönlich um die Nachwuchstalente. Nach einem ­erlebnisreichen Tag nahmen rund 200 Siegerinnen und Sieger strahlend ihre Pokale und Urkunden in ­Empfang.

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Der persönliche Kontakt zu unseren ­Kundinnen und Kunden ist uns sehr wichtig und wird nicht nur am Geschäftssitz in Schaffhausen und Kleinandelfingen gepflegt, sondern auch bei Begegnungen ausserhalb der Bank wie zum Beispiel bei ­Kundenveranstaltungen. Im ­Berichtsjahr lud die Ersparniskasse ­Schaff­hausen ihre Kundinnen und Kunden sowie Interessierte aus der Region wiederum zu diversen Anlässen ein.

Freilichtspiels «No e Wili» in Stein am Rhein ein. Vor der Aufführung durften unsere Gäste einen Apéro riche im Chlosterhof mit Blick auf den Rhein geniessen. Im Anschluss gelang es den über 300 Laiendarstellern das ­Publikum vor der einzigartigen Kulisse des Steiner ­Rathausplatzes zu begeistern.

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Veranstaltungen


Die Ersparniskasse hatte auch bei der Durch­ führung des zweiten Golf-Anlasses Ende August Wetterglück und durfte ihre Gäste im Golfclub Lipperswil begrüssen. Mit dabei waren aktive Golferinnen und Golfer ­sowie Personen, die den faszinierenden Sport näher kennenlernen wollten. Nach sportlichen 9-Loch und einem erfolgreichen Schnupperkurs klang der Tag bei kulinarischen Köstlichkeiten ge­ mütlich aus. Aufgrund unserer Sponsoring-Aktivitäten konnten wir unseren Kundinnen und Kunden auch die Teilnahme an verschiedenen Veran­ staltungen ermöglichen, beispielsweise der Besuch eines hochklassigen Jazz-Konzerts des Vereins Jazz Treff Schaffhausen oder einer ­Aufführung im Stadttheater Schaffhausen. Im September fand im Schloss Laufen der ­Finanzapéro für unsere Kundinnen und Kunden aus dem Zürcher Weinland statt. Bereits zum siebten Mal referierte Prof. Dr. Klaus W. Wellershoff in dem bis auf den letzten Platz besetzten Rittersaal. Die interessierte Zuhörer­schaft erhielt kompetente Antworten ­hinsichtlich der Entwicklung an den Märkten und möglicher Anlagestrategien. Unter dem Motto «O du mein Österreich!» begeisterte die Aufführung des Vorstadt Variétés im November die von unserer Bank eingeladenen Kundinnen und Kunden. Das Programm nahm die Anwesenden mit auf eine kurzweilige Reise durch Österreich und bot ein humorvolles Potpourri mit artistischen, magischen und musikalischen Leckerbissen.

Durchführung einer Risikobeurteilung Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Geschäftstätigkeit. Ein Risikomanagement, das die Identifikation, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung und Überwachung we­ sentlicher Risiken im Unternehmensumfeld ermöglicht, ist deshalb von besondrer Wichtigkeit. ­Darüber hinaus kann ein ­Risikomanagement auch bestimmte Chancen für das Unter­ nehmen erkennen. Um sowohl Risiken als auch Chancen ­f rüh­zeitig erkennen zu können, werden ­regelmässig ­interne als auch externe Faktoren, die­­das  gesamte Unternehmensumfeld ­betreffen können­, überprüft. Als Basis dieser Über­prü­ f­ung dienen die für den Abschluss nach OR ermittelten Finanzdaten sowie die ­Risiko­kennzahlen gemäss den regulatorischen Anforderungen. Risikobeurteilung durch den Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat wird regelmässig über die Risikosituation der Bank durch die Geschäfts­ leitung orientiert. Auch externe Berater,  ­der Compliance Officer, die Risikokontrolle sowie die interne und die aufsichtsrechtliche ­Revi­sionsstelle erstatten dem Verwaltungsrat Bericht. Im Besonderen werden dabei Markt- und Kredit­r isiken, operationelle Risiken inkl. Rechts- und Compliancerisiken sowie Reputa­ tionsrisiken rapportiert. Aus der Beurteilung ­und Bewertung der Risiken werden jeweils stra­ tegische und organisatorische Entscheidungen getroffen mit dem Ziel, die Risiko­positionen zu optimieren.


Im Risikobeurteilungsprozess müssen als erstes potenzielle Risiken identifiziert ­werden. Bei den identifizierten Risiken werden ­sowohl die Eintretenswahrscheinlichkeit als auch das Schadensausmass des jeweiligen Risikos beurteilt und bewertet. Jedes Risiko muss durch eine angemessene Massnahme abge­ deckt werden. Als Kontrollmassnahmen, welche die vorhandenen Risiken reduzieren sollen, kommen insbesondere organisatorische Massnahmen, wie beispielsweise die funktio­ nale und personelle Trennung in Back und Front, das 4-Augenprinzip oder eine unabhän­ gige Schlusskontrolle in Frage. Als Massnahme kann aber auch eine Versicherung in Anspruch genommen werden. Durch eine ­angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Über­ wachungsprozessen, die eine Identifizierung, Analyse und Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der we­ sentlichen Risiken und der damit verbundenen Risikokonzentrationen gewährleisten, wird sichergestellt, dass die Risiken entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risiken zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren

Im Zusammenhang mit einem ­Rechtsfall im­Kreditbereich im Jahre 2015 hat die ­Ersparniskasse in den letzten beiden Jahren das ­Kontrollumfeld sowie die externen und inter­ nen Kontrollmechanismen generell überprüft, eingehend analysiert und wo nötig verstärkt und optimiert. Wichtige Funktionen, wie zum Beispiel die Risikokontrolle, wurden personell neu besetzt und die Abteilung Kredite wurde­ organisatorisch neu strukturiert. Das IKS und­ das Kontrollumfeld wurden systematisch auf­ Schwachstellen hin überprüft. Zudem ­w urden verschiedene organisatorische Massnahmen­ umgesetzt. So wurde beispielsweise eine­ Whistle­­blowing-Stelle eingerichtet.

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zu reduzieren. Die Gesamtverantwortung für das zur Risikoabsicherung erforderliche interne Kontrollsystem liegt bei der Geschäftsleitung, welche den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme anhand spezifischer Anforderungen konzipiert. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmass­ nahmen bilden die Kernelemente des internen Überwachungssystems.

Geschäftsbericht 2016 

Eine wesentliche Komponente des Manage­ ments der Risiken ist die Konzeption und ­Weiterentwicklung des internen Kontroll­ systems (IKS). Es umfasst alle Grundsätze, ­Verfahren und Massnahmen, die die Wirksam­ keit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmässig­ keit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der massgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherstellen sollen. Es umfasst die Komponen­ ten Kontrollumfeld, Risikobeurteilungsprozess, rechnungslegungsbezogene Informationssys­ teme, Kontrollaktivitäten und Überwachung des IKS.


1955 1817 Mit der Patentierung der Laufmaschine Draisine nimmt die Geschichte des Fahrrads seinen Anfang.

1880 In der Schweiz wird das erste Telefonnetz erstellt.

1886 Das Automobil mit Verbrennungsmotor wird erfunden. 1893 Die Typenhebelschreib­ maschine mit sofort sichtbarer Schrift wird patentiert.

Erstklassige Dienstleistungen. Von Beginn an hat sich die Ersparnis­ kasse einem optimalen Service für ihre Kundinnen und Kunden verpflichtet. Die Entwicklung seit den Zeiten, da die Bücher noch von Hand geführt, Ein­lagen und Bezüge ins Sparbüchlein eingetragen und die Zinsen mit Zinstabellen ausgerechnet und nachge­ tragen wurden, ist enorm. Während früher die Ausführung eines Bankge­ schäftes bis zu einer Woche dauern konnte, werden heute die meisten Aufträge innerhalb eines Tages erledigt. Zeitraubende Routinearbeiten werden vermehrt durch Computer übernommen.

Auch wenn die rasanten technologi­ schen Entwicklungen und die fort­ schreitende Digitalisierung künftig immer wieder Produkt- und Prozess­ innovationen mit sich bringen werden, stand und steht der Kunde im Mittel­ punkt unserer Arbeit. Die kundenori­ entierte Unternehmenskultur zieht sich durch alle Bereiche der Bank. Sie schafft Vertrauen, Rückhalt und mehr Möglichkeiten. Erfolgsgeschichten Seit 1817. Im Bild um 1955: Arbeiten unter einfachsten Bedingungen 2016 Zeitgemäss ausgestatteter Bankarbeitsplatz


1964 Dank der Einführung von Postleitzahlen wird in der Schweiz die Post schneller befördert.

1969 In den USA gelingt die erste Übermittlung einer Internet-Botschaft.

Federhalter Lochkarte Touchscreen 1977 Die Arbeitslosenversicherung wird obligatorisch.

1920 Die Schweiz führt die 48 Stundenwoche ein. 1894 In den Vereinigten Staaten gibt es die ersten Kreditkarten.

1978 Die Ersparniskasse nimmt ihren ersten Bancomaten in Betrieb.

2015 Das Bezahlen mit dem Smartphone wird möglich.


1992 1837 Die Städtische Feuerwehr wird gegründet.

1823 In Schaffhausen werden zwecks Nachtbeleuchtung erst­ mals 47 Öl-Laternen installiert.

Bauen Sie auf uns. Der Entscheid zum Eigenheim ist oft auch ein Entschluss, für die eigene Zukunft und für die nächste Generation vorzusorgen. Rund zwei Drittel aller Liegenschaften in der Schweiz befin­ den sich in Privatbesitz und jedes Jahr gehen Tausende von Häusern an die nächste Generation über. Darunter auch viele Liegenschaften, die von der Ersparniskasse finanziert wurden und werden. Die Eigenheimfinanzierung ist eine unserer Kernkompetenzen. Als regional verankerte Bank sind wir mit dem lokalen Immobilienmarkt bestens vertraut und können Sie optimal beraten.

Profitieren Sie von unseren umfassen­ den Erfahrungen bei der Finanzierung von Wohneigentum. Wir bieten kurze Wege, schnelle Entscheidungen und faire Konditionen. Nicht nur bei der Erstfinanzierung, sondern auch wenn es bei der nächsten Generation um Umbau, Ausbau und Modernisierung geht. Erfolgsgeschichten Seit 1817.

Im Bild Um 1992: Familienhaus auf der Breite 2016: Um- und Ausbau durch die nächste Generation


1944 Schaffhausen wird durch amerikanische Flugzeuge bombardiert.

1948 Die Belebung der Konjunktur steigert die Bautätigkeit.

Finanziert Gepflegt Vererbt 1990 Der Basiszinssatz für erste Hypotheken liegt bei 6.5 %.

1915 Der Hauseigentümer­ verband Schweiz wird gegründet.

1900 Im Kanton Schaffhausen leben 41'514 Einwohner.

2014 Die Gratis APP GIS SHmobile steht für Smart­ phones und iPad bereit.


Produkte-Entwicklung Im Berichtsjahr wurde unsere Produkte- und Dienstleistungspalette um diverse Angebo­ te erweitert: So stehen unseren Kunden an den Standorten Beringen Enge und im Lipo Park neue Bancomaten zur Verfügung. Die neuen Maestrokarten im Corporate Design ermöglichen das kontaktlose Bezahlen. Mit dem neuen Ersparniskasse Hochzeitskonto erhalten Brautpaare Geldgeschenke sicher überwiesen und profitieren zusätzlich vom Hochzeitsbonus und einem prickelnden Geschenk. Die Gäste des Brautpaares können das Geldgeschenk mit der von der Ersparnis­ kasse ausgestellten Geschenkurkunde stilvoll überreichen. Auch im laufenden Jahr werden wir unseren Kunden eine zeitgemässe und attraktive An­ gebotspalette zur Verfügung stellen. Gemeinsame IT-Strategie Für ihre künftige IT-Multiprovider-Strategie haben 25 Regionalbanken, darunter ­die Er­ sparniskasse Schaffhausen, 2016 die Projek­ tarbeiten aufgenommen, die bis Ende 2017 dauern. Ab 2018 wird die Inventx AG neuer IT-Provider für den Rechenzentrumsbetrieb und das Application Management. Der bis­ herige Provider ­dieser Dienste, Swisscom, wird auch weiterhin ­wesentliche IT-Leistungen für die Banken erbringen, so die individuelle Datenver­arbeitung an den Arbeitsplätzen, den Betrieb der Firmen- und Fern-Netzwerke sowie die Verarbeitung des Zahlungsverkehrs und die Wertschriftenadministration.

Mit der Multiprovider-Strategie sollen ab 2018 die steigenden Anforderungen an die Flexibi­ lität und die Qualität der IT-Dienstleistungen noch besser erfüllt und gleichzeitig die ITKosten, der grösste Kostenblock beim Sach­ aufwand, gesenkt werden. Insgesamt haben sich die 25 Regionalbanken für die Multiprovider-Strategie entschieden, was sich für alle beteiligten Institute günstig auf die Skaleneffekte auswirkt. Die Clientis AG, das Kompetenz- und Dienstleistungszen­ trum für selbständige Regionalbanken, leitet das Projekt. Die von allen 25 Banken genutzte Kernbankenlösung Finnova ist von der Ände­ rung nicht betroffen. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit steht für Verantwortung ­sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher Faktoren als auch sozialer und ökologischer Aspekte. Die Ersparniskasse Schaffhausen möchte in allen drei Bereichen einen Beitrag leisten. So bieten wir z. B. nachhaltige Bankprodukte an, engagieren uns für Chancengleichheit, beschäftigen viele Teilzeitmitarbeitende und stellen sicher, dass unser Ressourcenver­ brauch und die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering sind. Wir verstehen unser Wirken nicht nur als eine unternehmerische Herausforderung, sondern möchten auch einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Ent­ wicklung der Gesellschaft leisten.


Erwartete Entwicklung bei der Ersparniskasse Schaffhausen Aufgrund des aktuellen Tiefzinsniveaus wird auch in ihrem Jubiläumsjahr die Zinsmarge ein entscheidender Faktor für die ­Ersparniskasse sein. Im kommenden Jahr wird eine hohe Anzahl Festhypotheken fällig, die zu tieferen Konditionen erneuert werden dürften. Die Bank kann hingegen im Passivgeschäft in Form von fälligen hochverzinsten Kassenobli­ gationen und Pfandbriefdarlehen ebenfalls vom Tiefzinsniveau profitieren. Weiter rechnen wir im Jahr 2017 dank unseren gut ausgebilde­ ten Anlageberatern und einer stabileren Börse mit steigenden Wertschriftenumsätzen. Im Jubiläumsjahr wollen wir den Menschen der Region auch unvergessliche Momente bieten. Für diverse Veranstaltungen rechnen wir mit leicht höheren Ausgaben. Unser Ziel ist es, auch im Jahr 2017 nachhaltig und rentabel zu wachsen.

Das Jahr 2017 wird ein aussergewöhnliches ­f ür die Ersparniskasse Schaffhausen. Ein Jahr nach ihrer Gründerin, der Hülfsgesellschaft Schaff­ hausen, darf nun auch die Bank ihr 200-jähri­ ges Bestehen feiern. Die Bank, welche 1817 ge­ gründet wurde, ist eine der ältesten Banken der Schweiz und die älteste Bank in Schaff­hausen. Die Ersparniskasse wird auch in Zukunft als unabhängige und leistungsfähige ­Regionalbank ein starker Partner für die ­Menschen in der Region sein. Weiterhin wird ein sicheres und kontinuierliches Wachstum die oberste Priorität haben, um für die Kundinnen und Kunden weiterhin einen nachhaltigen Mehrwert zu erzielen.

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Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Die Entwicklung der Weltwirtschaft und auch der Gesamtwirtschaft in der Schweiz hängt zu einem grossen Teil von der wirtschaftlichen Entwicklung der Vereinigten Staaten ab. Einer­ seits durch die Politik des Präsidenten Donald Trump, andererseits durch angekündigte Leitzinserhöhungen der US-Notenbank. Durch diese könnte der Druck auf den Schweizer Franken etwas reduziert werden, was sich positiv auf die Schweizer Export-Wirtschaft auswirken dürfte. Zentral wird auch sein, wie die EU mit dem Brexit umgeht und welche Auswirkungen dieser auf die globale Wirt­ schaft hat. Zudem wird auch die Entwicklung in China sehr wichtig für Europa und die Welt sein.

Die Ersparniskasse Schaffhausen ist dank ihrer regionalen Verbundenheit, ihrem erstklassigen kundennahen Service sowie ihren guten Bezie­ hungen zu den weiteren Interessengruppen der Bank bestens positioniert für die Zukunft. Für das Jahr 2017 rechnen wir mit einem moderaten Bilanzsummenwachstum. Die Bank verfolgt zudem das Ziel, den Kundengeld­ deckungsgrad auf dem bestehenden hohen Niveau zu halten. Für die kommenden Jahre rechnen wir mit geringeren Abschreibungen auf Sachanlagen sowie ab 2018 mit deutlich günstigeren Betriebskosten aufgrund einer neuen IT-Lösung. Wir versprechen uns auch im Jahr 2017 einen erfreulichen Abschluss.

Geschäftsbericht 2016 

Ausblick


Corporate Governance Die Führungsorganisation der Ersparniskasse Schaffhausen beruht auf den beiden Gremien Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Diese Bankorgane haben unterschiedliche Funktio­ nen und Verpflichtungen. Der Verwaltungs­ rat trägt die oberste Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Geschäftstätig­ keit sowie für die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsleitung nach Massgabe der gesetz­ lichen und statutarischen Vorschriften. Die Geschäftsleitung wiederum ist das geschäfts­ führende Organ und trägt die Gesamtverant­ wortung für die Umsetzung der strategischen Ausrichtung sowie für das Geschäftsergebnis. Die in den Statuten und im Geschäfts- und Organisationsreglement vorgesehene Tren­ nung der Tätigkeiten von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ist klar gewährleistet. Verwaltungsrat Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch die Generalversammlung gewählt. Gemäss den Statuten besteht das Gremium aus mindestens fünf Mitgliedern. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wer das 70. Altersjahr vollendet hat, scheidet an der nachfolgenden ordentlichen Generalversammlung aus. Die Amtsperiode beginnt mit dem Tag der Wahl und endet am Tag der ordentlichen Generalversammlung des letzten Geschäftsjahres der Amtszeit, vorbe­ hältlich vorzeitigen Ausscheidens, Rücktritts oder Abberufung. Der Verwaltungsrat setzt sich zurzeit aus sieben Personen zusammen. Alle Verwaltungsräte haben ihr Domizil in der Region und sind Schweizer Bürger. Der Verwal­ tungsrat amtet als Kollektivorgan. Die Aufgaben sind detailliert im Geschäfts- und Organisati­ onsreglement festgehalten.

Der Verwaltungsrat behandelte die Geschäfte an insgesamt sieben ordentlichen Sitzungen. Zusätzlich führte er eine Klausur- sowie eine Strategietagung durch. Die Mitglieder des Verwaltungsrates besuchten im Berichtsjahr diverse Weiterbildungsveranstaltungen. Kein Mitglied des Verwaltungsrates war in operativen Organen der Ersparniskasse Schaffhausen tätig. Auch steht kein Mitglied des Verwaltungsrates mit der Ersparniskasse in wesentlicher geschäftlicher Beziehung mit auftragsrechtlichem Charakter. Zu Ausbildung und beruflichem Hintergrund sowie weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen der Verwaltungsratsmitglieder verweisen wir auf die Übersicht auf Seiten 30/31. Ausschüsse Nominations- und Entschädigungsausschuss Der Nominations- und Entschädigungsaus­ schuss besteht aus dem Präsidenten, dem Vize­ präsidenten sowie einem weiteren Mitglied des Verwaltungsrates. Er unterstützt den Präsi­ denten des Verwaltungsrates bei der Erfüllung seiner Aufgaben und unterbreitet Vorschläge (Nominations- und Entschädigungsfunktion). Im Berichtsjahr hat sich der Ausschuss des Ver­ waltungsrates zu zwei ordentlichen Sitzungen getroffen. Audit Ressort Das Audit Ressort überwacht und beurteilt die Integrität der Finanzabschlüsse, die interne Kon­ trolle im Bereich der finanziellen Berichterstat­ tung und die Wirksamkeit der Prüfgesellschaft sowie deren Zusammenwirken mit der internen Revision. Die Sitzungen der Verantwortlichen des Audit Ressorts werden nach Bedarf abgehalten.


Weitere Tätigkeiten und Interessen­ bindungen Die Mitglieder der Geschäftsleitung üben keine Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutender Unternehmen aus. Ebenso beste­ hen keine dauernden Leitungs- und Beratungs­ funktionen in wichtigen Interessengruppen. Entschädigungen Die Mitglieder des Verwaltungsrates ­beziehen für ihre Arbeit eine Entschädigung, deren Höhe auf Antrag des Präsidenten vom Gesamt­ verwaltungsrat beschlossen wird. Die Vergü­ tung besteht aus einer Grundentschädigung, Zulagen für besondere Funktionen und Sitzungsgeldern. Die Gesamtbezüge beste­ hend aus Honoraren und Sitzungsgeldern der Mitglieder des Verwaltungsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 223’000 (Vorjahr CHF 242’000). Es wurden keine Aktien und ­Optionen zugeteilt. Die Entschädigung an die Mitglieder der Geschäftsleitung besteht aus einer Basis­ komponente und einer leistungsorientierten Entschädigung. Die Höhe dieser leistungs­

Revisionshonorar Für die Aufwendungen der aktienrechtlichen und bankengesetzlichen Revisionsstelle Grant Thornton Bankrevision AG, Zürich, sind für das Geschäftsjahr 2016 insgesamt CHF 175’000 verbucht worden. Dem Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen der Aunexis AG, Bern, in ihrer Funktion als interne Revisionsstelle von total CHF 62’000 belastet worden. Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat wird auf mehreren Wegen über die Aktivitäten der Geschäfts­ leitung der Bank informiert. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung nimmt jeweils an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil. Er infor­ miert an diesen Sitzungen über die aktuellen Entwicklungen im Umfeld der Bank. Der Ver­ waltungsratspräsident wird überdies laufend über die Tätigkeiten und Entscheidungen mit­ tels Geschäftsleitungs-Protokoll informiert.

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abhängigen Entschädigung basiert einerseits auf der individuellen Leistung und anderer­ seits auf dem Geschäftsergebnis der Bank und macht üblicherweise keinen wesentlichen Teil der Gesamtvergütung aus. Für die Leistungs­ bewertung werden einheitliche, standardisierte Beurteilungskriterien angewendet.

Geschäftsbericht 2016 

Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung ist das dem Verwaltungs­ rat untergeordnete, geschäftsführende Organ. Sie besteht aus einem Vorsitzenden sowie ei­ nem oder mehreren Mitgliedern. Die Aufgaben der Geschäftsleitung als Kollektivorgan sowie der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder sind detailliert in den entsprechenden Stellenbe­ schreibungen und im Geschäfts- und Organi­ sationsreglement festgehalten. Alle Mitglieder der Geschäftsleitung haben ihr Domizil in der Region. Die Geschäftsleitung führt in der Regel wöchentlich eine GL-Sitzung durch.


Organe

Hannes Germann

Dr. Peter Müller

Herbert E. Bolli

Verwaltungsrat Name Wohnort, Nationalität

Funktion

Aktuelle berufliche Haupttätigkeit

Titel / Ausbildung / Beruflicher Hintergrund

Hannes Germann* Opfertshofen, CH

Präsident Mitglied Nominationsund Entschädigungs­ ausschuss

Ständerat

Betriebsökonom dipl. oek. Wirtschafts­redaktor Erstberuf: Lehrer

Dr. Peter Müller* Stein am Rhein, CH

Vizepräsident Mitglied Nominationsund Entschädigungs­ ausschuss

Verwaltungsratspräsident Chlosterwies AG, Stein am Rhein

Dr. phil.II Erstberuf: Lehrer Studium der Naturwissenschaften an der Universität Zürich Seit 1978 Firma Knecht & Müller AG

Herbert E. Bolli* Schaffhausen, CH

Mitglied Mitglied Nominationsund Entschädigungs­ ausschuss

Direktor SH POWER (Städt. Werke Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall)

Dipl. Ing. ETH Studium Elektrotechnik an der ETH Zürich CMC Carl Maier & Cie AG (Mitglied der Geschäftsleitung) Seit 1991 Städt. Werke Schaffhausen

Urs Heierle* Trasadingen, CH

Mitglied Audit Ressort

Partner bei Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen

Dipl. Wirtschaftsprüfer Betriebsökonom HWV

Carlo Klaiber* Schaffhausen, CH

Mitglied

Selbstständiger Unternehmer Inhaber der Karl Klaiber + Co. Hoch- und Tiefbau, Schaffhausen

Architekt HTL Studium der Architektur an der Fachhochschule Winterthur

Dr. Urs Krebser* Stetten, CH

Mitglied

Direktor Cilag AG, Schaffhausen

Dr. sc. natw. ETHZ Laborant Dipl. Chemiker HTL

Andreas Stamm* Neuhausen, CH

Mitglied

Verwaltungsrat der Stamm AG, Spritzgiesstechnik und Formenbau, Hallau

MA, Boston University Erstberuf: Lehrer

* unabhängig im Sinne vom Rundschreiben 2008/24 der FINMA


Carlo Klaiber

Dr. Urs Krebser

Andreas Stamm

Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen

Erstmalige Wahl

Ver­bleibende Amtsdauer

Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (Vizepräsident) Weidmüller Schweiz AG, Neuhausen am Rheinfall (Verwaltungsrat) Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Präsident Stiftungsrat) HEV, Schweiz. Hauseigentümerverband, Zürich (Vorstandsmitglied) Schweizerischer ­Gemeindeverband, Bern (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaff­hausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (­ Präsident Stiftungsrat)

2003

2019

Sonnenhof AG, Schaffhausen (Präsident) Schweizerische ­Mobiliar Genossenschaft, Bern (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

1993

2017

Sasag Kabelkommunikation, Schaffhausen (Vizepräsident) Gemeinschaftsantenne Diessenhofen (Verwaltungsrat) Kabelfernsehen Romanshorn AG (Vizepräsident, seit 26.1.2016) Etawatt AG (Präsident) Erdgas Ostschweiz AG, Zürich (Verwaltungsrat) OpenEP AG, Zürich (Verwaltungsrat) Swissgas AG (Verwaltungsrat) Powerfarm Holding AG, Schaffhausen (Präsident) Swisspower AG (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat) Kraftwerk Schaffhausen AG (Direktor)

2000

2019

Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen am Rheinfall (Präsident) Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen (Präsident Stiftungsrat) Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Stiftungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2008

2019

Etawatt Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Klaiber Immobilien AG, Schaffhausen (Präsident) Klaiber Bau AG, Schaffhausen (Präsident) Kornhaus Liegenschaften Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Powerfarm Holding AG, Schaffhausen (Verwaltungsrat)  Bolli & Böcherer AG, Schaffhausen (Präsident) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2007

2019

pmb bau ag, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Kadetten Schaffhausen (Vereinspräsident) Hülfsgesellschaft in Schaffhausen (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2019

Genossenschaft IG Kammgarn (Mitglied) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2019

Geschäftsbericht 2016 

31

Urs Heierle


Geschäftsleitung Name, Wohnort

Funktion

Nationalität

Beruflicher Hintergrund

Eintritt

Dr. Beat Stöckli, Schaffhausen

Vorsitzender der Geschäftsleitung

CH

Dr. iur. HSG

2015

Urs Werz, Diessenhofen

Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung, Leiter Bereich Anlegen

CH

Kaufm. Ausbildung

1982

Daniel Burlon, Steinmaur

Leiter Bereich Finanzieren

CH

Executive Master of Finance ZHW

2016

Kader Name

Funktion

Eintritt

Roberto Calligaro

Prokurist/Anlageberater

1998

Michael Ebner

Prokurist/Stv. Filialleiter Filiale Weinland

2012

Christoph Greiner (ab 01.09.2016)

Prokurist/Chief Operating Officer

2016

Thomas Gysel

Prokurist/Anlageberater

2009

Matthias Kuster

Prokurist/Anlageberater

1998

Stefan Leu

Prokurist/Filialleiter Filiale Weinland

1992

Marco Schlatter (ab 01.07.2016)

Prokurist/Berater Kreditmanagement

2014

Fabienne Schuler-Althaus (bis 31.01.2016)

Prokuristin/Stv. Kreditchefin/HRM

2002

Franziska Schweizer (ab 01.07.2016)

Prokuristin/Stv. Leiterin Bereich Finanzieren

2015

Jasmin Braun

Handlungsbevollmächtigte/Leiterin Kasse

2002

Dominik Häberli

Handlungsbevollmächtigter/Rechnungswesen/Controlling

2003

Natalia Llorente

Handlungsbevollmächtigte/Leiterin Kundendaten Office

1993/2012

Daniela Romano

Handlungsbevollmächtigte/HRM Verantwortliche/Kreditadministration

2002

Nicole Rindlisbacher (bis 31.07.2016)

Handlungsbevollmächtigte/Chefkassierin Filiale Weinland

2009

Waltraud Studer

Handlungsbevollmächtigte/Direktionsassistentin/Marketing

1993

Corinne Wüthrich (ab 01.07.2016)

Handlungsbevollmächtigte/Geschäftsleitungs-Assistenz/Marketing

2011

Aktienrechtliche und bankengesetzliche Prüfgesellschaft Grant Thornton Bankrevision AG, Zürich

Interne Revision Aunexis AG, Bern/Zürich


Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit den Eigenmitteln und der Liquidität

Eigenmittelanforderungen

62'775

60'850

Hartes Kernkapital (CET1)

57'441

55'516

zusätzliches Kernkapital (AT1) Kernkapital (T1) Ergänzungskapital (T2)

5'000

5'000

62'441

60'516

334

334

Erforderliche Eigenmittel (Mindesteigenmittel)

Verwendeter Ansatz

31'297

32'079

Kreditrisiko

Internat. Standardansatz

29'074

29'519

Nicht gegenparteibezogene Risiken

Internat. Standardansatz

240

743

Marktrisiko

De-Minimis-Ansatz

Operationelles Risiko

Basisindikatoransatz

68

82

1'915

1'956

(–) Abzüge von den erforderlichen Eigenmitteln Antizyklischer Kapitalpuffer

-221 4'505

4'385

391'213

400'988

1.15 %

1.09 %

Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote)

14.68 %

13.84 %

Kernkapitalquote (T1-Quote)

15.96 %

15.09 %

Quote bzgl. des regulatorischen Kapitals (T1 & T2)

16.05 %

15.18 %

CET1-Anforderungen (gemäss Basler Mindeststandards)

6.28 %

5.59 %

Mindestanforderungen

4.50 %

4.50 %

0.625 %

0.000 %

Summe der risikogewichteten Positionen

Antizyklischer Kapitalpuffer im Verhältnis zur Summe der risikogewichteten Positionen Kapitalquoten

Eigenmittelpuffer Antizyklischer Kapitalpuffer

1.15 %

1.09 %

12.55 %

11.68 %

CET1-Eigenmittelziel (gemäss ERV)

8.15 %

8.09 %

Zielgrösse 5-Bank

7.00 %

7.00 %

Antizyklischer Kapitalpuffer

1.15 %

1.09 %

12.55 %

11.68 %

T1-Eigenmittelziel (gemäss ERV)

9.65 %

9.59 %

Zielgrösse 5-Bank

8.50 %

8.50 %

Antizyklischer Kapitalpuffer

1.15 %

Verfügbares CET1 nach Abzug der AT1 und T2 Anforderungen

Verfügbares CET1

1.09 %

Verfügbares Tier 1

14.05 %

13.18 %

Ziel für das regulatorische Kapital (gemäss ERV)

11.65 %

11.59 %

Zielgrösse 5-Bank

10.50 %

10.50 %

Antizyklischer Kapitalpuffer Verfügbares regulatorisches Kapital

1.15 %

1.09 %

16.05 %

15.18 %

Geschäftsbericht 2016 

Vorjahr

Anrechenbare Eigenmittel

33

in CHF 1'000 resp. % Berichtsjahr


Leverage Ratio

in CHF 1'000 resp. % Berichtsjahr

Vorjahr

Leverage Ratio

7.41 %

7.21 %

Kernkapital (CET1 + AT1)

62'441

60'516

842'991

839'701

Gesamtengagement

Liquidity Coverage Ratio

in CHF 1'000 resp. % Berichtsjahr Total

CHF

Vorjahr Total

CHF

Quote für kurzfristige Liquidität LCR Durchschnitt 1. Quartal

218.01 %

147.76 %

137.97 %

93.08 %

Durchschnitt 2. Quartal

192.14 %

138.52 %

312.88 %

177.13 %

Durchschnitt 3. Quartal

212.17 %

141.52 %

274.30 %

143.00 %

Durchschnitt 4. Quartal

186.69 %

128.92 %

230.24 %

143.28 %

Qualitativ hochwertige liquide Aktiva (HQLA) Durchschnitt 1. Quartal

71'120

70'742

36'936

36'479

Durchschnitt 2. Quartal

71'394

70'932

63'201

62'778

Durchschnitt 3. Quartal

71'552

71'038

58'574

58'105

Durchschnitt 4. Quartal

71'293

70'602

67'807

67'361

Durchschnitt 1. Quartal

32'623

47'875

26'771

39'190

Durchschnitt 2. Quartal

37'158

51'208

20'200

35'441

Durchschnitt 3. Quartal

33'724

50'195

21'354

40'633

Durchschnitt 4. Quartal

38'187

54'765

29'451

47'012

Nettomittelabfluss


Jahresrechnung


Bilanz per 31. Dezember 2016

in CHF 1'000 Aktiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Flüssige Mittel

81'559

71'217

Forderungen gegenüber Banken

21'899

26'785

Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsgeschäft Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Finanzanlagen Aktive Rechnungsabgrenzungen

40'683

45'916

660'154

652'834

732

1'131

2'251

3'006

16'787

18'882

205

231

Beteiligungen

1'384

1'223

Sachanlagen

2'995

2'637

Sonstige Aktiven

4'401

5'079

833'050

828'941

0

0

Total Aktiven Total nachrangige Forderungen Passiven Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente

0

5'000

524'997

515'240

6'749

8'071

Kassenobligationen

102'180

112'640

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

134'400

125'800

Passive Rechnungsabgrenzungen

3'048

2'651

670

457

Sonstige Passiven Rückstellungen Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert) Gesellschaftskapital Gesetzliche Kapitalreserve davon Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen

0

0

17'325

17'325

3'200

3'200

800

800

0

0

Gesetzliche Gewinnreserve

1'069

1'069

Freiwillige Gewinnreserven

36'575

34'866

Gewinnvortrag Gewinn Total Passiven

13

5

2'024

1'817

833'050

828'941

Total nachrangige Verpflichtungen

5'000

5'000

davon mit Forderungsverzicht

5'000

5'000

Ausserbilanzgeschäfte

in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Eventualverpflichtungen

3'358

4'560

Unwiderrufliche Zusagen

8'375

6'351

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen

1'120

1'044


Erfolgsrechnung 2016

in CHF 1'000

Zins- und Dividendenertrag aus Handelsgeschäft Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen Zinsaufwand Brutto-Erfolg Zinsengeschäft Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft Subtotal Netto-Erfolg Zinsengeschäft Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft Kommissionsertrag Kreditgeschäft

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft

13'015

Vorjahr

14'182

47

39

235

425

-4'082

-5'200

9'215

9'446

70

-1'330

9'285

8'116

1'778

1'910

848

771

36

32

Kommissionsaufwand

-234

-266

Subtotal Erfolg Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

2'428

2'447

Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option

642

645

Übriger ordentlicher Erfolg

Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen

18

12

156

166

Liegenschaftenerfolg

24

24

Anderer ordentlicher Ertrag

21

3

Anderer ordentlicher Aufwand

-11

-9

Subtotal übriger ordentlicher Erfolg

208

196

-3'897

Beteiligungsertrag

Geschäftsaufwand Personalaufwand

-4'347

Sachaufwand

-5'060

-5'012

Subtotal Geschäftsaufwand

-9'407

-8'909

Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

-726 -2

-987

Geschäftserfolg

2'428

791

134

304

Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste

Ausserordentlicher Ertrag

-717

Ausserordentlicher Aufwand

0

-3

Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken

0

1'100

Steuern Jahresgewinn Gewinnverwendung Jahresgewinn

-538

-375

2'024

1'817

2'024

1'817

Gewinnvortrag

13

5

Bilanzgewinn

2'037

1'822

-1'930

-1'709

Gewinnverwendung

– Zuweisung an freiwillige Gewinnreserven – Ausschüttungen aus dem Bilanzgewinn – Andere Gewinnverwendungen Vortrag neu

0

0

-100

-100

7

13

Da die gesetzlichen Reserven bereits mehr als die Hälfte des Aktienskapitals erreicht haben, wird auf eine weitere Zuweisung verzichtet.

37

Zins- und Diskontertrag

Berichtsjahr

Geschäftsbericht 2016 

Erfolg aus dem Zinsengeschäft


Darstellung des Eigenkapitalnachweises

Eigenkapital am Anfang der Berichtsperiode

Gesellschaftskapital

Gesetzliche Kapital­reserve

Gesetzliche Gewinn­reserve

in CHF 1'000

Reserven für Freiwillige allgemeine Gewinn­reserven Bankrisiken und Gewinn­ vortrag

Periodenerfolg

Total

3'200

800

1'069

17'325

34'871

1'817

59'082

Ausschüttungen an die Hülfs­gesellschaft Schaffhausen

0

0

0

0

0

-100

-100

Zuweisung an die freiwillige ­Gewinnreserve

0

0

0

0

1'709

-1'709

0

Veränderung Gewinnvortrag

0

0

0

0

8

-8

0

Zuweisungen an die Reserven für all­gemeine Bankrisiken

0

0

0

0

0

0

0

Gewinn

0

0

0

0

0

2'024

2'024

3'200

800

1'069

17'325

36'588

2'024

61'006

Eigenkapital am Ende der Berichtsperiode


Die Ersparniskasse Schaffhausen AG ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts. Die Dienstleistungen werden am Hauptsitz der Bank in Schaffhausen und in der Filiale in Klein­ andelfingen erbracht. Als Bank der RBA-Gruppierung werden über die RBA-Holding AG und deren Tochtergesell­ schaften sowie von Gruppengesellschaften des Swisscom-Konzerns verschiedene Dienstleis­ tun­gen bezogen, insbesondere die gemeinsame Informatik-Lösung. Sollte ein Austritt aus dem RBA-Aktionärspool vor 2017 erfolgen, wird eine Austrittsleistung von 0,08 % der Bilanzsumme fällig.

Bilanzierungs- und Bewertungs­ grundsätze Allgemeine Grundsätze Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Be­ wertungsgrundsätze richten sich nach dem Obligationenrecht, dem Bankengesetz und dessen Verordnung sowie den Rechnungsle­ gungsvorschriften für Banken, Effektenhänd­ ler, Finanzgruppen und -konglomerate gemäss Rundschreiben 15/1 der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Der vorliegende statutarische Einzelabschluss mit zuverlässiger Darstellung stellt die wirtschaftliche Lage der Bank so dar, dass sich Dritte ein zuverlässiges Urteil bilden können. Der Abschluss kann stille Reserven enthalten. Allgemeine Bewertungsgrundsätze Die Jahresrechnung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Die Bilanzierung erfolgt zu Fortfüh­ rungswerten.

Die in einer Bilanzposition ausgewiesenen Positionen werden einzeln bewertet. Die Verrechnung von Aktiven und Passiven sowie von Aufwand und Ertrag wird grund­ sätzlich nicht vorgenommen. Die Verrechnung von Forderungen und Verpflichtungen erfolgt nur in den folgenden Fällen: Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet, sofern sie aus gleichartigen Geschäften mit der gleichen Gegenpartei, in derselben Währung, mit gleicher oder früherer Fälligkeit der Forderung bestehen und zu keinen Gegenparteirisiken führen können. Bestände an Anleihen und Kassenobliga­ tionen werden mit der entsprechenden Passivposition verrechnet. Abzug der Wertberichtigungen von der entsprechenden Aktivposition. Verrechnung von in der Berichtsperiode nicht erfolgswirksamen positiven und negativen Wertanpassungen im Ausgleichskonto. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert erfasst. Forderungen gegenüber Banken, Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen Forderungen gegenüber Banken und Kunden sowie Hypothekarforderungen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wert­ berichtigungen erfasst. Edelmetallguthaben auf Metallkonti werden zum Fair-Value bewertet. Gefährdete Forderungen, d.h. Kundenengage­ ments, bei welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Ver­ pflichtungen nachkommen kann, werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderung durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Als Berechnungsbasis dient der Liquidations­

Geschäftsbericht 2016 

Firma, Rechtsform und Sitz der Bank

39

Anhang


wert (geschätzter realisierbarer Veräusserungs­ wert abzüglich Halte- und Liquidationskosten). Zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen bildet die Bank Wertberichtigungen für latente Ausfallrisiken zur Abdeckung von am Bewer­ tungsstichtag vorhandenen latenten Risiken. Latent sind Ausfallrisiken, die am Bilanzstich­ tag im scheinbar einwandfreien Kreditporte­ feuille erfahrungsgemäss vorhanden sind, aber erst später ersichtlich werden. Die Ermittlung der latenten Ausfallrisiken basiert auf Erfah­ rungswerten pro Kredit-Rating-Klasse. Die Bank klassiert alle Forderungen in einer der zehn Rating-Klassen. Bei den Forderungen der Klassen 1-6 wird der Schuldendienst geleistet, die Belehnung der Sicherheiten ist angemessen und die Rückzahlung des Kredites erscheint nicht gefährdet. Für diese Forderungen werden keine Wertberichtigungen für latente Ausfall­ risiken gebildet. Für Ausleihungen der Klassen 7, 8 und 9 werden zur Abdeckung latenter Ausfallrisiken Wertberichtigungen gebildet. Die Kredite der Klasse 10 sind stark ausfallge­ fährdet und werden einzeln wertberichtigt. Die Einzelwertberichtigungen und die Wertbe­ richtigungen für latente Ausfallrisiken werden von den entsprechenden Aktivpositionen der Bilanz in Abzug gebracht. Gefährdete Forderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft, wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen und weiteren Bonitätskriterien erfüllt werden. Die Auflösung der Wertberichtigung wird erfolgs­ wirksam über die Position «Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigun­ gen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» vorgenommen. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungs­ verzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung.

Sofern Wiedereingänge aus bereits in frühe­ ren Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht gleichzeitig für andere Wertkorrekturen verwendet werden können, werden sie über die Position «Veränderungen von ausfallrisikobe­ dingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» der Erfolgsrechnung gutgeschrieben. Verpflichtungen gegenüber Banken und Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Diese Positionen werden zu Nominalwerten erfasst. Edelmetallverpflichtungen auf Metallkonti werden zum Fair Value bewertet. Handelsgeschäft und Verpflichtungen aus Handelsgeschäft Als Handelsgeschäft werden Positionen klas­ siert, die aktiv bewirtschaftet werden, um von Marktpreisschwankungen zu profitieren. Die Handelsbestände und Verpflichtungen aus dem Handelsgeschäft werden grundsätzlich zum Fair Value bewertet und bilanziert. Als Fair Value wird der auf einem preiseffizienten und liquiden Markt gestellte Preis eingesetzt. Ist ausnahmsweise kein Fair Value verfügbar, erfolgt die Bewertung und Bilanzierung zum Niederstwertprinzip. Die aus der Bewertung resultierenden Kurs­ gewinne und -verluste werden im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Op­ tion» verbucht. Zins- und Dividendenerträge aus dem Handelsgeschäft werden der Position «Zins- und Dividendenertrag aus Handelsge­ schäft» in der Erfolgsrechnung gutgeschrieben. Positive und negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente können zu Handels- und zu Absicherungszwecken eingesetzt werden.


Absicherungsgeschäfte Die Bank setzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset and Liability Manage­ ments zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und Ausfallrisiken ein. Die Absiche­ rungsgeschäfte werden analog zum abge­ sicherten Grundgeschäft bewertet. Der Erfolg aus der Absicherung wird der gleichen Erfolgs­ position zugewiesen wie der entsprechende Erfolg aus dem abgesicherten Geschäft. Der Be­ wertungserfolg von Absicherungsinstrumen­ ten wird im Ausgleichskonto verbucht, sofern für das Grundgeschäft keine Wertanpassung verbucht wird. Der Nettosaldo des Ausgleichs­ kontos wird in der Position «Sonstige Aktiven» resp. «Sonstige Passiven» ausgewiesen. Sicherungsbeziehungen, Ziele und Strategien des Absicherungsgeschäfts werden beim Abschluss des derivativen Absicherungsge­ schäfts dokumentiert. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird periodisch über­ prüft. Absicherungsgeschäfte, bei denen die Absicherungsbeziehung ganz oder teilweise nicht mehr wirksam ist, werden im Umfang ­des nicht wirksamen Teils wie Handelsgeschäfte behandelt.

41

Finanzanlagen Finanzanlagen umfassen Schuldtitel, Betei­ ligungstitel, physische Edelmetallbestände sowie aus dem Kreditgeschäft übernommene und zur Veräusserung bestimmte Liegen­ schaften. Bei Finanzanlagen, die zum Niederstwertprin­ zip bewertet werden, wird eine Zuschreibung bis höchstens zu den historischen Anschaf­ fungskosten verbucht, sofern der unter den Anschaffungswert gefallene Fair Value in der Folge wieder steigt. Der Saldo der Wertanpas­ sungen wird über die Position «Anderer ordent­ licher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag» verbucht. Bei den mit der Absicht zur Haltung bis End­ fälligkeit erworbenen Schuldtiteln erfolgt die Bewertung nach dem Anschaffungswertprin­ zip mit Abgrenzung von Agio bzw. Disagio über die Restlaufzeit (Accrual-Methode). Dabei wird das Agio bzw. Disagio über die Laufzeit bis zum Endverfall über die Rechnungsabgrenzungen verbucht. Werden Finanzanlagen mit der Ab­ sicht des Haltens bis zur Endfälligkeit vorzeitig veräussert oder zurückbezahlt, werden die realisierten Gewinne und Verluste, welche der Zinskomponente entsprechen, über die Restlaufzeit bis zur Endfälligkeit des Geschäftes über die «Sonstigen Aktiven» bzw. «Sonstigen Passiven» abgegrenzt. Edelmetallbestände werden analog der Fremd­ währungspositionen zum Stichtages-Schluss­ kurs bewertet. Die Bewertung von Beteiligungstiteln und den zur Veräusserung bestimmten Liegenschaften erfolgt nach dem Niederstwertprinzip. Bei aus dem Kreditgeschäft übernommenen und zur Veräusserung bestimmten Liegenschaf­ ten wird der niedrigere Wert aus Anschaf­ fungspreis oder Liquidationswert eingestellt. Wertanpassungen werden pro Saldo über die Positionen «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag» verbucht.

Geschäftsbericht 2016 

Handelsgeschäfte Die Bewertung aller derivativen Finanzins­tru­mente des Handelsgeschäfts erfolgt zum Fair Value und deren positive resp. negative Wiederbeschaffungswerte werden unter den entsprechenden Positionen bilanziert. Der Fair Value basiert auf Marktkursen, Preisnotierun­ gen von Händlern, Discounted-Cashflow- und Optionspreis-Modellen. Der realisierte Handelserfolg und der unre­ alisierte Bewertungserfolg von Handelsge­ schäften wird in der Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» erfasst.


Beteiligungen Als Beteiligungen gelten im Eigentum der Bank befindliche Beteiligungstitel von Unter­ nehmungen, die mit der Absicht der dauern­ den Anlage gehalten werden, unabhängig des stimmberechtigten Anteils. Beteiligungen werden einzeln zum Anschaf­ fungswert bewertet, abzüglich betriebswirt­ schaftlich notwendiger Wertberichtigungen. Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Beteiligungen werden über den «Ausserordent­ lichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand». Sachanlagen Investitionen in Sachanlagen werden aktiviert, wenn sie länger als während einer Rechnungs­ periode genutzt werden und die Aktivierungs­ untergrenze von CHF 10'000 übersteigen. Die zu Anschaffungskosten bilanzierten Sach­ anlagen werden über eine vorsichtig geschätz­ te Nutzungsdauer der Anlagen linear über die Position «Wertberichtigungen auf Beteiligun­ gen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten» abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer für einzelne Kategorien von Sachanlagen beträgt: Anlagekategorie Nutzungsdauer Bankgebäude, andere Liegenschaften (ohne Land) 50 Jahre Einbauten Mietobjekte 15 Jahre Betriebseinrichtungen, Büromaschinen, Mobiliar 5 Jahre Telekommunikation, übrige Informatik 5 Jahre Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden über den «Ausserordentli­ chen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand».

Rückstellungen Rechtliche und faktische Verpflichtungen werden regelmässig bewertet. Wenn ein Mittelabfluss wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist, wird eine entsprechende Rückstel­ lung ­gebildet. Rückstellungen werden wie folgt über die einzel­ nen Positionen der Erfolgsrechnung erfasst: Vorsorgerückstellungen: Position «Personalaufwand» Andere Rückstellungen: Position «Verän­ derungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste» mit Ausnahme allfälliger Restrukturie­ rungsrückstellungen Rückstellungen werden erfolgswirksam aufge­ löst, falls sie neu betriebswirtschaftlich nicht mehr erforderlich sind und nicht gleichzeitig für andere gleichartige Bedürfnisse verwendet werden können. Reserven für allgemeine Bankrisiken Bei den Reserven für allgemeine Bankrisi­ ken handelt es sich um vorsorglich gebildete Reserven zur Absicherung gegen Risiken im Geschäftsgang der Bank. Die Bildung und Auflösung der Reserven wird über die Position «Veränderungen von Reser­ ven für allgemeine Bankrisiken» in der Erfolgs­ rechnung verbucht. Die Reserven für allgemeine Bankrisiken sind unversteuert. Steuern Laufende Steuern sind wiederkehrende, in der Regel jährliche Gewinn- und Kapital­ steuern. Transaktionsbezogene Steuern sind nicht Bestandteil der laufenden Steuern. Verpflichtungen aus laufenden Ertrags- und Kapitalsteuern werden unter der Position «Passive Rechnungsabgrenzungen» ausge­ wiesen. Der laufende Ertrags- und Kapital­


Vorsorgeverpflichtungen Die Mitarbeitenden der Bank sind in der Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse in Schaffhausen versichert. Die Vorsorgever­ pflichtungen sowie das zur Deckung dienende Vermögen ist rechtlich in einer selbstständigen Stiftung ausgegliedert. Organisation, Ge­ schäftsführung und Finanzierung der Vorsor­ gepläne richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften, der Stiftungsurkunde sowie ­dem geltenden Vorsorgereglement. Der Vorsorge­ plan der Bank ist beitragsorientiert. Die Bank trägt die Kosten der beruflichen Vorsorge der Mitarbeitenden sowie deren Hin­ terbliebenen zu 60 % und die Mitarbeitenden zu 40 %. Die Arbeitgeberbeiträge aus diesen Vorsorgeplänen sind periodengerecht im «Per­ sonalaufwand» enthalten. Die Bank beurteilt auf den Bilanzstichtag, ob aus der Vorsorgeeinrichtung ein wirtschaftli­ cher Nutzen oder eine wirtschaftliche Ver­ pflichtung besteht. Als Basis dienen Verträge und Jahresrechnungen der Vorsorgeeinrich­ tung, welche in der Schweiz nach Swiss GAAP FER 26 erstellt werden, und andere Berechnun­ gen, welche die finanzielle Situation sowie die bestehende Über- und Unterdeckung entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen darstellt. Für die Beurteilung, ob ein solcher Nutzen oder eine Verpflichtung besteht, zieht die Bank einen Experten für die berufliche Vorsorge bei.

Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze In den Sachanlagen wurde im Berichtsjahr eine neue Anlagekategorie «Einbauten Mietobjek­ te» erstellt. Es wurden keine Vorjahreswerte angepasst. Ansonsten haben die Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze im Berichtsjahr nicht geändert. Erfassung der Geschäftsvorfälle Alle bis zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Geschäfte werden am Abschlusstag (Trade Date Accounting) in den Büchern der Bank erfasst und gemäss den vorstehend aufgeführ­ ten Grundsätzen bewertet. Die abgeschlos­ senen, aber noch nicht erfüllten Devisenkas­ sengeschäfte und Devisentermingeschäfte werden gemäss dem Erfüllungstagsprinzip erfasst. Diese Geschäfte werden zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag zu Wie­ derbeschaffungswerten unter den Positionen «Positive» resp. «Negative Wiederbeschaf­ fungswerte derivativer Finanzinstrumente» ausgewiesen. Behandlung von überfälligen Zinsen Überfällige Zinsen und entsprechende Kom­ missionen werden nicht als Zinsertrag verein­ nahmt. Als solche gelten Zinsen und Kommis­ sionen, die seit über 90 Tagen fällig, aber nicht bezahlt sind. Im Fall von Kontokorrentlimiten gelten Zinsen und Kommissionen als überfällig, wenn die erteilte Kreditlimite seit über 90 Tagen überschritten ist. Ab diesem Zeitpunkt werden die aufgelaufenen Zinsen und Kommissionen so lange nicht mehr der Erfolgsposition «Zinsund Diskontertrag» gutgeschrieben, bis keine verfallenen Zinsen länger als 90 Tage aus­ stehend sind.

43

Ausserbilanzgeschäfte Der Ausweis in der Ausserbilanz erfolgt zum ­Nominalwert. Für absehbare Risiken werden in den Passiven der Bilanz Rückstellungen gebildet. Eigene Schuldtitel Der Bestand an Kassenobligationen wird mit der entsprechenden Passivposition verrechnet.

Es bestehen derzeit keine Mitarbeiterbeteili­ gungspläne, weder für den Verwaltungsrat noch die Belegschaft.

Geschäftsbericht 2016 

steueraufwand ist in der Erfolgsrechnung in der Position «Steuern» ausgewiesen.


Fremdwährungsumrechnungen Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven zu Stichtageskursen (Schlusskurs des Bilanz­ stichtags) umgerechnet. Der aus der Fremd­ währungsumrechnung resultierende Kurser­ folg wird unter der Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht. Für die Währungsumrechnung wurden die folgenden Kurse verwendet: 31.12.2016 Vorjahr USD 1.0174 0.9958 EUR 1.0729 1.0843 GBP 1.2554 1.4761

Risikomanagement Die Bank ist, wie andere Finanzinstitute, ver­ schiedenen bankspezifischen Risiken ausge­ setzt: Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen und rechtlichen Risiken. Die Überwachung, das Erkennen, Messen und Steuern dieser Risiken hat bei der Bank einen hohen Stellenwert. Oberstes Ziel der Bank ist die Erhaltung der erstklassigen Bonität und des guten Rufes. Die Risikotragfähigkeit wird so festgelegt, dass selbst beim Eintreten diverser negativer Ereignisse, die gesetzlich erforderlichen Eigen­ mittel jederzeit erhalten bleiben. Die Kernelemente des Risikomanagements sind: eine umfassende Risikopolitik; die Verwendung anerkannter Grundsätze zur Risikomessung und -steuerung; die Definition verschiedener Risikolimiten mit entsprechender Überwachung und Berichterstattung; die Sicherstellung einer zeitgerechten

und umfassenden Berichterstattung über sämtliche Risiken; die Allokation ausreichender finanzieller und personeller Mittel für den Risiko­ management-Prozess; die Förderung des Risikobewusstseins auf allen Stufen. Der Verwaltungsrat ist das oberste Organ der Risikomanagement-Organisation. Er legt die Risikopolitik fest und definiert darin Risikophi­ losophie, Risikomessung und Risikosteuerung. Der Verwaltungsrat genehmigt die strategi­ schen Risikolimiten basierend auf der Risiko­ tragfähigkeit und überwacht deren Einhaltung sowie die Umsetzung der Risikopolitik. Die Geschäftsleitung ist für die Ausführung der Weisungen des Verwaltungsrates zuständig. Sie sorgt für den Aufbau einer angemessenen Risikomanagement-Organisation sowie den Einsatz adäquater Systeme für die Risikoüber­ wachung. Eine angemessene Berichterstat­ tung wird mit dem internen Berichtswesen sichergestellt. Zinsänderungsrisiko Da die Bank stark im Bilanzgeschäft enga­ giert ist, können Zinsänderungsrisiken einen beträchtlichen Einfluss auf die Zinsmarge haben. Das Zinsrisiko entsteht vor allem durch das Ungleichgewicht zwischen den Fristen der Aktiven und Passiven. Die Messung und Steue­ rung der daraus resultierenden Risiken ist von grosser Bedeutung. Diese erfolgt im Rahmen des Asset and Liability Managements (ALM). Mit einem entsprechenden ALM-Tool werden monatliche Messungen durchgeführt und darüber umfassend rapportiert. Dabei werden mit den Value-at-Risk-, Gap- und DurationBerechnungen die potenziellen Auswirkungen der Marktrisiken auf die Ertragslage und das Eigenkapital der Bank gemessen. Die Abbil­ dung variabel verzinslicher Positionen erfolgt nach einem einheitlichen Replizierungsmodell.


Daneben werden mittels Stressszenarien die Auswirkungen nicht paralleler Veränderungen der Zinskurve beurteilt. Auch für das standard­ mässig verwendete Stressszenario existiert eine Limite, deren Einhaltung überwacht wird. Währungsrisiken Mit dem Management der Währungsrisiken beabsichtigt die Bank, einen negativen Einfluss von Währungsveränderungen auf ihre Ertrags­ lage zu minimieren. Grundsätzlich wird ange­ strebt, Aktiven in Fremdwährung mit Passiven in Fremdwährung auszugleichen. Handelsgeschäft Über die vom Verwaltungsrat bewilligten Limiten für die Handelsbücher wird periodisch rapportiert. Liquidität Die Liquiditätsstrategie der Bank wird von der Geschäftsleitung definiert und vom Verwal­ tungsrat sanktioniert. Durch die Liquiditäts­ bewirtschaftung wird eine solide Liquidi­ tätsposition angestrebt, damit die Bank ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit rechtzeitig erfüllen kann. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von Verlusten verstanden, die in Folge der Un­ angemessenheit oder des Versagens von inter­

Kreditrisiko Die Überwachung der Kreditrisiken beruht auf drei Stufen: Gewährleistung etablierter Prozesse und Instrumente für eine vertiefte Beurteilung des Kreditrisikos und damit für qualitativ hochstehende Kreditentscheide. die Risikopositionen werden durch die Geschäftsleitung eng überwacht und durch Limiten begrenzt. periodische Beurteilung der Entwicklung des Kreditportfolios. Die Kreditpolitik der Bank bildet die Grundlage der Kreditrisikobewirtschaftung und -kontrol­ le. Sie äussert sich insbesondere zu den Kredit­ voraussetzungen und zur Kreditüberwachung. Wesentliche Aspekte sind dabei Kenntnis des Kreditzwecks, Integrität des Kunden und Trans­ parenz, Plausibilität, Tragbarkeit und Verhält­ nismässigkeit des Geschäfts. Bei der Bonitätsbeurteilung, mit welcher die Kreditwürdigkeit und die Kreditfähigkeit nach einheitlichen Kriterien beurteilt werden, steht das Rating im Mittelpunkt. Das Rating stellt die Risikoeinschätzung dar und misst die Aus­fallwahrscheinlichkeit der einzelnen Kunden­ posi­tionen. Angewendet wird das Rating grundsätzlich auf alle Kreditkunden. Das Rating dient auch zur Festsetzung risikogerechter Konditionen. Bei der Beurteilung der finanziellen Faktoren stehen die Ertragskraft, die Angemessenheit

45

nen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten. Bei der Beurteilung der operationellen Risiken und Compliance-Risiken werden die direkten finanziellen Verluste bewertet und die Folgen von Verlust von Kundenvertrauen sowie Re­ putation mitberücksichtigt. Oberstes Ziel des operationellen Risikomanagements ist es, das Vertrauen der Kunden, der Aktionäre und des Regulators sicherzustellen. Geschäftsbericht 2016 

Die Analyse des wirtschaftlichen Umfeldes und die Erstellung daraus abgeleiteter Zins­ prognosen beinhaltet auch eine regelmässige Analyse der Einkommens- und Werteffekte. Je nach Einschätzung der Zinsentwicklung kann das ALCO entsprechende Absicherungsmass­ nahmen innerhalb definierter Risikolimiten und innerhalb definierter Absicherungsstra­ tegien vornehmen. Zu diesem Zweck können deriva­tive Finanzinstrumente eingesetzt werden.


der Verschuldung und die Liquidität im Vorder­ grund. In die Beurteilung fliessen neben quan­ titativen Faktoren auch qualitative Merkmale des Kreditnehmers ein.

Angewandte Methoden zur Identifi­ kation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs Bei vom Eigentümer selbst genutzten Wohn­ immobilien stützt sich die Bank auf regionen­ spezifische Immobilienpreisinformationen. Bei Renditeliegenschaften wird der Immobi­ lienwert anhand eines Kapitalisierungsmodells bestimmt, bei dem die geschätzten nachhalti­ gen Einnahmen einbezogen werden. In diesem Modell werden zusätzlich Marktdaten, Stand­ ortdaten und Leerstandsquoten einbezogen. Kredite mit Wertschriftendeckung werden laufend überwacht. Fällt der Belehnungswert der Wertschriftendeckung unter den Betrag des Kreditengagements, wird eine Amortisa­ tionsleistung oder die Einlieferung zusätzlicher Sicherheiten verlangt, ansonsten werden die Sicherheiten verwertet und der Kredit glattge­ stellt. Bei ungedeckten Kreditgewährungen werden jährlich, oder bei Bedarf auch in kürzeren Ab­ ständen, Informationen vom Kunden eingefor­ dert, welche Rückschlüsse auf die finanzielle Entwicklung des Kreditnehmers zulassen.

Bewertung der Deckungen Im Grundpfandkreditgeschäft muss bei jeder Kreditvergabe eine aktuelle Bewertung der Sicherheiten vorliegen. Die Bewertungen erfolgen in Abhängigkeit von der Nutzung der Objekte. Als Basis für die Kreditgewährung wendet die Bank den niedrigsten Wert an, der sich aus der internen Bewertung, dem Kauf­ preis und einer allfälligen externen Schätzung ergibt.

Für Kredite mit Wertschriftendeckung werden vor allem übertragbare Finanzinstrumente (wie Anleihen und Aktien) entgegengenom­ men, die liquide sind und aktiv gehandelt wer­ den. Ebenfalls akzeptiert werden übertragbare strukturierte Produkte, für die regelmässig Kursinformationen und ein Market Maker zur Verfügung stehen. Die Bank wendet Abschläge auf die Marktwerte an, um das bei marktgängigen und liquiden Wertschriften verbundene Marktrisiko abzu­ decken und den Belehnungswert zu ermitteln. Bei Lebensversicherungspolicen oder Garan­ tien werden die Abschläge auf Produktebasis oder kundenspezifisch festgelegt.

Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden grund­ sätzlich zu Absicherungszwecken eingesetzt. Die Bank übt keine Market-Maker-Tätigkeit aus.­ Es wird sowohl mit standardisierten als auch mit OTC-Instrumenten für eigene und ­f ür­ Kundenrechnung gehandelt, dies vor allem ­ in Instrumenten für Zinsen, Währungen, Beteiligungstitel/Indizes und in geringem Umfang mit Edelmetallen. Mit Kreditderi­vaten wird kein Handel betrieben. Derivative Finanzinstrumente werden von der Bank im Rahmen des Risikomanagements hauptsächlich zur Absicherung von Zins- und Fremdwährungsrisiken sowie unter gewis­ sen Voraussetzungen für die Minderung von Kreditrisiken eingesetzt, inklusive Risiken aus zukünftigen Transaktionen. Absicherungsge­ schäfte werden ausschliesslich mit externen Gegenparteien abgeschlossen.


Absicherung mittels Zinssatzswaps

Kursveränderungen auf der Nettoposition von Währungen

Devisentermin­kontrakte

Ein Teil der zinssensitiven Positionen im Bankenbuch (v.a. Forderungen und Verpflich­ tungen gegenüber Kunden sowie Hypo­ thekarforderungen) wird in verschiedenen Zinsbindungsbändern je Währung gruppiert und entsprechend mittels Makro-Hedges abgesichert. Zum Zeitpunkt, zu dem ein Finanzinstrument als Absicherungsbeziehung eingestuft wird, dokumentiert die Bank die Beziehung zwischen Absicherungsinstrument und gesichertem Grundgeschäft. Sie dokumentiert unter ande­ rem die Risikomanagementziele und -strate­ gie für die Absicherungstransaktion und die Methoden zur Beurteilung der Wirksamkeit (Effektivität) der Sicherungsbeziehung. Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grund- und Absicherungsgeschäft wird im Rahmen der Effektivitätstests periodisch pro­ spektiv beurteilt, indem u.a. die gegen­läufige Wertentwicklung und deren Korrelation ­beobachtet werden. Im Rahmen der Messung der Effektivität gilt eine Absicherung als in hohem Masse wirksam, wenn im Wesentlichen folgende Kriterien erfüllt sind:

Sobald eine Absicherungstransaktion die Krite­ rien der Effektivität nicht mehr erfüllt (Ineffek­ tivität), wird sie einem Handelsgeschäft gleich­ gestellt und der Effekt aus dem unwirksamen Teil über die Position «Erfolg aus dem Handels­ geschäft und der Fair-Value Option» verbucht. Es besteht derzeit keine Ineffektivität.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die einen massgeb­ lichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank per 31. Dezember 2016 haben.

47

Grundgeschäft Zinsänderungsrisiken aus zinssensitiven Forderungen und Verpflichtungen im Bankenbuch

Die Absicherung wird sowohl beim erst­maligen Ansatz als auch während der Laufzeit als in hohem Masse wirksam eingeschätzt. Zwischen Grund- und Absicherungsge­ schäft besteht ein enger wirtschaftlicher Zusammenhang. Die Wertänderungen von Grundgeschäft und Absicherungstransaktion sind im Hin­ blick auf das abgesicherte Risiko gegenläufig. Die tatsächlichen Ergebnisse der Absiche­ rung liegen in einer Bandbreite von 80–125 %.

Geschäftsbericht 2016 

Anwendung von Hedge Accounting Die Bank kann Hedge Accounting vor allem im Zusammenhang mit den folgenden Geschäfts­ arten einsetzen:


Informationen zur Bilanz

1.  Darstellung der Deckungen von Forderungen und Aussenbilanzgeschäften sowie der gefährdeten Forderungen 1.1  Darstellung der Deckungen von Forderungen und Ausserbilanzgeschäften in CHF 1'000 Deckungsart Hypothekarische Deckung

Andere Deckung

Ohne Deckung

Total

12'604

15'963

14'443

43'010

535'366

0

834

536'200

10'409

0

0

10'409

103'258

0

283

103'541

11'164

0

0

11'164

Berichtsjahr

672'801

15'963

15'560

704'324

Vorjahr

664'327

20'629

17'471

702'427

Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen) Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen – Wohnliegenschaften – Büro- und Geschäftshäuser – Gewerbe und Industrie – Übrige Total Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen)                Total der mit den Ausleihungen verrechneten Wertberichtigungen

-209

0

-3'278

-3'487

-1'138

-12

-2'527

-3'677

Berichtsjahr

672'592

15'963

12'282

700'837

Vorjahr

663'189

20'617

14'944

698'750

Eventualverpflichtungen

137

983

2'238

3'358

Unwiderrufliche Zusagen

4'635

0

3'740

8'375

0

0

1'120

1'120

              

Berichtsjahr Vorjahr

Total Ausleihungen (nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen)                Ausserbilanz

Einzahlungs- und Nachschuss­verpflichtungen Total Ausserbilanz

Berichtsjahr

4'772

983

7'098

12'853

Vorjahr

2'057

2'005

7'893

11'955

Bruttoschuldbetrag

Geschätzte Verwertungserlöse der ­Sicherheiten

Nettoschuldbetrag

Einzelwertberichtigungen

12'901

10'240

2'661

2'661

3'525

2'466

1'059

1'059

1.2  Angaben zu gefährdeten Forderungen in CHF 1'000

Gefährdete Forderungen

Berichtsjahr Vorjahr

Die Veränderung im Bruttoschuldbetrag ist auf eine grosse Kreditposition, welche per 31.12.2016 als gefährdet gilt, zurückzuführen.


2.  Aufgliederung des Handelsgeschäftes und der übrigen Finanzinstrumente mit Fair-Value-Bewertung in CHF 1'000 Aktiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Handelsgeschäfte

461

834

Beteiligungstitel

461

834

Übrige Finanzinstrumente mit Fair-Value-Bewertung

271

297

Strukturierte Produkte

271

297

Total Aktiven

732

1'131

0

0

3.  Darstellung der derivativen Finanzistrumente (Aktiven und Passiven) in CHF 1'000 Handelsinstrumente

Absicherungsinstrumente

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Zinsinstrumente

0

0

0

2'251

6'749

110'000

– Swaps

0

0

0

2'251

6'749

110'000

-

-

-

2'251

6'749

110'000

0

0

0

0

0

0

0

3'006

8'071

110'000

0

0

0

0

Total vor Berücksichtigung Berichtsjahr der Nettingverträge: – d  avon mit einem Be­wertungsmodell ermittelt Vorjahr

– d  avon mit einem Bewertungsmodell ermittelt

Total nach Berücksichtigung Berichtsjahr der Nettingverträge: Vorjahr Aufgliederung nach Gegenparteien:

Positive Wieder­beschaff­u ngswerte (kumuliert)

Negative Wieder­beschaff­u ngswerte (kumuliert

2'251

6'749

3'006

8'071

Zentrale Clearingstellen

Banken und Effektenhändler

Übrige Kunden

0

2'251

0

Positive Wiederbeschaffungswerte ­ (nach Berücksichtigung der Nettingverträge) Berichtsjahr

Geschäftsbericht 2016 

49

– davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften


4.  Aufgliederung der Finanzanlagen in CHF 1'000 Buchwert

Fair Value

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

Schuldtitel

16'364

18'270

16'697

18'631

– davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit

16'364

18'270

16'697

18'631

326

525

440

626

97

87

97

87

16'787

18'882

17'234

19'344

0

0

Beteiligungstitel Edelmetalle Total – davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

Aufgliederung der Gegenparteien nach Rating in CHF 1'000

Schuldtitel: Buchwerte

Berichtsjahr

AAA bis AA–

A+ bis A–

BBB+ bis BBB–

BB+ bis B–

Niedriger als B –

Ohne Rating

362

4'505

3'303

0

0

8'194

Die Bank stützt sich auf die Ratingklassen von Standard & Poor's ab.

5.  Darstellung der Beteiligungen in CHF 1'000 Anschaffungswert

Bisher aufgelaufene Wertberichtigungen bzw. Wert­ anpassungen (Equity-­ Bewertung)

Buchwert Ende Vorjahr

Berichtsjahr Investi­ tionen

Desinvesti­ tionen

Wertberichti­ gungen

Buchwert Ende Berichtsjahr

Marktwert

Überige Beteiligungen – ohne Kurswert

1'524

-301

1'223

163

0

-2

1'384

Total Beteiligungen

1'524

-301

1'223

163

0

-2

1'384

Die Bank hält vor allem Beteiligungspapiere der RBA-Holding AG wie auch Aktien von Gesellschaften mit Infrastrukturcharakter. Die jeweiligen Kapital- und Stimmquoten betragen nur einen geringen Anteil an den entsprechenden Grundkapitalien. Deren Einfluss auf die Vermögensund Ertragslage der Bank ist unwesentlich.


6.  Darstellung der Sachanlagen in CHF 1'000 Bisher aufgelaufene Abschrei­ bungen

Buchwert Ende Vorjahr

Berichtsjahr Investi­tionen

Desinvestitionen

Abschrei­ bungen

Buchwert Ende Berichtsjahr

Bankgebäude

2'805

-889

1'916

0

0

-37

1'879

Übrige Sachanlagen

5'688

-4'967

721

1'081

0

-686

1'116

Total Sachanlagen

8'493

-5'856

2'637

1'081

0

-723

2'995

7.  Aufgliederung der Sonstigen Aktiven und Sonstigen Passiven in CHF 1'000 Sonstige Aktiven

Sonstige Passiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

4'238

4'805

0

0

Abrechnungskonten

75

143

348

17

Indirekte Steuern

88

131

310

428

Ausgleichskonto

Übrige Aktiven und Passiven Total

Vorjahr

0

0

12

12

4'401

5'079

670

457

8.  Angaben der zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändeten oder abgetretenen Aktiven und der Aktiven unter Eigentumsvorbehalt in CHF 1'000 Verpfändete / abgetretene Aktiven Hypothekarforderungen (Verpfändete oder abgetretene Hypothekarforderungen für Pfandbriefdarlehen) Beteiligungen

Buchwert

Effektive Verpflichtungen

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

158'982

160'568

131'400

125'800

259

259

9.  A ngaben der Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen sowie Anzahl und Art von Eigenkapitalinstrumenten der Bank, die von eigenen Vorsorgeeinrichtungen gehalten werden in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Verpflichtungen aus Kundeneinlagen

200

222

Total

200

222

Geschäftsbericht 2016 

51

Anschaffungswert


10.  Angaben zur wirtschaftlichen Lage der eigenen Vorsorgeeinrichtungen a) Arbeitgeberbeitragsreserven (AGBR) Es bestehen – wie im Vorjahr – keine Arbeitgeberbeitragsreserven. b) Darstellung des wirtschaftlichen Nutzens /der wirtschaftlichen Verpflichtung und des Vorsorgeaufwandes Über-/Unter­ deckung am Ende des Berichts­ jahres Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen

Wirtschaftlicher Anteil der Bank bzw. der Finanzgruppe

Berichtsjahr

Vorjahr

0

0

0

Veränderung zum Vorjahr des wirtschaftlichen Anteils

Bezahlte Beiträge für die Berichtsperiode

0

Vorsorgeaufwand im Personalaufwand

Berichtsjahr

Vorjahr

342

222

342

Die Mitarbeitenden der Bank sind bei der autonomen Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen versichert. Die Leistungen der Pensionskasse werden aufgrund der geleisteten Beiträge berechnet (Beitragsorientierung). Sämtliche Mitarbeitenden ab dem gesetz­ lich festgelegten BVG-Mindestjahreslohn sind versichert und damit anspruchsberechtigt. Der Koordinationsabzug ist an den Beschäftigungsgrad ange­ passt. Die Prämien der beruflichen Vorsorge werden im Schnitt zu 40 % vom Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin und zu 60  % von der Bank getragen. Die Ermittlung der tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen aus Vorsorgeverpflichtungen basiert auf den nach Swiss GAAP FER 26 erstellten Jahres­ rechnungen der Personalvorsorgeeinrichtung. Es wird beurteilt, ob der Bank bei einer Unter- oder Überdeckung der Vorsorgeeinrichtung entsprechend wirtschaftliche Risiken oder ein wirtschaftlicher Nutzen erwachsen könnte. Ein allfälliger wirtschaftlicher Nutzen oder Arbeitgeberbeitragsreserven werden nicht aktiviert, für wirtschaftliche Risiken werden hingegen Rückstellun­ gen in der Bilanz gebildet. in % Deckungsgrad Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen

31.12.15

31.12.14

112.7 %

126.0 %

Per 31. Dezember 2016 wird ein Deckungsgrad von 120 % erwartet.

11.  Darstellung der ausstehenden Pfandbriefdarlehen in CHF 1'000 Emittent

Gewichteter Durch­ schnittszinssatz

Fälligkeiten

Betrag

Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

1.24 %

2017 - 2036

131'400

efiag Emissions und Finanz AG

0.53 %

2021

3'000

Total

134'400

Übersicht der Fälligkeiten der ausstehenden Pfandbriefdarlehen: Emittent Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

in CHF 1'000

innerhalb eines Jahres >1 – ≤ 2 Jahre >2 – ≤ 3 Jahre >3 – ≤ 4 Jahre >4 – ≤ 5 Jahre 9'900

14'000

13'400

8'000

efiag Emissions und Finanz AG Total

28'500

> 5 Jahre

Total

57'600

131'400

3'000 9'900

14'000

13'400

8'000

31'500

3'000 57'600

134'400


Zweckkonforme Verwendungen

Rückstellungen für Ausfallrisiken

0

0

Übrige Rückstellungen

0

0

Total Rückstellungen

Umbu­ chungen

Über­ fällige Zinsen, Wieder­ eingänge

Neubildungen zu Lasten Erfolgsrechnung

Auflösungen zugunsten Erfolgsrechnung

Stand Ende Berichtsjahr

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

17'325

-

0

-

0

0

17'325

Wertberichtigungen für Ausfallrisiken und Länderrisiken

3'677

-219

0

32

0

-3

3'487

– davon Wertberichtigungen für Ausfall­r isiken aus gefährdeten Forderungen

1'059

-219

1'808

16

0

-3

2'661

– davon Wertberichtigungen für latente Risiken

2'618

0

-1'808

16

0

0

826

Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert)

13.  Darstellung des Gesellschaftskapitals in CHF 1'000 Berichtsjahr Gesellschaftskapital

Vorjahr

Gesamtnominalwert

Stückzahl

Dividen­denberechtigtes Kapital

Gesamtnominalwert

Stückzahl

Dividen­denberechtigtes Kapital

Aktienkapital

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

– davon liberiert

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

Total Gesellschaftskapital

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

14. Angaben der Forderungen und Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Personen in CHF 1'000 Forderungen

Verpflichtungen

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

Qualifiziert Beteiligte

0

0

6'531

6'662

Gruppengesellschaften

0

0

0

0

Verbundene Gesellschaften

5'433

5'557

206

156

Organgeschäfte

7'853

6'059

1'935

1'410

0

0

0

0

Weitere nahestehende Personen Erläuterungen zu den Ausserbilanzgeschäften: Es sind keine wesentlichen Ausserbilanzgeschäfte mit nahestehenden Personen vorhanden.

Erläuterungen zu den Bedingungen: Bei allen vorerwähnten Beziehungen, mit Ausnahme von banküblichen Vorzugskonditionen für das Personal, sind sämtliche Transaktionen (wie Wertschrif­ tengeschäfte, Zahlungsverkehr, Kreditgeschäfte und Geldmarktanlagen) zu Konditionen abgewickelt worden, wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.

Geschäftsbericht 2016 

Stand Ende Vorjahr

53

12.  Darstellung der Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie der Reserven für allgemeine Bankrisiken und ihrer Veränderungen im Laufe des Berichtsjahres in CHF 1'000


15.  Angabe der wesentlichen Beteiligten in CHF 1'000 Berichtsjahr Wesentliche Beteiligte und stimmrechts­gebundene Gruppen von Beteiligten mit Stimmrecht

Stiftung EK Schaffhausen, Schaffhausen

Vorjahr

Nominal

Anteil in %

Nominal

Anteil in %

3'200

100 %

3'200

100 %

16.  Darstellung der Fälligkeitsstruktur der Finanzinstrumente in CHF 1'000 Auf Sicht

Kündbar

Fällig Innert 3 Monaten

Nach Nach 3 Monaten 12 Monaten bis zu bis zu 12 Monaten 5 Jahren

Nach 5 Jahren

Immo­ bilisiert

Total

Aktivum / Finanzinstrumente Flüssige Mittel

81'559

81'559

Forderungen gegenüber Banken

21'899

0

0

0

0

0

21'899

Forderungen gegenüber Kunden

18

20'655

732

2'586

8'487

8'205

40'683

Hypothekarforderungen

68

27'185

34'268

75'797

328'466

194'370

660'154

732

732

2'251

2'251

Handelsgeschäft Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Finanzanlagen Total

423

0

0

2'213

13'967

184

0

16'787

Berichtsjahr

106'950

47'840

35'000

80'596

350'920

202'759

0

824'065

Vorjahr

100'714

47'547

41'349

76'672

322'575

230'914

0

819'771

Fremdkapital / Finanzinstrumente Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Kassenobligationen Anleihen und Pfandbriefdarlehen Total

Berichtsjahr Vorjahr

0

0

0

0

0

0

0

115'996

356'985

32'030

10'746

9'240

0

524'997

6'749

6'749

3'649

16'187

52'328

30'016

102'180

4'600

5'300

66'900

57'600

134'400

122'745

356'985

40'279

32'233

128'468

87'616

0

768'326

75'126

392'423

33'410

57'078

114'387

94'327

0

766'751


Informationen zum Ausserbilanzgeschäft

1. Aufgliederung der Eventualverpflichtungen sowie der Eventualforderungen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Kreditsicherungsgarantien und ähnliches

492

1'918

Gewährleistungsgarantien und ähnliches

1'155

948

Übrige Eventualverpflichtungen

1'711

1'694

Total Eventualverpflichtungen

3'358

4'560

2.  Aufgliederung der Treuhandgeschäfte in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Treuhandanlagen bei Drittgesellschaften

0

0

Total Treuhandgeschäfte

0

0

Geschäftsbericht 2016 

55

Die Ersparniskasse Schaffhausen AG gehört der Mehrwertsteuergruppe der RBA-Holding AG an und haftet somit solidarisch für deren Mehrwertsteuer­ verbindlichkeiten gegenüber der Steuerbehörde.


Informationen zur Erfolgsrechnung

1.  Angabe eines wesentlichen Refinanzierungsertrags in der Position Zins- und Diskontertrag sowie von wesentlichen Negativzinsen Dem Zins- und Diskontertrag werden keine Refinanzierungskosten für das Handelsgeschäft gutgeschrieben. Kommentar zu wesentlichen Negativzinsen: Im Jahre 2016 wurden phasenweise kurzfristig angelegte Gelder bei der Entris Banking AG negativ verzinst. Daraus sind dem Zins- und Diskontertrag CHF 43'054 in der Berichtsperiode belastet worden.

2.  Aufgliederung des Personalaufwands in CHF 1'000 Gehälter (Sitzungsgelder und feste Entschädigungen an Bankbehörden, Gehälter und Zulagen)

Berichtsjahr

Vorjahr

-3'421

-3'158 -486

Sozialleistungen

-657

Übriger Personalaufwand

-269

-253

Total Personalaufwand

-4'347

-3'897

3.  Aufgliederung des Sachaufwands in CHF 1'000 Raumaufwand Aufwand für Informations- und Kommunikationstechnik Aufwand für Fahrzeuge, Maschinen, Mobiliar und übrige Einrichtungen sowie Operational Leasing

Berichtsjahr

Vorjahr

-402

-292

-2'527

-2'497

-79

-85

Honorare der Prüfgesellschaft (Art. 961 a Ziff. 2 OR)

-175

-158

– davon für Rechnungs- und Aufsichtsprüfung

-175

-158

– davon für andere Dienstleistungen

0

0

Übriger Geschäftsaufwand

-1'877

-1'980

Total Sachaufwand

-5'060

-5'012

4.  Erläuterungen zu wesentlichen Verlusten, ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden sowie zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven, Reserven für allgemeine Bankrisiken und von freiwerdenden Wertberichtigungen und Rückstellungen Der Zufluss seitens der RBA-Holding AG über CHF 134'000 entspricht einer Ausschüttung aus dem Hilfsfonds der RBA-Futura.

5.  Darstellung von laufenden Steuern, der latenten Steuern und Angabe des Steuersatzes in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Aufwand für laufende Steuern

-538

-375

Total Steuern

-538

-375

28,0 %

21,8 %

Durchschnittlicher Steuersatz auf Basis des steuerbaren Reingewinnes

Die Berechnung des Steuersatzes erfolgte auf Basis des Jahresgewinnes (abzüglich «Andere Gewinnverwendung»), da die Berechnung auf der Basis des Geschäftserfolges gemäss Rz A5-144 FINMA-RS 2015/1 keine realistische Kennzahl ergibt.


Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung

Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrech­ nung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzufüh­ ren, dass wir hin­reichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prü­fungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beur­teilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beur­ teilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Be­deu­tung

Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahres­rechnung für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweize­rischen Gesetz und den Statuten der Gesellschaft. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anfor­­derungen an die Zulassung gemäss Revisions­ aufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanz­gewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

24. Februar 2017 Grant Thornton Bankrevision AG Thomas Wirth Revisionsexperte (Leitender Revisor)

Jörg Fischer dipl. BankfachExperte

57

Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung be­­­in­­hal­tet die Ausgestaltung, Implemen­tierung und Aufrechterhaltung eines internen Kon­troll­systems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen An­gaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die An­wen­ dung sachgemässer Rechnungs­legungs­me­tho­den sowie die Vor­nahme angemessener Schätz­ungen verantwortlich.

ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen fest­zulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontroll­systems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahres­­­rechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grund­ lage für unser Prüfungsurteil bilden. Geschäftsbericht 2016 

An die Generalversammlung der Ersparnis­ kasse Schaffhausen AG, Schaffhausen Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der Ersparniskasse Schaff­ hausen AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgs­ rechnung, Eigenkapitalnachweis und Anhang für das am 31. Dezember 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.


Mitarbeitende der Ersparniskasse 2017


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Filiale Weinland Schaffhauserstrasse 26 8451 Kleinandelfingen Telefon 052 304 33 33 Fax 052 304 33 30

Ersparniskasse Schaffhausen | Geschäftsbericht 2016  
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