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Geschäftsbericht 2017

Mehr Möglichkeiten.


Standing Ovations: Das Duo Chris & Mike brachte mit seinem virtuosen Piano-Entertainment die BĂźhne des Stadttheaters zum Beben und begeisterte das Publikum.


Ein Jahr voller Emotionen. Mit drei grossen Anlässen feierte die Ersparniskasse Schaffhausen ihr 200-Jahr-Jubiläum. Grund genug, um einen Rückblick auf die aussergewöhnliche Geschichte der Bank zu werfen, aber auch Ausblicke in die Zukunft zu wagen. An die zahlreichen, wunder­­baren Begegnungen mit Kunden, Freunden und Bekannten erinnern wir uns gerne. Gross war die Freude über die vielen Glückwünsche, die wir von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und anderen,­ der Bank nahestehenden Menschen erhielten. Das alles bescherte uns emotionale und unvergessliche Momente. Und es zeigt, dass unser­ langjähriges Engagement für die Region und die Menschen, die hier leben, geschätzt wird. Belohnt wird dieses partnerschaftliche Mit­einander durch das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Mehr Möglichkeiten.


Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren Das Jahr 2017 verlief für die Ersparniskasse erfolgreich. In einem anspruchsvollen Umfeld mit Negativzinsen und immer strengeren regulatorischen Vorschriften ist es der Bank gelungen, die Erfolge zu steigern, die Risiken zu senken und das Eigenkapital weiter zu ver­stärken. Zudem durfte die Ersparniskasse Schaffhausen als älteste Bank der Region und eine der ältesten der Schweiz das 200jährige Bestehen feiern. Der vorliegende Geschäftsbericht steht im Zeichen der drei Jubiläumsanlässe und unter dem Motto «Ein Jahr voller Emotionen». Gerne präsentieren wir Ihnen Eindrücke der Feier­ lichkeiten, die im Mai und Juni 2017 unsere ge­schätzte Kundschaft, zahlreiche Gäste sowie Mitarbeitende der Ersparniskasse bewegt und erfreut haben. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen seit der Gründung der Bank unsere Kundinnen und Kunden. Der langjährige Erfolg der Ersparniskasse zeigt sich insbesondere im gemeinschaftlichen Miteinander mit unserer Kundschaft und dem damit verbundenen Bedürfnis der Ersparniskasse, Kundinnen und Kunden mit massgeschneiderten und individuellen Pro­dukten und Dienstleistungen zu bedienen. Dies stellte die Ersparniskasse im Geschäftsjahr 2017 auch mit der Auflage der Hypo60+ unter Beweis. Als erste Bank in der Region bieten wir die speziell für Rentnerinnen und Rentner entwickelte Hypothek an. Das neue Produkt entspricht dem Bedürfnis vieler Menschen, die eigenen vier Wände auch nach der Pensio-

nierung zu geniessen. Zudem ist die Vermögensverwaltung grundlegend überarbeitet worden mit dem Ziel, den Kundenbedürfnissen in diesem Bereich künftig noch besser gerecht zu werden. Um Mitarbeitende und ausgewählte Ankerinvestoren am Gewinn der Bank zu beteiligen und die Eigenkapitalbasis zu stärken, gab die Ersparniskasse Schaffhausen Mitte Jahr Parti­zipationsscheine im Umfang von rund CHF 2 Mio. heraus. Gleichzeitig schuf sie ge­nehmigtes Partizipationskapital im Umfang von nominal CHF 150‘000. Die Wertpapiere stiessen auf reges Interesse, so dass die Emission vollständig platziert werden konnte. Alleinige Aktionärin bleibt unverändert die Stiftung EK Schaffhausen. Der Ersparniskasse ist es im Berichtsjahr gelungen, nachhaltig und rentabel zu wachsen. Dem positiven ersten Halbjahr folgte ein verhaltenes drittes Quartal. Dafür verlief das vierte Quartal 2017 äusserst erfolgreich. In der Bilanz liessen sich namhafte qualitative Verbesserungen realisieren, was ganz im Sinne unserer auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Geschäftspolitik ist. Auch die insgesamt freundlichen Finanzmärkte haben massgeblich zur erfolgreichen Entwicklung beigetragen. Leider hatte die Ersparniskasse im Berichtsjahr auch einen schmerzlichen Verlust zu beklagen. Am 20. April 2017 ist unser Verwaltungsratsmitglied Herbert E. Bolli unerwartet verschieden. Mit seinem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die die Ersparniskasse über viele Jahre mit grossem Engagement und Weitsicht mitge­ staltet hat.


Hannes Germann, Präsident des Verwaltungsrates und Dr. Beat Stöckli, Vorsitzender der Geschäftsleitung, umringt von den Hauptakteuren der Jubiläumsfeier (von links nach rechts): Zauberer Peter Marvey, Viktor Giacobbo, Kurt Aeschbacher, Dr. Beat Stöckli, Hannes Germann und die Pianisten Chris und Mike Keller.

Insgesamt geht das Jubiläumsjahr als erfolg­ reiches Geschäftsjahr in die Geschichte der Ersparniskasse ein. In einem Markt mit anspruchsvollen Bedingungen konnten viele Herausforderungen erfolgreich bewältigt und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden. So beendet die Bank das Geschäftsjahr 2017 mit einem gesteigerten Geschäftserfolg, tieferen Risiken im Finanzierungsgeschäft und einem deutlich höheren Eigenkapital. Zudem durften wir das 200-Jahr-Jubiläum mit einer Jubiläumsschrift und mehreren festlichen Anlässen begehen. Die zahlreichen schönen Begegnungen und die vielen Zeichen der Verbundenheit werden noch lange in Erinnerung bleiben.

Bei Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, be­­danken wir uns herzlich für Ihre Treue zu unserer Bank. Auch im kommenden Geschäftsjahr werden wir uns tatkräftig dafür einsetzen, Ihr Vertrauen in unsere Bank weiter zu stärken. Wir stehen Ihnen weiterhin gerne mit unserer starken regionalen Verankerung, dem um­ fassenden Blick auf die globalen Finanzmärkte und einer auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen, flexiblen und zugleich kompetenten Beratung zur Seite.

Hannes Germann Präsident des Verwaltungsrates

Dr. Beat Stöckli Vorsitzender der Geschäftsleitung


Emotionale Rückblicke Bewegende Augenblicke Wegweisende Ausblicke

Ein Gala-Abend der Extraklasse. Am 19. Mai 2017, auf den Tag genau 200 Jahre nach der Gründung der Ersparniskasse, starteten die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Gala-Abend im Stadttheater Schaffhausen. Moderiert von Kurt Aeschbacher, erwartete die geladenen Gäste ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm mit interessanten Gesprächen und Musik. Auch ein Zauberer und Kabarett-Einlagen sorgten dafür, dass der Abend unvergesslich wurde. Zunächst unterhielt sich Kurt Aeschbacher mit Hannes Germann und Dr. Beat Stöckli über die Ersparniskasse. Kurzweilig war auch der Comicfilm, der die Geschichte der Ersparniskasse erzählte. Per Video­ botschaften wurden Glückwünsche übermittelt. Danach sorgte Viktor Giacobbo als Fredi Hinz für gute Laune. Die Cinevox Junior Company tanzte zu Bolero und Peter Marvey verzauberte das Publikum. Musikalischer Höhepunkt war zweifelsohne der Auftritt des Pianistenduos Chris & Mike. Ein Jahr voller Emotionen.

1. Die Cinevox Junior Company tanzt zu Bolero. 2. Moderator Kurt Aeschbacher führt gekonnt durch den Abend. 3. Der Zukunftsforscher Dr. David Bosshart berichtet über mögliche Trends im Banking. 4. Dr. Urs Krebser, Präsident der Ersparniskasse-Gründerin Hülfsgesellschaft, erhält die erste Jubiläumsschrift. 5. Verwaltungsratspräsident­ Hannes Germann im Gespräch mit Kurt Aeschbacher. 6. Fredi Hinz stört das Programm und bringt das Publikum zum Lachen. 7. Der Zauberer Peter Marvey verzaubert die Zuschauer. 8. Das Duo Chris & Mike sorgt für ein musikalisches Highlight.


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Musikalische Höhenflüge Mitreissende Show Spektakuläre Stimmung

Grosse Bühne für ein grosses Jubiläum. Am 30. Mai 2017 lud die Ersparniskasse zum Jubiläumskonzert ins Stadttheater. Die Brüder Chris und Mike Keller boten, zusammen mit ihren musikalischen Freunden, einen musikalischen Genuss der Sonderklasse. Es gelang ihnen, das Publikum mit Stücken von Boogie Woogie bis Rock zu begeistern. Die Gäste quittierten die Show mit einer Standing Ovation. Ein Jahr voller Emotionen.

1. Das Duo Chris & Mike sorgt, zusammen mit seinen musikalischen Freunden, für spektakuläre Stimmung. 2. Trompeter Dave Blaser überzeugt mit einer Solo-Einlage. 3. Nicht nur am Klavier virtuos, sondern auch mit der Mundharmonika: Mike Keller. 4. Dr. Beat Stöckli, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Ersparniskasse, begrüsst die Gäste. 5. Chris Keller bringt vollen Einsatz. 6. Auch dem Schlagzeuger Felix Zindel bereitet der Auftritt sichtlich Freude. 7. Die Sängerinnen Jane und Lesley Bogaert sorgen mit ihren Stimmen für Gänsehautfeelings.


Lagebericht Wirtschaftliche Entwicklung Weltwirtschaft Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2017 deutlich beschleunigt. Dabei hat die Weltwirtschaft 2017 um 2.9 % zugenommen (2016: 2.3 %). In den USA wuchs die Wirtschaft 2017 mit 2.3 % stärker als 2016 (+ 1.5 %). Ein Wachstumsgarant war der private Konsum, der von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitierte. Die Wirtschaft im Euro-Raum ist 2017 ebenfalls schwungvoll um 2.4 % gewachsen (2016: 1.7 %). Die tiefe Inflation und die rückläufige Arbeitslosigkeit stützten dabei den privaten Konsum, die Investitionstätigkeit der Unternehmen hat sich, trotz politischer Unsicherheiten, spürbar erhöht. Auch die meisten Schwellenländer erlebten ein positives Jahr 2017. Die chinesische Wirtschaft expandierte, nicht zuletzt dank der expansiven Fiskalpolitik,­ mit hoher Dynamik weiter. Brasilien und Russ­land haben die Rezession mittlerweile überwunden, einzig in Indien kam es aufgrund der Bargeldreform zu einer Abschwächung des Wachstums. Schweizer Wirtschaft Die Schweizer Wirtschaft erreichte im ersten Halbjahr 2017 wegen des starken Frankens nur ein verhaltenes Wachstumstempo. Der Franken wertete jedoch im zweiten Halbjahr deutlich ab und das Schweizer BIP-Wachstum beschleunigte sich im dritten Quartal. Das ­widerspiegelt sich auch in der guten Stimmung bei den Unter­nehmen: Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie erreichte im Dezember 2017 mit 65.2 Punkten ein

Niveau, das zuletzt im Juli 2010 erlangt wurde. Im Schlussquartal 2017 hat sich der Aufwärtstrend gefestigt, sodass für das Gesamtjahr 2017 ein BIP-Wachstum von 1.0 % resultierte. Geld- und Kapitalmarkt Die Renditen von Staatsanleihen blieben 2017 weiterhin tief. Im Euro-Raum hat vor allem das monatliche Anleihekaufprogramm der EZB die Anleiherenditen niedrig gehalten und in den USA kam es trotz Zinserhöhungen nicht zu ­einem Anstieg der Renditen. In der Schweiz lagen die Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen 2017 mehrheitlich im Bereich zwischen -0.2 und 0.1 %. Die nach wie vor tiefen Inflationsraten sind ein wichtiger Grund, warum die Normalisierung der Geldpolitik in den Industriestaaten wohl weiterhin zögerlich verlaufen wird. Devisenmarkt Der Euro wertete 2017 gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken dank der starken Konjunktur im Euro-Raum sowie der Ankün­ di­gung des allmählichen Ausstiegs aus der lockeren Geldpolitik kräftig auf. Die Abwertung des Schweizer Frankens ist auch darauf zurückzuführen, dass seine Rolle als sicherer Hafen angesichts des globalen Aufschwungs in den Hintergrund getreten ist. Der Schweizer Franken bewegte sich gegenüber dem Euro im Jahresverlauf um einen Wechselkurs zwischen 1.07 und 1.17 CHF/EUR. Ende 2017 notierte der Kurs bei rund 1.17 CHF/EUR.


Regulatorisches Umfeld Einführung Automatischer Informations­ austausch (AIA) Im Zusammenhang mit der Einführung des automatischen Informationsaustauschs per 1. Januar 2017 mussten Schweizer Banken verschiedene Vorgaben umsetzen. Neben der betrieblichen Implementierung mittels Weisung, Formularen und Prozessen musste das Steuerdomizil und die Steueridentifika­ tionsnummer der betroffenen Kunden erfragt und im System erfasst werden. Vorhandene Spezialfälle wurden analysiert und gelöst.

Umsetzung FINMA Rundschreiben 17/1 «Corporate Governance – Banken» Das Rundschreiben der FINMA 2017/1 «Corporate Governance – Banken» trat per 1. Juli 2017 in Kraft und beinhaltet für einige Inhalte eine Übergangsfrist. Es löste das bisherige Rundschreiben der FINMA 2008/24 «Überwachung und interne Kontrolle Banken» ab und brachte einige Neuerungen mit sich. Die Bank hat die Umsetzung des neuen Rundschreibens als Anlass genommen, die gesamte Reglementierung auf Stufe Verwaltungsrat (insbesondere das Geschäfts- und Organisationsreglement) neu zu strukturieren und zu aktualisieren. Dabei mussten unter anderem Fragen der Unabhängigkeit des Verwaltungsrats diskutiert und entschieden werden. Die zukünftige optimale Ausgestaltung der Ausschüsse wurde definiert. Ausserdem hat der Verwaltungsrat im November 2017 Leitsätze zur Unternehmenskultur erlassen. Die Arbeiten für die Einführung eines Rahmenkonzepts für das institutsweite Risiko­ management sind heute noch nicht abgeschlossen und werden die Bank auch im ersten Halbjahr 2018 beschäftigen.

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Die Rohstoffpreise stiegen 2017 nur leicht an und der S&P GSCI Rohstoffindex liegt noch immer deutlich unter dem Stand früherer Werte. Zumindest bei Industriemetallen und dem Ölpreis ging es aber spürbar bergauf. Während die starke chinesische Nachfrage bei den Industriemetallen für positive Impulse sorgte, waren beim Ölpreis vor allem die Förderkürzungen der OPEC-Länder und OPEC-Partner verantwortlich für den Preisanstieg.

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass­ die Einführung des AIA keine negativen Auswirkungen auf das Kundenverhalten hatte. Die meisten Kunden waren bereits durch die Me­ dien für das Thema genügend sensibilisiert.

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Aktien- und Rohstoffmärkte Im Jahr 2017 ging es an den globalen Aktienmärkten nahezu ununterbrochen bergauf und viele Aktienindizes (z. B. Dow Jones, DAX) markierten neue Rekordstände. Schweizer Anleger konnten sich über eine Performance des breiten Swiss Performance Index (SPI) von 20 % freuen; beim amerikanischen ­Dow Jones Index betrug der Zuwachs sogar über 24 %.


Geschäftsverlauf Die Wirtschaft hat nach etwas schwächeren Vorjahren im Jahr 2017 einen Aufschwung erlebt. Dabei zeigte sich nicht nur die Schweizer Wirtschaft stabiler. Auch der europäische Raum und die USA scheinen die wirtschaft­ liche Schwächephase überwunden zu haben. Der Ausgang der Wahlen in Frankreich führte innerhalb der Europäischen Union zu einer Stabilisierung und damit zu einer erfreulichen Börsenentwicklung, beziehungsweise einem­ erstarkten Euro. Die Negativzinsen auf Liquiditätsbeständen bei der Schweizerischen Nationalbank belasten die Schweizer Finanzbranche weiterhin. Verschärfte regulatorische Anforderungen ziehen zusätzliche Aufwendungen nach sich. Die Ersparniskasse Schaffhausen ist im Jahr 2017 moderat gewachsen, wobei es ihr gelungen ist, gleichzeitig die Qualität der Ausleihungen zu steigern. Sie konnte die Bilanzsumme auf CHF 841.1 Mio. erhöhen, was einem Wachstum von CHF 8.1 Mio. entspricht. Die flüssigen Mittel sind im Berichtsjahr deutlich angewachsen, wodurch die Liquiditätsanforderungen weiterhin problemlos erfüllt werden. Die Ausleihungen sind im Jahr 2017 um CHF 4.7 Mio. gesunken. Dabei konnten jedoch die Ausfallrisiken erheb­lich reduziert und Wertberichtigungen auf-

gelöst werden. Die Finanzanlagen nahmen aufgrund von Fälligkeiten im Berichtsjahr ab. Wegen fehlenden Alternativen mit ansprechenden Renditen wurden weniger neue Anlagen getätigt. Auf der Passivseite haben die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen um CHF 17.9 Mio. zugenommen. Die Kassenobligationen wurden auf­grund des historisch tiefen Zinsniveaus in kurzfristige Anlagen umgeschichtet und haben darum abgenommen. Langfristig refinanzierte sich die Ersparniskasse Schaffhausen durch Anleihen der Emissions und Finanz AG sowie durch Pfandbriefdarlehen. Diese stiegen im ­Berichtsjahr um CHF 2.4 Mio. an. Die Bank stärkte im Jahr 2017 ihr Eigenkapital mittels Kapitalerhöhung. Zum ersten Mal in der Geschichte konnten sich Mitarbeitende und ausgewählte Ankerinvestoren an der Ersparniskasse Schaffhausen beteiligen. Die Reserven für allgemeine Bankrisiken wurden durch Auflösung von Wertberichtigungen sowie aus dem Geschäfts­ erfolg geäufnet. Die Ersparniskasse Schaffhausen darf auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft fiel aufgrund der Tiefzinslage unter den Vorjahres­ werten aus. So wurden fällige Festhypotheken­ zu tieferen Zinssätzen verlängert. Dank Auf­­-


Der Personalaufwand fiel aufgrund von gestiegenen Pensionskassenbeiträgen und einem Jubiläumsgeschenk in Form von Partizipationsscheinen über Vorjahr aus. Trotz Mehraufwendungen im Jubiläumsjahr schloss der Sachaufwand nur leicht über Vorjahr ab. Gleichzeitig konnten die Abschreibungen auf Sachanlagen reduziert werden. Dies vor allem, da die aktivierte Bankensoftware per Ende Vorjahr praktisch vollständig abgeschrieben war. Der Geschäftserfolg liegt bei CHF 2.7 Mio. und somit über Vorjahr. Nach Stärkung der Reserven für allgemeine Bankrisiken und Abzug der Steuern resultiert ein Jahresgewinn von CHF 2.1 Mio. Wie in den letzten Jahren beantragt der Ver­waltungsrat, unserer gemeinnützigen Gründerin, der Hülfsgesellschaft in Schaffhausen,

Die Ersparniskasse Schaffhausen hat ein anspruchsvolles, aber sehr erfreuliches Jahr 2017 erlebt. Insbesondere das 200-Jahr-Jubiläum mit den drei Veranstaltungen sorgte für begeisterte Kundinnen und Kunden. Weiter konnte eine Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt und das Eigenkapital gestärkt werden. Die Ersparniskasse Schaffhausen fühlt sich durch das gute Ergebnis im Jahr 2017 in ihrer Strategiewahl bestätigt und ist für die Bewäl­tigung der Herausforderungen im regula­to­r ischen Bereich und die anspruchs­vollen Bedingungen an den Finanzmärkten bestens gerüstet. Die Strategie basiert auf den Kern­stärken der Ersparniskasse: ihrer regio­nalen Verankerung, ihrer hohen Kompetenz im Anlage-­und im Finanzierungs­geschäft sowie auf ihrer 200-jährigen Geschichte. Mit einem weiteren moderaten Wachstum, einer klaren Zuteilung der Verantwortlichkeiten sowie einer gezielten Verstärkung der Kapitalbasis werden wir die langfristige Wettbewerbs­ fähigkeit der Ersparniskasse Schaffhausen nachhaltig sicherstellen.

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einen Betrag von CHF 100’000 ­auszurichten. Die Gewinnausschüttung beträgt CHF 503’000, so dass CHF 1.51 Mio. der frei­w illigen Gewinnreserve zugewiesen werden können.

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l­ösungen von Wertberichtigungen konnte der­ Netto-­Erfolg aus dem Zinsengeschäft das Vorjahr jedoch übertreffen. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft fiel aufgrund steigender Wertschriftenerträge deutlich über den Vorjahreswerten aus. Auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft konnte die Erträge aus dem Jahr 2016 übertreffen. Dabei übertraf die Bank sowohl im Wertschriftenhandel als auch im Devisen- und Sortenerfolg die Vorjahreszahlen.


Gemütliches Fest Freundschaftliche Gespräche Fröhliches Beisammensein

Ein Fest für Alle. Mit einem fröhlichen Fest auf dem Münsterplatz, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen war, schloss die Ersparniskasse Schaffhausen den Kreis der Jubiläumsfeierlichkeiten. Am 1. Juni 1817, genau 200 Jahre vor dem Fest, nahm die Bank die Geschäftstätigkeit auf – damals noch in der Wohnung des Kassiers. Vieles hat sich bei der Ersparniskasse seit damals geändert. Was geblieben ist, ist die Nähe zu den Menschen in der Region. Diese wurde auch am Münsterplatzfest sichtbar: Die Mitarbeitenden schenkten den Besuchern Getränke aus, grillierten Würste oder freuten sich über ein freundschaftliches Gespräch mit den Gästen. Mitarbeiterinnen waren um das Wohl der kleinsten Gäste bemüht und verteilten Luftballons oder malten Glitzer-Tattoos. Dies getreu dem Jubiläums-Motto: Die Menschen, die Region, die Bank – seit 200 Jahren. Ein Jahr voller Emotionen.

1. Im zeitweise bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt geniessen die Besucher das fröhliche Beisammensein bei einer Wurst vom Grill und einem kühlen Getränk. 2. Der Ballonkünstler verzaubert die kleinen Gäste mit fantasievoll geformten Ballons. 3. Nadia Centa malt den Kindern auf Wunsch ein Glitzer-Tattoo. 4. Dr. Beat Stöckli im Gespräch mit einem Festbesucher. 5. Thomas Gysel, Natalia Llorente und Daniel Burlon sind für den Getränke-Ausschank zuständig. 6. Dominik Häberli und Daniel Weber grillieren die Würste. 7. Gäste beim Ausfüllen des Wettbewerb-Talons. 8. Das Kinderschminken erfreut sich grosser Beliebtheit.


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Personelles Verwaltungsrat Am 20. April 2017 verschied Herbert E. Bolli, welcher dem Verwaltungsrat seit dem 16. März 2000 angehörte. Mit seinem Tod verlor die Ersparniskasse eine Persönlichkeit, die die Bank mit viel Engagement und Weitsicht mitgestaltet hat. In der Folge bestand das Gremium aus sechs Mitgliedern. Das Verwaltungsratsmitglied Dr. Urs Krebser wurde per 1. Juli 2017 als Mitglied des Nominations- und Entschädigungsausschusses des Verwaltungsrates gewählt. Geschäftsleitung Die personelle Zusammensetzung der Geschäfts­ leitung blieb im Berichtsjahr unverändert. Bankpersonal Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte auch im Berichtsjahr auf den Einsatz von motivierten und qualifizierten Mitarbeitenden zählen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Teams basiert auf einer offenen Kommunikation und gegenseitigem Respekt sowie Vertrauen. Wir fördern gezielt die persönliche Initiative und Einsatz­ bereitschaft unserer Mitarbeitenden. Per Jahresende 2017 waren 37 Mitarbeitende sowie 3 Lernende beschäftigt. Somit arbeiteten im Berichtsjahr gleich viele Mitarbeitende bei der Ersparniskasse Schaffhausen wie im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren 30.8 Vollzeitstellen besetzt (Jahresende 2017: 31.3 Vollzeitstellen).

Beförderungen Per 1. Juli 2017 hat der Verwaltungsrat ­Dominik Häberli zum Mitglied des Kaders mit Prokura ernannt. Dominik Häberli absolvierte bereits seine Banklehre bei der Ersparniskasse. Anschlies­ send war er als Sachbearbeiter in der Wertschriften-Administration tätig und absolvierte die Ausbildungen zum dipl. Wirtschaftsfachmann HWD und 2013 zum dipl. Betriebs­w irt­ schafter NDS HF. 2011 wurde er zum Handlungsbevollmächtigten befördert. Seit 2016 ist Dominik Häberli verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling. Durch seine Weiterbildungen und die langjährige Erfahrung verfügt er über ein umfassendes Fachwissen. Ebenfalls per 1. Juli 2017 ernannte der Verwaltungsrat Yves Kumli zum Mitglied des Kaders mit Handlungsvollmacht. Nach seiner Lehre bei der Ersparniskasse wurde Yves Kumli als Sachbearbeiter im Backoffice eingestellt. Nach drei Jahren wechselte er in die Sachbearbeitung Wertschriften, Rechnungswesen und Zahlungsverkehr. Zusätzlich übernahm er die Verantwortung für die IT der Ersparniskasse. Seit 2013 bildet er sich berufsbegleitend an der ZHAW zum Betriebsökonomen weiter. Dank seiner weitreichenden Fachkenntnisse und seiner Leistungen wurde ihm dieses Jahr die Leitung der Finanz-Administration übertragen. Auch Roman Frei wurde per 1. Juli 2017 zum Mitglied des Kaders mit Handlungsvollmacht ernannt. Er war nach seiner Banklehre während sechs Jahren im Bankfach tätig. Seit August 2016 arbeitet er als Kundenberater für Privat-


Jubiläen 35 Jahre: Urs Werz trat am 15. März 1982 als Buchhaltungschef in die Dienste der Ersparnis­ kasse ein. Per 1. Januar 1986 wurde er zum Handlungsbevollmächtigten befördert. Drei Jahre später wechselte er in die Anlageberatung und übernahm per 1. Januar 1990 als Finanzchef deren Leitung. Gleichzeitig wurde Urs Werz zum Prokuristen befördert. Seine Aufgabe war es, das Wertschriftengeschäft sukzessive weiter auf- und auszubauen, was ihm in der Folge hervorragend gelang. Per 1. Januar 1993 wurde Urs Werz unter gleich­ zei­tiger Beförderung zum Vizedirektor in die Geschäftsleitung berufen. Er war und ist mass­geblich beteiligt am erfolgreichen Ge­schäfts­ gang der Ersparniskasse Schaffhausen. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Bereich

25 Jahre: Am 17. August 1992 begann Stefan Leu seine Lehre bei der Ersparniskasse Schaffhausen, welche er im August 1995 erfolgreich abschloss. Zunächst arbeitete er als Sachbear­ beiter im Bereich Wertschriften und war ab 1998 als Anlageberater tätig. 2001 wurde Stefan Leu die Handlungsvollmacht erteilt. 2003 schloss er die Höhere Fachschule für Wirtschaft als Betriebswirtschafter HFW ab und liess sich 2005 zum Lehrlingsexperten Branche Bank ausbilden. Zum Prokuristen wurde Stefan Leu im Januar 2006 ernannt und gleichzeitig zum stellvertretenden Finanzchef befördert. Mit der Eröffnung der Filiale in Kleinandelfingen, im September 2009, übernahm Stefan Leu deren Leitung. 15 Jahre: Jasmin Braun arbeitet seit dem 1. Feb­ruar 2002 bei unserer Bank als Kundenberaterin am Schalter. Per 1. August 2013 wurde ihr die Führung des Schalterteams übertragen. Im Oktober 2014 wurde Jasmin Braun zum Mitglied des Kaders mit Handlungsvollmacht befördert. Durch ihr freundliches Auftreten und ihre hohe Fachkompetenz wird sie von der Kundschaft sehr geschätzt. 15 Jahre: Am 12. August 2002 trat Daniela Romano als Lernende in unsere Bank ein. Nach erfolgreichem Lehrabschluss im August 2005 wurde sie als Sachbearbeiterin im Kommerzbereich angestellt, wo sie sukzessive in die Kundenberatung eingeführt wurde. Im Herbst

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Aus- und Weiterbildung Auf eine konstante Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden wird grosser Wert gelegt. Im Berichtsjahr besuchten die meisten Mitarbeitenden der Ersparniskasse fachspezifische Weiterbildungskurse. Mitarbeitende, die den Erwerb eines eidgenössischen Fachausweises oder eines eidgenössischen Diploms anstreben, unterstützen wir mit finanziellen Beiträgen und Zeitgutschriften.

Anlage­beratung und Vermögensverwaltung konti­nuierlich weiter.

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und Firmenkunden in der Filiale Kleinandelfingen. Roman Frei verfügt aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit über ein umfassendes Fachwissen und kann somit unseren Kunden im Zürcher Weinland eine optimale Beratung bieten.


2011 hat sie erfolgreich die Ausbildung zur dipl. Betriebswirtschafterin HF abgeschlossen. Danach übernahm sie laufend auch Aufgaben aus dem Bereich Human Resources. Im Januar 2012 wurde ihr die Handlungsvollmacht erteilt. Seit Januar 2016 leitet sie die Abteilung Human Resources. 10 Jahre: Yves Kumli trat am 13. August 2007 als Lernender in unsere Bank ein. Nach erfolgreichem Lehrabschluss arbeitete er zunächst als Sachbearbeiter Backoffice. Seit April 2013 bildet er sich zum dipl. Betriebsökonom an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften weiter. Per 1. Oktober 2013 wurde ihm die Verantwortung für die IT übertragen. Seit dem 1. Januar 2017 leitet Yves Kumli die Abteilung Zahlungsverkehr und Wertschriftenadministration. Im Juli 2017 wurde er zum Mitglied des Kaders mit Handlungsvollmacht befördert.

Veranstaltungen Der persönliche Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden ist uns sehr wichtig und wird nicht nur an unseren Geschäftssitzen in Schaffhausen und Kleinandelfingen gepflegt, sondern auch bei Begegnungen ausserhalb der Bank wie zum Beispiel bei Veranstaltungen. Im Jubiläums­jahr lud die Ersparniskasse Schaffhausen ihre Kundinnen und Kunden, zusammen mit weiteren Gästen aus der Region, zu diversen Anlässen ein.

Am 20. Januar 2017 startete die Ersparniskasse mit dem Finanzapéro ins Jubiläumsjahr. Vor ausgebuchten Rängen beleuchtete der renommierte Wirtschaftsexperte Prof. Dr. Klaus W. Wellershoff im Stadttheater die mög­ lichen Entwicklungen an den Finanzmärkten. Am 29. März 2017 übernahm die Ersparniskasse das Patronat des Konzertes der Star-Saxophonis­tin Candy Dulfer. Einige Gäste konnten die funkige Musik, zusammen mit ihren Kunden­ beratern, geniessen. Am 19. Mai 2017, 30. Mai 2017 und 1. Juni 2017 fanden die drei Jubiläumsanlässe der Ersparnis­ kasse statt. Auf diese Anlässe gehen wir in diesem Geschäftsbericht unter dem Motto «Ein Jahr voller Emotionen» detaillierter ein. Ein paar spannende Einblicke finden Sie auf den Doppelseiten 6/7, 8/9 und 14/15. Auch im Jahr 2017 begrüsste die Ersparnis­kasse Gäste am Stars in Town. An fünf Abenden boten Künstler wie zum Beispiel Brian Adams, Silbermond oder Roger Hodgson eine mitreissende Show auf der «Piazza Grande» der Deutschschweiz. Die Weltklasse Zürich begeisterte am 24. August 2017 auch die Gäste der Ersparniskasse. Sie waren live dabei, als Mo Farah sein letztes Rennen auf der Bahn lief und konnten auch den Wettkampf in verschiedenen anderen Leichtathletik-Disziplinen beobachten.


Mitte September konnte die Ersparniskasse ausgewählte Gäste zu einem Anlass im Golfclub Lipperswil begrüssen. Mit dabei waren aktive Golferinnen und Golfer sowie Personen, die den faszinierenden Sport näher kennen­ lernen wollten. Trotz widrigen Wetterbedingungen absolvierten die Flights den anspruchsvollen Kurs und kehrten, zusammen mit den Schnupperkurs-Teilnehmern, für den gemütlichen Abend zurück ins Clubhaus. Kulinarische Köstlichkeiten und angeregte Gespräche rundeten den abwechslungsreichen Tag ab. Ende September fand im Schloss Laufen der Finanzapéro für unsere Kundinnen und Kunden aus dem Zürcher Weinland statt. Bereits zum achten Mal referierte Prof. Dr. Klaus W. Wellers­ hoff vor vielen Gästen im Rittersaal. Die inte­ ressierte Zuhörerschaft erhielt kompetente Antworten hinsichtlich der Entwicklung der Finanzlage und möglicher Anlagestrategien.

Unter dem Motto «Fiori del Ticino» begeisterte die Aufführung des Vorstadt Variétés im November die von unserer Bank eingeladenen Kundinnen und Kunden. Das Programm nahm die Anwesenden mit auf eine kurzweilige Reise in die Sonnenstube der Schweiz und bot ein humorvolles Potpourri mit artistischen, magischen und musikalischen Leckerbissen. Die Pianisten Chris & Mike, die auch das Jubiläumskonzert im Mai 2017 gaben, traten im November erneut in Schaffhausen auf. Da das Jubiläumskonzert überbucht war, ermöglichte die Ersparniskasse den überzählig Angemeldeten im November einen Konzertabend mit anschliessendem Apéro riche. Aufgrund unserer Engagements im Kultur- und Sportbereich konnten wir unseren Kundinnen und Kunden auch die Teilnahme an verschie­ denen Veranstaltungen ermöglichen, beispielsweise der Besuch eines hochklassigen JazzKonzerts des Jazz Treffs Schaffhausen, einer Aufführung im Stadttheater Schaffhausen, eines Handball- oder eines Fussballspiels.

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Am Wochenende vom 29. September bis 1. Oktober 2017 war die Ersparniskasse Schaffhausen mit einem Messestand an der Gewerbeschau in Marthalen präsent. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit für persönliche Ge­spräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ersparniskasse und versuchten ihr Glück beim beliebten Tresorspiel oder beim Schätzen des Frankenwertes eines mit 5-Räpplern gefüllten Glases. Organisiert und durchgeführt wurde dieser Messeauftritt von den Mitarbeitenden der Filiale in Kleinandelfingen.

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Am 10. September 2017 engagierte sich unsere Bank als Hauptsponsorin beim dritten PowerKids-Triathlon in der KSS. Der von SH Power ins Leben gerufene Anlass fand unter der Schirmherrschaft der Olympia-Gold- und -Silber­ medalliengewinnerin Nicola Spirig statt. Die sympathische Sportlerin kümmerte sich vor Ort persönlich um die Nachwuchstalente. Nach einem erlebnisreichen Tag nahmen rund 230 Siegerinnen und Sieger strahlend ihre Pokale und Urkunden in Empfang.


Durchführung einer Risiko­ beurteilung Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Geschäftstätigkeit. Ein Risikomanagement, das die Identifikation, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung und Überwachung wesen­tlicher Risiken im Unternehmensumfeld ermöglicht, ist von besonderer Wichtigkeit. Darüber hinaus kann ein geschäftsorientiertes Risikomanagement auch bestimmte Chancen für das Unternehmen erkennen. Um sowohl Risiken als auch Chancen frühzeitig erkennen zu können, werden regelmässig interne als auch externe Faktoren, die das ge­samte Unternehmensumfeld betreffen können, überprüft. Als Basis dieser Überprüfung dienen die für den Abschluss ermittelten Finanz­daten sowie die Risikokennzahlen gemäss den regu­ latorischen Anforderungen. Risikobeurteilung durch den Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat wird regelmässig über die Risikosituation der Bank durch die Geschäfts­ leitung orientiert. Auch externe Berater, der Compliance Officer, die Risikokontrolle sowie die interne und die aufsichtsrechtliche Revi­ sionsstelle erstatten dem Verwaltungsrat regelmässig Bericht. Im Besonderen werden dabei Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie operationelle Risiken, inklusive Rechts- und Compliancerisiken und Reputationsrisiken rapportiert. Aus der Beurteilung und Bewertung der Risiken

werden jeweils strategische und organisato­ rische Entscheidungen getroffen mit dem Ziel, die Risikopositionen zu optimieren. Eine wesentliche Komponente des Risikomanagements ist die Konzeption und Weiter­ entwicklung des internen Kontrollsystems (IKS). Es umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Massnahmen, die die Wirksamkeit und die Einhaltung der massgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherstellen sollen. Es beinhaltet die Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilungsprozess, Kontrollaktivitäten und Überwachung des IKS. Im Risikobeurteilungsprozess müssen als erstes potenzielle Risiken identifiziert werden. Bei den identifizierten Risiken werden sowohl die Ein­tretenswahrscheinlichkeit als auch das Schadens­ ausmass des jeweiligen Risikos beurteilt und bewertet. Jedes Risiko muss durch eine angemessene Massnahme abgedeckt werden. Als Kontrollmassnahmen, welche die vorhandenen Risiken reduzieren sollen, kommen insbeson­ dere organisatorische Massnahmen, wie bei­spielsweise die funktionale und personelle Trennung in Back- und Frontoffice, das Vier-­ Augenprinzip oder eine unabhängige Schluss­ kon­trolle in Frage. Als Massnahme kann aber auch eine Versicherung in Anspruch genommen werden. Um sicherzustellen, dass die Risiken entsprechend berücksichtigt werden, wurden angemessene Risikosteuerungs- und Über­wachungsprozesse eingerichtet. Diese gewähr­leisten die Identifizierung, die Analyse und Beurteilung, die Steuerung sowie die Über-


In den vergangenen Jahren hat die Ersparniskasse das Kontrollumfeld sowie die externen und internen Kontrollmechanismen verstärkt und optimiert.

Produkte-Entwicklung Im Berichtsjahr durchliefen alle Kundenberaterinnen und Kundenberater der Ersparniskasse Schaffhausen eine Beratungsschulung. Dies garantiert professionelle Beratungsgespräche, in denen unsere Mitarbeitenden, zusammen mit den Kundinnen und Kunden, die passenden, massgeschneiderten Lösungen eruieren. Unsere Kundinnen und Kunden profitieren im Bereich der Vermögensverwaltung, in dem sie die Bewirtschaftung ihres Vermögens an ausgewiesene Fachleute delegieren und damit Zeit sparen. Durch die 2017 durchgeführte Neuausrichtung bietet die Ersparniskasse die Vermögensverwaltung sogar zu einem güns­ tigeren Preis an.

Auch im Jahr 2018 werden wir unseren Kundinnen und Kunden eine zeitgemässe und attraktive Angebotspalette zur Verfügung stellen. Gemeinsame IT-Strategie Für ihre neue IT-Multiprovider-Strategie schlossen 25 Regionalbanken, darunter die Ersparniskasse Schaffhausen, zum Jahreswechsel 2017/18 die Projektarbeiten ab. Mit der Umsetzung der Strategie ist die Inventx AG seit Anfang 2018 neuer IT-Provider für den Rechenzentrumsbetrieb und das Application Management. Der bisherige Provider dieser Dienste, Swisscom, erbringt weiterhin wesentliche IT-Leistungen für die Banken, so die individuelle Datenverarbeitung an den Arbeitsplätzen, den Betrieb der Firmen- und Fern-Netzwerke sowie die Verarbeitung des Zahlungsverkehrs und die Wertschriftenadministration. Mit der Strategie sollen die steigenden Anforderungen an die Flexibilität und die Qualität der IT-Dienstleistungen noch besser erfüllt und gleichzeitig die IT-Kosten, der grösste Kostenblock beim Sachaufwand, signifikant gesenkt werden.

21

Ende Jahr gelang es der Ersparniskasse, als erste Bank in der Region, eine Hypothek speziell für Rentnerinnen und Rentner auf den Markt zu bringen. Die meisten möchten auch nach der Pensionierung in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben, häufig ist die Tragbarkeit aber nicht mehr gegeben. Die Hypo60+ schafft Abhilfe und entspricht einem echten Kundenbedürfnis.

Geschäftsbericht 2017 

wachung und die Kommunikation der wesentlichen Risiken und der damit verbundenen Risikokonzentrationen. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risiken zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Die Gesamtverantwortung für das zur Risikoabsicherung erforderliche interne Kontrollsystem liegt bei der Geschäftsleitung, welche den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme anhand spezifischer Anforderungen konzipiert.


Die Multiprovider-Strategie dürfte sich für alle beteiligten Institute günstig auf die Skaleneffekte auswirken. Die von allen 25 Banken genutzte Kernbankenlösung Finnova ist von der Änderung nicht betroffen.

Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit steht für Verantwortung, so­ wohl hinsichtlich wirtschaftlicher Faktoren als auch sozialer und ökologischer Aspekte. Die Ersparniskasse Schaffhausen engagiert sich in allen drei Bereichen und hat dies auch in den Leitsätzen zur Unternehmenskultur festgehalten. Wir verstehen unser Wirken nicht nur als eine unternehmerische Herausforderung, sondern leisten damit auch einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt. Soziale Nachhaltigkeit Die Ersparniskasse bietet 37 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz mit zeitgemässer Entlöhnung, guten Sozialleistungen und Weiter­ bildungsmöglichkeiten. Ausserdem stellt sie jährlich eine Lehrstelle zur Verfügung und ermöglicht Lehrabgängern in der Regel durch ein internes Stellenangebot den Einstieg ins Berufsleben. Die Gesundheit ihrer Mitarbei­ tenden fördert sie mit einem grosszügigen Beitrag an die Fitnesskosten und indem sie Früchte als Pausenverpflegung zur Verfügung stellt. Die Ersparniskasse bietet zeitgemässe Arbeitsmodelle an und fördert so die Verein­ barkeit von Beruf und Familie. Im Rahmen von mitschaffe.ch integriert die Ersparniskasse seit 2015 Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt.

Jedes Jahr, so auch 2017, überweist die Ersparniskasse Schaffhausen einen beträchtlichen Anteil ihres Gewinnes an ihre gemeinnützige Gründerin, die Hülfsgesellschaft in Schaff­ hausen. Damit ermöglicht sie die Unterstützung von gemeinnützigen Projekten, wie zum Beispiel der Gassenküche. Ökologische Nachhaltigkeit Der Ersparniskasse ist es wichtig, dass ihr Ressourcenverbrauch und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering sind. So motiviert sie beispielsweise ihre Mitarbeitenden, den Arbeitsweg zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Zu diesem Zweck überreicht die Bank allen Mitarbeitenden jährlich ent­ sprechende Gutscheine. Zudem können die Ar­beit­nehmer vergünstigt Reka-Checks einkaufen. Abfälle werden fach- und umweltgerecht entsorgt und geeignete Wertstoffe rezykliert. Die Ersparniskasse verwendet fast ausschliesslich Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft (FSCLabel). Unser Angebot an E-Dokumenten spart nicht nur Zeit, sondern auch viel Papier. Dank E-Banking können sowohl Rechnungen als auch Kontoauszüge bequem elektronisch empfangen werden. Im Jahr 2017 wurden über 41’000 Dokumente elektronisch verschickt. Bei Um- und Neubauten setzen wir gezielt energiesparende Lösungen ein. Ökonomische Nachhaltigkeit Die Ersparniskasse pflegt die Nähe zu ihren Kundinnen und Kunden und legt Wert auf persönliche und langjährige Beziehungen auf Augenhöhe. Dabei steht nicht der schnelle Profit, sondern der langfristige Nutzen für den


Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Die Weltwirtschaft hat 2017 einen Aufschwung erlebt. Die Börsen im europäischen Raum, in den USA und auch in der Schweiz zogen deutlich an. Auch im Jahr 2018 rechnen wir mit einer erfreulichen Wirtschaftsentwicklung. Der Schweiz wird ein stärkeres BIP-Wachstum und eine sinkende Arbeitslosenquote prognostiziert. 2018 dürften die Notenbanken auf die ökonomische Entwicklung weiterhin entscheidend Einfluss nehmen. Sollten die Notenbanken in den USA und der Europäischen Union die Leitzinsen weiter erhöhen, beziehungsweise die Anleihenskäufe beenden, wird sich dies auch auf die Leitzinsen in der Schweiz auswirken. Zudem könnte auch die Regierungsbildung in Deutschland für weitere Impulse sorgen. Erwartete Entwicklung bei der Ersparniskasse Schaffhausen Nach einem sehr erfreulichen Abschluss im Jahr 2017 rechnet die Ersparniskasse Schaffhausen im Folgejahr mit einer soliden Weiterentwicklung. Auch im nächsten Jahr werden hochverzinste Festhypotheken fällig, welche

Nach dem erfolgreichen Jubiläumsjahr mit diversen Kundenveranstaltungen rechnen wir für 2018 mit tieferen Marketingaufwendungen. Der Wechsel unseres IT-Providers wird zusätzliche Kosteneinsparungen mit sich bringen. Dies führt zu tieferen Geschäftsaufwendungen. Wir versprechen uns auch im Jahr 2018 einen erfolgreichen Abschluss und verfolgen weiterhin das Ziel eines nachhaltigen und rentablen Wachstums. Auch in Zukunft wird die Ersparniskasse Schaffhausen den Menschen in der Region mit ihrer starken regionalen Verankerung und einem umfassenden Blick auf die globalen Finanzmärkte als unabhängige und leistungsfähige Regionalbank zur Seite stehen. Die älteste Bank in Schaffhausen steht für kompetente, unkomplizierte Beratung. Dabei steht nicht der schnelle Profit im Vordergrund, sondern der langfristige Nutzen für den Kunden. Wir freuen uns auf die Zukunft in einem spannenden Umfeld.

23

Ausblick

aufgrund des aktuellen Tiefzinsniveaus zu tieferen Konditionen verlängert werden dürften, was sich auf den Zins- und Diskontertrag auswirkt. Die Ersparniskasse kann hingegen im Passivgeschäft in Form von fälligen, hochverzinsten Kassenobligationen und Pfandbriefdarlehen ebenfalls vom Tiefzinsniveau profitieren. Auch 2018 rechnen wir mit erfreulichen Erträgen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und dem Handelserfolg. Gerne stellen wir uns der Herausforderung, die Erfolge des Berichtsjahres im kommenden Jahr erneut zu erzielen.

Geschäftsbericht 2017 

Kunden im Vordergrund. So überprüfen wir beispielsweise zum lang anhaltenden Wohl der Kundschaft, die Tragbarkeitsregeln bei Ausleihungen konsequent. In der Anlageberatung erstellen wir unseren Kundinnen und Kunden gerne auf Nachhaltigkeit fokussierte Anlagevorschläge. Für die Region Schaffhausen und das Zürcher Weinland ist die Bank auch als Steuerzahlerin eine verlässliche Partnerin und hilft so mit, das Gemeinwesen zu finanzieren.


Corporate Governance Die Führungsorganisation der Ersparniskasse Schaffhausen beruht auf den beiden Gremien Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Diese Bankorgane haben unterschiedliche Funktionen und Verpflichtungen. Der Verwaltungsrat trägt die oberste Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Geschäftstätigkeit sowie für die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsleitung nach Massgabe der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften. Die Geschäftsleitung wiederum ist das geschäftsführende Organ und trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung der strategischen Ausrichtung sowie für das Geschäftsergebnis. Die in den Statuten und im Geschäfts- und Organisationsreglement vorgesehene Trennung der Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ist gewährleistet.

Der Verwaltungsrat behandelte die Geschäfte an insgesamt sieben ordentlichen und zwei ausserordentlichen Sitzungen. Zusätzlich führte er eine Klausur- sowie eine Strategietagung durch. Die Mitglieder des Verwaltungsrates besuchten im Berichtsjahr diverse Weiterbildungsveranstaltungen.

Verwaltungsrat Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch die Generalversammlung gewählt. Ge­ mäss den Statuten besteht das Gremium aus mindestens fünf Mitgliedern. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wer das 70. Altersjahr vollendet hat, scheidet an der nachfolgenden ordentlichen Generalversammlung aus. Die Amtsperiode beginnt mit dem Tag der Wahl und endet am Tag der ordentlichen General­ versammlung des letzten Geschäftsjahres der Amtszeit, vorbehältlich vorzeitigen Aus­schei­dens, Rücktritts oder Abberufung. Der Verwaltungsrat setzt sich Ende 2017 aus sechs Personen zusammen.

Ausschüsse Nominations- und Entschädigungsausschuss Der Nominations- und Entschädigungsausschuss besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten sowie einem weiteren Mitglied des Verwaltungsrates. Er unterstützt den Präsidenten des Verwaltungsrates bei der Erfüllung seiner Aufgaben und unterbreitet Vorschläge (Nominations- und Entschädigungsfunktion). Im Berichtsjahr hat sich der Ausschuss des Verwaltungsrates zu zwei ordentlichen und zwei ausserordentlichen Sitzungen getroffen.

Alle Verwaltungsräte haben ihr Domizil in der Region und sind Schweizer Bürger. Der Verwaltungsrat amtet als Kollektivorgan. Die Pflichten und Verantwortlichkeiten sind detailliert im Geschäfts- und Organisationsreglement festgehalten.

Kein Mitglied des Verwaltungsrates war in operativen Organen der Ersparniskasse Schaffhausen tätig. Auch steht kein Mitglied des Verwaltungsrates mit der Ersparniskasse in wesentlicher geschäftlicher Beziehung mit auftragsrechtlichem Charakter. Zu Ausbildung und beruflichem Hintergrund sowie weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen der Verwaltungsratsmitglieder verweisen wir auf die Übersicht auf den Seiten 26/27.

Audit Ressort Das Audit Ressort überwacht und beurteilt die Integrität der Finanzabschlüsse, die interne Kontrolle im Bereich der finanziellen Bericht­ erstattung und die Wirksamkeit der Prüfgesellschaft sowie deren Zusammenwirken mit der internen Revision. Die Sitzungen werden nach Bedarf abgehalten.


Entschädigungen Die Mitglieder des Verwaltungsrates ­beziehen für ihre Arbeit eine Entschädigung, deren Höhe auf Antrag des Präsidenten vom Verwaltungsrat beschlossen wird. Die Vergütung besteht aus einer Grundentschädigung, Zulagen für beson­dere Funktionen und Sitzungsgeldern. Die Ge­samtbezüge bestehend aus Honoraren und Sitzungsgeldern der Mitglieder des Verwal­tungsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 208’000 (Vorjahr CHF 223’000). Es wurden keine Aktien und Optionen zugeteilt. Hingegen erhielten Verwaltungsrats- und Geschäfts­ leitungsmitglieder sowie Mitarbeitende aufgrund des 200-Jahr-Jubiläums der Bank Partizipationsscheine geschenkt. Die Entschädigung an die Mitglieder der Ge­schäftsleitung besteht aus einer Basiskom­ ponente und einer leistungsorientierten Entschädigung. Die Höhe dieser leistungsabhängigen Entschädigung basiert einerseits

Revisionshonorar Für die Aufwendungen der aktienrechtlichen und bankengesetzlichen Revisionsstelle Grant Thornton Bankrevision AG, Zürich, sind für das Geschäftsjahr 2017 insgesamt CHF 155’000 verbucht worden. Dem Geschäftsjahr 2017 sind Aufwendungen der Aunexis AG, Bern/Zürich, in ihrer Funktion als interne Revisionsstelle von total CHF 56’000 belastet worden. Informations- und Kontrollinstrumente ­gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat wird regelmässig über die Aktivitäten der Geschäftsleitung der Bank informiert. Der Vorsitzende der Geschäftslei­ tung nimmt jeweils an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil. Er informiert an diesen Sitzungen über Aktualitäten und Entwicklungen im operativen Bereich der Bank. Der Verwaltungsratspräsident wird überdies laufend über die Tätigkeiten und Entscheidungen mittels Geschäftsleitungs-Protokoll informiert.

25

auf der individuellen Leistung und andererseits auf dem Geschäftsergebnis der Bank und macht üblicherweise keinen wesentlichen Teil der Gesamtvergütung aus. Für die Leistungs­ bewertung werden einheitliche, standardi­ sierte Beurteilungskriterien angewendet.

Geschäftsbericht 2017 

Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung ist das dem Verwaltungsrat untergeordnete, geschäftsführende Organ. Sie besteht aus einem Vorsitzenden sowie min­destens zwei Mitgliedern. Die Aufgaben der Geschäftsleitung als Kollektivorgan sowie der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder sind detailliert in den entsprechenden Stellenbeschreibungen und im Geschäfts- und Organisationsreglement festgehalten. Alle Mitglieder der Geschäftsleitung haben ihr Domizil in der Region. Die Geschäftsleitung führt in der Regel wöchentlich eine Sitzung durch.   Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen Die Mitglieder der Geschäftsleitung üben keine Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutender Unternehmen aus. Ebenso bestehen keine dauernden Leitungs- und Beratungsfunktionen in wichtigen Interessengruppen.


Organe

Hannes Germann

Dr. Peter Müller

Dr. Urs Krebser

Verwaltungsrat Name Wohnort, Nationalität

Funktion

Aktuelle berufliche Haupttätigkeit

Titel / Ausbildung / Beruflicher Hintergrund

Hannes Germann Opfertshofen, CH

Präsident Mitglied Nominationsund Entschädigungs­ ausschuss

Ständerat

Betriebsökonom dipl. oek. VR-CAS HSG Wirtschafts­redaktor Erstberuf: Lehrer

Dr. Peter Müller Stein am Rhein, CH

Vizepräsident Mitglied Nominationsund Entschädigungsausschuss

Verwaltungsratspräsident Chlosterwies AG, Stein am Rhein

Dr. phil.II Erstberuf: Lehrer Studium der Naturwissenschaften an der Universität Zürich Seit 1978 Firma Knecht & Müller AG

Dr. Urs Krebser Stetten, CH

Mitglied, Mitglied Nominationsund Entschädigungsausschuss (seit 1.7.2017)

Direktor Cilag AG, Schaffhausen

Dr. sc. natw. ETHZ Laborant Dipl. Chemiker HTL

Urs Heierle Trasadingen, CH

Mitglied Audit Ressort

Partner bei Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen

Dipl. Wirtschaftsprüfer Betriebsökonom HWV

Carlo Klaiber Schaffhausen, CH

Mitglied

Selbstständiger Unternehmer Inhaber der Karl Klaiber + Co. Hoch- und Tiefbau, Schaffhausen

Architekt HTL Studium der Architektur an der Fachhochschule Winterthur

Andreas Stamm Neuhausen, CH

Mitglied

MA, Boston University Erstberuf: Lehrer

Bis zu seinem überraschenden Tod am 20. April 2017 gehörte auch Herbert E. Bolli dem Verwaltungsrat der Ersparniskasse Schaffhausen an und war Mitglied des Nominations- und Entschädigungsausschusses. Die Verwaltungsräte der Ersparniskasse gehören auch dem Stiftungsrat der Stiftung EK Schaffhausen an, welche alleinige Aktionärin der Ersparniskasse ist. Die FINMA bewilligte diese Struktur mit Schreiben vom 1. November 2017. Damit sind die Verwaltungsräte unabhängig gemäss Rundschreiben 2017/1 «Corporate Governance – Banken» der FINMA.


Carlo Klaiber

Andreas Stamm

Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen

Erstmalige Wahl

Ver­bleibende Amtsdauer

Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (Vizepräsident) Weidmüller Schweiz AG, Neuhausen am Rheinfall (Verwaltungsrat bis 30.6.2017) Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Präsident Stiftungsrat) HEV, Schweiz. Hauseigentümerverband, Zürich (Vorstandsmitglied) Schweizerischer ­Gemeindeverband, Bern (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaff­hausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (­ Präsident Stiftungsrat)

2003

2019

Sonnenhof AG, Schaffhausen (Präsident) Schweizerische ­Mobiliar Genossenschaft, Bern (Verwaltungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

1993

2017

pmb bau ag, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Kadetten Schaffhausen (Vereinspräsident) Hülfsgesellschaft in Schaffhausen (Präsident) IVS, Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen (Vorstandsmitglied) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2019

Mäder + Baumgartner Treuhand AG, Neuhausen am Rheinfall (Präsident) Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen (Präsident Stiftungsrat)  Stiftung Diheiplus, Neuhausen am Rheinfall (Stiftungsrat) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2008

2019

Etawatt Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Klaiber Immobilien AG, Schaffhausen (Präsident) Klaiber Bau AG, Schaffhausen (Präsident) Kornhaus Liegenschaften Schaffhausen AG (Verwaltungsrat) Powerfarm Holding AG, Schaffhausen (Verwaltungsrat) Bolli & Böcherer AG, Schaffhausen (Präsident) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2007

2019

Genossenschaft IG Kammgarn (Mitglied) Stiftung EK Schaffhausen (Stiftungsrat)

2012

2019

Geschäftsbericht 2017 

27

Urs Heierle


Geschäftsleitung Name, Wohnort

Funktion

Nationalität

Beruflicher Hintergrund

Eintritt

Dr. Beat Stöckli, Schaffhausen

Vorsitzender der Geschäftsleitung

CH

Dr. iur. HSG

2015

Urs Werz, Diessenhofen

Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung, Leiter Bereich Anlegen

CH

Kaufm. Ausbildung

1982

Daniel Burlon, Steinmaur

Leiter Bereich Finanzieren

CH

Executive Master of Finance ZHW

2016

Kader Name

Funktion

Eintritt

Roberto Calligaro

Prokurist, Anlageberater

1998

Michael Ebner

Prokurist, Stv. Filialleiter Filiale Weinland

2012

Christoph Greiner

Prokurist, Chief Operating Officer

2016

Thomas Gysel

Prokurist, Anlageberater

2009

Dominik Häberli (ab 1.7.2017)

Prokurist, Rechnungswesen/Controlling

2003

Matthias Kuster

Prokurist, Anlageberater

1998

Stefan Leu

Prokurist, Filialleiter Filiale Weinland

1992

Marco Schlatter

Prokurist, Berater Kreditmanagement

2014

Franziska Schweizer

Prokuristin, Stv. Leiterin Bereich Finanzieren

2015

Jasmin Braun

Handlungsbevollmächtigte, Leiterin Kasse

2002

Roman Frei (ab 1.7.2017)

Handlungsbevollmächtigter, Kundenberater Privat- und Firmenkunden

2016

Yves Kumli (ab 1.7.2017)

Handlungsbevollmächtigter, Leiter Administration Finanz / IT Verantwortlicher

2007

Natalia Llorente

Handlungsbevollmächtigte, Leiterin Kundendaten Office

1993/2012

Daniela Romano

Handlungsbevollmächtigte, HRM Verantwortliche

2002

Corinne Wüthrich

Handlungsbevollmächtigte, GL-Assistenz/Marketing

2011

Aktienrechtliche und bankengesetzliche Prüfgesellschaft Grant Thornton Bankrevision AG, Zürich

Interne Revision Aunexis AG, Bern/Zürich


Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit den Eigenmitteln und der Liquidität

Eigenmittelanforderungen

in CHF 1'000 resp. % Berichtsjahr

Vorjahr

Anrechenbare Eigenmittel

67'440

62'775

Hartes Kernkapital (CET1)

62'440

57'441

zusätzliches Kernkapital (AT1) Kernkapital (T1)

5'000

5'000

67'440

62'441

Erforderliche Eigenmittel (Mindesteigenmittel)

Verwendeter Ansatz

30'670

31'297

Kreditrisiko

Internat. Standardansatz

28'458

29'074

Nicht gegenparteibezogene Risiken

Internat. Standardansatz

237

240

Marktrisiko

De-Minimis-Ansatz

Operationelles Risiko

Basisindikatoransatz

66

68

1'909

1'915

(–) Abzüge von den erforderlichen Eigenmitteln Antizyklischer Kapitalpuffer

4'473

4'505

383'375

391'213

1.17 %

1.15 %

Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote)

16.29 %

14.68 %

Kernkapitalquote (T1-Quote)

17.59 %

15.96 %

Quote bzgl. des regulatorischen Kapitals (T1 & T2)

17.59 %

16.05 %

CET1-Anforderungen (gemäss Basler Mindeststandards)

6.92 %

6.28 %

Mindestanforderungen

4.50 %

4.50 %

1.250 %

0.625 %

Summe der risikogewichteten Positionen

Antizyklischer Kapitalpuffer im Verhältnis zur Summe der risikogewichteten Positionen Kapitalquoten

Eigenmittelpuffer Antizyklischer Kapitalpuffer

1.17 %

1.15 %

14.09 %

12.55 %

CET1-Eigenmittelziel (gemäss ERV)

8.17 %

8.15 %

Zielgrösse 5-Bank

7.00 %

7.00 %

Antizyklischer Kapitalpuffer

1.17 %

1.15 %

14.09 %

12.55 %

T1-Eigenmittelziel (gemäss ERV)

9.67 %

9.65 %

Zielgrösse 5-Bank

8.50 %

8.50 %

Antizyklischer Kapitalpuffer

1.17 %

Verfügbares CET1 nach Abzug der AT1 und T2 Anforderungen

Verfügbares CET1

1.15 %

Verfügbares Tier 1

15.59 %

14.05 %

Ziel für das regulatorische Kapital (gemäss ERV)

11.67 %

11.65 %

Zielgrösse 5-Bank

10.50 %

10.50 %

Antizyklischer Kapitalpuffer Verfügbares regulatorisches Kapital

1.17 %

1.15 %

17.59 %

16.05 %

29

334

Geschäftsbericht 2017 

Ergänzungskapital (T2)


Leverage Ratio

in CHF 1'000 resp. % Berichtsjahr

Vorjahr

Leverage Ratio

7.90 %

7.41 %

Kernkapital (CET1 + AT1)

67'440

62'441

853'419

842'991

Gesamtengagement

Liquidity Coverage Ratio Quote für kurzfristige Liquidität LCR

in CHF 1'000 resp. % Berichtsjahr

Vorjahr

Total

CHF

Total

CHF

178.05 %

125.62 %

218.01 %

147.76 %

Durchschnitt 2. Quartal

177.10 %

128.45 %

192.14 %

138.52 %

Durchschnitt 3. Quartal

199.15 %

138.97 %

212.17 %

141.52 %

Durchschnitt 4. Quartal

179.39 %

130.40 %

186.69 %

128.92 %

Durchschnitt 1. Quartal

72'470

71'868

71'120

70'742

Durchschnitt 2. Quartal

78'746

75'327

71'394

70'932

Durchschnitt 3. Quartal

82'283

81'551

71'552

71'038

Durchschnitt 4. Quartal

83'759

83'042

71'293

70'602

Durchschnitt 1. Quartal

40'701

57'209

32'623

47'875

Durchschnitt 2. Quartal

44'463

58'642

37'158

51'208

Durchschnitt 3. Quartal

41'318

58'681

33'724

50'195

Durchschnitt 4. Quartal

46'691

63'681

38'187

54'765

Durchschnitt 1. Quartal

Qualitativ hochwertige liquide Aktiva (HQLA)

Nettomittelabfluss


Jahresrechnung


Bilanz per 31. Dezember 2017

in CHF 1'000 Aktiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Flüssige Mittel

92'536

81'559

Forderungen gegenüber Banken

28'827

21'899

Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsgeschäft Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Finanzanlagen Aktive Rechnungsabgrenzungen

37'492

40'683

658'690

660'154

828

732

1'475

2'251

13'580

16'787

236

205

1'426

1'384

Sachanlagen

2'967

2'995

Sonstige Aktiven

3'084

4'401

841'141

833'050

0

0

42

0

542'879

524'997

Beteiligungen

Total Aktiven Total nachrangige Forderungen Passiven Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente

4'677

6'749

85'800

102'180

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

136'800

134'400

Passive Rechnungsabgrenzungen

3'762

3'048

356

670

Kassenobligationen

Sonstige Passiven Rückstellungen

7

0

18'875

17'325

Gesellschaftskapital

3'350

3'200

Gesetzliche Kapitalreserve

2'913

800

davon Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen

2'113

0

Gesetzliche Gewinnreserve

1'069

1'069

Freiwillige Gewinnreserven

38'505

36'575

Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert)

Eigene Kapitalanteile Gewinnvortrag Gewinn

-11

0

7

13

2'110

2'024

841'141

833'050

Total nachrangige Verpflichtungen

5'000

5'000

davon mit Forderungsverzicht

5'000

5'000

Total Passiven

Ausserbilanzgeschäfte

in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Eventualverpflichtungen

3'702

3'358

Unwiderrufliche Zusagen

11'545

8'375

1'120

1'120

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen


Erfolgsrechnung 2017

in CHF 1'000

Zins- und Dividendenertrag aus Handelsgeschäft Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen Zinsaufwand Brutto-Erfolg Zinsengeschäft Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft Subtotal Netto-Erfolg Zinsengeschäft Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft Kommissionsertrag Kreditgeschäft

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft Kommissionsaufwand

12'028

Vorjahr 13'015

24

47

196

235

-3'303

-4'082

8'945

9'215

466

70

9'411

9'285

2'336

1'778

879

848

34

36

33

Zins- und Diskontertrag

Berichtsjahr

Geschäftsbericht 2017 

Erfolg aus dem Zinsengeschäft

-266

-234

Subtotal Erfolg Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

2'983

2'428

Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option

874

642

Übriger ordentlicher Erfolg

Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen Beteiligungsertrag Liegenschaftenerfolg Anderer ordentlicher Ertrag Anderer ordentlicher Aufwand Subtotal übriger ordentlicher Erfolg Geschäftsaufwand

0

18

158

156

25

24

8

21

-6

-11

185

208

Personalaufwand

-5'071

-4'347

Sachaufwand

-5'240

-5'060

Subtotal Geschäftsaufwand

-10'311

-9'407

Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

-441

-726

Geschäftserfolg

2'689

2'428

320

134

0

0

Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste

Ausserordentlicher Ertrag Ausserordentlicher Aufwand

-12

-2

Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken

-400

0

Steuern

-499

-538

Jahresgewinn Gewinnverwendung Jahresgewinn

2'110

2'024

2'110

2'024

Gewinnvortrag

7

13

Bilanzgewinn

2'117

2'037

-1'510

-1'930

Gewinnverwendung

– Zuweisung an freiwillige Gewinnreserven – Ausschüttungen aus dem Bilanzgewinn – Andere Gewinnverwendungen Vortrag neu

-503

0

-100

-100

4

7

Da die gesetzlichen Reserven bereits mehr als die Hälfte des Aktienkapitals erreicht haben, wird auf eine weitere Zuweisung verzichtet.


Darstellung des Eigenkapitalnachweises

Eigenkapital am Anfang der Berichtsperiode

Gesellschaftskapital

Gesetzliche Kapital-­ reserve

Gesetzliche Gewinn­ reserve

in CHF 1'000

Reserven für Freiwillige allgemeine Gewinn­Bankrisiken reserven und Gewinnvortrag

Eigene Kapitalanteile

Periodenerfolg

Total

3'200

800

1'069

17'325

36'588

0

2'024

61'006

Ausschüttungen an die Hülfs­gesellschaft Schaffhausen

0

0

0

0

0

0

-100

-100

Zuweisung an die freiwillige ­Gewinnreserve

0

0

0

0

1'930

0

-1'930

0

Veränderung Gewinnvortrag

0

0

0

0

-6

0

6

0

Zuweisungen an die Reserven für all­gemeine Bankrisiken

0

0

0

1'550

0

0

0

1'550

Erwerb eigener Kapitalanteile

0

0

0

0

0

-201

0

-201

Veräusserung eigener Kapitalanteile Kapitalerhöhung Gewinn Eigenkapital am Ende der Berichtsperiode

0

0

0

0

0

190

0

190

150

2'113

0

0

0

0

0

2'263

0

0

0

0

0

0

2'110

2'110

3'350

2'913

1'069

18'875

38'512

-11

2'110

66'818


Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungs­ grundsätze Allgemeine Grundsätze Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Bewer­tungsgrundsätze richten sich nach dem Obligationenrecht, dem Bankengesetz und dessen Verordnung sowie den Rechnungslegungsvor­ schriften für Banken, Effektenhändler, Finanz­gruppen und -konglomerate gemäss Rundschreiben 15/1 der Eidgenössischen Finanzmarkt­ aufsicht FINMA. Der vorliegende statu­t­arische Einzelabschluss mit zuverlässiger Dars­tellung stellt die wirtschaftliche Lage der Bank so dar, dass sich Dritte ein zuverlässiges Urteil bilden können. Der Abschluss kann stille Reserven enthalten. Allgemeine Bewertungsgrundsätze Die Jahresrechnung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Die Bilanzierung erfolgt zu Fort­f üh­ rungswerten. Die in einer Bilanzposition ausgewiesenen Positionen werden einzeln bewertet. Die Verrechnung von Aktiven und Passiven sowie von Aufwand und Ertrag wird grundsätzlich nicht vorgenommen. Die Verrechnung von Forderungen und Verpflichtungen erfolgt nur in den folgenden Fällen: Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet, sofern sie aus gleichartigen

Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert erfasst. Forderungen gegenüber Banken, Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen Forderungen gegenüber Banken und Kunden sowie Hypothekarforderungen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wert­ berichtigungen erfasst. Edelmetallguthaben auf Metallkonti werden zum Fair-Value bewertet. Gefährdete Forderungen, d.h. Kundenengagements, bei welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann, werden auf Einzelbasis bewertet und die Wertminderung durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Als Berechnungsbasis dient der Liquidationswert (geschätzter realisierbarer Veräusserungswert abzüglich Halte- und Liquidationskosten). Zusätzlich zu den Einzelwertberichtigungen bildet die Bank Wertberichtigungen für latente Ausfallrisiken zur Abdeckung von am Bewertungsstichtag vorhandenen latenten Risiken. Latent sind Ausfallrisiken, die am Bilanzstichtag im scheinbar einwandfreien Kreditportefeuille erfahrungsgemäss vorhanden sind, aber erst später ersichtlich werden. Die Ermittlung der latenten Ausfallrisiken basiert auf Erfahrungswerten pro Kredit-Rating-Klasse.

35

Die Ersparniskasse Schaffhausen AG ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts. Die Dienstleistungen werden am Hauptsitz der Bank in Schaffhausen und in der Filiale in Kleinandelfingen erbracht. Als Bank der RBA-Gruppierung werden über die RBA-Holding AG und deren Tochtergesellschaften sowie von Gruppengesellschaften des SWISSCOM-Konzerns verschiedene Dienstleistungen bezogen, insbesondere die gemeinsame Infor­ matik-Lösung.

Geschäften mit der gleichen Gegenpartei, in derselben Währung, mit gleicher oder früherer Fälligkeit der Forderung bestehen und zu keinen Gegenparteirisiken führen können. Bestände an Anleihen und Kassenobli­­ga­tionen werden mit der entsprechenden Passivposition verrechnet. Abzug der Wertberichtigungen von der entsprechenden Aktivposition. Verrechnung von in der Berichtsperiode nicht erfolgswirksamen positiven und negativen Wertanpassungen im Ausgleichskonto. Geschäftsbericht 2017 

Firma, Rechtsform und Sitz der Bank


Die Bank klassiert alle Forderungen in einer der zehn Rating-Klassen. Bei den Forderungen der Klassen 1-6 wird der Schuldendienst geleistet, die Belehnung der Sicherheiten ist angemessen und die Rückzahlung des Kredites erscheint nicht gefährdet. Für diese Forderungen werden keine Wertberichtigungen für latente Ausfall­ risiken gebildet. Für Ausleihungen der Klassen 7, 8 und 9 werden zur Abdeckung latenter Ausfallrisiken Wertberichtigungen gebildet. Die Kredite der Klasse 10 sind stark ausfallgefährdet und werden einzeln wertberichtigt. Die Einzelwertberichtigungen und die Wertberichtigungen für latente Ausfallrisiken werden von den entsprechenden Aktivpositionen der Bilanz in Abzug gebracht. Gefährdete Forderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft, wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen und weiteren Bonitätskriterien erfüllt werden. Die Auflösung der Wertberichtigung wird erfolgswirksam über die Position «Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» vorgenommen. Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung. Sofern Wiedereingänge aus bereits in früheren­ Perioden abgeschriebenen Forderungen nicht­ gleichzeitig für andere Wertkorrekturen verwendet werden können, werden sie über ­die Position «Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» der Erfolgsrechnung gutgeschrieben. Verpflichtungen gegenüber Banken und Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Diese Positionen werden zu Nominalwerten erfasst. Edelmetallverpflichtungen auf Metallkonti werden zum Fair Value bewertet.

Handelsgeschäft und Verpflichtungen aus Handelsgeschäft Als Handelsgeschäft werden Positionen klassiert, die aktiv bewirtschaftet werden, um von Marktpreisschwankungen zu profitieren. Die Handelsbestände und Verpflichtungen aus dem Handelsgeschäft werden grundsätzlich zum Fair Value bewertet und bilanziert. Als Fair Value wird der auf einem preiseffizienten und liquiden Markt gestellte Preis eingesetzt. Ist ausnahmsweise kein Fair Value verfügbar, erfolgt die Bewertung und Bilanzierung zum Niederstwertprinzip. Die aus der Bewertung resultierenden Kursgewinne und -verluste werden im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht. Zins- und Dividendenerträge aus dem Handelsgeschäft werden der Position «Zins- und Dividendenertrag aus Handelsgeschäft» in der Erfolgsrechnung gutgeschrieben. Positive und negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente können zu Handels- und zu Absicherungszwecken ein­gesetzt werden. Handelsgeschäfte Die Bewertung aller derivativen Finanzins­tru­mente des Handelsgeschäfts erfolgt zum Fair Value und deren positive resp. negative Wiederbeschaffungswerte werden unter den ent­ sprechenden Positionen bilanziert. Der Fair Value basiert auf Marktkursen, Preisnotie­ rungen von Händlern, Discounted-Cashflowund Optionspreis-Modellen. Der realisierte Handelserfolg und der unreali­ sierte Bewertungserfolg von Handelsgeschäften wird in der Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» erfasst. Absicherungsgeschäfte Die Bank setzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset and Liability Managements zur Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- und Ausfallrisiken ein. Die Absicherungsgeschäfte werden analog zum abge­ sicherten Grundgeschäft bewertet. Der Erfolg aus der Absicherung wird der gleichen Erfolgsposition zugewiesen wie der entsprechende


Bei den mit der Absicht zur Haltung bis End­­fälligkeit erworbenen Schuldtitel erfolgt ­die Be­wertung nach dem Anschaffungswert­prin­zip mit Abgrenzung von Agio bzw. Disagio über die Restlaufzeit (Accrual-Methode). ­Dabei wird das Agio bzw. Disagio über die Laufzeit bis zum Endverfall über die Rechnungsabgrenzungen verbucht. Werden Finanzanlagen mit der Absicht des Haltens bis zur Endfälligkeit vorzeitig veräussert oder zurückbezahlt, werden die realisierten Gewinne und Verluste, welche der Zins­komponente entsprechen, über die Restlauf­zeit bis zur End­fälligkeit des Geschäfts über die «Sonstigen ­Aktiven» bzw. «Sonstigen Pas­ siven» abgegrenzt. Edelmetallbestände werden analog der Fremdwährungspositionen zum Stichtages-Schlusskurs bewertet.

Beteiligungen Als Beteiligungen gelten im Eigentum der Bank befindliche Beteiligungstitel von Unternehmungen, die mit der Absicht der dauernden Anlage gehalten werden, unabhängig des stimmberechtigten Anteils. Beteiligungen werden einzeln zum Anschaffungswert bewertet, abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen. Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Beteiligungen werden über den «Ausserordentlichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand». Sachanlagen Investitionen in Sachanlagen werden aktiviert, wenn sie länger als während einer Rechnungsperiode genutzt werden und die Aktivierungsuntergrenze von CHF 10'000 übersteigen. Die zu Anschaffungskosten bilanzierten Sachanlagen werden über eine vorsichtig geschätzte Nutzungsdauer der Anlagen linear über ­ die Position «Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachan­ lagen und immateriellen Werten» abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer für einzelne Kategorien von Sachanlagen beträgt: Anlagekategorie Nutzungsdauer Bankgebäude, andere Liegenschaften (ohne Land) 50 Jahre Einbauten Mietobjekte 15 Jahre Betriebseinrichtungen, Büromaschinen, Mobiliar 5 Jahre Telekommunikation, übrige Informatik 5 Jahre

37

Finanzanlagen Finanzanlagen umfassen Schuldtitel, Beteiligungstitel, physische Edelmetallbestände sowie aus dem Kreditgeschäft übernommene und zur Veräusserung bestimmte Liegenschaften. Bei Finanzanlagen, die zum Niederstwertprinzip bewertet werden, wird eine Zuschreibung bis höchstens zu den historischen Anschaffungskosten verbucht, sofern der unter den Anschaffungswert gefallene Fair Value in der Folge wieder steigt. Der Saldo der Wertan­ passungen wird über die Position «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordent­ licher Ertrag» verbucht.

Die Bewertung von Beteiligungstiteln und den zur Veräusserung bestimmten Liegenschaften erfolgt nach dem Niederstwertprinzip. Bei aus dem Kreditgeschäft übernommenen und zur Veräusserung bestimmten Liegenschaften wird der niedrigere Wert aus Anschaffungspreis oder Liquidationswert eingestellt. Wertanpassungen werden pro Saldo über die Positionen «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag» verbucht.

Geschäftsbericht 2017 

Erfolg aus dem abgesicherten Geschäft. Der Bewertungserfolg von Absicherungsinstrumenten wird im Ausgleichskonto verbucht, sofern für das Grundgeschäft keine Wertanpassung verbucht wird. Der Nettosaldo des Ausgleichskontos wird in der Position «Sonstige Aktiven» resp. «Sonstige Passiven» ausgewiesen. Sicherungsbeziehungen, Ziele und Strategien des Absicherungsgeschäfts werden beim Abschluss des derivativen Absicherungsgeschäfts dokumentiert. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird periodisch überprüft. Absicherungsgeschäfte, bei denen die Absicherungsbeziehung ganz oder teilweise nicht mehr wirksam ist, werden im Umfang ­des nicht wirksamen Teils wie Handelsgeschäfte behandelt.


Realisierte Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden über den «Ausserordentlichen Ertrag» verbucht, realisierte Verluste über die Position «Ausserordentlicher Aufwand». Rückstellungen Rechtliche und faktische Verpflichtungen werden regelmässig bewertet. Wenn ein Mittelabfluss wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist, wird eine entsprechende Rückstellung ­gebildet. Rückstellungen werden wie folgt über die einzelnen Positionen der Erfolgsrechnung erfasst: Vorsorgerückstellungen: Position «Personalaufwand» Andere Rückstellungen: Position «Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste» mit Ausnahme allfälliger Restrukturierungsrückstellungen Rückstellungen werden erfolgswirksam aufgelöst, falls sie neu betriebswirtschaftlich nicht mehr erforderlich sind und nicht gleichzeitig für andere gleichartige Bedürfnisse verwendet werden können. Reserven für allgemeine Bankrisiken Bei den Reserven für allgemeine Bankrisiken­ handelt es sich um vorsorglich gebildete Reserven zur Absicherung gegen Risiken im Geschäftsgang der Bank. Die Bildung und Auflösung der Reserven wird über die Position «Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken» in der Erfolgs­ rechnung verbucht. Die Reserven für allgemeine Bankrisiken sind unversteuert. Eigene Kapitalanteile Positionen in eigenen Kapitalanteilen werden als Minuspositionen im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Der Kauf eigener Kapitalanteile wird im Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungswerten erfasst. Dividendenzahlungen auf eigenen Kapitalanteilen sowie ein allfälliger Gewinn oder Verlust

bei der Veräusserung von eigenen Aktien werden in den «Gesetzlichen Gewinnreserven» verbucht. Steuern Laufende Steuern sind wiederkehrende, in der Regel jährliche Gewinn- und Kapitalsteuern. Transaktionsbezogene Steuern sind nicht Be-­ standteil der laufenden Steuern. Verpflichtungen aus laufenden Ertrags- und Kapitalsteuern werden unter der Position «Passive Rechnungsabgrenzungen» ausgewiesen. Der laufende Ertrags- und Kapitalsteueraufwand ist in der Erfolgsrechnung in der Position «Steuern» ausgewiesen. Ausserbilanzgeschäfte Der Ausweis in der Ausserbilanz erfolgt zum Nominalwert. Für absehbare Risiken werden in den Passiven der Bilanz Rückstellungen gebildet. Eigene Schuldtitel Der Bestand an Kassenobligationen wird mit der entsprechenden Passivposition verrechnet. Vorsorgeverpflichtungen Die Mitarbeitenden der Bank sind in der Per­ sonalvorsorgestiftung der Ersparniskasse in Schaffhausen versichert. Die Vorsorgeverpflichtungen sowie das zur Deckung dienende Vermögen ist rechtlich in einer selbstständigen Stiftung ausgegliedert. Organisation, Geschäftsführung und Finanzierung der Vorsorgepläne richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften, der Stiftungsurkunde sowie dem geltenden Vorsorgereglement. Der Vorsorgeplan der Bank ist beitragsorientiert. Die Bank trägt die Kosten der beruflichen Vorsorge der Mitarbeitenden sowie deren Hinterbliebenen zu 60 % und die Mitarbeitenden zu 40 %. Die Arbeitgeberbeiträge aus diesen Vorsorgeplänen sind periodengerecht im «Personalaufwand» enthalten. Die Bank beurteilt auf den Bilanzstichtag, ob aus der Vorsorgeeinrichtung ein wirtschaft­ licher Nutzen oder eine wirtschaftliche Ver­ pflichtung besteht. Als Basis dienen Verträge und Jahresrechnungen der Vorsorgeeinrichtung, welche in der Schweiz nach Swiss GAAP


Erfassung der Geschäftsvorfälle Alle bis zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Geschäfte werden am Abschlusstag (Trade Date Accounting) in den Büchern der Bank erfasst und gemäss den vorstehend aufgeführten Grundsätzen bewertet. Die abgeschlossenen, aber noch nicht erfüllten Devisenkassengeschäfte und Devisentermingeschäfte werden gemäss dem Erfüllungstagsprinzip erfasst. Diese Geschäfte werden zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag zu Wiederbeschaffungswerten unter den Positionen «Positive» resp. «Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente» ausgewiesen. Behandlung von überfälligen Zinsen Überfällige Zinsen und entsprechende Kommissionen werden nicht als Zinsertrag vereinnahmt. Als solche gelten Zinsen und Kommissionen, die seit über 90 Tagen fällig, aber nicht bezahlt sind. Im Fall von Kontokorrentlimiten gelten Zinsen und Kommissionen als überfällig, wenn die erteilte Kreditlimite seit über 90 Tagen überschritten ist. Ab diesem Zeitpunkt werden die aufgelaufenen Zinsen und Kommissionen so lange nicht mehr der Erfolgsposition «Zinsund Diskontertrag» gutgeschrieben, bis keine verfallenen Zinsen länger als 90 Tage aus­ stehend sind. Fremdwährungsumrechnungen Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven zu Stichtageskursen (Schlusskurs des Bilanzstichtags) umgerechnet. Der aus der Fremdwährungsumrechnung resultierende Kurser-

Für die Währungsumrechnung wurden die folgenden Kurse verwendet: 31.12.2017 Vorjahr USD 0.9763 1.0174 EUR 1.1704 1.0729 GBP 1.3202 1.2554

Risikomanagement Die Bank ist, wie andere Finanzinstitute, verschiedenen bankspezifischen Risiken ausgesetzt: Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen und rechtlichen Risiken. Die Überwachung, das Erkennen, Messen und Steuern dieser Risiken hat bei der Bank einen hohen Stellenwert. Oberstes Ziel der Bank ist die Erhaltung der erstklassigen Bonität und des guten Rufs. Die Risikotragfähigkeit wird so festgelegt, dass selbst beim Eintreten diverser negativer Ereignisse, die gesetzlich erforderlichen Eigenmittel jederzeit erhalten bleiben. Die Kernelemente des Risikomanagements sind: eine umfassende Risikopolitik; die Verwendung anerkannter Grundsätze zur Risikomessung und -steuerung; die Definition verschiedener Risikolimiten mit entsprechender Überwachung und Berichterstattung; die Sicherstellung einer zeitgerechten und umfassenden Berichterstattung über sämtliche Risiken; die Allokation ausreichender finanzieller und personeller Mittel für den Risiko­ management-Prozess; die Förderung des Risikobewusstseins auf allen Stufen. Der Verwaltungsrat ist das oberste Organ der Risikomanagement-Organisation. Er legt die Risikopolitik fest und definiert darin Risikophilosophie, Risikomessung und Risikosteuerung. Der Verwaltungsrat genehmigt die strate­ gischen Risikolimiten basierend auf der Risiko-

39

Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden im Berichtsjahr nicht geändert.

folg wird unter der Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht.

Geschäftsbericht 2017 

FER 26 erstellt werden und andere Berechnungen, welche die finanzielle Situation sowie die bestehende Über- und Unterdeckung entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen darstellt. Für die Beurteilung, ob ein solcher Nutzen oder eine Verpflichtung besteht, zieht die Bank einen Experten für die berufliche Vorsorge bei.


tragfähigkeit und überwacht deren Einhaltung sowie die Umsetzung der Risikopolitik. Die Geschäftsleitung ist für die Ausführung der Weisungen des Verwaltungsrats zuständig. Sie sorgt für den Aufbau einer angemessenen Risikomanagement-Organisation sowie den Einsatz adäquater Systeme für die Risikoüberwachung. Eine angemessene Berichterstattung wird mit dem internen Berichtswesen sichergestellt. Zinsänderungsrisiko Da die Bank stark im Bilanzgeschäft engagiert ist, können Zinsänderungsrisiken einen beträchtlichen Einfluss auf die Zinsmarge haben. Das Zinsrisiko entsteht vor allem durch das Ungleichgewicht zwischen den Fristen der Aktiven und Passiven. Die Messung und Steuerung der daraus resultierenden Risiken ist von grosser Bedeutung. Diese erfolgt im Rahmen des Asset and Liability Managements (ALM). Mit einem entsprechenden ALM-Tool werden monatliche Messungen durchgeführt und darüber umfassend rapportiert. Dabei werden mit den Value-at-Risk-, Gap- und DurationBerechnungen die potenziellen Auswirkungen der Marktrisiken auf die Ertragslage und das Eigenkapital der Bank gemessen. Die Abbildung variabel verzinslicher Positionen erfolgt nach einem einheitlichen Replizierungsmodell. Die Analyse des wirtschaftlichen Umfelds und die Erstellung daraus abgeleiteter Zinsprognosen beinhaltet auch eine regelmässige Analyse der Einkommens- und Werteffekte. Je nach Einschätzung der Zinsentwicklung kann das Asset and Liability Committee (ALCO) entsprechende Absicherungsmassnahmen innerhalb definierter Risikolimiten und innerhalb definierter Absicherungsstrategien vornehmen. Zu diesem Zweck können deriva­tive Finanzinstrumente eingesetzt werden. Daneben werden mittels Stressszenarien die Auswirkungen nicht paralleler Veränderungen der Zinskurve beurteilt. Auch für das standardmässig verwendete Stressszenario existiert eine Limite, deren Einhaltung überwacht wird. Währungsrisiken Mit dem Management der Währungsrisiken beabsichtigt die Bank, einen negativen Einfluss

von Währungsveränderungen auf ihre Ertragslage zu minimieren. Grundsätzlich wird angestrebt, Aktiven in Fremdwährung mit Passiven in Fremdwährung auszugleichen. Handelsgeschäft Über die vom Verwaltungsrat bewilligten Limiten für die Handelsbücher wird periodisch rapportiert. Liquidität Die Liquiditätsstrategie der Bank wird von der Geschäftsleitung definiert und vom Verwaltungsrat sanktioniert. Durch die Liquiditätsbewirtschaftung wird eine solide Liquiditäts­ position angestrebt, damit die Bank ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit rechtzeitig erfüllen kann. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von Verlusten verstanden, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten. Bei der Beurteilung der operationellen Risiken und Compliance-Risiken werden die direkten finanziellen Verluste bewertet und die Folgen von Verlust von Kundenvertrauen sowie Reputation mitberücksichtigt. Oberstes Ziel des operationellen Risikomanagements ist es, das Vertrauen der Kunden, der Aktionäre und des Regulators sicherzustellen. Kreditrisiko Die Überwachung der Kreditrisiken beruht auf drei Stufen: Gewährleistung etablierter Prozesse und Instrumente für eine vertiefte Beurteilung des Kreditrisikos und damit für qualitativ hochstehende Kreditentscheide; die Risikopositionen werden durch die Geschäftsleitung eng überwacht und durch Limiten begrenzt; periodische Beurteilung der Entwicklung des Kreditportfolios. Die Kreditpolitik der Bank bildet die Grundlage der Kreditrisikobewirtschaftung und -kontrolle. Sie äussert sich insbesondere zu den Kreditvor-


Angewandte Methoden zur Identifi­ kation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs Bei vom Eigentümer selbst genutzten Wohn­ immobilien stützt sich die Bank auf regionen­ spezifische Immobilienpreisinformationen. Bei Renditeliegenschaften wird der Immobilienwert anhand eines Kapitalisierungsmodells bestimmt, bei dem die geschätzten nachhaltigen Einnahmen einbezogen werden. In diesem Modell werden zusätzlich Marktdaten, Standortdaten und Leerstandsquoten einbezogen. Kredite mit Wertschriftendeckung werden laufend überwacht. Fällt der Belehnungswert der Wertschriftendeckung unter den Betrag des Kreditengagements, wird eine Amortisa­ tionsleistung oder die Einlieferung zusätzlicher Sicherheiten verlangt, ansonsten werden die Sicherheiten verwertet und der Kredit glatt­ gestellt. Bei ungedeckten Kreditgewährungen werden jährlich, oder bei Bedarf auch in kürzeren Abständen, Informationen vom Kunden eingefordert, welche Rückschlüsse auf die finanzielle Entwicklung des Kreditnehmers zulassen.

Im Grundpfandkreditgeschäft muss bei jeder Kreditvergabe eine aktuelle Bewertung der Sicherheiten vorliegen. Die Bewertungen erfolgen in Abhängigkeit von der Nutzung der Ob­ jekte. Als Basis für die Kreditgewährung wendet die Bank den niedrigsten Wert an, der sich aus der internen Bewertung, dem Kaufpreis und einer allfälligen externen Schätzung ergibt. Für Kredite mit Wertschriftendeckung werden vor allem übertragbare Finanzinstrumente (wie Anleihen und Aktien) entgegengenommen, die liquide sind und aktiv gehandelt werden. Ebenfalls akzeptiert werden übertragbare strukturierte Produkte, für die regelmässig Kursinformationen und ein Market Maker zur Verfügung stehen. Die Bank wendet Abschläge auf die Marktwerte an, um das bei marktgängigen und liquiden Wertschriften verbundene Marktrisiko abzudecken und den Belehnungswert zu ermitteln. Bei Lebensversicherungspolicen oder Garantien werden die Abschläge auf Produktebasis oder kundenspezifisch festgelegt.

Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zu Absicherungszwecken eingesetzt. Die Bank übt keine Market-Maker-Tätigkeit aus.­ Es wird sowohl mit standardisierten als auch mit OTC-Instrumenten für eigene und für Kundenrechnung gehandelt, dies vor allem in Instrumenten für Zinsen, Währungen, Beteiligungstitel/Indizes und in geringem Umfang mit Edelmetallen. Mit Kreditderivaten wird kein Handel betrieben. Derivative Finanzinstrumente werden von der Bank im Rahmen des Risikomanagements hauptsächlich zur Absicherung von Zins- und Fremdwährungsrisiken sowie unter gewissen Voraussetzungen für die Minderung von Kreditrisiken eingesetzt, inklusive Risiken aus zukünftigen Transaktionen. Absicherungs­

41

Bewertung der Deckungen

Geschäftsbericht 2017 

aussetzungen und zur Kreditüberwachung. Wesentliche Aspekte sind dabei Kenntnis des Kreditzwecks, Integrität des Kunden und Transparenz, Plausibilität, Tragbarkeit und Verhältnismässigkeit des Geschäfts. Bei der Bonitätsbeurteilung, mit welcher die Kreditwürdigkeit und die Kreditfähigkeit nach einheitlichen Kriterien beurteilt werden, steht das Rating im Mittelpunkt. Das Rating stellt die Risikoeinschätzung dar und misst die Ausfallwahrscheinlichkeit der einzelnen Kundenposi­tionen. Angewendet wird das Rating grundsätzlich auf alle Kreditkunden. Das Rating dient auch zur Festsetzung risiko­ gerechter Konditionen. Bei der Beurteilung der finanziellen Faktoren stehen die Ertragskraft, die Angemessenheit der Verschuldung und die Liquidität im Vordergrund. In die Beurteilung fliessen neben quantitativen Faktoren auch qualitative Merkmale des Kreditnehmers ein.


geschäfte werden ausschliesslich mit externen Gegenparteien abgeschlossen. Anwendung von Hedge Accounting Die Bank kann Hedge Accounting vor allem im Zusammenhang mit den folgenden Geschäftsarten einsetzen: Grundgeschäft Absicherung mittels Zinsänderungsrisiken Zinssatzswaps aus zinssensitiven Forderungen und Verpflichtungen im Bankenbuch Kursveränderungen Devisentermin­auf der Nettoposition kontrakte von Währungen Ein Teil der zinssensitiven Positionen im Bankenbuch (v.a. Forderungen und Verpflichtungen gegenüber Kunden sowie Hypothekarforderungen) wird in verschiedenen Zinsbindungsbändern je Währung gruppiert und entsprechend mittels Makro-Hedges abgesichert. Zum Zeitpunkt, zu dem ein Finanzinstrument als Absicherungsbeziehung eingestuft wird, dokumentiert die Bank die Beziehung zwischen Absicherungsinstrument und gesichertem Grundgeschäft. Sie dokumentiert unter anderem die Risikomanagementziele und -strategie für die Absicherungstransaktion und die Methoden zur Beurteilung der Wirksamkeit (Effektivität) der Sicherungsbeziehung. Der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grund- und Absicherungsgeschäft wird im Rahmen der Effektivitätstests periodisch prospektiv beurteilt, indem u.a. die gegen­ läufige Wertentwicklung und deren Korrelation beobachtet werden.

Im Rahmen der Messung der Effektivität gilt eine Absicherung als in hohem Masse wirksam, wenn im Wesentlichen folgende Kriterien erfüllt sind: Die Absicherung wird sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch während der Laufzeit als in hohem Masse wirksam eingeschätzt. Zwischen Grund- und Absicherungsgeschäft besteht ein enger wirtschaftlicher Zusammenhang. Die Wertänderungen von Grundgeschäft und Absicherungstransaktion sind im Hinblick auf das abgesicherte Risiko gegenläufig. Die tatsächlichen Ergebnisse der Absicherung liegen in einer Bandbreite von 80–125 %. Sobald eine Absicherungstransaktion die Kriterien der Effektivität nicht mehr erfüllt (Ineffektivität), wird sie einem Handelsgeschäft gleichgestellt und der Effekt aus dem unwirksamen Teil über die Position «Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option» verbucht. Es besteht derzeit keine Ineffektivität.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die einen massgeb­ lichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank per 31. Dezember 2017 haben.


Informationen zur Bilanz

1. Darstellung der Deckungen von Forderungen und Aussenbilanzgeschäften sowie der gefährdeten Forderungen 1.1  Darstellung der Deckungen von Forderungen und Ausserbilanzgeschäften in CHF 1'000 Hypothekarische Deckung

Andere Deckung

Ohne Deckung

Total

10'564

14'630

13'252

38'446

537'014

0

0

537'014

43

8'983

0

0

8'983

100'892

0

0

100'892

11'929

0

0

11'929

Geschäftsbericht 2017 

Deckungsart

Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen) Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen – Wohnliegenschaften – Büro- und Geschäftshäuser – Gewerbe und Industrie – Übrige Total Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen)

               Total Ausleihungen (nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen)

              

Berichtsjahr

669'382

14'630

13'252

697'264

Vorjahr

672'801

15'963

15'560

704'324

Berichtsjahr

669'229

14'623

12'330

696'182

Vorjahr

672'592

15'963

12'282

700'837

Ausserbilanz Eventualverpflichtungen

605

911

2'186

3'702

Unwiderrufliche Zusagen

6'806

1'035

3'704

11'545

Einzahlungs- und Nachschuss­verpflichtungen Total Ausserbilanz

0

0

1'120

1'120

Berichtsjahr

7'411

1'946

7'010

16'367

Vorjahr

4'772

983

7'098

12'853

Bruttoschuldbetrag

Geschätzte Verwertungserlöse der ­Sicherheiten

Nettoschuldbetrag

1.2  Angaben zu gefährdeten Forderungen

Gefährdete Forderungen

in CHF 1'000

Berichtsjahr Vorjahr

Einzelwertberichtigungen

454

0

454

454

12'901

10'240

2'661

2'661

Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte in der Berichtsperiode mehrere gefährdete Kreditpositionen bereinigen, was zu einer wesentlichen Auflösung von Wertberichtigungen führte.


2.  Aufgliederung des Handelsgeschäftes und der übrigen Finanzinstrumente mit Fair-Value-Bewertung in CHF 1'000 Aktiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Handelsgeschäfte

828

732

Beteiligungstitel

479

461

Weitere Handelsaktiven

349

271

Total Aktiven

828

732

0

0

– davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

3.  Darstellung der derivativen Finanzinstrumente (Aktiven und Passiven) in CHF 1'000 Handelsinstrumente

Absicherungsinstrumente

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Zinsinstrumente

0

0

0

1'475

4'677

110'000

– Swaps

0

0

0

1'475

4'677

110'000

1'475

4'677

110'000

0

0

0

0

0

0

0

2'251

6'749

110'000

0

0

0

0

Total vor Berücksichtigung Berichtsjahr der Nettingverträge: – d  avon mit einem Be­wertungsmodell ermittelt Vorjahr

– d  avon mit einem Bewertungsmodell ermittelt

Positive Wieder­beschaff­u ngswerte (kumuliert)

Negative Wieder­beschaff­u ngswerte (kumuliert)

1'475

4'677

2'251

6'749

Zentrale Clearingstellen

Banken und Effektenhändler

Übrige Kunden

0

1'475

0

Total nach Berücksichtigung Berichtsjahr der Nettingverträge: Vorjahr Aufgliederung nach Gegenparteien: Positive Wiederbeschaffungswerte ­ (nach Berücksichtigung der Nettingverträge) Berichtsjahr


4.  Aufgliederung der Finanzanlagen in CHF 1'000 Buchwert

Fair Value Berichtsjahr

16'364

13'350

16'697

13'144

16'364

13'350

16'697

Beteiligungstitel

326

326

451

440

Edelmetalle

110

97

113

97

13'580

16'787

13'914

17'234

179

0

– davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit

Total – davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften

Vorjahr

Aufgliederung der Gegenparteien nach Rating Höchste Sichere Anlage Bonität Schuldtitel: Buchwerte

Berichtsjahr

374

2'001

Durchschnittlich gute Anlage

Spekulative Anlage

Hochspekulative Anlage

Ohne Rating

3'302

0

0

7'467

Die Bank stützt sich auf die Ratings einer von der FINMA anerkannten Ratingagentur ab. 5.  Darstellung der Beteiligungen in CHF 1'000 Anschaffungswert

Bisher aufgelaufene Wertberichtigungen bzw. Wert­ anpassungen (Equity-­ Bewertung)

Buchwert Ende Vorjahr

Berichtsjahr Investi­ tionen

Desinvesti­ tionen

Wertberichti­ gungen

Buchwert Ende Berichtsjahr

Marktwert

Übrige Beteiligungen – ohne Kurswert

1'687

-303

1'384

42

0

0

1'426

Total Beteiligungen

1'687

-303

1'384

42

0

0

1'426

Die Bank hält vor allem Beteiligungspapiere der RBA-Holding AG wie auch Aktien von Gesellschaften mit Infrastrukturcharakter. Die jeweiligen Kapital- und Stimmquoten betragen nur einen geringen Anteil an den entsprechenden Grundkapitalien. Deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ist unwesentlich.

45

Vorjahr

13'144

Geschäftsbericht 2017 

Berichtsjahr Schuldtitel


6.  Darstellung der Sachanlagen in CHF 1'000 Berichtsjahr Anschaffungswert

Bisher aufgelaufene Abschrei­ bungen

Buchwert Ende Vorjahr

Investi­tionen

Desinvestitionen

Abschrei­ bungen

Buchwert Ende Berichtsjahr

Bankgebäude

2'805

-926

1'879

32

0

-38

1'873

Übrige Sachanlagen

6'769

-5'653

1'116

381

0

-403

1'094

Total Sachanlagen

9'574

-6'579

2'995

413

0

-441

2'967

7.  Aufgliederung der Sonstigen Aktiven und Sonstigen Passiven in CHF 1'000 Sonstige Aktiven

Sonstige Passiven

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

2'943

4'238

0

0

Abrechnungskonten

51

75

32

348

Indirekte Steuern

90

88

312

310

Ausgleichskonto

Übrige Aktiven und Passiven Total

Vorjahr

0

12

12

3'084

4'401

356

670

8.  Angaben der zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändeten oder abgetretenen Aktiven und der Aktiven unter Eigentumsvorbehalt in CHF 1'000 Verpfändete / abgetretene Aktiven Forderungen gegenüber Banken (Cash Collateral) Hypothekarforderungen (Verpfändete oder abgetretene Hypothekarforderungen für Pfandbriefdarlehen) Beteiligungen

Buchwerte

Effektive Verpflichtungen

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

265

5

159'912

158'982

131'800

131'400

259

259

9.  A ngaben der Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen sowie Anzahl und Art von Eigenkapitalinstrumenten der Bank, die von eigenen Vorsorgeeinrichtungen gehalten werden in CHF 1'000 Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Passive Rechnungsabgrenzungen Total

Berichtsjahr

Vorjahr

455

200

70

0

525

200


10.  Angaben zur wirtschaftlichen Lage der eigenen Vorsorgeeinrichtungen a) Arbeitgeberbeitragsreserven (AGBR) Es bestehen – wie im Vorjahr – keine Arbeitgeberbeitragsreserven. b) Darstellung des wirtschaftlichen Nutzens /der wirtschaftlichen Verpflichtung und des Vorsorgeaufwandes

Berichtsjahr

Vorjahr

0

0

0

Veränderung zum Vorjahr des wirtschaftlichen Anteils

in CHF

Bezahlte Beiträge für die Berichtsperiode

0

Vorsorgeaufwand im Personalaufwand

Berichtsjahr

Vorjahr

468

342

468

Die Mitarbeitenden der Bank sind bei der autonomen Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen versichert. Die Leistungen der Pensionskasse werden aufgrund der geleisteten Beiträge berechnet (Beitragsorientierung). Sämtliche Mitarbeitenden ab dem gesetzlich festgelegten BVG-Mindestjahreslohn sind versichert und damit anspruchsberechtigt. Der Koordinationsabzug ist an den Beschäftigungsgrad angepasst. Die Prämien der beruflichen Vorsorge werden im Schnitt zu 40 % vom Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmerin und zu 60 % von der Bank getragen. Die Ermittlung der tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen aus Vorsorgeverpflichtungen basiert auf den nach Swiss GAAP FER 26 erstellten Jahresrechnungen der Personalvorsorgeeinrichtung. Es wird beurteilt, ob der Bank bei einer Unter- oder Überdeckung der Vorsorgeeinrichtung entsprechend wirtschaftliche Risiken oder ein wirtschaftlicher Nutzen erwachsen könnte. Ein allfälliger wirtschaftlicher Nutzen oder Arbeitgeberbeitragsreserven werden nicht aktiviert, für wirtschaftliche Risiken werden hingegen Rückstellungen in der Bilanz gebildet. in % Deckungsgrad Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen

31.12.16

31.12.15

110.3 %

112.7 %

Per 31. Dezember 2017 wird ein Deckungsgrad von 110 % erwartet.

11.  Darstellung der ausstehenden Obligationenanleihen und Pflichtwandelanleihen in CHF 1'000 Emittent

Gewichteter Durch­ schnittszinssatz

Fälligkeiten

Betrag

Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

1.17 %

2018 - 2036

131'800

efiag Emissions und Finanz AG

0.56 %

2021 - 2022

5'000

Total

136'800

Übersicht der Fälligkeiten der ausstehenden Obligationenanleihen:

in CHF 1'000

Emittent

≤1 Jahr

>1 – ≤ 2 Jahre

>2 – ≤ 3 Jahre

>3 – ≤ 4 Jahre

>4 – ≤ 5 Jahre

> 5 Jahre

Total

Pfandbriefdarlehen der Pfandbriefbank schweiz. Hypothekarinstitute AG, Zürich

14'000

13'400

8'000

28'500

16'700

51'200

131'800

3'000

2'000

31'500

18'700

efiag Emissions und Finanz AG Total

14'000

13'400

8'000

5'000 51'200

136'800

47

Personalvorsorgestiftung der Ersparniskasse Schaffhausen

Wirtschaftlicher Anteil der Bank bzw. der Finanzgruppe

Geschäftsbericht 2017 

Über-/Unter­ deckung am Ende des Berichts­ jahres


12.  Darstellung der Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie der Reserven für allgemeine Bankrisiken und ihrer Veränderungen im Laufe des Berichtsjahres in CHF 1'000 Stand Ende Vorjahr

Zweckkonforme Verwendungen

Umbu­ chungen

Über­ fällige Zinsen, Wieder­ eingänge

Neubildungen zu Lasten Erfolgsrechnung

Auflösungen zugunsten Erfolgsrechnung

Stand Ende Berichtsjahr

Rückstellungen für Ausfallrisiken

0

0

7

0

0

0

7

Übrige Rückstellungen

0

0

0

0

0

0

0

Total Rückstellungen

7

0

0

0

7

17'325

0

1'150

400

0

18'875

Wertberichtigungen für Ausfallrisiken und Länderrisiken

3'487

-831

-1'157

10

0

-379

1'130

– davon Wertberichtigungen für Ausfall­r isiken aus gefährdeten Forderungen

2'661

-831

-1'150

-17

0

-209

454

826

0

-7

27

0

-170

676

Reserven für allgemeine Bankrisiken (unversteuert)

– davon Wertberichtigungen für latente Risiken

0

Die Ersparniskasse Schaffhausen konnte in der Berichtsperiode mehrere gefährdete Kreditpositionen bereinigen, was zu einer wesentlichen Auflösung von Wertberichtigungen führte. Davon wurde der grösste Teil in die Reserven für allgemeine Bankrisiken umgebucht.

13.  Darstellung des Gesellschaftskapitals in CHF 1'000 Berichtsjahr Gesellschaftskapital

Vorjahr

Gesamtnominalwert

Stückzahl

dividen­denberechtigtes Kapital

Gesamtnominalwert

Stückzahl

dividen­denberechtigtes Kapital

Aktienkapital

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

– davon liberiert

3'200

6'400

3'200

3'200

6'400

3'200

Partizipationskapital

150

30'000

150

0

0

– davon liberiert

150

30'000

150

0

0

3'350

36'400

3'350

3'200

6'400

3'200

150

30'000

0

0

0

0

Total Gesellschaftskapital Genehmigtes Kapital (Partizipationskapital) – davon durchgeführte Kapitalerhöhungen

0 0


14.  Beteiligungen und Optionen der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sowie der Mitarbeitenden Angaben über Beteiligungsrechte

in CHF 1'000 Anzahl

Wert

Vorjahr

Berichtsjahr

Mitglieder des Verwaltungsrats

9'555

729

Mitglieder der Geschäftsleitung

2'435

186

Mitarbeitende

2'153

Total

Vorjahr

164

14'143

0

1'079

0

49

Mitarbeitende der Ersparniskasse haben seit Juni 2017 die Möglichkeit, sich mittels Partizipationsscheinen an der Ersparniskasse Schaffhausen AG zu beteiligen. Dem Mitarbeiterbeteiligungsplan unterstellt sind die 2017 emittierten 30‘000 Partizipationsscheine (je nominal CHF 5). Bezugsberechtigt sind grundsätzlich alle Mitarbeitenden der Bank. Die Bezugsberechtigten können die Mitarbeitenden-Partizipationsscheine innerhalb des Kauffensters an die Ersparniskasse Schaffhausen AG zum Unternehmenswert gemäss Jahresrechnung des Vorjahres abzüglich eines Abschlages von 20 % verkaufen oder von dieser kaufen. Der Handel erfolgt jeweils vom 1. – 31. Mai jeden Jahres. Die Beteiligungsmöglichkeit richtet sich nach den einzelnen Hierarchiestufen (Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, Direktion, Kader und Mitarbeitende) sowie dem Arbeitspensum. Der Emissionspreis wurde bei CHF 76.26 und der Nominalwert bei CHF 5 festgelegt. Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Bank wurden dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden als einmaliges Jubiläumsgeschenk Partizipationsscheine im Umfang von TCHF 190 überreicht. Bei der Zuteilung wurden sowohl Dienstalter, als auch Anstellungsprozente berücksichtigt.

15.  Angaben der Forderungen und Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Personen in CHF 1'000 Forderungen

Verpflichtungen

Berichtsjahr

Vorjahr

Berichtsjahr

Vorjahr

Qualifiziert Beteiligte

0

0

6'375

6'531

Gruppengesellschaften

0

0

0

0

Verbundene Gesellschaften

5'355

5'433

0

206

Organgeschäfte

6'822

7'853

2'131

1'935

0

0

0

0

Weitere nahestehende Personen Erläuterungen zu den Ausserbilanzgeschäften: Es sind keine wesentlichen Ausserbilanzgeschäfte mit nahestehenden Personen vorhanden.

Erläuterungen zu den Bedingungen: Bei allen vorerwähnten Beziehungen, mit Ausnahme von banküblichen Vorzugskonditionen für das Personal, sind sämtliche Transaktionen (wie Wertschriftengeschäfte, Zahlungsverkehr, Kreditgeschäfte und Geldmarktanlagen) zu Konditionen abgewickelt worden, wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.

16.  Angabe der wesentlichen Beteiligten in CHF 1'000 Berichtsjahr Wesentliche Beteiligte und stimmrechts­gebundene Gruppen von Beteiligten mit Stimmrecht

Stiftung EK Schaffhausen, Schaffhausen

Vorjahr

Nominal

Anteil in %

Nominal

Anteil in %

3'200

100 %

3'200

100 %

Geschäftsbericht 2017 

Berichtsjahr


17.  Eigene Kapitalanteile Angaben über eigene Kapitalanteile Valor 37'071'022

Bezeichnung PS EK Schaffhausen

in CHF Anzahl

Anfangsbestand

ø-Transaktionspreis

0

Käufe

2'645

76.26

Verkäufe

2'495

76.26

Endbestand

150

Mit den Inhabern der Partizipationsscheine wurden Vereinbarungen getroffen. Darin wurden unter anderem die Kauf- und Rückverkaufsmodalitäten geregelt. Die Inhaber können die Partizipationsscheine innerhalb des Kauffensters an die Ersparniskasse Schaffhausen AG zum Unternehmenswert gemäss Jahresrechnung des Vorjahres abzüglich eines Abschlages von 20 % verkaufen oder von dieser kaufen. Der Handel erfolgt jeweils vom 1. – 31. Mai jeden Jahres.

18.  Darstellung der Fälligkeitsstruktur der Finanzinstrumente in CHF 1'000 Auf Sicht

Kündbar

Fällig Innert 3 Monaten

Nach Nach 3 Monaten 12 Monaten bis zu bis zu 12 Monaten 5 Jahren

Nach 5 Jahren

Immo­ bilisiert

Total

Aktivum / Finanzinstrumente Flüssige Mittel

92'536

92'536

Forderungen gegenüber Banken

23'086

4'765

976

0

0

0

28'827

Forderungen gegenüber Kunden Hypothekarforderungen Handelsgeschäft Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Finanzanlagen Total

2

17'556

1'223

1'955

8'599

8'157

37'492

49

19'132

35'712

68'203

382'837

152'757

658'690

828

828

1'475

1'475

437

0

0

3'301

9'842

0

0

13'580

Berichtsjahr

118'413

41'453

37'911

73'459

401'278

160'914

0

833'428

Vorjahr

106'950

47'840

35'000

80'596

350'920

202'759

0

824'065

Fremdkapital / Finanzinstrumente Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Kundeneinlagen Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente Kassenobligationen Anleihen und Pfandbriefdarlehen Total

42

0

0

0

0

0

42

124'541

381'213

16'000

14'405

6'720

0

542'879

4'677

4'677

6'501

19'278

39'233

20'788

85'800

5'000

9'000

71'600

51'200

136'800

Berichtsjahr

129'260

381'213

27'501

42'683

117'553

71'988

0

770'198

Vorjahr

122'745

356'985

40'279

32'233

128'468

87'616

0

768'326


Informationen zum Ausserbilanzgeschäft

1. Aufgliederung der Eventualverpflichtungen sowie der Eventualforderungen in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Kreditsicherungsgarantien und ähnliches

542

492

Gewährleistungsgarantien und ähnliches

1'411

1'155

Übrige Eventualverpflichtungen

1'749

1'711

Total Eventualverpflichtungen

3'702

3'358

2.  Aufgliederung der Treuhandgeschäfte in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Treuhandanlagen bei Drittgesellschaften

0

0

Total Treuhandgeschäfte

0

0

Geschäftsbericht 2017 

51

Die Ersparniskasse Schaffhausen AG gehört der Mehrwertsteuergruppe der RBA-Holding AG an und haftet somit solidarisch für deren Mehrwertsteuerverbindlichkeiten gegenüber der Steuerbehörde.


Informationen zur Erfolgsrechnung

1.  Angabe eines wesentlichen Refinanzierungsertrags in der Position Zins- und Diskontertrag sowie von wesentlichen Negativzinsen Dem Zins- und Diskontertrag werden keine Refinanzierungskosten für das Handelsgeschäft gutgeschrieben. Kommentar zu wesentlichen Negativzinsen: Im Jahre 2017 wurden phasenweise kurzfristig angelegte Gelder bei der Entris Banking AG negativ verzinst. Daraus sind dem Zins- und Diskontertrag CHF 100'858 in der Berichtsperiode belastet worden. 2.  Aufgliederung des Personalaufwands in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

-3'860

-3'421

Sozialleistungen

-799

-657

Übriger Personalaufwand

-412

-269

Total Personalaufwand

-5'071

-4'347

Gehälter (Sitzungsgelder und feste Entschädigungen an Bankbehörden, Gehälter und Zulagen)

3.  Aufgliederung des Sachaufwands in CHF 1'000 Berichtsjahr Raumaufwand

Vorjahr

-423

-402

-2'581

-2'527

Aufwand für Fahrzeuge, Maschinen, Mobiliar und übrige Einrichtungen sowie Operational Leasing

-111

-79

Honorare der Prüfgesellschaft (Art. 961a Ziff. 2 OR)

-155

-175

– davon für Rechnungs- und Aufsichtsprüfung

-155

-175

Aufwand für Informations- und Kommunikationstechnik

– davon für andere Dienstleistungen

0

0

Übriger Geschäftsaufwand

-1'970

-1'877

Total Sachaufwand

-5'240

-5'060

4. Erläuterungen zu wesentlichen Verlusten, ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden sowie zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven, Reserven für allgemeine Bankrisiken und von freiwerdenden Wertberichtigungen und Rückstellungen in CHF 1'000 Ausschüttung aus dem Hilfsfonds der RBA-Futura Sonstiger ausserordentlicher Ertrag Total ausserordentlicher Ertrag Umbuchung aus freiwerdenden ausfallrisikobedingter Wertberichtigungen Zuweisung an Reserven für allgemeine Bankrisiken Total Veränderung von Reserven für allgemeine Bankrisiken

Berichtsjahr

Vorjahr

316

134

4

0

320

134

1'150

0

400

0

1'550

0

5.  Darstellung von laufenden Steuern, der latenten Steuern und Angabe des Steuersatzes in CHF 1'000 Berichtsjahr

Vorjahr

Aufwand für laufende Steuern

-499

-538

Total Steuern

-499

-538

25.0 %

28.0 %

Durchschnittlicher Steuersatz auf Basis des steuerbaren Reingewinnes

Die Berechnung des Steuersatzes erfolgte auf Basis des Jahresgewinns (abzüglich «Andere Gewinnverwendung»), da die Berechnung auf der Basis des Geschäftserfolges gemäss Rz A5-144 FINMA-RS 2015/1 keine realistische Kennzahl ergibt.


Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung

Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hin­reichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prü­fungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beur­teilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beur­ teilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Be­deu­tung

Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahres­rechnung für das am 31. Dezember 2017 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweize­rischen Gesetz und den Statuten der Gesellschaft. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anfor­­derungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanz­gewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

21. Februar 2018 Grant Thornton Bankrevision AG Thomas Wirth Revisionsexperte (Leitender Revisor)

Jörg Fischer dipl. BankfachExperte

53

Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung be­­­in­­hal­tet die Ausgestaltung, Implemen­tierung und Aufrechterhaltung eines internen Kon­troll­systems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen An­gaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die An­wen­ dung sachgemässer Rechnungs­legungs­me­tho­den sowie die Vor­nahme angemessener Schätz­ungen verantwortlich.

ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen fest­zulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontroll­systems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahres­­­rechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grund­ lage für unser Prüfungsurteil bilden. Geschäftsbericht 2017 

An die Generalversammlung der Ersparnis­ kasse Schaffhausen AG, Schaffhausen Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der Ersparniskasse Schaff­ hausen AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgs­ rechnung, Eigenkapitalnachweis und Anhang, für das am 31. Dezember 2017 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.


Die Menschen Die Region Die Bank Seit 200 Jahren.


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Filiale Weinland Schaffhauserstrasse 26 8451 Kleinandelfingen Telefon 052 304 33 33 Fax 052 304 33 30

Ersparniskasse Schaffhausen Geschäftsbericht 2017  
Ersparniskasse Schaffhausen Geschäftsbericht 2017