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Ausgabe KW 1/2017 · Seite 10

„Blaue Stunde“ – die neue Jahresausstellung des Kunstkreises Pfaffenhofen magischer Moment, der häufig als Motiv in Kunst, Fotografie und auch Literatur Verwendung findet. Was kann in diesem Moment passieren, wie lässt er sich einfangen? Mit dieser Frage setzen sich die Mitglieder des Kunstkreises Uwe Albert, Ulrike Blechschmidt, Dorothee Bornemann, Sonja Frimmer, Sigrid Günther, Anna Haindl, Bärbel Klier, Gerda Kohlhuber, Dr. Uwe Quade, Ingwelde Reinhold, Margarete Romsauer, Edda Sedlmaier, Hannegret Thielitz, Gerti Wetterich und Heidi Wilhelm auseinander. Neben dem Thema ist auch das Format vorgegeben, ansonsten haben die Mitglieder freie Hand in die „Blaue Stunde“ einzutauchen und ihrer Inspiration nachzugehen.

aber auch schon im ganzen Landkreis zu sehen. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie wird am Donnerstag, 5. Januar, um 19.30 Uhr eröffnet. Zur Vernissage sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Anschließend kann die Ausstellung bis Sonntag, 22. Januar, bei freiem Eintritt besucht werden. Die Städtische Galerie im Haus der Begegnung ist Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Als Gastaussteller präsentiert der Kunstkreis den Kunstschmied Ernst Eder. Der in Rohrbach ansässige Künstler arbeitet als gelernter Kunst- und Bauschlosser mit Edelstahl und es gelingt ihm, aus diesem harten und kühl erscheinenden Material weiche und organische Formen herauszuarbeiten. Fast schon traditionell zeigt der Kunstkreis Pfaffenhofen im Januar die erste Ausstellung des Jahres in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung. „Blaue Stunde“ lautet diesmal der Titel. Gemeint ist dabei der besondere Zeitraum, an dem sich der Tag verabschiedet und die Nacht hereinbricht: nicht mehr hell, aber auch noch nicht dunkel. Ein manchmal fast

Der Kunstkreis Pfaffenhofen ist eine lose Vereinigung von Malern aus der Region, die sich regelmäßig treffen und gemeinsame Ausstellung planen. Seit Anfang der 80-er Jahre besteht dieser freie Zusammenschluss nun bereits. Ausstellungen der Künstlergruppe waren oft in Pfaffenhofen,

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„Die irgendjemand irgendwo hier vergraben hat!“, ergänzte der Mann. „Ja, das ist richtig!“, gab Max zu. Inzwischen hatte sich auch Josef diesen wie ein Raumfahreranzug anmutenden Overall angezogen und ging mit den anderen Männern hinter die Kapelle. Er zeigte ihnen, wo er die Waffe vermutete und kam zu Max zurück: „Die suchen jetzt danach! Wir können fahren!“ „Nein! Wir bleiben noch! Ich möchte wissen, ob die Waffe tatsächlich hier versteckt ist!“ „Ich denke, du hast Hunger?“ „Hab ich auch! Aber das hier interessiert mich doch!“ Max sah den Männern zu, wie sie eine

Absperrung um die Kapelle anlegten. Danach holte einer von ihnen ein Metallsuchgerät aus dem Auto und begann damit an der Hinterseite den Boden damit abzusuchen. Plötzlich gab es einen lauten Piepton von sich. Der Mann winkte einen anderen zu sich und zeigte auf die Stelle. Der Beamte, der einen kleinen Klappspaten mit sich führte, begann zu graben. Nach wenigen Spatenstichen schüttelte er den Kopf und hielt einen alten Nagel hoch, den er achtlos beiseite warf. Der Mann mit dem Detektor suchte weiter und schließlich piepte das Gerät wieder. Nochmals begann der Mann mit dem Spaten zu graben und stieß plötzlich einen Ruf aus: „Fund! Wir haben sie!“ Max und Josef rannten zu ihnen und sahen, wie ein Beamter eine Blechkassette aus dem Boden hob. Sie versuchten, sie zu öffnen, was sich aber als unmöglich zeigte, denn die Kassette war verschlossen. Max und Josef gingen neugierig näher und wollten sich die Kassette ansehen. „Bitte lassen Sie die Finger davon, meine Herren! Die Kassette muss zur Kriminaltechnik! Dort kann sie geöffnet werden!“ Max war augenscheinlich enttäuscht und bat: „Könnten sie das Ding wenigstens mal schütteln, damit man hört, ob was drin ist?“ „Sind Sie verrückt Mann? Solange wir nicht wissen, was tatsächlich da drin ist, wird das

Ding weder geschüttelt noch sonst was!“ „Sie glauben, da könnte ein Sprengsatz drin sein?“ Der Mann hob die Schultern: „Was ich glaube, ist zweitrangig. Aber ausschließen können wir das nicht! Es könnte durchaus eine Falle sein!“ Die Männer der Spurensicherung packten die Kassette vorsichtig, wie ein rohes Ei, in ein mitgebrachtes Behältnis, in dem sich Holzwolle befand. „Sie geben mir Bescheid, wenn Sie wissen, was drin ist?“, fragte Max und ging mit Josef zu seinem Wagen. „Machen wir! Sie bekommen einen ausführlichen Bericht!“ „Na dann?“, grinste Max und fuhr los. „Wo fährst du jetzt hin?“, fragte Josef, als Max auf die Bundesstraße fuhr: „Zu dir nach Hause natürlich!“ „Was wollen wir bei mir? Zu Essen gibt‘s da nichts!“ „Ich will nur nach Sandras Ziegen sehen! Willy müsste sie eigentlich schon abgeliefert haben!“ „Bist du dir sicher, dass das richtig war?“, fragte Josef besorgt. „Was? Was soll daran nicht richtig sein?“ „Na, dass du ausgerechnet Willy die Ziegen zu mir bringen ließt?“ „Du meinst wegen Sandra?“ „Ja, hast du ihr nicht versprochen …?“ „Ich hab nur Willy was versprochen, und zwar,

dass ich mit ihr reden werde und das hab ich getan!“ „Weißt du was, Max?“ Max nickte: „Ja ich weiß! Ich bin hinterhältig! Aber schau mal! Was soll ich deiner Meinung nach tun? Den Hof bekommt Sandra jedenfalls nicht zurück! Der ist verloren! Für alle Zeiten und ihr Geld auch. Also muss sie unter die Haube und ich denke, Willy ist eine gute Wahl!“ „Du willst sie verkuppeln?“ „Verkuppeln? Ein schlimmes Wort! Dafür ist man früher vor dem Kadi gelandet! Ich sehe es anders! Ich mag das Mädel und ich will nur das Beste für sie.“ „Du magst sie? Untertreibst du da nicht ein wenig?“ Max sah zu Josef hinüber: „Untertreiben? Naja, vielleicht? Aber ich sehe mich eben in einer gewissen Verantwortung!“ „Max! Sandra ist jetzt vierundzwanzig! Sie wird wohl selber wissen, was für sie gut ist!“ „Du könntest recht haben, Josef! Aber so, wie sich die Sache entwickelt, sehe ich keinen anderen Weg. Sandra bringt es fertig, mich und Heidi auseinanderzubringen und das will ich auf keinen Fall!“ „Was soll das heißen?“ „Ganz im Vertrauen, Josef! Ich hab das Mädel lieber, als für mich gut ist und sie mich auch! Ich hab das erst letzte Nacht bemerkt!“

von Walter Bachmeier

„Ist da etwas passiert, was nicht hätte passieren dürfen?“ „Nein, so weit ist es gottseidank nicht gekommen. Aber beinahe, wenn Heidi nicht dazwischengekommen wäre …?“ Josef nickte: „Aha? Also Liebe?“ „Ich glaube schon!“ Schließlich waren sie in Münchsmünster angekommen und Max fuhr zu Josefs Haus. Vor der Einfahrt stand ein großer Geländewagen mit einem Anhänger für Tiertransporte dran. Max hielt hinter dem Anhänger und sie stiegen aus. Josef zeigte in seinen Garten, wo sich Sandras Ziegen tummelten. Sie rannten hin und her und hatten offenbar ihren Gefallen an ihrem neuen Zuhause. „Denen gefällt‘s anscheinend bei mir?“, grinste er. „Hoffentlich bleibt das so“, brummte Max. Sie gingen zur Haustüre und Max griff zur Klinke, um sie zu öffnen. Im selben Moment öffnete jemand von innen die Türe, und ehe Max es sich versah, hatte er eine Ohrfeige im Gesicht und Sandra am Hals hängen: „Es tut mir leid, Max! Es tut mir furchtbar leid! Ich wollte dir nicht wehtun, aber …“ Sandra klammerte sich an ihm fest und weinte. Max nahm ihre Hände und zog sie nach unten: „Was ist denn los? Warum weinst du?“ „Weil ich dir eine runtergehauen habe! Ich wollte das nicht, aber ich war so zornig auf

Teil 30

dich und hatte so eine Wut, dass ich …“ Max nahm sie in die Arme und drückte sie: „Du brauchst dich nicht entschuldigen, Kleines. Du hast ja recht! Ich hab dir Willy geschickt, ohne dich vorher zu fragen! Das hätte ich nicht tun sollen!“ Sie schniefte und sah ihn an: „Du bist mir also nicht böse?“ „Nein, warum auch? Ich hab es verdient und jetzt vergessen wir die Sache.“ „Was gibt es zu essen?“, fragte Josef, vermutlich um von der Sache abzulenken. „Blumenkohlpizza!“, antwortete Sandra kurz. „Blumenkohlpizza? Was ist das denn? Pizza mit Blumenkohl drauf? Das scheint ja ein interessantes Essen zu werden!“, fragte Max erstaunt. „Nein! Das ist Pizzateig aus Blumenkohl gemacht! Mit Gemüse und allem, was der Garten so hergibt! Ich hab auch statt dem Mozarella Ziegenkäse drauf! Ich hoffe, das schmeckt euch!“ Max zeigte sich skeptisch: „Naja, aber was der Bauer nicht kennt …“ „Diesmal nicht!“, rief sie, „Du wirst das essen, ob du willst oder nicht! Etwas anderes gibt es nicht!“ Sandra ging voraus in die Küche und Max folgte ihr. Josef, der hinter ihnen herkam, fragte: „Hast du auch genügend für uns drei?“ „Wieso drei? Willy isst auch mit! Im Übrigen hab ich mit euch gerechnet! Ihr könnt es ja nie lassen, eure Opfer aufzusuchen!

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