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K125 Olympia Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen Architekten Christoph Mayr (J2M), Klaus Loenhart (terrain) Foto Christian Allinger K125 Olympic ski jump Garmisch-Partenkirchen Architects Christoph Mayr (J2M), Klaus Loenhart (terain) Photo Christian Allinger


Inhaltsverzeichnis Index 5 Vorwort Ilse Aigner / Preface Ilse Aigner 6

Einleitung Dr. Silke Claus / Introduction Dr. Silke Claus

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bayern design / bayern design

11 Wie arbeitet bayern design? / How does bayern design work? 12 Was bietet bayern design? / What does bayern design offer? 13 bayern design Zielgruppen / bayern design target groups 16 bayern design Programm / bayern design program 18 Munich Creative Business Week / Munich Creative Business Week 22 Designförderung / Design promotion 24 Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner / Bavarian State Price for Young Designers 26 bayern design forum e.V. / bayern design forum e.V. 28 30 Jahre bayern design / 30 years of bayern design 32 Smart City und Architektur / Smart city and architecture 36 Gesundheitswesen, Medical Design / Health care, medical design 38 Industrie 4.0 / Industry 4.0 42 Mobilität / Mobility 44 Digitale Unterhaltung & Information / Digital entertainment & information 46 Markenkommunikation / Brand communication 50 Creative Thinking / Creative thinking 52 Universal Design, Social Design / Universal design, social design 54 Neue Lebenswelten / New living environments 58 Netzwerk & Mitglieder / Network & members 60 Impressum / Legal

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vorwort preface

Design setzt Zeichen – auch im Zeitalter der Digitalisierung Design sends the right signals in times of digitalization von Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und Stellvertretende Ministerpräsidentin by Ilse Aigner, Bavarian Minister of Economic Affairs and Media, Energy and Technology, Deputy Prime Minister of the State of Bavaria

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ndustrie 4.0 steht für eine neue Epoche: die digitale Revolution. Computergesteuerte Prozesse, neue digitale Techniken und der Umgang damit fordern vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Doch welche Rolle spielt dabei der Designer? Der Designer wird an der Schnittstelle von Mensch und Maschine tätig. Er hat die Aufgabe, das Produkt für den Nutzer verständlich und bedienbar zu machen. Der Techniker kümmert sich um die Abläufe, der Designer stellt den Kunden in den Mittelpunkt, damit der den größtmöglichen Nutzen aus dem Produkt zieht. Die unterschiedlichen Herangehensweisen führen zu neuen innovativen Produkten. Gutes Design steht somit für den wirtschaftlichen Erfolg vieler Unternehmen. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie bietet mit der bayern design GmbH einen kompetenten Ansprechpartner rund um das Thema Design. Sie zeigt, wie wichtig eine konsequente Designstrategie im globalen Wettbewerb ist und hilft Unternehmen ihre Aktivitäten entsprechend auszurichten. bayern design verfügt über designorientierte Netzwerke mit Unternehmern, Designern, Wirtschaftskammern, Verbänden und Hochschulen. Mit dem jährlichen Designevent Munich Creative Business Week (MCBW) bietet sie ein weltweit sichtbares Schaufenster des Designstandorts Bayern, so dass bayerische Unternehmen zeigen können, wie kreativ sie sind. Mein Dank geht an das Team von bayern design, das seit Jahren exzellente Arbeit leistet und mit viel Engagement Projekte vorantreibt. Ihnen empfehle ich: Nutzen Sie das vom Freistaat Bayern unterstützte Angebot von bayern design, denn mit Design werden im Wettbewerb Zeichen gesetzt!

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ndustry 4.0 embodies a new era: the digital revolution. In addition to computer-controlled processes, new digital technologies and the deployment thereof are the challenges facing mainly small and medium-sized enterprises. What role do designers play in these developments? Designers take action at the interface of people and machines. Their task is to make products understandable and operable for the user. While technicians are responsible for operations, designers focus on customers to allow them to benefit as much as possible from any given product. Different approaches result in new, innovative products. This is why good design is a factor for success for many companies. With bayern design GmbH, the Bavarian State Ministry of Economic Affairs and Media, Energy and Technology offers a competent contact partner for all design-related matters. bayern design GmbH illustrates the importance of consistent design strategies in competitive global markets and helps companies align their activities accordingly. bayern design GmbH has established design-oriented networks of entrepreneurs, designers, trade chambers, associations and universities. bayern design GmbH is the organizer of Munich Creative Business Week (MCBW), an annual and international showcase of Bavaria as a site for design that allows Bavarian companies to demonstrate their creativity. I would like to thank the bayern design GmbH team for its excellent work and for driving projects with great commitment. I encourage you to make use of bayern design’ offerings sponsored by the State of Bavaria because with design you set the benchmark for your competitors!

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Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und Stellvertretende Ministerpräsidentin Bavarian Minister of Economic Affairs and Media, Energy and Technology, Deputy Prime Minister of the State of Bavaria


einleitung introduction

Design als Impulsgeber Design generates momentum von Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin, bayern design GmbH by Dr. Silke Claus, Executive Director of bayern design GmbH

D ie Verbesserung der Wirtschaftsstruktur und der Lebensqualität in den Städten und Regionen ist ein erklärtes politisches Ziel des Freistaats Bayern. Dabei wird Maßnahmen zur Stimulierung wirtschaftlicher Aktivitäten heute ein breiter Innovationsbegriff zu Grunde gelegt, der technologische, gestalterische und gesellschaftliche Innovationen gleichermaßen adressiert. Eine besondere Bedeutung kommt in dieser Hinsicht den Designern und Architekten zu. Durch ihre Fähigkeit, bestehende Strukturen und Produkte kritisch zu hinterfragen sowie Ideen und Lösungen jenseits traditioneller Bahnen zu liefern, geben sie wertvolle Impulse an Gesamtwirtschaft und Gesellschaft. Sie erbringen Dienstleistungen, die Fachkenntnis mit Kreativität paaren. Gestalter schaffen Marken und Werte, die sichtbar sind und entwickeln Räume, Produkte und Dienstleistungen, die gesellschaftlichen Mehrwert generieren, z. B. im Bereich der Gesundheitswirtschaft, der Wohnund Arbeitswelten oder der Mobilität. Der Druck zur Erneuerung, zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen ist erheblich. Zentrale Fragen dabei sind: Ist das, was (technisch) möglich ist, auch sinnvoll, nachhaltig und ethisch vertretbar? Wie kann Technologie richtig eingesetzt und dem Menschen verständlich und erlebbar gemacht werden? Welche Produkte und Lebenswelten brauchen wir wirklich? Es geht darum die Zukunft zu entwerfen, anstatt sich ihren vermeintlichen Vorgaben nur anzupassen. Angemessen kann eine neue Designkultur im 21. Jahrhundert nur sein, wenn sie sich an der Realität von Gesellschaft und Wirtschaft orientiert und ganzheitliche, relevante Lösungen anbietet, die die zukünftige Entwicklung unseres Planeten im Blick halten. Denn Gestalten heißt zu allererst, Verantwortung zu übernehmen.

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mproving the economic structure and quality of life in cities and regions is a clear political objective of the State of Bavaria. Modern measures to stimulate economic activity are based on a broad definition of innovation that encompasses technology, design and society. Designers and architects play a particularly important role. With their ability to challenge existing structures and products and to contribute ideas and solutions above and beyond what is deemed to be traditional, they generate valuable momentum for the economic sector and society. The services they provide combine expertise and creativity. Designers create visible brands and values and develop areas, products and services that generate added value, for example, in the field of healthcare, for homes and workspaces, or for mobility. The pressure to renew and enhance products and services is considerable. The central questions are: Is everything which is (technically) feasible also sensible, sustainable and ethical? What is the right way to deploy technology to make it understandable and experienceable for people? Which products and lifeworlds do we really need? The goal is to design the future, rather than adjusting to its presumed specifications. The new design culture of the 21st century is not reasonable unless it aligns with the reality of society and economy and offers comprehensive, relevant solutions that bear the future development of our planet in mind. First and foremost, to design means to take responsibility.

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Dr. Silke Claus, Geschäftsführung, bayern design GmbH Executive Director of bayern design GmbH

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1 Vase Squall von Rosenthal gestaltet von Cédric Ragot Foto Olaf Becker Vase Squall by Rosenthal designed by Cédric Ragot Photo Olaf Becker 2 ICAROS von Hyve ICAROS by Hyve 3 Lotus 7.0 von Daan Roosegaarde Lotus 7.0 by Daan Roosegaarde

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bayern design bayern design

Internationales Kompetenzzentrum für Design International center for design competence b ayern design setzt sich aus der bayern design GmbH und dem 1987 gegründetem Trägerverein bayern design forum e. V. zusammen. Die GmbH mit Geschäftsstellen in Nürnberg und München ist für das operative Geschäft verantwortlich und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie maßgeblich unterstützt. Sie hat zur Aufgabe, die Einführung und die Weiterentwicklung von Designstrategien von bayerischen Unternehmen und Institutionen nachhaltig zu steigern, um den Freistaat zum international anerkannten Standort für Innovation und Design auszubauen. Als Ansprechpartner für Unternehmen und Gestalter der Teilbranchen Architektur, Design- und Werbewirtschaft koordiniert und unterstützt bayern design alle staatlich geförderten Designaktivitäten im Freistaat. bayern design kooperiert eng mit Industrie- und Handelskammern, Vertretern internationaler Einrichtungen, Handwerkskammern, Berufsverbänden, Bildungseinrichtungen, zahlreichen Unternehmen und Einzelpersonen. bayern design ist außerdem Veranstalter von Deutschlands größtem Design-Event für Gestalter und Auftraggeber, der Munich Creative Business Week (MCBW).

b ayern design is made up of bayern design GmbH and bayern design forum e. V., an association founded in 1987. Located in Nuremberg and in Munich, bayern design GmbH is responsible for business operations and is sponsored to a large extent by the Bavarian State Ministry of Economic Affairs and Media, Energy and Technology. It has been entrusted with driving the introduction and development of design strategies of Bavarian companies and institutions in a sustainable manner to help the State of Bavaria evolve into an internationally acknowledged site for innovation and design. bayern design is the point of contact for companies and designers active in the architectural, design and advertising sectors. It coordinates and supports all public financed design activities in the state. bayern design cooperates closely with chambers of industry and commerce, representatives of international institutions, crafts chambers, trade associations and educational institutions as well as with companies and individuals. In addition, bayern design organizes Munich Creative Business Week (MCBW), the largest design event of its kind in Germany for designer and contractors.

bayern design und Neues Museum in Nürnberg Foto Annette Kradisch bayern desin and Neues Museum in Nuremberg Photo Annette Kradisch

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Wie arbeitet bayern design? how does bayern design work?

Wie arbeitet bayern design? D ie bayern design GmbH ist die Plattform in Bayern, die Design und Wirtschaft verbindet. Sie fungiert als Ansprechpartnerin für alle Branchen und Einrichtungen – egal wie groß das Unternehmen ist oder bei welchem Anliegen das Querschnittsthema Design nutzen kann. Es geht darum, Markteilnehmer zusammenzubringen. Um den Nutzen von Design verstärkt im Bewusstsein zu verankern, neue Perspektiven aufzuzeigen und den Weg für eine erfolgreiche Integration von Design in die Firmenstrategie zu ebnen, hat bayern design Netzwerke mit Unternehmern und Designern, Wirtschaftskammern und Verbänden, Schulen und Ausbildungsstätten, Akademien und Hochschulen geschaffen. Mit dem Ziel, die Designkompetenz in Wirtschaft und Öffentlichkeit voranzutreiben, agiert bayern design auf folgenden Ebenen:

How does bayern design work? Design Konstantin Landuris Foto C. Boehm Design Konstantin Landuris Photo C. Boehm

b ayern design GmbH is Bavaria’s platform that links design and the economy. It acts as the contact for all types of industries and institutions, regardless of the size of a company or the queries concerning the benefits of design as a cross-sectional topic. Its task is to bring market participants together. With the objective to anchor the use of design in people’s awareness, identify new perspectives and pave the way for successful integration of design in corporate strategies, bayern design GmbH has created networks with entrepreneurs and designers, trade chambers and associations, schools, educational institutions, academies and colleges. To promote design competence in the economic and public sectors, bayern design GmbH is active in the following fields:

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was bietet bayern design? What does bayern design offer?

Angebote für den Markt D ie Angebote von bayern design orientieren sich an den Bedürfnissen der Marktteilnehmer aus klassischen Wirtschaftszweigen – Industrie, Dienstleistung, Handwerk – und denen der Kreativwirtschaft mit dem Fokus auf Design, Architektur und Werbewirtschaft. bayern design bewirkt damit die Stärkung der Designkompetenz von Unter- nehmen die Vernetzung der Marktteilnehmer die Vermittlung über Trends in der Gestaltung die Auseinandersetzung über technologische und gesellschaftliche Einflüsse auf die Gestal- tung den Know-how Transfer zwischen Industrie, Dienstleistung, Handwerk und der Design wirtschaft die Eruierung von Schnittstellen und interdiszi- plinären Handlungsfeldern die Kommunikation des Stellenwertes von Design für Allgemeinheit und Nutzer.

Professionelle Gestaltung schafft unbestritten ökonomischen Mehrwert. Um dies dauerhaft zu erreichen, befinden sich Design, Architektur und Werbewirtschaft in ständigem Wandel. Denn Gestaltung korreliert mit technischen Innovationen und gesellschaftlichen Veränderungen. bayern design ermöglicht als Initiator, Impulsgeber und Förderer vielseitige Angebote, die Orientierung zur Gestaltung im erweiterten Kontext bieten. Unternehmen und Kreativwirtschaft profitieren vom Diskurs über aktuelle Themen, die Einfluss auf die derzeitige Gestaltung nehmen. Zielgruppenspezifische Angebote sowie die Vernetzung zwischen Unternehmen und Kreativen machen bayern design zu einem verlässlichen, kompetenten Partner für Themen rund ums Design und benachbarten Disziplinen.

Services for the market T he services offered by bayern design follow the needs of players in traditional market segments – industry, services, crafts – and of the creative sector with a focus on design, architecture and advertising. With this offer, bayern design strengthens corporate design competence connects market participants informs about innovations and trends in design initiates dialog about the influence of technology and society on design supports transfer of know-how between the industrial, service, crafts and design sectors identifies interfaces and cross-disciplinary fields of activity communicates the importance of design to the general public and users.

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Professional design undisputedly generates added economic value. To ensure sustainable effects, design, architecture and advertising are changing continuously because design correlates with technical innovations and changes in society. As an initiator, motivator and promoter, bayern design facilitates a series of diverse offerings that can help align design in an extended context. Companies and creative people benefit from the discourse about trends that impact current design. Target-group specific offerings and the connection between businesses and creative people make bayern design a reliable, competent partner for all design matters and related disciplines.

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bayern design zielgruppen Bayern design Target groups

Industrie, Dienstleistung und Handwerk P rofessionelle Gestaltung ist ein wesentlicher Baustein zum Unternehmenserfolg. Dafür bieten gutes Design von Produkten, Architektur, Services sowie authentische Markenkommunikation die beste Basis. bayern design vermittelt gemeinsam mit fachlichen Kooperationspartnern aus der Kreativwirtschaft, wie Designprozesse richtig implementiert, die strategische Produktpolitik aufgebaut und wie nachhaltige Innovationsprozesse initiiert werden. Methoden wie das Design Thinking, bei denen die Einbeziehung verschiedenster Unternehmens- und Kompetenzbereiche erfolgt, werden erörtert. Strategien zur Markenentwicklung und -kommunikation sind für die Diversifizierung in gesättigten Märkten und durch das wachsende Markenbewusstsein der Kunden immer wichtiger. Die Angebote von bayern design sind auf diese Thematik

abgestimmt und geben Impulse für die gestalterische Umsetzung im eigenen Unternehmen. Unternehmen erfahren durch bayern design ebenfalls, welche Trends – wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, demografischer Wandel – sich wie auf ihre Geschäftsfelder auswirken und welche Chancen für Produkte, Kommunikation und Architektur daraus resultieren. bayern design bietet auf seinen Veranstaltungen und im Trägerverein bayern design forum e. V. die adäquate Plattform zum Netzwerken zwischen Unternehmen, zu passenden Designern, mit Hochschulen und Verbänden. Die Förderung des Mittelstandes, von kleineren Unternehmen und Start-ups steht im Fokus aller Aktivitäten. bayern design und seine Kooperationspartner sind die passenden Sparringspartner mit fachlicher Expertise für Produkt und Marke.

Industry, services and crafts P rofessional design is an essential contributor to corporate success. Well-designed products, architecture and services as well as genuine brand communication provide the optimal foundation. In cooperation with expert partners active in the creative sector, bayern design demonstrates how design processes are implemented correctly, the right strategic product policies are developed, and sustainable innovation processes are initiated. The discussion revolves around design thinking and other methods that incorporate diverse areas of business and competence. Diversification in saturated markets and customers’ increasing brand awareness call for strategies for developing and communicating brands. The services provided by bayern design meet these requirements and generate momentum for the implementation of design in companies.

In addition, bayern design informs businesses which trends – digitalization, sustainability, demographic change – impact their individual business segments and which opportunities can arise for products, communication and architecture. bayern design’s events and supporting association bayern design forum e. V. provide the ideal networking platform for representatives of the corporate and educational sectors, designers, and associations. All activities focus on promoting the mid-market, small companies and start-ups. Sharing the right expertise when it comes to products and brands, bayern design and its cooperation partners make excellent sparring partners.

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bayern design zielgruppen Bayern design Target groups

Kreativwirtschaft b ayern design legt den Fokus auf die Förderung von Unternehmen, die in drei Teilbranchen der Kreativwirtschaft tätig sind: Design, Architektur und Werbewirtschaft. Design Designer aller Disziplinen informieren sich durch die Angebote von bayern design über neueste maßgebliche Trends in der Gestaltung: Materialien, Technologien, Digitalisierung, Methoden, Wirtschaftsmodelle im Wandel. Der interdisziplinäre Austausch ermöglicht Wissenstransfer, Kooperationen und Kompetenzgewinn. Netzwerkaktivitäten fördern Kontakte innerhalb der Designwirtschaft und zu potentiellen Auftraggebern. Die Vermittlung zu Forschung und Wissenschaft macht den Weg frei für profunde Kooperationen und Pionierprojekte. Architektur Übergreifende Architekturthemen liefern auf Veranstaltungen von bayern design Impulse für die Gestaltung von Bauten, der Planung im Kontext

von Smart Cities und den Anforderungen an integrierte Mobilitätskonzepte. Auf Basis der gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Entwicklung führt bayern design den Diskurs über neue Lebensstile und Arbeitsformen und deren Konsequenzen für Architektur und Raumgestaltung. Architekten profitieren durch den von bayern design initiierten Dialog von Kreativwirtschaft, Objektentwicklung und Politik. Werbewirtschaft Die Konvergenz der Medien bedeutet für die Werbewirtschaft eine besondere Herausforderung. Marken müssen sich im analogen wie im digitalen Umfeld behaupten. Entsprechend wird Markenführung über Storytelling und transmedial wirksame Maßnahmen neu definiert. bayern design bietet Medien- und Kommunikationsdesignern, Typografen, Packaging und Interaction Designern sowie Marketingexperten und allen benachbarten Professionen das ideale Umfeld für den interdisziplinären Austausch. Adäquate Veranstaltungen fördern die eigene Fachkompetenz.

Creative business W here the creative sector is concerned, bayern design focuses on promoting companies in three industries: design, architecture and advertising. Design bayern design provides designers across disciplines with information regarding the latest developments and key innovations in design – materials, technologies, digitalization, methods, ever-changing business models. Cross-disciplinary dialog fosters the transfer of know-how and cooperation and drives knowledge acquisition. Networking activities facilitate contact among members of the design sector and potential customers. New information regarding research and science paves the way for lasting partnerships and pioneering projects. Architecture bayern design provides architects with comprehensive cross-disciplinary information that inspires construction design, smart city planning, and

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requirements for integrated concepts for mobility. Based on developments in society, in the social ambit and in the economic sector, bayern design leads the discourse about new lifestyles and forms of working and their impact on architecture and the design of spaces. Architects benefit from the dialog with representatives of the creative sector, urban development and politics initiated by bayern design. Advertising industry Media convergence is a unique challenge facing the advertising industry. Brands must hold their own in the analog and digital environments. Accordingly, brand management is redefined with the use of storytelling and measures with cross-media effects. bayern design offers media and communication designers, typographers, packaging and interaction designers, marketing experts and all other related professions the ideal forum for crossdisciplinary dialog, enabling them to develop their own skills through relevant events.

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Mitgliederreise zu Vitra Member trip to Vitra


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1 Smartes Design auf der Expo Milano 2015 Smart design at Expo Milano 2015 2 MCBW LECTURES in M체nchen Foto Hannes Magerst채dt MCBW LECTURES in Munich Photo Hannes Magerst채dt

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3 DesignCampus in Coburg Foto Michael Lechner DesignCampus in Coburg Photo Michael Lechner

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4 bayern design auf der BrauBeviale in N체rnberg bayern design at BrauBeviale in Nuremberg

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bayern design programm bayern design program

bayern design organisiert A uf Unternehmerforen, in Designgesprächen, Vorträgen, auf Ausstellungen und bei nationalen und internationalen Messeauftritten informiert bayern design über aktuelle Trends, Themen und den bayerischen Standortfaktor Design. Anhand von Best-Practice-Beispielen erfahren Unternehmer, wie und warum innovative Gestaltung zum Erfolg führt oder welche Entwicklungen ihre Branche zukünftig beeinflussen werden – um damit den Wettbewerb für sich zu entscheiden. Für Marktteilnehmer organisiert bayern design in Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnern Trainings, Workshops und Vorträge zur individuellen Weiterbildung und stellt sie so optimal für den Wettbewerb auf. Als Kompetenzzentrum bietet bayern design themenzentrierte Wissensforen und Ausstellungen an. Als internationales Schaufenster der bayerischen Designwirtschaft hat bayern design Deutschlands größtes Designevent, die Munich Creative Business Week (MCBW) etabliert. Gemeinsam mit dem MedienCampus Bayern e. V. veranstaltet bayern design das jährliche Netzwerktreffen der bayerischen Design-Professorinnen und -Professoren, den DesignCampus, und fördert so den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. bayern design begleitet ebenfalls den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner. Neben regelmäßigen Veranstaltungsreihen werden auch Konferenzen, Ausstellungen, Wettbewerbe und Designpreise für Industrie, internationale Auftraggeber und die öffentliche Hand entwickelt und durchgeführt.

bayern design organizes b ayern design hosts forums for entrepreneurs, design talks, lectures and exhibitions and participates in trade fairs in Germany and abroad to inform experts and the public about current trends, topics and design as location factor in Bavaria. From exemplary best practices, entrepreneurs learn how and why innovative design leads to success or which developments will impact their respective industries in the future. This knowledge helps them strengthen their competitive edge. In cooperation with qualified partners, bayern design organizes training sessions, workshops and lectures to support the individual development of market players and bolster their position among their competitors. As a competence center, bayern design offers dedicated knowledge forums and exhibitions. bayern design has established Munich Creative Business Week (MCBW), the largest design event in Germany, as international showcase of the Bavarian design industry. Jointly with MedienCampus Bayern e. V., bayern design hosts DesignCampus, an annual networking event for Bavarian design professors, to foster dialog between the science and the corporate sectors. Also, bayern design supports the Bavarian State Prize for Young Designers. In addition to regular event series, bayern design develops and implements conferences, exhibitions, contests and design awards for the industrial sector, customers from around the world, and the public sector.

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MCBW – design connects! S eit 2012 veranstaltet bayern design jährlich die Munich Creative Business Week (MCBW). Die wirtschafts- und technologieorientierte, internationale Designwoche hat in Fachwelt und Öffentlichkeit hohe Reputation erlangt. Renommierte Partner prägen mit ihren Events das herausragende, facettenreiche Programm. Hier präsentiert sich das kreative Potenzial bayerischer und internationaler Unternehmen, Agenturen und Top-Kreativen, die die vielseitigen Synergien zu Technologie und Forschung am Standort und das Qualitätsverständnis von Handwerk und Industrie im Zusammenspiel mit professioneller Gestaltung aufzeigen. Neben etablierten, internationalen Konzernen präsentieren sich Start-ups, deren Geschäftsmodell auf dem Erfolgsfaktor Design beruht. Beim Benchmark der EU-Kommission zu Beschäftigungsclustern für Kreative belegt die Metropolregion München innerhalb der EU hinter Paris und London Platz drei. Gut möglich, dass sie durch die MCBW auf der Skala noch weiter nach oben klettert! Substanz – auf der MCBW treffen sich die Player Kurze Innovations- und Lebenszyklen, steigende Komplexität von Produkten und Services sowie die sich rasant entwickelnde Digitalisierung in allen Lebensbereichen erfordern interdisziplinäre Gestaltungsansätze und ständigen Knowhow-Transfer zwischen allen Entwicklungspartnern. Die MCBW bringt die Akteure zusammen. Erlebnis – Design für Alle Design strukturiert unseren Alltag mehr, als vielen bewusst ist. Es ist zugleich ein einflussreiches Tool zur Veränderung von Gesellschaft und Umwelt. Partner der MCBW laden mit Ausstellungen, Talks, Workshops und vielen anderen Formaten nicht nur die Fachwelt sondern auch die designinteressierte Öffentlichkeit zum Dialog ein. Auch das ist Anliegen der MCBW. bayern design

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Munich creative business week Munich creative business week

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1 Empfang zur MCBW Foto Hannes Magerstädt Reception MCBW Photo Hannes Magerstädt

3 MCBW FORUM in München Foto Hannes Magerstädt MCBW FORUM in Munich Photo Hannes Magerstädt

2 Design Performance, IHM München Foto Olaf Becker Design Performance, IHM Munich Photo Olaf Becker

4 inpuls KICK OFF in München Foto Julia Bergmeister inpuls KICK OFF in Munich Photo Julia Bergmeister

MCBW – design connects! b ayern design has been organizing Munich Creative Business Week (MCBW) every year since 2012. This business- and technologyoriented international design week has made a name for itself among experts and the public. The outstanding, multi-faceted program is shaped by renowned partners and their events, showcasing the ingenious potential of companies, agencies and top creative minds from Bavaria and the world who illustrate the multitude of synergies of local technology and research as well as the quality standards implemented by the crafts and the industrial sector in connection with professional design. In addition to established corporations from around the world, start-ups present their business models based on design as a factor for success. According to the EU Commission, the Metropolitan Region of Munich ranks highest among employment clusters for creative people within the EU, behind Paris and London. MCBW may just be the factor needed to increase the ranking! Substance – meeting point for players Short innovation times and lifecycles, increasingly complex products and services, and the fast-paced digitalization of all aspects of life require cross-disciplinary approaches to design and continuous transfer of expertise among all partners involved in the development process. MCBW brings these players together. Experience – design for all Design structures our everyday lives to a greater extent than many of us realize. Design is an influential tool for changing our society and the environment. MCBW partners host exhibitions, talks, workshops and many other event formats to initiate dialog between experts and all others interested in design. MCBW shares this objective.

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1 MCBW im Stadtbild Foto Olaf Becker MCBW in the cityscape Photo Olaf Becker 2 Maker Space, BMW Welt M체nchen Foto C. Boehm Maker Space, BMW Welt Munich Photo C. Boehm 3 Koreanisches Design in M체nchen Foto Hannes Magerst채dt Korean Design in Munich Photo Hannes Magerst채dt 2

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„ Die MCBW gehört zu München, sie ist zu einer festen Größe geworden. Und sie hat aus ihrer lokalen Spezifikation heraus längst ein internationales Renommee entwickelt. Es ist ihre Leistung, ein immer größeres Netzwerk zu bilden mit Protagonisten aus Handel, Unternehmen, Hochschulen, Kulturinstitutionen und Medien, von Start-up bis etabliert, von designaffin bis professionell. Die Neue Sammlung ist seit Beginn an stolzer Partner der MCBW. MCBW is a part of Munich, it has become firmly established in the city. The event owes its long-standing global reputation not only to its local specification but to its success in building an ever-growing network of protagonists from the retail, corporate, academic, cultural and media sectors, from start-ups to established businesses, from design aficionados to professionals. Die Neue Sammlung The Design Museum has been a proud partner of MCBW from the start.

Dr. Angelika Nollert, Direktorin Die Neue Sammlung – The Design Museum Director Die Neue Sammlung – The Design Museum

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designförderung design promotion

bayern design fördert bayern design promotes D ie Förderung von Designkompetenz ist BeB ecause design competence is a crucial factor standteil der bayerischen Designinitiative. Defor success for the competitive edge of comsign- und Gestaltungskompetenz werden als ent- panies and regions, fostering design competence scheidende Erfolgsfaktoren im Wettbewerb von is an integral part of the Bavarian design initiative. Unternehmen und Regionen angesehen. On behalf of the Bavarian State Ministry of Economic bayern design übernimmt hierbei für das bayeri- Affairs and Media, Energy and Technology, bayern sche Wirtschaftsministerium die inhaltliche Prüfung design reviews grant applications from companies von Förderanträgen aus Bayern. Gefördert werden located throughout Bavaria. Flat rate subsidies can wirtschaftsnahe Veranstaltungen mit einer Förder- be granted to foster business-specific events. Up pauschale. Weiterhin können öffentlichkeitswirksa- to 50 percent of the eligible costs of high-profile, me, wirtschaftsnahe Projekte in Form von Studien, business-specific projects realized in the form of Tagungen, Workshops, Messebeteiligungen oder studies, seminars, workshops, trade fair stands or Ausstellungen im Rahmen einer Festbetragsfinan- exhibitions can be sponsored with fixed amounts. zierung mit bis zu 50 Prozent der zuwendungs- bayern design advises companies with regard to fähigen Kosten gefördert werden. bayern design their concepts, prepares expert opinions, and forberät bei der Konzeptionierung, begutachtet und wards applications to the ministry for approval. leitet die Anträge zur Genehmigung an das Minis- The goal is to continue the strategic expansion of terium weiter. the position of Bavaria as a leading site for design. Ziel ist es, Bayerns Spitzenposition als Gestaltungsstandort weiter strategisch auszubauen.

1 1 Coburger Designtage Foto Coburger Designforum Oberfranken e.V Coburger Designtage Photo Coburger Designforum Oberfranken e.V 2 Entwicklung einer Pflegeweste durch Lehrstuhl für Industrial Design an der TUM Foto Malte Pliszewski Development of a geriatric care vest by the chair of industrial design at TUM Photo Malte Pliszewski 3 Undesign #1 Spekulative Performance in München Foto Julia Bergmeister Undesign #1 Spekulative Performance in Munich Photo Julia Bergmeister

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1 1 Preisverleihung Bayerischer Staatspreis f체r Nachwuchsdesigner Foto Frank Wunderatsch Awards ceremony Bavarian State Price for Young Designers Photo Frank Wunderatsch 2 Austellung Bayerischer Staatspreis f체r Nachwuchsdesigner Foto Frank Wunderatsch Exhibition Bavarian State Price for Young Designers Photo Frank Wunderatsch

3 Typografie und Materialit채t gestaltet von Thomas Wirtz Typography and materiality designed by Thomas Wirtz 4 Merhaba von Preistr채gerin Susanne Honsa Foto Frank Wunderatsch Merhaba by award winner Susanne Honsa Photo Frank Wunderatsch

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Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner bavarian state price for young designers

Preiswürdig Award-winning D er Bayerische Staatspreis für Nachwuchsdesigner wird seit 1987 alle zwei Jahre vergeben. Ziel ist es, die große Bedeutung von ausgezeichnetem Design, guter handwerklicher Gestaltung und einer qualifizierten Ausbildung des Nachwuchses für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft hervorzuheben. Die Auswahlkriterien in den Kategorien Designtheorie/Designforschung, Digital Design, Gestaltendes Handwerk, Industriedesign, Interior Design, Kommunikationsdesign, Modedesign und Textildesign zeigen, dass neben einer hohen Gestaltungsqualität auch Innovationsfähigkeit sowie gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen im Design Berücksichtigung finden müssen. Der Bayerische Staatspreis für Nachwuchsdesigner soll die bayerische Wirtschaft auf besonders begabte Nachwuchskräfte aufmerksam machen und den Start ins Berufsleben erleichtern. Zu den Preisträgern gehören renommierte Designer wie zum Beispiel Stefan Diez (2002) und Konstantin Grcic (1988). bayern design begleitet den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner. Die Durchführung wird durch das Coburger Designforum Oberfranken e.V. übernommen. Die feierliche Preisverleihung findet alle zwei Jahre im Rahmen des Empfangs der Munich Creative Business Week (MCBW) statt.

T he Bavarian State Price for Young Designers has been presented every two years since 1987 to emphasize the key role excellent design, good craftsmanship and qualified vocational training play in the competitiveness of the economic sector. The selection criteria for the individual categories – design theory/research, digital design, design in crafts, industrial design, interior design, communication design, fashion design and textile design – show that design must reflect not only a high level of quality and power of innovation but also has to take into account social and environmental issues. The objective of the Bavarian State Price for Young Designers is to draw the attention of Bavarian businesses to highly talented young professionals and to facilitate their careers. Winners of the State Prize include renowned designers such as Stefan Diez (2002) and Konstantin Grcic (1988). Supported by bayern design, the Bavarian State Price for Young Designers is implemented by Coburger Design Forum Oberfranken e.V. The awards ceremony takes places every two years during the reception for Munich Creative Business Week (MCBW).

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bayern design forum e.V. bayern design forum e.V.

Ein starkes Netzwerk A strong network b ayern design is sponsored by the Bavarian efördert wird bayern design nicht nur durch State Ministry of Economic Affairs and Media, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, son- Energy and Technology and by bayern design fodern auch durch den bereits 1987 gegründeten rum e. V. Members of this supporting association Trägerverein bayern design forum e. V. Zu den Mit- which was founded in 1987 include renowned Bagliedern des Vereins zählen namhafte bayerische varian companies, agencies, chambers of commerUnternehmen, Agenturen, Wirtschaftskammern, Ver- ce, associations, and freelancers. In addition to helping develop Bavaria into an interbände und Freiberufler. Die Mitglieder fördern mit ihrem Beitrag nicht nur nationally recognized site for innovation and design den Ausbau Bayerns zum international anerkannten with their membership fees, members can attend Standort für Innovation und Gestaltung, sondern sie networking events to exchange ideas and opinions tauschen sich auch auf den regelmäßigen Netzwerk- and establish contact. bayern design makes its comveranstaltungen untereinander aus und bauen neue munication media accessible to the members and Kontakte auf. bayern design öffnet außerdem seine publishes industry-related news on its website, in Kommunikationsmedien für die Mitglieder und plat- its newsletters and on Facebook. Highlighted with ziert branchenrelevante News auf der Website, im a Bavarian lozenge, all members are listed on bayNewsletter oder auf Facebook. Selbstverständlich ern design’s website. Also, they have the right to sind auch alle Mitglieder auf der Website von bay- use the bayern design membership logo for their ern design gelistet und mit einer Raute als Mitglied communications. markiert. Für die eigene Kommunikation erhalten Members can rent bayern design’s premises in Nuremberg at reduced fees to hold their own events. sie das bayern design Mitgliedslogo. In the annual change, the members can showcase Die Mitglieder können schließlich für eigene Verantheir products and/or services free of charge at the staltungen die Veranstaltungsräume der Geschäftsbayern design lounge at NürnbergMesse, one of stelle in Nürnberg zu ermäßigten Konditionen nutzen the top 15 trade fair sites worldwide. Members and oder im jährlichen Wechsel kostenfrei ihre Produkte oder Dienstleistungen in der bayern design lounge their staff receive discounts for participation in many auf der NürnbergMesse, einem der Top 15 Mes- events hosted by bayern design. sestandorte weltweit, präsentieren. Die Teilnahme If you are interested in joining our strong network, an vielen Veranstaltungen von bayern design ist please contact us. For more information regarding für Mitglieder und deren Mitarbeiter preisgünstiger. membership, please contact Dr. Kilian Steiner, Head Wollen auch Sie Mitglied dieses starken Netzwerks of Public Relations of bayern design GmbH, at phowerden? Dann sprechen Sie uns an! Weitere Infor- ne number +49 911 240 22-31 or at steiner@baymationen zur Mitgliedschaft erteilt Dr. Kilian Stei- ern-design.de. ner, Leitung Öffentlichkeitsarbeit, bayern design The Board of Directors is made up of renowned enGmbH, unter +49 911 240 22-31 oder steiner@bay- trepreneurs and representatives of several Bavarian ern-design.de. chambers of industry and commerce. G

Im Vorstand sind neben Unternehmerpersönlichkeiten auch viele bayerische Industrie- und Handelskammern vertreten.

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Geschäftsführender Vorstand Executive Board Members 1 Rolf Schifferens Vorsitzender und Mitglied des Vorstands der Faber-Castell AG Chairman and Member of Executive Board of Faber-Castell AG 2 Wolfgang F. Bastert 2. Vorsitzender und Geschäftsführer der Barthelmess Display & Decoration GmbH Deputy Chairman and CEO of Barthelmess Display & Decoration GmbH 3 Rolf Keller Schriftführer und Mitglied der Geschäftsleitung NürnbergMesse GmbH Secretary and Member of the Board of Directors of NürnbergMesse GmbH 4 Hans-Hermann Ueffing Schatzmeister und Geschäftsführer der TÜV Rheinland LGA Beteiligungs GmbH Treasurer and Managing Director of TÜV Rheinland LGA Beteiligungs GmbH

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Kooptierter Vorstand Coopted Board Member 3

Wolfram Brehm Stv. Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth Deputy Managing Director of IHK für Oberfranken Bayreuth Dr. Andreas Freundt Hauptgeschäftsführer der IHK Aschaffenburg Managing Director of IHK Aschaffenburg

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Den Vorstand des bayern design forum e. V. repräsentieren namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Unternehmen der öffentlichen Hand. The bayern design forum e. V. Board of Management is represented by renowned individuals from the economic and public sectors.

Thomas Genosko Abteilungsleiter für Standortpolitik, Innovation und Umwelt der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim Head of the Department for Regional Economic Policies, Innovation and the Environment at IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim Prof. Dr. Ralf Jahn Hauptgeschäftsführer der IHK WürzburgSchweinfurt Managing Director of IHK WürzburgSchweinfurt Markus M. Lötzsch Hauptgeschäftsführer IHK Nürnberg für Mittelfranken Managing Director of IHK Nürnberg für Mittelfranken Siegmar Schnabel Hauptgeschäftsführer IHK zu Coburg Managing Director of IHK zu Coburg

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30 Jahre bayern design 30 years of bayern design

Drei starke Jahrzehnte Three strong decades 1

987 initiiert der bayerische Unternehmer und Markenpionier Anton W. Graf von Faber-Castell mit Partnern die Gründung des Designforum Nürnberg e. V. Was zunächst als lokale Initiative mittelständischer Unternehmer und selbständiger Gestalter beginnt, entwickelt sich rasch zum überregional anerkannten Kompetenzzentrum für Design. 1999 bezieht die Geschäftsstelle des Vereins die repräsentativen Räumlichkeiten neben dem Neuen Museum für Kunst und Design in Nürnberg. Seit 2001 ist der Verein Träger der neugegründeten bayern design GmbH, die im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie alle staatlich geförderten Designaktivitäten in Bayern koordiniert. Vier Jahre später benennt sich folgerichtig auch der Trägerverein in bayern design forum e. V. um. Zum zwanzigjährigen Jubiläum wird 2007 die bayern design lounge auf der NürnbergMesse eröffnet. Das internationale Messepublikum kann sich hier ganzjährig über den Designstandort Bayern informieren. 2011 eröffnet bayern design eine weitere Geschäftsstelle in München, die seit 2012 jährlich die Munich Creative Business Week (MCBW) organisiert. 2015 beteiligt sich das Königreich Dänemark als erstes Partnerland an der MCBW. Im gleichen Jahr präsentiert bayern design auf der Weltausstellung EXPO Milano 2015 unter dem Titel „Smart Innovation – Design from Bavaria“ außergewöhnliche Lösungen, nachhaltige Designideen sowie zukunftsweisende Designansätze aus Bayern. Binnen 30 Jahren hat sich bayern design durch zahlreiche Aktivitäten im In- und Ausland zu einem international anerkannten Designzentrum für den Wirtschaftsstandort Bayern gewandelt.

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n 1987, Bavarian entrepreneur and brand pioneer Anton W. Graf von Faber-Castell and his partners initiated the founding of Designforum Nürnberg e. V. What started out as a local initiative of mid-market businesses and freelance designers quickly developed into a competence center for design known beyond state borders. In 1999, the association relocated its offices to the prestigious premises adjacent to Neues Museum für Kunst und Design in Nuremberg. Designforum Nürnberg e. V. has been supporting bayern design GmbH since 2001. On behalf of the Bavarian Ministry of Economic Affairs and Media, Energy and Technology, bayern design GmbH coordinates all publicly subsidized design activities in Bavaria. Consequentially the supporting association renamed itself bayern design forum e. V. in 2005. On the occasion of its 20th anniversary bayern design opened the bayern design lounge at the Nuremberg fairgrounds in 2007. Year-round, the bayern design lounge provides trade fair participants from around the world with information regarding Bavaria as a site for design. In 2011, bayern design GmbH opened a branch in Munich which has been organizing the annual Munich Creative Business Week (MCBW) since 2012. The Kingdom of Denmark was the first partner country to participate in MCBW in 2015. In the same year, at Expo in Milan, following the motto “Smart Innovation – design from Bavaria” bayern design GmbH showcased outstanding solutions, sustainable design ideas and future-oriented approaches to design originating in Bavaria. Thanks to its many activities in Germany and abroad, over the course of 30 years bayern design has evolved into a world-renowned design center for the state of Bavaria.

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1 Mitgliederversammlung bayern design forum e.V. Foto Anna Seibel General assembly bayern design forum e.V. Photo Anna Seibel

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2 Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell († 2016) Foto Faber-Castell Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell († 2016) Photo Faber-Castell

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3 Ausstellung in den neuen Räumlichkeiten in Nürnberg Exhibition in the new premises in Nuremberg 4 Lisa Marie Franke († 2009) bayern design Geschäftsführerin (2003 - 2009) Foto Patrick Reinig Lisa Marie Franke († 2009) bayern design Managing Director (2003 - 2009) Photo Patrick Reinig 5 Ausstellung Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner 1989 in Nürnberg Exhibition Bavarian State Price for Young Designers 1989 in Nuremberg

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bayern design lounge, NĂźrnbergMesse Foto Patrick Reinig bayern design lounge, NĂźrnbergMesse Photo Patrick Reinig

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„ Designer werden zunehmend zu Katalysatoren für Innovationen, für den selbstbewussten und konstruktiven Umgang mit disruptiven Veränderungen. Insbesondere die Digitalisierung verschiebt dabei den Fokus von herkömmlichen Designauffassungen bezogen auf Produkte, Textilien oder Kommunikation hin zur Gestaltung von Prozessen, Beziehungen und Situationen. Design in diesem Sinne ist weit mehr als Ergebnis oder Methode: eine Haltung, die Unternehmen und Organisationen, Politik und Gesellschaft gestaltet. Designers increasingly are becoming catalysts for innovation, for the assertive and constructive management of disruptive change. Digitalization in particular is shifting the focus from traditional perceptions of design related to products, textiles or communication towards the design of processes, relationships and situations. In this context, design is much more than a result or a method – design is an attitude that shapes companies and organizations, politics and society.

Boris Kochan, Präsident des Deutschen Designtag e.V. und geschäftsführender Gesellschafter KOCHAN & PARTNER GmbH President of Deutscher Designtag e.V. and managing partner31 of KOCHAN & PARTNER GmbH


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1 Solar Trees, Expo Milano 2015 Architektur: SCHMIDHUBER, M端nchen Hersteller: Belectric OVP GmbH Solar Trees, Expo Milano 2015 Architecture: SCHMIDHUBER, M端nchen Manufacturer: Belectric OVP GmbH 2 Achtgeschossiger Wohnungsbau in Holz, Bad Aibling, von SCHANKULA-Architekten Eight-storied apartment construction in wood, Bad Aibling, by SCHANKULA-Architekten 3 Visualisierung Hauptbahnhof M端nchen Foto Auer Weber / DB Station & Service AG Visualization Hauptbahnhof M端nchen Photo Auer Weber / DB Station & Service AG

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Smart City und Architektur Smart City and Architecture

Sozial und nachhaltig gestaltet Social and sustainable design D

T he digital revolution has captured architects ie Digitale Revolution hat auch Architektur und Städtebau erfasst. Modernste computergeand urban developers as well. State-of-the-art steuerte Planungs- und Produktionsmethoden und computer-controlled planning and production meneue Materialien eröffnen ungeahnte technische thods and new materials afford unexpected techund ästhetische Möglichkeiten. nical and aesthetic opportunities. Gleichzeitig erfordern rasant fortschreitender Kli- At the same time, rapidly advancing climate change mawandel, ungebremstes Wachstum der Städte as well as the unbridled growth of cities and the vaund unterschiedliche Lebensstile ihrer Bewohner rious lifestyles of their inhabitants call for innovatiinnovative planerische, am besten interdisziplinä- ve – ideally, cross-disciplinary – planning strategies. re Strategien. The dilemma: Increasing – or at the very least, unDas Dilemma: Steigende Ansprüche - oder zumin- varying – demands must be met on space unable to dest gleichbleibende – müssen auf Flächen befriedigt grow along with them. The impact on infrastructure, werden, die nicht mitwachsen können. Das hat enor- recreational and green areas, models for urban deme Auswirkungen auf die Infrastruktur, auf Frei- und velopment and on the design of homes, workspace Grünräumen – und auf städtebauliche Entwürfe so- and commercial buildings is substantial. wie Gestaltung von Wohn-, Büro-, Gewerbebauten. Complex solutions must be sustainable and socially Komplexe Lösungen müssen nachhaltig und sozial compatible and must have the ability to respond sein und auf sich verändernde Anforderungen re- to changing needs. Focus is on the use of regional agieren können. Wichtig ist die Verwendung regio- construction materials that offer the highest possinaler sowie möglichst energieeffizienter Baustoffe ble level of energy-efficiency, intelligent technology, und intelligenter Technologien, die Berücksichtigung attention to embodied energy, and the creative use der grauen Energie und eine kreative Nutzung von of space. Current and future citizens (participation, Flächen. Die derzeitigen und künftigen Bewohner cross-generation equity) also have to be taken into (Partizipation, Generationengerechtigkeit) müssen consideration. mit einbezogen werden. Potential solutions include smart homes and indiviAntworten sind etwa intelligente Häuser und indi- dualized division of space as well as multifunctional viduelle Raumaufteilungen. Oder multifunktionelle use that make it possible to build over traffic routes Nutzungen. So lassen sich zum Beispiel Verkehrs- (train tracks, streets, parking lots), make noise-prowege (Bahntrassen, Straßen, Parkplätze) überbau- tection walls green so they can double as climate en. Lärmschutzwände können begrünt werden und buffers, graffiti or climbing attractions. Green façagleichzeitig als Klimapuffer, Graffiti- oder Kletter- des and rooftops equipped with undisturbed phowand dienen. Begrünte Fassaden und Dächer, auf tovoltaic systems ensure greener cities throughout. denen – störungsfrei – Photovoltaikanlagen platziert Urban Planning // Smart Home // Interior sind, sorgen für Durchgrünung. Design // Universal Design Stadtplanung // Smart Home // Innenarchitektur // Universal Design

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Architektur und Städtebau in Mßnchen von Aika Schluchtmann Architekten Architecture and city planning in Munich by Aika Schluchtmann Architekten


„ Positive User Experience wird als Ziel für Produktentwicklungen immer wichtiger. Design Thinking und Co-Creation werden daher zunehmend an Bedeutung gewinnen. Digitalisierung und steigende Vernetzung führen zu einer komplexeren Welt. Die Aufgabe von Designern wird sein, die Vielzahl an Informationen begreifbar und nutzbar zu machen. Bayern, mit München als einem der wichtigsten Design-Hubs Europas, inspiriert und bietet optimale Bedingungen, um international erfolgreich zu sein. The relevance of positive user experience as an objective of product development is increasing. As a result, design thinking and co-creation will become more and more important. Growing digitalization and interconnectedness make the world more complex. Designers will be tasked with making the large amount of information comprehensible and usable. Bavaria – with Munich, a leading European design hub – inspires and offers optimal conditions for global success.

Prof. Dipl.-Des. Michael Lanz, designaffairs GmbH designaffairs GmbH


gesundheitswesen, Medical Design Health Care, Medical Design

Gesund und gut in Form Healthy and in good shape D

A s one of the most dynamic industries worldas Gesundheitswesen ist eine der weltweit dynamischsten Branchen und beschleunigt so wide, healthcare accelerates innovation in arInnovationen in Architektur und Design – für die chitecture and design to further wellbeing on the Förderung des Wohlbefindens einerseits und die one hand and treat illnesses on the other hand. In Behandlung von Krankheiten andererseits. In der architecture, the correlation between designed enArchitektur spielt die Wechselbeziehung zwischen vironments and human health plays the main role. gebauter Umgebung und menschlicher Gesundheit Traditional medical design, the development of prodie Hauptrolle. Beim klassischen Medical Design ducts for medical care, uses industrial design as von Produkten für die medizinische Versorgung the basis for the continuous optimization of ergowerden auf Basis des Industrial Designs ständige nomics and functionality, reduced complexity and Optimierungen der Ergonomie, der Funktionalität, provision of visual orientation with the aid of interder Komplexitätsreduzierung und der visuellen Ori- faces. The necessary Evidence-Based Design (EBD) entierung mittels Interfaces geleistet. Interdiszipli- is backed by substantiated cross-disciplinary stunäre, fundierte Studien sichern notwendiges Evi- dies. In addition, design services include the predence-Based Design (EBD) ab. Designleistungen paration of concepts for preventive medical treatumfassen zusätzlich die Konzeption der medizini- ments and identify potential for designing therapies schen Vorsorge und decken Potenziale für die Ge- and prevention. The increasing level of digitalizatistaltung von Therapien und Präventionen auf. Die on opens up other areas such as home health care, zunehmende Digitalisierung eröffnet weitere Berei- relocating services from medical and/or care faciche, beispielsweise Home Care. Leistungen aus lities to the home. A health-conscious lifestyle and Kranken- und Pflegeeinrichtungen werden in die trends including the Quantified-Self-movement rehäusliche Umgebung verlagert. Gesundheitsbe- sult in entirely new products which satisfy the dewusster Lebensstil und Trends wie die Quantified- mand for making physical performance and data Self-Bewegung führen zu gänzlich neuen Produk- visible on smartwatches or smartphones for healthten: Gefordert ist die Visualisierung körperlicher conscious stimulation and motivation. Leistungen und Werte für gesundheitsbewusste Healing Architecture // User Experience // Stimulanz und Motivation auf Smartwatch oder Interface Design // User-centered Design Smartphone. Healing Architecture // User Experience // Interface Design // User-centered Design

1 Care-O-bot 4 gestaltet von Phoenix Design Care-O-bot 4 designed by Phoenix Design

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2 Morita Zahnarztequipment gestaltet von f/p design Foto Thomas Lippmann Morita dental equipment designed by f/p design Photo Thomas Lippmann 3 Siemens Biograph mMR gestaltet von designaffairs Siemens Biograph mMR designed by designaffairs 4 Morita Ultraschallscaler fßr Zahnärzte gestaltet von f/p design Morita dental ultrasound scaler designed by f/p design

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Industrie 4.0 Industry 4.0

Digitale Transformation Digital transformation Z

entrales Element der Industrie 4.0 und dem damit einhergehenden Internet der Dinge (IoT) ist die digitalisierte, vernetze Wertschöpfungskette. Die Rationalisierung von Prozessen, die Automatisierung von Routinearbeiten und die Verkürzung der Logistikkette sind typische Merkmale. Ziel ist es, Produkte effizienter und individueller zu fertigen und schneller im lokalen Markt verfügbar zu haben. Um das inhärente Potenzial adäquat auszuschöpfen, ist die enge Verzahnung von Design, Engineering und Produktionskette wichtig. Für die Gestaltung ergeben sich daraus drei wesentliche Dimensionen: das Design der Schnittstellen, der Arbeitsplätze und Produkte. Im Kontext von Produktion und Logistik liefert Interface-Design anschauliche, verständliche Informationen, die aus großen Datenmengen generiert werden – zum Beispiel zur Steuerung von industriellen Anlagen. Die dezentrale Produktion trennt räumlich Entwicklung und Fertigung, zusätzlich ändert sich die Gestaltung herkömmlicher Arbeitsplätze durch Robotik und Automatisierung. Der hohe Individualisierungsgrad der Endprodukte verlangt vom Design, dem Kunden Partizipationsmöglichkeiten einzuräumen. Dem interdisziplinären Zusammenspiel aus Forschung, Industrie und Design kommt im aktuellen Stadium der Industrie 4.0 eine Schlüsselrolle zu. Interface Design // Internet of Things // UX Design // Maker Space

T

he digitalized, interconnected value chain is the central element of Industry 4.0 and the associated Internet of Things (IoT). Typical features include rationalized processes, automated routine tasks, and a reduced logistics chain. The goal is to make production more efficient and individualized so products are available in the local market more quickly. Tapping the inherent potential reasonably requires close interweaving of design, engineering and the production chain. These developments results in three main dimensions for design: the design of interfaces, workplaces and products. In production and logistics, interface design delivers clear and vivid information generated from large data volumes, for example, to control industrial plants. Decentralized production ensures the physical separation of development and manufacturing while robotics and automation modify the design of the traditional workplace. Due to the high level of individualism of final products, design must be able to provide customers with options for participation. In the current stage of Industry 4.0, the cross-disciplinary interaction of research, industry, and design plays a key role. Interface Design // Internet of Things // UX Design // Maker Space

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1 FutureCraft 3D: Zwischensohle aus dem 3D-Drucker Foto Adidas FutureCraft 3D: midsole from the 3D printer Photo Adidas

2 Adidas Speedfactory – Die Zukunft der Produktfertigung Foto Adidas Adidas Speedfactory – The future of commercial production Photo Adidas

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Industrie 4.0 Industry 4.0

1 Intelligenter Handschuh von ProGlove Foto Hannes Magerstädt Smart glove from ProGlove Photo Hannes Magerstädt 2 Siemens zeigt das Potenzial der Industrie 4.0 am Beispiel der Automobilfertigung Foto Siemens AG Siemens shows the potential of Industry 4.0 using the example of automotive manufacturing Photo Siemens AG 1

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„ Design genießt in Bayern und München einen ganz besonderen Stellenwert. Die strukturellen Voraussetzungen und administrativen Leistungen, Schulen und Universitäten, Unterstützung bei Unternehmensgründungen, Netzwerkarbeit mit etablierten Unternehmen, die Leistungen von bayern design sind eine Erfolgsgeschichte. Als BMW Group gratulieren wir herzlich zu den ersten 30 Jahren. Design has a very special status in Bavaria and in Munich. The structural conditions and administrative services, schools and universities, support for start-ups, networking with established companies, and the achievements of bayern design are a success story. BMW Group offers its congratulations on the first 30 years.

Adrian van Hooydonk, Senior Vice President BMW Group Design Senior Vice President of BMW Group Design

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Mobilität Mobility

Design bewegt Design moves N

eue Dimensionen der Gestaltung eröffnen sich angesichts paralleler Mobilitätstrends. Das digitale Beziehungsgeflecht verschiedener Systeme, die Renaissance des öffentlichen Verkehrs, die Entwicklung alternativer Antriebe, Fahrzeugassistenzsysteme, autonomes Fahren sowie Sharing-Konzepte – dies sind die großen, gestalterisch relevanten Themen. Interface und Interaction Design sind gefragt, wenn Daten für intermodale Fahrten in der individuellen Reisekette optimal miteinander verknüpft werden sollen. Die App auf dem Smartphone hat komprimiert und anschaulich Informationen über Fahrzeiten, Anschlüsse, Haltestellen, Parkplätze und Preise zu liefern. Auf der Produktebene geht adäquates Transportation-Design einher mit technischen Innnovationen, die die Mobilität komfortabler, sicherer, effizienter und umweltverträglicher gestalten. Das Design hat den differenzierten Anforderungen der Nutzer Rechnung zu tragen und ist gleichzeitig Transmitter in einem komplexen System aus Fortbewegungsmitteln, Infrastruktur und digitaler Welt. Transportation Design // Interface Design // Interaction Design // User-centered Design Service Design

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arallel trends in mobility open up new dimensions of design. The web of digital relationships among systems, the renaissance of public transportation, the development of alternative drives, driver assistance systems, autonomous driving, and sharing concepts are among the major topics relevant to design. Interface and interaction design are in demand to facilitate optimal links between data relating to intermodal journeys in people’s individualized travel chains. Smartphone apps must deliver comprised and transparent information regarding travel schedules, connections, stations, parking, and fees. At the product level, reasonable transportation design goes hand in hand with technical innovations which make mobility safer, more convenient, efficient and environmentally-friendly. Design must accommodate users’ differentiated requirements and, at the same time, acts as the transmitter in a complex system of means of transportation, infrastructure, and the digital world. Transportation Design // Interface Design // Interaction Design // User-centered Design // Service Design

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3 1 E-Senkrechtstarter von Lilium Aviation gestaltet von Hyve E-VTOL from Lilium Aviation designed by Hyve 2 BMW Vision Car i Vision Future Interaction Foto Hannes Magerstädt BMW Vision Car i Vision Future Interaction Photo Hannes Magerstädt

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3 Velox E-Bike Designstudie der Hochschule München Fakultät für Design und VW Design Gestaltet von Daniel Englbrecht Velox e-Bike design concept of the University of Munich Faculty of Design and VW design Designed by Daniel Englbrecht

4 Future Mobility Concept Zeppelin LZ_2020 der Hochschule München Fakultät für Design Gestaltet von Michel Ellebrock Future Mobility Concept Zeppelin LZ_2020 of the University of Munich Faculty of Design Designed by Michel Ellebrock 5 U-Bahn München C2 / SWM / MVG (Interior + Exterior) gestaltet von N+P Industrial Design Munich Metro C2 / SWM / MVG (Interior + Exterior) designed by N+P Industrial Design

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digitale unterhaltung & Information digital entertainment & Information

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Digitales Design D

ie zunehmende Annäherung und Durchdringung von digitaler und analoger Welt bietet ein enormes Betätigungsfeld für Designer. Bild- und Filmwelten leben heute von animierten Objekten und simulierten Situationen. Immersive Medien, die den Betrachter in ein Thema regelrecht eintauchen lassen, sind gefragt. Die perfekte Umsetzung startet beim Visual Storytelling, der gekonnten transmedialen Inszenierung von Themen und Geschichten in Bildern. Aber nicht nur im Bereich des Entertainments, sondern auch in der Arbeitswelt spielt die Visualisierung von komplexen Informationen eine tragende Rolle. Mediengestalter kreieren digitale Szenarien (Virtual Reality / VR) oder ergänzen reale Umgebungen mit virtuellen Zusatzinformationen (Augmented Reality / AR). Neben der notwendigen Software spielen Hardware-Innovationen eine wesentliche Rolle. 360° Kamerasysteme bieten gänzlich neue Betrachtungsperspektiven. Per Mausklick am Bildschirm oder via Headset und Touchpoints wählt der Betrachter ergänzend seinen individuellen Standort im Bild aus. Bei der Mixed Reality (MR) lassen sich die in der realen Welt eingebetteten virtuellen Objekte betrachten und mittels Augenkontakt, Gesten und Bewegung steuern – Headset vorausgesetzt. Die Filmwirtschaft setzt neben innovativer Kameratechnik maßgeblich auf die Kombination aus Realfilm-Aufnahmen und Computeranimation. Visual Effects und Postproduktion inszenieren schlussendlich die gewünschte Fiktion. Bei Games aller Art liegt der Fokus auf Interaktion, denn hier treten Spieler gegeneinander an. Neben dem umsatzstarken Digital Entertainment sind auch andere Branchen im Fokus. Mediendesigner gestalten Konfiguratoren für Autos, Möbel, Mode und Simulatoren für Piloten und Chirurgen. Architekten planen und kommunizieren Bauvorhaben mittels Virtual Reality und Mixed Reality. Virtual Reality (VR) // Augmented Reality (AR) // Media Design // Interaction Design // Visual Storytelling // Games Design

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1 Science Fiction im Games Design: Subsiege entwickelt durch Icebird Studios Science Fiction in Games Design: Subsiege developed by Icebird Studios 2 Reale und virtuelle Welten verbindet die Microsoft HoloLens Foto Microsoft The Microsoft HoloLens connects real and virtual worlds Photo Microsoft 3 Entwurf von Industrieanlagen mittels VR Foto Fraunhofer IIS & Kurt Fuchs Design of industrial plants using VR Photo Fraunhofer IIS & Kurt Fuchs 3

Digital design T

he increasing convergence and infiltration of the digital and analog worlds offer great potential for designers’ fields of activity. Animated objects and simulated scenarios have become established components of movies. Immersive media which allow the spectator to virtually dive into a specific topic are in great demand. The perfect execution starts with visual storytelling, the skillful cross-media staging of topics and stories with the use of images. In addition to the entertainment sector, visualizing complex information plays a key role in work environments. Media designers create digital scenarios (Virtual Reality / VR) or complement actual environments with virtual information (Augmented Reality / AR). In addition to the software solutions required, hardware innovations play a major role. 360° camera systems offer the viewer a whole set of new perspectives. By a click of the mouse on the monitor or via headset and touch points, they also can select their individual locations in the image. Mixed Reality (MR) makes it possible to view virtual objects embedded in the real world and control them over the headset with the eyes, gestures and movement. The film industry relies heavily not only on innovative camera technology, but also on a combination of real-film recordings and computer animation. The desired level of fiction is generated by visual effects and in post-production. The focus of games is on interaction – players compete against each other. In addition to strong-selling digital entertainment, other industries are in the limelight. Media designers create configuration tools for cars, furniture and fashion as well as simulators for pilots and surgeons. Architects plan and communicate their projects using Virtual Reality and Mixed Reality. Virtual Reality (VR) // Augmented Reality (AR) // Media Design // Interaction Design // Visual Storytelling // Games Design

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markenkommunikation brand communication

Markenwelten schaffen Creating brand worlds E

S uccessful brand communication is based on rfolgreiche Markenkommunikation basiert auf gestalterischer Konsistenz im Analogen wie consistent design, both analog and digital. im Digitalen. Marken erzählen Geschichten, um Iden- Brands tell stories to link identity, authenticity, cretität, Authentizität, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und dibility, trust and recognition into one brand-defining Wiedererkennung zu einem markenprägenden Auf- image. The interaction of functional and emotional tritt zu verknüpfen. Das Zusammenspiel funktiona- pledges to fulfill users’ presumed needs is one of ler und emotionaler Versprechen zur Erfüllung mut- the key factors of brand management. Products maßlicher Nutzerbedürfnisse ist zentraler Faktor der are its ambassadors. Markenführung. Produkte sind ihre Botschafter. To achieve the level of diversification mandated by Zur notwendigen Diversifizierung in gesättigten Märk- saturated markets, brand experts increasingly rely ten setzen Brand-Experten zunehmend auf Story- on storytelling. From these stories, they deduce camtelling, leiten davon Kampagnen, Content- und So- paigns as well as content and social media stratecial Media-Strategien ab, die in Print-Medien, gies that find their way into print media, the digital digitaler Welt oder auch der Architektur Einzug hal- world, or the realm of architecture. While traditional ten. Klassische Elemente wie Logo, Typografie und elements such as logos, typography and color conFarbe fungieren zwar wie eh und je als signifikante tinue to be significant features of corporate design Merkmale des Corporate Designs und CI-gerechtes and CI-compatible packaging design has become Packaging Design ist heute eine Selbstverständ- an established necessity, scenography is used to lichkeit. Ergänzend rückt Szenografie das Produkt showcase the product as the brand nucleus, be it als Marken-Nukleus ins rechte Licht – sei es als in the form of an event during a product launch, at Event beim Produkt-Launch, in Flagship- und Pop- flagship or pop-up stores, or at museums dedicaup-Stores oder Markenmuseen. Corporate Identity ted to brands. In the digital environment, corpound markenspezifische Nutzererlebnisse setzen rate identity and brand-specific user experiences sich im digitalen Umfeld bei der Gestaltung von also are reflected in the design of websites, online Websites, Online-Portalen und Blogs fort. Interak- portals and blogs. Interactive brand communities tive Brand-Communities forcieren die Partizipation urge customers to participate in brand management, seitens der Kunden an der Markenführung und sta- thus creating an entirely new relationship among tuieren auf diese Art ein gänzlich neues Verhältnis market players. zwischen allen Marktteilnehmern. Communication Design // Corporate Identity // Communication Design // Corporate Identity // Packaging Design // Product Design // Packaging Design // Produktdesign // Architecture // Brand Management Architektur // Brand Management 1

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1 The Cloud von Schmidhuber für Audi Foto Andreas Keller The Cloud from Schmidhuber for Audi Photo Andreas Keller

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2 Titelseite der 100 Jahre Philip Rosenthal Festschrift gestaltet von Milch und Honig Foto Rosenthal Cover of the Philip Rosenthal 100 anniversary magazine designed by Milch und Honig Photo Rosenthal 3 Innenteil der 100 Jahre Philip Rosenthal Festschrift gestaltet von Milch und Honig Foto Rosenthal Inside pages of the Philip Rosenthal 100 anniversary magazine designed by Milch und Honig Photo Rosenthal 4 Geschäftsbericht der Deutschen Post DHL gestaltet von hw.design Deutsche Post DHL annual report designed by hw.design 5 Corporate Identity für das Café Luitpold gestaltet von Rose Pistola Corporate identity for the Café Luitpold designed by Rose Pistola

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markenkommunikation brand communication

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1 BMW Welt von Coop Himmelb(l)au Foto C. Boehm BMW Welt by Coop Himmelb(l)au Photo C. Boehm 2 Produkt als Markenbotschafter Faber-Castell Collection Art & Graphic Product as brand ambassador Faber-Castell Collection Art & Graphic

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„ Zu den großartigen zehn Regeln von Dieter Rams für gutes Design muss zukünftig die Regel elf kommen: Das Design der Zukunft muss ressourcen- und energieschonende Herstellbarkeit, Langlebigkeit, Umweltverträglichkeit, Reparaturfähigkeit und – am Ende des Produktlebenszyklus – Stofftrennbarkeit und als Ziel die hundertprozentige atomare Recyclebarkeit ermöglichen. Auf zum molekularen Design! Dieter Rams’ great ten rules for good design will have to be amended to include rule eleven: Future design must facilitate resource- and energy-efficient manufacturing, longevity, environmental compatibility, reparability and, at the end of the product lifecycle, the ability to be separated into its original components; the goal has to be one-hundred percent atomic recyclability. On to molecular design!

Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor Deutsches Museum General Director of Deutsches Museum

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creative thinking creative thinking

Business as unusual Business as unusual D

er methodische Ansatz des Design Thinking hat im Innovationsmanagement von Unternehmen Einzug gehalten. Interdisziplinäre, heterogene Teams finden mittels dieser Methode Lösungen für Produktinnovationen oder Services. Das Verfahren wird mittlerweile auch bei der Etablierung neuer Wirtschaftsmodelle in Unternehmen eingesetzt – beispielsweise im Sinne von Circular Economy – und ist somit Impulsgeber für Umstrukturierungen. Design Thinking macht sich die Vorteile zweierlei Denkweisen zunutze: der nutzerzentrierten, alltagspraktischen, schöpferischen des Designs und der kausalen, organisierten, strukturierten des klassischen Managements. Im mehrstufigen Prozess werden zunächst durch Beobachtung Probleme erkannt, beschrieben und verstanden. Anschließend ist die Lösungskompetenz aller Beteiligten gefragt. Ideen werden generiert, visualisiert, mittels einfacher Prototypen getestet und immer wieder hinterfragt. Die jeweiligen Erkenntnisse und Erfahrungen werden dabei vernetzt. Dieser iterative Prozess bewirkt, dass Innovationen mutiger und nachhaltiger durchgesetzt werden können. Die strategische Rolle von Designkompetenz gewinnt im Unternehmen an Bedeutung. Auch etablierte Unternehmensberatungen haben die Chancen von Design Thinking erkannt und erweitern ihre Kompetenz durch Beteiligungen an Designstudios. Das Angebot des Service Designs basiert häufig auf Methoden des Design Thinking. Es beinhaltet den Prozess der Gestaltung von Dienstleistungen oder produktspezifischen Services. Mit Service Design lassen sich u. a. Finanzdienstleistungen oder digitale Zusatzangebote für analoge Produkte so gestalten, dass sich für den Nutzer eine optimale marktgerechte Dienstleistung erzielen lässt. User Experience Design // iterative Produktentwicklung // agiler Entwicklungsprozess // Interaction Design // Design Thinking // Service Design

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s a methodical approach, design thinking has become an established element of corporate innovation management. It has helped disparate, cross-disciplinary teams develop solutions for innovative products or services and is used to introduce new business models in companies, for example, based on the model of circular economy. Design thinking provides inspiration for restructuring. Design thinking taps the advantages of two mindsets: design’s user-centered, creative and practical mindset, and the causal, organized and structured mindset of traditional management. The multi-stage process starts with identifying, describing and understanding problems through observation. The second step is tapping the problem-solving skills of all individuals involved. Ideas are generated, visualized, tested with simple prototypes, and challenged over and over. Results and experiences are cross-linked. This iterative process makes it possible to implement innovations more courageously and sustainably. The strategic role of design competence is becoming increasingly important in the corporate context. Even established business consultants have recognized the opportunities design thinking offers and have started to expand their competences by promoting design studios. A large part of service design offerings is based on design thinking methods. They include the process of creating (product-specific) services. Among other things, service design can be used to shape financial services or additional digital offerings for analog products so that they provide users with optimal, market-compatible benefits. User Experience Design // Iterative Product Development // Agile Development Process // Interaction Design // Design Thinking // Service Design

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2

1 1 Creative Thinking als Innovationsmethode Foto www.morethanmetrics.com Cretaive thinking as innovation method Photo www.morethanmetrics.com 2 Geschäftsprozess-Modelling auf einem MCBW START UP Workshop Foto Olaf Becker Business modeling at MCBW START UP Workshop Photo Olaf Becker

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3 Design Thinking im MCBW START UP Workshop Foto Hannes Magerstädt Design thinking at MCBW START UP Workshop Photo Hannes Magerstädt

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1 Mietradsystem f端r M端nchen / SWM / MVG gestaltet von N+P Industrial Design Rent a bike system for Munich / SWM / MVG designed by N+P Industrial Design

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2+3 Social Design Sprint von IUD Institut f端r Universal Design Foto Daniel George Social Design Sprint by IUD Institut f端r Universal Design Photo Daniel George

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Universal Design, Social Design Universal Design, Social Design

Mehrwert für alle Added value for all N

achhaltige Lösungen im Design von Produkten und Dienstleistungen, die im Kontext von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt tragfähig sind und die Lebensbedingungen möglichst vieler Menschen verbessern, stellen beim Universal und Social Design besondere Anforderungen an den Gestaltungsprozess und das Endprodukt. Die gesellschaftliche Diversität – demographische Entwicklung, sozialer Stand, ökonomische Verhältnisse, kulturelle Herkunft, Gender-Diskurs – fordert zunehmend Produkte, die flexibel, selbstverständlich, selbsterklärend und nicht stigmatisierend nutzbar sind. Universal Design unterstützt Bedürfnisse nach Sicherheit, Fehlertoleranz, intuitiver und einfacher Bedienung und fördert die Inklusion. Social Design trägt globalen Entwicklungen Rechnung und nimmt auch jene am gesellschaftlichen Rand mit. Beide Disziplinen setzen auf einen partizipatorischen Ansatz beim Design. Denn der Wirkungsgrad von innovativen Produkten und Serviceleistungen wird am besten unter unmittelbarem und praktischem Einbezug der Zielgruppe optimiert – mit Case Studies, Umfragen, Workshops oder durch Verfahren der Simulation.

I

mproving the living conditions of the largest number of people possible is one of the special requirements for the design process and the final products in universal and social design. In addition, these respective design solutions have to be sustainable and viable in the context of business, society and the environment. Diversity in society – demographic developments, social status, economic conditions, cultural origin, and gender discourse – increasingly calls for broadranging, flexible, self-evident and self-explanatory products that do not stigmatize the user. Universal design supports the need for safety, error tolerance, intuitive, simple operation and promotes inclusion. Social design stays abreast of global developments and also takes into account those on the fringes of society. Both disciplines use a participatory approach to design because the effectiveness of innovative products and services is best optimized when the respective target groups are integrated in a straightforward and practical manner – using case studies, surveys, workshops or simulation methods. Usability // Service Design // Participation // Public Design // User-Centered Design

Usability // Service Design // Partizipation // Public Design // User-Centered Design

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4 HAMM Easy Drive Fahrerkabine Foto Hamm AG HAMM Easy Drive driver cabin Photo Hamm AG

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neue lebenswelten new living environments

Interior und Ambiente Interiors and ambiance D

ie Digitalisierung zieht sich als roter Faden durch sämtliche Lebensbereiche. Tendenziell nimmt die Interaktion mit einer intelligenten Umgebung ständig zu. Objektiv und subjektiv verstärkt sich damit der Eindruck, in einer beschleunigten, wenig überschaubaren, wettbewerbsorientierten Umwelt zu leben. Konzepte und Produkte für Arbeits- und Privatwelt begegnen diesem Unbehagen und zeigen Lösungen auf, wie Raum für den menschlichen Maßstab, sozialen Dialog und positive Emotionen geschaffen werden kann. Flexibles, vernetztes Arbeiten im Büro findet zusehends weniger am klassischen Schreibtisch statt. Herkömmliche betriebliche Organisationsstrukturen und Hierarchien flachen ab. Die Neuordnung des Beziehungsgeflechtes zwischen Arbeit und Arbeitsplatz ermöglicht innovative Funktionsmöbel und spezielle Interior-Gestaltungen. Bistroähnliche Ausstattungen bieten Platz für Dialog, Sozialleben und individuellen Rückzug. Der private Raum wird digital gesteuert und avanciert mehr und mehr zum Smart Home. Parallel dazu werden reale Produkte wertgeschätzt, die berühren und assoziativ sind. Mit ihrer Haptik und Dinglichkeit bieten sie einen verständlichen, nachhaltigen Gegenentwurf zu Globalisierung und virtuellen Welten. Produkte aus Kleinserien oder Unikaten entspringen häufig der Fertigung in Manufakturen oder haben ihren Ursprung im Handwerk. Denn die Neuinterpretation der Schnittstelle zwischen Design und Handwerk bringt besonders qualitativ hochwertige und emotionale Produkte hervor. Bayerische Unternehmen, die Tradition und High-Tech Fertigung gekonnt verknüpfen, festigen damit ihre weltweite Reputation. Interior Design // Architektur // Produkt-Design

D

igitalization is one theme all areas of our life have in common. Interaction with intelligent environments is increasing continuously. Objectively and subjectively, this intensifies our impression that we live in an accelerated, competitive and highly intransparent world. Concepts and products for our professional and our personal life address our uneasiness and offer us ways to make room for human standards, social dialog, and positive emotions. Our work is becoming more and more flexible and collaborative, and conventional desks no longer are a must. Traditional corporate organizational structures and hierarchies are levelling off. Redesigned interconnections between work and workplace facilitate innovative functional furniture and special interior designs. Furnishings reminiscent of bistros offer room for dialog, social life and retreat. Personal space is controlled digitally, turning more and more into a smart home. At the same time, we appreciate real products that touch us and are associative. With their haptics and physicality, they offer a clear, sustainable alternative to globalization and virtual worlds. Many unique items or limited series are manufactured in small businesses or originate in the crafts sector because the reinterpreted interface between design and crafts results in particularly high-quality, emotional products. Their expertise when it comes to linking tradition and high tech helps Bavarian companies strengthen their reputation worldwide. Interior Design // Architecture

bayern design

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Product Design

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1 Bell Table für Classicon gestaltet von Sebastian Herkner Bell Table for Classicon designed by Sebastian Herkner 2 Lampenobjekt Nightingale von Rosenthal, Entwurf Dante Goods & Bads Foto Rosenthal Lampobject Nightingale by Rosenthal, Design by Dante Goods & Bads Photo Rosenthal 3 LessThanFive besticht durch seine raffinierte Schlichtheit und ist gleichzeitig äußerst belastbar und flexibel Design und Foto Steelcase LessThanFive by Coalesse is simple and refined, yet strong and adaptable Design and photo Steelcase

1

2

3

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neue lebenswelten new living environments

1 Leuchten Dew Drops von Ingo Maurer Foto Ingo Maurer Dew Drops lamps by Ingo Maurer Photo Ingo Maurer 2 FNP Regalsystem von Nils Holger Moormann Foto J채ger & J채ger FNP shelf system by Nils Holger Moormann Photo J채ger & J채ger

bayern design

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„ Für uns Designer bedeutet die Circular Economy, das unsere Arbeit nicht mit der Veröffentlichung eines Produkts zu Ende ist. Gutes Design ist nicht nur Problemlösung. Design ist Fragestellung. Gutes Design betrachtet den gesamten Kreislauf. Das ist eine Chance und eine Verantwortung zugleich: Wir müssen Dinge, Erfahrungen und ganze Systeme gestalten, die Menschen echten Wert bringen, Unternehmen wettbewerbsfähig machen und gleichzeitig regenerativ sind. The next big thing in design will be the Circular Economy so our role will not be over when a product ships. Good design is not only solving problems, it starts with asking the right questions. This creates an opportunity and a responsibility: designing things, experiences and whole systems that are invaluable for people that give businesses a competitive advantage and that are regenerative for our world.

Leif Huff, Partner, Executive Design Director IDEO Munich Partner, Executive Design Director IDEO Munich

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Netzwerk & Mitglieder network & members

A

(d)tom Tom Farenski Industrial Design

Dekonform - Büro für Gestaltung

.diff communications GmbH

Design Center Baden-Württemberg Design Offices GmbH

ADCON Werbe GmbH

Design Zentrum Nordrhein Westfalen e.V.

Agentur triebwerk GmbH

designaffairs GmbH

Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg

designerinnen forum e.V.

Akademie der Bildenden Künste München

designfunktion Gesellschaft für moderne Einrichtung Nürnberg mbH

Akademie Faber-Castell Aktives Wohnraum Design

designgruppe koop

Allianz deutscher Designer (AGD) e.V.

designwerkstatt Coburg

AMD Akademie Mode & Design

Deutscher Designer Club e.V. (DDC)

Angela Wiegand-Design

Deutscher Designtag e.V. (DT)

Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC)

Deutscher Werkbund Bayern e.V.

at-design GbR

Deutsches Museum München

Atelier Paul Müller

Die Neue Sammlung

Babler + Lodde Architekten und Ingenieure

Duo-Design GmbH

Barthelmess Display & Decoration GmbH Bayerische Architektenkammer BYAK B

Die Krieger des Lichts. brave commmunications

Aufzugswerke Schmitt + Sohn GmbH & Co.

E

EGGER Druck + Medien GmbH

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Bayern Innovativ Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Etschmann Noack GmbH F

Futurice GmbH G

Gerl Bauträger GmbH

BEDA The Bureau of European Design Associations

GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH

Bergbauer Lichtberatung GmbH

Glasfachschule Zwiesel

BMW Group

Global Design Network (GDN)

Brandis industrial Design

Globus GmbH & Co. KG

bsk büro + designhaus GmbH

GMK GmbH & Co. KG Medien. Marken. Kommunikation.

Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

bulthaup form + funktion Breitsprecher Kücheneinrichtung GmbH Bund Deutscher Architekten (BDA) Bayern e.V.

H

Habich CI

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB), Landesverband Bayern

Handwerkskammer für München und Oberbayern

Bund Deutscher Innenarchitekten Landesverband Bayern (BDIA Bayern)

HERRMANN AG

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) – Referat VIA5 – Kulturund Kreativwirtschaft Büro für Gestaltung Petra Zimmerer büro orange kunst im arbeitsalltag

Hering‘s Büro HEWI Heinrich Wilke GmbH hoch E GbR Hochschule Augsburg Fakultät für Gestaltung Hochschule Coburg Fakultät Design Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof

Büttenpapierfabrik Gmund GmbH & Co. KG

Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Clormann Design GmbH

Hochschule Macromedia, University of Applied Sciences

Coburger Designforum Oberfranken e.V.

D

GDC DESIGN / GDC Media & Design (UG) geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG

BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V.

C

Faber-Castell AG Fachakademie für Raum- und Objektgestaltung des Bezirks Oberpfalz

Bayern International Bayerische Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsbeziehungen mbH Bayern Kreativ Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft

Eberl Print GmbH

concept26 GmbH Kommunikation im Raum

Hochschule München Fakultät für Design

Creative Network

Hochschule Neu-Ulm (HNU) Fakultät für Informationsmanagement

Dauphin HumanDesign® Group GmbH & Co. KG

Hochschule Rosenheim Fakultät für Innenarchitektur

DEEZIGN

Mitglied des bayern design forum e.V. (Stand Mai 2017)

Member of bayern design forum e.V. (Dated May 2017)


Netzwerk & Mitglieder network & members

I

Hochschule Würzburg-Schweinfurt Fakultät Gestaltung

Phoenix Design GmbH + Co. KG Studio München

hw.design gmbh

pro in motion

Hyve Innovation Design GmbH

pwr communication GmbH

IDEO GmbH

Pogner Planungsbüro

R

raus + weber design

IHK Aschaffenburg

Rosenthal GmbH

IHK für München und Oberbayern

Rudolf Worofka

IHK für Oberfranken Bayreuth IHK Niederbayern

S

Schlösser & Co. Marketing GmbH

IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim

Schnitzer&

IHK Schwaben

Selig Wohnbedarf

IHK Würzburg-Schweinfurt

L

IHK zu Coburg

Siemens AG, Digital Factory Division DF TI PSG IDM

Impuls-Design GmbH & Co. KG

SITECO Beleuchtungstechnik GmbH

ITO Design & Marketing GmbH

spacelab-1 Agentur für Kommunikations- und Grafikdesign

Kamann bureau fuer gestaltung

Sparkasse Nürnberg

KOCHAN & PARTNER GmbH

spitzbart treppen gmbh

Kurt Hüttinger GmbH & Co. KG

Staatl. Berufsfachschule für Glas und Schmuck

Landeshauptstadt München Referat für Arbeit und Wirtschaft

Staatliche Fachschule für Steintechnik und Gestaltung

Staatliche Fachschule für Keramik Stadt Augsburg - Kultur und Kreativwirtschaft Wirtschaftsförderung

lemonjuice digital creations GmbH & Co. KG Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG M

Stadt Nürnberg - Wirtschaftsreferat

Marius Schreyer Design

Stadt Regensburg - Cluster Kultur- und Kreativwirtschaft

Marketing Club Nürnberg e.V.

Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH

MARKUS BISCHOF produktdesign

Steelcase Werndl AG

Mediadesign Hochschule Campus München (MD.H)

T

MedienCampus Bayern e. V.

Technische Hochschule Deggendorf Fakultät Elektrotechnik, Medientechnik und Informatik

Melville Brand Design GmbH

Technische Hochschule Ingolstadt Fakultät Elektrotechnik und Informatik Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

mk.designkonzept

Technische Universität München Fakultät Architektur

MM Design GmbH

tgm Typographische Gesellschaft München e.V.

mobilia collection Einrichtungsbedarf GmbH

Tourismus Initiative München (TIM) e.V. Tröger Architekten

Neues Museum Nürnberg

TÜV Rheinland, LGA Beteiligungs GmbH

Nils Holger Moormann GmbH

O

njustudio GbR

U

Universal Design Forum e.V.

NOVUM Verlag & Werbung GmbH

V

VDID Bayern e.V.

NürnbergMesse GmbH

Verband Deutscher Mode- und Textildesigner e.V. (VDMD)

Opus Marketing GmbH

Vola GmbH

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg Fakultät Architektur P

Tanja Gebhard design & illustration

Meisterschule für Gold- und Silberschmiede Meyer-Hayoz Design Engineering (Deutschland) GmbH

N

Sabine Lenk | Design- & Projektmanagement SAHCO Hesslein GmbH & Co. KG

IHK Nürnberg für Mittelfranken

K

RaumLandschaft

iF International Forum Design GmbH

W

Wackwork Projects & Change wallcouture

pacoon AG

WILDDESIGN GmbH & Co. KG

PD Physik+Datentechnik GmbH

World Design Organization (WDO)

Peter Schmidt, Belliero & Zandée GmbH PHOCUS BRAND CONTACT GMBH & CO. KG Agentur für Begegnungskommunikation

Z

ZÜCO Bürositzmöbel AG


impressum legal

bayern design GmbH Luitpoldstr. 3 90402 Nürnberg / Nuremberg Germany

Office München / Munich Schleißheimer Str. 4 80333 München / Munich Germany

Tel.: +49 911 240 22-30 Fax: +49 911 240 22-39 kontakt@bayern-design.de www.bayern-design.de

Tel.: +49 89 52 03 56-61 Fax: +49 89 52 03 35-96 contact@mcbw.de www.mcbw.de

facebook.de/bayerndesigngmbh bayern-design.de/newsletter

Geschäftsführerin / Executive Manager Dr. Silke Claus

facebook.de/MunichCreativeBusinessWeek instagram.de/munich_creative_business_week bayern-design.de/newsletter Co-Autorin und Lektorat / Co-author and editor Sabine Lenk, Design- und Projektmanagement Co-Autor / Co-author Joachim Götz

Papier / Paper Titel / Cover: GMUND Colors Matt, 300 g/qm Text / Block: GMUND Colors Matt, 100 g/qm www.gmund.com

Druck / Print Eberl Print www.eberl.de

Mit freundlicher Unterstützung von / Generously supported by

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Stand Mai 2017 Die in dieser Broschüre enthaltenen Informationen wurden von uns sorgfältig zusammengestellt und beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig erachten. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit können wir nicht übernehmen. Die Broschüre darf weder fotokopiert noch in anderer Art und Weise ohne die vorherige Zustimmung der bayern design GmbH vervielfältigt werden. Die bayern design GmbH übernimmt keine Haftung für den Inhalt, gleich aus welchem Rechtsgrund.

Dated May 2017 bayern design GmbH has procured the information contained in this brochure with utmost care from sources which we deem to be reliable. However, we do not guarantee the accuracy or completeness of this information and we will not assume liability for the brochure’s contents, regardless of the legal grounds for dispute. Photocopying or otherwise duplicating this brochure without our prior written consent is prohibited.

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bayern design Imagebrochure 2017  

Design sends the right signals in times of digitalization. What role do designers play in these developments? Designers take action at the i...

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