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info@baulink.ch Newsletter 8 / Juni 2012

Zweitwohnungsinitiative: «Nicht nur das Baugewerbe ist direkt davon betroffen»

Liebe Leserin, lieber Leser Der Schock sitzt tief: Alles Hadern mit dem Volksentscheid zur Annahme der Zweitwohnungsinitiative nützt jedoch wenig. Wir müssen nach vorne schauen. Angesichts der wachsenden Kritik in der Bevölkerung zum Zweitwohnungsbau hat die Baulink AG vorausschauend gehandelt und ihre Geschäftstätigkeiten in den letzten fünf Jahren zunehmend ins Unterland verlagert. In den Berggebieten haben wir unser Engagement in touristisch nachhaltige Projekte verstärkt, wie beispielsweise in Hotels und Resorts. Die Situation für Berggebiete bleibt äusserst angespannt. Verschiedene Hotelprojekte, die nur über die Querfinanzierung durch Zweitwohnungsverkauf möglich gewesen wären, können nun wohl nicht realisiert werden. Viele Hoteliers profitierten auch vom Verkauf von Zweitwohnungen. Die Möglichkeit, ein Hotel dank Querfinanzierung neu zu erstellen oder zu sanieren, fällt weg. Sollten die neuen Gesetzesbestimmungen entsprechend wirtschaftsfeindlich ausformuliert werden, drohen den Immobilien im Berggebiet enorme Wertkorrekturen. Ihr Urs Hoffmann

Interview mit CEO Urs Hoffmann Projekte

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Mitarbeitende Hotel Restaurant Ducan

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Generalunternehmung Davos · Chur · Bern · Zürich · Brig · Lumino


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«Wir konzentrieren uns verstärkt auf to

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative bezeichnet Urs Hoffmann, Geschäftsführer der Baulink AG, als die grösste wirtschaftliche Katastrophe für Davos seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein Gespräch über die Auswirkungen der Initiative, die Folgen für die Einheimischen und die Zukunft seines Unternehmens.

Die Baulink AG beschäftigt sich seit Längerem mit nachhaltigen Projekten: zum Beispiel mit dem Hotel Intercontinental Davos Resort & Spa in Davos.

Herr Hoffmann, seit dem Ja zur Zweitwohnungsinitiative am 11. März sind nun mehr als zwei Monate vergangen. Wie schätzen Sie die momentane Lage ein? Die Situation ist leider weiterhin sehr undurchsichtig, und wie man in der Presse verfolgen kann, streiten sich auch die Rechtsgelehrten. Die Grundsatzfrage stellt sich, was eine Zweitwohnung ist. Ei-

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gentlich alles, was nicht eine Erstwohnung ist – oder eben doch nicht? In den vergangenen zwei Monaten haben nun viele gemerkt, dass das Thema Zweitwohnungen viel tiefer geht als am Stammtisch angenommen wurde und der heikle Wirtschaftskreislauf in den Berggebieten ins Mark getroffen wird. Eines steht für mich fest: Von dem Ja zur Initiative ist nicht nur das Baugewerbe betroffen. Laut Berechnungen des Bundes

lösen Zweitwohnungen in den Berggebieten jährlich Ausgaben von rund 9,1 Milliarden Franken aus. Dieser Betrag wird nun mit einem Schritt abgetrennt. Können Sie das bitte etwas genauer erläutern? Der Tourismus generiert im Kanton Graubünden jährlich 2,8 bis 3,2 Milliarden. Das zeigt, welch starke Position der Zweitwohnungsbau hat. Und dennoch


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Interview

f touristisch nachhaltige Projekte»

«Von dem Ja zur Initiative ist nicht nur das Baugewerbe betroffen.» gibt es Leute, die wirklich glauben, dass von der Initiative schlimmstenfalls einige Leute auf dem Bau betroffen sind. Auch Fachleute der Hochschule St.Gallen warnen eindringlich vor den möglichen Folgen. Die wären? Wird die Initiative konsequent umgesetzt, sind die Experten der HSG überzeugt, dass ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung und des Volkseinkommens in den Berg- und Randregionen verschwinden wird. Damit haben die städtischen Regionen des Mittellandes eine wesentliche Verantwortung für das Berggebiet übernommen. Ich jedenfalls glaube nicht, dass die Initiative imstande sein wird, die in sie gesteckten Erwartungen zu erfüllen. Hingegen sind andere, teilsweise massive Auswirkungen zu erwarten. An welche denken Sie in diesem Zusammenhang? Viele Leute waren doch der Ansicht, dass sie mit einem Ja zur Initiative ein Zubetonieren der Alpenlandschaft verhindern können. Das ist im Fall des Kantons Grau-

bünden völlig falsch. Bereits vor Jahren hat der Kanton Neueinzonungen für Zweitwohnungen einen Riegel geschoben. Ich behaupte, dass dieses Abstimmungsresultat für Davos die grösste wirtschaftliche Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg ist. Sie wird die Struktur in einem Masse verändern, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Und dass die Einheimischen bei einer Annahme nicht davon betroffen sein werden und von sinkenden Mieten profitieren könnten, stimmt so einfach nicht.

«In Berggebieten konzentrieren wir uns schon in der Vergangenheit vermehrt auf touristisch nachhaltige Projekte.»

projekte, die nur über die Quersubventionierung durch Zweitwohnungsverkauf möglich gewesen wären, zu realisieren. Welche Konsequenzen hat die Abstimmung auf Ihr Unternehmen? Wir werden versuchen, dass wir alle unsere Mitarbeitenden weiterbeschäftigen können. Eine Konsequenz wird aber sein, dass wir Arbeitsplätze ins Unterland verlegen werden. Angesichts der wachsenden Kritik in der Bevölkerung am Zweitwohnungsbau haben wir unsere Geschäftstätigkeiten in den letzten fünf Jahren zunehmend ins Unterland verlagert. In den Berggebieten haben wir uns vermehrt auf touristisch nachhaltige Projekte konzentriert. In diesem Zusammenhang erwähne ich das Hotel Hilton Garden Inn und das Hotel Intercontinental Davos Resort & Spa in Davos. Zudem das Ferienresort in Brigels. Auch haben wir in Berggebieten wie im Unterland Erstwohnungen realisiert. Unter Umständen müssen wir auch genau prüfen, unseren Hauptsitz von Davos ins Unterland zu verlegen. @

Warum nicht? Sinken die Mieten, verlieren die Immobilien nämlich an Wert. Da geht es schnell um mehrere Dutzend Millionen Franken, die den Einheimischen aus der Tasche gezogen werden. Auch jenen Ortsansässigen, die eine Eigentumswohnung besitzen. Zudem wird es in Zukunft wohl nicht mehr möglich sein, verschiedene Hotel-

Ab Mitte Juni 2012 ist die Baulink AG in ihren neuen Büroräumlichkeiten an der Promenade 101 anzutreffen.

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«Hilton Garden Inn»: Der Countdown läuft Dank der guten Planung und Bauführung kann das Hotel zwei Wochen früher als geplant eröffnet werden. Mitte November 2012 ist es soweit. «Wir sind im Zeitplan», sagt Bauleiter Peter Walli, und eilt mit dem Besucher durch die Gänge in den dritten Stock. Überall (noch) grauer Beton und Arbeiter, die mächtig am Werken sind. Am Ende des Ganges springt einem eine holzverkleidete Türe ins Auge, die sich nur mit einem Badge öffnen lässt. Und bereits steht man in einem der zukünftigen Zimmer des «Hilton Garden Inn». «Die weiteren 147 Zimmer werden etappenweise eingebaut», erklärt Walli. Draussen, an der Westseite des Hotels, montieren Arbeiter die ersten hellen Holzlatten für die Fassadenverkleidung. Bis im Sommer müssen alle Bauarbeiten vollständig abgeschlossen sein, danach werden die Möblierung sowie die gesamte übrige Einrichtung geliefert und eingebaut. Am 1. Oktober übernimmt der Hotelbetreiber das neue Hotel an der Promenade 103, damit die Eröffnung termingerecht im November über die Bühne gehen kann. @

Die Fassadenverkleidung wird montiert, das Musterzimmer ist eingerichtet.

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Projekte & Objekte

Neue Erstwohnungen für Mitarbeitende Davos Platz – An der Talstrasse entstehen zwölf Mietwohnungen für Mitarbeitende der Tourismusorganisation Davos Destinations-Organisation (DDO).

Mitte Dezember dieses Jahres werden die zwölf Wohnungen bezogen.

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Dass Wohnraum für Personen, die in Davos arbeiten, Mangelware ist, ist kein Geheimnis. Die DDO als Bauherr schafft hier Abhilfe. Die Baulink AG freut sich, dieses spannende Vorhaben als Totalunternehmerin ausführen zu dürfen. An der Talstrasse entsteht ein viergeschossiger Neubau mit je vier 2½, vier 3½- sowie vier 4½-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnflächen variieren zwischen rund 70 und 90 Quadratmetern. Die Nasszellen werden fertig eingebaut. Die Treppen, die Treppenpodeste sowie die Balkone sind aus Betonfertigelementen angefertigt. Der Bezug der Mietwohnungen erfolgt Mitte Dezember 2012. @

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Lichtvolle Eigentumswohnungen

«The Crystal»: Der Neubau besticht durch Grosszügigkeit und viel Helligkeit. Davos Dorf – Im Neubau «The Crystal» entstehen zehn prächtige Eigentumswohnungen. Die Liegenschaft präsentiert die schlichte Architektur von heute in der Form eines Rhombus. Die Baulink AG als Totalunternehmerin realisiert zusammen mit der Firma Bellwald Menzi Partner AG, Thalwil, auf einem Grundstück von 1000 Quadratmetern acht Wohnungen (jeweils zwei pro Etage) sowie zwei Attikawohnungen. Bauherrschaft ist die Gesund und Schön Wohnen Immobilien GmbH, Bäch. Die sehr sonnige, zentrale und naturnahe Lage des MehrfamilienhausNeubaus gewährt je nach Geschosshöhe eine attraktive Aussicht weit über den Davosersee auf das monumentale Bergpanorama. In rund fünf Gehminuten sind die Geschäfte, die Busstation, die Talstation Parsenn und zur anderen Seite hin der Davosersee erreichbar. Die Wohn- und Schlafräume der 3½- und 4½-Zimmer-Wohnungen verfügen nach aussen hin über schräge Fensterfronten. 6

Alle Einheiten sind auf zwei gegenüberliegenden Seiten vollständig verglast und mit grossen Balkonen – die Parterrewohnungen mit Gartensitzplätzen – ausgestattet. Die grosszügigen Wohnräume mit Cheminée, Essbereich und offenem Küchenbereich und die geschlossenen Zimmer führen jeweils direkt auf einen der entgegengesetzt ausgerichteten Balkone oder Sitzplätze hinaus. Alle Wohnungen haben zwei Nasszellen und ein Reduit mit Waschmaschine und Tumbler. Die Materialisierung bestimmen die künftigen Eigentümer: Grosszügige Budgets erlauben attraktive Küchen- und Badeinrichtungen und hochwertige Bodenbeläge. Die Wohnungen an der Sandstrasse 2 in Davos Dorf sind ab Herbst 2013 bezugsbereit. @


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Projekte & Objekte

In rund vierzehn Monaten ein neues Zuhause Davos Platz – Im Juli 2013 werden die 25 luxuriösen 2½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen auf dem ehemaligen Areal der Alpinen Kinderklinik fertiggestellt sein. Die Baugrube an der Buolstrasse ist beeindruckend. Momentan sind die Bauarbeiter im Wohnhaus «Scarlett suot» an der Decke über dem Erdgeschoss und im vorderen Bereich an den Wänden im ersten Obergeschoss. Anfang August sollte der Rohbau beendet sein. Anschliessend wird der Innenausbau in Angriff genommen. Die Wohnungen an erhöhter und ruhiger Hanglage werden den Bewohnern eine herrliche Aussicht auf Davos, das Landwassertal und die Bergwelt bieten. Die Wohnflächen variieren zwischen 77 und 152 Quadratmetern. Das Haus «Scarlett suot» wird mittels einer Holzpellets-Zentralheizung beheizt und ist ab Juli kommenden Jahres bezugsbereit. @

Das Bauteam ist gefordert: In rund 14 Monaten ist Zügeltermin.

Bündner Glarner Kantonalschwingfest Das 96. Kantonalschwingfest findet heuer am Samstag, 21. Juli 2012 in Davos Sertig statt. (Ausweichdatum 28.7.2012). Die Baulink AG unterstützt diesen beliebten Anlass als Hauptsponsor. Der Schwingerverband der Landschaft Davos wurde am 5. Juni 1912 gegründet. 1923 fand das erste offizielle Schwingfest unter dem Namen «Sertig Schwingen» statt. Im Moment zählt der Verband 2 Aktivmitglieder, 16 Jungschwinger und rund 160 Passivmitglieder.

BÜNDNER GLARNER SCHWINGFEST DAVOS 21. JULI 2012

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Er folgreicher Baustar t in Naters

Wallis – Auf einem ehemaligen Gewerbeareal in Naters realisiert die Baulink AG zwei sechsstöckige Mehrfamilienhäuser mit Einstellhalle. Anfang April 2012 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Nach Abbruch der bestehenden Bodenplatte konnten auf einer Grundstücksfläche von rund 4100 Quadratmetern zügig die Baustelleninstallationen gemacht und die zwei Baukräne aufgestellt werden. «Zwischenzeitlich wächst der Hochbau Tag für Tag», sagt Projektleiter Peter Caminada. Ziel sei es, den Rohbau der sechsgeschossigen Bauten bis Dezember dieses Jahres fertigzustellen und die Gebäudehülle dicht zu machen. Die Wohnflächen der 2½- bis 5½-ZimmerWohnungen variieren zwischen 55 und 113 Quadratmetern. Bauherrschaft der 44 modernen Mietwohnungen ist die AXA Investment Managers Schweiz AG. @

Bis Dezember 2012 soll der Rohbau fertiggestellt sein.

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Mitarbeitende

«Ich möchte einen Hotelbau leiten»

Bauleiter Marco Comincioli liebt seine Arbeit. Einerseits ist es die selbstständige Arbeit im Büro und auf der Baustelle, andererseits der Kontakt mit den Bauarbeitern. «Im Moment komme ich im Büro nicht allzu oft zum Dart spielen», sagt Marco Comincioli. Er lacht. Seit 2009 ist der gelernte Hochbauzeichner bei der Baulink AG Bauleiter, zuvor drei Jahre lang sogenannter Jung-Bauleiter. Zurzeit betreut Comincioli in Davos die Projekte «The Crystal», ein Mehrfamilienhaus mit zehn Eigentumswohnungen, und in Klosters ein modernes Achtfamilienhaus im Chaletstil. Nebst Einhaltung der Termine und der Kosten ist es sein Ziel, «mit den Leuten auf dem Bau gut auszukommen». Das sei oft eine Gratwanderung, gibt Bauleiter Comincioli zu bedenken. «Einerseits darfst du nicht zu stark auf Kumpel machen, andererseits nicht zu stark den Chef spielen.» Dinge auf sich zukommen lassen Zwischen Büro und Baustelle auf «Achse» zu sein und seine Arbeit selbst einteilen zu können, ist ganz nach dem Gusto des jungen Baufachmanns, der drei Jahre lang in Chur sich berufsbegleitend zum diplomierten Bautechniker Hochbau ausbilden liess. Auf seine Lehre als Hochbauzeichner blickt der 29-Jährige gerne zurück: «Dass aus meinen gezeichneten Plänen ein Bau entstanden, quasi aus dem Boden in die Höhe gebaut worden ist, hat mich stets fasziniert.» Auf seine Zukunft angesprochen meint Comincioli: «Ich plane eher kurzfristig, lasse die Dinge auf mich zukommen.» Vertieft möchte er sich der Bauphysik und Energietechnik widmen.

Marco Comincioli: «Die Arbeit eines Bauleiters ist eine Gratwanderung.»

Klar sind hingegen seine Vorstellungen, welchen Bau er einmal leiten möchte. «Ein Hotel, das wäre was», findet er. Dann sei man einzig für eine Baustelle zuständig und das vereinfache die Arbeitsabläufe. Ausgleich zu seinem Job findet der junge Ehemann im Sport. «Dort kann ich abschalten.» Sei das beim Skifahren und Telemarken, auf Skitouren, beim Joggen oder beim Fotografieren und Kochen. Letzteres ganz zur Freude seiner Frau, die als Pflegefachfrau im Spital arbeitet.

den, aber ein Haus aus Holz in moderner Kombination mit Glas.» Sein Lebensmittelpunkt Davos bedeutet ihm sehr viel. Es sei nicht nur die herrliche Landschaft und der viele Sonnenschein. «Hier bin ich aufgewachsen, hier sind meine Familie und Freunde.» Dass seine Mutter ihn und seinen jüngeren Bruder, der als Spengler arbeitet, oft mittags bekocht, schätzt Marco Comincioli sehr. Selbstverständlich gesellt sich auch sein Vater zum Mittagstisch hinzu. Er ist beim Elektrizitätswerk Davos für das Zählerwesen zuständig. «Mit seiner Arbeit bildet er sozusagen das letzte Glied der Baukette.» @

Arbeits- und Lebensmittelpunkt Eines Tages möchte er eine Familie gründen und sich in Davos («wenn ich mir diesen Traum leisten kann») ein Einfamilienhaus bauen. «Kein ‹Alphüttli› soll es wer-

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«Ich frage mich, o

Patrick Waeber ist mit 27 Jahren bereits Bauleiter. Der gelernte Hochbauzeichner, mit einer Zusatzlehre als Maurer, kennt den Hochbau von der Pike auf. Sorgen bereitet dem Bonaduzer die Annahme der Zweitwohnungsinitiative. Spricht man Patrick Waeber auf den Ausgang der Zweitwohnungsinitiative an, verdüstert sich sein Gesichtsausdruck. «Ich frage mich, ob es für uns Junge in den nächsten Jahren in den Bergen genügend Arbeit gibt, oder ob wir uns einen Job im Unterland suchen müssen.» Da er noch keine Familie und Kinder habe, sei er flexibel und werde dort tätig sein, wo er Arbeit finde, meint Waeber, der seit 2009 in Davos lebt. «Auf jeden Fall will ich in der Baubranche bleiben.» Momentan ist der junge Baufachmann zu hundert Prozent ausgelastet. Über seinem Arbeitsplatz hängt ein überdimensionaler Plan mit vielen farbigen, unterschiedlich langen Balken: Es ist der Terminplan der Überbauung «Esplanade» in Davos, die er als Bauleiter führt.

«Esplanade Belle Epoque»: Im kommenden Dezember werden die luxuriösen Jugendstilwohnungen bezugsbereit sein.

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Ernst genommen und geschätzt Im ehemaligen Jugendstil-Bau aus dem Jahre 1905 entstehen bis Ende dieses Jahres siebzehn stilvolle Eigentumswohnungen. «Das Zusammenspiel zwischen historischen Elementen und modernstem Komfort ist eine spannende Herausforderung», sagt der 27-Jährige. Viel Erfahrung konnte Waeber auch als sogenannter Jung-Bauleiter bei der Erweiterung des Davoser Kongresszentrums sammeln. «Ich bin gerne auf den Baustellen und mag die Zusammenarbeit mit anderen Baufachleuten.» Da er nicht nur Theoretiker, sondern ebenso Praktiker ist, wird er auch von älteren Bauarbeitern ernst genommen und geschätzt.


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Mitarbeitende

ch, ob wir in Zukunft genügend Arbeit haben»

Patrick Waeber: «Der Beruf als Bauleiter ist ein schwieriger und anspruchsvoller Job.» Den Beruf als Bauleiter bezeichnet Waeber als «schwierigen und anspruchsvollen Job». Oberstes Ziel sei es, die Kosten und die Termine einzuhalten. «Und das alles darf nie auf Kosten der Bauqualität und der Sicherheit gehen», betont er. Diese liegt dem jungen Baufachmann besonders am Herzen. Aus diesem Grund nimmt er jeweils mit grossem Interesse an den Sicherheitskursen der Suva teil. Seit August 2011 drückt Waeber nämlich zweimal die Woche in Buchs SG die Schulbank. Nächstes Jahr schliesst der Bauprofi mit dem Diplom als eidgenössischer Bauleiter ab. Ausgleich zu seinem kräftezehrenden Job findet der in Bonaduz Aufgewachsene als Fussballer in der 4. Liga des FC Bonaduz. Oberstes Gebot ist die Sicherheit Nebst seinem Engagement als Bauleiter ist er für den Bau des «Intercontinental

Davos Resort & Spa» zum Sicherheitsbeauftragten erkoren worden. «Einmal im Monat inspiziere ich die Baustelle als Unterstützung der örtlichen Bauleitung. «Um Unfälle zu vermeiden, wird beim Rohbau grosser Wert auf Absturzsicherungen gelegt und beim Ausbau auf Ordnung und mögliche Stolperfallen», schildert er das Sicherheitsdispositiv. «Oberstes Gebot ist immer, die Arbeiter zu schützen.» @

Impressum Herausgeber:

Baulink AG

Redaktion:

Philipp Dreyer

Adresse:

Baulink AG Promenade 73 7270 Davos Platz Tel. 081 410 01 60 Fax: 081 410 01 63 info@baulink.ch www.baulink.ch

Erscheinungsweise: viermal pro Jahr Auflage:

700 Exemplare

Bilder:

Maja Bless, Philipp Dreyer und DDO

Gestaltung:

Beat Rüttimann, Davos Monstein

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Hotel Ducan

«Das Hotel mit der Marke Monstein vermarkten» ihren Farben und Gerüchen seien unvergesslich. «Vietnam ist im Moment in einer intensiven Entwicklungsphase, und es war sehr spannend, neue Projekte zu lancieren.

Zurück zu den Wurzeln: Benjamin Schibli. Seit Anfang April dieses Jahres führt Benjamin Schibli das Hotel Restaurant Ducan in Monstein. Der in den Flumserbergen Aufgewachsene kennt die nationale und internationale Hotellerie wie seine eigene Hosentasche. Sitzt Benjamin Schibli am Stammtisch mit Einheimischen in der Arvenstube des Hotel Restaurant Ducan hat man das Gefühl, dass er schon lange hier dazugehört, und dass ihm das Anpacken in einem Hotel- und Restaurantbetrieb in den Bergen vertraut ist. Kein Wunder: Bereits seine Eltern führten in den Flumserbergen ein Hotel. Benjamin Schibli wurde als achtes Kind von zehn Geschwistern geboren. «Unsere Bandbreite reicht von 1954 bis 1971.» Er lacht. Das elterliche Hotel Gamperdon führt heute einer seiner Brüder. Von der Grösse her sei dieses Haus vergleichbar mit dem Hotel Ducan, sagt Schibli, der von 1994 bis 2001 im familieneigenen Betrieb tätig war. Zwei Jahre

später zog es ihn nach Asien. In Vietnam lernte er einen Franzosen kennen, der in Hanoi eben sein zweites Restaurant eröffnete. «Ich habe mich kurzfristig für ein halbes Jahr verpflichtet, ihm dabei zu helfen», erzählt der heute 45-Jährige. Aus sechs Monaten wurde schliesslich ein siebenjähriger Aufenthalt in Vietnam mit verschiedenen beruflichen Stationen als Manager von verschiedenen Hotels und Resorts. Hohe Lebensqualität 2011 kehrte Benjamin Schibli – inzwischen mit einer Vietnamesin verheiratet und Vater von drei Kindern, davon Zwillinge – in die Schweiz zurück. «Hier ist der Lebensstandard sehr hoch und die Lebensqualität besonders für Kinder viel besser als in Vietnam», findet er. Dennoch vermisst der Vietnamkenner ab und zu den unkomplizierten Lebensstil «seiner zweiten Heimat». Speziell die kulinarische Vielfalt, die man in Hanoi an jeder Strassenecke finde, sowie die Einkaufsstrassen und Markthallen mit all

Unser nächster Newsletter erscheint im Sommer 2012 12

Inbegriff eines intakten Bergdorfes Seit gut einem Jahr ist die ganze Familie nun in der Schweiz. Benjamin Schibli fand in Sursee eine Anstellung als Produktionsleiter in einem Betrieb, der einer seiner Brüder führt. «Wir haben uns gut eingelebt.» In dieser Zeit schaute er sich immer wieder nach einer Stelle im Hotelgewerbe um. Als er ein Inserat des Hotel Ducan sah, das einen Hotelier und Gastgeber suchte, zögerte er nicht lange und bewarb sich. Zu diesem Zeitpunkt habe er weder Monstein noch das Hotel Ducan gekannt, gesteht er. Als er zum ersten Mal mit seiner Familie in das Walserdorf fuhr, waren er und seine Frau begeistert: «Die tief verschneite Landschaft inklusive Postkartenwetter sahen aus wie eine Schweiz im Bilderbuch.» Am Betrieb des «Ducan» hätten ihn vor allem die hohe Qualität der Hotellerie und der gepflegten Gastronomie mit frischen und einheimischen Produkten beeindruckt, sagt der neue Gastgeber. Apropos Hotellerie: Seit Anfang dieses Jahres darf sich das Hotel Ducan «3-SterneHotel» nennen. Benjamin Schibli schwebt vor, das Hotel Restaurant Ducan nicht nur einzeln, sondern zusammen mit der Marke Monstein zu vermarkten. Ideen hat der innovative Gastgeber schon viele parat: Begriffe wie Erlebnisferien für Familien, Jasswochen und andere Pauschalpakete mit Einbezug der Brauerei Monstein fallen. «Vermehrt wollen wir auch die Zusammenarbeit mit der Brauerei Monstein und anderen lokalen Anbietern pflegen und intensivieren.» @

www.baulink.ch


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