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Editorial

Die Karriere beginnt nicht erst nach der Grundausbildung und endet mit Sicherheit nicht mit der Pensionierung! In der heutigen Zeit wird das Wort Karriere in der Regel auf den Aufstieg in der beruflichen Laufbahn reduziert. Diese vereinfachte Betrachtung lässt leider die sehr viel spezifischeren Chancen einer Karriere aussen vor. Einerseits kommen in jeder Generation neue Berufsbilder und Funktionen hinzu. Andererseits verschwinden oft Berufszweige und verschiedene Stufen. Der Markt regelt hier über die Wirtschaftlichkeit einiges und die Gesellschaft trägt das ihre mit ihrem Lifestyle dazu bei. Karriere kann jedoch nicht nur auf den Geschäftsalltag begrenzt werden. Das Wort Karriere stammt aus dem Lateinischen (carrus). Die Übersetzung heisst eigentlich «Wagen» und bezieht sich auf eine Fahrrichtung, in welcher man sich befindet oder sich hin begibt. Dies zeigt, dass das Wort alle Aspekte der Karriere einbezieht. Auf welche Arten machen wir Karriere? In der einen Richtung verfolgen und erfüllen wir die Anforderungen der Gesellschaft, um verantwortungsvolle und einflussreiche Positionen zu erlangen. Hier wird meistens der berufliche Aufstieg in den Vordergrund gestellt. Damit erreichen wir zwangsläufig eine hierarchische Stufe oder eine Karriere als Experte in einem spezifischen Fachgebiet. In einer weiteren Ausrichtung verfolgen wir unsere persönlichen Ziele. Hier geht ein intensiver Prozess der Selbstfindung voraus. Dieser Prozess ist sehr aufwändig und man muss sich ausgeprägte Gedanken über das «Ich» und die Wirkung seines «Tuns» auf sein Umfeld machen. Dabei sind meistens existenzielle Risiken inkludiert, da sich eine solche Karriere nicht immer rentabel gestalten lässt. Eine weitere Richtung bildet das Begleiten der sozialen und gesellschaftspolitischen Geschehen. Hierbei sind hohe Zeitressourcen notwendig, um fundierte, basisdemokratische Prozesse zu begleiten und mit zu gestalten. In diesem Spannungsfeld bekommen darüber hinaus die familiären Engagements einen immer grösseren Stellenwert. Dies aufgrund der Tatsache, dass die klassische Rollenverteilung der Siebzigerjahre aufgebrochen wurde. All das vorgenannte betrifft unsere persönlichen Entscheidungen. Baukader–Mitglieder wissen jedoch mehr und können sich in den genannten Themenfeldern die spezifischsten und zielführendsten Ausprägungen selber definieren. Um diese Ziele dann zu verfolgen, ist unser Berufsverband – als Arbeitnehmerorganisation – ein verlässlicher Partner. Er bildet mit seinen Dienstleistungen und Netzwerken nahezu die gesamte Bandbreite des oben erwähnten ab. Mit dem Einstieg als Mitglied bei Novatrava bekommen junge Berufsleute den Blick auf das gesamte Spektrum. Mit einem Beitritt zu Jungkader lernen Auszubildende die Annehmlichkeiten und Pflichten vom Übernehmen von Verantwortungen kennen. Mit der eigentlichen Positionierung in einer Unternehmenshierarchie und/oder in der Fachkarriere stimmt das Angebot von Baukader Schweiz für die Vollmitglieder. Auch für die Phase nach der klassischen Erwerbstätigkeit bietet der Verband für die Angestellten in der Baubranche passende Angebote. So sind es beispielsweise der flexible Altersrücktritt (far) und das vorhandene Netzwerk, welche an die langjährigen Erfahrungen und Möglichkeiten der Pensionierten anknüpfen. Also, bleiben wir uns bewusst: Die Karriere beginnt nicht erst nach der Grundausbildung und endet mit Sicherheit nicht mit der Pensionierung! Mit erbaulichen Laufbahngrüssen Christoph Egli Viezpräsident 5 2015 Baukader

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BAUKADER 5/2015  

Fachmagazin BAUKADER

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