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24 Stunden. Eine Verlagsbeilage der Basler Zeitung.

| Samstag, 24. Juni 2017

Rund um die Uhr

Reportagen Ăźber den Alltag regionaler Unternehmen


Alpiq InTec Schweiz AG Wir verstehen Gebäude. Unsere Tätigkeitsbereiche Elektro | Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär | Kältetechnik Security & Automation | ICT Services | Service & TFM Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Ihr Ansprechpartner in der Region: Alpiq InTec Schweiz AG St. Jakobs-Strasse 200, 4052 Basel T +41 61 260 66 66, info.ait.basel@alpiq.com www.alpiq-intec.ch


24 Stunden.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 3

Liebe Leserin, lieber Leser Gesundheit ist ein hohes Gut. In diesen 24 Stunden, die vor Ihnen liegen (von Ka-Rizma transportiert), werfen wir gleich aus mehreren Perspektiven einen Blick auf sie. Wir sind zu Gast in den grossen Häusern der Region. Im Universitätsspital Basel gehen wir dem Herzschlag nach. Das Kantonsspital Baselland lernen wir als bemerkenswerten Ausbildner kennen. Die

Schmerzklinik Basel geht tausend Wege im Kampf gegen das Leiden und die Klinik Arlesheim einen ganz eigenen in der Onkologie. Erstaunlich unkompliziert wie die Merian Iselin Klinik ein Knie austauscht und das Tropeninstitut Risikomanagement rund um den Erdball betreibt. Freunde und Helfer treffen wir für Sie. Natürlich die Baselbieter Kantonspolizei. Musik Hug zeigt, wie er Musikern helfen kann, die Handelskammer beider Basel, wie sie den Wirtschaftsstandort unterstützt, und die IVB, wie sie Mobilitätsbehinderte bewegt. Body move

& more hilft, die eigene Mobilität zu erhalten, während der «Sonnenpark» von Senevita jenen hilft, die sie nicht mehr besitzen. Ganz unterschiedliche Mobilitäten vertreten Autoverleiher Hertz und die Flugschule Fricktal. Die eine gibt es leihweise, die andere euphorisiert. Auf den Spuren guter Bildung blicken wir hinter die Kulissen zweier ganz unterschiedlicher Institute. Wenn Sprachen mit einer Stimme sprechen: Benno Kaisers zündende Idee trägt den Namen Arcadia Bildungscampus. Die Huber Widemann Schule hat eine ganz an-

dere Klientel und gleichzeitig das grösste Aus- und Weiterbildungsportfolio der Nordwestschweiz. Zum Schluss noch ein paar Superlative, auf die wir gestossen sind. Das beste Museums-Bistro gibts wohl im Antikenmuseum, das grösste Rechenzentrum im Keller von IWB, die ungewöhnlichste Kunstsammlung in den Gängen von Helvetia, die aussergewöhnlichen Macarons im Sortiment von Sprüngli. Und was haben die Eptinger? Richtig, das gesündeste Mineralwasser. Auf Ihre Gesundheit Daniel Aenishänslin

Inhalt Von 0 bis 1 Uhr.

Von 13 bis 14 Uhr.

Arcadia Bildungscampus AG. Seite 4

Schmerzklinik Basel. Seite 17

Viele Sprachen mit einer Stimme

Das Leiden hat ein Ende

Von 2 bis 3 Uhr.

Von 14 bis 15 Uhr.

Confiserie Sprüngli. Seite 6

Musik Hug. Seite 18

60 Jahre Luxemburgerli

Die gut sortierte Werkstatt

Von 3 bis 4 Uhr.

Von 15 bis 16 Uhr.

Kantonsspital Baselland. Seite 7

Universitätsspital Basel. Seite 19

«Auf das Wesentliche konzentrieren»

Eine Herzensangelegenheit

Von 4 bis 5 Uhr.

Von 16 bis 17 Uhr.

Ka-Rizma Transport GmbH. Seite 8

HWS Huber Widemann Schule. Seite 20

Auf Achse

Der nächste Schritt

Von 5 bis 6 Uhr.

Von 17 bis 18 Uhr.

Senevita AG. Seite 9

Flugschule Fricktal. Seite 21

Ein neues Daheim

Dieses unbeschreibliche Gefühl

Von 6 bis 7 Uhr.

Von 18 bis 19 Uhr.

Hertz. Seite 10

Handelskammer beider Basel. Seite 22

Ein Hertz für Mieter

Impulse geben für die Region

Von 7 bis 8 Uhr.

Von 19 bis 20 Uhr.

IVB beider Basel. Seite 11

Body move & more. Seite 23

Fahren seit 60 Jahren

Jump!

Von 8 bis 9 Uhr.

Von 21 bis 22 Uhr.

Mineralquelle Eptingen AG. Seite 12

Schweizerisches Tropen- und Public-Health-Institut. Seite 25

Ein guter Tropfen

Rund um die Uhr, rund um den Globus

Von 9 bis 10 Uhr.

Von 22 bis 23 Uhr.

Klinik Arlesheim AG. Seite 13

Polizei Basel-Landschaft. Seite 26

Fieber macht stark

Entscheidend ist die Persönlichkeit

Von 10 bis 11 Uhr.

Von 23 bis 24 Uhr.

Merian Iselin Klinik. Seite 14

IWB. Seite 27

Die Spezialisten

Die garantierte Betriebssicherheit

Von 11 bis 12 Uhr.

Helvetias Kunstgriff

Helvetia Versicherungen. Seite 15

Impressum.

Von 12 bis 13 Uhr.

24 Stunden.

Küche, Kunst, Kultur Antikenmuseum Basel. Seite 16

Eine Verlagsbeilage der Basler Zeitung. Leiter Werbemarkt: Damian Fischer, Redaktion: Daniel Aenishänslin (da), Gestaltung: Nino Angiuli, Bilder/Fotos: zVg., Foto Frontseite: iStockfoto, Korrektorat: SOMEDIA AG, Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG, Bubenbergstr. 1, 8021 Zürich


Von 0 bis 1 Uhr.

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Viele Sprachen mit einer Stimme Zwei bewährte Sprachschulen werden in einen modernen Campus überführt Basel. Die besten Einfälle ereilen einen oft um Mitternacht. Da fragte sich Benno Kaiser einst: «Warum nicht zusammenbringen, was zu­ sammengehört?» Er wird es tun. Kaiser führt auf den 1. Juli hin zwei bewährte Sprachschulen zu­ sammen. Aus der Arcadia Sprach­ schule und dem English Center Basel wird neu die Arcadia Bildungs­ campus AG. «Die perfekte Syner­ gie», merkt Kaiser an. Beide Schulen befinden sich an der Weissen Gasse 6 in Basel. Die Ar­ cadia im 6. Stock, das English Center gleich darunter im Benno Kaiser. 5. Stock. Benno Kaiser mag es, die Dinge voranzubringen. Er war eine der treibenden Kräfte, als es galt, die Nachwuchs­Abteilung des FC Basel sowie dessen Campus aufzubauen. Für das English Center bedeutet das, es ist auf einen Schlag viel brei­ ter aufgestellt. Unterrichtet werden die wichtigsten europäischen Spra­ chen sowie einige asiatische. Die Lehrpersonen leiten die Lektionen in ihrer Muttersprache. Für die Arca­ dia wiederum ist der Zusammen­ schluss gleichbedeutend mit einer Modernisierung. «Wir werden die Erkenntnisse des Englisch Centers für den Unterricht in den anderen Sprachen nutzen», erklärt Inhaber und Geschäftsführer Kaiser.

Mit modernstem System Gearbeitet wird nach dem aktuell modernsten Lernsystem. Die Studie­ renden absolvieren zwei Lektionen im Sprachlabor, um hinterher den Stoff direkt mit einer Lehrperson zu vertiefen. Wer noch extra Zeit in sei­ nen Fortschritt investieren will, «dem steht das Sprachlabor à discrétion zur Verfügung», sagt Benno Kaiser. Un­ schlüssige dürfen die Schule einen Monat lang kostenlos testen. Die Fortschritte der Lernenden werden kontinuierlich überprüft. Das kann im Einzel­ oder im Gruppen­ Unterricht geschehen. Es ist immer eine Lehrperson da, die einen Studie­ renden unterstützen kann. Auch ausserhalb der fixen, vereinbarten Schultermine. Gelernt wird in einer angenehmen, entspannten und fami­ liären Atmosphäre. «60 Prozent unserer Kunden wollen ihre Sprachkenntnisse für ihren Job oder eine neue Stelle ver­ Gutes Lernklima. Erfolgreich lernen im familiären Umfeld des Arcadia bessern», stellt Kaiser fest, «95 Pro­ Sprach- und Lerncampus: Das tut auch der FCB-Nachwuchs (oben).

zent der Studenten schaffen, was sie sich vorgenommen haben.» Sie be­ stehen ihre Diplomprüfung. Zu­ nehmend ist Englischunterricht ein Bedürfnis von Firmen. Entweder ist Englisch die Haussprache oder eine Abteilung ist im internationalen Handel tätig. Der Unterricht für Firmenkunden kann vor Ort statt­ finden. Flexibilität durch individuelle Pakete Der Arcadia Bildungscampus schnürt individuelle Unterrichts­ Pakete. Einerseits besteht so die Möglichkeit, sich weiterzubilden, ohne den bestehenden Tagesablauf durcheinanderzubringen. Anderer­ seits ist für jemanden, der sehr schnell vorwärtskommen möchte, ein Intensivpaket denkbar. Eine Flexibilisierung und Indivi­ dualisierung ist typisch für den Ar­ cadia Sprach­ und Lerncampus. Die Quintessenz davon ist OlympIQ, die Talentförderung der Schule. Dank individuell angepassten Stunden­ und Ausbildungsplänen sind sport­ liche oder künstlerische Talente in der Lage, Ausbildung und Passion unter einen Hut zu bringen. Einige Spieler aus dem Nachwuchs des FC Basel nutzen dieses Angebot. Benno Kaisers Einfall hat das Zeug zur Win­ win­Situation für Schule und Schü­ ler: «Zusammenbringen, was zu­ sammengehört.»

Arcadia Bildungscampus AG Weisse Gasse 6 4001 Basel +41 61 263 10 15 info@arcadia-schule.ch www.arcadia-schule.ch +41 61 269 41 41 info@englishcenterbasel.ch www.englishcenterbasel.ch


Von 1 bis 2 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 5

Der gueti Schloof bekรถmme si im Mรถbellade vo Basel


Von 2 bis 3 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 6

Kein Zutritt. Die geheime Luxemburgerli-Backstube darf nur von Eingeweihten betreten werden.

60 Jahre Luxemburgerli Die luftig-leichte Versuchung aus dem Hause Sprüngli Dietikon. Es ist eines der bestgehü- um Erfahrungen als Konditor und und

teten Geheimnisse der Schweiz. Dieses legendäre Rezept. Vor 60 Jahren erschuf Sprüngli das Luxemburgerli, ein Macaron, das seinesgleichen sucht. In einem der Räume, wo Schokolade in Tafeln gegossen wird, wo Torten verziert und Pralinen geformt werden, verbirgt sich das Sprüngli-Heiligtum: die Luxemburgerli-Backstube. Nur der Produktentwickler Philipp-Marius Renggli und die etwa 20 Mitarbeitenden, die für Luxemburgerli verantwortlich sind, haben Zutritt. Nachts kontrolliert eine Sicherheitsfirma, dass die Türen vor allzu neugierigen Augen verschlossen bleiben. Zum runden Geburtstag hebt Renggli die Jubiläums-Création Rosé aus der Taufe. Ein Luxemburgerli mit einem prickelnden Kern aus exquisitem Champagner Rosé aus dem ehrwürdigen Haus Perrier-Jouët, eingebettet in feinste Schokolade. Der Klassiker Perrier-Jouët Grand Brut hat sich bereits in den edlen Blanc&Noir-Truffes von Sprüngli bewährt. «Die Produktionsschritte aber bleiben ein Geheimnis», sagt Philipp-Marius Renggli, «allein schon die speziell entwickelten Arbeitsprozesse, die zur Luxemburgerli-Produktion eingesetzt werden, könnten das Geheimnis der Rezeptur lüften.» Es war der junge Richard Sprüngli, der in Luxemburg eine Entdeckung machte, die sein Vermächtnis prägen sollte. Ausgezogen,

Confiseur zu sammeln, kostete er ein Gebäck, das er unbedingt selbst herstellen wollte. Zurück in der Schweiz liess er einen Luxemburger Austausch-Gesellen das Grundrezept für seine Confiserie kreieren. Die Sprüngli-Kunden waren hellauf begeistert. Sie registrierten, wie die Verkäuferinnen Nachschub bestellten, wenn der Bestand an Macarons zur Neige ging: «Bringed no meh vo oisem Luxemburgerli!» Es war des Lehrlings Spitzname, der zu einem der erfolgreichsten Brands in der Geschichte der Schweizer Confiserie wurde.

aromatischem Dessertwein, ergänzt mit einer sanften BirneNote», beschreibt Philipp-Marius Renggli das Highlight von 2015. In Basel gibt es die Luxemburgerli in den Sprüngli-Verkaufsstellen in der Bahnhofs-Passerelle und am Barfüsserplatz. Im Laufe der Zeit wurde die Rezeptur immer weiter verfeinert. Heute sind die luftig-leichten Luxemburgerli nicht nur ein Wahrzeichen der Confiserie Sprüngli, sondern von ganz Zürich. Deshalb sind sie zu einer eingetragenen Marke des Hauses geworden. Nicht zuletzt aufgrund des Luxemburgerlis zählt das traditionsreiche Schweizer Familienunternehmen Sprüngli heute zu den renommiertesten Confiserien Europas. Eine, die auch nach 60 Jahren noch auf etwas Besonderes bedacht ist. Oder um es in den Worten von Philipp-Marius Renggli zu sagen: «Das Rezept bleibt geheim.»

Das grosse Geheimnis Bekannt sind die Grundingredienzen Eiweiss, Zucker und Mandeln für die Macarons; Kakao, Rahm und Butter für die Füllung. «Das Zusammenwirken von exakter Rezeptur, Qualität, Herkunft der Rohstoffe sowie der vielen einzelnen Prozessschritte macht das Geheimnis aus», verrät der Produktentwickler Renggli – ohne wirklich viel zu verraten. Es würden Schweizer Butter und Schweizer Freilandeier verwendet, auf künstliche Zusatz- und Farbstoffe ganz verzichtet. Elf Aromen umfasst das Sortiment. Von Bourbon-Vanille bis zu Pistache. Und jeweils eine neue Monats-Création. Der «Safran-Traum» war der Exote unter den Luxembur- Bahnhof Basel Passerelle gerli. «Es war eine aufregende Kom- Barfüsserplatz Basel bination mit edlem Aargauer Safran www.spruengli.ch


Von 3 bis 4 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 7

Fokussiert. Kathrin Harringer erhält in Liestal viele Einblicke auf ihrem Weg zur Hausärztin.

«Auf das Wesentliche konzentrieren» Das Kantonsspital Baselland ist eine sehr beliebte Adresse für Assistenzärzte mit Ambitionen Liestal. «Nachts herrscht eine wirk- Assistenzärztin am KSBL zu arbei- Liestal bereits bestens vernetzt sei. den. «Ich muss in so einem Fall die

lich spezielle Stimmung.» Kathrin Harringer ist Assistenzärztin am Kantonsspital Baselland (KSBL) in Liestal. «Die ganze Hektik des Alltags ist wie weggeblasen», beschreibt sie, «in dieser Ruhe fällt es einem leichter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.» Und das ist in jedem Fall der Patient. Harringer ist gerade unterwegs zu einem «klassischen Fall», zu einem Patienten, dem die Mandeln herausoperiert wurden. Zehn Prozent dieser Patienten würden unter einer Nachblutung leiden. «Das muss ich mir immer anschauen» sagt Harringer. Wenn sie zu Hause Pikettdienst schiebt, führt ein solcher Fall unweigerlich dazu, dass sie kurz darauf am Krankenbett steht. Im Notfall gehts gemeinsam mit dem Oberarzt in den Operationssaal.

ten. Es ist das einzige Spital in Baselland und Baselstadt, das ein sogenanntes Hausarzt Curriculum aufweist. Es bietet Harringer die Möglichkeit, interdisziplinär wertvolle Erfahrungen zu machen. Sie hat die Innere Medizin gesehen, ist aktuell auf der Hals-Nasen-OhrenAbteilung und hat die Aussicht, in die Radiologie wechseln zu können. Dort könnte sie sich in die Ultraschall-Technik einarbeiten. «Ein einfaches diagnostisches Mittel», so Harringer, «mit dem man in der Hausarztpraxis zum Beispiel Gallenblasensteine feststellen kann.» Die Ausbildung ist breit abgestützt. Auch auf der Intensivstation hat Kathrin Harringer künftig die Möglichkeit, zu arbeiten. Mit über 3500 Mitarbeitenden ist das KSBL der zweitgrösste Arbeitgeber im Kanton. Trotzdem spricht Breit abstützen die Assistenzärztin von einem «relaDas Ziel von Kathrin Harringer tiv familiären» Umfeld. Hinzu ist es, Hausärztin zu werden. Des- komme, dass wer in Basel sein halb sei es so interessant, als Medizinstudium absolvierte, in

Auf viele bekannte Gesichter treffe man. Hier hatten die Studenten Lehrunterricht am Patientenbett. Einige Chefärzte waren früher die Professoren von Kathrin Harringer und ihren Kommilitonen. «Ich kenne hier in fast allen Disziplinen jemanden», erzählt sie, «das interdisziplinäre Lernen ist enorm wichtig.»

Lage neu beurteilen und die Massnahmen anpassen», erzählt sie. Jede Assistenzärztin, jeder Assistenzarzt weiss jedoch einen Oberarzt in seinem Rücken. «Es ist etwas unangenehm, den Vorgesetzten wecken zu müssen», gesteht Kathrin Harringer, «ich habe es aber noch nie erlebt, dass einer von ihnen unwirsch reagierte.» Ärzte müssen wohl eine besondere Beziehung zur Nacht haben. Zu dieser Ruhe, in der es einem leichter fällt, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Und das ist bestimmt wesentlich, wenn es darum geht, eine gute Hausärztin zu werden.

In der Verantwortung Eine Assistenzärztin ist kein gewöhnlicher Lehrling. Kathrin Harringer wird über weite Strecken gefordert. Hat sie etwa Pikettdienst, was nachts im Durchschnitt zu drei Anrufen führt, entscheidet sie weitgehend selbst. Steht also in der Verantwortung. Die Telefonate drehen sich um Patienten, die via Notfallstation auf die HNO-Station aufgenommen werden sollen, oder um Patienten, die bereits hospitalisiert sind und zum Beispiel die Reserven der verordneten Medikamente aufgebraucht haben, aber trotzdem Liestal – Bruderholz – Laufen noch immer unter Schmerzen lei- www.ksbl.ch


Von 4 bis 5 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 8

Vertrauen. Die Ka-Rizma Transport GmbH setzt ausschliesslich auf loyale Mitarbeiter mit komplett sauberem Strafregister.

Auf Achse

Alles begann mit einem alten Lieferwagen. Heute führt Katalin Rizmann ihr eigenes Transportunternehmen Füllinsdorf. Noch hat der Wecker in mann als Transport-Unternehmerin erst auf Herz und Nieren geprüft,

den meisten Schlafzimmern nicht geklingelt. Zwischen Zürich, Füllinsdorf und den Nordwestschweizer Zeitungsabonnenten herrscht aber schon vor 5 Uhr Hochbetrieb. Die frisch gedruckten Presseerzeugnisse sind auf dem Weg zu ihren Lesern. Katalin Rizmanns Lieferwagen von der Ka-Rizma Transport GmbH sind unterwegs. Geht alles glatt, bleibt es eine ruhige Nacht. Wenn nicht, wird die Nachtdisponentin zur Troubleshooterin. «Dann müssen wir Routen splitten, die Leute vom Pikettdienst aufbieten und im Notfall noch jene wecken, die erst später Dienst hätten», erklärt Rizmann das Szenario. Mehr Personal und mehr Fahrzeuge brauche es in diesem Fall «innert Minuten». Bis zu 65 Tonnen an Drucksachen befördert Ka-Rizma täglich. Sie werden im eigenen Logistiklager kommissioniert, konfektioniert und umgeschlagen.

tätig. Zufällig stieg sie ein. Eigentlich wollte sie sich zur Innenarchitektin weiterbilden. Etwas Geld musste nebenher verdient werden. Sie übernahm diverse Transporte. Von ihrem Vater, der einst selbst im Transport-Metier tätig war, erhielt sie einen alten Lieferwagen geschenkt. Die Aufträge wurden mehr, und die Firma wuchs «dank guten Mitarbeitern». Begleitet auf ihrem Weg hat sie Schäferrüde Yellow. Der Elfjährige geht noch heute in ihrem Büro ein und aus wie ein Vertrauter. Vertrauen ist ein kostbares Gut. Vertrauenswürdigkeit im Fall der Ka-Rizma Transport GmbH unbedingte Voraussetzung. Für Spitäler, Arztpraxen und Apotheken befördert das Unternehmen Medikamente. Eine heikle und aufwendige Sache. Die Fahrer kommen nachts vorbei und deponieren die angeforderte Ware am vereinbarten Ort innerhalb der Gebäude. Deshalb «Dank guten Mitarbeitern» könne sie nur absolut loyale MitSeit zehn Jahren ist Katalin Riz- arbeiter beschäftigen. Diese werden

ehe sie eine Medikamenten-Fracht erhalten. «Ihr Strafregister muss komplett sauber sein», zeigt sich Rizmann kompromisslos. Das sei «generell» eine Bedingung an ihre Mitarbeiter.

Garantierte Kühlkette Doch auch die Firma selbst muss ihren – anspruchsvollen – Pflichtteil zum Medizin-Transport erfüllen. Gearbeitet wird nach Good Distribution Practice. Diese schreibt vor, dass die Kühlkette garantiert sein muss. Unterwegs ist der Laderaum temperiert, damit nichts verdirbt. Die Kühlkette muss beleg- und nachvollziehbar sein. Zur Sicherheit wird der Transport mittels Satellit jederzeit verfolgt. Sollte der Transporter gestohlen werden, wird das unmittelbar bemerkt und die Polizei benachrichtigt. «Es wird sogar ein Alarm ausgelöst, wenn eine Türe des Fahrzeugs länger als zwei Minuten geöffnet bleibt», verrät Katalin Rizmann.

Tagsüber organisiert Ka-Rizma Sonderfahrten im Stückgutbereich, disponiert und plant Touren durch die Nordwestschweiz für andere Logistikunternehmen. Garagen beliefert sie mit Ersatzteilen: Schrauben, Kompletträder, Motorhauben. Was bis 9 Uhr bestellt wurde, wird bis 13.30 Uhr geliefert, was bis 12 Uhr angefordert wurde, trifft bis 16 Uhr ein. Hochbetrieb herrscht von Montag bis Samstag rund um die Uhr. Nicht nur nachts, wenn kurz vor 5 Uhr die druckfrischen Zeitungen ausgeliefert werden.

Ka-Rizma Transport GmbH Wölferstrasse 27 4414 Füllinsdorf +41 61 461 87 69 dispo@ka-rizma.ch


Von 5 bis 6 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 9

Ein neues Daheim

Dass sich die Senioren wohlfühlen, ist das höchste Ziel Pratteln. Die Bewohner schlafen. Zwei Pflegefachleute aber sind unterwegs in den Gängen der Sene­ vita. Zwischen 5 und 6 Uhr sind die Pflegenden auf ihrem dritten Rund­ gang während der Nachtschicht. «Während der Nacht sind immer mindestens eine Fachperson und eine Pflegeassistenz da», sagt Stefa­ nie Jesch, die Stationsleiterin, «unser höchstes Ziel ist das Wohl­ befinden unserer Bewohnerinnen und Bewohner.» Die meisten woh­ nen seit März 2016 im «Sonnen­ park», dem Prattler Seniorenzen­ trum von Senevita für betreutes Wohnen und Pflege. Die Bewohner in der Pflege sind 24 Stunden betreut. Die Pflegenden kontrollieren die Zimmer und damit den Zustand der Senioren. Sie sind behilflich bei Toilettengängen, sind bemüht um die Inkontinenz­Ver­ sorgung, verabreichen nötigenfalls Schmerzmittel oder bringen einfach nur ein Getränk, wenn jemand durs­ tig ist. Manchmal müssen Bewohner auch umgelagert werden im Bett, da sie selbst dazu nicht in der Lage sind und sich sonst wund liegen würden.

«Eingeschworene Gemeinschaft» «Anspruchsvoll, aber be­ reichernd und befriedigend», be­ schreibt Stefanie Jesch ihre Arbeit. Sie und ihr Team sind «stolz» auf die eigene Leistung. Anspruchsvoll sei die Arbeit deshalb, weil gerade in der Langzeitpflege eine emotionale Bindung entstehe. Wenn man je­

Begegnungszone. Im Innenhof des «Sonnenparks» befindet sich ein öffentliches Restaurant.

Aktivierungstherapie. Die Bewohner der Wohngruppe kochen gemeinsam eine Rösti.

manden verliere, den man lange be­ gleitet habe, sei dies schmerzlich. Die Bewohner einer Wohngruppe – immer zwölf – würden sich zu einer «eingeschworenen Gemeinschaft» entwickeln. Betreut werden sie immer von denselben Pflegenden. «Wir kennen die Vorlieben und Wünsche jedes Einzelnen», sagt Jesch. «Bei der Pflege geht es um Zu­ sammenarbeit. Wir Pflegende tau­ schen uns aus, besprechen uns und ziehen an einem Strick, wenn es um unsere Bewohnerinnen und Be­ wohner geht», so Jesch. Im Sonnenpark leben auch Men­ schen, die wenig oder keine Be­ treuung benötigen. «Hier wohnen auch Senioren in eigenen alters­ gerechten Wohnungen, die teilweise noch ihr eigenes Auto in unserer Ga­ rage stehen haben», erzählt Stefanie Jesch. Sie bewohnen die 1­ und 2­Zimmer­Wohnungen des Seniorenzentrums. Wenn sie wollen völlig autonom. Küche und Bad sind barrierefrei und rollstuhlgängig, jede Wohnung verfügt zudem über eine Notrufeinrichtung. Die Be­ wohnerinnen und Bewohner richten sich ihre Wohnungen komplett nach eigenem Gusto ein. Im Haus gibt es eine Spitex sowie einen Coiffeur­Sa­ lon. «Ihr neues Daheim», nennt

Jesch den «Sonnenpark». Sollte sich der Gesundheitszustand ver­ schlechtern, können diese Senioren dank dem lebenslangen Wohnrecht der Senevita in ein Zimmer der Pflegeabteilung wechseln und so in ihrer gewohnten Umgebung blei­ ben. Am Nachmittag wird Aktivierungstherapeutin Claudia Gutekunst mit den Bewohnern der Demenzabteilung arbeiten. Sie wird mit den Senioren Rösti mit Spiegelei zubereiten. Damit erhält, fördert und begleitet Gutekunst möglichst viele Fähigkeiten der Bewohner. Eine Bewohnerin betont, dass sie dazu gerne viele Zwiebeln essen wolle. Auf den Tisch kommt aus­ schliesslich Saisonales aus der Re­ gion. Jeder verrichtet die Arbeit, die er will und die ihm oder ihr Freude bereitet. Zu viele hätten noch immer die­ ses veraltete Bild von einem Alters­ heim vor Augen, meint Jesch. Ein grässliches Gebäude, in dem alte Menschen einsam herumsitzen. Schon die Architektur und Aus­ stattung des «Sonnenparks», spre­ chen aber eine andere Sprache. Viele naturbelassene Materialien sind verwendet worden, viel Tages­ licht erhellt das Innere. Das Haus

führt regelmässig Veranstaltungen für seine Bewohnerinnen und Be­ wohner durch. Viele organisieren sich auch selbst: sie jassen zu­ sammen, gehen gemeinsam ein­ kaufen oder sie stricken bei einem Tee oder Kaffee. Das öffentliche Res­ taurant im ruhigen mediterran ge­ stalteten Innenhof gibt ihnen zusätz­ lich die Möglichkeit zur Begegnung. «Wir geben der Individualität der Menschen den grösstmöglichen Raum», erklärt Stefanie Jesch, «grösstmögliche Selbstbestimmung ist uns sehr wichtig.»

Weitere Informationen und Auskünfte erhalten Sie unter 031 960 99 99 oder per Mail an kontakt@senevita.ch Senevita AG Worbstrasse 46 Postfach 345 3074 Muri b. Bern www.senevita.ch


Von 6 bis 7 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 10

Ein Hertz für Mieter

Dank «Minilease» nur zahlen, was man wirklich braucht

Minilease. Das richtige Auto zur richtigen Zeit zum richtigen Preis: Hertz hält 125 Optionen bereit. Basel. «Viele wissen gar nicht, dass

wir diesen Service bieten», sagt Tobias Meier, Area Manager von Hertz Basel, «dabei ist es ein unschlagbares Angebot.» Es nennt sich «Minilease» und ist die flexible Mobilitätslösung für Anmietungen ab 30 Tagen. «Der Kunde hat keinen Vertrag zu unterschreiben, der ihn langfristig bindet», betont Meier. Die ersten 4000 Kilometer sind jeden Monat inklusive. Einige seiner Kunden sollen bereits seit sechs Jahren «Minilease» nutzen. Kurz vor 7 Uhr geht eine Mail ein. Ein Kunde möchte am frühen Nachmittag einen Mittelklassewagen. Am besten gleich vor seiner Haustür in Binningen. Voraussichtlich drei Monate will er den Wagen fahren, vielleicht auch nur zwei. Ein typischer Fall für «Minilease». Alles kein Problem, sagt Tobias Meier. Der Wagen werde vor der Tür des Kunden stehen. «Innerhalb von 24 Stunden lösen wir jede Aufgabe», sagt er, «und der Kunde zahlt nur, was er genutzt hat.» Mit einer monatlichen Rate.

Dafür fährt er einen Wagen, der im Durchschnitt nicht älter als vier Monate alt ist. Danach gehen die Fahrzeuge in den Occasionshandel. Weil Hertz auf neuwertige Fahrzeuge setzt, ist die Fahrtüchtigkeit des Autos stets gegeben. Einmal monatlich wird der Wagen gewaschen. Die Bereifung entspricht der Jahreszeit. Wer will, fährt im Sommer Cabriolet und im Winter einen 4x4-angetriebenen Wagen.

Die Hertz Corporation ist mit ihren fast 8000 Stationen weltweit die grösste Anbieterin von Mietwagen. In der Schweiz ist sie mit rund 50 Stationen präsent. Das US-amerikanische Unternehmen zählt zu den 100 wertvollsten Marken auf dem Globus. In der Schweiz führt die Emil-Frey-Gruppe die Geschäfte von Hertz als Franchisenehmerin. Hertz ist nun in diversen Häusern der Emil Frey AG daheim, womit der Frey-Service rund ums Auto um eine Dimension erweitert werden Ein Angebot nach Mass «In meinen Augen ist ‹Minilease› konnte. ein massgeschneidertes Angebot für KMU», ist Tobias Meier überzeugt. Ein neues Standbein 80 Prozent des Fuhrparks könnte 125 verschiedene Modelle könpermanent vom Unternehmen ge- nen von Hertz Basel gemietet werhalten werden. Die übrigen 20 Pro- den. Vom Fiat 500 bis zur S-Klasse zent würde er mit einer flexiblen von Mercedes. In Basel führt Hertz Flotte abdecken. Somit würde es vier Stationen: jene an der Nauenden KMU gelingen, nur für so viele strasse beim Bahnhof SBB, eine Fahrzeuge zu bezahlen, wie sie tat- neue nahe dem Badischen Bahnhof, sächlich auch nutzten. Hertz verfügt eine auf dem Dreispitz zusammen über Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen mit der Emil Frey AG und natürlich Nutzlast. Wenn nötig auch mit eine weitere am Euroairport Basel Hebebühne. Mulhouse. Eine Zweigstelle befindet

sich in Füllinsdorf, wo auch der TCS zu Hause ist. Neu ist die Station an der Riehenstrasse in den Räumlichkeiten der ehemaligen Rosental-Garage. Damit hat Hertz ein Standbein im Kleinbasel. Es erschliesst das Gebiet um den Badischen Bahnhof, die Messe Basel, Riehen, Bettingen und den Hafen Kleinhüningen-Klybeck. Tobias Meier sieht darin vor allem einen Vorteil: «Es ist nun für unsere Kunden noch unkomplizierter, die nächste Hertz-Station zu finden.»

Hertz Nauenstrasse 33 4052 Basel +41 61 205 92 22 www.hertz.ch


Von 7 bis 8 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 11

Fahren seit 60 Jahren

Für Mobilitätsbehinderte und ihre Angehörigen ist die IVB nicht mehr wegzudenken

6,4 Millionen Fahrgäste in 60 Jahren. Vergangenes Jahr beförderte die IVB 150 000 Personen, die den öffentlichen Verkehr nicht nutzen können. Binningen. «Wir bewegen uns, wie

die Gesellschaft sich bewegt»: Markus Schneiter, Geschäftsführer der IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel, spricht von drei Zeitfenstern, in denen sein Transportbetrieb unter Hochdruck stehe. Morgens, wenn die Menschen zur Arbeit oder zur Schule gehen, mittags sowie am Abend, wenn die Leute heimkehrten. Die IVB ist heute eine Institution. Der Verein ist in den 85 Jahren seines Bestehens zum grössten Behindertentransporteur der Schweiz geworden. Eine Dienstleistung, von der in der Nordwestschweiz jeder Gebrauch machen kann, der auf sie angewiesen ist.

IVB senkt Gesundheitskosten «Wir transportieren keine Personen, die den öffentlichen Verkehr benutzen können», sagt Markus Schneiter, «unsere Kunden sind mobilitätsbehindert.» Dabei gelte es, mit einem Vorurteil aufzuräumen. «Es sind nicht überwiegend Rollstuhlfahrer, die wir chauffieren», sagt Präsident Marcel W. Buess, «ihr Anteil liegt lediglich im einstelligen Prozentbereich.» Jeder könnte ein- oder zweimal in seinem Leben froh über die IVB sein.

An Demenz Erkrankte werden von Haustür zu Haustür gebracht. Die IVB übernimmt zum Pauschaltarif Krankentransporte, für die kein teures Sanitätsfahrzeug nötig ist. Den Transport also von stabilen Patienten ins Spital, nach Hause, zum Arzt oder von Spital zu Spital. «Dadurch helfen wir, die Gesundheitskosten nicht weiter steigen zu lassen, und können gleichzeitig unsere anderen Transportbereiche leicht quersubventionieren», erklärt Schneiter. Darüber hinaus bietet die IVB Therapiefahrten für das Kinderspital. 2016 fuhr die IVB 150 000 Transporte über eine Wegstrecke von insgesamt 1,3 Millionen Kilometer. Täglich werden über 400 Personen transportiert, davon rund 200 behinderte Schülerinnen und Schüler. In den inzwischen 60 mobilen Jahren transportierte die IVB 6,4 Millionen Fahrgäste über 31 Millionen Kilometer. Ein Service, der nicht mehr wegzudenken ist. Dennoch bleibt es eine permanente Herausforderung, den Ersatz für die alternden Behinderten-Fahrzeuge zu finanzieren. Sieben bis acht der heute über 80 Fahrzeuge gilt es jährlich zu ersetzen. Das gelingt nicht immer.

Ein bedürfnisgerecht umgebautes Transportfahrzeug kostet zwischen 40 000 und 100 000 Franken. Weitere 25 000 Franken pro Fahrzeug verschlingen Unterhalt und Betriebskosten. Die IVB löst diese Mammutaufgabe ohne Subventionen von Bund, Kantonen und Gemeinden. IVB bewegt Die IVB spielt nicht nur als Transporteur, sondern auch als Arbeitgeberin für viele eine Rolle. Die Hälfte ihrer Mitarbeiter sind selbst Menschen mit einer Behinderung. Um den Dienst in drei Schichten aufrechtzuerhalten, sind 30 vollamtliche Mitarbeitende in der DispoZentrale, in der Betriebsgarage und in den verschiedenen Transportdiensten tätig. Sie werden von mehr als 40 Chauffeusen und Chauffeuren im Stundenlohn ergänzt. 50 Personen arbeiten ehrenamtlich. Die IVB gibt damit auch mehreren Arbeitslosen eine Tagesstruktur, was den Wiedereintritt in den ersten Arbeitsmarkt erleichtert. Vor 60 Jahren kaufte die IVB ihr allererstes Fahrzeug, einen gebrauchten VW-Bus. Der Grund dafür war ein so einfacher wie einleuchtender. Dank dem Bus konnten

die schwerstbehinderten Mitglieder der Selbsthilfeorganisation endlich die monatlichen Mitgliederversammlungen besuchen. Die Idee war so gut, dass sie heute von 15 000 Spendern unterstützt wird. Damals galt schon, was noch heute gilt: Die IVB bewegt.

IVB beider Basel Geschäftsstelle Schlossgasse 11 4102 Binningen 061 426 98 00 Werktags von 6 bis 23 Uhr besetzt Am Wochenende von 8 bis 23 Uhr besetzt ivb@ivb.ch www.ivb.ch

Spendenkonto PC 40-37124-6


Von 8 bis 9 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 12

Ein guter Tropfen

Mineralwasser will gepflegt sein. Deshalb testet Eptinger täglich mehrfach sein Produkt

Frisch von der Quelle. Silvia Jaramillo mit einer Wasserprobe: Täglich sichern 20 Tests die Qualität des Eptinger Mineralwassers. Eptingen. Als ginge es um die Hygiene in einem Operationssaal: Die Hände werden desinfiziert, der Wasserhahn mit Alkohol abgewischt, ehe er mit heisser Flamme von den letzten möglichen Bakterien befreit wird. Silvia Jaramillo entnimmt eine Wasserprobe. Hier auf der Birchhöhe über Eptingen tritt das Mineralwasser der Mineralquelle Eptingen AG aus dem Boden. Eine Pumpstation fördert es auf 860 Metern Höhe. Steril geht die Wasserprobe später ins Labor von Jaramillo. Die Desinfektion ist nötig, damit die Labor-Resultate ausschliesslich dem Wasser zugeschrieben werden können. «Ohne zuvor grosse Sorgfalt walten zu lassen, sind die Ergebnisse nichts wert», erklärt Silvia Jaramillo kurz nach 8 Uhr. Aus 417 Metern Tiefe wird das Mineralwasser heraufgepumpt. In einer Landschaft, die so unberührt wirkt, als sei sie aus einem Prospekt für Abenteuerreisen. Zwischen dem Naturpark Thal und dem Jurapark Aarau liegt die Oberbaselbieter Jura-Hügellandschaft. Hier kann man schon mal auf Gämsen treffen.

Rund 150 von ihnen leben rund um den Belchen. Um zur Pumpstation zu gelangen, ist ein Geländefahrzeug nötig. Es geht wahrlich zwei Kilometer über Stock und Stein: Natur pur. Die Klassenbesten Das wirkt sich aus. Vergangenen Mai testete der K-Tipp die Qualität der Schweizer Mineralwässer. Am besten schnitten Eptinger und Cristella ab. Das Cristella-Mineralwasser entspringt der Quelle in Lostorf, die ebenfalls von der Mineralquelle Eptingen AG genutzt wird. In beiden Jahren gingen jeweils die ersten fünf Plätze an Eptinger und Lostorfer Abfüllungen. Gleichzeitig ermittelten Experten den Gehalt an Kalzium und Magnesium. Erneut erzielten die beiden Mineralquellen Topwerte. Kalzium und Magnesium tun vor allem Sportlern gut sowie Menschen, die an Laktoseintoleranz oder Osteoporose leiden. Seit 1899 löscht Eptinger den Durst auf bekömmliche Weise. Edmund Buchenhorner und sein Schwager Ernst Singer erwarben da-

mals das heute noch namhafte Bad Eptingen. Bereits ein Jahr später kamen die ersten Flaschen mit dessen Mineralwasser in Basel und der Region auf den Markt. Als «Medicinal- und Tafelwasser» überzeugte es umgehend die Ärzteschaft. Der Getränkehersteller wird heute in vierter Generation von der Familie Buchenhorner geführt. 65 Mitarbeiter in Eptingen und Lostorf sorgen jährlich für 55 Millionen Liter an Getränken. «Mikrobiologisch höchste Standards» Geschäftsleiter Matthias Buchenhorner führt die Topwerte aus dem K-Tipp-Test auf den Ursprung des Wassers zurück. «Das Juragestein, aus dem unser Wasser entspringt, bietet die besten Voraussetzungen, für sauberes, mineralreiches Wasser», weiss er. Ohne den enormen technischen und hygienischen Aufwand würde das aber wenig nützen. «Wir verwenden fünf neue selbst reinigenden Wassertanks aus Edelstahl», führt Buchenhorner aus, «mikrobiologisch ge-

nügen wir höchsten Standards.» Im Wochenrhythmus wird das Wasser an der Quelle untersucht. Zwischen ihr und der Flasche Mineralwasser, die Eptingen verlässt, liegen viele weitere Tests. Seit 15 Jahren entnimmt Silvia Jaramillo dem Leitungssystem täglich 20 Proben. «Diese Verantwortung», sagt sie überzeugt, «haben wir gegenüber unseren Kunden.»

Mineralquelle Eptingen AG Hauptstrasse 20 4450 Sissach +41 (0)61 976 77 77 info@eptinger.ch www.eptinger.ch


Von 9 bis 10 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 13

Fieber macht stark

Mit Hyperthermie gegen den Krebs

Die Mistel. Eine Therapie mit ihren Wirkstoffen ist eine der am ausführlichsten untersuchten komplementären Krebstherapien. Bild J. Buess Arlesheim. «Für viele ist eine Krebs- Körperfunktionen

diagnose ein Schock», sagt Oberarzt Maurice Orange, «es kommen hundert, ja tausend Fragen – zur Vergangenheit, über die Zukunft. Man fragt sich, was man möglicherweise falsch gemacht hat und wie es weitergeht.» Eine Krisensituation. Orange plädiert aus diesem Grund dafür, den Patienten nicht auf seine Krankheit zu reduzieren. Seinem Gemütszustand, seiner Lebensgeschichte und seiner bisherigen Art, Krisen zu meistern, soll ebenso Beachtung geschenkt werden. Es ist 9 Uhr. Nach der Teambesprechung auf der Tagesklinik sind alle Aufgaben für den Tag verteilt. Die ersten Patienten werden empfangen, Petra Müller* etwa, die heute ihre erste Hyperthermiebehandlung bekommt. Wer denkt, Fieber sei nicht mehr als eine Plage, der irrt. Fieber mobilisiert die natürlichen Abwehrkräfte des Menschen. Es versorgt das Gewebe mit mehr Sauerstoff, Nährstoffen und hilft, den Körper zu entgiften. Die Klinik Arlesheim nutzt diese positiven Wirkungen für ihre Krebstherapie. Sie arbeitet mit zwei Formen der Hyperthermie: mit der Ganzkörperhyperthermie sowie mit der lokalen Tiefenhyperthermie. Mit diesen Methoden werden künstlich Fieberzustände erzeugt. «Sie wirken sich positiv aus auf den Rhythmus, dem alle

unterliegen», ser», sagt Maurice Orange, «eine erklärt Maurice Orange. Chemotherapie spricht manchmal besser an und die Nebenwirkungen werden besser ausgehalten.» Die LeDie Zieltemperatur Für die Ganzkörper-Hyperther- bensqualität wird gesteigert. Die Mismiebehandlung legt sich Müller in teltherapie ist eine der am ausführeine Art Zelt. Nur ihr Kopf befindet lichsten untersuchten komplementäsich im Freien. Mittels wassergefilter- ren Krebstherapien. Auch in Kombiter Infrarot-A-Strahlung wird ihre nation mit einer Chemo- oder RadioKörpertemperatur kontrolliert er- therapie zeigt sie eine gute Wirkung. höht. Für Petra Müller hat ihre Ärztin Sie steigert die Immunität und kann eine Zieltemperatur von 38,5 Grad Krebszellen töten. für den Beginn festgelegt. Diese Temperatur wird über rund zwei Stunden Der Effekt gehalten. Diese künstliche ÜberwärIn anderen Zimmern der Tagesmung des ganzen Körpers hat eine klinik legt eine Pflegende in dieser stärkende Wirkung auf die Immuni- Stunde wärmende Ingwerwickel an. tät wie das eigene Fieber. Krebszellen «Ein gewünschter Effekt dieses Wiwerden durch sie anfälliger für ande- ckels neben der durchdringenden re Therapien. Deshalb bietet es sich und anhaltenden Wärme ist, dass an, diese Form der Therapie mit an- die Patienten zur Ruhe und zu sich deren Therapieformen wie zum Bei- kommen», bestätigt Orange. «Bespiel Chemotherapie oder Antikör- treuung ist uns wichtig», sagt er. pertherapien zu kombinieren. Müller Etwa in einem psychoonkologischen wird erst am frühen Nachmittag wie- Gespräch oder in anderen, begleider nach Hause entlassen. Für diesen tenden Therapien, wo Zuversicht Tag hat sie viel geleistet, sie soll sich und Kreativität gefördert wird: Munun gut ausruhen. sik, Malen, Plastizieren und TheraKonrad Hunkeler* kommt aus peutische Sprachgestaltung. Hunkeder Sprechstunde direkt in die Tages- ler zum Beispiel hat von seinem Arzt klinik. Ihm wurde durch seinen Arzt eine Verordnung für Heileurythmie eine Misteltherapie verschrieben. Die erhalten. Selbst etwas für seine GePflegende zeigt ihm genau, wie die sundheit und Gesundung tun könInjektionen gemacht werden müs- nen – das ist für den Einzelnen oft sen. So kann er dies in den nächsten sehr wesentlich. Wochen zu Hause selbst machen. Der In der Heileurythmie wird KonWirkstoff wird unter die Haut inji- rad Hunkeler Bewegungen erlernen, ziert. «Die Patienten erholen sich bes- die er auch zu Hause weiter üben

kann. Heileurythmie kann Wärme von innen erzeugen und stärken. Das kommt dem Bedürfnis von Hunkeler entgegen, der schon länger über ein gestörtes Wärmeempfinden klagt. Auch zu den psychoonkologischen Gesprächen wird er gehen. Hier können seine Lebensfragen besprochen werden. Ein Ziel ist, dass Konrad Hunkeler wieder Boden unter den Füssen bekommt und seinen individuellen, bewussten und selbstbestimmten Umgang mit dieser Erkrankung finden kann. Nach einer Visite bei Petra Müller in der Hyperthermie ist Maurice Orange wieder auf dem Weg in sein Sprechzimmer, der nächste Patient wartet bereits auf ihn. * Name geändert

Klinik Arlesheim AG Anthroposophisches Akutspital für Innere Medizin, Onkologie und Psychiatrie/Psychosomatik Pfeffingerweg 1 4144 Arlesheim 061 705 71 11 Onkologische Sprechstunde 061 705 71 72 info@klinik-arlesheim.ch www.klinik-arlesheim.ch


Von 10 bis 11 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 14

Die Spezialisten

In der Schweiz ist sie führend: Die Merian Iselin Klinik

Jeder Handgriff sitzt. Hoch konzentriert arbeitet ein eingespieltes Team mit hoher Präzision – Alltag in der Merian Iselin Klinik. Basel. Kurt Stalder* ist bereit. Der Jahren

68-jährige Pensionär erhält heute ein künstliches Kniegelenk links. Es ist 9.59 Uhr. In wenigen Augenblicken wird der Operationssaal für den Patienten freigegeben. Noch bis vor einer Viertelstunde wurde darin operiert. Inzwischen wurde der Saal gereinigt, und die neuen sterilen Instrumente sind vorbereitet. Über acht solcher hochmoderner Säle verfügt die Merian Iselin Klinik. Ein weiterer entsteht gerade. Nebst der Orthopädie wird vor allem die Urologie ausgebaut. Der Belegarzt begrüsst seinen Patienten mit Namen. Etwa 60 Minuten wird der Eingriff dauern. Zusammen mit dem Orthopäden werden zwei Fachärzte an der Operation mitarbeiten, eine Anästhesieärztin, eine Anästhesiefachfrau sowie eine Instrumentierfachfrau. Sie reicht jeweils zum richtigen Zeitpunkt das richtige Operationsinstrument. Man merkt, es ist ein eingespieltes Team. Da Kurt Stalder Nebenerkrankungen hat, wird er von der Anästhesie besonders engmaschig überwacht. Zur technischen Unterstützung ist bei Bedarf ein Vertreter der Prothesenfirma anwesend. In der Klinik werden seit

Checklisten angewendet, dadurch kann eine höchstmögliche Sicherheit im Prozess rund um die Operation erreicht werden.

Operation vorgenommen. «Logistik, Teamarbeit, die grosse Physiotherapieabteilung und den Service – all das schätzen die Belegärzte in unserer Klinik», merkt Fricker an. Für Der Patient kennt seinen diese Operation bleiben die PatienChirurgen ten im Durchschnitt sechs Nächte in Das Einsetzen einer Knieprothe- der Merian Iselin Klinik, danach se ist heute ein Routineeingriff. 976 gehen sie nach Hause oder in eine dieser Eingriffe wurden 2016 in der Rehabilitationsklinik. Basler Spezialklinik für Orthopädie durchgeführt. In keiner Klinik der Nach vier Stunden wieder Schweiz werden mehr Knieprothe- stehen sen eingesetzt. Dadurch, dass der Kurt Stalder hat sich für eine Eingriff heute so oft gemacht wird, Regionalanästhesie entschieden. Er ist die Komplikationsrate deutlich bleibt während der Operation bei gesunken. Durch die kürzere Opera- Bewusstsein. Einen Kopfhörer hat er tionszeit konnte zum Beispiel die sich übergezogen und vertieft sich Infektionsrate wie auch der Blut- nun in Händels Wassermusik, seiverlust deutlich gesenkt werden. «Es nen Favoriten. Die Klinik wendet ein wird schnell gearbeitet, aber nie has- standardisiertes, hoch differenziertig», sagt CEO Stephan Fricker. tes Schmerzkonzept an. Ein Element Die Merian Iselin Klinik ist eine davon ist zum Beispiel die InfiltraBelegarztklinik. Das bedeutet, hier tion mit Lokalanästhetikum wähoperieren Chirurginnen und Chirur- rend der Operation, damit Kurt Stalgen, die ihre Patienten aus der eige- der schon kurz nach dem Eingriff nen Praxis kennen. Die Patienten mobilisiert werden kann. Bereits wählen ihren Arzt selbst aus. Beleg- nach vier Stunden steht der Patient ärzte verfügen über viel Erfahrung, ein erstes Mal wieder auf eigenen es sind alles Fachärzte mit Oberarzt- Beinen. Nach der Operation bleibt der erfahrung. Das Spital nutzen sie vorübergehend. Hier wird in einem Patient zwei bis drei Stunden auf der hoch professionellen Umfeld die Überwachungsstation. Nebst der

Schmerztherapie werden die wichtigen Organfunktionen genau überwacht. Sobald er seine Beine bewegen kann und sich gut fühlt, wird er aufs Zimmer gebracht werden. Sein Belegarzt wird ihn mit regelmässigen Besuchen durch die verbleibenden Tage in der Merian Iselin Klinik begleiten. Unkompliziert und schnell ist Kurt Stalder wieder zu mehr Lebensqualität gelangt. * Name geändert

Merian Iselin Klinik für Orthopädie und Chirurgie Föhrenstrasse 2 4009 Basel T +41 61 305 11 11 info@merianiselin.ch www.merianiselin.ch


Von 11 bis 12 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 15

Helvetias Kunstgriff

Dank langer Tradition: Kunst zählt zur firmeneigenen Kultur

Kunstpreisgewinner Andriu Deplazes bespricht mit Nathalie Loch im Helvetia Art Foyer die bevorstehende Ausstellung. Basel. Was haben Jean Tinguely, Pi- plazes eine Einzelausstellung an der dem Künstler die Unterstützung hängen lassen. Der Hauptsitz am

pilotti Rist und Bernhard Luginbühl gemeinsam? Alle sind sie weltbekannte Vertreter der Gegenwartskunst, Schweizer Aushängeschilder und Teil der formidablen Kunstsammlung von Helvetia Versicherung. Im Helvetia Art Foyer, dem firmeneigenen Kunstraum am Basler Steinengraben, bereitet Kuratorin Nathalie Loch gerade die neueste Ausstellung vor. «Hortus Botanicus» lautet deren Titel. Sie setzt sich zusammen aus Werken der firmeneigenen Sammlung sowie Leihgaben. Ihre Schöpfer erforschen und visualisieren auf unterschiedliche Weise das ästhetische Potenzial der Pflanzenwelt. Bis zu vier Ausstellungen führt Helvetia jährlich durch. Donnerstags von 16 bis 20 Uhr sind sie kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich. Kurz vor dem Mittagessen sitzt Nathalie Loch im Art Foyer mit Andriu Deplazes zusammen. Der 24-Jährige ist der diesjährige Gewinner des seit 2004 vergebenen Helvetia Kunstpreises. «Einen guten Einstieg in die Karriere», nennt Loch den Gewinn des Helvetia Kunstpreises. Neben 15 000 Franken winkt dem heute in Brüssel lebenden De-

«Liste», der Kunstmesse im Werk- eines ausgewiesenen Kurators für raum Warteck pp. seine erste Einzelausstellung. Entschieden hat sich Andriu Deplazes Netzwerke knüpfen für Olivier Kaeser, den Co-Direktor «Die ‹Liste› ist die bedeutendste des Centre culturel suisse in Paris. internationale Kunstmesse für junge «Helvetia ist es ein Anliegen, junge Kunst», sagt Nathalie Loch, «sie ist Künstler zu unterstützen», sagt die wichtig, um ein Netzwerk zu knüp- Kuratorin. Seit 1943 wurde die älteste Firfen.» Genau das Richtige für Andriu Deplazes, der erst kürzlich die Zür- men-Kunstsammlung der Schweiz kontinuierlich auf- und ausgebaut. In regelmässigen Abständen hat sie ihr Gründer, der ehemalige Direktor der National Versicherung, Hans Theler, Stück um Stück erweitert. Deshalb spricht man bei Helvetia von einer «reichen historischen Tradition». Gesammelt wird bis heute ausschliesslich Schweizer Gegenwartskunst. Kein Picasso, kein Matisse, kein Monet. «Hans Theler sammelte, weil ihm die Kunst wirklich am Herzen lag», erzählt Nathalie Nathalie Loch ist Kuratorin von Loch, «durch seine Sachkenntnis verlieh er der Sammlung von Anfang Helvetia. an Qualität.» 1700 Werke wurden cher Hochschule der Künste ab- bis heute zusammengetragen. schloss. «Man kennt noch nicht so viele Leute aus der Szene, wenn man Überall Kunst frisch von der Schule kommt», beHans Theler hat seine Mitarbeistätigt Deplazes. Durch den Gewinn ter nie vergessen. Einzelne Werke des Helvetia Kunstpreises winkt dürfen sie sich bis heute ins Büro

Steinengraben gleicht einem Museum. Dem Art Foyer ist ein Café für Angestellte angegliedert. Überall Kunst. Immer wieder verleiht die von zwei Fachpersonen betreute Helvetia Kunstsammlung Werke an Museen. Etwa an die Fondation Beyeler oder das Aargauer Kunsthaus. In die Sammlung von Helvetia ist nun auch ein Werk von Deplazes eingeflossen. «Auch das ist einer Künstlerkarriere förderlich», sagt Loch, «es ist gut, Teil einer renommierten Sammlung zu sein.» Helvetia lebe mit der Kunst, sagt Nathalie Loch. Das tut auch Neuling Andriu Deplazes. Vielleicht wird er einst in einem Zug mit Jean Tinguely, Pipilotti Rist und Bernhard Luginbühl genannt werden.

Helvetia Versicherungen Helvetia Art Foyer Steinengraben 25 4051 Basel www.helvetia.ch/art


Von 12 bis 13 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 16

Küche, Kunst, Kultur

Mediterraner Genuss mitten in Basel? Kein Problem.

Das Bistro. Umgeben von historischen Gebäuden: Gastgeber Peter Eigenmann geniesst seine Oase.

Frisch. Wenn das Essen zum Erlebnis wird. Basel. Dass das Antikenmuseum Schätze aus längst vergangenen Tagen birgt, wird niemanden überraschen. Dass es eine gastronomische Perle mit zeitgenössischer Ausrichtung beherbergt, mag für manchen eine Entdeckung sein. Passend zum Konzept des Museums ist die Küche des Bistros AMB eine mediterrane. Schliesslich fokussiert das Haus auf die Antike des Mittelmeerraums. Gastgeber Peter Eigenmann bietet seinen Gästen zwei Mittagsmenüs – eines mit Fisch oder Fleisch und natürlich ein vegetarisches. Ins Bistro gelangt man durch den Haupteingang des Antikenmuseums. Es wird kein Eintrittspreis fällig. Das Bistro AMB steht allen offen, die eine unverwechselbare Atmosphäre schätzen.

hunderts und das Kopfsteinpflaster schaffen ein historisches Umfeld. In einer Ecke lädt neu eine Lounge zum Entspannen. In den Gaststuben sollen künftig Abgüsse aus der Skulpturenhalle die Nähe zum kulturellen Erbe noch mehr betonen. «So entsteht das Museum im Bistro und nicht ein Bistro im Museum», erläutert Peter Eigenmann die Idee dahinter. Die Küche trägt die Handschrift von Thorsten Natter. «Unser Küchenchef legt grossen Wert darauf, dass alles, was seine Küche verlässt, frisch zubereitet worden ist», sagt Eigenmann. Künstliche Geschmacksverstärker haben in seiner Philosophie keinen Platz. Natter ist ein Verrückter im positiven Sinne. Sein Berufsstolz lässt ihn gar die Grissini fürs Bistro selbst herstellen. Jeden Tag steht ein selbst gemachter Kuchen im Angebot. Eigenmann

verrät: «Thorsten rückt seine Rezepte sehr ungern heraus. Er hütet sie wie einen Schatz.» Einfach, leicht und nicht alltäglich sind Natters Kreationen. Mit einem Hauch von Orient. Die perfekte Gelegenheit Das Bistro AMB ist nicht die einzige Symbiose von Kunst aus der Antike und Kunst aus der Küche. Das Museum vermietet Räumlichkeiten, um darin Veranstaltungen abzuhalten. Vor Kurzem führte der Verein Pro Innerstadt Basel seine Generalversammlung hier durch. Das Catering übernahm das Team von Peter Eigenmann. Mit einem schönen, feinen Apéro riche für 120 Personen habe er seine Gäste im Innenhof bewirtet, erzählt Eigenmann. Donnerstags und freitags sind Antikenmuseum und Bistro AMB abends geöffnet. Für Peter Eigenmann die

Frisches in der Oase «Der Innenhof ist im Sommer eine Oase», schwärmt Eigenmann. Obwohl das Leben in der Stadt pulsiert, ist es hier angenehm ruhig. Sonnenschirme spenden Schatten. Die klassizistischen Wohngebäude aus der 20er-Jahren des 19. Jahr- Mediterran. Küchenchef Thorsten Natter schwört auf frisch Zubereitetes.

«perfekte» Gelegenheit für ein «romantisches» Abendessen, um nach 19 Uhr in den Genuss von freiem Eintritt ins Museum zu kommen. Erst seit Januar betreibt das Museum sein Bistro in Eigenregie. Doch schon sind einige Neuerungen angedacht. Von Juni bis September lässt das Bistro AMB die Menschen in seiner Lounge zusammenkommen. Jeweils am letzten Donnerstag des Monats ab 17 Uhr. Gemeinsam mit Radio Basilisk lanciert es die «AMBiance». Ein gastronomischer Event, der dazu beitragen soll, den Arbeitstag gemütlich und gesellig zu dezenter Musik ausklingen zu lassen. So alt die Ausstellungsobjekte im Antikenmuseum sein mögen, so frisch sind die Ideen im Haus.

Bistro AMB Mo: 11–14 Uhr Di, Mi, Sa: 11–17 Uhr Do, Fr: 11–23 Uhr Samstag nur während der Sonderausstellungen geöffnet So: geschlossen St.-Alban-Graben 5 4010 Basel +41 61 201 12 30

peter.eigenmann@bs.ch Buchungsanfragen für Räumlichkeiten unter +41 61 201 12 57

anna.laschinger@bs.ch


Von 13 bis 14 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 17

Das Leiden hat ein Ende

Computertomograf. Komplizierte Untersuchungen können schnell vorgenommen werden.

Der Schmerz hat viele Facetten, deshalb bekämpft ihn die Schmerzklinik Basel mit allen Mitteln Basel. «Schmerz ist sehr komplex», Das Angebot ist speziell auf die Be- Schmerzklinik Basel. Nicht nur äl- Spezialisten sind, werden gerade

weiss Eric Frey, der Direktor der Schmerzklinik Basel. Jeder empfinde Schmerz anders. Auch müsse der schmerzende Körperteil keineswegs der Verursacher der Schmerzen sein. Kopfschmerzen könnten sehr wohl von einem Rückenproblem herrühren. Wichtig sei also, «nicht nur den Schmerz zu bekämpfen, sondern ebenso dessen Ursache zu finden». Erfolg bedeute in der Schmerzklinik Basel, dass der Patient keine Schmerzen mehr habe oder zumindest viel weniger. Und Frey bezeichnet seine Klinik als erfolgreich. Den Grund für den Erfolg sieht Eric Frey in der Spezialisierung seiner Klinik. Alles dreht sich um die Bekämpfung von Schmerzen. Das ist einmalig in der Schweiz. Die Fachärzte im Haus kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen. Hier heilen Rheumatologen, Neurologen und Psychiater, hier wird mit Schmerzdiagnostik, Physikalischer und Manueller Medizin gearbeitet. Komplementär- und Regulationsmedizin bleiben keineswegs aussen vor. An der Schmerzklinik Basel werden Möglichkeiten ausgeschöpft. «Als einziges Kompetenzzentrum für Interventionelle Schmerztherapie in der Schweiz begegnen wir dem Schmerz mit Kapazitäten und Kompetenzen», fasst Frey zusammen. Frey versteht seine Klinik als Dienstleisterin, die stark mit öffentlichen und anderen privaten Kliniken zusammenarbeitet.

International anerkannt

dürfnisse von Berufstätigen ausgerichtet. Kurz nach 13 Uhr ist es heute ein Buchhändler, der sich behandeln lässt. Ob rheumatische Beschwerden, Kopf-, Rücken- oder Muskelschmerzen – auch hier kommt wieder der ganzheitliche interdisziplinäre Ansatz zum Tragen. Die ärztlichen Leistungen der Schmerzklinik Basel sind Pflichtleistungen und werden mit allen Schweizer Krankenversicherungen direkt abgerechnet. Die Klinik hat sich laufend verändert und durch die über die Jahre erworbene Erfahrung verbessert. Seit 39 Jahren hilft die

tere Menschen sind betroffen. Der Schmerz kennt keine Altersgrenzen. Zwischen 20 und 100 Jahre alt sind die Patienten. 70 Prozent von ihnen werden ambulant behandelt. Für stationäre Behandlungen stehen 15 Betten bereit. Dank einem hauseigenen Computertomografen (CT) können auch kompliziertere Untersuchungen schnell vorgenommen werden. Mit dem Swiss Ortho Center von Professor Victor Valderrabano verfügt die Klinik zudem über ein international anerkanntes Zentrum für Fusschirurgie und Sprunggelenkschirurgie. «Weil wir

Für Menschen mit einem Akutproblem hat die Klinik ein «WALKIN» eingerichtet. Von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16.30 Uhr kann der Patient unangemeldet ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Alle gegen einen. Das Team der Schmerzklinik bekämpft den Schmerz.

die komplexen Fälle an uns verwiesen», erzählt Frey, «sie kommen zu uns, wenn keiner mehr weiter weiss.» Die Schmerzklinik Basel figuriert auf der Spitalliste BS und BL, ist also sowohl für allgemein als auch für privat versicherte Patienten da. Vor zwei Jahren übernahm Swiss Medical Network die Schmerzklinik Basel. Damit ist die Klinik nun Teil des zweitgrössten Netzwerks privater Spitäler in der Schweiz. Swiss Medical Network ist in drei Hauptsprachregionen verankert und bietet neben ärztlicher Hilfe einen erstklassigen Service an. «Im Gesundheitswesen sind die Kosten stets unter Druck», erklärt Eric Frey diesen Schritt, «es braucht eine gewisse Grösse, damit man Synergien nutzen kann.» Die Schmerzklinik profitiert im IT-Bereich, im zentralen Einkauf und so weiter. Auf politischer Ebene hat sie mehr Gewicht. Ebenso erhält sie Unterstützung in den Verhandlungen mit den Krankenkassen. Die Zugehörigkeit zu Swiss Medical Network stärkt die Existenz der Schmerzklinik in Basel. «Das ist vor allem wichtig für unsere Patienten», ist Frey überzeugt, «Schmerzen sind oft ein Signal.»

Schmerzklinik Basel, WALK-IN Hirschgässlein 11–15 4010 Basel +41 61 295 89 89 info@schmerzklinik.ch www.schmerzklinik.ch


Von 14 bis 15 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 18

Saubere Arbeit. Thierry Fiegenwald repariert ein Saxofon.

Die gut sortierte Werkstatt

Aus guten Händen in gute Hände: Musik Hug will nicht nur Instrumente verkaufen, sondern auch seine Kunden betreuen Allschwil. Die Kundin ist sichtbar erleichtert. Sie atmet tief durch, als sie aus den Händen von Thierry Fiegenwald ihr Sopransaxofon entgegennehmen kann. Der Sturzschaden ist behoben. Der abendlichen Hauptprobe steht nichts mehr im Weg. Probleme, wie es sie täglich zu lösen gilt. Musik Hug steht nicht nur für den Verkauf von Instrumenten. «Wir verkaufen ein Package», erklärt Fiegenwald, «individuelle Beratung und ein gutes Instrument, das man reparieren und pflegen kann.» Fiegenwald leitet gemeinsam mit Roland Schmid die neue MusikHug-Filiale in Allschwil. Dem Reparieren wird grosses Gewicht beigemessen. Musik Hug führt in Allschwil nebst grossen Verkaufsräumen zwei Werkstätten. Eine für Blas- und eine für Tasteninstrumente. «Hier sind hoch spezialisierte Fachkräfte an der Arbeit», betont Schmid. Das sind Klavierbauer wie etwa Hans Sanner, der sich nach bereits abgeschlossener Ausbildung durch alle Abteilungen von Stein-

Daher versuchten er und das ganze Musik-Hug-Team im Gespräch mit dem Kunden herauszufinden, woran ihm wirklich gelegen sei, welche Bedürfnisse dieser ganz konkret habe. Andere kämen ein erstes Mal nur vorbei, um sich informieren zu lassen. «Der Kunde soll rausgehen und sich sagen, hier bin ich mit meinem Die Kontrolle Instrument gut aufgehoben», fasst Genau unter die Lupe ge- Fiegenwald zusammen. nommen werden aber nicht nur die Reparaturen. «Jedes Instrument, Das richtige Instrument auch ein neues, wird kontrolliert, Zu einem echten Standbein ist bevor es rausgeht», sagt Thierry Fie- das Mietgeschäft geworden. Gerade genwald. In dem von Glasfronten im Schülerbereich bevorzugen es gesäumten Showroom stehen Ins- viele, für eine erste Zeit das Instrutrumente für «Vollprofis und für blu- ment zu mieten, statt es zu kaufen. tige Anfänger». Ein gewisses Quali- Prüfen, ob die Harfe, das Flügelhorn täts-Niveau dürften die Instrumente oder das Klavier das ist, was man jedoch nicht unterschreiten, sonst sich wünscht. «Wenn der Kunde uns würden sie nicht ins Sortiment auf- wieder verlässt, soll er sich im Klagenommen. ren darüber sein, welches InstruDas teuerste Instrument müsse ment für ihn das richtige ist», sagt nicht das richtige für einen sein, hält Schmid. Wer sich nach der Miete Roland Schmid fest. «Oft sind die endgültig für ein Instrument entKunden fixiert auf ein Instrument, scheidet, erhält einen grossen Teil das sie aus der Werbung kennen.» der Mietkosten an den Kaufpreis anway & Sons in Hamburg arbeitete. Kaum einer kennt sich inzwischen besser mit dem Innenleben der EdelFlügel aus. Sanner ist einer, der aus seiner Berufung einen Beruf geformt hat. «Solche Spezialisten sind bei uns genau richtig», sagt Roland Schmid.

gerechnet. Thierry Fiegenwald hat sich bis 15 Uhr noch um einen weiteren Notfall zu kümmern. «Ich versuche immer, dem Kunden entgegenzukommen.» Wieder drängt ein Auftritt noch am selben Nachmittag. Die Oboe der langjährigen Musik-Hug-Kundin weist undichte Stellen auf. So, wie sie vor Fiegenwald liegt, ist sie nicht mehr zu spielen. Hier kann nur noch eines helfen: «Eine gut sortierte Werkstatt mit dem richtigen Fachpersonal.»

Musik Hug Binningerstrasse 152 4123 Allschwil 061 272 33 90 www.musikhug.ch info.basel@musikhug.ch


Von 15 bis 16 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 19

Eine Herzensangelegenheit

Ein Infarkt ist ein einschneidendes Erlebnis. Das Kardiovaskuläre Präventionszentrum des Universitätsspitals Basel hilft zurück ins Leben Basel. Es herrscht reger Betrieb im Fitnessraum. Die meisten der Anwesenden stecken mitten in der Rehabilitation «Karamba» nach einem Herzinfarkt. Einige joggen auf Laufbändern. Andere besuchen kurz nach 15 Uhr eine Lektion in koordinativem Training. In der Kardiovaskulären Prävention des Universitätsspitals Basel sind sie in guten Händen. «Heute verläuft die Rehabilitation üblicherweise ambulant», erzählt Otmar Pfister, Ärztlicher Leiter der Kardiovaskulären Prävention. Früher folgte auf einen Spitalaufenthalt gewöhnlich ein Kuraufenthalt. Über Wochen hinweg wurde der Patient stationär behandelt. Die moderne Form der Rehabilitation ist nicht nur günstiger für die Krankenkassen. «Sie ist auch angenehmer für die Patienten», erklärt Pfister, «sie können ihren Lebensmittelpunkt beibehalten, haben ihre Angehörigen im vertrauten Umfeld um sich.» Die Betreuung durch die Ärzte und Therapeuten des Herzzentrums am Universitätsspital ist gesamtheitlich angelegt. Sie geht über die Akutbehandlung hinaus. In der Kardiovaskulären Prävention finden Beratungen statt und werden Spezialprogramme für Patienten mit Diabetes oder Adipositas ausgearbeitet. Mittels Ultraschall und EKG sind Untersuchungen am Herzen möglich.

Wieder Vertrauen fassen Um nach einem Herzinfarkt wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu fassen und zu gewohnter Leistungsfähigkeit zurückzufinden, gilt es einiges zu beachten. Wer weiter raucht, verdoppelt sein Risiko für einen erneuten Herzinfarkt. Wer dagegen das Rauchen einstellt, senkt dieses Risiko innert Jahresfrist um

Auf dem laufenden Band. Kreislauftraining, um wieder zu gewohnter Leistungsfähigkeit zurückzufinden.

die Hälfte. Tägliche körperliche Betätigung sowie eine ausgewogene Ernährung bringen eine Menge Lebensqualität zurück. Empfohlen wird die sogenannte «Mediterrane Diät». Essen wie in den Ferien: ballaststoffreiche Mischkost mit gesunden Fetten und vielen frischen Zutaten. Mehr Fisch, weniger Fleisch und vor allem viel Gemüse, Salat und Obst. Das Kardiovaskuläre Präventionszentrum richtet sich im Bereich der kardialen Leistungsmedizin auch an Sportler. Sowohl Wettkampferprobte als auch Einsteiger erhalten eine individuelle Beratung. Durch das leistungsdiagnostische Verfahren der Spiroergometrie wird auf einem Laufband neben der Arbeitsleistung der

Teamwork. Otmar Pfister, Ärztlicher Leiter der Kardiovaskulären Prävention, geht am Empfang mit Antonia Candela die Termine durch.

Muskulatur auch die maximale Sauerstoffaufnahme gemessen. Eine abschliessende Laktatmessung ermöglicht es, den optimalen Belastungsbereich für das Training festzulegen. Neuer Standort, funktionales Umfeld Seit Januar befindet sich die Kardiovaskuläre Prävention des Universitätsspitals Basel an einem neuen Standort. War sie zuvor in einer umgenutzten Schwimmhalle im Stammhaus domiziliert, befindet sie sich nun in einem Gebäude auf dem Gelände des Diakonats Bethesda an der Gellertstrasse. «Ein grosser Vorteil war, dass wir den Umbau mitgestalten konnten», sagt Otmar Pfister. Entstanden ist ein funktionales, modernes Umfeld. In der Rehabilitation gilt es, in Bewegung zu bleiben. Nach Abschluss der ärztlich begleiteten

kardiovaskulären Rehabilitation schliessen sich viele Frauen und Männer einer lokalen Herzgruppe an, um auch langfristig sportlich aktiv zu bleiben. Geleitet werden diese von ausgebildeten Herztherapeuten. Hier endet der Einfluss des Universitätsspitals. Die Therapeuten sind keine Angestellten des Herzzentrums. Otmar Pfister verweist auf die Vorteile der lokalen Herzgruppe: «In den Herzgruppen entwickeln sich Freundschaften, die weitergeführt werden können, da die Reha in der eigenen Wohnregion stattfindet.» Und der Umgang innerhalb der Gruppe sei familiär und – herzlich.

Kardiovaskuläre Prävention Klinik für Kardiologie Universitätsspital Basel Gellertstrasse 120 4052 Basel Prävention +41 61 556 52 98 Karamba +41 61 328 65 27 praevention.kardiologie@usb.ch karamba@usb.ch www.unispital-basel.ch


Von 16 bis 17 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 20

Der nächste Schritt Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, für den könnte die HWS Huber Widemann Schule die richtige Adresse sein Basel. «Die HWS ist eine vielfältige, gungs- und Gesundheitsförderung

sowie Bühnentänzer. Um 16 Uhr vollzieht sich so etwas wie ein Schichtwechsel. Die Lektionen der Tagesschule neigen sich dem Ende zu, jene der Abendschule werden vorbereitet. Sarah Steiner absolviert die Ausbildung berufsbegleitend. Jeweils dienstags und donnerstags ist sie während zweier Semester abends an der HWS. Das ergibt ein wöchentliches Pensum von acht Lektionen. «Das ist zu stemmen», sagt Steiner. Nicht zuletzt wegen der Unterstützung der Lehrpersonen. Das Lernklima beschreibt sie als «familiär». Er teile diese Ansicht, sagt Gesamtschulleiter Johannes Maurovits: «Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt.» Die HWS-Schüler holten sich ihre Fitness für den Beruf «durch individuelle Leistung und unsere Unterstützung». Wöchentlich gehen über 1000 Schüler im Schulhaus ein und aus. 120 Lehrer unterrichten sie. «Die Hohe Anzahl Lehrer leitet sich aus dem Umstand ab, dass wir viele Spezialisten brau- Steiner. Andere Schüler schätzen chen», erklärt Maurovits. andere Annehmlichkeiten. Das Gebäude an der Eulerstrasse birgt mehIn der Praxis lernen rere Überraschungen. Eine grosse «Meinem Zeitmanagement kam Turnhalle ist darin untergebracht, entgegen, dass die HWS gut mit dem ergänzt von vier Bewegungsräumen. ÖV erreichbar ist», bemerkt Sarah Daran ist der Fraktion der Bewegungsberufe gelegen. Den Lernenden im medizinischen Sektor liegt dagegen mehr an der Röntgenanlage und den Laborbereichen. Ausserdem steht den Naturheilpraktikern eine Lehrpraxis zur Verfügung. «Um eine gute Ausbildung zu gewährleisten, müssen unsere Schüler praktisch arbeiten können», sagt Johannes Maurovits. Sarah Steiner ist überzeugt, dass sie die Abschlussprüfungen gut Unterricht zukünftiger Arztsekretärinnen. überstehen wird. In die Organisation des Gesundheitswesens wolle sie sich nochmals vertiefen. In diesem Bereich gibt es doch einige komplexe Strukturen. Vielleicht werde sie auf Johannes Maurovits zugehen, um die letzten Zweifel auszuräumen. «Die Schüler können mit ihren Problemen jederzeit zu mir kommen», bestätigt Maurovits, «wir pflegen das Prinzip der offenen Tür.» Innenhof. So sieht eine moderne Schule im Innern aus. * Name geändert © racorn/123rf.com

leistungsorientierte und menschenfreundliche Schule», beschreibt Sarah Steiner*, «deshalb habe ich mich entschieden, hier in meine Weiterbildung zu investieren.» Nach elf Jahren im Dienst eines Logistikunternehmens hat die Kauffrau beschlossen, sich weiterzuentwickeln, sich zu verändern. Sarah Steiner steht kurz vor ihrem Abschluss als Arzt- und Spitalsekretärin an der HWS Huber Widemann Schule. Dieser Abschluss eröffnet Steiner viele Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Ärzte, Spitäler und die Pharmaindustrie suchen Mitarbeiterinnen wie Sarah Steiner. Versicherungen und Krankenkassen auch. Die HWS ist die älteste Privatschule in Basel. 1876 von A. C. Widemann gegründet, fusionierte sie 1968 mit der Schule von Fritz Huber zur Huber Widemann Schule. Und keine lehrt vielfältiger. Heute verfügt sie über das grösste Aus- und Weiterbildungsportfolio der Nordwestschweiz. Sogar Naturheilpraktiker bildet die HWS aus. Im Leistungsauftrag von Basel-Stadt und Baselland dient sie als Berufsfachschule für angehende Medizinische Praxisassistentinnen, Dentalassistentinnen, Fachmänner Bewe-

Patrick Brack, Bildungsberatung 061 202 11 40 p.brack@hws.ch

HWS Huber Widemann Schule Eulerstrasse 55 4051 Basel www.hws.ch


Von 17 bis 18 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 21

Ohne Motor. Rolf Boller: «Wir befinden uns hier zwischen zwei Rennstrecken.».

Dieses unbeschreibliche Gefühl

Fliegen ist ein Menschheitstraum. Auf dem Flugplatz Schupfart wird er gelebt Schupfart. Er möchte die Leute an- werden. Zur Feier finden im Juni begeisterten. «Die Flugschule ist

stecken. Keine Sekunde macht Cornelius Bürgin einen Hehl daraus. «Die Fliegerei ist ein Virus», sagt der Präsident der Motorfluggruppe Fricktal, «wenn einer dauernd in den Himmel schaut, will er dorthin.» Immer wieder ist er auf dem Flugplatz Schupfart anzutreffen. Hier ist neben diesem Verein auch die Segelfluggruppe Basel Fricktal beheimatet. Deren Präsident, Rolf Boller, kann sich kaum einen besseren Flugplatz denken. Zumindest nicht aus Sicht der Segelflieger. «Wir befinden uns hier zwischen zwei Rennstrecken», erklärt Boller. Das sind Strecken, auf denen sehr oft sehr gute thermische Bedingungen herrschen: Jura und Schwarzwald/Schwäbische Alb. Zudem können die Segelflieger in Schupfart bis auf 2000 Meter steigen. Das dürfen sie nicht überall, weil sie sonst – wie etwa in Dittingen – einem landenden Linienflugzeug in die Quere kommen könnten. Ohne die kleineren Flugplätze, wie es jener in Schupfart ist, hätten die Segelflieger ein Problem: Auf den grossen wie in Basel oder Zürich dürfen sie nicht starten.

2018 Flugtage statt. Einer, der sich noch gut an die Eröffnung erinnern kann, ist Andreas Müller, der heutige Flugplatzleiter und Cheffluglehrer der Motorfluggruppe. Er war damals elf. «Mein Vater war begeistert vom Fliegen. Er hat mich einfach mitgeschleppt.» Das Virus wurde vom Vater auf den Sohn übertragen. Müller wurde Linienpilot der Swissair und der Swiss. Heute versammelt er eine Handvoll zertifizierter Fluglehrer um sich, die getreu den Normen des Bundesamts für Zivilluftfahrt angehende Privatpiloten ausbilden. Jeder kann einsteigen. «Wir haben schon Akademikern, Hausfrauen, Bauern und Primarlehrern das Fliegen beigebracht», beschreibt Müller das breite Spektrum der Flug-

eine Nachwuchsschmiede für die Schweizer Aviatik», sagt Cornelius Bürgin, «wir wollen aber auch vermehrt mit Technischen Hochschulen zusammenarbeiten.»

Hochzeit über den Wolken Speziell selektionierte Rundflugpiloten steuern Passagierflüge durch die Lüfte. Ein Angebot, das gerne genutzt wird, wenn in den Räumlichkeiten des Flugplatzes Hochzeitsfeiern, Bankette oder Generalversammlungen abgehalten werden. Auf Anfrage laufend, aber auch an eigens organisierten Schnuppertagen im August kann für 99 Franken inklusive Fluglehrer abgehoben werden. Die Segelfluggruppe lässt am Wochenende morgens ab 9 Uhr schnuppern und dienstags nach 18 Uhr.

Die Nachwuchsschmiede 50 Jahre alt wird der Flugplatz Schupfart im kommenden Jahr. Die Fluggruppen mussten 1967 den Flugplatz auf dem Sisslerfeld zwischen Sisseln und Stein-Säckingen verlassen, denn immer mehr Chemie- und Pharmafirmen siedelten sich in der Rheinebene an. Ein Platzund Wertschöpfungsproblem. 1968 Mit Motor. Steigen gerne mit Propeller auf: Cornelius Bürgin, Markus konnte der neue Flugplatz eröffnet Metzger, Karin Meier und Andreas Müller (von links).

Flugplatzchef Andreas Müller sagt, er fühle sich in Schupfart sehr wohl. «In 20 Minuten bist du auf dem Platz, ohne Stau.» Einige würden sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Komme hinzu, dass man in Schupfart keine aufwendigen Sicherheitschecks über sich ergehen lassen müsse wie an einem grossen Flughafen mit kommerziellem Betrieb. Dagegen betont sein «virusinfizierter» Kollege die Lage mitten in unverbauter Natur. Eines fessle ihn nach all den Flugstunden noch immer wie am ersten Tag, sagt Rolf Boller: «Über unserem Flugplatz in einen Sonnenuntergang zu fliegen.»

Flugschule Fricktal Flugplatz 4325 Schupfart +41 (0) 62 871 22 22 info@flugschule-fricktal.ch www.mfgf.ch

Segelflugruppe Basel Fricktal 4000 Basel sekretariat@sgbaselfricktal.ch www.sgbaselfricktal.ch


Von 18 bis 19 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 22

Impulse geben für die Region Mit Bevölkerung und der Wirtschaft im Dialog bleiben – die Handelskammer beider Basel sieht sich als Brückenbauerin

Die Handelskammer beider Basel informiert und vernetzt Menschen und Unternehmen, um die Region mit dem entscheidenden Impuls vorwärtszubringen. An der «Werkstatt Basel» bringt sich das Publikum mittels Voting in die Diskussion ein.

Basel. «Wir setzen uns stark dafür ein, der Region Impulse zu geben» sagt Andreas Meier, Mitglied der Geschäftsleitung der Handelskammer beider Basel. «Wir verstehen uns als Brücke zwischen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.» Die Zeiten, in denen Wirtschaftspolitik aus dem Elfenbeinturm heraus erfolgreich betrieben werden konnte, seien vorbei: «In einer Zeit, die von Misstrauen und Ängsten geprägt ist, muss ein Verband auf Nähe setzen und aktiv den direkten Dialog suchen.» Und genau darauf zielen die Veranstaltungsreihen «Werkstatt Basel» ab: Zusammen mit der Bevölkerung und der Wirtschaft im Dialog sein und gemeinsam Handlungsempfehlungen erarbeiten. Mit einer einführenden Rede wird Andreas Meier pünktlich um 18 Uhr eine wei-

tere Ausgabe der Veranstaltungsserie «Werkstatt Basel» eröffnen: «(Un)Wahrheit um jeden Preis!». Die Anwesenden setzen sich mit der Frage auseinander, was es für einen glaubwürdigen Dialog zwischen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft braucht. Und was der Preis der Wahrheit ist und ob Unwahrheiten beziehungsweise Halbwahrheiten erkannt werden können.

Region hat uns zu einer Stimme gemacht, die gehört wird», ist Direktor Franz A. Saladin überzeugt. Die Handelskammer setzt sich für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen ein und engagiert sich stark für die Interessen ihrer Mitgliedunternehmen. Aktuelles Beispiel dafür ist die Initiative «Are you digital?». Mit ihrer Initiative bietet die Handelskammer kleinen und mittleren Unternehmen eine ganz individuelle, direkte und unbürokratische Unterstützung bei der digitalen Transformation an: «Unser Ziel ist es, unsere Mitglieder dabei zu unterstützen, die digitale Transformation für ihren künftigen Erfolg zu nutzen», so Saladin.

Gemeinsam die Wirtschaft stärken Die Handelskammer beider Basel vereint viele Fachexperten und Praktiker, um gemeinsam für den Wohlstand der Bevölkerung in der Region einzustehen und den Wirtschaftsstandort Region Basel zu stärken. «Unsere enge Zusammen- Den Nachwuchs fördern arbeit mit den Regierungen, PolitiEin weiteres Anliegen der kern und Unternehmern unserer Handelskammer ist es, den Nachwuchs und dessen Verständnis für die Wirtschaft zu fördern. Das eine Instrument sind die WirtschaftsDas ist die Handelskammer beider Basel wochen: Vergangenes Jahr profitierDie Handelskammer beider Basel ist mit über 2100 Firmen- und Einzelmitten 17 Gymnasialklassen mit insgliedern aus Dienstleistung, Handel und Industrie der grösste bikantonale gesamt 349 Schülerinnen und SchüWirtschaftsverband der Nordwestschweiz. Sie unterstützt Unternehmen in lern von diesem Angebot. In einer der Erfüllung ihrer Aufgaben, vertritt deren Interessen gegenüber Staat und Unternehmens-Simulation durchÖffentlichkeit und beteiligt sich an politischen, wirtschaftlichen und schauen die Schüler wirtschaftliche gesellschaftlichen Prozessen oder stösst diese als Impulsgeberin an. Präsiund politische Zusammenhänge. diert wird die Handelskammer seit diesem Juni von Nationalrätin Elisabeth Mit Rat und Tat zur Seite stehen Schneider-Schneiter. Das operative Geschäft leitet Direktor Franz A. Saladin. ihnen erfahrene Berufsfachleute.

Bislang wurden 691 Wirtschaftswochen durchgeführt. Ein anderes Förderinstrument ist die Experimentier- und Erlebnisschau «tunBasel» an der Muba. Rund ein Drittel aller Basler und Baselbieter Primarschüler waren Anfang Mai da. «Mit Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft bringen wir Kindern und Jugendlichen frühzeitig Technik und Naturwissenschaften näher, um so dem Nachwuchsmangel entgegenzuwirken», erklärt Franz Saladin die Idee dahinter. Ob Wirtschaftswoche, «tunBasel» oder wie an diesem Abend im Kino Pathé Küchlin – es geht immer um den entscheidenden Impuls, der unsere Region vorwärtsbringt.

Handelskammer beider Basel St.-Jakobs-Strasse 25 Postfach 4010 Basel T +41 61 270 60 60 F +41 61 270 60 05

info@hkbb.ch www.hkbb.ch


Von 19 bis 20 Uhr.

Jump!

Der individuelle Weg zu mehr Wohlbefinden

Muttenz. «Es macht richtig Spass», sagt Mirjam Profeta, «es werden viele Glückshormone ausgeschüttet.» Mirjam leitet den Gruppenkurs «Power Jumping» im Muttenzer Fitness- und Gesundheits-Center «Body move & more». Jeden Mittwoch um 19 Uhr motiviert sie ihre Gruppe mit «Power Jumping». Es stärkt vor allem den Rumpf und verbessert die Haltung. Wegen der Federung können Leute, die unter Osteoporose leiden, auch solche mit Bandscheiben- oder Kniebeschwerden, problemlos dabei sein, betont Mirjam, die selbst zwei Knieoperationen hinter sich hat. Das Training auf diesen modernsten Trampolins fördert die Koordination, während es den ganzen Körper miteinbezieht. Gleichzeitig ist es ein hervorragendes Kreislauftraining. «Wer öfter im Ausdauerbereich an sich arbeitet, dem gelingt der Einstieg leichter.» Zusätzliche «Power Jumping»-Stunden werden jeden Freitag (18 bis 18.55 Uhr) von Domenico und Samstag (11 bis 11.55 Uhr) von Sina geleitet.

«Noch glücklicher» Die Auswahl an Gruppentrainings im «Body move & more» ist sehr gross: Zumba, Power Yoga, Indoor Cycling, Pilates, Bauch-BeinePo, Bokwa, Body Toning, Pump, Toso X, Hot Iron und vieles mehr. «Motivation ist wichtig», sagt Mirjam. In der ersten Lektion werde man wohl noch nicht das ganze Programm durchturnen können. Das sei vielleicht noch etwas zu anstrengend. Man spüre aber, wie man sich kontinuierlich steigere. Dass zu Musik gesprungen werde, erleichtere einem das Training. «Und macht mich noch glücklicher.» Das «Body move & more» ist ein familiäres, persönliches, helles Trainingscenter mitten im Muttenzer Polyfeld. Viel Tageslicht gelangt durch die beiden breiten Fensterfronten hinein. Seit inzwischen drei Jahren ist das Fitness- und Gesundheits-Center für seine Mitglieder da. Alle werden individuell betreut, ob sie nun an Muskelmasse zulegen wollen oder es doch eher um eine Gewichtsreduktion geht. Die regelmässige individuelle Betreuung ist im Abonnementspreis inbegriffen. Dass die Betreuung zielführend ist,

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 23 Ein hochmodernere Gerätepark und eine hoch motivierte Mirjam Profeta, die mit «Power Jumping» ihre Gruppe in Form bringt.

garantiert ausgebildetes Fachpersonal. Getestet werden kann das Angebot während einer kostenlosen Probewoche. Innovative Fitnessgeräte Vier Sterne hat der Schweizerische Fitnessverband seinem Muttenzer Mitglied verliehen. Nebst dem Wellnessbereich bietet das Fitnesscenter Kraft- und Ausdauergeräte der neusten Technologie an. «Wir haben uns auf den Fitnessbereich spezialisiert», sagt Geschäftsführer und Inhaber Giuseppe Sciré. Er investiere in top innovative «Technogym»-Fitnessgeräte für seine Kundschaft. Sogar mit Bildschirmen, um einem das Training noch spannender zu machen. Dieses Angebot wird von Krankenkassen anerkannt. Bis zu 50 Prozent des AboPreises sind sie bereit zu übernehmen. Das «Body move & more»-Team bietet dazu noch zusätzlichen Komfort. Jeweils morgens von Montag bis Freitag steht für die Kleinen ein betreuter Kinderhort zur Verfügung. Je eine Sauna für Frauen und eine für Männer lädt zum Schwitzen und Entspannen ein. Angenehm für die Fitness-Freunde zeigt sich die Parkplatzsituation. Das Auto kann im Haus gratis abgestellt werden.

SOMMERAKTION 14 für 12 Monate. Wer ein Jahres-Abonnement abschliesst, erhält gegen Vorweisen dieses Talons 14 Trainingsmonate zum selben Preis. Gültig bis Ende August 2017.

Body move & more Hofackerstrasse 73 4132 Muttenz +41 61 322 15 15 muttenz@bodymove-more.ch www.bodymove-more.ch


Von 20 bis 21 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 24

…rundum geniessen – auch nach 21.00 Uhr! Hostellerie am Schwarzsee - Ihr Wohlfühlhotel auf über 1000 m.ü.M. Hier, im Herzen der Freiburger Alpen wo Edelweiss-Blüemli wachsen, Ihnen der Schwarzsee zu Füssen liegt und der Kaiseregg über Sie wacht, befindet sich in traumhafter Umgebung unser schönes Viersterne-Komfort-Hotel.

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Von 21 bis 22 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 25

Rund um die Uhr, rund um den Globus Das Tropeninstitut rettet regelmässig Leben

«Tropeli». Die Reiseklinik des Swiss TPH erteilt jährlich 30 000 Auskünfte am Telefon. Basel. Gerade noch sass Andreas Neumayr gemütlich vor dem Fernseher. Nun aber führt er plötzlich aufmerksam ein Beratungsgespräch am Telefon. Die Uhr zeigt, es ist schon fast 22 Uhr. Für Neumayr nichts Ungewöhnliches. Er leitet die Reiseklinik am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) in Basel. Heute hat er Pikettdienst. Der Anruf kommt von einem Schweizer Urlauber aus Bolivien. «Nach einem Hunde- oder Affenbiss im Ausland stellt sich die relevanteste Frage nach einer Tollwut-Notfallimpfung», erklärt Neumayr, «oft können wir den Leuten sagen, wo sie vor Ort zum Impfen gehen können.» Auch in Bolivien. Andreas Neumayr und vier weitere Ärzte decken die Notfallauskunft rund um die Uhr ab. Jährlich werden am Telefon 30 000 Auskünfte erteilt. 12 000 Reiselustige werden im Institut an der Basler Socinstrasse beraten, geimpft oder behandelt. Die einen wollen zwei Wochen Strandferien in der Dominikanischen Republik machen, andere mit dem Fahrrad ein Jahr um die Welt reisen. Für alle empfiehlt sich eine individuelle Beratung.

«Risikomanagement» «Es braucht ein Risikomanagement», sagt Andreas Neumayr, «manchmal muss ich den Leuten klar machen, dass ihr Vorhaben zu gewagt ist.» Etwa wenn jemand

Vorerkrankungen hat, nicht gegen bestimmte Krankheiten geimpft werden kann oder eine Malaria-Prophylaxe nicht vertragen wird. Oft lassen sich in solchen Fällen aber durch sorgfältige Planung mit dem Reisenden Kompromisse finden. «In der Regel finden wir eine Lösung.» Drei generelle Krankheitsbilder sieht das Ärzteteam des Swiss TPH täglich bei Reiserückkehrern: Fieber, Durchfall und Hauterkrankungen. Im Fokus steht hierbei die Malaria, da diese auch noch viele Monate nach der Rückkehr ausbrechen und schnell lebensbedrohlich werden kann. Manchmal spektakulär. Neumayr erzählt den Fall einer Frau, die fünf Tage zuwartete, ehe sie mit hohem Fieber ihren Hausarzt aufsuchte. Dieser habe ihr Blut entnommen, sie aber übers Wochenende wieder nach Hause geschickt.

Medikament bereits hingeschickt hatte. Auch wenn die Malariafälle seit Jahren weltweit stark rückläufig sind, werden jährlich rund 200 in der Schweiz bei Reisenden diagnostiziert. Einer oder zwei dieser Patienten versterben an der Infektion. 770 Mitarbeitende sind in den fünf operativen Departementen des als «Tropeli» bekannten Swiss TPH tätig. Es sind dies Epidemiology and Public Health, Medical Parasitology and Infection-Biology, das Swiss Center for International Health, Education and Training sowie das Department of Medicine. Letzteres ist unter der Leitung von Daniel Paris (rechts oben im Bild) in die Bereiche Klinische Medizin, Diagnostik und Forschung aufgeteilt, wobei der gesamte klinische Bereich Medical Services von Andreas Neumayr geleitet wird. Reisende profitieren so von der umfangreichen Erfahrung und Kompetenz des Swiss

Die Polizei zu Hilfe gerufen «Im Labor fiel die Malaria-Erkrankung sofort auf», schildert Andreas Neumayr den Fall. Der Hausarzt war jedoch schon ab ins Wochenende und nicht bereit, in seine Praxis zurückzukehren, um nach der Adresse der Frau zu suchen. «Wir konnten nicht anders, als die Polizei nach ihr suchen zu lassen», erinnert sich Neumayr. Die Frau wurde schliesslich von der Polizei ausfindig gemacht und notfallmässig ins Spital eingeliefert – wo Guter Rat. Andreas Neumayr klärt das Tropeninstitut das nötige über die Risiken von Malaria auf.

TPH, das durch Forschung, Lehre und Dienstleistungen die Gesundheit lokal, national und global verbessern will. Andreas Neumayer und sein Team bürgen dafür – rund um die Uhr.

Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut Socinstrasse 57 4056 Basel www.swisstph.ch Impfung und Beratung vor der Reise (ohne Anmeldung) Montag, Dienstag, Donnerstag 16.00 –19.00 Mittwoch, Freitag 12.00 –14.00 Telefonische Reiseberatung Montag bis Freitag 08.30 –11.30 und 14.00 –17.00 0900 57 51 31 (CHF 2.69/min. CH-Festnetz) Reisemedizinische Sprechstunde (nach Vereinbarung) Montag bis Freitag 08.30 –12.00 +41 61 284 82 55 Notfälle (rund um die Uhr) +41 61 284 81 44 (Kosten gemäss Tarmed)


Von 22 bis 23 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 26

Ruhe bewahren, die Situation beruhigen: die Polizei BaselLandschaft im Einsatz.

Entscheidend ist die Persönlichkeit Die Baselbieter Polizei trifft jeden Tag auf neue Herausforderungen Liestal. «Zentrale, wir sind vor Ort.»

Lena und Martin hatten einen Funkspruch aus der Einsatzleitzentrale erhalten. Am Liestaler Bahnhof sollen zwei Jugendliche aneinander geraten sein. Als die Polizeipatrouille kurz vor 23 Uhr eintrifft, ist die Stimmung eher aggressiv und angeheizt. Verbal wird die Auseinandersetzung bereits mit harten Bandagen geführt. Drohungen werden ausgesprochen. Lena und Martin steigen ruhig aus ihrem Streifenwagen. Es ist nicht der erste Freitagabend, an welchem sie einem solchen Konflikt begegnen. Oft ist Alkohol im Spiel. Lena und Martin wissen das.

«Guten Abend.» Polizistin und Polizist markieren nicht den Chef, sondern versuchen den beiden Streithähnen auf Augenhöhe zu begegnen. Schon auf der Fahrt zum Bahnhof haben sich Martin und Lena abgesprochen, wie sie vorgehen wollen. Waffen sind offenbar keine im Spiel. Während Martin die Jugendlichen anspricht, gilt Lenas Aufmerksamkeit zuerst der Umgebung. Lena und Martin haben gut reagiert. Ihr Ziel war es, fürs Erste deeskalierend zu wirken. Martin mag sich noch gut an jenen Ausbildner an der Polizeischule in Hitzkirch erinnern, der ihm zu verstehen gab:

Das Profil Wer zur Polizei Basel-Landschaft will, muss einiges mitbringen. Dafür gibt es schon während der fundierten Grundausbildung den vollen Lohn. Die Schweizer Staatsangehörigkeit ist Voraussetzung, ein guter Leumund sowieso. Wichtig ist, die deutsche Sprache zu beherrschen. Fremdsprachenkenntnisse und gute PC-Anwenderkenntnisse sind erwünscht. Die 20bis zirka 35-jährigen Aspirantinnen und Aspiranten müssen eine dreijährige Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis abgeschlossen haben oder eine gleichwertige Ausbildung vorweisen wie eine Matura oder Fachmittelschule. Eine hohe Sozialkompetenz und Teamfähigkeit werden ebenso vorausgesetzt wie gute Gesundheit, physische und psychische Belastbarkeit.

«Wir brauchen keine Rambos in der Polizei.» Viel entscheidender sei die Persönlichkeit sowie die hohe Sozialkompetenz eines Polizisten. Schliesslich solle die Sicherheit erhöht werden, nicht die Eskalation gefördert. Courage werde geschätzt, sie soll aber durch eine gute Portion Einfühlungsvermögen ergänzt werden. Martin hat diese Grundsätze verinnerlicht. Das begleitet und hilft ihm im Alltag.

vorstellen, als Instruktor bei der Verkehrspolizei zu arbeiten. «Gut, dann nehmen Sie diesen Zug und fahren nun nach Hause.» Martin und Lena konnten schlichten. Die Hände haben sich die Zerstrittenen zwar nicht gereicht, aber die Aggression ist verpufft und ein Kontrahent steigt in den Zug ein. Die Polizistin und ihr Patrouillenkollege nutzen den Umstand, dass die S3 gerade im Bahnhof Halt macht. Sie bleiben noch kurz vor Ort und zei«Karriereplanung» gen Präsenz. Es dauert nicht lange, Für Lena ist es die letzte unifor- da meldet sich die Einsatzzentrale mierte Woche auf Patrouille. Zur Kri- wieder. «Wir sind gleich da.» minalpolizei wird sie wechseln. Sie ist überzeugt, der Tapetenwechsel wird ihren Erfahrungsschatz erweitern. Lena mag die tägliche Herausforderung, die ihr Beruf mit sich bringt. Nicht zu wissen, was morgen geschehen wird oder nächste Woche. Einen Abteilungswechsel steht für POLIZEI BASEL-LANDSCHAFT Martin zurzeit noch nicht im Vordergrund. Er möchte zuerst seine Erfah- Rheinstrasse 25 rungen bei der Sicherheitspolizei CH-4410 Liestal weiter sammeln. Auch steht er gerne www.polizei.bl.ch im täglichen Kontakt mit der Bevöl- pol.ausbildung@bl.ch kerung und er hat die unregelmässigen Arbeitszeiten schätzen gelernt. oder auf Facebook: Längerfristig kann sich Martin aber Polizei Basellandschaft


Von 23 bis 24 Uhr.

| Samstag, 24. Juni 2017 | Seite 27

Die garantierte Betriebssicherheit IWB betreibt das grösste Anbieter-neutrale Datacenter der Region

Zutritt nur für Befugte. Stefan Henz präsentiert das Innenleben des Rechenzentrums.

Dieselben Rahmenbedin­ gungen für Kleinunternehmer wie für renommierte Banken? Tatsäch­ lich, IWB bietet sie. An der Margarethenstrasse, umgeben von dickem Mauerwerk, betreibt IWB ein hochmodernes Datacenter. Mit sei­ nen 4500 Quadratmetern ist es das grösste Anbieter­neutrale Rechen­ zentrum der gesamten Nordwest­ schweiz. Hier betreiben die unter­ schiedlichsten Nutzer ihre IT­ und Telekom­Infrastruktur – in einem höchst sicheren, anonymen, diskre­ ten Klima. Wer nicht zutritts­ berechtigt ist, sieht die Räume nie von innen. Datacenter­Kunden haben natürlich jederzeit Zugang zu ihrem Raum. Die vitalen Systeme des Rechenzentrums werden rund um die Uhr von der Netzleitstelle der IWB überwacht. Es ist Sonntag und nach 23 Uhr, den­ noch konnte ein KMU­Betrieb seine IT­Spezialisten vorbeischicken, um ein Problem zu beheben. Zusammen mit IWB­Technikern konnte die Ursa­ che des Fehlers schnell lokalisiert und behoben werden Sicherheit bedeutet nicht zuletzt Betriebssicherheit. «Gerade in der Basel.

heutigen Zeit werden wir immer ab­ hängiger von unseren IT­Systemen», sagt Stefan Henz, Leiter Telekom bei IWB, «wer kann es sich schon leis­ ten, einen Tag oder zwei von seinen Geschäften abgeschnitten zu sein?» Das dürfte teuer werden. Für einen reibungslosen Betrieb sorgen rund um die Uhr das Telekom­Pikett sowie der ebenfalls rund um die Uhr garantierte Zutritt für Berechtigte. Garantiert wird auch die Raum­ temperatur, Luftfeuchtigkeit und Energieversorgung. Ein Notstrom­ aggregat sorgt dafür, dass ein Strom­ ausfall nicht auf den Mieter zurück­ fällt. Für den äussersten Notfall hält IWB ein Trockenlöschsystem bereit. Ein Modell schont Ressourcen Mieter wählen zwischen ver­ schieden grossen, standardisierten 19­Zoll­Serverschränken (Racks), einem geteilten Raum oder einem komplett durch massives Mauer­ werk abgetrennten Raum. Mieter von Räumen entscheiden frei, ob sie den Innenausbau selbst vor­ nehmen wollen oder ob sie die Engi­ neering­ und Installationsdienst­ leistungen von IWB in Anspruch

nehmen. «Viele Kunden bestätigen IWB, dass unser Modell ihre perso­ nellen und finanziellen Ressourcen schont», sagt Stefan Henz. Dazu gibts noch den zu 100 Prozent er­ neuerbaren Strom von IWB. «Das ist für einige Kunden ein wichtiger As­ pekt», bestätigt Henz. Letztlich ist ein Platz im Data­ center von IWB auch eine Er­ leichterung des Firmenalltags. IWB investiert laufend in die neuesten Technologien und Sicherheits­ systeme, wovon die Mieter im Data­ center profitieren. Diesen Aufwand müssen sie nicht mehr selbst leis­ ten. Sicherheit bedeutet heute, dass der Mieter über ein elektronisches Zutrittssystem selbst bestimmt, welche Personen wann und in wel­ cher Form Zutritt haben. Ohne den passenden Badge (elektronische Schlüsselkarte) passiert man nicht die nötigen Eingänge, ohne den passenden Schlüssel öffnet nie­ mand das zugehörige Rack. Über jeden Ein­ und Austritt wird penibel Buch geführt. So kann jederzeit über die Zutritte zum Raum des Kunden Auskunft gegeben werden. Kein einziger Raum ist mit dem

Namen des Mieters angeschrieben. Es herrscht absolute Diskretion. Für den hohen Qualitätslevel des IWB­Datacenters wird jährlich ein Audit nach dem Verfahren ISAE 3402 Typ 2 durchgeführt. Der Be­ richt wird allen Kunden gratis zur Verfügung gestellt. Die Infrastruktur wird zudem mittels jährlichem Not­ stromtest (Black­out­Test) geprüft. «Diese Tests sind notwendig, damit das Sicherheitssystem stetig weiter­ entwickelt werden kann», sagt Ste­ fan Henz. Damit stellt IWB sicher, dass der Kleinunternehmer die­ selben Rahmenbedingungen vor­ findet wie die renommierte Bank.

IWB Telekom Margarethenstrasse 40 4002 Basel +41 61 275 97 77 telekom@iwb.ch www.iwb.ch/telekom


DAS STĂ„RKSTE WASSER DER SCHWEIZ

Carla Christen aus Itingen trinkt seit eh und je Eptinger. Denn so viele Mineralien hat kein anderes Mineralwasser der Schweiz. 1 Liter enthält ganze 64 % der empfohlenen Tagesdosis an Calcium.

www.eptinger.ch

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