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Das Magazin von OScommunity.de

Fashion - Unser Style für 13,70 Euro Containern - Wir essen aus der Mülltonne Location des Monats - Der Dönertest www.os-community.de/magazin

Nr. 11 - 2. November 2009


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Sparkassen Finanzgruppe

Hier steckt einfach mehr drin! Unsere Girokonten bieten mehr als man denkt.

Was alles in unseren Girokonten steckt und welche Möglichkeiten man durch die richtige Wahl seines Kontos hat, erfährst Du in allen Filialen der Sparkasse Osnabrück oder unter www.sparkasse-osnabrueck.de


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blueinhalt S. 5 - Party-Alarm! OSc-Party in der Aura

S. 8 - Die Community kocht Es gibt Kürbissuppe, Baby!

S. 9 - Pokerface vs. Sonnenbrille Wer hat das erste OSc-Pokerturnier gewonnen? S. 20 | 21 - Salat komplett? Der große blue-Dönertest S. 22 - Rap mit Inhalt Jimmy Spliff mit neuem Album S. 26 - Containern Wir essen aus den Mülltonnen

Komm ins Onlinemagazin unter: www.os-community.de/magazin Trommelwirbel, Tusch!

Videos, Gewinnspiele und viel mehr auf www.os-community.de/magazin

Es ist so weit! blue feiert ihren ersten Geburtstag! Ja, richtig, vor genau einem Jahr, am 3. November 2008, erschien die erste Ausgabe, und es folgten mit Eurer Hilfe bis heute elf weitere, sprich Osnabrück wurde blau und blauer. Zum Geburtstag gehören natürlich Geschenke, und daher haben wir uns für blue etwas ganz besonderes überlegt: es kommt ab jetzt mit einem schicken neuen Layout daher. Die Devise lautet klarere Formen, einheitlichere Designs. Und noch was ist neu: Ich bin ab jetzt auch hier dabei und schon sehr gespannt auf Euch und die weiteren Ausgaben von blue! Äußerlichkeiten schön und gut, aber was ist diesmal drin? In dieser Ausgabe dreht sich alles um das liebe Geld. „Wo Geld vorangeht,

sind alle Wege offen“, behauptete schon Shakespeare vor über vierhundert Jahren. Klar, Geld ist nicht alles im Leben, aber ohne ist eben auch doof. Um der Sache mal auf den Grund zu gehen, haben wir uns Folgendes gefragt: Wie weit kommt man eigentlich mit 13,70 Euro – beispielsweise beim Shoppen? Und: Wo gibt es was umsonst oder zumindest günstig? Wohin geht man am besten, wenn man sich beim Date nicht ruinieren will? Aber ganz ehrlich, wir haben manchmal nicht so genau auf den genauen Betrag geachtet…

Außerdem im Heft: Warum ernähren sich Menschen aus Mülltonnen? Außerdem erwartet Euch noch der ultimative Dönertest: Wo in Osnabrück gibt’s den besten Döner, was ist drin, und was kostet er? Die Antwort auf diese und weitere Fragen findest Du im Heft.

Unsere Autorin meikorella ist die neue Praktikantin bei blue und freut sich auf viele schöne Ausgaben.


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Wir haben in der Community gefragt:

„Wo hängst Du in Osna ab?“

Beim nächsten Mal wollen wir wissen:

„Warum findest Du Dich schön?“

Mach bei der Umfrage mit auf www.os-community.de/magazin


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Zum einjährigen Jubiläum der blue verlosen wir eine Playstation 3 Slim. Komm ins Onlinemagazin und gewinne!

06.11.09

IM AURA-PARTYTEMPEL

It‘s Partytime Lange genug musstet Ihr warten, jetzt ist es endlich so weit. Am 6. November steigt im Aura in Ibbenbüren die nächste große STcommunity-Party. Ein unvergesslicher Partyabend mit zahlreichen Highlights und Specials erwartet Euch, vorausgesetzt, Ihr seid mindestens 16 Jahre alt. Erstmals in diesem Jahr gibt es eine Live-Performance von zwei regionalen Bands. Third Cucumber und Perspektive Music, die spätestens seit dem ersten stayblue Music battle jedem in der Community ein Begriff sein dürften, werden die Tanzfläche zum Beben bringen. Wer viel tanzt, muss natürlich auch viel trinken, deshalb gibt es nicht nur für jeden Gast einen Welcome Drink, sondern auch alle V+ Getränke den ganzen Abend für nur 2 €. Auch wenn die Kleiderordnung ein wenig lockerer ist, wer auffallen will, der sollte sich

trotzdem in Schale werfen: Dress to impress! Zwischen 23 und 24 Uhr wählen wir nämlich das „schärfste Outfit“. Die drei Gewinnerinnen dürfen sich zusammen eine MagnumFlasche Sekt teilen. Für alle, die noch mehr wollen, haben wir selbstverständlich auch noch mehr: Gewinnspiele, Airbrushstudio, und die berühmtberüchtigte Fotowand ist natürlich auch wieder mit am Start.   Also, worauf wartet Ihr noch, schnell den Ermäßigungs-Coupon ausschneiden und am 6. 11. ab in die Aura!

Hol Dir die Playstation auf www.os-community.de/magazin


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Alando Palais

Los geht´s im November 5. 11. Super 700 - Rosenhof bis 8.11. Herbstjahrmarkt - Halle Gartlage 10. 11. Max Herre - Rosenhof 11. 11. Clueso & Bernewitz Trio feat. Paul Brody - Glanz & Gloria 14. 11. Frittenbude - Glanz & Gloria 18. 11. Friska Viljor + Special Guest - Kleine Freiheit 21. 11. Portugal. The man - Kleine Freiheit 21. 11. Lila-weiße Nacht des VfL - Alando Palais 21. 11. BLUB wird 20! - Zelt an der Werner-von-Siemens-Straße, GMHütte 26. 11. Valient Thorr - Bastard Club

Fotos: Jost


7 Frage? Das perfekte Partyfoto, wie wird‘s gemacht?

antwortet: Die lustigsten Fotos entstehen spontan auf einer Party. Die Leute sind ausgelassen und für jeden Spaß zu haben. Die besten Schnappschüsse gelingen dir, wenn du den Blitz zuschaltest. Viele Kameras haben sogar ein „Party“Programm, bei dem die Kamera alle Einstellungen für dich übernimmt. Wenn du zusätzlich das coole Partylicht im Hintergrund einfangen möchtest, probiere mal das „Nachtportrait“-Programm. Aber Achtung: Halte hierbei die Kamera möglichst ruhig! Tipp: Positioniere die Personen am Bildrand, dass ist abwechslungsreicher und zeigt etwas von der Stimmung im Hintergrund.

GUT-IN

*

SCHE

* Gültig bis 31. 12. 2009

Weitere Partyfotos findest Du unter www.os-community.de/eventbilder 10.11. Max Herre

bis 8.11. Herbstjahrmarkt

Im September veröffentlichte Max Herre sein neues, zweites Soloalbum „Ein geschenkter Tag“. Zuvor hatte er fast zwei Jahre an der Scheibe gearbeitet. Nun präsentiert er sie Euch live auf Tour und kommt dafür unter anderem auch nach Osnabrück. Seid also im Rosenhof dabei, wenn Max seinen Freunden einen schönen Abend schenkt.

Traditionell endet die Jahrmarktsaison auch in diesem Jahr wieder in Osnabrück. Große und kleine Kirmesfans kommen vor der Winterpause allerdings noch beim Herbstjahrmarkt an der Halle Gartlage auf ihre Kosten. An Freitagen gibt es ein Feuerwerk, und am Mittwoch genießen Familien günstigere Angebote. Also: Alle bitte einsteigen!

Rosenhof, Osnabrück

an der Halle Gartlage, Osnabrück

Einlass ab 19 Uhr

täglich ab 14 Uhr

ab 29€

Eintritt frei

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20 x 30

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inkl. Bearbeitungsgebühr

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Kochen wie die Profis Fastfood war gestern, jetzt gibt es den „Mampf of the month“

Jamie Oliver hat damals damit angefangen. Inzwischen hat fast jeder Koch, der was auf sich hält, seine eigene Kochsendung im Fernsehen. Wir haben uns gedacht, Schluss mit der alten Leier, wir machen jetzt unser eigenes Kochformat – von Laien für Laien, einfach, unkompliziert, abgefahren – „Mampf oft he month“ eben. Ab sofort kannst Du Dich bewerben und Dir die Kochmütze schnappen, um beim nächsten Mal mit dabei zu sein. Wir haben das Ganze schon mal geprobt, damit Du auch weißt, was Dich erwartet.Vorhang auf für „Kürbissuppe mit alles“. Kuehlesblondes und Userin spizzzzzzze wetzen nicht nur die Messer, um einen hartnäckigen Kürbis zu köpfen, sondern kochten auch allerhand kleines Gemüse auf höchster Flamme. Video und Rezept gibt es auf www.os-community/magazin zu sehen. Jetzt bist Du an der Reihe und kannst bei Dir zu Hause in die Kochtöpfe schauen lassen. Du musst jedoch nicht für eine ganze Meute kochen, sondern lediglich für einen, von uns auserwählten Testesser. Mit im Boot ist OS1.tv, die von Deinem kulinarischen Experiment eine eigene Folge von „Mampf oft he month“ zu Recht schnippelt. Bevor es jedoch überhaupt ans Kochen geht, kaufen wir zusammen mit Dir ein und übernehmen selbstverständlich die Kosten. Als fettes Dankeschön fürs Mitmachen bekommst Du einen 50 Euro Gutschein für ein nettes Lokal hier in Osnabrück. Du bist die absolute Vollniete in der Küche? Würdest aber echt gerne mal selbst Dein Lieblingsgericht nachkochen? Kein Problem, blue greift Dir tatkräftig unter die Arme. Dann komm in die Community und lass die Kochlöffel kreisen. Bewerbungen einfach per PN an kuehlesblondes@osc

Schau Dir das lustige Video an auf www.os-community.de/magazin Unsere Autorin kuehlesblondes kocht meistens vor Wut. Aber manchmal auch richtig, weil sie die Mensa satt hat.


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13,70 Euro in 0,36 Sekunden Wie lange halten 13,70 Euro im Reich von Gold und Diamanten. Wir besuchen einen, der es wissen muss: den Osnabrücker Edeljuwelier Kai Limburg

13,70 Euro in der Tasche. Und das beim exquisitesten Juwelier, den Osnabrück zu bieten hat. Von außen sieht OedingErdel in der Großen Straße 52 noch recht unscheinbar aus. Ein paar Schritte weiter verändert sich dieser Eindruck jedoch schlagartig. Die verschlossene gläserne Eingangstür erlaubt den Blick auf den Wachmann. In dem Moment, in dem wir ihn erblicken, greift er auch direkt zum Türgriff und lässt uns höflich hinein.

wir hätten uns nach fünf einstündigen Sitzungen beim Juwelier für „die teuerste Serienuhr der Welt“ entschieden, die ungefähr eine Million Euro kostet. Wir hätten dann bereits nach 0,36 Sekunden unsere 13,70 Euro verprasst! Nur dass dann noch gut 999.986,30 Euro fehlen, ehe wir die Armbanduhr der Uhrenmanufaktur Patek Philippe mitnehmen dürften. Aber so schnell geht das in der Realität ohnehin nicht. Hat man sich nach reiflichem Überlegen für eine Armbanduhr entschieden, vergehen tatsächlich noch mehrere Monate – mitunter sogar Jahre – ehe der Kunde sie umlegen darf beziehungsweise kann. Die Armbanduhr von Patek Philippe lässt sogar vier Jahre auf sich warten. Ein ganz anderes Einkaufser-

„Die Kunden sehen das als Service, das ihnen die Tür geöffnet wird“, erklärt Geschäftsführer Kai Limburg und setzt sich mit uns an den einzelnen Beratungstisch, hinter einen Sichtschutz. An diesem Tisch sitzt er oft mit seinen Kunden und spricht mit sanfter Stimme zu ihnen. Doch ob zeitlos oder modern: Unser Reichster - Jürgen Großmann Wie viel bezahlt ihm gehört praktisch die Georgsmarienhütte man hier denn jetzt für AccesMitglied in zahlreichen Aufsichtsräten großer Unternehmen soires? Nun, Silberschmuck gehört zu den reichsten Deutschen bekommt man zwar bereits ab sein Gesamtvermögen beläuft sich auf ungefähr 1,3 Milliarden Euro 200 Euro, und das Sortiment an muss im besten Restaurant der Stadt bestimmt nicht bezahlen: das „La Vie“ gehört nämArmbanduhren lich ihm beginnt bei 800 Euro, aber eine als Vorstandsvorsitzender von RWE braucht er weniger als eine Minute, um 13,70 Euro wirkliche Grenzu verdienen ze nach oben gibt es bei beiletztes Jahr verdiente er allein dort 9.080.000 Euro… dem nicht. Die meisten Uhren, mit Gold, Weißlebnis als beim Online-Kauf, bei dem man gold, Platin, kosten tatsächlich ab 60.000 dank Über-Nacht-Lieferung am nächsten Euro aufwärts. Wir könnten uns mit 13,70 Tag bereits die Ware in den Händen hält. Euro immerhin noch eine Batterie für eine Den spontanen Weihnachtseinkauf wird Quarzuhr leisten. man hier also nicht machen können – egal wie viel Geld man hat. Dass jemand ins Geschäft kommt und es kurze Zeit später mit vollen Taschen Vielleicht ist es also gar nicht so schlimm, wieder verlässt, passiert selten. Ehe ein dass wir uns hier nur eine Batterie leisten Kunde dies tut, ist er zuvor zu vielen Bekönnen… suchen und Beratungsgesprächen bei Kai Limburg gewesen. Nehmen wir an,

Unser Autor rischmu wurde vom Juwelier Oeding-Erdel ganz edel behandelt. Angesichts der Preis wurde ihm aber schwindlig


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Viel Gutes für wenig Geld? Wenn Ihr nur 13,70 Euro habt, was würdet Ihr tun? Wir haben in der Community nach den ultimativen Spartipps gefragt.

Es heißt immer, Geld regiert die Welt! Wer genügend Geld hat, der kann sich alles kaufen, ganz egal was, die meisten Menschen sind käuflich. Für die passende Menge Geld gehen manche sogar über Leichen. Stimmt das? Was ist denn, wenn man ganz einfach nicht viel Geld zur Verfügung hat und sich sein Budget gut einteilen muss? Kann man in der heutigen Zeit überhaupt noch mit wenig Geld zurechtkommen? Wer sich hin und wieder mal Talkshows und Reality Soaps im Fernsehen anschaut, der weiß, es gibt sie wirklich – die richtigen Sparfüchse. Spätestens seit Hauswirtschafterin Sonja Tscherney regelmäßig in der Sendung „Mitten im Leben“ sozial schwache Familien besucht und ihnen zeigt, wie man sich für 1,70 Euro am Tag ausgewogen ernähren kann, wissen wir, der Sparsamkeit sind fast keine Grenzen gesetzt. Was kriegt man aber in Osnabrück für 13,70 Euro geboten? Was kann man davon tatsächlich alles kaufen? Wir haben in der Community mal nachgefragt.

Wo sparst Du? Sag es uns auf www.os-community.de/magazin

NervToeter: „Geld ist nicht alles, aber der Schlüssel zu allem. Geld ist der Gegenwert für eine Ware oder eine Dienstleistung und gleichzeitig ein Symbol für Macht und Prestige. Kann man dementsprechend genug Geld haben, wenn es für diese Sachen steht? Meines Erachtens nein. Wir sollten uns nicht fragen, ob man mit 13,70 Euro leben kann, sondern uns fragen, warum man sich mit so wenig Geld abfinden sollte.“

PullerEnte: „ui, das ist ziemlich wenig. ich hab momentan 95 euro für 3 wochen und hab damit schon probleme auszukommen. ich muss mir davon lebensmittel kaufen (für 1 person) hygieneartikel, und es ist mein freizeitbudget. also sozusagen geb ich für meine freizeit nichts aus das einzige genussmittel. was ich mir GÖNNE sind Tabak und blättchen für mehr reicht es nich. und mit 13,70 kann man sich nie im leben ernähren. zumindest nicht für eine woche. da komm ich höchstens 4 tage mit hin wenn ich dann noch ein bisschen hunger“

faeustchen: „Für 13,70 kann man definitiv feiern gehen. Ein Sixpack Wicküler: 3 Euro. Eintritt in den Hyde Park: 4 Euro. Ein paar Papas Bravas kann man bei jemand anderem schnorren, und für die restlichen 6,70 bekommt man noch vier Wicküler an der Theke der Abend ist geritzt. Klamotten kann man davon auch kaufen, etwa bei Schrader. Es ist aber eher selten, dass man da was Hübsches findet.“

Bluewalmaster19@clpc: „das ist ziemlich genau eine tankfüllung bei meiner dt 50 also so 350 km, die strecke die ich jede woche fahre“


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Sparen! New York, Rio, Tokio: Osnabrück steht diesen Städten in nichts nach... Man kann Einiges erleben: Konzert, Theater, Pizza, und welche Stadt hat schon ein Schloss mitten in der City? blue gibt Dir die Spartipps! Osnabrück ohne Geld: Jeden Dienstag kostenloses Kickern im Unikeller Tischfußball macht Spaß! Das ist klar. Das Problem ist nur, dass man bei jedem Spiel 50 Cent los wird. An einem Abend können daraus auch schon mal mehrere Euro werden. Gut, dass der Unikeller eine Lösung parat hat: An jedem Dienstag ist Kickern hier kostenlos! Das schont die Finanzen, und einer Karriere als professioneller Tischfußballer steht nichts mehr im Weg. Büchertausch im Foyer des Lutherhauses Im Foyer des Kulturzentrums Lutherhaus in der Jahnstraße steht ein riesiges Bücherregal, an dem man sich frei bedienen kann, wenn man zum Tausch ein eigenes ausgelesenes Buch mitbringt. So kann man sich den Preis für teure neue Bücher oder Bibliotheksgebühren sparen! Kostenlose Stadtwurst in der Johannisstraße Geht man so gegen halb acht Uhr abends durch die Johannisstraße, kann es durchaus vorkommen, dass man unverhofft mit einer kostenlosen Bratwurst beschenkt wird. Um diese Zeit schließt nämlich der Stadtwurstverkäufer seine Bude und muss die überschüssigen Würstchen loswerden – ein kostenloses Abendessen!

Kraftstoffverbrauch: innerorts 6,9 l/100 km, außerorts 4,2 l/100 km, kombiniert 5,2 l/100 km. CO2-Emissionen: 125 g/km. 1) Mazda VarioOption-Finanzierung, ein Angebot von Mazda Finance, einem ServiceCenter der Santander Consumer Bank, für den Mazda2 3-Türer Impuls 1.3 l MZR 55 kW (75 PS) bei € 3.590,00 Anzahlung, 0,90 % effektivem Jahreszins, 36 Monaten Laufzeit, 15.000 km Laufleistung pro Jahr, € 4.796,00 kalkulierter Schlussrate und Finanzierungspreis € 11.950,00 inkl. Überführungs- und Zulassungskosten. Abbildung zeigt Fahrzeug mit höherwertiger Ausstattung.

Osnabrück mit wenig Geld: Probebühne: Gute Theaterstücke mit hervorragenden Laiendarstellern für niedrige Eintrittspreise Die Probebühne in der Wiesenstraße ist ein Laientheater, das interessante und beeindruckende Stücke auf die Bühne bringt – und das mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen! Die Eintrittspreise sind viel niedriger als in einem professionellen Theater, und einem werden immer hochwertige Stücke geboten. Pizzeria bei Paco: Billig gute Pizza essen – auch noch zu später Stunde Wenn man samstags um zwölf Uhr nachts noch etwas essen möchte, ist man meist nicht mehr sonderlich wählerisch. Umso eine erfreulichere Überraschung ist es, dass die preiswerte Pizza, die man bei Paco am Nikolaiort geboten bekommt, richtig lecker ist!  Schlossgarten – ein gemütlicher Abend mit Freunden Der Besuch des Schlossgartens ist natürlich vollkommen kostenlos, doch natürlich verbringt man seinen Abend dort ungern ohne Verpflegung. Die kann man vorher aber günstig im Supermarkt besorgen, und einem gemütlichen Beisammensein mit Freunden vor schöner Kulisse steht nichts mehr im Weg! Unsere Autorin alte_Gertrude hat nichts dagegen, Geld auszugeben. Sparen ist aber besser :-)

Nur 104 g/km CO2 Emission. Kfz-Steuer nur 20 e/Jahr. DEr CuOrE: 3. Platz VCD-Auto-umweltliste 2008/2009 Der DAihAtSu Cuore gehört zu der CO2-ärmsten Fahrzeugflotte aller Auto-importeure 2008* in Deutschland. und über den sparsamen Verbrauch ab 4,4 l/100 km wird sich nicht nur die umwelt freuen. Schon ab

10.490 e

1) Ein Finanzierungs-Angebot der Daihatsu Financial Services (eine Marke der TOYOTA Kreditbank GmbH) für das Cuore Basismodell, inkl. MwSt., zzgl. Überführung und Zulassung bei: 2.950 e Anzahlung, 4.877 e Schlussrate, 48 Monaten Laufzeit, 3,9 % effektivem Jahreszins. Kraftstoffverbrauch in l/100 km (modellabhängig), gemäß RL 80/1268/EWG: innerorts 6,5–5,5; außerorts 4,8–3,8; kombiniert 5,5–4,4. CO2-Emission: kombiniert 129–104 g/km. Über weitere Endpreise, Inzahlungnahme und Finanzierungsangebote informieren wir Sie gerne:

*Quelle: KBA/VDIK


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Containern Essen, was andere wegschmeißen

Containern ist nicht nur eine billige Art zu leben, sondern auch eine Lebenseinstellung. Wir erklären Dir, was es Leckeres aus dem Müll gibt Nachts sind alle Katzen grau. Dunkel eben und irgendwie gleich. Doch nicht nur anmutige Fellträger werden von der Dunkelheit angezogen wie Motten vom Licht. Sie wühlen in Mülltonnen von großen Supermärkten und suchen teilweise systematisch nach noch essbaren Lebensmitteln: Containerer, so nennen sich die Menschen, für die Müll eben nicht nur grau und gleich ist, sondern wertvolle unverdorbene Lebensmittel enthält. Entgegen vielen ersten Erwartungen ist containern, also das Suchen nach weggeworfenen, aber dennoch essbaren Lebensmitteln im Müll von Bäckereien oder Supermärkten, weiter verbreitet als, gemeinhin angenommen wird. Die Motive für die Suche nach Lebensmitteln im Müll sind so verschieden, wie sie auf den ersten Blick nur sein können. Containern ist sowohl Ausdruck extremer sozialer und finanzieller Not als auch Protest gegen das Bestehen der heutigen Wegwerfgesellschaft. So entsorgen viele Supermärkte in Ländern der westlichen Welt noch genießbare Ware im Müll, während anderswo gehungert werden muss. Hygiene- und Qualitätsauflagen sehen die Entsorgung von Nahrungsmitteln vor, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben. Doch auch Abgelaufenes kann in vielen Fällen noch gegessen

werden. Für einen Containerer noch unvorstellbarer ist, dass Supermärkte auch haltbare Ware entsorgen, die durch Druckstellen oder Verfärbung weniger ansprechend aussieht und daher nicht so gut verkauft werden kann. Genau an diesen Punkten setzen die Containerer an, ob nun aus Protest oder eigener Not ist dabei unerheblich. Insbesondere wenn es um den Ausdruck von Protest geht, kommt es vor, dass auch Personen containern, die einen festen Beruf und Gehalt haben. Den stereotypen Containerer gibt es also nicht. Unabhängig von der allgemeinen Meinung über diese Art des „Einkaufens“ ist vor einiger Zeit eine juristische Diskussion um die Rechtmäßigkeit des Containerns entbrannt. Ist Müll, der vom ehemaligen Besitzer bewusst entsorgt wurde, noch Eigentum? Oder kurz: Ist containern strafbar? Eindeutige Urteile zu diesem Thema gibt es nicht, in einem Punkt herrscht aber Klarheit: Das Problem des Wegwerfens von noch essbaren, aber verfallenen oder durch Druckstellen beschädigten Lebensmitteln ist mittlerweile in vielen Städten eingedämmt worden. Gemeinnützige Vereine wie die Osnabrücker Tafel kooperieren direkt mit den Märkten und erhalten so Nahrungsmittel, die sie gezielt an Bedürftige weiterreichen. Wer auf Containern wirklich angewiesen ist, sollte normalerweise auch hier Hilfe finden. Der Kick, nachts auszuschwärmen und Beute zu machen, geht so aber verloren.

Unser Autor Mr_Football sagt: „Containern, nein danke. Genießbare Lebensmittel landen hoffentlich bei der Tafel. Wer nichts beschädigt oder randaliert, darf meinetwegen gerne containern gehen.“

Hast Du schonmal hinter dem Supermarkt aus der Mülltonne genascht? Das ist ja ekelig!

36,84 %

Dass es Leute gibt die sowas machen, zeigt wie krank unsere Gesellschaft ist

28,30 % Ich höre das gerade zum ersten Mal 20,90 % Ja, da ist doch nichts dabei

9,40 % Nein, weil es verboten ist

4,55 % 43.748 Stimmen


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Wir essen aus der Mülltonne Containern heißt zu essen, was andere Leute wegschmeißen. Warum man keine Angst vor Sachen aus der Mülltonne haben muss, zeigt unser Selbsttest

Es ist Sonntag, kurz vor zehn Uhr abends, als ich Paulo und Patrick vor der Lagerhalle treffe. Ich bin ein wenig aufgeregt, doch bevor es losgehen kann, beraten sich Patrick und Paulo erst einmal, bei welchem Supermarkt wir unser Glück heute überhaupt versuchen sollten. „Sonntag ist nun nicht gerade der beste Tag zum Containern“, erklärt Paulo. Das liege daran, dass die meisten Supermärkte ihre Ware am Samstag aussortieren. Im Schutz der Dunkelheit versuchen wir, möglichst unauffällig den Hinterhof einer bekannten Supermarktkette zu überqueren. Gar nicht so einfach, vor allem dann

nicht, wenn nach ein paar Schritten der Bewegungsmelder den kompletten Hof in ein grelles Licht tauchen würde. Die beiden Jungs bleiben cool und steuern routiniert auf die drei großen Mülltonnen am Ende des Parkplatzes zu. Dort warten wir, kurz bis der Hof wieder in der Anonymität der Dunkelheit verschwindet, und dann geht es los. Ich stehe Schmiere und schaue dabei interessiert zu, wie die beiden ihre Werkzeuge auspacken: Jutebeutel und Taschenlampen. Der Blick in die erste Tonne ist enttäuschend, denn außer ein paar Plastiksäcken und einem alten, verwelkten Blumenstrauß ist sie vollkommen leer. Doch schon bei der zweiten Tonne scheint das Glück wieder auf unserer Seite: Unter ein paar leeren Verpackungen fördern Paulo und Patrick der Reihe nach mehrere Becher Krabbensalat, Joghurts, eine Packung Käse, Chips, eine leicht eingedellte Khaki, einen ganzen Pappkarton voll mit Teewürsten und ein paar Bananen zutage. Es folgt erneut ein Blumenstrauß (diesmal in noch passabler Qualität, die zwei welken Blüten kann man ja abschneiden) und ein Dreierpack Paprika. „Da ist nur die gelbe zerquetscht. Die anderen beiden kann man abwaschen und noch problemlos zum Kochen verwenden“, freut sich Patrick, der mit seiner Stirnlampe aussieht wie ein Minenarbeiter. Die erbeuteten Lebensmittel sehen wirklich fast alle noch sehr passabel aus, und ich bin überrascht, wie wenig es aus der Mülltonne riecht. Da bin ich Schlimmeres gewöhnt. Doch diese Tonne riecht regelrecht neutral, und so überwinde auch ich meine Scheu und fische beherzt zwei Äpfel und eine wei-

tere Banane heraus. Das Obst ist, bis auf ein paar schwarze Punkte, noch vollkommen in Ordnung und ich hätte es im Supermarkt vermutlich sogar noch gekauft. Aber genau da liegt eben das Problem der Konsum- und Wegwerfgesellschaft, findet Paulo, es wird einfach weit über den Verbrauch hinaus produziert, sodass am Ende viele Lebensmittel in der Mülltonne landen, obwohl sie noch genießbar wären. Doch die Schuld dabei kann man nicht alleine bei den Supermärkten suchen. Diese sind darauf angewiesen, ihren Kunden optisch und geschmacklich ansprechende Lebensmittel zu bieten, denn ganz ehrlich, wer greift nicht lieber zum hübscheren Apfel oder zum Joghurt, der nicht nur noch einen Tag vor sich hat, um das Mindesthaltbarkeitsdatum zu überschreiten, wenn er die Wahl hat? Paulo und Patrick zählen sich zu den politisch containernden Menschen. Das Containern ist für sie eine Möglichkeit, ihren Protest gegen die Konsumgesellschaft und den allzu sorglosen Umgang mit Lebensmitteln auszudrücken. „Wir machen es aus Überzeugung, aber für viele Leute ist es tatsächlich die einzige Möglichkeit, um an genügend Nahrung heranzukommen“, sagt Paulo und erzählt mir von einer älteren, verwitweten Dame, die er schon einmal auf einer seiner Containertouren getroffen hat. Sie ist eine von vielen, für die das Essen aus der Mülltonne tatsächlich lebensnotwendig ist. Daher containern Paulo und Patrick in letzter Zeit nicht mehr so oft: „Wir brauchen das Essen halt nicht wirklich, daher sind selbst wir da jetzt in einer Zwickmühle und haben uns entschieden, es eher den Bedürftigen zu überlassen, auch wenn wir nicht genau wissen, wie viele Leute in Osnabrück eigentlich tatsächlich aus Mülltonnen essen.“

UnsereAutorin Autorinmeikorella meikorella war warimimMüll Mülltauchen tauchenund undhätte hättegern gerneinen einen Unsere Schokoweihnachtsmann behalten. Schokoweihnachtsmann behalten.


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Wer will mit mir wohnen? Ob man sich dabei in einer Wohngemeinschaft, einem Wohnheim oder gar in der eigenen Wohnung wiederfindet, ist vor allem eine Frage des Geldes. Besonders günstig ist es selbstverständlich in der WG. Doch wer möchte freiwillig mit mir zusammenleben? Eine spannende Frage, dachte ich mir, und habe es ausprobiert.

Ich denke, ich bin der perfekte Mitbewohner! Also: Auf geht es zum ersten Termin. Eine 5er-WG, das Zimmer über 20m² und sehr schön in der Wüste gelegen. Am Telefon ist man nett – jetzt noch ein paar Fragen richtig beantworten und… von wegen! Keine Fragen, ich höre nur „Bis gleich.“ Das war ja einfach. Ich bin in Hochform! Vor Ort öffnet Martin (32). Er wohnt seit gut zwei Jahren hier. Sein Studium wird er bald beenden. Überhaupt scheinen hier alle gerade im letzten Semester zu sein. Ob nun 29, 28, 25 oder 23 Jahre – wer hier wohnt, schreibt gerade entweder an einer Diplom-, mindestens aber an einer größeren Semesterarbeit. Damit kann ich nicht dienen, aber ich zeige Verständnis für die unaufgeräumten Zimmer: „Ja, das kenne ich. War bei mir auch mal so.“ Fakt ist: Meine Bude war immer sauber – ich bin gerade zwei Minuten hier und habe das erste Mal gelogen. Wir sitzen in der Küche. Ich wundere mich, dass alle vormittags scheinbar nichts zu tun haben. Die Bewohner zünden sich eine Zigarette an, und ich merke während des Gesprächs: Ganz schmerzfrei bin ich nach all den Jahren ohne Rauch wohl nicht mehr. Sie fragen, was ich „denn so mache“, und erfahren von meiner Arbeit und meinen Hobbys. Ich bin zu meinem Erstaunen sehr schnell am Ende – ist mein Leben so langweilig? Dann erzählt Sebastian etwas: Was Einkäufe betrifft, gibt es keine Regeln. Wenn etwas knapp wird, dann kauft das schon einer. Der Kühlschrank gehört allen und der Inhalt irgendwie auch, bisher sei das immer

gut gegangen. Geputzt wird nicht nach Plan, sondern eher nach Bedarf. Ich nicke zustimmend, „ist ja auch toll, wenn man sich so gut versteht“. Man sei mehr als eine Zweckgemeinschaft, meint Martin. Das fände ich gut, sage ich. Das war Lüge Nummer zwei. Ob es unhöflich wäre, einfach zu gehen? Keiner macht Notizen, sie wollen nichts mehr von mir wissen. Wie kann man da beurteilen, ob ich als Mitbewohner tauge? Ich mag der perfekte Mitbewohner sein, aber Rauch, fehlender Putzplan, Ordnung wie bei Hempels – das geht so nicht. Vielleicht waren fünf Zimmer einfach eine Nummer zu groß. Ich suche mir eine kleinere WG raus und rufe an. Das passt schon besser: Wie alt ich sei, was ich denn beruflich mache und wieso ich in diese WG will – es wird gleich vor dem ersten Treffen nachgefragt. Für mich heißt das: Hier weiß jemand, was er will, und ungeeignete Kandidaten schaffen es gar nicht erst zum Besichtigungstermin. Ich darf kommen. Das Haus liegt im Katharinenviertel. Hier wohnen Familien oder vernünftig verdienende Singles, und dazwischen versteckt sich eine WG. Sabine und Thorsten gehen auf die 30 zu und wollen keine Erstsemester. Man ist berufstätig und daher eh nur abends zu Hause. Alles ist aufgeräumt, zweimal im Monat kommt eine Putzfrau. Nur für sein Zimmer ist man selbst verantwortlich. Dann beginnt die Fragerunde: Warum bin ich in Osnabrück, und was treibe ich so. Ich erkläre, wie viel ich eigentlich unterwegs bin und daher vor allem zum Schlafen nach Hause komme – zustimmendes Kopfni-

cken. Der Ton bleibt nüchtern, schließlich will ich etwas verkaufen: mich. Zu viel Anbiedern könnte schaden, zu wenig auch. Wir reden bei einer Tasse Tee über Hobbys, Freunde und die Arbeit. Ob ich noch Fragen habe? Eigentlich nicht. Ich darf meinen Namen auf eine Liste mit etwa 20 anderen Namen und Telefonnummern eintragen. Ich fühle mich wie eine Packung Wurst im Regal. Meine Inhaltsangabe habe ich soeben laut vorgetragen, und nun soll entschieden werden, ob ich schmecke. Ich gehe mit gemischten Gefühlen, hier könnte ich ins Profil passen. Ich will rufen: „Nehmt mich. Ich bin eure Wurst!“ Doch als die Tür hinter mir schließt, ist es dunkel und ich bin alleine, abhängig von der Entscheidung Dritter. Zwei Tage später sage ich beiden ab. Ich wäre sicherlich der perfekte Mitbewohner, aber das nutzt nichts, wenn man nicht ein wenig Toleranz mitbringt. Sich verstellen bringt am Ende niemanden weiter, denn das fällt spätestens nach dem Einzug auf.


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Dinge, die man nicht sagen sollte 1. W  ir kommen sicher super klar, ich bin auch ein bisschen schmutzig und laut.

9. Ich will Euch nicht drängen, aber in zehn Minuten brauche ich eine Entscheidung.

2. Ich hatte bisher immer Pech mit meinen Mitbewohnern. Nie konnte mich jemand leiden.

10. Euer Bad war wirklich schön sauber. Jetzt geht da besser erst mal nicht rein.

3. Ich finde Eure WG echt super. Ich hab hier mal ein paar Seiten notiert, wie man alles noch verbessern könnte.

11. In einer WG teile ich auch gerne. Vor allem das Bett mit den Mitbewohnerinnen.

4. Wenn Ihr auszieht, könnte man sich hier richtig wohlfühlen.

12. Ich finde gemeinsame Aktivitäten wichtig. Zum Beispiel: Jeder liest ein Buch in seinem Zimmer.

5. Wenn ich mir da so vorstelle, ohne den Müll und alles, dann ist das eine tolle Wohnung. 6. Ich bin eher ein ruhiger Typ. Im Knast habe ich gelernt mich zu kontrollieren. 7. Ich bin großer Fan der 60er- und 70erJahre und suche eine Kommune, die zu mir passt.

13. Ich helfe, wo ich kann. Aber seit ich fünf bin, habe ich eine Phobie vor Staubsaugern und Wischlappen. Hier mein Attest. 14. Wie steht Ihr zu exotischen Haustieren? 15. Ist der Straßenstrich von hier gut zu Fuß zu erreichen?

8. Wenn ich einziehe, könnten wir einen Verantwortlichen für alles wählen. Ich mach das gerne freiwillig.

Unser Autor Federkiel war Undercover in Osnabrücker WGs unterwegs. In manche Wohnungen hätte er sogar einziehen können.


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Von oben bis unten 13,70 Euro sind beim Shoppen ungefähr so viel wie ein Bier für ein ganze Fußballmannschaft - nichts! Wir machten allerdings trotzdem den Test, und begaben uns in die Osnabrücker Gruselkammern der Mode

Zwei Frauen, eine Mission: Ein komplettes Outfit kaufen. Eigentlich nicht allzu schwer... doch kuehlesblondes und _lulu91_ stand dafür nur ein Budget von genau 13 Euro und 70 Cents zur Verfügung. Mission impossible?! Der Plan Wo gibt’s die günstigsten Klamotten? Klar, in der großen Straße finden sich einige stylische Geschäfte im Low-Budget-Bereich. Dort ist also der erste Anlaufpunkt. Und wenn da nichts zu finden ist, gibt es ja auch immer noch jeden Menge Second Hand Boutiquen.

Das Fazit Einkaufen mit 13,70 € ist ziemlich schwer. Mit etwas Glück kann man besonders Oberteile zwar schon für wenig Geld erstehen, ein komplettes Outfit mit Oberteil & Hose zu finden, ist allerdings mehr als schwer - von Schuhen ganz zu schweigen. Shoppen mit 137 € hätte uns mit Sicherheit mehr Spaß gemacht!

Die Umsetzung … war gar nicht so leicht, wie man vielleicht denken könnte. Oberteile, also Tops, Shirts oder sogar Wollpullis gibt’s haufenweise unter 10€. Das günstigste Top hätten wir für nur 2,95 € unser eigen nennen können. Nur günstige Hosen konnten wir leider nicht finden. Schon eine dicke Strumpfhose, die man z.B. unter einem langen Pullover anziehen könnte, haben wir nicht für unter 15 € gefunden. Besonders überraschend: Sogar die Second Hand Shops waren nicht wirklich billig.

_Lulu91_ beim Umstyling auf www.os-community.de/magazin

Unsere Autorin _Lulu91_ ist für jeden Spaß zu haben. Auch für ein Umstyling der etwas anderen Art.


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Beim Feiern knausern… Stell Dir vor, das Limit für den Discobesuch beschränkt sich auf nur läppische 13,70 Euro. Damit mögen einige vielleicht locker hinkommen. Aber wir normalerweise nicht. Doch wir wagen den Selbsttest, mit nur 13,70 Euro einen Freitagabend zu finanzieren. Klingt im ersten Moment eigentlich ziemlich schwierig…

Angefangen mit einem typischen entspannten Vorglühen im bekannten Café Extrablatt. Erste Runde. Angestoßen wird zu Beginn mit einem Desperados für 3,30 Euro. Schnell wird sich eine zweite Runde genehmigt und hoppla! So schnell ist das erste Geld futsch. Nachdem uns die Kellnerin mit einem über das ganze Gesicht strahlenden Lächeln die Rechnung in Höhe von 6,60 Euro übergibt, verlässt sie uns gleich darauf mit einer etwas weniger freundlichen Miene. Doch was soll man machen, wenn einem nur noch 8,30 Euro und etliche weitere Stunden einer durchtanzten Nacht bevorstehen? Trinkgeld ist an einem so sparsamen Abend also leider nicht drin, pardon. Wir ziehen weiter Richtung Diskothek mit noch jämmerlichen 7,10 Euro in der Hosentasche. Okay, jetzt heißt es erst einmal am Türsteher vorbeikommen. Oder doch lieber rasch über den Zaun klettern, damit man sich die fünf Euro Eintritt spart? Nein! Wir wollen ja mal artig bleiben! Also gut. Geld bezahlt. Stempel drauf und rein in die gute Stube. Allerdings zwackt die kostenpflichtige Garderobe einem auch wieder einen

Euro aus der Tasche. Heißt also, viel zu trinken können wir uns danach nicht mehr leisten. Aber halt! Wer war denn so fuchsig und hat vorher noch zu Hause alle vorhandenen Ein-, Zwei- und Fünf-Centstücke aus den Sofaritzen gegraben? Ha! Zwar trieb dieses Pfennigkuddelmuddel die Frau an der Garderobe bis zur Weißglut, aber immerhin reicht das restliche Cash jetzt noch für mindestens zwei Bier. Aktuelles Budget: 2,10 Euro. Eine Sensation, die einem kostenlosen Spaß bereitet und trotzdem in Sachen Spaßfaktor unbezahlbar bleibt, ist das bedenkenlose Abtanzen auf der Tanzfläche. Hemmungslos und stürmisch zu coolen Beats den Körper schwingen lassen. Gut, nach spätestens einer Viertelstunde schreit dann der Hals aber auch mal nach einer Abkühlung. Kurz in die Geldbörse geschaut. Mist. Okay, ein Astra für einen Euro können wir uns noch gönnen. Bleiben 1,10 Euro. Doch gute Adleraugen können am Rande auch schon mal zwei stehen gelassene Flaschen erspähen, auf die es jeweils Pfand gibt.

Allerdings ist es nicht unbedingt jedermanns Sache auf Pfandsuche an einem Discoabend zu gehen. Wie könnte man nun also umsonst an ein weiteres Bier kommen, ohne dafür zu zahlen? Schnorren? Zu anstrengend. Oder sich es von irgendeinem Typen ausgeben lassen? Nee, zu primitiv. Wenn, dann schon im Zuge einer gewitzten Gegenleistung. Nach weiteren fünf Minuten bin ich um ein Bier und der Barkeeper um ein einmaliges Kugelschreiber-Meerjungfrauen-Tattoo reicher. Guter Anlass, immer einen Stift bei sich zu tragen. Somit verlasse ich zu später Stunde die Diskothek mit immerhin noch einem ganzen Euro und niedlichen zehn Cent in der Hand. Da der Magen aber vom schweißtreibenden Tanzen gewaltig knurrte, ging somit noch der letzte Euro für einen Cheeseburger drauf. Rest: zehn Cent. Doch immerhin: Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert…

Unsere Autorin Angelina kann auch für wenig Geld Spaß haben – mit 13,70 Euro hat sie sich durch die Osnabrücker Nacht geschlagen.


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Eine billige Nummer schieben Wie man das erste Date günstig gestalten kann

„Nein, nein, ich bezahl das schon!” Na Mädels, den Spruch kennt Ihr doch bestimmt alle. Kaum zieht frau ihr Portemonnaie aus der Tasche, egal ob in der Bar oder beim ersten Date, die Jungs wollen vor uns immer den Macker raushängen lassen und für uns zahlen – so richtig Gentlemen-like halt! Und ganz ehrlich, Mädels, 90 % von uns finden es doch sogar richtig gut, wenn die Jungs uns so richtig verwöhnen. Hier einen Eisbecher, da die Kinokarte, und ein Drink muss doch auch wohl noch drin sein? Es soll ja sogar Mädels geben, die ein Date, auch mit einem Typen, von dem sie absolut nix wollen, einem Mädelsabend vorziehen – ganz einfach, weil’s am Ende für sie günstiger ist! Mit Jungs weggehen bedeutet nicht zu bezahlen – da kann man nur sagen: Arme Jungs! Auf Dauer gestaltet sich die Suche nach der Traumfrau nämlich ziemlich teuer…

Für alle Jungs, die es sich trotzdem nicht nehmen lassen wollen, ihre Damen mal einzuladen, gibt’s hier ein paar Spartipps, wie man(n) mit seinen 13,70 Euro möglichst lange auskommt – und das Ganze den Mädels dann auch noch gefällt. Wie wär’s denn zum Beispiel mal mit einem romantischen Spaziergang? In Osna gibt’s 101 wunderschöne Orte, an denen man zu zweit die Natur genießen kann. Vorteil: Man kann viel besser miteinander reden als bei lauter Discomucke, Händchenhalten geht auch viel leichter, wenn, anders als beim Eisessen, kein Tisch dazwischensteht. Und besonders jetzt im Herbst kann es schon mal passieren, dass Eurer Herzdame kalt wird und sie sich, nach Wärme suchend, an Euch kuschelt… Na wie klingt das, Jungs? Auch die teuren Kinokarten müssen es ja nicht immer sein. DVDs gibt’s schon ab drei Euro pro Tag zu leihen, Du schmeißt zu Hause Deine Eltern raus und Ihr macht Euch

Unsere Autorin _Lulu91_ steht keineswegs auf billige Nummern. Phantasie, liebe Jungs, kostet allerdings keinen Cent.

einen gemütlichen Abend. Gut daran ist vor allem, dass Du den Film gezielt aussuchen kannst - schließlich gibt es genug Leute, die den vorher schon gesehen haben. So passiert es zumindest nicht, dass der Film superschlecht ist und Ihr beide vor Langeweile sterbt. Außerdem kann sie so schon mal ein bisschen mehr von Dir kennenlernen, denn was sagt mehr über einen Menschen aus als der Raum, in dem er lebt? Aufräumen wäre vorher natürlich ganz angebracht… Ihr seht, es muss nicht immer die teuerste Alternative auch gleich die beste sein. Mit ein bisschen Kreativität und Mut kann auch ein günstiges Date ein gutes werden. Wahrscheinlich kommt ein Picknick im SchloGa sogar noch viel besser an als irgendein 08/15- Eis-essen-/Kino-Date. Etwas Besonderes soll es sein! Und außerdem… wenn ein Mädchen auf einen Jungen steht, kann das erste Date noch so katastrophal sein – es mag ihn trotzdem!


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Uns ist der Euro nicht genug! Der Absatz stockt, Arbeits- und Ausbildungsplätze stehen auf der Kippe. Höchste Zeit also, dass die Wirtschaft in unserer Region endlich wieder in Fahrt kommt. Die Initative „friedensthaler e.V.“ hat eine Idee, wie das gelingen könnte: Mit einer eigenen Währung für Osnabrück und Umland

Wer demnächst in Osnabrück oder Umgebung shoppen geht, kann sich womöglich aussuchen, ob er in bar, mit der EC-Karte oder mit dem sogenannten Friedensthaler bezahlen will. Für diese regionale Währung kämpft der Verein „friedensthaler e.V.“, der in diesem Jahr gegründet wurde. Eins zu eins mit dem Euro sollen die Friedensthaler in Form von Gutscheinen eingetauscht werden können und sind dann nur in unserer Region gültig. Der Vorteil dieser Währung ist, dass er die regionale Kaufkraft und den regionalen Wirtschaftskreislauf stärkt. Nachrichten über die schlechte Wirtschaftslage und einer Auftragsflaute, die man fast täglich in den Medien hört, betreffen schließlich auch die Region Osnabrück. Doch Osnabrück ist nicht die erste Region, die sich mit der Idee einer regionalen Währung beschäftigt.

und andere Zahlungsmittel haben sich in Bayern bereits einen Namen gemacht. Auch in der Schweiz, in Österreich und in Kanada wurde die Idee bereits umgesetzt.

Die ursprüngliche Idee zu regionalen Währungen entstanden bereits in den 30er Jahren, um die Wirtschaft nach der schwerwiegenden Krise von 1929 wieder anzukurbeln. Besonders durch die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise sind sie vielerorts wieder ins Gespräch gekommen. Regionale Währungen, so hofft man, sollen dafür sorgen dass der Geldstrom nicht stockt, sondern das Geld im Umlauf bleibt. Schließlich handelt es sich bei den meisten Währungen um so genanntes „Schwundgeld“, welches deutlich an Wert verliert, wenn man es nicht in einem bestimmten Zeitraum ausgibt. Auch im Internet hat sich die Idee der alternativen Währungen bereits durchgesetzt. So gibt es auf vielen Seiten virtuelle Währungen oder sogar Währungen, die gegen den Euro eingetauscht werden können und dann als echtes Zahlungsmittel dienen. Mit unserem Punktesystem in der Community schneinen wir somit wohl auch auf der Höhe der Zeit zu liegen ;-)

Allein in Deutschland gibt es rund 20 solcher regionaler Währungen. „Sterntaler“, „Lechtaler“ oder „Oberland-Regio“ Anz_Overnight.indd 1

27.10.2009 16:09:43 Uhr

Unser Autor scotti2 ist nach seiner Beschäftigung mit Friedensthaler & Co. ein wahrer Finanzexperte geworden.


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Brumm, brumm, brumm

LKW-Fahrer

Sie sind die Herren der Straße: Gerade die Truckfahrer gehören auf ihren fetten Kisten zu den coolsten Typen on the road. Erst recht, wenn sie Tiefkühlkost durch die Gegend fahren

Ausbildungsgehalt: 524 bis 698 Euro

Belgien, Spanien, Italien, der Berufskraftfahrer bereist Länder, die einige nur aus dem Urlaub kennen. Aber wer jetzt glaubt, dass Sightseeing und Relaxen am Strand zum Tagesablauf gehören, der irrt sich. ,,Meistens sieht man nur das jeweilige Land auf der Fahrt aus der Fahrerkabine heraus, da man sich hauptsächlich in den zu beliefernden Lagern aufhält‘‘, berichtet Phillipp Rust, Azubi im dritten Lehrjahr bei Overnight TiefkühlService GmbH. Doch an Abwechslung mangelt es in diesem Berufsfeld nicht. Zu den Ausbildungsinhalten eines Berufskraftfahrers gehören auch das Be- und Entladen des Fahrzeuges, die Ladung stauen und sichern und die Beförderung sicher und wirtschaftlich durchzuführen. Da der Fahrer des Lastkraftwagens meistens der erste persönliche Kontakt zwischen Kunde und Firma ist und dabei seinen Arbeitgeber repräsentiert, werden in der Ausbildung auch Informations- und Kommunikationstechniken erlernt, damit ein sicheres Auftreten gewährleistet wird und somit der erste Eindruck positiv ausfällt.

,,Das Beste an diesem Beruf ist das eigenständige Arbeiten‘‘, schwärmt Phillipp. Da er zu 80 Prozent auf deutschen Straßen unterwegs ist, arbeitet er meistens alleine und ist persönlich für seinen Lkw verantwortlich, das heißt, er kontrolliert, wartet und pflegt sein Fahrzeug selbst. ,,Man kann sehr selbstständig arbeiten, und niemand schaut einem ständig auf die Finger.‘‘

Bruttogehalt: ca. 1817 Euro

Abschluss: Mittlere Reife; Fahrprüfung zahlt Ausbildungsbetrieb Karrieremöglichkeiten: schwierig

Check das Video auf www.os-community.de/magazin aber schon im Umkreis von 50 Kilometern vom Standort des Fahrzeuges als Beifahrer mitfahren.

Unter der Woche ist die Fahrerkabine das Zuhause eines Berufkraftfahrers, und Freunde und Familie sieht man oft nur am Wochenende. Auch Nachtfahrten sind in dieser Branche keine Seltenheit. ,,Man muss sich daran gewöhnen, dass die Arbeitszeiten oft nicht so fest wie bei Büroangestellten sind.“ Für feste Hobbys bleibt da oft keine Zeit.

Mit siebzehneinhalb Jahren ist es möglich, die Fahrerlaubnis der Klassen C1 und C1E zu erwerben, diese darf aber auch erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres ausgehändigt werden und ist nur national und innerhalb des Ausbildungsverhältnisses einsetzbar. Nach Beendigung der Ausbildung unterliegen die Fahrerlaubnisse keiner Einschränkung mehr. Die Kosten für den Erwerb der Fahrlizenzen übernimmt das Ausbildungsunternehmen. Und das Beste ist: Azubis zum Berufskraftfahrer werden gerade gesucht.

Doch bis es so weit ist, muss ein Auszubildender erst einmal die Fahrschulbank drücken. Mit sechzehneinhalb Jahren darf man die Fahrerlaubnis der Klasse B und BE erwerben, jedoch wird der Führerschein erst mit Vollendung des 17. Lebensjahres ausgehändigt und ist bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres nur im Rahmen des Ausbildungsverhältnisses gültig. Vorher kann ein Azubi

Unser malprivat mitgefahren und hat Vehikel: gemerkt, UnsereAutorin AutorinBlubberblase blubberblase ist fährt etwas kleinere dass Trucker ein verdammt heftiger Job ist. Sie hat einen roten Roller.


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Pokerface vs. Sonnenbrille Pokern wie die Profis – Das OScommunity Poker No. 1 powered by German Poker Days verwandelte den Rosenhof in eine Pokerhöhle

Am 11. Oktober 2009, verwandelte sich der Osnabrücker Rosenhof in eine PokerOase, die keine Wünsche offenließ. Über 140 Profis und Laien forderten ihr Glück heraus und waren beim OScommunity Poker No. 1 powered by German Poker Days dabei. Neben hochwertigen Pokertischen, geschulten Dealern und professionellem Spielequipment gab es auch etwas zu gewinnen. Kein Geld, dafür hochwertige Sachpreise, denn anders als im herkömmlichen Casino mussten die Spieler sich nicht für 100 € einkaufen, um dann sowieso das meiste Geld zu verzocken, sondern waren bereits mit 10 oder 15 € dabei. Neben dem großen ‚Mainevent‘ gab es ab 19 Uhr noch kleine ‚Sideevents‘ für diejenigen, die erst später kommen konnten oder die aus dem Main-event schon ausgeschieden waren. Organisator Heiko Wulf, selbst noch Osnabrücker Student, veranstaltet nun schon eine ganze Weile   ziemlich erfolgreich Pokerturniere. Nach einigen Umwegen und zahlreichen spielerischen Erfahrungen begann er damit, seine eigenen Poker-Events ins Leben zu rufen. „Ich finde es super, dass bei dieser Art von PokerTurnier der Spaß im Vordergrund steht. Da die Gesetzeslage ohnehin die Ausschüttung von Geldgewinnen verbietet, bleibt das Startgeld für die Spieler human. Die Leute, die bei uns mitspielen, sind total gemischt. Von 18 bis 70 ist wirklich alles dabei, totale Anfänger, passionierte Hobbyspieler oder Poker-Profis.“ Auch Frauen sind jederzeit eingeladen und sollten keine Hemmungen haben, in der Männerdomäne „Poker“ mitzumischen. Heikos bisherigen Erfahrungswerte haben gezeigt, dass Frauen durchaus erfolgreich pokern, ganz gleich, wie oft sie schon gespielt haben.

Das OScommunity Poker No. 1 hatte 130 Teilnehmer dauerte sieben Stunden größte Gewinne waren Amazon-Gutscheine, Pokerkoffer und eine Bierparty zu gewinnen das nächste Turnier ist bereits geplant

And the winner is Am Ende setzte sich Marius Landwehr aus Osnabrück durch. Der 21-Jährige sollte eigentlich als Dealer arbeiten, konnte aber dann doch noch selbst mitpokern, weil einige der angemeldeten Teilnehmer nicht erschienen waren. „Marius, pokerst Du regelmäßig bei Turnieren mit? Wenn ja, wo liegt der Reiz? Ist es nicht schöner, mit Freunden zu pokern als mit Wildfremden?“ Regelmäßig habe ich mal früher gespielt. Meistens deale ich nur noch beim Poker, da es viel spannender ist, den Leuten beim Spielen zuzuschauen. Genau deshalb find ich es interessanter, mit Wildfremden zu spielen. Da dort der Reiz einfach viel höher ist, diese zu lesen und eventuell sogar zur Weißglut zu bringen. Genauso wie bei diesem Turnier.

Unsere Autorin kuehlesblondes sie auch gewinnt.

pokert auch gerne, aber nur, wenn


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location

Dönertest

desmonats

blue testet die türkischen Imbisse und sagt Dir, wo Du den besten Döner findest

Iskender In der Kamppromenade befindet sich Iskender Döner. Die Lage ist ruhig, und man kann trotzdem eben ohne großen Aufwand seinen Heißhunger auf Döner stillen, wenn man in der Stadt ist. Die Sitzmöglichkeiten sind zwar nicht ganz so bequem, aber dafür war der Döner sehr lecker – er war frisch, das Fleisch war schön heiß und hatte eine gute Würze. Die meisten Gäste, die bei Iskender gegessen haben, waren etwa 25 bis 30 Jahre alt. Preis pro Döner: 3 Euro Geschmack: Lage der Location: Sauberkeit: Chillfaktor: Preis/Leistung:

Avsar Kebap-Haus Etwas abseits der Innenstadt, am Rosenplatz, direkt neben dem Rosenhof, liegt Avsar Kebap-Haus. Wenn man diesen weiten Fußweg auf sich nimmt erwartet man eigentlich einen leckeren Döner. Das war nicht wirklich der Fall. Es gab zum einen NUR Lammfleisch, und zum anderen waren weder Gurken noch Tomaten auf dem Döner zu finden, obwohl er mit 4,50 Euro der teuerste im Test war. Zudem waren die Stühle sehr hart und somit unbequem. Geschmack: Lage der Location: Sauberkeit: Chillfaktor: Preis/Leistung:

Beykebap

Im Herzen der Osnabrücker Innenstadt, direkt am Neumarkt, liegt die erste Dönerbude, die ich getestet habe: Beykebap. Die zentrale Lage hat erst mal den großen Vorteil, dass man nach dem Shoppen, um seine türkische Spezialität zu bekommen, nicht sehr weit laufen muss. Es gibt jedoch auch Nachteile: Durch die Lage direkt am Neumarkt ist es durch vorbeifahrende Autos ziemlich laut. Der Döner hat mir im Großen und Ganzen gut geschmeckt – die Zutaten waren frisch, nur das Fleisch hätte etwas heißer sein können. Preis pro Döner: 3 Euro. In dem Dönerladen findet man Gäste jeglichen Alters. Geschmack: Lage der Location: Sauberkeit: Chillfaktor: Preis/Leistung:

Sag uns Deinen Lieblingsdöner auf www.os-community.de/magazin


23 Alibaba Zwischen Kamp und Grünem Jäger liegt Ali Baba und versorgt am Wochenende bis fünf Uhr morgens vor allem das „Glanz“-Publikum auf dem Heimweg mit Wegzehrung. Aber auch tagsüber sitzt es sich neben dem großen Spielplatz ganz kuschelig. Preis pro Döner: 2,50 Euro Geschmack: Lage der Location: Sauberkeit: Chillfaktor: Preis/Leistung:

UniDöner

Mc Döner In der Johannisstraße findet man Mc Döner. Hier ist es nach der Schule immer recht voll, da viele Schüler, die auf der anderen Straßenseite auf ihren Bus warten, sich eben schnell einen Döner holen wollen. Trotzdem wird man schnell bedient. Der Geschmack des Döners war gut; auch hier waren die Zutaten frisch, nur dem Fleisch fehlte es etwas an Würze. Sitzmöglichkeiten sind zwar ausreichend vorhanden, allerdings stehen die Tische und Stühle sehr eng zusammen, was bei längerem Sitzen ungemütlich wird.

Der Weg aus der Innenstadt zu Uni Döner ist mit etwa 10 Minuten Fußmarsch recht weit. Diese Distanz nimmt man aber gerne auf sich, wenn man den Döner dort probiert hat. Er ist super lecker und schön heiß. Zudem ist es sauber, die Stühle sind bequem, und die Bedienungen sind sehr freundlich. Preis pro Döner: 3 Euro Geschmack: Lage der Location: Sauberkeit: Chillfaktor: Preis/Leistung:

Preis pro Döner: 3 Euro Geschmack: Lage der Location: Sauberkeit: Chillfaktor: Preis/Leistung:

Mein Fazit: In Osnabrück kann man sich an sich nicht über die Qualität der Döner beschweren. Es war in allen Läden sauber, und die meisten Döner haben auch sehr gut geschmeckt. Den besten Döner findet man meiner Meinung nach bei Uni Döner. Hier stimmt einfach alles!

Unser Autor Schnappi2 hat gehört, dass Döner schöner macht. Ob‘s bei ihm nach so vielen Dönern geklappt hat?!


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Jimmy Spliff: Rap mit Inhalt Das neue Album von Jimmy Spliff heißt „Urban Poetry“ und erscheint in diesen Tagen. Das klingt nach Getto und harter Gewalt. Hart ist Jimmy, aber nicht aggro „Mir geht es nicht um Straßenthemen, Kriminalität oder Getto. Sondern Straße im Sinne von Gesellschaft. Es sind Leute, die um uns herum sind. Ganz normale Leute die am Wochenende mal Stress haben, oder ihre Geschäfte nach Ladenschluss machen.“ Jimmy Spliff spürt den Druck, sein zweites Album, „Urban Poetry“ richtig gut werden zu lassen. Von sich selbst sagt er, dass er als selbstbewusster, arroganter Typ in der Szene bekannt ist. Aber das ist ihm egal. Mit 27 Jahren gehört er zur ersten Generation in der Osnabrücker Hip-Hop-Szene. Seit zehn Jahren rappt er – aber schon viel früher hat er Texte geschrieben. Gedichte, Liedtexte, ohne Musik dahinter. Mit 17 bekam er dann die ersten Programme auf seinen PC, mit denen man Beats machen konnte, und dann ging es so richtig los. Richtig viel Geld hat er noch nicht mit der Mucke verdient – aber darum geht es ihm auch nicht. Er will gehört werden. Die Zeiten, in denen man dicke Kohle mit Rap machen konnte, sind sowieso vorbei. „Früher ging das noch, als die Beginner gerade hochkamen. Jetzt ist Rap pleite.“ Schon vor Jahren wurden seine Tracks Tausende von Malen gedownloaded. Mittlerweile kann der halb Schotte nur müde lächeln. Musik kostenlos zum Download anzubieten, interessiert einfach niemanden. „Jeder Amateurrapper, der ein halbes Jahr dabei ist, kann ein paar tausend Downloads

erzielen. Keiner lädt sich mehr Musik legal runter. Du musst schon ein richtiges Album machen, dass illegal gezogen werden kann, um Aufmerksamkeit zu erregen.“ Was nichts kostet, ist nichts wert, denken die meisten. Richtig fett dabei Mittlerweile kann Jimmy Spliff schon von der Musik leben. Neben seiner eigenen Musik kümmert er sich vor allem um die Mucke von anderen: Einmal im Monat veranstaltet er die große Hip-Hop-Party in der Kleinen Freiheit, die mittlerweile schon legendäre Beatstreet, zu der er immer wieder große Hip-Hop-DJs verpflichten kann – so kommt demnächst DJ Friction nach Osnabrück und heizt den Laden richtig an. Jimmy macht auch Merchandising und Tourmanagement für andere Bands. Damit finanziert er auch sein höchst professionelles Studio. Vielleicht etwas skuril, aber er organisiert auch Touren für Rockbands aus der Türkei. „Früher warst du der Einzige, der auf dem Schulhof gerappt hat. Irgendwann habe ich dann erste Alben auf Tapes gemacht, aber das war noch so Kinderkacke!“ Jimmy zeigt sein erstes Tape „Finger im Spiel“, ein Mahnmal, nie Musik auf die Schnelle rauszubringen, sondern zu warten bis die Zeit reif ist. „Das erste vernünftige Album habe ich dann 2005 rausgebracht. „Guter Kurs“ hieß das. Das war auch schon ein richtig gepresstes Album.“

Unser Autor Refugee glaubt, dass Jimmy Spliff mit dem neuen Album der ganz große Wurf gelungen ist.

Als das Album rauskam, begann er auch seine ersten Veranstaltungen zu machen, vor allem Jams im Bastard Club. Richtig viel Geld hat er noch nicht mit der Mucke verdient – aber darum geht es ihm auch nicht. Er will gehört werden. Die Zeiten, in denen man dicke Kohle mit Rap machen konnte, sind sowieso vorbei. Jimmy Spliff Musikstil: Hip-Hop Anzahl Alben: sein zweites Album „Urban Poetry“ kommt am 13. November zieht an Wochenenden mit einer mobilen PA durch Deutschland und Österreich, um sein Album zu promoten hat mit 15 Jahren seine erste CD rausgebracht, jetzt ist er 27 Jahre alt findet, dass einige bekannte Hip-Hopper „ziemliche Pussys“ sind

Am 13. kommt das Video mit Jimmy auf www.os-community.de/magazin


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OSC Panthers Lea ist seit 10 Jahren Verteidigerin/Angreiferin bei den OSC Panthers und trainiert Montag bis Freitag im OSC, da sie in der ersten und zweiten Mannschaft spielt. Als sie 10 Jahre alt war, ist sie ihrer Freundin zu den OSC Panthers gefolgt, als die Fußballmannschaften in Jungen und Mädchen aufgeteilt wurden.

Lea: ( magic_t@osc ) Alter: ist 19 Jahre alt, Größe: 1,84 m spielt seit 10 Jahren Basketball

Ihr größter Erfolg war 2006, als sie mit den OSC Panthers in die zweite Bundesliga Nord aufstieg. Letztes Jahr war sie mit den Panthers auch noch im Finale, verloren jedoch mit sieben Punkten Rückstand. Zurzeit macht Lea ihr Abitur am Gymnasium „In der Wüste“ und möchte danach ein Jahr nach Spanien und hofft, dass sie dort auch eine Basketballmannschaft findet, die ihr vielleicht auch entgegenkommt und ihr eine Wohnung gibt. Lea ist bisher viel rumgekommen, nach der elften Klasse war sie ein Jahr in Frankreich und hat auch dort Basketball gespielt. Da Lea in der ersten und zweiten Mannschaft spielt, hat sie fünfmal in der Woche Training, doch wenn sie mal keine Lust hat, so sagt sie, kommt sie trotzdem. Dafür hat Lea im Team die meiste Spielzeit bisher gehabt, verriet uns ihre Trainerin Hanna Ballhaus.

Aber wenn Lea mal nicht beim Training ist oder für die Schule paukt, dann trifft sie sich mit Freundinnen und lebt ganz nach ihrem Motto: „Live your Life“. Die Besonderheit von Leas Position ( G/F = Guard/Forward ) bedeutet, dass sie als Angreiferin und Verteidigerin einsetzbar ist. Das können nur Spielerinnen, die größer als Verteidiger sind und besonders gut mit dem Ball umgehen können. Beim Basketball sind das Wichtigste das Teamwork und die Regeln. Spricht man sich im Team nicht genau ab, dann läuft nichts. Auch die Regeln muss man befolgen. Es gibt sehr viele Regeln, die jeder Spieler im Kopf haben muss, was die Zeit, die Schritte, das Blocken angeht, und, und, und…

ist von Montag bis Freitag im OSC beim Training geht auf das Gymnasium „In der Wüste“ in die 13. Klasse liebt Reisen, besonders in den Süden Lebensmotto: „Live your life“

OSC Panthers sind in der zweiten Bundesliga sind Tabellenführer 2006 Aufstieg in die zweite Bundesliga 2010 Aufstieg in die erste Bundesliga? mehr Infos unter www.osc-panthers.de

Gewinne Freikarten für ein Spiel auf www.os-community.de/magazin

Unser Autor hemtem ist eigentlich zu klein für Basketball. Wie die Mädels von den Panthers gespielt haben, hat ihn beeindruckt.


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Schöne warme Füße Sie sehen aus wie Fellfüße, aber UGG Boots liegen auch in diesem Winter voll im Trend nach dem Motto: „Hab` sie oder hass` sie!“

Die USA – für viele das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und das absolute Mekka für alle Shopaholics. In riesigen Outlets und Super-Malls, in denen man locker eine deutsche Kleinstadt unterbringen könnte, kann man sich stunden-, ja wenn nicht sogar tagelang seinem Kaufrausch und jedem sinn- oder unsinnigem Modetrend der Welt hingeben. Den Damen und Herren VISA, MasterCard, American Express und Co. sei Dank. Das absolute Must-Have auf der anderen Seite des Großen Teichs sind diesen Winter UGG Boots. Mal wieder. Wirklich neu ist der Stiefel nicht, aber so beliebt wie dieses Jahr war er in den Shoppingtempeln noch nie. Egal ob in NYC oder L.A., im Mittleren Westen oder Dirty South, überall sieht man die mit Fell gefütterten Stiefel. Und zwar egal bei welchen Temperaturen. Was macht es schon, wenn es draußen immer noch 25 Grad oder noch wärmer ist! Laut Kalender ist schließlich schon lange Herbst, gefühlt schon Winter, und da will das Fashion Victim von Welt natürlich en vogue sein. Käsefüße werden da gerne in Kauf genommen. Wer es sich leisten kann, steckt seine Skinny Jeans in das Original aus Australien, für die etwas dünneren Geldbeutel gibt es Imitate in Hülle und Fülle. Das Design beschränkt sich dabei längst nicht mehr auf den klassischen, klobigen halbhohen Boot aus hellbraunem Wildlederimitat mit hellem Lammfutter. In dieser Saison bestimmen neben dem Klassiker auch ebenso klobige Stiefeletten und kniehohe Boots mit Leopardenmuster oder aus grobem Strick das Bild. Bei diesem Modell beschleicht einen allerdings schnell der Eindruck, dass sich hier ein zu großer Strickpulli auf eine Gummisohle verirrt hat.

jedes perfekt gestylte Barbie Girl am Rodeo Drive in Los Angeles von Zeit zu Zeit seine Füße in dickem Fell vergräbt und mit riesigen Bärentatzen durch die Gegend schlurft. Das ist für die meisten „super cute and super hot“. So manch anderer fasst sich bei so viel Hausschuh auf der Straße schon mal an den Kopf. Mit „You have ‘em or you hate ‘em!“ fasst Amber, eine recht kräftige Schuhverkäuferin in der Mall of Georgia in Atlanta, den Fashiontrend zusammen. Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Überhaupt bestechen die polarexpeditionstauglichen Galoschen nicht unbedingt durch Eleganz. Der verirrte Strickpulli erinnert verdächtig an die guten alten Hüttenschuhe, die so manchem hier die Füße im Kindergarten gewärmt haben. Aber bequem – „super comfy“ – das sind sie. Dies allein scheint Grund genug zu sein, dass fast Lies die Story über OreoKats Roadtrip auf www.os-community.de/magazin

Foto mit Unterstüztung von Tango Shoes

Unsere Autorin oreokat steckt selbst bei 21 Grad mit ihren strammen Waden bis zu den Knien in hellbraunem Lammfell.


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Ein richtiger Kerl Neue Männer braucht das Land: Michael Jäger, bekannt vor allem aus dem „Marienhof“, will jetzt in den Staatsdienst. Im Internet macht er mit einer Bewerbung als Tatort-Kommissar auf sich aufmerksam

Ich dachte, Du meldest Dich gleich mit dem Namen Schimanski? (Lacht) Nein, nein, nein. Michael, Du möchtest Tatort-Kommissar werden. Was ist so schlecht an dem Job, den Du jetzt machst? Mein Job ist wunderbar – ich bin ganz zufrieden mit meiner Entscheidung, jetzt wieder Theater zu spielen. Aber ein Schauspieler lebt eben davon, viele verschiedene Sachen zu machen. Und dieses Ziel Tatort ist ein großes Ziel, das man sich setzt. Dann ist man auch mit kleinen Schritten zufrieden. Was bringst Du mit, warum soll Michael Jäger Tatort-Kommissar werden? Ich glaube, dass es an der Zeit ist, mal wieder einen richtigen Kerl im Tatort zu haben. Einen, der ein paar Ecken und Kanten hat. Der ein bisschen von der Straße geschliffen wurde, dem man abnimmt, dass er sich in dem Milieu auskennt oder vielleicht auch wohlfühlt. Also, so eine Art neuen SchimanskiTyp wie Götz George. Schimanski war ein echter Kerl, die ihm auch auf den Leib geschrieben wurde. Das war einer, der hat auch mal über die Stränge geschlagen und auch mal das Gesetz für sich ausgelegt. Aber letzten Endes hat er die Verbrecher von der Straße geholt.

Hast Du ein jetztigen Tatort-Kommissar, den Du besonders magst? Wer mir sehr gut gefällt, ist der Kollege Bär aus Köln. Den mag ich persönlich sehr gerne. Auch ein kantiger Typ… Ja, und der redet auch mal, wie ihm das Maul gewachsen ist. Aber jetzt noch mal ein Plädoyer für den harten Mann. Passt das noch in die Zeit? Ich glaube, dass der harte Typ wieder gefragt ist. Diese jahrelange Verweichlichung, die passiert ist mit den Männern, nervt: Man muss für alles Verständnis haben, man muss überall dabei sein. Das ist alles schön und gut. Aber ab und zu braucht es auch mal einen Kerl, der auf den Tisch haut und sagt: „So geht es aber nicht.“ Dein Leben war nicht immer einfach: Es gab den Selbstmord Deines Vaters, Deines Stiefvaters, Großvaters und das Abgeben im Kinderheim durch Deine Mutter, Du wurdest missbraucht. Du warst auch mal Hooligan und in der

rechtsextremen Szene unterwegs. Das liegt zwar alles zwanzig Jahre zurück, aber kann man mit so einer Biografie Tatort-Kommissar werden? Ich glaube, ich habe länger bewiesen, dass ich ein demokratischer und freiheitsliebender Mensch bin als in extremen Sphären rumzuhängen. Man muss das auch aus der Entwicklung heraus sehen. Und wenn ein bekennender Steinewerfer wie Joschka Fischer Außenminister werden kann, warum soll ich dann nicht Tatort-Kommissar werden? Nun gehst Du ziemlich offensiv mit Deiner Bewerbung um – Du hast einen Film mit Kollegen gemacht. Ralf Bauer zum Beispiel ist dabei. Gab es so eine Art der Bewerbung schon mal? Nein, das ist in der Tat neu. Ich wollte nicht so eine Bewerbung machen wie alle und auf dem riesigen Berg Bewerbungsmaterial bei den Rundfunkanstalten landen. Da habe ich mir gesagt, da ich mich seit Jahren im Netz bewege und da auch meine Fanarbeit mache… Weitere Infos auf michaeljaeger.tv

Unser Autor refugee fragt sich, warum Osnabrück keinen eigenen Tatort hat, und wünscht sich Michael als Kommissar der Friedensstadt.


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Glashaus Die Hip-Hop-Combo um Moses P und Martin Haas meldet sich nach vierjähriger Pause mit einem Album zurück. „NEU“ heißt es, und nicht nur das Album ist neu. Auch die Zusammensetzung ist anders. Neben den gewohnten Mitgliedern Martin Haas und Moses P gibt es eine neue Stimme. Cassandra Steen ist nicht mehr dabei – dafür können wir uns nun an die Stimme von „Peppa Singt“ gewöhnen. Einfühlsam und auch kräftig, leidet die neue Platte keineswegs an der Neubesetzung. Ganz im Gegenteil. Alter Style, neue Stimme, klare Texte lassen einen auch tagsüber gerne mal für ein paar Minuten in eine andere Welt gleiten.

Das Album „NEU“ hat 13 Lieder und beginnt mit der aktuellen Single „Das hier“ und lädt schon gleich dazu ein, genauer zuzuhören. Mit gefühlvollen Texten, wie man später in „Ich kann mich nicht bewegen“ mitkriegt. Und mit

Mit der Erzählung alltäglicher Erlebnisse regt er die Leser zum automatischen Mitdenken bzw. Mitschmunzeln an, da man sich nie im Leben über solche Dinge Gedanken gemacht hätte. Auf wundervolle Weise bringt er die deutsche Sprache seinen Lesern ein Stück näher und lässt sie nachdenken, ob das Gesagte überhaupt Sinn macht: „Also, na ja, ich fand sie so irgendwie so ich weiß nicht so.“ Noch Fragen? Mein persönlicher Tipp wäre, jedem das Buch in die Hand zu drücken. Ob sie es dann wirklich lesen, ist eine andere Sache. Zumin-

Glashaus ist weg von dem melancholischen Hip-Hop und macht Musik für jeden Tag und jede Laune. Eine klare und gut gelungene Platte, bei der es nur eine Frage ist, wann sie unter den Top 10 der Charts landet. Glashaus haben sich deutlich weiterentwickelt und werden uns hoffentlich noch oft mit so schöner Musik zum Relaxen bringen. Jedenfalls sollte man bei „NEU“ umdenken, um die Platte zu hören. Denn wer im Glashaus sitzt, sollte Glashaus hören. Glashaus: Neu, Black, 13 Lieder.

Unser Autor Weidner ist sehr überrascht, wie die Band auch ohne die ehemalige Sängerin Cassandra Steen funktioniert.

Bastian Sick NICHT weiterblättern! Das Buch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, geschrieben von Bastian Sick, ist KEIN augenkrebserregendes Grammatikbuch, sondern purer Lesespaß.

starken Beats, wie bei „Streben nach Glück“, überzeugt das Album auf ganzer Linie.

Crank 2 dest die, die es lesen, werden danach richtig Lust auf die nächste Deutschstunde bekommen und hier und da ein bisschen klugscheißen… Moment… klugscheißen? Dazu fällt mein persönliches Lieblingsbeispiel ein: „Einem inneren Drang folgend, erhebe ich mich von meinem Platz. ´Wo willst du hin?´, fragte mich meine Begleitung. ´Zur Toilette!´ erkläre ich. Und während ich mich durch den vollbesetzten Großraumwagen schlängele, denke ich darüber nach, wie fantastisch es doch ist, dass ich im selben Moment fahren und gehen kann: einerseits nach Hamburg- und gleichzeitig zur Toilette. Dort wiederum kann ich mich ungestört gehen lassen und einen fahren lassen. Wie wunderbar vielseitig unsere Sprache doch ist!“ Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod 04, 208 Seiten, 8,95 Euro.

Unsere Autorin Irma_91 hat das Buch in ihren Ferien „in einem Zug“ durchgelesen und ist begeistert.

Die Action geht weiter: Der zweite Teil von „Crank“ setzt da an, wo der erste aufgehört hat. Der Serienkiller Chev Chelios hat die rasante Hetzjagd aus dem ersten Teil überlebt. Doch leider lassen ihm andere üble Typen keine Ruhe: Dieser Film ist eben „crank“. Jason Stratham ist auch bei der Fortsetzung wieder im Rennen, und ihm bleibt nur wenig Zeit, sein gestohlenes Herz wiederzufinden. Auf dieser Suche braucht er immer wieder Stromstöße, um sein Kunstherz zu beleben. Spektakuläre Szenen und abgefahrene Stunts sind programmiert. Crank 2 – High Voltage. Uncut, Action, 95 Minuten. Auf DVD und BluRay.


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2012 Der Kalender der Maya hat es vorausgesagt, die Wissenschaft hat es bestätigt, doch wir konnten uns nicht vorstellen, dass es tatsächlich so kommen würde…

Fotos: Sony Pictures Releasing GmbH

Der Kalender der Maya hat es vorausgesagt, die Wissenschaft hat es bestätigt, doch wir konnten uns nicht vorstellen, dass es tatsächlich so kommen würde… Wir schreiben das Jahr 2009. Der US-Regierung wird im Vertraulichen mitgeteilt, dass die Welt in wenigen Jahren ihr Ende finden wird. Fieberhaft versucht die Wissenschaft eine Lösung für den kommenden Weltuntergang zu finden, doch in der Regierung wird schon ein Rettungsplan entwickelt. Nur ist es augenscheinlich unmöglich, die gesamte Menschheit vor dem Tod zu bewahren, weshalb nur ein Teil der Menschheit gerettet werden kann…

„Der Moment, in dem wir nicht mehr füreinander kämpfen, ist der Moment, in dem wir unsere Menschheit verlieren.“ Nun ist es an der Zeit für jeden, sich um seine Mitmenschen zu kümmern, denn nur, wenn es Zusammenhalt bei den Kämpfenden gibt, kann es Überlebende geben. Mit dem Ende kommt ein neuer Anfang – ein neues Zeitalter, mit dem das Alte zerstört wird. Die Maya haben es prophezeit. Am 21. Dezember 2012 kommt das Ende der Welt, so wie wir sie kennen.

Roland Emmerich, der bereits mit „Independence Day“ und „The Day After Tomorrow“ große Erfolge feiern konnte, ist erneut ein großartiger Film gelungen. Trotz Voraussagen über das Ende der Welt und die dadurch entstehende Gefahr im gesamten Film kann nur gesagt werden, dass „2012“ ein weiterer brillanter Katastrophenfilm in der Reihe eines erfolgreichen Regisseurs ist. „Es beginnt…“ …am 12. November in den Kinos.

Der neue Katastrophenfilm „2012“ kommt am 12. November in die Kinos. In der Hauptrolle ist Jackson Curtis (John Cusack). Ihm wird bei einem Ausflug mit seiner Familie von dem Wissenschaftler Charlie Frost (Woody Harrelson) mitgeteilt, dass das Ende der Welt nahe ist. Doch glauben tut er dies nicht – bis in Los Angeles Straßen aufreißen und er sich und seine Familie durch schlimmste Katastrophen an einen sicheren Ort bringen muss. Dennoch ist das Ende der Welt offenbar schrecklicher und vor allem schneller als erwartet, und keiner weiß, wie es weitergehen wird. Denn sicher ist es nirgends, wenn die Welt sich dem Ende zuneigt.

Unsere Autorin TeXaS-GirL ist auf das Ende der Welt gut vorbereitet und sieht der nahenden Apokalypse gelassen entgegen.


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Die Drei vom Supertalent Sie entscheiden über eine Karriere als Musiker oder Tankwart: Die Jury von „Das Supertalent“ Sylvie van der Vaart, Bruce Darnell und Dieter Bohlen sprechen über die neue Staffel der RTL-Show. Dieter, auf was können sich die Zuschauer bei der neuen Staffel „Das Supertalent“ freuen? Nach dem grandiosen Sieg von Michael Hirte haben sich viele Leute dazu aufgerafft, endlich beim Supertalent dabei zu sein. Der jüngste Teilnehmer war vier Jahre, der älteste 95. Neu ist, dass wir nicht nur Talente aus Deutschland dabei haben, sondern auch a u s

AZ_Blue_Beschnitt

02.07.2009

16:20 Uhr

Österreich, der Schweiz, Schweden, England und auch Russland. Menschen aus vielen Ländern haben unsere Sendung gesehen und sind zu uns gekommen. Dadurch gibt es eine viel größere Bandbreite an Talenten allerdings auch an Schwachmaten.

Sylvie, kennen Sie das Gefühl des Fremdschämens? Ja , das kenne ich. Das Gefühl hatte ich schon ein bisschen bei dem Pupser, das muss ja wirklich nicht sein. Der hat sogar durchs Pupsen brennende Kerzen ausgemacht...

Was waren die schlimmsten Acts, die Du gesehen hast? Wir haben wieder unheimlich schlechte Sänger und Akrobaten, Menschen, die sich total überschätzt haben. Wir haben Leute, die überhaupt nicht tanzen können. Wir hatten einen Mann, der strippte, sich bis zu seinem String-Tanga auszog und dabei eine Bauchwelle zeigte, das war schon manchmal heftig.

Bruce, Sie gelten eher als der Mann fürs Tänzerische. Sind die Rollen in der Jury klar verteilt? Es gibt keine Rollenverteilung. Jeder weiß, was er zu tun hat. Aber es ist nicht so, dass jemand sagt, das machst du, und das machst du. Wir drei passen einfach alle gut zusammen, das ist der entscheidende Punkt. Das macht eine gute Jury aus, finde ich.

Foto: RTL Television Seite 1

Können Sie verstehen, Sylvie, dass Leute, die überhaupt nichts können, immer wieder kommen? Ich glaube, es ist das Magische am Fernsehen. Diese Leute sehen sich zu Hause im Fernsehen oder werden von Leuten aus ihrem Umfeld oder auf der Straße angesprochen und empfinden das als etwas Besonderes. Es tut ihrem Ego gut, sie fühlen sich vielleicht für einen Moment wie ein Star. Und dieses Gefühl scheinen sie so zu mögen, dass sie wieder im Fernsehen auftreten wollen. Und wie war es, Dieter und Bruce wieder zu treffen, wie ist die Zusammenarbeit mit ihnen? Sehr gut. Es ist toll, dass wir wieder zusammenarbeiten können. Es macht immer sehr viel Spaß. Ich kenne die beiden und ihre Beurteilungskriterien jetzt besser. Jeder hat natürlich seine eigene Art und Weise, jemanden zu beurteilen. Ich finde, dass das dieses Jahr auch stärker zum Vorschein kommt, aber es ist dadurch auch spannender.

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Reden Sie mit uns - über Ihre Werbemöglichkeiten in blue. Gabi Igelbrink Anja Hentzschel Verkaufsberaterin Verkaufsberaterin Innendienst Tel.: 0541/310-752 Tel.: 0541/310-735 Fax: 0541/310-760 Fax: 0541/310-760 E-Mail: g.igelbrink@mso-medien.de E-Mail: a.hentzschel@mso-medien.de

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rischmu _lulu91_ OreoKat Refugee kuehlesblondes Schnappi2 Mr-Football -Angelina- TeXaS-GirL blubberblase Federkiel weidner Meikorella Alte_Gertrude scotti2 hemtem Irma_91 Carlita

Hillrich Stephan Müller Louisa Riepe Katharina Leuck Sebastian Himstedt Kirsten Grothaus Tim Lamkemeyer Jannik Möllenkamp Angelina Meier Sabrina Hackmann Vanessa Pfitzner Christian Wopen Freddy-Anthony Wille Meike Atorf Hannah Erk Linus Rübeling Mehmet Akdag Irma Ernst Carla Börgel

Skorpion

24. Oktober - 22. November

Der Herausforderung, die sich Dir in den Weg stellt, wirst Du voll Stärke entgegentreten. Deine Angst vor dem Scheitern ist mit einem Augenschlag bedient, sodass Du fortan mit Deinem scharfen Blick alles blitzschnell analysieren und auf Deinen Weg leiten kannst. Einige verschreckst Du mit Deiner Art. Doch es sind die Wenigen, die es als Gabe verstehen, auf die Du Deine Aufmerksamkeit richten solltest.

Deins und alle anderen Horoskope findest Du auf www.os-community.de/magazin

Die nächste Ausgabe von blue erscheint am 7. Dezember 2009. Viel Spaß!

Der Technik-Onkel stellt vor: In den vergangenen Wochen war unser Praktikant Sascha fleißig dabei, das Kinoprogramm für stayblue vorzubereiten. Wir wollen Euch in stayblue6 einen weit umfangreicheren Freizeitplaner zur Verfügung stellen als aktuell. Dort werdet Ihr unter anderem einen Überblick über alle aktuellen Kinofilme, deren Spielzeiten und Kritiken und Trailer dazu finden. Eure Wochenendplanung könnt ihr dann von Sportveranstaltung, über den Kinobesuch bis hin zur Disco komplett bei stayblue planen. Eine weitere Baustelle ist das Adventsrätsel, dass Euch im Dezember wieder schlaflose Nächte bereiten soll. Hier sind zwar nicht viele technische Anpassungen nötig, aber ein bisschen ändert sich ja immer und einige Fragen verlangen dann doch technische Vorbereitungen. Euer Manuel (np4me2k)

blueimpressum blue Das Magazin der OScommunity Das Magazin blue entsteht in Kooperation zwischen Neue Osnabrücker Zeitung Breiter Gang 10-16, 49074 Osnabrück Große Straße 17-19, 49074 Osnabrück Telefon 0541 310-0 www.neue-oz.de und basecom GmbH & Co. KG Heinrichstraße 27 b/c 49080 Osnabrück Telefon 0541 580287-0 www.basecom.de

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Verantwortlich für Anzeigen-/ Werbeverkauf Wilfried Tillmanns, Sven Balzer

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Art Director Florian Stöhr Anzeigen-/Werbeverkauf MSO Medien-Service GmbH & Co. KG Große Str. 17-19 49074 Osnabrück Telefon 0541 310-500 Geschäftsführer: Sebastian Kmoch (V.i.S.d.P.)

Druckauflage 15.000

Bezugsmöglichkeiten blue erscheint zehnmal jährlich (monatlich mit einer Sommer- und Winterpause), jeweils am ersten Montag im Monat. Das Magazin wird zur kostenlosen Mitnahme an „blauen Punkten“ in Stadt und Landkreis Osnabrück ausgelegt. Eine Liste mit den zur Auslage vorgesehenen Punkten findet sich auf: www.os-community.de/magazin

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