Saisonbroschüre Mai - Juli 2022

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PIERRE BOULEZ SAAL

MAI – JULI 2022



Pierre Boulez Saal

Das Programm Mai – Juli 2022

Concerts & Events May – July 2022



Liebe Freundinnen und Freunde des Pierre Boulez Saals,

Dear Friends of the Pierre Boulez Saal,

auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen unser Programm für das vierte und letzte Quartal der Spielzeit 2021/22 vor und laden Sie herzlich ein, die ­vielfältigen Konzerte und Veranstaltungen in den ­Monaten Mai bis Juli zu entdecken. Neben einem ­gewohnt abwechslungsreichen Angebot an Kammermusik vom Barock bis in die Gegenwart, Liederabenden, improvisierter Musik und Jazz freuen wir uns auf die traditionelle Quartett-Woche mit sechs erstklassigen Ensembles sowie eine Neuauflage des speziell für den Pierre Boulez Saal konzipierten audiovisuellen Konzertprojekts Breath & Hammer. Und gemeinsam mit den Tallis Scholars feiern wir zum Abschluss der Saison den Renaissance-Komponisten Josquin des Prez – mit einer Gesamtaufführung seiner 18 Messen im Juli und schon jetzt mit einem umfangreichen Onlineangebot.

On the following pages you will find the program for the fourth and final quarter of our 2021–22 season. We invite you to discover a wide range of concerts and events in the months from May to July—including chamber music from the Baroque to the present, song recitals, improvised music, jazz, and more. We are also looking forward to our traditional Quartet Week, ­featuring six extraordinary ensembles, and a new edition of the audiovisual concert project Breath & Hammer, which was specially created for the Pierre Boulez Saal. To close the season, we celebrate the Renaissance ­composer ­Josquin des Prez—together with The Tallis Scholars, who will perform his complete masses in a concert c­ ycle in July, and with extensive online offerings already available now. We hope you will join us!

Wir hoffen, Sie sind dabei! Daniel Barenboim Präsident Ole Bækhøj Intendant


Klang vor dem inneren Auge Die Abbildungen in den Programmbroschüren des ­Pierre Boulez Saals für die Saison 2021/22 – deren vierte und letzte Sie in Händen halten – sind Klangportraits, die speziell für diese Veröffentlichungen entstanden. Im Besonderen sind es Portraits von Einspielungen aus dem vielfältigen Spektrum musikalischer Werke, die in der aktuellen Spielzeit des Saals erklingen. In jeder dieser Arbeiten habe ich verschiedene neue Möglichkeiten der Bilderzeugung genutzt, die uns im 21. Jahrhundert zur Verfügung stehen, und dabei digitale und wissenschaftliche Klangkonzepte mit jeweils spezifischen manuellen und auditiven Verfahren verbunden. Letztlich handelt es sich um prozesshafte Arbeiten, die die reine Schwingung von Schallwellen reflektieren und brechen, indem sie diese, in digitale Bits zerlegt und durch mathematische Analyse transformiert, in den virtuellen Raum der Phantasie überführen. Die so entstandenen Bilder sind weder vorausgeplant noch absichtlich gestaltet, haben aber dennoch eine eigenständige (und reproduzierbare) Form. Zusammen stellen sie den Kulminationspunkt von mehr als zehn Jahren der Forschung und Entwicklung meiner generativen Software Spectral dar. Als ich mit Spectral zu arbeiten begann, verstand ich das Programm in erster Linie als analytisches Animationstool, das computergestützte Fourier-Transformationen nutzt, um in Echtzeit die harmonische Verteilung von Klang in sehr persönlich gewählten Farbpaletten darzustellen. Damit folgte ich meinem wachsenden Interesse an Klängen und dem Wunsch, ihre tieferliegenden Strukturen zu „sehen“. Mit der Zeit entwickelte sich daraus eine eher spielerische dreidimensionale Visualisierung von Klängen, bei der harmonische Energien über sich verwandelnde Strukturen gelegt werden, die auf Berührung reagieren. Ich begann, Spectral selbst als eine resonierende Form zu betrachten, die ähnlich mitschwingt und „hört“, wie unsere Körper von dem uns umgebenden und uns einhüllenden Klang erfasst werden und diesen auf einer höheren Ebene zu einer emotionalen, sprachlichen und sinnhaften Erfahrung synthetisieren.

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Auch wenn es offensichtlich ist, sei daran erinnert, dass das Auge nicht das Ohr ist. Wir leben in einer Welt, in der visuelle Reize aller Art dominieren, aber wir wissen in­ zwischen auch, dass unsere Klangwahrnehmung in hohem Maße räumlich ist, sämtliche Nervenbahnen in Anspruch nimmt und sehr empfindlich auf feinste Veränderungen der Stimmung, der Klangfarbe und der Intention reagiert. Die Übertragung komplexer Klangenergien ins Visuelle erfordert oft das Herausfiltern von Informationen, damit Bilder entstehen, die uns in unserem Leben und Fühlen erreichen können. Letztlich habe ich erkannt, dass dieser Akt der Subtraktion mein wichtigster schöpferischer Beitrag zu diesen Werken ist, vergleichbar mit der Art und Weise, wie ein Bildhauer die Form in einem Marmorblock freilegt. Die synästhetische Grundfrage lautet: „Wie wäre es, mit den Augen zu hören?“ Man kann heute versuchen, sie mithilfe von geistigen und maschinellen Verfahren zu beantworten. Inzwischen glaube ich allerdings, dass diese Frage, so poetisch sie auch sein mag, womöglich grundlegendere Fragen nach der Universalität der individuellen Wahrnehmung verdeckt. Ein nüchterner Blick auf die Erfahrung zeigt, dass wir so in unseren Sinnen verwurzelt und von unserer Geschichte und unseren Gefühlen geprägt sind, dass wir die Welt vielleicht nie wirklich objektiv wahrnehmen werden. Als Künstler erscheint mir das eher tröstlich als bedrückend, weil sich darin die Lebenswahrheit widerspiegelt, dass wir alle nicht vollkommen sind und g­ erade deswegen in Kontakt mit anderen Menschen kommen. Diese Bilder bieten in diesem Sinne unvollständige, aber lebendige Portraits von Musik, dieser tiefgreifendsten Erfahrung, die sich nicht in Worte fassen lässt und über Generationen und Kulturen hinweg Bestand hat. Wenn meine Arbeiten das Publikum dazu anregen können, intensiver zuzuhören oder innezuhalten und sich zu fragen, wie sich die Geheimnisse des Klangs in einen Farbstrich oder eine bestimmte Form eingeschrieben haben, dann schließt sich der Kreis. Jesse Gilbert


Sound in the Mind’s Eye The images created for the Pierre Boulez Saal’s 2021–22 season brochures—of which you are holding the fourth and final one—are portraits of sound. In particular, they are portraits of recordings that span the diverse range of music programmed for the hall’s current season. In each of these works I have explored a range of creative possibilities for image-making in the 21st century, marrying digital and ­scientific conceptions of sound with bespoke techniques that rely heavily on both the hand and the ear. Ultimately, these are process pieces that reflect and refract the pure ­vibration of sound waves, sampled into digital bits, transformed through mathematical analysis, and placed into the virtual space of imagination. The resulting images are neither planned nor premeditated, yet they are discrete (and reproducible) in form. Together they represent the culmination of more than a decade of research and development of my generative software instrument, ­Spectral. When I began working with Spectral, I thought of it primarily as a real-time analytic animation tool, using computer-based Fourier transforms to convey sound’s ­harmonic distribution with highly personal palettes of color. All of this was driven by a growing curiosity about sound, a desire to “see” its deeper structures. Over time this evolved into a more playful three-dimensional visualization, where harmonic energies are stretched across morphing topologies that respond to touch. I began to see Spectral ­itself as a resonant form, vibrating and “hearing” in much the same way that our bodies, impacted by sound as it ­surrounds and enfolds us, synthesize these phenomena into higher-level experiences of emotion, language, and meaning. At the risk of stating the obvious, the eye is not the ear. While we live in a world dominated by visual stimuli of all kinds, we now understand that our perception of sound is highly spatial, extends over multiple “octaves” of similarity, engages the entirety of our neural pathways, and is highly sensitized to subtle variations of mood, timbre, and intent. Transforming complex sound energy into a visual form ­often involves a necessary filtering of information to create 5

images that can meet us where we live and feel. Ultimately, I have come to see that this act of subtraction, akin to the way a sculptor discovers form from within a block of marble, is the primary creative gesture that I can contribute to these works. The synesthetic proposition asks, “What would it mean to hear with your eyes?”—a question we can now attempt to answer by engaging with technologies of the mind as much as of machines. Yet I have come to believe that this proposition, however poetic, may obscure deeper questions as to the universality of individual perception. In the u ­ n­sparing light of lived experience, we, rooted in our senses and shaped by our histories and emotions, may never ­perceive the world in a truly objective way. As an artist, I find this comforting rather than haunting, as it reflects the truth of life: that we are imperfect and may find communion with one another as a result. These images are offered in that spirit, as incomplete yet living, breathing portraits of music, that deepest experience that defies words and persists across generations and cultures. If my work can inspire the viewer to listen more deeply, or to pause to wonder how sound has imbued its mysteries into a stroke of color or form, the cycle will complete. —Jesse Gilbert

Von Jesse Gilbert stammt das visuelle Design für das i­ nterdisziplinäre Konzertprojekt Breath & Hammer des Klarinettisten David Krakauer und der Pianistin Kathleen Tagg, das im Juni in den Pierre Boulez Saal zurückkehrt. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 44. Jesse Gilbert created the visual design for the interdisciplinary concert project Breath & Hammer by clarinetist David Krakauer and pianist Kathleen Tagg, which returns to the Pierre Boulez Saal in June. To learn more, turn to page 44.




So

1. Mai 2022 19.00 JAKOB BRO Jakob Bro Gitarre

Midori Takada Percussion Palle Mikkelborg Trompete Anja Lechner Violoncello Marilyn Mazur Percussion

„Jakob Bros Gitarrenstil in Worte fassen zu wollen kann sich anfühlen, als versuchte man das Wesen der Luft zu beschreiben“, erklärte ein Kritiker einmal über den dänischen Gitarristen. Bro, früheres Mitglied von Paul Motians Electric Bebop Band und des Tomasz Stańko Quintet, ist für sein ebenso minimalistisches wie emotionales Spiel bekannt. Im ersten Teil seines Pierre Boulez Saal-Debüts ist Bro gemeinsam mit der japanischen Multipercussionistin und Komponistin Midori Takada in einem komplett improvisierten Programm zu erleben. Anschließend präsentiert er im Quartett mit Trompeter Palle Mikkelborg, Cellistin Anja Lechner und Schlagzeugerin Marilyn Mazur neue Kompositionen und Musik von seinem 2018 ­erschienenen Album Returnings.

“Trying to put your finger on Jakob Bro’s guitar style can be like trying to describe the essence of air,” a critic once said about the Danish guitarist. Praised for his minimalist yet emotionally charged playing, he is a former member of Paul Motian’s Electric Bebop Band and of the Tomasz Stańko Quintet. In the first part of his Pierre Boulez Saal debut, Bro is joined by Japanese multi-percussionist and composer Midori Takada for a fully improvised set. He then leads a quartet, performing new music as well as compositions from his 2018 album Returnings together with ­trumpeter Palle Mikkelborg, cellist Anja Lechner, and percussionist Marilyn Mazur. Sun

May 1, 2022 7 pm

Preise: ¤ 45 –15 8


Mo

2. Mai 2022 16.00

AKADEMIEKONZERT IV

Als Teil ihrer Ausbildung stellen sich Studierende der Barenboim-Said Akademie in einstündigen Konzerten dem Publikum vor. Die Programme, die jeweils kurzfristig veröffentlicht werden, geben ­direkten Einblick in das Repertoire, das die jungen Musikerinnen und Musiker während des laufenden Semesters erarbeiten. As part of their curriculum, students of the ­ arenboim-Said Akademie present one-hour concerts B introducing themselves to their audiences. The ­programs, to be announced at short notice, feature repertoire the young musicians have been working on during the current semester. Mon

May 2, 2022 4 pm

Preis: ¤ 10 9


Di

3. Mai 2022 19.30

STREICHQUARTETT DER STAATSKAPELLE BERLIN Schönberg-Zyklus IV Wolfram Brandl Violine Krzysztof Specjal Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello

Mit dem Quartett Nr. 4 bringt das Streichquartett der Staatskapelle Berlin seinen Schönberg-Zyklus zum Abschluss, in dessen Rahmen das Ensemble während der Spielzeit 2021/22 Quartettkompositionen des ­österreichischen Komponisten im Pierre Boulez Saal präsentierte. 1936 im kalifornischen Exil entstanden, blieb das Werk Schönbergs letzter Gattungsbeitrag – Pläne für ein weiteres Quartett wurden bis zu seinem Tod 1951 nicht mehr verwirklicht. Flankiert wird die Komposition von Anton Weberns Fünf Sätzen für Streichquartett und Joseph Haydns berühmtem „Kaiserquartett“. To close its Schoenberg cycle presenting the Austrian composer’s works for string quartet at the Pierre Boulez Saal over the course of the 2021–22 season, the Berlin Staatskapelle String Quartet performs his Fourth Quartet. Written in 1936 in his Californian exile, the piece was to be Schoenberg’s last composition in the quartet genre—plans for another work remained unrealized by the time of his death in 1951. The ­program is bookended by Anton Webern’s Five Move­ments for String Quartet and Joseph Haydn’s famous “Emperor” Quartet. Tue

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May 3, 2022 7.30 pm


Anton Webern Fünf Sätze für Streichquartett op. 5

Arnold Schönberg Streichquartett Nr. 4 op. 37

Joseph Haydn Streichquartett C-Dur Hob. III:77 „Kaiserquartett“

Preise: ¤ 45 –15 11


Do

5. Mai 2022 13.00 – 21.00

LEBEN MIT DEM HOLOCAUST Symposium

Im achten Jahrzehnt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung der Konzentrationslager befasst sich dieses Symposium mit den Nachwirkungen des Holocaust auf die Überlebenden, auf ihre Nachkommen und unsere Gesellschaft als Ganzes. „Leben mit dem Holocaust“ – das bezieht sich zunächst ­unmittelbar auf die Überlebenden selbst. Wie gingen sie mit der eigenen Leidensgeschichte um, und wie ­wurden Erinnerungen, Erfahrungen und Traumata innerhalb von Familien weitergegeben? Der Titel meint aber auch die Mehrheitsgesellschaft, die sich in unterschiedlicher Art und Weise mit dem Schicksal der Überlebenden und ihrer Familien befasst hat. Welche Bedeutung hatte die Auseinandersetzung mit dieser Nachgeschichte für gesellschaftliche, politische und historische Entwicklungen seit Kriegsende? Schließlich richtet das Symposium den Blick auf die Zukunft: Wie wird – und soll – der Umgang mit dem Erbe der Shoah nach dem Ende der Zeitzeugenschaft und in einer Zeit aussehen, in der die Deutung und die Relevanz der NS-Vergangenheit für die Gegenwart zunehmend umstritten ist?

In deutscher Sprache / In German

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In the eighth decade after the end of World War II and the liberation of the concentration camps, this symposium explores the long-term effects of the ­Holocaust on the survivors, their descendants, and our society as a whole. “Living with the Holocaust”—this first and foremost refers to the generation of survivors. How have they dealt with their suffering, and how have memories, experiences, and traumas been passed on within their families? Yet the title also addresses the majority society, which has engaged with the fate of survivors and their families in many different ways: how has this engagement affected the larger social, political, and historical developments that have taken place since the end of the war? Finally, the symposium also looks to the future. How will we—and how should we—deal with the legacies of the Shoah at a time when we are not only approaching the end of the era of the witness, but when the interpretation and the relevance of the Nazi past is becoming increasingly contested? Thu

May 5, 2022 1 – 9 pm

Eine Veranstaltung der Barenboim-Said Akademie und von AMCHA Deutschland


Programm 13.00  – 14.30 Uhr Leben mit dem Holocaust – Eröffnung und Vortrag

Begrüßung Dr. Regula Rapp, Rektorin der Barenboim-Said Akademie Grußwort Lukas Welz, Vorsitzender von AMCHA Deutschland Einführung Prof. Dr. Jacob Eder, Historiker, Barenboim-Said Akademie Vortrag Dr. Tom Segev, Historiker und Autor (Jerusalem) „Leben mit dem Holocaust: Emotionen, Argumente und die Überlebenden in Israel“ Im Anschluss: Dr. Tom Segev im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Naumann 15.00 – 16.15 Uhr Überleben und das Leben nach dem Überleben: Erfahrung, Trauma und Anerkennung

Moderation Dr. Kristina Meyer, Historikerin, Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung Gäste Dr. Martin Auerbach, Psychiater und Klinischer Direktor von AMCHA Israel Tayo Awosusi-Onutor, Autorin, Sängerin und Aktivistin Prof. Dr. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist 16.30 – 17.45 Uhr Die Nachkommen: Aufwachsen und Leben im Schatten des Holocaust Moderation PD Dr. Tobias Freimüller, Historiker, Stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts Gäste Marina Chernivsky, Psychologin, Leiterin des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Publizist, Philosoph, Rechtsanwalt Dr. Rachel Salamander, Literaturwissenschaftlerin und Gründerin der Literaturhandlung in München Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin

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19.00 – 19.45 Uhr Weiterleben nach Auschwitz: Sabine Adler im Gespräch mit Dr. Giselle Cycowicz

Moderation Sabine Adler, Journalistin und Autorin, Deutschlandfunk Gast Dr. Giselle Cycowicz, Psychologin Dr. Giselle Cycowicz wurde 1927 in der heutigen ­Ukraine geboren und überlebte die Shoah. Die promovierte Psychologin arbeitet bis heute therapeutisch mit Überlebenden bei AMCHA in Jerusalem. 20.00 – 21.00 Uhr Ende der Zeitzeugenschaft? Das Erbe des Holocaust in Gegenwart und Zukunft

Moderation Prof. Dr. Jacob Eder, Historiker, Barenboim-Said Akademie Gäste Prof. Dr. Norbert Frei, Historiker, Friedrich-Schiller-Universität Botschafterin Michaela Küchler, Auswärtiges Amt Stella Leder, Literaturwissenschaftlerin und Autorin Dr. Tom Segev, Historiker und Autor

Musikalische Umrahmung durch Studierende der Barenboim-Said Akademie

Weitere Informationen unter / For more information, visit boulezsaal.de Preise: ¤10 / ¤ 5 (ermäßigt)


Fr

6. Mai 2022 19.30

CHIAROSCURO QUARTET Alina Ibragimova Violine Pablo Hernán Benedí Violine Emilie Hörnlund Viola Claire Thirion Violoncello

Preise: ¤ 55 –15

Zu einer Zeit, als komponierende Frauen ihre Werke fast ausschließlich im häuslichen Rahmen zur Aufführung bringen konnten, übte Emilie Mayer ihre Tätigkeit im Hauptberuf aus. Die 1812 geborene Schülerin Carl Loewes zählte zu den angesehensten Komponistinnen ihrer Zeit, geriet nach ihrem Tod ­jedoch schnell in Vergessenheit. Stilistisch stehen ihre Werke in der Tradition der Wiener Klassik und Frühromantik, weit entfernt von denen ihrer Zeitgenossen Liszt und Wagner. Das Chiaroscuro Quartet stellt ­Mayers 1864 erstmals veröffentlichtem Streichquartett g-moll Kompositionen von Schubert und Beethoven und gegenüber. At a time when women composers usually did not have the opportunity to present their works outside the sphere of domestic music-making, Emilie Mayer was pursuing her profession full-time. Born in 1812 and a student of Carl Loewe, she was among the most highly regarded female composers of her day but quickly fell into obscurity after her death. Stylistically, her works are influenced by the First Viennese School and early Romanticism, far removed from those of her contemporaries Liszt and Wagner. The Chiaroscuro Quartet pairs Mayer’s G-minor String Quartet, which was first published in 1864, with works by Beethoven and Schubert. Fri

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May 6, 2022 7.30 pm


Franz Schubert Streichquartett g-moll D 173

Emilie Mayer Streichquartett g-moll op. 14

Ludwig van Beethoven Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1

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So Mo Di

8. Mai 2022 15.30 9. Mai 2022 10.00 & 18.00 10. Mai 2022 10.00

TUBALIRUM Konzert für Kinder und Erwachsene Rachel Koblyakov Violine Jack Adler-McKean Tuba Noè Rodrigo Gisbert Schlagzeug

Im Orchester sitzen sie weit auseinander, und ­ auch sonst haben sie auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam: Die eine ist aus Holz, die andere aus Blech, die eine spielt hohe Töne, die andere tiefe … Doch im Pierre Boulez Saal stehen Violine und Tuba gemeinsam im Rampenlicht. Verschiedene Schlag­ instrumente machen diese ungewöhnliche musikalische Partnerschaft noch interessanter, und auch das ­Repertoire ist überraschend: zu hören sind unter ­anderem Werke von Corelli, Beethoven, Boulez und Astor ­Piazzolla.

In the orchestra they sit far apart, and at first glance they don’t seem to have a lot in common at all: one is made out of wood, the other out of brass, one plays high notes, the other low ones… But at the Pierre Boulez Saal, violin and tuba now take the spotlight together. Their unusual musical partnership is made even more interesting with the addition of various percussion instruments, and the repertoire holds a few surprises as well, with works by Corelli, Beethoven, Boulez, and Astor Piazzolla, among others. Sun

Dauer: ca. 50 Minuten / ab 6 Jahre / ohne Sprache Performance time: approx. 50 minutes / Age 6 and older / Without words

Preise: ¤ 15 Erwachsene / ¤ 5 Kinder (So) ¤ 10 Erwachsene / ¤ 5 Kinder und Schulklassen (Mo & Di)

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Mon Tue

May 8, 2022 3.30 pm May 9, 2022 10 am & 6 pm May 10, 2022 10 am


So

8. Mai 2022 19.30

IAN BOSTRIDGE & SIR ANTONIO PAPPANO Ian Bostridge Tenor Sir Antonio Pappano Klavier

Wenige Sängerinnen und Sänger haben sich so i­ntensiv mit Schuberts Winterreise auseinandergesetzt wie der englische Tenor Ian Bostridge: Davon zeugen nicht nur zahllose Aufführungen und mehrere ­Ein­spielungen, sondern auch seine 2015 erschienene, hochgelobte Monographie über den Zyklus. Anlässlich seines ersten Liederabends im Pierre Boulez Saal interpretiert Bostridge gemeinsam mit Sir Antonio Pappano Schuberts „schaurige Lieder“ – wie der Komponist selbst sie einmal bezeichnete.

Franz Schubert Winterreise Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller D 911

Few singers have immersed themselves more t­horoughly in Schubert’s Winterreise than English tenor Ian Bostridge: with countless performances and ­multiple recordings to his credit, he also published an acclaimed monograph on the song cycle in 2015. For his first solo recital at the Pierre Boulez Saal, he is joined by Sir Antonio Pappano to perform Schubert’s “spinechilling songs”—as the composer himself once described them. Sun

May 8, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15 17


Mi

11. Mai 2022 19.30

CANTUS CÖLLN Konrad Junghänel Musikalische Leitung Magdalene Harer Sopran Elisabeth Popien Alt Hans Jörg Mammel Tenor Wolf Matthias Friedrich Bass

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Johann Sebastian Bach Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225 Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf BWV 226 Jesu, meine Freude BWV 227 Fürchte dich nicht BWV 228 Komm, Jesu, komm! BWV 229 Lobet den Herrn, alle Heiden BWV 230

Nicht für den Gottesdienst, sondern für private Auftraggeber geschrieben, sind die Motetten Johann Sebastian Bachs höchst individuelle und abwechslungsreiche Werke, die auf engstem Raum die ganze Vielfalt barocker Chormusik erlebbar machen – vom kontrapunktischen Stimmengeflecht bis zum Choralgesang. Mit ihrer Gesamteinspielung aller sechs ­Motetten setzten Cantus Cölln und sein musikalischer Leiter Konrad Junghänel einen seit mehr als 20 Jahren selten erreichten Standard. Nun präsentieren die ­Sängerinnen und Sänger den vollständigen Werkzyklus im Pierre Boulez Saal.

Composed not for church services but for private patrons, Johann Sebastian Bach’s motets are highly ­individual and diverse works that telescope the entire range of Baroque choral music into a small, concise form—from multiple voices interwoven in intricate counterpoint to chorale-style singing. With their complete recording of the six motets, Cantus Cölln and its musical director Konrad Junghänel have set a standard rarely equaled over the past 20 years. The musicians now present the complete cycle of these works at the Pierre Boulez Saal. Wed

May 11, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15 19


Do

12. Mai 2022 19.30

ENSEMBLE INTERCONTEMPORAIN, MATTHIAS PINTSCHER & EMMANUEL PAHUD Matthias Pintscher Musikalische Leitung Emmanuel Pahud Flöte Sophie Cherrier Flöte Emmanuelle Ophèle Flöte

Die Flöte „trägt in sich die Archaik vieler Jahr­ tausende und schlägt ihre kommunikative Brücke bis in die Jetzt-Zeit hinüber“, erklärt Matthias Pintscher, Komponist und musikalischer Leiter des Ensemble ­intercontemporain. Gemeinsam mit Emmanuel ­Pahud, Soloflötist der Berliner Philharmoniker, und einem der weltweit führenden Klangkörper für zeitgenössische Musik bringt er neue und neueste Werke für und mit Flöte von Pierre Boulez, Michael Jarrell und Irini Amargianaki zur Auf- bzw. Uraufführung. Sophie Cherrier eröffnet das Programm mit Pintschers beyond (a system of passing).

The flute “carries within itself the archaic identity of many millennia while building a communicative bridge into the here and now,” says Matthias Pintscher, composer and musical director of the Ensemble intercontemporain. Joined by Emmanuel Pahud, principal flutist of the Berliner Philharmoniker, and one of the world’s foremost ensembles for contemporary music, he leads a program of recent and brand-new works for and with flute by Pierre Boulez, Michael Jarrell, and Irini Amargianaki. Sophie Cherrier opens the concert performing Pintscher’s own beyond (a system of passing). Thu

May 12, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15 20


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Matthias Pintscher

Michael Jarrell

beyond (a system of passing) für Flöte solo

… Un temps de silence … für Flöte und Ensemble

Pierre Boulez

Irini Amargianaki

Mémoriale (… explosante-fixe … Originel) für Flöte und Ensemble

Neues Werk für drei Flöten und Ensemble Uraufführung


Fr

13. Mai 2022 19.30

FAUST, BEZUIDENHOUT, KENNY & VON DER GOLTZ Isabelle Faust Violine Kristian Bezuidenhout Cembalo Elizabeth Kenny Theorbe Kristin von der Goltz Violoncello

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Isabelle Faust präsentiert zusammen mit Kristian Bezuidenhout, Elizabeth Kenny und Kristin von der Goltz einen Querschnitt durch das virtuose Violin­ repertoire des Barock: Die Werke des Salzburger ­Kapellmeisters Heinrich Ignaz Franz Biber und des Dresdner Hofmusikers Johann Paul Westhoff, die als führende Geiger ihrer Generation galten, hatten ­maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der ­Violinmusik an der Schwelle vom 17. zum 18. Jahrhundert und nicht zuletzt auf die Sonaten Johann ­Sebastian Bachs.


Johann Sebastian Bach Sonate für Violine und Basso continuo G-Dur BWV 1021 Isabelle Faust is joined by Kristian Bezuidenhout, Elizabeth Kenny, and Kristin von der Goltz to present a panorama of virtuoso Baroque masterworks for violin: the compositions of Salzburg kapellmeister Heinrich Ignaz Franz Biber and Dresden court musician Johann Paul Westhoff, who were among the leading violinists of their generation, had a significant impact on the development of violin music at the turn of the 17th and 18th centuries, not least on the sonatas of Johann Sebastian Bach. Fri

May 13, 2022 7.30 pm

Sonate für Violine und Cembalo h-moll BWV 1014

Heinrich Ignaz Franz Biber Sonate für Violine und Basso continuo Nr. 5 e-moll Sonate für Violine und Basso continuo Nr. 7 G-Dur

Georg Muffat Sonate für Violine und Basso continuo D-Dur

Johann Paul Westhoff Sonate für Violine und Basso continuo Nr. 2 a-moll Sonate für Violine und Basso continuo Nr. 3 d-moll Sonate für Violine und Basso continuo Nr. 4 d-moll

Preise: ¤ 45 –15 23


Sa

14. Mai 2022 19.00

WAED BOUHASSOUN & ENSEMBLE Waed Bouhassoun Oud und Gesang Emine Bostancı Kemençe Sogol Mirzaei Setar und Tar Anne-Laure Bourget Schlaginstrumente

2010 verließ die syrische Oud-Virtuosin und S­ ängerin Waed Bouhassoun ihre Heimat, um in Frankreich Musikethnologie zu studieren. Zehn Jahre später wurde sie an der Universität Paris-Nanterre promoviert. Parallel zu ihrer Arbeit als Wissenschaftlerin gab sie Konzerte in ganz Europa – darunter auch zwei gefeierte Auftritte im Pierre Boulez Saal. Bouhassouns jüngstes Konzertprojekt ist aus dieser besonderen Erfahrung geboren: Ihr Ensemble vereint nicht nur ­verschiedene traditionsreiche Saiten- und Schlag­ instrumente mit Gesang, sondern auch Musikerinnen, die wie sie selbst sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch aktiv sind. In 2010, Syrian oud virtuoso and singer Waed ­ ouhassoun left her homeland to study ethno­ B musicology in France. Ten years later, she received her PhD from the University of Paris-Nanterre. While working as a scholar, she has also given concerts throughout Europe—including two acclaimed performances at the Pierre Boulez Saal. Bouhassoun’s latest concert project was born out of this special experience: her ensemble not only combines various string and percussion instruments and their rich tradition with singing, but also brings together a group of female musicians who, like herself, are active both as scholars and artists. Sat

May 14, 2022 7 pm

Preise: ¤ 45 –15 24


So

22. Mai 2022 16.00

BOULEZ ENSEMBLE XLIII Daniel Barenboim Musikalische Leitung

Irini Amargianaki Ulalum für Ensemble Uraufführung

Guillem Palomar Cantiga für Ensemble Uraufführung Auftragswerke der Daniel Barenboim Stiftung

und weitere Kompositionen

Preise: ¤ 65 –15 25

Von Anfang an haben Uraufführungen in den ­ rogrammen des Boulez Ensembles eine zentrale Rolle P gespielt. Unter der Leitung von Daniel Barenboim sind gleich zwei neue Werke einer Komponistin und eines Komponisten zu hören, die beide eng mit dem Pierre Boulez Saal verbunden sind. Guillem Palomar schloss seine Ausbildung als Student von Jörg Widmann an der Barenboim-Said Akademie im Jahr 2021 ab und hat hier bereits mehrere neue Werke zur Auf­ führung gebracht. Irini Amargianakis Eumeniden für Sopran und Ensemble erlebte seine Premiere im ­Pierre Boulez Saal im Rahmen des digitalen Festival of New Music im Juli 2020. Presenting world premieres has been a central part of the Boulez Ensemble’s programs from the very ­beginning. Led by Daniel Barenboim, the musicians perform two new works by composers closely associated with the Pierre Boulez Saal. Guillem Palomar graduated from the Barenboim-Said Akademie as a student of Jörg Widmann in 2021, and several of his compositions have previously been heard here. Irini Armagianaki’s Eumeniden for soprano and ensemble had its world premiere at the Pierre Boulez Saal as part of the digital Festival of New Music in July 2020. Sun

May 22, 2022 4 pm


Di

24. Mai 2022 19.30

MARK PADMORE, JULIUS DRAKE & PAUL RHYS Lied und Lyrik III Mark Padmore Tenor Julius Drake Klavier Paul Rhys Rezitation

Benjamin Britten The Holy Sonnets of John Donne op. 35 Winter Words op. 52 Gedichte von John Donne & Thomas Hardy Lesung in englischer Sprache / Reading in English

Um die vielfältigen Beziehungen zwischen Poesie und Musik geht es der vom Pianisten Julius Drake ­kuratierten Konzertreihe „Lied und Lyrik“: Gedichte ausgewählter Lyriker – gelesen von renommierten Schauspielerinnen und Schauspielern in der jeweiligen Originalsprache – treffen auf Vertonungen aus unterschiedlichsten Epochen. Mit Mark Padmore, Paul Rhys und Drake selbst sowie Werken von John Donne und Thomas Hardy in ihren musikalischen U­msetzungen von Benjamin Britten steht dieser dritte Abend der Reihe ganz im Zeichen britischer Künstler. Lied und Lyrik, a concert series conceived by pianist Julius Drake, explores the rich relationships between poetry and music: works of selected poets, read by ­renowned actors in the original language, are juxtaposed with a wide range of settings by composers from different eras. For the series’ third instalment, Drake is joined by tenor Mark Padmore and actor Paul Rhys for an all-British program presenting works by John Donne and Thomas Hardy and their musical adaptations by Benjamin Britten. Tue

May 24, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 55 –15

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Do

26. Mai 2022 19.30

MITSUKO UCHIDA Mitsuko Uchida Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart Fantasie c-moll KV 475 Sonate B-Dur KV 570

György Kurtág ... couple égyptienne en route vers l’inconnu ... Játékok (Auszüge)

Robert Schumann Davidsbündlertänze op. 6

„Etwas hahnbüchen“ lautet eine der viel­sagenden Tempobezeichnungen in Robert Schumanns ­­ Davids­bündlertänzen, einem seiner persönlichsten ­Werke, das kurz vor seiner Heirat mit Clara Wieck entstand. ­Mitsuko Uchida stellt ihm in ihrem ­Soloprogramm neben Werken von Mozart auch eine ­Reihe von ­Stücken aus György Kurtágs Játékok ­gegenüber – bis heute veröffentlichte der ungarische Komponist zehn Bände dieser abwechslungsreichen pianistischen „Spielereien“. “Etwas hahnbüchen”—slightly outrageously—­ reads one of the telling performance markings in ­Robert Schumann’s Davidsbündlertänze, one of his most personal works, written shortly before his marriage to Clara Wieck. In her solo recital, Mitsuko Uchida contrasts it with music by Mozart and a selection of pieces from György Kurtág’s Játékok—to date, the Hungarian composer has published ten volumes of these colorful musical “games.” Thu

May 26, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 95 –15

27


28.  Mai  –  6. Juni 2022 QUARTETT-WOCHE QUARTET WEEK

CUARTETO CASALS Mozart: Die Streichquartette

Sa

Zur traditionellen Quartett-Woche kommen in d­ iesem Jahr sechs Spitzenensembles im Pierre Boulez Saal zusammen, um sich in intimer Atmosphäre einer vielfältigen Auswahl an Werken des reichen Quartett­ repertoires zu widmen. In spannender Verschränkung der Epochen und Stile erklingen dabei neben berühmten Meisterwerken auch neue und neueste Kompositionen. This year’s Quartet Week features six acclaimed ­ensembles who will explore a wide-ranging selection of works from the rich quartet repertoire in the Pierre Boulez Saal’s intimate setting. With celebrated ­masterpieces of the genre performed side by side with contemporary and recent pieces, the program reveals surprising connections and echoes across different styles and eras.

May 28  – June 6, 2022

28. Mai 2022 19.00

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett D-Dur KV 499 „Hoffmeister-Quartett“ Streichquartett D-Dur KV 575 „Veilchen-Quartett“ Streichquartett B-Dur KV 589 Streichquartett F-Dur KV 590 Sat

May 28, 2022 7 pm

So

29. Mai 2022 15.00

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett G-Dur KV 387 Beim Kauf eines Karten-Package für die Quartett-Woche erhalten Sie ohne Aufpreis Plätze in der nächsthöheren Kategorie. Weitere Informationen unter boulezsaal.de Purchase a Quartet Week ticket package to receive a free upgrade to the next higher seat category. For more information, visit boulezsaal.de

28

Streichquartett d-moll KV 417b Streichquartett Es-Dur KV 421b Sun

May 29, 2022 3 pm


Mit den Quartettkompositionen aus seinen reiferen Jahren schuf Wolfgang Amadeus Mozart eine der Grundlagen für die bahnbrechenden Innovationen, die die Gattung in den nachfolgenden Jahrzehnten entscheidend prägten. Zur Eröffnung der QuartettWoche interpretiert das spanische Cuarteto Casals, das erstmals im Pierre Boulez Saal zu Gast ist, diese ­klassischen Werke an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. With the string quartets of his later years, Wolfgang Amadeus Mozart helped lay the foundations for the revolutionary innovations that would shape the q­ uartet genre over the following decades. In its Pierre Boulez Saal debut, the Spanish Cuarteto Casals opens the Quartet Week, performing these classic works over the course of two days.

Preise: ¤ 45 –15

So

29. Mai 2022 19.00

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett B-Dur KV 458 „Jagd-Quartett“ Streichquartett A-Dur KV 464 Streichquartett C-Dur KV 465 „Dissonanzen-Quartett“ Sun

29

May 29, 2022 7 pm


Mo

30. Mai 2022 16.00

AKADEMIEKONZERT V

Im fünften Akademiekonzert dieser Saison sind Studierende der Barenboim-Said Akademie erstmals mit einem eigenen Programm im Rahmen der ­Quartett-Woche zu erleben. Das Repertoire wird kurzfristig bekanntgegeben.

Di

STREICHQUARTETT DER STAATSKAPELLE BERLIN & UDO SAMEL Intime Briefe Wolfram Brandl Violine Krzysztof Specjal Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello Udo Samel Rezitation

For the first time, students of the Barenboim-Said Akademie perform an entire program as part of the Quartet Week in the season’s fifth Academy Concert. The repertoire will be announced at short notice. Mon

31. Mai 2022 19.30

May 30, 2022 4 pm

Leoš Janáček Streichquartett Nr. 1 „Die Kreutzersonate“ Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“

Preis: ¤ 10

Lesung aus der Erzählung Die Kreutzersonate von Leo Tolstoi und Briefen zwischen Leoš Janáček und Kamila Stösslová In deutscher Sprache / Reading in German

Tue

May 31, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 45 –15

30


Leoš Janáčeks leidenschaftliche (doch platonisch gebliebene) Liebe zu der fast 40 Jahre jüngeren Kamila Stösslová wurde zur Inspirationsquelle für mehrere seiner Kompositionen, insbesondere das Zweite Streichquartett von 1928. Das Streichquartett der Staats­kapelle Berlin interpretiert diese musikalische Liebeserklärung zusammen mit dem fünf Jahre früher ­entstandenen Ersten Quartett, das von Tolstois ­Kreutzersonate angeregt wurde. Schauspieler Udo Samel liest dazu aus der Erzählung sowie Auszüge aus den ­zahlreichen „intimen Briefen“ zwischen Stösslová und Janáček. Leoš Janáček’s passionate yet platonic love for ­ amila Stösslová, a woman almost 40 years his junior, K provided the impetus for the creation of a number of works, most notably the Second String Quartet of 1928. The Berlin Staatskapelle String Quartet performs this musical declaration of love together with the composer’s First Quartet, written five years earlier and inspired by Tolstoi’s The Kreutzer Sonata. Actor Udo Samel reads from the novella as well as Stösslová and Janáček’s numerous “intimate letters.” 31

Elternzeitkonzert Do 2. Juni 2022 10.30 Auszüge aus dem Abendprogramm für Eltern (und Großeltern, Tanten, Onkel ...) mit Babys im Alter von unter 12 Monaten Excerpts from the full program for parents (and grandparents, aunts, uncles ...) with babies aged 12 months and younger Preis: ¤ 10 (Erwachsene) Weitere Informationen zu Elternzeitkonzerten unter / For more information on “Elternzeit” Concerts, visit boulezsaal.de




Mi

1. Juni 2022 19.30

HAGEN QUARTETT Schostakowitsch-Zyklus IV Lukas Hagen Violine Rainer Schmidt Violine Veronika Hagen Viola Clemens Hagen Violoncello

Preise: ¤ 45 –15

Mit seinem Zehnten Streichquartett, das Mieczysław Weinberg gewidmet ist, setzte sich ­Schostakowitsch in freundschaftlichem Wettbewerb „die Aufgabe“, den polnisch-russischen Komponistenkollegen „einzuholen und zu überholen“, wie er 1964 erklärte. 15 Werke dieser Gattung komponierte er schließlich – Weinberg kam auf 17 und entschied ­damit das „Quartett-Duell“ für sich. Im Rahmen seines Schostakowitsch-Zyklus präsentiert das Hagen Quartett neben dem Zehnten auch die Quartette Nr. 11 und 12 – in letzterem experimentiert der Komponist mit der Zwölftontechnik. With his Tenth String Quartet, which he dedicated to Mieczysław Weinberg, Shostakovich engaged in a friendly competition, setting himself the task of “catching up with and overtaking” his Polish-Russian colleague, as he put it in 1964. He eventually composed 15 quartets—with a total of 17, Weinberg gained the upper hand in this “quartet duel.” As part of its Shostakovich cycle, the Hagen Quartett performs the Tenth Quartet alongside Nos. 11 and 12—in the latter work, the composer experimented with dodecaphony. Wed

34

June 1, 2022 7.30 pm


Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 10 As-Dur op. 118 Streichquartett Nr. 11 f-moll op. 122 Streichquartett Nr. 12 Des-Dur op. 133

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Do

2. Juni 2022 19.30

HEATH QUARTET Sara Wolstenholme Violine Marije Johnston Violine Gary Pomeroy Viola Christopher Murray Violoncello

Als Friedrich Wilhelm II. im Jahr 1786 zum König von Preußen gekrönt wurde, setzten zahlreiche ­Komponisten Fantasie und Feder in Bewegung, um dem großen Freund der Künste und VioloncelloAmateur Streichquartette zu widmen – so auch Joseph Haydn, dessen „Preußisches Quartett“ B-Dur das Konzert des Heath Quartet eröffnet. Den stilistischen Kontrapunkt dazu bilden Erwin Schulhoffs Fünf Stücke für Streichquartett aus dem Jahr 1923. Beethovens ­spätes cis-moll-Quartett beschließt das Programm. When Frederick William II acceded to the throne as King of Prussia in 1786, numerous composers put quill to paper to dedicate string quartets to this lover of the arts and amateur cellist—including Joseph Haydn, whose “Prussian” Quartet in B-flat major opens the concert of the Heath Quartet. As a stylistic counterpoint, the ensemble performs Erwin Schulhoff’s Five Pieces for String Quartet, written in 1923. ­Beethoven’s late C sharp–minor Quartet closes the program. Thu

Joseph Haydn Streichquartett B-Dur Hob. III:44

Erwin Schulhoff Fünf Stücke für Streichquartett

Ludwig van Beethoven Streichquartett cis-moll op. 131

June 2, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 45 –15

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Sa

4. Juni 2022 19.00

HEATH QUARTET & JÖRG WIDMANN Sara Wolstenholme Violine Marije Johnston Violine Gary Pomeroy Viola Christopher Murray Violoncello Jörg Widmann Klarinette

Henry Purcell / Benjamin Britten Chaconne g-moll Z 730 Bearbeitung für Streichquartett

Benjamin Britten Streichquartett Nr. 3 G-Dur op. 94

Jörg Widmann Klarinettenquintett

Im März 2018 präsentierte das Heath Quartet die Streichquartette Nr. 1 bis 5 von Jörg Widmann im ­Pierre Boulez Saal – nun bringt das britische Ensemble gemeinsam mit dem Komponisten dessen ein Jahr ­zuvor entstandenes Klarinettenquintett zur Aufführung. Komplettiert wird das Programm von Benjamin Brittens letztem vollendeten Werk, dem Dritten Streichquartett von 1975, und seinem berühmten Arrangement der ­g-moll-Chaconne von Henry Purcell. In March 2018, the Heath Quartet performed Jörg Widmann’s first five string quartets at the Pierre Boulez Saal. Now the British musicians are joined by the composer himself to present his Clarinet Quintet, written the year before. Benjamin Britten’s Third String Quartet of 1975, his last completed work, and his famous arrangement of Purcell’s G-minor Chaconne complete the program. Sat

Preise: ¤ 45 –15 37

June 4, 2022 7 pm


So

5. Juni 2022 18.00

SIGNUM QUARTETT Florian Donderer Violine Annette Walther Violine Xandi van Dijk Viola Thomas Schmitz Violoncello

Joseph Haydn Streichquartett D-Dur Hob. III:34

Matthijs van Dijk (rage) rage against the für Streichquartett

Priaulx Rainier

Klassiker des Quartettrepertoires von Haydn und Schubert umrahmen im Konzert des Signum Quartetts südafrikanische Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert: Priaulx Rainier, die später als Geigerin und Komponistin in London lebte, gelang mit ihrem Quartet for Strings 1939 der internationale Durchbruch. Den nach ihr benannten Kompositionspreis erhielt gut 60 Jahre später ihr Landsmann Matthijs van Dijk. Sein (rage) rage against the wurde 2018 vom Signum Quartett uraufgeführt. Bookended by classics of the quartet repertoire by Haydn and Schubert, the Signum Quartett’s program prominently features two South African works from the 20th and 21st centuries: with her 1939 Quartet for Strings, Priaulx Rainier—who later lived in London as a violinist and composer—achieved her international breakthrough. Some 60 years later, her compatriot Matthijs van Dijk was awarded the composition prize named in Rainier’s honor. The Signum Quartett ­premiered his (rage) rage against the in 2018.

Quartet for Strings

Franz Schubert Streichquartett d-moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“

Sun

June 5, 2022 6 pm

Preise: ¤ 45 –15 38


Elternzeitkonzert Fr 3. Juni 2022 10.30 Auszüge aus dem Abendprogramm für Eltern (und Großeltern, Tanten, Onkel ...) mit Babys im Alter von unter 12 Monaten Excerpts from the full program for parents (and grandparents, aunts, uncles ...) with babies aged 12 months and younger

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Preis: ¤ 10 (Erwachsene) Weitere Informationen zu Elternzeitkonzerten unter / For more information on “Elternzeit” Concerts, visit boulezsaal.de


Mo

6. Juni 2022 18.00

ARDITTI QUARTET & JAKE ARDITTI Irvine Arditti Violine Ashot Sarkissjan Violine Ralf Ehlers Viola Lucas Fels Violoncello Jake Arditti Countertenor

Hans Werner Henze Streichquartett Nr. 5

Wie kaum ein zweites Ensemble trägt das Arditti Quartet seit fast einem halben Jahrhundert dazu bei, in enger Zusammenarbeit mit den führenden Kom­ ponistinnen und Komponisten unserer Tage das ­Repertoire für Streichquartett zu erweitern – nicht selten auch um neue Stimmen: Gemeinsam mit Countertenor Jake Arditti präsentieren die vier Musiker Werke aus jüngster Zeit von Hilda Paredes und ­Salvatore Sciarrino. Außerdem zu hören sind Streichquartette von Hans Werner Henze und James Dillon. Over the course of almost half a century, the Arditti Quartet has helped expand the string quartet repertoire in unprecedented ways. Always in close collaboration with the leading composers of the day, the four musicians also keep adding new voices to the mix: ­together with countertenor Jake Arditti, they present recent works by Hilda Paredes and Salvatore Sciarrino as well as string quartets by James Dillon and Hans Werner Henze. Mon

June 6, 2022 6 pm Preise: ¤ 45 –15

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Salvatore Sciarrino Cosa resta für Countertenor und Streichquartett

James Dillon Streichquartett Nr. 9

Hilda Paredes Canciones lunáticas für Countertenor und Streichquartett


Di

7. Juni 2022 19.30

ALINA IBRAGIMOVA & CÉDRIC TIBERGHIEN Alina Ibragimova Violine Cédric Tiberghien Klavier

Als einen „Aufruhr musikalischer Farbe“ bezeichnete der englische Mäzen und Amateurgeiger Walter Willson Cobbett die einzige Violinsonate des 23-jährigen ­Richard Strauss. Mit ihrem orchestralen Klaviersatz und der virtuosen Geigenstimme weist sie auf die symphonische Zukunft des Komponisten voraus. Alina Ibragimova und Cédric Tiberghien stellen dem spätromantischen Werk die ein halbes Jahrhundert früher komponierte C-Dur-Fantasie D 934 von Schubert ­sowie John Cages asketische Six Melodies aus dem Jahr 1950 gegenüber. A “riot of musical color”—this is how the English arts patron and amateur violinist Walter Willson ­Cobbett described Richard Strauss’s Violin Sonata, composed at the age of 23. Its orchestral piano writing and the virtuoso violin part prefigure the composer’s symphonic future. Alina Ibragimova and Cédric ­Tiberghien combine this late-Romantic work with Schubert’s C-major Fantasia D 934, written half a century earlier, and John Cage’s ascetic Six Melodies of 1950. Tue

June 7, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 45 –15

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Franz Schubert Fantasie für Violine und Klavier C-Dur D 934

John Cage Six Melodies für Violine und Klavier

Richard Strauss Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 18


Do

9. Juni 2022 19.30

AUSTRALIAN ART ORCHESTRA Hand to Earth Sunny Kim Gesang, Elektronik, Percussion Daniel Wilfred Gesang, Bilma (Clapsticks) David Wilfred Didgeridoo Aviva Endean Klarinette, Obertonflöte Peter Knight Trompete, Elektronik

Preise: ¤ 45 –15

Berührungspunkte zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Kulturen musikalisch zu beleuchten, um daraus neue Formen zu entwickeln – dies steht im Mittelpunkt der Programme des Australian Art ­Orchestra, die die Energie und Vielfältigkeit Australiens im 21. Jahrhundert widerspiegeln. Hand to Earth ist ein gemeinsames Projekt von Daniel Wilfred, der die Yolgnu-Gesangstradition Nordaustraliens pflegt, und Sunny Kim, einer der gefragtesten Jazzsängerinnen Koreas. Unter der Leitung von Trompeter Peter Knight singen sie gemeinsam von zeitlosen Dingen – den Sternen, Feuer und kühlem Regen. Australian Art Orchestra explores the meeting points between disciplines and cultures, imagining new musical forms to reflect the energy and diversity of 21st-century Australia. Hand to Earth is a collaboration between Daniel Wilfred, a traditional Yolgnu songman from Northern Australia, and Sunny Kim, one of Korea’s most sought-after jazz vocalists. Against a backdrop led by trumpeter Peter Knight, they sing of timeless things —from the stars to fire to the cooling rain. Thu

42

June 9, 2022 7.30 pm


Fr

10. Juni 2022 19.30

AUSTRALIAN ART ORCHESTRA Bungul Ingar Zach Percussion Judith Hamann Violoncello Sunny Kim Gesang, Elektronik, Percussion Daniel Wilfred Gesang, Bilma (Clapsticks) David Wilfred Didgeridoo Aviva Endean Klarinette, Obertonflöte Peter Knight Trompete, Elektronik

Preise: ¤ 45 –15

43

David und Daniel Wilfred zählen zu den Bewahren der 40.000 Jahre alten Yolgnu-Gesangstradition. ­Kommen Menschen zum Singen, Musizieren und Tanzen zusammen, wird dies in der Yolgnu-Kultur als Bungul bezeichnet. Das zweite Konzert des Australian Art Orchestra ist ein Bungul – die Mitglieder des Hand to Earth-Ensembles sind dabei gemeinsam mit dem norwegischen Percussionisten Ingar Zach und der australischen Cellistin Judith Hamann zu erleben. David and Daniel Wilfred are keepers of 40,000-yearold Yolgnu song traditions. In Yolgnu culture, people come together to sing, play, and dance in what is called a Bungul. The Australian Art Orchestra’s second ­concert is a Bungul—uniting the members of the Hand to Earth ensemble with Norwegian percussionist Ingar Zach and Australian cellist Judith Hamann. Fri

June 10, 2022 7.30 pm


15. Juni 2022 19.30 Do 16. Juni 2022 19.30 Fr 17. Juni 2022 19.30 Mi

BREATH & HAMMER The Ties That Bind Us Kathleen Tagg Klavier David Krakauer Klarinette Jesse Gilbert Video-Design und Projektionen

Einen Essay von Jesse Gilbert, dessen elektronische Klangvisualisierungen als Illustrationen in diesem Heft zu sehen sind, finden Sie auf Seite 4.

For an essay by Jesse Gilbert, whose electronic sound visualizations provided the artwork for this brochure, turn to page 5.

Im März 2019 präsentierten Klarinettist David ­ rakauer und Pianistin Kathleen Tagg zusammen mit K dem Videokünstler Jesse Gilbert im Pierre Boulez Saal eine neue Version ihres Projekts Breath & Hammer, mit dem sie bereits zuvor an verschiedenen Orten ­international zu erleben waren. Dabei verbinden sie Musik unterschiedlichster Genres aus Vergangenheit und Gegenwart mit eigenen Kompositionen, elektronischen Klängen und interaktiven Videoprojektionen. Für drei Abende kehrt dieses außergewöhnliche ­Programm nun in nochmals überarbeiteter und erweiterter Fassung zurück: Aufgeführt in einem hexagonalen, transparenten „Raum im Raum“ wird Breath & Hammer zu einer einzigartigen audiovisuellen ­Konzerterfahrung. In March 2019, clarinetist David Krakauer and p­ ianist Kathleen Tagg joined forces with video artist Jesse Gilbert at the Pierre Boulez Saal to create a new incarnation of their project Breath & Hammer, which they had previously presented in several cities inter­ nationally. Combining music of different genres and eras with original compositions, electronic sounds, and interactive video projections, the program now returns for three nights only in a revised and expanded version. Performed in a hexagonal, transparent “room within a room,” Breath & Hammer is an extraordinary, immersive audiovisual concert experience. Wed Thu Fr

44

June 15, 2022 7.30 pm June 16, 2022 7.30 pm June 17, 2022 7.30 pm


Preise: ¤ 45 –15 45


So

19. Juni 2022 16.00

YEFIM BRONFMAN Yefim Bronfman Klavier

Béla Bartók Suite für Klavier Sz 62

Ludwig van Beethoven Klaviersonate f-moll op. 57 „Appassionata“

Béla Bartók Klaviersonate Sz 80

Die Entstehung von Béla Bartóks Suite Sz 62 im Jahr 1916 fällt in eine Zeit, in der sich der Komponist um eine „Verfeinerung der pianistischen Technik“ und ihre „Hinführung zu einem transparenteren Stil“ ­bemühte. Seine klang- und spieltechnischen Neuerungen für das Instrument fanden schließlich ihren Höhepunkt im „Klavierjahr“ 1926, in dem drei seiner wichtigsten Klavierwerke entstanden – darunter die Sonate Sz 80, die Yefim Bronfman in seinem Soloabend mit Beethovens „Appassionata“ und der Dritten Sonate von Frédéric Chopin kombiniert. When Béla Bartók composed his Suite Sz 62 in 1916, he was aiming to “refine piano technique into a more transparent style.” His technical and musical i­nnovations for the instrument eventually culminated in the “piano year” 1926, when he completed three of his most ­significant piano works—including the Sonata Sz 80. In his solo recital, Yefim Bronfman combines it with Beethoven’s “Appassionata” and the Third Sonata by Frédéric Chopin.

Frédéric Chopin Klaviersonate h-moll op. 58

Sun

June 19, 2022 4 pm

Preise: ¤ 65 –15 46


Mo

20. Juni 2022 19.30

HAGEN QUARTETT Schostakowitsch-Zyklus V Lukas Hagen Violine Rainer Schmidt Violine Veronika Hagen Viola Clemens Hagen Violoncello

Ursprünglich plante Schostakowitsch einen Streichquartett-Zyklus durch alle Tonarten nach dem Vorbild von Bachs Wohltemperiertem Klavier. Doch ­bereits 1974, ein Jahr vor seinem Tod, schien der schwerkranke Komponist daran zu zweifeln, dass er die Uraufführung seines 15. und schließlich letzten Quartetts noch erleben würde: „Um mich kreist der Tod, einen nach dem andern nimmt er mir, nahe­ stehende und teure Menschen“ – unter den Verstorbenen waren auch der Bratscher und der Cellist des Beethoven-Quartetts, denen Schostakowitsch sein 13. und 14. Streichquartett widmete. Mit diesen drei Spätwerken des russischen Komponisten beschließt das Hagen Quartett seinen Schostakowitsch-Zyklus. Shostakovich originally intended to compose a cycle of string quartets covering every key, as Bach had done in The Well-tempered Clavier. But in 1974, a year before his death, he expressed doubt he would even be able to hear the premiere of his 15th and ultimately last quartet: “Death surrounds me, taking one after the other, people close and dear to me”—among those who had passed away were the violist and cellist of the Beethoven Quartet, to whom Shostakovich dedicated his 13th and 14th Quartets. With these three late works, the Hagen Quartett concludes its Shostakovich cycle.

Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 13 b-moll op. 138 Streichquartett Nr. 14 Fis-Dur op. 142 Streichquartett Nr. 15 es-moll op. 144

Mon

June 20, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15 47


Sa

25. Juni 2022 19.00

BOULEZ ENSEMBLE XLIV

Arnold Schönberg Die eiserne Brigade Marsch für Streichquartett und Klavier Serenade op. 24

Thomas Guggeis Musikalische Leitung Mojca Erdmann Sprechstimme

Mit Arnold Schönberg steht eine ebenso progressive wie paradoxe, ganz sicher aber eine der einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt dieses Konzerts des Boulez Ensembles. Unter der Leitung des Berliner Staatskapellmeisters Thomas Guggeis beleuchten die Musikerinnen und Musiker den „Vater“ der musikalischen Moderne aus ganz unterschiedlichen – und unerwarteten – ­Perspektiven. Sopranistin Mojca Erdmann übernimmt dabei den Solopart im revolutionären Pierrot lunaire.

Pierrot lunaire op. 21

The Boulez Ensemble dedicates an entire evening to the music of Arnold Schoenberg—an equally ­progressive and paradox personality and without a doubt one of the most influential artists of the 20th century. Led by Thomas Guggeis, the musicians explore the oeuvre of the “father” of musical Modernism from multiple and unexpected angles. Soprano Mojca ­Erdmann takes on the solo part in the groundbreaking Pierrot lunaire. Sat

Preise: ¤ 45 –15

48

June 25, 2022 7 pm


Mo

27. Juni 2022 16.00

AKADEMIEKONZERT VI Zum Abschluss der Saison und des Semesters geben Studierende der Barenboim-Said Akademie noch ­einmal einen Einblick in ihr aktuelles Repertoire. Das Programm wird kurzfristig bekanntgegeben.

To close the season and the semester, students of the Barenboim-Said Akademie once again present ­excerpts from their current repertoire. The program will be announced at short notice. Mon

June 27, 2022 4 pm

Preis: ¤ 10 49


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51


Fr

1. Juli 2022 19.30

BOULEZ ENSEMBLE XLV Matthias Pintscher Musikalische Leitung Nathalia Milstein Klavier

Matthias Pintschers NUR, uraufgeführt im Januar 2019 im Pierre Boulez Saal, kehrt mit dem Kom­ ponisten am Pult und Nathalia Milstein, Absolventin der Barenboim-Said Akademie, als Solistin ins Programm zurück. Umrahmt wird das Werk von einem spannungsreichen Kontrast zwischen spätromantischer Klangfülle in Wagners Siegfried-Idyll und extremer musikalischer Verdichtung und Verknappung in Schönbergs Fünf Orchesterstücken und Weberns Konzert für neun Instrumente. Matthias Pintscher’s NUR, which had its world premiere at the Pierre Boulez Saal in January 2019,­ ­returns to the program with the composer conducting and Barenboim-Said Akademie graduate Nathalia Milstein as soloist. The piece is framed by three other works that create a fascinating contrast: the lavish, late-Romantic sound world of Wagner’s Siegfried Idyll is juxtaposed with the extremely dense and concise tonal language of Schoenberg’s Five Orchestral Pieces and Webern’s Concerto for Nine Instruments. Fri

Richard Wagner Siegfried-Idyll

Matthias Pintscher NUR für Klavier und Ensemble

Anton Webern Konzert für neun Instrumente op. 24

Arnold Schönberg Fünf Orchesterstücke op. 16 Fassung für Kammerorchester

July 1, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 45 –15

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So

3. Juli 2022 18.00

ALINA IBRAGIMOVA Alina Ibragimova Violine

Georg Philipp Telemann Fantasie für Violine solo Nr. 7 Es-Dur TWV 40:20

Nicolò Paganini Capricen für Violine solo (Auswahl)

Eugène Ysaÿe Sonate für Violine solo G-Dur op. 27 Nr. 5

Heinrich Ignaz Franz Biber Passacaglia g-moll aus den „Rosenkranz-Sonaten“ für Violine solo

Béla Bartók

Alina Ibragimova ist in dieser Spielzeit nicht nur mit ihrem Duopartner Cédric Tiberghien und als Mitglied des Chiaroscuro Quartet zu erleben, sie gibt auch ihr Solodebüt im Pierre Boulez Saal. Die russische Geigerin bringt dabei Werke aus drei Jahrhunderten zur Aufführung. Telemanns Fantasie Nr. 7 – seine Sammlung von zwölf Werken bildet ein umfassendes Kompendium barocken Violinspiels – und Bartóks 1944 entstandene Violinsonate, die Yehudi Menuhin als „eins der Meisterwerke aller Zeiten“ bezeichnete, bilden den Rahmen für ihr Programm. Außerdem erklingen virtuose Kompositionen von Paganini, Ysaÿe und Biber. Alina Ibragimova is heard this season not only with her duo partner Cédric Tiberghien and as a member of the Chiaroscuro Quartet—she also makes her Pierre Boulez Saal solo debut. The Russian violinist performs works from three centuries, ranging from Telemann’s Fantasia No. 7—part of a collection of 12 that form a comprehensive compendium of Baroque violin music—to Bartók’s 1944 Sonata, which Yehudi Menuhin called “one of the masterpieces of all time.” Virtuoso works by Paganini, Ysaÿe, and Biber complete the program. Sun

July 3, 2022 6 pm

Sonate für Violine solo Sz 117 Preise: ¤ 45 –15 53


Do

7. Juli 2022 19.30

BOULEZ ENSEMBLE XLVI Zubin Mehta Musikalische Leitung

Das Boulez Ensemble verabschiedet sich gemeinsam mit Zubin Mehta am Pult von der Spielzeit 2021/22 und stellt in seinem letzten Programm den Wiener Klassiker Wolfgang Amadeus Mozart dem Neoklassiker Igor Strawinsky gegenüber. Die unter dem Namen „Gran Partita“ bekannt gewordene Serenade für 12 Bläser und Kontrabass aus dem Jahr 1781 zählt nicht nur zu den berühmtesten Kammermusikwerken Mozarts, sondern mit einer Spieldauer von etwa 50 Minuten auch zu seinen umfangreichsten. Die ­Geschichte vom Soldaten schrieb Strawinsky 1917 für ein Schweizer Wandertheater auf einen Text von Charles Ferdinand Ramuz. Das Stück – „gelesen, gespielt, ­getanzt“, wie es in der Partitur heißt – erzählt von ­einem Soldaten, der sich auf einen Handel mit dem Teufel einlässt. Im Pierre Boulez Saal ist die Geschichte in konzertanter Form mit einem Schauspieler als ­Erzähler zu erleben.

The Boulez Ensemble and Zubin Mehta close the 2021–22 season with a program contrasting the classicism of Wolfgang Amadeus Mozart with the neoclassicism of Igor Stravinsky. Known as “Gran ­Partita,” Mozart’s Serenade for 12 winds and double bass, written in 1781, not only is one of the composer’s most celebrated chamber music works, but also one of his most substantial, with a performance time of approximately 50 minutes. Stravinsky composed The Soldier’s Tale in 1917 for a traveling theater troupe in Switzerland on a text by Charles Ferdinand Ramuz. “To be read, played, and danced,” as the score indicates, the piece tells of a soldier who strikes a deal with the devil. At the Pierre Boulez Saal, it will be performed in a concert format with an actor taking on the role of narrator. Thu

July 7, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15

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Igor Strawinsky Die Geschichte vom Soldaten

Wolfgang Amadeus Mozart Serenade B-Dur KV 361 (370a) „Gran Partita“

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13. – 16. Juli 2022 THE TALLIS SCHOLARS & PETER PHILLIPS Peter Phillips Musikalische Leitung

Schon von seinen Zeitgenossen schlicht unter dem emblematischen Vornamen Josquin verehrt, gilt Jossequin Lebloitte dit Desprez als bedeutendster Komponist der europäischen Frührenaissance. Durch meisterhafte Beherrschung und innovative Weiter­ entwicklung der Kompositionstechniken seiner Zeit ­verhalf er der frankoflämischen Vokalpolyphonie zu nie dagewesener Tiefe und atemberaubender Schönheit. Der Pierre Boulez Saal und die Tallis Scholars feiern Josquin, der vor etwas mehr als 500 Jahren am 27. August 1521 im französischen Condé-sur-l’Escaut starb, nun mit einem außergewöhnlichen gemein­ samen Konzertprojekt, das durch ein umfangreiches Online-Angebot ergänzt wird.

Known even to his contemporaries by the iconic first name Josquin, Jossequin Lebloitte dit Desprez is widely considered the leading composer of early-­ Renaissance Europe. His mastery and innovative ­development of the compositional techniques of his time brought unprecedented depth and breath­taking beauty to the vocal music of the Franco-Flemish school. The Pierre Boulez Saal and The Tallis Scholars celebrate the composer, who died just over 500 years ago in Condé-sur­l’Escaut, France, with a series of ­extraordinary live performances and extensive digital offerings.

July 13 – 16, 2022

Preise: ¤ 35 –15

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Josquin des Prez Sämtliche Messen

13. Juli 15.00 Die frühesten Messen Mi

Missa „Une mousse de Biscaye“ Missa „L’ami Baudichon“

13. Juli 20.00 Kanonmessen Mi

Missa „Ad fugam“ Missa „Sine nomine“

14. Juli 15.00 L’homme armé-Messen Do

Missa „L’homme armé super voces musicales“ Missa „L’homme armé sexti toni“

14. Juli 20.00 Frühe und mittlere Messen Do

Missa „Gaudeamus“ Missa „D’ung aultre amer“ Missa „Di dadi“

Für jede einzelne seiner 18 uns heute bekannten Messvertonungen schuf Josquin eine individuelle kompositorische Methode und Klangwelt. Wie kein zweites Ensemble haben die Tallis Scholars und ihr musikalischer Leiter Peter Phillips in Interpretation und Aufführung dieser Werke Maßstäbe gesetzt und 2020 ihre mehrfach preisgekrönte Gesamteinspielung nach mehr als drei Jahrzehnten zum Abschluss gebracht. In acht Konzerten an vier Tagen präsentieren die Musikerinnen und Musiker alle 18 Messen Josquins in der ersten zyklischen Aufführung dieser Werke live im Pierre Boulez Saal. For each of his 18 known mass settings, Josquin created a unique compositional method and sound world. Unlike any other ensemble, The Tallis Scholars and their musical director Peter Phillips have set ­standards in the interpretation and performance of these works, most notably with their complete recording of the masses, a three-decade, multi-award-winning undertaking that came to a close in 2020. In eight concerts over the course of four days, they will perform Josquin’s 18 masses live at the Pierre Boulez Saal in the first-ever cyclical presentation of these works.


15. Juli 15.00 Messen nach mehrstimmigen Vorlagen Fr

Missa „Fortuna desperata“ Missa „Malheur me bat“

15. Juli 20.00 Ostinatomessen Fr

Missa „La sol fa re mi“ Missa „Faysant regretz“ Missa „Hercules Dux Ferrariae“

Beim Kauf eines Karten-Package für die Josquin-Messen erhalten Sie ohne Aufpreis Plätze in der nächsthöheren Kategorie. Weitere Informationen unter boulezsaal.de

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16. Juli 15.00 Späte Messen

Sa

Missa „De beata virgine“ Missa „Ave maris stella“ Sa

16. Juli 20.00

Die letzten Messen Missa „Mater patris“ Missa „Pange lingua“

Purchase a Josquin ticket package to receive a free upgrade to the next higher seat category. For more information, visit boulezsaal.de


Kosmos Josquin – Online

The World of Josquin—Online

Begleitend zu den Konzerten mit den Tallis S­ cholars und Peter Phillips laden wir Sie schon jetzt ein, online in Josquins Welt einzutauchen. Seine 18 Messen werden dabei zum Ausgangspunkt für eine multimediale Reise in die Renaissance: Lernen Sie Josquins einzigartige Musik mit den preisgekrönten Aufnahmen der Tallis Scholars kennen, entdecken Sie in unserer Online-Museumstour die bildende Kunst der Zeit und verfolgen Sie mit uns in Podcasts und Essays die Spuren dieses ersten Superstars der europäischen Musikgeschichte.

Leading up to the live performances with The Tallis Scholars and Peter Phillips, we invite you to ­immerse yourself in a digital exploration of Josquin’s world. His 18 masses become the starting point for a multimedia journey to the Renaissance: explore ­Josquin’s extraordinary music through The Tallis Scholars’ award-winning recordings, discover remarkable parallels between music and painting of the time in our online art guide, and follow the story of this first superstar of European music history in podcasts and essays.

josquin.boulezsaal.de

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Sa

13. August 2022 19.00

DAS WALDBÜHNENKONZERT Eine spanische Nacht West-Eastern Divan Orchestra Daniel Barenboim Musikalische Leitung Lang Lang Klavier

Mit ihrem traditionellen Open-Air-Konzert in der Waldbühne Berlin laden Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra in diesem Jahr zu einer musikalischen Spanienreise ein. Dabei ist erstmals Pianist Lang Lang gemeinsam mit dem Orchester zu erleben – er übernimmt den virtuosen Solopart in de Fallas Nächte in spanischen Gärten. Für mediterrane SommerabendStimmung sorgen außerdem Werke von Debussy und Ravel. With their traditional open-air concert at the ­ aldbühne Berlin, Daniel Barenboim and the West-­ W Eastern Divan Orchestra this year embark on a musical journey to Spain. They are joined for the first time by pianist Lang Lang, who takes on the virtuoso solo part in de Falla’s Nights in the Gardens of Spain. Likewise, works by Debussy and Ravel evoke the atmosphere of a ­Mediterranean summer night. Sat

August 13, 2022 7 pm

Maurice Ravel Rapsodie espagnole

Manuel de Falla Nächte in spanischen Gärten für Klavier und Orchester

Claude Debussy Ibéria (aus Images für Orchester)

Maurice Ravel Boléro

Preise: ¤ 70 –25

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KARTEN & SERVICE

TICKETS & SERVICE

Der Vorverkauf für die Monate Mai bis Juli ­beginnt am Dienstag, den 5. April 2022 um 14 Uhr ­online, ­telefonisch und an der Tageskasse.

Tickets for the months of May through July go on sale Tuesday, April 5, 2022 at 2 pm online, by phone, and at the box office.

Alle wichtigen Informationen rund um den Kartenkauf und Ihren Besuch finden Sie auf unserer Website oder in unserer Service-Broschüre, die wir Ihnen auf Wunsch gern kostenlos zuschicken.

Further information on ticket sales and your visit is available on our website and in our ­service brochure, which we will send to you upon ­request free of charge.

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Unsere Hygienemaßnahmen werden fortlaufend den ­aktuellen Vorgaben angepasst, um größtmögliche ­Sicherheit für unser Publikum zu gewährleisten. Bitte ­informieren Sie sich vor Ihrem Besuch auf unserer ­Website über die jeweils gültigen Regelungen. Newsletter

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Montag bis Samstag 14.00 – 18.00 Uhr Geschlossen an Feiertagen Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

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Impressum Herausgeber Pierre Boulez Saal Barenboim-Said Akademie gGmbH Geschäftsführer Carsten Siebert Französische Straße 33d, 10117 Berlin Redaktion Philipp Brieler Hannah Alfons, Martin Andris, Kurt Danner, Kirsten Dawes, Silja Gwinner, Ivana Rajic, Christoph Schaller Grafikdesign Annette Sonnewend Textnachweis Der Essay von Jesse Gilbert enstand für dieses Heft. Deutsche Übersetzung: Sylvia Zirden Abbildungsnachweise Jesse Gilbert (Cover, S. 6/7, 32/33, 50/51) • Adam Jandrup (S. 8) • Peter Adamik (S. 9) • Zuzanna Specjal (S. 11) • Eva Vermandel (S. 15) • Vanessa Sonnewend (S. 16) • Musacchio & Ianniello (S. 17: Pappano) • Sim Canetty-Clarke (S. 17: Bostridge) • Stefan Schweiger (S. 18) • Josef Fischnaller (S. 21: Pahud) • ohne Urheberangabe (S. 21: Pintscher, 26: Rhys) • Felix Broede (S. 22: Faust, 48: Erdmann) • Marco Borggreve (S. 22: Bezuidenhout; 23: von der Goltz; 26: Padmore, Drake; 37) • Benjamin Ealovega (S. 23: Kenny) • François Guenet (S. 24) • Monika Rittershaus (S. 25) • Geoffroy Schied (S. 27) • Igorcat (S. 29) • Simon Pauly (S. 31) • Florian Rossmanith (S. 31: Samel) • Harald Hoffmann (S. 35) • Patrick Ford (S. 36) • Irène Zandel (S. 39) • Astrid Karger (S. 40: Arditti Quartet) • Peter M. Mayer (S. 40: Jake Arditti) • Giorgia Bertazzi (S. 41: Ibragimova; 53) • Frances Marshall (S. 41: Tiberghien) • Sarah Walker (S. 42, 43: Endean) • Olle Holmberg (S. 43: Hamann) • Volker Kreidler (S. 45) • Dario Acosta (S. 46) • Matthias Baus (S. 48: Guggeis) • Luc Hossepied (S. 52) • Ralf Brinkhoff (S. 55: Horwitz) • Wilfried Hösl (S. 55) • Nick Rutter (S. 56) • Creative Commons (S. 58) • artinflanders.de / akg images (S. 59) • Manuel Vaca (S. 60) Im Fall bestehender und nicht berücksichtigter Urheberrechte bitten wir den oder die Rechteinhaber um Nachricht.

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