Spring Brochure 2022 - with Cover

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PIERRE BOULEZ SAAL

FEBRUAR– APRIL 2022



Pierre Boulez Saal

Das Programm Februar – April 2022

Concerts & Events February – April 2022



Liebe Freundinnen und Freunde des Pierre Boulez Saals,

Dear Friends of the Pierre Boulez Saal,

auch im dritten Quartal der Spielzeit 2021/22 l­aden wir Sie herzlich ein, ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm zu entdecken. Auf den folgenden Seiten finden Sie Details zu mehr als 45 Konzerten: Streichquartette und Trios in ver­ schiedenen Besetzungen sind dabei ebenso zu erleben wie Vokalmusik unterschiedlichster Stilrichtungen, vom klassischen Liederabend bis zum usbekischen Shashmaqam-Gesang, aber auch Abende mit Jazz und improvisierter Musik sind wie immer Teil des Angebots. Anfang März erwartet Sie außerdem eine Neuauflage der Arabic Music Days, mit der wir gleichzeitig das fünfjährige Jubiläum der Eröffnung des Saals feiern. Und schon jetzt möchten wir Sie zu einem ganz ­besonderen Projekt am Ende der Saison einladen: der Aufführung sämtlicher Messen von Josquin des Prez mit Peter Phillips und den Tallis Scholars.

With this third quarterly brochure of our 2021–22 season, we once again invite you to discover a diverse and ambitious program. On the following pages, you will find details of more than 45 concerts —from string quartets and trios featuring different ­combinations of instruments to a wide range of vocal music, including classic song recitals and Uzbek ­shashmaqam singing, to evenings of jazz and improvised music. The latest edition of the Arabic Music Days in the first week of March will also be a celebration of the fifth anniversary of our hall’s opening. Finally, we are excited to present a very special project at the end of the season: a performance of the complete masses of Josquin des Prez by Peter ­Phillips and The Tallis Scholars. Welcome back!

Wir freuen uns auf Sie! Daniel Barenboim Präsident Ole Bækhøj Intendant


Klang und Kontext Musik hat keine ethnische Herkunft. Als physikalisches Phänomen interagierender Schallwellen kennt sie keinen anderen Ursprung als die Stille, aus der sie hervorgeht und in die sie zurückkehrt. Doch als Musik kann sie nur in der Gemeinschaft individueller „denkender Ohren“ existieren, von Menschen, die zusammenkommen, um Klänge als sinnstiftende Form menschlichen Ausdrucks zu schaffen und wahrzunehmen. Der Versuch, sich mit dem, was wir hören, auf einer sinnlichen und intellektuellen Ebene auseinanderzusetzen, weckt unsere Neugier: Wie stehe ich zu diesem Klang? Ist er mir vertraut? Ist er neu? Was ist es, das mich zum Zuhören bewegt? Jede und jeder von uns wird diese Fragen anders beant­ worten – was den einen vertraut ist, kann für andere ­ungewohnt klingen, je nach früheren Hörerfahrungen, Vor­ lieben und persönlichem oder kulturellem Hintergrund. Viel zu oft wird aus solchen Unterschieden ein Gegensatz von Nähe und Ferne, Eigenem und Fremdem, „uns“ und „den Anderen“ konstruiert. Der Pierre Boulez Saal und die Barenboim-Said Akademie unterlaufen solche Dicho­ tomien schon damit, was sie als Institution im Innersten ausmacht. Sie haben keinen Platz in der Gesellschaft, in der wir leben, und sie ergeben noch weniger Sinn an ­einem Ort, der seine Existenz eben gerade dem Wunsch verdankt, Menschen zusammenzubringen, deren kulturelle Identitäten sich am besten – mit den Worten Edward W. Saids – als „kontrapunktisch“ beschreiben lassen. Aus­ gehend von diesem Gedanken hat es sich der Pierre Boulez Saal von Anfang an zur Aufgabe gemacht, der Musik und Kunst aus den Ländern des Mittleren Ostens und Nord­ afrikas ein Zuhause zu bieten. Diesen Weg wollen wir unvoreingenommen mit ­offenen Ohren weitergehen. Für das reiche Erbe von ­Kulturen, die viel zu lange von der vorherrschenden westlichen ­­Welt­­anschauung überschattet wurden, möchten wir ­Räume schaffen, die Gespräche, Austausch und ­gegen­seitige B ­ ereicherung möglich machen. Im Zentrum dieser ­Bemühungen stehen die Arabic Music Days, die 4

jedes Jahr in einem komprimierten und sich ständig weiter­ ent­wickelnden Festivalformat ein breites Spektrum an ­Musik, bildender Kunst, Literatur und Film bieten. Sie ­laden Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Zuhöre­r­innen und Zuhörer mit verschiedensten Hintergründen zum Dialog ein – nicht nur zwischen unterschiedlichen ­Kulturen, sondern auch zwischen historischen und zeitgenössischen Perspektiven. Dies ist eine ebenso ­spannende wie bereichernde Herausforderung. Mit einer ­erweiterten fünftägigen Ausgabe der Arabic Music Days im März 2022 werden wir uns ihr erneut stellen.


Sound and Context Music has no ethnicity. As a physical phenomenon of interacting sound waves, it knows no origin except the silence it emerges from and returns to. Yet as music it can only exist in the communion of ­“thinking ears,” of people coming together to create and perceive sound as a meaningful form of human expression. Trying to ­engage with sounds we hear on a sensual and ­intellectual level sparks our curiosity: how do I relate to this sound? Is it familiar? Is it new? What is it that keeps me listening? 5

The answers to these questions will be different for everyone—what is familiar to some may sound unusual to others, depending on their experiences, preferences, and personal or cultural background. Too often these ­differences are construed as a dichotomy of closeness and distance, self and other, “us” and “them.” By their ­ nature and core identity, the Pierre Boulez Saal and the Barenboim-Said Akademie countermand these con­ structs. They should have no place in the society we live in, and they make even less sense in a space specifically created and designed to bring together people whose cultural identities are best described as, in Edward W. Said’s words, “contrapuntal.” True to this idea, from its inception the Pierre Boulez Saal has made it part of its mission to be a home for music and art from the ­Middle East and Northern Africa. We strive to follow this path with an open mind, em­ bracing the rich heritage of cultures long overshadowed by the dominant Western perception of the world and presenting them in a space that allows for conversation and exchange, for mutual inspiration and growth. The centerpiece of these efforts are the annual Arabic Music Days. In a condensed and ever-evolving festival format, each year’s program offers a range of music, visual arts, and literature, bringing together singers, instrumentalists, painters, poets, filmmakers, and audiences from diverse origins and inviting them to engage in a dialogue—not only between different cultures, but also between historical and contemporary perspectives. It is a challenge that is as exciting as it is enriching. With an extended five-day festival in March 2022 we once again embrace it.

Foto: Naseer Shamma und Ensemble während der Arabic Music Days 2018. / Naseer Shamma and ensemble at the 2018 Arabic Music Days.



FEBRUAR FEBRUARY


9 7411 9 7 4 0 3 +49 .de l a a s z e l bou


Di

1. Februar 2022 16.00

AKADEMIEKONZERT III Studierende der Barenboim-Said Akademie

Preis: ¤ 10

Als Teil ihrer Ausbildung stellen sich die Studierenden der Barenboim-Said Akademie mehrmals pro Saison in etwa einstündigen Konzerten dem Publikum vor. Erleben Sie die jungen Musikerinnen und Musiker in jeweils kurzfristig angekündigten Programmen, die direkten Einblick geben in das Repertoire, mit dem sie sich auf ihren Abschluss und auf den Eintritt in das internationale Musikleben vorbereiten. As part of their curriculum, students of the Barenboim-Said Akademie present one-hour concerts several times each season, introducing themselves to their audiences. The programs, to be announced at short notice, feature repertoire that the young musicians have been working on as part of their studies in preparation for entering the international music scene. Tue

9

February 1, 2022 4 pm


Mi

2. Februar 2022 19.30 TRIO GASPARD

Jonian Ilias Kadesha Violine Vashti Hunter Violoncello Nicholas Rimmer Klavier

Mit einem stilistisch vielfältigen Programm zeigt das 2010 gegründete Trio Gaspard, wie lebendig die Gattung Klaviertrio über die Jahrhunderte geblieben ist. Neben Mendelssohns c­moll­Trio interpretieren die drei Musikerinnen und Musiker die unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs entstandenen Litaniae des in Berlin wirkenden Schweizer Komponisten Paul Juon. Außerdem zu hören ist Musik des griechischen Schönberg­Schülers Nikos Skalkottas sowie das 2014 entstandene That Crazed Smile der britischen Komponistin Charlotte Bray. Trio Gaspard, founded in 2010, performs a colorful selection of works drawing on the rich heritage of the piano trio genre through the centuries. Mendelssohn’s C­minor Trio is contrasted with Litaniae, written in the aftermath of World War I by Swiss­born Paul Juon, who lived and worked in Berlin for many years. Music by Greek composer Nikos Skalkottas, a student of Schoenberg, and Charlotte Bray’s That Crazed Smile, composed in 2014, complete the program. Wed

10

February 2, 2022 7.30 pm

Paul Juon Litaniae op. 70

Nikos Skalkottas Acht Variationen über ein griechisches Volksthema

Charlotte Bray That Crazed Smile

Felix Mendelssohn Bartholdy Klaviertrio Nr. 2 c-moll op. 66

Preise: ¤ 45 –15


Elternzeitkonzert Do 3. Februar 2022 10.30 Auszüge aus dem Abendprogramm für Eltern (und Großeltern, Tanten, Onkel ...) mit Babys im Alter von unter 12 Monaten

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Excerpts from the full program for parents (and grandparents, aunts, uncles ...) with babies aged 12 months and younger Preis: ¤ 10 (Erwachsene) Weitere Informationen zu Elternzeitkonzerten unter / For more information on “Elternzeit” Concerts, visit boulezsaal.de


Fr

4. Februar 2022 19.30

SYLVIE COURVOISIER & MARY HALVORSON Sylvie Courvoisier Klavier Mary Halvorson Gitarre Ned Rothenberg Klarinette, Saxophon, Shakuhachi Julian Sartorius Schlagzeug

Pianistin Sylvie Courvoisier und Gitarristin Mary Halvorson arbeiten seit 2017 als Duo zusammen. Im Pierre Boulez Saal präsentieren sie Musik von ihrem jüngsten, im Oktober 2021 erschienenen Album ­Searching for the Disappeared Hour. Im zweiten Set des Abends steht Courvoisiers Trio mit Ned Rothenberg und Julian Sartorius im Mittelpunkt, dem Halvorson sich anschließt. Zu hören sind dabei sowohl neue Kompositionen, die eigens für diesen ersten gemein­ samen Auftritt zu viert entstanden, als auch Neu­ interpretationen von Stücken, die dem letzten Album des Trios, dem ebenfalls 2021 veröffentlichten Lockdown, entnommen sind. Pianist Sylvie Courvoisier and guitarist Mary ­Halvorson have collaborated as a duo since 2017. At the Pierre Boulez Saal, they perform music from their most recent album Searching for the Disappeared Hour, released in October 2021. The evening’s second set is dedicated to Courvoisier’s trio with Ned Rothenberg and Julian Sartorius. Together with Halvorson, they present both new compositions, specially written for this first joint appearance as a quartet, as well as rework­ ings of pieces from the trio’s 2021 album Lockdown. Fri

February 4, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 35 –15

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Sa

5. Februar 2022 19.00

HAGEN QUARTETT Schostakowitsch-Zyklus III Lukas Hagen Violine Rainer Schmidt Violine Veronika Hagen Viola Clemens Hagen Violoncello

Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 7 fis-moll op. 108 Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110 Streichquartett Nr. 9 Es-Dur op. 117

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Innerhalb weniger Tage komponierte Schostakowitsch im Sommer 1960 in Dresden sein Achtes Streichquartett. Kurz zuvor hatte man ihn gezwungen, in die KPdSU einzutreten. Das Quartett – das wohl bekannteste und persönlichste unter seinen 15 Gattungsbeiträgen – betrachtete er als eine Art Requiem für sich selbst: „Gewidmet dem Andenken des Komponisten dieses Quartetts“, heißt es in einem Brief an Isaak Glikman. Das Hagen Quartett setzt mit diesem Werk, eingerahmt vom Siebten und Neunten Streichquartett, seinen chronologisch angelegten Schostakowitsch-Zyklus fort. Shostakovich composed his Eighth String Quartet within just a few days during a visit to Dresden in the summer of 1960. Months earlier, he had been forced to become a member of the Communist Party. Arguably the best known and most personal among his quartets, Shostakovich regarded this piece as a sort of personal requiem, privately dedicating it “to the memory of the composer of this quartet,” as he wrote in a letter to Isaak Glikman. Continuing its chronological presen­ tation of Shostakovich’s complete string quartets, the Hagen Quartett performs the work together with Quartets Nos. 7 and 9. Sat

February 5, 2022 7 pm

Preise: ¤ 45 –15

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Weitere Konzerttermine / Upcoming Concerts Mi 1. Juni 2022 19.30 Mo 20. Juni 2022 19.30


So

6. Februar 2022 18.00

HINDEMITH-SONATEN Alexander Melnikov Klavier N.N. Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello N.N. Flöte Teunis van der Zwart Althorn Jeroen Berwaerts Trompete Gerard Costes Posaune

Mehr als zwei Dutzend Sonaten für Klavier und verschiedene Streich- und Blasinstrumente komponierte Paul Hindemith zwischen 1935 und 1955 – die meisten davon konnte der Multi-Instrumentalist mit seiner Frau Gertrud am Klavier selbst spielen. Pianist Alexander Melnikov hat eine Reihe erstklassiger Solistinnen und Solisten eingeladen, mit denen er eine Auswahl dieser vielgestaltigen Werke im Pierre Boulez Saal präsentiert. Between 1935 and 1955, Paul Hindemith composed more than two dozen sonatas for piano and various string and wind instruments. A multi-instrumentalist, he performed most of them himself, together with his wife Gertrud at the piano. Pianist Alexander ­Melnikov has assembled an extraordinary group of ­soloists to present a selection of these many-faceted works at the Pierre Boulez Saal. Sun

February 6, 2022 6 pm

Nachholtermin für das im November 2021 krankheitsbedingt abgesagte Konzert / Rescheduled from the original date in November 2021, which was canceled due to illness

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Paul Hindemith Sonate für Violine und Klavier E-Dur Sonate für Flöte und Klavier Sonate für Violoncello und Klavier E-Dur Sonate für Althorn und Klavier Sonate für Viola solo op. 25 Nr. 1 Sonate für Posaune und Klavier Sonate für Trompete und Klavier

Preise: ¤ 45 –15


Di

8. Februar 2022 19.30

LEONIDAS KAVAKOS & ENRICO PACE Leonidas Kavakos Violine Enrico Pace Klavier

Franz Schubert Sonate für Violine und Klavier A-Dur D 574

Béla Bartók Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 Sz 76

Kaija Saariaho Calices für Violine und Klavier

Robert Schumann Sonate für Violine und Klavier d-moll op. 121

Die ebenso ausdrucksstarke und klangvolle wie ­fragile Kombination von Violine und Klavier ist im Duo-Programm von Leonidas Kavakos und Enrico Pace in vier sehr unterschiedlichen Kompositionen zu erleben, die einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten umspannen. Neben Werken von Schubert und ­Schumann erklingen Béla Bartóks 1923 in Berlin ur­ aufgeführte Zweite Sonate und Kaija Saariahos Calices aus dem Jahr 2009. Leonidas Kavakos and Enrico Pace explore the powerfully expressive yet fragile combination of violin and piano in a program of four works spanning two centuries. Compositions by Schubert and Schumann frame Béla Bartók’s Second Sonata, premiered in ­Berlin in 1923, and Kaija Saariaho’s Calices, composed in 2009. Tue

February 8, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15 17


Mi

9. Februar 2022 19.30

GOLDA SCHULTZ & JONATHAN WARE Golda Schultz Sopran Jonathan Ware Klavier

Im Kunstlied geht es um universelle Themen wie Liebe, Sehnsucht, Einsamkeit – doch oft, wie in vielen anderen Bereichen, vor allem aus männlicher Perspektive. Der Liederzyklus This Be Her Verse, den Golda Schultz bei Komponistin Kathleen Tagg und Librettistin Lila Palmer in Auftrag gegeben hat, setzt dazu ein zeitgenössisches Gegengewicht. Gemeinsam mit Jonathan Ware interpretiert die südafrikanische Sopranistin außerdem Werke bedeutender Komponis­ tinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. Art songs explore universal themes such as love, longing, or loneliness—but, as in many other fields, they mostly do so from a male perspective. The song cycle This Be Her Verse, commissioned by Golda Schultz from composer Kathleen Tagg and librettist Lila Palmer, stands as a contemporary counterpart. Together with Jonathan Ware, the South­African soprano also performs works by leading female com­ posers of the 19th and 20th centuries. Wed

February 9, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 55 –15

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Elternzeitkonzert Do 10. Februar 2022 10.30 Auszüge aus dem Abendprogramm für Eltern (und Großeltern, Tanten, Onkel ...) mit Babys im Alter von unter 12 Monaten


Clara Schumann Liebst du um Schönheit op. 12 Nr. 2 Warum willst du And’re fragen op. 12 Nr. 3 Lorelei Am Strande

Emilie Mayer Wenn der Abendstern die Rosen op. 7 Nr. 3 Du bist wie eine Blume op. 7 Nr. 1 Erlkönig II

Rebecca Clarke Down by the Salley Gardens Tiger, Tiger Cradle Song The Seal Man

Nadia Boulanger Cantique Prière Élégie La Mer Excerpts from the full program for parents (and grandparents, aunts, uncles ...) with babies aged 12 months and younger Preis: ¤ 10 (Erwachsene) Weitere Informationen zu Elternzeitkonzerten unter / For more information on “Elternzeit” Concerts, visit boulezsaal.de

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Kathleen Tagg After Philip Larkin Single Bed Wedding aus This Be Her Verse


Do

10. Februar 2022 19.30

KAYHAN KALHOR & KIYA TABASSIAN Kayhan Kalhor Setar Kiya Tabassian Setar

Mit Kayhan Kalhor kehrt einer der einflussreichsten und vielseitigsten Vertreter der klassischen persischen Musik in den Pierre Boulez Saal zurück. Nach ge­ feierten Auftritten mit unterschiedlichen Partnern in den vergangenen Spielzeiten ist er nun gemeinsam mit dem iranisch-kanadischen Virtuosen Kiya Tabassian im Duo auf der traditionellen Langhalslaute Setar zu erleben.

Kayhan Kalhor, one of the most influential and versatile performers of classical Persian music, returns to the Pierre Boulez Saal. Following acclaimed ­appearances with different partners in previous seasons, he is joined this time by Iranian-Canadian virtuoso Kiya Tabassian in a duo performing on the setar, the traditional long-necked lute. Thu

Preise: ¤ 55 –15

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February 10, 2022 7.30 pm


Sa

12. Februar 2022 19.00

KONSTANTIA GOURZI, NILS MÖNKEMEYER & WILLIAM YOUN Nils Mönkemeyer Viola William Youn Klavier und Schlaginstrumente Konstantia Gourzi Klavier und Schlaginstrumente

Konstantia Gourzi wind whispers evening at the window II call of the bees messages between trees a love song melodies from the sea sowie ein neues Werk – Uraufführung

Die Idee, Kompositionen für die Natur zu schreiben, entstand, als ich vor einigen Jahren eine besondere, fast spirituelle Erfahrung im Botanischen Garten von Edinburgh machte. Nils Mönkemeyer, William Youn und ich führen schon lange Gespräche über die Natur und ihre klangliche Bedeutung in unserem Leben. Im vergangenen Jahr wuchs das starke Bedürfnis, diesem Thema ein musikalisches Projekt zu widmen. Wir möchten durch Musik unsere Wertschätzung und Sensi­ bilität für die Natur vermitteln, Raum für Reflexion über ihre Schönheit schaffen und die leuchtende Hoffnung ausstrahlen, die uns alle in diesem klingenden, wunderbaren Universum zusammenhält. The idea to compose music for nature was born from a very special, almost spiritual experience I had a few years ago at the Botanical Gardens in Edinburgh. Nils Mönkemeyer, William Youn, and I have long been engaged in conversations about nature and what its sounds mean for our lives. Last year, a strong desire grew to dedicate a musical project to this idea. Our goal is to express our appreciation of and s­ensitivity to nature through music, to create a space to reflect on its beauty, and to radiate the shining hope that binds us all together in this resounding, wonderful universe. Konstantia Gourzi

Preise: ¤ 45 –15 Sat

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February 12, 2022 7 pm


So

13. Februar 2022 16.00

EMMANUEL PAHUD Emmanuel Pahud Flöte

Georg Philipp Telemann Ausgewählte Fantasien für Flöte solo

Matthias Pintscher beyond (a system of passing)

Éric Montalbetti Memento Emmanuaile

Philippe Manoury Soubresauts

Alexandre Desplat Airlines

Michael Jarrell „Le point est la source de tout...“ (épitome II)

Preise: ¤ 55 –15

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Mit seinen 12 Fantaisies à Travers sans Basse schuf Georg Philipp Telemann um 1730 ein Kompendium barocken Flötenspiels, das dank seiner technischen Herausforderungen und stilistischen Vielfalt bis heute ein Standardwerk der Flötenliteratur geblieben ist. Emmanuel Pahud kombiniert in seinem Soloprogramm ausgewählte Fantasien mit Werken zeitgenössischer Komponisten, die allesamt für ihn entstanden sind – darunter Kompositionen von Philippe Manoury und Michael Jarrell, die Pahud im Rahmen des digitalen Festival of New Music im Juli 2020 im Pierre Boulez Saal uraufführte. Composed around 1730, Georg Philipp Telemann’s 12 Fantaisies à Travers sans Basse represent a veritable compendium of Baroque flute music that, thanks to its technical challenges and stylistic variety, has remained at the core of the flute repertoire to this day. In this solo program, Emmanuel Pahud combines selected fantasies with works by a group of contemporary composers that were written for him—including pieces by Philippe Manoury and Michael Jarrell premiered by Pahud at the Pierre Boulez Saal as part of the digital Festival of New Music in July 2020. Sun

February 13, 2022 4 pm


Benjamin Attahirs La Femme fendue („Die gespaltene Frau“) auf einen Text des Schriftstellers Lancelot Hamelin erlebte im September 2018 anlässlich der ersten Pierre Boulez Biennale in Paris seine Urauffüh­ rung. Das Werk entstand in Anlehnung an Boulez’ Dialogue de l’ombre double: Wie dort die Klarinette mit ihrem eigenen „Schatten“ kommuniziert, entspinnt sich bei Attahir und Lancelot zwischen Frau – ver­ körpert durch die Schauspielerin Martina Gedeck – und Mann – repräsentiert durch die Violine Renaud Capuçons – ein szenisch­musikalisches (Selbst­)Gespräch über Vergangenes, Unbewältigtes und Unsagbares mit unterschiedlichen Mitteln der Kommunikation. First performed in September 2018 in Paris as part of the first Pierre Boulez Biennale, La Femme fendue (“The Split Woman”) by composer Benjamin Attahir and writer Lancelot Hamelin was conceived in response to Boulez’s Dialogue de l’ombre double: inspired by its dialogue between a clarinet and its own “shadow,” Attahir and Hamelin created a semi­staged dialogue­ monologue between a woman—embodied by actress Martina Gedeck—and a man—represented by Renaud Capuçon’s violin—about the past, the unresolved, and the unspeakable, on different levels of communica­ tion. Thu

February 17, 2022 7.30 pm

Do

17. Februar 2022 19.30

RENAUD CAPUÇON & MARTINA GEDECK Renaud Capuçon Violine Martina Gedeck Stimme

Benjamin Attahir La Femme fendue für Stimme und Violine Preise: ¤ 55 –15

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Deutsche Textfassung von Marcus Coelen


Fr

18. Februar 2022 19.30

Werke von

Johann Sebastian Bach Giulio Caccini Emilio de’ Cavalieri John Dowland

MARGRET KÖLL & BENEDIKT KRISTJÁNSSON Margret Köll Barockharfe Benedikt Kristjánsson Tenor

Die intime Atmosphäre der Hausmusik nehmen Margret Köll und Benedikt Kristjánsson zum Aus­ gangspunkt für ihr sehr persönliches Duoprogramm. Zu hören sind u.a. Vokal- und Instrumentalkomposi­ tionen aus dem Notenbüchlein, das Johann Sebastian Bach in den 1720er Jahren für seine Ehefrau Anna Magdalena zusammenstellte. Außerdem erklingen ­Vokalwerke aus der Zeit der Renaissance und des Früh­ barock von Giulio Caccini, Emilio de’ ­Cavalieri und John Dowland, die in der Kombination von Singstimme und Harfe einen besonderen klang­lichen Reiz ent­ falten. Preise: ¤ 45 –15

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und anderen

Inspired by the intimate atmosphere of domestic music-making, Margret Köll and Benedikt Kristjánsson have assembled a very personal program for their duo recital, which includes vocal and instrumental com­ positions from the famous Notenbüchlein prepared by Johann Sebastian Bach for his wife Anna Magdalena in the 1720s. These are complemented by vocal works from the Renaissance and early Baroque era by Giulio ­Caccini, Emilio de’ Cavalieri, and John Dowland, heard in the unusual and colorful combination of voice and harp. Fri

February 18, 2022 7.30 pm


So

20. Februar 2022 18.00

GULZODA KHUDOYNAZAROVA Gulzoda Khudoynazarova Gesang Bekzod Safarov Tanbur und Dotar Farruh Vohidov Ghichak

In Zusammenarbeit mit / In Cooperation with Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

Ausstellung / Exhibition IRAN – KUNST UND KULTUR AUS FÜNF JAHRTAUSENDEN 4. Dezember 2021 bis 20. März 2022

Gulzoda Khudoynazarova zählt zu den bedeutendsten Interpretinnen des klassischen usbekischen Shashmaqam. Wie die Sängerin selbst stammt dieses Genre aus Buchara, einer an der antiken Seidenstraße gelegenen Handelsmetropole, die zusammen mit Samarkand eine der kulturhistorisch bedeutendsten Regionen Zentralasiens bildet. Shashmaqam entstand aus dem Zusammenspiel usbekischer, tadschikischer und jüdi­ scher musikalischer Einflüsse und nimmt dort bis heute in verschiedenen Spielarten eine zentrale Stellung im kulturellen Leben ein. Das Programm, das Khudoynazarova gemeinsam mit den Instrumentalisten Bekzod Safarov und Farruh Vohidov präsentiert, ist im Rahmen einer vierteiligen Konzertreihe im Pierre Boulez Saal zu hören, die begleitend zur Ausstellung „Iran – Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden“ des Museums für Islamische Kunst Berlin stattfindet. Gulzoda Khudoynazarova is among the leading performers of classical Uzbek shashmaqam. The genre originated in the city of Bukhara (also the singer’s birthplace), a trading center situated on the ancient Silk Road and, together with Samarkand, one of the most culturally and historically significant places in Central Asia. Shashmaqam developed from a combina­ tion of Uzbek, Tajik, and Jewish musical influences and in its different variants occupies a central role in the region’s cultural life to this day. The program, for which Khudoynazarova is joined by instrumentalists Bekzod Safarov and Farruh Vohidov, is one of four concerts heard at the Pierre Boulez Saal in conjunction with the exhibition “Iran—Five Millenia of Art and Culture” at Berlin’s Museum für Islamische Kunst. Sun

February 20, 2022 6 pm

Preise: ¤ 45 –15 25


So

27. Februar 2022 16.00

BOULEZ ENSEMBLE XLI Daniel Barenboim Musikalische Leitung und Klavier Bilal Alnemr Violine Astrig Siranossian Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart Serenade für Bläser c-moll KV 384a (388)

Jacques Ibert Konzert für Violoncello und Bläser

Solhi Al-Wadi Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 a-moll

Paul Hindemith Kammermusik Nr. 1 für 12 Soloinstrumente op. 24 Nr. 1

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„Man steht einer Musik gegenüber, wie sie zu denken, geschweige zu schreiben, noch nie ein deutscher Komponist von künstlerischer Haltung gewagt hat“, wetterte ein Kritiker nach der Uraufführung von Hindemiths übermütiger Kammermusik Nr. 1, die den jungen Komponisten zum musikalischen Bürger­ schreck der 1920er Jahre machte. Unter der Leitung von Daniel Barenboim präsentiert das Boulez Ensemble dieses Werk zusammen mit Jacques Iberts wenige Jahre später entstandenem und von einem reinen Bläser­ensemble begleiteten Cellokonzert sowie der von Mozart selbst als „Nacht Musique“ bezeichneten ­Bläserserenade von 1782. Außerdem auf dem ­Pro­gramm steht die Zweite Violinsonate des aus dem Irak ­stammenden und 2007 verstorbenen Komponisten Solhi Al-Wadi.

“One is confronted with a kind of music the likes of which no German composer with an artistic attitude has ever even dared think about, let alone write,” one reviewer raged following the premiere of Hindemith’s boisterous and high-spirited Kammermusik Nr. 1, which turned the young composer into the enfant terrible of the 1920’s musical establishment. Led by Daniel Barenboim, the Boulez Ensemble performs the work opposite Jacques Ibert’s Cello Concerto, written a few years later and scored for an all-wind ensemble, and Mozart’s 1782 Wind Serenade, which the composer himself referred to as “Nacht Musique.” The Second Violin Sonata by Iraqi-born composer Solhi Al-Wadi, who passed away in 2007, completes the program. Sun

February 27, 2022 4 pm

Preise: ¤ 65 –15

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Mo

28. Februar 2022 19.30

STUDIO FOR NEW MUSIC MOSCOW & IGOR DRONOV Igor Dronov Musikalische Leitung Keren Motseri Sopran

Das Studio für Neue Musik Moskau, 1993 von Komponist Vladimir Tarnopolski und Dirigent Igor Dronov ins Leben gerufen, ist das führende Ensemble für zeitgenössische Musik in Russland. Anlässlich ihres Debüts im Pierre Boulez Saal präsentieren die Musikerinnen und Musiker einen Querschnitt aus 100 Jahren russischer Avantgarde – von Schostakowitschs Erstem Klaviertrio aus dem Jahr 1923 über Tarnopolskis Study of a Girl Reading Pavese bis hin zu Werken von Alexander Vustin und der 1985 geborenen Komponistin Natalia Prokopenko.

Founded in 1993 by composer Vladimir Tarnopolski and conductor Igor Dronov, the Studio for New Music Moscow is Russia’s leading ensemble for contempo­ rary music. For its debut at the Pierre Boulez Saal, the group presents a selection of works from a century of Russian avant-garde—ranging from Shostakovich’s First Piano Trio, written in 1923, to Tarnopolski’s Study of a Girl Reading Pavese to works by Alexander Vustin and Natalia Prokopenko. Mon

February 28, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 35 –15 28


Dmitri Schostakowitsch

Nikolai Roslawez

Klaviertrio Nr. 1 c-moll op. 8

Klaviertrio Nr. 3

Arthur Lourié

Edison Denisov

Divertissement für Violine und Viola

Ode für Klarinette, Klavier und Schlagzeug

Natalia Prokopenko

Vladimir Tarnopolski

Dusk Rays für Ensemble und Elektronik

Study of a Girl Reading Pavese für Sopran und Ensemble

Alexander Vustin Post scriptum für Ensemble

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Alexei Sjumak Marsch und Polka



MÄRZ MARCH


1. – 5. März 2022 ARABIC MUSIC DAYS ­ Fünf hochkarätige Trios unterschiedlicher ­Besetz­ungen und musikalischer Stile stehen im Mittelpunkt der ­Arabic Music Days, die sich in dieser Spielzeit erstmals über fünf Tage erstrecken. Das Programm des Festivals kuratiert erneut der irakische Oud-Virtuose Naseer Shamma, der mit seinem Konzert am 4. März zugleich den fünften Jahrestag der Eröffnung des Pierre Boulez Saals feiert. Ergänzt wird das musikalische ­Programm durch eine Reihe von digitalen Angeboten: Eine ­Online-Ausstellung präsentiert Werke der bildenden Künstler Jaber Alwan (Irak) und Nja Mahdaoui (­Tunesien). Der omanische Lyriker Saif al-Rahbi liest in einer ­eigens für den Pierre Boulez Saal entstandenen Video­ produktion aus seinen Gedichten. Außerdem ist der Oscar-nominierte Film The Man Who Sold His Skin der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania per Streaming zu erleben.

Beim Kauf eines Karten-Package für die Arabic Music Days erhalten Sie ohne Aufpreis Plätze in der nächsthöheren Kategorie. Weitere Informationen unter boulezsaal.de Purchase an Arabic Music Days ticket package to receive a free upgrade to the next higher seat category. For more information, visit boulezsaal.de

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Jaber Alwan, Tango (2010)

An impressive lineup of five trios, performing in a wide range of styles and featuring diverse combinations of instruments, is at the center of the Pierre Boulez Saal’s Arabic Music Days. Extended this season from three to five days, the program has once again been c­ urated by Iraqi oud virtuoso Naseer Shamma, whose concert on March 4 will also celebrate the fifth anniversary of the hall’s opening. A number of digital offerings complement the musical program: Works by visual artists Jaber Alwan (Iraq) and Nja Mahdaoui (Tunisia) will be shown in an online exhibition. In a specially produced video presenta­ tion, Omani poet Saif al-Rahbi will read from his works. Tunisian director Kaouther Ben Hania’s ­Oscar-­­ nominated film The Man Who Sold His Skin will be available for streaming.

March 1–5, 2022

Supported by the Abu Dhabi Festival

Nja Mahdaoui, Astrolabe (2009)


Di

1. März 19.30

TRIO ABOZEKRYS Mohamed Abozekry Oud Abdallah Abozekry Saz Nicolas Thé Percussion

1

Mi

2

2. März 19.30

MAQAMAT TRIO Anwar Abudragh Djoze, Oud, Gesang Khaled Mohamed Ali Oud und Violine Hasan Falih Kanun

3

Do

3. März 19.30 TERYOLA

Hany Elbadry Ney Mohamed Arafa Percussion Mohamed Essam Klavier

34

1 Trio Abozekrys: Mohamed Abozekry, Nicolas Thé, Abdallah Abozekry 2 Khaled Mohamed Ali 3 Hasan Falih


7

Fr

4. März 19.30

NASEER SHAMMA TRIO 4

Naseer Shamma Oud Aytaç Doğan Kanun Carlos Piñana Gitarre 8

Konzert zum fünfjährigen Jubiläum der Eröffnung des Pierre Boulez Saals

5

Sa

5. März 19.30

9

GHARBI TWINS TRIO 6

Bechir Gharbi Oud Mohamed Gharbi Violine Sami Gharbi Kanun

4 Mohamed Arafa 5 Mohamed Essam 6 Hany Elbadry 7 Aytaç Doğan 8 Carlos Piñana 9 Mohamed & Bechir Gharbi

Weitere Informationen zum Programm unter / For further program details, visit boulezsaal.de

v 35

Preise: ¤ 45 –15


So

6. März 2022 16.00

YULIA DEYNEKA & DANIEL BARENBOIM Yulia Deyneka Viola Daniel Barenboim Klavier

Neben ihrer Tätigkeit als Solo­Bratschistin der Staatskapelle Berlin und Professorin an der Barenboim­ Said Akademie steht Yulia Deyneka regelmäßig als Kammermusikerin auf der Bühne, oft an der Seite von Daniel Barenboim. In ihrem Duoprogramm inter­ pretieren sie gemeinsam Werke russischer Komponisten, von Glinkas selten zu hörender früher Sonate bis zu Schostakowitschs letztem Werk, vollendet im Juli 1975 wenige Wochen vor seinem Tod. Principal violist of the Staatskapelle Berlin and professor at the Barenboim­Said Akademie, Yulia Deyneka is also a versatile chamber musician and regularly appears together with Daniel Barenboim. In their duo recital, the two artists perform works by Russian composers, from Glinka’s rarely heard early Sonata to Shostakovich’s final work, completed in July 1975 just weeks before his death. Sun

March 6, 2022 4 pm

Preise: ¤ 65 –15 36


Michail Glinka

Igor Strawinsky

Sonate d-moll für Viola und Klavier

Élégie für Viola solo

Sergej Prokofjew

Dmitri Schostakowitsch

Auszüge aus dem Ballett Romeo und Julia

Sonate für Viola und Klavier op. 147

Bearbeitung für Viola und Klavier von Vadim Borisovsky

37


Di

8. März 2022 19.30

MITGLIEDER DER STAATSKAPELLE BERLIN Gregor Witt Musikalische Leitung

Richard Strauss Serenade für 13 Bläser Es-Dur op. 7 Sonatine Nr. 1 für 16 Bläser F-Dur Aus der Werkstatt eines Invaliden Suite für 13 Bläser B-Dur op. 4

Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28 Bearbeitung für Bläser

Der 17­jährige Richard Strauss stand kurz vor dem Abitur, als er im November 1881 seine Es­Dur­Serenade für Bläser vollendete. Mit ersten Aufführungen des Werks durch den Dirigenten Hans von Bülow rückte eine Komponistenkarriere für den jungen Musiker in greifbare Nähe. Bülow war es auch, der Strauss wenig später den Auftrag zu einem weiteren Werk für Bläser­ ensemble erteilte, der Suite in B­Dur. Erst ganz am Ende seiner langen Laufbahn Mitte der 1940er Jahre wandte sich der Komponist mit den beiden Bläser­ sonatinen noch einmal dieser Besetzung zu. Unter der Leitung von Gregor Witt, Solo­Oboist der Staatskapelle Berlin, spielen Mitglieder des Orchesters diese selten zu hörenden Werke und stellen ihnen eine Bearbeitung der berühmten Tondichtung Till Eulenspiegel gegen­ über. Richard Strauss was 17 years old and about to finish his schooling when he completed his E flat–major Wind Serenade in November 1881. Conductor Hans von Bülow promptly included the work in his concert programs, and a career as a composer suddenly became a real possibility for the young musician. Shortly afterward, Bülow commissioned Strauss to write another piece for wind ensemble, the Suite in B­flat major. It was only in the 1940s, near the end of his long life, that the composer once again turned to this combination of instruments with his two Wind Sonatinas. Led by Gregor Witt, the orchestra’s principal oboist, members of the Staatskapelle Berlin perform these rarely heard pieces, together with an arrangement of the ever­popular tone poem Till Eulenspiegel. Tue

38

March 8, 2022 7.30 pm


Preise: ¤ 35 –15 39


Do

10. März 2022 19.30

LA FONTE MUSICA & MICHELE PASOTTI The Colors of Ars Nova Michele Pasotti Musikalische Leitung und Laute Alena Dantcheva Sopran Francesca Cassinari Sopran Gianluca Ferrarini Tenor Efix Puleo Fidel Teodoro Baù Fidel Marco Domenichetti Flöte Federica Bianchi Clavicymbalum Michael Metzler Schlagzeug

Leonardo da Vinci wird der Ausspruch zu­ge­schrieben, Musik sei die Schwester der Malerei. Das Ensemble La fonte musica und sein Gründer ­Michele Pasotti, die zu den führenden Interpreten der Musik des ­italienischen Trecento gehören und bereits im Oktober 2020 das Publikum im Pierre Boulez Saal begeisterten, nehmen diesen Gedanken zum Ausgangspunkt für eine faszinierende Erkundung der ­„realistischen ­Revolution“ in den Künsten der Frührenaissance. Das Programm vereint die ­wichtigsten Protagonisten der Ars nova, von Philippe de Vitry bis Johannes ­Ciconia, und offenbart erstaunliche historische Parallelen ­zwischen visuellem und musikalischem Denken einer folgenreichen Epoche. The notion that “music may be called the sister of painting” has often been attributed to Leonardo da Vinci. Michele Pasotti and his ensemble La fonte musica, who are among the leading performers of Italian ­trecento music and presented a celebrated concert at the Pierre Boulez Saal in October 2020, take this idea as the starting point for a fascinating exploration of the “realistic revolution” in early-Renaissance art. Their program, including some of the most important protagonists of ars nova from Philippe de Vitry to ­Johannes Ciconia, unveils surprising historical parallels between the visual and the musical achievements of a momentous era. Thu

March 10, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

40


Vokal- und Instrumentalwerke des 14. Jahrhunderts von

Philippe de Vitry Marchetus de Padua Francesco Landini Johannes Ciconia Antonio Zacara da Teramo und anderen


So

13. März 2022 19.00

AMIR ELSAFFAR Amir ElSaffar Trompete, Santur, Gesang Ole Mathisen Tenorsaxophon Tomas Fujiwara Schlagzeug Tania Giannouli Klavier Lorenzo Bianchi Hoesch Elektronik

Preise: ¤ 45 –15

42

Als Multi-Instrumentalist, Komponist und Sänger kombiniert Amir ElSaffar in seiner Arbeit eine klassi­ sche Ausbildung als Jazztrompeter mit mikrotonalen Techniken aus der arabischen Musik. Anlässlich seines Debüts im Pierre Boulez Saal ist er mit zwei Program­ men zu hören, die hier ihre Uraufführungen erleben. Zu seinem Trio – mit Saxophonist Ole Mathisen, Schlagzeuger Tomas Fujiwara und ElSaffar an der Trompete – stößt im ersten Programmteil die griechi­ sche Pianistin Tania Giannouli, deren Instrument dabei auf mikrotonale Intervalle umgestimmt wird. Im zwei­ ten Set des Abends verbinden sich ElSaffars Gesang und Santur-Spiel mit der Arbeit des Klangkünstlers Lorenzo Bianchi Hoesch. An der Grenze zwischen Komposition und Improvisation verbinden die beiden elektroakustische Klänge mit traditionellen irakischen Maqam-Modi. Multi-instrumentalist, composer, and vocalist Amir ElSaffar combines a background as a classically trained jazz trumpeter with microtonal techniques idiomatic to Arabic music. For his Pierre Boulez Saal debut, he presents two world-premiere programs: in the first set, ElSaffar’s trio, consisting of saxophonist Ole Mathisen and drummer Tomas Fujiwara, with ElSaffar on trum­ pet, is joined by innovative Greek pianist Tania Gi­ annouli, whose instrument will be re-tuned to create microtonal sounds. The program’s second part, featur­ ing sound artist Lorenzo Bianchi Hoesch and ElSaffar on santur and vocals, explores the boundary between improvisation and composition with music that merg­ es electro-acoustic ideas with traditional Iraqi maqam scales. Sun

March 13, 2022 7 pm


43


Di

15. März 2022 19.30

STREICHQUARTETT DER STAATSKAPELLE BERLIN Schönberg-Zyklus III Wolfram Brandl Violine Krzysztof Specjal Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello

Nächster Konzerttermin / Upcoming Concert Di 3. Mai 2022 19.30

Preise: ¤ 45 –15

Nach der Uraufführung seines Zweiten Streich­ quartetts von 1908, mit dem er die Türen zur atonalen Musik weit aufgestoßen hatte, ließ sich Arnold Schönberg fast zwei Jahrzehnte Zeit, bevor er sich 1927 erneut der Gattung widmete. Inzwischen hatte er die „Methode des Komponierens mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“ entwickelt und schuf nun sein erstes dodekaphones Streichquartett. Sein Schüler Anton Webern reagierte mit Begeisterung: „Ich suche nach Worten, dir meinen Eindruck zu beschreiben; vielleicht sage ich es am besten so: daß mit jedem neuen Werke von dir das gesammte Weltbild für mich ein neues wird.“ Im dritten Konzert seines Schönberg­Zyklus präsentiert das Streichquartett der Staatskapelle Berlin das Werk zusammen mit Weberns Quartett von 1905 und dem f­moll­Quartett op. 20 Nr. 5 von Haydn. Having thrown the doors wide open to atonal music with the 1908 premiere of his Second String Quartet, Arnold Schoenberg would not return to the genre for almost two decades. By the time he did, in 1927, he had developed his “method of composing with twelve tones which are related only with one another” and set out to write his first twelve­tone string quartet. His student Anton Webern reacted enthusiastically: “I search for words to describe my impression; perhaps I can say it best this way: that with each new work from you, my whole world view is changed.” In the third concert of its season­spanning Schoenberg cycle, the Staats­ kapelle String Quartet presents the piece together with Webern’s 1905 Quartet and Haydn’s F­minor Quartet Op. 20 No. 5. Tue

44

March 15, 2022 7.30 pm


Joseph Haydn Streichquartett f-moll op. 20 Nr. 5 Hob. III:35

Anton Webern Streichquartett

Arnold Schönberg Streichquartett Nr. 3 op. 30

45


Mi

16. März 2022 19.30

EMMANUEL PAHUD & STUDIERENDE DER BARENBOIM-­SAID AKADEMIE Emmanuel Pahud Flöte und musikalische Leitung

Emmanuel Pahud, Soloflötist der Berliner Philhar­ moniker und Distinguished Visiting Professor an der Barenboim-Said Akademie, erarbeitet gemeinsam mit Studierenden ein Kammermusikprogramm, das die jungen Musikerinnen und Musiker zum Abschluss des Wintersemesters im Pierre Boulez Saal präsentieren. Werke von Haydn bis Hindemith geben dabei nicht nur einen aufschlussreichen Einblick in das Repertoire für Blasinstrumente, sondern auch in die Arbeit der Akademie. Emmanuel Pahud, principal flutist of the Berliner Philharmoniker and Distinguished Visiting Professor at the Barenboim-Said Akademie, is joined by a group of students for a chamber music program that presents the results of their work in the current winter semester. Ranging from Haydn to Hindemith, the pieces offer not only interesting perspectives on the repertoire for wind instruments but also on the work of the Akademie. Wed

March 16, 2022 7.30 pm

Joseph Haydn Drei „Londoner“ Trios für zwei Flöten und Violoncello

Samuel Barber Summer Music für Bläserquintett op. 31

Claude Debussy Six épigraphes antiques Bearbeitung für Flöte und Streichtrio von Bernard Chapron

August Klughardt Bläserquintett C-Dur op. 79

Paul Hindemith Kleine Kammermusik für Bläserquintett op. 24 Nr. 2

Preise: ¤ 35 –15 46


Hanns Eisler Lieder nach Texten von Bertolt Brecht aus dem Hollywooder Liederbuch

Fr

18. März 2022 19.30

HOLGER FALK & JULIUS DRAKE Lied und Lyrik II

Bertolt Brecht Ausgewählte Gedichte

Holger Falk Bariton Julius Drake Klavier

Das zweite Programm der vom Pianisten Julius Drake kuratierten Reihe „Lied und Lyrik“ widmet sich ­einer der produktivsten Künstlerfreundschaften des 20. Jahrhunderts: Nachdem sie sich 1930 in Berlin erstmals begegnet waren, blieben Bertolt Brecht und Hanns Eisler einander lebenslang eng verbunden. ­Bariton Holger Falk interpretiert gemeinsam mit Drake Eislers Vertonungen von Brecht-Texten aus dem ­Hollywooder Liederbuch, das in den Jahren 1942/43 im kalifornischen Exil entstand, wo die beiden Freunde nach ihrer Flucht aus Deutschland wieder aufeinander­ trafen. Eine Schauspielerin bzw. ein Schauspieler liest ausgewählte Gedichte. The second concert in the Lied und Lyrik series, curated by pianist Julius Drake, is dedicated to one of the most productive artistic friendships of the 20th century: after meeting in Berlin in 1930, Bertolt Brecht and Hanns Eisler maintained a close relation­ ship throughout their lives. Together with Drake, baritone Holger Falk explores Eisler’s Brecht settings collected in his Hollywood Songbook—music written in 1942–43 during the composer’s Californian exile, where he and Brecht had reunited after fleeing Germany. A selection of Brecht’s poems will be read by an actor. Preise: ¤ 55 –15 47

Fri

March 18, 2022 7.30 pm


Mi

23. März 2022 19.30

GIUSEPPE GUARRERA Giuseppe Guarrera Klavier

Pjotr Tschaikowsky Klaviersonate G-Dur op. 37

Sergej Rachmaninow Variationen über ein Thema von Corelli op. 42

Guillem Palomar Neues Werk Uraufführung

Franz Liszt Rhapsodie espagnole S 254

Preise: ¤ 35 –15

48

Giuseppe Guarrera stellt sich in seinem Soloabend pianistisch höchst anspruchsvollen Werken zweier Komponisten, die zugleich als Klaviervirtuosen gefeiert wurden: Auf dem Programm stehen Liszts Rhapsodie espagnole und Rachmaninows Corelli-Variationen, über die der Komponist 1931 schrieb: „Ich kann meine eigenen Kompositionen nicht spielen!“ Außerdem präsentiert der aus Sizilien stammende Pianist Tschaikowskys G­Dur­Sonate und die Uraufführung eines neuen Werks von Guillem Palomar. Der junge spanische Komponist ist wie Guarrera selbst Absolvent der Barenboim­Said Akademie. In his solo recital, Giuseppe Guarrera takes on a pair of highly challenging works by two composers who were celebrated performers in their own right: the program includes Lizst’s Rhapsodie espagnole and Rachmaninoff’s Corelli Variations, which in 1931 prompted the composer to remark: “I can’t play my own music!” The Sicilian­ born pianist also presents Tchaikovsky’s G­major Sonata and the world premiere of a new piece by Guillem Palomar. Like Guarrera himself, the young Spanish composer is a graduate of the Barenboim­Said Akademie. Wed

March 23, 2022 7.30 pm


Do

24. März 2022 19.30

BELCEA QUARTET Corina Belcea Violine Axel Schacher Violine Krzysztof Chorzelski Viola Antoine Lederlin Violoncello

Franz Schubert Streichquartett c-moll D 703 „Quartettsatz“

Karol Szymanowski Streichquartett Nr. 1 C-Dur op. 37

Johannes Brahms Streichquartett Nr. 1 c-moll op. 51 Nr. 1

Preise: ¤ 55 –15 49

Ende der 1860er Jahre rang Johannes Brahms mit der Vollendung seines Ersten Streichquartetts und insbesondere mit dem übermächtigen Vorbild Beethoven. Hilfestellung erhielt er dabei indirekt von Franz Schubert, dem es mit seinem „Quartettsatz“ schon ein halbes Jahrhundert zuvor ähnlich ergangen war. Das wegweisende Fragment erlebte nicht nur auf Brahms’ Anregung hin seine postume Uraufführung, es beeinflusste auch dessen eigenes c­moll­Quartett hörbar. Das Belcea Quartet interpretiert beide Werke zusammen mit Karol Szymanowskis Quartett­Erstling, der ebenfalls Beethoven seine – ganz eigenwillige – Reverenz erweist. Toward the end of the 1860s, Johannes Brahms was struggling to finish his First String Quartet—and trying to emerge from the dominating shadow of Beethoven. He indirectly drew support from Franz Schubert, who had found himself in a similar situation when working on his “Quartet Movement” half a century earlier. Not only was Brahms instrumental in arranging the posthumous premiere of Schubert’s ground­ breaking fragment, it also had an audible influence on his own C­minor Quartet. The Belcea Quartet juxtaposes these two pieces with Karol Szymanowski’s First Quartet, which, in its highly individual way, also pays homage to Beethoven. Thu

March 24, 2022 7.30 pm


Mit ihrer Mischung aus selten zu hörendem Originalrepertoire und fantasievollen Bearbeitungen gleichen die Themennächte im Pierre Boulez Saal musikalischen Entdeckungsreisen. Nach vergangenen Konzerten, die Klarinette, Oboe und Horn gewidmet waren, steht in dieser Saison einen ganzen Abend lang der Kontrabass im Rampenlicht. Kuratiert hat das Programm Nabil Shehata, langjähriger Kontrabassist des West-Eastern Divan Orchestra und Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Gemeinsam mit fünf prominenten Kollegen präsentiert er sein Instrument in den unterschiedlichsten Facetten.

Fr

25. März 2022 19.30

NACHT DER KONTRABÄSSE Nabil Shehata Kontrabass und musikalische Leitung Christoph Anacker Matthew McDonald Lukas Rudolph David Santos Luque Philipp Stubenrauch Kontrabass

With their colorful mix of rarely heard original repertoire and imaginative arrangements, the Pierre Boulez Saal’s “instrument-themed” concerts have been musical journeys of discovery. Following programs dedicated to the clarinet, oboe, and horn in previous years, the double bass takes center stage this season. The evening has been curated by Nabil ­Shehata, longtime bassist of the West-Eastern Divan Orchestra and chief conductor of the Philharmonie Süd­westfalen. Together with five acclaimed colleagues, he explores the many facets of his instrument. Fri

March 25, 2022 7.30 pm

Jörg Widmann Teiresias für sechs Kontrabässe sowie Werke von

Samuel Barber, Tetsuo Kawakami Lucien Legrand, Astor Piazzolla Preise: ¤ 35 –15

50

und anderen


So Mo Di

27. März 2022 15.30 28. März 2022 10.00 & 18.00 29. März 2022 10.00 & 18.00 720 BEATS Konzert für Kinder und Erwachsene QUATUOR BEAT Gabriel Benlolo Laurent Fraiche Jérôme Guicherd Hervé Trovel Schlagzeug

Die vier Schlagzeuger des Quatuor Beat haben im Oval des Pierre Boulez Saals bereits einmal für Begeisterung gesorgt, als sie im September 2019 mit ihrem Rundum­Spektakel 360 Beats zeigten, was sich mit einigen Trommeln und vier Vibraphonen musika­ lisch zaubern lässt. Im neuen Programm 720 Beats kommen weitere Instrumente und Gegenstände hinzu, die auf die unterschiedlichsten Arten zum Klingen gebracht werden. Mit dabei ist auch Musik eines Komponisten, den man wohl kaum mit Schlagzeug verbindet: Johann Sebastian Bach. The four percussionists of Quatour Beat received an enthusiastic welcome for the musical magic they created with a few drums and four vibraphones as part of their in­the­round performance 360 Beats, seen and heard at the Pierre Boulez Saal in September 2019. For the new program 720 Beats they have added more instruments and objects to produce a wide range of sounds in different and unexpected ways. These also include music by one composer who is hardly ever associated with percussion instruments: Johann Sebastian Bach. Sun Mon Tue

March 27, 2022 3.30 pm March 28, 2022 10 am & 6 pm March 29, 2022 10 am & 6 pm

Dauer: ca. 50 Minuten / ab 6 Jahre / ohne Sprache Performance time: approx. 50 minutes / Age 6 and older / Without words

Preise: ¤ 15 Erwachsene / ¤ 5 Kinder (So) ¤ 10 Erwachsene / ¤ 5 Kinder und Schulklassen (Mo & Di)

51


Mi

30. März 2022 19.30

GIDON KREMER, GIEDRĖ DIRVANAUSKAITĖ & GEORGIJS OSOKINS Gidon Kremer Violine Giedrė Dirvanauskaitė Violoncello Georgijs Osokins Klavier

Robert Schumann Sonate für Violine und Klavier a-moll op. 105 Klaviertrio Nr. 3 g-moll op. 110

Mieczysław Weinberg Nocturne für Violine und Klavier

Sergej Rachmaninow Trio élégiaque Nr. 2 d-moll op. 9

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„Es ist originell, durch und durch voller Leidenschaft“, schrieb Clara Schumann über das 1851 entstandene Dritte Klaviertrio ihres Ehegatten, ein Werk, „das einen bis in die wildesten Tiefen mit fortreißt“. Gidon Kremer, Giedrė Dirvanauskaitė und Georgijs Osokins stellen ihm Rachmaninows nur 40 Jahre jüngeres Trio élégiaque Nr. 2 gegenüber, das der Komponist dem „großen Künstler“ Tschaikowsky widmete. Schumanns be­ rühmte Violinsonate und das Nocturne für Violine und Klavier des 15­jährigen Mieczysław Weinberg vervoll­ ständigen das Programm. “It is original, absolutely full of passion,” Clara Schumann wrote about her husband’s Third Piano Trio, composed in 1851, a piece “which sweeps one away to the wildest depths.” Gidon Kremer, Giedrė Dirvanauskaitė, and Georgijs Osokins pair it with Rachmaninoff’s Trio élégiaque No. 2, written a mere 40 years later and dedicated by the composer to the “great artist” Tchaikovsky. Schumann’s famous Violin Sonata and 15­year­old Mieczysław Weinberg’s Nocturne for Violin and Piano round out the program. Wed

March 30, 2022 7.30 pm


Preise: ¤ 55 –15 53


Do

31. März 2022 19.30

MICHAEL BARENBOIM & NATHALIA MILSTEIN Michael Barenboim Violine und Viola Nathalia Milstein Klavier

Philippe Manoury Quasi una ciacona für Viola solo

Henri Vieuxtemps Sonate für Viola und Klavier B-Dur op. 36

Benjamin Attahir Bayn Athnyn für Violine/Viola und Klavier

Claude Debussy Hommage à Rameau für Klavier solo

Musik französischer und frankophoner Komponis­ ten steht im Fokus des Duoprogramms von Michael Barenboim und Nathalia Milstein. Neben den hoch­ romantischen Sonaten von Henri Vieuxtemps und César Franck ist Benjamin Attahirs Bayn Athnyn zu hören. Das im Sommer 2020 anlässlich des digitalen Festival of New Music im Pierre Boulez Saal uraufgeführte Werk ist Daniel Barenboim und seinem Sohn gewidmet, der sich ein Stück gewünscht hatte, in dem sowohl Geige als auch Bratsche zum Einsatz kommen. Als Bratscher ist er solistisch auch mit Philippe Manourys Quasi una ciacona zu erleben; Milstein interpretiert Debussys Hommage à Rameau. Michael Barenboim and Nathalia Milstein dedicate their duo recital to music by French—and French­ speaking—composers. The program prominently in­ cludes beloved Romantic sonatas by Henri Vieuxtemps and César Franck, as well as Benjamin Attahir’s Bayn Athnyn. First performed during the Pierre Boulez Saal’s digital Festival of New Music in the summer of 2020, the work is dedicated to Daniel Barenboim and his son, who had long wished for a piece in which he could switch between violin and viola. He will also be heard with Philippe Manoury’s Quasi una ciacona for solo viola; Milstein performs Debussy’s Hommage à Rameau. Thu

March 31, 2022 7.30 pm

César Franck Sonate für Violine und Klavier A-Dur

Preise: ¤ 55 –15

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Elternzeitkonzert Do 31. März 2022 10.30 Auszüge aus dem Abendprogramm für Eltern (und Großeltern, Tanten, Onkel ...) mit Babys im Alter von unter 12 Monaten Excerpts from the full program for parents (and grandparents, aunts, uncles ...) with babies aged 12 months and younger

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Preis: ¤ 10 (Erwachsene) Weitere Informationen zu Elternzeitkonzerten unter / For more information on “Elternzeit” Concerts, visit boulezsaal.de


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APRIL APRIL

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Fr

1. April 2022 19.30

MITGLIEDER DER WIENER PHILHARMONIKER

Wiener Klangkultur und Virtuosität auf höchstem Niveau versprechen die regelmäßigen Kammermusik­ gastspiele der Wiener Philharmoniker im Pierre Boulez Saal. In dieser Saison stehen zwei gewichtige Werke unterschiedlicher Epochen auf dem Programm: Neben Mozarts Divertimento in D­Dur für zwei Hörner und Streicher – mit knapp 45 Minuten Spieldauer eine seiner umfangreichsten Kammermusikkompositionen – ist Egon Wellesz’ 1948/49 entstandenes Oktett für Klarinette, Fagott, Horn, Streichquartett und Kontra­ bass zu hören. Sumptuous sound and breathtaking virtuosity are the hallmarks of the Vienna Philharmonic chamber ensembles’ regular appearances at the Pierre Boulez Saal. This season’s program includes a pair of large­scale works from different time periods: Mozart’s D­major Divertimento for two horns and strings—one of his most expansive chamber music compositions, with a performance time of almost 45 minutes—is followed by Egon Wellesz’s Octet for clarinet, bassoon, horn, string quartet, and double bass, written in 1948–49. Fri

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April 1, 2022 7.30 pm

Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento D-Dur KV 334

Egon Wellesz Oktett op. 67

Preise: ¤ 55 –15


Sa

2. April 2022 19.00

KATIA & MARIELLE LABÈQUE Katia Labèque Klavier Marielle Labèque Klavier

Die Uraufführung von Strawinskys Le Sacre du printemps sorgte 1913 für einen der größten Skandale der Musikgeschichte. Wie ein „wunderschöner Albtraum“ verfolgte das Werk Claude Debussy, nachdem er es gemeinsam mit dem Komponisten bei einem privaten Anlass vierhändig gespielt hatte. Katia und Marielle Labèque stellen der von Strawinsky selbst erstellten Fassung für zwei Klaviere Debussys Six épigraphes antiques und Schuberts späte f­moll­Fantasie gegenüber. The 1913 premiere of Stravinsky’s Le Sacre du printemps resulted in one of the most infamous scandals in music history. The piece haunted Claude Debussy as a “beautiful nightmare” after he performed the four­hand piano version together with the composer at a private gathering. Katia and Marielle Labèque contrast Stravinsky’s own two­piano arrangement with Debussy’s Six épigraphes antiques and Schubert’s late F­minor Fantasy. Sat

April 2, 2022 7 pm

Claude Debussy Six épigraphes antiques für Klavier zu vier Händen

Franz Schubert Fantasie f-moll D 940 für Klavier zu vier Händen

Igor Strawinsky Le Sacre du printemps Fassung für Klavier zu vier Händen

Preise: ¤ 75 –15 59


So

3. April 2022 16.00

BERTRAND CHAMAYOU

Olivier Messiaen Vingt regards sur l’enfant-Jésus

Bertrand Chamayou Klavier

„Zwanzig Blicke auf das Jesuskind“: Das 1944 entstandene pianistische Hauptwerk des gläubigen Katholiken Olivier Messiaen ist nur äußerst selten vollständig im Konzert zu erleben. Anlässlich seines Solodebüts im Pierre Boulez Saal stellt sich Bertrand Chamayou der enormen Herausforderung, den gesamten zweistündigen Zyklus an einem Abend aufzuführen. “Twenty Visions of the Infant Jesus”: A Catholic and deeply religious man, Olivier Messiaen wrote his pianistic opus magnum in 1944. Complete performances in concert are exceedingly rare. For his solo debut at the Pierre Boulez Saal, Bertrand Chamayou takes on the challenge of presenting the entire two­hour cycle in one evening. Sun

April 3, 2022 4 pm

Preise: ¤ 45 –15 60


Mo

4. April 2022 19.30

MARIANNE CREBASSA & ALPHONSE CEMIN Marianne Crebassa Mezzosopran Alphonse Cemin Klavier

Die französische Sopranistin Marianne Crebassa war zuletzt in einem Konzert anlässlich des 100. Todestages von Claude Debussy im Pierre Boulez Saal zu hören – und dessen Musik darf selbstverständlich auch im spanisch­ französischen Liedprogramm nicht fehlen, dass sie nun gemeinsam mit dem Pianisten Alphonse Cemin gestaltet. Neben den Chansons de Bilitis interpretiert das Duo Werke von Maurice Ravel, Hector Berlioz, Jesús Guridi und Manuel de Falla. French soprano Marianne Crebassa was most recently heard at the Pierre Boulez Saal in a concert commemo­ rating the 100th anniversary of the death of Claude Debussy—and his music is also part of the Spanish­French song program she presents together with pianist Alphonse Cemin. In addition to the Chansons de Bilitis, the duo will perform works by Maurice Ravel, Hector Berlioz, Jesús Guridi, and Manuel de Falla. Mon

April 4, 2022 7.30 pm

Jesús Guridi Seis canciones castellanas (Auswahl)

Claude Debussy Chansons de Bilitis

Maurice Ravel Chanson espagnole Cinq mélodies populaires grecques

Manuel de Falla Séguidille

Hector Berlioz Les Nuits d’été op. 7

Preise: ¤ 55 –15 61


Das 1999 gegründete Trio con Brio Copenhagen, das eine zentrale Rolle in der zeitgenössischen Musik­ szene Skandinaviens spielt, eröffnet auch sein drittes Konzert im Pierre Boulez Saal mit dem Werk eines dänischen Komponisten unserer Zeit: Per Nørgårds Spell, das die Doppeldeutigkeit seines englischen Titels musikalisch reflektiert, versucht durch das immer neue „Buchstabieren“ von Motiven zu „verzaubern“. Außerdem zu hören sind Klaviertrios von Mieczysław Weinberg und Franz Schubert. Founded in 1999, Trio con Brio Copenhagen has been a prominent force in the Scandinavian contem­ porary­music scene for many years. For their third appearance at the Pierre Boulez Saal, the three musi­ cians have once again chosen a work by one of today’s foremost Danish composers to open the concert. The title of Per Nørgårds Spell refers to “spelling” musical motives, but also to the idea of “enchantment.” Trios by Mieczysław Weinberg and Franz Schubert complete the program. Tue

Di

April 5, 2022 7.30 pm

5. April 2022 19.30

TRIO CON BRIO COPENHAGEN Soo-Jin Hong Violine Soo-Kyung Hong Violoncello Jens Elvekjær Klavier

Per Nørgård Spell

Mieczysław Weinberg Klaviertrio op. 24

Franz Schubert Preise: ¤ 45 –15

62

Klaviertrio Nr. 2 Es-Dur D 929


12. / 13. April 2022

Di 12. April 19.30

EXPERIMENTAL CONCERT RESEARCH

YUBAL ENSEMBLE Charlotte Chahuneau, Larissa Cidlinsky Violine Friedemann Slenczka, Martha Windhagauer Viola Raphaela Paetsch Violoncello

Ludwig van Beethoven

Preis: ¤ 12 / Teilnehmende ¤ 6

Streichquintett c-moll op. 104 Mi 13. April 19.30

Brett Dean Epitaphs für Streichquintett

Johannes Brahms Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111

Warum bewegt, begeistert und berührt uns Musik im Konzert? Im Rahmen des von der Zeppelin ­Universität in Friedrichshafen geleiteten Forschungs­ projekts „Experimental Concert Research“ spielen das international renommierte Kammermusikensemble um Alban Gerhardt und das junge Yubal Ensemble an ­aufeinanderfolgenden Abenden jeweils das gleiche Pro­ gramm aus Streichquintetten von Beethoven, Brahms und Brett Dean. Die Besucherinnen und Besucher können an der Untersuchung des Konzerterlebnisses mitwirken: Als Studienteilnehmende werden sie vor und nach dem Konzert je einen Fragebogen ausfüllen. Während des Konzerts werden mit Hilfe eines speziell angelegten Handschuhs verschiedene physiologische Werte auf­gezeichnet. Die erhobenen Daten werden vollständig ­anonymisiert. Die Reihe wird mit acht ­Konzerten im Berliner Radialsystem weiter­ent­wickelt.

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Baiba Skride, Gergana Gergova Violine Micha Afkham, Amihai Grosz Viola Alban Gerhardt Violoncello Preis: ¤ 18 / Teilnehmende ¤ 6

Why does live music move, inspire, and touch us? As part of the project “Experimental Concert ­Research,” supervised by the Zeppelin University in Friedrichshafen, the internationally acclaimed chamber music ensemble led by Alban Gerhardt and the young Yubal Ensemble on successive nights perform the same program of string quintets by Beethoven, Brahms, and Brett Dean. The audience can become part of the experiment and the examination of the concert ex­ perience: before and after the performance, participants will complete a questionnaire. During the concert, a number of physiological values will be recorded through a specially worn glove. All collected data will be anonymized. The series will be further developed with eight additional concerts at Berlin’s ­Radialsystem.

April 12–13, 2022


22. April 2022 19.30 Sa 23. April 2022 19.00

Fr

STAATSKAPELLE BERLIN & SIR ANDRÁS SCHIFF Sir András Schiff Musikalische Leitung und Klavier

Johann Sebastian Bach Brandenburgische Konzerte BWV 1046–1051

Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal Presented by the Staatsoper Unter den Linden in cooperation with the Pierre Boulez Saal

Kartenvorverkauf über die Staatsoper Unter den Linden. Ein begrenztes Kontingent ist über den Pierre Boulez Saal erhältlich./ Ticket sales via the Staatsoper Unter den Linden. A limited number of tickets is available from the Pierre Boulez Saal.

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Vollendet vor genau 200 Jahren, reist Bachs zweites Brandenburgisches Konzert seit 1977 auf einer Schall­platte an Bord der Raumsonde Voyager 2 durch unsere Galaxie – Musik für die Ewigkeit. Sir András Schiff, einer der bedeutendsten Bach-Interpreten unserer Zeit, und die Staatskapelle Berlin setzen mit den sechs berühmten Ensemblekonzerten ihre Reihe mit Werken des Komponisten fort. Completed exactly 200 years ago, Bach’s Second Brandenburg Concerto has been traveling through the galaxy on a record on board the Voyager 2 space probe since 1977—it truly is music made for eternity. Sir ­András Schiff, one of today’s foremost performers of Bach, and the Staatskapelle Berlin continue their concert series exploring the composer’s works with his six ­celebrated ensemble concertos.

April 22, 2022 7.30 pm Sat  April 23, 2022 7 pm Fri

Werkstattkonzert für Familien Fr 22. April 2022 10.00 Empfohlen ab 10 Jahren

Preise: ¤ 65 –15

65

Preis: ¤ 15 Erwachsene / ¤ 8 Kinder


Fr

29. April 2022 19.30

BOULEZ ENSEMBLE XLII Oksana Lyniv Musikalische Leitung Anna Samuil Sopran Anna Goryachova Mezzosopran Stephan Rügamer Tenor Grigory Shkarupa Bass Alexander Vitlin, Nathalia Milstein, Itai Navon, N.N. Klavier Madrigalchor Bukarest

Igor Strawinsky Oktett für Bläser Symphonies d’instruments à vent für 24 Bläser

Les Noces für Soli, Chor, vier Klaviere und Schlagzeug

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Mit einer Hommage an Igor Strawinsky stellt sich Oksana Lyniv anlässlich ihrer ersten Zusammenarbeit mit dem Boulez Ensemble vor. Die drei Werke des Programms reflektieren die Wandlung des Komponis­ ten vom „russischen“ Stil der frühen Jahre zu seiner neoklassizistischen Phase: Les Noces, die 1914 begon­ nene, aber erst ein knappes Jahrzehnt später uraufge­ führte Ballettmusik über eine russische Bauernhoch­ zeit, lässt noch einmal Strawinskys Begeisterung für die traditionelle Musik seines Geburtslandes lebendig werden. Mit den Symphonies d’instruments à vent von 1920 und dem wenig später entstandenen Oktett wandte er sich dann Ausdrucksformen und Techniken des 18. Jahrhunderts zu. In their first collaboration, conductor Oksana Lyniv and the Boulez Ensemble present an insightful homage to Igor Stravinsky—with the program’s three works reflecting the composer’s transition from the “Russian” style of his early years to his neo-classical period. Les Noces, a ballet about a Russian peasant wedding begun in 1914 but not premiered until almost a decade later, once again reveals Stravinsky’s fascination with the traditional music of his home­ land. The Symphonies of Wind Instruments from 1920 and the Wind Octet, written a few years later, marked the beginning of his exploration of 18th-century techniques and forms. Fri

April 29, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15


13. – 16. Juli 2022 THE TALLIS SCHOLARS & PETER PHILLIPS Peter Phillips Musikalische Leitung

Josquin des Prez Sämtliche Messen

13. Juli 15.00 Die frühesten Messen Mi

Missa „Une mousse de Biscaye“ Missa „L’ami Baudichon“

13. Juli 20.00 Kanonmessen Mi

Am 27. August 1521 starb Jossequin Lebloitte dit Desprez im französischen Condé­sur­l’Escaut. Schon seine Zeitgenossen verehrten den bedeutendsten Komponisten der europäischen Frührenaissance schlicht unter dem emblematischen Vornamen Josquin. Durch meisterhafte Beherrschung und innovative Weiterentwicklung der Kompositiontechniken seiner Zeit verhalf er der frankoflämischen Vokalpolyphonie zu nie dagewesener Tiefe und atemberaubender Schönheit. Wie kein zweites Ensemble haben die Tallis Scholars und ihr musikalischer Leiter Peter Phillips in Interpretation und Aufführung der Musik Josquins Maßstäbe gesetzt und im vergangenen Jahr ihre mehrfach preisgekrönte Gesamteinspielung seiner Messen nach mehr als drei Jahrzehnten zum Abschluss gebracht. Mit einem ursprünglich zum 500. Todestag des Komponisten im August 2021 geplanten Konzert­ projekt sind sie nun im Pierre Boulez Saal zu erleben: An vier Tagen präsentieren die Musikerinnen und Musiker zum Abschluss der Saison sämtliche Messen Josquins. Im Vorfeld der ersten zyklischen Aufführung dieser Werke bietet eine Onlineplattform umfangreiche digitale Angebote zum „Kosmos Josquin“.

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Missa „Ad fugam“ Missa „Sine nomine“

14. Juli 15.00 L’homme armé-Messen Do

Missa „L’homme armé super voces musicales“ Missa „L’homme armé sexti toni“

14. Juli 20.00 Frühe und mittlere Messen Do

Missa „Gaudeamus“ Missa „D’ung aultre amer“ Missa „Di dadi“

Preise: ¤ 35 –15


15. Juli 15.00 Messen nach mehrstimmigen Vorlagen Fr

Missa „Fortuna desperata“ Missa „Malheur me bat“

15. Juli 20.00 Ostinatomessen Fr

Missa „La sol fa re mi“ Missa „Faysant regretz“ Missa „Hercules Dux Ferrariae“

16. Juli 15.00 Späte Messen

Sa

Missa „De beata virgine“ Missa „Ave maris stella“

16. Juli 20.00 Die letzten Messen Sa

Missa „Mater patris“ Missa „Pange lingua“

Beim Kauf eines Karten-Package für die Josquin-Messen erhalten Sie ohne Aufpreis Plätze in der nächsthöheren Kategorie. Weitere Informationen unter boulezsaal.de Purchase a Josquin ticket package to receive a free upgrade to the next higher seat category. For more information, visit boulezsaal.de

On August 27, 1521, Jossequin Lebloitte dit Desprez died in Condé­sur­l’Escaut, France. Known even to his contemporaries by the iconic first name Josquin, he was the leading composer of early­Renaissance Europe, whose mastery and innovative development of the compositional techniques of his time brought unprecedented depth and breath­taking beauty to the vocal music of the Franco­Flemish school. Unlike any other ensemble, The Tallis Scholars and their musical director Peter Phillips have set standards in the inter­ pretation and performance of Josquin’s music, most notably with their recording of his complete masses, a three­decade, multi­award­winning undertaking that came to a close last year. Originally scheduled to coincide with the 500th anniversary of Josquin’s death in August 2021, an extraordinary project now brings the ensemble to the Pierre Boulez Saal to close the season: Over the course of four days, they will perform Josquin’s complete masses in the first ever cyclical presentation of these works. Leading up to the live performances, a new online platform will offer extensive and fascinating insights into the Josquin universe.

July 13 – 16, 2022


13. August 2022

28. Mai – 6. Juni 2022

DAS WALDBÜHNENKONZERT Eine spanische Nacht

QUARTETT-WOCHE

West-Eastern Divan Orchestra Daniel Barenboim Musikalische Leitung Lang Lang Klavier

Mit ihrem traditionellen Open­Air­Konzert in der Waldbühne Berlin laden Daniel Barenboim und das West­Eastern Divan Orchestra in diesem Jahr zu einer musikalischen Spanienreise ein. Dabei ist erstmals Pianist Lang Lang gemeinsam mit dem Orchester zu erleben – er übernimmt den virtuosen Solopart in de Fallas Nächte in spanischen Gärten. Für mediterrane Sommerabend­ Stimmung sorgen außerdem Debussys Ibéria und Ravels Rapsodie espagnole. Dessen unsterblicher Boléro beschließt den Abend. With their traditional open­air concert at the Wald­ bühne Berlin, Daniel Barenboim and the West­Eastern Divan Orchestra this year embark on a musical trip to Spain. They are joined for the first time by pianist Lang Lang, who takes on the virtuoso solo part in de Falla’s Nights in the Gardens of Spain. Likewise, Debussy’s Ibéria and Ravel’s Rapsodie espagnole evoke the mood of a Mediterranean summer night, with the latter’s immortal Boléro closing the program. Preise: ¤ 70 –25 70

Arditti Quartet & Jake Arditti Cuarteto Casals Hagen Quartett Heath Quartet & Jörg Widmann Signum Quartett Streichquartett der Staatskapelle Berlin & Udo Samel Zur diesjährigen Quartett­Woche kommen sechs Spitzenensembles im Pierre Boulez Saal zusammen, um eine vielseitige Auswahl der umfassenden Streichquartett­ literatur in intimer Atmosphäre zu erkunden. In span­ nender Verschränkung erklingen neben berühmten Meisterwerken der Repertoires auch neue und neueste Kompositionen u.a. von Hans Werner Henze, Salvatore Sciarrino, Jörg Widmann, James Dillon, Hilda Paredes und Matthijs van Dijk. This year’s Quartet Week features six acclaimed ensembles who will explore a wide­ranging selection of works from the rich quartet repertoire in the Pierre Boulez Saal’s intimate setting. With celebrated masterpieces of the genre performed side by side with contemporary and very recent pieces, including compositions by Hans Werner Henze, Salvatore Sciarrino, Jörg Widmann, James Dillon, Hilda Paredes, and Matthijs van Dijk, the week’s program reveals thrilling connections and echoes across different eras.


KARTEN & SERVICE

TICKETS & SERVICE

Der Vorverkauf für die Monate Februar bis April beginnt am Dienstag, den 11. Januar 2022 um 14 Uhr online, telefonisch und an der Tageskasse.

Tickets for the months of February through April go on sale Tuesday, January 11, 2022 at 2 pm online, by phone, and at the box office.

Wir empfehlen Ihnen, Karten nach Möglichkeit online zu buchen, um Wartezeiten bei der Ticketpersonalisie­ rung zu vermeiden. Alle wichtigen Informationen rund um den Karten­ kauf und Ihren Besuch finden Sie auf unserer Website oder in unserer Service­Broschüre, die wir Ihnen auf Wunsch gern kostenlos zuschicken.

We recommend that you book your tickets online to avoid waiting times when personalizing your tickets. Further information on ticket sales and your visit is available on our website and in our service brochure, which we will send to you upon request free of charge.

Warteliste für ausgewählte Veranstaltungen

Das Programm für die Monate Mai bis Juli wird Ende März veröffentlicht. Schon jetzt haben Sie die Möglichkeit, sich auf unserer Website für die Quartett-Woche auf eine Warteliste einzutragen. Wir informieren Sie per E­Mail, bevor die Karten in den allgemeinen Verkauf gehen, und Sie erhalten ein 48­stündiges Vorkaufsrecht. Sicherheits- und Hygienemaßnahmen

Unsere Hygienemaßnahmen werden fortlaufend den aktuellen Vorgaben angepasst, um größtmögliche Sicherheit für unser Publikum zu gewährleisten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch auf unserer Website über die jeweils gültigen Regelungen. Newsletter

Aktuelle Informationen zu Konzerten und Veranstaltungen erhalten Sie am schnellsten über unseren Newsletter, für den Sie sich unter boulezsaal.de/newsletter anmelden können. Wir sind dankbar für alle Anregungen und Reaktionen zu Ihrem Besuch oder zur Qualität unseres Service. Schreiben Sie uns unter feedback@boulezsaal.de!

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Waiting List for Selected Events

The program for the months of May through July will be published at the end of March. Starting immediately, you may enter a waiting list for the Quartet Week by visiting our website. We will notify you by email before tickets go on sale, and you will then receive 48­hour priority access. Safety and Hygiene Measures

We constantly adapt our hygiene measures to the current regulations to ensure the safety of our audiences. Before your visit, please check our website for the most recent updates. Newsletter

The easiest way to stay up to date on all concerts and events is to subscribe to our newsletter at boulezsaal.de/ newsletter. We are grateful for your comments and reactions to your visit or to the quality of our service. Contact us at feedback@boulezsaal.de!

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Impressum Herausgeber Pierre Boulez Saal Barenboim-Said Akademie gGmbH Geschäftsführer Carsten Siebert Französische Straße 33d, 10117 Berlin Redaktion Philipp Brieler Hannah Alfons, Martin Andris, Maya Chami, Kurt Danner, Kirsten Dawes, Ivana Rajic, Christoph Schaller, Rebecca Schettler Grafikdesign Annette Sonnewend

Abbildungsnachweise Jesse Gilbert (Cover, S. 6/7, 30/31, 56/57) • Stefan Maria Rother (S. 4/5) • Peter Adamik (S. 9) • Andrej Grilc (S. 11) • Caroline Mardok (S. 13: Courvoisier/Halvorson) • Mehdi Benkler (S. 13: Sartorius) • Claudio Casanova (S. 13: Rothenberg) • Harald Hoffmann (S. 14) • Fondation Hindemith, Blonay (S. 16) • Marco Borggreve (S. 17, 47: Drake, 49, 55: Milstein, 60) • Dario Acosta (S. 18) • Kaupo Kikkas (S. 19, 47: Falk, 48) • ohne Urheberangabe (S. 20, 32, 34/35 außer Trio Abozekrys) • Giorgos Mavropoulos (S. 21: Gourzi) • Irène Zandel (S. 21: Mönkemeyer, Youn) • Josef Fischnaller (S. 22) • Paolo Roversi (S. 23: Capuçon) • Doris Spiekermann-Klaas (S. 23: Gedeck) • Antje Taiga Jandrig (S. 24: Kristjánsson) • Armin Linke (S. 24: Köll) • Husniddin Atoev (S. 25) • Monika Rittershaus (S. 26) • Olympia Orlova (S. 29) • Ziad Tarek (S. 34: Trio Abozekrys) • Mauro Turatti (S. 36) • Silvia Lelli (S. 37) • Sebastian Rosenberg (S. 39) • Alberto Molina (S. 41) • Maria Baranova (S. 43: ElSaffar) • Andrea Macchia (S. 43: Hoesch) • Zuzanna Specjal (S. 45) • Fabien Monthubert (S. 46) • Stefan Zwickirsch (S. 50) • Vanessa Sonnewend (S. 51) • Angie Kremer (S. 53: Kemer) • Janis Romanovskis (S. 53: Osokins) • Claude Dussez (S. 53: Dirvanauskaitė) • Marcus Hoehn (S. 55: Barenboim) • Umberto Nicoletti (S. 59) • Odhrán Dunne (S. 61: Cemin) • Simon Fowler (S. 61: Crebassa) • Nikolaj Lund (S. 62) • Lukas Beck (S. 64/65) • Oleh Pavliuchenkov (S. 66/67) Abdruck der Gemälde von Jaber Alwan und Nja Mahdaoui (S. 33) mit freundlicher Genehmigung der Künstler. Im Fall bestehender und nicht berücksichtigter Urheberrechte bitten wir den oder die Rechteinhaber um Nachricht.

Herstellung Druckhaus Sportflieger, Berlin Redaktionsschluss: 1. Dezember 2021 Programmänderungen vorbehalten

7411 9 9 7 4 0 +49 3 al.de a s z e l u o b


„Wie man mit den Augen hört“ erforscht der amerikanische Künstler Jesse Gilbert, der an der Schnittstelle von bildender Kunst, Klang und Softwaredesign arbeitet. Im Pierre Boulez Saal realisierte er gemeinsam mit dem Klarinettisten David Krakauer und der Pianistin und Komponistin Kathleen Tagg im Jahr 2019 das Projekt Breath & Hammer, das Musik und Live-Videoprojektionen in einem eigens für den Saal entworfenen hexagonalen Raum zu einer audiovisuellen Einheit verschmelzen lässt. In diesem Heft und in kommenden Veröffentlichungen ist eine Auswahl neuer Klangvisualisierungen zu sehen, die auf Werken aus dem Programm der Saison 2021/22 beruhen. Zum Ende der Spielzeit wird Breath & Hammer erneut im Pierre Boulez Saal zu erleben sein.

Working at the intersection of visual art, sound, and software design, American artist Jesse Gilbert explores how to “listen through your eyes.” In 2019 he joined ­clarinetist David Krakauer and composer-pianist Kathleen Tagg in the presentation of Breath & Hammer at the Pierre Boulez Saal, a project that merges music and live video ­projections into an audiovisual experience in a hexagonal space designed specifically for the hall. A selection of new sound visualizations based on works heard during the 2021–22 season can be seen in this brochure as well as in upcoming publications. Breath & Hammer will ­return to the Pierre Boulez Saal at the end of the season.


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