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SPÖ-FRAUEN

Aktuell Oberösterreich AUSGABE 4 / 2016

Foto: Hubmayer Foto: Knie

Frauennotruf und Beratungseinrichtungen:

Foto: Lehmann

Wo es Hilfe bei Gewalt gibt

Foto: SPÖ OÖ

Frauenpolitik neu denken

Die SPÖ-Frauen Oberösterreich haben gemeinsam mit dem GVV Oberösterreich und dem Renner-Institut eine landesweite Vernetzungsinitiative gestartet. S. 6

Unterhalt sichern

Foto: Knie

Um Armut zu vermeiden, braucht es eine Reform des Unterhaltsrechts. Die ÖVP soll von der Bremse steigen, sagt SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. S. 5

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Foto: Knie

enn der Partner oder ein naher Angehöriger gewalttätig wird, scheuen sich viele Frauen davor Hilfe zu rufen. Aber es ist wichtig, über das Erlebte zu sprechen. So kann ein Weg aus der Gewalt gefunden werden. Es gibt viele Einrichtungen in Österreich, die Hilfe bieten. Mit Aktionen in ganz Österreich machen die SPÖ-Frauen auf dieses Thema aufmerksam. S 2,3

#Gewaltschutz.

Mit Sicherheit in Ihrer Nähe!

Frauenhelpline: 0800 222 555 • www.gewaltschutzzentrum.at •Polizei: 133

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Mit Hilfe einen Weg aus der Gewalt finden

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ewalt im nahen Umfeld beginnt oft schleichend. Zunächst mit Beleidigungen, Vorwürfen, Beschimpfungen, Streit – bis irgendwann die Situation eskaliert und es zu handfesten Auseinandersetzungen und Übergriffen kommt. Die Betroffenen reagieren mit Wut und Verzweiflung, aber auch mit Angst und Scham. Gerade dann wenn der Täter der Partner oder ein naher Angehöriger ist.

Schutz vor Gewalt Gewaltschutzzentren gibt es in jedem Bundesland. Frauenhäuser bieten Schutz. Wer sich die Nummern der Hilfseinrichtungen direkt auf das Handy speichern möchte, kann dies mit einer dafür vorgesehenen App, der sogenannten fem:HELP-App machen. Die App zum Download gibt es auf der Seite des Frauenministeriums unter www.bmgf.gv.at/ home/femHelp_App.

Österreich geht in Europa mit gutem Beispiel voran Schon das Gewaltschutzgesetz, das in Österreich 1997 in Kraft getreten ist, war europaweit ein Vorbild. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, den Täter aus der gemeinsamen Wohnung wegzuweisen. Für viele war das damals noch undenkbar. 2009 trat das Zweite Gewaltschutzgesetz in Kraft, das den Schutz der Opfer noch verbessert hat.

Betretungsverbot Im Juli 2016 wurde eine weitere wichtige Neuerung im Gewaltschutz beschlossen. Ein Betretungsverbot kann nun auch über Schulen und Kindergärten erlassen werden, wenn es keines über die Wohnung gibt. Das ist wichtig, wenn Frauen und Kinder in Schutzeinrichtungen wie Frauenhäuser leben und der Täter den Wohnort des Kindes nicht kennen soll. Gewalt verhindern Für die Prävention zukünftiger Taten ist die Arbeit mit jenen wichtig, die bereits gewalttätig geworden sind. Daher wurde nun auch das Tätergespräch verpflichtend. Bei diesem wird dem Gefährder von geschulten BeamtInnen vor Augen geführt, welche Konsequenzen es für ihn hätte, wenn er wieder straffällig würde. Hilfe suchen Gewalt hat viele Gesichter. Sie fängt nicht erst dann an, wenn äußere Wunden sichtbar sind. Wichtig ist es, so früh wie möglich zu reagieren und Hilfe zu suchen. Gewalt ist für viele Frauen Teil ihres Alltags. Das dürfen wir nicht zulassen. Es gibt einen Weg aus der Gewalt.

Foto: Knie

Über Gewalt sprechen Viele Frauen scheuen sich davor Hilfe zu rufen und ziehen sich zurück. Zu groß ist das Gefühl, selbst versagt zu haben. Dabei ist es wichtig, über Gewalt zu sprechen. So kann ein Weg aus der belastenden Situation gefunden werden.

16 Tage gegen Gewalt Die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ findet jährlich von 25. November bis 10. Dezember statt. Österreich nimmt seit 1992 an dieser Initiative teil. Ziel ist es, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.

Österreich hat ein Netz an Hilfseinrichtungen Wer Gewalt erleidet, braucht rasche Hilfe. Daher ist es gut, wichtige Kontakte und Notrufnummern immer bei der Hand zu haben. Rund um die Uhr ist die Frauenhelpline 0800 222 555 und die Polizei 133 erreichbar.

Aktionen der SPÖ-Frauen „#Gewaltschutz: Mit Sicherheit in Ihrer Nähe“ ist das Motto der diesjährigen Aktionen der SPÖ-Frauen im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt. Ziel ist es, Frauen Mut zu machen und die Gewaltschutzeinrichtungen in Österreich besser bekannt zu machen.

Frauenhelpline: 0800 222 555 Polizei: 133 Gewaltschutzeinrichtungen und Frauenberatungsstellen Kontakte auf der Homepage des Frauenministeriums www.bmgf.gv.at/home/Hilfseinrichtungen fem-HELP:App Rascher Kontakt zu Hilfseinrichtungen mit einer App www.bmgf.gv.at/home/femHelp_App Frauen beraten Frauen Online Beratung zu frauenspezifischen Themen www.frauenberatenfrauen.at


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Foto: Knie

J Foto: Sibrawa

Selbstbestimmung: Ein Nein muss genügen Wichtige Punkte der Strafrechtsnovelle Jede intensive und entwürdigende sexuelle Belästigung ist strafbar. Ein Nein muss genügen: Wenn ein Täter eine sexuelle Handlung gegen den erkennbaren Willen des Opfers setzt, ist das strafbar. Gewalt in der Familie wurde als Erschwernisgrund eingeführt. Der Schutz der Opfer wurde ausgebaut. Die Strafen für Körperverletzungen wurden erhöht. „Verschleppt werden“ ins Ausland zum Zweck der Zwangsverheiratung wird bestraft.

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ine große Mehrheit der Frauen ist mit sexualisierten Übergriffen im Alltag vertraut. Jede zweite Frau hat unerwünschte Berührungen, Umarmungen oder Küsse bereits einmal oder mehrmals erlebt. Das ist das Ergebnis einer informellen Umfrage, die die SPÖ-Frauen in ganz Österreich durchgeführt haben. Sexuelle Belästigung ist strafbar Lange gab es keine Handhabe gegen sexualisierte Übergriffe außerhalb der Arbeitswelt. Anfang des Jahres ist eine Novelle zum Strafgesetzbuch in Kraft getreten, die wichtige frauenpolitische Neuerungen enthält. Sexuelle Belästigung ist ein strafrechtliches Delikt geworden. Jede intensive und entwürdigende Belästigung ist damit strafbar geworden. Ein Nein muss genügen Beim Straftatbestand der Vergewaltigung wurde in Österreich gesetzlich geregelt, dass ein Nein genügt. Wenn ein Täter eine sexuelle Handlung, ohne Drohung

oder Gewalt gegen den erkennbaren Willen des Opfers setzt, ist dies strafbar. Während in anderen europäischen Ländern eine derartige Regelung noch diskutiert wird, ist sie in Österreich Gesetz. Sexualisierte Gewalt im Netz Laut einer britischen Studie sind Frauen dreimal so häufig von Hasspostings betroffen. Verunglimpfen, lächerlich machen und bedrohen – das alles haben bereits sehr viele Frauen erlebt. Ziel der Täter ist es, Frauen einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Aber genau das lassen sich Frauen nicht mehr gefallen. Cybermobbing ist strafbar Seit Anfang des Jahres gibt es eine rechtliche Handhabe gegen Cybermobbing. Auch hier geht Österreich europaweit voran. Wer im Internet Lügen verbreitet und jemanden beschimpft, kann strafrechtlich verfolgt werden. Denn oft sind es Worte, die den Kreislauf der Gewalt beginnen.

ede Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Angst, frei von Gewalt. Doch gerade in ihren eigenen vier Wänden sind Frauen am häufigsten von Gewalt bedroht. Die Täter kommen oft aus dem engsten Umfeld: Lebenspartner, Verwandte, Freunde. Sicherheit geben Wir wollen Frauen Mut machen, einen Weg aus der Gewalt zu finden. Sie sollen wissen, wohin sie sich im Notfall wenden können. Daher machen wir SPÖ-Frauen die Gewaltschutz- und Beratungseinrichtungen in Österreich noch besser bekannt. Selbstbestimmung Es war ein wichtiger Schritt: Sexuelle Belästigung ist seit Beginn des Jahres strafbar. Erinnern wir uns an die Diskussionen, die es damals gab. Männer aus rechtsgerichteten Parteien haben am lautesten geschrien, um ein solches Gesetz zu verhindern. Nunmehr ist deutlich geworden: Sexualisierte Gewalt ist kein Kavaliersdelikt. Gegen Hass im Netz Auch Cybermobbing ist jetzt strafbar. Dafür haben wir SPÖ-Frauen uns lange eingesetzt. Denn es ist wichtig, dem Hass im Netz, von dem insbesondere Frauen betroffen sind, Grenzen zu setzen!


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Foto: Utzig

Bei einer Arbeitstagung im Oktober 2016 haben die SPÖ-Frauen Strategien und Konzepte für die Zukunft entwickelt.

Gleichstellung: Wir machen uns für Frauen stark

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rauenpolitik braucht Beharrlichkeit. Bis Gleichstellung erreicht ist, gibt es in Österreich viel zu tun. In letzter Zeit konnten einige wichtige Erfolge für Frauen erzielt werden. Mehr Rechte für Teilzeitkräfte Der Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit wird leichter. Dabei hilft das Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte, für das sich die SPÖ-Frauen lange eingesetzt haben. Wenn eine Vollzeitstelle ausgeschrieben wird, müssen die Teilzeitkräfte im Unternehmen informiert werden. Pensionsreform kommt Frauen zugute Die Pensionsreform ist ein wichtiger Schritt, um Armut zu vermeiden. Gerade Frauen profitieren von der Anhebung der Mindestpensionen bei lan-

ger Versicherungsdauer. Wer dreißig Beitragsjahre aufweisen kann, wird künftig mindestens 1.000 Euro (derzeit rund 883 Euro) erhalten. Ganztagsschulen: Angebot wird verdoppelt Die SPÖ kämpft seit langem für den Ausbau von ganztägigen Schulen, vor allem in der verschränkten Form. Diese sind pädagogisch wertvoll und stellen eine wichtige Erleichterung für die Familien dar. 750 Mio. wurden für den Ausbau der Ganztagsschulen vereinbart, davon 500 für den reinen Ausbau von Ganztagsschulplätzen. 250 Mio. sind für eine Attraktivierung des bestehenden Angebots gedacht. Wichtig: Aus diesem Topf wird auch Betreuung an Schulstandorten in den Ferien gefördert eine wichtige Verbesserung für berufstätige Eltern.

Frauenministerin Sabine Oberhauser: „In Österreich haben wir in Sachen Gleichberechtigung einiges erreicht – von der Einführung der Gleichbehandlungsgesetze bis hin zu den Gehaltsangaben bei Stelleninseraten. Das ist offensichtlich nicht genug. Wir werden noch mehr Druck machen“.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid: „Für mich hat eine Schule mit verschränkter Ganztagsbetreuung Priorität. Damit die Kinder bestmöglich betreut werden, in der Schule alles erledigen können, was Schule anbelangt, und zu Hause dann Familie leben können.“

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm: „Es ist viel passiert in den letzten Jahren, um die Einkommensschere kleiner zu kriegen. Es wurden aber noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten privater Unternehmen wäre ein wirksames Instrument, um Frauen mehr Chancen in der Berufswelt einzuräumen“.


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Gut für unsere Wirtschaft: Mehr Frauen als Chefinnen

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prengen wir die gläserne Decke. Dieses Ziel haben Feministinnen auf der ganzen Welt. Mehr Gleichstellung bringt bessere Ergebnisse Eine Studie der Boston Consulting Group “Frau dich” macht deutlich: Mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt ist nicht nur gut für die Frauen sondern bringt auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse.

Das gilt sowohl für einzelne Unternehmen als auch gesamtwirtschaftlich. In Österreich würde die Wertschöpfung um mindestens fünf Prozent steigen, würden mehr Frauen in Führungspositionen und Vollzeit arbeiten. Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit Beinahe jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. Das hat Auswirkungen auf das

Foto: Ursula Prager-Ramsa

Einkommen und die Pension, hemmt aber auch den beruflichen Aufstieg von Frauen. Zwischen 30 und 40 Jahren steigt der Anteil von Frauen in Teilzeit massiv an. 50 Prozent der erwerbstätigen Frauen kehren nach der Babypause nicht mehr in die Vollzeit zurück. Das und das mangelnde Aufrücken von Frauen in Führungspositionen blockiert Potentiale. Unternehmen müssen endlich handeln Die Studie “Frau dich” zeigt klar auf: Unternehmen müssen mehr tun, um Frauen zu unterstützen. Daraus folgern sich klare Aufträge für die Wirtschaft:

• Es braucht eine innerbetriebliche Einkommenstransparenz als Weiterentwicklung zum bestehenden Gesetz. Das bedeutet einheitliche Formvorlagen, Aufschlüsselung der Gehaltsbestandteile. Wichtig sind auch konkrete verpflichtende Gespräche von Seiten des Unternehmens und des Betriebsrates über die Ergebnisse der Einkommensberichte. Diese Erkenntnisse müssen zu zielgerichteten Frauenförderplänen führen.

• Wir brauchen Quoten in Aufsichtsräten und in Führungspositionen in der Privatwirtschaft.

Staatsnahe Unternehmen gehen voran Die Quote wirkt. Das zeigen die staatsnahen Unternehmen. Der Anteil der Frauen, die der Bund in die Aufsichtsräte in staatsnahe Unternehmen entsendet, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Derzeit liegt er bei 38 Prozent.

• Unternehmen müssen sich stärker bemühen, Frauen aus Teilzeit in Vollzeitbeschäftigung zu bringen.

Eines steht fest: Die beruflichen Potentiale von Frauen müssen in Zukunft stärker gefördert und genutzt werden.

Unterhalt: Die Existenz von Familien sichern

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nterhalt für Kinder zu bekommen, kann oft lange dauern. Mitunter erzählen Alleinerzieherinnen von endlosen Verhandlungen und von Vätern die nicht greifbar sind. Es ist eine Situation, die nicht nur quälend ist, sondern auch die Existenz der Familie gefährdet. Ein-ElternHaushalte haben in Österreich mit 42 Prozent die höchste Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung aller Haushaltstypen. Vorschuss kann finanzielle Notlage überbrücken Wenn ein Kind Anspruch auf Unterhalt hat, der Unterhaltspflichtige aber nicht zahlt, gibt

es vom Staat Vorschuss. Der Staat holt sich später vom Unterhaltspflichtigen das Geld per Regress zurück. Knapp über 50.000 Kinder erhielten im Jahr 2015 Unterhaltsvorschuss. Bis dieser allerdings ausgezahlt wird, kann es nach der aktuellen gesetzlichen Regelung mitunter sehr lange dauern. Bis der Anspruch geklärt ist, vergehen manchmal Monate. Armut vermeiden: Unterhalt sichern Im Regierungsprogramm wurde vereinbart, dass das Unterhaltsvorschussgesetz weiterentwickelt wird, damit die

Lücken im Gesetz geschlossen werden. Die SPÖ drängt seit langem auf Bewegung in diesem Bereich. Wichtig sind einheitliche Standards zur Beweislegung bei Unterhaltsvorschussverfahren sowie eine Anpassung der VorschussRichtsätze an die altersgemäßen Regelbedarfssätze. Unterhalt bis zum Ende der Ausbildung Auch werden derzeit Unterhaltsvorschüsse nur bis zum 18. Geburtstag gewährt. Andernfalls müssen sie eingeklagt werden, was in vielen Fällen eine finanzielle und emotionale Überforderung darstellt.

„Welche 18-Jährigen Jugendlichen schaffen das - auch psychisch?“, sagt Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits und fordert, dass der Unterhaltsvorschuss bis zum Ende der Ausbildung gezahlt wird. Gemeinsam umsetzen Ein gesicherter Unterhalt hilft Armut zu vermeiden. „Wir SPÖ-Frauen fordern schon seit langem eine alters- und bedarfsgerechte Unterhaltssicherung. Die ÖVP soll sich einen Ruck geben und das endlich mit uns umsetzen“, meint dazu SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek.


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Es ist nicht egal wer Politik macht!

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ine Vernetzungsinitiative starten die SP Frauen OÖ gemeinsam mit dem GVV OÖ und den Renner-Institut. „Es ist Zeit Frauenpolitik neu zu denken, Zeit für Unterstützung, Zeit für Mitbestimmung, Zeit für Weiterbildung. Und es ist vor allem Zeit für mehr Frauen in der Politik, weil alle gesellschaftspolitisch relevanten Themen auch Frauenthemen sind!“, betonen Landesparteivorsitzende LRin Birgit Gerstorfer und Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sabine Promberger. Weil es nicht egal ist, wer Politik macht  und

die SP-Gemeindepolitik noch erfolgreicher wird, wenn der Frauenanteil in den Gemeinderäten dem der Bevölkerung entspricht, arbeiten die SP Frauen dabei mit dem GVV OÖ und dem Renner-Institut zusammen. Den Auftakt dazu bildete eine gemeinsame Veranstaltung, zu der vorkurzem rund 100 interessierte Frauen und vereinzelte Männer ins CENTRAL Linz kamen. Mehr Frauen in die ­Gemeinderäte  „Wer sich mit den Frauen aus der eigenen Gemeinde, aus dem

LAbg. Sabine Promberger, Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, LRin Birgit Gerstorfer, LGFin Bettina Stadlbauer, Bgm.in Kerstin SuchanMayr (St.Valentin) und Mag.a Dr.in Alexandra Weiss.

Bezirk aus dem Bundesland bekannt macht, die Angebote zur Vernetzung nützt, stärkt auch die eigenen Netzwerke“, appelliert Birgit Gerstorfer an alle interessierten Frauen sich zu engagieren. „Es ist oft wenig ermutigend, als einzige Frau im Gemeinderat zu sitzen, deshalb wollen wir mehr Frauen für eine aktive Mitarbeit in der Gemeindepolitik gewinnen und aktive Gemeinderätinnen noch besser unterstützen“, erläutert Sabine Promberger den Hintergrund dieser Initiative. Etwas mehr als die Hälfte aller Oberösterreicher/innen sind

Frauen und dennoch kann von einem Halbe-Halbe in der Politik noch lange nicht die Rede sein. Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass die Bürgerinnen draußen vor Ort Ansprechpartnerinnen haben - das sind die Gemeinderätinnen. Diese politisch aktiven Frauen zu unterstützen, ihnen zu helfen, Chancengerechtigkeit für alle lebbar zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der Bundes- und der Landesfrauenorganisationen.

Die ‚Marie‘ - eine wertvolle Ratgeberin für Frauen

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ald ist es soweit: Im Jänner 2017 erscheint die 10. Auflage der Servicebroschüre „Marie“ - ein übersichtliches, nach Stichworten alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk für Frauen. Neben wertvollen Informationen und Anknüpfungspunkten, beispielsweise

wie Rechtsansprüche in verschiedenen Lebenssituationen geltend gemacht werden können, erleichtert die „Marie“ den Einblick in komplexe Rechtsmaterien und undurchsichtige Behördenwege. Nicht zu vergessen: Sämtliche Anlaufstellen und frauenspezifischen Beratungseinrichtun-

gen aus ganz Oberösterreich sind kompakt im hinteren Teil der Broschüre zu finden. Die „Marie“ (Auflage: 6.000 Stück) verteilen die SP Frauen OÖ kostenlos im ganzen Bundesland an Frauen- und Sozialeinrichtungen aber auch direkt an Frauen.


Frauenhelpline: 0800 222 555

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Gewaltschutzzentrum Oberösterreich www.gewaltschutzzentrum.at/ooe

Gewaltschutz- und Frauenberatungsstellen Gewaltschutzzentrum Oberösterreich Stockhofstraße 40, 4020 Linz Telefon:0732/60 77 60 E-Mail: ooe@gewaltschutzzentrum.at www.gewaltschutzzentrum.at/ooe

Frauenhaus Steyr Wehrgrabengasse 83, 4400 Steyr Telefon: 07252 87 700 (rund um die Uhr) E-Mail: office@frauenhaus-steyr.at www.frauenhaus-steyr.at

Frauenhaus Wels Rablstraße 14, 4600 Wels Telefon: 07242/678 51 (rund um die Uhr) E-Mail: office@frauenhaus-wels.at www.frauenhaus-wels.at

Frauenhaus Vöcklabruck Telefon: 07672 22 7 22 (rund um die Uhr) E-Mail: office@frauenhaus-voecklabruck.at www.frauenhaus-voecklabruck.at

Frauenhaus Linz Postfach 1084, 4021 Linz Telefon: 0732/60 67 00 (rund um die Uhr) E-Mail: office@frauenhaus-linz.at www.frauenhaus-linz.at Frauenhaus Innviertel Postfach 43, 4910 Ried im Innkreis Telefon: 07752/717 33 (rund um die Uhr) E-Mail: office@frauenhaus-innviertel.at www.frauenhaus-innviertel.at

Frauennotruf Linz Tel: 0732 60 22 00 Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen aus Oberösterreich Starhembergstraße 10/2, 4020 Linz Tel: 0732 60 22 00 E-Mail: hallo@frauenzentrum.at PIA | Prävention, Beratung und Therapie bei sexueller Gewalt Niederreithstraße 33, 4020 Linz Tel: 0732 65 00 31 E-Mail: office@pia-linz.at www.pia-linz.at


Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz

Abgeordnete im Portrait: Elisabeth Grossman

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ie beste Bildung für unsere Kinder, gerechte Verteilung von Arbeit, Einkommen und Vermögen sowie Fairness zwischen Frauen und Männern - das sind die wichtigsten Ziele der SPÖ-Bildungssprecherin im Parlament Elisabeth Grossmann. Ihre politische Heimat hat Elisabeth Grossmann in der Steiermark, wo sie seit 2007 als Landesparteivorsitzene-Stellvertreterin agiert. Seit 2009 ist Elisabeth Grossmann als Landesfrauenvorsitzende der SPÖ-Steiermark aktiv. So setzt sie sich beispielsweise seit langem gemeinsam mit den SPÖ-Frauen für den Ausbau der Ganztagsschulen ein. Aktuell werden insgesamt zusätzlich 750 Millionen investiert, um das bestehende Angebot zu erweitern. „Das fördert die Vereinbarung von Beruf und Familie und entlastet die Familien von Nachhilfekosten. Kein Kind soll am Nachmittag sich selbst, dem Fernseher oder der Playstation überlassen sein. In Ganztagsschulen bekommen sie die Förderung, die sie brauchen!“ erklärt Elisabeth Grossmann.

Partnerschaftliche Kinderbetreuung

Foto: BMGF

Ein neuer Online-Rechner „gleich=berechnet“ ermöglicht Eltern, verschiedene Varianten der Arbeitsteilung durchzurechnen. Es wird dadurch sichtbar, wie viel Geld ihnen monatlich insgesamt zur Verfügung steht, wenn sie sich die Kinderbetreuung gleichberechtigt teilen, beide arbeiten, Stunden reduzieren oder sich für andere Varianten entscheiden. Zusätzlich gibt es Informationen zu Pensionen, arbeitsrechtlichen Ansprüchen und weiteren Fragen. Die Initiative im Rahmen eines EU-Projekts wurde von Frauenministerin Sabine Oberhauser und Sozialminister Alois Stöger gestartet. www.gleich-berechnet.gv.at

Foto: Parlamentsdirektion, Bildagentur Zolles, Christian Hofer

Mehr Fördergelder für Frauen im Film Auch in der Filmwirtschaft gibt es ein Ungleichgewicht: Nur ein Viertel der Fördergelder geht an Frauen, obwohl sich mehr Frauen im Bereich Film ausbilden lassen. SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel und SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm haben eine überparteiliche Initiative für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der heimischen Filmwirtschaft gestartet. In einem gemeinsamen Entschließungsantrag werden Mentoring, Vernetzungsstrategien, Bewusstseinsarbeit und Gender-Budgeting in den Förderstellen des Bundes gefordert.

Welt - Aidstag Seit 1988 wird der Welt-AIDS-Tag jedes Jahr am 1. Dezember begangen. Ein Zeichen der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDSkranken Menschen setzten mit einer gemeinsamen Fotoaktion die SPÖ-Abgeordneten zum Nationalrat und zum Bundesrat.

Impressum: SPÖ-Frauen, Löwelstraße 18/1010 Wien Foto: SPÖ-Parlamentsklub, Sebastian Philipp


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