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S端dtiroler Bewerbungsfibel Anleitung zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen

Du hast W端nsche. Wir haben die Wege. Gestalte deine Zukunft. Jetzt!


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S체dtiroler Bewerbungsfibel Eine Anleitung zur Erstellung von professionellen und aussagekr채ftigen Bewerbungsunterlagen

Gestalte deine Zukunft. Jetzt!

Autor: Dr. Harald Stauder


Herausgeber: Raiffeisenverband S端dtirol Bozen Inhalt: Dr. Harald Stauder; Lana Grafik: ACC Werbe- und Marketing GmbH Druck: Europrint OHG Der Autor: Dr. Harald Stauder Unternehmensberatung Harald Stauder Consulting Lana www.haraldstauder.com Nachdruck, auch in Ausz端gen, nur mit Genehmigung des Herausgebers 3. 端berarbeitete Auflage Bozen, Oktober 2009

Du hast W端nsche, wir haben die Wege.

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Impressum


Inhalt Vorwort .................................................................................................................................................................................................................................................................. 6 Einführung . ........................................................................................................................................................................................................................................................ 7 1. Die Stellenanzeige ............................................................................................................................................................................................................................. 9 2. Das Bewerbungsschreiben ................................................................................................................................................................................................... 11 3. Der Lebenslauf – europass................................................................................................................................................................................................... 23 4. Die Bewerbungsmappe ........................................................................................................................................................................................................... 39 5. Die Online-Bewerbung ............................................................................................................................................................................................................. 41 6. Das Bewerbungsgespräch .................................................................................................................................................................................................... 43 7. Die Absage .............................................................................................................................................................................................................................................. 53

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Vorwort Eine gute Bewerbung erhöht die Chance auf den Wunschjob erheblich. Daher sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Schließlich ist der Einstieg in das Berufsleben ein besonders wichtiger Schritt und maßgeblich für die weitere persönliche Lebensgestaltung. Die in der vorliegenden Broschüre enthaltenen Ratschläge und Tipps sind mitentscheidend für das Urteil des künftigen Arbeitgebers, der dadurch einen ersten Eindruck der Bewerberin bzw. des Bewerbers erhält. Der erste Eindruck bei einem Bewerbungsgespräch ist nicht selten ausschlaggebend für die weitere berufliche Laufbahn. Daher sollte auch die Art und Weise, wie und in welcher Form man sich präsentiert, nicht nur als Äußerlichkeit gesehen werden. Zur erfolgreichen Bewerbung gehören auch detaillierte und ehrliche Anga-

ben zur Person, zu den Fähigkeiten und Neigungen, an Hand derer der künftige Arbeitgeber sich ein möglichst rundes Bild machen kann. Über 215.000 Erwerbstätige gibt es heute in Südtirol, zwei Drittel davon allein im Dienstleistungssektor. Einer der größten privaten Arbeitgeber im Land ist Raiffeisen. In vielen Sparten der Wirtschaft sind hier junge Menschen tätig und finden in den sozialen und kulturellen Bereichen berufliche Entfaltungsmöglichkeiten. Ihr erster Schritt auf dem Weg in den Beruf begann mit einer erfolgreichen Bewerbung. Mit dieser Broschüre wollen die Südtiroler Raiffeisenkassen all denen, die vor der Berufsentscheidung stehen, eine Hilfestellung zu einer erfolgreichen professionellen Bewerbungskultur bieten.

Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol

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Vorwort


Einführung Die Bewerbungskultur befindet sich seit einigen Jahren in einem starken Umbruch. Von Deutschland und Österreich kommend, beginnt sich auch in Südtirol eine neue, professionelle Bewerbungskultur zu etablieren. Genügte es vor einigen Jahren noch durch einen einfachen Telefonanruf, Interesse an einer ausgeschriebenen Stelle zu bekunden, so ist es heute, hauptsächlich für Maturanten und Akademiker, notwendig, eine professionell gestaltete Bewerbungsmappe mit allen erwarteten Dokumenten zu erstellen. Ähnliches gilt in einigen Betrieben auch bei einem betriebsinternen Aufstieg: in einigen Unternehmen werden Stellen manchmal auch intern ausgeschrieben; die Bewerbung erfolgt ähnlich wie bei Stellen in anderen Unternehmen. Der Südtiroler Arbeitsmarkt stellt sich am Anfang des 21. Jahrhunderts so dar, dass eine große Nachfrage nach Arbeitnehmern in fast jedem Bereich besteht. Ein Faktum, das sich durchaus auch wieder ändern kann, jedoch heute bei einigen Menschen dazu führt, in einigen Bereichen nachlässig zu werden, unter anderem bei der Gestaltung von Bewerbungsunterlagen. Der Leiter des Personalbüros eines großen Südtiroler Unternehmens bestätigte diese Einschätzung, aufgrund

seiner tagtäglichen Erfahrung. Nur etwa 10 % der Bewerbungsschreiben entsprächen dem Standard, den der Betrieb sich erwarte. Bei der Auswahl der neuen Mitarbeiter werde dem Aspekt Bewerbungsunterlagen nach Möglichkeit eine mitentscheidende Rolle eingeräumt. Die Gesprächspartner aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen der Südtiroler Wirtschaft, die sich durch ihre Beiträge an dieser Publikation beteiligt haben, bestätigen einhellig, dass die formal richtige Bewerbung und die gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch einen ersten Eindruck dafür vermitteln, inwieweit der Kandidat sich mit der Thematik Bewerbung wirklich auseinandergesetzt hat. Vor allem bei Kandidaten, die mittel- und langfristig in Führungspositionen hineinwachsen sollten, ein nicht unwesentlicher Aspekt. Diese Publikation vermittelt die grundlegenden Kenntnisse, die heute gebraucht werden, um eine Bewerbung so zu erstellen, wie sie von den meisten Unternehmen erwartet wird. Sie erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Doch kann ein Bewerber, der die beschriebenen Aspekte berücksichtigt, sich als gut und professionell auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet betrachten.

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Einführung

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Stellenanzeige


1. Die Stellenanzeige Prüfen Sie, was wirklich in der Anzeige steht, analysieren Sie diese genauestens und stellen Sie sich die Frage, ob sich eine Bewerbung lohnt!

Die Stellenanzeige in einer Tages- oder Wochenzeitung ist in den meisten Fällen die Grundlage einer Bewerbung. In Südtirol sind der „Wirtschaftskurier der Tageszeitung Dolomiten“, „Markt Südtirols größter Anzeigenmarkt der Tageszeitung Dolomiten“ und die Tageszeitung „Dolomiten“ jene deutschsprachige Medien, die mit Abstand am meisten Anzeigen veröffentlichen. Italienischsprachige Anzeigen findet man in den italienischen Tageszeitungen „Alto Adige“ oder im wöchentlichen Magazin „Bazar“. Der Text der Anzeige ist in den meisten Fällen gut durchdacht und zeigt dem potentiellen Interessenten bei genauem Durchlesen, ob sich eine Bewerbung lohnen könnte. Eine sorgfältige Analyse der in der Anzeige enthaltenen Beschreibungen und Formulierungen spart im Regelfall unnötigen Aufwand. Im Vorstellungsgespräch kann darauf geachtet werden, ob der Bewerber den Text der Anzeige auch richtig verstanden hat. Eine häufig gestellte Frage ist jene, inwieweit sich eine Bewerbung lohnt, wenn der Bewerber nicht über alle in der Anzeige geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage ist nicht möglich. Es kann jedoch der Tipp gegeben werden, dass, wenn die Anzeige über einen längeren Zeitraum öfters erscheint, die Chancen für einen Bewerber mit etwas geringerer als der geforderten Qualifikation steigen. Dies gilt in verstärkter Form dann, wenn wenige und eher sekundäre Erfordernisse fehlen.

Die Stellenanzeige

Einige Fragen, die Sie sich stellen sollten, um sich einen ersten Eindruck über die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen zu machen: • Warum wurde ich auf die Anzeige aufmerksam? • Womit wirbt die Anzeige? • Wie ist die Anzeige gestaltet? • Ist der Name des Unternehmens in der Anzeige enthalten? Dass der Name des Unternehmens nicht aufscheint, kann unterschiedliche Gründe haben; vor allem wenn ein Mitarbeiter ausgetauscht werden muss, sucht das Unternehmen meist durch einen Personalberater oder unter „Zuschriften“ neue Mitarbeiter • Schwergewicht der Anforderungen: charakterlich/fachlich • Verhältnis geboten/gefordert • Beschreibung der Aufgaben: je genauer, desto leichter ist es für einen Bewerber, sich zu orientieren • Größe der Anzeige • Welcher Ton wird im Text verwendet? • Präzise Sätze? • Telefonkontakt für Rückfrage möglich? • Warum werden neue Mitarbeiter gesucht? • Perspektiven, Aufstiegsmöglichkeiten? • Verkümmern angeeignete Fähigkeiten (Sprachen)?

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1.1. Anzeige durch einen Personalberater

1.2. Online Anzeigen

Immer häufiger kommt es vor, dass in der Anzeige nicht der Name des Unternehmens, welches einen neuen Mitarbeiter sucht, enthalten ist, sondern jener eines Personalberatungsunternehmens.

Immer häufiger werden Anzeigen auch online veröffentlicht. Ausschlaggebend dafür sind einmal die günstigeren Kosten, sowie die Möglichkeit der schnellen Aktualisierung. In Südtirol gibt es eine Reihe von speziellen Internetseiten, welche Arbeitsangebote veröffentlichen. Eine andere Möglichkeit sind Internetseiten der Unternehmen, welche zum Teil Stellenanzeigen enthalten.

Diese Unternehmen haben sich in dem Bereich Mitarbeiterauswahl spezialisiert und bieten ihre Dienste Unternehmen an, die Bedarf an neuen Mitarbeitern haben.

Nachfolgend einige Beispiele für Online-Anzeigen Aus der Anzeige geht der Name des eigentlich suchenden Unternehmens nicht hervor, jedoch meist die Branche und die nähere geographische Umgebung, zum Beispiel der Bezirk.

STOL: www.stol.it http://cluster.stol.it/kleinanzeiger/

Der Personalberater übernimmt die Vorauswahl der Bewerber, so dass die Verantwortlichen im Unternehmen nur noch mit den am besten geeigneten Bewerbern Gespräche führen müssen. Dies erspart Zeit und sichert eine professionelle Selektion im Vorfeld. Die endgültige Auswahl trifft das Unternehmen, das den Mitarbeiter sucht, selbst, da hierbei natürlich auch beachtet werden soll, ob der Bewerber auch menschlich zum Unternehmen passt.

Kleinanzeigen Südtirol: http://www.kleinanzeigen-suedtirol.com/stellenmarkt/

Ein Vorteil für den Bewerber, der die ausgeschriebene Stelle nicht erhält, ist jener, dass er, seine ausdrückliche Zustimmung vorausgesetzt, in der Datenbank des Beratungsunternehmens bleibt und bei einer für ihn passenden Stelle wieder kontaktiert wird.

Eures – Das europäische Portal zur beruflichen Mobilität: http://ec.europa.eu/eures/home.jsp?lang=de

Die auf dem Südtiroler Markt tätigen Personalberater bieten auf Ihrer jeweiligen Homepage die Möglichkeit einen Bewerbungsbogen auszufüllen. In diesen werden die wichtigsten und aussagekräftigsten Daten eingetragen und stehen dem Büro als Datenquelle zur Verfügung. Wenn die Personalberater Anfragen nach Mitarbeitern erhalten, können Sie somit auf die schon eingetragenen Bewerber zurückgreifen.

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Autonome Provinz Bozen – Südtirol: https://cert.provinz.bz.it/borsalavoro/ start.jsp?language=d Arbeit in den Dolomiten: http://www.job.bz.it

Eures TransTirolia Jobbörse: http://www2.eures-transtirolia.org/ eures/start.jsp?L=0/1 Bazar online: http://www.bazar.it/

Du hast Wünsche, wir haben Gestalte deine Die Stellenanzeige


2. Das Bewerbungsschreiben Das Bewerbungsschreiben ist die erste Arbeitsprobe!

Der erste Eindruck muss stimmen denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

Das Bewerbungsschreiben, auch Anschreiben genannt, ist der erste und wichtigste Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Das Bewerbungsschreiben ist in jedem Fall, bei der Antwort auf eine Stellenanzeige wie auch bei der Initiativbewerbung, zu erstellen. Das Interesse des potentiellen Arbeitgebers zu wecken, ist das primäre Ziel, das der Bewerber mit dem Anschreiben verfolgt. Aus diesem Grund hat sich auch beim Bewerbungsschreiben die aus der Werbung bekannte AIDA Regel durchgesetzt.

Der erste Eindruck, den der Bewerber mit seinem Anschreiben zu vermitteln in der Lage ist, bleibt lange erhalten und prägt zum Teil den weiteren Verlauf der Kontaktaufnahme. Wenn das Bewerbungsschreiben Tippfehler, Flecken oder Eselsohren aufweist, ist der Eindruck, den man beim Adressaten hinterlässt, ein entsprechend nachlässiger und negativer. Der Adressat kennt den Bewerber noch nicht; die einzige Möglichkeit, die er hat, um sich einen ersten Eindruck zu bilden, besteht in der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.

AIDA steht für

Für das korrekte Bewerbungsschreiben gelten daher folgende formelle Regeln:

A wie attention Mit dem Bewerbungsschreiben soll Aufmerksamkeit geweckt werden. I wie interest Interesse muss erzeugt werden, das den Leser zum Weiterlesen veranlasst. D wie desire Der Wunsch nach mehr Information über den Bewerber steht im Mittelpunkt. A wie action Handlung von Seiten des potentiellen Arbeitgebers soll provoziert werden.

die Wege. Zukunft. Jetzt! Das Bewerbungsschreiben

Papier – Schrift Der Text wird auf einem weißen DIN A 4 Papier verfasst, das einseitig beschriftet wird. Es ist nicht sinnvoll, ein besonders edles oder farbiges Papier zu verwenden. Schlicht, dezent und von mittlerer Qualität, wie die im Papierhandel erhältlichen Standardprodukte sind, reicht aus. Mehr wird nicht erwartet und wirkt zum Teil protzig. Die verwendete Schriftgröße ist 12 oder 13 Punkte. Der Zeilenabstand beträgt 1,5 zudem sollte der Schrifttyp klassisch sein, dazu sehr geeignet ist Times New Roman.

Rechtschreibung – Ausdruck Es ist sinnvoll, sich für die neue oder für die alte deutsche Rechtschreibung zu entscheiden und diese in den gesamten Unterlagen durchzuhalten. Empfohlen wird zum heutigen Zeitpunkt die Verwendung der neuen deutschen Rechtschreibung. Rechtschreib- oder Ausdruckfehler können eine noch so gute Bewerbung zunichte machen.

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Viele Adressaten reagieren auf solche Nachlässigkeiten sehr negativ. Aus Rechtschreibfehlern in Bewerbungsschreiben wird relativ schnell auch auf mögliche Rechtschreibfehler in Geschäftsbriefen geschlossen, die dem Image des Betriebes nicht förderlich sind. Die Standardprogramme der Textverarbeitung verfügen heute alle über Korrekturprogramme, die im Regelfall alle Rechtschreibfehler entdecken und beheben können. Was mögliche Ausdruckfehler betrifft, so gilt die Anwendung des 4-Augen-Prinzips, was soviel bedeutet, dass eine andere Person gebeten werden sollte, das Bewerbungsschreiben noch einmal durchzusehen.

Die Sprache Das Bewerbungsschreiben wird sachlich, mit knappen und präzisen Sätzen verfasst. Lange Schachtelsätze und Argumentationen über mehrere Zeilen sind nicht zielführend. Die Sprache muss klar und auch beim ersten Durchlesen verständlich sein. Wenn Fremdwörter oder Fachvokabular verwendet wird, dann richtig und nicht nur, um mit deren Kenntnis zu prahlen. In einem Bewerbungsschreiben geht es primär darum, das Interesse des potentiellen Arbeitgebers für den Bewerber zu wecken und nicht darum, dem anderen zu zeigen, wie literarisch oder künstlerisch begabt der Bewerber ist. Auch Zitate von berühmten Persönlichkeiten wie zum Beispiel: „Wie schon Winston Churchill zu sagen pflegte: ...“ sowie Sprichwörter oder Aphorismen gehören nicht in ein Bewerbungsschreiben.

Der Aufbau Das Bewerbungsschreiben wird nach dem selben System aufgebaut wie ein Geschäftsbrief. Folgende Punkte müssen enthalten sein: a) Absender b) Ort und Datum c) Genaue Angabe des Empfängers d) Überschrift e) Anrede des Empfängers F) Einleitung g) Das Angebot des Bewerbers

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h) i) j) k) l)

Begründung des Angebotes Schlusssatz Grußformel Unterschrift eventuell die Angabe der Anlagen

a) Der Absender Wie in jedem Geschäftsbrief steht am Anfang des Briefbogens die Adresse des Absenders. Sie ist so zu gestalten, wie dies in der Postanschrift üblich ist, also Vor- und Zuname, Straße und Hausnummer sowie die Postleitzahl und der Wohnort. Ob die Telefonnummer hinzugenommen wird, bleibt dem Bewerber überlassen. Alle weiteren Informationen, sofern vorhanden, wie E-Mail Adresse oder Fax-Nummer, erhält der Empfänger unter der Rubrik persönlichen Daten im Lebenslauf.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Der ideale Bewerber präsentiert sich in unserem Unternehmen durch Zustellung folgender Unterlagen: a) Bewerbungsschreiben (handschriftliche Unterschrift) Inhalt: - Anlass der Bewerbung; - kurze, persönliche Vorstellung mit selbstbeschreibenden Charaktereigen schaften und Freizeittätigkeiten; - persönliche Zielsetzung; - Referenzangaben; - Lichtbild. b) Lebenslauf (dokumentiert mit Zeugnissen usw.) Inhalt: - kurzer, lückenloser Lebenslauf (nicht Standard-PC-Programm); - schulische Ausbildung/Fortbildung; - besondere Kenntnisse; - beruflicher Werdegang. Brauerei Forst AG, Forst/Algund

Das Bewerbungsschreiben


b) Ort und Datum

d) Überschrift

Wie jeder Geschäftsbrief auch, wird das Bewerbungsschreiben mit Ort und Datum versehen. Der Absendeort wird im deutschen Sprachraum vor das Datum gesetzt.

Früher war es üblich, den Begriff „Betreff“ oder auch nur „Betr.:“ zu verwenden, um den Grund des Schreibens anzukündigen. Diese Begriffe und Abkürzungen sind heute nicht mehr üblich und sollten weggelassen werden. Die Überschriftszeile wird nicht mehr eingeleitet.

Beispiel: Bozen, am 30. Oktober 2009

c) Genaue Angabe des Empfängers Die Adresse des Empfängers ist in jedem Fall ein wichtiger Bestandteil des Bewerbungsschreibens. Dadurch vermeidet man den Eindruck, dass es sich beim Bewerbungsschreiben um einen Rundbrief handelt, der an mehrere Unternehmen gesandt wurde. Erster Bestandteil der Empfängeradresse ist der Name des Betriebes. Dieser wird so geschrieben, wie er in der Stellenannonce angegeben ist. Sollte keine Stellen­ annonce Grundlage der Bewerbung sein, so gibt das Telefonbuch, das Branchenverzeichnis (Gelbe Seiten) oder in den meisten Fällen auch das Internet Auskunft über die korrekte Schreibweise des Namens und der Adresse des Betriebes. In größeren Betrieben ist es üblich auch die zuständige Abteilung anzuführen, im Falle der Bewerbung natürlich die Personalabteilung. Ist in der Annonce der Name des Sachbearbeiters angegeben, wird dieser in der Empfängeradresse genannt. Somit verkürzen sich die betriebsinternen Wege. Zu achten ist auch hierbei natürlich auf die korrekte Schreibweise. Bei nicht korrekter Schreibweise kann sich der positive Effekt der direkten und persönlichen Ansprache sehr schnell auch ins Gegenteil verkehren. Beispiel: Raiffeisenkasse Musterdorf Personalabteilung Frau Dr. Doris Mustermann Empfängerstraße 1 39000 Musterdorf

Das Bewerbungsschreiben

Sie sollte drei Dinge aussagen: Es handelt sich beim Schreiben um eine Bewerbung um eine spezifische, genau definierte Stelle und wie der Bewerber von der Stelle erfahren hat. Beispiel: Bewerbung als Lagerbuchhalter Ihre Annonce in der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 22. Oktober 2009

e) Anrede des Empfängers Wo immer möglich, sollte der Empfänger mit seinem Namen angesprochen werden. Teilweise ist der Name in der Stellenausschreibung schon enthalten, teilweise kann dieser durch einen Anruf im Unternehmen erfragt werden. Die direkte Ansprache wirkt persönlicher und effektvoller.

Denken Sie daran: Das Lieblingswort der meisten Menschen ist ihr eigener Name!

Nur wenn es wirklich nicht möglich ist, den Namen der Person herauszufinden, welche sich mit den Bewerbungen beschäftigt, so lautet die Anrede: Sehr geehrte Damen und Herren, … Wenn wir im Bewerbungsschreiben zum Beispiel zwei Personen ansprechen müssen, so gilt die Regel, dass zuerst die Dame, dann der Herr erwähnt wird, es sei denn, dass der Herr eine ranghöhere Stellung einnimmt.

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Sehr geehrte Frau Mustermann, sehr geehrter Herr Raiffeisen, … Formulierungen wie: „Sehr geehrte Personalabteilung,“ oder „Sehr geehrte Firma Musterbetrieb“ liest man heute immer noch häufig, dennoch sind diese jedoch weder vom Ausdruck noch von der Logik her akzeptabel.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Der ideale Bewerber präsentiert sich in unserem Unternehmen … mit tadellosen Bewerbungsunterlagen, die neben einem handschriftlichen Lebenslauf, den Schul- und Arbeitszeugnissen, auch einen Begleitbrief beinhalten, in dem der/die Bewerber/in darstellt, warum er/sie sich in unserem Unternehmen bewirbt bzw. arbeiten möchte. Zum Vorstellungsgespräch präsentiert sich der Bewerber pünktlich, gut gekleidet (wie er dann auch am Arbeitsplatz sein möchte), beweist die Regeln des guten Benehmens zu kennen, und im besten Fall mit zusätzlichen Unterlagen. Im Laufe des Gesprächs beweist der Bewerber, schon einiges über das Unternehmen zu wissen, antwortet präzise und kurz auf gestellte Fragen und stellt Fragen am Schluss des Bewerbungsgesprächs. Wir legen natürlich Wert auf einen tadellosen Lebenslauf, auf Arbeitserfahrung, auf Schul- und Ausbildung. Zu den wesentlichen Bewertungskriterien zählen aber auch jene Fähigkeiten, welche sich jemand in der Freizeit erarbeitet hat: ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen und Verbänden, an der Universität oder im sportlichen/kulturellen Umfeld. Daraus können wir sehr oft auf die Sozialkompetenz von Bewerbern schließen, die bei Projektund Teamarbeitsfeldern oft gleich wichtig ist wie die erworbene Fachkompetenz. Dr. Christoph Engl Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft

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f) Die Einleitung Der Einleitungssatz dient einerseits dazu, dass die Aufmerksamkeit des Empfängers geweckt wird, andererseits jedoch auch dazu, die Informationen, die in der Überschrift enthalten sind, noch einmal wiederzugeben. Diese Informationen werden in einem Satz verarbeitet und mit weiteren Informationen gemischt. Je nach Branche kann die Einleitung auch sehr kreativ oder originell sein (zum Beispiel in der Werbebranche). Beispiele: Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige … gelesen und bewerbe mich hiermit um die ausgeschriebene Stelle. Ich bewerbe mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als … Durch Ihre Anzeige … bin ich auf die ausgeschriebene Position als … aufmerksam geworden.

g) Das Angebot des Bewerbers Hierbei sollte bedacht werden, dass die Länge des Bewerbungsschreibens eine Seite nicht überschreiten sollte. Der Bewerber sucht also die besten Argumente sorgfältig aus, die er in das Bewerbungsschreiben aufnimmt. Eine Vorwegnahme des Lebenslaufes ist genauso wenig sinnvoll, wie eine zu ausführliche Beschreibung der Charaktereigenschaften. Es geht darum, mit wenigen Sätzen die Punkte hervorzuheben, die dem Empfänger des Schreibens zeigen, dass der Bewerber interessant und wertvoll für den Betrieb sein könnte. Die Stellenannoncen enthalten im Regelfall schon eine Reihe von Qualifikationsmerkmalen, auf die im Bewerbungsschreiben eingegangen werden sollte. Sind keine solche angegeben, macht sich der Bewerber Gedanken, was er dem Betrieb, in dem er sich bewirbt, „bringen“ kann und welche Eigenschaften und Qualifikationen gefragt sein könnten. Eine realistische Selbsteinschätzung ist hierbei durchaus angebracht.

Das Bewerbungsschreiben


Beispiel: Über die von Ihnen gewünschten Kenntnisse im Bereich .... verfüge ich und konnte sie bereits bei meiner derzeitigen Tätigkeit (bei meinem Sommerpraktikum in der Firma...) in der Praxis erfolgreich einsetzen.

h) Begründung der Bewerbung Die Begründung der Bewerbung in einem oder zwei Sätzen zeigt die Motivation des Bewerbers, warum er sich gerade für diese Stelle bewirbt. Genauere Details zu dieser Frage können, wenn gewünscht, im Vorstellungsgespräch geklärt werden (siehe Kapitel „Vorstellungsgespräch“). Die Angabe des Grundes kann mit besonderen Interessen, Charaktereigenschaften oder auch dem Wohnort zu tun haben.

Beispiele: Ich bin zurzeit in einer ungekündigten Stelle tätig; meine Kündigungsfrist beläuft sich auf … Wochen. Somit könnte ich zum … für Ihren Betrieb tätig werden. Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen. Für ein Vorstellungsgespräch stehe ich gerne zur Verfügung. Weiterführende Fragen würde ich gerne in einem persönlichen Gespräch klären. Sollten Sie weitere Informationen zu meiner Person wünschen, so stehe ich Ihnen gerne zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Beispiele: Die Stelle als Mitarbeiter im Schalterbereich interessiert mich auch deshalb sehr, da ich von meiner Art her ein sehr kommunikativer Mensch bin und mich die Arbeit mit Menschen freut.

j) Grußformel

Schon in meiner Schulzeit hat mich das Fach Buchhaltung sehr interessiert; eine Stelle in diesem Bereich würde mir entgegenkommen, da ich gerne meine Kenntnisse in der Praxis anwenden möchte.

Formulierungen wie „Hochachtungsvoll“ oder „Mit vorzüglicher Hochachtung“ sind veraltet und heute im modernen Schriftverkehr nicht mehr gebräuchlich.

Die Begründung muss nicht im Bewerbungsschreiben enthalten sein, der Bewerber sollte sich jedoch in einem Vorstellungsgespräch auf die Frage nach dem Grund der Bewerbung einstellen.

i) Schlusssatz Der Schlusssatz rundet das Bewerbungsschreiben ab und sollte Aktivität beim Empfänger auslösen. Der Hinweis auf ein noch ungekündigtes Arbeitsverhältnis kann ebenso in den Schlusssatz aufgenommen werden wie der Hinweis, dass man für ein Bewerbungsgespräch oder weitere Informationen gerne zur Verfügung steht.

Das Bewerbungsschreiben

Die heute üblich und in einem Bewerbungsschreiben angebrachte Grußformel lautet: Mit freundlichen Grüßen

k) Die Unterschrift Die Unterschrift ist ein wichtiger Bestandteil des Bewerbungsschreibens. Ein noch so gutes Bewerbungsschreiben ohne Unterschrift wird bei der Endauswahl der Bewerber mit großer Wahrscheinlichkeit beiseite gelegt. Die Unterschrift wird eigenhändig (also nicht eingescannt) in blauer oder schwarzer Farbe auf das Bewerbungsschreiben gesetzt. Bei einer Bewerbung, die per E-Mail versandt wird, sollte zumindest der Name des Bewerbers dort hingeschrieben werden, wo die Unterschrift ihren Platz finden sollte. In so einem Fall ist das „scannen“ der Unterschrift auf das Bewerbungsschreiben erlaubt.

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l) Die Anlagen Der Anlagenhinweis kann, muss aber nicht im Bewerbungsschreiben enthalten sein, da im Prinzip jeder Empfänger davon ausgeht, dass Anlagen mitgesandt werden. Auf keinen Fall sollten die Anlagen gesondert angeführt werden, wenn dazu eine neue Seite begonnen werden muss.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Unser Unternehmen beurteilt die Bewerber primär nach folgenden Gesichtspunkten:

Kopie des Abschlusszeugnisses der 5. Klasse oder oder einfach nur 05. Anlagen Anlagen Ob ein und wenn, welche Art des Hinweises gewählt wird, hängt vom noch vorhandenen Platz und von der Notwendigkeit ab. Sollte auf die Anlagen bereits im Text des Bewerbungsschreibens hingewiesen worden sein, ist ein weiterer Hinweis am Fuß des Briefes nicht mehr notwendig. Im Text kann die Formulierung zum Beispiel so gewählt werden: Als Anlage zu diesem Schreiben erhalten Sie …

Nachdem er uns einen schriftlichen Lebenslauf samt Unterlagen (eventuell Zeugnisse oder Bestätigungen) zugesandt hat. Bei der Besprechung sind mindestens 2 Personen unsererseits anwesend. Es wird darauf geachtet, den Kandidaten so viel als möglich sprechen zu lassen. Tests werden selten gemacht. Maßgebend ist der gewonnene Gesamteindruck und die Überzeugung, dass die Aufgaben, die der Kandidat bei Einstellung zu bewältigen hat, zu seinen Fähigkeiten und Neigungen passen. Neben der Ausbildung oder Berufserfahrung spielen besonders charakterliche Eigenschaften eine Rolle, sowie seine physische und psychische Konstellation.

Keinesfalls „In der Anlage …“ (in der Anlage finden wir eventuell Blumen!!!) Es dürfte selbstverständlich sein, dass die Dokumente, die als Anlage mit dem Bewerbungsschreiben versandt werden, in keinem Fall Originaldokumente sein dürfen. Es gibt immer wieder Bewerber, die ihr Maturadiplom als Originaldokument dem Bewerbungsschreiben beilegen. Solche Bewerber werden im Regelfall schnell aussortiert. Die Idee, die dahinter steht, ist jene: „Wer wichtige Originaldokumente ohne Notwendigkeit per

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Elisabeth Stampfer, Würth Italia

Anlagen, von denen man sich besonders viel verspricht, weil sie eine besondere Qualifikation nachweisen und den Bewerber von anderen abheben, sollten angeführt werden, da sie sonst eventuell übersehen werden könnten.

Die Anlagen werden am Fuß des Briefes, in der Reihenfolge, wie sie beigelegt wurden angeführt. Anlagen: Lebenslauf Kopie des Maturadiploms

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Unser Unternehmen beurteilt die Bewerber primär nach folgenden Gesichtspunkten: • Fach-, Sozial- und Kommunikationskompetenz • Flexibilität (zeitliche, arbeitsinhaltliche und örtliche) • Interesse an der Aufgabe • Gute Sprachkenntnisse • Beherrschung MS-Office Norbert Mayr, HOPPE AG St. Martin i.P.

Das Bewerbungsschreiben


Post verschickt, macht dies wahrscheinlich auch mit wichtigen Dokumenten an seinem zukünftigen Arbeitsplatz.“ Gut lesbare Fotokopien reichen natürlich vollkommen aus. Diese müssen in der Privatwirtschaft auch nicht von einer Amtsperson beglaubigt sein.

Notizen

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Der ideale Bewerber präsentiert sich in unserem Unternehmen … • über eine professionell gestaltete Bewerbung online auf unserer Homepage oder durch Zusendung via E-Mail. Im Anschreiben soll u.a. hervorgehen, welches Berufsbild bevorzugt wird. • erscheint pünktlich (das heißt auch nicht zu früh) zum Vorstellungsgespräch, in dem er/sie sich als selbstbewusste/r Kandidat/in am Gespräch mit Fragen zum Unternehmen und zum Berufsbild beteiligt. • schätzt sich, vor allem was seine/ihre Sprach- und PC-Kenntnisse betrifft, selbst richtig ein und hat dies auch so in seinem/ihrem Lebenslauf wiedergegeben, da vor allem die Sprachkenntnisse relativ einfach abzufragen sind. Alexander Ploner, Leiter der Personalabteilung Leitner AG & Prinoth AG

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Auf den folgenden Seiten zeigen Beispiele, wie man sich richtig auf spezifische Stellenanzeigen bewirbt. Bewerbung A

Bewerbung B

Stellen Sie sich vor.

Stellen Sie sich vor. Die Raiffeisenverband Südtirol sucht eine/n

Die Raiffeisenkasse Meran sucht eine/n

Mitarbeiter/in für die interne Revision

Mitarbeiter/in für den Bereich Unternehmensberatung

Bewerber/innen sollten über folgende Voraussetzungen verfügen:

Wir beraten und betreuen die Südtiroler Raiffeisenkassen in den Kern­ elementen der modernen Unternehmensführung. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Mitarbeiter/in für den Bereich Unternehmensberatung.

• Abschluss einer Oberschule, Sicherheit in Schrift und Form, gute Kenntnisse der italienischen Sprache, • gute Kenntnisse MS Word, Excel • Kenntnisse der Bankprodukte, gute Kenntnisse der bankrechtlichen Bestimmungen, Kenntnisse allgemeiner Rechtsgrundlagen, volkswirtschaftliche Kenntnisse • Analytisches Denkvermögen, Belastbarkeit, gute organisatorische Fähigkeiten, Sorgfalt und Zuverlässigkeit, Einsatz und Initiative, Lern- und Entwicklungsbereitschaft • Bewerber/innen mit Bankerfahrung werden bevorzugt

Ihr Profil: Sie sind zwischen 25 und 40 Jahre alt und haben ein abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschaftslehre. Der Umgang mit PC-Standardsoftware ist Ihnen bestens vertraut. Teamgeist. Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen gehören zu Ihren Stärken. Sie verfügen auch über ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten und ein sicheres Auftreten. Wir bieten eine abwechslungsreiche Tätigkeit, ein angenehmes Arbeitsklima und eine leistungsorientierte Entlohnung. Die Möglichkeit der fachlichen Einarbeitung wird geboten

Senden Sie bitte Ihre schriftliche Bewerbung mit Lichtbild innerhalb 6. November 2009 an die

Raiffeisenkasse Meran zu Hd. Herrn Josef Seeber Leiter Abteilung Direktionssekretariat Brunnenplatz 3 39012 Meran info@meranbank.it Tel. 0473 273000

Ihr Aufgabengebiet: Dieses besteht in der konzeptionellen Mitarbeit in den Bereichen Controlling, Risikomanagement, Organisations- und Personalentwicklung. Zudem beraten Sie die Raiffeisenkassen in der Unternehmensführung vor Ort.

Senden Sie bitte Ihre schriftliche Bewerbung an den:

Raiffeisenkasse Meran Die Meraner Bank

Raiffeisenverband Südtirol Personalabteilung Raiffeisenstraße 2 39100 Bozen oder an die E-Mail-Adresse: christian.tanner@raiffeisen.it

Raiffeisenverband Südtirol

Bewerbung C

Projektmanager im Organisationsbereich (m/w) Etabliertes und erfolgreiches Beratungsunternehmen im Bereich Organisationsberatung und Coaching von Führungskräften im Banken- und Sanitätsbereich in Südtirol. Ihre Aufgabe: • selbständige Projektabwicklung • Erstellung und Optimierung von Ablaufplänen • Führung von Projektteams • Konzeptpräsentation beim Kunden

Ihr Profil: • Abschluss eines betriebs­ wirtschaftlichen Studiums • Sehr gute Italienischkenntnisse • Sehr gute Kenntnis der MS-Office Programme • Selbständigkeit • Teamfähigkeit • Idealerweise Berufserfahrung

Unser Angebot: • Entwicklungsmöglichkeiten in einem erfolgreichen Beratungsunternehmen • Regelmäßige Weiterbildung • Abwechslungsreiche Tätigkeit

Richten Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an info@haraldstauder.com; Dr. Harald Stauder, Lana

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Das Bewerbungsschreiben


Bewerbung A (siehe Seite 18)

Hans Mustermann Bozner Straße 1 39012 Meran

Raiffeisenkasse Meran Abteilung Direktionssekretariat Herr Josef Seeber Brunnenplatz 3 39012 Meran

Meran, am 27. Oktober 2009

Bewerbung als Mitarbeiter für die interne Revision Ihre Anzeige im „Markt“ vom 24. Oktober 2009

Sehr geehrter Herr Seeber, mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige im „Markt“ vom 24.10.2009 gelesen und bewerbe mich um die ausgeschriebene Stelle als Mitarbeiter in der internen Revision. Über die von Ihnen beschriebenen fachlichen Kenntnisse verfüge ich durch den Abschluss der Handelsoberschule. Ich konnte diese schon während zweier Sommerpraktika in einer Bank in der Praxis anwenden. Die Praktika in der Bank haben mich in meiner Entscheidung bestärkt, eine Arbeitsstelle in diesem Bereich anzustreben. Die erwarteten persönlichen Eigenschaften, wie zum Beispiel das analytische Denkvermögen, Belastbarkeit und die organisatorischen Fähigkeiten, kommen mir sehr entgegen. Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen

Hans Mustermann

Anlagen

Das Bewerbungsschreiben

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Bewerbung B (siehe Seite 18)

Doris Musterfrau Meraner Straße 1 39100 Bozen

Raiffeisenverband Südtirol Personalabteilung Herr Christian Tanner Raiffeisenstraße 2 39100 Bozen

Bozen, am 29. Oktober 2009

Bewerbung als Mitarbeiterin für den Bereich Unternehmensberatung Ihre Anzeige im „Wirtschaftskurier“ vom 28. Oktober 2009

Sehr geehrter Herr Tanner, durch Ihre Anzeige im „Wirtschaftskurier“ vom 28.10.2009 bin ich auf die ausgeschriebene Stelle als Mitarbeiterin für den Bereich Unternehmensberatung aufmerksam geworden. Die Stelle im Bereich Unternehmensberatung interessiert mich auch deshalb sehr, da ich mich während meines Studiums der Betriebswirtschaft im Bereich Unternehmensführung spezialisiert habe. Die anderen, von Ihnen genannten fachlichen Voraussetzungen, waren Teil meiner Universitätsausbildung. Ich bin von meiner Art her ein sehr kommunikativer Mensch, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Dies konnte ich in den vergangenen Jahren sowohl im Rahmen meiner Ausbildung, als auch in einigen ehrenamtlichen Funktionen beweisen. Weiterführende Fragen würde ich gerne in einem persönlichen Gespräch klären. Mit freundlichen Grüßen

Doris Musterfrau

Anlagen

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Das Bewerbungsschreiben


Bewerbung C (siehe Seite 18)

Judith Musterfrau Andreas Hofer Straße 1 39012 Meran

HST Consulting Dr. Harald Stauder Meraner Straße 5 39011 Lana

Meran, am 28. Oktober 2009

Bewerbung als Projektmanagerin im Organisationsbereich Ihre Anzeige in der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 27. Oktober 2009

Sehr geehrter Dr. Stauder, durch Ihre Anzeige in der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 27.10.2009 bin ich auf die Stelle als Projektmanagerin aufmerksam geworden. Die Stelle interessiert mich sehr, da ich über die in der Anzeige beschriebenen fachlichen Berufsvoraussetzungen verfüge und der Bereich Organisationsentwicklung schon während meiner Ausbildung zu meinen Schwerpunkten gezählt hat. Über Berufserfahrung verfüge ich noch nicht, doch bin ich sehr motiviert und lerneifrig, so kann ich Ihnen versichern, dass ich innerhalb kurzer Zeit die gestellten Aufgaben selbständig ausführen werde. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und arbeite gerne im Team. Sollten Sie weitere Informationen zu meiner Person wünschen, so stehe ich Ihnen zu einem persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen

Judith Musterfrau

Anlagen

Das Bewerbungsschreiben

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Bewerbungsschreiben


3. Der Lebenslauf – europass Der europass ist ein Service der Europäischen Kommission, der Auszubildenden, Studierenden, Lernenden und/oder Arbeitssuchenden hilft, ihre Qualifikationen und Fähigkeiten so darzustellen, dass sie europaweit verständlich sind. Um die Chancen des geeinten Europas sinnvoll nutzen zu können, wird es immer wichtiger, Wissen und Information grenzüberschreitend und nachhaltig auszutauschen. Die Entscheidung über ein einheitliches gemeinschaftliches Rahmenkonzept zur Förderung der Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen wurde 2004 vom Europäischen Rat getroffen. Der europass öffnet Türen zum Lernen und Arbeiten in Europa. Mit seinen unterschiedlichen Bausteinen bietet er ein geeignetes Instrumentarium, um im In- und Ausland gemachte Erfahrungen zu dokumentieren und darzustellen. Dabei vermittelt er ein umfassendes Gesamtbild der Qualifikationen und Kompetenzen einzelner Personen und erleichtert die Vergleichbarkeit im europäischen Kontext. Der europass-Lebenslauf präsentiert persönliche Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen in verständlicher und nachvollziehbarer Form. Der europass-Lebenslauf kann online auf der Internetseite http://europass.cedefop.europa.eu/ ausgefüllt oder als Formular heruntergeladen werden.

Investieren Sie ausreichend Zeit in die optische und inhaltliche Gestaltung des tabellarischen Lebenslaufes, denn sie muss überzeugend sein!

Der Lebenslauf – europass

Der Lebenslauf, auch Curriculum vitae genannt, wird heute, wenn nicht in der Anzeige ausdrücklich eine andere Form verlangt wird, in tabellarischer Form erstellt. In mehr als 95 % der Fälle erwartet heute der Adressat eines Bewerbungsschreibens einen: • tabellarischen Lebenslauf, • der mit Computer geschrieben, • in chronologischer Reihenfolge ohne Lücken • und in unterschiedliche Rubriken eingeteilt Der handschriftliche Lebenslauf wird nur dann erstellt, wenn er in der Stellenanzeige ausdrücklich gefordert wird. Die Länge und damit zusammenhängend der Inhalt sind heute nach dem Standard, den der europassLebenslauf vorgibt, zu erstellen. Der Lebenslauf kann mit einem Angebotskatalog verglichen werden, in dem alle angeeigneten Fähigkeiten, die erworbenen Erfahrungen, sowie die Eigenschaften dargestellt werden. Der Leser muss in der Lage sein, sich aus dem Lebenslauf ein erstes, möglichst umfassendes Bild des Bewerbers zu machen. Leerzeiten Der Lebenslauf sollte nach seiner Erstellung noch einmal auf Leerzeiten untersucht werden. Bei Leerzeiten handelt es sich um Zeiten, die für Leser des Lebenslaufs nicht nachvollziehbar sind. Beispiel: Matura im Juli 2007; erste Arbeitsstelle im April 2008 angetreten. Was hat der Bewerber in der Zwischenzeit getan? Diese Zeit muss argumentierbar sein. Zu beachten ist aus diesem Grund natürlich auch eine logische zeitliche Abfolge im Lebenslauf.

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Beitrag von Südtiroler Unternehmen Die Personalselektion im Raiff­ eisen­verband erfolgt nach folgen­ den Kriterien und Schritten

Versionen Lebenslauf von Herbert Obermaier, Curriculum Vitae oder einfach Vita haben sich eingebürgert. All diese Versionen sind korrekt.

b) Angaben zur Person • Vollständigkeit, Strukturierung und Aufmachung der Bewerbungsunterlagen; • Übereinstimmung der fachlichen, beruf­lichen und persönlichen Voraussetzungen mit dem von der jeweiligen Abteilung ausgearbeiteten Anforderungsprofil (Fachkompetenz, Persönlichkeit, Führungs-, Überzeugungs- und Organisationstalent, Auftreten, Konfliktbereitschaft); • Auswertung der Vorstellungsgespräche • Auswertung von Personalselektions­ verfahren (je nach Stelle): - 2. Vorstellungsgespräch mit fachlicher Vertiefung; - Eignungstest mit fachlicher und psychologischer Abfrage; - künftig auch Assessment-Center für Führungsnachwuchskräfte. Christian Tanner Personalleiter im Raiffeisenverband Südtirol

Die Punkte, die im Lebenslauf enthalten sein müssen, sind: a) die Überschrift b) Angaben zur Person c) gegebenenfalls Berufserfahrung d) die Schul- und Berufsbildung e) Sprachkenntnisse

a) Die Überschrift Im deutschsprachigen Raum ist es üblich, dass der Lebenslauf mit einer Überschrift versehen wird. Diese Überschrift kann einfach: Lebenslauf heißen; auch die

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Folgende Punkte müssen bei der Erstellung berücksichtigt werden: • Name und Vorname • Geburtsdatum • genaue Anschrift • Staatsbürgerschaft • Telefonnummer; E-Mail Adresse, Faxnummer (wenn vorhanden) • Militärdienst/Zivildienst (durch die Abschaffung des Präsenzdienstes ist dieser Punkt nur für ausländische Bewerber aus Ländern mit entsprechender Pflicht zu berücksichtigen) Folgende Punkte können berücksichtigt werden: • Beruf der Eltern und Geschwister: nur dann, wenn es als sinnvoll erachtet wird, z. B. wenn die Eltern einen Beruf ausüben, der mit jenem, um den ich mich bewerbe, verwandt ist. • Religionszugehörigkeit: Die Angabe der Religionszugehörigkeit wird von den meisten Unternehmen nicht mehr verlangt. Ausnahmen bilden natürlich die Bewerbungen bei kirchlichen Institutionen, bzw. bei Institutionen oder Unternehmen, die der Kirche nahe stehen. • Familienstand und Kinder. Das Bewerbungsfoto Der Lebenslauf wird verfasst, um dem Adressaten ein Bild von uns zu vermitteln. Und wie kann man dieses Ziel leichter erreichen, als durch ein Bild. Zu einem gekonnt erstellten Lebenslauf gehört heute sinnvollerweise ein Foto rechts oben auf die Seite. Das Foto wird nicht mit einer Büroklammer befestigt, da dies dazu führen kann, dass, wenn die Unterlagen mehrerer Bewerber übereinander gelegt werden, das Foto sich löst und kaum noch nachvollziehbar ist, welches Foto zu welchem Lebenslauf gehört.

Der Lebenslauf – europass


Auf die Rückseite des Fotos sollte man den Namen schreiben und es mit einem beidseitig klebenden Klebestreifen befestigen. Ein Farbfoto in der Größe eines Passbildes kommt am besten an; hierbei ist zu beachten, dass sich der Leser des Lebenslaufes beim Betrachten des Blattes angeschaut fühlen sollte. Das bedeutet, dass der Blick der auf dem Foto dargestellten Person in Richtung Text gehen sollte. Für die Kleidung und das Erscheinungsbild gilt die Regel: dezent und seriös. Die Damen sollten nicht mit übermäßig großem Schmuck oder auffälligem Make-up auffallen; für die Herren gilt ähnliches: ein stilsicheres Mittelmaß zwischen buntem T-Shirt und dunklem Abendanzug ist zu finden. Denken Sie an den Eindruck, den Sie hinterlassen möchten und an die Stellenbeschreibung. Ein Bild von einem Passbildautomaten, wie sie an Bahnhöfen oder Flughäfen zu finden sind, ist in jedem Fall unpassend und wirkt nachlässig. Als Bewerbungsbild kann auch ein digitales Bild verwendet werden, welches direkt bei der Erstellung des Lebenslaufs oben rechts eingefügt wird. Dabei muss auf eine gute Bildqualität beim Farbausdruck geachtet werden.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Bei einer Bewerbung eines potentiellen neuen Mitarbeiters muss in unserem Fall grundsätzlich die Unterscheidung zwischen einer Funktion im eigentlichen Verbandsbereich oder einer betriebswirtschaftlichen Dienstleistung unterschieden werden. In beiden Tätigkeitsfeldern stehen aufgrund der Schwerpunktbemessung der Mitgliederbedürfnisse jedoch bestimmte charakterliche Eigen-

Der Lebenslauf – europass

schaften des Bewerbers im Mittelpunkt der Betrachtung. Soziales Verhalten und erlernte Umgangsformen zählen hier genauso als auch persönliche Eigenschaften wie Spontaneität und Aufgeschlossenheit. Für alle künftigen und derzeitigen Mitarbeiter gilt jedoch als Voraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit die Notwendigkeit, stets für berufliche Veränderungen und persönliche Weiterentwicklungen offen zu sein : das heißt, sich stetig fachlich fortzubilden und auch eventuelle strukturelle und organisatorische Veränderungen nicht als Gefahr sondern als Chance zu begreifen. Sicher ist die schulische bzw. universitäre Vorbildung von einer gewissen Bedeutung - viel entscheidender aber für die Auswahl eines künftigen Bewerbers sind jedoch seine konkreten Erfahrungen mit der Arbeitswelt. Berufseinsteigern, welche ihre Ferienzeit genützt haben, in die harte Praxis des Arbeitsalltags einzutauchen (und sei es auch in einer absolut studienfremden Branche), wird in der Regel der Vorzug vor sogenannten „Musterschülern“ eingeräumt. Grundsätzlich gilt, dass Praxis vor Theorie steht und somit dem Bewerber ohne Titel aber mit guten langjährigen konkreten Leistungen in vergleichbaren Positionen die Türen offen stehen. Doch schlussendlich ist jede Personalentscheidung eine subjektive Entscheidung, welche nicht zuletzt vom vermittelten persönlichen Eindruck des Bewerbers stark beeinflusst wird − das direkte Gespräch zählt also mehr als jede noch so gut formulierte Bewerbungsmappe . Dr. Thomas Hager Vizedirektor des LVH und Verantwortlicher für den Dienstleistungsbereich der LVH-Bildungs und Service Gen.bH

www.BankTheFuture.it 25


c) Berufserfahrung Die Berufstätigkeit zeigt hauptsächlich die praktische und fachliche Qualifikation des Bewerbers für eine ausgeschriebene Stelle. In dieser Rubrik wird das aktuelle und die vergangenen Arbeitsverhältnisse berücksichtigt: Im Regelfall beginnt man mit dem aktuellen und endet mit dem ersten Arbeitsverhältnis. Es ist sehr sinnvoll, wenn die Beschreibung der vergangenen Arbeitsverhältnisse möglichst aussagekräftig ist, da sich der Adressat somit sofort ein detailliertes Bild der bisher erworbenen praktischen Erfahrungen machen kann. Die Aufstellung sollte möglichst, wie der gesamte Lebenslauf auch, keine großen chronologischen Lücken aufweisen. Es ist hierbei nicht notwendig, die Daten auf den Tag genau anzugeben; die Angabe des Monats reicht aus. Der im europass-Lebenslauf enthaltene Unterpunkt „Wichtigste Tätigkeiten und Zuständigkeiten“ wird dann ausgefüllt, wenn aus den vorangegangenen Punkten dies nicht klar hervorgeht. Beispiel: Oktober 2005 – Dezember 2008 : Buchhalter mit Schwerpunkt: Lohnbuchhaltung Firma ...................... in ......................

d) Schul- und Berufsbildung Es ist heute nicht mehr üblich, den Punkt „Schulausbildung“ mit: 5 Jahre Grundschule in … zu beginnen. Der Abschluss der Grundschule ist für keinen Beruf irgendwie relevant und es versteht sich von selbst, dass jemand, der die Mittelschule abgeschlossen hat, auch die Grundschule erfolgreich abgeschlossen hat. Dasselbe gilt für die Mittelschule, wenn jemand nach der Mittelschule einen weiteren Schulabschluss angibt, zum Beispiel den Maturaabschluss. Eine Ausnahme kann hier gemacht werden, wenn jemand aus einer „Elitemittelschule“ kommt.

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Bei Akademikern sollte die Matura angegeben werden. Für viele Unternehmer ist es relevant, welche Ausbildung der Bewerber mit akademischem Titel vor seinem Studium genossen hat. Es wird also die Art der Matura und die akademische Ausbildung im Lebenslauf berücksichtigt. Was die chronologische Reihenfolge betrifft, so gilt folgende Regel: • der letzte Schulabschluss wird an erster Stelle angeführt • die Daten müssen nicht auf den Tag genau angeführt werden, es reicht das Jahr Beispiel: 2001 – 2006 Handelsoberschule „Franz Kafka“ Meran Fachrichtung Verwaltung – Abschluss: Matura Die im europass-Lebenslauf in der Rubrik Schul- und Berufsbildung enthaltenen Unterpunkte • Bezeichnung der erworbenen Qualifikation • Hauptfächer/berufliche Fähigkeiten • Stufe der nationalen oder internationalen Klassifikation werden in der Südtiroler Realität kaum erwartet. Bei einer Bewerbung im Ausland muss der Bewerber beurteilen, ob es sinnvoll ist, neben dem Schultyp auch die Hauptfächer anzugeben, damit sich der Adressat ein genaueres Bild machen kann. Wenn ich besonders gute Abschlussnoten aufzuweisen habe, kann ich diese durchaus auch im Lebenslauf angeben. Dies sollte vor allem dann getan werden, wenn es sich um Fächer handelt, die mit der Stelle, um die ich mich bewerbe, direkt in Verbindung gebracht werden können. Dieselbe Regel gilt auch, wenn die im Studium gesetzten Schwerpunkte und das Thema der Diplomarbeit bzw. Dissertation einen Bezug zur Stelle haben, um die ich mich bewerbe. Mindestens genauso wichtig ist es, wenn ich im Laufe der Schulausbildung bzw. während des Universitätsstudiums Erfahrung in

Der Lebenslauf – europass


der Praxis sammeln konnte. Betriebs- oder Sommerpraktika gelten als ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, die Praxistauglichkeit des Bewerbers für den betrieblichen Alltag festzustellen. Im deutschsprachigen Raum ist mittlerweile auch üblich, die Schulausbildung von oben nach unten darzustellen; das bedeutet zum Beispiel für Akademiker, dass zuerst das Universitätsstudium und dann die Matura angeführt wird.

Bei der Angabe der Sprachkompetenz gibt es eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten. Sollte die Beherrschung einer Sprache im schriftlichen, mündlichen und passiven Verständnis stark variieren, so kann dies durchaus berücksichtigt werden. Beispiel: Italienisch: mündlich: sehr gut schriftlich: zufriedenstellend Verständnis: sehr gut

Die Frage, die man sich stellt ist: Wo bin ich heute?

e) Sprachkenntnisse Bei der Angabe der Sprachkenntnisse beginnt man im Regelfall mit der Muttersprache und führt die Auflistung nach unten mit abnehmendem Kenntnisstand fort. Unter der Rubrik Sprachen können auch besuchte Sprachkurse angegeben werden; die Angabe der Dauer ist hier empfehlenswert. Beispiel: Deutsch: Muttersprache Italienisch: sehr gute Kenntnisse in Wort und Schrift (Zweisprachigkeitsnachweis B) Englisch: gute Kenntnisse (Schulkenntnisse + 4-wöchiger Intensivkurs in London im Sommer 2008) Französisch: Grundkenntnisse (40 Stunden Abendkurs bei XYZ in Bruneck)

Der Lebenslauf – europass

Auch bei der Angabe des Kenntnisstandes stehen eine Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verfügung. Neben den schon erwähnten Arten, wie zum Beispiel gute Kenntnisse oder Grundkenntnisse, sind auch Begriffe wie verhandlungssicher oder die Angabe eines Sprachdiploms wie zum Beispiel Cambridge proficiency certificate sehr aussagekräftig. Auch der Verweis auf längere Auslandsaufenthalte, ein Semester oder ein Schuljahr im Ausland deutet auf sehr gute Sprachkenntnisse hin.

Europäische Sprachkompetenzstufen Im Europass-Lebenslauf werden die Sprachkenntnisse in Kompetenzstufen A1, A2, B1, B2, C1, C2 eingeteilt und der Bewerber kann mit Hilfe eines Rasters seine Kompetenzstufen selbst definieren. Dabei wird zwischen Verstehen, Sprechen und Schreiben unterschieden.

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V E R S T E H E N

S P R E C H E N

S C H R E I B E N

A1

A2

B1

Ich kann vertraute Wörter und ganz einfache Sätze verstehen, die sich auf mich selbst, meine Familie oder auf konkrete Dinge um mich herum beziehen, vorausgesetzt es wird langsam und deutlich gesprochen.

Ich kann einzelne Sätze und die gebräuchlichsten Wörter verstehen, wenn es um für mich wichtige Dinge geht (z. B. sehr einfache Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Ich verstehe das Wesentliche von kurzen, klaren und einfachen Mitteilungen und Durchsagen.

Ich kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Ich kann vielen Radio- oder Fernsehsendungen über aktuelle Ereignisse und über Themen aus meinem Berufs- oder Interessengebiet die Hauptinformation entnehmen, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird.

Lesen

Ich kann einzelne vertraute Namen, Wörter und ganz einfache Sätze verstehen, z. B. auf Schildern, Plakaten oder in Katalogen.

Ich kann ganz kurze, einfache Texte lesen. Ich kann in einfachen Alltagstexten (z. B. Anzeigen, Prospekten, Speisekarten oder Fahrplänen) konkrete, vorhersehbare Informationen auffinden und ich kann kurze, einfache persönliche Briefe verstehen.

Ich kann Texte verstehen, in denen vor allem sehr gebräuchliche Alltags oder Berufssprache vorkommt. Ich kann private Briefe verstehen, in denen von Ereignissen, Gefühlen und Wünschen berichtet wird.

An Gesprächen teilnehmen

Ich kann mich auf einfache Art verständigen, wenn mein Gesprächspartner bereit ist, etwas langsamer zu wiederholen oder anders zu sagen, und mir dabei hilft zu formulieren, was ich zu sagen versuche. Ich kann einfache Fragen stellen und beantworten, sofern es sich um unmittelbar notwendige Dinge und um sehr vertraute Themen handelt.

Ich kann mich in einfachen, routinemässigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen, direkten Austausch von Informationen und um vertraute Themen und Tätigkeiten geht. Ich kann ein sehr kurzes Kontaktgespräch führen, verstehe aber normalerweise nicht genug, um selbst das Gespräch in Gang zu halten.

Ich kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Ich kann ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen, die mir vertraut sind, die mich persönlich interessieren oder die sich auf Themen des Alltags wie Familie, Hobbys, Arbeit, Reisen, aktuelle Ereignisse beziehen. Ich kann in einfachen zusammenhängenden Sätzen sprechen, um Erfahrungen und Ereignisse oder meine Träume, Hoffnungen und Ziele zu beschreiben. Ich kann kurz meine Meinungen und Pläne erklären und begründen. Ich kann eine Geschichte erzählen oder die Handlung eines Buches oder Films wiedergeben und meine Reaktionen beschreiben.

Ich kann über Themen, die mir vertraut sind oder mich persönlich interessieren, einfache zusammenhängende Texte schreiben. Ich kann persönliche Briefe schreiben und darin von Erfahrungen und Eindrücken berichten.

Hören

Zusammenhängendes Sprechen

Ich kann einfache Wendungen und Sätze gebrauchen, um Leute, die ich kenne, zu beschreiben und um zu beschreiben, wo ich wohne.

Ich kann mit einer Reihe von Sätzen und mit einfachen Mitteln z. B. meine Familie, andere Leute, meine Wohnsituation meine Ausbildung und meine gegenwärtige oder letzte berufliche Tätigkeit beschreiben.

Schreiben

Ich kann eine kurze einfache Postkarte schreiben, z. B. Feriengrüße. Ich kann auf Formularen, z. B. in Hotels, Namen, Adresse, Nationalität usw. eintragen.

Ich kann kurze, einfache Notizen und Mitteilungen schreiben. Ich kann einen ganz einfachen persönlichen Brief schreiben, z. B. um mich für etwas zu bedanken.


C1

C2

Ich kann längere Redebeiträge und Vorträge verstehen und auch komplexer Argumentation folgen, wenn mir das Thema einigermassen vertraut ist. Ich kann im Fernsehen die meisten Nachrichtensendungen und aktuellen Reportagen verstehen. Ich kann die meisten Spielfilme verstehen, sofern Standardsprache gesprochen wird.

Ich kann längeren Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind. Ich kann ohne allzu grosse Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen.

Ich habe keinerlei Schwierigkeit, gesprochene Sprache zu verstehen, gleichgültig ob „live“ oder in den Medien, und zwar auch, wenn schnell gesprochen wird. Ich brauche nur etwas Zeit, mich an einen besonderen Akzent zu gewöhnen.

Ich kann Artikel und Berichte über Probleme der Gegenwart lesen und verstehen, in denen die Schreibenden eine bestimmte Haltung oder einen bestimmten Standpunkt vertreten. Ich kann zeitgenössische literarische Prosatexte verstehen.

Ich kann lange, komplexe Sachtexte und literarische Texte verstehen und Stilunterschiede wahrnehmen. Ich kann Fachartikel und längere technische Anleitungen verstehen, auch wenn sie nicht in meinem Fachgebiet liegen.

Ich kann praktisch jede Art von geschriebenen Texten mühelos lesen, auch wenn sie abstrakt oder inhaltlich und sprachlich komplex sind, z. B. Handbücher, Fachartikel und literarische Werke.

Ich kann mich so spontan und fliessend verständigen, dass ein normales Gespräch mit einem Muttersprachler recht gut möglich ist. Ich kann mich in vertrauten Situationen aktiv an einer Diskussion beteiligen und meine Ansichten begründen und verteidigen.

Ich kann mich spontan und fliessend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. Ich kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben wirksam und flexibel gebrauchen. Ich kann meine Gedanken und Meinungen präzise ausdrücken und meine eigenen Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpfen.

Ich kann mich mühelos an allen Gesprächen und Diskussionen beteiligen und bin auch mit Redewendungen und umgangssprachlichen Wendungen gut vertraut. Ich kann fliessend sprechen und auch feinere Bedeutungsnuancen genau ausdrücken. Bei Ausdrucksschwierigkeiten kann ich so reibungslos wieder ansetzen und umformulieren, dass man es kaum merkt.

Ich kann zu vielen Themen aus meinen Interessengebieten eine klare und detaillierte Darstellung geben. Ich kann einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

Ich kann komplexe Sachverhalte ausführlich darstellen und dabei Themenpunkte miteinander verbinden, bestimmte Aspekte besonders ausführen und meinen Beitrag angemessen abschliessen.

Ich kann Sachverhalte klar, flüssig und im Stil der jeweiligen Situation angemessen darstellen und erörtern; ich kann meine Darstellung logisch aufbauen und es so den Zuhörern erleichtern, wichtige Punkte zu erkennen und sich diese zu merken.

Ich kann über eine Vielzahl von Themen, die mich interessieren, klare und detaillierte Texte schreiben. Ich kann in einem Aufsatz oder Bericht Informationen wiedergeben oder Argumente und Gegenargumente für oder gegen einen bestimmten Standpunkt darlegen. Ich kann Briefe schreiben und darin die persönliche Bedeutung von Ereignissen und Erfahrungen deutlich machen.

Ich kann mich schriftlich klar und gut strukturiert ausdrücken und meine Ansicht ausführlich darstellen. Ich kann in Briefen, Aufsätzen oder Berichten über komplexe Sachverhalte schreiben und die für mich wesentlichen Aspekte hervorheben. Ich kann in meinen schriftlichen Texten den Stil wählen, der für die jeweiligen Leser angemessen ist.

Ich kann klar, flüssig und stilistisch dem jeweiligen Zweck angemessen schreiben. Ich kann anspruchsvolle Briefe und komplexe Berichte oder Artikel verfassen, die einen Sachverhalt gut strukturiert darstellen und so dem Leser helfen, wichtige Punkte zu erkennen und sich diese zu merken. Ich kann Fachtexte und literarische Werke schriftlich zusammenfassen und besprechen. Quelle: www.europass-info.de

Europäische Sprachenkompetenzstufen – Raster Zur Selbstbeurteilung

B2


Weitere Aspekte Persönliche Fähigkeiten und Kompetenzen / Künstlerische Fähigkeiten und Kompetenzen / Soziale Fähigkeiten und Kompetenzen / Organisatorische Fähigkeiten und Kompetenzen / Technische Fähigkeiten und Kompetenzen / IKT-Kenntnisse und Kompetenzen (Computerkenntnisse) / Führerscheine / Sonstige Fähigkeiten und Kompetenzen

In der Rubrik „IKT-Kenntnisse und Kompetenzen“ werden die beherrschten Softwareprogramme angeführt. In diesem Fall kann der Bewerber entweder die Kurzform: EDV- Kenntnisse: befriedigend /gut /sehr gut oder die ausführlichere Form wählen:

Lassen Sie sich von dieser Auflistung nicht erschrecken. Es wird nicht erwartet, dass man in all diesen Rubriken Fähigkeiten aufweist. Wenn Sie in einer Rubrik keine Fähigkeiten haben, wird diese in der Aufzählung weggelassen. Also bitte NICHT: Künstlerische Fähigkeiten und Kompetenzen: keine Sondern die Rubrik nicht erwähnen. Die Rubriken dienen dazu, dem Adressaten ein genaueres Bild des Bewerbers zu liefern. Es geht darum zu zeigen, dass sich der Bewerber auch nach Beendigung der Schule oder des Studiums bemüht hat, sein Wissen auf dem Laufenden zu halten bzw. zu vertiefen und zu erweitern. Diesem Punkt kommt heute eine sehr große Bedeutung zu, da die „Halbwertszeit“ des Wissens, nicht nur im Softwarebereich, immer kürzer wird. Der Bewerber zeigt in dieser Rubrik Lernfähigkeit und auch Lernbereitschaft. Die besuchten Weiterbildungsseminare werden mit Titel, Dauer und Veranstalter angegeben. Der genaue Inhalt der Seminare wird nur dann angeführt, wenn er sich nicht aus dem Seminartitel ergibt. Wichtig ist, welches Bild ich von mir vermittle und wo ich mich bewerbe. Bei einer Bewerbung in einer auf esoterische Literatur spezialisierten Buchhandlung kann es durchaus sinnvoll sein, einen besuchten Astrologiekurs anzugeben, bei den meisten anderen Arbeitgebern ist dieser jedoch von geringer bis keiner Relevanz. Kurse, die der Persönlichkeitsbildung dienen, wie zum Beispiel ein Rhetorik- oder Kommunikationskurs, werden im Regelfall gerne gesehen.

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Microsoft Word: Microsoft Excel: Microsoft Power Point: Outlook:

sehr gute Kenntnisse gute Kenntnisse gute Kenntnisse sehr gute Kenntnisse

Wenn der Bewerber zum Beispiel über eine Bescheinigung oder über ein Diplom verfügt, das seine Kenntnisse bescheinigt, spricht nichts dagegen, dies auch anzuführen. Beispiel: ECDL Europäischer Computerführerschein im Juni 2009 Die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr oder die freiwillige Mithilfe beim Weißen Kreuz bringen Kenntnisse mit sich, die zwar nicht unmittelbar mit den meisten Berufen in Zusammenhang gebracht werden können, für den Betrieb jedoch im Bedarfsfall nützlich sein könnten. Zusätzlich wirft eine Mitgliedschaft in einer gemeinnützigen Vereinigung im Regelfall auch ein gutes Licht auf die Persönlichkeit des Bewerbers. Hobby Die Rubrik „Hobby“ scheint im europass-Lebenslauf nicht auf, wird jedoch von einigen Unternehmen gern gesehen. Der Grund ist folgender: Sollte man unter der Rubrik „Hobby“ Sportarten angeben, ist darauf zu achten, dass keine Risikosportarten angegeben werden. Als Risikosportarten gelten jene mit hohem Verletzungsrisiko. Wenn diese im Lebenslauf auch nicht angeführt werden, im mündlichen Gespräch muss auf die Frage nach den Sportarten natürlich wahrheitsgemäß geantwortet werden.

Der Lebenslauf – europass


Gerne gesehene Sportarten sind Mannschaftssport­ arten mit geringem Verletzungsrisiko. Aus Mannschaftssportarten wird häufig die Teamfähigkeit des Bewerbers abgeleitet. Je nach Stelle kann auch die künst­lerische Betätigung als gern gesehene Freizeitbeschäf­tigung betrachtet werden.

Zusätzliche Angaben Auf diesen Punkt verzichtet man in der Südtiroler Bewerbungsrealität im Normalfall. Aus der Rubrik Berufserfahrung gehen die möglichen Kontaktpersonen, bei denen man sich in der Praxis Informationen über den Bewerber holen könnte, zum Teil schon hervor.

Datum und Unterschrift Das Datum und die Unterschrift sind Bestandteile, die in keinem Lebenslauf fehlen dürfen. Das Datum muss nicht auf den Tag genau geschrieben werden; es genügt die Schreibweise, die den Ort, das Monat und das Jahr berücksichtigt. Beispiel: Bozen, im Oktober 2009 Wichtig! Der Lebenslauf sollte kein früheres Datum aufweisen als das Bewerbungsschreiben. Damit vermittelt man den Eindruck eines „recycelten“ Lebenslaufes, der schon für eine andere Gelegenheit geschrieben wurde. Beispiel: Bozen, im

Unterschrift

Ab Seite 32 wird dargestellt, wie ein europass-Lebenslauf aufgebaut wird. Übersetzt in deutsch, italienisch und englisch.

Der Lebenslauf – europass

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europass-lebenslauf in deutsch

Europass-Lebenslauf Hier Foto einfügen. Falls nicht relevant, Spalte bitte löschen (siehe Anleitung) Angaben zur Person Nachname(n) / Vorname(n) Adresse(n) Telefon

Nachname(n) Vorname(n) (Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung) Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Staat (Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung) (Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Fax

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

E-Mail

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Staatsangehörigkeit

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Geburtsdatum

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Geschlecht

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Mobil:

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Gewünschte Beschäftigung / (Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung) Gewünschtes Berufsfeld Berufserfahrung Zeitraum

Mit der am kürzesten zurückliegenden Berufserfahrung beginnen und für jeden relevanten Arbeitsplatz separate Eintragungen vornehmen. Falls nicht relevant, Zeile bitte löschen (siehe Anleitung)

Beruf oder Funktion Wichtigste Tätigkeiten und Zuständigkeiten Name und Adresse des Arbeitgebers Tätigkeitsbereich oder Branche

Schul- und Berufsbildung Zeitraum

Mit der am kürzesten zurückliegenden Maßnahme beginnen und für jeden abgeschlossenen Bildungsund Ausbildungsgang separate Eintragungen vornehmen. Falls nicht relevant, Zeile bitte löschen (siehe Anleitung)

Bezeichnung der erworbenen Qualifikation Hauptfächer/berufliche Fähigkeiten Name und Art der Bildungs- oder Ausbildungseinrichtung Stufe der nationalen oder internationalen Klassifikation

(Falls nicht relevant, bitte löschen. Siehe Anleitung)

Persönliche Fähigkeiten und Kompetenzen Muttersprache(n)

Muttersprache angeben (falls zutreffend, weitere Muttersprache(n) angeben, siehe Anleitung)

Sonstige Sprache(n) Selbstbeurteilung

Verstehen

Sprechen

Schreiben

Seite 1/ 2 - Lebenslauf von Nachname(n) Vorname(n)

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Der Lebenslauf – europass


Europäische Kompetenzstufe (*)

Sprache Sprache

Hören

Lesen

An Gesprächen teilnehmen

Zusammenhängendes Sprechen

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

A1

Elementare Sprachverwendung

(*) Referenzniveau des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens

Soziale Fähigkeiten und Kompetenzen

Diesen Text durch eine Beschreibung der einschlägigen Kompetenzen ersetzen und angeben, wo diese erworben wurden. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Organisatorische Fähigkeiten und Kompetenzen

Diesen Text durch eine Beschreibung der einschlägigen Kompetenzen ersetzen und angeben, wo diese erworben wurden. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Technische Fähigkeiten und Kompetenzen

Diesen Text durch eine Beschreibung der einschlägigen Kompetenzen ersetzen und angeben, wo diese erworben wurden. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

IKT-Kenntnisse und Kompetenzen

Diesen Text durch eine Beschreibung der einschlägigen Kompetenzen ersetzen und angeben, wo diese erworben wurden. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Künstlerische Fähigkeiten und Kompetenzen

Diesen Text durch eine Beschreibung der einschlägigen Kompetenzen ersetzen und angeben, wo diese erworben wurden. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Sonstige Fähigkeiten und Kompetenzen

Diesen Text durch eine Beschreibung der einschlägigen Kompetenzen ersetzen und angeben, wo diese erworben wurden. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Führerschein(e)

Hier angeben, ob Sie einen Führerschein besitzen und wenn ja, für welche Fahrzeugklassen dieser gilt. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Zusätzliche Angaben Hier weitere Angaben machen, die relevant sein können, z. B. zu Kontaktpersonen, Referenzen usw. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung)

Anlagen Gegebenenfalls Anlagen auflisten. Falls nicht relevant, Rubrik bitte löschen (siehe Anleitung) Datum Unterschrift

Seite 2/ 2 - Lebenslauf von Nachname(n) Vorname(n)

Der Lebenslauf – europass

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europass-Lebenslauf in italienisch

Curriculum Vitae Inserire una fotografia (facoltativo, v. istruzioni) Europass Informazioni personali Nome(i) / Cognome(i)

Nome(i) Cognome(i) Facoltativo (v. istruzioni)

Indirizzo(i)

Numero civico, via, codice postale, città, nazione. Facoltativo (v. istruzioni)

Telefono(i)

Facoltativo (v. istruzioni)

Fax

Facoltativo (v. istruzioni)

E-mail

Facoltativo (v. istruzioni)

Cittadinanza

Facoltativo (v. istruzioni)

Data di nascita

Facoltativo (v. istruzioni)

Sesso

Facoltativo (v. istruzioni)

Cellulare:

Facoltativo (v. istruzioni)

Occupazione Facoltativo (v. istruzioni) desiderata/Settore professionale Esperienza professionale Date

Iniziare con le informazioni più recenti ed elencare separatamente ciascun impiego pertinente ricoperto. Facoltativo (v. istruzioni)

Lavoro o posizione ricoperti Principali attività e responsabilità Nome e indirizzo del datore di lavoro Tipo di attività o settore

Istruzione e formazione Date

Iniziare con le informazioni più recenti ed elencare separatamente ciascun corso frequentato con successo. Facoltativo (v. istruzioni)

Titolo della qualifica rilasciata Principali tematiche/competenze professionali possedute Nome e tipo d'organizzazione erogatrice dell'istruzione e formazione Livello nella classificazione nazionale o internazionale

Facoltativo (v. istruzioni)

Capacità e competenze personali Madrelingua(e)

Precisare madrelingua(e)

Altra(e) lingua(e) Autovalutazione Livello europeo (*)

Comprensione Ascolto

Lettura

Parlato Interazione orale

Scritto

Produzione orale

Lingua Lingua (*) Quadro comune europeo di riferimento per le lingue Pagina 1/2 - Curriculum vitae di Cognome/i Nome/i

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Capacità e competenze sociali

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze organizzative

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze tecniche

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze informatiche

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Der Lebenslauf – europass

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)


(*) Quadro comune europeo di riferimento per le lingue

Capacità e competenze sociali

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze organizzative

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze tecniche

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze informatiche

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Capacità e competenze artistiche

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Altre capacità e competenze

Descrivere tali competenze e indicare dove sono state acquisite. (facoltativo, v. istruzioni)

Patente

Indicare la(e) patente(i) di cui siete titolari precisandone la categoria. (facoltativo, v. istruzioni)

Ulteriori informazioni Inserire qui ogni altra informazione utile, ad esempio persone di riferimento, referenze, ecc. (facoltativo, v. istruzioni)

Allegati Enumerare gli allegati al CV. (facoltativo, v. istruzioni) Autorizzo il trattamento dei miei dati personali ai sensi del Decreto Legislativo 30 giugno 2003, n. 196 "Codice in materia di protezione dei dati personali (facoltativo)".

Data Firma

Pagina 2/2 - Curriculum vitae di Cognome/i Nome/i

Der Lebenslauf – europass

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europass-Lebenslauf in englisch

Europass Curriculum Vitae

Insert photograph. Remove heading if not relevant (see instructions)

Personal information First name(s) / Surname(s) Address(es) Telephone(s)

First name(s) Surname(s) (remove if not relevant, see instructions) House number, street name, postcode, city, country (remove if not relevant, see instructions) (remove if not relevant, see instructions)

Mobile:

Fax(es)

(remove if not relevant, see instructions)

E-mail

(remove if not relevant, see instructions)

Nationality

(remove if not relevant, see instructions)

Date of birth

(remove if not relevant, see instructions)

Gender

(remove if not relevant, see instructions)

(remove if not relevant, see instructions)

Desired employment / (remove if not relevant, see instructions) Occupational field Work experience Dates

Add separate entries for each relevant post occupied, starting from the most recent. (remove if not relevant, see instructions)

Occupation or position held Main activities and responsibilities Name and address of employer Type of business or sector

Education and training Dates

Add separate entries for each relevant course you have completed, starting from the most recent. (remove if not relevant, see instructions)

Title of qualification awarded Principal subjects/occupational skills covered Name and type of organisation providing education and training Level in national or international classification

(remove if not relevant, see instructions)

Personal skills and competences Mother tongue(s)

Specify mother tongue (if relevant add other mother tongue(s), see instructions)

Other language(s) Self-assessment European level (*)

Understanding Listening

Reading

Speaking Spoken interaction

Writing

Spoken production

Language Language Page 1/2 - Curriculum vitae of Surname(s) First name(s)

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(*) Common European Framework of Reference for Languages

Social skills and competences

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Organisational skills and competences

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Technical skills and competences

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Computer skills and competences

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Der Lebenslauf – europass


(*) Common European Framework of Reference for Languages

Social skills and competences

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Organisational skills and competences

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Technical skills and competences

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Computer skills and competences

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Artistic skills and competences

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Other skills and competences

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Driving licence

State here whether you hold a driving licence and if so for which categories of vehicle. (Remove if not relevant, see instructions)

Additional information Include here any other information that may be relevant, for example contact persons, references, etc. (Remove heading if not relevant, see instructions)

Annexes List any items attached. (Remove heading if not relevant, see instructions) Date Signature

Page 2/2 - Curriculum vitae of Surname(s) First name(s)

Der Lebenslauf – europass

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38

Kapitel


4. Die Bewerbungsmappe Für die Gestaltung der Mappe und die Reihenfolge der Dokumente haben sich eine Reihe von Regeln eingebürgert, die berücksichtigt werden sollten. Die Bewerbungsunterlagen sollten in eine für DIN A4 Blätter geeignete Bewerbungsmappe gegeben werden. Es handelt sich dabei um eine Klarsichtmappe, deren Umschlag vorne durchsichtig oder durchscheinend ist, die Rückseite besteht aus einem undurchsichtigen festeren Teil. Es ist nicht angebracht, eine besonders teuere oder besonders aufwendig gestaltete Bewerbungsmappe zu kaufen, da die Mappe im Prinzip nur die Funktion hat, die in ihr enthaltenen Unterlagen lesergerecht zu halten. Die Bewerbungsmappe ist nach dem Briefumschlag das Erste, was der Empfänger vom Bewerber in die Hand bekommt. Eine schlichte, sachlich gehaltene Mappe mit Plastikrand ist in fast jedem Fall angebracht, Ausnahmen bilden eventuell Graphiker, die durch die Gestaltung ihrer Bewerbungsunterlagen und auch der Bewerbungsmappe ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis stellen können. Auch bei dieser Berufsgruppe sollte jedoch die Zweckmäßigkeit und die Übersichtlichkeit im Vordergrund stehen. Die erste Seite ist oft wie die Titelseite eines Buches gestaltet und enthält die wichtigsten Informationen.

Sauberkeit Es sollte sich von selbst verstehen, dass die Sauberkeit, die für den Inhalt der Mappe eine Selbstverständlichkeit ist, auch für die Mappe an sich gilt. Fingerabdrücke oder unvollständig entfernte Preisschilder gehören zu häufig gesehenen Nachlässigkeiten. Farben Die Farbe der Mappe kann frei gewählt werden, wobei jedoch einige farbpsychologische Aspekte berücksichtigt werden sollten. Vor der Verwendung von schwarzen und roten Plastikhalterändern wird von den meisten Experten abgeraten. Ein weißes Blatt mit einem schwarzen Rand wird von vielen Menschen mit einer Trauermitteilung verbunden; rot wirkt für viele zu offensiv. Reihenfolge der Dokumente Die Reihenfolge der Dokumente ergibt sich nach deren Wichtigkeit, beginnend mit dem Bewerbungsschreiben und weitergehend mit dem Lebenslauf. Die weiteren Dokumente ergeben sich aus der Ausbildung und anderen Aspekten der einzelnen Bewerber. Im Regelfall wird bei einem Oberschulabgänger das folgende Dokument das Maturadiplom sein.

Zum Beispiel: Bewerbungsunterlagen von Hans Mustermann Bozen, am 20. Oktober 2009

Diese Form ist möglich, jedoch nicht zwingend. Es reicht auch vollkommen, wenn das erste Dokument das Bewerbungsschreiben ist.

Die Bewerbungsmappe

Es werden in keinem Fall Originaldokumente in die Bewerbungsmappe gegeben, Kopien reichen in jedem Fall vollkommen aus. Die Dokumente werden nur dann gefaltet, wenn sie die Größe der Mappe überschreiten. Das Bewerbungsschreiben wird im Gegensatz zu allen anderen Dokumenten nicht eingeheftet, so dass es jederzeit herausgenommen werden kann.

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Die Erfahrung zeigt, dass E-Mail-Bewerbungen sehr viel h채ufiger verloren gehen als jene, die auf Papier den Adressaten erreichen. Dies hat unterschiedlichste Gr체nde. H채ufig ist es der vielen sonstigen elektronischen Post zuzuschreiben, dass die Bewerbung, wenn sie nicht sofort behandelt wird, aus dem optischen Blickfeld des Adressaten verschwindet. Zum Teil werden diese Bewerbungen dann ganz einfach vergessen. Was tun? Ein Tipp bei der Online-Bewerbung: die Bewerbung, die Sie per E-Mail versandt haben, in Papierform noch einmal zu schicken. Der einfache Hinweis in der E-Mail, dass die Unterlagen auch per Post zugestellt werden, gen체gt.

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Die Online-Bewerbung


5. Die Online-Bewerbung Immer häufiger bieten Unternehmen Online-Bewerbungen an oder geben nur noch diese Möglichkeit. Der Vorteil für die Unternehmen besteht darin, dass sie die Bewerbungen schnell und in einer strukturierten und gut weiter zu verarbeitenden Form erhalten. Eine Weiterleitung an mehrere Personen innerhalb eines Unternehmens ist zum Beispiel einer der genannten Vorteile. Die Online-Bewerbung ist nicht in alle Branchen gleich stark verbreitet. Während sie in Büroberufen schon fast zum Standard gehört, erwartet man sich bei Bewerbern für Produktionsberufe diese kaum. Einige grundsätzliche Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt • Die Bewerbung sollte von einer privaten, neutral und seriös gehaltenen E-Mail Adresse versandt werden. Es ist heute recht einfach, sich eine solche Adresse anzulegen; bei verschiedenen Anbietern (z. B. hotmail oder yahoo) dauert dies kaum zehn Minuten und ist zudem kostenlos. Das Versenden der Bewerbung vom Server des derzeitigen Arbeitgebers, möglicherweise noch während der Arbeitszeit, lässt Rückschlüsse zu, die nicht für den Bewerber sprechen. • Als Absender genügt die E-Mail Adresse; alle weiteren Daten enthalten die als Anlage zur E-Mail versendeten Unterlagen. • Der Adressat muss wie bei der Bewerbung, die per Brief versandt wird, genau erkennbar sein, um zusätzliche Arbeit im Betrieb zu vermeiden, bzw. um ein Ankommen der E-Mail zu garantieren. Die Vorgangsweise hierbei ist dieselbe wie bei der brieflichen Bewerbung: Erfragen des Empfängers durch einen Telefonanruf. • Das Feld Betreff enthält den Namen des Bewerbers, die Stelle, um die er sich bewirbt, und eventuell eine in der Annonce angegebene Kennziffer. Die Online-Bewerbung

• Für die Bewerbung mittels E-Mail gilt, dass der Ton und der Stil genauso gehalten werden wie auch in der brieflich-schriftlichen Form. Abkürzungen und andere Zeichen (z. B. smilies ) sind in jedem Fall fehl am Platz. • Eine E-Mail ist wie ein Geschäftsbrief zu betrachten. Die Groß- und Kleinschreibung, sowie die Zeichensetzung sind in jedem Fall zu beachten. • Keine Massenmails! Die E-Mailbewerbung muss individuell auf das Unternehmen zugeschnitten sein. Die E-Mail Adresse des Empfängers sollte sichtbar sein. • Die beigelegten Dokumente werden in einem Standardformat versandt. Ein Word-Dokument oder ein pdf-Dokument sind die heute üblichen und gebräuchlichen Versionen. Sollten Sie andere Programme verwenden, vergewissern Sie sich, dass der Adressat diese auch öffnen kann. Eine noch so gute Bewerbung nützt nichts, wenn sie nicht gelesen werden kann! Diplome und Zeugnisse sollten nach Möglichkeit eingescannt mitgeschickt werden. Auch hier gilt, genauso wie beim Foto auf dem Lebenslauf, dass Standardformate verwendet werden sollten. • Die Anlagen sollten unter aussagekräftige Bezeichnungen gespeichert werden (z. B. Lebenslauf, Bewerbungsschreiben). • Achtung Datengröße! Große Anhänge sollten vermieden werden. Eventuell kann im Bewerbungsschreiben auf zusätzliche Bewerbungsunterlagen, wie z.  B. Zeugnisse hingewiesen werden und dass diese bei Interesse nachgereicht werden können.

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Kapitel


6. Das Bewerbungsgespräch Das Vorstellungs- oder Bewerbungsgespräch dient dazu, dass sich die Personen, die das Unternehmen vertreten, und der Bewerber in einem direkten Gespräch kennen lernen können. Wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, hat im Regelfall die erste Hürde schon genommen, was soviel bedeutet wie, dass er die Anforderungen der AIDA-Regel (siehe Kapitel „Das Bewerbungsschreiben“) erfüllt hat. Der Betrieb, der einen Bewerber zum Gespräch bittet, hält diesen aufgrund der zugesandten Unterlagen grundsätzlich für geeignet, die ausgeschriebene Stelle zu besetzen. Es geht nun darum, den Menschen, der sich hinter den Bewerbungsunterlagen verbirgt, kennen zu lernen. Hierbei wird sehr häufig von „soft skills“ gesprochen. Dies bedeutet, dass die Persönlichkeit des Bewerbers, seine Sozialkompetenz und seine Kommunikationsfähigkeit den Hauptgegenstand des Gespräches bilden.

Viele Bewerber tendieren in einem Vorstellungsgespräch zu erhöhter Nervosität, da durchaus einiges auf dem Spiel steht. Grundsätzlich sollte man sich jedoch vor Augen führen, dass es bei einem Vorstellungsgespräch für den Betrieb auch um etwas geht. Nicht nur der Bewerber sucht eine Stelle, auch der Betrieb hat Interesse, eine betriebsinterne Lücke zu schließen. Der Bewerber bringt dem Betrieb, was er benötigt, und auch der Betrieb hilft dem Bewerber etwas zu finden, was sich dieser vorstellt. Ein Vorstellungsgespräch sollte also ein Gespräch auf gleicher Augenhöhe und zwischen zwei gleichrangigen Partnern sein: Angebot trifft Nachfrage − Nachfrage trifft Angebot. Der Begriff „Vorstellungsgespräch“ sollte jedoch auch nicht dazu verleiten zu glauben, man müsse sich nur noch vorstellen gehen, damit sich beide Seiten kennen lernen. Dies könnte dazu führen, dass der Bewerber

Das Bewerbungsgespräch

sich ohne die notwendige Vorbereitung und Professionalität präsentiert. Verschiedene Schritte des Gespräches a) Die Kontaktaufnahme / Terminvereinbarung b) Überprüfung der eigenen Position c) Sich mit dem Unternehmen vertraut machen d) Was ziehe ich an? e) Was sollte zum Gespräch mitgenommen werden? f) Der Beginn des Gespräches g) Der Hauptteil g 1) Tests / Assessment Center h) Der Abschluss des Gespräches

a) Kontaktaufnahme Die Kontaktaufnahme von Seiten des Betriebes mit dem Bewerber erfolgt in Südtirol zum Großteil per Telefon. Wenn die Erreichbarkeit nicht immer gegeben ist, ist es hilfreich, im Bewerbungsschreiben auf die Zeiten hinzuweisen, zu denen man kontaktiert werden kann. Diese sollten dann von beiden Seiten auch eingehalten werden. Eine Alternative ist natürlich der Anrufbeantworter. Sollte der Text individuell gestaltet worden sein, sollte dieser so wirken, dass er das Bild, das der Bewerber mit seinen Unterlagen vermittelt hat, auch bestätigt oder verstärkt. Es soll durchaus Menschen geben, die es lustig finden, wenn sich eine Stimme meldet und sich als „Erwin der Toaster“ vorstellt und seinen Herrn entschuldigt, doch sehr imagefördernd ist dies sicherlich nicht. Der Bewerber kann auch schon im ersten Telefongespräch Kompetenz zeigen, indem er gewisse Telefonregeln, die im täglichen Büroalltag verlangt werden, auch einhält.

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Kommt es zur Terminvereinbarung für ein Gespräch, dann sollte dieser Termin so gelegt werden, dass er für beide Seiten ohne größere Umstände möglich und bequem ist. Es zeugt durchaus auch von Selbstsicherheit des Bewerbers, einen eigenen Terminvorschlag zu bringen. Das Gespräch findet im Regelfall, wenn kein Personalberater die Vorauswahl der Kandidaten vornimmt, im Unternehmen statt. Wenn der Bewerber nicht genau weiß, wo er den Betrieb findet, ist es sinnvoll, aus eigener Initiative heraus zu fragen; so vermeidet man die Frage: „Sie wissen, wo Sie unseren Betrieb finden?“ mit Nein beantworten zu müssen.

b) Überprüfung der eigenen Position Bevor ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch geht, sollte er sich noch einmal für sich selbst klarmachen, was er sich vom Gespräch erwartet und welche Vorstellungen er über seinen möglichen Arbeitsplatz hat. Die grundsätzliche Entscheidung, dass man sich für die in der Anzeige beschriebene Stelle interessiert, ist ja bereits gefallen, als man das Bewerbungsschreiben erstellt hat. Es ist weder für den Bewerber, noch für den Betrieb sinnvoll, wenn sich jemand auf eine Stellenanzeige meldet, nur um seinen Marktwert zu erfahren, oder einfach nur weil er sich umschauen möchte, was der Arbeitsmarkt noch zu bieten hat. Solch ein Verhalten ist einerseits unfair den Unternehmen gegenüber, andererseits auf die Dauer für den „Bewerber“ sicherlich kontraproduktiv. Es ist hierbei sinnvoll, eine eigene Liste für sich zu erstellen, in die alle relevanten Aspekte aufgenommen werden. Hierzu zählen zum Beispiel: • Arbeitszeit • Weiterbildung • Anwendbarkeit von erlernten Fähigkeiten (Sprachen) • Führungsstil

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• Einarbeitungszeiten / Probezeiten • Innerbetriebliche Sozialleistungen • Gehaltsvorstellungen • oder andere auf die eigene Position abgestimmte Punkte All diese Aspekte können auch hergenommen werden, wenn dem Bewerber, im Regelfall kurz vor Ende des Gespräches, die Möglichkeit gegeben wird, Fragen zum Betrieb zu stellen. (siehe: Punkt g) Hauptteil: Fragen des Bewerbers)

c) Sich mit dem Unternehmen vertraut machen Was für die schriftliche Bewerbung gilt, nämlich dass der Bewerber grundlegende Kenntnisse über den Betrieb, in dem er sich bewirbt, haben sollte, gilt für das persönliche Gespräch noch viel mehr. Die ersten Informationen gibt schon die Stellenanzeige, die im Regelfall Grundlegendes über den Namen, den Standort und die Tätigkeit des Betriebes aussagt. Zum Teil findet der Bewerber auch Informationen zur Rechtsform, die hergestellten Produkte oder Dienstleistungen sowie Quellen für weitere Informationen, wie zum Beispiel die Internetadresse. In einigen Betrieben ist es üblich, die Motivation des Bewerbers zu testen, indem man zum Beispiel die Frage stellt:

Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben? oder Wie gut kennen Sie unseren Betrieb?

In so einem Fall sollte der Bewerber über einige grundlegende Informationen verfügen. Produkte und Dienstleistungen, Mitbewerber auf dem Markt sowie die allgemeine Situation in der Branche, in der der Betrieb tätig ist, müssen bekannt sein. Je nach Betrieb können die Erwartungen unterschiedlich sein.

Das Bewerbungsgespräch


Eine Bank wird etwa erwarten, dass der Bewerber über ihre Rechtsform, ihre Geschichte, ihre Bilanz, ihr Filialnetz sowie über die wichtigsten Dienstleistungen Bescheid weiß. Bei der Bewerbung in einem Industrie-, einem großen Handwerksbetrieb oder einem Dienstleistungsbetrieb sind Fakten, die man sich einprägen sollte, die Größe, die Anzahl der Mitarbeiter, die Rechtsform und eventuelle Mutter- oder Tochtergesellschaften, grundlegende Kenntnisse über Produkte oder Dienstleistungen, die Marktlage, der Marktanteil. Informationsquellen: Die heute wichtigste Informationsquelle ist das Internet, in dem fast alle Unternehmen vertreten sind. Weiters kann auf die Presse, auf Werbung oder auf die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit in großen Betrieben zurückgegriffen werden. Fast alle Informationen finden sich jedoch heute im Internet, so dass eine lange Recherche mit anderen Quellen im Regelfall nicht sehr fruchtbringend ist. Eine gute und bewährte Informationsquelle ist, besonders in einem so kleinen Land mit relativ geschlossenem Arbeitsmarkt wie Südtirol, natürlich auch der Bekanntenkreis.

d) Was ziehe ich an? Eine sehr häufig gestellt Frage vor dem Vorstellungsgespräch lautet: „Was ziehe ich zum Gespräch an?“ Eine Frage, die je nach Stellenbeschreibung und angestrebter Position recht einfach beantwortet werden kann. Die Kleidung beim Bewerbungsgespräch sollte in etwa so sein, wie die Kleidung, die die anderen Mitarbeiter im Betrieb tragen. Im Bankbereich ist es zum Großteil üblich, dass die männlichen Mitarbeiter mit Anzug und Krawatte erscheinen; die Damen meist in eleganter und dezenter Kleidung. Ähnliches gilt für die meisten Büroberufe sowie überall dort, wo der Mitarbeiter Kundenkontakt hat. Es sollte logisch sein, dass sich ein Bewerber für ein

Das Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräch in einem jungen Team von Graphikdesignern anders kleidet, als jemand, der sich bei einem Rechtsanwalt als Empfangsmitarbeiter bewirbt. Für die Damen gilt auch die Regel, dass übertrieben viel Schmuck und Make-up oder zu viel und zu starkes Parfum für die meisten Berufe als ungeeignet betrachtet wird. Das selbe gilt natürlich in noch viel stärkerem Maße für Piercing und gut sichtbare Tätowierungen. Durch Kleidung kann sehr viel ausgesagt werden. Richtige Kleidung suggeriert dem Unterbewusstsein sehr häufig: „Der oder die passt zu uns.“

e) Was sollte zum Gespräch mitgenommen werden? Grundsätzlich kann gesagt werden, dass alle notwendigen Unterlagen schon in der Bewerbungsmappe, die per Post oder per E-Mail versandt wurde, enthalten sind. Empfehlenswert ist es jedoch, das Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf, wenn vorhanden die schriftliche Einladung zum Gespräch und eventuell auch den eigenen Fragenkatalog mitzunehmen. Weitere Unterlagen, es sei denn, sie werden vom Betrieb speziell verlangt, sind nicht notwendig.

f) Der Beginn des Gespräches Für die Begrüßung gelten einige grundsätzliche Regeln: • Merken Sie sich den/die Namen des /der Gesprächspartner! • Sprechen Sie Ihre Gesprächspartner mit dem Namen an! • Sprechen Sie laut und deutlich! • Ein freundlicher Gesichtsausdruck wirkt selbstsicher und sympathisch! • Bleiben Sie natürlich und spielen Sie keine Rolle! • Halten Sie mit allen Teilnehmern Blickkontakt!

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Die Leitung und Führung des Gespräches liegt beim Unternehmer, bzw. bei jener Person, die innerhalb des Unternehmens mit der Mitarbeiterauswahl befasst ist. Der geübte Unternehmer wird versuchen, durch eine Reihe von „Eisbrecherfragen“ eine positive Stimmung zu schaffen, die dem Bewerber hilft, Nervosität abzubauen. Unter Eisbrecherfragen versteht man Fragen, die nicht unmittelbar mit der Bewerbung in Zusammenhang stehen, z. B. „Wie war Ihre Anfahrt, haben Sie das Unternehmen leicht gefunden?“ Auch das Wetter oder der Ort, an den der Bewerber kommt, sind häufig verwendete Themen, um in ein Gespräch einzusteigen. In einigen Betrieben werden den Bewerbern Getränke angeboten. Hierbei kann man ohne weiteres zustimmen, doch sollten keine Sonderwünsche geäußert werden; Alkohol wird natürlich, genauso wie Zigaretten, dankend abgelehnt.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen „Der ideale Kandidat bewirbt sich in unserem Unternehmen … mit aussagekräftigen und fehlerfreien Unterlagen. Während der Lebenslauf sachlich und lückenlos über den persönlichen und beruflichen Werdegang informiert, soll das individuell gestaltete Begleitschreiben den persönliche Bezug schaffen und über die Motivation der Bewerbung Auskunft geben. Auch helfen Offenheit im telefonischen Kontakt (z. B. Vorstellung mit Namen), Natürlichkeit im persönlichen Gespräch und ein dem Anlass angepasstes Outfit beim Vorstellen die Ernsthaftigkeit einer Bewerbung zu werten.“ Dr. Barbara Mayr, Leiterin des Personalbüros der Athesia-Gruppe

g) Der Hauptteil Im Hauptteil des Gespräches geht es darum, dass die beiden Gesprächspartner möglichst viel über sich erfahren. Das Unternehmen stellt sich im Regelfall vor (eventuell mit einem Betriebsrundgang oder einer mündlichen Beschreibung) und informiert den Bewerber über die ausgeschriebene Stelle. Eine Besichtigung des möglichen zukünftigen Arbeitsplatzes kann auch auf dem Programm stehen. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen natürlich Interesse, den Bewerber möglichst gut kennen zu lernen. Viele Unternehmen greifen dazu auf Standardfragen zurück, die die wichtigsten Aspekte der Stellenbeschreibung (fachliche und charakterliche Qualifikation) abdecken. Der Bewerber sollte auch von sich aus Fragen stellen, die nicht von der Unternehmerseite angeschnitten werden.

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Häufig gestellte Fragen bei Bewerbungsgesprächen Eine gute Vorbereitung auf die immer wieder gestellten Fragen bei Bewerbungsgesprächen gibt Sicherheit und hilft noch einmal abzuklären, ob man sich mit der ausgeschriebenen Stelle auch wirklich auseinandergesetzt hat. Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe/Position? Die Motivation und das Interesse des Bewerbers soll festgestellt werden. Durch die Beschreibung in der Stellenanzeige erhält der Bewerber eine grundlegende Einschätzung von dem, was von ihm erwartet wird. Wie gut kennen Sie unser Unternehmen/unsere Produkte? Grund der Frage: Überprüfung der Vorbereitung auf das Gespräch. Durch diese Frage kann festgestellt werden, wie realistisch die Einschätzungen des Bewerbers über die allgemeine Marktlage, die Position des Unternehmens und die der Konkurrenten ist. Einige Details sollten eingebracht werden, um Fachkenntnis und Motivation zu zeigen.

Das Bewerbungsgespräch


Auf welche Leistungen in Ihrem Leben sind Sie besonders stolz? Grund der Frage: Wie schätzt sich der Bewerber selbst ein. Welche Punkte werden erwähnt und wie definiert der Bewerber Leistung. Ein Bewerber ohne Berufserfahrung kann hier natürlich schulische Leistungen hervorheben oder auch Leistungen, die mit dem Bereich Organisation oder Führung zusammenhängen. Wie sehen Sie Ihre Zukunft? oder Wo möchten Sie in zwei (drei/vier/fünf/) Jahren sein? Grund der Frage: einerseits kann diese Frage die Motivation abklären, mit der sich der Bewerber der neuen Herausforderung stellt, andererseits kann natürlich auch einiges über die Zukunftsplanung erfragt werden. Bei der Beantwortung der Frage ist es sinnvoll, sich optimistisch zu zeigen, jedoch nicht zu übertreiben. Warum haben Sie an der Universität XY studiert? Grund für die Frage: Stichhaltige Begründung durch Beispiele von namhaften Professoren, die dort tätig sind oder dem guten Renommee der Universität. Die Argumentation mit der räumlichen Nähe des Studienortes lässt Rückschlüsse auf die Flexibilität des Bewerbers zu. Was waren Ihre Schwerpunkte in der Uni-Ausbildung? oder Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule? Grund der Frage: Besteht ein direkter Bezug zum angestrebten Arbeitsbereich? Überzeugend argumentieren, warum dies so war. Haben Sie den Eindruck, gut auf Ihre beruflichen Aufgaben vorbereitet zu sein? Grund der Frage: Kann der Bewerber überzeugend auftreten, argumentieren und sein Wissen realistisch einschätzen? Ein Schul- oder Universitätsabgänger verweist auf die theoretische Ausbildung und auf Ausbildungsschwerpunkte. Wenn Praktika geleistet wurden, sollten diese in jedem Fall erwähnt werden. Wie würden Sie sich selbst charakterisieren? Grund der Frage: Bei dieser Frage wird vom Bewerber

Das Bewerbungsgespräch

erwartet, dass er einige Minuten lang über sich selbst sprechen und dabei die wichtigsten Aspekte seiner Persönlichkeit kurz und einprägsam darstellen kann. Es ist zu empfehlen, mit der beruflichen Ebene zu beginnen und dann auf die private Ebene überzugehen. Was sind Ihre Stärken/Schwächen? Grund der Frage: Hierbei wird getestet, inwieweit der Bewerber mit einer Stresssituation umgehen kann und ob die Vorbereitung auf das Gespräch auch wirklich intensiv war. Diese Frage ist eine der am häufigsten gestellten Fragen und wird zum Teil während eines Gespräches auch wiederholt. Ein realistisches Mittelmaß ist zu beachten. Bei den Schwächen sollten solche genannt werden, die nicht stark gegen den Bewerber sprechen. Warum sollen wir gerade Sie anstellen? Grund der Frage: Ähnlich wie bei vorhergehender Frage wird vom Bewerber erwartet, in einer Drucksituation ruhig und gelassen auf diese Frage der Selbsteinschätzung zu antworten. Vom Bewerber wird Selbstbewusstsein erwartet und auch die Fähigkeit im Hinblick auf die Stellenbeschreibung hin zu argumentieren. Was sagt Ihr Lebenspartner zu Ihren Plänen/zu Ihrer Bewerbung? Grund der Frage: Eventuelle familiäre Konflikte, die sich aus einer Beschäftigung ergeben könnten, sollen aufgedeckt werden. Wie stellen Sie sich Ihre familiäre Zukunft vor? Grund der Frage: Die persönliche Lebensplanung soll erfragt werden. Keine Details liefern und den Berufseintritt in den Vordergrund stellen. Gibt es Bereiche, in denen Sie sich besonders engagieren? Grund der Frage: Die Tätigkeit in Vereinen, politischen oder sozialen Organisationen (Gewerkschaft, Parteien, Kirche, Bürgerinitiativen) soll erfragt werden. Wenn Informationen diesbezüglich schon im Lebenslauf enthalten sind, sollte ein Bezug zu diesem hergestellt werden.

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Auf welchem Gebiet haben Sie noch große Defizite? Was gedenken Sie dagegen zu tun? Grund der Frage: Der Umgang mit Druck wird getestet. Auch hier ist ein realistisches Mittelmaß angebracht. Der Bewerber sollte sich nicht rechtfertigen müssen, jedoch seine Lernbereitschaft bekunden. Was spricht für Sie, was gegen Sie? Grund der Frage: Eine ähnliche Fragestellung wie jene nach den Stärken und Schwächen des Bewerbers. Selbsteinschätzung und realistische Selbstdarstellung werden verlangt.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Unser Unternehmen beurteilt die Bewerber primär nach folgenden Gesichtspunkten: • Bei der Personalauswahl wird auf die Eignung des Bewerbers für eine bestimmte Stelle besonders Wert gelegt, wobei die Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil und der Unternehmenskultur im Vordergrund steht. • Grundsätzlich sollte der neue Mitarbeiter vom Leistungsverhalten und der Persönlichkeit her in das Unternehmen passen bzw. sich damit identifizieren können. • Neben einer fachbezogenen schulischen Ausbildung legen wir Wert auf einen fundierten Sachverstand, gute Umgangsformen, gepflegtes Äußeres, soziale Kompetenz, Flexibilität, Seriosität, Diskretion und eine hohe Allgemeinbildung, die durch Teamgeist, Eigeninitiative und -verantwortung, analytische und planerische Fähigkeiten sowie hohe Lernbereitschaft ergänzt werden. • Ein wichtiges Beurteilungskriterium stellt die Einschätzung des Leistungspotentials des Bewerbers unter Berücksichtigung der beruflichen und persönlichen Entfaltungsmöglichkeit dar.

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• Bewerbungsunterlagen werden bei der Personalauswahl vorwiegend zur Vorselektion herangezogen. Das am häufigsten in der Folge eingesetzte Auswahlverfahren ist das Bewerbungsgespräch mit Stärken-/Schwächenanalyse. Raiffeisenkasse Lana

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Das Bewerbungsgespräch


Zwischenfragen erlaubt! Bei Fachfragen zu den bisherigen Tätigkeitsgebieten oder zu den zusätzlich zur Schulausbildung angeeigneten Fähigkeiten besteht von Seiten des Bewerbers durchaus auch die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen, eventuell jene, wie ein bestimmter Teilbereich im Unternehmen verwaltet wird oder ob zum Beispiel ein spezifischer Teilbereich betriebsintern oder betriebsextern bearbeitet wird. Es geht hierbei darum zu zeigen, dass man mitdenkt, sich selbst Gedanken macht und einen praktischen Bezug herstellen kann. Durch Zwischenfragen vermeidet der Bewerber auch, dass im Gespräch eine Verhöratmosphäre entsteht. Diese ist einerseits unangenehm und zeugt andererseits nicht von einem großen Selbstvertrauen und einer guten Kommunikationsfähigkeit des Bewerbers.

g 1) Tests / Assessment Center Was in internationalen Großbetrieben zum Standard in jedem Auswahlverfahren gehört, nämlich die Bewerber ausführlichen Tests zu unterziehen, ist in Südtirol eher selten und auf einige große Betriebe beschränkt. Tests in ihren unterschiedlichen Ausformungen sind dazu da, einen Bewerber noch besser kennen zu lernen bzw. noch mehr über seine fachliche Qualifikation zu erfahren. Nachfolgend werden die wichtigsten Arten der Tests vorgestellt: • Test zu Fachkenntnissen • Test zur Persönlichkeit Test zu Fachkenntnissen Mit diesen Kenntnistests soll in Erfahrung gebracht werden, ob der Bewerber über die vom Betrieb gewünschten Kenntnisse verfügt. Ein Beispiel hierfür ist die häufig gestellte Arbeitsaufgabe, an einen möglichen Mitarbeiter im Sekretariat einen Brief zu schreiben. Der Bewerber kann nun zeigen, dass er über die im Lebenslauf erwähnten Kenntnisse in den gängigen Text-

Das Bewerbungsgespräch

verarbeitungsprogrammen verfügt und in der Lage ist, einen modernen Geschäftsbrief zu formulieren. Neben deutschen werden auch italienische Geschäftsbriefe gerne verlangt. Auch die Kenntnis des Umgangs mit EMail Programmen und dem Internet kann vor Ort noch einmal Gegenstand eines Tests sein. Wenn sich der Bewerber bewusst ist, was bei der Stelle, um die er sich bewirbt, verlangt wird, so sollten leicht die ungefähren Anforderungen bei einem möglichen Test herauszufinden sein. Test zur Persönlichkeit Im Bereich Persönlichkeitstests gibt es eine große Anzahl von verschiedenen standardisierten Testverfahren und auch Testbögen. Es geht bei den Persönlichkeitstests hauptsächlich darum, eine Einschätzung über die Charaktereigenschaften des Bewerbers und seine Eignung im Hinblick auf Teamfähigkeit und soziale Kompetenz zu erhalten. Im Bereich Persönlichkeitstests sind sehr viele Bücher erschienen, die Bewerbern Hilfen und Tipps beim Ausfüllen dieser Tests anbieten. Auch im Internet finden sich unzählige Hinweise auf Tests und den Umgang mit diesen. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass es nicht zielführend ist, wenn man versucht diese Tests „zu überlisten“. Eine ehrliche und spontane Antwort auf die gestellten Fragen und Aufgabenstellungen wird empfohlen. Hier einige Beispiele und Links: Ich halte viel von dem Satz: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. stimmt teils-teils stimmt nicht Ich arbeite lieber... mit Zahlen und Statistiken unsicher mit Menschen zusammen

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Ich vermeide es, mich mit Leuten rumzustreiten. ja manchmal nein Wenn Leute mit der Moral argumentieren, regt mich das auf. stimmt teils-teils stimmt nicht Insgesamt werden 30 Fragen gestellt. http://www.focus.de/D/DB/DB19_neu/ DB1922/db1922.htm Von fünf Wörtern sind vier in einer gewissen Weise einander ähnlich. Finden Sie das fünfte, das nicht in diese Reihe passt, heraus. Für die acht Aufgaben haben Sie zwei Minuten Zeit. 1.

Betrug Unterschlagung Schwindel Fälschung Trugschluss

2.

Kochen Schneidern Brauen Schmieden Lernen

sofort bald demnächst in Kürze übermorgen

4.

Patient Klient Mandant Kunde Freund

3.

50

5.

Mikroskop Fenster Glas Fernglas Sonnenbrille

6.

identisch kongruent gleich ähnlich symmetrisch

7.

gefettet gepflegt gebohnert geschmirgelt gewaschen

8.

Ansprache Abstimmung Monolog Rede Diskussion

http://www.focus.de/D/DB/DB19_neu/ DB1908/db1908.htm Assessment Center (to assess – abschätzen) Das Assessment Center als Beurteilungs-Zentrum. Assessment kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Feststellung“, „Abschätzung“, „Bewertung“. Das Assessment Center (AC) ist im Regelfall eine Kombination verschiedener Tests, von Planspielen und Gesprächen. Die Personalverantwortlichen des Unternehmens, zum Teil unterstützt von externen Experten, begutachten die Bewerber für eine bestimmte Zeit. Dies kann, je nach Position, für die der Bewerber vorgesehen ist, zwischen einigen Stunden und einigen Tagen liegen. Die Bewerber sehen sich verschiedenen Aufgabenstellungen gegenüber, in denen sie ihre fachliche Kompetenz, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre emotionale Intelligenz unter Beweis stellen können.

Das Bewerbungsgespräch


Diese Aufgaben reichen von Rollenspielen über Postkorbübungen und Übungen zur Entscheidungsfindung, Teamaufgaben, Diskussionen, Präsentationen, Konzentrations- und Persönlichkeitstests, Smalltalk-Übungen bis hin zu Stressinterviews. Da es kein „Standardassessment Center“ gibt, ist es kaum möglich sich auf ein Assessment Center vorzubereiten. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten, die sich einem Unternehmen in diesem Bereich bieten. Rechnen kann man in jedem Fall mit Gruppendiskussionen, Präsentationen und Arbeitsproben. Eine Information über das Unternehmen, seine Kultur und sein Leitbild sind auch zur Vorbereitung des AC sinnvoll und hilfreich. Fragen des Bewerbers Nachdem von Unternehmerseite die notwendigen Fragen gestellt wurden, besteht sehr häufig auch für den Bewerber die Möglichkeit Fragen zu stellen. Hierbei sollte nicht sofort mit der Gehaltsfrage begonnen werden; diese wird eher am Ende des Gespräches, im Regelfall von Unternehmerseite angesprochen. Durch Fragen bekundet der Bewerber Interesse am Unternehmen und kann Dinge ansprechen, die bisher noch nicht erwähnt wurden. Unter Punkt b) (Überprüfen der eigenen Position) sind eine Reihe von Punkten angeführt, die der Bewerber ansprechen könnte. Zusätzlich zu den erwähnten Punkten, sind noch Fragen wie die folgenden möglich: • Ist die Stelle neu geschaffen worden? • Warum ist der Arbeitsplatz frei geworden? • Wie ist die Einarbeitungsphase/ Einschulung geplant? • Mit welchen Personen werde ich zusammenarbeiten? • Besteht die Möglichkeit, den zukünftigen Arbeitsplatz zu sehen? • etc.

Das Bewerbungsgespräch

Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen! Man tut sich selbst und auch dem Arbeitgeber nichts Gutes, wenn sich später herausstellt, dass einige Dinge ungeklärt geblieben sind und diese dann das Arbeitsverhältnis unnötig belasten.

Gehaltsfrage Die Gehaltsfrage wird gegen Ende des Gespräches eingebracht. Wenn es ein zweites Gespräch gibt, wird vielfach erst dann über die Gehaltsvorstellungen des Bewerbers und des Unternehmens diskutiert. Es ist auf keinen Fall sinnvoll, aus dem Gespräch zu gehen, ohne zu wissen, wo das Gehalt ungefähr liegen wird. Der Arbeitgeber erwartet sich in dieser Frage genauso eine Klärung wie der Arbeitnehmer. Für beide ist diese Frage von einer bestimmten Wichtigkeit. Wenn die Frage nicht von Arbeitgeberseite angesprochen wird, ist es durchaus korrekt, als Bewerber vor Beendigung des Gespräches das Thema anzuschneiden. Auch wenn bei den meisten Menschen andere Aspekte im Arbeitsleben größere Priorität haben als das Gehalt, ist der Punkt durchaus wichtig. Am angenehmsten für einen Bewerber ist es sicherlich, wenn der Gehaltsvorschlag von Unternehmerseite kommt und diesem zugestimmt werden kann. Dies ist häufig in jenen Unternehmen der Fall, die ein vorgegebenes Gehaltsschema haben und versuchen, allen vergleichbaren Mitarbeitern ähnliche Gehälter zu bezahlen. Dies ist auch im Hinblick auf ein gutes Betriebsklima wichtig.

Häufig werden Bewerber mit der Frage: „Was möchten Sie verdienen?“ konfrontiert. Reden Sie nicht um den heißen Brei herum!

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Je besser man sich im Vorfeld informiert, was in der Branche, in der man sich bewirbt, üblich und realistisch ist, desto leichter und reibungsloser wird die Gehaltsfrage geklärt werden können. Es gibt eine Reihe von Informationsquellen, über die man die Gehälter in den einzelnen Branchen erfragen kann. Die Gewerkschaften und die Wirtschaftsverbände sind hierbei die ersten Ansprechpartner. Noch einfacher ist es natürlich, wenn man jemanden kennt, der in der Branche tätig ist, in der man sich bewirbt. Wenn all diese beschriebenen Wege nicht zum gewünschten Ergebnis führen, bleiben andere Möglichkeiten, auf die Gehaltsfrage zu antworten. • Die Nennung eines konkreten Wunschgehaltes kann, muss aber nicht sinnvoll sein; der Bewerber kann (ohne Vorbereitung) weit über das Ziel hinaus schießen oder sich aber zu billig „verkaufen“. • Der Bewerber kann, wenn er schon Berufserfahrung hat, auf sein bisheriges Gehalt verweisen und erwähnen, dass er sich durch den Wechsel auch finanziell verbessern möchte. • Die Rückfrage, was ein vergleichbarer Mitarbeiter im Betrieb verdient, bringt auch meist gute Erfolge.

h) Der Abschluss des Gespräches Nun ist der Punkt erreicht, an dem die weitere Vorgangsweise vereinbart wird. Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Szenarien. Wenn beide Partner eine Übereinkunft finden, besteht durchaus die Möglichkeit der sofortigen Zusage schon im ersten Gespräch. Es gilt jedoch die Regel, nur dann sofort zuzusagen, wenn wirklich alle Details geklärt sind. Lesen Sie sich den Arbeitsvertrag sorgfältig durch und unterschreiben Sie nur dann, wenn Sie alles verstanden haben. Fragen Sie nach, wenn Unklarheiten da sind! Eine andere Möglichkeit ist jene, den Vertrag mit nach Hause zu nehmen und ihn am nächsten Tag im Betrieb unterschrieben vorbeizubringen.

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In einigen Unternehmen ist es üblich, die als geeignet erachteten Bewerber zu einem zweiten Gespräch zu bitten, in welchem dann unter anderem die Details zum Arbeitsvertrag angesprochen werden.

Beitrag von Südtiroler Unternehmen Der ideale Bewerber präsentiert sich in unserem Unternehmen … nachdem er uns einen klar strukturierten, fehlerlosen Lebenslauf mit Anschreiben gesendet hat, zum Gespräch pünktlich, der Stelle entsprechend gekleidet, und über das Unternehmen informiert, erscheint. Während des Gesprächs ist der Bewerber sich selbst treu und natürlich, beantwortet die Fragen präzise und ist aufgeschlossen. Unser Unternehmen beurteilt die Bewerber primär nach folgenden Gesichtspunkten … Da der Großteil unserer Mitarbeiter stark im Kundenkontakt steht, sind starke kommunikative Fähigkeiten, Freundlichkeit und eine professionelle und proaktive Kundenbetreuung gewünscht. Der ideale Kandidat ist der deutschen und italienischen Sprache mächtig, die Kenntnis der gängigsten MS Office Programme ist Voraussetzung. Unsere Arbeitsgebiete erfordern Genauigkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Intern ist die Zusammenarbeit und Koordination mit den Arbeitskollegen wichtig. Die fachlichen und technischen Voraussetzungen variieren je nach Anforderungsprofil. Unser Auswahlverfahren beruht auf einer Analyse des Lebenslaufes, einem strukturiertem Interview, zudem können Arbeitsproben gemacht werden. Verena Oberrauch Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds)

Das Bewerbungsgespräch


Verabschiedung Bei der Verabschiedung besteht noch einmal die Möglichkeit, letzte Unklarheiten zur weiteren Vorgehensweise zu klären. Punkte, die hierbei berücksichtigt werden, sind die Frist der Entscheidungsfindung oder auch der Termin für ein eventuelles zweites Gespräch. Die häufig verwendete Formel: „Wir melden uns bei Ihnen“ ist ohne eine ungefähre Zeitangabe für den Bewerber wenig sinnvoll. Der Bewerber sollte wissen, wann er mit einer Entscheidung zu rechnen hat, da die Wartezeit im Regelfall, wenn es sich nicht um Bewerber handelt, die bereits eine Stelle besetzen und sich verändern möchten, eine unproduktive und verdienstlose Zeit ist.

Genauso ist die Situation auch umgekehrt; wenn es am Bewerber liegt, seine Zusage zu übermitteln, so ist dafür auch ein Termin zu nennen. Der Betrieb muss im Falle einer Absage wieder auf dem Arbeitsmarkt aktiv werden, bzw. die anderen Bewerber in die nähere Auswahl nehmen. Die Verabschiedung sollte herzlich und freundlich sein, um einen möglichst guten „letzten“ Eindruck zu hinterlassen.

• Beenden Sie niemals selbst das Gespräch! • Erkundigen Sie sich, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist!

7. Die Absage Nicht entmutigen lassen!

Von einer Absage sollten Sie sich nicht entmutigen lassen. Nutzen Sie vielmehr die gesammelten Eindrücke als Erfahrungen, aus denen Sie für das nächste Mal lernen können.

Erkundigen Sie sich, warum die Absage erfolgt ist: waren es fachliche oder persönliche Aspekte, die zur Absage geführt haben? Waren die Mitbewerber sehr viel besser als Sie? Was hat den endgültigen Ausschlag für die Absage gegeben? Je mehr Sie über die Gründe der Absage erfahren, desto einfacher ist es, für ein nächstes Gespräch an den Schwächen zu arbeiten und sich entsprechend noch besser vorzubereiten.

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Das Bewerbungsgespräch

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Erfahrungen einer Bewerberin

Ich war 23 Jahre alt und hatte mein Wirtschaftsstudium gerade abgeschlossen, als ich mich für die ausgeschriebene Stelle als Geschäftsführerin eines kleinen Dienstleistungsunternehmens bewarb. Anfangs war ich unsicher, ob ich mich überhaupt bewerben sollte, da ich erst zwei Jahre Arbeitserfahrung vorweisen konnte. Doch das Interesse eine solche Tätigkeit auszuüben, ermunternde Worte von Freunden und vor allem der Reiz zu sehen, ob ich überhaupt eine Chance habe, ließen mich meine Bewerbungsunterlagen an die angegebene E-Mail Adresse schicken. Ein damaliger Arbeitskollege hatte sich auch für die Stelle beworben. Er konnte ein paar Jahre mehr an Arbeitserfahrung vorweisen und daher war es für mich nicht überraschend, dass er zu einem Gespräch eingeladen wurde und ich nicht. Ich freute mich umso mehr, als ich nach einiger Zeit auch zu einem Gespräch eingeladen wurde. Bei diesem sollte ich ein Konzept mit mittelfristigen Visionen und Zielen mitbringen. Ich hatte nur wenige Tage Zeit meine Gedanken zur gestellten Aufgabe auszuarbeiten. Ich wollte diese Chance nutzen, ging jedoch gelassen zum Gespräch und präsentierte mein Konzept – ganz nach meiner Einstellung: ich habe mein Bestes gegeben, entweder meine Vorstellungen stimmen mit den gesuchten Anforderungen überein, ansonsten bin ich nicht die richtige Person für die Stelle. Das Gespräch verlief in meinen Augen sehr gut und ich ging mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich war erfreut, als ich eine erneute Einladung zu einem Gespräch erhielt, in welchem mir mitgeteilt wurde, dass ich die Stelle erhalten werde. Ich war glücklich und erst in diesem Moment kam die Frage bei mir hoch: ob ich das wohl schaffe? Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und heute weiß ich: ich habe es geschafft. Wie es sich im Nachhinein herausstellte war ich die jüngste der BewerberInnen. Die jüngste aber auch eine der wenigen, welche die auf mich zukommenden Aufgaben und Herausforderungen realistisch gesehen habe. cj

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Erfahrungen einer Bewerberin

Ich habe mich bei einer internationalen Luxus-Hotelgruppe in der Verkaufs- und Marketingabteilung beworben und nach zwei Tagen habe ich einen Anruf vom Director of Sales & Marketing erhalten. Dieser bedankte sich für meine Bewerbung, stellte mir erste Fragen, wie zum Beispiel, warum man sich für diese Hotelgruppe bewirbt, wie man Auszüge aus der Philosophie interpretieren würde, was der beste Freund/die beste Freundin über die Person sagen würde und einige weitere Fragen. Es wurde mir die weitere Vorgehensweise erklärt, dass man sich nochmals melden würde, um einen Termin für ein telefonisches Interview zu vereinbaren. Nach einem Tag meldete sich eine Dame, die mit mir einen Termin ausmachte um dieses Gespräch zu führen. Bei dem telefonischen Interview ging es nicht um die fachlichen Fähigkeiten oder Qualifikationen, sondern man versuchte in diesem Gespräch die natürlichen Talente und Fähigkeiten herauszufinden. Das Interview dauerte über eine Stunde und die Dame erklärte mir, Sie werde nun die Unterlagen wieder zurück an die Personalbteilung geben und diese werden mich wieder kontaktieren. Nach zwei Tagen meldete sich die Director HR und vereinbarte mit mir ein persönliches Vorstellungsgespräch. Bei dem Gespräch waren mehrere Personen dabei: der Hoteldirektor, der zukünftige Abteilungsleiter, der Director HR und eine Person aus der Verkaufs- und Marketingabteilung. Durch diesen 3-stufigen Auswahlprozess wird höchste Objektivität gewährt, da verschiedene Personen gemeinsam eine Entscheidung treffen, ob der Bewerber der Beste / die Beste für die zu besetzende Position ist. Nach einer Woche wurde ich unter 100 Bewerbern eingestellt und habe das schriftliche Angebot und den Arbeitsvertrag erhalten. Im Nachhinein konnte ich erfahren, dass jede Stufe Voraussetzung für die nächste ist, was bedeutet, sofern das telefonische Interview nicht positiv absolviert wird, man keine Gelegenheit bekommt sich persönlich vorzustellen. Durch diesen Auswahlprozess möchte die Hotelgruppe sicher stellen, dass der Bewerber objektiv beurteilt wird, das Unternehmen ein umfassendes Bild von der Person erhält und neben den fachlichen Fähigkeiten vor allem auch die soziale Kompetenz und die angeborenen Talente mit einbezieht. K. P.

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Erfahrungen einer Bewerberin

Nach meiner Oberschulzeit konnte ich es kaum erwarten und wollte so bald wie möglich in die Arbeitswelt eintreten. Deshalb habe ich mich schon frühzeitig, also bereits im Februar des letzten Oberschuljahres, bei einer Bank beworben und nach etwa einem Monat wurde ich sodann zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Das Gespräch verlief sehr gut, obwohl ich schon ziemlich nervös war. Ich wurde einerseits zu einigen Punkten meines Bewerbungsschreibens und Lebenslaufes befragt, jedoch auch zu meinen Vorstellungen und Erwartungen für die Zukunft. Außerdem wurde mir die Möglichkeit geboten, im Falle einer Anstellung die Banklehre zu absolvieren, was mich ziemlich begeistert hatte. Zwei weitere lange Monate vergingen, bis ich schulssendlich die Zusage erhalten habe und dann auch schon im August desselben Jahres mit der Arbeit in der Bank beginnen konnte. S. U.

Erfahrungen einer Bewerberin

Vor einiger Zeit habe ich mich für eine Stelle im Gesundheitswesen beworben. Allerdings war diese Bewerbung keine Antwort auf ein Stellenangebot, sondern es war eine blinde Bewerbung, das heißt eine Bewerbung, ohne, dass eine offene Stelle ausgeschrieben war. Ich habe dabei folgende Erfahrungen gemacht: Bei einer blinden Bewerbung muss man sich vor Augen halten, dass der Arbeitgeber eigentlich kein Interesse an einem Kennenlernen hat. Ich rate deshalb, niemals nur einen Lebenslauf zu schicken und dann passiv auf eine Antwort zu warten – welche mit hoher Wahrscheinlichkeit aus oben genanntem Grund nicht erfolgen wird. Zielführender ist die Vorgehensweise, mit höflicher, aber bestimmter Zielstrebigkeit, ein persönliches Treffen zu vereinbaren. Erst bei diesem persönlichen Gespräch rate ich den Lebenslauf zu übergeben. Wie bei anderen Bewerbungsgesprächen ist dabei das persönliche Auftreten wichtig: gepflegtes Äußeres, Persönlichkeit, gute Umgangsformen, Fachwissen, selbstsicheres Auftreten. Ich rate nach dem Bewerbungsgespräch 10-14 Tage verstreichen zulassen. Dann allerdings habe ich mich nochmals beim Arbeitsgeber telefonisch gemeldet, mich für das erfolgte Treffen bedankt und nachgefragt ob es in nächster Zukunft die Möglichkeit einer Zusammenarbeit gibt. A. N.

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Erfahrungen einer Bewerberin

Ich habe mich kurz nach Abschluss der Gewerbeoberschule auf meine Initiative hin bei einem technischen Büro im Raum Meran beworben. Neben dem Bebwerbungsschreiben reichte ich einen Lebenslauf und einige Zeugniskopien ein, die es dem Unternehmen ermöglichten sich ein aussagekräftiges Bild von mir zu machen. Der Betrieb benötigte in dieser Zeit keine neue Mitarbeiterin, bat mich jedoch meine Unterlagen behalten zu dürfen. Nach mehr als einem Jahr kam das Unternehmen wieder auf mich zu und lud mich zu einem ausführlichen Bewerbungsgespräch ein. Hierbei ging es hauptsächlich um technische Fragen, wie z. B. ob ich mit der verwendeten Software vertraut war. Persönliche Fragen wurden wenige gestellt. Nach einer vereinbarten Wartezeit von einer Woche erhielt ich die Zusage. K. K.

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Notizen

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E-Mail: BankTheFuture@raiffeisen.it Internet: www.BankTheFuture.it

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