Page 5

[Baiersbronn... mit allen Sinnen]

Die Himbeere bevorzugt den halbschattigen Waldrand, wo sie geschützt vor Wind und Wetter doch noch genug Sonne für die Fruchtbildung erhält.

[Baiersbronn... mit allen Sinnen]

Der Sauerklee wächst nahezu überall. Wo es ihm zu hell ist, da klappt er seine Blätter wie ein Schirmchen zusammen.

Der Pfifferling mit seinem pfeffrigen Aroma schätzt den Schutz des Waldes und darf im Herbst nicht auf der Baiersbronner Speisekarte fehlen.

Baiersbronn pauschal genießen:

[Kräuterkörble+] Buchbar von März bis Oktober Mindestteilnehmerzahl 2 Personen Der Löwenzahn ist eine typische Wiesenpflanze und kann komplett von Wurzel bis Blütenblatt für die Küche verwendet werden.

Die Heidelbeere liebt die lichten Baiersbronner Wälder und die Baiersbronner lieben die Heidelbeere.

- Kräutermenü - Kräuterführung - Sackmanns Kräutersalz - Alpirsbacher Kräuterlikör - Wohltuender Alpirsbacher Kräutertee - 1 Körble - Wanderguide mit 31 Tourentipps

66 € pro Person Im Herbst gibt es hier viele Pilze, unter den essbaren vor allem Maronenröhrlinge, Pfifferling und Steinpilz. Sie schmecken hervorragend und gelten aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts und des geringen Fettanteils als Kalbfleisch des Waldes.

Selbst auf einer frisch gemähten Wiese lassen sich Spitzwegerich, Rotklee und Sauerampfer finden.

Am Waldrand kann genascht werden. Hier wachsen viele süße Beeren wie Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren.

8

Geschützt, mitten im Wald erklärt Charly, dass Teile von fast jedem der uns umringenden Bäume essbar sind. Aus jungen Buchen oder Birkenblättern lässt sich im Frühling ein Waldblattsalat anrichten. Die leuchtend orangefarbenen Vogelbeeren sind im Herbst nicht nur für Vögel interessant. Zur Marmelade verarbeitet sind sie auch eine schmackhafte Bereicherung des menschlichen Speiseplans. Aus den Nadeln der Kiefern, Fichten und Tannen lässt sich ein Vitamin-Creicher Tee gewinnen – oder ein besonderes Baiersbronner Eisparfait, das durch die Zugabe frischer Fichten-

nadeln ein angenehmes Waldaroma bekommt. Den nächsten Halt machen wir an einem Wasserlauf. Der Waldboden rundherum ist feucht und mit Moosen, Farn und Sauerklee bedeckt. „Der Sauerklee ist eine Art Mimose oder Schattenparker. Er mag es eher kühl und kommt mit nur ein Prozent des Sonnenlichts aus. Wenn es ihm zu hell wird oder es regnet, klappt er seine Blätter zusammen wie ein kleiner Regenschirm“, erzählt Charly und tippt einen Klee an. Der lässt sich das nicht gefallen – und macht dicht. Dass Sauerklee essbar ist, probieren wir an Ort und Stelle aus. Fazit: schmeckt genau wie Sauerampfer! Ein Stück weiter bachabwärts, außerhalb des Waldes ragen uns am Ufer hochaufgeschossene Pflanzen mit flaumigen weissen Blüten entgegen. Baiersbronn genießen

Wiese

Waldrand

Wald

Am Wasser

Robust müssen die Pflanzen sein, die hier wachsen. Denn nichts schützt sie vor der prallen Sonne, Wind und Regen. Wiesenkräuter sind Überlebenskünstler unter extremen Bedingungen. Schöner Nebeneffekt – farbenprächtige Blüten dank eines Maximum an Sonnenlicht

In Baiersbronn befindet sich der Waldrand häufig in Hanglage, so dass es auch hier noch hell, aber nicht mehr zu hell ist, denn die nahen Bäume spenden Schatten und schützen vor Wind und Wetter.

Im Wald herrscht ein ausgeglichenes Klima, da die Baumkronen die Sonne abschirmen und die Baumstämme den Wind brechen.

Der Wasserlauf kühlt die Luft in seiner Umgebung und versorgt den Boden mit Feuchtigkeit.

Genussräume Ihr Duft erinnert an Marzipan, Vanille und Honig. Mädesüß, lernen wir, enthält entzündungshemmende Salicylsäure und hilft gegen Kopfschmerzen. Der Blütensirup verleiht Süßspeisen eine feine Note. Mit Rettichschärfe holt uns die Brunnenkresse aus den süßen Träumereien zurück und heizt uns noch einmal ein für unseren Endspurt zurück zum Höfer-Köpfle-Parkplatz. Die kurze Strecke war gut zu schaffen, aber ohne Charly hätten wir nicht einmal einen Bruchteil der Pflanzen, Beeren und Pilze gefunden geschweige denn zuordnen können. Daher bieten die Baiersbronner Kräuterwirte und Wildkräuterführer geführte Touren an. Alternativ gibt es den „Genussräume“-Rucksack der Baiersbronn Touristik mit erläuternder Begleitbroschüre.

Urlaubsmagazin 2014

Tipp: Nach der Tour beim Wildpflanzenmenü eines Kräuterwirtes noch einmal allen Aromen nachschmecken. Mmmmh...

Gratwanderung mit Aussicht zwischen Wald und Wiese.

Ein Platz zum Genießen mitten im Wald – geschützt auf einer lauschigen Lichtung.

Wasser befindet sich im Wald oft an der tiefsten, kältesten und dunkelsten Stelle. Das freut den Sauerklee.

9

Baiersbronn genießen 2014  
Baiersbronn genießen 2014  

Urlaubsmagazin 2014 der Feriengemeinde Baiersbronn mit Informationen rund um die Themen Wandern, Familienurlaub, Essen & Trinken, Pauschalan...

Advertisement