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[Baiersbronner Prominenz]

[Baiersbronner Prominenz]

„Das nächste Ziel? Natürlich Olympia 2014 in Sotschi!“ Melanie Faißt

[Klaus Faißt – Vater des Erfolgs] Dem Wintersport ist Klaus Faißt schon seit Kindesbeinen verschrieben. Los ging’s als 8-Jähriger mit Skispringen und Langlauf beim SV Baiersbronn. Sein Talent wurde schnell deutlich: In der Nordischen Kombination wurde er dreimaliger deutscher Jugendmeister, später war er dann viele Jahre erfolgreicher Profi im DSV-Kader.

„Dreifacher JuniorenWeltmeister zu sein... das ist immer noch unglaublich!“ Manuel Faißt

Das ist ganz großer Wintersport Hallo ihr beiden. Es freut mich, dass ihr während der wichtigen Vorbereitung auf die olympische Saison die Zeit gefunden habt für dieses Interview. Fangen wir doch gleich an. Erzählt uns doch wie und wann ihr zum Skisport gekommen seid: Melanie Faißt: Ich hab im Alter von 7 Jahren angefangen. Unser Papa Klaus ist hier sicherlich als treibende Kraft zu nennen. Er ist ja auch heute noch immer sehr aktiv – vor allem als Trainer. Manuel Faißt: Ich bin mit 4 Jahren zum ersten Mal den Auslauf auf der kleinen Schanze im Bergergrund heruntergefahren. Mit 5 Jahren habe ich dann meinen ersten Sprung gemacht. Da meine Schwester und mein Vater auch im Skiverein waren und immer zum Training gefahren sind, wollte ich dann auch immer mit und so hat es sich dann ergeben.

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Patrick Schreib im Interview mit Melanie & Manuel Faißt im November 2013.

Die Geschwister Melanie und Manuel Faißt sind seit einigen Jahren sehr erfolgreich im internationalen Wintersport.

Wie und wann kam es dann, dass ihr euch auf eure Disziplinen festgelegt habt? Und Warum?

Aber nicht nur als aktiver Wintersportler macht Klaus Faißt eine gute Figur: Sein Wissen gibt er seit über 30 Jahren an den Nachwuchs weiter. In Köln zum Diplomtrainer ausgebildet, leitete er zehn Jahre lang das Skiinternat in Furtwangen, bevor es ihn wieder in seine Heimat zog. „Zurück zu den Wurzeln,“ könnte man wohl sagen. Hier beim SV Baiersbronn ist er nun seit 20 Jahren ehrenamtlich als Trainer tätig. Diese Arbeit wurde 2010 vom DSV mit der Auszeichnung zum Trainer des Jahres gewürdigt.

Was waren eure größten Erfolge? Melanie Faißt: Ich war Deutsche Meisterin 2005 und 2008 und habe den 3. Platz beim Weltcup Lillehammer 2011 gemacht. Außerdem bin ich sehr stolz auf den 9. Platz bei der WM in Oslo 2011 und den 8. Platz im Gesamtweltcup 2011/2012. Manuel Faißt: Meine größten Erfolge waren natürlich die drei Goldmedaillen bei der Junioren Weltmeisterschaft 2013 in Liberec. Das war ein unbeschreibliches Gefühl, nachdem es im Jahr zuvor „nur“ für Silber und Bronze gereicht hat. Danach kam dann noch der Sieg mit dem Weltcup-Team in Sotschi dazu.

Manuel Faißt: Da es in Baiersbronn damals nur Nordische Kombination gab, war es von Anfang klar, dass es diese Disziplin wird. Ich hatte immer viel Spaß und so habe ich weiter gemacht. Mich reizt diese Disziplin sehr, da sie die schnellkräftige Sportart Skispringen mit der ausdauernden Sportart Langlauf verbindet. Hier die richtige Balance zu finden ist der Schlüssel zum Erfolg.

Mit eurem Sport kommt ihr viel herum. Wie ist es, nach Baiersbronn zurückzukommen?

Melanie Faißt: Leider gibt es in der Nordischen Kombination keine Wettkämpfe für Damen. So bin ich dann mit 16 Jahren zum Spezial-Skispringen gewechselt. Ich liebe es, wenn das Adrenalin durch meine Adern fließt und das unbeschreibliche Gefühl im Auslauf nachdem ich einen weiten Sprung hingelegt habe.

Manuel Faißt: Es ist immer wieder ein tolles Gefühl in so ein schönes Dorf zu kommen. Sobald ich in Baiersbronn bin, kann ich neue Energie für die nächsten Wochen sammeln. Alles ist ruhig und es herrscht keine Hektik. Außerdem genieße ich es sehr, den Wald und die Wiesen direkt um mich zu haben. Ich kann schon behaupten: Baiersbronn ist für mich zu Hause sein!

Mit den ganz Kleinen zu arbeiten, dabei hat Klaus Faißt den größten Spaß. Das spiegelt sich auch in der Laufbahn seiner beiden Kinder wider: Im Alter von fünf Jahren haben beide ihre ersten Wettkämpfe bestritten, und schnell konnten sie in die erfolgreichen Fußstapfen des Vaters treten. „Ob Talent erblich ist? Zu einem gewissen Teil vielleicht schon, aber ohne Training bringt einem das nichts“, betont er nachdrücklich. Bis zum ihrem 13. Lebensjahr war Klaus Faißt der verantwortliche Trainer von Melanie und Manuel. „Es war nicht immer einfach, die eigenen Kinder im Training, bei Wettkämpfen und anschließend im alltäglichen Leben zu führen“, blickt Klaus zurück. Auch für ihn als Vater und Trainer würde ein Traum in Erfüllung gehen, wenn beide Kinder die Qualifikation für Olympia – das höchste Ziel eines jeden Sportlers – erreichen würden. Möge der Traum wahr werden.

Melanie Faißt: Ich freue mich immer wieder, nach Hause zu kommen. Es gibt mir jedes mal viel Kraft und Erholung! Zuhause ist es eben immer am schönsten! Hier sind meine Familie, Freunde und mein Freund!

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Baiersbronn genießen 2014  
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