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Geniale Menschen: Das Wirken von Adolf Loos in Prag, Plzen und Brünn, große Karl-Marx-Ausstellung in Trier.

Geniale Ideen: Stoosbahn, die steilste Standseilbahn der Welt. Luxusglamping - eine Entwicklung aus Slowenien. Geniale Künstler: Gustav Klimt im Leopold-Museum, Marie von Ebner-Eschenbach in Mähren. Geniale Action und Abenteuer auf der Staumauer

In Freiheit schweben


BAHNmax in Europa

Aktueller denn je ist die Ausstellung von Architektur im Ringturm „Fundamente der Demokratie – Architektur in Österreich – Neu gesehen“. Die beide Kuratoren Otto Kapfinger und Adolph Stiller liefern einen interessanten Einblick, welchen Beitrag die Architektur zum Wandel der Gesellschaft von der historisch überholten Form hin zur modernen Republik vor rund 100 Jahren hatte. Die aktuelle Schau steht ganz im Zeichen des Gedenkjahres 2018 und „100 Jahre Republik Österreich“ und widmet sich der gesellschaftspolitischen Rolle von Architektur im vergangenen Jahrhundert. Neun Projekte aus den ersten Jahren der jungen Demokratie bzw. davor – 1900 bis 1930 – eröffnen einen faszinierenden Blick auf die architektonische Entwicklung Österreichs in dieser Umbruchphase. Zu diesen ausgewählten Wiener Bauten zählt auch der Goethehof in Kaisermühlen. Am 10. April 1932 fand die feierliche Eröffnung des bereits besiedelten Goethehofs durch den Wiener Bürgermeister Karl Seitz statt. Mit 727 Wohnungen war er das größte „Volkswohnhaus“ auf dem Gebiet der heutigen Donaustadt.

© Christoph Losch

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Serie EU Kärnten investiert in die Bahn ÖV aktuell

© Wolfgang Simlinger cityfoto

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Imperium Romanum. Die Rückkehr der Legion ist das Thema der OÖ Landesausstellung 2018. Auf die Spuren der Römer können Sie sich aber entlang der ganzen Donau begeben, zum Beispiel auch in Klosterneuburg. Ja sogar in der Schweiz und am Rhein finden sich Zeugnisse aus dieser Zeit.

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Emax Die WAVE rollt Alpine Pearls Sanfte Mobilität ÖBB: 100% grüner Bahnstrom

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BAHNmax in Österreich

Während der Februarkämpfe 1934 war der Goethehof eines der Zentren des Aufstandes gegen die von  Engelbert Dollfuß  angeordnete Entwaffnung der sozialdemokratischen  Schutzbündler. In der Ausstellung zu lesen: „ Nach Erzählungen von Hermine Donner wurde die Einrichtung des Kindergartens Goethehof 1934 durch Vandalismus zerstört. Hedy Schwarz und sie wurden versetzt. Frau Schmaus, die den Kindergarten bis 1938 weiterführte, gelang es, Teile der Einrichtung zu retten, bis 1938 der Kindergarten auf richterlichen Befehl endgültig zerstört wurde.“

Bergsommer Die Römer leben NÖ zum Wohlfühlen Kultursommer

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Impressum © Nassfeld Tourismus

Titelbild: © Verbund

www.bahnmax.com

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BAHNmax auf Schiene

In den ab 1919 neu organisierten bzw. neu errichteten ganztägigen städtischen Kindergärten finden Konzepte wie die Montessori-Methode zunehmend Eingang. Das hierfür konsequenteste Beispiel ist der von Hedwig Schwarz in den Jahren 1930 bis 1932 mit Franz Singer und Friedl Dicker im Goethehof eingerichtete Kindergarten. Die Ideen der Montessori-Pädagogik wurde bei der Innenraum- und Mobiliargestaltung umgesetzt. Bereits 1934 sollte er zerstört werden, ehe er 1938 vollständig vernichtet wird.

Wir müssen wirklich aufpassen, dass sich das nicht wiederholt! Wir sind nämlich am besten Weg dorthin.

Viel Neues aus der Welt der Bahn. Die Rhätische Bahn feierte 10 Jahre UNESCO Welterbe Label. Ein Besuch bei der steilsten Standseilbahn der Welt, der Stoosbahn. Viel Neues im Süden – Kärnten entwickelt neue Angebotsformen. Und bei der NÖVOG ist im Sommer ohnehin immer etwas los.

Bahnland Schweiz Slowakei: Košice kreativ Tschechien: Loos.Funktional. Slowenien: BIG BERRY-The Luxury of Freedom Deutschland: 200 Jahre Karl Marx Ungarn: Thermenerlebnis Bad Bük

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Bergsommer. Kultursommer. Die Angebote reichen von actionreicher Betätigung bis zu beschaulichen Aufenthalten abseits der Hotspots. Auch das Kulturprogramm ist reichhaltig, für jeden Geschmack ist was dabei.

BAHNmax – Das BahnReiseMagazin Redaktionsadresse: 9020 Klagenfurt, Tel. 0664 / 111 87 24, office@bahnmax. com; Eigene Anmerkung: Die in den Artikeln vertretenen Meinungen der Autoren sind nicht unbedingt ident mit denen des Herausgebers. Nachdruck (auch auszugsweise) oder elektronische Wiedergabe nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung des Verlages möglich. Alle Angaben Stand Juli 2018. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten.

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© RhB

Bahnmuseum Albula Die Sonderausstellung „Erbe verpflichtet. UNESCO Welterbe und die Schweiz“ bietet BesucherInnen des Bahnmuseums Albula spannende Antworten auf Fragestellungen rund um das UNESCO Welterbe RhB und über 50 weitere Welterbestätten weltweit. Spannende Themen rund um die UNESCO Welterbestätten werden in den Ausstellungsräumen des Bahnmuseums behandelt. Im monatlichen Wechsel stellen sich zudem die weiteren elf Welterbestätten der Schweiz in einem Gastfenster vor. Die Sonderausstellung dauert bis Mitte November 2018. In Bergün lohnt sich ein Zwischenhalt. Das Bahnmuseum Albula in Bergün führt Bahnliebhaber und Familien durch die Bahngeschichte Graubündens. Alte Bahnutensilien, Filme und Modelle begeistern die Besucher. 600 Ausstellungsobjekte aus mehr als 100 Jahren Bahngeschichte zeugen von Pioniertaten in Graubünden, von den Menschen, die die Bahn prägten – und Landschaften, die von ihr geprägt wurden. Ausrangierte Bahnhofsuhren, historische Dokumente oder Pläne zum Bau der Kunstbauten zeigen die Geschichte und Bedeutung der spektakulären UNESCO Welterbe Strecke zwischen Thusis und Tirano auf. Kinder und Bahnfans schalten und walten im Fahrsimulator der Krokodillok, Tüftler und Laien staunen in der Modellwerkstatt oder informieren sich an der Wechsel- oder Erlebnisausstellung. Das Bahnmuseum Albula liegt direkt beim Bahnhof Bergün an der Albulalinie zwischen Chur und St. Moritz. Die Ausstellung umfasst 1.300 m2.

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© Christoph Posch

10 Jahre UNESCO Welterbe RhB Am 7. Juli 2008 wurde die „Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina“ in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Nur gerade drei Bahnen weltweit tragen diese ehrenvolle Auszeichnung. Die Bahnlinien mit ihrer spektakulären Streckenführung fügen sich wie selbstverständlich in die Bündner Landschaft ein und bilden mit dieser eine harmonische Einheit. Die Albulastrecke wurde 1903, die Berninastrecke 1910 vollendet. Beide Bahnen erschließen das Oberengadin dem internationalen Tourismus und sind selbst touristische Erlebnisse. Die RhB lud zum Bahnfestival Anlässlich des Jubiläums „10 Jahre UNESCO Welterbe RhB“ feierte die Rhätische Bahn (RhB) am Wochenende vom 9./10. Juni 2018 in Samedan und Pontresina das erste Bahnfestival. Es war Teil der Schweizerischen Welterbetage, an welchen alle Schweizer UNESCO Welterbestätten ihre Türen für das Publikum öffnen. Beim Bahnfestival präsentierten sich das Welterbe RhB sowie das historische Rollmaterial der RhB: Eine historische Wagenausstellung, historische Shuttlezüge sowie eine noch nie dagewesene Zugparade haben Bahnbegeisterte fasziniert. Weltkulturerbe erwandern Spätestens auf dem Bahnerlebnisweg Albula wird Ihnen klar, was Schweizer Pionierarbeit heißt: Zwischen Preda und Bergün erleben Sie Berge, einen rauschenden Wildbach und Viadukte aus nächster Nähe. Diese spannende 23,3 Kilometer lange und ca 7 Stunde lange Wanderung führt entlang der Bahnlinie (Preda Station - Bergün Station - Stugl/Stuls Station - Filisur Station - Landwasserviadukt - Filisur Station) und somit auch vorbei an den beeindruckenden Kunstbauten des UNESCO Welterbe Rhätische Bahn. Entlang der Strecke sind Informationstafeln angebracht, die Wissenswertes über die Pionierleistung die nötig war, um die Bahnlinie in die wilde Landschaft einzubetten berichten. Auch den Kindern wird das Wissen mit spannenden Geschichten näher gebracht. Sie können natürlich auch zwischendurch abkürzen und einfach bei der nächsten Station die Bahnbeutzen. Noch ein Tipp: Die Bahnstrecke führt mitten durch den Parc Ela. Erkunden Sie den größten Naturpark der Schweiz zu Fuß.

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Geführte Zeitreise ins UNESCO Welterbe RhB Erlebnisreiche Führung mit Gleismonteur Reto Die geführte Zeitreise ins UNESCO Welterbe geht weiter – in den besten Händen von Gleismonteur Reto: Wer von einem echten Kenner einmalige Einblicke hinter die Bahnkulissen erleben möchte, bucht die inszenierte Führung ins UNESCO Welterbe. Jeden Mittwoch vom 6. Juni bis zum 26. September 2018 nimmt Gleismonteur Reto Sie mit auf eine wundervolle Fahrt von Chur nach St. Moritz.  Während den begleiteten fünf Stunden tauchen immer wieder Zeitzeugen auf, die über prägende Ereignisse der Bahnpioniere und das Leben entlang der Albulalinie erzählen. Ihre Geschichten, ein Besuch im Bahnmuseum Albula und ein gemeinsames Mittagessen in der Rottenküche – wo einst die Gramper, die legendären Gleismonteure, ihr währschaftes Zmittag zu sich nahmen – bescheren ein unvergessliches Erlebnis der anderen Art. Konzept/Text/Regie: Roman Weishaupt. Schauspieler/Führer: Lorenzo Polin oder Nikolaus Schmid. Die geführte Zeitreise ins UNESCO Welterbe ist auch für Kinder ab 10 Jahren sehr zu empfehlen. Für weitere Informationen oder bei Fragen steht Ihnen der Railservice unter Tel. +41 81 288 65 65 gerne zur Verfügung. Hinweis: Im Pauschalpreis ist das Bahnbillett nicht inbegriffen. Für die Fahrt von Chur nach St. Moritz wird zusätzlich ein regulärer Fahrausweis in der 2. Klasse benötigt. 

ww.rhb.ch/de/erlebniswelt-bahn/unesco-welterbe-rhb

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Erlebniszug Albula auf ins Bahnparadies Der Erlebniszug Albula zieht Familien und Bahnfans ins Albulatal. Im offenen Aussichtswagen oder in den nostalgischen Holzwagen fahren Sie durch das Burgental Domleschg, über den Solis- und den Landwasserviadukt oder durch die Kehrtunnels zwischen Bergün und Preda. Immer sonntags vom 3. Juni 2018 bis zum 2. September 2018 reisen Sie in den nostalgischen Holz- und den offenen Aussichts- und Holzklassewagen von Landquart nach St. Moritz mitten durch das Bahnparadies im UNESCO Welterbe RhB. Sagra della Castagna al Viadot 14. Oktober 2018 in Brusio Am Sonntag, 14. Oktober 2018, geht es in den südlichen Teil des UNESCO Welterbes RhB. Als Abschlussveranstaltung des 10-Jahre-Jubiläums findet das Kastanienfest – die Sagra della Castagna – beim Kreisviadukt in Brusio statt. Geniessen Sie lokale Köstlichkeiten, traditionelle südalpine Musik, Führungen zu den Kastanienhainen und weitere Attraktionen vor der Kulisse des UNESCO Welterbes RhB.

www.rhb.ch 5


Husky-Erlebnisse Zuhinterst im Muotatal leben rund 30 Siberian Huskies. Und wenn dann ein lautes „Go Go!“ vom Musher ertönt, legen die zutraulichen Energiebündel los. Und zwar im Sommer wie in den Wintermonaten. Denn das Klima – mit schneereichen Wintern – ist hier ideal für die Arbeit mit Schlittenhunden. Wenn Sie das schön ausgebaute Huskygehege besuchen, können Sie sich mit den liebevollen Schlittenhunden vertraut machen. Ihr Musher erzählt Ihnen viel Interessantes über die Pflege und Haltung sowie über die Arbeit mit den Schlittenhunden. Ausgerüstet mit einem speziellen Anseilgurt unternehmen Sie einen kurzen Spaziergang in Begleitung der Huskies und erleben die Kraft und Energie dieser zutraulichen Hunde eins zu eins. Je nach Tagesablauf dürfen Sie mithelfen beim Pflegen und Füttern des Husky-Rudels. Das Programm ist gut geeignet für Familien mit Kindern.

Das Hüttenhotel Husky-Lodge liegt eingebettet zwischen bizarren Kalkfelsen und mystischem Fichtenwald am Eingang des Bisisthales, rund 2 km östlich des Dorfkerns Muotathal. Die Nähe und die tägliche Zusammenarbeit mit den Schlittenhunden ist ein wesentlicher Bestandteil der Erlebniswelt Muotathal.

www.erlebniswelt.ch

Die steilste Standseilbahn der Welt Und das Gute daran: Die Schweiz hat wieder ein Superlativ, dass sogar im Swiss Travel Pass inkludiert ist. Die Stoosbahnen erschließen das autofreie Bergdorf Stoos – und das gleich mit einem Weltrekord. Die Standseilbahn von Schwyz nach Stoos ist die Steilste der Welt. Ein technisches Wunderwerk, das bereits die Anreise zum Erlebnis macht. Die Talstation befindet sich ca. 400 Meter nach der alten Talstation Schlattli in Richtung Muotathal. Nach 6 Minuten Fahrzeit kommt der futuristische Wagen neu mitten im Dorf Stoos an. Die Höhendifferenz beträgt 744 m, die Länge der Bahn 1.740 m. Das besondere der Konstruktion: in beiden Stationen steht der Wagen waagerecht. Während der Fahrt drehen sich die Zylinder und passen sich der Steigung an. Die Fahrgäste stehen durch den automatischen Niveauausgleich immer waagerecht, auch bei der maximalen Steigung von 110%.

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Alle Bilder © Jungfraubahnen

Ein Tipp schon für den Winter: Fyrabig-Tour Endlich Feierabend – raus aus dem Büro, Schneeschuhe unter die Füße schnallen und ab geht es in die freie Natur! Weit ab vom großen Rummel unternehmen Sie eine Schneeschuhwanderung in Begleitung eines einheimischen Gästeleiters. Sie wandern in einer herrlichen Winternacht der HuskyLodge entgegen. Unterwegs wird Ihnen der Gästeleiter viel Interessantes über das Muotatal erzählen und zugleich stärken Sie sich mit „Wykaffee“, einer einheimischen Spezialität. Bei der Husky-Lodge angekommen, werden Sie von einem Musher am Lagerfeuer begrüßt, wo für Sie ein Apéro bereitsteht. Dabei sorgen Finnenkerzen und Fackeln für ein heimeliges Ambiente. Und die Übernachtung in einer der stilvoll ausgebauten Hütten ist auch ein Erlebnis für sich selbst.


Öffentlicher Verkehrsauftrag Auch schon die alte Stoosbahn erreichte eine Steigung von 37,99 Grad (78,10%) und war bis 2017 die steilste Standseilbahn der Schweiz im öffentlichen Verkehr. Die halte und neue Bergbahn dient nicht nur der Beförderung von Touristen - sie ist DIE Lebensader für die rund 150 Einwohner, die das ganze Jahr hindurch auf dem Stoos leben. Dazu eine kleine Anekdote aus einem Bericht im Jahr 1934: Auf dem Anhänger-Güterwagen soll ausser Gütern und Sportgeräten gelegentlich auch Vieh auf die ausgedehnten Sommerweiden transportiert werden. Die steile Fahrt auf die Alp war sicher eine spannende Abwechslung für die Kühe.

Bei schönem Wetter kann dies zu Wartezeiten führen. Eine Alternative bietet dann der Wanderweg, der in 2,5 Stunden von der Talstation zur Glattalp führt.

www.stoos-muotatal.ch/ train/stoosbahnen

Angekommen auf dem Stoos eröffnet sich den Gästen ein Aussichts- und Ferienparadies im Sommer wie im Winter. Denn das Bergdorf hoch über dem Vierwaldstättersee ist ein Ziel für abwechslungsreiche Familienausflüge und bietet vielseitige Bergsportmöglichkeiten. Atemberaubende Aussichten erwarten Sie auf der Panoramaterrasse Fronalpstock und auf der Gratwanderung vom Klingenstock zum Fronalpstock. Familien entdecken das Moor Teufböni auf einem Erlebnisweg und spielen mit Wasser beim Stoos-Seeli. 35 km Pistenspass erlebt man im Wintersportgebiet am Fronalpstock und Klingenstock. Von der Steilsten zur Kleinsten Die Region Stoos-Muotatal bietet nicht nur die steilste Standseilbahn der Welt, sondern auch die kleinste Bergbahn im Kanton Schwyz: die Glattalpbahn in das Naturjuwel Glattalp. Die Glattalpbahn kann pro Fahrt maximal 8 Personen transportieren. Bei einer Fahrzeit von 8 Minuten beträgt die Transportkapazität pro Stunde rund 30 Personen.

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Schweiz Tourismus Tel. 00800 / 100 200 30 (kostenfrei) info@myswitzerland.com www.MySwitzerland.com

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Mit der Bahn (ÖBB und ZSSK) die Slowakei entdecken Mit dem Direktzug Wien-Košice gibt es seit Dezember 2017 wieder eine komfortable Direktverbindungen in die Slowakei östlich und nördlich von Bratislava. So erreichen Sie direkt Trnava (rund 2 Stunden), Žilina (rund 3,5 Stunen), Poprad-Tatry (rund 5 Stunden), Kysak, Košice (rund 6 Stunden). Zusätzlich zur Direktverbindung gibt es zahlreiche attraktive Umsteigeverbindungen im 2-Stunden-Takt in die mittlere und östliche Slowakei. Der Umstieg erfolgt dabei in Bratislava Hauptbahnhof (hl.st.). So erreichen Sie z.B. die Niedere Tatra (Zielbahnhof Liptovsky Mikuláš) ab Wien in rund 4,5 Stunden. Mit der Sparschiene reisen Sie günstig in die gesamte Slowakei. Z.B. von Wien nach Liptovsky-Mikuláš oder Poprad-Tatry ab 24,-* Euro und nach Košice ab 29,-* Euro. SparschieneTickets in die Slowakei sind in der 1. und 2. Klasse verfügbar. Kinder unter 15 Jahren reisen in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos mit. Aus den Bundesländern erreichen Sie die slowakische Hauptstadt mit kurzem und attraktivem Umstieg in Wien Hbf, von Linz in knapp 3 Stunden und von Graz und Salzburg in jeweils rund 4 Stunden. Mit der Sparschiene reisen Sie aus ganz Österreich günstig nach Bratislava, z.B. von Linz und Graz nach Bratislava ab € 19,–, ab Salzburg ab € 24,–. www.oebb.at

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Größtes Karstgebiet Mitteleuropas Unter den Naturdenkmälern in der UNESCO-Liste des Welterbes ist die Slowakei durch die Höhlen und Schluchten des Gebiets Slovenský kras (Slowakischer Karst) und die Eishöhle Dobšinská ľadová jaskyňa vertreten. Das Gebiet Slovenský kras (Slowakischer Karst) liegt im Süden der Slowakei an der Grenze mit Ungarn. Es ist das größte Karstgebiet Mitteleuropas, hat die meisten unterirdischen Räume (man findet hier 1110 Höhlen und Schluchten) und ist heute als Nationalpark weltweit bekannt. Allgemein gibt es in der Slowakei einen großen Reichtum an Höhlen, 44 Höhlen und Schluchten in der Slowakei wurden zu nationalen Naturdenkmälern erklärt. 12 Höhlen sind für die Öffentlichkeit zugänglich, fünf für Touristen und weitere 30 Höhlen sind frei zugänglich. Der Stolz der Region Gemer, die Höhle Domica, in der man eine attraktive und bei Touristen beliebte Bootsfahrt unter der Erde unternehmen kann, liegt im südwestlichen Teil des Karstgebiets Slovenský kras auf dem Plateau Silická planina, unweit der Grenze zu Ungarn. Dank der Bedeutung und ihrer Einmaligkeit wurde die Höhle in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen. Bereits im Jahr 1995 war das bilaterale slowakisch-ungarische Projekt unter dem Titel Höhlen des Slowakischen und des Aggtelek-Karstes erfolgreich. Im Jahr 2000 erweiterte man den UNESCO-Schutz auch um die Eishöhle Dobšinská ľadová jaskyňa, eine der größten ihrer Art in Europa. Für die Karsthöhle sind vor allem große geräumige Dome typisch – bekannt ist zum Beispiel der Majkov dóm mit einem Kaskadenseen, die Römisches Bad genannt werden. Die Höhle ist zusammen mit der Höhle Baradla in Ungarn Teil eines größeren Höhlensystems, das ungefähr 25 km lang ist.

Košice Tourism, Visitor Centre Hlavná 59 | 040 01 Košice, Slovakia visit@visitkosice.org

Košice Region Tourism Hlavná 48 | 040 01 Košice, Slovakia info@kosiceregion.com

www.visitkosice.eu

www.kosiceregion.com/en

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Von Brimsen-Piroggen, Lokše und Grammelpogatschen

„Märchenschloss“ Betliar Die Slowakei ist eine kulturhistorisch reiche Landschaft, mehr als 200 Burgen und Schlösser, mindestens doppelt so viele Kastelle wurden in verschiedenen Epochen erbaut. In der Vergangenheit waren sie Schauplätze von historischen Begebenheiten und ihre Eigentümer nahmen Jahrhunderte lang Einfluss auf die Geschichte des Landes. Wie etwa die Familie Andrassy, deren „Märchenschloss“ Betliar (im Bild oben) ein repräsentativer Jagdsitz inmitten eines wunderschönen englischen Landschaftsparks war. Das nordwestlich von Rožňava in der Ostslowakei gelegene Schloss ist ein „must see“ einer Reise in die Ostslowakei. Einige von ihnen wurden in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO aufgenommen, wie zum Beispiel 1993 die Zipser Burg (Spišský hrad), eine der größten Burganlagen in Mitteleuropa. Die schönste Burg in den Kleinen Karpaten ist die Bibersburg (Červený kameň). Mit der Burg Theben (Devín), die auf einem mächtigen Felshügel über dem Zusammenfluss von Donau und March steht, verbindet sich wiederum die älteste Geschichte des slowakischen Volkes. Schloss Betliar Im Tal des Flusses Slaná, nordwestlich von Rožňava in der Ostslowakei steht das zweistöckige „Märchenschloss“ Betliar mit vier Ecktürmen – ein repräsentativer Jagdsitz mit romantischen Bauten, einer künstlichen Höhle und einem Wasserfall. Ebenso interessant ist auch sein Interieur mit einer Gemäldegalerie, einem Musik- und Jagdsalon, einer Bibliothek, zeitgenössischen Möbeln und exotischen Sammlungen. Für die Rekonstruktion wurde die  Auszeichnung EUROPA NOSTRA  verliehen. Das repräsentative Bauwerk, dessen Geschichte mit dem Geschlecht  Andrássy  verbunden ist, wurde im Tal des Baches Betliarsky potok über den dicht bewaldeten Hängen der Berge Volovské vrchy an der Stelle einer kleinen Burg der Bebeks aus dem 15. Jahrhundert errichtet. Ein Teil des Mauerwerks wurde beim Umbau der gotischen Kurie zu einem dreistöckigen Gebäude im Renaissance- und Barockstil im 17. und 18. Jahrhundert verwendet. Das äußerliche Erscheinungsbild des Schlosses vom Ende des 19. Jahrhunderts blieb mit kleinen Anpassungen bis heute erhalten. Eine der größten Attraktionen des Schlosses ist die Bibliothek. Diese wurde durch Leopold Andrássy im Jahr 1790 angelegt und aus dieser Zeit stammt auch die Inneneinrichtung. Aufbewahrt werden über 14 tausend Bände, vor allem theologische, historische und philosophische Werke aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, die in 15 verschiedenen Sprachen geschrieben sind. Das Schloss diente bis zum Jahr 1945 den Bedürfnissen des Betliar-Zweiges der Familie Andrássy. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es verstaatlicht, aber die ursprüngliche Einrichtung blieb erhalten und aus dem Schloss wurde ein  Museum  mit der Ausstellung  Wohnkultur des Adels im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schloss ist von einem schönen englischen Landschaftspark umgeben, der mit einer Fläche von 57 ha zu den größten gepflegten Parks der Slowakei gehört und im Verzeichnis historischer Gärten der Welt eingetragen ist.

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Gutes Essen - das hat in der Slowakei eine lange Tradition. In der überwiegend gebirgigen Slowakei trifft man auf zahlreiche Käse- und Milchprodukte. Ein Unikat dabei ist der Brimsen, biologisch erzeugt und sehr gesund wegen seiner probiotischen Eigenschaften. Auch in der modernen slowakischen Küche wird er variantenreich zubereitet. Etwa mit Piroggen (Teigtascherln), die mit dem Schafskäse gefüllt sind. Vom einfachen Gasthaus bis zum gehobenen Restaurant werden Sie das Gericht in der Region Košice auf der Speisekarte finden. Ein Geheimtipp: Der Kornspeicher ein Ort für Ruhe und Freude Loránt, Silvia und Phillip betreiben ein kleines Familienunternehmen, das die Arbeit ihrer Vorfahren fortsetzt und ihr Vermächtnis weiterführt. Sie besitzen eine kleine landwirtschaftliche Siedlung, in der Schafe, Ziegen und Schweine bewirtschaftet werden, und sie kümmern sich auch um einen kleinen Weinberg. Nebenbei betreiben sie auch eine ländliche Pension, die Kornkammer - ein früherer Getreidespeicher. Alles hier ist mit ländlicher Romantik getränkt. Das Gebäude hat auch einen 36 Meter langen Weinkeller direkt unter den Zimmern. Die Gastronomie ist ein untrennbarer Bestandteil des heutigen hohen Standard der Familie, angeboten werden traditionelle Gerichte aus der lokalen Küche. Die Küche ist modern, aber in den Augen des Chefs ist die beste Art, Mahlzeiten für seine Gäste zuzubereiten, direkt über dem Feuer oder in im heißen Ofen. Kochen ist eines von Loránt Hobbys, die einheimischen Damen aus dem Dorf sammelten einige alte Rezepte für ihn, zusammen mit ein paar Tipps und Tricks. www.granarium.sk/en

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Events in Košice In der ostslowakischen Metropole reiht sich eine Veranstaltung an die nächste. Ob „Košice Gurmet Festival“, „Košice Wine Festival“, den Weihnachstmarkt, die „White Night (Nuit Blanche)“ - es gibt fast immer einen Grund, hierher zu kommen. Und ein Tipp besonders für Eishockex-Fans: im Mai 2019 wird Košice eine der beiden Austragungsstädte der Gruppe A Weltmeisterschaft sein. Das ungewöhnliche Musikfestival „Sommer im Park“ im Juli und August bietet ein vielfältiges und vielseitiges Kulturprogramm für die Bewohner und Besucher aller Altersgruppen im Kasárne-Kulturpark. (www.k13.sk). Andy Warhol in den Straßen von Košice ist im August ein interessantes Ereignis, das mit der Geburtstagsparty eines großartigen slowakischen Künstlers verbunden ist - Andy Warhol! Streetgalerien mit DJ-Ing und versteckten Charakteren garantieren perfekte Unterhaltung und eine Geburtstagsfeier in tollem Stil! Alte Wein-Traditionen, Mädchen im Kostümen, entspannte Atmosphäre, Verkostungen in Vinotheken und Bars bis zum Morgen finden Sie beim Košice Weinfest vom 6. - 8. September 2018 vor. Das Weinfest charakterisiert Košice als Tor zur Tokaj-Region (www.tokajregion.sk). Die Weiße Nacht - Nuit Blanche am 6.Oktober ist ein renommiertes internationales (Lichtinstallations-)Kunstprojekt, das zeitgenössische Kunstformen der Öffentlichkeit an unkonventionellen, unerkannten und bedeutenden Orten der europäischen Metropolen näher bringen soll – so auch in Košice (www.bielanoc.sk). 7. Oktober 2018 Internationaler Marathon des Friedens Košice hat den ältesten Marathon Europas und den zweitältesten der Welt! Seine Route führt über einen attraktiven Stadtkurs mit Start und Ziel am Anfang der Hauptstraße - der Košická-Promenade. Er ist seit 1924 eine echte Herausforderung für alle Läufer (www.kosicemarathon.com). Aber auch die Region hat viel Interessantes zu bieten. Wie etwa das internationale Kulturfestival „Majster Pavel Tage“, welches im Juli und August in der ehemaligen Königsstadt Levoča stattfindet. Kultur auf hohem Niveau wird durch die Leistung von Straßenkünstlern, Theater, Musikern und Tänzern demonstriert (www.msks.levoca.sk). Das Folklorefestival „Rejdová“ in der Region Gemer ist bereits 45. Das Festival am 24. August konzentriert sich auf die Erhaltung der Volkstraditionen, präsentiert Volkslieder und Tänze, fördert traditionelles Handwerk und präsentiert Folkloregruppen aus dem In- und Ausland (www.rejdova.sk).

Slowakische Vertretung für Tourismus Tel.: +43 / (0)1 / 5139569 | sacr-wien@aon.at www.slovakia.travel 10

Košice – Creative City KOŠICE im Osten der Slowakei ist heute eigentlich eine sehr junge Stadt. Das Durchschnittsalter der Einwohner beträgt nur rund 35 Jahre, und das spürt man auf Tritt und Schritt, wenn man mit offenen Augen durch die ostslowakische Metropole schlendert. Die zweitgrößte Stadt der Slowakei hat aber auch eine lange Geschichte. Die günstige Lage in Grenznähe dreier Staaten und an wichtigen Verkehrslinien nationaler und internationaler Bedeutung haben seit jeher die Voraussetzung für gute Handelsverbindungen gebildet. Dazu tragen heute auch in wesentlichem Maße der hier bestehende Eisenbahnknotenpunkt und der Flughafen mit internationaler Bedeutung bei. Im Jahr 1342 bekamen die damaligen Stadtväter wichtige Sonderrechte einer freien königlichen Stadt. Von großer Bedeutung ist für Košice das Datum 7. Mai 1369. An diesem Tag erhielt es als erste europäische Stadt eine vom König signierte Wappenurkunde. Heute wird dieser Tag als „Tag der Stadt Košice“ gefeiert. Von der neueren Vergangenheit zeugt das größte denkmalgeschützte Stadtgebiet der Slowakei. In

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einem der Museen können Besucher auch den berühmten Goldschatz von Košice bewundern. Die einmalige Sammlung goldener Münzen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert hat ein Gewicht von 11 kg und stammt aus 81 europäischen Münzstätten. Mittelpunkt der Stadt in jeder Beziehung ist die Magistrale. Die gut 1.500 Meter lange Straße ist heute eine Fußgängerzone, die sich in der Mitte zum liebevoll genannten „Inselchen“ erweitert. Dort steht mit dem gotischen Elisabethdom die größte Kirche der Slowakei und östlichste gotische Kathedrale des westlichen Typs in Europa. Auch der stattliche Bau des Nationaltheaters befindet sich auf dem Inselchen. Dort gibt es das ganze Jahr über Oper, Ballett und Schauspiel. Kultur, Kreativität und ein pulsierendes Leben Ein Blick in die Seitengassen lohnt sich jedenfalls. Dort finden Sie tolle Restaurants und kleine Kaffees, an lauen Sommerabenden sind die Terassen vor den Lokalen voll mit vor allem jungen Menschen. Ganz allgemein zeichnet sich Košice durch ein interessantes gesellschaftlich-kulturelles und sportliches Leben aus. Wesentliche Impulse zu dieser Entwicklung setzte das Jahr 2013, als die Stadt Europäische Kulturhauptstadt war. Aus einer leerstehenden Kaserne wurde ein Kreativzentrum, aus einem maroden Schwimmbad eine Kunsthalle, aus einer alten Tabakfabrik ein Kulturzentrum. Im Falle der Tabakfabrik aber nicht nur das:

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hier befinden sich auch eine ganze von Arbeitsplätzen, Freiberufler können sich einfach einen Tisch mit Internetanschluss mieten. Meistens sind es Architekten, Designer, Informatiker. Die Nachfrage ist groß. Das Kulturhauptstadtjahr wurde nämlich von Anfang an als Transformationsprojekt verstanden, nicht als Bühne für die Hochkultur. Es ging darum, eine konservative, industriegeprägte Stadt in einen kreativen Standort zu verwandeln, und das hat auch geklappt. Obwohl das nahegelegene Stahlwerk immer noch der Wirtschaftsmotor der Metropole ist, gingen in den letzten Jahrzehnten auch hier tausende Arbeitsplätze verloren. Dafür erhöht sich aber seit 2013 jedes Jahr die Zahl der Arbeitnehmer im IT-Bereich. Ursprünglich sollten bis zum Jahr 10.000 Leute in dieser Branche arbeiten – tatsächlich wurde dieses Ziel aber schon jetzt erreicht. In Košice gibt es mehrere Hochschulen, die Absolventen bleiben neuerdings auch nach ihrem Abschluss vor Ort, anstatt wie früher für die Arbeit in die Hauptstadt Bratislava zu ziehen oder gleich ins Ausland. Auch deshalb wurde Košice 2018 mit dem Titel einer UNESCO Creative City of Media Arts ausgezeichnet. Sie ist damit die erste slowakische Stadt (und einzige in diesem Jahr in Osteuropa), die Mitglied des angesehenen UNESCO Creative Cities Network wurde. Der Fokus ist dabei besonders auf Medienkunst gerichtet. www.visitkosice.org

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© www.prague.eu

Der Hauptraum der Villa Müller ist das Wohnzimmer, in dem man keine Türen findet. Es ist durch eine Treppe sowohl mit der Eingangshalle, als auch mit der Halbetage verbunden, wo sich das Esszimmer befindet. Das Wohnzimmer ist mit wertvollem italienischem Marmor cippolino belegt. Es gibt dort einen Kamin und zwei eingebaute Aquarien.

Prag. Brünn. Loos. Funktional. Adolf Loos wurde im Jahr 1870 in einer Steinmetzfamilie in Brünn geboren. In Tschechien projektierte er einige Einfamilienhäuser in der Umgebung von Brünn, in Prag die Müller Villa und die Winternitz Villa, in dem er durchgängig das sogenannte RaumplanPrinzip anwendete. Adolf Loos gehört zu den Welt anerkannten Architekten. Er ist für Gründer der modernen Architektur gehalten und deswegen zählt er zu enge Gruppe der bedeutendsten Architekten der Vorkriegszeit wie zB. Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier, Frank Loyd Wright. Im gleichen Zeitraum wie die Villa Tugendhat in Brno (Brünn), also in den Jahren 1928 - 1930 entstand die Villa Müller in Prag. Das in den Jahren 1928-1930 erbaute Luxushaus in Prag - Ořechovka stellt das Meisterwerk der weltweiten architektonischen Avantgard dar. František Müller gehörte zu den bedeutenden Vertretern der damaligen tschechischen Gesellschaft und das Projekt seines eigenen, repräsentativen Sitzes vergab er an einen der

größten Architekten seiner Zeit, an Adolf Loos. Der Bau wirkt nach außen streng funktionalistisch, interessant ist er vor allem durch seine innere Disposition (der sog. Raumplan - eine Erfindung von Loos), die einzelnen Zimmer liegen in verschiedenen Höhenebenen, die durch Treppen gegenseitig verbunden sind. Bis 1948 diente die Villa als Wohnhaus, dann wurde die Familie Müller enteignet. Es saßen hier der staatliche pädagogische Verlag und das Marxismus-Leninismus-Institut. Das Gebäude ist jetzt im Besitz der Hauptstadt Prag, mit der Verwaltung ist das Museum der Hauptstadt Prag beauftragt. Aus architektonischer Sicht ist vor allem die Raumunterteilung der Villa bemerkenswert. Der Innenraum der Villa wurde nicht durch einzelne Stockwerke gegliedert, sondern in ein System von verschiedenen Ebenen unterteilt. Die Räume wurden über dem Grundriss verteilt, in Größe und Volumen ihrer Funktion entsprechend. Hinter der einfachen weißen Fassade verbergen sich jedoch noch weitere architektonische Besonderheiten und wertvolle Details.

Wollen Sie einmal in einem funktionalistischen Gebäude Urlaub verbringen? Dann hätten wir dazu einen Tipp für Sie: Der Hotelkomplex Orlik (oberhalb des gleichnamigen Stausees) gehört zu den größten Hotel-Resorts in Europa. Die Gäste können im Park Hotel oder in einer von fünfzehn erstaunlichen Villen, die eine Kombination von Funktionalismus und 60er Jahre Stil darstellen, übernachten. Und wer weiss, vielleicht schlafen Sie ja auch in einem Raum, indem seinerzeit auch schon die kommunistische Nomenklatura der CSSR ihren Urlaub verbrachte... Das Hotel ist umgeben von Wäldern, die unendlich viele Möglichkeiten zur Entspannung bieten. Charmant und architektonisch im Retro-Stil gestaltet, bieten die Apartments in den Villen den Gästen absolute Privatsphäre und Harmonie mit der Natur – mit Blick den Stausee Orlik. www.hotelorlik.cz

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Die Villa Winternitz Die Smíchover Villa trägt den Namen des Anwalts Josef Winternitz, der sie für seine Familie im Jahre 1932 erbauen ließ. Als Architekten wählte er Adolf Loos und Karel Lhota. Die Villa Winternitz ist der letzte Bau von Adolf Loos, der erst nach seinem Tode fertiggestellt wurde. Wie auch in der Villa Müller wurde hier die für Loos charakteristische Art der Raumteilung (sog. Raumplan) angewendet. Die Familie wurde aus Rassengründen genötigt, die Villa im Jahre 1941 zu verlassen und kehrte nie in die Villa zurück. Im Rahmen der Restitution wurde die Villa den Nachkommen der ursprünglichen Besitzer zurückgegeben. Diesen gelang es, sie wieder in ihre ursprüngliche Form umzubauen. Vergleiche mit der Villa Winternitz werden vor allem mit der Villa Moller in Wien und in Prag mit der Villa Müller angestellt. Eine weitere Verbindung besteht in der Frage, warum sich Dr. Josef Winternitz genau für Adolf Loos und seinen Mitarbeiter Karel Lhota für das Design seiner Villa entschied: Beide Auftraggeber hatten bedeutende berufliche und wahrscheinlich persönliche Verbindungen, da Winternitz als Rechtsberater für František Müller und seine Baufirma Kapsa & Müller tätig war. Die Villa Winternitz zeichnet sich nicht durch die teuren Materialien der anderen Interieurs von Loos aus. Als Struktur ist es relativ kostengünstig, wobei der Ausdruck der Innenräume nur durch Ziegel, Putz und Holz, ohne den üblichen luxuriösen Marmor, bestätigt wird. Außerdem ist es in seinem Raumplan weniger komplex als die Villa Müller, die das Gelände mit seinem Höhenunterschied von 11 Metern ausnutzt; auf seiner flacheren Fläche ist der Raumplan der Villa Winternitz auf sechs Ebenen begrenzt. www.loosovavila.cz

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Loos-Interieure in Plzen Ein einzigartiges architektonisches Prachtstück, das in Plzen (Pilsen) Adolf Loos zwischen 1907 und 1932 für reiche Investoren aus den Reihen der jüdischen Gemeinde schuf, ist ein Set von 8 erhaltenen Wohnungsinneneinrichtungen. Außer dem einmaligen Design der Ersten Republik ermöglichen kommentierte Besichtigungen der Loos-Interieurs einen interessanten Einblick in die Wohnweise der damaligen jüdischen Gemeinde. Jedes Interieur hat darüber hinaus seine eigene Geschichte, in der oft tragische persönliche Schicksale von Einzelnen mit den Geschehnissen vor dem Zweiten Weltkrieg verwoben sind, im weiteren Verlauf auch mit der Zeit der Regierung durch das kommunistische Regime. Im Kontext der europäischen Architektur des 20. Jahrhunderts haben die Loos-Interieurs einen außergewöhnlichen Wert, was auch dadurch belegt wird, das einzig in Wien eine größere Anzahl von Loos-Realisierungen erhalten ist. Die Ergebnisse Loos` Wirkens in Plzen zählen zu seinen bedeutenden Werken. In Plzen gibt es drei Besichtigungsstrecken, die Sie durch die vier neulich zugänglich gemachten Interieure des bekannten Architekten Adolf Loos führen. Jedes von ihnen ist anders, es lohnt sich daher, alle zu besuchen: die Wohnung des Ehepaars Kraus, die Wohnung von Dr. Vogl, das Brummel-Haus und die Semmler-Residenz.

www.adolfloosplzen.cz www.pilsen.eu © www.adolfloosplzen.cz

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ALFONS MUCHA - DAS SLAWISCHE EPOS & PLAKATE Weltberühmte Gemälde von Alfons Mucha werden zusammen mit einer Sammlung seiner Plakate bis 31.12.2018 am Messegelände Brno ausgestellt Die Ausstellung „Zwei Welten“ kombiniert zwei Gegensätze im Werk des weltbekannten Jugendstil-Malers Alfons Mucha. Die neun größten Tafeln des Slawischen Epos werden zum allerersten Mal zusammen mit einer Sammlung von Muchas Plakaten gezeigt. Dadurch entstand eine Ausstellung, die nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch weltweit einzigartig ist. Alfons Mucha hat mit dem Slawischen Epos die Geschichte des tschechischen Volkes sowie anderer slawischer Völker dargestellt. Mucha hat dem Werk 18 Jahre Arbeit gewidmet, im Jahre 1928 stellte er es im Ausstellungspalast in Prag vor. Im Jahre 1930 hat er es in Brünn vorgestellt, wohin es jetzt, nach 88 Jahren, wieder zurückkommt. Die neun Leinwände, von denen die meisten 8 × 6 Meter groß sind, befinden sich im Hauptschiff des Pavillons H. Die Ausstellung führt Sie auch durch seine sieben Lebensabschnitte, in denen er nicht nur fesselnde Plakate, sondern auch fortschrittliche Werbung gestaltet hat. Berühmt sind auch sein Werk von Kalendern und dekorativen Wandtafeln. Die Sammlung von Richard Fuxa mit fast zweihundert Artefakten, darunter Plakate, dekorative Tafeln, Kalender sowie Werbung für Getränke, industrielle Produkte und verschiedene soziale und kulturelle Veranstaltungen sind unter den Galerien der Pavillons zu finden. Die Sammlung ist seit der ersten Ausstellung im Prager Obecní dům im Jahr 2013 erheblich gewachsen. Dadurch haben die Besucher die Möglichkeit, eine Reihe von Kunstwerken zu sehen, die noch nie zuvor ausgestellt waren. www.mucha.brno.cz/de www.gotobrno.cz

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Bilderbuch funktionalistischer Architektur Zweckmäßig und schön: In der zweitgrößten Stadt Tschechiens stehen Bauten wegweisender Architekten. Ein Grund dafür: Industrie hatte Brünn reich gemacht. Was sind die besten funktionalistischen Bauwerke? Einfache und schlichte, dabei jedoch sparsame und bequeme, die mit der Umgebung harmonieren und sich dem Gelände anpassen. Alle diese Zeichen können Sie anschaulich zum Beispiel in der Villa Tugendhat in Brno (Brünn) sehen. Deren Autor ist Ludwig Mies van der Rohe und die Villa wurde als eine der grundlegenden Werke der weltweiten modernen Architektur in das Verzeichnis der Denkmäler der UNESCO aufgenommen. In  Brünn verdient auch das rekonstruierte funktionalistische Café Era und das Hotel Avion von Bohuslav Fuchs Aufmerksamkeit; mit einer 7 m breiten Fassade gehört es zu den schmalsten Hotels in Europa. Messe Brünn - Tradition seit 1928 Eine interessante Kollektion der funktionalistischen Architektur, die fast einhundert Jahr dem ursprünglichen Zweck dient, stellt die Messe Brünn dar. Die Messe Brünn ist die bedeutendste Messegesellschaft Mitteleuropas. Ihr Kerngeschäft ist das Veranstalten von Messen und Ausstellungen. Die Messe Brünn baut auf einer Tradition auf, die 1928 mit der Ausstellung der zeitgenössischen Kultur der Tschechoslowakei begründet wurde. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde auf dem Brünner Messegelände die Ausstellung des tschechoslowakischen Maschinenbaus veranstaltet, und seitdem entwickelten sich die Aktivitäten auf dem Messegelände kontinuierlich bis zur heutigen Form des Messezentrums Mitteleuropas. Das 1928 eröffnete Areal ist ein Schmuckstück der funktionalistischen Architektur, und dank seines kontinuierlichen Ausbaus zugleich ein modern ausgestattetes Gelände, auf dem Messen, Kongresse, Sportevents, Konzerte u.v.a. veranstaltet werden können. Jedes Jahr finden auf dem Brünner Messegelände ungefähr 50 Messen statt.

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Sigmund Freud – geboren in Mähren

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Ca. 30 km von Brünn entfernt steht in der Ortschaft Lysice das gleichnamige Schloss Lysice(Lissitz). Es handelt sich um ein Renaissanceschloss mit klassizistischen und Barock-Herrichtungen.

Eine „Österreicherin“ Marie von Ebner-Eschenbach gilt weitverbreitet als eine österreichische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts. Mähren war ein bedeutender Schauplatz ihrer Prosawerke. Warum war das so? Das Schloss Lysice (Lissitz) war im 19. und 20. Jahrhundert untrennbar mit der Grafenfamilie Dubsky von Trebomyslice verbunden. Das Schloss war damals auch ein wichtiges Kulturzentrum, denn Marie von Ebner-Eschenbach verbrachte dort viel Zeit. Schließlich war sie ja eine geborene Gräfin Dubsky. Marie von Ebner-Eschenbach wurde am 13. September 1830 auf dem Schloss in Zdislavice (Zdislawitz) bei Kromeriz (Kremsier) geboren. Obwohl zu Hause deutsch gesprochen wurde, befanden sich unter den Menschen, die ihr Leben in entscheidendem Maße beeinflussten, auch zwei tschechische Bedienstete, die sie später in ihrer Autobiographie verewigte. Das Kindermädchen Anischa, das den Kindern in unvergesslicher Weise Märchen erzählte, und das Kindermädchen Pepinka.  Von Kindheit an pendelte Marie mit der Familie zwischen Zdislawitz und Wien hin und her. 1848 heiratete sie ihren Vetter Moriz von Ebner-Eschenbach, dessen Mutter die Schwester ihres Vaters war. Gemeinsam mit ihm lernte sie auch einen anderen Teil Mährens als nur das Umland von Kremsier kennen, und sie war auch auf Schloss Lissitz häufig zu Gast. Die Lebensumstände ermöglichten es ihr, verschiedene Milieus kennen zu lernen, was in ihrem Werk auch zum Ausdruck kommt. Hautnah war sie mit dem Leben des Landadels und auch der Dorfbevölkerung Mährens vertraut. Mähren ist der Schauplatz vieler ihrer Werke, das tschechische Element spielt in ihnen daher keine geringe Rolle. Auf den ersten Blick fallen tschechische Namen von Personen (Waniek, Ruzenka, Bozena) und Orten auf, sowie die Schilderung der konkreten mährischen Landschaft. Die Beziehung von Marie von Ebner-Eschenbach zu ihrem Geburtsland Mähren dokumentieren am besten und konkretesten ihre autobiographischen Arbeiten, ihre Korrespondenz, aber insbesondere ihre Tagebücher. Das Schloss bietet jenen Besuchern, die sich für die Literatur interessieren, eine diesbezügliche Ausstellung. Sie dokumentiert das Leben und Werk dieser bekannten österreichischen Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts. Bücher, Archivmaterialien, verschiedene Bildnisse der Autorin sowie eine Sammlung von Bleistiften, mit denen sie ihre Werke geschrieben hat, findet man in einem der beiden Ausstellungszimmer. Weiter kann man dort Photographien und Bilder besichtigen, die den Aufenthalt der Schriftstellerin an anderen Orten Mährens sowie in ihrem Wiener Salon dokumentieren. Der zweite Teil der Ausstellung präsentiert dann eine große Vorliebe der Dichterin, nämlich ihre Uhrensammlung. www.zamek-lysice.cz/de/Marie-von-Ebner-Eschenbach

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Sigmund Freud war ein bedeutender und weltweit bekannter österreichischer Arzt und Psychologe. Er wurde am 6. Mai 1856 in Příbor (Freiberg) in Mähren geboren. Obwohl Sigismund Schlomo Sischa Freud, der sich später nur Sigmund Freud nannte, nur die ersten drei Jahre seines Lebens in Příbor verbrachte, hat er seine Heimatstadt nie vergessen. Bereits als anerkannter Psychoanalytiker, sich dessen bewusst, wie unsere Kindheit unser späteres Leben beeinflusst, erinnerte er sich gerne an das Läuten der hiesigen Kirchenglocken zurück. In seinen Memoiren erwähnt er sein Kindermädchen Monika Zajícová und nennt Příbor sein Zuhause sowie Mähren seinen Heimat. Die Ausstellung „Sigmund Freud – der Mensch“ in seinem Geburtshaus möchte den Besuchern diesen berühmten Sohn der Stadt Příbor als einen „ganz normalen“ Menschen mit einem gewöhnlichen Alltagsleben vorstellen. Die einzelnen Räume machen Sie mit konkreten Informationen aus seinem Privat- sowie Berufsleben bekannt, wobei Sie auch die Stadt näher kennen lernen, in der er geboren wurde.

Aktuelle Reiseinfos, Links zu Unterkünften, Zug- und Busverbindungen, Kulturprogrammen, Reisestatistiken, Telefonnummern städtischer bzw. regionaler Infozentren in Tschechien und vieles mehr finden Sie auch auf der CzechTourism-Webseite www.czechtourism.com www.facebook.com/czechrepublic.de Weitere Informationen über Tschechien finden Sie unter www.czechtourism.com

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In unglaublich bequemen Designersesseln „butterfly“ auf der Terasse sitzen, den Blick auf das Wasser der gemächlich dahinziehenden Kolpa richten, Vogelgezwitscher und manchmal das Quaken eines Frosches hören – das ist „Luxury of Freedom“, im Big Berry Resort, ganz im Süden Sloweniens.

Die Lage des Areals, direkt am Grenzfluss Kolpa, nahe Primostek ist ideal für eine Auszeit. Pro Haus stehen 3500 m² Fläche zur Verfügung, also mehr als genug, um sich vollkommen frei zu fühlen. Frisches Design, volle Ausstattung und sogar ein privater Whirlpool auf der Terasse überraschen, das freundliche Team und der Bezug zu lokalen Produkten machen einen Aufenthalt wirklich zum Luxus.

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© BIG BERRY Resort

Das BIG-BERRY-Konzept ist eine echte Lebenserfahrung. Die Häuser sind für die Ausstattung von Resorts, Kreativhotels und für individuelle Nutzer als Freizeitwohnungen erfunden worden. BIG BERRY Franchise ist ein Konzept, das den höchsten Standards an zeitgenössischem Wohndesign, Komfort und Qualität entspricht.

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Im Einklang mit der Natur Als ich meinen Freunden von einem sensationellen neuem Konzept eines jungen slowenischen Unternehmers erzählte, kam sofort die Frage: können die so kreativ sein? Und ob. Mich beeindrucken immer Leute, die Ideen und Visionen haben, und die Kraft, das auch umzusetzen. Boštjan Hostej ist so jemand. Und ich hatte das Glück, mit ihm bei einem Aufenthalt im BIG BERRY Resort ein tolles Gespräch zu führen.

Die Firma entwickelte sich in den letzten beiden Jahren erfolgreich weiter, das BIG BERRY Konzept wurde als Franchise-Konzept etabliert. Häuser mit höchstem Standard an zeitgenössischem Wohndesign, Komfort und Qualität, entwickelt für die Ausstattung von Resorts, Kreativhotels und für individuelle Nutzer als Freizeitwohnungen, immer im Einklang mit der Natur.

Mit der Zeit und neuen Projekten - Stichwort BIG BERRY - entwickelte sicch die Firma zu einem Spezialisten für die Entwicklung von Strukturen, die sich vereinen und ein Gefühl der Einheit schaffen, indem sie die Räume, Ziele und Ideen verbinden. Firmenphilosophie ist es auch, Energie und Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, diesbezüglich mit seinen Fähigkeiten etwas beizutragen.

Und noch etwas ist Besonders: auch immer im Einklang mit den Mitarbeitern. Im Resort fällt eines vor allem auf: jeder ist freundlich, jeder ist wichtig. Beim Lunch sitzt der Firmenchef neben der Reinigungskraft, der Hausmeister steht am Grill und brät köstliche Forellen. Auch die Gäste des Resorts sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. In der BIG BERRY-Familie. Zu dieser Familie gehören auch verschiedene Experten aus den Bereichen Marketing, Social Media oder Design. Wie beispielsweise Vita Ivičić, ausgebildete Textildesignerin und Künstlerin, welche zusammen mit Emi Fujisawa ins BIG BERRY Kolpa River Resort kam, um neue BB-Markenelemente zu kreieren. Auch Mastermind ist ein Projekt, das in Partnerschaft mit herausragenden Menschen entwickelt wurde - Unternehmer, Geschäftsleute, Manager, kreative Köpfe mit großer Erfahrung, die ihre Geschichten mit dem BIG BERRY Team und den Gästen teilen möchten!

Deshalb wurde BIG BERRY und Hosekra auch eingeladen, für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea das Slowenien Haus zu errichten. Das durchdachte Konzept hatte die tiefere Idee, archaische und handgemachte Elemente mit zeitgenössischer Spitzentechnologie, Sport mit Geschäft und Europa mit Asien zu verbinden.

Das BIG BERRY Kolpa River Resort wurde im April 2016 eröffnet, mittlerweile sind auch Projekte in Wies in der Stereirmark, in Salzburg, in Klagenfurt und in Mamai Beach in Rumänien dazugekommen. Boštjan Hostej, der Unternehmer mit Weitblick: „Ich schätze, dass sich BIG BERRY bis 2030 auf mehr als 300 Standorte weltweit ausbreiten wird.“

Sein Vater gründete die Firma Hosekra in Slovenske Bistrice, sie ist seit über 20 Jahren auf dem slowenischen Markt als Hersteller von Metalldächern präsent. Innovative Technologien und Verfahren spielen schon lange eine Rolle, heute sieht man sich als „Berater und Gesamtprojektabwickler“, unter dem Motto: alles für das Dach an einem Ort.

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Authentisch. Lokal. Der beste Weg, eine Reise zu unternehmen, ist zu erkunden, wie die Region, das Gebiet, der Ort lebt. Wie riecht es hier? Welche Pflanzen und Tiere leben hier? Wie leben die Menschen in dieser Region? Und: wie schmecken lokale Speisen? Zu den Vorteilen eines Besuchs in einer ländlichen Region gehören die authentische Erfahrung und die individuelle Herangehensweise aller am Tourismus Beteiligten - Eigenschaften, die in einem vom Massentourismus betroffenen Orten oft verloren gehen. Dem BIG BERRY-Team sind Beziehungen zu ihren rund 20 lokalen Partnern deshalb sehr wichtig. Diese Partnerschaften werden für eine gemeinsame bessere Zukunft zusammen gepflegt, gemeinsam weiterentwickelt. Haben Sie schon einmal mit jemanden gesprochen, der ihr tägliches Brot für das Frühstück bäckt? Welche Zutaten verwendet werden? Welche speziellen – vielleicht schon sehr alte - Methoden zur Produktion angewendet werde? Hier können Sie es. Touren zu lokalen Partnern stehen am Programm, und Sie werden erstaunt sein, welche Erfahrungen Sie dabei machen können! Einer der vielen Unterschiede zwischen BIG BERRY und den anderen Unterkünften ist die einzigartige Erfahrung, die schon nach dem Moment des Aufwachens an beginnt. Sie können das Frühstück nicht nur in der Privatsphäre Ihres Hauses genießen, sondern der Frühstückskorb besteht ausschließlich aus lokalen Produkten, die Sie am Abend zuvor ausgewählt haben. Daneben genießen Sie noch eine Besonderheit des Resorts: 40 Kräutersorten warten nur darauf, selbst von Ihnen „geerntet“ zu werden. Und die frischen Beeren – je nach Saison kann aus 40 Sorten ausgewählt werden – sind auch nur ein paar Schritte entfernt.Das BIG BERRY Partnership-Konzept ist auch dabei, ein Netzwerk von Marken mit starker Integrität aufzubauen. Es geht um Produkte und Dienstleistungen, die uns helfen können, „besser zu leben“; Unterstützung von lokalen Unternehmen und gegenseitige Zusammenarbeit mit allen Unternehmern, die bereit sind, das Netzwerk zu erweitern - in Dienstleistungen, Produkten, Aktionen und Ideen.

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Geheimtipp Bela Krajina Im äußersten Südosten Sloweniens, direkt an der Grenze zu Kroatien, entlang des Flusses Kolpa, liegt Bela Krajina. Grün, funkelnd, ruhig, gesellig – eine Landschaft von Wiesen und Wäldern, grünen Flüssen, die Wiege von malerischen Ortschaften und aufrichtigen, gastfreundlichen Menschen. Die Einheimischen sagen oft von ihrer Region, dass sie auf der Sonnenseite der Gorjanci-Berge liegt und dass es ein Land aus weißen Birken und weißen Trachten ist, von denen alle wahr sind. Heute ist die Region vor allem für ihr außerordentlich reiches kulturelles Erbe bekannt. Die beiden traditionellen Zentren von Bela Krajina sind die alten Städte Črnomelj und Metlika. Die Stadt Črnomelj feierte vor kurzem den 600. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte, Metlika ist ein halbes Jahrhundert älter. Wenn Sie nach Črnomelj durch das mittelalterliche Tor kommen,sehen Sie die Spuren der langen Geschichte dieser Grenzregion. Auf dem Flußufer befinden sich vorgeschichtliche Siedlungen und Römische Grabstätten. Die Türken haben oft versucht die Stadt zu erobern, aber nie geschafft. Im Mittelpunkt der Volkskultur von Bela krajina, zieht das farbenprächtige „Jurjevanje“ Festival im Juni Sänger und Tänzer aus der ganzen Region an. Zu den beliebten Veranstaltungen, die jedes Jahr eine große Anzahl von Besuchern in Bela Krajina anlocken, gehört auch die Vinska Vigred Veranstaltung in Metlika. Eine ähnliche Folkloreveranstaltung in Semič ist die Semiška Ohcet („Semič Hochzeit“), wo Paare nach einem traditionellen Brauch der Bela Krajina in alten lokalen Trachten gekleidet heiraten. Beide Städte haben kulturhistorisch viel zu bieten. Zu den Se-

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henswürdigkeiten in den Stadtzentren zählen alte Schlösser, zahlreiche Museen und Galerien. Die naturbelassene Region rund um den Grenzfluss KOLPA ist seit 2010 eine „European Destination of Excellence“. Die vielen interessanten Sehenswürdigkeiten der Region und die unberührte und wunderschöne Landschaft tragen wesentlich zur Entwicklung des Tourismus in Bela Krajina bei. Die Zahl der privaten Tourismusunternehmen wächst, der Agrotourismus nimmt zu, viele Bauernhöfe bieten ausgezeichnete Speisen und Weine, und eine Reihe von Hotels wird renoviert. Die Kolpa – der Grenzfluss Die Region ist ganz nah an Kroatien – jahrhundertelang nur durch die harmlose, jadegrüne langsam dahinfließende Kolpa getrennt. Eigentlich nicht getrennt, denn Kroatien und Slowenien wurde durch den schönen Fluss hier  eigentlich stets  vereint: Zum Fischen, Baden, Schwimmen, Leben eben. Da war nie eine Grenze, sagen die freundlichen Leute hier. Die Kolpa ist einer der saubersten und wärmsten Flüsse Sloweniens, von dem ein Teil durch die geschützte Landschaft des Naturparks Kolpa fließt. Fast zauberhaft ist auch die mächtige Quelle des Flusses Krupa bei Semič. Das Wasser entspringt unterirdisch unter einer Wand, sammelt sich in einen stillen Weiher und fließt anschließened in ein enges und schmales Waldtal. Diese Zauberlandschaft ist mit dem beruhigenden Wasserplätschern und Pflanzen wie Zyklamen, Orchideen oder gelben Wasserlilien ist wie geschaffen zum Ausruhen oder Picknicken. Die Lahinja, deren Becken eine geschützte Landschaft mit zahlreichen Karsterscheinungen bildet, ist ein weiterer traumhafter Fluss in der Region, der sich hier verführerisch schlängelt. Überall finden Sie Reste von alten Wassermühlen, bei manchen drehen sich die Wasserräder wirklich noch! Natürlicher gehts kaum. 

www.visitdolenjska.eu www.belakrajina.si Ausgabe 2/18

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Platz für 1 Bild (9x8,5cm) oder noch mehr Text!

Slowenisches Tourismusbüro Opernring 1/R/447, 1010 Wien Tel. +43 / (0)1 / 7154010 | slowenien.at@slovenia.info www.slovenia.info 19


200 Jahre Karl Marx Drei große Ausstellungen zum Karl-Marx-Jahr in Trier Am 5. Mai 2018 jährte sich der Geburtstag von Karl Marx, dem großen Analytiker, Visionär, Revolutionär, Theoretiker und einem der bedeutendsten Denker des 19. Jahrhunderts, zum 200. Mal. Dieses Jubiläum nehmen das Land Rheinland-Pfalz und Marx‘ Geburtsstadt Trier zum Anlass, sich mit dem nicht nur bekanntesten, sondern auch umstrittensten Sohn dieser Stadt auseinanderzusetzen. Gleich drei bedeutende Ausstellungen vermitteln ab dem 5. Mai ein umfassendes Bild des Gelehrten: Die große Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. wird mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an zwei Ausstellungsstandorten im Rheinischen Landesmuseum Trier und im Stadtmuseum Simeonstift Trier gezeigt. Die Schau zeichnet ein facettenreiches und von Klischees und Vereinnahmung befreites Bild von dem Mann, der mit seinen Werken die Welt verändert hat. Daneben präsentiert das Museum Karl-Marx-Haus der FriedrichEbert-Stiftung seine neugestaltete Dauerausstellung „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“ und das Museum am Dom des Bistums Trier widmet sich in

der Ausstellung „LebensWert Arbeit“ einem wesentlichen Aspekt im Denken von Marx: der Arbeit. Zugleich beleuchten Hunderte von Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Kultur und politischer Bildung die unterschiedlichsten Aspekte von Marx’ Leben und Wirken, aber auch aktuelle Fragestellungen aus den Feldern Gesellschaft und Arbeit. Noch nie wurde das Thema Marx von so vielen Partnern in einer breiten gesellschaftlichen Kooperation aus unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam behandelt. Jubiläumsprogramm beleuchtet Marx in allen Facetten Das Jubiläumsprogramm zum 200. Geburtstag von Karl Marx führt mit einem breiten Spektrum von öffentlichen Veranstaltungen durch das Jahr. Es umfasst rund 300 Veranstaltungstermine und 300 öffentliche Führungen und Themenführungen sowie diverse Begleitprogramme in den Museen. Trier-Besucher können den Spuren des großen Denkers in seiner Geburtsstadt auf zahlreichen Stadtrundgängen sowie auf eigene Faust mit der interaktiven Stadtführer-App „Marx to go“ folgen.

„Made in Chemnitz / Karl-Marx-Stadt“ Wussten Sie, dass ohne eine Erfindung aus Chemnitz der argentinische Tango undenkbar wäre? Der Chemnitzer Instrumentenbauer Carl Friedrich Uhlig baute in den 1830er Jahren eine spezielle Form einer Ziehharmonika. Aus ihr entstand rund 100 Jahre später das Bandoneon. Diese und weitere Geschichten erfahren Sie in der aktuellen Sonderschau „Das Herz von Chemnitz. 220 Jahre Industriekultur“ des Industriemuseums Chemnitz. Informieren Sie sich auf unterhaltsame Weise über 13 Erfindungen und Entwicklungen ‚Made in Chemnitz / Karl-Marx-Stadt‘. Entlang eines Pfades der Industriegeschichte geben Episoden aus dem Leben und Wirken von Unternehmerpersönlichkeiten wie Richard Hartmann, Carl Gottlieb Haubold oder Moritz Samuel Esche Einblick in die Zeit, als Chemnitz sich zur sächsischen Industriemetropole entwickelte. www.web.saechsisches-industriemuseum.com

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UNESCO-Welterbe „Das Kapital“ und „Das Manifest“ Die römischen Monumente Triers gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und locken jedes Jahr Millionen Menschen in die Moselstadt. Derzeit sind in Trier noch zwei weitere bedeutende Stücke von UNECSO-Rang zu bestaunen: Die erste Seite eines Manuskripts vom „Manifest der Kommunistischen Partei“ von Karl Marx und Friedrich Engels sowie Marx‘ mit persönlichen Anmerkungen versehene Ausgabe des „Kapitals“ werden bis zum 21. Oktober in der großen Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. präsentiert. Sie gelten als dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert für die Menschheitsgeschichte und zählen daher seit 2013 wie etwa die Göttinger Gutenberg-Bibel, die Archive des Warschauer Ghettos oder Beethovens 9. Symphonie zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. In der Begründung der UNESCO wird angeführt, dass diese Schriften großen Einfluss auf die Entwicklung sozialistischer, kommunistischer und anderer revolutionärer Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts hatten, dass beide in nahezu alle Sprachen der Welt übersetzt wurden und dass ihr enormer Einfluss bis heute nachwirke. Die beiden außergewöhnlichen Exponate, die im Ausstellungsteil im Rheinischen Landesmuseum Trier präsentiert werden, stammen aus dem Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam und sind zum ersten Mal in dieser Zusammenstellung in der Öffentlichkeit zu sehen. Zusammen mit mehr als 400 weiteren Exponaten machen sie die Epoche mit all ihren Besonderheiten und ihren wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen lebendig. www.karl-marx-ausstellung.de

Erstausgabe von „Das Kapital“ mit handschriftlichen Vermerken, 1867, Internationales Institut für Sozialgeschichte, Amsterdam

Sonderausstellung KARL MARX IN WIEN Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx am 5. Mai 2018 begibt sich der Waschsalon Karl-Marx-Hof auf die Spuren des großen Theoretikers. In Szene gesetzt werden die einzelnen Stationen Karl Marx’ in Wien durch den deutschen Illustrator P.M. Hoffmann. Ausstellungsdauer: 12.4. – 20.12.2018 Im August 1848 reist Karl Marx für einige Tage nach Wien, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Er trifft Vertreter der revolutionären Bewegung und hält drei Vorträge, unter anderem über „Lohnarbeit und Kapital“. Es sollte Marx’ einziger Besuch in Wien bleiben. In den frühen 1860er Jahren arbeitet Marx im Londoner Exil u.a. als Korrespondent der bürgerlichliberalen Tageszeitung Die Presse und befeuert mit seinen Schriften den Konflikt zwischen „Gemäßigten“ und „Radikalen“ innerhalb der österreichischen Arbeiterbewegung. Auch im Roten Wien ist Karl Marx omnipräsent. Anlässlich seines Todestages veranstaltet die Sozialdemokratische Arbeiterpartei regelmäßig wiederkehrende Gedenkfeiern, die Parteilinke um Friedrich Adler formiert sich im Bildungsverein „Karl Marx“ und Otto Bauer entwickelt unter dem Begriff „Austromarxismus“ Marx’ Lehre innerhalb der Sozialdemokratie weiter. 1930 wird darum auch das „Flaggschiff“ des Roten Wien, der Karl-Marx-Hof, nach dem deutschen Philosophen benannt.

www.dasrotewien-waschsalon.at Ausgabe 2/18

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© Therme Bük/CSEPREGI Tibor

THERME BÜK - wo Sommerglück garantiert ist Die Therme Bük in Westungarn bietet ein dreifaches Thermenerlebnis in einem: Kur, Wellnessurlaub oder Familienurlaub mit jeder Menge Wasserspaß Die auf einem 14 Hektar großen Gelände gelegene Therme ist ein richtiger Thermenkomplex und bietet die perfekte Erholung und Wellness pur sowie ein spezielles Medical Wellness Zentrum. Das Baden in den mit Heil- und Thermalwasser gefüllten Becken ist nicht nur erfrischend, sondern auch wohltuend gesund. Die Heilwasserqualität ist die USP der Therme. Die Therme Bük hat seine Popularität nicht nur seinem fabelhaften Heilwasser und den Qualitätsdienstleistungen zu verdanken, sondern auch einem halben Jahrhundert dynamischer Entwicklung. „Unsere westungarische Therme setzt besonders auf Wellness-Glücksmomente und mehr Wohlfühlambiente und erwartet die Gäste mit verwöhnendem Top-Komfort“ - betonte László Attila BOROS – Generaldirektor der westungarischen Wellness-Therme Bük Die in den letzten Jahren und Monaten erneuerte Therme setzt besonders auf Wellness-Glücksmomente und mehr Wohlfühlambiente und erwartet die Gäste mit verwöhnenden Top-Komfort.

Rund um das Strandgebiet wurde ein Ruhebereich mit Hängematten ausgestaltet, bald wird die neue Eingangshalle eröffnet, wo Gäste das Ambiente der Wohlfühloase sofort erleben können. In den letzten Jahren wurden auch zahlreiche neue Familienattraktionen errichtet, welche für alle Altersgruppen tolle Möglichkeiten für aktive Erholung im Grünen bieten. Highlight der aufregendsten Familien-Attraktionen ist die Hai-Höhle, eine „Unterwasserwelt“ für Kinder zwischen 3-7 Jahren. Hier sind verlorene Schätze und schöne Perlen zwischen interaktiven Spielen und Mini-Wasserrutschen versteckt. Die Therme hat auch einen eigenen Campingplatz, der beim ÖCC Campingplatz-Test bereits mit 5 Sternen als hervorragend bewertet wurde. Neben Stellplätzen bietet er auch naturnahe Wohnhäuser an. „Der schöne Campingplatz ist ideal um die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen“ – so der neuste Campingplatz-Test des Österreichischen Camping Clubs.

Therme Bük bequem mit ÖBB Plus erreichbar! Erweitern Sie jetzt Ihr ÖBB Ticket mit einem ermäßigten Thermeneintritt in die Therme Bük und genießen Sie das Thermenglück. Und so funktioniert es: Kaufen Sie Ihr ÖBB-Ticket nach Bük. Danach unter „Touristische Extras“ den Thermeneintritt (+ Bus-Shuttle) zum ermäßigten Preis auswählen. Wenige Minuten später stehen das ÖBB Ticket und der Voucher für den Thermeneintritt und Bus-Shuttle bei den stationären ÖBB Ticketautomaten am Bahnhof zur Abholung bereit. Im ÖBB Kundenservice unter Tel. 05-1717-3 und am ÖBB Ticketschalter buchen die Reiseberater das ÖBB Plus natürlich auch gerne für Sie dazu. Den Voucher dann bei der Kassa der Therme Bük bzw. im Bus-Shuttle abgeben.

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Gastrofestival, Heil- und Weintage in Bük Das kulturelle Festival „Gyógy- Bor Napok és Büki Gasztrofesztivál“ vom 17. – 22. Juli 2018 mit Musik-Bühnen, Gastro-Ständen und Kinderprogramm findet für 6 Tage auf insgesamt 7 Bühnen auf dem Parkplatz vor dem Sommereingang der Therme Bük statt. Programm gibt es auch auf der Bad-Bühne am „Strand“ der Therme Bük. Jedes Jahr in der dritten Juliwoche zieht die Großveranstaltung des Sommers zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland viele Besucher an. 100% Kulturwellness mit Tanz, Wein und Gastrokultur sollten sie sich nicht entgehen lassen! Aufladen wie beim Handy? Die städtische Entwicklung in der dynamischen Kleinstadt und verschiedene touristische Programme tragen dazu bei, Bük und Bükfürdő auch für die junge Zielgruppe attraktiv zu machen. Das Ziel der Verantwortlichen ist es auch, der jungen Generation die Vorteile des Heilwassers vorzustellen und zu zeigen, dass das Baden in der Heiltherme auch trendy sein kann. Bük und Bükfürdő kann mehrere „Ladestellen“ anbieten, wo man wirklich 100% Energie-Erlebnis-Entspannung tanken kann.

100% kulinarischer Genuss Bükfürdő und seine Umgebung bieten mit der traditionellen Küche der Region ein kulinarisches Angebot, das man in mehr als 20 Gaststätten mit unterschiedlichem, aber immer reichem Angebot kosten kann. Wenn man sich in die örtlichen Geschmacksrichtungen verliebt hat, kann man etwas davon auch mit nach Hause nehmen. Neben dem Tourinfo-Büro in Bükfürdő (dem früheren Busbahnhof) bieten vom Frühling bis zum Herbst regionale und einheimische Erzeuger ihre Produkte an. Der Lokalmarkt ist die beste Gelegenheit für den Kauf von Produkten mit dem Markenzeichen ,,Bükfürdői Esszencia“ (=Essenz von Bükfürdő). Dort kann man diese direkt von den Erzeugern kaufen, oder in den örtlichen Gasthöfen – wo sich die Markenzeichnung befindet – gleich kosten. Die hier ansässigen Anbieter bieten ausschließlich nur eine Auswahl solcher an Produkte an, die nach traditionellen Methoden vor Ort oder in der Nachbarschaft hergestellt werden und den Geschmack und das Aroma des Kurortes und seiner engeren Umgebung tragen.

www.thermebuk.hu www.visitbuk.hu/de

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© ÖBB/Infrastrucktur

Mehr Investitionen in Arbeitsplätze, Wachstum und Innovation in Europa Im kommenden langfristigen Haushalt der EU von 2021 bis 2027 will die Kommission 650 Milliarden Euro für Investitionen in Arbeitsplätze, Wachstum und Innovation mobilisieren. Anknüpfend an die erfolgreiche Investitionsoffensive für Europa (Juncker-Plan) sollen künftig unter dem Dach „InvestEU“ eine Vielzahl der derzeit verfügbaren Finanzierungsinstrumente zusammengelegt und damit der Zugang für Unternehmen und die Verwaltung vereinfacht werden. Im Fokus stehen vor allem Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, Forschung, Innovation und Digitalisierung, Klein- und Mittelbetriebe sowie soziale Investitionen und Kompetenzen. Dazu erklärte Kommissionpräsident Juncker: „Dank der Investitionsoffensive wurden bereits knapp 290 Milliarden Euro an Investitionen getätigt, die anderenfalls nicht möglich gewesen wären, und es wurde Finanzierung für 635 000 kleine Unternehmen bereitgestellt. Mit „InvestEU“ heben wir dieses EU unterstützt Modernisierung der U-Bahn in Budapest Rund 500.000 Menschen, die täglich die blaue Linie der Budapester U-Bahn benutzen, sollen in Zukunft schneller und komfortabler vorankommen. Die EU stellt 473,4 Millionen Euro aus dem Kohäsionsfonds für die Modernisierung der Linie 3 bereit, die über 17 Kilometer zwischen dem Norden und Süden der ungarischen Hauptstadt verläuft. Auf dem Plan stehen unter anderem die Renovierung aller 20 U-Bahn Stationen und des Beleuchtungssystems sowie die Erneuerung der Schienen. Zudem soll die Linie gänzlich barrierefrei und somit zugänglich für Menschen mit einer Behinderung werden. Die österreichische Strabag wird an dem Bauvorhaben beteiligt sein.

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erfolgreiche Modell auf eine neue Stufe und weiten es auf die zahlreichen verfügbaren EU-Finanzierungsprogramme aus. Wir vereinfachen, erreichen mehr mit weniger Mitteln und rücken soziale Investitionen stärker in den Mittelpunkt.“ „Wir sollten nie unterschätzen, wie weit wir es mit dem Euro gebracht haben“ Beim Brüsseler Wirtschaftsforum hat EU-Kommissionspräsident Juncker die Bedeutung des Euros für Europa und die Welt betont. „Wir sollten nicht unterschätzen, wie weit wir es mit dem Euro gebracht haben.“ 20 Jahre nach Gründung der Europäischen Zentralbank verwenden 340 Millionen Menschen den Euro im Alltag. Weltweit richten 60 Länder ihre Währungen am gemeinsamen Geld der Europäer aus, das global inzwischen die zweitwichtigste Reservewährung ist. Jetzt kommt es darauf an, so der Kommissionspräsident in seiner Rede, dass nun auch alle Europäer vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. „Manche sagen, dass dies alleine eine Aufgabe für nationale Regierungen und Sozialpartner ist. Ich sage aber, das geht alle Europäer etwas an. Deshalb wollen wir die soziale Dimension in Europa genauso wie die Wirtschaftliche fördern.“ Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, äußerte sich dazu folgendermaßen: „Das Programm „InvestEU“ kommt einer Strukturreform des EU-Haushalts gleich. Durch das Programm werden die zahlreichen EU-Finanzierungsprogramme in einer einzigen Struktur und unter einem einzigen Markenzeichen – InvestEU – vereint. Aufbauend auf dem Erfolg des Europäischen Fonds für strategische Investitionen können wir auch in Zukunft Arbeitsplätze, Innovation und Fähigkeiten in Europa fördern und zugleich das Verfahren für die Begünstigten leichter und transparenter gestalten. „InvestEU“ wird uns bei der Verwirklichung unserer politischen Zielsetzungen wie Nachhaltigkeit, wissenschaftliche Exzellenz und soziale Inklusion behilflich sein und unsere kleinen Unternehmen bei der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit unterstützen, damit vorwiegend im Privatsektor 650 Mrd. EUR für Investitionen mobilisiert werden können. Überdies können die Mitgliedstaaten ihre EU-Mittel über den Garantiefonds noch effizienter nutzen. Dieses Szenario nutzt allen Beteiligten“. Investitionen in Forschung und Innovation zu niedrig Dank der von den Mitgliedstaaten durchgeführten Strukturreformen, günstigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und öffentlicher Interventionen wie dem EFSI haben sich die Investitionsbedingungen in Europa seit Beginn des Juncker-Plans verbessert. Dennoch gibt es in Europa nach wie vor eine beträchtliche Investitionslücke: Die Investitionen in risikoreichere Tätigkeiten wie Forschung und Innovation sind nach wie vor zu niedrig, was der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie und Wirtschaft schaden und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in der Union schmälern kann. 2016 lagen die Infrastrukturinvestitionen in der EU bei 1,8 % des BNE der EU, während sie 2009 noch 2,2 % betrugen. Außerdem muss in Anbetracht des technologischen Wandels und der globalen Wettbewerbsfähigkeit dem Bedarf der Union an strukturellen Investitionen in den Bereichen Innovation, Kompetenzen, Infrastruktur sowie kleine und mittlere Unternehmen Rechnung getragen und auf zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie Nachhaltigkeit oder Bevölkerungsalterung reagiert werden.

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© Posch

MICOTRA und Nahverkehr nach Italien

© ÖBB

Radfahrer setzen in Osttirol voll auf die Schiene Der Run auf die beliebten Rad-Shuttle-Züge zwischen Lienz und San Candido/Innichen war gleich zum Auftakt in die heurige Radsaison wieder ungebremst groß. Über 1.700 radsportbegeisterte Kundinnen und Kunden haben am vergangenen, ersten starken Wochenende, auf die umweltfreundliche Mobilität und das Service der Bahn gesetzt. Besonders unter den italienischen Gästen erfreut sich dieser Abschnitt des Drautalradweges größter Beliebtheit. Zusatzzüge mit eigenen Fahrradwagen Um mehr Kapazitäten für die Fahrgäste zu bieten, setzen die ÖBB auch in diesem Jahr Zusatzzüge mit eigenen Fahrradwagen ein. Ebenfalls zum Einsatz kommt in den Sommermonaten Juli bis August wieder ein eigener Doppelstock-Wendezug mit einer Kapazität von bis zu 380 Fahrrädern.   Eigene Zusatzzüge während der Hauptsaison an jedem Tag Für die Radsportlerinnen und Radsportler verkehrt bis zum 9. September täglich ein eigener Zusatzzug mit Fahrradwagen. An den Wochenenden und an Fenstertagen werden täglich drei zusätzliche Züge mit Fahrradwagen geführt. In der Hauptsaison von 11. Juli bis zum 9. September 2018 stehen täglich 3 eigene Fahrradzüge zwischen Lienz und Innichen zur Verfügung.   Fahrradverkehr mit Flirt-Nahverkehrsgarnituren Auf der Strecke zwischen Lienz und Fortezza/Franzensfeste werden moderne Flirt Nahverkehrsgarnituren eingesetzt. Diese Züge bieten Platz für 30 Fahrräder. Um die Abwicklung der Fahrradzüge so effizient wie möglich zu gestalten, werden die Fahrgäste in den Monaten Juli bis August ersucht, in der Zeit zwischen 13:00 und 17:00 Uhr ausschließlich die direkten Fahrradzüge zwischen Lienz und Innichen zu benützen. Die Flirt Nahverkehrsgarnituren sind in diesem Zeitfenster für die Fahrradmitnahme ab Lienz gesperrt. Die ÖBB ersuchen dafür um Verständnis.

Interreg Central Europe „Trans-Borders Project“ Slowenien - Kärnten Das EU-Projekt TRANSBORDERS will Anbindungen mit dem öffentlichen Verkehr auf beiden Seiten der Grenzen verbessern, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum und umweltfreundliche Mobilität zu erreichen. Sommerzüge ab 2018 zwischen Dravograd und Bleiburg und ein umfangreicher Ausbau eines grenzüberschreitenden Personenverkehrs entlang der Schiene ab Fahrplanwechsel 2019/20 sind geplant.

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Mit dem Start der ersten MICOTRAZüge vor über fünf Jahren wurde ein attraktives Nahverkehrsangebot zwischen Österreich und Italien geschaffen, das Reisende und Kulturen miteinander verbindet. Mit der Unterstützung der EU und gemeinsam mit der Autonomen Provinz Friaul Venezia Gulia und dem Land Kärnten konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Betrieben werden die MICOTRA-Züge von den ÖBB und der regionalen friulanischen Bahngesellschaft Ferrovie Udine Cividale (FUC). Die grenzüberschreitende Eisenbahnverbindung hat nicht nur eine starke Symbolwirkung, sondern eröffnet auch eine neue Dimension im täglichen Reiseverkehr. Die zwei Zugpaare verkehren an allen Tagen von Villach bis Udine und bieten Platz für 150 Passagiere und ihre Fahrräder. Für den diesjährigen Sommer wurden die Weichen buchstäblich bereits gestellt, um das Reiseangebot noch weiter auszubauen. Für alle, die gut vorankommen... Nächster Halt: Triest. Mit dem Rad durch Italien - seit 02. Juni 2018 fahren MICOTRA-Züge an den Wochenenden und Feiertagen bis Triest. Damit auch alle bequem ans Ziel kommen, wird auf der Gesamtstrecke eine Kapazität von 200 Sitzplätzen und rund 150 Fahrradabstellplätzen angeboten. Die Züge sind somit auch eine ideale Ergänzung für den Alpe Adria Ciclovia Radweg. ...und bequem ankommen wollen Ihr Weg ist unser Ziel. Daher gibt es heuer im Zeitraum vom 10.06 bis 09.09.2018 ein grenzüberschreitendes Nahverkehrsangebot nach Tarvis - mit Umsteigeverbindung nach Udine und Triest. Durch die Verlängerung der Schnellbahnlinie S4 von Villach nach Tarvisio über Boscoverde und Arnoldstein werden zusätzliche Umsteigemöglichkeiten zu den Nahverkehrszügen der Trenitalia geschaffen. Dazu gibt es auf der österreichischen Linie eine Auslastung von 100 Fahrradstell- sowie 120 Sitzplätzen. In Italien stehen 30 Fahrradstellplätze und 300 Sitzplätze je Zug zur Verfügung.

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© ÖBB/Marek Knopp

ÖBB elektrifizieren die Gailtalbahn Schneller und umweltfreundlicher von Hermagor nach Villach, so lautet die Devise für die Zukunft der Gailtalbahn. Nach der Neuorganisation des Verkehrssystems werden jetzt die nächsten Akzente gesetzt: In den kommenden Monaten werden die Vorarbeiten für die eigentlichen Elektrifizierungsarbeiten durchgeführt. Das betrifft insbesondere das Setzen der neuen Oberleitungsmasten. Außerdem startet die Attraktivierung aller Bahnhöfe und Haltestellen. Schwerpunkt ist es, den Komfort der Bahnkunden zu erhöhen: vor allem durch die Herstellung der Barrierefreiheit. Zusätzlich werden neue Bushaltestellen und Park & Ride Anlagen gebaut, damit die Bahnkunden leichter zum Zug kommen. Der Bahnhof Hermagor wird für den Personenverkehr entflechtet und der Güterumschlag neu organisiert. Durch das Maßnahmenpaket reduziert sich die Fahrzeit zwischen Hermagor und Arnoldstein um einige Minuten. Naturschutz ist ein wichtiges Element des Bauprojektes: Im Projektgebiet befinden sich Natura 2000 Gebiete, Europaschutzgebiete, Vogelschutzgebiete und Naturdenkmäler. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket wird umgesetzt: Bauzeiteinschränkungen während Brut- und Laichzeiten, Schutzmaßnahmen für angrenzende Biotopen, Wiederherstellung beanspruchter Flächen und Schaffung von Ersatzmaßnahmen. Die Oberleitungsmasten im Projektgebiet werden zum Schutz stark bedrohter Vogelarten wie z.B. dem Uhu, Graureiher, Schwarz- und Weißstorch im Rahmen der ÖBB Umweltinitiative „Freie Flugbahn für den Uhu“ über die gesamte Strecke mit Vogelschutzhauben versehen.   Als Beitrag zur Verkehrssicherheit werden insgesamt 20 Eisenbahnkreuzungen im Gailtal zusätzlich technisch gesichert, also mit Lichtzeichenanlagen oder Schrankenanlagen ausgestattet. Das Verkehrsministerium, die ÖBB und das Land Kärnten investieren für den Ausbau der Gailtalbahn bis 2019 rund 61 Mio. Euro.

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© nassfeld.at

Neu in Kärnten – Gästekarte ist „Öffi-Fahrkarte“ Die Tourismusregion Nassfeld-Presseger See/Lesachtal und die ÖBB machen es erstmalig in Kärnten möglich: ÖBB S-Bahn und Busse der Kärntner Linien werden für alle Touristen mit einer Gästekarte der Region unentgeltlich nutzbar. Diese für Kärnten richtungsweisende Zusammenarbeit zwischen der Tourismusregion, ÖBB und den Verkehrsunternehmen der Kärntner Linien und gilt bis 10. September dieses Jahres in den Bereichen Nötsch und Hermagor, Maria Luggau und Hermagor sowie Hermagor und Neusach. Bequem radeln ohne an den Rückweg zu denken Die schönsten Erlebnisplätze und Radwege der Region erreichen Einheimische und Gäste bequem durch eine Erweiterung und Optimierung des regionalen Linienbusverkehrs. Neben dem neuen, verstärkten Linienbusverkehr sorgen zusätzlich jeden Dienstag und Sonntag spezielle Busse mit Fahrradtransport, für die Mobilität der Biker. Gäste gelangen entspannt am Gailtalradweg R3 von Villach nach Kötschach-Mauthen. Darüber hinaus lässt sich dank Transfer nach Thörl-Maglern auch ein Teil des Ciclovia Alpe Adria erkunden. Für grenzüberschreitende Biketouren kann auch die bequeme Zugverbindung MICOTRA (Villach – Udine – Villach) mit genützt werden. www.nassfeld.at/radbus

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© Region Tourismus Villach/ Michael Stabentheiner

Carinthischer Sommer 2018 (be)fährt mit ÖBB neue Wege Emotional und verbindend, so werden beide Institutionen, die ÖBB und der Carinthische Sommer, in der Öffentlichkeit wahrgenommen - gute Gründe für eine Zusammenarbeit. Und so haben Festival-Intendant Holger Bleck und der Regionalmanager - ÖBB Personenverkehr Kärnten, Reinhard Wallner, eine Vereinbarung geschlossen. Profitieren soll dabei vor allem das Publikum.   Der Carinthische Sommer und die ÖBB sind bereits seit zwei Jahren Partner bei „CS unterwegs“, wenn das Brassquintett Blechreiz und Nataša Konzilia, Percussion, als musikalische Botschafter des Carinthischen Sommers entlang der Bahnstrecken im Kärntner Zentralraum unterwegs waren. Diese Kooperation wurde nun besiegelt und weiter ausgebaut. So überschreitet „CS unterwegs“ in diesem Jahr erstmals die Grenze und Blechreiz & Konzilia fahren musizierend in Zügen der ÖBB auch nach Slowenien und Friaul. „Durch die Zusammenarbeit mit den ÖBB kann sich der

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Carinthische Sommer in Kärnten und darüber hinaus im AlpenAdria-Raum noch stärker zu platzieren“, erklärte Intendant Bleck anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Botschafter, Festival, Slowenien und Italien Bunt und vielfältig wie die Musik sind auch die Veranstaltungsorte, an denen die musikalischen Botschafter an fünf Wochenenden zwischen 2. Juni und 12. August auftreten werden. Mehr oder weniger frequentierte Bahnhöfe, kleine Galerien, große Burgen, belebte Strandbäder sind ebenso Ziele wie bevölkerte Plätze – und alle sind mit den ÖBB erreichbar. Der Carinthische Sommer 2018 steht übrigens ganz im Zeichen junger Frauen. Künstlerinnen verschiedener Genres – Jazzerinnen, Solistinnen, Sängerinnen, Saxofonistinnen, eine Dirigentin und viele mehr – haben von 14. Juli bis 26. August in Kärnten ihren großen Auftritt. www.carinthischersommer.at

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••• ÖV aktuell ••• ÖV aktuell ••• ÖV aktuell ••• GKB - Erfolg durch Weiterentwicklung

ÖBB: Intelligenter Güterzug geht in die nächste Runde

Das weststeirische Leitunternehmen Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH firmiert bereits seit zwanzig Jahren äußerst erfolgreich als eigenständiges Eisenbahnunternehmen im Eigentum der Republik. Vor 20 Jahren beschritt das Traditionsunternehmen nach 138 Jahren wechselvoller Geschichte neue, innovative Wege und schrieb eine echte Erfolgsgeschichte. Nach der Einstellung des Bergbaus in der Weststeiermark, nahm mit dem Entstehen der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH als eigenständigem Eisenbahnunternehmen im Eigentum der Republik eine äußerst positive Entwicklung ihren Anfang.

Die Innovationspartnerschaft der Rail Cargo Group, SBB Cargo, und dem Messtechnik-Unternehmen PJM zum intelligenten Güterzug wächst. Als zusätzlicher Partner im Verbund hat nun Mercitalia Rail die Arbeit aufgenommen. Dazu wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) für die gemeinsame Zusammenarbeit unterzeichnet. Fokus ist es, einen Standard für die Kommunikation im Zug zu entwickeln und diesen Standard in verschiedenen intelligenten Anwendungen europaweit zu nutzen. Aktuell werden Bremsproben manuell durchgeführt. So müssen die Bremsen bei jedem neu formierten Zug vor der Abfahrt von einem Mitarbeiter direkt am Wagen auf ihre Funktionalität überprüft werden. Dies soll zukünftig unter dem Aspekt der Sicherheitsrelevanz – vor allem in Hinblick auf den Rangierbetrieb und die Sicherheit im Gleisbereich – automatisch erfolgen. Ziel ist die Effizienzsteigerung des Güterverkehrs, die Senkung der Produktionskosten und damit eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen.   Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten Im Rahmen der Digitalisierung im Schienengüterverkehr legt die Rail Cargo Group den Schwerpunkt  in der Standardisierung und Automatisierung der Betriebs- und Produktionsprozesse um eine signifikante Erhöhung des Kundennutzens sowie eine Optimierung der Verwendung und Instandhaltung  von Güterwagen zu erreichen. Ziel der zu entwickelnden Systemlösung ist es, diese künftig als de-facto Standard einzusetzen.

Möglich wurde diese erfolgreiche Entwicklung auch durch eine Diversifizierung der GKB. Die Liberalisierung des europäischen Eisenbahnwesens bot dem Unternehmen schon früh die Möglichkeit den Schritt in den internationalen Güterverkehr zu wagen und mit den Tochterfirmen LTE – Logistik und Transport GmbH bzw. Adria Transport d.o.o. (ADT) in fast ganz Europa tätig zu sein. Heute erstreckt sich die Geschäftstätigkeit der GKB-/LTE-/ADT-Unternehmensgruppe sogar bis nach China. Aktuell unternimmt die Unternehmensgruppe erste Schritte im internationalen Personenfernverkehr. „Diese Diversifizierung ermöglicht die Weiterentwicklung der GKB. Die durch dieses internationale Engagement erwirtschafteten Gewinne werden bewusst in die Infrastrukturentwicklung in der Steiermark reinvestiert und sichern somit die Versorgung der Bevölkerung mit Mobilität, aber auch viele Arbeitsplätze in unserem Bundesland“, erläutert GKB-Generaldirektor KR Mag. Franz Weintögl die internationale Strategie der Unternehmensgruppe.

WienMobil: Der Begleiter auf allen Wegen durch die Stadt WienMobil, die offizielle Smartphone-App der Wiener Linien, hat unlängst ihr erstes großes Update für Android und iOS erhalten. Die neue Version enthält zahlreiche Verbesserungen wie eine übersichtlichere Darstellung der Services und sämtliche Echtzeitinformationen der Wiener Linien. So haben Fahrgäste mit WienMobil jederzeit einen guten Überblick über das gesamte Netz und können ihre Fahrt mit Bus, Bim und U-Bahn punktgenau und einfach am Smartphone planen. Auch alle Verkehrsmeldungen und Störungen sind integriert und werden in Routen angezeigt. In WienMobil haben die Fahrgäste exklusiv Zugriff auf die digitalen Tickets der Wiener Linien. BesitzerInnen von personalisierten Dauerkarten wie dem Semesterticket oder der Jahreskarte können diese in die App laden. Einzelfahrten, Wochen- und Monatstickets sowie weitere Tickets sind in WienMobil bequem bargeldlos erwerbbar. Damit ist das Ticket jederzeit am Smartphone verfügbar. „Mit einem Klick sind alle Fahrpläne, alle Echtzeitinformationen und alle Tickets verfügbar.  Und wenn Sie einmal nicht öffentlich unterwegs sind: Dank unserer Partner können in  WienMobil multimodale Routen mit Taxi, Carsharing oder Fahrrad kombiniert werden. So ist WienMobil der perfekte Begleiter auf allen Wegen durch die Stadt“, sagt Wiener-LinienGeschäftsführerin Alexandra Reinagl.

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InnoTrans 2018: Zahlreiche Weltpremieren Die neue Berliner S-Bahn, ein gleisgebundenes komplettes Betonwerk auf nur einem Waggon und ein neuartiges Transportsystem für Personen und Güter – Das sind nur einige der Weltneuheiten, die vom 18. bis 21. September auf der InnoTrans 2018 vorgestellt werden. Interessierte können sich bereits vorab online über die gezeigten Innovationen unter www.innotrans.de/Neuheiten informieren. Der Neuheitenreport wird bis zum Messebeginn fortlaufend aktualisiert und umfasst zum jetzigen Zeitpunkt bereits 50 Innovationen aus 15 Ländern, darunter 20 Weltpremieren. Im Zeitalter von Industrie 4.0, Big Data und Künstlicher Intelligenz widmen sich zunehmend mehr Aussteller Digitalisierungsthemen. Dabei steht Transporteffizienz ebenso im Mittelpunkt wie Umweltschutz und Sicherheit. Die InnoTrans ist die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik, die alle zwei Jahre in Berlin stattfindet. 137.391 Fachbesucher aus 119 Ländern informierten sich auf der jüngsten Veranstaltung bei 2.955 Ausstellern aus 60 Ländern über die Innovationen der globalen Bahnindustrie. Zu den fünf Messesegmenten der InnoTrans zählen Railway Technology, Railway Infrastructure sowie Public Transport, Interiors und Tunnel Construction. Veranstalter der InnoTrans ist die Messe Berlin. Die 12. InnoTrans findet vom 18. bis 21. September 2018 auf dem Berliner Messegelände statt. Mehr Informationen stehen online unter www.innotrans.de bereit.

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„Alpine Pearls“ – das ist ein Prädikat für 25 Urlaubsorte in 6 Alpenländern, die alle für nachhaltigen Tourismus in regionaltypischen Alpenorten stehen

Die ÖBB bieten ab sofort 100% grünen Bahnstrom und gehören damit zu den Vorreitern in Europa.

© www.ecoplus.at

Louis Palmer – Mister „WAVE“ Wien bekommt eine fahrerlose Autobuslinie. Interessierte können sich das Fahrzeug von 14. bis 16. September 2018 beim Wiener Forschungsfest ansehen.

© Wiener Linien

In Niederösterreich wurden in den ersten 6 Monaten des Jahres insgesamt 855 e-Fahrzeuge neu zugelassen.


© swissinfo.ch

„Mit der Sonne um die Erde“ Der Luzerner Solarpionier Louis Palmer ist als erster Mensch mit einem solar betriebenen Auto von Juli 2007 bis Dezember 2008 rund um die Erde gefahren. Seine Botschaft: Der Wandel beginnt im Kopf. Als Motivational Speaker bereichert der frühere Lehrer aus Luzern seither Events als charismatischer Redner mit Humor und Tiefgang. Während dieser Reise stellte er immer wieder die Frage, die uns alle beschäftigt: Wie können wir unseren Wohlstand bewahren, und gleichzeitig auch in Zukunft die gleiche Lebensqualität aufrecht erhalten wie bisher? Er liefert überraschende Antworten, humorvoll und rhetorisch gekonnt präsentiert und doch mit Tiefgang. 2008 haben sie ein einem Interview dem „Spiegel“ folgendes gesagt: „Ich komme nicht mit Illusionen von meiner Reise zurück. Ich habe mit führenden Leuten rund um die Welt gesprochen, mit Vorständen, Friedensnobelpreisträgern, Politikern - und es gibt im Moment nichts, was mir Hoffnung macht. Es gibt zurzeit keinen Willen, den Klimaschutz voranzutreiben. Flächendeckend wird nichts getan, um wirklich den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Absolut nichts. Daher sehe ich im Moment rabenschwarz. Nur China gibt mir ein bisschen Hoffnung.“ Jetzt haben wir 2018. Hat sich an ihrer Sicht etwas geändert? Ja, und ob! Die CO2-Werte in der Athmosphäre sind von damals 390 ppm auf 410 ppm gestiegen. Die Katastrophe nimmt also mit vollem Tempo ihren weiteren Lauf. Und es scheint, niemand ist beeindruckt. Denn man hört es nicht, man riecht es nicht. Ganz anders, als schreiende Kinder auf Flüchtlingsbooten zum Beispiel. Auf den politischen Bühnen wird derzeit eine irrationale Migrationsdebatte zelebriert, senile Männer befinden sich mit Konzepten von gestern in politischen Spitzenpositionen. Maßnahmen zum Klimaschutz spielen wenig bis gar keine Rolle mehr in der Politik. In Österreich sind die Grünen aus dem Parlament geflogen. Haben Sie nicht Angst, dass die „vernünftige“ Zivilgesellschaft untergeht? Doch! Bisher dachte ich in meinem Leben, dass sich bei der Menschheit die Vernunft immer weiter durchsetzt. Momentan, so scheint mir, haben die Medien, die Politik und die Gesellschaft ihren Verstand und den Bezug zur Realität verloren. Ich hoffe natürlich, dass das, was wir momentan sehen, nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Diese Diskussionen dominieren alles – und eine Gegenbewegung sehe ich leider noch nirgends.

kann.“ Wo kann jeder von uns dabei konkret ansetzen? Gibt es ein Lieblingsbeispiel? Vor 10 Jahren beispielsweise flogen „erst“ rund 2,7 Millarden Menschen mit einem Flugzeug. In diesem Jahr werden es mehr als 4,1 Milliarden sein. Jeder hat die Wahl, Teil des Problems oder Teil der Lösung zu sein! Das beginnt beim Einkaufen und endet bei der Wahl der Urlaubsdestination. E-Mobilität entwickelt sich nur sehr langsam, durchaus attraktive Angebote werden nur zögerlich angenommen. Fehlt den Verantwortlichen der Mut, hier kraftvollere Aktionen zu setzen? Welches Ziel hat dabei die WAVE in der ... Menschen sind von Angst getrieben, da braucht es attraktive Angebote, um sie zu überzeugen. Wenn die Leute alle von Tesla reden und die anderen Fahrzeuge Ladenhüter sind, dann sind diese Angebote halt einfach nicht attraktiv genug. Ja, den Verantwortlichen fehlte der Mut, begehrenswerte Produkte auf den Markt zu bringen. Aber ich sehe auch, dass sich das gerade zu wandeln beginnt. Da besteht Hoffnung. Und die WAVE will eben hier ansetzen – wir wollen zeigen, dass der Ottonormalverbraucher seinen Alltag mit einem E-Mobil bestens bewältigen kann, und dabei auch grossen Spass hat! Denn der Wandel beginnt im Kopf! Der Kunde, ja Menschen allgemein, sind von Ängsten getrieben.

Im Spiegel Interview im Jahr 2008 sagten Sie auch: „The world is full of solutions - es wimmelt in der Welt vor Lösungen. Jeder weiß, wie man die Welt besser machen

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© solartaxi.com

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WAVE Trophy 2018 Schweiz

WAVE 2018 on Tour WAVE steht für „World Advanced Vehicle Expedition“ und sie ist die größte rollende E-Mobil-Veranstaltung der Welt. 2018 wird ein neuer Teilnehmerrekord erwartet: Teams aus aller Welt nehmen mit Ihren Elektroautos, Elektro-Bikes und S-Pedelecs teil. Erstmals in ihrer 8-jährigen Geschichte finden 2018 zwei WAVEs statt - eine von 8. – 16. Juni rund um die Schweiz und eine von 21. – 29. September rund um Österreich. Dabei wird es ordentlich zur Sache gehen: Auf dem Programm stehen atemberaubende Landschaften und interessante Stopps in Städten, Unternehmungen und Schulen. Die „World Advanced Vehicle Expedition“ (WAVE) führt großteils über spektakuläre Strecken in den Alpen, wobei Autobahnen so oft wie möglich gemieden werden. Die Strecke führt hierbei von Wangen im Allgäu (DE) über den Arlberg- und Großglockner-Pass nach Mallnitz, Graz und Wien. Übernachtet wird Gmunden und Lungau, danach geht’s durchs spektakuläre Salzkammergut, bis zur finalen Zieleinfahrt in Werfenweng. 12.000 Höhenmeter werden 2018 bei der WAVE Trophy zu bewältigen sein. Pro Tag werden rund 100 – 250 km zurückgelegt und 3 – 5 Städte besucht, in denen unterwegs nachgeladen werden kann. Wer am Schluss am meisten Punkte hat, gewinnt die WAVE TROPHY. Ziel der Tour ist es zu zeigen, dass E-Mobilität alltagstauglich ist und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Und darüber hinaus auch viel Spass macht. Als Teilnehmer kann man so die schönsten Landschaften der Welt geniessen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Derzeit sind rund 70 Teams zur WAVE Austria angemeldet. Die Teilnehmer sind bunt gemischt: Privatteams ebenso wie Teams namhafter Unternehmen, E-Autos genauso wie E-Motorräder und E-Fahrräder. Einige zusätzliche Startplätze sind noch frei, wer dabei sein will, kann sich noch bis 15.8. anmelden! Green Technology Tour: Zwischenstopps Die WAVE Trophy ist eine Plattform für alle, die Elektromobilität nach vorne bringen wollen. Hauptsponsor der WAVE Trophy 2018 ist Phoenix Contact. 2018 heißt das Motto der WAVE: „Green Technology Tour“, daher ist sie auch Gast bei Unternehmen, die an einer sauberen, besseren Zukunft arbeiten. Die WAVE wird auch bei Infineon in Villach, bei Phoenix Contact und im FH Campus in Wien, bei Keba in Linz, bei Kreisel Electric in Rainbach, bei Fronius in Sattledt, bei Schunk Carbon Technology in Bad Goisern, im Kaiserhof Anif, bei Kiska und der KTM Technologies GmbH in Anif Halt machen. Damit die Fahrzeuge mit umweltfreundlichem Strom unterwegs sind, müssen alle Teams zu Hause Strom aus erneuerbarer Energie selber erzeugen und ins Netz einspeisen – zum Beispiel von der eigenen Solaranlage. Die EVN stellt den Teams Ladekarten zur Verfügung, die an allen BEÖ-Ladestationen in Österreich genutzt werden können. Details zur Route in Österreich: wavetrophy.com/route Weitere Informationen: wavetrophy.com

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Seit acht Jahren rollt die World Advanced Vehicle Expedition (WAVE) über die Schweizer Straßen. ElektroEnthusiasten von Hochschulen und Unternehmen ebenso wie Privatleute zeigen mit Pedelecs, E-PKWs, E-LKWs und E-Bussen was Elektromobilität schon heute kann. Die Zahlen 2018: 152 Teilnehmer, 1.200 Kilometer, vier Alpenpässe, 8.700 Höhenmeter und 57 Etappenorte in acht Tagen. Am 8. Juni 2018 gab es den Startschuss zur E-Rallye „Wave Trophy“ in Winterthur. Rund 90 E-Fahrzeuge nahmen am Startevent auf der Pionierstrasse teil. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind nicht nur nachhaltig und alltagstauglich, sondern machen auch Spass. Davon konnten sich die BesucherInnen der E-Rallye „Wave Trophy“ schon am Startort Winterthur selbst überzeugen: Von futuristischen Fahrzeugen über Drei- oder Motorräder bis hin zu E-Bikes fuhr alles mit, was sich leise und elektrisch fortbewegt. Bis die Teams am 16. Juni 2018 in Spreitenbach über die Ziellinie fuhren, besuchten sie auf ihrer achttägigen Tour durch die Schweiz Schulen, Unternehmen und Energiestädte, um die Bevölkerung für eine nachhaltigere Mobilität zu sensibilisieren. 2017 führte die Tour einmal rund um die Schweiz zu den touristischen Highlights der Schweiz. Auf kleinen Strassen, durch historische Städtchen und quer durch malerische Landschaften ging es über 1.600 Kilometer und drei Alpenpässen durch alle vier Sprachregionen der Schweiz, zu zwölf UNESCO Weltkulturerbestätten und entlang von 22 Seen. Start und Ziel der „World Advanced Vehicle Expedition“ war Zürich. Die E-Mobile-Teams fuhren im Uhrzeigersinn entlang der Grand Tour, bis sie am 17. Juni wieder in Zürich ankamen. Organisator der Tour war auch damals der Schweizer Unternehmer und Abenteurer Louis Palmer zusammen mit dem Verein Grand Tour of Switzerland.

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Sanft-mobiler Urlaub in Disentis/Mustér “Cordial beinvegni” heißt es in der „Alpine-Pearls“-Gemeinde Disentis. Diese Begrüßung ist Rätoromanisch und Teil der Tradition in der ersten größeren Ortschaft des Rheintals. Östlich des Gotthard gelegen, durchzieht die Region seit jeher die Via Lucamagn, eine der wichtigsten Nord-Süd Verbindungen. Noch heute ist Disentis  wichtiger Schnittpunkt  internationaler Bahnverbindungen, Weitwanderwegen und Radwanderstrecken. Echtes Schweizer Bahnerlebnis und atemberaubende Ausblicke in die tolle Natur warten bei einer Fahrt mit dem Glacier Express - er macht Station in Disentis. An der Rheinquelle erfahren Sie aus erster Hand, wo der große Fluss seinen Ursprung hat. Disentis Sedrun ist übrigens die erste Tourismus-Destination, die Ihnen die Möglichkeit bietet, die einmalige Landschaft rund um Disentis Sedrun auf eine neue Art zu entdecken – mit einem E-Auto. Ob früher mit einem Renault-Twizzy (wie im Bild oben), rasant oder gemächlich, kurz oder lang, alles ist möglich. Für Junge und Junggebliebene, für jederman(n) und jede Frau ein einzigartiges Erlebnis. Der puristische KYBURZ eRod  ist neuerdings der kurvengierige Beweis, dass nachhaltig vernünftige E-Mobilität ganz viel Fahrspass bereitet. Für Ausflüge vor Ort gibt es auch einen BMW i3 zu mieten. www.disentis-sedrun.ch

Wandertaxis in der Nationalpark-Region Die „Alpine Perle“ Mallnitz macht seit 2009 Urlaubsträume ohne Auto wahr: Das beginnt schon bei der Bahnanreise zur internationalen Schnellzugstation Mallnitz-Obervellach und dem Bahnhofs-Shuttle zur Unterkunft und reicht bis zum Mallnitzer Wanderbus und dem E-Bike-Angebot vor Ort. Und die Mallnitzer Alpine-Pearls-Betriebe bieten darüber hinaus noch besondere Urlaubs-Highlights und Vergünstigungen an! Mit dem Mallnitzer Wanderbus Pass fahren Sie im Sommer 2018 gratis und können sich gratis für einen Tag EBikes- und Mountainbikes ausleihen. Zusätzlich im Verleih auch Offroad-Segways und geführte Touren und ein e-VeloTaxi. Den Mobilitäts-Pass gibt´s mit attraktiven Benefits natürlich auch im Winter! www.mallnitz.at

© TVB Mallnitz

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Alpine Pearls Natürlich sanfter Urlaub „Alpine Pearls“ – das ist ein Prädikat für Urlaubsorte in 6 Alpenländern, die alle für nachhaltigen Tourismus in regionaltypischen Alpenorten stehen. Von der An- und Abreise bis hin zur Freizeitmobilität vor Ort streben die „Alpine Pearls“ ein umweltfreundliches Urlaubserlebnis auf höchstem Qualitätsniveau unter dem Motto „Natürlich sanfter Urlaub“ an. Zu den Alpine Pearls zählen 25 Gemeinden in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz. In Österreich gehören neben Werfenweng auch die Orte Neukirchen in Salzburg und Hinterstoder in Oberösterreich sowie Mallnitz und Weissensee in Kärnten dazu. Peter Brandauer ist Präsident der Tourismuskooperation und Bürgermeister von Werfenweng. Werfenweng - Entschleunigung ohne Stillstand Der Salzburger Ort Werfenweng ist eine dieser Perlen, ja sogar eine der ersten. Und bietet Wunderbares: Erholung ab dem ersten Moment.  Und das während des ganzen Jahres. Die Natur hier oben im Salzburger Land hat jederzeit geöffnet, im Sommer wie im Winter. Die Vielfalt der möglichen Aktivitäten für große wie für kleine Gäste ist schier grenzenlos. Der Clou: Auf Ihr Auto können Sie hier verzichten. Dank der Mobilitätsgarantie bleiben

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Sie dennoch voll beweglich. Für Bahn- und Busreisende ist Werfenweng ideal erreichbar. Und der Transfer zwischen Bahnhof und Hotel ist kostenlos. Das Verständnis von sanftem Tourismus bürgt dafür, die Interessen von Umwelt und Mensch gleichermaßen zu beachten. Der Fuhrpark für samo-Gäste umfasst über 100 Fahrzeuge vom Dreirad bis zum Elektro-Auto. Die ohnehin schon umfassende E-Fahrzeug-Flotte wurde dieses Jahr ergänzt mit: 2 neuen Golfcars , 20 neue E-Mountainbikes und 4 neuen Bmwi3 – einer davon im Alpine Pearls Design. Und wer nicht selbst fahren will, den bringt E-LOIS – Ihr persönlicher Chauffeur – innerhalb Werfenwengs überall hin. Und die samo-Card ist Ihr Schlüssel dazu.  Bürgermeister Dr. Peter Brandauer hat 2006 die Alpine Pearls mitgegründet. Heute zählen 25 Gemeinden in sechs Ländern dazu, davon fünf in Österreich. Warum war gerade Werfenweng ein Vorreiter? Der Ursprung liegt hier in den 90er-Jahren. Damals gingen die Gästezahlen zurück und 1994 erstellte man aufgrund dessen ein Ortsleitbild. Da hielt man erstmals fest, dass man ein autofreier Ort werden möchte – wie Zermatt etwa. 1996 gab es dann ein Projekt vom Umweltministerium zum Thema „sanfte Mobilität/autofreier Tourismus“ an dem wir teilgenommen haben. Es folgte die Konzeptphase, die Ideenfindung und es gab viele Bürgerversammlungen. Es gab zwei Möglichkeiten: entweder ganz radikal und damit komplett autofrei werden. Oder wir wählen den Weg der 1.000 kleinen Schritte. Die radikale Idee war politisch nicht durchsetzbar. Somit wurde ein zweiten Weg gewählt – sich gemeinsam mit Bürgern, Gästen, Experten auf das Ziel „autofreier Urlaubsort“ zubewegen. „Weiterhin ein attraktiver Wohnort für unsere Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und zugleich ein attraktiver Tourismusort mit einem einzigartigen Profil zu sein, der sich im harten Wettbewerb behaupten kann, bringt in der Natur der Sache Interessenskonflikte. Hier einen guten, vernünftigen Ausgleich zu finden, ist eine große Herausforderung für alle, die in der Gemeinde Verantwortung tragen. Bürgerbeteiligung ist ein wichtiges Anliegen in einer gelebten Demokratie und vor allem dann zu tun, wenn es eben um große Herausforderungen in der Gemeinde geht.“

www.alpine-pearls.com www.werfenweng.eu

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© ÖBB

100% grüner Bahnstrom Die ÖBB bieten ab sofort 100% grünen Bahnstrom und gehören damit zu den Vorreitern in Europa.

© Wiener Linien

Wien bekommt eine fahrerlose Autobuslinie in aspern Wien bekommt eine fahrerlose Autobuslinie: Das Forschungsprojekt auto.Bus - Seestadt wird durch das Verkehrsministerium im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ gefördert. „Autonomes Fahren ist ein Megatrend, der das Potenzial hat, Städte nachhaltig zu verändern. Als öffentlicher Verkehrsanbieter werden wir hier vorne mit dabei sein“, freut sich Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Der „auto.Bus - Seestadt“ soll ab 2019 unter realen Bedingungen mit Haltestellen, Fahrplan und echten Fahrgästen betrieben werden. Bis dahin testen die Wiener Linien das autonom fahrende Fahrzeug auf geschlossenem Gelände. Ziel ist die Erhöhung der Effizienz und der Sicherheit. Auf der ersten vollautomatischen Buslinie sollen zwei Kleinbusse mit jeweils Platz für bis zu elf Fahrgäste unterwegs sein. Bei dem Projekt „auto. Bus - Seestadt“ arbeiten die Wiener Linien, das Austrian Institute of Technology (AIT), das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), der   AUSTRIA sowie die SIEMENS   Österreich und der französische Bushersteller NAVYA gemeinsam an der technologischen Weiterentwicklung von autonomen Kleinbussen.Interessierte können sich das Fahrzeug von 14. bis 16. September 2018 beim  Wiener Forschungsfest anschauen.

www.wienerlinien.at

Ab sofort stellt die ÖBB-Infrastruktur AG ihre Bahnstromversorgung auf 100% grünen Strom um. Schon bisher waren die ÖBB mit 92% erneuerbarer Energie im Bahnstrommix einer der umweltfreundlichsten Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber in Europa. Ab sofort stammt der Strom, der unsere Züge, unsere Fahrgäste und Güter bewegt, zur Gänze aus erneuerbaren Energieträgern. „Während die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen in Österreich seit 1990 um fast 60% gestiegen sind, verbessern die ÖBB kontinuierlich ihre CO2-Bilanz für Bahnstrom. Die Bahn leistet einen wichtigen Beitrag für mehr sauberen Verkehr und trägt maßgeblich dazu bei, das Klima zu schützen“, betont Andreas Reichhardt, Generalsekretär des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Als größtes Klimaschutzunternehmen Österreichs verstehen sich die ÖBB als Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. „Unser Bahnstrom kommt zur Gänze aus Wasserkraft, Sonne und Wind – das ist die Zukunft und unser Beitrag: 100% grüner Strom! Wir sind stolz darauf, dass wir damit unsere Stellung als führendes Klimaschutzunternehmen des Landes weiter ausbauen“, sagt der Vorstandsvorsitzende ÖBB-Holding AG, Andreas Matthä. Rund 3,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid ersparen die ÖBB und ihre KundInnen jedes Jahr der Umwelt. Eine Menge, die einen Wald in der Größe Vorarlbergs benötigen würde, um wieder aufgenommen zu werden. Denn ein einzelner Bahnfahrer spart bei einer einfachen Bahnfahrt von Wien nach Salzburg bereits über 50 kg CO2 ein. 100% grüner Strom Die ÖBB-Infrastruktur AG bietet allen Eisenbahnunternehmen auf ihrem Schienennetz 100% grünen Strom an. Eine wichtige Rolle spielen dabei die acht eigenen Wasserkraftwerke, die rund ein Drittel des benötigten Bahnstroms erzeugen. Dazu kommt das weltweit erste Bahnstrom-Solarkraftwerk im niederösterreichischen Wilfleinsdorf. Die Eigenproduktion von grünem Strom soll weiter gesteigert werden. Es finden bereits Planungen statt, um zukünftig weitere Kraftwerke zu errichten, die grünen Bahnstrom aus Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung stellen. Die restliche Menge des benötigten Stroms kommt aus Partner-Wasserkraftwerken und wird aus dem öffentlichen 50-HzNetz bezogen. Die Herkunft aus erneuerbaren Energien wird mit Zertifikaten bestätigt. Eine deutliche Senkung der Energieabgabe auf Bahnstrom und Zugang zur Ökostromförderung für Bahnstromkraftwerke der ÖBB-Infrastruktur AG würden unser Engagement für klimafreundliche Mobilität zusätzlich bestärken. ÖBB – das größte Klimaschutzunternehmen des Landes Zusammen mit Greenpeace haben die ÖBB dieses Jahr ein gänzlich neues Kapitel im Umweltschutz aufgeschlagen: Im Fokus stehen ein Stufenplan zur Erreichung von CO2-Neutralität sowie Maßnahmen, um weniger Energie zu verbrauchen. Allein in den kommenden fünf Jahren sollen dadurch 237.700 Megawattstunden Strom und 31.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Nach dem Motto „Sonnenkraft trifft Zugkraft“ ist die Errichtung zusätzlicher Photovoltaik-Anlagen geplant. Sie folgen damit einem Innovationsprojekt der ÖBB: der Photovoltaikanlage Wilfleinsdorf. Die weltweit erste Solaranlage für 16,7-HertzBahnstrom steht für neue, innovative Ansätze innerhalb der ÖBB, da sie Solarenergie in Bahnstrom umwandelt und direkt in das Oberleitungsnetz einspeist. Der Strom wird also dort verbraucht, wo er erzeugt wird – und das mit minimalen Energieübertragungsverlusten.

www.oebb.at | www.bmvit.gv.at/infothek.bmvit.gv.at 34

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Akku mit Silizium soll Elektroautos 1.000 km fahren lassen

Autohersteller müssen in Batterieentwicklung investieren

Norwegische Forscher des Instituts für Energietechnologie sollen einen wichtigen Durchbruch erzielt haben. Sie haben Methode entwickelt, um einen Akku zu konstruieren, der im Vergleich zu heutigen Energiespeichern bei gleicher Größe eine drei bis fünf Mal so hohe Kapazität aufweisen soll, berichtet NRK. Mikrostruktur verhindert starke Ausdehnung Dafür soll es ihnen gelungen sein, ein Problem zu lösen, an dem sich schon viele Experten die Zähne ausgebissen haben. Ihr Konzept sieht einen Akku mit einer Anode vor, die aus Silizium statt Graphit besteht. Dadurch ist eine höhere Energiedichte erreichbar. Verschiedene Firmen nutzen bereits Silizium in ihren Akkus, jedoch nur sehr geringe Mengen. Denn im Rahmen der chemischen Reaktion dehnt sich Silizium im Gegensatz zu Lithium auf das bis zu 400-fache seiner Größe aus. Das erschwert die Konstruktion des Akkus und führt vor allem auf Dauer zu Verfallserscheinungen des Stoffes und folglich schnellem Leistungsverlust. Gelöst wurde dies nun mit einer Mikrostruktur, die sowohl Graphit als auch Silizium beherbergt, aber die Maximierung des Silizium-Anteils erlaubt, während eine radikale Ausdehnung verhindert wird. Kommerzialisierung in Arbeit Die Firma Kjeller Innovation wird die Technologie nun patentieren und sucht Partner für industrielle Tests. Sie ist auch dafür verantwortlich, die neuen Akkus zu kommerzialisieren. Die erwartete Kapazitätssteigerung könnte nicht nur Smartphones tagelang laufen lassen, sondern auch im Bereich der Mobilität buchstäblich viel bewegen. Künftige Elektroautos könnten etwa mit einer Aufladung über 1.000 Kilometer an Distanz zurücklegen. Bis das Projekt, das unter dem Namen „Silicon X“ läuft, aber tatsächlich im Alltag ankommt, dürfte noch das eine oder andere Jahr vergehen. (Der Standard, 21.7.2018)

Die sieben führenden Autonationen Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, China und Südkorea treiben das Thema Elektromobilität stark voran. Deshalb und aufgrund von Spekulationen steigen die Preise für wichtige Rohstoffe wie Lithium und Kobalt. Umso wichtiger wird es, dass Autohersteller eine klare Strategie für ihre Batteriewertschöpfungskette haben. Wenn sie mit der E-Mobilität wirtschaftlich erfolgreich sein wollen, sollten sie daher vertikale Kooperationen mit Rohstoffanbietern eingehen und nachhaltige Lösungen für das Recycling von Altbatterien entwickeln, so der neue „Index Elektromobilität 2018“ von Roland Berger und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen (fka).

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Zellhersteller geben den Ton an Die Marktmacht der Zell- und Batteriehersteller wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Waren 2017 insgesamt weltweit gerade mal etwa eine Million reine E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride auf der Straße unterwegs, wird die Zahl der jährlich neu zugelassenen E-Autos bis 2030 auf über 20 Millionen weltweit steigen. Dafür müssen auch die Kapazitäten zur Herstellung von Batteriezellen für Pkw- und Nutzfahrzeuganwendungen deutlich zunehmen: von 70 Gigawattstunden im Jahr 2017 auf bis zu 1.600 Gigawattstunden im Jahr 2030. Schon für 2021 gehen die Roland Berger- und fka-Experten deshalb von einem globalen Marktvolumen für Batteriezellen von rund 19 Milliarden Dollar aus. Davon wird China einen Anteil von 29 Prozent haben, gefolgt von Korea (21%) und Japan (17%).

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© FNPHT Fotograf David Innerhofer

© TVB Rauris

Echtes Sommerg´fühl im Raurisertal Sommerurlaub im Nationalpark Hohe Tauern Im 30 km langen Raurisertal im SalzburgerLand urlauben Sie in einer natürlichen Erlebniswelt. Nahezu alles, was im 1.800 km² großen Nationalpark Hohe Tauern entdeckt werden kann, finden Sie hier auf „kleinem Raum“: „Könige der Lüfte“, die ihre majestätischen Kreise im „Tal der Geier“ ziehen, Zeugnisse aus der Zeit des Goldbergbaus und echte Naturjuwele wie der Rauriser Urwald begegnen Ihnen in dem ursprünglichen Tauerntal.

Echt hoch hinaus! Mit der klimafreundlichen Rauriser Hochalmbahn. Berg, Gold und Greifvögel vereint ein Ausflug mit der Rauriser Hochalmbahn. Mit ihrem vielfältigen Erlebnisangebot zählt sie zu „Österreichs besten Sommerbergbahnen“. Die 6er Gondelbahn bringt Sie ganz mühelos und in wenigen Minuten bis auf 1.800 Meter Seehöhe. Dort erfahren Sie in einer rund 40minütigen Greifvogelschau Interessantes über die Lebensgewohnheiten von Falken, Adlern und Eulen, wenn die sonst so scheuen

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Tiere ihre Flugkünste vor der Kulisse der Goldberggruppe präsentieren. Von der Bergstation aus lassen sich abwechslungsreiche Wanderungen unternehmen – von der gemütlichen Familienwanderung bis zur fordernden 5-Gipfel-Tour. Tillys Waldpfad - zum Beispiel – führt von der Bergstation in einer Stunde zur Mittelstation. Auf dem Naturpfad lernen Kinder spielerisch die Flora und Fauna kennen und können dabei im Erlebnispass Stanzmotive sammeln, die sie an der Talstation gegen ein Geschenk von LOWA eintauschen. An der Mittelstation begeben sich kleine und große Abenteurer an der Goldwaschstation Heimalm und in der „Mineralienwelt“ auf Schatzsuche. „Tal der Quellen“ Mehr als 300 natürliche Quellen und imposante Wasserfälle haben dem Raurisertal den Namen „Tal der Quellen“ eingebracht. Entlang der Wanderwege finden Wanderer 60 Trinkwasserbrunnen, von denen sie sich einen Schluck erfrischenden Rauriser Quellwassers genehmigen können. An Wasserspielplätzen wie beim Summererpark oder beim Naturfreundehaus erlernen Kinder spielerisch den Umgang mit dem kostbaren Element. Wer die mächtigen Wasserfälle aus nächster Nähe betrachten möchte, begibt sich auf den 2,8 km langen Wasserfallrundweg im Talschluss Kolm Saigurn. Der neu angelegte, leichte Wanderweg eignet sich mit seinen ca. 200 zu überwindenden Höhenmetern besonders für Familien.

Kontakt und Information Tourismusverband Rauris | Sportstr. 2 | A-5661 Rauris Tel. +43 / (0) 6544 / 200 22 | Fax-DW -6030 | info@raurisertal.at

www.raurisertal.at 37

Bilder © TVB Rauris Fotograf Florian Bachmeier

Wandern mit Erlebnisfaktor Über saftige Almwiesen, vorbei an sprudelnden Gebirgsbächen und Wasserfällen, durch märchenhafte Wälder und auf einsame Gipfel: Auf den 295 km markierten Wanderwegen und Alpinsteigen erleben Genusswanderer wie Gipfelstürmer ganz besondere Momente in der Natur. Zum Beispiel im Rauriser Krumltal, dem „Tal der Geier“. Dort lassen sich mit etwas Glück nämlich neben Murmeltieren und Gämsen auch die seltenen Bartgeier, Gänsegeier und Steinadler in freier Wildbahn beobachten. Im Talschluss Kolm Saigurn kommen Wanderer auf dem „Tauerngold Erlebnisweg“ und dem „Tauerngoldrundwanderweg“ an beeindruckenden Zeugnissen aus der Zeit des Goldbergbaus wie den Ruinen der ehemaligen Knappenhäuser vorbei. Heute kann man selbst sein Glück als Schatzsucher versuchen und an drei Goldwaschplätzen, unter fachkundiger Anleitung, kleine Goldflitter aus dem Wasser waschen. Wer fündig geworden ist, darf die glänzenden Kostbarkeiten mit nach Hause nehmen – quasi als Erinnerung an goldene Urlaubsmomente. Für die genussvolle Rast zwischendurch bieten sich die rund 30 bewirtschafteten Almhütten an. Die Wirtsleute verköstigen ihre Gäste mit vielen selbstgemachten Schmankerln aus der eigenen Landwirtschaft – vom knusprigen Bauernbrot über Almkäse bis zum g´sunden Schnapserl.


© OÖ Tourismus © Foto Header

Obertrauner Bergerlebnis in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut Das „Obertrauner Bergerlebnis“ verbindet Tradition, die Schönheit der Natur, Erlebnis und Abenteuer! Im Rahmen des „Obertrauner Bergerlebnis“ gibt es von Juni bis Oktober geführte Wanderungen. Es ist für jeden Geschmack und für jede Kondition was dabei. Gemütliche Familienwanderungen mit waldpädagogischen Elementen gehören genauso zum Programm, wie hochalpine Touren für geübte, ausdauernde Wanderer. Musikliebhaber können jeden Mittwoch vom Ufer des Hallstättersees aus, die Klänge der Weisenbläser, die in der Fuhr über den in der Abendsonne schimmernden See gleiten, als besonderen Ohrenschmaus genießen.

Termine Obertrauner Bergerlebnis: Datum Veranstaltung Sonntag, 8. Juli Wanderung zum Wiesberghaus Samstag, 21. Juli Plateauüberquerung Guttenberghaus Samstag, 18. August Plateauüberquerung auf Schafsuchersteigen Samstag, 25. August Plateauüberquerung Grafenbergalm Samstag, 22. September Vorbei an historischen Almen zum Modereck Samstag, 29. September Wanderung zum Wiesberghaus Samstag, 20. Oktober Gipfelwanderung am Stein/Speikberg © Viroel Munteanu

Diese schönen alten Weisen kann man auch bei den Vollmondfahrten, direkt bei den „5fingers“ am  Krippenstein  unter dem aufsteigenden Mond auf die Seele wirken lassen. Für Frühaufsteher gibt es Sonnenaufgangsfahrten mit einem tollen Frühstück in der Lodge am Krippenstein, mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Dachstein. Wandererlebnis, Musik, Brauchtum und das  Almfest im Koppenwinkel sind die Grundbausteine für das „Obertrauner Bergerlebnis“, der Gäste und Einheimische erleben lässt, wie die Natur des Salzkammergutes und das Lebensgefühl ihrer Bewohner zu einer einzigartigen, stimmungsvollen und harmonischen Einheit verschmelzen. Finden sie in diesem Einklang, Harmonie, Glück und Wohlbefinden und eine große Portion Entschleunigung.

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Sonnenaufgangsfahrten auf den Dachstein Krippenstein Der Sonnenaufgang hat gerade am Dachstein Krippenstein einen besonderen Reiz. Das Sonnenaufgangsfrühstück ist ein idealer Start für Wanderungen und Bergtouren im weitläufigen Dachsteinmassiv Termine: 30. Juni | 7. & 21. Juli | 18. & 25. August | 15. & 29. September | 6. & 13. Oktober

Vollmondfahrten Erleben Sie eine einmalige Fahrt mit der Dachstein-Krippenstein-Seilbahn bei Vollmond. Wandern Sie, begleitet von den Obertrauner Weisenbläsern, zu den 5fingers, anschließend gibt es die Möglichkeit in der Lodge am Krippenstein einzukehren. Talfahrt mit der Seilbahn Termine: 29. Juni | 28. Juli | 26. August | 23. September | 25. Oktober

Krippi Forschertour Eine Wanderung für Kinder. Steigsuche in der kurzen Mah, beim Hirzkarsee und in der Hirzkaralm Termine: 11. & 25. Juli | 29. August

Echo- und Weisenblasen am See in der Obertrauner Bucht Jeden Mittwoch von 11. Juli bis 22. August 2018 um 20 Uhr Am 29. August 2018 um 19:30 Uhr und am 05. September 2018 um 19 Uhr © OÖ Tourismus/Röbl

Informationen und Anmeldung: Ferienregion Dachstein Salzkammergut | Ortsbüro Obertraun Obertraun Nr. 180 | Tel.: +43 5 95095-40 | obertraun@dachstein-salzkammergut.at | www.dachstein-salzkammergut.at

NEU in der Dachstein Rieseneishöhle Höhlenbären in Dachstein Rieseneishöhle entdeckt © Foto Hofer

„Höhlenführer entdeckten in der Dachstein Rieseneishöhle zwei lebende Höhlenbären. Zuerst waren da nur Schatten, dann ein Knurren und Schnaufen und plötzlich standen sie leibhaftig inmitten des Artusdoms. Das Männchen und ein Jungtier scheinen hier eine Bleibe gefunden zu haben. Mit 3,50 m Höhe bietet das aufgerichtete erwachsene Tier einen gewaltigen Anblick, sein mächtiges Brüllen erfüllt die Hallen. Die beiden wurden liebevoll Ben und Boris getauft und sie das neue Erlebnishighlight der Höhlenführung!“ So lautet die Geschichte rund um die Neuinszenierung der Dachstein Rieseneishöhle.

Es erwartet Sie zudem noch: • 35 Meter lange Hängebrücke über das Eis Einzigartiger Bau in der Höhle, welcher seit April die Gäste der Höhle begeistert • Neuinszenierung – Ton- & Lichtshow: Eine Ton- & Lichtshow zieht die Gäste in Ihren Bann ... klarer Sound und mystische und zugleich moderne Beleuchtung abgestimmt auf das Gelände in der Höhle. Alle Infos mit den weiteren Highlights am und im Berg auf

www.dachstein-salzkammergut.com oder telefonisch unter 050 140

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Die Schmitten – Das Sonnenkind der Alpen Die Schmitten bietet neben der einzigartigen Aussicht auf mehr als 30 Dreitausender viele Highlights für Familien und Abenteurer. Gäste erklimmen den Berg komfortabel mit verschiedenen Seilbahnen, wo traumhafte Wanderparadiese, geführten Wandertouren, Yoga- oder Jodel-Workshops und ein beeindruckender Freiluft-Kunstraum warten. Österreichs höchstgelegener E-Motocross Park, Erlebniswanderwege und Schmidolins Abenteuerplätze bieten spannende Sommer-Action für Jung und Alt bei Sonnenschein und Panorama. Drachenflieger und Elektro-Motocross Die Schmitten ist nicht nur ein Wanderparadies, sie beeindruckt im Sommer auch mit zahlreichen weiteren Angeboten: Der Elektro-Motocross Park bietet Fahrspaß pur für die ganze Familie – ohne Lärm und ohne Abgase. Alle Kinder von sechs bis 14 Jahren können auf OSET-Bikes im Kinder-Parcours mit Hindernissen Gleichgewicht und Balance auf die Probe stellen. Auf Junggebliebene von zwölf bis 99 Jahren warten die neuen OSET 24 Racing Junior Trials mit neuen Herausforderungen für das Fahrgeschick. Motocross-Fans kommen mit den professionellen KTM Freeride E Bikes voll auf ihre Racing-Kosten. Wer lieber selber hoch hinaus will, findet auf der Schmitten die besten Bedingungen. Für Drachenflieger oder Paragleiter ist die Schmittenhöhe einer der begehrtesten Flug-Hotspots der Alpen und garantiert grenzenloses Flugvergnügen.

Open-Air Galerie, Museum und Areit 1400 Besonderes Highlight sowohl im Sommer als auch im Winter ist die permanente Open-Air Ausstellung „Kunst am Berg“. Kreativ gestaltete Kunstwerke vereinen Landschaft, Natur und Kunstgenuss und können entlang der Wanderwege bewundert werden. Zum 90. Geburtstag der Schmittenhöhe können Interessierte in der 180 m² großen, interaktiven Ausstellung „90 Jahre Tradition und Innovation“ mehr über die Bergbahn-Geschichte der Schmitten erfahren und einen Blick in die Vergangenheit werfen. In der Ausstellung „Areit 1400“ dreht sich alles rund um das Thema Fortbewegung. Oldtimer-Autos, alte Motorroller und eine historische Skisammlung der letzten 100 Jahre – bei so viel Nostalgie-Chick bekommen auch Erwachsene große Augen. Vergangenheit und Zukunft treffen außerdem beim generationenübergreifenden Gamecorner mit einer Carrera-Rennbahn und PlayStation Angebot aufeinander.

Eventhighlights Sommer 2018 7. Juli, 4. August, 1. September 21. Juni – 13. September (jeden Donnerstag) 4. Juli – 29. August (jeden Mittwoch) 8. Juli 18.–19. August 2. September 15. September

Weitere Infos unter: www.schmitten.at 40

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Bilder © Schmittenhöhebahn

Bergkräuter-Roas Jodeln am Berg Yoga am Berg Okidoki Kinderfest Schmitten Discgolf Open Schmitten Bergfest mit Alpencup Ranggeln Schmitten Downhill Golf


Sommererlebnisse in Österreichs lässigster Region Ob für Familien, Outdoor-Abenteurer oder Mountainbike-Fans – die Region Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn bietet auch im Sommer ein vielfältiges Angebot.

Bilder © Bergbahnen Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Ein Besuch im „Home of Lässig“ zahlt sich nicht nur im Winter aus. Das Sommerangebot reicht von spannenden Erlebniswelten über hunderte Kilometer an gut ausgebauten Wanderwegen und Klettersteigen bis hin zu herausfordernden Mountainbike-Touren und Singletrails für jede Könnerstufe. Und Freunde des gemütlichen Zusammensitzens kommen auf den zahlreichen Hütten auf ihre Kosten: Traditionelle Hausmannskost und andere kulinarische Köstlichkeiten schmecken in der wunderschönen Berglandschaft besonders gut. Spiel und Spaß für Familien In Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn finden Familien verschiedenste Aktivitäten für Groß und Klein, eine Besonderheit sind die spielerischen Entdeckungsreisen für die Kids. So gibt es an der Mittelstation des Reiterkogels den „Berg Kodok“ und die „Expedition Kodok“. Am Kohlmais werden die kleinen Entdecker am Erlebnisweg und am Wasserspielplatz sowie am Zwölferkogel beim Gipfelspielplatz vom Clown „Montelino“ begleitet. Auf Timoks Alm in Fieberbrunn wartet wiederum der kleine „Timok“ mit Alpine Coaster, Waldseilgarten und Damwildgehege auf Besuch. Wissenshungrige können auf Europas erstem digitalen Rundwanderweg „Licht“ ins Gras, Gebüsch und Getier bringen. In Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen führen die Bergbahnen Fieberbrunn unter dem Namen „Museum goes wild“ amüsant und lehrreich ins Gebiet der Wildalm. Am „Berg der Sinne“ in Leogang erwartet Familien sowohl der Park mit über 30 Stationen als auch die „LeoKlang“-Sommerrodelbahn, das neue Angebot „Stille Wasser am Asitz“ und junge Mountainbiker der Riders Playground. Ein Tag voll Abenteuer, Spaß und Entspannung ist garantiert!

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Für Outdoor-Puristen und Gipfelstürmer Doch nicht nur die kleinen Gäste kommen im Sommer auf ihre Kosten: Auch Wanderer und Kletterer finden unzählige Möglichkeiten, ihrer Leidenschaft nachzugehen. So bietet Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn über 550 Kilometer an markierten Wanderwegen. Abwechslung bietet auch der Zwölferkogel mit eigenem Slackline Parcours. Leogang hat ebenfalls zahlreiche Wandermöglichkeiten, wie Leo´s Spielewanderweg oder den Kunstwanderweg, im Programm und auf Adrenalinbedürftige wartet der Flying Fox XXL, eine der längsten & schnellsten Stahlseilrutschen der Welt. Und in Fieberbrunn geht es hoch hinaus: Rund um den „Alleskönnerberg“ Wildseeloder können fünf Klettersteige in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen bezwungen werden. Wer es jedoch etwas ruhiger angehen will, der ist am Wildseelodersee – dem wohl schönsten Bergsee der Alpen – an der richtigen Adresse. Bike-Fanatiker und Trail-Rider herzlich Willkommen Mountainbiker gehen in Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn ebenfalls nicht leer aus und finden top gewartete FreerideStrecken, unzählige Singletrails und tagesfüllende Touren, den WM- & Weltcup erprobten Bikepark Leogang, Shops mit notwendigem Equipment sowie als Highlight die BIG-5 Bike Challenge vor.

Weitere Infos unter: www.saalbach.com 41


Action und Abenteuer auf der Staumauer „Schlegeisbezwinger“ - der neue Trend am Schlegeis Speicher

© Verbund

Rund um den Schlegeis Stausee erschließt sich der HochgebirgsNaturpark Zillertaler Alpen, ein beliebtes Ziel für Bergsportler und Naturfreunde. Seit einiger Zeit lässt die Schlegeis Staumauer aber auch das Herz aller Abenteurer auf der Suche nach dem Nervenkitzel höher schlagen. Hinter Mayrhofen im Alpendorf Ginzling beginnt die Schlegeis Alpenstraße, welche hinauf führt in eine atemberaubende Hochgebirgswelt. Auf der 13,3 km langen Strecke warten Wasserfälle, Natursteintunnel und so mancher Gletscherausblick. Für echte Biker ist der Weg bereits das Ziel – alle anderen können sich am Ende auf den smaragdgrünen Stausee und ein pures Bergerlebnis freuen. Entlang des Uferwegs eröffnet sich ein freier Blick auf die Weite des Schlegeis-Stausees und der Gletscher der höchsten Dreitausender der Zillertaler Alpen. Zahlreiche Wanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und unterschiedlicher Dauer laden ein, die wunderschöne Gegend zu Fuß zu erkunden. Dass die Gegend rund um den Schlegeis Speicher schon lange als Magnet für Alpinisten und Naturliebhaber gilt, ist nichts Neues. Mittlerweile ist aber die Schlegeis Staumauer auch ein beliebter Tummelplatz für Erlebnishungrige geworden. Als monumentales Bauwerk prägt die längste Staumauer von VERBUND die Landschaft. Was man von Weiten jedoch nicht vermutet: es gibt 6 verschiedene Wege, die Mauer „zu begehen“ und sie so zu seiner ganz persönlichen Herausforderung zu machen. Der offensichtlichste Weg ist ein gemütlicher Spaziergang über den 725 m langen Kronengang der Sperre. Von hier aus hat man einen idealen Ausblick auf die wunderschöne umliegende Gebirgslandschaft und kann das bunte Treiben auf der Mauer beobachten. Technikinteressierte wiederum steigen über ca. 100 Stufen hinein in die Mauer und erkunden das Innenleben. Staumauerführer informieren einen über die Besonderheiten der Schlegeis Sperre und Wissenswertes rund um das Thema Stromerzeugung aus Wasserkraft. Erfahrene Kletterer können über eine Sportkletterroute, in Schwierigkeitsstufen von 5 bis 7+, mit 4 Seillängen, senkrecht an der Mauer hinauf klettern. Die durch die Wölbung der Staumauer überhängende und extrem ausgesetzte Route ist somit Herausforderung und Erlebnis zugleich. © David Keusch

Wer schwindelfrei ist, begibt sich auf die Aussichtsplattform und lässt sich mit einem hochwertigen Sicherheitssystem, von speziell ausgebildeten Bergführern, 131 m in die Tiefe abseilen. Ein besonderes Erlebnis für Einsteiger und Fortgeschrittene ist der 200 m lange, diagonal auf der Staumauer verlaufende, Klettersteig mit der Schwierigkeit A/B – C. Wer ihn erklimmt wird am Ausstieg mit einem grandiosen Panoramablick belohnt. Wem das noch nicht genug ist, der krönt seinen Besuch am Schlegeis Stausee mit einen Höhenkick der besonderen Art und rauscht in einer Höhe von 131 Meter mit einem Flying Fox 600 Meter, entlang der Staumauer, über das Schlegeis Tal. Bis auf den Flying Fox (€ 36,–) und das Abseilen (€ 25,–) sind alle Attraktionen kostenlos. Am Imbiss „s‘Raschtl“ gibt es einen Verleih für Kletterausrüstung, so dass auch Kurzentschlossene sich am Klettersteig versuchen können. Auch die ganz Kleinen können an den, auf der Staumauer installierten, Kinderkletteranlagen in Begleitung ihrer Eltern, erste Klettererfahrungen sammeln. Für die nötige Stärkung zwischendurch sorgen vor Ort das Bergrestaurant Schlegeis sowie „s’Raschtl“ mit Snacks und kulinarischen Schmankerln aus der Region. Ein Besuch am Schlegeis Speicher verspricht Action und Abenteuer für Groß und Klein. Wer also noch nicht zu den „Schlegeisbezwingern“ gehört, sollte diesen Sommer unbedingt einen Besuch im Zillertal einplanen und einen erlebnisreichen Tag am Schlegeis Stausee verbringen. Informationen zu den Staumauer Attraktionen unter

www.schlegeis131.at

Infos zum Stausee und Staumauerführungen unter

www.verbund.com/schlegeis © Mayrhofen

VERBUND Tourismus GmbH

Kesselfallstraße1 | 5710 Kaprun | Tel. +43 (0) 50 313 23201 | Mail: tourismus@verbund.com

www.verbund.com/tourismus 42

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© churtourismus/Yvonne Bollhalder

Unter römischem Einfluss Das Gebiet der heutigen Schweiz wurde zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem ersten Jahrzehnt n. Chr. schrittweise ins römische Reich eingegliedert. Die römische Herrschaft endete im Jahre 401 n. Chr., römische Strukturen blieben jedoch in Teilen der Schweiz bis ins Frühmittelalter erhalten. Die Helvetier, an die der lateinische Name der Schweiz bis heute erinnert, waren ein keltischer Stamm. Erstmals werden die Helvetier Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. erwähnt. Im 1. Jahrhundert v.Chr. besiedelten sie das heutige schweizerische Mittelland sowie das heutige Südwestdeutschland. Die östlichen Gebiete der heutigen Schweiz wurden von den Rhätiern bewohnt. Die Römer in der Schweiz Nach der Niederlage Hannibals eroberten die Römer zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. das Gebiet des heutigen Südtessins. Rund 75 Jahre später eroberten die Römer auch das Rhônetal (inkl. Genf), um den Weg von Italien nach Spanien kontrollieren zu können. Im Jahre 58 v. Chr. hinderte Julius Caesar die Helvetier daran, das Schweizer Mittelland zu verlassen, die den nach Westen drängenden Germanen ausweichen und nach Südfrankreich auswandern wollten. Sie wurden von Julius Cäsar gestoppt. Er schickte die Helvetier zurück und siedelte sie als „Puffervolk“ an, selbst von römischen Soldaten gut kontrolliert. Die Rhätier gerieten im Jahr 15 v. Chr. unter römische Herrschaft. Während der römischen Herrschaft war die Schweiz keine politische Einheit. Das Gebiet war in fünf römische Provinzen unterteilt. Die römische Herrschaft hielt nicht viel von Unterdrückung. Wenn eine neue Provinz erobert war, behielten die lokalen Behörden ihre Funktionen und ihr Ansehen und die Bevölkerung wurde Schritt für Schritt romanisiert. Die offizielle Sprache war zwar Latein, die Umgangssprache blieb jedoch ein keltischer Dialekt. Bis 260 n. Chr. erlebte die römische Schweiz einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Die Akkulturation zwischen der keltischen Tradition und den neuen mediterranen Einflüssen

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erfolgte konfliktfrei. Durch die Urbanisierung und den Bau vieler Straßen verbreiteten sich auch neue Ideen und Lebensgewohnheiten, wie z. B. die vielen Badeanlagen, die man selbst in den kleinen vici (Dörfern) errichtete. Der vicus Lousonna (Lausanne) beispielsweise verdankte seine Bedeutung nicht dem politischen Rang, sondern einzig und allein dem wirtschaftlichen Wohlstand. Chur hat auch eine römische Geschichte Die Provinz Raetia wurde unter Konstantin um 300 in die Provinzen Raetia prima (Hauptstadt Chur) und Raetia secunda (Hauptstadt Augsburg) aufgeteilt. Im Zuge der Christianisierung wurde in Chur das älteste Bistum nördlich der Alpen errichtet. Chur gilt allgemein als Schweizer Stadt mit der längsten ununterbrochenen Siedlungsgeschichte. Der römische Feldzug führte in den eroberten Gebieten zu großen kulturellen Veränderungen, auch hinsichtlich der Sprache. Im Verlauf von ein paar Jahrhunderten verdrängte das Lateinische, bzw. das von den Soldaten gesprochene Vulgärlatein die einheimische keltische und rätische Sprache. Man kann die drei rätoromanischen Idiome, die kein zusammenhängendes Sprachgebiet besitzen, als Restdialekte des Latein der römischen Provinz Raetia ansehen. Und diese offizielle 4. Landessprache der Eidgenossen hat sich bis heute in Graubünden erhalten. Schutzbau Römische Ausgrabungen Der Eroberungsfeldzug der Römer vor gut 2.000 Jahren ist ein wichtiger Bestandteil der Siedlungsgeschichte Churs. Im Schutzbau, welcher durch Stararchitekt Peter Zumthor gestaltet wurde, werden Fundstücke aus dieser Zeit präsentiert. Er ist sowohl schützende Hülle der archäologischen Funde als auch Museum und architektonisches Juwel. Der filigrane Lamellenbau lässt die ursprünglichen Ausmaße der römischen Bauten erahnen. Die römischen Ausgrabungen können besichtigt werden. Der Schlüssel für die Schutzbauten ist gegen ein Depot im Infozentrum von Chur Tourismus erhältlich. Der Archäologische Dienst Graubünden bietet zudem interessante Führungen an.

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Römischer Transit Das Gebiet der heutigen Schweiz spielte bereits unter den Römern eine wichtige Rolle für den Transitverkehr. Die Römer waren deshalb auch bemüht, die Passstraßen in Stand zu halten oder gar auszubauen. Entlang der Hauptverkehrsachsen wurden Städte gebaut. Die drei wichtigsten waren Aventicum (Avenches, wo sich zwei wichtige Handelswege kreuzten), Augusta Raurica (Augst, am Rhein in der Nähe von Basel gelegen) und Colonia Julia Equestris (Nyon, am Genfersee). Auf dem Septimerpass zeugen Funde von der Überquerung. Der Pass war zur Römerzeit eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen. Der einstmals bedeutende, aber nicht als neuzeitliche Fahrstraße ausgebaute Septimer-Pass wird heute nur noch in den Sommermonaten von Wanderern und Mountainbikern überquert. Auch der Malojapass war schon zu Zeiten der Römer Teil eine wichtige Alpentransversale, die von Comum (Como) bis ins Rheintal nach Chur und weiter über Brigantium (Bregenz) nach Augusta Vindelicum (Augsburg) führte. Handel in römischer Zeit Der Warenverkehr während der Römerzeit wickelte sich vor allem über den Julierpass ab. Nach Graubünden eingeführt wurde Terra Sigillata-Geschirr, Olivenöl, Wein, Südfrüchte, Austern, Stoffe und Gewürze, exportiert wurde Vieh, Getreide, Honig und Wachs, Pech, Bergkristall, Specksteingeschirr, Käse und Wollmäntel. Auch der Gotthard war schon den Römern bekannt. Sie nannten ihn Adula Mons, der steile Berg, oder Mons Tremolar, der zitternde Berg. Obwohl der Gotthard den großen Vorteil bot, dass man mit einem einzigen Auf- und Abstieg die Alpen überqueren konnte, nutzten sowohl das römische Militär wie auch römische Händler wegen der schwierigen Schöllenenschlucht andere Pässe.

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Ab in die Antike Ein geheimnisvoller Brunnenschacht. Der größte Silberschatz der Spätantike. Das besterhaltene antike Theater nördlich der Alpen. Spannende Geschichte zum Erleben und Anfassen: Willkommen in Augusta Raurica! Als der römische Feldherr Munatius Plancus unter Caesar um 44 v. Chr. im Gebiet der keltischen Rauriker die Kolonie Raurica gründete, war die Stadt Rom seit ihren Anfängen im 8. Jahrhundert v. Chr. zu einem mächtigen Imperium rund um das Mittelmeer angewachsen. Um 15 v. Chr. begann der Bau von Augusta Raurica als Koloniehauptort. Die Stadt entwickelte sich in 200 Jahren zu einer regionalen Metropole und einem blühenden Handelsplatz mit rund 15.000 EinwohnerInnen. Dies lag nicht zuletzt an ihrer Lage: hier trafen die Nord-SüdVerbindungen von Italien ins Rheinland und die West-Ost-Verbindung von Gallien an die Donau und nach Rätien auf den Rhein. Mit dem Aufschwung der Stadt Basel im 7. Jahrhundert n. Chr. verlor der Ort an Bedeutung und wurde zu einem kleinen Fischerdorf. Augusta Raurica im Gebiet der Dörfer Augst und Kaiseraugst ist heute eine Ausgrabungsstätte, ein Forschungszentrum sowie ein Museum mit eindrücklichen Ruinen und reichen Funden, mit Workshops und Führungen. Tipp: 25.08.–26.08. Römerfest Augusta Raurica

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OÖ. Landesausstellung 2018 Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich bis 04. November 2018 Enns-Schlögen-Oberranna

RÖMISCHER „TAPETENWECHSEL“ – DIE FRESKEN AUS LAURIACUM Die Menschen der römischen Siedlung Lauriacum lebten in Wohlstand und Fülle. Davon zeugen unter anderem Wand- und Deckenmalereien, die zu den österreichweit bedeutendsten römischen Funden gehören. Diese außergewöhnlichen Entdeckungen unterstreichen die Sonderstellung von Lauriacum und zeigen, wie vielfältig römische Wanddekoration war und wie sie sich im Laufe der Jahre stilistisch weiterentwickelt hat. In bis zu vier Schichten übereinander waren die Wände im „Haus der Medusa“ bemalt – Beweis für einen regelmäßigen „Tapetenwechsel“. Prachtvolle figurale und dekorative Elemente geben Einblick in Technik, Material und Handwerkskunst der Zeit. DAS VIRTUELLE „HAUS DER MEDUSA“ In einem interaktiven 3D-Modell der Forschungsgruppe Playful Interactive Environments (FH Oberösterreich Campus Hagenberg) können Sie die Fundstätte der römischen Wandmalereien aus Enns virtuell „besuchen“. Eine Zeitleiste erlaubt den Wechsel zwi-

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schen den unterschiedlichen Ausstattungsphasen und unterstützt so das Verständnis der komplexen, einander überlagernden Malereien. In einem 3D-„Puzzle“ können Sie schließlich die Wandmalerei-Fragmente selbst zusammensetzen und gleichsam restaurieren. Termine: 5.8., 2.9., 7.10. 2018, jeweils 10 –17 Uhr im Museum Lauriacum. Teilnahme mit gültigem Ausstellungsticket frei, Anmeldung nicht erforderlich. LEBENSZEICHEN AUS LAURIACUM Aufgrund der getreidereichen Ernährung litt die Bevölkerung oftmals an Karies. Welche anderen Leiden plagten die Menschen in Lauriacum? An der Forschungsstation „CSI Lauriacum“ schlüpfen Sie selbst in die Rolle der AnthropologInnen, untersuchen Knochenfunde und decken auf, wie die Menschen gelebt haben und woran sie gestorben sind. RUND UM DIE LANDESAUSSTELLUNG Begleitend zur Landesausstellung bietet die Stadtgemeinde Enns ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Sie sind herzlich eingeladen, sich vertiefend mit dem Ausstellungsthema auseinanderzusetzen, Kunst und Kultur zu genießen, Feste und Jubiläen zu feiern. Neben Veranstaltungen und Fachvorträgen aus den Bereichen Archäologie und Geschichte finden Sie ein vielseitiges Angebot aus Musik, Theater, Literatur bis hin zu kulinarischen und volkskulturellen Veranstaltungen. Mehr Informationen unter www.landesausstellung.at Führungen telefonisch unter: 0043/732/7720-52900 www.facebook.com/Landesausstellung

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Bilder © OÖ Landesausstellung

Oberösterreich ist im Römer-Fieber. Denn unter dem Titel „Die Rückkehr der Legion. Römisches Erbe in Oberösterreich“ gibt die OÖ. Landesausstellung bis 04. November mit Schaugrabungen, Originalfunden einen vielschichtigen Einblick in das Leben der Römer vor 1800 Jahren. Am 26.April wurde sie mit einem großen Festakt auf dem Ennser Hauptplatz eröffnet. Neben eindrucksvollen Originalfunden bietet die Oberösterreichische Landesausstellung auch die Möglichkeit mit einer App in virtuelle Welten einzutauchen. An den Hotspots der Antike wird so das Erbe der Römer interaktiv und spielerisch lebendig und erlebbar.


Stift Klosterneuburg: Jahresausstellung 2018 Römerlager Arrianis – Der Limes in Klosterneuburg Das Römerlager Arrianis hinterließ auch Grabsteine, die heute ihre Geschichten erzählen. Das Stift Klosterneuburg wurde durch den Babenberger Markgraf Leopold III., dem späteren Landespatron von Österreich, gegründet und war auch Residenz der Babenberger und Habsburger. Die Verbindung zwischen gelebtem Glauben, den einzigartigen Kulturschätzen und dem ältesten Weingut Österreichs macht das Stift zu einem lohnenden Ausflugsziel vor den Toren Wiens. Das Thema der Jahresausstellung 2018 widmet sich dem „Römerlager Arrianis“, gelegen am Limes in Klosterneuburg. Über vier Jahrhunderte erstreckte sich hier entlang der Donau die nördliche Grenze des Römischen Reiches. Es hinterließ zahlreiche Bodenfunde, so auch Grabsteine, die heute die Geschichten ihres Kulturkreises erzählen und einen zentralen Teil der Ausstellung bilden. Auch wenn heute obertägig kein aufgehendes Mauerwerk mehr zu sehen ist, so gibt eine begehbare Grabung unter dem Kreuzgang interessante Einblicke, wodurch erstmals im Stift „Archäologie zum Anfassen“ geboten wird. Die Schaugrabung wird durch das Römische Lapidarium des Stiftsmuseums ergänzt, das ungewöhnlich gut erhaltene Grabsteine beherbergt. Ein weiterer Höhepunkt ist ein seltenes Militärdiplom. Stift Klosterneuburg Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Mitte November: täglich 9 bis 18 Uhr Mitte November bis Ende April: täglich 10 bis 16 Uhr Führungen: täglich Ausstellung Römerlager Arrianis bis 18. November

Begehbare Grabung unter dem Kreuzgang. ©Juergen Skarwan

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Donaulimes und Danuvius Der Donaulimes war über mehrere Jahrhunderte die Grenze des Römischen Reiches. In mehreren Ausbauphasen errichteten römische Soldaten Legionslager, Kastelle und Wachttürme. Der Donaulimes in Österreich hat 500 Jahre Geschichte der Römerzeit, 357,5 Stromkilometer als historische Flussgrenze, 40 sichtbare Denkmäler, 15 Museen und liegt in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Seit 2011 steht „Der Donaulimes in Österreich“ auf der Tentativ List der UNESCO als Teil des seriellen Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches“ Unser Wort Donau wird zur Römerzeit erstmals schriftlich festgehalten: Dem Flussgott DANUVIUS ist der Strom geweiht, der in der Antike ab dem Eisernen Tor den Namen ISTER trug. Erst im 1. Jahrhundert v. Chr. erkannte man, dass beide Teile, der Oberlauf DANUVIUS und der Unterlauf ISTER, zusammengehören. Die Römer beförderten auf Flössen Baumaterial, wie Steinquader und Holz, meist flussabwärts. Zur Versorgung wurde Getreide, Wein und andere Güter mit Lastkähnen oder Prahmen verschifft. Wir wissen aus dem Preisedikt des Diokletian, dass der Transport auf dem Wasser etwa viermal günstiger war als zu Land. Erkunden Sie die römischen Denkmäler und Museen am rechten Donauufer – zu erreichen per Schiff, Rad und mit Wanderrouten. Ausführliche Informatinen dazu hat der gemeinnützige Verein „Museen am Donaulimes in Österreich“ zusammengestellt. Seine

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Mitglieder sind das Oberösterreichisches Landesmuseum Nordico, das Museum Lauriacum – Enns, das Stadtmuseum Wels – Minoriten Römermuseum Wallsee, das Stadtmuseum Arelape – Bechelaren in Pöchlarn, das Römermuseum Mautern FAVIANIS, das Stadtmuseum Traismauer, das Museum Zwentendorf, das Stadtmuseum St. Pölten, das Römermuseum Tulln, das Stiftsmuseum Klosterneuburg, das Wien Museum – Römermuseum Stadtarchäologie Wien, der Archäologische Park Carnuntum und das Museum Petronell-Carnuntum Auxiliarkastell. www.donau-limes.at Tipp: Per Fahrrad-Draisine das Römerland entdecken Auf den Gleisen der Petronellerbahn entdecken Sie von April bis Oktober eine herrliche Natur- und Kulturlandschaft zwischen Bruck an der Leitha, Rohrau und Petronell-Carnuntum. Ideal für Ihren Tages-, Familien, Schul-, Vereins- oder Betriebsausflug, auch in Kombination mit den Hauptsehenswürdigkeiten der Region. www.carnuntumdraisine.at

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Privatvermieter erstmals mit 5 Sonnen ausgezeichnet © Privat zu Gast

Das Gästehaus Schabel-Zehetner in Scheibbs wurde als erster Betrieb in Niederösterreich mit der höchsten Qualitätsstufe ausgezeichnet. Der Landesverband für Urlaub am Bauernhof und Privatzimmervermietung in Niederösterreich hat unter der Marke „Privat zu Gast“ 2018 den ersten Betrieb mit der höchsten Qualitätsstufe von 5 Sonnen ausgezeichnet. Ein Haus zum Wohlfühlen – das Gästehaus Schabel-Zehetner Petra Schabel-Zehetner und Martin Zehetner ist es gelungen, in Scheibbs ein kleines Refugium für Genießer zu erschaffen. Das Gästehaus überzeugt mit viel Liebe zum Detail, einer wunderschönen Gartenanlage sowie herzlichen und engagierten Gastgebern. Schon seit über 50 Jahren werden von der Familie Gästezimmer vermietet. 1996 erfolgte ein Zubau. 2006 wurden alle Zimmer renoviert und Frühstücksräume geschaffen. Seit 2009 verfügt das Gästehaus auch über „Genießerzimmer“, die vom Land Niederösterreich mit einer Förderung unterstützt wurden. Damals erfolgte auch die erste Kategorisierung mit 4 Sonnen. Der großzügige Garten wurde im Laufe der letzten 12 Jahre angelegt und stetig erweitert, laufend werden auch die Zimmer immer wieder neu gestaltet. Heute kann die Familie stolz die verdiente Auszeichnung mit 5 Sonnen entgegen nehmen Klein, aber oho Lange hatten die Privatzimmervermieter mit einem eher verstaubten Image zu kämpfen. Frühstückspension oder Fremdenzimmer, wie sie früher genannt wurden, hatten das Image von günstigen und einfachen Unterkünften in ländlichen Regionen. Doch davon ist man heute weit entfernt: die Gäste finden nicht nur zeitgemäß ausgestattete Zimmer vor, sondern zudem engagierte, herzliche und regionale Gastgeber. Bei maximal zehn Gästebetten ist der persönliche Kontakt garantiert.

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Mag. Andreas Purt, Geschäftsführer von Mostviertel Tourismus, gratuliert zum gelungenen Angebot: „Unsere Gastgeber sind wichtige Impulsgeber für das Mostviertel. Sie tragen maßgeblich zur positiven Tourismusentwicklung bei. Wir sind stolz auf den ersten Mostviertler 5 Sonnen Betrieb“. www.privatzugast.at/hoefe/haus-zehetner

© Privat zu Gast

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Ausflugstipp 1: Ötscherland-Express Ausgehend von Kienberg-Gaming erwartet Gäste eine Reise, bei der Geschwindigkeit keine Rolle spielt. Die Museumsbahn tuckert auf der Bergstrecke der Ybbstalbahn gemächlich an der geschichtsträchtigen Kartause Gaming, vorbei, über zwei in TrestleworkBauweise errichtete Viadukte, deren es in Österreich nur drei gibt, durch das idyllische Pfaffenschlag nach Lunz am See. Hier empfiehlt sich ein Besuch den erfrischenden Lunzer Sees. Weiter erreicht der Ötscherland-Express nach 27 km und einigen genüsslichen Momenten der Entspannung schließlich Göstling an der Ybbs. www.lokalbahnen.at/bergstrecke Ausflugstipp 2: Naturerlebnis Erlaufschlucht in Purgstall Die einzigartige Flusslandschaft und hochwertiges Naturerbe Erlaufschlucht liegt im Natura 2000 Gebiet und gilt seit 1972 aufgrund der einmaligen landschaftlichen Eigenheiten und wildromantischen Wasserplätze als Naturdenkmal. Zwei Aussichtsplattformen ragen ein Drittel über die Erlauf, lassen die Urgewalt des Wassers erleben und laden zum Fotografieren und Verweilen ein. www.mostviertel.at/naturerlebnis-erlaufschlucht

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Eggenburg reist ins Mittelalter 8.-9.9.2018 Am Wochenende vom 8. bis 9. September wird die Stadt Eggenburg wieder zum Mekka für Mittelalter-Fans. Der betörende Duft von gebratenem Ochsen und Honigwein erfüllt die Luft, wenn über 200 Händlerinnen und 250 Künstler ihr Publikum innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer in die Welt des Mittelalters zaubern. Die Zeitreise ins Mittelalter Eggenburg zieht die Menschen von nah und fern an: Gaukler und Theatergruppen reisen von weit her, um die Gäste mit ihren Späßen zu erfreuen, fahrende Händler bieten auf ihren Marktständen Waren feil und Handwerkerinnen zeigen ihr historisches Handwerk. Dudelsack, Schalmei und Laute sind von weitem schon zu hören. Das traditionelle Ritterturnier zu Pferde rundet das Programm des Mittelalterfestes ab. Publikumsansturm 2017 Auch 2017 freuten sich die ehrenamtlichen Organisatorinnen über mehr als 30.000 Besucher. Viele davon waren Stammgäste, die seit Jahren an diesem Wochenende nach Eggenburg fahren, teils von weit her. So gibt es Gruppen aus Graz oder Innsbruck, die bereits am Sonntagabend, gleich nach dem Fest, ihre Hotelzimmer für das nächste Jahr buchen. Das Programm 2018: Wandertheater, Pilger und fahrende Ritter Eggenburg begibt sich dieses Jahr auf Wanderschaft: Menschen in Bewegung sind das Thema des Mittelalterfestes 2018. Den unterschiedlichen Gründen für Wanderbewegungen geht die Zeitreise ins Mittelalter nach, sei es allein oder in Gruppe, sei es in oder ohne Not. Seit jeher versuchten Menschen, neuen Lebensraum zu erschließen. So erstreckt sich das Mittelalter von der Völkerwanderung bis zur Überquerung des Atlantiks und der Ent-

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deckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Manche kommen, um zu bleiben, manche ziehen weiter: Wandertheater und Musikerinnen reisen durch die Lande auf der Suche nach neuem Publikum, Handwerker fahren ihren Auftraggeberinnen hinterher, Pilger büßen ihre Sünden am Weg nach Jerusalem oder Santiago de Compostela und fahrende Ritter suchen das Abenteuer – uns alle treffen einander 2018 in Eggenburg! Die Publikumsrenner der letzten Jahre werden auch dieses Jahr wieder stattfinden: Ausdauerstarke Gruppen kämpfen wieder im Bruchenball – einer Mischung aus Ringkampf und Fußball – um den Eggenburger Bruchenball-Pokal. Beim Science Slam werden Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungen zum Thema Mittelalter kurz und eingängig präsentieren. Einer der Höhepunkte wird wie jedes Jahr die Feuershow auf der Kanzlerwiese am Samstagabend sein.

EGGENBURG im Zauber der Zeit Kino, Musik und Wein genießen! Gemütlichkeit, Live-Musik und Kultur, Wein und Kulinarik, Badespaß und ein Mondscheinkino - alles was ein paar erholsame Tage ausmacht, hat Eggenburg zu bieten. Die bezaubernde mittelalterliche Stadt liegt eingebettet in die schöne Landschaft des Wald- und Weinviertels. Sie ist von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, die man als Spaziergänger leicht umrundet. In den Schanigärten auf dem historischen Hauptplatz genießt man Gastlichkeit, vorzügliche Weine und südliches Flair.

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Eine Besonderheit Eggenburgs ist das Mondscheinkino

vom 19. Juli bis 17. August 2018 jeweils Do bis So ab 21 Uhr Im traumhaften Ambiente der Eggenburger Stadtmauer werden die Besucher in die Welt des Films entführt. Auf einer 84 m2 großen Leinwand, umgeben von Mauern und Türmen, werden die besten Filme und Blockbuster der aktuellen Saison präsentiert. Zu sehen sind unter anderem der Oscar prämierte Film „Shape of Water“, „Black Panther“, „Greatest Showman“, und als Draufgabe, am 17. August, „Mamma Mia 2“! Tipps für den Aufenthalt: Stadt-, Nachtwächter- und Kellergassenführungen, KrahuletzMuseum, Nostalgiewelt, Gilli Schaumühle, Rad- und Wanderwege, Heurige, Gasthäuser, Café, Bar, Wohnmobilstellplatz, Kultur und Unterhaltung: Musicnight, Mondscheinkino, Mittelalterfest, uvm.

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Informationen, Programm, Reservierungen Tourismus-Information Eggenburg Tel. +43 / (0) 2984 / 3400 | tourismusinfo@eggenburg.at

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Einsteigen und wohlfühlen Der Reblaus Express verbindet auf einer Strecke von 40 km die rebenbewachsenen Hügel des Weinviertels mit den stillen Wäldern und Teichen des Waldviertels. Zehn Bahnstationen laden zum Verweilen sowie zu Ausflügen mit dem Fahrrad oder zu Fuß ein. Die Zugsgarnitur setzt sich aus nostalgischen dunkelgrünen zweiachsigen Waggons zusammen, welche von einer Diesellokomotive gezogen werden. Für ein besonderes Erlebnis sorgt der mitgeführte urige Heurigenwaggon. In gemütlichem Ambiente werden die Fahrgäste hier mit erfrischenden Getränken, Weinen der Region und hausgemachten Schmankerln verwöhnt. Eine weitere Besonderheit ist der Fahrradwaggon, der die kostenlose Beförderung von Rädern ermöglicht.

© NÖVOG / Knipserl

Der Reblaus Express ist an Samstagen, Sonn- und Feiertagen bis 28. Oktober 2018 für seine Fahrgäste da. Mit seinen Package-Angeboten und Themenfahrten hat er sich in der Vergangenheit zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Als besonderes Highlight gibt es nun das Kombiangebot „Historisch reisen, historisch wohnen“ mit einer Übernachtung im „Schüttkasten“ in Geras.

www.reblausexpress.at

HIC HABITAT FORTUNA REQUIESCIT COR hier wohnt das Glück – hier erholt sich das Herz Schüttkasten und Meierhof – einst Getreidespeicher und Wirtschaftshof vom benachbarten Stift Geras - verzaubern mit dem Ambiente Jahrhunderte alter Tradition. Schlichte, charaktervolle Eleganz und moderner Komfort vermählen sich hier zu einem Hide-Away der ganz besonderen Art. Der einzigartige klösterliche Charme umfängt Sie schützend mit seinen dicken Wänden, den romantischen Kreuzgewölben und den sichtbaren Dachbalken und vermittelt eine besondere Geborgenheit, in der es plötzlich ganz leicht wird, den Alltag hinter sich zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Erholung pur! Jedes Zimmer ist einem Künstler gewidmet, in dessen Werke Sie sich bei Ihrem Aufenthalt ein wenig näher vertiefen können. lustvoll genießen Auch in der Küche findet Moderne mit Tradition zusammen. Einen kulinarischen Schwerpunkt bieten dabei die Geraser Spezialitäten rund um Karpfen und Wild. Das historische Ambiente im Schüttkasten-Restaurant macht den Genuss perfekt, denn unter dem klösterlichen Kreuzgewölbe lässt es sich besonders gemütlich beisammensitzen.

© Schüttkasten Geras

kreativ entspannen In unserer schnelllebigen, digitalisierten Welt rückt die Freude am Schaffen mit den eigenen Händen wieder stark in den Vordergrund, bietet sie uns doch einen kreativen Weg zum Ankommen im Hier und Jetzt. Die Ruhe und Kraft des Waldviertels, das ganz besondere Ambiente von Schüttkasten, Meierhof und Stift Geras nebenan schaffen perfekte Voraussetzungen für unsere renommierte Kunstakademie. Von Malerei bis Handwerk finden Sie in über hundert Kursen Gelegenheit zur künstlerischen Entfaltung und Förderung Ihrer Kreativität.

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aktiv und doch entspannt Nicht weit vom Hotel entfernt, liegt der Naturpark Geras. Angefangen mit einem Holzxylophon, Summstein und Vogelaussichtswarte am Langen Teich, kann man auch eine Vielzahl an ehemals heimischen Wildtieren beobachten. Für die sportlich Aktiven bietet der Schüttkasten selbst einen Verleih von Walkingstöcken, Fahrrädern und selbst E-Bikes zum kleinen Preis. Hiermit kann der Nationalpark Thayatal optimal erforscht werden.

www.schuettkasten-geras.at

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Die Waldviertelbahn ist wieder auf der Strecke zwischen Gmünd und Groß Gerungs beziehungsweise Gmünd und Litschau unterwegs. Neu sind

©NÖVOG/Knipserl

in dieser Saison die Erlebnishalte entlang der Strecke. Nach dem Motto „Erlebnis-BAHN-Pur“ gibt es bei diesen Halten Thementafeln zur Geschichte der Schmalspurbahn und exklusive Foto- und Besichtigungsmöglichkeiten, wie etwa das Eisenbahnmuseum im Waggon am Kulturbahnhof Litschau. Die Waldviertelbahn verkehrt von Anfang Mai bis 28. Oktober. Während den Sommermonaten, also im Juli und August, steht die Waldviertelbahn dann täglich für die Fahrgäste zur Verfügung. Einige Tipps: Dampfzug mit Oldtimern auf Straße und Schiene am 5. August 2018. Ein Fest für Liebhaber von Oldtimern. Außergewöhnliche Parallelfahrt mit Dampflok und Oldtimern. Fahrzeugparade, Doppelausfahrt mit zwei Loks in Alt Nagelberg, Bewirtung in Litschau. HIN & WEG, das ist das neue Theaterfestival vom 10. bis 19. August 2018 in Litschau am Herrensee. Das Festival bietet in 10 Tagen an die 100 Einzel-Veranstaltungen, eine davon sogar bei einer Zugfahrt. www.hinundweg.jetzt

Schmalspurfestival Waldviertelbahn Am 6. und 7. Oktober 2018 findet in Gmünd die internationale Schmalspurexpo statt. Im Kulturhaus und im Palmenhaus treffen sich Modellbahnfreunde aus ganz Europa zum Austausch. An diesem besonderen Wochenende fahren alle Fahrzeuge der Waldviertelbahn. Freuen Sie sich auf Dampflok, Diesellok und Goldenen Triebwagen, am Samstag auf der Strecke Gmünd - Groß Gerungs und am Sonntag auf der Strecke Gmünd – Litschau. www.waldviertelbahn.at

Mariazellerbahn: neues Kombiangebot mit Naturpark

Die Mariazellerbahn und der Naturpark Ötscher-Tormäuer haben gemeinsam ein umfangreiches Tagesprogramm geschnürt. Das Kombiticket unter dem Namen „Ein Tag Glück – Mit Zug und zu Fuß durch den Naturpark Ötscher-Tormäuer“ verbindet eine Fahrt im Panoramawagen 1. Klasse mit regionaler Kulinarik und einer Wanderung in Begleitung eines Naturvermittlers durch den Naturpark. Das Kombiticket steht an folgenden Samstagen zur Verfügung: 4. August, 1. September und 6. Oktober. Tickets sind Landesrat Ludwig Schleritzko und NÖVOG Geschäftsführer Gerhard Stindl präsentierten im Tourismusportal der Schneebergbahn den Rückblick auf das vergangene Jahr und den Ausblick auf die kommende Saison. Kurz gesagt: die NÖVOG blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück, das von steigenden Fahrgastzahlen geprägt war. „Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 1.098.300 Fahrgäste transportiert. In der kommenden Sommersaison haben wir wieder einige Highlights für unsere Gäste, um auch in diesem Jahr weitere Rekorde zu erzielen“, informiert der für den öffentlichen Verkehr zuständige Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko. Die Mariazellerbahn hat im vergangenen Jahr 530.000 Fahrgäste transportiert. Das ist ein Plus von 3% gegenüber 2016. Der Reblaus Express verzeichnet mit 22.000 Fahrgästen ein Plus von knapp 5%. Gleichbleibend auf hohem Niveau sind die Wachaubahn und die Waldviertelbahn mit je 29.000 Fahrgästen. „Bei der Schneebergbahn konnten wir mit 166.000 Fahrgästen das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielen“, erklärt Landesrat Schleritzko. Von 1. Juli bis 2. September ist auf der Schneebergbahn an Sonn- und Feiertagen zusätzlich zum Salamander wieder der Nostalgie-Dampfzug unterwegs. Hohe Zufriedenheit bei den Kunden Die Grundvoraussetzung für die positiven Fahrgastzahlen ist die

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im Webshop und im NÖVOG Infocenter erhältlich. Das Erlebnis beginnt bereits bei der Anreise im exklusiven Panoramawagen 1. Klasse, Start ist um 8:37 Uhr in St. Pölten. Im Zug werden die Gäste mit einem pikanten oder süßen Frühstück verwöhnt, das direkt an den Sitzplatz serviert wird. In Winterbach steigt ein Naturvermittler zu, der den Gästen Wissenswertes zur Mariazellerbahn und der Region erklärt. In Gösing beginnt die Wanderung abseits von Wandermassen durch die Hinteren Tormäuer bis zum Kraftwerk Wienerbruck. Als Stärkung zwischendurch wird eine regionale Jause geboten. Im Kraftwerk bekommen die Teilnehmer eine Exklusivführung und erhalten so Einblicke hinter die Kulissen des geschichtsträchtigen Gebäudes und der Stromproduktion. Wieder in Wienerbruck angekommen bleibt Zeit für eine Einkehr im Seegasthaus der Ötscher-Basis. Um 16:29 Uhr geht es mit der Mariazellerbahn zurück nach St. Pölten. Bis 28. Oktober sind im Naturpark täglich die Wanderzüge unterwegs. Mit der Himmelstreppe gelangen die Wanderinnen und Wanderer sicher und bequem an ihr Ziel. Die zusätzlichen Verbindungen verkürzen die Wartezeit und ermöglichen den Gästen eine flexible Planung. www.mariazellerbahn.at ©NÖVOG/Josef Bollwein

Zufriedenheit der Fahrgäste. Die auf der Mariazellerbahn und der Citybahn Waidhofen im Jahr 2017 durchgeführten Fahrgastbefragungen zeigen, dass die Zufriedenheit ungebrochen hoch ist und erneut gesteigert werden konnte. „98% der Befragten würden die Mariazellerbahn weiterempfehlen. 95% würden wieder mit der Bahn fahren. Die Zufriedenheit mit der Bahn gesamt liegt bei 1,1. Das ist innerhalb der Dienstleistungsbranche ein Rekordwert“, sagt NÖVOG Geschäftsführer Gerhard Stindl. www.noevog.at

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Lust auf Familienurlaub in der Urlaubregion Vitalwelt Bad Schallerbach? Erlebnisgarantie zwischen Piraten, Gorillas und Grubenabenteuern Als einzigartige Piratenwelt lockt Österreichs beliebtester Wasserpark „Aquapulco“ mit einem 13 Meter hohen Piratenschiff, Wasserrädern und -kanonen, fünf megacoolen Riesenrutschen, darunter die interaktive „Krake“, aufregenden Musik-, Wasserund Feuershows sowie einem 5D-Wasserkino. Komplettiert wird das Ganze durch eine Baby-Bay, wo auch die kleinsten Gäste auf ihre Kosten kommen. Und für Muttis und Papis bietet sich die direkt angeschlossene einzigartige Cabrio-Therme „Tropicana“ an, wo Relaxen und Urlaubsfeeling unter Palmen angesagt ist – und das mitten in Oberösterreich. Die Vitalwelt hat aber noch jede Menge mehr zu bieten. Wie wär’s etwa mit einem Ausflug in den nahegelegenen Zoo und Aquazoo Schmiding? Dort warten rund 2.000 Tiere – unter anderem Österreichs einzige Gorillas – auf große und kleine Besucher. Abenteuerspielplätze und ein Streichelzoo runden dieses tierische Angebot ab. Direkt neben dem Zoo lockt das gerade ein Jahr alte Evolutionsmuseum, das die Entwicklung unserer Vorfahren vor Millionen von Jahren bis hin zu Robotern und künstlicher Intelligenz zeigt. Rein in die Grube oder rauf auf den Berg? Auch die zahlreichen anderen Ausflugsziele haben wieder alle geöffnet: Im Kohlebahnhof Scheiben in Geboltskirchen gibt es eine Zeitreise der ganz besonderen Art. Mittels Fahrrad-Draisine oder Grubenlok folgen Sie hier der Spur des „Schwarzen Goldes“. Und gleich nebenan wartet der Naturerlebnisweg, der entlang

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der ehemaligen Kohletrasse bis zum Trattnach-Ursprung führt. Abenteurer sollten hingegen einen Abstecher in den Waldhochseilpark am Erlebnisberg Luisenhöhe in Haag am Hausruck wagen. Auf verschiedenen Parcours bewegen Sie sich hier in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen und Höhen. Die Natur erleben, erspüren und genießen heißt es schließlich am „Weg der Sinne“, einer ganz außergewöhnlichen Themenroute hinauf auf die Luisenhöhe. Wer er vorzieht, transportiert zu werden, setzt sich in die barrierefreie Erlebnisbergbahn. Runter ins Tal flitzen Mutige über die 750 Meter lange Sommerrodelbahn.

www.vitalwelt.at

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach 1991 erfüllte sich Peter Pichler sen. einen lang ersehnten Wunsch. Unter der fachkundigen Leitung von Ernst Rössler wurde aus alten Mühlen der Umgebung die heutige funktionstüchtige Erlebnismühle am Molzbachhof in Kirchberg am Wechsel  errichtet. Großteils konnten die Originalbestandteile verMühle © Peter Pichler wendet werden, das Mühlrad wurde von Ernst Rössler neu gebaut. Sowohl für Einheimische als auch für Gäste des zertifizierten Wander- und Genießerhotels Molzbachhof und des Vollholzzubaus Holzbach in Kirchberg am Wechsel inmitten der Wiener Alpen,  ist die Mühle ein gern besuchter Ort. Vor einem Jahr, am 29. Juni 2017 wurde nach einer Planungsphase von zwei Jahren und neun Monaten Bauzeit die Eröffnung des Vollholzhotels Holzbach, einem Zubau des renommierten Stammhauses Molzbachhof in Kirchberg am Wechsel in den Wiener Alpen gefeiert. Das Holzbach wurde nach der weltpatentierten Holz100-Bauweise von Erwin Thoma ganz ohne Nägel, Leim, Schrauben und ohne chemische Inhaltsstoffe errichtet. Die Familie Pichler will ihren Gästen die natürlichste Form des Wohnens bieten und andererseits auch den schönen Garten ins Haus holen. Dies ist mit den großen Panoramafenstern in der Lobby und in den Ruheräumen gut gelungen. Kulinarisch verwöhnt wird man im A la Carte-Gourmetrestaurant Gaumenkitzel. Vollholzhotel Holzbach****/Hotel Molzbachhof***S Peter Pichler | Tratten 36 | 2880 Kirchberg am Wechsel Tel. +43/676/942 82 76 | office@molzbachhof.at www.molzbachhof.at

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HÖHENRAUSCH 2018 - Das andere Ufer Das ungewöhnliche Ausstellungsformat über den Dächern von Linz ist immer einen Ausflug wert. Unter dem Motto „Das andere Ufer“ stehen heuer die vielfältigen Dimensionen des Wassers im Mittelpunkt. © www.ottosaxinger.at Über den Dächern der Stadt schwebt ein „fliegendes Schiff“, eine übergroße Menschenfigur aus alten Holzbooten schaut auf die Stadt und das Parkdeck der raiffeisen kunst garage wird zum „Containerhafen“ mit entspannender Gastronomie, dazu ein ausgedehnter Springbrunnen aus Röhren, Leitungen und Düsen. Mit seinen abenteuerlichen Wegen, Brücken und Treppen, den verschiedenen Kunsträumen, Dachböden und der weiten Dachlandschaft über Linz bildet der HÖHENRAUSCH den passenden Rahmen für ein außergewöhnliches Kunsterlebnis. Mehr als 40 internationale KünstlerInnen widmen sich heuer dem Thema „Wasser“ und seinen widersprüchlichen Bedeutungsformen: als Raum des Aufbruchs, des Scheiterns, des Austausches, der Überwindung von Grenzen und der Utopie. Die bewährte Mischung aus Kunst und Erlebnis macht den HÖHENRAUSCH besonders attraktiv für Familien. Spiel- und Workshop-Zonen ergänzen das Angebot und laden Groß und Klein zum Mitmachen ein. HÖHENRAUSCH 2018 - Das andere Ufer Im OÖ Kulturquartier, OK Platz 1, Linz bis 14. Oktober 2018, täglich 10.00 bis 20.30 Uhr

Info und Führungsanfragen: Tel.: 0043-(0)732-784178 | info@ooekulturquartier.at

www.hoehenrausch.at

Vino Versum Poysdorf Das Vino Versum ist die touristische Plattform der Weinstadt Poysdorf und bietet eine Fülle an Erlebnissen und Besichtigungstouren: Besuchen Sie die WEIN+TRAUBEN Welt als eines der NÖ Top Ausflugsziele. Die Traubenhalle, das barocke Bürgerspital und das idyllische Freigelände mit Weingarten, Presshäusern und Weinkellern geben Einblicke in die Weinwirtschaft. Entdecken Sie unsere malerischen Kellergassen mittels einer Kellergassenführung. Bei dieser Tour durch die „Dörfer ohne Rauchfang“ erfahren Sie die eine oder andere Geschichte über die sogenannten Köllamauna. Erleben Sie die Weingärten und Sehenswürdigkeiten Poysdorfs bei einer gemütlichen Traktorrundfahrt und einer Kostprobe des hervorragenden Grünen Veltliners Weinviertel DAC. Heuer neu: auf die Räder, fertig, los! Hochwertige E-Bikes und Cross-Bikes warten auf Pedalritter. Das radWERK-W4 hat täglich geöffnet und bietet gemeinsam mit dem Vino Versum Poysdorf begleitete Radtouren durch die Kel-

lergassen und Weinberge an. Mit den E-Bikes können Gäste Tagestouren von bis zu 100 km gemütlich bewältigen. Bienenweg Auf Schautafeln erfahren Honigfans und Bienenfreunde alles rund um dieses für Menschen so wichtige Insekt. Highlight des Bienenweges ist ein Schau-Bienenstock, wo man den Bienenflug durch ein altes Weinviertler Kastenfenster betrachten kann. Weitere Angebote: Kunst im Weingut, Schlumberger Sektwelt, Oldtimer Museum, uvm. Brünner Straße 28 2170 Poysdorf

www.vinoversum.at Ausgabe 2/18

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© Institut AllergoSan

Eine Reiseversicherung für den Darm a Das Ökosystem in unserem Darm ist sehr komplex. Gerade auf Reisen wird es stark beansprucht. Wir sprachen darüber mit Frau Mag. Anita Frauwallner, Gründerin und Leiterin des Instituts AllergoSan.

OMNi-BiOTiC® wieder Nr. 1 OTC-Marke des Jahres Das Institut AllergoSan wurde aktuell mehrfach in Österreich und Deutschland ausgezeichnet: Das Grazer Familienunternehmen überzeugte beim inspirato Pharma Marketing Award (18. Juni 2018) mit seiner mehrfach prämierten Erfolgsmarke OMNi-BiOTiC® die Jury und sicherte sich in der Kategorie „OTC-Marke des Jahres“ zum zweiten Mal in Folge den Sieg. Dazu gewann das Institut AllergoSan in der Kategorie „OTC-Unternehmen des Jahres“ den zweiten Platz. Damit nicht genug: Bei der zeitgleich ausgetragenen IQVIA Awards-Verleihung in Wien erreichte das Institut AllergoSan ebenfalls eine Top-Platzierung. Ein deutlicher Beleg für die zunehmende Bedeutung medizinisch relevanter und indikationsspezifischer Synbiotika. Award mit viel Strahlkraft Die Auszeichnung ist zugleich ein Beleg, dass die Erforschung und Produktion von medizinisch relevanten, indikationsspezifischen Synbiotika eine immer wichtigere Rolle spielt. „Das Ökosystem in unserem Darm ist so vielschichtig und komplex, dass wir für unterschiedliche Krankheitsbilder auch unterschiedliche Lösungen brauchen. Mit unserer Forschungsarbeit setzen wir neue Standards im Bereich der Mikrobiomforschung und -produktentwicklung“, sagt Mag. Anita Frauwallner, Gründerin und Leiterin des Instituts AllergoSan. Das Geheimnis hinter dem Erfolg von OMNi-BiOTiC®: die Passion Produkte zu entwickeln, die neue Maßstäbe in der Qualität setzen und die zudem nicht nur Symptome behandeln, sondern den Ursachen auf den Grund gehen. So entstehen jene Synbiotika, die eine spürbare Wirkung für den Anwender haben und dadurch Begeisterung auch beim Behandler auslösen.

Seit dem Jahr 1991 beschäftigt sich das Institut AllergoSan mit der wissenschaftlichen Erforschung unserer Darmbakterien. Wie ist es dazu gekommen? Die Erforschung des Mikrobioms begleitet mich schon mein halbes Leben lang. Das hat vor allem einen persönlichen Grund, denn mein Mann ist vor vielen Jahren an einer Colitis ulcerosa erkrankt und letztendlich an einem daraus resultierenden Darmkrebs verstorben. Kein Einzelfall, denn alleine in Österreich leiden mehr als 80.000 Menschen an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), wie der Colitis ulcerosa. Das war für mich vor über 25 Jahren der Anlass, mich intensiv mit dem Darm und vor allem mit den dort so aktiv für unsere Gesundheit arbeitenden Darmbakterien zu beschäftigen. Mittlerweile haben Sie sich zu einem international angesehenen Unternehmen entwickelt. Was zeichnet das Institut AllergoSan und seine Produkte aus? Mit unserer wissenschaftlichen Arbeit setzen wir neue Standards im Bereich der Mikrobiomforschung und -produktentwicklung. Mein Weg war immer der, zu sagen: „Ich will ganz genau, wissenschaftlich fundiert, wissen, was dahinter steckt!“ Das führt dann zu hochqualitativen Studien, die international unter den Fachleuten für Aufsehen sorgen und es führt zu begeisterten Anwendern, da diese rasch erkennen, dass es Ihnen in kurzer Zeit spürbar besser geht! Der Darm steht bei Ihren Forschungen im Mittelpunkt, die Produktpalette wird laufend erweitert. Nimmt der Darm immer mehr Einfluss auf unsere Gesundheit? Ja, ganz eindeutig, der Darm ist die zentrale Schaltstelle, von der aus Wohlbefinden oder Krankheit gesteuert werden. Die Darmflora beeinflusst den überwiegenden Teil der Abläufe in unserem Körper und spielt damit eine zentrale Rolle für unsere physische und auch unsere psychische Gesundheit. Unsere Nahrung wird durch unsere Darmbakterien erst verwertbar gemacht, Krankheitserreger werden abgewehrt, Vitamine und Hormone produziert, aber vor allem werden die Transporter, also Blut, Lymphe und Nervenleitbahnen vor schädlichen Stoffen geschützt, die sonst ungehindert in den gesamten Organismus – sogar bis ins Gehirn – vordringen und dort erheblichen Schaden anrichten können. Unsere Zusammenarbeit mit international anerkannten Universitätskliniken führt uns zu bahnbrechenden Erkenntnissen über die Auswirkungen unserer wichtigen Helfer im Darm auf die Gesundheit des Menschen. Das ermöglicht es uns Probiotika zu entwickeln, die auf die Gesundheitsbedürfnisse unserer heutigen Gesellschaft zugeschnitten sind, und die Medizin des 21. Jahrhunderts nachhaltig prägen werden. Wir befinden uns mitten in der Urlaubszeit, daher steigt auch die Nachfrage nach dem Produkt OMNi-BiOTiC® REISE? Was hat es damit auf sich? Viele Urlauber kennen das Problem: Kaum am Reiseziel angekommen und die erste Mahlzeit eingenommen, schon verbringt man die nächsten wohlverdienten Urlaubstage auf der Toilette, statt auf der gemütlichen Sonnenliege am Strand. Aber nicht nur das exotische Essen kann zum Rumoren im Bauch beitragen, auch dem veränderten Tagesrhythmus kann das Grummeln im Darm geschuldet sein. OMNi-BiOTiC® REISE ist ein spezielles Multispezies-Probiotikum, das entwickelt wurde, um genau dem entgegenzuwirken – sozusagen eine echte Darm-Reiseversicherung.

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Auffallend ist, dass es im Sommerurlaub immer wieder zu Magen-Darm-Problemen kommt… Neben dem Stress des Kofferpackens und der vermehrten Reisetätigkeit liegt das daran, dass wir im Ausland häufig mit fremden Keimen konfrontiert werden, die sich bei höheren Temperaturen in Fleisch, Fisch und vor allem im Wasser raschest vermehren und uns in Folge an die Toilette fesseln. Dies kann oft gar nicht sonderlich schlimm sein, weil die häufigsten Durchfallerreger, nämlich alle ETEC Stämme, nur unangenehm sind, aber sich die Keime sich mit dem Durchfall selbst ausscheiden - ist eine Infektion mit Salmonellen, Shigellen und Campylobacter sehr viel problematischer. Diese Krankheitserreger lösen ganz ähnliche Beschwerden aus, allerdings bohren sie sich in die Darmschleimhaut und überleben dort. Wenn das eigene Immunsystem dann einmal stressbedingt schwächelt werden sie sofort wieder aktiv und lösen erneut Bauchkrämpfe und Durchfall aus. Je häufiger dies der Fall ist, umso kränker wird man. Zuerst fühlt es sich vielleicht nur wie ein irritierter Darm an, doch bei gar nicht wenigen endet solch eine „Reisebekanntschaft“ in schweren chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Man mag nun vielleicht denken, dass solche Keime nur in fernen Ländern wie Ägypten und Mexiko auftreten – so weit muss die Reise aber gar nicht gehen. Schon in den meisten oberitalienischen Seen ist eine Infektion mit CampylobacterBakterien möglich und auch in vielen europäischen Ländern können Salmonellenepidemien auftreten. Daher sollte man sich und seinen Darm schon vor dem Antritt jeder Reise vorbereiten. Wie können wir solchen „Verstimmungen“ im Magen und Darm vorbeugen? Damit es gar nicht erst zu solchen Beschwerden kommt, sollte man schon zuhause vorsorgen und den Darm auf die geänderten Bedingungen vorbereiten: Besonders empfehlenswert sind hier Probiotika – vor allem solche, die speziell für Reisen entwickelt wurden. Eine gesunde und vielseitige Darmflora kann sich nämlich sehr viel besser gegen fremde Eindringlinge zur Wehr setzen und verdrängt schlechte Keime aus dem Körper bevor der Schaden entsteht. Am besten beginnt man schon 1 Woche vor dem Reiseantritt mit der Einnahme eines Multispezies-Probioti-

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kums, wie zum Beispiel OMNi-BiOTiC® REISE. Außerdem sollten während des Urlaubs ein paar Regeln beachtet werden, die das Risiko einer Infektion schmälern: Trinken Sie kein Wasser aus der Leitung, sondern nur aus original verschlossenen Flaschen. Wenn kein „Plopp“ beim Öffnen zu hören ist, geben Sie die Flasche zurück. Absolutes No-Go sind außerdem Eiswürfel, rohes Fleisch und roher Fisch. Selbst der Leitspruch „Cook it, peel it or leave it (kochen Sie Ihr Essen – schälen Sie es – oder lassen Sie es bleiben!)“ schützt nicht wirklich! Einzig ein gesunder Darm kann verhindern, dass sich jene Keime einnisten, die Sie garantiert nicht als Feinde im eigenen Bauch haben wollen. Und wenn es doch einmal passiert ist… Wenn man trotz dem Einhalten der „goldenen Regeln“ dem Durchfall erliegt, muss unbedingt darauf geachtet werden, neben dem Flüssigkeitsverlust auch die verlorenen Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium wieder auszugleichen. Das Gerücht, dass Salzstangerl und Cola in einem solchen Fall Abhilfe schaffen, ist ein Irrglaube. Lieber auf entsprechende Elektrolytgetränke aus der Apotheke zurückgreifen, die sollten ohnehin Teil der Reiseapotheke sein. Mit ins Gepäck gehören auf jeden Fall auch entsprechende speziell für Reisediarrhoe entwickelte Präparate, z.B. Probiotika, die man am besten in der Apotheke besorgt. Wenn es sich um eine Magenverstimmung handelt, helfen beruhigende Tees (z.B. Pfefferminze), oder auch Caricol®-Gastro, eine bewährte Kombination aus Bio-Papaya und Bio-Hafer, das man bei gastritischen Magenschmerzen und Sodbrennen gezielt einsetzen kann. Abschließend, wie und wo verbringen Sie Ihren Sommerurlaub? Ich habe meinen Sommerurlaub in diesem Jahr schon vorgezogen und mir einen lang ersehnten Traum erfüllt: Unter der gleißenden Sonne Afrikas wurde ich Teil der unendlichen Weite und Stille von Namib, der ältesten Wüste der Welt. Einfach atemberaubend. Und natürlich mit dabei: Eine Packung OMNi-BiOTiC® REISE (lacht)!

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Erlebnis voestalpine Stahlwelt Das Abenteuer kann beginnen!

In der Welt des Stahls hat Langeweile keine Chance: Die voestalpine Stahlwelt bietet spannende Familienführungen für große und kleine Entdecker, Werkstour inklusive. Jeder von uns wird tagtäglich vom Werkstoff Stahl begleitet, doch wo kommt Stahl eigentlich her? Wie wird er hergestellt? In welchen Produkten findet man Stahl der voestalpine? Diese und viele weitere Fragen werden in der voestalpine Stahlwelt beantwortet. Wagen Sie einen Blick hinter die Kulissen des größten Industriestandortes Österreichs! Ein erfahrener Guide wird Sie durch die Erlebniswelt führen und Ihren Ausflug zu etwas ganz Besonderem machen. Auf fünf Ebenen überrascht die Architektur insbesondere durch den Wechsel von unterschiedlichen räumlichen Eindrücken und eröffnet eine vielfältige Erlebniswelt.

Bilder © Stahlwelt

Begreifen Sie Stahl im wahrsten Sinne des Wortes. Sie können eigenhändig verschiedene Stahlsorten mischen, den vielschichtigen Aufbau einer Hochofenwand betrachten und u. a. das Gehäuse eines Raketentriebwerks, den Kotflügel eines Autos oder ein Stück einer Erdgas-Pipeline besichtigen. In den Ferien und jeden ersten Samstag im Monat finden in der voestalpine Stahlwelt spezielle Führungen für Familienmit Kindern zwischen 6 und 15 Jahren statt. Das Programm wird speziell auf das Alter der jungen Entdecker abgestimmt. WORKSHOP #STAHL ERFORSCHEN Schienen, Autos, Brücken, Essbesteck, Maschinen – die Liste ist endlos! Aber was macht den Werkstoff Stahl, aus dem all diese Dinge hergestellt sind so besonders, dass er aus unserem Leben nicht wegzudenken ist? Im Experimentedeck der voestalpine Stahlwelt machen sich Jungforscher und Jungforscherinnen auf Entdeckungsreise in die Welt der Forschung und Technik. Sie schlüpfen dabei in die Rolle von voestalpine-Forschern und können Experimente rund um die Stahlerzeugung und -verarbeitung durchführen. Spielerisch und unter Anleitung eines ausgebildeten voestalpine Stahlwelt-Guides erfahren die Stahlburschen und

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Erzengerl was ein „Crashtest“ ist, warum Stahl vor Korrosion geschützt werden muss, was passiert, wenn man es nicht tut, warum es so viele verschiedene Stahlsorten gibt, wo sie eingesetzt werden und noch vieles mehr. An verschiedenen Versuchsstationen können die Forscher der Zukunft selber Hand anlegen und so in die Welt der voestalpine eintauchen. WORKSHOP #SMART COMIC Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jugendliche Comickünstler gestalten beim Workshop #Smart comic ihren eigenen digitalen Comicstrip am Tablet – frei nach dem Motto „Clever und Smart“. Ab 10-15 J.

AMILIENFÜHRUNGEN: Programm: Kindgerechte Führung in der voestalpine Stahlwelt, Werkstour Preise: Kinder bis 15 Jahre: € 6,–/Person Erwachsene: € 12,–/Person Anmeldung: 050304 15 – 8900 oder www.voestalpine.com/stahlwelt 9. Juli 2018 – 8. September 2018 (Mo-Sa, ausgenommen Mi, 15.8.2018) Familienführung mit Werkstour Mo bis Sa 14:30-17:00 Uhr Workshop # Stahl erforschen Donnerstag 14:30-16:00 Uhr Workshop # Smart Comic Freitag 14:30-16:00 Uhr Individualführung mit Werkstour für Erwachsene Dienstag, Donnerstag, Samstag 11:30-14:30 Uhr

voestalpine Stahlwelt GmbH voestalpine-Straße 4 | 4020 Linz Besucherhotline: 050304 15–8900 Öffnungszeiten: Montag–Samstag 9–17 Uhr www.voestalpine.com/stahlwelt

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Kultursommer in Bratislava Der Kultursommer und die neue Saison 2018/2019 in Bratislava bieten ein breites Spektrum kultureller Highlights an und begeistern das Publikum aus Nah und Fern. Das Angebot umfasst alle Bereiche der Kultur und beinhaltet neben etablierten bekannten Musikfestivals zahlreiche weitere Veranstaltungen. Der Kultursommer ermöglicht kulturelle Ausdrucksformen und garantiert Abwechslung und Vielfalt. In den Straßen Bratislavas finden Sie von Juni bis September wieder tolle Musik, Konzerte, Tanz, sowie Bühnenauftritten und verschiedene Workshops. Bratislavas Bewohner, sowie die Touristen unserer Hauptstadt erwartet ein interessantes Programmangebot in den Straßen der Stadt, in Parks, in Innenhöfen, am DonauFlussufer, aber auch in den einzelnen Stadteilen. Der Entstehungszeitpunkt des längsten Stadtfestivals geht zum Jahr 1976 zurück. Das Viva Musica! Festival ist schon zum 14. Jahr in Folge ein Bestandteil des Sommers in Bratislava. Während seiner bisherigen Existenz bot das Festival insgesamt 285 Konzerte an, auf welchen mehr als 350 Solisten, Musikgruppen und Orchester aus dem In- und Ausland auftraten. Die Festivalkonzerte wurden bis jetzt von mehr als 135.000 Zuschauern besucht. Neben den vielfältigen Angeboten exklusiver Musikveranstaltungen im Rahmen der Hauptkonzertserie, bringt das Festival auch diesen Sommer qualitätsvolle Kunst in die Öffentlichkeitsbereiche, womit es Viva Musica! gelingt, die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit, sowie der Touristen in Bratislava erfolgreich an sich zu ziehen. Im Jahr 2018 findet das Festival vom 6. Juli bis zum 25. August an verschieden Orten Bratislavas statt. www.vivamusica.sk Anlässlich des bevorstehenden 100-jährigen Jubiläums des Slowakischen Nationaltheaters wird eine Vielzahl an Aktivitäten

© vivamusica M. Samuelsen foto zh 08

schon in der nächsten Saison angeboten. Die folgende Theatersaison wird zum 100. Jahrestag der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik am 7. September 2018 im Neuen Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters mit einem Galakonzert eröffnet, in welchem symbolisch zwei Akten von zwei Nationalopern „Libuša“ von Bedřich Smetana und  „Svätopluk“ von Eugen Suchoň erklingen werden. Es werden SolistInnen Jolana Fogašová, Adriana Kohútková, Katarína Juhásová, Peter Mikuláš, Pavol Remenár, Tomáš Juhás, Ľudovít Ludha, uva. Auftreten. www.snd.sk Nähere Informationen über den Kultursommer und die Burgfestspiele 2018 finden Sie unter www.bkis.sk und auf der FacebookSeite www.fb.com/VaseBKIS/

Erleben Sie 364 Tage Kultur auf Schloss Hof! © SKB/Harald Boehm

Unweit von Wien entfernt vereinen sich im Marchfeld eine prächtige Gartenanlage, prunkvolle Schlossräumlichkeiten und ein intakter Gutshof mit rund 200 entzückenden Tieren zu einem barocken Gesamtensemble. Ganzjährig wird den Besuchern ein buntes Potpourri an Angeboten geboten. Von Workshops, über Führungen bis hin zu zahlreichen Veranstaltungen ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. Eines der architektonischen Highlights ist die Große Kaskade: Die Brunnenanlage wurde originalgetreu rekonstruiert und erstrahlt wieder in neuem Glanz, wie zu Zeiten Prinz Eugens von Savoyen.

© SKB/Astrid Knie

Nicht versäumen sollten die Besucher die Sonderausstellung „Warum isst die Welt, wie sie isst?“, welche auf Schloss Hof und im nahegelegenen Schloss Niederweiden bis 18. November zu sehen ist. Tipp: Fragen Sie nach dem günstigen Kombiticket für Schloss Hof und Schloss Niederweiden!

Kommende Veranstaltungs-Highlights auf Schloss Hof Großer Ferienspaß: 4.8.-2.9. Pferdefest:1.-2.9. Kunst-Handwerksfest: 15.-16.9. Drachensteigfest: 29.-30.9. Herbstfest: 13.-14.10. Kontakt: Schloss Hof | 2294 Schloßhof 1 | Tel. 0228520 000 office@schlosshof.at | www.schlosshof.at Adresse: Schloss Niederweiden: 2292 Engelhartstetten, Niederweiden 1 Anfahrt: Von Wien und Bratislava aus erreichen Sie Schloss Hof und Schloss Niederweiden bequem mit dem Zug. Bis Bahnhof Marchegg fahren und von dort aus in den gratis Busshuttle Richtung Schloss Hof und Schloss Niederweiden einsteigen oder ein nextbike nehmen!

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KULTUR

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„Don Juan auf Sommerfrische“ in der Kellergasse Kellergassen sind ein einmaliges Kulturgut, das früher mit arbeitsreichem Leben erfüllt war. Diese in Europa einzigartige Besonderheit der Kellergassen ruft nach Belebung und Befruchtung. Seit 2012 spielt die „Kellergassen Compagnie“ unter der künstlerischen Leitung von Luzia Nistler qualitätsvolle Komödien. Dabei sind die Kellergassen am Wagram Kulisse und inhaltlicher Mittelpunkt für unterhaltsame Theaterproduktionen. Mit weitsichtigem Blick auf die Entwicklung der Region Wagram wurde der Verein „Kellergassen Compagnie“ gegründet. Das langfristige Ziel: die malerischen, teilweise renovierten Kellergassen durch hochwertige kulturelle Unterhaltung zu beleben und damit indirekt für ihre Instandhaltung zu sorgen. Gespielt wird auf einfachen Bühnenbrettern, mitten in der Natur. Das macht das Theater so identisch. Das lieben die Gäste. Die ortsansässige Gastronomie, Winzer, Beherbergungsbetriebe, Chöre und Künstler sind mit eingebunden. Drei Stunden vor den Vorstellungen kann das Publikum Weine kosten und regionale Schmankerl genießen.

© Kellergassencompagnie

2018: „Don Juan auf Sommerfrische“ Juan Garcia Gonzalez Rodriguez Fernández Lopéz aus dem Stammhause Sanchéz Diaz Peréz Hernández Martin, genannt Don Juan hat sich auf Anraten seines treuen Dieners Leopold, genannt Leporello, eine Sommerresidenz in einsamer Landgegend gemietet, um zur Ruhe zu kommen und sich zu finden. Doch daraus wird nix: Im Nu ist der von Eroberungsdrang Besessene mittendrin in neuen Liebeshändeln. Umgirrte Spröde, scheints harmlose Landschönheiten, beleidigte Rivalen und auch ein fuchsteufelswilderboster Vater prallen aufeinander. Die Leidenschaften toben, alles spitzt sich zu als Blut fließt, sich ein Detektiv einschaltet und auch noch Juans Vergangenheit in Gestalt einer verlassenen Verflossenen auf der Spielfläche erscheint. Rache und Vergeltung werden eingeklagt, sogar das Jenseits langt nach dem üblen Verführer! Freuen Sie sich auf Poesie, Liebesmagie und jede Menge komödiantischer Verwicklungen.   Im Jahr 2018 spielen wir bei 9 Freiluft-Aufführungen in der Kellergasse Großwiesendorf in der Marktgemeinde Großweikersdorf bei Schlechtwetter in der „Halle Gregshammer“  in Großwiesendorf Spieltermine: 27. Juli bis 14. August 2018 | kellergassencompagnie.at

FESTSPIELE STOCKERAU 2018 „VIEL LÄRM UM NICHTS“ von William Shakespeare 26. 6. –4. 8. 2018 Fake News, Dirty-Campaigning und Sexskandale wirbeln durch das Stück. Halbwahrheiten, Gerüchte und Intrigen in der High Society, nichtige Machtspiele und nichtswürdige Liebeshändel versetzen die Gesellschaft in Aufregung.

© Festspiele Stockerau/Lalo Jodlbauer

Die Handlung spielt in Messina. Draußen herrscht Krieg. Claudio und Benedikt kehren aus der Schlacht zurück, in der sie gemeinsam mit Don Pedro, Prinz von Arragon, und dessen eifersüchtigem Stiefbruder Don Juan erfolgreich gekämpft haben. Leonata, Gouverneurin von Messina, lädt die vom Kampf aufgeladenen Männer zur Erholung in ihren Palast ein, wo sie gemeinsam mit Tochter Hero und Nichte Beatrice in einer mächtigen Frauenwelt lebt. Shakespeare, Meister komödiantischer Verwicklungen und Ausleuchter menschlicher Abgründe, hat mit „VIEL LÄRM UM NICHTS“ein Stück gebaut, das trotz all seiner Tragödien eine umwerfende Komödie bleibt!DasLachen und die Liebe triumphieren. Wie dauerhaft, sei dahingestellt… Das Stück kommt in der „Stockerauer Fassung“ von Karl Ferdinand Kratzl und Zeno Stanek zu Aufführung.

www.festspiele-stockerau.at Ausgabe 2/18

KULTUR

„Sterben ist nicht schlimm“ (Bonnie) BONNIE & CLYDE, Bühne Baden Österreichische Erstaufführung Premiere: 28. Juli 2018, 19.30 Uhr, Stadttheater „Bonnie & Clyde sind zwei junge Menschen, die durch die Umstände, in denen sie groß geworden sind (das Amerika der Großen Depression), zu dem wurden, was sie sind: zwei Kriminelle, die sich einfach nehmen, was sie wollen. Sie leben, als ob es kein Morgen gäbe.“ So sieht Regisseur und Choreograph Leonard Prinsloo die Geschichte dieses Musicals. „Deshalb ist für mich auch die Zeile aus Bonnies Lied – „Sterben ist nicht schlimm“ – das Grundmotiv von BONNIE & CLYDE.“

© Lukas Beck

Michael Lakner, dem Künstlerischen Leiter der Bühne Baden, ist es gelungen, dieses Erfolgsmusical vom Broadway als österreichische Erstaufführung nach Baden zu holen. Für die Inszenierung ist Hausregisseur Leonard Prinsloo verantwortlich, die musikalische Leitung hat Michael Zehetner über. In den Hauptrollen spielen Shootingstar Dorina Garuci und Publikumsliebling Mark Seibert.

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Fundamente der Demokratie: Architektur in Österreich – Neu gesehen Die Ausstellung „Fundamente der Demokratie“ markiert das zwanzigjährige Jubiläum der Reihe „Architektur im Ringturm“ des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. Im Juni 1998 wurde in dem von Boris Podrecca gestalteten Ausstellungszentrum im Ringturm die erste „Architektur im Ringturm“-Ausstellung eröffnet. Die aktuelle Schau steht ganz im Zeichen des Gedenkjahres 2018 und „100 Jahre Republik Österreich“ und widmet sich der gesellschaftspolitischen Rolle von Architektur im vergangenen Jahrhundert. Grundsätzliche Themen – von den baulichen „Motoren des Wandels“ des Landes bis hin zur Leistung der Architektur als soziales Projekt im gesellschaftlichen Kontext, damals und heute – werden erörtert. Im Fokus steht der Beitrag der Architektur zum Wandel der Gesellschaft von der historisch überholten Form hin zur modernen Republik. Die Entwicklung neuer Gebäudetypen, vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales hat die Öffentlichkeit mitgeprägt, die aktiv an der Entwicklung der neuen Staatsform beteiligt war. Die Ausstellung ist eine Hommage an neun Wiener Bauten, die mit den politischen sowie kulturellen Reformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders verbunden waren. Neun Projekte aus den ersten Jahren der jungen Demokratie bzw. davor – 1900 bis 1930 – eröffnen einen faszinierenden Blick auf die architektonische Entwicklung Österreichs in dieser Umbruchphase. Darauf aufbauend illustrieren 100 – bis in die Gegenwart reichende – Beispiele eindrucksvoll die Architekturgeschichte unserer Republik. Zu diesen ausgewählten Wiener Bauten, die als räumliche Organisationsformen ebenso wie als Materialisierung eine bedeutende Rolle für die gesellschaftliche Emanzipation einnahmen, zählen das legendäre Arbeiterheim in Wien-Favoriten, die Wiener Urania, das Druck- und Verlagshaus Vorwärts an der Wienzeile, die Heilig-Geist-Kirche in Ottakring, die Schule der Eugenie Schwarzwald, der visionäre kleine Wohnhof Rauchfangkehrergasse in Sechshaus, die Raumbühne von Friedrich Kiesler im Konzerthaus, der Kindergarten im Goethehof und das große Kongressbad in Sandleiten. 27. Juni bis 14. September 2018 | EINTRITT FREI Kuratoren: Otto Kapfinger & Adolph Stiller Ausstellungszentrum im Ringturm (Schottenring 30 / 1010 Wien)

© Wien Museum

Raum für Volksbildung – Wiener Urania Die Wiener Volkshochschulen waren als Einrichtungen für Erwachsenenbildung in Europa Pioniere und schufen die größte einschlägige Organisation im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 1910 eröffnet die Urania ihr bis heute stadtbildprägendes Gebäude am Wiener Donaukanal, geplant von Max Fabiani. Die neue Bautechnik in armiertem Eisenbeton ermöglicht auch auf dem kleinen Grundstück eine komplexe Innenräumlichkeit.

Fundamente der Demokratie Architektur als soziales Organ

Neun primäre Beispiele & Themen 1900 – 1930 | Hundert und mehr Wegmarken bis 2018 Otto Kapfinger | Adolph Stiller Am Anfang stand der Wunsch der Wiener Städtischen, zum Jubiläum 1918-2018 eine Auswahl von Bauten zu zeigen, die diese 100 Jahre der Republik Österreich signifikant repräsentieren. Adolph Stiller und ich waren jedoch rasch einig darüber, dass die Republikwerdung auf Initiativen basiert, auf sozialen Bewegungen, die vor 1918 zurückreichen – politische und rechtliche Kämpfe für Reformen, für die Gleichstellung aller Bevölkerungsschichten, für den offenen Zugang zu Bildung und Kultur, für die Auflösung nicht mehr legitimer Hierarchien, für die Demokratisierung in allen Lebensbereichen. Und diese gesellschaftliche Emanzipation im Lande ist eng verbunden mit hervorragenden Bauten, die als räumliche Organisationsformen, als Schauplätze und Vektoren dieser Entwicklung bedeutende Rollen spielen. So steht das legendäre Arbeiterheim Wien/Favoriten (1901-02/ 1912) als Angelpunkt am Beginn der neun ausgewählten Leibauten, als baulicher Fokus des beginnenden Wandels - gefolgt von der Wiener Urania (1908), welche europaweit einmalige Verve der Wiener Volksbildung, stark auch von bürgerlichen Schichten getragen, dokumentiert – gefolgt von dem Druck- und Verlagshaus Vorwärts an der Wienzeile (1910), das der massenmedialen Aufklärung und Sprachgebung für die Unterprivilegierten einerseits wie der Kritik und Kontrolle der Mächtigen andererseits Instrument und Sprachrohr war – gefolgt von der Hl.-Geist-Kirche in Ottakring (1912), einem exzellenten, wiewohl Fragment gebliebenen Zeugnis der kirchlichen, der christlich-sozialen Reform „von unten“ – gefolgt von der Schule der Eugenie Schwarzwald in der Herrengasse (1913), welche die Selbstermächtigung, die Bildungs- und Berufschancen von Mädchen und Frauen avantgardistisch vorantrieb und ein geistiges, altruistisch in die Zukunft gerichtetes Netzwerk über Lager und Ideologien hinweg für eine Zeitspanne knüpfen konnte.

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KULTUR

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Neue Pädagogik – Montessori-Kindergarten Goethehof In den ab 1919 neu organisierten bzw. neu errichteten ganztägigen städtischen Kindergärten finden Konzepte wie die Montessori-Methode zunehmend Eingang. Das hierfür konsequenteste Beispiel ist der von Hedwig Schwarz in den Jahren 1930 bis 1932 mit Franz Singer und Friedl Dicker im Goethehof eingerichtete Kindergarten. Bereits 1934 sollte er zerstört werden, ehe er 1938 vollständig vernichtet wird.

Diesen fünf Vorkriegs-Stationen folgen vier Beispiele aus den 1920er Jahren – und da bewusst nicht der inzwischen emblematische Karl-Marx-Hof in Heiligenstadt, sondern der ganz anders „von innen heraus“ konzipierte, visionäre kleine Wohnhof von Anton Brenner in Sechshaus (1924) – dann die großartige, temporäre Setzung der Raumbühne von Friedrich Kiesler im Konzerthaus zur „Internationalen Theater- und Musikausstellung 1924“ – gefolgt von der singulären Ausformung aller von Maria Montessori für das „selbsttätige Lernen im frühen Kindesalter“ propagierten Elemente im Kindergarten im Goethehof (1930) – und schließlich das große Kongressbad in Sandleiten (1928) als Raum des neuen Körperbewusstseins, aber auch als widerständige Zelle in Zeiten von Städestaat und Naziherrschaft. Die inhaltlichen Programme und Ansprüche, aus denen diese Architekturen ihre Innovation beziehen – jenseits von Stil- und Formfragen – setzen sich nach 1945 in gewandelten Szenarien fort, differenzieren sich in regional unterschiedlichen Phasen zur Gegenwart. Von den Leibauten ausgehend versuchten wir, diese Evolution anhand von je 10 Beispielen aus allen Bundesländern deutlich zu machen. Unsere selbstverständlich begrenzte Anthologie von „Wegmarken“ ist nun nicht als Kanon oder als Hitparade misszuverstehen. Die gezeigten Bauten, in textlichen Reflexionen mehrerer AutorInnen aufgefächert, sollen vielmehr den Fokus richten auf eine Haltung, die uns global und lokal akut geboten erscheint – in Zeiten von Klimawandel, wachsender Ungleichheit und Fremdenfeindlichkeit, von Entsolidarisierung und De-Demokratisierung und von egozentrisch gesteigerter Ausbeutung aller Ressourcen. Es geht um die Wiedergewinnung von sozialen, ökologischen, gemeinwohlorientierten und offenen Strukturen auf allen Ebenen. Es geht um einen Systemwandel, der mindestens so radikal ist wie jener vor über hundert Jahren von Feudalreich zur demokratischen Republik. Da von den global dominierenden Finanz- und Machtzentren wie auch von der lokalen Politik keine diesbezüglich nötigen Steuerungen zu erwarten sind, müssen mehr denn je

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KULTUR

die Zivilgesellschaft, die Eigeninitiativen in regionaler Wirtschaft, in lokaler Verwaltung und Bautätigkeit vorangehen. Wie in der „zweiten“ Aufklärung in den letzten Jahrzehnten um 1900 brauchen wir dazu eine dritte Phase der Aufklärung, der Bildungsund Erziehungsinitiative „von unten“. Aus diesem Grund sind innerhalb der neun aus den Leitbauten abgeleiteten Themen der Ausstellung die Bereiche von Erziehung, Bildung, Vermittlung, Information, Mitbestimmung, Gemeinschaftlichkeit vorherrschend und auch überlappend. In Zeiten wie diesen braucht es als Leitbilder nicht Superlative individueller Macht- und Luxusdemonstration, auch nicht die Illusion der „Heilung“ durch noch so betörende Groß-Technologien, sondern die Wende zur solidarischen, empathiefähigen Verantwortlichkeit für eine humane, nachhaltige Bewohnbarkeit der Erde – eine Wende von den Konsum- und Wachstums-Paradigmen, die uns das Sein zum Design verfestigt und pervertiert haben, zu sensibleren, wesentlichen Lebenswerten. Mehr denn je sind deshalb Beispiele wegweisend, die uns demonstrieren: Architektur ist primär ein soziales Projekt, keine Designfrage; ein Mann allein kann kein Haus bauen, doch zehn Männer und Frauen können hundert und mehr Häuser bauen; Wissen ist Macht – und nur vermehrte Kopf- und Herzens-Bildung für alle garantiert mehr Toleranz, mehr sensitive Kommunikationsfähigkeit; in der Schönheit gelungener, resonanter Handlung liegt die Ästhetik der Zukunft. Mehr denn je ist zu beachten und zu fördern: vor und mit jeder baulichen Setzung steht und entsteht ein gesellschaftliches Handlungsmuster, dessen emanzipatorische Qualität und empathische Wirkmächtigkeit in der jeweiligen Umsetzung entscheidend ist: für das funktionelle wie auch symbolische Gelingen der konkreten Baukunst. Für all das geben die ausgewählten Realisierungen wichtige Anregungen – eine inspirierende Bilanz, die Mut macht, sie mit Lust, Intelligenz und Hartnäckigkeit weiterzutreiben, auszuweiten, noch viel besser zur machen.

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MORIZ NÄHR | Gustav Klimt im Malerkittel und mit Katze | 1911 © Leopold Privatsammlung | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger

Gustav Klimt. Jahrhundertkünstler. Das Leopold Museum widmet dem „Jahrhundertkünstler“ Gustav Klimt (1862-1918), im Rahmen des Wiener Moderne-Themenjahres 2018, bis 4. November eine umfassende Ausstellung. Die Schau macht, anlässlich des 100. Todestages Klimts, dessen künstlerische Wandlung vom späten Historismus hin zum bedeutendsten Vertreter der Wiener Secession, eindrucksvoll nachvollziehbar. Zwei Jahrzehnte bevor Gustav Klimt als streitbarer Kämpfer gegen die Kunst der Gründerzeit und des Historismus im Zuge der Gründung der Secession 1897 auftrat, war er selbst Teil dieser sich auf akademische Traditionen berufenden Kulturepoche. Ein künstlerischer Paradigmenwechsel und die Ausbildung eines individuellen Stils setzten bei Klimt Mitte der 1890er-Jahre ein, als er erste Entwürfe zu den skandalträchtigen Fakultätsbildern für den Festsaal im Wiener Universitätsgebäude anfertigte. Die Künstler der Secession, die einen Bruch von konservativen Tendenzen vollzogen und den Weg für den Jugendstil ebneten, machten Klimt zu ihrem ersten Präsidenten. Mit seinem ornamental-dekorativen Stil wurde Klimt zu ihrem bedeutendsten Vertreter und einem begehrten Porträtisten der Frauen des Wiener Großbürgertums. Gleichwohl schuf er hocherotische, der Ekstase und Sinnlichkeit geschuldete, symbolistisch aufgeladene Frauendarstellungen.

wechsel und die Ausbildung seines individuellen Stils ab Mitte der 1890er-Jahre, als er erste, später skandalisierte Entwürfe zu den Fakultätsbildern für den großen Festsaal der Universität Wien anfertigte. Gustav Klimt, als Leitfigur der Wiener Secession, deren Vertreter mit den ästhetischen Konventionen brachen und den Weg für den Jugendstil ebneten, wird ebenso veranschaulicht wie Klimts rege Tätigkeit als begehrter Porträtist des wohlhabenden Wiener Großbürgertums oder seine hocherotischen, symbolistisch aufgeladenen Frauendarstellungen. Erstmals treten Tod und Leben und Die Braut in einen Dialog Im Rahmen der Ausstellung treten erstmals zwei allegorische Monumentalwerke Klimts in einen Dialog: Tod und Leben (1910/11, überarbeitet 1915/16) befindet sich seit 40 Jahren in der von Rudolf Leopold aufgebauten Kunstsammlung des gleichnamigen Museums. Die Braut (1917/18) wurde 2013 in die Sammlung der Klimt-Foundation eingebracht. Gustav Klimt setzte sich seit den Fakultätsbildern mit dem Kreislauf des Lebens und den damit einhergehenden Phasen auseinander. www.leopoldmuseum.org

Umfassende Ausstellung beleuchtet Schaffensphasen in acht Themeninseln Die Präsentation zeigt neben den Beständen des Leopold Museum und der Privatsammlung Leopold zahlreiche Werke einer neuen, dem Museum überantworteten Dauerleihgabe eines Klimt-Nachfahren, vier Gemälde und sechs Zeichnungen aus Privatbesitz, die ebenso dem Leopold Museum als Dauerleihgabe anvertraut wurden, ausgewählte nationale und internationale Leihgaben sowie erstmals einen umfangreichen Einblick in die Sammlung der Klimt-Foundation, die auch als wissenschaftlicher Kooperationspartner der Ausstellung fungiert. Die von Hans-Peter Wipplinger in Zusammenarbeit mit Sandra Tretter kuratierte Schau Gustav Klimt. Jahrhundertkünstler spannt einen Bogen von Klimts Anfängen in der Blüte der Gründerzeit und des Historismus über seinen künstlerischen Paradigmen-

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KULTUR

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Fake News“- Initiative Startschuss für künstlerische Intervention im öffentlichen Raum Am 28. Juni 2018 wurde im Mozarthaus Vienna, einem Museum der Wien Holding, der Kampagnen-Auftakt der Initiative „Fake News: Eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum“ von KULTURFORMAT und dem österreichischen bildenden Künstler Peter Baldinger in Kooperation mit dem Mozarthaus Vienna präsentiert. Dazu war das erste Plakatsujet der Kampagne in Großformat auf der Fassade des Mozarthaus Vienna in der Domgasse 5 platziert, drei weitere Bilder der Serie werden in der Folge in ganz Wien auf Litfaßsäulen zu sehen sein. Der Künstler und ehemalige Journalist Peter Baldinger versucht mit seinen Bildern die Rezeptions- und Interpretationsprozesse bei Falschnachrichten zu erforschen. Das heute präsentierte Sujet und drei weitere Bilder der Serie werden in der Folge in ganz Wien auf Litfaßsäulen zu sehen sein. Impulsgeber der Kampagne Peter Baldinger arbeitet seit 2017 an der Bildserie „Fake News“. Als ehemaliger Journalist setzt er sich bereits seit Jahren mit der digitalen Bildtechnologie und Mediengewalt auseinander. Der Begriff „Fake News“, der eine Täuschungsabsicht unterstellt, ist in den letzten zwei Jahren in die öffentliche Wahrnehmung getreten und ist mittlerweile ein wesentlicher Teil des medialen und politischen Diskurses und Alltags geworden. In seiner Kampagne geht Baldinger der Frage nach, wie Falschnachrichten aufgenommen und interpretiert werden. Seine Bilder zeigen Paare, wie wir sie aus Zeitschriften und dem Internet kennen, allerdings werden diese Bilder grob verpixelt, sodass die ProtagonistInnen, ebenso wie die Worte „Fake News“, unkenntlich werden und nur abstrakt, auf einer zweiten Bildebene, aufscheinen.

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„Fake News“ zur Zeit Mozarts Schon zur Zeit Mozarts war eine Aufklärung über Falschnachrichten von Nöten, etwa beim Phänomen der Mozart untergeschobenen Werke. Nach dem Tod des Komponisten häuften sich Fälle, in denen Werke weniger prominenter Komponisten unter dem Namen „Mozart“ verbreitet wurden, um auf diese Weise das Interesse und den Absatz zu erhöhen. Auch diesem Phänomen wird in der derzeit laufenden Sonderausstellung „Mozarts Weg in die Unsterblichkeit. Das Genie und die Nachwelt“, eine Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek im Mozarthaus Vienna, nachgegangen. In der aktuellen Kooperation des Museums mit KULTURFORMAT und dem bildenden Künstler Peter Baldinger können diese historischen Bezüge mit der aktuellen Diskussion zu „Fake News“ in Beziehung gesetzt werden. www.aufloesung.at | www.mozarthausvienna.at

Teddy Kollek. Der Wiener Bürgermeister von Jerusalem. Kaum eine andere Persönlichkeit hat Jerusalem im 20. Jahrhundert so geprägt wie er. Der aus Wien stammende Teddy Kollek (1911–2007) war von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem. Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 und der Wiedervereinigung führte er die vernachlässigte Stadt zu neuem Glanz und entwickelte sie zu Helmut Zilk und Dagmar Koller einer modernen Metropole. zu Besuch bei Teddy Kollek © Jerusalem Foundation.jpg So gründete er unter anderem das heute international herausragende Israel Museum. In den 28 Jahren seiner Amtszeit setzte er sich in Jerusalem für ein friedliches Zusammenleben seiner multireligiösen Bewohner ein. Auf Einladung des Wiener Bürgermeisters Helmut Zilk eröffnete Teddy Kollek am 18. November 1993 das Jüdisches Museum Wien. Geprägt war Kolleks Ära als Bürgermeister vor allem durch einen unerschütterlichen Glauben an eine friedliche religiöse Koexistenz. Er suchte den Kontakt zu christlichen wie zu muslimischen Würdenträgern. Gemeinsam konnten bahnbrechende Projekte realisiert werden. Dazu gehörte die Renovierung der Grabeskirche sowie etwa die Errichtung der arabischen Zentralbibliothek oder des Sheik Jarrach Spitals im östlichen Teil der Stadt. Auch auf dem Gebiet des Umweltschutzes wurde Pionierarbeit geleistet, indem Gärten angelegt und ein umfassendes Aufforstungsprogramm durchgeführt wurde. Künstler, Musiker, Filmstars – sie alle lockte Teddy Kollek nach Jerusalem und mit ihnen avancierte die Stadt zu einer pulsierenden Metropole. www.jmw.at

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KULTUR

RESANITA - Das Haus als Wirt 21.06.-07.10.18 KUNST HAUS WIEN, Garage Das Künstlerinnenduo RESANITA – Anita Fuchs und Resa Pernthaller – hat in einem eigens für das KUNST HAUS WIEN konzipierten mehrmonatigen Projekt die am Museumsgebäude angesiedelte Pflanzenwelt © RESANITA/Bildrecht 2018 analysiert, fotografisch festgehalten und in Installationen verarbeitet. Die entstandenen Arbeiten sind nun als Ausstellung mit dem Titel Das Haus als Wirt, der sich auf das Kunsthaus Wien als Organismus bezieht, in der Garage präsentiert. Das Kunsthaus Wien ist Aufenthaltsort und Schutzraum für eine Vielzahl von Pflanzenarten und liefert ausreichend Möglichkeiten ihrer Verbreitung. RESANITAs künstlerische Herangehensweise bedient sich wissenschaftlicher Erkenntnismodi, um die von Friedensreich Hundertwasser – Gründer und Gestalter des Museums – vor 26 Jahren im Innenhof, an der Fassade und auf dem Dach in sein Bauwerk integrierte Flora zu erforschen. Dabei spielt die Dokumentation mittels Fotografie, ein seit seiner Erfindung in den Dienst der Wissenschaft gestelltes Medium, eine zentrale Rolle. Resa Pernthaller und Anita Fuchs betreiben künstlerische Forschung und verstehen sich als Forscherinnen und Künstlerinnen. Viele ihrer Projekte bauen auf Synthese von Wissen auf. Für das Ausstellungsprojekt Das Haus als Wirt konnte RESANITA mehr als 260 verschiedene Pflanzenarten dokumentieren und in Zusammenarbeit mit BotanikerInnen der Universität für Bodenkultur Wien, der Universität Wien und dem Naturhistorischen Museum bestimmen. www.kunsthauswien.com

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BAHNmax 2 2018  
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