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BÄRN!MAGAZIN Die schönsten Seiten der Hauptstadt

4 | 2019

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INHALT C O V E R : Philippe Stucki (siehe Seite 28) ZUKUNFT BERN 4 5 6 8 10 12 13 14 16 19 20

Foto: Remo Eisner

EDITORIAL

Einleitung Alec von Graffenried Die Zukunft steht in den Sternen Klimaschutz: Bern schreitet zügig voran Bauen: Bahnhof Bern Medizin: Präzisionsmedizin Wirtschaft: Nachhaltigkeit Die Zukunft der Bären von Bern Smart City Kultur: Interview mit Franziska Burkhardt Kulinarik: Slow Food Bern Gestaltung + Nutzung

WEIHNACHTSZAUBER

Zuekunft BÄRN! Es ist nicht sichergestellt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, dann muss es anders werden. Dieses Zitat aus dem 18. Jahrhundert ist heute aktueller denn je. Zukunftsfragen waren nie brisanter, Veränderungen nie dringender nötig als heute. Bern ist in vielerlei Hinsicht eine innovative Stadt, in vielen Bereichen wird an einer lebenswerten Zukunft – auch für nachfolgende Generationen – geforscht und gearbeitet, einige Themen nehmen wir hier im BÄRN!Magazin auf. Der Advent ist die Zeit, in der man darüber nachdenken sollte, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen. Während die Natur auf Sparmodus geschaltet hat und unsere Bären im Winterschlaf sind, tun wir das genaue Gegenteil – Stress, Hektik und volle Terminpläne dominieren den Alltag. Entschleunigung sollte nun die Devise heissen: sich Zeit nehmen, um gemütlich über den Weihnachtsmarkt zu bummeln, um Freunde zu treffen und um diesmal wirklich mit Musse die passenden Geschenke zu finden. Die Zukunft beunruhigt uns. Die Vergangenheit hält uns fest. Darum entgeht uns oft die Gegenwart. Mit diesem letzten Zitat von Mutter Teresa wünsche ich Ihnen und mir, dass wir die kommende Adventszeit, Weihnachten und Silvester in Bern von ganzem Herzen im Hier und Jetzt geniessen können. Ich wünsche Ihnen einen stressfreien Advent, schon jetzt einen guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr! Michèle Freiburghaus

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Für ein festliches Bern Adventsagenda Berner Weihnachtsmärkte

GESELLSCHAFT 26 28 29 31

Fotoshooting ohne Fotografen Illustrator Philippe Stucki Leidenschaft für das geschriebene Wort Bern Welcome: Was läuft in Bern?

LEBENSART Shopping 32 Geschenkideen aus Bern 36 Zwischen Tradition und Zukunft 38 K76 – spezialisiert auf Kaschmir 39 Unglaublich schön Wohnen 40 Living & more: faszinierende Wohnkultur 41 Küchen: von Lichtblicken bis Goldstücke Gesundheit 42 Hirslanden 44 Passend vorsorgen gegen Grippe Culinarium 45 Bärner Rundschou 46 Schweizer Genusstage 47 Kursaal 49 Grand Casino Bern: Feiern vom Feinsten!

K U LT U R & E V E N T S

Das nächste BÄRN! Magazin erscheint am 3. März 2020

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MFK: Hemmungen – ein Duell mit mir selbst Wintermix Pauli interviewt Pauli

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Kopernikus BÄRN! intern Verlosungen

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Z U K U N F T B E R N | E I N L E I T U N G S TA D T P R Ä S I D E N T

Bärn het Zuekunft! Früher war alles besser? Nein. Ich lebe lieber im Hier und Jetzt und denke dabei auch gerne über die Zukunft nach. Manchmal lohnt es sich aber doch, in die Vergangenheit zu schauen. Besonders dann, wenn man in einer Stadt wie Bern lebt. Denn in der Stadt Bern ist in der Vergangenheit Grossartiges entstanden. Es ist zum Teil so herausragend, dass man sich noch heute daran orientieren sollte. Nehmen wir zum Beispiel die Altstadt. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist ein Juwel und gleichzeitig ein Beispiel verdichteten Bauens – also eines Konzeptes, das aktueller nicht sein könnte. In der Altstadt hat man vor Hunderten von Jahren vorgemacht, was heute noch gilt: verdichtet, durchdacht und menschenfreundlich. Und noch heute ist die Altstadt das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum unserer ganzen Region.

Alec von Graffenried, Stadtpräsident

Die momentan wichtigste Baustelle der Stadt Bern liegt allerdings nicht in der Altstadt, sondern an unseren Gemeindegrenzen. Ende 2020 wollen wir nämlich in den Gemeinden Bern, Bolligen, Bremgarten, Frauenkappelen, Kehrsatz und Ostermundigen einen Grundsatzentscheid darüber fällen, ob wir Fusionsverhandlungen aufnehmen wollen. Derzeit wird als Grundlage für diesen Entscheid eine Machbarkeitsstudie unter dem Titel «Kooperation Bern» erarbeitet. Im Winter wird diese Studie vorliegen, dann werden wir «ds Drfür und Drwider» miteinander diskutieren und gegeneinander abwägen. In diesem Projekt können wir die Weichen für die Zukunft Berns stellen. Doch die Zukunft holt uns bereits tagtäglich ein. Wir sind vernetzter denn je, die Digitalisierung revolutioniert unser Leben: Wir bezahlen Rechnungen übers Handy, koordinieren Arbeitsgruppen mit WhatsApp und kaufen online noch schnell das Abendessen ein. Unsere Gewohnheiten und Bedürfnisse verändern sich ständig. Das spiegelt sich auch in den Erwartungen der Bevölkerung: Wir wollen unsere Geschäfte direkt und einfach erledigen können, am liebsten mit ein paar wenigen Klicks. In Bern wollen wir versuchen, diesen digitalen Bedürfnissen unserer Bevölkerung nachzukommen. Idealerweise entsteht so die Chance für eine niederschwellige, unkomplizierte und angeregte Kommunikation der Bevölkerung mit Politik und Verwaltung, aber hoffentlich auch untereinander. Im Zentrum stehen dabei immer die Menschen selbst. Nur so bleibt Bern, was es immer war: eine offene, verbundene Stadt der kurzen Wege, in der alle einander kennen und miteinander können. Alec von Graffenried Stadtpräsident

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Z U K U N F T B E R N | H O R O S K O P S TA D T B E R N 2 0 2 0

Die Zukunft steht in den Sternen W I E W I R D D A S A S T R O L O G I S C H E J A H R 2 0 2 0 F Ü R D I E S TA D T B E R N ?

Foto Silvan Mahler, mahlersilvan.ch

Veränderungen künden sich an: Das hat sich bereits nach den Wahlen vom Oktober 2019 abgezeichnet. Wie und wo sich diese Veränderungen manifestieren werden, wird sich im Laufe des Jahres 2020 zeigen. Ich denke, dass es bereits im Januar zu einer ersten grossen Bewährungsprobe für die gewählten Politikerinnen und Politiker kommen wird. Saturn, der Planet der Verantwortung und der Struktur, und Pluto, der Planet der Umwälzung, stehen als wichtige Konstellation in Konjunktion. Dies bedeutet, dass der eine Schwerpunkt seine Form behalten will und der andere hingegen die Auflösung sucht.

«Es geht darum, gemeinsam etwas zu bewirken» Bereits im Zeitpunkt der Wahlen 2019 begann diese Konstellation zu wirken. Menschen, die an Altem festhalten wollen, dürften ziemlich schnell feststellen, dass ihnen dies kaum gelingen wird. Jedenfalls wird es kein ruhiges Jahr werden; Sturheit wird keinen Platz finden. Bereits im Januar dürfte es so weit kommen, dass bestehende, alte Strukturen zusammenbrechen. Es wird dann wichtig sein, dass die Leute miteinander reden und nicht gleich mit Fäusten aufeinander losgehen. Denn niemand scheint richtig nachgeben zu wollen. Das könnte dazu führen, dass man sich nicht mehr zuhört. Was im Januar 2020 beginnt, dürfte auf längere Zeit wirksam bleiben. Sogar die Grünen werden Federn lassen müssen, auch wenn Bern von einer rot-grünen Regierung geführt wird. Einzelkämpfer

werden wenig Erfolg haben, denn es geht vor allem darum, gemeinsam etwas zu bewirken.

«Klare Entscheidungen sind gefragt» Ob es 2020 in der Stadt Bern ruhig zu- und hergehen wird, wage ich zu bezweifeln. Konfliktpotenzial ist ausreichend vorhanden. In der Klimapolitik geht es wohl darum, nicht zu übertreiben und nicht missionarisch zu sein. Ich befürchte, dass ohne vernünftigen Kompromiss wenig bewirkt werden kann. Spätestens im zweiten Halbjahr wird deutlich sichtbar, was im Januar begann. Eine neue Zusammensetzung des Gemeinderats zeichnet sich ab. Sehr wahrscheinlich wird aber Ursula Wyss nicht die Einzige sein, die sich beruflich neu orientieren wird. Die Stadt Bern tut gut daran, klare Strukturen in Sachen Finanzpolitik zu schaffen. Innovation ist gefragt, und so wird es auch für Bern wegweisend sein, am richtigen Ort zu investieren. Geschäfte und grosse Firmen müssen sich überlegen, in welcher Form sie sich einbringen wollen und ob sie in der Stadt Bern bleiben wollen. Unklarheiten lassen die Sterne im Jahr 2020 nicht zu. Klare Entscheidungen sind nach wie vor gefragt. Ganz sicher ist: Die Aare wird auch 2020 durch Bern fliessen. Ich kann allerdings nicht voraussagen, ob es ein Hochwasser geben wird, denn das steht nicht in den Sternen Aber das werden wir dann wohl selbst merken.

Rosmarie Bernasconi 5


ZUKUNFT BERN | KLIMASCHUTZ

Klimaschutz: Bern schreitet zügig voran Das Klima ist in Not. Mit dem Druck der Klimabewegung ist das Thema endlich ganz oben in den politischen Agenden angekommen. Alle wollen etwas tun. Aber was macht eigentlich die Stadt Bern für den Klimaschutz? Und: Wie kann ich als Einzelner einen wertvollen Beitrag leisten? Text Peter Brand Um die erste Frage gleich vorwegzunehmen: Die Stadt Bern tut bereits einiges für das Klima – und sie will ihre Anstrengungen weiter verstärken. Mit der Energie- und Klimastrategie 2025 hat sie 2015 die Weichen für einen effizienten Klimaschutz gestellt. Im Zentrum steht der Totalumbau der städtischen Energieversorgung und der Mobilität. Alle zwei Jahre wird die Wirkung der Massnahmen überprüft. Und diese lässt sich sehen: Die Pro-Kopf-Emissionen in der Stadt Bern konnten in den letzten acht Jahren um rund eine Tonne auf fünf Tonnen CO2 reduziert werden. Die auf dem Stadtgebiet verursachten CO2-Emissionen nahmen in derselben Zeit um rund 15 Prozent ab. Und bei der Wärmeversorgung konnten die Emissionen sogar um 28 Prozent gesenkt werden.

Zusätzliche Massnahmen «Die Stadt Bern hat bereits viel erreicht», bestätigt Adrian Stiefel, Leiter des städtischen Amts für Umweltschutz. «Sie hat sich frühzei-

tig für das Klima engagiert, während andere Schweizer Städte erst jetzt reagieren.» Dennoch bleibt der Handlungsbedarf gross. Dies bestärkt die Stadt darin, den eingeschlagenen Weg noch konsequenter zu gehen. Anfang Juni bekräftigte der Gemeinderat in symbolischer Weise auf dem Berner Münsterturm seine Haltung, weitere spürbare und verbindliche Massnahmen im Kampf gegen den Klimawandel zu ergreifen. Zu diesem Zweck verabschiedete er ein entsprechendes Positionspapier sowie einen erweiterten Handlungsplan Klima.

Breite Palette Das Positionspapier unterstreicht nochmals die Notwendigkeit, die bereits definierten Zwischenziele mit voller Kraft und vollumfänglich zu erreichen. Der Handlungsplan sieht 22 Massnahmen vor, die den Weg dorthin ebnen sollen. Für jede einzelne Massnahme ist eine federführende Direktion bestimmt. Unter anderem verfolgt die Stadt folgende Ziele: • •

Beschleunigung Ausbau Fernwärme: Mit dieser Massnahme sollen die verbindlich festgelegten 70 Prozent erneuerbare Energie bei der Wärmeversorgung bis 2035 erreicht werden. Beschleunigung von Gebäudesanierungen: Die Sanierungs- rate der städtischen Gebäude soll von einem auf drei Prozent erhöht werden. Auf diese Weise lassen sich CO2-Emissionen vermeiden.

Konkrete Massnahme für den Klimaschutz: erneuerbare Energie aus den Solarstromanlagen auf dem Zentareal

Fotos Remo Eisner

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ZUKUNFT BERN | KLIMASCHUTZ

• Flugreiseverbot für die gesamte Stadtverwaltung: Flüge verbrau chen sehr viel Energie. Jeder eingesparte Flug hat daher eine grosse Wirkung. Zudem setzt die Verwaltung mit dieser Mass- nahme ein Zeichen. • Aufhebung Gratisparkplätze für die Stadtverwaltung: Das hilft, die Anzahl Pendelfahrten mit dem Privatauto zu senken und den Umsteigeeffekt auf den öffentlichen Verkehr zu fördern. • Klimaneutrale Vermögensbewirtschaftung und Vermögensan lage der Stadt Bern: Damit werden Anreize für umweltfreund liche Unternehmen geschaffen, was wiederum den Klimazielen entgegenkommt. • Lenkungsabgabe auf öffentlichen Parkplätzen sowie Reduktion von öffentlichen Parkplätzen: Mit deutlich höheren Parkgebüh- ren wird der motorisierte Individualverkehr reduziert. Zudem wird das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr gefördert. Dies wird zusätzlich unterstützt von der mittelfristig angestrebten Halbierung des Angebots an öffentlichen Parkplätzen. • Mobilitätshubs und autofreie Innenstadt: Waren sollen künftig zentral gelagert und anschliessend umweltfreundlich in die Innenstadt transportiert werden. Die Innenstadt selbst wird lang- fristig autofrei. • Verbilligung von Libero- und Generalabonnement für junge Menschen zwischen 16 und 18 Jahren: Dies schafft für diese Zielgruppe den Anreiz, auch später den öffentlichen Verkehr zu nutzen.

Stetiges Engagement Adrian Stiefel freut sich über die starke Dynamik, die in der Klimafrage entstanden ist. «Die Stimmung ist enorm wertvoll», sagt er. «Sie gibt den nötigen Druck, um etwas zu tun.» Dennoch warnt er vor kontraproduktivem und kurzfristigem Aktivismus. «Die Umsetzung von tief greifenden Massnahmen braucht immer Zeit, denn sie benötigt Infrastrukturen und verursacht Kosten.» Das gehe nicht einfach so von heute auf morgen. Nachhaltige Resultate erziele man nur mit stetigem Engagement. Zudem brauche es viele motivierte Partnerinnen und Partner im Umfeld. «Die Entwicklung in Bern ist diesbezüglich ein Vorzeigebeispiel», sagt Stiefel. «Und mit den zusätzlichen Massnahmen können wir uns noch einmal deutlich verbessern.»

Gold für Bern Im Oktober 2019 ist die Bundesstadt erneut als «Energiestadt Gold» ausgezeichnet worden. In der Bewertung nach Punkten hat Bern die höchste je in der Schweiz vergebene Bewertung erhalten. Bernerinnen und Berner können deshalb mit Stolz sagen: Wir sind Energiestadt-Meister! Das war und ist nur möglich, weil Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bevölkerung gemeinsame Ziele verfolgen. Mehr Infos unter www.bern.ch/energiestadt

NACHGEFRAGT

Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern Herr Stiefel, vor dem Hintergrund der globalen Erderwärmung kommt man sich als Einzelner mitunter etwas verloren vor. Was halten Sie dem entgegen? Das Gefühl von Hilflosigkeit oder Resignation kommt dann auf, wenn man sich fühlt, als müsse man alleine die Welt retten, während alle anderen weitermachen wie bisher. Um dieses Gefühl zu verhindern, braucht es Netzwerke und Gefässe zum Austausch und zum Teilen von Erfahrungen. In der Stadt wurden zu diesem Zweck der Umwelttag und die Klimaplattform lanciert. Ich spüre in Bern ein grosses Engagement, sei es von Privatpersonen oder Unternehmen. Eindrücklich finde ich die Jugendlichen, welche die Welt aufrütteln und die Politik dazu bringen, auf ihre Forderungen zu reagieren. Was lässt sich konkret für das Klima tun – zum Beispiel punkto Konsumverhalten? Unser Konsum hat grossen Einfluss auf die Umwelt. In der Stadt Bern fallen pro Jahr rund 600  000 Tonnen CO2Emissionen an, die direkt auf dem Stadtgebiet entstehen. Das Doppelte an Emissionen wird importiert mit im Ausland hergestellten Produkten wie Kleidern, Mobiltelefonen oder Nahrungsmitteln. Nachhaltiger Konsum heisst vor allem: bewusst hinterfragen, entscheiden und konsumieren, aber auch bewusst geniessen. Was raten Sie in Bezug auf die Mobilität? Die Flugreisen haben in der Schweiz zwischen 2010 und 2015 um 43 Prozent zugenommen. Die Schädlichkeit des Fliegens wird oft unterschätzt. Mit einem Flug nach Dubai und einem nach San Francisco verdoppelt man seinen jährlichen CO2-Ausstoss. Als Faustregel gilt: pro Stunde Flug (Rückflug auch einberechnen) drei Tage Aufenthalt am Zielort. Grundsätzlich sollte auf Flugreisen verzichtet werden, falls die Destination mit dem ÖV in weniger als acht Stunden erreichbar ist. Und natürlich: Wenn möglich das Velo nehmen, zu Fuss gehen oder den ÖV benutzen.

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ZU H OK UU PN TS FA T CBHEBRÄNR |N B ! A| HDNI N HN O EF & B EDRU NS S E

Wie die Gegenwart die Zukunft gestaltet UMBAU BAHNHOF BERN Es ist eng am Bahnhof Bern. Die Drehscheibe für den inund ausländischen Verkehr stösst an ihre Grenzen. Doch es tut sich was: SBB und RBS bauen zurzeit gemeinsam mit der Stadt Bern am Projekt «Zukunft Bahnhof Bern». Ab 2027 bietet der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz seinen Reisenden mehr Platz sowie grosszügige Zugänge und ein attraktiveres Bahnhofsumfeld.

Text Vera Gsell, SBB / Fotos David Schweizer

Hier ein Kran, dort ein Bagger: Die verschiedenen Baustellen am Bahnhof Bern stechen ins Auge. Kein Wunder: Immerhin wird der Bahnhof unter laufendem Betrieb massiv ausgebaut. Doch was genau wird eigentlich wo gebaut? Wer ist an diesem Megaprojekt beteiligt? Und die wichtigste aller Fragen: Inwiefern profitieren die Bernerinnen und Berner davon? Hier die Antworten darauf und noch mehr Infos zum Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB).

Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

Die Perronverlängerung mit den neuen Gleisen 49 und 50

Heute verkehren mehr als 320 000 Personen täglich über den Bahnhof Bern. Das spüren die Reisenden: Zu den Stosszeiten herrscht ein grosses Gedränge – in der Unterführung, auf der «Welle» und auf den Perrons. Auch viele Züge sind stark ausgelastet. Der Bahnhof Bern, der zweitgrösste des Landes, stösst an seine Grenzen, und es wird laut Prognosen noch enger: Im Jahr 2030 werden rund 375 000 Reisende täglich über den Bahnhof Bern verkehren. Mit dieser Aussicht wurde 2013 entschieden, dass SBB, Stadt Bern und der Regionalverkehr Bern–Solothurn (RBS) gemeinsam «Zukunft Bahnhof Bern» realisieren. Die Gesamtprojektkosten von knapp einer Milliarde Franken teilen sich der Bund, der Kanton Bern und die Stadt Bern – wobei Letztere vorab für die notwendigen Verkehrsmassnahmen im Bahnhofsumfeld aufkommt.

Schnellere Wege zu den Perrons Die SBB ist mit vier verschiedenen Projekten an «Zukunft Bahnhof Bern» beteiligt. Sie baut auf der Höhe des Bubenbergzentrums eine neue Personenunterführung und verbindet diese mit der heute

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ZUKUNFT BERN | BAHNHOF BERN

bestehenden Hauptpassage im Bahnhof. Reisende, die vom Länggassquartier oder vom Hirschengraben her kommen, erreichen damit die Perrons rascher und ohne Umwege. Ausserdem erhält der Bahnhof Bern zwei neue Zugänge: einen am Hirschengraben beim Bubenbergzentrum und einen von der Länggasse aus. Zusätzlich profitieren die Reisenden und insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität nach dem Umbau von höheren Perrons, was ihnen das Ein- und Aussteigen erleichtert. Um den Bahnhof generell attraktiver für die Reisenden zu gestalten, wird die Wand zwischen den Perrons und dem Burgerspital geöffnet, sodass mehr Tageslicht in die Perronhalle gelangt.

Neuer Bahnhof unter den Gleisen Der RBS-Bahnhof stösst ebenfalls an seine Grenzen. Konzipiert wurde er in den 1950er-Jahren für rund 16 000 Fahrgäste. Heute drängen sich bis zu 60 000 Reisende täglich auf den schmalen Perrons. Weil eine Erweiterung des Bahnhofs nicht möglich ist, muss ein Ersatz her: Unterhalb der SBB-Gleise 2 bis 7 baut der RBS seinen neuen Bahnhof. Auf vier Gleisen in zwei grossen unterirdischen Hallen können künftig längere Züge halten. Dies verschafft den Reisenden mehr Platz und Komfort sowie mehr Zugverbindungen dank einem dichteren Fahrplan.

Mehr Platz für öV, Fuss- und Veloverkehr ZBB stellt nicht nur die Bahnunternehmen vor grosse Herausforderungen, sondern auch die Stadt Bern. Sie muss ihre Infrastruktur im Bahnhofsumfeld anpassen und dafür sorgen, dass die Passantinnen und Passanten rasch und sicher zum Bahnhof bzw. vom Bahnhof weg gelangen können. Konkret plant die Stadt eine unterirdische Personenpassage zwischen dem neuen Zugang Bubenberg und dem Hirschschengraben. Zudem sollen Autos, Motorräder und Lastwagen grossräumig um den Bahnhof herum gelenkt werden – sodass Fussgänger, Velofahrerinnen, Trams und Busse genug Platz haben. Und schliesslich prüft die Stadt bei allen Bahnhofszugängen den Bau von unterirdischen Velostationen. Über ZBB-Verkehrsmassnahmen stimmen die Bernerinnen und Berner voraussichtlich 2021 ab.

die beteiligten Unternehmen alle Umweltvorschriften einhalten. Dank dem Zusammenspiel aller involvierten Parteien und dem Verständnis, das die Bernerinnen und Berner den baustellenbedingten Einschränkungen entgegenbringen, ist die Durchführung eines solchen Grossprojektes überhaupt möglich. Spätestens wenn die neuen Anlagen am Bahnhof der Zukunft eröffnet werden, zahlt sich die Geduld aus.

Bleiben Sie auf dem Laufenden www.zukunftbahnhofbern.ch Hier finden Sie aktuelle Informationen zu den geplanten Arbeiten, Hintergrundinformationen zum Projekt und aktuelle Einblicke in die Baustellen. Newsletter Sie möchten regelmässig über das Projekt ZBB informiert werden? Melden Sie sich auf der Website für den Newsletter an. Bei jedem Meilenstein erhalten Sie eine kompakte Mitteilung zum Baufortschritt direkt auf Ihre Mailadresse. Infopavillon Wo die Zukunft greifbar wird: Studieren Sie das Modell, gehen Sie schon heute virtuell durch den künftigen Bahnhof, oder erfahren Sie mehr über die geplanten Massnahmen. www.zukunftbahnhofbern.ch/infopavillon Instagram Folgen Sie @zukunftbahnhofbern, @rbs_ch und #zukunftbahnhofbern, zur Entwicklung der Zukunft am Bahnhof Bern anhand von Bildern, Videos und Storys.

Natur und Nachbarn Die Realisierung des gesamten ZBB-Projekts ist ohne Auswirkungen auf die Menschen in der Nachbarschaft unmöglich – der direkte Austausch mit den Betroffenen ist den Projektpartnern SBB, RBS und Stadt Bern daher äusserst wichtig. In regelmässigen Treffen tauschen sich Quartierbevölkerung und Bauherrschaften aus. Auch die Natur darf nicht vergessen werden: Eine unabhänige Umweltbaubegleitung stellt sicher, dass

Die breiten Perrons des neuen RBS-Bahnhofs bieten mehr Platz für die Reisenden. Visualisierung: www.nightnurse.ch

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ZUKUNFT BERN | MEDIZIN

Bern und die Präzisionsmedizin Text Timo Staub, Fotos zvg

Die Präzisionsmedizin gilt als Medizin der Zukunft. Sie bezieht individuelle Merkmale wie genetische Prädisposition, Umweltfaktoren und Lebensstil in die Behandlung mit ein. Um die Präzisionsmedizin zu fördern, wurde im Januar 2019 das «Bern Center for Precision Medicine» gegründet.

Im Herbst 1990 wurde in den USA das «Humangenomprojekt» gegründet, das Ziel lag in der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Am 14. April 2003 wurde das Projekt abgeschlossen. Seither hat sich das Wissen über die Funktionsweise des menschlichen Genoms vervielfacht. Die moderne Medizin versteht immer besser, wie die individuellen Gene und Proteine eines Patienten Krankheiten verursachen oder beeinflussen können. Dieses Wissen kann für zielgerichtete Therapien genutzt werden.

Bern Center for Precision Medicine (BCPM) Aber obwohl enorme Fortschritte gemacht wurden, steckt die genombasierte Gesundheitsversorgung immer noch in den Kinderschuhen. Deshalb wurde vom Kanton zusammen mit der Universität und dem Inselspital das Bern Center for Precision Medicine (BCPM) gegründet. Es hat zum Ziel, neue Medikamente und Heilungsmethoden zu entwickeln, effizientere Therapiemodelle zu finden und so auch Kosten zu sparen. Das Zentrum wird von Professor Mark Rubin geleitet; er gründete das Englander Institut für Präzisionsmedizin in New York und gilt als Pionier in der genomischen Behandlung von Prostatakrebs.

Foto von der Gründungsveranstaltung vom 20. Mai 2019. Von links nach rechts: Christian Leumann, Rektor der Universität. Mark Rubin, Direktor des Zentrums. Christine Häsler, Regierungsrätin. Uwe Jocham, Direktionspräsident der Insel Gruppe. Bernhard Pulver, Verwaltungsratspräsident der Insel Gruppe. Matthias Egger, Forschungsratspräsident SNF

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Das Zentrum umfasst Forschende aus der Medizin (so aus der Krebsforschung oder aus der Neurologie), dazu Molekularbiologen, Computerwissenschaftler, Spezialisten in den Fragen der Ethik und des Medizinrechts. Es hat die Aufgabe, sowohl in der Forschung wie auch in der Ausbildung tätig zu sein, sodass neue Methoden in den klinischen Alltag einfliessen können. Nicht zuletzt arbeitet das Zentrum auch mit anderen Spitälern und Forschungseinheiten zusammen – so mit der ETH Zürich und den Universitätskliniken in Basel, Lausanne, Zürich und Genf.


ZUKUNFT BERN | MEDIZIN

Das Zentrum kann auf der bestehenden Infrastruktur der Universität und des Inselspitals aufbauen. Darunter sind ein Labor, das auf die Sequenzierung von Genmaterial spezialisiert ist, zwei Biobanken und ein Data Science Center.

Die Präzisionsmedizin Die Präzisionsmedizin beruht zwar auf der individuellen Genetik eines Patienten, sie bezieht aber auch andere Faktoren in die Behandlung mit ein, wie Umweltfaktoren oder den Lebensstil. Teilweise ist sie heute schon klinische Realität, so bei den Krebstherapien (Anpassung der Therapie an die individuellen Gene eines Tumors) oder im Bereich der Medikation (Dosierung eines Medikamentes je nach genetischer Prädisposition).

Eine Gewebeprobe wird bei minus 196 Grad in flüssigem Stickstoff gelagert.

Die Zukunft der Medizin Es ist absehbar, dass die Rolle der Präzisionsmedizin zunehmen wird, denn viele Krankheiten haben individuell unterschiedliche Ursachen. Entsprechend muss auch die Therapie individuell angepasst werden. Dazu kommt, dass die Analyse eines Genoms nicht mehr 13 Jahre dauert. Sie kann in einem Tag erledigt werden und ist recht günstig geworden. Da das menschliche Genom aber über drei Milliarden Bausteine enthält, entsteht bei einer Genanalyse eine Unmenge an Daten. Krankheitsverursachende Gene können nur durch den Vergleich mit Referenzgenomen erkannt und erforscht werden, so multipliziert sich die Datenmenge.

Zebrafisch repariert Herz Uni Bern. Dass Zebrafische ihr Herz nach Schäden flexibel regenerieren können, ist bereits bekannt. Nun zeigt eine internationale Forschungsgruppe um Prof. Nadia Mercader der Universität Bern, dass bestimmte Herzmuskelzellen dabei eine zentrale Rolle spielen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten dazu dienen, einen ähnlichen Reparaturprozess auch im menschlichen Herzen anzustossen. Bei Menschen und anderen Säugetieren kann sich der Herzmuskel nach einer Verletzung nur schlecht erholen. Nach einem akuten Herzinfarkt sterben Millionen von Herzmuskelzellen ab und werden durch eine Narbe ersetzt. Andere Wirbeltiere können sich von einem Herzschaden viel besser erholen. Dies gilt für einige Fische, etwa den Zebrafisch. Dieser ist in der biomedizinischen Forschung ein etabliertes Tiermodell, da er die meisten seiner Gene mit dem Menschen teilt. Zebrafische eignen sich hervorragend zur Untersuchung der Herzregeneration: Nach einer Herzverletzung teilen sich ihre Herzmuskelzellen, und die Narbe wird durch neue Herzmuskulatur ersetzt. Diesen zellulären Reparaturprozess untersucht eine Gruppe um Nadia Mercader am Institut für Anatomie der Universität Bern seit zehn Jahren. Nun konnten die Forschenden zeigen, dass nicht alle Herzmuskelzellen im Zebrafisch gleichermassen zur Regeneration des verlorenen Muskels beitragen, sondern dass es eine spezielle «Reparaturgruppe» von Herzmuskelzellen gibt, die dies besonders effizient tut. Identifiziert werden konnte diese Gruppe von Zellen dank einem bestimmten Gen namens «sox10». Als diese kleine Zellpopulation im Experiment gelöscht wurde, störte dies den Reparaturprozess empfindlich. In einem nächsten Schritt möchten die Forschenden die Rolle von sox10 in dieser Zellpopulation näher untersuchen: «Wir möchten herausfinden, ob das Fehlen einer solchen sox10Zellpopulation bei Säugetieren und auch beim Menschen eine Erklärung dafür sein könnte, warum sich deren Herz schlecht regeneriert», erklärt Mercader. Sollte dies zutreffen, könnte diese Erkenntnis laut den Forschenden von grosser Bedeutung sein, um den Reparaturprozess auch im menschlichen Herzen anzuregen.

Ebenso aber hat sich die Informatik weiterentwickelt: Computer leisten die Analyse grosser Datenmengen und erleichtern dem Arzt die Diagnose, kleine elektronische Geräte wie die Apple Watch übernehmen medizinische Funktionen. Bei all diesem Fortschritt muss aber die Datensicherheit gewährleistet bleiben, die Privatsphäre eines Patienten darf nicht angetastet werden. Die Krankheitskosten müssen im Griff bleiben, Krankheiten sollten vermieden werden. «Wir hoffen, dass wir in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Lebensqualität und der medizinischen Versorgung in Bern, in der Schweiz und weltweit spielen können», sagt Professor Mark Rubin, der Leiter des Zentrums. 11


ZUKUNFT BERN | WIRTSCHAFT

«Das Thema wird uns nicht mehr loslassen» Es steht ein Wandel in der Wirtschaft an. Zunehmend gilt: Nur nachhaltige Geschäftsmodelle sind zukunftsfähige Geschäftsmodelle. Die Neuausrichtung des eigenen Geschäftes ist jedoch nicht immer einfach. Die Autoindustrie steht vor dem Übergang vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität – dieser Wandel mischt die Branche der Autobauer gerade richtig auf. Die Konzerne stehen vor einer Jahrhundertaufgabe. Ist die Berner Wirtschaft auf dem richtigen Weg in die Zukunft? Ein Gespräch über Wirtschaft, Nachhaltigkeit und die Zukunft mit Hans-Jürg Gerber, Leiter WIRTSCHAFTSRAUM BERN. Interview: Reto Liniger, Foto: zvg

Was also geht konkret in Bern? Es gibt viele Beispiel. Ein Beispiel ist Nova Taxi. Die Firma betreibt mit ihren 120 Mitarbeitenden aktiv Klimaschutz. Sie hat einen Teil ihrer Firmenflotte mit Elektrofahrzeugen aufgerüstet, und den CO2-Ausstoss ihrer konventionellen Autos kompensiert sie durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten – unter anderem in China. So wie der Berner Taxibetreiber setzen sich immer mehr Unternehmen für eine nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen ein und tragen dadurch zu einer Umgestaltung unserer Wirtschaft bei.

Hans-Jürg Gerber, Leiter WIRTSCHAFTSRAUM BERN

Herr Gerber, die Wirtschaft ist herausgefordert. Immer wichtiger wird in Zukunft das Thema Nachhaltigkeit. Ist die Berner Wirtschaft gut aufgestellt? Viele Berner Unternehmende sind auf dem richtigen Weg, sie haben ihre Geschäftsmodelle bereits leicht angepasst. Sie haben die Zeichen der Zeit richtig erkannt: Nachhaltigkeit ist ein Megatrend. Wirtschaftlich erfolgreich wird sein, wer sein Geschäft nach solchen Trends ausrichtet. Die Firma Kodak hat einen Trend verschlafen. Die Firma gilt als bekanntester Verlierer des digitalen Wandels. Genau, Kodak hat da einen Trend verschlafen. Wer Trends nicht frühzeitig erkennt und sein Geschäft nicht entsprechend ausrichtet, wird ausscheiden. Die Wirtschaft wird sich hüten, das Thema Nachhaltigkeit einfach auszuklammern. Denn eines ist sicher: Ein Grossteil der Bevölkerung will mehr Nachhaltigkeit. Dies wird über die Nachfrage auf die Wirtschaft durchschlagen. Es gilt je länger, je mehr: Nur nachhaltige Geschäftsmodelle sind zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

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Die Stadt Bern engagiert sich stark für mehr Nachhaltigkeit. Neue politische Interventionen – beispielsweise was den motorisierten Individualverkehr betrifft – sind bei den Vertretenden der Wirtschaft allerdings nicht gerne gesehen. Unsere Welt ist nicht statisch, sie verändert sich laufend, und mit ihr verändern sich die Bedingungen des Wirtschaftens. Gerne bringe ich da jeweils ein Beispiel: Die Nationalbank hob im Januar 2015 die Euro-Untergrenze von 1.20 Franken pro Euro auf. Sofort hiess es, das sei das Ende unserer exportorientierten Wirtschaft. Was ist danach geschehen? Sagen Sie es mir … Die Industrie hat sich sehr schnell arrangiert. Mehr noch: Die schwierigen Bedingungen haben dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaft noch stärker wurde. Die Industrie hat ihre Prozesse an die neuen Bedingungen angepasst. Wir können einfach nicht davon ausgehen, dass die Bedingungen des Wirtschaftens unverändert bleiben. Erfolgreiche Unternehmen passen ihr Angebot und ihre Prozesse laufend den neuen Trends und dem internationalen Markt an. Und ein Megatrend ist heute Nachhaltigkeit. Dieses Thema wird uns nicht mehr so schnell loslassen. Das Erfolgsrezept ist Anpassung? Es sei nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die am ehesten bereit sei, sich zu verändern, hat Charles Darwin gesagt. Was in der Natur gilt, gilt auch in der Wirtschaft. Das Gute dabei ist: Die Anpassung muss nicht von heute auf morgen passieren. Der Wandel ist kein schockartiges Ereignis. Zeit ist noch da, um Geschäftsmodelle auf mehr Nachhaltigkeit einzustellen.


ZUKUNFT BERN | BÄREN

Foto Ruth Locher

Die Zukunft der Bären von Bern Sie mochte ihn von Anfang an: den feinen Geruch nach heissen Eiern, Honig und Mehl. Seit nunmehr einem ganzen Jahr schwebte ihr dieser vom Aareufer her in die Nase. Zumindest startete der Duftballon von dort. Meist teilte und verteilte er sich so, wie sich die zweibeinigen Träger der Köstlichkeit aufteilten und mal links, mal rechts entlang den Glasscheiben marschierten. Fast unerträglich wurde das Begehren nach der Köstlichkeit, wenn sich einzelne Zweibeiner entlang des hölzernen Stegs direkt über ihrem Kopf bewegten. Etwa in der Mitte ihres Lebensraumes befanden sich diese direkt auf Augenhöhe, oder besser Nasenhöhe, und der Geruchsballon traf ungehindert ihre feine Nase. Mittlerweile hatte sie auch gelernt, dass jede Hoffnung auf ein Stück der Köstlichkeit, die Zweibeiner benutzten stets die gleichen Laute «CREEPP» dafür, umsonst war. Alle, ausnahmslos alle, hielten sich an das Fütterungsverbot. So patrouillierte Björk dann schliesslich doch selbst durch ihre neue Anlage am BärenPark von Bern. Ihre beiden Jungtiere, gerade mal sechs Monate alt, schlie-

fen noch tief und fest in der Höhle. Auf dem einen Kletterbaum fand sie eine kleine Spur Honig. Unten, im Bereich des Badeteiches, waren noch vier Äpfel im Gebüsch versteckt. Und über die ganze riesige Anlage verteilt, fanden sich hier und dort Maiskörner, eine Baumnuss, drei Stück Sellerie, ein Kohlrabi, zwei Birnen und schliesslich unter der grossen Steinplatte ein rohes Ei. Gerade als sich Björk in eines ihrer vielen Schlafnester zum Verdauungsschlaf zurückziehen will, hört sie das feine Fiepen der beiden Jungtiere, die gerade erwacht sind und von gnadenlosemHunger geplagt werden. Mit einem sanften Knurren ruft sie die Jungen zu sich, legt sich auf den Rücken und nach wenigen Sekunden hört sie nur noch das zufriedene Schmatzen der kleinen Mäuler auf ihrem Brustkorb. Die auf dem Steg andächtig beobachtenden Zweibeiner stören sie nicht, respektieren sie doch von Anbeginn das Reich der Bären. Björk fühlt sich sicher. Sie fühlt sich auch sicher, weil kein männlicher Bär, die einzige Gefahr für ihre Jungtiere, in der Nähe ist. Zwar «erriecht» sie ab und

zu eine feine Bärenduftspur. Deren Ursprung befindet sich aber offensichtlich weit hinter der Betonmauer mit dem Lift auf dem Rand, die ihren Lebensraum vom Lebensraum des männlichen Bären trennt – sicher gegen alle Blickkontakte. Und sie fühlt sich auch sicher, weil sie keinerlei Unmutsäusserungen des männlichen Bären wahrnehmen kann. Ganz im Gegenteil. Dieser gibt sich ganz seinen Kernkompetenzen hin: Futter suchen und aufnehmen, schlafen und baden. Was will man mehr im Leben eines Mannes. An ihre beiden Jungtiere, die letztes Jahr weichen mussten, da sie ihr auf den Nerv gingen, denkt sie nicht mehr. Aber wir Bernerinnen und Berner sind uns sicher. Wenn sie wüsste, wie gut es den beiden im Bärenpark im Gantrisch geht, dann wäre Björk zufrieden. Die Bernerinnen und Berner aus Stadt und Kanton, sie leben mit und für die Bären. Und deshalb bleibt jeder Ber-ner Bär ein Berner Bär! Konkrete Pläne zur Zukunft der Bären von Bern finden Sie unter www.baernblog.com.

Prof.Dr. med.vet. Bernd Schildger Direktor Tierpark Foto Remo Eisner

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ZUKUNFT BERN | EWB

Smarte Lösungen für eine smarte City Digitalisierung ist das Schlagwort unserer Zeit schlechthin. Wir leben vernetzt und nutzen zunehmend digitale Technologien. In einer attraktiven, lebenswerten Stadt zu wohnen, wünschen sich alle Bernerinnen und Berner. Einer Stadt, die nachhaltig und schonend mit ihren Ressourcen umgeht, sich den Bedürfnissen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner anpasst. Wie geht ein Unternehmen wie Energie Wasser Bern mit diesen Wünschen um, und welchen Beitrag leistet es zu einer Smart City? Text Myriam Neuhaus, Fotos ewb

Wie einfach wäre es doch, könnte man eine Glaskugel in die Hand nehmen, in der sich das zukünftige Bern im Miniaturformat präsentiert. Dann könnten wir heute bereits Lösungen entwickeln, die den Bedürfnissen der Bernerinnen und Berner von morgen entsprechen. Bern soll eine Smart City werden – aber was heisst das genau?

Smart sein heisst auch einfacher werden Daniel Schafer, CEO von Energie Wasser Bern, sieht es so: «Zu einer smarten Stadt gehören verschiedene Elemente, die das Leben der Menschen verbessern und lebenswerter machen. Dies müssen nicht zwingend immer Neuerungen, sondern können auch Vereinfachungen von Abläufen sein, beispielsweise bei einem Umzug einer Kundin oder eines Kunden. Dies bedingt eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Bereichen innerhalb eines Unternehmens, von Tochterfirmen der Stadt und den verschiedenen städtischen Direktionen.» Nehmen wir die Glaskugel wieder in die Hand und blicken auf drei Beispiele, die wir in der Smart City Bern antreffen könnten:

Stromproduktion auf der Strasse Solarstrom würde nicht nur mit den Solarpanels, die auf allen Dächern der Stadt Bern installiert sind, produziert. Neu übernähmen dies auch die Strassen der Stadt Bern, die mit Solarpanels bepflastert sind. Stromproduktion lokal und nachhaltig, mit der besten Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, würden wir sagen.

in den ruhigeren Morgenstunden. In beiden Fällen wird weniger Energie verbraucht und die Lichtverschmutzung reduziert.

Zukunftsmusik? Liest sich das Beispiel der Smart Road noch wie eine Idee aus der Glaskugel, so ist diese Lösung heute bereits in der Testphase. Und auch die Smart Meter, die rasch und zeitnah Informationen zum Stromverbrauch liefern, sind Realität. Um die Beleuchtung der Berner Strassenlampen ein- oder auszuschalten, wird bereits heute täglich ein Signal über Helligkeitssensoren an die Leitstelle von Energie Wasser Bern gesendet. Dynamisch ist die Steuerung jedoch so noch nicht, obwohl den örtlichen Gegebenheiten in der Innenstadt, unter den Lauben und in den Quartieren bereits Rechnung getragen wird.

Smart City geht nur gemeinsam Neue Technologien und die Digitalisierung ermöglichen es heute, diese Herausforderungen anzunehmen, zu optimieren, Neues anzubieten und damit das Leben in einer Stadt noch lebenswerter zu machen. Sie fordert jedoch auch auf, Lösungen nicht nur einzeln anzupacken und in einem Gesamtsystem zu betrachten. Also nicht in Silos zu denken, sondern über den eigenen Gartenhag hinaus. Daher ist es wichtig, neue Lösungen gemeinsam mit Partnern zu gestalten und mit einem starken Engagement der Bevölkerung – zusätzlich zum Einsatz neuer Technologien. Dann kann eine smarte City entstehen.

Intelligente Stromzähler Oder: Die installierten intelligenten Stromzähler, die Smart Meters, informieren zum aktuellen Stromverbrauch, ermöglichen präzises Fernablesen und die rasche Datenverarbeitung. Sie zeigen zeitnah den Erfolg von Stromsparmassnahmen auf. Ein echter Mehrwert für jede und jeden, der Strom produziert und verbraucht.

Strassenbeleuchtung nach Bedarf Die Strassenbeleuchtung wird neu dynamisch reagieren, das heisst, die Beleuchtung passt sich der Situation an. Die Berner Strassen werden nach Bedarf und nach Verkehrsaufkommen beleuchtet, weil moderne Sensoren frühzeitig einen Velo- oder Autofahrer erkennen. Sind viele nachts unterwegs, ist es heller als

Digitaltag 2019

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Z U K U N F T B E R N | K U LT U R

«Bern bietet für alle etwas Besonderes» I N T E R V I E W M I T F R A N Z I S K A B U R K H A R D T, L E I T E R I N K U LT U R A M T B E R N

Franziska Burkhardt (53) arbeitete beim Bundesamt für Kultur und leitete das Filmfestival Freiburg. Anschliessend amtete sie bis Oktober 2018 als Leiterin des Berner Kulturzentrums Progr. Ausserdem lenkte sie im Auftrag der Berner Stadtregierung den Prozess der Erarbeitung einer neuen städtischen Kulturstrategie. Seit Anfang Februar 2019 ist sie Leiterin des Kulturamts der Stadt Bern. Interview Michèle Freiburghaus, Foto Remo Eisner

Wie fühlt es sich an, knapp 40 Millionen Budget zu haben, um es zu «verteilen»?

fen und Ansprechpartnerin für Kulturschaffende und Kulturinteressierte sein.

Das würde sich nicht gut anfühlen. Zum Glück verteile ich das Geld nicht, ich würde es als Verwalten bezeichnen. Das klingt vielleicht nicht gerade aufregend, ich empfinde es aber als grosse Verantwortung. Die «Verteilung» der Fördergelder basiert auf Empfehlungen von Kulturkommissionen, auf der Setzung von Schwerpunkten, die von der Politik abgesegnet werden, und auf Verhandlungen mit Kulturinstitutionen – in vielen Fällen gemeinsam mit den Kulturförderstellen von Kanton und Regionalkonferenz.

Was machst du anders als deine Vorgängerin?

Du musst oft Nein sagen – sprich, du machst dich unbeliebt. Wie dick ist dein Fell? Das ist sicher der unangenehmste Teil der Arbeit. Negative Entscheidungen zu kommunizieren, ist nicht einfach. Wichtiger als ein dickes Fell ist die Fähigkeit, klar zwischen Funktion und Privatperson zu unterscheiden. Einige sprechen bei der Kulturförderung von Bern vom «Giesskannenprinzip» – wie siehst du das? Vom «Prinzip Giesskanne» spricht meist, wer grundsätzlich weniger Kulturförderung wünscht. Es ist wichtig, Schwerpunkte zu setzen und den Mut zur Selektion aufzubringen. Ebenso wichtig ist aber, die vorhandenen Mittel nicht nur auf bereits erfolgreiche Projekte zu konzentrieren, denn durch eine breite Förderung wird die Vielfalt des Kulturschaffens unterstützt. Zudem erhalten neue Ideen und Projekte eine Chance auf Realisierung. Du kennst beide Seiten der Kulturszene: jene, die Geld verteilt, und jene, die Geld will. Inwiefern beeinflusst dies deine Arbeit? Es ist sicher ein Vorteil, wenn man selbst Gesuche geschrieben, mit Förderstellen verhandelt, aber auch freiwillige Helfer/innen oder Vorstandsmitglieder gesucht hat. Ich bin nicht die Einzige bei Kultur Stadt Bern, die über diese Erfahrungen verfügt.

Das kann ich nicht beantworten. Ich bin Veronica Schaller dankbar dafür, dass sie ein tolles Team aufgestellt und der Kulturförderung mehr Mittel verschafft hat. Was ist besonders an der Kulturstadt Bern? Sie ist beeindruckend vielfältig und hat für ihre Grösse ein unglaubliches Kulturangebot. Sie ist kreativ und produktiv. Für die Zusammenarbeit von Kulturschaffenden aus der ganzen Schweiz ist sie auch wegen ihrer zentralen Lage ein wichtiger Treff- und Produktionsort. Sie bringt viele Talente hervor. Vieles, was anderswo glänzt, wurde in Bern produziert. Bern ist überall. Klärungsbedarf bot am 3. Kulturforum diesen Sommer der Veranstaltungskalender von Bern Welcome. Warum und was hat sich diesbezüglich inzwischen getan? Bern Welcome entwickelt einen Veranstaltungskalender für Bern, der künftig alle kantonalen Veranstaltungen umfassen soll. Die kulturellen Angebote stehen neben Sportevents, Kongressen, Tourismusführungen und anderen Anlässen. Am 3. Kulturforum wurde klar, dass die Kulturveranstaltenden und die Tourismusund Vermarktungsorganisation Bern Welcome unterschiedliche Erwartungen an einen Veranstaltungskalender haben. Ein Wort zur Berner Kulturagenda BKA: Viele monieren, dass die Stadt Bern diese mit Steuergeldern finanziell unterstützt und dass Institutionen mit Leistungsverträgen verpflichtet sind, dem Verein Berner Kulturagenda beizutreten und zu inserieren. Warum mischt sich die Stadt Bern in die Medienszene Bern ein?

Wie interpretierst du deinen Job?

Eine Kulturagenda ist ein wichtiges Angebot für die Berner Bevölkerung. Im Verein Berner Kulturagenda haben sich die Kulturveranstaltenden von Stadt, Region und Kanton Bern zusammengeschlossen.

Ich verstehe mich in erster Linie als Dienstleisterin. Kultur Stadt Bern soll unterstützen, beraten, gute Rahmenbedingungen schaf-

Fortsetzung Seite 18 17


Z U K U N F T B E R N | K U LT U R

Fortsetzung von Seite 17 Mithilfe einer Onlineplattform und einer wöchentlichen Printausgabe wird der interessierten Öffentlichkeit eine möglichst vollständige Agenda zu kulturellen Anlässen zur Verfügung gestellt. Die Stadt Bern unterstützt den Verein für diese Dienstleistung. Den Medienpartner wählt sich der Verein selbst aus. Die Stadt Bern machte diesbezüglich keine Vorgaben. Ebenso wenig wird in den Leistungsvereinbarungen festgeschrieben, dass die Institutionen Mitglied beim Verein Berner Kulturagenda sein müssen. Bei deinem Amtsantritt war das kulturpolitische Schlüsseldossier «Schwerpunkte und Mittelverwendung 2020 bis 2023» abgeschlossen, und damit begann die Förderperiode ab 2024. Warum wird in Bern so langfristig geplant?

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Eine nachhaltige Kulturförderung braucht Planungssicherheit. Der Gemeinderat legt fest, welche kulturpolitischen Schwerpunkte er in vier Jahren setzen will, welche Mittel dafür zur Verfügung stehen und wie sie verwendet werden. Der weitaus grösste Teil der Kulturausgaben besteht aus Subventionsbeiträgen an Kulturinstitutionen mit vierjährigem Leistungsvertrag. Bei diesen Beiträgen handelt es sich um Verpflichtungskredite. Das heisst, dass die zuständige Instanz den Betrag einmal bewilligt. Das bewilligte Geld wird dann über die vier Jahre in jährlichen Tranchen ausbezahlt. Deshalb ist eine langfristige Planung unumgänglich. Wie viel Platz bleibt da für spontane Unterstützung? Mit der direkten Förderung kann übers Jahr auf interessante Gesuche reagiert werden. Mit direkter Förderung ist jene Unterstützung gemeint, die nicht an eine Institution fliesst, sondern direkt den Kulturschaffenden und ihren Projekten zugutekommt. Wie siehst du persönlich die nähere und weitere Zukunft der Kulturstadt Bern? In 15 Jahren ist Bern eine beliebte Destination für kulturelle Städtereisen. Die Vielfalt und die hohe Qualität der Kulturangebote und Festivals ziehen Menschen von nah und fern in die Kulturstadt Bern. In der näheren Zukunft finden wir uns auf dem Weg dazu. Und die Zukunft der Kulturstadt Bern muss gemeinsamen im Gespräch mit allen Beteiligten gestaltet werden. Wie oft gehst du selbst in Bern an kulturelle Veranstaltungen, und welche Sparte liegt dir besonders am Herzen? Ich gehe sehr oft an kulturelle Veranstaltungen. Als Kulturbeauftragte bemühe ich mich, möglichst viele Sparten abzudecken. Deine kulturellen Empfehlungen für die nächsten zwei Monate? Ich hüte mich davor, einzelne kulturelle Veranstaltungen hervorvorzuheben.

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Ein kleiner Ausblick – was erwartet uns 2020 Besonderes? Das Schöne an Bern ist: Es hat für alle etwas Besonderes. Eine gute Fee gewährt dir die Erfüllung eines beruflichen Wunsches – was würdest du dir wünschen? Eine konstruktive Diskussionskultur mit und zwischen Kulturschaffenden und Kulturinteressierten und eine konstruktive Kulturdiskussion.

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ZUKUNFT BERN | ERNÄHRUNG

Slow Food Bern: gut, sauber, fair Wie wird in Zukunft unsere Ernährung aussehen? Forscher/innen auf der ganzen Welt sind sich einig: Nahrungsmittel werden immer mehr nicht einfach konsumiert, sondern genossen, und sie müssen künftig, noch mehr als heute, qualitativ hochwertig, fair und transparent gehandelt werden und unter ethisch vertretbaren Bedingungen hergestellt sein. «Gut, sauber, fair» ist auch das Credo, das sich die Slow Food-Bewegung auf die Fahne geschrieben hat, die heute in rund 160 Ländern aktiv ist. Auch in Bern gibt es ein sogenanntes «Convivium», hier von Jasmin Vonlanthen, Vorstandsmitglied von Slow Food Bern, vorgestellt.

diversität, langsame, saubere, ökologische und nachhaltige Herstellungsverfahren sind auch uns «Slow Foodern» hier in Bern ein Anliegen, notwendige Voraussetzungen, damit das Rüebli wieder in den Saft kommt. Wir wollen Genuss erlebbar machen und das Bewusstsein für regionale Spezialitäten stärken – ohne Mahnfinger. Denn es gibt sie, die Kleinstproduzenten, die mit dem Käsen warten, bis die jungen Ziegen die Milch nicht mehr brauchen. Die, die durch den Verzicht auf Pestizide eine kleinere Jahresernte in Kauf nehmen. Die versuchen, vergessene Getreidesorten wieder zu kultivieren und dadurch nicht nur Kulturgut wahren und für eine grössere Eigenresistenz der Pflanzen sorgen, sondern auch durch die damit verbundene Biodiversität gewährleisten, dass die Böden in Zukunft noch fruchtbar sein werden. Oder jene, die den Aufwand nicht scheuen, um ihren Broten eine längere Triebzeit zu gewähren.

Erinnern Sie sich noch an das frisch gezogene Rüebli aus Mutters Garten? – Es erzählte vom Sommer, davon, ob er eher trocken ausfiel oder ob der Boden vom Regen durchtränkt war, und davon, wie der Boden beschaffen war. Der Biss in die Tomate wiederum verriet viel über die Sonnenstunden der vergangenen Wochen.

Sie alle haben den berschwerlicheren Weg gewählt, und sie gilt es zu unterstützen. Denn wer die Produkte kennt, weiss deren Qualität zu schätzen. Unsere abgestumpften Sinne bekommen wieder eine Vorstellung davon, wie einfach Genuss sein kann, und lassen sich nicht mehr durch industrielle Zusatzstoffe hinters Licht führen. Slow Food Bern bietet einige Möglichkeiten, die Geschmacksnerven wieder wachzurütteln, sich mit Produzenten auszutauschen oder selbst Hand anzulegen, damit Essen in Zukunft noch lange und für alle das bleibt, was es zu sein gedacht war: die genüsslichste Hauptsache der Welt.

Die Wertschätzung und das Verständnis für diese Werte – auch sinnbildlich für den Genuss der italienischen Cucina Povera – dürfte Carlo Petrini 1986 in Rom wohl in Gefahr gesehen haben, als er sich mit dem ersten McDonald's konfrontiert sah. Dies war die Geburtsstunde von Slow Food in Italien. Seither wurde die Bewegung erfolgreich gegen die Industrialisierung von Essen und für eine saubere, gute und faire Nahrungsmittelproduktion. Ungefähr zeitgleich, 1993, wurden in Deutschland und der Schweiz Ableger gegründet, und mittlerweile engagieren sich über alle Kontinente hinweg in 160 Ländern Menschen, denen der faire Genuss am Herzen liegt, für Slow Food. Ja, der Genuss – um wieder auf unser eingangs erwähntes Rüebli zurückzukommen: Wie schade ist es doch, müssen die meisten von uns an die Kindheit zurückdenken, um dessen erdig, saftige Süsse in Gedanken aufleben zu lassen. Qualität braucht Zeit, keine Massenproduktion, und Qualität ist nicht abhängig vom Aussehen. Bio-

Auf unserer Website laden jeweils Veranstaltungen zum «Schnouse», Austausch, Kennenlernen und zu genüsslichen Inputs ein. So beispielsweise der Feierabend-Mercato jeden Mittwochabend in den Vidmarhallen. Ebenso finden sie interessante Artikel zum Thema, empfehlenswerte Adressen und Informationen zu «Amici Slow Food Bern» für lokale Unternehmer." Jasmin Vonlanthen www.slowfoodbern.ch

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Z U K U N F T B E R N | G E S TA LT U N G + N U T Z U N G

Gestaltung + Nutzung:

Klein, fein und interdisziplinär Die Stadt Bern will das Verweilen in der Innenstadt und in den Quartieren attraktiver machen. Dafür wurde im städtischen Tiefbauamt ein neuer Bereich geschaffen: Gestaltung + Nutzung. Er ist breit vernetzt. Text Peter Brand

Der öffentliche Raum gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch in Bern drängen die Menschen vermehrt nach draussen: um Bekannte zu treffen, Feste zu feiern, zu spielen, zu flanieren, zu lesen und zu verweilen. Der öffentliche Raum wird immer stärker zum Begegnungsort, zum erweiterten Wohnzimmer.

Begegnungsraum schaffen Diese geänderten gesellschaftlichen Bedürfnisse nimmt die Stadt gerne auf, zumal sie in die laufenden Regierungsziele passen: Gemäss Legislaturziel fünf will die Stadt «zusätzlichen Raum für Begegnungen schaffen». Darum gestaltet sie Plätze wie die Schützenmatte, den Waisenhausplatz oder den Breitenrainplatz um und sorgt am Helvetiaplatz, beim Bahnhof und an der Zeughausgasse für mehr öffentliche Sitzgelegenheiten. Grossflächige Begegnungszonen in den Quartieren werden ebenfalls gefördert. Spielelemente wie Billardtische oder Töggelikasten erhöhen die Attraktivität der Quartierplätze.

Wichtige Rolle Die – ausdrücklich erwünschte – Mitsprache der Quartierbevölkerung und die kurzfristige Umsetzung von temporären Massnahmen erfordern neue Prozesse innerhalb der Stadtverwaltung. Ausdruck dieser Veränderung ist der neu gebildete Bereich Gestaltung + Nutzung im Tiefbauamt. Dieser ist verantwortlich für die Gestaltung des öffentlichen Raums und verfügt mit dem Kompetenzzentrum öffentlicher Raum (KORA) über eine niederschwellige Anlaufstelle für die Bevölkerung.

Interdisziplinäres Team «Unsere Aufgabe ist es, den Bedürfnissen der Bevölkerung bei der Gestaltung von Projekten im öffentlichen Raum Rechnung zu tragen», bringt es Bereichsleiterin Nadine Heller auf den Punkt. «Das reicht von der Planung kurzfristiger Massnahmen bis hin zur langfristigen Gestaltung von Plätzen in Bern.» Das Team ist interdisziplinär zusammengestellt. Es besteht aus Fachleuten aus Stadtplanung, Architektur, Landschaftsarchitektur, Soziokultur und Kulturvermittlung. Auf diese Weise lassen sich die Dinge aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig betrachten.

Lernende Planung

In den Sommermonaten kann die Bevölkerung dank mobilen Sitz- und Schattenelementen auf dem Helvetiaplatz verweilen. © Yoshiko Kusano, im Auftrag des Tiefbauamts der Stadt Bern

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Als Anlaufstelle für die Anliegen der Bevölkerung entwickelt der Bereich abgestimmte Lösungen, die rasch realisiert werden können. «Das ist wichtig, denn sonst erlischt das entstandene Engagement rasch wieder», sagt Heller. «Wir planen von Anfang an mit allen Beteiligten.» Es sei wichtig, zuzuhören und offen zu sein für Neues. Nur so fänden sich die Menschen mit ihren Wünschen in den umgestalteten Plätzen wieder. Im öffentlichen Raum soll auch Neues erprobt und entwickelt werden. «Es muss nicht gleich alles auf Anhieb gelingen», betont Heller. «Wir praktizieren vielmehr das Konzept der lernenden Planung.» Aus den temporären Massnahmen werden wichtige Erkenntnisse für die langfristigen Projekte gewonnen.


Weihnachtszauber

ADVENT & WEIHNACHTEN IN BERN

Foto Remo Eisner

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WEIHNACHTSZAUBER | FESTLICHES BERN

Für ein festliches Bern E N E R G I E WA S S E R B E R N B R I N G T W I N T E R S T I M M U N G I N D I E H A U P T S TA D T

Das Engagement von Energie Wasser Bern ewb ermöglicht

Robben für Anfänger und Profikurse für Eisköniginnen

Feststimmung im Advent mit der Weihnachtsbeleuchtung und rote Kinderbäckchen auf der Kunsteisbahn. Mit der Unterstützung dieser beiden Berner Institutionen möchte sich ewb bei ihren Kundinnen und Kunden für die Treue bedanken. Text Sabine Krähenbühl, Fotos zvg

Eislaufen vor majestätischer Kulisse Die beliebte Kunsteisbahn vor dem Bundeshaus in Bern startet am 18. Dezember 2019 und dauert bis am 16. Februar 2020. Egal ob Eisprinzessin oder angehender Hockeycrack; Kufenneuling oder erfahrener Eisbär – alle sind herzlich eingeladen, ihre Eislaufkünste unter Beweis zu stellen. Energie Wasser Bern macht es – gemeinsam mit weiteren Sponsoringpartnern – möglich, dass die Eisfläche allen Besucherinnen und Besuchern kostenlos zur Verfügung steht. Schlittschuhe können mitgebracht oder vor Ort gemietet werden. Dank dem von der Stiftung Celebral zur Verfügung gestellten Eisgleiter ist es auch für Menschen im Rollstuhl möglich, die Kunsteisbahn zu nutzen.

Die ewb-Eislaufrobben auf der Kunsteisbahn Bundesplatz

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Die Allerkleinsten können sich mit den orange ewb-Robben zum ersten Mal aufs Glatteis wagen. Wer sich an ihnen gut festhält , dem ermöglichen sie ersten Gehversuche und geben Sicherheit. Fortgeschrittene Eistänzerinnen und Eistänzer können jeweils am Sonntagmorgen die perfekte Pirouette mit einer Profieiskunstläuferin einüben. Hungrige Schlittschuhläuferinnen und Schlittschuhläufer finden im Eislaufbeizli leckere Menüs oder einen kleinen Snack für zwischendurch.

Weihnachtsbeleuchtung sorgt für Adventsstimmung Die Weihnachtsbeleuchtung taucht Bern in eine festliche Stimmung und illuminiert die Weihnachtsmärkte sowie Altstadt, Münster und Bundeshaus. Bereits zum fünften Mal unterstützt Energie Wasser Bern die Festtagsbeleuchtung und sorgt auch 2019 für eine stimmungsvolle Hauptstadt. Mit unserem Engagement bedanken wir uns bei unseren Kundinnen und Kunden für ihre Treue und die ausgezeichneten Noten, die sie Energie Wasser Bern ausgestellt haben.

Der Santarun und Weihnachtsbeleuchtung. Foto ertappt.ch


ADVENT & WEIHNACHTEN IN BERN | EWB WEIHNACHTSZAUBER | BERNER ADVENTSKALENDER

Berner Adventsagenda

Adventszeit in Bern 1 | Berner Sternenmarkt

28.11. – 29.12.2019, der neuste der Berner Weihnachtsmärkte auf der Kleinen Schanze

8 | Rummelbummel 21.11.2019 – 4.1.2020, das vielseitige Adventsprogramm im PROGR-Innenhof

2 | Weihnachtsmarkt Waisenhausplatz

9 | Kunsteisbahn Bundesplatz

30.11. – 24.12.2019, der Weihnachtsmarkt mit über 30 Jahren Tradition

18.12.2019 – 16.2.2020, Schlittschuhlaufen vor dem Schweizer Parlamentsgebäude. Konzerte am Sonntagabend. www.kunsteisbahnbundesplatz.ch

3 | Berner Münster Weihnachtsmarkt 30.11. – 24.12.2019, Handwerkskunst vor der einmaligen Kulisse des Berner Münsters

4 | Handwerkermarkt Münsterplattform 1./7./8./21./22.12.2019, der traditionelle Handwerkermarkt mit über 100 Ständen lädt zum Flanieren ein.

5 | Chalet Schanze

Ausserdem (nicht auf dem Plan) 29. November | Santarun Ab 19.30 Uhr rennen unzählige Samichlöis/innen durch Berns Gassen. Mehr Infos www.santarunbern.ch

1. Dezember | 1. Advent in den Gassen der unteren Altstadt

21.11. – 1.2.2020 (ohne 24. – 26.12./31.12./1. – 2.1.20) Käsegenuss über den Dächern von Bern

Jeweils am 1. Adventssonntag öffnen in der unteren Altstadt Werkstätten, Ateliers, Geschäfte und Restaurants ihre Türen.

6 | Øscår Elch

1. Dezember | Samichlöis in der Kramgasse

23.11. – 22.12.2019, die Winter-Pop-Up-Bar im Ringgenpärkli

Um 17 Uhr besuchen Samichlöise der Samichlousezunft Bern mit ihren Schmutzlis die Kinder in der Kramgasse.

7 | Chalet Alpenland 22.11. – 22.12.2019, Fondue- und Raclettespezialitäten im urchigen Chalet

Weitere Informationen sowie Events und Erlebnisse im Advent auf Bern.com/weihnachten

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WEIHNACHTSZAUBER

Die Berner Weihnachtsmärkte Gleich drei zauberhafte Weihnachtsmärkte, die über die ganze Adventszeit geöffnet haben, gibt es in Bern. Jeder ein bisschen anders, jeder hat seine Besonderheiten und Spezialitäten, alle sind sie einen Besuch wert.

Fotos Remo Eisner

Urs Neuenschwander, Caramelier, Olivier Jaggy, Platzhirsch

Waisenhausplatz www.weihnachtsmarktbern.ch 30. November–24. Dezember 2019 Altjahresmarkt: 27. und 28. Dezember 2019 Münsterplatz www.bernerweihnachtsmarkt.ch 30. November–24. Dezember 2019 Sternenmarkt, Kleine Schanze www.bernersternenmarkt.ch 28. November–29. Dezember 2019 Ausserdem Handwerker-Weihnachtsmarkt, Münsterplattform www.handwerkermaerit.ch 7./8. und 21./22.Dezember

Waisenhausplatz «Der Weihnachtsmarkt Waisenhausplatz hat eine über 30-jähri-

ge Tradition. Wie das ganze Jahr auf dem Märit findet man bei uns auch an Weihnachten qualitativ hochstehende Erzeugnisse. Markthändler sind wir von Beruf – eine Berner Tradition seit 2000 Jahren –, und wir kennen unsere Produkte und deren Herkunft, können deshalb auch Auskunft geben. Unsere Weihnachtsmarkt-Beizli, der ‹Platzhirsch›, bekam seinen Namen deshalb, weil es etwas mit dem Standortnamen «Waisenhausplatz» zu tun haben sollte. ‹Waisenkind› fiel bei uns durch, mit Haus kam uns nichts Gescheites in den Sinn. Da es in jedem Dorf mal einen ‹Hirschen›, einen ‹Löwen› oder eine ‹Krone› gab, hat sich die Kombination Platzhirsch ergeben. Es soll Bezug auf den Platz und einen traditionellen Beizennnamen nehmen, nicht auf mich :-). Unser Raclette stammt aus dem Wallis, unser Fondue aus dem Freiburgischen – wir achten auf authentische Produkte. Aber unser Bestseller ist der Glühwein. Die Gewürzmischung stellt uns der ‹Sirupier de Berne› nach unserem Rezept her. Ich garantiere für seine Wohlbekömmlichkeit jedenfalls in Massen genossen. Der Caramelier Urs Neuenschwander ist seit 1994 das ganze Jahr auf dem Markt, so auch im Advent. Seine Nidletäfeli sind immer frisch, mit besten Zutaten und viel Liebe vor Ort hergestellt und im kulinarischen Erbe der Schweiz gelistet. Die Stammkunden – nach eigenen Aussagen ‹nette Leute, die Ahnung haben› – schätzen eines noch zusätzlich: Nidletäfeli machen glücklich!» Olivier Jaggy

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WEIHNACHTSZAUBER | MÄRKTE

Tom Weingart und Markus Arnold, Organisatoren

Sternenmarkt «Den Sternenmarkt im schönen kleinen Park mitten in der Stadt

gibt es seit 2018, das enorm positive Echo der Erstausführung hat uns extrem gefreut und motiviert. Uns war rasch klar, dass wir den Sternenmarkt zu einem festen Bestandteil des Berner Weihnachtsangebots machen möchten. Auch 2019 legen wir grossen Wert auf ein vielfältiges Angebot. Es hat sich bewährt, den Markt in vier Phasen aufzuteilen: Aussteller und Foodstände werden immer wieder ausgewechselt, und so wird den Gästen immer wieder etwas Neues präsentiert. Sie sind für uns zwar recht aufwendig, diese Wechsel immer am Mittwoch – aber am Ende zahlt es sich doch für die Gäste aus, wenn sie von einem spannenden und abwechslungsreichen Angebot profitieren können. Und keine Angst – es wechseln ja nicht ganz alle Stände ;-). Eine Besonderheit ist sicher auch der «Mini-Sternenmarkt» für die Kleinen, der täglich von 11 bis 20 Uhr stattfindet. Im Kinderdorf finden sie alles, was Kinderaugen zum Leuchten bringt: eine Bibliothek, Kinderkino, Töggeli-Kasten, Karussell (darauf freue ich mich mega) und vieles mehr. In der Kindervilla finden weitere vorweihnächtliche Aktivitäten statt. Vom Kinderschminken über Märlistunden, Theater bis zum gemeinsamen Basteln. Sogar der Samichlaus schaut im Kinderdorf vorbei. Zudem sorgen Feuershows, fantastische Walkingacts und viele andere Attraktionen für vergnügte Stunden auf dem Berner Sternenmarkt.» Tom Weingart und Markus Arnold

Therese Siffert, Ausstellerin auf dem Münster-Weihnachtsmarkt

Münsterplatz «Unser Markt besteht seit 1984 und ist einzigartig in der Schweiz,

und in der heutigen Form das Resultat von jahrelanger Aufbauarbeit. Unser Konzept ist es, ausschliesslich Kunsthandwerk mit Herz kreiert und auf höchstem Niveau anzubieten. Wir Aussteller/innen sind während der Dauer selbst anwesend und in dieser Zeit wie eine Familie. Auf unserer Website werden übrigens alle teilnehmenden Kunsthandwerker/innen und ihre Produkte vorgestellt. Jedes Jahr werden bei uns im Plenum ein Thema und eine Farbe ausgesucht, die sich als roter Faden durch den Markt ziehen. Dieses Jahr ist es «Sein und Schein». Ich bin Bernerin, lebe, seit ich 21 Jahre alt bin, in der Matte und bin nun bald seit 30 Jahren am Münster-Weihnachtsmarkt – anfangs jeweils mit dem Mattelift und dem kleinen ‹Karrli› mit drei Bananenkisten. Ich mache auffallenden Glaschmuck, schmelze auch Blattgold, Lavasand und Blattsilber in Klarglas ein, was dann sehr edel wirkt. Mit meiner Glastechnick ist alles möglich, beispielsweise auch die naturgenaue Wiedergabe von Fischen (die bei Sammlern aus der ganzen Schweiz begehrt sind) oder anderen Tieren, Engeln, Windlichtern und Kunstobjekten. Mit der Kälte habe ich kein Problem, ich ziehe mich warm an, und der Körper stellt sich darauf ein, sodass ich mich in geheizten Räumen jeweils in kurzärmligen Shirts aufhalten muss. Meine Empfehlung: Wenn es in der Oberstadt zu hektisch ist – bei uns findet man einen Augenblick Ruhe, geniesst in dieser einzigartigen Stimmung einen Glühwein und findet, ganz nebenbei, mit Sicherheit auch das richtige Geschenk!» Therese Siffert

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GESELLSCHAFT |

FOTO VIDEO ZUMSTEIN KUNDENPORTRÄT

Fotoshooting ohne Fotografen?   Das geht. Ein Fotoshooting in einem Fotostudio ohne Fotografen? Funktioniert das? Foto Video Zumstein hat es ausprobiert – und die Ergebnisse sind bezaubernd! Bereits seit über 80 Jahren ist Foto Video Zumstein in Bern der Ansprechpartner rund um die Themen Fotografie und Film. Das Team von Foto Video Zumstein fühlt sich aber eher der Innovation als der Tradition verpflichtet. Innovativ ist auch das neuste Kind in der Familie von Foto Video Zumstein: die Photeria – das Selbstbedienungsfotostudio.

Und so funktioniert es Die Photeria ist ein Selbstbedienungsfotostudio, das ganz ohne Fotografen auskommt. Über Fernauslöser werden verschiedene Kameras und das Studioblitzlicht direkt ausgelöst. Das hat gleich mehrere Vorteile: Die Fotografierten fühlen sich viel entspannter, und es entstehen ungekünstelte Bilder mit einem ganz besonderen Flair. Die Fotos können auch gleich auf den jeweiligen Monitoren begutachtet werden. So entstehen neue, kreative Bildideen, und das Shooting wird zu einem Erlebnis mit Spassfaktor. Die online buchbaren Timeslots beginnen bereits ab Fr. 89.– und machen den Besuch der Photeria erschwinglich für alle. Für abwechslungsreiche Fotos stehen im über 200 m2 grossen Studio in den Vidmarhallen in Liebefeld unzählige Accessoires, Möbel, Hintergründe und sogar ein riesiges Bällebad zur Verfügung. Die Verbindung aus Fotos in hervorragender Bildqualität und einem einzigartigen Erlebnis machen einen Besuch in der Photeria für Familien, Paare, Freunde oder ganze Teams unvergesslich.

Auch eine Eventlocation für Zumstein-Anlässe Die Photeria ist zudem Foto Zumsteins erste, eigene Eventlocation. Sie ist ein Ort, wo die Fotografie und der Film zelebriert werden. Regelmässig veranstaltet Foto Video Zumstein spannende Events wie Vorträge, Liveshootings, Workshops usw. Irgendwie fand sich dafür aber nie die perfekte Location. Mit der Photeria ist auch dieses Problem gelöst. Problemlos finden bis zu 90 Teilnehmer/innen Platz in der Location.

PHOTERIA ZUMSTEIN

Könizstrasse 161, Vidmarhallen, Liebefeld Reservation erforderlich: www.photeria.ch · info@photeria.ch BÄRN!MAGAZIN-Leser/innen können bei einer Onlinebuchung mit dem Rabattcode «baernmagazin» von 20 % auf den gebuchten Timeslot profitieren. Der Code kann bis Ende März 2020 eingelöst werden. Ausserdem: Verlosung auf Seite 58.

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GESELLSCHAFT | PHILIPPE STUCKI

Philippe Stucki a.k.a Phist Der in Bern lebende Künstler Phist pendelt zwischen Illustration und Grafikdesign. Er ist als Freelancer tätig, um alles von Wandbildern über Albumcover bis hin zu Logos, Verpackungen und Corporate Branding zu kreieren. Wenn Sie an einem coolen Plakat oder schweizer Gin-Label vorbeikommen, könnte es gut sein, dass es von ihm stammt. Kräftige Farben, klare Linien und typografische Details stehen im Vordergrund von Phist‘s Stil. Aber wahrscheinlich noch mehr sind es seine charakteristischen Tiere und Kreaturen. Phist ist ein grafischer Geschichtenerzähler, der seinen Bildern Bewegung und Persönlichkeit verleiht und gleichzeitig genügend Raum für den Betrachter lässt, um seine eigenen Details zu ergänzen. Schauen Sie sich die Titelseite dieser Ausgabe an, um zu sehen, was wir meinen. Poster & mehr erhältlich unter phist.ch

illustration graphic design wall painting 28

phist.ch | @_phist_


Foto Remo Eisner

Die Leidenschaft für das geschriebene Wort mf. Wer kennt sie nicht in Bern, die quirlige, fröhliche Frau mit den bunten Hosenträgern. Rosmarie Bernasconi ist ein Tausendsassa: eidg. diplomierte Kauffrau, Webfrau, Astrologin, Autorin, Verlegerin und Inhaberin der Buchhandlung «Einfach Lesen» in der Berner Matte.

es, zu schreiben, zu fabulieren, und ich finde es toll, wenn andere schreiben. Menschen haben Geschichten – und diese Geschichten interessieren mich.»

Im Glarnerland mit Tessiner Wurzeln geboren, zog Rosmarie Bernasconi 1990 ins Berner Mattequartier. Was führte sie in die Hauptstadt? «Natürlich die Liebe, was sonst?», schmunzelt die 65-Jährige. Und diese Liebe hat bis heute Bestand, seit 1991 ist sie mit dem Schriftsteller Peter Maibach glücklich verheiratet. So oft es geht, unternehmen die beiden Städtereisen, ihre Erlebnisse – und die dabei absolvierte Anzahl Schritte – teilt Rosmarie leidenschaftlich mit ihren zahlreichen Followern auf Facebook und auf ihrem Blog rosmariebernasconi.ch. Woher kommt diese Affinität zum Internet und zu den sozialen Medien? «Ich mag einfach alles, was mit dem Computer und der Technik zusammenhängt – deshalb habe ich auch eine Ausbildung zur Webpublisherin gemacht», so die rührige Verlegerin.

An der Schifflaube finden sich aber nicht nur Bücher, auch wer ein persönliches Geschenk oder eine ausgefallene Postkarte sucht, wird im Laden fündig oder «schnöigget» in ihrem Onlineshop.

2006 eröffnete Rosmarie Bernasconi an der Badgasse 4 in der Matte einen kleinen Buchladen. 2019 zog sie um an die Schifflaube 50, einem lichten Verkaufsladen mit Blick auf ihre geliebte Aare.

Etcetera Doch damit nicht genug. Mit Leidenschaft betreut die Allrounderin einen eigenen Blog, die Website / den Blog der Matte (www.matte.ch) und den «Mattegucker», die Quartierzeitschrift. Ausserdem erstellt sie weiterhin persönliche Horoskope und engagiert sich beim Berner Stiftsgarten, dessen Erzeugnisse jeweils im Sommer im Laden gekauft werden können.

Einfach Lesen Ihr Verlag wurde 1996 als Eigenverlag «Astrosmarie-Verlag» gegründet, 2002 wurde daraus der Verlag «Einfach Lesen». Rosmarie Bernasconi hat nicht den Anspruch, grosse Literatur zu verlegen, sondern Bücher, die die Leserinnen und Leser unterhalten, gerne auch mit Bernbezug. Sie selbst sagt dazu: «Ich mag John Irving, Fabio Volo, Benedict Wells, Peter Maibach und viele weitere Autoren und Autorinnen. Das Märchen «Die Schöne und das Biest» kenne ich auswendig, weil ich auch eine ausgesprochene Romantikerin bin. Ich liebe leichte Unterhaltung – einfach lesen! Ich mag

VERLAG UND BUCHLADEN EINFACH LESEN

Schifflaube 50, Berner Mattequartier, Bern Mobile 079 410 91 33, mail@einfachlesen.ch Öffnungszeiten: Di – Fr, 12 – 18 Uhr / Sa, 10 – 16 Uhr www.einfachlesen.ch In der Serie «Kreative Geschäftsideen» stellt das BÄRN!Magazin originelle und innovative Berner Dienstleistungen und kleine Geschäfte vor.

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SKIMODE bei 30 CIOLINA AG Marktgasse 51 3011 Bern Telefon 031 328 64 64 mode@ciolina.ch www.ciolina.ch

Bild: Skioutfit MONCLER

LIFE IS A MOUNTAIN ...


GESELLSCHAFT

Was läuft in

| BERN WELCOME

?

Marie-Line Michel, Content- und Kommunikationsmanager Bern Welcome

Das Beste an ihrem Job? «Ich weiss immer Bescheid darüber, was in und um Bern läuft – meine Freunde fragen mich regelmässig nach den nächsten Veranstaltungen und meinen Geheimtipps», sagt Marie-Line. Zum Glück verrät sie auch dem BÄRN!Magazin, wie sich die Bernerinnen und Berner immer auf dem Laufenden halten können.

Marie-Lines Tipps

Newsletter Was gibts Neues? Um immer up to date zu bleiben, empfiehlt Marie-Line, den «I love Bern»-Newsletter zu abonnieren. Einmal im Monat flattern die aktuellen Event-, Ausflugs- und Geheimtipps in den Posteingang – mit viel Liebe, Berner Charme und auch mal mit einem Augenzwinkern. Jetzt abonnieren unter bern.com/newsletter Monatshighlights Raclette auf dem «Schweizerhof»-Dach im Dezember, eine Sonderausstellung im Museum im Januar, eine neue Pop-up-Bar im Februar – in Bern gibts jeden Monat viel zu entdecken und zu erleben. Den Überblick verloren? Die Monatshighlights schaffen Abhilfe und sorgen dafür, dass die richtigen Daten fett in der Agenda markiert sind, die Ausflugsideen niemals ausgehen und Langeweile ein Fremdwort bleibt. bern.com/monats-highlights Genuss

Sie ist Wortakrobatin, Schreibkünstlerin und einer der kreativen Köpfe bei Bern Welcome – Marie-Line Michel, Content- und Kommunikationsmanager im Marketingteam. Seit September letzten Jahres ist sie zuständig für das, was für viele Bernerinnen und Berner zur Inspirationsquelle geworden ist: den monatlichen E-Mail-Newsletter mit Erlebnisideen, Eventtipps und exklusiven Verlosungen. Doch das ist bei Weitem nicht alles, was auf Marie-Lines To-doListe steht: Aus ihrer Feder stammen beispielsweise auch die Tipps für kulinarische Höhenflüge in Bern, für Erlebnisse rund um die Aare oder für die erlesensten Shoppingperlen in der Berner Altstadt – zu finden ist all das auf bern.com, der Onlineplattform von Bern Welcome.

Feinschmecker und Naschkatzen aufgepasst! Der neuste Wurf auf bern.com ist die virtuelle Genussseite. Hier gibts auf einen Blick alles, was das Schlemmerherz begehrt: elegante Gault-MillauRestaurants, die besten Bierlokale oder Restauranttipps für Foodies mit kleinerer Geldbörse. Ä Guete! bern.com/genuss Weihnachten Darauf freut sich Marie-Line ganz besonders: Weihnachten! Glühweinstände, Weihnachtsmärkte, unzählige Fonduelocations – die Weihnachtszeit in Bern ist wunderschön und hat einiges zu bieten. Wo gibts feine Marroni? Welche Weihnachtsmärkte lohnen sich? Und was ist bloss das perfekte Geschenk für meine Mutter? Auf der Weihnachtsseite von Bern Welcome gibts alles rund um die besinnliche Zeit im Jahr – zum Beispiel praktische Infos, Inspirationen und die schönsten Geschenke aus Bern. bern.com/weihnachten 31


LEBENSART | BERNCITY GESCHENKIDEEN

Die schönsten Geschenke aus Bern Kennen Sie das? Weihnachten steht vor der Tür und Sie haben noch keine passenden Geschenke? Mit diesen Tipps finden Sie bestimmt genau das Richtige für Ihre Liebsten. Und das Beste daran? In all diesen Geschäften können Sie einfach und unkompliziert mit der BERNcity Geschenkcard bezahlen. Mehr Informationen unter www.berncity.ch

Für den Vater Für «Schoggi»-Liebhaber findet sich im casa nobile leicht das ideale Geschenk. Die süssen Kreationen der Schokoladen-Manufaktur werden allesamt aus erlesenen und perfekt aufeinander abgestimmten Rohstoffen hergestellt. Rathausgasse 45, www.casa-nobile.ch

Für junge Sportfans Ein «Leibchen» des Lieblings-SCB-Spielers, einen schwarz-gelb-roten Schal oder sogar ein SCB-Pyjama für süsse Meisterträume? Im Fanshop des Schlittschuhclubs Bern gibts alles, was das Fanherz begehrt – garantiert auch etwas für das Göttikind. Mingerstrasse 12B, www.scbshop.ch

Für die beste Freundin Nach der stressigen Weihnachtszeit kann ein bisschen Entspannung sicher nicht schaden. Durchatmen, Energie tanken und sich verschönern lassen: Bei Maison Diwa Cosmétique können Sie und Ihre beste Freundin sich ganz spontan und unkompliziert verwöhnen lassen. Monbijoustrasse 20, www.diwacosmetics.ch

Für das Grosi Ihre Grossmutter backt den allerbesten «Schoggi»-Kuchen? Dann freut sie sich sicher über eine Aufmerksamkeit von Bakery Kitchen! Berns erster Backladen lässt jedes Bäcker(innen)herz höherschlagen. Egal ob ausgefallene Backformen, praktische Utensilien oder kreative Zutaten – hier gibts alles, was Hobbybäcker/innen für ihre süssen Kreationen benötigen. Spitalgasse 29, www.bakery-kitchen.ch

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LEBENSART

| BERNCITY GESCHENKIDEEN

Für den besten Freund Ob Drei- oder Fünftagebart, Schnauzer, Vollbart oder glatt rasiert – der moderne Mann will gepflegt sein. Die passenden Produkte dafür gibts bei nassrasieren.ch, erhältlich im Geschäft von Büchi Optik. Wie wäre es zum Beispiel mit einem duftenden SandelholzBartbalsam? Oder doch lieber einen edlen Dachshaar-Rasierpinsel? Kramgasse 25, www.nassrasieren.ch

Für die Schwester Das Paradies für kreative Köpfe: Das riesige Sortiment von Spiess-IDEA lässt das Herz aller Bastelfans höherschlagen. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt – von Wolle, Holzartikeln, Farbe und Leim über Perlen, Schminke und Partyartikel. Der Bastelspass kann losgehen! Spitalgasse 26, www.spiess-idea.ch

Für die Mutter Die feinen Essige und Liköre aus eigener Manufaktur sowie hervorragende Öle und Spirituosen aus aller Welt werden im «vom Fass» in schöne Glasgefässe frisch abgefüllt – das Mami wirds freuen! Wer bei der grossen Auswahl Mühe hat, sich zu entscheiden, darf vor dem Kauf auch probieren. Gerechtigkeitsgasse 70, www.vomfass.ch

Für den Bruder Der nächste Sommer kommt bestimmt – und mit ihm der Sprung in die Aare. Der perfekte Begleiter ist der «Bärnhard»-Aaresack, der dafür sorgt, dass alles trocken bleibt. Passend dazu gibts das bärenstarke Badetuch: extra gross und angenehm flauschig. Erhältlich in der Tourist Information im Bahnhof oder im Onlineshop. Bahnhofplatz 10a, bern.com/shop

Für den Grossvater Das perfekte Geschenk für erfahrene Geniesser: ein edler Tropfen von Terravigna. Die Weinhandlung bietet seit 1980 ein auserlesenes Sortiment an Qualitätsweinen, hauptsächlich aus Italien und Spanien. Santé, Grosspapa! Aarbergergasse 63, www.terravigna.ch

Für das verspielte Gottikind Spielzeuge aus Stoff und Holz, Einrichtungsaccessoires oder ausgewählte Kinderbücher – im Kinderladen U-TIGER fällt es nicht schwer, ein passendes Geschenk zu finden, das bestimmt für leuchtende Kinderaugen sorgt. Gerechtigkeitsgasse 69, www.u-tiger.ch

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LEBENSART

|

GESCHENKIDEEN

Die schönsten Geschenke aus Bern Beautiful!

Kulinarische Freude Verschenken Sie kulinarische Freude mit einem exquisiten Vergnügen: Tauchen Sie zuerst tief in die asiatische Esskultur ein mit dem reichhaltigen Asian Dream Buffet, und erleben Sie anschliessend den puren Nervenkitzel im Grand Casino Bern. Preis p.P. ab CHF 79.–. Mehr Infos: grandcasino-bern.ch/asiandreambuffet

Revolution des Lockenstabs Egal ob Locken, Beach Waves oder einfach etwas Bewegung, der GHD Oracle gibt jedem Style das besondere Etwas. Das neue Styling Tool hat einen u-förmigen Körper, das Haar wird erhitzt und danach gleich wieder abgekühlt. Für super Halt den ganzen Tag. Erhältlich bei Aerni Haar Kleid Bar Spa Bern, Aarbergergasse 60. Mehr Infos www.ghd.com

Sternenhagel Der Berner Daniel Hartmann war lange geschäftsführender Partner der Contexta. Später trainierte er Boxchampions und war Schweizer Promotor im Profiboxen. Mit «Sternenhagel» hat er nun sein erstes Buch geschrieben. Im Märchen für Erwachsene geht es ihm darum, aufzuzeigen, dass alles auf der Erde miteinander verbunden, alles eins ist und dass alles Leid, das wir einem anderen Menschen oder der Natur zufügen, auf einen selbst zurückfällt.

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Das schönste Kompliment auf kuschelig weichem Velours und ein passendes Geschenk für alle Aare-Begeisterten. Es sind zwei Farbkombinationen erhältlich: leuchtendes Aare- auf dunklem Moosgrün und goldiges Beige mit strahlendem Violett. www.hkcorner.ch

Schönes aus heimischem Holz Die Schreinerei Wyttenbach mit eigenem Showroom an der Altenbergstrasse 57 stellt nachhaltige Massivholzmöbel, aber auch Schneidbretter, Holzschalen, Kerzenständer, Wurst- und Käsehobel in hervorragender Qualität aus Schweizer Holz her. Samstags von 13 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung. www.wyttenbach-schreinerei.ch

Für Wohlfühlmomente Die Produkte aus dem Geschenkset der Schweizer Pflegelinie Mettler beinhalten neben anderen die natürlichen Stoffe aus Mimosa-Extrakt. Damit pflegen das Duschgel mit Seideneffekt und die zarte, beruhigende Körperlotion sensible Haut besonders nachhaltig. Erhältlich in der Bahnhof Apotheke in Bern (im Galeriegeschoss) und weiteren Verkaufsstellen gemäss dem Inserat auf der Rückseite dieses Magazins.

Faire Mangos Am Berner Sternenmarkt vertreten ist auch das Berner Fair-Trade-Startup Nyanja, mit «Bolibo»-Mangos direkt von Bauern in Mosambik – mit deren Gesichtern und Namen. Nyanja schafft Einkommensmöglichkeiten für Hunderte von Familien. Gründer Jonathan Litscher erzählt am Stand gerne, wie er das Projekt aufgebaut hat. www.nyanja.ch


LEBENSART | GESCHENKIDEEN

Himmlische Düfte Raumdüfte aus echten Parfüm-Essenzen von Locherber. Angenehme Düfte mit verschiedenen Noten, erhältlich in diversen Grössen. Auch als Nachfüllpackung. Erhältlich in der K76 Fashion Boutique in Bern, Kramgasse 76 – beim Zytglogge.

Keine Frau hat je genug ... Frauen lieben Handtaschen. In jeder neuen Saison erfindet Longchamp die französische Eleganz neu. Le Pliage Cuir ist eine weiche Handtasche, mit ihrer minimalen Linienführung und dem grosszügigen Stauraum ein treuer und stylischer Begleiter von morgens bis abends. Erhältlich bei Ciolina, Marktgasse 51, Bern.

Bärner Mutzli Ein wahrhaft bärenstarker Genuss, die «Bärner Mutzli» mit Honig vom Berner Stadtimker. Diese und andere Spezialitäten aus grandioser Schokolade, hergestellt aus erlesenen Rohstoffen und geformt zu kunstvollen Kreationen bei Casa Nobile an der Rathaushasse 45 in Bern oder online www.casa-nobile.ch.

Bärn schänke! Die BERNcity Geschenkcard ist Kino-, Restaurant-, SpezialgeschäftGutschein in einem. Sogar YB-Tickets kann man davon kaufen oder einen Kulturbetrieb besuchen. Über 230 Annahmestellen in Bern – genau deswegen ist sie bei den Bernerinnen und Bernern auch so beliebt. Infos: www.berncity.ch/geschenkcard

Vielfalt schenken Mit der Westside-Geschenkkarte schenken Sie Ihren Liebsten die Freiheit, aus der riesigen Vielfalt das Passende selbst auszusuchen. Erhältlich mit einem Betrag Ihrer Wahl bei den Westside Services oder online unter www.westside.ch online-shop.

Schmucke Stücke «Silberstück» ist das Berner Schmuckatelier von Jacqueline und Annina Moser mit Schmuckstücken aus schönsten Halbedelsteinen, Perlen  und 925 Karat Silber – ein jedes ein Unikat – handgemacht und von hochwertiger Qualität. Vom 5. bis 12.12. und vom 19. bis 29.12. am Berner  Sternenmarkt auf der kleinen Schanze oder im Onlineshop erhältlich. www.silberstück.ch 

Mundart-Shirts T-Shirts mit «iu», «Gfröörli», «äuä», «Uftrags-Griller», «Plagööri», «Plöischler», «Chrüsimüsi», und «Chrampfer» oder doch lieber Socken mit der Aufschrift «Chly stinke muess es»? – Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle richtigen Bärn-Fäns bestellen unter: www.mundart-shirts.ch

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Zwischen Tradition und Zukunft WEIHNACHTEN IM WESTSIDE

T ext: Christian Bärtschi

Das Weihnachtsfest ist für viele mit angenehmen Kind-

Weihnachten im modernen Gewand

heitserinnerungen verknüpft. Die Art, wie der Baum geschmückt wird oder was auf den festlich gedeckten Tisch kommt, bestimmt oft, wie wir die Festtage in der Gegenwart und auch in Zukunft gestalten. Doch selbst ein so traditionelles Fest wie Weihnachten macht zuweilen Neuerungen durch.

Ein Ort, wo Tradition und Zukunft harmonisch zusammenkommen, ist das Shopping- und Erlebniscenter Westside. Schon die wegweisende Architektur von Daniel Libeskind zeigte damals den Kunden, Architekten und Journalisten, wohin sich moderne Einkaufscenter künftig noch entwickeln könnten. Kein Wunder, dass Architekturfans aus aller Welt noch heute ins Westside pilgern.

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Für die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest bietet Westside traditionelle, aber auch zukunftsweisende Attraktionen: Unter einem Dach finden Kundinnen und Kunden eine ganze Weihnachtswelt vereint. Diese Wetterunabhängigkeit ist gerade in der kalten Jahreszeit nicht zu verachten. Nebst allerlei Geschenkideen und kulinarischen Höhepunkten ist vor allem das Weihnachtsprogramm ein spannender Mix: Wer möchte nicht mal eine rasante Virtual-Reality-Schlittenfahrt erleben? In der «Westside Weihnachtswelt» ist ein Flug mit dem Samichlaus-Schlitten problemlos möglich. Interessierte nehmen einfach in den bequemen Sesseln Platz, lehnen sich zurück und geniessen entspannt den rund zweiminütigen Flug. Natürlich gibt es auch traditionelle Attraktionen, wie zum Beispiel das gemütliche Westside-Fondue-Chalet. Es steht Firmen und Privaten offen und bietet ein reichhaltiges und herzhaftes Speiseangebot. Auch der Riesenadventskalender ist jederzeit einen Besuch wert. Besucher und Besucherinnen können dort täglich Sofortgewinne, Geschenkkarten und Rabatte für die umliegenden Shops gewinnen.


LEBENSART | WESTSIDE

Kinderlachen leicht gemacht Unsere kleinen Gäste erwartet in Berns Westen ein spannendes Vorweihnachtsprogramm: In der herrlich nach Guetzli duftenden Backstube können junge Meisterbäckerinnen und Meisterbäcker feines Backwerk kreieren. Zudem lädt ein schönes Karussell Jung und Alt zu einer vergnügten und entspannten Fahrt ein. Ein Höhepunkt ist sicher der Besuch des Samichlaus am 6. Dezember. Er bringt kleine Geschenke mit und steht ausserdem für Fotos mit Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.

Weitere Attraktionen für Gross und Klein Am Eingang des Shopping- und Erlebniscenters Westside können Kundinnen und Kunden sich den schönsten Weihnachtsbaum fürs Fest aussuchen. Natürlich sind auch die vielen weihnachtlich geschmückten Läden und der eine oder andere Leckerbissen im Food Court ein Augen- beziehungsweise ein Gaumenschmaus. Und wer weiss, vielleicht lässt sich der Augenschein im Shoppingund Erlebniscenter Westside auch gleich mit einem packenden Kinoabenteuer oder einem Ausflug in die grosszügige BernaquaBadelandschaft verbinden? Übrigens, wer nach einem ereignisreichen Tag im Westside den Heimweg nicht mehr auf sich nehmen möchte, findet im benachbarten Hotel Holiday Inn die perfekte Schlafgelegenheit und viel Erholung. Eins ist sicher – Langeweile kommt im Westen von Bern nicht auf – und an Weihnachten erst recht nicht. Die vielen Wichtel in der Weihnachtswelt des Westside freuen sich bereits jetzt über zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

WESTSIDE-WEIHNACHTSPROGRAMM

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Riesenadventskalender Grossmutters Backstube Virtuelle Schlittenfahrt Weihnachtskarussell Päcklitisch Der Samichlaus ist da! Sonntagsverkäufe Westside-Chalet

Detaillierte Infos zum Weihnachtsprogramm finden Sie unter: westside.ch/weihnachten facebook.com/westsidebern instagram.com/westsidebern #westsidebern 37


LEBENSART | KUNDENPORTRÄT BOUTIQUE K76

K76 – spezialisiert auf Kaschmir Zuoberst an der Kramgasse beim Zytglogge hat eine neue Modeboutique eröffnet mit schicker, zeitloser Mode und mit Fokus auf natürliche Qualitäten wie Seide und Kaschmir. Kaschmir – eine hochwertige Wollart Kaschmir ist aufgrund seiner sehr feinen Fasern als eine der qualitativ hochwertigsten Wollarten bekannt und gilt deshalb als Edelgarn. Bereits seit über 3000 Jahren nutzt der Mensch die wärmende Wolle zur Herstellung von Kleidung. Kaschmirwolle wird aus dem feinen Unterhaar der Kaschmirziegen gewonnen. Diese frei lebenden Ziegen werden im Frühling von Hand gekämmt (nicht geschoren), und demzufolge werden wegen der Wolle keine Tiere getötet. Die wichtigsten Erzeuger heute sind Tibet, die Mongolei und das mittelasiatische Hochland (Pamir). Grosse Zuchtfarmen sind aber auch in Australien und Neuseeland zu finden. Eine Ziege ergibt pro Kämmen rund 150 g Wolle. Für einen einzigen Pullover müssen also ungefähr drei Ziegen gekämmt werden.

Kaschmir ist Vertrauenssache Bei der Kaschmirwolle lassen sich grosse Qualitätsunterschiede feststellen. Ob die Kaschmirziege im Himalaya auf vier- oder fünftausend Metern hoch in den Bergen in freier Natur lebt oder ob sie in einer Farm im Unterland gezüchtet wird, ist für das Haar bzw. für die Wolle bereits entscheidend. Je höher und je freier die Ziegen leben, desto robuster das Haar. Zudem ist ausschlaggebend, wie oft pro Jahr die Ziegen gekämmt werden. Bei den qualitativ hochwertigen Garnen werden die Ziegen nur einmal pro Jahr ausgekämmt, günstiger Kaschmir aus den Industriestaaten wird oft 38

zweimal pro Jahr geschoren. Leider wird bei der Produktion oft geschummelt. Kaschmir ist also Vertrauenssache!

Kaschmir von LE TRICOT PERUGIA Das Team von K76 ist deshalb in regem Kontakt zu den Herstellern, hauptsächlich kleineren Familienbetrieben mit langjähriger Erfahrung. Diese setzen sich für eine nachhaltige und faire Produktion ein und garantieren die Überwachung der gesamten Herstellungskette. Die Produkte von LE TRICOT PERUGIA werden noch heute in der eigenen Fabrik bei Perugia (Italien) hergestellt und garantieren seit mehr als 40 Jahren beste Qualität zu einem fairen Preis. Ein echtes Kaschmirprodukt ist dementsprechend kostbar und bereitet bei richtiger Pflege über viele Jahre viel Freude. Die Boutique K76 steht für nachhaltige und bewusste Mode, sogenannte Slow Fashion. Sie fördert und unterstützt den Wandel zu mehr Verantwortung und Respekt für Mensch und Umwelt und zu einem veränderten Bewusstsein gegenüber dem Produkt, dessen Ursprung sowie dem eigenen Konsumverhalten. Slow Fashion bedeutet umweltschonende Herstellung und Auswahl der Rohstoffe und steht für eine nachhaltige Produktion, hochwertige Verarbeitung und für fairen Handel.

K76 FASHION BOUTIQUE

Kramgasse 76 · beim Zytglogge · 3011 Bern Telefon 031 376 00 76 · www.k76.ch Instagram: k76fashionboutique


LEBENSART

| AERNI

Unglaublich schön “Hinter dieser Túre, auf úber 650 Quadratmetern, finden Sie einen Coiffeursalon, eine Boutique, eine Bar und ein Spa. Alles unter einem Dach, vier in einem. Nehmen Sie Platz bei uns, und wundern Sie sich nicht, wenn Sie nach dem Besuch bei uns unglaublich schóne Komplimente erhalten.” Marc Riedo

Kleider von Annette Görtz, High, Crea Concept, Marc Cain, Maliparmi, Ania Schierholt, Steffen Schraut, Cambio, Niù und weiteren ihren Platz in der grosszügigen Boutique gefunden.

Aerni Bar Bei Aerni in Bern lässt es sich den ganzen Tag verweilen. Auch für den Hunger und den Durst ist alles vorbereitet: In der cool designten Bar treffen sich Menschen zum Kaffee, zur Lektüre oder einfach zum Sein. Die Auswahl an Köstlichkeiten ist zwar klein, aber innovativ und höchst exquisit.

Aerni Spa Das Angebot reicht von kompletter Gesichts- und Körperpflege mit Ligne St Barth und Pharmos Natur über spezifische DaySpas bis hin zu ayurvedischen Behandlungen für Körper, Geist und Seele. Wer ein wenig Zeit mitbringt, entscheidet sich für einen halbtägigen Day-Spa.

Aerni Haar Die über 30 hoch motivierten Mitarbeitenden bei Aerni sind professionell, fachkundig, zuvorkommend und stellen den Kunden in den Mittelpunkt. Qualität bedeutet für Marc Riedo und sein Team nicht ausschliesslich die professionelle Arbeit an der Haarpracht. «Wir geben uns nicht mit Durchschnitt zufrieden und wollen die Erwartungen übertreffen.»

Aerni Kleid Das Team sucht ausgefallene, lässige und elegante Stücke einzigartiger Designer für eine modebewusste Kundin. Dabei wird viel Wert auf eine individuelle Beratung gelegt. So haben zum Beispiel

Für Reservationen: AERNI riedogroup AG Aarbergergasse 60 · Bern · Telefon 031 311 24 68 mail@aernibern.ch · www.aernibern.ch

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LEBENSART | WOHNEN KUNDENBEITRAG

living & more – faszinierende Wohnkultur Im Liebefeld ist dieser Name bald Programm: Am Puls der Kultur und der speziellen Ambiance bei den Vidmarhallen entstehen aktuell 95 trendige Wohnungen sowie attraktive Gewerbeflächen. Die moderne Überbauung im Minergiestandard, bestehend aus einem Zeilenbau und einem Kubus, bietet attraktive 2,5- bis 4,5-Zimmer-Mietwohnungen mit grosszügigen Loggias sowie Gewerbeflächen in unterschiedlicher Grösse und als Besonderheit fünf Wohnateliers. Welcher Wohntyp sind Sie? Die von Rykart Architekten gekonnt entworfenen Gebäude bieten Raum für alle Ansprüche. Die 4,5-Zimmer-Wohnungen im Zeilenbau erstrecken sich über die gesamte Tiefe des Gebäudes, was für viel Licht sorgt und Platz für zwei Loggias schafft. Ebenfalls im Zeilenbau befinden sich sogenannte Wohnateliers – ein Highlight für alle, die von einem offenen Wohnraum verteilt auf zwei Ebenen träumen. Die Attikawohnungen erfüllen die Bedürfnisse derjenigen bestens, die am liebsten den Blick in die Ferne schweifen lassen. Bei den 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen kommen die Liebhaber von offenen Wohn-/Essräumen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Wohnungen sind mit hochwertigen Materialien und Geräten ausgestattet. Eine dezente, zeitlose Farbwahl im Innenbereich schafft Behaglichkeit und lädt dazu ein, die Wohnung individuell und stilvoll einzurichten. Auch die Gewerbe- und Dienstleistungsflächen bieten ein grosses Spektrum: vom Büro für ein Kleinunternehmen (ab 93,5 m²) bis zum Raum für ein grosses Vorhaben (580 m²). Miete (exkl. Nebenkosten) 2½ Zimmer: ab Fr. 1500.– (63,5 m2) 3½ Zimmer: ab Fr. 1800.– (84,5 m2) 4½ Zimmer: ab Fr. 2100.– (103,5 m2) Wohnateliers: Fr. 2100.– (82 m2) Bezugsbereit: per 1. April 2020 (Kubus) bzw. 1. Juni 2020 (Zeilenbau) Ab November 2019 kann eine komplett eingerichtete Musterwohnung besichtigt werden. Weitere Infos und alle Grundrisse: www.livingandmore-liebefeld.ch

ZOLLINGER IMMOBILIEN 40

Zollinger Immobilien, Gümligen Telefon 031 954 12 12


LEBENSART

| WOHNEN KUNDENBEITRAG

Küchen – von Lichtblicken bis Goldstücke F O R S T E R S TA H L K Ü C H E N – S H O W R O O M B E R N A N N E U E M S TA N D O R T

Der zentral gelegene neue Showroom von Forster Stahlküchen ist ca. zehn Gehminuten von der Berner Altstadt entfernt. In den Räumlichkeiten an der Thunstrasse 43a präsentiert das Arboner Unternehmen fünf Küchen sowie einen Hauswirtschaftsraum – eine weitere Spezialität. Die neuen Räumlichkeiten von über 240 m2 liegen im malerischen Quartier Kirchenfeld, bieten genügend Parkmöglichkeiten und sind vom Bahnhof Bern aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln direkt erschlossen. Auf seiner Ausstellungsfläche präsentiert der Arboner Experte sein Können. Sei es das Beispiel in Weiss-Metallic inklusive einer kupferfarbenen Insel oder eine Küche in der Farbe Taupe, die sich ein wenig schlichter präsentiert. Die Variante in Salvia weist als Basisküche ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf und ist wie alle Forster Küchen pflegeleicht, langlebig, recycelbar und emissionsfrei.

tet; von der Beratung über die Visualisierung der gewählten Küche und die Planung bis hin zur Realisierung. Ideen und Vorstellungen können in Renderings gezeigt werden, sodass Wunschküchen schon vorab digital zu sehen sind. Bei Forster geben sich Kunden in professionelle Hände. Die Mitarbeiter/innen des Showrooms sind ausgewiesene Planer (Architektur und Interior Design) und Berater. Das dynamische Team hat mehrere Jahre Erfahrung im Küchenbereich und steht für Beraratungstermine gerne zur Verfügung.

Auch edle Varianten zeigt der Stahlküchenexperte. Mit dem «Goldstück» präsentiert Forster eine sehr geschmackvolle Küche – aus gebürstetem und mit transparentem, goldenem Lack überzogenem Chromnickelstahl. Die in Schwarz-Matt realisierte Showküche «Lichtblick» überzeugt mit einer edler Zurückhaltung. Voll eingerichtet und funktionsfähig wird sie für Events genutzt. Die Bemusterungswand zeigt eine grosse Auswahl an Arbeitsplatten, Materialien für die Rückwand sowie alle standardmässig angebotenen Oberflächen. Besteht der Wunsch nach einem Unikat sind auch individuelle Farben nach dem NCS/RAL-Farbsystem lieferbar. Wie in allen Forster Küchenstudios werden die Kunden im neuen Showroom über den ganzen Entscheidungsprozess hinweg beglei-

FORSTER SWISS HOME AG

Thunstrasse 43a 3005 Bern Telefon 031 990 05 20 www.forster-home.ch

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LEBENSART

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GESUNDHEIT KUNDENBEITRAG

Eine Bernerin auf dem grössten Spitalschiff der Welt

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Hirslanden und der Hilfsorganisation Mercy Ships leisteten drei Bernerinnen vom Salem-Spital einen Einsatz auf der «Africa Mercy» in Guinea. Die Berner OP-Pflegefachfrau Ines C. Herberger ist mit zahlreichen Eindrücken im Gepäck von ihrem Aufenthalt heimgekehrt und berichtet hier von ihren Erlebnissen.

Bei der Ankunft in Guinea wurde geprüft, ob alle die Gelbfieberimpfung hatten. Anschliessend brachten Jeeps die Freiwilligen auf das Schiff. Bereits beim Eintreffen fühlte sich Ines C. Herberger sehr willkommen: «Nach dem Ausfüllen einiger Formulare und dem Bezug meines Mitarbeitendenausweises wurde ich herzlich von meinen Zimmerkameradinnen und meinem zukünftigen Team begrüsst. Am nächsten Tag fand eine gründliche Einführung statt, und auch mein Arbeitsplatz wurde mir vorgestellt.»

Wenn die Menschen nicht ins Spital gehen können, muss das Spital zu den Menschen kommen. Mit dieser Vision haben Don und Deyon Stephens im Jahr 1978 in Lausanne Mercy Ships gegründet. Mit Spitalschiffen soll medizinische und humanitäre Hilfe an die Küste und von dort aus sogar ins Hinterland gelangen. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Seit der Gründung sind ihre Schiffe entlang der afrikanischen Küste in mehr als 70 Ländern im Einsatz.

Geschlafen wird in der Kajüte

Auf nach Guinea

Insgesamt herrschte während des gesamten Aufenthalts eine sehr positive Grundstimmung an Bord: «Vom Kapitän über das medizinische Personal und den Techniker bis zum Bäcker bin ich immer auf eine riesige Hilfsbereitschaft gestossen. Alle unterstützten einander, und die Leute waren mit Begeisterung bei der Sache. Dieser Spirit war sehr ansteckend und trug zu einem positiven Arbeitsklima bei. Wichtig war auch, dass stets das Wohl der Patienten im Mittelpunkt stand.»

Die Reise von Ines C. Herberger startete in Zürich. Von hier flog sie über Brüssel und Dakar nach Conakry in Guinea, wo das grösste Spitalschiff der Welt, die «Africa Mercy» vor einigen Monaten vor Anker lag. Während 30 Tagen lebte und arbeitete die OP-Pflegefachfrau aus Bern zusammen mit rund 400 Freiwilligen aus über 46 Nationen auf dem Schiff.

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Untergebracht waren die Freiwilligen in einem Sechserzimmer. Geschlafen wurde auf Stockbetten, Fenster gab es keines. Anfängliche Bedenken von Ines C. Herberger lösten sich schnell auf: «Alle Mitbewohnerinnen waren immer sehr rücksichtsvoll. Einschlafen war meist auch kein Problem, da der Tag jeweils so vollgepackt mit Erlebnissen war, dass man sich abends auf das Bett freut»


LEBENSART

| HIRSLANDEN KUNDENBEITRAG

«Die Patienten waren für die medizinische Hilfe ungemein dankbar.»

Arbeitsalltag auf dem Schiff Gearbeitet hat Ines C. Herberger schätzungsweise 45 Stunden pro Woche. Insgesamt gab es fünf OP-Räume, in denen pro Tag je rund vier Patienten operiert wurden. Welche Operationen durchgeführt wurden, war immer davon abhängig, welcher Arzt gerade an Bord war.

organisation Mercy Ships im Rahmen einer Partnerschaft mit medizinischer Fachkompetenz. Seit 2018 verstärken Hirslanden-Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen wie Pflege, Spezialpflege, Physiotherapie, Ärzteschaft oder Administration die Crew der «Africa Mercy» – des grössten Spitalschiffs der Welt.

Seit August in Senegal vor Anker Während des Aufenthalts der Bernerin wurden neben allgemeinchirurgischen Eingriffen vor allem Tumoren operiert. Auch bei Augenoperationen wurde sie eingesetzt. Das Operationsteam bestand dabei meist aus drei OP-Pflegefachfrauen, zwei Ärzten, einem Anästhesiearzt und einer Anästhesiepflegerin. Der Arbeitstag begann jeweils um 7.30 Uhr auf dem OP-Gang. Nach einer kurzen Ansprache der «Teamleaderin» wurden der Operationsplan, die Einteilung und die bevorstehende Operation besprochen. Wenn sich das Schiff manchmal leicht bewegte, musste man darauf achten, dass der OP-Tisch nicht ins Rollen kam. Dies sei aber nur selten vorgekommen. Von der guten Ausstattung der Operationssäle war Ines C. Herberger positiv überrascht. Neben der Arbeit wurden ausserdem immer wieder wissenschaftliche Vorträge, musikalische Darbietungen oder Ausflüge in die Stadt angeboten.

Nach dem Einsatz in Guinea ist die «Africa Mercy» von August 2019 bis Juni 2020 im Hafen von Dakar in Senegal angedockt, um lebensverändernde Operationen für über 2000 erwachsene und junge Patienten aus dem ganzen Land durchzuführen, über 8000 Patienten in einer Zahnklinik zu behandeln und Hunderten von senegalesischen medizinischen Fachkräften eine ganzheitliche Ausbildung anzubieten. Obwohl Senegal als eines der stabilsten westafrikanischen Länder gilt, lebt über ein Drittel der Einwohner von unter zwei Dollar pro Tag. Auch Mitarbeitende von Hirslanden sind bei diesem Einsatz wieder mit dabei. Mehr Informationen unter www.hirslanden.ch/mercyships

Dankbarkeit der Patienten als Lohn Die Patienten der «Africa Mercy» waren aus dem ganzen Land angereist und sprachen verschiedene Sprachen. Aus diesem Grund war bei der Behandlung meist ein sogenannter «Dayworker» aus der Stadt anwesend, der als Übersetzer fungierte. Die Patienten durften stets eine Begleitperson mitnehmen, die auf einer Matratze im gleichen Zimmer schlief. Obwohl Freud und Leid immer nahe beieinander waren, seien die Patienten immer sehr guter Stimmung gewesen: «Die Leute waren ungemein dankbar, dass wir ihnen eine medizinische Versorgung anbieten konnten. Allgemein wurde auf dem Schiff sehr viel gelacht. Der Aufenthalt war für mich persönlich und auch beruflich eine riesige Bereicherung, die ich auf keinen Fall missen möchte.»

Wertvolle Partnerschaft mit Hirslanden Nirgendwo auf der Welt geht es den Menschen aus medizinischer Sicht besser als bei uns in der Schweiz. Der Grossteil der Erdbevölkerung – rund 5 Milliarden Menschen – hat keinen Zugang zu medizinischer oder chirurgischer Versorgung. Hirslanden möchte etwas dazu beitragen, dies zu verbessern, und unterstützt die Hilfs-

OP-Pflegefachfrau Ines C. Herberger

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LEBENSART

| GESUNDHEIT KUNDENBEITRAG

Passend vorsorgen gegen Grippe Mit dem Winter kommt auch die Grippewelle, und mit ihr stellt sich die Frage nach einer geeigneten Prophylaxe. Vitamine, Zink, Roter Sonnenhut oder doch die Impfung: Die Möglichkeiten sind vielseitig. Seit 2015 bieten auch Berner Apotheken mit der entsprechenden Bewilligung Grippeimpfungen an. Winterzeit ist Grippezeit – doch wann handelt es sich um eine Grippe? Eine Grippe und eine Erkältung lassen sich klar unterscheiden: Während sich bei einer Erkältung Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen und Husten schleichend ankündigen, treten die Beschwerden bei einer Grippe innert Stunden ein. «Bei der echten Grippe handelt es sich um die Infektion mit dem Influenzavirus. Betroffene kriegen hohes Fieber über 38 Grad, Schüttelfrost, Hustenreiz, Hals- und Schluckweh, auch Schmerzen in Muskeln und Gelenken können hinzukommen», meint Stephan Hummel, eidg. dipl. Apotheker und Betriebsleiter der Bahnhof Apotheke Bern. Erkrankte müssen sieben bis zehn Tage das Bett hüten und verspüren ein starkes Krankheitsgefühl.

Der Grippe vorbeugen Die einfachste und wirksamste Vorbeugung gegen Grippe ist gemäss Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit die Grippeimpfung. Die Impfung wird empfohlen für Menschen ab 65, schwangere Frauen, Personen, die in Kontakt mit Babys sind, sowie Personen mit chronischen Erkrankungen. Zahlreiche Studien belegen zudem eine das Immunsystem stärkende Wirkung von qualitativ hochstehenden Präparaten mit Vitamin C und Zink. «Vitamin C fördert die Bildung von Abwehrzellen im Blut, und Zink macht es den

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Viren schwerer, in den Körper zu gelangen. Auch dem Roten Sonnenhut wird eine gute vorbeugende Wirkung zugeschrieben, er regt die Zellen des Immunsystems an», erklärt der Apotheker.

Grippeimpfung in der Apotheke – ohne Voranmeldung Seit 2015 bieten auch Berner Apotheken die Grippeimpfung an. Aktuell sind 213 Apothekerinnen und Apotheker im Kanton Bern berechtigt, gegen die Grippe zu impfen. Sie haben nach einer fundierten Ausbildung die Kompetenz dazu erlangt. Das Angebot fand bereits zu Beginn grossen Anklang. «Unsere Kundinnen und Kunden schätzen vor allem den schnellen und unkomplizierten Ablauf, bei uns kann man sich ohne Voranmeldung impfen lassen», meint Stephan Hummel.

Tipps für den Alltag – – – – – – –

Essen Sie ausgewogen, farbig und frisch. Waschen Sie regelmässig die Hände mit Seife: vor dem Essen, nach dem Unterwegssein, vor und nach dem Toilettengang. Desinfizieren Sie die Hände mehrmals täglich. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüssten Tee. Lüften Sie Wohn- und Arbeitsräume regelmässig. Achten Sie auf Bewegung an der frischen Luft. Husten oder niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.

BAHNHOF APOTHEKE

Galeriegeschoss Bahnhof Bern Offen an 365 Tagen im Jahr von 6.30 bis 22.00 Uhr


LEBENSART CULINARIUM | BÄRNER RUNDSCHOU

Bärner Rundschou Neue Pop-up-Restaurants Angeschnallt und aufgepasst: «Taxi to Galaxy» lädt zur kulinarischen Entdeckungsreise der aussergewöhnlichen Art. Das Pop-up-Projekt im Berner Länggassquartier pilotiert zwischen Provokation und Ästhetik, Extravaganz und Regionalität, Passion und Feingeschmack. Bis zum 1. Februar 2020 erwarten den Gast lukullische Genüsse in geheimnisumwitterten Sphären. www.taxitogalaxy.ch

Gipfeltreffen: Brunch und Film Genau das Richtige für einen grauen Wintertag: ein feiner Brunch und anschliessend einen Film geniessen in der Cinématte. Jeden ersten Sonntag im Monat., das nächste Mal am 1. Dezember, Reservation empfohlen. www.cinematte.ch

Würste à gogo Wenn das Dreigänger-Team Feierabend hat, übernimmt bis zum 31. März die Crew vom «Wagen zum Glück». Im Sommer sind sie mit ihrem Wagen in Worblaufen an der Aare anzutreffen. Nun haben sie ihr Winterquartier im Liebefeld aufgeschlagen. Sie kreieren leckere Biomenüs zu einem bestimmten Thema und servieren diese mit dem passenden Sound. www.dreigaenger.ch

Martin Stettler, Inhaber der «Bratwurstmanufaktur», hat jede Menge Geschichten auf Lager. Doch anstatt diese zu erzählen, packt er sie lieber in seine Wurstkreationen und nun auch in kurze Videos. Insgesamt gibt es bei der Bratwurstmanufaktur 62 Wursttypen zu entdecken: vom Ladiesgriller über den Alpengriller bis zum Smoky Chocolategriller oder Toskanagriller – um nur einige zu nennen. Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt eine Degustationsbox. Onlineshop: www.stettler-wurst.ch

Wieder aus dem Norden zurück im Ringgenpark ist «Øscår Elch». Geboten werden Hot Mules in verschiedenen Variationen, ausserordentliche Currywürste mit verschiedenen Toppings und schwedischer Glühwein «Glögg». Øscår Elch auf Facebook

Zum Kuckuck mit dieser Bar Urban und industriell, aber dennoch stilvoll – so präsentiert sich die neue Trendbar von Mosaik Events, «Zum Kuckuck». Im Herzen der Stadt Bern serviert euch der freche Vogel ein volles Programm: Kaffee und Croissants zum Frühstück, Lunch zum Mittagessen, spritzige Drinks und Ginlastige Cocktails zum Afterwork sowie treibende Musik vom DJ bis in die Nacht hinein. www.zumkuckuck.ch

Regional einkaufen Bei «Grundstock» ist es auf einfache Art und Weise möglich, einen Wocheneinkauf bei lokalen Produzent/innen zu tätigen. Mit einer bedienungsfreundlichen Website, einem kompakten, durchdachten Sortiment und einem zentralen Abholstandort Nähe Eigerplatz oder dem praktischen Lieferservice per Velo. «Grundstock» steht für eine naturnahe Produktion, die kleinräumig und ökologisch ist, für kurze Transportwege, darum für mehr Nachhaltigkeit und Frische der Produkte: www.grundstock.ch

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LEBENSART CULINARIUM | FOOD EXPO KUNDENBEITRAG

FOOD EXPO

Die ersten Schweizer Genusstage Die FOOD EXPO bietet vom 29. November bis 1. Dezember in der Bernexpo einen Treffpunkt für alle an nachhaltigem Genuss orientierte Menschen. Bereichert wird der grosse Lebensmittelmarkt mit Kochateliers, einer Tavolata und der Gluscht World.

Die FOOD EXPO in der Messe Bernexpo wird vom 28. November bis 1. Dezember zum grossen kulinarischen Treffen. Marktbesucherinnen und -besuchern bietet sie Gelegenheit, unter einem Dach über 110 nationale und internationale Lebensmittelprodu-zentinnen und -produzenten und deren Erzeugnisse kennenzulernen. Die ersten Schweizer Genusstage sind einzigartig, sind sie doch auf gedeckten 4000 Quadratmetern Marktfläche eine Gour-met-Messe, Street-Food-Festival und eine Veranstaltung für fair produzierte Lebensmittel zugleich. Neben persönlichen Gesprä-chen mit den Produzenten bietet auch das Kochatelier Interes-santes. Hier führen versierte Küchenprofis ihre Tricks vor und bieten Inspiration für den persönlichen Kochalltag.

Local Food Heroes und Mercato Slow Food Der Kanton Bern ist reich an ausgezeichneten Lebensmittelproduzenten und zeigt dies an der FOOD EXPO. Besonders empfehlenswerte Kleinstbetriebe aus Stadt und Land erhalten als Local Food Heroes mit Unterstützung von Slow Food Bern die Chance, sich und ihre Köstlichkeiten zu präsentieren. Zusätzlich lädt der Mer-cato Slow Food zum Entdecken. Feinschmecker kommen hier garantiert auf ihre Kosten: Diverse Foodtruck und Küchen mit Probierportionen locken in der Gluscht World zum Verweilen. Genossen werden die feinen Gerichte inmitten der Markthalle an der grossen Tavolata.

F O O D E X P O B E R N 2 9 . 11. – 1. 1 2 . 2 0 1 9 Alle Infos unter: www.foodexpo.ch FOOD EXPO – die Schweizer Genusstage Bernexpo, Mingerstrasse 6, 3014 Bern Öffnungszeiten: Freitag, 29. November 2019 / 12–21 Uhr Samstag, 30. November 2019 / 12–21 Uhr Sonntag, 1. Dezember 2019 / 10–19 Uhr 46


LEBENSART | KURSAAL KUNDENBEITRAG

Berner Gastfreundschaft in neuem Kleid Der Kran steht schon. Richtig los geht es aber erst im Januar: Das Hotel Allegro wird bei laufendem Betrieb umgebaut, 171 Zimmer und die Hotellobby. Ab Herbst 2020 hat das Hotel einen neuen Look und einen neuen Namen: Swissôtel Kursaal Bern. Hinter dem Design steht Nina Mair. Ein zeitloser Stil, perfekt durchdachte Details und ausgesuchte natürliche Materialien prägen die Arbeiten der mehrfach ausgezeichneten Innenarchitektin. Im Musterzimmer zeigt sich das: Der Holzboden aus Eiche setzt sich an der Wand als Täfelung fort. Ein Sideboard aus Stein dient als Schreibtisch, Ablage oder Bar. Dazu kommt höchster Schlafkomfort mit bewährten Springboxbetten. Ein ausgeklügeltes Lichtkonzept und eine intuitiv bedienbare Raumsteuerung sorgen für individuellen Komfort. Die Zimmer generieren eine natürliche Atmosphäre, in der der Gast während der Reise Ruhe und Kraft tanken kann.

änderungen zum Trotz versichert er: « Wir halten an unserem bewährten Managementteam fest. An der gewohnten Berner Gastfreundschaft ändert sich nichts.»

Vorteile für alle Swissôtel Hotels & Resorts gehört seit 2016 zu Accor. So können die Gäste beim weltweiten Treue- und Bonusprogramm von Accor mitmachen. Der Kursaal Bern profitiert auch: Er ist an ein globales Reservierungssystem angeschlossen und hat Zugang zu neuen, innovativen Technologien für die Hotellerie. www. kursaal-bern.ch

«Nina Mair nutzt hochwertige, natürliche Materialien. Sie hat uns mit intelligentem Design und einer stilsicheren Funktionalität überzeugt», erklärt Kevin Kunz, CEO Kongress + Kursaal Bern AG. So investiert der Kursaal Bern mehr als 16 Millionen Franken in den Umbau.

Franchise mit Swissôtel Für den neuen Namen ist ein Franchisevertrag zwischen der Kongress + Kursaal Bern AG und Swissôtel Hotels & Resorts verantwortlich. «Wir haben eine starke internationale Marke als Partner gesucht. Swissôtel vereint authentische Schweizer Gastfreundschaft mit klarem, zeitlosem Design und einer belebenden Atmosphäre. Damit passen wir sehr gut zusammen», sagt Kunz. Den Ver47


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LEBENSART | GRAND CASINO BERN KUNDENBEITRAG

Feiern vom Feinsten Zum Jahresende rührt das Grand Casino Bern die grosse Eventtrommel. Für Gruppen, Freunde und Firmen gilt gleichermassen: Wer wirklich etwas erleben will, ist hier am richtigen Ort. Das Grand Casino Bern ist in Sachen Erlebnis «the place to be». Dies hat es seiner einmaligen Lage unter dem Dach des Kursaals Bern zu verdanken. In direkter Nachbarschaft mit mehreren Toprestaurants, einem 4-Sterne-Superior-Hotel und der grossen Kursaal-Arena ist alles da, was es für abendfüllendes Entertainment, stilvolle Ausgeherlebnisse und Las-Vegas-Feeling braucht. Mehrmals im Jahr gibt es deshalb neben Spielvergnügen, Jackpots und gepflegten Cocktails auch Events, die das unterhaltungsfreudige Publikum in Scharen anlocken. Neben bewährten Formaten wie dem «Chinesischen Neujahr» oder der «Swiss Chalet Night» denkt sich das Casino immer wieder Neues aus. So hat sich «One Night in Vegas» als Publikumsmagnet entpuppt, und auch das «Comedy Dinner» oder die «Schlager- und Tanznacht» begeistern mit einer Kombination aus Show, Gaumenfreuden und Spielspass.

IM GRAND CASINO BERN

Stets dabei: Startkapital ins Glück Fans der asiatischen Esskultur können sich mit dem Package «Asian Dream Buffet» auf eine kulinarische Reise quer durch den Fernen Osten freuen. Das Buffet im Restaurant Yù öffnet neue Geschmackswelten aus China, Thailand oder Vietnam. Frische Sushis, Dim Sum, Pekingente, Wokgerichte und vieles mehr: Über 30 Spezialitäten werden von der Kochcrew live vor den Augen der Gäste zubereitet. Wie bei allen Packages sind auch hier der Casinoeintritt, ein Gratisgetränk und Spielguthaben inbegriffen. Am besten gleich reservieren!

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Crazy Daisy Kitchen Bar Treten Sie ein in die Welt des Gambling und der Gangster: feine Speisen und Getränke ganz im Stil der 20er-Jahre. Täglich buchbar. Mehr Infos: crazy-daisy.ch Asian Dream Buffet & Casino Die kulinarische Reise durch Asien, gefolgt vom Nervenkitzel im Spieltempel – auch buchbar am 24. und 25. Dezember.

Schlemmen, spielen und geniessen Im Dezember brummt der Bär im Casino besonders dank attraktiven Packages für Firmen, Freunde und Familien, die das Jahresende besonders festlich und stilvoll feiern wollen. Wunderbar lässt sich ein genüssliches Dinner mit einem prickelnden Spielerlebnis im Casino kombinieren. Das beliebte Package «Dinner & Casino» startet mit einem mediterranen 4-Gänge-Dinner im Restaurant Giardino. Nach dem Dessert ist längst nicht Schluss: In der Glitzerwelt des Glücksspiels erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Ob bei Roulette, Black Jack, am Spielautomaten oder auf der Jagd nach einem der Jackpots – wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Dinner & Casino Vier mediterrane Gänge im Restaurant Giardino geniessen und im Casino noch einen Gang höher schalten. Täglich buchbar. Silvester Gambling Night Mit Nervenkitzel im Casino, Stehbuffet, 4 Drinks, CHF 30.– Spielguthaben und Countdown ins neue Jahr: die Silvesternacht der prickelnden Art. Tickets ab sofort zum Paketpreis von nur CHF 99.–. Mehr Infos: grandcasino-bern.ch/packages Reservieren: info@grandcasino-bern.ch oder 031 339 55 55

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K U LT U R & E V E N T S | M U S E U M F Ü R K O M M U N I K AT I O N

Hemmungen ein Duell mit mir selbst Mit «Schweinehunde und Spielverderber» ist das Museum für Kommunikation unseren Hemmungen auf der Spur. Eine garantiert erlebnisreiche Ausstellung – Persönlichkeitsentwicklung inklusive. Text Nico Gurtner , Foto Digitale Massarbeit Noch dreissig Sekunden. Ein Glas Wasser wäre jetzt gut. Mein Mund fühlt sich plötzlich trocken an. Was hat der Auftrittscoach Patrick Rohr vorhin empfohlen? Augen zu, fest auf dem Boden stehen und tief durch die Nase einatmen. Eigentlich schon nur gut zu wissen, dass auch Profis noch vor jedem Auftritt nervös sind. Und schliesslich spornt mich Adrenalin zu Höchstleistungen an. Natürlich kann ich das, wäre ja gelacht. Noch zehn Sekunden. Wie bin ich nur auf die dumme Idee gekommen, ein Lied zu singen? Ich hätte mir doch etwas viel Einfacheres aussuchen können. Einmal ins Publikum winken wäre auch nicht verkehrt gewesen. Jetzt fühlen sich doch tatsächlich meine Hände etwas feucht an. Wenn das nur gut kommt … Es geht los – raus ins Scheinwerferlicht … Wie lautet schon nur wieder die erste Zeile des Songs? Ja, in der Ausstellung «Schweinehunde und Spielverderber» erleben Sie tatsächlich Hemmungen. Der Auftritt auf der Bühne ist so etwas wie die prototypische Situation dafür. Oft brauchts aber deutlich weniger. Ein unangenehmes Gesprächsthema, die unerwartete Nähe einer fremden Person im Lift oder einfach nur jemanden abzuweisen und Nein zu sagen. Hemmungen begleiten uns ungefragt durchs Leben und tauchen mit penetranter Regelmässigkeit auf. Sie sind ein bisschen wie der Schimmel auf dem Joghurt im Kühl-

schrank – unbeliebt, aber immer schneller da, als man denkt. Und sie nehmen sogar zu. Heute fühlen wir uns gehemmter als vor dreissig Jahren, sagt die Forschung. Höchste Zeit also, dass wir uns mit diesem unangenehmen Begleiter befassen! Und da merken wir plötzlich, dass Hemmungen nur auf den ersten Blick ein Problemfall sind. Um genau zu sein: Ohne Hemmungen würden wir uns wohl in Kürze gegenseitig zerfleischen. Offensichtlich schützen sie uns also – nicht nur vor Peinlichkeiten, sondern auch im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen. Trotzdem söhnen wir uns nicht so schnell aus mit Lampenfieber, Flirtblockade und Co. Aber «Schweinehunde und Spielverderber» gibt uns eine spielerische Gelegenheit, einmal etwas tiefer in dieses zutiefst menschliche Thema einzutauchen – und ein bisschen mehr zu erfahren über den Fremdkörper Hemmungen.

M U S E U M F Ü R K O M M U N I K AT I O N

Schweinehunde und Spielverderber – die Ausstellung über Hemmungen Vom 15. November 2019 bis zum 19. Juli 2020 Im Museum für Kommunikation Helvetiastrasse 16, Bern Geöffnet Dienstag–Sonntag, 10.00 –17.00 Uhr Mehr Informationen: www.mfk.ch 51


K U LT U R & E V E N T S | W I N T E R M I X

Wintermix

H E R A U S G E P I C K T: K U LT U R & E V E N T S M US EUM FÜR KOM M UNIK ATION | GEZEICHN ET «Gezeichnet 2019» ist ein humorvoller Jahresrückblick auf die wichtigsten Ereignisse und Diskussionen des vergangenen Jahres. 50 Schweizer Karikaturisten und Cartoonisten stellen gemeinsam ihre wichtigsten und witzigsten Pressezeichnungen aus. Auch bei der zwölften Ausgabe sind wieder alle zeichnenden Aushängeschilder der Schweizer Meddien dabei. Museum für Kommunikation, 13.12.2019–9.2.2020. www.mfk.ch

LA CAPPELLA | WEIHNACHTEN 15.12: Ueli Schmezers Familienweihnacht Gespielt werden die beliebtesten sowie brandneue Lieder aus dem «Chinderland»-Programm und dazu Weihnachtslieder auf Berndeutsch. 22.12: Knuth und Tucek Die Gewinnerinnen des Schweizer Kleinkunstpreises zeigen ein satirisches Weihnachtsspiel, ein Heimatfilmtheater, das kein Lametta vor den Mund nimmt. 23./24.12: Timmermahn – das feierliche Weihnachtsspecial Ein Festanlass der schrägen Besinnlichkeit, für alle, die es auch gerne lustig mögen. 25./26.12: Tinus «Heiniger Abend» Seit mehr als einem Jahrzehnt auch dir Bestandteil des La-Cappella-Jahres. Zum Ausnahmegitarristen Hank Shizzoe stösst nun der sagenhafte Posaunist Michael Flury. Programm: www.la-cappella.ch

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C E L L O - C O M E DY

Alain Schudel und Daniel Schaerer – ihre Überzeugung, dass man deren unsterblichen Werke toter Komponisten heute wieder lebendig machen kann, führte die beiden in das von ihnen geschaffene Genre «Cello-Comedy». www.casinobern.ch/kulturprogramm

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Z U M V O R M E R K E N : S I LV E S T E R BIERHÜBEL I | Silvester Party Feiern wie ein Rockstar: Die DJs rocken die Turntables und beenden das Jahr mit dem «Final Countdown». www.bierhuebeli.ch

MAHOGANY HALL | Party mit Metamorphunk Knackige Grooves und eingängige Melodien, fantastische Stimmung garantiert. Livemusik bis 2, Bar bis 3 Uhr. www.mahogany.ch

2 × S C H WA N E N S E E November/Dezember stehen gleich zwei Varianten von «Schwanensee» auf der Berner Kulturagenda: Die traditionelle Variante wird am 13.12. im Theatersaal Nation gezeigt. www.nationalbern.ch Konzert Theater Bern geht mit «Swan» neue Wege: Ausnahmechoreograf*innen mit unterschiedlichen Handschriften setzen sich mit dem wohl bekanntesten Handlungsballett der Tanzgeschichte auseinander und präsentieren in drei Uraufführungen neue Perspektiven auf das Stück. Diverse Daten, mehr Infos: www.konzerttheaterbern.ch


K U LT U R & E V E N T S | W I N T E R M I X

B E M OV I E Das Berner Filmwochenende «BE MOVIE» hat bereits letztes Jahr das Berner Filmpreisfestival als alljährliche Werkschau des lokalen Filmschaffens abgelöst. Vom 29.11. bis 1.12. zeigen ausgewählte Kinos auch 2019 im ganzen Kanton ihre Lieblinge des aktuellen Berner Produktionsjahres. In den Fokus rückt das Festival dieses Jahr zudem den Berner Ausnahmeschauspieler Max Hubacher. F ür 20 Franken gibt es während des ganzen Wochenendes Zugang zu allen 74 Kinovorstellungen in 13 Kinos im Kanton Bern und zum Online-Streaming. www.be-movie.ch

T R A K T O R K E S TA R Vor zehn Jahren spielte Traktorkestar an einem Grillfest im Galgenfeld sein allererstes Konzert. Der Rest ist Geschichte. Nach über 500 Konzerten im In- und Ausland, wilden Partys und netten Bundesratsempfängen gehen sie auf eine Jubiläumstournee mit neuem Programm. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von Gastmusikern, die ihnen begegnet und ans Herz gewachsen sind. Mit im Gepäck haben sie ihr neues, fünftes Album «Ostring». Plattentaufe 21.12., Dachstock Reitschule. www.traktorkestar.ch

Fotoszene «Tscharniblues II» von Aron Nick

V I S - A- V I S | F R E C H E R F R E I TA G Grosse Kunst im Kleinformat. Der Berner Liedermacher Bobby The Kid lädt jeweils ein zu einer erfrischenden Mischung musikalischer und kabarettistischer Darbietungen. Im Dezember zu Gast sind Gregor Schaller, Comedian, Clown und bunter Hund, sowie «bestelle», unverfrorene Berner Rapperin der neuesten Generation. www.kultur-visavis.ch/programm

H I E R S P I E LT D I E M U S I K Bern ist mit Konzertlokalen reich bestückt. Daneben gibt es eine Vielzahl von Restaurants, die ihren Gästen zumindest einmal im Monat ein Musikprogramm bieten. Ein Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Restaurant Parlament, Münstergasse 68. Das jeweilige Programm kann der Website oder der Facebookseite entnommen werden. www.parlamentbern.ch Restaurant Zum Äusseren Stand, Zeughausgasse 9. Einmal monatlich am Donnerstag im Hof-Café. Nächster Termin: 19.12. Riverhouse Connection, Thürler, Mosimann, Gerber. www.aeussererstand.ch/hof-cafe Musigbistrot, Mühlemattstrasse 48, der Klassiker seit 1992. Das Programm kann jeweils der Website entnommen werden. www.musigbistrot.ch

FA M I L I E N S O N N TA G | M U N T E R B U N T

Restaurant Volkshaus 1914, Zeughausgasse 9. Immer am 1. Mittwoch des Monats treten Musiker/innen aus Bern und Umgebung auf. Am 4. Dezember Poffet Trio feat. Sandy Patton und Daniel Woodtli (Bild). www.volkshausbern.ch

Jeweils von November bis Februar präsentiert das Schlachthaus Theater am Sonntag um 15 Uhr ein Familienprogramm: eine Theateraufführung für ein junges Publikum sowie parallel dazu «Munterbunt», ein inszeniertes Spiel für Kleinkinder (1–3 Jahre) und ihre Erwachsenen. www.cameratabern.ch

Kultur- und Eventtipps täglich aktuell: www.baernblog.com

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K U LT U R & E V E N T S | W E I H N A C H T S O R AT O R I U M

Edle Schokolade – in der Altstadt Aus erlesenen Zutaten in traditioneller Handarbeit mit viel Leidenschaft hergestellt. Wie zum Beispiel das «Mutze-Fueter» mit seinen überraschenden Zutaten. Cioccolateria Casa Nobile · Rathausgasse 45, Bern www.casa-nobile.ch

Pauli interviewt Pauli Nach zwei erfolgreichen Kooperationen präsentiert der Berner Münster Kinder- und Jugendchor und Berns Orchester für Alte Musik, Les Passions de l’Ame, als perfekte Einstimmung aufs Weihnachtsfest das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach. Lorenz Pauli begleitet das Familienkonzert als Erzähler und interviewt sich hier einfach mal selbst. Lorenz Pauli, du hast vor, Schleichwerbung zu machen. Wie gehst du das an? Extrem geschickt! Indem ich ein Interview mit mir selbst mache. Lorenz Pauli interviewt Lorenz Pauli? Das ist jetzt eine sehr einfache Interviewfrage. Aber: Ja. Muss so etwas überhaupt in einem Magazin stehen? Könntest du dir die Fragen nicht ganz still für dich stellen? Ganz still ist zu still! Schleichen tut man leise, nicht still. Und ich will ja nicht Stillwerbung machen. Ich brauche die Leserinnen und Leser, die ich ganz subtil beeinflussen kann. Werden die Menschen, die das lesen, überhaupt die Botschaft erkennen? Jeder, der nicht gegen Grippe geimpft ist, ist heute ein Influencer und gleichzeitig influencierbar. Schleichwerbung für Grippeimpfung also? Nein! Für das Familienkonzert im Berner Münster am 22. Dezember mit dem Bach-Weihnachtsoratorium, dem Münster Kinder- und Jugendchor und dem Orchester Les Passions de l’Ame. Eine wunderbare grosse Sache! Was hat das mit dir zu tun? Ich werde kurze Einschübe machen. Ein Bär, der noch nie Weih-nachten gefeiert hat, wird mir Fragen stellen zu Weihnachten und dem Oratorium. Ich werde versuchen zu antworten. Schon wieder ein Interview also? Ach. Schleich dich!

W E I H N A C H T S O R ATO R I U M M Ü N S T E R B E R N

Berner Münster Sa, 21.12.2019, 20.00 Uhr (ungekürzt, ohne Erzähler) So, 22.12.2019, 17.00 Uhr (Familienkonzert mit Lorenz Pauli. Dauer: 1 Std.) Billette: www.kulturticket.ch – Les Passions de l’Ame

www.top-events.ch • T 031 330 10 90

Weitere Infos: www.bmkjc.ch // www.lespassions.ch // www.mupf.ch

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FÜR DI CHURZE | KOPERNIKUS

Hüt isch morn geschter E Gschicht vom Lorenz Pauli mit ere Zeichnig vom Daniel Müller

I cha nüt derfür, dass i so ne gschyde Kater bi. I weiss eifach alles. I weiss, was geschter isch gsy. Was hüt wichtig isch, bestimme sowiso ig. U sogar id Zuekunft chani luege. Es Bischpiil: I bi erwachet. U sofort hani gwüsst, was d Zuekunft bringt: Es tönt itz de grad der Wecker vo der Frou Bill. Si blybt no chli lige u chnuret, wie ne Hund. U nächär süüfzget si «so!» u steit uuf. U nächär chratzet si sech am Buuch, geit ga bisle, steit under d Duschi u leit sech aa. U nächär gits ändlech Zmorge für mii. U nächär macht si ihre Kafi, geit nomal ids Badzimmer u süüfzget schliesslech nomal «so!». U de geit si ga schaffe. I bi also erwachet. U alles isch genau so cho, wien igs vorusgseit ha. Nume dass sech d Frou Bill amene andere Ort gchratzet het. I bi eifach der Gschydscht. U plötzlech hani vor luter Gschydi öppis ddänkt: Eigetlech isches o chli längwylig, we me id Zuekunft cha luege. Me wird nie überrascht. U Überraschige sy so öppis Schöns. Aber wie chunnt me zu Überraschige? Cha me e Überraschig so yfädle, dass si eim sälber überrascht? Geit das nid? Würklech nid? I has probiert. Am Samschtig cha d Frou Bill albe blibe lige. Ke Wecker, wo tönt. Das isch no ke Überraschig. D Überraschig isch itz cho: I bi vorem Zmorge zum Huus uus. Da hani sogar mii sälber chli überrascht dermit: I ha das chönne, wüu i so ne schöni Idee ha gha. I bi ufe Fleischmärit ir Münschtergass. Dert het me Chatze, wo aastöh, gloub nid so gärn. Aber i bi ja nid irgend e Chatz. I bi der Kater Kopernikus. Majestätisch hani ufe zum Fischhändler gluegt. Ke Reaktion. De hanis mit mym legendääre Schnüggu-Blick probiert. Ke Chance. Me het mi eifach nid wölle bediene. Da hani ddänkt: Hüt isch äuä ender Sälbschtbedienig. Das hani de o gmacht. I bi

ufe ggumpet, ha ne schöni Forälle usegläse u ha se gno. «Das Sou-Vych!», het der Händler grüeft. Aber das stimmt gar nid! Es isch e Forälle gsi. Fisch, nid Sou. U i bi so erchlüpft, dass i sogar ha vergässe, merci z säge. Unterwägs hani mi scho wider überrascht: Trotz mym Buuch, wo so dringend öppis hätt bbruucht, hani d Forälle nume ganz, ganz wenig aagchätschet. Deheime hani d Forälle still und fyrlech der Frou Bill ids Bett serviert. Süsch macht immer d Frou Bill ds Zmorge für mii parat. Hüt bedanken ig mi mal u bringe ihre ds Zmorge ids Bett. I finge, i bi scho ne extrem liebe Kärli. I ha der Frou Bill mit der Nase es Müpfli ggä. Si het gchnuret. De het si gsüüfzget. De het si gschnupperet u isch – ZACK – im Bett gstande: Das Giggse isch nid schön gsi für Chatzeohre. Sehr, sehr überraschend. Das hani nid gseh cho, obwohl i doch d Zuekunft meischtens scho kenne. U de isch scho di nächschti Überraschig cho. Si het die feini Forälle nid wölle ässe! Nei. U a däm Morge het si o nüüt anders gässe. U won i chli speeter a mym Chatzetäller bi verbi cho, was isch da i mym Täller gläge? En Überraschig. Es isch so schön, we eim d Zuekunft überrascht: D Frou Bill het mir ds Gschänk, won ig ihre gschänkt ha, gschänkt.

Dr Lorenz Pauli isch Chindergärtner, Chinderbuechoutor, Verleger und Verzeuer. www.mupf.ch Dr Daniel Müller zeichnet regumässig für verschideni Zytschrifte und Buechverläg wie d Globi-Büecher. www.illumueller.ch

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Rückblick: BÄRN!Foto | Musig | Märit Anlass waren die Präsentation und der Verkauf der 20 erstplatzierten Bilder des Fotowettbewerbs «HOUPTSACHBÄRN!» zugunsten des Sleepers und der Gassenküche. Zugegeben, das Wetterglück war auf unserer Seite. Der Bilderbuch-Sonnenuntergang und das Rauschen der Aare trugen viel zu dieser besonderen Stimmung bei, die auf dem Känzli und im Traforaum des ewb-Kraftwerks Matte herrschte. Die Musik, der Berner Markt, die Bewirtung der Cinématte und natürlich das Publikum, das ganz offensichtlich diesen magischen Spätsommerabend an diesem schönen Ort so richtig genossen hat, das alles hat zu einem richtig runden Abend geführt, der alle Erwartungen übertroffen hat. Herzlichen Dank an die ewb und alle Beteiligten!

Beim BÄRN!Magazin und beim BÄRN!Blog ist zu 100% Bärn drin. Für Bernerinnen und Berner, die Bern genauso lieben wie wir. 2019 mit besonderen Angeboten, Führungen und Wettbewerben aus Bern für Bern.

Fotos Flo Brunner BÄRN! Magazin · www.baernblog.com

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HOUPTSACHBÄRN! | VERMISCHTS

BÄRN! Tetris-Challenge Kennen Sie noch das Klötzchenspiel Tetris, das mit dem Gameboy richtig berühmt wurde? Auf Instagram findet jetzt die «Tetris-Challenge» statt: Einsatzkräfte von Polizei oder Rettungsdiensten und andere Berufsgruppen aus aller Welt drapieren den Inhalt ihrer Fahrzeuge oder ihre Berufsutensilien ordentlich wie bei Tetris und fotografieren das Ergebnis aus der Vogelperspektive. Ergebnis: ein Look wie im Spielzeugladen. Auch der BÄRN!Verlag hat mitgemacht und sich nachmittags um 15 Uhr auf den Berner Rathausplatz gelegt. Motto: Seit 2006 BÄRN!MAGAZIN – eine Frau, ein Computer und eine Druckmaschine (fehlt) ...

BÄRN!2020 Vorschau: Fotowettbewerb Auch 2020 wird es – dank der ewb – einen Fotowettbewerb und einen Event im Herbst geben. Thema: «Der Charme vo BÄRN!». Fotografieren sie ihre Liebste/ihren Liebsten, Menschen oder Hunde auf der Strasse, den Bären im Bärenpark usw. – Hauptsache, es lebt und bewegt sich in Bern. Details folgen in der ersten Ausgabe im März 2020.

BÄRN!MAGAZIN Auch 2020 das langlebigste Berner Medium, das mehrfach genutzt und optimal verteilt wird. Mit viel Lesestoff nah am Puls von Bern. Konzentrierter Berner Charme – ohne Chichi. Erscheinungsdaten

BÄRN! 1 BÄRN! 2 BÄRN! 3 BÄRN! 4

# BÄRN!Verlag BÄRN!Blog und Mix www.baernblog.com Soziale Medien BÄRN!Forum-Gruppe auf Facebook baernblog auf Instagram BÄRN!Verlag auf Twitter

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3. März 2. Juni 1. September 24. November

Redaktionsschluss jeweils 5 Wochen vor Erscheinungsdatum Inseratenreservationen 1 Monat vor Erscheinungsdatum

BÄRN!BLOG Stets das Neuste aus Bern mit Blogbeiträgen, ausgewählten Shopping-, Kultur- und Eventtipps und Nachrichten. Kann auch für Werbung gebucht werden. www.baernblog.com Mehr Infos und Buchungen: www.baernverlag.com

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B Ä R N ! I NT E R N | V E R LO S U N G E N

Verlosungen B Ä R N ! 4 / 1 9 Teilnahme unter www.baernblog.com

90 MINUTEN PHOTERIA 1 Timeslot im Wert von Fr. 249.– Die Photeria von Foto Video Zumstein ist ein Selbstbedienungsfotostudio – ganz ohne Fotograf. Es stehen unzählige Accessoires und Hintergründe zur Verfügung, per Fernauslöser werden verschiedene Kameras und das Studioblitzlicht direkt ausgelöst.

ASIAN DREAM BUFFET Grand Casino Bern: 1× Package für Zwei Geniessen Sie ein vielseitiges Buffet, Eintritt inkl. Welcome-Drink und Spielguthaben à CHF 30.–. Freuen Sie sich auf eine kulinarische Reise durch Asien mit anschliessendem Nervenkitzel im Grand Casino Bern im Wert von CHF 79.– pro Person.

BÄRN!VERLAG BÄRN!MAGAZIN Erscheint 4× jährlich im «BÄRN! Verlag». Der Verlag steht in Kooperation mit der Stadt Bern, mit Bern Tourismus, BERNcity, Idée BERN sowie mit dem Tier- und Bärenpark, der EWB und anderen Berner Institutionen. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang März 2020. Infos für Werbepartner unter www.baernverlag.com. Abonnement

Das BÄRN! Magazin 4× jährlich in einem Couvert persönlich adressiert in Ihrem Briefkasten? 30 Franken und Ihre Adresse in ein Couvert und an den Verlag schicken oder per E-Banking mit entsprechendem Vermerk. Bankdaten unter www.baernverlag.com.

BÄRN!BLOG Vo Bärn für Bärn: www.baernblog.com

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Schöni Wiehnachte und es guets Nöis! Die nächste BÄRN!-Ausgabe erscheint am 3. März 2020 Infos: www.baernverlag.com Bis dahin stets aktuell: www.baernblog.com

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BÄRN!Forum – die aktuelle Facebook-Seite für alle Bernerinnen und Berner FB-Seite Verlag BÄRN! Magazin Instagram BÄRN! Magazin und baernblog Twitter BÄRN! Magazin

I M P R E S S U M AU S G A B E 4 / 19 BÄRN! Verlag Bellevuestrasse 133 · 3095 Spiegel bei Bern Telefon 031 972 07 07 mail@baernbox.ch · www.baernverlag.com Leitung Verlag/Redaktion

Michèle Freiburghaus

Druckvorstufe

Lithouse

Druck

Stämpfli AG, Bern gedruckt auf FSC-Papier

Vertrieb

Direct Mail Company, Bern

Gestaltung

BÄRN! Verlag

Fotos

Remo Eisner, Ruth Locher Silvan Mahlert, Digitale Massarbeit

Illustrationen

Philippe Stucki, Daniel Müller

Beiträge

Lorenz Pauli, Rosmarie Bernasconi Peter Brand, Bernd Schildger, Timo Staub, Petra Siebert, Reto Liniger, Myriam Neuhaus, Sabina Krähenbühl, Michèle Freiburghaus


WEIHNACHTEN VOLLER ÜBERRASCHUNGEN Gewinnen Sie beim Riesen-Adventskalender Preise im Gesamtwert von über CHF 6000.–

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APOTHEKE HÖRNING Marktgasse 58, 3011 Bern

BREITFELD APOTHEKE Scheibenstrasse 18, 3014 Bern

JURA APOTHEKE Breitenrainplatz 36, 3014 Bern

JUPITER APOTHEKE Jupiterstrasse 15, 3015 Bern

LINDEN APOTHEKE Freiburgstrasse 2, 3008 Bern

WESTSIDE APOTHEKE Im Westside, 3027 Bern

BAHNHOF APOTHEKE Im Galeriegeschoss Im Hauptbahnhof, 3011 Bern

NEUE APOTHEKE MURI Thunstrasse 68, 3074 Muri

365 Tage offen

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