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Corporate Publishing Kundenbindung und Kompetenzstärkung durch eigene Medien

Was könnte heute wichtiger sein als der direkte Draht zum Kunden?

UWE STEINBRICH PIXELIO.DE

Das Corporate Publishing, abgekürzt auch CP genannt, ist in der Neuzeit der Medien eine der wichtigsten Kommunikationswege der Unternehmen zum Kunden und zum potenziellen Kunden. Aber warum? Der Kunde wird heute überfordert mit Werbebotschaften, Firmenevents, Werbekampagnen, Spots, POS-Ständen, Anrufen und vielem mehr. Wohl in keiner anderen Zeit gab es so viele Kanäle, mit denen Kunden berührt werden können. Auf dem letzten deutschen Medienkongress machte Ogilvy-CEO Strerath dies besonders deutlich durch seine Aussage „Mit Penetration den Konsumenten zum Kunden zu dressieren ist heute nicht mehr machbar. Marketingkommunikation muss heute Publikum anlocken und mit qualifizierten Inhalten kommunizieren. 365 Tage im Jahr zu kommunizieren ist heute wichtiger als 360 Grad in der Kommunikation abzudecken.“ Coca-Cola Marketingchef Willecke bestätigte, dass selbst große Unternehmen heute nicht mehr alle Touchpoints besetzen können, sondern gezielt die Kanäle besetzen, in denen die Marke ökono-

misch sinnvoll aber wirksam in Szene gesetzt werden kann. Besonders hervor tut sich hier das Publishing durch das unternehmenseigene Magazin. Ob dies als Printtitel erscheint oder online, ist zum einen budgetabhängig und zum anderen zielgruppenund branchenabhängig. Dass Onlinemagazine flexibler und kostengünstiger in der Bereitstellung sind sollte auf der Hand liegen. Jedoch büßen Onlinetitel gegenüber Print Vertrauen und Komfort ein. Denn 77% der Unternehmen haben verstanden, dass die gedruckte Ausgabe bei den Lesern besser ankommt. Etwas in der Hand zu halten vermittelt stets Beständigkeit und „Echtheit“. Weiter liegen der Lesekomfort und der Lesegenuss sehr viel höher als bei der Onlineversion. Lesezeichen, Markierungen, am Bahnsteig, diese Dinge sind nur mit gedruckter Variante möglich. Auch die Konzentration fällt leichter als auf dem Computeroder iPad-Bildschirm. Somit gewinnen unternehmenseigene Publikationen immer mehr an Fahrt. Und an Beliebtheit. Denn auf Nachforschung von TNS Emnid ist die


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Corporate Publishing Report

Zufriedenheit mit den Kundentiteln bei den Lesern sehr hoch. Besonders wenn die Optik und die Qualität der Inhalte stimmen, beeinflusst ein Magazin das positive Gesamtimage des Unternehmens immens. Wie umfangreich und stark der Titel letztendlich ausfällt hat keine zu große beeinflussende Wirkung. Hauptsache ist, dass der Kunde sich als Teil des Unternehmens sprich der werten Kundschaft fühlt. Denn dass eine Investition des Unternehmens hinter dem Magazin steht ist deutlich – egal wie umfangreich. Aber selbst vor diesem Hintergrund sind Kunden in Deutschland bereit, diesen Etat indirekt mitzufinanzieren, weil sie die dadurch entstehende Transparenz zu schätzen wissen. Kunden in das Unternehmensgeschehen einzubeziehen trägt zur Imageförderung ein großes Stück bei. Auch wenn die Kundenzeitschrift in der Gunst der Leser und Unternehmen nach wie vor am höchsten steht, sind auch andere Kanäle wichtig und einbeziehenswert. Dazu gehört die Sparte TV. Diese Publishingmethode ist ein interaktiver und beeindruckender, sofort erlebbarer Kanal, der einen großen Einfluss auf direkte Entscheidungen haben kann.

PAUL-GEORG MEISTER PIXELIO.DE

Vergleichsweise günstig aber effektiv: Corporate-TV

Vertrauen genießt zwar nach wie vor das geschriebene und am besten gedruckte Wort, aber das bewegte Bild ist auf der emotionalen Ebene nicht wegzudenken. Besonders, wenn es darum geht, einen Hintergrund kurz und erlebbar darzustellen, ist TV unverzichtbar. Denn Sie können zum Beispiel mit dem Interview des CEO die Unternehmensziele schnell herüberbringen, ohne die Gefahr einzugehen, dass die Aufmerksamkeit des Betrachters ablässt. Denn TV ist gerade dazu geeignet, Botschaften in einen kurzen Beitrag zu verpacken und zu präsentieren.

Mit Corporate TV ist jedoch nicht der klassische Imagefilm gemeint, was oft verwechselt wird. Denn beim Imagefilm geht es um klar sichtbare Werbung für das Unternehmen. Es dreht sich nur um die „besten Seiten“. Dies ist beim C-TV anders. Denn hier geht es um die Vermittlung von Informationen. Auch wenn diese zwar zur Bewerbung von z. B. Aktionen oder Produkten gedacht ist, steckt nicht vordergründig eine Werbebotschaft wie beim Imagefilm. Durch Informationsfluss kommuniziert das C-TV einsetzende Unternehmen mit dem Betrachter, was das Kernziel des Corporate Publishing (CP) ist. Auch Kanäle wie Blogs gehören zu den neuen Trends im CP-Bereich. Dieser stellt einen der schnellsten, flexibelsten und modernsten dar. Jedoch ist die Wirksamkeit nicht annähernd so hoch wie bei den Kanälen Magazin oder TV. Denn die Vertrauenswürdigkeit von rein internetbasierten Medienkanälen war nie so hoch wie die von „aufwändig“ erstellen Magazintiteln oder hochwertigen TV-Beiträgen. Aber die Aktualität und Erreichbarkeit von Blogs ist der große Vorteil dieses Mediums. Informationen können binnen Sekunden veröffentlicht werden. Auch der Suchmaschineneffekt ist nicht von der Hand zu weisen. Entfernt verwandt mit diesem elektronischen Medium ist die Onlinepresse via PR-Portal. Besonders Portale mit nicht so offensichtlicher PRAffinität sollten hier bevorzugt werden. Ein Sympathieträger in diesem Bereich ist der Presseanzeiger.de. Durch sein seriöses Auftreten und Übersichtlichkeit ist die Nachricht im guten Umfeld zu lesen und kann auch per Direktlink verknüpft werden. Bilder, Texte, Logos, alles kann kostenfrei veröffentlicht werden. Ein besonderes Highlight: Das Portal ist direkt mit dem Nachrichtendienst Google verbunden, was erlaubt, das neu eingestellte Nachrichten nahezu sofort auch bei Google auf dem obersten Rang angezeigt werden. Schreiben Sie beispielsweise einen Artikel mit der Überschrift „Neuer CEO bei Syntax“ und suchen kurze Zeit später bei Google den Begriff Syntax, wird Ihnen die Pressemitteilung auf Rang eins angezeigt. Dies eignet sich jedoch nicht zur alleinigen Methode im CP. Denn die Vermischung mit anderen Nachrichten auf der selben Seite, womöglich potenziellen Konkurrenten, ist keine Generallösung. Hier kommen Unternehmen um das klassische CP nicht herum.

Herausgeber: BACKHAUS | Werbung Medien Verlag Verantwortlich Julien Backhaus, www.vonbackhaus.de

Report Corporate Publishing  

Der aktuelle Bericht zum CP