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AUSGABE 43

SACHWERT

MAGAZIN

SACHWERT

EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

WISSEN FÜR ANLEGER

FOTOWERFT

BACKHAUS VERLAG

+Weik &

M A G A Z I N

GRATIS

Friedrich Kapitalfehler

MIT 27 MILLIONÄR Wie Torben Käselow ein Vermögen mit Immobilien aufbaute


Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück. Null.

Editorial

Voltaire, 1694 - 1778 Martina Schäfer Redakteurin bei Sachwert Magazin

Bild: Schäfer

Intelligente Strategien für Ihre sichere Zukunft

Editorial Bargeld ade, scheiden tut weh . . .

Sachwert schlägt Geldwert!

In der Historie haben nur die Anleger ihr Vermögen sichern können, die nicht in bedrucktes wertloses Papier investiert haben, sondern in Sachwerte, die nach bestimmten Ereignissen immer noch einen inneren bzw. einen Tauschwert aufweisen konnten. Unsere Konzentration liegt ausschließlich in der Konvertierung von Papier- / Giralgeld in physische Sachwertlösungen, die Sie schadlos durch die Finanz- und Wirtschaftskrise manövrieren lassen.

Einmal um die ganze Welt und die Taschen voller Geld . . . davon träumen viele, doch die meisten scheitern an der Verwirklichung. Nicht so Torben Käselow, der schon mit 27 Jahren Selfmade-Millionär wurde. Wie er das schaffte verriet er Verleger Julien Backhaus im Interview. Bargeld ist Freiheit, verdeutlichen Matthias Weik und Mark Friedrich. Die Abschaffung des Bargelds, die nun mit der Abschaffung des 500 Euro Scheins eingeleitet wurde, sehen sie als Angriff auf die Vermögen des kleinen Mannes. Diese Meinung teilt auch Max Otte und hat die Petition „Rettet das Bargeld“ auf den Weg gebracht. Ronny Wagner rät Sparern in Zeiten der Krise ganz pragmatisch auf Gold zu setzen. Zuletzt hält Thomas Hennings Tipps bereit, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer über eine Entgeltoptimierung mehr Geld in der Tasche erhalten als über eine bloße Gehaltserhöhung.

Leistungen Makroökonomische Aufklärung über das Finanz- & Geldsystem Vermögenssicherung durch physische Sachwerte Erbschafts- und Schenkungssteuerlösungen Vermögenstransfer in die nächste Generation Internationale Stiftungskonzepte

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Ihre Martina Schäfer Redakteurin

Ernst-Abbe-Straße 91 | 28357 Bremen Telefon (0421) 36 49 75 22 info@sachwertcenter-bremen.de www.sachwertcenter-bremen.de

SACHWERT MAGAZIN      4/2015


Interview

Torben Käselow: Einfach machen! Verleger Julien Backhaus sprach mit dem Jungmillionär über das Immobiliengeschäft und Zukunftspläne.


Interview

Bild: fotowerft

Seit über vier Jahren machst du aktiv Immobilieninvestments und bist dadurch Millionär geworden. Können andere junge Leute das theoretisch auch? Würde es jeder können, dann würde es jeder machen. Doch grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass jeder Mensch das Zeug hat, finanziell erfolgreich zu werden. Es bedarf jedoch eines speziellen Wissens. Dieses Wissen habe ich in einem Buch zusammengefasst. Es heißt „Das wirkliche Erfolgsgeheimnis von Jung-Millionären“. Darüber hinaus gehört dazu natürlich auch der Wille und das Können, gewisse Dinge in die Realität umzusetzen. Ich höre oft den Satz von Kritikern, die kein selbsterwirtschaftetes Vermögen haben, „Wenn es so einfach wäre, könnte es doch jeder...“. Tatsache ist, dass es einfach ist und das man dafür nicht studiert haben muss. Dass die Einnahmen immer höher sein sollten als die Ausgaben, weiß im Grunde jeder. Man muss nur ein Ziel vor Augen haben, eine Strategie und dann nur noch „machen“!

Das aller Wichtigste ist jedoch Gesundheit und Menschen um sich herum zu haben, die man liebt und mit denen man Spaß hat. Nicht jeder traut sich Hunderttausende aufzunehmen und Immobilien zu kaufen. Musstest du dich selbst überwinden bei den ersten Deals, oder warst du schon immer mutig? Um ehrlich zu sein musste ich mich nicht überwinden und ich habe mir über Mut keine Gedanken gemacht. Was die Angst vor Krediten angeht, so kann ich an dieser Stelle aufklären, dass man unterscheiden muss zwischen „Guten“ und „Schlechten“ Schulden. Einen Kredit aufzunehmen, um seine Einnahmen und seinen Vermögen zu mehren, etwa für Immobilien, sind definitiv gute Schulden. Ein Kredit für ein Auto aufzunehmen, welches im Wert sinkt, sind schlechte Schulden. Ich hatte ein Ziel vor Augen und habe einfach gemacht. Mein Ziel damals hieß: „100 Wohnungen besitzen in acht Jahren“. Heute besitze ich über 100 Wohnungen und habe dies erreicht in rund viereinhalb Jahren! Ich kann jedem, der anfangen will

Du stehst ja theoretisch noch am Anfang deiner Immobilienkarriere. Wo steht der 40jaehrige Torben? Torben Käselow Hoffentlich nach wie eröffnete mit nur 22 Jahren ein eigenes Immobilienbüro und vor auf dem Boden! setzte es in den Sand. Nach einem Neustart ist er hält er inzwi(lacht) Spaß beiseite. schen privat und in Beteiligungen über 100 Immobilien und ist Wenn ich 40 Jahre alt Jung-Millionär. bin, also in 10 Jahren, werde ich hoffentlich weiterhin gesund sein, eine Frau und zwei Kinder an meiner Seite haben und deutetwas zu erreichen, daher nur empfehlen: lich über 1.000 Immobilieneinheiten beStudiert und redet nicht soviel, sondern sitzen. Ich möchte mein Leben genauso macht einfach! genießen wie bisher. Ich möchte meinen Kindern irgendwann mein Wissen weiBleibt denn der Wohnimmobilientergeben und den Fortbestand meiner markt weiterhin stabil und interesFirmen gesichert wissen. Derzeit mache sant? Werden Mieten, auch in regulaich nebenbei die Flugpilotenlizenz. Mit 40 torischer Hinsicht, weiterhin steigen? Jahren möchte ich ein eigenes schönes Das ist doch die Grundlage für erfolgFlugzeug besitzen. Vielleicht lebe ich auch reiche Investments oder? halbjährlich im Sommer auf Mallorca und Ich kann nicht in die Zukunft schauen. im Winter in Deutschland. Mal schauen. Doch eine Tatsache ist sicher: Gewohnt


Interview

Torben Käselow und Verleger Julien Backhaus im Interview

wird immer! Und wenn man ein Blick in die Vergangenheit zurück wirft, so sieht man – zumindest bei uns in der Region – dass die Immobilienpreise stetig gestiegen sind. Wohnungen die vor 10 bis 15 Jahren noch 100.000,- Euro wert waren, sind heute mindestens 200.000,- Euro wert. Ähnlich verhält es sich auch mit den Mieten. Und zu deiner Frage: Ich kaufe nur Immobilien, die sich heute bereits rechnen. Ich mache keine Investments, mit denen ich morgen erst Geld verdiene. Das ist für mich eine Grundvoraussetzung. Sollten die Mieten sich in regulatorischer Hinsicht ändern, so wird es weitere UmgehungsSchlupflöcher geben. Kein regulatorisches Gesetz ist stärker als der Markt selbst. Dieser wird trotz entsprechender Gesetze immer von Angebot und Nachfrage geregelt werden. Sollte es aus irgendwelchen Gründen wider Erwarten jedoch weniger lukrativ an unseren Märk­ten werden, so lassen sich die Marktplätze auch variabel verändern. Wer sagt denn zum Beispiel, dass man dauerhaft in Deutschland investieren muss?

Diese haben sich, nachdem ihr Bekanntheitsgrad wuchs, nur noch auf das Halten von Seminaren und auf das Medien-Dasein beschränkt. Heute sind es bekannte Branchenstars, die von der Öffentlichkeit geliebt werden. Sie haben viele Fans. In Wirklichkeit vermitteln Sie jedoch meist ein falsches Licht an die Öffentlichkeit. Denn die wahren Kings sind oft nicht die, die ständig auf der Bühne stehen, sondern es sind diejenigen, die mit dem, was sie gut können und was sie bekannt gemacht hat, einfach weiter machen. So wurde

ich oft gefragt, wann denn endlich mein zweites Buch herauskommt. Und ich gebe zu, es kribbelte mich auch in den Fingern ein weiteres herauszubringen. Ruhm und Anerkennung als Branchenexperte verleiten dazu, ein weiteres Buch schreiben und auf der Bühne stehen zu wollen, ähnlich wie ein Rockstar. Viele erfolgswütige junge Leute wollen mich als Mentor für sich gewinnen. Doch ich habe für mich beschlossen, nicht als etwas „besser bezahlter Selbständiger“ zu enden, also als jemand, der auf die Nutzung seiner eigenen Arbeitskraft angewiesen ist und nicht auf passive Einnahmen, für die er nicht mehr aktiv selbst arbeiten muss, zurückgreifen kann. Ich möchte einfach mein Business voran treiben, mein Immobilienbestand weiter ausbauen und als Investor das richtige Geld verdienen. Ich bin sehr hungrig... (lacht)

Du bist viel in den Medien. Hilft das oder ist das eher kontraproduktiv? Wenn man die Medien richtig nutzt, so sind sie produktiv. Einige gute Geschäfte konnte ich daraus schon generieren. Ich könnte mich genauso gut den Medien entziehen. Doch richtig eingesetzt, können Sie eine Art „Turbo“ für noch bessere Deals und mehr Umsatz sein. Aber Vorsicht, meiner Meinung nach darf man einen Fehler nicht machen: Ich kenne andere selbsternannte Branchenkönige, die durch ihr Tun in der Öffentlichkeit bekannt geworden sind.

Bild Interview: WTV, Bild Fassade: pixabay

Wie wichtig sind Netzwerke in der Branche? Netzwerke sind immer wichtig. Vorausgesetzt es sind die Richtigen. Erst recht der Austausch unter Gleichgesinnten kann für jeden sehr hilfreich sein.


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Analyse

Die Psychologie der „wall of worry“

Bild: WTV

Fundamentale und technische Analyse sprechen eindeutig für Gold

Von Claus Vogt inzwischen sollten auch Sie überzeugt sein, dass an den Edelmetallmärkten eine neue Hausse begonnen hat. Die geld- und staatsschuldenpolitischen Rahmenbedingungen sind extrem bullish für Gold und deuten auf eine lang anhaltende Aufwärtsbewegung hin. Gestützt wird dieses Szenario von den Charts, die mächtige Bodenformationen zeigen, welche bereits mit klaren Kaufsignalen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus haben zahlreiche technische Indikatoren in den vergangenen Monaten Extremwerte angenommen und ebenfalls Kaufsignale gegeben. Inzwischen befinden sich auch die Trendfolgeindikatoren wie zum Beispiel die 200-Tage-Durchschnittslinie in Aufwärtstrends und bestätigen damit die Hausse. Die „wall of wory“ Dennoch habe ich den Eindruck, dass die meisten Goldanleger immer noch große Zweifel an der Dauerhaftigkeit dieser Aufwärtsbewegung hegen. Nach vier Baissejahren ist das allerdings vollkommen normal – und ein weiteres bullishes Zeichen. In den USA gibt es für diese Phase einer Hausse sogar einen Fachbegriff: US-Börsianer sprechen von einer „wall of worry“,

also einer Wand der Zweifel und Bedenken, die von den steigenden Kursen im Lauf einer Hausse erklommen wird. Und solange diese „wall of worry“ vorhanden ist, befindet sich eine Hausse in ihrer Frühphase, so wie derzeit beim Gold. Untersuchungen zur Börsenpsychologie zeigen, dass es den meisten Anlegern sehr schwer fällt, Gewinne laufen zu lassen. Es ist wirklich paradox, aber dennoch eine unwiderrufliche Tatsache: Uns Menschen fällt es erheblich leichter, Verlustpositionen durchzuhalten, als Gewinne laufen zu lassen. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum die meisten Anleger an der Börse Geld verlieren. Gold- und Silberpositionen halten Die Gründe für dieses allzu menschliche Verhalten liegen übrigens in der Stammesgeschichte des Menschen. Unser Stammhirn und unsere Emotionen wurden eben nicht für das Geschehen an den Finanzmärkten entwickelt und optimiert, sondern für den stammesgeschichtlichen Überlebenskampf in der Natur. Er hat die Menschheit zu dem geformt, was sie auch heute noch ist. Darüber müssen Sie sich als Anleger stets bewusst sein, damit Sie

nicht in diese Falle tappen. Lassen Sie sich also nicht dazu verleiten, Ihre Gewinne jetzt schon zu realisieren – auch wenn diese Gewinne bei den Gold- und Silberminenaktien mit einem Plus von 38%, 66%, 86% und 87% schon sehr beachtlich sind. Bleiben Sie in Haussephasen bullish Die größte Herausforderung besteht in Haussezeiten also für Sie darin, bullish zu bleiben und nicht vorzeitig wieder auszusteigen. Die meisten Anleger sind dazu tatsächlich nicht in der Lage, weil sie schon bei der ersten Korrektur, die zu jeder Haussephase dazu gehört, befürchten, ihre Gewinne wieder hergeben zu müssen. Deshalb verlassen sie den Haussezug häufig schon an der ersten Station wieder und schauen seiner langen Weiterfahrt dann nur noch hinterher. Denn noch schwerer als Gewinne laufen zu lassen, ist es, eine kürzlich verkaufte Aktie zu einem höheren Kurs erneut zu kaufen. Deshalb entscheiden sich die meisten Anleger in diesem Fall dafür, die Aktie links liegen zu lassen – und mit ihr den größten Teil der Kursgewinne.

Goldminenaktien Index (Gold Bugs), 2012 bis 2016 Obwohl sich der Index von seinem Tief aus bereits verdoppelt hat, befindet sich dieser Markt doch erst am Beginn einer Hausse. Quelle: StockCharts.com


Petition

Rettet unser Bargeld! Eine Petition gegen die Überwachung des Geldverkehrs

Von Prof. Dr. Max Otte Was droht uns bei einer Bargeldabschaffung? Wir werden zu Geiseln der Banken. Alle unsere Ein- und Verkäufe werden gespeichert. Unsere Freiheit wird weiter eingeschränkt. So kann der Kauf von bestimmten Gütern reglementiert oder es können individuelle Preise festgelegt werden. Die drohende Bargeldabschaffung hat einen ernsten Hintergrund: Stabil ist unser Geld schon lange nicht mehr. Rettet unser Bargeld Mit erschreckender Geschwindigkeit hat die Debatte um die Begrenzung oder Abschaffung von Bargeldzahlungen Fahrt aufgenommen. Anfang 2016 schlug Wolfgang Schäuble eine Obergrenze für Barzahlungen von 5000 Euro vor. In Frankreich dürfen nur noch Beträge bis 1000 Euro bar bezahlt werden, in Griechenland bis 1500 Euro. Nun diskutiert die EU die Einführung einer Obergrenze für Bargeldzahlungen. Doch die Schein-Argumente der Bargeld-Gegner sind leicht zu durchschauen. Neben vorgeschobenen Vorteilen wie Kriminalitätseindämmung und Terror­

ismusbekämpfung, die heute sowieso als Argument für jede Verschärfung von Überwachung und Kontrolle herangezogen werden, droht uns bei einer Bargeldabschaffung vor allem eins: Wir werden zu Geiseln der Banken. Alle unsere Ein- und Verkäufe werden gespeichert. So kann der Kauf von bestimmten Gütern reglementiert oder es können individuelle Preise und Gebühren festgelegt werden Negativzinsen könnten beliebig hoch gesetzt werden und jeder wäre ihnen unausweichlich und hilflos ausgeliefert. Die drohende Bargeldabschaffung hat einen ernsten Hintergrund: Stabil ist unser Geld schon lange nicht mehr. Der Geld-Abfluss soll verhindert werden, weil unser Finanzsystem faktisch pleite ist. Ein Neustart ist ohne Bargeld einfacher zu realisieren – auf Kosten der Bürger, die ihre Ersparnisse verlieren würden. Wehren Sie sich und zeichnen Sie unsere Petition „Rettet unser Bargeld“. Mit Ihrer Unterschrift zur Unterstützung der Petition werden wir uns an die Mitglieder des Deutschen Bundestages wenden!

rettet-unser-bargeld.de „Bargeld: die Brandschutzmauer gegen den totalen Überwachungsstaat.“ Prof. Dr. Max Otte

„Nach dem Bargeldverbot wären wir lückenlos in einem totalen Maße überwacht, das selbst Orwell und Huxley nicht für möglich gehalten und von dem Mielke und Himmler kaum zu träumen gewagt hätten.“ André Lichtschlag Gründer und Herausgeber der Zeitschrift eigentümlich frei

„Wenn Max Otte heute vor einem Bargeldverbot warnt, dann ist es höchste Eisenbahn, diesen fatalen Kurs zu stoppen“ Frank Schäffler, Prometheus Institut

„An der Bargeldabschaffung haben fast alle ein Interesse… der Staat, die Industrie und die Banken. Nur der freie Bürger nicht. Wenn man Ihnen sagt, es sei für Ihre Sicherheit, kostet es Sie entweder Ihr Geld oder Ihre Freiheit. Im Zweifel beides.“ Dirk Müller, Mr. Dax

„Wer das Bargeld abschafft, der ­beseitigt das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und damit einen Wesenskern der Menschenwürde.“ Carlos Gebauer, Rechtsanwalt und Publizist

„Ohne Bargeld ist der Kleinsparer den Banken völlig ausgeliefert.“ Sahra Wagenknecht, Bundestagsabgeordnete (Die Linke) und Oppositionsführerin im 18. dt. Bundestag


Kommentar

Finanzielle Repression: Enteignung und Entmündigung Draghis momentaner Kurs und die angekündigte Bargeldabschaffung kündigen düstere Zeiten für Sparer an. verführt, dringend erforderliche Reformen aufzuschieben und weiter entspannt auf Pump zu leben. Trotz verheerender Wirtschaftslage, Rekordarbeitslosigkeit und Rekordverschuldung ist für viele Staaten Geld billiger denn je. Fakt ist, dass anstehende Probleme dadurch nicht gelöst, sondern noch vergrößert werden. Durch die exzessive Verschuldung und die mangelnde Bereitschaft, nachhaltige Strukturreformen anzuschieben, ist der Crash mehr als nur vorhersehbar. Offensichtlich hat Draghi aus dem Auge verloren, dass die letzte Krise durch viel zu niedrige Zinsen und damit durch viel zu

gelingen wird ist die Bildung gigantischer Blasen an Aktien- und Immobilienmärkten, die Zerstörung unseres soliden Bankensystems der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, sowie Erhöhungen von Kontogebühren und zukünftig immer größerer Beschränkungen des Bargelds. Ist uns Bürgern erst einmal der Zugang zum Bargeld verwehrt kann die EZB und mit Negativzinsen problemlos enteignen. Um die nächsten Krisen aufzufangen, wird die finanzielle Repression gegen uns Bürger global ausgeweitet und in Zukunft noch mehr finanzielle Restriktionen fordern. Die Marschrichtung in den letzten

Bild: WTV

Der 10. März 2016 wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben. Es ist empörend, dass die EZB ihr unverantwortliches Spiel auf Zeit weiterführt. Ein Spiel auf Kosten von uns Sparern, die wir täglich enteignet werden und mit unseren Ersparnissen im Notfall für das Börsenkasino des Herrn Draghi haften müssen. Nach wie vor kreieren die Notenbanken mit ihrer irrsinnigen Niedrigzinspolitik eine Finanzmarktblase nach der anderen, um das Geldkarussell weiterhin am Laufen zu halten und um einige wenige immer reicher und viele immer ärmer zu machen. Dies bedeutet für uns einerseits, dass die

Von links nach rechts: Matthias Weik,

Blasen an den Akviel billiges Geld entMarc Friedrich und Verleger Julien Backhaus bei einem Interview im April tien- und Immobistanden ist. Die nieddiesen Jahres. lienmärkten weiter rigen Zinsen führten mit neuem zusätzzu Exzessen und maslichem Geld aufsiven Blasen an den gepumpt werden und andererseits Sparer Aktien- und Immobilienmärkten. Derzeit auf Grund von null Prozent Zinsen entwerden die Märkte auf Grund historisch eignet werden und junge Menschen der niedriger Zinsen mit unendlich viel billiMöglichkeit beraubt werden für das Alter gem Geld geflutet. etwas anzusparen. Zerstörung des Bankensystems droht Keine Problemlösung in Sicht Jedoch wird es Draghi weder gelingen Dank Draghis Politik der günstigen Refidie gewünschte Inflation noch den Konnanzierung werden die Euro-Staaten dazu sum anzuheizen. Das einzige, was ihm

Jahren spricht Bände, wohin die Reise geht. Die Zinsen sind nahe Null und weit unter der Inflationsrate – so wird der Sparer enteignet. Am 10. März 2016 hat EZBChef Mario Draghi den notenbanktechnischen Wahnsinn abermals gesteigert. Mittlerweile hat die Europäische Notenbank EZB einen, mit nichts entschuldbaren Kurs eingeschlagen. Am besagten 10 März 2016 hat die EZB den Leitzins auf 0,00 Prozent gesenkt und angekündigt Staatsanleihen und andere Wertpapiere statt für 60 Milliarden Euro ab April für 80 Milliarden Euro zu kaufen in der viel


Kommentar

Geld fürs Schuldenmachen Des einen Leid ist jedoch des anderen Freud. Mittlerweile trägt die Niedrigzinsphase sonderbare Früchte. Während es in Deutschland bereits Null-Prozent-Kredite gibt, sind unsere Nachbarn im Norden bereits ein Stück weiter. In Dänemark zahlt eine Bank einer Kundin sogar Geld dafür, dass sie einen Kredit aufnimmt. Nach den Negativ-Zinsen für Spareinlagen, die bei unserem nördlichen Nachbarn nicht selten sind, gibt es jetzt dort sogar Geld für das Schuldenmachen. Spätestens hier sollten wir uns alle an den Kopf fassen. Die Immobilienpreise in Dänemark seit 2012 um 40 bis 60 Prozent gestiegen. Auch bei uns schießen die Immobilienpreise auf Grund der niedrigen Zinsen in immer neue Höhen. So mancher lässt sich von den niedrigen Zinsen anlocken und kauft eine völlig überteuerte Immobilie, die er sich im Grunde genommen überhaupt nicht leisten kann. So wird die Immobilienblase immer weiter aufgepumpt, vor der mittlerweile sogar die Bundesbank warnt. Einige werden sich dabei in Zukunft eine blutige Nase holen.

Die Bargeldabschaffung ist eine verkappte Enteignung der Sparer Gleichzeitig wird das Geschrei nach der Abschaffung von Bargeld immer lauter. Erst hieß es noch, die Sparer mit Negativzinsen zum Geldausgeben zu animieDie beiden Ökonomen, Querdenker und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 zusammen den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. In ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“ haben sie u.a. die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen für die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Im Mai 2016 erscheint ihr drittes Buch „Kapitalfehler Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren der Petition „EZB Stoppen – wir zahlen nicht für Eure Krise“.

ren, wozu Bargeld abgeschafft oder zumindest drastisch eingedämmt werden müsse. Egal ob der Wirtschaftsweise Peter Bofinger, der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman, der Havard-Ökonom Kenneth Rogoff, der ehemalige Chef der Weltbank Larry Summers oder Andrew Haldane, Chefökonom der Bank of England – unisono erklären alle plötzlich, dass Kriminalität und Terrorismus durch eine Abschaffung des Bargeldes bekämpft werden könnten. In das gleiche Horn bläst inzwischen auch die Politik, denn sie weiß, dass Menschen in Angst immer die Sicherheit der Freiheit vorziehen. Doch in Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes. Sie wollen uns die Freiheit nehmen und uns gnadenlos in die Abhängigkeit von Banken treiben. Larry Summers und Kenneth Rogoff argumentieren unverhohlen, dass es darum gehe, auch private Ersparnisse mit Negativzinsen für Regierungen ‚nutzbar’ zu machen. Deshalb sollte uns allen klar sein, dass uns die Niedrigzinsphase erhalten bleibt. Es ist

Bild: Eichborn

besagten Hoffnung die Inflation anzuheizen. Norwegen, Schweiz, Dänemark und Japan haben bereits einen Gang höher geschaltet und Negativzinsen installiert. Die Schlinge um Deutschland wird folglich immer enger. Momentan treffen Negativzinsen nur Großkunden, aber eher früher als später wird es uns alle treffen. Vor genau dieser Entwicklung haben wir bereits in unserem letzten Buch „Der Crash ist die Lösung“ gewarnt. Unser Schweizer Nachbar hat gezeigt, dass Negativzinsen kein Ding der Unmöglichkeit mehr sind. Auf Grund der Minus-Verzinsung von Kapital überlegen sich manche Pensionskassen bereits, einen Teil des Rentengeldes nicht auf einem Bankkonto zu belassen, sondern in einem externen Tresor zu lagern. Eine Pensionskasse hat ausgerechnet, dass sie so knapp 25.000 Franken Rentengeld pro 10 Millionen Franken sparen würde. Trotz Unkosten für Tresormiete, Geldtransport und weiteren Ausgaben. So einfach ist das aber nicht. Denn die Schweizerische Nationalbank hat bestätigt, dass sie Bargeldhortung zur Umgehung von Negativzinsen nicht gerne sieht. „Die Nationalbank hat deshalb Banken auch schon empfohlen, mit Bargeldnachfragen (…) restriktiv umzugehen.“ Dieses Beispiel sollte uns nicht nur warnen, es macht überaus deutlich, woher der Wind weht und wohin die Reise gehen soll.

absehbar, dass die Zinsen sogar noch weiter sinken und die Enteignung durch die Notenbanken weiter fortschreiten wird, um die Kosten der Krisen auf uns alle abzuwälzen. Damit sich die Bürger dieser Enteignung nicht entziehen können, soll Bargeld in Form von Bargeldzahlungsund Bargeldabhebungsgrenzen immer weiter eingeschränkt werden. Das alles wird uns in kleinen Dosen verabreicht, damit wir uns langsam an den Schmerz gewöhnen. Der Zugriff auf Geld wird immer weiter erschwert. Ziel ist es, einen Bankensturm zu verhindern und die Sparer für kommende Bankenrettungen in die Pflicht zu nehmen. In Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland gelten bereits Obergrenzen für Bargeldabhebungen und die Menschen spüren es am eigenen Leib. Wir gehen davon aus, dass der Bargeldverkehr in Zukunft massiv beschränkt wird. Auch den 500-Euro-Scheinen soll es ans Leder gehen, da diese laut EZB-Vizepräsident Constâncio „nicht so dringend“ gebraucht werden. All dies geschieht natürlich nur zu unserer eigenen Sicherheit. Warum die Kriminellen dann aber nicht auf kleinere Euro-Noten ausweichen, kann uns keiner erklären. Lassen Sie sich nicht blenden und hinters Licht führen. Diese Argumentation, dass dadurch Terrorismus, Drogenhandel und Mafia bekämpft werden können, ist lediglich vorgeschoben, um die wahren Beweggründe zu verschleiern. Bargeld ist Freiheit! Die Marschrichtung ist klar: Es geht um Kontrolle, Überwachung und Enteignung. Denn mit der Abschaffung von und der Kontrolle über Bargeld, kann man problemlos Negativzinsen einführen, ohne dass sich die Bürger diesen entziehen können. Schweden ist bereits auf dem besten Weg, Bargeld abzuschaffen. Wenn das Bargeld begrenzt oder sogar verboten ist und die Negativzinsen in unvorstellbare Höhen steigen, dann werden auch die Narren, die heute für die Bargeldabschaffung plädieren, erkennen, dass sie ihre Enteignung selbst unterschrieben haben. Doch dann ist es zu spät. Aus den genannten Gründen ist es essentiell, sich aktiv um sein Erspartes zu kümmern. Nach wie vor sind wir große Verfechter von Sachwerten.


Bild: Fotolia

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Wie Orangen aus Paraguay die Rente aufbessern Nachhaltiges Zusatzeinkommen auf 25 Jahre sichern

Die Bielefelder Agri Terra KG ist seit Jah„Die OrangenRENTE ist tatsächlich heiß In Zeiten nachhaltiger und anhaltender begehrt“, so Carsten Pfau, GeschäftsfühNiedrigzinsen und einem von Krise zu ren auf Investitionen in landwirtschaftliche rer der Firma, deren Kunden nun grundKrise unbeständiger werdenden Umfelds Projekte in Südamerika spezialisiert. Mobuchlich eingetragene Landparzellen in machen sich immer mehr Menschen Gementan häufen sich jedoch die Anfragen Paraguay erwerben können, auf denen danken darüber, wie ein berufsunabhäninsbesondere nach einer Geldanlage im Rahmen einer Orangenplantage dann bis zu 140 Orangenbäume pro in Paraguay. „Der gesamte ErnParzelle gepflanzt werden. Unter der Jährliche Erträge auf 25 Jahre sichern Aufsicht der Agri Terra KG werden die teertrag kann komplett im Inland und im Anschluss vom Holzverkauf Bäume gehegt und gepflegt, und die abgesetzt werden“, führt Herr Gesamtheit aller Landparzellen ergibt profitieren. Nachhaltig und einfach. Pfau weiter aus. „Bis zu 85 Prozent des jährlichen Orangenbeeine groß angelegte, durch erfahrene Experten professionell betriebene Orangiges Einkommen geschaffen werden darfs muss das Binnenland Paraguay aus genplantage. Der durch den Ernteverkauf kann – und vor allem, wie sich frühzeitig den Nachbarländern importieren, dabei verteuern Transportkosten sowie Importerzielte Ertrag der Parzelle wird dem Eieine potentielle Versorgungslücke im Algentümer jährlich ausbezahlt. ter schließen lässt. zölle die Fruchtlieferungen teilweise um

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Bild: Tangopaso, Wikimedia

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mehr als das Doppelte“. Plantagen in Paraguay sind regelmäßig weit im Voraus ausverkauft – und die Nachfrage wächst enorm. Bis zu 2.500 US-Dollar ausbezahlter Ertrag pro Parzelle und Jahr darf ein Investor erwarten, bei einem Einstandspreis von gerade einmal 12.500 US-Dollar – da wundert die hohe Nachfrage nach dem Angebot der OrangenRENTE nicht. Dazu kommt, dass die gepflanzten Bäume über 25 Jahre hinweg Früchte produzieren. Eine ideale Investition also, um sich langfristig ein nachhaltiges Zusatzeinkommen zu sichern.

„Nach 25 Jahren wirft der Baum keine Früchte mehr ab und wird auf dem Holzmarkt verkauft. Dies generiert dem Eigentümer nochmals eine stattliche Schlusszahlung“, so erklärt Pfau weiter. Eine Neupflanzung ist danach ohne weiteres möglich. Die im Grundbuch auf den Namen des Kunden eingetragene Landparzelle kann dabei jedoch auch jederzeit verkauft werden, eine gewisse Flexibilität bleibt also erhalten. Ein vergleichbares Angebot ist im deutschen Markt derzeit nicht zu finden. Der erste Plantagenabschnitt war nach nur knapp sechs Wochen ausverkauft.

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Goldmarkt

Gold: Krisenresistent „wert-voll“ Bild: Valcambi

Die Finanzmarktkrise ist in vollem Gange. Da die Wertsicherheit der Währungen immer zweifelhafter wird, wenden sich viele Anleger dem verlässlichen Gold zu.

Von Ronny Wagner Edelmetalle als unterschätzte ­Anlageklasse Der Goldpreis hat sich seit 2002 fast verfünffacht und trotzdem kämpft das gelbe Metall immer noch um die Anerkennung als ernstzunehmende Anlageklasse. Gold und andere Edelmetalle als Investition und Absicherung sollten integraler Bestandteil eines gut diversifizierten Portfolios sein. Warren Buffet, dem gelben Metall eher abgeneigt, hat Gold mit den folgenden Worten beschrieben: „Gold wird aus dem Boden heraus gegraben, in Afrika oder sonst wo in der Welt. Danach wird es eingeschmolzen und jemand gräbt einen weiteren Stollen und da wird es eingelagert. Es werden Leute bezahlt, die den Stollen rund um die Uhr bewachen. Gold hat keinen Nutzen. Ein Marsmännchen würde sich ob diesem Gehabe am Kopf

kratzen.“ Dem ist wenig beizufügen, objektiv betrachtet hat der Mann Recht. Und trotzdem wird Gold seit über 6.000 Jahren als Anlagewert genutzt, um Vermögen zu erwirtschaften und zu erhalten. Warum? Gold erwirtschaftet keine Zinsen, es bezahlt keine Dividenden, und eine Wertsteigerung ist nicht garantiert. Gold kann an Wert verlieren – zumindest kurzfristig. Gold hat nur einen Wert, weil andere Marktteilnehmer bereit sind, einen bestimmten Geldbetrag pro Unze zu bezahlen - manchmal mehr, manchmal weniger. Gold ist eine Versicherung und der ­Liquididätsbeschaffer in der Not In seinen Funktionen als Vermögenswert und als einzig wirklich unabhängige Währung ist das Metall überaus krisenresistent. Allerdings nicht so, wie das in der Öffent-

lichkeit wahrgenommen wird. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 stieg der Goldpreis nicht auf neue Höchststände. Im Gegenteil, er sank innerhalb eines Monats um satte 200 Dollar. In dieser Preiskorrektur offenbart sich die eigentliche Stärke von Gold in Extremsituationen. In einem Umfeld, in dem der normale Markt zusammenbricht und nur beschränkt funktioniert, ist es während 24 Stunden am Tag und 7 Tagen die Woche liquidierbar. Der Goldpreis kann sich nach Stresssituationen innerhalb kürzester Zeit wieder erholen. Bis zum Jahresende 2008 legte er innerhalb von 6 ½ Wochen vom Tief im November wieder um 24 Prozent zu und konnte die Verluste recht schnell mehr als ausgleichen. Und hier zeigt sich die besondere Eigenschaft von Gold. Es ist eine Versicherung gegenüber allem, was wir


Goldmarkt

noch nicht wissen. Es ist ein Liquiditätspuffer, der es dem Anleger erleichtert, für das Unerwartete gewappnet zu sein. Wer Gold primär in der Erwartung einer Rendite kauft, sollte die Finger davon lassen. Ist Gold zu teuer? Die Finanzkrise ist bei weitem noch nicht ausgestanden und Gold sowie die anderen Edelmetalle werden in einem verstärkten Ausmaß in den kommenden Jahren eine wesentlich wichtigere Rolle spielen, als dies in der jüngeren Vergangenheit der Fall war. Im Vergleich zu allen anderen Anlageklassen spielt Gold eine nach wie vor untergeordnete Rolle in unserem heutigen Weltfinanzsystem. Höchst besorgniserregend ist hingegen das Ausmaß der weltweiten Schuldenspirale, das in den letzten Jahren an Dynamik zugenommen hat. Die Geldmenge stieg seit 1971 um satte 7,2 % pro Jahr. Alarmierend ist die weitgehende Gleichgültigkeit gegenüber dieser Entwicklung. Gemäß den Berechnungen des renommierten kanadischen Ökonomen David Rosenberg liegt die Summe aller weltweit bestehenden Verpflichtungen bei 200 Trillionen Dollar. Die Zahl allein entzieht sich aller Vorstellungskraft aber vielleicht hilft das folgende Beispiel: 200 Trillionen Dollar in Hundert Dollar Noten aufeinander gelegt ergibt einen Stapel in der Höhe von 18.392.6 Kilometern. Zum Vergleich: alles Gold dieser Welt (165.000 Tonnen), das in den letzten 6.000 Jahren gefördert worden ist und in Banktresoren oder Schmuckschatullen lagert, findet in weniger als 3 großen Schwimmbecken (50 m x 25 m x 2.5 m) Platz. Schulden haben unangenehme Charakterzüge, die niemals vergessen werden dürfen. Der Kreditempfänger verpflichtet sich zu einer regelmäßigen Zinszahlung und der Anstand sowie die Vertragsverbindlichkeiten sehen generell eine Rückzahlung des geliehenen Betrages vor. Die Einhaltung dieser Verpflichtungen muss jedoch aufgrund des derzeitigen wie auch zukünftigen finanziellen und wirtschaftlichen Umfeldes mit Fragezeichen verbunden werden. Werden die Menschen, Unternehmen und der Staat in Zukunft in der Lage sein, ihre Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern zu erfüllen? Schulden schränken zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten stark ein. Es ist eine Wette in die Zukunft. Dazu ist es notwendig, dass wir die Zukunft grundsätzlich besser bewerten als die Gegenwart. Ich sehe diese Erwartungshaltung an die Zukunft anhand des Goldpreises. Ein hoher

immer dann eine Strategie notwendig, Goldpreis ist weniger das Ergebnis spewenn wir nicht wissen, wie die Zukunft kulativer Käufe profitgetriebener Anleger, aussieht. Die meisten Anleger und deren sondern mehr ein Ausdruck zunehmender Berater verwenden keine Zeit darauf, eine geopolitischer Fehlentwicklungen und eilangfristig ausgerichtete Anlagestrategie ner pessimistischen Zukunftserwartung. zu entwickeln. Diese zu finden, ist wahrEs zeichnen sich daher einschneidende lich eine Herkulesaufgabe. Doch sie muss Konsequenzen für private und öffentliche gemeistert und auf die persönlichen BeHaushalte aus jahrelangem fehlgeleitetem dürfnisse ausgerichtet werden. Die AusHandeln ab. Unsere heutigen Währungen wahl des richtigen Finanzproduktes ist haben ihr Verfallsdatum bereits übervor diesem Hintergrund von eher unterschritten. Der Begriff „Währung“ leitet geordneter Bedeutung. Die Historie zeigt, sich aus dem Wort „bewahren“ ab. Was dass die meisten Anleger in den letzten soll hier bewahrt werden? Die Kaufkraft! Jahrzehnten ihr Geld in unrentable AnlaGold wird für sich in diesem Umfeld eine geformen gesteckt haben. Nach Kosten, neue Rolle definieren müssen, und es ist Steuern und Inflation (Achtung: Hier ist zu vermuten, dass die Schwäche der Annicht die mit der Inflation oft verwechselderen es weiter stärken wird. te Teuerung gemeint.) wird bei den meiWir stehen mitten in einer größeren Umsten Anlageformen Kaufkraft vernichtet. wandlung von Wirtschaft und GesellUnser Geldsystem baut darauf, dass sich schaft. Es ist der Übergang von einer Alten Geld (Kaufkraft) von selbst durch den ZinWelt zu einer Neuen Welt. Das geht nicht seszins vermehrt. reibungslos. Die Krisen der Gegenwart Exzessive Erhöhungen der Geldmenge sind die Geburtswehen der Neuen Welt. führen bei gleichzeitig schwächelnder Im Zuge dieser Veränderung wird sich Wirtschaftsentwicklung, zu teilweise weltweit fast alles ändern, was Menschen dramatischen Kaufkraftverlusten. Bei der tun, wie sie es tun und warum sie es tun. Auswahl des richtigen Finanzproduktes Fakt ist: Das Finanzsystem in seiner heusind daher Fehler unvermeidlich. Aber: tigen Form wird verschwinden. Solche Fehler gehören zum Leben. epochalen Umbrüche sind bisher etwa alle 300 Jahre vorgeFehler ist nicht gleich kommen. Eine neue Fehler Zivilisation ist daraus Der Begriff „Währung“ Worin liegt der Unentstanden. Immer leitet sich aus dem Wort terschied zwischen wieder ist es dabei zu gewöhnlichen und tiefgreifenden Wirt„bewahren“ ab. strategischen Fehlern? schaftskrisen gekomWas soll hier bewahrt­ Gewöhnliche Fehler, men. Auf die Frage ­werden? Die Kaufkraft! wie beispielsweise die nach dem aktuellen Wahl eines Produktes, Stand der Krise könwelches nicht einmal nen wir nur antwordie Inflationsrate erwirtschaftet, kann man ten: Die größten Schwierigkeiten stehen rechtzeitig entdecken und daher meistens noch bevor. Die bisherigen Maßnahmen wirksam korrigieren. Strategische Fehler zur Lösung der Finanzkrise haben zwar (z.B. falsches Verständnis für unser GeldsyZeitgewinn gebracht, aber so gut wie keistem) hingegen sind irreparabel, weil man ne der Ursachen wurde dadurch beseitigt. sie meist erst entdeckt, wenn es schon zu Mit den riesigen Finanzmitteln hat man spät ist. Weil meist die wirklich entscheidie alten Strukturen zementiert, statt die denden Informationen gar nicht verfügbar nötigen Veränderungen herbeizuführen. sind. Denn dazu sind die täglich auf uns einströmenden Informationen viel zu komWas ist zu tun? plex, müssen Anlagestrategien dagegen Die grundlegende Idee hinter einer jeden robust sein. Darüber hinaus sind für StraGeldanlage ist, dass nach Ablauf des getegien in Wahrheit nicht Informationen, wählten Anlagehorizonts ein Geldbetrag sondern Muster wichtig: die Verlaufsmuzur Verfügung steht, dessen Kaufkraft ster vergangener Wirtschaftszyklen. mindestens genauso groß sein soll, wie Der richtigen Strategie liegt also das Erzu Beginn des Anlageprozesses. Wichtig kennen von Mustern, insbesondere von ist zu erkennen, welche Anlageformen Mustern des Wandels, zugrunde. Eine in Zukunft in der Lage sein werden, dieAufgabe, der sich der Verein Schule des se Kriterien zu erfüllen. Es macht daher Geldes e.V. verschrieben hat und die wir keinen Sinn, in die Vergangenheit zu bliin den nächsten Ausgaben noch stärker cken und zu schauen, welche Anlage sich beleuchten werden. dort am besten entwickelt hat. Es wird


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Vorsprung im Immobilien­vertrieb

Aus der Not lies sich dann eine Tugend machen. Das Unternehmen teilt die Kontakte zu den potenziellen Anleger-Kunden

Für Vermittler bietet sich hier also eine lohnende Chance. „Über die Plattform www.immoleads-kaufen.de lässt sich

schnell feststellen, wie viele potenzielle Kunden im gewünschten PLZ-Gebiet zu generieren sind und welcher Preis für die „Leads“ – also die Adressen – gefordert wird“, erklärt Vertriebsleiter Riemann weiter. Hat der Vermittler den Lead erst einmal in der Tasche, gehören alle daraus entstehenden Geschäfte ihm. Ganz gleich, wie hoch seine Provision am getätigten Geschäft sein mag, für die Adresse hat er nur eine einmalige Gebühr bezahlt. Und hat der Vermittler seinen Job gut gemacht, bleibt der Kunde – ein Leben lang.

Markus Riemann, Vertriebsleiter bei Metere Capital

Bild:iStock

„Es gibt derzeit eine große Anzahl an Menschen, die sich zum Beispiel für die Kapitalanlage Immobilie interessieren. Das ist ein Thema, was die Deutschen im Moment nicht los lässt. Die Interessenten jedoch stapeln sich förmlich, denn die Termine wollen auch abgearbeitet werden“, sagt „Metere Capital“-Vertriebsleiter Markus Riemann. Das Unternehmen hat seinen Schwerpunkt seit vielen Jahren in der Immobilienvermittlung.

mit anderen Vermittlern und Maklern. Gegen eine fixe Gebühr erhalten Kapitalanlagenvermittler die Namen, Adressen und Kontaktdaten der Interessenten – dazu hat der Interessent natürlich zuvor eingewilligt­. Mehr noch: Er hat den ersten Schritt getan und hat sich bei „Metere Capital“ eingetragen, um zum Thema Kapitalanlagen beraten zu werden. Ein klassisches Lead-Geschäft, wie es unter Brancheninsidern bekannt ist. Oft geschieht die Eintragung durch den Wunsch des Kunden, den eigenen Nettolohn zu verbessern. Das lässt sich nämlich mit intelligenten Immobilienkäufen hervorragend erzielen.

Viele Vermittler von Kapitalanlagen in Deutschland haben gute Angebote im Portfolio. Der Kunde ist meist dankbar, denn im Gegensatz zur Bank hat er beim Makler beziehungsweise freien Vermittler sehr viel mehr Auswahl. Dass aber längst nicht alle Interessenten optimal mit Beratung versorgt sind, zeigen Statistiken.

Bild: Metere Capital

Durch qualifizierte Leads sparen sich Vermittler die Kaltaquise


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Ein Ausstieg ohne Verluste?!

Rückabwicklung von Lebens- und Rentenversicherungsverträgen

Sven Gerngroß, Mitglied der Geschäfts­ führung von ProLife:

Zu teuer, zu undurchsichtig, zu wenig Rendite. Viele Kunden sind unzufrieden und wollen raus aus ihren Lebens- und Rentenversicherungsverträgen. Allerdings ist die einfache Kündigung meist die schlechteste Lösung. Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) bietet nun eine Möglichkeit, den geschlossenen Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag gegebenenfalls rückabzuwickeln. Um herauszufinden, ob ein Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag rückabwickelbar ist oder nicht, bedarf es der Überprüfung verschiedenster Eckpunkte. Das wichtigste Kriterium ist, das der Kunde seitens des Versicherers falsch belehrt wurde. Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung liegt vor, wenn diese falsch formuliert oder nicht deutlich vom übrigen Vertragstext hervorgehoben wurde. Wenn dies der Fall ist und ein Versicherungsvertrag rückabgewickelt werden kann, stehen dem Versicherten alle seine einge-

zahlten Beiträge, inklusive der Abschlussund Verwaltungskosten sowie eine Verzinsung zu. Lediglich den Risikoschutz dürfen die Gesellschaften einbehalten, welcher in der Regel allerdings nur einen Bruchteil der Summe ausmacht. Des Weiteren muss der Beginn des Vertrages im Zeitraum vom 01.07.1994 bis 31.12.2007 erfolgt sein. Das Urteil ist nicht nur bei noch laufenden Verträgen anwendbar, sondern auch bei bereits gekündigten. Wann der Vertrag in der Vergangenheit gekündigt wurde, spielt hierbei keine Rolle. So kann auch ein Vertrag, der zum Beispiel im Jahre 2004 aufgelöst wurde und die Parameter für eine Rückabwicklung erfüllt, entsprechend angegangen und eine Nachzahlung erzielt werden. So schön sich das auch alles anhört, kommen die Versicherungskunden meist nicht drum herum, sich Experten an die Seite zu holen, um eine entsprechende Prüfung

„Die Welt ­gehört ­denen, die neu denken.“ der Verträge vornehmen zu lassen. In den Medien ist immer wieder zu lesen, dass den Kunden teilweise eine Rückabwicklung verweigert wird, obwohl diese möglich sei. Und den Klageweg zu bestreiten ist für den einzelnen Kunden mit einem hohen Kostenrisiko und Ärger verbunden, ohne am Ende des Tages zu wissen, wieviel tatsächlich hierbei herauskommt. Hier sind auch die Berater und Finanzdienstleister gefragt, ihre Kunden auf das Thema der Rückabwicklung aufmerksam zu machen und ihnen die nötige Unterstützung anzubieten. Mit dem Erfahrungsschatz aus über 35.000 angekauften Verträgen stehen die ProLife GmbH und ihr Team Kunden und Finanzdienstleistern gerne für Informationen zu diesem Thema zur Verfügung.


Interview

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»Dank Bondora auf ganz ­ neuem Level«

Pärtel Tomberg, CEO von Bondora, über die Sicherheiten für Anleger, schläfrige Banken und die Geldanlage der Zukunft. Das Interview führte Henning Lindhoff. Herr Tomberg, die Palette der P2P Investment-Plattformen ist sehr breit. Warum sollte ich als Anleger gerade über Bondora investieren? Diese Frage beantworte ich am liebsten mit einem Zitat aus einem aktuellen Buch zur Thematik. Die beiden erfolgreichen P2P-Anleger Kolja Barghoorn und Lars Wrobbel schrieben in ihrem Buch über Bondora: „Einen großen Vorteil sehen wir in der Einfachheit gegenüber Plattformen, welche mit viel manueller Arbeit zu bewirtschaften sind. Durch den Portfolio Builder haben wir bei Bondora nur einen Bruchteil des Zeitaufwandes für ein (in unseren Augen) renditebringendes Investment.“ Bondora besteht seit sieben Jahren auf dem Markt. Unser Track Record ist lückenlos gepflegt. Anleger können bei uns mit sehr kleinen Geldbeträgen starten. Mit fünf Euro geht es bereits los. Sie können aktiv investieren oder aber auch unseren vollautomatisierten Portfolio Manager nut-

zen. Alles ist möglich. Mit Bondora kann jeder Anleger seine ganz eigene Goldene Gans füttern – und das mit minimalem Aufwand. Nicht wenige Banker argumentieren, dass auf P2P Investment-Plattformen lediglich Kreditnehmer mit mangelhafter Bonität um Geld bitten. Was entgegnen Sie solcher Kritik? Solche Aussagen verkennen die Realität und zeigen eines ganz deutlich: Die Banken scheuen die Konkurrenz. Unser durchschnittlicher Kreditnehmer bei Bondora hat ein regelmäßiges monatliches Einkommen als Angestellter. Er verdient mehr als der Durchschnitt in seinem Land und hat seine Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit immer erfüllt. Es gibt schlichtweg immer mehr Menschen, die online nach einer Finanzierungsmöglichkeit suchen. Die Menschen sind nicht mehr angewiesen auf die Banken mit ihren monolithischen Strukturen

sondern suchen sich auch in Geldangelegenheiten die besten Produkte und Dienstleistungen. Und diese gibt es eben nicht in der Hausbank um die Ecke. Die gibt es online. P2P-Kredite sind ein modernes Phänomen, ein Phänomen von vielen, die die klassischen Banken bis heute ignoriert haben. Ohne Erfolg. Das sind kühne Worte. Wie stellt Bondora denn die Bonität der Kreditnehmer sicher? Wie sehen Ihre Filterkriterien und Bewertungsmaßstäbe aus? Unsere Kunden bei Bondora sind nicht anders als der durchschnittliche Bankkunde. Uns stehen die gleichen Informations- und Datenquellen zur Verfügung wie den Banken. Hinzu kommen bei uns allerlei alternative Datenquellen, die wir in Kombination mit den klassischen Kriterien nutzen. Natürlich kann ich hier nicht auf alle Details eingehen – die sind unser Geheim­rezept –, doch so viel darf ich verraten: Wir informieren uns über viele


Kommentar

Pärtel Tomberg gründete im Jahr 2009 die P2P Investment-Plattform Bondora, die es, als erstes Startup überhaupt, Anlegern aus ganz ­Europa ermöglichte, in P2PKredite zu investieren. In Bondora implementierte Tomberg das erste Bonitätsprüfungssystem, das Kredite aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar machte.

Worin sehen sie den wichtigsten Trend der P2P Investment-Branche? Was wird die P2P-Kredite in der nächsten Zeit revolutionieren? Der Trend geht aktuell sehr deutlich in Richtung institutioneller Anleger. Immer mehr Plattformen tragen ihre Kredit­ projekte an große Investmentfonds, Lebensversicherungen und ähnliche Einrichtungen heran. Auf der anderen Seite werden immer mehr Fonds und Vermögensverwalter auf diese lukrative Form der Geldanlage aufmerksam. Ich denke, wir werden in Zukunft beobachten können, dass mehr und mehr Finanzprodukte auf P2P-Krediten aufgebaut werden. Es werden Fonds entstehen und allerlei andere Wertpapiere. In Großbritannien ist man in diesem Punkt bereits sehr viel weiter. Klingt etwas abstrakt. Welches konkrete Beispiel haben Sie dazu im Kopf? Funding Circle ermöglicht es beispielsweise seit kurzer Zeit einem größeren Investmentfonds in Kreditprojekte zu investieren. Privatanleger können dann Anteile an diesem Fonds erwerben. Solche Vehikel werden wir in Zukunft noch öfter sehen.

Bild: Lindhoff

verschiedene offizielle, öffentlich zugängliche Wege über jeden einzelnen Kreditnehmer. Aber wir analysieren auch seine ganz persönlichen Verhaltensweisen. Unser Risk Score ist dadurch weitaus präziser als jedes Bewertungssystem der Banken.

Henning Lindhoff ist stellvertretender Chefredakteur des Monatsmagazins „eigentümlich frei“ und Autor zahlreicher Sachbücher

Wie denken Sie bei Bondora über kleine und mittelständische Unternehmen. Auch diese verlangen immer mehr nach schnell und flexiblen Krediten. Viele von ihnen sehen in P2PKrediten heute schon die beste Finanzierungsmöglichkeit. Wird Bondora Kreditprojekte von KMUs in Zukunft auch ins Programm nehmen? Nein. Solche Pläne verfolgen wir aktuell nicht. Ich denke, die Finanzierung von Startups und von mittelständischen Unternehmen bedarf eines ganz anderen Risikomanagements als die Kreditprojekte von Privatleuten. Zur Zeit können wir hier keinen wirklichen Mehrwert bieten. Stattdessen konzentrieren wir uns voll und ganz auf unsere Nische, die wir nun schon seit sieben Jahren zuverlässig bedienen und fortentwickeln. Aber kann das schon alles sein? In welche Richtung wird sich Bondora zukünftig noch entwickeln? Worauf dürfen sich die Anleger freuen? Aktuell arbeiten wir an einer komplett neuen, nur für unsere Anleger konzipierten, Internetseite. Dazu werden einige neue und überraschende Produkte stoßen, über die ich heute noch nicht allzu­ viel verraten möchte. Wir werden damit die Geldanlage per P2P-Kredit auf ein gänzlich neues Level heben. Und 2017 wollen wir auch geographisch weiter expandieren. Der Anleger steht aber immer im Fokus unserer Optimierungen. Vielen Dank, Herr Tomberg

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Gastbeitrag

Die Entgeltoptimierung

Strategische Metalle . . .

Eine sinnvolle und nachhaltige Lösung für Unternehmen

Bild: Hennings

Gallium

Der Autor Thomas Hennings ist Experte für Sachwertlösungen und Makroökonomie.

Was geschieht bei Unternehmen wenn Mitarbeitergehälter erhöht werden sollen? Korrekt, beide Parteien haben keine Mehrwerte. Der Arbeitgeber hat bei den Sozialversicherungskosten hohe Mehr­ belastungen und der Mitarbeiter kann in der Regel. mehr als 50 Prozent der Lohn­ erhöhung nur als Abgaben verzeichnen, das heißt, weniger als die Hälfte kommt bei ihm tatsächlich auf der Abrechnung netto an. Fazit: Lohnerhöhungen sind unter dem Aspekt uncool und unlukrativ! Diese gilt natürlich auch bereits für bestehende Gehaltshöhen. Die Gehaltsspitzen werden in unseren „Systemen“ extrem gekappt. Wie kann man also diesem Dilemma entgegenwirken? Mehr Netto vom Brutto Die Möglichkeit der „Entgeltoptimierung“ schafft eine große Entlastung und Verbesserung der gesamten Lebenssituation. Mehr Netto vom Bruttogehalt wird auch gerne hierzu geäußert. Das deutsche Einkommenssteuergesetz bietet hier die Möglichkeit für den Arbeitgeber die Abgabenlast legal zu reduzieren und der Arbeitnehmer erhält mehr Nettolohn am Ende des Monats. Wie geschieht dieses nun? Bei der Entgeltoptimierung tauscht man einen Teil des steuer- und sozialversicherungspflichtigen Bruttolohns gegen einen steuer- und sozialversicherungsfreien Bruttolohn und man muss nicht mehr auf das gesamte Bruttoeinkommen Steuernund Sozialversicherungsbeiträge abführen. Der Arbeitnehmer merkt spürbar mehr Nettogehalt und der Arbeitgeber spart große Teile der Lohnnebenkosten ein.

Wie sieht das in der Praxis aus? In der Praxis erhält der Arbeitnehmer nunmehr anteilig in ganz bestimmten Größen­ ordnungen sogenannte Sachbezüge, wie beispielsweise private Handykosten, Internetpauschalen, Kindergartengebühren oder ähnliches. Insgesamt gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie ein Arbeitgeber und seine Arbeitnehmer das Einkommen steuersenkend und sozialversicherungsfrei umsetzen, beziehungsweise gestalten können, wohlgemerkt legal und ans EStG gebunden. Im Durchschnitt hat ein Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 2.500 € und einer Umsetzung von drei sinnvollen Entgeltbausteinen ca. 50 - 70 € netto pro Monat mehr in seinem Portemonnaie. Vorteile für den Arbeitgeber Jetzt sollte der Arbeitgeber zur besseren Mitarbeiterbindung nicht nur diese lukrativen Möglichkeiten der Entgeltoptimierung nutzen, sondern auch aus Anteilen seiner eigenen Einsparungen etwas Nachhaltiges für sich und seine Arbeitnehmer durchdenken und einführen. Nämlich ein ordentliches nicht versicherungskonformes Versorgungswerk! Wenn ein geprüftes Entgeltoptimierungskonzept in Kombination mit einem rechtssicheren Versorgungswerk, welches einer eigenen Hausbank im eigenen Unternehmen entspricht, umgesetzt wird, dann wird dieses Unternehmen bestens mit seinen Mitarbeitern für die Zukunft aufgestellt sein. Zufriedenheit auf beiden Seiten Es hat motivierte und besser verdienende Mitarbeiter als bisher. Die Mitarbeiter erhalten vom Arbeitgeber eine sinnvolle Versorgung für das Alter und der Unternehmer profitiert obendrein von eingesparten Abgaben und von diversen hohen steuerlichen Vorteilen nur durch dieses Konzept. Der Unternehmer besticht also durch eine professionellere Mitarbeiterbindung und monetäre Motivation, die jeden Monat spürbar ist. Mittel- und langfristig sorgt der Unternehmer mit seinem eigenen Versorgungswerk für seine Mitarbeiter im Alter exzellenter vor als er es bisher je kannte.

Hafnium Germanium

. . . sind das Öl der Zukunft. Was können wir für Sie tun? • Die EMH AG ist eines der führenden Unternehmen Europas wenn es um die Themen Edelmetalle, Technologiemetalle und Seltene Erden geht. • Wir sind weltweit vernetzt. • Ob Groß- oder Kleininvestor, ob Raten, Einmalkäufe oder Einzelinvestments – wir finden eine optimale Lösung für Ihren Bedarf. • Inklusive Lagerung in unserem deutschen Zollfreilager

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SACHWERT MAGAZIN 2/2016


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Ostseebad Heiligenhafen

Feiner Ostseestrand, eine einzigartige Dünenlandschaft und frischer Fisch direkt vom Kutter – das ist Heiligenhafen. Die „Stadt am Meer“ ist ein sehr beliebtes Urlaubsparadies an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Das staatlich anerkannte Ostseeheilbad Heiligenhafen investiert seit 2002 mehr als 35 Mio. Euro in die öffentliche, touristische Infrastruktur. Mit privaten Investitionen belaufen sich diese inzwischen schon auf gut 55 Mio. Euro. Zu den bedeutendsten Maßnahmen der Stadt gehört die Entwicklung des städtebaulichen Konzeptes. Dieses beinhaltet neben dem Bau neuer Hotels auch die Neugestaltung der Seebrücke (abgeschlossen in 2012). Erst im Frühjahr 2015 eröffnete das Hotel Meereszeiten direkt am Yacht- und Fischereihafen die Türen für seine Gäste. Das 5 Sterne Primus Strand Resort Marina Heiligenhafen direkt am Yachthafen, Binnensee und Naturschutzgebiet „Graswarder“ wird in der Sommersaison 2016 fertiggestellt sein. Jüngst wurde zudem

mit dem Bau des Beach und Sport Motels an der Seebrücke begonnen, welches ab Ende 2016 seine Gäste empfangen wird. Die Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes stellte auch den Startschuss für weitere Entwicklungsmaßnahmen in Heiligenhafen dar. Das Vorhaben – Neue Bauten, alte Strukturen Eingebettet in die malerische Altstadt Heiligenhafens und nur wenige Meter vom kilometerlangen feinsandigen Ostseestrand mit seiner einzigartigen Erlebnis-Seebrücke, dem Binnensee und dem unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiet Graswarder entfernt, wird das Fischerdorf Heiligenhafen zu neuem Leben erweckt. Dabei werden neben der Sanierung der beiden Bestandsgebäude – dem herrschaftlichen Gutshaus und der Remise – 11 Fischerhäuser in herausragender Architektur als Einzel-, Doppel- und Rei-

henhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus (Torhaus) komplett neu und schlüsselfertig errichtet. An diesem einmaligen Standort entstehen auf einer Gesamtfläche von 3.600 qm qualitativ hochwertige Ferienimmobilien mit Eigennutzung und Wohnungen zum Dauerwohnen, untergliedert in 42 Wohneinheiten nebst 36 Tiefgaragenstellplätzen und Kellerräumen. Unser Anspruch ist es, modern und in einer herausragenden Qualität mit hochwertiger Ausstattung zu bauen und den städtebaulichen Voraussetzungen des Standortes Heiligenhafen, insbesondere unter Berücksichtigung der Lage in der gewachsenen Heiligenhafener Altstadt, gerecht zu werden. Den Charakter des Fischerdorfs Heiligenhafen wird eine außergewöhnliche Architektur bestimmen. Die gereihten Häuser verspringen zueinander, um den Einzelhauscharakter und die Kleinteiligkeit zu unterstützen. Der Einsatz ausgewählter Materialien ist wesentlicher Bestandteil dieses schlüsselfertigen Gesamtkonzeptes.

Ferienimmobilien

Dauerwohnen

Fertigstellung:

Fertigstellung:

frühestens: 1.Juli 2017 spätestens: 31.Dezember 2017

frühestens: 1.Juli 2017 spätestens: 31.Dezember 2017

Objektbeschreibung: Bis zu 3 Etagen

Objektbeschreibung: 4 Etagen

Anzahl der WE:

17 Wohneinheiten

Anzahl der WE:

24 Wohneinheiten

Wohnungsgrößen:

61,06 m² - 99,74 m²

Wohnungsgrößen:

39,08 m² - 104,89 m²

Kaufpreis*:

251.320 € - 415.090 € pro Wohneinheit

Kaufpreis*:

126.247 € - 365.794 € pro Wohneinheit

Annahmen:

150 Vermietungstage im Jahr (die restlichen Tage besteht die Möglichkeit zur Eigennutzung),

Annahmen:

10 € pro m² pro Monat

Musterkalkulation:

104,89 m² x 10,00 € x 12 Monate = 12.586,80 € Mieteinahmen/Jahr (vor Abzug von Kosten und Steuern)

Einnahmen: Musterkalkulation:

1,80 € pro m² pro Tag

99,74 m² x 1,80 € x 150 Vermietungstage = 26.929,80 € Einnahmen/Jahr (vor Abzug von Kosten und Steuern) * zzgl. 3 % Maklercourtage

SACHWERT MAGAZIN 2/2016

* zzgl. 3 % Maklercourtage

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Bild: Pixabay

Wohnen, wo der Charme des Ostseehafens noch zu spüren ist


Sachwert Magazin, Ausgabe 43  
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