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EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

Ausgabe 65

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Jim Rogers

So geht Börse MAX OTTE

Aktien & Edelmetalle Bilder: wikimedia/FDV, Noble Elements, Wirtschaft TV, Fotowerft, Depositphotos/crstrbrt

TORBEN KÄSELOW Immobilienkauf

ANDREAS KROLL Rohstoffe


Präsentiert von

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SACHWERT KONGRESS Dialog der Sachwertbranche 2018

15.-16. Mai 2018 Kassel

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Editorial

BLM

Martina Schäfer Redakteurin bei Sachwert Magazin

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Bild: Schäfer privat

— MEHR ERFOLG DURCH —

Editorial

Golden durch die Krise

Betriebliches Lohnkosten Management www.blm-consult.de

Entgeltoptimierung Versorgungswerke Sachwertstrategien

So, nun steht sie also, die neue Regierung und schon hagelt es Kritik und ätzenden Protest gegen die Pläne im sozialen Bereich, die harte Zeiten für die Bedürftigen voraussehen lassen. Nur ein weiterer Tropfen in dem zum Überlaufen vollen Fass der heraufziehenden Krise. Denn sie wird alle betreffen: Die Armen, den Mittelstand, die etwas besser Situierten und die ganz dicken Fische. Während sich die, die gar nichts oder wenig haben, der Willkür des Sturms ausgeliefert sehen, sollten alle die, die Werte besitzen, nun schleunigst daran gehen, diese zu sichern. Ein Weg dazu ist der Aufbau eines physischen Edelmetall-Depots. Allerdings gilt hier die Überlegung, in welcher Form und Stückelung sich die Anschaffung der Metalle sinnvoll umsetzen lässt und auch zur Lagerung und dem Zeitpunkt des Kaufes sollte Basiswissen vorhanden sein. Aber nicht nur das klassische Gold und Silber eignen sich zur Wertanlage. Andreas Kroll erklärt, welche Rohstoffe für die Industrie und Hightech interessant sind und sich deshalb gut für Investitionen eignen. Auch Max Otte ist sich sicher, dass Aktien und Edelmetalle die erste Wahl bleiben. Seines Erachtens sind Kontoguthaben und Lebensversicherungen derzeit keine gute Strategie, gerade weil die derzeitige politische Entwicklung Deutschlands zu, wie er es nennt, einer „DDR 2.0“, keinen Anlass gibt, der Verlässlichkeit des Fiat-Geldes zu glauben.

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Martina Schäfer Redakteurin BLM Consult GmbH Betriebliches LohnkostenManagement www.blm-consult.de info@blm-consult.de Im Gewerbegebiet 2 . 91183 Abenberg Telefon +49 9178 - 9 97 83-0 Fax +49 9178 - 9 97 83-10 HRB 28964/ StNr 241/122/52475


Edelmetalle

Gold und Silber in der Hand So bauen Sie sich Ihr physisches Edelmetalldepot auf Von Thomas Schwarzer

Wer sein Geld vor staatlichen Zugriffen, Geldentwertung, politischen Risiken oder sogar einer Währungsreform schützen will, sollte sich zwingend ein Depot aus physischen Edelmetallen aufbauen. Damit das Edelmetalldepot auch noch erfolgreich wird, sollte einiges beachtet werden. So stellen sich einige grundsätzliche Fragen: Gold oder Silber? Barren oder Münzen? Und wie sollten die einzelnen Metalle untereinander am sinnvollsten

sollte Sie allerdings, dass bei ganz kleinen Stückelungen der Preis deutlich über dem tatsächlichen Wert des Edelmetalls liegt und die Spanne für den An- und Verkauf extrem groß ist. Das bedeutet, dass der Preis extrem steigen muss, bevor ich bei einem Verkauf auch tatsächlich einen Gewinn erziele. Als Beispiel: Der Händler stellt für 1 3g Gold eine Spanne von 35 zu 45 €. Wer kaufen möchte, zahlt 45 €. Wer verkaufen möchte, bekommt 35 €. Kau-

aufzubauen. Und zwar in Silbermünzen. Mit kleinen Silbereinheiten lässt sich im Extremfall fast alles bezahlen. Dabei unterstellen wir, dass es zu chaotischen Zuständen kommt. Dass das Finanz- und Zahlungssystem zusammenbricht. Die Bargeldversorgung nicht mehr funktioniert. Und sich Waren nicht mehr bezahlen lassen. In dieser Situation ist Silber das Zahlungsmittel das noch funktioniert. Bei Gold kann es Beschränkungen oder gar Verbote geben. Oder der Staat kann verordnen, dass es abgegeben werden muss. Kaufen Sie deshalb kleine Silbereinheiten. Beispielsweise 1-Unzen-Münzen oder kleine Silberbarren. Die Stückelungen sollten möglichst klein sein, damit Sie in bei einem Notfall flexibel sind. Wollen Sie Nahrungsmittel kaufen, brauchen Sie kleine Einheiten und keinen 10 kg Barren. Wie groß der Anfangsbestand sein sollte, hängt von Ihren finanziellen Verhältnissen ab. Sinnvoll ist es sicherlich einige Tausend Euro zu investieren. Wann kann ich Gold kaufen? Wenn Sie einen schönen Silberbestand haben, macht es Sinn, sich einen Goldbestand aufzubauen. Kaufen Sie auch hier zuerst kleinere Einheiten als Münzen aber auch kleinere Barren. Parallel dazu sollten Sie immer den Gegenwert auch in Silber investieren, sodass Sie dadurch immer einen größeren Silberstand behalten. Der Vorteil bei Gold ist, dass sich auch größere Summen in ganz kleinen Einheiten speichern lassen. Mehrere Tausend Euro passen in einen Barren mit extrem kleinen Abmessungen. Das hat den Vorteil, dass es sehr leicht transportiert werden kann.

Wie viel Kapital benötige ich für mein Edelmetalldepot? Schon mit relativ kleinen Beträgen lässt sich ein Edelmetalldepot erstellen. Kleine Silberbarren und Silbermünzen gibt es bereits für unter 30 €. Der kleinste Goldbarren kostet weniger als 50 €. Beachten

fen Sie also zu einem Preis von 45 € und wollen damit einen Gewinn erzielen, muss der Preis um mindestens 29 Prozent steigen. Also von 35 auf 45 €. Bei größeren Einheiten ist die Spanne viel geringer. Bei großen Barren liegt sie bei rund zwei Prozent. Wie sollte ich mit meinem Edelmetalldepot beginnen? Fangen Sie an sich einen Grundstock

In einer Krisensituation benötigen Sie sowohl Silber als auch Gold. Silber als Zahlungsmittel und Gold als Wertspeicher. Welche Münzen sollte ich kaufen? Kaufen Sie nur die gängigsten Anlagemünzen. So genannte Bullionmünzen. Diese Münzen sind rund um den Globus bekannt. Lassen sich auch in anderen Ländern und Regionen gut und schnell verkaufen.

Bild: Depositphotos/Inokos

gewichtet werden? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst und geben klare Antworten.


Edelmetalle

Die besten Goldmünzen sind der südafrikanische Krügerrand, der kanadische Maple Leaf, die britische Britannia, der amerikanische American Eagle oder der österreichische Philharmoniker. Zu den besten Silbermünzen zählen der kanadische Maple Leaf, der amerikanische American Eagle, der österreichische Philharmoniker oder aus Großbritannien die Lunar Münze. Wann macht es Sinn größere Barren zu kaufen?

Strategische  Metalle . . .

bei 14.999 €. Es ist davon auszugehen, dass die aktuelle Grenze noch weiter abgesenkt wird. Wie groß ist das Risiko auf Fälschungen hereinzufallen? Immer wenn größere Summen im Spiel sind, werden auch Personen mit krimineller Energie angezogen. Deshalb müssen Sie aufpassen. Generell ist es schwerer Münzen zu fälschen als Barren. Auch deshalb sollten Sie eher auf Münzen setzen. Wo kann ich Edelmetalle am besten lagern?

Wer ein größeres Vermögen hat, kann auch größere Goldbarren kaufen. Damit Das ist sicherlich eine der spannendsten lassen sich in einer Extremsituation große Fragen. Zu Hause lassen sich Edelmetalle Summen retten. Auch über viele Genelagern und verwahren, allerdings ist davon ration hinweg. Der größte Goldbarren, in der Regel abzuraten. Wer einen Tresor den es regulär zu kaufen gibt, wiegt ein besitzt, kann es dort deponieren. Auch im Kilo und kostet derzeit rund 36.000 €. Garten vergraben ist eigentlich keine AlBei Silberbarren beternative. Es hat schon steht das Problem, Fälle gegeben, bei dedass man bei größe- In einer Krisensituation nen der Besitzer später ren Vermögen auch mehr wusste, wo benötigen Sie sowohl nicht extrem große Mengen er das Edelmetall verbekommt. Und das Silber als auch Gold. steckt hat. kann in puncto LageSilber als Zahlungs­ rung und Transport zu Anders sieht es bei erheblichen Problemen Schließfächern aus. mittel und Gold als führen. Allerdings ist ein Fach Wertspeicher. bei einer deutschen Was ist von Sonderoder europäischen oder Gedenkmünzen zu halten? Bank sicherlich ein großes Risiko, wenn es tatsächlich zu einem Krisenszenario Davon ist abzuraten. Sonder- und Gekommen würde. Dann würden Schließdenkmünzen sind was für Sammler und fächer gesperrt und deren Inhalte beLiebhaber. Sie sind nicht als sinnvoller Deschlagnahmt. All das hat es in den letzpotbestand geeignet. ten Jahren in anderen Ländern bereits gegeben. Beispielsweise in England. Wo kann ich Edelmetalle am besten Außerdem ist eine zentrale Abrufstelle kaufen? für Bankschließfächer geplant. Damit lassen sich zukünftig alle Schließfächer, Der Kauf von Edelmetallen ist VertrauensZugangsberechtigungen und andere sache. Immer wieder tauchen schwarze Dinge elektronisch erfassen. Außerdem Schafe auf, die über das Internet gefälschdokumentieren schon jetzt viele Banken, te Edelmetalle anbieten. Fallen Sie nicht wann Sie an Ihrem Schießfach waren. darauf rein. Kaufen Sie Edelmetalle nur bei den ganz großen und renommierten Wer auf Nummer sicher gehen möchte, Händlern. Wenn Sie auf Nummer sicher sollte sich ein Schließfach außerhalb der gehen möchten, holen Sie ihre EdelmetalEU-Bankenunion und der europäischen le persönlich ab. Die großen Händler verHaftungsgemeinschaft mieten. Beispielfügen alle über eine oder mehrere Filialen. weise in Lichtenstein oder der Schweiz. Zu empfehlen sind in den Zusammenhang Degussa Edelmetalle oder Pro Aurum. Egal wie groß und wie umfangreich Ihr Edelmetalldepot auch sein wird, Sie Bis zu welcher Summe kann ich Edelsollten es auf jeden Fall als eine Art Versimetalle anonym kaufen? cherung sehen. Die Sie und Ihr Vermögen im Krisenfall schützt. Aber auch Geld koAktuell liegt die Grenze bei 9.999 €. Darüstet. Die Lagerung verursacht Kosten. Auber hinaus müssen Sie sich ausweisen und ßerdem generieren physische Edelmetalle Ihre Daten werden gespeichert. Bis vor keine Erträge im Sinne von Zinsen oder wenigen Monaten lag die Grenze noch Dividenden.

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Rohstoffe

Der Rohstoffmarkt rollt an!

Andreas Kroll, Rohstoff-Experte von Noble Elements im Interview

Jetzt ist es Zeit, auf den Zug aufzuspringen

Bild: Depositphotos/babenkodenis, Kroll privat, Grafik: Bloomberg

Zu jedem breit aufgestellten Depot gehören auch Rohstoffe als Anlageklasse. Denn wer sein Geld breit streut, streut auch das Risiko. Experten sprechen in dem Zusammenhang auch von Klumpenrisiko wenn eine Anlageklasse zu stark gewichtet ist. In der September Ausgabe des Sachwert Magazins war der auf Rohstoffe spezialisierte Finanzmarktanalyst Andreas Kroll noch zurückhaltend, ob eine breite Rohstoffhausse in den Startlöchern steht. Drei Monate später schätzt er die Marktsituation nun deutlich positiver ein. Grund für uns nachzuhaken. Herr Kroll, Sie rechnen schon bald mit dem Beginn einer Rohstoffhausse, auch oder gerade wegen des Hypes um Elektroautos. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die Rohstoffhausse läuft bereits erfolgreich an. Seit Juli 2017, mit dem Anstieg des Ölpreises, ist sie in fast allen Bereichen dieses vielfältigen Marktes angekommen. Wir werden dieses Jahr, nach zurückliegenden sechs sehr bitteren Jahren des Preisabschwunges, es erstmals wieder erleben, dass der Rohstoffmarkt zu einer positiven Performance fähig ist. Das hat mehr mit einem Zyklenwechsel zu tun als mit dem E-Auto. Zugegebenermaßen

wirkt das E-Auto aber geradezu wie ein Turbo. Aber der Reihe nach: Vor der Finanzkrise, der Ölpreis lag bei 130 Dollar je Barrel, bildeten auch die meisten anderen Rohstoffe Preishochs aus. Die Branche verdiente prächtig und investierte. In Erwartung weiter steigender Preise wurden letztendlich Überkapazitäten geschaffen – es gab von Allem zu viel. Es brauchte neun Jahre und diverse

Germanium und Indium sind die Zukunft der Akkutechnologie Minenschließungen, Pleiten unter den Produzenten, Beinahe- Insolvenzen selbst unter den großen Playern, wie zum Beispiel Glencore, um den Markt zu bereinigen. Die Investitionsquote der Branche fiel auf ein historisches Tief. Neufunde blieben somit aus, Projekte zur Entwicklung neuer Lagerstätten wurden gestoppt. Selbst Recyclingunternehmen mussten schließen. Nun gibt es erste Angebotsdefizite und die Preise steigen. Wir sind gerade live dabei, wie ein alter Zyklus von einem neuen abgelöst wird. Für Investoren ergeben sich dadurch diverse Chancen.

Nun zum E-Auto: China, als weltweit größter Automarkt, gibt in diesem Markt längst den Takt vor und damit auch die Technologie. Während in Europa noch diskutiert wurde ob nicht dem Wasserstoffauto, synthetische Treibstoffe oder doch einer anderen Technik, die Zukunft gehört, wurde in China das Aus für Verbrennungsmotoren beschlossen. So ein E-Auto benötigt ganz andere Rohstoffe als der klassische Verbrenner. Plötzlich stehen Lithium, Cobalt und seltene Erden im Fokus. Aber auch der Bedarf an Kupfer dürfte gewaltig steigen. Von der Geschwindigkeit dieser Entwicklung überrascht, wenn nicht überrumpelt, rechnen nun Analysten und die Einkaufsabteilungen der Automobilhersteller aus, welche Mengen dieser Elemente sie nun einkaufen müssen und siehe da – für alle reicht es nicht. Volkswagen wollte unlängst 80.000 t Cobalt erwerben und ist damit grandios gescheitert. Die Weltjahresproduktion beträgt ja nur etwa 130.000 t. Neue Kapazitäten aufzubauen dauert Jahre. Die Nachfrage wird aufgrund gesellschaftlichem Druck, dem Klimawandel und nicht zuletzt auch durch politischen Willen schon heute ausgelöst. Die ehrgeizigen Klima-


Rohstoffe ziele der Regierungen sind löblich, aber nur zu erreichen, wenn der Rohstoffmarkt auch hinterherkommt. Das wird viel Geld verschlingen und mit stark ansteigenden Metallpreisen einhergehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Abkehr vom Öl gleichzeitig eine Zuwendung zu Technologiemetallen ist. Ein Rohstoff wird lediglich durch andere ersetzt. Und in diese anderen Rohstoffe sollte man jetzt investieren.

Daher empfehle ich, eher nicht auf ein einzelnes Metall zu setzen und allgemein lieber breit gestreut zu agieren. Wie lange kann dieser neue Rohstoffzyklus Ihrer Meinung nach anhalten? Wir stecken da noch ganz am Anfang. Erst seit Juli 2017 nimmt die Rallye an Fahrt auf, gut abzulesen am Bloomberg Commodity Index (siehe Grafik).

Historisch betrachtet läuft eine RohstoffWir erleben gerade den perfekten Sturm – hausse etwa 19 Jahre. Das ergibt sich ein natürlicher Zyklenwechsel gepaart mit auch durch die lange Vorlaufzeit bei Mieiner weltweit technologischen Neuausnenbetrieben. Es vergehen im Schnitt gut richtung, abzulesen zehn Jahre bis eine an den Preisen: Kupfer Lithium, Cobalt und ­seltene Mine in Produktion plus 22 %, seltene Ergeht. Einen ersten Erden stehen im Fokus den plus 60 %, Coder Elektromobilität,­dem Hype beobachte ich balt plus 86 % (Stand: ­Zukunftsmarkt schlechthin. gerade bei Lithium 20.11.2017) und Cobaltprojekten. Diese beiden Elemente elektrisieren InveBei welchen einzelnen Rohstoffen rechstoren geradezu. Der Rohstoffmarkt kehrt nen Sie wegen des geringen Angebotes zurück in die Wahrnehmung der Menmit deutlich steigenden Preisen? schen. Die Frage ist schwerer zu beantworten als es auf den ersten Blick scheint und ich Was bedeutet das alles für den Rohmöchte hier das E-Auto einmal in seine stoff Öl? Bestandteile aufteilen. Zum einen haben Er bekommt Konkurrenz durch Gallium, wir die Elektromotoren, bestehend aus Indium, Cobalt, Neodym, Lithium, GerKupfer und Magneten. Der Bedarf an manium, etc. Kupfer ist bei einem E-Auto etwa viermal Heute ist der Ölpreis noch Maß aller Dinso hoch wie bei einem herkömmlichen Auto. Die geringen Neufunde an Kupfererzen stimmen mich da schon nachdenklich. Für die Magnete werden die seltenen Erden, Neodym, Praseodym und Dysprosium benötigt. Bei diesen vier Elementen sollte es bei den Preisen steil bergauf gehen. Der Elektromotor an sich gilt als äußerst ausgereift und es gibt nur wenige Forschungsansätze um ihn zu verbessern, obwohl ein deutsches Unternehmen auch daran arbeitet – aber der echte Handlungsdruck fehlt. Ganz anders sieht das bei der Energiespeichertechnik aus. Hier ist in den nächsten Jahren noch mit einer rasanten Entwicklung zu rechnen, denn es gibt noch signifikante Probleme. Tesla kämpft zum Beispiel damit, dass, wenn ihre Autos einmal in Brand geraten, sie so gut wie nicht zu löschen sind und komplett ausbrennen. Dann gibt es noch das Problem mit den Ladezyklen. Das kennt jeder Smartphone-Benutzer, nach zwei bis drei Jahren muss das Gerät immer eher an die Steckdose. Für beide Probleme bietet die Forschung Lösungen an. Die Brennbarkeit der Akkus löst man mit Germanium und die Haltbarkeit mit Indium. Zwei Elemente die bisher überhaupt nicht in der Akku-Technik verarbeitet werden und auch noch niemand so richtig auf seinen Zettel hat. Das kann sich aber schnell ändern.

ge. Er hat Auswirkungen auf alle anderen Märkte. In zehn Jahren wird man einen neuen Indikator einführen müssen, der die allgemeinen Energiekosten widerspiegelt. Öl wird aber lediglich an Bedeutung einbüßen, als wichtiger Rohstoff für viele andere Dinge ist er weiterhin unersetzlich. Die OPEC selbst geht davon aus, dass der Ölverbrauch erst ab dem Jahr 2040 rückläufig sein wird. Die Zahl halte ich für realistisch, allerdings ist das keine gute Nachricht für das Weltklima.

Kommt mit der Rohstoffhausse dann auch die Inflation die von vielen seit Jahren vorausgesagt wird? Grundsätzlich gehe ich von anziehenden Inflationsraten aus. Steigende Energiekosten und steigende Materialkosten sind dabei das eine, aber es braucht auch ein wirtschaftliches Umfeld, das dem Hersteller erlaubt, seine gestiegenen Kosten auch an die Verbraucher durchzureichen. Und dieses Umfeld sehe ich als gegeben. Die Wirtschaft brummt und die Löhne steigen, nicht nur in Deutschland. Welche Unternehmen und welche Branchen profitieren besonders von einer Rohstoffhausse? Das sind natürlich die Minenunternehmen und die großen Händler. Deren Marge steigt. Bei Angebotsknappheit muss man keine Rabatte geben. Mit welchen Finanzprodukten kann der Investor am besten an einer Rohstoffhausse partizipieren? Das ist auf mehreren Ebenen möglich: Zum einen natürlich durch den Kauf von Minenaktien oder Aktienfonds aus diesem Segment oder aber auch über Zertifikate die zum Beispiel auf einen steigenden Kupferkurs setzen. Oder aber, ganz konservativ, physisch. Das ist aber nur ratsam

bei Metallen mit hoher Wertdichte, da die Lagerkosten sonst zu hoch sind. Nun, ich sage ihnen wie ich privat investiere: Ich halte Anteile am BGF World Mining Fonds und kaufe diesen auch stetig zu. Ansonsten ziehe ich den physischen Besitz von Metallen vor. Er vermittelt mir ein besonderes Gefühl der Sicherheit. Da setze ich auf Silber, Gallium, Germanium, Rhenium und ein wenig Gold. Herr Kroll, ganz herzlichen Dank.


Edelmetalle

Aktien und Edelmetalle bleiben erste Wahl Max Otte erklärt, warum Kontoguthaben und Lebensversicherungen derzeit keine gute Strategie sind.

Im September 2017 sprach Martina Schäfer mit Max Otte. In Deutschland brummt die Wirtschaft wie lange nicht mehr. Wir sind die Konjunkturlokomotive Europas. Wie bewerten Sie das? Unsere Unternehmen werden ins Ausland verkauft. Wir zerlegen uns mit der Energiewende. Wir zerlegen uns mit dem Dieselskandal. Wir werden Dienstleister aus dem Ausland auf niedrigem Niveau und zerlegen unsere eigenen Konzerne. So kann ein Deutschland in 20 Jahren nicht mehr existieren. Das ist im Moment eine Art Scheinblüte. Wir geben die letzten Kerne unsere Wirtschaft weg. Und sind irgendwann quasi Servicedienstleister für den Rest der Welt. In diese Richtung dreht sich das aktuell. Das macht mir große Sorgen.

die CDU zu einer vernünftigen Politik zurückkehrt. Im Bundestag sitzt jetzt die AfD, die Sie selber auch gewählt haben. Nach der Bundestagswahl zeigten sich große Teile der deutschen Wirtschaft besorgt oder gar entsetzt über das

Wer sich für Sachwerte als Anlage interessiert, muss sich auch mit den ­Parametern beschäftigen. Nur wer die Entwicklungen Wirtschaft und der Politik verfolgt, trifft die richtigen Entscheidungen.

So wie es aussieht, wird Deutschland zukünftig von einer Jamaica-Koalition geführt. Ist das gut für die deutsche Wirtschaft?

starke abschneiden der AfD. Teilen Sie die Meinung?

Es zeigt eines: Kanzlerin Merkel ist völlig rückgratlos. Und es zeigt auch, wie speichelleckerisch die Mainstreampresse ist. Die CDU hat vor einigen Monaten das schlechteste Ergebnis der Geschichte eingefahren. Am nächsten Tag stand mit großen Buchstaben in der Zeitung „Merkel weiter““. Jeder anständige Politiker wäre nach dem Ergebnis zurückgetreten. Frau Merkel denkt nicht dran. Also, man muss es auch mal andersrum sehen. Ich hoffe, dass bald in der CDU frischer Wind weht. Das die Merkel weg ist. Die diesem Land unendlich geschadet hat. Und das dann

Jeder ist entsetzt. Die Kirchen sind besorgt, die Parteien sind besorgt. Wir wurden Nazis genannt. Was ich für eine absolute Sauerei halte. Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus. Einige Leute aus der Wirtschaft und einige Ökonomen sprechen sich gegen die AfD aus. Das sind alles ganz normale Leute bei der AfD. Jörg Meuthen ist Wirtschaftsprofessor. Der ist völlig unauffällig, was irgendwelche rechten Tendenzen angeht. Alice Weidel ist aus der Wirtschaft und völlig unauffällig. Der Gauland ist ein alter, konservativer, intellektueller. Das ist

die Führungsspitze. Das ist alles Hysterie. Da fürchten Privilegierte um ihre Pfründe. Ich habe überhaupt keine Sorgen, dass das für die deutsche Wirtschaft irgendwie schlecht ist. Auch vom Ausland werden die Entwicklungen in Deutschland mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Insbesondere von Investoren. Ist die AfD nicht eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft? Letztendlich wird keiner was ändern. Es ist ein rein politisches Spiel. Was soll sich bei 13 Prozent AfD ändern? Ich habe mir das Wahlprogramm der AfD angeschaut, ich finde es vernünftig. Sicherlich kann man sich darüber streiten, ob man direkte Demokratie will und man kann sich darüber streiten, ob man ein Europa der souveränen Staaten haben möchte oder ein bürokratisches Monster. Sicherlich wird das alles jetzt kommen von denen die draufhauen, auch aus dem Ausland. Aber was soll das denn? Da sind jetzt 94 Parlamentarier, die können sauber ihre Positionen vertreten. Da habe ich bei Weidel, Meuthen und Gauland überhaupt keine Zweifel. Gerade Deutschland und Frankreich versuchen derzeit wieder enger zusammenzurücken. Emmanuel Macron fordert quasi die Neugründung der EU mit einem gemeinsamen Haushalt. Wird ein Neustart gelingen? Die EU wird weiter zu einem bürokratischen Monster werden. Ganz


Edelmetalle

Bankguthaben sollte man nur noch halten, um liquide zu sein, nicht um Werte zu erhalten. ­Aktien müssen wir machen. schlimm. Sie werden natürlich weiter diesen undemokratischen „Deutschland-­ Abschaffungsprozess“ vorantreiben. Lassen Sie uns das alles runterbrechen für den Anleger. Was soll unser Leser derzeit mit seinem Geld machen? Was sieht die richtige Strategie aus? Ganz klar die, die ich seit Jahren verfolge. Geldvermögen, Anleihen, Liquidität und Ähnliches bringt nichts. Gerade weil wir den Krieg gegen das Bargeld haben, der noch mal verschärft wurde durch die Negativzinsen, sollte man Bankguthaben eigentlich nur noch halten, um liquide zu sein. Und nicht um damit den Wert zu erhalten. Aktien müssen wir machen, und da ist es eine Frage der persönlichen Präferenzen. Bei Aktien ist es nur so, dass die Klassiker dieser Welt, also die Nestle‘s & Co., vielleicht noch zum Werterhalt geeignet sind. Jeder wollte und will in diese stabilen Werte rein. Nur sind diese jetzt ziemlich satt bewertet. Da erwarte ich für die Zukunft vielleicht noch den Werterhalt unter Schwankungen oder etwas mehr. Man muss jetzt auch mal in Nebenmärkte gehen. Das machen wir seit einem Jahr. Seitdem habe ich auch auf wieder das Ruder übernommen bei meinen Fonds. Und seitdem ist unsere Performance einfach fantastisch.

Bild: Backhaus

Sie warnen schon sehr lange vor einem großen Crash. Bislang ist aber nichts passiert. Was sagen Sie dazu? Ich habe nicht erwartet und habe es auch nicht für möglich gehalten, dass wir uns so schnell zu einer DDR 2.0 entwickeln. Wie stark die Staaten zwangswirtschaftlich und staatswirtschaftlich eingreifen in die Wirtschaft. Das hat ganz klar den Crash verhindert. Es ist eher so, dass wir derzeit ein Einfrieren der Märkte sehen. Die Frage ist jetzt, was muss crashen? Die Aktienmärkte sind nicht zu teuer. Immobilien sind in guten Lagen ziemlich teuer. Was wir haben, sind unheimlich viele Geldvermögenswerte auf dieser Welt, also Kontoguthaben, Lebens- und Rentenversicherungen beispielsweise die

im Wert korrigiert werden müssen. Das passiert über Negativzinsen, geplante Insolvenzen oder Sondersteuern. Das passiert alles derzeit, aber zwangswirtschaftlich. Und nicht über einen großen Crash. Aktien sind auch deshalb alternativlos. Außerdem bin ich mit Aktien auf der sicheren Seite, weil sie im Portfolio der Vermögenden sind. Während die dumme deutsche Mittelschicht vor allen Dingen Kontoguthaben, Lebensversicherungen und vielleicht noch eine Immobilie hat. Das ist die falsche Strategie.

unserem Hedgefonds haben wir sie auch als Beimischung. Eine spannende Anlage ist für viele Bitcoin. Was halten Sie davon?

Wie sieht es mit Edelmetallen aus?

Gar nichts. Bitcoin ist eine Riesenblase. Bitcoin ist ein Riesenbetrug. Mittlerweile gibt es schon über 3000 Kryptowährungen. Das ist genauso wie vor 19 Jahren bei den ganzen Internetfirmen. Irgendwann werden ein oder zwei Währungen überleben. Aber da sind wir noch lange nicht. Derzeit sollte man einen ganz großen Bogen um Bitcoin machen.

Wir empfehlen Privatleuten auf jeden Fall Edelmetalle zu kaufen als Beimischung. In

Herr Otte, herzlichen Dank für das ­Gespräch.


Interview

Jim Rogers sprach mit Dr. Dr. Rainer Zitelmann (links) über seinen Werdegang und seine Erfolgsstrategie.

Jim Rogers: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“ Zu Anfang lachten sie ihn aus, doch der Erfolg gab ihm recht. Von Dr. Dr. Rainer Zitelmann

Bei der Investmentfirma Bleichroeder lernte er den Investor George Soros

kennen und gründete mit ihm zusammen den Hedgefonds Quantum Fonds. Heute gibt es Tausende Hedgefonds, aber damals gab es nur eine Handvoll. Die meisten Anleger investierten zu jener Zeit nur in Anleihen. Aktien waren weniger beliebt, und kaum jemand investierte in größerem Stil in Rohstoffe oder Währungen. Zudem hatten Amerikaner wenig Interesse an anderen Ländern und investierten fast ausschließlich im eigenen Land.

Auch Leerverkäufe waren damals noch lange nicht so verbreitet wie heute. Rogers und Soros machten alles anders als bis dahin üblich. Sie kauften Aktien, Rohstoffe, Währungen und Anleihen aus der ganzen Welt und bezogen dabei auch Strategien wie Leerverkäufe ein. Sie investierten dort, wo andere es damals noch nicht taten und entdeckten neue, interessante Märkte in der ganzen Welt.

Bild: Zitelmann, Cover: Redline

Einer der bekanntesten Investoren der Welt, der eine Menge Geld damit verdiente, dass er oft gegen den Strom schwamm, ist Jim Rogers. Er studierte an der Yale University und in Oxford Geschichte und Philosophie, bevor er Ende 1968 begann, an der Wall Street zu arbeiten. Das war eine sehr schwere Zeit für den amerikanischen Aktienmarkt, aber genau in dieser Zeit begründete er die Basis seines Reichtums und Erfolges.


Interview Die „Profis“ lachten ihn aus Oft kaufte Rogers Aktien von Unternehmen, die sich in großen Schwierigkeiten befanden. Andere schüttelten darüber nur mit dem Kopf. So erwarb er beispielsweise Mitte der siebziger Jahre in großem Stil Aktien des Flugzeugherstellers Lockheed. Rogers erzählte mir eine charakteristische Begebenheit: Eines Abends war er zu einem vornehmen Abendessen eingeladen, bei dem Vertreter von Banken und Investoren anwesend waren. Einer der Teilnehmer hatte aufgeschnappt, dass Rogers tatsächlich Aktien des Flugzeugherstellers Lockheed kaufte – ein Unternehmen, über das fast jeden Tag wegen verschiedener Skandale negativ in den Medien berichtet wurde und dessen Aktienkurs bereits massiv gefallen war. „Who would invest in companies like that?“, sagte kopfschüttelnd ein Teilnehmer des Abendessens zu seinem Tischnachbarn. Und er sagte das so laut, dass alles es hören konnten. Er hatte die Lacher auf seiner Seite. Rogers fühlte sich schlecht, denn die Leute lachten ja über ihn.

weniger aus. „Ich erkannte, wie wichtig es ist, durchzuhalten und bei einer einmal als richtig erkannten Analyse auch dann zu bleiben, wenn die Entwicklung zuerst einmal in eine andere Richtung geht als erwartet“, so Rogers. „Heute ist es eher umgekehrt. Wenn auf einmal alle das Gleiche sagen wie ich, dann zweifle ich, ob ich noch richtig liege oder nicht lieber verkaufen sollte.“

Wenn junge Menschen ihn fragen, was sie tun sollen, um erfolgreich zu sein, dann empfiehlt er ihnen, Geschichte und Philosophie zu studieren, so wie er es getan hat. „Die jungen Menschen entgegnen mir dann: Nein, ich will doch Geld verdienen und reich werden, so wie Sie es geworden sind. Sie glauben tatsächlich, ein Studium der Betriebswirtschaftslehre werde ihnen dabei helfen.“ Rogers kann darüber nur mit dem Kopf schütteln. „Das Studium der Geschichte hat mir geholfen, zu verstehen, dass sich in der Geschichte stets alles ändert, alles im Fluss ist. Schon Dinge, die heute geschehen, hätten die Indiana Jones der Wall Street meisten vor 30 oder 40 Jahren nicht für In den 80er-Jahren nannte ihn das „Time möglich gehalten: Der Zusammenbruch Magazin“ den „Indiana Jones der Wall der Sowjetunion, der Abstieg Amerikas, Street“, weil er in Ländern kaufte, von deder unaufhaltsame Aufstieg Chinas, das nen viele Amerikaner nicht einmal wussten, Internet: Wer hätte mit all dem gerechdass es dort überhaupt eine Börse gab. „Ich net? Permanente Veränderung ist die kaufte Aktien in Portugal, Österreich, in afrieinzige Konstante in der Geschichte“, so kanischen Staaten und in Südamerika. Das Rogers. „Und das zu verstehen, ist von waren für 99 % Prozent der US-Investoren größerer Bedeutung für Ihren Investmentunbekannte Länder. Selbst in Deutschland erfolg als Detailwissen, das man Ihnen an investierten nur wenige. Ich kaufte damals der Uni in Betriebswirtschaft beibringt.“ Siemens-Aktien statt General Electric – und Auch das Studium der Philosophie sei lag auch damit richtig“, so Rogers. sehr nützlich. „Es hat mir geholfen, eine gesunde Skepsis zu entwickeln. Man darf Ende der 90er Jahre schloss die renomnicht jede Behauptung für bare Münmierte Investmentfirma Merrill Lynch ihre ze nehmen, auch dann nicht, wenn sie Abteilung für Rohstoffhandel. Damals laufend überall in den Medien und von war der Höhepunkt des sogenannten InExperten wiederholt wird. Gebrauche ternet-Hypes an der Börse, alle setzten auf deinen eigenen Kopf, habe Mut zu einer die sogenannte New Economy. Rohstoffe eigenen Meinung und gehe den Dingen dagegen schienen ein Investment, das auf den Grund, auch wenn du dich dasich nicht lohnte und für das sich zu wenimit im Widerspruch zu Konventionen und ge Investoren interessiervorherrschenden Meiten. Rogers hatte indes »Gebrauche deinen nungen begibst“, so schon frühzeitig begoneigenen Kopf, habe Rogers. nen, sich für Rohstoffe Mut zu einer eigenen Im Dezember 2007 zu interessieren und in diese Assetklasse zu inve- Meinung und gehe den verkauft Rogers seine stieren. „Genau in dem Dingen auf den Grund, Luxusvilla in New York Jahr, in dem Merrill Lynch City für mehr als 16 auch wenn du dich seine Rohstoffabteilung damit im Widerspruch Millionen Dollar, verließ schloss, startete Rogers Vereinigten Staaten zu Konventionen und die mit seinem Jim Rogers und zog nach Singapur Rohstoffindex, der heute vorherrschenden Mei- um, wo er bis heute nungen begibst« der bekannteste Rohlebt. Ich traf ihn dort stoff-Index der Welt ist. mehrere Male. Er meinte, so wie es im 19. Jahrhundert klug war, Mit dem Motorrad um die Welt in London zu sein und in den 1920er-JahVon 1990 bis 1992 fuhr er mit einem ren in New York, so sei heute der richtige Motorrad zusammen mit seiner FreunPlatz Asien, denn dort liege eindeutig die din zwei Jahre lang um die ganze Welt. Zukunft – nicht in den Vereinigten StaaEr legte 160.000 Kilometer zurück, beten oder in Europa. Für ihn war es wichtig, reiste sechs Kontinente und wurde damit dass seine beiden Kinder, die er im Alter in das Guiness Buch der Rekorde aufgevon 60 und 65 Jahren gezeugt hatte, von nommen. Ich empfehle jedem Leser, sein Kindheit an Mandarin lernen und dort faszinierendes Buch „Investment-Biker“, aufwachsen, wo die größten Zukunftin dem er von dieser Reise erzählt. Vom schancen sind, nämlich in Asien. 1. Januar 1999 bis zum 5. Januar 2002 unternahm er mit seiner Frau eine weitere *Der Beitrag ist ein Auszug aus ZitelWeltreise – diesmal legte er mit einem manns Buch: „Setze dir größere Ziele!“, Mercedes 245.000 Kilometer zurück und das in acht Sprachen erschien. bereiste 116 Länder.

»Ich empfehle jungen Menschen, Geschichte und Philosophie zu ­studieren.«

„Wer zuletzt lacht, lacht am besten“, dieses Sprichwort gibt es auch in Amerika. Rogers hatte seine Hausaufgaben gemacht, und seine positive Analyse über die Zukunftsaussichten des Unternehmens sollte sich als richtig bestätigen. Später vervielfachte sich der Kurs der Aktie und der Fonds konnte einen tollen Gewinn verbuchen. In einer Zeit, als der S&P-500-Index nur um 47 Prozent stieg, gewann der von Rogers und Soros gemanagte Quantum-Fonds 4.200 Prozent. „Wenn andere über dich lachen“, so Rogers, „dann bist du auf dem richtigen Weg. Je mehr Leute über dich lachen, desto sicherer kannst du sein, dass du richtig liegst.“ „Als ich jung war“, sagte er mir, „war das nicht einfach für mich. Wenn ich mich gegen die Mehrheit stellte, fühlte ich mich nicht unbedingt wohl, und wenn alle dir sagen, du liegst absolut falsch, dann wirst du selbst dann unsicher, wenn es dir Freude macht, dich gegen die Mehrheitsmeinung zu stellen.“ Auch er konnte sich früher manchmal nicht der allgemeinen Panik entziehen. So hatte er kurz vor dem Krieg zwischen Iran und Irak Öl short verkauft. Doch dann kam der Krieg, der Ölpreis zog massiv an. „Ich konnte mich der allgemeinen Panik nicht entziehen und stellte meine Positionen glatt.“ Im Nachhinein war das ein Fehler, denn später fiel der Ölpreis tatsächlich massiv. Im Laufe der Zeit wurde er erfahrener und der Spott der anderen machten ihm


Immobilien

Immobilien kaufen aber welche?

Immobilienmillionär Torben Käselow gibt Tipps, wie Sie geeignete Kaufobjekte finden Buchauszug aus „Das System Immobilie“, herausgegeben von Thomas Knedel

Um an ein geeignetes Objekt zu kommen, gibt es verschiedene Wege – und Tricks. Ob Makler, Vermittler, Zeitungsanzeigen oder Internetplattformen, die Angebotspalette ist vielfältig. Am Anfang musste auch ich mühselig suchen, um an günstige Objekte zu kommen. Mittlerweile bin ich aber bekannt in der Branche, man weiß, dass ich keine Eintagsfliege bin. Makler und Verkäufer treten an mich heran, wenn sie eine Immobilie haben, die zu mir passt. Aber auch so können Sie überall Gelegenheiten entdecken – wenn Sie in der Immobilienbranche nach Gele-

genheiten suchen, sollten Sie lernen, die Dinge zu sehen, die andere nicht sehen. Manchmal reicht es schon, einfach Augen und Ohren offenzuhalten. Als ich vor Kurzem zu Hause Wäsche gewaschen habe – die Waschmaschinen ste-

Wichtiger als die Lage Glauben Sie bei der Auswahl eines Objekts nicht kritiklos, was überall verbreitet wird: zum Beispiel, dass die drei wichtigsten Kriterien zur Beurteilung einer Immobilie heißen: „1. Lage, 2. Lage, 3. Lage.“ Das ist Quatsch. In meiner bisherigen Berufspraxis habe ich auf eine andere Strategie gesetzt: Objekte, die niemand haben will, sind meistens bessere Investments. Aber es ist wichtig, genau hinzuschauen, denn die (zu erwartenden) Mieteinnahmen bzw. der zu erwartende Wiederverkaufspreis (nach der Sanierung) müssen im Verhältnis zum Einkaufspreis stehen. Bei begehrten Immobilien in einer Toplage ist das selten der Fall. Toplage gleich Toppreise heißt die Devise und eine große Konkurrenz im Mitbewerberfeld. Die drei wichtigsten Kriterien zur Beurteilung einer Immobilie sind deshalb: 1. Rechnet sich das Objekt?, 2. Rechnet sich das Objekt? 3. Rechnet sich das Objekt?

Manchmal reicht es schon, einfach Augen und Ohren offenzuhalten hen im Gemeinschaftskeller – sah ich im Treppenhaus, wie zwei junge Männer eine Wohnung ausräumten. Ich sprach sie kurzerhand an – natürlich nicht ohne Hintergedanken! Ich fragte ganz scheinheilig, ob neue Mieter einziehen würden.

Bilder: Depositphotos/Svanhorn, Fotowerft

Einer der jungen Männer antwortete: „Nein, die Wohnung gehört meinen Eltern, und die wollen sie verkaufen.“ Ich sagte: „Das ist ja interessant. Ich wohne nur paar Türen weiter im selben Haus und ich würde die Wohnung gerne kaufen …“ Ich hinterließ ihm meine Telefonnummer, und wenig später meldeten sich seine Eltern bei mir. Sie machten mir ein Kaufangebot – für sie war ich eine willkommene Gelegenheit, sich die mühevolle Suche nach einem Käufer zu ersparen. Wir wurden uns einig, und so kam ich in Besitz einer weiteren Wohnung in diesem Haus, zentral direkt gegenüber des Bahnhofs in Ahrensburg. Mittlerweile besitze ich insgesamt fünf Wohnungen dort. Langer Rede kurzer Sinn: Hätte ich die Wäsche nicht selbst gemacht, wäre ich nicht mit offenen Augen durch die Welt gegangen und hätte mich geniert, direkt zu fragen, ich wäre nicht zu dieser Wohnung gekommen.


Immobilien

Ob sich ein ­Objekt rechnet, ­überschlage ich kurzerhand und ohne viel Mühe im Kopf. Einfachheit ist King!

Torben Käselow ist Immobilieninvestor und wurde damit schon vor seinem 30. Lebensjahr Millionär. Wie das geht erklärt er als Autor des Buches „Das wirkliche Erfolgsgeheimnis von Jung-Millionären. Sein Credo: „Nicht lang studieren, einfach machen!“


Überschlagen und Entscheiden Das A und O beim Wohnungskauf als Investment ist: Entscheidungen schnell treffen und immer pünktlich sein! Wer unentschlossen ist, zögert oder zu lange abwartet, dem entgehen gute Chancen, und wer unentschieden ist, tritt nicht sicher auf. Für die Verhandlung mit dem Verkäufer ist das jedoch entscheidend. Für eine richtige Entscheidung ist es zunächst einmal enorm wichtig, die Zahlen zu kennen. Ob sich ein Objekt rechnet, überschlage ich kurzerhand und ohne viel Mühe im Kopf. Der Segen liegt in der Einfachheit. Warum 1000 Berechnungen und Kalkulationen durchspinnen? Damit rechnet man sich die ganze Sache nur tot. Und sieht vor lauter Zahlen und Szenarien dann doch ab vom eigentlichen Investment. Ich stehe in die sem Fall nicht auf Kompliziertheit, sondern mache eine vereinfachte Überschlagsrechnung. Das ist keine höhere Mathematik und auch keine Zauberei,

hat ein Interesse: sein Objekt verkaufen. Und das am besten an Sie! Einige Ideen helfen Ihnen weiter, bevor Sie sich in die Verhandlungen begeben: Lassen Sie den Verkäufer mit einem Angebot kommen. Geben Sie nie das Erstangebot ab! So behalten Sie den nötigen Spielraum, sowohl in taktischer als auch in finanzieller Hinsicht. Wenn Sie sich nicht sicher sind, schieben Sie die Verhandlung und sagen, dass Sie das Angebot zur Kenntnis genommen hätten, in Ruhe darüber nachdenken würden und innerhalb von ein oder zwei Tagen eine Rückmeldung geben würden. Dadurch können Sie in Ruhe kalkulieren, und der Verkäufer hat Zeit, seinen Verhandlungsspielraum noch einmal zu überdenken. Sorgen Sie für gute Stimmung. Wenn

oder bitten eine charmante Freundin, Sie zu begleiten. Vielleicht haben Sie eine Geschäftspartnerin, die stellvertretend für Sie in die Verhandlungen gehen kann? Bleiben Sie realistisch. Achten Sie auf Ihre Perspektive. Sehen Sie besser immer viele kleine Ziele als ein großes. Dadurch erreichen Sie Ihr eigentliches Ziel fast nebenbei.

Das Geheimnis zum Erfolg liegt im Hier und Jetzt.

Tretminen ­erkennen Wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, ist Vorsicht geboten. Denn der Weg dorthin ist mit Tretminen gepflastert! Bevor Sie sich in eine Eigentümergemeinschaft einkaufen, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Beim Kauf von Wohnungseigentumsgesetz-Wohnungen (WEG-Wohnungen) lauern drei Gefahrenquellen: Sonderumlagen: Prüfen Sie, ob Sanierungsmaßnahmen anstehen. Es kann vorkommen, dass auf einer Eigentümerversammlung teure Gemeinschaftsprojekte durchgesetzt werden, die einen in Form von Sonderumlagen teuer zu stehen kommen. Majorität mehrerer Eigen­ tümer oder eines Eigentümers: Bringen Sie in Erfahrung, wie sich die Eigentümerversammlung zusammensetzt. Gibt es Mehrheitseigner unter den Eigentümern? Könnten diese aufgrund der Besitzverhältnisse eigenmächtige Entscheidungen in die Eigentümerversammlung einbringen – und durchsetzen?

das kriegt ein Viertklässler hin. Während die ganzen Zahlenfanatiker und Szenarienbetrachter noch überlegen, ob sich ein Investment rechnet oder nicht, habe ich schon längst zugeschlagen und gekauft. Einfachheit ist King! Wenn Sie Interesse an einem Objekt haben und mit dem Verkäufer in Verhandlung treten möchten, bewahren Sie einen klaren Kopf! Behalten Sie den Überblick in der Verhandlung – nicht nur Sie haben ein Interesse – nämlich das Objekt kaufen –, auch der Verkäufer

man will, dass Menschen einem wohlgesonnen sind, muss man sie umgarnen. Gehen Sie auf Ihren Verhandlungspartner ein, schmeicheln Sie ihm, zeigen Sie sich von Ihrer angenehmen Seite. Nutzen Sie – wenn möglich – die wichtigste und beste Waffe, die Sie überall und immer einsetzen können (auch im Geschäft): Ihre Weiblichkeit. Wenn Sie eine Frau sind, haben Sie bei Verhandlungen den Männern gegenüber immer einen Vorteil. Wenn Sie ein Mann sind, nehmen Sie Ihre Frau mit zu den Verhandlungen

Hohe Instandhaltungsrücklagen pro Monat: Erkundigen Sie sich nach der Höhe der Instandhaltungsrücklagen und wann und wie stark diese in der Vergangenheit angehoben wurden. Auch hier kann die Eigentümerversammlung an der Kostenschraube drehen. Prüfen Sie diese drei Gefahrenquellen unbedingt vor dem Kauf und beugen Sie Tretminen vor. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch: Wohnungen können zu einer Geschmacksexplosion führen. Wer erst mal auf den Geschmack gekommen ist, wird mehr wollen! Oder um im Bild zu bleiben: Sie können auch positiv explodieren, vorausgesetzt, Sie berücksichtigen die „Tretminengefahren“. Eine weitere Gefahr für Ihren Investmentdeal können Mieter sein, die in der Wohnung sitzen. Nicht alle Wohnungen,

Bilder: Depositphotos/Photography33, Knedel, Cover: Immopreneur Verlag

Bilder: Depositphotos/ArturVerkhovetsiy

Immobilien


immobilien

Buchherausgeber Thomas Knedel ist Immobilieninvestor, -manager, Buchautor sowie Initiator und Betreiber des Netzwerkes ­Immopreneur.de

tauscht, und der Mieter bekommt zwei Wochen Zeit, sein Eigentum abzuholen. Danach bekommen Sie den Schlüssel. Auch hier ist kein Kostenvorschuss fällig. Bei der „Frankfurter Räumung“ vollzieht der Gerichtsvollzieher die Räumung, Sie bzw. Ihr Mitarbeiter sind jedoch für die Räumung zuständig. In diesem Fall ist ebenfalls kein Kostenvorschuss fällig. Meine Erfolgsregeln In meiner Berufslaufbahn haben sich für mich verschiedene Praktiken herauskristallisiert, die wie ein Kompass funktionieren: Setzen Sie sich große Ziele. Seien Sie sparsam. Machen Sie keine unnötigen Schulden. Behalten Sie den Markt im Auge! Stellen Sie sich auf Veränderungen und Trends ein, denn: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

die zum Kauf angeboten sind, sind leer. Grundsätzlich muss das kein Problem sein: Eine vermietete Wohnung finanziert sich bei einem entsprechenden Kaufpreis selbst und wirft am besten natürlich Gewinn ab. Aber nicht jeder Mieter ist ein guter Mieter. Bitte bedenken Sie: Mieter haben schon immer mehr Rechte! Es heißt ja auch „Mietvertrag“ und nicht „Vermietvertrag“. Trotzdem bedeutet das nicht, dass Sie ein prinzipiell gutes Investment in den Wind schlagen müssen. Wenn Sie eine Wohnung kaufen mit einem nichtzahlenden Mieter, gibt es verschiedene Räumungsvarianten, die bei einer klaren Rechtslage möglich sind: Bei der „Preußischen Räumung“ wird die Wohnung vom Gerichtsvollzieher leer geräumt, sofern der Mieter nicht anwesend ist. Für die Räumung und Einlagerung der Sachen ist allerdings ein Vorschuss zu zahlen. Vorteil ist hierbei, dass sich der Gerichtsvollzieher um die Entfernung, Übergabe etc. der Gegenstände kümmert und die Wohnung leer übergeben wird. Beim „Berliner Modell“ wird das Schloss ausgetauscht und alle noch in der Wohnung verbliebenen Gegenstände gehen in Ihren Besitz über. Sie kümmern sich um die weitere Verwertung bzw. Entsorgung der Gegenstände. Hierbei ist kein Kostenvorschuss fällig. Bei der „Hamburger Räumung“ erfolgt die Räumung in zwei Terminen. Beim ersten Termin werden die Schlösser ausge-

E r - folgsregel Nr. 1: Immer ins Plus wirtschaften! Werden Sie nicht übermütig und wirtschaften Sie nicht aus dem Dispo heraus. Wirtschaften aus einem Guthaben heraus ist sicherer! Und: Immobilien sollten nicht nur gehalten werden – vergessen Sie nicht, auch zu verkaufen. Erfolgsregel Nr. 2: Nicht volles Risiko fahren, sondern besser langsamer investieren und dafür sicher! Und nur mit Geld, das übrig ist! Erfolgsregel Nr. 3: Nie mit Geld rechnen, das man nicht hat! Und wenn’s mal nicht hinhaut: Nutzen Sie die Chance, aus Fehlern zu lernen! Fragen Sie sich in diesem Fall: Wo habe ich Fehler gemacht? Was kann ich daraus mitnehmen? Wie kann ich aus einer vermeintlich schlechten Sache etwas Positives machen? Jede Niederlage bietet auch eine Chance! Die Welt dreht sich immer weiter, und am Ende stehe ich immer noch da. Anders gesagt: Bleiben Sie dran! Geben Sie nicht auf, fangen Sie neu an! Ich nenne es das „Turbinenphänomen“: Hat man nach einer Bruchlandung in einer einsamen Wüste den Propeller erst einmal angeschmissen, ist alles zunächst ein wenig holprig. Aber dann ist der Propeller irgendwann nicht mehr aufzuhalten und entwickelt sich zu einer kraftvollen, unaufhörlichen Turbine. Und suchen Sie nicht nach dem ganz großen Coup. Das Geheimnis zum Erfolg liegt im Hier und Jetzt. Es gibt keinen „heiligen Gral“ – außer es einfach zu tun!


Sachwert Magazin 2/2018 Seit 8. März 2018 ist die neue Ausgabe des Sachwert Magazins bei Ihrem Zeitschriftenhändler oder im Online-Kiosk erhältlich.

Motorrad-Klassiker – das Easyrider-Investment Von Martina Schäfer und Wolfgang Sandner Besonders die alten Maschinen haben den Kultstatus und sind unter Sammlern hochbegehrt. Traumhafte Preise rufen aber auch viele schwarze Schafe auf den Markt. Deshalb gilt beim Motorrad-Oldtimerkauf genau wie bei jedem Sweetheart Investment: Ziehen Sie einen Spezialisten hinzu, der sich sowohl mit den Preisen als auch mit der Technik auskennt. Nehmen Sie sich Zeit zur Recherche. Internetforen, Motorradvereine und Oldtimerzeitschriften sind dafür eine gute Quelle. Clubs und Interessengemeinschaften sind eine gute Adresse, um herauszufinden, welche Stärken und Schwächen ein Fahrzeugtyp hat. Was Sie sonst noch beim Kauf eines Oldtimer-Motorrads beachten sollten, lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe.

Bild: Sandner

Da steht sie, glänzender Chrom, frisch poliert, das Sattelleder schimmert warm und einladend. Ein erdiger Geruch nach Kettenfett und Treibstoff liegt in der Luft. Aufsteigen, den Ständer wegklappen, vorsichtig mit dem Choke, dass der Motor nicht gleich absäuft und dann schwungvoll den Anlasser treten. Ein tiefes, kraftvolles Blubbern erwacht, ein leichter Schubs mit der linken Stiefelspitze lässt den ersten Gang einrasten. Ein feinfühliger Dreh im Handgelenk steigert das satte Blubbern zu einem gewalttätigen Röhren und mit dem fast zärtlichen Lösen des Kupplungshebels setzen sich die zwei Räder in Bewegung, raus auf die Straße, rein in den Wind. Der Traum von Freiheit, Adrenalin, Kurvenflash, Easyrider-Feeling – für viele Motorradfans ist das alles verbunden mit einem Namen: ­Harley ­Davidson.

Darum ist die EZB eine tickende Zeitbombe

Sachwerte bleiben auch weiterhin die erste Wahl Von Thomas Schwarzer Das aktuelle Beispiel macht wieder einmal deutlich, wie groß das Pulverfass ist, auf dem Europäische Zentralbank EZB sitzt. Seit Jahren greift die EZB in das Finanzsystem ein. Zuerst wurden Staatsanleihen gekauft, ab 2016 dann Unternehmensanleihen. Für viele Unternehmen war es der letzte Strohhalm. Als nichts mehr ging oder die Zinsen für neue Darlehen einfach viel zu hoch waren. Die EZB wurde damit für zahlreiche Firmen zum „lender of last resort“. Im Portfolio der EZB befinden sich mittlerweile Anleihen von rund 1.000 Unternehmen mit einem Wert von 129 Milliarden Euro. Ein faules Ei im Nest der EZB Zu den Unternehmen denen geholfen wurde, gehört auch der Skandal-Möbelriese Steinhoff. Der südafrikanisch-deutsche Konzern steht seit dem vergangenen Jahr mit dem Rücken zur Wand. Wird erschüttert von einem Bilanzskandal. Das Management wurde rausgeworfen, das Unternehmen hat Milliardenschulden und die Aktie ist um 95 Prozent eingebrochen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der neuen Print-Ausgabe.

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Ob Rennlegende oder Rockerchopper - wer vom Zweirad-­Oldtimer-Virus gepackt wurde, kommt davon nicht mehr los.


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Hinweis: Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Die vollständigen Angaben zu dieser Vermögensanlage sind einzig dem Verkaufsprospekt zu entnehmen, der insbesondere die Struktur, Chancen und Risiken dieser Vermögensanlage beschreibt sowie den im Zusammenhang mit dieser Vermögensanlage abzuschließenden Vertrag enthält. Der Verkaufsprospekt und der mit der Emittentin abzuschließende Vertrag sind Grundlage für den Erwerb dieser Vermögensanlage. Der Anleger kann den veröffentlichten Vermögensanlagen-Verkaufsprospekt zu dieser Vermögensanlage und evtl. Nachträge hierzu sowie das Vermögensanlagen-Informationsblatt auf der Internetseite der Anbieterin Solvium Capital GmbH, www.solvium-capital.de, abrufen oder kostenlos bei der Solvium Container Vermögensanlagen GmbH & Co. KG, Englische Planke 2, 20459 Hamburg anfordern.


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Orangen-­Rente in Paraguay

Mit umweltverträglichen Agrar-Investitionen langfristig passives Einkommen sichern Sind Sie schon einmal an einem sonnigen Morgen durch eine Orangenplantage spaziert? Das Leuchten der Früchte im Laub, das Summen der Bienen und der unvergleichliche Duft nach Zitrus und Orangenblüten in der ersten warmen Brise des Tages - das lässt sich nur noch durch das Wissen toppen, dass dieser himmlische Fleck Erde Ihnen gehört. Dass das darauf wachsende Obst Ihnen ein beständiges Einkommen auf 25 Jahre sichert, ist noch das Tüpfelchen auf dem i.

Ermöglicht wird dieser Traum durch die in Grasbrunn bei München ansässige AgriTerra KG. Diese hat sich auf den Landkauf und die Rinderzucht in Paraguay spezialisiert. Gesellschafter Carsten Pfau arbeitete mehr als 15 Jahre in Paraguay und konnte in dieser Zeit ein dichtes Netz an Beziehungen im Landwirtschafts- und Immobilienbereich knüpfen. Mit seiner über 25jährigen Erfahrung ist er der optimale Partner für ein Landinvestment in Südamerika.

Warum Orangen? Paraguay ist mit seiner subtropischen Lage zwischen Argentinien und Brasilien geradezu ideal für den Orangenanbau geeignet. Die Orange gehört zum weltweit beliebtesten Saftobst. Hersteller von Limonaden, Süßwaren und Fruchtsäften sorgen genauso für eine dauerhaft hohe und weiter steigende Nachfrage, wie der Einzelhandel und Hotels. Orangen sind das gefragteste Obst Südamerikas, weshalb ein Großteil des in Paraguay wachsenden

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Warum Paraguay? Paraguay erlebt seit Jahren einen anhalGutes Umweltgewissen tenden Wirtschaftsboom. Dieser ist vor Meldungen von biozidresistent geneallem auf eine starke Agrarwirtschaft tisch maßgeschneiderten Monokulturen zurückzuführen. Paraguay ist inzwischen und weltweit anhaltendem Bienenstereiner der größten Exporteure von Weizen, ben ließen in der Vergangenheit einige Soja, Mais, Rindfleisch Zweifel an der Umweltund eben Orangen. Das verträglichkeit südaGutes Umwelt­ im Herzen Südamerikas merikanischer Agraringewissen und dabei vestments aufkommen gelegene Land gehört hohe Erträge – zu den politisch und und führten zu einem wirtschaftlich stabilsten Rückzug von umweltso geht AgrarLändern Latein-Amebewussten Investoren. Investment! rikas. Die Gesellschaft AgriTerra versteht sein ist ländlich geprägt, als Gegenprojekt soldie Kriminalitätsrate ist niedrig, die Lancher Investments und hat sich explizit deswährung stabil und die Grundbücher zum Ziel gesetzt, die Orangenplantagen sicher. Nicht zuletzt deshalb ist das Land so umweltverträglich wie möglich zu seit Jahren beliebtes Investitionsziel von bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass Europäern aus dem deutschsprachigen verstärkt Bienen auf den Plantagen angeRaum sowie Italien und Spanien. Dabei siedelt wurden. Im Gegenzug sorgen die setzen die Investoren vor allem auf landInsekten für eine außerordentlich gute wirtschaftliche Projekte. Bestäubungsrate der Obstblüten und daGrundbesitz in Orangenplantagen Grund und Agrarland gehören seit jeher zu den sichersten und verlässlichsten Möglichkeiten, sein Geld krisensicher anzulegen. Die AgriTerra fungiert als vollverantwortlicher Vertragspartner und Verwalter. Ihre Kunden erwerben Landparzellen, die im Grundbuch auf den Namen des jeweiligen Käufers eingetragen werden. Nur will nicht jeder Investor direkt nach Paraguay reisen, um sich dort mit der Verpachtung des Ackerstücks herumzuschlagen, geschweige denn auswandern, um dieses Land persönlich zu bestellen. Diese Angelegenheiten nimmt die AgriTerra KG ihren Kunden ab. Sie verwaltet das Land, kümmert sich um die Bepflanzung mit Zitrusbäumen und die Vermarktung der Ernte. So kommt zum Landbesitz ein auf 25 Jahre angelegtes, passives Ein-

raus resultierend einen hervorragenden Ernteertrag. Um die fleißigen Bestäuberinnen nicht zu gefährden, setzt AgriTerra auf natürliche Schädlingsbekämpfung, vor allem in Form von Prävention und der Abwehr von Schädlingen. Insektizide werden deshalb nur moderat und planmäßig im kleinstmöglichen Umfang eingesetzt. Hohe Erträge im lukrativen, sicheren Agrarsektor, jedoch mit gutem Umweltgewissen generieren – die Strategie der Agri Terra geht auf. Bereits 2016 konnten sich viele ausländische Besucher von der Naturverträglichkeit der Orangenplantage in Paraguay überzeugen. Wann kommen Sie Ihr Stück Paradies besuchen?


Börse

Topformationen kündigen die Baisse an Den Aktien-Generälen geht      die Puste aus

Häufig besiegeln drei Zinsschritte das Ende der Hausse. Am Mittwoch, den 21. März hat die US-Notenbank Fed die Zinsen angehoben. Es handelt sich bereits um die sechste Zinserhöhung des laufenden Zyklus, der Ende 2016 begonnen hat. Früher war es an der Wall Street ein geflügeltes Wort, dass drei Zinserhöhungen ausreichen, um eine Aktienhausse zu beenden.

verordnet hatten, hat diese Daumenregel („Three steps and a tumble“, drei

Aufgrund des extrem niedrigen Zinsniveaus, das die Zentralbanken der Welt als Antwort auf die Krise des Jahres 2008

Schritte und ein Absturz) bisher nicht gegriffen. Als Entwarnung dürfen Sie dieses Ergebnis aber nicht interpretieren.

Steigende Zinsen sind und bleiben Gift für die Börse

Es dauert dieses Mal nur etwas länger. Denn steigende Zinsen sind und bleiben Gift für die Börse und auch für die Realwirtschaft. Deshalb folgten auf die meisten Zinserhöhungszyklen der Fed nicht nur Aktienbaissen, sondern auch Rezessionen. Das wird dieses Mal nicht anders sein. Topformationen kündigen die Baisse an Die extreme Überbewertung der Aktienmärkte und die Dauer der Nullzinspolitik


Börse

„Three steps and a tumble“, drei Schritte und ein Absturz hat bisher nicht gegriffen.

legen in Kombination mit der weiteren Zunahme der Verschuldung sogar die Vermutung nahe, dass die nächste Abwärtswelle an den Aktienmärkten und in der Realwirtschaft nicht weniger heftig ausfallen wird als im Jahr 2008. Ein wichtiger Hinweis auf den baldigen Beginn der nächsten Baisse kommt von der Charttechnik. Der Übergang von Hausse zu Baisse ist gewöhnlich kein Ereignis, sondern ein zeitaufwendiger Prozess. Dieser Prozess hinterlässt ganz bestimmte Spuren auf den Charts: Es entwickeln sich Topformationen.

der laufenden Hausse gehören als auch zu den Marktschwergewichten.

Der Autor Claus Vogt ist Finanz­analyst und Autor des Börsenbriefs „Krisen­ sicher investieren“. Den von ihm entwickelten Gold-Preisbänder-­ Indikator nutzt er für ­Prognosen für die Investition vor allem im Gold- und Edelmetallsektor.

Diese Aktien kann man aufgrund ihrer Bedeutung für die Indizes als die Generäle der Hausse bezeichnen. Und wenn die Generäle Schwäche zeigen, dann ist es um den Fortgang der Hausse schlecht bestellt. Bei einem dieser Werte, der absurd überbewerteten Tesla-Aktie, haben meine Leser schon auf fallende Kurse gesetzt.

Wenn die Generäle Schwäche zeigen, dann ist es um den Fortgang der Hausse schlecht bestellt.

Bilder: Depositphotos/donkeyru, Vogt: privat

Den Aktien-Generälen geht die Puste aus In der April-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren zeige ich Ihnen eine Auswahl von Aktien, bei denen sich inzwischen klare Topformationen herauskristallisiert haben. Dabei habe ich Wert darauf gelegt, nicht irgendwelche Aktien auszuwählen, sondern solche, die sowohl zu den Börsenlieblingen

Schwaches Bild der europäischen ­Indizes Da die US-Aktienmärkte als Weltleitbörse fungieren, denen der Rest der Welt oft sklavisch folgt, genügt der Hinweis auf diese Entwicklung in den USA, um die

Brisanz der aktuellen Lage zu demonstrieren. Dennoch möchte ich eine weitere Beobachtung hinzufügen, die gerade für Sie als deutscher Anleger von großer Bedeutung ist: Der DAX und andere europäische Indizes zeigen ebenfalls sehr klare Topformationen. Unabhängig von der Situation in den USA signalisieren diese Charts eine bevorstehende Aktienbaisse in Europa. Sie sollten diese Entwicklung als große Chance begreifen Handeln Sie jetzt. Denn Aktienkurse fallen sehr viel schneller als sie steigen. Deshalb können Sie an fallenden Kursen auch sehr viel schneller Geld verdienen als in einer Hausse. Nutzen Sie diese Gelegenheit.

DAX, 2016 bis 2018 Der DAX zeigt eine klare Topformation: So kündigt sich die Baisse an. Quelle: StockCharts.com


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13. – 14. April 2018 – Messe Stuttgart Tickets unter: invest-messe.de/tickets

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ZEITGLEICH

Sachwert Magazin Ausgabe 65, März 2018  

JIM ROGERS: So geht Börse MAX OTTE: Aktien & Edelmetalle ANDREAS KROLL: Rohstoffe für die E-Mobilität TORBEN KÄSELOW: Immobilienkauf

Sachwert Magazin Ausgabe 65, März 2018  

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