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EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

Ausgabe 60

Roland Leuschel

Die Zeichen des Börsencrash OTTO HESSE

Immobilien Tipps Bilder: Hesse, Leuschel, Depositphotos/Nevarpp

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Editorial

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Martina Schäfer Redakteurin bei Sachwert Magazin

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Bild: Schäfer privat

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„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“, sagte George Santayana. Das trifft auch auf die Börsen zu. Gerade hier gibt es genügend Aufzeichnungen über vergangene Crashs, um die Zeichen für die Gegenwart deuten zu können. Wie es etwa Roland Leuschel und Claus Vogt für uns tun. Otto Hesse hat mit Immobilien ein Vermögen gemacht. Seine Strategie, sich auf Immobilien außerhalb der Ballungsräume zu konzentrieren, hat sich vielfach bewährt. Was bei einem solchen Geschäft zu beachten ist, hat er in gut nachvollziehbaren Ratschlägen zusammengestellt. Dass die Griechen ihre Probleme mit dem Euro haben, ist allseits bekannt. Auch Portugal steht nicht zu üppig da. Doch wie sehr Italien zu kämpfen hat, ist vielen nicht geläufig. Kein Wunder, dass die Italiener ernsthafte Überlegungen anstellen, dem Euro den Rücke zu kehren. Claus Vogt erklärt, warum.

Viel Spaß beim Lesen! Herzlichst, Ihre Martina Schäfer Redakteurin

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Börse

Wird es einen Börsencrash wie 1987 geben?

Roland Leuschel wurde einst als ewiger Börsen-­ Optimist kritisiert Von Claus Vogt Der 19. Oktober 2017 war das 30-jährige Jubiläum des berühmten Aktiencrashs von 1987. Roland Leuschel ist einer der ganz wenigen Analysten, die diesen Crash prognostiziert hatten. Dabei galt Leuschel damals als „unverbesserlicher Börsenoptimist“, da er sich in den 1960er und 70er Jahren vor allem in Belgien, aber auch in Deutschland systematisch für den privaten Aktienbesitz stark gemacht hatte. Darüber hinaus war er auch während der großen Hausse der 1980er Jahre überaus bullish. Ein hochbrisantes Gemisch kündigte den Crash von 1987 an Das änderte sich erst Anfang 1987, als eine Kombination aus fundamentaler Überbewertung, extrem euphorischer Stimmung und hoher Wachstumsraten der kurz zuvor erfundenen strukturierten Absicherungsinstrumente ein hochbrisantes Gemisch erzeugte. Am 19. Oktober 1987 war es dann soweit. Die Bombe

platzte mit großem Getöse. Der S&P 500 Index – und mit ihm die Aktienmärkte im Rest der Welt – stürzte an diesem denkwürdigen Tag um 20,5% ab, nachdem er in den vorangegangenen zwei Wochen bereits 13,7% verloren hatte.

Läge es in der Macht der Zentralbänker, große Kursrückgänge zu verhindern, hätte es schon seit Jahrzehnten keine Baissen und Krisen mehr gegeben. Seither wird Roland Leuschel in der deutschen Presse stets als Crash-Prophet bezeichnet. Dass er nach großen Kursrückgängen immer lautstark zum Einstieg geraten hat – zuletzt im Jahr 2009 – wird dabei geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Die Medien lieben solche einfachen

S&P 500, 1985- 1987 Ein Crash ist aus mehreren Gründen auch jetzt wieder wahrscheinlich. Quelle: StockCharts.com

Etiketten und tun sich offensichtlich schwer damit, ein differenziertes Bild zu zeichnen. Heute ist die Lage viel brisanter Verglichen mit heute war die Überbewertung der Aktienmärkte 1987 gering. Fast alle treffsicheren fundamentalen Kennzahlen haben inzwischen sogar die Höchststände des anderen berühmten Crash-Jahres, also 1929, überschritten, und einige sogar die Bestmarken des Jahres 2000. Aus fundamentalanalytischer Sicht ist die Lage heute also erheblich überzogener als 1987. Bei den Sentimentindikatoren zeigen sich keine Unterschiede. Sie erreichten 1987 außergewöhnlich euphorische Werte, und genau das tun sie auch heute wieder. Das gilt auch für die Momentumindikatoren. Sie waren damals wie heute in allen relevanten Zeitfenstern extrem überkauft, womit sie einen völlig überzogenen Kursanstieg signalisieren.


Börse

Strategische  Metalle . . .

Gallium

Hafnium Germanium

Bild: Leuschel

. . . sind das Öl  der Zukunft. Was können wir für Sie tun? Ein vergleichbarer Crash-Auslöser ist auch jetzt wieder vorhanden Schließlich gibt es noch eine sehr interessante Übereinstimmung. Die von dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan eingesetzte Expertenkommission zur Erforschung des Börsen-Crashs kam zu dem Ergebnis, dass strukturierte Produkte, die in fallenden Märkten automatisch Verkäufe ausgelöst haben, eine entscheidende Rolle gespielt haben. Nun haben in den vergangenen Monaten ganz ähnliche Produkte ein geradezu dramatisches Wachstum erfahren. Diese sind in ihrer Struktur zwar etwas komplizierter als die 1987er Variante. Sie gleichen sich aber in einem ganz entscheidenden Merkmal: In fallenden Märkten lösen sie automatisch Verkäufe aus. Die Details dieses Damoklesschwerts werde ich Ihnen in der nächsten Themenschwerpunkt-Ausgabe meines gemeinsam mit Roland Leuschel verfassten Börsenbriefes Krisensicher Investieren vorstellen. Ein wichtiger Unterschied zu 1987 Einen wichtigen Unterschied zwischen der aktuellen Lage und der des Jahres

1987 gibt es jedoch. Im Unterschied zu damals verlassen sich heute fast alle Marktteilnehmer darauf, dass die Zentralbanker größere Kursrückgänge verhindern können. Aber: Wenn das tatsächlich in der Macht von Zentralbankbürokraten läge, dann hätte es schon seit Jahrzehnten keine Baissen und Krisen und Rezessionen mehr gegeben. Haben Sie auf eine fallende türkische Lira gesetzt? Erinnern Sie sich? Vor einigen Wochen habe ich Ihnen an diese Stelle geraten, auf einen Kursrückgang der türkischen Lira zu setzen, weil die Politik Erdogans negative Folgen für die Wirtschaft der Türkei haben wird. Seither hat die Lira gegenüber dem Euro bereits recht deutlich an Wert verloren, und weitere Kursverluste werden folgen. Anstatt auf dem brodelnden Vulkan absurd überbewerteter Aktienmärkte zu tanzen, halten wir lieber Ausschau nach Anlagemöglichkeiten, die sich durch attraktive Chance-Risiko-Verhältnisse auszeichnen.

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Immobilien

Darum investiert der Platzhirsch in der Pampa

Otto Hesse investiert abseits des Mainstreams mit großem Erfolg Gekürzter Buchauszug aus „Das System Immobilie“, herausgegeben von Thomas Knedel

asd

Der Immobilienboom in Deutschland konzentriert sich hauptsächlich auf die Großstädte. In Hamburg, München, Berlin oder auch Köln sind die Preise in den letzten Jahren durch die Decke gegangen – und gleichzeitig die Renditen dementsprechend gesunken. Darum muss, wer jetzt noch attraktive Renditen erzielen will, dort hingehen, wo kaum jemand hingeht. Und das ist genau mein Ansatz: Ich investiere in der Provinz bzw. in C-Städten, oder wie ich es nenne, in der „Pampa“. Es lohnt sich! Mit Provinz meine ich wirklich die abgelegenen Regionen Deutschlands. Nicht die

B-Standorte in Nord- oder Süddeutschland, sondern die wirklichen Außenseiterorte, C-Städte oder noch kleinstädtischer. Was meinen Fall betrifft: Ich bin zunächst nicht strategisch vorgegangen und habe überlegt, wo ich am besten investieren kann, um als Lösung auf die Provinz zu kommen. Die Entscheidung haben mir vielmehr die Banken aufgezwungen bzw. meine persönliche Angst vor der Bank. Denn meine Überlegungen liefen eher in die Richtung, dass ich von einer Bank sowieso keine Finanzierung für eine Immobilie in einer größeren Stadt bekommen

würde (aufgrund der höheren Finanzierungsvolumina). Darum erschien es mir einfacher, direkt im ländlichen Raum nach Objekten zu schauen. Aus diesem aus der Not heraus geborenen Vorgehen ist mittlerweile eine Strategie erwachsen, die mir stetig hohe Erträge sichert. Vielleicht kann ich Ihnen mit diesem Ansatz einen Anreiz geben, selbst einmal in der Provinz nach Objekten zu schauen. Sicherlich gibt es viele Teile Deutschlands, die in den nächsten Jahren einen Bevölkerungsrückgang verzeichnen. Doch eines ist auch klar: Nicht alle Menschen werden die


Immobilien

Bilder Hesse:Hesse, Depositphotos/begepotam

Provinz verlassen, und darum gibt es dort auch in Zukunft weiterhin Bedarf an Wohnungen. Und wenn Sie etwas anbieten können, was andere nicht haben, können Sie auch in der Provinz ein erfolgreicher Immobilieninvestor sein. Mein Weg in die Pampa Anders als viele andere Investoren hatte ich zu Beginn meiner Karriere als Immobilieninvestor noch nicht das entsprechende Know-how und nicht ein einziges Buch gelesen, um das richtige Mindset und entsprechende Tools parat zu haben. In meiner Heimatstadt waren die Objekte zu groß und eben auch zu teuer für mich. Ich muss an dieser Stelle kaum betonen, dass ich wenig Eigenkapital mitbrachte. So orientierte ich mich nach „draußen“, auf die Region kurz hinter Hildesheim. 30 Kilometer von dort entfernt liegt Lamspringe, mit Immobilienbewertungskennziffern, die nur halb so hoch sind wie in Hildesheim – wobei auch diese Stadt nicht eben der Nabel der deutschen Immobilienwelt ist. Ganz wichtig war für mich auch die Konkurrenzsituation. In B- und C-Lagen im Raum Hildesheim ist die Konkurrenz deutlich geringer als in Hildesheim selbst oder gar in Hannover. Wer also bereit ist, außerhalb ausgetretener Pfade zu suchen, wird auch hier belohnt: durch weniger Konkurrenz. Herrscht in den größeren Städten nach Jahren des Immobilienbooms ein absoluter Verkäufermarkt, so dominiert in den nicht so gesuchten Lagen – der Pampa – ganz klar ein Käufer­markt. Und seien wir ehrlich: Das ist doch genau das, was wir als Immobilien­investoren suchen. Als Anfänger hatte diese Konstellation einen weiteren positiven Nebeneffekt: Ich konnte mir bei der Ankaufsprüfung Zeit lassen und ins Detail gehen. Es gab keinen Druck, mich zu beeilen, weil etliche Konkurrenten schon mit den Hufen scharrten. In den Metropolen haben Anfänger kaum noch eine Chance, attraktive Objekte bzw. überhaupt Objekte zu bekommen. Ein weiterer praktischer Grund ist, dass sich der Markt dort für mich einfacher recherchieren lässt: Lagen in 30 oder 40 Kilometer Entfernung von meinem Heimatort kann ich deutlich besser einschätzen als solche in weit weg gelegenen Topmetropolen im Norden oder Süden der Republik. Übrigens stellte ich auch sehr schnell fest, dass sich in B- und C-Lagen weder die Profis noch die Abzocker tummeln. Für mich persönlich habe ich daraus die Regel abgeleitet: Wenn ich gut bin, werde ich so schneller zum Profi oder, wie mein Kollege Stephan Steup mich auch nennt, zum Platzhirsch. Nicht zuletzt haben Sie es in der Pampa mit Verkäufern zu tun, die häufig nicht besonders professionell agieren. Letzteres

eröffnet Ihnen wiederum größere Mögdes Ortes selbst. Meine zehn wichtigsten lichkeiten auf offensichtliche PotenziFaktoren, die hier eine Rolle spielen, sind: ale, die beim einen oder anderen Objekt • ein Supermarkt mit Vollsortiment ist am noch nicht umgesetzt wurden. Und auch Ort vorhanden; der Lerneffekt ist in der Pampa größer: • der nächste Autobahnanschluss ist nicht Es gibt keine anderen Faktoren, denen mehr als zehn bis 15 Minuten entfernt; Sie die Schuld zuweisen können, falls es • eine Grundschule mit drei bis vier Klassen nichts wird mit dem ertragreichen Objekt. pro Jahrgang ist vorhanden; Wenn bei solchen Projekten etwas schieInvestieren in der Provinz fläuft, können Sie die Schuld nur bei einer • ein guter Allgemeinmediziner ist ansässig; Person suchen: sich • der Kaufpreis sollte selbst. Im Einzelfall Mein Rat: keine schlechten im Idealfall unter eine harte Erkennteinem Marktfaktor Immobilien in schlechter Lage von 10 liegen; nis, aber auf jeden Fall lehrreich und so erwerben. • die Immobilie darf nur in der Pampa zu keinen erheblichen Samachen. Ein weiterer ganz profaner Asnierungsbedarf aufweisen; pekt war: Ich wollte schlicht und einfach • ein leichter Bevölkerungsrückgang ist monatliche Geldzuflüsse generieren mit akzeptabel; Immobilien. Mir ging es nicht darum, ei• bei der Bevölkerungszusammensetzung nen Immobilienbestand aufzubauen, von gibt es einen gewissen Anteil an über dem meine Kinder und Enkel irgendwann 30-Jährigen, die nach der Schule den Ort einmal profitieren können, sondern von verlassen haben und zur Familiengründung Anfang an stetige Mittelzuflüsse zu genein ihren Heimatort zurückkehren; rieren. Eines kann ich Ihnen sagen: Das ist • es gibt mehrere Arbeitgeber – und nicht mir in den vergangenen Jahren erfolgreich nur einen großen; gelungen. • Gespräche mit Maklern und Banken vor Ort liefern mehr Informationen über die Positionierung Lage auf dem Vermietungsmarkt. Dieser Grundsätzlich unterscheidet sich die Ansollte keine extremen Leerstandsquoten kaufsprüfung in der Provinz nicht von der aufweisen wie in vielen Städten oder Ortin anderen Lagen. Ein Objekt muss überschaften in Ostdeutschland. zeugen und ein ordentliches Dach und eiGerade den letzten Punkt sollte man genen trockenen Keller vorweisen. Wichtiger nau recherchieren und selbst überprüfen. ist allerdings eine gute Basis bei den niedDieses kann man zum Beispiel mit einer rigen Mieten, weil eine Instandhaltungs­ Test­ anzeige bei eBay machen. Denn so sanierung oder Renovierung extremer gaben etwa die Banken zum Zeitpunkt durchschlägt – die Sanierung eines Badedes Ankaufs des Objekts in Lamspringe

Otto Hesse, Jahrgang 1985, ist gebürtiger Hildesheimer und begann mit 17 Jahren eine kaufmännische Ausbildung in einem Baustoffhandel, später arbeitete im Vertrieb und in der Kundenbetreuung im Außendienst. Mit 24 Jahren erwarb seine erste Eigentumswohnung, 2011 dann sein erstes Mehrfamilienhaus, nachdem er die Wohnung verkauft hatte. Im selben Jahr gründete er das Immobilienmaklerbüro WafuK Immobilien, wobei WafuK für die Maxime von Otto Hesse steht: Wir arbeiten für unsere Kunden! Seitdem hat er als Immobilieninvestor 44 Wohneinheiten erworben. Sein Spezialgebiet sind Investitionen in Randlagen mit maximaler Aufwertung der Einnahmemöglichkeiten.

zimmers kostet in einer B- oder C-Lage das Gleiche wie in einer Metropole. Daher achte ich im Vorfeld schon darauf, dass eben der Objektmodernisierungsbedarf nicht sehr groß ist. Bei Objekten, die in den 1990er-Jahren komplett saniert wurden, dürfte sich der Aufwand in Grenzen halten. Darum mein Rat: keine schlechten Immobilien in schlechter Lage erwerben. Vor dem Ankauf investiere ich sehr viel Zeit in die Standortanalyse, zum einen in die Mikrolage, zum anderen in die Auswahl

Leerstandszeiträume von drei bis vier Monaten an. Bei meinen Objekten dagegen verzeichne ich dagegen deutlich niedrigere Werte. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass ich darauf achte, hochwertige bzw. Immobilien mit einem soliden, guten Durchschnitt im Bestand zu haben, die am doch eher speziellen Standort attraktiv sind. Zudem suche ich schon früh nach neuen Mietern, nämlich ab dem Eingang der Kündigung – was viele Konkurrenten nicht machen und dann längere Leerstandszeiten in


Immobilien

Bilder: Depositphotos/ArturVerkhovetskiy

Kauf nehmen müssen. In den allermeisten Fällen schaffe ich eine nahtlose Anschlussvermietung. Was die Positionierung innerhalb des Ortes betrifft, so sollte das Ortszentrum genau in den Blick genommen werden. Oft ziehen sich kleine Städte an einer Hauptverkehrsstraße entlang. Eine attraktive Lage mit hohem Wohnwert zeichnet sich dadurch aus, dass die wichtigen Anlaufpunkte im Alltag schnell erreichbar sind. Kurz zusammengefasst: Eine gute Lage und ein guter Objektzustand in einem schlechteren Ort sind wichtige Erfolgsfaktoren für Investitionen in der Pampa. Abwicklung, Kaufpreisverhandlung, Käufer in einem Käufermarkt Mein erstes Objekt in der Provinz habe ich ganz einfach online gefunden, ein befreundeter Makler hatte es eingestellt. Anhand der Lage erkannte ich gleich, dass das Objekt nur schwer vermittelbar war. Es war zu dem Zeitpunkt auch schon länger am Markt. Beim ersten Gespräch mit dem Makler ging es mir zunächst nur darum zu erfahren, warum noch niemand zugeschlagen hatte. Bedenken Sie dabei: Hat ein Makler ein Objekt schon lange im Bestand, ist der Wille, dem möglichen Käufer entgegenzukommen, sicherlich eher vorhanden. Sei es durch wichtige Informationen, die er Ihnen jetzt lieber mitteilt, oder aber auch durch eine abschlussorientierte Verhandlungsweise des Maklers beim Verkäufer. Objekte, die ein Makler länger im Bestand hat, kosten unnötig Geld und rauben ihm darüber hinaus viel Zeit für die Vermarktung. Wenn Sie hier den richtigen Zeitpunkt erwischen, können Sie dadurch einige Tausend Euro sparen. Nach dem Gespräch mit dem Makler stand für mich fest, dass ich mir das Objekt auf jeden Fall direkt vor Ort anschauen wollte. Auch den Eigentümer wollte ich gleich beim ersten Termin mit dabeihaben. Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt bei Käufen in der Provinz: Im kleinstädtischen und dörflichen Umfeld läuft sehr viel über Beziehungen bzw. auch nur über die Sympathie zwischen den Verhandlungspartnern. Meistens treffen Sie hier auf den Eigentümer, der nicht nur diese eine Immobilie besitzt, sondern oftmals mehrere in einem Ort, und ihm ist in der Regel auch die Zukunft dieser einen Immobilie sehr wichtig. Geben Sie deshalb dem Nocheigentümer ein Signal für die Zukunft, denn

auch wenn das Objekt verkauft ist, hängt hier so etwas wie der gute Ruf des Verkäufers mit dran. Vermitteln Sie dem Verkäufer, dass Sie „sein“ Objekt nach der Übernahme nicht gleich komplett verändern werden. Es hätte Auswirkungen auf seinen Ruf als ehemaliger Eigentümer: „An was für Heuschrecken hast du denn dein Mehrfamilienhaus verkauft ...?“ So ist vielen Ver-

nur in enger Absprache mit den Mietern. Das sorgt im ländlichen Umfeld erst einmal für positive Stimmung, und auch die Mieter sind mit der neuen Situation zufrieden. Wenn es wichtige Dinge zu regeln gibt, kläre ich diese mit den Mietern direkt im persönlichen Kontakt.

Verhandlungsstrategien für den ­Käufermarkt Beim Verkaufstermin spielt der Makler eine wichtige Rolle. Daher lasse ich ihn den Termin führen. Auf diese Weise fühlt er sich wertgeschätzt und als wirklicher Vermittler bei diesem Geschäft. Außerdem versuche ich in diesem Gespräch eine Ebene zu finden, die sich nicht nur auf das Objekt bezieht, Stichwort „Small Talk“. Dieser bezieht sich oft auf die Umstände vor Ort, Hobbys oder sonstige Gewohnheiten des Eigentümers, wobei ich versuche, die Verkaufsmotivation herauszufinden, um sie für meine Kaufpreisverhandlungen zu nutzen. käufern das eigene Image im Ort wichtiger Im Gespräch selbst positionierte ich mich als die Maximierung des Verkaufsgewinns als Vertreter der klassischen Herangehens– was wiederum Ihnen als Käufer ganz beweise. Oft ist es ja so, dass die Verkäufer sondere Möglichkeiten eröffnet: Wenn Sie 50 oder 60 Jahre alt sind. In dieser Altersdem Verkäufer das Gefühl vermitteln, dass gruppe zählt immer noch, dass man sich das Objekt bei Ihnen in guten Händen ist, im Verkaufsgespräch hundertprozentig auf kaufen Sie in der Regel auch günstiger ein. den Partner verlassen kann. Diese HeranIn der Praxis bedeutete das: Der in der Angehensweise finde ich wiederum bei Gezeige genannte Preis lag bei 195 000 Euro. schäftspartnern meines Alters (32 Jahre) Dem Eigentümer bot ich 175 000 Euro an, nur selten bis gar nicht. Wenn man sich mit der Garantie, dass zunächst alles beim von der Masse der anderen Investoren alAlten bleiben würde. Darauf ließ sich der lein schon durch eine solche persönliche Verkäufer meines ersten Haltung absetzt, ist das Mehrfamilienhauses in Wenn Sie dem Verkäufer ein emotionaler Vorteil Lamspringe ein und sagte für das Verhandlungsgedas Gefühl vermitteln, außerdem noch Reparaspräch. Wenn Sie dann turen am Objekt in Höhe dass das Objekt bei Ihauch mit Sympathie beim von 5000 Euro zu. So nen in guten Händen ist, Verkäufer einen Vorerwarb ich die Immobilie sprung erreichen, sind kaufen Sie in der Regel nicht nur mit einem RaSie Ihrem Ziel schon ein batt von 20 000 Euro ge- auch günstiger ein. großes Stück näher. Zum genüber dem ausgewieAbschluss des Termins senen Verkaufspreis, sondern auch noch in wende ich mich direkt an den Verkäufer, einem besseren Zustand. Die Zusicherung, um bei ihm noch einmal seine genaue das Objekt im Sinne des Alteigentümers Preisvorstellung zu erfragen. An dieser weiterzuführen, ist nur schwierig vertragStelle werden Sie feststellen, dass hier häulich umsetzbar. Meiner Erfahrung nach fig eine andere Zahl als die im Exposé gezählt hier vor allem das Wort, und so sehe nannte herauskommt. ich mich hier in der Tradition des „HamburDann beginnen meine Hausaufgaben: Ich ger Kaufmanns“: Sichere ich dem Eigentükalkuliere das Objekt in allen Einzelheiten mer per Handschlag zu, für einen Zeitraum durch. Nach dem ersten Live-Termin habe von drei Jahren keine großen Verändeich eine klare Einschätzung des Objekts rungen an der Immobilie vorzunehmen, und des Eigentümers – was bei der Beurdann stehe ich in dieser Pflicht. Wenn ich teilung eines möglichen Deals eine große trotzdem Veränderungen vornehme, dann Rolle spielt. Im Anschluss daran sende ich


immobilien dem Makler ein Kaufpreisangebot, inklusive Begründung meiner Preisvorstellung. Zugleich suche ich noch einmal den direkten Kontakt zum Eigentümer. Hier bietet es sich auf jeden Fall ein Telefonat an. In diesem Gespräch begründe ich auch gegenüber dem Verkäufer noch einmal meinen Preis. Beschleunigend wirkt in der Verkaufsphase oft die Zusicherung einer Buchherausgeber Thomas Knedel ist Immobilieninvestor, -manager, Buchautor sowie Initiator und Betreiber des Netzwerkes ­Immopreneur.de

schnellen Abwicklung des Vorhabens, vor allem, wenn das Objekt wie hier schon seit einigen Monaten am Markt angeboten wurde. Dann ist der Verkäufer auf jeden Fall preislich flexibel: besser ein etwas niedrigerer Preis, als das Objekt noch länger zu halten oder eventuell gar nicht verkauft zu bekommen. Außerdem weise ich im Gespräch mit dem Verkäufer noch einmal auf meine längerfristige Strategie hin und dass ich das Objekt in seinem Sinne weiterführen werde. Damals habe ich beim Kauf auch die Courtage des Immobilienmaklers nachverhandelt, was ich heute nicht mehr tun würde. Ich zahle dem Makler die ihm zustehende Provision komplett. Sie ist ein wichtiger Aspekt für zukünftige Geschäfte. Aufwertungsmöglichkeiten für ländliche Immobilien Vorweg: Wer in B- und C-Lagen oder gar D-Lagen einkauft, hat eines sicherlich nicht im Sinn: die Wertsteigerung durch Bodenwertsteigerung wie zum Beispiel in München oder Berlin. Deshalb sollten Sie eine entsprechende Herangehensweise verfolgen: Eine Wertsteigerung ist nicht etwas, was automatisch eintritt, sondern ein positiver Nebeneffekt. Wertsteigerungen können Sie in der Provinz oft nur durch Potenziale erzielen. Was Sie aber sicher erreichen können, sind höhere Renditen als in den Metropolen. Ein Beispiel: Mein Objekt in Lamspringe brachte bei der Übernahme vor sechs Jahren einen monatlichen Cashflow vor Tilgung und vor Steuern von 980 Euro (der Einkaufsfaktor lag beim 8-Fachen). Diesem lag eine Jahresnettomiete von rund 21.000 Euro zugrunde. Inzwischen habe ich es geschafft, die Jahresnettomiete auf rund 32.900 Euro (aktueller Faktor nach Optimierung 5,32-fach, entspricht 18,8 % Rendite) zu stei-

gern. Damit erziele ich nach Abzug der Bewirtschaftungskosten und der Zinskosten einen Cashflow von 1670 Euro monatlich, nach Tilgung und Zins bzw. nach Abzug der Tilgung für das Volltilgungsdarlehen einen monatlichen Überschuss von 1040 Euro vor Steuern. Bei den Einnahmesteigerungen spielt die Wertsteigerung des Objekts keine erstrangige Rolle. Im Endeffekt hatte ich auf eine Sicht von 15 Jahren sogar mit einer Halbierung des Objektwerts gerechnet. Denn die Immobilie wirft schon jetzt mit den laufenden Einnahmen einen ordentlichen Cashflow ab. Aber wir führen jetzt doch einmal eine Immobilienwertbetrachtung im Negativszenario bzw. im Positivszenario durch (Betrachtung nach 15 Jahren, da ich ja mit einem Volltilgerdarlehen auf 15 Jahre gearbeitet habe, ein Exit nach zehn Jahren ist natürlich auch möglich und das Darlehen kann dann entschädigungsfrei gekündigt werden. Das heißt, die Immobilie kann verkauft werden, ohne dass eine steuerliche Betrachtung stattfindet). Für die Betrachtung des Szenarios nehmen wir einen vereinfachten Cashflow von 1000 Euro im Monat, also 12 000 Euro im Jahr an. Durch das Volltilgerdarlehen wird die Immobilie in 15 Jahren komplett abbezahlt sein. Angesichts der demografischen Entwicklung in der Region könnte sich in einem negativen Szenario der Wert der Immobilie halbiert haben. In diesen 15 Jahren wird die Immobilie einen Cashflow von 180 000 Euro erwirtschaftet haben, aber die Hälfte des Wertes verloren haben und damit nur noch 87 500 Euro wert sein. In der Summe bleibt noch ein Vermögenswert von 267 500 Euro. In einem positiven Szenario, das näher an der aktuellen Realität ist, sieht die Rechnung folgendermaßen aus: Der Cashflow nach Zins und Tilgung ist über den genannten Zeitraum mit 180 000 Euro identisch. Der mögliche Marktwert der Immobilie, der sich bei einem in der Region aktuell üblichen Marktfaktor von zehn ergibt (beim Kauf lag der Marktfaktor beim 8-Fachen). Wir unterstellen in diesem Positivszenario den heute üblichen Marktfaktor (dem 10-Fachen), da wir nicht wissen, wie er sich in den nächsten Jahren verändert, beträgt auf Basis der Jahresmiete 329.000 Euro. Daraus ergibt sich nach 15 Jahren ein Vermögenswert von 500.900 Euro. Dieses Vermögen habe ich im genannten Beispiel geschaffen aus 50.000 Euro Eigenkapital und 15 Jahren Bewirtschaftung des Objekts. Das eingesetzte Eigenkapital hat sich also verzehnfacht.


Kurzmeldungen

Möbel Mathe-App rechnet zur Miete sich für Entwickler Einrichtungs­ Dieses Startup macht Berliner Familie spezialist will zu Millionären Möbel verleihen

in Math42. Ein Jahr investierte Klett weitere 500.000 Euro. Jetzt wurde Math42 an den US-Konzern Chegg verkauft. Chegg vertreibt und verleiht Schulbücher über das Internet und hat eine Marktkapitalisierung von 1,7 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil der 20 Millionen geht an die beiden Entwickler der App und ihre Familie. Ihr gehörte bis zuletzt ein Großteil der App. Außerdem sollen die beiden auch weiterhin an der Weiterentwicklung mitarbeiten. Math42 eine Nachhilfe-App. Mit ihr werden Schülern Rechenvorgänge und Formeln erklärt.

Gold aus dem Gulli Gold und Silber in Schweizer ­Abwasser

In der Schweiz werden jedes Jahr großen Mengen an Gold und Silber über das Abwasser entsorgt. Wie eine Analyse der Schweizer Forschungsgesellschaft Eawag ergeben hat, würden Kläranlagen pro Jahr rund 3000 kg Silber und rund 43 kg Gold sammeln. Der aktuelle Wert liege bei rund 2,6 Millionen Euro. Außerdem wurden auch zahlreiche sogenannte Seltene Erden nachgewiesen. Ein Großteil der Edelmetalle stamme aus der Industrieproduktion. Beispielsweise aus der Chemie- und Pharmaindustrie sowie aus der Hightechforschung. Da die Rückstände sehr groß seien, würde sich in einzelnen Regionen sogar eine Rückgewinnung lohnen. Die Forschungsgesellschaft hat insgesamt 64 Kläranlagen systematisch untersucht. Die Studie wurde vom Schweizer Umweltbundesamt in Auftrag gegeben.

Bilder: Depositphotos/Photominer/CJHPotography

Das schwedische Möbelhaus Ikea könnte schon bald in das Geschäft mit Leihmöbeln einsteigen. Derzeit werde geprüft, inwieweit es dafür einen Markt gebe, so Ikea-Chef Broding gegenüber der Rheinischen Post. Dabei würde Ikea einen Trend nutzen, der bereits seit längerer Zeit zu beobachten ist. Das Teilen von Gebrauchsgegenständen ist mittlerweile ein regelrechter Wirtschaftszweig geworden. Experten sprechen auch von der „Sharing Economy“. Damit hat der Einrichtungsspezialist auch die jüngere Zielgruppe im Fokus. Gerade junge Familien und junge Menschen wechseln öfter die Einrichtung und wären damit die idealen Kunden für das neue Geschäftsmodell. Zu welchen Konditionen Möbel verliehen werden könnten, hat der Vorstandschef allerdings noch nicht verraten.Auftrag gegeben.

Ist die Geschichte zweier Brüder und deren Familie, die zeigt, wie man mit einer guten Idee und viel Fleiß zu Millionären werden kann. In nur wenigen Jahren haben Raphael und Maxim Nitsche eine App entwickelt, diese erfolgreich auf den Markt gebracht und jetzt für 20 Millionen Euro verkauft. Bekannt sind die beiden aus der Show „Die Höhle des Löwen“. Dort stellten sie 2015 ihre Lernapp „Math42“ vor. Das kam gut an und kurze Zeit später hatten sie ihre erste Finanzierungsrunde unter Dach und Fach. Der Verleger Michael Klett, dem der Bildungsverlag Klett gehört, stecke einen sechsstelligen Betrag


Kurzmeldungen

Trumps Mauerbau: And the winner is... Testbauten mit ästhethischem Anspruch Wenn es nicht so bitterernst wäre, könnte man fast schmunzeln. Der geplante Mauerbau von Donald Trump zwischen den USA und Mexiko ähnelt dem Casting einer Musikshow. Mehr als 200 Unternehmen hatten sich im Frühjahr beworben. Sechs Unternehmen sind im Sommer in die nächste Runde gekommen. Seitdem dürfen sie kleine Testmauern in zwei Kategorien bauen. Einmal eine Mauer aus Beton und einmal eine aus „alternativen“ Materialien. An einem Grenzübergang in San Diego. Wie die Grenzschutzbehörde jetzt mitteilte, würden die beteiligten Unternehmen beim

Mauerbau große Fortschritte machen. Ein Ende der Probebauphase könnte schon bald bevorstehen. Laut Ausschreibungsunterlagen soll die Mauer imposant und ästhetisch ansprechend sein. Außerdem soll sie sich ins Landschaftsbild schön einfügen. Damit man nicht so leicht drüberklettern kann, soll sie eine Höhe von rund neun Metern haben. Die Fundamente sollen knapp zwei Meter tief sein. Damit es schwieriger für Flüchtlinge wird, darunter durch einen Tunnel in die USA zu graben.

Der amerikanische Präsident ­Donald Trump will sein Wahlversprechen verwirklichen und eine Mauer an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze bauen lassen.


Kurzmeldungen

EU-Zentral­bank tritt Wohin nur mit den auf die Bremse Monatliches Kaufprogramm verlängert

Die Europäische Zentralbank EZB verlängert ihr monatliches Kaufprogramm und senkt gleichzeitig das monatliche Volumen ab. Das Kaufprogramm werde vorerst bis Ende September 2019 verlängert. Das monatliche Volumen werde allerdings nur noch 30 Milliarden Euro betragen. So die EZB am Ende ihrer Sitzung Ende Oktober. Zuletzt hatte die EZB monatlich Anleihen im Wert von 60 Milliarden gekauft. Das aktuelle Kaufprogramm läuft Ende Dezember eigentlich aus. Der Zins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen können, beließ die EZB null Prozent. Banken, die

Geld bei der Zentralbank parken, müssen weiterhin einen Strafzins von 0,4 Prozent zahlen. Seit Jahren greift die EZB in die Märkte ein und hilft angeschlagenen Ländern in dem sie Staatsanleihen kauft und damit gleichzeitig die Zinsen niedrig hält. Mittlerweile hält die Zentralbank über zwei Billionen Euro an europäischen Anleihen. Bereits 2014 ist die US-Zentralbank Fed aus dem Anleihekaufprogramm ausgestiegen. Für Sparer werden die Guthabenzinsen allerdings weiterhin im Keller bleiben. Eine Zinswende ist der heutige Schritt der EZB nicht.

Bitcoin schafft den Durchbruch

Amazon akzeptiert die Krypto­ währung als Zahlungsmittel Für viele ist es noch immer einer mysteriöse Kunstwährung. Nicht selten wird Bitcoin als Betrug bezeichnet. Dennoch steigt der Preis auf immer neue Rekordstände. Seit Jahresanfang hat sich der Wert mehr als verfünffacht. Und damit alle anderen Assetklassen geschlagen. Die Marktkapitalisierung liegt bei mittlerweile knapp 100 Milliarden Dollar. Gerade in Asien investieren immer mehr Anleger ihr Geld in Kryptowährungen. Jetzt könnte Bitcoin vor dem endgültigen Durchbruch stehen. Angeblich will der weltgrößte Internethändler Amazon Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Laut Medienberichten könnte Amazon diesen Schritt bereits in dieser Woche mit Vorlage der Quartalszahlen ankündigen. Amazon wäre damit der erste

Weltkonzern, der eine Kryptowährung als Zahlungsmittel annimmt. Und für Bitcoin ein weiterer Meilenstein. Amazon könnte demnach eine eigene „Währung“ kreieren, in die Bitcoins nach festgelegten Regeln umgetauscht werden. Der Markt für Kryptowährungen ist in den letzten Monaten rasant gewachsen. Mittlerweile gibt es weltweit fast 1000 digitale Währungen. Bei vielen ist Anlegern dennoch zu großer Vorsicht zu raten. Außerdem sollten Anleger die Risiken beachten. Kryptowährungen unterliegen keiner Aufsicht und keiner Kontrolle. Bei einem Verlust gibt es keinen Schadenersatz. Zudem greifen Länder wie China und Russland mittlerweile in den Handel ein und führen eigene, staatlich kontrollierte Kryptowährungen ein.

Milliarden? Milliardärs-Club wird um 17 Prozent reicher

Der Club der Reichen wird immer größer und vermögender und damit steigen auch die Ungleichgewichte zwischen arm und reich. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hervor. Demnach ist die Zahl der weltweiten Milliardäre im vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen. Insgesamt zählte PwC 1542 Milliardäre. Das Vermögen der Reichsten ist um stolze 17 Prozent auf den Rekordwert von sechs Billionen Dollar gestiegen. Grund für den deutlichen Vermögenszuwachs sind die Börsenhausse sowie steigende Immobilienund Rohstoffpreise. In Europa kommen die meisten Milliardäre aus Deutschland, wo 117 Milliardäre leben. Danach folgen Großbritannien (55), Italien (42) und Frankreich (39). Den größten Zuwachs an Milliardären gab es in China. Zum ersten Mal leben in Asien (637) mehr Milliardäre als in den USA.


Kurzmeldungen

Ernste Engpässe auf dem Wohnungsmarkt

Wohnraum ist bekanntlich knapp und teuer. Tendenz stark steigend. Wer sich heutzutage auf die Suche nach einer neuen Wohnung macht, erlebt oftmals sein blaues Wunder. Nicht selten kommen Hunderte von Bewerbern auf eine freie Wohnung. Wer keinen hoch bezahlten Job und beste Bonität hat, geht fast immer leer. In Deutschlands Unistädten spitzt sich die Situation sogar dramatisch zu. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft IW ermittelt hat, liegt die Kaltmiete bundesweit pro Quadratmeter bei mittlerweile durchschnittlich mehr als zehn Euro. Zuzüglich Nebenkosten. Am teuersten sind Studentenwohnungen in München. Hier liegt der Durchschnitt pro Quadratmeter bei 18,40  €. In den letzten sieben Jahren sind die Preise damit in der bayerischen Hauptstadt um über 50 % gestiegen. Noch stärker sind die Preise in Stuttgart gestiegen: Plus 62 % seit 2010. Einen deutlichen Wandel habe es in Berlin gegeben. Während die Metropole lange Zeit als extrem preiswert galt, sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert. Mittlerweile müssten auch in Berlin mehr als zehn Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Auch in kleineren Unistädten seien die Preise in den letzten Jahren zwischen 24 und 36 Prozent gestiegen. Für Wohnungsbesitzer sind das nahezu paradisiesche Zustände. Nicht selten wird die Miete bei einem Mieterwechsel um 50 Prozent erhöht.

Bilder: Depositphotos/Katyjay

Wohnungen in Uni-Städten kaum noch zu bezahlen


Recht

Der Widerspruchsjoker

So lassen sich unrentable Lebens- und Renten­ versicherungen in bares Geld verwandeln Niedrige Zinsen, wie sie seit 2008 durch die cherungsvertrag zu widersprechen. Wie geEs kann sowohl gegen laufende als auch anhaltende Finanzkrise entstanden sind, nau das funktioniert und welchen „Weg“ gekündigte und schon abgelaufene Vergestalten es für Kapitalanleger schwierig, der Versicherungsnehmer am besten zu sicherungsverträge Widerspruch eingelegt noch Geld für ihr Geld zu bekommen. Nicht seinem Vorteil geht, zeigen die Anwälte werden. Daraus ergeben sich für den Vernur die klassischen sicherungsnehmer „Versicherungsnehmern steht im Falle einer fehlerhaften Anlageprodukte haeine Vielzahl an ben dieses Problem. ­Widerspruchsbelehrung die Möglichkeit offen, den Widerspruch Ansprüchen gegenIm Versicherungsbeauszuüben und sich damit von einer unrentablen Versicherung über dem Versichereich, sind gerade die rungsunternehmen. zu trennen und im Einzelfall viel Geld zurück zu erhalten.“ kapitalbildenden LeDazu gehört zuerst Alexander Heinrich, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bensversicherungen einmal die Auflösung betroffen, weil diese des Vertrags. Dazu eben genau das nicht mehr leisten können: kommt die Rückzahlung sämtlicher Ver­Katharina Grieser und Alexander Heinrich Kapital bilden. Dies ist auf die immer ge(TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH) auf. sicherungsbeiträge. Hiervon abzuziehen ringer werdende Verzinsung und die damit sind allenfalls Fondsverluste, sowie der verbundene Wertentwicklung der LebensWann ist Widerspruch ­möglich? Risikoanteil, der insbesondere bei fondsund Rentenversicherungen zurückzufühVerbraucherzentralen gehen davon aus, gebundenen Versicherungsverträgen erren. Natürlich führt das bei den Versichefahrungsgemäß sehr gering ist. Auch die dass mit 65 Prozent, also etwa zwei Drittel rungsnehmern zu Unzufriedenheit. Die der zwischen dem 29.07.1994 und dem oftmals nicht geringen Abschluss- und VerVersicherungsunternehmen sind schon waltungskosten müssen vom Versicherer 31.12.2007 in Deutschland abgeschlosarg gefordert, überhaupt den Garantiezins erstattet werden. Zusätzlich entsteht ein senen Lebens- und Rentenversicherungen zu erwirtschaften. So liegt die Rendite der in ihren Widerspruchsbelehrungen fehAnspruch auf die Herausgabe von Zinsen, Geldeinlagen bei einigen Unternehmen die sogenannten „Nutzungen“. lerhaft sind. Vor dem Gesetz hat dadurch mittlerweile unterhalb der Zinsgarantien. die vorgeschriebene 14- oder 30-tägige Sehen wir der Sachlage ins Gesicht: GeWiderspruchsfrist, innerhalb derer ein VerFinanzberater-Provision wisse Lebensversicherungen werden nicht Als Finanzberater dürfte es Sie interessiesicherungsnehmer dem Vertrag widersprezu Unrecht bereits als fehlgeschlagene Verren, dass nur bis spätestens 31.12.2007 chen kann, rechtlich nie begonnen. mögensanlagen eingestuft. Der Bundesgerichtshof und der Europäabgeschlossene Lebens- und RentenversiWie lässt sich das Kapital aus der Versicheische Gerichtshof haben durch ihre vercherungen betroffen sind. Wird ein solcher rung wieder abziehen? Indem man die auf braucherfreundlichen Entscheidungen den Vertrag rückgängig gemacht, dürfte die diesen Bereich spezialisierten Anwälte, mit Weg für Versicherungsnehmer geebnet. Stornohaftung nicht greifen, weshalb die denen die JUVAR GmbH zusammenarbeiIn mehreren Entscheidungen wurden die an Sie ausgezahlte Provision nicht rückgetet, die Widerspruchsbelehrung der RentenEinwände der Gegenseite, wie beispielsführt werden muss. Des Weiteren können und Lebensversicherungen durchforsten weise Verwirkung oder Verjährung, beiseiSie Ihre Kunden bei der rentablen Neuanlalässt. Sollten diese dort Fehler finden, wird tegeschoben. Aufgrund dieser Rechtslage ge des durch den Widerspruch freigeworder Versicherungsnehmer darüber inforeinigen sich viele Versicherer bereits audenen Kapitals behilflich sein. miert. So hat der Versicherungsnehmer die ßergerichtlich mit ihren widersprechenden Möglichkeit, unmittelbar darauf dem VersiVersicherungsnehmern. Der Widerspruch von Lebens- und Rentenversicherungen ist das erste „Projekt“ der JUVAR GmbH, die dieses Angebot primär an Versicherte, jedoch auch an Finanzberater richtet. Durch ihre Unabhängigkeit von Banken und Versicherungen sieht die Firma ihre Aufgabe darin, wichtige Informationen und Neuerungen Verbrauchern und Anlegern zugänglich zu machen. Dazu werden alle Social-­Media-Kanäle genutzt, um eine große Reichweite zu erzielen. FiFair. Transparent. An Ihrer Seite nanzberater, die sich JUVAR anschließen, gelingt so die Steigerung der eigenen Beratungsqualität und verbessert dadurch weiter „den Stand“ beim Kunden. In dieMehr Informationen zum Beratungsangebot sen Fällen möchte er kein Geld (etwa zur von JUVAR GmbH unter Anlage), sondern er bringt seinen Kunden E-Mail: kontakt@juvar.de oder verloren geglaubtes Geld zurück. www.versicherung-widersprechen.de


Recht

Licht im Versicherungsdschungel

Markus Barz und seine Partner haben sich mit ihrem neuen Projekt, der ­Information und Aufklärung von Verbrauchern und Anlegern verschrieben Urteilen entschieden. Der Fokus unserer Arbeit liegt auf dem maximalen wirtschaftlichen Ergebnis für den Versicherten. Und im Idealfall wird eine außergerichtliche Einigung mit der Versicherungsgesellschaft erzielt. Diese schont Nerven, Zeit und Geld und ist damit zum Vorteil für alle Be-

kosten und die Herausgabe von Zinsen (so genannte Nutzungen). Man stellt sich über die aktuell gegebene Möglichkeit des Widerspruchs, auch wesentlich besser als über die Kündigung seiner Versicherung. Es geht hier in der Regel schnell, um viele tausend Euro.

Verleger Julien Backhaus sprach mit Markus Barz über die Arbeitsweise der JUVAR GmbH.

teiligten. TILP erledigt übrigens zwei von drei Fällen außergerichtlich.

Wer kann sich an Sie wenden und welche Ansprüche hat der Versicherte? TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Wir haben Lösungen geschaffen, bei deIhre „Partner“ sind ja sehr bekannt. Wie nen wir generell allen Versicherten ein kam die Zusammenarbeit zustande? Angebot unterbreiten können. Es spielt TILP sind uns seit Jahren bekannt, tatsächdabei keine Rolle, ob eine Rechtsschutzlich kennen und schätzen gelernt haben versicherung besteht oder nicht. Auch wir uns im Sommer 2016. Uns verbindet machen wir keine Einschränkungen und die generell professionelle Arbeits- und kümmern uns um laufende, gekündigte Herangehensweise, Transparenz und der und auch bereits abgelaufene (ausbezahlWille zum Erfolg. Im Mitte) Versicherungen. Sofern Ob die Widerspruchstelpunkt stehen hierbei jeSie im relevanten Zeitraum, belehrung fehlerhaft weils unsere Mandanten. zwischen dem 29.07.1994 ist, prüfen die Anwälte Mit TILP haben wir sehr kostenfrei und geben eine und 31.12.2007 abgeerfahrene und äußerst schlossen wurden. Ob die Ersteinschätzung ab. kompetente Partner, es Widerspruchsbelehrung ist von Beginn an unsere Wunschkonstelfehlerhaft ist, prüfen die Anwälte kostenlation. Wir freuen uns zudem, dass auch frei und geben eine Ersteinschätzung ab. menschlich die Chemie zwischen uns Die dann empfohlene weitere Vorgehensstimmt. weise wird individuell und persönlich besprochen. Wie stehen die Chancen auf Erfolg für Dem Versicherten stehen sodann umdie Versicherten, beim Widerspruch fangreiche Ansprüche, gegen das Versivon Lebens- und Rentenversichecherungsunternehmen zu. Konkret, die rungen? Auflösung des Vertrages, die RückzahDie Rechtslage selbst ist verbraucherlung sämtlicher Versicherungsprämien freundlich und eindeutig, der BGH (Bun(abzüglich etwaiger Risikoanteile), die Erdesgerichtshof) hat dies mit mehreren stattung der Abschluss- und Verwaltungs-

Sie sprechen die Versicherten selbst an, wie machen Sie das und haben Sie auch Interesse an Kooperationen mit Finanzberatern? Durch umfangreiche Social Media Kampagnen wird man uns, die JUVAR in Kürze deutschlandweit wahrnehmen. Dennoch stehen wir auch Kooperationen mit Finanzberatern offen gegenüber. Oberste Prämisse bleibt allerdings, dass wir das maximale wirtschaftliche Ergebnis für die Versicherten erreichen wollen. Demnach werden wir keine „fürstlichen“ Provisionen bezahlen, sondern mit einer allgemein gültigen „Aufwands-­ Pauschale“ agieren. Dem Finanzberater ist es unbenommen, ergänzend mit seinen Mandanten eine Honorarvereinbarung zu schließen. Fair und transparent. Zudem hat er eine große Chance, das freiwerdende Geld besser anzulegen und auch hinsichtlich seiner Beratungsqualität, noch besser wahrgenommen zu werden. Im Übrigen eignet sich der Widerspruch von Lebens- und Rentenversicherungen auch hervorragend für Neukundenakquise. Die Information und die Möglichkeiten des Widerspruchs von Lebens- und Rentenversicherungen sind wichtig und unbedingt wert publik gemacht zu werden.

Bild: Backhaus

Was ist die Idee hinter JUVAR und was macht sie genau? Um gute Entscheidungen treffen zu können, benötigen „Sie“ relevante Informationen und meist entsprechende Kompetenz. Wir glauben selbst oft gut informiert zu sein. Vergessen dabei jedoch allzu leichtfertig, dass Informationen ein persönliches oder unternehmerisches Ziel verfolgen. Aus diesen Grundgedanken heraus ist die JUVAR (von lateinisch juvare: fördern, helfen) entstanden. Wir engagieren uns für Informationen, die für Verbraucher und Anleger wichtig sein können. Da sie oftmals über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Zu Beginn haben wir für uns Rahmenbedingungen definiert und dann geprüft, ob diese umsetzbar sind und ein tragfähiges Geschäftskonzept möglich ist. Mit dem ersten „Projekt“, dem Widerspruch von Lebens- und Rentenversicherungen haben wir mit der Finanzindustrie, der Versicherungsbranche, eine starke Lobby gegen uns. Dabei haben wir nicht per se etwas gegen Versicherungen, allerdings halten wir es für richtig Verbraucher über ihre Rechte zu informieren. Insbesondere, wenn sie zum gewinnbringenden Ausstieg aus einer in der Form nicht zukunftsfähigen Anlageform dienen.


Sachwert Magazin 3/2017

Seit 8.

September 2017 ist die neue Ausgabe des Sachwert Magazins bei Ihrem Zeitschriftenhändler oder im Online-Kiosk erhältlich.

Buchauszug aus „Das System Immobilie“, herausgegeben von Thomas Knedel

Immobilien kaufen - aber welche? Immobilienmillionär Torben Käselow gibt Tipps wie Sie geeignete Kaufobjekte finden

durch die Welt gegangen und hätte mich geniert, direkt zu fragen, ich wäre nicht zu dieser Wohnung gekommen. Wichtiger als die Lage Glauben Sie bei der Auswahl eines Objekts nicht kritiklos, was überall verbreitet wird: zum Beispiel, dass die drei wichtigsten Kriterien zur Beurteilung einer Immobilie heißen: „1. Lage, 2. Lage, 3. Lage.“ Das ist Quatsch. In meiner bisherigen Berufspraxis habe ich auf eine andere Strategie gesetzt . . . Bild: Fotowerft

Um an ein geeignetes Objekt zu kommen, gibt es verschiedene Wege – und Tricks. Ob Makler, Vermittler, Zeitungsanzeigen oder Internetplattformen, die Angebotspalette ist vielfältig. Am Anfang musste auch ich mühselig suchen, um an günstige Objekte zu kommen. Mittlerweile bin ich aber bekannt in der Branche, man weiß, dass ich keine Eintagsfliege bin. Makler und Verkäufer treten an mich heran, wenn sie eine Immobilie haben, die zu mir passt. Aber auch so können Sie überall Gelegenheiten entdecken – wenn Sie in der Immobilienbranche nach Gelegenheiten suchen, sollten Sie lernen, die Dinge zu sehen, die andere nicht sehen. Manchmal reicht es schon, einfach Augen und Ohren offenzuhalten. Als ich vor Kurzem zu Hause Wäsche gewaschen habe – die Waschmaschinen stehen im Gemeinschaftskeller – sah ich im Treppenhaus, wie zwei junge Männer eine Wohnung ausräumten. Ich sprach sie kurzerhand an – natürlich nicht ohne Hintergedanken! Ich fragte ganz scheinheilig, ob neue Mieter einziehen würden. Einer der jungen Männer antwortete: „Nein, die Wohnung gehört meinen Eltern, und die wollen sie verkaufen.“ Ich sagte: „Das ist ja interessant. Ich wohne nur paar Türen weiter im selben Haus und ich würde die Wohnung gerne kaufen …“ Ich hinterließ ihm meine Telefonnummer, und wenig später meldeten sich seine Eltern bei mir. Sie machten mir ein Kaufangebot – für sie war ich eine willkommene Gelegenheit, sich die mühevolle Suche nach einem Käufer zu ersparen. Wir wurden uns einig, und so kam ich in Besitz einer weiteren Wohnung in diesem Haus, zentral direkt gegenüber des Bahnhofs in Ahrensburg. Mittlerweile besitze ich insgesamt fünf Wohnungen dort. Langer Rede kurzer Sinn: Hätte ich die Wäsche nicht selbst gemacht, wäre ich nicht mit offenen Augen

Mehr von Torben Käselows Immobilien­ erfahrungen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.

Was bin ich der Firma wert? Der wertgeschätzte Umgang mit Mitarbeitern Der Mittelstand denkt mittlerweile viel nach und das ist auch gut so. Worüber machen sich Unternehmer, Geschäftsinhaber und Entscheider denn ihre Gedanken? Sie machen sich Gedanken über ihr wichtigstes Kapital, nämlich über die eigenen Mitarbeiter. Wenn man Menschen nach den individuellen Bedürfnissen nach Maslow (Maslowsche Bedürfnishierarchie oder als Pyramide bekannt) befragt, dann wünschen sich Menschen auch beispielsweise Stärke, Erfolg, Unabhängigkeit und Freiheit, sowie Ansehen, Prestige, Wertschätzung, Achtung und eine gewisse Wichtigkeit. Also eine passive Komponente unserer Selbstachtung, die nur von anderen Menschen für uns erfüllt

werden kann. Wie sind diese „Individual-Bedürfnisse“ nun im Beruf vereinbar? Wie gehen Unternehmer mit den eigenen Mitarbeitern um? Welche Veränderungen sind hier notwendig, um die Mitarbeiter anders und noch besser abzuholen? Was haben Unternehmer ihren Angestellten im Unternehmen überhaupt zu bieten? Aus der Sicht des Unternehmers: Was sind mir eigentlich die Menschen in meinem Unternehmen Wert? Wie motiviere und binde ich mein Humankapital noch enger ans Unternehmen und wie gewinne ich stressfreier neue Qualitätsmitarbeiter? Mehr von Thomas Hennings Tipps ­erfahren Sie in der Print-Ausgabe.


Investment

Drei Jahre German Real Estate ETI Überzeugende kapitalmarktneutrale Wertentwicklung von +6,82% p.a. Geplantes Nachfolgeprodukt bietet Einstiegschance für Neuanlagen

Deutsche Wohnimmobilien gelten als stabile Kapitalanlage. Mit der Börseneinführung des German Real Estate ETI am 18.08.2014 wurde Anlegern die Möglichkeit geschaffen, mit einem bislang einzigartigen Investmentprodukt am deutschen Wohnungsmarkt zu partizipieren: jährliche Zielrendite von 5 % bis 7 % unabhängig von den Kapitalmärkten, täglich handelbar an der Börse Frankfurt, immobilienbesichert, jährliche Ertragsausschüttung und insolvenzgeschützt. Das German Real Estate ETI erzielte in den drei Jahren seit Emission ein Plus von 21,87 % bezogen auf den indikativen Nettoinventarwert, was einer Rendite von + 6,82 % p.a. entspricht. Über das Produkt wurde wiederholt in verschiedenen Fachmagazinen und Börsenbriefen berichtet und von diesen als konservatives Basisinvestment empfohlen. Das Immobilienportfolio, aus dem das German Real Estate ETI seine Wertentwicklung generiert, beträgt derzeit über 50 Millionen Euro. Dabei handelt es sich ausschließlich um Bestandswohnobjekte mit jeweiligen Verkehrswerten zwischen 0,50 und 5,00 Millionen Euro. Schwerpunktregionen sind Bayern, Berlin/Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Derzeit bestehen 60 % des Portfolios aus Handelsobjekten mit einer angestrebten Haltedauer von weniger als zwei Jahren, wohingegen es sich bei 40% des Bestandes um Zinshäuser handelt. Die Investitionen des German Real Estate ETI sind werthaltig unterlegt, nur 22 % des Objektvolumens sind durch Bankkredite beliehen. Die Anlegergelder

bilden als separates Teilgesellschaftsvermögen ein Sondervermögen, so dass die Rückzahlung nicht von der Bonität der Emissionsgesellschaft abhängig ist. Der Produktinitiator, die Sachwert Capital Management GmbH aus Bayreuth, hat mit dem German Real Estate ETI ein einzigartiges Anlageprodukt geschaffen. Und dies nicht nur von der Ausgestaltung, sondern

auch aufgrund der qualitätsorientierten, auf marktgängige deutsche Wohnimmobilien ausgerichteten, Anlagestrategie, die von Großanbietern in der Form nicht darstellbar sein dürfte. Während große und auf Masse ausgerichtete Immobilienfonds Performance-Probleme haben, schafft es ein Nischenprodukt wie das German Real Estate ETI mit einer konservativen Strategie deutlich höhere Anlageergebnisse zu erzielen. Da keine neuen Gelder mehr aufgenommen werden können, plant der Initiator ein börsennotiertes Folgeprodukt, welches im vierten Quartal 2017 auf den Markt kommen soll. Auf diese Weise kann das werthaltige Immobilienportfolio weiterentwickelt werden, um neu hinzukommende Anleger auch an dieser exklusiven und bewährten Nischenstrategie partizipieren zu lassen. Bestehende Anteileigner des German Real Estate ETI sollen außerdem die Möglichkeit eines Umtausches erhalten. Weitere Informationen unter: www. german-real-estate-eti.de. Über den Newsletter werden die Anleger über das Folgeprodukt und den Anteiltausch auf dem Laufenden gehalten.

Drei Jahre German Real Estate ETI (WKN A13 FRL) Wertentwicklung vom 18.08.2014 bis 18.08.2017*

+  21,87 % seit Emission

Weitere Infos unter www.german-real-estate-eti.de

*Indexierte Wertentwicklung seit Emission auf Basis des indikativen Nettoinventarwerts. Ausschüttungsbeträge sind in der Wertentwicklung berücksichtigt. Individuelle Faktoren (Ordergebühren, Depotführungspreis , Steuern etc. sind nicht berücksichtigt. Stand: 18.08.2017. Bild: Depositphotos/ah_fotobox


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Orangenplantagen in Paraguay Mit Agrar-Investitionen langfristig passives Einkommen sichern Die Bielefelder Firma Agri Terra bietet ihren Kunden die Möglichkeit, sich durch eine Beteiligung an lukrativen Agrar-­Projekten in Süd-Amerika langfristig passives Einkommen zu sichern – ein Angebot, das in Zeiten von Euro-Angst, dem Gespenst der Versorgungslücke sowie anhaltender Niedrigzinsphase von mehr und mehr Personen in Anspruch genommen wird. Der Fokus des Unternehmens liegt dabei auf einer groß angelegten Orangenplantage in Paraguay, im Herzen Süd-Ameri-

kas. Die Anbau-Bedingungen sind in dem subtropischen Land geradezu ­ideal, dazu erfährt das zwischen den großen Nachbarn Brasilien und Argentinien gelegene Paraguay seit Jahren einen sehr ausgeprägten Wirtschaftsboom. Die Orange ist die in der gesamten Region gefragteste Frucht. Neben Supermärkten fragen vor allem Hotels und natürlich die zahlreichen Hersteller von Fruchtsäften, Limonaden oder Süßwaren ganz massiv frische Orangen nach. Auch weltweit steigt die Nach-

frage nach der begehrten Zitrusfrucht – dem gegenüber steht eine durch den Klimawandel bedingt weltweit fallende Orangenproduktion. Beste Aussichten für die Eigentümer einer Plantage. Sicheres Land im Herzen Südamerikas Das ländlich geprägte, beschauliche Paraguay gehört seit jeher zu den stabilsten Ländern in Latein-Amerika. Sichere Grundbücher, geringe Kriminalität, eine stabile Landeswährung, politische Stabi-


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Anzeige Investment lität sowie vor allem ein starkes, auf der riert eine solche Orangenplantage ihren Agrarwirtschaft basierendes WirtschaftsEigentümern passives Einkommen. Daher wachstum zeichnen das kleine Land aus. wird dieses Angebot auch verstärkt zur Nicht zuletzt deshalb verzeichnet man Sicherung oder Aufbesserung der Rente hier ausgesprochen viel Investitionstätigherangezogen. keit aus Europa. Insbesondere Deutsche, aber verstärkt auch Österreicher, SchweiHohe Erträge mit bester Umwelt­ zer, Spanier und Italiener können sich verträglichkeit mit dem sicheren, rentablen Land sehr So hoch die Ertragserwartungen bei einer gut anfreunden. Investitionen in landZitrusplantage auch sein mögen, so umwirtschaftlich dominierte Projekte sind weltverträglich sind diese auch gleichzeidabei in der Mehrzahl. tig. Über 65.000 OranParaguay ist inzwischen hat das Team Hohe Erträge im lukrativen, sicheren Agrarsektor, genbäume einer der größten Exporder Agri Terra bereits in jedoch mit gutem Umweltgewissen generieren – Paraguay ­gepflanzt – teure von Soja, Weizen, Mais, Rindfleisch und alleine­darüber freut die Strategie der Agri Terra geht auf. Reis. „Essen und Trinken sich die Umwelt bereits. müssen die Leute imAllerdings werden zur mer“, so sagt man hier Unterstützung der Orangerne mal – und erklärt damit die Unabgenblüte auch verstärkt Bienen auf und hängigkeit der paraguayischen Wirtschaft nahe der Plantage angesiedelt, eine Maßvon Börsen und Finanzmärkten. nahme, die auch dem weltweit besorgniserregenden Bienensterben entgegen wirkt. Grundbesitz und Orangenbäume Durch modernste Methoden setzt die Agri Über die Agri Terra in Bielefeld, welche als Terra-Plantage auf natürliche Schädlings­ vollverantwortlicher Vertragspartner sobekämpfung, vor allem aber auf Prävention wie als Verwalter fungiert, erwerben Kunund Abwehr von Schädlingen. Insektizide den Landparzellen, welche im Grundbuch werden nur moderat und plangemäß so auf den Namen des jeweiligen Käufers wenig wie möglich eingesetzt. Bereits im eingetragen werden. Grundbesitz, und Jahr 2016 konnten sich viele ausländische insbesondere das Eigentum an wertvollem Besucher von der Naturverträglichkeit der Agrarland, war seit jeher eine verlässliche, Orangenplantage in Paraguay überzeukonservative Anlageform. Diese klassische gen. Hohe Erträge im lukrativen, sicheren Form der Geldanlage verbindet Agri Terra Agrarsektor, jedoch mit gutem Umweltgejedoch mit der laufenden Ertragskompowissen generieren – die Strategie der Agri nente der Plantagenbewirtschaftung. Aus Terra geht auf.

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Geldpolitik

Bilder: Depositphotos/xavigm99, Vogt: privat

Bereitet Italien das Ende des Euro vor?

Die unausgegorene europäische Währungs­union wird zum Pulverfass Die Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war ein voller Erfolg, weil sie eine für alle beteiligten Nationen vorteilhafte Freihandelszone schuf. Da Handel verbindet und Menschen verschiedener Völker einvernehmlich zusammenführt, kann die EWG in politischen Sonntagsreden völlig zu Recht als friedensstiftend gefeiert werden. Im Gegensatz dazu war die Europäische Währungsunion (EMU) von Anfang an eine fatale Fehlkonstruktion. Geschaffen wurde sie von vielleicht gutmeinenden, wenn auch überehrgeizigen Politikern, die

wahrscheinlich wirklich daran geglaubt haben, ihre Wunschvorstellung eines geeinten Europas mit einer Währungsunion vorantreiben zu können. Dass ihnen der ökonomische Sachverstand fehlte, um die Unausgegorenheit, ja Gefährlichkeit dieses Projekts zu erkennen, kann man ihnen nicht wirklich vorwerfen.

Die Euro-Bombe kann jederzeit hochgehen

Die Ökonomenzunft hätte es wissen müssen Dieser Vorwurf muss sich an den umfangreichen Beraterstab und die große Zahl der Euro-Befürworter unter den

Ökonomen richten. Sie hätten es besser wissen und eine klare Front gegen die Euro-Einführung bilden müssen, anstatt den Politikern nach dem Mund zu reden. Insofern ist das Euro-Drama weniger ein politisches Versagen, als ein Versagen der Ökonomenzunft. Erstaunlicherweise hält dieses Versagen trotz der inzwischen offensichtlich gewordenen Probleme, die durch die Gemeinschaftswährung entstanden sind, noch immer an. Bis auf ganz wenige rühmliche Ausnahmen wie Prof. Hans-Werner Sinn und Hans-Olaf Henkel zeigt sich bei den Befürwortern des Euro keine Einsicht in das Scheitern des Projekts. Stattdessen sind Durchhalteparolen, Schönfärberei und Verschlimmbesserungen an der Tages­ordnung.


Geldpolitik

Die Währungsunion wird zerbrechen Unsere Prognose lautet schon seit Jahren, dass nicht Deutschland, sondern die wirtschaftlich schwächeren Mitgliedsländer das Ende der Währungsunion herbeiführen werden, weil der Euro in diesen Ländern viel Unheil angerichtet hat und zu einer Verarmung breiter Bevölkerungsschichten führt. In Italien scheint man sich einem Austritt aus dem Euro zu nähern. So fand im Sommer dieses Jahres in der Abgeordnetenkammer des römischen Parlaments ein Treffen statt, bei dem es um die Zukunft der gigantischen italienischen Staatsverschuldung im Rahmen der Eurozone ging. Für Schlagzeilen sorgte diese Veranstaltung bezeichnenderweise nicht. Dabei wurden bei diesem Treffen konkrete Pläne vorgestellt, wie das überschuldete Italien seine erdrückende Staatsschuldenlast reduzieren könne. Von Schuldenschnitten über die Einführung einer Parallelwährung bis hin zum Austritt aus der Währungsunion seien alle Szenarien ausführlich zur Sprache gekommen. Dabei seien auch Strategien diskutiert worden, wie die Bundesrepublik quasi erpresst werden kann, den Italienern beim Abbau der Altlasten zu helfen. Die Wege zur Staatsschuldenreduktion sind begrenzt Wirklich Neues kann es bei dieser Konferenz natürlich nicht gegeben haben. Denn die Methoden, mit denen sich ein Land seiner Schulden entledigen kann, sind sehr begrenzt. Zur Wahl stehen

eine harte Sparpolitik, ein offener Staatsbankrott, ein durch Geldentwertung verschleierter Staatsbankrott oder die Schuldenübernahme durch andere Länder, im vorliegenden Fall durch Deutschland.

Der Autor Claus Vogt ist Finanz­analyst und Autor des Börsenbriefs „Krisen­ sicher investieren“. Den von ihm entwickelten Gold-Preisbänder-­ Indikator nutzt er für ­Prognosen für die Investition vor allem im Gold- und Edelmetallsektor.

Welchen dieser Wege wird Italien wählen? Wahrscheinlich werden italienische Politiker zunächst alle Register ziehen, um den für sie kurzfristig weitgehend schmerzfreien Weg freizumachen, der darin besteht, die Bundesregierung zu Rettungsschirmen, Garantieerklärungen, Eurobonds und idealerweise gleich zu einer europäischen Schulden-, Haftungsund Fiskalunion zu bewegen. Gelingen wird ihnen das aber - hoffentlich - nicht. Sobald das deutlich wird, werden sie den

italienische Wirtschaft dank einer schwachen Währung schlagartig wettbewerbsfähig. Zweitens würde die Abwertung zu einer hohen Geldentwertung führen und den bestehenden Schuldenberg entsprechend reduzieren. Drittens könnte das Land die Gelegenheit nutzen und auf Euro lautende Altschulden in der neuen Währung zurückzahlen. Viertens schließlich könnten die bei der Bundesbank aufgelaufenen italienischen TARGET-Kredite von über 400 Milliarden Euro einfach als uneinbringbar abgeschrieben werden. Lassen Sie sich durch die gegenwärtige Ruhe an den Finanzmärkten also bitte nicht blenden. Die Lage in Italien – und Spanien, Portugal, Griechenland und Frankreich – ist höchst brisant. Bisher ist es EZB-Präsident Draghi zwar gelungen, das Unvermeidliche mit der Gelddruckmaschine hinauszuzögern. Gelöst sind die Probleme jedoch nicht, sondern größer als je zuvor. Wir sitzen alle auf einem Pulverfass und die Euro-Bombe kann jederzeit hochgehen.

Die italienische Wirtschaft wäre dank einer schwachen Währung schlagartig wettbewerbsfähig. aus ihrer Sicht zweitbesten Weg wählen und sich aus der Währungsunion verabschieden und eine drastisch abgewertete eigene Währung einführen. Staatsschuldenentsorgung leicht ­gemacht Damit würde Italien gleich vier Fliegen mit einer Klappe schlagen: Erstens wäre die

TARGET-Salden im Europäischen System der Zentralbanken Durch das TARGET-System der EZB lassen die schwächeren EU-Mitgliedsstaaten in großem Stil bei den stärkeren anschreiben. Diese „Lieferantenkredite“ Deutschlands belaufen sich derzeit auf 852 Mrd. € und sind im Falle des Zusammenbruchs der Währungsunion verloren. Quelle: Prof. Gunther Schnabl


Sachwert Magazin Ausgabe 60, Oktober 2017  

ROLAND LEUSCHEL: Die Zeichen des Börsencrash OTTO HESSE: Immobilienkauf Tipps CLAUS VOGT: Steigt Italien aus dem Euro aus?

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