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Die Härteste Währung der Welt Diamanten

Zu den bevorzugten Sachwerten zählt heute neben Immobilien und Edel-metallen auch die physische Anlage in Diamanten. Von Dr. Ulrich Freiesleben

Für die Beurteilung eines Diamanten hat sich herumgesprochen, dass die preisbestimmenden Kriterien in den „4C“ festgehalten sind: Carat für das Gewicht, Colour für die Farbe, Clarity für die Reinheit und Cut für den Schliff. Grundsätzlich gilt: Je größer ein Diamant, je weißer seine Farbe, je sauberer seine Reinheit und je höher seine Schliffqualität ist, desto teurer ist ein Diamant. Die Vergangenheit hat gezeigt – wie generell bei Sachwerten – dass das Beste immer seinen Wert behält. So ist bei dem Aufbau eines Diamantportfolios zur mittelund langfristigen Wertsicherung darauf zu achten, dass im Gegensatz zur Schmuckverwendung nur erstklassige Steine aus den zahlreichen Gewichtsklassen und Qualitätsstufen aus-gewählt werden. Ebenso sollte jeder Diamant in allen drei relevanten Schliffkriterien (Cut Grade, Polish, Symmetry) über die beste Schliffqualität („Excellent“) verfügen.

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FRAKA LUPIN - Fotolia.com

Wer sein Vermögen langfristig und nachhaltig sichern will, wird aus Gründen der Risikostreuung eine kluge Mischung von herkömmlichen Finanzprodukten und geeigneten Sachwerten anstreben. Zu den bevorzugten Sachwerten zählt heute neben Immobilien und Edelmetallen auch die physische Anlage in Diamanten. Aufgrund der Unwägbarkeiten der Finanzmärkte raten Vermögensverwalter heute in den Asset-Klassen Edelmetall und Diamanten zu einem körperlichen Besitz von bis zu einem Anteil von 20 % am Gesamtporfolio. Wenn früher beim Thema Diamanten eingewendet wurde, dass die Preisbildung nicht in regulierten Märkten erfolgt, so hat sich dieses Argument zwischenzeitlich durch die schmerzlichen Erfahrungen des spekulativen „Papiergoldes“ ins Gegenteil verkehrt. Heute gelten Märkte, in denen der Preis nach „Old School“ immer noch aus physischem Angebot und physischer Nachfrage gebildet wird, wieder als nachhaltiger und berechenbarer. Beim Erwerb von Diamanten für Anlagezwecke gilt zudem der Grundsatz: Kein Stein ohne international anerkanntes Zertifikat. So ist es nicht nur eine Frage der seriösen Qualitätsgraduierung, sondern auch des Ansehens des Diamantlabors und der internationalen Akzeptanz seines Zertifikates, das den Unterschied macht. Das wohl renommierteste Diamantzertifikat mit der größten internationalen Verbreitung in den starken amerikanischen und asiatischen Nachfragemärkten ist das Zertifikat des „Gemological Institute of America (GIA)“, einer gemeinnützigen Stiftung mit entsprechenden Labors an allen großen Handelsplätzen. Um die Identität von Diamant und Zertifikat sicherzustellen ist das Aufbringen der Zertifikatsnummer auf dem Stein in einem Lasercode unabdingbar. Die Fungibilität und der erzielbare Preis bei einem späteren Wiederverkauf steht und fällt mit der Güte des Zertifikates. Wer hier beim Einkauf Kompromisse oder Fehler macht, zahlt spätestens dafür beim Wiederverkauf.

Wie funktioniert diese Welt der Diamanten und wer sind ihre wichtigsten Protagonisten? Auf der Anbieterseite sind es die diamantfördernden Länder, wie Russland, Botswana und Kanada, wie auch die großen Minengesellschaften De Beers, BHP Billiton und Rio Tinto, die ihre Rohdiamanten in einem geschlossenen Verkaufssystem an die großen Schleifereien veräußern. Obwohl hier immer noch ein AngebotsOligopol vorherrscht, haben sich in den letzten 10 Jahren große Veränderungen ergeben. War de Beers noch in früheren Zeiten mit einem Markanteil von 80 % absolut beherrschend, so ist bei steigenden Fördermengen die Bedeutung auf 35 % eingedampft. Als größter Anbieter von Rohdiamanten gilt heute Russland mit seinem Minenkonzern Alrosa, der sich mit vier weiteren Gesellschaften in Kanada und Australien zwei Drittel der Weltförderung teilen. Auch bei den Schleifereien hat sich in den letzten 20 Jahren eine Wachablösung vollzogen: Man kann heute davon ausgehen, das von 10 geschliffenen


Diamanten

Diamanten bereits 8 durch indische Hände gehen, wo ca. 600.000 Diamantschleifer einen hochkarätigen Job verrichten. Auf der Nachfrageseite ist es die schmuckverarbeitende Industrie und der Juweliereinzelhandel, der die geschliffenen Diamanten in den Konsumkreislauf einspeist. Hier führt immer noch die USA mit einem Weltmarktanteil von knapp 40 % die Nachfrage an. Japan ist mit ca. 10 % einer der größten nationalen Abnehmer, während Europa nur eine untergeordnete Rolle spielt (Weltmarktanteil Deutschland < 1 %). Neben der stabilen amerikanischen Nachfrage sind es vor allem die asiatischen Länder – allen voran China und Indien – die traditionell eine hohe Affinität zu Juwelen haben. Für China wird in den nächsten 10 Jahren prognostiziert, dass dort bis zu 25 % des Diamantschmuckes abgesetzt werden. Aktuell geht man für das Jahr 2014 von einem Umsatzwachstum von bis zu 4,5 % aus. Die Förderung von Rohdiamanten wird seriösen Studien zufolge bereits ab 2017 nicht mehr mit der weltweiten Nachfrage nach Schmuckdiamanten Schritt halten können. In den letzten 20 Jahren sind keine großen Vorkommen mehr gefunden worden und neue nennenswerte Explorationen sind nicht in Sicht. Das wird auf das Jahr 2020 projiziert zu einer Angebotslücke führen, die zwangsläufig mit steigen-

den Preisen einhergehen wird. Seit dem Krisenjahr 2008 sind es vermehrt auch Investoren, die sich in der AssetKlasse Diamanten engagieren. Auch wenn der Anteil an Diamantinvestments an der Gesamtnachfrage noch weniger als 10 % ausmacht, kann heute schon ein erheblicher Einfluss auf die Preisgestaltung bei einschlägigen Anlagequalitäten und Diamantgrößen zur Wertanlage festgestellt werden. Die unerwartet hohen Ergebnisse für große Diamanten bei Sotheby und

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Christie’s bestätigen die Bedeutung von Anlage motivierten Käufen und den unübersehbaren Aufwärtstrend der Preise. Wer in Diamanten investiert sucht Sicherheit. Diamanten können diese Sicherheit leisten, wenn einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sind: Um eine fundierte Anlageentscheidung treffen zu können, bedarf es seitens des Anlegers einiger Grundkenntnisse, die ihm in einer kompetenten Beratung zu vermitteln sind. Anbieter sollten über eine langjährige Expertise verfügen, die es ihnen aufgrund Ihrer Erfahrung ermöglicht, in Abhängigkeit von Anlageziel, Anlagezeitraum und Höhe des Budgets ein maßgeschneidertes Diamantportfolio zusammen zu stellen. Dabei gilt es, auch Transparenz über die Nuancen des Diamantangebotes zu schaffen, um Fehleinschätzungen zu vermeiden, die auf den Wert des Diamanten erhebliche Auswirkungen haben können. Für private und institutionelle Anleger ist es wichtig, dass Diamanten nah an der Quelle beschafft werden, das heißt direkt von den international führenden Börsen in Antwerpen, Hong Kong, Mumbai, New York und Tel Aviv. Sind Diamanten erst einmal in den Schmuckkreislauf mit den dort notwendigen Aufschlagskalkulationen gelangt, sind sie als rentable Wertanlage verbrannt. Damit der Kauf von Diamanten bei einer späteren Liquidation nicht eine Einbahnstraße ist, sollte bei der Auswahl der Anbieter für Diamanten darauf geachtet werden, dass die direkten Marktzugänge für einen Wiederverkauf zu marktü b l i c h e n Börsenpreisen gewährleistet sind. Wie fast alle Rohstoffe und viele Edelmetalle ist der Erwerb von Diamanten mehrwertsteuerpflichtig. Daher sollten die Angebote zur mehrwertsteuerfreien Lagerung in den entsprechenden Zollfreilagern mit Hochsicherheitsbereichen in der Schweiz, Singapur – jetzt aber auch in Deutschland – sorgfältig geprüft werden. Dr. Ulrich Freiesleben ist Mitbegründer und Geschäftsführer von DIAMONDSTOXX


Edelmetalle Kommentar

Aus Verschwörungstheorie wird Realität Goldpreismanipulation

Der Goldpreis wurde manipuliert. Die britische Großbank Barclays muss 32 Mio. Euro Strafe zahlen. Von Marco Dobe

Stuart Bannocks - Lewisham http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Polizisten wärend Aufständen 2011 vor einer Barclays Filiale in Lewisham

Nun ist es endlich bestätigt. Der Goldpreis wurde manipuliert. Die britische Großbank Barclays muss 32 Mio. Euro Strafe zahlen. Natürlich ist es wieder ein einzelner Banker, der die Rübe hinhalten muss, der als alleiniger Täter vorgeführt wird. Aus Verschwörungstheorie wird Realität Diese Strafzahlung von Barclays ist Wasser auf alle Mühlen der sogenannten Verschwörungstheoretiker. Diese haben seit Jahren seltsame Kursbewegungen am

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Goldmarkt festgestellt, die auf Manipulation hindeuten. Bis zuletzt hat das Establishment mit aller Macht abgestritten, das an den Vorwürfen nichts dran sein könne. Dabei gebietet schon der gesunde Menschenverstand, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kursmanipulation sehr realistisch war. Schließlich sind die Banken schon zu erheblich größeren Strafzahlungen verdonnert worden, weil sie an wesentlich größeren Märkten manipulativ eingegriffen haben. Wie konnte man also felsenfest behaupten, dass ausgerechnet am Gold-

markt alles mit rechten Dingen zuging? Schließlich geht es beim Gold nicht nur darum, Preisbewegungen für sich zu nutzen. Gold wird als „Fieberthermometer des Finanzsystems“ bezeichnet. Ein wieder Entdecken des Goldes als Wertaufbewahrungsmittel ist sicher nicht im Interesse der Finanzindustrie. Und weil steigenden Preise Interesse auf sich ziehen und damit weiter steigende Preise hervorrufen, muss das Fieberthermometer regelmäßig gekühlt werden, damit die Temperatur, sprich der Goldpreis, sich nicht so frei entfalten kann,


wie er es ohne Kühlung (Markteingriffe) tun würde. „Happy hour“ Trotz der manipulativen Preispflege ist Gold in den letzten 12 Jahren von ca. 300 USD auf aktuell ca. 1.300 USD angestiegen. In den letzten drei Jahren, vor allem im Jahre 2013, hat man das Vertrauen in Gold massiv beschädigt, allerdings nur im westlichen Wirtschaftsraum. Der Osten, vor allem die Asiaten China und Indien, nehmen den Rabatt mit Kusshand und kaufen Gold wie nie zuvor. Sie kaufen gutes, reales Geld, mit schlechtem, ohne inneren Wert geschaffenen, Geld. Sie waren sicher schon mal an einem Samstagabend unterwegs um einen Cocktail zu trinken. Für gewöhnlich kommen die meisten Gäste zu späterer Stunde. So eine Cocktailbar öffnet allerdings schon am frühen Abend. Und was macht der Barbesitzer? Er bietet die Cocktails zu vergünstigten Preisen an, für einen bestimmten Zeitraum.

Die Asiaten nutzen die „Happy hour“ und kaufen alles Gold, was sie nur bekommen können (...)

Sie kennen diese Zeit unter der Bezeichnung „Happy hour“. Am Goldmarkt ist gerade „Happy Our“. Die Asiaten nutzen die „Happy hour“ und kaufen alles Gold, was

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sie nur bekommen können, während die westlichen Sparer in Zinsanlagen breit gemacht haben, die man gar nicht mehr als Zinsanlagen bezeichnen kann, weil es fast keine Zinsen mehr gibt. Im Verhältnis wozu? Im Westen halten viele Marktteilnehmer Gold auch bei 1.300 USD je Feinunze für zu teuer. Die Frage ist doch immer: Im Verhältnis zu was? Inflationsbereinigt, offizielle Inflation, müsste Gold das Preisniveau von 2.700 USD erreichen. Erst dann wird das alte Hoch aus dem Jahre 1980 mit 850 USD egalisiert. Da dies nicht von heute auf morgen passiert und die Inflation sich auch in Zukunft zeigen wird, sollten 2.700 USD als Mindestpreisziel angenommen werden. Wir können uns Vieles nicht vorstellen. Das können Sie sich nicht vorstellen? Sicher, verstehen kann ich Ihre Einschätzung. Wer konnte sich schon vorstellen, dass Gold von 300 auf 1.900 USD steigt? Wer konnte sich vorstellen, dass der DAX von 2000 bis 2003 von 8.000 auf 2.200 Punkte abstürzt? Wer hielt es 1976 für möglich, dass Gold von 100 auf 850 USD explodieren würde? Wer kann sich heute vorstellen, dass der DAX mal wieder richtig unter die Räder kommt? Geld wird doch genug gedruckt, oder? Wer konnte sich vorstellen, dass auf Sparguthaben fast keine Zinsen mehr gezahlt werden? Wir orientieren uns an der jüngsten Vergangenheit und projizieren diese Erfahrungen

die Zukunft. Das ist menschlich, kostet aber viel Geld.


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Expertenkompakt GmbH vermittelt Erfolgsstrategien zum nachhaltigen Vermögensaufbau

Erfolgreiche strategische Finanzkonzepte bestehen meistens aus mehreren Puzzleteilen, die wiederum richtig zusammengesetzt ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Expertenkontakt GmbH ist ein vierköpfiges Team aus Finanzexperten und Beratern, das im Juni und Juli 2014 auf Deutschlandreise geht, um interessierten Anlegern, Steuerberatern, Unternehmern, Vermittlern, Managern oder Führungskräften eine andere Sicht und einen kompakteren Einblick zu den elementaren Fragen verschiedener Finanzstrategien bietet. Durch die verschiedenen Betrachtungsweisen und Blickwinkel verstehen die Teilnehmer das gesamte Bild besser und lernen die komplexen Zusammenhänge einfacher zu verstehen. Die einzelnen Bestandteile der Vorträge sind Machbarkeits-, Immobilien, Steuer- und Stiftungsstrategien.

Machbarkeitsstrategien – Lebensinvestor werden Wer bereits über kostbares Fachwissen verfügt, um die eigene Vermögensund Lebensstrategie wirksamer zu gestalten, der findet sich mit vielen wert-

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vollen und richtigen Ideen konfrontiert. Die Umsetzung scheint dabei ganz klar und dennoch beginnt das große Zögern und Zaudern. Zweifel kommen auf und letztlich fehlt am Ende doch das „gewisse Etwas“, um aus diesen Ideen auch eine lukrative und machbare Realität werden zu lassen. Zweifel und Zögern entstehen aus einer Unsicherheit heraus, die es bei sorgfältiger, abgewogener und umsichtiger Planung nicht mehr gibt. Der Experte Dr. Hans-Jürgen Uth zeigt in seinen Vorträgen auf, wie aus Ideen starke und erfolgreiche Gesamtkonzepte und Machbarkeitsstrategien werden. Vermittelt werden vor allem neue Kenntnisse von handhabbaren Techniken zur Entscheidungsfindung, Controlling-Denken, Lösungssteuerungsmodelle oder die Förderung von visionärem Denken.

Immobilien – Kontrolle behalten und starke Renditen sichern Immobilien sind in Deutschland nach wie vor ein beliebtes Investment. Die Entwicklung in diesem Bereich verstärkt diesen Eindruck bereits seit

50 % aller Vermögenswerte der Deutschen bestehen aus Immobilien. Davon machen aber lediglich nur 20 % Gewinn. mehreren Jahren. 50 % aller Vermögenswerte der Deutschen bestehen aus Immobilien. Davon machen aber lediglich nur 20 % Gewinn. Der Immobilienexperte Jörg Winterlich zeigt Hintergrundwissen über typische Denk- und Verhaltensweisen auf, die erfolgreichen Investitionsplänen bis-


Das Expertenteam: (v.l.) Thorsten Klinker, Dr. Hans-Jürgen Uth, Jörg Winterlich, Johann C. Köber

lang eher hinderlich im Weg standen und zeigt Lösungen auf, aus diesen Fehlern zu lernen. In seinen Vorträgen stehen wertvolle Handlungsalternativen und unbekannte Gestaltungsmöglichkeiten zu Steuern und Firmenkonstrukten sowie Entwicklungspotenziale zur Ertragssteigerung im Mittelpunkt. Mit dem Blick von oben werden Zusammenhänge und Einflüsse auf Immobilieninvestments klar und deutlich herausgearbeitet und erläutert. Immobilien-Investments sind die Basis für langanhaltende passive Einkommen. Wichtig ist es, stets die Kontrolle über die Investments zu behalten und dabei echte Steuervorteile zu erzielen.

Steuern sparen – die richtige Strategie entscheidet Es gilt das Vermögen zu mehren und zu schützen! Nur wer völlig legal wenig Steuern zahlt, ist in der Lage, ein größeres Vermögen aufzubauen. Die meisten Menschen arbeiten heute überwiegend für das Finanzamt – mehr als 50 % allein direkte Steuerbelastung ist normal. Bei einem einzigen „Geld-

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kreislauf“ gehen heute insgesamt rund 70 % an Steuern, Abgaben und sonstigen Gebühren weg, d.h. 30 % bleiben real übrig. Die meisten Menschen werden vom deutschen Steuersystem bestraft – beziehungsweise sie lassen sich bestrafen. Der Steuerexperte Johann C. Körber zeigt Möglichkeiten und Chancen auf, dieses Blatt zu wenden und zu einem eigenen Vorteil zu gestalten. Der Ansatz folgt der Maxime 15 – 20 % Steuersatz in der Zukunft statt 40 – 45 % bisher.

Termine Deutschlandtour 23. Juni 2014 in Köln um 14 Uhr 24. Juni 2014 in Hamburg um 14 Uhr 25. Juni 2014 in Berlin um 14 Uhr 7. Juli 2014 in Frankfurt um 10 Uhr

Stiftungsstrategien – Lösungen nicht nur für Konzerne Wie keine andere Rechtsform eignet sich die Stiftung dazu, Erträge steueroptimiert zu erwirtschaften, Vermögen unantastbar zu schützen, die eigene Familie zu versorgen und Werte langfristig zu sichern. Dabei ist es unerheblich, ob es sich beispielsweise um Immobilien, Beteiligungen, Patente oder Barvermögen handelt. Der Stiftungsexperte Thorsten Klinkner zeigt auf, welche Chancen in der Gründung einer Stiftung liegen.

8. Juli 2014 in Stuttgart um 10 Uhr 9. Juli 2014 in München um 10 Uhr

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Anzeichen für steigende Inflation Marktkommentar

Früher war die Inflation ein Gespenst. Manche sagen, heute gleiche sie einem Zombie, weil sie zumindest im Euro-Raum längst tot sei. Und vor allem Regierungen und Notenbanken sprechen eher von Deflationsrisiken. Doch viele Anzeichen deuten darauf hin, dass spätestens 2015/2016 mit Teuerungsraten von weit über drei Prozent zu rechnen ist. Und das dürfte noch eine optimistische Annahme sein. Von Michael Brückner

Hans-Peter Reichartz / pixelio.de

Wurden die jahrzehntelang gültigen Gesetze der Ökonomie auf den Kopf gestellt? Ist Mario Draghi am Ende ein Voodoo-Heiler? Viele reiben sich verdutzt die Augen: Geld ist so billig wie nie, die Notenbanken haben einen Liquiditäts-Tsunami ausgelöst, mit unvorstellbaren Milliardensummen wurden und werden die Euro-Krisenstaaten unterstützt – aber die offizielle Inflationsrate ist aktuell so gering wie seit Jahren nicht mehr. Eine sprunghaft gestiegene Geldmenge, dazu nach wie vor hohe Schuldenberge in den südlichen EU-Staaten und in zunehmendem Maße auch in

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Frankreich, aber die Teuerungsrate bleibt verdächtig niedrig. Manche Ökonomen haben mittlerweile schon in den Deflationsmodus umgeschaltet. Frankreichs neuer Regierungschef Manuel Valls ließ bereits verlauten, er werde Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) ausüben, um die Geldpolitik weiter zu lockern und damit eine Deflation abzuwenden. Deflation oder Inflation, worauf haben sich die Europäer einzustellen? Einmal ganz abgesehen von der Tatsache, dass diese Alternative anmutet wie die Wahl

zwischen Skylla und Charybdis, lässt sich diese Frage recht einfach beantworten: Es gibt tatsächlich sowohl deflationäre als auch inflationäre Tendenzen im Euroraum. Deflation ist in Griechenland und – wenngleich in abgeschwächter Form – in Spanien und Portugal auszumachen. In Staaten wie Deutschland, Österreich und Luxemburg liegen die offiziellen Teuerungsraten aber über einem Prozent. Von einer drohenden Deflation kann daher zumindest in diesen Ländern keine Rede sein. Im Gegenteil, die Anzeichen mehren sich,


Marktkommentar

dass die Inflation in Fahrt kommt. Der Bürger spürt es zunehmend im eigenen Portemonnaie. Ohnehin schon auf einem hohen Niveau, sind die Mieten in vielen deutschen Städten seit Jahresbeginn regelrecht explodiert. Im Schnitt stiegen die Mieten nach einer Recherche des Internetportals Immosout24 im ersten Quartal um rund drei Prozent. Das entspricht normalerweise der durchschnittlichen Jahressteigerung. Besorgte Bürger wurden bisher regelmäßig mit dem Hinweis ruhig gestellt, der drastische Mietanstieg beschränke sich auf Großstädte wie Berlin, Hamburg und München. Doch die Tatsachen sehen wieder einmal anders aus: Auch in den mittelgroßen Städten müssen Mieter immer tiefer in die Tasche greifen. In Trier, Regensburg und Jena zum Beispiel erhöhten sich die Preise für’s Wohnen im ersten Quartal sogar überdurchschnittlich um vier Prozent. In den zurückliegenden fünf Jahren stiegen die Mieten in Deutschland um bis zu 56 Prozent. Spitzenreiter ist Berlin, wo der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 5,64 Euro im ersten Quartal 2009 auf 8,80 Euro im ersten Quartal dieses Jahres hochschnellte. Auch in Augsburg, Bremen, Kassel und Kiel legten die Mieten in diesem Zeitraum um mehr als die Hälfte zu. Preissteigerungen allenthalben: Im April schlugen Dienstleister im Schnitt um 2,3 Prozent auf, Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,3 Prozent. Auch die Preise für Rohstoffe ziehen an: Der CRB Rohstoffindex stieg seit Jahresanfang um etwa zehn Prozent und brach damit den seit 2011 zu verzeichnenden Abwärtstrend. Steigende Rohstoffpreise kommen früher oder später auch beim privaten Verbraucher an. Nicht zuletzt bergen die Tarifabschlüsse Inflations-Potenzial. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) rechnet für 2014 mit durchschnittlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,6 Prozent. Andere Ökonomen gehen eher von drei Prozent aus – und blicken mit einer gewissen Sorge ins nächste Jahr, wenn für 80 Prozent der Beschäftigten neue Tarife ausgehandelt werden müssen. Bleibt die Frage, weshalb die Teuerungsrate in Deutschland immer noch vergleichsweise gering erscheint, wenngleich sie im April auf 1,3 Prozent gestiegen ist. Im Vormonat hatte sie – wenn man den offiziellen Zahlen Glauben schenkt – noch bei einem Prozent gelegen.

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Doch unabhängig davon, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang diese Zahlen manipuliert sein könnten, wirken derzeit noch zahlreiche Sonderfaktoren, denen die niedrige Teuerungsrate geschuldet ist. Die Inflation ist keineswegs besiegt. Denn zum einen wäre die Preissteigerungsrate im April wohl noch höher ausgefallen, wenn nicht der milde Winter die Energiepreise gedrückt hätte. Kraftstoffe und Hausenergie waren im vergangenen Monat 1,3 Prozent günstiger als im Jahr zuvor. Zum anderen ist der im Augenblick noch geschlossene Liquiditätskreislauf die wirksamste Inflationsbremse. Während die von der EZB den Geschäftsbanken zur Verfügung gestellte Geldmenge allein von 2011 bis 2012 um über 20 Prozent expandierte, kamen außerhalb des Bankensystems nur 3,5 Prozent an. Das heißt, nur ein kleiner Teil dieser ausgeweiteten Geldmenge erreichte die Realwirtschaft. Das ist unter anderem auf die strengeren Bedingungen bei der Kreditvergabe der Banken im Zusammenhang mit den Basel-III-Bestimmungen zurückzuführen. Darüber hinaus haben viele Unternehmen - geschockt vom Ausmaß der Krise in den vergangenen Jahren – ihr Eigenkapitalpolster aufgestockt. Investitionen können diese Betriebe überwiegend aus eigenen Mitteln finanzieren. Dadurch sinkt die Kreditnachfrage. Zudem waren viele Unternehmen ungeachtet der von den Regierungen und Mainstreammedien verbreiteten Jubelstimmung bislang eher zurückhaltend mit Investitionen. Steigt die Investitionstätigkeit, so erhöht sich auch die Geldnachfrage, denn die Möglichkeit zur Selbstfinanzierung wird irgendwann weitgehend erschöpft sein. Zusammen mit weiter steigenden Löhnen und Gehältern könnte die Inflation in Fahrt kommen. Schon im nächsten Jahr rechnet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) mit einer Teuerungsrate von 2,5 Prozent, auf mittlere Sicht sogar mit über drei Prozent. Die Inflation ist kein Zombie, sondern eine real existierende Gefahr für Sparer und Anleger. So mancher, der in den vergangenen Monaten Goldmünzen und –barren verkaufte, weil er auf die offizielle Propaganda hereingefallen ist, dürfte sich spätestens im nächsten Jahr ärgern. Michael Brückner ist bekannter Sachwertexperte, Buchautor, betreibt u.a. das Journal Kapitalanlage-Sachwerte.de und schreibt für Medien wie Welt am Sonntag.


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Schatzsuche für Finanzprofis mit dem Money Professional Training Wer sich heute langfristig und nachhaltig ein solides Vermögen aufbauen möchte, der sieht sich mit einem sehr breiten Angebot konfrontiert, das auf den ersten Blick wie ein großer und undurchsichtiger Finanzdschungel wirkt. Niemand möchte sich aber eingestehen, wenig oder sogar keine Ahnung zu haben – man möchte mitreden können. Jeder fühlt sich aufgrund aktueller globaler Entwicklungen oft dazu genötigt, zu handeln und zu reagieren. Beispiele gibt es genug: Weltwirtschaftskrisen, Inflation, Immobilienboom, Berichterstattung in den Medien, Goldpreise und noch vieles mehr. Genau hier beginnt das Problem, das viele Menschen nicht lösen können oder überhastet angehen. Das Money Professional Training (MPT), ein viertägiges Intensivseminar für Fragen rund um den soliden Vermögensaufbau, setzt genau an diesen Punkten an und zeigt auf, wie Anleger langfristig ein Vermögen aufbauen und dieses im Ernstfall auch schützen können. Wissen ist Macht: die häufigsten Fehler der Anleger Wie bereits erwähnt, reagieren die meisten Anleger zu hastig. Sie stellen keine kritischen Nachfragen an den Finanzberater. Der Berater sollte beispielsweise intensiv befragt werden, wie viel Vermögen er sich in den letzten Jahren aufgebaut hat. Damit ergeben sich bereits erste prüfbare Messzahlen seines Erfolgs und folglich seiner gesamten Beratungskompetenz. Darüber hinaus ist leider festzustellen,

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dass das Allgemein- oder Hintergrundwissen bezüglich der internationalen Verflechtungen der Wirtschafts- und Geldpolitik bei den meisten Menschen nur sehr mangelhaft vorhanden ist. Jeder muss sich im Vorfeld ausreichend Zeit nehmen und sich intensiv über die Zusammenhänge der gewünschten Investition im Klaren sein. Das viertägige Seminar MPT ist dabei ein Weg, sich umfassend über die verschiedenen Einflüsse und Faktoren der Finanzwelt zu informieren und danach langfristig die richtigen Entscheidungen treffen zu können, die beim Aufbau eines soliden Vermögens hilfreich und nötig sind.

Kerninhalte MPT: gut gerüstet für den langfristigen Vermögensaufbau Die Hubschrauber-Perspektive Mehr Weitblick An erster Stelle steht der Gesamtüberblick – die so genannte HubschrauberPerspektive – über die globalen Verflechtungen und finanzpolitischen Entwicklungen. Welche Spieler sind auf dem Feld und welche Stärken und Schwächen haben diese? Aus einem Hubschrauber-Cockpit heraus lassen sich Tendenzen viel besser analysieren und hinterfragen, als wenn man auf dem Boden steht und dazu auch noch einen dichten Wald vor sich hat, der die Sicht auf das Dahinterliegende versperrt. Nur wer die Geschichte des Geldes und die großen Zusammenhänge in der Geld-Welt versteht, kann

die täglichen Nachrichten richtig werten und die für sich passenden Entscheidungen treffen. Das Hurrikan-Paket – Sicher im Sturm Ein weiteres Element des Seminars ist die Absicherung und der Schutz des Vermögens. Wir wissen jedes Jahr, dass es Hurrikans geben wird. Wir wissen aber nicht genau, woher sie kommen und wie stark sie sein werden. Eine ähnliche Analogie lässt sich auf den Finanzmarkt übertragen. Finanzstürme kommen und gehen, wir wissen nicht wann, wo und vor allem, wer sie auslösen wird! Aber wir wissen, dass sie kommen. Hier gilt es also einen Reservefallschirm, ein so genanntes Hurrikan-Paket, immer in der Hinterhand zu haben, um bei Krisen immer handlungsfähig zu bleiben und das eigene Vermögen maximal schützen zu können. Agitation statt bloßer Reaktion in Krisenzeiten ist das beste Werkzeug, um sein Schiff wieder in sichere Gewässer zu bringen, während rundherum noch der Sturm, der eben beschriebene Hurrikan, tobt. Strukturen schaffen – Steuern sparen Ein dritter Baustein des Seminars MPT nimmt den Teilnehmer mit auf eine strukturelle Reise. Fragen des richtigen Firmenkonstrukts, Steuerersparnisse und die Vermittlung von strategischen Analyse-Tools stehen hier im Mittelpunkt. Deutschland ist ein teures Land mit hohen Steuern, das ist unbestritten richtig. Allerdings muss der Ein-


Der Anleger wird mit dem Seminar MPT wirkungsvoll auf die wichtigen Finanzentscheidungen seines Lebens vorbereitet.

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zelne hier ebenfalls erneut tief in das System eintauchen, um für sich den maximalen Erfolg und den besten Weg ausfindig zu machen. Wer die Steuergesetze, ihre Philosophie und Wirkungsweise versteht und diese dann mit dem richtigen Steuerstrategen umsetzt, bekommt ein ganz anderes Bild. 30-Jahre-Strategie – Erfolg ist planbar Vermögensaufbau ist eine langfristige und nachhaltige Aufgabe, fast schon ein komplettes Lebenswerk. Viele Menschen haben bereits für eine gute Grundlage gesorgt und verfügen beispielsweise über gute Firmenstrukturen oder Investments. Im Seminar MPT werden die verschiedenen Bausteine langfristig in ein ertragreiches und erfolgreiches Gesamtkonzept zusammengeführt. Wichtig ist es dabei,

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seinen eigenen und individuell passenden Mikrokosmos zu kreieren, um sich die Bälle selber zuwerfen zu können. Erkenntnisgewinn Der Anleger wird mit dem Seminar MPT wirkungsvoll auf die wichtigen Finanzentscheidungen seines Lebens vorbereitet. Er erkennt Zusammenhänge besser, kann Gefahren frühzeitig wittern und weiß, welche Möglichkeiten er hat und welche Fragen er stellen muss. Dieser Erkenntnisgewinn spart nicht nur Zeit sondern auch bares Geld. Unter www.immobilien-investment-training.de gibt es mehr Informationen und die Möglichkeit, sich direkt für das nächste MPT-Seminar vom 02. – 05. Juli 2014 in Dresden anmelden zu können.

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Nachrangdarlehen – Der Countdown läuft! Kommentar

Ein Kommentar von Thomas Hennings, Sachwert-Makler und Makroökonom

Nein, es geht nicht um Schlussverkauf, es geht um die sachliche Betrachtung der seit wenigen Jahren bzw. Monaten aufkommenden „Produktgattung“ am Finanzanlagemarkt, das Nachrangdarlehen. Wenn man nun das Nachrangdarlehen in zwei Wörtern trennt, so erhält man bereits einen ersten Eindruck, „Nachrang“ und „Darlehen“. Zwei Begrifflichkeiten, die man in diesem Zusammenhang näher kennen sollte.

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welt“ anzugehen. In Fachkreisen steht fest, dass die Regulierung im Bereich Nachrangdarlehen ansteht und das noch im laufenden Jahr.

Warum sind diese Finanzierungsformen mittlerweile wie „Pilze“ aus dem Boden geschossen? Die gesetzliche Regulierung von offenen und geschlossenen Fonds, sowie Vermögensanlagen bewirken seit Anfang 2013 die größte Veränderungswelle in der Finanzberatungsbranche. Tausende von Beratern scheuen aus unterschiedlichen Gründen die Regulierungshürden (§34f Gewerbeordnung) und gehen den Weg des geringeren Widerstandes. Somit war die Welt für die große Verbreitung von Nachrangdarlehen in jeglicher Couleur (z.B. Immobilien, erneuer-

Was heißt das für Anleger und Finanzberater? Unternehmen, die sich über Nachrangdarlehen refinanzieren werden ab dem Zeitpunkt der Regulierung bzw. Einschreitens der Politik keine oder nur noch eine verschwindend geringe Anzahl an Vertriebspartnern haben! Somit werden die ursprünglichen Investitionsvolumen für die jeweiligen bereits laufenden Projekte (Immobilien, erneuerbare Energien usw.) nicht mehr realisierbar sein, es kommt kein weiteres neues Kapital ins Unternehmen. Es drohen Insolvenzen, da laufende Zahlun-

Schild vor dem BaFin Gebäude

bare Energien usw.) geboren. Der Anleger wünscht sich oftmals kurze, überschaubare Laufzeiten, interessante und aktuelle Investitionen (Sachwerte werden hier gerne genannt), sowie hohe laufende und Schlussverzinsungen. Der deutsche Anleger schaut immer noch gerne auf Zinsen, dass der Zins die Wurzel allen Übels ist, dank Hochfinanz und Verschuldungsarien, sei hier nur beiläufig erwähnt. Die Politik steht mittlerweile im Fokus der Bürger und Sparer, begründet durch die vielen Unternehmensinsolvenzen an den Kapitalmärkten, sowie kriminelle Veruntreuungen u.v.m. Es geht halt auch um Wählerstimmen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist mittlerweile beauftragt massiv gegen die neue bisher unregulierte „Nachrangdarlehens-

Kai Hartmann Photography / BaFin

Ein Nachrangdarlehen ist MezzanineKapital (Sammelbegriff für Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen), welches dem klassischen Kredit sehr nahe kommt. Sehr wesentlich dabei ist, dass beim Nachrangdarlehen gegenüber dem bekannten klassischen Darlehensvertrag, der „Darlehensgeber“ einen Rangrücktritt im Hinblick auf seine Forderung aus dem Darlehen erklärt. Dieser Rangrücktritt bewirkt, dass der Darlehensgeber bei Insolvenz des Unternehmens, in dem er investiert hat, mit seinen Forderungen hinter die Forderungen von Dritten, sprich Gläubigern aus vorhanden erstrangigen Darlehen zurücktritt. Im Falle einer Insolvenz wird der Anleger eines Nachrangdarlehens also erst nach Befriedigung aller anderen Personen, Institutionen oder Sozialversicherungsträgern usw. vom i.d.R. „kläglichen“ Rest bedient. In der Bilanz wird das Darlehen trotz des genannten Rangrücktritts weiterhin als Fremdkapital ausgewiesen. Nachrangdarlehen sind i.d.R. nicht besichert und haben daher im direkten Vergleich zum klassischen Kredit ein höheres Ausfallrisiko für den Darlehensgeber. Diese Risiken werden durch eine erhöhte Verzinsung für den Kapitalgeber entschädigt. So weit bisher. Also das Nachrangdarlehen beinhaltet das Totalverlustrisiko, dem ge-

genüber steht die höhere Verzinsung für den Anleger und häufig relativ kurze bis mittelfristige Laufzeiten (oftmals von 3-10 Jahre).

gen an beauftragte Firmen und Anleger nicht mehr möglich sind. Sehr viele Anleger werden ihr Erspartes verlieren, die Finanzberater bzw. Vermittler werden zwangsläufig in Regress von ihren Anlegern genommen. Ein Berufshaftpflichtversicherungsschutz ist ebenfalls nicht vorhanden, da Nachrangdarlehen aus Sicht des Finanzberaters nicht versicherbar sind. Somit springt kein Dritter für die möglichen finanziellen Verluste ein. Ob Anleger oder Finanzberater, Nachrangdarlehen waren in der Vergangenheit ein sehr exklusives Finanzierungsinstrument und definitiv nur für wenige Personen geeignet. Seit es zu einem Massenprodukt (weil unreguliert) mutiert es, wird dieser Bereich verschärft beäugt. Der Countdown zur Regulierung läuft.


Hochwertiges Teakholz –

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Zukunftsstandort Lateinamerika

Teakholz wird auf allen fünf Kontinenten angebaut. Für den Standort Lateinamerika spricht nicht nur ein an europäische Standards angelehnter Rechts- und Sprachraum. Der Edelholzproduzent Life Forestry zeigt, warum Länder wie Costa Rica und Ecuador auch in Zukunft für Investitionen in Teakholz die erste Wahl darstellen. Von Lambert Liesenberg

Grund 1: Vorsprung vor den Tigerstaaten Kommerzielle Teakplantagen in Lateinamerika expandieren schneller and in größerem Umfang als in anderen Regionen der Welt. „Der Sub-Kontinent hat das Potenzial, zur führenden Quelle für kommerzielles Teakholz zu avancieren“, sagt Raymond M. Keogh, ein weltweit führender Teakholzspezialist mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in 15 tropischen Ländern. Diese Dynamik bestätigen auch die Geschäftsführer von Life Forestry Costa Rica und Life Forestry Ecuador, beides Unternehmen im Verbund der Life Forestry Group, zu der unter anderem auch die Life Forestry Switzerland AG gehört. Seit 2003 produziert unser Unternehmen FSC®-zertifiziertes Teakholz der höchsten Plantagenqualitätsstufe und ist damit ein Prototyp für Teakholzanbau „Latin Style“: Kleine Plantagen, die Teakholz in hoher Qualität mit Hilfe von privaten Investoren finanzieren, während die asiatischen Produzenten häufig noch in staatlicher Hand sind. Die dortigen Plantagenbetreiber reagieren nur schleppend auf die hohe, durch das schwindende Angebot von Naturteak ausgelöste Nachfrage nach Plantagenteak. Grund 2: Lateinamerika bietet Chancen für Waldanleger, auch für private Das Bewusstsein für Holz als erneuerbarer Rohstoff und attraktives Exportgut wächst in Lateinamerika stetig und ist deutlich stärker ausgeprägt als in den gigantischen Volkswirtschaften Chinas und Indiens, die noch nicht einmal über eine flächendeckende Stromversorgung verfügen. Der Teakbaum wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Lateinamerika angebaut, als koloniale (britische, französische und deutsche) Forstdienste Versuchsflächen etablierten. Seit den 80er Jahren haben Pionierstaaten wie Costa Rica sich auch privaten Investoren geöffnet. Anders als in China, Thailand oder Indien, wo neben dem Staat fast ausschließlich institutionelle

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Investoren am Ball sind. Life Forestry bietet seinen Kunden den Einstieg über Direktinvestments, sodass Anleger Eigentum an Teakbeständen erwerben und direkt am Wachstum der Bäume partizipieren. Grund 3: Zugang zu Fachwissen und Experten Lateinamerika bietet zwei entscheidende Grundpfeiler für erfolgreiche Teakholzinvestments: Langjähriges Fachwissen und Zugang zu qualifizierten Forstwirten. Zu den wichtigsten Brückenköpfen der Teakholzforschung zählt das international renommierte CATIE Institut mit Sitz in Costa Rica. Erst 2013 hat CATIE elf Fallstudien untersucht, die sich mit der Rentabilität von Teakholzplantagen in Lateinamerika befassen. Laut dieser Untersuchung können Teakholzplantagen in Lateinamerika einen Ertrag von bis zu 450 Kubikmeter pro Hektar erbringen, mit einem Durchschnitt von 295 Kubikmetern pro Hektar. Um solche Holzmengen in hoher Qualität zu erzeugen, brauchen Unternehmen die Unterstützung von hoch qualifizierten

Teakholzexperten und CATIE-Fachautor Dr. Diego Perez

Fachkräften aus dem Anbauland, die effizient mit Waldarbeitern, Behörden und Handelspartnern zusammen arbeiten können. Life Forestry konnte für das Management seiner Plantagen zwei international renommierte Fachkräfte mit spanischdeutscher Sprachkompetenz gewinnen:

den internationalen Teakholzexperten und CATIE-Fachautor Dr. Diego Perez in Costa Rica sowie den tropischen Forstwirtschaftsingenieur und Ecuador-Kenner Knut Radicke. Mit Costa Rica und Ecuador haben wir uns für zwei wachstumsstarke Länder Lateinamerikas entschieden, die beachtliche wirtschaftliche und soziale Entwicklungen nachweisen können: Costa Rica als „ÖkoRepublik“ und Vorbild für eine rentable und ökologische Forstwirtschaft und Ecuador als aufstrebendes Exportland, das seit Jahren konsequent in eine gesunde Infrastruktur und Bildung investiert. Für viele Kunden von Life Forestry hat sich die Wahl unserer Standorte schon jetzt bezahlt gemacht: 2014 haben wir die erste kommerzielle Ausforstung von FSC®-zertizifierten Teakbäumen aus eigenem Anbau durchgeführt und konnten schon einen Monat später die Erträge aus dem Verkauf der jungen Teakbäume reibungslos an unsere Kunden weiterreichen. Dass die Baumernte dabei unsere eigenen Wachstumsund Qualitätsziel deutlich übertroffen hat,

Forstwirtschaftsingenieur und Ecuador-Kenner Knut Radicke

spricht nicht nur für „harte“ Standortfaktoren wie Boden und Klima, sondern für das forstwirtschaftliche Können unserer Mitarbeiter. Der Autor Lambert Liesenberg ist Geschäftsführer der Life Forestry Group


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