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Edi t or i al

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Sac hwe r t s c hl ägt Ge l dwe r t !

Ger nemöc ht ei c hI hnens c honei nmalei npaarI ns i ght s ausderkommendenPr i nt aus gabeber i c ht en.Si ewi r dam 20.Mär zi ndi eL ädenundAppSt or eskommen.Abonnent en er hal t ens i eber ei t sei ni geTagez uv or . Si eL es enei nSt i f t er I nt er v i ew mi tRogerF eder er ,ei nI nt er v i ew mi tI nv es t or enl egendeJ i m Roger s ,ei nI nt er v i ew mi tF ol ker Hel l mey erz urL agedesMar kt es2014,ei nenGas t bei t r agv om F i nanz ex per t enDi r kMül l erundei nenAr t i kel ,womi ts i c h War r enBuf f et tz ul et z tunbel i ebtgemac hthat . Außer dem f r euenSi es i c haufAr t i kelundKomment ar e, war um di eneueF edChef i nYel l endasGol dv or anbr i ngt ,wi e derGol dmar ktmani pul i er twi r d,wi es i c hI mmobi l i eni nv es t or ens el bs tt äus c hen,wasdenRohs t of fKupf eri nt er es s ant mac htundv i el esv i el esmehr .F r euenSi es i c hdr auf ! Vi elVer gnügenbeiderL ekt ür e, I hrJ ul i enBac khaus

Di ene ueP r i nt a us ga be e r s c he i nta m 20.Mä r z J et z ts c honAbos i c her n I mpr es s um I SSN21971587 Chef r edakt eurJ ul i enD.Bac khaus Ex per t enbei r atThomasHenni ngs As s i s t enzEv aMar i aPl ac het ka Ver l agGL N4260268980001 Bac khausVer l ag Br emerSt r aße24,31608Mar kl ohe Tel ef on( 05022)891828 Tel ef ax( 05022)891374 EMai li nf o@bac khaus v er l ag. de Her aus geberJ ul i enD.Bac khaus

Ver t r i ebOnl i ne Gr at i s-Esbes t ehtkei nAns pr uc hauf r ec ht z ei t i geodergener el l eL i ef er ung F on05022891828, s er v i c e@s ac hwer t magaz i n. de Pr i nt aus gabe: Er häl t l i c hi m deut s c henHandel Ei nz el hef t v er kaufEUR3, 90i nkl .7% Mws t . J ahr es abonnementI nl andz . Z.EUR15, 00. Ser v i c e abo@s ac hwer t magaz i n. de

Al l eAut or ens i ndf ürdi eI nhal t es el bs tv er ant wor t l i c h.Si emüs s enni c htdi eMei nungder Redakt i onwi der s pi egel n.Al l eI nhal t es i ndUr heber r ec ht l i c hges c hüt z tunddür f enohne Genehmi gungdesVer l ageswederkopi er t noc hv er br ei t etwer den. I nt er v i ewsf ühr t enJ ul i enBac khaus

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Kommentar

Griechen nun reicher als Deutsche:

DJAMA FOTOLIA

Ist das Hilfspaket 2014 für Griechenland ein Geschenk an die reiche Verwandtschaft im Süden? Von Andreas Kappler Kappler ist Chefredaktuer von „The Intelligence“, wo dieser Beitrag ursprünglich erschien

Auch wenn es den Großkoalitionären und allen voran Finanzminister Schäuble höchst ungelegen kommt: Griechenland steckt nun bereits seit über sechs Jahren in der Rezession und braucht in absehbarer Zeit noch einmal ein milliardenschweres Hilfspaket gegen die Staatsverschuldung. Der Bedarf wird weitaus höher ausfallen als im vergangenen Jahr. Davon ging die Bundesbank bereits im Spätsommer 2013 aus. Zeitgleich kritisierte die Troika in Frankfurt am Main eine neuerliche Kredittranche und nannte sie den “politischen Zwängen geschuldet“. Als Anspielung auf die Bundesregierung wollte sie diese Anmerkung zwar nicht verstanden wissen, dennoch kommentierten die Experten die im Wahlkampf von den Politikern immer wieder herausgestrichenen “Fortschritte in Griechenland” mit äußerster Zurückhaltung. Man nehme “die zustimmende Haltung zur Kenntnis”, hieß es unterkühlt. Die Bundesbank schätzte die Risiken des

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Rettungsprogramms als “außergewöhnlich hoch” ein und dürfte mit dieser Prognose richtig liegen. Sie gab der Athener Regierung die Note “kaum zufriedenstellend” und äußerte massive Zweifel an den Fähigkeiten der politischen Führung, unerlässliche Reformen durchzusetzen und anzuschieben. Im vergangenen Juli erfolgte eine Überweisung in Höhe von 5,7 Milliarden Euro an Griechenland, “gespendet” vom Euro-Rettungsfonds und vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Schäuble reagierte verschnupft auf die Stellungnahme der Bundesbank, er hatte weitere Forderungen nach Krediten sowie einen Schuldenschnitt zuvor abgelehnt. Erst 2014 könne über weitere Hilfe geredet werden, hieß es damals. Für dieses Jahr erwartet die EU-Kommission, dass das Wirtschaftswachstum in Griechenland um 0,6 Prozent steigt. Im Mai 2013 hatten 27,6 Prozent der Griechen keinen Job, das entsprach einer doppelt so hohen Arbeitslo-

senquote wie in der übrigen Eurozone. Dort lag sie zeitgleich bei durchschnittlich 12,1 Prozent. Sind die Griechen trotzdem reicher als wir? Neue Zahlen sind im Umlauf: Angeblich benötigen die Griechen 10 bis 20 Milliarden Euro an weiteren Hilfszahlungen. Ungefähr ein Drittel davon würde auf Deutschland entfallen. Dabei sollen die Griechen fast doppelt so reich sein wie die Bevölkerung hierzulande. Das hat Christian Lindner, den Vorsitzenden der außerparlamentarischen FDP, dazu bewogen, eine Vermögensabgabe für reiche Griechen zu fordern. Wann das neue Hilfspaket auf die Reise geht, soll um die Jahresmitte entschieden werden. Bei einer Zusage wäre Deutschland mit bis zu sechs Milliarden dabei. Bitter für die Steuerzahler in unserem Land, die vor einigen Tagen in der Boulevardpresse lesen durften, dass ein griechischer


Griechische Rentner dürfen sich über rund 110 Prozent ihres Durchschnittslohnes freuen Haushalt im Durchschnitt über 101.900 Euro Vermögen verfügt. Diese Zahl soll die EZB im Jahr 2013 ermittelt haben. Bundesbürger erreichen nur einen durchschnittlichen Vermögenswert von 52.000 Euro. Wie kann das sein? Die Griechen zahlen geringere Steuern und Sozialabgaben. Bis vor drei Jahren lagen diese bei durchschnittlich 18,8 Prozent. Deutsche Arbeitnehmer hingegen werden mit 39,2 Prozent zur Kasse gebeten. Während griechische Sparzinsen mit 10 Prozent besteuert werden, schlagen diese bei uns mit 26,4 Prozent zu Buche. Auch der Immobilienbesitz ist in Griechenland bedeutend höher: Einer hiesigen Eigenheimquote von nicht einmal 50 Prozent steht eine von knapp 75 Prozent griechischer Wohnungs- und Hausbesitzer

gegenüber. Bei über 11 Millionen Einwohnern summiert sich das ganz ordentlich. Kaum vorstellbar, aber wahr: Die griechischen Rentner sind eindeutig besser gestellt als deutsche Ruheständler. Sie dürfen sich über rund 110 Prozent ihres Durchschnittslohnes freuen, während deutsche Rentner auf vergleichsweise magere 58 Prozent kommen. Voreilige Hilfszusagen der Bundesregierung an die Adresse Griechenlands hält Christian Lindner daher für unangebracht. Vielmehr plädiert der FDP-Chef für eine Vermögensabgabe, um wohlhabende Griechen für die Finanzierung mit heranzuziehen. Sollte Finanzminister Schäuble frühzeitig seine Zustimmung signalisieren, könnte sich dies auf dem Reformdruck in Athen negativ auswirken. Lindner appel-

Zeitenwende.

liert außerdem an die neue deutsche Regierung, sich für einen klare Kurs in Sachen Griechenland zu entscheiden. Steinmeier lobt Reformbereitschaft der Griechen SPD-Außenminister Steinmeier war kürzlich dadurch aufgefallen, die Griechen für ihre Reformbereitschaft zu loben und sie zu ermahnen, diese im Fokus zu behalten. Gleichzeitig ließ der deutsche Chefdiplomat durchblicken, dass mit deutscher Hilfe gegen die Staatsverschuldung weiterhin zu rechnen sei.

Quo Vadis Vorsorge? Das bequeme „Vertriebsmodell Vertrauen“ der Assekuranz hat sich überholt. Die Spreu trennt sich vom Weizen - bei Produkten, Versicherern und Vermittlern. Transparenz, Qualität und Fachkompetenz setzen künftig die Standards. Wer das nicht leistet, verliert! Starten Sie deshalb gleich Anfang 2014 mit dem VorsorgeFachForum und kommen Sie zur Standortbestimmung in der Zeitwende. Anmeldung und weitere Informationen unter: www.vorsorgefachforum.de

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Mit Edelholz Börsenstürze ausgleichen

Keine Angst vor Kursstürzen: Wer Edelholz im Portfolio hat, kann Schwankungen an den Börsen mit Gelassenheit begegnen. Investments in Wald gelten als Anlageklasse, die bei Marktschwankungen ausgleichend wirkt. Life Forestry informiert darüber, welche Waldinvestments besonders guten Schutz bieten. Für Waldinvestoren fing 2014 gut an: Während viele Inhaber von Aktiendepots schon am Jahresanfang starke Kursverluste hinnehmen mussten, können sich erstere über einen stetigen Wertzuwachs freuen. Anders als der Aktienmarkt mit seinen schnellen Gewinnen und Verlusten stehen Edelholzinvestments für einen börsenunabhängigen, nachhaltigen Substanzwert, der aufgrund seines organischen Wachstums eine hohe, aber ruhige Wertsteigerung an den Tag legt. So verzeichnete Life Forestry bei seinen Teakholzforsten für die vergangenen zwölf Monate eine Steigerung des Baumwachstums von bis zu 80 %. Vor allem die jungen Baumbestände haben ihr Holzvolumen nahezu verdoppelt. Bei diesen für hochwertige Edelholzplantagen üblichen Wachstumszahlen erstaunt es nicht, dass Holz Sachwerte wie Aktien, Gold und Immobilien seit Jahren schlägt.

Bei aller Sympathie für Holz mit seinen ausgleichenden Qualitäten gilt: Vorsicht vor vorschnellen Investmententscheidungen. So bieten nicht alle Waldinvestments einen wirksamen Schutz gegen Kursstürze. Wer beispielsweise Aktien eines Forstwirtschaftsunternehmens oder Anteile an einem Wald-Indexfonds kauft, muss genauso mit Kursschwankungen rechnen wie bei anderen Aktieninvestments. Dieser Nachteil wiegt umso schwerer, weil fast ausschließlich Forstwirtschaftsunternehmen an der Börse gelistet sind, die in Nutzholz investieren und damit stark vom Wohl und Wehe der Baubranche abhängen. Zu den üblichen Börsenkursschwankungen kommen also noch konjunkturbedingte Schwankungen hinzu. Wer wirklich Ruhe im Depot möchte, fährt mit einem Direktinvestment in Holz deutlich besser – und zwar in das konjunkturell wenig belastete Edelholz Teak. „Der si-

cherste Weg, um bei Holz einen stabilen Wertzuwachs mit hohen Erträgen zu verbinden, sind Direktinvestments“, bestätigt Life Forestry-Geschäftsführer Lambert Liesenberg. Bei Life Forestry erwerben Anleger einen Teakbaumbestand, der über bis zu 20 Jahre hinweg von international renommierten Forstwirten nach den strengen Kriterien des FSC® gepflegt und nach der Ernte im Auftrag der Kunden verkauft wird. Als Ausgleich für die vergleichsweise lange Kapitalbindung bietet der Schweizer Holzanbieter seinen Kunden übrigens einen Vorteil, der auch Aktienanleger überzeugen dürfte: Bei Life Forestry gibt es für die Holzernte keine Fixtermine. So können der Verkaufszeitpunkt flexibel bestimmt und die günstigen Preisentwicklungen am Edelholzmarkt abgepasst werden.

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Die Finanzbranche –

Wie aufwendig ist eigentlich die

Kommentar

GoldFörderung?

Ein Eldorado für jüngere Menschen?

Die Finanzbranche steht in unserem Land inmitten von erheblichen Veränderungen. Nicht nur bei Banken, Versicherungen und in Investmenthäusern stehen Probleme in makroökonomischen Bereichen an, die es zu meistern gilt, sondern vielmehr ist der Altersdurchschnitt flächendeckend problematisch. Der Altersdurchschnitt der Selbständigen und Angestellten in der Finanzbranche beträgt ca. 50+ Jahre. Das ist m.V. ein sehr hoher Durchschnittswert und zeigt, dass vor allem jüngere Menschen diesen Berufszweig meiden. Die Zahlen aller Auszubildenden und Universitätsabsolventen, die in die Finanzbranche einsteigen sind daher auch extrem rückläufig. Der Berufszweig Finanzdienstleister / Berater jeglicher Couleur steht im Ansehen der Bevölkerung an den untersten Plätzen in einem Berufsranking. Kein Wunder, da in den letzten Jahrzehnten unausgebildete Menschen leicht „rekrutiert“ werden konnten, mit einen Crashkurs zum Finanzexperten gedrillt und auf die Anleger / Sparer losgelassen wurden. Strukturvertriebe im Versicherungsgewerbe waren hier allen voran Vorreiter, aber auch Banken nahmen in der Vergangenheit immer mehr Handelsvertreter auf, um u.a. die Lohnnebenkosten stark zu reduzieren. Wer „stumpf“ verkaufen kann, wurde gerne genommen. Die Negativschlagzeilen der letzten Monate und Jahre trugen natürlich zum schlechten Image erheblich dazu bei. Enorme Anlegergelder bzw. Summen sind vernichtet worden. Basierend auf Vertrauen Die Finanzdienstleistung basiert in erster Linie auf Vertrauen und Kompetenz, das Vertrauen wurde und wird immer (leider) noch zu sehr ausgenutzt. Die Kompetenzen sind in der breiten Masse in der Finanzbranche nicht vorhanden, i.d.R. bestehen nur einfache Produktkenntnisse aus einer kleinen Reihe von favorisierten Produkten des Unternehmens und das war es dann auch schon.

Kurzfristig Regulierungen erwartet Gesetzliche Veränderungen bzw. Qualifikationsstandards sind in der Versicherungsbranche seit 2007 in Kraft getreten, im Bereich der Kapitalanlageberatung / Vermittlung seit Beginn 2013. Noch bestehen aber Möglichkeiten für „nichtqualifizierte“ (lt. Gesetz) Finanzdienstleister außerhalb der Regulierungen Geldanlagen und Produkte zu verkaufen. Aber auch hier werden sehr kurzfristig einschneidende Veränderungen durch die Politik in Kraft treten, die unregulierten Bereiche werden sukzessive „ausgetrocknet“. Positives Licht Die Kombination aus strengeren Regulierungen und Qualifikationsanforderungen wird die Branche in ein positiveres Licht stellen. Es darf nicht mehr jeder alles beraten und verkaufen, das ist auch gut so. Hiermit werden schon einmal viele Anleger / Sparer vor unqualifizierten und auch nebenberuflichen Beratern geschützt, somit auch das jeweilige Anlegervermögen. Nachwuchs bleibt aus Wenn aber nunmehr der Altersdurchschnitt relativ hoch ist, werden die aktuellen Finanzdienstleister auch in absehbarer Zeit in Rente gehen und der Nachwuchs bleibt momentan aus. Wer heute zu den jüngeren Menschen zählt, der solle sich vor Augen halten, dass zukünftig eine sehr große Anzahl an Kunden / Mandanten unbetreut als „fortlaufende Nummern“ bei Banken, Investment- oder Beteiligungsunternehmen geführt werden. Im Umkehrschluss heißt das, wer hier eine positive Zukunft in der Finanzdienstleistungsbranche erkennt, dafür bereit ist Zeit und auch Geld in die eigene Qualität, sowie in Ausund Weiterbildung zu investieren, der wird hier ein berufliches Eldorado entdecken können. Und die Sparer / Anleger werden die nachrückende neue Qualität zu schätzen wissen.

ROSWITHA S FOTOLIA

Ein Kommentar von Thomas Hennings, Sachwert-Makler und Makroökonom

Die Suche nach Gold gestaltet sich schwierig. In einer Tonne Gestein kommen durchschnittlich nur 4 Gramm Gold vor. Und die Förderunternehmen müssen immer tiefer bohren, um das gelbe Metall zu entdecken – in Südafrika sind die Schächte bis zu 5.000 Meter tief. Und von der Exploration, also dem Erkunden von möglichen Fundstellen, bis zur Fertigstellung einer Unze für den Edelmetall-Anleger vergehen viele Jahre, derzeit liegt die Spanne zwischen fünf und sieben Jahren. Die weltweite Gesamtmenge wird aktuell auf „nur“ 163.000 Tonnen geschätzt. Wissenschaftliche Berechnungen gehen davon aus, dass es 20 Mal mehr Silber auf der Welt gibt. So wird auch die „normale“ GoldSilber-Ratio von 15 bis 20 begründet. Quelle pro aurum

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Stehen Börsen vor längerer Seitwärtskonsolidierung? Fiduka Börsenmonitor

Die überfällige Marktkonsolidierung an den Börsen brachte einen Rücksetzer um etwa 7,5% im DAX und Dow Jones. Momentan läuft aber bereits wieder eine Gegenbewegung nach oben. Unternehmen aus dem S&P500-Index die bisher berichtet haben bei 74% und damit einem ähnlich guten Wert wie in den Vor-

RAINER STURM PIXELIO

Stehen die Börsen vor einer längeren Seitwärtskonsolidierung? Von Mitte Januar bis Anfang Februar lief an den weltweiten Aktienmärkten eine mehrwöchige Konsolidierung. Sie war überfällig und ist nach dem vorangegangenen fulminanten Kursanstieg auch gesund. Die kurzfristig technisch massiv überkaufte Marktsituation wurde dadurch abgebaut. In den USA haben der Dow Jones Index und der S&P500 von ihren AllzeitHochs um 7,5% bzw. 6,2% nach unten korrigiert, der deutsche Standardwerteindex DAX verlor 7,4% und der europäische Stoxx600-Index büßte im Zuge dieser Konsolidierung 5,5% ein. In Japan ist der Nikkei von der Spitze sogar um satte 14% gefallen. Mittlerweile sind die Börsen wieder in eine Gegenbewegung nach oben übergegangen. Sehr rasch konnten in Europa und im S&P500Index fast die kompletten Verluste wieder aufgeholt werden, der Nikkei weist allerdings noch einen nennenswerten Rückstand auf. Ob damit schon eine neue Auf-wärtsbewegung über die alten Hochs hinaus eingesetzt hat bleibt jedoch fraglich. Es fehlen die fundamentalen Impulsefür einen Durchbruch: Die Notenbanken, voran die US Fede-ral Reserve und die Bank of England, versorgen die Märkte dosierter mit dem Treibstoff Liquidität und denken früher als erwartet sogar über Zinsanhebungen nach; die Gewinn-revisionen für die Unternehmen sind weiter negativ und die Konjunkturindikatoren haben sich zuletzt wieder eingetrübt, wobei unklar ist, inwieweit dies in den Vereinigten Staaten auf Wettereinflüsse zurückgeht. Durchwachsene Berichtsaison lässt noch nicht auf mehr Gewinndynamik schlie-ßen: Im Gegenteil, die Abwärtsrevisionen bei den Gewinnvorausschätzungen für 2014 und 2015 haben sich in Europa zuletzt wieder beschleunigt. Mit ihren Jahresabschlüssen über-zeugen kann nur die Mehrzahl der US-Konzerne. Hier liegt die positive Überraschungsquote für die 318

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quartalen. Die markantesten Beispiele für positive Gewinnausreißer lieferten neben den Tech-Firmen Google, EMC und Qualcomm die drei Ölservice-Gesellschaften Halliburton, Baker Hughes und Schlumberger und Mischkonzerne wie United Technologies, Honeywell oder MMM. Oft garnieren die US-Unternehmen ihre guten Bilanzen auch mit neuen Aktienrückkaufprogrammen: zum Beispiel ergänzt der Mischkonzern MMM seine laufenden Aktienrückkäufe um weitere 12 Mrd. USD, der Technologiekonzern IBM um weitere 5 Mrd. USD. Unter den Erwartungen blieben die beiden Autohersteller Ford und GM, die trotz guter Ertragslage am Heimatmarkt weiter mit ihren Übersee-Aktivitäten zu kämpfen haben, und der Internet-Händler Amazon, dem bei weiter rasch wachsenden Umsätzen die Kosten für Logistik und Transport

davon laufen. Auch der weltgrößte Einzelhändler WalMart und die großen Öl- und Gasmultis Exxon und Chevron lagen unter den Marktprognosen. Der Tech-nologiegigant Apple erzielte im Berichtsquartal zwar Rekorde beim Umsatz und Gewinn je Aktie, enttäuschte aber mit einem verhaltenen Ausblick. Licht und Schatten also in den USA, in Europa überwiegt aber eindeutig der Schatten. Einzelnen positiven Überraschungen wie den Zahlen und dem Ausblick vom Autohersteller Daimler, dem Luxusuhrenhersteller Swatch oder der schweizer Großbank UBS, steht eine lange Reihe an Enttäuschungen gegenüber: ABB, Alstom, Credit Suisse, Deutsche Bank, Diageo, DSM, Nokia, Pernod Ricard, Royal Dutch Shell, SAP. So wundert es nicht, dass im Zuge der Be-richtssaison die Gewinnerwartung für die Un-ternehmen aus dem europäischen Stoxx600-Index auf minus 4% heruntergesetzt und die Prognosen für 2014 von plus 14% auf plus 11% angepasst wurden. In den USA wird derzeit für den S&P500-Index ein Gewinnzuwachs von etwa 8% in 2014 nach einem Anstieg von knapp 6% im vergangenen Jahr projektiert. Marktbewertungen preisen die erwarteten Ertragsverbesserungen bereits ein: Immerhin werden also für 2014 und auch 2015 in den USA und Europa Gewinnsteige-rungen erwartet, aber mit weniger Dynamik als noch vor wenigen Wochen und ausgehend von einer niedrigeren Basis. Für die 30 DAX-Gesellschaften liegt der Marktkonsens für 2014 bei einem Gewinnplus von 15% - nach einem Rückgang von über 10% in 2013. Auf dieser Grundlage liegt das Kurs/Gewinnverhältnis für den amerikani-schen Markt (S&P500-Index) bei 15,6 für 2014. Europäische Titel (Stoxx600-Index) sind mit einem Gewinnmultiplikator von 14,4 noch etwas günstiger bewertet als US-Werte, und das KGV 2014 für den DAX liegt mit


Fiduka Börsenmonitor 13,4 nochmal einen Punkt tiefer. Im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten von etwa 16,4 in den USA und 15,5 in Europa verbliebe an den Börsen noch etwas Luft nach oben, sofern sich die Gewinnprognosen als stabil erweisen. Für eine Fortsetzung der Aufwärts-bewegung im bisherigen Tempo wäre allerdings deutlich mehr Gewinndynamik vonnö-ten, und die Anpassungen der Prognosen 2014 und 2015 müssten in naher Zukunft aufwärts und nicht weiter abwärts zeigen. Winterwetter überlagert US-Konjunkturdaten: Keine Stütze für die Aktienmärkte kam zuletzt von den Wirtschaftsdaten aus den USA und China. Inwieweit der harte Win-tereinbruch in weiten Teilen der USA für die schwachen Wirtschaftsdaten im Januar und Februar verantwortlich ist, oder ob es sich tatsächlich um eine konjunkturelle Abkühlung handelt, lässt sich heute noch nicht klar beantworten. Besonders die unmittelbar vom Wetter beein-flussten Neubaubeginne (-16% im Januar nach -5% im Dezember) und erteilten Baugenehmigungen (im Januar bereits den dritten Monat in Folge rückläufig), oder die im Vor-jahresvergleich um 3% niedrigeren Autoverkäufe, aber auch schwächere Einzelhandels-umsätze und eine verschlechterte Einschät-zung der Einkaufsmanager deuten auf eine Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität hin, die aber

durch den Wintereinbruch überzeich-net sein kann. Mehr Sorgen bereitet da schon die sich konstant verschlechternde Datenlage in China, wo der von der HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex im Februar bereits den zweiten Monat in Folge eine generell rückläufige Wirtschaftstätigkeit anzeigt. Europa erscheint da im Moment noch am sta-bilsten, die Besserungstendenzen hielten zu-mindest im Januar noch an. Sowohl die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Südländer wiesen aufwärts, als auch die Stimmungsindikatoren der EUKommission. Bemerkenswert auch, dass der Ifo-Index für die deutsche Wirtschaft im Januar auf den höchsten Wert seit Juli 2011 angestiegen ist, und die Zukunftserwartungen sogar seit Februar 2011 nicht mehr so gut waren. Bisher vorliegende vorläufige Daten für Februar sig-nalisieren ein stabil gutes Wirtschaftsklima für Deutschland, aber auch eine anhaltende Schwäche Frankreichs. In den USA enttäuschten auch die Arbeitsmarktdaten im Dezember, was man zum Teil noch den ungünstigen Witterungseinflüssen anlasten kann, aber auch im Januar wurden weniger neue Arbeitsstellen geschaffen als gedacht und wie es bei einer wirklich guten konjunkturellen Lage zu erwarten wäre. Zinsen im Abwärtstrend trotz Fed-Drosse-

lung: Sowohl die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen als auch der US-Treasuries befinden sich seit Jahresbeginn auf dem Rückzug. Auch während der Erholung an den Aktienmärkten im Februar blieben die Zinssätze gedrückt. Da die Federal Reserve die zusätzliche Liquiditätsversorgung verknappt hat und ihre mo-natlichen Anleihenaufkäufe von ursprünglich 85 Mrd. USD auf 65 Mrd. USD im Februar reduziert hat, dürfte der Renditerückgang vorwiegend den schwachen Konjunkturdaten geschuldet sein, in Verbindung mit der weiter äußerst moderaten Inflation diesseits und jenseits des Atlantiks. Bundesanleihen rentieren deshalb aktuell mit 1,66% gegenüber noch 1,93% zu Jahresbeginn und zehnjährige USStaatsanleihen mit 2,75% im Vergleich zu 3,03%. Da die Teuerungsraten voraussichtlich auch in den kommenden Monaten sehr niedrig bleiben werden – eine Deflation erwarten wir aber nicht – dürften die Zinsen ebenfalls auf niedrigem Niveau verharren. Allenfalls bei Anzeichen einer sich wieder beschleunigenden US-Wirtschaft nach Beendigung der Wetterkapriolen in den Vereinigten Staaten sind leicht ansteigende Zinslevels denkbar. FIDUKA, 24.2.2014


Kleinanleger treffen häufig falsche Entscheidungen Kommentar

Verhaltensexperiment zeigt: Anleger unterschätzen Verlustrisiken, weil sie den Zinseszinseffekt nicht beachten – DIW-Forscher fordert verstärkte Hinweispflichten Private Kleinanleger unterschätzen einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge systematisch die Verlustrisiken von Finanzprodukten. Dies liegt in erster Linie daran, dass Anleger den Zinseszinseffekt – also das Wiederverzinsen von in der Vergangenheit erhaltenen Zinsen und damit einhergehende exponentielle Wachstumsprozesse – außer Acht lassen. Im Fall eines möglichen Verlusts schätzen sie den Wert einer Investition deshalb zu hoch ein. Das hat der DIW-Ökonom Christian Zankiewicz in Kooperation mit der Berliner HumboldtUniversität anhand eines Verhaltensexperiments an der Technischen Universität Berlin (TU) und am University College in London herausgefunden. Insgesamt 303 Studenten haben dabei Investitionsentscheidungen getroffen. Das Ergebnis: Bis zu 98 Prozent der Teilnehmer haben den Endwert ihrer Investition überschätzt. Erhielten die Teilnehmer zuvor Erklärungen zum Zinseszinseffekt, beurteilten sie den Ertrag ihrer Investition hingegen überwiegend richtig. „Eine bloße Erinnerung an den Zinseszinseffekt reicht oft schon aus, um privaten Kleinanlegern realistischere Einschätzungen des Anlagerisikos zu ermöglichen“, folgert DIW-Forscher Zankiewicz. „Die Politik sollte entsprechende Hinweise in Produktinformationsblättern daher zwingend vorschreiben.“ Je länger der Anlagezeitraum, desto schlechter die Einschätzung der Anleger Das Verhaltensexperiment fand in einer vollständig kontrollierbaren Laborumgebung statt. Im Vergleich zu empirischen Untersuchungen hat dies den Vorteil, dass Kausaleffekte – also tatsächlich für Entscheidungen ursächliche Effekte – gemessen werden können. Die Tester konfrontierten die 128 Teilnehmer an der TU Berlin mit einer hypothetischen Investition: Das Startkapital lag bei 10.000 Euro, der Wert konnte im Fall positiver Zinsen in

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BRIAN JACKSO FOTOLIA

einer Periode um 70 Prozent steigen oder im Fall negativer Zinsen um 60 Prozent fallen. Beide Fälle waren dabei gleich wahrscheinlich.

Eine Abwertung um 60% lässt sich bei weitem nicht durch eine einzige 70-prozentige Aufwertung kompensieren Die Krux an der Sache: Eine Abwertung um 60 Prozent lässt sich bei weitem nicht durch eine einzige 70-prozentige Aufwertung kompensieren, da der Wert der Investition beispielsweise nach einem Verlust in

der ersten Periode bei nur noch 4.000 Euro liegt. Die Wertentwicklung einer solchen Anlage hat also einen Abwärtstrend. Der Medianendwert – der Endwert, den eine Investition in der Hälfte aller Fälle höchstens abwirft – liegt in diesem Beispiel nach zwölf Jahren bei 989 Euro. Missachtet ein Anleger den Zinseszinseffekt und betrachtet die absolute Wertänderung der ersten Periode (in diesem Beispiel plus 7.000 Euro oder minus 6.000 Euro) als konstant, kommt er nach zwölf Jahren auf einen Medianendwert von 16.000 Euro – und überschätzt den Wert seiner Investition somit drastisch. An der TU Berlin ermittelten die Forscher für die Kontrollgruppe, die nicht über den Zinseszinseffekt aufgeklärt wurde, in der ersten Runde für 98 Prozent der Teilnehmer Medianendwerte von über 2.000 Euro, in der fünften und letzten Runde immer noch für 86 Prozent. In der Untersuchungsgruppe, deren Teilnehmer vor der


Kommentar

Investitionsentscheidung gezielt auf den Zinseszinseffekt aufmerksam gemacht wurden, ordneten hingegen 70 Prozent den Medianendwert bereits in der ersten Runde korrekt ein. Ein zweites Experiment mit 175 Studenten am University College in London ergab, dass sowohl eine Erhöhung der Wertschwankungsbreite als auch eine Verlängerung des Zeithorizonts einer Anlage die Überschätzung der Medianendwerte noch deutlich verstärkt. Auch in einer weiteren Untersuchungsgruppe, deren Teilnehmer zusätzlich mit einem realen Finanzprodukt – genauer gesagt sogenannter Exchange Traded Funds (ETFs) – konfrontiert wurden, überschätzten rund 70 Prozent den Medianendwert, wenngleich es keinen Unterschied zwischen verschiedenen Schwankungsbreiten gab. „Kleinanleger nicht im Regen stehen lassen“ Die Ergebnisse des Verhaltensexperiments bestätigen die Hypothese, dass Anleger bei

ihrer Investitionsentscheidung statt einer korrekten Zinseszinsrechnung eine linearisierte Vereinfachung der Rechnung vornehmen und potentielle Verluste somit stark unterschätzen. Nach Ansicht des Autors sollten Anlageberater ihre Kunden künftig gezielt auf diesen Effekt hinweisen müssen. Auch die Bereitstellung realistischer Endwertberechnungen für unterschiedliche Anlagehorizonte könnte für mehr Klarheit beim Anleger sorgen. „Viele Menschen legen ihre Ersparnisse in lang laufende Altersvorsorgeprodukte an und machen davon in nicht unerheblichem Ausmaß ihre künftige finanzielle Lebenslage abhängig“, sagt Christian Zankiewicz. „Die Politik sollte Kleinanleger daher nicht im Regen stehen lassen.“

»Schüler brauchen

dieses Know-how (...)« Auch der Schulunterricht müsse über die Vermittlung mathematischer und vor allem statistischer Grundkenntnisse einen verstärkten Beitrag leisten, so Zankiewicz. Statistische Maße wie der Median sowie ökonomische Wachstumsprozesse sollten eine größere Rolle im Unterricht spielen. „Schüler brauchen dieses Know-how, um im späteren Verlauf ihres Lebens Investitionsentscheidungen treffen, Kreditangebote korrekt einschätzen und Inflation oder Wirtschaftswachstum eigenständig und kritisch bewerten zu können.“


In eigener Sache

Große Podiumsdiskussion über Zukunft der Geldanlage Sachwert Magazin Live

Experten aus Wirtschaft und Politik kritisieren fehlende Verantwortung und Haftung im Finanzmarkt und zeigen sich mit der Regulierung unzufrieden.

BILD RABUNG

Julien Backhaus, Wolfgang Grupp, Prof. Dr. Thorsten Polleit, Antonio Sommese, Thorsten Schulte, Frank Schäffler, (nicht im Bild Thomas Hennings)

Frankfurt/Main. Anleger sind verunsichert. Skandale wie die um Infinus oder Prokon erschüttern das Vertrauen der privaten Anleger. Auf Einladung des Deutschen Sachwert- und Finanzverbandes diskutierten am Freitag der Trigema-Chef Wolfgang Grupp, FDP-Politiker Frank Schäffler, Degussa-Chefvolkswirt Prof. Dr. Thorsten Polleit, Finanzexperte Antonio Sommese und „Silberjunge“ Thorsten Schulte über die Zukunft der privaten Geldanlage. Dabei forderten die Diskutanten mehr Verantwortung und Haftung im Finanzsektor. Frank Schäffler: Regulierung Die Gastgeber Julien Backhaus (Sachwert Magazin) und Thomas Hennings (DSF Verband) wollten wissen, ob die Regulierung der Finanzmärkte überhaupt funktioniert. „Die beste Regulierung ist die Haftung. Wir regulieren aber immer um die Haftung herum“, sagt Finanzpolitiker Frank Schäffler. Jeder staatliche Eingriff ziehe weitere Eingriffe nach sich und der Staat würde immer fetter. Jedoch sieht Schäffler das Problem auf allen Seiten. Die Kollektivierung der Verantwortung sei falsch – Anbieter und Kunde sollen gleichermaßen für Ihre Entscheidungen haften. Wolfgang Grupp: Verantwortung Der Mittelständler Grupp sieht den Kleinanleger betrogen. Grupp fordert die Rück-

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kehr zur vollen Verantwortung und Haftung von Politik und Finanzunternehmen. „Dass Banker Millionen-Boni dafür kassieren, anderen Luftballons zu verkaufen, ist indiskutabel. Es kann nicht sein, dass der Kunde der Dumme und der Verkäufer fein raus ist“, empörte er sich. Von der Politik verlangt er, Rahmenbedingungen für verantwortliches Handeln zu schaffen.

seit Jahren davor warnt?“ Wolfgang Grupp: Spekulation Wolfgang Grupp als Anleger ist der Spekulation sowieso abgeneigt. „Ich lasse mir keine Aktien und dergleichen verkaufen. Das kann nur Mist sein, sonst würde der Verkäufer das selbst behalten.“ Auch Edelmetalle seien für ihn uninteressant. Er investiere in seine Firma. Punkt. „Ich habe Festgeld bei meiner Volksbank. Mit einem Prozent Zinsen muss ich mich zufrieden geben.“ Prof. Dr. Thorsten Polleit: Bitcoins Die Notenbanken, die für die niedrigen Zinsen überhaupt erst sorgen, könnten laut Prof. Dr. Thorsten Polleit eh abgeschafft werden. Dann nämlich wäre ein Währungswettbewerb möglich. Schließlich sei das Kreditgeldsystem die Ursache der Finanzkrise. Darum begrüße er neue Angebote wie Bitcoins.

Herausgeber Julien Backhaus moderierte mit Thomas Hennings das Podium Antonio Sommese: Anleger-Gier Finanzexperte Antonio Sommese, der auch bei Markus Lanz schon zum Thema Geldanlage Stellung bezogen hat, sieht das nicht so einseitig. „Anlegerschutz kann nicht vor Gier bewahren. Warum haben denn so viele Anleger in Prokon investiert, obwohl beispielsweise Stiftung Warentest

Silberjunge Thorsten Schulte: Tulpen Für das Beispiel Bitcoins kritisierte ihn der Rohstoffanalyst Thorsten Schulte, der unter seinem Synonym „Silberjunge“ bekannt wurde. „Bitcoins sind für mich die holländischen Tulpen des 17. Jahrhunderts. Sie haben keinen inneren Wert.“ Recht gab er Polleit aber beim Thema Geldsystem. Das bezeichnet Schulte als eine Geschichte des Scheiterns.


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