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Ganz schön schlau

2|2011

click

Das Stromnetz der Zukunft ist intelligent: Blitzschnell stimmt es die Stromproduktion und den Verbrauch aufeinander ab. Die SWL Energie AG will frühzeitig Erfahrungen damit sammeln und installiert als erstes neue Zähler. «Click» hat bei Miguel Silva, Leiter Elektrizität bei der SWL Energie AG,

Aktuelles aus der SWL Energie AG

nachgefragt. Bild: Brugg Cables

einfacher beseitigen. Generell müssen wir davon ausgehen, dass das Stromnetz künftig stärker belastet wird. Deshalb wollen wir nicht länger in die alte Technik investieren, sondern setzen zu vertretbaren Mehrkosten auf eine zukunftstaugliche Lösung.

Geschätzte Lenzburgerinnen und Lenzburger Unsere Region steht für Tradition und Beständigkeit – allein schon durch das prächtige Schloss. Innovation sucht man in Lenzburg vergebens, könnten Auswärtige denken. Doch weit gefehlt: Nicht nur grosse Firmen wie Hero und ABB investieren immer wieder hier in unserer schönen Stadt. Genauso überzeugen viele einheimische KMU durch pfiffige Ideen zur Modernisierung. Mit unserem Projekt «Smart Grid» für ein intelligentes Stromnetz leisten nun auch wir von der SWL Energie AG Pionierarbeit. Als eines der ersten Schweizer Energieunternehmen setzen wir die neue Technologie ein. Das macht einerseits unsere Stromversorgung in den nächsten Jahren noch sicherer. Andererseits ist unser Netz damit auf mögliche Zukunftstrends besser vorbereitet. Und nicht zuletzt hilft ein intelligentes Netz beim Strom sparen und unterstützt die dezentrale Produktion. Darum haben wir uns entschieden, schon heute in die Technologie von morgen zu investieren. Markus Blättler Direktor SWL Energie AG

www.swl.ch in neuem Look Rundum aufgefrischt präsentiert sich die Website der SWL Energie AG. Neu ist neben dem modernen Design vor allem das Online-Kundencenter. Dort finden Sie viele Infos und praktische Formulare rund um Betreuung, Rechnung, Umzug, Störungen und ums Energie sparen. Ein Besucht lohnt sich also: www.swl.ch

Welche konkreten Schritte unternehmen Sie? Als erstes setzen wir intelligente Zähler ein. 500 Stück davon wollen wir 2011 installieren. Bereits in 10 Jahren werden alle Zähler in unserem Versorgungsgebiet gegen neue ausgetauscht sein. Bald rüsten wir zudem unsere Transformatorenstationen mit der modernen Technologie aus. Über Glasfaserkabel können wir dann die Energiedaten unserer Kunden an unsere Zentrale weiterleiten, wo wir sie anschliessend auswerten und für die Verrechnung vorbereiten. Ich bin überzeugt, dass das schlaue Netz in einem nächsten Schritt auch bei Erdgas und Wasser Einzug halten wird. Click: Wie erklären Sie einem Laien Smart Grid, das intelligente Stromnetz? Miguel Silva: Unser heutiges Stromnetz funktioniert sehr statisch. Bei jenem der Zukunft haben wir als Energieversorger viel mehr Überwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten. Damit lässt sich präzis dafür sorgen, dass die Balance von Stromherstellung und -verbrauch stimmt. Beispielsweise können wir kleine Produktionsanlagen je nach Bedarf zu- oder abschalten. Warum braucht es diese neue Technologie? Die Öffnung des Strommarkts bis 2015 erfordert, dass wir den Energieverbrauch aller Kundinnen und Kunden jederzeit kennen. Nur so wird es möglich, das Wechseln des Anbieters einfach zu handhaben. Unser heutiges System kann diese Energiedaten nicht liefern, weshalb es das intelligente Stromnetz braucht. Zudem lassen sich mit Plausibilitätskontrollen Unregelmässigkeiten feststellen und überprüfen, etwa wenn bei einem Kunden der Verbrauch plötzlich massiv zunimmt. Wir können ihn vor einer bösen Überraschung bewahren und beraten. Einen weiteren Vorteil sehen wir in der besseren Bewirtschaftung unseres Versorgungsnetzes sowie dessen Komponenten. Beispielsweise können wir eine Überlastung des Netzes in einem Quartier schneller und

Was ändert für die Kunden in Lenzburg? Die neue Technologie bringt mehrere Vorteile: Da uns der Stromverbrauch durch die intelligenten Zähler automatisch übermittelt wird, entfällt in Zukunft die Terminkoordination mit dem Zählerableser. Auf Wunsch können wir die Kundinnen und Kunden zudem individueller zu ihrem Stromverbrauch beraten und ihnen Spartipps geben. Der schlaue Zähler liefert uns die dafür nötigen Daten. Künftig können die Kunden sie sogar auf ihrem Smartphone anschauen. Auch wird eine raschere Abrechnung möglich, die für die Kunden plausibler ist. Längerfristig betrachtet lassen sich neue Produkte individuell auf Kundenbedürfnisse abstimmen – ganz ähnlich wie beim Handy. Ich denke beispielsweise an Prepay-Lösungen sowie an spezielle Tarife für Senioren und Singles.

«Click» im Gespräch mit Miguel Silva, Leiter Elektrizität bei der SWL Energie AG


Test für sparsame Strassenlampen

Ein leuchtendes Beispiel Rund 1450 Leuchten erhellen in der Nacht die Strassen von Lenzburg. Ihren Dienst sollen sie nicht nur zuverlässig, sondern auch möglichst sparsam erledigen. Deshalb testen das Stadtbauamt und die SWL Energie AG zurzeit an drei Strassen moderne LED-Leuchten.

Schon heute schneidet Lenzburg gut ab, wenn es um den Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung geht. Alte Quecksilberdampf-Lampen wurden konsequent durch sparsamere Natrium-Hochdrucklampen ersetzt. Nun steht ein nächster Generationenwechsel an: Seit kurzem steht die LED-Technologie (Light Emitting Diodes) im Zentrum des Interesses. Noch kosten solche Leuchten zwar mehr als herkömmliche. Sie überzeugen jedoch durch eine besonders hohe Lebensdauer und beleuchten Strassen, Trottoirs und Plätze gezielt, während alte Lampen ihr Licht in alle Richtungen streuen. Meinung der Bevölkerung gefragt Vor allem aber sind LED-Leuchten besonders sparsam. 30 Prozent weniger Stromverbrauch verspricht sich die SWL Energie AG. Sie ist im Auftrag der Stadt Lenzburg für Planung, Realisierung und Unterhalt der öffentlichen Beleuchtung zuständig. An drei Strassen hat sie für einen Test verschiedene LED-Leuchten montiert. Künftig sollen regelmässig solche Modelle beim Ersatz alter Lampen zum Einsatz kommen. Um das bewährte Beleuchtungskonzept in der Vielfalt nicht gross zu verändern, werden die bisherigen Leuchten entweder durch ähnliche Typen ersetzt oder die bestehenden Leuchtkörper auf LED umgerüstet.

Schulterblick bei Matthias Wyder, Spezial-Monteur der SWL Energie AG:

Der Vielseitige Ordentlich aufgereiht hängen Dutzende von Zählern im Magazin der SWL Energie AG. Ein paar alte, ausrangierte finden hier ihre Ruhestätte; die brandneuen warten auf ihren ersten Einsatz. Wenn Matthias Wyder von ihnen spricht, leuchten seine Augen. Obwohl er betont, kein Techniker zu sein, kennt er alle Zählertypen in- und auswendig. Rund 30 Minuten benötigt er, um bei Kunden einen bestehenden Zähler durch einen neuen auszuwechseln. Flexibilität? Kein Problem! Die Hälfte seiner Arbeitszeit verbringt Matthias Wyder bei Kundinnen und Kunden. Eine hohe Servicekultur ist ihm wichtig: «Es zeichnet unser Unternehmen aus, dass wir flexibel sind, uns rasch um die Anliegen unsere Kunden kümmern und Störungen sofort beheben.» Das bedeutet beispielsweise, einen Zähler bei

einem Firmenkunden schon morgens um 6.30 Uhr auszuwechseln, damit der Strom wieder fliesst, wenn das Personal zur Arbeit eintrifft. Viele Kundenanfragen nimmt Matthias Wyder telefonisch entgegen: «Schritt für Schritt kläre ich dann im Gespräch ab, was der Grund für eine Störung sein könnte.» Nach bald zehn Jahren bei der SWL Energie AG kann er sich dabei auf seine Erfahrung verlassen.

Die Lenzburger Bevölkerung ist aufgerufen, die neuen Lampen zu besichtigen und ihre Meinung dazu auf www.lenzburg.ch abzugeben. Die Leuchten befinden sich an folgenden Orten: · Mattenweg: Kandelaber Nr. 628, 629 und 630, Ersatz Typ SR 50 durch Speed Star BGP 322 · Turnerweg: Kandelaber Nr. 1375, 1052 und 1051, Umbau City Light auf LED · Schützenmattweg: Kandelaber Nr. 955, 956 und 957, Ersatz Typ Montmatre durch neue Montmatre-Modelle mit LED-Einsatz

Jetzt auf Erdgas umstellen – unserer Umwelt zuliebe. Die SWL Energie AG bietet allen Hausbesitzern, welche eine Liegenschaft im erdgaserschlossenen Versorgungsgebiet besitzen, einen einmaligen Anschlussbonus von Fr. 1000.–. Diese Aktion ist befristet und dauert bis am 31. Oktober 2011.

An seiner Aufgabe schätzt Matthias Wyder die Vielseitigkeit und die Freiheit. Den Arbeitstag kann der Spezial-Monteur weitgehend eigenständig planen. Einen grossen Teil seines Wissens hat er sich selbst angeeignet. Die ursprüngliche Ausbildung zum diplomierten Kontrolleur kommt ihm aber immer noch zugute. Denn zu seiner Stelle gehört es auch, Installationen zu überprüfen. Jedes Jahr testet Wyder zudem wichtige Notstromanlagen und erledigt Unterhaltsarbeiten, damit die Steuerungssysteme für Strom, Gas und Wasser immer funktionieren. Dass er viele unterschiedliche Tätigkeiten unter einen Hut bringen muss, scheint Matthias Wyder nicht zu belasten. Im Gegenteil: Er schätzt es, zusätzlich beim aktuellen Projekt «Smart Grid» für das intelligente Stromnetz in Lenzburg mitarbeiten zu dürfen.

SWL Energie AG Werkhofstrasse 10 | 5600 Lenzburg Tel. 062 885 75 75 | www.swl.ch


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