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Kommunikation und Marketing f端r Geburtskliniken

klinikkom

Schwerpunktthema Patientengewinnung:

Herausgeber Baby Smile OHG | Ausgabe 2 | 01.01.2013

Markenbildung, Elterninfoabende und Facebook als Marketing-Tools f端r Kliniken

3 Marketing/Markenbildung Geburtenstation Alice-Hospital Darmstadt

4 Fokusthema Facebook Praxisbeispiel Baby Smile

7 Marketingstrategien f端r die Geburtshilfe von Stephan Rotthaus


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Sehr geehrte Klinikpartner, liebe Leser! In der zweiten Ausgabe der klinikom befassen wir uns mit einem Dauerbrenner in Sachen OnlineWerbung und Öffentlichkeitsarbeit: Social Media ist nicht nur in aller Munde, sondern auch auf den Tischen der Marketingabteilungen großer Unternehmen gelandet. Auch wir haben uns viel Arbeit gemacht, bevor wir am 25.09.2012 auf Facebook mit einer eigenen Seite an den Start gingen. Welche Erfahrungen wir in den ersten Wochen gesammelt haben, welche Dinge man unbedingt beachten sollte und wie sich die Facebook-Präsenz auf die Besucher- und Geburtenzahlen von vernetzten Kliniken ausgewirkt hat, erfahren Sie im Fokusartikel auf den Seiten 4, 5 und 6. Dass mit einem eigenen Markenbild – losgelöst vom Erscheinungsbild der gesamten Klinik – eine Geburtenstation nicht nur einen Award, sondern auch viele neue Patienten gewinnen kann, beleuchten wir auf Seite 3 im Interview mit Manfred Fleck vom prämierten Alice-Hospital Darmstadt. Ein nicht zu vernachlässigendes Instrument der Patientengewinnung ist der Elterninformationsabend. Wie ein solcher Abend patientenfreundlich gestaltet und effektiv angekündigt bzw. beworben werden kann und wie sich aus den Erstkontakten steigende Geburtenzahlen für das eigene Haus generieren lassen, erläutert Stephan Rotthaus im Expertenbeitrag auf Seite 7. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns von den Erfahrungen verschiedener Kliniken zu lernen und selbst zu profitieren. Erfahren Sie von Neuigkeiten aus dem Hause Baby Smile sowie Veranstaltungsund Workshoptermine zum Thema Patientengewinnung, Imagepflege und Klinikmarketing. Auf inspirierende Ideen und einen lebendigen Austausch zum geburtshilflichen Marketing, Ihre Diana Kröner Baby Smile Klinikberaterin

Editorial | News

news UNICEF-Projekt 23.000 Euro für Kinder in Not Mit der UNICEF-Aktion „Überlebenspaket“ verhelfen Kooperationskliniken Kleinkindern in den ärmsten Ländern Afrikas zu einem besseren und gesünderen Start ins Leben. Für die Kliniken entstehen dabei weder Kosten noch Organisationsaufwand: Von der Online-Babygalerie aus schicken Besucher den frischgebackenen Eltern Glückwunschkarten, deren Erlös zu 100 % in das Spendenprojekt einfließt. Den Druck der individuell gestalteten Karten und den Postversand an die Eltern übernimmt Baby Smile. Zum Auftakt der Aktion stellte Baby Smile einen Sockelbetrag von 20.000 Euro zur Verfügung. In den ersten 8 Wochen kamen durch den Versand der Glückwunschkarten bereits mehr als 3.000 Euro hinzu, die für hilfsbedürftige Kinder eingesetzt werden können. Einzelheiten über die Aktion, den aktuellen Kontostand und die Verwendung der Spendengelder finden sich unter dem Menüpunkt „UNICEF-Projekt“ auf den Online-Babygalerien der teilnehmenden Kliniken.

Baby Smile Fotografie ist Sponsor des KlinikAward Bereits zum 4. Mal war Baby Smile Fotografie auf dem jährlich in Köln stattfindenden Kongress für Klinikmarketing vertreten. Auch diesmal wurden die besten Konzepte, Erfahrungen und Praxisbeispiele der Kliniken mit einem Award prämiert. Die Preisverleihung fand am 6.11. statt. Yvonne Seidel überreichte den von Baby Smile gesponserten KlinikAward in der Kategorie „Bestes Geburtshilfemarketing“ folgenden Preisträgern: 1. Preis Kath. Marienkrankenhaus Hamburg, Esther Beck (rechts im Bild), 2. Preis Klinikum St. Georg Leipzig und 3. Preis ELBLANDKLINIKEN, Daniela Bollmann (links im Bild). www.klinikerfolg.org/der-award.aspx

170.000 lächelnde Babys 170.000 zufriedene Elternpaare Die Geburt eines Kindes ist für die jungen Eltern einer der schönsten Momente im Leben. Um diesen Augenblick für immer in Bildern festzuhalten, bietet Baby Smile Fotografie seinen Service seit 2002 in deutschen Kliniken und seit 2011 auch in Geburtenstationen in Österreich und in der Schweiz an. Dem Rundumservice für Kliniken und Eltern vertrauen mittlerweile 330 Kliniken, in denen im vergangenen Jahr insgesamt 170.000 Babys von den Fotografinnen ins rechte Licht gerückt wurden. Diese 170.000 Fotos stehen auch für 170.000 zufriedene Elternpaare, die mit den Bildern wunderschöne Erinnerungen an die Geburt ihres Kindes und den Service der Klinik haben. Ein toller Erfolg – auch für die Baby Smile Kliniken, in denen sich die Geburtenzahlen stabilisieren.

18 Jahre Baby Smile Fotografie im Klinikum Chemnitz IMPRESSUM Herausgeber: Baby Smile Fotografie Deutschland Leipziger Straße 46, 09113 Chemnitz Redaktion: Baby Smile Fotografie: Diana Kröner (verantwortlich), Anna Landgraf, Claudia Baier zebra Werbeagentur GmbH: Torsten Liebig (Projektleiter), Götz Weigel (Grafik), Jutta Müller (Text) Konzeption, Gestaltung, Satz: zebra Werbeagentur GmbH, Chemnitz Produktion: Fritsch Druck, Leipzig Auflage: 2000 / halbjährlich Preis: kostenfreies Magazin für alle Kliniken und geburtshilfliche Einrichtungen

Chemnitz ist für Baby Smile Fotografie eine ganz besondere Stadt. Sie ist nicht nur Firmensitz, sie ist der Ort, an dem 1994 alles begann: Das Klinikum Chemnitz war das erste Haus, in dem eine Baby Smile Fotografin professionelle Bilder der Neugeborenen aufnahm. An den Fotoprodukten und dem Service der Neugeborenenfotografie hat sich seither viel geändert – an der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Team der Chemnitzer Geburtenstation in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe kein bisschen. Seit 18 Jahren ist Baby Smile im Klinikum Chemnitz zur Stelle, wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt, und hält diesen Moment mit emotionalen Bildern fest. Im Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind seit dem ersten Tag der Kooperation tolle Fotos von mehr als 25.000 Babys entstanden. www.klinikumchemnitz.de


Manfred Fleck im Interview

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Die Geburtsklinik als eigene und einprägsame Marke etablieren: Marketing und Markenbildung am Beispiel des Alice-Hospitals Darmstadt Manfred Fleck, im Alice-Hospital zuständig für Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Presse, berichtet im Interview von den notwendig gewordenen Neuerungen im Marketing und der Markenbildung für die Geburtsstation.

warum unser Haus für die anstehende Geburt das richtige ist. Dabei spielen die Gestaltung der Räume, bei denen wir auf die großen Fotoleinwände von Baby Smile zurückgreifen, aber auch das persönliche Kennenlernen der Hebammen oder ein mittlerweile selbstverständlich gewordenes Angebot von professioneller Neugeborenenfotografie eine Rolle.

Welche Änderungen ergaben sich in den letzten Jahren bezüglich des Marketings und der Markengestaltung für die Geburtsklinik? Warum wurde eine Überarbeitung notwendig?

Wie haben Sie gestalterisch die Marke aufgewertet? Schließlich haben Sie mit Ihrem Markenauftritt den 2. Platz beim KlinikAward in der Kategorie „Marketing in der Geburtshilfe“ gewonnen.

Manfred Fleck: Unsere Eltern erhalten zum Manfred Fleck: Marketing im KrankenhausInfoabend das gesamte Infopaket in einer wesen hat sich in den letzten Jahren extrem Box. Darin sind der Imagefilm, Infoflyer über entwickelt. Im Ballungszentrum Rhein-MainKurse zur Vor- oder Nachbereitung der Geburt, Gebiet sind sehr viele Kliniken angesiedelt. Termine der Hebammensprechstunden und Allein hier in Darmstadt gibt es vier Kliniken, ein Babymützchen enthalten. In Form einer davon drei mit Geburtsklinik. In den vergannetten Verpackung haben die Eltern so die genen Jahren hat sich das InformationsbedürfMöglichkeit, alles, was nis der Patienten und die Entbindung betrifft, potenziellen Patienten geordnet beisammenzuIn den vergangenen enorm verändert. Es gibt haben, mit nach Hause heute eine ganze Reihe Jahren hat sich zu nehmen und dort von Angeboten, die das Informationsbedürfnis in Ruhe noch einmal werdende Eltern bei der der Patienten nachzulesen. Zudem Entscheidung für eine enorm verändert. bietet die wiederverGeburtsklinik nutzen: schließbare Box einen Gesundheitsmessen, das Zusatznutzen, indem Internet, Vorträge, Tag sie als Sammelbox für die ersten Erinnerunder offenen Tür oder Elterninformationsabengen, Fotos oder Spielzeug genutzt werden de. Dabei gilt es für uns als Klinik, Position kann. Früher haben wir die Materialien zu beziehen und uns selbst darzustellen, vor einzeln ausgelegt oder verteilt, sodass manche allem die Besonderheiten und einzigartigen Eltern gar kein oder nur unvollständiges InfoAngebote – das, was uns von anderen Kliniken material von uns hatten. Als Key Visual nutzen unterscheidet. Die Entbindung unter bester wir eine Wäscheleine mit daran aufgehängter ärztlicher Betreuung anzubieten und die Babykleidung, wie sie traditionell in unserer Versorgung von Mutter und Kind zu gewährGegend zum Polterabend aufgespannt wird. leisten, ist in jeder deutschen Geburtsklinik Mit diesem immer wiederkehrenden Motiv selbstverständlich. Entscheidend für uns war, arbeiten wir in allen Medien – in den Broschüalle begleitenden Rahmenbedingungen so ren, der Box und auf unserer Homepage, dort patientenfreundlich wie möglich zu gestalten können die verschiedenen Menüpunkte über und dies nach außen zu kommunizieren. das Anklicken der Wäschestücke aufgerufen werden. Auch in unserer Geburtsabteilung Gibt es bei der Zielgruppe der werdenden ist eine bunte Wäscheleine an der Wand Eltern besondere Herangehensweisen im angebracht. Dieses Bild lassen wir ganz real Marketing? auch bei unseren Elterninformationsabenden wiederkehren: mit einer echten aufgespannten Manfred Fleck: Bei Geburten geht es nicht Wäscheleine und einem Pfeil, der den Weg um eine Krankheit, sondern um etwas ganz weist. Der Wiedererkennungswert unserer Natürliches. Diese Zielgruppe hat neun MonaGeburtsklinik hat sich so deutlich verbessert. te Zeit, sich über die Geburtsklinik zu informieren. Und das tun die Eltern auch. AngeWie haben sich die Veränderungen in den fangen bei der Mund-zu-Mund-Propaganda bis Geburtenzahlen niedergeschlagen? zu Elterninformationsabenden als möglicher Kontakt vor Ort. Meist schauen sich werdenManfred Fleck: Vor zwei Jahren lagen wir de Eltern mehrere Geburtskliniken an. Dazu bei 750 Geburten und entschieden uns, unser kommen als Wettbewerber noch die GeburtsKonzept zu überarbeiten. Wir hatten uns als häuser und die Möglichkeit, zu Hause zu entZiel das Erreichen von 900 Entbindungen binden. Insofern gilt es für uns, darzustellen,

gesetzt. Das haben wir nicht nur erreicht, sondern mit 950 Geburten sogar überschritten. Bei einer regionalen Geburtensteigerungsrate von 2 % können wir eine Steigerung von 15 % aufweisen. Natürlich spielen dabei auch andere Faktoren wie die Umbauphase eines Mitbewerbers eine Rolle oder die Einrichtung von Einbettzimmern in unserer Station. Es müssen dabei viele Dinge perfekt zusammenspielen. Das Marketing ist nur ein Teil, der lediglich nach außen transportieren kann, was real bei uns geboten wird. Denn die schönste Broschüre taugt nichts, wenn das, was versprochen und beworben wird, nicht eingelöst wird. Vielen Dank für das Gespräch.

i www.die-geburtsklinik.de

+ Steckbrief Geburtenstation Alice-Hospital Darmstadt: - 950 Entbindungen pro Jahr - 14 Beleghebammen - 3 Belegärztinnen (Gynäkologinnen) - integrierte Wochenpflege (Mutter und Kind werden durch eine Krankenschwester betreut, auf den Stationen gibt es Elternzimmer, in denen Mütter und Väter gemeinsam stationär aufgenommen werden)


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Fokusthema Facebook

Praxisbeis piel Baby Smil e

Schritt für Schritt zum Facebook-Auftritt „Social Media“ ist seit zwei bis drei Jahren das am stärksten wachsende Segment im Marketing. Grund genug für Baby Smile, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nach eingehender Analyse war klar: Richtig eingesetzt kann Facebook ein sehr wertvoller Kommunikationskanal für die Marke werden. Erfahren Sie in unserem Praxisbeispiel, welche Fragen wir uns im Vorfeld gestellt haben und welche Erfahrungen wir mit dem Launch unseres Facebook-Auftritts gemacht haben.

Facebook-User bevorzugen die Kommunikation mit reellen Personen und nicht mit anonymen Marken. Authentizität und Ehrlichkeit sollten eine entscheidende Rolle in der Kommunikation mit den Kunden einnehmen.

Der Anfang: Die Bedeutung von Social Media erkennen Schon seit vielen Monaten verfolgte auch unser Unternehmen die Entwicklung von Facebook und beobachtete die Tendenz stetig steigender Nutzerzahlen. Facebook wurde damit zu einem Medium, auf dessen Nutzung kaum ein Unternehmen mehr verzichten konnte. Seit Ende September ist auch Baby Smile mit einer eigenen Seite auf Facebook aktiv. Dennoch galt es zunächst viele Fragen zu klären und den Facebook-Auftritt genau zu planen: Vor allem ergab sich die Frage: Ist unsere Zielgruppe überhaupt auf Facebook aktiv? JA! Denn neben den werdenden Eltern sind auch einige Kliniken bereits bei Facebook aktiv und

pflegen den Dialog mit Patienten über dieses Medium. Unternehmensziele formulieren Das Hauptziel unseres Facebook-Engagements ist die Kommunikation mit unseren Kunden. Mithilfe von Facebook möchten wir den Dialog mit unseren Kunden fördern und offene Fragen beantworten, um eine langfristige Kundenbeziehung aufzubauen und somit die Marke Baby Smile zu stärken. Aber auch in der möglichen Nutzung des Facebook-Auftritts für Marktforschungszwecke sehen wir ein großes Potenzial, unseren Service und unsere Fotoprodukte kontinuierlich zu verbessern.

- dem Unternehmen eine Identität verleihen und somit Persönlichkeit vermitteln - das Unternehmensimage positiv aufbauen  und pflegen, gezielt auf Kundenfragen  und Kundenwünsche eingehen Die Zusammenarbeit mit Agenturen ist empfehlenswert. Sollte dies finanziell nicht realisierbar sein, muß etwas mehr Zeit für die Umsetzung eingeplant werden.

Tipp

Stichwort Netiquette Für die Kommunikationssteuerung haben wir folgende Grundsätze festgelegt: - Allgemeine Umgangsformen: Beiträge

„Veröffentlichen Sie Beiträge mit Mehrwerten, die für Ihre Facebook-Fans relevant sind. So profitieren Sie von einer hohen Interaktions-Rate und Kundenbindung.“ Carlo Schwarze, Online Marketing Manager von Baby Smile

Unsere Ansprüche an die Facebook-Seite: - Servicequalität steigern, regelmäßige Kommunikation mit Fans garantieren  - intensive Kundenbeziehungen aufbauen  und Transparenz nach außen gewährleisten - zusätzliche Informationen über neue  Produkte oder Kooperationspartner zur  Verfügung stellen  - Mehrwert schaffen durch spezielle Aktionen 

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mit diskriminierenden, beleidigenden, bedrohenden oder jugendgefährdenden  Inhalten werden gelöscht Datenschutz: User sollen private Daten nicht  auf der Seite veröffentlichen Mehrfachposts: doppelte Beiträge  werden entfernt Fremdwerbung wird entfernt Redaktionszeiten Mo - Fr 9 bis 20 Uhr Reaktionszeit max. 3 Stunden  unternehmensübergreifender Kontakt mit dem Serviceteam von Baby Smile Handhabung mit Kritik durch interne  Kommunikation, schnelles Eingehen auf  Kritik, auch bei negativem Feedback gibt  es ein positives Resultat  bei mehreren Betreuern Initialien  verwenden, um Ansprechpartner und  Verantwortung zu regeln Dialog auf Augenhöhe, einheitliches  Wording (Du-Form, persönliche Plattform,  unsere verantwortlichen Mitarbeiterinnen  sind namentlich genannt und mit einem Bild  auf unserer Facebook-Seite zu erkennen)

Auf den Inhalt kommt es an: Im monatlichen Rhythmus definiert das Baby Smile Facebook-Team Themen für einen möglichen Redaktionsplan. Aus diesem ersten Plan geht ein fester wöchentlicher Redaktionsplan hervor, dessen Themen kontinuierlich in Wort und Bild umgesetzt veröffentlicht werden. Der Erfolg von Social Media Marketing bei Facebook ist dabei von einer langfristigen, kontinuierlichen und einheitlichen Kommu-


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CHECKLISTE für Ihren Facebook-Auftritt Zielgruppenanalyse: Ist meine Zielgruppe überhaupt auf Facebook aktiv?

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Ziele definieren: Welche Ziele wollen wir mit der Facebook-Seite erreichen? Sind die Ziele sinnvoll? Können sie zu meinem Unternehmenserfolg beitragen? Woran messen wir den Erfolg (Fanzahlen, Interaktionen, Kommentare, Umsatzsteigerung etc.)? –> Definieren Sie vorab klare Ziele und Kennzahlen, die Sie in einer bestimmten Zeit erreichen wollen und prüfen Sie fortlaufend die Erreichung dieser. 

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Interne Analyse: Generiere ich einen Mehrwert für das Unternehmen und die Facebook-User durch meinen Auftritt?

3 nikation abhängig. Um langfristig eine hohe Interaktionsrate zu gewährleisten, müssen die veröffentlichten Informationen an die Zielgruppe angepasst sein und dem Leser einen Mehrwert bieten. Stunde Null: Der Startschuss Am 25.09.2012 ging die Baby Smile FacebookSeite online. Bisher sind für die Betreuung der Seite zwei Mitarbeiter verantwortlich, die über das nötige Fachwissen und Kompetenzen verfügen und gemeinsam die Betreuung der Seite übernehmen. Je größer eine Seite wird und je intensiver ihr Dialog mit den Usern wird, umso mehr personelle bzw. zeitliche Ressourcen sind notwendig, um die Redaktionszeit abzudecken. Die personellen und finanziellen Ressourcen, die Facebook-Aktivitäten erfordern, werden häufig unterschätzt. Ein Redaktionsplan, Auswertungen von Facebook-Statistiken (Insights) und der ständige Dialog mit den Usern fordern Zeit und Geld. Denn ein Facebook-Auftritt, der keinen Mehrwert und keinen Dialog bietet, bleibt von den Usern unbeachtet. Durch die klare Abgrenzung der Zielgruppe weisen unsere Baby Smile Beiträge eine hohe Interaktionsrate auf. Mit emotionalen Bildern, die oft mehr aussagen können als viele Worte, begeistern wir unsere Fans – die frischgebackenen Eltern – und sorgen somit für einen intensiven Dialog. Mit Wettbewerben für Aufmerksamkeit sorgen Unsere erste Aktion, ein Fotowettbewerb, startete mit dem Facebook-Auftritt am 25.09.2012. Sie war für uns eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Aufmerksamkeit und Fans zu gewinnen. Innerhalb weniger Tage wurden über 300 Babyfotos hochgeladen. Durch die eigenständige Verbreitung des Gewinnspiels über Facebook konnte eine hohe Reichweite innerhalb des sozialen Netwerkes geschaffen werden, die sich in einer großen Steigerung der Fan-Zahlen auswirkte. Gewinnspiel-Regeln sind bei Facebook sehr umfangreich. Informieren Sie sich unbedingt vor einer Aktivität bei Facebook über das Regelwerk und legen Sie Teilnahmebedingungen für einen (Foto)wettbewerb fest!

Strukturen schaffen: Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Welche Abteilungen müssen involviert werden? Wo liegen die Verantwortlichkeiten? –> Involvieren Sie rechtzeitig alle internen und relevanten Abteilungen und stellen Sie verbindliche Prozesse und Strukturpläne mit Verantwortlichkeiten auf.

Unternehmen, die bei Facebook aktiv sind, müssen jederzeit sachlich auf kritische Anmerkungen ihrer Fans reagieren. Der virale Effekt ist eine gute Möglichkeit, Bekanntheit zu erlangen. Andererseits kann sich das Fehlverhalten oder der unsachliche Umgang mit kritischen User-Kommentaren auch negativ auswirken und in einem hohen Aufwand für den Dialog mit empörten Kunden münden. Im schlimmsten Fall kann der unprofessionelle Umgang mit kritischen Usern zu Image-Schäden führen. Daher sollten Unternehmen auf jede Kritik konstruktiv, mit einer positiven Haltung und dosierter Selbstkritik eingehen.

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Systeme/Prozesse definieren: Wer ist der verantwortliche Ansprechpartner im Unternehmen? Welche Freigabeprozesse gibt es? –> Definieren Sie Freigabeprozesse verbindlich und unmissverständlich als geltende Leitlinie für das Community Management. Planen Sie schnelle Prozesse ein, um das Facebook-Team handlungsfähig zu machen.

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Fazit Nach den ersten Monaten können wir bestätigen, dass Facebook ein sehr gutes Marketinginstrument ist, um mit Kunden zu interagieren und sie langfristig an sich zu binden. Regelmäßige Auswertungen der Statistiken helfen seine Fans kennenzulernen: Welche Beiträge sind besonders beliebt? Welche Demografie weisen die Fans auf (Alter, Geschlecht, Stadt)? Auf die Beiträge der User sollte unbedingt im Sinne eines positiven Kundenmanagements aktiv eingegangen werden. Bei Problemen oder negativen Posts kann man durch schnelle Reaktionszeiten vieles kurzfristig und kundenfreundlich lösen und öffentliche Kritik abwenden. Die Arbeit mit Facebook beruht auf kontinuierlicher Verbesserung der Kommunikation – sowohl nach außen zu den Fans als auch zwischen den einzelnen Baby SmileUnternehmensbereichen. Denn Social Media als User anzuwenden ist zwar kinderleicht, als Unternehmen jedoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Tipp

i Buchempfehlungen: Facebook - Marketing unter Freunden: Dialog statt plumpe Werbung (F. Holzapfel, K. Holzapfel)

Ressourcen/Redaktion: Verfüge ich über ausreichend zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen, die die regelmäßige Pflege der Facebook-Seite gewährleisten? Sind die Verantwortlichen ausreichend geschult, mit dem Medium vertraut und autorisiert, ohne weitere interne Freigabeprozesse auch auf Negativmeldungen und Fragen antworten zu können? Ist gewährleistet, dass unmittelbar auf Posts und Anfragen über Facebook reagiert werden kann? Steht kontinuierlich zielgruppengerecht und plattformgerecht aufbereiteter Content zur Verfügung? Gibt es interne Content-Lieferanten? Können Sie Ihre aktuellen Marketing-Aktivitäten mit Facebook sinnvoll vernetzen bzw. ergänzen? –> Regeln Sie Ihre Posts und Aktionen in einem Social Media Redaktionsplan.

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Inhalte definieren: Welche Inhalte sollen grundsätzlich gepostet werden? –> Vermeiden Sie Marketing- und Werbetexte. Facebook erfordert individuelle Beiträge, die an die Plattform und seine Umgangs- und Verhaltensformen angepasst sind.

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Krisenmanagement: Selbstkritische Fragen stellen: Was kann auf der Seite passieren, was können für Probleme auftreten? Von welcher Zielgruppe aus? Was sind die Worst-Cases? Wie reagieren wir darauf? Wer ist wann zu informieren und einzubinden? –> Entwickeln Sie Krisenpläne und Wordings für bekannte Krisenthemen, damit das Facebook-Team (Community Manager) schnell reagieren kann. Redaktionsplan und Verantwortlichkeiten: Welche Inhalte werden in den nächsten Wochen gepostet? Wer ist verantwortlich und wird zum Administrator? –> Erstellen Sie einen Redaktionsplan, der beinhaltet, wann welcher Beitrag gepostet wird. Benennen Sie klare Verantwortlichkeiten, dass auch im Notfall mind. eine Person für die Fanpage verantwortlich ist.


Social Media Marketing auf Facebook

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Feedbacks von Kliniken Erfolgreiches Social Media Marketing auf Facebook Praxisbeispiele: Facebook in der Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH und der Solothurner Spitäler AG Seit wann haben Sie einen eigenen Facebook-Auftritt, und auf wie viele Fans können Sie derzeit verweisen? Susanne Brantner, TILAK, Österreich: Die TILAK ist seit Juni 2011 auf Facebook unter folgender Adresse zu finden: http://www.facebook.com/ tilak.gesundheit. Bis dato haben wir 706 „Gefällt mir“, also Fans, wobei wir Wert darauf legen, dass dies ECHTE Fans sind. Dass unsere Fans aktiv sind, sieht man auch an der Anzahl der Personen, die Beiträge ansehen. Diese sind fast nie unter 300.

Wie gewährleisten Sie eine regelmäßige Pflege? Wie häufig schauen Sie rein bzw. veröffentlichen Sie News? Wie viele Mitarbeiter sind in Ihr Facebook-Marketing eingebunden? Susanne Brantner: Wir sind ein Team von insgesamt vier Administratoren, die diese Pflege aber nebenher bewerkstelligen. Es gibt in unserem Bereich zum Glück so viele News, dass wir kein Problem haben, den Newsbereich auf www.tilak.at, unsere Facebookseite und unseren Twitter-Account mit speziellen Informationen vorzugsweise für Journalisten zu füllen. Das erste halbe Jahr arbeiteten wir mit einer externen Agentur, danach übernahmen wir. Technische Neuerungen/Adaptionen werden intern erledigt. Oliver Schneider: Die Kommunikation über Facebook ersetzt keinen anderen Kanal, sondern ist nur eine Abrundung in unserem Portfolio. Der Auftritt wird von mir gepflegt, und zwar 365 Tage im Jahr. Normalerweise bieten wir unseren Fans und Nicht-Fans rund vier- bis fünfmal pro Woche neue Informationen. Viele unserer Mitarbeitenden helfen uns auch, aktuell auf Facebook zu sein. Sie posten News aus ihren Bereichen. So entsteht Interaktivität. Wie gehen Sie mit Lob und Tadel um? Haben Sie interne Verhaltensregeln, auch zu Krisenkommunikation? Welches Zeitfenster geben Sie für Reaktionen vor?

Facebook-Auftritt von TILAK, Österreich

Oliver Schneider, Solothurner Spitäler AG, Schweiz: Wir sind seit 18. März 2011 auf www.facebook.com/solothurnerspitaeler für unsere Freunde erreichbar. Außerdem haben wir für unsere somatischen Standorte Bürgerspital Solothurn, Kantonsspital Olten, Spital Dornach, die Psychiatrischen Dienste sowie unser Gesundheitszentrum in Grenchen je eine Standortseite mit Kontaktinformationen. Unser Freundeskreis ist im Vergleich zu anderen Unternehmen klein. Wir haben zurzeit 457 Freunde.

Susanne Brantner: Es existieren definierte Workflow-Prozesse, wie wir mit Kritik und/oder negativen Meldungen umgehen. Wir hatten bisher – also 16 Monate – nur ein negatives Posting, das aber sofort über andere Ebenen behandelt und bereinigt wurde. Zeitfenster gibt es keine definierten, da die vier Administratoren aber permanent auch über Smartphones und Tablets online sind, kann eine kurze Reaktionszeit vorausgesetzt werden. Oliver Schneider: Auf Postings an unserer Pinnwand reagieren wir normalerweise innerhalb von sechs Stunden. Interne Verhaltensregeln haben wir nicht, aber da die Pflege des Auftritts konzentriert durch mich erfolgt, war das bisher auch nicht nötig.

Warum haben Sie sich für dieses Netzwerk entschieden? Wen möchten Sie mit Ihrem Auftritt erreichen (Zielgruppe)? Was sind Ihre Kommunikationsziele? Susanne Brantner: Wir wollen auf Facebook keine medizinischen Inhalte transportieren und auch kein Jobcenter aufmachen. Dazu verwenden wir andere Medien und Tools. Unser Facebook-Auftritt dient rein dazu, ein wenig Image zu transportieren. Der User findet viele Veranstaltungen, Fotos und kleine Begebenheiten, mit denen er sich identifizieren kann. Auch kleinere Gewinnspiele werden veranstaltet. Zielgruppendefinition gibt es keine, da Medizin/die TILAK/die Kliniken doch alle Altersgruppen und Geschlechter interessiert. Oliver Schneider: Die sozialen Netzwerke sind ein Kanal, um mit unseren verschiedenen Zielgruppen in Kontakt zu treten. Wir wollen vor allem die Bevölkerung ansprechen, die sich gegenüber neuen Medien offen zeigt. Das sind mittlerweile nicht mehr nur junge Menschen, sondern auch ältere. Unter den Jüngeren sind vor allem junge Familien, ihre Angehörigen und Freunde das Zielpublikum unserer Aktivitäten. Unsere Babygalerie ist deshalb selbstverständlich auch auf Facebook verfügbar. Auch über Ausbildungsplätze und freie Stellen informiert man sich heute vermehrt über Facebook. Schließlich bietet es sich für ein Spital an, über einen Facebook-Auftritt auch mit den Mitarbeitenden zu kommunizieren. Wir können ihnen aktuelle Informationen liefern, die sie auf anderem Wege nicht erreichen. Der Blick aufs Smartphone liegt eher zeitlich drin als lange Recherchen im Intranet.

Facebook der Solothurner Spitäler AG Schweiz

Ein guter Rat: Was möchten Sie anderen Klinikpartnern zum Thema Social Media Marketing auf Facebook mit auf den Weg geben? Susanne Brantner: Nicht von den internen Gegenstimmen entmutigen lassen. Oliver Schneider: Man darf Facebook als Marketingkanal für Krankenhäuser im deutschsprachigen Raum nicht überbewerten. Ein Facebook-Auftritt kann jedoch auch hierzulande eine sinnvolle Ergänzung für ein Klinikum sein – auch wenn es nur mit einem kleinen Angebot aktiv wird.


Thema Elterninfoabend – Expertenbeitrag von Stephan Rotthaus

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Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance Der Elterninformationsabend als Marketinginstrument zur Patientengewinnung und Imagepflege Von Stephan Rotthaus, führender Klinikmarketing-Experte und Geschäftsführer der rotthaus medical GmbH urch die Optimierung des Elterninformati-

D onsabends und der Kreißsaalführung kann

kann zunächst die Klinik und damit der nächste stattfindende Elterninfoabend gefunden werden.

die Entscheidungsfindung der werdenden Eltern positiv beeinflusst werden. Im GeburtshilfemarDie Dramaturgie des Abends ist entscheidend keting nimmt der Elterninformationsabend daDie Dramaturgie des Elterninformationsabends her eine wichtige Rolle im Prozess der Patientenspielt bei der Umwandlungsquote von Interesgewinnung ein. Er stellt den Erstkontakt zu den senten in zukünftige Patienten eine entscheiEltern her und bietet die Plattform, um das Haus dende Rolle. Aspekte, die bei der Dramaturgie und seine Vorzüge vorzustellen und die Klinik beachtet werden sollten, sind zum Beispiel eine zu empfehlen. Oft wird das Potenzial, das der Elemotionale Ansprache, der Aufbau eines perterninformationsabend bietet, aber nicht richtig sönlichen Kontaktes und die Vermittlung der oder nur unzureichend genutzt. Eine strukturiergewünschten Informationen. Außerdem sollte te Bestandsaufnahme, eine detaillierte darauf geachtet werden, dass Raum Beurteilung der Medien, Abläufe und für persönliche Gespräche und die öffentlichen Ankündigungen sind VorBeantwortung von TeilnehmerÖffentliche aussetzung für die optimale Platzierung fragen gegeben wird. Dies kann Bewerbung der Marketingmaßnahmen und eine häufig zum Beispiel durch den Teilnahme Steigerung der Geburtenzahlen. Einsatz eines Moderators unterKreißsaalführung stützt werden. Ohne Besucher keine Patienten Treffen der Schon die Ankündigung des ElternVom Erstkontakt zur dauerhaften Entscheidung informationsabends will gut bedacht Kundenbeziehung Geburten sein, denn die Patientenakquise beDurch eine professionelle Projektin Ihrer Klinik ginnt bereits mit der Optimierung der verfolgung bzw. -steuerung kann Bewerbung des Elterninfoabends. Daverhindert werden, dass der wertvolbei stellt sich die Frage, wie und über le Erstkontakt zu den potenziellen welche Medien der Elterninformationsabend erPatienten nach dem Elternabend abbricht. Mit folgreich angekündigt werden kann. Oft ist hier dem Angebot der Schwangerenfotografie und nicht die Schaltung unzähliger Anzeigen die der Sendung des Fotos inklusive Infomaterial richtige Lösung, da meist hohe Streuverluste zu tritt das Haus wenige Tage nach dem Elterninfoabend erneut ins Gedächtnis. Baby Smile verzeichnen sind. Sinnvoller ist es, Patientenströme mithilfe einer Geocodierung vorab zu unterstützt Kliniken darüber hinaus mit der ermitteln, um eine Transparenz von MarktanteiVergabe eines Gutscheins für ein Baby-Fotoshooting und Willkommensgeschenke, die im len und Marktpotenzialen zu erhalten. Namen der Klinik überreicht werden. So wird eine zusätzliche Entscheidungshilfe geschaffen Die Babygalerie als Kommunikationsmedium und das Haus bleibt in bester Erinnerung. Die Effizient, weil kostenfrei und mit hoher ReichBasis der Pflege von Kundenbeziehungen und weite, ist die Bewerbung des Elterninfoabends der Verwaltung von Informationen bildet das auf der klinikeigenen Online-Babygalerie. Sie CRM (Customer Relationship Managements) wird oft von den werdenden Eltern genutzt, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen zum Beispiel zur Erfassung der Teilnehmer und sich bei der Namenssuche inspirieren zu der Kreißsaalführung und deren Präferenzen sowie die Nutzung der Kontaktinformationen. lassen. Die Einbindung der aktuellen Termine Mit diesem Tool und der Adresserfassung der der Elterninfoabende wird zum Beispiel für Kliniken, die mit Baby Smile kooperieren, auf Teilnehmer kann ein Marketing-Controlling aufgebaut werden, in dem die Erfolgsrate der der Babygalerie mit einer einfachen Funktion Kreißsaalführung gemessen wird, d. h. wie viele zum Einpflegen der Termine unterstützt. Auch Geburten werden aus den Kreißsaalführungen Facebook bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Termine zu publizieren: Über einen generiert. So können auch unterschiedliche Maßnahmen miteinander verglichen werden. Klinikfinder auf der Baby Smile Facebook-Seite

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Verbesserungspotenzial durch Teilnehmer-Feedback Oft wird die Erfassung des Feedbacks der Teilnehmer zum Beispiel zur vermittelten Atmosphäre und der Wahrnehmung des Referenten vernachlässigt. Ein Teilnehmer-Feedback in Form einer mündlichen oder schriftlichen Befragung ist für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Kreißsaalführung unerlässlich. i

Im Rahmen der KlinikAkademie bietet rotthaus.com ein Seminar „Marketingstrategien für die Geburtshilfe – Wie Sie das Vertrauen werdender Eltern gewinnen“ an. Termine 2013: 24.01. Köln Rotonda Business Club, 10 bis 17 Uhr 12.06. Stuttgart Maritim Hotel, 10 bis 17 Uhr 16.10. Köln Rotonda Business Club, 10 bis 17 Uhr Weitere Informationen unter: www.klinikerfolg.org/geburtshilfe-seminar Mehr über die Leistungen von rotthaus.com erfahren Sie unter www.klinikerfolg.org/geburtshilfeberatung oder lassen Sie sich persönlich über die Leistungspakete informieren: Liisa Eßer Telefon: +49-221 - 430 919 - 17 liisa.esser@rotthaus.com

Optimierter Elterninformationsabend ist Mehrwert für die Klinik Schritt für Schritt zum optimalen Elterninfoabend:

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professionelle Stärken-Schwächen-Analyse der Veranstaltung

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Verbesserungspotenzial bei der Ausgestaltung der Räumlichkeiten, Auswahl der visuellen Medien, Präsentation, zeitlichem Ablauf, thematischer Reihenfolge und der Kommunikation während der Kreißsaalführung aufdecken

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Maßnahmenplanung, angepasst auf die individuellen Bedürfnisse, zur Verbesserung der einzelnen Aspekte des Elterninfoabends und Optimierung der öffentlichen Ankündigung erarbeiten

Zielsetzung:

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Das Primärziel für die Kliniken ist eine signifikante Steigerung der Geburtenzahlen. An diesem Ziel sollten sich alle Marketingmaßnahmen ausrichten und optimal kombiniert zum Einsatz kommen. Daher gilt: Die Optimierung des Elternabends auf jeder Ebene führt zur Erhöhung der Konversionsrate der Teilnehmer aus den Veranstaltungen.


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Initiative Babyfreundlich Thema: Kreißsaalführung

Prädikat „Babyfreundlich“ Mit der Zertifizierung zu mehr Service und mehr Patienten Immer mehr Geburts- oder Kinderkliniken in Deutschland erhalten das Qualitätssiegel „Babyfreundlich“. Aktuell sind bereits 125 Krankenhäuser bundesweit Mitglied der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“, 72 davon sind nach dem Qualitätssiegel zertifiziert. Nach aktuellen Studien begünstigen sie die Mutter-Kind-Bindung. Was macht die besondere Qualität dieser „Babyfreundlichen“ Geburts- und Kinderkliniken aus? Warum entscheiden sich immer mehr werdende Eltern dafür, in diesen Häusern ihre Kinder zur Welt zu bringen? Die Redaktion sprach darüber mit Prof. Dr. med. Dieter Kranzfelder, Chefarzt der Geburtsklinik der Missio-Klinik Würzburg und 1. Vorsitzender der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“.

Herr Prof. Kranzfelder, die Geburtsklinik Ihres Hauses ist seit 2009 als „Babyfreundlich“ zertifiziert. Warum haben Sie sich entschlossen, dieses Qualitätssiegel zu erwerben? Herr Prof. Kranzfelder: Uns hat das Betreuungskonzept nach den B.E.St.®-Kriterien überzeugt. B.E.St.® steht für „Bindung“, „Entwicklung“ und „Stillen“. Dies ermöglicht eine effektive Förderung der Bindung, der Entwicklung des Kindes und des Stillens. Im Zentrum stehen der Schutz und die Förderung der Eltern-Kind-Bindung. So hat beispielsweise der Haut-zu-Haut-Kontakt ab der Geburt einen nachweislich positiven Effekt auf das Entstehen dieser primären Bindung. Auch die Stillförde-

rung gehört zur Betreuung nach dem neuen Konzept: Stillen gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit am vertrauten Körper der Mutter, es programmiert die Organfunktionen und den Immunschutz des Säuglings. So stärken wir das Kind in seinen angeborenen Fähigkeiten und fördern seine gesunde Entwicklung. Was hat sich seit der Zertifizierung Ihres Hauses in der Praxis geändert? Herr Prof. Kranzfelder: Die Veränderungen in den Routinen auf der Station wären ohne die hohe Motivation unseres Teams nicht möglich gewesen. Wir haben unsere Fachleute – von den Hebammen bis zu den Ärzten – intensiv zur Still- und Bindungsförderung geschult,

haben Prozesse neu durchdacht und umstrukturiert. Das hat die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team stark verbessert und alle Mitarbeiter sind stolz auf ihre neu erworbenen Kompetenzen. Auch hat sich das Selbstverständnis unserer Mitarbeiter in der Pflege gewandelt. Früher wurden Mutter und Kind oft direkt nach der Geburt voneinander getrennt, die Neugeborenen kamen in ein separates Zimmer oder wurden zumindest nachts den Müttern weggenommen. Die Krankenschwester war dabei oft eine wichtige Bezugsperson des Säuglings. Gesunde Neugeborene müssen aber nachts nicht von Schwestern versorgt werden, die Nähe der Mutter genügt völlig. Die Mütter brauchen allerdings Unterstützung von den Schwestern, die sie natürlich auch bekommen.

Von Anfang an überzeugen: Elterninformationsabend und Kreißsaalführung Der Elterninformationsabend hat in Bezug auf die Patientengewinnung und -bindung eine Schlüsselrolle inne. Mit Einführung der neuen Servicewelt haben Baby Smile Fotografinnen im November 2012 in zwei Kliniken testweise bei den Elterninformationsabenden Infostände betreut und das Angebot der Schwangerenfotografie vorgestellt.

EE Klinik für Frauenheilkunde und Geburts-

rste Erfahrungen im Testlauf machten die

hilfe des Klinikums Saarbrücken und das St. Vinzenz-Hospital Dinslaken. Doch wie bewährten sich die zusätzlich angebotenen Services zum Elterninfoabend und wie kamen die Leistungen bei den werdenden Eltern an?

Durchschnittlich kommen 50 Teilnehmer zu den Infoabenden des Mutter-Kind-Zentrums Saarbrücken, die als eine Kommunikationsplattform für die Eltern vor der Geburt konzipiert sind. Nicht die Werbung für die Klinik, sondern das Gespräch mit den Eltern steht dabei im Vordergrund. Eine Powerpoint-Präsentation gibt einen Überblick über die wichtigsten Themen rund um die Geburt und stellt die Klinik vor. Danach können Station und Kreißsäle besichtigt werden. „Das Alleinstellungsmerkmal unserer Klinik ist neben der höchsten Versorgungsstufe (Level I) die sehr persönliche Betreuung und die Möglichkeit, mit den Chefärzten der Frauen- und Kinderklinik auch kurz-

fristig einen Gesprächstermin zu vereinbaren“, erklärt Chefarzt Dr. med. Huschmand Nia vom Klinikum Saarbrücken. Im November 2012 wurde das Angebot des Elterninformationsabends testweise um neue Serviceleistungen von Baby Smile erweitert.

„Das Konzept von Baby Smile ist klug erdacht und exzellent organisiert.” Chefarzt Dr. med. Huschmand Nia Klinikum Saarbrücken

Die Babyfotografin der Klinik war an diesem Abend mit einem eigenen Infostand vertreten und stellte sich selbst, den Service von Baby Smile und die Fotoprodukte den Eltern vor. Es bestand auch die Möglichkeit, zusätzlich einen professionellen Imagefilm zu zeigen. Als besonderes Angebot wurde die Schwange-

renfotografie bei diesem Elterninformationsabend im Klinikum Saarbrücken vorgestellt und laut Chefarzt Dr. med. Huschmand Nia sehr gut angenommen: „Die bisherige Erfahrung mit dem Service von Baby Smile ist hervorragend, das Feedback durchweg positiv.“ Außerdem überreichte die Fotografin den Besuchern ein Gutscheinheft für ihre Willkommensgeschenke nach der Geburt. Mit diesem Gutscheinheft erhalten die Eltern kostenlos eine Glückwunschkarte des Klinikums Saarbrücken mit einem professionellen Foto des Babys, ein Baby-Kuscheltuch mit eingesticktem Namen sowie ein Foto des Babys in der Online-Babygalerie ihrer Klinik. Die Willkommensgeschenke übergibt die Babyfotografin im Namen der Klinik in einer attraktiven Geschenkebox. Der neue Service kam beim Klinikum Saarbrücken und den werdenden Eltern gleichermaßen gut an: „Sehr viele Eltern wünschen professionell aufgenommene Fotos und sind dankbar für das Angebot, noch in der Klinik Fotos machen zu lassen.“


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So kann eine Mutter zum Beispiel nach einem Kaiserschnitt oder nach einer sehr anstrengenden Geburt bei völliger Erschöpfung ihr Kind für einige Stunden bei den Schwestern abgeben. Heute sind die Schwestern Beraterinnen und Begleiterinnen der jungen Familien, die selbstständig Aufgaben in der Pflege ihres Kindes übernehmen. Welche Vorteile bietet „Babyfreundlich“ werdenden Eltern ganz konkret? Herr Prof. Kranzfelder: Die Babyfreundliche Geburtshilfe unterstützt Eltern dabei, eine feste Beziehung zu ihrem Kind zu entwickeln. Diese Bindung ist wichtig, denn sie stärkt nicht nur das Kind, sie trägt auch dazu bei, dass schwere Schicksale von Vernachlässigung und Misshandlung verhindert werden. Unser besonderes Engagement für die Still- und Bindungsförderung ist sehr wertvoll. Für Mütter ist es wichtig, dabei unterstützt zu werden, sowohl von der Familie als auch durch das medizinische Fachpersonal. Leider ist dies noch keine Selbstverständlichkeit. Bei uns gibt es eine eindeutige Sprachregelung für die Beratung der werdenden und stillenden Mutter. So wird vermieden, dass sich Frauen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Botschaften auseinandersetzen müssen. Die vielen gut gemeinten, aber dennoch oft falschen Ratschläge aus dem persönlichen Umfeld und auch vom Krankenhauspersonal können Mütter sehr verunsichern.

In unserem Hause erfahren Eltern schon in der Schwangerenvorsorge, wie wichtig das Stillen für das Gedeihen ihres Kindes ist. Wir zeigen den Müttern unterschiedliche Stillpositionen und sie lernen, wie sie sich bei kleinen Problemen selber helfen können. Auch nach der Entlassung können sie sich immer wieder an uns wenden und erhalten qualifizierte Unterstützung. Auch wenn sie dieses Angebot in vielen Fällen gar nicht in Anspruch nehmen, vermittelt es doch ein Gefühl von Sicherheit. Woran können werdende Eltern eine Babyfreundliche Geburtsklinik erkennen? Herr Prof. Kranzfelder: „Babyfreundliche“ Einrichtungen sind auch an der Auszeichnungsurkunde von WHO und UNICEF mit dem Picasso-Motiv „Maternity“ zu erkennen. Für werdende Eltern ist dies eine wertvolle Orientierungshilfe, sich bei der Auswahl einer geeigneten Klinik für unser Haus zu entscheiden. Herr Prof. Kranzfelder, wir danken Ihnen für das Gespräch. Das Interview führte Bernd Görgen, Presseund Öffentlichkeitsarbeit, Verein zur Unterstützung der WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ e. V., Bergisch Gladbach (bei Köln) i www.babyfreundlich.org

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Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Saarbrücken

- Klinik der Maximalversorgung mit gesamtem Spektrum der allgemeinen und speziellen Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Der Infostand von Baby Smile soll den Klinikservice am Elterninformationsabend bereichern.

Mit der Angebotserweiterung und Optimierung des Elterninfoabends werden bereits vor der Geburt positive Erinnerungen an die potenzielle Entbindungsklinik hervorgerufen. Eine Patientengewinnungsmaßnahme der Klinik wird so auch zu einem Zugewinn für die werdenden Eltern, erklärt der Saarbrücker Chefarzt: „Das Konzept von Baby Smile ist klug erdacht und exzellent organisiert. Der organisatorische Aufwand ist dabei sehr gering und das Angebot von Baby Smile ist für uns kostenfrei.“ Eine erfolgreiche erste Testphase mit begeister-

ten Kliniken und Eltern hat gezeigt, dass das Potenzial des Elterninformationsabends in Bezug auf die Patientengewinnung mit den neuen Angeboten von Baby Smile besser ausgeschöpft wird und für mehr Zuspruch sorgen kann. Daher soll das Angebot, nach Auswertung des Testlaufs und der finalen Optimierung des Ablaufs, ab Mitte 2013 allen Kooperationskliniken von Baby Smile zur Verfügung stehen. i www.klinikum-saarbruecken.de

- bildet zusammen mit der Kinderklinik ein Perinatalzentrum Level I (höchste Versorgungsstufe) und verfügt rund um die Uhr über das nötige Fachpersonal - durch die unmittelbare Nähe der Kreißsäle zur Kinderintensivstation (Wand an Wand) ist eine sofortige Versorgung der Neugeborenen jederzeit ohne Verzögerung sichergestellt - jährlich ca. 900 Geburten


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Vermischtes | Kurzmeldungen

Wie machen Sie das eigentlich? Die Umsetzung des Baby-Fotoshootings auf der Station

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adine Lehmann macht seit vier Jahren im Virchow-Klinikum in Berlin als Baby Smile Fotografin professionelle Bilder von den Neugeborenen. Wie ihre tägliche Arbeit aussieht und wie das Fotoshooting mit den Babys abläuft, berichtet sie klinikom im Interview.

von früh bis auf den späten Nachmittag. Den ersten Kontakt mit den Eltern habe ich meist schon beim Elterninformationsabend, bei dem ich mich als Babyfotografin und das Angebot des unverbindlichen Fotoshootings vorstelle. Nach der Geburt vereinbare ich Termine für die Fotoshootings, und zwei bis drei Tage nach dem Shooting überreiche ich den Eltern im Namen der Klinik die Glückwunschkarte mit dem ersten Foto, ein Kuscheltuch für das Baby mit eingesticktem Namen und ein Foto, das dann auch – natürlich mit Einverständnis der Eltern – in der Babygalerie erscheint. Außerdem aktualisiere ich täglich die Fotowand mit den von mir gemachten Bildern der Babys, die in der Klinik aushängt.

werden auf den Betten, auf einer Kuscheldecke in einem Stillkissen fotografiert. Das ist ganz warm, denen geht es richtig gut während des Fotografierens. Auf den Bildern sieht man nicht, dass es im Patientenzimmer ist, dadurch wirkt es sehr professionell, wie im Fotoatelier.

Wie lange dauert denn so eine Fotosession?

„Eltern kaufen nur, was wirklich gefällt”

In eigener Sache

Wieviel kostet die Eltern so ein Fotoshooting? Nadine Lehmann: In der Regel nicht länger als 20 Minuten. Wenn Geschwister dabei sind, kommen die natürlich auch mit aufs Foto. Wenn ein komplettes Familienbild entsteht, ist das ganz toll.

Wie oft sind Sie im Krankenhaus anzutreffen und worin besteht Ihre Arbeit als Baby Smile Fotografin?

Muss für das Shooting das Patientenzimmer umgeräumt oder Technik aufgebaut werden?

Nadine Lehmann: Ich bin die ganze Woche, also von Montag bis Freitag in der Klinik,

Nadine Lehmann: Nein, das Zimmer müssen wir überhaupt nicht umräumen. Die Babys

Aktuelle Termine? Jetzt Termine für Elterninfoabende 2013 aktualisieren ie Babygalerie als meistbesuchte Seite einer Klinikhomepage bietet werdenden Eltern nicht nur die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck über die potenzielle Geburtsklinik zu verschaffen. Sie ermöglicht darüber hinaus auch weitere Funktionen, wie regionale Namenssuche, und bietet Informationen zu Terminen und Angeboten rund um die Geburt. So sind zum Beispiel die Termine für kommende Informationsveranstaltungen dort bestens platziert und der erste Schritt zu einem gut besuchten Elterninfoabend. Aktualisieren Sie Ihre Termine jetzt und informieren Sie hierzu Ihre Regionalleiterin.

Nadine Lehmann: Das Fotoshooting ist für die Eltern komplett kostenfrei. In unserem Labor wird für die Eltern ein unverbindliches Baby Smile Eltern- und Freundeset mit verschiedenen Produkten erstellt. Die Eltern schauen was ihnen gefällt. Wir haben ganz verschiedene Produkte. Von kleinen Geburtskarten bis hin zu unserem Premiumprodukt dem Fotobuch. Es besteht selbstverständlich keine Abnahmepflicht.

Schon vorgestellt?

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Termine 2013 jetzt aktualisieren!

i www.babygalerie24.de/musterklinik/elterninfoabende.html

Die Plattform für Klinikmarketing:

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Im nächst en Heft:

Plattform für Schweizer Kliniken: das Swiss Forum er Wettbewerb unter den Spitälern hat sich in der Schweiz durch den Wegfall der Kantonsgrenzen bei der Spitalwahl und die DRG-Einführung verschärft. Wie Marketing dazu beitragen kann, dem eigenen Spital einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, zeigt das 4. Swiss Forum Klinikmarketing in Zürich am 8. bis 9. April 2013. Nach der erfolgreichen Einführung der Baby Smile Fotografie in bereits mehr als 10 Schweizer Spitälern wird auch das Unternehmen Baby Smile auf dem Kongress vertreten sein.

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i www.klinikerfolg.org/swissforum.aspx

Die erweiterte Servicewelt m Kliniken bei der Patientengewinnung, -bindung und Imagepflege aktiv unterstützen zu können, bietet Baby Smile mit seiner Servicewelt verschieden anwendbare Marketingmaßnahmen ohne Kosten und Aufwand für die Klinik. Die Baby Smile Regionalleiterinnen stellen allen Kooperationspartnern diese Marketingmaßnahmen in den kommenden Monaten persönlich vor.

Freuen Sie sich auf d ie nächste Ausgabe d er klinikom , die am 1 2013 ersc 5. Juni heint. Sch w erpunktth in der Aus emen gabe 2 /20 13 sind die Möglichke iten zur Pa tientenbin über Patie dung ntengesch enke und Bedeutung d ie der Babyg alerie für Klinikmark das eting .

KliniKom 01/2013  

Das Magazin für Kommunikation und Marketing für Geburtskliniken