Issuu on Google+


Preissausschreibung Die Verlegerin des UP-CampusMagazins, die Passauer Publikationen Gruppe e.V., will zur Förderung journalistischen Nachwuchses junge Autoren auszeichnen und veranstaltet dazu im Sommersemester 2007 ein Preisausschreiben. Angesprochen sind Studentinnen und Studenten aller Fakultäten an der Universität Passau. Gesucht sind besonders kreative Beiträge (max. 15.000 Zeichen), gerne auch Reportagen und Glossen, zu Themen rund um Passau (Uni, Stadt und Land). Die Beiträge werden von einer unabhängigen Jury begutachtet und in der Sommer-Ausgabe des Magazins veröffentlicht. Die ersten drei Gewinner werden in Anwesenheit von Jury, Vorstand und Presse am Freitag, 15.6.2007 um 18.00 Uhr im Restaurant Zi Teresa mit Urkunde ausgezeichnet. 1. Preis: Ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Cicero“ 2. Preis: Büchergutschein von Pustet für 30,- EUR 3. Preis: Büchergutschein von Pustet für 20,- EUR Die Beiträge mitsamt Kontaktdaten des Bewerbers sind bis zum 15.5.2007, 15.00 Uhr (Ausschlussfrist) an das Herausgebergremium zu übermitteln: Dr. Florian Hartleb Email: florian.hartleb@ppg-online.de Web: www.ppg-online.de


Editorial Liebe Leserinnen und Leser, der Frühling hat begonnen, Blumen blühen auf und Bäume kleiden sich in grünes Blättergewand. Passend dazu liegt der Fokus in dieser Ausgabe auf dem Freistaat Sachsen mit seiner aufblühenden Kunst- und Kulturstadt Dresden. Zu diesem Thema beinhaltet die Ausgabe einen Beitrag über den Dresdner Künstler Michael Ebel sowie ein Exklusiv-Interview mit der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange. In einem Rückblick der etwas anderen Art beleuchten wir die Münchner Sicherheitskonferenz, die im Februar 2007 stattgefunden hat. Der Kulturreferent im Landratsamt Passau bringt uns in einem Interview die kulturelle Vielfalt des Landkreises Passau näher. Im Feuilleton-Teil findet sich wie immer das Rezensionsforum. Einen Ausblick bietet eine Studie über den Leistungsdruck von Bachelorstudenten. Viel Spaß mit dieser Ausgabe wünscht euch Eure Redaktion P.S.: Für Anregungen und Kritik sind wir immer zu haben! Einfach an den unten angegebenen Kontakt wenden.

14. Ausgabe des UP-CampusMagazins (4. Jahrgang, 2. Ausgabe), Ausgabe 2/2007 (Frühjahr 2007, erschienen im April 2007) Auflage: 2000 Stück in Passau, Druck: Wolf Plusz Kft. Budapest, Verlag: Passauer Publikationen Gruppe e.V. ISSN: Herausgeber: Chefredaktion: Layout: Redaktion: Gastbeiträge: Anzeigenleitung: Abbildungen:

1863-7701 Bence Bauer und Florian Hartleb Florian Steidl und Johannes Pinkl (Stellv.) Christoph Stöß Bence Bauer, Florian Hartleb, Vanessa Jansche, Johannes Pinkl, Eva Schindler, Florian Steidl Franziska Körner, Lazaros Milopoulos, Thomas Klaußman Stefan Haßfurter, Florian Steidl S.1: Florian Steidl (Dresdner Frauenkirche), S.5: Michael Ebel, S.6: SMWK Sachsen, S.8: Antje Wildgrube, Kai Mörk, S.9: Sebastian Zwez, S.10: Dr. W. Hartleb.

Die Verantwortung im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.) tragen die Herausgeber. Alle namentlich gekennzeichneten Artikel spiegeln die Meinung des Verfassers, nicht die der Redaktion oder des Herausgebergremiums wider. Ein herzlicher Dank gilt allen Inserenten! Kontakt:

Passauer Publikationen Gruppe e.V. Florian Steidl, Chefredakteur, Tel.: 0851/9871706, Email: florian.steidl@ppg-online.de, Web: www.ppg-online.de

Anzeige

Seite 3 - Ausgabe II / 2007

Editorial

Impressum


Sachsens Kulturlandschaft

Über Sachsens aufblühende Kulturlandschaft Sachsen ist ein rohstoffarmes Land. Seit dem Mittelalter gibt es dort keine Bodenschätze mehr. Nur Braunkohle wurde noch lange abgebaut, war als Rohstoff aber nicht so attraktiv wie andere. Die sächsischen Herrscher investierten deshalb vorrangig in Kunst und Kultur. 871 Jahre regierte in Sachsen das Herrscherhaus Wettin. In dieser Periode wurde der Grundstein für das Kulturland Sachsen gelegt. Viele wettinische Fürsten waren Kunstsammler und -förderer. Vor allem August der Starke, der von 1694 bis 1733 Kurfürst von Sachsen, seit 1697 auch König von Polen war, setzte starke Akzente. Er entwickelte eine Sammelleidenschaft für Bilder; die Gemäldegalerie „Alte Meister“, die heute unter anderem Raffaels „Sixtinische Madonna“ zeigt, geht auf seinen Ursprung zurück. Mit dem „Grünen Gewölbe“ schuf er außerdem eine der reichsten Schatzkammern Europas, die prächtige Kunstwerke aus Edelsteinen, Elfenbein, Gold, Silber, Bronze und Bernstein beherbergt. Für August den Starken waren die Kunstschätze Ausdruck von Reichtum und absolutistischer Macht. Hunderttausende Touristen ziehen sie jährlich in ihren Bann. Sein Sohn August III. führte das Werk seines Vaters als Kurfürst weiter. Das 1806 zum Königreich erhobene Sachsen existierte bis 1919. Seitdem ist Sachsen Freistaat, unterbrochen durch zwei Diktaturen mit weitreichenden Folgen für Land und Leute. Die Barockstadt Dresden 13. und 14. Februar 1945. Aschermittwoch. Anglo-amerikanische Bomberverbände fliegen zwei Tage lang gegen die Stadt die schwersten Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs. Architektonische Meisterwerke, Wahrzeichen und Kunstschätze werden dabei zerstört oder unter Trümmern begraben. Während der Zwinger und die Semperoper relativ rasch wieder aufgebaut werden konnte, erstrahlte die barocke Altstadt erst nach der Wende wieder in altem Glanz. 2002 beschädigte das Elbhochwasser erneut einige Schmuckstücke der Stadt. Erst 2005 konnte die Wiederauferstehung der Frauenkirche gefeiert werden. Sie ist das Wahrzeichen Dresdens und gilt zugleich als Inbegriff für Frieden und Völkerverständigung. In der Ära des Sozialismus sind Teile der am anderen Ufer der Elbe gelegenen Neustadt dem Verfall preisgegeben worden. Heute erfreut sie sich als alternatives Szeneviertel besonders bei Studenten großer Beliebtheit. Zwischen den gesichtslosen Fassaden der Neubauten sind hier immer wieder heruntergekommene Gebäude zu sehen, die nach der Wende oft von Immobilieninvestoren aus dem Westen zu Spekulationsobjekten degradiert wurden und nicht verkauft werden konnten. Der russlanddeutsche Künstler und Journalist Andreas Rajert musste in seinem Leben mehrmals

umsiedeln. Er sagt über die Stadt, die seit vielen Jahren seine Heimat geworden ist: „Dresden ist eine großartige Stadt, die die Einwohner beeinflusst. Hier besteht immer eine große Auswahl an kulturellen Angeboten, aber es ist ein vielfältiges Angebot nicht nur für die Elite, sondern für alle. Die Dresdner sind sehr offen, lieben neue Ideen und unorthodoxe, außergewöhnliche Mitbürger. Hier fühle ich mich wohl. Die Stadt wird jedes Jahr schöner weil noch gebaut wird.“ Und in der Tat: Die Baustellen gerade im Altstadtbereich sind zahlreich. Außerhalb Dresdens liegen im Elbtal prächtige Schlösser und Burgen inmitten reizvoller Landschaften, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Historisch bedeutsame Städte wie Leipzig oder Meißen sind weitere kulturelle Höhepunkte und Touristenmagnete in Sachsen. Wirtschaftliche Prosperität Hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation gehört der Freistaat Sachsen zu einer aufstrebenden Region in Deutschland, zu der beispielsweise der wirtschaftsbelebende Automobilbau zählt. Durchschnittlich 16 Prozent Arbeitslosigkeit und drängende Demographieprobleme sind die traurige Seite der Medaille. Die von Ministerpräsident Georg Milbradt geführte Koalitionsregierung aus CDU und SPD strengt sich an, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen. Ergebnis der Halbzeitbilanz der Regierung: Der Freistaat ist mit immerhin vier Prozent Wachstum das wirtschaftlich erfolgreichste deutsche Bundesland. Sachsen ist auch Wissenschaftsstandort. Besonderer Erwähnung verdient das Städtedreieck Leipzig-Dresden-Chemnitz mit seinen Traditionsuniversitäten, die jüngst 110 Millionen Euro für eine Exzellenzinitiative für Spitzenforschung aus EU-Mitteln bekamen um den Anschluss an die westdeutschen Eliteuniversitäten nicht zu verlieren. Die kurz angesprochenen Themen sind nur ein Ausschnitt von dem, was Sachsen trotz aller Probleme zu bieten hat. Getrost kann der Freistaat als „Musterländle“ Ostdeutschlands bezeichnet werden, wenn man vorurteilsfrei die Fakten betrachtet und sich bewusst wird, was das Land im 17. Jahr nach der Wiedervereinigung zu bieten hat. Die folgenden Beiträge beschäftigen sich vertieft mit den Themen Kunst, Bildung und Wissenschaft.

Seite 4 - Ausgabe II / 2007

von Florian Steidl


„Kunstgeschichte als Selbstbedienungsladen“

Der junge ostdeutsche Künstler Michael Ebel im Spiegel eigener Großartigkeit und seiner Werke

Im Gespräch spricht er von der eigenen Größe. Zu diesem Thema will er seine Magisterarbeit mit dem viel versprechenden Titel „Das Wissen um die eigene Bedeutung als künstlerischer Antrieb“ verfassen. Der Vierundzwanzigjährige kann Understatement anderer Künstler nicht ertragen. Es scheint ihm verlogen, denn jeder könne die Großartigkeit der eigenen Kunst ruhig zugeben. Den Vorwurf der Arroganz lässt er nicht gelten, da für ihn die Bilder vom Künstler losgelöst sind. Eine Personalunion zwischen Künstler und Werk lehnt Ebel kategorisch ab. Er begreift den Künstler als Medium, das zu gewissen Zeiten und bedingt durch viele Zufälle Werke schafft, aber ansonsten mit den fertigen Arbeiten nicht viel mehr zu tun hat. Deswegen stellt er sich, sobald er ein Bild für fertig erklärt hat, als Betrachter auf die gleiche Stufe mit allen anderen Betrachtern und kann somit das von ihm Geschaffene genauso bewerten wie er ein Gemälde Pablo Picassos oder Gerhard Richters bewerten würde. Der junge Künstler setzt bei allen Bildern die gleichen Maßstäbe an und stellt dabei fest, dass die Bilder, die zufälligerweise er gemalt hat, nicht schlecht dabei wegkommen. Folglich stellt er sich nicht über Picasso, was durchaus vermessen und arrogant wäre, sondern auf Augenhöhe mit diesem. Für Ebel funktioniert Kunst sowieso nur durch den Betrachter. Dabei gibt er Thomas Mann Recht, wenn dieser behauptet, dass nicht unbedingt der Künstler am meisten über sein Werk wisse. „Das liege eben genau daran“, so Ebel, „dass das Kunstwerk und der Künstler getrennt sind“. Der Künstler könne also keine Arroganz darin finden, wenn er seine Bilder für hervorragend hielte, weil ihm das auch keiner vorhalte, wenn er das über Arbeiten Picassos sage.

Diese Emanzipation der Bilder thematisiert Michael Ebel in seiner neuen Serie, die er lakonisch „Kunst und Konsument“ nennt und in der er das alte Bild-in-BildMotiv aufgreift. Auf seinen Leinwänden sind Figuren vor Bildern postiert. Diese treten auf den ersten Blick nicht unbedingt in Verbindung mit der abgebildeten Kunst, schauen sie nicht einmal an oder sind gar mit den Rücken zu ihnen abgebildet. Doch genau darin spiegelt sich die Autonomie sowohl des Werks als auch des Betrachters wieder. Damit steht Ebel dem Künstler Marcel Duchamp nahe, bei dem im Mittelpunkt immer der Betrachter steht ohne den Kunst unfertig bleiben würde. Der Malstil von Ebel lässt sich als expressiv realistisch beschreiben, was aber kein Widerspruch ist. Denn in seinen Bildern scheint die ganze Kunstgeschichte als ein „großer Selbstbedienungsladen“ zu fungieren. Der junge Künstler glaubt nicht, dass es in der Malerei noch wirkliche Neuerungen gibt, weil das rein schwarze Bild schon gemalt worden und die Suche nach immer größerer Abstraktion deshalb abgeschlossen sei. Der Zufall zieht sich wohl kalkuliert durch die Werke, die eine Kombination aus Actionpaintingelementen und fast fotorealistischen Figuren darstellen. An manchen Stellen ist die weiße Leinwand noch zu sehen, während andere Partien zentimeterdick mit Farbe bedeckt sind. Die Bilder faszinieren und haben das mystische Element, welches Kunst braucht um interessant zu sein. Man kann sie nicht erklären, aber durchaus längere Zeit ohne Langeweile betrachten. Seine Bilder verkauft Michael Ebel im Moment noch in Eigenregie, was den Preis positiv beeinflusst, der selbst für noch unbekannte Künstler dieser Klasse äußerst günstig ist. Er freut sich, kein freischaffender Künstler zu sein, der sein täglich Brot mit Ausstellungen verdienen muss. Trotzdem träumt er davon. Von der großen Ausstellung. Aber solange seine Bilder noch in seiner Wohnung zu verstauben drohen, wird er sich diesen Traum nicht erfüllen können. Ein junges Talent mit einem großen Traum. Ein Student wie du und ich.

Seite 5 - Ausgabe II / 2007

von Thomas Klaußman www.ebel-kunst.de

Kunstgeschichte

Um den Bezug zur Wirklichkeit nicht zu verlieren und aus Sicherheitsgründen studiert Michael Ebel Lehramt auf Deutsch und Kunst in Dresden. Nebenbei versucht der aus der brandenburgischen Provinz stammende Student, sich auf dem Gebiet der Kunst zu etablieren. Mit mäßigem Erfolg, was seiner Meinung nach an der Dresdener Galeristenszene liegt, die in ihrem eingeschworenen Kreis von Künstlern junge Nachwuchstalente nur ausstellen lässt, wenn diese bereits mit Preisen dekoriert sind. Doch an Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht, obwohl seine Bilder erst einmal in einem Café öffentlich zu sehen waren.


Ministerin Stange Interview

„Sachsens Hochschulen sind hervorragend aufgestellt“ Das Problem mit dem demographischen Wandel kennt man auch in Sachsen. Derzeit wird darüber intensiv von Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert. Die Abwanderung junger Menschen aus Sachsen birgt beispielsweise Probleme für den Arbeitsmarkt, auf dem dann qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Wie die sächsischen Hochschulen damit umgehen und Vorsorge treffen erklärt die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange (SPD), im Gespräch mit dem UP-CampusMagazin. Sie spricht sich gegen Studienbeiträge aus und zeigt sich damit unisono mit den anderen neuen Bundesländern. In einem Plädoyer für den Forschungs- und Hochschulstandort Sachsen verrät Stange außerdem, warum Sachsens Hochschulen auch für bayerische Studenten interessant sind. UP-CampusMagazin: Guten Tag Frau Ministerin. Einige Bundesländer haben Studienbeiträge eingeführt oder werden dies in naher Zukunft tun. Können sächsische Hochschulen es sich leisten, auf Dauer auf Studienbeiträge zu verzichten oder werden sie früher oder später mit den Hochschulen anderer Ländern mitziehen? Dr. Eva-Maria Stange: Ich habe immer gesagt – und dazu stehe ich auch nach wie vor, dass es mit mir als Wissenschaftsministerin in Sachsen keine Studiengebühren geben wird. Ich sage das vor allem mit Blick darauf, dass mit der Einführung von Studiengebühren, gerade in den ostdeutschen Ländern, eine bestimmte Gruppe von Studierenden sich ein Studium einfach nicht mehr leisten könnte. Außerdem sind Gebühren ganz klar eine zusätzliche Barriere, sich für ein Studium zu entscheiden. Dabei denke ich be-

sonders an die Kinder aus Facharbeiterfamilien, die schon kein Bafög bekommen, also von ihren Eltern während des Studiums finanziell unterstützt werden müssen, denn einen Nebenjob finden sie im Osten oft auch nicht. Dieser Anteil ist gerade bei den sächsischen Studierenden besonders hoch. Wir haben uns im Hochschulpakt 2020 verpflichtet, konstant 19.900 Studienanfängerplätze in Sachsen zu erhalten. Wenn wir jetzt darüber nachdenken würden Studiengebühren einzuführen, bauen wir eine zusätzliche Barriere auf. Gerade vor dem Hintergrund der ca. um 1/3 zurückgehenden sächsischen Abiturienten in den nächsten Jahren und dem daraus drohenden Fachkräftemangel halte ich Studiengebühren für unvernünftig. Im Übrigen sind sich in diesem Punkt momentan alle ostdeutschen Bundesländer einig. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft dabei bleibt. UP-CampusMagazin: Derzeit werden in Sachsen Lösungsmöglichkeiten für die Bewältigung des demographischen Wandels gesucht. Wie gehen die Hochschulen damit um und was wollen sie im Hinblick auf die Abwanderung vieler junger Menschen aus dem Freistaat um? Dr. Eva-Maria Stange: Die Abwanderung von Jugendlichen aus Sachsen ist die eine Sache, der wir nur entgegnen können, wenn es uns gelingt, Voraussetzungen zu schaffen, damit die Jugendlichen hier in Sachsen die Lebensumstände vorfinden, die sie sich wünschen. Dazu gehört, dass sie einen attraktiven Studien- oder Ausbildungsplatz und Arbeitsplätze finden. Hier ist auch die Wirtschaft gefordert. Schon vor der Entscheidung für eine Studienrichtung sollten sich Abiturienten die Frage stellen, welche Zu-

Anzeige

Debeka Hochschulservice - Servicebüro Passau, Exerzierplatz 9, Tel. (0851) 75 17 40 Alexander Katzensteiner, Bezirksleiter und Jens Neugebauer, Bezirksbeauftragter Informieren Sie sich auch über unsere Vorträge unter www.katzensteiner.de

Seite 6 - Ausgabe II / 2007


UP-CampusMagazin: Bayerische Hochschulen belegen in Rankings regelmäßig Spitzenplätze. Sächsische Institutionen finden sich eher im Mittelfeld. Warum sollte sich ein bayerischer Student für eine sächsische Hochschule entscheiden? Dr. Eva-Maria Stange: Ich denke, ein bayerischer Student findet in Sachsen vergleichsweise gute Studienbedingungen. Wir haben kurze Studienzeiten, bieten praxisorientierte Studiengänge und natürlich: Ein Studium ohne Studiengebühren. Die Betreuungsrelationen sind vor allem im technischen Bereich hervorragend. Hochschulen in Sachsen sind umgeben von einer leistungsstarken Forschungslandschaft, die zukünftigen Wissenschaftlern exzellente Qualifikationsmöglichkeiten bietet. Dazu kommt, dass das Studium in Sachsen günstig ist. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als beispielsweise in Bayern, auch Wohnungen oder Plätze in den Studentenwohnheimen sind günstig zu bekommen. In Zusammenarbeit mit den Studentenwerken verfügen einige Universitäten über flexibel geöffnete Kindertagesstätten und damit einzigartige Möglichkeiten zum Studium mit Kind. Außerdem, auch das ist immer ein wichtiges Argument, bieten unsere Hochschulstandorte ein abwechslungsreiches, attraktives Studentenleben. UP-CampusMagazin: Was tut der Freistaat Sachsen, um als Wissenschaftsstandort attraktiv zu bleiben bzw. attraktiver zu werden? Ist das sächsische Wissenschaftssystem fit für die Zukunft?

nische Universität Dresden z. B. hat sich als einzige ostdeutsche Hochschule erfolgreich in der 1. Runde der Exzellenzinitiative mit einem Exzellenzcluster und Graduiertenschule aus dem Bereich der Biowissenschaften durchgesetzt. Inzwischen hat auch die Universität Leipzig in der 2. Runde mit ihren Antragsskizzen für einen Exzellenzcluster mit dem Schwerpunkt Mathematik und einer Graduiertenschule im Bereich der Naturwissenschaften überzeugen können und darf nun ihre Vollanträge einreichen. Gerade die Graduiertenschulen, die wir damit in Sachsen weiter ausbauen können, führen dazu, dass wir junge Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen aus Deutschland und aus dem Ausland nach Sachsen ziehen, die sich in diesen Bereichen qualifizieren und damit für einen neuen Input sorgen können. Sachsen verfügt momentan mit fünf Universitäten, fünf Fachhochschulen, fünf Kunsthochschulen und der Berufsakademie Sachsen mit acht Staatlichen Studienakademien über ein leistungsfähiges Netz an Hochschulen. Dazu kommt ein enges Netz von Forschungseinrichtungen, bestehend aus sechs Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft, dreizehn Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und sieben Forschungseinrichtungen der Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz sowie ein Helmholtz-Institut, die in enger Kooperation mit den Hochschulen und der Wirtschaft stehen. Damit haben wir in Sachsen ein sehr gutes und höchst leistungsfähiges, öffentlich gefördertes Forschungspotenzial, für das Staat und Wirtschaft in Sachsen etwas über 2,2 % des Bruttoinlandsproduktes bereitstellen. Außerdem hat sich Sachsen, wenn man das so sagen kann, zu einer unverwechselbaren Marke auf viel versprechenden Innovationsfeldern entwickelt. Auf den Gebieten Material- und Werkstoffwissenschaften, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Nanotechnologien, Maschinen- und Fahrzeugbau, Lebenswissenschaften, insbesondere Biotechnologie, Neurowissenschaften, Medizin und Medizintechnik und der Umwelt- und Energieforschung steht Sachsen für innovative Kompetenz. Dafür, dass das so bleibt und dafür, dass vor allem die sächsische Wirtschaft auch zukünftig noch mehr in Forschung- und Innovation investiert, will ich mich gern einsetzen. UP-CampusMagazin: Vielen Dank für das Gespräch. Die Fragen stellte Franziska Körner

Dr. Eva-Maria Stange: Sachsens Wissenschaftssystem ist nicht nur klar auf zukunftsfähige Forschungslinien orientiert, sondern auch weltweit konkurrenzfähig. Die Voraussetzungen dafür liegen in unseren Universitäten. Die Tech-

Seite 7 - Ausgabe II / 2007 Anzeige

Ministerin Stange Interview

kunftsaussichten habe ich damit? Es gehört aber noch viel mehr dazu, wenn ich an die weichen Standortfaktoren wie ein vielfältiges kulturelles Umfeld, Möglichkeiten zu Kinderbetreuung und vieles andere denke. Bezogen auf unsere Hochschulen sehen wir den demographischen Wandel nicht als Katastrophe sondern als Chance. Im Moment sind unsere Hochschulen hervorragend aufgestellt, die Betreuungsrelationen sind überwiegend gut. Mit Blick auf die sinkende Zahl der Abiturienten aus unserem eigenen Land werden wir ab Ende dieses Jahres bundesweit für den Studienstandort Sachsen und dessen Attraktivität mit der Kampagne „Studieren in Sachsen“ werben. Wir bieten der steigenden Zahl der Hochschulzugangsberechtigten in den westlichen Ländern eine gut ausgebaute Hochschulund Forschungslandschaft. Der Fachkräftebedarf in Zukunftsbranchen steigt in den nächsten Jahren deutlich an, so dass auch nach dem Studium Arbeitsplätze auf die Absolventen warten.


In der Höhle der Mächtigen

Sicherheitskonferenz

Impressionen von der 43. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik Immer in der Faschingszeit herrscht für ein Wochenende in der Münchner Innenstadt der Ausnahmezustand. Dann wissen die hiesigen Geschäftsleute, die Zeit der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik ist wieder gekommen. Dieses Jahr fand sie vom 9. bis 11. Februar bereits zum 43. Mal statt. Was unter Ewald von Kleist 1963 als „Wehrkundetagung“ ins Leben gerufen wurde und später ihren heutigen Namen erhielt, führt Horst Teltschik als Vorsitzender der Konferenz seit 1999 fort. Die Teilnehmerliste legt auch diesmal wieder Zeugnis ab über die Hochkarätigkeit der Veranstaltung und die überzeugende Arbeit, die Horst Teltschik leistet. Er ist dafür verantwortlich, dass neben der deutschen Kanzlerin zahlreiche Staatspräsidenten, 16 Außen- und 24 Verteidigungsminister, Diplomaten, Spitzenforscher, Abgeordnete diverser Parlamente sowie Experten und Entscheidungsträger aus Militär, Parteien und Exekutivbürokratie aus über 40 Nationen gekommen sind. Zwei Tage lang tauscht sich das honorige und elitäre Publikum über das diesjährige Leitthema „Globale Krisen, globale Verantwortung“ im offenen, nichtstaatlichen Diskurs in ungezwungener Atmosphäre aus. Die private und von der bundesrepublikanischen Regierung finanzierte Veranstaltung soll „Frieden durch Dialog“ schaffen. Doch längst tangieren die Redner auch Themen wie Umweltpolitik oder Russlands Rolle in der Welt, die weit über die traditionelle Sicherheitspolitik hinausgehen. Stars in der Manege Vom Kampf gegen die Klimaänderungen, die nur durch Kooperation vieler Staaten wirksam bekämpft werden können, leitet Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede den Dreiklang „Freiheit, Sicherheit, Verantwortung“ her, der eine moderne Sicherheitspartnerschaft ausmache und gemeinsames multilaterales Handeln voraussetze um Antworten auf die asymmetrischen Bedrohungen des Terrorismus zu finden. Ebenfalls unter den Panelisten befindet sich der SPD-Vorsitzende und rheinlandpfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. In einer bisher ungekannten, äußerst höflichen Ausdrucksweise versucht er sich als Außen- und Sicherheitspolitiker, redet vom sozialdemokratisch geprägten „Wandel durch Annäherung“ (Egon Bahr). Ein Konzept, dass seiner Meinung auch heute noch in modifizierter Form anwendbar sei. Ursula Plassnik, Österreichs Außenministerin, lässt den Weimarer Außenpolitiker Stresemann wieder aufleben, indem sie die EU als das Ergebnis eines friedlich „gelebten, effektiven Mul-

tilateralismus“ bezeichnet. Bewusste Anglizismen lassen Ministerin Plassnik als Europäerin erscheinen, wenn sie von einer „halben Milliarde Stakeholder am europäischen Projekt“ spricht. Das erfolgreiche europäische Lebensmodell sei für ein schlappes Prozent des BIP zu haben, zu verstehen als „Beitrag“ für die EU-Mitgliedschaft. Zweifelsohne kein enormer Aufwand für Sicherheit. Auch EU-Newcomer wie Estland oder das NATONichtmitglied Ukraine sind durch ihre Präsidenten als Redner anwesend, Vertreter einiger islamischer Republiken und asiatischer Staaten bekunden durch ihre Teilnahme ihr Interesse am Thema Frieden und am nordatlantischen Sicherheitsbündnis. Als Erfolg für Teltschik und als Zeichen für die internationale Staatenwelt kann gewertet werden, dass auch der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates der Islamischen Republik Iran, Ali Laridschani, gekommen war, nachdem er am Freitagmorgen ab- und am Mittag wieder zugesagt hatte. Der eigentliche Stargast aber ist der russische Präsident Wladimir Putin. Seine Rede wurde mit Spannung erwartet und als er nach der Bundeskanzlerin das Podium betritt, um über die „Rolle Russlands in der Weltpolitik“ zu sprechen, wird es unruhig unter den Journalisten. Nervöses Stühlerücken ist zu vernehmen. Scharfe Attacken gegen häufige Alleingänge der USA und Kritik an der US-amerikanischen Grenzüberschreitung „in fast allen Bereichen“, die ein neues Wettrüsten der Welt heraufbeschwöre, begleitet Putin mit ausdrucksstarker Mimik. Um diese verbale Bombe ihres Präsidenten vor Ort erleben zu können, sind viele der insgesamt über 500 akkreditierten Medienvertreter extra aus Russland oder den angrenzenden Staaten angereist. Es ist nicht nur bedeutend, was offiziell vor Kameras in den Reden oder den Diskussionsrunden gesagt wird, sondern auch, was in den Hinterzimmern für Gedanken ausgetauscht und welche Freundschaften bei den Dinnern gepflegt werden oder neu entstehen. Zusätzlich finden um die hundert bilaterale Gespräche an dem Tagungswochenende statt, damit angeknacksten Beziehungen und anderen Problemen jeweils unter vier Augen auf der persönlichen Ebene begegnet werden kann. Hühner auf der Stange Das der wie ein rohes Ei behütete Bayerische Hof als Tagungsort wieder ausgewählt worden ist, kann als Huldigung an die Tradition interpretiert werden, die schon seit Jahrzehnten gilt. Eigentlich ist die noble Adresse am Promenade-

Seite 8 - Ausgabe II / 2007


platz mit seiner klassizistischen Fassade viel zu klein für die 300 Teilnehmer auf dem Parkett des Konferenzsaales. In den Rängen finden noch 150 Beobachter wie beispielsweise Büroleiter oder weniger wichtige Diplomaten Platz, die so etwas wie Zuschauer sind. Sie haben kein Rederecht und bilden oft die Entourage der Teilnehmer.

Während man in Versuchung kommt, in solcherlei Gedanken anzuschweifen, heißt es für die Teilnehmer schon wieder „Ladies and Gentlemen, please take a seat, please. und für die Journalisten, sich einen Platz auf der Stange zu suchen, um weiter „hautnah“ dabei zu sein. Horst Teltschik legt Wert auf Pünktlichkeit. Typisch deutsch. Wegen des überaus engen Zeitkorsetts müssen die Diskussionen im Anschluss an die Panelreden knapp gehalten werden, zwischen den Themen werden keine Pausen gewährt. Das ist der Job der Mächtigen. Auch ein harter Job. von Florian Steidl

Behütet wie Augäpfel Aber immerhin: Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass man zu denen gehört, die von nicht weni-

Anzeige

Zu mir? Oder zu Dir?

Oder gleich zu Pustet!

Nibelungenplatz 1 94032 Passau Tel. 0851. 560 89-0

www.pustet.de

Seite 9 - Ausgabe II / 2007

Sicherheitskonferenz

Der auch dieses Jahr wieder enorme Medienauflauf fand seine räumlichen Grenzen für Printmedienjournalisten jäh in der wenig komfortablen, dunklen „Night Club Bar“. Fast wie die Hühner auf der Stange mussten die Medienvertreter die Veranstaltung via Live-Übertragung an TVGeräten verfolgen. Und wenn die Mittagspause heranrückt und sich die Masse der Teilnehmer zum Essen über einen kurzen Gang zum Treppenhaus wälzt, stürzen sich die Journalisten und Kamerateams wie Aasgeier auf die prominenten Gäste, richten ihre Mikrofone und Kameras aus wie Fühler, werfen der vorüber ziehenden Fragen vor die Füße, immer in der Hoffnung auf einen Widerhall. Das aber ist der Job eines Journalisten, dessen Aufgabe es ist, die Öffentlichkeit möglichst umfassend über derlei Ereignisse zu unterrichten: Ein harter Job.

ger als 3500 Polizisten, herangekarrt aus ganz Bayern und Hessen, beschützt werden. Es fühlt sich gut an, wenn man das Privileg hat, völlige Bewegungsfreiheit hinter den Absperrgittern zu genießen, während sich davor, unwahrnehmbar für die eingeigelte Versammlung, ein Demonstrationszug aus 3000 „SiKo“-Gegnern formiert, die sich aus einem breiten Spektrum rekrutieren, das von pazifistischen Christen, orthodoxen Linken und Gewerkschaftern bis hin zu Mitgliedern von Friedensinitiativen oder der Organisation der Globalisierungsgegner „Attac“ reicht.


Interview Dr. W. Hartleb

Kulturarbeit im Landkreis UP-CampusMagazin: Grüß Gott, Herr Kulturreferent. Als Magazin für Studenten der Universität Passau wollen wir immer wieder auf besondere Ereignisse im Landkreis aufmerksam machen. Wir stellen dabei fest, dass Studenten, die ja häufig aus ganz anderen Teilen Deutschlands kommen, für das Umland leider wenig Interesse entgegenbringen. Inwiefern kann der Landkreis auch für Studenten interessant sein?

interessante Ausstellungen sehen und an Kultur-Events teilnehmen. UP-CampusMagazin: Welche kulturellen Ereignisse hat der Landkreis für 2007 geplant, die besonders auch junge Leute ansprechen?

Dr. Wilfried Hartleb: Bis in den Juni hinein präsentieren wir im Museum Kloster Asbach eine SkulptuDr. Wilfried Hartleb renausstellung mit Kleinskulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts. GroDr. Wilfried Hartleb: Das Motto des Landkreiße Namen sind dort vertreten wie Salvatore Dali, ses heißt: „Kultur – Erholung – Lebensfreude“. Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Franz von Stuck Und so verbinden sich in unserer Region Natur u.a. Parallel zu dieser musealen Präsentation dieser Ausstellung bieten wir auch eine Reihe von und Kultur in wunderschön gelegenen SchlösWorkshops mit der Bildhauerin Edeltraud Maria sern und Klöstern. Man trifft in unserem LandGöpfert an. Wir würden uns sehr freuen, wenn kreis immer wieder Studenten an, die mit dem auch Studentengruppen aus Passau sich bei uns Fahrrad unterwegs sind, z.B. Inn-aufwärts Richdazu anmelden würden (Tel.: 0851/94960-15; tung Neuburg. Auf Schloss Neuburg kann man e-mail: kulturreferat@landkreis-passau.de ). Führungen miterleben oder die Ausstellungen in Die Workshops sind kostenfrei. der Landkreisgalerie besichtigen. Im sinfonischen Blasorchester des Landkreises Ein Besuchermagnet ist auch das Granitzentrum Passau spielen einige Studenten mit. Im Herbst in Hauzenberg, wo das Kulturreferat jedes Jahr ist ein großes Konzert in Pocking geplant, zuinternationale Künstlersymposien veranstaltet. Die Ergebnisse aus Granit kann man dort besammen mit einem Blasorchester aus Südtirol. sichtigen. Viele Studenten genießen auch das Der Höhepunkt in unserem Kulturprogramm wird Wellness-Angebot in unserem Bäder-Dreieck sicherlich die große Dürer-Ausstellung im MuseBad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach. um Kloster Asbach (Juli, August, September) Zwischen Bad Griesbach und Birnbach liegt das sein. Wir präsentieren Holzschnitte und KupferMuseum Kloster Asbach; dort kann man hochstiche aus der graphischen Sammlung des Stif-

Anzeige Therme 1 Kurallee 1 D-94072 Bad Füssing Tel.: (08531) 9446-0 www.therme1.de info@therme1.de

Studenten nur 5€! (gilt nur für die Therme)

Abheben

Erholen

Eintauchen

Heilen

Öffnungszeiten Thermalbad Ganzjährig täglich von 07:00 - 18:00 Uhr ; Aufenthaltsdauer: 5 Stunden Mittwoch, Freitag, Samstag Abendbadetag bis 21:00 Uhr

Seite 10 - Ausgabe II / 2007


Europas Geschichte bereisen

UP-CampusMagazin: Fragen wir einmal umgekehrt. Womit können sich Studenten für den Landkreis einbringen? Wo sehen Sie konkret Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln?

Geert Mak, der umstrittene und streitbare niederländische Publizist, selbst von der strengen Juristerei zum Journalismus gekommen, erregte in den Niederlanden des Jahres 2005 Aufsehen, als er die Ermordung Theo van Goghs relativierte und fast schon unbeirrbar am Mythos der multikulturellen Gesellschaft festhielt.

Dr. Wilfried Hartleb: Immer wieder absolvieren Studenten Praktika bei unserer Kreisarchäologie, bei der Durchführung von Ausstellungen usw. Im sinfonischen Blasorchester des Landkreises Passau spielen Studenten mit.

Doch bereits im selben Jahr brachte Mak in der Betreuung des Siedler Verlags ein monströses Werk auf den deutschen Buchmarkt, einen 1.200 Seiten starken Wälzer, eine Nacherzählung unserer einzigartigen und tragischen Geschichte auf unserem alten Kontinent Europa. Das viel beachtete Buch wurde zwischenzeitlich in Dutzende Sprachen übersetzt. Mak spinnt einen imaginären Faden, an dem er Städte und Schauplätze unseres Kontinents mit bedeutsamen Wendemarken der Epochen des Jahrhunderts verknüpft und verwebt. Jedes historische Zeitalter ordnet er einem markanten Ort zu – die Belle Epoque den großen Metropolen Westeuropas, die Zwanziger den Städten des Nordens, den Vernichtungskrieg der Nazis den symptomatischen Orten des weiten Ostens, die grauen Nachkriegsjahre den Wegmarken der Nachkriegsordnung, die späten Achtziger den Stätten des Aufbruchs und schließlich die jüngste Vergangenheit den Städten des Balkans.

UP-CampusMagazin: Die Stadt Passau ist durch die Neue Mitte schon optisch mitten in einem riesigen Veränderungsprozess. Inwiefern strahlt diese städtebauliche Modernisierung auf den Landkreis aus? Dr. Wilfried Hartleb: Die Stadt Passau hat zentral-örtliche Funktion, vor allem als Universitätsund Domstadt und als Sitz von Behörden und Standort des süd-ostbayerischen Städtetheaters für das Umland immer noch eine gewisse Zentralfunktion. Doch nimmt diese kontinuierlich ab, weil sich in den selbstbewussten Zentren des Landkreises wie Pocking, Vilshofen, Hauzenberg oder in der viel besuchten oberösterreichischen Barockstadt Schärding kulturelle und wirtschaftliche Aktivitäten entwickeln. Insgesamt ist die Region Passau auf einem guten Wege und viele Studenten studieren sehr gerne hier bei uns und bleiben auch nach dem Studium unserer Region treu.

Dabei definiert der Autor nicht nur das jeweilige Zeitalter durch Geographie, er vermittelt uns unseren gebrechlichen Kontinent durch und mit unserer lebhaften Geschichte. Er bereiste im Jahre alle Stationen, binnen eines Jahres, Monat für Monat, ordnete Gedanken und Historien und zerlegte diese Mélange in zwölf Monate, in zehn Dekaden. Wenn Hobsbawm uns das 20. Jahrhundert nacherzählt, so tut Mak mehr als das – er bereist es, erlebt es und erfährt es in den Städten des Geschehens. Das fulminante Machwerk gründet also nicht nur auf theoretischer Substanz, sondern auf lebendigen Itenerarien und vor allem auf persönlichen Gesprächen und leibhaftigen Erlebnissen von Mensch, Raum und Zeit.

UP-CampusMagazin: Vielen Dank für das Gespräch.

Seite 11 - Ausgabe II / 2007

von Bence Bauer Geert Mak: In Europa. Eine Reise durch das 20. Jahrhundert Siedler Verlag 2005, 1.200 Seiten, 49,90 EUR ISBN-13: 978-3886808267

Interview/Rezensionsforum

tes Stams in Tirol. Bislang war im ostbayerischen Raum noch nie eine derartige Ausstellung.


Rezensionsforum

Adenauer hautnah

Günter Grass verstehen

Der brillante Kenner des ersten Nachkriegskanzlers und erstklassiger Autor Hans-Peter Schwarz liefert mit seinen „Anmerkungen zu Adenauer“ einen in sieben Kapiteln gefassten, fesselnden Einblick in die Denke des großen Christdemokraten.

Der deutsche Jahrhundertautor ist nicht Jedermanns Sache: Vielen zu sperrig, zu langatmig oder zu parteiisch, ist Günter Grass nie zu einer unbestrittenen Wegmarke der deutschen Gegenwartsliteratur geworden. Einer der größten deutschen Schriftsteller und Virtuosen der der deutschen Sprache ist er dennoch: Davon legt er in seiner neuer Veröffentlichung zweifellos ein Zeugnis ab.

Das Buch zeichnet auf 217 Seiten die Stationen des Bundeskanzlers auf und gibt einen Rückblick über die wichtigsten Entscheidungen seiner Amtszeit: Von der Stunde Null über die wichtige atlantische Einbindung bis hin zur Wiedererrichtung des Bundeswehr: Adenauer verstand es, die Koordinaten des darniederlegenden Nachkriegsdeutschland in einer zukunftsgerichteten Weise neu zu justieren und von der Nazizeit losgelöst zu neuen Ufern zu führen. Geboren während der Kanzlerschaft Bismarcks und bis 1933 Oberbürgermeister von Köln, kultivierte Adenauer einen strikt antikommunistischen, westwärts gewandten rheinischen Katholizismus wie er heute noch in der Bundesstadt Bonn nicht selten anzutreffen ist. Letztlich führte aber gerade dieser Kurs, der jeglichen Neutralitätsverheißungen der Sowjets energisch trotzte, zum erfolgreichen Gelingen der neuen deutschen Demokratie. Von den deutschen Fernsehzuschauern zum bedeutendsten Deutschen Gewählte entstammte dem Kleinbürgertum, lebte mit seiner Familie im beschaulichen rechtsrheinischen Rhöndorf und gab sich auch als praktisch begabter Heimwerker und Hausmann – den deutschen Sehnsüchten nach Romantik und Idylle entsprach er nicht nur in seinem weltpolitischen Wirken, sondern auch im Kleinen, im Kreise der Familie, als guter Nachbar und Freund. Das in der Deutschen Verlags-Anstalt erschienene Werk ist nicht nur das Kompendium eines der besten Adenauer-Kenner, sondern auch die Zusammenfassung der Ereignisse und Begebenheiten, die Adenauer geprägt hat und die zur Basis der bundesrepublikanischen Nachkriegsordnung wurde. Konrad Adenauer und die Bonner Republik – das sind zwei Begriffspaare, die sich gegenseitig bestimmen und bedingen. von Bence Bauer

Sein Leben ist ein sehr deutsches Leben. Der kleine Junge, der in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen ist, landet genauso bei der SS wie in Kriegsgefangenschaft. Im zerstörten Nachkriegsdeutschland unternimmt er zaghaft seine ersten Schritte in die eigene Existenz. Lebenskünstler, Universalgelehrter, Autodidakt – man mag für den Autor auf vielfache Weise bezeichnen, er hebt sich von anderen Schöngeistern durch seine Handwerklichkeit und durch den Sinn für das Lebenspraktische ab. Grass ist nicht nur der Bildhauer, der häufig auch seine Skulpturen ausstellt, er zeichnet und modelliert, vor allem aber ist ein begnadeter Koch. Das Bemerkenswerte an diesen Lebenserinnerungen des deutschen Monumentalautors sind die persönlichen Einsichten und Einblicke. Viele interessante und denkwürdige Stationen im Leben entfalten erst im Nachhinein ihre ihnen eigene Wirkung. So gesehen schildert der Künstler nicht nur die Begegnung mit Josef Ratzinger und seine Kriegserlebnisse, sondern auch scheinbare Banalitäten, die aber prägend waren und bestimmend geblieben sind in seinem späteren Leben: Der ohne Zutaten absolvierte Kochkurs im Gefangenenlager, die ersten Tage in Düsseldorf, das Geldeintreiben für das mütterliche Geschäft in Danzig. Beim Lesen berührt uns nicht nur der Schleier des vergangenen Jahrhunderts, auch das Lebenswerk des Autors wird uns offenbar: Dass viele Bücher stärker als gedacht autobiographisch eingefärbt waren, erzählt uns der Künstler selbst. Damit wird die Häutung des zwiebelmäßig aufgebauten Lebens auch für diejenigen lesenswert, die mit dem Autor bisher nur wenig anzufangen wussten.

Hans-Peter Richter: Anmerkungen zu Adenauer Deutsche Verlags-Anstalt 2004, 217 Seiten, 17,90 EUR IBSN-13: 978-3421058386

Seite 12 - Ausgabe II / 2007

von Bence Bauer Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel Steidl Verlag 2006, 480 Seiten, 24,00 EUR ISBN-13: 978-3865213303


Was bleibt von der transatlantischen Partnerschaft?

Die RAF erhitzt auch beinahe dreißig Jahre nach dem schrecklichen deutschen Herbst die Gemüter, wie die Debatten um die vorzeitige Freilassung von bis heute nicht reuigen RAF-Häftlingen belegen. Zu einschneidend, ja geradezu bis ins Mark erschütterte der linke Terrorismus die Bundesrepublik.

Die politische Ordnung Nachkriegsdeutschlands und des zusammenwachsenden Europas und fußte über viele Jahrzehnte auf einem engen Transatlantismus. „Die Amerikaner, das sind wir“ formulierte einst treffend Péter Esterházy. Als erstes alarmierendes Zeichen eines entrückten Gefüges nach Zusammenbruch des Warschauer Paktes kann mitunter die Irak-Krise der Jahre 2002/2003 gesehen werden. Während gerade die neuen Pfeiler der transatlantischen Partnerschaft ein eindrucksvolles Zeugnis von dessen nach wie vor bestechender Aktualität und Notwendigkeit abgaben, waren es die saturierten politischen Eliten in den Länder des Okzidents, die neue Wege heraus aus der traditionellen Bündnis-, Werte- und Schicksalgemeinschaft suchten. Unvergessen bleiben die Worte des scheidenden Präsidenten Frankreichs, „die Osteuropäer hätten eine gute Gelegenheit zu schweigen ausgelassen“.

Eine Historisierung oder gar ein Vergessen kommt nicht infrage, auch weil viele Antworten auf Fragen wie nach den Anschlagbeteiligten insbesondere bei der so genannten 3. Generation noch immer nebulös ausfallen. Vor diesen Hintergründen gibt der am Hamburger Institut für Sozialforschung tätige Wolfgang Kraushaar ein opulentes Werk heraus, in dem 47 beteiligte Wissenschaftler nahezu alle denkbaren Facetten des Themas behandelt. Am Anfang stehen unter anderem detaillierte Porträts von wichtigen Protagonisten der RAF wie Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof. Terrorismus hat eine stark kommunikative Ausrichtung, Theatralik und Inszenierung eingeschlossen. Die Hungerstreiks Andreas Baaders oder die Rolle des Anwalts Klaus Croissant sind dafür bestes Beleg, ebenso die Mythologisierung von „Stammheim“ (S. 1073). Die RAFAktivisten haben es zumindest erreicht, zahlreiche Verschwörungstheorien aufrechtzuerhalten. Jan Philipp Reemtsma beschreibt am Ende die Phantasiebildung, die von einem bewaffneten Kampf ausgeht, die grundsätzliche Attraktivität der RAF (S. 1366). Ob mit seinen Deutungen allerdings die RAF „verstehbar“ wird, stellt der Rezensent auch nach intensiver Lektüre der beiden Bände vehement in Abrede. Unmenschliches lässt sich nicht begreifen. von Florian Hartleb Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Die RAF und der linke Terrorismus Hamburger Edition 2006, 1415 Seiten (zwei Bände), 78,00 EUR IBSN-13: 978-3936096651

Nun hat der am renommierten Insitut für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn arbeitende Lazaros Miliopoulos ein beachtliches Werk zu diesem Thema vorgelegt, welches Anfang des Jahres 2007 im Wiesbadener VS Verlag erschienen ist. Miliopoulos analysiert ausführlich, ob die jüngsten Begebenheiten maßgebliche Auswirkungen auf die politische Aktion haben könnten und ob sich die Konzeption des transatlantischen Verbandes noch trägt. Auf über 500 Seiten gliedert der Autor die Untersuchung in thematische Abteilungen wie Demokratietheorie und –praxis, Rechtstraditionen und die unterschiedlichen Wirtschaftsvorstellungen in den USA und in Europa. Das Buch, welches sich primär an Politikwissenschaftler richtet, ist wie für allgemein politisch Interessiert wie für Journalisten, Nachwuchspolitiker und Historiker empfehlenswert. Noch verblüffender ist, dass dieses Werk eigentlich eine Dissertation, doch in keinster Weise eine staubtrockene, sondern vielmehr eine fesselnde Lektüre ist. Nicht nur als reichhaltes Kompendium und Nachschlagewerk, sondern auch als Lesebuch kann man dieses Werk deshalb nicht genug empfehlen. von Bence Bauer Lazaros Miliopoulos: Atlantische Zivilisation und transatlantisches Verhältnis Politische Idee und Wirklichkeit VS Verlag 2007, 510 Seiten, 64,90 EUR ISBN-13: 978-3531152929

Seite 13 - Ausgabe II / 2007

Rezensionsforum

Der Terror der RAF


Beratungsstelle Uni Passau

Zu hoher Leistungsdruck für Bachelorstudenten? Die Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master sorgt bei vielen Studenten für Unsicherheit und wirft viele Fragen auf: Wie wird der Bachelor von Arbeitgebern aufgenommen? Was ist das alte Diplom oder der Magister noch wert? In nur sechs Semestern zu einem akademischen Abschluss – das war vorher nur in neun Semestern, bestenfalls in acht möglich. Da liegt es auf der Hand, dass in den neuen Studiengängen mehr Stoff in kürzerer Zeit vermittelt werden muss. An der Universität kann man dieses Phänomen an den prall gefüllten Bachelor-Stundenplänen in Kulturwirtschaft, Business Administration and Economics, European Studies und Staatswissenschaften sehen. Im Gegensatz zu den alten Diplom-Studiengängen haben Bachelorstudenten kaum Zeit, sich von Schule auf Universität umzustellen. Das weiß auch Gitta Hoppe, Diplom-Kauffrau und Psychologin. Sie berät seit 14 Jahren Studenten der Universität Passau in psychologischen Fragen. Seit der Bachelor-Umstellung hat die Inanspruchnahme ihrer Beratung nach eigenen Angaben um etwa 20 bis 30 Prozent zugenommen: „Bei den Bachelor-Studiengängen muss man sofort einsteigen. Aber viele Erstsemester meinen, sie bekommen den Stoff genauso vorgesetzt wie in der Schule. Das ist falsch. An der Uni werden nur die Mindestanforderungen gegeben, das meiste müssen die Studenten über Literaturverzeichnisse und Angaben im Internet lernen.“ Dabei sei es am besten, sich zu Beginn des Semesters einen Lernplan anzulegen, der sich nach den jeweiligen Klausuren und Professoren richte, rät Hoppe. Denn die meisten Probleme entstünden durch schlechte Organisation, mangelnde Disziplin oder Selbstüberschätzung.

ren Kommilitonen und entwickeln einen falschen Ehrgeiz. Der Konkurrenzdruck hat die letzten Jahre in Passau stark zugenommen. Grund dafür sei in erster Linie die Angst um einen späteren Arbeitsplatz. Anzeichen für eine zu hohe Belastung im Studium erkenne man daran, das sich die betroffene Person zurückziehe, eine große Unlust und Müdigkeit an den Tag lege, was bis zu schweren Depressionen führen könne. „Der Körper weigert sich schlichtweg, bei zu großem Stress weiter zu arbeiten“, erklärt Hoppe die Symptome. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich neben der Erstellung eines Lernplans, schon vor dem Studium zu wissen, welchen Beruf man später einmal ergreifen möchte. „Das Studium dient nicht zur Orientierung. Denn wenn ich nicht weiß, für was ich studiere, wird es schwer, sich selbst zu motivieren.“ Viele vergessen, dass sie das Studium freiwillig angefangen haben, es herrsche keine Studierpflicht. Durch die Bachelor-Umstellung sieht Gitta Hoppe die Persönlichkeitsentwicklung der Studenten nicht gefährdet. Schließlich würde niemand daran gehindert werden, sich weiter zu bilden und seinen Interessen nach zu gehen. Dies sei alles eine Frage der Zeiteinteilung.

Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle der Universität Passau Leiterin: Gitta Hoppe Innstraße 41, 1. Stock, Raum 115, 94032 Passau Tel: 0851/ 509-1170 Gitta.hoppe@uni-passau.de

„Es kommen Studenten zu mir, die behaupten, sie könnten nicht um acht Uhr morgens aufstehen. Ich frage sie dann, wie sie es in der Schule geschafft haben, oder im Praktikum. Da ging es auch aufgrund des äußeren Drucks“. Hierbei vergleicht die Psychologin das Studium mit einer Ausbildung: die Universität ist die Firma, die Bibliothek der Arbeitsplatz. Damit lasse sich eine klare Trennung zwischen Uni- und Privatleben ziehen. Das Hin und Her zwischen Vorlesung und der eigenen Wohnung sei reine Zeitvergeudung. Auch beliebte Ausreden wie „ich lerne abends besser“ lässt Gitta Hoppe nicht gelten. „Wir Menschen sind tagaktiv, unsere geistige Leistungsfähigkeit ist zwischen 22.00 und 6.00 Uhr am geringsten.“ Bei Kommilitonen, die behaupten, sie hätten nächtelang für ein Referat durchgearbeitet, solle man sie fragen, was sie denn tagsüber gemacht hätten. Überhaupt vergleichen sich manche Studenten zu stark mit ih-

Seite 14 - Ausgabe II / 2007

Von Vanessa Jansche


SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

skulptur! klein! skulptur! KLEIN SKULPTUR

KLEIN

Kleinskulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts aus der Sammlung K. und U. Schulz SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

KLEIN SKULPTUR

1. März bis 25. Juni 2007 Di -So 11-17 Uhr

Museum Kloster Asbach

KULTURREFERAT DES LANDKREISES PASSAU • Tel. +49 (0) 851 / 94960 -15 • kulturreferat @ landkreis-passau.de


UP-Campus Magazin 2/2007