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BETRIEBSTECHNIK INSTANDHALTUNG

Wolff Publishing ISSN 1864-4554 Einzelpreis 13,- â‚Ź info@b-und-i.de www.b-und-i.de

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

April 2017

 

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Um eine mÜglichst kurze Stillstandzeit zu erreichen, wurden unter anderem die neuen Antriebssysteme, die die Zuverlässigkeit der Mßhlen und den Durchsatz enorm erhÜhen, per Flugzeug transportiert.

Ein Gigant schluckt Giganten Ein chilenisches Bergbauunternehmen beauftragte Siemens mit der Modernisierung der Antriebssysteme von vier ErzmĂźhlen. Die riesigen Motoren, gefertigt in Berlin, bringen jeweils 42 Tonnen auf die Waage. Sie wurden mit dem grĂśĂ&#x;ten Transportflugzeug der Welt, einer Antonov 225, nach SĂźdamerika transportiert, was unter anderem eine kurze Stillstandzeit ermĂśglichte. Das chilenische Bergbauunternehmen Compaùía Minera DoĂąa InĂŠs de Collahuasi beauftragte Siemens mit der Moderni-

Lufttransport XXL: Das sechsstrahlige Frachtflugzeug Antonov 225, das bis dato nur einmal gefertigt wurde, erreicht die grĂśĂ&#x;te zugelassene Startmasse aller bisher gebauten Flugzeuge. Das 85 Meter lange Flugzeug transportierte z.B. bereits einen ca. 190 Tonnen schweren Generator fĂźr ein Gaskraftwerk; so gesehen waren die riesigen MĂźhlenantriebe von Siemens eine Kleinigkeit, wenngleich auch eine groĂ&#x;e ... Bilder: Siemens

Hannover Messe 2017 24.– 28. April 2017

sierung der Antriebssysteme von vier Erzmßhlen mit Doppelritzelantrieben (Dual Pinion Drives), die zu einer Kupfermine im Norden Chiles gehÜren. Hierbei war es wichtig, dass die neuen Motoren auf die Fundamente der auszutauschenden Aggregate passen, um so die Stillstandzeit und auch das Risiko minimal zu halten. Um das Umbaurisiko zu minimieren, wurde zudem entschieden, die komplette Mßhlenautomatisierung durch moderne Technik zu ersetzen statt aufwendig Hard- und Software anzupassen. Die neuen Antriebssysteme ersetzen die bisher von einem anderen Hersteller installierten Synchronmotoren und Direktumrichter bei den SAG-Mßhlen sowie die Antriebssysteme bei den Ball Mills. Eingesetzt werden nun zwei 8 MW SAGMßhlen (Semi autogenous mill) und zwei 1,7 MW Ball Mills (Kugelmßhlen) mit Doppelritzelantrieben (Dual Pinion Drives). Die neuen AntriebslÜsungen umfassen neben sechs gigantischen 4.000- und sechs riesigen 4.850-Kilowatt-Synchron-Motoren auch die dazugehÜrigen Flender-Kupplungen Zapex und die Umrichter Sinamics SL150 mit Thyristorsäulen samt Trans-

formatoren. Doch nicht nur die Dimension dieses Projekts war auĂ&#x;ergewĂśhnlich, sondern auch der Zeitplan: In gerade einmal sechs Monaten sollte das gesamte Projekt abgeschlossen sein. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen auch fĂźr den Transport per Flugzeug und nicht per Schiff, d.h. die dringend benĂśtigten vier XXL-Motoren, gefertigt vom Dynamowerk Berlin, wurden hierfĂźr in einem ersten Schritt per Schwertransport zum Flughafen Leipzig gebracht. Hier wartete bereits die Antonov 225 auf ihre wertvolle Fracht, die sie binnen weniger Stunden nach SĂźdamerika brachte. Das neue System wurde dort innerhalb von gerade einmal 13 Tagen auf dem Fundament der auszutauschenden Motoren montiert. So reduzierten sich die Stillstandzeiten der MĂźhlen insgesamt auf ein Minimum. Das nun eingesetzte einheitliche Systemdesign bietet dem Betreiber zahlreiche Vorteile, betonen die Verantwortlichen von Siemens. Unter anderem kann der Betreiber nun die VorzĂźge der regelbaren Antriebe auch bei KugelmĂźhlen nutzen. Weiter auf Seite 24

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TOP NEWS maintenance Stuttgart 2017 Dieser Ausgabe liegt die Messezeitung (Stuttgart, 17. bis 18. Mai) bei FĂźr kleinste SF6-Leckagen Nicht dispersive Infrarotsensoren fĂźr die Wartung gasisolierter Schaltanlagen Seite 20

THEMEN Nachrichten

02

Antriebs- & Steuerungstechnik

21

Arbeitssicherheit

37

Condition Monitoring & 17 Mess- & Ăœberwachungstechnik Drucklufttechnik

27

Energie-Effizienz

25

Facility Management

33

Fertigungstechnik

23

Industrieservice

13

Management & Technologie

05

Materialfluss

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Reinigung

30

Wartungs- & Werkstattbedarf

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Zulieferteile

38

Messen & Events

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Impressum

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NACHRICHTEN

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„Ich mach' mir die Welt ... ... widdewidde wie sie mir gefällt.“ Dass dieses zauberhafte Zitat aus dem Songtext von Pippi Langstrumpf so zur Revolution der allumfassenden Digitalisierung passen würde, hätte wohl damals niemand gedacht. Man braucht auch heute noch viel Vorstellungskraft, um erahnen zu können, was da in allen Lebensbereichen auf uns alle zukommt privat und beruflich.

Einen Vorgeschmack bekamen die Besucher der Cebit: Autonome Drohnen, die (an einem Modell) an einer Ölplattform oder an Solarkollektoren Wartungen oder Überprüfungen durchführen, sind dabei nur ein Baustein. Denn nicht nur in der Luft geht es autonom zu, sondern auch am Boden, z.B. im Verkehr. So konnten sich die Besucher der Messe mit selbstfahrenden Smartshuttles durch das Messegelände chauffieren lassen.

Je schlauer, vernetzter und „intelligenter“ die Gerätschaften durch Algorithmen - basierend auf den gigantischen Datenmengen werden, desto weitreichender und schneller ist dieser Wandel. Japan geht die Digitalisierung umfassend an und spricht nicht von Industrie 4.0, sondern von „Society 5.0“. Dahinter steckt ein breiter Ansatz für die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, also die Idee einer intelligenten

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Gesellschaft, die Stärken der Digitalisierung nutzt und die virtuelle und die reale Welt zusammenführt - zum Wohle des Einzelnen und zum Wohle aller. Dabei sollen Lösungen für zentrale Herausforderungen der Gesellschaft, das betrifft z.B. die Überalterung oder die Umweltverschmutzung, gefunden werden. Umgesetzt wird dies in Ansätzen wie durch erste humanoide Pflegeroboter. Spannend. Volker Zwick

Inservfm und WVIS gehen getrennte Wege Mesago Messe Frankfurt bleibt aber beim Messeschwerpunkt Industrieservice Das Ziel des Messeveranstalters Mesago ist es, auch nach der Trennung vom WVIS die Inservfm als Leitmesse für Facility Management, CAFM und Industrieservice in der D-A-CH-Region weiter auszubauen. Zudem soll dem Trend einer gebündelten Vergabe von Industrieservices und Facility Services Rechnung getragen werden. Dr. Reinhard Maaß, der Geschäftsführer des WVIS, begründet die Beendigung der Zusammenarbeit mit der Inservfm wie folgt: „Eine neue Branche in eine bestehende Messe zu integrieren ist immer schwierig. Im Falle des Industrieservice ist das auf der Inservfm noch nicht überzeugend gelungen. Deshalb haben wir uns auf eine Trennung verständigt.“ „Die aus dieser Zusammenarbeit erhofften Synergieeffekte haben sich für beide Parteien nicht wie gewünscht ergeben. Deshalb ist die Trennung nach zwei Jahren ein logischer Schritt“, betont auch Martin Roschkowski, der Geschäftsführer des Messeveranstalters, der Mesago Messe Frankfurt GmbH. Unabhängig davon bleibt die Messeleitung beim Konzept und will auch in Zukunft den Branchen

„Die aus dieser Zusammenarbeit erhofften Synergieeffekte haben sich für beide Parteien nicht wie gewünscht ergeben. Deshalb ist die Trennung nach zwei Jahren ein logischer Schritt“, so Martin Roschkowski, der Geschäftsführer der Mesago Messe Frankfurt GmbH. Bild: Mesago

Industrieservice und Facility Management ein Dach bieten.

Der Vorsitzende des Vorstands des WVIS, Dr. Lothar Meier, erklärt in diesem Zusammenhang, dass die in den Märkten schon vielfach gelebte Praxis des Zusammenspiels von Industrieservice und Facility Management im Rahmen der Inservfm aktuell noch nicht flächendeckend auf Resonanz gestoßen sei. Dennoch sei er „weiterhin davon überzeugt, dass es gerade mit Blick auf unsere Kundenbranchen sinnhaft ist, die Dienstleistungs- und Servicebereiche enger zu verknüpfen. Daher werde ich für mein Unternehmen Infraserv Höchst weiter dem Messebeirat angehören, um die künftige Entwicklung zu begleiten.“ Die Messeleitung hat auch bereits eine klare Zielrichtung für die Messe vorgegeben. Sie soll zur Leitmesse für Facility Management, CAFM und Industrieservice in der D-A-CH-Region werden. Auch dem Trend einer gebündelten Vergabe von Industrieservices und Facility Services soll Rechnung getragen werden. Dies unterstützt der Deutsche Verband für Facility Management e.V. (GEFMA). „Von der Präsenz beider Branchen profitieren alle Beteiligten, insbesondere die Messebesucher“, betont in diesem Zusammenhang Otto-Kajetan Weixler, Vorsitzender des GEFMA-Vorstands.

„Mit der künftigen FM-Digitalisierung sehen wir eine signifikante Veränderung auf die Branche zukommen, welche zusätzliches Potenzial für Software-Anbieter und FM-Dienstleister beinhaltet und deren Zusammenarbeit intensivieren wird. Technologische Entwicklungen, wie derzeit beispielsweise IoT (das Internet der Dinge) und Sensorik, eröffnen somit auch für die Inservfm neue spannende Themenfelder, die wir gerne mit meinem Engagement im Ausstellerbeirat einbringen und diskutieren möchten“, so Simone Pfisterer, Bereichsleiterin Inservfm bei Mesago.

Die nächste Inservfm Messe und Kongress findet vom 27.02. bis 01.03.2018 auf dem Frankfurter Messegelände statt. Bild: B&I

Zudem soll der begleitende Kongress sich auch im kommenden Jahr dem Industrieservice widmen und einen eigenen Strang zum Thema aufweisen. Betreut wird dieser Kongressteil erstmals durch das neue Komiteemitglied Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk und Hossenfelder für die Märkte Facility Service und Industrieservice. Ein weiterer Messeschwerpunkt soll und wird der Bereich Computer-Aided Facility Management (CAFM) sein, der als Voraus-

setzung für ein professionelles Facility Management eine zentrale Rolle spielt. „In Zukunft werden wir die Interessen der CAFM-Anbieter auf der Inservfm noch stärker in unserem Konzept berücksichtigen. Insbesondere wollen wir den Markt noch mehr für innovative CAMF-Services als wichtiges Tool intelligenter Automatisierung im Facility Management sensibilisieren“, erklärt Simone Pfisterer, Bereichsleiterin Inservfm beim Veranstalter Mesago. www.inservfm.de

Petition: Mehr Fördermittel für die Instandhaltung als Wegweiser in die Industrie 4.0 Aktuell läuft die vom FVI, WVIS und FDBR unterstützte Petition „Sicherung des Produktionsstandortes Deutschland durch mehr Fördermittel für Smart Maintenance als unverzichtbarer Wegbereiter für die Industrie 4.0“. Hintergrund: Auf dem Weg zur Industrie 4.0 in Deutschland ist eine umfassende Transformation nötig: Die bestehende Produktionsstruktur muss modernisiert werden, um integrierte Wertschöpfungsketten zu ermöglichen. Dreh- und Angelpunkt dafür ist die Instandhaltung, denn sie ist die einzige Funktion, die mit ihrem jahrelang aufgebauten Know-how in der Lage ist, bestehende Anlagen und Anlagenstrukturen zu modifizieren, zu flexibilisieren und zu digitalisieren. Wenn diese Modernisierung nicht zügig gelingt, müssen Anlagen neu errichtet werden. Neuinvestitionen stehen dabei im globalen Standortwettbewerb. Die Konsequenz: Deutschland wird Produktionsanlagen verlieren. Durch die steigende Technologisierung der Anlagen nimmt auch die Komplexität zu,

diese zu verstehen sowie zu kontrollieren. Das ist die Herausforderung, die die Industrie 4.0 an die Instandhaltung stellt. Aber es ist eine Herausforderung, die die Instandhaltung meistern wird wenn sie sich fachlich weiterentwickelt. Das geht nur mithilfe grundlegender Forschungsarbeit. Durch die produktionsnahe Fokussierung der Industrie 4.0 wurde die industrielle Instandhaltung innerhalb der Forschung und Entwicklung jedoch bisher zu wenig beachtet. Dies muss sich ändern, um sicherzustellen, dass der Produktionsstandort Deutschland auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Eine von der Forschung begleitete fachliche Entwicklung der Instandhaltung ist die zentrale Voraussetzung dafür, dass auch künftig die Ressource zur Verfügung steht, ohne die die Industrie in Deutschland abgehängt werden wird: eine starke Instandhaltung. Das geht nicht ohne Wirtschafts- und Forschungsförderung. http://instandhaltungspetition.com


Messe und Kongress für Facility Management und Industrieservice

Frankfurt am Main, 27.02. – 01.03.2018

BASF, Bayer, Bosch, Clariant, Daimler, Lufthansa, Merck, Siemens, Volkswagen …* *Auszug aus den Besucherfirmen 2017

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Von der Türe bis zum Brandschutz … Instandhaltung von Gebäuden organisieren und rechtssicher dokumentieren Werden Prüf- und Wartungsauflagen missachtet, kann das teuer und gefährlich werden. Dabei müssen Firmen nicht nur das Inventar wie Regale oder Maschinen regelmäßig auf ihre Funktionalität hin prüfen, sondern auch die Gebäude im Allgemeinen - egal, ob sie von Unternehmen genutzt werden oder es sich um eine Wohnimmobilie handelt. Doch wie lassen sich sämtliche Prüfvorschriften und -zeiträume im Blick behalten? Immobilien altern und verschleißen. Dabei leiden Gebäude vor allem unter Wettereinflüssen wie Stürmen, Hagel, Starkregen oder extremer Hitze und Kälte. Es können Schäden entstehen, wobei manche erst im Laufe der Jahre sichtbar werden. Das Ziel von Eigentümern ist es deshalb, den Erhalt der Gebäudesubstanz durch regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen sicherzustellen, indem Abnutzungen und Schäden früh erkannt und dann behoben werden. Das gilt sowohl für den äußeren Zustand, zu dem unter anderem Dach und Fassade zählen, als auch für die technischen Einrichtungen und Geräte im Inneren des Gebäudes. Derartige Wartungen und Prü-

fungen sind in vielen Bereichen vorgeschrieben. Es kann zu Problemen mit der Versicherung oder Berufsgenossenschaft kommen, wenn z.B. ein Fahrstuhl nicht vorschriftsmäßig überprüft wurde und es damit zu einem Unfall kommt, bei dem Bewohner oder Mitarbeiter verletzt werden. Das gilt natürlich nicht nur für den Fahrstuhl, sondern auch für viele andere technischen Einrichtungen. Um nämlich die Sicherheit aller im Gebäude befindlichen Personen zu gewährleisten, sieht der Gesetzgeber eine ganze Reihe von Arbeitsschutzregelungen und Prüfrichtlinien vor. Sie umfassen nahezu sämtliche Betriebsmittel, von der überwachungsbedürftigen Produktionsanlage über Türen und Tore bis hin zu den

Automationsexperte zum Thema obsolete Teile EU Automation, ein internationaler Zulieferer für industrielle Automationskomponenten, hat eine Infografik über die Vorteile obsoleter Bauteile gegenüber dem Kauf neuer Anlagen und Maschinen veröffentlicht. Anhand einer Aufschlüsselung der Kosten von Ausfallzeiten im verarbeitenden Gewerbe und insbesondere in der Lebensmittel-, Automobil- und Pharmaindustrie weist der Zulieferer die Beschaffung obsoleter Bauteile als eine der schnellsten und kostengünstigsten Methoden zur Minimierung von Produktionsausfällen aus. Die finanziellen Vorteile der Beschaffung obsoleter Bauteile sind jedoch nicht nur auf die Minimierung der Ausfallzeiten beschränkt. Die Infografik berücksichtigt auch die versteckten Kosten beim Kauf neuer Anlagen und Maschinen, wie z.B. langwierige behördliche Prüfungen neuer Systemkomponenten, Aufrüstungen auf ähnliche Anlagen und Maschinen sowie potenzielle Gebühren für ver-

zögerte oder stornierte Aufträge. „Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass obsolete Bauteile alt, abgenutzt und minderwertiger als neue Komponenten sind, doch das ist nicht der Fall“, erklärt Jonathan Wilkins, Marketingleiter von EU Automation. Die Infografik über die Vorteile obsoleter Bauteile steht kostenlos zum Download zur Verfügung. www.euautomation.com/de/ automated/industry-guides

Rauchmeldern in den einzelnen Zimmern sowie anderen elektrischen Kleingeräten. Grundlage hierfür sind Vorschriften wie die BetriebssicherDie Software „Wartungsplaner“, die in die Bereiche Wartung, Prüfung, Reparatur, Instandsetzung heitsverordnung (BetrSichV) oder sowie Prüftermin und Unterweisung unterteilt ist, basiert auf DIN EN ISO 9001 und entspricht den die Berufsgenossenschaftlichen Empfehlungen der Berufsgenossenschaften für das Prüffristenmanagement. Es werden zudem die Anforderungen aus ISO 14001 zum Umweltschutz und OHSAS 18001 unterstützt. Bild: Hoppe Regeln. Hinzu kommen die Wartungsauflagen beispielsweise des Herstellers, die erfüllt werden die Software „Wartungsplaner“ zurum lassen sich als PDF- oder müssen, damit Maschinen, Anrückgreifen, die über sämtliche Word-Datei speichern und auslagen oder technisches EquipWartungs- und Instandhaltungsdrucken. Außerdem werden wichment ohne Ausfälle funktionieren. vorschriften, einen Kalender zur tige Instandhaltungskennzahlen Dabei gelten für jedes BetriebsPlanung anstehender Wartungsgrafisch aufbereitet und können mittel, das auf seine Sicherheit hin aufgaben sowie über eine Funkals Excel-, CSV- oder Access-Datei inspiziert werden muss, untertion, mit der in Prüfberichten entim- und exportiert werden. schiedliche Normen, Regelwerke sprechende Wartungsaufträge geUm die Software auf dem akund Prüfinterwalle. Nicht nur die neriert werden können, verfügt. tuellen Stand der gesetzlichen VorEinhaltung dieser Prüffristen stellt Der Anwender sieht also z.B. auf schriften zu halten bzw. auch um eine Herausforderung dar, soneinen Blick, welche Unterweisung den individuellen Vorgaben gedern auch die rechtskonforme Dowann, in welchen Abständen, zu recht zu werden, kann jedes einzelkumentation der durchgeführten welchem Zweck und von wem ne Formular individuell angepasst Inspektionen und Wartungen. ausgeführt werden muss. werden. Gerade im Hinblick auf die Auch gibt es für die Dokumenta- „Eine WartungsmanagementInstandhaltung von Gebäuden ertion entsprechende rechtliche software reduziert einerseits den leichtere der Wartungsplaner Vorgaben, deren Einhaltung zum Arbeitsaufwand im Rahmen der zudem die Durchführung von Beispiel im Rahmen der ÜberprüPrüfpflichten eines Unternehmens Gefährdungsbeurteilungen. fungen durch Genossenschaften und andererseits sind Prüfberichte „Der Wartungsplaner verfügt untersucht wird. bei Betriebsprüfungen stets griffaußerdem bereits über die wichUm dies alles effizient und gleichbereit“, verdeutlicht Ulrich Hoppe tigsten Prüftermine“, ergänzt Hopzeitig rechtssicher zu bewältigen, von der gleichnamigen Unterpe. Unternehmen schaffen nach bietet die Hoppe Unternehmensnehmensberatung den Vorteil. Angaben des Softwareanbieters beratung eine spezielle Software Der Software erfasst laut Anbieter auf diese Weise Transparenz und an, die nach Entwicklerangaben sämtliche Prüfgegenstände und Rechtssicherheit im Wartungs- und sämtliche Aspekte im Rahmen der die damit verbundenen ObjektInstandhaltungsmanagement und Betriebsmittelwartung abdeckt. daten, die für eine Prüfung wichtig sind gleichzeitig auf Kontrollen Statt mit handschriftlichen Listen, sind. Zudem können Bilder, Bedurch die Gewerbeaufsicht oder Excel-Tabellen oder eigenentdienungsanleitungen oder Hindie Berufsgenossenschaften bewickelten Datenbanken zu arweise für die Anwender hinterlegt stens vorbereitet. beiten, können Instandhalter auf werden. Die Prüfberichte wiedewww.wartungsplaner.de

Instandsetzung und Wartung rotierender Maschinen

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Jonathan Wilkins, Marketingleiter von EU Automation: „Die Geschwindigkeit, mit der Bauteile in der Branche veralten, hat zur Folge, dass selbst relativ neue Komponenten schnell obsolet werden. Sie sollten sich nicht dazu verpflichtet fühlen, Ihr System jedes Mal aufzurüsten, wenn ein Hersteller die Produktion eines bestimmten Bauteils einstellt. Mit der Nutzung obsoleter Bauteile gehen Sie diesem Zwang aus dem Weg.“ Bild: EU Automation

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Komfortabel sprachgesteuert prüfen Check-by-Voice-Lösung sorgt für effiziente Durchführung von Check- und Prüfvorgängen Das Topsystem Systemhaus bietet mit der Lydia Service Suite eine sprachgesteuerte Softwarelösung, mit der sich Check- und Prüfvorgänge effektiv abwickeln lassen. Die Kombination von Headset und Tablet eignet sich branchenübergreifend zur komfortablen Datenerfassung. Die Basis bildet die Sprachsoftware Lydia Voice. Der große Vorteil: Die intelligente Lösung digitalisiert alle erfassten Daten in Echtzeit und ermöglicht im Nachhinein Analysen. Das System sorgt dafür, dass die Hände frei bleiben und auch die Augen nicht auf den Bildschirm gerichtet werden müssen. Denn das eingesetzte, kabellose Headset ist über eine Bluetoothverbindung direkt mit einem Tablet verbunden. Die Mitarbeiter profitieren so von maximaler Bewegungsfreiheit und können sich voll auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren. Über eine Scanfunktion am Tablet sind die Prüfobjekte bei Bedarf über einen Barcode identifizierbar. Die dazugehörigen Prüfdaten erfassen Mitarbeiter per Spracheingabe. Ein entscheidender Vorteil: Die Dokumentation des Prüfvorgangs erfolgt parallel zu den einzelnen Arbeitsschritten - und nicht mehr dazwischen. Nach der unmittelbaren Verarbeitung der Daten übergibt die Sprachsoftware diese automatisch an das vorgelagerte ITSystem. Das nachträgliche und oft fehlerhafte Übertragen der Daten von Papierchecklisten entfällt. Bei undefinierten Befunden ist eine manuelle Eingabe über das Tablet weiterhin möglich.

System ist hardwareunabhängig „Das System ist hardwareunabhängig. Je nach Anforderungen ergänzen wir die Kombination aus Hard- und Software mit weiterer Hardware aus unserem Portfolio“, erklärt Andreas Dreger, Business Development Manager bei Topsystem. So ist anstelle eines Tablets unter anderem der mobile Sprachcomputer Voxter einsetzbar. Dieser kann beispielsweise in Kombination mit der Lydia Voicewear eingesetzt werden. Mitarbeiter profitieren damit von einer erhöhten Bewegungsfreiheit, denn der mobile Sprach-

Dank der neuen Lösung haben die Prüfer beide Hände frei und können sich voll auf das zu prüfende Fahrzeug konzentrieren.

Die Daten werden über ein Headset eingesprochen und via Bluetoothverbindung mit einem Tablet direkt an das System übertragen. So sind eine effiziente Mängelerfassung und eine lückenlose Dokumentation möglich - und das medienbruchfrei und mit einer deutlichen Zeitersparnis. Bilder: Topsystem

client ist in der Weste integriert. Eine weitere Alternative bietet die Smart Watch. Damit können die Prüfer zusätzlich visuelle Informationen abrufen, wie beispielsweise weitere Daten zum bevorstehenden Prüfschritt. Das System ist bereits erfolgreich im Einsatz und zwar beim Straßenverkehrsamt im schweizerischen Zug. Hier werden in regelmäßigen Abständen rund 30.000 Fahrzeuge pro Jahr auf technische Mängel überprüft. Kontrolliert wird dabei beispielsweise, ob die Bremsen richtig funktionieren, der Motor kein Öl verliert und ob die Fahrzeugbeleuchtung in Ordnung ist. Um den administrativen Aufwand zu senken, entschieden sich die Verantwortlichen, diese sprachgeführte Lösung zu installieren. In der Vergangenheit arbeitete das Straßenverkehrsamt Zug mit papiergebundenen Prüfungen. Die Ergebnisse mussten anschließend zeitaufwendig manuell in das EDV-System übertragen werden. „Auf der Suche nach einer Lösung, mit der wir die erfassten Daten ohne einen Medienbruch automatisiert in unser System übertragen können, wurden wir auf die Spracherkennungssoftware Lydia Voice von Topsystem aufmerksam“, berichtet Kurt Bischof, Bereichsleiter Prüfungen beim Straßenverkehrsamt Zug. Gemeinsam mit den Schweizer Experten entwickelte das Systemhaus eine kombinierte Lösung aus Sprachsoftware mit Datenerfassung für Bluetooth-Headsets und Tablets. Die neu entwickelte Lydia Service Suite passten die Entwickler an die Anforderungen des Straßenverkehrsamtes an. Das Verkehrsamt definierte dazu Schlüsselpersonen, die ihre Erfahrungen in der Fahrzeugprü-

fung zur Weiterentwicklung der Lösung beisteuerten. Außerdem wurden mehrere Hundert neue Begriffe in die Sprachsoftware integriert: Ob Zündkerzen, Lichtmaschine, Bremsbeläge oder Bereifung - praktisch jedes Bauteil der Fahrzeuge kann nun eingesprochen werden. Zudem wird der Wortschatz der Software bis heute immer noch sukzessive erweitert. Und so funktioniert es in der Praxis: Zu Beginn identifizieren die Prüfer das Fahrzeug anhand der eindeutigen Fahrzeugnummer, die über das Tablet mit dem Scan eines Barcodes, der sich auf dem Fahrzeugschein befindet, erfasst wird.

Ohne ein störendes Kabel Während des eigentlichen Prüfvorgangs legt der Mitarbeiter das Tablet beispielsweise auf den Beifahrersitz. Ohne störende Kabel startet dann die Fahrzeugprüfung mit der Sprachsoftware und dem Headset. Ist zum Beispiel das Reifenprofil nicht mehr tief genug oder greift die Bremse nicht richtig, erfassen die Prüfer diese Mängel über die Sprachschnittstelle. Die Daten werden direkt über Bluetooth an die Software im Tablet übertragen. Mit dem mobilen Computer lassen sich Schäden darüber hin-

Die Lydia Service Suite steigert die Prozesseffizienz bei der Abwicklung von Prüfaufgaben und verringert den administrativen Aufwand, wobei sich die Lösung auch mit anderer Hardware kombinieren und beispielsweise am Körper tragen lässt.

aus auch bildlich dokumentieren. Alle gesammelten Daten werden im abschließenden Prüfbericht hinterlegt. Auch kleinste Mängel wie Risse in der Frontscheibe erfasst die Behörde mit der Sprachsoftware. „Eine Besonderheit der Lydia Service Suite ist, dass das Straßenverkehrsamt über die Lösung auch wichtige Zusatzinformationen zum Fahrzeug abrufen kann“, erklärt Frank Schneider, Projektleiter bei Topsystem. „So ist beispielsweise schnell nachvollziehbar, welche Reifen für das Prüfobjekt zugelassen sind oder welche Höchstgeschwindigkeit für das Fahrzeug erlaubt ist.“ Eine Fahrzeugprüfung dauert durchschnittlich 24 Minuten, wobei die Lösung den Prüfern viel Flexibilität bietet: Jeder Mitarbeiter kann beispielsweise die Reihenfolge der Kontrolle selbst bestimmen. Die mobilfähige Lösung nutzt das Straßenverkehrsamt übrigens auch im Außeneinsatz, zum Beispiel bei der Prüfung eines gesamten Lkw-Fuhrparks oder der Kontrolle von Schiffen. Über

einen WLAN-Hotspot steht nämlich auch außerhalb der Prüfhalle eine Verbindung zum Home-System zur Verfügung. Externe Prüfungen in Werkstätten sind so laut Lösungsanbieter problemlos möglich. Aufgrund der Fülle an einheitlich erfassten Daten sehen die Verantwortlichen beim Straßenverkehrsamt noch weiteres Entwicklungspotenzial, wie Kurt Bischof verrät: „Dank der Lydia Service Suite können wir auf Grundlage aller festgestellten Mängel gezielt die Schwachstellen von bestimmten Fahrzeugtypen ausfindig machen. So sind wir in der Lage, unsere Kunden zu verschiedenen Modellen kompetent zu beraten.“ Für die Zukunft ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems geplant. „Wir haben bereits Anfragen von weiteren Verkehrsämtern in der Schweiz erhalten, die Check by Voice nun auch einführen möchten“, so Frank Schneider abschließend. maintenance Stuttgart Stand: G06 www.topsystem.de

Produktion der Premet-Indikatoren läuft trotz Herstellerinsolvenz weiter Die Zylinderdruckmessgeräte der Marke Premet erkennen verschlissene Motorenkomponenten wie Leckagen durch Kolbenringe, verbrannte Kolbenkronen, undichte Abgasventile und weitere Defekte. Anhand der gelieferten Daten, welche der Anwender vom Farbdisplay des Geräts ablesen sowie auf einen Computer exportieren kann, können Verbesserungen am Antrieb vorgenommen werden. Nach der Aufteilung des insolventen Premet-Geräteherstellers, der Lemag Lehmann & Michels GmbH aus Schleswig-Holstein, übernahm CMT Technologies die Rechte für das Premet-Angebot. Die Übernahme der Produktsparte schließt auch die Reparaturen oder Kalibrierungen der über 7.000 bisher verkauften PremetProdukte mit ein. Ehemalige Lemag-Mitarbeiter wurden dazu in das Unternehmen integriert. Neben dem Zugewinn von Knowhow ergänzt CMT so sein bisheriges Programm. Es beinhaltet nämlich bereits Geräte zur Analyse von Dieselmotoren in Bezug auf

den Energy Efficiency Design Index (EEDI) für neue Schiffe und den Ships Energy Efficiency Management Plan (SEEMP). Neben dem Diesel-Scope-Indikator für die Premiumklasse sowie den Economic-Peak-Pressure-Indikatoren im unteren Segment runden mit den Premet-Produkten nun etablierte Indikatoren das Portfolio im mittleren Bereich ab. Der Verkaufsleiter von CMT, Dr. Frank Bernier, erklärt: „Die Premetindikatoren erlauben eine einfache und effektive Optimierung des Verbrennungsprozesses. Die regelmäßige Rücksendung der Geräte zur Kalibrierung zeigt uns, dass diese bei unseren Kunden intensiv genutzt werden und damit einen wertvollen Beitrag zur besseren Energieeffizienz sowie zur Reduzierung der Umweltbelastung leisten.“ Das System hilft nicht nur bei der Senkung des Verbrauchs und somit der Verringerung von Emissionen, sondern auch bei der Feststellung der optimalen Zündzeitpunkte sowie dem Schutz vor Überlast. Daraus resultieren wei-

Zylinderdruckmessgeräte wie das Premet erlauben detaillierte Rückschlüsse über den Zustand und die Effizienz eines Motors. Sie helfen, Optimierungsmöglichkeiten festzustellen und zusätzlich Fehlerquellen aufzuzeigen, welche dem Motor schaden können. Das Modell Premet C wurde übrigens speziell dafür entwickelt, Messungen dieser Art während des Betriebs vorzunehmen. Bild: CMT Technologies

tere wirtschaftliche Vorteile, denn Wartungsintervalle können reduziert, die Instandhaltung verbessert und der Ersatzteilverbrauch gesenkt werden. maintenance Stuttgart Stand: C06 www.cmtechnologies.de


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Service Innovation statt starrer Muster „Service Kompass“ von Aretas als Orientierungshilfe für Veränderungsmanagement Kunden erwarten heute ein hohes Maß an vorausschauendem Service. Dieser ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. „Ob in der IT-, der Pharma-, Chemie- oder Maschinenbaubranche: Ein modernes Servicemanagement ist heute ein absolutes Muss. Viele Unternehmen haben hier noch Nachholbedarf“, meint Martin Beims, geschäftsführender Gesellschafter der Aretas GmbH und Autor des Fachbuchs „IT-Service Management in der Praxis mit ITIL“. Nachhaltiges Veränderungsmanagement ist der Schlüssel für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Unternehmen: „Stetige Veränderungen sollten gemeinsam gestaltet sowie konsequent geplant und realisiert werden“, fordert Martin Beims, geschäftsführender Gesellschafter der Aretas, einer servicebetonten Unternehmensberatungsfirma. Er erklärt seinen Ansatz: „Grundlage erfolgreicher Veränderungen ist moderne Führung auf Augenhöhe mit den zentralen Werten Vertrauen und Verantwortung. Nichts macht ein Team stärker als ehrliches Vertrauen. Es wird im Gegenzug Verantwortung für den Erfolg übernehmen.“

Vertrauen und Verantwortung Ohne die Einbindung der beteiligten Mitarbeiter vom ersten Moment an könne allerdings kein Vertrauen in die angestrebten Veränderungsprozesse entstehen. „Den Ausgangspunkt für alle Veränderungen bildet der Mensch. Er steht stets im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns, denn Services werden von Menschen für Menschen erbracht“, ergänzt Dr. Roland Fleischer, Mitinhaber der Aretas GmbH.

Nachhaltige Servicestrategie Nur auf diese Weise könne sich echte Motivation und Begeisterung für die geplanten Veränderungen entwickeln. Wichtig für einen langfristigen Erfolg der eingeführten Veränderungsprozesse sei der von Beims als „Lotsenprinzip“ bezeichnete Grundsatz: „Wir gehen erst dann von Bord, wenn die Prozesse funktionieren, nicht, wenn das Papier fertig ist.“ Am Anfang einer Servicestrategiedefinition stehe die Beantwortung der Frage, welches

„Mit unserem Service Kompass geben wir Unternehmen Orientierung für die Gestaltung zuverlässiger und gleichzeitig zukunftsweisender Dienstleistungen“, so Martin Beims von Aretas. Im Zentrum der Beratung stehe das Veränderungsmanagement mit besonderem Blick auf alle beteiligten Akteure.

und sicherstellen, dass der Service die wachsenden Erwartungen der Kunden erfüllen kann. Entscheidend sei dabei die Erstellung eines kundenorientierten Service-Portfolios, inklusive des Designs neuer Angebote entsprechend neuen und veränderten Anforderungen. Die vereinbarten Dienstleistungen zu erbringen und ServiceVersprechen jederzeit zuverlässig einzulösen, sind weitere anspruchsvolle Herausforderungen im Alltagsgeschäft. Mit einem effizienten Servicemanagement seien diese Dienstleistungen steuerbar.

„Wir unterstützen die Marktposition unserer Klienten nachhaltig durch die Gestaltung und stetige Verbesserung neuer und schon bestehender Konzepte“, so Martin Beims, geschäftsführender Gesellschafter der Aretas GmbH. „Das Serviceangebot ist heute kein starrer Servicekatalog mehr, sondern muss kontinuierlich infrage gestellt und verändert werden.“ Bilder: Aretas

grundsätzliche Serviceverständnis im jeweiligen Unternehmen herrscht. Es gelte zu bestimmen, auf welche Weise Service geleistet wird: Ist er Kernaufgabe des Geschäfts und wird mit eigenen Ressourcen erbracht oder wird er weitgehend externen Dienstleistern überlassen? „An dieser Stelle ist eine genaue Planung essenziell - aus den bestehenden Fähigkeiten und Ressourcen sollen sich die benötigten entwickeln. Daneben gehören zu einer effektiven Servicestrategie auch die Gestaltung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit, die Auswahl passender Methoden und Werkzeuge sowie die Organisation von Abläufen. Dabei muss im Blick behalten werden, was sich die Kunden jetzt und in Zukunft wünschen: eine gute Kundenbeziehung ist das A und O“, verdeutlicht Beims.

Kundenorientierte Service-Portfolios „Nicht zu vernachlässigen sind die Vorgaben, Erwartungen und Rahmenbedingungen des Unternehmens: Die Servicestrategie muss sich in die bereits vorhandene Unternehmensstrategie integrieren lassen“, ergänzt er. Den Service zu liefern, den Kunden wirklich brauchen: Das sei die große Herausforderung der digitalisierten Zeit. Eine Unternehmensberatung sollte in diesem Zusammenhang besonders auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Dienstleistungen ihrer Klienten achten

Vorausschauende Instandhaltung wird smarter Mit dem PeakStore5xx hat die GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH ein System entwickelt, das laut Hersteller die Früherkennung von Getriebeschädigungen smart, zuverlässig und preiswert umsetzt. Das System kann individuell mit vier, acht oder zwölf Schwingungskanälen plus zwei Drehzahlkanälen auf die jeweiligen Messaufgaben zugeschnitten werden. Es ist daher nicht mehr erforderlich, Sensoren umzusetzen, damit alle Messpositionen bedient werden. Die Abtastung der Schwingungskanäle und die Bildung der Spektren erfolgt zeitgleich und in Echtzeit. Großer Wert wurde bei der Entwicklung von System und

Verfahren auf Datenqualität gelegt, so der Hersteller. Daher erfolgt die Diagnose unter Anwendung der Ordnungsanalyse. Drehzahlwelligkeiten haben damit keinen Einfluss auf die Qualität der Messergebnisse. Die Konfigurationen zu den gemessenen Antriebselementen werden automatisch hinterlegt. Die Bedienung wird über einen vollwertigen integrierten TabletPC und die Software Peakanalyzer Manager realisiert. So kann man sich die Messdaten direkt ansehen und vor Ort analysieren. Das Messprotokoll wird zur Messung abgelegt. Ebenso kann man mit Fotos die Messsituation dokumentieren. www.maschinendiagnose.de

Servicemarketing: Bewusstsein schaffen „Solch ein Management organisiert die internen Abläufe, um Dienstleistungen wirtschaftlich und für Kunden wirksam bereitzustellen“, verdeutlicht Beims. „Menschen, Technologie, Methoden und Prozesse müssen dabei in Einklang gebracht werden. Dazu gehören immer die Planung, Entwicklung und Implementierung angemessener Serviceprozesse. Mittels eines Kennzahlensystems sichern wir die Wirtschaftlichkeit und Steuerbarkeit der eingeführten Organisation.“ Was nützt guter Service, wenn er nicht so wahrgenommen wird, wie das Unternehmen es sich wünscht? Dienstleistungen gezielt zu positionieren und eine Akzeptanz der Leistungen zu erreichen, sowohl in der externen Kundenbeziehung als auch im internen Unternehmensumfeld, hat positive Auswirkungen auf die Wahrnehmung dieser Dienstleistungen.

Veränderungen sichtbar machen „Mit unserem Servicemarketing soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, vorhandene und geplante Leistungen präsenter zu machen: Erst diese Maßnahmen lassen positive Veränderungen sichtbar werden“, so Beims. Die bewusste Kommunikation im Unternehmen spiele für den Erfolg der Dienstleistungen eine genauso große Rolle wie die Kommunikation zum Kunden die interne Kommunikation sorge für eine gelebte Servicekultur im Unternehmen und schaffe gleichzeitig die Voraussetzung für konsequente Serviceorientierung der Mitarbeiter nach außen. www.derservicekompass.de www.aretas.de

Der PeakStore5xx lässt sich über eine App mit dem Smartphone fernsteuern, sodass sich während der Messung kein Personal in unmittelbarer Nähe des Antriebs aufhalten muss. Bild: Gfm

„Grüne“ Komplettlösung für die Beleuchtung Der Aluminiumkonzern Hydro hat seine Aluminiumgießerei am Standort Hamburg auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Vertragspartner für die Modernisierung ist die Deutsche Lichtmiete aus Oldenburg, die Industriebeleuchtungsanlagen auf LED-Basis langjährig vermietet. Vor der Umrüstung sorgten Halogenstrahler für die Ausleuchtung der Aluminiumgießerei. Die veraltete Technologie verbrauchte viel Strom und war sehr wartungsintensiv. Nun kommen ohne Investitionsaufwand LED-Hallendeckenstrahler der Deutschen Lichtmiete zum Einsatz, die sich, wie der Hersteller betont, durch eine hohe Lebensdauer auszeichnen. Bis zu 150.000 Stunden sind realistisch - und damit ein lang-

fristig störungsfreier und wartungsarmer Betrieb. Der Aluminiumkonzern genieße nach Anbieterangaben dabei die Vorteile einer Komplettlösung, denn von der professionellen Lichtplanung über die eigentliche Modernisierung bis hin zum Austausch defekter Leuchten ist alles inklusive. Die Aluminiumgießerei profitiert laut Deutscher Lichtmiete nicht nur von einer wesentlich besseren Ausleuchtung und einer massiven Reduktion der CO2Emissionen durch die höhere Effizienz der neuen Anlage, sondern auch von rund 15 Prozent Einsparung bei den Gesamtbeleuchtungskosten nach Abzug der Mietzahlung. www.deutsche-lichtmiete.de

Bild: Deutsche Lichtmiete


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MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

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Werkzeug- und Produktprüfung bei Audi Autobauer nutzt eine Software für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement Der Autohersteller Audi setzt unter anderem am Standort Neckarsulm eine Software in den Bereichen Instandhaltung und Qualitätssicherung ein. Das Unternehmen nutzt diese, um die Vorgaben des Produkthaftungsgesetzes sowie diverser Normen und Richtlinien, unter anderem der VDI/VDE 2862, VDI/VDE 2645 oder ISO 6789 zu erfüllen. Das Programm unterstützt die Produktion auch bei der Null-Fehler-Strategie und Prozesssicherheit. Bei Audi kommt die CAQ-Software QS-Torque - CAQ steht hier für Computer Aided Quality Management - der Firma CSP aus Großköllnbach zum Einsatz. Sie ermöglicht laut Hersteller durchgängige Qualitätsprüfungen in der produzierenden Industrie, unterstützt bei der Werkzeug- und Produktprüfung und erfasst hierbei die relevanten Messwerte in den verschiedenen Prozessstufen. Zu den Details: In Neckarsulm werden in vier verschiedenen Montagebereichen die unterschiedlichen Fahrzeugtypen gefertigt. Konkret sind dies die Modelle A4, A6, A8 und der R8. Die Werkzeugprüfung mit QSTorque unterstützt dabei unterschiedlichste Schraubtechniken, wie die Akkuschraubtechnik sowie die EC- und ImpulsSchraubtechnik.

Ein sicherer Prozess nachweisbar Zudem werden Knickschlüssel sowie auch elektrische Drehmomentschlüssel überprüft. Im Speziellen stehen an der Linie die Verschraubungen der Risikoklassen A und B im Fokus, für die nach Definition einer VDI-Richtlinie besondere Sicherheitsanforderungen gelten. Die CAQ-Lösung unterstützt vor allem das Team der Qualitätssicherung: Das System zeigt nämlich alle aktuell anstehenden Prüfungen in Form einer Liste an. Täglich steht eine vom Planungsteam definierte Anzahl von Stichprobenprüfungen für die Drehmomente an. Diese finden in variablen Zyklen am Band statt. Zusätzlich werden die Werkzeuge in regelmäßigen Abständen auch auf der Prüfbank unter die Lupe genommen. Neben den ausstehenden Prüfungen lassen sich in QS-Torque auch die Prüfergebnisse, die zu prüfenden Werkzeuge sowie die entsprechenden Messpunkte verwalten und jederzeit einsehen. Entsprechend der gesetzlichen

Vorgaben werden aus dem Prüfungsvorgang alle gemessenen Werte dokumentiert, archiviert und ausgewertet. „Die automatisierte und vollständige Dokumentation der zahlreichen Prüfungen ist besonders wichtig“, erläutert Chris Mayerhöffer, Mitarbeiter der Standortplanung bei Audi Neckarsulm. Beispielsweise im Rahmen der vorgeschriebenen Maschinenfähigkeitsuntersuchung (MFU), die unter anderem bei der Anschaffung neuer Maschinen erforderlich ist, kann der Standort hier entsprechende Arbeitserleichterungen für die Qualitätssicherung verzeichnen. Bei dieser Untersuchung wird für die Maschine geprüft, wie sie sich hinsichtlich der Realisierung vorgegebener Merkmale und Qualitätsanforderungen verhält. Die entsprechenden Fähigkeitsnachweise können automatisch durch das System ausgewertet werden. Entsprechende Grenzwerte wurden zuvor definiert und sind in der Software hinterlegt.

Analysen und Auswertungen Darüber hinaus lassen sich mit der neuen Lösung unter anderem attributive Prüfungen vornehmen und unterschiedliche Messgrößen betrachten. Besonders punkten kann die Software hier im Bereich der Qualitätssicherung unter anderem durch die sogenannten Kurvenauswertungen. Hier lassen sich die Messdaten aus der Verschraubung in Schraubkurven visualisieren und sogar für Vergleichsdarstellungen übereinanderlegen. Mit der Lösung können weiterhin zahlreiche Qualitätsauswertungen erstellt werden. So ist es möglich, sich einen guten Überblick über die wichtigsten Qualitätsinformationen zu einem Bauteil oder einer Baugruppe zu verschaffen.

QS-Torque hat eine übersichtliche Bedienoberfläche. Sie lässt sich für den einzelnen Mitarbeiter einrichten, sodass jeder dort genau die Informationen sieht, die für seinen Bereich wichtig sind.

Verschiedene Filtermöglichkeiten und Analysen erlauben es, die Werkzeugprüfungen statistisch darzustellen und die Ergebnisse zu visualisieren. Darüber hinaus sind die Daten auch exportierbar und können individuell ausgewertet werden. Treten bei Stichproben an einer Linie NIO-Prüfungen auf, dann lassen sich entsprechende Maßnahmen frühzeitig ergreifen: Beispielsweise werden die Werkzeugeinstellungen neu vorgenommen oder andere Prozessverbesserungen durchgeführt. Als herstellerneutrale Lösung nutzt Audi die Software auch für die Aufgaben der Werkzeug- und Produktionsprüfung. Die Software ist auf den Prüfbänken installiert und lässt sich dort für jegliche Werkzeuge nutzen. Dadurch bleibt die Wahl der Werkzeuge und Prüfschlüssel flexibel - auch im Hinblick auf künftige Veränderungen der eingesetzten Technologien. Bis zu 50 Personen arbeiten täglich im Rahmen der Werkzeug-

Im Zusammenhang mit der Einführung der Software wurden auch die Prüfprozesse am gesamten Standort optimiert. Dadurch konnten Kosten gesenkt werden. Bilder: Audi

und Produktprüfungen mit der Software. Während die Vorgaben und Richtlinien für die Prüfprozesse seitens der Planung erfolgen, ist das Instandhaltungsteam für die Durchführung der Prüfungen zuständig.

Individuelle Zugriffsberechtigungen Eine detaillierte Rechtevergabe für Lese- und Schreibzugriff ist in die Software integriert. So lassen sich unterschiedliche Berechtigungen für Mitarbeiter einstellen: beispielsweise für Anwender, die Stammdaten anlegen und Prozesse einrichten können, für diejenigen, die die Prüfungen

durchführen, und auch für die Kollegen aus der Qualitätssicherung, die nur einen Lesezugriff haben. Was Chris Mayerhöffer besonders schätzt, ist, dass CSP weltweit agiert: „Dies ist für uns auch deshalb wichtig, weil wir vom Werk Neckarsulm aus den Standort Indien betreuen.“ Seit der Einführung von QS-Torque in Indien im Juni 2013 steht der CSPSupport im sehr engen und regelmäßigen Kontakt mit den indischen Mitarbeitern, um diesen die neue Technik näherzubringen. Dies hat unter anderem den Einführungsprozess für alle Beteiligten erleichtert. www.csp-sw.de www.audi.de

Sicherheitstechniken für den Industrieeinsatz Hackerangriffe: Kaiserslauterer Forscher setzen auf Anomalieerkennungsverfahren Zuverlässige Kommunikationsinfrastrukturen und Cybersicherheit sind für die Industrie immens wichtig, nicht erst seitdem das Thema Industrie 4.0 diskutiert wird. Und es besteht Handlungsbedarf. Mit welchen Techniken die Industrie Angriffe auf ihre Netze frühzeitig erkennen und verhindern kann, daran arbeiten Forscher um Professor Dr. Hans Schotten an der TU Kaiserslautern. Eine Schadsoftware kann die komplette Produktion für längere Zeit lahmlegen, über Cyberangriffe lassen sich Firmeninterna und wichtige Daten ausspähen das alles sind durchaus reale Bedrohungsszenarien. Immerhin entsteht der Wirtschaft durch solche Datendiebstähle und Spionageattacken jedes Jahr ein Schaden von 22 Milliarden Euro.

Auffälligkeiten“, erklärt Schotten. Ziel dabei sei es unter anderem, wirkliche Angriffe von anderen, vielleicht unkritischeren Störungen zu unterscheiden, um unnötige Ausfallzeiten in der Produktion zu vermeiden.

Ziel: Bezahlbare Sicherheit für KMUs

Schaden pro Jahr: 22 Milliarden Euro Dennoch hat nur jedes zweite Unternehmen des produzierenden Gewerbes hierzulande einen Notfallplan für einen Cyberangriff, so eine Studie des Branchenverbands Bitcom. Professor Dr. Hans Schotten, der an der TU Kaiserslautern den Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation innehat und auch Wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern ist, entwickelt derzeit Techniken, die Konzerne vor solchen Szenarien schützen sollen.

„Es kommt immer wieder vor, dass etwa Umweltbedingungen, wie zum Beispiel Luftfeuchtigkeit, die Arbeit von Maschinen beeinflusst, oder dass Abnutzung die Qualität der Produktionsprozesse beeinträchtigt“, erklärt Professor Dr. Hans Schotten, der an der TU Kaiserslautern den Lehrstuhl für Funkkommunikation und Navigation innehat. Er fährt fort: „Diese Störungen führen zu veränderten Meldungen in den Systemen. Solche Daten müssen wir von anderen Auffälligkeiten unterscheiden, um wirkliche Angriffe sehr früh zu erkennen.“ Bild: TU Kaiserslautern

„Wir nutzen beispielsweise sogenannte Anomalieerkennungsverfahren. Mit diesen untersuchen wir große Datenbanksysteme von Unternehmen nach

Darüber hinaus arbeiten die Wissenschaftler daran, Funkverbindungen zu unterbinden, mit denen Datendiebe Unternehmen ausspähen möchten. „Für kleine und mittelständische Unternehmen brauchen wir vor allem Techniken, die bezahlbar und einfach in der Handhabe sind“, so der Professor. Im Rahmen des sogenannten IC4F-Projektes, das am 1. März gestartet ist, wird das Team um Professor Schotten solche Sicherheitstechniken für deutsche Industrieunternehmen entwickeln. Koordiniert wird das Gesamtvorhaben am Heinrich-Hertz-Institut und der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung in Berlin. www.uni-kl.de www.hhi.fraunhofer.de


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Workforce ManagementSystem sorgt für ungetrübte Lichtblicke

Warema Renkhoff SE ist der führende Sonnenlicht-Manager mit über 60 Jahren Erfahrung und einem umfassenden Know-how. Das traditionsreiche Familienunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt individuelle, technische Sonnenschutzlösungen, die mehr können, als nur vor Hitze und Blendung zu schützen. Der Experte bietet nicht nur ein Komplettangebot von innen und außen liegendem Sonnenschutz sowie Steuerungssystemen, sondern ist auch auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und des Maschinenbaus erfolgreich am Markt tätig. Die Warema Gruppe beschäftigt derzeit über 3.400 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von fast 419 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015. Das weltweit agierende Unternehmen unterhält insgesamt über 30 Produktionsund Vertriebsstandorte weltweit.

Ein Jahr nach der Einführung von mobileXDispatch und mobileX-MIP for Field Service fasst Klaus Denninger, Projektmanager Service bei der Warema Renkhoff SE, das Projekt wie folgt zusammen: „Die Einführung des Mobile-Workforce-Managementsystems hat dazu beigetragen, dass wir die Prozesse an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten und so die Qualität unseres Kundendienstes deutlich steigern konnten.“ Bilder: mobileX

Anfang 2013 entschied sich Warema, ein Mobile-WorkforceManagementsystem in Deutschland einzuführen, um die Effizienz im Kundendienst zur steigern und die Prozesse zu standardisieren. Dabei stand auch die Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb durch einen exzellenten Service im Vordergrund.

Vom Auftragsbuch zur digitalen Kundendienstlösung Dafür sollte die papierbasierte Auftragsabwicklung von einer digitalen Lösung abgelöst werden und die Einsatzplanung statt mit Outlook über ein zentrales Workforce-Managementsystem gesteuert werden. Entscheidende Kriterien für die Auswahl des Planungstools waren die Anbindung an SAP CS, die Funktionalität der Lösung sowie die Anwenderfreundlichkeit. Die Individualisierungsmöglichkeiten, die weitere Produktentwicklung sowie überzeugende Referenzen spielten bei der mobilen Lösung eine wichtige Rolle. Die Entscheidung fiel im Februar 2014 auf mobileX-Dispatch, die Lösung zur grafischen Einsatzplanung, sowie mobileX-MIP for Field Service, zur Anbindung der Servicetechniker. Im Frühjahr 2014 begann die Implementierung der beiden Lösungen in Deutschland. Disponenten planen und steuern nun zentral vom Hauptsitz in Marktheidenfeld die bundesweiten Einsätze der Servicetechniker. Zudem sind sie für den Kundenkontakt, die Auftragsannahme, Arbeitsvorbereitung sowie Materialbestellungen zuständig. Die grafische Einsatzplanung in

mobileX-Dispatch zeigt den Disponenten alle Ressourcen sowie die SAP CS-Aufträge übersichtlich im Gantt-Diagramm und als Kartendarstellung an. Anhand der Auftragsart und des jeweiligen Geschäftsvorfalls ermittelt mobileX-Dispatch den „bevorzugten Techniker“. Dabei lassen sich über die Slotsuche auch mehrere geeignete Kollegen gleichzeitig für einen Auftrag ermitteln, wenn es um aufwendigere Montagen oder Reparaturen geht. Zudem können die Disponenten auch Wochentouren für die Servicetechniker planen, wenn mehrtägige Inbetriebnahmen oder Aufträge ohne Rückfahrt zum Standort anstehen.

Der passende Servicetechniker für jeden Auftrag Nach einer kurzen Schulung arbeiten die Servicetechniker seit Mai 2015 mit der mobilen Lösung mobileX-MIP for Field Service. Nach der Zuweisung durch den Disponenten erhalten sie die Aufträge auf ihrem Laptop im mobilen Client. Auch in empfangsschwachen Regionen - also offline - können sie auf alle Auftragsdaten wie Dokumente oder die Service-

historie zugreifen sowie Rückmeldungen durchführen. Sobald die Verbindung wieder besteht, läuft die Datenübertragung automatisch im Hintergrund. Nach ihrem Einsatz vor Ort erstellen die Servicetechniker auf Knopfdruck ihre Serviceberichte. Diese können modular aus Zeit-, Fahrt- oder sonstigen Leistungen sowie Materialverbräuchen bestehen.

Prozessoptimierung ganz im Sinne der Kunden Die Start/Stopp-Automatik legt den Beginn und das Ende eines Auftrags durch den jeweiligen Statuswechsel für die Zeitrückmeldung fest. Den fertigen Servicebericht unterschreibt der Kunde auf dem Touchscreen. Die Rückmeldungen und Serviceberichte übermittelt mobileX-MIP for Field Service automatisch an das Backoffice. Vor der Verbuchung in SAP CS prüft der Innendienst die Rückmeldungen in mobileX und erstellt eine Lastschriftanforderung, um die Leistungen zu fakturieren. Nach der Migration auf die Version 5.0 der Mobile Workforce Management-Suite im September 2016 ist zudem der Rollout der Lösung auf weitere Zielmärkte geplant.

mobileX AG Grillparzerstr. 10 81675 München Tel.: +49 (0) 89/54 24 33 -0 Fax: +49 (0) 89/54 24 33 -55 info@mobilexag.de www.mobilexag.de

Als Spezialist für WorkforceManagementlösungen unterstützt die mobileX AG seit 2000 ihre Kunden mit umfassendem Branchen-Knowhow sowie stabilen und praxisorientierten Lösungen. Die beiden Standardprodukte mobileX-MIP und mobileX-Dispatch verfügen über eine von SAP zertifizierte Schnittstelle. Sie tragen zu einer nachhaltigen Prozessoptimierung des technischen Außendienstes und der Einsatzplanung bei. Die Produkte der mobileX AG lassen sich an verschiedene Backendsysteme wie SAP ERP, Microsoft AX, Maximo und viele mehr anbinden. Zu den Kunden der mobileX AG zählen Unternehmen aus den Bereichen Maschinenund Anlagenbau, Energieversorgung, Facility Management sowie Medizintechnik und Telekommunikation wie Kärcher, Melitta, ThyssenKrupp Aufzüge, MVV Energie, Strabag PFS, Mainova, Netz Leipzig, BWT, ENSO und viele weitere.


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MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

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Automatisierung - Industrieroboter: Was kommt, was bleibt Wie Industrieroboter die Gegenwart bestimmen und die Zukunft der Arbeitswelt verändern Industrie 4.0 ist heute eines der meistdiskutierten Themen. Weltweit ist das Ringen um technische Innovationen zu einer der wichtigsten Herausforderungen für Staaten und Unternehmen geworden. Gearbeitet wird an neuen Richtlinien, die Faktoren wie Big Data, Digitalisierung und Industrieroboter berücksichtigen. Der Dienstleister Trade Machines FI GmbH, der u.a. ein Suchportal für Gebrauchtmaschinen betreibt, hat sich im nachfolgenden Bericht über die Zukunft mit Industrie 4.0 auseinandergesetzt und zeigt, dass die Instandhaltung auch künftig unabdingbar bleibt: Auch wenn Mensch und Maschine in enger Zusammenarbeit zusammenstehen müssen, nimmt ein großer Teil der Bevölkerung diese Technologien als Bedrohung für die globale Arbeitswelt wahr. Über die Sorge darum, von den Robotern als Arbeitskraft ersetzt zu werden, geht die Befürchtung dahin, dass Industrieroboter unser Leben bis ins kleinste Detail revolutionieren werden. Es könnte eine Welt entstehen, in der alle Vorgänge automatisiert und miteinander verbunden sind, in der die Welt von den Robotern beherrscht wird, so die Ängste. Der (ausschließlich im deutschen

Sprachraum geläufige) Begriff Industrie 4.0 impliziert die ersten drei historischen industriellen Revolutionen, die vor über 200 Jahren begannen und die mit dem Einsatz von Maschinen zur Fertigung von Produkten die Arbeitsbedingungen und Lebensverhältnisse tief greifend verändert haben. Während sich auf der einen Seite seit dem 18. Jahrhundert beides nämlich Arbeitsbedingungen und Lebensverhältnisse - verbesserten, manifestierten sich schon damals die Ängste vor einem übergroßen Einfluss der Technologie, vor der Vorherrschaft der Technik und einem Verlust von Arbeitsplätzen statt der Schaffung von Jobs. Noch ist nicht abzusehen, welche Arbeitsfelder vollständig automatisiert werden können. Die Vielfalt an Möglichkeiten ist erstaunlich groß: Einige Sektoren wie die Elektronik- oder Automobilbranche automatisieren ihre Arbeitsprozes-

se bereits in weiten Teilen. Im Werk von Tesla Motors in Detroit arbeiten zum Beispiel 160 Roboter zusammen mit 3.000 Menschen. Aber auch in der Lebensmittelindustrie, in der Elektronik- und Kunststoffindustrie, in Gießereien und in der Werkzeugmaschinenbranche werden Roboter bereits in großer Zahl eingesetzt. Sie existiert also bereits, eine Welt, die auf digitalen Technologien beruht und in der Menschen und Maschinen zusammenarbeiten. Letzte Trends in der Robotik präsentieren einen kooperativen Ansatz zwischen Mensch und Roboter. Der Roboter Baxter verkörpert diesen Trend. Industrieroboter wurden traditionell als Ersatz für den Menschen wahrgenommen, während kollaborierende Roboter, sogenannte Cobots, wie Baxter von Rethink Robotics, eine neue Möglichkeit darstellen, mit Maschinen zu interagieren.

Ziel muss es sein, eine Arbeitswelt zu erschaffen, in der zwar der Roboter mit dem Menschen kooperiert, der Mensch aber stets die Verantwortung trägt. Die Vorstellungen von Arbeit und Beschäftigung werden neu definiert werden müssen. Gute Pflege und Instandhaltung sind selbstverständlich die Voraussetzungen für einen dauerhaften fehlerfreien Einsatz der Roboter. So werden im regelmäßigen Abstand die Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt, die einzelnen Module überprüft und Reparaturen zeitnah durchgeführt. Ein 24Stunden-Support für Notfälle muss bereitstehen. www.trademachines.de

Nicht jede beschädigte Walze gehört zum alten Eisen Beschädigte oder abgenutzte Walzen lassen sich im Retrofitting wieder fit machen Wenn eine beschichtete Walze ihren Dienst versagt, kann das viele Gründe haben, eine lückenhafte Wartung oder falsche Bedienung beispielsweise. Auch ein fehlerhafter Einbau kann der Grund sein und natürlich nagt auch oftmals „nur“ der Zahn der Zeit an den Walzen. Dennoch muss nicht jede beschädigte oder abgenutzte Walze gleich zum Alteisen. AST bietet ein professionelles Retrofitting für schadhafte oder alte Walzen an. „Beschädigte Walzen können wieder wie neu werden, und über technische Modifikationen lassen sich auch ältere Typen erheblich verbessern“, erklärt Alexander Kleinert, der Vertriebschef von AST. Der Betreiber der Anlage, wo diese Walzen zum Einsatz kommen - typischerweise ist dies beispielsweise die Papierverarbeitung oder Folienherstellung - profitiere von einem solchen Retrofit doppelt: Er spart sich laut AST die Kosten für eine Neuanschaffung und bekommt eine Walze, mit der er die Leistungsfähigkeit und Produktivität seiner Anlage sogar noch optimieren kann. Im Rahmen eines solchen Retrofits gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte: Der Austausch verschlissener Teile und die mechanische Instandsetzung abgenutzter Zapfen, Lagersitze, Dicht-

Technologisch anspruchsvoller wird es, wenn die funktionellen Beschichtungen der Walzen erneuert oder auf veränderte Anforderungen abgestimmt werden. Selbst eine partielle Reparatur oder die „Auffrischung“ harter Schichten an Lagersitzen oder Dichtlaufflächen ohne eine thermische Belastung der Walzen etwa durch Schweißen oder Härten - durchzuführen, ist möglich und gehört auch zu den Instandsetzungsmaßnahmen, die AST anbietet.

Instandsetzen und optimieren Alexander Kleinert, Vertriebschef von AST, erklärt: „Sollte es erforderlich sein, steigen wir mit unserem Kunden im Rahmen des Retrofits auch in die Entwicklung anwendungsorientierter Beschichtungen ein.“ Bilder: AST

ring-Laufflächen oder auch die Anpassung von Durchmessern sind dabei noch eher typische, konventionelle Maßnahmen.

Viele überarbeitete Walzen sind nach der Instandsetzung wieder wie neu oder lassen sich durch technische Modifikationen sogar funktionell verbessern, betonen die Verantwortlichen von AST.

Kleinert ergänzt: „Sollte es erforderlich sein, steigen wir mit unserem Kunden im Rahmen des Retrofitting auch in die Entwicklung anwendungsorientierter Beschichtungen ein, die sein spezielles Walzenproblem lösen in den meisten Fällen besser als vorher.“ Zum Ausbessern oder Erneuern der funktionellen Keramik- oder Hartmetalloberflächen der Walzen setzen die Spezialisten eine Reihe verschiedener Beschichtungstechnologien ein. Dazu gehören unter anderem das Plasmaspritzen, das Flammspritzen mit Pulver oder Draht sowie das Highspeed-Flammspritzen und das Lichtbogenspritzen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen, wie die Verant-

wortlichen betonen, auch über eigenentwickelte Spezialverfahren. Während für die Oberflächenbehandlung der Walzen auch das Sandund Glasperlen-Strahlen angewendet wird, reicht die Palette in der mechanischen Bearbeitung vom Drehen und Schleifen über das Bürsten und Läppen bis zum Polieren. Hierbei lassen sich beispielsweise auch schadhafte Oberflächen erneuern; also etwa Rautierungen und Spiralisierungen oder fein gedrehte, band- und steingeschliffene oder hochglanzpolierte Oberflächen. So wie in der Serienproduktion gehört laut AST auch beim Retrofit das dynamische Auswuchten der erneuerten oder reparierten Walzen zu den wichtigsten Qualitätssicherungsmaßnahmen. „Damit können wir gewährleisten, dass unser Instandsetzungskunde die gleiche Qualität erhält wie der Abnehmer neuer Walzen“, erklärt Kleinert abschließend. www.thermcoat.de

Bild: Trade Machines


INDUSTRIESERVICE

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Sicherheit dank vorbeugender Instandhaltung Garantierte Maschinenverfügbarkeit von 90 Prozent als Grundlage für ein Audit Das Albert Handtmann Metallgusswerk in Biberach produziert für die Automobilindustrie als Systemlieferant Gussteile. Um am Standort die notwendige Maschinenverfügbarkeit von 90 Prozent zu gewährleisten, setzen die Oberschwaben hierbei auf eine vorbeugende Instandhaltung durch die Spezialisten von Piepenbrock. Handtmann ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Aluminiumgießerei in Familienbesitz. Das Unternehmen deckt das gesamte Spektrum moderner Leichtmetallgussverfahren ab. Als Systemlieferant für die Automobilindustrie und den Maschinenbau ist Handtmann Partner für Aluminium- sowie Magnesiumguss. Über 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschen Werken Biberach und Annaberg, im slowakischen Werk Košice und im neuen Werk Tianjin in China erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro.

Jährlicher Audit zur Qualitätssicherung Die Qualitätssicherung hat besonders in der Automobilindustrie einen hohen Stellenwert und wird von den Geschäftspartnern vertraglich garantiert. So weist Handtmann jedes Jahr aufs Neue in einem Audit nach, dass in den Werken durch vorbeugende Instandhaltung eine Maschinenverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent und damit eine hohe Produktionssicherheit gewährleistet ist. Zudem muss der Automobilzulieferer belegen, dass er qualifiziertes Personal beschäftigt. Dieses QS-System ist sehr anspruchsvoll, aber für die dauerhaft zuverlässige Produktion unerlässlich. „Wir liefern unsere Teile just in time direkt ans Band. Wenn wegen technischer Probleme in unserem Werk beim Kunden Engpässe auftreten, steht die Produktion und es drohen finanzielle Einbußen“, verdeutlicht Georg Schirmer, Abteilungsleiter Instandhaltung im Albert Handtmann Metallgusswerk, die Herausforderung. In der mechanischen Bearbeitung am Standort Warthausen stellt Handtmann beispielsweise in einer sehr komplexen Fertigung Getriebe- und Kupplungsgehäuse her. Die Produktion ist nahezu vollautomatisch und wird von erfahrenem Fachpersonal gesteuert. „Im Kern besteht die Fertigung aus elf Bearbeitungszentren des Herstellers Grob, die über Roboter beschickt werden“, erklären Tobias Krug und Ronald Fiederer, beide Gruppenleiter Instandhaltung beim schwäbischen Traditionsunternehmen.

Jeden Samstag: Instandhaltung Die Produktion läuft - abgesehen von der Wartungsschicht am Samstag - rund um die Uhr. Entscheidend ist dabei die kontinuierliche Maschinenverfügbar-

keit. „Diese Produktionskapazität benötigen wir, um unsere Kundenaufträge im Dreischichtsystem zuverlässig erfüllen zu können“, betont Krug. Die mechanische Bearbeitung ist dabei so stark verkettet und automatisiert, dass die Instandhaltung nur bei Stillstand möglich ist. Und so läuft die Arbeit typischerweise an einem Samstag an. Normalerweise trifft sich Ron Kintner um 13:45 Uhr mit seinen Kollegen der Piepenbrock Instandhaltung vor der Produktionshalle des Albert Handtmann Metallgusswerks in Warthausen bei Biberach. „Ab 14 Uhr steht die Produktion für acht Stunden still. In diesem Zeitfenster arbeiten wir den Wartungsplan ab und führen die vorbeugende Instandhaltung durch“, sagt der gelernte Maschinenschlosser, der zu Schichtbeginn mehrere Wartungstrupps einteilt.

Dann sind Effizienz, Zuverlässigkeit und pünktliches Arbeiten gefragt, beispielsweise wenn an allen elf Bearbeitungszentren die Spannkraft und Rundlaufgenauigkeit der Werkzeugspindeln überprüft sowie die Wartungen durchgeführt werden müssen - ein Job, der große Präzision und viel fachliches Know-how fordert. „Spannkraftverlust, Laufungenauigkeiten und Vibrationen beeinflussen ganz unmittelbar die Qualität der produzierten Teile“, erklärt Kintner. Nach dem Check der Werkzeugspindeln im Inneren der Bearbeitungszentren auf Spannkraft und Rundlaufgenauigkeit kontrolliert der Instandhalter mit seinem Trupp im Außenbereich noch alle Leitungen auf Leckagen. Dabei überprüfen die Experten, ob Öl austritt oder hörbarer Druckverlust im pneumatischen System gegeben ist. Routinemäßig füllen die Piepenbrocker Schmier- und Hydrauliköl nach, tauschen noch

Die Maschinen bei Handtmann bearbeiten hochpräzise Passungen. Deshalb führen die Instandhalter Rundlaufmessungen bei den Werkzeugen durch und kontrollieren die Spindeln sowie die Spannkräfte. Bilder: Piepenbrock

Die Instandhaltungsteams kommen immer samstags und arbeiten völlig selbstständig den vorgegebenen Wartungsplan ab. „Das funktioniert sehr gut und wir sind mit unseren Partnern wirklich zufrieden“, versichert Tobias Krug (3.v.l), einer der beiden Gruppenleiter Instandhaltung bei Handtmann. Mit auf dem Bild: Ronald Fiederer, Georg Schirmer von Handtmann und Michael Marx von Piepenbrock Instandhaltung (v. l.).

einige Filter aus und checken die zentrale Kühlmittelanlage. „Dann ist auch für uns Wochenende“, so Kintner.

Dokumentation der Arbeiten „Piepenbrock Instandhaltung hatte sich schon im Werk im benachbarten Biberach einen guten Namen gemacht. Deshalb haben wir uns auch hier in diesem sensiblen Produktionsbereich für die Zusammenarbeit entschieden“, erinnert sich Schirmer. Der Abteilungsleiter legt großen Wert darauf, dass er im Werk immer die gleichen Ansprechpartner hat. Die Instandhalter durchliefen beim Anlagenhersteller Grob eine ausführliche Schulung und kennen sich mit den Bearbeitungszentren bestens aus. „Das nachgewiesene Know-how der Piepenbrocker ist Bestandteil des Werkvertrags“, bestätigt Schirmer und fährt fort: „Wir wollen in der Produktion kein

Risiko eingehen.“ In wöchentlichen und zweiwöchentlichen Wartungsintervallen kontrollieren die Instandhalter auch den Zustand der Maschinen und legen gemeinsam mit ihren Ansprechpartnern den Maßnahmenkatalog für das weitere Vorgehen fest. Auffälligkeiten werden in Datenblättern dokumentiert und in das System eingepflegt. Droht ein Maschinenausfall, sind die Gruppenleiter auch am Wochenende erreichbar und können sofort reagieren. In der Instandhaltung führt Piepenbrock an sensiblen Stellen der Maschinen auch Reinigungen durch. So werden beispielsweise Späne von den sogenannten Glasmaßstäben entfernt. „Die müssen immer einwandfrei sauber sein, weil sie die Genauigkeit der Maschine definieren. Dabei sind die Maßstäbe extrem sensibel“, kennt Krug die Herausforderung. maintenance Stuttgart Stand: FVI www.piepenbrock.de

www.uhlenbrock.org

Konzentrieren Sie sich aufs Wesentliche wir übernehmen den Rest.

Instandhaltungsservice Wartung & Reparatur Technische Analyse Prozessoptimierung Ersatzteilmanagement Tel +49 25 52 93 33 0


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Revision 9001:2015 in der Praxis Lernen am Beispiel: Was man über die Neuerungen der QM-Norm wissen muss Als einer der ersten Unternehmen in Deutschland und Europa hat der Industrie-Armaturen-Spezialist Pentair Valves & Controls die Revision der ISO-Norm 9001 in Angriff genommen und sich von TÜV Rheinland zertifizieren lassen. Michael Maas, Zentralbeauftragter für Managementsysteme im Bereich Services und Sales von Pentair in Europa, und Jürgen Ohligschläger, Experte für die ISO 9001 bei TÜV Rheinland, nehmen Stellung zu den wichtigsten Neuerungen der 9001-Revision. Alle fünf Jahre werden ISONormen auf ihre Aktualität überprüft. Für den internationalen Standard für Qualitätsmanagement kam die Revision im September 2015. Bereits zertifizierte Unternehmen haben also bis September 2018 Zeit, sich auf die neue internationale Norm für Qualitätsmanagement ISO 9001:2015 umzustellen. Zu den wichtigsten Punkten der Revision zählt die Einbindung des Risikomanagements ins Managementsystem. Demnach sind Unternehmen gehalten, ihre Risiken zu ermitteln, zu bewerten, zu priorisieren und den Umgang damit zu definieren. Unternehmen müssen Gegenmaßnahmen ergreifen und ihre Wirksamkeit kontrollieren. Für mittelständische Organisationen kann dies eine Herausforderung sein; ein Gewinn ist es auf jeden Fall, denn nur wer seine Risiken kennt, kann sie auch aktiv steuern. Für ein produzierendes Industrieunternehmen wie Pentair, das allein in den Bereichen Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz umfangreichen Auflagen unterliegt und mit der systematischen Messung von Prozessen und aktivem Risikomanagement eine Versagensquote bei seinen Produkten von nahezu null erreicht hat, ist die professionelle Handhabung von Governance, Risk & Compliance von besonderer Bedeutung. Neben den allgemeinen Risiken, unter anderem im Bereich Produktionsunterbrechung, sieht das QM auch sogenannte Präventivmaßnahmen vor. Diese führt das Unternehmen analog zu Korrekturmaßnahmen aus. Präventivmaßnahmen sollen vermutlichen, potenziellen Fehlern vorbeugen.

Wissen weitergeben Kennzahlen definieren Eine ebenfalls wichtige Neuerung der ISO 9001:2015 ist die Anforderung an ein systematisches Wissensmanagement im Unternehmen:

Darüber hinaus sind Risiken und Chancen, welche die Ergebnisse beeinflussen können, zu erkennen. Kennzahlen sind für alle Bereiche zu definieren, ob es um die Organisation selbst, um Prozesse, um Mitarbeiter oder Lieferanten geht.

QM-Handbuch: Nicht ausdrücklich gefordert

„Das Industrieunternehmen Pentair wird seit Jahren strikt über ,ZDF’ - also Zahlen, Daten und Fakten - gelenkt. Seine BusinessStrategien und Geschäftsmodelle basieren auf objektiven Messwerten und Kenngrößen, der Analyse von Daten und Informationen. Diese unterliegen regelmäßigen Managementreviews und Feedbackschleifen, um die Effektivität von Management, Organisation und Prozessabläufen stetig zu verbessern“, erklärt Michael Maas, Zentralbeauftragter für Managementsysteme im Bereich Services und Sales von Pentair in Europa. Bilder: TÜV Rheinland

Das für die Durchführung der Prozesse und für die Erlangung der Konformität von Produkten und Dienstleistungen benötigte Wissen müssen Organisationen bestimmen, aufrechterhalten und im erforderlichen Umfang zur Verfügung stellen.

Qualitätsmanagement auf allen Ebenen Bei Pentair ist jeder Abteilungsbzw. Bereichsleiter dafür verantwortlich, Ausbildungsbedarfe zu identifizieren und festzulegen, welche Funktionen und Aufgaben bestimmte Fähigkeiten und/oder Wissen erfordern. Die ISO 9001:2015 ist weiterhin auf effektives Prozessmanagement ausgerichtet, die Anforderungen wurden sogar verstärkt. Unternehmen müssen ihre Prozesse künftig nicht nur beschreiben, sondern neuerdings im Vorfeld bereits dokumentieren, welche Ergebnisse zu erwarten sind und mit welchen Leistungsindikatoren sie Prozesse zu lenken gedenken.

Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann

Ebenfalls neu bei der ISO 9001:2015 ist, dass die Führung noch stärker in die Pflicht genommen wird. Die sogenannte oberste Leitung hat dafür zu sorgen, dass die gesamte Organisation die Norm auf allen Ebenen wirksam umsetzen kann und über ihre Führungskräfte nicht mehr allein über einen zentralen Qualitätsmanagementbeauftragten oder ein zentrales Team - einen stetigen Verbesserungsprozess einleitet, diesen kontinuierlich im Monitoring begleitet und gegebenenfalls nachsteuert. Bei Pentair sind die verantwortlichen Funktionsbereiche die Geschäftsleitung, der Compliance Manager sowie alle leitenden Mitarbeiter. Seit Jahren gibt es eine sogenannte Zuständigkeitsmatrix der Führungsfunktionen, die alle wesentlichen Managementbereiche - und damit auch die Steuerung des Qualitätsmanagementsystems inklusive der Qualitätsziele und der Maß-

Die Übergangsfrist zur Zertifikatserstellung endet am 14. September 2018.

nahmen zu deren Erreichung detailliert beschreibt. Bei der Umsetzung der Anforderungen an die Dokumentation bietet die ISO 9001:2015 ein hohes Maß an Flexibilität. Die Revision berücksichtigt jetzt auch faktische Veränderungen in der Qualitätsmanagementpraxis. Dazu gehört unter anderem, dass das Qualitätsmanagementhandbuch nicht mehr verpflichtend ist. Wichtig ist lediglich, dass alle erfüllten Anforderungen dokumentiert werden.

Interpretationsleitfaden und GAP-Analyse Pentair hat in diesem Zusammenhang das Handbuch nicht abgeschafft, die Neuerung allerdings dazu genutzt, alle implementierten Managementnormen in einem Handbuch zusammenzufassen und auch alle Versionsunterschiede zwischen den einzelnen Managementsystemen auch bei den Standorten in Asia, USA und Europa zu bereinigen. Möglich wurde dies unter anderem auch dadurch, dass die Revision die Anwendung von „High Level Structures“ er-

möglicht: Die Vereinheitlichung von Struktur, Textbausteinen und Definitionen erlauben eine strukturelle Kompatibilität zu anderen Managementnormen wie der ISO 14001 (Umweltmanagement) oder der ISO 50001 für das Energiemanagement. Zu den wichtigsten Tipps, die Pentair als international aktiver Konzern weitergeben kann, zählt: Organisationen sollten die Revision ruhig beherzt in Angriff nehmen. Viele Änderungen sind deutlich praxisbezogener als zuvor. Unternehmen, die bereits zertifiziert sind, ist zu raten, rechtzeitig Kontakt zum Auditor aufzunehmen und einen verbindlichen Fahrplan für die Umstellung zu entwickeln. Eine wertvolle Hilfe für Pentair war der Interpretationsleitfaden von TÜV Rheinland, mit dem die neuen Anforderungen der Norm in die Sprache von Unternehmen „übersetzt“ wurden. Als sinnvoll erwiesen hat sich auch die GAP-Analyse von TÜV Rheinland, die faktisch wie eine Art Generalprobe für das erste Audit wirkt. Michael Maas, Pentair Valves & Controls www.pentair.com

Nachgefragt bei Jürgen Ohligschläger, Experte für die ISO 9001 Welches sind die typischen Themen, mit denen sich Unternehmen befassen müssen, um der neuen ISO-Norm gerecht zu werden? Zu den wichtigen Themen zählt das Thema Führung und Verstehen der Organisation. Das Top-Management wird stärker in die Pflicht genommen. So muss die Organisation die internen und externen Themen und die relevanten interessierten Parteien und deren Anforderungen ermitteln sowie entsprechende Aktionen ableiten. Im Rahmen der Managementbewertung sind insbesondere auch Änderungen bei diesen Themen und Erwartungen regelmäßig von der obersten Leitung zu bewerten. Welche Anforderungen der neuen Norm können Unternehmen gut umsetzen, welche sind eher eine Herausforderung? Gut umsetzen können die Unternehmen in der Regel den verstärkten beziehungsweise

präzisierten Prozessansatz. Zu den Herausforderungen zählen unserer Erfahrung nach Anforderungen an die Themen Wissensmanagement und Risikobetrachtung.

Jürgen Ohligschläger, Experte für die ISO 9001 bei TÜV Rheinland, klärt im Interview die wichtigsten Fragen in Bezug auf die Umsetzung in der Praxis.

Wie sollten Unternehmen am besten vorgehen, die von der 9001:2008 auf die 9001:2015 umstellen wollen? Bei bereits nach 9001:2008 zertifizierten Unternehmen bietet sich eine Gap-Analyse an, also eine Bestandsaufnahme: Was ist gefordert, was haben wir bereits umgesetzt, welche Anforderungen müssen wir noch erfüllen? TÜV Rheinland führt z.B. eine solche Gap-Analyse durch. Welche Tipps haben Sie für Unternehmen, die erstmalig ein QM-System implementieren und sich zertifizieren lassen wollen? Hauptthema ist erst einmal die grundsätzliche Planung des Managementsystems. Bei Unsicherheiten zur geplanten Umsetzung bietet sich hier die Durchführung eines Voraudits an, wie es beispielsweise TÜV Rheinland anbietet. www.tuv.com/ qualitaetsmanagement


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April 2017

Über die automatisierte Basis-Diagnose ist praktisch jeder Mitarbeiter in die Lage, Maschinen- und Prozessdaten zu gewinnen und vollautomatisch auswerten zu lassen. Bilder: SKF

Überwachung leicht gemacht Wie einfach, geradezu simpel, aber dennoch effektiv ein Werkzeug zur Maschinenüberwachung sein kann, zeigte SKF auf der maintenance in Dortmund mit dem Enlight Quick-Collect. Durch die Kombination eines tragbaren Sensors mit intuitiv zu bedienenden Apps können selbst Einsteiger wichtige Daten über den Maschinenzustand gewinnen und interpretieren. Das Sammeln von Maschinen- und Prozessdaten erfordert teures Equipment, so die Vorstellung von vielen. Und damit nicht genug: Man brauche außerdem auch noch ausgewiesene Experten, um die erfassten Daten fachmännisch auswerten und zutreffende Diagnosen stellen zu können. Ganz falsch ist das zwar nicht, doch SKF zeigte auf der maintenance in Dortmund eindrucksvoll, wie es auch anders, viel einfacher geht und zwar mit dem brandneuen Enlight Quick-Collect. Das System besteht auf den ersten Blick nur aus einem tragbaren Sensor. Dieser kann aber drahtlos mit mobilen Endgeräten kommunizieren. Es genügt also, wenn auf dem Smartphone oder Tablet des Anwenders die passende App - in diesem Fall ist dies die SKF QuickCollect-App - installiert ist.

ISSN 1864-4554 Einzelpreis 13,- €

Der Sensor liefert dann eine Vielzahl betriebswichtiger Daten, beispielsweise in Bezug auf Vibrationen oder Temperaturen. Diese Daten werden von der App in Echtzeit überprüft. Durch eine Basisanalyse der Daten informiert das System den Anwender über mögliche Probleme. Außerdem speichert die App die gewonnenen Erkenntnisse für tiefer gehende Analysen ab und ermöglicht zudem das Weiterleiten entsprechender Infos. So können, wie die Experten von SKF beteuern, selbst Einsteiger wichtige Inspektions-, Prozess- und Zustandsdaten erfassen, sammeln und untereinander austauschen. Dabei trägt die automatisierte Diagnose der Daten laut den Spezialisten ihr Übriges zur einfachen wie schnellen und kostengünstigen Maschinenüberwachung bei.

„Unter dem Strich versetzt Enlight Quick Collect von SKF praktisch jeden Mitarbeiter in die Lage, ungeplanten Stillständen vorzubeugen“, betonen die Experten von SKF. Wer umfangreiche Diagnosefunktionen nutzen möchte, kann auf die Data-CollectApp upgraden. Diese Anwendung liefert dann sehr detaillierte, farbcodierte Zustandsanalysen auf Basis von ISO-Standards. Ergänzt wird dies durch die Möglichkeit, beispielsweise Drücke, Volumenströme oder auch Schmierungszustände zu erfassen. Darüber hinaus lassen sich mit dieser App gleichsam „elektronische Checklisten“ zur Datenerfassung erstellen, die die Mitarbeiter schrittweise durch standardisierte Inspektions- bzw. Instandhaltungsaufgaben führen. Weiter auf Seite 18

Eine intelligente Diagnose erhöht die Anlagenverfügbarkeit - auch in der Ex-Zone 1 und 2. Wie das im Detail funktioniert, lesen Sie im unten stehenden Beitrag. Bild: R. Stahl

Proaktive Wartung im Ex-Bereich Mit dem Remote I/O-System IS1+ von R. Stahl lassen sich proaktive Wartungskonzepte in explosionsgefährdeten Bereichen der Ex-Zone 1 und 2 umsetzen - also in den Bereichen, in denen Wartungsarbeiten besonders aufwendig sind. Das Remote I/O-System mit integrierter Verschleißerkennung überwacht neben allen internen Komponenten auch permanent Betriebsparameter und äußere Bedingungen. Zu diesen zählen z.B. Umgebungstemperatur, Temperaturwechsel, Strombelastung der I/O-Module oder Ein- und Ausschaltvorgänge. Aus den erfassten Werten wird über einen Algorithmus die verbleibende Lebensdauer abgeleitet. Das IS1+ verfügt unter anderem über eine intelligente Selbstdiagnose, die Fehler frühzeitig erkennt und den Anwender warnt, bevor ein Schaden eine ernste Wirkung zeigt - unter Umständen erfolgt die Fehlerwarnung bis zu zwölf Monate vor einem möglichen Ausfall. Die Alarmierung orientiert sich an der NE107 zur „Selbstüberwachung und Diagnose von Feldgeräten“ der Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie e.V. (Namur). Die Meldung „Wartungsbedarf“ wird einerseits lokal am I/O-Modul durch eine blau leuchtende LED angezeigt. Andererseits wird eine entsprechende Diagnosemeldung zum Leitsystem und Plant-AssetManagement übertragen. Neben Wartungsbenachrichtigungen liefert die Diagnosefunktion weitere Hinweise: So werden z.B. Signalfehler kanalbezogen durch rote LEDs und außerdem durch Fehlertelegramme gemeldet. www.stahl.de


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CONDITION MONITORING

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Fortsetzung von Seite 17 Um diese zu erleichtern, können sogar unterstützende Bildmaterialien und Onlinehandbücher integriert werden. Außerdem sind die Checklisten frei konfigurierbar und lassen sich individuell auf die jeweils vorgesehenen Routinen anpassen. Dazu können beispielsweise auch sicherheitsrelevante Prozessschritte gehören, die etwa dem Schutz des Personals bzw. der Umwelt dienen.

Eingänge frei programmieren lassen. Sämtliche Kanäle werden simultan und synchron gemessen, so der Hersteller. Dank seines eingebauten 4-GB-Speichers kann das System sogar autonom ein Jahr lang kontinuierlich Maschinendaten und -ereignisse zur späteren Analyse sammeln.

Mehr Möglichkeiten per Upgrade

Im Alarmfall wird der Anwender selbstverständlich in Echtzeit informiert. Die Alarme kann das System beispielsweise über Bluetooth an mobile Endgeräte schicken. Zu diesem Zweck steht eine eigene App zur Verfügung (für Android und iOS). Diese zeigt außerdem in Echtzeit die erfassten Maschinendaten an und lässt sich darüber hinaus für das Setup bzw. zur Konfiguration des Multilog IMx-8 nutzen. Über entsprechende Schaltkontakte lässt sich das System als Maschinenschutzsystem in eine

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Zur Crashdetektion geeignet

Fernzugriff auf Experten-Know-how: Per Upgrade kann sich der Anwender via Cloud mit den Spezialisten von SKF vernetzen.

Wird Enlight mit der Data-CollectApp genutzt, bieten sich auch erweiterte Supportmöglichkeiten: Sollten die Mitarbeiter beispielsweise die gewonnenen Daten einmal nicht so recht zu interpretieren wissen oder anderen, schwerer wiegenden Problem begegnen, können sie sich aus dem System heraus mit Onlinesupportdiensten wie z.B. den SKF Remote Diagnostic Services vernetzen. Die SKF-Experten können dann bei der Fehlerdiagnose und der

Problembehebung unterstützen. Abgesehen von Enlight Quick Collect gab es auf der Messe noch eine weitere Neuheit bei SKF zu sehen, nämlich das Multilog IMx8. Hierbei handelt es sich um ein kompaktes Maschinenüberwachungssystem zur frühzeitigen Fehlererkennung. Das netzwerkfähige Gerät ist etwa so groß wie ein handelsüblicher Tablet-PC. Es sammelt Messwerte von bis zu zehn Sensoren und speichert diese bis zu einem Jahr lang - eine kostengünstige Lösung, wie der Hersteller betont, um ungeplanten Stillständen entgegenzuwirken und erforderliche Wartungsarbeiten besser planen zu können. Bei Bedarf gibt es auch eine Onlineunterstützung von SKF. Das IMx-8-System verfügt über 8 analoge und 2 digitale Eingänge mit erweiterten Modbus-Fähigkeiten. Insgesamt können bis zu zehn Sensoren angeschlossen werden, wobei sich die analogen

Das ist (fast) alles: Der tragbare Sensor ist das Herzstück von SKF Enlight Quick-Collect. Er liefert eine Vielzahl betriebswichtiger Daten, beispielsweise in Bezug auf Vibrationen oder Temperaturen.

Das netzwerkfähige Multilog IMx-8 kann mit dem Expertennetzwerk von SKF verknüpft werden, das sich um die Fernüberwachung und -diagnose kümmert.

Steuerung integrieren, z.B. zur Crashdetektion von Werkzeugmaschinenspindeln. Das Maschinenschutzsystem, das per Ethernetverbindung mit Strom versorgt werden kann und dadurch eine separate Verkabelung zur Energieversorgung

Hier macht’s der Stecker aus … Wo die Intelligenz digitaler Sensoren sitzt Die Spezialisten von Ahlborn haben speziell für den Anschluss beliebiger Sensoren eine Messtechnik entwickelt, die sich auf den Anschlussstecker konzentriert und eine einfache Digitalisierung entsprechender Sensorik bietet.

Das neue Maschinenschutzsystem Multilog IMx-8 zeigte SKF auf der maintenance in Dortmund.

Die neue Almemo-D7-Steckertechnologie punktet mit einer digitalen Signalübertragung, unterstützt beliebige Kabellängen und austauschbare Sensoren und das ohne den Verlust von Kalibrierdaten. Das bedeutet: Der Sensor kann damit unabhängig vom Messgerät kalibriert werden. Das wiederum

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überflüssig macht, ist netzwerkfähig. So kann es unter anderem in bereits bestehende IMx-Infrastrukturen integriert werden samt Anbindung an das SKF Enlight-Center beziehungsweise die SKF @ptitude Monitoring Suite. www.skf.de

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Über das Sensormenü erfolgt einerseits die Darstellung der Sensorparameter und anderseits die geräteunabhängige Konfiguration des Sensors. Bild: Ahlborn

spart Geld, denn eine Kalibrierung der gesamten Messkette ist bei digitalisierten Sensoren somit nicht mehr notwendig. Zudem können individuelle Sensorparameter wie Skalierung, Dämpfung, Mittelwertbildung, Messrate oder auch längere Kommentare im Anschlussstecker gespeichert werden. Jeder dieser neuen Stecker bietet dabei Platz für zehn Mess- und Rechenkanäle. Die Darstellungsbereiche im Messgerät können bei Verwendung dieser neuartigen Stecker auf 200.000 Digits erweitert werden. Über das, wie der Hersteller betont, patentierte Sensormenü erfolgt einerseits die Darstellung der Sensorparameter und anderseits die Konfiguration des Sensors und zwar geräteunabhängig. Messgeräte wie z.B. der Touchscreen Datenlogger Almemo 710 sind mit dieser Steckertechnologie für neue Applikationen beliebig erweiterbar. Die Konfiguration der Anschlussstecker ist übrigens denkbar einfach: Sie wird entweder über das geräteseitige Sensormenü oder über eine kostenlose Konfigurationssoftware vorgenommen. Anschließbar sind die Stecker an alle Almemo Datenlogger der Generation V7. www.ahlborn.com


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Lagerinspektion ganz einfach per Ultraschall Reibung hören - Veränderungen erkennen - Ausfällen vorbeugen Die mechanische Bewegung erzeugt ein breites Geräuschspektrum, wobei einer der Gründe für die Geräuschemissionen von mechanischen Systemen die Reibung ist. Mit Ultraschallmessinstrumenten lässt sich diese Reibung nachweisen. Bereits kleinste Änderungen in Amplitude und Soundqualität der vom System emittierten Ultraschallwellen lassen sich mit modernen Geräten messen und nachverfolgen, indem ein enger hochfrequenter Bereich isoliert betrachtet wird. Für das menschliche Ohr sind Ultraschallgeräusche nicht wahrnehmbar. Deshalb müssen spezielle Messgeräte eingesetzt werden, welche diese Ultraschallgeräusche erkennen und hörbar machen. Der Geräuschpegel kann dabei über einen an das Messgerät angeschlossenen Kopfhörer abgehört werden. UE Systems Europe bietet beispielsweise derartige Geräte an. Bei diesen können parallel die Änderungen des Ultraschalllevels auf dem Display verfolgt und für Trendanalysen, Vergleichstests und Auswertung der Messung verwendet werden. Bei der Lagerüberwachung per Ultraschall, die sich als Frühwarnsystem für einen Ausfall bereits vielfach bewährt und durchgesetzt hat, wurden folgende typische Werte, die auf einen Lagerausfall hindeuten, ermittelt: Bei einem Anstieg des Ultraschalllevels um 8 dB ist von einem Vorausfallstadium oder Schmiermittelmangel auszugehen. Steigt dieser um 12 dB an, so kennzeichnet dies die früheste Phase des Lagerausfallstadiums. Ab 16 dB Anstieg treten fortgeschrittene Ermüdungsdefekte auf und bei einen Anstieg im Bereich von 35 bis 50 dB ist mit

katastrophalem Lagerausfall zu rechnen. Werden die Messergebnisse der Ultraschalluntersuchung für die Spektralanalyse verwendet, so lassen sich die Warnstufen sowohl am Graphen der FFT-Spektralanalyse und der Zeitserienanalyse erkennen. Grundsätzlich gibt es übrigens drei Methoden der Ultraschalluntersuchung von Lagern. Bei der Methode eins, dem Vergleichstest, werden zwei oder mehrere Lager des gleichen Typs miteinander vergleichen. Der Instandhalter achtet hierbei auf eventuell vorhandene Unterschiede im Ultraschallpegel.

Die Ultraschallmessinstrumente zeigen bereits kleinste Veränderungen in Amplitude und Soundqualität an.

Die zweite Variante ist die Dokumentation von Veränderungen über eine bestimmte Zeitspanne hinweg. Dazu werden Messwerte der Ultraschallemissionen des Lagers aus der Vergangenheit mithilfe einer speziellen Software mit den aktuellen verglichen. Das bedeutet: Das gleiche Lager wird über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet und der verantwortliche Instandhalter kann anhand der Veränderungen die Schadensentwicklung einschätzen. Die dritte Methode ist ein analytischer Ansatz. Wird beispielsweise die Software UE Spectralyser Software verwendet, kann hierin auf den sogenannten Bearing Fault Calculator zugegriffen werden. Dieses Modul eignet sich laut Hersteller zur Berechnung, wann es zu einem Lagerschaden kommen könnte. Werden die Lagerveränderungen für die Trendanalyse dokumentiert, so lassen sich über die DMS Software Alarmwerte für die verschiedenen Messpunkte einstellen. Hierbei wird in einem ersten Schritt ein Baseline-Wert durch einen Vergleichstest ermittelt. Darauf aufbauend wird ein Alarmwert eins definiert. Dies ist die Warnstufe, die auf einen Mangel an Schmiermittel

Multimeter trifft informatives Wärmebild

Durch die ATEX-Einstufung kann das Ultraprobe 9000 ATEX in Risikobereichen oder Ex-Zonen (Gruppe C und D) verwendet werden - ohne eine interne Verwendungsgenehmigung oder eine Befreiung beantragen zu müssen. Bilder: UE Systems Europe

hinweist. Der Alarmwert zwei hingegen ist die Warnstufe für die früheste Phase des Lagerausfallstadiums. Die DMS Software bietet außerdem weitere Funktionen zum schnellen und einfachen Erstellen eines Prüfreports, nachdem die Daten einer Prüfroute vom Ultraprobe-Messgerät heruntergeladen wurden.

Reichweite bis zu 72 Zentimeter Bei den Ultraschallmessgeräten, die UE Systems Europe im Angebot hat, bietet das Ultraprobe 9000 ATEX eine Besonderheit, da es sich - wie es der Name schon erahnen lässt - für Wartungsarbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen lässt. Es handelt sich nach Herstellerangaben um ein einfach zu bedienendes Messgerät für digitale Ultraschallmessungen. Es integriert zudem eine Prüfdatenverwaltung und ermöglicht die Speicherung sowie Verarbeitung der gewonnenen Informationen.

Das Gerät, das mit nützlichem Zubehör ausgeliefert wird, eignet sich laut Hersteller für Messungen im mechanischen Bereich (Lagerzustand, Verschleiß, Kavitation, Überprüfung von Getrieben, Pumpen, Motoren oder für die Optimierung der Schmierungsprogramme) und für die Leckagenortung. Es ist zudem für Energie-Audits (Überpüfung der Druckluftanlage und Installation, für andere komprimierte Gase, Vakuumlecks, Dichtungen und Dichtungsringe, Kondensatorrohre, Wärmetauscher, Ventile etc.) sowie für die elektrische Inspektion (Lichtbogenbildung, Schalttechnik, Transformatoren, Kriechströme, Korona, Isolatoren, Relais oder Sammelschienen) einsetzbar. Zum Lieferumfang gehört unter anderem ein Stethoskopmodul (Kontaktmodul) für die Inspizierung von innen liegendem Ultraschall und ein Verlängerungsset, um die Reichweite auf bis zu 72 Zentimeter zu erweitern. maintenance Stuttgart Stand: G03 www.uesystems.eu

So klappt’s: Fehler schnell entdecken und dann genau nachmessen Das neue DM284 von Flir ist mehr als ein Multimeter, wenngleich es insgesamt 18 verschiedene Messfunktionen bietet. Ergänzt werden diese Messfunktionen nämlich durch die infrarotgesteuerte Messhilfetechnologie IGM von Flir, d.h. Wärmebilder können aufgenommen und eingeblendet werden. Sie zeigen dem Anwender schnell eventuell vorhandene Temperaturanomalien und zwar ohne dass dieser den elektrischen Schaltschrank oder Verteilerkasten berühren muss. Das Multimeter DM284 eignet sich laut Hersteller Flir beispielsweise für Vor-Ort-Fehlerdiagnosen bei Elektroniksystemen, für die Überprüfung kommerzieller elektrischer Anlagen, für den Einsatz in Leichtindustrieumgebungen, für Außendiensteinsätze und beim Arbeiten an HLK-Systemen. Herzstück des Geräts ist die Messhilfetechnologie IGM. Sie erkennt ein elektrisches Problem in seinem jeweiligen Umfeld und macht Temperaturunterschiede deutlich sichtbar. Möglich wird dies durch eine Mini-Wärmebildkamera, die als Modul in das Multimeter integriert ist und eine Auflösung von 160 x 120 Pixel erreicht. Das Gerät kann gleichzeitig Wärmebild- und Thermoelementmesswerte anzeigen. Zudem stehen für eine bessere Übersicht drei Farbpaletten für das Wärmebild zur Wahl. Beim Überprüfen von Schaltschränken, Anschlüssen und Kabeln hilft diese Kamera beim Auf-

spüren potenzieller Probleme und zwar ohne dass der Anwender den zu überprüfenden Zielbereich berühren muss. Sobald ein Problem erkannt wurde, kommen dann die wei-

Das DM284 eignet sich für die schnelle Überprüfung und für detaillierte Messungen und spart, da es mehrere Funktionen integriert, Platz in der Werkzeugtasche. Bild: Flir

teren Messfunktionen des Geräts, wie die Stromstärke- oder Spannungsmessung zum Einsatz, um die Ergebnisse des Wärmebilds zu überprüfen und zu bestätigen. Das Gerät verfügt unter anderem über eine Arbeitsleuchte und einen Laserpointer. Beides erleichtert das Arbeiten in schlecht beleuchteten Bereichen und sorgt dafür, dass der Anwender die exakte Position der jeweiligen Problemstelle deutlich auf dem Wärmebild erkennen kann. Angeboten wird ferner diverses Zubehör wie flexible Universalstrommesszangen, Messleitungen oder Ersatzakkus, um das Messgerät an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Das Multimeter erreicht die Schutzklasse IP54 und wurde, wie der Hersteller beteuert, auf seine Sturzfestigkeit aus drei Meter Höhe getestet. Der Hersteller bietet eine zehnjährige Produktgarantie. www.flir.de/DM284

Wirklich dicht.

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Entdecken selbst kleinste SF6-Leckagen Nicht dispersive Infrarotsensoren fĂźr die Wartung gasisolierter Schaltanlagen Gasisolierte Schaltanlagen mit Hochspannungsschaltern kommen weltweit zum Einsatz. Ihr Vorteil gegenĂźber luftisolierten Anlagen ist ihre Kompaktheit: Da das Schutzgas Schwefelhexafluorid (SF 6) eine drei- bis vierfach hĂśhere Durchschlagsfestigkeit als Luft besitzt und damit Funkenschlag oder die Bildung eines Lichtbogens effektiv verhindert, finden sonst fuĂ&#x;ballfeldgroĂ&#x;e luftisolierte Anlagen nun theoretisch im Keller eines Einfamilienhauses Platz. Zudem verlĂśschen Funkenstrecken in einer SF 6-Atmosphäre wesentlich schneller als an Luft. Damit ist das Schutzgas speziell in Ballungsgebieten mit hoher Elektrifizierung auf engstem Raum unverzichtbar. Während des Betriebs nimmt allerdings die Reinheit und damit die Schutzfunktion des Gases im Schalter ab. Ursache sind die aufgrund der Schaltvorgänge im Schalter entstehenden LichtbĂśgen. Sie wandeln Teile des SF6 chemisch um. Daher muss das Gas in regelmäĂ&#x;igen Abständen kontrolliert und gegebenenfalls recycelt werden. Zur hierbei notwendigen Reinheitsmessung wird aus dem Schalter ein mĂśglichst geringes Gasvolumen entnommen. Dieses muss dann sehr schnell und vor allem zuverlässig analysiert werden. SchlieĂ&#x;lich kĂśnnen Fehlmessungen zu einem unnĂśtigen Austausch der GasfĂźllung und damit zu eigentlich vermeidbaren Kosten fĂźhren. Im Zuge der Reinheitsmessung (100 Vol.-%) ist damit eine eindeutige Messung mit kleinsten Gasmengen gefordert. Zudem sind gasisolierte Schaltanlagen aber niemals absolut dicht. Durch Leckagen an Dichtungen, Flanschen etc. tritt SF6 aus und gleichzeitig Luft ein. Die Verlustrate aufgrund solcher Lecks liegt in der Praxis bei ca. 0,5 Volumenprozent pro Jahr. Die Leckagen mĂźssen umgehend beseitigt werden. SF6 ist zwar ungiftig und nicht brennbar, aber mit einem GWP von knapp 24.000 das klimaschädlichste aller Treibhausgase. Gasisolierte Schaltanlagen kĂśnnen deshalb mit stationären Gaswarnanlagen ausgestattet werden.

Da SF6 eine wesentlich hÜhere Dichte als Luft hat und sich am tiefsten Punkt eines Raumes sammelt, bewahrt der Flow-EVO SF6-Sensor das Wartungspersonal insbesondere beim Einsatz in tiefer liegenden Räumen vor der Gefahr durch Ersticken.

Smartgas Mikrosensorik entwickelt und produziert nicht dispersive Infrarotsensoren (NDIR-Sensoren) fĂźr die Gasdetektion.

Diese geben Alarm, sobald eine kritische SF6-Konzentration in der Raumluft ßberschritten wird. Die Messbereiche solcher Gaswarnanlagen liegen ßblicherweise bei 1.000 ppm. Zudem kommen bei Wartungsarbeiten mobile Lecksuchgeräte zum Einsatz.

Reinheitsmessung und Leckagesuche Sowohl fĂźr die Reinheitsmessung als auch fĂźr die Lecksuche bieten sich verschiedene Messverfahren an. Dabei sind optische Verfahren anderen Messverfahren gegenĂźber hinsichtlich Lebensdauer, Selektivität und Wartungsarmut Ăźberlegen. Zu den optischen Verfahren zählt auch die Detektion mit Sensoren, die auf dem NDIRPrinzip beruhen. Die optischen Sensoren basieren auf einem rein physikalischen Verfahren. Sie messen die Konzentration des zu bestimmenden Gases Ăźber das MaĂ&#x; der Absorption seiner spezifischen Wellenlänge im Infrarotspektrum. Dabei beeinflussen Hintergrundgase wie Reinigungs- oder LĂśsemittel die Messung nicht. NDIRGassensoren liefern damit präzise Messwerte auch in anspruchsvollen Umgebungen. GegenĂźber Sensortechnologien, die auf chemischen Reaktionen basieren, kĂśnnen NDIR-Gassensoren ebenfalls punkten. Denn im Gegensatz zu den chemischen Verfahren verbrauchen sich optische Messverfahren nicht. Sie sind

damit wartungsärmer und langlebiger. Der geringere Wartungsaufwand und die zuverlässigen Messungen gehen einher mit geringen Stillstandzeiten. Zudem zeichnen sich diese Sensoren durch niedrige Detektionsgrenzen, einen hohen Temperaturbereich, kurze Response-Zeiten und einen sehr geringen Drift aus. Daher werden sie immer häufiger in Applikationen verbaut, fĂźr die frĂźher andere Verfahren genutzt oder Kompromisse gemacht wurden. Die Heilbronner Smartgas Mikroelektronik GmbH hat sich auf die Entwicklung und Fertigung besonders kompakter, leistungsstarker NDIR-Gassensoren spezialisiert. Mit den SF6-Sensoren der neuen EVO Flow-Baureihe mit Messbereichen von wahlweise 100 Vol.-%, 1.500 ppm, 1.000 ppm und 5.0 ppm bietet das Unternehmen LĂśsungen fĂźr die QualitätsĂźberwachung, die RaumluftĂźberwachung und die Lecksuche. Die Sensoren der EVO Line sind die Weiterentwicklung der Vorgängerbaureihe und damit kompatibel. Der Flow-EVO SF6-Sensor (100 Vol.%) zur präzisen Messung der Reinheit bzw. Qualität der SF6GasfĂźllung in gasisolierten Schaltanlagen und -transformatoren oder -kabeln nutzt wie alle Sensoren dieses Herstellers die Technologie der dualen Wellenlänge. Anhand der Messung gemäĂ&#x; Richtlinie IEC 60480 fĂźr die PrĂźfung von SF6 nach Entnahme aus elektrischen Betriebsmitteln wird entschieden, ob das SF6 recycelt werden muss oder noch im Schalter verbleiben kann. Der weite Messbereich von 0-100 Vol.-% und die spezielle Abstimmung auf den „Arbeitsbereich“ zwischen 80-100 Vol.-% qualifizieren den Sensor fĂźr kontinuierliche und diskontinuierliche ĂœberwachungsmaĂ&#x;nahmen in SF6-isolierten Mittelund Hoch-

Das Hauptanwendungsgebiet des nicht brennbaren Gases Schwefelhexafluorid (SF6) ist die Isolierung elektrischer Hochspannungsschaltanlagen, -transformatoren und -kabel. Da das Gas zwar ungiftig, gleichzeitig aber das stärkste aller Treibhausgase ist, gelten fßr seine Nutzung strengste Umweltauflagen. Bilder: Smartgas Mikrosensorik

spannungsschaltanlagen. Dabei Ăźberzeugt der Sensor nicht nur durch die bereits genannten typischen Vorteile eines NDIR-Gassensors, sondern auch durch ein besonders kleines internes Volumen von weniger als 1 ccm, das die fĂźr die Messung zu entnehmende SF6-Menge auf ein Minimum reduziert.

Von 1.500 ppm bis 5.0 ppm Fßr die Kontrolle der Einhaltung der maximalen SF6-Konzentration in der Umgebungsluft (MAK-Wert = 1.000 ppm) in Schaltanlagen, aber auch in Gaslagern, Kraft- und Umspannwerken sowie in Anlagen zur Halbleiterherstellung bieten sich die Flow-EVO SF6Sensoren mit einem Messbereich von 1.000 oder 1.500 ppm an. Sie werden typischerweise in tragbaren Gasmessgeräten oder stationären SF6-Detektionsgeräten verwendet. Auch der kompakte und leichte SF6-Sensor mit einem Messbereich von 50 ppm wird in tragbaren Gasmessgeräten oder stationären SF6-Detektionsgeräten zur diskontinuierlichen oder kontinuierlichen Messung kleinster SF6-Leckagen verbaut. Aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit und der sehr niedrigen unteren Detektionsgrenze erkennt er selbst minimalste SF6-Leckagen. Daher kommt er immer dann zum Einsatz, wenn beispielsweise die Qualitätsmessung einen negativen Befund ergab und/oder die Gaswarnanlage aufgrund erhÜhter SF6-Konzentrationen in der Raumluft angeschlagen hat. Mit einem tragbaren Gasmessgerät

   

  

  

  

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wird in der Folge das Leck aufgespĂźrt und umgehend repariert. Eine weitere typische Anwendung des 50-ppm-Sensors ist das AufspĂźren von SF6 im Rahmen von Umweltsimulationen. Da SF6 nicht brennt und ungiftig ist, wird es auch als Tracergas fĂźr Untersuchungen Ăźber die Ausbreitung von Brandgasen oder Gefahrstoffen in Tunneln, U-Bahnen, Gebäuden oder Schiffen eingesetzt. Das Gas wird dabei in sehr kleinen Konzentrationen freigesetzt und kann dann mit hochsensiblen Sensoren an verschiedenen Orten in Echtzeit gemessen werden. Diese niedrigen Konzentrationen und Hintergrundgase stellen fĂźr gängige Messverfahren Probleme dar oder waren beispielsweise beim Einsatz optischer Verfahren bislang mit hohen Kosten verbunden. Auch sind die Geräte häufig zu groĂ&#x; fĂźr eine portable Nutzung am Messort. Alle beschriebenen Sensoren eignen sich darĂźber hinaus auch fĂźr den Einsatz in anspruchsvollen Laboranwendungen mit hohen Anforderungen an Leistung, Selektivität und Zuverlässigkeit. Sie lassen sich auf unkomplizierte Weise in OEM-Systeme integrieren. FĂźr die Verbindung zur Systemsteuerung verfĂźgen sie wahlweise Ăźber Modbus ASCII- oder RTUSchnittstellen. Da die NDIR-Gassensoren auf einer Plattform aufbauen, lassen sich anwendungsspezifische Anpassungen leicht vornehmen. AuĂ&#x;erdem verfĂźgen alle Sensoren Ăźber die gleiche Datenschnittstelle, d.h. sie kĂśnnen parallel betrieben werden. Sensoren lassen sich daher auch gegeneinander austauschen, ohne Ă„nderungen an der Software oder der Datenschnittstelle vornehmen zu mĂźssen. Smartgas liefert seine Sensoren ab Werk temperaturkompensiert und kalibriert, also „ready-to-use“ aus. Auf Kundenwunsch nehmen die Heilbronner auch eine Druckkompensation der Sensoren vor. Dies ist z.B. dann erforderlich, wenn sich wetterabhängige Luftdruckschwankungen oder die Nutzung der Sensoren in groĂ&#x;en HĂśhen auf die Dichte des Gases und damit auf die Anzahl der MolekĂźle im gleichen Volumen auswirken. Dipl.-Ing. (FH) Volker Huelsekopf, GeschäftsfĂźhrer, Vertrieb intern. Smartgas Mikrosensorik www.smartgas.eu/de/


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ANTRIEBS- & STEUERUNGSTECHNIK

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Stromverbrauch runter, Lebensdauer rauf ... ... möglich macht dies eine Lösung, die die Motorleistung an den Lastwechsel anpasst Vor allem im produzierenden Gewerbe ließe sich die Energieeffizienz verbessern, indem man den hohen Verbrauch der Werkzeugmaschinen drosselt und den Verschleiß mindert. Insbesondere bei häufigen Lastwechseln bietet es sich daher an, die Motorleistung intelligent zu steuern. Der auf Phasenschnitt basierende Powerboss, den die Chambers GmbH in Deutschland vertreibt, lässt sich hierfür nutzen. Das einfach nachrüstbare Gerät führt dem Motor stets gerade genug Strom zu, damit dieser die jeweilige Aufgabe bewältigen kann. Wird ein ungeregelter Elektromotor mit konstanter Drehzahl zyklischen Belastungen unterworfen, geht in der Phase der Teiloder Leerlast zwischen 30 bis 50 Prozent der aufgewendeten Energie einfach verloren, denn wenn ein Elektromotor unterhalb seiner Nennleistung läuft, nimmt er mehr Strom auf, als für die Magnetisierung eigentlich nötig ist. Das wiederum verursacht entsprechende Mehrkosten, da die überschüssige Energie in Hitze, Vibrationen und Lärm umgewandelt wird. Erst nahe der Volllast erreicht ein typischer ungeregelter Drei-Phasen-Induktionsmotor einen Wirkungsgrad von 80 bis 96 Prozent. Ein weiteres Problem sind die Stoßimpulse, die auf den Antriebsstrang einwirken und dadurch einen Großteil der Reparaturfälle bewirken. Gerade in der Startphase kann die Drehmomentbelastung schlagartig den 3,5fachen Wert eines Vollasteinsatzes erreichen, sodass Ausfälle und Produktionsstopps quasi vorprogrammiert sind.

Bei Lastminderung kann, wie bei dieser Leistungskurve eines hydraulischen Stahlschneiders erkennbar, mit dem Powerboss laut Chambers jede Hundertstelsekunde gespart werden. Bild: Suresense Technologies Ltd.

Eine Stern-Dreieck-Schaltung senkt zwar den Anlaufstrom, ist jedoch weit davon entfernt, diesen zu optimieren und produziert darüber hinaus beim Umschalten von Stern- auf DreieckSchaltung eine schädliche Drehstromspitze. Auch Frequenzumrichter bringen bei häufigen Pausen in der Belastung oder wenn die Geschwindigkeit konstant gehalten werden muss, wenig bis gar nichts.

Wechselspannungsmotoren werden zunehmend ineffizient, wenn sie mit weniger als 50 Prozent ihrer Nutzlast laufen. Das heißt: Bei fallender Last steigt die Stromverschwendung. Bilder: Chambers

über eine Zeitrampe von null Sekunden bis über vier Minuten programmierbar. Auch ein dosierter Kickstart ist möglich. Bei häufigem An- und Ausschalten besteht somit keine Verschleißgefahr, Stromverschwendung im Leerlauf wird vermieden und die Antriebsstränge werden geschont.

Feinjustage möglich Insbesondere bei zyklischen Belastungen von Pressen, Kompressoren, Spritzguss-, Extruderoder Tiefziehmaschinen, aber auch bei Förderbändern und Rolltreppen führt das zu einer Reduzierung der Bereitstellungsgebühr und senkt die Reparaturkosten. Eine Nachrüstung der Maschinen mit dem Powerboss ermöglicht Einsparungen von bis zu 18 Prozent. „Bei Neuanschaffungen bietet sich der Einbau eines Powerboss ohnehin an, aber auch eine Nachrüstung kann als Ergänzung oder Ersatz der Stern-DreieckSchaltung und dergleichen sinnvoll sein“, meint Richard Chambers, der Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH, die in

Lastwechsel kassieren Eine Lösung für diese Probleme ist der Powerboss. Um Schockbelastungen zu vermeiden, misst ein Mikrochip in diesem Gerät jede Hundertstelsekunde den tatsächlichen Energiebedarf und regelt die Stromzufuhr über einen Thyristor. Dadurch lässt sich der Motor präzise steuern, Starkstromspitzen werden vermieden und bei jeder Lastminderung, auch wenn es sich um Sekundenbruchteile handelt, wird gespart. Außerdem sind zusätzliche Funktionen wie Sanftstart und -stopp

30 Powerboss-Modelle sind lieferbar. Diese decken bei 380 bis 480 Volt eine Motorleistung von 1,1 bis 630 kW ab oder bei Umschaltung auf 220 Volt bis zu 375 kW. Von der Grundfunktion sind alle Modell gleich, denn sie führen dem Motor gerade genug Strom zu, um die jeweilige Belastung zu bewältigen.

Deutschland den Powerboss anbietet. Der Powerboss bietet noch andere Möglichkeiten. Beispiel: In einem Sägewerk bei Bremen konnte einen Monat nach der Inbetriebnahme des ersten PowerBremsen. Mit dem Zusatzgerät boss eine Stromersparnis im Wert von 520 Euro festgestellt werden. Daraufhin wurden 20 weitere kann die Maschine auch - statt mePowerbosse installiert, die nicht nur Strom einsparen, sondern lt. Anbieter dank ihrer verschleißfreien Bremsfunktion auch zu einer beachtlichen Senkung der Reparaturkosten geführt haben. chanisch - mittels Stromumkehr über eine gewünschte Zeit bis 15 Prozent und bei Kompressoren Powerboss die Stromaufnahme zum Stillstand gebremst werden. sogar regelmäßig höher, betont bei einer typischen WechselstromDie vorinstallierten Programme Richard Chambers. Vakuumpumpe um 30 bis 40 Prolassen sich bei Bedarf feiner einzent reduziert. stellen oder ergänzen. Soll bei- „Nicht alle Anwendungen bieten Diese Ersparnis ließ sich allein daspielsweise vermieden werden, ein gleich hohes Stromspardurch erreichen, dass die elekdass eine Pumpe trocken läuft, potenzial, aber grundsätzlich profitieren alle Konstantgeschwindigtrische Spannung so reduziert kann der Powerboss diese rechtkeits- und Zwei-Geschwindigkeitswurde, dass die Pumpe gerade zeitig ausschalten. Auch motoren vom Powerboss“, so das für den Betrieb notwendige Stromleitungsstörungen können Chambers. Drehmoment erreichte. Die gemeldet werden. Außerdem gibt In einem Werk von Danone längere Lebensdauer von es keine Probleme mit Steuerungserreichte man bei allen sieben Motoren und Getrieben spart zucomputern, die auf dem gleichen Kompressoren der Kühlanlage sätzlich Wartungskosten. Stromkreis liegen. eine Ersparnis von 18 Prozent. Richard Chambers Die Sparmöglichkeiten liegen bei Labortests bei BOC Edwards, einer maintenance Stuttgart zyklischer Arbeit fast immer im britischen Tochter von Linde, Stand: FVI zweistelligen Bereich, in der haben gezeigt, dass der www.chambers-gmbh.de Metallverarbeitung selten unter


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ANTRIEBS- & STEUERUNGSTECHNIK

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So sieht der neue Service 4.0 aus Wie Baumüller über die Digitalisierung die Verfügbarkeit erhöht Baudis IoT heißt ein neues Predictive Maintenance System, das Baumüller auf der Hannover Messe vorstellt. Das vernetzte System besteht aus Sensoren, einer Bausdis IoT Box und einer Software mit Big-Data-Algorithmen. Es kann unabhängig vom Hersteller der Automatisierungskomponenten und der Sensorik eingesetzt und daher problemlos nachgerüstet werden. Baudis IoT lässt sich zur vorausschauenden Wartung einsetzen, doch die Spezialisten von Baumüller verweisen darauf, dass sich durch die Big-Data-Analyse, die das System erlaubt, ein höherer Mehrwert erreichen lässt.

So kann das System beispielsweise genutzt werden, um die Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit in der Fertigung durch planbare Instandhaltungsmaßnahmen für alle Arten von elektrischen Antriebssystemen zu maximieren. Und das System kann noch viel mehr: Die für die Instandhaltung zugrunde gelegte Big-Data-Analyse kann beispielsweise zur Prozessoptimierung genutzt werden. Da das System im Bedarfsfall warnt, können mithilfe der Überwachung auch Aus-

Effizienz bestellen: CONTI®V ADVANCE ab Lager verfügbar Einfach effizient: Der neue ummantelte Schmalkeilriemen CONTI®V Advance ist ab sofort auch als Lagerware verfügbar. Seine Vorteile: Zugstrang aus verstärktem Polyester, faserverstärkte Mischung und doppelte Gewebeummantelung. Das sorgt für mehr Effizienz in industriellen Hochleistungsanwendungen. Seine Leistung ist um bis zu 40 Prozent höher als die von Standardkeilriemen. Die bessere Längenstabilität sorgt außerdem für einen geringeren Wartungsaufwand – das hilft, Betriebskosten zu senken und die Produktivität zu steigern. www.contitech.de/ptg-industrie

24.–28. April 2017 Besuchen Sie uns: Halle 25, Stand B20

Power Transmission Group

stoßerhöhungen und Belastungsgrenzen der Produktionsanlagen optimiert werden - und zwar ohne dass die Anlagen Schaden nehmen. Die Vernetzung von Werken und Standorten an eine Auswerteeinheit ermöglicht außerdem einen Vergleich untereinander. Die Auswertung erfolgt, wie die Spezialisten von Baumüller beteuern, stets mit aktuellen Algorithmen, d.h. diese werden ständig optimiert und so wird das System kontinuierlich intelligenter, was die Produktivität durch selbstregelnde Prozesse zur Vermeidung von Fertigungsfehlern erhöht. https://youtu.be/nr4Q7W-nMXw www.baumueller.de

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Zentralschmierung von Compactmodulen Viele Maschinen- und Anlagenausfälle sind auf nicht eingehaltene Wartungsintervalle oder auf falsche Schmiermittel zurückzuführen. Deshalb entscheiden sich immer mehr Maschinenhersteller und auch Endanwender, für ihre Maschinen und Anlagen Zentralschmierungskonzepte einzusetzen. Auf diese Weise ist nämlich stets eine optimale Versorgung der Schmierstellen gewährleistet. Schließlich ist die vorbeugende Wartung der entscheidende Hebel, um die Maschinenverfügbarkeit zu steigern. In diesem Zusammenhang spielt eine automatisierte, kontrollierte Schmierung über zentrale Versorgungssysteme eine wichtige Rolle. Außerdem senkt eine bedarfsorientierte Wartung den Schmierstoffverbrauch und das bei einer hohen Verfügbarkeit der angeschlossenen Systeme. In neueren Konzepten steuern die Anwender die Schmierung zusätzlich in Abhängigkeit von der zurückgelegten Wegstrecke. Rexroth bietet nach den elektromechanischen Zylindern nun auch einbaufertige Compactmodule an, die für den Anschluss an eine Zentralschmierung vorbereitet sind. Mit der neuen Option „Zentralschmierung“ erschließt Rexroth

also nun die Vorteile der vorausschauenden Wartung auch auf die Compactmodule. Diese kommen vor allem bei Handlingaufgaben zum Einsatz. Angeboten werden hierbei zwei Antriebsvarianten - Zahnriemen und Kugelgewindetrieb. Beide Lösungen lassen sich in eine zentrale Fließfett- und Ölschmierung einbinden. Dabei versorgen zwei getrennte Schmieranschlüsse die beiden integrierten Kugelschienenführungen und gewährleisten, wie der Hersteller betont, auch bei der Wandmontage eine gleichmäßige Versorgung. Für die Antriebsvariante Kugelgewindetrieb stellt Rexroth einen dritten Anschluss bereit. Die Schmierung erfolgt im laufenden Betrieb unabhängig von der Achsposition. Der Prozess muss dazu nicht angehalten werden. Konstrukteure haben nach Angaben der Spezialisten von Rexroth dadurch einen höheren Freiheitsgrad für die Platzierung der Linearsysteme, da sie keine Zugänglichkeit für manuelles Nachschmieren berücksichtigen müssen. Der Anschluss an eine Zentralschmierung ist laut Hersteller eine Standardkonfiguration und hat keinen Einfluss auf die technischen Leistungsdaten. www.boschrexroth.com

Demnächst können Anwender der Onlinekonfiguration ihrer Compactmodule die gewünschten Schmieranschlüsse per Mausklick auswählen. Das daraus generierte CAD-Modell berücksichtigt automatisch die Auswahl. Die zentralen Anschlussmöglichkeiten stehen durchgängig in den Baugrößen 090, 110, 145, 200 zur Verfügung. Für die elektromechanischen Zylinder der Produktfamilien EMC und EMC-HD steht diese Standardoption online bereits zur Verfügung. Bild: Rexroth

Die Erfassung der Daten erfolgt über dezentrale Sensoren am Antrieb. Diese erfassen den Motorzustand und können so z.B. einen Lagerschaden melden. Verteilt werden die erfassten Daten bei der Lösung über die Baudis IoT Box. Bild: Baumüller

Optimierte Welle-Nabe-Verbindungen: Stüwe zeigt auf der Hannover Messe neue Lösungen Die ständige Weiterentwicklung der spielfreien Reibschlussverbindungen und die Forderung nach immer genaueren Auslegungsmethoden für die Welle-Nabe-Verbindungen (WNV) im Antriebsstrang haben das mittelständische Unternehmen Stüwe unter anderem dazu bewogen, im Werk Hattingen einen speziell für Schrumpfscheiben eingerichteten Prüfstand in Betrieb zu nehmen. Dieser erreicht ein statisches Prüfmoment von 6.000 kNm; laut Stüwe einmalig in

Europa. Mit diesem Prüfstand ist Stüwe beispielsweise in der Lage, den Test zur Zertifizierung der Produkte wie sie im Multi-Mega-Watt Bereich der Windkraft eingesetzt werden, am Standort eigenverantwortlich durchzuführen. Auch zur Erprobung des tribologischen Verhaltens neuer Materialien werden hier Untersuchungen durchgeführt. So ist es möglich, für die immer extremeren technischen und wirtschaftlichen Anforderungen an die Antriebssysteme praxisgerechte Zustände zu generieren und diese für die Auslegung von WNV nutzbar zu machen. Am Messestand zeigt der Hersteller unter anderem Lösungen mit einer höheren Leistungsdichte und Betriebssicherheit. Dass diese, die unter anderem ausführlich

In Halle 25 am Stand F12 informiert der Hersteller nicht nur das Thema Welle-NabeVerbindungen (WNV), sondern auch über Schrumpfscheiben in Edelstahlausführung und über den neuen Prüfstand. Bild: Stüwe

auch im neuen Katalog, der nun auch digital zur Verfügung steht, mit einer einfachen Montage und Demontage punkten können, dürfte Instandhalter freuen. Außerdem trägt das Unternehmen der größeren Nachfrage, insbesondere aus der chemischen In-

dustrie und der Lebensmittelindustrie, nach Schrumpfscheiben in Edelstahlausführung jetzt Rechnung. Stüwe bietet hierzu nun eine eigene Baureihe an, die auch im neuen Katalog berücksichtigt wurde. www.stuewe.de


FERTIGUNGSTECHNIK

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Wenn Diagnosegeräte Fehler verursachen Viele Messstellen sind alles andere als passiv und nicht rückwirkungsfrei Fide, sed cui, vide - übersetzt heißt dieses lateinische Sprichwort: Traue, aber achte darauf, wem. Das gilt in vielen Lebensbereichen - und eben auch für die Messtechnik für industrielle Bussysteme und Netzwerke. Wesentliche Anforderungen sind hier, dass die Messtechnik weder die Messergebnisse noch den Datenverkehr beeinflusst. Erfahrungen von IVG Göhringer aus der Troubleshooting-Praxis zeigen, dass man im Zweifel genauer hinschauen muss. Ethernet-basierte Kommunikationssysteme wie Profinet lösen die seriellen Feldbusse bei der anlagenweiten Datenkommunikation zunehmend ab. Das liegt nicht nur an den deutlich höheren Übertragungsraten, sondern auch an der größeren Flexibilität. Verschiedene Protokolle laufen parallel und die Topologie lässt sich nahezu beliebig erweitern. Diese Vielfalt führt jedoch zu einer höheren Komplexität, die sich sowohl bei der Abnahme als auch bei der Fehlersuche im laufenden Betrieb bemerkbar macht. Zwar sind aufgrund der Verwendung der bewährten EthernetTechnologie IP-basierte industrielle Netzwerke sehr robust gegenüber Störeinflüssen, dennoch kann es auch hier zu unerwarteten Ausfällen kommen. Im Ernstfall muss eine schnelle Möglichkeit zur Fehlersuche vorhanden sein. Im Gegensatz zum klassischen Feldbus gibt es bei den Punkt zu Punkt verkabelten Ethernet-Netzwerken keine Möglichkeit, an einer beliebigen Stelle des Netzwerks einfach ein Diagnosegerät aufzuschalten. Die Ethernet-Leitung kann nämlich nicht einfach aufgetrennt werden, um ein Messgerät einzuschleifen. Es würde sofort zum Abbruch der Kommunikation und damit zum Anlagenstillstand kommen. Zudem sind nicht alle Telegramme an jeder beliebigen Stelle im Netzwerk messbar. Switches senden die Datenpakete nur dezidiert an den tatsächlichen Empfänger, was eine effektive Fehlersuche erschwert.

Im Feld eingebaute Messstellen zeigen bis zu zwei Kurzschlüsse. Bilder: IVG Göhringer

die Steckstellen per TTR-Messung, da an den Steckkontakten minimale Reflexionen auftreten. Bei der Vorgehensweise zur Abnahme solcher Systeme scheiden sich allerdings die Geister. Unabhängig davon, ob es sich um eine Neuinstallation oder eine Anlagenerweiterung handelt, ist in der täglichen Praxis bezüglich der Abnahme eine große Bandbreite

Diskussion um die Abnahme

zwischen zwei Extremen feststellbar: Einerseits wird davon ausgegangen, dass man auf eine Abnahme komplett verzichten kann, wenn man prinzipiell nur zertifizierte Geräte, Steckverbinder und Kabel miteinander verbindet. Das andere Extrem sind Ansichten, dass jede Leitung aufwendig vermessen werden muss. Das verursacht aber bei den Anlagenbetreibern einen enormen Zeitund Kostenaufwand. Die Anlagenbetreiber sind zwischen den gegensätzlichen Aussagen hinund hergerissen. Test-Access-Points als „In den Montage- und AufbaurichtMessstellen linien der Profibus/ProfinetNutzerorganisation werden zwar Um trotzdem messen zu können, entsprechende Vorgaben gemacht, werden sogenannte Test-Accesstrotzdem sehen wir in der Praxis Points (TAP) als Messstellen fest in vor Ort eine große Unsicherheit“, das Netzwerk integriert. stellt Hans-Ludwig Göhringer von Sie sind meistens, wie in den PNOIVG Göhringer fest. Richtlinien vorgeschrieben, unDas Unternehmen hat sich über mittelbar am Controller installiert Jahre hinweg ein umfassendes und sollen damit den unterKnow-how im Bereich der Fehlerbrechungsfreien Anschluss eines suche und Instandhaltung von inDiagnosegeräts im laufenden Bedustriellen Netzwerk- und Feldtrieb ermöglichen. businstallationen erarbeitet. Die Der Ethernet-Verkehr wird auf die Spezialisten werden häufig als Ports der Messstelle gespiegelt, Troubleshooter zu Anlagen geum den Netzwerkverkehr nicht zu rufen, die aufgrund von Bus- oder beeinflussen. Der passive TAP soll Netzwerkproblemen ausgefallen das Netzwerk vor Störungen durch sind. Zudem bietet das schwäangeschlossene Diagnosegeräte bische Unternehmen verschiedeoder PCs schützen. ne Schulungen zur Instandhaltung Ein Kabelzertifizierer darf die Messvon Bussystemen und indusstelle nur als Steckstelle erkennen, triellen Netzwerken an, um Konansonsten muss sie sich sowohl im strukteure und Instandhalter auf bestromten als auch im unbedie gestiegenen Anforderungen stromten Zustand vollkommen vorzubereiten. passiv verhalten. Innerhalb einer Wie oben geschrieben, werden an Profinet-Kabels dürfen bis zu zwei den Stellen, die für eine NetzwerkSteckstellen vorhanden sein. analyse wichtig erscheinen, die Neuere Kabelzertifizierer erkennen TAPs eingesetzt. Sie sollen dafür

sorgen, dass man einfach und ohne Unterbrechung der Kommunikation den Datenverkehr aufzeichnen und analysieren kann. „Im Zuge verschiedener Messeinsätze sind wir mit einigen dieser Geräte in Kontakt gekommen und haben immer wieder erstaunt auf unsere Messergebnisse geblickt“, berichtet Hans-Ludwig Göhringer aus seinen Einsätzen und fährt fort: „Nach einer gewissen Zeit war uns klar, dass wir uns die passiven Eigenschaften der Messstellen genauer anschauen müssen.“ Daraufhin wurden die Messstellen und Geräte verschiedener Anbieter mittels eines Kabelzertifizierers getestet. Dazu wurden jeweils vor und nach dem Probanden zwei Meter Profinet-Kabel angeschlossen und dann anhand der Kabelspezifikation des Profinet Kabels durchgemessen. Die Überlegung war dabei, dass die Geräte mit und ohne Spannung vollkommen rückwirkungsfrei arbeiten müssen. „Was wir da gefunden haben, hat uns sehr verwundert. Da wurden Geräte zur Diagnose eingebaut, die selber Fehler im Datenverkehr verursachen“, fasst Hans-Ludwig Göhringer die Ergebnisse zusammen. Viele Messstellen für Diagnosetools, die sensibelsten Stellen im gesamten Netzwerk überhaupt, haben die Eigenschaft „passiv“ gar nicht erfüllt. Die Auffälligkeiten diverser Geräte wurde dann näher untersucht. An verschiedenen Probanden wurde mit dem Kabelzertifizierer ein Kurzschluss zwischen den Daten-

Messaufbau zur Prüfung der Messsestelle mit dem Kabelzertifizierer.

leitungen festgestellt. Der Kurzschluss alleine ist schon problematisch, aber es gab auch ein Gerät, bei dem vier unterschiedliche Resonanzfrequenzen ermittelt wurden; jeweils zwei auf der Empfangsleitung des kommenden Ports und zwei auf der Empfangsleitung des abgehenden Ports. Diese können sich durch die Luftfeuchtigkeit im Feld noch leicht verändern.

Verwunderung an der Anlage Wird nun ein Kabel mit einer zufällig ungünstigen Länge eingesetzt, kann es zu einer Schwingung kommen, welche die Kommunikation stört und zum Ausfall führt. Wird das Kabel verlängert oder verkürzt, kann der Fehler weg sein oder stärker in Erscheinung treten. In manchen Fällen kann ein „schlechteres“ Kabel, welche die Norm gar nicht erfüllt, zu einem funktionierenden Netzwerk führen. Jeder Anwender, der schon mal Messergebnisse hatte, für die es keine Erklärung gab, sollte jetzt hellhörig werden, so die Spezialisten. Auf der maintenance Stuttgart 2017 zeigt IVG Göhringer die neue Messstelle BS-0130. Sie ist, wie der Hersteller betont, frei von Kurzschlüssen und ermöglicht den unterbrechungsfrei-

en Anschluss eines Diagnosegeräts im laufenden Betrieb. Das Netzwerk wird dank Spiegelung des Ethernet-Verkehrs nicht beeinflusst, auch wenn an dem Gerät keine Spannungsversorgung anliegt. Gegenüber Switches mit aktiviertem Mirror-Port stellt die Messstelle BS-0130 sicher, dass die zeitliche Abfolge des Netzwerkverkehrs erhalten bleibt und bei hoher Netzwerklast oder Telegrammfehlern keine Telegramme verworfen werden. Das Verhalten der Messstelle ist sowohl im bestromten als auch im unbestromten Zustand vollkommen passiv. Auf dem Messestand FVI (J) der maintenance Stuttgart zeigen die Spezialisten außerdem die Diagnosemodule der QuicktesterReihe. Neben dem P-QT 10 für Profibus, C-QT 15 für CAN und A-QT 15 für AS-Interface wird auch der neue Quicktester ESD-QT 16 zu sehen sein. Er dient zum Aufspüren und Signalisieren von elektrostatischen Entladungen. Ebenfalls neu ist der QT-Manager zur automatischen Fehlersuche per SPS. Er erlaubt es, erfasste Busfehler direkt den SPS-Signalen zuzuordnen, die die fraglichen Schaltvorgänge oder Bewegungen ausgelöst haben. Gerhard Bäurle für IVG Göhringer, maintenance Stuttgart, Stand: FVI www.i-v-g.de

Bypass-Filtration von Kühlwasser Hersteller von Kunststoffprodukten reduziert Wartungsaufwand am Kühlsystem Die Georg Utz GmbH ist ein weltweit agierender Hersteller von Lager- und Transportbehältern, Paletten, Werkstückträgern und technischen Teilen aus Kunststoff. Das mit einem modernen Maschinenpark, darunter ca. 50 Kunststoffspritzgussmaschinen mit bis zu 3.200 Tonnen Schließkraft, ausgestattete Werk besitzt einen geschlossenen Kühlwasserkreislauf. Vor über zehn Jahren entschieden sich die Verantwortlichen der Georg Utz GmbH in Schüttorf zur einleitfähigen Aufbereitung von verbrauchten Kühlschmierstoffen aus dem Formenbau, den aufgefangenen Wasser-Ölgemischen aus den Bodenwannen unter den Spritzgussmaschinen sowie von den aufgenommenen Wässern der Bodenreinigungsmaschinen. Hierfür setzt das Unternehmen auf eine Ultrafiltrationslösung von LK Metallwaren. Unlängst wurde eine weitere derartige Lösung für eine kontinuierliche Bypass-Filtration des Kühlwasserkreislaufs der Spitzgussmaschinen installiert. Auslöser war eine defekte Spritzgussform, die zum Eintrag einer größeren Menge Hydrauliköls in den Kühlwasserkreislauf der Kunststoff-

Die Ultrafiltration wurde am zentralen Kühlwassertank im Nebenstrom installiert und entfernt unter anderem Verunreinigungen, Keime und Bakterien. Bild: LK Metall

spritzgussmaschinenparks führte. Trotz aufwendigen Austauschs des gesamten Kühlwasserinhaltes und mehreren Spülungen ließ sich die Ölkontamination des gesamten Kühlwassersystems nur schwer vollständig beseitigen. Deshalb wurde die Ultrafiltration am zentralen Kühlwassertank im

Nebenstrom installiert. Sie entfernt neben feinsten Verunreinigungen, Keimen und Bakterien auch geringste Spuren ins Kühlwasser eingetragener Öl- und Fettanteile, die sich aufgrund ihrer gegenüber den Wassermolekülen größeren molekularen Größe erfassen lassen. Im Rahmen dieser auch als proaktive Wartung anzusehenden Maßnahme wird nicht nur das Tank- und Leitungssystem von Ablagerungen freigehalten, auch die ölempfindlichen EPDM-Dichtungen des Kühlwasserkreislaufs werden vor der abrasiven Wirkung der Feinstpartikel und vor der dichtungsaufquellenden Wirkung der Öle und Fette geschützt, woraus ein verminderter Wartungsaufwand am Kühlsystem entsteht. www.lk-metall.de


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M AT E R I A L F L U S S

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Über die Saisonalität des Ersatzteilgeschäfts Bedarfsprognose für Ersatzteile auf Basis der Saisonalität Ganz klar: Eiscreme verkauft sich wesentlich besser im Hochsommer, Schneeschaufeln gehen dafür im Winter. Es ist offensichtlich, dass sich die Saisonalität auf die Nachfrage auswirkt. Sie ist ein wichtiger, kostenrelevanter Faktor im Investitionsgütermarkt. Unternehmen kennen die Herausforderung. Sie planen entsprechend, erstellen Prognosen und richten den Lagerbestand auf vorhersehbare saisonale Spitzen aus. Allerdings bleibt das Ersatzteilgeschäft dabei oft noch außen vor. Doch gerade hier steckt noch enormes Potenzial. Kunden sind mittlerweile eine On-Demand-Wirtschaft gewöhnt: Sie erwarten einen schnellen und verlässlichen Service. Entsprechend dynamisch müssen Unternehmen ihr Servicegeschäft ausrichten. Voraussetzung dafür ist eine möglichst genaue Bedarfsprognose. Angesichts der enormen Datenmengen ist das eine echte Herausforderung. Gelingt es die Unmengen an Echtzeitdaten aus unterschiedlichen Quellen zu erfassen und zu analysieren, lassen sich auch Abläufe und Prozesse im Ersatzteilgeschäft genauer nachverfolgen, optimieren und planen.

Hybride Prognosemodelle Die Auswertung der Daten verlangt allerdings passende Prognosemodelle. Während bei statistischen, quantitativen Modellen die historische Nachfrage herangezogen wird, stützen sich qualitative Modelle auf die Erfahrungen und subjektiven Marktkenntnisse der Verkaufsund Marketingabteilungen. Hybride Modelle hingegen bedienen sich beider Ansätze: Sie nutzen historische Nachfrageinformationen als Ausgangspunkt und beziehen empirische Daten zur Optimierung der Prognose mit ein. Zur Bestimmung des am besten geeigneten Prognoseverfahrens müssen in einem ersten Schritt Nachfragemuster identifiziert werden. Diese Nachfrageberechnung verhilft nicht nur zu einer besseren Prognosetechnik, sondern steuert auch die optimale Kalkulation des Sicherheitsbestands.

Unterschätzter Einflussfaktor Darüber hinaus sollten Unternehmen den Lebenszyklus ihrer Produkte und die möglichen Auswirkungen auf die Nachfrageprognose genau kennen. In den verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus werden daher unterschiedliche Prognosemethoden angewandt. So werden die verfügbaren historischen Daten und Marktkenntnisse bestmöglich genutzt. Dieser Ansatz schafft ein deutlich besseres Modell zur Ansteuerung des angestrebten Servicegrads, indem hier nach Bedarfsklasse differenziert wird. Generell unterliegen Bedarfsschwankungen vier wesentlichen Einflussfaktoren, die auf die Pro-

Stefan Hagen ist Vice President Enterprise Sales DACH, Frankreich, Italien bei Syncron. Er weiß aus Erfahrung: „Eine kritische Prüfung des aktuellen Modells für Bedarfsprognose und Bestandsmanagement führt oft zu überraschenden Erkenntnissen.“ Bilder: Syncron

gnose einwirken: Bedarfsausreißer, Prognosegenauigkeit, Sicherheitsbestand und Saisonalität. Das klassische Beispiel für Saisonalität, z.B. stark unterschiedliches Kundenverhalten und Preissensitivität zwischen Sommer und Winter, ist der Markt für landwirtschaftliche Maschinen. Während der sehr engen Erntefenster in den Sommer- und Herbstmonaten stehen Eilbestellungen für Maschinen auf dem Feld und schnelle Nachfüllung des Händlerlagers auf der Tagesordnung. In der Wintersaison hingegen steigt die Preissensitivität und Reparaturen in der Händlerwerkstatt haben deutlich mehr Zeit.

Hier liegt der Nutzen In der Bedarfsplanung und im Bestandsmanagement werden solche saisonalen Logistikströme nicht immer berücksichtigt. Das kann mehrere Ursachen haben: Der Großteil der Teile ist ebenso wie die zugehörigen Investitionsgüter nicht saisonal getrieben. Auf Ebene einzelner Artikel sind keine ausreichend statistisch signifikanten Informationen verfügbar, aus denen sich für langsam drehende Artikel eine zuverlässige Saisonalitätskurve erstellen ließe. Vielen Unternehmen fehlen die Werkzeuge und Prozesse zur erfolgreichen Einbeziehung von Saisonalitätsanalysen in die Bedarfsprognose und das Bestandsmanagement. Es gibt viele Einflüsse auf die Produktnachfrage im Markt - angefangen bei den Ferien- und Feiertagen bis hin zum Klimawandel.

Nahezu jeder Hersteller oder Distributor muss deshalb mit saisonalen Nachfrageschwankungen rechnen und diese berücksichtigen. Aber zusätzliche Analysen versprechen einen Nutzen, der darüber hinausgeht. Die Aufdeckung von saisonalen Mustern und die Reaktion darauf sind mit der Suche nach einem verborgenen Schatz vergleichbar. Unternehmen können ihre Bestände weiter optimieren und anpassen, wodurch sie die mit Überbeständen verbundenen Risiken und Kosten senken und gleichzeitig die Verfügbarkeit wichtiger Teile gewährleisten. Diese Verfügbarkeit kann dem Servicelevel einen gewaltigen Schub verleihen. Wer die gewünschten Teile zum gewünschten Zeitpunkt liefern kann, profitiert von zufriedenen Kunden und kann sich über Anschlussgeschäfte freuen.

Vier Schritte zur Bedarfsprognose Eine kritische Prüfung des aktuellen Modells für Bedarfsprognose und Bestandsmanagement führt oft zu überraschenden Erkenntnissen. Dabei sollten folgende Schritte berücksichtigt werden: Mit einer Analyse des Produktbedarfs beginnen: Anstatt die Analyse auf Ebene der einzelnen Artikel vorzunehmen, sollte man sich zunächst auf eine Produktgruppe konzentrieren. Die Nachfrage einzelner Teile ist aufs Jahr bezogen meist nicht ausreichend für die Beurteilung von Saisonalität. Das gilt insbesondere bei Betrachtung auf regionaler oder Händlerebene. Zieht man Produktgruppen mit saisonalen Eigenschaften heran, ergeben sich deutlich hochwertigere Analysen und eindeutige Nachfragemuster (anstatt Zufallsmustern). Das ist für die Berücksichtigung von Saisonalitätsprofilen in die Bedarfsprognosen sinnvoller. Beispielsweise könnten Thermostate, Heizkörper sowie bestimmte Dichtungen und Filter in einer Gruppe zusammengefasst werden, denn alle diese Artikel stehen mit der Heizung in Verbindung. Bedarfsfaktoren trennen und Daten bereinigen: Wenn die Saisonalität für einen Artikel betrachtet wird, sollte der Bedarf vor Eingang in die Prognoserechnung bereinigt werden. Als Best Practice gilt es, den saisonalen Bedarf und

In der Bedarfsprognose für Ersatzteile auf Basis von Saisonalität steckt ein großes Potenzial.

andere variable Faktoren von den Berechnungen des Grundbedarfs zu trennen, da sich verschiedene Bedarfsfaktoren auf den normalen Grundbedarf auswirken oder diesen aufblähen können. In automatischen Bestandsoptimierungslösungen werden saisonale Profile, Trends und qualitative Eingaben für jedes Produkt getrennt geführt, damit die Integrität und Genauigkeit der Prognosen gewährleistet ist. Verschiedene Konzepte zur Gruppierung von Teilen testen und simulieren: Die ermittelten Daten sollten grafisch so aufbereitet werden, dass statistisch signifikante Trends erkennbar sind. Ein gutes Softwareprogramm zur Automatisierung des Test- und Simulationsprozesses ist zur Gewinnung genauer und aussagekräftiger Erkenntnisse unverzichtbar. Es muss möglich sein, Teile zu einer Gruppe hinzuzufügen und andere daraus zu entfernen. Auch geografische Daten sind zu berücksichtigen. Der Umsatz mit den gleichen Artikeln aus Lagern unterschiedlicher geografischer Standorte mit ähnlichen Klimabedingungen lässt sich beispielsweise in einer

Gruppe zur Abbildung von Trends zusammenfassen. Business Case erstellen: Der Vergleich des mittleren Bestands und Servicelevels für eine Produktgruppe mit einem Szenario, das die Saisonalität berücksichtigt, bietet neue Erkenntnisse über bislang ungenutztes Potenzial. Hier sollte klar erkennbar sein, welche Bestände in jedem Szenario gebunden sind und wie viel dies kostet. Dabei sind nicht nur die Investitionsausgaben zu berücksichtigen, sondern auch die Auswirkung auf Service und Lagerhaltung. Nutzt man diesen Ansatz für weitere saisonale Produktgruppen, lassen sich die Bedarfsprognose und das Bestandsmanagement exponentiell verbessern. Die Aufdeckung von saisonalen Mustern ermöglicht Herstellern schnelle Reaktionszeiten, um Bestände weiter zu optimieren und anzupassen. So können sie Risiken und Kosten hinsichtlich Überbeständen senken und gleichzeitig die Verfügbarkeit wichtiger Teile gewährleisten - egal zu welcher Saison. Stefan Hagen, Vice President Enterprise Sales DACH, Frankreich, Italien bei Syncron www.syncron.com/de/

Fortsetzung von Seite 1 Die Direktumrichter und die neuen Automatisierungssysteme wurden übrigens in neuen, vorkonfektionierten E-Houses (Electrical Houses) installiert, die vollständig im Werk in Santiago/Chile entwickelt, gefertigt und vorgeprüft wurden. So konnten sie vor Ort direkt angeschlossen und in Betrieb

genommen werden. Wichtig war bei diesem Projekt, deren Auftragswert im zweistelligen Millionenbereich lag, auch eine optimale elektrische und thermische Dimensionierung der Komponenten, denn die Mine, einer der größten Kupfererzbetriebe der Welt, liegt in über 4.200 Meter Höhe. www.siemens.com/mining


Wolff Publishing

Sonderteil Energie-Effizienz DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

ISSN 1864-4554 Einzelpreis 13,- € info@b-und-i.de www.b-und-i.de

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Ein hochmodernes Pumpspeicherkraftwerk der ganz anderen Art wurde vor Kurzem im Bodensee versenkt. Was es damit auf sich hat, lesen Sie auf der Seite 26.

Bild: Kleenoil

Das neue BIX-T System erhöht dank der Van-der-Waals-Wechselwirkung die Leistung bei Zerspanungs- und Schleifprozessen, indem es den Fluss des Kühlschmierstoffs optimiert. Bilder: Tecno.team

Zerspanungsleistung steigern Wenn der Kühlschmierstoff bei der Zerspanung schneller und mehr Wärme aufnehmen und vom Werkzeug abführen kann, verkürzen sich die Bearbeitungsprozesse - und zwar ohne dass hierfür die Spindelleistung oder der Kühlmitteldruck erhöht werden muss. Ein neues System, das den Fluss des Kühlschmierstoffs optimiert, erzielt laut Anbieter genau diese Wirkung. Das neuartige BIX-T System, das von japanischen Forschern zusammen mit der Universität Hiroshima entwickelt wurde und in Europa über die Tecno.team GmbH erhältlich ist, wird direkt in den Kühlmittelkreislauf eingeschleift. Hier optimiert es die Kühlung auf einfache, aber, wie der Anbieter erklärt, hocheffiziente Art und Weise, sodass sich insgesamt die Zykluszeiten deutlich reduzieren lassen. BIX-T verändert die Strömung des Kühlschmiermittels. Es erzeugt sogenannte Microbubbles mit einer größeren Oberfläche. Diese Microbubbles wiederum können Wärme nicht nur deutlich schneller, sondern auch in größerer Menge aufnehmen und sie dadurch besser aus dem Bearbeitungsprozess abführen. Das erhöht in der Folge nicht nur die Stand-

zeit der Werkzeuge, sondern verkürzt auch die Bearbeitungszeit. So konnten zum Beispiel nach Angaben des Anbieters bei einem Schleifprozess auf einer Amada Flachschleifmaschine die Zustellwerte beim Schruppen und beim Schlichten um ein Mehrfaches erhöht werden. Das hat die Zykluszeit in diesem Fall mehr als halbiert. Der Clou bei diesem System ist, dass es so gestaltet ist, dass der durchströmende Kühlschmierstoff in eine Rotationsbewegung versetzt wird. Dies erzeugt den aus der Natur bekannten Coandá-Effekt, der dafür sorgt, dass Fluide an einer konvexen Oberfläche „entlanglaufen“, anstatt sich abzulösen und sich in der ursprünglichen Richtung weiterzubewegen. So haftet der Kühlschmierstoff also deutlich besser an dem umströmten Werk-

stück. Diese molekulare Wirkung sorgt dafür, dass mehr Kühlschmierstoff in den Bereich der Kontaktzone zwischen Werkzeug und Werkstück gelangt. Und dieses erhöhte Volumen an KSS kann zusammen mit dem engeren Kontakt besser schmieren und mehr Wärme aufnehmen. Durch diese effiziente Wärmeabfuhr könne laut Anbieter die Zerspanungs- oder Schleifleistung gesteigert und die Prozesszeit erheblich beschleunigt werden, ohne dass die Leistungsdaten der Maschine erhöht werden. „Das neue BIX-T System (BIX-T) erzielt Wirkungen, die bisher nur mit höherer Spindelleistung oder einer größeren Kühlmittelanlage mit Hochdrucksystem erreicht werden konnten“, betont diesbezüglich Michael Blank, der Produktmanager von Tecnoteam. Weiter auf Seite 26

Die Betriebskosten einer Maschine stehen in direktem Zusammenhang mit der Verunreinigung der Schmier- und Druckflüssigkeiten. Mehr dazu im unten stehenden Artikel.

Schmierstoffe sauber halten Die Vorstellung, dass Schmierstoffe sauber sind, ist ebenso falsch wie die Annahme, dass mit einem einfachen Ölwechsel die Verunreinigung zu entfernen sind. Ein Großteil der Verunreinigung befindet sich in der Anlage. Mit dem Öl wandert die Verschmutzung - die meistens aus Wasser oder verschiedenen Partikeln besteht - durch die gesamte Anlage. In der Hydraulikpumpe werden diese Partikel zerkleinert und können oft nur sehr schwer mit dem Anlagenfilter ausgefiltert werden. Es kommt zu einem beschleunigten Verschleiß an allen Oberflächen, die nur durch einen Ölfilm geschützt werden. Mithilfe der Mikrofiltration von Kleenoil wird hingegen ein Großteil schädlicher Verunreinigungen, selbst Kleinstpartikel bis zu 1 μm und Wasser, im Nebenstrom ausgefiltert, betont der Hersteller und erklärt, dass Öle so dauerhaft eine sehr gute Reinheit erhalten können. Die hierbei eingesetzten Filterelemente bestehen aus langfaseriger Zellulose, Polypropylen und Polyester. Die Funktionsweise basiert auf Tiefenablagerung. Mit niedrigem Druck und verlangsamter Durchflussgeschwindigkeit wird das Öl axial durch das Filterelement geführt. Durch die Verringerung von Kontamination im Öl werden Anlagenstörungen, Verschleiß und Ausfälle reduziert. Der Alterungsprozess wird verlangsamt, weil die meisten schädlichen, katalytisch wirkenden Feststoffverunreinigungen sowie Wasser ausgefiltert werden. Die Langlebigkeit der Öle bleibt erhalten, sodass Wechselintervalle verlängert werden können. www.kleenoilpanolin.com


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ENERGIE-EFFIZIENZ

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Ein neuartiges Kraftwerk geht hier baden Test eines Unterwasserspeichers für überschüssige regenerative Energie Pumpspeicherkraftwerke, bei denen Wasser, wenn zu viel Strom im Netz ist, mittels elektrischer Pumpen auf ein höheres Niveau gepumpt wird, und das dann, wenn Strom benötigt wird, wieder nach unten fließt und hierbei über eine Turbine einen Generator antreibt, sind mit einem Wirkungsgrad von rund 80 Prozent eine effektive Methode, Energie zu speichern - eigentlich. Denn der Eingriff in die Natur ist groß, man braucht viel Fläche und in aller Regel muss mit viel Aufwand ein künstlicher See geschaffen werden. Dass dieses Prinzip aber ganz woanders, nämlich unter Wasser funktioniert, das zeigt ein Pilotprojekt am bzw. besser gesagt tief im Bodensee. Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) aus Kassel hat im vergangenen November den Prototypen eines Speichersystems im Bodensee getestet. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde in einem Modellversuch dort ein sogenannter Hohlkugelspeicher in 100 Meter Tiefe stationiert. Das Prinzip des Hohlkugelspeichers entspricht dem von herkömmlichen Pumpspeicherkraftwerken, allerdings nicht auf Basis zweier Becken, denn diese Technologie nutzt als oberes Speicherreservoir den See oder das Meer selbst. Das untere Speicherbecken hingegen wird durch die Hohlkugel auf dem Grund gebildet. „Auf dem Meeresboden installierte Bilder: Fraunhofer IWES

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Anschlussleitungen zum Festland transportiert. Überschüssiger Strom, der z.B. in der Nacht durch Windkraftanlagen entsteht, kann später dann genutzt werden, um die Betonkugel wieder leer zu pumpen, sodass diese, wenn wieder Strom benötigt wird, gefüllt werden kann. So weit zur Theorie: Am 9. November 2016 startete das Fraunhofer IWES aus Kassel dann die erste Testphase. Dazu wurde die 20 Tonnen schwere Hohlkugel auf den Boden des schwäbischen Meeres vor Überlingen versenkt. In einem vierwöchigen Test konnten die Forscher die Funktion des Die Erfindung von Horst Schmidt-Böcking Unterwasser-Pumpspeicherkraftvon der Goethe-Universität und seines werks erfolgreich nachweisen und Kollegen Dr. Gerhard Luther von der Univertesten. sität Saarbrücken bildet die Basis für das Meerespumpspeichersystem. Bilder: IWES Hierbei beschäftigten sich die Forscher mit verschiedenen DetailPumpspeicherkraftwerke können fragestellungen zur Konstruktion, in großen Wassertiefen den hohen der Installation, der Auslegung des Wasserdruck nutzen, um mithilfe Triebstrangs und des elektrischen von Hohlkörpern Stromenergie Systems, der Betriebsführung und speichern zu können“, erläutert Regelung, der ZustandsüberwaHorst Schmidt-Böcking, emeritierchung und der dynamischen Moter Professor der Universität Frankdellierung und Simulation des Gefurt. samtsystems. Und so funktioniert es: Besteht an „Mit den Ergebnissen des ModellLand Strombedarf, öffnet sich ein versuchs wollen wir zunächst geVentil an der Öffnung der Kugel. eignete Standorte für ein DemonDas in die Kugel einströmende strationsprojekt in Europa genauer Wasser treibt dabei eine Pumpturuntersuchen. Für den Demonstrabine an, die über einen Generator tionsmaßstab des Systems streben Strom erzeugt. Dieser wird über wir einen Kugeldurchmesser von

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30 Metern an. Das ist unter ingenieurtechnischen Randbedingungen die derzeitige sinnvolle Zielgröße“, erklärt IWES-Bereichsleiter Jochen Bard, der seit Jahren national und international auf dem Gebiet der Meeresenergie forscht. Er fährt fort: „Sicher ist, dass das Konzept erst ab Wassertiefen von ca. 600 bis 800 Metern im Meer wirtschaftlich anwendbar sein wird. Die Speicherkapazität steigt bei gleichem Volumen linear mit der Wassertiefe und beträgt für eine 30-m-Kugel bei 700 Meter ungefähr 20 Megawattstunden.“ Die Schläuche, die im Versuchsmodell des Kugelspeicherkraftwerks im Bodensee als Druckausgleichsleitung eingesetzt werden, wurden von Contitech in Korbach entwickelt und gefertigt. Durch die Leitung kann Luft in die Kugel nachströmen, wenn das Wasser herausgepumpt wird. Dadurch wird Unterdruck verhindert. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung des Schlauches bestand in der Wassertiefe von 100 Metern, die einem Außendruck von etwa 10 bar entspricht. Um die Einsatzfähigkeit des Schlauches unter diesen schweren Bedingungen zu gewährleisten, wurde er mit Sicherheitsfaktor drei für einen Außendruck von 30 bar konzipiert.

Contitech lieferte für das Projekt einen trinkwassertauglichen Schlauch. Dieser musste dem hohen Außendruck von 10 bar in einer Wassertiefe von 100 Metern widerstehen.

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Mit Strom wird über eine Elektropumpe Wasser aus der Kugel herausgepumpt. Dabei wird (überschüssiger) Strom genutzt. Zur Energiegewinnung strömt Wasser durch eine Turbine wieder in die leere Kugel hinein und erzeugt über einen Generator Strom. Dieses Prinzip der Offshore-Energiespeicherung hat Prof. Schmidt-Böcking 2011 wenige Tage vor dem Fukushima-Supergau mit seinem Kollegen Dr. Gerhard Luther von der Universität Saarbrücken zum Patent angemeldet.

Eine zusätzliche Stahlwendel in der Schlauchwand verleiht ihm die notwendige mechanische Festigkeit. Der Bodensee versorgt rund 4,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Deshalb entsprechen die Schichten des Schlauches den Anforderungen der Trinkwasserverordnung sowie den Richtlinien der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA). Dadurch ist sichergestellt, dass eine Geschmacks- oder Geruchsveränderung des Wassers ausgeschlossen ist. Als nächsten Schritt planen die Wissenschaftler einen weiteren Versuch mit einer Großanlage in einer Wassertiefe von ca. 700 Metern. Die Schwierigkeit besteht dabei, einen geeigneten Standort zu finden, der nahe dem Festland liegt. Dies ist aus technischen Gründen notwendig. Weniger wichtig ist dabei die Nähe zu einem Offshorewindpark. Voraussetzung ist lediglich die Benutzung eines gemeinsamen Stromnetzes. „Es gibt ein großes Potenzial für die Anwendung von Meerespumpspeichersystemen in küstennahen Standorten, insbesondere auch vor den Küsten bevölkerungsdichter Regionen. Beispielsweise vor Norwegen (Norwegische Rinne). Aber auch Spanien, USA und Japan weisen große Potenziale auf“, so Bard. „Mit heutiger standardisierter und verfügbarer Technik sehen wir bei der Speicherkapazität von 20 MWh pro Kugel eine weltweite elektrische Gesamtspeicherkapazität von 893.000 MWh. Damit ließen sich kostengünstig wichtige Ausgleichsbeiträge für die schwankende Erzeugung aus Wind und Sonne leisten“, bestätigt der Spezialist abschließend. www.energiesystemtechnik.iwes. fraunhofer.de www.herkulesprojekt.de www.contitech.de

Fortsetzung von Seite 25 Der Tecnoteam-Mitarbeiter Blank führt weiter aus: „Der Verbrauch an Kühlschmierstoff steigt dabei übrigens nicht, sondern kann sogar gesenkt werden.“ So lassen sich Kosten für Kühlschmierstoffe und Werkzeuge senken. www.tecnoteam.de


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Pneumatische Beförderung von Kunststoffen Über die Rolle der Seitenkanalverdichter und Klauenvakuumpumpen Kunststoffmaschinen und Anlagen werden zunehmend auf den aktuellen Stand der digitalen Entwicklung und Produktionsmethoden gebracht. Ein Beispiel dafür sind die Seitenkanalverdichter und Klauenvakuumpumpen für die Förder-, Dosier- und Trockneranlagen in der Kunststoffverarbeitung, die nun mit neuester Sensorik und frequenzgeregelten Antrieben ausgestattet wurden. Die Motan Gruppe mit Sitz in Konstanz am Bodensee wurde 1947 gegründet. Als Anbieter für das Rohstoffhandling ist sie in den Bereichen Spritzguss, Blasformen, Extrusion und Compoundierung tätig. Zum Produktspektrum gehören modulare Systemlösungen für die Lagerung, Trocknung und Kristallisation, zum Fördern, Dosieren und Mischen von Rohstoffen für die kunststoffherstellende und -verarbeitende Industrie. Um die Fördergeräte der Metro GSerie auf die zukünftigen Herausforderungen in der Kunststoffverarbeitung vorzubereiten, entschlossen sich die Verantwortlichen für eine enge Zusammenarbeit mit Elmo Rietschle Engineering. Hierbei wurde der Leistungsbereich der frequenzgeregelten, energieeffizienten Seitenkanalverdichter bis auf 22 kW erweitert. Für die konstruktive Anpassung der Druck- und Vakuumerzeuger wurde dabei die neueste Umrichtertechnologie integriert. So bilden die Seitenkanalverdichter wie auch die Klauenvakuumpumpen kompakte, prozessgeführt regelbare Einheiten - mit hoher

Saugleistung bei niedrigem Geräuschniveau. Die in weiten Druckbereichen regelbaren ein- oder mehrstufigen Pumpen sind flexibel einsetzbar und können mit übergeordneten Steuerungen verknüpft werden. Hintergrund: Um Kunststoffgranulat unbeschädigt bei minimiertem Verschleiß der Rohrleitungen zu fördern, ist eine gleichbleiben-

In den Fördergeräten der Metro G-Serie wurde die neueste Umrichtertechnologie integriert. Bilder: Elmo Rietschle

Luft. Produktiv. Komprimiert. Druckluft- und Gaskompressoren, Vakuumlösungen, Expander, Geräte zur Luft- und Gasaufbereitung, Luftmanagementsysteme und Service. Mehr für Sie zu entdecken gibt es auf der ComVac in Hannover, vom 24. bis 28. April 2017, in Halle 26, auf unserem Stand B32 oder unter: www.atlascopco.de

de Fördergeschwindigkeit notwendig. Da bei der pneumatischen Förderung unabhängig von der Rohrlänge und dem Granulat eine vorgegebene Geschwindigkeit erreicht werden muss, wird der Volumenstrom angepasst. Der Frequenzumrichter regelt hierbei die Drehzahl des Seitenkanalverdichters und passt so die Fördergeschwindigkeit bzw. die Menge an den aktuellen Bedarf an. Durch eine kurzzeitige Erhöhung der Drehzahl ist es sogar möglich, mit Granulat zugesetzte Leitungen wieder frei zu bekommen. Die Versorgung der Verarbeitungsmaschinen ist auf Spitzenzeiten ausgelegt; Ausfallzeiten werden so minimiert. Beispielhaft dafür ist die Fertigung eines Großkunden in Monterrey, Mexiko. Dafür lieferte und installierte Motan-Colortronic die komplette Ausrüstung für das vollautomatische und zentral überwachte Materialhandling. Eingesetzt sind mehr als 500 gravimetrische Misch- und Dosiergeräte der Gravicolor Serie mit mehr als 1.500 Fördergeräten. Die Bedie-

Der Leistungsbereich der frequenzgeregelten Seitenkanalverdichter wurde bis auf 22 kW erweitert.

nung, Überwachung und Verwaltung des Materialhandlings der komplexen Anlage erfolgt über die Prozess- und Anlagensteuerung Controlnet. Das auf Ethernet beruhende Steuerungskonzept ermöglicht in Verbindung mit einer übergeordneten Visualisierung die Integration der für das Trocknen, Mischen, Fördern und Lagern erforderlichen Steuerungen. Mit Blick auf die Betriebssicherheit erläutert Detlev Schmidt, Sales Director bei Motan-Colortronic, das Konzept der eingesetzten Vakuumtechnik: So wird jede Produktionslinie mit jeweils rund 25 Spritzgießmaschinen von je zwei Seitenkanalverdichtern für Neuware und Mahlgut versorgt. Die Gebläse werden dazu abwechselnd zu- und abgeschaltet, um die Betriebsstundenbelastung der einzelnen Aggregate in etwa gleich zu halten. Eingesetzt werden hierfür Seitenkanalverdichter vom Typ Velocis von Elmo Rietschle aus dem

Gardner Denver Konzern. „Die Verdichter arbeiten absolut wartungsfrei und überaus geräuscharm“, bestätigt Schmidt. Als weiteren Pluspunkt nennt er, dass sich die frequenzgeregelten Geräte durch die Anpassung der Luftmengen für eine individuelle, dem erforderlichen Materialdurchsatz angepasste und schonende Materialförderung eignen. www.gd-elmorietschle.de

Die eingesetzte Klauenvakuumpumpe C-VLR 301 hat einen frequenzgeregelten IE3 Motor und erreicht ein Saugvermögen bis 370 Kubikmeter in der Stunde bei einem Endvakuum im Dauerbetrieb von 200 mbar (abs).


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Effiziente Vakuumlösungen für alle

Drucklufterzeugung leise, effizient und smart

Atlas Copco stellt neue und überarbeitete Baureihen von Vakuumpumpen vor Nach den Übernahmen von Edwards im Jahr 2014 sowie der Vakuumsparte des OerlikonKonzerns (Leybold) im vergangenen Herbst, hat Atlas Copco einen eigenen Konzernbereich für die Vakuumtechnik gegründet - und dieser präsentiert sich im großen Stil im Rahmen der diesjährigen Comvac auf der Hannover Messe (24. bis 28. April) in Halle 26, Stand B32. Für einiges Aufsehen am Messestand dürften die drehzahlgeregelten Vakuumpumpen der Serie GHS 3800–5400 VSD+ sorgen. Sie eignen sich für eine effiziente Vakuumversorgung mit bis zu 4.800 Kubikmetern in der Stunde. Zum Vergleich: Das stärkste Modell der Baureihe erreichte bis dato mit maximal 1.810 Kubikmetern in der Stunde nicht einmal die Hälfte dieser Leistung. Im Rahmen einer zentralen Versorgung lässt sich die Vakuumerzeugung mit den neuen Pumpen an den Bedarf des Kunden anpassen. Denn die mittels Elektronikon-Steuerung gesteuerten Vakuumpumpen arbeiten mit variabler Drehzahl (VSD+, Variable Speed Drive).

Der Hersteller verspricht außerdem Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen DrehschieberVakuumpumpen. Durch diese Einsparungen einerseits und durch ihr wartungsfreundliches Design andererseits sollen sich diese Pumpen in sehr kurzer Zeit rechnen, so Christoph Angenendt, Kommunikationsmanager Industrievakuum bei Atlas Copco. Die Schrauben-Vakuumpumpen eignen sich für Anwendungen mit hohem Vakuumbedarf, etwa in der Glasindustrie, an Verpackungslinien, in der Dosenfertigung oder für Trocknungsprozesse. Das Unternehmen bietet die Vakuumpumpen als anschlussfertige Komplettsysteme in einem Gehäuse an. Sie

Erstaunlich: Die GHS 3800-5400 VSD+ braucht weniger als 2 x 3 Meter Platz. Den kleineren Versionen der Serie genügt sogar die Fläche einer Europalette. Bild: Atlas Copco

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basieren konstruktiv auf den Plug-and-play-Prinzipien der vom Konzern bekannten Kompressoren, was bei der Installation Zeit und Platz spart. Abgesehen von den drehzahlgeregelten Vakuumpumpen wird am Messestand auch die neue Baureihe GVS A zu sehen sein. Hierbei handelt es sich um einstufige, ölabgedichtete Drehschieber-Vakuumpumpen. Sie ersetzen die bisherige GVS-Serie und eignen sich mit ihrem umfassenden Zubehör zum Beispiel für Verpackungslinien, die Formgebung von Gummi und Kunststoff, die Holzverarbeitung und Materialhandhabungsaufgaben sowie viele andere Anwendungen. Die Leistungspalette umfasst Saugvolumina von 16 bis 630 Kubikmeter in der Stunde. Die alte GVS-Serie reichte nur von 20 bis 300 Kubikmeter in der Stunde. Außerdem gibt es bei den neuen Pumpen ab der Version GVS 60 A reine Sauerstoffvarianten. Diese eignen sich unter anderem für Verpackungsanwendungen in der fleischverarbeitenden Industrie. Mit der DZM-Baureihe hat Atlas Copco auch ein neues Mehrfachpumpensystem entwickelt, das im Plug-and-play-Verfahren zu installieren ist. Die Multi-Klauenvakuumpumpe vereint Komponenten aus der Kompressorentechnik mit der effizienten Technologie der

Boge zeigt auf der Hannover Messe eine Entwicklungsstudie des S-4 Optimus. Die Maschine ist laut Hersteller der erste Schritt bei der Entwicklung einer neuen Baureihe, die noch betriebssicherer, energieeffizienter sowie smarter in der Steuerung sein soll als marktübliche Systeme. Der Schraubenkompressor S-4 Optimus ist dabei die Weiterentwickelung der Ende letzten Jahres eingeführten Baureihe S-4. Im Bereich der Kolbenkompressoren stellt das Unternehmen den K 15 N2 Booster vor. Das

Das Unternehmen ist auf der Hannover Messe mehrmals vertreten und zwar am Unternehmensstand in Halle 26, Stand B 56 und am Gemeinschaftsstand „Its OWL“ A 04 in Halle 16. Bild: Boge

trockenlaufenden DZSKlauenvakuumpumpen. Die DZM-Modelle vereinen zwei bis maximal vier DZS-Klauenvakuumpumpen in einem kompakten Gehäuse, je nachdem, welche Förderleistung benötigt wird. „Die robusten, langlebigen Pumpen arbeiten einstufig, ölfrei und luftgekühlt und kommen auch in rauen Umgebungen mit sehr wenig Wartung aus“, bestä-

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tigt Angenendt von Atlas Copco. Der Clou bei diesen Systemen: Jeweils eine der Pumpen, die für eine DZM kombiniert werden, arbeitet drehzahlgeregelt. Dadurch kann das erzeugte Vakuum exakt an den Bedarf angepasst werden, was sich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Die Systeme gibt es mit Saugvolumenströmen zwischen 112 und 1.230 Kubikmetern in der Stunde. Wie bei den einzelnen DZSKlauenpumpen ermöglicht auch das DZM-System einen Enddruck bis zu 140 mbar absolut. Der Hersteller packt bei der DZM seine Pumpen mit allen Komponenten in ein robustes Gehäuse. Dieses schützt die Pumpen, reduziert den Lärm und die Hitze. Die vierte Serie, die in Hannover zu sehen sein wird, sind die Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen AWS und AWD. Sie eignen sich laut Hersteller mit ihrer robusten Technik für den herausfordernden und rauen Einsatz in der Prozessindustrie, also z.B. im Bergbau, der Petrochemie oder für die Nutzung in Stahl- und Zementwerken. Anwender erhalten auch diese Pumpen als fertig montierte Plug-and-play-Lösungen in drei verschiedenen Standardkonfigurationen. Die Pumpen sind auch für nasse, korrosive Prozessströme geeignet und tolerieren sogar kleine Partikel im Gasstrom. Die Modelle stehen als einstufige, direkt angetriebene Pumpen (AWS) oder als zweistufige Pumpen (AWD) mit Riemenantrieb zur Verfügung. Die Kapazitäten reichen von 170 bis 37.500 Kubikmeter in der Stunde. Die Enddrücke gehen hinunter bis auf 30 mbar (a). www.atlascopco.de


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Energieeffiziente Druckluftaufbereitung HMI: Beko Technologies thematisiert Druckluftaufbereitung und -management Das Unternehmen Beko Technologies, das Komponenten und Systeme fĂźr die Aufbereitung und das Management von Druckluft- und Druckgas entwickelt, fertigt und vertreibt, ist auf der Hannover Messe in Halle 26, Stand C31 zu finden. Zu sehen sind am Messestand Neuheiten, welche laut Hersteller die Prozesssicherheit erhĂśhen und ein lĂźckenloses Qualitätsmanagement ermĂśglichen. kenhaus in diesem Bereich darstellbar. „Jede Branche stellt andere Anforderungen an die Druckluft. Daher entwickeln wir maĂ&#x;geschneiderte SystemlĂśsungen fĂźr den gesamten Aufbereitungsprozess der Druckluft zwischen Kompressor und Endanwendung“, weiĂ&#x; Norbert Strack, der technische GeschäftsfĂźhrer bei Beko Technologies.

Lßckenloses Qualitätsmanagement

Am Stand zeigt das Unternehmen auch den warmregenerierenden Adsorptionstrockner Everdry. Bilder: Beko Technologies

Zu den Neuheiten, die Beko Technologies auf der Hannover Messe präsentiert, gehÜrt der Membrantrockner Drypoint M eco control. Er verfßgt ßber ein elektronisch geregeltes Trocknungssystem. Bei diesem kann erstmals ein fester Drucktaupunkt zwischen plus 10 Grad Celsius und minus 26 Grad Celsius oder ein fester Abstand zwischen Drucklufttemperatur und Austrittsdrucktaupunkt eingestellt werden. Da der Trockner auf wechselnde Betriebsbedingungen automatisch reagiert, ist ein stabiler Trocknungsgrad der Druckluft sichergestellt. Zudem wird Energie nur dann verbraucht, wenn auch die Trocknerleistung bereitgestellt wird.

werte ertÜnt ein Alarmsignal. Durch die Dokumentation aller Werte ist ein lßckenloses Qualitätsmanagement im Kran-

Er erklärt: „So bieten wir dem Kunden jeweils die optimale Technik fĂźr genau die Druckluftqualität, die fĂźr eine Anwendung gleich welcher Branche benĂśtigt wird - von einfacher Prozessdruckluft bis hin zu trockener, Ăślund keimfreier Druckluft hĂśchster Qualität.“ Wie das im Detail aussieht, zeigt das Unternehmen beispielhaft anhand des warmregenerierenden Adsorptionstrockners Everdry. „Wir werden veranschaulichen, wie wir groĂ&#x;e Projekte organisieren und Spezialanfertigungen entwickeln“, betont Strack und fährt fort: „An unserem Servicebus haben Interessierte auĂ&#x;erdem die MĂśglichkeit, direkt mit unseren Technikern und Beratern ins Gespräch zu kommen.“ www.beko-technologies.com

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FĂźr wechselnde Betriebsbedingungen Zu sehen sein wird am Messestand auch der Metpoint MMA compact. Er wurde fĂźr den Einsatz im Krankenhaus entwickelt und kann in diesem Umfeld an Beatmungsgeräten eingesetzt werden. Das kompakte Messgerät ermĂśglicht hier die permanente Ăœberwachung der Hygieneanforderungen von Druckluft im medizinischen Bereich. Im Falle einer Ăœberschreitung der gesetzlich festgelegten Grenz-

 Mehr Dr Druckluft uc mit weniger Energie     

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Der Membrantrockner Drypoint M eco control hat ein elektronisch geregeltes Trocknungssystem.


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REINIGUNG

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Kaufberatung Scheuersaugmaschinen Worauf es bei der Großflächen-Nasspflege ankommt - warum nicht jede Maschine passt Bei der Fußbodenreinigung im Werksbereich fällt aus gutem Grund dem Scheuersaugverfahren die Schlüsselrolle zu: Ob verkrustete Kühlemulsion, festgefahrene Metallpartikel oder haftender Gummiabrieb - in einem kombinierten Arbeitsgang aus Wässern, Scheuern und Trocknen werden beim Scheuersaugen hartnäckige Verschmutzungen zügig beseitigt. Außerdem ist der Belag sofort begeh- und befahrbar, was nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen enorm wichtig ist. Geht es um eine Optimierung der Reinigung, sollte deshalb auch genau hier angesetzt werden. In diesem Zusammenhang sollten nicht nur der Einsatzplan und das Prozessprofil beachtet werden, sondern auch und vor allem das Equipment verdient ein regelmäßiges Benchmarking - schließlich ist hier die Entwicklung rasant. Die zentrale Frage hierbei lautet: Wie stellt sich das heutige Maschinensortiment im Hinblick auf individuelle Lastenhefte dar? Um diese Frage zu beantworten, kommt man nicht umhin, sich mit dem aktuellen Marktangebot an Scheuersaugmaschinen zu beschäftigen. Das Kapazitätsspektrum beginnt mit netzabhängigen Kompaktgeräten, die über eine Arbeitsbreite von 40 Zentimetern und einen Waschflottentank von zehn Litern verfügen. Ihren Einsatzschwerpunkt bilden Reinigungsflächen bis 500 Quadratmeter. Diese Maschinen gelten als effiziente Problemlöser für die neuralgischen Punkte maschineller Bodenpflege, nämlich eng überstellte Arbeitsinseln und

Pufferlager: Dank ausgeprägter Wendigkeit und günstiger Unterfahrhöhe (40 Zentimeter) punkten sie beim Hindernisparcours zwischen Materialstapeln, Großteilen, Werkbänken und mobilen Stellagen. Sauglippen vorne und hinten erlauben Vorwärts- und Rückwärtsfahrt. Bei einem Anpressdruck bis ca. 250 g/m² - und gegebenenfalls mit extraharten Walzen bestückt - ermöglichen die Winzlinge eine intensive Bodenbehandlung.

Differenzierte Leistungskonzepte Die augenfällige Präsenz von Scheuersaugern der mittleren und gehobenen Kapazitätsklasse in Produktions- und Lagerhallen verweist deutlich auf den praktischen Nutzwert der einschlägigen Baumuster. Die sogenannten Walk-behindModelle, also jene Modelle, bei

Aufsitzmodelle sind in der Regel wahre „Flächenfresser“, dennoch überzeugen sie vielfach auch durch Agilität und Komfort. Bilder: Pfeuffer

denen der Bediener hinterherläuft, verfügen über Arbeitsbreiten von 60 bis 95 Zentimeter. Die Flottentanks liegen typischerweise in diesem Bereich zwischen 60 und 120 Liter. Bei einer Gehgeschwindigkeit von 4,5 Kilometern in der Stunde ergeben sich bei diesen Reinigungsgeräten theoretische Flächenleistungen bis zu 4.000 Quadratmetern in der Stunde. Weitergehende Anforderungen decken dann die Aufsitzmaschinen ab, die oft auch wegen des höheren Arbeitskomforts den Nachläufermodellen vorgezogen werden. In dieser Kategorie reicht die Arbeitsbreite bis etwa 120 Zentimeter und das Tankvolumen bis 250 Liter. Die theoretische Flächenleistung dieser Maschinen kommt 10.000 Quadratmetern in der Stunde nahe. Besonderes Interesse verdienen die differenzierten Kompromisslösungen zwischen Kapazitätsquerschnitt und Kompaktbauweise, die auf hochproduktive Reinigung verwinkelter Zonen zielen. Ein Beispiel sind Aufsitzer mit einem respektablen Tankvolumen - oftmals der Engpassfaktor beim Scheuersaugen in Werkhallen - von 150 Litern und dem bescheidenen Grundmaß von 140 mal 79 Zentimetern. Ein praxisfreundliches Konzept wird auch mit Step-on-Maschinen realisiert: Der Bediener steht während der Reinigungsfahrt auf einer Plattform am Heck. So überblickt er bestens das Areal im Nah- und Fernbereich, zudem kann er schnell und bequem abund aufsteigen, wenn Hindernisse zu beseitigen oder manuelle Arbeitsgänge auszuführen sind. Den Einsatz von Besen oder Kehrmaschine, der bei losen Ver-

Eine robuste, reparatur- und wartungsfreundliche Bauweise ist ein Plus im harten Einsatzalltag.

schmutzungen vielfach dem Scheuersaugen vorausgeht, erspart die integrierte Kehrlade (Fassungsvermögen zum Beispiel fünf Liter), über die etliche Modelle verfügen. Für große Workloads empfehlen sich Scheuerfahrzeuge mit zuschaltbarem Kehrsaugmodul (Ausstattungsbeispiel: 60-l-Kehrgutbehälter, Überwurfmechanik, Grobschmutzklappe, Rundfilter mit automatischer Abrüttelung).

Nutzenprofile unter die Lupe nehmen Einen bemerkenswerten Schritt in Richtung einer maßgeschneiderten Lösung zu günstigem Preis geht die Herstellerszene unter dem Schlagwort „individuelle Konfiguration“: Über modularisierte Baumuster nimmt der Anwender die konstruktive Feinanpassung an die betrieblichen Einsatzbedingungen vor. Die Bandbreite der Auswahlmöglichkeiten reicht vom komplexen kinematischen Aggregat Schrubbkopf (z.B. drei optionale Arbeitsbreiten) bis zu Funktionsund Bauteilen wie Antriebsbatterie, Saugbalken, Gehäusedeckel. Im Rahmen kontinuierlicher Produktpflege werden vielfältige Austattungsdetails verfeinert oder zusätzlich integriert, die Bedienungsfehler vermeiden, Rüstzeiten verkürzen und die Rei-

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nigungsqualität sichern. Im Brennpunkt stehen die Zubereitung und Entsorgung der Schmutzflotte, das Auswechseln von Bürsten oder Sauglippen, die Justierung des Saugbalkens sowie die Batteriewartung. Hier zählt auch die bedarfsorientierte Steuerung der Betriebsparameter während des Reinigungsvorgangs. Im Sinne maximaler Effizienz lassen sich gegebenenfalls auch kombiniert per leicht abrufbarem ProgrammModul - Turbinenleistung, Flottenausstoß, Anpressdruck und Walzenrotation regulieren. Das Nutzenpotenzial von Scheuersaugern lässt sich durch Sonderausrüstungen steigern: Ein Anbausatz für Schallreduktion mindert den Geräuschpegel um bis zu 3 dB, das Sprühsaugerkit ermöglicht die Reinigung enger Nischen oder schmaler Abstandsflächen zwischen Inventarstücken. Durch Mopphalter oder Kleinmaterialbox lässt sich die Maschine zudem um Nutzenmerkmale des altbewährten Arbeitswagens erweitern, damit manuelle Arbeitsgänge rationell in den Reinigungsablauf integriert werden können. Ein zusätzlicher Fahrmotor kann Geschwindigkeit und Steigfähigkeit erhöhen. Weitere einsatzspezifische Anpassungen erfolgen zum Beispiel per Arbeitsbeleuchtung, Rammschutz, Rundumwarnleuchte und Schutzdach. Unverzichtbarer Schlüssel zur Ausschöpfung des Leistungspotenzials im Betriebsalltag ist die penible Arbeitsgestaltung. Nach Maßgabe des Kostenminimums sind folgende Prozessparameter exakt auf Bodenbelag und Verschmutzungsart abzustimmen: Bürstenmaterial und -profil, Reinigungsmitteltyp und -dosis, Bürstendruck und -drehzahl, Waschflottenausstoß, Fahrtempo und -route, Verbundarbeiten (z.B. Vorsprühen von Reinigungskonzentrat, Beräumung). Die Optimal-Lösung wird schon in der Investitionsphase per praktischer Verprobung festgestellt, in Arbeitsbeschreibungen übernommen und durch standardisierte Einweisungen den Mitarbeitern vermittelt. Wilhelm Pfeuffer Fachjournalist


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Wenn es mini wird, wird es äußerst schwierig Ultraschallreinigung steigert Qualität und Genauigkeit bei der Laserbearbeitung Für die Reinigung der empfindlichen Bauteile, die der Lasermikrobearbeitungsexperte GFH fertigt, kommen nur sehr wenige Verfahren infrage. Die Teile sind nämlich nur einige Millimeter groß. Diese geringe Größe ist eine Herausforderung bei der Reinigung, denn sie schließt unter anderem einige Reinigungsverfahren von vornherein aus. Es gibt Reinigungsverfahren, die bei sehr kleinen Bauteilen mehr Schaden als Nutzen bringen: Beim CO2-Strahlen prallt z.B. das Kohlendioxid mit einer solchen Energie auf die Oberfläche, dass sensible Komponenten verbogen oder beschädigt werden, sodass dieses Verfahren von vornherein für Bauteile im Miniformat, wie sie GFH herstellt, untauglich ist. Aber auch das Beizen oder die Reinigung in Waschkabinen sind nicht optimal, da hierbei häufig Schmutz in den kleinen Bohrungen oder Geometrien verbleibt. Um den Laserbearbeitungsprozess als Ganzes zu optimieren, hat GFH das Ultraschallreinigungsverfahren entsprechend seinen Ansprüchen aufwendig optimiert. Die Anpassung des Verfahrens an die spezielle Art der Verschmutzung führte zu einer Verbesserung der Sauberkeit von 74 auf über 95 Prozent.

Sauberkeit signifikant verbessert Die Hintergründe: Wird, wie bei der Laserbearbeitung üblich, ein Werkstoff mit kurzen Lichtimpulsen bearbeitet, entsteht sogenannter Schmauch. Dieser wird bereits bei der Bearbeitung so gut wie möglich abgesaugt. Dennoch verbleiben aufgrund der immensen kinetischen Energie der Materialpartikel auf den Werkstücken immer noch Restpartikel. Diese lassen sich jedoch nicht so einfach beseitigen. „Bereits eine kleine Differenz der Geometriegenauigkeit vor und nach der Reinigung kann bei Komponenten, die geringe Toleranzen erfordern, Auswirkungen auf deren Funktionsfähigkeit haben“, erklärt Anton

Alle Parameter, die Einfluss auf das Reinigungsergebnis haben, wurden einzeln untersucht und bewertet. Die Sauberkeit wurde hierbei zusätzlich unter dem Mikroskop validiert. „Um selbst geringste Unterschiede darstellen zu können, wurde eigens ein spezieller Auswertungsalgorithmus entwickelt und angewandt“, betont Barbara Schmid. Sie war für die entsprechenden Untersuchungen zuständig.

Pauli, Geschäftsführer bei GFH, die Herausforderung. Zudem wirken solche Rückstände als Verschleißpartikel. Sie können sogar, je nach Einsatzbereich, einen Schaden anrichten, indem sie beispielsweise Drosseln in Einspritzsystemen verstopfen.

Die Löcher, die dabei in die im Becken platzierte Alufolie gerissen werden, erlauben genaue Rückschlüsse auf die Verteilung und Intensität der Ultraschallwirkung. „Die Auswertung ergab signifikante Unterschiede, die zu kennen wichtig war, um die nachfolgende Studie unter gleichbleibenden Bedingungen durchzuführen, aber auch um im täglichen Gebrauch die bestmögliche Wirkung zu erzielen“, erklärt Barbara Schmid, die bei GFH für die Untersuchungen zuständig war. „So konnten wir ganz grundsätzlich die Funktionalität des Reinigungsbeckens überprüfen und das zu reinigende Element jeweils optimal platzieren“, so Schmid weiter. Für die anschließende Parameterstudie wurden mit der von GFH entwickelten Lasermikrobearbeitungsmaschine GL.compact zwei Bauteilserien à 200 Stück ge-

Der Größenvergleich mit einem Streichholz macht deutlich, wie klein und dementsprechend wie kompliziert die Reinigung der Bauteile ist, denn die sensiblen Komponenten dürfen weder verbogen noch beschädigt werden. Dennoch sollte kein Schmutz in den feinen Bohrungen oder Geometrien verbleiben. Bilder: GFH

fertigt: eine aus Edelstahl und eine aus Messing. Die Wahl fiel auf diese beiden Materialien, da Edelstahl sehr häufig verwendet wird und Messing zu Verfärbungen neigt sowie eine Reihe weiterer Probleme bei der Reinigung mit sich bringt.

Sauberkeitsunterschiede erkennen Die Komponenten mit einer Kantenlänge von fünf Millimetern, kleinen Einschnitten und einer Bohrung wiesen alle die gleiche

Geometrie auf, sodass die Verschmutzung die gleiche und die Ergebnisse somit vergleichbar waren. Als relevante Einflussfaktoren wurden Frequenz, Temperatur, Reinigungs- und Spülmedium, Füllstand, Konzentration der Chemikalien, Dauer der eigentlichen Reinigung sowie Spülung und Trocknung identifiziert. Beachtet wurde aber auch das Zubehör, etwa die unterschiedlichen Gefäße, in denen die kleinen Teile platziert werden, die sonst verloren gehen könnten. Weiter auf Seite 32

Reinigungstechnik · Kommunaltechnik

Folientests geben Aufschluss Da bisher kein Reinigungsverfahren eine Lösung für dieses Problem bot, hat sich der Lasermaschinenhersteller und -lohnfertiger GFH selber diesen Problems angenommen. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Ultraschallreinigung am besten für die per Lasermikrobearbeitung gefertigten Teile eignet, wurden als Grundlage für die Analyse zunächst sogenannte Folientests mit diesem Verfahren durchgeführt.

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In manche Bereiche kommen nur handgeführte Scheuersaugmaschinen? Dann haben Sie den neuen Scrubmaster B75 R noch nicht in Aktion gesehen! Denn die Aufsitz-Scheuersaugmaschine ist so kompakt und wendig, dass sie ihre Leistungs-

Frequenz, Temperatur, Reinigungs- und Spülmedium, Füllstand, Konzentration der Chemikalien, Dauer der eigentlichen Reinigung sowie Spülung und Trocknung sind Parameter, die auf das Ergebnis der Reinigung - hier ein Bild vor und nach der Reinigung - Einfluss haben.

fähigkeit von bis zu 3.500 m2 Sauberkeit/h selbst in engen Gängen und Passagen voll ausspielen kann – schnell und effizient mit Arbeitsbreiten von 55 oder 65 cm.

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REINIGUNG

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Kostenreduzierung in der Bauteilreinigung Reinigung und Konservierung mit Kohlenwasserstoffen und modifizierten Alkoholen Dürr Ecoclean bringt mit der Ecoccompact eine flexibel nutzbare Vollvakuum-Anlage für die Reinigung und Konservierung mit nicht halogenierten Kohlenwasserstoffen und modifizierten Alkoholen auf den Markt. Die Maschine, als Nachfolgerin der Compact 80 C/P gedacht, eignet sich laut Hersteller beispielsweise für eine schnelle Entfettung ebenso wie für anspruchsvolle Reinigungsaufgaben, bei denen hohe Sauberkeitsspezifikationen erreicht werden müssen. Kleinere und mittlere Unternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, mit nur einer einzigen Anlage unterschiedliche

Reinigungsanforderungen prozesssicher und kosteneffizient abdecken zu müssen. Damit dies funktioniert, sind

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schnelle Prozesse, eine hohe Anlagenverfügbarkeit, eine einfache Bedienung sowie kurze Lieferzeit und Umweltverträglichkeit wichtige Kriterien. Genau für diesen Einsatzzweck hat Dürr Ecoclean nun nach eigenen Angaben die Ecoccompact entwickelt, die das Modell Compact 80 C/P ablösen soll. Die Vollvakuum-Anlage kann mit nicht halogenierten Kohlenwasserstoffen oder modifizierten Alkoholen (polare Lösemittel) betrieben und einfach von einem Lösemittel auf das andere umgestellt werden. Die Anlage lässt sich laut Hersteller an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens anpassen und kann beispielsweise für die Entfettung ebenso eingesetzt werden wie für die Vor- und Zwischenreinigung bzw. die Feinreinigung. Dafür lassen sich im Gehäuse mit den Aufstellmaßen von 4.000 x 1.600

Über das HMI-Bedienfeld mit Touchpanel und selbsterklärenden Piktogrammen kann bei Bedarf von der Betriebsart Reinigen auf Konservieren und umgekehrt umgestellt werden. Bild: Dürr Ecoclean

x 2.700 Millimetern (L x B x H) ein, zwei oder auch drei Medienbehälter für Reinigungs- und Konservierungsprozesse unterbringen. Tank zwei und/oder drei können dabei auch später nachgerüstet werden - z.B, wenn Sauberkeitsanforderungen steigen oder eine Konservierung der Teile erforderlich wird. Jeder Medienbehälter verfügt über eine durch einen Frequenzumrichter gesteuerte, energieeffiziente Flutpumpe sowie über einen separaten Filterkreislauf. Sie sind als Kombi-Filtersysteme ausgeführt, sodass ohne Gehäusewechsel wahlweise der Einsatz von Beutel- oder Kerzenfiltern möglich ist. Ausgelegt ist die Arbeitskammer

für bis zu 530 x 320 x 200 Millimeter (L x B x H) große Chargen. Alternativ lässt sich bei gleichbleibenden Aufstellmaßen eine vergrößerte Arbeitskammer für Reinigungsbehältnisse mit 250 Millimeter Höhe integrieren. So lässt sich der Durchsatz erhöhen, was zur Kostensenkung in der Bauteilreinigung beiträgt. Um eine hohe Reinigungsbeziehungsweise Entfettungsqualität bei geringen Kosten zu erzielen, sind die Erfahrungen und Technologien anderer DürrEcoclean-Anlagen mit in die Neuentwicklung eingeflossen.

Abgestimmte Korbbewegung Dazu zählt z.B. der über einen Frequenzumrichter gesteuerte Drehantrieb für das Reinigungsbehältnis. Die Korbbewegung kann dadurch auf das jeweilige Reinigungsgut abgestimmt und der Prozess dadurch optimiert werden. Außerdem lassen sich die Teile so in der Arbeitskammer platzieren, dass kritische Bereiche gezielt erreicht werden beziehungsweise die Werkstücke vor der Vakuumtrocknung besser abtropfen. www.durr-ecoclean.com

 Support und Anwendungsberatung  Unterstützung bei der Lösemittelpflege  Sicherheitssysteme für Lösemittel  Laborservice (unternehmenseigenes Labor)  Logistik (eigener Fuhrpark)  Übernahme und Aufarbeitung lösemittelhaltiger Altware  NEU: Wir haben unsere Lohnentfettung für Sie erweitert!

Fortsetzung von Seite 31 „Alle Parameter wurden einzeln untersucht und bewertet, wobei wir die Sauberkeit zusätzlich unter dem Mikroskop validiert haben“, erinnert sich Schmid und fährt fort: „Um selbst geringste Unterschiede darstellen zu können, wurde eigens ein spezieller Auswertungsalgorithmus entwickelt und angewandt.“ Die Basis dafür waren verschiedene Bildbearbeitungsprozesse: So wurden die Mikroskopaufnahmen zunächst in Graustufen umgewandelt. Um Stellen mit Laserschmauch, erkennbar an dunklen Spuren, vom restlichen Bauteil unterscheiden zu können, wurde dann ein Schwellenwert bestimmt, die dunklen Pixel extrahiert und gezählt. „Zur besseren Interpretation haben wir diese Werte auf einer Skala eingeordnet, wobei ein Bauteil direkt nach der Bearbeitung, das entsprechend viele dunkle Bildpunkte aufwies, als zu null Prozent sauber eingestuft wurde. Der theoretische Wert von einhundert Prozent entsprach somit einer Komponente ohne dunkle Pixel, die also frei von jeglicher Verschmutzung war“, erklärt Schmid. Anhand dieser Ergebnisse konnte der Reinigungsprozess entsprechend optimiert werden, wobei die Experten gleich eine Reihe von Parametern bestimmten konnten, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung waren. So sollte für ein bestmögliches Ergebnis das Reinigungsmedium mindestens zehn Minuten vor dem Beginn der Prozedur entgast werden. Für Messing eignet sich,

so die Spezialistin, grundsätzlich ein leicht saures Medium, für Edelstahl hingegen ein alkalisches. Zu beachten ist außerdem, dass wegen der hohen Temperaturen während der Reinigung ein Teil der Flüssigkeit verdampft. „Deshalb sollte der Füllstand regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, denn sowohl ein zu niedriger als auch ein zu hoher Füllstand mindert die Reinigungsleistung“, verdeutlicht die Expertin. Wenn sehr empfindliche Teile gereinigt werden, empfehlen sich Glasbecher oder Plastiknetze als Gefäß. Robustere Teile hingegen können in einem Edelstahlkorb gereinigt werden. Temperaturen zwischen 45 Grad Celsius und 65 Grad Celsius bringen abhängig von der Reinigungsdauer die besten Ergebnisse, da aufgrund der Ultraschallkavitation mit zunehmender Zeit auch die Temperaturen steigen. Die Verbesserungen sind nach 15 Minuten Reinigung und fünf Minuten Spülen am größten. Eine längere Zeitdauer von bis zu 45 Minuten Reinigung und 15 Minuten Spülung erzielt im Vergleich dazu nur geringe Verbesserungen.

Direkt nach der Laserbearbeitung (links) sind die Schmauchspuren auf dem Bauteil zu erkennen. Mit der bisherigen Reinigung (Mitte) konnten diese nicht vollständig beseitigt werden. Durch die Optimierung der Reinigung hingegen wurde nicht nur die optische Qualität, sondern auch die Geometriegenauigkeit deutlich gesteigert.

Die optimale Reinigungsfrequenz ist die Dual-Frequenz, welche alle 30 Sekunden zwischen 37 und 80 kHz wechselt. Bei großen Objekten oder wenn mehrere Teile gereinigt werden, ist es von Vorteil, den Sweep-Modus zuzuschalten. Hierbei kommt es in kurzen Zeitabständen zu einem regelmäßigen schnellen Frequenzwechsel in einem kleinen Frequenzbereich. Ist die Verunreinigung hingegen sehr hartnäckig, kann der sogenannte „Pulse“-Modus zu einer Verbesserung führen. Dabei werden starke Leistungsspitzen durch schnelle Frequenzänderungen erzeugt. Ein Vorreinigen ist nur nötig, wenn sich Öle oder andere Fette auf den Bauteilen befinden. Bei der Spülung wiederum helfen ein Korrosionsschutzzusatz sowie ein Netzmittel, die anschließende Trocknung zu verbessern. Die Umsetzung dieser hier dargestellten Erkenntnisse führte bei der Edelstahlserie zu einer Verbesserung der Sauberkeit von 74 auf über 95 Prozent. Um die internen Laserbearbeitungsprozesse zu optimieren und auch für die Kunden eine sichtbare Verbesserung der Qualität sowie eine höhere Geometriegenauigkeit zu erzielen, wurden seit Juni vergangenen Jahres Maßnahmen umgesetzt, um das verbesserte Verfahren als Standard bei GFH zu implementieren. Kommen beispielsweise bei einem neuen Projekt andere Materialien ins Spiel, wird auch die Reinigung entsprechend angepasst. www.gfh-gmbh.com


FA C I L I T Y M A N A G E M E N T

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Heizstrategie Wärme 4.0 Was Kßbler darunter versteht, zeigte das Unternehmen auf der ISH in Frankfurt Wärme 4.0 steht bei Kßbler nach eigenen Aussagen fßr eine neue, ganzheitliche Sicht auf die Wärmeversorgung in Hallengebäuden. Hierbei werden die digitalisierten Heizungssysteme mit Fertigungsprozessen verbunden, Energieflßsse in Hallen und Bßroräumen miteinander verzahnt und Dienstleistungen eingebunden, sodass sich Synergieeffekte und Einsparpotenziale ergeben. Kßbler stellte auf der ISH, die Mitte März in Frankfurt stattfand, die neue Heizungslinie Maxima, einen Dunkelstrahler mit neuer Brennertechnologie vor. Damit erreicht der Hersteller nach eigenen Aussagen einen Strahlungsfaktor mit 80 Prozent Infrarotwärme gemessen nach DIN EN 416-2 - und dies bei einem sehr guten verbrennungstechnischen Wirkungsgrad in Verbindung mit

bzw. DIN EN 16247. Mit seinem neu entwickelten Fernwartungssystem erhĂśht der Hersteller nach eigenen Angaben zudem die VerfĂźgbarkeit seiner Heizungssysteme. Das Fernwartungssystem ist in Celestra integrierbar und sorge so nicht nur fĂźr eine lĂźckenlose Fehleranalyse und Transparenz, sondern es biete mit Flame-Control (ebenfalls ein Patent) die Vor-

Dabei entfällt beispielsweise der gesamte Eigenaufwand, der normalerweise mit Ausschreibung, Realisierung, Betrieb oder Service von Hallenheizungsanlagen verbunden ist. Bezahlt wird ausschlieĂ&#x;lich ein fester Mietpreis. www.kuebler-hallenheizungen.de

Die neue Dunkelstrahler-Gerätelinie Maxima erreicht einen hohen verbrennungstechnischen Wirkungsgrad - das bedeutet 80 Prozent Infrarotwärme direkt im Arbeitsbereich. Bilder: Kßbler

Jetzt fßr den nächsten Winter vorbereiten Winterdienst: Planung und Auftragsvergabe mßssen frßhzeitig erfolgen Stimmt, die kalte Jahreszeit ist gerade erst vorbei und der Sommer hat noch nicht einmal richtig begonnen - und trotzdem sollte man sich bereits jetzt fßr die kommende Wintersaison vorbereiten, denn die Aufträge fßr den Winterdienst werden vergeben, lange bevor der erste Schnee fällt.

Die neue Digitalsteuerung Celestra ist ein zentrales Element fĂźr die neue Heizstrategie.

geringen NOx-Werten. Die Energieeinsparungen von StandardIR-Technologien werden damit, wie die Verantwortlichen von Kßbler betonen, um bis zu 35 Prozent ßbertroffen. Die Vorwärmung der Verbrennungsluft ist eine Neuheit in der Dunkelstrahlertechnologie und entsprechend patentiert. Die Geräte aus dieser Serie sind, wie die meisten Geräte dieses Herstellers, stufenlos von 40 bis 100 Prozent modulierbar Der Hallenheizungsspezialist hat zudem mit Celestra ein Wärmemanagementsystem entwickelt, das nach eigenen Aussagen DatenstrÜme unterschiedlicher Anlagenkomponenten bßndelt, umfangreiche Analysetools bietet und fßr Transparenz und Dokumentation ßber den gesamten Heizprozess hinweg sorgt. Das sind zentrale Voraussetzungen beispielsweise fßr die Zertifizierung nach ISO 50001

aussetzung fĂźr eine präventive Wartungsstrategie. Mit seiner neuen Heizstrategie setzt das Unternehmen auĂ&#x;er-

Datenverbindung via Powerline dem auf eine Datenverbindung via Powerline, d.h. alle digitalen Daten laufen ßber das normale Stromnetz der Heizungsanlage. Diese Infrastruktur bringt, so ist der Hersteller ßberzeugt, erhebliche Verbesserungen fßr die Funktionalität mit sich und ermÜglicht weitere clevere Entwicklungen. Interessant ist zudem das Heizwerk, eine laut Anbieter besonders wirtschaftliche IndustrielÜsung, bei der man die Wärme fßr Hallen und angrenzende Bßroräume mietet - ganz ohne Investition in die Neuanlage und ohne personellen und zeitlichen Aufwand fßr die Nutzer.

Jeder Grundstßckseigentßmer ist verpflichtet, den Winterdienst auf seinem Grundstßck durchzufßhren. Die Kommunen kÜnnen darßber hinaus die Verkehrssicherungspflicht fßr Üffentliche Flächen per Satzung oder Verordnung an die angrenzenden Grundstßckseigentßmer ßbertragen. In der Regel betrifft dies die Gehwege vor dem eigenen Grundstßck.

Verlagerung des Haftungsrisikos Die rechtlichen Grundlagen ergeben sich aus der StraĂ&#x;enbaulast, zu der auch die verkehrsmäĂ&#x;ige Reinigung gehĂśrt, und der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht, deren Missachtung ein BuĂ&#x;geld und eine Schadensersatzpflicht nach Paragraf 823 BGB zur Folge haben kĂśnnen. Wer sich absichern mĂśchte, kann sein Haftungsrisiko per Vertrag auf einen zuverlässigen Dritten verlagern. Dienstleister wie z.B. Piepenbrock Ăźbernehmen dann die Verkehrssicherungspflicht fĂźr ihre Kunden und fĂźhren den Winterdienst entsprechend ihren allgemeinen Vorgaben und Bedarfe aus. Die Planungen fĂźr die Vergabe beginnen bereits im Anschluss an die gerade erst abgeschlossene Wintersaison, betonen die Spe-

Neben einem mÜglichst stÜrungsfreien Geschäftsbetrieb geht es im Winterdienst besonders darum, die Verkehrssicherungspflicht einzuhalten. Bild: Piepenbrock

zialisten des Dienstleisters. Denn das Winterdienstmanagement ist ein Ganzjahresgeschäft, das die Planung, Implementierung, Steuerung und Kontrolle umfasst. „Wenn der Schnee erst einmal fällt oder Glätte entsteht, ist es fĂźr ein ausgewogenes und greifendes Winterdienstangebot bereits zu spät“, weiĂ&#x; Thomas Brands, Niederlassungsleiter Winterdienst und Freiflächenmanagement bei Piepenbrock, aus Erfahrung. Er erklärt: „Bei Wintereinbruch

sollten alle Vorkehrungen getroffen sein, damit die Mitarbeiter, Instrumente und Materialien am entsprechenden Objekt punktgenau zum Einsatz kommen kĂśnnen.“ Daher empfiehlt er, jetzt vorzusorgen, denn noch bestehen bei den Winterdienstleistern ausreichend Kapazitäten, was sich in der Regel in kostengĂźnstigeren Angeboten innerhalb der ersten Jahreshälfte widerspiegelt. www.piepenbrock.de

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Wenn Schleifern der Hitzschlag droht Caterpillar ersetzt die Elektro- durch Druckluftschleifer - aus gutem Grund Pulverisierer, Polypgreifer und Baggerarme für Longfront-Abbruchmaschinen: Mit der Fertigung dieser bis zu 30 Tonnen schweren Bauteilen aus verschiedensten Stahllegierungen gilt das Werk ´s-Hertogenbosch in den Niederlanden innerhalb des Caterpillar-Konzerns als das Kompetenzzentrum für aufwendige Stahlkonstruktionen. Unlängst wurden die bis dato genutzten elektrischen Schleifmaschinen durch Druckluftschleifer ersetzt. „Wir haben an unserem Standort etwa 120 Mitarbeiter, von denen allein 27 in der Schweißabteilung tätig sind“, erklärt Gerrit-Jan Leeijen. Er ist bei der Caterpillar Work Tools B.V. für die Instandhaltung verantwortlich. „Bislang haben wir vorwiegend elektrische Schleifmaschinen eingesetzt, doch die Stahlqualitäten werden immer höher und die Schweißarbeiten immer aufwendiger - da stoßen Elektroschleifer zunehmend an ihre Grenzen“, ergänzt Leeijen. Er verweist als Beispiel auf die bis dato genutzten 230-Volt-Geräte, die oft schon nach weniger als einer Viertelstunde Einsatz beim Säuberungsschleifen und Egalisieren der Schweißnähte zu überhitzen drohten und lange Abkühlpausen brauchten.

Turbinenschleifmaschine des Typs GTG 25 von Atlas Copco an. Mit ihrer zweistufigen Antriebsturbine erreicht das Werkzeug eine effektive Abgabeleistung von 2,5 Kilowatt (kW) - und dies bei einem Gerätegewicht von 2,1 Kilogramm. „So ein hohes Leistungsgewicht kannten wir bislang nicht. Auch deshalb testeten wir den Druckluftschleifer ausgiebig in den unterschiedlichsten Anwendun-

gen“, schildert Leeijen, der - wie er betont - von seinen Kollegen durchweg positive Rückmeldungen erhielt. Offensichtlich war, dass die Druckluftschleifer keine Zeit zum Abkühlen benötigten und dass die Maschinen auch während der Arbeit nicht ausgetauscht werden mussten. Zudem konnten diese Arbeitsgeräte in Bezug auf die Ergonomie und Bearbeitungszeiten überzeugen.

Weniger Vibrationen weniger Ausfälle Deshalb war das Unternehmen gezwungen, pro Arbeitsplatz jeden Schleifer mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreifach vorzuhalten - eine kostspielige Angelegenheit. „Außerdem mussten wir zu den lästigen Ausfallzeiten durch die übermäßige Erwärmung auch noch erhebliche Wartungs- und Reparaturkosten bei den Elektroschleifern hinnehmen“, ergänzt der Instandhaltungsspezialist. Beinahe täglich sei es zu Ausfällen gekommen. Vor allem der feine Metallschleifstaub machte den Geräten zu schaffen. Dieser gelangte in die Wicklungen der Elektromotoren, sodass es in der Folge immer wieder zu Kurzschlüssen kam. Der Instandhaltungsleiter suchte deshalb nach einer dauerhaften und nachhaltigen Lösung für diese Probleme und nahm das Angebot zum unverbindlichen Ausprobieren einer

„Wenn in Zukunft weitere Elektroschleifer ausfallen, werden wir diese nicht mehr reparieren, sondern gegen die wesentlich robusteren GTGs austauschen“, bestätigt Gerrit-Jan Leeijen, der bei der Caterpillar Work Tools B.V. für die Instandhaltung verantwortlich ist. Bilder: Atlas Copco

Zu der Bestätigung, dass die Werker beim Schleifen keine Zwangspausen zum Austauschen oder Abkühlen ihrer Maschinen mehr brauchten, waren dem Instandhaltungssupervisor vor allem ihre Erfahrungen in Bezug auf Ergonomie und Bearbeitungszeiten mit dem Schleifer wichtig.

Mit ihrer zweistufigen Antriebsturbine erreicht das Werkzeug eine Abgabeleistung von 2,5 Kilowatt (kW). „So ein hohes Leistungsgewicht kannten wir bislang nicht“, so Gerrit-Jan Leeijen.

„Besonders bei Überkopfarbeiten macht sich das niedrige Gewicht der GTG 25 positiv bemerkbar, und durch die kompakte Bauweise können die Kollegen der Schweißabteilung mit dem Gerät selbst an schwer zugänglichen Schleifstellen leicht schruppen und glätten“, bestätigt Leeijen. Zur Ergonomie und zur Sicherheit trägt seiner Meinung nach auch der Sicherheitsstarter bei, der ein unbeabsichtigtes Anlaufen der Maschine zuverlässig verhindere und das sichere Arbeiten selbst mit dicken Schweißhandschuhen ermögliche. Von den Werkern wurden die neuen Geräte in kurzer Zeit akzeptiert. „Ihnen gefiel neben dem leichten Handling speziell der integrierte Unwuchtausgleich“, ergänzt Leeijen. Dieser Autobalancer lasse die GTGs viel vibrationsärmer laufen als gewöhnliche Werkzeuge. Und so funktioniert diese Technik: In einem ölgefüllten Hohlkörper auf der Antriebswelle rotieren Stahlkugeln, die sich bei einer Unwucht im Schleifmittel selbsttätig entgegen dieser Unwucht anordnen und so den Schwingungspegel der Maschine auf unter 3 m/s² drücken - und zwar ganz egal, ob Schrupp- bzw. Trenn-

So individuell wie die Aufgabe Textile Filter für die Fest- und Flüssigtrennung, die Trockenfiltration und die Entstaubung Die Schweizer Lanz-Anliker AG stellt textile Filter her. Ein Schwerpunkt sind Filter für die Lebensmittel-, die Chemie- und die Pharmaindustrie. Das Angebot reicht von der Einzelanfertigung nach Maß über kleine Serien bis zu Großaufträgen. Vorgestellt wird das Produktprogramm auf der maintenance in Stuttgart. Die Spezialisten von Lanz-Anliker können für ihre Filter auf eine Vielzahl eigener Mono/MultifilGewebequalitäten aus PA, PP, PES, ECTFE, ETFE, PTFE und Nadelfilze zugreifen und so, wie Vertreter des Unternehmens betonen, Filter kostengünstig produzieren. Dabei erhält jeder Artikel - also auch Einzelanfertigungen - seine eigene Produktionsnummer und kann deshalb später jederzeit wieder passgenau produziert werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens ist die Herstellung von Endlosfilterbändern für die Metall-/Automobilindustrie in Bandfilteranlagen zur

Kühlmittelreinigung. Außerdem werden Filtertücher für Membranund Kammerfilterpressen und Anodenbeutel für die Galvanik ebenso angeboten wie Filterpatronen, Kassetten und Filterplatten. Aufgrund ihrer anderen Geschäftsfelder hat das Unternehmen auch eine große Auswahl von technischen Textilien aus Kunststoff und Leder am Lager. Auf diese Weise können beispielsweise auch Maschinenabdeckungen, Manschetten oder textile Behälter aller Art hergestellt werden. Die Produkte verfügen, wie die Verantwortlichen betonen,

über die für die Lebensmittel- bzw. Pharma- und Chemieindustrie notwendigen Zertifikate. Um den Anforderungen von Kunden aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie gerecht zu werden, hat das Unternehmen seit einigen Jahren die Möglichkeit zur Herstellung von Prozessfiltern unter Reinraumbedingungen. Der Filterkonfektionsraum entspricht der Reinraumklasse 7 nach ISO EN 14644-1 oder der Klasse C nach Pharma Guide. maintenance Stuttgart Stand: B06 www.lanz-anliker.com

oder Fächerschleifscheiben aufgespannt sind. Angesichts dieser guten Erfahrungen werden nun defekte Elektroschleifer nicht mehr repariert, sondern durch die Druckluftschleifer ersetzt. Mittlerweile hat Caterpillar so einen großen Teil der Schweißarbeitsplätze mit den neuen Geräten ausgestattet. www.atlascopco.com

Impressum BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG B&I Die Industrie-Zeitung ISSN: 1864-4554 15. Jahrgang Erscheinungsweise 6 x jährlich Herausgeber und Gesamtanzeigenleitung: Wolff Publishing Andreas Wolff e.K. Lothringer Str. 32 58091 Hagen Postfach 5105 58101 Hagen Tel.: +49 (0) 2331.910 8660 Fax: + 49 (0) 2331.910 8668 www.b-und-i.de / info@b-und-i.de Auflage und Verbreitung sind ivw-geprüft. Chefredaktion: Volker Zwick (V. i. S. d. P.) Meierhofstr. 19, 86473 Ziemetshausen Tel. +49 (0) 8284.929-90 Fax: +49 (0) 8284.929-91 redaktion@b-und-i.de Lektorat: Dr. Gotlind Blechschmidt, Augsburg Abonnement und Bezugspreise Einzelausgabe 13,00 Euro (zzgl. Versand) Jahresabonnement Inland 45,00 Euro inkl. 7 Prozent MwSt., Europa 54,00 Euro, Übersee 65,00 Euro (Luftpost auf Anfrage) Probe-Abo: abo@b-und-i.de Studenten erhalten einen Rabatt von 50 Prozent bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung. Abonnements für die Zeitung BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG werden für ein Jahr abgeschlossen und sind mit einer Frist von 6 Wochen vor Ablauf des Bezugsjahres schriftlich kündbar. Eine Abonnement-Bestellung kann innerhalb einer Frist von 10 Tagen widerrufen werden. Gültig ist die Anzeigenpreisliste 2017. Vertrieb Vertriebsunion Meynen GmbH & CO. KG Postfach 1153 . 65331 Eltville Tel. +49 (0) 6123.9238-251 Fax: +49 (0) 6123.9238-252 E-Mail: b-und-i@vertriebsunion.de Druck Bonifatius GmbH, 33100 Paderborn Diese Zeitung wurde auf 100 % chlorfreiem Recyclingpapier und klimaneutral gedruckt.

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Etikettieren auf die komfortable Art Beschriftungsgerät Dymo XTL 500 zeigte im Praxistest, was es kann Der Anbieter von Etikettier- und BeschriftungslÜsungen Dymo offeriert mit der XTL-Serie Beschriftungsgeräte, die fßr den industriellen Einsatz gedacht sind und ßber diverse Komfortfunktionen verfßgen. Das Topgerät aus dieser Serie ist der akkubetriebene Etikettendrucker XTL 500, der vorkonfektionierte und Endlosetiketten mit einer Breite von 6 mm bis 54 mm bedruckt. Dymo liefert das Beschriftungsgerät XTL 500 in einem Koffer aus. Hier findet alles Platz, was zum Drucker gehÜrt: Ladegerät, USBKabel, Etiketten und natßrlich auch der Drucker selber. In einem Test durch die Redaktion der B&I zeigten sich die Stärken und Schwächen des Druckers: Der Drucker, der mit dem

einen Stift, also z.B. einen geschlossenen Kugelschreiber verwenden, um den Bildschirm zu bedienen. Das Eingeben von Texten hingegen ist unproblematisch und erfolgt Ăźber die abwischbare QWERTZ-Tastatur; Sonderzeichen und Symbole werden Ăźber das MenĂź eingefĂźgt.

Integrierte Etikettenanwendungen erleichtern den Einstieg und ein FarbTouchscreen beschleunigt die Positionierung von Text, Barcodes und Bildern. Der Dymo XTL 500 erreicht im Thermotransferdruckverfahren eine Druckgeschwindigkeit von 28 mm/s bei einer DruckauflĂśsung von 300 dpi. Bilder: B&I

Thermotransferdruckverfahren mit einer DruckauflĂśsung von 300 dpi arbeitet, verfĂźgt Ăźber einen wiederaufladbaren Lithium-Polymer-Akku und bringt betriebsbereit stattliche 2,2 Kilogramm auf die Waage. Dank des Akkus kann das robuste Gerät, das Ăźber eine stoĂ&#x;feste Ummantelung, einen an der Unterseite integrierten Tragegriff und eine Tastatur verfĂźgt, auch abseits einer Steckdose betrieben werden. Es steht dank seiner groĂ&#x;en Auflagefläche und seines Gewichts sicher. Wie sein kleinerer Bruder, der XTL 300 Etikettendrucker, verfĂźgt auch das Modell 500 Ăźber eine Druckvorschau auf dem Bildschirm. Dieser Farbbildschirm ist als Touchscreen ausgelegt, was das Erstellen und Anpassen der Etiketten erleichtert, denn die Textelemente, Barcodes und Bilder lassen sich so einfacher positionieren. Allzu dick sollten die Hände bzw. Finger des Bedieners aber nicht sein, sonst wird es schwierig, die relativ kleinen Schaltflächen zu treffen. Alternativ kann man

Während das 300-er Modell Etiketten von 6 mm bis 24 mm bedrucken kann, kommt das Topmodell mit Etiketten bis zu einer Breite von 54 mm zurecht. Dabei erkennt der Drucker automatisch, welche Etiketten eingelegt wurden und zeigt bzw. passt diese auf dem Bildschirm automatisch an.

Erkennt die Etiketten automatisch Wird beispielsweise eine Kassette mit gelbem Band eingelegt, sieht man dies direkt auf dem Bildschirm. Die Etiketten sind, wie der Hersteller betont, in sämtlichen UL (Underwriters Laboratories)geprĂźften GrĂśĂ&#x;en und Farben erhältlich. Ăœberhaupt erweist sich die Bedienung des Druckers als eingängig, was unter anderem darauf zurĂźckzufĂźhren ist, dass er mit fast 100 voreingestellten Layouts ausgeliefert wird. Zudem sind Ăźber 200 Abbildungen und Symbole im System

gespeichert, die sich einfĂźgen und positionieren lassen. Erstellte Etiketten kĂśnnen, z.B. als Vorlage fĂźr später, direkt im Gerät gespeichert werden. Es bietet 41 MB Speicherplatz. Bequemer und schneller als Ăźber den Touchscreen funktioniert die Erstellung und Bearbeitung Ein typischer Einsatzbereich fĂźr der Etiketten Ăźber die Windows-Software. den XTL 500 ist beispielsweise die ordnungsgemäĂ&#x;e Kennzeichnung von Kabeln und Schalttafeln, wobei das Gerät hier unter anderem zur Kennzeichnung von Schrumpfschläuchen   fĂźr Kabel und Drähte,  fĂźr vorgestanzte Sicher heitsetiketten fĂźr den industriellen Einsatz und Etiketten zu Schalttafel- und SchalVon Tritten Ăźber Leitern terkennzeichnungen und GerĂźste... genutzt werden kann. Der flexibel einzusetzende Drucker punktet aber auch in der Instandhaltung: Hier dient die Etikettierung beispielsweise dazu, Bauteile und Werkzeuge schneller zu finden, Inventar und GĂźter nachzuverfolgen oder eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen. Ăœber ein mitgeBesuchen Sie uns vom liefertes USB-Kabel (0((0#0,$##)320 lässt sich das Gerät ,$ 30 07$#09 auch an einen Computer anschlieĂ&#x;en. ...bis zur individuellen Die passende SoftAluminium-SonderlĂśsung... ware, die ab Windows 7 läuft - Macintosh wird nicht unterstĂźtzt - steht auf der Webseite des Herstellers zum kostenlosen Download bereit. Mithilfe des Programms Dymo ID kĂśnnen die Etiketten direkt am Computer erstellt, angepasst, gespeichert und ausgedruckt werden ...optimal geplant mit KRAUSE! und das schneller Wir bieten ein Gesamtpaket aus: und komfortabler als am Gerät, dem Analyse Touchscreen zum Trotz. Es gibt auch Konzeption hier die passenden Realisierung Vorlagen. AuĂ&#x;erdem kĂśnnen Daten in die SafetyServices Software eingelesen und darin weiterverarbeitet werden. Ein Mehr erfahren: Seriendruck ist mĂśglich. Die in der Software erstellten Etiketten lassen sich an den Drucker Ăźberwww.krause-systems.de/b+i tragen und dort zur KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG weiteren Verwen'&%$#"! "%%%%'" dung speichern - und "%%% %% auch der umgekehrte

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WA R T U N G S - & W E R K S TAT T B E D A R F

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Druckluft im Rundum-sorglos-Paket Kaeser informiert auf der Hannover Messe Ăźber Contracting und Service Wie sieht eine zukunftsfitte Druckluftversorgung aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Spezialisten von Kaeser auf der Hannover Messe im Rahmen der Comvac in Halle 27, Stand E 18. Präsentiert werden am Stand nicht nur besonders effiziente Schraubenkompressoren zur Drucklufterzeugung und LĂśsungen zur Druckluftaufbereitung, sondern auch Steuerungen und Managementsysteme. Breiten Raum nehmen auĂ&#x;erdem die Themenbereiche Service, vorausschauende Wartung und BetreiberlĂśsungen ein.

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Moderne ServicelĂśsungen bilden einen wichtigen Baustein im Lebenszyklus einer Druckluftversorgung. Sie erst machen das System komplett, betonen die

   



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   Rationalisieren Sie Ihren Filtereinkauf. Filtereinkauf. S1.2 F 694+43:2 )('(((2 .96:43:&%472 58+83:2 58+fort ;$2 a$ #;"43*2 !6642 46:;3-47*2 8% ,;69:: 8%,;69::2 +32 6;7"42 fĂźr lange #;,+49:472 Laufzeiten, 4772 denn %43947:42 %43imente lohnen loh nen sich nnicht. icht. Auch individuelle individuelle 38$6465,7"472 g ,3/2 4/: e .96:43 Filter 4/:42 %38+95*2 %38+95*

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Spezialisten von Kaeser, und verweisen in diesem Zusammenhang auf die Dienstleistungskonzepte Sigma Smart Air und Sigma Air Utility hin. Damit stehen fßr jeden Anwender die auf seine Bedßrfnisse hin zugeschnittenen Serviceleistungen zur Verfßgung. So ist - unter anderem auch dank der mit dem Sigma Air Manager 4.0 mÜglichen vorausschauenden Instandhaltung - jederzeit die Verfßgbarkeit der Druckluftversorgung gewährleistet. Und auch die Energieeffizienz stimmt. Auch Anwender, die sich ßberhaupt nicht mit dem Thema Drucklufterzeugung und Aufbereitung auseinandersetzen wollen, kÜnnen von Kaeser profitieren. Denn dank Contracting mit Sigma Air Utility ist es im Rahmen der Betreibermodelle mÜglich, nur die Druckluft zu

Druckluft ganz ohne Wartungsaufwand kaufen. „Meistens lohnt es sich, Druckluft als Dienstleistung zu beziehen und so nur das zu bezahlen, was tatsächlich verbraucht wird. Fixe Kosten werden zu variablen Kosten“, erklären die Spezialisten. Das Druckluftmanagementsystem Sigma Air Manager 4.0, das im Zusammenhang mit der vorausschauenden Instandhaltung bereits genannt wurde, stimmt nicht nur alle Komponenten eines Druckluftsystems aufeinander ab, sondern gewährleistet laut Anbieter ein Maximum an VerfĂźgbarkeit und Energieeffizienz der Druckluftstation. HierfĂźr setzt es auf eine weiterentwickelte 3-D-Advanced-Regelung. Daneben ist das System quasi auch der Knotenpunkt und die Grundvoraussetzung, um Dienstleistungen im Sinne von Industrie 4.0 erst zu ermĂśglichen. Dazu gehĂśren zum Beispiel das permanente Energiemanagement oder Dienstleistungen wie eben das bereits genannte Predictive Maintenance. Ăœbrigens: Damit sich auch kleine Schraubenkompressoren im Leistungsbereich zwischen 2,2 und 22 kW in Umgebungen von Industrie 4.0 einbinden lassen, werden alle Schraubenkompressoren der Baureihen SX - ASK nun serienmäĂ&#x;ig mit der kommunikationsfähigen Kompressorsteuerung Sigma Control 2 ausgestattet. Apropos Energieeffizienz: Alle Schraubenkompressoren ab 30 kW und grĂśĂ&#x;er dieses Herstellers werden nun mit IE4-Motoren ausgestattet. Diese Motoren bieten laut Hersteller den derzeit hĂśchs-

ten Wirkungsgrad, wodurch der Stromverbrauch der Kompressoren weiter gesenkt werden kann. Durch die Fortentwicklung am Schraubenkompressorblock, also dort, wo die Druckluft entsteht, konnten durch Optimierungen am Sigmaprofil Verbesserungen bezĂźglich der spezifischen Leistung um bis zu 12 Prozent erreicht werden. Dies gilt fĂźr Schraubenkompressoren mit 75 kW Leistung und grĂśĂ&#x;er. Die neuen Schraubenkompressoren der DSD- und FSD-Baureihe bieten auĂ&#x;erdem einen gesteigerten Volumenstrom, was sich ebenfalls auf die Energiekosten positiv auswirkt. Die frequenzgeregelte ASD-Kompressorenreihe

Der Sigma Air Manager 4.0 Ăźberwacht und steuert nicht nur alle Komponenten einer Druckluftstation, sondern macht sie auĂ&#x;erdem fit fĂźr die Anforderungen von Industrie 4.0. Bild: Kaeser

wird nun erstmals serienmäĂ&#x;ig mit einem Synchronreluktanzmotor ausgerĂźstet. Der weist gerade im Teillastbereich deutlich geringere Verluste gegenĂźber Asynchronmotoren auf. Am Messestand wird auch eine Container-LĂśsung zu sehen sein. Sie ist ausgestattet mit einem Schraubenkompressor der CSGSerie mit integriertem Rotationstrockner und liefert Ăślfrei verdichtete Druckluft bei geringem

Platzbedarf. Da der Container exibel ßberall auf einem Betriebsgelände platziert werden kann (nur ein ebener Boden ist notwendig), ist zum Beispiel die Investition in einen eigenen Kompressorraum nicht zwingend erforderlich. Diese kompakte Druckluftstation liefert laut Hersteller effizient und zuverlässig Ülfreie Druckluft mit einem Drucktaupunkt bis minus 30 Grad Celsius. www.kaeser.de

Exaktes und sauberes AbfĂźllen leicht gemacht Jessberger bringt AbfĂźllanlage aus Edelstahl fĂźr ein einfaches Dosieren auf den Markt Mit der neu entwickelten AbfĂźllanlage aus Edelstahl, die Jessberger auf der maintenance in Stuttgart zeigt, trägt der Hersteller der Tatsache Rechnung, dass zahlreiche Unternehmen aus der abfĂźllenden, chemischen oder verpackenden Industrie dĂźnnflĂźssige bis leicht viskose Medien per Knopfdruck aus Fässern oder Containern in manuell zugefĂźhrte Kanister abfĂźllen wollen - und das natĂźrlich mĂśglichst schnell, sauber, komfortabel, aber dennoch exakt. Die neue AbfĂźllanlage wurde speziell fĂźr die Fasspumpen von Jessberger konzipiert. Sie lässt sich aber auch mit bereits vorhandenen Pumpen verwenden. In Kombination mit einer Waage ermĂśgliche dies ein sauberes, genaues und sicheres AbfĂźllen, selbst bei schäumenden Medien. Die laut Hersteller anwenderfreundliche und leicht zu bedienende AbfĂźllanlage ist zum UmfĂźllen von sauren oder basischen Medien aus GroĂ&#x;gebinden in kleine Kanister, beispielsweise mit einem FassungsvermĂśgen von 10, 15 oder 25 Litern geeignet. Diese mit dem Kunden im Vorfeld abgestimmten AbfĂźllmengen sind am Auswertegerät voreingestellt. Die AbfĂźllkontrolle erfolgt mittels einer Waage (hier: null bis 30 Kilogramm mit einer Genauigkeit von plus/minus 20 Gramm). Hierzu wurde durch die Techniker des Pumpenherstellers eine Datenbank programmiert, in der die Sollwerte, also das Gewicht, das abgefĂźllt werden soll, die Behältergewichte, also die Leergewichte der Behälter, und die AbfĂźlltoleranzen eingetragen wurden. Die Anlage kann ferner erkennen, ob ein leerer Behälter oder ein Behälter mit Restmenge aufgestellt wird. Vor dem AbfĂźllvorgang muss das FĂźllrohr per Hand in den zu befĂźllenden Kanister gefĂźhrt werden. Aus SicherheitsgrĂźnden wird der AbfĂźllvorgang nur gestartet, wenn die Sensoren zur

In Kombination mit einer als Option erhältlichen geeichten Waage werden die Anforderungen aus der EU-Fertigpackungsrichtlinie erfßllt. Bild: Jessberger

Behältererkennung und der Sensor „FĂźllrohr unten“ den Vorgang freigeben. Dies wird dem AbfĂźller dadurch signalisiert, dass entsprechende Lampen am Schaltkasten leuchten. Bei der dargestellten AbfĂźllanlage handelt es sich daher nicht um ein vollautomatisches System. Das Gestell der AbfĂźllanlage, die Wägeplattform sowie das Auswertegerät wurden aus Edelstahl V2A gefertigt. Alle mit dem FĂźllmedium in Kontakt kommenden Bauteile, wie das FĂźllrohr oder auch die Sensoren, sind aus Edelstahl V4A.

Der Schaltkasten, die Wägeplattform und das Auswertegerät sind aufgrund der Schutzklasse IP65 gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Wasser geschßtzt. Das Gesamtgewicht der Anlage beträgt 45 Kilogramm. Mit der Abfßllanlage lassen sich sehr viele Medien exakt dosieren. Es dßrfen jedoch keine Flßssigkeiten abgefßllt werden, die einen Flammpunkt unter 55 Grad Celsius haben oder bei denen Edelstahl V4A nicht mehr beständig ist. maintenance Stuttgart Stand: D02 www.jesspumpen.de


ARBEITSSICHERHEIT

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Nie wieder bücken, nie wieder was am Rücken Automatisierte Hubeinrichtung für entspanntes Arbeiten, auch in der Instandhaltung Manuelle Arbeiten, wie etwa feinmechanische Montageschritte oder die händische Reinigung, sind immer noch ein wesentlicher Bestandteil vieler Produktionsprozesse. Hier ist es wichtig, für die Arbeiter ein ergonomisches Umfeld zu schaffen. Für eine bequeme Entnahme oder Ablage von Waren am Arbeitsplatz, wie beispielsweise Komponenten oder fertigen Baugruppen, bietet CSP Cut Systems Pfronstetten nun eine spezielle Hubeinheit für Kleinladungsträger an: Der Leanlifter hebt dabei die Boxen auf eine gewünschte Höhe an, sodass sich der Arbeiter nicht bücken muss. Außerdem regelt das Gerät, je nach Einstellung, die Ladung sogar automatisch nach, während die Kisten entleert oder gefüllt werden. Kleinladungsträger (KLT) werden gerne zum Transport kleinerer Waren oder Bauteile verwendet. Die stapelbaren Boxen machen die Logistik effizient, bedeuten aber für den Werker am Arbeitsplatz oftmals eine gewisse Belastung, denn während er sich durch die Lieferung arbeitet, muss er sich mit jeder leeren und entfernt stehenden Box immer tiefer hinunterbeugen, um den Inhalt zu erreichen. Beim Beladen der KLT ergibt sich das gleiche Problem in umgekehrter Richtung.

können. Den Leanlifter gibt es nicht nur als stationäres Modell, das im Boden verschraubt wird, sondern auch als teil- oder vollmobile Variante. Die teilmobile Version umfasst zwei Rollen und eine Lastabstützung, wodurch sie mittels seitlicher Griffe auf die Räder gekippt und an den Einsatzort geschoben werden kann. Soll die Position sehr oft gewechselt werden, bietet sich die vollmobile Ausführung mit

Für den Leanlifter gibt es diverses Zubehör: Dazu zählen unter anderem Abdichtbürsten, die unkompliziert in das Führungssystem der Hubgabel eingeschoben werden können und so die Technik vor größeren Verschmutzungen schützen. Des Weiteren kann zum Zwischenlagern eines leeren KLT-Behälters samt Deckel eine spezielle Ablage einfach auf die Anlage gesteckt werden.

zwei Bockrollen und zwei feststellbaren Lenkrollen an. Damit lässt sich das Gerät selbst im beladenen Zustand sicher bewegen. Da zum Betrieb eine

einfache Haussteckdose ausreicht, ist der praktische Helfer auf diese Weise flexibel überall einsetzbar. www.csp-laser.de

Aufbewahren und Organisieren mit System Die vier Säulen des Lockout/Tagout-Systems von Abus

Der Leanlifter lässt sich auch mit einer Wiegeeinrichtung versehen, welche im laufenden Betrieb die jeweilige Ist-Stückzahl erfasst. Das System hat eine feine Auflösung: Bei 200 Kilogramm Zuladung werden bereits zehn Gramm Unterschied erfasst, bei 400 Kilogramm immer noch 20 Gramm. Bilder: CSP

Der Leanlifter von CSP hilft hier, indem er die oberste, gerade in Benutzung befindliche Kiste immer auf der eingestellten Höhe hält, die für den Arbeiter gut erreichbar ist. Wird eine Box weggelegt oder eine neue aufgesetzt, lässt sich die Position über eine Bedieneinheit und ein elektrisches Hubsystem entsprechend anpassen. Darüber hinaus umfasst der Lifter auch Lichttaster, die den aktuellen Beladungszustand feststellen und es ermöglichen, die Höhe vollautomatisch nachzuregeln. So kann sich der Nutzer ganz auf seine Tätigkeit konzentrieren, während die Hubeinheit das Arbeitsmaterial zu jeder Zeit leicht verfügbar hält. Da die Sensoren seitlich angebracht sind, lassen sich auf diese Weise selbst Kisten in halber KLT-Größe un-

Bis zu 600 Kilogramm lassen sich mit dem Leanlifter zuladen und abarbeiten. Das Gerät ist als stationäre, teilmobile oder mobile Version verfügbar und kann auch mit einer Wiegeeinrichtung ausgestattet werden.

abhängig voneinander erfassen. Angeboten werden unterschiedliche Ausführungen des Geräts für Zuladungen von 200, 400 oder 600 Kilogramm. Anpassungen für gewichtsmäßig dazwischenliegende Lasten sind möglich. Das dabei verwendete Hubsystem basiert auf einem frequenzgeregelten Motor und erreicht eine maximale Hubgeschwindigkeit von 2.250 mm/min. Die tatsächliche Hubgeschwindigkeit kann - ebenso wie die Hubhöhe und die Sensibilität der Sensorik - individuell definiert werden. Ebenso lassen sich dank des modularen Aufbaus die technische Einheit und verschiedene KLT-Aufnahmen beliebig zueinander orientieren. So kann das Hubsystem beispielsweise auch längs der Gabel angebracht oder die Gabel selbst quer gestellt werden, um die Ladungsträger entsprechend aufnehmen zu

Um die Stabilität der Ladung beim Verfahren wie auch beim Abarbeiten zu gewährleisten, sind die Hubgabeln zur Einschubrichtung hin mit einem kleinen Anschlag versehen.

Es greift zu kurz, wenn man das Lockout/Tagout-Thema und den Abschließprozess alleine nur auf Verriegelungsprodukte und Schlösser reduziert - obwohl genau dies gerne und häufig gemacht wird. Abus setzt hingegen auf das sogenannte Vier-Säulen-Prinzip und stellt dieses unter anderem im neuen Katalog, der auch auf der maintenance in Stuttgart ausliegt, im Detail vor. Das Vier-Säulen-Prinzip von Abus verbindet unterstützende Dienstleistungen, die Kernkompetenz zum Thema Schloss und professionelle Verriegelungsprodukte mit dem Thema Aufbewahrung und Organisation zu einem kompletten Systemprogramm. Einen systematischen Einstieg finden Unternehmen, die sich zum ersten Mal mit der Thematik Lockout (Wartungsschutz) und Tagout (Kennzeichnung) beschäftigen, im Dienstleistungstool Abus IMP. Vom Erstellen der ersten Betriebsanweisung bis hin zum Training aller betroffenen Mitarbeiter setzt dieses Tool die Ankerpunkte, die für diese Bereiche für ein solides Fundament sorgen. Ergänzt wird dies durch das Know-how von Abus bei Verriegelungsprodukten. Immerhin beschäftigt sich das Unternehmen seit dem Jahre 1924 mit der Herstellung und dem Vertrieb von Vorhangschlössern. Besondere Sicherheitsmerkmale wie z.B. ein Sechs-Stift-Präzisionszylinder oder die Eigenschaft einer Schlüsselrückhaltefunktion sind bei den Produkten dieses Herstellers nach eigenen Angaben genauso selbstverständlich wie das Abbilden einer komplexen Schließanlage, passgenau zu den Systemen und der Struktur des betriebenen Lockout/Tagout-Systems. Um beispielsweise Energien sicher und zeitsparend zu verriegeln, bietet das Verriegelungsprogramm dieses Herstellers zahlreiche Lösungen und zwar sowohl für den elektrischen als auch für den mechanischen Bereich. Abgerundet wird das Programm durch das neue und modulare

System Lock-Point - ein System, das die Möglichkeit zur zentralen Lagerung und Organisation aller notwendigen Arbeitsmaterialien und erforderlichen Dokumente bietet. Durch dessen modulare Bauweise kann laut Hersteller praktisch jedes Arbeitsumfeld im Bereich Lockout/Tagout zielgerichtet und effi-

zient gestaltet werden. Der LockPoint wird in stehender, fahrbarer oder wandhängender Ausführung angeboten. Über die Details informiert Abus unter anderem im neuen Katalog, der auf der maintenance in Stuttgart ausliegt. maintenance Stuttgart Stand: D13 www.abus.com

Mehr Infos - neue Webseite von Master Lock Seit Kurzem ist die neue Webseite von Master Lock online. Der nach eigenen Angaben größte Hersteller und Vermarkter von Vorhängeschlössern präsentiert dort seine Produktpalette und seine Sicherheitslösungen. Die optisch überarbeitete Webseite kann nun über unterschiedlichste Endgeräte genutzt werden, wobei eine einfache Navigation dafür sorgt, dass der Besucher auch die Informationen findet, die er sucht. Hierbei strukturiert der Hersteller sein Angebot in die Bereiche „Zu-

Bild: Master Lock

hause & Privat“, „Unternehmen & Industrie“ sowie „Service & Support“. Videos zeigen die Produkte im Einsatz. Im Industriebereich werden z.B. nicht nur neue Produkte vorgestellt, sondern die Webseite liefert hier auch Infos zu relevanten Veranstaltungen und erlaubt es, die technischen Handbücher als PDF-Datei anzusehen bzw. herunterzuladen. Ein anderer Menüpunkt führt laut Hersteller anhand von drei einfachen Fragen zum richtigen Vorhängeschloss. www.masterlock.eu


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ZULIEFERTEILE

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Lasern, Stanzen, Umformen und Montieren Form, Art, Material, Einsatzzweck und -ort: Federtechnische Anwendungen sind heterogen Formfedern, Flachfedern, Blattfedern und Federklammern gehören zu den ersten federtechnischen Anwendungen. Sie kommen beispielsweise im Maschinen- und Fahrzeugbau, aber auch in der Feinwerk- und Elektrotechnik zum Einsatz. Das Sortiment von Formfedern, Flachfedern sowie Stanz-, Stanzbiege- und Laserteilen ist in der Folge auch so umfangreich wie seine Anwendungsmöglichkeiten. Um für den jeweiligen Einsatzfall die optimalen Bauteile zu beschaffen, braucht es einen Partner, der sich mit den unterschiedlichen Fertigungsverfahren auskennt. Flachfederformen sind beispielsweise besonders vielfältig: Der Umfang reicht von einfachen Flachfedern bis zu komplexen Formfedern und Formfedersystemen, die sich an die Geometrie der sie umgebenden Bauteile anpassen. Konstrukteure können sie sowohl als Speicher- bzw. Messoder Schwingungs- sowie als Dämpfungs-, Ruhe- oder Lagerelemente verwenden. Die Herstellung von individuellen Form-, Flach, Blattfedern und Federklammern ist entsprechend komplex: Wegen ihrer besonderen und oft komplizierten Formen lassen sie sich nicht nach einem simplen Schema berechnen und auslegen, d.h. ohne Erfahrung und Know-how geht es nicht. So werden, je nach Anforderung, Formgebung oder Stückzahl Formfedern und Flachfedern, Federklammern, Federclips und Blattfedern in einem reinen Stanzbiege- oder Laserschneideverfahren mit nachfolgender Umformung durch Biegen, Prägen, Kanten und Tiefziehen hergestellt. Bei der Formgebung gibt es dabei kaum Grenzen.

Expresslieferung in von 48 Stunden Der Hersteller Gutekunst verwendet nach eigenen Angaben hierfür eine große Anzahl unterschiedlicher Federwerkstoffe. Dazu gehören neben normalen Federstählen auch Edelstähle, NEMetalle und Buntmetalle in Band-

Die Produktpalette umfasst sowohl Form-, Flach- und Blattfedern als auch Federklammern und Federclips sowie die Fertigung von Stanz-, Stanzbiege- und Laserteilen.

oder Plattenform. Das Fertigungsspektrum umfasst Materialstärken zwischen 0,1 bis 3,0 Millimeter, die Bandbreite liegt bei 1,0 bis 150 Millimeter, die Plattengrößen bei 1.500 x 2.500 Millimetern. Bei Bedarf behandeln die Spezialisten die Oberflächen der Teile beispielsweise durch Verfahren wie Gleitschleifen, Trowalisieren, Phosphatieren, Brünieren, Verzinken oder Lackieren. Zum Leistungsangebot zählt auch die direkte Montage der Teile in beigestellte Baugruppen. Stanzbiegeteile gehören zu den Bauteilen, die branchenübergreifend am häufigsten eingesetzt werden. Zu ihnen zählen einfache Federklemmen, Federclips, Rohrklemmen, Haltefedern, die beispielsweise die Bremsbeläge in Pkws und Lkws fixieren, sowie elektrisch leitende Federkontakte oder auch medizinisch reine Bauteile, die speziell gehärtet und temperaturunabhängig sind. Je nach den Anforderungen

Für die Expresslieferung von Laserteilen genügt eine E-Mail mit CAD-Daten, einer Zeichnung oder Skizze sowie mit der gewünschten Stückzahl, Einbausituation und Funktion.

werden die Metallwerkstoffe gestanzt, gelasert, gebogen, abgekantet, geschweißt, genietet, verschraubt oder auch zu komplexen Baugruppen verarbeitet - ganz gleich ob Flachstahl, Tafelblech oder Spaltband. Werkstoffe wie Stähle, Edelstähle, Aluminium oder Buntmetalle wie Kupfer, Bronze, Messing und Berylliumkupfer (CuBe) sowie Sonderlegierungen werden häufig zu Stanzbiege- und Stanzteilen verarbeitet. Bei hohen Stückzahlen bietet sich das Stanzbiegeverfahren an. Die Herstellungsmethode ist sehr kosteneffizient. Zum Einsatz kommen Stanzbiegeautomaten und frei programmierbare Biegestempel sowie Stanzwerkzeuge aus Pulverstahl oder Hartmetall aus Bandmaterial, das fertig fallend aus verschiedenen Werkstoffstählen produziert wird.

Gutekunst dokumentiert jede Fertigung und kann bei nachfolgenden Auslegungen auf die bereits gewonnenen Informationen zurückgreifen. Das Fertigungsspektrum umfasst Materialstärken von 0,05 bis 3,0 Millimeter, Bandbreiten von 1,0 bis 150 Millimeter, Plattengrößen bis zu 1.500 x 2.500 Millimeter und eine Presskraft von 180 bis 800 Kilonewton. Bilder: Gutekunst

Auch nach Millionen von Teilen arbeiten die Stanzwerkzeuge hochpräzise, betont das Unternehmen. Zudem fertigt Gutekunst immer häufiger Stanzbiegeteile aus Plattenmaterial mit sehr komplexen und speziellen Biegegeometrien auf mehreren Ebenen. Stanzbiegeteile lassen sich zudem durch eine nachträgliche Oberflächenbehandlung wie Gleitschleifen, Verzinken, Versilbern, Vergolden, Brünieren, Wasserstoffspröden oder Ätzen mit zusätzlichen Eigenschaften ausstatten. Eine weitere Alternative sind exakte Teile, die zum Beispiel elektrisch leitend, federnd, medizinisch rein und besonders widerstandsfähig sind oder über eine besondere Optik verfügen.

Bei Musterteilen oder kleineren und mittleren Produktionsmengen rechnet sich der Aufwand zur Herstellung von Stanz- und Folgeverbundwerkzeugen allerdings nicht. In diesem Fall werden die Teile gelasert und mithilfe von Abkantautomaten weiterverarbeitet. Laser- und Blechteile oder auch Laserzuschnitte fertigt das Unternehmen auf Trumpf-Laserschneideanlagen; auf Wunsch sogar innerhalb von 48 Stunden nach Bestellung, wie die Verantwortlichen betonen. Notwendig sind - und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Musterteile, Kleinmengen oder Serienteile handelt - Skizzen, Zeichnungen, CAD-Daten oder Muster sowie Angaben zur gewünschten Stückzahl. www.gutekunst-federn.de

Heizmanschetten - jetzt zertifiziert für den Einsatz im Reinraum In vielen Branchen, wie z.B. in der chemischen-, der pharmazeutischen- und der Halbleiterindustrie, und bei diversen Herstellungsverfahren sind Reinräume notwendig. Hier müssen strenge Anforderungen hinsichtlich der Mengen luftgetragener Teilchen, Abgasung der Anlagenkomponenten usw. erfüllt werden. Um den Reinheitsgrad der Luft in solchen Bereichen sicherzustellen, wurden die Normklassen ISO 1 bis ISO 9 entwickelt. Dort sind die Grenzwerte definiert, an denen sich die Betreiber von Labors und Reinraum-Produktionsstätten orientieren. Diese strengen Richtwerte wiederum bildeten bei Eltherm die Grundlage für die Entwicklung der Heizmanschetten der Serie ELPH-Cleanroom. Dank eines besonderen Herstellungsverfahrens und dem Einsatz spezieller Materialien zeichnet sich diese neue Heizmanschetten-

Die Heizmanschettenserie ELPH-Cleanroom lässt sich im Reinraum einsetzen. Bild: Eltherm

generation laut Hersteller durch eine extrem geringe Partikelbelastung und minimale Ausgasungen aus. Sie trägt damit zu einer reduzierten Konzentration luftgetra-

gener Teilchen im Reinraum bei. Um hinsichtlich der zum Betrieb von Reinräumen vorgeschriebenen Regularien gerüstet zu sein, wurden diese Heizmanschetten vom Fraunhofer Institut nach den Richtlinien VDI 2083-9 und ISO 14644-1 ausführlich getestet und zertifiziert. Im Zuge dieser Untersuchung wurde ebenfalls das Abgasungsverhalten entsprechend der VDI 2083-17 für die Kontaminentenfamilien VOC, Amine, Organophosphate, Siloxane und Phtalate ermittelt. Dem Hersteller konnten für die Manschette ELPH-Cleanroom - ID 100 mm die Luftreinheitsklasse ISO 1 und für die ELPH-Cleanroom - ID 40 mm die Luftreinheitsklasse ISO 2 bescheinigt werden. maintenance Stuttgart Stand: C14 http://eltherm.com/


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MESSEN & EVENTS

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April 2017

Zentrales Messethema: Predictive Maintenance Sensor + Test 2017 Hannover Messe wieder mit Sonderschau „Predictive Maintenance“ in Halle 19

Europas größte Messtechnik-Messe: Nürnberg, 30.5. bis 1.6.

Auf der Sonderschau mit dem angrenzendem Forum erfahren Besucher der Hannover Messe, die vom 24. bis 28. April stattfindet, wie drohende Maschinen- und Anlagenausfälle frühzeitig erkannt, Prozesse beschleunigt und Produktionsstillstände vermieden werden können. Und das lohnt sich: Nach aktuellen Untersuchungen des Beratungsunternehmens Accenture sinken dadurch Wartungskosten um fast 30 Prozent. Ungeplante Stillstände gehen um 70 Prozent zurück.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. als Träger und die AMA Service GmbH als Veranstalter der Messe rechnen in diesem Jahr mit rund 600 Ausstellern und über 9.000 Besuchern. Das Sonderthema lautet für 2017: vernetzte Messtechnik für mobile Anwendungen.

Das zentrale Merkmal von Industrie 4.0 - und dies zieht sich durch die komplette Hannover Messe ist die Vernetzung von Maschinen, Produkten und Komponenten sowie weiteren am Produktionsprozess beteiligten Systemen. Die Auswirkungen sind immens. Auch im Bereich der Instandhaltung zeichnet sich ein grundsätzlicher Wandel ab. Durch den Einsatz von Sensoren können nämlich diese Vernetzungen genutzt werden, um Zustandsdaten von Maschinenkomponenten zu erfassen. Diese Daten lassen sich in einem weiteren Schritt - Stichwort Big Data - mit ergänzenden Informationen beispielsweise aus Drittsystemen (ERP- oder CRMSystemen) kombinieren und auswerten. Das Ziel ist es, auf diese Weise auffällige, auf Störungen hindeutende Muster rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen präventiv einzuleiten, also tätig werden zu können, bevor eine Maschine oder Anlage steht. Die positiven Auswirkungen dieser

Aktuelle Sensorik und Messtechnik sind grundlegend für die Zukunftsfähigkeit von Geräten, Maschinen, Systemen und Prozessen. Und ohne neueste Prüftechnik sind die ständig steigenden Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Produkten und Prozessen nicht zu erfüllen. Vor allem aber die digitale Welt von Industrie 4.0, Industrial Internet und Internet of Things benötigt immer mehr und immer präzisere Daten aus den realen Prozessen, um aus diesen Informationen Mehrwert zu ermitteln kein Wunder also, dass sich die 24. Ausgabe der Messe Sensor + Test großer Beliebtheit erfreut. Im Bereich des Sonderthemas vernetzte Messtechnik für mobile Anwendungen wird ein großer Bogen gespannt - von tragbaren Systemen zur Messung an Menschen über instrumentierte Kraftfahrzeuge und mobile Maschinen bis hin zur Luftfahrt. Entscheidend für die Effizienz solcher Systeme ist es, welchen Nutzen der Betreiber aus den

Bild: B&I

vorausschauenden Instandhaltung, besser bekannt unter der Bezeichnung Predictive Maintenance, sind eine bessere Produktionsplanung, eine längere Laufzeit der Maschinen und die Vermeidung von ungeplanten Stillständen. So gesehen werden damit die Condition-Monitoring-Ansätze um den Blick in die Maschinenzukunft ergänzt - ganz ohne Kristallkugel. Abgesehen von dieser Sonder-

schau in Halle 19, Stand A60, gibt es zahlreiche weitere Gründe für den Messebesuch. So werden diverse energieeffiziente Neuheiten und Lösungen für die Druckluft- und Vakuumerzeugung und -aufbereitung im Bereich der Comvac in den Hallen 26 und 27 zu sehen sein. Rund um die Energieerzeugung und Nutzung geht es bei den rund 1.200 Ausstellern im Bereich Energy. www.hannovermesse.de

Bild: AMA

Daten ziehen kann und in welchem Kontext sie verwendet werden sollen. Viele dieser Anwendungen sind auf der Aktionsfläche im Einsatz zu sehen - inklusive der dazugehörigen sicheren Datenübertragung an den Messestand des Anbieters. Anlässlich der Messe wird auch wieder der AMA Innovationspreis verliehen, der mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert ist. www.sensor-test.com


MESSEZEITUNG

Wolff Publishing ISSN 1864-4554 Einzelpreis 13,- € info@b-und-i.de www.b-und-i.de

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

April 2017

Daniel Eisele, Event Director der maintenance Stuttgart 2017.

Liebe Leserinnen und Leser der B&I, Der Gleisbauschrauber, der im Drehmomentbereich von 150 bis 1.100 Nm eingesetzt werden kann, ist von der 1-Prozent-Nachprüfpflicht ausgenommen. Bilder: Gedore

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft Dieses legere Handwerkermotto gilt in vielen Branchen und Industrien nicht. Stattdessen müssen Verschraubungen heute absolut fehlerfrei und dokumentiert angezogen werden. Zwei Branchen, in denen dies eine besondere Bedeutung hat, sind die Windenergieerzeugung und der Schienenverkehr - und für beide wartet Gedore auf der maintenance mit Neuigkeiten auf. Verschraubungen an Gleisen müssen dokumentiert und stichprobenartig getestet werden. Als eines der ersten Werkzeuge für die Montage und Wartung von Gleis-

Nur einer von vielen Vorteilen des Heavy-Duty-Schraubers LHD-80: Im Gegensatz zu Hydraulikschraubern ist er, wie der Hersteller betont, langlebiger, leiser und kommt ohne umweltschädliches Hydrauliköl aus.

anlagen wurde nun der Universal AkkuGleisbauschrauber LDB-10 von Gedore Torque Solutions aber jetzt von dieser 1Prozent-Nachprüfpflicht befreit. Und das zahlt sich aus: Der preisliche Vorteil liegt bei 132 Euro je Kilometer Gleis, wenn man davon ausgeht, dass auf dieser Distanz 66 Schrauben nachzuprüfen sind, erklären die Spezialisten von Gedore. Oder anders ausgedrückt: Der „Bahnschrauber“, der zum Preis von 12.700 Euro angeboten wird, rechnet sich bereits nach 96 Kilometern Gleisverschraubung. „Dank eines Software-Upgrades arbeitet der Gleisbauschrauber mit der neuen Version V00040067 vollständig fehlerfrei. Das bewies der Abnahmetest Ende November 2016 bei der Bahnbaugruppe in Augsburg“, erklärt Tobias Behr, Leiter Entwicklung bei Gedore Torque Solutions. Er fährt fort: „Ab Richtlinie Ril 824-5050Z01 liefert er automatisch ein lückenloses und manipulationsgeschütztes Abnahmeprotokoll, das zur Dokumentation der Verschraubungen genutzt werden kann.“ Abgesehen von der messbaren Kostenersparnis bietet der Gleisbauschrauber aber noch weitere Vorteile: So wiegt das

Gerät lediglich 17,2 Kilogramm. Dadurch kann der Schrauber auch von einer Person transportiert und bedient werden. Außerdem verweist der Hersteller darauf, dass das Verschraubungsgerät, das mit bis zu 160 U/min arbeitet, dies besonders leise und emissionsfrei erledigt. Zudem eigne sich der LDB für alle Oberbauformen, wobei durch die variablen Griffe sowohl ein horizontales als auch ein vertikales Verschrauben möglich sei. Besonders interessant für Unternehmen, die den LDB-10 bereits einsetzen: Gedore bietet ein Update auf die neue Softwareversion an, das inklusive eines induktiven Datentransferkabels und des Moduls LB.Track zum Auslesen des Abnahmeprotokolls angeboten wird. Details hierzu gibt es am Messestand der maintenance Stuttgart. Dort informieren die Spezialisten unter anderem über den LHD-80, einen HeavyDuty-Schrauber, der sich z.B. an Windkraftanlagen nutzen lässt, also überall dort, wo die Qualität der Verschraubungen über jeden Zweifel erhaben sein muss. Das Gerät erreicht nämlich eine Wiederholgenauigkeit von +/- 2 Prozent. Weiter auf Seite M2

am 17. und 18. Mai ist es wieder so weit: Die maintenance Stuttgart 2017 öffnet dann auf dem Gelände der Messe Stuttgart zu ihrer 4. Ausgabe die Tore. Entscheider aus sämtlichen Industrien treffen auf Experten der industriellen Instandhaltung, um sich über neueste Lösungen zu informieren, aktuelle Trends zu entdecken und sich auszutauschen. Der Leitgedanke „Industrie heute und morgen“ bestimmt in 2017 die zentrale und etablierte Fachveranstaltung für industrielle Instandhaltung im starken Wirtschaftsraum Süddeutschland. Neben einem breiten Ausstellerportfolio liefert die Fachmesse vor allem Antworten auf die Fragen „Wie verändert Industrie 4.0 die Unternehmen und deren Instandhaltung?“ und „Wie lässt sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung Schritt halten?“. Begleitend zur Fachausstellung bieten wir ein attraktives Rahmenprogramm mit erstklassigen Vortragsreihen und moderierten Messerundgängen an, bei denen Fachbesucher direkt mit den Experten in Kontakt treten können. Ich wünsche allen eine erfolgreiche Messe und ein gutes Geschäft.

Daniel Eisele Event Director maintenance Stuttgart 2017


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„Gefühlvolle“ Wälzlager dank Sensoren Kompakte Lagereinheit erlaubt einfachen Einstieg in die Digitalisierung Durch die Messung der direkt am Lager vorhandenen Belastungen und Verlagerungen lassen sich Prozesse und Maschinenzustände beurteilen. Je präziser die Messung und je größer die Anzahl der Messgrößen, umso schärfer wird das digitale Abbild. Doch woher kommen die Daten? Eine Antwort auf diese Frage liefert Schaeffler mit dem flexibel konfigurierbaren Lager FAG Variosense. Es lässt sich durch die Kombination von unterschiedlichen Messgrößen an die jeweilige Anwendung anpassen. Der Bauraum des Sensorclusters entspricht in etwa dem eines Radialwellendichtringes. Hier haben es die Mechatronik-Entwickler von Schaeffler geschafft, mehrere Sensorelemente in ein ringförmiges Gehäuse mit nur sieben Millimeter Bauhöhe zu integrieren. Dieses Sensorgehäuse ist fest mit dem Außenring und der Sensorring fest mit dem Lagerinnenring verbunden. In der Summe ergibt sich so also eine sehr kompakte Einheit. Der Clou: Sowohl die Anzahl als auch die Kombination der Messgrößen kann der Kunde für seine Anwendung individuell festlegen.

Folgende Messgrößen stehen aktuell zur Wahl: Temperatur im Bereich von minus 40 bis plus 125 Grad Celsius, Drehzahl mit bis zu 17.000 min-1 inklusive Drehrichtungserkennung, die Anzahl der Umdrehungen beziehungsweise die Position mit 56 bis 96 Imp./Umdrehung (baugrößenabhängig), Schwingungssignale für langfristige Trendaussagen und die maximale radiale Wellenverlagerung mit einer Auflösung von 1 µm.

Welche Messgrößen hätten S' denn gern? Die Messung der radialen Wellenverlagerung am Lager erlaubt rechnerisch die Bestimmung der radialen Lagerkraft am Sensorlager. Ist der betreffende Antriebsstrang als Algorithmus mit der

Die Entwickler integrierten mehrere Sensorelemente in ein ringförmiges Gehäuse. Der Bauraum dieses Sensorclusters entspricht in etwa dem eines Radialwellendichtringes.

Berechnungssoftware Bearinx in der Schaeffler-Cloud hinterlegt, können darüber hinaus aus diesen Daten auch die Kräfte und Verlagerungen an den übrigen Lagern und Maschinenelementen wie z.B. Verzahnungen sowie das Drehmoment indirekt bestimmt werden. Damit sind die wichtigsten Größen für die Prozessparameterüberwachung von Maschinen und Anlagen bekannt. Die Betreiber können so beispielsweise Überlasten leicht erfassen und eine Drehmomentbegrenzung sowie gegebenenfalls eine Abschaltung des Antriebes realisieren. Der Sensorteil kann aber auch für die Steuerung von Antrieben, für die Berechnung der Restgebrauchsdauer von Maschinenelementen (Wälzlager, Verzahnungen usw.) sowie für die Prozessüberwachung verwendet werden. Die neuen Variosense-Lager werden in einem ersten Schritt

Viele Hersteller sehen im Schließen von Regelkreisen mit Messgrößen an einer lokal betriebenen Maschine, wie z.B. die Positionssteuerung oder die Abschaltung bei Überlast oder zu hoher Temperatur, einen Zusatznutzen. Bilder: Schaeffler

für die Kugellagerreihe 6205 bis 6210 geliefert. Zum Lieferumfang gehört eine Interfacebox für die Spannungsversorgung, Signalaufbereitung und Vernetzung. Die Lager können in einem Spannungsbereich von 4,5 bis 30 Volt betrieben werden. maintenance Stuttgart Stand: F05 www.schaeffler.com

Die neuen FAG Variosense-Lager ermöglichen die Überwachung von Maschinen- und Prozessparametern ohne großen Entwicklungsaufwand.

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Fortsetzung von Seite M1 Der 14,6 Kilogramm schwere Schrauber ist für den Drehmomentbereich von 800 bis 8.000 Nm und für alle gängigen Verschraubungsverfahren (Drehmomentsowie DrehmomentDrehwinkel-Verfahren) ausgelegt. Er wird von einem bürstenlosen und daher besonders effizienten und verschleißarmen Gleichstrommotor angetrieben. Die notwendige Energie liefert der Akku der LHD-Powerbox mit einer Leistung von 3.000 Watt. Damit erreicht der Schrauber 10,3 Umdrehungen pro Minute. Dank dieser Brushless-Technologie läuft der LHD-80 mehr als doppelt so schnell wie vergleichbare Hochleistungsschrauber, erklären die Spezialisten von Gedore. Hintergrund: Eine stabile Spannungsversorgung ist beispielsweise bei Montage- bzw. Reparatur- oder Wartungsarbeiten an Windkraftanlagen häufig nicht vorhanden. Darunter leidet dann die Genauigkeit elektrisch angetriebener Schraubgeräte. Anders beim LHD80: Mittels Spannungswandlung sorgt die bereits genannte Powerbox für eine stabile Spannungsversorgung - was ein prozesssicheres Arbeiten bei Wind und Wetter und zwar onshore wie offshore erlaubt. Das Drehmoment lässt sich übrigens ganz einfach in 10-NmSchritten über das Farbdisplay einstellen. Der eingestellte Wert wird auf dem LC-Display angezeigt. Ist er erreicht, ertönt zusätzlich ein Signal. Diese optische und akustische Null-Fehler-Strategie trägt maßgeblich zur Präzision bei. Über das Modul Lock/QS lassen sich Schraubfälle bei Bedarf sogar speichern. Zudem ist die Dokumentation sämtlicher Schraubverbindungen über das Modul LH.Track möglich. Für die Datenübertagung bietet der Schrauber eine induktive Schnittstelle. maintenance Stuttgart Stand: C08 www.gedore.de


April 2017

Willkommen zur maintenance 2017 in Stuttgart Am 17. und 18. Mai 2017 Ăśffnet die maintenance in Stuttgart zum vierten Mal ihre Pforten. Zahlreiche Aussteller der industriellen Instandhaltung zeigen dort ihre Produkte und LĂśsungen und thematisieren die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche. Zentrales Thema ist die Digitalisierung von Technologien und Prozessen. Vor allem KMUs ďŹ nden hier wertvolle Hilfe zur konkreten Umsetzung von Industrie 4.0 in der Instandhaltung. Im Zentrum der Fachveranstaltung stehen dieses Jahr vor allem Themen wie SoftwarelĂśsungen mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0 und die Implementierung der Digitalisierung bei KMUs. Unternehmen bekommen hier kompetente und praxisnahe UnterstĂźtzung sowie die Antworten auf drängende Fragen zur Digitalisierung der eigenen Geschäftsprozesse rund um die Instandhaltung, verspricht der Veranstalter im Vorfeld der Messe. An beiden Messetagen ďŹ nden Vorträge im Science-Center statt. Die Vortragsreihe unter dem Motto „Industrie heute und morgen“ wird zusammen mit dem Fraunhofer-Institut IML organisiert und durchgefĂźhrt. AuĂ&#x;erdem kĂśnnen Besucher auf gefĂźhrten Messerundgängen geballtes Fachwissen zu ITAnbietern und deren neueste Produkte und Dienstleistungen kennenlernen. Diese GuidedTours sind ebenfalls thematisch zusammengefasst. Eintritt: Das Messeticket ist fĂźr B&I-Leser kostenfrei mit dem Code: 4180. Ohne Gastkarte bzw. Vorregistrierung kostet der Messebesuch 30 Euro.

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Neumayer Tekfor setzt auf TOM Intelligente Instandhaltungssoftware unterstĂźtzt bei der Präzisionsfertigung Neumayer Tekfor GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung von Naben, Wellen und Muttern. Im Werk Hausach werden rund 1.500 unterschiedliche AusfĂźhrungsvarianten mit Fertigteildurchmessern zwischen 20 und 120 Millimetern produziert; insgesamt rund 300 Millionen Teile pro Jahr. Um das hohe Qualitäts- und Präzisionsniveau sicherzustellen, investiert das Unternehmen fortlaufend in die technologische Weiterentwicklung und den stagnationsfreien Betrieb seines Maschinen- und Anlagenparks. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Instandhaltungsmanagement - und hier gab es dringenden Handlungsbedarf ‌ Die Variantenvielfalt, ein breites LosgrĂśĂ&#x;enspektrum und die Zeitbindung sind fĂźr Automobilzulieferer die grĂśĂ&#x;ten Herausforderungen. Um diesen gerecht zu werden, mĂźssen hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten eingehalten werden - und das stĂśrungsfrei, was angesichts der hochpräzisen Produktions-, Bearbeitungs- und Montageprozesse durchaus eine Herausforderung darstellt. Und in der Tat: Mit einem Zeitanteil von 80 Prozent der Gesamtaufwände erwiesen sich ungeplante InstandhaltungsmaĂ&#x;nahmen in der Vergangenheit bei Neumayer Tekfor in Hausach als der Krisenfaktor fĂźr die Fertigung. AuĂ&#x;erdem konnten lediglich 20 Prozent der erforderlichen Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsleistungen dynamisch in die Fertigungs- und Steuerungsprozesse am Standort eingelastet werden. Hier bestand also dringender Handlungsbedarf. Die Bereichsleitung stand dabei vor der Herausforderung, LĂśsungen fĂźr zwei zentrale Fragestellungen zu entwickeln und umzusetzen: Wie lassen sich erstens ungeplante Stagnationen und Ausfälle minimieren, um die VerfĂźgbarkeit der Anlagen zu erhĂśhen? Und mit welchen MaĂ&#x;nahmen kĂśnnen die Instandhaltungskosten

nachhaltig gesenkt werden? Auf Grundlage eines betriebsorientierten TPM-Programms (TPM - Total Productive Management) richtete Neumayer Tekfor dann ab dem Jahr 2010 das gesamte Instandhaltungsmanagement grundlegend neu aus.

MedienbrĂźche und Inkompatibilitäten Seitdem setzt man auf fĂźnf Säulen mit folgenden Zielsetzungen in der Instandhaltung: Erstens ging es um die systematische IdentiďŹ zierung, Analyse und Beseitigung von Schwachstellen. AuĂ&#x;erdem sollte der Aufbau einer autonomen Instandhaltung zur Verbesserung der Prozesseffizienz auf Basis automatisierter Inspektionsund Wartungspläne fĂźr Maschinenbediener umgesetzt werden. Der dritte Punkt war die Planung und Umsetzung eines präventiven Instandhaltungskonzepts (vorbeugende Instandhaltung) und viertens die Systematisierung und Optimierung der zustandsorientierten Instandhaltung in Verbindung mit dem Ausbau der Real Time Maintenance (RTM - Echtzeitinstandhaltung) durch ein entsprechendes Onlinemonitoring. Zu guter Letzt sollte ein effektives Wissens- und Informationsma-

nagement entwickelt werden. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich die Erfolge: Der Anteil ungeplanter Ausfälle konnte signiďŹ kant um fast 40 Prozent gesenkt werden - und das parallel zu einer Reduktion der Instandhaltungskosten um ca. 20 Prozent. Operativ erforderte das verbesserte Instandhaltungsmanagement jedoch sehr hohe AusfĂźhrungsaufwände, die mittels konventioneller - oft papiergebundener - und vielfach uneinheitlicher Planungs- und Dokumentationsverfahren kaum zu leisten waren. Wiederholt fĂźhrten MedienbrĂźche und Systeminkompatibilitäten in der Datenverarbeitung zu kostenintensiven Zeitverlusten und einer hohen Fehleranfälligkeit. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete das Team in Hausach die gesamte geplante Instandhaltung auf Grundlage Excel-basierter Wartungspläne ab. Auch die StĂśrungserfassung erfolgte zeitaufwendig per TPM-Mängelkarten und Aufgabenlisten. Parallel wurde die Dokumentation der ausgefĂźhrten InstandhaltungsmaĂ&#x;nahmen in einem Maschinenbuch festgehalten. Eine effektive Schwachstellenanalyse an den Objekten lieĂ&#x; sich so nicht oder nur unter Einsatz hoher Zeitressourcen durchfĂźhren. Transfer und Ver-

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gleichsauswertungen der Maschinendaten waren kaum mĂśglich. Entsprechend blieben wertvolle, synergetisch nutzbare Informationen vielfach unerschlossen. Wiederkehrend erschwerten Datenverluste sowie Priorisierungsbzw. Aktualisierungs- und Ăœbergabeprobleme bei der Informationserfassung selbst in alltäglichen Betriebssituationen (Schichtwechsel, Krankheitsausfällen, Urlaubsabwesenheiten etc.) die Organisation der Instandhaltungsaktivitäten. Kurzum: Eine werksĂźbergreifende, transparente und synchrone Datenerfassung und -nutzung lieĂ&#x; sich auf Basis der vorhandenen medialen Strukturen nicht realisieren. Diese restriktiven Informationsund Organisationsbedingungen spiegelten sich bald in einer stagnierenden Instandhaltungskostenbilanz und sich kaum verbessernden Ausfallquoten wider.

Planen, Ăźberwachen, steuern, auswerten Die Verantwortlichen von Neumayer Tekfor reagierten und koppelten das Ziel einer ganzheitlichen Instandhaltungsstrategie an eine zentrale Vorbedingung: den Aufbau eines gemeinsamen, transparenten und synchronen Organisations- und Kommunikationsnetzes auf Basis leistungsfähiger und zugleich nutzerfreundlicher Softwarearchitektur. Mit diesen Vorgaben begann die Suche nach dem passenden Systempartner. Nach eingehender Marktsondierung, gemeinsamen Workshops und erfolgreichem Testbetrieb ďŹ el die Wahl auf das Zwickauer Softwarehaus M.O.P. Weiter auf Seite M4

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Veranstaltungsort: Messe Stuttgart, ICS Kongress, Halle C2 Messepiazza 1, 70629 Stuttgart www.maintenance-stuttgart.com

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Termin und Zeit: Mittwoch, 17. Mai 2017 geĂśffnet von 9 bis 17 Uhr Donnerstag, 18. Mai 2016 geĂśffnet von 9 bis 16 Uhr Anreise: Vom Stuttgarter Hauptbahnhof nehmen Sie die S-Bahn S2 oder S3 in Richtung Flughafen (Filderstadt) bzw. Messe. Die Fahrtzeit beträgt 27 Minuten. FĂźr alle, die mit dem Auto Ăźber die Autobahn A8 anreisen, stehen Parkplätze in ausreichendem MaĂ&#x; zur VerfĂźgung. Das Messegelände beďŹ ndet sich auĂ&#x;erdem in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Stuttgart.

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Die Überwachung und Steuerung des Anlagenbestands erfolgt am TOM-Terminal. Mehr als 10.000 Reparaturaufträge pro Jahr werden über das Störmeldeportal erfasst. Insgesamt arbeitet die Instandhaltungsabteilung 15.000 Arbeits-, Wartungs- und Reparaturaufträge pro Jahr ab.

Fortsetzung von Seite M3 Mit einem 84 Seiten umfassenden Lastenheft startete das Unternehmen im Mai 2015 die

digitale Reorganisation des Hausacher Instandhaltungsmanagements. Die Systemintegration von TOM (Technisches

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Objektmanagement) - einer Software für die Instandhaltung, Wartung und das Facility Management - erfolgte zunächst durch eine individuell definierte Bestandsdatenerfassung. Hierfür wurden alle relevanten Objekte (Maschinen, Anlagen, Werkzeuge etc., aber auch Dokumente, Verträge usw.) aufgenommen und in einer leicht verständlichen Objektbaumstruktur visualisiert. Parallel zur Objektverwaltung implementierten die Softwareentwickler das Vorgangsmanagement sowie den Druck- und Berichtsdesigner. Bereits auf Basis dieser drei Kernelemente war es möglich, alle Instandhaltungsaktivitäten für den gesamten Anlagenbestand am Standort Hausach zu planen, zu steuern, zu überwachen und auszuwerten. Die Lösung liefert nicht nur lückenlose (Verlaufs-)Kennzahlen, sondern auch Daten und Informationen darüber, welcher Mitarbeiter welche Maßnahme zu welchem Zeitpunkt an welcher Maschine vorgenommen hat (Maschinenhistorie). Darüber hinaus ist dank der Software jetzt zu erkennen, wo Unregelmäßigkeiten (wiederholt) auftreten und wie sich Art und

Über die mobilen Clients können in Echtzeit und ortsunabhängig Zustands- und Historiendaten von Maschinen und Anlagen abgerufen und bearbeitet werden. Bilder: Neumayer Tekfor

Häufigkeit einer Störung auf der Aufwands- und Kostenseite der Instandhaltung niederschlagen.

Schwachstellen analysieren Gleichzeitig gibt das Vorgangsmanagement Aufschluss über alle termingebundenen SollTätigkeiten - etwa verpflichtende Instandhaltungen, Wartungen und Prüfungen - und unterstützt

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Neumayer Tekfor ist Teil der international agierenden indischen Amtek Gruppe, die mit weltweit 84 Unternehmen und einem Jahresumsatz von vier Milliarden US-Dollar zu den bedeutenden Partnern der Automobilindustrie zählt. Die Unternehmensgruppe konzipiert und fertigt Befestigungselemente und Spezialkomponenten für Getriebe-, Motor- und Antriebsanwendungen im Pkw- und Lkw-Bereich. Das größte deutsche Fertigungswerk mit rund 650 Mitarbeitern befindet sich in Hausach im Kinzigtal. Insgesamt ist man hierzulande an 20 Standorten vertreten.

so eine prozessorientierte Kapazitätsplanung (Maschinenauslastung und benötigte Personalressourcen). Jährlich werden mehr als 10.000 Reparaturaufträge über das Störmeldeportal erfasst und der zuständigen Technikabteilung zur Weiterbearbeitung bereitgestellt. Insgesamt lastet die Instandhaltung in Hausach heute rund 15.000 Arbeits-, Wartungs-, und Reparaturaufträge pro Jahr dynamisch in die Fertigungsabläufe ein. Für die präventive Instandhaltung und die Sicherung des betrieblichen Qualitätsmanagements setzt Neumayer Tekfor auf präzise Störungs- und Schwachstellenanalysen. Damit lassen sich auch bis dato ungenutzte Effizienzpotenziale erschließen. Insbesondere bei unvorhersehbaren Störungen können kostenintensive Ausfallzeiten durch die softwareunterstützte Prozessorganisation in der RTM deutlich reduziert werden. Hier greifen unter anderem die Modulfunktionen der mobilen Auftragsbearbeitung, des Störmeldeportals und des Aktionsmanagers ineinander, indem auftretende Abweichungen von jedem Standort im Unternehmen ohne Verzögerung in Echtzeit gemeldet, erfasst und an die zuständigen Adressaten weitergeleitet werden können. Als Ergebnis einer erfolgreichen Systemintegration und nachfolgender modularer Erweiterungen setzt Neumayer Tekfor die M.O.P-Software heute sowohl zur Steuerung und Überwachung seines gesamten Produktionsumfeldes als auch zur Organisation des technischen Facility Managements und zur Verwaltung ortsveränderlicher Objekte und Betriebsmittel ein. Von der Lager- und Ersatzteilverwaltung über die Fuhrparkhaltung bis hin zum rechtskonformen Betrieb von Sicherheitsund Brandschutzeinrichtungen sind mit TOM alle Anwendungsbereiche der gesamten technischen Tekfor-Welt in Hausach und ihrer angebundenen Schwesterwerke abbildbar. maintenance Stuttgart Stand: B12 www.mop-zwickau.de


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Neue Checklisten-App: Immer App-to-date Wie und warum die Digitalerfassung die Zettelwirtschaft immer mehr verdrängt Ohne sie war eine Instandhaltung frĂźher kaum vorstellbar und auch heute spielen sie immer noch eine groĂ&#x;e Rolle: Die Rede ist von Formularen und Checklisten auf Papier. Mittlerweile gibt es ein besseres, leistungsfähigeres Medium: Die Papierformulare haben ihren Weg auf die Bildschirme gefunden und bieten als App in Form von digitalen Checklisten zahlreiche Vorteile. Sie sind leicht zu bedienen, kommen ohne Papier aus und erfordern keine Programmierkenntnisse. Wer nutzt sie nicht, die unverzichtbare Checkliste? Ohne sie geht es weder im Privaten noch im Geschäftsleben. Privat sorgt sie in Form eines Einkaufszettels, im Einsatz fĂźr die Tages- oder Wochenplanung oder etwa als Packliste fĂźr die Urlaubsutensilien fĂźr Ordnung und Ăœbersicht. In Unternehmen, wo Checklisten schon lange einen wichtigen Platz im Verwaltungsprozess einnehmen, gestalten sie Arbeitsabläufe Ăźbersichtlich. Doch die FĂźlle an Formularen geht häuďŹ g mit einem hohen Zeitaufwand und einem immensen Papierverbrauch sowie enormen Druckkosten einher. Eine digitale Checkliste hingegen versetzt Zettel und Stift in den Ruhestand, denn Inspektionen, Wartung und PrĂźfung sowie sonstige komplexe Dokumentationen werden auf Tablet dokumentiert ohne aufwendige Nachbearbeitung. Dabei kann beispielsweise jeder Eintrag im Protokoll des Inspektors in Echtzeit von den Mitarbeitern im BĂźro eingesehen, abgeglichen und ergänzt werden, auch mit Fotos. Damit wird eine protokollarische Nachbearbeitung Ăźberßssig, sodass digitale Checklisten zur Optimierung des Workows und zur Vereinfachung der administrativen Tätigkeiten im Unternehmen beitragen kĂśnnen. Selbst wichtige Instrumente wie Qualitätsaudits sowie branchenunabhängige und individuelle Audits lassen sich ohne Weiteres erstellen. Eine App fĂźr digitale Checklisten ist Firstaudit von Reinstil. Sie läuft auf iPads und Android-Tablets sowie auf Windows-Geräten. Mit ihr lassen sich beispielsweise umfangreiche Checklisten fĂźr Inspektionen, Kontrollrundgänge oder auch fĂźr die Wartungen erstellen und auf diversen mobilen Endgeräten publizieren. Der Start gestaltet sich, wie der Anbieter betont, fĂźr den Anwender denkbar einfach. „Mit maximal einer Stunde Einarbeitungszeit soll der Anwender sicher mit dem System umgehen kĂśnnen“, verspricht der Anbieter. HierfĂźr lassen sich Vorlagen browserbasiert und unabhängig von der Plattform Ăźber das Checklisten-Management-System, das sogenannte Backend, konďŹ gurieren. Von dort aus werden die Listen in die App geladen. Die digitalen Checklisten kĂśnnen auĂ&#x;erdem in hauseigene Systeme wie SAP oder Oracle Ăźbertragen werden. Die App speichert alle Daten auf sicherheitszertiďŹ zierten Servern in Deutschland, betonen die Verantwortlichen des Unternehmens. Kontinuierliche Back-ups der Daten sind ebenfalls Standard.

Den Mitarbeitern kĂśnnen einzeln oder in Gruppen separate Zugänge mit unterschiedlichen Zugriffsrechten zugewiesen werden. AuĂ&#x;erdem kĂśnnen Daten offline vorgehalten und verschlĂźsselt auf dem Gerät gespeichert werden. Individuelle Auswertungen sind mĂśglich. Unternehmen, die im täglichen Business bereits mit einem SAPrespektive CRM-System arbeiten, kĂśnnen die App ebenfalls nutzen, so der Anbieter, da sich diese ohne

groĂ&#x;en Aufwand technisch anbinden lässt. Die Daten kĂśnnen als CSV- bzw. XML- oder PDF-Dateien exportiert und anderenorts abgespeichert werden, auch versehen mit digitaler Signatur. Das System ist sowohl als SaaS (Cloud) im Abo erhältlich, kann aber auch als Lizenzmodell auf dem Kundenserver installiert werden. maintenance Stuttgart Stand: FVI www.firstaudit.de

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Kontakt: Seien Sie Teil unseres Netzwerkes und werden Sie Mitglied im FVI e.V. Mithilfe der App fßr digitale Checklisten lassen sich die verschiedensten Anforderungen abbilden. So stehen etwa Kontrollrundgänge und Abnahmeprotokolle unmittelbar nach deren Abschluss im Protokoll zur Verfßgung. Bilder: Reinstil

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Bis zu viermal schneller montiert Neues Druckluft-Rohrleitungssystem bei Ebm-Papst überzeugt durch Effizienz Die Firma Ebm-Papst aus Mulfingen bietet unter anderem effiziente Ventilatoren, Gebläse und Antriebslösungen an. Bei einer Werkserweiterung am Standort Hollenbach und im Zusammenhang mit dem Neubau eines Logistikzentrums mit insgesamt 48.000 Quadratmetern kam das bis dato eingesetzte Druckluft-Rohrleitungssystem mit auf den Prüfstand. Schnell war klar: Es musste ersetzt werden, wobei für die Verantwortlichen vor allem die Themen Effizienz bei Installation und Betrieb sowie Langlebigkeit im Fokus standen. Mit der Arbeitsbühne 13 Meter hoch fahren, das Maß für die passende Rohrlänge nehmen, wieder 13 Meter runterfahren, dann das verzinkte Rohr ablängen, Gewinde schneiden, wieder auf die Arbeitsbühne, 13 Meter hoch, Rohr abdichten und Fitting anbringen, anschließend wieder Maß nehmen, 13 Meter wieder hinunterfahren und schon geht das Spiel von vorne los. „So oder zumindest so ähnlich wäre wohl die Installation des Druckluft-Rohrleitungssystems für das 38.000 Quadratmeter große Lager- und Logistikzentrum in Hollenbach abgelaufen“, erklären Markus Mettler, technischer Betriebsleiter und Umweltbeauftragter, sowie Markus Strecker, Schlossermeister in der hauseigenen Werkstatt von EbmPapst, wenn man mit dem bis dato verwendeten Rohrleitungssystem weitergemacht hätte.

Einfache Handhabung, robust, langlebig Bedingt durch eine Werkserweiterung am Standort Hollenbach um 10.000 Quadratmeter und durch den Bau eines neuen Logistikzentrums mit 38.000 Quadratmetern Fläche nahmen die Verantwortlichen das Rohrleitungssystem genauer unter die Lupe. „Im normalen Betrieb ein neues Rohrleitungssystem einzuführen, hätte in unseren Augen keinen Sinn gemacht. 2015 war dann genau der richtige Zeitpunkt, um zu untersuchen, ob das bestehende System noch unseren Anforderungen entspricht oder ob es auf dem Markt bessere Lösungen gibt“, so Strecker. „Besser“, heißt für ihn vor allem einfach in der Handhabung, robust und langlebig.

„Wir fühlen uns unseren lokalen Geschäftspartnern verbunden, daher war es uns wichtig, dass Mader Infinity an unseren Dienstleistungspartner liefern kann und nicht darauf besteht, die Installation selbst durchzuführen“, so Markus Mettler, technischer Betriebsleiter und Umweltbeauftragter bei Ebm-Papst.

luft- und Pneumatikspezialisten Mader zum Gedankenaustausch. Beide kannten sich über die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft, einer unternehmerischen Exzellenzinitiative für Klimaschutz und Energieeffizienz. In diesem Kontext kam man auch auf das Druckluft-Rohrleitungssystem Infinity, das Mader im Programm hat, zu sprechen. Die hier verwendeten Rohrleitungen aus Aluminium bieten dank einer

Rohrleitungen mit Innenbeschichtung Beim Anschluss neuer Montagelinien und Anlagen oder bei Maschinenumzügen kommt inzwischen nur noch das neue System Infinity zum Einsatz; d.h. das alte Rohrleitungssystem wird Schritt für Schritt abgelöst.

Druckluft wird im Werk insbesondere für den Betrieb von Roboteranlagen und Maschinen zur Teilemontage, bei der Bestückung von elektronischen Bauteilen auf Leiterplatten oder zum Wickeln der Spulen für die Elektromotoren eingesetzt. Aber auch die Lackieranlagen und Montageplätze, bei denen Druckluftwerkzeuge und Blaspistolen eingesetzt werden, kommen ohne Druckluft nicht aus. „Der Druckluftbedarf in allen vier Werken an den drei Standorten Mulfingen, Hollenbach und Niederstetten liegt bei insgesamt ca. 73 Kubikmetern pro Minute und das im Zwei- bzw. teilweise sogar Drei-Schicht-Betrieb“, erläutert Strecker die Dimension. „In allen vier Werken gehören Maschinenumzüge und Umbauten in der Produktion zu unserem Aufgabengebiet“, berichtet der Schlossermeister weiter, der mit 17 anderen Kollegen auch für Reparaturen, Neuanfertigungen und das komplette Druckluft- und Abluftsystem an den drei Standorten von Ebm-Papst im Hohenloher Land zuständig ist. „Mit den bisherigen Rohrleitungssystemen mit Rohren aus verzinktem Stahl bzw. aus Aluminium und Rohrverbindungen aus Kunststoff mussten wir entsprechend viel Zeit allein für die Verlegung der Druckluftleitungen einkalkulieren. Wir hatten die Hoffnung, ein System zu finden, das sich nicht nur einfach und schnell installieren lässt, sondern auch unsere qualitativen Anforderungen erfüllt“, so Strecker weiter. Durch Zufall traf Markus Mettler im besagten Zeitraum auf Stefanie Kästle, ihres Zeichens unter anderem Umweltbeauftragte beim schwäbischen Druck-

speziellen Innenbeschichtung hohe Durchflussraten. Die eingesetzten Fittings aus Metall mit durchgängigem Verbindungssystem und vollem Durchgang erlauben dabei eine besonders einfache und schnelle Montage aller Elemente, betont der Anbieter. Markus Mettler und Markus Strecker wurden hellhörig und baten um ein Angebot sowie um Produktmuster. Dann fiel die Entscheidung schnell: Infinity sollte es sein. Zuvor hat Strecker nicht nur gerechnet und Zahlen verglichen, sondern auch die Produktmuster auf Alltagstauglichkeit getestet. „Wir haben Infinity zunächst testweise bei Maschinenumzügen eingesetzt und dabei vor allem Rohrleitungen und Fittings mit einem Durchmesser von 25 und 30 Millimetern verwendet“, berichtet er. Der Anschluss an die beiden bestehenden Rohrleitungssysteme funktioniert problemlos und die Installation des neuen Systems war, wie von Kästle versprochen, einfach und schnell. Nicht nur die Produkttests überzeugten, auch der Preis stimmte für die Verantwortlichen, wobei die Entschei-

Markus Strecker, der Schlossermeister, verweist auf die einfache Installation: „Das Rauf und Runter mit der Arbeitsbühne entfällt. Alle benötigten Fittings und Rohre werden mitgenommen und dank des Akku-Rohrabschneiders können auch die Alu-Rohre in 13 Metern Höhe abgelängt werden.“

Hier, in 13 Metern Höhe, wurden die letzten Handgriffe für die Druckluftversorgung der neuen Messebauhalle getätigt. Bilder: Mader

dungsgrundlage die Lebenszykluskosten bildeten. „Rechnet man die Zeitersparnis beim Verlegen der Rohrleitungen mit ein, liegen wir mit Infinity deutlich unter den Kosten, die mit dem Vorgängerprodukt entstanden waren“, bestätigt Strecker. „Noch nicht einkalkuliert sind dabei die Vorteile in Sachen Ener-

Dieser ist für die Heizungs- und Sanitärinstallation an den drei Standorten zuständig. „Wir fühlen uns unseren lokalen Geschäftspartnern verbunden, daher war es uns wichtig, dass Mader Infinity an unseren Dienstleistungspartner liefern kann und nicht darauf besteht, die Installation selbst durchzuführen“,

In der Zwischenzeit sind rund ein Viertel der Maschinen und Anlagen in Werk 1 mit dem neuen System Infinity an die Druckluftversorgung angeschlossen.

gieeffizienz, die dieses System bietet. Durch die spezielle Innenbeschichtung der Alurohrleitungen werden Ablagerungen und damit Druckverluste reduziert. Zudem bieten die Fittings vollen Durchgang, Verwirbelungen und Druckverluste werden hier vermieden“, ergänzt Kästle. Mindestens vier Mal schneller, so Strecker, läuft die Installation von Infinity im Vergleich zum alten verzinkten Druckluft-Rohrleitungssystem. Ein Geschwindigkeitsvorsprung, der sich bei 1.800 Metern verlegten Leitungen und rund 2.050 eingesetzten Fittings, die allein von Streckers Team montiert wurden, deutlich bemerkbar machte. Überzeugt ist Strecker auch von der Qualität: „Die Fittings aus vernickeltem Messing sind einfach robuster als die Rohrverbindungen aus Kunststoff, die wir bisher im Einsatz hatten.“ Für den Neubau des Logistikzentrums in Hollenbach setzte Markus Mettler übrigens wie bisher auf einen lokalen Partner für die Installation des DruckluftRohrleitungssystems.

betont Mettler. Im neuen Logistikzentrum, das aus der Cross-Docking Halle mit Hochregallager und einem zweiten Gebäude mit Verpackungslager und Messebau besteht, verlegte der Dienstleister alleine im Verpackungslager und dem Messebau rund 600 Meter Rohrleitungen.

Dienstleister verlegte 600 Meter Leitungen Druckluft wird hier unter anderem für Montagearbeiten in der eigens für den Messebau vorgesehenen Halle genutzt. Darüber hinaus wird Druckluft für Werkzeuge im Versand, für die Verpackungsmaschinen und nicht zuletzt für das Öffnen der Ventile der RWA-Oberlichter (Rauch-Wärme-Abzug) eingesetzt. Verbunden werden die zwei parallel verlaufenden Hallenkomplexe über einen unterirdischen Versorgungstunnel, in dem auch die Druckluft-Rohrleitungen verlaufen. maintenance Stuttgart Stand: E07 www.mader.eu


April 2017

M7

www.b-und-i.de

Wo steht denn Ihre Instandhaltung, bitte schĂśn? Analyse der Instandhaltungsorganisation mittels Reifegrad-Instandhaltungscheck Wie ist unsere Instandhaltungsorganisation aufgestellt? Welche Verbesserungspotenziale sind vorhanden? In welchen Bereichen bringt eine Weiterentwicklung die grĂśĂ&#x;ten Vorteile? Fragen Ăźber Fragen. Antworten gibt es, wenn man sich intensiv mit der Instandhaltungsorganisation auseinandersetzt. Ein neues Reifegradmodell liefert hierfĂźr ein Ordnungs- und Analyseschema. Die Spezialisten von Greengate haben gemeinsam mit dem Forschungsinstitut fĂźr Rationalisierung (FIR) e.V. der RWTH Aachen ein Reifegradmodell fĂźr die Instandhaltung entwickelt. Damit lässt sich der Ist-Zustand der eigenen Instandhaltungsorganisation erfassen und bewerten. Das Reifegradmodell dient als fester Rahmen fĂźr eine Evaluation. Schritt fĂźr Schritt wird hierbei die Ausgangssituation der Betriebe analysiert, um die Instandhaltungsorganisation zu verstehen und daraus schlieĂ&#x;lich Handlungsempfehlungen abzuleiten. Anhand von zwĂślf Handlungsfeldern wird die Instandhaltungsorganisation mit besonderem Augenmerk auf die IT-UnterstĂźtzung in ihre Kernbereiche zerlegt und dann im Detail analysiert und bewertet. Ausgehend von der Unternehmensstrategie sowie den Zielen werden die einzelnen Handlungsfelder entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet. Der Schwerpunkt kann so bereits im Vorfeld auf besonders relevante Bereiche der jeweiligen Instandhaltungsorganisation gelenkt werden. Der Vergleich aktueller und historischer Reifegradanalysen bietet dabei die MĂśglichkeit, die Veränderungen Ăźber einen längeren Zeitraum zu verfolgen. SchlieĂ&#x;lich kann der RIH-Check im Sinne eines Benchmarkings zum Vergleich verschiedener Instandhaltungsorganisationen herange-

zogen werden. Ziel der Analyse ist es, aus den Ergebnissen den Reifegrad im Bereich der Instandhaltung innerhalb dieser Handlungsfelder zu identifizieren und gleichzeitig mĂśgliche VerbesserungsmaĂ&#x;nahmen aufzuzeigen.

Benchmarking und historischer Vergleich Die so ermittelten Entwicklungspotenziale werden fĂźr eine strukturierte Weiterentwicklung der Instandhaltungsorganisation priorisiert. Greengate informiert auf der Messe in Stuttgart nicht nur Ăźber dieses Modell, sondern stellt in diesem Zusammenhang auch eine modulare SoftwarelĂśsung fĂźr

die strategische Instandhaltung von Anlagen und Infrastrukturen vor. Aus der Erfahrung aus zahlreichen Implementierungsprojekten hat sich dabei gezeigt, dass Kunden unterschiedlicher Branchen häufig mit vergleichbaren Herausforderungen konfrontiert sind und vergleichbare Anforderungen an die Unterstßtzung durch ITLÜsungen haben, betonen die Experten. Mit diesem Wissen kÜnnen die Spezialisten von Greengate nach eigenen Angaben im Bereich der strategischen, IT-gestßtzten Instandhaltung zielgerichtet beraten und unterstßtzen. maintenance Stuttgart Stand: FVI www.greengate.de

Beispiel fĂźr die Darstellung der Ergebnisse eines RIH-Checks als Potenzial-Netzdiagramm.

Das Reifegradmodell erlaubt es im Laufe eines Veränderungsprozesses den aktuellen Reifegrad festzustellen, deckt bestehende Schwachstellen auf und hilft darauf aufbauend, geeignete VerbesserungsmaĂ&#x;nahmen zu entwickeln. Bilder: Greengate

Industrieschläuche rechtssicher vor Ort prĂźfen Hansa-Flex bietet jetzt eine mobile PrĂźfung von Industrieschläuchen an Die regelmäĂ&#x;ige PrĂźfung von Industrieschläuchen ist nach der Betriebssicherheitsverordnung und weiteren verbindlichen Normen vorgeschrieben. Hansa-Flex bietet nun die Ăœbernahme dieser gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen an. DurchgefĂźhrt werden diese direkt vor Ort beim Kunden. So wird die Produktion während der PrĂźfung so kurz wie mĂśglich unterbrochen. Die Dokumentation der PrĂźfergebnisse gehĂśrt hierbei zum PrĂźfservice mit dazu. Bei der SichtprĂźfung wird der Schlauch zunächst von auĂ&#x;en genau betrachtet und anschlieĂ&#x;end von innen mit einer Sonde untersucht. FĂźr die Kontrolle werden die Industrieschläuche aber nicht nur einer SichtprĂźfung unterzogen, sondern auch auf Druck und Leitfähigkeit geprĂźft. Die DruckprĂźfung wiederum fĂźhrt das Serviceteam mithilfe eines Kompressors und eines FĂźllmediums durch. Im Rahmen dieser PrĂźfung wird der Schlauch mit dem 1,5-fachen des maximal zulässigen Betriebsdrucks belastet. Die elektrische Leitfähigkeit des Schlauches schlieĂ&#x;lich wird mithilfe eines kalibrierten Messgeräts getestet. Erst wenn alle TeilprĂźfungen erfolgreich absolviert wurden, markiert das Serviceteam die Schlauchleitungen mit einem

Kennzeichnungsband - darauf finden sich Informationen Ăźber die betrieblichen Einsatzbedingungen wie Druck und Temperatur.

FĂźr Industrieschläuche aller Hersteller Ein zweites Band dient als PrĂźfplakette, die nach jeder SchlauchprĂźfung getauscht wird. Die Schläuche, die nicht mehr verwendet werden kĂśnnen, werden gesondert gekennzeichnet. Der Kunde erhält fĂźr alle Ergebnisse eine „PrĂźfbescheinigung fĂźr die wiederkehrende PrĂźfung nach TRBS 1201“. Zusätzlich kĂśnnen die Ergebnisse auf Kundenwunsch in einem Onlineportal lĂźckenlos erfasst und dokumentiert werden. Hier hat man einen genauen Ăœberblick

darßber, welcher Schlauch in welchem Teil der Anlage verbaut wurde. Auch der nächste Prßftermin ist hier im System vermerkt. Geprßft werden im ßbrigen nicht nur die eigenen Schläuche von Hansa-Flex, sondern auch die Industrieschläuche anderer Hersteller. Sind allerdings Industrieschläuche des genannten Anbieters verbaut, kÜnnen Ersatzteile laut Herstellerangaben anhand des an den Schläuchen angebrachten X-Code besonders schnell und verwechslungsfrei identifiziert und nachbestellt werden. Vom Zentrallager fßr Industrieschläuche in Geisenfeld werden die benÜtigten Schläuche per Nachtversand oder Spedition zum Kunden geliefert. maintenance Stuttgart Stand: D16 www.hansa-flex.com

 Lockout/Tagout mit System 210/.-,+21.+*/-.+*,)(',&/'%($,#+"+)0/!(.,+21.+*/-.+1('-.1(.- 1(+&.,+-.))1,.%%.,+2)(..,+,+2

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