Page 1

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

BETRIEBSTECHNIK INSTANDHALTUNG

Wolff Publishing ISSN

1864-4554

info@b-und-i.de www.b-und-i.de

Februar 2018

Schwingungen sind wie ein Fingerabdruck: Wie sich Schwingungsmuster, Vibrationen und Stöße erfassen lassen. Seite 22

Losan Pharma setzt auf drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren. Seite 28

Automatischer Graffiti-Alarm über das Maschinen-Netz von Vodafone: Ein Sensor ertappt illegale Sprayer auf frischer Tat und beugt so dem Vandalismus vor. Bild: Bernd Sterzl, Pixelio.de

Wände, die Sprayer „verpfeifen“ Hauswände, Zugwaggons, Bushaltestellen - überall werden unerwünschte Graffitis aufgesprüht, deren Entfernung jedes Jahr bundesweit zwischen 200 bis 500 Millionen Euro kostet. Nun wird im Rahmen eines Pilotprojekts eine Lösung vorgestellt, die einem derartigen Vandalismus vorbeugt - indem die Wand die Sprayer „riechen“ kann und Alarm schlägt. Die Meinungen gehen auseinander: Für die einen ist es Kunst, für die anderen illegale Schmierereien. Unstrittig ist, dass Graffitis

Dr. Eric Kuisch, Geschäftsführer Technik der Vodafone GmbH, zeigt die Alarmanlage 4.0, die Graffiti-Sprayer von illegalen Taten abhalten soll. Bild: Vodafone

an vielen Orten einfach unerwünscht sind. Mehr als 100.000 Sachbeschädigungen in Form von Graffitis wurden 2016 polizeilich erfasst, so das Bundeskriminalamt. Allein die Deutsche Bahn hatte in 2016 Reinigungskosten in Höhe von 34 Millionen Euro, um unerwünschte Graffitis von Zügen, Wagons oder Bahnhofswänden zu entfernen. Doch dieser Aufwand könnte sich bald deutlich reduzieren, denn es gibt eine technische Lösung zur Vorbeugung. In Zusammenarbeit des Telekommunikationskonzerns Vodafone mit dem Unternehmen Hyve entstand in einem Politprojekt nun die Wand, die Sprayer - oder besser gesagt deren Farbe - „riechen“ kann und dann über das Maschinen-Netz von Vodafone Alarm schlägt. Die entwickelte Alarmanlage soll also künftig helfen, Sprayer zu stellen - und zwar noch vor oder während diese ihr Werk an Garagentoren, Autobahnbrücken oder Zügen verrichten. Dazu erfasst ein Sensor unter anderem die winzigen Farbpartikel der Graffiti-Farbe. Beginnt ein ungebetener Maler also mit seinem Werk, schlägt der Sensor Alarm und sendet diesen über Narrowband IoT, das

Maschinen-Netz von Vodafone, unmittelbar an eine Zentrale. Von hier aus können Sicherheitskräfte alarmiert werden und zum Einsatz ausrücken. Um die Täter abzuschrecken, noch bevor sie mit der Malerei beginnen, kann der Sensor zusätzlich direkt vor Ort einen Alarm auslösen. „Narrowband IoT ist unser Netz speziell für Maschinen. Hiermit machen wir das Internet der Dinge massentauglich. Es ist optimiert für die kostengünstige Vernetzung von Milliarden Gegenständen. So kann beinahe alles vernetzt werden - vom Mülleimer über den Wasserzähler bis zur Wand, die Graffiti-Sprayer riechen kann“, erklärt Dr. Eric Kuisch, Geschäftsführer Technik bei Vodafone. Narrowband IoT überträgt Daten sogar an Orte, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt: hinter dicken Hauswänden und unter der Erde. Mit der Lösung könnten also auch GraffitiMalereien in tiefen Zugtunneln vorgebeugt werden. Das Maschinen-Netz ist eine optimierte LTE-Variante. Batterielaufzeiten der Sensoren von bis zu zehn Jahren ermöglichen es, die Systeme ohne externe Stromversorgung zu betreiben. www.vodafone-deutschland.de

Generatoren Services be in motion

www.baumueller-services.com

Schnelle Revisionen von Ventilatoren bis 30 Tonnen. Seite 31

TOP NEWS Maintenance und Worksafe Dortmund 2018 B&I Messezeitung ab Seite M1 Excellence Radar Instandhaltung Das kostenlose Analysetool zeigt Verbesserungspotenziale Seite 06 Inservfm 2018 Zur Messe in Frankfurt gibt es ein Themenspecial ab Seite 09 CM an wälzgelagerten Getrieben Fachbeitrag von Dr. Rainer Wirth von der Gfm Seite 19

THEMEN Nachrichten

02

Antriebs- & Steuerungstechnik

31

Arbeitssicherheit

35

Condition Monitoring & 17 Mess- & Überwachungstechnik Drucklufttechnik

28

Energie-Effizienz

25

Facility Management

27

Fertigungstechnik

32

Industrieservice

09

Management & Technologie

05

Materialfluss

30

Reinigung

33

Wartungs- & Werkstattbedarf

36

Zulieferteile

39

Messen & Events

40

Impressum

38


2

NACHRICHTEN

www.b-und-i.de

Die Macht der Bilder

Februar 2018

wünschen ihn zu seiner Steuerreform, wobei die Szene an Lehrlinge erinnert, die zum Rapport zum Chef gerufen werden. Joe Kaeser, der Siemens-Chef, erklärt: „Wir haben deshalb beschlossen, die nächste Generation von Gasturbinen in den USA zu entwickeln.“ Andere Firmenchefs wollten dem nicht nachstehen ... Unweigerlich hat man weitere Bilder im Kopf, wie die von Trump, als er seine Minister in einer ähnlichen

Runde am Tisch antreten ließ. Oder auch Bilder von der demonstrierenden Siemens-Belegschaft in Görlitz. Die Politik von Zuckerbrot (massive Steuererleichterungen) und Peitsche (Zölle) funktioniert. Sie schafft es, wie die Süddeutsche Zeitung Ende Januar schreibt, einen „Keil zwischen Politik und Wirtschaft zu treiben“. Deshalb ist es so wichtig, dass wir bald wieder eine handlungsfähige Regierung haben. Volker Zwick

Themen 2018: Recruiting und Digitalisierung

„Die Verantwortlichen müssen die Instandhaltung digital transformieren und gleichzeitig eine hohe Qualität der Instandhaltungsmaßnahmen sicherstellen. Sie müssen also die strategische und die operative Dimension in Einklang bringen“, fasst Ewald Rehm, CEO bei Orianda, die Ergebnisse zusammen.

Rund 86 Prozent aller Informationen, die im Gehirn verarbeitet werden, liefert das Auge. Kein Wunder also, dass wir visuell geprägt sind. Auf den Punkt gebracht: Manche Bilder sagen mehr als tausend Worte. Bilder brennen sich in das Gehirn ein und verbinden sich mit bestimmten Ereignissen - und zwar in positiver wie in negativer Form, wie z.B. die Fotos von den Ausschreitungen beim G20-Gipfel

oder die Bilder, als Lindner das Scheitern der Jamaika-Koalition mit der Begründung verkündete, dass es besser sei, nicht als schlecht zu regieren.. Szenenwechsel: Davos. Beim Weltwirtschaftsform, wo sich Merkel und andere führende europäische Politiker gegen Abschottung und Protektionismus ausgesprochen haben, sitzen Wirtschaftsvertreter beim Essen mit dem amerikanischen Präsidenten und beglück-

Orianda veröffentlicht Studie zur Instandhaltung Die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter ist für die Instandhaltung eine zentrale Herausforderung. Das sagen 59 Prozent der 372 Instandhaltungsverantwortlichen aus verschiedenen Branchen, die für eine jüngst veröffentlichte Studie der Orianda Solutions im Sommer 2017 befragt wurden. Bei der Umfrage gaben zudem 49 Prozent der Studienteilnehmer den schnellen technologischen Wandel und 47 Prozent die Wissenssicherung im Unternehmen als die größen Herausforderungen, die die Verantwortlichen im Bereich der Instandhaltung derzeit haben, an. Was bewegt die Instandhaltung heute wirklich? Mit welchen Themen setzen sich die Verantwortlichen aktuell auseinander? Und wie beurteilen sie die Herausforderungen, die mit Instandhaltung 4.0 umschreiben werden? Um diese Fragen für die Studie „Instandhaltung 4.0“ zu beantworten, hat die Orianda Solutions AG in der Zeit von Juli bis September 2017 Personen befragt, die mit der Instandhaltung in Unternehmen befasst sind. Sie konnten online Fragen zu den Herausforderungen, zur Bedeutung der IT für die Instandhaltung und zur Bedarfssituation beantworten. Insgesamt haben 372 Personen aus unterschiedlichsten Branchen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich daran teilgenommen. Die größte Herausforderung für alle ist derzeit die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter: 59 Prozent der Befragten äußerten sich in diese Richtung. 49 Prozent nannten aber auch den schnellen technologischen Wandel und 47 Prozent die Wissenssicherung als Herausforderungen, wobei Mehrfachnennungen natürlich möglich waren. Mindestens ebenso spannend wie die Auslistung der Herausforderungen sind die Antworten auf die Frage, was die Verantwortlichen hindert, diese zu bewältigen. Für 57 Prozent ist der Hinderungs-

für 61 Prozent steht eine bessere Dokumentation der Arbeitsabläufe im Vordergrund. Für 60 Prozent sind dabei einfachere und bessere Bedienoberflächen von großer Bedeutung und 59 Prozent sprechen sich für eine mobile Lösung aus.

Komplette Studie kostenlos abrufbar Er betont: „Erschwert wird diese Aufgabe, weil die Ressourcen schon jetzt knapp sind - und

angesichts der Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Nachwuchs noch knapper werden.“ Gleichzeitig warnt er davor, die Digitalisierung nur als Kür zu verstehen, während die Unterstützung der täglichen Instandhaltungsmaßnahmen die Plicht ist. „Stattdessen können innovative Projekte als Weg erkannt werden, die Effizienz zu steigern und zusätzliche neue Potenziale zu erschließen“, so sein Credo. Die komplette Studie „Instandhaltung 4.0“ ist auf der Website von Orianda abrufbar und zwar kostenlos. www.orianda.com

Studie: Predictive Maintenance wird diskutiert, aber nicht umgesetzt „Momentan ist viel in Bewegung - auch in der Instandhaltung“, sagt Ewald Rehm, CEO bei Orianda. „Was die Menschen, die jeden Tag mit Instandhaltung zu tun haben, ganz konkret umtreibt, konnten wir bislang aber nur vermuten. Mit unserer Studie wollten wir das genau herausfinden.“ Bild: Orianda

grund Nummer eins der Zeitmangel, gefolgt von den finanziellen Einschränkungen (42 Prozent) und der fehlenden Qualifikation der Mitarbeiter (41 Prozent). Immerhin 36 Prozent sehen das Problem aber auch in einer nicht bedarfsgerechten oder fehlenden IT. Dabei ist die IT einerseits Teil der Herausforderung, aber sie hilft auch, diese Herausforderungen zu lösen. Die Vorteile einer neuen und effektiven IT-Lösung sehen die Verantwortlichen durchaus. 67 Prozent der Befragten versprechen sich dadurch eine Verminderung der administrativen Prozesse, 62 Prozent sprechen von einer Ressourcenoptimierung und

Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Bearingpoint unter 74 Unternehmen ergab, dass das Thema der vorausschauenden Instandhaltung bislang lieber diskutiert als umgesetzt wird. Befragt wurden mittels einer quantitativen Onlineumfrage Firmen aus den Bereichen Maschinenbau, Chemie/Pharma und der Automobilindustrie. Die teilnehmenden Fachexperten stammen primär aus den Bereichen Instandhaltung, Produktion, Logistik und IT. Zu den Ergebnissen: Zwar setzen sich 84 Prozent der Befragten mit dem Thema Predictive Maintenance in ihrem Unternehmen auseinander, dennoch hat nur jedes vierte Unternehmen bereits erste Projekte durchgeführt. Klar ist aber auch, dass herkömmliche Instandhaltungskonzepte den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Donald Wachs, globaler Leiter Manufacturing bei Bearingpoint, erklärt: „Oft fehlt es am Mut, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Das hemmt die Unternehmen und blockiert die Potenziale von Predictive Maintenance. Wichtig ist, das Thema ganzheitlich zu betrachten und mit kleinen Leuchtturmprojekten zu starten. Unternehmen, die Predictive Maintenance proaktiv angehen, können die Maschinenverfügbarkeit steigern, die Kosten senken sowie die Kundenbindung stärken.“ Bild: Bearingpoint

Sie binden Kapital und verbrauchen zu viele Ressourcen. So sehen die Unternehmen den Nutzen von Predictive Maintenance vor allem in der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit (80 Prozent)

Fachtagung Fachtagung||14. 14.––15. 15.März März2018, 2018,Berlin Berlin

MAINDAYS

2018 2018

Das Jahrestreffen für die Instandhaltung » » » » »

Diskussionen zu Top-Themen der modernen Maintenance Interaktive Workshops am 13. März 2018 Fachforen mit Best-Practice-Vorträgen Spannende Keynotes aus der Industrie Verleihung des MAINTAINERS 2018

Bitte Bittegeben gebenSie Siebei beiIhrer IhrerAnmeldung Anmeldungunter unterwww.maindays.de www.maindays.de folgenden folgendenCode Codeein einund undSie Sieerhalten erhalten10% 10%Rabatt: Rabatt:BIMD2018 BIMD2018

und in der Senkung der Wartungskosten (60 Prozent). Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) nimmt es auch als Chance wahr, Kunden durch bessere Servicemodelle zu binden. Die Nutzung von Maschinendaten steht laut der Studie noch nicht im Fokus der Unternehmen. So erfassen zwar 76 Prozent der Befragten relevante Daten via Sensoren und 59 Prozent werten diese zielgerichtet aus. Allerdings optimieren nur rund 20 Prozent die Instandhaltung ihrer Anlagen auf Grundlage dieser Daten. Mehr als die Hälfte der Firmen (57 Prozent) nannten als größte technische Hürde die ITSicherheit. Noch gewichtiger ist nur der hohe Implementierungsaufwand, gaben 61 Prozent der Befragten an. Die Studie Predictive Maintenance steht kostenlos online zur Verfügung. www.bearingpoint.com


NACHRICHTEN

Februar 2018

Digitalisierung - Machen! Machen! Machen! Buchtipp: „Wie Sie Ihre Wertschöpfung steigern und Ihr Unternehmen retten“ Der Autor Dr. Andreas Weber, Vice-President Business Development bei Evonik Technology & Infrastructure, vermittelt in seinem Buch Unternehmern und Managern die überlebenswichtige Facette der Digitalisierung mithilfe eines selbst entwickelten Modells. In dessen Mittelpunkt steht der Mensch: der Kunde im Fokus einer veränderten Wertschöpfungskette, die Mitarbeiter mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und Wandlungsfähigkeit, und nicht zuletzt die Führungskräfte als deren Vorbilder und Befähiger sowie als strategische Pioniere. „Digitalisierung ist kein IT-Thema. Digitalisierung ist das größte Change-Projekt, das wir je kennengelernt haben. Daten in nicht vorstellbarer Menge und Geschwindigkeit sind im Umlauf. Uns fehlt die Vorstellungskraft, um zu ahnen, wie groß ihre Men-

ge ist und wann sich die exponentielle Steigerung jemals entschleunigt“, schreibt Dr. Andreas Weber in seinem persönlichen Vorwort. Und er appelliert: „Privat und beruflich müssen wir Wege finden, um mit der Zeit zu gleiten. Ein

Entgegenstemmen wäre unmöglich.“ Daten sind also der Treibstoff, ihre Integration ist das Geschäft, denn nur eine kundenzentrierte Supply Chain ermögliche unternehmerisches Wachstum und garantiere den unternehmerischen Fortbestand.

Branchenindikator zeigt zweigeteiltes Bild Stimmung bei industriellen Dienstleistern besser, bei Innerbetrieblichen schlechter Der IH-Branchenindikator versteht sich als Stimmungsbarometer für industrielle Instandhaltungsdienstleister und für innerbetriebliche Instandhaltungsabteilungen. Die Auswertung für das vierte Quartal 2017 zeigt eine geteilte Entwicklung: Während sich die Stimmung der Dienstleister im Vergleich zum Vorquartal deutlich verbessert hat, verschlechterte sich die Stimmung der innerbetrieblichen Instandhaltungsabteilungen erneut, wenn auch nur geringfügig. Laut IH-Branchenindikator - dieser wird viermal im Jahr vom Forum Vision Instandhaltung (FVI) und dem Competence-Center Instandhaltung des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen erhoben - verbesserte sich die Stimmung der industriellen Instandhaltungsdienstleister im vierten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorquartal deutlich: Der Indexwert stieg um 16 Punkte und erreichte damit den bisher höchsten Wert. Er lag damit um 20,1 Punkte höher als noch im vierten Quartal 2016. Ein Grund hierfür war die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Während diese im dritten Quartal 2017 noch von 56 Prozent als gut bewertet wurde, waren es im vierten Quartal 76 Prozent. Auch hinsichtlich der aktuellen Auftragslage war ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorquartal zu erkennen. Diese positive Einschätzung zeigt sich auch bei der Mitarbeiterentwicklung. Im vorherigen Quartal haben noch 20 Prozent der Befragten angegeben, eine sinkende Mitarbeiterzahl zu verzeichnen, im vierten Quartal waren es null Prozent, also keiner der Befragten. Der Anteil an Dienstleistern, der eine steigende Mitarbeiterzahl feststellen konnte, lag aktuell bei 63 Prozent. Auch die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Mitarbeiterzahlen lag im vierten

Quartal mit 67 Prozent deutlich höher als im Vorquartal (plus 15 Prozent). Gegensätzlich ist die Entwicklung bei den innerbetrieblichen Instandhaltungsabteilungen. Der Indexwert hierfür verschlechtert sich erneut im Vergleich zum Vorquartal. Dies ist, so der Branchenmonitor, vor allem auf die sinkende Mitarbeiterzahl und die aktuell geringe Wertschätzung der Instandhaltungsabteilungen durch das Unternehmen zurückzuführen. Beim Sonderthema „Condition Monitoring“ zeigte sich, dass derartige Systeme bei den Kunden der industriellen Dienstleister bereits überwiegend zum Einsatz kommen oder sich im Pilotbetrieb befinden. Bei den innerbetriebliche Instandhaltungsabteilungen sieht es anders aus: Dort findet Condition Monitoring aktuell nur vereinzelt Anwendung, wird jedoch von einem großen Anteil auf mögliche Einsatzgebiete geprüft. Unabhängig davon sehen beide Gruppen ein breit gefächertes Nutzenpotenzial, aber auch große Herausforderungen und Hemmnisse. Während fehlende technische Voraussetzungen und Schnittstellenprobleme von beiden genannt werden, spielen für die innerbetrieblichen Instandhaltungen außerdem zu hohe Kosten eine entscheidende Rolle. Die komplette Auswertung steht kostenfrei online zur Verfügung.

Aktuell läuft bereits die Befragung für das erste Quartal 2018. www.ih-indikator.de

www.b-und-i.de

In insgesamt 13 Kapiteln geht Dr. Weber in diesem Buch auf die Digitalisierung ein, beschreibt die Macht der Daten, die Veränderungen in den Wertschöpfungsstufen und in der Unternehmenskultur. Er gibt außerdem einen Ausblick auf die Entwicklung der nächsten fünf Jahre und appelliert: Digitalisierung Machen! Machen! Machen!

Digitalisierung? Nichts und niemand ist gefeit Wobei der Autor in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung des Teams verweist, auf eine schrittweise Umsetzung setzt und zwar zuerst intern, dann extern, und er sich zu guter Letzt intensiv mit dem Thema „Management 4.0“ beschäftigt. Tipp: In der Ausgabe 3/2017 der B&I hat sich Dr. Andreas Weber bereits in einem ausführlichen Fachbeitrag mit dem Titel „WIR sind die Enabler von Industrie 4.0“ mit diesem Themenbereich beschäftigt. Sie können diesen Artikel als PDF-Datei anfordern (EMail an info@b-und-i.de) oder online lesen (https://issuu.com/bund-i/docs/betriebstechnik-u-

Das Buch versteht sich als Weckruf und ist Ansporn, endlich digital zu handeln, um den Unternehmenserfolg zu sichern und zu steigern. Bild: Gabler

instandhaltung-03_1429ea0b6 cdaee). Den Artikel finden Sie dort auf Seite 6. Angeboten wird das Buch (ISBN 978-3-658-15128-7), das im Verlag Springer Gabler erschienen ist, als Hardcover mit 163 Seiten zum Preis von 34,99 Euro. Es steht auch als E-Book zum Preis von 26,99 Euro zur Verfügung. www.springer.com/de/book/97 83658151270#aboutBook

SEW-EURODRIVE—Driving SEW -EURODRIVE—Driving the world w

Nutzung

Reparatur

Zwei V Vorteile orteile e mit einer Neuwert-Reparatur rt-Reparatur sicher sichern! rn! Mit unserer Neuwert-Repar Neuwert-Reparatur ratur setzen wir nicht nur Ihre elektromech elektromechanische hanische Antriebstechnik preiswert instand, sondern geben Ihnen Ihnnen noch 24 Monate Monate Mängelhaftung* obenn drauf! *auf den Komplettantrieb sowiee auf Produkte anderer Hersteller

Life Cycle Services

Serviceangebots Die Neuwert-Reparatur ist TTeil eil unseres res Ser viceangebots entlang des kompletten Anlagenlebenszyklus. enszyklus. www.sew-eurodrive.de/life-cycle-services www .sew-eurodrive.de/life-cycle-services Gerne beraten wir Sie auch persönlich. ch. edg.marktmanagement@sew-eurodrive.de odrive.de

Die aktuelle Budgetierung bei den innerbetrieblichen Instandhaltungsabteilungen wird von 44 Prozent der Befragten als gut beschrieben, was im Vergleich zum Vorquartal eine leichte Steigerung darstellt. Allerdings steigt auch der Anteil der Befragten, die ihre aktuelle Budgetierung negativ sehen und zwar von 6 Prozent im Vorquartal auf 13 Prozent im 4. Quartal 2017. Bild: FVI

3

Besuchen Sie u uns: maintenance, 21.-22.02. LogiMA AT, 13.-15.03. 13.-1 15.03. LogiMAT,


4

NACHRICHTEN

www.b-und-i.de

Februar 2018

Rohrleitungsbau trifft Industrieservice 33. FDBR-Fachtagung Rohrleitungstechnik und 2. Kongress Anlagenservice Die Branche des industriellen Rohrleitungsbaus trifft sich in München - und das tut sie nicht allein: Parallel zur 33. FDBR-Fachtagung Rohrleitungstechnik am 20. und 21. März 2018 im Holiday Inn Munich - City Centre findet an gleicher Stelle der 2. Kongress Anlagenservice statt. Die Schirmherrschaft für beide Veranstaltungen obliegt dem Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS). Eine begleitende Fachausstellung rundet die beiden Vortragsveranstaltungen ab.

s ng de ack htigu Besic arks Knaps iep Chem

Bildquelle: © Fraunhofer IFF, Dirk Mahler

39. VDI-Forum

Instandhaltung 2018 15. und 16. Mai 2018, Hürth bei Köln

Die Top-Themen:  Smart Services – Wie effizient, intelligent und agil wird die Instandhaltung noch?  Etablierte Lösungen und digitale Geschäftsmodelle durch Big Data  Mobile Assistenzsysteme für die Praxis  Qualifizierung und Motivation der Mitarbeiter in der digitalen Transformation  Praxisbeispiele zu Predictive Maintenance

+

Podiumsdiskussion: Best Ager und Digital Natives im Gespräch

Hören Sie Vorträge folgender Unternehmen

Ahorner & Partner | Aurubis | AUVESY | Cassantec | ConMoto Consulting Group | Dango & Dienenthal Maschinenbau | DHBW Mannheim | Dr. Dudlik | Ernst & Young | Fraunhofer IFF | Geisseler Law | GreenGate | Hüttenwerke Krupp Mannesmann | Indalyz Monitoring & Prognostics | InfraServ Knapsack | Institut für Qualitäts- und Zuverlässigkeitsmanagement | Kurotec | RWTH Aachen | SKF | SMS group | STAG | STIWA Automation | thyssenkrupp Steel Europe Veranstaltung der VDI Wissensforum GmbH www.vdi-wissensforum.de/instandhaltung Telefon +49 211 6214-201 • Fax +49 211 6214-154

Seit Jahren ist der industrielle Rohrleitungsbau eine wichtige Komponente der deutschen Wirtschaft und nimmt auch international einen Spitzenplatz ein. Der Industrieservice wiederum ist eine junge, dynamische Branche, die sich im Wachstum befindet. Beide Branchen, also der industrielle Rohrleitungsbau und die Industriedienstleistung, sind mit den Herausforderungen konfrontiert, die Energiewende und Digitalisierung mit sich bringen. „Eine Vernetzung des klassischen Rohrleitungsbaus mit dem modernen Industrieservice ist somit logische Konsequenz“, erklärt Dr.-Ing. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des FDBR und WVIS. Er ergänzt: „Entsprechend sinnvoll ist es, die seit vielen Jahren etablierte FDBR-Rohrleitungstagung mit dem noch jungen Kongress Anlagenservice zu verknüpfen.“ Dr.-Ing. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des FDBR und WVIS, ist überzeugt: „Unsere beiden Seit mehr als drei Jahrzehnten nutzen die indusVeranstaltungen und die begleitende Fachtriellen Rohrleitungsprofis die FDBR-Veranstaltung ausstellung sind eine hervorragende Möglichals Plattform, um sich untereinander und mit ihren keit, die vielfältigen Aufgabengebiete und Kunden über die Aufgaben im konventionellen Karrierechancen in unseren Branchen aufKraftwerksbau oder in chemischen und petrochezuzeigen.“ Bilder: WVIS mischen Anlagen auszutauschen. Längst nehmen Im Anschluss daran befasst sich Aldabei auch die Themen Industrie 4.0 und fred Schlemenat von der Digitalisierung breiten Raum ein. consysAS-Verbindungstechno In der Industrie der Zukunft kommunizieren und logie mit der Frage, ob Leckagen kooperieren Menschen, Maschinen, einzelne Produkte und ganze Anlagen auf Basis intelligenter, an (Norm-)Flanschverbindungen systembedingt vorprogrammiert digital vernetzter Systeme direkt miteinander. Dies sind. Dipl.-Ing. Christian Kölsch von wiederum stellt auch an die industriellen DienstleisARI-Armaturen widmet sich den ter sowie die Hersteller und Betreiber von Anlagen Aspekten der Anlagensicherheit neue Anforderungen. Deshalb liegt der Fokus beim bei Thermoöl- und Dampfkesseln 2. Kongress Anlagenservice, für den BDI-Präsident am Beispiel einer dreifach exzenProf. Dieter Kempf als Keynote Speaker gewonnen werden konnte, auf dem Industrieservice 4.0. trischen Klappe. Der zweite Tag der FDBR-Fach„Digitalisierung zu verstehen und die richtigen tagung startet mit dem ThemenLösungen anzuwenden, wird für alle Beteiligten zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden“, komplex „Fertigung, Montage, Inbetriebnahme“, der von Dipl.-Ing. ist sich Maaß sicher. Und er ergänzt: „IndustriedienstBritta Daume und Dipl.-Ing. Stefan leister bauen die Brücke zwischen InHübner moderiert wird. Den ersten dustrieunternehmen und IT-Anbieter. Ohne sie Vortrag mit dem Titel „Kleine würden mittelständische Unternehmen den EinPumpe, große Wirkung - Einfluss stieg in die Industrie 4.0 nicht schaffen.“ von selbstregelnden KreiselpumEntsprechend gliedert sich das Vortragsprogramm pen auf Planungs- und Projektdes Kongresses Anlagenservice am ersten Tag in die aufwand“ hält Sadko Meusel von Sektionen „Smart Maintenance“ und „Obsoleszenz der Paul Bungartz GmbH & Co. KG. Management“, während der Vormittag des darauffolgenden Tages ganz im Zeichen von „Best Practice“ Zusammen mit den Teilnehmern des Kongresses Anlagenservice steht. Im Anschluss daran sind die Kongressteilgeht es nach dem Mittagessen nehmer eingeladen, die vierte Fachsektion der dann in die Nachmittagssektion Rohrleitungstagung zu besuchen, die wie gewohnt „Betrieb, Instandhaltung“, die traden Fokus auf Betrieb und Instandhaltung setzt. ditionell den Abschluss der FDBRWie jedes Jahr wartet die FDBR-Fachtagung RohrFachtagung Rohrleitungstechnik leitungstechnik mit 17 praxisnahen Vorträgen von darstellt. Experten auf. Ein paar Highlights: Den Auftakt Dem Fachkräftemangel im Rohrmacht Prof. Dr. Michael Beckmann von der TU leitungs- und Anlagenbau ebenso Dresden, der sich dem Thema Energiewende wie im Industrieservice die Stirn zu widmet. Im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Jochen bieten, ist ein zentrales Anliegen Weber und Andreas Aulke, Bilfinger Piping Techdes FDBR und des WVIS. Deshalb nologies GmbH, steht die Neuausgabe der EN ist für Studenten der Ingenieur13480-3:2017. wissenschaften die Teilnahme an der Fachtagung Rohrleitungstechnik bzw. am Kongress Anlagenservice kostenlos. „Wir dürfen nichts unversucht lassen, mit den Nachwuchskräften ins Gespräch zu kommen“, betont Maaß und erklärt: „Unsere beiden Veranstaltungen und die begleitende Fachausstellung sind eine hervorragende Möglichkeit, ihnen die vielfältigen Aufgabengebiete Im Rahmen der begleitenden Fachausstellung „Industrieservice & und Karrierechancen in unseren Anlagenbau“ präsentieren sich Unternehmen aus dem RohrleitungsBranchen aufzuzeigen.“ und Anlagenbau sowie Industrieservice ebenso wie mittelständische www.wvis.eu Nischenanbieter und Dienstleister aus dem Softwarebereich.


F Februar 2018

MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

www.b-und-i.de

5

Datenqualität und Produktivität steigern Mayr-Melnhof Karton nutzt mobile Lösung in Zusammenarbeit mit IBM Maximo Die Mayr-Melnhof Karton, kurz MM Karton, ist nach eigenen Angaben weltweit führend in der Herstellung von gestrichenem Recyclingkarton und wächst auch im Bereich des Frischfaserkartons. Produziert wird an sieben europäischen Standorten in Deutschland, in den Niederlanden, in Österreich und in Slowenien. Die Jahreskapazität liegt bei mehr als 1,7 Millionen Tonnen. MM Karton nutzt mittlerweile das Insight Control Panel, entwickelt von der GiS mbH, um für einen vereinfachten Umgang mit dem zentralen Instandhaltungsmanagementsystem IBM Maximo zu sorgen - ein Zwischenbericht zeigt, was bereits realisiert wurde und was alles noch kommt. Bei MM Karton kommen komplexe Anlagen zum Einsatz. Deren Verwaltung und Instandhaltung ist kein leichtes Geschäft - entsprechend mächtig fallen auch die eingesetzten Enterprise Asset Managementlösungen aus. Zum Einsatz kommt hier als Instandhaltungsmanagementlösung bereits seit vielen Jahren IBM Maximo Enterprise Asset Management. Um den Zugang auch für Mitarbeiter, die nur selten mit dem System arbeiten, zu erleichtern, wurden aber schlanke und vor allem intuitiv bedienbare Oberflächen benötigt. Dies war auch Christian VollerNiederl, Senior Application Engineer bei Mayr-Melnhof Karton und zuständig für Maximo, klar, als er Mitte 2016 ein entsprechendes Projekt initiierte. Die Ziele waren klar: Es sollten einerseits rollengerechte Masken und einfache Suchfunktionen, analog einer Google-Suche, für die Anwender bereitgestellt werden. Andererseits war eine unkomplizierte Bedienung ebenso gewünscht wie die Realisierung von messbaren Einsparpotenzialen durch ein verkürztes Arbeiten im System. Zu guter Letzt ging es noch um eine Gliederung des Systems über die Begriffswelt der Anwender und nicht über die Funktionalitäten. Die Lösung fand der Verantwortliche dann auf dem alljährlich stattfindenden IBM Anwendertreffen. Hier präsentierte die Gesellschaft für integrierte Systemplanung mbH (kurz GiS mbH) nämlich den Insight Explorer. Hierbei handelt es sich um ein Modul für das im eigenen Haus entwickelte Insight Control Panel. Zusammen mit Insight X-Ray, der unternehmensweiten und vollintegrierten Volltextsuche, bildeten diese beiden Module für MM Karton ein attraktives Lösungsangebot. Das Ziel war klar: Es sollte ein Front-End zur Verfügung stehen, mit dem der Anwender sowohl mobil wie über Browser alle benötigten Daten aus dem EAM, ERP und Produktionssystem online und offline ziehen und bearbeiten kann. Und strategisch sollte eine Light Version des Maximo als Front-End

der mobilen Arbeitsmanagementlösung Insight Mobile entstehen, die durch das Gros der Anwender rollengerecht genutzt werden kann. Umsetzen ließ sich dies mit Insight Mobile, denn es ermöglicht unterschiedliche Sichten und Anwendungsfälle: Was der Anwender dabei sieht und wie die Anwendung pro Rolle oder Anwender genutzt wird, kann über eine Konfiguration und individuelle Filter festgelegt werden. Das Insight Control Panel wiederum hat standardmäßig einen Explorer (Insight Explorer) zur hierarchischen Darstellung des Anlagenbaums mit den Assets und allen in Zusammenhang stehenden Daten wie Störmeldungen, geplanten Maßnahmen und anhängenden Dokumenten an Bord. Der integrierte Navigationsbaum zeigt dabei die hierarchischen Strukturen basierend auf den vorhandenen Relationen. Durch Konfiguration lassen sich verschiedene Sichtweisen konstruieren, so zum Beispiel die funktionale und räumliche Sicht. Für den Anwender ist es damit laut Lösungsanbieter einfach, zu einem ganz bestimmten Objekt, zu bestimmten Informationen, Assets oder anderen strukturierten Daten zu navigieren. Aktionen wie das Aufrufen und Anlegen von Tickets oder Arbeitsaufträgen können überdies direkt vom Objekt aus durch einfachen Rechtsklick durchgeführt werden. Ergänzt werden sollte dies durch die performante Suche über alle relevanten Objekte der vorgenannten Systeme. Plattformunabhängig lässt sich dies mit Insight XRay realisieren, wobei sowohl ein mobiler Zugriff als auch ein Zugriff über den Browser möglich ist. In funktioneller Hinsicht war also alles möglich, was sich die Verantwortlichen vorstellten. Auf Basis der angenommenen Einsparungen bei den Arbeitszeiten konnte letztendlich die aufgestellte ROIRechnung das Management von MM Karton davon überzeugen, das Budget für einen Piloten freizugeben. Zunächst wurden vier Use Cases für das Melden von Störungen, für die Inventurabwicklung nach den gesetzlichen Vorgaben, also Vier-

Das Insight Control Center funktioniert unabhängig vom verwendeten Endgerät. Bilder: Gis

Augen-Prinzip und Bestandskorrekturen, sowie das Freigeben von Materialbestellungen zum Arbeitsauftrag realisiert. Diese wurden jeweils auf die individuelle Arbeitsweise der Anwender zugeschnitten. So können die Anwender beispielsweise nun im Front-End von Insight Mobil nur ihre Anwendungsfälle im entsprechend konfigurierten Menü aufrufen. Zu den Details:

Use Case 1: Lagerbestand Vor Einführung des Insight Mobile erfolgte die Inventur über ein Zählen mit händischem Vermerken auf Zetteln, deren Vorlage zuvor ausgedruckt werden musste. Nachfolgend wurden die Daten manuell ins Maximo eingepflegt - mit den entsprechenden Medienbrüchen und der damit einhergehenden Fehleranfälligkeit. Mit Einführung der mobilen Inventur werden die Angaben nun direkt ins Maximo eingepflegt, was mit einer Zeitersparnis von rund 80 Prozent und weniger Fehlern einhergeht. Damit sich dies umsetzen ließ, wurden im Lagerbestand die Komponenten mit entsprechenden Barcodes versehen. Um den gesetzlichen Vorgaben bei Bestandskorrekturen nach dem Vier-AugenPrinzip gerecht zu werden, führte man zusätzlich Laserpistolen ein, mit denen der zählende Mitarbeiter den Barcode im Lager scannt. Per Bluetooth besteht eine Verbindung mit dem mobilen Device eines zweiten Mitarbeiters, sodass beide auf den betreffenden Artikel in der Datenbank zugreifen können. Die so ermittelte Artikelanzahl wird dann vom zweiten Mitarbeiter über das Insight Mobile ins Maximo eingegeben. Das System erkennt dabei Abweichungen und fordert eine zweite Zählung an, die durch Freigabe erneut zu bestätigen ist. Das alles geschieht online und vor Ort, was eine erhebliche Zeitersparnis mit sich bringt, denn früher waren eben genau diese Prozesse entkoppelt. In der Folge musste der Mitarbeiter zur zweiten Zählung eigens erneut ins Lager. Mit der mobilen Anwendung lassen sich nun Aufnahme, Meldung sowie Dokumentation umgehend im Maximo erledigen - ein wichtiger Aspekt, denn beim Verschieben von Anlagen, wenn z.B. Pumpen oder Motoren ein- oder ausgebaut werden, Komponenten aus dem Betrieb genommen, in

Das Produktsortiment der Division der Mayr-Melnhof Gruppe umfasst die gesamte Palette der Recyclingkartonsorten. Die Produktion von Frischfaserkarton und Liner rundet das Angebotsspektrum ab. Bild: MM Karton

die Werkstatt gebracht oder entsorgt werden, wurde die Dokumentation dieser Aktionen früher nur allzu leicht vergessen bzw. mangelhaft betrieben.

Use Case 2: Volltextsuche Der zweite Anwendungsfall bezieht sich auf die neue Volltextsuche mit Berücksichtigung der Standortstruktur von Insight XRay. Die eingebettete, unternehmensinterne Volltextsuche kommt dabei mit einem einzigen zentralen Suchfeld zurecht. So recherchiert nun der Verantwortliche beispielsweise nach Artikeln im Lager, die speziell zu einem Auftrag benötigt werden, und ordnet diese direkt zu bzw. initiiert eine Bestellanforderung im ERP-System. Die Suchergebnisse werden in einer übersichtlich strukturierten Ergebnisliste geliefert - unter anderem mit sämtlichen Objektdetails inklusive der Beschreibung. Wie im Insight Explorer sind auch hier die Drag & Drop-Funktionen freigegeben und Aktionen lassen sich direkt vom Kontextmenü der Suchergebnisse ausführen. Um Informationen aus anderen Systemen zu integrieren, kann das Add-on für eine Suche über mehrere Datenbanken konfiguriert werden.

Use Case 3: Mobile Freigabe Der Workflow für eine Bedarfsanforderung mit Freigabe durch das Management war früher nur direkt am Arbeitsplatz im Maximo möglich. Heute kann dank Smartphone eine Freigabe mobil,

gleichsam an jedem Ort und zu jeder Zeit erfolgen.

Use Case 4: Rückmelden Die Rückmeldung von Reparaturaufträgen mit Schadensfotos, Bericht, Materialverbrauch und geleisteter Arbeitszeit befindet sich derzeit im Betatest. Eingesetzt wird hier eine besonders übersichtliche Rückmeldemaske mit nur den Feldern, die tatsächlich notwendig sind. Ergänzt wird dies durch eine einfache Suche der relevanten Aufträge. Dieses führt, so die Verantwortlichen, zu einer erhöhten Rückmeldeakzeptanz und synchron zu höherer Qualität.

Insight Light über den Browser nutzen Parallel zu den beschriebenen Use Cases wurden diverse Funktionalitäten zur Nutzung via Browser entwickelt. Hier lag der Fokus insbesondere auf der Bearbeitung der Anlagenstruktur und der dort abgelegten Informationen zu geplanten Aufträgen. Mittels des Insight Explorers werden also heute Verschiebungen, z.B. bei Stilllegung von Assets, schnell und einfach per Drag & Drop durchgeführt. Über den sogenannten Meldebaum kann der verantwortliche Instandhalter außerdem recherchieren, was alles an einem Asset geplant ist und entscheidet, ob gegebenenfalls Maßnahmen neu angelegt werden müssen. Seit einigen Monaten nutzt MM Karton nun dieses System und das Insight Control Panel. Weiter auf Seite 6

Im Lager wurden die Komponenten für ein mobiles Arbeiten mit Barcodes versehen.


6

www.b-und-i.de

MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

Februar 2018

Serviceprozesse europaweit standardisiert Yaskawa setzt auf Field-Service-Management im technischen Kundenservice Yaskawa, ein Anbieter von Mechatronik- und Robotiklösungen für Unternehmen, führt europaweit die Field-Service-Management-Lösung von Mobilex ein. Das Unternehmen möchte im Zuge einer Konsolidierung seiner ERP-Landschaft damit seine Serviceprozesse vereinheitlichen und optimieren. Dies soll sich vor allem in einer Steigerung der Kundenzufriedenheit niederschlagen. Zum Einsatz kommt Mobilex-Dispatch, das grafische Tool zur Einsatzplanung, und Mobilex-MIP for Field Service, die mobile Lösung für Servicetechniker. In der Vergangenheit nutzte der japanische Anbieter von Mechatronik- und Robotiklösungen Yaskawa europaweit unterschiedlichste Tools, um seine Servicetechniker für Inbetriebnahmen, Wartungen und Instandsetzungen

zu planen und zu steuern. Die Disponenten setzten zum Teil sogar auf Excel-Listen, um die Einsätze der Techniker zu koordinieren. Die Vielzahl der Systeme ging mit allerlei Medienbrüchen einher. So füllten beispielsweise die Tech-

„Die umfangreiche Funktionspalette der Lösungen und die Expertise der Mobilex AG im Bereich Maschinen- und Anlagenbau haben uns überzeugt“, erklärt Volker Heil, IT-Manager Europe bei der Yaskawa Europe GmbH. KG. „Von der Einführung der Lösungen erwarten wir uns eine deutliche Optimierung der Serviceprozesse sowie der Materiallogistik.“ Bild: Yaskawa

niker früher ihre Rückmeldungen auf Papierformularen aus. Diese Informationen mussten dann händisch wieder ins System eingepflegt werden, was zeitaufwendig, unübersichtlich und letztendlich auch fehleranfällig war. Im Jahr 2015 haben sich die Verantwortlichen von Yaskawa schließlich dazu entschlossen, die heterogene ERP-Landschaft europaweit auf SAP zu standardisieren. Im Zuge dessen sollten die Serviceprozesse ebenfalls modernisiert und vor allem europaweit vereinheitlicht werden. Die Wahl fiel auf die Lösungen von Mobilex, da diese eine einfache SAP-Anbindung erlauben und eine breite Funktionsvielfalt anbieten, die dem komplexen Serviceprozess von Yaskawa entspricht. Vor allem die Abbildung der Materiallogistik und des Retourenprozesses war dem Anbie-

Die beiden von SAP zertifizierten Standardprodukte Mobilex-MIP und Mobilex-Dispatch, die auch bei Yaskawa zum Einsatz kommen, tragen zu einer nachhaltigen Prozessoptimierung des technischen Außendiensts und der Einsatzplanung bei. Beide lassen sich an Back-End-Systemen wie SAP ERP, Microsoft Dynamics NAV, Maximo sowie Datenbanken anbinden. Bild: Mobilex

ter von Mechatronik- und Robotiklösungen von großer Wichtigkeit. Die Einführung von MobilexDispatch und Mobilex-MIP for Field Service begann dann im September 2016 in Deutschland. Seit Mai 2017 arbeiten nun 50 Kundendiensttechniker in sechs verschiedenen Landesgesellschaften mit der mobilen Lösung und sechs Disponenten mit Mobilex-Dispatch. Bis Ende diesen Jahres soll dies dann auf 150 Servicetechniker und 15 Disponenten erweitert werden. Hannes Heckner, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Mobilex AG, betont: „Wir sind

Analysetool zeigt Verbesserungspotenziale Der kostenlose Excellence Radar Instandhaltung ist online Ein bis zwei Stunden benötigt man für die kostenlose Analyse mit dem Onlinetool Excellence Radar Instandhaltung. Im Gegenzug erhält der Instandhalter eine individuelle, kompakte Bestandserhebung seiner Instandhaltungsorganisation auf Basis aussagekräftiger Kennzahlenvergleiche. Verantwortlich für das Onlinetool Excellence Radar Instandhaltung sind die Experten von Dankl + Partner Consulting und MCP Deutschland. Sie haben es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht, Instandhaltungsverantwortlichen ein praxistaugliches Werkzeug in die Hand zu

geben, das auf einfache Art und Weise Informationen zum Zustand der Instandhaltung und zu möglichen Verbesserungspotenzialen gibt. Basis für das Analysetool bildet das System for Excellence - S4E. Es strukturiert die Bereiche Asset Management, Instandhaltung

und Engineering in mehr als 80 Wissensbausteine und hilft, individuelle Optimierungsansätze und konkrete Handlungsanleitungen abzuleiten. „Das Excellence Radar Instandhaltung leitet die Instandhaltungsverantwortlichen strukturiert durch 15 Themenfelder, die

Fortsetzung von Seite 5 „Mit dem nahtlos integrierten Navigationsbaum, dem Insight Explorer, und der darin integrierten Suchfunktion gewinnt die MM Karton einen riesigen Mehrwert“, ist Christian VollerNiederl überzeugt. „Dieses Modul macht es unseren Anwendern möglich, auf sehr einfache und rasche Art Klartextergebnisse zu suchen und zu finden. Somit bleibt unseren Anwendern die manuelle Eingabe umfangreicher Artikelnummern und/oder komplizierter, kryptischer Attributnummern erspart.“

Rückmeldung derzeit im Betatest

„Wir empfehlen die Durchführung im Team“, erklärt Andreas Dankl und verdeutlicht auch warum: „Viele Fragen bedürfen unter Umständen der Fachkenntnis einzelner Spezialisten.“ Bilder: Dankl

Die Analyse zeigt, wo die eigene Instandhaltung im Vergleich steht. Durch eine systematische Analyse lassen sich nachhaltige Einsparungen der direkten Instandhaltungskosten, d.h. der Personal-, Fremd-und Materialkosten erschließen.

stolz darauf, mit Yaskawa einen der weltweit führenden Anbieter von Mechatronik- und Robotiklösungen gewonnen zu haben. Die europaweite Einführung unserer beiden Lösungen unterstreicht unsere kontinuierliche internationale Expansion.“ www.yaskawa.eu.com www.mobilexag.de

die Instandhaltung gesamthaft abbilden. Wir empfehlen die Durchführung im Team. Viele Fragen bedürfen unter Umständen der Fachkenntnis einzelner Spezialisten. Als Ergebnis erhalten die Teilnehmer eine Detailübersicht mit Kennzahlenvergleich zu Best Practice und Durchschnitt ihrer Branche“, erklärt Initiator Andreas Dankl das neue Onlinetool. Durch einen umfangreichen Onlinefragebogen, kombiniert mit Kennzahlen aus der internationalen Branchendatenbank AMIS mit mehr als 4.300 Vergleichsunternehmen, kann sofort online eine Ersteinschätzung abgegeben werden. Zu den Verbesserungsansätzen für die eigene Organisation ist es dann nur noch ein Mausklick. www.excellence-radar.com

Voller-Niederl erklärt am Beispiel einer Gleitringdichtung die praktischen Vorteile des neuen Systems: „Schon die Eingabe der ersten Buchstaben reicht aus, um die wichtigsten und für den Anwender relevanten Ergebnisse inklusive Artikelnummer, Lagerort sowie Klassifikationsnummer, Attributen etc. zu erhalten.“ Gleichzeitig verweist er darauf, dass dieses Projekt noch weitergeht. „Wichtig war und ist uns, dass nicht nur einmal im Projekt eine gute Lösung kreiert wird, sondern wir diese auch mit eigenen Mitteln anpassen und weiterentwickeln können“, so VollerNiederl. Und so ist bereits jetzt klar, wie es weitergeht und zwar mit den Dashboards, die Analysen über eine Vielzahl an Daten von Sensoren und verschiedenen Datenquellen ermöglichen. Diese lassen sich auch grafisch darstellen. Des Weiteren lassen sich auch entsprechende Maßnahmen ableiten - und dies in direkter Interaktion mit IBM Maximo. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand B11-4 www.gis-systemhaus.de


Februar 2018

MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

7

www.b-und-i.de

Checklisten stets „App“-to-date Modernes Checklistenmanagement ersetzt den klassischen Papierreport In der Wartung und Instandhaltung sind Checklisten und Ablaufprotokolle ein unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsalltags. Häufig gehen sie aber einher mit viel Aufwand und viel Papierverbrauch. Dass und vor allem wie es anders geht, zeigt Reinstil auf der Messe in Dortmund mit einer digitalen Checklisten-App. Neben Verbesserung im Bereich des Workflows erĂśffnet sie, wie der Anbieter betont, auch diverse Einsparpotenziale. Oft sieht es doch wie folgt aus: Ein Mitarbeiter im AuĂ&#x;endienst fĂźllt eine Liste per Hand aus. Damit diese ordnungsgemäĂ&#x; erfasst wird, muss dann ein weiterer Mitarbeiter die Daten aufwendig in das elektronische Datensystem eingeben. AnschlieĂ&#x;end muss geprĂźft werden, ob die Daten korrekt und vollständig erfasst wurden. Erst jetzt kann eine Auswertung erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nicht nur einige Arbeitsschritte notwendig. Es wurden auch mehrere Arbeitskräfte gebunden, es gab fehleranfällige MedienbrĂźche und viel Papierkram. Abhilfe schafft eine digitale Checklisten-App wie jene von Reinstil:

Sie vereinfacht, verschlankt und beschleunigt diesen Prozess, denn Inspektionen, Wartungen und Prßfungen sowie sonstige komplexe Dokumentationen lassen sich damit auf Tablet oder Mobiltelefon dokumentieren und das ohne eine aufwendige Nachbearbeitung. Dabei ist jeder Eintrag im Protokoll des Inspektors in Echtzeit in der Unternehmenssoftware verfßgbar und kann von den Mitarbeitern im Bßro sofort abgeglichen und ergänzt werden, auch mit Fotos. Damit wird eine protokollarische Nachbearbeitung ßberßssig. Die App lässt sich branchenßbergreifend einsetzen und an den Bedarf anpassen. Unter anderem

lassen sich mithilfe eines in die App integrierten Barcode-Scanners auch maschinelle Vorgänge prĂźfen, Wartungsintervalle und Inspektionen protokollieren und ein regelmäĂ&#x;iges Reporting integrieren. Dabei ist das Checklistenmanagement unternehmensweit, standortunabhängig und in mehreren Sprachen auf beliebig vielen mobilen Endgeräten nutzbar - und zwar ohne Internetverbindung. Auf diese Weise verfĂźgen also alle Niederlassungen Ăźber standardisierte Formulare, die einheitliche Kontrollen, Inspektionen und damit aussagekräftige Reportings ermĂśglichen. Trotz dieser vielfältigen Funk-

Web- und App-LĂśsung fĂźr die Instandhaltung: Connectavo

Bild: Firstaudit

tionalitäten und Flexibilität ist die Checklisten-App laut Anbieter auch fĂźr weniger technikaďŹƒne Benutzer ohne Programmierkenntnisse einzurichten und einfach zu bedienen. Dabei sind die Anwender in Rollen eingeteilt, wobei es keine technische Begrenzung fĂźr die maximale Anzahl an Nutzern gibt. Jede dieser Rollen, die auch in grĂśĂ&#x;eren Gruppen darstellbar sind, hat unterschiedliche Zugriffsbeschränkungen auf Vorlagen und Dokumente. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehĂśrt die MĂśglichkeit, digitale Signaturen einfĂźgen und Auftragsansichten erstellen zu kĂśnnen. Ăœber das plattformunabhängige, browserbasierte Checklistenmanagementsystem, das Back-End, lassen sich Audits anlegen und z.B. Vorlagen zur Ăœberwachung, Analyse, Dokumentation und auch Auswertungen erstellen. Die Vor-

lagen sind in Abschnitte eingeteilt und enthalten beliebig viele Datenfelder. Die KonďŹ gurierbarkeit kann zudem vom Administrator selbst beliebig eingestellt werden. Die LĂśsung lässt sich nicht nur an ein SAP CRM System anbinden, sondern es ist auch ein Export der Daten als CSV- bzw. XML- oder PDF-Dateien mĂśglich. Aktuell werden iOS, Windows und Android-Plattformen unterstĂźtzt. Zum Thema Datensicherheit: Die App speichert laut Anbieter alle Daten verschlĂźsselt oine auf sicherheitszertiďŹ zierten Servern in Deutschland. Kontinuierliche Backups der Daten sind dabei Standard. Ăœbrigens ist das Unternehmen mit seinen LĂśsungen nicht nur auf der Maintenance, sondern auch auf der Inservfm (Stand 11.0-C31F) zu ďŹ nden. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D40-4 www.firstaudit.de

Hinter dem Start-up Connectavo von Standard- und individuellen Wartung erweitert. Zusätzlich inund dem gleichnamigen InKenngrĂśĂ&#x;en und beinhaltet tegriert dieses Paket eine standhaltungsportal steckt eine auĂ&#x;erdem eine eigene mobile individuelle Einrichtung und das webbasierte und mobile LĂśsung App fĂźr den Zugriff sowie eine Einlernen der Algorithmen. Die fĂźr eine eďŹƒziente und intelligente individuelle Ansicht der Firma. Cloud-LĂśsungen kĂśnnen 30 Tage Abwicklung der Instandhaltung. Dieses Paket kostet 59 Euro pro lang kostenlos getestet werden. Die Initiatoren haben mit dieser Monat und Nutzer. Der Anbieter verweist darauf, dass LĂśsung vor allem den Mittelstand 99 Euro pro Monat und Nutzer bedas Portal und alle Daten sicher im Auge. Innerhalb des Portals rechnet der Anbieter fĂźr das Paket und durchgängig verschlĂźsselt kĂśnnen Maschinen, Anlagen, „Analytik“, das alle Funktionen der von einem deutschen Server beWartungszyklen und Ersatzteile vorgenannten Pakete umfasst und reitgestellt werden. verwaltet werden. Ăœber das indiese um eine Anbindung und Maintenance Dortmund tegrierte Analytik-Modul mit proEchtzeitauswertung von MaHalle 4, Stand D33-4 prietären Machine-Learningschinendaten fĂźr eine prädiktive www.connectavo.com Algorithmen und passenden RetroďŹ t-Kits kĂśnnen zudem auch Wartungszyklen analytisch erfasst und laut Entwickler auch vorhergesagt werden. Eine weitere Fähigkeit des Systems F ist die laufende Auswertung aller textbasierten Informationen wie etwa aus HandbĂźchern und deren Bereitstellung entlang von Ar$#"! $#"!      #

## #

## ! # " # ! # " # #" #" !" !" Bio-abbaubar Energieeffizienz Ă–l-Microfiltration Ă–l-Sensoren beitsaufträgen: So stehen bei "#  "#  Laborservice "!#" "!#"  # # spielsweise bei einer anstehenden Co2-Reduktion LangzeitĂśle Neukalibrierung die Vorgaben des Herstellers, dokumentierte Erfahrungswerte aus der Vergangenheit und Eckdaten der nächsten Inspektion direkt im Kontext bereit. Nutzen lassen sich die Funktionen des Instandhaltungsportals durch eine Miete, d.h. die Funktionalität wird als „Software as a Service“ (SaaS) Ăźber die Cloud genutzt. Der Preis berechnet sich pro Benutzer und Monat, wobei drei Pakete angeboten werden. Das Einsteigerpaket „Wartung“ fĂźr 29 Euro pro Monat umfasst die Nutzung des Web-basierten Portals fĂźr den Wartungsprozess und erlaubt eine einfache Verwaltung aller Maschinen, Anlagen und Wartungsaufträge. Die Einrichtung und der Zugriff erfolgt per Browser und ist Ăźber alle internetfähigen Geräte mĂśglich. Das Paket „Wartung Plus“ umfasst zu&%$$#"!% KLEENOIL &%$$#"!%PANOLIN KLEENOIL PANOLIN P#"%!# PANOLIN P#"%!# ANOLIN ANOLINAG A  A  G –79804  Dogern           +

49   7751/8383    –0    &%$$#"!%#"%!#  &%$$#"!%#"%!# &%$$#"!% &%$$#"!% OILP OILPANOLIN PANOLIN ANOLIN  KLEENOIL D Tel.: info@kleenoil.com www.KLEENOILPANOLIN.com sätzlich ein detailliertes Reporting

## # ## # Die Zeichen unserer Leistung – seit seit 1986 seit 1986


8

www.b-und-i.de

MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

Februar 2018

Ausfallzeiten verringern - Abläufe optimieren Softwareunterstützung beim Prüfmanagement für Maschinen Die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen umfasst mehrere Bereiche: die Wartung, um die Funktion zu erhalten, die Inspektion, um den Ist-Zustand der Maschine zu beurteilen, die Ursachen für Abnutzungen festzustellen sowie diese zu beheben, und die Instandsetzung und Verbesserung. Sie kombiniert alle genannten Aspekte, um die Funktionssicherheit zu optimieren. Zudem müssen diverse Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften eingehalten, Fristen beachtet und die Prüfungen dokumentiert werden. Ohne eine softwareseitige Unterstützung geht dies fast nicht. Fällt eine Maschine oder Anlage unerwartet aus, ist das für ein Unternehmen nicht nur ein Ärgernis. In der Folge können sich Produktionsabläufe verzögern, oftmals gerät ein gesamter Prozess gerät ins Stocken. Die Behebung des Schadens und die Ausfallzeit kosten bares Geld. Auch wenn sich nicht jeder Maschinenausfall verhindern lässt, so lassen sich doch ungeplante Wartungen und Reparaturen deutlich reduzieren, sodass ein Instandhalter nicht mehr von Reparatur zu Reparatur hetzen muss. Möglich macht dies eine softwaregestützte vorausschauende Planung und Optimierung der Instandshaltungsprozesse bei Maschinen und Anlagen. Die Software Wartungsplaner ist eine solche. Sie hilft dabei, Störungen zu verhindern, da sie beispielsweise daran erinnert, dass Verschleißteile ersetzt werden müssen - und zwar rechtzeitig, also bevor ein Schaden entstanden ist. So bleibt die Funktionsfähigkeit der Anlagen länger erhalten, ebenso steigen Lebensdauer und Verfügbarkeit, wodurch die Produktionskosten sinken. Außerdem hilft das Programm dabei, Prüfvorschriften und Zeiträume im Blick zu behalten, denn der Gesetzgeber hat eine Reihe von Arbeitsschutzregelungen und Prüfrichtlinien erlassen, die diverse Betriebsmittel in einem Unternehmen umfassen - angefangen von Steckdosenleisten und Kaffeemaschinen über Bürotüren bis hin zu den Anlagen und Maschinen in der Fertigungshalle. Gerade bei elektrischen Anlagen und Geräten ist die Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaften (DGUV Vorschrift 3) besonders streng: Sie verlangt eine regelmäßige Überprüfung, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen. Zusätzlich müssen Unternehmen auch die Vorschriften des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) beachten. Die Überprüfung gilt für alle Geräte, die über eine Steckdose mit Strom versorgt werden. Je nach Anlage gelten unterschiedliche Normen, Regelwerke und Prüfintervalle. Entsteht durch ein Elektrogerät, das nicht geprüft wurde, ein Schaden, kann es zu Problemen mit der Versicherung und der Berufsgenossenschaft kommen. Deshalb müssen die Verantwortlichen in einem Unternehmen nicht nur dafür sorgen, dass die Maschinen im einwandfreien Zustand sind, sondern auch Prüffristen überblicken, Wartungsintervalle einhalten und die Wartungen durchführen lassen. Außerdem

Es lässt sich zwar nicht jeder Maschinenausfall verhindern, aber die Anzahl der ungeplanten Wartungen und Reparaturen lässt sich reduzieren, wenn man softwaregestützt eine vorausschauende Planung und Optimierung der Instandhaltungsprozesse integriert.

müssen sie diese Prüfungen und die Ergebnisse sorgfältig belegen, um im Falle eines Schadens den einwandfreien Zustand des Geräts nachweisen zu können. Idealerweise können die Verantwortlichen Prüfprotokolle vorlegen, aus denen exakt hervorgeht, wann und mit welchem Ergebnis die Fachkundeprüfung stattgefunden hat. Auch für diese

Prüfpflichtige Anlagen inventarisieren Protokolle gibt es Vorgaben und wiederum Überprüfungen, zum Beispiel im Rahmen der Überprüfungen durch Berufsgenossenschaften oder bei einem Audit für eine Zertifizierung. Angesichts der unzähligen Vorschriften für die Wartung, Überprüfung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen, den Prüfintervallen und den Anforderungen an die Dokumentation, reichen handschriftliche Listen oder Excel-Tabellen nicht mehr aus. Deshalb deckt auch der Wartungsplaner laut Hersteller sämtliche

In kleinen und mittleren Unternehmen beeinflusst die Instandhaltung bis zu 40 Prozent der Kosten. Das bedeutet aber auch: Je besser sie gemanagt wird, desto größer ist die Wertschöpfung. Außerdem bedeuten funktionierende Anlagen auch eine Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Betriebssicherheit. Bilder: Hoppe

Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften ab. Er hat einen Kalender zur Planung anstehender Aufgaben sowie eine Funktion, mit der in Prüfberichten entsprechende Wartungsaufträge generiert werden können. Außerdem erfüllt er laut Entwickler alle gesetzlichen Anforderungen gemäß BetrSichV, DGUV, TRBS und hilft, Ärger und eventuell fällige Bußgelder von Behörden zu vermeiden. Um die Software einzusetzen, steht im ersten Schritt ein Instandhaltungscheck an. Er sorgt für eine Übersicht über alle prüfpflichtigen Anlagen und Maschinen und deren Instandhaltungstermine. Dazu werden alle Anlagen, Fahrzeuge, Flurfördersysteme, Krane und andere Maschinen als Prüfobjekte erfasst und mit den entsprechenden Objektdaten ergänzt. Zusätzlich können Bilder, Bedienungsanleitungen oder Benutzerhinweise hinterlegt werden. Das Programm ist in die Klassifikationen Wartung, Prüfung, Reparatur, Instandsetzung sowie Prüftermin und Unterweisung unterteilt. Einzelnen Mitarbeitern können individuelle Verantwortlichkeiten zugeordnet werden. Alle Formulare lassen sich, so der Hersteller, individuell anpassen und so auf dem aktuellen Stand der Vorschriften halten. Zusätzlich kann mit dem Wartungsplaner die entsprechende Prüfung nach BGV oder den Gesetzen des BGG, VDE oder UVV dokumentiert werden. Wiederkehrende Sicherheitsunterweisungen für die Mitarbeiter lassen sich mit dem Programm ebenfalls terminieren. Welche Unterweisung wann, aus welchem Anlass, in welchen Abständen, von wem und nach welchem Regelwerk erfolgen muss, lässt sich so schnell feststellen. Außerdem werden auch Störungsmeldungen angezeigt. www.wartungsplaner.de www.hoppe-net.de

SKF sorgt für spürbar bessere Performance in der Pizza-Produktion von Nestlé Wagner In Nonnweiler stellt Wagner jedes Jahr rund 350 Millionen Tiefkühlprodukte her. Um den Verpackungsvorgang der Pizzen zu beschleunigen, hatte die Nestlé Wagner GmbH im Jahr 2012 eine neuartige Maschine installiert. Das System arbeitete durchaus flott, aber vereinzelte unvorhergesehene Stillstände verlangten nach einer Optimierung des Instandhaltungskonzepts. Es galt, die Gefahr eines Produktionsausfalls zu beseitigen. Hier kamen die Experten von SKF ins Spiel. Sie führten eine detaillierte Risikobewertung pro Anlagenkomponente durch. Ein solcher Optimierungsprozess fußt auf einer standardisierten Methode, wird aber immer an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst. Martin Kranich, bei Nestlé Deutschland zuständig für die Instandhaltung, betont: „Uns wurde schnell klar, dass SKF in puncto Anlagenzuverlässigkeit absolut nichts dem Zufall überlassen will.“ Zunächst führte SKF eine Kritikalitätsanalyse durch. Was so holprig klingt, sorgt unter dem Strich für eine reibungslosere

Produktion: „Im Prinzip handelt es sich dabei um eine detaillierte Risikobewertung pro Anlagenkomponente“, erklärt der Instandhaltungsstrategie-Berater Benjamin Pfannes von SKF. „Anders ausgedrückt: Wir durchleuchten jede Art von Anlage so, dass ihre ganz spezifischen Risikopotenziale zu Tage treten. Die identifizierten Gefahrenstellen werden anschließend je nach Folgenschwere eines möglichen Fehlers bewertet. Daraus lassen sich dann konkrete Gegenmaßnahmen für jede einzelne potenzielle Störquelle ableiten.“ Insgesamt 33 Projekttage investierten Nestlé Wagner und SKF, um den besten Mix aus unterschiedlichen Instandhaltungsmaßnahmen für die größtmögliche Zuverlässigkeit zusammenzustellen. Letztlich landeten etwa 120 Tätigkeiten auf einer Art „Todo-Liste“, die die Nestlé WagnerMitarbeiter inzwischen in ihre tägliche Arbeit eingebaut haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Anlage zeigt eine spürbar bessere Performance und Nestlé Wagner profitiert von einer optimierten Instandhaltung. www.skf.com

Energieeffizienz und Prozessstabilität in Eisenerzpelletieranlagen für die Stahlindustrie Das in diversen Anwendungen der Schwerindustrie genutzte Hochtemperaturfett Berutox M 21 KN von Bechem wird auch in Pelletanlagen für Eisenerz von mehreren weltweit führenden Stahlherstellern eingesetzt. In Werken der indischen Unternehmen Tata Steel, Bhushan Power & Steel Ltd. sowie dem russischen Unternehmen Stoilensky GOK wird das Produkt beispielsweise genutzt und punktet laut Hersteller in Bezug auf Prozessstabilität, Energieeffizienz und geringerem Verschleiß von Anlagenkomponenten. Die für die Roheisenproduktion im Hochofen wichtigen Pellets das sind Kugeln, die aus Feinsterz und Zuschlagsstoffen bestehen werden in Pelletanlagen der Stahlerzeuger im sogenannten Wanderrostofen getrocknet und gehärtet. Der Hochtemperaturschmierstoff, der hierbei zum Einsatz kommt, muss zugleich schmieren sowie durch seine abdichtenden Eigenschaften dem Eintrag von Falschluft entgegenwirken. Die Vermeidung von Falschluft ist für die Erhaltung der Ofenatmosphäre von großer Bedeutung. Hierzu muß der Schmierstoff bei extremen Temperaturverhältnissen den Spalt zwischen Pellettransporteinrichtung und ste-

hendem Ofengehäuse abdichten. Durch sein gutes KonsistenzTemperaturverhalten überzeuge hier der Schmierstoffklassiker Berutox M 21 KN, wie der Hersteller Bechem betont. Mit seinen Leistungswerten setze sich das Polyureafett nach Aussagen der Entwickler in mehrfacher Hinsicht gegenüber Wettbewerbsprodukten in der Schwerindustrieanwendung durch. Die Vorteile, so der Hersteller, sind zusammengefasst: bessere Abdichteigenschaften höhere Prozessstabilität durch Vermeidung von Falschluft geringere Reibung und damit weniger Verschleiß von Anlagenkomponenten geringerer Brennstoffverbrauch durch Vermeidung von Falschluft und eine geringere Stromaufnahme des Hauptantriebs durch Reibungsminimierung www.bechem.com

Schmierstoffversorgung der Transporteinrichtung für Erzpellets. Bild: Bechem


Sonderteil

Wolff Publishing ISSN

Industrie-Service

1864-4554

info@b-und-i.de www.b-und-i.de

Februar 2018

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Die Trockeneisreinigung punktet vor allem bei der Behandlung empfindlicher Oberflächen und kombiniert für die Reinigung die Effekte Aufprall und punktuelle Unterkühlung. Bilder: Piepenbrock

Drei Verfahren - ein Ergebnis Die Sauberkeit von betriebstechnischen Anlagen ist nicht nur entscheidend für die Qualität der Produkte, sondern nur ein konstant hohes Niveau bei der Industriereinigung ermöglicht einen reibungslosen und zuverlässigen Produktionsablauf. Deshalb thematisiert Piepenbrock die Industriereinigung auf der Inservfm und stellt drei besonders effektive Verfahren vor. „Sauberkeit garantiert Leistungsfähigkeit.“ Mit diesem Satz bringt Wolfgang Büsing die Bedeutung der Industriereinigung für produzierende Unternehmen auf den Punkt. Der Projektleiter bei Piepenbrock Instandhaltung und Spezialist für Industriereinigung verdeutlicht: „Schmutz erhöht die Ausfallwahrscheinlichkeit von Maschinen und beeinträchtigt die Produktqualität. Maschinenstillstände und mangelhafte Erzeugnisse bedeuten Umsatzeinbußen.“ Im Umkehrschluss folgt daraus, dass nur ein konstant hohes Sauberkeitsniveau der betriebstechnischen Anlagen langfristig einen effizienten und reibungslosen Produktionsablauf sicherstellen kann. Auch wenn das Ergebnis, nämlich Sauberkeit, klar ist, so sind die Wege, die dorthin führen, unterschiedlich. Welche Reinigungsmethoden in einem bestimmten

Anwendungsfall zum besten Ergebnis führen, hängt von vielen Faktoren ab, sodass Dienstleister in aller Regel ein auf die Erfordernisse des jeweiligen Auftraggebers zugeschnittenes Konzept für die Industriereinigung erstellen. Drei gängige Methoden, die hier immer wieder eingesetzt werden, stellt der Industriedienstleister Piepenbrock vor. In der Reinigung von Industrieanlagen setzt der Dienstleister immer häufiger auf das sogenannte Niederdruck-Heißreinigungsverfahren. Hier arbeitet man mit vergleichsweise niedrigen Drücken bis maximal 8 bar. Diese führen in Verbindung mit einer hohen Temperatur aber zu optimalen Reinigungsergebnissen. Die Vorteile liegen laut Industriereinigungsexperte Büsing auf der Hand: „Die Niederdruck-Heißreinigung kann während

des laufenden Betriebes eingesetzt werden. Sie schont die bearbeiteten Materialien und verbraucht weniger Wasser sowie Reinigungschemie als vergleichbare Verfahren.“ Einsetzen lässt sich dieses Verfahren beispielsweise nicht nur für große Werkzeugmaschinen und Förderbänder in der Lebensmittelindustrie, sondern auch für kleinteilige Filtersysteme oder Lager. „Das Verfahren kann mit oder ohne Zusatz von Reinigungschemie erfolgen. Bei beiden Varianten überzeugt am Ende das saubere Resultat“, betont Büsing. Durch ein sauberes Endergebnis zeichnet sich auch die Methode der NiederdruckSchaumreinigung aus. Hier werden nacheinander mehrere Arbeitsgänge ausgeführt. Weiter auf Seite 10

So sieht Digitalisierung aus: Der humanoide Roboter Pepper hat bereits im vergangenen Jahr auf der Messe für Aufsehen gesorgt. Bild: Mesago/Thomas Klerx

INservFM 2018: Leitthema Digitalisierung Die Digitalisierung ist nicht mehr aus dem Facility Management und dem Industrieservice wegzudenken. Sie erschließt fortlaufend neue Potenziale in beiden Fachbereichen - kein Wunder also, dass das Leitthema der INservFM 2018, die damit insgesamt nun zum dritten Mal stattfindet, eben die Digitalisierung ist. Sowohl die Messe als auch der Kongress tragen dieser Entwicklung Rechnung. Die am 27.02.2018 im Rahmen der Messe stattfindende Bundesfachtagung Betreiberverantwortung wartet mit einem Highlight auf: Hier wird erstmals die neue GEFMA-Richtlinie 190 öffentlich vorgestellt. „Die GEFMA-Richtlinie 190 gibt seit mehr als 10 Jahren Orientierung für die Wahrnehmung der Betreiberverantwortung im Facility Management“, erläutert Ulrich Glauche, Leiter des GEFMARichtlinienwesens und Mitorganisator der Bundesfachtagung. Zudem gibt es noch weitere Möglichkeiten, um sich über aktuelle Themen und Entwicklungen der Branche auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Der Messeveranstalter bietet z.B. zusammen mit Leadec auf dem Messegelände den Besuchern am 27.02.2018 einen NetworkingAbend, am zweiten Messeabend findet für geladenen Gäste das Fest der Möglichmacher statt. www.inservfm.de Die Inservfm Messe und Kongress für Facility Management und Industrieservice findet vom 27. Februar bis zum 1. März 2018 in Frankfurt am Main statt.


10

INDUSTRIESERVICE - INSERVFM

www.b-und-i.de

Fortsetzung von Seite 9 „Zunächst entfernen wir manuell die groben Verschmutzungen. Anschließend wird mit einem alkalischen Reiniger vorgereinigt“, führt Wolfgang Büsing aus. Danach wird das eigentliche Reinigungsmittel durch Düsen mechanisch auf die zu reinigenden Oberflächen aufgeschäumt. „Wenn beispielsweise Kalkablagerungen entfernt werden sollen, bringen wir einen säurehaltigen Reiniger zum Einsatz und lassen diesen etwa 20 Minuten einwirken. Nachdem der Schaum mit den abgelösten Verunreinigungen wieder abgespült wurde, stellen wir wieder einen neutralen pH-Wert her“, beschreibt Büsing das Verfahren. In der Lebensmittelindustrie ist zusätzlich der Arbeitsschritt Desinfektion nachgeschaltet. Eine weitere Methode der technischen Reinigung stellt das Verfahren mit Trockeneis dar, das sich

vor allem bei der Behandlung empfindlicher Oberflächen empfiehlt. „Mit Trockeneis-Pellets können auch unzugängliche Stellen mit einem optimalen Ergebnis gereinigt werden“, erklärt Büsing. Die Einsatzmöglichkeiten dieses Verfahrens sind vielfältig, ob im hochsensiblen Segment der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie oder der Automobilbranche - überall punkte die Methode durch ihre Kosteneffizienz und ihr sauberes Reinigungsergebnis. Bei der Trockeneisreinigung wird die zu reinigende Oberfläche mit tiefkalten Trockeneis-Pellets beschossen, die etwa die Größe eines Reiskorns aufweisen. „Das Material hat dabei eine Temperatur von minus 78 Grad Celsius und wird mit einem Druck zwischen 6 und 14 bar maschinell auf nahezu Schallgeschwindigkeit beschleunigt“, verdeutlicht Büsing das Verfahren.

Das Zusammenspiel von niedrigem Druck, alkalischem und säurehaltigem Reiniger sorgt beim Niederdruck-Heißreinigungsverfahren für ein überzeugendes Ergebnis, wie dieser Vorher-nachher-Vergleich zeigt.

Dieses Verfahren kombiniert also die Effekte des Aufpralls, der punktuellen Unterkühlung und der Volumenvergrößerung durch den Wechsel des Aggregatzustandes. Zusammen sorgen sie dafür, dass unerwünschte Beschichtungen und Beläge spröde werden und sich problemlos ablösen. Hintergrund: Beim Aufprall geht das Trockeneis direkt in den gasförmigen Aggregatzustand über, ohne zwischenzeitlich zu verflüssigen. „Das feste CO2 sublimiert und löst sich rückstandslos in Luft auf“, so Büsing. Bei diesem Wechsel des Aggregatzustandes wächst das Volumen der Pellets schlagartig an. Verschmutzungen werden dabei buchstäblich abgesprengt. Hinsichtlich der Entsorgung kann diese Reinigungsmethode ebenfalls überzeugen, denn anders als bei den meisten anderen Methoden der technischen Reinigung entstehen abgesehen von den entfernten Verunreinigungen - keine weiteren Abfälle, die entsorgt werden müssen. Außerdem kann in vielen Fällen die Reinigung während des laufenden Fertigungsprozesses erfolgen, wodurch Stillstandzeiten verringert werden. „Wir übernehmen die Verantwortung für die Reinigung von Maschinen, Anlagen und Ausrüstungen unserer Kunden. Dabei gewährleisten wir eine hohe Reinigungsqualität bei optimalem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Selbst in sensibelsten Bereichen der Lebensmittelindustrie und in Reinräumen unterstützen wir unsere Kunden seit Jahren mit sauberen Dienstleistungen“, fasst Büsing zusammen.

Erdal Sancar, Energiemanager bei Piepenbrock, sieht im Energiemanagementsystem einen entscheidenden Vorteil: „Durch den kontinuierlichen Prozess beschäftigen sich alle Beteiligten mit den strategischen und operativen Zielen des Unternehmens und tragen somit selbst zur Verbesserung der Energiebilanz bei.“

Dass der Gebäudedienstleister mit kurzen Vorlaufzeiten bundesweit für seine Auftraggeber aktiv werden könne, sei laut Büsing ein weiterer Grund, warum viele Industrieunternehmen bei der Reinigung ihrer Produktionstechnik auf Piepenbrock setzen.

Energiemanagement Neben dem Thema Reinigung geht es am Inservfm-Messestand von Piepenbrock auch um das Thema Energiemanagement, schließlich verpflichtet das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) Unternehmen dazu, entweder ein Energieaudit gemäß EN 16247 durchzuführen, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzuführen oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS

Fokus Gebäudemanagement Infraserv Höchst ist deutschlandweit aktiv Der Industriedienstleister Infraserv Höchst ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Mit mehr als 120 Produktionsanlagen, Laborgebäuden und einer aufwendigen Technik ist dies einer der größten Standorte der Chemie- und Pharmaindustrie in Europa. Für viele der mehr als 90 Unternehmen am Standort, die rund 22.000 Mitarbeiter beschäftigen, erbringt Infraserv Höchst Dienstleistungen im Bereich Facility Management. Weniger bekannt ist , dass die Fachkräfte des Dienstleisters auch außerhalb des Industrieparks aktiv sind - und das deutschlandweit. Als Standortbetreiber des Industrieparks Höchst verfügt Infraserv Höchst über viel Erfahrung im chemisch-pharmazeutischen Umfeld. So gehört es für die Experten des Dienstleisters z.B. zum Tagesgeschäft, beim Gebäudemanagement die besonderen Anforderungen in Forschungs- und Laborbereichen zu erfüllen. Im Bereich Facility Management liegt ein besonderer Schwerpunkt beim Objektbetrieb. Zu den Leistungen des technischen Gebäudemanagements gehören unter anderem der Betrieb und die Instandhaltung der Anlagen, die Störungsbehebung sowie die technische Optimierung. Das infrastrukturelle Gebäudemanagement beinhaltet unter

anderem Reinigungsarbeiten, Winterdienst oder auch Grünpflanzenpflege in Gebäuden. Wie breit der Dienstleister insgesamt aufgestellt ist, zeigt sich am Beispiel des Wissenschaftsund Technologieunternehmens Merck KGaA in Darmstadt. Der Industriedienstleister betreibt im Bereich Facility Management insgesamt 42 Verwaltungsgebäude inner- und außerhalb des MerckWerkgeländes, 680 Werkswohnungen und eine Kindertagesstätte. Auf einer Gesamtfläche von circa 200.000 Quadratmetern im Bereich der Verwaltungsgebäude und circa 50.000 Quadratmetern bei den Werkswohnungen übernimmt Infraserv Höchst sowohl

Die Experten können bereits beim Neubau in die Planungen eingebunden werden. Sie kümmern sich aber auch im Tagesgeschäft um Energiemanagement, Anlagenbetrieb und Instandhaltung. Bild: Infraserv Höchst

das technische, als auch das infrastrukturelle Gebäudemanagement. Neben Unternehmen aus dem Pharma- und Chemiebereich gehört auch die US-Army zu den Kunden. In Wiesbaden-Erbenheim übernehmen die Spezialisten das technische Gebäudemanagement für das zentrale Verwaltungsgebäude sowie das Rechenzentrum der Clay-Kaserne. Für den optimierten Betrieb von Gebäuden setzt Infraserv Höchst unter anderem auch eine moderne Gebäudeleittechnik ein. Das Facility Management übernimmt dabei den kompletten Be-

Februar 2018

trieb der Gebäudeleittechnik und sorgt laut Dienstleister mit Überwachung, Bedienung, Management sowie bei Bedarf auch Optimierung für Produktionssicherheit, Energieeffizienz und Kostentransparenz. Die Anlagen und Funktionen werden dabei mittels eines Building Management Cockpits überwacht. Das zentrale Monitoring aller Systeme und erforderlichen Aktivitäten mündet abschließend in ein umfassendes Reporting. Inservfm 2018 Halle 11, Stand D21 www.infraserv.com

zu implementieren. Die Vorgaben des EDL-G betreffen dabei alle Firmen, die mehr als 250 Mitarbeitern beschäftigen und mehr als 50 Millionen Euro Umsatz oder eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro aufweisen. Zu den Unterschieden: Das Energieaudit findet alle vier Jahre statt. Es ermittelt punktuell den Status quo des Energieverbrauchs, wobei laut Norm mindestens 90 Prozent der Verbräuche von Kraftstoffen, Wärme sowie elektrischer Energie erfasst werden müssen. Die Ergebnisse des Audits kann das Unternehmen in seine Investitionsentscheidungen einbeziehen, um die Energieeffizienz zu verbessern.

Auditieren oder zertifizieren? „Der wirtschaftliche Nutzen des Energieaudits sollte nicht unterschätzt werden“, ist Erdal Sancar, Energiemanager bei Piepenbrock, überzeugt. Er führt weiter aus: „Sehen Unternehmen die Erfüllung des EDL-G allerdings als lästige Pflicht an, hat das Audit den Vorteil, dass es nur alle vier Jahre durchgeführt wird. Das ist ein entscheidender Unterschied zum Energiemanagementsystem.“ Die Einführung und Nutzung eines Energiemanagementsystems ist im Gegensatz hierzu ein umfassender Ansatz und hilft einem Unternehmen, seine Energiepolitik zu gestalten. „Es ist ein aktives, kontinuierliches Steuerungstool und integriert Planungsprozesse, Messungen, Kontrollen und Korrekturen“, führt Sancar weiter aus. „Durch den kontinuierlichen Prozess beschäftigen sich alle Beteiligten mit den strategischen und operativen Zielen des Unternehmens und tragen somit selbst zur Verbesserung der Energiebilanz bei.“ Sein abschließender Tipp ist gleichzeitig eine Warnung: „Wer bis jetzt noch nicht gehandelt hat, sollte sich beeilen, denn es drohen empfindliche Bußgelder.“ Inservfm 2018 Halle 11, Stand E21 www.piepenbrock.de


Wenn Sie denken, Facility Management

bietet Ihnen keine Perspektive:

Besuchen Sie uns auf der INservFM Halle 11 – Allee der Möglichmacher

Bei den Möglichmachern erfahren Sie, welche prickelnden Chancen sich für Ihr Unternehmen eröffnen.

10 Jahre FM – Die Möglichmacher www.fm-die-moeglichmacher.de

Eine Initiative von:


12

INDUSTRIESERVICE - INSERVFM

www.b-und-i.de

Februar 2018

Wartungsintervalle optimal planen Schaeffler zeigt Predictive-Maintenance-Lösungen auf der Inservfm Predictive Maintenance erweitert das konventionelle Condition Monitoring um den Blick in die Zukunft. Wie diese vorausschauende Instandhaltung funktioniert und wie sich damit die Kosten reduzieren lassen, veranschaulicht Schaeffler mit seinen Lösungen auf Basis des Antriebsstrangs 4.0. Mit dem Antriebsstrang 4.0 entwickelte das Unternehmen ein Grundkonzept zur Digitalisierung und Überwachung von Motor-Getriebe-Anwendungen. Das Konzept vernetzt bestehende Technik mit digitalen Services. „Condition Monitoring gibt Auskunft über den aktuellen Zustand einer Maschine. Predictive Maintenance hingegen blickt in die Zukunft und ermöglicht die Vorhersage des optimalen Wartungszeitpunkts“, erklärt Dr. Hans-Willi Keßler, Leiter Service Business Development bei Schaeffler.

Das Herzstück sind die in den Antrieb integrierten zahlreichen Sensoren, Messgeräte und Aktoren, wie beispielsweise die neueste Generation des Schwingungsanalysesystems FAG Smartcheck oder des Schmierstoffgebers FAG Concept2. Eine geeignete IT-Infrastruktur für auf diesem Konzept basierende Industrie-4.0-Anwendungen bietet das Smart Ecosystem dieses Herstellers. Dabei handelt es sich um ein offenes System, das - wie die Spezialisten von Schaeffler betonen - über höchste Datensicherheitsstandards verfügt. Die

flexible Architektur ermögliche einen ausbaufähigen und anwendungsspezifischen Einstieg in die Industrie-4.0-Welt. Die Infrastruktur reicht von sensorisierten Komponenten über digitale Services bis hin zu konkreten Lösungspaketen.

Smart mit digitalen Services Smarte Komponenten sind die „Enabler“ der digitalen Services. Sie sammeln Daten, die anschließend an die Cloud über-

Sauberkeit von A bis Z ... ... unter diesem Motto präsentiert sich Nilfisk auf der Inservfm Der Reinigungsgerätehersteller Nilfisk präsentiert auf der Messe laut eigenen Aussagen besonders effiziente und zugleich ressourcenschonende sowie ergonomische Lösungen für alle Bereiche der professionellen Reinigungstechnik. Zu den Highlights am Stand B40 in Halle 11.0 gehören mehrere Scheuersaugmaschinen, Gewerbesauger sowie Hochdruckreiniger. Gezeigt wird am Inservfm-Messestand von Nilfisk unter anderem die Scheuersaugmaschine SC500 mit der „REV-Technologie“ zur orbitalen Reinigung. Das oszillierende Schrubbdeck entwickelt dabei, so der Hersteller, deutlich höhere physikalische Kräfte und greift den Schmutz von allen Seiten an. Auf diese Weise werden bessere Reinigungsergebnisse erreicht. Das Wirkprinzip überträgt dabei die Reinigungslösung über die volle Breite des Pads auf den Boden - und das, ohne die Flüssigkeit herauszuschleudern. Dank eines um bis zu 50 Prozent reduzierten Wasserverbrauchs verlängert sich die mögliche Einsatzdauer. Weniger Wasser bedeutet aber auch weniger Reinigungsmittelverbrauch. Zu sehen sein wird außerdem die kompakte Aufsitz-Scheuersaugmaschine SC6000, die vor allem für die Reinigung großer Flächen gedacht ist: Mit einer Arbeitsbreite bis 101,6 Zentimetern, einer Ge-

Bei der Scheuersaugmaschine SC250 beseitigen die zylindrischen Bürsten nicht nur feinen Staub, sondern auch grobe und harte Verschmutzungen.

Der Kaltwasser-Hochdruckreiniger MC 4M ist laut Hersteller mit einem langlebigen Messingzylinderkopf bestückt und in fünf Ausführungen erhältlich. Bilder: Nilfisk

schwindigkeit von bis zu neun Kilometern pro Stunde und 190Liter-Frisch-/Schmutzwassertanks erreicht sie eine theoretische Flächenleistung von bis zu 9.450 Quadratmetern in der Stunde. Die Maschine verfügt über ein integriertes Smartflow-System, also eine automatische Anpassung der Wasser-/Reinigungsmitteldosierung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit. Außerdem ist sie mit dem Reinigungsmitteldosiersystem Ecoflex ausgestattet. Interessant, nicht nur für Instandhalter: Die integrierte Maschinendiagnose trägt laut Hersteller zur Senkung der Servicekosten bei. Für kleinere Flächen ist die batteriegetriebene Scheuersaugmaschine SC250 gedacht, die sich unter anderem durch ihr geringes Arbeitsgeräusch von 66 Dezibel auszeichnet. Bis zu 40 Minuten am Stück kann damit laut Hersteller gearbeitet werden, wenn die Lithiumbatterie voll geladen ist. Die Scheuersaugmaschine hat

außerdem einen verstellbaren Schubbügel, was das Erreichen von schwer zugänglichen Stellen möglich macht. Im Griff ist ein Display zur Bedienung integriert. Am Stand präsentiert wird auch der Gewerbesauger VP300 HEPA EU2, der mit einem Geräuschpegel von 50 Dezibel auch für die Tagesreinigung in sensiblen Bereichen geeignet ist. Der serienmäßige HEPA-Filter säubert hierbei die Abluft. Für die Saugleistung ist eine Saugturbine mit 900 Watt verantwortlich. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen des Saugers, der eine Hauptfilterfläche von 2.600 Quadratzentimetern aufweist, gehören ein abnehmbares Netzkabel in Signalfarbe, ein Saugrohr aus Aluminium sowie eine Kombi-Bodendüse.

„Schaumparty“ sorgt für Sauberkeit Im Bereich Hochdruckreinigung steht der mobile MC 4M im Mittelpunkt. Das externe Schaumsprühersystem des KaltwasserHochdruckreinigers punktet laut Hersteller bei hartnäckigen Verschmutzungen und ermöglicht eine Erhöhung des Düsendrucks um bis zu 20 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungssystemen mit Injektor. Die dadurch erzielte Effizienz reduziere den Zeitaufwand und somit Betriebskosten wie Wasser, Reinigungsmittel oder Strom. Der Hochdruckreiniger erreicht maximal 180 bar Druck bei einer Pumpendrehzahl von bis zu 1.450 Umdrehungen pro Minute. Inservfm 2018 Halle 11.0, Stand B40 www.nilfisk.de

Der Antriebsstrang 4.0 ermöglicht als Grundkonzept zur Digitalisierung und Überwachung von Motor-Getriebe-Anwendungen die optimale Planung von Wartungsintervallen. Bild: Schaeffler

mittelt und dort mithilfe von digitalen Services analysiert und ausgewertet werden. Der „ConditionAnalyzer“ erkennt beispielsweise Veränderungen in den Schwingungsmustern von Aggregaten und hilft Betreibern, frühzeitig auf entstehende Schäden zu reagieren. Der Service „LifetimeAnalyzer“ hingegen ermöglicht die Berechnung der nominellen Restlaufzeit von Wälzlagern und Linearführungen, abhängig von der realen Belastung im Betrieb. Somit stehen dem Betreiber wichtige Informationen

zum aktuellen und künftigen Maschinenzustand zur Verfügung. Auf dieser Grundlage ist eine bedarfsgerechte Planung von Instandhaltungsmaßnahmen und damit eine frühzeitige Reaktion auf entstehende Schäden möglich. In einem zweiten Schritt können auf dieser Datenbasis sogar einzelne Komponenten und ganze Maschinen für die jeweilige Beanspruchung völlig neu konstruiert und ausgelegt werden. Inservfm 2018 Halle 11.0, Stand B39 www.schaeffler.de

Ultimo kann es jetzt auch per App Um Prozesse effizient abwickeln sowie neue Informationsquellen managen und integrieren zu können, benötigen FacilityManager nicht nur ein benutzerfreundliches, sondern auch ein flexibel zu nutzendes CAFMSystem. Als solches verstehen die Spezialisten von Ultimo die neueste Version ihrer Software, des CAFM-Systems Ultimo Facility Management, das als OnPremise-Anwendung (Installation auf dem eigenen Server) und als SaaS-Anwendung (Software zur Miete über eine Cloud) angeboten wird. Die Anwendung bietet unter anderem eine individuell anpassbare Startseite und Dashboards. Der Nutzer ist also in der Lage, die Fenster nach seinen eigenen Vorstellungen einzurichten und zu nutzen. Überarbeitungen und Anpassungen gab es auch im Modul Selfservice. Der Nutzer kann damit seinen Kunden ermöglichen,

noch einfacher Wünsche, Beschwerden, Informationsgesuche und Serviceaufträge an ihn einzureichen und ihren Status zu kontrollieren. Der mitgelieferte Wissensbaum versieht die Kunden des Nutzers außerdem mit einer Wissensdatenbank, mit der sie selbstständig bestimmte Probleme lösen können und somit den Druck vom Backoffice vermindern. Ergänzen lässt sich das CAFMSystem durch die zugehörige App Ultimo Go: Anwender sind damit in der Lage, vor Ort Informationen aus Ultimo zurate zu ziehen, Inspektionen durchzuführen, Meldungen einzugeben und Aufträge zu erledigen - und zwar unabhängig davon, ob eine Internetverbindung vorhanden ist oder nicht. Übrigens ist Ultimo mit dieser Lösung auch auf der Maintenance in Dortmund. Inservfm 2018 Halle 11, Stand A10 www.ultimo.com/de

Die neueste Softwareversion bietet nicht nur diverse Verbesserungen bei der Abwicklung eingehender Meldungen im Servicedesk, sondern beispielsweise auch mehr Möglichkeiten für einen Anwendungsverwalter, um selbstständig Anpassungen durchzuführen. Bild: Ultimo


INDUSTRIESERVICE - INSERVFM

Februar 2018

Wohin geht die Reise im Industrieservice? Professor Dr. Kerstin Seeger über Märkte, Partner und Perspektiven Im Dezember des vergangenen Jahres sprach Frau Professor Dr. Kerstin Seeger von Performance Consulting beim Jahresabschlusstreffen des Wirtschaftsverbands für Industrieservice (WVIS) über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Bereich des Industrieservice. Professor Seeger, die unter anderem die wissenschaftliche Leitung für die Durchführung der Marktstudie „Branchen- und Kundenmonitor 2017“ des WVIS innehat, nahm hierbei unter anderem Bezug auf eine aktuelle Blitzumfrage, die im vergangenen November und Dezember durchgeführt wurde. Im Interview mit B&I erklärt sie die Details. Frau Professor Seeger, bevor wir auf die Ergebnisse der Blitzumfrage eingehen, können Sie die wichtigsten Ergebnisse des Branchen- und Kundenmonitors noch einmal zusammenfassen? Zum ersten Mal wurden bei dieser Markterhebung zum Industrieservice nicht nur die Anbieter, sondern auch die Kunden von Industriedienstleistern befragt, sodass die Aussagekraft der aktuellen Untersuchung größer ist. Klar ist, dass der Industrieservice einen hohen Wertbeitrag leistet, um die Effizienz und Effektivität der internen Prozesse zu verbessern. Dieser Aussage stimmen 98 Prozent der befragten Kunden voll oder weitgehend zu. Sehr hoch ist auch der absolute Wert für die Aussage: „Der Industrieservice bringt einen hohen Wertbeitrag für die Industrie.“ Genau 86 Prozent der Befragten stimmen voll oder zum Teil der Aussage zu, dass der Industrieservice dazu beiträgt, die Produktion am Standort Deutschland zu sichern. Und 85 Prozent der befragten Unternehmen sind der Überzeugung, die Leistungen des Industrieservice tragen dazu bei, die Qualität der jeweiligen Produkte zu verbessern. Die Kunden äußern sich also ausgesprochen positiv. Das ist richtig. Rund 98 Prozent der befragten Industrieunternehmen sagen, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Industrieservice wichtig für die Qualität der Leistung ist. Dabei sieht die Industrie für die Zukunft insbesondere eine weiter steigende Bedeutung bei den Themen IT-/Datensicherheit und fachliche Kompetenz. Aktuell gehört die Instandhaltung bei 59 Prozent der Dienstleistungsunternehmen zu den wichtigsten Dienstleistungen. Mit steigenden oder stark steigenden Umsätzen rechnen die Dienstleister in den kommenden drei Jahren aber in den Bereichen Softwarelösungen, Qualitätssicherung/ Überwachung und auch im Bereich Instandhaltung. Die Themen Engineering, Beratung/Planung und Personaldienstleistungen bieten ebenfalls ein hohes Potenzial. Wie sieht es mit dem Thema Industrie 4.0 aus? Dass der Industrieservice gute Aussichten bei diesem Zukunftsthemen hat, liegt am möglichen Innovationstempo: Als Spezialisten können die IndustrieserviceUnternehmen Expertenwissen im Bereich Industrie 4.0 viel schneller und intensiver aufbauen und

dieses in die Industrieunternehmen einbringen. Viele bieten bereits heute hoch spezialisierte kundenspezifische Dienstleistungen an. Rund 60 Prozent der Dienstleister setzen hier auch auf Lösungen aus dem Bereich Industrie 4.0, so ein weiteres Ergebnis des Branchenmonitors. Das bedeutet aber auch: 40 Prozent sind hier noch nicht aktiv. Verbesserungspotenzial gibt es beispielsweise beim Schaffen von Prozessen zur Entwicklung innovativer Dienstleistungen. Einig sind sich aber die Befragten, dass das Thema Industrie 4.0 in den Unternehmen mit hoher Priorität

behandelt wird. 80 Prozent stimmten dieser Aussage zu. Dabei wird die Vernetzung und in der Folge auch die Bindung zwischen Firmen und Dienstleistern immer enger. Kurz gesagt: Der Industrieservice befähigt die Industrie, sich aktuellen Themen wie Industrie 4.0 zu stellen. Und der Bedarf ist groß. Dies zeigte sich auch bei der durchgeführten Blitzumfrage, wo wir die Themen Industrie 4.0, Fachkräftemangel und Compliance im Fokus hatten. Das Thema Fachkräftemangel als potenzielles Wachstumshemm-

Für den Branchen- und Kundenmonitor wurden rund 120 Unternehmen befragt, die Hälfte hiervon waren Dienstleister, die andere Hälfte ihre Kunden. Bild: WVIS

www.b-und-i.de

13

Im „WVIS Branchenmonitor 2017 - Marktanalyse des Industrieservice und Industriekunden in Deutschland“ wurden erstmals auch die Kunden des Industrieservice befragt. „Mit einem sehr guten Rücklauf“, wie Prof. Dr. Kerstin Seeger, die den Branchenmonitor und die aktuelle Blitzbefragung wissenschaftlich begleitete, bestätigt. Bild: B&I

nis wurde auch im Branchenmonitor angesprochen? Es ist ein Thema, das die Branche massiv bewegt. 80 Prozent der Unternehmen, die sich an der Blitzumfrage beteiligt haben, klagen über den Mangel an geeignetem Personal. Wir erwarten für 2018 weitere Engpässe, der Markt ist leer gefegt, die Rekrutierung erfahrener Mitarbeiter im Bereich Service und Montage wird immer schwieriger - dies sind nur drei exemplarische Zitate aus der aktuellen Blitzumfrage, welche die Stimmung widerspiegeln. Schon jetzt ist übrigens erkennbar, dass die Besetzung von offenen Stellen derzeit länger dauert als in der Vergangenheit - ebenfalls ein klares Zeichen für den sich immer klarer zeigenden Fachkräftemangel. Die Unternehmen müssen sich darauf einstellen. Einige können schon jetzt nicht mehr die hohe Nachfrage im Markt bedienen, einfach weil sie nicht die personellen Ressourcen haben. Manche können auch aus diesem Grund ihre selbst ge-

setzten Umsatzziele nicht erreichen. Wie sollen die Unternehmen dem Fachkräftemangel begegnen? Obwohl wir diese Frage bei der Blitzumfrage nicht explizit gestellt haben, bekamen wir zahlreiche Antworten bei den offenen Fragen hierzu, wie die Firmen damit umgehen. Viele sehen in der eigenen Ausbildung und natürlich auch in der internen Weiterbildung eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Zudem verstärken sie ihre Aktivitäten im Bereich der Rekrutierung. Gleichzeitig versuchen Firmen ihre Marke als Arbeitgeber, das sogenannte Employer Branding (dt. Arbeitgebermarkenbildung), zu stärken und darüber hinaus auch die Mitarbeiterbindung zu erhöhen. Denn eines ist klar: Es genügt nicht, neue Mitarbeiter zu gewinnen, sondern die eigenen müssen auch gehalten werden. Weiter auf Seite 14

ALLES UNTER KONTROLLE MIETEN SIE 100% ÖLFREIE DRUCKLUFT.

AERZEN RENTAL ist der Spezialist für die Vermietung von 100% ölfreien, elektrisch betriebenen Gebläsen und Kompressoren. Engagement, Kompetenz und Schnelligkeit zeichnet unseren Service aus. Ein Anruf bei der Hotline 24/7 genügt, um für Sie einen Notfallplan zu entwickeln und auszuführen. AERZEN RENTAL bietet Komplettlösungen auch für Ihren Prozess – inklusive der notwendigen Peripherie wie Verrohrung, elektrischen Anschlüssen und der Druckluftaufbereitung. Auch individuelle Lösungen zur Einbindung der Maschinen in Ihr Leitsystem sind möglich. Das gewährt Kontinuität und Betriebssicherheit z.B. bei Revisionen, Installationen oder Prozessversuchen. Aerzen Rental Division, 24h-Hotline +31 26 44 64 723 info@aerzenrental.com, www.aerzenrental.com

ARD-quer_210x148.indd 2

RENTAL DIVISION

24.01.18 10:17


14

INDUSTRIESERVICE - INSERVFM

www.b-und-i.de

Februar 2018

Sichere Arbeitsplätze mit Karrierepotenzial Initiative „Die Möglichmacher“ thematisiert Digitalisierung und Nachwuchsgewinnung Sieben Unternehmen der Initiative „Die Möglichmacher“ sind auf der diesjährigen Inservfm wieder als Aussteller dabei. Neben den eigenen Messeständen auf der „Allee der Möglichmacher“ steht der gemeinsame Recruiting-Stand der Initiative im Mittelpunkt: Hier informieren die Unternehmen über Karrieremöglichkeiten in der Branche und in ihrer eigenen Jobbörse über freie Stellen. Facility Management steht für eine anhaltend hohe Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern aller Einstiegs- und Hierarchiestufen. Daher ist es der Initiative „Die Möglichmacher“ besonders wichtig, die vielfältigen Karrierechancen der Branche aufzuzeigen und engagierte Nachwuchs-, Fachund Führungskräfte zu gewinnen. Auf der Messe in Frankfurt sprechen die Möglichmacher deshalb auf ihrem gemeinsamen Karriere-Stand Schüler, Studenten, Absolventen, Berufseinsteiger und

Digital in die Zukunft Die Digitalisierung bietet zahlreiche neue Chancen und Möglichkeiten im Facility Management. Apleona HSG wird auf der diesjährigen Inservfm in Frankfurt am Main einen Fokus auf digitale Lösungen legen. Das Unternehmen hat die Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen zu einem wichtigen Wachstumsthema erklärt und arbeitet an zahlreichen zukunftsorientierten Projekten. Apleona HSG präsentiert sich in der Messehalle am Stand E20 (Allee der Möglichmacher). www.apleona.com

Fachkräfte mit Berufserfahrung gleichermaßen an, um sie für die Branche sowie die vielseitigen Berufe und Entwicklungsmöglichkeiten zu begeistern.

Digitalisierung ist das Leitthema Ein Einstieg bei einem der großen Dienstleister ist dabei nicht nur für Facility-Management-Spezialisten interessant. Auch für Kandidaten aus anderen Bereichen wie beispielsweise Informatik, Ökologie, BWL, Jura, Finanz-/Immobilien-/ Energiemanagement oder Logistik gibt es vielfältige Chancen. Darüber hinaus bieten alle Möglichmacher-Unternehmen Ausbildungsprogramme in gewerblichen und kaufmännischen Berufen. Veranstaltungen mit Hochschulen, Berufsinformationszentren der Bundesagentur für Arbeit sowie das Engagement in verschiedenen Initiativen, die z.B. auch Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen, sind nur einige Beispiele gemeinsamer Recruitingaktivitäten. Digitalisierung steht als Leitthema der Messe ebenfalls im Fokus der Initiative. Auf der „Allee der Möglichmacher“ zeigen die Mitglieder auf ihren Messeständen

Mobiles Facility Management mit SAP Der mobile Connector von Oxando ist eine offene Plattform, die - wie der Anbieter betont - sich dafür eignet, sämtliche Geschäftsprozesse des SAP zu mobilisieren. Dabei lässt sich die mobile Infrastruktur flexibel anpassen und erweitern. Hierbei werden alle Prozesse von der gleichen Plattform überwacht und gesteuert. Das wiederum spart Kosten. Die Asset-Management-Lösung des Unternehmens wiederum ist die passende Applikation, um auf dieser Plattform alle SAP-Prozesse in der Instandhaltung abwickeln zu können und im FacilityManagement-Umfeld mobil zu arbeiten. Da die Lösung per Plug and Play im SAP integriert werden kann und keine weitere Infrastruktur

benötigt wird, sind die laufenden Betriebskosten minimal, betonen die Verantwortlichen des Unternehmens und verweisen außerdem auf die intuitiven Oberflächen und Abläufe. So sind keine aufwendigen Schulungen notwendig. Mit der mobilen Lösung können die Facility Manager nicht nur alle Daten bei der Durchführung der Aufträge erfassen, sondern die mobile Lösung unterstützt auch mit standardisierten Vorgaben die Durchführung von Inspektionen und Wartungen. Tipp: Mehr zu Oxando gibt es auch im Sonderteil zur Maintenance in Dortmund in dieser Ausgabe der B&I. Inservfm 2018 Halle 11, Stand B43 www.oxando.com

Bild: Oxando

ganzheitliche Strategien, die Investoren, Eigentümer und Nutzer gleichermaßen dabei unterstützen, das sich hier bietende Potenzial umfassend auszuschöpfen. „Digitalisierung gehört als Megatrend unseres Zeitalters auf die strategische Agenda jedes Unternehmens. Sie eröffnet unserer Branche völlig neue Möglichkeiten und leistet einen zunehmend unverzichtbaren Beitrag zur Wertschöpfung“, ist Ralf Hempel, Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Initiative, überzeugt. Die Möglichmacher präsentieren hierbei Lösungen, die Arbeitsabläufe optimieren, Ressourcen einsparen und mehr Transparenz schaffen. Sie zeigen außerdem digitale Services und Automatisierungs-

Fortsetzung von Seite 13 Was raten Sie? Zunächst einmal gilt es die Personalplanung entsprechend anzupassen und sich klar zu werden, dass die Besetzung von freiwerden Stellen oder neuer Stellen bei einer entsprechenden Wachstumsstrategie länger dauert. Die Firmen müssen also früher beginnen und mehr Geduld haben. Und die Unternehmen müssen aus- und weiterbilden - und das gilt für das eigene, bereits vorhandene Personal und aber auch für Neueinstellungen, d.h. wenn Bewerber nicht voll dem Anforderungsprofil entsprechen, müssen Firmen überlegen, ob sie diese nicht entsprechend schulen und weiterbilden. Eine positive Entwicklung hierbei ist, dass die Instandhaltung mittlerweile an Ansehen gewonnen hat und weiter gewinnt. Ein Teilnehmer an der Blitzumfrage fasste dies mit der Aussage „die Instandhaltung wird sexy“ zusammen. Auch wenn dieses Zitat vielleicht übertrieben ist, so hat sich das Bild der Branche insgesamt doch zum Positiven hin entwickelt. Die große Bedeutung der Instandhaltung beispielsweise in Bezug auf das Thema Industrie 4.0 und die zahlreichen neuen technischen Möglichkeiten beispielsweise durch Augmented Reality oder andere Technologien fördern diese positive Entwicklung und machen die Branche interessant für Einund Umsteiger. Industrie 4.0 ist aber durchaus eine Herausforderung. Richtig. Denn gibt es bereits eine enge Vernetzung und Bindung zwischen einem potenziellen Kunden und einem Dienstleister, wird es für einen anderen Dienstleister immer schwerer, sich hier als interessante Alternative zu po-

„Die Vielfalt der im Facility Management gefragten Berufe und Qualifikationen ist groß“, betont Dr. Christine Sasse, Vorsitzende des Personalleiterkreises der Möglichmacher, und fährt fort: „Einstiegs- und Karrierechancen sind dabei für gewerbliche Fachkräfte ebenso gegeben wie für akademisch ausgebildeten Nachwuchs oder Quereinsteiger. Gefragt sind Teamplayer mit Führungsqualitäten, die einen sicheren Arbeitsplatz mit spannenden Aufgaben und schnellen Entwicklungsmöglichkeiten suchen.“ Bild: Die Möglichmacher

techniken, die bei einer werterhaltenden Immobilienbewirtschaftung fundierte Entscheidungsgrundlagen und somit echten Mehrwert bieten. Diese Lösungen stellen die Möglichmacher

unter anderem auch in Expertenvorträgen in Messeforum und dem begleitenden Kongress vor. Inservfm 2018 Halle 11.0, Stand E38 www.fm-die-moeglichmacher.de

sitionieren. Das bedeutet: Aufgrund dieser Entwicklung lässt sich der eigene Umsatz, den Dienstleister mit ihren Kunden bereits machen, zwar ziemlich gut absichern. Andererseits wird es aber immer schwieriger, neue Felder und Kunden zu gewinnen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, hier früh auf den Zug aufzuspringen und die Felder in diesem Bereich zu besetzen, bevor es andere tun.

wert zur Verfügung stellen“, fasst dies gut zusammen.

Wie äußerten sich die Befragten in der Blitzumfrage hierzu? Ein einheitliches Stimmungsbild hierzu gab es nicht. Einige stimmten der Aussage zu, dass dieses Thema noch nicht bei den Kunden angekommen ist bzw. sie dieses noch nicht wirklich auf der Agenda haben. Natürlich gibt es hier zwischen den unterschiedlichen Kundengruppen große Unterschiede und zwar nicht nur in Abhängigkeit von der Branche, sondern auch von der Größe. Großunternehmen sind beim Thema Industrie 4.0 in aller Regel weiter als der Mittelstand. „Unsere Kunden sind an dem Thema interessiert, allerdings erwarten wir für 2018 noch keine konkreten Projekte“, so eine weitere exemplarische Aussage bei der Blitzumfrage. Andere erwarten hingegen deutliche Investitionen in diesem Bereich. Wissensmanagement, der Austausch digitaler Hersteller- und Instandhaltungsinformationen, digitaler Service, herstellerunabhängige Plattformlösungen, KPI-Steuerung dies sind einige Projekte, die in diesem Zusammenhang genannt werden. Die Aussage aus der Blitzbefragung „Wir müssen unseren Kunden durch Digitalisierung intelligentere Produkte mit Mehr-

Zu guter Letzt noch zu den Trendthemen Arbeitssicherheit und fachliche Kompetenz, die Sie in der Blitzumfrage berücksichtigt haben. Wie äußerten sich die Befragten dazu? Die fachliche Kompetenz ist eine doppelte Herausforderung für die Dienstleister, die eng mit dem Fachkräftemangel zusammenhängt. Denn einerseits fordern die Kunden der Industrieservicedienstleister eine hohe fachliche Kompetenz. Diese hohen Anforderungen werden durch die Herausforderungen der Digitalisierung noch verstärkt. Andererseits ist und wird es für die Dienstleister immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden. Der Arbeitssicherheit wird immer noch eine hohe Bedeutung zugewiesen, vor allem in der Prozessindustrie. Das bedeutet: Die Anzahl der Unfälle muss weiter reduziert werden bzw. auf dem niedrigen Niveau, das man bereits erreicht hat, gehalten werden. Zudem müssen die Folgen in Bezug auf die Arbeitssicherheit, die der Einsatz neuer Technologien wie zum Beispiel von Augmented Reality mit sich bringt, abgeschätzt werden. Compliance, also das Sicherstellen der Regelkonformität durch das Einhalten von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes, ist ebenfalls eine Herausforderung - nicht nur, aber eben auch für die Dienstleister. Rund zwei Drittel der Teilnehmer an der Blitzumfrage äußerten sich dementsprechend. Unter anderem ist die Haftung bei digitalen Services hier ein Problem, das in diesem Zusammenhang genannt wurde. www.wvis.eu www.performance-consulting.de


F Februar 2018

INDUSTRIESERVICE - INSERVFM

Effektiv reinigen aus sicherer Entfernung Neue Techniken sorgen dafür, dass man sich nicht im Gefahrenbereich aufhalten muss Im Mai 2014 hat das Unternehmen Trimet die Voerde Aluminium GmbH übernommen und damit seine Produktionskapazität für Primäraluminium deutlich ausgebaut. In der Aluminiumhütte und der angrenzenden Anodenfabrik arbeiten insgesamt 300 Mitarbeiter. Unlängst sollte in ebendiesem Aluminiumwerk eine industrielle Reinigung durchgeführt werden - eine herausfordernde Aufgabe. Produktionsstätten von Aluminium haben nämlich, bedingt durch die Herstellung mittels elektrischer Stoffumwandlung, der Elektrolyse, so ihre Eigenheiten. Konkret sollten eine der Luftreinhaltungsanlagen in der Anodenfabrik sowie die des Brennofens von Teer-Pech-Rückständen aus dem Herstellungsprozess befreit werden. Die Spezialisten von Lobbe Industrieservice haben hierfür eine eigene Konstruktion zur Reinigung der Verbindungsrohre zwischen den beiden Rauchgasanlagen eingesetzt - und das aus gutem Grund. Aluminium kommt beispielsweise in der Luftfahrtindustrie, zum Bau von Automotoren oder im Haushalt als Folie zum Einsatz. Doch die Gewinnung von Aluminium ist nicht ganz einfach. Zunächst einmal kommt es als Bauxit in Tonerde vor. Statt durch Hitze wie bei Eisenerz wird das reine Aluminium aber durch eine Elektrolyse gewonnen. Dazu benötigt man, ähnlich wie bei einer Batterie, einen Pluspol, die Anode, und einen Minuspol, die Kathode. Natürlich sind die Dimensionen der Anode und der Kathode in diesem Fall beträchtlich größer als die Ausmaße einer herkömmlichen Batterie. Hinzu kommt, dass die Anoden Verbrauchsmaterialien sind. Sie schmelzen innerhalb von drei Wochen bei dem elektrolytischen Prozess. Trimet Aluminium in Voerde stellt genau solche Anoden her und zwar aus Pech, Petrolkoks und Stäuben, die zu einer festen Masse verbunden werden. In die Öffnungen der gigantischen Blöcke werden dann leitende Stäbe eingebracht, die Pins, um ein Spannungsfeld zwischen Anode und Kathode zu erzeugen. Dieses Spannungsfeld wiederum erzeugt Temperaturen von rund

Das ist eine der beiden Luftreinhaltungsanlagen, die von den Industriedienstleistern im November des vergangenen Jahres gereinigt wurden. Bilder: Lobbe

960 Grad Celsius und löst die in einem Salzbad befindliche Tonerde in Aluminum und Sauerstoff auf. Sauerstoff und Kohlenstoff der Anode verbinden sich anschließend zu Kohlendioxid. Die Gase und die Tonerde-Stäube, die bei dem Prozess entstehen, werden durch Rauchgaseinrichtungen geführt, durch Wassernebel gekühlt und durch einen Filter aus Säcken gereinigt.

Von Zeit zu Zeit müssen allerdings die Luftreinhaltungsanlagen der Anodenfabrik sowie die des Brennofens von den Teer- und Pech-Rückständen, die im Herstellungsprozess anfallen, befreit werden. Diesen Auftrag hatte der Industriedienstleister Lobbe Industrieservice. Im November des vergangenen Jahres sollte eine Reinigung an Bereichen des Brennofens, an einer der beiden Luftreinhaltungsanlagen sowie an verschiedenen Verbindungsrohren vorgenommen werden. Dazu wurde zum einen ein Tankwaschkopf an zwei Halterungen befestigt und durch das gekrümmte Abgasrohr zwischen beiden Rauchgasfiltern gezogen. Um den Waschkopf nicht zu beschädigen, hat Lobbe Industrieservice dazu eine käfigartige Konstruktion angefertigt. Der Waschkopf liegt darin frei um seine Achse beweglich. Der Rückstoß des Wassers mit 1.000 bar versetzt den Arm des Tankwaschkopfes nun in eine Drehbewegung um seine eigene Achse.

CWS-boco bringt System in den Waschraum Der Experte für Waschraumhygiene CWS-boco thematisiert auf der Inservfm in Frankfurt vom 27. Februar bis zum 1. März in Halle 11, Stand E31, nachhaltige Hygienelösungen und ganzheitliche Konzepte für den Waschraumbereich, die nicht nur, aber eben auch für FM-Dienstleister von Bedeutung sind. Und das ist sinnvoll, denn die Waschräume sind ein wichtiger Aspekt für das betriebliche Gesundheitsmanagementsystem der Kunden, die betreut werden. Bild: CWS-boco

Die Ausstattung und Sauberkeit der Waschräume haben Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit und auf die Zufriedenheit mit dem Facility Management. Daneben spielen auch die Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine wichtige Rolle, daher ermöglicht es CWS-boco seinen Kunden nach eigenen Aussagen, Waschräume umweltfreundlich auszustatten und zu betreiben. Inservfm 2018 Halle 11, Stand E31 www.cws-boco.de

Ohne diese Reinigungstechniken hätte ein Mitarbeiter in das gekrümmte Rohr einsteigen und händisch tätig werden müssen.

Zusätzlich dreht sich der Korpus des Tankwaschkopfes um sich selbst. Diese Drehung um zwei Achsen sorgt dafür, dass der austretende Wasserstrahl jeden Punkt der Rohr- oder Behälterwand erreicht. Eine Magnetbremse im Inneren des Waschkopfgehäuses sorgt für eine konstante Rotationsgeschwindigkeit. „Uns ging es in allererster Linie um den Arbeitsschutz. Immerhin wird mit Wasserhöchstdruck in Bereichen von 1.000 bar gearbeitet. Durch die Käfigkonstruktion halten sich die entsprechenden Facharbeiter außerhalb des Gefahrenbereiches auf“, erklärt Dr. Reinhard Eisermann, der Geschäftsführer von Lobbe Industrieservice. Ein Tankwaschkopf wird üblicherweise zur Reinigung von großen Vorrats- und Lagerbehältern, wie sie auch auf Raffinerien zu finden sind, eingesetzt. Diese Neukon-

Mit dem Tankwaschkopf können auch schwer zugängliche Stellen effektiv gereinigt werden. Damit der Waschkopf nicht beschädigt wird, schützt ihn eine käfigartige Konstruktion.

struktion eignet sich in der Aluminiumproduktion allerdings auch für gekrümmte Rohre. „Mit diesem technischen Hilfsmittel muss keiner unserer Mitarbeiter mehr in das großvolumige Rohr steigen, sondern kann den Tankwaschkopf aus sicherer Entfernung positionieren und steuern“, verdeutlicht Dr. Eisermann die Verbesserung.

Düsengröße, -winkel und -anordnung Für einen nachhaltigen Reinigungseffekt ist die Auswahl der Düsengröße und der Winkel der Düsenanordnung entscheidend für die Reinigungsleistung schließlich sollen alle Innenwände des Rohres sauber werden. In diesem Fall setzten die Spezialisten von Lobbe eine große Kanalreinigungsdüse ein, die hier zur Reinigung einer großen Abgasleitung genutzt wurde. Diese verfügt über zehn versetzt angeordnete Hochdruckdüsen, aus denen das Wasser austritt. Da ein Sicherheitsnetz vor die Öffnung des Rohres angebracht ist, kann diese Kanalreinigungsdüse von außen durch den Hohlraum gezogen werden. Wichtig dabei: Auch bei diesem Schritt befinden sich die Facharbeiter, die die Kanalreinigungsdüse positionieren, außerhalb des Gefahrenbereiches. Zum Einsatz kam außerdem ein Saug-Druck-Tankfahrzeug. Dieses verfügt nicht nur über eine Vakuumpumpe, sondern auch über eine Hochdruckpumpe, die einen Wasserdruck von bis zu 1.000 bar erzeugen kann. Zudem ist ein Wassertank von 3.000 Liter Fassungsvermögen installiert, um das von einem Hydranten aufgenommene Wasser zunächst ausgasen zu lassen. Das verschmutzte Wasser von der Reinigung wird vom gleichen Fahrzeug wiederaufgenommen und in einen Tank mit sechs Millimeter Wandstärke aus DuplexStahl gesaugt. Anschließend wird das Brauchwasser zunächst in Mulden gepumpt. Wenn sich die Feststoffe dort in der Mulde abgesetzt haben, wird zu guter Letzt die Flüssigkeit an der Oberfläche abgesaugt und in spezialisierten Annahmestellen entsorgt. www.lobbe.de


Messe und Kongress für Facility Management und Industrieservice Frankfurt am Main, 27.02. – 01.03.2018

Schaffen Sie Platz für Effizienz! Individuelle Lösungen für Facility Management und Industrieservice finden Sie auf der INservFM!

Unterstützt von:

In Kooperation mit:

Medienkooperationen:

gestic stenfreies Ta o k r Ih h ic s Sichern Sie en /eintrittskart inservfm.de

ket:


Wolff Publishing

Sonderteil Condition Monitoring

ISSN

1864-4554

info@b-und-i.de www.b-und-i.de

Februar 2018 DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Ein Condition-Monitoring-System hilft bei den Containerbrücken, Stillstände zu vermeiden, Wartungsaufgaben präziser zu formulieren und Geld einzusparen. Bild: Eurogate/Vielmo

Jeder Stillstand kostet Unsummen Der Hamburger Hafen ist der größte Containerhafen in Deutschland und der drittgrößte in Europa. Wehe, wenn hier die Containerbrücken ausfallen: Kein Container kommt dann mehr auf das Hafenkai. Die Kosten für Hafenbetreiber und die Reedereien bei so einem Ausfall sind immens. Deshalb setzt man hier auf eine kontinuierliche Zustandsüberwachung. Sie wirken, wenn sie sich über die Weltmeere bewegen, langsam und behäbig - die riesigen Containerschiffe, die tagtäglich am Hamburger Hafen anlanden. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen, denn die weltweite Logistik ist eng getaktet und dementsprechend schnell muss es an Land dann auch gehen: Ladung löschen, Ladung aufnehmen und auslaufen. Das ist der Takt der Logistik. Wenn aber das Löschen der Ladung nicht möglich ist, beispielsweise weil der Kran ein Maschinenproblem hat, dann kommt dieser enge Terminplan der ausgebuchten Containerschiffe außer Takt - und das ist teuer, denn jede Minute kostet bares Geld: Sechsstellige Ausgleichssummen und mehr können bei mittel- bis langfristigen Ausfällen anfallen. Kein Wunder, dass also der Hafenbetreiber und die Reedereien ein

hohes Interesse haben, dass die Krananlagen, die zum Be- und Entladen genutzt werden, funktionieren - und das rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Um Ausfälle und Stillstandzeiten zu vermeiden, setzen beispielsweise die Verantwortlichen von Eurogate am Hamburger Hafen auf eine Überwachung aller kritischen Bauteile bei den Kranen. Das Gemeinschaftsunternehmen Eurogate wurde im September 1999 gegründet. Seitdem hat es sich mit elf Terminal-Standorten zu Europas größtem reedereiunabhängigem Containerterminal-Betreiber entwickelt. Allerdings ist so ein Hafenkran ein durchaus komplexes System mit sehr vielen kritischen Elementen, die sowohl einzeln wie auch in der Summe ein enormes Schädigungspotenzial mit sich führen, wie folgendes Praxisbeispiel zeigt.

So wurde zwar zur Zustandsüberwachung einer konkreten Containerbrücke ein einfaches, temporäres CMS installiert. Bereits kurz nach Installation der CM-Technik fiel aber das Getriebe an zwei Kränen aus. Diagnose: Lagerschaden an der vierten Getriebewelle. Nach mehreren Tests an einem Testgetriebe (u.a. Nothalt mit Überlast) zeigte sich, dass die Getriebe verstärkt werden müssen, um dem maximalen Drehmoment von 500.000 Nm dauerhaft standhalten zu können. Dennoch gab es weitere Probleme, sodass in der Folgezeit weitere sieben Getriebe ausgetauscht werden mussten. Der Kranführer machte erneut auf das Auftreten von abnormalen Schwingungen aufmerksam. Und in der Tat: Es gab ein sicheres Indiz für einen erneuten baldigen Getriebeausfall. Weiter auf Seite 18

Mittel- oder langfristig könnte der PreflightCheck für unbemannte Flugobjekte entfallen. Warum dies so ist, lesen Sie im unten stehenden Beitrag. Bild: Lufthansa Technik

Condition Monitoring für Drohnen Jetzt wird ein bewährtes Vorgehen aus der bemannten Luftfahrt auch für unbemannte Fluggeräte zugänglich: „SafeDrone by Lufthansa Technik“ nennt sich der neue Onlineservice von Lufthansa Technik, mit dem Hersteller und User den technischen Zustand ihrer Drohnen nach einer Mission überwachen können. Dabei werden datenbasierte Analysen für flugkritische Komponenten wie Batterien, Flight Controller, Motoren und Propeller von Drohnen ermöglicht. Die für die zustandsabhängige Fehleranalyse notwendigen Flugund Sensordaten werden hierbei über den Flight Controller ausgelesen und standardisiert an eine spezielle Plattform übermittelt. Dadurch werden Laufzeiten von Komponenten erfasst und systemspezifische Analysen ermöglicht. So können beispielsweise komplexe Vibrationsmuster eines Quadrokopters über die gesamte Lebensdauer erkannt und einem bestimmten Fehlertyp zugeordnet werden. So lässt sich ein unbalancierter Propeller ebenso erkennen wie gelockerte Schraubverbindungen zwischen Motor und Gehäuse. Zunächst werden nur die neuen Modelle der Drohnenhersteller Aerialtronics, germandrones und Matternet unterstützt. Das Modell H520 von Yuneec soll noch hinzukommen, ebenso wie Modelle von weiteren Herstellern. Drohnenbetreiber profitieren von den zustandsbezogenen Analysen und Reparaturen. Diese erfolgen nicht mehr verfrüht oder reaktiv, sondern zum bestmöglichen Zeitpunkt. Außerdem werden so Wartungsprogramme effektiver. www.safe-drone.com/de/


18

www.b-und-i.de

Fortsetzung von Seite 17 Die Lautstärke bei hohen Lasten, maximaler Hebegeschwindigkeit und warmem Getriebe deuteten in die Richtung. Dies ging sogar so weit, dass zweimal die Containerbrücke komplett gesperrt werden musste. Nach der Demontage zeigte sich, dass der Kranfahrer recht behalten sollte. Die Schwingungsursache war ein verkippendes Zahnrad auf der Schaltwelle sowie ein Lager mit auffälligen Laufspuren im Außenring und auf den Wälzkörpern. Kein Wunder, dass die Maschine Ärger machte - dabei war sie gerade einmal 1.087 Stunden gelaufen. Ausgelegt ist sie für das 50-Fache. Es musste also einen Grund für die Destruktionen geben - und dieser war dann auch schnell gefunden: Die Anlagendimensionen waren mit einer Auslegung auf max. 500.000 Nm immer noch viel zu gering veranschlagt. Erneute Messungen unter Realbedingungen ergaben einen Spitzenwert von bis zu 930.000 Nm. Angesichts dieses Szenarios stellt sich die berechtigte Frage nach der Sinnhaftigkeit des installierten CMSystems. Wären die Lagerschäden nicht abwendbar gewesen? Ein genauer Blick auf die Messdaten

CONDITION MONITORING

Immer wieder gab es Probleme bei den Getrieben, denn die Anlagendimensionen waren mit einer Auslegung auf max. 500.000 Nm deutlich zu gering veranschlagt. Messungen ergaben Spitzenwerte von bis zu 930.000 Nm. Mit einem CMS geht man nun diesen Phänomenen auf den Grund.

verriet, dass die Daten des eingesetzten CM-Systems keine wirkliche Aussagekraft besaßen. Lediglich Langzeittrendverläufe wurden aufgezeichnet, jedoch keine Spektren oder synchrone Kurzzeitbetrachtungen. Um endgültig störungsfreie Laufzeiten sicherstellen zu können, wurde ein komplett neues, umfassendes CMS benötigt. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass die neuen Datensätze einwandfrei interpretiert werden und eine verlässliche Aussage über mögliche bevorstehende Ausfälle oder Wartungsarbeiten getroffen werden können. Da die Spitzenkräfte vor allem bei Bremsvorgängen, gerade bei Nothalten, auftraten, waren die An-

forderungen an das neue System hoch, denn es wurde vermutet, dass zeitliche Unterschiede in der Systemantwort zu den genannten Problemen am Getriebe führen könnten. Die Betriebsbremse und die Motoren bekamen zwar theoretisch zeitgleich das Signal „Stop“, aber durch verzögerte Antworten im System konnte es sein, dass der Master-Motor schon anhielt, während der Slave-Motor noch drehte und die Betriebsbremse schon bremste. Dadurch konnten die bekannten Fehlbelastungen am Getriebe entstehen und möglicherweise würden sich durch Veränderungen an der Steuerung diese Unterschiede auch ausmerzen lassen - so die Theorie. Diese Zusammenhänge sollten

Auch an der Bremse wurden entsprechende Messsensoren angebracht. Bilder: Prüftechnik

Februar 2018

Die Temperatur bei Stillstand des Getriebes ist um ungefähr acht Grad Celsius gesunken und gleichzeitig sind die Spitzenwerte angestiegen.

nun durch entsprechende Messungen überprüft und validiert werden. Hierfür wurde auch die Expertise von Fachleuten benötigt, um die gewonnenen Messdaten richtig auswerten zu können. Die Verantwortlichen wandten sich an Prüftechnik, den bayerischen Spezialisten für Condition Monitoring, der nicht nur die hoch spezialisierte Messtechnik liefern, sondern auch mit dem entsprechenden Know-how im unternehmenseigenen Monitoring Center aufwarten konnte. Zur dauerhaften Überwachung der Containerbrücke wurde das CM-System Vibguard eingesetzt. Es verfügt über 20 synchrone Kanäle, wobei jeder Kanal mehrere Messdaten auf einmal aufnimmt. Somit sind alle kritischen Messstellen an Motor und Getriebe abgedeckt. Insgesamt kommen alle 20 Kanäle zum Einsatz und zwar 12 für die Überwachung der Schwingbeschleunigung, vier für Spannungen (indirekte Kräftemessung), drei für das Drehmoment und eine für die Temperatur. Der permanente Datenstrom des CM-Systems wird von einem Industrie-PC zwischengespeichert und dann per GSM-Verbindung als E-Mail in die Cloud des Monitoring Centers von Prüftechnik geschickt. Dort werden die Messdaten von zertifizierten Schwingungsspezialisten (ISO CAT I – III) analysiert und ausgewertet. Die Verantwortlichen von Eurogate bekommen während des störungsfreien Regelbetriebs regelmäßige Reports über den aktuellen Maschinenzustand als EMail. Gleichzeitig erhält der Containerbrückeneigner alle relevanten Kennwerte sowie Alarmmeldungen direkt via CAN-BUS Verbindung in sein Leitsystem und kann direkt vor Ort eingreifen, um mögliche Schadenspotenziale umgehend zu prüfen bzw. im konkreten Fall direkt zu beheben. In umgekehrter Weise wird das

Die Messtechnik kommt direkt an den betroffenen Stellen zum Einsatz, unter anderem zur Drehmomentmessung am Motor.

Vibguard-System ebenfalls via CAN-BUS Verbindung mit Informationen zur jeweiligen Verfahrenssituation des Krans und der dazugehörigen Belastung versorgt. Die einzelnen Trendverläufe und Spektren lassen sehr tief in den aktuellen Zustand der Maschine blicken. Somit konnte bereits nach kurzer Zeit eine mögliche Ursache für die erhöhten Schwingungswerte der Vergangenheit ausgemacht werden. Signifikant war hier die Auswertung der Öltemperatur im Vergleich zur Schwingungsbeschleunigung am Hauptgetriebe. Hier zeigte sich, dass sich mit dem Absinken der Öltemperatur auf einen Wert unter ca. 20 Grad Celsius die Schmiereigenschaften erheblich änderten und dies massiven Einfluss auf das Maschinenverhalten nahm.

Ein Problem: Zu niedrige Öltemperatur Als Gegenmaßnahme wurde eine Heizung zur kontinuierlichen Erwärmung des Ölbads eingerichtet, sodass die Öltemperatur auch im Stillstand und bei tiefen Außentemperaturen nicht mehr unter das kritische Minimum sinken kann. Außerdem laufen derzeit auch Wartungsarbeiten, um die Maschinen- und Steuerungsparameter an den Bremsen anhand der Messergebnisse neu zu justieren. Welche konkreten Erfolge sich daraus dann ableiten lassen, werden zukünftige Messungen zeigen. Zeigen wird sich auch, ob eine neue Ölsorte mit anderen Kälteeigenschaften notwendig ist. Auch das muss im konkreten Fall noch geprüft werden. Gegebenenfalls können die Temperaturschwankungen natürlich auch einen ebenso großen Effekt auf Lager und Zahnräder im Getriebe direkt haben, wodurch sich Stoßanregungen - eventuell ohne Einfluss der Öltemperatur - ergeben können. Die Schwingungsmessungen mit Vibguard und die Zusammenarbeit mit dem Prüftechnik Monitoring Center werden dafür noch weiter ausgebaut und auf weitere Containerbrücken übernommen. So könnten auch dort verlässlich Stillstandzeiten verhindert werden. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand B10-4 www.pruftechnik.com


Februar 2018

CONDITION MONITORING

www.b-und-i.de

19

CM an wälzgelagerten Getrieben im Wandel Dr. Rainer Wirth von der GfM Ăźber Schäden, Schwingungen und Diagnose Industrielle Antriebe gehĂśren zu den technischen Einrichtungen, von denen man stillschweigend hohe Zuverlässigkeit und VerfĂźgbarkeit erwartet. Doch auch Antriebe unterliegen wie alle Maschinen SchädigungseinflĂźssen, die zu ungeplanten Stillständen und schlieĂ&#x;lich zu StĂśrungen im Produktionsprozess fĂźhren kĂśnnen. Gerade in der Antriebstechnik lohnt sich deshalb die vorausschauende Instandhaltung, bei der sich Instandsetzungszeitpunkt und Instandsetzungsumfang am tatsächlichen diagnostizierten Schädigungszustand orientieren. Ergänzend zu den einschlägigen WartungsmaĂ&#x;nahmen hilft Condition Monitoring, also die permanente automatisierte Maschinendiagnose auf der Grundlage von Schwingungsanalysen, UnregelmäĂ&#x;igkeiten so frĂźhzeitig zu erkennen, dass die Anzahl ungeplanter Stillstände signifikant vermindert wird. Als Nebeneffekt werden Informationen zu Schadenentstehung und Schädigungsabläufen gesammelt, die dann zur Verbesserung von technischen Anlagen genutzt werden kĂśnnen. Ein direkter monetärer Nutzen von Condition Monitoring ergibt sich nach Sturm (Sturm, F.A.: Anlagenmanagement. VGB Power Tech Service GmbH, Essen, 2013) aus der Reduktion der Stillstandzeiten, der Reduktion der Instandhaltungskosten, der Verringerung der Ăœberstunden, der Reduktion von Personal- und Materialkosten sowie der Verringerung des Ersatzteilbestands. Bei einigen technischen Einrichtungen, beispielsweise bei Windenergieanlagen, wird Condition Monitoring durch Versicherer gefordert bzw. durch entsprechende Nachlässe bei den Prämien gefĂśrdert.

Historische Entwicklung NatĂźrlich gab es schon immer Menschen, die UnregelmäĂ&#x;igkeiten an Maschinen hĂśren oder fĂźhlen und entstehende Schäden mit erstaunlicher Präzision vorhersagen kĂśnnen. Doch dies setzt nicht nur einen immensen Erfahrungsschatz voraus, sondern auch, dass man sich in entscheidenden Betriebssituationen in der Nähe zum Antrieb befindet. Doch Personal kostet Geld. Was lag also näher, als Menschen bei Ăœberwachungsaufgaben mithilfe geeigneter Instrumente zu unterstĂźtzen? Spätestens seit den Sechzigerjahren gibt es die schwingungsbasierte ZustandsĂźberwachung fĂźr mechanische Antriebe mithilfe von Messgeräten. Anfangs wurden lediglich KenngrĂśĂ&#x;en aus Off-

Schwingungsmessgerät Typ 11000 des Herstellers VEB RFT MeĂ&#x;elektronik Dresden mit Beschleunigungsaufnehmer KD 35, Foto aus den 1970er-Jahren. Bilder: Wirth

linemessungen im Monats- oder Wochenrhythmus Ăźberwacht. Dabei ging man davon aus, dass KenngrĂśĂ&#x;en repräsentativ fĂźr den Laufzustand eines Antriebs bzw. fĂźr auftretende Schäden seien. Oft wurde das bloĂ&#x;e Ansteigen einer KenngrĂśĂ&#x;e im Zuge einer TrendĂźberwachung als Indikator fĂźr eine Anomalie genutzt. In den Siebziger- und Achtzigerjahren wurden Anstrengungen unternommen, die Maschinendiagnose zu einem praxistauglichen Produkt zu entwickeln und industriell breit einzusetzen. Dazu wurden die gemessenen Signale auch auf ihre enthaltenen Frequenzen und die Signalform untersucht. Die Ăœbereinstimmung der Frequenz einer gemessenen Schwingung mit einer leicht auszurechnenden Schadensfrequenz lieferte eine detaillierte Aussage Ăźber die entstehende UnregelmäĂ&#x;igkeit. Die Systeme dieser Zeit waren aus heutiger Sicht geprägt durch mangelhafte Datenqualität und unzureichende AuflĂśsung bei der Visualisierung. Dies war dem damaligen Stand der Rechentechnik geschuldet und natĂźrlich seinerzeit nicht anders mĂśglich. In den Neunzigerjahren erlebten wir eine rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Rechentechnik. Dies wirkte sich auch auf die Maschinendiagnose aus. Nun war es mĂśglich, lange Zeitdatensätze mit hoher AuflĂśsung aufzuzeichnen und zu verarbeiten. Die Maschinendiagnose wurde da-

durch empfindlicher, präziser und fĂźhrte zu einer hĂśheren Diagnosezuverlässigkeit. Ebenfalls in den Neunzigerjahren gab es erste erfolgreiche praktische Ansätze auf dem Gebiet der Ferndiagnose. Digitale Telefonie und schnelle Datennetze erĂśffneten vollkommen neue MĂśglichkeiten - eine Entwicklung, die auch heute noch nicht abgeschlossen zu sein scheint. Nun ist kontinuierliche Online-Ăœberwachung mĂśglich, sofern eine automatisierte Messwertinterpretation eingerichtet wird.

Schäden an Antrieben Während wir von Antrieben VerfĂźgbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit fĂźr Mensch und Maschine fordern, setzen wir sie gleichzeitig einer Reihe von EinflĂźssen aus, die aus dem Normalbetrieb, aus Abweichungen vom Normalbetrieb oder aber aus externen EinflĂźssen wie benachbarten Anlagen resultieren kĂśnnen. Die Folge dieser EinflĂźsse ist, dass Schädigungsmechanismen wirken. Aus der Normalbeanspruchung resultieren VerschleiĂ&#x;, ErmĂźdung, Korrosion und Alterung. Ăœberbeanspruchung fĂźhrt zu abruptem Materialversagen wie Riss oder Bruch. Unter VerschleiĂ&#x; ist der Vorgang des fortschreitenden Materialverlustes aus der Oberflächenschicht eines festen KĂśrpers infolge Reibungskontakt mit einem anderen festen, flĂźssigen oder gasfĂśrmigen KĂśrper oder Stoff zu verstehen. Auch das bei Wälzlagern zu beobachtende Anschmieren ist im weitesten Sinne ein VerschleiĂ&#x;schaden. DemgegenĂźber wird als ErmĂźdung die Trennung von mikroskopischen und makroskopischen Stoffteilchen aus der Oberfläche bezeichnet, die durch Anrisse unter der Oberfläche, Rissfortschritt und Restbruch beim Abwälzen zweier kräftegebundener Oberflächen mit oder ohne Schlupf unter bestimmten mechanischen, thermischen und

Durch Condition Monitoring Ăźberwachtes Fahrwerk eines Krans in einem Stahlwerk.

chemischen Beanspruchungsbedingungen ausgelĂśst wird. Ebenfalls zu den ErmĂźdungsschäden gehĂśrt die Graufleckigkeit. Korrosion ist die durch elektrochemische oder chemische Reaktionen herbeigefĂźhrte Werkstoffveränderung an der Oberfläche und im inneren WerkstoffgefĂźge in bestimmter Umgebung. Bei Ăœberlagerung der wirkenden Reaktionen mit zusätzlichen mechanischen oder thermischen Belastungen treten Mischformen korrosionsmechanischer bzw. korrosionsthermischer Vorgänge auf, die zu weiteren typischen Werkstoffveränderungen fĂźhren. Alterung dagegen ist eine Gebrauchswertminderung unter zeitlich wirkenden EinflĂźssen. Insbesondere spielt Alterung fĂźr thermisch belastete Anlagen eine groĂ&#x;e Rolle. FĂźr mechanische Komponenten spielt Alterung bei sachgemäĂ&#x;em Gebrauch hingegen eine untergeordnete Rolle. Schmiermittel allerdings unterliegt der Alterung. Ein bislang weniger bekannter Schädigungsmechanismus ist das White Etching Crack (WEC) (auch White Etching Area, White Structure Flaking oder Brittle

Flaking). Charakteristisch ist eine weiĂ&#x; anätzende Strukturveränderung, eine Entkarbonisierung unterhalb der Laufbahnen von Wälzlagern. Momentan gibt es eine Reihe von Forschungsvorhaben zu dem Thema. Formal muss es vermutlich in die Rubrik Alterung eingeordnet werden. Stillstandsmarkierungen sind genau genommen eine Kombination aus zwei Schädigungsmechanismen. Von auĂ&#x;en eingetragene Wechselkräfte fĂźhren zu Mikrobewegungen zwischen mechanischen Bauteilen an im Stillstand befindlichen Antrieben. Sobald die zunächst in der Regel noch vorhandene Schmiermittelschicht verdrängt ist, kommt es zu metallischem Kontakt und ReibverschleiĂ&#x;. VerschleiĂ&#x;produkte lagern sich am Rand der Kontaktflächen an und fĂźhren zu Korrosion. Korrosionsprodukte sind oft sehr hart und dienen wiederum als Werkzeug fĂźr sekundäre Schädigungsprozesse. Riss und Bruch, aber auch EindrĂźckungen in Wälzlagerringe gehĂśren zu den Schäden, die Ăźblicherweise durch Gewaltnutzung entstehen. Weiter auf Seite 20

Tools Tools fĂźr fĂźr professionelle professionelle Instandhaltung Instandhaltung

TRUMMETER TRUMMETERÂŽÂŽ 



 

LEAKSHOOTER LEAKSHOOTERÂŽÂŽ    

   

   

VSHOOTER VSHOOTERÂŽÂŽ    

   

   

Jetzt Jetzt bestellen: bestellen: 0621 0621 3705-249 3705-249 VerschleiĂ&#x;schaden: Fressen, umlaufender Verzahnungsschaden.

ErmĂźdungsschaden am AuĂ&#x;enring eines Wälzlagers.

Ausbruch im Bereich der Passfeder an einer Welle.

www.hilger-kern.de www.hilger-kern.de

industrieelektronik@hilger-kern.de industrieelektronik@hilger-kern.de


20

CONDITION MONITORING

www.b-und-i.de

Fortsetzung von Seite 19 Alle Schädigungsmechanismen führen ab einer bestimmten quantitativen Ausprägung zu Schwingungen, die die Grundlage für die Maschinendiagnose bilden. Inwieweit und wie gut bestimmte physikalische Parameter für die Überwachung von Maschinen geeignet sind, wird im Folgenden beleuchtet.

Schwingungen überwachen? Warum? Der Begriff Condition Monitoring suggeriert grundsätzlich sehr viele verschiedene Mess- und Analysemethoden. Tatsächlich beschränkt sich die Maschinendiagnostik an mechanischen Antrieben zum Zweck der Frühfehlerdiagnose häufig auf die Analyse der mechanischen Schwingungen. Das resultiert daraus, dass Schwingungen sehr viele Informationen, insbesondere über mechanische Phänomene enthalten. Schwingungen breiten sich außerdem sehr gut aus und sind leicht zu messen und zu interpretieren. Stellen wir uns vor, die Laufbahn eines Wälzlageraußenrings enthält einen Fehler, z.B. einen Pittingschaden. Alle Wälzkörper passieren die Schadstelle und überrollen sie. Und weil die Schadstelle ganz sicher irgendwo eine Kante hat, erzeugt jeder einzelne Wälzkörper, der vorbeikommt, einen Stoß, wie wenn jemand mit einem Hammer auf den Wälzlageraußenring schlagen würde. Mit welcher Frequenz, also wie oft pro Sekunde die Stöße erzeugt werden, ergibt sich aus der Wälzlagerkinematik, den aus den Bauteilabmessungen resultierenden Bewegungsverhältnissen. Jeder Stoß bringt nun mehr oder weniger die ganze umgebende Maschinenstruktur zum Schwingen. Diese Schwingungen werden im Material gut weitergeleitet und sind auch in einiger Entfernung zuverlässig messbar. An Industriegetrieben gehört die Zahneingriffsschwingung zu den als normal akzeptierten Erscheinungen. Ist jedoch ein Zahn geschädigt, so verändert sich das Schwingungsbild. Die Zahneingriffsschwingung wird mit der Drehschwingung des geschädigten Zahnrads amplitudenmoduliert. Im Spektrum des Signals entstehen Seitenbänder. Und anhand der Frequenz lässt sich genau identifizieren, welches

Zahnrad betroffen ist. Sind an Industriegetrieben alle Zähne geschädigt oder liegt ein grundsätzlicher Montage- oder Konstruktionsfehler vor, so sind im Spektrum neben der Zahneingriffsfrequenz regelmäßig deren Vielfache nachweisbar. Anhand dieser wenigen Regeln sind aus dem Schwingungssignal eindeutige Rückschlüsse auf den Schädigungszustand eines Antriebs möglich. Die Messung erfolgt oft mit piezoelektrischen Beschleunigungssensoren. Diese sind hinreichend genau und decken einen sehr großen Messbereich ab. Außerdem sind sie robust, leicht zu installieren und preiswert. Kabellängen bis etwa 100 Meter sind absolut unproblematisch. Alternativ bieten sich Sensoren an, die direkt die Bewegungsform einer rotierenden Welle erfassen können. Hier ist der sensorische Aufwand etwas größer. Man gewinnt aber Diagnosezuverlässigkeit an langsam laufenden Wälzlagern.

Kenngrößenüberwachung Die Beschreibung des Maschinenzustands anhand von Kenngrößen ist seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts gebräuchlich und partiell erfolgreich. Zu den bekanntesten Anwendungen dürfte die inzwischen zurückgezogene VDI-Richtlinie 2056 gehören. Dort wurde der Effektivwert der Schwinggeschwindigkeit genutzt, um den Einfluss rotierender Maschinen auf die Fundamentierung zu beschreiben. Ergänzend ist die Überwachung des Effektivwerts der Schwingbeschleunigung interessant. Dort werden höherfrequente Erscheinungen deutlicher visualisiert. Effekte durch beginnende Wälzlagerunregelmäßigkeiten dagegen werden im Spitzenwert der Schwingbeschleunigung repräsentiert. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe spezieller Diagnosekenngrößen, meist für die Wälzlagerdiagnose, z.B. Crestfaktor, K(t), Kurtosis, SPM, Spike Energy, BCU, SEE. Die Überwachung von Kenngrößen liefert einen schnellen Überblick, lässt prinzipiell eine unmittelbare Reaktion zu und erfordert keine Kenntnis der kinematischen Zusammenhänge des

Ordnungsspektrum bei erkanntem Verzahnungsschaden.

Februar 2018

Schematische Darstellung: drehfrequenzsynchrone Schwingung zeit- und drehwinkelbasiert.

Antriebs. Diagnosetiefe und -zuverlässigkeit sind allerdings eingeschränkt. Schadensart und -ort sind in der Regel nicht eindeutig bestimmbar, abhängig von der Komplexität des Antriebs.

Frequenzselektive Überwachung Wesentlich aussagefähiger ist die frequenzselektive Überwachung von Schwingungen. Alle mechanischen Erreger in Antrieben, egal ob diese auf den normalen Betrieb oder auf Unregelmäßigkeiten zurückzuführen sind, haben eine bestimmte Frequenz, die in der Regel berechenbar und somit bekannt ist. Dass zwei verschiedene Phänomene dieselbe Frequenz besitzen und damit nicht unterschieden werden können, kommt zwar vor, ist aber eher selten der Fall. Und selbst dann kann man oft noch durch den Vergleich der Schwingungsamplituden an verschiedenen Messorten eine grobe Eingrenzung vornehmen. Kinematische Frequenzen sind die Drehfrequenzen der Wellen, die sich aus einer beliebigen bekannten Drehzahl - meist wird das die Antriebsdrehzahl sein - und den jeweiligen Übersetzungsverhältnissen der Getriebestufen ergeben. Für Getriebestufen benötigt man weiterhin die Zahneingriffsfrequenzen, für Planetenstufen außerdem die Überrollfrequenzen auf der Sonne, dem Planeten und dem Hohlrad. Für Wälzlager berechnet man die Überrollfrequenzen auf Innenring, Außenring und Wälzkörper sowie die Käfigrotationsfrequenz aus den geometrischen Wälzlagerdaten, soweit diese bekannt sind, oder man bekommt diese Daten fertig von den Wälzlagerherstellern. Analysewerkzeuge sind Kennfunktionen, das Spektrum zur Analyse energiereicher sinusförmiger Schwingungen sowie das Hüllkurvenspektrum (siehe Kasten) zur Analyse stoßimpulsförmiger Schwingungsereignisse. Folglich findet man Unwucht, Ausrichtfehler und Unregelmäßigkeiten an Verzahnungen im Spektrum, beginnende Wälzlagerschäden, Lagersitzprobleme und Wellenschäden dagegen im Hüllkurvenspektrum. Man ist heute in der Lage, Schwingungen sehr fein-

gliedrig zu analysieren. Der Vergleich der gemessenen mit den berechneten kinematischen Frequenzen verrät dann, welches Antriebselement welchen Schaden aufweist. Der Rückschluss auf den jeweiligen Verursacher anhand der kinematischen Frequenz ist in der Regel eindeutig. Schadensart und -ort sind damit exakt bestimmbar. Die frequenzselektive Überwachung erfordert das Sammeln und Verarbeiten einer gewissen Datenmenge und erfolgt damit zwangsläufig etwas zeitverzögert. Dabei sprechen wir von 60 bis 120 Sekunden. Zwingend erforderlich sind die Kenntnis der kinematischen Zusammenhänge des Antriebs sowie - abhängig von der Automatisierungstiefe des jeweiligen Systems - ein gewisses Maß an Diagnosewissen.

Ordnungsanalyse Die Frequenzanalyse basiert auf zeitsynchron erfassten Daten. Für drehzahlkonstant betriebene Antriebe ist das ausreichend. Da kinematisch bedingte Schwingungen jedoch nicht zeitsynchron, sondern drehzahlsynchron erzeugt werden, führt die Frequenzanalyse schon bei minimaler Drehzahlwelligkeit zur Verteilung von Spektralanteilen über einen mehr oder weniger großen Bereich von Spektrallinien. Für die Interpretation von Spektren ist das hinderlich. Vor 25 Jahren hat das weniger gestört. Antriebe liefen damals oft mit einigermaßen konstanter Drehzahl. Und Spektren wurden mit relativ wenigen Linien gebildet, sodass Drehzahlwellig-

keiten ein Verschmieren über nur wenige Spektrallinien bewirkten. Die Diagnose von Langsamläufern galt damals ohnehin als schwierig. Heute werden Spektren mit hoher Auflösung, also mit 32.768 Linien oder mehr gebildet. Schon sehr kleine Drehzahlwelligkeiten führen dazu, dass die Energie einer Schwingung auf so viele Spektrallinien verteilt wird, dass ein eindeutiger Nachweis praktisch nicht möglich ist. Eine Lösung liefert die Ordnungsanalyse. Schwingungen werden nicht zeitsynchron, sondern drehwinkelsynchron erfasst. Die von diesem Signal gebildeten Spektren nennt man Ordnungsspektren bzw. Hüllkurvenordnungsspektren. Es muss der Bezug zu einer Referenzwelle hergestellt werden, welche dann die Ordnung eins hat. Tatsächlich ist der praktizierte Weg, dass Schwingungen zeitsynchron erfasst werden und gleichzeitig der Verlauf der Drehzahl über der Zeit gespeichert wird. Auf der Basis des aufgezeichneten Drehzahlverlaufs wird das Schwingungssignal einer Neuabtastung unterzogen. Im oberen Bild auf dieser Seite sind schematisch der Drehwinkel von 0 bis 2π und ein drehsynchrones Schwingungssignal dargestellt. Nun wird das Schwingungssignal auf der Grundlage des Drehwinkelsignals neu berechnet, faktisch in Zeitrichtung gestreckt oder gestaucht, sodass letztlich ein drehwinkelsynchrones Signal entsteht. Dieses bildet nun die Grundlage für ein Spektrum. Für das Hüllkurvenordnungsspektrum geht man analog vor. Die Hüllkurvenanalyse muss vor diesem Prozess erfolgen. Die Erfassung der Drehzahl oder des Drehimpulses erfolgt über induktive Sensoren beispielsweise an Schraubenköpfen einer Kupplung oder über optische Sensoren und Reflexmarken. Um Drehzahländerungen möglichst genau zu erfassen, sollte die Drehzahl an der schnellsten Welle eines Antriebs gemessen werden. Im Ergebnis dieses Prozesses entstehen also zusätzlich zu Spektrum und Hüllkurvenspektrum das Ordnungsspektrum und das Hüllkurvenordnungsspektrum. So lassen sich sowohl zeitsynchrone als auch drehsynchrone Phänomene zuverlässig diagnostizieren. Weiter auf Seite 21

Condition-Monitoring-Systeme sind anspruchsvolle, komplexe Werkzeuge. Technologisch unterscheiden sie sich deutlich von herkömmlichen Schwingungsmesssystemen. Hier das Wasserfalldiagramm bei erkanntem Verzahnungsschaden.


Februar 2018

CONDITION MONITORING

www.b-und-i.de

21

digitaler Form und einfach interpretierbar zur Verfügung stehen. Diese Diagnosedaten wird man zweckmäßigerweise direkt der zuständigen Instandhaltungsabteilung zur Verfügung stellen. Da durch Schwingungsdiagnose Schäden in aller Regel so frühzeitig erkannt werden, dass ein sofortiges Stillsetzen der Anlage nicht erforderlich ist, wird es ausreichen, für die Produktion Diagnosedaten in weniger ausführlicher Form zu visualisieren.

Sowohl Online-Condition-Monitoring als auch Offlinemaschinendiagnose haben sich in den letzten 50 Jahren zum festen Bestandteil der zustandsorientierten Instandhaltung entwickelt. Die Kosten dafür werden in der Regel bereits durch einen einzigen vermiedenen Stillstand mehrfach amortisiert.

Deutlich komplexer als die Bildung von Spektren für die Maschinendiagnostik ist deren Bewertung. Bei Temperaturen, Drücken, Kräften oder Drehmomenten ist es üblich, Grenzwerte zu definieren, die sich aus Materialeigenschaften oder geometrischen Parametern berechnen lassen und leicht nachprüfbar sind.

Schlüssel für Industrie 4.0 Im Rahmen der Maschinendiagnose Grenzwerte für Schwingungsamplituden festzulegen, ist viel komplizierter oder gar unmöglich. Es ist absolut illusorisch, einen allgemeingültigen Zusammenhang zwischen der Höhe eines Peaks im Spektrum oder Hüllkurvenspektrum und einer mechanischen Schadensquantität herzustellen. So etwas gelingt nur in Einzelfällen an Antrieben, für die es belastbare Referenzwerte gibt, die dann meist auf hinreichend großen statistischen Massen beruhen. Auf der anderen Seite muss der erforderliche Zeitaufwand für die Betreuung jedes einzelnen Systems gering sein - sonst lohnt sich der Einsatz von Condition Monitoring nicht. Es ist wohl kaum vorstellbar, dass ein Instandhaltungsleiter einen Stab von speziell ausgebildeten Maschinendiagnostikern unterhält. Damit ConditionMonitoring-Systeme flächendeckend eingesetzt werden können, muss die Maschinendiagnose folglich so weit wie möglich automatisiert sein. Für die frequenzselektive Maschinendiagnostik sind heute verschiedene Ansätze zur Automatisierung üblich. Sehr verbreitet ist die Überwachung von Spektren auf Amplitudengrenzwerte. Werden diese manuell definiert, haben sie zwangsläufig subjektiven Charakter. Grenzwerte werden mitunter aber auch automatisch durch Lernalgorithmen auf der Basis von Referenzdaten generiert, wenn entsprechende Muster vorliegen. Die GfM hat mit einem ganz anderen Ansatz hervorragende Erfahrungen gemacht. Alle gebildeten Spektren - soweit möglich werden Ordnungsspektren genutzt - werden einer modifizierten

Signifikanzanalyse unterzogen, bei der auffällige Spektrallinien vollautomatisch extrahiert werden. Anschließend wird für diese auffälligen Spektrallinien lediglich überprüft, ob deren Frequenzen mit kinematischen Schadensmustern übereinstimmen. Die Signifikanzanalyse ist aus der mathematischen Statistik bekannt und wurde ursprünglich für die Bewertung großer statistischer Massen eingesetzt. DiesesVerfahren ist von Haus aus weitgehend unabhängig von der Belastung des Antriebs, funktioniert also unter Volllast ebenso wie im Teillastbetrieb. Die Ergebnisse sind so zuverlässig, dass auf manuelle Analysen zunächst verzichtet werden kann. Lediglich für die finale Instandhaltungsentscheidung - Weiterbetrieb oder Reparatur - wird die Entscheidung durch einen Menschen empfohlen, gegebenenfalls, aber nicht zwingend nach Gegenprüfung durch einen Diagnostiker. Dazu stehen verschiedene Werkzeuge wie Wasserfalldiagramm oder Spektrogramm zur Verfügung. Diese Form der sehr weitreichenden Automatisierung führt zu einem minimalen Betreuungsaufwand der Systeme und somit zu niedrigen laufenden Kosten. Eine sehr weitgehende Automatisierung ist die Grundlage für die Einbindung von Diagnoseaussagen in übergeordnete Systeme, beispielsweise in SCADA- oder ERP-Systeme. Dafür müssen Diagnosedaten, also Daten, die eine Diagnoseaussage repräsentieren, und eben nicht nur Sensordaten in

Installation und praktische Nutzung Die Installation eines ConditionMonitoring-Systems ist heute einfach und ohne besondere Qualifikation möglich. Schwingungssensoren werden am Maschinengehäuse falls möglich mittels Sackloch und Schraubverbindung oder sonst per Klebeverbindung befestigt. Das Verdrahten ist reine Elektrikerarbeit. Für die Konfigurierung eines CMS sind assistierende Eingabemasken üblich. So können die kinematischen Zusammenhänge komplexer Antriebe leicht im CMS abgebildet werden - eine Grundvoraussetzung, damit das CMS weiß, wonach es suchen muss. Diese Eingaben können mit Grundkenntnissen der Antriebstechnik gemacht werden. Spezielle Diagnosekenntnisse sind nicht erforderlich. Allein für die Instandhaltungsentscheidung, also wenn ein Antriebselement im CMS eindeutig und wiederholt als auffällig deklariert wird und nun entschieden werden muss, ob und wann eine Instandsetzung durchzuführen ist, wird man einen kompetenten Instandhalter zurate ziehen, der vor allem auch spezifische Sachkenntnis zur diagnostizierten Maschine besitzt. Doch dazu muss man kein eigenes Diagnosepersonal vorhalten. Eine eventuell gewünschte händische Beurteilung des Schädigungszustands kann durch externe Experten - im einfachsten Fall durch Servicemitarbeiter des Lieferanten des CMS - erfolgen. In den nächsten Jahren wird die Fähigkeit, Condition-MonitoringInformationen Industrie-4.0konform in übergeordnete Systeme einzubinden, ein entscheidender Gradmesser für die

Spektrogramm bei erkanntem Verzahnungsschaden.

Akzeptanz sein. Das wiederum erfordert die Automatisierung der Diagnose. Der von der GfM skizzierte Weg ist ein praktikabler Anfang. Zu erwarten ist, dass wei-

tere Verfahren vorgestellt werden. Dr. Rainer Wirth, Geschäftsführer der GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose, www.maschinendiagnose.de

Die Hüllkurvenanalyse im Detail Besondere Bedeutung im Zusammenhang mit Maschinensignalen hat der Stoßimpuls. Dieser entsteht als Folge von Wälzlagerschäden sowie anschlagender loser Teile. Der Stoßimpuls ist im weitesten Sinne ein Vorgang, dessen Amplitudenwerte nur innerhalb einer beschränkten Zeitspanne merklich von null abweichen. Fast ausschließlich durch Faltung werden Stoßimpulse vom Anregungsort fortgeleitet. Dabei wird die umgebende Struktur zum Schwingen mit ihren Eigenfrequenzen angeregt. Diese werden bis zur Maschinenoberfläche und damit bis zum Sensor geleitet. Man kann sich das anhand einer Glocke vorstellen. Schlägt man diese zweimal pro Sekunde an, so schwingt sie nicht etwa mit 2 Hertz, sondern mit ihrer Eigenfrequenz. Eine Schwingung mit

der Frequenz von 2 Hertz könnten wir ohnehin nicht hören. Jeder Stoßimpuls führt also zu einer Reaktion des schwingfähigen Systems Maschine. Unterzieht man dieses Signal direkt einer Spektralanalyse, findet man einige angeregte Eigenfrequenzen des Systems. Um aber das ursprüngliche Ereignis, nämlich die Stoßfolge, sichtbar machen zu können, bietet sich das Bilden der Hüllkurve und daraus die Berechnung des Hüllkurvenspektrums an. Die Hüllkurvenanalyse ist also ein Werkzeug, um harmonische Anregungen von Stoßanregungen zu unterscheiden. Im Hüllkurvenspektrum sieht man eindeutig die Stoßimpulswiederholfrequenz, die sich im Falle eines Wälzlagerschadens aus der entsprechenden kinematischen Frequenz ergibt.

Ideal für Transportüberwachungen, Belastungstests und Fehlerdiagnosen:

Datenlogger MSR165 für Schock und Vibration Schocküberwachung ± 15 g bzw. ± 200 g • bis zu 1Mrd. Messwerte Speicherkapazität • 1600 Messungen/s • Sensoren für Temperatur, Feuchte, Druck, Licht • Li-Po-Akku 900mAh Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne! www.msr.ch


22

M E S S - & Ăœ B E R WAC H U N G S T E C H N I K

www.b-und-i.de

Februar 2018

Schwingungen sind wie ein Fingerabdruck Wie sich Schwingungsmuster, Vibrationen und StĂśĂ&#x;e erfassen und auswerten lassen Bei allen mechanischen Bewegungen entstehen charakteristische Schwingungs- oder Vibrationsmuster. Diese wiederum lassen sich nutzen, um eine Anlage zu Ăźberwachen und zu optimieren. Dabei lassen sich Miniatur-Datenlogger einsetzen, die unter anderem die vorhandenen Schwingungsmuster, Vibrationen und StĂśĂ&#x;e erfassen und abspeichern. Mit einer entsprechenden Software lassen sich diese Informationen und Daten analysieren und dokumentieren. Die Datenlogger eignen sich aber auch, um die physikalischen Einwirkungen auf TransportgĂźter (Beschleunigung, Temperatur, relative Feuchte, Luftdruck, Licht) zu erfassen und zu speichern. Die Miniatur-Datenlogger MSR165 von MSR Electronics kommen in verschiedensten Branchen und an den unterschiedlichsten Maschi-

nen und Anlagen zum Einsatz. Die gerade einmal daumengroĂ&#x;en Logger erfassen Schwingungen, StĂśĂ&#x;e und Vibrationen.

8 <37(')77()7<

POWER YOUR &

METALWORKING

FĂźr alle, die wollen, dass sich was dreht. 20. Internationale Messe fĂźr Technologien der Metallbearbeitung

DREH- UND ANGELPUNKTE!

METALWORKING QUALITY AREA MEDICAL AREA MOULDING AREA ADDITIVE MANUFACTURING AREA Die Kongresse und Seminare unserer Kooperationspartner : ANWENDUNGSFORUM SĂ&#x201E;GETECHNIK 20.02.2018

()#% 7&#&7)' 20.-24.02.2018

SCHLEIFSEMINAR ISF DORTMUND 22.-23.02.2018

FORUM SPANNTECHNIK 21.02.2018

Weitere Informationen unter: metav.de Eine Messe des

ErmĂśglicht wird dies durch ein hochauďŹ&#x201A;Ăśsendes 3-Achsen-Digital-Accelerometer. Dank dieser Sensorik ist das Gerät in der Lage, bis zu fĂźnf Jahre lang 1.600 Messungen pro Sekunde durchzufĂźhren und dabei alle drei Raumachsen (x, y, z) zu berĂźcksichtigen. Dabei ist dieser Logger in der Lage, Schockbelastungen und Vibrationen von Âą15 g zu erfassen. VerfĂźgbar ist aber auch ein erweiterter Messbereich von Âą200 g (g = Erdbeschleunigung 9,81 m/s2). Letztgenannter Messbereich ist immer dann von Nutzen, wenn es darum geht, Belastungen aufzuzeichnen, in denen plĂśtzlich sehr groĂ&#x;e Kräfte auftreten. Die Datenaufzeichnung des 3Achsen-Beschleunigungssensors beginnt wahlweise dann, wenn ein Beschleunigungsschwellwert Ăźberschritten wird oder zu einem bestimmten Zeitpunkt. Besonders clever: 32 Messwerte werden bereits vor dem Schockereignis aufgezeichnet, damit bei einer gAnalyse auch die Vorgeschichte des Schocks betrachtet werden kann. Der Anwender weiĂ&#x; so also nicht nur, dass ein harter StoĂ&#x; erfolgte, sondern erkennt auch dessen genauen zeitlichen Ablauf. Die Geräte lassen sich natĂźrlich auch nutzen, um die charakteristischen Schwingungsmuster einer gut funktionierenden Maschine oder Anlage aufzuzeichnen. Auf diese Weise bekommt man also eine Art â&#x20AC;&#x17E;Fingerabdruckâ&#x20AC;&#x153;. Dieses Schwingungsbild lässt sich dann beispielsweise mit dem Schwingungsbild einer baugleichen Anlage vergleichen. Oder man nutzt dieses fĂźr einen Vergleich des Schwingungsbilds Ăźber einen längeren Zeitraum hinweg. Dabei werden die Schwingungsbilder ein und derselben Maschine oder Anlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander verglichen - eine besonders sinnvolle Methode, wenn Fehler oder Ungenauigkeiten sich häufen. Ă&#x153;brigens kĂśnnen parallel zu diesen Beschleunigungswerten auch die Temperatur, die Feuchte, der Druck und die Lichtstärke gemessen und aufgezeichnet werden. Der MSR165 ist fĂźr den Einsatz in Langzeitbetrieb gedacht. Bereits in der Standardversion lassen sich dank eines Lithium-PolymerAkkus mit 900 mAh Kapazität Ă&#x153;berwachungen Ăźber eine Zeitdauer von bis zu sechs Monaten durchfĂźhren. Der Hersteller bietet aber auĂ&#x;erdem zwei Optionen fĂźr eine LangzeitĂźberwachung: So lässt sich der Datenlogger mit wechselbaren Batterien (3.6 V, 2 x 7700 mAh, Li-SOCl2) ausstatten.

Mithilfe des MSR165 lassen sich beispielsweise die Vibrationen von Servo-Achsen ßberwachen oder die Schwingungen an einem Werkzeugrevolver einer Fertigungsmaschine messen und aufzeichnen. Durch diese Daten kÜnnen Rßckschlßsse gezogen werden, ob beispielsweise ein Werkzeug defekt oder eine Maschine ßberlastet ist, ob ein Antrieb nicht optimal läuft oder ein Service notwendig ist. Bilder: MSR Electronics

Untergebracht sind die Batterien in einem industrietauglichen, wasserdichten Aluminiumgehäuse.

â&#x20AC;&#x17E;Fingerabdruckâ&#x20AC;&#x153; der â&#x20AC;&#x17E;gesundenâ&#x20AC;&#x153; Anlage Eine andere MĂśglichkeit, die Aufzeichnungsdauer zu verlängern, ist die Nutzung des sogenannten Powerpacks. Dabei handelt es sich um eine autonome Ladestation mit einer Kapazität von 5.000 mAh, welche den internen Akku des Datenloggers während des Betriebs nachladen kann. Das Ladeintervall des Gerätes ist individuell einstellbar: 24 Stunden, 7 Tage oder 30 Tage. Damit kann insgesamt die Messdauer um den Faktor sechs verlängert werden. Die Auswertung dieser so gesammelten Daten erfolgt an einem Computer mithilfe einer entsprechenden Analysesoftware. Der Hersteller des Datenloggers bietet hierzu nun eine neue Software an, den MSR ShockViewer. Mit ihr lassen sich auch umfangreiche Aufzeichnungen des Loggers Ăźbersichtlich darstellen,

kritische Ereignisse analysieren und beweiskräftig dokumentieren. Dabei kann der Anwender unter anderem auf diverse graďŹ sche Zoom- und Navigationsfunktionen zugreifen und sowohl die Datenkurve als auch die Messpunkte jeder einzelnen StoĂ&#x;Belastung untersuchen. Zudem lassen sich die Daten exportieren. Sämtliche Messwerte sind mit einem exakten Zeitstempel versehen, anhand dessen sich der Zeitpunkt eines Ereignisses mit sekundengenauer Präzision rekonstruieren lässt. Auch andere Umgebungsdaten wie Temperatur, Feuchte, Druck oder Licht lassen sich mithilfe des Programms graďŹ sch darstellen und sortieren.

FĂźr die Ă&#x153;berwachung von FrachtgĂźtern Abgesehen vom Einsatz an Maschinen und Anlagen eignet sich der Datenlogger Ăźbrigens auch fĂźr die Ă&#x153;berwachung von sensiblen FrachtgĂźtern und deren Transportwege. Die aufgezeichneten Daten geben nämlich Aufschluss Ăźber die Transportumstände einer GĂźtersendung und erleichtern es, Logistikkonzepte zu optimieren. NatĂźrlich lassen sich auch Haftungsund Qualitätssicherungsfragen damit besser klären. www.msr.ch

Umfangreiche Messdaten darstellen, kritische Ereignisse analysieren und dokumentieren: Diese MĂśglichkeiten bietet die auf Auswertungen von Schockereignissen bzw. StoĂ&#x;belastungen spezialisierte neue Datenlogger-Software MSR ShockViewer.


Ultraschall hörbar, sichtbar und bewertbar machen! • Leckage-Suche und gleichzeitige Bewertung des Gesamtvolumen-Verlusts • Kondensatabscheiderprüfung • Condition Monitoring • Ortung von Funkenschlag in Elektroschaltschränken • Frequenzbereich: 20 – 100 kHz

SONOCHEK® Das neue Ultraschallprüfgerät von PRÜFTECHNIK

www.sonochek.com


Wolff Publishing ISSN

Sonderteil Energie-Effizienz

1864-4554

info@b-und-i.de www.b-und-i.de

Februar 2018 DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Ein Abwärmekraftwerk beim Kaltbandhersteller Bilstein erzeugt hocheffizient Strom. Die eingesetzten Anlagen haben einen RemoteZugriff. Alle Details auf Seite 26.

Die Acaneo wurde aufgrund der positiven Erfahrungen nun als Standardleuchte bei ZF Friedrichshafen definiert, sodass sie nun für die verschiedenen Standorte vorgesehen ist.

ZF setzt auf Licht ohne Grenzen Bereits der US-amerikanische Ölmagnat und Industrielle Jean Paul Getty wusste: „Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät.“ Diesem Motto folgend rüstete ZF Friedrichshafen die Produktionshallen in Friedrichshafen auf LED-Leuchten um und spart dadurch 75 Prozent Energie ein. ZF Friedrichshafen, einer der weltweit größten Automobilzulieferer, fertigt am Standort Friedrichshafen Teile für die Antriebs- und Fahrwerktechnik - und das in einer fast 36 Jahre alte Produktionshalle -, die auch heute noch durchaus zu beeindrucken weiß. Weniger beeindruckend war allerdings die Beleuchtungssituation. Die eingesetzten Dampfstofflampen waren einfach in die Jahre gekommen und überzeugten weder hinsichtlich ihrer Helligkeit noch in Bezug auf die Energieeffizienz. Hinzu kam ein weiteres Problem, nämlich die aufwendige Wartung und Instandsetzung der Lampen: An manchen Stellen waren bei den alten Leuchten schon lange die Leuchtmittel ausgefallen. Sie konnten aber aufgrund der schwer zugänglichen Platzierung, beispielsweise über Brennanlagen, nicht so einfach ersetzt werden.

Insgesamt war die Wartung der Leuchten also sehr oder - besser gesagt - zu aufwendig geworden Zudem trauten sich die Mitarbeiter nicht, die Beleuchtung selbst auszuschalten, da die Zuordnung der Lampen zu den Schaltkreisen nicht eindeutig war und ein erneutes Anschalten sehr lange Zeit in Anspruch genommen hat. In der Folge strahlten die stromfressenden Lampen im Dauerbetrieb. So trafen die Verantwortlichen die Entscheidung, die alten Industrie-Dampfstofflampen durch moderne LED-Leuchten zu ersetzen. Es kam zu einer eingehenden Prüfung verschiedener Leuchten. Insgesamt wurden Leuchten von 25 Herstellern auf Herz und Nieren getestet. Mitarbeiter bewerteten unter anderem die aufgehängten Musterleuchten anhand eines Fragebogens.

Außerdem wurden eigene Messungen durchgeführt, um die angegebenen Werte der Hersteller zu überprüfen. Letztendlich entschied man sich für den Hallentiefstrahler Acaneo von Waldmann. Dieser konnte sich, so betont der Hersteller, mit seiner Lichtqualität und der niedrigen Blendung von anderen abheben. Hinzu kamen nach Herstelleraussagen die einfache Montage, das gute Preis-LeistungsVerhältnis und die niedrigen Energiewerte. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen spart die neue Ausleuchtung etwa 75 Prozent der Stromkosten ein - und sie ist auch noch dank der LED-Leuchtmittel wartungsfrei. Die neuen Leuchten wurden zwar an den gleichen Stellen installiert wie die alten, sie sind jetzt aber entsprechend der Produktionsabläufe gruppiert. Weiter auf Seite 26

Wie man Abwärme zur Kühlung nutzen und dabei auch noch jährlich 50.000 Euro Energiekosten einsparen kann, zeigt das unten aufgeführte Praxisbeispiel. Bild: KEA

Abwärmenutzung zweiten Grades Die Andreas Hettich GmbH aus Tuttlingen produziert seit über 100 Jahren Laborgeräte und Zentrifugen. Ein innovatives Gebäudeund Energiekonzept stellt jetzt sicher, dass die Firma deutlich weniger Energie dabei verbraucht. Die Energieversorgung fußt auf der Abwärme von zwei Druckluftkompressoren, einem BHKW, einer Adsorptionskälteanlage und einer Fotovoltaikanlage. Das gasbetriebene BHKW hat eine elektrische Leistung von 21 kW; der Strom wird selbst genutzt oder gegen eine Vergütung in das Stromnetz eingespeist. Mit der Abwärme aus dem BHKW wird das Gebäude beheizt. Es ersetzt so die zwei Gaskessel. Bei der Brennstoffausnutzung ist eine Verbesserung von mindestens 15 Prozent zu erwarten. Die Kompressoren erzeugen außer Druckluft 147 Megawattstunden Wärmeenergie pro Jahr. Bislang wurde die Abwärme drei bis vier Monate im Jahr für die Beheizung eingesetzt. Nun wandeln die neuen Adsorptionskälteanlagen die Wärme ganzjährig in Kälte für die Klimatisierung des Gebäudes und Kühlung von Produktionsanlagen um. Das deckt 80 bis 90 Prozent der Kältelast, die sonst mit zugekauftem Strom aus dem Netz gedeckt werden müsste. Nur zur Deckung der Spitzenlast schalten sich weitere Kälteanlagen zu. In einer zweiten Stufe wird auch die aus der Adsorptionskälteanlage entstehende Wärme genutzt eine Abwärmenutzung zweiten Grades -, und zwar für die Fußbodenheizung. Am Rückkühler beträgt das Temperaturniveau nur noch 27 Grad Celsius. www.kea-bw.de


26

ENERGIE-EFFIZIENZ

www.b-und-i.de

Februar 2018

Abwärmekraftwerk erzeugt hocheffizient Strom Fernzugriff ermöglicht unbeaufsichtigte Stromgewinnung aus Abwärme Das Haubenglühen ist ein Prozess zum Umformen von Blechen und Drähten. Es findet in einem Temperaturbereich zwischen 280 bis ca. 700 Grad Celsius statt. Die freiwerdende Abwärme lässt sich effektiv nutzen, wie ein System bei dem Kaltbandhersteller Bilstein zeigt. Bilstein hat das weltweit erste, teilweise vollautomatische Haubenglühen-System im Einsatz. Dieses arbeitet mit einer Hochkonvektions-Wasserstoffglühe und steht auf 72 Sockeln. Die Glühe erreicht, betonen die Spezialisten, eine gleichmäßige Temperaturverteilung mit lediglich geringen Abweichungen über das Ringvolumen. Das System, das automatisch geregelt, überwacht und protokolliert wird, läuft rund um die Uhr mit Losgrößen von 60 bis 80 Tonnen. Dass im Kühlprozess viel Abwärme entsteht, ist offensichtlich - Abwärme, die Bilstein mittlerweile als Strom nutzbar macht. Hierfür setzt das Unternehmen auf ein Abwärmekraftwerk der Devetec GmbH aus Saarbrücken. Herzstück dieser Kraftwerke ist ein klassischer Dampfkreisprozess, analog wie er z.B. in herkömm-

Mit Sinema Remote Connect hat Devetec stets Remote-Zugriff auf alle Anlagen, um schnell eingreifen und Abläufe aus der Ferne optimieren zu können. Über die Managementplattform lassen sich gesicherte Fernzugriffsverbindungen über VPN (Virtual Private Network) konfigurieren, aufbauen und verwalten.

lichen Kohlekraftwerken zum Einsatz kommt. Allerdings gibt es auch Unterschiede und zwar bei der Größe sowie beim verwendeten Stoff (Ethanol statt Wasser). Ethanol fällt nicht unter die F-Gas-Verordnung, ist biologisch herstellbar, damit CO2neutral und kostengünstig.

Jederzeit ein sicherer Zugriff Zudem kommt in diesen Anlagen ein Kolbenmotor statt einer Turbine zum Einsatz. Dieser Motor ist die Kerntechnologie und wird komplett von Devetec gefertigt und weiterentwickelt. Das Baukastensystem ermöglicht es, diese sogenannten Abwärmekraftwerke modular für den jeweiligen Einsatzfall in Größe und Energieform zusammenzustellen, ohne dabei technologische Risiken zu erhöhen. Im Durchschnitt können mit einem solchen Abwärmekraftwerk bis zu 3.000 Tonnen pro Jahr CO2 eingespart werden. Paybackzeiten zwischen drei und fünf Jahren sowie interne Verzinsungen des eingesetzten Kapitals von über 20 Prozent sind im Durchschnitt zu erzielen, betonen die Spezialisten. In diesen Kraftwerken wird unter anderem Steuerungs- und Netzwerktechnik von Siemens verbaut - und das aus gutem Grund, denn diese ermöglicht den zuverlässigen und reibungslosen Be-

trieb ohne Beaufsichtigung (BoB) der Anlage. Für den Remote-Zugriff auf die Anlagen setzen die Spezialisten auf die Netzwerk-Managementplattform Sinema Remote Connect. Damit ist ein weltweiter Zugriff auf die im Einsatz befindlichen Systeme möglich. Für den Betrieb ohne Beaufsichtigung sind die Anlagen mit einer Simatic-Steuerung S7-300 ausgerüstet. Neben der fehlersicheren Simatic Steuerung setzt das Unternehmen auf Profinet und das Profisafe-Protokoll für die Kommunikation. Der Steuerungsregler Sipart PS2 am Ventil der Dampfzufuhr regelt mit hoher Genauigkeit die Drehzahl des V12-Motors. Dessen Bedienung und Beobachtung erfolgt via Panel-PC Simatic IPC477D, der vor Ort am Schaltschrank installiert ist.

Umfangreiche Überwachungs- und Sicherheitstechnik von Siemens ist die Basis für den reibungslosen BoB der Devetec-Anlagen. Die Verbindungsmöglichkeiten dabei sind vielfältig - hier ist es ein Security Module Scalance S615, das sich in bestehende Netzwerke integrieren lässt und die Anlagenteile vor unautorisierten Zugriffen schützt.

Mit Sinema Remote Connect erfolgt die Datenübertragung grundsätzlich unabhängig von einer bestimmten Anwendung und IP-basiert. Die Verbindung zur Plattform ist unter anderem über Mobilfunk, DSL oder vorhandene Ethernet-Netzwerke möglich. Dabei können über die Vergabe von virtuellen Adressen sogar baugleiche Maschinen immer eindeutig identifiziert und zugeordnet werden. Per Mausklick wählt der Nutzer in der „Telefonbuchfunktion“ einfach die gewünschte Anlage aus und verbindet sich mit ihr. Wichtige Prozess-und Anlagendaten stehen Devetec durch diese Installation immer zur Verfügung und können analysiert und archiviert werden. Zudem lassen sich Steuerparameter bei Bedarf via WinCC Sm@rtClient über das HMI (Human Machine Interface) anpassen.

Devetec hat mit dem ORC(Organic Rankine Cycle)-Dampfexpansionsmotor ein Abwärmekraftwerk entwickelt, das Prozesswärme direkt in Strom umwandelt. Eine solche Anlage kommt bei Bilstein, einem Kaltbandhersteller aus Hagen, zum Einsatz. Das Unternehmen wandelt damit die Abwärme aus dem Kühlprozess des weltweit ersten vollautomatischen Haubenglühens zum Formen von Blechen und Drähten in Strom und Nutzwärme um. Bilder: Siemens

„Anders als beim nur kurz genutzten Vorgängersystem eines anderen Herstellers sind wir mit den Möglichkeiten und der einfachen Handhabung der SiemensManagementplattform rundum zufrieden“, bestätigt Tobias Schneider von Devetec. Man werde dieses Steuerungskonzept

wie auch das Remote Network künftig als Standard in allen ORCAnlagen etablieren. www.devetec.com www.siemens.de/simatic www.siemens.de/scalance www.siemens.de/ sinema-remoteconnect www.bilstein-kaltband.de

Fortsetzung von Seite 25 Natürlich können die Leuchten von den Mitarbeitern selbst ganz einfach ein- und ausgeschaltet oder zentral über die Lichtsteuerung DALI (Digital Addressable Lighting Interface) gesteuert werden. Damit trotzdem nur so viel Kunstlicht im Einsatz ist wie tatsächlich notwendig, sind die Leuchten über den Produktionsbereichen mit Helligkeitssensoren ausgestattet. Die Leuchten an den Fahr- und Gehwegen verfügen über Präsenzsensoren. Die Produktionsbereiche sind mit einer Beleuchtungsstärke von 600 Lux beleuchtet, das liegt sogar über der Norm für Arbeitsbereiche und sorgt für beste Sehbedingungen für die ZF-Mitarbeiter. Denn wissenschaftliche Studien belegen, dass höhere Beleuchtungsstärken zu weniger Un-

fällen, Fehlern und Ermüdungserscheinungen führen und die Leistung der Mitarbeiter allgemein erhöht. Die Flure hingegen sind mit ausreichenden 150 Lux beleuchtet. Die Amortisationsdauer wurde mit 2,5 Jahren berechnet. Sollte aufgrund der Auftragslage allerdings häufiger im Dreischichtbetrieb gearbeitet werden, verkürzt sich diese Zeit noch einmal. Während des laufenden Betriebes und an Wochenenden wurden die Hallen umgerüstet. Die vielen tückischen Stellen wurden durch den Einsatz von Industriekletterern erreicht. Trotzdem war die Installation schneller abgeschlossen als einkalkuliert. Während man bis März vorgesehen hatte, war von Weihnachten bis Ende Januar alles erledigt. www.zf.com www.waldmann.com

Die Entscheider freuen sich über die Wartungsfreiheit und die Einsparungen durch die neuen Leuchten. Weitere Niederlassungen sind in der Umrüstung. Aktuell sind rund 1.000 AcaneoLeuchten in der Fertigung der ZF Friedrichshafen AG in Benutzung. Bilder: Waldmann


FA C I L I T Y M A N A G E M E N T

Februar 2018

www.b-und-i.de

27

Klima gesteuert über eine Smartphone-App Lüftungsanlage über WLAN steuern - Wärmerückgewinnungsgrad: bis zu 93 Prozent Blauberg Ventilatoren hat die Lüftungsanlage Vento Expert A50-1 W mit WLAN-Technologie entwickelt. Sie arbeitet im Querlüftungs- oder Wärmerückgewinnungsmodus und kann über eine App mit mehreren Geräten im Verbund gesteuert werden. Durch die hexagonale Struktur der Wämetauscher erreicht das Lüftungssystem einen Wärmerückgewinnungsgrad von bis zu 93 Prozent. mittels paarweise geschalteten Lüftungskomponenten. Dabei übernimmt ein Gerät den Zuluftbetrieb, während das zweite die verbrauchte, warme Luft nach draußen befördert. Bei kalten Temperaturen empfiehlt der Geschäftsführer, den Wärmerückgewinnungsmodus einzuschalten, um unnötige Energieverluste zu vermeiden. Dafür wird in jeder Anlage ein keramischer Enthalpie-Wärmetauscher verbaut. Im Wärmerückgewinnungsbetrieb wechselt das Gerät nach jeweils 70 Sekunden die Richtung. Über einen PC oder Laptop mit USB-Schnittstelle lassen sich die Master- und Slavegeräte in verschiedene Gruppen einteilen. Dann können sie über die App von jedem beliebigen Mobilgerät aus gesteuert werden.

trollieren. Bei Bedarf verfügen die Geräte zudem mit dem UDP-Protokoll über eine Schnittstelle, welche die Einbindung der Lüftung in ein Smarthomesystem ermöglicht.

Hohe Energieeffizienz Grundsätzlich sind bei den Geräten zwei Betriebsmodi möglich: Querlüftung und Wärmerückgewinnung. Bei der Querlüftung fördern die Geräte, abhängig von den Einstellungen, kontinuierlich Luft in den Raum hinein oder aus ihm heraus und sorgen so für einen permanenten Luftaustausch, der im Besonderen zur Nachtabkühlung im Sommer genutzt werden kann. Das geschieht oft über mehrere Räume hinweg

„Rhythmuswechsel“ alle 70 Sekunden

Der Vento Expert A50-1 W eignet sich für Wandstärken von bis zu 500 mm, während die Version A50-1 S W für Wandstärken von unter 250 mm entwickelt wurde. Sowohl die Innen- als auch die Außenabdeckung lassen sich abnehmen, damit bei Bedarf eine Wartung durchgeführt werden kann. Die Vento Expert A50-Reihe ermöglicht im Wärmerückgewinnungsmodus eine Förderleistung von bis zu 25 Kubikmeter in der Stunde. Bilder: Blauberg Ventilatoren

Dieser überprüft permanent die Luftfeuchtigkeit im Raum und schaltet den Lüftungsverbund bei Überschreiten eines vorher eingestellten Grenzwertes auf die maximale Stufe, bis wieder ein Niveau unter dem Höchstwert erreicht wurde. Gerade wenn sich Personen lange in relativ kleinen

Räumen, beispielsweise in Büros aufhalten, lohnt sich daneben auch der Einbau eines CO2-Sensors. Dieser kann entweder über einen 0- bis 10-V-Anschluss oder einen Schaltkontakt verbunden werden und funktioniert auf dieselbe Art wie der Feuchtesensor. www.blaubergventilatoren.de

„In der ersten Phase wird in den Geräten mit der abströmenden Luft der Wärmespeicher erwärmt. Dieser hat eine hexagonale Wabenstruktur, wodurch die Oberfläche des Speichersteins effektiv vergrößert wurde, ohne dabei die Strömungseigenschaften des Wärmespeichers merklich zu beeinflussen. Gleichzeitig können so Wärmerückgewinnungsgrade von bis zu 93 Prozent erreicht werden“, erläutert Martin von Dall’Armi. Die Zuluftgeräte sorgen in derselben Phase für die benötigte frische Luft. Nach 70 Sekunden wechselt die Richtung aller Geräte: Die Zuluft wird nun über den Wärmespeicher erwärmt und die Abluft gibt ihre Wärme an die Wärmespeicher der vorherigen Zuluftgeräte ab. Daneben ist jede Anlage mit einem Feuchtesensor ausgestattet.

Die Lüftungsanlage kann im Querlüftungs- oder Wärmerückgewinnungsbetrieb laufen. Letzteres wird vor allem im Winter empfohlen, um keine unnötigen Energieverluste zu verursachen. Die Anlagen wechseln dabei im Zweierverbund alle 70 Sekunden ihre Richtung und erreichen durch die Nutzung des Wärmespeichersteins einen Rückgewinnungsgrad von bis zu 93 Prozent.

Photo: P hoto: © iiStock Stock

„Bis vor wenigen Jahren wurde das Lüften damit gleichgesetzt, das Fenster regelmäßig zu öffnen. Bei alten Gebäuden ohne Wärmedämmung war dieses Vorgehen auch angemessen, da die Wände relativ luftdurchlässig waren“, erklärt Martin von Dall’Armi, Geschäftsführer der Blauberg Ventilatoren GmbH. Bei neuen Gebäuden mit einer hohen Wärmedämmung reicht dies jedoch nicht mehr aus. Somit müssen immer umfangreichere Lüftungskonzepte umgesetzt werden, um die regelmäßige Fensterlüftung zu ersetzen. Klar ist, dass nicht in jedem Raum auf dem gleichen Niveau gelüftet werden muss. Viele Lüftungsbauer lösen dies, indem die Geräte bereits bei der Montage miteinander verkabelt werden, sodass sie sich später gemeinsam steuern lassen. „Beim Vento Expert A50-1 W ist dies nicht notwendig. Die Geräte sind über WLAN ansteuerbar und können nach der Installation per Laptop oder Computer mit USBSchnittstelle beliebig in Gruppen eingeteilt werden. Diese lassen sich dann über eine App auf dem Smartphone oder Tablet bedienen. Die Anwendung steht sowohl für Android als auch für iOS zur Verfügung“, erläutert Martin von Dall’Armi. Dabei muss kein externer Router vorhanden sein, denn jedes Lüftungsgerät verfügt über einen internen Router, sodass sich pro Gruppe vier Geräte zusammenschließen lassen. Wird ein externer Router verwendet, sind sogar bis zu 32 Lüftungskomponenten in einem Verbund möglich. Über die App können die Anlagen ein- und ausgeschaltet werden. Darüber hinaus ist auch die Einstellung verschiedener Geschwindigkeitsstufen des Lüftungsbetriebs möglich. Diese Funktionen lassen sich in verschlankter Form mit der ebenfalls erhältlichen Fernbedienung durchführen. Mit mobilen Endgeräten bekommt der Nutzer zusätzlich eine Übersicht über alle Lüftungsverbünde und kann diese gezielt kon-

HHALL HALLENHEIZUNG ALLE LL NNH HEIZU NG I U UNG

Höchstleistung! H Höc öch chsstleeisstungg!! DDer Der er ren energieeffiziente nerrgiei ef fizizi ienn nte te L LK LK LK W Warmlufterzeuger Warrmluluf te t rrz zeuugerrrR RBW R RBW BW m mit mit tiintegrierter ni teegr grirererterer Brennwerttechnik Bre Brennwwer c nikkzzeichnet zze c neet et sich ch c d durch durch rch c den den hohen Wirkungsgrad W Wir r uun n sgrrad von Br er tteec ch eich ssich dden hhohhennW irk ng vvonn bis %aus. I ere Halleenheeizzung Sanieeren r Hallenheizung schooneen s. Sanieren bisiszu zzu u 106 1106 06 % aausss. SSa ren Sie SiSeeIhre Ihr Ha ggund uunddschonen ssc n Sie SiSee Ihren IhI reren n Geldbeutel! GGe eldbeeuteel! !Rufen RRufeen n Sie SSieeuns uunssan aan n unter uunteer r Tel. Te TTe el. .+49 ++49 49 (0) (0(0) ) 9122-699-0 99122 122-6699 99-00oder oodeer rr schreiben schrereibeen sc n Sie SSieean: aan: :info@lk-metall.de ini foo@lk-mme etaall.d. ee h nnS S u n: : BBesuuche Besuchen Sie Sie ie u uns: un ns 13. 1 13. 3 . - -18. 118. 8. M MÄRZ MÄRZ ÄRZ 2018 22018 0188 STUT TGART iin nnSTUTTGART SSTUTTGART H e 5, 55, , Stand SSt t annd d A08 AA08 0 88 Halle Halllle

Wird die Anlage komplett abgeschaltet, aktiviert sich eine Lüftungsklappe. Diese sorgt für eine hundertprozentige Abdichtung nach außen, sodass keine Energie- und Wärmeverluste entstehen.

Weitere W W e i tit e r ereIInfos nIn fossauf aauf uf d der d e r rHomepage! HH omepage! !


28

DRUCKLUFT TECHNIK

www.b-und-i.de

Februar 2018

Wirklich das gesamte Sparpotenzial nutzen Losan Pharma setzt auf direktgetriebene, drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren Die Losan Pharma GmbH lässt ihren neuen Betrieb im Werk in Eschbach bei Freiburg nach dem Energiemanagementsystem ISO 50001 zertifizieren. Eine Stellschraube für eine wirtschaftliche Arbeitsweise ist Druckluft, die in den unterschiedlichen Anlagen und Maschinen zum Einsatz kommt. Damit sich dieser teure Energieträger an die produktionsbedingten permanenten Lastwechsel anpasst und somit kostenintensive Leerlaufzeiten vermieden werden, baut das PharmaUnternehmen auf zwei direktgetriebene, drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren, die dank der integrierten Wärmerückgewinnung sogar noch Heizkosten einsparen. Film- oder Brausetabletten, Kapseln, Pellets oder Granulate: Warum werden Arzneien eigentlich in

ganz unterschiedlichen Formen angeboten? Einer, der das weiß, ist Christoph Lang, Technikleiter und

Prokurist bei der Losan Pharma GmbH. Als Partner der pharmazeutischen Industrie bringt er die Produkte der Hersteller in die entsprechende sogenannte Darreichungsform. „Es geht weniger um persönliche Vorlieben, Geschmack oder Farbe des Medikaments, sondern um die zeitgesteuerte Freisetzung des Wirkstoffs im Patienten“, erklärt er. Die genaue Dosierung sowie die chemisch, physikalisch und biologisch stabile Form der jeweiligen Substanz stellen sicher, wie schnell der Mensch das Präparat aufnehmen und dieses sich entfalten kann. „Wir können genau steuern, wie sich der Wirkstoffspiegel über den Tag verhält“, so Lang. Losan Pharma hat neben dem Hauptsitz in Neuenburg am Rhein und dem Forschungslabor in Frankfurt am Main nun seit Sommer 2017 in Eschbach im Gewerbepark Breisgau, nur wenige Kilometer vom Hauptsitz entfernt, seinen dritten Standort eröffnet. „Wir hatten keine Möglichkeiten mehr, uns zu vergrößern“, berichtet Lang. Mit dem neuen Gebäude hat sich das geändert. Auf einer Fläche von 7.400 Quadratmetern verteilt sich die Produktionsstätte auf zwei Stockwerke. „Im Gegensatz zu unseren Wettbewerbern bieten wir unseren Partnern einen kompletten Service“, betont Lang und erklärt: „Wir beraten unsere Kunden hinsichtlich der passenden Darreichungsform und stellen diese mit modernen Technologien wie Nanovermahlung, Heißschmelzextrusion oder speziellen Pelletierverfahren her. Anschließend verpacken wir hier in Eschbach die Produkte in Stickpacks, Siegelrandbeutel, Blister oder Röhren - inklusive Beipackzettel.“ Losan Pharma unterstützt zudem ihre Kunden auf Wunsch von der Auftragsentwicklung bis zur Zulassung der Medikamente und übernimmt die komplette Produktion. Bei der Herstellung legt das Unternehmen viel Wert auf effiziente Prozesse. Deswegen hat man sich verpflichtet, den Betrieb nach dem Energiemanagementsystem ISO 50001 zertifizieren zu lassen. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistungen. „Gerade bei ständig steigenden Energiekosten prüfen wir ganz konkret, wo wir einsparen können“, erläutert Lang. Eine Möglichkeit, Kosten zu senken, ist eine effiziente Drucklufterzeugung. Denn der teure Energieträger spielt im gesamten Betrieb eine wichtige Rolle. Technikleiter Lang zeigt im Reinraum auf zwei Verpackungslinien. Druckluft dient für uns zum

Losan Pharma hat sich verpflichtet, den Betrieb nach dem Energiemanagementsystem ISO 50001 zertifizieren zu lassen. Bilder: Almig

einen als Antriebsenergie, zum anderen als Steuerungsluft für Ventile und Zylinder. Elf Linien stehen zur Verfügung. Diese bestehen unter anderem aus Abfüllanlagen, Pick-&-Place-Systemen, Kartonierern, sogenannten Pushern, die Mangelware aus der Linie stoßen oder wegblasen, Waagen und verschiedenen Verpackungsanlagen.

einem Schutzlack überziehen. Düsen sprühen die Partikel mit einer feinen Zerstäuberluft direkt auf das Produkt. Am Hauptstandort in Neuenburg setzt Losan Pharma schon seit der Firmengründung im Jahr 1993 auf Schraubenkompressoren von Almig. Aktuell stehen dort vier Anlagen. Aufgrund der guten Erfahrungen entschieden sich die Verantwortlichen auch in Eschbach für Maschinen dieses Anbieters.

Auf den Kompressor kommt es an Die Steuerung Air Control HE regelt die beiden Kompressoren im Verbund. So lassen sich die Energievorteile der Drehzahlregelung nutzen. „Von Haus aus sind unsere PremiumSteuerungen mit einem Bilanzierungs-Monitoring-System ausgestattet. Diese Station enthält zusätzlich einen Webserver. Dieser ermöglicht es, alle relevanten Daten über das Internet auszulesen“, so Volker Gräschke von Almig. Servicetechniker können das Laufverhalten der letzten Betriebstage oder der letzten Betriebswochen ablesen und daraus erkennen, wie stark der Kompressor ausgelastet ist, wann die Wartung ansteht und ob noch Reserven vorhanden sind.

„In der Produktion setzen wir Druckluft zum Beispiel in Tablettenpressen ein - oder als Sperrluft“, weiß Lang. Denn damit es bei der Herstellung mit brennbaren Flüssigkeiten zu keinen Explosionen kommt, werden Gehäuse mit elektrischen Schaltkomponenten mithilfe eines Luftüberdrucks abgedichtet. „Wir nutzen Druckluft auch, um bei der Produktion Filteranlagen von Staub zu befreien oder Lüftungsklappen anzutreiben“, sagt Lang. Eine weitere Anwendung: Manche Filmtabletten müssen wir mit

Im Rahmen des Energiemanagements sollte sich der Verbrauch dieser aufwendigen Energieform aber an den tatsächlichen Bedarf flexibel anpassen lassen. „Deshalb installierten wir zwei drehzahlgeregelte, direktangetriebene Kompressoren der Baureihe Variable. Denn diese arbeiten im Vergleich zu anderen Anlagen energetisch am günstigsten“, erklärt Almig-Gebietsverkaufsleiter Volker Gräschke, der das Pharma-Unternehmen betreut. Durch die Vermeidung von Leerlaufzeiten, die permanenten Lastwechsel und die damit verbundene höhere Verdichtung lässt sich erheblich Strom sparen. Bei mehreren Tausend Lastwechseln pro Jahr kann sich der Energieaufwand beachtlich summieren. „Im Vergleich mit Kompressoren, die im Last-Leerlauf geregelt werden, sparen die Geräte schon allein damit rund 30 Prozent Energie“, sagt Gräschke. Weiter auf Seite 29

Losan Pharma setzt auf zwei direktgetriebene, drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren des Typs Variable 55 von Almig. Damit kann das Pharmaunternehmen laut Kompressorhersteller erhebliche Energie- und Betriebskosten im Jahr sparen.


DRUCKLUFT TECHNIK

Februar 2018

Fortsetzung von Seite 28 Die eingesetzten Kompressoren des Typs Variable 55 lassen sich jeweils im Bereich zwischen 2,2 und zehn Kubikmeter pro Minute regeln. Der Betriebsdruck ist zwischen fünf und 13 bar wählbar. „Im Moment arbeiten wir mit 8,8 bar pro Maschine. Damit stehen zusammen etwa 18 Kubikmeter in der Minute zur Verfügung, mehr als wir benötigen“, sagt Lang. Das Ziel ist, den Druck möglichst gering zu halten. Erreichen lässt sich dies, indem Druckluftverluste im Verteilernetz und in den Maschinen permanent kontrolliert und beseitigt werden. Die Steuerung Air Control HE von Almig regelt die beiden Kompressoren verbrauchsabhängig im Verbund. „Steigt der Verbrauch Richtung Maximalliefermenge einer Anlage, schaltet sich der zweite Kompressor zu. Dabei wird eine Drehzahlreserve beibehalten, sodass keine Druckschwankungen durch Zu- und Wegschalten der Kompressoren entstehen und die Station im wirtschaftlichen Bereich läuft“, erklärt Gräschke. In der Hauptlastphase, also in der Hauptproduktionszeit, laufen beide Anlagen mit gleicher Drehzahl synchron. In der Schwachlastphase, wenn weniger produziert wird, läuft nur ein Kompressor. Dieser passt sich automatisch an

das Verbrauchsprofil an. „Eine Variable arbeitet immer, auch bei kleinem Druckluftbedarf“, sagt Gräschke. Da sich die Maschinen im mittleren Drehzahlbereich befinden, sind sowohl der Energiebedarf als auch die Geräuschemission geringer. Zudem werden die Bauteile weniger belastet, was sich positiv auf die Lebensdauer der Kompressoren auswirkt. „Mit der Auslegung erreichen wir noch einen weiteren Vorteil: Wenn sich zum Beispiel eine Anlage in der Wartung befindet, können wir mit dem anderen Kompressor den Druckluftbedarf zu 70 Prozent abdecken“, erläutert Lang. Weil Druckluft nicht nur Ventile steuert, sondern auch mit dem Produkt in

Berührung kommen kann - wie beim Lackieren der Tabletten muss sie zur Sicherheit der Patienten die höchste Qualitätsstufe aufweisen und absolut trocken und ölfrei sein. Um jegliche Verschmutzung zu vermeiden, wird die Luft mit Zyklon, Vorfilter, Kältetrockner, Feinstfilter sowie Aktivkohleadsorber aufbereitet. Für die Überbrückung des Aktivkohleadsorbers, beispielsweise bei der Wartung, wird ein zusätzlicher Aktivkohlefilter in der Umgehungsleitung vorgehalten. Die Kennwerte des Kältetrockners sind an die jeweilige Anlage exakt angepasst. „Ein Vorteil ist, dass die externen Kältetrockner thermisch von der

Druckluft kommt im Betrieb in unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz - zum Beispiel im Kartonierer als Steuerungstechnik.

www.b-und-i.de

29

Die Kennwerte der externen Kältetrockner sind an die jeweilige Anlage exakt angepasst.

heißen Zone des Kompressors getrennt sind“, sagt Gräschke. „Damit entsteht kein sogenannter Kühlschrank im Ofen.“ Anschließend wird die Druckluft weiter aufbereitet und über ein Sammelrohr mit großem Querschnitt an die Verbraucher geführt. Für eine weitere Energieeinsparung sorgt die integrierte Wärmerückgewinnung. Denn damit fließen rund 75 Prozent der investierten elektrischen Energie in das Heizsystem. „Dazu sind die Maschinen werkseitig mit Wärmetauscher und Wasserregelventilen zur Heizwassererwärmung auf 70 Grad Celsius

ausgestattet“, verdeutlicht der Berater von Almig. Das Wasser, das die Kompressoren kühlt, wird direkt ins Heizungssystem und in verschiedene Lüftungssysteme eingeleitet. Damit ergibt sich besonders in den kalten Monaten ein hohes Einsparpotenzial. Ein weiterer Vorteil der Kompressoren ist ihre robuste Bauweise. Dies stellt eine hohe Verfügbarkeit sicher, weil nur selten Reparaturen anfallen - insbesondere im Vergleich zu Anlagen mit Keilriemen. Florian Brähler, Product Manager bei Almig www.almig.de


30

M AT E R I A L F L U S S

www.b-und-i.de

Februar 2018

Flurförderzeuge energieeffizient laden Unterhaltungselektronikhersteller senkt Betriebskosten durch Batterieladetechnik Vestel, das 1984 im türkischen Manisa gegründete Unternehmen, das seit 1994 Teil der Zorlu Group ist, ist einer der weltweit bedeutendsten OEMs (Original Equipment Manufacturer) und ODMs (Original Design Manufacturer) für Haushalts- und Elektrogeräte. Vestel selbst besteht aus 24 Einzelunternehmen und exportiert unter verschiedenen japanischen und europäischen Marken Fernsehgeräte, Waschmaschinen, Kühlschränke oder LED-Beleuchtungen in insgesamt 149 Länder. Nun wurde in einem Produktionswerk nahe Breslau die Ladetechnik der elektrischen Flurförderzeugflotte modernisiert - und das mit einem beeindruckenden Ergebnis … Um Waren möglichst energieeffizient und zuverlässig an ihren Bestimmungsort zu transportieren, setzen viele Unternehmen auf elektrisch betriebene Flurförderzeuge. Diese sind im Vergleich zu Staplern mit Verbrennungsmotor nicht nur leiser und umweltschonender, sondern können auch dauerhaft die Betriebskosten senken. Für einen sparsamen Betrieb der elektrischen Helfer spielt die Ladetechnik eine wichtige Rolle. Das gilt auch für die Vestel Gruppe, die an ihrem Standort in der Nähe von Breslau mit 330 Mitarbeitern LCD-Fernseher produziert. Das Werk besteht unter anderem aus einem Lager mit einer Fläche von 21.000 Quadratmetern. Um sämtliche Waren effizient zu transportieren, kommen hier insgesamt 32 elektrische Flurförderzeuge im Einsatz, unter anderem zehn Schubmaststapler, 16 Gabelstapler und sechs Palettenhubwagen. Das Laden der verschiedenen Antriebsbatterien und der damit verbundene Stromverbrauch stellten jedoch einen erheblichen Kostenfaktor dar. Um Betriebskosten im Werk zu reduzieren, nahmen die Verantwortlichen von Vestel auch die Ladetechnik der Flotte genauer unter die Lupe. Schnell zeigte sich, dass hier enorme Einsparpotenziale in Bezug auf den Energieverbrauch wie auch auf die Prozesseffizienz schlummerten. „In der Vergangenheit hatten wir beim Laden der Batterien immense Stromkosten“, erinnert sich Rafal Barcikowski, Lagerleiter bei Vestel, und ergänzt: „Der Ladevorgang verlief auch nicht immer zufriedenstellend. Die unterschiedlichen Batterien waren oft entweder zu viel oder zu wenig geladen.“

25 Selectiva-Geräte der Leistungsklassen 3 kW und 8 kW kommen hier zum Einsatz.

Hintergrund: Bei herkömmlichen Ladeprozessen wird ein Teil der eingesetzten Energie in Wärme umgewandelt und geht ungenutzt verloren. Das mindert den Wirkungsgrad und verbraucht damit unnötig viel Strom. Zudem kann es zu einer starken Überladung der Batterien kommen. Das hat zur Folge, dass die teuren Bleiakkus oft schon frühzeitig am Ende ihrer Brauchbarkeitsdauer anlangen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Ladeprozess zu optimieren, stießen die Verantwortlichen von Vestel auf Fronius und nahmen Kontakt auf. Barcikowski erinnert sich: „Wir vereinbarten einen Termin mit einem Experten von Fronius, der uns das gesamte Angebot im Detail vorstellte und Einsparpotenziale bei uns vor Ort aufdeckte.“ Die österreichische Firma Fronius bietet mit den Ladegeräten der Selectiva-Generation eine Lösung, die einen schonenden und vor allem kostensparenden Ladevorgang verspricht. In der Folge erhöht sich auch die Lebensdauer der Antriebsbatterien. Herzstück der neuen Gerätegeneration ist der Ri-Ladeprozess.

Anwender können damit Batterien mit unterschiedlichen Spannungen und Kapazitäten flexibel laden - und das immer mit einer individuellen Kennlinie. Hierfür messen die Geräte automatisch den Innenwiderstand (Ri) des angeschlossenen Akkus, der unter anderem von dessen Alter, Temperatur und Zustand abhängt, und passen die Ladekurve entsprechend an. „Damit findet fast keine Überladung statt, und die Akkus werden deutlich schonender und zugleich sparsamer geladen“, erklärt Mateusz Kaleja, Fachberater bei Fronius. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 84 Prozent sind die Geräte effizienter als herkömmliche Lösungen, betont

Bilder: Fronius

er. Außerdem verlängern sie die Lebensdauer der teuren Antriebsbatterien erheblich. „Unsere Ladetechnik senkt damit die Gesamtbetriebskosten, die Total Cost of Ownership, signifikant“, ist Kaleja überzeugt. Insgesamt hat Vestel in seinem polnischen Werk nun 25 SelectivaGeräte der Leistungsklassen 3 kW und 8 kW im Einsatz. „Alle verfügen über eine intelligente StartStop-Automatik. Unsere Mitarbeiter müssen die Batterien damit nur noch ein- und ausstecken, die optimale Einstellung der Kennlinie nimmt das Gerät dann automatisch vor“, erklärt Barcikowski.

Wearables werden immer wichtiger Studie bestätigt: Verbreitung von Wearables im Industriesektor steigt an Das zunehmende Wachstum des Internet of Things (IoT) und der verstärkte Einsatz von Echtzeitdaten, Monitoring und Rückverfolgung im Produktionsalltag treiben die Entwicklung von Wearable-Technologien im Industriesektor weiter voran, erklären die Spezialisten von Frost & Sullivans Techvision. Wearables steigern dabei die Produktivität und das Anwenderwissen ihrer Nutzer, ermöglichen einen Zugriff auf unbegrenzte Datenmengen und sind Verbindungselemente in Netzwerksystemen. Und sie verändern die Mensch-Maschine-Kommunikation. Der Umfang der Wearables, die derzeit im Industriebereich genutzt und ausgewertet werden können, umfasst Smart Watches, Fitness- oder Gesundheitsarmbänder, tragbare mobile Kameras, intelligente Brillen und am Kopf getragene (head-mounted) Displays für Augmented Reality. Andere Technologien mit Potenzial sind Ringsensoren zur Umgebungsüberwachung oder elektronische Wearable-Displays auf der Haut.

BAUREIHE BAUREIHEFE FE

BAUREIHE BAUREIHEFE FE

Standard Standardfür fürEuropalette Europalette

mit mit17 17Grad GradNeigung Neigung

Die Einsatzmöglichkeiten für derartige Geräte weiten sich dabei schnell aus. Dies treibt die Entwicklung voran, allerdings verhindern derzeit die hohen Investitionskosten und der begrenzte Support von bestehenden Plattformen noch die Akzeptanz im Industriesektor. Außerdem stehen Unternehmen den technologischen Möglichkeiten der Geräte und der Aufgabe, diese nahtlos in bestehende Arbeitsprozesse zu integrieren,

BAUREIHE BAUREIHEFE-A FE-A mit mitangebautem angebautemAggregat Aggregat

EEckendorfer endorfer Straße Straße115 115 D -33609 33609Bielefeld Bielefeld -151 FON FON+49.(0)521. +49.(0)521.78 7806 06 151 -110 FAX FAX+49.(0)521. +49.(0)521.78 7806 06 110 info info @fle flexlift.de lift.de www.fle www.flexlift.de lift.de

Ein weiterer Vorteil: Dank eines LED-Streifens am Ladegerät erkennt der Benutzer sofort, welcher angeschlossene Akku bereits komplett geladen und ausgekühlt ist. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Auslastung der Stapler und Batterien. „Damit können wir die Lebensdauer der Akkus nachhaltig erhöhen“, so Barcikowski. Er betont: „Außerdem funktionieren die Ladegeräte absolut zuverlässig und problemlos. Bedienfehler und Schäden, die durch falsches Laden hervorgerufen werden, gehören bei uns der Vergangenheit an.“ www.fronius.com/intralogistik

BAUREIHE BAUREIHEFEM FEM

BAUREIHE BAUREIHEFEM FEM

mit mitBehälterneigegerät Behälterneigegerät

mit mit360 360Grad GradDrehplattform Drehplattform

BAUREIHE BAUREIHEFEM FEM mit mitRollenbahnaufsatz Rollenbahnaufsatz

derzeit skeptisch gegenüber. Doch dies wird sich ändern, davon ist Frost & Sullivan Techvision Research Analyst Ranjana Lakshmi Venkatesh Kumar überzeugt: „Entwickler arbeiten derzeit an Wearables, die leichter, bequemer und einfach zu handhaben sind und die mithilfe längerer Batterielaufzeiten und fortschrittlichen Sensortechnologien die menschliche Ergonomie verbessern und Probleme aufgrund von Ermüdungserscheinungen verringern.“ Sie betont: „Der Trend hin zur Miniaturisierung und Fortschritte in der Materialentwicklung schaffen die Grundlage für Wearables mit winzig kleinen Sensoren und elektronischen Komponenten, die Teil des menschlichen Körpers selbst sein können.” Kumar prognostiziert: „Im Verlauf der nächsten zwei bis fünf Jahre werden hochdisruptive Entwicklungen im Markt für Wearables erwartet. Die fortschreitende Digitalisierung wird den derzeitigen Industriesektor in eine smarte Industrie mit internen Anwendern und externen Kunden verwandeln, die mit der Lieferkette verbunden sind und durch MenschMaschine-Schnittstellen die Produktivität, Nutzersensibilisierung und Arbeitsbedingungen verbessern.” https://goo.gl/1VwExw http://ww2.frost.com/research/ techvision


Februar 2018

ANTRIEBS- & STEUERUNGSTECHNIK

www.b-und-i.de

31

Ventilatorbetrieb ohne Ölversorgung Hybrid-Keramiklager verlängert Lebensdauer und vermindert Wartungskosten Bei der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken wird viel Prozessdampf benötigt. Um den hierfür nötigen Energieeinsatz zu reduzieren, wird deshalb häufig das Verfahren der mechanischen Brüdenkompression eingesetzt. Dabei wird der Brüden mithilfe eines Ventilators auf ein höheres Druckniveau verdichtet und erwärmt, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Hierbei ist die richtige Wahl der Komponenten ausschlaggebend, um die Wartungskosten einer solchen Anlage gering zu halten. Der Optimierung von Produktionsprozessen wird immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt, nicht nur, aber eben auch aufgrund der hohen Energiekosten. Ein Beispiel: die Lebensmittelproduktion. „Besonders im Lebensmittelbereich wird sehr viel Heizdampf benötigt, der mit einem hohen energetischen Einsatz produziert werden muss. Damit wird die Herstellung von Getränken wie Fruchtund Gemüsesäften, Kaffee- und TeeExtrakten oder Bier erst möglich gemacht“, weiß Mario Schmidt. Der Vertriebsingenieur und Sales Manager MVR bei der TLT-Turbo GmbH berichtet aber auch, dass „für gewöhnlich der Dampf nur einmalig für den Eindampfprozess genutzt und danach über die Kondensatoren an die Umgebung abgeführt wurde, sodass viel Energie verloren ging“. Nun setzen die Unternehmen jedoch vermehrt die mechanische

Eingesetzt werden Hybrid-Keramiklager, d.h. die Ringe im Wälzlager bestehen aus Stahl, die Wälzkörper hingegen aus keramischen Komponenten.

Brüdenkompression ein. Dabei wird der Heizdampf mithilfe eines Ventilators auf ein höheres Druckniveau verdichtet und gleichzeitig auf eine höhere Temperatur gehoben, wodurch er erneut für die Eindampfung genutzt werden kann. Der Vorteil: In dem so entstandenen geschlossenen Kreis-

Schnelle Revisionen von Ventilatoren bis 30 t Die TLT-Turbo GmbH, einer der größten Ventilatorenhersteller, nahm Anfang November 2017 in Bad Hersfeld eine neue Servicewerkstatt in Betrieb. Hier werden Revisionen und Reparaturen an allen Typen industrieller Großventilatoren, sowohl radial als auch axial und mit Gewichten von bis zu 30 Tonnen, durchgeführt. In der Servicewerkstatt werden dabei drei Arten von Revisionen angeboten, die sich durch einen standardisierten Ablauf für Befund und Instandsetzung auszeichnen: Neben der Standardund der befundorientierten Revision gibt es nun auch eine sogenannte Eilrevision. Diese dauert lediglich vier bis sechs Wochen, was eine Zeitersparnis von etwa sechs Monaten gegenüber einer herkömmlichen Wartung und Instandhaltung bedeutet. Mit der Reduzierung der Bearbeitungszeit geht zudem eine Kostensenkung einher. Trotz der kurzen Dauer kann TLT Turbo nach eigenen Angaben

mithilfe von Komponententests, Funktionstests für Rotoren, Qualitäts- und Oberflächenrissprüfungen die notwendige Qualität garantieren. Die Fachwerkstatt verfügt zu diesem Zweck über qualifiziertes Personal, alle erforderlichen Maschinen- und Prüfgeräte für die Demontage, Reinigung, Befundung, Reparatur, Montage und Wuchtung, sowie eine enge Anbindung an die Fachabteilungen des Herstellers, wie beispielsweise die Konstruktion und Qualitätssicherung. „So ist im Gegensatz zu einer Instandsetzung vor Ort eine Befundung in der Servicewerkstatt vorteilhafter, da am Einsatzort der Ventilatoren oftmals Ausstattung, Werkstatt und personelle Unterstützung nicht ideal sind“, führt Matthias Adamy, Sales Director After-Market-Service, aus. „Eine Revision direkt beim Kunden sollte deshalb stets eine Ausnahme aufgrund besonderer Umstände sein.“ www.tlt-turbo.com

lauf muss nur selten Frischdampf zugeführt werden, was Energie einspart, denn die für den Betrieb der Ventilatoren benötigte Energie liegt deutlich unter dem Bedarf für die Herstellung von neuem Dampf. Deshalb ist die mechanische Brüdenverdichtung ein sehr energieeffizientes Verfahren. Dennoch gab es noch weitere Stellschrauben, um die Effizienz dieses Verfahrens weiter zu optimieren, wie Mario Schmidt berichtet; vor allem bei der Entwicklung der Mechanical Vapor Recompressors (MVR)-Ventilatoren. „Das Lagerungskonzept wurde bisher vor allem in Windkraftanlagen und bei Werkzeugmaschinen eingesetzt. Dieses haben wir auf die Ventilatoren übertragen, sodass Geräte mit einem Hybrid-Keramiklager entstanden: Die Ringe im Wälzlager bestehen aus Stahl, während die Wälzkörper aus keramischen Komponenten bestehen“, führt Schmidt aus. Das Lager wird bereits im Werk fettgeschmiert und benötigt weder regelmäßige Ölwechsel noch eine aufwendige Ölversorgung. „Da die Produkte während des Herstellungsprozesses nicht verunreinigt werden können, ergeben sich hier auch deutliche Vorteile für die

Die Ventilatoren von TLT-Turbo werden mit einem Hybrid-Keramiklager ausgestattet. Dieses wird bereits im Werk fettgeschmiert und benötigt danach weder regelmäßige Ölwechsel noch eine externe Ölversorgung. Bilder: TLT-Turbo

Hygiene“, erklärt der Vertriebsingenieur weiter. Da die Anlage nun insgesamt über weniger Komponenten verfügt, konnten der Wartungsaufwand und damit auch die Be-

triebskosten reduziert werden. Die Ventilatoren erreichen laut Hersteller zudem trotz Ölfreiheit hohe Drehzahlen sowie Wirkungsgrade. www.tlt-turbo.com

Die Ventilatoren lassen sich auch in Reihe schalten und können mit unterschiedlichen Modellen kombiniert werden.

Alte Pressen auf Industrie 4.0 „updaten“ Neue Steuerung macht ältere Stanzautomaten zukunftsfähig Viele Stanzautomaten von Müller Weingarten sind auch etliche Jahre nach ihrer Auslieferung immer noch im Einsatz. Die Mechanik ist so robust, dass viele dieser Maschinen selbst nach 20 Jahren und mehr weitgehend tadellos ihre Dienste verrichten. Wie sehr die Pressen aber dann doch gealtert sind, zeigt sich bei der Steuerung: Die hier eingesetzten Industrie-PCs laufen teilweise noch mit x86-Prozessoren und dem Betriebssystem DOS. Schuler bietet als Nachfolge-Unternehmen von Müller Weingarten nun unter der Bezeichnung Namen „Schuler Mono Control“ ein Steuerungs-Update auch für die älteren Stanzautomaten des genannten Herstellers mit einer Presskraft zwischen 250 und 2.000 Tonnen an. Bereits auf 20 dieser Pressen haben die Spezialisten dieses neue System installiert. Das Update nimmt zwei Wochen in Anspruch und bietet dem Anwender der Pressen mehrere Vorteile: Da ein aktueller Rechner zum Einsatz kommt, stehen für viele Jahre noch Ersatzteile für die Steuerung zur Verfügung. Zugleich bietet die neue Steuerung auch wesentlich bessere Diagnosemöglichkeiten bei Störungen. Die neue Visualisierung und die größere Benutzeroberfläche erleichtern zudem die Bedienung.

Mithilfe der neuen Steuerung lässt sich per Fernwartung auch auf Maschinendaten zugreifen, d.h. Servicetechniker müssen nur noch selten anreisen. Bild: Schuler

Außerdem verfügt die moderne Steuerung nun über einen Fernwartungszugang, d.h. die Maschine ist bereits für das Zeitalter der Industrie 4.0 vorbereitet. Wie wichtig das ist, zeigt eine eindrucksvolle Zahl: Schuler löst nach eigenen Angaben neun von zehn Problemfälle eben über diese Fernwartung. Das wiederum reduziert die Stillstandzeiten,

senkt die Kosten und erhöht damit die Produktivität. Derzeit wird übrigens bei Schuler auch an Systemen zur vorausschauenden Instandhaltung (Predicitve Maintenance) gearbeitet. Hierbei werden Sensordaten aus dem Betrieb der Anlagen unter anderem auch zur Optimierung der Wartung genutzt. www.schulergroup.com


32

FERTIGUNGSTECHNIK

www.b-und-i.de

Februar 2018

Hydrauliköl muss man nie mehr wechseln Welche Bedeutung das Öl, die Mikrofiltration und Überwachung für den Full Service hat Viele Kunden wollen heute nicht mehr nur eine Maschine oder Anlage kaufen, sondern sie wollen einen Full Service. Diesen bereitzustellen ist für viele Hersteller eine Herausforderung und erfordert oftmals ein grundsätzliches Überdenken von Lösungen und Strategien. Auch bei Kamag in Ulm, einem Hersteller von Spezialfahrzeugen, stand man vor dieser Herausforderung. Um einen Full Service für die hier gefertigten Fahrzeuge übernehmen zu können, entschied man sich unter anderem für den Einsatz eines hochleistungsfähigen Biohydrauliköls und für die Integration einer Mikrofiltration, mit dem Ergebnis, dass diese Hydraulikflüssigkeit gar nicht mehr gewechselt werden muss. Die Qualität des Öls wird dabei ständig überwacht. B&I sprach mit Tobias Strahl, Deputy Manager Customer Service bei Kamag, über die Details. Kamag bietet Transportlösungen für die Industrie. Das Produktangebot reicht von selbstangetriebenen Transportern über modular aufgebaute Fahrzeuge bis zu Transportern, die in Werften oder in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden. Dabei werden beispielsweise mit den selbstangetriebenen Transportern Stückgewichte von bis zu 15.000 Tonnen Gewicht transportiert. Mit einem K24, hierbei handelt es sich um einen selbstangetriebenen, modularen Transporter, der zu beliebig großen Verbünden kuppelbar ist, wurde schon das Space-Shuttle transportiert. Doch Kamag bietet nicht nur ausgefallene Transportlösungen in XXL, sondern mit dem „Wiesel“ auch einen Wechselbrückenhubwagen für den internen Transport von Wechselbehältern aller Baugrößen sowie Sattelanhängern und Anhängern. Der Wiesel, der sich erst auf den zweiten Blick von einem StandardLkw unterscheidet, besitzt einen Dieselmotor mit 115 kW in Verbindung mit hydrostatischem Fahrantrieb, der dafür sorgt, dass dieses Transportgerät vorwärts und rückwärts bis zu 40 km/h schnell ist. Angeboten wird auch eine E-Motor-Variante mit einer Leistung von 90 bzw. 150 kW. Der Wiesel kommt in Logistikzentren, Terminals oder Speditionshöfen zum Einsatz, beispielsweise in den Umschlagzentren von Paketdienstleistern. Hier sind die Transportgeräte oftmals im Dreischichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche in Gebrauch. Mit dem Wiesel lassen sich beispielsweise Container unterschiedlichster Größe oder Auflieger blitzschnell von A nach B transportieren. Da der Wiesel unter anderem einen Auflieger hydraulisch so anheben kann, dass die Stützen gar nicht eingefahren werden müssen, ermöglicht dieses Transportgerät eine sehr schnelle und effektive Abwicklung der Logistik an einem Standort. Herr Strahl, warum kommt im Wiesel heute ein Biohydrauliköl zum Einsatz? Im Jahr 2005 gab es von einem unserer größten Kunden für den Wiesel die jährliche Ausschreibung für die Beschaffung neuer Fahrzeuge. Neu war allerdings, dass diesmal ein Full Service von diesem Kunden für die Fahrzeuge verlangt wurde. Der Kunde wollte mit der regelmäßigen Wartung seiner gesamten Fahrzeugflotte nichts mehr zu tun haben.

32 von Panolin - eine Hydraulikflüssigkeit auf Basis gesättigter Ester, die auch heute noch in unseren Geräten zum Einsatz kommt.

Die Mikrofiltration geschieht im Nebenstrom, wobei auf diese Weise selbst Kleinstpartikel bis zu 1 µm und Wasser ausgefiltert werden. Deshalb muss die Hydraulikflüssigkeit in aller Regel auch während der gesamten Nutzungsdauer der Wechselbrückenhubwagen nicht erneuert werden.

Das lag wohl auch daran, dass es in der Vergangenheit mit der hausinternen Wartung nicht immer optimal lief - vorsichtig formuliert. Die Ausfallquote war entsprechend hoch. Der Versuch, die gesamte Wartung über externe Full-Service-Anbieter abzuwickeln, funktionierte auch nicht so wie gewünscht. Deshalb lautete die klare Vorgabe: Der Service für die neuen Transportgeräte muss vom Hersteller übernommen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war ein derartiger Service aber in unserer Branche kein Thema. Nun mussten wir uns damit auseinandersetzen. Zeitgleich gab es noch eine zweite Entwicklung, mit der wir uns zum damaligen Zeitpunkt beschäftigten, nämlich mit dem Einsatz eines biologisch schnell abbaubaren Hydrauliköls. Schließlich befinden sich viele der Fracht- und Verteilzentren, in denen unsere Transportgeräte zum Einsatz kommen, in sensiblen Wasserschutzgebieten. Nachdem wir uns mit der Thematik näher beschäftigt und die Angebote im Markt verglichen hatten, entschieden wir uns für das vollsynthetische, zinkfreie HLP Synth

Wie wickeln Sie bei Kamag den Full Service praktisch ab? Wie haben keine eigene Servicegesellschaft, sondern wir setzen auf Servicepartner, die sich in regionaler Nähe zu den Einsatzorten unserer Fahrzeuge, also den Frachtzentren befinden. Diese Struktur gab es schon. Allerdings mussten wir diese Servicepartner fit machen für den Full Service. Um den Full Service bereitstellen zu können, sind unsere Fahrzeuge mit einer entsprechenden Telematikfunktion ausgestattet, d.h. sie melden sich selbstständig hier bei uns in der Zentrale, wenn aufgrund der geleisteten Betriebsstunden eine Wartung fällig ist und wir verständigen dann den zuständigen Servicepartner vor Ort, der diese dann innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmen durchführt. Das ist auch ein Vorteil in abrechungstechnischer Hinsicht. Richtig, die meisten unserer Kunden, die sich für einen Full Service entscheiden, machen dies auf Grundlage der geleisteten Betriebsstunden, denn das gibt Flexibilität. Hat unser Kunden beispielsweise in einem Jahr extrem viele Aufträge abzuwickeln und im Folgejahr weniger, beispielsweise weil ihm ein Kunde weggefallen ist, spiegelt sich das im Serviceintervall wieder. Wie sieht das konkret aus? 50 Stunden, bevor eine Wartung fällig ist, meldet sich das Fahrzeug hier in der Firmenzentrale mit einer Standortangabe und fordert den entsprechenden Service an. Wir nehmen dann Kontakt mit

Die Wechselbrückenhubwagen (Wiesel), hier bei der Endkontrolle, sind für den internen Transport von Wechselbehältern aller Baugrößen sowie Sattelanhängern und Anhängern konzipiert.

Tobias Strahl, Deputy Manager Customer Service bei Kamag, ist von den Vorzügen der eingesetzten Kleenoil-Lösung überzeugt. Bilder: B&I

dem zuständigen Wartungspartner auf und der wickelt vor Ort den Service ab. Hierzu senden wir ihm auch gleich die notwendigen Teile, sodass sichergestellt ist, dass die Wartung ordnungsgemäß und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden kann. Standardmäßig gehört zum Wartungsprogramm für den Wiesel auch ein Wechsel des Hydrauliköls - und zwar alle 2.000 bzw. bei neuen Fahrzeugen alle 3.000 Betriebsstunden, außer es wird eine Laboranalyse des Hydrauliköls durchgeführt und dabei festgestellt, dass dieses noch in Ordnung ist. Für den Full Service suchten wir nach einer alternativen Lösung und fanden diese im Angebot von Kleenoil. Mit dem Produkt HLP Synth 32 von Panolin? Ja, aber nicht alleine. Denn wir setzen diese Hydraulikflüssigkeit bei allen Geräten, die mit einem Full Service verkauft werden, zusammen mit der Mikrofiltrationslösung von Kleenoil ein, die im Nebenstrom realisiert wird. Wir verbauen also zusätzlich zum normalen Ölfilter, der Schmutzpartikel ab einer Größe von 15 µm herausfiltert, diese Lösung mit ein. Auf diese Weise wird ein Großteil aller schädlichen Verunreinigungen, selbst Kleinstpartikel bis zu 1 µm und Wasser, ausgefiltert mit der Folge, dass wir das Hydrauliköl gar nicht mehr wechseln müssen. Es handelt sich also um eine Lebenslaufzeitfüllung. Wie können sie sicher sein, dass dies funktioniert? Natürlich haben wir hier mittlerweile unsere Erfahrungswerte. Da wir diese Kombinationslösung aus dem Biohydrauliköl HLP Synth 32 und Mikrofiltration bereits seit Jahren so einbauen, können wir aus der Praxis bestätigen, dass unter normalen Umständen kein Wechsel mehr notwendig ist, da die Flüssigkeit praktisch nicht altert. Angesichts der Nutzungszeiten unserer Fahrzeuge ist dies mehr als beeindruckend, denn während ein normaler Bagger in der Summe vielleicht 10.000 bis 15.000 Betriebsstunden schafft, haben wir Wiesel mit 34.000 Betriebsstunden und mehr - und zwar ohne dass ein

Wechsel des Hydraulikfluids notwendig gewesen wäre. Unter normalen Umständen. Was meinen Sie damit? Nun, wir überwachen die Qualität des Öls und zwar mit dem Identification Contamination Control ICC von Kleenoil. Dieses System wird bei den Fahrzeugen im Full Service standardmäßig eingebaut und entsprechend kalibriert. Sollte die Hydraulikflüssigkeit durch Wasser und/oder Feststoffe aller Art oder durch die Vermischung mit anderen Ölen verunreinigt sein, meldet dies das System bei uns in der Zentrale und wir können dann aktiv werden. Das passiert beispielsweise dann, wenn ein Schaden an einem Hydraulikschlauch instand gesetzt und statt des HLP Synth 32 ein einfaches Mineralöl verwendet wurde, um den Ölverlust auszugleichen. Das ICC, das während des Betriebs alle 30 Minuten eine eigenständige Ölzustandskontrolle durchführt, erkennt diese Vermischung und meldet diese über ein angeschlossenes Fernüberwachungssystem bei uns. Das ICC ist für uns also eine Art Rückversicherung, dass mit dem Hydrauliksystem alles in Ordnung ist. Wie sieht es bei den Fahrzeugen ohne Full Service aus? Der Kunde hat die Wahl. Standardmäßig ist unser Hydrauliksystem mit einem Mineralöl bestückt, d.h. es fallen regelmäßige Ölwechsel aufgrund der Ölalterung an, wobei alle 2.000 bzw. 3.000 Betriebsstunden eine entsprechende Ölprobe gezogen und im Labor analysiert wird. Je nach Ergebnis dieser Analyse wird dann die Hydraulikflüssigkeit gewechselt. Der Kunde kann natürlich auf Wunsch auch eine Befüllung mit dem Biohydrauliköl HLP Synth 32 ordern. Der Aufpreis hierfür liegt bei rund 1.200 Euro. Und er kann außerdem wählen, ob er eine Mikrofiltrationslösung dazuhaben möchte oder nicht. Dann sprechen wir von einem Aufpreis von rund 1.200 Euro. Das ICC kann natürlich auch geordert werden, doch diese Variante macht vor allem im Full Service Sinn. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand C09-4 www.kleenoilpanolin.com


REINIGUNG

Februar 2018

www.b-und-i.de

33

Restschmutzanalyse durch den Lohnreiniger Feinstreinigung nach VDA 19 und ISO 16232 für Hersteller und Zulieferer Die Vorgaben nach VDA 19 und ISO 16232 sowie herstellerspezifische Normen legen Höchstgrenzen für den Restschmutz fest. Kein Wunder also, dass die industrielle Teilereinigung immer mehr an Bedeutung gewinnt; so auch beim Pleinfelder Lohnreiniger EVS Technology. Erst vor Kurzem erweiterte der hauptsächlich in der Blechbearbeitung aktive Betrieb sein Angebotsspektrum um die industrielle Teilereinigung. Kürzlich kamen eine weitere Anlage, die Chargen von bis zu 1.000 Kilogramm Gewicht möglich macht, und ein eigenes Prüflabor für Restschmutzanalysen hinzu. „Bei uns im Haus bestand schon lange ein Bedarf an der Entfettung unserer eigenen Produkte, doch bis 2015 haben wir die Aufträge immer extern vergeben. Schließlich haben sie einen so enormen Umfang erreicht, dass wir entschieden haben, unsere Teile selbst zu reinigen - und dies auch als Dienstleistung anzubieten“, erklärt Benjamin Schatz, Geschäftsführer der EVS Technology GmbH. Mit den verschiedenen Reinigungsanlagen unterschiedlichster Hersteller, die EVS einsetzt, stellen sowohl kleine, empfindliche Teile als auch größere Komponenten mit schwierigen Geometrien kein Problem dar. Prinzipiell eignen sich vor allem Stanz-, Biege-, Zieh- und Fließpressteile für die Reinigung, aber auch Elektrobauteile, Dreh- und Fräs- beziehungsweise Gussteile sind möglich. Dabei können die kleineren Anlagen Teile mit maximalen Abmessungen von 660 x 480 x 300 Millimetern und Chargen von bis zu 200 Kilogramm bearbeiten, die größte Anlage reinigt Chargen bis zu einer Abmessung von 1.250 x 840 x 970 Millimetern und bis zu 1.000 Kilogramm Gewicht.

„Viele Unternehmen lassen die Restschmutzanalyse von einem externen Labor vornehmen. Das hat allerdings den Nachteil, dass sie um einiges mehr Zeit in Anspruch nimmt als eine Prüfung im eigenen Haus. Außerdem können wir so viel schneller auf Fehler bei der Reinigung reagieren“, erklärt Benjamin Schatz, Geschäftsführer der EVS Technology GmbH.

So hat EVS laut eigenen Aussagen sowohl für Schüttgüter wie Schrauben als auch für ausladende Einzelteile wie Motorblöcke, Rohrleitungen oder Gehäuse die richtige Reinigungsanwendung. Die Waschprogramme werden vorab den Kundenanforderungen entsprechend in der Arbeitsvorbereitung zusammengestellt und an der Maschine lediglich durch

einen Barcode abgelesen. So konnten mögliche Fehlerquellen wie die Falscheingabe an der Maschine umgangen und die Nachverfolgbarkeit erhöht werden. Die Körbe werden einzeln der Maschine zugeführt und durchlaufen dort bis zu drei Bäder. Durch Vollbäder, Fluten bzw. Schwallfluten oder Dampfentfettung löst sich selbst hartnäckigster Schmutz. Bei schwer anhaftenden Pasten kann zusätzlich Ultraschall eingesetzt werden. Wenn gewünscht, kann in einem weiteren Bad zudem ein Korrosionsschutz zur Konservierung aufgetragen werden. Für die Reinigung verwendet EVS Technology modifizierten Alkohol. „Dieser ist im Gegensatz zu einigen anderen Lösemitteln nachweislich gesundheitlich unbedenklich. Trotzdem achten

Eine Charge benötigt inklusive Vakuumtrocknung je nach Größe und Grad der Verschmutzung zwischen 6 und 45 Minuten. Um Stillstandzeiten zu vermeiden, sind den Anlagen Förderbänder zur Beschickung vorgeschaltet. Bilder: EVS

wir auf geschlossene Kreisläufe, sodass nichts nach außen dringt“, betont Schatz. Um dies zu erreichen, wird das Reinigungsmedium ständig ausdestilliert und gefiltert, damit es anschließend erneut zum Einsatz kommen kann. „Direkt anschließend an die Teilereinigung erfolgt die Verpackung der Teile, je nach Anforderung, sogar im Sauberraum. Dadurch wird sichergestellt, dass die gereinigten Bauteile nach ihrer Reinigung keinem Schmutz oder anderen Dreckpartikeln ausgesetzt sind“, verdeutlicht Julian

Graf, Vertriebsleiter bei EVS Technology. Hierbei sorgt ein Reinraumfilter dafür, das Schmutzpartikel am Boden gehalten werden und sich nicht auf den Oberflächen absetzen. Ist ein Nachweis der Sauberkeit gewünscht, kann dieser im hauseigenen Sauberkeitslabor mithilfe von Restschmutz- und Sauberkeitsanalysen ausgestellt werden. Dabei werden verschiedene Normen unterstützt, auch werkseigene Vorgaben können in die Untersuchung mit einbezogen werden. www.evs-gmbh.de

Reinigungstechnik · Kommunaltechnik

Höchstdruckreiniger mit bis zu 500 bar tätigen lässt. Zudem ist es mit einer Softstart-Funktion ausgestattet. Dadurch steigert sich die Aufnahmeleistung kontinuierlich, was bedeutet, dass Motor und Pumpe keinen plötzlichen Leistungsspitzen ausgesetzt werden. Das wiederum schont laut Hersteller die Technik und erhöht die Lebensdauer. www.kaercher.com

Scrubmaster B75 R

Scrubmaster B120 R

Ergonomisch. Leistungsstark. Zukunftssicher.

Scrubmaster B175 R

MESSE STUTTGART, 13. – 15. März 2018, Halle 10, Stand A47

Die neuen Scrubmaster

Beengte räumliche Gegebenheiten, stark frequentierte Gebäude, große Markthallen: Mit dem Scrubmaster B75 R oder den Neuheiten B120 R und B175 R finden Sie die richtige Aufsitz-Scheuersaugmaschine für Ihren Einsatz. Mit hoher Flächenleistung durch mehr Tankvolumen und höhere Laufleistung, großem Komfort und cleveren Details für die Zukunft: zum Beispiel Allradantrieb und Reinigungsfunktion auch bei Steigungen im neuen Scrubmaster B175 R. Erleben Sie die neue Generation: live auf dem Hako-Messestand. Hako – Sauberkeit ohne Kompromisse. 17- 0 5 3 2- S c r u b m a s t e r- J P - D

Typische Anwendungen für den neuen Höchstdruckreiniger HD 18/50-4 Cage von Kärcher sind z.B. die Reinigung von Schalungselementen und stark verschmutzten Baumaschinen im Baugewerbe. Auch für das Entfernen von hartnäckigen Verkrustungen und Ablagerungen in der Industrie und im Transportwesen ist das Gerät konzipiert. Der HD 18/50-4 Cage ist aktuell das stärkste Modell der Ultrahochdruck-Kompaktklasse von Kärcher. Er liefert laut Hersteller bis zu 500 bar Wasserdruck - und das mit einer sehr großen Wassermenge von bis zu 1.800 Litern in der Stunde. Die damit verbundene Schwemmwirkung erlaubt ein großflächiges Reinigen und das in kurzer Zeit. Das Modell HD 18/50-4 Cage Advanced ist mit einem automatischen Druckentlastungsventil ausgestattet. Bei geschlossener Pistole reduziert dieses den Druck im Schlauch auf unter 10 bar. Das wiederum sorgt für eine spürbare Entlastung bei der Handhabung des Gerätes und verbessert die Arbeitssicherheit. Die Bedienung ist einfach, denn das Gerät besitzt einen großen Ein-/Aus-Drehschalter, der sich auch mit Handschuhen sicher be-

Bild: Kärcher

Mehr Infos unter www.hako.com/scrubmaster


34

REINIGUNG

www.b-und-i.de

Februar 2018

Durch Reinigen der Erkältungswelle vorbeugen Hygiene: Investitionen in die Arbeitssicherheit zahlen sich aus Mit der effizienten Reinigung von Produktionsflächen, Steigtechnikanlagen und Arbeitsbühnen können Unternehmen nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern gleichzeitig die Arbeitssicherheit erhöhen. Dass es sich bei der Investition in den Arbeitsschutz um gut investiertes Geld handelt, beweist die gemeinsame internationale Studie der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS), der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Berufsgenossenschaft Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM). Ihr zufolge liegt der Return on Prevention (ROP) bei 2.2. Jeder investierte Euro beschert dem Unternehmen also 2,20 Euro an Erfolg. „Natürlich kommt es in der Industrie in erster Linie auf die Beschleunigung der Abläufe und möglichst kurze Wege an“, erklärt Robert Wiedemann, Geschäftsführer der Beam GmbH, und fährt fort: „Die Prozessoptimierung darf aber nicht auf Kosten der Arbeitssicherheit gehen. Nur, wenn Bodenbeläge, aber auch die Tritte von Leitern oder Treppen stets sauber gehalten werden, bieten

sie den Arbeitern die nötige Sicherheit und damit den gewünschten Einspareffekt.“ In diesem Zusammenhang kommt der effizienten Reinigung von Produktionsflächen, Steigtechnikanlagen und Arbeitsbühnen also auch eine Bedeutung im Hinblick auf die Arbeitssicherheit zu. Multifunktionsgeräte wie der Blue Evolution des bayerischen Herstellers Beam

können so für die Sauberkeit und damit auch für Sicherheit im betrieblichen Alltag sorgen. Zum Konzept dieses Reinigungsgeräts: Es dampft und saugt in einem Arbeitsgang, kommt ohne Reinigungsmittel aus und spart so dem Anwender nicht nur über 93 Prozent des bisherigen Wasserverbrauchs, sondern auch 60 Prozent der Zeit, die bislang fürs Saubermachen nötig war, betont der Hersteller. Das Gerät wird ausschließlich mit klarem Wasser befüllt. Da der gelöste Schmutz direkt aufgesaugt wird, sind die gereinigten Flächen schnell abgetrocknet und ohne Rutschgefahr begehbar. Der komplette Schmutz landet im Wasserfilter und wird am Ende einfach ausgeleert. Dabei werden die im Schmutzwasser enthaltenen Keime über das integrierte Blaulicht abgetötet. So werde laut Hersteller bei jedem Saugvorgang auch die Luft effizient mitgereinigt. Von daher eignet sich der Blue Evolution auch gut für den Einsatz

Vom Reinigungsgrad erfüllt der Blue Evolution sogar den HACCP-Standard. Somit ist das Gerät auch für den Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung zugelassen.

Wahlweise kann der Blue Evolution auch mit Zehnmeterschlauch und einer speziellen Dampfsprühlanze im reinen Dampfmodus (ohne Saugen) eingesetzt werden, zum Beispiel für die Reinigung von großen Gewinden oder schwer zugänglichen Ecken und Kanten. Bilder: Beam

in Sanitär- und Aufenthaltsräumen. „Krankheitserreger haben beim Blue Evolution keine Chance. Der Unternehmer profitiert also auch, weil sich weniger Mitarbeiter krankmelden“, wie Robert Wiedemann betont. Auf Wunsch ist der Blue Evolution mit einem Achtmeterschlauch erhältlich, der speziell für den industriellen Einsatz entwickelt wurde und die Dampf- und Saugreichweite des Geräts enorm erweitert. „Das ist sehr hilfreich, gerade, wenn es um die Reinigung von großen Anlagen geht. Mit dem längeren Schlauch kann das Reinigungsteam sehr gut auf

mehreren Eben arbeiten, ohne das gesamte Gerät transportieren zu müssen“, ergänzt der Geschäftsführer. Das Dampfsaugsystem ist in drei Varianten erhältlich. Die Variante S dampft mit einem Druck von maximal 6,0 bar und einer Dampftemperatur von maximal 160 Grad Celsius, bei einer Leistung von 3.500 Watt. Das Modell S+ arbeitet mit 8,0 bar und 170 Grad Celsius und das Topmodell XL+ mit einer Leistung von 7.200 Watt erreicht einen Dampfdruck von bis zu 10,0 bar und eine Dampftemperatur von bis zu 180 Grad Celsius. www.dampfsauger-beam.de

Wendige Ride-on-Scheuersaugmaschine Mit der B175 R bringt Hako eine kompakte und wendige Ride-onScheuersaugmaschine auf den Markt, die sich zwischen dem Scrubmaster B75 R und dem Scrubmaster B120 R einreiht. Angeboten wird sie in drei Arbeitsbreiten. Sie lässt sich mit einer Teller- oder Walzenbürste ausstatten und erreicht so eine Flächenleistung von bis zu 7.560 Quadratmetern. Besonders erwähnenswert: Der Scrubmaster B175 R, der unter anderem auf der Logimat in Stuttgart zu sehen sein wird (13. bis 15. März) reinigt auch auf Steigungen von bis zu 15 Prozent.

Bilder: Hako

Zur Ausstattung gehört auch ein 4 Zoll großes Farbdisplay, das wichtige Informationen z.B. über den Batterieladezustand oder den Füllstand des Frisch- und Schmutzwassertanks anzeigt. Auf der Logimat wird Hako auch sein Dienstleistungs- und Serviceangebot thematisieren. Dazu gehören beispielsweise die HakoFleet-Management-Solutions, die mit dem Fleet-Recorder und dem Fleet-Report laut Hersteller für mehr Transparenz und Wirtschaftlichkeit des eingesetzten Maschinenparks sorgen. Auch über die unterschiedlichen Finanzierungs- und Beschaffungsalternativen können sich die Messebesucher vor Ort informieren. www.hako.com

CT C T2 230 30 BF 1 100 00 R SWEEP PROFESSIONAL PROFESSIONAL LINE FÜR LAGERLAGER G - UND HALLENREINIGUNG • Optima Optimale ale Kombination Kombination aus K Kehrehr- und

Nassscheuersaugen Nassscheuersaugen • Self-Le Self-Leveling-System Self Leveling-S eling System • Anti-Schock Anti-Schock-Rahmen -Rahmen •K Korpus orp pus aus stoßfestem stoßfestem Polyethylen Polyethylen

ITALY MADE IN IT ALY

IPC GANSOW

51 BF 68 PREMIUM LINE STARKE HELFER DER S TARKE HELFE ER IN DER PRODUKTION PRODUKTION • In Manuf Manufakturarbeit akturarbeit hergestellt hergestellt • TÜV geprüft: Einzigartig gartig mit G GWS-System WS-System •A ACX-Steuerung CX-Steuerung • Kippbar Kippbarer er T Tank ank

MADE IN GERMANY

Seit mehr als 40 Jahren ist Gansow der Bodenreinigungsspezialist in Deutschland mit der größten Produktpalette an Scheuersaugmaschinen. IP Gansow GmbH Ein Unternehmen der IPC Group, Italien Dreher Straße 9 D-59425 Unna Infoline: 0 18 01 / 42 67 69 www.gansow.de

Es geht bergauf - und das ohne Probleme, denn der Scrubmaster B175 R reinigt auch bei Steigungen von bis zu 15 Prozent.


ARBEITSSICHERHEIT

Februar 2018

www.b-und-i.de

35

Ziehen und Schieben schont den Rücken Einsatz optimierter Räder und Rollen erleichtert körperlich belastende Tätigkeiten Muskel- und Skeletterkrankungen sind die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit - vor allem in Berufen, in denen körperlich anstrengende Tätigkeiten wie das Ziehen und Schieben von Lasten zum Alltag gehören. Der Einsatz von Rädern und Rollen mit niedrigem Anfahr-, Rollund Schwenkwiderstand kann dies erleichtern und das Krankheitsrisiko erheblich verringern. Ziehen und Schieben gehören neben Heben, Halten, Tragen und Absetzen zu den häufigsten Arbeitsschritten, wenn Menschen Lasten von Hand bewegen müssen. Vor allem in Produktion, Wartung und Logistik sind diese körperlichen Tätigkeiten Teil des Alltags - und stellen dadurch eine erhebliche Belastung für die Mitarbeiter dar. Denn je nach Gewicht des entsprechenden Transportguts erfordert das Ziehen und Schieben einen hohen Kraftaufwand und kann langfristig Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke überlasten. Davon betroffen sind die Wirbelsäule, Knie, Hüftgelenke und der gesamte Hand-ArmSchulter-Bereich. Um das Risiko von Erkrankungen und Verletzungen zu verringern, haben viele Länder bereits Richtlinien für die maximale Belastung bei manuellen Transporttätigkeiten verabschiedet. In Deutschland kommt hier die sogenannte Lastenhandhabungsverordnung zum Tragen.

Widerstand erhöht Kraftaufwand Experten empfehlen, bei andauernden Tätigkeiten 15 Prozent der maximalen Muskelkraft nicht zu überschreiten. Das Problem: Diese ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Zudem lassen sich die erforderlichen Kräfte beim Ziehen und Schieben in der Praxis nur schwer einschätzen. Exakte Grenzwerte, an denen sich Arbeitgeber und Personal orientieren können, sind deshalb kaum zu definieren. Hinzu kommt der demografische Wandel: In vielen Ländern werden die Menschen immer älter, damit steigt auch die Lebensarbeitszeit. Ältere Beschäftigte sind aber für

Großen Einfluss hat auch die Art der Radlagerung: Präzisions-Rillenkugellager überzeugen im Vergleich mit Rollen- und Gleitlagern durch einen deutlich geringeren Widerstand. Bilder: Blickle

gesundheitliche Probleme wie Rücken- oder Gelenkschmerzen in der Regel anfälliger. Eigentlich stellt das Ziehen oder Schieben von Lasten eine Erleichterung dar: Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen in vielen Fällen Fahrzeuge und Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum Einsatz, um den Kraftaufwand zu verringern. Doch auch diese zu bewegen, kann mühsam sein. „Schuld daran sind die verschiedenen Widerstände, die beim Anfahren, beim Rollen, bei Richtungsänderungen und beim Überfahren von Hindernissen entstehen“, erklärt Martin Wiest, Produktmanager beim Räder- und Rollenspezialisten Blickle. „Die Widerstände hängen von zahlreichen Faktoren ab: vom Untergrund, vom Gewicht der bewegten Last, aber in hohem Maße auch von der Beschaffenheit der Räder.“ Der Anfahr- und Rollwiderstand kommt bei jedem Zieh- und Schiebevorgang zum Tragen. Um

Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen in vielen Fällen Fahrzeuge und Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum Einsatz, um den Kraftaufwand zu verringern.

ein Rad aus dem Ruhe- in den Bewegungszustand zu versetzen, ist immer ein Kraftaufwand erforderlich - ebenso, um eine gleichförmige Bewegung aufrechtzuerhalten. „Durch ein permanentes Ein- und Ausfedern des Laufbelags während des Abrollens treten Energieverluste aufgrund der Reibung der Laufbelagswerkstoffe auf“, ergänzt Wiest und erklärt: „Dies macht sich in der Praxis als Rollwiderstand bemerkbar.“ Durch eine Vergrößerung des Raddurchmessers lässt sich der Rollwiderstand zum Beispiel verringern, aber auch durch die Auswahl des optimalen Laufbelags: „Hier gibt es hinsichtlich Geometrie, Härte und Elastizität gewaltige Unterschiede“, so der Fachmann. Der Hersteller Blickle etwa setzt

Polyurethanbeläge bieten Vorteile bei vielen seiner Produkte auf Polyurethan-Laufbeläge. „Herkömmliche Beläge aus Vollgummi haben einen sehr hohen Anfahrund Rollwiderstand. Bei Polyamidrädern wiederum ist er besonders niedrig, dafür bieten diese kaum eine Dämpfung und somit weni-

Der jährlich erscheinende Gesundheitsreport des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) weist Muskel- und Skeletterkrankungen regelmäßig als Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit aus. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kamen dadurch allein im Jahr 2015 fast 130 Millionen Fehltage zusammen. Damit verursachten Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes einen Wertschöpfungsausfall von rund 25 Milliarden Euro - oder 0,8 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Deutschland.

ist als bei anderen PolyurethanRädern. Fahrzeuge und Transporthilfen, die mit der ALB-Serie bestückt sind, lassen sich somit deutlich einfacher ziehen und schieben. Durch seine Härte von 92 Shore A biete der Laufbelag trotzdem eine sehr gute dynamische Belastbarkeit; das heißt, die Räder sind auch für höhere Geschwindigkeiten geeignet, so der Hersteller.

Richtungsänderungen kosten Kraft

Unebenheiten, Hindernisse und Richtungsänderungen verursachen Widerstände.

ger Laufruhe“, erläutert Wiest. Er betont: „Unsere harten und weichen Polyurethan-Elastomere Blickle Extrathane, Blickle Softhane, Blickle Besthane und Blickle Besthane Soft vereinen die positiven Eigenschaften beider Anforderungen.“ Zur Anwendung kommen sie z.B. in der Radserie ALB, die das Unternehmen jüngst vorgestellt hat. Speziell für anspruchsvolle Anwendungen in der Intralogistik entwickelt, besitzt sie einen hochwertigen Laufbelag mit optimierter Geometrie: „Dieser besteht aus dem reaktionsgegossenen Polyurethan-Elastomer Blickle Besthane, hat eine besonders hohe Rückprallelastizität und zudem eine speziell leichte Balligkeit nach außen hin“, erklärt Wiest. Das verringert die Auflagefläche sowie das Ein- und Ausfedern beim Abrollen - mit dem Ergebnis, dass der Rollwiderstand laut Hersteller bis zu 40 Prozent niedriger

Beim Einsatz von Lenkrollen erschwert zudem der Schwenkwiderstand viele Zieh- und Schiebetätigkeiten. Er ist verantwortlich für den Kraftaufwand, den es braucht, um eine Rolle bei einer Richtungsänderung in die gewünschte Position zu bewegen. Beeinflusst wird er neben den bereits genannten Faktoren auch durch die Ausladung des Rollengehäuses, also den horizontalen Abstand zwischen den Drehachsen des Schwenklagers und des Rades. Auch hier bietet Blickle spezielle Rollen mit Gehäusen, deren Ausladung auf einen möglichst geringen Schwenkwiderstand hin optimiert sei. „Eine pauschale Lösung für einfaches

Ziehen und Schieben gibt es jedoch nicht“, bemerkt Wiest. „Dafür hängt die Wahl der passenden Räder oder Rollen von zu vielen Faktoren ab.“ Nicht nur Größe, Material und Laufbelagsgeometrie sind entscheidend, sondern auch die Beschaffenheit des Untergrunds. Ist das Rad härter als der Boden, kann es einsinken, besonders bei schweren Lasten. Eine weitere Frage ist, ob viele Unebenheiten und Hindernisse zu überfahren sind. Hier punkten weichere Beläge aufgrund ihrer höheren Dämpfung und Einfederung. Großen Einfluss hat auch die Art der Radlagerung: Kugellager überzeugen im Vergleich mit Rollenund Gleitlagern durch eine deutlich geringere Reibung, weswegen sie in vielen BlickleLösungen zum Einsatz kommen, so der Hersteller. Die Anordnung aus beweglichen Lenk- und festen Bockrollen ist ein zusätzlicher Faktor. Und nicht zuletzt muss die Tragfähigkeit der Räder und Rollen für die bewegten Lasten ausreichend ausgelegt sein. Sonst drohen Verschleiß, Schäden oder gar Unfälle. „Es lohnt sich daher, bei der Auswahl einem kompetenten und erfahrenen Experten zu vertrauen“, so Wiest. www.blickle.com

Bei den Laufbelägen für Räder gibt es hinsichtlich des Rollwiderstands gewaltige Unterschiede.


36

www.b-und-i.de

WA R T U N G S - & W E R K S TAT T B E D A R F

Supernase ermÜglicht präzises Arbeiten

Februar 2018

Die pneumatischen Geräte ergänzen das Naglersortiment dieses Anbieters, das auĂ&#x;erdem die zwei 18V-Akku-Nagler umfasst. Bild: Dewalt

Druckluftbetriebene Nagler und Klammergeräte mit einzigartigem Nasendesign Die neuen, universell einsetzbaren Geräte von Dewalt weisen eine auffallend kleine Nase auf. So wird ein besonders genaues Arbeiten mÜglich. Fßr die notwendige Kraft sorgen Ülfreie Motoren. Fßr Klammer- und Nagelarbeiten mit hohen Anforderungen an Ausdauer und Exaktheit bietet Dewalt eine Reihe passender Geräte an. Das Angebot umfasst zwei 64 mm Stauchkopfnagler (fßr Stauchkopfnägel von 32 mm bis 64 mm bzw. von 18 mm bis 64 mm) sowie

einen 50 mm Stauchkopfnagler (fĂźr Stauchkopfnägel von 15 mm bis 50 mm). AuĂ&#x;erdem gibt es einen 2-in-1Klammer- und Stauchkopfnagler sowie ein Klammergerät. Ergänzend dazu werden drei Kompressoren und ein Luftschlauch mit Kupplung angeboten. Das Besondere an den drei erstgenannten Naglern ist ihre Nase: Dank des sogenannten Precision Point Systems kann der Anwender das BefestigungseleSteigSteigund un un nd S eigg und nd tteigS ment präzise GerĂźstSysteme GerĂźstSysteme GerĂźs Sysstteme eme ttSy GerĂźs platzieren, ohne dass ein schwerfälliger Ăźr fĂźr den n inindustriellen u tri ll nn Einsatz in tz Mechanismus die Spitze verdeckt. n T ritt nnßßber VVon Vo on Tritten Tritt ritten Ăź rrLLeiter Leitern L itit rrn rnn MĂśglich macht dies undGGerĂźste... un rĂź t ... die spezielle Nase, die rund 80 Prozent kleiner ist als bei anderen aktuellen Modellen. AuĂ&#x;erdem muss der Anwender keinen Druck nach unten ausĂźben, um das

Gerät zu aktivieren. Stattdessen erkennt die Spitze die zu bearbeitende OberďŹ&#x201A;äche, sobald der AuslĂśser betätigt wird. Auch das erleichtere laut Hersteller die Handhabung und trage zu einer besonders exakten Platzierung des Stauchkopfnagels bei. Die drei Nagler kĂśnnen mit einer Vielfalt von Befestigungselementen genutzt und somit universell eingesetzt werden. Sie eignen sich beispielsweise zum Befestigen von TĂźr- und Fensterrahmen und auch zur OberďŹ&#x201A;ächenbearbeitung. Die drei Nagler sind mit einem Ăślfreien und dadurch wartungsarmen Getriebe, einem variablen AuslĂśsesystem sowie einer Funktion zum einfachen Entfernen verklemmter Nägel ausgestattet. Ein Modell, der DPN1564APP, verfĂźgt darĂźber hinaus Ăźber eine integrierte Blaspistole. FĂźr Benutzer, die sowohl einen Stauchkopfnagler als auch ein Klammergerät brauchen, ist der 2in-1-Klammer- und Stauchkopfnagler DPSB2IN1 gedacht. Sein Tiefenanschlag ist einstellbar, und auch sein Abluftauslass ist verstellbar, sodass der Anwender nicht

davon beeinträchtigt wird. Das 2in-1-Gerät arbeitet mit Stauchkopfnägeln und SX-Klammern. Als reines Klammergerät kommt das druckluftbetriebene Modell DPSSX38 neu ins Sortiment. Es läuft Ăślfrei und verfĂźgt ebenfalls Ăźber einen einstellbaren Tiefenanschlag. Passend zu den Naglern und Klammergeräten bietet Dewalt mehrere Kompressoren an. Besonders leise ist laut Hersteller dabei der DPC10QTC: Er verfĂźgt Ăźber zwei Luftausgänge und ist durch einen seitlichen RollkĂ¤ďŹ g

geschĂźtzt. FĂźr kleine bis mittlere Geräte ist der DPC6MRC geeignet. Er verfĂźgt Ăźber einen 6-Liter-Tank und ist mit einem integrierten Tragegriff und einem Schlauchfach ausgestattet. Dank seiner gepolsterten FĂźĂ&#x;e â&#x20AC;&#x17E;wandertâ&#x20AC;&#x153; er nicht. Ă&#x153;ber eine doppelte Abgabeanzeige und einen RollkĂ¤ďŹ g aus Stahl verfĂźgt der Kompressor DPC10RC. Er wird mit einer 10Meter-Luftleitung geliefert und ist ebenfalls mit einer integrierten Schlauchaufbewahrung ausgestattet. www.dewalt.de

ns: eenn Sie u Besuch enrarre

nw Eisen l lln Kö messeKö r 8  März  $   $ $# $$ $# ,, ,, # # # "" ""e# Ha  $$3 3E '$ '$

an S

art AAT AT Stuttg LogiM   März8  3   3   C

an 3, S

"" ""e 3 Ha

Den TCO der Hebezeuge im Blick Die Vorteile, wenn Hebezeuge und Service aus einer Hand stammen Mit pneumatischen und hydraulischen Hebezeugen deckt J.D. Neuhaus (JDN) eine Vielzahl von Aufgaben in den Bereichen Wartung, Inspektion und Instandsetzung ab. Eingesetzt werden diese Hebezeuge beispielsweise, wenn es um das Handling von Maschinen oder Maschinenteilen zu Wartungszwecken geht.

......bis i zur rrinindividuellen ivi u ll n zur SS onderlĂśsung! n rl un ! SonderlĂśsung!

Besonderen Wert legt JDN nach eigenen Aussagen auf die Gesamtbetriebskosten (TCO) fĂźr die Hebezeuge. Deshalb setzen die Spezialisten auf ein Gesamtpaket aus

s Serrvvicge nn e e Saaffeetysttleis n u t t i

i n !! Die schuttzz unseerre Arbeits n e iv t t k k fĂźr a

4 S

af

rvice

7

2 3

8 91

1 5 6

yServices â&#x20AC;˘ et

af

Seminare Semin Seminare Semin nar naree

â&#x20AC;˘

11 12

yServices et â&#x20AC;˘

0

af

ySe et

Servic e ty es

S

sâ&#x20AC;˘

af S

Schulungen Schulungen Sc hu ulungen en Sc hu ulung ProduktprĂźfungen Pr ProduktprĂźfungen Pr odu odukktprĂźfung tprĂźfungen en

Mehr Mehrerfahr erfahren: erfahr en: en:

www.krause-systems.de/b+i www w . .kr .krause-systems.d r uu yy t t . .de/b+i // i i KRAUS KRAUSE-Werk KRAUSE-W W erk r GGmbH H &&CCo. . KG KG 3210/.-,+.*1)1(1'&)%)$#13"! 3210/.-,+.*1)1(1'&)%)$#13"! ." Am m KKr.-,+.*1)1(1'&)%) .-,+.*1)1(1'&)%) )$#13"! )$#13"!." ."1 ."1 ."1$%%)111&1% ."1$%%)111&1%  T ."1$%%) $%%)  & &% % 1$%%)111&1# 1$%%)111&1# 1 $%%) 1 $%%)  & &# # /-!.&! ! .2!. /-!.&! ! .2!. e

Durch kundenspezifische Schulungen wird das firmeneigene Personal in die Lage versetzt, kleinere Reparaturen selbst vor Ort durchzufĂźhren. Bilder: JDN

den entsprechenden Hebezeugen, Serviceleistungen und SystemlĂśsungen. Das soll fĂźr Flexibilität im Einsatz und fĂźr niedrige Lifecyclekosten und in der Folge fĂźr kurze Wartungszeiten bei hoher Sicherheit und EďŹ&#x192;zienz sorgen. Das Servicespektrum dieses Anbieters reicht dabei von der Installation und Inbetriebnahme einer Anlage Ăźber die Instandhaltung bis hin zur GeneralĂźberholung. Sollte hierbei beispielsweise eine SystemlĂśsung erforderlich sein, erhalten Kunden umfangreiches ZubehĂśr, C-

Schienen- und Leichtkransysteme, sowie maĂ&#x;geschneiderte Krananlagen. AuĂ&#x;erdem gibt es im Bereich der Teileversorgung passende Ersatzteile- und GeneralĂźberholungskits. Ergänzt wird der Servicebereich durch entsprechende Projekt- und Engineering-Leistungen. Diese decken auf Wunsch auch das gesamte Projektmanagement bei einer Anlage mit ab. Zu guter Letzt werden auch thematische Schulungen angeboten. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D01-4 www.jdngroup.com

Auf und nieder, immer wieder Die mobile TransportlĂśsung Xetto, die unter anderem bei Hoerbiger Automotive Komfortsysteme eingesetzt wird, erleichtert die unterschiedlichsten Arbeiten und dient sowohl als Hilfsarbeitstisch als auch als mobil einsetzbare Hebehilfe. Die LĂśsung ergänzt nun das bestehende Produktportfolio von SchĂśler FĂśrdertechnik. Michael Reinhoffer, Vertriebsleiter Spezialfahrzeuge bei SchĂśler FĂśrdertechnik, erklärt das Produkt: â&#x20AC;&#x17E;Xetto ist sehr unkompliziert in der Handhabung. Ă&#x153;ber den platzsparenden Mikrohydraulikantrieb lassen sich auch schwere Waren oder Produkte ganz leicht auf die richtige ArbeitshĂśhe anheben.â&#x20AC;&#x153; Dabei kann die Transportfläche bis zu 80 Zentimeter hochgeliftet werden; das entspricht der LadekantenhĂśhe eines Transportwagens. â&#x20AC;&#x17E;Dadurch kĂśnnen Arbeiten, die zuvor zu zweit erledigt werden mussten, flexibel und gesundheitsschonend allein durchgefĂźhrt werdenâ&#x20AC;&#x153;, ergänzt der Spezialist. SchĂśler FĂśrdertechnik bietet fĂźr das Gerät auch das passende ZubehĂśr: So verlängern beispielsweise ein Ersatzakku und entsprechende Ladegeräte fĂźr Fahrzeug oder Werkstatt die Einsatzzeit. www.schoeler-gabelstapler.de

S


WA R T U N G S - & W E R K S TAT T B E D A R F

Februar 2018

Wenn schwere Lasten Flügel kriegen Pneumatischer Handhabungs-Manipulator ermöglicht ergonomisches Umsetzen In der Wartung, der Fertigung und der Instandsetzung in den Werkstätten müssen häufig schwere Lasten bewegt werden. Hierfür werden zumeist Kettenzüge oder elektrisch gesteuerte Geräte eingesetzt. Diese wiederum werden für das vertikale Heben und Senken von Lasten über Taster gesteuert. Mit pneumatisch gesteuerten Handhabungs-Manipulatoren wie dem Posivel PV von Dalmec soll dies schneller, präziser sowie ergonomischer sein. Die Grundeinheit des Posivel PV verfügt über einen doppelten und für die 360-Grad-Drehung ausgelegten Knickarm. Dieser ist über zwei unabhängige Stahlseile mit verschiedenen Aufnahmevorrichtungen verbunden, was zum Beispiel ein nahezu schwereloses Umsetzen von Eimern oder Kisten erlaubt. Das Modell kann hierbei für Lasten mit einem Gewicht von bis zu 60 Kilogramm eingesetzt werden, wobei die rein pneumatische Steuerung des Manipulators eine äußerst feine Positionierung erlaubt. Außerdem sei der Kraftaufwand für den Bediener wesentlich geringer als bei anderen Lösungen, betont der Hersteller. Auf der Maintenance in Dortmund wird der HandhabungsManipulator zusammen mit einem neu entwickelten Führungsgriff präsentiert, dessen Konstruktion speziell an die natürliche Form der menschlichen Hand angepasst wurde.

Ergonomisch und feinfühlig „Die wesentlichen Komponenten des Posivel PV sind neben dem doppelten Knickarm vor allem das Säulen- und Drehgelenk sowie das mittlere Gelenk, die jeweils eine Endlosdrehung um 360-Grad erlauben“, erklärt Dieter Hager. Der Vertriebsleiter bei Dalmec ergänzt: „Dadurch kann der gesamte Arbeitsbereich abgedeckt werden.“ Die Applikationen verschiedener Aufnahmevorrichtungen, mit

Dieter Hager, Vertriebsleiter bei Dalmec, betont: „Mit dem Handhabungs-Manipulator ist der Kraftaufwand des Bedieners beim Positionieren und Versetzen der Produkte wesentlich geringer als bei anderen Lösungen.“ Bilder: Dalmec

denen sich die Produkte anheben und versetzen lassen, werden an zwei unabhängigen Stahlseilen mit dieser Grundeinheit verbunden. Ein pneumatischer Zylinder, der mit Druckluft beaufschlagt und mit einem Hebelsystem kombiniert wird, steuert den Gewichtsausgleich der aufgenommenen Last. Die Kraft, die dabei auf den Zylinder wirkt, wird durch zwei voreingestellte Druckluftkreisläufe gesteuert: Der erste Kreislauf gleicht das Gewicht der Aufnahmevorrichtung sowie das Eigengewicht des Manipulators aus, der zweite Kreislauf stellt das Balancieren der aufgenommenen Last ein. Die Einstellung der unterschiedlichen Lastgewichte erfolgt durch eine direkte Betätigung des Bedieners an der Aufnahme-

Der Posivel PV verfügt über eine maximale Tragkraft von 60 Kilogramm, einen vertikalen Hub von 1,7 Metern und einen Radius von 2,2 beziehungsweise 2,6 Metern. Er lässt sich, wie grundsätzlich jeder Manipulator dieses Herstellers, in seiner Konstruktion und Ausstattung auf die individuellen Bedingungen des jeweiligen Betriebs abstimmen.

vorrichtung oder durch das Führen an der Last. Durch den ausschließlich pneumatischen Betrieb - benötigt werden hierfür mindestens 0,6 MPa - sei das Gerät zudem besonders zuverlässig und lasse sich einfach warten, so die Aussage des Herstellers, der zudem auf eine weitere Besonderheit hinweist: Die Konstruktion sei nämlich so gestaltet, dass bei einem Ausfall der Druckluft die aufgenommene Last nicht herunterfallen kann. Daneben fixieren Gelenkbremsen die Haupt- und die mittlere Drehachse sowie die Aufnahmevorrichtungen in jeder vom Bediener angefahrenen Position. Durch den Druckluftbetrieb sind die Manipulatoren von Dalmec außerdem für den Ex-SchutzBereich geeignet. Zudem ist das pneumatisch gesteuerte System so ausgelegt, dass es dem natürlichen Bewegungsablauf des Werkers folgt. Dadurch erzielt der Manipulator nicht nur eine besonders große Wendigkeit. „Der Kraftaufwand des Bedieners ist beim Positionieren und Versetzen der Produkte wesentlich geringer als bei anderen Lösungen, da durch die Kinematik und das Zusammenspiel des Parallelogramms mit dem Auslegearm der Bewegungsablauf optimal gestaltet wird“, erläutert

Hager. Der Werker selbst muss somit nur eine geringe Handkraft für die Bewegung aufbringen, was zu einer ergonomischeren Tätigkeit führt. Somit kann der Bediener sein gesamtes Arbeitspensum gleichmäßig abarbeiten, ohne körperliche Einschränkungen durch das Heben und Tragen der Lasten befürchten zu müssen. Zusätzlich hat Dalmec nun eine spezielle Bedieneinheit entwickelt, deren Winkelstellung individuell angepasst werden kann. „Durch das abgerundete und ballige Design passt sich der Führungsgriff der natürlichen Form der menschlichen Hand an“, betont Hager und ergänzt: „Außerdem haben wir weicheres Material verwendet, als bei den handelsüblichen Griffen eingesetzt wird.“ Darüber hinaus sind auch die Taster zum Umschalten

Die Pneumatik des Posivel PV ist, wie der Hersteller betont, sehr viel feinfühliger als elektronische Steuerungen, die bei Kettenzügen oder elektrischen Handhabungsgeräten Verwendung finden. Zur Ergonomie trägt aber auch die Bedieneinheit bei, deren Winkelstellung individuell angepasst werden kann.

www.b-und-i.de

37

von Leer- auf Lastgewicht in einer ergonomisch günstigen Position integriert. All dies zielt darauf ab, die Bedienung des Manipulators für den Werker noch angenehmer und unkomplizierter zu gestalten. Auf der Maintenance in Dortmund wird neben dem neuen ergonomischen Handgriff auch ein Modell des Posivel gezeigt, das sich z.B. für Eimer, Kisten oder mechanische Teile eignet. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand E08-4 www.dalmec.de


38

WA R T U N G S - & W E R K S TAT T B E D A R F

www.b-und-i.de

Februar 2018

Leichter montieren und demontieren Bega Special Tools bietet neue Generation von Mittelfrequenz-Induktionsanwärmern Der Betex MF Quick-Heater 3.0 von Bega Special Tools ist ein Mittelfrequenz-Induktionsanwärmer. Er vereinfacht die Montage und Demontage von Lagern und anderen Maschinenkomponenten aus Stahl, Edelstahl oder Titan. Die Anwärmer bieten eine integrierte Prozessortechnik. Sie ermöglicht eine bessere Kontrolle des Anwärmprozesses und eine Datenspeicherung. Eingesetzt werden die Mittelfrequenz-Induktionsanwärmer beispielsweise zum Ein- und Ausbau von Lagern und Metallkomponenten wie Labyrinthdichtungen, Lagerringen, Lagerinnenringen, Hülsen, Buchsen, Kupplungen und Getrieberädern. Aber auch nicht zylindrische Anbauteile können mithilfe dieses wirtschaftlichen Verfahrens erwärmt werden. Die Anwärmer sind nämlich mit flexiblen Induktoren erhältlich, die - so der Hersteller - um Komponenten jeglicher Form und Größe gewickelt werden können. Die Geräte haben Anschlusswerte von 32 Ampere oder 63 Ampere, die Generatorenleistung ist von 2,5 kW bis 22 kW oder 44 kW einstellbar. Das System arbeite laut Hersteller leise und hinterlässt keine umweltverschmutzenden Abgase

und keinen Restmagnetismus. Eine Brandgefahr ist ausgeschlossen. Die Bedienung erfolgt über einen großen Touchscreen. Außerdem ist ein USB-Anschluss für Softwareaktualisierungen und eine LoginMöglichkeit zur Fernwartung vorhanden.

Protokolliert alle Montagedaten Die neue Generation der Mittelfrequenz-Induktionsanwärmer verfügt über eine integrierte Prozessortechnik, d.h. der Anwärmzyklus der Einheit erfolgt gemäß einer voreingestellten Temperatur- beziehungsweise Zeitkurve. Dabei wird der Temperaturverlauf in grafischer Form angezeigt.

Zudem kann der Erwärmungszyklus auf einem PC oder USB-Stick gespeichert werden. Die Elektronik sorgt laut Hersteller für eine bestmögliche Arbeitsfrequenz und gibt dem Nutzer Tipps zum Anwärmen. So wird beispielsweise der Einsatz von mehr oder weniger Wicklungen empfohlen. Die Anwärmer verfügen über eine einstellbare Leistungsregelung und eine doppelte Temperaturmessung. Außerdem können mehrere Geräte kombiniert eingesetzt werden. „Das neue Anwärmsystem ermöglicht eine weit bessere Kontrolle des Erwärmungsprozesses“, ist Henk van Essen, Geschäftsführer von Bega Special Tools, überzeugt und fährt fort: „Lagerhersteller empfehlen ihren Kunden fachgerechte Montageund

Die Mittelfrequenz-Induktionsanwärmer, die sich leicht innerhalb der Werkstatt oder Fabrikhalle zum Einsatzort bringen lassen, sind sofort einsatzbereit. Sie ermöglichen, so der Hersteller, ein schnelleres Anwärmen als mit herkömmlichen Verfahren und haben einen geringeren Energieverbrauch. Bild: Bega Special Tools

Demontageverfahren für die teuren Lager.“ Dabei sind beispielsweise bei der Windenergiebranche oder in der Schienenfahrzeugindustrie strenge Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen sind Nutzer beispielsweise dazu verpflichtet, alle Wartungsarbeiten an den Komponenten konsequent zu protokollieren. „Dank der ange-

wandten intelligenten Technologie des neuen Betex MF Quick-Heaters 3.0 können Erwärmungs- und Montagedaten und Protokolle zur späteren Verwendung aufgezeichnet werden. Durch diese Möglichkeit sind Nutzer nun in der Lage, Nachweise einer den Spezifikationen entsprechenden Montage vorzulegen“, so Henk van Essen abschließend. www.bega.nl

Sicheres Arbeiten - praktisch im Handling

Impressum BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG B&I Die Industrie-Zeitung

Plattformleiter sorgt für sicheren Stand und ermöglicht komfortables Arbeiten in der Höhe Die einseitig begehbare Plattformleiter Topic 1074 von Layher punktet laut Hersteller dann, wenn es auf Baustellen oder in der Industrie um länger andauernde Arbeiten auf der Leiter oder den sicheren Höhenzugang geht. Herzstück ist die große Plattform mit 480 x 420 Millimetern. Laut Layher zeichnet sich die einseitig begehbare Plattformleiter Topic 1074 nicht nur durch einen sicheren Stand, sondern auch durch eine große Plattform aus rutschsicherem Riffelblech aus. Zusätzlich verfügt sie über eine Knieleiste sowie eine auf ein Meter Höhe über der Plattform angebrachte Haltevorrichtung in Form einer zweigeteilten Werkzeugablageschale aus Aluminium. Beidseitig am Holm montierte Handläufe ermöglichen einen sicheren Halt beim Auf- und Ab-

stieg. Traversen als Basisverbreiterung erhöhen zudem die Standfestigkeit der Leiter. Eine druckfeste Spreizsicherung zwischen Steig- und Stützseite verhindert das unbeabsichtigte Zusammenklappen beim Auf- und Abstieg. In Verbindung mit den optionalen Traversenrollen lässt sich die Leiter außerdem laut Hersteller schnell und einfach in Gebrauchsstellung horizontal verschieben und sofort weiternutzen. Die AluminiumHandläufe lassen sich außerdem

Multimeter integriert Wärmebildtechnik Das neue Flir DM166 TRMS-Multimeter wurde nach Herstellerangaben eigens für eine schnellere Fehlerdiagnose und -behebung entwickelt. Unterstützt werden u.a. essenzielle Funktionen wie die Echteffektivwertspannungs- (AC/DC) und -strommessung, berührungslose Spannungsmessung und der VFDModus. Herzstück ist das Lepton-MiniWärmebildkameramodul von Flir, das visuell zum genauen Ort des jeweiligen Problems führt. Trotz der auf den ersten Blick geringen Wärmebildauflösung von 80 x 60 Pixel - also 4.800 Wärmepunkten eigne sich das DM166 laut Flir für eine Vielzahl von Hoch- und Niederspannungsanwendungen. Die Darstellung des Wärmebilds erfolgt entweder im Farbmodus

Mit seinen vielseitigen Funktionen unterstützt das Multimeter den Benutzer beim schnelleren Erkennen von Defekten und Störungen sowie bei der Fehlerdiagnose und behebung. Bild: Flir

rainbow oder iron bzw. als Graustufenbild. Zudem wartet das Gerät, das einen Temperaturbereich zwischen minus 10 bis plus 150 Grad Celsius unterstützt, mit seinem robusten Gehäuse auf. www.flir.de

ISSN: 1864-4554 16. Jahrgang Erscheinungsweise 6 x jährlich

einklappen. Werkzeug ist hierfür nicht notwendig. Dies spart nicht nur Zeit sowie Platz bei Lagerung und Transport, sondern verhindert Ein Umrüsten von anderen Steigtechauch ein Verlieren von Einzelteilen. niklösungen auf den Leiternfuß Combigrip ist Im Gegensatz zu konisch gemöglich. Bilder: Layher formten Leitern können bei der umleitern kommt der standsichere Plattformleiter die Traversen zur und verschleißarme Leiternfuß weiteren Reduzierung des Transportvolumens schnell demontiert „Combigrip“ zum Einsatz, der aus einem Zweikomponentenkunstwerden. Bei Transport und Lagestoff besteht. rung ist so weniger Platz nötig. Der im Holm integrierte Innenteil Durch das besondere Leiternholmaus Hartkunststoff ermöglicht soprofil sind, so der Hersteller, bei wohl einen einfachen Transport als geringem Leiterneigengewicht hohe Belastungen möglich. auch einen spielfreien Halt im Leiternholm und verhindert ein Außerdem sind die Trittflächen der Ausstanzen durch den Holm oder 80 Millimeter breiten Stufen stark ein Verformen des Holmes. Die geriffelt. Das sorgt für einen rutschAuflagefläche aus einem Weichfesten Aufstieg. kunststoff mit guten HaftungsDie spielfrei und unlösbar verschraubten Stahlgelenke besitzen eigenschaften sorgt laut Hersteller eine Ummantelung aus Kunststoff. für eine hohe Rutschfestigkeit und Diese bietet auch Schutz gegen verbessert die Standsicherheit. www.layher-steigtechnik.com Korrosion. Bei den Topic AluminiÜbrigens wird der Kauf der Plattformleiter von der BG Bau für Mitglieder gefördert und bezuschusst.

Herausgeber und Gesamtanzeigenleitung: Wolff Publishing Andreas Wolff e.K. Lothringer Str. 32 58091 Hagen Postfach 5105 58101 Hagen Tel.: +49 (0) 2331.910 8660 Fax: + 49 (0) 2331.910 8668 www.b-und-i.de / info@b-und-i.de Auflage und Verbreitung sind ivw-geprüft. Chefredaktion: Volker Zwick (V. i. S. d. P.) Meierhofstr. 19, 86473 Ziemetshausen Tel. +49 (0) 8284.929-90 Fax: +49 (0) 8284.929-91 redaktion@b-und-i.de Lektorat: Dr. Gotlind Blechschmidt, Augsburg Abonnement und Bezugspreise Einzelausgabe 13,00 Euro (zzgl. Versand) Jahresabonnement Inland 45,00 Euro inkl. 7 Prozent MwSt., Europa 54,00 Euro, Übersee 65,00 Euro (Luftpost auf Anfrage) Probe-Abo: abo@b-und-i.de Studenten erhalten einen Rabatt von 50 Prozent bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung. Abonnements für die Zeitung BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG werden für ein Jahr abgeschlossen und sind mit einer Frist von 6 Wochen vor Ablauf des Bezugsjahres schriftlich kündbar. Eine Abonnement-Bestellung kann innerhalb einer Frist von 10 Tagen widerrufen werden. Gültig ist die Anzeigenpreisliste 2018. Vertrieb Vertriebsunion Meynen GmbH & CO. KG Postfach 1153 . 65331 Eltville Tel. +49 (0) 6123.9238-251 Fax: +49 (0) 6123.9238-252 E-Mail: b-und-i@vertriebsunion.de Druck Bonifatius GmbH, 33100 Paderborn Diese Zeitung wurde auf 100 % chlorfreiem Recyclingpapier und klimaneutral gedruckt.

Copyright Diese Zeitschrift und alle enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Von namentlich genannten Fremdautoren oder von ausgewiesenen Unternehmen stammende Beiträge stellen nicht zwingend die Meinung der Redaktion dar. Die Publikation dient der eigenen Meinungsbildung durch die Leser.

Bankverbindung Deutsche Bank Hagen, BLZ 450 700 24 Konto 688 9000 USt-IdNr. DE189086853 Erscheinungsort: Hagen Erfüllungs- und Zahlungsort: Hagen Gerichtsstand: Hagen


ZULIEFERTEILE

Februar 2018

www.b-und-i.de

39

Richtige Dichtung spart (Folge-)Kosten Immer noch wird der Einfluss von Dichtungen auf das Gesamtsystem häufig unterschätzt Die Firma Dino Anlagen- und Maschinenbau aus Bremen ist ein Hersteller von Elektrodampferzeugern. Am Flansch bei der Verbindung zwischen den Heizelementen und dem Druckbehälter der Geräte wurde eine Faserweichstoffdichtung mit Graphit als Füllstoff eingesetzt. Doch genau hier gab es in der Vergangenheit immer wieder Probleme ... Dino Anlagen- und Maschinenbau fertigt seit mehr als 50 Jahren kundenspezifische Systeme und hat über 25.000 Kesselsysteme in mehr als 140 Länder der Welt verkauft. Die Elektrodampferzeuger werden in vielen Industriebereichen eingesetzt, unter anderem in der Lebensmittel- und Genussmittelindustrie. In den Geräten erhitzen und verdampfen elektrisch betriebene Heizelemente enthärtetes Wasser, das eine Speisewasserpumpe vom Tank oder direkt aus der Leitung in den Druckbehälter fördert. Bei den Systemen regelt eine Wasserstandselektronik dabei mithilfe von Füllstandselektroden oder einem Schwimmerschalter den Wasserstand im Druckbehälter und das Schalten der Heizung. Es schützt die Heizelemente vor Beschädigung bei eventuellen Funktionsstörungen. Der Dampfdruck wird am Manometer angezeigt, wobei ein Druckwächter bei Erreichen von 500 kPa (5 bar) die Heizung aus- und bei 450 kPa (4,5 bar) wieder einschaltet. Der Dampf wird am Dampfabsperrventil entnommen, ein Sicherheitsventil verhindert Überdruck. Anfallendes Kondensat der Dampfleitung und der Verbraucher kann am Kondensateingang des Wärmetauschers wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Die komplette Einheit der Heizelemente wird durch einen Flansch mit dem Druckbehälter verbunden. Die Innenflächen von Flansch und seiner Abdichtung stehen in Kontakt mit überhitztem Wasserdampf in einhundertprozentiger Sättigung, bei 160 Grad Celsius und 5 bar Druck. Bisher wurde an der Flanschplatte eine Faserweichstoffdichtung mit Graphit als Füllstoff eingesetzt. Mit einer Dicke von zwei Millimetern in der Ausführung „FullFace“ wies sie eine Dichtungsfläche von 28.888 Quadratmillimetern auf und erreichte bei 80 Prozent Schraubenausnutzung eine Flächenpressung von 15 MPa.

Dino Anlagen- und Maschinenbau gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von Elektrodampferzeugern.

Zur Erhöhung der Sicherheit ist die Dichtung mit einer metallischen Innenrandeinfassung, einem sogenannten „Innenbördel“ kombiniert. Dieser wird nach dem Ausstanzen des Dichtungsringes mit einem separaten Werkzeug eingebracht. Bilder: Klinger

Je nach Einsatzumgebung und tendenziell bei Lastwechseln an den Dampferzeugern trat aber genau an dieser Stelle bei einigen Systemen immer wieder ein Problem auf. Hintergrund: Da die eingesetzten Dichtungen über die Zeit aushärten und es durch den Temperaturwechsel zu Materialausdehnungen und in der Folge zu Relativbewegungen zwischen Behälter und Heizelementträger kommt, kann die Dichtung diese Verformungen irgendwann nicht mehr mitleisten. In der Folgen treten an der Flanschplatte Undichtigkeiten auf, die bei 160 Grad Celsius und fünf bar Dampfdruck gefährlich sein können. Hinzu kommt das verlorene Dampfvolumen. Eine weitere Folge war, dass Monteure vor Ort beim Kunden die fehlerhaften Dichtungen austauschen mussten, was mit hohen Montage- und Reisekosten einherging. Der Geschäftsführer und Inhaber von Dino, Kurt Nobel, suchte daher einen Weg, um diese Problematik dauerhaft und zukunftsfähig zu lösen. Durch den Tipp eines Kunden aus Österreich wurde er auf die Firma Klinger aufmerksam. Die Dichtungsfachleute von Klinger Germany aus Idstein haben den Hersteller von Elek-

trodampferzeugern in Bremen besucht, um eine Lösung zu suchen. Ihr Vorschlag war, einen alternativen Flachdichtungswerkstoff zu verwenden, der nicht aushärtet, und ihn zusätzlich mit Innenbördel auszurüsten. Parallel sollte auf Grundlage der Berechnungen mit dem Programm Klinger Expert die Geometrie der Dichtung verändert werden. Empfohlen wurde eine Verringerung der Dichtfläche, um eine höhere Flächenpressung bei gleicher Schraubenkraft zu erzielen. Da Graphitdichtungen, im Gegensatz zu Faserdichtungen, keine organischen Bindemittel enthalten, verändern sie ihre Eigenschaften im gesamten Temperatureinsatzbereich nicht. Zudem weisen sie kein Verhärten und Verspröden auf, weshalb die Fachleute dieses Material in Betracht zogen. Mit dem Produkt Klinger Graphit PSM steht ein in der Praxis erprobtes Graphitlaminat mit einer 0,1 Millimeter dicken SpießblechEdelstahleinlage zur Verfügung. Einsetzen lässt sich dies für den Temperaturbereich von minus 200 Grad Celsius bis plus 450 Grad Celsius - kein Wunder also, dass es bevorzugt bei Heißwasser und Wasserdampf eingesetzt wird. Angeboten wird es in den Standarddicken 0,8 Millimeter, 1,0

Bisher wurde an der Flanschplatte eine Faserweichstoffdichtung mit Graphit als Füllstoff eingesetzt. Nun kommt eine spezielle Graphitdichtung mit Spießblech-Edelstahleinlage zum Einsatz, deren Eigenschaften sich im gesamten Temperatureinsatzbereich nicht verändern.

Millimeter, 1,5 Millimeter, 2,0 Millimeter und 3,0 Millimeter. Die neue Auslegung der Dichtung zeigt die Ausführung „Raised Face“. Die nominelle Dicke verbleibt bei 2 Millimetern, während die Dichtungsfläche um mehr als 45 Prozent auf 15.700 Quadratmillimeter reduziert ist.

Graphitdichtung mit Edelstahleinlage Damit wird bei wieder 80 Prozent Schraubenausnutzung eine effektive Flächenpressung von 29 MPa erreicht. Das ist fast die Verdopplung des ursprünglichen Wertes. Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit ist die Dichtung mit einer metallischen Innenrand-

Der Einfluss von Dichtungen auf das Gesamtsystem wird häufig unterschätzt. Es reicht aber nicht, nur „am Anfang dicht zu sein“. Es kann sein, dass die individuelle, optimal angepasste Dichtung ein paar Cent teurer ist. Durch die Vermeidung von Folgekosten und Ärger rechnet sich diese Investition über die Zeit allemal.

einfassung, einem sogenannten „Innenbördel“ kombiniert. Der Innenbördel wird nach dem Ausstanzen des Dichtungsringes mit einem separaten Werkzeug eingebracht. Er besteht aus einem ca. 0,10 bis 0,15 Millimeter dünnen Blech und ist im Normalfall aus Edelstahl. So schützt man den Dichtungswerkstoff vor aggressiven Medien und Herausdrücken sowie das Medium vor Verunreinigungen durch herausgelöste Dichtungsbestandteile. Außerdem verbessert der Innenbördel die Gasdichtheit bei porösen Dichtungswerkstoffen. An den Materialien für die Schrauben, ihrer Anordnung etc. brauchte übrigens nichts geändert zu werden. „Obwohl wir unsere Flachdichtungen indirekt über den Technischen Handel hier in Bremen beziehen, ist ein Fachmann von Klinger zu uns in den Norden gekommen, damit wir gemeinsam das Problem lösen“, betont Nobel. Neben der jetzt dauerhaft verlässlichen Dichtung im Flansch hat das Unternehmen im zweiten Schritt Mitarbeiter zu einer Dichtungsschulung nach Idstein geschickt, um zukünftig mehr Know-how für die im Prinzip kleine, aber doch systemwichtige Schnittstelle im Unternehmen zu haben. Gerald Klein, Produktmanager Dichtungen bei Klinger und Jörn Jacobs, Fachjournalist www.klinger.de www.dino-bremen.com


40

MESSEN & EVENTS

www.b-und-i.de

Februar 2018

Logimat 2018: Intralogistik aus erster Hand

Maintenance Dortmund 2018

Das Motto der Messe lautet: â&#x20AC;&#x17E;Digital - Vernetzt - Innovativâ&#x20AC;&#x153;

Instandhaltungsleitmesse trifft auf Arbeitsschutz

Die 16. internationale Fachmesse fĂźr Intralogistik-LĂśsungen und Prozessmanagement, die vom 13. bis 15. März 2018 auf dem Messegelände Stuttgart direkt am Flughafen stattfindet, gilt mittlerweile als weltweit grĂśĂ&#x;te Fachmesse fĂźr Intralogistik. Sie hat den Anspruch, einen umfassenden MarktĂźberblick Ăźber alles zu geben, was die Intralogistik-Branche bewegt - von der Beschaffung Ăźber die Produktion bis zur Auslieferung. Mehr als 1.300 Aussteller werden erwartet.

Mit rund 200 Anbietern nehmen mehr Firmen denn je an der Messe am 21. und 22. Februar teil. â&#x20AC;&#x17E;Wir freuen uns auf die vielen Unternehmen, die kommen werden, um ihr technisches Spektrum und ihre Kompetenz zu präsentierenâ&#x20AC;&#x153;, betont Daniel Eisele, Group Event Director vom Messeveranstalter Easyfairs.

Weltweit wurden 2016 mehr als 1,15 Millionen FlurfÜrderzeuge (FFZ) ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von 8,3 Prozent gegenßber dem Vorjahr und die Auftragsbßcher der Hersteller sind weiterhin gut gefßllt. Kein Wunder, dass praktisch alle bekannten Hersteller von FlurfÜrderzeugen auf der Logimat vertreten sein werden. In den Hallen 9 und 10 zeigen sie, mit welchen aktuellen Neu- und Weiterentwicklungen sie ihre Marktposition festigen und ausbauen wollen. Peter Kazander, Geschäftsfßhrer der Euroexpo und

Dass so viele und unter anderem auch so namhafte Unternehmen dabei sein werden, unterstreicht die Bedeutung der zur deutschen Leitmesse aufgestiegenen Veranstaltung. Dabei ist die Maintenance Dortmund Teil der Maintenance European Series, d.h. ähnliche Veranstaltungen gibt es in der Schweiz - hier fand die Messe bereits Anfang Februar statt - aber auch in Antwerpen (Belgien, 21. und 22. März), in Gorinchem

Inservfm 2018 Vom 27. Februar bis zum 1. März findet die Messe und der Kongress fßr Facility Management und Industrieservice in Frankfurt statt. B&I widmet der Veranstaltung ein Messespecial ab Seite 9 in dieser Ausgabe. www.inservfm.de

Bild: Euroexpo

Messeleiter der Logimat, betont: â&#x20AC;&#x17E;Nie zuvor gab es auf der Logimat im FlurfĂśrderzeugesegment so viele Neuvorstellungen zu sehen.â&#x20AC;&#x153; Man darf also gespannt sein, zumal auch das Thema LithiumIonen-Akkumulatoren weiter an Bedeutung gewinnt und bei vielen Herstellern groĂ&#x;en Raum einnimmt. Neuentwicklungen und LĂśsungen fĂźr ein zukunftsfähiges Warehouse-, Transport- und Supply Chain Management stellen Softwareunternehmen in der Halle 8 und in der neuen Halle 10 vor. Die rasanten TechnologiesprĂźnge

sowie die Zukunftsprojekte Industrie 4.0, Logistik 4.0 und Internet der Dinge (IoT) sind hier die Technologietreiber, wobei hardwareseitig Neuentwicklungen aus den Bereichen Sensorik, Bilderfassung, Robotik und Augmented Reality (AR) die Entwicklung unterstĂźtzen. â&#x20AC;&#x17E;Auch 2018 warten nirgendwo ein umfassenderer Ă&#x153;berblick Ăźber die aktuellen Produkt- und LĂśsungsangebote fĂźr die Intralogistik und ein informativeres Rahmenprogramm auf die Fachbesucher als im März in Stuttgartâ&#x20AC;&#x153;, resĂźmiert Messeleiter Kazander. www.logimat-messe.de

(Niederlande, 17. bis 19. April), in Bilbao (Spanien, 28. Mai bis 1. Juni) und in Krakau (Polen, 9. und 10. Oktober) sowie in MalmĂś (Schweden, 6. und 7. Februar 2019). Diese Ausgabe der B&I beinhaltet wieder die umfangreiche Messezeitung. Informieren Sie sich hier schon vorab, was es in Dormund auf der Maintenance und der Worksafe alles zu sehen gibt. www.easyfairs.com www.maintenance-dortmund.de www.worksafe-dortmund.de

WindEnergy Hamburg The global on & offshore expo .-,+*)('&& && %$&#&%"&!  ,+ )&%"

 )&  )&' & ' & +) & ),&,) +) & ),&,) &-& &*) &-& &*) &-&&

&-&&

, , &$'&)- &$'&)- &  ) & ),& "&*) &  ) & ),& "&*) &#&-& && &

&#&-& &&    ))(&.-,+*)(& (&.-,+*)(& &-&-)& & &-&-)& & &) & &) & -(&& -(&&              &          & ( +-&&* ) & ) && ) &- && & - && ) & ) (+-&&* )& ) &-& )  (   )&  (  )&     ))(-,+*)(, (-,+*)(,

& &    )-& )-   &   

& & &+-&&!*,, & +-&&&!*,, &

Bild: B&I


MESSEZEITUNG +

Wolff Publishing ISSN

1864-4554

info@b-und-i.de www.b-und-i.de 21. - 22. Februar 2018

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Daniel Eisele ist als Group Event Director verantwortlich für die maintenance Dortmund 2018 und die WorkSafe 2018.

Das Chemieunternehmen Oxea setzt in Oberhausen auf GS-Service. Dieses integriert Planungs-, Dokumentations- und Überwachungsfunktionen in einem Informations- und Managementsystem.

Die Instandhaltung macht’s mobil Im Oxea Werk Ruhrchemie in Oberhausen setzt man bereits seit geraumer Zeit im Wartungsmanagement auf das Betriebsführungssystem GS-Service von Greengate. 2017 verwaltete der Produzent von Intermediaten und Derivaten damit über 89.000 Aufgaben bei Inspektion und Wartung. Für mehr Flexibilität und eine mobile Instandhaltung sorgt nun die App GS-Touch. Gegründet wurde Oxea im Jahr 2007 durch einen Zusammenschluss von Geschäftsbereichen von Celanese und Evonik. Mit einer Produktionskapazität von mehr als 1,3 Millionen Tonnen im Jahr und weltweit rund 1.400 Mitarbeitern stellt Oxea mehr als 70 Oxo-Chemikalien her - Intermediate und Derivate in Werken in Deutschland, USA, China und den Niederlanden. Die Produkte werden für die Herstellung etwa von Pharmazeutika, Klebstoffen, Kosmetika, Schmiermitteln, Weichmachern oder Polymeren benötigt.

Mit der objektorientierten Software werden pro Jahr fast 90.000 Aufgaben abgewickelt. Durch die offene Systemarchitektur lässt sich GS-Service an andere Systeme (PLS, ERP) ankoppeln. Bilder: Oxea

Am Traditionsstandort Oberhausen betreibt das Unternehmen auf 1,2 Quadratkilometer Betriebsfläche das Werk Ruhrchemie. Rund 900 Mitarbeiter sind hier tätig. Produziert werden Aldehyde, Alkohole und Ester (Oxo-Intermediates) Polyole, höhere Aldehyde und Spezialderivate, Säuren, Spezialester sowie Amine (OxoDerivative). So umfangreich wie die Produkte, so komplex ist auch die technische Infrastruktur vor Ort, wobei die Prozessanlagen das empfindlichste Glied in der Wertschöpfungskette sind - und zwar aus wirtschaftlicher Perspektive und aus Gründen der Sicherheit. Tatsächlich sind die Anlagen so komplex, dass eine effizient und effektiv durchgeführte Inspektion, Wartung und Instandsetzung dem Ziel „operatives Optimum“ zwingend entsprechen müssen. In der Abteilung Technische Werkstätten sind dafür rund 170 Mitarbeiter tätig. Hinzu kommen noch 25 Mitarbeiter im Segment technische Instandhaltungsplanung. Diese Teams nutzen bereits seit geraumer Zeit das Betriebsführungssystem GS-Service für die Erstellung, Terminierung, Bearbeitung und Verwaltung der Aufgaben und Tätig-

keiten im Bereich Instandhaltung und Wartung. Schon zum Neustart des Unternehmens im Jahr 2007 begab sich das Team um Daniel Nolte, Leiter Instandhaltungsplanung, auf die Suche nach einer integrierten Softwarelösung für Steuerung und Verwaltung der Instandhaltung. „Zu sperrig“ sei das Altsystem gewesen. Zumal man, historisch bedingt, teils mit Insellösungen arbeitete, die stets die Gefahr von Dateninkonsistenzen und ineffizientem Datenhandling in sich tragen. Auch sollten die Zeiten „telefonbuchdicker Papierstapel“ ein Ende haben. Schließlich fiel die Wahl auf GS-Service von Greengate. „Letztlich hat uns der Dialog auf Augenhöhe überzeugt. Andere Anbieter haben uns zu verstehen gegeben, dass nur ihre Software die optimalen Lösungen bietet, Greengate dagegen hörte zu, ging auf unsere Anforderungen in den verschiedenen Anwendungsbereichen ein und so konnten wir gemeinsam für uns passende Lösungen erarbeiten“, so Thomas Malon, der ebenfalls zum Team der Instandhaltungsplanung gehört. Weiter auf Seite M2

Herzlich willkommen zur Leitmesse für industrielle Instandhaltung! Am 21. und 22. Februar 2018 öffnet die maintenance Dortmund ihre Tore. Auf der Leitmesse für industrielle Instandhaltung geht es neben traditionellen Instandhaltungsthemen verstärkt auch um smarte Konzepte und neue Technologien. Viele Unternehmen werden wieder in den Dortmunder Messehallen an der Fachmesse teilnehmen und dabei ihre neuesten Lösungen präsentieren, aktuelle Trends aufzeigen und wichtige Antworten geben. Begleitend zur Fachausstellung bieten wir und unsere Kompetenzpartner ein umfassendes Rahmenprogramm mit erstklassigen Vortragsreihen, Workshops, Konferenzen und moderierten Messerundgängen zu aktuellen Themen wie Predictive Maintenance, Ersatzteilmanagement und Mitarbeitereinsatz. Erstmals wird es zudem mit der WorkSafe 2018 im Rahmen der maintenance einen neuen Ausstellungsbereich zu Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz in der Industrie geben. Wir wünschen allen Ausstellern und Besuchern eine erfolgreiche Messe mit zahlreichen Kontakten, spannenden Innovationen und erfolgreichen Geschäften!


M2

www.b-und-i.de

Fortsetzung von Seite M1 Die Einführung erfolgte dann in den Jahren 2008 und 2009 und zwar inklusive einer Anbindung der externen Messtechnik an GSService. Dabei handelt es sich um Messgeräte und Software zur Erfassung von Maschinenzuständen auf Basis von Stoßimpuls- und Schwingungsmessungen. Mit der installierten Lösung werden heute rund 80 Prozent aller Wartungs- und Inspektionsaufgaben medienbruchfrei gesteuert und verwaltet: sei es in Bezug auf die Analysentechnik, die Klima- und Lüftungsanlagen, die Brandmeldetechnik oder das umfangreiche Mechanik-Equipment mit seinen Pumpen, Verdichtern, Getrieben und Rührwerken. Die Aufgaben werden vom System nach Terminierung erzeugt: Was muss wann von wem und wo erledigt werden - so lautet die zentrale Fragestellung. Thomas Malon ergänzt: „GS-Service nutzen wir seit einigen Monaten auch bei verschiedenen Betriebsmittelprüfungen wie den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen an Hebezeugen, Leitern und Tritten sowie bei Kalibrierungsnachweisen an Messmitteln.“ Mittlerweile setzt man auch hier konsequent auf die Vorteile portabler Endgeräte. Statt wie früher mit dem Klemmbrett sind die Instandhalter jetzt mit EX-geschützten Smartphones der neuesten Generation unterwegs und führen so die unterschiedlichen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im weitläufigen Firmengelände durch. Ist beispielsweise ein Ölwechsel an Pumpe 11 durchzuführen, eine Kontrolle am Rührwerk 12 vor-

WorkSafe

zunehmen oder der Lagerwert an Verdichter 13 zu überprüfen, punkten die portablen Endgeräte. Sie lesen nämlich über die App GS-Touch die NFC Chips, die an jedem Objekt installiert sind, aus. Doch die mobile Anwendung bietet mehr als präzise Informationen und eine Liste der abzuarbeitenden Instandhaltungsaufgaben. Mit der App lassen sich auch die zeitnahe Rückmeldung durchgeführter Tätigkeiten erledigen, eine spontane Mangelerfassung ohne Aufgaben einpflegen oder eigenständige Terminverschiebungen im Kalender vornehmen. Tagesaktuell erhält der Instandhalter zudem einen Überblick über seine Aufgaben, gerade bei großflächigen Prozessanlagen mit erheblichen Wegezeiten ein nicht zu unterschätzender Vorteil. „In GS-Service“, erläutert Thomas Malon, „sind die benötigten Stammdaten von Einbauorten, Equipments und Betriebsmitteln in den zugehörigen AnlagenStrukturen alle abgebildet.“ Mit der Kontrolle der Stammdaten und dem Abgleich der Ist-Situation am Objekt vor Ort lässt sich verlässlich und zeitnah eruieren, ob und was demnächst inspiziert, gereinigt, gewartet oder instand gesetzt werden muss. Die verschlankte Administration und die effektive Auftragsabarbeitung haben sich bewährt, allerdings greift Oxea nach wie vor auf Mittel und Methoden einer konventionellen Instandhaltung zurück. Das hat mit sechs weiteren Unternehmen zu tun, den Standortpartnern im Werk Ruhrchemie. Hier greift noch das Prinzip Postbote: Sind die Oxea-Teams als

fremdbeauftragte Instandhalter für einen der Standortpartner auf dem Werksgelände tätig, kommen zum Teil noch traditionell Papier und Stift zum Einsatz. In den Oxea-eigenen Bereichen managt man allerdings auch die Mängelerfassung, -bearbeitung und -verwaltung, die Erstellung von Berichten und Auswertungen sowie die Dokumentation der durchgeführten Arbeiten wieder mit GS-Service. Das ist unerlässlich, spätestens dann, wenn wieder einmal ein Audit ansteht. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand B28-4 www.greengate.de

Oxea gehört seit 2013 zur Oman Oil Company. Hauptsitz ist Monheim am Rhein.

Aufbewahren und Organisieren mit System Die vier Säulen des Lockout/Tagout-Systems von Abus Es greift zu kurz, wenn man das Thema Lockout/Tagout und Prozess des Verschließens alleine auf Verriegelungsprodukte und Schlösser reduziert - obwohl genau dies gerne gemacht wird. Abus hingegen setzt auf das sogenannte Vier-Säulen-Prinzip und stellt dieses auf der Messe vor. Interessenten erfahren vor Ort außerdem, was es mit der 60-Sekunden-Regel auf sich hat und welche Rolle den sogenannten Lock-Points im Rahmen des Vier-Säulen-Modells zukommt. Das Vier-Säulen-Prinzip von Abus verbindet unterstützende Dienstleistungen, die Kernkompetenz Schloss und professionelle Verriegelungsprodukte mit dem Thema Aufbewahrung und Organisation zu einem Systemprogramm. Einen systematischen Einstieg finden Unternehmen, die sich zum ersten Mal mit der Thematik Lockout (Wartungsschutz) und Tagout (Kennzeichnung) beschäftigen, im Dienstleistungstool Abus I M P. Vom Erstellen der ersten Betriebsanweisung bis hin zum Training aller betroffenen Mitarbeiter hilft dieses Tool, das Fundament für diesen Bereich zu setzen.

Ergänzt wird dies durch das Knowhow des Traditionsherstellers Abus bei Verriegelungsprodukten. Um beispielsweise Energien sicher und zeitsparend zu verriegeln, bietet das Verriegelungsprogramm dieses Herstellers zahlreiche Lösungen und zwar sowohl für den elektrischen als auch für den mechanischen Bereich. Abgerundet wird das Produktportfolio durch das neue modulare System Lock-Point. Diese Lock-Points sind unkompliziert im Umgang, selbsterklärend im Aufbau, erlauben innovative Verknüpfungen und sind lokal an nahezu jedem Bedarfspunkt ein-

setzbar, wie der Hersteller betont. Ziel ist es, die Prozessabläufe mit den logistischen Anforderungen so zu verknüpfen, dass der LockPoint zum idealen Tool für nahezu alle Lockout/Tagout-Anwendungen im Unternehmen wird. Ein besonderes Augenmerk wurde in diesem Zusammenhang auf die Funktion gelegt, Gruppenprozesse mit Freigabe-Dokumenten zu ermöglichen. Die Unterbringung von Mehrfachverriegelungen und multiplen Energieabschaltungen in Kombination mit der Aufbewahrung aller notwendigen Dokumente, die diese Abläufe autorisieren, wurde ebenfalls berücksichtigt. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D09-4 www.abus.com

www.uhlenbrock.org

Instandhaltungsservice Wartung & Reparatur Technische Analyse Prozessoptimierung Ersatzteilmanagement Tel +49 25 52 93 33 0

Proaktive Instandhaltung für optimale Verfügbarkeit und Produktivität. Ganz gleich, ob Wartungsmaßnahmen, technische Analyse, Ersatzteilmanagement, Drucklufttechnik oder Schaltschrankbau - wir setzen auf proaktive statt reaktive Instandhaltungskonzepte zur nachhaltigen Optimierung von Anlagen und Prozessen. Mit Lösungen, die Ausfallursachen beseitigen und Effizienz steigern. Wir helfen Ihnen - garantiert.

Die Lock-Points bieten die Möglichkeit zur zentralen Lagerung und Organisation aller notwendigen Arbeitsmaterialien und erforderlichen Dokumente. Durch die modulare Bauweise kann damit laut Hersteller praktisch jedes Arbeitsumfeld im Bereich Lockout/Tagout zielgerichtet und effizient gestaltet werden. Angeboten werden sie in stehender, fahrbarer oder wandhängender Ausführung. Bild: Abus


WorkSafe

Willkommen in Dortmund Rund 200 Aussteller - und damit so viele wie nie zuvor - werden zur Leitmesse der Instandhaltung in Deutschland erwartet. In diesem Jahr geben sich auch Branchenschwergewichte wie Bilfinger Maintenance, SAP Deutschland oder Endress + Hauser ein Stelldichein. Erstmals präsentieren sich im Rahmen der Messe auch mehr als 40 Anbieter aus dem Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Darunter sind beispielsweise Branchenexperten wie Rembe Safety + Control als Partner für Druckentlastung und Explosionsschutz, Safeline Bühning & Joswig, ein Anbieter von Bedarfsartikeln für Industrie und Handwerk, sowie die Sicherheitsexperten von Total Safety bzw. das Traditionsunternehmen Atlas Schuhfabrik. Neu ist im Rahmen der Messe die 3. Anwenderkonferenz „Smart Maintenance für Smart Factories“. Hier berichten Experten, wie Marktführer schon heute die Instandhaltung der Zukunft betreiben. In seinem Campus mit dem Schwerpunktthema „Mitarbeitereinsatz in der Smart Maintenance“ diskutiert der FVI Ideen und Erkenntnisse sowie bestehende Herausforderungen der Instandhaltung. Dabei sollen passende Lösungsansätze herausgearbeitet werden. Eine Zusammenstellung einiger der zahlreichen Messehighlights finden Sie auf den folgenden Seiten der Messezeitung. Ergänzend hierzu werden weitere Produkte und Lösungen, die auf der Messe zu sehen sind, in der aktuellen Ausgabe der B&I vorgestellt. Diese Artikel sind zur besseren Orientierung ebenfalls mit einem Messevermerk gekennzeichnet.

www.b-und-i.de

Zustandsüberwachung ohne Vorkenntnisse Autonomes Condition Monitoring für Nebenaggregate Der plötzliche Ausfall von Nebenaggregaten wie Elektromotoren, Pumpen und Lüftern kann in der Produktion zu kostspieligen Stillständen führen. Gemeinsam mit Mitsubishi Electric entwickelte Schaeffler deshalb ein leicht zu installierendes System, das die Schwingungen von Maschinen misst und darauf basierend automatisch Handlungsempfehlungen erstellt. Während Pumpen meist redundant ausgelegt sind und deren Ausfall daher keine unmittelbaren Auswirkungen auf den laufenden Betrieb hat, kann der Ausfall von Lüftungsanlagen schnell zur Drosselung der Produktion oder gar zum Stillstand führen. Systeme wie der FAG Smartcheck von Schaeffler können einen drohenden Ausfall auf Basis von Schwingungsdaten zwar frühzeitig erkennen, allerdings setzen solche Lösungen bislang schwingungstechnische Vorkenntnisse beim Instandhaltungspersonal voraus. Gemeinsam mit Mitsubishi Electric entwickelte Schaeffler nun eine einsatzfertige Komplettlösung, die ohne ConditionMonitoring-Kenntnisse zu installieren ist. Mit bis zu sechs Sensoren misst der FAG SmartQB die Schwingungen und Temperaturen von Maschinen und erkennt auf dieser Basis etwa Ausrichtfehler, Unwuchten, Lagerschäden oder Temperaturanstiege, Letztere zum Beispiel durch fehlerhafte Schmierung. Werden nun bei der kontinuierlichen Schwingungsmessung steigende Kennwerte festgestellt, die für typische Fehlerarten charakteristisch sind, gibt das System automatisiert Warnhinweise und Handlungsempfehlungen über das Display aus. Auf diese Weise kann das Instandhaltungsper-

sonal frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten. In diversen Testinstallationen erprobten die Ingenieure das System, darunter in einer Gießerei von Aluminiumgehäusen für die Automobilindustrie. Eine clevere Adaption des SmartQB hat sich ein Trinkwasserversorger realisiert. Er betreibt das System in einer Pumpenstation, die nicht rund um die Uhr besetzt ist, und hat es direkt an das Leitsystem sowie

das Telefon-Notrufwählgerät angebunden. Im Hinblick auf Industrie 4.0 bieten Condition-MonitoringSysteme einen weiteren Vorteil: Sie erheben ständig Felddaten, die in Zukunft mithilfe von BigData-Analysen ausgewertet und bei Entwicklung, Auslegung und Betrieb neuer Anlagen nützlich werden können. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D05-4 www.schaeffler.de

Der FAG SmartQB misst Schwingungen von Maschinen und erstellt darauf basierend Handlungsempfehlungen. Im SmartQB ist das Maschinenprotokoll SLMP (Seamless Message Protocol) implementiert, über das die Schwingungssensoren mit der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) von Mitsubishi Electric kommunizieren und Kennwerte weitergeben. Die SPS verarbeitet die Daten zu Informationen, die als Klartextmeldungen aufbereitet auf dem Display angezeigt werden. Bild: Schaeffler

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte Pirtek liefert nun eine fotografische Dokumentation des Schadens als Anlage War es Verschleiß oder hat ein Schaden eine andere Ursache? Die Beantwortung dieser Frage ist für Instandhalter von großer Bedeutung, wenn es um aufgetretene Defekte und Funktionsstörungen von Hydraulikschlauchleitungen geht. Der Hydraulikdienstleister Pirtek liefert deshalb nun zu jedem Schaden ein Foto mit, das die Beurteilung der Sachlage erleichtert. Für Instandhalter von Maschinen und Anlagen sowie für Fuhrparkleiter ist die Ursache von auftretenden Schlauchdefekten von hoher Relevanz. Einerseits zur Vermeidung von weiteren Schäden und andererseits um die Wartungs- und Inspektionsintervalle der Leitungen entsprechend anpassen zu können. Für Vermieter und Mieter von Geräten, Maschinen und Fahrzeugen spielt es ebenfalls eine große Rolle, wodurch ein Schlauch-

Bild: Pirtek

schaden entstanden ist, denn hier geht es um die Haftung. Deshalb hat sich nun der mobile Hydraulikservice Pirtek für die fotografische Dokumentation des Schadens entschlossen und liefert seit Kurzem als Anlage zur Rechnung Fotos des behobenen Schlauchschadens mit. Ein Foto gibt nämlich in vielen Fällen Aufschluss über die Ursache. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand E32-4 www.pirtek.de

Besuchen Sie uns auf unserem Messestand! 29.03.2017 - 30.03.2017, Halle 4, Stand D07

Veranstaltungsort: Messe Westfalenhallen, Halle 4 Rheinlanddamm 200 44139 Dortmund Termin und Zeit: Mittwoch, 21. Februar 2018 Donnerstag, 22. Februar 2018

Zuverlässig an Ihrer Seite Seit Jahrzehnten sind BUCHEN und XERVON mit ihren ca. 10.000 Mitarbei-

Anreise: Vom Dortmunder Hauptbahnhof gelangen Sie mit der U-Bahn U 45 (Richtung Westfalenhallen) bis zur Haltestelle „Westfalenhallen“. Aus der Innenstadt brauchen Sie mit der U 46 (Richtung Westfalenhallen) fünf Minuten. Für alle, die mit dem Auto anreisen, stehen Parkplätze in ausreichendem Maß zur Verfügung. Eintritt: Das Zweitagesticket für die maintenance Dortmund 2018 mit dem Ausstellungsbereich WorkSafe kostet 30 Euro.

M3

tern zuverlässige Partner für die Chemie und Petrochemie, die Energiewirtschaft, die Stahlindustrie und zahlreiche weitere Branchen. Dieses gebündelte Know-how in Verbindung mit intelligenten und höchst effizienten Konzepten macht uns gemeinschaftlich zu einem der leistungsstärksten Komplettanbieter von Industriedienstleistungen. Maßgeschneiderte Lösungen für die Industrie, die Betriebstechnik und Instandhaltung BUCHEN UmweltService GmbH // XERVON GmbH XERVON Instandhaltung GmbH // XERVON Oberflächentechnik GmbH n Sie Emdener Str. 278 // 50735 Köln // Deutschland // T +49 221 7177-0 suche derLeistungen: Konstruktion, Prototyping, Werkzeug- Be sUnsere Kundenspezifisch uf buchen.net // bearbeitete xervon.de //Gehäuxervon-instandhaltung.de un a ce 2018 se xervon-oberfl oder komplette Baugruppen – // Unternehmen konstruktion, Werkzeugbau und enan Service aechentechnik.de der REMONDIS-Gruppe aintPrint und Fertigung - ermöglicht eine schnelle undm in Dortm Spelsberg ist engagierter Entwickalle 4 -4 HDesignfolien lungspartner, wenn es um die Umhochwertige Realisierung der Projekte. 7 nd C0 StaFolientastaturen Prüfungen und Zertifizierungen nach setzung von Kundenwünschen geht. Siebdrucke, Tampon-, Eine durchgängige Prozesskette - vom VDE und UL werden im hauseigenen

Projektmanagement über Entwicklung,

Prüflabor durchgeführt.

Montageservice Bestücken Verdrahten Prüfen

Digital- und Laserdrucke

www.spelsberg.de


M4

www.b-und-i.de

WorkSafe

Vibrationsmessung spürt schnell Schäden auf Wie man Unwuchten, losen Teilen und Lagerschäden auf die Spur kommt Mithilfe von Vibrationsdaten können bei rotierenden Anlagen wie Motoren, Pumpen oder Ventilatoren Aussagen über mögliche Fehlerbilder getroffen werden. Dabei bilden verlässliche Messungen und Daten den Grundstock, der dann für aussagekräftige Analysen genutzt werden kann. Geeignet ist hierfür beispielsweise das Vibration Meter von CM Technologies: Mithilfe dieses tragbaren Messgeräts können laut Hersteller alle notwendigen Größen direkt vor Ort erfasst werden. Auf dem Bildschirm werden die Daten in Diagrammen zusammengefasst. Zudem zeigen Ampelfarben, die als eine unmittelbare Handlungsempfehlung für Techniker und Monteure zu verstehen sind, die Schwere der Schäden an.

Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Zustand des rotierenden Equipments. So können Unwuchten und Lagerschäden erkannt werden, aber auch, ob einzelne Teile lose sind oder die Anlage falsch ausgerichtet ist. Bilder: CM Technologies

Bei rotierenden Anlagen eignet sich für das Condition Monitoring die Messung und Auswertung von Vibrationen. Möglich macht dies beispielsweise das Vibration Meter von CM Technologies, das, wie der Hersteller betont, auch für ungeschultes Personal problemlos zu nutzen sei. Ali Awad, Product Spezialist bei CM Technologies, erklärt die Funktionsweise: „Alle Geräte haben einen Sensor, der die Beschleunigung der Maschinenschwingung oder der Equipmentschwingung aufnimmt. Die Daten werden direkt vom Vibration Meter analysiert und können über das integrierte Display eingesehen werden.“ Und so funktioniert es: Für eine Messung wird der über ein Kabel mit dem tragbaren Handgerät verbundene Sensor mithilfe eines Magnetkopfs oder eines Gewindes an der Anlage angeschlossen. Dann ermittelt das ISO 10816-3-zertifizierte Messgerät alle physikalischen und mechanischen Schwingungskerngrößen

wie Schwingbeschleunigung, -geschwindigkeit, -weg und Frequenz bei Spitzen-Vibrationskennwerten zwischen 10 und 1.000 Hz in mm/s. Abgeleitet hiervon sind auch FFTAnalysen über die Amplitudenmodulation möglich. Das Besondere dabei: All das passiert im Hintergrund, der Nutzer bekommt am Ende nur das Ergebnis

inklusive der Schadensursache auf dem Display angezeigt. Je nach Ausführung ist wählbar, ob nur einzelne Messwerte relevant sind oder ob Trends beobachtet werden sollen. „Das heißt, in bestimmten Intervallen, die selbst festgelegt werden können, wird immer eine bestimmte Messung an einem bestimmten Ort durchgeführt. Die Trends können Aufschluss darüber geben, ob Eingriffe notwendig sind“, erklärt Awad. Die Auswertung der Messergebnisse geht über zwei Wege, nämlich wie bereits beschrieben direkt über das Gerät oder mithilfe eines Analyse-Programms am PC. Auf dem Messgerät selbst läuft die Verarbeitung der Daten über das System FASIT (Fault Sources Identification Tool). Hierbei werden die Messungen mit Kennwerten abgeglichen und die Ergebnisse in anschaulichen Diagrammen in Ampelfarben dargestellt.

CM Technologies bietet auch spezielle Trainings und Schulungen an. „Wir wollen erreichen, dass durch unsere Produkte jeder Techniker ganz einfach sein Instandhaltungsmanagement optimieren kann“, erklärt Ali Awad, Product Spezialist bei CM Technologies.

Die Kennzahlen, mit denen die gesammelten Daten verglichen werden, können vom Nutzer selbst eingegeben oder auf Wunsch auch nach kundenspezifischen Vorgaben direkt ab Werk eingestellt werden.

Gründliche Analyse ohne Fachpersonal Durch die Veranschaulichung der Schwere der Probleme mithilfe der Farben könne laut Hersteller auch ungeschultes Personal fundierte Entscheidungen über die notwendigen Folgemaßnahmen treffen. Für eine detailliertere Diagnose bietet sich die Analyse am PC an. Hierfür gibt es eine kostenfreie An das Vibration Meter können auch Kopfhörer angeschlossen werden, um Wälzlagergeräusche hörbar zu machen und auszuwerten.

Basisversion der Software DDS (Data Diagnostic Software), die von CM Technologies entwickelt wurde. Das Programm wertet die Daten aus und stellt sie in verschiedenen Formen bereit, wie zum Beispiel in einem zeitlichen Verlauf oder in einem Gesamtüberblick über mehrere Messungen. Ergänzend zur Basisversion wird eine Vollversion angeboten, die neben mehr Speicherplatz auch die Möglichkeit bietet, mehrere Datenbanken mit der Software zu verwalten. Interessant ist auch die Möglichkeit, in der Software bestimmte Routen anzulegen. Awad erklärt den Sinn dahinter: „In jedem Betrieb gibt es mehrere Hallen mit zahlreichen Maschinen; an jeder Maschine gibt es mehrere Messpunkte mit verschiedenen Messaufgaben. Mit der DDS-Software kann eine autorisierte Person, beispielsweise der technische Leiter, eine Route anlegen, die das Vibration Meter für zukünftige Messungen vorgibt.“ So wird sichergestellt, dass kein Messpunkt vergessen wird. Ergänzend hierzu gibt es auch die ADS-Software (Animated Deflection Shapes). Sie zeigt eine animierte Darstellung von Maschinenbewegungen, welche durch Vibrationen verursacht werden. Neben der Grundversion des Vibration Meters, die sich zum Beispiel für den Einsatz in der Produktion eignet, gibt es weitere Variationen für verschiedenste Anforderungen. So ist eine PlusVariante erhältlich, die sich vor allem durch die Datenspeicherungsmöglichkeit unterscheidet. Außerdem werden Modelle speziell für die Schifffahrt, das Vibration Meter Marine, und für explosionsgefährdete Bereiche, die EX-Variante, angeboten. Die neueste Entwicklung ist das 3-Kanal-Messgerät VA3 mit zwei Signaleingängen, an denen simultan gemessen werden kann, und einem Eingang für einen Laser-Drehzahlsensor. Noch leistungsstärker ist das VA4, ein 4-Kanal-Vibrationsanalysator, der die Daten in großem Umfang eigenständig auswertet und eine Übertragung auf den PC überflüssig macht. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand H02-5 www.cmtechnologies.de


FORUM VISION INSTANDHALTUNG e.V. Wegweiser zu Ihrem Partner Stand: FVI D30

Stand: FVI D33

Stand: FVI D26

Stand: FVI D32

Mit unseren Produkten aus den Bereichen Condition Monitoring, Laseroptisches Wellenausrichten und Schall-/Umweltmesstechnik maximieren Sie die Verfügbarkeit Ihrer Anlagen & Prozesse.

Intelligente Instandhaltung von industriellen Maschinen und Anlagen macht connectavo ganz einfach.

Videochat per Datenbrille: SKILL Chat verbindet den Techniker vor Ort mit dem entfernten Experten zur optimalen Unterstützung.

Präzisionsmess- und Ausrichtsysteme, die Ihre Produktivität erhöhen, Ressourcen einsparen, anwenderfreundlich, leicht verständlich und vielseitig anwendbar sind.

Stand: FVI D28

Stand: FVI D37

Stand: FVI D34

Stand: FVI D36

Ihr Filterspezialist für Luft-, Staub- und Flüssigkeitsfiltration. www.filteron.de

Die GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose bietet modernste Geräte und Dienstleistungen zur Früherkennung von Schäden an mechanischen Antrieben.

ICON Services GmbH Ihr professioneller Partner für Asset Management und Stammdatenmanagement ist für den digitalen Instandhaltungsoptimierung von industriellen Wandel elementare Voraussetzung. und infrastrukturellen Unternehmen. Wir unterstützen Sie dabei.

Stand: FVI D35

Stand: FVI D13

Stand: FVI D38

,

Robuste, mobile Kommunikationsgeräte für explosionsgefährdete Bereiche, sowie den Industrie- und Outdoor-Einsatz.

Wir stehen für individuell zugeschnittene Instandhaltungsdienstleistungen. Optimieren Sie mit Piepenbrock die Verfügbarkeit Ihrer Betriebstechnik!

Stand: FVI D19

Stand:

Wellendichtringe für Außermittigkeit, Lebensmittel, schwierige Montagen, Kaugummi, abrasive Medien, Druck, Geschwindigkeit, Temperatur, kleinen Bauraum, USA.

Stand: FVI D40 Erstellen Sie Checklisten für Inspektion, Wartung, Maintenance, Audits, Dokumentation und Kontrolle in iOS, Android, Windows.

Forum Vision Instandhaltung e.V. Wallstr. 8 40878 Ratingen Tel: 02102 / 579 1904 Fax: 02102 / 5590152

.

Wir leisten seit 1997 unabhängige Beratung für Kunden, die SAP Software im Bereich Kundenservice und Instandhaltung einsetzen.

info@fvi-ev.de www.fvi-ev.de

FORUM VISION INSTANDHALTUNG e.V.

… die Stimme der Instandhaltung

FVI Campus – Impulse für das neue Instandhaltungs-Zeitalter Friedhelm Iske, Sprecher des Vorstandes FVI e.V.:

André Wötzel, Mitglied des Vorstandes FVI e.V.:

“Die digitale Transformation kann nur gelingen, wenn Mitarbeiter vermehrt insbesondere die informationstechnischen Infrastrukturen beherrschen lernen. Es ergibt sich also eine Verschiebung von handwerklichen hin zu informationstechnischen Tätigkeitsschwerpunkten. Mit dem diesjährigen Programm packen wir daher wieder eines der brennendsten Themen der Instandhaltungsbranche an.“

„Produktions- und Logistiksysteme in Smart Factories werden immer flexibler, verfügbarer und zuverlässiger. Ermöglicht wird dieser Trend durch die Ausstattung und Verknüpfung von Produkten und Anlagen mit Sensoren, Aktoren und cyberphysischen Systemen. Cyber-physische Systeme übernehmen den Datentransfer und -austausch sowie Kontrolle bzw. Steuerung über ein Netzwerk wie das Internet in Echtzeit. In Folge dessen steigt die zur Kommunikation benötigte informationstechnische Infrastruktur rapide an.“

Das Forum Vision Instandhaltung e.V. möchte mit seinem FVI Campus neuartige Ideen und Erkenntnisse sowie bestehende Herausforderungen der Instandhaltung im Kontext aktueller Themen diskutieren, um Lösungsansätze zu finden. Für den FVI-Campus 2018 haben wir als Schwerpunktthema »Mitarbeitereinsatz in der Smart Maintenance« gewählt.

Veranstaltungsort: Kongresszentrum Messe Westfalenhallen Dortmund Saal 16 22. Februar 2018 Forum Vision Instandhaltung e.V. Wallstr. 8, 40878 Ratingen Tel.: 02102 579 1904 E-Mail: info@fvi-ev.de


M6

www.b-und-i.de

WorkSafe

Filtration nicht auf die leichte Schulter nehmen Je effizienter die Filtration, desto höher die möglichen Kostenersparnisse Die industrielle Filtration hat nicht nur direkte Auswirkungen auf die Qualität der Produkte, die Umwelt und das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter, sondern auch auf die Ökonomie eines Unternehmens. Je effizienter die Filtration nämlich ist, desto höher sind die potenziellen Kostenersparnisse durch geringe Druckdifferenzen. Diese führen nämlich zu längeren Standzeiten und in der Folge zu einer Verlängerung der Wartungsintervalle. Die große Auswahl an verschiedenen Filterarten und -materialien stellt sicher, dass der für die gewünschte Anwendung optimale Filter existiert. Sie birgt aber auch das Risiko einer falschen Filterwahl in sich. Mit der Wahl des bestmöglichen Filters ist es aber noch nicht getan, denn auch die korrekte Anlagenauslegung ist ein wichtiger Faktor. Das bedeutet: Fachmännisch konzipierte Filtrationslösungen sind für eine zugleich ökonomisch wie auch ökologisch effiziente Oberflächentechnik unerlässlich. Deshalb beraten und beliefern Fachfirmen wie die Filteron GmbH Unternehmen der Oberflächentechnik nicht nur beim Thema Ersatzfilter, sondern sie haben auch die Expertise, um das für den Anwender optimale Filtrationskonzept erfolgreich umzusetzen. Wie groß das Angebot an Filterarten und -materialien ist und welche Möglichkeiten es gibt, die Filtration zu optimieren, zeigen die Spezialisten von Filteron unter anderem auf der Messe in Dortmund. Zu sehen sein werden unter anderem Glasfaser- und synthetische Filtermedien. Sie eignen sich beispielsweise zur Farbnebelabscheidung. Sie speichern die bei Lackierprozessen entstehenden Farbnebel und ver-

hindern so, dass diese in die Atemluft gelangen oder den Arbeitsplatz bzw. das zu lackierende Produkt verunreinigen. Glasfasermedien werden hier als Boden- und synthetische Filtervliese als Deckenfilter eingesetzt. Neben dem traditionellen Lackierprozess spielt die Pulverbeschichtung mittlerweile eine große Rolle in der Oberflächentechnik. Für die hierbei entstehenden Stäube bietet sich eine Feinstaubabscheidung an, bei welcher Filterpatronen zum Einsatz kommen. Durch die feine Faltung des in einem stabilen Gehäuse gefassten Filtervlieses bietet dieser Filtertyp eine große Filterfläche auf einem vergleichsweise kleinen Raum. Werden die Oberflächen von Werkstücken mittels Strahlverfahren bearbeitet oder müssen im Fertigungsprozess poliert werden, so finden auch hier Filterpatronen Einsatz, da sie mit ihrer hohen Abscheideleistung kleinste Partikel filtern können, und durch die Möglichkeit von mechanischen Abreinigungsverfahren eine hohe Standzeit erreichen können. Darüber hinaus werden Filter, welche Einsatz bei Schleifprozessen oder beim Schweißen und Flexen finden, von Filteron angeboten. Hier setzt man auf eine

Stufenfiltration, die sich meist aus Metallfiltern gegen Funkenflug, in der Hauptstufe Kassetten- und Schwebstofffiltern zur Partikelabscheidung, sowie Aktivkohlefiltern zur Rauch- und Geruchsabsorbierung in der Nachfiltration zusammensetzt. Die Vorfiltration ist hierbei optional, während Schwebstofffilter je nach Anwendungsfall eine Alternative zu Filterpatronen darstellen. An anderer Stelle werden in der Fertigung Reinigungs- und Kühlwasser-Aufbereitungsanlagen auch mit Filtern ausgestattet, um einen optimalen Rückfluss der eingesetzten Mittel zu ermöglichen. Zum Thema Taschenfilter: Die in einem wahlweise aus Kunststoff- oder Metallrahmen gefassten, zu Taschen vernähten Filtervliese werden bevorzugt in der Zuluft eingesetzt. Sie reinigen große auftretende Luftströme und sichern so das benötigte Prozessklima. Die unterschiedlichen Güteklassen - in diesem Falle G3 bis F9 sowie die zu beachtenden Volumenströme setzen eine fachmännische Beratung unter Einbeziehung der Anlagenparameter voraus. Apropos Beratung: Über die unterschiedlichen Filterarten und Materialien und deren Einsatzmöglichkeiten informieren die Spezialisten der im Jahre 1980

Durch eine sachgemäße Filtration kann der für den Betrieb erforderliche Energieaufwand erheblich gesenkt werden. Wie das geht und welches Potenzial die Filtration bietet, darüber informieren die Experten am Messestand. Bild: Filteron

gegründeten Filteron GmbH während der beiden Messetage in Dortmund. Der Hersteller und Lieferant von Filtern, welche in der Oberflächentechnik eingesetzt werden, berät und hilft

Expertenmodule für Fixaturlaser NXA und Condition Monitoring mit Accurex Acoem, das französische Unternehmen, das seit rund einem Jahr mit einer deutschen Niederlassung vertreten ist, fokussiert sich auf der Messe in Dortmund auf die Themen Wellenausrichten und Zustandsüberwachung. So hat das Messtechnikunternehmen den Leistungsumfang des Wellenausrichtsystems Fixaturlaser NXA deutlich erweitert und bietet hier die neuen Zusatzmodule „Runout Probe“ und „Level“ an. Hinter erstgenanntem Modul verbirgt sich ein hochgenauer elektronischer Taster. Bis

Benutzerfreundliche Benu tzer e freundliche h Instandhaltungssoftware Instandhhaltungssof t ware Der Einsatz Der Einsat z vvon on U Ultimo ltimo ermöglicht ermöglicht es es Ihnen, Ihnen, die die AnlagenA n la g e n und Maschinenverfügbarkeit die u nd M aschinenver fügbarkeit zu zu erhöhen erhöhen und un d d ie Kosten Kosten für f ür Wartungsarbeiten überschaubaren Rahmen halten. W ar tungsarbeiten iin n eeinem inem üb erschaubar a en R ahmen zzu u hal ten. Ob nun Verwaltung O b Sie Sie ssich i ch n un für für eeine ine einfache einfache ttechnische echnische V er w al t un g entscheiden en tscheiden oder oder die die Software Sof t ware als als Smart Smar t Maintenance Maintenance LLösung ösung der die iim m Sinn Sinn d er Industrie Industrie 44.0 .0 einsetzen, einset zen, d ie flflexible exible SStruktur truk tur der d er und hilft SSoftware of t ware vverschafft erschaff t IIhnen hnen eeinen inen Überblick Überblick u nd h ilf t IIhnen hn e n Ordnung O rdnung zu zu schaffen. schaffen.

NNICHT I C H T NUR N U R MAINTENANCE M A IN T EN AN C E MANAGEMENT M AN A G E M EN E T HAUPTMENÜ HAUPTMENÜ NÜNÜ

Maintenance Mai ntenance

IINservFM NservFM

TD TD

Gebäude Gebäude

IT IT

Infra Infra

Services FMFM Services

M M Medizintechnik Medizintechnik

DDortmund ortmund 2018 2018 FFrankfurt rankfurt 22018 018 SStand t an d A 028 A028

SStand tand A1 0 A10

Zusät zlich zu Zusätzlich zu den den ganzheitlichen ganzheitlichen Möglichkeiten Möglichkeiten für für Facility Facilit y M anagement, IT IT Service Ser vice Management Management und und Fleet Fleet Management Management Management, w urde U ltimo kürzlich kür zlich um um eine eine HSE-Funktionalität HSE-Funk tionalität erweitert, er weiter t, wurde Ultimo um Arbeitsumgebung u m die die Sicherheit Sicherheit IIhrer hrer Ar beitsumgebung zzu u vverbessern. e r b e ss e r n . Außerdem A ußerdem kkönnen önnen Sie Sie mit mit dem dem neuen neuen Modul Modul Energieverwaltung Energiever waltung den und Gebäuden d en Energieverbrauch Energieverbrauch von von Anlagen A n la g e n u nd G ebäuden rregistrieren egistrieren u nd ü ber wachen. Darüber Darüber hinaus hinaus wurde wurde eine eine zertifizierte zer tifizier te und überwachen. SSchnittstelle chnit tstelle mit mit SAP SAP ERP ERP 6.0 6 .0 g eschaff ffe n , u m Ihnen Ih n e n geschaffen, um effizienteres Arbeiten ermöglichen. effi zienteres Ar beiten zzu u er m ö g li c h e n .

ZZEITGEMÄSSE E I T G E M Ä SS E SOFTWARE S O F T WA R E

www.ultimo.com w w w.ultimo.com

Unternehmen außerdem dabei, ihre Produktionsprozesse in diesem Bereich zu optimieren. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D28-4 www.filteron.de

Die U Die Ultimo ltimo SSoftware of t ware iist st w webbasiert, ebbasier t, O On-Premise n-Premise (auf (auf IIhrem hrem SServer er ver iinstalliert) nstallier t) o der aals ls SSaaS-Dienst aaS-Dienst ((Cloud-Version) Cloud-Version) oder wir vverfügbar. er fügbar. Egal Egal welche welche EEntscheidung ntscheidung Sie Sie ttreffen, reffen, w ir garantieren und g arantieren Ihnen Ihnen eeine ine ssichere, ichere, zuverlässige zuverlässige u nd b enut zer freundliche U mgebung. benutzerfreundliche Umgebung.

Bild: Acoem

Der Fixturlaser Level ist ein zweiachsiger Neigungssensor, der sich über Bluetooth mit dem Wellenausrichtsystems NXA austauscht.

zu zwei dieser Sensoren können via Bluetooth mit dem NXABedienteil kommunizieren und beispielsweise wichtige Zusatzinformationen über Rund- und Planlauf von Kupplungen während des Ausrichtvorganges liefern. Hinter dem Modul Level steckt ein zweiachsiger hochgenauer Neigungssensor. Die Kommunikation mit dem NXA erfolgt ebenfalls via Bluetooth. Das Vermessen und Nivellieren von Fundamenten und Maschinenrahmen oder die Langzeitbeobachtung von Maschinenverlagerungen sind nur einige der damit umsetzbaren Überwachungsfunktionen, die dem Ausrichtexperten damit zur Verfügung stehen. Im Bereich Condition Monitoring steht die Lösung Accurex im Fokus, die für den vierkanaligen Schwingungsanalysator und Datensammler Falcon gedacht ist. Damit wendet sich Acoem direkt an die Schwingungsexperten in den Instandhaltungsabteilungen. Das patentierte Auto-DiagnoseVerfahren dieses Systems unterstützt diese Experten, um sich auf die wirklich „kniffligen“ Maschinen zu konzentrieren. Der Risikobewertungsindikator zeigt dem Anwender dabei die Maschinen in Rot markiert an, auf die er sich konzentrieren sollte. Die grün markierten Assets bedürfen keiner direkten Aktivitäten. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D30-4 www.acoemgroup.com


WorkSafe

M7

www.b-und-i.de

Das sind die Trends im Servicegeschäft Silvia Kaske über künstliche Intelligenz, Augmented Reality und Crowd Service Qualifizierter Service und effiziente Instandhaltung von Maschinen und Produktionsanlagen sind die tragenden Säulen für das Maintenance-Geschäft der Zukunft. Welchen Veränderungen dieses Segment unterliegt, erläutert Silvia Kaske von Coresystems, einem Anbieter mobiler Software für das Field Service Management (FSM). Silvia Kaske fasst die fünf wichtigsten Trends zusammen, die für dieses Jahr zu erwarten sind. Der Treiber für die fünf wichtigsten Trends - Internet of Things, Crowd Service, Künstliche Intelligenz, Augmented Reality und Lead Generierung - ist der fortschreitende digitale Wandel, der die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine erleichtert.

bringt. Auch bei Monitoring und Auswertung absolvierter Einsätze bewähren sich KI-basierte Lösungen zunehmend: Gerade mit Blick auf den Bereich NonConformance Report (NCR) kann dadurch enormer Einfluss auf Qualität, Sicherheit und Ertrag genommen werden.

Internet of Things Das Internet of Things (IoT) bringt radikale Veränderungen mit sich. Systeme und Prozesse müssen in der Lage sein, mit einer großen Datenmenge umzugehen und diese auszuwerten. IoT-vernetzte Sensoren kontrollieren zunehmend die Leistung von Maschinen und melden bereits frühzeitig Fehler, woraufhin ein Techniker nahezu in Echtzeit angefordert werden kann. In diesem Zusammenhang wird auch On-Demand-Service immer wichtiger für Unternehmen. Servicemodelle vollziehen hierbei eine dynamische Entwicklung vom Fokus auf reaktive Leistungen hin zu einem Subscription-Modell und dem Angebot von Leistungen aus dem Segment Predictive Maintenance.

Crowd Service

Augmented Reality „Veränderungen im Field Service Management stellen die Anbieter entsprechender Dienstleistungen vor neue Herausforderungen - die meisten davon im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung“, erklärt Silvia Kaske von Coresystems. „Grundsätzlich müssen alle Akteure inklusive der Hersteller und Serviceanbieter agiler werden und die großen Trends in Form neuer Businessmodelle adaptieren. Hier sehen wir unsere Rolle als aktiver Gestalter wegweisender Instandhaltungskonzepte wie beispielsweise Crowd Services und als Thought Leader für das Konzept Agile Workforce. Deren konsequente Umsetzung bietet Anwendern die Chance, perspektivisch mehr Umsätze über den immer wichtigeren Touchpoint Service zu generieren.“

mit neuen Informationen ab und kann dem Techniker am Einsatzort den bisherigen Wartungsverlauf anzeigen und ihn zum optimalen Vorgehen beim aktuellen Einsatz anleiten. Der richtige Techniker für einen speziellen Auftrag wird ermittelt, indem die KI-Software abgleicht, wer im Unternehmen das erforderliche Know-how dafür mit-

Mit dem Crowd-Service-Konzept bieten Dienstleister ihren Kunden die Erbringung schneller und einwandfreier Leistungen. Sind die eigenen Servicekräfte bereits vollzählig im Einsatz, kann Unterstützung durch verfügbare Techniker von Tochtergesellschaften oder Partnern hinzugezogen werden. Durch den innovativen Ansatz werden Unternehmen dazu befähigt, Serviceengpässe strategisch zu umgehen und unverzüglich auf kurzfristige Anfragen zu reagieren. Durch die Weiterentwicklung des Field Service Management erhalten Kunden die benötigte qualifizierte Hilfe in Echtzeit. Zusätzlich werden Kosten reduziert und Prozesse optimiert.

Künstliche Intelligenz Durch Künstliche Intelligenz (KI) entsteht die Option, dass ITSysteme aus einer Vielzahl vorhandener Daten lernen und geschäftsrelevante Informationen daraus ableiten. Somit können Serviceaufträge im FSM-Bereich noch effizienter geplant und bearbeitet werden. Eine intelligente Software gleicht Bestandsdaten

Im Zuge der Digitalisierung ändert sich der klassische Serviceeinsatz im Segment Wartung und Instandhaltung erheblich. Im Bereich Augmented Reality (AR) schreitet beispielsweise die Entwicklung dermaßen rasant voran, dass Servicetechniker in naher Zukunft verstärkt durch AR-Applikationen an Smartphone oder Tablet sowie durch AR-Brillen unterstützt werden können. Somit entsteht die Option, zusätzliche Maschinendaten ins Sichtfeld einzublenden, um die Wartung möglichst effizient einzuleiten. Auch die Form der Zusammenarbeit ändert sich durch die Technologie: Messdaten von Maschinen können mit der Brille erfasst und über ein Netzwerk geteilt werden. Der Techniker vor Ort kann so auf einen umfassenden Bestand von Tipps und Lösungsansätzen zugreifen.

Die Power Generation Services Division von Siemens setzt mittlerweile auch auf Coresystems: In einer ersten Phase wird die Field-Service-Management-Softwareplattform von Coresystems in bestehende Außendienstsysteme und -prozesse integriert. In einer zweiten Phase möchte Siemens dann die Field Service Software-Suite von Coresystems unternehmensweit einsetzen, um das weltweite Außendienstgeschäft vollständig zu digitalisieren. Bilder: Coresystems

Der Wettbewerb im Servicegeschäft verschärft sich, während die Ansprüche und Erwartungen der Kunden stetig wachsen. Gefordert sind immer mehr Leistungen in kürzerer Zeit.

Lead-Generierung Unternehmen, die ihren Kunden zusätzlich zu einem umfassenden Service- und Instandhaltungsangebot auch beratend zur Seite stehen, haben die Chance, sich

auf dem Markt von ihren Wettbewerbern abzuheben. Als Experte vor Ort ist der Servicetechniker ein wichtiger Repräsentant des Unternehmens. Auf Anfrage der Kunden zu weiteren Produkten und Services kann er Informationen über die FSM-Software abrufen und auf ergänzende Dienste und Leistungen hinweisen. Damit legt der Mitarbeiter im Serviceeinsatz den Grundstein für weitere Vertriebserfolge. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand B30-4 www.coresystems.net

Besuchen Sie uns auf unserem Messestand! 29.03.2017 - 30.03.2017, Halle 4, Stand D07

www.uhlenbrock.org

Maßgeschneiderte Lösungen für die Industrie, die Betriebstechnik und Instandhaltung

Kundenspezifisch bearbeitete Gehäuse oder komplette Baugruppen – Instandhaltungsservice ist engagierter EntwickSpelsberg Wartung & Reparatur lungspartner, wenn es um die UmTechnische Analyse setzung von Kundenwünschen geht. EineProzessoptimierung durchgängige Prozesskette - vom Projektmanagement über Entwicklung, Ersatzteilmanagement

Tel +49 25 52 93 33 0

Unsere Leistungen: Konstruktion, Prototyping, Werkzeugkonstruktion, Werkzeugbau und Print Service Proaktive Instandhaltung für optimaleMontageservice Verfügbarkeit und Produktivität. Fertigung - ermöglicht eine schnelle und Bestücken Designfolien hochwertige der Projekte. GanzRealisierung gleich, ob Wartungsmaßnahmen, technische Analyse, Ersatzteilmanagement, DruckluftVerdrahten Folientastaturen Prüfungen und Zertifizierungen nach technik oder Schaltschrankbau - wir setzen auf proaktive statt reaktive Instandhaltungskonzepte Prüfen Siebdrucke, Tampon-, VDE und UL werden im hauseigenen

zur nachhaltigen Optimierung von Anlagen und Prozessen. Mit Lösungen, die Ausfallursachen Digital- und Laserdrucke beseitigen und Effizienz steigern. Wir helfen Ihnen - garantiert. www.spelsberg.de

Prüflabor durchgeführt.


M8

www.b-und-i.de

WorkSafe

Ein Lastenesel der ganz besonderen Art Sortimo präsentiert das Lastenfahrrad Procargo CT1 Zugegeben, auf den ersten Blick sieht dieses Fahrzeug ungewöhnlich ist - und das ist es auch, denn das Lastenfahrrad von Sortimo bietet ein Fassungsvermögen, das vergleichbar mit dem Kofferraumvolumen eines Kompaktklassefahrzeuges ist - und das in Kombination mit der Wendigkeit und Flexibilität eines Fahrrades. Zudem ist es mit einer patentierten Neigetechnik ausgestattet, sodass hohe Kurvengeschwindigkeiten auch in beladenem Zustand möglich sind. Einsetzen lässt sich das Rad nicht nur in Städten, sondern auch auf einem großen Werksgelände. Das Lastenfahrrad Procargo CT1 ist ein Pedelec, also ein Fahrrad mit Unterstützung durch einen Elektromotor, doch für die Nutzung sind weder eine Zulassung noch ein Führerschein erforderlich. Vor allem in der Stadt oder auf dem Betriebsgelände ist es eine zuverlässige und schnelle Alternative zum herkömmlichen Nutzfahrzeug. Außerdem können durch die schmalen Abmessungen enge

Gassen, Einfahrten in Innenhöfe oder in sensible Bereiche von Produktionsanlagen einfach passiert werden. Zudem lassen sich für den Radverkehr freigegebene Wege wie Einbahnstraßen, Parks oder Fußgängerzonen als Abkürzungen nutzen. Wegzeiten werden so präzise kalkulierbar, da Unsicherheitsfaktoren wie Staus und Parkplatzsuchen entfallen. Das CT1 ist dabei eine Kombination aus Pedelec, Trike und

Inklusive Fahrer und Eigengewicht des Lastenfahrrads (40 Kilogramm) liegt das maximal zulässige Gesamtgewicht bei 280 Kilogramm. Bilder: Sortimo

Lastenfahrrad - und das in einer cleveren Gesamtlösung. Die drei Räder sorgen nicht nur für ein sicheres Fahrverhalten unabhängig von den Witterungsverhältnissen, sondern auch für ein problemloses Anfahren - und das selbst bei hoher Traglast. Darüber hinaus garantieren sie eine hohe Stabilität bei langsamem Fahren sowie die Standfestigkeit des Lastenfahrrads auch ohne Fahrradständer. Das Lastenfahrrad ist in zwei verschiedenen Ladeflächenlängen mit integrierter Ladungssicherung im Schienensystem links und rechts der Ladefläche verfügbar. Über das Schienensystem lassen sich zudem einfach und variabel verschiedene Sortimo-Transportaufbauten befestigen. Somit sind Waren und Werkzeuge jederzeit sicher in der Cargo-Unit oder auch einem einfachen Gitterkorb verstaut und können sowohl von Lieferdiensten als auch Servicetechnikern auf dem Lastenfahrrad problemlos und sicher trans-

Das wendige und kraftvolle Lastenbike mit Elektromotor und patentierter Neigetechnik stellt eine Alternative zu Kleintransportern und Pkws im urbanen Raum sowie im Werkverkehr dar, denn es verbraucht keinen Kraftstoff, ist emissionsfrei und benötigt keine Fahrerlaubnis oder Zulassung.

portiert werden. Dank der patentierten Neigetechnik punktet das Procargo CT1 mit einer hohen Fahrstabilität - ein wichtiger Punkt, vor allem wenn ungeübte und wechselnde Fahrer das Rad nutzen. Selbst bei Zuladung von bis zu 160 Kilogramm ist das Pedelec kippstabil, bleibt aber dank der einstellbaren Neigetechnik trotzdem wendig und fahrstabil. Die Neigetechnik verfügt über zwei Stufen, die über einen Schalter am Lenker einstellbar sind. Stufe 1 fixiert das Fahrwerk, sodass keine Neigung möglich ist, ideal beim Be- und Entladen oder einfach beim langsamen Schieben. Stufe 2 setzt den Neige-

winkel frei und sorgt so für ein beeindruckend agiles Fahrverhalten. Diese Stufe lässt den Fahrer auch durch engste Straßen oder Hallen kurven. Für Flottenkunden übernimmt Sortimo das Projektmanagement hinsichtlich individueller Anpassungen, Schulungskonzepten und Servicepaketen. Auch bei der Beantragung von Fördergeldern steht das Unternehmen beratend zur Seite. Ab sofort kann das Procargo CT1 in allen Sortimo-Niederlassungen, -Stationen und im -Onlineshop erworben werden. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D24-4 www.sortimo.de/shop


WorkSafe

www.b-und-i.de

M9

Besondere Situationen - besondere Lösungen Hymer zeigt kundenspezifische Steigtechniklösungen für spezielle Anforderungen In der industriellen Fertigung sowie bei Instandhaltungsarbeiten an Anlagen, Maschinen, Objekten, Bau- oder anderen Spezialfahrzeugen reichen manchmal Standardleitern, -tritte und -gerüste nicht aus. Dann sind maßgefertigte Sonderkonstruktionen gefragt. Mit der Sparte Hymer Project plant, konstruiert und produziert Hymer-Leichtmetallbau auch solche individuellen Steigtechniklösungen. Angeboten wird zudem ein Komplettservice inklusive Wartung und Prüfungen. Die Basis für zahlreiche Steigtechniksonderlösungen, wie sie Hymer-Leichtmetallbau neben Standardlösungen anbietet, bildet das Baukastensystem des Steigtechnikherstellers. Diese standardisierten Einzelkomponenten lassen sich mit frei wählbaren Treppenneigungen, Stufenbreiten und -tiefen, Plattformgrößen, -formen, -materialien und anderen Details so kombinieren, dass sie den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Erfordert ein ganz spezifischer Anwendungsfall aber eine noch individuellere Lösung, dann kommen die Spezialisten von Hymer Project ins Spiel, die auch gänzlich neue Konstruktionen, die optimal auf die vor Ort gegebenen Möglichkeiten abgestimmt sind, entwickeln - und zwar von Anfang an. Die Profis übernehmen nämlich das komplette Projektmanagement - von der Beratung über die Entwicklung der Idee bis hin zur Planung, Produktion, Montage und bei Bedarf Prüfung und Wartung der passenden Sonderlösung. Wie durchdacht und flexibel einsetzbar die Konstruktionen der Spezialisten sind, zeigen diverse Referenzprodukte. Tobias Zodel, Teamleiter Vertrieb

adaptierbar, sodass Fahrzeuge mit unterschiedlichen Fahrzeugbreiten bearbeitet werden können. Mehrere Auszüge ermöglichen darüber hinaus eine optimale Anpassung der Bühne an die Kontur des Fahrzeughecks.“

Vorschriftsmäßige Steigtechnikprüfung

„Wir betrachten uns nicht nur als Lieferant qualitativer Steigtechnik, sondern als spezialisierter Partner unserer Kunden bei der Umsetzung ihrer Projekte. Wir nehmen uns für die persönliche Beratung Zeit. Bei komplexen Projekten gerne auch vor Ort“, betont Tobias Zodel, Teamleiter Vertrieb Hymer Project bei Hymer-Leichtmetallbau.

Hymer Project bei Hymer-Leichtmetallbau, schildert ein entsprechendes Beispiel: „Für einen Caravanhersteller haben wir eine Arbeitsbühne für Montagetätigkeiten an Seite, Heck und Dach von Wohnmobilen konstruiert, die per Handkurbel mehrseitig höhenverstellbar ist. Das quer stehende Zwischenelement der Bühne ist in der Länge

Die Spezialisten haben hierbei auch die wichtigen, sicherheitserhöhenden Details berücksichtigt. „Komponenten wie Werkzeugablagen, steckbare Geländeelemente, ein Anti-Ermüdungsbelag, Stoßschutzvorrichtungen, zentral gebremste Rollen und Sicherheitsmarkierungen runden die Funktionalität der Arbeitsbühne ab.“ Der Service schließt auf Wunsch nicht nur die Montage und In-

Für einen Caravanhersteller wurde eine individuelle Arbeitsbühne gefertigt, die Montagetätigkeiten an Seite, Heck und Dach bei unterschiedlich großen Wohnmobilen ermöglicht. Bilder: Hymer

betriebnahme der Konstruktion ein, sondern es werden auch Wartungsverträge inklusive der in der Arbeitsstätten- und der Betriebssicherheitsverordnung vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfung betrieblicher Steigtechnikkonstruktionen mit angeboten. Zodel führt aus: „Um vermeidbaren Unfällen durch nicht ordnungsgemäß intakte und funktionstüchtige Arbeitsmittel vorzubeugen, sollten die betrieblichen Steighilfen mindestens einmal im Jahr - bei intensiver Nutzung auch häufiger - detailliert untersucht werden.

Als Experte auf diesem Gebiet und durch die zusätzliche Weiterbildung durch die Dekra bieten wir unseren Kunden die fachkundige Prüfung komplexer Steigtechniklösungen und Sonderkonstruktionen. Hierbei halten wir uns an die Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung und der Technischen Regeln für Betriebssicherheit.“ Nur wenn die Steighilfe in einem sicheren und ordnungsgemäßen Zustand ist, erhält sie ein entsprechendes Prüfsiegel. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand A17-4 www.hymer-alu.de

Mobile Instandhaltung und Wartung mit SI ®/PAM

Plan - Do - Check - Act Prozesse ganzheitlich und digital steuern Hohe Instandhaltungsaufwendungen und ungeplante Maschinenausfälle sowie die damit einhergehenden Ausfallkosten sind zum größten Teil vermeidbar, und zwar in dem Unternehmen gegensteuern und die Planung sowie die arbeitsvorbereitenden Prozesse systematisieren. So lassen sich die Ressourcen Personal und Material besser einsetzen und eine höhere Produktivität erreichen. Für diese Systematisierung ist eine passende Software unabdingbar. Getreu dem Motto „Alles ist planbar“ bietet die Icon Services GmbH die Softwarelösung Iconsolution an. Sie ermöglicht laut Anbieter eine visualisierte Planung und Terminierung von Aufträgen sowie eine grafische Ressourcenplanung. Außerdem können über eine systemgeführte Schwachstellenanalyse Fehlerhäufungen oder größere Fehler systematisch analysiert und entsprechend behoben werden. Im Auftragsabwicklungsprozess schließt dabei die Software mittels der Analyse den PDCA-Kreis (Plan Do - Check - Act). So trägt sie zur kontinuierlichen Verbesserung der Organisation bei. Zur Steigerung der Effektivität ist der komplette Auftragsabwicklungsprozess auch mittels einer mobilen Lösung möglich und erlaubt die Integration anderer Devices, wie z.B. einer Datenbrille zur Unterstützung von Instandhaltungsaktivitäten.

Neben den diversen Möglichkeiten zur Fehleranalyse bietet das System auch ein integriertes Risikomanagement. Über eine an die Anforderungen angepasste Kritikalitätsbewertung und daraus abgeleitete Maßnahmen können die Instandhaltungsaufwendungen auf die wichtigen, kritischen Anlagen konzentriert werden. Um stets den Überblick über die aktuellen Kosten und die aktuelle Performance zu haben, visualisiert die Software außerdem Kosten- und Leistungskennzahlen mittels eines Übersichtsfensters, eines sogenannten Dashboards. Außerdem können über den Formulargenerator individuelle Berichte über alle im System vorhandenen Zahlen und Daten gestaltet werden. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D34-4 www.industrial-consulting.eu

Transparenz und Aktualität Instandhaltungsmaßnahmen über App abrufen

Arbeitsorte zweifelsfrei identifizieren

Doppelten Eingabeaufwand vermeiden

Daten in Echtzeit

SI®/PAM wird seit Jahrzehnten bei STEAG eingesetzt und aus der Praxis weiterentwickelt. Das modulare IPS-System passt sich den Anforderungen eines jeden technischen Betriebes flexibel an. Neben den aktuellsten Modulen wie Revisionsplanung, Freischaltung und Materialmanagement stellen wir Ihnen auf der EASYFAIRS maintenance 2018 unsere mobile App vor, die Ihre Instandhaltungsprozesse nachhaltig verbessern wird. Überzeugen Sie sich davon bei Ihrem Besuch am Stand B05!

www.si-pam.com


M10

www.b-und-i.de

WorkSafe

Kostentransparenz beim Druckluftverbrauch Modularer Durchflussmesser fßr Druckluft und Gase, fßr Rohrleitungen von DN15 bis DN50 Die Druckluftverbrauchsmessung sorgt fßr Transparenz und ist die Basis fßr eine Optimierung der Drucklufterzeugung, -verteilung und -nutzung. Grundvoraussetzung hierfßr sind genaue Messdaten, die zeigen, wie viel Druckluft oder auch andere Gase durch die Rohre oder durch eine bestimmte Leitung geflossen sind. Mit dem Inline-Durchflussmesser EE741 lässt sich die Verbrauchsmenge von Druckluft und anderen technischen Gasen exakt messen und ßberwachen. Einsetzen lässt sich das Gerät bei Rohren mit einem Durchmesser von DN15 bis DN50. Teilen. Das Herzstßck ist der Messumformer mit StrÜmungssensor. Hinzu kommt ein passender Edelstahl- oder Aluminium-Messblock. laufer

Damit der Inline-DurchďŹ&#x201A;ussmesser EE741 bei unterschiedlichsten Rohrdurchmessern eingesetzt werden kann, besteht er aus zwei

Machen Sie Ihr Projekt zu einem HYMERÂ Project.

               alle

 

  alle eee

  alle    SieIhren IhrenFiltereinkauf. Filtere inkau RationalisierenSie Filtereinkauf. f.f.f. Rationalisieren Filtere inkau Filtere inkau Rationalisieren Sie Ihren Filtereinkauf. 58+ +83:2;$2 ;$ 694+43:2)('(((2 )('(((2.96:43:&%472 .96:43:&%47258+ 58+83:2 $;$2 SF1.2 F694+43:2 694+43:2 )('(((2 .96:43:&%472 58+ +83:2 ;$ $$ S1.2 +83:2 ;$;$2 1.2 58+83:2 58+83:2 8% ,;69: #;"43*2!6642 !6642 46:;3-47*2 46:;3-47*28% 8%,;69::2 ::: #;"43*2 ,;69: 8% ,;69: #;"43*2 !6642 46:;3-47*2 8%,;69::2 8%,;69::2 fĂźr6;7"42 lange#;,+49:472 Laufzeiten,4772 denn%43947:42 %43 rim +32 6;7"42 #;,+49:472 4772 %43947:42 fĂźr lange Laufzeiten, denn %43 rim eenntete fĂźr lange Laufzeiten, denn %43 rim +32 +32 6;7"42 #;,+49:472 4772 %43947:42 loh nensich sichnnicht. nnicht. icht.Auch indiv iduell lohnen Auchindividuelle individuelle ee loh nen icht. indiv iduell loh nen sich nnicht. icht. indiv iduell lohnen lohnen Auch individuelle 4/: Filt 38$6465,7"472 ,3/24/: 4/:42 .96:43 rerr 38$6465,7"472 eee.96:43 Filt erer g ,3/2 4/: Filt 38$6465,7"472 ,3/2 4/:42 4/:42 .96:43 %38+95* %38+95*2 %38+95* %38+95* %38+95*2 %38+95*2

Angeboten werden unterschiedliche MessblĂścke fĂźr DN15, DN20, DN25 sowie DN32, DN40, DN50. Die Montage mithilfe des Messblocks ermĂśglicht eine präzise und reproduzierbare Installation des Messumformers in Rohrleitungen. Der Betriebsdruck kann hierbei bis zu 16 bar betragen. Besonders clever: Nach der Montage des Messblocks am gewĂźnschten Messpunkt lässt sich der Messumformer jederzeit wieder aus- und einbauen - und zwar ohne dass hierfĂźr die Rohrleitung erneut aufgetrennt werden muss. Daher ist eine regelmäĂ&#x;ige Kalibrierung ohne groĂ&#x;en Aufwand mĂśglich. Ein weiterer Vorteil des modularen Aufbaus ist, dass ein Messumformer fĂźr Messungen an unterschiedlichen Messpunkten eingesetzt werden kann. HierfĂźr wird der nicht genutzte Messblock einfach mit dem mitgelieferten Dichtstopfen verschlossen. Der robuste Edelstahl-Sensorkopf schĂźtzt den Sensor beim Ein- oder Ausbau vor mechanischen Beschädigungen. FĂźr eine hohe Messgenauigkeit selbst im unteren Messbereich sorgt die anwendungsnahe Mehr-

Der EE741 kann auch zur Verbrauchsmessung von nicht korrosiven Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff, CO2, Helium oder Argon eingesetzt werden. Normvolumenstrom, Massenstrom, NormstrĂśmung und die Temperatur der Medien kĂśnnen exakt gemessen werden. Bild: E+E Elektronik

punktjustage des EE741 unter Druck bei 7 bar. Damit kann der Druckluftverbrauch laut Messgerätehersteller besonders genau erfasst und Leckagen im Druckluftnetz frĂźhzeitig erkannt werden. Ein integrierter Verbrauchszähler ermĂśglicht auĂ&#x;erdem eine kostengĂźnstige Verbrauchsanalyse ohne zusätzlichen Datenlogger. In technischer Hinsicht setzt der DurchďŹ&#x201A;ussmesser auf das thermische HeiĂ&#x;ďŹ lm-AnemometerMessprinzip. Dieses Messverfahren erfordert keine zusätzliche Druck- oder Temperaturkompensation und ist auĂ&#x;erdem besonders verschmutzungsresistent. Der eingesetzte StrĂśmungssensor zeichnet sich, wie der Hersteller betont, ferner durch eine hohe Genauigkeit, eine gute Langzeitstabilität und eine schnelle Ansprechzeit aus. Auf Wunsch gibt es fĂźr den DurchďŹ&#x201A;ussmesser auch ein ergänzendes LC-Display, das sich in 90-GradSchritten drehen lässt, sodass es unabhängig von der individuellen

Einbausituation leicht abgelesen werden kann. Hier werden nicht nur die aktuellen Messwerte und der Gesamtverbrauch angezeigt, sondern es lassen sich auch alle fĂźr die Inbetriebnahme notwendigen Einstellungen direkt am Gerät durchfĂźhren. Alternativ, also wenn das Gerät ohne Display ausgeliefert wird, erfolgt die KonďŹ guration mithilfe einer kostenlosen KonďŹ gurationssoftware Ăźber einen PC. Eine entsprechende USB-Schnittstelle ist im Messgerät vorhanden. AuĂ&#x;erdem verfĂźgt das Gerät standardmäĂ&#x;ig Ăźber zwei Signalausgänge, die je nach Anforderung als Analogausgang, Schaltausgang oder Impulsausgang konfiguriert werden kĂśnnen. Angeboten wird der Durchflussmesser optional auch in einer Version mit Modbus-RTU- oder MBus-Schnittstelle. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand A30-4 www.epluse.com

Druckverlustfrei berĂźhrungslos Ăźberwachen RFID-Anschlussadapter fĂźr die Ă&#x153;berwachung von hydropneumatischen Druckspeichern Die Speicheradapter der AusfĂźhrungen SBAA und SDAA von Stauff ermĂśglichen im Zusammenspiel mit den Druckaufnehmern der Baureihe PT-RF und einem Lesegerät die berĂźhrungslose Ă&#x153;berwachung des Speicherdrucks von hydropneumatischen Membran- und Blasenspeichern.

24h Lieferung

21.â&#x20AC;&#x201C;â&#x20AC;&#x201C;22. 22.Februar 2018 Februar 2018 21. MesseWestfalenhallen Westfalenhallen Messe Dortmund Dortmund BesuchenSie Sieuns uns Besuchen inHalle Halle44Stand StandAA17. 17. in

1.2.96:432$ 1.2.96:432$ 1.2.96:432$ 1%9::46$3877432 4"2 ) 4"2 ) 1%9::46$3877432 1%9::46$3877432 4"2 )

 (211/47797"47

 (211/47797"47

 (211/47797"47 /8742 2 (2(2 ( /8742 2 (2(2 ( /8742 2 (2(2 ( .;2 2 (2(2) ( .;2 2 (2(2) ( .;2 2 (2(2) (

MaĂ&#x;geschneiderteSteigtechnik Steigtechnik MaĂ&#x;geschneiderte fĂźrindustrielle industrielleAnforderungen Anforderungen fĂźr www.hymer-alu.de www.hymer-alu.de

     

In einem ersten Schritt wird fĂźr die berĂźhrungslose Ă&#x153;berwachung der Speicheradapter auf den GasfĂźllanschluss des Hydrospeichers aufgeschraubt. Zugleich wird ein Druckaufnehmer seitlich angebracht, der dauerhaft dort verbleibt. Das standardmäĂ&#x;ig am Speicher eingesetzte FĂźllventil ďŹ ndet dabei am oberen Anschluss des Anschlussadapters weiterhin Verwendung. Das bedeutet, dass bereits vorhandene BefĂźllvorrichtungen ohne Einschränkungen in gewohnter Art und Weise weitergenutzt werden. Die installierten Druckaufnehmer der Baureihe PT-RF sind je nach Anforderung in der Lage, die in der Hydraulik Ăźblichen Messbereiche zwischen 0 bar und 16 bar bzw. zwischen 0 bar und 600 bar (relativ) zu ermitteln und zwar mit einer Präzision von maximal plus-minus 0,5 Prozent bezogen auf den jeweiligen Messbereichsendwert. Dabei setzen die Sensoren auf RFID: Hierbei wird die im Rahmen einer Messung erforderliche Energie Ăźber die Antenne des zuge-

Bild: Stauff

hĂśrigen Lesegeräts berĂźhrungslos an den Druckaufnehmer Ăźbertragen, sodass dieser ohne Stromversorgung auskommt. Wird nun der Druckaufnehmer per Tastendruck aktiviert, wird innerhalb von 0,5 Sekunden ein aktueller Messwert ermittelt und zurĂźck an das Lese- und Anzeigegerät Ăźbertragen, wo er zur weiteren Auswertung gespeichert bleibt. Insgesamt kĂśnnen so mehr als 15.000 dieser Messsätze im integrierten Speicher des Lesegeräts abgelegt werden. Neben dem eigentlichen Druckwert werden standardmäĂ&#x;ig wei-

tere relevante Informationen ßbermittelt, darunter Datum und Uhrzeit der Messung sowie die Seriennummer des Druckaufnehmers. Dies ermÜglicht die eindeutige Zuordnung der Messstelle; eine Grundvoraussetzung fßr eine lßckenlose Dokumentation der Prßfergebnisse. Die im Lieferumfang enthaltene Software erlaubt die nachträgliche Auswertung und Weiterverarbeitung der ßber USB ßbertragenen Messergebnisse am PC. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand A01-4 www.stauff.com


WorkSafe

www.b-und-i.de

M11

Neue Module für IPSS Si/Pam von Steag In Dortmund zu sehen: Die „Revisionsplanung“ und das „Materialmanagement“ Steag Energy Services bietet für das modulare Instandhaltungs-, Planungs- und Steuerungssystems (IPSS) Si/Pam nun zwei neue Module für die technische Betriebsführung, nämlich die Revisionsplanung und das Materialmanagement an. Die Planung von Revisionen ist eine zeitaufwendige und mühsame Aufgabe: In der Regel müssen hierfür Aufträge, Pläne, Übersichten sowie zusätzliche Dokumente, Daten und Informationen, teilweise papiergestützt oder digital, z.B. in Form von Excel-Listen, gesammelt, sortiert und überarbeitet werden. Zudem müssen alle relevanten Mitarbeiter und Abteilungen rechtzeitig in die Revisionsplanung mit eingebunden werden, was mit weiterem Abstimmungsaufwand verbunden ist. Genau für dieses Szenario ist das neue Modul „Revisionsplanung“ für das Si/Pam von Steag Energy Services gedacht. Anstatt unterschiedlichste Schriftstücke und

Informationen aus verschiedensten Quellen mühsam zusammenzutragen, werden in dem neuen Modul die bereits hinterlegten Aufträge, Daten und Dokumente einfach per Drag & Drop strukturiert abgelegt. Hierbei können z.B. einzelne Elemente aktiviert, neue Aufgaben erzeugt, oder aber bereits im Jahresverlauf im Modul „Schichtbuch“ für die nächste Revision hinterlegte Aufgaben zusammengeführt und übernommen werden. Auf diese Weise lassen sich auch bereits durchgeführte Revisionen für die aktuell anstehende Planung wiederverwenden. Visualisiert wird das Ganze in einer Explorer-Darstellung. Hier bildet ein Jahresknoten das übergeord-

nete Verzeichnis, das in weitere individuelle Revisionsknoten unterteilt werden kann. Dabei besteht unter anderem die Möglichkeit, weitere „Ablagefächer“ als konfigurierbare Knoten zu nutzen, in denen beispielsweise Aufträge und wiederkehrende Maßnahmen hinterlegt oder erforderliche Freischaltungen bereits im Vorfeld organisiert werden können. So lassen sich anhand sachlicher Kriterien verschiedenste Aufgaben übersichtlich bündeln. Letztendlich lässt sich dann, quasi per Knopfdruck, die Revisionsplanung aktivieren. Dabei werden alle relevanten Mitarbeiter und Abteilungen über die Infobox als zentrale Kommunikationsschnitt-

SAP Prozesse mobil abbilden: Wie, zeigen die Spezialisten von Oxando Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Oxando stehen der mobile Connector und die Asset-Management-Lösung dieses Softwareund Beratungsunternehmens. Der mobile Connector ist eine offene Plattform, die sämtliche Geschäftsprozesse des SAPs mobilisieren kann. Die Asset-ManagementLösung hingegen ist dafür gedacht, um auf dieser Plattform alle SAPProzesse in der Instandhaltung abwickeln zu können. Der mobile Connector ist eine mobile Infrastruktur, die sich flexibel anpassen und erweitern lässt. Bisher konnten die SAP-Prozesse der Bereiche SD (Vertrieb), MM (Materialwirtschaft), QM (Qualitätsmanagement), PM (Instandhaltung) und IS (Branchenlösungen) damit umgesetzt werden. Dabei werden alle Prozesse von der gleichen Plattform überwacht und gesteuert. Das wiederum spart Kosten. Das Asset Management wiederum ist ein Tool, um im Facility-Management-Umfeld mobil zu arbeiten. Mit der Lösung stehen alle Daten ständig zur Verfügung und es können sämtliche Funktionen und Daten genau dort erfasst werden, wo sie entstehen, nämlich direkt vor Ort, also an der Anlage.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport nutzt aktuell mit ca. 800 Anwendern die Asset-Management-Lösung von Oxando zur mobilen Abwicklung der Instandhaltung. Dank der mobilen Lösung stehen nun nicht nur alle Daten zur Verfügung, sondern auch die Rückmeldung der Instandhalter am Frankfurter Flughafen erfolgt mobil und direkt vor Ort. Bild: Oxando

Die Lösung lässt sich laut Anbieter per Plug and Play im SAP integrieren. Es wird keine weitere Infrastruktur benötigt. Entsprechend niedrig seien damit auch die laufenden Betriebskosten. Mit der mobilen Lösung können die Instandhalter alle erforderlichen Daten bei der Durchführung der Aufträge erfassen. Hierzu zählen z.B. die Anzeige der Anlagenstruktur, die checklistenbasierte Dokumentation von Inspektionsergebnissen, die Rückmeldung von Arbeits- und Wege-

zeiten, Materialverbräuche, festgestellte Schäden und deren Ursachen sowie die Erfassung von Meldungen oder Aufträgen. Zudem unterstützt die Lösung anlagentypspezifische, standardisierte Vorgaben für die Durchführung von Inspektionen und Wartungen. Die mobile Erfassung der Inspektionsergebnisse erfolgt per digitalen Checklisten mit intuitiven Benutzeroberflächen. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand B27-4 www.oxando.com

Die strukturierte, bedarfsorientierte Planung über das neue Modul von Si/Pam ermöglicht eine Revision, bei der alle im Vorfeld notwendigen Aufgaben bereits definiert und rechtzeitig angestoßen wurden. Zudem strukturiert die Lösung die notwendigen Daten, Dokumente sowie Materialien zur Durchführung der Arbeiten. Darüber hinaus erleichtert und verbessert das Modul die abteilungsübergreifende Kollaboration. Bild: Steag

stelle des IPSS über sämtliche anstehenden Maßnahmen und Aktivitäten termingerecht informiert. Das zweite neue Modul ist das Materialmanagement. Es ist gedacht für Unternehmen, die ihren Materialbestand in einer eigenständigen Lagerverwaltung, nicht zwangsläufig über ein ERP-System geführt, oder aber ergänzend hierzu abbilden möchten.

Das Lager intelligent organisiert Hierzu lassen sich im Modul verschiedenste Lager und deren Eigenmaterialbestände definieren und Entnahmen sowie Umlagerungen verbuchen. Auf Wunsch meldet sich die Bestandsführung automatisch, wenn der Mindestbestand eines Lagergutes unterschritten wird. Das neue Modul, das auch in Erweiterung eines ERP-Systems

genutzt werden kann, punktet auch bei einer temporären Lagerung. Dies ist z.B. der Fall, wenn etwa eine Komponente aus einem ERPgeführten Lager entnommen, aber bis zum endgültigen Einbau oder Versand zwischengelagert werden muss. Mit der Suche lässt sich nämlich der Lagerstandort, obwohl die Komponente aus dem ERP-System entnommen wurde, weiterhin eindeutig ermitteln. Ein weiteres Beispiel ist die Lagerung wiederverwendbarer Leittechnik aus stillgelegten Anlagen, die zumeist in ERPSystemen nicht erfasst wird. Hier bietet das Materialmanagement ebenfalls eine entscheidende Orientierungshilfe zur zielgerichteten Identifikation der Lagerstandorte. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand B05-4 www.steag-energyservices.com

Stand B13-4

SERVICEFÄLLE ERKENNT MAN AM BESTEN, BEVOR SIE ENTSTEHEN.

Ihre AERZEN Maschine steht an einer Schlüsselposition Ihrer Produktion. Ausfälle können entsprechend folgenreich sein. Auch wenn das in der Regel selten vorkommt, ist es gut zu wissen, dass unser Service bereitsteht. Im Vorfeld. Im Ernstfall. In der Zukunft. Vom Real Time Monitoring über Field Services, von der schnellen Original-Ersatzteil-Versorgung weltweit bis zum praktischen Mietmaschinen-Einsatz – der Aerzen Service betreut Sie ganzheitlich. Für höchste Maschinenverfügbarkeit und effiziente Prozesse. www.aerzen.com

Service_210x148_DE-EN.indd 1

23.01.18 14:39


M12

www.b-und-i.de

WorkSafe

Vorausschauende Wartung in der Praxis Wie die mobile Instandhaltung die Wartung bei einem Automobilzulieferer vereinfacht In den Werken des weltweit tätigen Automobilzulieferers Dana Incorporated sind die Produktionseinheiten stark vernetzt. Als nun die ungarische Dana Hungary Gyártó Kft. mit Sitz in Györ ein Jahr nach der SAP-Einführung das SAP- Enterprise Asset Management Modul EAM (ehemals Plant Maintenance) implementierte, wurde zeitgleich die SAP-integrierte Lösung Opra für Instandhaltung und Servicemanagement der IT-Informatik eingeführt. In der Vergangenheit arbeiteten die Instandhalter im ungarischen Werk noch mit Excel-Listen und Papierformularen. Störungen wur-

den händisch aufgenommen, getätigte Arbeiten an den Maschinen und Anlagen über Papierformulare erfasst - mit all den

Medienbrüchen, dem Zeit- und Personalaufwand und der hohen Fehleranfälligkeit, die mit diesem System einhergeht. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen dies ändern wollten - und auch taten und zwar durch die Einführung von SAP EAM (ehemals SAP PM) und der neuesten Version von Opra. Opra steht als Abkürzung für Optimized Proactive Lifecycle Approach und ist eine SAP-basierte Anwendung, entwickelt von der IT-Informatik GmbH, zur Instandhaltung mobiler und stationärer Anlagen und Geräte. Zeitgleich gingen SAP EAM und Opra in den Echtbetrieb. Zum Einsatz kommen seitdem vier Desktopanwendungen für die Beschäftigten im Backoffice, die darüber die operative Planung sowie Reports mit den wesentlichen Key-Performance-Indikatoren erstellen können. Ergänzt wird dies durch die mobile Version Opramobile mit drei Apps für die rund 15 Instandhalter draußen an der Maschine. Die Instandhalter in Györ nutzen die Lösung für die komplette Maschineninstandhaltung, Wartungsplanung sowie zur Unterstützung für Rüst- bzw. Werkzeugtauschprozesse. In Echtzeit können sie mobil Rückmeldungen erfassen, Ersatzteile reservieren oder entnehmen sowie historische Daten zu Reparaturen oder Wartungen pro technische Anlage oder Maschine einsehen. Die direkte Integration in SAP ermöglicht dabei einen reibungslosen Datenaustausch mit anderen SAP-Modulen wie Lager, Einkauf, Produktion oder Controlling. Die Instandhaltungsabteilung kann auch externen Kräften die Nutzung von Opra freischalten, um einen Mehraufwand durch doppelte Datenerfassung zu vermeiden. Die Instandhalter selber arbeiten mit der mobilen Version Opramobile, die drei neue Apps enthält: Über „Opramobile Technische Stammdaten“ können sie relevante Stammdaten oder historische Daten zu einem technischen Objekt abfragen, aktuelle Aufträge und Meldungen mit Objektbezug einsehen, relevante Dokumente und Videos nutzen oder Equipments ein- und ausbauen. In der App „Opramobile Meldungen“ werden neue Meldungen angelegt. Vorhandene Meldungen stehen zur Bearbeitung bereit. Die App „Opramobile Aufträge“ schließlich deckt den kompletten Prozess der mobilen Auftragsbearbeitung und Rückmeldung ab. Anja Scheibner-Weiss, Business Analyst im IT Department von Dana Power Technologies am

Dana ist ein weltweiter Anbieter von Antriebssträngen, Dichtungssystemen und Thermomanagementprodukten mit rund 100 Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebszentren.

Standort Neu-Ulm, war bei der Einführung in Ungarn involviert. Sie erklärt: „Der Unterschied zwischen mobiler App und der bisherigen Arbeit im reinen SAP GUI ist enorm. Im ERP-System fallen viel mehr Schritte an: Man muss eine Meldung über einen Störungsfall anlegen, aus dieser einen Auftrag machen und anschließend eine Rückmeldung anlegen. Diese Schritte vereint Opra-mobile in einem. Und vor allem kann sie der Instandhalter auf seinem Tablet direkt an der Maschine stehend anstoßen und inklusive Fotos, Kommentaren und zugehörigen Dokumenten an SAP EAM übergeben.“ In Ungarn gibt es, anders als an anderen Standorten des Automobilzulieferers, keine strikte Trennung von Instandhaltung und Produktion. Das bedeutet, dass die Instandhalter deshalb auch Tätigkeiten wie das Ausfüllen von Checklisten zum Schichtwechsel über den vorschriftsmäßigen Zustand eines Equipments übernehmen. Hierfür beinhaltet die dort eingesetzte mobile Lösung Funktionen für die

Rückmeldungen in Echtzeit Messwerterfassung und Start-upChecks. Kontrolle und Freigabe der Maschinenparameter finden damit ebenfalls nicht mehr papierbasiert statt, sondern digital. Scheibner-Weiss verdeutlicht die Bedeutung für den Automobilzulieferer: „Ohne Medienbruch versenden die Instandhalter ihre Start-up-Checklisten versehen mit einer digitalen Signatur an SAP. So ist schnell und zuverlässig nachvollziehbar, welches Werkzeug ge-

prüft und bereit ist für den weiteren Einsatz. Dies ist gerade für die in der Automobilzulieferindustrie vorgeschriebenen Audits wichtig.“ Auf der Messe in Dortmund zeigen die Spezialisten von ITInformatik am Messestand nicht nur die mobilen Apps, sondern auch, was Opra, die SAP-basierte Integrationslösung für Instandhaltung- und Servicemanagement kann. Der große Vorteil dieser Lösung: Opra wird direkt in das SAPSystem des Kunden implementiert und benötigt somit keinerlei Schnittstellen oder Middleware. Die Interaktion mit anderen SAP-Modulen und Prozessen ist daher nahtlos möglich. Darüber hinaus erlaubt die Lösung die virtuelle Einbindung von non-SAP-Systemen; beides optimiert die Datentransparenz und -integrität und verbessert den Prozessfluss. Zu sehen sein wird am Messestand unter anderem auch das Reporting-Modul. Dieses ermöglicht es, Reports und KPIs für SAP PM (EAM) sowie SAP CS auf Knopfdruck direkt aus SAP abzurufen und grafisch darzustellen. Dabei können Daten für die einzelnen Reports direkt aus dem ERP-System geladen und interaktiv verarbeitet werden. Bei einem vorhandenen Business Warehouse (BW) können die Reports 1:1 genutzt werden, ein BW ist jedoch keine Voraussetzung. Mit diesem Modul kommt jetzt auch die Instandhaltung, denen ein BW bisher aus Kostengründen oft vorenthalten wurde, in den Genuss aussagekräftiger Kennzahlen und Charts. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand C21-4 www.it-informatik.de

Mit Projektmanagement, Konzeption, Implementierung und kundenspezifischer Weiterentwicklung hatte der Automobilzulieferer die IT-Informatik GmbH beauftragt. Die Implementierung war innerhalb von vier Monaten abgeschlossen, das Projekt verlief nach Plan. Bild: IT-Informatik


WorkSafe

www.b-und-i.de

M13

Digitalisiert, standardisiert, zentral gesteuert Servicesoftware optimiert komplexe Instandhaltungsprozesse und -abläufe Bisher getrennte Bereiche wie Produktion, technische Instandhaltung und IT wachsen immer mehr zusammen - nicht nur, aber eben auch bedingt durch den Einsatz entsprechend übergreifender Softwarelösungen. Die Vorteile sind offensichtlich: Durch die intelligente Verbindung der Produktionskette mit dem technischen Service ist eine längere Laufzeit von Maschinen möglich. Ausfälle werden vermieden und in der Summe steigt damit die Produktivität. Wie das praktisch umgesetzt werden kann, zeigt die c.a.p.e. IT GmbH mit einem Praxisbeispiel und der Umsetzung mit der Open-Source-Servicesoftware KIX Professional MRO. Wie der stufenweise Übergang in das digitale Zeitalter erfolgen kann, veranschaulicht die c.a.p.e. IT GmbH mit einem authentischen Anwendungsbeispiel auf der Messe. Grundlage ist eine automatisierte Spindelpresse, die mit Sensoren unter anderem für die Hubanzahl ausgestattet ist. Die Sensordaten der Maschine werden in einer Datenbank gespeichert, aktuell gehalten und nachfolgenden Prozessen zur Verfügung gestellt. Eine Analysesoftware erstellt darauf basierend notwendige Berichte und bringt die Daten in Zusammenhang, die für die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) genutzt werden. Das angebundene Servicesystem verarbeitet die Informationen der Maschine so, dass daraus die Aufgaben für Entstörung, Instandhaltung und Wartung rechtzeitig generiert, dokumentiert sowie deren Bearbeitung zugeteilt und optimiert werden. Praktisch umge-

setzt wird dies mit der Open Source Servicesoftware KIX Professional für Maintenance, Repair und Overhaul MRO, eine Lösung, die unter anderem mit dem Innovationspreis-IT 2017 der Initiative Mittelstand in der Kategorie Open Source ausgezeichnet wurde.

Unterstützung bei Zertifizierungen Damit können z.B. komplexe Instandhaltungsprozesse und -abläufe digitalisiert, standardisiert und zentral gesteuert werden. Bestehende Strukturen lassen sich in der Software abbilden und geeignete Maßnahmen zur Wartung besser planen. Übrigens ist die Software laut Hersteller bereits bei mehreren DB-Töchtern im Einsatz. Mithilfe von KIX Professional können beispielsweise Wartungsintervalle automatisiert geplant

Wessendorf zeigt mobile Checklisten Bereits seit mehreren Jahren hat der Arbeitskreis Instandhaltung und Servicemanagement der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) bei der SAP eine Lösung zum Einsatz automatisch generierter Checklisten für die Instandhaltung gefordert. Unter der Mitwirkung der BTC AG und Wessendorf Software & Consulting (WSC) entstand jetzt eine Lösung, die die SAP-basierte Instandhaltung mit bereits verfügbaren Datenobjekten des Qualitätsmanagements, konkret mit Prüfplänen und Prüflosen verknüpft. Die manuell oder durch hinterlegte Wartungspläne ausgelösten Aufträge werden automatisch mit Objektlisten befüllt und daraus automatisch entsprechende Prüflose erzeugt. Nach Bearbeitung, für die den Technikern auf ihren mobilen Endgeräten eine für jedes Objekt individuell erstellte digitale Checkliste bereitgestellt wird, werden die Ergebnisse mobil erfasst und in das zentrale SAPSystem rückübertragen. Neben der erstmals bei der Schweizer Normalspur-Bahngesellschaft BLS Netz AG implementierten Checklistenlösung informiert WSC auf der Maintenance Dortmund über weitere Projekte zur mobilen SAP-Anbindung im technischen Service und der Instandhaltung, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren in verschiedenen Bran-

chen (z.B. Energie) und Industriezweigen (z.B. Maschinenbau) erfolgreich realisiert hat. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand D19-4 www.wsc.biz

werden, was sich unter anderem positiv auf die Kosten auswirke. Außerdem werden laut Softwareentwickler Störungen rechtzeitig erkannt und verhindert. In der Summe reduzieren sich Stillstandzeiten von Maschinen und Produktionsausfälle, indem die Verfügbarkeit und Lebensdauer von Anlagen signifikant erhöht wird. Der Softwareanbieter erklärt zudem, dass sich durch den Einsatz der Software und der damit einhergehenden Optimierung die Kosten für die Wartung und Instandhaltung um bis zu 30 Prozent reduzieren lassen - eine interessante Option, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die damit auch die Optimierungsmöglichkeiten, die mit dem Thema Industrie 4.0 einhergehen, besser und einfacher nutzen können. Die Open Source Servicesoftware lässt sich individuell konfigurieren und passt sich so den jeweiligen branchenspezifischen und innerbetrieblichen Anforderungen an. Auch eine Integration von anderen Systemen ist, wie der Anbieter betont, unproblematisch möglich. Zudem erleichtert eine zentrale Dokumentation die Prozeduren bei Zertifizierungen. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand E01-4 www.cape-it.de

Dank spezieller Features können Maschinen, Technik und Anlagen mithilfe dieser Software vorausschauend gewartet werden. Bild: c.a.p.e. IT

HEARTBEAT HEARTBEAT+ MINDSET MINDSET

Was Waswäre, wäre,wenn wennIhre IhreMessgeräte Messgeräteeinen eineneigenen eigenenPuls Pulshätten? hätten? Sie Siewürden würdenIhnen Ihnenanzeigen, anzeigen,wie wiezuverlässig zuverlässigsie sielaufen laufenund und was wasSie Sietun tunkönnen, können,um umdie dieLeistung LeistungIhrer IhrerProzesse Prozessezu zu HeartbeatTechnology Technologyhaucht hauchtGeräten GerätenLeben Lebenein: ein: erhöhen. erhöhen.Heartbeat Die DieMicropilot MicropilotFMR6x FMR6xSerie Seriemit mit80 80GHz GHzund undHeartbeat Heartbeat Technology Technologyliefert liefertIhnen Ihnendie dieDiagnose, Diagnose,verifiziert verifiziertdie dieLeistung Leistung und undüberwacht überwachtalle alleProzess Prozessdaten datenfür fürIhre IhreStrategien Strategienzur zur vorausschauenden vorausschauendenWartung Wartungund undzur zurProzessoptimierung. Prozessoptimierung. Mindset,Ihre Ihre Unsere UnsereIngenieure Ingenieurehören hörengenau genauhin, hin,um umIhr IhrMindset, Denkweise, Denkweise,zu zuverstehen. verstehen.Es Esist istihre ihreAufgabe, Aufgabe,passende passende Produkte Produktemit mitHeartbeat HeartbeatTechnology Technologyentsprechend entsprechendIhrer Ihrer individuellen individuellenBedürfnisse Bedürfnissezu zuidentifizieren identifizierenund unddamit damitdie die Anlagen Anlagenverfügbarkeit verfügbarkeitzu zuverbessern. verbessern.

Mehr MehrInformationen Informationenfinden findenSie Sieunter unter www.yourlevelexperts.com/heartbeat www.yourlevelexperts.com/heartbeat


M14

www.b-und-i.de

WorkSafe

Baur Versand überwacht Netzwerke zentral Anspruchsvolle Logistik: Beim Versandhändler ist höchste Verfügbarkeit ein Muss Der Versandhandel ist zwar die komfortabelste Art des Einkaufens, stellt aber immense Anforderungen an die Logistik, denn kurze Lieferzyklen und Zustellzeiten sind das A und O. „Als Außenstehender kann man sich kaum vorstellen, was alles zwischen dem Bestellen auf Knopfdruck und der Auslieferung der Ware passiert“, weiß Harald Fiedler. Gemeinsam mit seinen 25 Kollegen sorgt er im Drei-Schicht-Betrieb bei Baur Versand in Altenkunstadt dafür, dass durchschnittlich etwa 200.000 Artikel pro Tag zur richtigen Zeit das Depot verlassen. „Ein ZehnMinuten-Ausfall ist innerhalb eines Tages kaum zu kompensieren“, betont Fiedler und macht damit die Anforderungen an die Logistik klar. Um reibungslose Abläufe sicherzustellen, setzt der Versandhändler auf eine zentrale Überwachung der eingesetzten Systeme durch die MonitoringSoftware Promanage NT von Indu-Sol - und das aus gutem Grund, wie ein Praxisbericht zeigt. 1925 gründete Friedrich Baur im oberfränkischen Burgkunstadt den ersten Schuhversandhandel Deutschlands. Heute gibt es bei Baur nicht nur Schuhe, sondern auch Schmuck, Technikprodukte, Möbel und Mode. Baur, inzwischen Teil der Otto-Gruppe, unterhält dabei mehrere Tochterfirmen. Das Wachstum des Konzerns zeigt sich auch bei den Standorten: In Altenkunstadt befindet sich ein Hochregallager, das vorwiegend häufig nachgefragte Artikel, sogenannte „Schnelldreher“, enthält. Seit 2002 ist hier zudem eine Hauptumschlagsbasis (HUB), eine Art „Lkw-Bahnhof“ angeschlossen, die die zügige Auslieferung an den Bestimmungsort gewährleistet. Zusammen mit den Mehrflächenlagern, die sich aus Kapazitätsgründen in Burgkunstadt und Weismain befinden, sind so insgesamt eine halbe Million Normkartonplätze zu verwalten - eine logistische Meisterleistung, zumal durch die kontinuierliche bauliche Erweiterung des Standortes unterschiedliche Technologien parallel im Einsatz sind. Die damit einhergehenden Besonderheiten gilt es bei Betrieb und Wartung zu berücksichtigen. So setzte man in den 1990erJahren und Anfang der 2000er noch stark auf die Feldbustechnologie (Profibus und CAN), für Neuanlagen ist seit 2010 der Einsatz von Profinet vorgeschrieben. Damals wie heute findet zudem der ASi-Bus Anwendung. Aus der Praxis heraus ergab sich früh die Notwendigkeit eines Monitoring-Systems. „2001 haben wir den Verladesorter in Betrieb genommen. Dieser hat Priorität 1, denn wenn der steht, steht in absehbarer Zeit die ganze Firma“, schildert Harald Fiedler, Anlagentechniker bei Baur. Allerdings traten genau hier hin und wieder Störungen und Ausfälle auf, die im Tagesgeschäft untragbar wurden.

Harald Fiedler ist einer von 26 Mitarbeitern des Teams Anlagentechnik bei Baur, die für die Instandhaltung der Automatisierungsbereiche zuständig sind. Er betont: „Zur Überwachung eines aktuellen Fehlers ist der Inspektor wichtig, aber für die Historie brauchen wir Promanage NT, denn die Fehler, die es erkennt, sind für einen Außenstehenden nicht sichtbar.“ Bild: Baur

2008 hat man sich dann entschieden, das dort installierte Profibus-Netzwerk von den Spezialisten von Indu-Sol messtechnisch überprüfen zu lassen. Von den Analysemöglichkeiten bei der Messung war man so begeistert, dass man sich den Profibus-Inspektor von Indu-Sol als Analysetool zugelegt hat. Dieser überwacht permanent und passiv den logischen Datenverkehr im Profibus und alarmiert den Betreiber bei Auffälligkeiten, noch bevor es sicht- und spürbare Beeinträchtigungen der Arbeitsabläufe gibt.

Software erlaubt genaue Analysen Ausgehend von diesen Erfahrungen wurden die übrigen Systeme ebenfalls nach und nach mit dem für das jeweilige Netzwerk passenden Inspektor ausgerüstet. Insgesamt sind heute 33 dieser Mess- und Analysegeräte für Profibus, Profinet und ASi als „stille Wächter“ in den Schaltschränken verbaut. Sie überwachen das Netzwerk auf Qualitätsparameter wie

Promanage NT liefert dem Anwender wichtige Informationen auf einem Blick, zum Beispiel den Netzwerkgesamtzustand im Zeitverlauf mit grafischer Untermalung nach dem Ampelfarbenprinzip, eine Teilnehmermatrix mit farblicher Bewertung des aktuellen Zustands und die Übersicht über alle überwachten Netzwerke mit schneller Zugriffsmöglichkeit. Bilder: Indu-Sol

Telegrammwiederholungen und Buszykluszeiten bzw. Netzwerklast, Aktualisierungszeiten oder verspätete bzw. verloren gegangene Telegramme. Das Team von der Anlagentechnik stand dabei vor der Herausforderung, die Diagnoseinformationen der Einzelgeräte zu vereinen, um den Überblick zu behalten und den Gesamtzustand aller Netzwerke einschätzen zu können. Hier kommt die zentrale Netzwerkmanagementsoftware Promanage NT ins Spiel. Sie führt die Ereignisse aller Feldbusse und Netzwerke zentral auf einem Server zusammen, visualisiert das Ergebnis und bietet zahlreiche Analysemöglichkeiten - angesichts der Verzweigung bei Baur eine sehr komfortable Sache. So können die für die Anlagentechnik zuständigen Mitarbeiter beispielsweise über den Netzwerkzustandsgraphen jederzeit und netzwerkübergreifend den historischen und aktuellen Zustand des Gesamtsystems einsehen. Überoder unterschreiten die von den Inspektoren überwachten Qualitätsparameter definierbare Schwellwerte, werden diese Ereignisse mit Zeitstempel abgespeichert und können auch später noch bei der Ursachenforschung herangezogen werden. Gerade im Schichtbetrieb und für die rückblickende Analyse aufgetretener Störungen ist nach Fiedlers Ansicht die Fähigkeit der Software, Daten bis zu einem Jahr in die Vergangenheit minutengenau verfügbar zu halten, von großer Bedeutung: „Zur Überwachung eines aktuellen Fehlers ist der Inspektor wichtig, aber für die Historie brauchen wir Promanage NT, denn die Fehler, die es erkennt, sind für einen Außenstehenden nicht sichtbar.“ Wie effektiv dies funktioniert, zeigt ein Beispiel aus der Vergangenheit, als es zu mehreren sporadischen Fehlern und Ausfällen eines Anlagenteils kam. Die Fehlerinformationen aus der SPS führten allein nicht zur Ursache. Die externe Errichterfirma des Anlagenteils änderte daraufhin zunächst die Erdung. Kurzzeitig schien der Fehler behoben. Dann aber trat er im weiteren Betrieb immer wieder auf. Die historischen Zustandsdaten von Promanage (damals noch die Vorgängerversion) waren hier wertvolle Unterstützung und Nachweis zugleich. Auch beim Profibus-Retrofit des Verladesorters an der HUB im Jahr 2016 wurde die Kommunikation im Netzwerk regelmäßig im

Die Baur-Gruppe hat ehrgeizige Wachstumsziele für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018. So stieg der Netto-Umsatz in den ersten sechs Monaten 2017 um 12 Prozent auf 361 Mio. Euro (i.V. 323 Mio. Euro). Die Unternehmensgruppe mit den beiden Geschäftsfeldern Onlinehandel und Dienstleistungen hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Geschäftsjahresende am 28. Februar 2018 erstmals und deutlich die Umsatzmarke von 700 Mio. Euro zu übertreffen. Bild: Baur

laufenden Betrieb überprüft, um den erfolgreichen Tausch der Komponenten und Teilnehmer kontrollieren zu können. Auch wenn keine Umbaumaßnahmen anstehen, überwacht man im Logistikzentrum Altenkunstadt permanent den Datenverkehr im Netzwerk, um über eventuelle Qualitätsveränderungen sofort informiert zu werden. „Besonders komfortabel ist hier die Alarmfunktion per E-Mail, sobald ein Ereignis auftritt. Wir können ja keinen Mitarbeiter abstellen, der permanent die Weboberflächen aller 33 Inspektoren im Blick behält“, verdeutlicht Fiedler die Vorteile der zentralen Software. Dabei kann der Anwender sofort sehen, welcher der verbauten Inspektoren einen Alarm abgesetzt hat. So kann das technische Personal schnell und zielgerichtet reagieren.

Stiller Wächter im Schaltschrank Auch hier skizziert Fiedler, welche Bedeutung dies hat: Die Kommissionierer packen nämlich die Artikel nicht kundenbezogen, sondern nach gleichartigen Artikeln aus mehreren Bestellungen in wannenähnliche Transportbehältnisse. An speziellen Packstationen werden dann von Menschenhand die einzelnen Komponenten zur individuellen Bestellung des Kunden aus verschiedenen Wannen zusammengefügt und um Beilagen und Dokumente ergänzt. „Wenn der Wannenzufluss einmal steht, können 50 Leute auf einen

Schlag nicht mehr arbeiten“, verdeutlicht der Spezialist und verweist darauf, dass ein solcher Ausfall nur durch Mehrarbeit auszugleichen wäre. Durch das Alarmmanagement können aber die Benachrichtigungsparameter entsprechend angepasst werden. So werden die Mitarbeiter der Instandhaltung sofort informiert und können auf Vorboten von Qualitätsverschlechterungen reagieren, noch bevor diese sichtbar werden oder gar zu Ausfällen führen. Mit Blick auf die Zukunft steht vor allem die Fördertechnik im Fokus, bei der Teile bereits älter als 25 Jahre seien. Bei den neuen Anlagen wird direkt auf die Profinet gesetzt. Außerdem möchte man bei den eigenen Analysewerkzeugen auf dem aktuellen Stand bleiben, da sich die Herausforderungen an die Instandhaltung angesichts immer weitersteigender Vernetzung - Stichwort Industrie 4.0 - stetig erhöhen. Deshalb lösen aktuell die ProfinetInspektoren NT von Indu-Sol schrittweise ihre Vorgängermodelle ab, da sie mit einigen Neuerungen die Überwachung des Netzwerks weiter vereinfachen und zu einer erhöhten Sicherheit beitragen. Beispielsweise ermöglicht es ein Display, erste Diagnoseinformationen direkt am Gerät anzusehen - der Laptop muss also nicht permanent dabei sein. Auch die Anwesenheit unbekannter Teilnehmer werde sofort gemeldet und von Promanage NT ebenfalls erkannt und dokumentiert. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand E19-4 www.indu-sol.com

Der Profinet-Inspektor NT ist ein „stiller Wächter“ im Schaltschrank, der bereits auf dem Display Informationen zum aktuellen Netzwerkgesamtzustand anzeigt und erste Diagnosehinweise gibt.


WorkSafe

www.b-und-i.de

Hören, was man gar nicht hören kann ... Ultraschall: Schlüsselkomponente für die vorbeugende Instandhaltung Für diejenigen, die in den Bereichen Instandhaltung und Reliability tätig sind, ist es von elementarer Bedeutung, dass sie über Werkzeuge verfügen, die ihnen helfen, bessere Entscheidungen über den Zustand ihrer Anlagen zu treffen. Die Luft- und Körper-Ultraschallanalyse ist hier eine gute Technik, denn sie ermöglicht eine vorausschauende Instandhaltung, verbessert die Zuverlässigkeit (Reliability) der Anlage und ermöglicht Energieeinsparungen. Die ersten Ultraschallmessgeräte waren einfache analoge Instrumente, die für Suchanwendungen wie z.B. die Leckagesuche verwendet wurden. Aber die Zeiten haben sich geändert. Ultraschall ist heute eine perfekte Ergänzung zu anderen vorausschauenden Instandhaltungstechnologien wie der Schwingungsanalyse oder der Thermografie. So steigt auch die Zahl derer, die die Ultraschalltechnologie als erstes Hilfsmittel zur Vorhersage von Fehlern und Defekten in rotierenden Geräten verwenden und um elektrische Inspektionen durchzuführen. Einfach ausgedrückt sind diese Messgeräte „Abhörgeräte“. Sie ändern oder überlagern die Hochfrequenz-Schallwelle in einen hörbaren Ton. Dieser kann vom Anwender über einen an das Messgerät angeschlossenen Kopfhörer wahrgenommen werden. Da Ultraschallwellen hochfrequent sind und wenig Energie haben, können Ultraschallquellen leicht inmitten des Umgebungslärms in einer typischen industriellen Umgebung geortet werden. Die Fortschritte, die bei den Ultraschallmessgeräten gemacht wurden, sind groß: Das Ultraprobe 15000 von UE Systems besitzt beispielsweise ein Farb-TouchscreenDisplay, eine interne Spektralanalyse, integrierte Geräuschaufnahme, Digitalkamera und SpotThermometer zur punktuellen Temperaturmessung. In der verfügbaren Datenmanagementsoftware werden Routen von vorbestimmten Messpunkten erstellt, um an diesen Punkten Messwerte aufzunehmen, die für die Trenddarstellung benötigt werden. Ebenfalls können detaillierte Berichte über die Software erstellt werden, wie zum Beispiel eine

Druckluft-/Druckgas-Tabellenkalkulation, die mögliche Kosteneinsparungen nach einer Druckluftoder Druckgasleckagenuntersuchung aufzeigt. Außerdem ist eine Spektralanalysesoftware verfügbar, die es dem Anwender ermöglicht, die mit dem Messgerät aufgezeichneten Geräuschdateien abzuspielen und zu analysieren. Es gibt zwei Hauptanwendungsgruppen für Ultraschall: Luft-Ultraschallanwendungen und Körperschallanwendungen. Luft-Ultraschallanwendungen umfassen die Druckluft- und Gasleckagesuche, Dampfleckagen

und Vakuumlecks. Sie werden auch für Spezialanwendungen wie z.B. die Reduzierung von Windgeräusch und Undichtigkeiten in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie zur Qualitätskontrollen von Behältern wie z.B. Treibstofftanks, Propantanks und Autoklaven genutzt. Eine weitere Luft-Ultraschallanwendung, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat, ist die elektrische Inspektion: Corona, Kriechströme/Teilentladungen und Lichtbogenbildung können nämlich mit Ultraschallmessgeräten leicht festgestellt werden.

Sie regulieren den Dampf- und Kondensatfluss im System und stellen so eine konstante Temperatur sicher. Defekte Kondensatableiter führen zu einer verringerten Energieeffizienz. Außerdem können sich verändernde Temperaturen im System auf die Produktqualität auswirken und zu Wärmeverlust führen. Maintenance Dortmund Halle 4, Stand A26-4 www.uesystems.de

SCHNELL. SICHER. DICHT. Innovative Verschraubungslösungen für nachhaltig dichte Flanschverbindungen nach TA-Luft und anderen Regelwerken. Ein Gewinn für die Arbeitssicherheit, für die Umwelt und für die Anlagenperformance. Von der Beratung, über die Revisionsbegleitung bis hin zu Schulungen gem. EN 1591 Teil 4, bieten wir ebenso komplette, wie ausgezeichnete Lösungen.

FlangeFIX KENNZEICHNUNGSBAND

HYTORC | Barbarino & Kilp GmbH Telefon: +49 (0)89/230 999-0 info@hytorc.de | www.hytorc.de Ein Ultraschallgerät ist ein vielseitiges Werkzeug, das in jeder Umgebung verwendet werden kann. Die Technik eignet sich beispielsweise zum Auffinden von Druckluft- und Gaslecks oder zur Erkennung von ausgefallenen oder defekten Kondensatableitern. Bilder: UE Systems



 

 

THERMISCHE DURCHFL DURCHFLUSSMESSER US USSMESSE    

Mittels Ultraschall können Ausfälle von Anlagenteilen wie Wälzlagern und Motoren vermieden werden, da eventuell vorhandene Probleme frühzeitig erkannt werden. So reduzieren sich ungeplante Ausfallzeiten.

Körperschallanwendungen werden z.B. bei rotierenden Bauteilen wie etwa Wälzlagern, Motoren und Getrieben eingesetzt. Mithilfe von Ultraschall können Fehler an dieser Art von Bauteilen in einem sehr frühen Stadium erkannt werden also bevor sie ein katastrophales Stadium erreichen. Eine weitere Anwendung von Körperschall ist die Inspektion von Kondensatableitern. Diese Kondensatableiter ähneln Ventilen:

M15

SIMULTORC

VECTOR FA4 IDE AL FÜR SCHNELLE UND KONTROLLIERTE FL ANSCHVERSCHR AUBUNGEN


Ticket sichern mit dem Code 4041 ohne Code kostet das Messeticket â&#x201A;Ź30,-

Mit Ausstellungsbereich fĂźr Arbeitsschutz in der Industrie

PREMIUM PARTNER

maintaining your success www.maintenance-dortmund.de

B&I Die Industrie-Zeitung, Ausgabe 1, Februar 2018  

BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG Die branchenübergreifende Zeitung für Produktions- und Produktivitätsverantwortliche in der Industrie. Mit...

B&I Die Industrie-Zeitung, Ausgabe 1, Februar 2018  

BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG Die branchenübergreifende Zeitung für Produktions- und Produktivitätsverantwortliche in der Industrie. Mit...