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WOCHE NR. 40 DONNERSTAG, 2. OKTOBER 2014

WETTINGEN

Die Volljährigkeit gefeiert Am Samstag, 30. August, trafen sich bei sommerlichen Temperaturen 55 junge Erwachsene aus der Gemeinde Wettingen zur Mündigkeitsfeier. Für alle Jugendlichen, die in Wettingen wohnen und dieses Jahr 18 Jahre alt werden, organisierte die Kinder- und Jugendkommission ein abwechslungsreiches Programm. Treffpunkt an diesem Samstag war das Rathaus von Wettingen. Nach einer herzlichen Begrüssung durch Vizeammann Antoinette Eckert und die Kinder- und Jugendkommission folgte die Ansprache des Gemeindeammanns Markus Dieth. Er stellte die Gemeinde Wettingen und seine Aufgaben näher vor. Auch sprach er über die Vorteile der Mündigkeit INSERAT

55 junge Erwachsene trafen sich zur Mündigkeitsfeier. und die Verantwortung, welche die Volljährigkeit mit sich bringt. Er legte den Jugendlichen nahe, sich aktiv am politischen Geschehen der Schweiz und der Gemeinde Wettingen zu beteiligen. Im Anschluss wurde ein kurzweiliger Film über Wettingen und seine Vorzüge als Wohn- und Arbeitsort gezeigt. Als Geschenk erhielten alle Jugendlichen einen Gutschein für das Wettinger Buch «Vom Klosterdorf zur Gartenstadt». Nach der Begrüssung ging es mit dem RVBW-Bus zum Fischerhaus Wettingen, direkt an der Limmat. Bei einem feinen und reichlichen Apérobuffet konnten sich die Jugendlichen, die sich teilweise seit der Primarschulzeit nicht mehr gesehen haben, austauschen. Und bereits hiess es Schwimmweste überziehen. In Gruppen, bestehend aus drei bis vier Jugendlichen, wurden die kleinen

Foto: zVg

Fischerboote bestiegen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es die Limmat auf und ab, auf der Suche nach versteckten Posten mit kniffligen Fragen über die Gemeinde Wettingen. Beim anschliessenden Nachtessen mit Grillplausch und Dessert wurde eifrig über die Fragen des Postenlaufs diskutiert. «Welches sind die Nachbargemeinden von Wettingen?» oder «Wie heissen die sieben Gemeinderäte?». Auch sonst hatten sich die Jugendlichen viel mitzuteilen. Mit einer Disco liess man den mittlerweile kühlen Sommerabend ausklingen und so endete die Mündigkeitsfeier kurz vor 23 Uhr. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle dem Fischerclub, dem Bootsclub und der Jugendarbeit Wettingen für die Unterstützung. Es war ein gelungener Abend und man wünscht den Jugendlichen, Jahrgang 1996, alles Gute für die Zukunft. (ss)

LESERBRIEF Wettingen stürzt im Standortrating ab Die Weltwoche veröffentlicht jährlich ein Standortrating der Gemeinden. Noch vor fünf Jahren war Wettingen auf Platz 137. Jetzt ist Wettingen um fast 200 Positionen auf Platz 328 regelrecht abgestürzt. Die Ratings basieren auf Faktoren wie Arbeitsmarkt, Sozialstruktur und Steuerbelastung. Praktisch in sämtlichen Bereichen hat sich die Situation in Wettingen verschlechtert. Der Zuzug von Sozialhilfeempfängern, die von grosszügigen Leistungen profitieren, der weit überdurchschnittliche Anstieg der Ausländerquote trotz massenweisen Einbürgerungen und der Wegzug guter Steuerzahler als Folge der Steuerfusserhöhungen sind nachvollziehbare Ursachen für diese Entwicklung. Wettingen befindet sich in einer Abwärtsspirale, die vor rund zehn Jahren eingeläutet wurde, als die Sozialkommission durch den heutigen Gemeindeammann umgekrempelt wurde. Seither wird rechtlich alles korrekt abgewickelt. Innert zwei Jahren haben sich die Sozialhilfeausgaben fast verdoppelt. Weil der Zuzug von Menschen, die kaum Steuern zahlen, stark angestiegen ist, müssen Ausbauten erstellt werden, die wegen sinkender Kinderzahlen in wenigen Jahren nicht mehr gebraucht werden. Dafür nehmen Nachbargemeinden immer mehr von Wettingen finanzierte Infrastrukturen zu nicht kostendeckenden Gebühren in Anspruch. Die Ausgaben sind in den letzten 20 Jahren über alle Konten um etwa 100 % gestiegen. Nur ein Teil davon betrifft Investitionen, der grösste Teil stammt von neuen Konsumausgaben und diese wiederum v.a. aus dem Sozialbereich. Die Wettinger Probleme sind hausgemacht und haben nichts mit Investitionsbedarf zu tun. Gestoppt werden kann das nur, indem die Finanzschraube nicht weiter geöffnet wird. Die Classe Politique lebt überwiegend direkt aus der Staatskasse. Nur der Stimmbürger kann das korrigieren, indem er Ausgaben und die bereits dritte Steuerfusserhöhung innerhalb von fünf Thomas Bodmer Jahren ablehnt.

SAISONENDE IN LITTLE WETTIGE MIT GROSSEM PIRATENFEST Am Freitagnachmittag vor den Herbstferien fand zum Saisonabschluss in Little Wettige ein Piratenfest auf dem Spielplatz Rebhalden statt. Und die Kinder kamen in Scharen – über 50 an der Zahl. Es wurde nochmals fleissig gebastelt, bevor das beliebte Schwungtuch zum Spielen hervorgenommen wurde, und schliesslich machten sich alle gemeinsam auf die Suche nach dem Piratenschatz. Nachdem dieser geplündert war, genossen viele noch die Sonne und an der Feuerschale wurden Schlangenbrote gebacken und Würste gebraten. Seit den diesjährigen Frühlingsferien fand jeden Donnerstagnachmittag und am letzten Sams-

Schlangenbrote für die kleinen Piraten. Foto: zVg tagmorgen im Monat das Bastelund Spielangebot «Little Wettige» statt. Die von fünf engagierten jungen Müttern und Vätern initiierten Angebote stiessen von Beginn weg auf grosse Beliebtheit. «Wir durften jeweils bis 30 Kinder

mit ihren Müttern, Vätern, Grossmüttern oder Gottis empfangen», erzählt Monica Peterhans, die mit Claudia Berchtold das Bastelangebot leitete. Der grosse Erfolg spornte die Betreiber auch an und es ist «klar, dass wir auch 2015 den Spielplatz beleben werden», sagt der Präsident des Vereins, Patrick Lüscher. Das Programm wird dann zwischen Sport- und Frühlingsferien veröffentlicht, die Tage bleiben gleich. Wie es dann weitergeht, wird sich zeigen. Wird «Little Wettige» nach wie vor so gut besucht, wird man sich Gedanken machen, wie das Angebot nach dem mit der Gemeinde vereinbarten zweijährigen Versuchsbetrieb weitergeführt werden kann. (pn)

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