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LBA 45 / 2025 vom 13. November

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LENZBURGER WOCHE

DONNERSTAG, 13. NOVEMBER 2025

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

PP 5600 Lenzburg · Nummer 46 · Post CH AG

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Das neue Kollegium am Wahlsonntag: Beatrice Taubert-Baldinger, Christina Bachmann-Roth, Andreas Schmid, Barbara Portmann-Müller und Sven Ammann. Foto: zvg

Ressortverteilung geklärt: So wird ab 2026 geführt Lenzburg Der Stadtrat legt die Ressortverteilung für die Legislaturperiode von 2026 bis 2029 fest. Stadtammann Andreas Schmid gibt die Finanzen ab und übernimmt die Stadtplanung & Hochbau. ■

RINALDO FEUSI

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er Stadtrat hat die Ressorts für die kommende Amtsperiode festgelegt. Ziel der Zuteilung soll es gemäss dem Stadtrat sein, «Synergien zu schaffen, Kontinuität zu sichern und die individuellen Stärken der Mitglieder optimal zu nutzen». Damit möchte das Gremium die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit und eine zielgerichtete Stadtentwicklung in den nächsten vier Jahren schaffen.

Klare Zuständigkeiten in fünf Ressorts Der Stadtammann wird sich in den nächsten vier Jahren den Ressorts wid-

men, in denen sich die Stossrichtung der Stadt entscheiden wird. Er verantwortet unter anderem die Stadtkanzlei, die Einwohnerdienste, die Stadtplanung und Hochbau sowie die Bereiche Immobilien, Kies und Forst. Damit liegen bei ihm die politische Führung und die strategische Weiterentwicklung der Stadtstruktur. Die Führungsunterstützung ist direkt ihm unterstellt. Sven Ammann bleibt das Zugpferd des Ressorts Kultur und Sicherheit. Zu seinen Aufgaben zählen die Regionalpolizei, die Regio Feuerwehr, die Zivilschutzorganisation Region Lenzburg sowie die kulturellen Belange inklusive des Museums Burghalde. Für Finanzen, Tiefbau und Umwelt zeichnet die neugewählte Christina Bachmann-Roth verantwortlich. Als Betriebswirtschafterin hat sie sich das Richtige gesichert: Sie repräsentiert das regionale Steueramt und Betreibungsamt Lenzburg-Seetal sowie die Bereiche Tiefbau und Verkehr. Das Ressort Bildung betreut Barbara Portmann-Müller. Dazu gehören die Regionalschule und

die Heilpädagogische Schule (HPS). Dieses Ressort führt gleich viel Personal wie die gesamte restliche Stadtverwaltung zusammen. Beatrice Taubert-Baldinger bleibt dem Ressort, welches sie schon die letzten vier Jahre erfolgreich führte, treu: den Sozialen Diensten, sprich Soziales, Gesellschaft und Gesundheit.

Verantwortung und Zusammenarbeit Der Stadtrat betont die Bedeutung eines offenen Dialogs mit Verwaltung und Bevölkerung. Nur durch Transparenz und gegenseitiges Vertrauen könnten die anstehenden Herausforderungen – etwa im Bildungswesen, in der Mobilität oder beim Umwelt- und Klimaschutz – erfolgreich gemeistert werden. Mit der neuen Ressortstruktur sehe sich das Kollegium gut aufgestellt, um die Entwicklung Lenzburgs aktiv und im Sinne einer nachhaltigen Lebensqualität zu gestalten, ist aus eine gemeinsamen Medienmitteilung zu lesen.

Grau ist die Farbe des Monats. Und es folgen noch viele Wochen, in denen wir – zumindest im Mittelland – in eine grau überzogene Landschaft blicken. Christine von Arx Genug Zeit, um diesen Zwischenton genauer zu studieren. Ist Grau eigentlich eine Farbe? Physikalisch hat es keine eigene Spektrallinie; es ist neutral, entsteht als Mischung, farblos im Sinne von «ohne Buntheit». Unsere Augen aber erleben Grau selbstverständlich als Farbe. Viel Negatives haftet an Grau: schlechtes Wetter, Trübsinn und Sehschwäche. In Michael Endes «Momo» treten die grauen Herren auf: graue Anzüge und Autos, aschfahle Gesichter, bleigraue Aktentaschen, aschfarbene Zigarren. Es sind die Mitarbeiter der Zeit-Spar-Kasse, die den Menschen ihre Lebenszeit stehlen. Die Farbe der Emotions- und Fantasielosen. Malerinnen und Maler würden jedoch widersprechen. Grau gehört seit Anbeginn der Malerei zu den wichtigsten Mitteln. Es bringt andere Farben zum Leuchten, schafft Tiefe, ordnet das Licht. Ein Lenzburger Beispiel zeigt das schön: Der Künstler Werner Büchly bewies 1903 sein Können in der Sgraffito-Technik am Angelrainschulhaus. Er färbte Zementverputz unterschiedlich ein und trug drei Schichten auf die Westfassade auf. Durch Abkratzen der oberen Schicht wird die andersfarbige darunter sichtbar – so entstanden vier Bilder. Tell, Winkelried, Zwingli, Pestalozzi. Figuren, die an diesem Ort für einen Wahlspruch stehen, der aktueller kaum sein könnte: Durch Bildung zur Freiheit. Die Grautöne halten die Komposition zusammen und lassen die Motive sprechen. Im Farbspektrum ist Grau ohne Gegenfarbe. Es nimmt Einfluss – oft aus dem Hintergrund, doch mit besonderer Kraft. Die Diskretion der Intelligenz. Jene kühle Zurückhaltung, die differenziert und integriert, statt zu polarisieren. Eine sehr interessante Farbe – gerade in Zeiten, in denen Gesellschaft und Politik wieder gern auf Schwarz und Weiss setzen. Doch wer auch den Zwischenton findet, sieht so viel mehr. Schön, ist wieder November! Christine von Arx, Historikerin

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