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LBA 26 / 2025 vom 3. Juli

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LENZBURGER WOCHE

DONNERSTAG, 3. JULI 2025

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

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Bischof Felix Gmür und Pfarrer Roland Häfliger weihten in der Herz-Jesu-Kirche in Lenzburg die neue Orgel ein.

Lob in den höchsten Tönen für die neue Lenzburger Königin Lenzburg Am Titularfest Herz Jesu der katholischen Kirche Lenzburg weihte Bischof Felix Gmür zusammen mit Pfarrer Roland Häfliger und weiteren Seelsorgern in der vollbesetzten Kirche die neue Orgel ein. Orgeln gelten allgemein als die Königin der Musikinstrumente. ■

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icht wenige der Teilnehmenden am erhabenen Pontifikalamt mit Bischof Felix Gmür und Pastoralraumpfarrer Roland Häfliger liessen sich ergreifen von den ersten Tönen der neuen Rieger-Orgel. Mit dabei in der vollbesetzten Kirche waren vier uniformierte Schweizergardisten. Orgelbauer Wendelin Eberle würdigte eingangs die tolle Zusammenarbeit mit den Lenzburger Gremien und erwähnte, dass hinter dem Bau der Orgel 13 000 Arbeitsstunden stecken. Grund zur Freude besteht, hat doch die Orgelbaukommission unter der Leitung von Kirchenpflegerin Maria Bühlmann, Staufen,

über Jahre hinweg ganze Arbeit geleistet. Die Orgel mit den 48 Registern und den 2718 Pfeifen bildet ein modernes Kunstwerk, besticht durch die Ausstrahlung, die Eleganz und die Klangfarben. Das Fenster in der Westfassade der Herz-Jesu-Kirche wurde vom weltweit bekannten Orgelbauer Wendelin Eberle von der Rieger Orgelbau GmbH in Schwarzach, Vorarlberg, Östereich, überzeugend in die Gestaltung der Orgel miteinbezogen. Von diesem Fenster, abgestuft in roten Farben, erhofft sich die Orgelbaukommission im Kirchenraum wechselnde, überraschende und doch diskrete Lichteffekte. Diese Hoffnung wird sich bestimmt erfüllen. Dank der erweiterten Empore wurden neue Möglichkeiten geschaffen für mehr und grössere Anlässe. Die musikalische und kulturelle Szene in Lenzburg wird aufgewertet.

von den Herzen aufgenommen werden. Kurz und gut: Die Orgelweihe bildete ein gemeinschaftliches, bewegendes Lob Gottes, vollendet aufgeführt mit allen musikalischen Elementen. Das Pontifikalamt wurde auch zu einem Fest der Solidarität, denn die bisherige 70 Jahre alte Orgel vervollständigt nun als Geschenk der Katholischen Kirchgemeinde Lenzburg eine Kathedrale in Uruguay.

Festpredigt über das verlorene Schaf

Dem Kirchenmusiker Florian Zaunmayr schwebte vor, auf die Orgelweihe hin eine neue Messe mit dem Titel «Messe zur Orgelweihe» komponieren zu lassen. Im Wettbewerbsverfahren siegte der deutsche Kirchenmusiker Steven J. Heelein. Sein Werk durfte uraufgeführt im Gottesdienst

Bischof Felix Gmür bezog sich in der Predigt auf das Lukasevangelium über das verlorene Schaf. Mit verständlichen Worten und Beispielen konnte er aufzeigen, warum Jesus die Suche nach dem verlorenen Schaf bevorzugte, statt sich um die Herde mit den anderen 99 Schafen zu kümmern. Auf der Piazza des Kirchenzentrums wartete auf alle Teilnehmenden ein Apéro riche. Kontaktmöglichkeiten und Gesprächsstoff bestanden zuhauf. Viele Anwesende nutzten die Chance, mit Bischof Gmür ein Gespräch zu führen. Pontifikalamt, Orgelweihe, bischöfliche Predigtworte, Orgelführungen und Konzerte: Weite Teile der Besucherschaft dürften sich neu gestärkt im Glauben fühlen.

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Bisherige Orgel nach Uruguay verschenkt

Es ist Jugendfestzeit. Am meisten begeistern mich dabei die Farben – sei es an den Brunnen, in den Umzügen oder auf den Lunaparks. Oft habe ich das Gefühl, Rinaldo Feusi unsere Welt werde immer trister: graue Fassaden an grauen Strassen, graue Schulen, graue Verwaltungsgebäude, farblose Kunst. Vor einigen Wochen zügelte ich und entdeckte meine alte Legokiste wieder. Beim Öffnen wurde ich enttäuscht – die Klemmbausteine wirkten längst nicht mehr so bunt wie früher. Warum nur? Die Antwort fand ich in einer medizinischen Erklärung: Mit zunehmendem Alter wird die Linse im Auge dichter und gelblicher. Diese Verfärbung filtert vor allem kurzwelliges Licht heraus, sodass Farben weniger lebendig erscheinen. Zudem nimmt die Anzahl und die Funktion der Zapfenzellen in der Netzhaut ab, was zu einer geringeren Farbunterscheidung führt. Rot, Grün und Blau verschwimmen zunehmend. Trotzdem liess mich die Frage nicht los. Irgendwie wird doch auch sonst immer alles trister? Ich verlor mich weiter in der Materie und fand eine interessante Publikation. Die britische «Science Museum Group» fotografierte über 7000 Gegenstände vom 18. Jahrhundert bis heute. Es stellt sich heraus, dass von 1800 bis etwa 1850 die Farbverteilung von schwarzen und orangen Tönen an Gegenständen ziemlich ausgeglichen war. Ab 1860 kamen vermehrt blaue, rötliche und grüne Farbtöne hinzu und es wurde nochmal bunter. Ab den Achtzigern nahm die Farbe an unseren Alltagsgegenständen ab und richtig traurig wurde es ab den frühen Zweitausendern. Von hier an dominieren Grau- und Schwarztöne wie auch stinklangweilige Pastellfarben. Nicht nur unsere Augen werden mit dem Alter träger in der Farbwahrnehmung, auch unsere Umgebung verliert zunehmend an Farbe. Umso wichtiger ist es, die bunten Momente, wie sie Jugendfeste bieten, zu schätzen – und uns daran zu erinnern, dass bestehende Farben bleiben dürfen und neue, wie ich finde, entstehen müssen. Damit unsere Kinder bunter und fröhlicher aufwachsen, wie wir es taten. Rinaldo Feusi, Redaktionsleiter

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