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Lenzburger Bezirks-Anzeiger, Donnerstag, 15. März 2012 ..................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

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Stadt Lenzburg Aus dem Stadtrat

Neue Köpfe im OK Lenzburger Lauf Das Erscheinen des Läuferhefts signalisiert jeweils den Startschuss zum Lenzburger Lauf. Die diesjährige Austragung vom Samstag, 12. Mai, wartet wiederum mit einigen Neuerungen auf.

das vielfältige kulturelle Angebot der Stadt», betont er. Mit seinem Engagement im Organisationskomitee will der passionierte Jogger künftig ebenfalls einen Beitrag leisten, dass dem weiterhin so bleibt. Am Lauf selber hat er als Läufer bereits mehrmals teilgenommen.

Ruth Steiner

W

enn am 12. Mai die Läuferinnen und Läufer ihre Schuhe schnüren und zum beliebten Lenzburger Volkslauf starten, so werden sie einige Hinweise auf die weitere Professionalisierung der Veranstaltung feststellen. Dies hat nicht zuletzt mit den neuen Köpfen im Organisationskomitee zu tun. Zu ihnen gehören Walter Baldinger und Rafael Enzler. Baldinger ist neu für das Meldewesen verantwortlich und hat schon bei vielen Turnanlässen und Wettkämpfen in vergleichbaren Funktionen mitgewirkt. Enzler bringt als Marketingverantwortlicher von Schweiz Tourismus grosses Fachwissen für sein Ressort Sponsoring mit. Startnummer mit Chip ausgerüstet «Wer sich zur Laufteilnahme anmeldet, tut dies wie bis anhin bequem über die Website www.lenzburgerlauf.ch oder mit dem im Laufheft integrierten Einzahlungsschein», erklärt Walter Baldinger. Die Daten werden künftig nicht mehr via Organisationskomitee an den Zeitmesser weitergegeben, sondern gehen nun direkt zu Datasport. Dort wird von der Teilnehmerverwaltung über das Inkasso, das Bereitstellen der Startnummern, die Zeit-

Neue Köpfe: Die für Sponsoring und Meldewesen zuständigen neuen OK-Mitglieder Rafael Enzler und Walter Baldinger (v.l.). Foto: RS messung bis zum Ergebnisdienst künftig alles direkt erledigt. Diese Massnahme bedeutet für das Organisationskomitee eine spürbare Entlastung des administrativen Aufwandes. Zudem ist es Baldinger wichtig, die Abläufe in professionellen Händen zu wissen. «Über 1000 Läuferinnen und Läufer starten in knapp drei Stunden in 36 verschiedenen Kategorien und erst noch auf unterschiedlichen Streckenlängen. Da ist die Zeitmessung besonders intensiv gefordert. Die Neuerung für die Läufer besteht darin, dass sie künftig auf der Rückseite der Startnummer einen kleinen

Chip tragen, welcher direkt an die Zeitmessung gekoppelt ist», erklärt Baldinger. Aus diesem Grunde werden die Startnummern nicht mehr im Voraus per Post verschickt, sondern müssen am Lauftag vor dem Start bei der Startnummernausgabe abgeholt werden. Hypi sponsert Klassenkasse Rafael Enzler, der von Jörg Kyburz das Ressort Sponsoring übernommen hat, ist vor sechs Jahren mit seiner Familie nach Lenzburg gezogen. «Ich bin als Ostschweizer in Lenzburg heimisch geworden und schätze die Lebendigkeit und

Neuer Hauptsponsor Enzler zeigt sich erfreut darüber, dass die Sponsoren trotz Rückzug von Kyburz dem Lauf weiterhin die Treue halten und ihn grosszügig unterstützen. Mehr noch: Mit Döbeli Sport, Seon, konnte gar ein neuer Hauptsponsor gewonnen werden. Zudem wird die Hypothekarbank Lenzburg ihren bisherigen Beitrag weiter ausbauen. Nutzniesser sind unter anderem die teilnehmenden Schulklassen. Derjenigen Klasse mit der höchsten Schülerbeteiligung winkt ein Beitrag von 300 Franken in die Klassenkasse. Darüber hinaus sponsert die Bank allen Laufteilnehmern mit Konto bei der Hypi einen Imbiss. Sie beide hat der Lenzburger Lauf-Virus gepackt: Walter Baldinger wie auch Rafael Enzler wünschen sich, dass es der Bevölkerung ebenso ergehe. Wer nicht selber in die Laufschuhe steigen mag, soll am Samstag, 12. Mai, am Streckenrand stehen und die Läuferinnen und Läufer lautstark anfeuern.

Erfolgreiche Ausbildung im Bereich Steuerwesen Am letzten Donnerstagnachmittag durfte Stefan Hürzeler an der Diplomfeier im Kloster Wettingen das Diplom CAS-Certificate of Advanced Studies FHNWFachkompetenz Steuerfachleute im Beisein von Regierungsrat Dr. U. Hofmann und einer grossen Gästeschar entgegennehmen. Stefan Hürzeler hat als Lernender der Stadtverwaltung Lenzburg seine dreijährige Ausbildung an der Kaufmännischen Berufsmaturitätsschule der KV Lenzburg-Reinach Business School absolviert. Nach einem Abstecher in die Privatwirtschaft steht er seit November 2008 wieder in den Diensten der Stadt Lenzburg. Per 1. Mai 2012 wird Stefan Hürzeler für den scheidenden Roger Müller die Leitung der Kanzlei des Regio Steueramts Lenzburg-Niederlenz übernehmen und entsprechend befördert. Baubewilligungen Es wurden folgende Baubewilligungen erteilt: NSNW AG für ein StrassenbelagTestgelände «Mobile Load Simulator» östlich des Autobahnrastplatzes (A1) auf den Parzellen Nrn. 3121 und 796; Einwohnergemeinde Lenzburg, Einfahrten Widmi, Baufelder 1, 2 und 3. Diese Einfahrten entsprechen vollständig denjenigen des rechtskräftigen Gestaltungsplans. Die Lindenbaumallee wird durch diese Einfahrten nicht beeinträchtigt. (dh)

HINWEIS ANMELDUNG Die Anmeldung zum Lenzburger Lauf erfolgt entweder online über www.lenzburgerlauf.ch bis 10. Mai 2012 oder mit dem Einzahlungsschein im Programmheft bis 2. Mai 2012.

Im Rahmen der Aktionstage «Arten ohne Grenzen» führt die glp der Stadt Lenzburg am 19. März um 19.30 Uhr im Familienzentrum Lenzburg (Walkeweg 19) einen Anlass zum Thema Neophyten durch. Eingeladen sind alle, die sich für Natur interessieren.

Das Stapferhaus sucht einen neuen Standort Der Stadtrat Lenzburg unterbreitet dem Einwohnerrat einen Verpflichtungskredit für Studien betreffend Stapferhaus. Mit dem Gemeindeanteil von 145 000 Franken sollen für ein «Haus der Gegenwart» drei Standorte geprüft und verglichen werden. Alfred Gassmann

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ubiläumsjahre bieten die Möglichkeit, eine Standortbestimmung vorzunehmen. Nicht anders ging 2010 das Leitungsgremium zum 50-Jahr-Jubiläum des Stapferhauses vor. Unter dem Titel «Gegenwart sichten – Zukunft denken» wurde die Vision eines «Hauses der Gegenwart» entwickelt. Dem Stapferhaus, heute im Schloss untergebracht, fehlen für

INSERATE

Standort 1: Post-Areal beim Bahnhof.

Standort 2: Ehemaliges Hero-Areal.

Standort 3: Kronenplatz.

die periodischen Ausstellungen geeignete Räume. Das alte Zeughaus in Lenzburg lässt sich dafür nur provisorisch nutzen und wird den Ansprüchen nicht gerecht. Die Infrastrukturfragen müssen bei jedem Projekt wieder neu aufgerollt werden, von den sanitären Anlagen über die Elektrifizierung bis zur Heizung des nicht wärmegedämmten Zeughauses.

der Gegenwart», lässt sich im Jahresbericht 2010 des Stapferhauses nachlesen. Geprüft wurden Standorte in Aarau, Wettingen und Lenzburg. Im Sommer 2011 kam der Regierungsrat zum Schluss, dass der Standort Lenzburg für das Stapferhaus unbestritten sei und vom Umzug dieser Institution in eine andere Gemeinde im Kanton abgesehen werden soll. Dieser Entscheid basiert auf der langjährigen Tradition mit dem Stapferhaus in Lenzburg, der steten grossen Unterstützung durch die Stadt und die verkehrstechnisch gute Lage.

Drei Standorte sind denkbar Der Stadtrat bestimmte zusammen mit dem Stapferhaus die möglichen Standorte in Lenzburg. Untersucht werden sollen der Schlossberg West, das Baufeld B im ehemaligen Hero-Areal und das Post-Areal beim Bahnhof. Beim Standort Schlossberg West würde sich die einmalige Möglichkeit bieten, historische Altstadt, «Haus der Gegenwart» und Schloss mit einem Schräglift zu verbinden und damit Stapferhaus und Schloss direkt vom Kronenplatz her zu erschliessen, schreibt der Stadtrat. Für die drei

Gesucht ein «Haus der Gegenwart» Für die nächsten 50 Jahre braucht das Stapferhaus eine Heimat für seine Ausstellungen, einen festen Ort, ein «Haus

Fotos: AG

Standorte soll je eine Machbarkeitsstudie erarbeitet und anschliessend eine Standortevaluation vorgenommen werden. Der Stadtrat wählte für die Arbeit Planungs-/Architekturbüros, die sich mit den Standorten bereits vertieft befasst haben und mit ihnen vertraut sind. Sobald der Regierungsrat sowie der Einwohnerrat der Stadt ihre Kreditanteile von je 145 000 Franken gesprochen haben, sollen die drei Planungs-/Architektenteams die Machbarkeitsstudien anpacken. Im Herbst 2012 werden die Ergebnisse in einem Evaluationsprozess mit klar definierten Nutzungszielen untereinander verglichen. Parallel zur Standortsuche wird das Stapferhaus alle Fragen zum künftigen Betrieb sowie die Fragen nach der Träger- bzw. Eigentümerschaft des «Hauses der Gegenwart» klären. Das Stapferhaus selber verfügt nur über Mittel für die Finanzierung seines laufenden Betriebs. Darum springt die Stadt ein, die die Planungsarbeiten aus Rückstellungen für die Kultur finanzieren kann.

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