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Bezirk Affoltern

Gestaltungsspielraum in der Sonderschulung wird grösser Neu können Sonderschülerinnen und -schüler auch in der Verantwortung der Regelklasse unterrichtet werden. Der Handlungsspielraum der Gemeinden wird damit erweitert. Der Regierungsrat hat entsprechende Änderungen der Verordnung über die sonderpädagogischen Massnahmen beschlossen. Die Sonderschulung erfolgt in einer öffentlichen oder privaten Sonderschule, als integrierte Sonderschulung oder als Einzelunterricht. Bei der integrierten Sonderschulung werden sonderschulbedürftige Kinder in einer Regelklasse unterrichtet und während eines Teils der Lektionen von einer Fachperson individuell begleitet. Die Verantwortung beziehungweise die administrative Zuordnung dieser Kinder verblieb bisher jedoch bei der Sonderschule. Die Gemeinden mussten den Sonderschulen dafür eine Versorgertaxe entrichten. Neu können sonderschulbedürftige Kinder auch in der Verantwortung der Regelschule unterrichtet werden. Die Gemeinden haben damit die Möglichkeit, den Betrag im Umfang der Versorgertaxe in die Regelschule zu investieren.

Mittwoch, 27. April 2011

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Deponievolumen im Säuliamt reicht bis ins Jahr 2050 Im «Tambrig» ist erst ein Drittel des Volumens von 1,3 Mio. Kubikmeter aufgefüllt

Überprüfung nur noch einmal jährlich Gleichzeitig hat der Regierungsrat beschlossen, dass die sonderpädagogischen Massnahmen nur noch mindestens einmal jährlich – statt wie bisher halbjährlich – überprüft werden. Mit den Verordnungsänderungen werden zwei Anliegen aus dem Projekt «Belastung-Entlastung im Schulfeld» erfüllt. (ki.)

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Die vierte Deponie-Etappe im Obfelder «Tambrig» fasst 800 000 Tonnen. Erst ein Zehntel davon ist abgelagert. (Bild Werner Schneiter)

Recycling und andere Massnahmen verlängern die Auffüllzeit von Deponien: Im Obfelder «Tambrig», der ein Volumen von 1,3 Millionen Kubikmeter aufweist, ist erst ein Drittel aufgefüllt.

richtschlacke auch Klärschlamm vom Zürcher Werdhölzli nach Obfelden geführt. Recycling und andere Methoden zur Minimierung von Deponiegut waren noch weitgehend unbekannt – und die in Obfelden deponierte Materialmenge war wesentlich grösser als heute.

................................................... von werner schneiter

Vierte Etappe seit 2007 in Betrieb

Als Spross in den 80er-Jahren die Multikomponenten-Deponie Tambrig in Obfelden erwarb, hiess es: «Das Volumen reicht höchstens bis ins Jahr 2005.» Nun, damals wurde neben Keh-

Unter den neuen Voraussetzungen dürfte das Deponievolumen im «Tambrig» schätzungsweise bis ins Jahr 2050 ausreichen. Von dem insgesamt 1,3 Millionen Kubikmeter aufweisenden Volumen ist erst rund ein Drittel

aufgefüllt. Spross hat 2007 die vierte Deponie-Etappe in Betrieb genommen und dafür rund 4 Mio. Franken investiert – eine Ablagerungsmöglichkeit für 500 000 Kubikmeter (oder 800 000 Tonnen) so genannter Reststoffe. Das ist Material ohne organische Belastungen wie das zum Beispiel beim Frischkehricht der Fall ist. Diese vierte Deponie-Etappe ist heute zu rund 10 Prozent aufgefüllt. «Wir haben im Rahmen von Stabilisierungsmassnahmen bei der Böschung im Nordteil der Deponie rund 40 000 Kubikmeter Volumen dazugewonnen, die im Abbauperimeter liegen», sagt Josef Binzegger, Leiter des Bereichs

Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Differenzen bei Fruchtfolgeflächen

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Anfrage der Kantonsrätinnen Eva Torp und Monika Spring

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: Aargauer Zeitung AG, AZ Anzeiger AG, AZ Crossmedia AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Vertriebs AG, Media Factory AG , Basellandschaftliche Zeitung AG, Berner Landbote AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Radio Argovia AG, Radio 32 AG, Radio 32 Werbe AG, Solothurner Zeitung AG, Tele M1 AG, TMT Productions AG, Vogt-Schild Anzeiger AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Der Regierungsrat hält den Standort für eine Golfanlage auf dem Gebiet Baar-Kappel-Hausen für bewilligungsfähig («»Anzeiger» vom 12. April. Für die Kantonsrätinnen Eva Torp und Monika Spring bestehen Unklarheiten in Sachen Fruchtfolgeflächen. In ihrer Anfrage schreiben sie: «Da die Antwort auf die Anfrage mehrere Differenzen zum Bundesgerichtsentscheid betreffend den Golfplatz im Gebiet Stierenmas (Bonstetten/Wettswil) aufweist, bitten wir den Regierungsrat um Beantwortung folgender Fragen: 1. Der Regierungsrat behauptet, Fruchtfolgeflächen (FFF), die beim Bau einer Golfanlage nicht angetastet werden und deren Grösse mindestens ein viertel Hektaren betragen, könnten

weiterhin angerechnet werden. Das Bundesgericht hingegen gibt die Mindestgrösse von 1 ha vor. Wie begründet der Regierungsrat seine Aussage? 2. Warum kann der Kanton Zürich keine genauen Angaben machen, wie viel Fläche zu kompensieren sein wird, wenn die Vollzugshilfe klar sagt, dass das Mindestkontingent eingehalten werden muss. 3. Welches sind die massgeblichen, höher zu gewichtenden öffentlichen Interessen, die die raumplanerische Abwägung im Fall des Golfplatzes Baar-Hausen-Kappel ergab, die eine Inanspruchnahme von FFF rechtfertigen? 4. Wie können, ohne Verlust, im Kanton Zürich, die besonders knappen Fruchtfolgeflächen der Bodeneignungsklasse 1 bis 5 kompensiert werden?

5. Welches sind die Hauptargumente, in welchem Ausmass Fruchtfolgeflächen durch den Golfplatz beansprucht werden können und inwiefern dieser Verlust, angesichts der knappen FFF des Kantons beim Golfplatz Baar-Hausen-Kappel vernachlässigbar wäre? 6. Wie gedenkt der Kanton Zürich seiner Verpflichtung nachzukommen und die bestehenden Fruchtfolgeflächen von 44 350 ha auf die vom Bund geforderten Mindestfläche von 44 400 ha heraufzusetzen? Insbesondere soll der Regierungsrat, die in seiner Antwort gemachte Behauptung belegen, wie viele ha Fruchfolgeflächen in Bauentwicklungsgebieten liegen (genaue Flächenangabe pro Gemeinde) und wo weitere Flächen sind, die neu zu den FFF im revidierten Richtplan dauerhaft dazukommen werden.

Entsorgung bei der Spross Ga-La-Bau AG.

Konkurrenz in Lufingen Seit 2006 ist Spross wieder im Geschäft mit der Kehrichtschlacke. Gut 10 000 Tonnen werden von der KVA Limmattal, wo auch der Ämtler Kehricht verbrannt wird, nach Obfelden geführt. Weitere 5000 Tonnen Schlacke stammen von anderen Anlagen. «Der Preiskampf ist nach wie vor im Gang», bemerkt Binzegger dazu. Und die Errichtung einer neuen Deponie durch die Firma Eberhard verschärft den Konkurrenzkampf zusätzlich.

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Heute Mittwoch, 27. April, darf Noemi Constantina Frei-Pistoni in Affoltern ihren 85. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation zu diesem Ehrentag! Wir wünschen der Jubilarin ein schönes Fest und alles Gute.

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Das Knonauer Amt auch über Ostern als Naherholungsgebiet geschätzt. > Seite 6 Golfplatz Oberamt: Anfrage von Eva Torp zu den Fruchtfolgef...

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