Donnerstag, 12. Juni 2025
116. Jahrgang
Nr. 24
Tobler
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Herrscht bald Frieden am Juraweg? Seit sieben Jahren steht die Baustelle am Juraweg 13 in Dornach still. Doch jetzt ist ein Ende des Baudramas in Sicht.
Region
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Fabia Maieroni Sieben Jahre dauert er schon an – der Streit um einen Bau in unmittelbarer Nähe des Goetheanums. Das anthroposophische Haus ist noch immer nicht fertiggestellt – nachdem die Dornacher Bauverwaltung im März 2018 einen Baustopp verhängt hatte, folgte ein juristisches Hickhack bis vor Bundesgericht. Die Wohnungen im Haus waren bereits verkauft – einziehen konnten die Eigentümer bisher nicht. Doch von Anfang an. Grund für den verhängten Baustopp seien Differenzen zwischen realisiertem Bau und bewilligtem Baugesuch, hiess es damals vonseiten der Bauverwaltung. Es fehlte eine südliche Erschliessungsstrasse zum Grundstück der Nachbarsfamilie, wie sie in einem Gestaltungsplan von 2003 vorgesehen gewesen wäre. Das Haus am Juraweg 13 erschloss der Architekt und Totalunternehmer John C. Ermel nämlich von Norden her. Ausserdem hatte er einen Carport erstellt, der so ursprünglich im Gestaltungsplan nicht vorgesehen war. Auch die Zahl der Wohnungen, die Ausgestaltung des Dachgeschosses und die Höhe der Abgrabung bei der Kellerwohnung wurden beanstandet. Gegen den Baustopp wehrte sich der Architekt; er demonstrierte vor der Gemeindeverwaltung Dornach mit einigen Bauarbeitern und sprach von «Filz, Seilschaften und Willkür» auf der Bauverwaltung. Der damalige Gemeindepräsident Christian Schlatter dementierte die Vorwürfe. Ermel, dessen Haus fast fertig gebaut war, legte Beschwerde ein: Sein Projekt sei 2013 von der Gemeinde bewilligt worden. Allerdings hatte er für manche
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Arlesheim
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Baustopp: Die Handwerker mussten die Baustelle im Jahr 2018 verlassen – seither blieb das Haus unvollendet. FOTO: ARCHIV / KENNETH NARS
Änderungen bloss eine mündliche Bewilligung. Seit 2020 ist der Architekt insolvent. Eigentümerin der Parzellen, auf denen Ermel gebaut hat, ist die Stiftung Trigon, die in den drei danebenliegenden, bereits fertiggestellten Bauten eigene Wohn- und Betreuungsangebote beherbergt. Die anthroposophische Stiftung mit Sitz in Arlesheim wird von Ermel präsidiert. Die neue Bauherrschaft musste ein nachträgliches Baugesuch einreichen – doch gegen dieses erhoben die Nachbarn Einsprache. Einen Entscheid, wie weitergebaut werden darf, gab es seither nicht. Über die Jahre prangerten unzählige Menschen den Stillstand bei der Baustelle an. 2020 etwa wandte sich eine Gruppe von Universitätsprofessoren mit einem offenen Brief an den Gemeinderat.
Sie forderten, die Gemeinde solle endlich über das hängige Nachtragsbaugesuch befinden. Drei Jahre später reichten Therese Anner und Daniel Marston eine Petition ein, die von mehr als 600 Menschen unterzeichnet worden war. Die Wirkung dieser Appelle: gleich null. Im Hintergrund liefen juristische Auseinandersetzungen zwischen der Bauherrschaft und den Nachbarn. Die Gemeinde erklärte, ein Entscheid könne erst getroffen werden, wenn diese abgeschlossen seien.
Bericht der Bau-, Werk- und Planungskommission liegt nun vor
Seit 2021 sind fast alle Verfahren abgeschlossen. Die Bauherrschaft und die Nachbarn (mit Ausnahme einer Partei) einigten sich im November 2024 auf eine
Lösung für die Erschliessungsstrasse, die noch realisiert werden muss. Acht Monate später liegt nun der Entscheid der Bau, Werk- und Planungskommission (BWPK) vor. Die Kommission kommt zum Schluss, dass Ermel nicht so gebaut habe, wie er es in den ursprünglichen Plänen angegeben habe. So sei etwa der Carport in den ersten Plänen nicht ausgewiesen gewesen. Auch das Dach und das Dachgeschoss seien «komplett anders» gebaut worden. Für die Kellerwohnung sei zudem zu viel Terrain abgegraben worden, so die BWPK. Ursprünglich sei ein Zweifamilienhaus geplant gewesen. Das Haus weise nun aber vier Vollgeschosse auf – diese seien in der Wohnzone W2c nicht zulässig. Was die BWPK auf 18 Seiten begründet, lässt sich so zusammenfassen: Fortsetzung auf Seite 2
DO, 19. Juni – Konzert «From here to Eternity»
Eingespieltes Duo tritt ab: Mit ihrem Engagement sorgten Andreas Wiesendanger und Efro De Battista in den letzten 25 Jahren für den reibungslosen Betrieb der Sporthalle. Nun ist Schluss.
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