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LBA 23/2024 vom 6. Juni 2024

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DONNERSTAG, 6. JUNI 2024

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Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

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Dario Fellner hat in kurzer Zeit ein Biotop und damit ein Paradies für Tiere und Pflanzen geschaffen.

Maturand baut Naturteich Niederlenz Für seine Maturarbeit hat der 18-jährige Dario Fellner in rund 100 Stunden ein Biotop im Garten seines Wohnhauses angelegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. ■

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ie Sonne scheint und spiegelt sich im glasklaren Wasser des frisch angelegten Naturteichs in einem ruhigen Wohnquartier in Niederlenz. Der 18-jährige Dario Fellner ist zufrieden: Endlich ist er fertig, der Teich, den der Maturand im Rahmen seiner Maturarbeit eigenhändig im Garten seines Wohnhauses angelegt hat. Rund 100 Stunden hat der Schüler von Neuen Kantonsschule Aarau in das Biotop investiert. «Mit meiner Maturarbeit sollte eine einfache, kleine Rasenfläche optimal aufgewertet werden, so dass es als Vorbild für Personen mit ungenutztem Wiesenplatz dienen kann», erklärt er und ergänzt: «Ich wollte etwas für die Umwelt tun. Die ungenutzte Ra-

senfläche auf unserem Grundstück kam da sehr gelegen und so entstand die Idee, diesen Platz aufzuwerten und dabei möglichst viele Tierarten anzusprechen.» Gesagt, getan: Im März wurde die Fläche mit einem Bagger ausgehoben, Steine und Kies wurden von einem Gärtner im Dorf im Rahmen des Projekts «Natur findet Stadt» geliefert. «Die Zusammenarbeit mit ‹Natur findet Stadt› war super, und die Unterstützung eines Gärtners war für das Projekt sehr wertvoll. Ich kann die Aktion nur weiterempfehlen.»

Gefährdete Tierarten fürs Biotop

Rund drei Tonnen Steine stapelte der Maturand daraufhin in das mit Teichfolie ausgelegte Loch, eine halbe Tonne Sand und Kies folgte. Schliesslich folgte der Einbau eines kleines Wasserfalls mit Bio-Filter. Danach folgte die Bepflanzung der Umgebung, «natürlich mit rein einheimischen Pflanzen», so Dario Fellner. Ebenfalls nicht fehlen durften Ast- und Steinhaufen und Kleintiere und Insekten sowie Bienenhotels und Igelhäuschen. Nicht nur ausserhalb des Teichs, sondern auch im Teich lebt es: Gleich

drei einheimische und gefährdete Tierarten fanden im Biotop ein neues Zuhause: Sumpfdeckelschnecken, Bitterlinge und Teichmuscheln. «Die Bitterlinge leben mit den wasserfilternden Teichmuscheln in einer Symbiose zur Fortpflanzung», erklärt Fellner, der eigens hierfür eine kleine Kamera auf den Teich gerichtet hat. Damit will er die Entwicklung und die Tiere beobachten und das Projekt dokumentieren. Seine Erfahrungen will der Schüler später auch in einem Flyer mit wertvollen Tipps und Tricks für Spaziergänger festhalten. Der Teich ist fertig, die Maturarbeit mit dem Namen «Biodiversität im Wohnquartier» ist es im Grossen und Ganzen auch. Nach der Kanti will der Schüler, der in seiner Freizeit neben Joggen und Bouldern auch Tierarten wie Wachteln und Pfeilgiftfrösche züchtet, etwas studieren, das ebenfalls nah am Thema Natur ist. «Wahrscheinlich werden es Waldwissenschaften», sagt er und legt ein paar Steine zurecht. Er schmunzelt: «Der Teich ist fertig, aber die Arbeit ist es nie. Es gibt immer etwas zu tun.»

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Wie war das noch mit der Unterscheidung physikalischer und chemischer Vorgänge? Kürzlich war Gelegenheit, beim Abfragen den Schulstoff aus dem GeChristine von Arx dächtniskeller zu holen. Zur Klärung der Frage landeten wir bei der exakten Wissenschaft des Kochens: Das Vermengen von Mehl, Eiern, Zucker, Haselnüssen, Butter und geraffelten Rüebli ist ein rein physikalischer Prozess. Die Eigenschaften der Ingredienzen bleiben erhalten. Dann setzt das Erhitzen im Backofen chemische Reaktionen in Gang, Farbe und Form verändern sich. Das Produkt hat nach 55 Minuten bei 180 Grad optimale neue Eigenschaften. Mit Puderzucker bestreuen und die Aargauer Spezialität ist genussbereit. Der schneeweisse Puderzucker bringt mich zur schwarzen Kobra, dem Herrschersymbol der ägyptischen Pharaonen. Diesmal werden Puderzucker und Natrium-Backpulver miteinander vermengt. Ethanol dient als Zündstoff. Und schon ist die Kobra geweckt, quillt auf, windet sich und tanzt über den Labortisch. Der Duft von Karamell erfüllt das Klassenzimmer. Dieses chemische Experiment mit dem literarischen Namen «Die Schlange des Pharao» vollführte Lehrerin Schwester Beatrice in meiner ersten Lektion am Gymnasium – es kommt ganz ohne Krawumm aus, bietet dafür einen recht spektakulären visuellen Effekt. Chemie visuell und spannend aufzubereiten, gelingt auch dem diesjährigen Lenzburger Fotofestival. Unter dem Titel «Synthesis» treffen verschiedene fotografische Inhalte, Formen, Positionen und Praktiken zusammen und verbinden sich zu einem grösseren Ganzen – zu sehen in 20 Ausstellungen und zu vertiefen in Workshops und Expertengesprächen. Synthetisiert werden fotokünstlerische Arbeiten über Schuhputzer, Grenzkrieger, Bakterienkolonien, himmlische Buffets, das letzte Abendmahl, Lichtverschmutzung, dunkle Wälder, Metamorphosen und wachsende Wurzeln. In dieser Kombination ein einmaliges Kulturereignis, entzündet mit einer unmessbaren Menge an Engagement und Enthusiasmus. Chemie is where real magic happens. Christine von Arx, Historikerin

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