Limmatwelle Woche 6 / 10.02.2022

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Zügeln ······· Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 10. Februar 2022, 61. Jahrgang, Nr. 6

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Neuer Standort für 5G-Antenne

Der «Sternen» bleibt offen

«Die Gemeinde Wettingen will auch in technologischer Hinsicht mitziehen und der Bevölkerung eine optimale Kommunikationsanbindung ermöglichen», begründet der Wettinger Gemeinderat unter anderem die Bewilligung des Neubaus einer 5G-Mobilfunkantenne beim Parkplatz Friedhof Brunnenweise. Vorgängig gingen Einwendungen gegen das Baugesuch ein. In Killwangen und Würenlos liegen zurzeit je ein Baugesuch für eine 5G-Antenne auf. In Neuenhof wurde wegen nicht erfüllter Gestaltungsplanpflicht ein solches Gesuch abgelehnt. (bär) S. 3

Lange wurde darüber geredet, wer den «Sternen» in Spreitenbach übernimmt. Nun ist es offiziell.

Gut gestartet Martin Kreuzmann (Die Mitte) amtet seit Anfang Jahr als Gemeinderat in Killwangen. Er übernahm das Ressort Bildung und Liegenschaften. Wie es ihm dabei ging und was ihm als Gemeinderat und Vater wichtig ist, sagt er im Porträt. (LiWe) S. 8/9

CORINNE BÜRKI

Nicolas Studer, aktuell noch Chefkoch im «Sternen», übernimmt das Restaurant am 1. April von Hans Steiner. Dieser geht in Pension: «Es ist der richtige Zeitpunkt», so Steiner. Was er mit der vielen Freizeit anfängt, ist noch nicht ganz klar: «Ich habe noch keine konkreten Pläne.» Studer freut sich derweil darauf, dass sein Wunsch sich nun erfüllt: «Es war schon immer ein Traum von mir, ein eigenes Restaurant zu führen». Er wisse, dass er spannende Aufgaben vor sich habe und möchte, dass die Gäste weiterhin zufrieden sind. Grosse Änderungen sind nicht geplant: «Es macht keinen Sinn, alles über den Haufen zu werfen», so der Restaurant Sternen Spreitenbacher Gemeindepräsident Markus Mötteli mit dem neue Wirt. S. 10/11 neuen Wirt Nicolas Studer und Hans Steiner, der in Pension geht (v.l.). Corinne Bürki

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Marktnotiz

«Aqua Win»: PEUGEOT als Hauptgewinn Der Tägipark präsentierte im letzten Jahr mit «Aqua Win» eine geheimnisvolle Unterwasserwelt mit tollen Gewinn- und Spielmöglichkeiten. Als Hauptpreis lockte ein brandneuer PEUGEOT e-2008 Active, der nun nach der grossen Verlosung bei seinem überglücklichen Gewinner andocken konnte.

Das Gewinnspiel «Aqua Win» machte im vergangenen Jahr in total zwölf verschiedenen Coop-Einkaufszentren der Region Zürich und Zentralschweiz halt. Total 93 611 Personen haben mit ihrem persönlichen QRCode um den Hauptpreis gespielt. Und ganz am Schluss schwang Roland Equilino aus Löhningen obenauf, als Fortuna ihn dank seiner Spielteilnahme im Aarepark zum Gewinner eines brandneuen PEUGEOT e-2008 Active erkoren hatte. Das Gewinnerauto PEUGEOT e-2008 demonstriert seinen klimafreundlichen Charakter dank seinem elektrischen Antrieb und einem kompakten Auftritt. Es überrascht mit einem sportlichen Fahrgefühl im elektrischen Betrieb und

mit allen Vorzügen einer neuen Elektromobilität. Bei der feierlichen Autoübergabe durch Geschäftsführer Roger Küng von der PEUGEOT Gross Garage und den beiden Coop-Vertreterinnen Milena Albonico, Centerleiterin, und Simona Engeler, Event-Projektleiterin, im Tägipark in Wettingen konnte der überraschte Gewinner sein Glück noch immer nicht recht fassen: «Ich fahre schon seit 34 Jahren PEUGEOT und gewinne nun aus heiterem Himmel diesen genialen Elektro-SUV. Dies ist mein sechstes Fahrzeug meines Lieblingsautoherstellers aus Frankreich.»

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WETTINGEN

Fussball gegen das Vor 50 Jahren gründeten italienische Einwanderer den FC Juventina. Auf einen Zusammenhalt wie in einer südländischen Familie setzt der Verein noch heute. SIBYLLE EGLOFF

Der stolze Gewinner Roland Equilino mit seiner Partnerin Birgit Bächler bei der Fahrzeugübergabe im Tägipark.

Die unter «Marktnotiz» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 058 200 53 73.

Am 13. Februar 2022

in den Gemeinderat Wettingen

Markus

Bader 1965 Telematiker, Projektleiter seit 2007 Einwohnerrat sachlich, engagiert

V E R A N S TA LT U N G

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Der FC Juventina aus Wettingen kann auf eine lange Vereinsgeschichte zurückblicken. Ende 2021 feierten die Fussballer sein 50-jähriges Bestehen. Von der Sehnsucht nach der alten Heimat und der Liebe zum Fussball getrieben, gründete eine Gruppe italienischer Einwanderer, vornehmlich aus dem kalabrischen Ort San Giovanni in Fiore, 1971 den Verein. «Da sich darunter Anhänger der grossen italienischen Fussballvereine Juventus und Fiorentina befanden, einigte man sich auf einen Namensmix und nannte den Verein Juventina», erzählt Präsident Flavio Girolimetto. Der 50-Jährige kümmert sich seit 2015 um die Geschicke des FC Juventina. Am Fussballfeldrand stehen nicht selten 60 bis 80 Zuschauende Was den Reiz früher und auch heute noch am Wettinger Verein ausmache, sei der Zusammenhalt und das Vereinsleben, sagt Girolimetto. «Bei einigen Fussballvereinen wird darauf nicht mehr viel Wert gelegt. Die Kinder werden zum Training oder Match gebracht und danach wieder abgeholt. Bei uns fiebern die Eltern mit, während den Spielen stehen nicht selten 60 bis 80 Zuschauer am Platzrand. Bei auswärtigen Spielen sind wir meistens mit mehr Leuten vor Ort als die Gastgeber», sagt Girolimetto stolz. In den letzten 50 Jahren konnte der Fussballclub mit aktuell rund 300 Mitgliedern einige sportliche

Samstag, 5. März 2022

Der Anlass richtet sich an Senioren und ihre Familien, welche mit dem

Bildlegende Bild- ihr Eigenheim zu verkaufen Gedanken spielen aufen. legende Nachweis ZEIT 10.00 Uhr – ca. 11.30 Uhr ORT Markstein AG Haselstrasse 16, 5401 Baden Anmeldung mit QR-Code oder unter 056 203 50 50. www.markstein.ch/events Teilnehmerzahl ist beschränkt.

«Wenn wir in die Junioren investieren, schaffen wir eine stabile Zukunft.» FLAVIO GIROLIMETTO, PRÄSIDENT

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Erfolge verbuchen, so etwa den Aufstieg in die zweite Liga Mitte der 90er-Jahre. Der Verein brachte zudem einige Talente hervor. «Derzeit trainieren zwei unserer ehemaligen

Die E-Junioren des Wettinger FC Juventina auf Schützlinge, Benjamin Früh und Eman Saipi, für die Junioren der Nationalmannschaft», so Girolimetto. Er baute 2015 aufgrund der grossen Nachfrage eine Juniorenabteilung auf. «Das Fundament eines Vereins sind die Junioren. Wenn wir in sie investieren, schaffen wir eine stabile Zukunft.» Dankbar ist Girolimetto, dass die Gemeinde Wettingen den Verein unterstützt und in Sachen Sportplatz stets eine Lösung findet. Der Verein nutzt die Plätze Scharten und Kreuzzelg. «Die Gemeinde sieht, dass wir einen sozialen Beitrag für die Jugendlichen in Wettingen leisten. Das ist schön», sagt Girolimetto. Sie haben ein Maskottchen und einen Mannschaftsbus Auch neben dem Platz kann der FC Juventina auf einige Highlights zurückblicken. Seit drei Jahren erscheint der Verein mit dem eigenen Mannschaftsbus mit 15 Sitzplätzen zu Spielen. Und seit kurzem verfügt der Verein sogar über ein Maskottchen, einen Wolf namens Luju. Und auch der Webshop mit eigenen Trikots, Pullovern und Fanartikeln wird rege genutzt. «Wenn ich in Wettingen unterwegs bin, sehe ich unsere Trikots überall auf den Sportplätzen. Die Kinder und Jugendlichen sind stolz, Teil des FC Juventina zu sein. Das freut mich.» Dafür tut der Verein auch einiges. Neben


WOCHE NR. 6 DONNERSTAG, 10. FEBRUAR 2022

Heimweh

AUS DEM GEMEINDERAT Glückwunsch zum 90. Geburtstag Am Sonntag, 6. Februar, konnte Maria Müller, Wettingen, ihren 90. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass gratuliert der Gemeinderat nachträglich ganz herzlich und wünscht alles Gute, Zuversicht sowie beste Gesundheit.

VERMISCHTES

dem Sportplatz Scharten in Wettingen.

zVg

Flavio Girolimetto ist seit 2015 Präsident des FC Juventina. Sibylle Egloff

Gemeinschaftskonzert der Männerchöre Die Badener Sänger und der Männerchor Liederkranz Wettingen pflegen seit vielen Jahren das gleiche Liedgut und die Sänger stellen sich immer wieder neuen, gesanglichen Herausforderungen. Da beide Chöre auch seit Jahren nicht von Nachwuchssorgen verschont wurden, hat man sich für die Durchführung eines Gemeinschaftskonzerts entschieden. Vor einigen Wochen konnte der Probenbetrieb unter Einhaltung der durch das BAG auferlegten Massnahmen wieder aufgenommen werden. Motiviert durch die beiden Chorleiter Martin Bütikofer und Armin Hauser, ist man nun bestrebt, das gesteckte Ziel zu erreichen. So gelangen an den bevorstehenden Konzerten in Baden und Wettingen auch Werke wie Verdis «La Vergine degl’ Angeli» und der Gefangenenchor aus «Nabucco» sowie «Maske in Blau» aus der gleichnamigen Operette von Fred Raymond zur Aufführung. Für das ausgewogene Konzert konnten mit Monica Angelini, Sopran, und Erwin Heusser, Bariton, zwei weit über die Region hinaus bekannte Solisten verpflichtet werden. Auch ist es gelungen, den weltweit bekannten Pianisten André Desponds zu gewinnen. Der Vorverkauf ist ab sofort eröffnet. (zVg) Aula Schulhaus Margeläcker, Wettingen, Sonntag, 20. März, 17 Uhr; Saal ref. Kirchgemeindehaus, Baden, Sonntag, 27. März, 17 Uhr, Abendkasse jeweils ab 16 Uhr. Plätze nicht nummeriert. Es gilt Zertifikatspflicht. Vorverkauf Baden: Info Baden, Bahnhofplatz 1 Baden, www. eventfrog.ch/BS-LK; Vorverkauf Wettingen: info@papeterie-wunderli.ch. Tel. 056 222 72 37.

Turnieren und Spieltagen organisiert er zum Beispiel Kinobesuche für die Junioren oder überrascht die Mütter der Kinder am Muttertag mit einer Rose. Das nächste grosse Fest soll die Jubiläumsparty sein. Girolimetto plant im Sommer, den runden Geburtstag zu feiern. Er will nun auch den Aktiv-Bereich in Angriff nehmen und diesen für die Zukunft stark machen. Gleichzeitig will er auf die alten Traditionen bauen, die den FC Juventina seit fünf Jahrzehnten begleiten. «Unser Verein steht für Familie und Tradition. Das wird sich auch in den nächsten 50 Jahren Gemeinschaftskonzert im März. nicht ändern.»

zVg

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Neue 5G-Antenne wurde bewilligt Der Wettinger Gemeinderat hat den Neubau einer Mobilfunkantenne beim Parkplatz Friedhof Brunnenwiese bewilligt. Auch in den anderen Gemeinden sind Baugesuche für 5G-Antennen ein Thema.

der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) nachgekommen wird. «Der Kanton hat gemäss seiner Stellungnahme festgestellt, dass die Grenzwerte an allen kritischen Standorten eingehalten sind. Die Baubewilligung kann mittels Beschwerde an den Regierungsrat weitergezogen werden», sagt Blickenstorfer.

MELANIE BÄR

In Würenlos und Killwangen liegen Baugesuche auf Auch in den anderen Gemeinden der Limmatwelle sind die 5G-Antennen ein wiederkehrendes Thema. In Killwangen wurde an der Bahnhofstrasse eine Antenne im Bagatellverfahren – also mit geringfügiger Änderung – aufgerüstet. «Die Antenne bei der ARA soll momentan im ordentlichen Baubewilligungsverfahren aufgerüstet werden. Dagegen wurden Einwendungen eingereicht», schreibt der externe Bauverwalter Timon Schlumpf auf Anfrage. Laut der Karte des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) gibt es in Würenlos fünf 5G-Antennen. Seit dem 28. Januar liegt zudem ein Gesuch für einen neuen 5G-Antennenstandort auf. Dabei handelt es sich um den Neubau einer Sunrise-Mobilfunkanlage als Ersatz der Anlage auf dem Landi-Areal an der Bahnhofstrasse 10 innerhalb der Gewerbezone. «Bisher sind noch keine Einwendungen eingegangen», schreibt Bauverwalterin Andrea Hofbauer auf Anfrage. In Neuenhof wurden in den vergangenen drei Jahren für zwei Mobilfunkanlagen Gesuche für Baubewilligungen eingereicht: für einen Neu- sowie einen Aus- und Umbau. «Der Neubau wurde im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten nicht bewilligt, da beim vorgesehenen Standort eine Gestaltungsplanpflicht bestand, welche nicht erfüllt wurde», erläutert Gemeindeammann Martin Uebelhart auf Anfrage. Das Baugesuch für den Um- und Ausbau an der Hardstrasse 77 hingegen sei vor rund einem Jahr in einem ordentlichen Baugesuchverfahren vom Gemeinderat bewilligt worden. Die Standorte ab der Zürcher- und Nelkenstrasse wurden vom Kanton im Bagatellverfahren bewilligt. In Neuenhof seien auch der Aus- und Umbau bestehender Anlagen bewilligungspflichtig.

In Wettingen stehen bereits 14 Antennen mit der neusten 5G-Technologie. Die Mehrheit davon wurde umgerüstet, ohne dabei die Strahlenbelastung zu erhöhen. «Deshalb war kein Baubewilligungsverfahren notwendig», sagt Gemeindeschreiber Urs Blickenstorfer. Bei Antennen, deren Umrüstung eine Erhöhung der Strahlung zur Folge hatte, kam das ordentliche Verfahren zum Zug. «Weil es sich dabei jedoch um bestehende Antennenstandorte handelte, gab es kaum Bedenken und keine Einwendungen aus der Bevölkerung», so Blickenstorfer. Anders bei der 5G-Antenne beim Parkplatz Friedhof Brunnenwiese, wo die Firma Salt Mobile SA neu eine 5G-Antenne hinstellen will. Dort war das ordentliche Bewilligungsprozedere nötig. Das Baugesuch lag vom 13. Februar bis 15. März 2021 auf. Laut Blickenstorfer gingen ein paar einzelne sowie eine Sammeleinwendung mit mehreren hundert Unterschriften ein. Begründet worden seien die Einwendungen unter anderem mit Gesundheitsbedenken aufgrund der Strahlung, Störung des Ortsbilds sowie Abwertung der umliegenden Liegenschaften. Der Gemeinderat hat die Einwendungen anhand des geltenden Baurechts geprüft. Dabei ist die Nutzungsplanung massgebend. Die Gemeinde prüfte also beispielsweise, ob Bauabstände, Ortsbildverträglichkeit, Höhe etc. rechtens sind. Diese Prüfung des Gemeinderats fiel positiv aus, sodass der Gemeinderat die Baubewilligung erteilte, wie er am Montag in einer Mitteilung publik machte. Allerdings unter Auflagen zu Gestaltung und Einordnung, so Blickenstorfer. Auch der Kanton Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau hat geprüft, ob den Vorschriften des Umweltschutzgesetzes (USG) und


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WETTINGEN/NEUENHOF

Kinder lernen Eigenverantwortung im Einmal pro Monat bietet der Verein Waldexperiment im Wettinger Wald ein Programm für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren an. Die Kinder dürfen entscheiden, welchen Aktivitäten sie im Wald nachgehen möchten, und gestalten auch das Programm selbst. TANJA ISLER

Samstagmorgen 9.30 Uhr im Wettinger Wald. Die Temperaturen befinden sich um den Gefrierpunkt, ausser Vogelgezwitscher sind kaum Geräusche hörbar. Mitten im Wald befinden sich Rolf Schmid und Theres Herrmann. Rund um eine Feuerstelle richten sie sich ein: Wasser, ein Erste-Hilfe-Set, eine Axt und kistenweise anderes Material verteilen sie auf den aus Holz erstellten Bänken. Nach rund einer Stunde Vorbereitungszeit begeben sie sich auf den Weg zu einem nahegelegenen Parkplatz. Theres Herrmann und Rolf Schmid führen bereits das dritte Waldexperiment durch. Viele Freiheiten Die Feuerstelle bereiteten Rolf Schmid und Theres Herrmann für die acht Kinder vor, die an besagtem Samstag am Waldexperiment teilnehmen. Das Prinzip ähnelt einem Waldkindergarten – und ist doch ganz anders. Kinder im Alter von 7 bis 12 verbringen den Tag im Wald. Doch statt ausgefülltem Programm und starren Regeln, geniessen sie INSERATE

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Öffentliche Planauflage vom 11. Februar bis 12. März 2022. Die öffentliche Auflage der Pläne erfolgt ausschliesslich online über www. wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

Tanja Isler

viele Freiheiten. Einzig zu Beginn des Tages führen Theres Herrmann und Rolf Schmid in ein Thema ein. Den Rest des Tages verbringen die Kinder ganz nach ihrem Gusto. Sie dürfen sich in einem weitläufigen Waldstück frei bewegen. Herrmann erklärt: «Die Kinder entwickeln eigene Projekte: Sie experimentieren und forschen im Wald und können ihre Ideen eigenständig umsetzen.» Nur wenige Regeln müssen die Teilnehmenden befolgen. Beispielsweise dürfen aus Sicherheitsgründen Äste nur direkt an der Feuerstelle geschnitzt werden. Scheitern erlaubt Die Idee des Waldexperiments stammt von Peter Greminger, der 2016 mit zwei Kollegen den Verein Waldexperiment gründete. Alle drei sind Forstingenieure. In der Annahme, dass Kinder zu selten in der Natur seien, entwickelten sie ein Konzept. Als Trägerschaft fungierten für die Durchführung der ersten Waldexperimente Firmen, die schliesslich verschiedene Naturpädagogen mit der Umsetzung im Wald betrauten. «Bei uns müssen die Kinder nichts lernen, aber wir können es auch nicht verhindern»,

An der Feuerstelle wird gegessen, gespielt, geschnitzt und geplaudert. erklärt Rolf Schmid. Das Richtigoder-Falsch-Denken sei den Kindern in der Schule eingebläut worden. An den Samstagen im Wald aber sei Scheitern erlaubt. «Denn auch Scheitern bringt einem einen Schritt vorwärts», so Schmid.

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ment durch. Für sie eine Herzenssache. «Es ist eine Investition in unsere Zukunft», so Herrmann. Und Schmid ergänzt: «Wir können den Kindern so wichtige Werte weitergeben.» Zu diesen Werten gehört auch, dass die Kinder lernen, Risiken selbst einzuschätzen. So haben beispielsweise ältere Jugendliche im Rahmen des Mit viel Herzblut für die Kinder Theres Herrmann und Rolf Schmid Waldexperiments eine Seilbahn geführen bereits das dritte Waldexperi- baut. Für Rolf Schmid eine seiner


WOCHE NR. 6 DONNERSTAG, 10. FEBRUAR 2022

Wald Lieblingsmomente im Wald. Die Vorsicht der älteren Jugendlichen und die Hilfsbereitschaft gegenüber den Jüngeren, damit auch diese die Seilbahn benutzen können, haben ihn beeindruckt. Während Schmid von der ausgeklügelten Seilbahnkonstruktion im Wald schwärmt, ist Herrmann ein anderer Moment besonders in Erinnerung geblieben. «Ein Mädchen hat uns gesagt, dass der Wald wie sie selbst sei – er habe ein Herz. Das hat mich berührt.» Weiterführung mit finanzieller Unterstützung möglich Damit das Waldexperiment weitergeführt werden kann, ist der Verein dringend auf Sponsoren angewiesen. Da die Migros Aare als grosser Sponsor abgesprungen ist, mussten die Teilnehmerbeiträge erhöht werden. Besonders für Familien, die mehrere Kinder am Waldexperiment teilnehmen lassen möchten, sei das eine finanzielle Belastung. «Um diese Herzenssache langfristig und kostengünstig durchführen zu können, sind wir auf Sponsoren angewiesen», erklärt Herrmann. Diese Sorgen kennen auch die Kinder und ihre Eltern, die um 10.30 Uhr gespannt auf Schmid und Herrmann warten. Eine Mutter, die ihre Tochter regelmässig am Waldexperiment teilnehmen lässt, erklärt:

«Wir können den Kindern so wichtige Werte weitergeben.» ROLF SCHMID

«Das Waldexperiment unterscheidet sich von anderen Angeboten, weil die Altersgruppen durchmischt sind und es kein fixes Programm gibt. Die Kinder lernen, sich selbst zu beschäftigen.» Und auch ihre 11-jährige Tochter stimmt zu und erzählt: «Beim letzten Mal haben wir Wildsäue gesehen, das war eindrücklich.» Kurz nach halb elf machen sich die Kinder mit Schmid und Herrmann auf den Weg in den Wald. Was sie heute alles erleben, weiss niemand genau. Der Rahmen ist gegeben, der Rest wird dem Zufall und den Kindern überlassen. Aber dass sie mit einem Rucksack voller Erlebnisse um 17 Uhr auf den Parkplatz zurückkehren – daran zweifelt niemand.

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AUS DEM GEMEINDERAT Gemeindeverwaltung ist wieder geöffnet Die Anpassungen der CovidMassnahmen des Bundesrates vom 2. Februar 2022 haben Änderungen auf die Gemeindeverwaltung und deren Dienstleistung zur Folge. Die Schalter der Gemeindeverwaltung sind unter Berücksichtigung der entsprechenden Verhaltens-, Hygiene- sowie Schutzmassnahmen (Plexiglas, Maskentragepflicht usw.) wieder geöffnet. Das prioritäre und oberste Ziel ist nach wie vor die Gesundheit und der

Schutz aller Mitarbeitenden und der Bevölkerung. Die Schalter-Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung sehen wie folgt aus: Montag, 8–11.30 Uhr und 14–18 Uhr; Dienstag und Donnerstag, 8–11.30 Uhr, Nachmittag geschlossen; Mittwoch, 8–11.30 Uhr und 14–17 Uhr; Freitag, 7.30 Uhr durchgehend bis 14.30 Uhr. Die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung sind ebenfalls auf der Webseite zu finden. Die Bevölkerung wird jedoch weiterhin gebeten, den per-

sönlichen Kontakt mit der Gemeindeverwaltung auf ein Minimum zu beschränken und Anliegen hauptsächlich via Telefon, E-Mail oder per Post abzuwickeln. Für Abgaben von Unterlagen (zum Beispiel Steuererklärungen, Einbürgerungsgesuche usw.) ist der Briefkasten beim Haupteingang zu benützen. Wird die Gemeindeverwaltung betreten, ist man verpflichtet, sich an die entsprechenden Verhaltens- und Hygiene- sowie Schutzmassnahmen der Gemeinde Neuenhof zu halten.

besser begehbare Linienführung zu finden, neue Infotafeln zu gestalten und den Druckauftrag zu begleiten. Auch bei den Schülerexkursionen konnten wir auf Fernand zählen. Er hat immer die Routen- und Einsatzplanung vorbereitet und war natürlich auch jahrelang dabei als gefragter Schülerexkursionsleiter. Fernand hat unser öffentliches Vereinsprogramm enorm bereichert. Unzählige Morgen- und Abendexkursionen, an vielen Orten im Aargau, hat er geleitet und so den Teilnehmern mit seinem fachkundigen Wissen die einheimische Natur nähergebracht. Natürlich wurde jede Exkursion von ihm vorher rekognosziert. Unsere Vereinsreisen nach dem Pfynwald, Birkhahnbeobachtungen in der Holzegg, Petite Camargue, Naturschutzgebiete Toggenburg und weitere bleiben unvergessen. Ein Höhepunkt war auch das gelungene Fest anlässlich unserer 20 Jahre NVN mit Exkursionen rund um Neuenhof für befreundete Vereine und die Neuenhofer Bevölkerung. So bleiben auch andere Aktionen zum Erhalt von mehr Natur in der Gemeinde in Erinnerung, die Fernand mitgeprägt hat: Jungornithologenkurse, Spechtbauminventar mit den Drittklässlern,

Obstbäume pflanzen auf dem Rüsler, Erlebnisparcours Papprich. Zugvogeltag mit Vogelzählung usw. Ja, und dann wären noch all die Arbeitseinsätze während all der Jahre Vereinsmitgliedschaft. Viele davon hat er in früheren Jahren selber vorbereitet und organisiert. Aber auch in den letzten Jahren war er immer dabei und hat uns mit seiner Fachkenntnis unterstützt. Zählen können wir die Stunden nicht, die er zum Erhalt der Natur in unserer Gemeinde geopfert hat. Uns bleibt nur Danke zu sagen. Danke Fernand, mit deiner technischen Ausbildung, deinem handwerklichem Können, deinem ornithologischen Fachwissen, deinem immerwährenden tiefen Interesse an der Natur und deiner Lebenserfahrung warst du die treibende Kraft in unserem Verein. Du hast bis zuletzt mit deinem grossen persönlichen Einsatz entscheidend zum Erfolg und Bestehen unseres Vereins beigetragen. Unser Verein verliert mit Fernand Herrmann einen guten Freund, ein geschätztes Vereinsmitglied und hochverdientes Ehrenmitglied. Wir werden ihn und seine wertvolle Arbeit in dankbarer Erinnerung behalten.

NACHRUF FERNAND HERRMANN Mit grosser Bestürzung haben wir kurz vor Weihnachten erfahren, dass Fernand Herrmann, unser langjähriges Vereins-, Vorstands- und Ehrenmitglied, Fernand Herrmann. zVg 87-jährig verstorben ist. 1977 war er eines der Gründungsmitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Neuenhof, ab 1979 Vorstandsmitglied und während den Jahren 1986 bis 1996 deren Präsident. Schon als Vereinsmitglied war Fernands Fachwissen gefragt. Im Zusammenhang mit der neuen Bachführung, nach dem Bau des Eisenbahntunnels Heitersberg, hatte der Gemeinderat Jakob Zobrist (war auch unser Vereinsmitglied) die Idee, in diesem Grüngürtel zwischen Neuenhof und Killwangen einen neuen Lebensraum für bedrohte Amphibien zu schaffen. Die Idee fand Anklang und es wurde eine Weiherkommission eingesetzt. Fernand hat dann die Kommission präsidiert und zusammen mit dem Bauamt, den Landbesitzern, den Sachverständigen und uns freiwilligen Helfern wesentlich zum guten Gelingen beigetragen. Am 23. Juni 1979 wurde die Anlage eingeweiht. Zwischen 1987 und 1990 war er als Präsident zusätzlich stark gefordert. Da verlangte der Kanton von den Gemeinden eine Nutzungsplanung Kulturland durchzuführen. Er war Mitglied der Kommission, die zu diesem Zwecke ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit drei weiteren Vereinsmitgliedern musste nun ein detailliertes Inventar zusammengetragen werden, das auswies, was an Vögeln, Insekten, Amphibien, Reptilien, Säugern, Pflanzen, Hecken und schützenswerten Objekten auf Gemeindegebiet vorhanden ist. Viele Stunden mussten aufgewendet werden für Begehungen und Beobachtungen! Im Juni 1993 konnte der Verein mit einem gelungenen Fest den erneuerten Waldlehrpfad einweihen. Fernands Aufgabe hatte darin bestanden, eine

Der Vorstand Natur- und Vogelschutzverein Neuenhof

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Häckseldienst Gartenbesitzer von Neuenhof haben die Möglichkeit, Astmaterial aus dem Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern (Durchmesser mind. 1 cm, max. 12 cm) vom Bauamt häckseln zu lassen. Zur Förderung der Hauskompostierung erfolgt diese Leistung in der ersten ¼ Stunde gebührenfrei, sofern vorwiegend selber kompostiert und damit die Grünabfuhr entlastet wird. Das Häckselgut muss zurückgenommen werden. Mehraufwendungen werden nach Aufwand in Rechnung gestellt. Nächste Aktion: Montag, 7. März 2022 (und folgender Tag je nach Anmeldungen) Telefonische Voranmeldung an die Abteilung Bau und Planung Neuenhof, bis Freitag, 4. März 2022, Tel. 056 416 21 20. Abteilung Bau und Planung


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KILLWANGEN/SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT

«Mehr Meinungen, bessere L Als Bildungsverantwortlicher war Martin Kreuzmanns Start als Gemeinderat mit einigen Veränderungen verbunden. DIETER MINDER

Steuererklärungsformulare 2021/ Fristverlängerung In den vergangenen Tagen wurden die Steuererklärungsformulare 2021 zugestellt. Bis zum 30. Juni 2022 müssen keine Fristverlängerungsanträge gestellt werden. Wer längere Zeit benötigt, um die Formulare einzureichen, wird gebeten, die Fristerstreckung online unter www.ag.ch/efristerstreckung vorzunehmen oder die Abteilung Steuern per Mail unter steueramt@ killwangen.ch zu kontaktieren. Erste gebührenpflichtige Mahnungen für die Abgabe der ordentlichen Steuererklärung 2021 erfolgen frühestens ab dem 1. Juli 2022. Zum Ausfüllen wird das kostenlose Software-Programm EasyTax2021 empfohlen. Dieses kann unter www.ag.ch/steuern heruntergeladen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die mit EasyTax2021 ausgefüllte Steuererklärung samt Beilagen in elektronischer Form zu übermitteln. Bei elektronischer Übermittlung der Steuererklärung muss keine unterschriebene Quittung mehr eingereicht werden. Bei allfälligen Fragen steht das Steueramt Killwangen gerne zur Verfügung. Baubewilligung Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligung erteilt: Aldo Tuor, Steinbruchstrasse 4, 8956 Killwangen, für den Ersatz der Ölheizung durch eine Luft/WasserWärmepumpe, Parz.-Nr. 1159, Steinbruchstrasse 4. Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14– 18.30 Uhr; Dienstag, 8.30– 11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30– 14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@ killwangen.ch. www.killwangen.ch.

«Im Ressort Bildung erlebte ich eine Art Kaltstart», sagt der seit Januar amtierende Gemeinderat Martin Kreuzmann (Die Mitte). Dafür gibt es zwei Gründe: Mit der Abschaffung der Schulpflege wurden viele Aufgaben an den Gemeinderat delegiert. Als Vorsteher des Ressorts Bildung ist er nun dafür zuständig. Zudem kommt es in Killwangen zum Wechsel in der Schulleitung. Nach 10 Jahren geht Schulleiter Urs Bolliger Ende Juli vorzeitig in Pension. «Ich bin froh, dass wir mit Daniel Vontobel einen sehr guten Nachfolger gefunden haben», sagt Kreuzmann. Als Ressortvorsteher hatte er das Wahlgeschäft in den Gemeinderat einbringen müssen. Daniel Vontobel ist Berufsschullehrer und war bis Ende 2021 Präsident der Killwanger Schulpflege. Dann galt es, stufengerecht über das Wahlgeschäft zu informieren: «Zuerst haben wir die Lehrerinnen und Lehrer informiert, danach die Kinder und Eltern und am Donnerstag stand die Wahl in der Limmatwelle.» Grosse Unterstützung der Verwaltungs-Mitarbeitenden Obwohl er sein Amt erst am 1. Januar antrat, begann die Arbeit schon letztes Jahr: «Im Dezember hatten wir Übergabesitzungen im Gemeinderat.» Neben ihm und der ebenfalls neu gewählten Christine Gisler (parteilos) amten die bisherigen Markus Schmid (Die Mitte, neu Gemeindeammann), Walter Hubmann (parteilos) und Hanspeter Schmid. Die Übergabe der Dossiers sei reibungslos und sehr kollegial verlaufen. Viel Lob hat Kreuzmann für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die ihn von Anfang an unterstützen. «Ich war immer politisch interessiert, aber nicht aktiv», sagt Kreuzmann. Das änderte sich im letzten Jahr; er führte Gespräche mit den Gemeinderäten Markus Schmid und Hanspeter Schmid und weiteren Personen. Darauf habe er sich die Sache gut überlegt und sich schliesslich für die Kandidatur entschieden. Auch sein Arbeitgeber habe dieser zugestimmt. Um besser ins politi-

Martin Kreuzmann wurde mit dem zweitbesten Resultat als Gemeinderat gewählt. sche Leben eingebettet zu sein, trat er der Mitte-Partei bei, dies obwohl in einer Gemeinde wie Killwangen die Parteienzugehörigkeit keine Rolle spielen dürfe. Erstaunt war er am Wahlabend über sein Resultat, er erhielt am zweitmeisten Stimmen: «Das hat mich gefreut und ist für mich ein Zeichen dafür, dass ich mich für den richtigen Schritt entschieden habe.» Zu seinem zweiten Ressort, den Gemeindeliegenschaften, hat er klare Vorstellungen: «Wir müssen eine Gesamtübersicht machen und dabei auch die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigen.» Die Baufragen wird der Gemeinderat nicht alleine behandeln. In diesem Jahr wird eine schon lange gemachte Forderung erfüllt: «Wir planen, eine Baukommission einzusetzen.» Sie wird in den Begutachtungsprozess der kommunalen Bauten einbezogen. Für Kreuzmann ist dies sehr positiv, denn: «Je mehr Meinungen wir einholen, desto bessere Lösungen werden wir finden.» Von den Gemeindeliegenschaften sind vor allem das Gemeindehaus und das alte Schulhaus sanierungsbedürftig. «Wir müssen genau überlegen, was wir

machen, denn die Investitionen werden im höheren finanziellen Bereich liegen.» Seit über 30 Jahren in der Region Martin Kreuzmann ist 1979 in St. Gallen geboren. Als er 12 Jahre alt war, zog die Familie nach Spreitenbach: «Mein Vater arbeitete bei den SBB und wurde versetzt.» Nach der Schule absolvierte er eine Lehre als Elektromonteur. Kurz danach besuchte er eine Handelsschule, wurde Marketingplaner mit eidg. Fachausweis und absolvierte CAS-Kurse im Projektmanagement und ein Nachdiplomstudium an der Fachhochschule. Er übernahm Leitungsaufgaben beim Elektrizitätswerk des Kantons Zürich (EKZ). «Vor fünf Jahren wechselte ich zur AEW Energie AG in Aarau, nehme jetzt also in Killwangen den Zug in die andere Richtung.» Bei der AEW Energie AG leitet er den Bereich «Billing + Operations.» Als solcher ist er unter anderem verantwortlich für etwa 100 nebenamtliche Zählerableser. Martin Kreuzmann hat ein grosses Hobby: Fussball. Zwei grosse Fotos in der Stube unterstreichen dies. Eines zeigt das voll besetzte Stadion von Werder Bremen, das andere die


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Lösungen»

AUS DEM GEMEINDERAT

Termine 13. Februar, 9–9.30 Uhr: Urnenöffnung für persönliche Stimmabgabe, Gemeindehaus, Poststrasse 13; 21. Februar, 17 Uhr: Unentgeltliche Rechtsauskunft, Gemeindehaus.

vollen Ränge des alten Stadions Wankdorf in Bern. Es ist eine Aufnahme des Spiels von 1954, als Deutschland Weltmeister wurde. Mit seinem Sohn Thierry, er wohnt zusammen mit der Tochter Emilia bei seiner Exfrau, ebenfalls in Killwangen, «tschuttet» er oft auf dem Schulhausplatz. Ausflüge an Fussballmatchs stehen bei ihm regelmässig auf dem Programm. Besonders gerne denkt er an eine Reise nach München zurück: «Mit meinem Sohn und zwei Kollegen mit deren Söhnen und meinen Eltern besuchten wir einen Match von Bayern München, es waren richtige VäterSöhne-Tage.» Mit seiner Tochter Emilia verbringt er gerne Zeit im Meierbädli oder bei gemeinsamen Ausflügen ins Kino. «Die gemeinsame Zeit mit den Kindern ist mir sehr wichtig und hat immer erste Priorität.» Vorerst steht aber die Gemeinde im Vordergrund. Alle zwei Wochen ist Gemeinderatssitzung und am Wochenende zuvor Aktenauflage. Das heisst für ihn, ebenso wie für die anderen Gemeinderatsmitglieder, intensives Aktenstudium. Und schliesslich will er die Kontakte zu den Einwohnern pflegen, denn: «Die Bevölkerung soll wissen wie ich ticke.»

STURM ROXANA

Waldhütte, Wechsel Hauswartung Während fast 13 Jahren betreute Eveline Mötteli, Spreitenbach, als Hauswartin die Waldhütte Spreitenbach. Nun hat sie ihre Anstellung per 31. Januar 2022 gekündigt. Eveline Mötteli wird für ihr grosses Engagement und die sehr gute Betreuung der Waldhütte herzlich gedankt. Als neuer Hauswart Waldhütte konnte Andreas Müller, Spreitenbach, per 1. Februar 2022 angestellt werden. Andreas Müller wird viel Freude und Erfolg an seiner neuen Tätigkeit gewünscht. Baubewilligungen wurden erteilt an: Kern Chukwu Elena, Spreitenbach, für Aufstellen Pavillon, Bründlistrasse 55; Lovisi Antonio, Spreitenbach, für Neubau Gartensitzplatzüberdachung, Im Loo 33; Premtim Dema, Spreitenbach, für Überdachung Gartensitzplatz, Bründlistrasse 30a.

Dieter Minder

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«Das Forstrevier Heitersberg ist glimpflich davongekommen», sagt Förster Peter Muntwyler am Montagabend auf Anfrage. Der Sturm Roxana, der in der Nacht von Sonntag auf Montag in der ganzen Schweiz wütete, hat im Forstrevier Heitersberg zu wenig Schäden geführt. «Lediglich ein paar Fichten und Föhren, die windexponiert standen, sind umgestürzt», so Muntwyler. Er rechnet mit einer Woche Aufräumarbeit. «Damit können wir gut leben und es ist nicht zu vergleichen mit den Schneeschäden, die beispielsweise im Januar 2021 aufgrund des starken Schneefalls entstanden sind.» (Melanie Bär/zVg)

Farmy.ch zieht nach Spreitenbach Der drittgrösste OnlineLebensmittelhändler verlässt sein Hauptquartier in Altstetten und rückt näher zur Konkurrenz. Spreitenbach gehört mit dem Shoppi Tivoli und diversen Möbelhäusern und Detailhändlern zur EinkaufsHochburg im Limmattal. Nun wird die Gemeinde auch zum grössten Standort von Online-Supermärkten. Der Online-Hofladen Farmy.ch verlegt sein Hauptquartier von Zürich Altstetten nach Spreitenbach in den Ecopark Tivoli, wie das Badener Tagblatt schreibt. Das Unternehmen gehört mit Migros Online und Coop.ch zu den drei grössten Online-Lebensmittelhändlern der Schweiz. Farmy.ch ist in guter Gesellschaft, denn bereits das Verteilzentrum von Konkurrentin Coop.ch ist seit 2009 im Spreitenbacher Industriegebiet Härdli angesiedelt. Der Umzug von Farmy.ch soll bis Ende 2022 über die Bühne gehen. Längerfristig sollen alle 230 Angestellten in Spreitenbach arbeiten.

Druckerei wird Ecopark: Hier lässt sich Farmy.ch nieder. Im Ecopark stehen dem Unternehmen im Erd- und Untergeschoss 6900 Quadratmeter zur Verfügung. Das Gebäude ist im Besitz der Kirkbi Real Estate, einer Holding der milliardenschweren dänischen Lego-Erbenfamilie Kristiansen, die

Valentin Hehli

einen Teil des Vermögens verwaltet. Nach der Schliessung der Limmatdruck AG Anfang 2020 erwarb die Holding die Liegenschaft an der Pfadackerstrasse 10. Derzeit wird das Gebäude mit rund 20 000 Quadratmetern ökologisch saniert. (sib)


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SPREITENBACH

Der «Sternen» Chefkoch Nicolas Studer übernimmt den Betrieb ab 1. April. Hans Steiner geht in Pension. CORINNE BÜRKI

Wird komplett erneuert: Das Ikea-Restaurant in Spreitenbach.

Alex Spichale

Umbau des Restaurants Ab dem 22. Februar bleibt das Ikea-Restaurant geschlossen. Bis Ende April wird es erneuert. Für Ersatz ist in dieser Zeit gesorgt. Ikea-Besucherinnen und -Besucher müssen zweieinhalb Monate lang auf die schwedischen Fleischbällchen Köttbullar verzichten. Ab der Woche vom 22. Februar wird das Restaurant des skandinavischen Möbelhändlers für zweieinhalb Monate geschlossen bleiben. Es wird komplett umgebaut. Vor kurzem hat der Spreitenbacher Gemeinderat die Baubewilligung dafür gesprochen, wie das Badener Tagblatt berichtet. Neu soll das Restaurant laut IkeaMediensprecherin Stefanie Brehm «mehr Swedishness» versprühen. In der räumlichen Gestaltung solle das Lokal frischer, moderner

und gemütlicher werden. «Zudem werden wir die Sitzgelegenheiten stärker auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kundschaft anpassen», erklärt Brehm dem Badener Tagblatt. So werde es etwa Sitzgruppen speziell für Familien mit Kindern oder – passend für den Business-Lunch – Tische mit Ladestationen für mobile Geräte geben. Auch technische Neuerungen sind vorgesehen: Im Restaurant können die Ikea-Gäste neu digitale OrderScreens für die Bestellung benutzen. Damit die Verpflegung in der Umbau-Phase nicht zu kurz kommt, steht der Kundschaft seit dem 24. Januar ein «Swedish Bite Shop» zur Verfügung. Angeboten werden eine kleine Auswahl an Snacks wie frischen Früchte, Sandwiches oder Müesli zum Mitnehmen. Ende April soll dann das umgebaute Restaurant wieder aufgehen. (sib)

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Es wurde schon länger darüber gemunkelt, wie es mit dem Restaurant Sternen in Spreitenbach wohl weitergeht, wenn Hans Steiner pensioniert wird. Nun ist es klar, er wird an einen neuen Wirt übergeben. Der Neue ist kein Unbekannter, er schmeisst bereits seit bald acht Jahren die Küche des beliebten Dorfrestaurants, kommt aus Wettingen und lebt seit sieben Jahren in Spreitenbach: «Es war schon immer ein Traum von mir, ein Restaurant zu übernehmen, und jetzt hat es sich so ergeben», sagt Nicolas Studer. Ändern soll sich im Betrieb nicht viel. «Es macht keinen Sinn, alles über den Haufen zu werfen. Es geht weiter wie bisher», so Studer. Das freut auch Hans Steiner, der am 31. März in Pension geht: «Es wird sicher auch Ideen brauchen für die Zukunft und man muss mit der Zeit gehen, aber ich bin froh, dass der ‹Sternen› so bleibt, wie er ist.» Es sei aktuell natürlich keine einfache Zeit für die Gastronomie, aber Studer ist sich sicher, dass der «Sternen» auch diese Zeit meistern wird. Hans Steiner freue sich jetzt erst mal, die Pension zu geniessen, obwohl er noch keine konkreten Pläne habe: «Vielleicht ist es mir nach dem zweiten Tag schon wieder langweilig», sagt er lachend. Trotzdem sei jetzt der richtige Zeitpunkt und

Hans Steiner, Nicolas Studer und Markus man wisse ja schon länger, dass dieser bald kommen werde. Er hat im «Sternen» während 12 Jahren gewirtet. Er erinnert sich, dass der Einstieg nicht einfach war: «Am Anfang war es schon hart. Es dauerte ein paar Jahre, bis der Betrieb Fahrt aufgenommen hat.» Dem Spreitenbacher Gemeindepräsidenten Markus Mötteli ist es wichtig, dass es bei der Übergabe keinen Unterbruch gibt, dass keine Pizzeria oder Ähnliches den Standort übernimmt und «dass im Dorf auch ein bisschen etwas läuft». Einzig die Öffnungszeiten gefallen ihm nicht so gut: «Wenn es nach mir ginge, wäre das Restaurant auch am Sonntag geöffnet», meint er


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leuchtet weiter

Mötteli (v.l.). Am 1. April übernimmt der Chefkoch. schmunzelnd. Doch das sei im Moment kein Thema, denn die Leute seien am Sonntag meistens unterwegs, vor allem wenn die Sonne scheint. So kämen nur Wenige zum Essen. Das Restaurant ist bekannt für seine Wildbuffets im Herbst und lockt mit gutbürgerlicher Küche auf einem gehobenen Niveau. Die Liegenschaft gehört den Ortsbürgern und steht mitten im Zentrum. Früher gab es Siedfleisch Der «Sternen» war einst ein Bauernhaus. Im Obergeschoss war ein Saal, den man für Veranstaltungen nutzte, und im unteren Geschoss, wo heute die Bar steht, war das

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Schlachthaus. Die Leute im Dorf kamen gerne auf ein Bier vorbei und samstags gab es jeweils Siedfleisch. 1998 wurde das Bauernhaus abgerissen und die Planungsphase des heutigen «Sternen» begann. 2008 wurde dann neu eröffnet. Zu der Wirtsübergabe am 1. April wird es keine Eröffnungsfeier oder Ähnliches geben: «Es wird nahtlos weitergehen, deshalb habe ich mich gegen einen Apéro entschieden. – Und natürlich auch aufgrund der aktuellen Corona-Situation», sagt Studer. «Ich freue mich auf die spannenden Aufgaben, die vor mir liegen, und bin zufrieden, wenn es die Gäste auch sind.»

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Vereinsversammlung der Musikgesellschaft Am Freitag, den 28. Januar 2022, trafen sich die Mitglieder der Musikgesellschaft Spreitenbach zur jährlichen Vereinsversammlung im Probelokal an der Ratzengasse. Pandemiebedingt einigte man sich darauf, auf das vorgängige Abendessen zu verzichten. Dieses wird aber im Laufe des Jahres nachgeholt. Das Jahr 2021 war auch für die Musikgesellschaft in vielen Punkten aussergewöhnlich. So mussten zum zweiten Mal in Folge das Jahreskonzert sowie das Sternenplatzkonzert abgesagt werden. Auch viele andere kleine Auftritte fanden nicht statt und die Pandemieauflagen erschwerten einen regelmässigen Probebetrieb. Umso mehr freute man sich, als Ende Jahr die Jubiläumsständchen möglich waren. Es war schön, nach langer Zeit wieder Zuhörerinnen und Zuhörer zu haben. Die Rechnung der MGS schloss mit einem kleinen Gewinn ab. Durch Wegzug verliessen zwei Mitglieder den Verein, dafür konnten zwei neue Musikantinnen aufgenommen werden. Im Vorstand gab es einen Präsidentenwechsel. Als Präsidentin amtet neu Sibylle Mazzotta-Locher und auch der restliche Vorstand konnte wieder komplettiert werden. Der erste grosse musikalische Höhepunkt in diesem Jahr wird das Jahreskonzert sein. Dieses findet am Samstag, 21. Mai, statt. Nach zwei Jahren Ausfall freut sich die MGS sehr darauf, wieder vor Publikum zu spielen. Das Einstudieren der Stücke läuft bereits auf Hochtouren und der Abend verspricht, «tierisch» gut zu werden. (zVg) Wanderguppe – Vom Zürcher «Freiamt» durch das Jonental ins Reusstal 35 Personen und ein Hund trafen sich am Mittwochmorgen am Bahnhof Killwangen, um die 120. Monatswanderung vom 26. Januar in Angriff zu nehmen. Per S-Bahn fuhr man, mit Umsteigen in Altstetten,

Gemütliches Mittagessen im Restaurant Central. zVg zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Hedingen. Kaum losmarschiert, war man, nach Unterquerung der A4, bereits im Jonental. Und nun ging es gemütlich, begleitet von leichtem Nebel, einmal links, einmal rechts dem Jonenbach entlang. Nach einem kurzen Aufund Abstieg erreichte man in einer Talsenke die Wallfahrtskapelle Jonental. Die im Jahre1521 erstmals urkundlich erwähnte, denkmalgeschützte Kapelle gilt als der bedeutendste Marienwallfahrtsort im Kanton Aargau. Nach der Besichtigung der Kapelle ging es aufwärts zum Weiler Litzi und übers Feld nach Oberlunkhofen. Nach etwas mehr als zwei Stunden Wanderzeit erreichte man dort Freddys Restaurant Central, wo zu Mittag gegessen wurde. Anschliessend wurde zur Nachmittagswanderung gestartet. Und jetzt ging es hinunter zur Reuss und auf bequemen Wanderwegen dem Flachsee entlang Richtung Bremgarten. Mit etwas Verspätung traf man nach rund zweieinhalb Stunden im Städtchen Bremgarten ein, wo nach einer kurzen Wartezeit das Bähnchen der BDB in den Bahnhof einfuhr. Nach einer gemütlichen Fahrt über den Mutschellen hiess es in Dietikon umsteigen in die S11, welche die Wanderschar zurück nach Killwangen-Spreitenbach brachte. (zVg)

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Begleitet vom Nebel erreichte die Wandergruppe die Wallfahrtskappelle.

zVg


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WÜRENLOS

«Man muss Geduld

VERMISCHTES

Das Co-Pilot-Projekt von Caritas Aargau hilft Menschen mit Migrationshintergrund dabei, sich durch den Bürokratiedschungel zu kämpfen und sich zu integrieren. CORINNE BÜRKI

Lucia und Peter Meier (Mitte) mit Assistenz-Koch Selvaratnam Murugesu und Tochter Stephanie in der «Rössli»-Gaststube. Sandra Ardizzone Die «Alten» sind zugleich die «Neuen» Ende 2021 gingen Peter und Lucia Meier in Pension und haben den Gasthof Rössli geschlossen (die Limmatwelle berichtete). Dies, nachdem sie die Liegenschaft im Frühjahr 2021 an Architekt und Investor Martin Thalmann und die ImmoZinsAG verkauften. Geplant war, das Restaurant wieder zu eröffnen. Weil die Nachfolger absprangen, springen nun die alten Wirte wieder ein. Sie haben am Dienstag wiedereröffnet. Bis zum September führen sie den Gasthof weiter, wie sie gegenüber dem «Badener Tagblatt» sagten: «Am liebsten wäre uns ein fliessender Übergang zu unseren Nachfolgern.» INSERATE

Baugesuchspublikation Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056/436 87 50) möglich Baugesuch Nr.: 202203 Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Würenlos, Schulstrasse 26, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Strassen- und Werkleitungssanierung Oetlikon Lage: Parzellen 210, 232, 3187, 3285, 3286, 3315 und 3362, (Plan 60+61), Oetlikon, Otelfingerstrasse / Müliwiseweg Zone: Ausserhalb Bauzone Zusatzgesuch: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Baugesuch Nr.: 202204 Bauherrschaft: Renggli Denis, Bachstrasse 55c, 5436 Würenlos Bauvorhaben: 2 Aussengeräte Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzellen 4735 und 4734, (Plan 58), Bachstrasse 55 b+c Zone: Wohnzone W2 Gesuchsauflage vom 11. Februar bis 14. März 2022 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

Kinderartikelbörse Am 18. März findet in der Mehrzweckhalle die nächste Kinderartikelbörse statt. Sommerkleider, Inlineskates, Velos, Spielsachen, Kinderbücher etc. können zum Verkauf vorbeigebracht werden. Die Eigentümer erhalten jeweils 80 % vom Erlös, 20% gehen an eine Würenloser Organisation. Für die Warenannahme wird eine Warenliste (für max. 65 Artikel) benötigt. Diese kann ab sofort bei Manuela Möckel (boerse.wuerenlos@ gmx.ch) bestellt werden (vollständige Adresse angeben). Annahme der Artikel: 9–10 Uhr, Verkauf: 14.15 bis 16 Uhr, Abrechnung: 18–18.30 Uhr. Es gilt Maskenpflicht. (zVg)

AUS DEM GEMEINDERAT Dorffest 2022: Anmeldung für Beizen bis 28. Februar Für das Dorffest 2022, welches am 12. und 13. August durchgeführt wird, können sich Interessierte, die eine Beiz führen möchten, noch bis Ende Februar beim OK Dorffest anmelden. Bereits sind knapp 10 Vereine angemeldet. Das Anmeldeformular sowie weitere Informationen sind auf der Website www.dorffest-wuerenlos.ch > Beizen zu finden. Unentgeltliche Rechtsauskunft Die Beratungen finden jeweils am 3. Donnerstag im Monat von 18.30 bis 19.30 Uhr im Sitzungszimmer der Bauverwaltung, Erdgeschoss, Gemeindehaus, statt. Nächste Beratung: Donnerstag, 17. Februar. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Der Schalter ist wie folgt geöffnet: Montag, 8–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr, Dienstag–Freitag, 8–11.30 Uhr und 14–16 Uhr.

Es sind Menschen, die unter schwersten Bedingungen in die Schweiz kommen. Sie beherrschen die Sprache nicht, wissen nicht, wie man sich hier verhält, und sind allein. Dafür wurde im Jahr 2018 das Projekt Co-Pilot der Caritas Aargau lanciert. Damals ging es vor allem um die Betreuung von Geflüchteten. Heute ist das Programm auch für Migranten und Migrantinnen ohne Flüchtlingshintergrund geöffnet. Die Freiwilligen stellen sich für den Einsatz von einem Jahr zur Verfügung, werden dafür vorbereitet und auch währenddessen unterstützt und weitergebildet. Für diese Menschen, die in unser Land kommen, ist nicht nur die Sprache fremd, sondern meistens auch die Umgangsformen, der öffentliche Verkehr, das Schulsystem, die Arbeitswelt und Freizeitmöglichkeiten. Die Caritas Aargau hilft den Menschen mit einer Person an ihrer Seite. Es geht nicht nur um die Hilfe bei Alltagssituationen oder des Erledigens der Steuererklärung. Die Leute bekommen so auch ein Gspänli, dem sie vertrauen können. «Ich nehme mir die Zeit» Gordana Ristic ist eine der Freiwilligen von Caritas Aargau. Aktuell betreut die 34-Jährige eine Mutter mit drei Kindern aus Serbien. Ristic übernimmt nicht nur die Übersetzung von behördlichen Briefen und Rechnungen, sondern macht auch Termine aus oder sagt diese ab. Sie selbst hat viel durchgemacht, gerade auch mit dem Krieg in Bosnien, den sie miterlebt hat. Deshalb sei es ihr wichtig, zu helfen: «Es macht mir wirklich Freude. So kann ich andere glücklich machen und weiss, wenn ich abends nach Hause komme, dass ich etwas Gutes getan habe», sagt die Freiwillige. Normalerweise sieht die Caritas vor, dass die Helfer sich acht Stunden pro Monat Zeit nehmen, um den Betroffenen beizustehen. Für Ristic ist das

Matching Day Baden 2020 Hier lernen die nur eine Zahl: «Ich nehme mir einfach die Zeit, die die Betroffene in diesem Monat braucht.» Sie arbeitet in der Reinigungsbranche und hat keine eigene Familie. Deshalb habe sie auch genug Zeit und könne alles unter einen Hut bringen. Die ersten Termine waren aber schwierig: «Man muss viel Geduld haben, bis sich die Betroffenen einem anvertrauen. Anfangs hat mir die Mutter nur per SMS geantwortet, obwohl ich vor ihr sass», so Gordana Ristic. So etwas sei allerdings sehr selten: «Die Situation in diesem Tandem ist sehr speziell, da beide die gleiche Muttersprache sprechen. Das ist natürlich ein Glücksfall», sagt Isabelle Odermatt, Projektleiterin Co-Pilot von Caritas Aargau. Gegenseitig Vertrauen zu finden, brauche immer Zeit und Offenheit von beiden. Manchmal ergäben sich aus Co-Piloten-Tandems Freundschaften, das sei ein sehr schöner Nebeneffekt und unterstreiche die Nachhaltigkeit des Projekts. Primär sei jedoch die individuelle


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haben»

Freiwilligen ihre Schützlinge kennen. Unterstützung während einem Jahr das Ziel von Co-Pilot. Erst als Ristic die Kinder zum ersten Mal gesehen habe und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, wurde sie langsam offener. «Wir haben gespielt und ich habe bei den Hausaufgaben geholfen. Ich glaube, sie freute sich, dass sich jemand mit ihren Kindern beschäftigte», sagt Ristic nachdenklich. Es sei aber auch heute noch ein stetiger Prozess. Für Ristic ist jedenfalls klar, dass sie den Kontakt auch weiterhin halten möchte: «Man baut schnell eine emotionale Bindung auf, ich mache mir zu Hause manchmal Gedanken, was und wie ihr noch helfen könnte.» Als Nächstes möchte sie mit der Familie unbedingt etwas unternehmen, wie zum Beispiel ins Kino zu gehen. Weitere Freiwillige gesucht Die Caritas Aargau sucht weitere Freiwillige wie Gordana Ristic. Am Dienstag, den 15. Februar, von 19 bis 20 Uhr, findet ein Informationsmeeting per Zoom statt. Den Link

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VEREINE Träff 55 plus Würenlos zum Thema Alterszentrum Würenlos Am Dienstag, 25. Januar, wurde im Träff 55+ zum aktuellen Bauprojekt Alterszentrum Würenlos berichtet. Die Broschüre dazu wurde Anfang Januar durch die Mitglieder des Verwaltungsrates der AZW AG in den Haushaltungen verteilt. VR-Präsident der Alterszentrum Würenlos AG (AZW AG), Toni Möckel, informierte über Details wie Standort, Erschliessung, Schleppkurven, Hochwasserschutz, Bauten, Kosten, die Betreiberin Oase und zeigte mit vielen Bildern und Plänen anschaulich und bestens dokumentiert das Projekt des geplanten Alterszentrums auf der Zentrumswiese Würenlos. Viele Fragen rund um das Thema konnten gestellt, diskutiert und beantwortet werden. Für die interessanten und aufschlussreichen Informationen wurde Toni Möckel ganz herzlich gedankt. Es wird zu gegebener Zeit wieder einen Träff 55+ mit einem «Update» zum Bau des Alterszentrums Würenlos geben. Der Träff 55+ wird vom Verein Alterszentrum Würenlos (VAZW) organisiert. Der Anlass findet jeweils am letzten Dienstag in den ungeraden Monaten statt und ist für alle Interessierten zugänglich. Wer den Newsletter abonnieren möchte, kann dies über die Homepage des VAZW tun. (zVg)

zVg

Gordana Ristic kommt aus Würenlos und ist für die Caritas Aargau tätig. crb zur Teilnahme erhalten interessierte Personen von Projektleiterin Isabelle Odermatt gerne auf Anfrage über io@caritas-aargau.ch.

75 Jahre Alpenclub Würenlos ACW Im Jahre 1947 hatten 7 junge Würenloser Alpinisten die Idee, einen eigenen, vom SAC unabhängigen Alpenclub zu gründen. So trafen sie sich am 29. Juli 1947 zur Gründungsversammlung. Wie aus Berichten der ersten Clubjahre zu entnehmen ist, waren der Grossteil der Touren im Alpinbereich. Doch schon bald nahmen die «normalen» Wanderungen überhand. Jahr für Jahr nahm die Mitgliederzahl zu. Einen richtigen Schub gab es Ende der 70erJahre, denn nun durften die Frauen auch mitwandern. So wuchs die Mitgliederzahl kontinuierlich an auf heute 60 bis 65 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde. Leider fielen in den beiden letzten Jahren einige Wanderungen dem Corona-Virus zum Opfer. Doch hofft man, dass es im neuen Jahr wieder besser wird. Der Start ist mit einer Wanderung in der näheren Umgebung gelungen. Das weitere Programm verspricht einige schöne Wanderungen. Das Jubiläum wird gefeiert mit einem Ausflug «Auf den Spuren Gotthelfs» mit einer Führung im Gotthelf-Zentrum in Lützelflüh und anschliessendem währschaftem Essen im Gasthof Bären in Ranflüeh. Das Wanderprogramm ist in den Vitrinen beim Rest. Alpenrösli sowie bei der Post zu finden. Im weiteren steht das Programm auf der Homepage der Gemeinde Würenlos unter Vereine. Interessiert? Präsident Markus Campagnoli,

Tel. 076 576 21 69, oder der Wanderkoordinator Ruedi Däppen, Tel. 079 955 82 14, geben gerne Auskunft. (zVg) Generalversammlung Musikgesellschaft Würenlos Präsident Matthias Rufer konnte am 28. Januar um 20 Uhr 20 Aktivmitglieder, 2 Mitspieler und die Dirigentin zur 129. Generalversammlung begrüssen. Corona-bedingt fand diese zum zweiten Mal als virtuelles Meeting statt. Die Traktanden wurden zügig behandelt. Unerfreulich lang war der Punkt Mutationen, in dem 5 Austritte zu verzeichnen waren. Der Mitgliederbestand beträgt neu 23 Personen, dazu ergänzen regelmässige und langjährige Mitspieler das Korps. In ihren Jahresberichten blickten Dirigentin wie Präsident zurück auf grosse Covid-bedingte Einschränkungen, die im ersten Halbjahr einen geordneten Probebetrieb nicht zuliessen. Ab Mai wurde versucht, im Freien zu proben. Bei Sonnenschein waren dies sehr lauschige Proben, das Wetter liess aber nur vier davon zu. Immerhin konnte man im Anschluss an die letzte Probe vor den Sommerferien in einem «private public viewing» den Sieg der Schweizer FussballNati gegen Frankreich sehen. Nach anderthalb Jahren Zwangspause wurde der Gönnervereinigung «Freunde der Musikgesellschaft» im August ein erstes Platzkonzert gespielt. Gewisse Standschäden waren hörbar. Davon angespornt, wurde im Herbst der Probebetrieb hochgefahren, im Hinblick auf diverse Auftritte (unter anderem für Kirchgemeinden und Gewerbeverein) und vor allem in Hinblick auf das gemeinsame Kirchenkonzert mit dem Kirchenchor St. Maria. Dieses gelang sehr gut und war ein Highlight für beide Vereine. Trotz Corona-Sorgen durfte vor voller Kirche gespielt werden und man erhielt viel Applaus. Nach Verabschiedung des Jahresprogramms wurde Vizepräsident und Werbeverantwortlicher Raphael Spörri mit Applaus für eine weitere zweijährige Amtsperiode in den Vorstand gewählt. Dieser wird komplettiert durch Matthias Rufer (Präsident), Brigitte Vogt (Kasse) und Simon Spühler (Notenarchivar), welche bereits im letzten Jahr für zwei Jahre gewählt wurden. Die Musikkommission setzt sich weiterhin aus Alexandra Vogt, Chantal Benguerel, Roland Inderwildi und Rolf Wettstein zusammen. Claudia Keller amtet mit Fritz Graber weiterhin als Revisorin. Mit Applaus wurde die Dirigentin Sylvia Riolo im Amt bestätigt. Für fleissige Teilnahme an Proben und Anlässen (insgesamt 33 Zusammenkünfte, Vorjahr 22) konnten Monika MüllerPfau, Simon Spühler, Brigitte Vogt und Claudia Keller geehrt werden. Mit Dank an Dirigentin, den Verein und insbesondere seine Vorstandskollegen schloss der Präsident die GV um 21.25 Uhr. (zVg)


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WÜRENLOS

WOCHE NR. 6 DONNERSTAG, 10. FEBRUAR 2022

«Die Kraft der Gemeinschaft» In der St. Maria Pfarrei in Würenlos wurde am Pfarreientwicklungstag nach kreativen Möglichkeiten gesucht, um die Kirchgemeinde zu beleben. CORINNE BÜRKI

und darüber, wie man die Gemeinschaft zusammenhalten kann», sagt Mario Stöckli, Pfarreiseelsorger der St. Maria Würenlos. Daneben haben die 36 Teilnehmenden aber auch anregend über neue Möglichkeiten diskutiert. «Die Leute haben zum Teil fixfertige Konzepte mitgebracht, dieses Engagement ist toll!» Man müsse immer wieder balancieren und andere Meinungen zulassen, auch wenn diese nicht schon komplett durchdacht sind.

Am Pfarreientwicklungstag Ende Januar wurden in der katholischen Kirche Würenlos nicht nur neue Ideen ausgetauscht, sondern auch Sorgen und Ängste formuliert: «Gerade in der älteren Generation wird Eine Wiese voller Ideen viel über die Zukunft nachgedacht Eines der zu diskutierenden Projekte war vor allem die Geissliwiese zwischen der Mühlegasse und der Dorfstrasse. Die Frage war, wie diese, gerade nach dem Umbau der Chilematt, am besten gestaltet werden könne. Dazu seien verschiedene Vorschläge gemacht worden. Zum einen könnte man einige Bänkli aufstellen und die Wiese für Spaziergänger und Besucher zur Verfügung Die Teilnehmenden arbeiteten in ver- stellen. Zum anderen könnte man schiedenen Projektgruppen. lf den Platz als offene Wiese nutzen,

Pfarreiseelsorger Mario Stöckli ist zufrieden mit den Ergebnissen des Pfarreientwicklungstages der St. Maria in Würenlos. Lena Fischer die Jungwacht und Blauring mitbenutzen könnte. Eine weitere Idee war ein Spielplatz mit Tieren, wie zum Beispiel kleinen Geissen. Stöckli gefallen diese Vorschläge, man müsse aber auch immer die Folgewirkungen abwägen, denn bei Tieren müsse sich natürlich jemand darum kümmern. Die verschiedenen Projektvorschläge werden nun vom Pfarreirat ausgewertet. «Man muss schauen,

was direkt umgesetzt werden kann und was vielleicht noch ein bisschen warten muss», so Stöckli. Auf jeden Fall werde für die übriggebliebenen Projekte wieder ein Pfarreientwicklungstag angesetzt. Vorerst gelte es aber, zu begleiten und zu unterstützen, oder wie die Vorbereitungsgruppe des Anlasses sagt: «Die Kraft der Gemeinschaft spüren, in der Seele berührt werden und das Finden, was wir eingeben können.»

Die nächste Phase ist eingeläutet Die Stiftung Prosperita kann mit dem Bau starten. Die Verträge wurden von den Klöstern Einsiedeln und Fahr unterzeichnet. Die Klöster Einsiedeln und Fahr haben mit der Prosperita Stiftung für die berufliche Vorsorge, die Baurechtsverträge für die Gebäude des Restaurants und der Bäuerinnenschule unterzeichnet. «Wir freuen uns sehr, mit einem starken und vertrauensvollen Partner die Neuausrichtung der Betriebe und Gebäude fortzusetzen», so Priorin Irene Gassmann. Ein erster Meilenstein wurde bereits am 1. Januar 2021 erreicht, als die Fahr Erlebnis AG den Landwirtschaftsbetrieb übernommen hatte. Das Team der Fahr Erlebnis AG betreibt den erlebnisorientierten Landwirtschaftsbetrieb und hat im Mai 2021 den Hofladen mit saisonalen und regionalen Produkten eröffnet. Sie bieten verschiedene Anlässe und Kurse für Kinder, Familien und Erwachsene an. Zudem sind sie wäh-

Haben den Vertrag unterzeichnet: Peter Augsburger, Priorin Irene Gassmann, Joel Blunier und Abt Urban Federer (v.l.). zVg rend der Bauphase für das gastronomische Angebot auf dem Areal vom Kloster Fahr zuständig und eröffnen im April 2022 die SommerBeiz. Die Neuausrichtung wurde Ende 2018 lanciert, als im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung das Projekt «erfahrbar» unter der Leitung einer Initiantengruppe aus dem Limmattal und der Pensionskasse Prosperita den Zuschlag erhalten hatte. Dieses sieht vor, bestehende Nutzungen in der Gastronomie und in der Landwirtschaft zu modernisieren, gesamtheitlich auszurichten und auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen. Dazu kommt mit

einem christlichen, gemeinschaftlichen Mehrgenerationenwohnen in der ehemaligen Bäuerinnenschule eine zusätzliche Nutzungsform, die dem Ort angemessen ist. Nach einem rund drei Jahre dauernden Planungs-, Abklärungs- und Baugenehmigungsprozess ist es nun so weit: Im Januar 2022 wurden der Investorin und Bauherrin, Prosperita, die Baufreigaben erteilt und die Grundlagen für die Unterzeichnung der Verträge geschaffen. Für die Umnutzung zu einem gemeinschaftlichen Mehrgenerationenwohnen werden in der ehemaligen Bäuerinnenschule 16 Wohneinheiten mit

1 bis 6 Zimmern eingebaut. Im Erdgeschoss wird ein Gemeinschaftsraum mit eigener Küche eingerichtet und der Eingangsbereich mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einem Cheminée aufgewertet. Der Verein «erfahrbar» zeichnet für das gemeinschaftliche Wohnprojekt und für den richtigen Mietermix verantwortlich: Die ökumenisch ausgerichtete Gemeinschaft ist offen für Singles, Paare, Familien, Personen aller Alters- und Einkommensgruppen sowie Menschen aus verschiedenen Nationen. Die Sanierung des Restaurants beinhaltet eine Modernisierung der Einrichtungen, barrierefreien Zugang der Räumlichkeiten sowie weitere Anpassungen für eine zukunftsfähige Gastronomie. Als Pächterin ist die Fahr Erlebnis AG vorgesehen. Während der Realisierungsphase bleiben die Angebote des Klosters und der Fahr Erlebnis AG für Gäste und Besucherinnen und Besucher erhalten. Am Samstag, 30. April, wird die Baustelle für Interessierte «geöffnet» und die Konzepte Gastronomie und Wohnen vorgestellt. (zVg)


KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

WOCHE NR. 6 DONNERSTAG, 10. FEBRUAR 2022

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«MEIN GOTT»

Stefan Moll, Pfarrer der evangelisch-methodistischen Kirche BadenWettingen

WETTINGEN

NEUENHOF

KILLWANGEN

Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 12. Februar, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Markus Heil). Sonntag, 13. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Hans Boog) – mit Covid-Zertifikat. Mittwoch, 16. Februar, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 17. Februar, 8 Uhr, Eucharistiefeier.

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 12. Februar, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Sonntag, 13. Februar, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Montag, 14. Februar, 14.30 Uhr, begleitete Andacht; 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 16. Februar, 19 Uhr, Eucharistiefeier.

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 11. Februar, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 13. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 11. Februar, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier. Samstag, 12. Februar, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Hans Boog). Sonntag, 13. Februar, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana – mit Covid-Zertifikat; 12.30 Uhr, Eucharistiefeier in kroatischer Sprache – mit Covid-Zertifikat; 13.30 Uhr, Eucharistiefeier in kroatischer Sprache. Mittwoch, 16. Februar, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet und Eucharistiefeier in kroatischer Sprache.

Ev.-ref. Kirchgemeindehaus Lindenstrasse 11 Sonntag, 13. Februar, 10.30 Uhr, Gottesdienst (Stefan Burkhard).

SPREITENBACH

Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 13. Februar, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Hans Boog) – mit Covid-Zertifikat.

Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 11. Februar, 19 Uhr, Eucharistiefeier mit anschliessender Anbetung. Samstag, 12. Februar, 18 Uhr, Eucharistiefeier (George Okorie). Jahrzeit für Josef Schmucki, Elisabeth und Richard Muntwyler-Meier; 21 Uhr, Anbetung. Sonntag, 13. Februar, 10 Uhr, Eucharistiefeier (George Okorie) – mit Covid-Zertifikat; 18 Uhr Santa Messa. Mittwoch, 16. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 13. Februar, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Stefan Burkhard).

Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 11. Februar, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier.

Alterszentrum St. Bernhard, Rebbergstrasse 24 Dienstag, 15. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.

Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 13. Februar, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bilinski).

WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 13. Februar, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Marcel Mehlem). Mittwoch, 16. Februar, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 13. Februar, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Sonntag, 13. Februar, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier – mit Covid-Zertifikat. Dienstag, 15. Februar, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag – mit Covid-Zertifikat.

KIRCHLICHE HINWEISE English Reading, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 17. Februar, 10 Uhr. Bibelforum, Reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 17. Februar, 19 Uhr.

Man kann heute ein zunehmendes Interesse am Beten beobachten. Damit verbunden auch die Frage: Was ist beten – und mit welchen Erwartungen beten wir? Das Gebet wird oft aus der Not geboren: Dann werfen wir unsere Bitten dem Himmel entgegen, in der Hoffnung auf eine Antwort. Manche bringen im Gebet ihren Dank zum Ausdruck – und die innere Dankbarkeit wächst. Beten bedeutet aber nicht in erster Linie zu reden. Gebet ist vor allem Hören! Darum werden wir still. Als Zeichen, dass es nichts zu tun gibt, falten manche die Hände. Andere strecken sie aus, weil sie im Hören etwas empfangen wollen. Gebet kommt aus der Stille. Im Hinhören ahnen wir dann etwas vom Geheimnis Gottes. Wir beginnen zu spüren, was seine ewige Liebe ist, und wir lassen zu, dass sie uns durchdringt. Wir blicken in die Tiefe von Gottes Erbarmen, als würden wir an einem Abgrund stehen. Manchmal schwindelt einem. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck – und wir nehmen diesen mit in unseren Alltagsbetrieb. Das ist beten. Beeindruckt sein von Gott, vom Unaussprechlichen, vom Ewigen – und es in das Leben einfliessen lassen. Glücksforscher sagen: Beten ist gesund und beglückend. Das wundert mich nicht. Und es erstaunt mich keineswegs, dass heute eine Renaissance des Gebets zu beobachten ist. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

WOCHE NR. 6 DONNERSTAG, 10. FEBRUAR 2022

«DAS LETZTE WORT» 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos.

Tanja Isler, Freie Mitarbeiterin

HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär (bär), melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Corinne Bürki (crb), corinne.buerki@chmedia.ch Manuela Page (mpa), manuela.page@chmedia.ch Robin Schwarz (rsz), robin.schwarz@chmedia.ch

Zarina zeigt den Vogel – Das Zwitschern einer Dolmetscherin Die Schauspielerin, Sängerin und Gewinnerin des Jungseglerpreises 2021, Zarina Tadjibaeva, erzählt von prägnanten Fällen aus ihrem Berufsalltag als Gerichts- und Behördendolmetscherin – mit Herzblut und ihrem unverwechselbaren Sinn für Komödiantik. Nach dem erfolgreichen Erstling «Verschtehsch?» nimmt sie jetzt die Vogelperspektive ein und betrachtet satirisch überspitzt fluchende Richter, skeptische Befrager, sprachlose Gesuchstellerinnen, rassistische Migranten, kampfbereite HelferInnen und auch jene, die aus Schicksalsschlägen Kapital schlagen. Einfrautheater, am 24. Februar um 20.15 Uhr im ThiK Theater im Kornhaus, Baden. (zVg)

FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Tanja Isler (ti), Dieter Minder (dm) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 079 643 81 66

DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56

EIN PRODUKT DER

VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Kunst im Trudelhaus Baden Mit Carmen Perrin und Andrea Wolfensberger wurden zwei etablierte Künstlerinnen ins Trudelhaus Baden eingeladen. Beide haben sich mit grossen raumgreifenden Skulpturen wie aber auch plastischen Wandarbeiten international einen Namen geschaffen. Das Werkgespräch findet am 20. Februar, um 15 Uhr, im Trudelhaus Baden statt. Die Ausstellung dauert noch bis zum 3. April. (zVg)

SPREITENBACH

WETTINGEN

«Wunderwelt Kartoffel» Eine interaktive Sonderausstellung des Schweizer Bauernverbandes. Die Kartoffel wird in über 130 Ländern auf allen Kontinenten und auf 20 Millionen Hektar Land kultiviert. www.umweltarena.ch Umwelt Arena, 10./ 11./ 12./ 13. und 16. Februar, 10 –17 Uhr.

Pro-Senectute-Walking / Nordic Walking Wettingen Parkplatz Huba Control, Würenlos, 11./ 14. und 15. Februar, 08.45–10 Uhr.

Themenreihe: «Kurz erklärt» Einzelne Aspekte der Ausstellungsthemen genauer betrachtet. www. umweltarena.ch Umwelt Arena, Sonntag, 13. Februar, 11 Uhr, 15 Uhr.

Pro-Senectute-Sonntagstreff Mittagessen mit anschliessendem Jass- und Spielnachmittag. Anmeldung bis 11.2.22, 19 Uhr unter 079 612 28 00. Hotel Zwyssighof, Sonntag 13.2.22, ab 11.30 Uhr. Pro-Senectute-Mittagstisch Wettingen Hotel Zwyssighof, Dienstag, 15. Februar, 11.30 Uhr.

Worauf achten Sie, wenn Sie ein neues Zuhause suchen? Die Quadratmeter? Eine grosszügige Ausstattung? Die Nähe zum Bahnhof ? Bei mir sind all diese Faktoren sekundär. Vor rund eineinhalb Jahren suchte ich eine neue Wohnung und habe hauptsächlich auf eines geachtet: die Distanz zum Wald. Der Wald ist meine kleine Oase der Ruhe, er liefert mir eine unendliche Auswahl an Joggingrouten und schenkt mir immer wieder Begegnungen mit faszinierenden Tieren. Aufenthalte zwischen den Bäumen erden mich jedes Mal und reissen mich aus dem teilweise stressigen Alltag. Dieser Effekt ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Regelmässige Aufenthalte im Wald sind gesund, stärken das Immunsystem und senken das Stresslevel. Aber mit diesen positiven Effekten ist es mit wie so vielen anderen gesundheitsfördernden Vorsätzen auch – wir lesen darüber, nehmen uns fest vor, uns daran zu halten, und kurz darauf ist wieder alles wie zuvor. Dass ich mich heute regelmässig im Wald aufhalte, habe ich vermutlich meinen Eltern zu verdanken. Bereits als Kind durfte ich den Wald als riesengrossen Spielplatz entdecken, baute an schulfreien Nachmittagen Hütten aus Ästen, staute kleine Bäche und kam am Abend – dreckig von den Fusssohlen bis zu den Haarspitzen und mit tomatenroten Wangen – nach Hause. Mein Besuch beim Wettinger Waldexperiment weckte meine Kindheitserinnerungen an diese aufregende und zugleich unbeschwerte Zeit. Und ich merkte einmal mehr, wie privilegiert ich aufwuchs. Meine Eltern verbrachten mit uns viel Zeit in der Natur und trauten sich aber, uns auch unbeaufsichtigt toben zu lassen. Apropos toben: Ich schnüre jetzt meine Laufschuhe und verschwinde im kaum zwei Minuten von meiner Wohnung entfernten Wald. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch