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Donnerstag, 11. Februar 2021 | Nr. 6 | 82. Jahrgang

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Heute wäre er – der Start zur Fasnacht! Kreativ und farbenfroh: Die Deko der Wiiberzunft Grenchen im Schaufenster der Brocante. Bild: Joseph Weibel

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Gut bergen Schaufenster keine Virengefahr in sich, sonst würde die heute theoretisch beginnende Fasnacht nicht mal als schöne Dekoration stattfinden. Dank kreativen Zünften und offenen Gewerbetreibenden dürfen wir wenigstens die Fasnacht 2021 mit den Augen geniessen. JOSEPH WEIBEL

Sie findet auch in Olten, Solothurn, Balsthal oder Breitenbach nicht statt – dafür haben sich die Narren die eine oder andere Light-Version der Fasnacht einfallen lassen.

Blickfang Schaufenster Brocante in Grenchen. Für einmal dominiert nicht das «Angebot des Monats», sondern die Fasnacht 2021 in Grenchen. Die Wiiberzunft hat die Einführung des Frauenstimmrechts vor 50 Jahren zum Motto genommen und dieses zusammen mit dem Brocante-Team sehr gehaltvoll in einer Deko zusammengefasst. Wer die Deko noch nicht gesehen hat, sollte unbedingt einen Blick darauf werfen! Ähnliche Bilder aus dem Alltag des närrischen Treibens findet man noch an verschiedenen anderen Orten in der Stadt. Ganz ohne Fasnacht geht es nicht. Darf es nicht gehen. Eine Plakette ist auch im Verkauf zum sinnigen

Preis von 25.40 Franken. Die Rappenspalterei ist kein Zufall, sondern die vier Ziffern bilden die Postleitzahl von Grenchen ab. Das Motto heisst: «Se La Wi» und gilt auch für 2022. Eine Solidaritätsplakette haben auch die Freunde in Solothurn produziert. Ebenfalls ohne Jahrzahl und dafür mit einem zwei Jahre gültigen Motto mit den drei Wörtern: «à la bonöör». In den Nachbarorten Bettlach und Selzach sind die Aktivitäten ausgesetzt. In Selzach weiss man aber das Motto 2022: «Weisch noh?» Was auch immer. Aber ob man 2022 tatsächlich noch wissen will, was 2021 alles nicht gewesen war?

Mehr zum Thema auf Seite «Region»

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Nr. 6 | Donnerstag, 11. Februar 2021

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amtlicher Anzeiger für die Stadt Grenchen, www.grenchnerstadtanzeiger.ch Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach, Romont, Lengnau,Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Erscheinungsweise: wöchentlich, Donnerstag

Baudirektion

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Herausgeber:

Al Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen

Geschäftsführerin:

Lara Näf, 032 654 10 66, lara.naef@chmedia.ch

Gerber Annemarie und Andres, Eschenrain 34, 2540 Grenchen Einfriedung (Schutzzaun) Eschenrain 34 / GB-Nr. 7288 Gesuchsteller

Redaktion:

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Nr. 6 | Donnerstag, 11. Februar 2021

Auf dieser Website ist die Petition für COVID-19Impfzentrum in Grenchen aufgeschaltet.

Bild: Screenshot

Schwierige Zeiten für den FCG 15

Vier Monate ist es her, seit der FC Grenchen im Brühl ein Spiel durchführen durfte. Seither ist die Meisterschaft auf allen Ebenen unterbrochen. Der Verein hat in diesen schweren Zeiten vorab einige finanzielle Probleme zu lösen. DANIEL MARTINY

Jede Stimme zählt Die Schweiz möchte möglichst eine landesweite Durchimpfung gegen das Corona-Virus machen. Die Impfzentren schiessen wie Pilze aus dem Boden. Nach Solothurn wurden zwischenzeitlich auch Zentren in Olten und Breitenbach eröffnet. Grenchen als zweitgrösste Region im Kanton Solothurn geht einmal mehr leer aus. JOSEPH WEIBEL

Ein Komitee mit Sascha Nussbaumer und Elias Meier haben eine Petition lanciert (unter www.petitio.ch). Als Zielsetzung wurden 200 Stimmen gesetzt. 15 Tage vor Sammelschluss – das war letzten Freitag – wurde die Internet-Petition bereits von über 280 Personen unterschrieben. Noch bis zum 20. Februar 2021 kann unterschrieben werden.

Antrag abgewiesen

Das war am Anfang. Am 4. Januar 2021 wurde in Solothurn ein COVID-Impfzentrum in Betrieb genommen. Einen guten Monat später kamen die Zentren in Olten und Breitenbach hinzu. Und Grenchen: als zweitgrösste Region im Kanton? Die Stadt im Westen des Kantons wurde einmal mehr übergangen – trotz eines Antrags der Stadt Grenchen, von Bettlach und Selzach. Die Begründung der Regierung: Die Impfstrategie des Kantons basiere auf regional ausgewogenen und zugänglichen Impfzentren in Breiten, Olten und Solothurn. Ein weiteres Angebot werde in einer späteren

Phase zusammen mit Grundversorgern der Gemeinden und Regionen aufgebaut. Der Regierungsrat sehe die Massnahmen deshalb als genügend und plane kein weiteres Impfzentrum in Grenchen.

Konzept steht

Das war der Auslöser der lancierten Petition. Die Petitionäre schreiben in einer Mitteilung an die Bevölkerung: «Mit dem Konzept des Kantons wird Grenchen, die zweitgrösste Region des Kantons, mitsamt dem nahegelegenen Bucheggberg benachteiligt. Es kann nicht sein, dass über 17 500 Einwohnerinnen und Einwohner für eine Impfung nach Solothurn fahren müssen.» Zumal die Regionale Bevölkerungs- und Zivilschutzorganisation Grenchen-BettlachSelzach in Zusammenarbeit mit der Pilotpraxis Dr. Tièche ein Konzept für ein Impfzentrum in Grenchen ausgearbeitet habe. Gefordert wird vom Kanton Solothurn, dass er in Grenchen noch diesen Monat ein Impfzentrum eröffnet. Weitere Infos zur Petition und Beteiligungsmöglichkeit unter: www.petitio.ch

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In der 2. Liga Interregional ist nur eines sicher: Die unterbrochene Meisterschaft soll unbedingt gewertet werden. Dazu muss jedoch zumindest die Hinrunde abgeschlossen werden. Wie und wann kann es wieder losgehen? «Eine verzwickte Situation. Wir müssen vorerst mal abwarten, was Ende Februar beschlossen wird. Sicher ist, dass wir vor Wideraufnahme der Meisterschaft gut einen Monat Training benötigen», spricht FCG-Präsident Giovanni Eterno, was die erste Mannschaft angeht. Inzwischen geht dem Präsidenten die Arbeit jedoch nicht aus. «Während wir in der ersten Welle finanziell noch gut aufgestellt waren, mussten wir jetzt konsequent den Rotstift ansetzen.» Umso glücklicher sei er, dass die Sponsoren dem Verein die Treue halten. «Der Blick in die Zukunft wird dadurch besser», sagt er. Covid-19-Gelder habe der Verein darum bislang keine beantragt. Wichtig sei, dass nun regelmässig die Mitgliederbeiträge eingehen würden. Diese seien geschuldet, da der Verein gegenüber den Spielern sämtlichen Verpflichtungen nachgekommen ist. «Bislang ist die Zahlungsmoral der FCG-Mitglieder verständlicherweise wegen der Corona-Krise nicht überaus gut gewesen.» Zudem seien die Einnahmen durch den Verzicht von sämtlichen Vereinsanlässen total eingebrochen. Dies würde die Situation zusätzlich noch verschärfen, und man müsse versuchen, die fehlenden Einnahmen mit noch zu bestimmenden Aktionen zu kompensieren.

Einzig die Junioren trainierten

«Wir brennen alle darauf, bald wieder auf dem grünen Rasen zu stehen», so Eterno. Bislang durften einzig die Junioren unter 16 Jahren den neuen Kunst-

Bislang profitierten in diesem Jahr vorab die Juniorenteams von den Trainingsmöglichkeiten auf dem neuen Kunstrasen.

rasen zu Trainingszwecken nutzen. Die Teilnehmerzahl an den Trainings war geringer als unter normalen Umständen, da nicht alle Spieler und deren Familien die Situation gleichermassen verarbeitet hätten. Die Juniorenteams, welche die Vorrunde noch vollständig absolvieren konnten, waren bisher von Spielabsagen nicht betroffen und hoffen auf eine pünktliche Wiederaufnahme ihrer Meisterschaft im April. Inzwischen durften sämtliche Juniorenteams ihre Trainingseinheiten unter den aktuellen Schutzkonzepten wieder aufnehmen. Oberstes Ziel des Verbandes: Zumindest die verschobenen Partien der Vorrunden sollen ausgetragen werden können, um die Meisterschaft zu werten und damit Aufund Absteiger zu definieren. Der FC Grenchen 15 hat eine sehr ansprechende Vorrunde gezeigt und belegt nach neun Partien mit vier Siegen, vier Unentschieden und nur einer Niederlage den fünften Rang. Sollte ein Trainingsbeginn erst ab 1. April möglich sein, würde man

ab 21. April Meisterschaftsspiele bestreiten und könnte bis Ende Juni mit sieben Wochentagsrunden fertig sein. «Erfolgt ein Trainingsbeginn erst im Mai, werden nur die restlichen Partien der Vorrunde gespielt und die Meisterschaft endet danach», weiss Giovanni Eterno.

Mit dem Trainer verlängert

Der FCG 15 hat diese Woche bekanntgegeben, dass der Vertrag mit Trainer Mirko Recchiutti vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert wird. Recchiutti soll laut dem FCG-Präsidenten nicht nur sein Doppelmandat als Trainer und Sportchef der ersten Mannschaft behalten, sondern gleichzeitig auch als Sportchef bei der zweiten Mannschaft (4. Liga) und den A-Junioren für einen Fortschritt sorgen. «Mirko Recchiutti besitzt dazu die Voraussetzungen und die nötigen Kontakte. Mit der vorzeitigen Vertrags-Verlängerung wollen wir dem Trainer unser Vertrauen und unseren Dank für seine wertvolle Arbeit beweisen», sagt Giovanni Eterno abschliessend.

M E N SC H E N I N D E R RO DA N I A

Die rodania-Wäscherei: Klatsch, Tratsch und saubere Wäsche

TV-TIPP

Patengemeinde auf SRF zu sehen

Im Sommer wie auch im Winter ist das Bergdorf Unterschächen ganz idyllisch und immer eine Reise wert. Bilder: Archiv Unterschächen

Stets gut gelaunt, kümmern sich die beiden Profis um die Wäsche.

Wenn auf den Wohngruppen noch alle in ihren Betten liegen, und die Tagesstätte noch längst nicht geöffnet hat, brennt in der Wäscherei schon Licht: Bereits um Viertel vor fünf wird die erste Maschine angeworfen. Seit 20 Jahren kümmert sich ein eingespieltes Team von zwei Wäscherei-Profis um den anfallenden Wäscheberg der rodania. Dieser ist täglich 12 Trommeln Weiss-, Bunt- und Spezialwäsche hoch, was rund 150 Kilogramm entspricht. Es gibt also jahrein jahraus viel zu tun! Auch der «Wäschekreislauf» ist eine eingespielte Teamarbeit: Die Schmutzwäsche wird von den Wohngruppen und den Ateliers in die Wäscherei geliefert – meistens ist diese Arbeit ein Ämtli einer Klientin oder eines Klienten. Das Wäschesortieren und das Waschen übernehmen die beiden Mitarbeiterinnen der Wäscherei. Beim Aufhängen und Zusammenfalten

von Geschirrtüchern, Frottierwäsche, Socken und Unterwäsche gibt es wiederum Unterstützung von den begleiteten Menschen, täglich ist ein anderes Team von helfenden Händen im Einsatz. Die Arbeit in der Wäscherei bedeutet für die Klientinnen und Klienten eine schöne Abwechslung zum Atelierbetrieb, dementsprechend gut gelaunt und fröhlich ist daher auch die Stimmung der «Wasch-Equipe». In bester Waschweiber-Manier wird viel geschwatzt und gelacht. Leider beeinflusst Corona auch den Alltag in der Wäscherei: Aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen müssen die beiden Wäscherei-Leiterinnen bis auf weiteres auf helfende Hände verzichten. Sie freuen sich, wenn mit der «Normalität» auch wieder die begleiteten Menschen und die ganz spezielle WäschereiStimmung zurückkehrt.

Die rodania Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen (ssbg) ist seit über 30 Jahren Zuhause und Arbeitsstätte für Erwachsene mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung. Ziel des Begleitkonzepts ist, den begleiteten Menschen eine individuelle Lebensqualität in den verschiedenen Lebensphasen zu ermöglichen. In den Ateliers der Tagesstätte erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die externen Klientinnen und Klienten ein breites Beschäftigungsangebot in den Bereichen handwerkliche Produktion, lebenspraktische Tätigkeiten und basale Stimulation. Die Angebote der rodania werden über die IV-Rente, über die Hilflosenentschädigung und über Ergänzungsleistungen sowie durch die Kantone finanziert. Zusätzliche Angebote, die von der öffentlichen Hand nicht gedeckt werden, werden durch Spenden ermöglicht: Ein Nachmittag auf dem Bauernhof oder auf dem Reithof, ein Tagesausflug oder ein Ferienlager. Diese Aktivitäten erhöhen die Lebensfreude und das Selbstwertgefühl der Klientinnen und Klienten und fördern die Integration in die Gesellschaft.

Das Urner Bergdorf Unterschächen wird seit 1968 von Grenchen als Patengemeinde unterstützt. Wer den Namen Unterschächen nur vom Hörensagen kennt, kann sich morgen Freitag auf Fernsehen SRF 1 ein Bild davon machen.

Unterschächen liegt 1000 Meter über Meer, ist mit mit einer Fläche von 8028 Hektaren die fünftgrösste Urner Gemeinde und erreichbar über die Klausenstrasse im Schächental. Mit 700 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Gemeinde buchstäblich überschaubar. Fast sechs Mal so viel (3976 Frauen und Männer) sind Bürgerinnen und Bürger von Unterschächen (Stand: 1.1.2001). Am meisten hört man in Unterschächen auf die Famliennamen, Arnold, Bissig, Schuler, Gisler oder Müller.

Unterschächen eignet sich übrigens auch für einen Ferientrip. Ein Flyer wirbt für das romantische Bergdorf am Fusse des Klausenpasses. «In Unterschächen finden Sie ein gutes Angebot an Gastrobetrieben – vom gepflegten Hotel (Hotel Alpina) bis zum einfachen Bergbeizli», steht im Flyer. Den Sommer erlebt man mit Wandern, Bergsteigen und Biken. Der höchste Punkt ist das Schärhorn auf 3294 Meter über Meer. Im Winter stehen Langlauf, Skifahren, Skitouren und Eisklettern auf dem Programm. Wer sich davon überzeugen lassen möchte, einmal ins Patendorf von Grenchen zu reisen, kann sich morgen Freitag auf Fernsehen SRF gluschtig machen. Das Porträt im Rahmen der Serie «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» wird um 18.15 Uhr ausgestrahlt. Joseph Weibel


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Die Gemeinde in Zahlen: Einwohner: 5325 Höhe: 445 Meter über Meer Fläche: 7,3 km 2

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Campus Technik Grenchen wird unterstützt Die Einwohnergemeinde Lengnau unterstützt das Projekt Campus Technik in Grenchen finanziell. In Grenchen soll eine Betriebsorganisation Campus Technik geg r ü ndet werden. Ziel ist, ei n Tech nolog ie-A Ausbi ldu ngszentrum für mechanisch-technische Grundbildung und technische

Studiengänge zu gestalten. Die Bildungsinstitution sieht sich als zukünftig grösstes Technologie-Ausbildungszentrum am Jurasüdfuss, das Fachkräfte ausbildet und einen Technologietransfer i n d ie Pra xis sicherstel lt. Die Unter neh mu ngen der Reg ion sol len so von sehr gut ausgebildeten Fachkräften profitieren können.

Investitionsprogramm 2021–2026 genehmigt Das Investitionsprogramm ist ein Planungsinstrument des Gemeinderates, in welchem er jährlich seine Prioritäten definiert. Erfreut stellt der Gemeinderat fest, dass die meisten Hochbauprojekte im Schulbereich abgeschlossen werden konnten. Nun steht noch der Umbau der alten Turnhallen in Schulzimmer an. Dieser wurde vom Souverän bereits genehmigt. Die Infrastruktur der Einwohnergemeinde Lengnau ist in einem guten Zustand. Im Hochbau konnten die neuen Kindergärten Campus Dorf bereits bezogen werden und die neue Dreifachsporthalle steht kurz vor der Eröffnung. Nun steht noch der Umbau der alten Turnhallen an, welcher dieses Jahr umgesetzt werden soll. Die Baubewilligung liegt vor und die verschiedenen Arbeiten werden demnächst ausgeschrieben. Im Zuge der Bauarbeiten des Wärmeverbundes wurden sehr viele Werkleitungen in der Industriestrasse, dem EmilSchibli-Quartier, rund um den Bahnhof und gegen das Dorfzentrum saniert oder ersetzt. Leider lehnte der Souverän

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den Neubau der Nerbenstrasse West und die Sanierung der entsprechenden Werkleitungen an der Urne ab. Der Gemeinderat respektiert den demokratisch gefällten Entscheid und beschloss, das Projekt nicht mehr weiter zu verfolgen. Entsprechend wurde das Projekt im Investitionsprogramm auf später verschoben. Ebenso verzichtet der Gemeinderat auf den Kauf der Liegenschaft Industriestrasse 11. Vorgesehen war ursprünglich, das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen im Industriegebiet zu erweitern. Im steuerfinanzierten Bereich belaufen sich die geplanten Investitionen für das Jahr 2021 auf fast Fr. 10 Mio. In den Folgejahren nehmen diese gemäss Planung des Gemeinderates rapid ab. Das gleiche Bild ergibt sich bei den Werken. Im Jahr 2021 sollen Fr. 9 Mio. investiert werden. Anschliessend reduziert sich der Investitionsbedarf auch in diesem Bereich massiv.

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Region

Nr. 6 | Donnerstag, 11. Februar 2021

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«Zyt wird wider cho, wo d’Narre chöi zämestoh»

Es ist bekannt: Die Fasnacht in Grenchen 2021 ist abgesagt. Dies ist auch in allen umliegenden Gemeinden wie in Bettlach, Selzach oder in Büren der Fall. Ganz verzichten auf die «fünfte Jahreszeit» muss man trotzdem nicht. Die Närrinnen und Narren zeigen sich kreativ.

Wer hätte gedacht, dass das diesjährige Grenchner Motto «Se La Wi» auch in der Krise derart treffend sein würde?

DANIEL MARTINY (TEXT UND BILD)

Keine Stapi-Absetzung an Hilari; keine offizielle Chesslete, kein Umzug und auch nichts ist mit einem Böög. Spielverderberin ist einmal mehr das Virus. Die Entscheidungsträger um den Grenchner Obernarr Patrick Meier mussten alle publikumswirksamen Veranstaltungen der Fasnachtszünfte vorzeitig absagen. Heute ist Schmutziger Donnerstag, Beginn der siebentägigen «fünften Jahreszeit». Die Stadt ist trotzdem fasnächtlich erwacht, denn nach dem Aufruf der Oberchesslerin Sheena Ettlin sind am Morgen früh trotzdem Instrumente und Krachutensilien zu hören gewesen. Närrinnen und Narren haben die Chesslete auf den eigenen Balkonen ertönen lassen, und die obligate Mehlsuppe wurde in der eigenen Küche zubereitet und konsumiert.

Die «Uhregrübler» haben es sich nicht nehmen lassen, auf dem Marktplatz ein Schaufenster zu dekorieren.

Närrinnen und Narren haben die Chesslete auf den eigenen Balkonen ertönen lassen, und die obligate Mehlsuppe wurde in der eigenen Küche zubereitet und konsumiert.

Selzach und Bettlach verzichten

In den letzten Tagen sind in Grenchen und den anliegenden Gemeinden verschiedene Schaufenster kreativ dekoriert worden. Alle Zünfte haben sich daran beteiligt und auf diese Art trotzdem Fasnachtsstimmung herbeigezaubert. Die Zusammenarbeit zwischen den Zünften und dem Gewerbe ist traditionell verankert, und so konnte etwas Farbe und Freude vermittelt werden. Sowohl die «Lunesen», als auch die Hilari-Narren, die «Böögezunft» oder die «Stadtratten» liessen der Fasnachts-Fantasie freien Lauf. Die Amedisli-Zunft schmückte zumindest den Fensterbereich ihres Stammlokals, das Restaurant Metzgerhalle. Kulinarische Freuden wie die obligaten «Schenkeli», welche jeweils am Kinderumzug verteilt werden, werden diesmal durch Fasnachts-Kleinstgruppen an den Bahnhöfen und Busterminals der Bevölkerung angeboten. In Grenchen hat

«Die Zyt wird sicher wieder cho, wo d’Narre chöi zämestoh». SO STEHT ES BEIM CORO-NARR AUF DEM MARKTPLATZ GESCHRIEBEN

sich Obergugger Mischu Baier etwas einfallen lassen. Er wird am Samstag mit einem künstlerischen Mobile einen Hauch Karneval unter dem Stadtdach präsentieren. Musik ab Band soll auch nicht fehlen. Solche Möglichkeiten sind beispielsweise in Selzach oder Bettlach nicht denkbar und sind maximum auf Aktivitäten innerhalb der Familie beschränkt. «Die Risiken und die momentane Unsicherheit was die Zukunft anbelangt, sind leider zu gross. Wir wollen keine gesundheitlichen Gefahren riskieren», sagt der Selzacher Präsident Simon

Hugi. Er hoffe, dass 2022 bessere Bedingungen für die geliebte Narrenzeit herrschen werden. Yves Cutrona von der «Bettle Fasnacht» will ebenso im nächsten Jahr wieder voll durchstarten. «Veranstaltungen wie unser Mooreball oder die Höllefuehr werden uns sehr fehlen, doch sind wir in diesem Jahr gegenüber dem Corona-Virus machtlos.»

«Se La Wi»

Wer hätte gedacht, dass das diesjährige Grenchner Motto «Se La Wi» auch in der Krise derart treffend sein würde?

Damit haben die Närrinnen und Narren jedenfalls ein feines Händchen bewiesen. Auch die schöne Plakette von Hanspeter Schumacher ist in weiser Voraussicht mit keiner Jahreszahl versehen worden. Eine Solidaritätsplakette kann bei den Zunftsmitgliedern auch dieses Jahr für 25.40 Franken erworben werden. Damit soll geholfen werden, dass in Zukunft wieder tolle närrische Tage stattfinden werden. Ebenfalls erschienen ist am Schmutzigen Donnerstag die «Gosche». Die Grenchnerinnen und Grenchner können darum auch

dieses Jahr ihre Missgeschicke und Untaten nicht unter den Teppich wischen. 336 Tage wird es noch bis zum nächsten Hilari dauern, dem offiziellen Start zur fünften Jahreszeit in Grenchen 2022. 378 Nächte wird man noch schlafen müssen, ehe am 24. Februar 2022 offiziell zur nächsten Fasnacht gestartet wird. Doch wie steht es beim Coro-Narr auf dem Marktplatz geschrieben: «Die Zyt wird sicher wieder cho, wo d’Narre chöi zämestoh». Die Narren der Faschingszunft sind sich sicher: Die Fasnacht 2022 wird wieder voll, toll und gewaltig.

Diese Faszination kennt keine Grenzen Unglaublich, aber wahr: Auf der gigantischen Modelleisenbahn-Anlage von Hansjürg Habegger verkehren elf Züge und 14 Bergbahnen gleichzeitig. Unzählige grosse und kleine Attraktionen sind zusätzlich zu entdecken. Der Grenchner hat seinen Jugendtraum wahr gemacht und besitzt eine der grössten Modellbahn-Anlagen in unserer Region. DANIEL MARTINY (TEXT UND BILDER)

Von aussen deutet auf dem Anwesen von Hansjürg Habegger kaum etwas darauf hin, was für Schätze sich im Haus befinden könnten. Den Namen des Hausbesitzers sucht der Besucher vorerst vergebens. Einzig eine Klingel mit der Aufschrift «Eisenbahn-Atelier» deutet darauf hin, was einem erwarten könnte. Und tatsächlich: Weist im Eingangsbereich des Hauses höchstens eine kleinere Vitrine mit einigen Locks und mehreren Modell-Ferraris auf die Leidenschaft des 75-jährigen Grenchners hin, bleibt einem beim Eintreten ins Obergeschoss fast der Atem stehen. Eine riesige Modelleisenbahn-Anlage erstreckt sich über den rund zehn Quadratmeter grossen Raum. Die Angst des Besuchers: Da reicht wohl eine gute Stunde Besuchszeit nicht, um all die Finessen, die kleinen Details und vor allem die unzähligen Bahnen zu entdecken. Vom modernsten Schnellzug bis zur antiken Bergbahn, vom langen Güterzug bis zu Sesselliften … ganze Städte und Dörfer, Berglandschaften, Seen und vieles mehr, original und originell nachgebaut in tausenden Arbeitsstunden.

Hansjörg Habegger mit einem Teil seiner immensen ModelleisenbahnAnlage.

Überraschung im Keller

100 Lokomotiven geben Arbeit

Angefangen hat alles in der Jugendzeit von Hansjürg Habegger: «Als Kind schwärmte ich von den technisch damals noch beschränkten Möglichkeiten der Modelleisenbahnen. Bereits ein kleiner Kreis mit einer Lokomotive und ein paar wenige Wagen brachten mich schier aus dem Häuschen.» Der Kindheitstraum sollte jedoch erst viele Jahre später zur Realität werden. «Richtig ins Zeug legte ich mich erst nach meiner Pensionierung», erzählt Hansjürg Habegger, der 28 Jahre lang in Bettlach

meinem geliebten Hobby.» Da seine Lebenspartnerin nichts dagegen einzuwenden hatte und sich mit dem grossen Haus und dessen Umschwung beschäftigte, war dies auch nie ein Problem. Finanziell habe er sich zwar ebenfalls auf ein grosses Abenteuer eingelassen, doch weil die Modelleisenbahn-Anlage quasi sein Leben darstelle, habe er keinen Franken bereut. Und so weiss das Auge des Betrachters kaum, wohin es sich zuerst wenden soll. Ist die Anlage erst einmal in Betrieb, hat Bahnhofvorstand Hansjürg Habegger die Ampeln auf grün geschaltet, bewegt sich in jeder Ecke etwas. Die Züge überqueren eindrückliche Viadukte, die Bergbahnen schlängeln sich die Hügel empor und sollte es dunkel werden, beleuchten hunderte kleine Lämpchen die gesamte Szenerie.

Allein dieses Lokomotiv-Depot ist eine Augenweide für jeden Eisenbahn-Fan.

seine eigene Bäckerei/Konditorei führte. Als Grundstock konnte der 75-jährige eine Anlage seines Sammlerkollegen Joseph Berger (im Dezember 2020 im GSA porträtiert) erwerben. «Seine Starthilfe war sehr wertvoll und der Kontakt besteht noch heute. Die Anlage habe ich bis heute ständig ausbauen können. Was damals mit rund 70 Lokomotiven und gut 200 Wagen begonnen hat, umfasst heute über 100 Lokomotiven und etwa 500 Eisenbahnwagen», erzählt Habegger stolz. Das bedeute eine Menge Arbeit. «Gleich nach dem Frühstück begab ich mich ins Obergeschoss zur Arbeit, kam erst zur Mittagspause zurück und beschäftigte mich meistens auch nachmittags und bis tief in die Nacht hinein mit

«Die Sammelwut hat in den letzten Jahren etwas nachgelassen, doch die Faszination für dieses Hobby wird immer bestehen bleiben», erzählt der ehemalige Konditor. Das einzige Problem: Die Krankheit seiner Frau zwingt möglicherweise zu einem Umzug. «Die Bewegungsfreiheit meiner Lebenspartnerin ist zu gering geworden und eventuell zügeln wir zurück an unseren geliebten Murtensee. Das würde aber wohl auch das Ende meines Hobbys bedeuten, weil die ganze Anlage müsste ich in alle Einzelteile zerlegen», sagt Hansjürg Habegger. Beim Verlassen des Hauses können nochmals die FerrariModelle in der Vitrine bestaunt werden. Die eigentliche Überraschung folgt aber noch: Der Ausgang erfolgt durch die Garage. Und was steht dort? Ein echter Ferrari in Originalgrösse. Überraschung gelungen!


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Diverses

Donnerstag, 11. Februar 2021 | Nr. 6

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Region

Nr. 6 | Donnerstag, 11. Februar 2021

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Ein fast «normales» Wochenende in Bettlach

Wochenend-Alltag in Bettlach: Die Strassen sind beinahe menschenleer. Ohne einen kleinen Shopping-Bummel geht es aber nicht, um die Nahrungskette nicht reissen zu lassen. Der Grenchner Stadt-Anzeiger hat sich bei den wenigen Passanten umgehört und sich erkundigt, wie sie das Wochenende verbringen. Der Geschäftsführer vom «Bettle Pizza & Kebab Haus» gibt sich alle Mühe, seine Kundschaft kulinarisch zu verwöhnen.

DANIEL MARTINY (TEXT UND BILDER)

Ein Wagen der Luxusklasse biegt auf den Parkplatz des «Voi» in Bettlach ein. Nicht unbedingt aussergewöhnlich, doch das Nummernschild ist gelb: Grossbritannien! Sogleich beschleicht einem ein mulmiges Gefühl. Wird in Bettlach etwa die britische Virus-Mutation verbreitet? Die Entwarnung folgt sofort. Der Mann, der nicht namentlich erwähnt werden möchte und auch auf keinem Bild zu sehen sein will, hält sich seit über einem halben Jahr in Bettlach auf. «Ich arbeite bei CSL Behring in Lengnau und habe hier meine Traumwohnung gefunden. Ich habe mich seit letztem Sommer keine Minute ausserhalb der Region aufgehalten und mich mehrmals testen lassen.» Aus diesem Grund kaufe er natürlich auch beim regionalen Anbieter in Bettlach ein. Von Beruf ist der Eng-

länder mit algerischen Wurzeln Chemie-Ingenieur. «Ich fühle mich inzwischen quasi einheimisch und lerne in meiner Freizeit Deutsch und Französisch», erzählt der chic gekleidete Migros-Kunde. Ausserdem sei er oft mit dem Mountainbike auf den Jurahöhen unterwegs. «Auch wenn ich eines Tages wieder in meine Heimat zurückkehre, Corona hin oder her, Bettlach werde ich nie vergessen.»

Stricken und Kochen

Vor dem Geschäft in Bettlach haben sich inzwischen einige Jugendliche versammelt, zwar mit ihren «Töfflis», aber auch alle mit Masken und in gebührendem Abstand. Zu langweilen scheinen sie sich nicht. Es gibt untereinander viel zu besprechen. Das aktuelle Thema: Was können wir nach Covid-19 alles wieder unternehmen

Das Selzacher Ehepaar Musliu hat sich auf der Durchreise mit Lebensmitteln eingedeckt.

Jugendliche aus Bettlach treffen sich täglich vor dem «Voi», um sich im kleinen Kreis auszutauschen.

Martina Zürcher nutzt die Corona-Zeit, um sich dem Kochen und dem «Lismen» zu widmen, vermisst jedoch den Besuch im Fitnesscenter.

und nachholen. Mit einem EnergyDrink in der Hand sprudeln die Ideen unaufhörlich. Kurz vor Ladenschluss nimmt die Frequenz der Einkaufenden merklich zu. «Wir haben unser Wochenend-Einkauf schnell erledigt und kehren sofort nach Hause zurück», sagt Mergim Musliu aus Selzach. Seine Familie sei inzwischen zu Dritt und mit dem Nachwuchs werde es natürlich keine Sekunde langweilig. Insofern störe der Lockdown kaum. Die heimische Familie Luginbühl-Sutter hat nur schnell einige Getränke und Snacks gepostet. «Wir sind froh, kann unser Sohn weiterhin seinem Hobby, dem Unihockey, nachgehen. Da er unter 16-jährig ist, darf er regelmässig trainieren. Bei uns läuft am Wochenende der Fernseher nun halt viel öfters als sonst.» Dies ist bei Martina Zürcher weniger der Fall. «Ich beschäftige mich

mit «lismen» und kochen. Zudem habe ich endlich Zeit, mich mit mir selber auseinanderzusetzen.» Vermissen würde sie hauptsächlich die Stunden im Fitnesscenter, die ein guter Ausgleich zu ihrer Arbeit in der ETA in Grenchen seien. Glücklich ist die junge Bettlacherin vorab darüber, dass trotz Corona derzeit wenigstens ihr Job gesichert sei.

muss mir wenigstens finanziell keine Sorgen machen.» Die Sehnsucht nach einer Lockerung der Corona-Massnahmen ist bei jedem Gesprächspartner sehr gross. Eine Ausnahme ist da vielleicht noch beim Geschäftsführer des «Pizza & Kebab Haus» an der Bahnhofstrasse auszumachen. Man habe erst vor drei Monaten unter neuer Leitung wiedereröffnet und profitiere in der aktuellen Lage von der Möglichkeit, «Take away» anbieten zu dürfen, auch wenn man nur beschränkte Öffnungszeiten einzuhalten habe und Sonntags nach einem Entscheid der Gemeinde geschlossen haben müsse. Fazit: Die Bettlacher lassen sich keineswegs unterkriegen, versuchen das Leben mit all den Einschränkungen zu leben und freuen sich, wenn bald wieder Normalität einkehren wird.

Gefragte «Bettle-Pizza»

Auch Frank Schubert hat seine Wochenendeinkäufe erledigt. «Das Bier reicht vielleicht nicht bis Montag, doch was soll’s. Der gebürtige Deutsche lebt seit vier Jahren in der Gemeinde und weiss sich trotz des Lockdowns zu beschäftigen. Dies, obwohl er wegen eines Arbeitsunfalls auf seinen geliebten Fahrradsport verzichten muss. «Ich bin krankgeschrieben und


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Grenchen

Donnerstag, 11. Februar 2021 | Nr. 6

Die FDP. Die Liberalen der Stadt Grenchen im Porträt Unsere Aufgabe ist die Verteidigung und Förderung der liberalen Werte. Diese Werte – Eigenverantwortung, Leistungswille, Bescheidenheit, Qualitätsdenken und Offenheit – bilden die Basis der modernen Schweiz. Die Solothurner FDP ist eine breit abgestützte Volkspartei, die bodenständig politisiert und sich für die Anliegen des Volkes und der KMU einsetzt.

Die Stadt Grenchen liegt eingebettet zwischen der Witi, einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung und dem Grenchenberg. Der Agglo-Verein Grenchen mit den Gemeinden Grenchen, Bettlach und Lengnau hat das Agglomerationsprogramm Grenchen der vierten Generation erarbeitet. Dieses greift auch unseren Anspruch auf, dass unserer Umwelt mit Nachhaltigkeit zu begegnen ist und unser Naherholungsraum weiterhin als Rückzugsort von Mensch und Tier zur Verfügung steht. Die Optimierung der Verkehrsinfrastruktur im Rahmen des Agglomerationsprogrammes unterstützen wir weiterhin, wie bereits in der Vergangenheit, beispielsweise mit der Gestaltung des neuen Platzes am Bahnhof Süd.

Kurzporträt Partei: FDP.Die Liberalen der Stadt Grenchen In Grenchen aktiv seit: – Anzahl Mitglieder: 253 Parteipräsident: Daniel Wyss Mitglieder im Gemeinderat: 4 Mitglieder im Kantonsrat: 1 Website: www.fdp-grenchen.ch

Welche Anliegen sind der Partei besonders wichtig.

Es wäre dem Image der Stadt abträglich, wenn Ladengeschäfte und Gastrobetriebe wegen schlechter Umsatzzahlen und unnötig erschwerten Rahmenbedingungen schliessen müssten. Die Möglichkeiten der Stadt, das Gewerbe und den Detailhandel zu unterstützen, sind zwar beschränkt, aber es gibt einzelne Massnahmen, die in der Kompetenz der Stadt liegen. Eine dieser Massnahmen, ist die Tarifgestaltung bei den Parkgebühren, deren Reduktion die FDP in die Wege geleitet hat. Im Rahmen des Projektes «Kompass» hat die Stadt Grenchen den Steuersatz für Firmen auf 92 Prozent gesenkt. Ein grosser und einmaliger Schritt. Investitionen in unsere Infrastrukturen sind im Rahmen eines ausgewogenen Finanzhaushaltes zu tätigen, damit die Rahmenbedingungen für alle Bewohner und Firmen bestmögliche Voraussetzungen bieten.

Was für wesentliche Schwerpunkte muss die Stadt Ihrer Meinung in den nächsten vier Jahren vorantreiben.

Kandidatinnen und Kandidaten für den Kantons- und Regierungsrat – Hubert, Bläsi, 1957, Gesamtschulleiter, kandidiert für KR «bisher» – Robert, Gerber, 1953, Polizeikommandant a D, kandidiert für KR – Konrad, Schleiss, 1958, Agronom / Geschäftsführer, kandidiert für KR – Sandra, Sieber, 1979, Schauspielerin, kandidiert für KR – Daniel, Wyss, 1990, Juniorprojektleiter, kandidiert für KR

Im Rahmen des Projektes «Kompass», hat der Gemeinderat den Fokus auf den Leitsatz «Leben und Wohnen» gelegt. Diese Strategie ist auch während und nach «Corona» die Richtige. Grenchen ist keine Insel. Der wirtschaftliche Schaden, den die Corona-Pandemie verursacht, ist gegenwärtig noch nicht abschätzbar. Sicher ist, mit den Auswirkungen dieses Ereignisses wird sich Grenchen noch lange beschäftigen müssen. Steuererträge brechen ein, es gibt Ar-

beitslosigkeit, Geschäftsschliessungen usw. Wir werden wohl den Gürtel enger schnallen müssen. Unsere Wohlstandsgesellschaft hat bis heute im Bewusstsein gelebt, wonach Katastrophen immer anderswo stattfinden.

Was für Aktivitäten entwickelt die Partei gewöhnlich während eines Jahres.

An jedem ersten Freitag findet gewöhnlich unser Monats-Stamm statt, bei welchem wir zusammenkommen und aktuelle Themen aufgreifen. Dieser Anlass ist sowohl für die Beziehungspflege von bestehenden Mitgliedern als auch für Interessierte ein willkommener Treffpunkt. Jeweils vor dem Muttertag haben wir in den letzten Jahren Rosen auf dem Marktplatz verteilt und möchten zukünftig mit dieser Aktivität weiterhin unsere Wertschätzung gegenüber Müttern und Frauen mitteilen. Natürlich unterstützen und wünschen wir uns noch einen höheren Frauenanteil in politischen Ämtern und können entsprechend auch die Wichtigkeit nur einmal mehr betonen. Im Herbst findet gewöhnlich eine Firmenbesichtigung statt. Dabei erhalten unsere Mitglieder einen Einblick in unsere regionalen Arbeitsstätten, deren Bedeutung für unsere Region, als auch die aktuellen Entwicklungen von Produkten und Märkte werden vorgestellt.

Interview mit Daniel Wyss, Präsident der FDP. Die Liberalen der Stadt Grenchen

«Unsere Stärke ist die Auseinandersetzung mit Sachpolitik» Herr Wyss, die Corona-Krise hat in den letzten Monaten den Alltag auf allen Ebenen verändert oder vieles auch verhindert. Wie stark beeinflusst dieser Umstand Ihre Parteiaktivitäten? Daniel Wyss: Die heutige Zeit ist noch mit vielen Ungewissheiten behaftet, sodass Planungssicherheit kaum gegeben ist. Unterschriftensammlungen, Podien oder die Teilnahme an einem Wochenmarkt mit eigenem Stand konnten bisher nicht mehr verfolgt werden. Anderseits mussten für Sitzungen wie in Kommissionen oder der Fraktion grössere Lokalitäten gewählt werden, um Mindestabstände einzuhalten. Darüber hinaus fanden diverse Sitzungen online statt. Die gewohnte Nähe zu unseren Wählern und der Bevölkerung wird durchaus vermisst und zurückersehnt. Hat die Krise die Menschen für die Aktivitäten einer Partei oder die Anliegen der öffentlichen Hand Ihrer Meinung nach sensibilisiert? In den letzten Wochen erlebten wir eine Informationsflut aus unterschiedlichen Richtungen. Klarere Verhältnisse und bestenfalls eine Planungsgrundlage hätten die Zeit angenehmer geprägt und sensibilisiert. War es in den vergangenen Wochen und Monaten schwierig, Kandidatinnen und Kandidaten für eine Kantons- oder gar Regierungsratskandidatur zu begeistern? Für die kommenden Wahlen konnten wir politisch erfahrene Persönlichkeiten für eine (Wieder-)Kandidatur begeistern, die sowohl mit der Region als auch der Stadt Grenchen verbunden sind. Das Kandidatenfeld zeichnet sich durch ein breites Know-how aus. Jedoch bleibt der Wunsch, jüngere Kandidaten für eine Kandidatur zu gewinnen, unerfüllt. Vielfach ist das Interesse zwar gegeben, jedoch werden die Prioritäten in den ersten Jahren im Erwachsenenleben anders gewichtet. Wenn man Sie fragen würde: Gibt es noch so etwas wie Parteitreue bei Wahlen und Abstimmungen. Wie wäre Ihre Antwort? «Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben», sagt Christian Morgenstern. Natürlich ist die Parteitreue ein zentrales Anliegen jeder Partei. Unsere Partei verbindet Menschen und deren Werte, hat aber auch

wieder herzustellen und zu unterstützen. Kulturschaffende, Vereine und Freizeitanlässe sind stark von der Krise betroffen und sind vielleicht nach der Suche von neuen Ideen fündig geworden. Aber auch in diesem Fall ist Planungssicherheit notwendig, sonst wird das Leben rund um Kultur, Kunst und Sport, nur schleppend wieder in Gang gesetzt werden können.

Daniel Wyss. Bild: zvg

gut daran zu arbeiten, dass diese Vielfalt weiterhin möglich sein wird. Andererseits verstehe ich das Dilemma aller Stimmberechtigten, wenn die persönliche Wertehaltung auf emotional geführte Abstimmungen treffen. In dieser Situation nichts zu tun, also weder abzustimmen oder zu wählen, ist womöglich schädlicher und verkommt plötzlich zum Dauerzustand. Sind die Menschen Ihrer Meinung nach politisch müde geworden oder lassen sie sich eher wieder für eine aktive Teilnahme begeistern? Ein Blick in die Statistik «Wahlen- und Abstimmungen» vom Bundesamt für Statistik, verrät, dass die durchschnittliche Stimmbeteiligung zwischen 1990 bis 1999, zwischen 2000 bis 2009 nochmals und folglich genauso zwischen 2010 bis 2019 stetig stieg. Ob in der Realität die Begeisterung auch im selben Ausmass nach oben schoss, sei hier ausser Acht gelassen. Ich denke aber, dass auch gerade Frauen das Stimmrecht stärker wahrgenommen haben als in der Vergangenheit. Und deren Begeisterung für die Politik muss noch weiterhin bekräftigt werden. Welche Chancen rechnen Sie sich an den kommenden Wahlen aus: Wird

Ihre Partei im Ort, im Bezirk oder im Kanton eher an Stimmen gewinnen, verlieren oder in etwa gleichbleiben? Die FDP.Die Liberalen pflegt die Stärke, sich mit der Sachpolitik auseinanderzusetzen. Dort liegt der Fokus, um die eigenen Kräfte einzubringen. Natürlich bringt dies der Partei den Nachteil, dass populistische Themen die Sachpolitik in den Hintergrund stellen und lässt den Wählenden den Eindruck, dass unsere Partei sich passiv verhält. Im Gegenteil werden jene Themen bereits sachlich aufgearbeitet und bewertet während der populistische Widerhall noch zu hören ist. Unsere Wählenden haben bisher diese Qualität unterstützt, weshalb wir dies in Zukunft weiterhin erfüllen möchten und uns an unseren Werten Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt orientieren. Daher gilt es die Parteistärke sicherlich zu verteidigen. Ist Ihrer Meinung nach das Angebot von Kunst, Kultur, Sport und Freizeitaktivitäten im Kanton und spezifisch auch in der Stadt Grenchen ausreichend? Wenn nicht, was würden Sie sie sich für ein Angebot wünschen? Die aktuelle Corona-Lage ist wie Sand im Getriebe und bedroht diese Bereiche mit zunehmendem Druck. Das Angebot, wie es vorher bestanden hatte, gilt es

Der Kanton Solothurn wird als Steuerhölle tituliert und ist im Ranking der teuren Steuerkantone tatsächlich ganz weit oben. Wäre da nicht (endlich) Handlungsbedarf angesagt? Bereits vor Corona sah die finanzielle Ausgangslage für den Kanton Solothurn nicht allzu rosig aus. Die Corona-Krise verschärft die Situation nun erheblich und führt zu schrumpfenden Steuereinnahmen und steigenden Sozialausgaben. Die FDP.Die Liberalen fordern eine seriöse, aber unverblümte Erarbeitung von Massnahmen durch den Kantonsrat, mit denen die finanzielle Lage des Kantons verbessert werden kann. Bei dieser Auslegeordnung muss alles auf den Tisch kommen. Es wird nicht anders gehen, als unangenehme Vorentscheide zu treffen. Themen wie ein Ausgabenmoratorium, ein Stellenmoratorium, ein Abbau von Dienstleistungen, Beitragskürzungen, etc. sind zu diskutieren. Der Staat wird sich auf seine Kernaufgaben besinnen müssen! Sparen allein wird nicht ausreichen. Man wird nicht um den Verzicht von gewissen Annehmlichkeiten kommen. Der Detailhandel hat aufgrund von zeitweiligen Betriebsschliessungen während der Corona-Krise zum Teil massive Verluste erlitten, während der Online-Handel besonders in den letzten Monaten stark zugenommen hat. Vergessen wird dabei, dass der Onlinehandel, unter anderem, viel versteckte Energie verursacht. Warum thematisieren vor allem umweltnahe Parteien diese Problematik nicht oder zu wenig? Das Betreiben eines Online-Shops und deren Server verursacht genauso einen Energieverbrauch, wie die konkurrierenden Verkaufsladen für Heizung, Kasse, Beleuchtung, Verkaufsförderungsmassnahmen und deren Büroeinrichtung es auch tun. Fakt ist, dass Geräte und Fahr-

zeuge dahingehend entwickelt wurden, ressourcenschonender und umweltfreundlicher zu sein. Onlineshops bieten meist ein breiteres Sortiment an, was aus Platzgründen im Detailhandel eingeschränkter ausfallen kann. Wenn dann noch die versteckte Energie des Verkäufers berücksichtigt wird, die allenfalls durch mehrere Fahrten zu verschiedenen Detailhändlern anfallen, dann wäre zumindest ein fairer Vergleich der Vertriebskanäle langsam möglich. Grundsätzlich sollte die Rolle von Wasserstoff breiter diskutiert werden, und wie diese zukünftig in Fahrzeugen oder Häusern eingesetzt werden kann. Der Kanton Solothurn hat in den letzten 20 Jahren extrem an seiner Industriestärke eingebüsst und tut es weiter. Grenchen hat sich hingegen von der klassischen Uhrenstadt zu einem Zentrum der Hightech-Industrie entwickelt. Sollte mit diesem Trumpf in der Tasche die Stadt nicht noch vermehrt Werbung in eigener Sache machen? Klar ist dieser Trumpf zu bewerben und gleichzeitig muss das geschaffene Wohnangebot gleichermassen beworben werden. In Zukunft werden vermehrt Berufe in der IT entstehen, die im besten Fall teilweise von Zuhause aus (Homeoffice) arbeiten. Eine moderne, funktionierende Infrastruktur ist nach den Ereignissen im letzten Jahr nicht als selbstverständlich anzusehen. Gleichermassen muss die Anbindung an den öffentlichen Verkehr und für den Individualverkehr optimiert werden, damit Grenchen ideale Merkmale als Ort zum Wohnen und Leben bietet. Noch eine Frage zu Umwelt und Energie: Die Solothurner Regierung hat 2018 ein zu scharfes kantonales Energiegesetz aufgesetzt und ist damit beim Wähler massiv abgeblitzt. Was ist für Sie eine realistisch umsetzbare Energiestrategie? Aus liberaler Sicht gilt es, sich mit aller Kraft gegen staatliche Bevormundungen im Gebäudebereich einzusetzen. Massive Eingriffe in die Eigentumsfreiheit verursachen für alle hohe Kosten und führen zu mehr Bürokratie, die zudem in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen steht. Auch hier gilt: Anreize und nicht Diktate! Redaktionelle Bearbeitung: Joseph Weibel