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9. April 2020 | Nr. 15 | 81. Jahrgang

Wir sind weiterhin für Sie da!

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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Frohes Osterfest! OSTERN fällt nicht aus. Richtig. Auch wenn die Weltordnung im Moment eine andere zu sein scheint, so wird das Osterfest trotzdem gefeiert – in der uns derzeit möglichen Form. Wir haben Gudula Metzel, Pfarreikoordinatorin und Pfarreiseelsorgerin der römisch-katholischen Kirchgemeinde, gebeten, eine Osterbotschaft zu schreiben (siehe Seite «Region»). JOSEPH WEIBEL

«Hoffnung, das ist die christliche Botschaft, in der Leere des Karsamstages gibt es etwas zu begreifen: die Osterblume, das Leben. Das ist mein Wunsch für Sie zum Osterfest in diesem Jahr», schliesst Gudula Metzel ihre Osterbotschaft ab. Die Ostertage sollen am kommenden Donnerstag (Gründonnerstag oder Hoher Donnerstag) auf ganz besondere Weise eröffnet werden. Um 10 Uhr morgens werden die Kirchenglocken der Kirchen der drei Landeskirchen festlich läuten. Am Abend sollen um 20 Uhr wiederum viele Kerzen am Fenster entzündet werden. «Ein Lichtermeer soll entzündet werden», bekräftigt Gudula Metzel. Zudem rufen die Schweizer Bischofskonferenz SBK und die Evan-

Mode

für die Frau Die Apfelblüte als Osterbote und Symbol für die Hoffnung und das Leben. (Bild: Pixabay) gelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS in einer gemeinsamen Botschaft alle Menschen zu einem Gebet auf: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbei-

tenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen. Wir wünschen Ihnen von Herzen frohe Ostertage!

Grössen 36–50


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Veranstaltungen / Diverses

Donnerstag, 9. April 2020 | Nr. 15 Gerichtliches Verbot Hiermit wird Unbefugten gerichtlich untersagt, das Grundstück GB Grenchen Nr. 7212 (Hagstrasse) zu befahren, darauf Fahrzeuge sowie Gegenstände jeglicher Art zu parkieren oder abzustellen.

Unterhaltsarbeiten zwischen Moutier und Lengnau während den Nächten

Unterhaltsarbeiten zwischen Solothurn-West und Moutier während den Nächten

Dienstag, 14. April bis Freitag, 17. April 2020, je von 20.00 bis 06.00 Uhr des nächsten Tages.

Dienstag, 14. April bis Freitag, 17. April 2020, je von 22.00 bis 05.30 Uhr des nächsten Tages.

Die BLS führt zwischen Moutier und Lengnau Unterhaltsarbeiten am Gleis durch. Aufgrund des dichten Zugverkehrs und Gründen der Sicherheit muss nachts gearbeitet werden. Die Züge verkehren planmässig.

Die BLS führt zwischen Solothurn West und Moutier Unterhaltsarbeiten am Gleis durch. Aufgrund des dichten Zugverkehrs und Gründen der Sicherheit muss nachts gearbeitet werden. Die Züge verkehren planmässig.

Bei diesen Arbeiten wird es zu Lärmemissionen kommen. Wir organisieren die Arbeiten so, dass der Lärm auf ein Minimum reduziert wird. Wir danken der betroffenen Bevölkerung für das Verständnis.

Bei diesen Arbeiten wird es zu Lärmemissionen kommen. Wir organisieren die Arbeiten so, dass der Lärm auf ein Minimum reduziert wird. Wir danken der betroffenen Bevölkerung für das Verständnis.

Haben Sie Fragen? Unser Kundendienst ist täglich von 7.00 bis 19.00 Uhr für Sie da. Telefon 058 327 31 32 Kontaktformular www.bls.ch/kundendienst

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Freundliche Grüsse BLS Netz AG

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Wer diesem Verbot zuwiderhandelt, wird mit einer Busse bis CHF 2000.– bestraft. Einsprachefrist: 30 Tage seit Publikation beim Gericht. Nicole Mattiello, Amtsgerichtspräsidentin

IMPRESSUM

amtlicher Anzeiger für die Stadt Grenchen, www.grenchnerstadtanzeiger.ch Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach, Romont, Lengnau,Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Erscheinungsweise: wöchentlich, Donnerstag Herausgeber: AZ Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen Geschäftsführerin: Lara Näf, 032 654 10 66, lara.naef@chmedia.ch Redaktion: Grenchner Stadt-Anzeiger Dejo Press GmbH J. Weibel Tel. 032 652 66 65 redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch Inseratenverkauf: AZ Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, 032 654 10 60 inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Druckerei: Mittelland Zeitungs Druck AG, Neumattstr. 1, 5001 Aarau Inserateschluss: Mittwoch, 10.30 Uhr Inseratepreis: mm sw CHF -.85 / mm farbig CHF 1.21 Stellen: mm sw CHF -.96 Immobilien: CHF -.96 alle Preise zuzüglich 7,7% MwSt. Auflage WEMF-beglaubigt: 23 521 Ex. (WEMF 2018) Copyright: AZ Anzeiger AG Der Grenchner Stadt-Anzeiger ist Mitglied des Bieler Regio-Kombis Plus Ein Produkt der

Verleger: Peter Wanner www.chmedia.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB:

AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

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Amtliche / Kirchen

Nr. 15 | Donnerstag, 9. April 2020

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

Stadt Grenchen

Baudirektion

Baupublikation Gesuchsteller Bauvorhaben Bauplatz Planverfasser

Ev.-ref. Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach, Zwinglistrasse 9, 2540 Grenchen Sanierung Einfamilienhaus Zwinglistrasse 14 / GB-Nr. 4587 ssm architekten, Dahlienweg 17, 2540 Grenchen

Planauflage

Baudirektion, Dammstrasse 14 Grenchen Einsprachefrist 27. April 2020 Einsprachen sind begründet und im Doppel bei der Baudirektion einzureichen. Grenchen, 9. April 2020

BAUDIREKTION GRENCHEN

KIRCHEN GOTTESDIENSTE REFORMIERTE KIRCHE Die Kirche kommt zu Ihnen. Auch während den Ostertagen sind wir mit Worten und Klängen für Gross und Klein da. Via Link «Wort zur Zeit» auf www.grenchenref.ch oder www.facebook.com/wortzurzeit. Unser Pfarrteam ist auch weiterhin erreichbar: S. Meyer, 032 654 10 34, Kreis Markus P. von Siebenthal, 032 654 10 31, Kreis Ost R. Juillerat, 032 654 10 32, Kreis West RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Ab sofort und bis und mit Sonntag, 19. April sind alle Gottesdienste und sonstigen Anlässe abgesagt! Die Kirche bleibt während dieser Zeit geschlossen. Fürs persönliche Gebet steht Ihnen dieTaufkapelle zur Verfügung. Sie ist wie folgt geöffnet: Montag – Freitag 8.00 Uhr – 18.30 Uhr Samstag und Sonntag 9.00 Uhr – 18.30 Uhr Ökumenische Aktion: Gemeinsam beten und Kerzen anzünden Die evangelisch-reformierte Kirche und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz wollen in Zeiten der Coronavirus-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung setzen. Bis Gründonnerstag sollen im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend um 20.00 Uhr Kerzen auf den Fenstersimsen entzündet werden. Die Menschen sind zum gemeinsamen Gebet eingeladen. CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Christkatholische Kirche St. Peter und Paul Alle Gottesdienste und Anlässe sind bis und mit 19. April abgesagt. Wir werden am Karsamstag, 11. April um 20.00 Uhr am üblichen Ort vor dem Haupteingang zur Kirche ein Osterfeuer anzünden. Sie sind eingeladen, zur gleichen Zeit wieder eine brennende Kerze vor ein Fenster zu stellen. Am Hohen Donnerstag, 9. April um 20.00 Uhr und an Ostern, 12. April um 10.00 Uhr läuten unsere Kirchenglocken zusammen mit der römisch-katholischen Eusebiuskirche und der reformierten Zwinglikirche zu den heiligenTagen. Für seelsorgerische Dienste, für Informationen und bei Bedarf an Unterstützung wenden Sie sich bitte an das Pfarramt, Tel. 032 652 63 33. Wir entbieten Ihnen unsere besten Wünsche für Gesundheit und Wohlergehen. Obwohl wir die Ostertage nicht in gewohnter Gemeinschaft feiern können, wollen wir aneinander und an die denken, die erkrankt sind und denen es nicht gut geht.

Wort zur Zeit Wir alle empfinden diese Zeit wie auf einer AcRterbaRn. AlltäglicRe soziale Kontakte sind nur nocR seRr eingescRränkt oder gar nicRt meRr möglicR. FüRlen Sie sicR einsam? Habe Sie Angst um IRre Liebsten? FürcRten Sie um IRre Stelle? Wie soll es weitergeRen? KircRen oRne Begegnungen! Wir geRen neue Wege im Internet, auf www.grencRenref.cR und www.facebook.com/wortzurzeit. «Wort zur Zeit» – Gedanken und Musik in turbulenten Zeiten Hören und singen Sie mit. Wir wünscRen IRnen froRe Ostern und bleiben Sie gesund. Ihre Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach Das MISEREOR-HungertucR: UMenscR, wo bist du?» von Uwe Appold © MISEREOR

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Liebe Vogelsang-Kundinnen und -Kunden sen, jedoch steht lhnen unsere Verkaufsabteilung für alle lhre Anliegen jederzeit gerne telefonisch oder per Mail zur Verfügung. Für notwendige Reparatur- und Servicearbeiten wie auch für Carrosserie-Aufträge bleibt unser Betrieb geöffnet. Sie haben die Möglichkeit, unsere Schlüsselbox zu nutzen und können so das Fahrzeug ausserhalb der Öffnungszeiten bringen und abholen. Wenn Sie dennoch den persönlichen Kontakt zu unseren MitarUnsere Leistungen in den nächsten beitenden wünschen, werden diese den vorgeschriebenen Abstand einWochen Unsere Verkaufsbereiche sind zwar halten und u.a. auch auf das Händebis sicherlich am 19. April geschlos- schütteln verzichten. lhre Sicherheit kommt für uns an oberster Stelle In diesen turbulenten Zeiten überschlagen sich die Nachrichten und Ereignisse in Bezug auf das Coronavirus. Umso mehr sind uns lhre Mobilität und Sicherheit sehr wichtig. So halten wir uns strikte an alle Hygienevorschriften und befolgen die entsprechenden Verhaltensregeln, um die Gesundheit von lhnen und unseren Mitarbeitern zu schützen.

So sorgen wir für lhre Sicherheit , Wir verwenden Lenkrad- und Wählhebelschutzbezüge , Unsere Mitarbeitenden halten sich an die Vorschriften des BAG , Unsere Ersatzfahrzeuge werden vor und nach jedem Gebrauch gereinigt und desinfiziert , lhr Fahrzeugschlüssel wird vor der Abgabe an Sie ebenso desinfiziert Wir bedanken uns für lhr Vertrauen und wünschen lhnen und lhren Liebsten gute Gesundheit und weiterhin eine gute, sichere Fahrt! Ihre Vogelsang AG Grenchen

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Grenchen

Nr. 15 | Donnerstag, 9. April 2020

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Der Handwerksboden ist eine gute Unterlage

GEWERBEUMFRAGE (TEIL 2) Auch wenn die Zeit und der Alltag stillzustehen scheint, so wird in vielen Betrieben gearbeitet. Der Lebensmittelhandel sowieso, aber auch viele Klein- und Kleinstbetriebe sind weiterhin tätig; nicht immer oder nur in der angestammten Form, sondern sie treten auch als stille Dienstleister auf. Wie sieht die Situation aus bei Handwerkern: Malern, Schreinern, Sanitär-Installateuren, Elektrikern oder Raumpflegern? Wir haben uns bei fünf Betrieben umgehört. JOSEPH WEIBEL (TEXT UND BILDER)

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Wenn der Strom in der Leitung stockt, die Heizung oder der Boiler streikt; oder ein Wasserschaden für Unbill sorgt: so ist der Fall klar. Jetzt muss der Handwerker ins Haus – Corona hin, Corona her. Klar ist, das Handwerk macht seinem goldenen Boden wieder einmal alle Ehre. Auch wenn der Stillstand im Alltag beim Handwerk nicht ganz spurlos vorbeigeht.

SCHAAD + SCHNEIDER AG, GRENCHEN: AUFTRAGSLAGE PRAKTISCH UNVERÄNDERT

SANSONI AG, BETTLACH: GESTÄRKT AUS DER KRISE GEHEN Das Bettlacher Maler- und Gipsergeschäft feierte vor fünf Jahren sein 30-Jahr-Jubiläum. Der heutige Geschäftsführer Enrico Sansoni ist stolz auf die grosse Tradition seines Unternehmens und auf den Umstand, dass er nicht die erste Krise durchmacht. «Wir haben die Uhren-, die Immobilien- und die Finanzkrise erlebt und überlebt. Wir werden das jetzt auch nicht anders machen», sagt er mit überzeugtem Ton. Auch nach gut drei Wochen habe es noch keinen einzigen stornierten Auftrag gegeben. Im Moment laufen Arbeiten in zwei Kirchen, einer Kapelle und verschiedene Aufträge für die Malarbeiten an Aussenfassaden. Viel Aufwand und Energie brauche die die Einhaltung der Schutzmassnamen. «Darauf legen wir grossen Wert und gehen über die Vorgaben des BAG hinaus». Die Maler und Gipser fahren einzeln in Autos zu den Baustellen. Ausserdem könne man jetzt auch viele Fremdarbeiten in der eigenen Werkstatt ausführen. Ein Problem könne höchstens die Materialbeschaffung werden. Sansoni AG arbeitet seit vielen Jahren mit den gleichen Lieferanten und kann deshalb auf die nötige Loyalität zählen. Ausserdem sei es ein Vorteil, als alteigesessener Betrieb mit langjährigen Mitarbeitenden aufzutreten. «Ich bin überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser Krise gehen.»

Auf eine lange Unternehmenstradition schaut das 1972 gegründete Sanitärunternehmen zurück. Der Betrieb wurde 14 Jahre lang in Büren an der Aare geführt und hat seit 1986 seinen Sitz in Grenchen. Am Firmensitz an der Schlachthausstrasse treffen wir einen entspannt wirkenden Geschäftsführer Florian Schneider (rechts im Bild) und Servicemonteur Oliver Mosimann an. Anfänglich sei er schon «auf Nadeln» gewesen. Lange Zeit habe man nicht abschätzen können, wie es im Arbeitsalltag weitergehe. Vorsorglich habe man für den Betrieb Kurzarbeit beantragt. Nach knapp drei Wochen sagt Florian Schneider: «Die Auftragslage ist praktisch unverändert». Einerseits stünden Arbeiten in neuen Überbauungen an und auf der anderen Seite gebe es auch im Bereich Service kaum Absagen, wie etwa Oliver Mosimann (links im Bild) bestätigt. Zweifellos einiges mehr an Aufwand erfordern die Sicherheitsvorschriften, die strikt eingehalten werden müssen, betont Schneider. Das gelte im Besonderen auch für die Arbeit in Privathaushalten. Falls der Stillstand länger andauert, als dies im Moment angenommen werden kann, befürchtet Florian Schneider Probleme auf der Zulieferseite. www.schaad-schneider.ch

An mangelnder Arbeit kann sich das Familienunternehmen Grimbühler GmbH nicht beklagen. Neben den regelmässigen Reinigungsservices bei abonnierten Firmen, jetzt im Frühling zunehmenden Fensterreinigungen in Unternehmen und Privathaushalten, kamen aufgrund der herrschenden Schutzbestimmungen noch zusätzliche und regelmässig durchzuführende Desinfektionsarbeiten in Dienstleisterfirmen mit regen Kontakten (Banken etc.) dazu. Lediglich zurückgegangen seien private Wohnungsreinigungen im Service-Abonnement bei Risikogruppen. «Wir setzen die Schutzmassnahmen natürlich strikte um», sagt Cindy Lack, die seit 2013 im Betrieb ihres Vaters Rolf Grimbühler (Bildmitte) tätig und in der Geschäftsleitung ist. Nicht geöffnet ist die langjährige Kärcher-Vertretung. «Der Bestell- und Zulieferservice ist aber auch bei uns gewährleistet». Grimbühler GmbH, die auch Malerarbeiten anbietet, beschäftigt derzeit 18 Mitarbeitende. Den Bereich Malerei führt Daniel Lack (ganz rechts). «Unser Hauptziel besteht ebenfalls darin, besonders in solchen Zeiten die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden ganz besonders wahrzunehmen», so Cindy Lack, die in den letzten drei Wochen zugleich noch Homeschooling mit ihrer Tochter betrieben hatte. www.grimbühler.ch

> AKTIVE PARTNERSCHAFT Vor bald vier Wochen mussten Verkaufsgeschäfte und Dienstleister, die keine Lebensmittel anbieten und verkaufen, ihre Tore von einem Tag auf den anderen schliessen. Nicht alle vom Ausnahmezustand involvierten Klein- und Kleinstunternehmer wurden gleichermassen von dieser Massnahme betroffen. Schon in kurzer Zeit orientierten sich viele Gewerbetreibende neu und entwickelten Online-Dienste, Lieferservice, Take-awayAngebote und machten auf verschiedene Weise auf Ihre Dienstleistung aufmerksam. Der Grenchner Stadt-Anzeiger unterhält mit zahlreichen Unternehmen in Grenchen und der Region eine rege und zum Teil langjährige Partnerschaft. Es ist uns deshalb Verpflichtung und auch eine Freude, diese Unternehmen ebenso in schwierigen Zeiten entsprechend zu unterstützen. Deshalb haben wir vor einer Woche mit einer Serie mit Gewerbetreibenden gestartet und zeigen darin auf, wie sich ein KMU mit der ausserordentlichen Situation auseinandersetzt. Verlag und Redaktion

AKTUELLES AUS DEM MUSEUM

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Jetzt erleben wir Geschichte! ANGELA KUMMER

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Auch in der Werkstatt der Firmengruppe Grütter + Willi AG in Grenchen stehen die Sägen nicht still. Gewisse Aufträge, so Geschäftsführer Christian Glutz, seien verschoben worden. «Vor allem der eine oder andere geplante Innenausbau in Privathaushalten sind terminlich in die zweite Jahreshälfte verschoben worden.» In der Schreinerei sei der Anteil Planung im Vergleich zur Ausführung grösser geworden. «Das gibt dem einen oder anderen Mitarbeitenden die Gelegenheit, Überzeit zu kompensieren oder Ferien zu nehmen.» Auf mittlere Frist sei aber die Auftragslage gut, bekräftigt Glutz. Er rechne jedenfalls mit keinem massiven Einbruch. Seine Aussage beruht auf der Hoffnung, dass die Regierung den Stillstand auf ein vertretbares Mass für die Wirtschaft reduziert. «Unser momentanes Hauptziel liegt darin, dass wir unter Einhaltung der Gesundheitsmassnahmen auch in dieser schwierigen Zeit die Wirtschaft aufrecht erhalten und unsere rund 30 Arbeitsplätze sichern können».

Andreas Schaad (links) und Beat Mosimann (rechts) leiten heute das Grenchner Traditionsunternehmen mit 28 Mitarbeitenden und blicken mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. «Im Moment», sagt Andreas Schaad, «sind wir noch gut am Funktionieren». Die Tätigkeit konzentriere sich derzeit auf einige Baustellen. Dazu kommen Industrieaufträge in Betrieben ohne externe Zugangsbeschränkung. «Es gibt schon Unternehmen, die aus Schutzmassnahme keine externen Personen zulassen können». Im Kleinservice- und Unterhaltbereich», stellt Beat Mosimann fest, «haben wir klar weniger Aufträge». Im Moment gebe es kaum Anfragen. «Man spürt Zurückhaltung», sagt er. Geschlossen sind natürlich auch die beiden Verkaufsläden in Grenchen und Lengnau. Einen Bestell- und Lieferservice sei aber gewährleistet. Auch die beiden Geschäftsinhaber betonen die strenge Einhaltung der Schutzvorschriften. Wie sich die Auftragslage nach der Zeit von Corona entwickle, sei noch nicht absehbar. «Wir müssen damit rechnen, dass es zu einer längeren Anlaufzeit kommt», vermutet Schaad.

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Das Coronavirus hat auch das Kultur-Historische Museum Grenchen gezwungen, seine Türen bis auf weiteres zu schliessen. Wie viele andere Museen bietet auch das KHM Alternativen zu einem Museumsbesuch. Nutzen Sie die Zeit für einen Spaziergang zu den historischen Spuren in unserer Region – natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen Vorgaben des BAGs. Einen Besuch wert sind der «Schalenstein» und der «Römerbrunnen», die Überreste des römischen Gutshofs auf dem Breitholzhügel. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Findlingsgarten. Oder aber Sie wandern zur Ruine der «Burg Grenchen» und erkunden unsere Region zur Zeit des Mittelalters.

Museum im Netz

Wer sich weiter über historische Themen informieren will, schnuppere doch mal im Grenchner Stadtwiki auf https://wiki.stadtgeschichte-grenchen.ch. Dort finden sich zahlreiche Informationen und Artikel zu diversen Themen der regionalen Geschichte. Vielleicht findet sich nun auch die Zeit, selber einen Artikel über die eigene Firma, Familie oder den eigenen Verein zu schreiben? Eine Anleitung zum Schreiben von neuen Artikeln findet sich im Grenchner Stadtwiki. Selbstverständlich ist unser Museum auch in den sozialen Medien – auf Facebook und Instagram – präsent.

Dort lassen wir die Bevölkerung Blicke hinter die Museumskulissen haschen und unterhalten mit interessanten Objektgeschichten. Auf unserer Website und im Milchkästli gibt es für Familien gratis einen Geschichts- und einen Bilderparcours durchs Stadtzentrum von Grenchen.

Sammeln über die aktuelle Krise

Unser Museum sammelt nicht nur «alte» Sachen, sondern auch aktuelle Gegenstände, Fotos oder Zeitzeugenberichte, speziell über diese «historische Krise». Wenn Sie also Gegenstände, Fotos oder eigene Texte haben, die Sie dem Museum schenken möchten, um die aktuelle Krisensituation für die Zukunft zu dokumentieren, mailen oder schicken Sie uns diese per Post und legen Sie sie in den Briefkasten. Herzlichen Dank und bleiben Sie gesund! Kultur-Historisches Museum Grenchen Absyte 3 Postfach 635 2540 Grenchen 032 652 09 79 www.museumgrenchen.ch


«Es ist noch nicht ausgestanden, wir müssen dranbleiben.» menarbeit mit Privatkliniken. Zudem p»egen wir einen Austausch mit ambulanten Einrichtungen, mit der Ärzteschaft in der Grundversorgung, Spitex, mit Alters- und P»egeheimen und mit freischaffenden Dienstleistern. Und falls diese Strukturen an ihre Grenzen stossen, bleiben der Balmberg für die medizinische Quarantäne, die Höhenklinik Allerheiligenberg für den Alters- und die Fridau für den Asylbereich. Weiter verteilt der Zivilschutz zur Sensibilisierung Flyer und kommt mit den Leuten ins Gespräch. Denn im Kanton Tessin hat sich gezeigt, dass das direkte Gespräch mit der Bevölkerung wichtig ist.

Kantonsarzt Prof. Dr. med. Lukas Fenner

Er navigiert den Kanton Solothurn durch unruhige Zeiten. Kantonsarzt Lukas Fenner teilt im Gespräch seine Gedanken über die Corona-Krise und über die Hürden, die es zu meistern gilt. Ab wann war die Entwicklung zur Pandemie für Sie absehbar? Schwierig war, dass die Informationen aus China verzögert und bruchstückhaft zu uns gelangten. Gesichert ist, dass die Ausbreitung bereits vor Dezember 2019 begonnen hatte, wir jedoch erst Ende Jahr of„ziell davon erfuhren. Anfang Januar erkannten dann auch wir in Europa, dass Covid-19 ein ernstzunehmendes Thema werden könnte. Ende Januar nahm der Sonderstab Corona dann die Arbeit auf. Der Kanton Solothurn hat vergleichsweise wenige In„zierte pro 100 000 Einwohner. Sind die Solothurner besonders diszipliniert? Man darf die Daten nicht überinterpretieren. Natürlich haben wir nicht ein Niveau wie im Kanton Tessin oder Genf. Vieles an der Entwicklung ist eher zufällig. Wichtig ist die geogra„sche Distanz der Mittelland-Kantone zu den Corona-Hotspots wie Oberitalien. Die konsequente Durchsetzung der Bundes-Vorgaben hat aber sicher auch eine wichtige Rolle gespielt. Ob die Solothurner besonders diszipliniert sind? Ja, vielleicht! Jedenfalls bedanken wir uns bei der Bevölkerung, ebenso beim Gesundheitspersonal in Spitälern, Praxen, Heimen und in ambulanten Einrichtungen. Das Gesundheitssystem des Kantons ist also „t für die weitere Entwicklung? Wir haben die Gesundheitseinrichtungen vorbereitet: Nicht lebensnotwendige Operationen wurden aufgeschoben und die Beatmungskapazitäten deutlich heraufgefahren. Dies auch durch die Zusam-

Zurzeit ist es schwierig, die weitere Entwicklung zu prognostizieren. Auch wenn es danach ausschaut, dass sich die Kurve eher stabilisiert, kommt noch jedes Szenario in Frage. Man muss davon ausgehen, dass die Zahl der In„zierten weiter zunimmt, – und dies der Bevölkerung so kommunizieren: Es ist noch nicht ausgestanden, wir müssen dranbleiben. Insbesondere bei schönem Wetter und über Ostern. … und uns auf eine zweite Welle im Herbst gefasst machen? Ich gehe nicht davon aus, dass das Virus – wie SARS – endgültig verschwinden wird. Ob es zur zweiten Welle kommt und wie intensiv, hängt davon ab, wie hoch die Durchseuchung bei der ersten Welle war und wieviele Menschen noch für den Erreger empfänglich sind. Und: Wie schnell ein Impfstoff zur Verfügung steht. Nach einem Mittel gegen das Virus wird noch geforscht. Welche «Medizin» gibt es gegen den «Koller in den eigenen vier Wänden»? Man muss derzeit mit einschneidenden Massnahmen – so etwa mit Einschränkungen im persönlichen und sozialen Leben – zurechtkommen, sodass man sich an die Pandemie jahrzehntelang als prägendes Erlebnis erinnern wird. Die Einschränkungen haben sicherlich einen Ein»uss auf das psychische Wohlergehen. Doch welche Rezepte gibt es dagegen? Seit dieser Woche ist beispielsweise eine kantonale Hotline der Psychiatrischen Dienste der Solothurner Spitäler in Betrieb. Darüber hinaus gibt es weitere Angebote, die wir auf unserer Webseite corona.so.ch zusammengefasst haben. Zum Schluss dennoch eine Prognose: Welchen Stellenwert wird das Gesundheitswesen nach der Corona-Krise haben? Ich denke, dass wir den Wert eines guten Gesundheitswesens erkennen, das auf genügend Ressourcen und Reserven zurückgreifen kann. Nach der Pandemie werden wir viel darüber diskutieren, wie wir uns noch besser auf zukünftige Pandemien vorbereiten können.

Informationen: corona.so.ch und Hotline 0800 112 117

Der Kanton Solothurn reagiert auf verschiedenen Ebenen auf die ausserordentliche Situation. Gesprächs- / Unterstützungsangebote Im Kanton Solothurn gibt es zahlreiche Beratungsangebote, die Sie bei Ihren Problemen oder Fragen unterstützen. Auf corona.so.ch / unterstuetzung „nden Sie eine Übersicht. Zögern Sie nicht, sich dort zu melden. Nachbarschaftshilfe Viel Unterstützung gibt es auch in den solidarischen Nachbarschaftshilfen. Auf corona.so.ch / nachbarschaftshilfe „nden Sie Angebote in Ihrer Gemeinde.

bag-coronavirus.ch / check

Bleiben Sie zuhause! Das Osterwochenende steht vor der Tür – eine Zeit, die viele Familien zusammen geniessen. Dieses Jahr verlangen die Massnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19 aber, dass die Bevölkerung zu Hause bleibt. Insbesondere ältere Personen ab 65 Jahre und Risikogruppen. Nur so kann die Infektionsrate weiter eingedämmt und eine Überlastung der Spitäler verhindert werden. Der Bundesrat und die Schweiz brauchen Sie. AUCH BEI GUTEM WETTER ZUHAUSE BLEIBEN. JETZT ERST RECHT. Ausser in folgenden Ausnahmen: – Home-Of„ce ist nicht möglich und Sie müssen zur Arbeit. Arbeitgeber sind verp»ichtet, ihre Mitarbeitenden zu schützen. – Sie müssen Lebensmittel einkaufen. – Sie müssen zum Arzt / zur Ärztin / zur Apotheke / Drogerie. – Sie müssen anderen Menschen helfen.


Seeland

Nr. 15 | Donnerstag, 9. April 2020

Ein Leuziger lässt die St.Ursen-Kathedrale erstrahlen

LEUZIGEN/SOLOTHURN Der Leuziger Heinz Lehmann hat während seiner bisherigen Geschäftstätigkeit einen Grossteil der St.Ursen-Kathedrale renoviert und restauriert. Der Steinhauer setzt sich seit Mitte der Achtziger-Jahre für das Solothurner Wahrzeichen ein. DANIEL MARTINY

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ie St.Ursen-Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt Solothurn schlechthin. Es gilt als wichtigstes schweizerisches Bauwerk des Frühklassizismus. Die St. Ursen-Kathedrale von Solothurn ist eine üppige Schönheit – und thront mitten in der Altstadt. Seit fast 30 Jahren setzt sich der Leuziger Bildhauer und Steinrestaurator Heinz Lehmann dafür ein, dass nicht nur die imposante St.Ursen-Treppe, sondern auch die Ziervasen, der St.Ursenbrunnen, diverse Figuren der Westfassade, die gesamten Treppenanlagen, Türschwellen, Fenster- und Türfassungen der Turmterrasse und vieles mehr stets in neuem Glanz erstrahlt. «Während meiner Geschäftstätigkeit habe ich einen Grossteil der Kathedrale aussen und innen renoviert und restauriert.» Angefangen habe er damit 1983 beim St.UrsenTurm in leitender Funktion einer Solothurner Steinhauer-Grossfirma. Seit 1985 sei er nun als Bildhauer und Steinrestaurator mit seiner Firma Lehmann-Stein GmbH in Leuzigen in verschiedenen weiteren Etappen für diverse Arbeiten zuständig. So war Heinz Lehmann vorerst für den kleinen Turm und danach für die gesamte Treppenanlage und für die beiden Balustraden Süd und Nord zuständig.

Der «Solothurner Marmor»

Bis vor etwa 150 Millionen Jahren gab es an der Stelle, wo heute Solothurn steht, nur Wasser. Als sich dieses Wasser später zurückzog, blieb Stein zurück: Der berühmte Jurakalk, oder auch «Solothurner Marmor», wie die Kostbarkeit auch genannt wird. Aus diesem Kalk bauten die Bewohner Brunnen, Mauern, Treppen, Tore, Kirchen und vieles mehr. Bereits die Römer, die im 3. Jahrhundert an dieser Stelle lebten, bedienten sich am «Solothurner Marmor». Damals gab es in der Stadt elf Steinbrüche und darin beschäftigte man mehrere hundert Arbeiter. Darum gilt die Steinhauerei als ältester Industriezweig Solothurns.

Der fatale Brandanschlag

Im Januar 2011 wurde die Kathedrale, vor allem der freistehende Altar im Chorraum, aber auch seine Umgebung, durch einen Brandanschlag schwer beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken. Die Kathedrale musste aufwändig renoviert werden und blieb bis Ende September 2012 geschlossen. «Eine riesige Herausforderung an uns alle», weiss Heinz Lehmann. «Es ist vorab darum gegangen, dass ich nach dem Brand die Innenrenovation sofort an die Hand nehmen musste. Es ging darum, den Chorboden, die Tritte und allgemein den Kirchenboden nicht nur vom Russ

zu befreien, sondern auch aufwändig zu restaurieren.» Dabei hatte die Bilanz nach dem rasch gelöschten Feuer auf den ersten Blick nicht derart verheerend ausgesehen. Doch bei einer genaueren Überprüfung wurde erst das ganze Ausmass der Tat sichtbar. «Die Rauch- und Russschäden erstreckten sich über die ganze Kathedrale und die Orgeln durften erstmals gar nicht mehr bespielt werden, erinnert sich Heinz Lehmann. Die Kirchgemeinde entschloss sich damals zu einer Vorwärtsstrategie und liess gleich den ganzen Innenraum der Kathedrale nicht nur säubern, sondern auch restaurieren. «Eigentlich die wichtigste und auch wertvollste Arbeit meiner gesamten Karriere als Bildhauer und Steinrestaurators Heinz Lehmann. Dieser hatte bereits Erfahrung mit dem Gotteshaus. «1995 renovierten wir die Terrasse Süd, im Jahr 2000 das Querschiff Nord, 2003 das Querschiff Süd und 2006 den Mittelteil Nord.» Nun rückt der Zeitpunkt näher, an dem sich Heinz Lehmann zur Ruhe setzen wird und sich um die Nachfolge seiner Steinhauer-Firma in Leuzigen Gedanken machen will. Die Faszination um die St.Ursen-Kathedrale wird ihn jedoch sein ganzes Leben lang begleiten und sicher nie mehr loslassen. Es ist quasi das Lebenswerk von Heinz Lehmann.

Der Leuziger Heinz Lehmann bringt de Mörtel zur Fixierung des renovierten Kreuzes auf der Westfassade an.

Quasi das Lebenswerk von Heinz Lehmann: Die imposante Kathedrale strahlt als Wahrzeichen über der Stadt Solothurn. (Bilder: zvg)

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Donnerstag, 9. April 2020 | Nr. 15

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Nr. 15 | Donnerstag, 9. April 2020

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«Eine seelische Prüfung, die uns ruhiger machen kann» «Ostern fällt nicht aus, das geht gar nicht»: Gudula Metzel schreibt die Osterbotschaft 2020.

An Feiertagen schmerzt es am deutlichsten, wenn alles so durchgeschüttelt ist, wie im Moment. Das Gewohnte ist in Frage gestellt, aber vor allem die Gesundheit, ja das Leben. Niemand von uns weiss, wie wir durch diese Zeit der Krise hindurchkommen werden. Wir haben eine seelische Prüfung zu bestehen. Auch am Ostermorgen war alles anders als sonst.

(Bild: Joseph Weibel)

GUDULA METZEL*

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ie Mehrheit der Menschen ist nun schon lange Zeit zum Daheimsein verpflichtet. Wir ziehen uns zurück und sollen den Kontakt vermeiden. Wir tun alles dafür, um das Schlimmste eindämmen zu können. Immerhin sind wir zu Hause, haben genug zu essen, sind von lieben Menschen umsorgt, wissen auch unsere Liebsten in der Nähe, auch wenn wir diese gerade nicht besuchen dürfen. Wie wird es wohl den vielen Geflüchteten unter uns gehen, fern jeden sozialen Netzes? Es herrscht ein eigenartige Stille. Eine Stille, die es in der Liturgie eigentlich nur am Karsamstag gibt. Im liturgischen Kalender ist das der einzige Tag, an dem kein Gottesdienst gefeiert werden darf. Der Tag, der zwischen der Kreuzigung Jesu und der wunderbaren Auferstehung am Ostermorgen liegt.

Karsamstag, der Tag vor Ostern

An diesem Karsamstag beherrscht die Trauer die Stunden. Trauer über den Tod Jesu. Keine Partys, kein fröhliches Fest, werden gefeiert. Man zieht sich zurück, manche fasten sogar, weil sie nicht essen können. Sie ist schwer auszuhalten diese Eintönigkeit, die Monotonie. Und wir versuchen, dem

gierigen Tod zu entkommen, und fragen uns: Leben wir noch richtig? Die einen sind gelangweilt, andere fühlen sich schuldig, weil sie gesund daheim herumsitzen. Die Tage werden mit Nichts gefüllt: die tägliche Dusche, das Waschen, das Kochen, die Telefonate mit den Liebsten, das Schauen auf Netflix. Doch da sind auch die Telefonate mit den Liebsten. Oder wir schreiben mal wieder einen echten, tiefen Brief mit der Hand; er teilt Erinnerungen und zeigt so, dass man miteinander verbunden ist. Es wird auch wieder mehr und gesund gekocht. Wir sollen uns zurückziehen und wir sollen solidarisch sein. Ist das nicht ein Widerspruch? Kann Solidarität wirklich darin bestehen, auf Distanz zu gehen?

Respekt vor Kranken und alten Menschen

Am meisten Respekt haben wir vor den Kranken in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen. Ärztinnen und Ärzte, sowie die Pflegenden riskieren ihr Leben. Sie sind erschöpft und wütend über den Mangel an Schutzkleidung und Beatmungsgeräten. Dann haben wir grossen Respekt für die älteren Menschen, die besonders von dieser Prüfung betroffen sind. Aber auch die jungen Familien,

mit Kleinkindern oder Jugendlichen, deren Gefühle noch nicht ausgereift sind. Viele sind betroffen. Die Hilfsbereitschaft ist gross. Und jeder Mensch geht anders um mit dieser Stille. Ist die Zeit der Tagebücher angebrochen? Das Kleine, die Launen, die Sehnsüchte, Belangloses können gute Geschichten ergeben. Ist jetzt die Zeit für Träumereien? Auf seine Gesundheit achten und auf ein gutes Gleichgewicht von Leib und Seele: auch das ist in dieser Stille notwendig. Die Bewegung ist ja erlaubt an der frischen Luft.

Eine seelische Prüfung

Die gegenwärtige Situation ist eine seelische Prüfung. Wir haben sie zu bestehen. Sie kann uns, wenn wir uns darauf einlassen, ruhiger machen. Möglicherweise stärkt sie uns innerlich und vermag auch unsere Beziehung zu Gott erneuern. Denn der Karsamstag ist ein Übergang in den Ostermorgen hinein. Da gehen die Frauen hin zum Grab Jesu und finden es leer. Beim Grab Jesu ist alles anders als sonst. Maria von Magdala trifft den Auferstandenen und er spricht sie an. Alles ist anders als sonst. Damals wie heute ist alles anders als sonst. Lernen wir etwas aus dieser Situation, die nicht normal ist. Wir

Wenn die Schule plötzlich nur noch zu Hause stattfindet GRENCHEN Man mag es kaum mehr hören: Lockdown, Social Distance, Homeschooling. Die deutschen Begriffe Stillstand, Abstand halten oder Hausunterricht vermögen unserer überglobalisierten Welt wohl nicht mehr standzuhalten. Sei’s drum: Wir haben uns nach drei Wochen Stillstand bei Eltern und Lehrerschaft umgehört, wie der Hausunterricht in der Praxis funktioniert. Heute mit der Familie Rüefli und Tochter Rahel sowie Primarlehrerin Jacqueline Schmucki. Nächste Woche mit der Familie Calafato und ihren Töchtern Alisea und Giuli. JOSEPH WEIBEL

Ü

berraschend sei die abrupte Aufhebung des täglichen Schulunterrichts trotz allem nicht gekommen, sagt Carmen Rüefli aus Grenchen. «Die Kinder sind im Unterricht schon einige Zeit vorher über die wichtigsten Schutzmassnahmen und Verhaltensweisen instruiert worden».

Guter Start in den Heimunterricht

Als der Tag X, Montag, 16. März 2020, kam, zeigte sich ein weiterer positiver Effekt der guten Vorbereitungsphase. Tochter Rahel, die den Unterricht an der achten Klasse (Sek P) besucht, erklärt: «Wir haben vom Klassenlehrer digital einen Link auf einen Ordner mit sämtlichen Aufgaben erhalten». Zudem sei der Kontakt zur Lehrerschaft immer gewährleistet gewesen. Den Klassenlehrer habe man telefonisch kontaktieren können, sagt Rahel Rüefli. Mit den anderen Unterrichtenden kommunizierten die Schülerinnen und Schüler auf dem E-Mail-Weg.

Digitaler Lernraum als Chance

Carmen Rüefli sah sich in ihrer Meinung bestätigt, dass der Hausunterricht nur im Zusammenspiel mit einer gut organisierten Lehrerschaft und disziplinierten Schülern funktionieren kann. Der Unterricht zu Hause

Rahel Rüefli beim digitalen Hausunterricht. Gemeinsam mit ihrer Mutter schaut sie sich die nächste Aufgabenstellung an. (Bild: zvg) bietet den Kindern neue Lernerfahrungen; sie entdecken dabei neue Fähigkeiten, die auch für ihre weitere Zukunft nützlich sind. Nebst vielen positiven Punkten fehlen beim Hausunterricht die sozialen Kontakte. «Auch mit einer noch so gut organisierten Form kann er den physischen Unterricht im Klassenverbund nicht ersetzen». Sie sieht aber den durch die Corona-Krise bedingten Hausunterricht primär als spannendes Experiment, wo die Kinder lernen sich selbst zu organisieren und zu lernen.

Hohes Mass an Selbstdisziplin

Der Hausunterricht kann tatsächlich nur gut funktionieren, wenn beide Seiten mitmachen. Er fördert, oder vielmehr, fordert die persönliche Dis-

ziplin und eine grosse Selbstverantwortung, die sich nach einem Übertritt in eine höhere Schule noch verstärken dürften. Bereits die ersten Tage haben gezeigt, dass es nicht alle Kinder gleichermassen ernst nehmen. Die Lehrer der Grenchner Sekundarklasse P 2q haben nach der ersten Woche einen klaren «Warnschuss» abgegeben und mit einer eindringlichen Mail an die Arbeitsmoral und Selbstdisziplin appelliert. «Die Worte waren so deutlich, dass wohl der hinterste und letzte begriffen hat, um was es geht», erinnert sich Rahel Rüefli. Nötig geworden war dieser Ruf, weil die Lehrer aufgrund von mangelnden Feedbacks auf die Aufgabenstellungen rasch reagieren wollten. Rückblickend nach drei Wochen richtet Mutter Carmen Rüefli ein Dankeschön an den Klassenlehrer Daniel Kupper sowie seinen Lehrerkolleginnen und -kollegen. Sie hätten sehr gute Arbeit geleistet – sowohl in fachlicher als auch menschlicher Hinsicht. «Ich bin mir auch bewusst, dass wir beruflich die Möglichkeit haben, flexibel auf die ausserordentliche Situation mit Homeschooling reagieren zu können. Diese Möglichkeit haben längst nicht alle Eltern und Alleinerziehende». Ausserdem meint sie, dass der Hausunterricht für kurze Zeit taugen und funktionieren möge. Tochter Rahel jedenfalls freue sich wieder auf die «analoge» Schule.a

können uns verbinden mit Gedanken, die anders sind.

Anders als normal: die Osterbotschaft

Die Osterbotschaft ist anders. Sie lautet: Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Sie sagt uns ausserdem, es gibt einen Übergang. Wir gehen weiter. Wir können erwarten, was kommen wird. Es wird sein ein Licht, ein Leben, ein Tanz, der nie aufhört. Auferstehung ist dort. Es wird dort auch dann noch meine Identität geben – ich komme ja zu Gott. Steht deshalb auf. Steht auf und lebt ein Leben schon vor dem Tod. Es soll sein voll guter Beziehungen. Auferstehung will schon hier geschehen: Lassen wir den Krieg ruhen und setzen wir alle Kräfte zum Wohlbefinden der verletzlichen Menschheit ein, wie das die UNO und mit ihr auch der Papst fordert.

Ostern fällt nicht aus

Ostern fällt nicht aus, das geht gar nicht. Denn Christus ist ja auferstanden von den Toten. Deshalb werden in Grenchen am Hohen Donnerstag um 20 Uhr und am Ostersonntag um 10 Uhr die Kirchenglocken der Kirchen der drei Landeskirchen festlich läuten. «Mit dem Tod müssen wir umgehen, dem schwarzen Hengst. Der sprengt mit seiner Schulter die sicheren Wände», sagt uns die Dichterin Marie-Luise Kaschnitz. Dann rät sie uns: Halte nicht ein, geh über ein Wort weiter, einen Atemzug, noch über dich hinaus, und greif dir im Leeren, die Osterblume. Hoffnung, das ist die christliche Botschaft. In der Leere des Karsamstages gibt es etwas zu ergreifen: die Osterblume, das Leben. Das ist mein Wunsch für Sie zum Osterfest in diesem besonderen Jahr. * Gudula Metzel ist Pfarreikoordinatorin und Pfarreiseelsorgerin der römisch-katholischen Pfarrei St. Eusebius.

> WORT ZUR ZEIT: EINE MUSIKALISCHE PLATTFORM

Wie viele Betriebe in diesem Land haben auch wir in Grenchen und Bettlach in den letzten Wochen einen digitalen Entwicklungsschub gemacht. Weil unsere Gottesdienste alle abgesagt wurden, ist eine neue Plattform entstanden: Wort zur Zeit: www.wort-zur-zeit.ch Die neue Plattform, initiiert von Eric Nünlist (Abendmusiken Grenchen) und Kathrin Nünlist (Abendmusiken Bettlach), kommt gerade richtig auf die Ostertage. «Alle paar Tage finden Sie hier neue Wortbeiträge aus dem Pfarrteam und von weiteren Mitarbeitenden», sagt Eric Nünlist. Die Musik spiele dabei eine wichtige Rolle. Kathrin und Eric Nünlist haben zusammen mit anderen Musikerinnen und Musiker für den Palmsonntag-Karfreitag-Osterkreis sehr unterschiedliche Musik auf Video aufgenommen. «Teilweise kann sogar zu Hause mitgesungen werden», so Nünlist. Morgen Karfreitag und am Ostertag werden zudem neue Aufschaltungen folgen.

Analoger Unterricht daheim JOSEPH WEIBEL

Für die Lehrerschaft bedeutet Fernunterricht ebenfalls eine grosse Herausforderung. Während in der Oberstufe das digitale Lernen durchaus ein probates Mittel sein kann, funktioniert diese Technik in der Unterstufe weniger. Jacqueline Schmucki unterrichtet im «Eichholz» an der Stufe 1. und 2. Klasse. Wir haben sie über ihre Erfahrungen befragt. Sie habe nicht wirklich damit gerechnet, dass es tatsächlich auch in unserem Land zu einer Schulschliessung kommen könnte. «Die Situation in China schien weit entfernt und diejenige in Italien als viel gravierender.» Dann kam alles anders. Am Samstagmorgen, einen Tag nach dem Entscheid des Bundesrates, informierte die Schulleitung Grenchen über die Schulschliessung im Detail. «Damals gingen mir viele Fragen durch den Kopf. Alle Betroffenen und eben auch wir Lehrpersonen wurden mit einer komplett neuen Situation konfrontiert.» An der ausserordentlichen Sitzung der Unterstufen-Lehrpersonen wurde rasch klar, dass der Unterrichtsstoff nicht elektronisch auf OneDrive aufbereitet werden kann, da nicht alle Familien über die benötigte Infrastruktur verfügen. Deshalb habe man das Lehrmaterial für die Zeit bis zu den Frühlingsferien für die Schüler in Papierform zusammengestellt und die Eltern damit beauftragt dieses am Tag darauf abzuholen. «Von grosser Wichtigkeit war dabei, zu gewährleisten, dass die Kinder den Stoff möglichst selbständig bewältigen können».

Im ständigen Kontakt

«Während den ganzen drei Hausunterricht-Wochen standen wir so im ständigen Kontakt mit Schülern und ihren Eltern». Kommuniziert wurde per WhatsApp-Chat oder per Videoanruf. Die

Jacqueline Schmucki: «Ich vermisse die Kinder und den lebendigen Austausch mit ihnen.» (Bild: zvg) Werklehrerin habe zusätzlich, so Jacqueline Schmucki, als Velokurier jedem Kind eine «Häkel-Aufgabe» nach Hause gebracht. Mit der Zeit habe sich unter den Kindern zudem eine erfreuliche und kreative Selbstdynamik entwickelt: So wurden mit viel Stolz Fotos von selbstgemachten Pizzen, Apfelkuchen oder Schokogipfeln im Klassenchat ausgetauscht.

Eine grosse Herausforderung

Als nicht unproblematisch erwies sich der ständige Aufruf des Bundesrates, man solle zu Hause bleiben. Das sei verschiedentlich von Eltern allzu strikte eingehalten worden. «Wir mussten sie teilweise dazu ermuntern, ihre Kinder dennoch regelmässig an die frische Luft zu schicken oder mit ihnen einen Spaziergang zu unternehmen, so dass sie sich unter Einhaltung der geltenden Regeln für einen Moment die Beine vertreten konnten». Für die Eltern sei die Ausnahmesituation ohnehin zu einer grossen Bewährungsprobe geworden. «Viele mussten nicht nur den Fernunterricht mit ihren Kindern bewältigen, sondern zusätzlich im Homeoffice oder auswärts arbeiten». Die grosse Zeitspanne, die eine Familie in einem solchen Moment zusammen verbringe, könne familiäre Spannungen erzeugen. «Zudem sind die Menschen verunsichert; existenzielle und gesundheitliche Ängste treten zutage. Das besorgt mich sehr – auch die Tatsache, dass nicht alle Kinder gleichermassen von ihren Eltern unterstützt werden können». Auch Jacqueline Schmucki hofft sehr, dass bald wieder zum normalen Schulalltag übergegangen werden kann. «Ich vermisse die Kinder und den lebendigen Austausch mit ihnen!»


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Coronavirus: Ausserordentliche Lage

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NOTFALLNUMMERN

BEZEICHNUNG

NUMMER

Ärztlicher Notfalldienst Kt. Solothurn

0848 112 112 144 143 032 654 66 67 118 032 654 79 19 0848 00 45 00 117 032 654 75 75 1414 147 140 032 653 70 10 145 032 654 66 68

Ambulanz Dargebotene Hand Elektrizität/Stromversorgung SWG Feuerwehr Gemeinschaftsantennen GAG Notfallzahnarzt Polizei Polizei Stadt Grenchen Rettungsflugwacht REGA Sorgentelefon für Kinder (Pro Juventute Telefonhilfe) Strassenhilfe TCS Suchtberatung Toxikologisches Informationszentrum Wasser/Gasversorgung, SWG

WICHTIGE NUMMERN BEZEICHNUNG

NUMMER

Alters- und Pflegeheim «Am Weinberg»

032 654 06 00 032 654 05 00 032 627 31 21 062 823 86 00 032 653 70 10 032 626 23 23 0800 11 88 11 062 837 50 60 032 655 60 60 0848 44 66 88 032 654 34 34 032 652 45 25 032 654 20 90 032 653 70 10 032 566 41 00 032 652 71 30

Alters- und Pflegeheim «Kastels» Bürgerspital Solothurn Frauenhaus Aargau/Solothurn Jugend- und Elternberatung Klinik Obach, Solothurn Krebstelefon Opferhilfe Aargau/Solothurn Pflegeheim Sunnepark Grenchen SBB Rail Service

(CHF 0.08/Min.)

Gesundheitszentrum Grenchen Spitex Grenchen VEBO Wohnheim, Grenchen Vermittlung von Tages- und Familienpflegeplätzen Stiftung Schmelzi Y-Psilon Wohngruppe für demenzkranke Menschen

FREIWILLIGENHILFE IN DER STADT GRENCHEN In Folge der aktuellen COVID-19 Pandemie ist eine grosse Solidaritätswelle im Gang. Viele Private und Organisationen bieten Freiwilligenhilfe oder erweiterte Dienstleistungen an. Zur Koordination und Information ihrer Einwohnerinnen und Einwohnern hat die Stadt Grenchen unter www.grenchen.ch/freiwilligenhilfe diese Übersicht publiziert. Möchten Sie Ihre Organisation hier auch eintragen lassen, wenden Sie sich bitte an standortfoerderung@grenchen.ch. Five up APP - Freiwilligen-App – 058 400 41 41 Schweizerisches Rotes Kreuz Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft Forum Grenchen – 032 520 50 05 Hilf jetzt - Nachbarschaftssolidarität Forum Grenchen Les Bricoleurs – 076 831 04 38 Gruppe von freiwilligen Helferinnen und Helfern im Dienste der Ev.-ref. Kirchgemeinde Grenchen - Bettlach. Pro Senectute – 032 626 59 59 Erweiterung Telefondienst für Information & Auskunft Neue Hotline Psychische Gesundheit Seit Montag, 6. April 2020 geben Fachpersonen der Psychiatrischen Dienste der Solothurner Spitäler AG Auskunft zu konkreten psychischen Problemen im Rahmen der Corona-Pandemie. Die Telefonnummer lautet: 032 627 57 57. Das Angebot läuft an Werktagen von 08.00h bis 18.00h. Stadt aktualisiert Corona Info-Flyer Die Stadt Grenchen verteilt in den nächsten Tagen per Post den aktualisierten «Corona Info-Flyer». Dieser enthält einen Aufruf von Stadtpräsident François Scheidegger und eine Liste mit detaillierten Angaben zu Angeboten von Dienstleistern (SPITEX, Pro Senectute, FORUM Grenchen, Five up und Les Bricoleurs). 60 Grenchner Gewerbetreibende sind im Flyer mit ihren Telefonnummern und Liefer-angeboten (Heimservice, Abholung, Postversand) aufgeführt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Enthalten sind auch die folgenden Tipps wie man mit der häuslichen Isolation um-gehen soll, Kontaktadressen von Schulsozialarbeitenden, Anlaufstellen bei Notfällen und Tipps für Eltern für das «Coaching» ihrer Kinder in dieser schwierigen Zeit. Wie Sie häusliche Isolation als Familie gut überstehen Aufgrund der aktuellen Situation, wo die Kinder vermehrt Zeit zu Hause verbringen und schulische Unterstützung von den Eltern benötigen als auch auf mehr Betreuung angewiesen sind, kann es zu herausfordernden Situation kommen. Die Schulsozialarbeit steht jedoch weiterhin als eine mögliche Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen, den Eltern sowie den Lehrpersonen zur Verfügung. Sie hört gerne zu und schaut gemeinsam mit den Beteiligten, wo und/oder wie am besten geholfen werden kann. Bei Fragen oder Anliegen bitte mit der jeweiligen Schulsozialarbeitenden Kontakt aufnehmen. Schulsozialarbeitende: Lea Triller: 079 812 16 74 / lea.triller@grenchen.ch Zuständigkeit: Schulkreis Halden und Zentrum Raja Hollenstein: 079 418 97 34 / raja.hollenstein@grenchen.ch Zuständigkeit: Eichholz Cornelia Baumann: 079 944 98 61 / cornelia.baumann@grenchen.ch Zuständigkeit: Kastels Weitere mögliche Anlaufstellen bei Notfällen: Kinder- und Jugendnotruf: 147 – vertraulich, anonym und kostenlos Elternnotruf: 0848 35 45 55 – vertraulich, anonym und kostenlos Stadtpolizei Grenchen: 032 654 75 75 Jugendberatung Perspektive, Grenchen: 032 653 70 10 Soziale Dienste Oberer Leberberg, Grenchen: 032 654 21 21 Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst, Grenchen: 032 627 18 00 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Region Solothurn: 032 627 75 90 Opferhilfe Solothurn: 062 835 47 90

WEITERE INFORMATIONEN Tipps für Eltern: • Erklären Sie Ihrem Kind in altersgerechten Worten die aktuelle Situation • Machen Sie gemeinsam Aktivitäten (Spiele, Projekte zu Hause, Kochen usw.) • Setzen Sie klare Lern- und Freizeiten • Halten Sie die Tagesstruktur ein (Aufsteh- und Schlafenszeiten, Essenszeiten, Lernzeiten, Freizeiten) • Bleiben Sie in Kontakt mit Menschenund tauschen Sie sich über positive Inhalteaus • Definieren Sie klare Zeiten für den Konsum von digitalen Medien • Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit • Schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten • Führen Sie eine tägliche Familienkonferenz durch: Ideen für gemeinsame Aktivitäten sammeln; wer braucht was? • Holen Sie sich bei Bedarf Hilfe HFTM bietet Webinare zu Homeoffice an Für diejenigen, welche Wissensbedarf rund um Homeoffice haben, bietet die Höhere Fachschule für Technik Mittelland gratis Webinare zum Thema «Digitale Tools für Homeoffice-Mitarbeitende» an. Anmeldungen laufen ganz unkompliziert über die brandneue Webseite www.hftm.ch Information schweiz.bewegt – Neue Bewegungs-App Trotz aktueller Lage, laufen die Vorbereitungen für das «Coop Andiamo von schweiz.bewegt», welches in Grenchen am 16. August stattfinden soll, ganz normal. Die Organisatoren sind guter Hoffnung, dass man nach den Sommerferien der Bevölkerung wieder ein tolles Bewegungsfest präsentieren kann. Leider muss das Frühlingsprojekt, das «Coop Gemeinde Duell von schweiz.bewegt» abgesagt werden. Trotzdem möchte schweiz.bewegt zusammen mit dem Sportkoordinator der Stadt Grenchen raschestmöglich etwas zur Volksgesundheit beitragen. Deshalb stellt schweiz.bewegt per sofort bis mindestens Ende Juni die neue App im Apple Store und im Google Play Store der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung: • Die App kann von der ganzen Schweizer Bevölkerung zur Überbrückung der schul-, sport- und vereinsfreien Zeit eingesetzt werden. Mit der App können «virtuelle Challenges» in Familien, Vereinen, Schulen etc. durchgeführt werden. Beispielsweise können sich so Vereinsmitglieder (welche momentan kein Training haben) oder Schulkinder (welche momentan kein Schul-Turnen haben) zu einer Challenge einladen und gegenseitig vergleichen, wer sich mehr individuell bewegt bzw. sich somit gegenseitig motivieren, sich zu bewegen. • Via App können Bewegungsminuten in individuellen Sport- und Bewegungsaktivitäten Zuhause oder im Freien (sofern erlaubt) gemessen werden (Joggen, Spazieren, Velofahren, Home-Fitness, Hometrainer etc.). • Wichtig: Gemeinden duellieren sich dieses Jahr nicht – Gemeinden sammeln gemeinsam Bewegungsminuten für eine gesunde Schweizer Bevölkerung. • Nutzt die App für mehr Bewegung in Eurer Gemeinde. Weitere Informationen unter: www.coopgemeindeduell.ch