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NEUENHOF/KILLWANGEN

Der Advent lockt in Im Peterskeller wurden Werke von Hobbybastlern verkauft.

bsc

Bastlerparadies Künstler von überall haben im «Adventshüsli» ihre Bastelarbeiten verkauft. BARBARA SCHERER

Kerzenständer, Halsketten und Babysocken: Vergangenes Wochenende verwandelte sich der Peterskeller in das «Adventshüsli». Hobbykünstler aus der ganzen Schweiz haben dort ihre Basteleien ausgestellt und verkauft. Während sich die Eltern mit Geschenken eindeckten, konnten die Kinder in der Turnhalle nebenan unter Anleitung basteln. Yvonne Riner organisierte das Weihnachtsbasteln. «Die Idee ist, dass Kinder, die zu Hause nicht basteln, hier Geschenke selber herstellen können», sagt Riner. Sie organisiert den Anlass schon seit vielen Jahren. Mit Glitzer, Leim und vielen Farben machten sich die Kinder ans Werk. Während die

Unter Anleitung bastelten die Kinder. einen Vogelhäuschen mit Serviettentechnik verzierten, stellten die anderen bunte Blumentöpfe her. Der Fantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt. Zur Inspiration bot nebenan ein Holzschnitzer seine Werke an. Er brachte den Besuchern mit einer Livedemonstration sein Handwerk näher. Für Stimmung sorgte am Freitagabend der Schülerchor Neuenhof und der Kinder- und Jugendchor Spreitenbach unterhielt die Besucher am Samstagabend.

VERMISCHTES CHLAUSEINZUG Die Chlausgesell- KONZERT

schaft Neuenhof führt am Sonntag, 2. Dezember um 18 Uhr, zum 22. Mal den Chlauseinzug durch. Der Umzug startet beim Spycher im alten Dorfkern. Seit Mitte November ist die Weihnachtskrippe auf der Wiese neben der Zürcherstrasse zu bewundern. Pünktlich zum ersten Advent werden vor dem Chlauseinzug die Krippenfiguren aufgestellt. Auch zwei Schafe werden einziehen und bis zum Dreikönigstag, am 6. Januar, dort wohnen. Der Verein bittet die Bevölkerung, die Tiere nicht zu füttern und auch keinen Abfall bei der Krippe zu entsorgen.

Das A-cappella-Sextett «Voicesix» tritt am Sonntag, 9. Dezember, um 17 Uhr in der katholischen Kirche Neuenhof mit Weihnachtsliedern aus aller Welt auf. Seelsorger Peter Zürn wird das Konzert mit besinnlichen Worten begleiten. «Voicesix» wurde 2001 gegründet und widmet sich seither in unterschiedlicher Besetzung dem Acappella-Gesang. Das Weihnachtsprogramm ist ein Mix aus europäischen Weihnachtsliedern und amerikanischen Christmas-Songs. Zum Ensemble zählen Petra Kropf (Sopran), Renate Baschek (Mezzosopran), Dorothea Jäger (Alt), Peter Resch (Tenor), Severin Humm (Bariton) und Peter Aisslinger (Bass).

Die Katholische Kirchgemeinde in Neuenhof und Killwangen hat zum ersten Mal ein Jahresmotto entwickelt.

BARBARA SCHERER

Die Holzbänke bleiben während des Gottesdienstes seit Jahren fast leer. Doch sonst herrscht reges Treiben in den Kirchgebäuden. «Verschiedenste Vereine arbeiten in Neuenhof mit der Katholischen Kirchgemeinde zusammen und organisieren jede Menge Anlässe», sagt Peter Zürn, Pastoralassistent in Neuenhof und Killwangen. Seit drei Jahren arbeitet der 54-Jährige in den beiden Aargauer Kirchgemeinden. Dieses Jahr hat er zusammen mit der Pastoralassistentin Yvonne von Arx und der Jugendarbeiterin Gabi Pollinger zum ersten Mal ein Motto für das Jahr kreiert: «1 + 1 = 3». Unter der mathematisch falschen Rechnung stehen alle kirchlichen Veranstaltungen ab dem ersten Advent. «Das Kirchenjahr beginnt früher als das säkulare Kalenderjahr», erklärt Zürn. WEGWEISEND seien die Vereine rund um die Kirchgemeinde gewesen. Oftmals wissen diese nichts voneinander. So haben sich beispielsweise Jungwacht und Blauring noch nie mit dem Seniorennachmittag getroffen. Das wollte Peter Zürn ändern.

«Wer als Familie gut leben möchte, braucht die Gemeinschaft, und das ist während der Adventszeit spürbar.» PETER ZÜRN, PASTORALASSISTENT

Bereits im Sommer organisierte der Seelsorger ein Treffen mit allen Vereinen, die in den Kirchenräumen aktiv sind. Zusammen wurde das neue Jahresprogramm entworfen. «Gemeinsam schafft man mehr», so Zürn. Miteinander für die Ge-

Peter Zürn vor dem Zählrahmen, der zum neu meinschaft: Genau dafür steht das neue Jahresmotto. Denn wenn zwei sich zusammentun, entstehe daraus einfach mehr. IN KILLWANGEN hat Peter Zürn be-

reits erste Erfahrungen mit einem Motto gemacht: Vergangenes Jahr fanden zum 600-Jahr-Jubiläum des Heiligen Bruders Klaus verschiedenste Anlässe statt. «Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht», so Zürn. Er hoffe, dass die Veranstaltungen auch Personen anziehen, die nicht aktiv in die Kirche gehen. «Jeder kann kommen, so oft er will.» Wobei die Adventszeit immer viele Menschen in die Kirche lockt. Der Familiengottesdienst am Heiligabend füllt die Kirchenbänke bis auf den letzten

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