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1. Februar 2018 | Nr. 05 | 79. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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Am Rand der Gesellschaft STIFTUNG SCHMELZI steht für eine soziale Institution, die seit über 20 Jahren Menschen unterstützt, die den Anforderungen der Gesellschaft nicht mehr gewachsen sind. Und diese Zahl ist stetig im Steigen begriffen. 1996 entstanden die ersten 16 Wohnplätze, heute leben über 170 Menschen in Wohngemeinschaften. JOSEPH WEIBEL (TEXT, FOTO)

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or zwei Jahren feierte die Stiftung Schmelzi ihr 20Jahr-Jubiläum und nahm damit die Gelegenheit wahr, die Öffentlichkeit noch verstärkter über das Wirken dieser Institution zu sensibilisieren. Institutionsleiter Guido Studer, ein Mann der ersten Stunde: «Die Gründer müssen geahnt haben, welche Bedeutung eine solche Institution in unserer zunehmend hektischer Zeit hat.» In sieben Wohngemeinschaften und einer Wohnbegleitung werden 170 Männer und Frauen betreut, mit dem Ziel, dass ein Teil dieser Menschen später wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können.

Stufenlose Wiedereingliederung

Das Ansinnen der Gründer war damals nicht sehr populär. Die

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2007 konnte der Anbau an die bestehenden Gebäulichkeiten der Stiftung Schmelzi bezogen werden. Gesellschaft schaute schon damals abfällig auf «gescheiterte Existenzen» und bezeichnet sie als Schmarotzer. Allen Unkenrufen zum Trotz wurde das damalige Wohnheim Schmelzi in der erworbenen Villa Grimm in Angriff genommen. Das Ziel der 2011 in eine Stiftung umgewandelten Institution ist immer dieselbe geblieben: eine stufenlose Wiedereingliederung von benachteiligten Menschen in die Gesellschaft. Dafür wurde ab 1997 das begleitete Wohnen in externen Wohnungen aufgebaut.

Der Alltag im «Schmelzi»

Trotz allen Anstrengungen im Bereich der Kommunikation wird die Tätigkeit im «Schmelzi» zum Teil immer noch verkannt. Wie leben Klientinnen und Klienten der Stiftung ihren Alltag? Wie werden sie betreut? Und werden die Menschen sinnvoll beschäftigt? Das sind alles Fragen, die immer wieder gestellt werden. Wir suchen darauf eine Antwort in einer losen Serie und zeigen am konkreten Beispiel den Alltag in den Wohngruppen und Arbeitsstätten auf.


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Veranstaltungen

Donnerstag, 1. Februar 2018 | Nr. 05

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Mittwoch 14.00–18.30 Uhr Freitag 9.00–11.30 Uhr Samstag 9.00–16.00 Uhr Sie unterstützen damit unsere Arbeit für Institutionen und Hilfsbedürftige in der Region Grenchen. Vielen Dank! Gratis-Abholdienst in: Grenchen, Staad, Bettlach, Arch, Lengnau Tel. 032 645 24 23 Marktstrasse 6, 2540 Grenchen Tel. 032 652 74 47 info@brocante-grenchen.ch www.brocante-grenchen.ch

IMPRESSUM

amtlicher Anzeiger für die Stadt Grenchen, www.grenchnerstadtanzeiger.ch Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach, Romont, Lengnau,Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Erscheinungsweise: wöchentlich, Donnerstag Herausgeber: AZ Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen Geschäftsführerin: Lara Näf, 032 654 10 66, lara.naef@azmedien.ch Redaktion: Grenchner Stadt-Anzeiger Dejo Press GmbH J. Weibel Tel. 032 652 66 65 redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch Inseratenverkauf: AZ Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, 032 654 10 60 inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Druckerei: Mittelland Zeitungs Druck AG, Neumattstr. 1, 5001 Aarau Inserateschluss: Mittwoch, 10.30 Uhr Inseratepreis: mm sw CHF -.81 / mm farbig CHF 1.21 Stellen: mm sw CHF -.96 Immobilien: CHF -.91 alle Preise zuzüglich 7,7% MwSt. Auflage WEMF-beglaubigt: 23 196 Ex. (WEMF 2017) Copyright: AZ Anzeiger AG Der Grenchner Stadt-Anzeiger ist Mitglied des Regional-Kombis Ein Produkt der

Verleger: Peter Wanner www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB:

AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


AMTLICHE PUBLIKATIONEN

KIRCHEN GOTTESDIENSTE REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 4. Februar 10.00 Kein Gottesdienst. Für die ganze Kirchgemeinde findet der Gottesdienst in Bettlach statt.

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Bürgergemeinde Grenchen Kirchstrasse 43, 2540 Grenchen Umlegung Ausfahrt Waldweg Firsiweg / GB-Nr. 6461 BSB + Partner Ingenieure + Planer von Roll-Strasse 29, 4702 Oensingen

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Markuskirche Bettlach Freitag, 2. Februar 15.15 Ökumenische Andacht im APH Baumgarten. Pfarrer Ottfried Pappe. Sonntag, 4. Februar 10.00 Gottesdienst zum Kirchensonntag gestaltet durch Gemeindeglieder zumThema «Unsere Geschichten erzählen». RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 3. Februar 9.00 Rosenkranz in der Kapelle. 17.30 Eucharistiefeier mit Blasiussegen und Segnung der mitgebrachten Kerzen. Sonntag, 4. Februar 10.00 Eucharistiefeier. 10.00 Eucharistiefeier in spanischer Sprache in der Kapelle. 11.15 Eucharistiefeier in italienischer Sprache. Dienstag, 6. Februar 9.00 Eucharistiefeier in der Josefskapelle. Mittwoch, 7. Februar 18.30 Eucharistiefeier. Donnerstag, 8. Februar 9.00 Eucharistiefeier. 18.30 Abendlob in der Kapelle. Freitag, 9. Februar 9.00 Eucharistiefeier. CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Christkatholische Kirche St. Peter und Paul Sonntag, 4. Februar 9.30 Eucharistiefeier, Pfr. Hans Metzger, anschliessend Kirchenkaffee. EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen Info: www.emk-grenchen.ch Sonntag, 4. Februar 10.00 Gottesdienst.

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Nr. 05 | Donnerstag, 1. Februar 2018

Sie sorgten für einmalige musikalische Höhepunkte: Andres Joho am Piano und Matthias Steiner an der Violine.

Das kulinarische Dream-Team in der Küche: Küchenchef Frank Cieslak (vorne) und Stefanos Vogiatzian richten den Hauptgang an.

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Robert Laski (rechts) dankt der Familie Erb für die Idee dieses besonderen Wintertraums (links Urs und Astrid Erb).

Ein kulinarischer und musikalischer Wintertraum

GRENCHEN Muss es denn immer Schnee haben und so kalt sein wie in Sibirien – nur um in einem Wintertraum schwelgen zu können? Nein. Muss es nicht. Es kann auch einfach der Titel eines schönen Abends sein, angereichert mit viel Kulinarik und Musik. Im Grenchner Hof wurde ein Wintertraum zelebriert – nach 2017 heuer zum zweiten Mal. JOSEPH WEIBEL (TEXT, FOTOS)

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astgeber gab es an diesem Abend gleich zwei: zum einen natürlich Robert Laski, Geschäftsführer vom Grenchner Hof, zum andern Urs Erb, seit letztem Sommer Besitzer des Grenchner Traditionshauses. 50 Personen waren es letztes Jahr an der Premiere, ebenso viele auch an der jüngsten Auflage.

Stroh war der «Fil rouge»

Der kulinarische «Fil rouge», sozusagen, war Stroh. Was auf dem Teller lag, kam in Berührung mit ebendiesen trockenen und würzigen Halmen. StrohLachs auf Saisonsalat mit Tannenhonig-Vinaigrette, Stroh-GrenchnerHof-Suppe, Rindsfilet-Medaillon im Stroh gegart, mit blauen Kartoffeln, begleitet von Chili-Caramelsauce, und

zum Finale eine im Stroh gebackene Ananas. Ein edler Fünf-Gänger (inklusive einem Überraschungs-Sorbet), komponiert von Küchenchef Frank Cieslak. «Es ist ein Gedicht», hörte man allenthalben an den runden und festlich dekorierten Tischen. Oder: angelehnt an den Titel des Abends – es war schlicht ein (Winter-)Traum!

Musik – so ein Genuss

Das gilt in gleichem Masse für die reichlich servierten musikalischen Genüsse an diesem Abend. Die schönsten und unglaublich virtuosen Klänge entlockten Matthias Steiner der Violine und Andres Joho dem Piano. Und man fühlte sich schon früh am Abend für knapp einen Monat zurückversetzt in den Musikvereinssaal zu Wien, als die beiden den Walzer «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss interpretierten. Oder

«My way» von Paul Anka, der das französische Chanson in einen englischen Text übersetzte und später in dieser Form mit Interpret Frank Sinatra zu Ehr um Ruhm gelangte. Neujahrskonzertstimmung kam noch einmal mit dem Radetzky-Marsch auf, und so richtig Wiener Kaffeehausstimmung mit dem finalen «Sag beim Abschied leise Servus». Während musikalische Unterhaltung während einem Dinner zum ständigen Störfaktor werden kann, verstand es das erprobte Duo Steiner und Joho glänzend, mit fes-

selnden Klängen und witzigen verbalen Intermezzi die bunt durchmischte Gesellschaft immer wieder aufs Neue zu begeistern.

Bis zum nächsten Wintertraum

Stimmig war zum Schluss auch die kurze Anrede von GH-Geschäftsführer Robert Laski, der seinen Dank an seine Gäste, vor allem aber auch an die Familie Erb richtete. «Ich kann mich nun so richtig freuen auf unser 10-Jahr-Jubiläum in diesem Jahr.» Der «Wintertraum»

ALLTAG IN DER SCHMELZI

Anna hat ein ganz normales Leben geführt BERIT DUCOMMUN, LEITUNG WOHNHEIM

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Summertime – Die Farbe des Sturms Ein Sturm zieht auf, der alle Geheimnisse ans Tageslicht bringen wird ... Florida, 1935. In Heron Key sind die Beziehungen zwischen den Einwohnern so verworren wie die Wurzeln der Mangrovenbäume. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Henry die Stadt verlassen hat, um in Europa zu kämpfen. Die ganze Zeit hat Missy auf ihn gewartet. Als gutes Dienstmädchen kümmert sie sich um das Baby und das Haus der Familie Kincaid und zählt bis zu seiner Rückkehr die Sterne. Nun ist er zurück, doch in dem Veteranen erkennt sie kaum noch den einst stolzen Mann. Als eine weisse Frau in der Nacht vom 4. Juli halbtot am Strand gefunden wird, gerät Henry in Verdacht. Während die Anspannung in der kleinen Stadt weiter ansteigt, fällt das Barometer – der verheerendste Tornado aller Zeiten zieht auf. Im Auge des Sturms offenbaren sich Tragödien, lüften sich Jahrzehnte alte Geheimnisse – und Missys und Henrys Liebe wird auf die Probe gestellt.

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken Eine Protagonistin mit Zwangsstörung, ein Milliardärssohn ohne Eltern, eine FanFiction-liebende Freundin und ein seltsames Reptil aus der Urzeit; das sind grob die Bausteine, aus denen John Greens neues Buch gemacht sind. Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russel Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Vielleicht kann sie trotz ihrer Ängste mehr sein als nur eine gute Freundin. Aza versucht es und überwindet gemeinsam mit Daisy nicht nur kleine Hindernisse auf dem Weg zu Pickett, sondern auch grosse Gegensätze, die sie von seinem Sohn Davis trennen. Für Aza wird es eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale.

war sozusagen der Auftakt zu einer ereignisreichen Jubiläumsrunde. Man darf gespannt sein. Die guten Ideen sind dem geborenen Gastronomen jedenfalls bis heute nie ausgegangen. Und als Matthias Steiner und Andres Joho auch «Time to say goodbye» aus dem Musicalfilm «The Harem World Tour: Live from Las Vegas» interpretierten, so war das kein Abschied, sondern eine Ansage für die dritte Ausgabe eines Wintertraums im nächsten Jahr.

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nna, ursprünglich aus dem Kanton Luzern, arbeitete als Lehrerin und bewohnte zusammen mit ihren drei Kindern und dem Mann ein Einfamilienhaus im Kanton Luzern. Vor vier Jahren begann sich ihr Leben drastisch zu ändern! Durch die grosse Belastung in ihrem Arbeitsalltag kam Anna an ihre Grenzen. Sie schlief immer weniger, war unruhig und schnell reizbar, verlor den Appetit und hatte Mühe, sich vom beruflichen Geschehen zu distanzieren. Ihre Gedanken begannen sich im Kreise zu drehen. In derselben Zeit verliebte sich ihr Mann in eine andere Frau und verliess die Familie. Anna fühlte sich im Stich gelassen, war gekränkt, musste aber für die Kinder stark sein. «Ich schlief oder ass kaum noch. Irgendwann machten sich meine Gedanken selbständig und ich verlor die Realität.» Anna entwickelte grosse Ängste, misstraute allen Menschen in ihrer Umgebung, auch den eigenen Kindern, und war davon überzeugt, dass andere Zugriff auf ihre Gedanken haben und diese auch steuern können. Anna wurde psychotisch. Durch ihre Veränderung verlor Anna zunächst ihre Anstellung als Lehrerin. Die Kinder wurden auffällig in der Schule, und die KESB musste involviert werden. Am 14. März 2014 wurden die Kinder in ein Kinderheim platziert und Anna zunächst gegen ihren Willen in die Psychiatrische Klinik eingewiesen. Mehrere Klinikaufenthalte folgten in den nächsten Monaten und Jahren. Immer wieder gelang es Anna mit Unterstützung von Therapien, im Alltag Fuss zu fassen und auch den Kontakt zu den Kindern zu pflegen. Leider wurden aber diese stabilen Phasen immer weniger, und Anna entschied sich bei einem erneuten Klinikaufenthalt in ein Betreutes Wohnen einzutreten. So kam Anna am 18. September 2017 ins Wohnheim der Stiftung Schmelzi. Anna wird durch eine Bezugsperson und das Betreuungsteam im Alltag begleitet. Anna erzählt: «Beim Eintritt habe ich mit meiner Bezugsperson besprochen, was meine Ziele für den Aufenthalt im Wohnheim sind. Ich möchte gerne wieder stabiler werden und irgendwann wieder in der Lage sein,

Berit Ducommun.

Das Angebot der Stiftung Schmelzi richtet sich an erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren mit vorwiegend psychosozialen Einschränkungen sowie Menschen, die vorübergehend Unterstützung und Begleitung im Alltag benötigen. Neben dem Haupthaus an der Schmelzistrasse in Grenchen verfügt die Stiftung zwischenzeitlich über fünf weitere Stützpunkte in Grenchen sowie zwei weitere Wohngruppen in Zuchwil und Gänsbrunnen. Die Stiftung betreut aktuell 170 Männer und Frauen im internen und externen Bereich. 2016 feierte die soziale Institution ihr 20-Jahr-Jubiläum.

selbständig zu wohnen und zu meinen Kindern zu schauen. Am Morgen, bis spätestens 8.30 Uhr, muss ich mich im Tagesbüro melden und meine Medikamente einnehmen. Oftmals bin ich aber bereits früher wach und geniesse dann die Gespräche mit der anwesenden Betreuungsperson des Nachtdienstes. Um 9.00 Uhr werde ich im Atelier erwartet. Dort habe ich die Möglichkeit, an eigenen Projekten zu arbeiten, was zu plastizieren, zu malen, mit Holz zu arbeiten oder auch zu schreiben. Ich schreibe gerne meine Gedanken nieder, dies hilft mir, diese zu ordnen. Vielleicht schreibe ich ja mal ein Buch! Bis zum Mittagessen bleibe ich im Atelier. Wenn mir die Dinge oder andere Mitklienten zu viel werden, versuche ich mich abzulenken, oftmals gelingt mir dies aber auch nicht und ich muss zurück ins Wohnheim. Dort finde ich meist Ruhe, und meine Ängste und verschobenen Wahrnehmungen nehmen ab. Ich leide immer noch unter grossem Misstrauen meinen Mitmenschen gegenüber, auch kann ich mich schlecht konzentrieren und nehme meine Umgebung oftmals ganz anders wahr als die Betreuungspersonen. Nach dem Mittagessen lege ich mich für eine Stunde hin und widme mich danach der Körperpflege, diese ist für mich sehr herausfordernd, und ich brauche Anleitung durch die Betreuung. Wenn es mein Zustand zulässt, reinige ich jeden Tag einen kleinen Teil meines Zimmers. Einmal in der Woche telefoniere ich mit meinen Kindern, dies kostet mich immer viel Kraft, ich hätte sie so gerne bei mir. Immer am Donnerstag gehe ich zu meinem Psychiater, einmal wöchentlich in eine Gruppentherapie. Die Betreuungspersonen im Wohnheim unterstützen mich, um mein aktuelles Ziel, eine Klinikeinweisung zu vermeiden, zu erreichen. Sie geben mir Halt, nehmen sich Zeit für Gespräche, zeigen mir auf, wie die Realität ist, und motivieren mich, weiter zu machen und auf meinem Weg zu bleiben.» Anna setzt sich intensiv mit ihrer aktuellen Lebenssituation auseinander, bei weiterem positiven Verlauf wird sie ab Februar 2018 in eine weniger betreute Wohnform, allenfalls in die Wohngruppe Wissbächli wechseln können.


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Nr. 05 | Donnerstag, 1. Februar 2018

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Keiner zu klein, ein Messi zu sein

GRENCHEN Sport, Spiel, Begeisterung, und grosse Freude: Am Wochenende haben 50 Mannschaften am 26. Grenchner Schülerturnier in der Nord-Bahnhof-Turnhalle teilgenommen. Die Jugendlichen zeigten viel Einsatz, Spass am Fussball und sogar technische Kabinettstückchen DANIEL MARTINY (TEXT, FOTOS)

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enn die «Haldenkicker» auf die coolen «Real Kings», die «Gurken Mannschaft» auf den «FC Anonym» oder «The Tigers» auf den «FC Dürüm Power» treffen, dann ist in Grenchen wieder Zeit für das alljährliche Schüler-Hallenturnier. Auch wenn es nach einigen Stürzen auf den harten Hallenboden manchmal etwas weh tat, eventuelle Tränen wichen schnell wieder der Freude am Fussball, am Teamsport und am Erfolg. Als Sieger durften sich alle Teilnehmer fühlen, und sämtliche Fussballerinnen und Fussballer erhielten eine Erinnerungsmedaille. Klein Ronaldo, Messi und Co. gaben mit grossem Elan ihr Möglichstes und trugen damit vor einem grossen Publikum zu einem gelungenen Fussballfest bei.

Im Messi-Fieber: Keiner zu klein, der Grösste zu sein.

Der Sieger mit dem kuriosen Namen: «Papuqe Gucci» gewann seine sämtlichen Partien.

Die Turnierleiter Beat Lauper und Susanne Saladin mit dem Grenchner Gesamtschulleiter Hubert Bläsi und Vize-Stadtpräsident Remo Bill (von links).

Das Objekt der Begierde: Der neue Wanderpokal des FC Grenchen.

Geschafft: Aus der Hand von Hubert Bläsi wird stolz der Pokal in Empfang genommen.

Die Angst vor dem Elfmeter: FCG-Trainer Fabio Zanatta bestimmt seine Penaltyschützen.

Spannung: Das zahlreiche Grenchner Publikum wartet auf die Rangverkündigung.

Auf dem Posten: Diese Torfrau hat es allen gezeigt.

Eine prägende Figur und viele Erfolge GRENCHEN Der Jodlerklub Bärgbrünnli ist seit 90 Jahren ein wichtiger Bestandteil im Kulturleben von Grenchen. Eine prägende Figur des Vereins war Ernst Märki.

> DAS JAHRESPROGRAMM DES JODLERKLUBS Freitag, 22. Juni Open Air in der Zwinglikirche Grenchen Samstag und Sonntag, 11./12. August Bärgchilbi auf dem Stierenberg Grenchen

SINJA GRÄPPI (TEXT, BILD)

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er Jodlerklub Bärgbrünnli ist einer der ältesten und erfolgreichsten Vereine in Grenchen. Letztes Jahr wurde der 1927 gegründete Jodlerclub 90 Jahre alt. Fast die Hälfte dieser Zeit, nämlich 42 Jahre, war Ernst Märki Dirigent. Der Aargauer prägte massgeblich die Geschicke des Vereins.

Auftritte im In- und Ausland

Nach der Gründung 1927 versuchte der damalige Präsident Hans Beutler zusammen mit dem Dirigenten Alfred Fischer, den Jodlerklub in Grenchen zu etablieren. Dies gelang jedoch erst acht Jahre später unter der musikalischen Leitung von Ernst Märki. Der Aargauer erlebte den aufstrebenden Verein mit. Mit regelmässigen Auftritten in der Region wurde der Jodlerclub Bärgbrünnli zu einem wichtigen Teil des kulturellen Lebens in Stadt und Region Grenchen. 1977, drei Jahre vor seinem Tod, gab der einstige Musiklehrer und Komponist sein Amt an Georg Heimann weiter. Es folgten Auftritte im In- und Ausland, im Radio und Fernsehen. Unter Heimann nahmen die Grenchner zudem vier Tonträger auf, darunter 1984 das von Märki komponierte Lied «I de blaue Jurabärge».

Note 1 am eidgenössischen Jodlerfest

Ein weiterer Meilenstein erreichte der Verein 1994, als Verena Uhlmann die Leitung übernahm. 14 Jahre zuvor wurde sie als erste Frau in den Jodler-

Samstag, 17. November, und Sonntag, 24. November, 20 Uhr Herbstkonzert im Parktheater Grenchen Weitere Infos zum Jodlerklub Bärgbrünnli unter www.jk-baergbruennli-grenchen.ch

Der Jodlerklub Bärgbrünnli zählt zurzeit 25 aktive Mitglieder. (Bild: zvg) klub Bärgbrünnli aufgenommen. Über zwei Jahrzehnte blieb sie dem Verein als Dirigentin erhalten. Seit 2016 werden die Jodler von Claudia Fábregas dirigiert. Im gleichen Jahr wurde Fábregas für 25 Jahre Mitgliedschaft im Nordwestschweizerischen Jodlerverband geehrt und zur Veteranin ernannt. Auch mit der zweiten Dirigentin der 90-jährigen Geschichte hat der Klub weiterhin grossen Erfolg. Am eidgenössischen Jodlerfest im Juni des Jubiläumsjahres erreichte der Jodlerklub Bärgbrünnli die für den Jodlerklub schon fast obligate Note 1. Präsident Peter Aerni zeigt sich zufrieden: «Wir hatten nur wenige Abzüge und bekamen eine sehr gute Rückmeldung.» Aerni freut’s. Seit seinem Beitritt 1985 ist die Note 1 an einem Eidgenössischen Jodlerfest «gesetzt».

Kampf gegen die Überalterung

Trotz den vielen Erfolgen plagen auch den Jodlerclub Bärgbrünnli Nachwuchssorgen. Dieses Problem sei vor allem in der Nordwestschweiz ein Thema, sagt Aerni. Jedes Jahr verliere der Nordwestschweizerische Jodlerverband

ein bis zwei Vereine. «In den Bergregionen ist der Stellenwert um einiges grösser als bei uns», sieht Aerni einen Grund für diesen steten Rückgang. Der Jodlerklub Bärgbrünnli zählt zurzeit 25 Mitglieder. «Für einen Jodlerklub in der heutigen Zeit ist diese Zahl gut.» Der Verein kämpfe aber wie viele andere auch mit der Überalterung. Die jüngsten Mitglieder seien zwischen 35 und 40 Jahre alt. «Die Überalterung kann dazu führen, dass wir auf einen Schlag viele Mitglieder verlieren.» Der Überalterung versucht der Präsident entgegenzuwirken, indem er einmal im Jahr einen Schnupperkurs organisiert, um Interessierte zu gewinnen. Der nächste findet erst in einem Jahr statt. Wer Lust hat am Jodeln oder Singen, kann sich aber jederzeit bei Peter Aerni oder einem Vereinsmitglied melden und eine Probe am Dienstagabend im Eusebiushof besuchen. Der Präsident beschwichtigt: «Wir suchen nicht ausgereifte Profis. Jeder hat einmal angefangen mit dem Singen. Auch ich.»

Seit Peter Aerni dem Jodlerklub angehört, erreichte dieser an jedem Jodlerfest die Note 1.


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Donnerstag, 1. Februar 2018 | Nr. 05


Grenchen

Nr. 05 | Donnerstag, 1. Februar 2018

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So bringt der Regen auch Segen

GRENCHEN Knapp 250 Liter Trinkwasser wird hierzulande durchschnittlich pro Kopf und Tag verbraucht. In einem Haushalt sind es 142 Liter pro Person oder gut 52 000 Liter pro Jahr. Die Zahl ist rückläufig. Und das ist gut so. Denn Wasser ist ein kostbares Gut, weil es nicht überall auf der Erde in dieser reichlichen Form fliesst. Wasser ist aber auch eine unberechenbare Naturkraft. SINJA GRÄPPI

Derzeit werden die SWG-Kunden im Versorgungsgebiet vorwiegend von den Bergquellen versorgt.

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turm verwüstet, Dauerregen kann ebenfalls grössere Schäden anrichten, wie uns vor kurzem wieder vor Augen geführt wurde. Entweder hat es zu viel davon, oder dann wieder zu wenig. Längere Trockenperioden lassen den Grundwasserspiegel sinken. Woher kommt das Wasser, welchen Weg geht es es, bis es aus dem Hahnen fliesst? Aus Niederschlag und Wasser, das aus den Gewässern versickert, wird Grundwasser. Das Wasser in Grenchen stammt aus Quellen im Grenchenberg sowie aus Grundwasser in Kyburg, Obergerlafingen und Recherswil. «Das Quellwasser wird überhaupt nicht behandelt», sagt SWG-Geschäftsleiter Per Just. «Das Grundwasser entkeimen wir mit UV-Strahlen.» So viel zum Wasser als täglicher Durst- und Energiespender. Wasser als Naturkraft haben wir in den letzten Wochen erlebt. «Der starke Regen hinterliess in Grenchen seine Spuren», weiss Daniel Staufer, der stellvertretende Leiter des Werkhofs (siehe Kasten).

Langsam steigender Wasserpegel

Der starke Regen sorgt, wie wir wissen, aber auch für stärker sprudelnde Quellen. Per Just: «Dank den starken Regenfällen sprudeln die 21 Bergquellen am Grenchenberg stark und liefern so viel Wasser.» So reichlich, dass in den Quel-

Kalk ist gut für den Körper

Das Grenchner Trinkwasser ist qualitativ hochwertig und mit Kalzium und Magnesium versetzt. Man spricht auch von hartem Wasser. Wasser wird in der Schweiz in sechs Härtestufen eingeteilt und in französischen Härtegraden angegeben. In Grenchen beträgt die Gesamthärte 19 bis 30. Wasser in den Stufen von 15 bis 25 gilt als mittelhart, 25 bis 32 als ziemlich hart. Das ist schlecht für Haushaltgeräte aber gut für den Körper. «Grenchner Wasser liesse sich problemlos als Mineralwasser verkaufen», sagt Per Just. «Kalzium und Magnesium hat es zwar weniger, aber die Qualität ist trotzdem sehr gut.» Schliesslich, meint der SWGGeschäftsleiter weiter, sei ja Kalk für den Körper nicht schlecht.

Bevor das Grundwasser in die Reservoire gepumpt wird, wird es durch UV-Strahlen entkeimt. (Im Bild das Reservoir Studen in Grenchen.) (Bild: SWG Grenchen/zvg)

> SO VIEL WASSER BRAUCHT DER MENSCH PRO TAG Gesamt: 142 Liter WC-Spülung: 41 Liter Duschen, Baden: 36 Liter Küchenspülung: 22 Liter Waschmaschine: 17 Liter Lavabo Bad: 16 Liter Geschirrspüler: 3 Liter Aussenbereich: 7 Liter

len eine Trübung erfolge und kurzfristig zwei davon abgestellt und in einen Bach umgeleitet werden mussten. «Bei den Grundwasserpumpwerken hingegen sieht es anders aus», erklärt Per Just weiter. «Der Pegel steigt nur langsam an.» Just vermutet, dass die starken Regenfälle den Wasserpegel um etwa einen halben Meter steigen lassen würden.

Trinkwasser für 40 000 Menschen

Die SWG versorgen mit ihrem insgesamt 90 Kilometer langen Leitungsnetz 40 000 Menschen in Grenchen und der Umgebung mit Trinkwasser. Alleine die Grenchnerinnen und Grenchner haben einen Jahresverbrauch von 1.3 Millionen Kubikmeter. Im Pro-Kopf-Verbrauch liegen die Uhrenstädter im schweizerischen Schnitt. Erstaunlich: Rund die Hälfte des Wasserverbrauchs im Haushalt fliesst aus der Toilettenspülung oder aus dem Duschkopf.

> WENIG SCHÄDEN DANK VORBEUGUNG Der Regen hat vielerorts grosse Schäden angerichtet. Grenchen wurde wie schon beim Sturm «Burglind» zumindest teilweise verschont. Wasser löscht den Durst, sorgt für Sauberkeit, ist Grundlage für viele Nahrungsmittel und versorgt auch die Natur mit dem kostbaren Nass. Wasser kann aber auch Schaden anrichten. In kürzester Zeit, wie die jüngsten Beispiele nach den starken Regenfällen einmal mehr gezeigt haben. Grenchen kam vergleichsweise glimpflich davon. Dennoch musste die Feuerwehr innert kurzer Zeit fast 20 Mal ausrücken. Die Schäden sind aber laut Feuerwehrkommandant Thomas Maritz überschaubar. Einzig an fünf Orten musste das Wasser mithilfe von Gräben umgeleitet werden, damit es nicht in die Häuser fliesst. Andere Aufgaben bei starken Regenfällen hat der Grenchner Werkhof: «Unser Ziel ist es, das Wasser von Häusern und Strassen weg und in einen Schacht abzuleiten», erklärt Daniel Staufer, stellvertretender Leiter des Werkhofs. Damit das Wasser auch ablaufen könne, sei es wichtig, Schächte von allfälligen Verstopfungen zu befreien. «Sobald ein Unwetter angekündigt ist, sind immer mindestens zwei Mitarbeiter unterwegs und überprüfen die Schächte.» Mit dieser relativ einfachen Massnahme könne man grösseren Schaden verhindern, so Staufer.


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Veranstaltungskalender

Donnerstag, 1. Februar 2018 | Nr. 05

Foto: Mike Brotschi.

Fasnachtsplausch Die einzige und dafür grösste Veranstaltung vor der Fasnacht. Mit lustigen Sketchs, Schnitzelbänken und diversen Guggen werden die Besucherinnen und Besucher auf die

MELDEN SIE IHREN ANLASS! Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles –›

Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Weitere Fotos oder umfangreicheres Zusatzma-

IN GRENCHEN IST WAS LOS!

FREITAG, 2. FEBRUAR 9.30–11.00 Uhr: Interkulturelles Sprachcafé. Die Teilnahme ist gratis und es ist keine Anmeldung nötig. Organisiert von Granges Melanges. Ein Treffpunkt des lebendigen Austausches zwischen Frauen unterschiedlicher Herkunft. Die gemeinsame Sprache ist Deutsch. La Trattoria, Girardstrasse 19. 20.30 Uhr: Meisterschaftsspiel 1. Liga: TV Grenchen vs. VC Uettligen. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

SAMSTAG, 3. FEBRUAR 14.00–17.00 Uhr: Lebendiger Museumsrundgang: «Zeitzeugen erzählen...». In der Ausstellung berichten Zeitzeugen über ihre Erlebnisse, beantworten Fragen und entführen die Teilnehmenden in die Vergangenheit. Kultur-Historisches Museum, Absyte 3. 17.45–19.15 Uhr: Tanzgruppe roundabout Schnupperkurs. Zwinglihaus, Zwinglistrasse 9. 20.00 Uhr: Grenchner FasnachtsPlausch (siehe Haupttext). Parktheater, Lindenstrasse 41. 20.30–23.30 Uhr: «Midnight Sports & Music». Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. www.midnightschweiz.ch Doppelturnhalle Zentrum, Schulstrasse 11. 22.00–04.00 Uhr: DJ Mike. Centro Lounge, Bettlachstrasse 8.

DONNERSTAG, 8. FEBRUAR 4.45 Uhr: Chesslete. Sternenmarsch zum Postplatz. Geräuschlose Besammlung an den Startorten: City Nord, beim Kastels, Südbahnhof und Friedhof/ Bachtelenstrasse. 14.35–15.35 Uhr: Kinderumzug. Der Kinderumzug mit zig-hunderten ganz kleinen und ein wenig grösseren Kindernarren. Farbig, bunt, lustig und fröhlich. Eine Augenweide für jedermann (und -frau) und eines der interessantesten Highlights der Fasnacht. Nicht verpassen! Grenchen Zentrum.

20.00–4.00 Uhr: Fasnacht 2018 – Party «dürästartä’». Baracoa, Centralstrasse 2. 20.00–22.00 Uhr: Fasnachtseröffnung «dürästartä» mit Proklamation. Guggekonzert, Eröffnungsrede Obernarr und Verkündung Resultate Beizen-Jury sowie viele weitere Sprüche und Schnitzelbänke. Zytplatz/Marktplatz. 21.00–4.00 Uhr: Beizen- und Strassenfasnacht. Buntes Maskentreiben in ganz Grenchen, denn die Narren wollen gemeinsam «dürästartä» und mit Guggenklängen die Fasnacht geniessen. Div. Orte Grenchen und Umgebung.

FREITAG, 9. FEBRUAR 15.00–18.00 Uhr: Seniorenfasnacht. Eusebiushof, Alterszenten Kastels & am Weinberg, Sunnepark. 20.30–4.00 Uhr: 11. Gosche-Nacht. Tanz und Trubel, Verleihung des PrixGöschi, Schnitzelbänke und Guggemusiken und (viel) mehr. Und wie immer: Der Eintritt ist frei aber der Zutritt wird nur für Kostümierte gewährt. Parktheater, Lindenstrasse 41. 22.00 Uhr: Sanitos in der Centro Lounge. Centro Lounge, Bettlachstr. 8.

SAMSTAG, 10. FEBRUAR 13.30 Uhr: Meisterschaftsspiel 1. Liga: TV Grenchen vs. Volley Köniz II. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

terial schicken Sie direkt an die Redaktion des Grenchner Stadtanzeigers: event@grenchnerstadtanzeiger.ch. Einsendungen bis 14 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Kultur-Historisches Museum, Absyte: «Unruhige Zeiten». Bis 13. Mai. www.museumgrenchen.ch Mi/Sa/So 14–17 Uhr Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstr. 53: «Impression 2017» – Ausstellung für Druckgraphik / «20m2» – Fenster ins Atelier von Martina Baldinger. Beide Ausstellungen bis 11. Februar. www.kunsthausgrenchen.ch Mi–Sa 14–17 Uhr/So 11–17 Uhr Regiobank Solothurn AG: Ernst Christen, Photografie. Geöffnet während der Schalteröffnungszeiten. Eusebiushof, Schulstrasse 1: Dionyssis Maratos, ein junger Ikonenmaleraus Griechenland, stellt seine Werke für ein Wochenende im Eusebiushof aus. Die Ausstellung beginnt am Sa. 3.2. um 19 Uhr mit kurzer Vernissage und schliesst am So, 17 Uhr mit einem Vortrag über die Theologie der orthodoxen Ikonen ab.

DEMNÄCHST

GROSSER FASNACHTS-UMZUG Sonntag, 11. Februar, 14.15–17 Uhr: Grosser Fasnachts-Umzug. Achtung: Zutritt ins Stadtzentrum nur mit Fasnachtsplakette möglich. Stadtzentrum.

KINDERBALL

19.30–24.00 Uhr: Gugge-Night Grenchen. Der Fasnachtsevent am Samstagabend mit tollem GuggenSound aus Nah und Fern. Farbig. Laut. Guggisch. Einfach Mega. Närrischer Jubel und Trubel überall. Zytplatz/Marktplatz.

Dienstag, 13. Februar, 14–17 Uhr: Wie jedes Jahr. Laut, sehr laut, mega laut. Und farbig und fröhlich. Das findet man so nur in Grenchen. Türöffnung: 13.30 Uhr. Parktheater, Lindenstrasse 41.

21.00–4.00 Uhr: Beizen- und Strassenfasnacht. Buntes Maskentreiben in ganz Grenchen, denn die Narren wollen gemeinsam «dürästartä» und mit Guggenklängen die Fasnacht geniessen. In der ganzen Stadt Grenchen.

BÖÖG-VERBRENNEN

21.00 Uhr: Fasnachts-Party mit DJ HoRsE. Einlass nur für Kostümierte. Baracoa, Centralstrasse 2.

kommenden närrischen Tage eingestimmt. Samstag, 3. Februar, 20 Uhr, Parktheater Grenchen (Abendkasse ab 19 Uhr)

Mittwoch, 14. Februar, 20–21 Uhr: Der Schluss der Fasnachtswoche. Leider. Aber wie in jedem Jahr ist der Schluss, das Verbrennen des Bööggs, ein Spektaktel, ein Highlight für sich. Der Stapi übernimmt von den Narren wieder das Zepter. Organisator: Böögge-Zunft Grenchen. Marktplatz (Nord).

Schneeschuhwandern Während den Wintermonaten finden an diversen Tagen geführte Tages-, Abend- sowie Vollmond-Schneeschuhwanderungen statt. Die erfahrenen Führerinnen und Führer machen Ihre Schneeschuhwanderung zu einem sorgenfreien Erlebnis. Die Anmeldung für die Touren kann man entweder direkt über das Anmeldeformular auf der Website oder

bei der Infostelle Grenchen Tourismus, Kirchstrasse 10, BGU Büro, Grenchen (032 644 32 11) oder info@grenchentourismus.ch tätigen. Sämtliche Daten, das Anmeldeformular sowie weitere Informationen findet man unter: www.grenchentourismus.ch/ entdecken/winter/schneeschuhwandern-grenchen

Grenchner Stadt-Anzeiger 05/2018  
Grenchner Stadt-Anzeiger 05/2018