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P.P. 2540 Grenchen Post CH AG

18. Januar 2018 | Nr. 03 | 79. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

> IN DIESEM STADT-ANZEIGER Ärztemangel Es ist zu einem Dauerthema geworden: In unserer Region herrscht zunehmend ein Ärztemangel.

Lebernstrasse 42, 2544 Bettlach

WOCHENTHEMA

Erneuerbarer Energiemotor STURM «BURGLIND» hat gleich zu Jahresbeginn für Verwüstung und vor allem Holzschäden gesorgt – auch in unserer Region. Der Sturm in diesen Tagen war etwas weniger stark, zeigte aber deutlich auf, dass solche Wetterwirren häufiger werden. Das glaubt auch Grenchens Revierförster Patrik Mosimann. JOSEPH WEIBEL

W

as für eine Funktion hat eine Bürgergemeinde heute. Wie wichtig ist die Waldwirtschaft für dessen Betreiber? Und lassen sich die mannigfaltigen Aufgaben einer Bürgergemeinde heute noch finanziell stemmen? Das waren unsere Fragen, die wir für ein Porträt der Bürgergemeinde Grenchen und der Forstbetriebe in den benachbarten Gemeinden vorgesehen haben. Da wütete Sturm «Burglind» und stellte vielerorts fast alles auf den Kopf.

Sorge tragen

Der Wald hat eine MehrfachFunktion. Das wissen wir nicht erst seit heute. Bäume produzieren Sau-

erstoff, bieten Schutz vor Naturgefahren und dienen als erneuerbarer Rohstoff der Holz- und immer mehr auf der Energiewirtschaft. Man könne nie genug Sorge tragen zu diesem für uns so wichtigen Rohstoff, sagt der Grenchner Revierförster Patrik Mosimann. Und so haben wir trotz «Burglind» unsere Reportage in eine andere Richtung drehen können. Wir wollen mehr zeigen als «nur» die Schäden, die dieser Sturm verursacht hat und legen deshalb den Fokus auf die Energieproduktion. Der Wald ist auch ein erneuerbarer Energiemotor.

Preisdruck ist da

Mit der Energiewende wird uns die vermehrte Nutzung von erneuerbarer Energie auferlegt. Dazu gehört Holz-, Wind- und Sonnenenergie. Erstere ist bei uns nicht reichlich aber trotzdem in genügendem Masse vorhanden, um sie für die Energieproduktion nutzen zu können. Für den Betrieb von von zwei Wärmeverbunden in Grenchen werden 4000 Kubikmeter Holz benötigt. Weitere 2000 Kubikmeter wird die Bürgergemeinde nach der Inbetriebnahme eines Wärmeverbunds in Lengnau liefern können. Sorgen macht den Bürgergemeinden aber vor allem der sinkende Holzpreis. Für Preisdruck sorgen primär Nachbarländer mit grossen Waldreserven.

Revierförster Patrik Mosimann: «Man kann nie genug Sorge tragen zu diesem für uns wichtigen Rohstoff». (Bild: Sinja Gräppi)


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Amtliche / Kirche

Nr. 03 | Donnerstag, 18. Januar 2018

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

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AKTUELL

KIRCHEN GOTTESDIENSTE REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 21. Januar 10.00 Gottesdienst. Pfarrerin Doris Lehmann.

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Markuskirche Bettlach Freitag, 19. Januar 15.15 Ökumenische Andacht im APH Baumgarten. Pfarrerin Brigitte Siegenthaler. Sonntag, 21. Januar 10.00 Kein Gottesdienst. Für die ganze Kirchgemeinde findet der Gottesdienst in Grenchen statt. RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 20. Januar 9.00 Rosenkranz in der Kapelle. 17.30 Eucharistiefeier. Sonntag, 21. Januar 10.00 Eucharistiefeier. 10.00 Eucharistiefeier in spanischer Sprache in der Kapelle. 11.15 Eucharistiefeier in italienischer Sprache. Dienstag, 23. Januar 9.00 Eucharistiefeier. Mittwoch, 24. Januar 18.30 Eucharistiefeier entfällt. Donnerstag, 25. Januar 9.00 Eucharistiefeier. 18.30 Abendlob in der Kapelle. Freitag, 26. Januar 9.00 Eucharistiefeier.

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CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Christkatholische Kirche St. Peter und Paul Sonntag, 21. Januar Kein christkatholischer Gottesdienst in Grenchen. GEMEINDE FÜR CHRISTUS GfC Freiestrasse 30, Grenchen Donnerstag 18. Januar, 20.00 Uhr Freitag 19. Januar, 19.30 Uhr Samstag 20. Januar, 19.30 Uhr Sonntag 21. Januar, 10.00 Uhr mit Mittagessen Gottesdienstserie zumThema «Gemeinsam Gott dienen – Inputs aus dem biblischen Priesterdienst». EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen Info: www.emk-grenchen.ch Sonntag, 21. Januar 19.00 Gottesdienst.

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Nr. 03 | Donnerstag, 18. Januar 2018

Grenchner Wald generiert Energie

GRENCHEN In Lengnau wurde am Ende des letzten Jahres der «Wärmeverbund Lengnau» angenommen. Für die Lieferung von Holzschnitzel wurde auch die Bürgergemeinde Grenchen angefragt und beliefert selber zwei Wärmeverbunde. Revierförster Patrik Mosimann erklärt die Hintergründe.

SINJA GRÄPPI (TEXT, BILD)

D

ie Versorgung mit erneuerbarer Energie ist auch in der Schweiz ein immer grösseres Thema. In Lengnau wurde erst kürzlich das Projekt «Wärmeverbund Lengnau» von den Stimmbürgern angenommen. Für die Lieferung von Holzschnitzel wurde auch die Bürgergemeinde Grenchen angefragt.

Energiequelle vor der Haustür

«Wir haben der Burger- und der Einwohnergemeinde Lengnau zugesagt, sie mit einer Lieferung von 2000 Kubikmeter Holzschnitzel zu unterstützen», sagt der Grenchner Revierförster Patrik Mosimann. Zurzeit gebe es dafür in Grenchen genügend Holz. Die erste Priorität ist aber immer die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse der Stadt. Mosimann hofft, dass der Wärmeverbund planungsgemäss zustande kommt. «Das Holz ist ein kostbarer nachwachsender Rohstoff, ähnlich wie Öl in Förderländern. Es ist an uns, diesen erneuerbaren Rohstoff vor der Haustüre entsprechend für die Energieproduktion zu nutzen.» Das Problem sei allerdings der Preis. «Das Heizen mit Holz erfordert eine hohe Investition. Ein Silo, in dem die Holzschnitzel gelagert werden, benötigt viel Platz und ist entsprechend teuer.» Einerseits werden die Leute vom Preis abgeschreckt. Andererseits wissen viele nicht, dass man auch mit Holz heizen kann. Die meisten kennen nur die Kombination von Öl und Holz.»

4000 qm Holzschnitzel aus Grenchen

In Grenchen selber gibt es ebenfalls zwei Wärmeverbunde. Der Wärmeverbund Zentrum mit der Doppelturn- und Schwimmhalle, die Schulhäuser I bis III, die Liegenschaften des Kindergartens, der Kinderpsychologische Dienst, das Kulturhistorische Museum und eine Privatliegenschaft werden mit Holz beheizt. Bei diesem Wärmeverbund werden im Sommer dieses Jahres zusätzlich das Schulhaus IV und das Parktheater angeschlossen. Der zweite Wärmeverbund ist beim BBZ in Grenchen. Hier sind

Für Grenchens Revierförster Patrik Mosimann ist Holz ein überaus wertvoller und erneuerbarer Rohstoff, «den ich gleichstelle mit dem Öl in Förderländern.» die Liegenschaften des BBZ, das Gebäude der ehemaligen Technica, das Schwimmbad und der Velodrome angeschlossen. Zusammen werden rund 4000 Kubikmeter Holzschnitzel benötigt, welche zu 100 Prozent aus dem heimischen Grenchner Wald stammen. Patrik Mosimann: «Ich hoffe, dass solche Wärmeverbunde in Zukunft noch mehr zum Einsatz kommen. Wir tun damit Gutes für die Region und die Umwelt und generieren auch Arbeitspätze», sieht Mosimann weitere Gründe, die für eine Holzfeuerung sprechen.

Vielfältiger Rohstoff

Neben dem Holz, das für die Energieproduktion verwendet wird, wird aus den Bäumen auch Industrie- oder Sägeholz hergestellt. Aus ersterem werden Papier oder Spannplatten gefertigt. Letzteres wird für Bretter verwendet. Entscheidend zu welcher Kategorie der Baum gehört ist nicht nur die Baumart, sondern auch die Dimension und Qualität. Ist ein Baumstamm unbeschädigt und hat einen entsprechend grossen Durchesser, wird er zu Sägeholz verarbeitet. Ist der Stamm klein und von minderer Qualität, findet er Anwendung in der Holzindustrie. Gespaltene Bäume gehören in die Kategorie Fallholz und werden dementsprechend verwendet.

Holzpreis nur noch halb so hoch

In der Schweiz wird es in diesem Jahr verhältnismässig viel Fallholz geben. Grund dafür ist der Sturm «Burg-

lind», welcher vielerorts grosse Waldflächen zerstörte. Durch das Fallholz wird der Holzpreis sicher nicht ansteigen. Dieser war vor etwa 35 Jahren fast doppelt so hoch wie jetzt. «Die erste massive Senkung verursachte 1999 der Sturm «Lothar». Die Preise fielen damals richtiggehend in den Keller. 14 Jahre später kam es durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurs zu einer neuerlichen Preissenkung von Holz», erklärt der Revierförster. Zudem werde der Holzmarkt immer mehr zum Weltmarkt. Im Ausland werde das Holz günstiger bereitgestellt und immer mehr zur Exportware. «Die Leute schauen heute nur noch auf den Preis, woher die Ware kommt ist ihnen oft egal.» Aus diesem Grund ist Mosimann froh, hat «Burglind» in Grenchen keinen grossen Schaden angerichtet. Patrik Mosimann: «Die rund 970 Hektaren Wald sind von der Juralage gut geschützt. Deshalb fielen dem Sturm «Burglind lediglich 100 bis 150 Bäume zum Opfer».

Schutz und Erholungsraum

Wenn sich die Klimaveränderung im gleichen Masse fortsetze sieht Mosimann die Baumartenvielfalt im hiesigen Wald gefährdet. «Bei einer Lebensdauer von bis zu 300 Jahren kann sich ein Baum nicht schnell genug an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen. Viele sterben deshalb ab», sagt der Revierförster. Weil man nicht wisse wie es in 50 bis 100 Jahren aussehe, sei die Waldbewirtschaftung

enorm schwierig zu bewerkstelligen. «Eine gute Baumartenmischung mit standortsgerechten Baumarten und guten Strukturen ist zur Zeit das beste Rezept für die Zukunft.» Mosimann ist der Meinung, dass man lernen müsse umzudenken. Ein Forstbetrieb könne heute nicht mehr nur vom Holzhandel leben. «Mit dem Bezug von Holz als Energieträger unterstützt die Bevölkerung den Wald und uns.» Schliesslich diene er nicht nur als Schutz vor Lawinen, Steinschlägen und Überschwemmungen, er nehme auch Schadstoffe auf und produziere Sauerstoff und diene nicht zuletzt als wertvoller Erholungsraum, gibt Patrik Mosimann abschliessend zu bedenken.

>INFOS Zahlen und Fakten Bürgergemeinde Grenchen • Waldfläche: 970 Hektaren • Schaden nach «Burglind»: 200 Kubikmeter Holz/ 100 bis 150 Bäume • Angestellte Forstbetrieb: 1 Betriebsleiter, 2 Forstwarte, 2 Lehrlinge • Angestellte Bürgergemeinde: 1 Verwalter und 1 Büroangestellter (50%) • Umsatz: 2 Millionen Franken • Anteile des Holzhandels am Umsatz: 80 Prozent • Holzbedarf pro Jahr in der Schweiz: 8 bis 10 Millionen Holzhandel nimmt immer mehr ab Der Sturm «Burglind» richtete auch in Bettlach, Selzach und Lengnau keinen grossen Schaden an. Einzig in Selzach fielen einige starke Bäume dem Sturm zum Opfer. Finanzielle Einbussen sind laut Revierförster Thomas Studer vom Unteren Leberberg, trotzdem nicht zu erwarten. Die Bäume seien durch den Sturz ausgewurzelt worden, der Stamm sei deshalb unbeschädigt. Was die Zukunft angeht sind sich Thomas Studer und Jonas Walther, Revierförster von Lengnau, einig. Der Holzhandel sei die Kernfunktion eines Forstbetriebs. Dieser werde in der Zukunft aber immer mehr zurückgehen. Schon jetzt macht der Holzhandel beim Forstbetrieb Leberberg nur noch rund die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. In Lengnau sind es gar nur 15 Prozent.

REGIONALE FIRMEN STELLEN SICH VOR

Streit unter Geschwistern muss sein!

U

nd schon wieder streiten sich die Geschwister unüberhörbar im Kinderzimmer. «Nicht schon wieder», ruft der Vater laut aus dem Wohnzimmer und schlägt mit seiner Hand auf seinen Oberschenkel. Die Mutter ruft darauf dem Vater aus einem andern Zimmer zu: «Ich gehe schon!» Darauf wird es nach einem kurzen, lauten Wortgefecht ruhig. Doch wahrscheinlich nicht lange, denn Geschwisterstreit gehört in jeder Mehrkinderfamilie zum Alltag. Eltern tun gut daran, Geschwisterstreit aushalten zu lernen und ihn nicht ständig unterbinden oder bekämpfen zu wollen. Sonst werden früher oder später ihre Nerven blank liegen, weil es noch mehr Streitereien geben wird.

Streiten muss geübt werden

Doch was können streitgeplagte Eltern tun, ausser aushalten zu lernen und Streit nicht immer bekämpfen zu wollen? Zuerst einmal dürfen sie durchatmen! Ihre Kinder machen sich durch das Streiten nämlich fit fürs Leben! Ist doch eine gute Nachricht?! Kinder lernen durch Streit, Konflikte zu lösen und Angriffe abzuwehren. Es werden Standpunkte und Besitzver-

Kinder lernen durch Streit, Konflikte zu lösen und Angriffe abzuwehren. (Bild: pixabay.com) hältnisse geklärt sowie Machtverhältnisse geregelt. Sie lernen im Streit viel über sich selbst und erleben, dass sie eine Situation selbst verändern können. Wichtige Faktoren, um später unversehrt durchs Leben zu kommen. Selbstverständlich muss streiten geübt werden. Dazu brauchen vor allem

kleinere Kinder die Hilfe ihrer Eltern. Sinnvoll ist, gemeinsam altersangepasste «Streitregeln» zu vereinbaren und damit den Kindern auch Streit zuzugestehen. Schreiben oder zeichnen Sie doch einfach zusammen mit den Kindern auf einem grossen Stück Karton auf, was erlaubt ist – und was nicht. So, dass es alle

Kinder verstehen. Hängen Sie das Karton anschliessend zusammen im Kinderzimmer auf. Lassen Sie dabei auch die Ideen der Kinder einfliessen. Eine wichtige Regel kann zum Beispiel sein: Es darf nicht an den Haaren gerissen werden! Besprechen Sie mit den Kindern auch, was für Konsequenzen es hat, wenn diese Regeln nicht eingehalten werden. Die Konsequenz muss für die Kinder verständlich, altersangepasst und nachvollziehbar sein. Keine Strafe! Und zu guter Letzt, überdenken Sie ihre eigene Streitkultur und legen Sie für sich fest, wann für Sie bei einem Geschwisterstreit der Zeitpunkt gekommen ist, um einzuschreiten. Bedenken Sie aber, wenn Sie streitende Kinder zu schnell trennen oder ihnen eine Lösung vorgeben, verbauen Sie den Kindern wichtige Erfahrungen. Hingegen ist es aber wichtig, sofort einzuschreiten, wenn eines der Kinder z. B. altersbedingt in der schwächeren Position ist, es gefährlich oder teuer werden kann.

«Eltern und Kinder», Barbara Banga-Schaad, dipl. Erziehungsberaterin OA, Schützengasse 11, 2540 Grenchen, www.eltern-und-kinder.ch, elternundkinder@bluewin.ch, Tel. 076 319 49 54.

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GRENCHEN

Ein Fondue wie in den Bergen Ein gemütlich, rustikal eingerichtetes Holzchalets mitten in einer Berglandschaft ist der Traum eines jeden Fondueliebhabers. Viel Ambiente findet man im Fonduehaus des Grenchner Hof.

Wir wollten es wissen: Wie gemütlich lässt sich der Schweizer liebste Käsespeise in der urigen «Berghütte» des Grenchner Hof geniessen. in der Tat. Schon auf den ersten Blick kommt Berghütten-Stimmung auf. Rotweisse Tischtücher, ein bequemes Fell auf den 40 Stühlen sorgt für Behaglichkeit. Die Holzschnitzel als Bodenunterlage sorgen für den Duftstoff aus dem die Träume bzw. (Berg-)Wälder sind. Da fehlt einzig noch der Blick auf die Bergwelt.

Gute Auswahl

Für Auswahl beim Käsefondue ist gesorgt. Neben dem Klassiker «Moitié-Moitié» gibt es Trüffel-, Spumante Ferrari- oder Paprika-Fondue. Keine Lust auf Käse? Ab sechs Personen und auf Vorbestellung wird auch ein Fleischfondue serviert.

Mit gutem Erfolg

Das Haus ganz in Holz hat einen Namen: «Châlet-de-Ville». Die Idee dazu hatten die Söhne von Robert Laski, Geschäftsführer im Grenchner Hof. Anfänglich sei er nicht sehr beseelt worden von dieser Idee, schmunzelt der initiative Grenchner Gastronom. Vor wenigen Monaten habe er noch einmal über die Idee nachgedacht und sei zum Entschluss gekommen, Anfang dieses Jahres einen Versuch zu wagen. Der Gedankenblitz letzten Herbst hat sich gelohnt, weiss Robert Laski heute. «Die Idee kommt ausserordentlich gut an. Wir haben eine schöne Auslastung von Donnerstag bis Samstag.» An diesen drei Tagen ist das «Châlet-de-Ville» jeweilen geöffnet. Geschäftsführer Laski macht kein Geheimnis: «Wir planen das Haus auch für den nächsten Winter.»

Neuer Weinkeller ab April

Der 45 Quadratmeter grosse Raum bietet Platz für 40 Personen. Wenn im «Châlet-de-Ville» Fleischfondue auf den Tischen steht, reduziert sich das Platzangebot um sechs Personen. Für das Fleischfondue ist eine Anmeldung erforderlich. Wer Lust auf Käsefondue hat, kann unangemeldet an den drei Tagen (Donnerstag bis Samstag) im Chalet Platz nehmen. Das Restaurant selber ist für seine exzellente und abwechslungsreiche Küche und das grosse Weinangebot (vorwiegend Amarone) weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Der Weinkeller wird übrigens im Frühjahr umgebaut und ab Anfang April haben die Gäste die Möglichkeit vor dem Essen im Weinkeller einen Apéro zu geniessen. Das Restaurant hat ausser Sonntags und am Montagabend immer offen. Sinja Gräppi (Text, Bild)

Robert Laski vom Grenchner Hof war zuerst skeptisch, ob das «Châlet-de-Ville» bei den Gästen ankommt.


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Menschen

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AUF EIN WORT MIT ... JACQUELINE TRACHSEL Die neue Grenchner-Stadt-Anzeiger-Serie

Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden

JOSEPH WEIBEL

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acqueline Trachsel müsste man erfinden, wenn es sie nicht gäbe. Sage ich, der diese Frau seit 1985 kennt, lieben und schätzen gelernt hat. Sie zum umschreiben ist nicht einfach. In kurzen Worten schon gar nicht. «Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit hatte, einen kurzen zu schreiben-

», schrieb Goethe einem Freund Leid erfüllt. Jacqueline Trachsel schreibt gerne – auch lange Texte. Vor allem lange Texte und sagt immerdar: «Es ist doch so vieles wichtig!» Als Journalistin ist sie immer noch tätig. Für einen Berner Verlag mittlerweise seit zwanzig Jahren – ununterbrochen. Auch wenn sie das Pensionsalter schon länger überschritten hat, schwirrt Jacqueline Trachsel munter durch die Schweiz und die Welt. Ihr erfrischendes La-

chen ist so unverkennbar wie ihre Liebe zum Kochen. Ihre Pastetensauce ist ein Gedicht und unerreicht. Wenn man ihr ein Rezeptblatt in die Hand drückt, so kocht sie es punktgenau nach.

Musik, Musik

Spätestens jetzt sagt Jacqueline Trachsel beim Nachlesen dieses Textes: «Das ist doch alles nicht so wichtig. Es gibt noch viel anderes». Richtig! Wo fangen wir an bei dieser unglaublich lebendigen Person, die gerne und oft die Nacht zum Tag macht – berufsbedingt – und deshalb sehr ungern am frühen oder mittleren Morgen durch einen Telefonanruf geweckt wird. Fangen wir also da an, was Jacqueline Trachsel vor knapp 25 Jahren (1994) angefangen hat. Sie gründete ihre eigene Agentur für «Text, Bild & Musik». Seither vermittelt sie Künstler. Grosse Namen wie den US-Award-Träger Doug Duffey, die Gospel-Queens Queen Yahna, Joan Faulkner, Connie Harvey, Harriet Lewis oder Larry Woodley. Seit 25 Jahren organisiert sie Bands für «Jazz & Pasta» in der Solothurner «Cantinetta». Sie fährt ihre Musiker auch mal ins Bündnerland und Rheintal zu Festivals oder nach Zermatt zum Konzert. Oder sie organisiert eine festliche Opern-Gala im Museum Blumenstein in Solothurn mit zwei Stars aus New York mit. Kein Wunder, dass sie auch schon beim verstorbenen Claude Nobs (Gründer des Montreux Jazz-Festivals) in seinem Haus ein- und ausging. Am Montreux Festival hat sie viele Musikerlegenden getroffen: Paolo Conte etwa, oder Lionel Hampton, Oscar Peterson, Dr. John, Carlos Santana. Während ihrer Zeit beim «Grenchner Tagblatt» traf sie Udo Jürgens, der bei der Eröffnung von Puma Schweiz in Lengnau mit dabei war. 1996 machte sie ein Interview mit Grenchens Ehrenbürger Yehudi Menuhin. An früheren Grenchner Festen war sie im OK und hat vier Mal das Musikprogramm organisiert. Ganz wichtig aber war der gebürtigen Grenchnerin ihr Engagement 1992 für die Grenchner Tschernobyl-Aktion im Ferienheim Prägelz

Fundamentale Erschütterung

Ihre berufliche Laufbahn ging aber zuerst in eine andere Richtung. Als 1984 ihr Ehemann Samuel starb, war das für sie eine fundamentale Erschütterung, von der sie sich nur schwer erholte. Ihr Sohn Marc war elf Jahre alt und Tochter Claudia im Studium. «Es war eine schwere Prüfung», so Jacqueline Trachsel. Ausgleich fand sie in der Arbeit, wurde angefragt, das Sekretariat des «Grenchner Tagblatt» zu übernehmen. Von ihrem Chef, dem leider ebenfalls verstorbenen Gerald Lechner, schwärmt sie noch heute. «An ihn und das Team verbinden mich unvergessliche Erinnerungen», sagt sie. Schon bald zeichnete sich

NEWS

STECKBRIEF Name/Vorname: Jacqueline Trachsel Wohnort: 2543 Lengnau, aufgewachsen in Grenchen Beruf/Funktion: Journalistin/lizenzierte Künstler-Vermittlerin/Agentin

FÜNF FRAGEN Meine Lieblingsdestination: Früher Ägypten, Tunesien, seit Jahren aber USA mit Hawaii, Staat Louisiana und New Orleans. Seit langem entdeckt habe ich Spanien, Italien und neu Portugal.

ab, dass Jacqueline Trachsel über das Briefe schreiben hinaus Qualitäten hat und eigentlich eher als Journalistin denn als Sekretärin tätig sein sollte. Das tat sie denn auch – mit Erfolg. Und tut es bekanntlich noch heute. Sie schrieb für die Solothurner Zeitung, die Solothurner Nachrichten und später auch Fachmagazine, u.a. Annabelle. Mode, Kunst und Kultur waren für sie ebenfalls wichtige Themen, die sie immer auch journalistisch verarbeitete. Grossen Spass machten ihr Interviews mit bekannten Schauspielern, die im Parktheater Auftritte hatten. Etwa mit Hans Joachim Kulenkampff, Heidi Kabel, Inge Meysel, Liselotte Pulver, Matthias Gnädinger oder Christian Kohlund, Horst Tappert oder Dietmar Schönherr. Später, nach ihrer Zeit bei Tageszeitungen, übernahm sie als Redaktionsleiterin die Hauszeitung von ETA/Swatch.

Beruf, Hobby und Freizeit sind identisch

Wenn man nun Jacqueline Trachsel nach ihren Hobbys befragt, nach all den Dingen, die sie in ihrer Freizeit vollbringt, Lieblingsspeise: so ist das ein unmögliches Unterfangen. Pastetli (Eigenkreation!) Hobbys? Freizeit? Ihre Hobbys sind Schreiben, Musiker vermitteln, Konzerte Aufsteller der Woche: organisieren, Kochen und ihre besten Ich darf den Hund meiner Freunde verwöhnen. Die Zeit für LetzteTochter betreuen res zu finden wird für sie manchmal zum schwierigen Lauf. Aber irgendwie und irAuf was kann ich nicht gendwann schafft sie es immer. «Und daverzichten: mit», sagt sie mit ihrem befreienden LaAuf meine erwachsenen chen, «ist auch die Antwort auf die Frage Kinder, meine vier Enkelkinder, nach den Freizeittätigkeiten gegeben.» meine langjährigen Freunde, Beruf, Hobbys und Freizeit sind identisch. mein Reisefieber in alle Herren Punkt. Und das ohne Last und Mühsal. Länder. Nicht verzichten kann Wenngleich die nimmermüde «Jäcky», ich auf tägliche News aus der wie sie Freunde liebevoll nennen, jeweils Region und aller Welt. nach dem 8. März sagt, wenn auch sie ein Jahr älter wird, sie wolle jetzt dann aufhöIch würde nie: ren, macht sie immerfort weiter. Warum Mit den «Verrücktheiten» auch sollte sie etwas beenden, was ihr der Welt umgehen wollen. nach wie vor so grosse Freude macht. Zum Reisen in die USA oder in europäische Destinationen reicht es noch immer. Nur ihre Wohnung, die sie auf der italienischen Seite am Lago di Lugano hat, sieht sie kaum mehr. Leider, sagt sie. Aber vielleicht findet sie ja doch noch mal die Zeit dafür. Spätestens dann, wenn sie nach dem 8. März mal wirklich sagt: «Ok. Nun hab ich n mit ie n es gesehen.» Aber, a p S in ier sfamilienfe und Sohn Marc g ob sie das je sagt, a st rt u b ) Ge udia (links wage ich persönla C r te h c To chts). e R n o lich zu bezweiv r e (Zweit feln!

GRENCHEN

GRENCHEN

Mit dem Velo an den Umzug

Granges Melanges präsentiert das neuste Projekt

Sport und Musik am Samstagabend

Am kommenden Sonntag (21. Januar) findet bereits der vierte Schneemann-Event für Familien und Schneenostalgiker auf dem Obergrenchenberg statt. Von 10.30 Uhr bis 15.30 Uhr haben die Teilnehmer Zeit, einen Schnemann zu bauen und mit Materialien aus der Natur zu sammeln zu verschönern. Die Durchführung ist nur bei genügend Schnee gewährleistet. Das Verschiebedatum ist der 28. Januar. Infos zur Durchführung unter: www.grenchentourismus.ch mgt

Unter dem Motto «d Velostadt tuet dürästartä – keuch, ächtz, stöhn…» hat sich Theo Heiri-Schatt für den grossen Fastnachtsumzug angemeldet. Damit er nicht alleine mit seinem Bibici-Tandem teilnehmen muss, sucht er noch nach Unterstützung. Ob mit dem Dreirad, Hochrad, Holzrad, Flyer oder Mountainbike spielt dabei keine Rolle. Auch die Verkleidung, die Maskierung und das Styling sind jedem selber überlassen. Die Hauptsache ist, dass Heiri-Schatt am 11. Februar um 14.15 Uhr nicht alleine dasteht. mgt

Morgen Abend um 20 Uhr präsentiert Granges Melanges ihr neustes Projekt in Grenchen. Die international zusammengesetzte Gruppe spielt das Theater «Ach, du liebe Mauer!». Das Stück entstand unter der Leitung von Lorenz Belser, in enger Zusammenarbeit mit den Schauspieler und Schauspielerinnen. Die Akteure gehen in diesem Theaterstück von ihren eigenen Biographien aus und erzählen träumerische, wütende oder lustige Episoden aus ihrem Leben Das Theater in der Aula des Schulhauses IV dauert etwa eine Stunde lang. mgt

Am kommenden Samstag (20. Januar) können Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren Im Rahmen des Projekts «Midnight Sports & Music» verschiedene Sportarten ausprobieren. Zur Auswahl stehen Basketball, Fussball, Unihockey, Badminton, Trampolin, Volleyball und Tanzen. Neben dem Sport gibt es auch Musik. «Midnight Sports & Music» findet von 20.30 bis 23.30 in der Doppelturnhalle in Grenchen statt. mgt

Vierter Schneemann Event auf dem Grenchenberg

GRENCHEN

GRENCHEN


Infokurs rund um den Hund

Das ABC der Vierbeiner für Zweibeiner (ohne Hund). Dieser interessante Kurs wird am Sonntag, 28. Januar 2018, in Arch stattfinden. Mit Originalfilm Kurskosten Fr. 120.– Nur noch wenig Plätze Hundeschule Berghof Erika Howald Berghof, 3295 Rüti bei Büren lnfo@hundeschuleberghof.ch 032 351 24 86

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Seeland

Nr. 03 | Donnerstag, 18. Januar 2018

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«Uns gehen die Haus- und Kinderärzte aus» SEELAND Es ist zu einem Dauerthema geworden: In unserer Region herrscht zunehmend ein Ärztemangel. Viele Hausärzte werden pensioniert und finden keinen Nachfolger. Wie steht es deshalb um unsere medizinische Grundversorgung? Werden sich die Probleme in absehbarer Zeit gar noch verschärfen oder entspannt sich die Situation dank geeigneten Massnahmen?

DANIEL MARTINY

D

er Berner Kantonsarzt Jan von Overbeck sagt es klipp und klar: «Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben überhaupt, die medizinische Versorgung in den nächsten fünf bis zehn Jahren sicherzustellen.» Geht es nach dem Vorsteher des Berner Kantonsarztamtes, sollte sich die Quote der Hausärzte von heute rund 40 auf mindestens 60 Prozent erhöhen, um den erhöhten Bedarf auszugleichen. Auch das Bundesamt für Gesundheit teilt auf Anfrage mit, dass man äusserst bemüht sei, den Hausarztberuf stetig zu fördern. Und trotzdem: Wird ein Hausarzt in unserer Region pensioniert, so findet er meistens keinen Nachfolger, weil sich die jungen Ärzte, auch wegen eines höheren Einkommens, lieber zu Spezialisten ausbilden lassen.

Klappt die Grundversorgung?

Die personelle Situation in den Kantonen Bern und Solothurn spitzt sich derweil weiter zu. Weitere Hausärzte werden ihre Praxistätigkeit in den nächsten Jahren altershalber aufgeben. Alleine um den aktuellen Versorgungsstandard halten zu können, müssten bis ins Jahr 2020 über 200 zusätzliche Ärzte ihre Arbeit aufnehmen. Ohne sofortige Massnahmen drohen weitere Lücken in der medizinischen Grundversorgung. Viele Hausärzte arbeiten darum auch über das Pensionsalter hinaus – aus Sorge

um eine Nachfolge und um seine Patienten. Es gibt Gemeinden, wo das Problem noch nicht derart akut ist. So meint Marcel Krebs vom Gemeindeamt Lengnau, dass die Versorgung mit zwei Hausärzten bisher tadellos funktioniere. Gleichzeitig ist jedoch bekannt, dass in der Dorfmitte ein Ärztezentrum geplant ist. Einsprecher verhinderten jedoch noch im Dezember 2017 den Baustart. In Büren, einer Gemeinde mit sehr starkem Bevölkerungswachstum, liegt die dringende Planung eines Medizentrums seit 2015 auf Eis. Zwei Hausärzte werden in den kommenden Monaten pensioniert, drei Ärzte wären laut der Gemeinde nötig, um ein Medizentrum zu betreiben. Das Traktandum ist aufgenommen, doch ausgerechnet die letzte Gemeindeversammlung wurde ja bekanntlich im vergangenen Dezember abgesagt und vorläufig verschoben.

Medizentren als Lösung?

In Bettlach existiert seit einiger Zeit das «Doktorhuus». In einer modernen Gruppenpraxis haben sich drei Ärzte zusammengeschlossen, um damit das gesamte Spektrum einer optimalen Grundversorgung anbieten zu können. Es scheint, dass eine solche Lösung für die Zukunft unumgänglich wird. Auch in Pieterlen steht ein Ärztezentrum vor der unmittelbaren Eröffnung. «Jetzt suchen wir das ergänzende Personal, um im Juli 2018 zu eröffnen», sagt David Lüthi von der Ge-

Moderne Arztpraxis: Das Medizentrum als Lösung für die Zukunft? (Bild: zvg) meindeverwaltung. Das Modell der Hausärzte sei ohnehin veraltet und das neue Modell mit einem Zentrum, sei auch für die Ärzte arbeitstechnisch um einiges attraktiver. Vorläufig bleibt in allen Gemeinden die positive Ge-

wissheit, dass es in naher Zukunft wohl zu Änderungen kommt. Bis dahin übernimmt auch der SPITEX in der Pflege und in der Grundversorgung äusserst wichtige Aufgaben. Der Hausarztmangel wird vorläufig trotz-

dem ein aktuelles Problem bleiben. Beruhigend: Mit unseren grossen Spitalzentren ist im Notfall immer für rasche und kompetente Hilfe in jeder Lebenslage garantiert. Und dafür sollten wir alle überaus als dankbar sein.


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Veranstaltungskalender

Donnerstag, 18. Januar 2018 | Nr. 03

Foto: zvg.

Auftakt zum 40-Jahr-Jubiläum des Kleintheaters Grenchen Les Diptik Clown Duo: Hang up Clown, Theater

MELDEN SIE IHREN ANLASS! Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles –›

Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Weitere Fotos oder umfangreicheres Zusatzma-

terial schicken Sie direkt an die Redaktion des Grenchner Stadtanzeigers: event@grenchnerstadtanzeiger.ch. Einsendungen bis 14 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

Garlic und Dangle warten auf ihre Wiedergeburt. Sie ist ungeduldig und rebellisch, er melancholisch und unberechenbar. In ihren Mänteln hängend, ausserhalb von Zeit und Raum, horchen die beiden wunderlichen Seelen in einer Art Zwischenwelt die Menschheit ab, in einem unwirklichen Zwiegespräch, das sie mit ihren

Wünschen und Sorgen konfrontiert. «Hang Up» ist ein absurdes Gedicht über den Zustand des Seins (oder des Nichtseins), das irgendwo zwischen der Welt der Clowns und der Welt des Theaters anzusiedeln ist. 21. Januar 2018: Vorstellungsbeginn bereits um 17 Uhr Kleintheater Grenchen, Aula Schulhaus IV, Schulstrasse 35.

IN GRENCHEN IST WAS LOS!

FREITAG, 19. JANUAR 15.00–17.00 Uhr: Rodania Kaffee. Kaffeestube im Mehrzweckraum mit Köstlichkeiten aus der Rodania Backstube. Rodania (Mehrzweckraum), Riedernstrasse 8. 20.00 Uhr: «Ach, du liebe Mauer!». Laientheater, interkulturell-individuellexperimentell. Mauern gibt es überall. Zuerst sind sie im Kopf. Unter der Leitung des Solothurner Theaterschaffenden Lorenz Belser erzählen Menschen aus Syrien, Mazedonien, Chile, Peru, Polen, aus der Türkei und der Schweiz: Persönliche Geschichten. Das Stück ist selber entwickelt. Im Anschluss wird ein Apéro offeriert. Eintritt frei. Schulhaus IV, Schulstrasse 35.

SAMSTAG, 20. JANUAR 20.30–23.30 Uhr: «Midnight Sports & Music». Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. www.midnightschweiz.ch Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

SONNTAG, 21. JANUAR 9.30–11.30 Uhr: CHINDaktiv – «ä Halle wo’s fägt». Die Turnhalle wird zum Spiel-, Bewegungs- und Experimentierplatz für Kinder von 0 bis 6 Jahren. Doppelturnhalle Süd H2, Schulstrasse 11. 10.30–15.30 Uhr: Schneemann-Event. Für Familien, Schneenostalgiker und andere. Weitere Infos: www.grenchentourismus.ch. Grenchenberg Wandflue (bei der Webcam). 11.30 Uhr: Führung «Impression». Mit Anna Leibbrandt. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53. 17.00 Uhr: Les Diptik: «Hang up» (siehe Haupttext). Kleintheater Grenchen, Schulstrasse 35.

DONNERSTAG, 25. JANUAR 14.30 Uhr: CineTreff Januar: «Operation Avalanche». CineTreff ist ein Kino Nachmittag, welcher speziell für die älteren Mitbürger organisiert wird. An den jeweiligen Nachmittagen werden die ausgewählten Filme, dank des grosszügigen Sponsorings der Stadt Grenchen, der BEKB und der Mobiliar

Versicherung zu einem vergünstigten Preis von jeweils nur 2.– pro Eintritt angeboten. Für die anderen Besucher, welche nicht AHV-Bezüger sind, wird ein Eintritt von 10.– anstatt den üblichen 16.– angeboten. Kino Rex, Bielstrasse 17.

DONNERSTAG, 25. JANUAR 17.30–22.15 Uhr: Nationales Donnerstag-Abendrennen. Fürs leibliche Wohl ist im Halleninnenraum und auch im Restaurant Velodrome gesorgt. Wichtig: Kinder bis 16 Jahre sind gratis. Bitte die Tickets für die Kinder an der Abendkasse lösen. www.tissotvelodrome.ch Tissot Velodrome, Neumattstrasse 25.

FREITAG, 26. JANUAR 11.30 Uhr: Suppentag im Zwinglihaus. Keine Anmeldung nötig. Alle sind herzlich willkommen. Der Erlös ist bestimmt für: «Brot für alle». Zwinglihaus, Zwinglistrasse 9. 20.00 Uhr: Meisterschaftsspiel 1. Liga: TV Grenchen vs. VBC Bern. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

SAMSTAG, 27. JANUAR 8.00–18.00 Uhr: 26. Grenchner Schüler-Fussballhallenturnier. Organisator: FC Grenchen 15. Infos und Anmeldung: www.fcg.ch. Schüler der 1.–6. Klasse aus Grenchen und Umgebung können sich anmelden. Jeder Teilnehmer erhält eine Erinnerungsmedaille. Mit Festwirtschaft, Tombola, vorhanden. Turnhalle Nordbahnhof, Nordbahnhofstrasse.

SONNTAG, 28. JANUAR 8.00–18.00 Uhr: 26. Grenchner Schüler-Fussballhallenturnier. Turnhalle Nordbahnhof, Nordbahnhofstrasse.

DIENSTAG, 30. JANUAR 19.00–20.30 Uhr: «Bielersee-FischMensch-Natur». Die bezaubernde Welt der Fische im Bielersee mit seinen angrenzenden Gewässern entdecken. Die Besucher können sich auf einen Streifzug durch das Seeland mit seiner vielfältigen Fauna und Flora mitnehmen lassen. Kultur-Historisches Museum, Absyte 3.

MITTWOCH, 31. JANUAR 18.30 Uhr: «20m2 – ein Augenschein». Im Gespräch öffnet die junge Solothurner Künstlerin Martina Baldinger ein Fenster in ihr Atelier und gibt Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Anschliessend Apéro. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53. 19.00 Uhr: Kammermusik-Konzert der Musikschule Grenchen. Bachtelen (Girardsaal), Bachtelenstrasse 24. 20.00–22.00 Uhr: Die Exfreundinnen: «Zum Fressen gern». Männer kommen und gehen. Freundinnen bleiben. Doch Freundinnen sind kompliziert. Vor allem wenn sie Hunger haben. Davon können Anikó Donáth, Isabelle Flachsmann und Martina Lory ein Liedchen singen. In Dur und Moll, von Michael Jackson bis zu den Schlümpfen, gewürzt mit süss-sauren Anekdoten nach ExfreundinnenHausrezept und pikant begleitet von Sonja Füchslin an Piano, Violine und Akkordeon. In ihrem Zweitling geben die Exfreundinnen wichtige Antworten zu unwichtigen Fragen: Warum geht Liebe durch den Magen? Ist die radikale Luft und Liebe Diät überhaupt gesund? Was dauert länger: das Verdauen eines Ex oder das Verdauen eines Kaugummis? Die Powerfrauen sind sich dabei selten einig, aber immer treu. Parktheater, Lindenstrasse 41.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Kultur-Historisches Museum, Absyte: «Unruhige Zeiten». Bis 13. Mai. www.museumgrenchen.ch Mi/Sa/So 14–17 Uhr Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstr. 53: «Impression 2017» – Ausstellung für Druckgraphik / «20m2» – Fenster ins Atelier von Martina Baldinger. Beide Ausstellungen bis 11. Februar. www.kunsthausgrenchen.ch Mi–Sa 14–17 Uhr/So 11–17 Uhr Regiobank Solothurn AG: Ernst Christen, Photografie. Geöffnet während der Schalteröffnungszeiten. Eusebiushof, Schulstrasse 1: Dionyssis Maratos, ein junger Ikonenmaleraus Griechenland, stellt seine Werke für ein Wochenende im Eusebiushof aus. Die Ausstellung beginnt am

Sa. 3.2. um 19 Uhr mit kurzer Vernissage und schliesst am So, 17 Uhr mit einem Vortrag über die Theologie der orthodoxen Ikonen ab.

DEMNÄCHST

GRENCHNER FASNACHTSPLAUSCH 3. Februar, 20.00 Uhr: Der ultimative Vorfasnachts-Event: Die Grenchner Zünfte werden «dürästartä» und präsentieren am Plausch im Theatersaal des Parktheaters eine gehörige Mischung aus Sketchen, Schnitzelbänken und tollem Guggensound. Tickets sind ab 27. Januar im Vorverkauf im Baracoa (ab 11 Uhr) erhältlich in verschiedenen Preiskategorien (ab Fr. 10.–). Eintritt mit Ticket und Fasnachtsplakette. Parktheater, Lindenstrasse 41.

FREITAG, 2. FEBRUAR 9.30–11.00 Uhr: Interkulturelles Sprachcafé. Kostenlos, ohne Anmeldung. Organisiert von Granges Melanges. La Trattoria, Girardstrasse 19. 20.30 Uhr: Meisterschaftsspiel 1. Liga: TV Grenchen vs. VC Uettligen. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

SAMSTAG, 3. FEBRUAR 14.00–17.00 Uhr: Lebendiger Museumsrundgang: «Zeitzeugen erzählen...». In der Ausstellung berichten Zeitzeugen über ihre Erlebnisse, beantworten Fragen und entführen die Teilnehmenden in die Vergangenheit. Kultur-Historisches Museum, Absyte 3. 17.45–19.15 Uhr: Tanzgruppe roundabout Schnupperkurs. Zwinglihaus, Zwinglistrasse 9.

Schneeschuhwandern Während den Wintermonaten finden an diversen Tagen geführte Tages-, Abend- sowie Vollmond-Schneeschuhwanderungen statt. Die erfahrenen Führerinnen und Führer machen Ihre Schneeschuhwanderung zu einem sorgenfreien Erlebnis. Die Anmeldung für die Touren kann man entweder direkt über das Anmeldeformular auf der Website oder

bei der Infostelle Grenchen Tourismus, Kirchstrasse 10, BGU Büro, Grenchen (032 644 32 11) oder info@grenchentourismus.ch tätigen. Sämtliche Daten, das Anmeldeformular sowie weitere Informationen findet man unter: www.grenchentourismus.ch/ entdecken/winter/schneeschuhwandern-grenchen

20180118 woz gsaanz  

Grenchner Stadt-Anzeiger 03/2018

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