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Donnerstag, 12. Januar 2017 Nr. 02

WOHN- UND BÜROZENTRUM

AUS DER GEMEINDE

Carina Tschan zeigt ihre Bilder WoB. Die in Basel wohnhafte Solothurner Künstlerin Carina Tschan stellt vom 20. Januar bis 24. März 2017 im Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte (WBZ) an der Aumattstrasse 71, Parterre, in Reinach ihre Bilder aus. Sie zeigt fantasievolle Werke aus einem Mix von Farben und Materialien. Ihre Liebe zu Farben und abstrakten Formen entdeckte Carina Tschan schon in frühen Jahren. Während andere Kinder Tiere, Landschaften oder Menschen malten, wollte sie immer nur «Phantasie» malen. Ihre Werke zeichnen sich durch eine kindliche Naivität aus, die jedoch nur oberflächlich bestand hat. Je länger

man ihre Bilder anschaut, desto mehr findet man: eine Botschaft, ein Gefühl … Carina mixt Farben und Materialien je nach Bedarf. Regeln gibt es keine, wenn es darum geht, ein Bild sich manifestieren zu lassen. Die Bilder sind selten geplant, meist suchen Sie sich den kürzesten Weg aus der fantasiewelt herein in die Realität und dennoch können Monate verstreichen bis der letzte Strich getan, und das Werk vollendet ist. Geboren und aufgewachsen in Kleinlützel lebt Carina Tschan heute in Basel. Dies ist ihre erste Ausstellung, ein «bunter Seelenstriptease» wie sie es nennt.

PARTEIEN

Das Jahr 2017 ist hellgrün Wie vor kurzem zu lesen war, wurde die Farbe hellgrün zur Trendfarbe im 2017 erkoren. Grün wirkt frisch, dynamisch und steht für Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel oder Bio-Landwirtschaft. Aber auch auf die Rückbesinnung des Natürlichen. Die Farbe Grün finden Sie im Logo der Grünliberalen Partei. Mit unserer politischen Arbeit versuchen wir, diese Gesichtspunkte ins Gleichgewicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung zu bringen. Grund-

lage dafür sind eine innovative und nachhaltig ausgerichtete Marktwirtschaft, eine lebendige Demokratie sowie ein sorgsamer Umgang mit unserer Umwelt. Werden auch Sie Teil des grünliberalen Projekts, machen Sie mit! Als Mitglied unterstützen Sie unsere Ziele oder Sie können selbst aktiv mitgestalten. Wir freuen uns über Ihr Engagement. Grünliberale Partei, Sektion Reinach, Aesch und Pfeffingen

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

Etappenweise Sanierung des Gartenbads wäre massiv teurer und komplizierter Wegen der Sanierungsarbeiten wird das Gartenbad Reinach in der Saison 2017 geschlossen bleiben. Eine etappenweise Sanierung würde aus technischen und betrieblichen Gründen kaum Sinn machen und enorme Mehrkosten in der Höhe von geschätzt 1 Mio. Franken verursachen. Eine übliche Badesaison dauert in Reinach von anfangs Mai bis Mitte September, das sind viereinhalb Monate. Die Sanierung und Neugestaltung der Beckenlandschaft nimmt etwa neun Monate in Anspruch. Das ist ungefähr die Zeit von der ersten Abbruchmassnahme bis zum Zeitpunkt, da die Becken wieder benützt werden können. Würde man erst nach dem Ende der Badesaison damit beginnen, wäre die Zeit bis zur nächsten Saison zu kurz und die nötigen Winterbaumassnahmen würden zusätzliche Kosten verursachen. Etappierung wäre bautechnisch aufwändig und teuer Die Sanierung der zusammenhängenden Beckenlandschaft und der Totalersatz der Wasseraufbereitungsanlage inkl. der entsprechenden Zuleitungen bilden die Schwerpunkte der Gartenbadsanierung. Aufgrund der damit verbundenen umfangreichen baulichen Massnahmen ist eine etappenweise Realisierung kaum oder nur mit unverhältnismässig grossem bautechnischem Aufwand möglich, was hohe Zusatzkosten verursachen würde. Bei der Wasserauf-

Im April startet die Gartenbadsanierung. bereitungsanlage wird nicht nur die Technik von Grund auf erneuert: Aufgrund des grösseren Platzbedarfs muss auch der Raum dafür markant erweitert werden. Provisorien bei einer etappenweisen Umsetzung, etwa für Wege, Garderoben, Restaurant oder Absperrungen wären zwar theoretisch denkbar, aber auch sie verursachen Mehrkosten. Melchior Buchs, Gemeinderat Freizeit und Kultur dazu: «Die Mehrkosten in der Höhe von etwa einer Million Franken lassen sich politisch nicht rechtfertigen. Und die Bauzeit würde sich um etwa ein Jahr verlängern. Zudem ist es nicht sehr attraktiv, auf einer Baustelle baden zu gehen, wo es überall Absperrungen und Provisorien hat und wo Grünflächen teilweise fehlen.» Gute Alternativen in der Region In unserer Region sehen wir uns in der glücklichen Lage, dass es in nächster

BILD: MORGER PARTNER ARCHITEKTEN AG

Nähe attraktive Gartenbäder gibt. Nennen wir beispielsweise Arlesheim: Selbst Schulkinder können relativ gefahrlos mit dem Velo durch die Reinacher Heide dorthin fahren und sind in etwa zehn Minuten dort. Oder Aesch, das liegt je nach Wohnort in Reinach noch näher. Für Familien geeignet ist im Übrigen auch die Birs, die die Gemeinde vor Kurzem durch Sitzstufen aufgewertet hat, wo man sich an heissen Sommertagen nicht nur abkühlen, sondern gleich auch picknicken kann. Wo die Schulklassen nächste Saison schwimmen werden, ist zurzeit in Abklärung. Da diesen Sommer in Reinach auch keine Schwimmkurse angeboten werden können, wird die Gemeinde Reinach einen Flyer mit Angeboten in den umliegenden Gemeinden zusammenstellen.

Gemeinderat Reinach

AUS DER GEMEINDE

Kein Blick über den Tellerrand Sehr geehrter Herr Tondi, Sie machen als Gemeinderat Propaganda gegen eine Volksinitiative, die innert gerade einmal einer Woche mit mehr als dreimal der nötigen Unterschriften eingereicht worden war. Wofür oder gegen was Sie Propaganda machen, ist natürlich Ihnen überlassen. Aber als Gemeinderat verwundert es doch sehr, mit welchen Argumenten Sie in den Abstimmungskampf ziehen. Offenbar werfen Sie keinen Blick in andere interGGA-Gemeinden, wo dasselbe Anliegen schon an der Gemeindeversammlung gutgeheissen worden ist (in Ettingen). Dort wurde eine elegante Lösung gefunden, von Ihnen benannte «Risiken» zu umgehen. Interessant ist natürlich auch,

REINACH

dass Sie «Risiken» aufbauen, die gar keine sind. In allen Gemeinden und Kabelnetzen wird der Netzunterhalt von externen Firmen betreut (und nicht von gemeindeeigenem Personal). Zudem besteht eine Vereinbarung, dass Email-Adressen weiterhin genutzt werden können. Und dass der Regierungsrat festgestellt hat, dass Schadenersatzforderungen gar nicht anstehen werden, scheint auch an Ihnen vorbeizugehen (er hatte dazu sogar einen Gemeindeversammlungsentscheid aufgehoben). Nein, Ihr «Gegenvorschlag» ist nicht «besser», sondern er gaukelt nur der Bevölkerung etwas vor – und am Schluss hat sie gar nichts. Beat Schmid, www.dual-provider.ch

Junge Asylsuchende dank Spenden fürs Skilager warm eingekleidet Die Gemeinde hatte per Inserat Skikleidung für fünf junge männliche Asylsuchende gesucht, damit diese im Januar mit ins Skilager der Sekundarschule gehen können. Die Reinacher Bevölkerung hat genug gespendet, so dass die Schüler gut ausgestattet mit ihrer Klasse mitfahren können. Dafür ein herzliches Dankeschön! Im Asylheim Reinach ist die Freude gross: Die Reinacher Bevölkerung zeigte sich solidarisch mit fünf jungen Asylsu-

chenden, die in der Sekundarschule Reinach zur Schule gehen. Es wurden zehn Jacken, sieben Hosen, Handschuhe und Skiunterwäsche sowie einige Schlafsäcke im Asylheim abgegeben. Sogar drei Skibrillen und Helme sowie mehrere warme Pullis wurden gespendet. Somit steht der Teilnahme der Jungen am Klassenskilager nichts mehr im Wege. Die Gemeinde Reinach dankt der Bevölkerung für ihre grosszügige Unterstützung. Gemeinderat Reinach

Zahlreiche Spenden sind eingegangen die jungen Asylsuchenden haben sich sehr darüber gefreut.

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

Rechtmässig und geordnet vorgehen

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

Ja zur demokratischen Providerwahl Wir wollen eine demokratische Providerwahl und keinen Entscheid über unsere Köpfe hinweg. Seit dem Beitritt unserer Gemeinde Reinach zur inter GGA darf allein Marie-Therese deren VerwalMüller (BDP) tungsrat bestimmen, wer der Provider in unserem Kabelnetz sein darf. Er schreibt uns vor,

mit wem wir einen Vertrag abschliessen müssen, wenn wir unser Kabelnetz nutzen wollen. Diesen Missstand wollen wir beseitigen. Mit unserer Initiative wollen wir die Providerwahl wieder in unsere Gemeinde zurückholen. Das geht in 3 Schritten: 1. der Einwohnerrat muss zuständig sein für die Kündigung der interGGA-Verträge, 2. die Signalabnahmepflicht muss aufgehoben werden, 3. ein zukünftiger Vertrag mit einem Provider bedarf der Zustimmung des Einwohnerrates. Der jetzige Vertrag läuft noch bis Ende 2020; die Kündigung muss im 2018 ausgesprochen werden. Der Gemeinderat muss dazu baldmöglichst eine Vorlage erarbeiten. Der Gegenvorschlag des Gemeinderates ist ein zahnloser Tiger, mit dem langfristig wohl gar nichts passieren wird. Der Beirat, in dem zwar auch unser Gemeinderat vertreten ist, hat nur beratende Funktion. Nur mit der Initiative ist eine breit abgestützte Providerwahl möglich. Und nur damit ist unser Kabelnetz wirklich attraktiv. Weitere Informationen finden sie auf der Homepage www.providerwahl.ch und auf unserem Flyer. Für das Initiativ Komitee Marie-Therese Müller

Am 12. Februar stimmen wir in Reinach über die Initiative für eine sofortige Kündigung und einen sofortigen Ausstieg aus der interGGA AG ab. Die Befürworter des Ausstiegs behaupten, dies berge keine Gefahr. Wir hingegen befürchten Schadenersatzforderungen, erneute Probleme bei Providersuche und -wechsel sowie Wertverluste beim gemeindeeigenen Kabelnetz. Niemand kann in die Zukunft blicken, deshalb können die Prognosen nicht bewiesen werden. Feststellen lässt sich aber: die Probleme, die beim letzten Providerwechsel auftraten, sind gelöst.

Ich habe mich als interGGA-Kunde persönlich mehrmals davon überzeugt, dass die Beratung und der Kundenservice gut sind, und dass die Produkte laufen. Mit einem neuerlichen Wechsel bringen wir diese Stabilität in grosse Gefahr. Dass bei einer ausservertraglichen Reinacher Kündigung Schadenersatzforderungen gestellt würden, steht ausser Frage (wie der Fall Binningen zeigt). Klarheit schafft hier erst das Urteil im noch laufenden Gerichtsprozess. Der ordentliche Ausstieg (durch Nichtverlängerung des Vertrags) bei einer fristgerechten Kündigung im kommenden Jahr

wäre 2020 möglich. Einwohnerrat und Sachkommission werden die Vorlage, die der Gemeinderat Anfang nächsten Jahres dazu unterbreiten wird, genau durchleuchten, und im bestmöglichen Interesse aller Reinacherinnen und Reinacher entscheiden. Lasst uns über unsere Versorgung mit digitalen Diensten einen rechtmässigen und geordneten Weg gehen: Deshalb Nein zur Initiative, Ja zum Gegenvorschlag. Markus Huber, Einwohnerrat SP, Gegenkomitee «Nein zur interGGA-Initiative»

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

Kein überstürzter Bruch Gemäss der Initiative «Providerwahl im kommunalen Kabelnetz durch die Einwohner» soll der Einwohnerrat in Zukunft wieder vermehrt Einfluss auf die Entwicklungen des gemeindeeigenen Kabelnetzes nehmen können – eigentlich eine prüfenswerte Absicht. Nicht akzeptabel aber ist der Weg dazu. So soll die Beteiligung der Gemeinde Reinach an der interGGA per sofort gekündigt werden. Damit würde die Gemeinde vertragsbrüchig. Mögliche negative Folgen wären hohe Schadenersatzansprüche der übrigen Aktionärsgemein-

den, Kosten für die Bildung einer neuen Stelle für den Betrieb und Unterhalt des Kabelnetzes sowie Abschreibungen auf dem Kabelnetz. Ein Ausstieg hätte allenfalls auch für die Kunden negative Folgen (erneute Migration, Wechsel der Mail-Adressen). In der sofortigen Trennung der Beziehung zur interGGA sehe ich keinen Mehrwert. Im Gegenteil. Hohe Fachkompetenz, professionelle Serviceleistungen und wachsende Kundenbindungen würden abgebrochen und müssten neu aufgebaut werden. Ein Erfolgskonstrukt würde aufgelöst, d. h. die

Bindung zu einer Organisation, die sicherstellt, dass unser Kabelnetz im heutigen, sich schnell ändernden Kommunikationsmarkt bestehen kann. Mit der Quickline AG hat interGGA eine führende erfolgreiche Partnerin mit innovativen und konkurrenzfähigen Produkten. Quickline bedient schweizweit eine Vielzahl an selbstständigen lokalen Netzbetreibern. Deshalb lehne ich die Initiative ab und nehme den Gegenvorschlag des Einwohnerrats an. Bruno Hiltmann

20170112 woz wobanz  
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